![]() R. Stahl AGWaldenburgHalbjahresfinanzbericht der R. Stahl AG Aktiengesellschaft für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2018Dieser Bericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor, beide Fassungen sind
auch auf unserer Website www.r-stahl.com unter der Rubrik Unternehmen/Investor Relations/Finanzberichte
verfügbar. Er enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen
der Unternehmensleitung von R. STAHL beruhen. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen
dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren,
dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und
Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich
von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen
verursachen können, gehören unter anderem: Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen
Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde
Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie.
Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch R. STAHL ist weder geplant
noch übernimmt R. STAHL die Verpflichtung dafür. Die Inhalte dieses Berichts sprechen Frauen und Männer gleichermaßen an. Aus Gründen
der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher
Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für
beide Geschlechter. Rundungen und VeränderungsratenBei Prozent- und Zahlenangaben können in diesem Bericht Rundungsdifferenzen auftreten.
Die Vorzeichenangabe der Veränderungsraten richtet sich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten:
Verbesserungen werden mit "+" bezeichnet, Verschlechterungen mit "-". Veränderungsraten
>+100% werden als >+100% angegeben, Veränderungsraten <-100% als "n. a." (nicht anwendbar). KENNZAHLEN R. STAHL-KONZERNscroll
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Afrika und Europa ohne Deutschland HALBJAHRESFINANZBERICHT
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Volker Walprecht zum 1. Juli 2018 zum Finanzvorstand bestellt |
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Effizienzprogramm R. STAHL 2020 kommt planmäßig voran |
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Gehäusetechnologie EXpressure® auf der Fachmesse ACHEMA präsentiert |
Am 28. Juni gab R. STAHL bekannt, dass Volker Walprecht, 54, mit Wirkung zum 1. Juli
2018 zum Mitglied des Vorstands der R. STAHL AG berufen wurde und die Verantwortung
für das Ressort Finanzen übernommen hat. Er bringt langjährige internationale Erfahrung
auf Managementebene insbesondere in den Bereichen Finanzen, Controlling und M&A sowie
im Anlagengeschäft und der Öl & Gas-Branche mit. Sein Vertrag hat eine Laufzeit von
drei Jahren.
Zum 1. April 2018 hat R. STAHL plangemäß die neue globale Konzernorganisation im Rahmen
des Effizienzprogramms R. STAHL 2020 umgesetzt. Schlüsselfunktionen in den Bereichen
Finanzen und Globale Produktion wurden dabei mit Neueinstellungen, die Bereiche Globaler
Vertrieb und Globales Marketing mit markt- und branchenerfahrenen vorhandenen Führungskräften
besetzt. Mit der Berufung von Volker Walprecht in den Vorstand ist die Neuaufstellung
der Konzernorganisation in der ersten und zweiten Führungsebene abgeschlossen.
Im Berichtsquartal wurde erfolgreich die Optimierung des Produktportfolios weiter
vorangetrieben. In der ersten Phase lag der Fokus dabei auf der Eliminierung von Produkten,
die in den zurückliegenden Jahren zwar stets auf dem aktuellsten Vertriebsstand gehalten
wurden, dabei aber keine Nachfrage generierten. Auf diese Weise wurden bis zum Ende
des Berichtszeitraums bereits für ca. 30 % der Produkte des früheren Portfolios die
Vertriebsfreigaben entzogen - ohne nachteiligen Einfluss auf die Umsatzentwicklung.
In der nun begonnenen zweiten Phase ist die weitere Verringerung des Produktportfolios
in derselben Größenordnung geplant. Die hierzu notwendigen Maßnahmen erfordern eine
individuelle und sorgfältige Analyse jedes einzelnen Produkts unter Betrachtung von
Absatzmengen und Kunden- und Produktprofitabilitäten über mehrjährige Zeiträume. Zeitgleich
wird ein nachhaltiges Auslaufmanagement sowie ein aktives Variantenmanagement implementiert.
Die zweite Phase der Portfoliooptimierung wird daher entsprechend mehr Zeit in Anspruch
nehmen. Mit einem angepassten und leistungsstarken Portfolio wollen wir die Wünsche
unserer Kunden in der mindestens gleichen hohen Qualität wie bislang erfüllen, dabei
den Umsatz mit den verbleibenden Produkten durch Fokussierung im Vertrieb ausbauen
und unsere Profitabilität außerdem durch Skaleneffekte im Einkauf und in der Produktion
steigern.
Erstmals hat R. STAHL auf der ACHEMA, einer der wichtigsten internationalen Fachmessen
der chemischen Technik und Prozessindustrie, neben zahlreichen weiteren Produktneuheiten
Schaltschränke auf der Basis der neu entwickelten Gehäusetechnologie EXpressure® dem
breiten Fachpublikum vorgestellt. Die ACHEMA fand in der Zeit vom 14. bis 18. Juni
2018 in Frankfurt am Main statt.
Mit einer Wandstärke von nur wenigen Millimetern ist EXpressure® für Anwendungen der
druckfesten Kapselung ("Ex d") extrem leicht und sehr geräumig. Das erlaubt völlig
neue Möglichkeiten im Aufbau von Ex-d-Steuerungen und Energieverteilungen für die
Zone 1 und Zone 2, wie beispielsweise den Einbau von Transformatoren und Frequenzumrichtern
in den EXpressure®-Schaltschrank. Komplexe elektrische Steuerungen und Verteilungen,
die bisher auf mehrere kleinere Gehäuse aufgeteilt werden mussten, können mit der
EXpressure®-Technologie in einem einzigen großen Schaltschrank verdrahtet werden.
Zudem können industrielle Schaltpläne für den EXpressure®-Schaltschrank übernommen
werden - die innovative Gehäusekonstruktion bietet damit enorme Kostenvorteile. Eine
detaillierte Beschreibung der technischen Eigenschaften und Vorteile der Technologie
findet sich im Geschäftsbericht 2017.
Auf der ACHEMA kürte die Fachzeitschrift Process die Innovations-Champions 2018, unter
denen sich auch EXpressure® in der Kategorie Anlagenbau/Engineering unter den bedeutendsten
fünf Innovationen befand.
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Umsatz wächst im 2. Quartal 2018 gegenüber Vorjahr um 5,6% auf 70,5 Mio. € (Q2 2017: 66,8 Mio. €) getrieben von starkem Geschäft in Deutschland |
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EBITDA vor Sondereinflüssen steigt signifikant auf 4,2 Mio. € (Q2 2017: 0,4 Mio. €) |
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Ausblick für das EBITDA vor Sondereinflüssen 2018 in die obere Hälfte des bisherigen Prognosekorridors angehoben |
R. STAHL hat im 2. Quartal 2018 einen Umsatz von 70,5 Mio. € erzielt, ein Plus von
5,6 % gegenüber dem Vorjahr (Q2 2017: 66,8 Mio. €). Dabei war die regionale Entwicklung
uneinheitlich.
Das Geschäft in Deutschland legte mit einem Wachstum von 36,8 % auf 19,0 Mio. € deutlich
zu (Q2 2017: 13,9 Mio. €). Hierzu trugen vor allem wesentliche Fertigstellungen und
Auslieferungen zu einem Großauftrag über Schaltschränke für einen petrochemischen
Anlagenkomplex in Osteuropa bei.
In der Zentralregion - bestehend aus Afrika und Europa ohne Deutschland - lag der
Umsatz mit einem Rückgang um 2,3 % auf 29,5 Mio. € leicht unter Vorjahr (Q2 2017:
30,1 Mio. €).
Erfreulicher entwickelte sich das Geschäft in der Region Amerika. Hier konnte der
rückläufige Trend der zurückliegenden elf Quartale gebrochen und der Umsatz im Vorjahresvergleich
erstmals wieder auf 7,9 Mio. € um 6,0 % gesteigert werden (Q2 2017: 7,5 Mio. €).
In Asien ging der Umsatz im Vorjahresvergleich um 7,5 % auf 14,1 Mio. € zurück (Q2
2017: 15,2 Mio. €).
Die gute Umsatzrealisierung von Bestandsaufträgen und ein Auftragseingang von 67,3
Mio. € im 2. Quartal 2018 führten zum Ende des Berichtszeitraums zu einem leichten
Rückgang des Auftragsbestands auf 89,2 Mio. € (Auftragsbestand zum 31. März 2018:
92,5 Mio. €). Zwar ging der Auftragseingang damit im Vorjahresvergleich um 12,1 %
bzw. 9,2 Mio. € zurück (Q2 2017: 76,5 Mio. €), doch führte das hohe Niveau der Bestellungen
im Berichtszeitraum des Vorjahres aufgrund kundenseitiger Verzögerungen bei der finalen
technischen Auftragsklärung vor allem zu einer deutlichen Erhöhung des Auftragsbestands
auf 99,9 Mio. € zum 30. Juni 2017 (31. März 2017: 91,3 Mio. €).
In den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres erzielte R. STAHL einen Umsatz von
136,2 Mio. €, ein Plus von 3,0 % gegenüber dem Vorjahr (6M 2017: 132,3 Mio. €). Neue
Aufträge gingen in Höhe von 135,7 Mio. € ein (6M 2017: 152,3 Mio. €), der Auftragsbestand
verringerte sich leicht auf 89,2 Mio. € (31. Dezember 2017: 92,3 Mio. €). Im Vorjahr
hatte der um 20 Mio. € höhere Auftragseingang wegen der zuvor für das 2. Quartal beschriebenen
zunehmenden Verzögerungen bei der technischen Auftragsklärung zu einer deutlichen
Erhöhung des Auftragsbestands auf 99,9 Mio. € im ersten Halbjahr geführt (Auftragsbestand
zum 31. Dezember 2016: 80,7 Mio. €).
Ähnlich wie der Umsatz stieg im 2. Quartal 2018 auch die Gesamtleistung, die sich
um 3,4 % auf 68,9 Mio. € verbesserte.
Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich auf 3,1 Mio. € (Q2 2017: 1,7 Mio.
€). Hier wirkte sich u. a. ein Sondereinfluss in Höhe von 0,4 Mio. € aus dem Verkauf
einer nicht-betriebsnotwendigen Liegenschaft in Düsseldorf positiv aus.
Die Materialaufwandsquote blieb mit 35,6 % auf dem Niveau des Vorjahres (Q2 2017:
35,7 %).
Deutlich rückläufig entwickelte sich - trotz abfindungsbedingt gestiegener Sondereinflüsse
in Höhe von 0,6 Mio. € (Q2 2017: 0,3 Mio. €) - der Personalaufwand, der um 4,2 % auf
30,0 Mio. € zurückging (Q2 2017: 31,3 Mio. €). Hierin spiegelt sich der Rückgang des
Personalbestands wider, der sich gegenüber dem Vorjahr zum Ende des Berichtszeitraums
um 3,0 % auf 1.722 Mitarbeiter verringerte (30. Juni 2017: 1.775 Mitarbeiter).
Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen war ein Anstieg um 16,4 % auf 15,5 Mio.
€ zu verzeichnen (Q2 2017: 13,3 Mio. €). Darin enthalten sind Sondereinflüsse in Höhe
von 2,0 Mio. € (Q2 2017: 0,1 Mio. €), die vor allem im Zusammenhang mit der Umsetzung
des Effizienzprogramms R. STAHL 2020 stehen.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich im Berichtsquartal
auf 2,0 Mio. € (Q2 2017: -0,1 Mio. €). Noch erfreulicher entwickelte sich das EBITDA
vor Sondereinflüssen, das gegenüber dem Vorjahr deutlich auf 4,2 Mio. € anstieg (Q2
2017: 0,4 Mio. €).
Mit 3,0 Mio. € waren die Abschreibungen im Berichtsquartal gegenüber dem Vorjahr leicht
rückläufig (Q2 2017: 3,2 Mio. €). Zusammen mit dem gestiegenen EBITDA resultierte
daraus eine Verbesserung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 2,3 Mio.
€ auf -1,0 Mio. € (Q2 2017: -3,3 Mio. €) und eine Steigerung des EBIT vor Sondereinflüssen
um 4,0 Mio. € auf 1,2 Mio. € (Q2 2017: -2,8 Mio. €).
In den ersten sechs Monaten des Jahres konnte die Gesamtleistung um 2,0 % auf 138,2
Mio. € gesteigert werden (6M 2017: 135,5 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge
erhöhten sich auf 5,7 Mio. € (6M 2017: 4,0 Mio. €) insbesondere aufgrund der beschriebenen
Entwicklung im 2. Quartal. Die Materialaufwandsquote erhöhte sich geringfügig auf
36,4 % (6M 2017: 35,9 %). Mit 61,6 Mio. € lag der Personalaufwand trotz als Sondereinflüsse
ausgewiesener Abfindungen in Höhe von 1,6 Mio. € (6M 2017: 1,1 Mio. €) um 4,1 % unter
dem der Vorjahres-periode (6M 2017: 64,2 Mio. €) als Folge eines Rückgangs des Personalbestands.
In dem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 5,5 % auf 29,4 Mio. € (6M
2017: 27,8 Mio. €) spiegelt sich wie zuvor beschrieben vor allem der Aufwand für die
Umsetzung des Effizienzprogramms R. STAHL 2020 wider. Das EBITDA verbesserte sich
in den ersten sechs Monaten 2018 gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Mio. € auf 2,7 Mio.
€ (6M 2017: -1,1 Mio. €), das EBITDA vor Sondereinflüssen noch deutlicher um 6,3 Mio.
€ auf 6,5 Mio. € (6M 2017: 0,2 Mio. €). Leicht rückläufige Abschreibungen von 6,0
Mio. € (6M 2017: 6,2 Mio. €) ergaben so für das erste Halbjahr 2018 ein um 55,1 %
verbessertes EBIT von -3,3 Mio. € (6M 2017: -7,3 Mio. €) und ein deutlich um 6,5 Mio.
€ verbessertes EBIT vor Sondereinflüssen von 0,5 Mio. € (6M 2017: -6,0 Mio. €)
Eine Übersicht mit Vorjahresvergleichen der Sondereinflüsse sowie Überleitungen von
EBITDA zu EBITDA vor Sondereinflüssen und EBIT zu EBIT vor Sondereinflüssen für das
Berichtsquartal und für die ersten sechs Monate des Berichtszeitraums findet sich
nachfolgend:
| in Mio. € | Q2 2018 |
Q2 2017 |
Veränd. | 6M 2018 |
6M 2017 |
Veränd. |
| EBITDA | 2,0 | -0,1 | +2,1 | 2,7 | -1,1 | +3,8 |
| Sondereinflüsse*) | -2,2 | -0,5 | -1,7 | -3,8 | -1,3 | -2,5 |
| Restrukturierungsaufwand | -2,6 | -0,4 | -2,2 | -4,2 | -1,2 | -3,0 |
| Abfindungen | -0,6 | -0,3 | -0,3 | -1,6 | -1,1 | -0,6 |
| Sonstiges | -2,0 | -0,1 | -1,9 | -2,6 | 0,1 | -2,4 |
| M&A-Kosten | 0 | -0,1 | +0,1 | 0 | -0,1 | +0,1 |
| Veräußerung nicht-betriebsnotwendigen Anlagevermögens | 0,4 | 0 | +0,4 | 0,4 | 0 | +0,4 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen | 4,2 | 0,4 | +3,8 | 6,5 | 0,2 | +6,3 |
| EBIT | -1,0 | -3,3 | +2,3 | -3,3 | -7,3 | +4,0 |
| Sondereinflüsse*) | -2,2 | -0,5 | -1,7 | -3,8 | -1,3 | -2,5 |
| EBIT vor Sondereinflüssen | 1,2 | -2,8 | +4,0 | 0,5 | -6,0 | +6,5 |
| in Mio. € | in Gewinn- und Verlustrechnung enthalten in: |
| EBITDA | |
| Sondereinflüsse*) | |
| Restrukturierungsaufwand | |
| Abfindungen | Personalaufwand |
| Sonstiges | Sonstige betriebliche Aufwendungen |
| M&A-Kosten | Sonstige betriebliche Aufwendungen |
| Veräußerung nicht-betriebsnotwendigen Anlagevermögens | Sonstige betriebliche Erträge |
| EBITDA vor Sondereinflüssen | |
| EBIT | |
| Sondereinflüsse*) | |
| EBIT vor Sondereinflüssen |
Das Finanzergebnis verringerte sich im 2. Quartal 2018 um 53,8 % auf -0,6 Mio. € (Q2
2017: -0,4 Mio. €). Einem einmaligen Zinsertrag aus einer Steuerrückzahlung stand
ein höherer Zinsaufwand im Zusammenhang mit Steuernachzahlungen und angepasster Zinskonditionen
des Konsortialkreditvertrags entgegen. Hieraus ergab sich ein Ergebnis vor Ertragsteuern
von -1,6 Mio. €, ein Plus von 56,2 % gegenüber dem Vorjahr (Q2 2017: -3,7 Mio. €).
In den ersten sechs Monaten 2018 ging das Finanzergebnis um 61,2 % auf -1,4 Mio. €
zurück (6M 2017: -0,8 Mio. €).
Bei den Ertragsteuern ergab sich im 2. Quartal 2018 ein Steuerertrag von 0,2 Mio.
€ (Q2 2017: 0,7 Mio. €). Während im Vorjahresquartal noch latente Steuern auf Verlustvorträge
steuermindernd berücksichtigt werden konnten, führte im Berichtsquartal vor allem
eine Steuerrückzahlung zu dem Steuerertrag. Daraus resultierte ein Ergebnis nach Ertragsteuern
in Höhe von -1,5 Mio. € (Q2 2017: -3,1 Mio. €) bzw. ein Ergebnis je Aktie von -0,22
€ (Q2 2017: -0,47 €).
Im ersten Halbjahr 2018 fielen Ertragsteuern in Höhe von 0,3 Mio. € an (6M 2017: -2,1
Mio. €). Im Vorjahr konnten noch vorhandene werthaltige Verlustvorträge ertragsteuermindernd
berücksichtigt werden. Das Ergebnis nach Ertragsteuern belief sich auf -4,9 Mio. €
(6M 2017: -6,1 Mio. €) und das Ergebnis je Aktie auf -0,76 € (6M 2017: -0,94 €).
Zum Stichtag 30. Juni 2018 ging die Bilanzsumme des R. STAHL-Konzerns gegenüber dem
Ende des Vorjahres auf 241,2 Mio. € zurück (31. Dezember 2017: 249,6 Mio. €). Bilanzverkürzend
wirkten sich hier vor allem das Ergebnis nach Ertragsteuern und der Abbau von Finanzverbindlichkeiten
aus.
Die langfristigen Vermögenswerte verringerten sich zum Bilanzstichtag auf 124,6 Mio.
€ (31. Dezember 2017: 127,3 Mio. €), im Wesentlichen als Folge von Abschreibungen
sowie des Verkaufs einer nicht-betriebsnotwendigen Liegenschaft in Düsseldorf. Die
kurzfristigen Vermögenswerte gingen auf 116,7 Mio. € insbesondere aufgrund eines verringerten
Zahlungsmittelbestands und des Abbaus von Vorräten zurück (31. Dezember 2017: 122,3
Mio. €).
Bedingt durch das rückläufige Periodenergebnis sank das Eigenkapital gegenüber dem
Ende des Vorjahres auf 64,5 Mio. € (31. Dezember 2017: 69,1 Mio. €). Daraus resultierte
eine Eigenkapitalquote von 26,8% zum Bilanzstichtag (31. Dezember 2017: 27,7 %).
Bei den langfristigen Schulden war zum Bilanzstichtag ein Rückgang auf 110,0 Mio.
€ zu verzeichnen (31. Dezember 2017: 112,2 Mio. €), der sich insbesondere aus einem
gestiegenen Rechnungszins für Pensionsrückstellungen ergab, die sich dadurch um 1,1
Mio. € verringerten. Daneben trug der Abbau von Finanzschulden in Höhe von 0,9 Mio.
€ zu dieser Entwicklung bei.
Auch bei den kurzfristigen Schulden führte vor allem eine Verringerung der Inanspruchnahme
verzinslicher Darlehen zum Ende des Berichtszeitraums zu einem Rückgang auf 66,7 Mio.
€ (31. Dezember 2017: 68,3 Mio. €). Die Nettoverschuldung verringerte sich zum 30.
Juni 2018 gegenüber dem Ende des Vorjahres auf -16,9 Mio. € (31. Dezember 2017: -18,1
Mio. €).
Das verbesserte Ergebnis nach Ertragsteuern hatte im 2. Quartal 2018 einen Anstieg
des Cashflows auf 0,7 Mio. € zur Folge (Q2 2017: -0,6 Mio. €). Noch erfreulicher entwickelte
sich das Working Capital, das um 7,0 Mio. € vor allem aufgrund gesunkener Vorräte
und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückging (Q2 2017: 0,8 Mio. €). Der
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verbesserte sich im Berichtsquartal entsprechend
auf 7,7 Mio. € (Q2 2017: 0,3 Mio. €). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit war mit
-1,8 Mio. € um 1,1 Mio. € geringer als im Vorjahresquartal (Q2 2017: -2,9 Mio. €).
Darin spiegelt sich u. a. der Verkauf der nicht-betriebsnotwendigen Liegenschaft in
Düsseldorf wider. In Summe verbesserte sich so der Free Cashflow im Berichtsquartal
um 8,6 Mio. € auf 6,0 Mio. € (Q2 2017: -2,6 Mio. €).
Im 1. Halbjahr 2018 verbesserte sich der Cashflow aufgrund des gestiegenen Ergebnisses
nach Ertragsteuern auf 1,6 Mio. € (6M 2017: -2,0 Mio. €). Durch die Verringerung des
Working Capital um 3,4 Mio. € (6M 2017: 7,0 Mio. €) ergab sich daraus ein Cashflow
aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 5,0 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums
(6M 2017: 5,0 Mio. €). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ging auf -4,0 Mio. €
zurück (6M 2017: -6,2 Mio. €). Zu den höheren Ausgaben im Vorjahr trug wesentlich
die Schlusszahlung für die Beteiligung an ZAVOD Goreltex Co. Ltd. in Höhe von 1,2
Mio. € bei. Insgesamt verbesserte sich der Free Cashflow in den ersten sechs Monaten
2018 auf 1,0 Mio. € (6M 2017: -1,2 Mio. €).
Der in den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 im Vorjahresvergleich leicht gestiegene
Umsatz bestätigt die von uns erwartete Erholung im Markt für Explosionsschutzprodukte.
Darüber hinaus schlagen sich bereits erste Erfolge aus der Umsetzung des Effizienzprogramms
R. STAHL 2020 in unseren Kostenstrukturen nieder. In Verbindung mit dem soliden Auftragsbestand
zum Ende des Berichtzeitraums gehen wir daher davon aus, 2018 einen Anstieg des EBITDA
vor Sondereinflüssen im hohen zweistelligen Prozentbereich und damit in der oberen
Hälfte unseres bisherigen Prognosekorridors zu erzielen.
Sämtliche R. STAHL-Tochtergesellschaften verfassen regelmäßig einen Chancen- und Risikobericht,
worin weltweit alle Chancen und Risiken im Unternehmen berücksichtigt werden. Bei
wichtigen Ereignissen, auch während des Quartals, ist jeder Geschäftsführer verpflichtet,
den für das Chancen- und Risikomanagement zuständigen Bereich zu informieren. Die
im Geschäftsbericht 2017 ab Seite 42 getroffenen Aussagen gelten unverändert weiter.
Waldenburg, im August 2018
| in Tsd. € | Q2 2018 | Q2 2017 | Veränd. in % | 6M 2018 | 6M 2017 | Veränd. in % |
| Umsatzerlöse | 70.506 | 66.769 | +5,6 | 136.226 | 132.256 | +3,0 |
| Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | -2.487 | -1.402 | -77,4 | 240 | 915 | -73,8 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 867 | 1.257 | -31,0 | 1.765 | 2.328 | -24,2 |
| Gesamtleistung | 68.886 | 66.624 | +3,4 | 138.231 | 135.499 | +2,0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3.139 | 1.667 | +88,3 | 5.675 | 4.021 | +41,1 |
| Materialaufwand | -24.551 | -23.752 | -3,4 | -50.271 | -48.602 | -3,4 |
| Personalaufwand | -29.985 | -31.308 | +4,2 | -61.598 | -64.210 | +4,1 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -15.501 | -13.320 | -16,4 | -29.360 | -27.837 | -5,5 |
| Ergebnis vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) | 1.988 | -89 | n. a. | 2.677 | -1.129 | n. a. |
| Abschreibungen | -2.994 | -3.216 | +6,9 | -5.952 | -6.162 | +3,4 |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) | -1.006 | -3.305 | +69,6 | -3.275 | -7.291 | +55,1 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen | 133 | 285 | -53,3 | 314 | 497 | -36,8 |
| Beteiligungsergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 977 | 48 | >+100 | 1.018 | 96 | >+100 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -1.725 | -733 | <-100 | -2.683 | -1.431 | -87,5 |
| Finanzergebnis | -615 | -400 | -53,8 | -1.351 | -838 | -61,2 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -1.621 | -3.705 | +56,2 | -4.626 | -8.129 | +43,1 |
| Ertragsteuern | 152 | 653 | -76,7 | -301 | 2.061 | n. a. |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -1.469 | -3.052 | +51,9 | -4.927 | -6.068 | +18,8 |
| davon | ||||||
| auf andere Gesellschafter entfallend | -20 | 10 | n. a. | -32 | 7 | n. a. |
| auf die Aktionäre der R. STAHL AG entfallend | -1.449 | -3.062 | +52,7 | -4.895 | -6.075 | +19,4 |
| Ergebnis je Aktie in € | -0,22 | -0,47 | +52,7 | -0,76 | -0,94 | +19,4 |
| in Tsd. € | Q2 2018 | Q2 2017 | Veränd. in % | 6M 2018 | 6M 2017 | Veränd. in % |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -1.469 | -3.052 | +51,9 | -4.927 | -6.068 | +18,8 |
| Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochtergesellschaften | 172 | -2.022 | n. a. | -361 | -1.558 | +76,8 |
| Latente Steuern auf Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen nach Steuern | 172 | -2.022 | n. a. | -361 | -1.558 | +76,8 |
| Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Folgebewertung von Cashflow-Hedges | 9 | 109 | -91,7 | -2 | 28 | n. a. |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | 11 | 0 | n. a. | 6 | 34 | -82,4 |
| Latente Steuern auf Cashflow-Hedges | -6 | -32 | +81,3 | -1 | -18 | +94,4 |
| Cashflow-Hedges nach Steuern | 14 | 77 | -81,8 | 3 | 44 | -93,2 |
| Sonstiges Ergebnis mit Umgliederungen in das Periodenergebnis | 186 | -1.945 | n. a. | -358 | -1.514 | +76,4 |
| Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Folgebewertung von Pensionsverpflichtungen | -781 | 2.748 | n. a. | 1.095 | 4.606 | -76,2 |
| Latente Steuern aus Pensionsverpflichtungen | 230 | -810 | n. a. | -323 | -1.358 | +76,2 |
| Sonstiges Ergebnis ohne Umgliederungen in das Periodenergebnis | -551 | 1.938 | n. a. | 772 | 3.248 | -76,2 |
| Sonstiges Ergebnis (direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen) | -365 | -7 | <-100 | 414 | 1.734 | -76,1 |
| davon | ||||||
| auf andere Gesellschafter entfallend | -2 | -18 | +88,9 | -4 | -2 | -100 |
| auf die Aktionäre der R. STAHL AG entfallend | -363 | 11 | n. a. | 418 | 1.736 | -75,9 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -1.834 | -3.059 | +40,0 | -4.513 | -4.334 | -4,1 |
| davon | ||||||
| auf andere Gesellschafter entfallend | -22 | -8 | <-100 | -36 | 5 | n. a. |
| auf die Aktionäre der R. STAHL AG entfallend | -1.812 | -3.051 | +40,6 | -4.477 | -4.339 | -3,2 |
| in Tsd. € |
30.06.2018 | 31.12.2017 | Veränd. | 30.06.2017 | Veränd. |
| Immaterielle Vermögenswerte | 42.366 | 41.796 | +570 | 41.175 | +1.191 |
| Sachanlagen | 55.072 | 57.203 | -2.131 | 59.828 | -4.756 |
| Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 7.643 | 7.750 | -107 | 7.204 | +439 |
| Übrige Finanzanlagen | 50 | 50 | 0 | 106 | -56 |
| Sonstige Vermögenswerte | 1.087 | 1.206 | -119 | 1.198 | -111 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 7.242 | 7.383 | -141 | 7.523 | -281 |
| Latente Steuern | 11.104 | 11.905 | -801 | 22.027 | -10.923 |
| Langfristige Vermögenswerte | 124.564 | 127.293 | -2.729 | 139.061 | -14.497 |
| Vorräte und geleistete Anzahlungen | 44.597 | 45.501 | -904 | 52.674 | -8.077 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 49.656 | 49.961 | -305 | 52.865 | -3.209 |
| Ertragsteuerforderungen | 2.897 | 3.166 | -269 | 2.824 | +73 |
| Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 7.985 | 7.568 | +417 | 8.178 | -193 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 11.521 | 16.085 | -4.564 | 16.943 | -5.422 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 116.656 | 122.281 | -5.625 | 133.484 | -16.828 |
| Summe Aktiva | 241.220 | 249.574 | -8.354 | 272.545 | -31.325 |
| in Tsd. € | 30.06.2018 | 31.12.2017 | Veränd. | 30.06.2017 | Veränd. |
| Gezeichnetes Kapital | 16.500 | 16.500 | 0 | 16.500 | 0 |
| Kapitalrücklage | 13.457 | 13.457 | 0 | 13.457 | 0 |
| Gewinnrücklagen | 64.554 | 69.449 | -4.895 | 84.510 | -19.956 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | -30.022 | -30.440 | +418 | -28.139 | -1.883 |
| Abzugsposten für eigene Anteile | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Auf die Aktionäre der R. STAHL AG entfallendes Eigenkapital | 64.489 | 68.966 | -4.477 | 86.328 | -21.839 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 50 | 86 | -36 | 135 | -85 |
| Eigenkapital | 64.539 | 69.052 | -4.513 | 86.463 | -21.924 |
| Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen | 92.682 | 93.736 | -1.054 | 92.052 | +630 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.797 | 1.850 | -53 | 1.815 | -18 |
| Verzinsliche Darlehen | 12.223 | 13.095 | -872 | 9.061 | +3.162 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 165 | 353 | -188 | 382 | -217 |
| Latente Steuern | 3.157 | 3.208 | -51 | 3.609 | -452 |
| Langfristiges Fremdkapital | 110.024 | 112.242 | -2.218 | 106.919 | +3.105 |
| Rückstellungen | 5.535 | 6.061 | -526 | 6.329 | -794 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 18.186 | 18.212 | -26 | 14.549 | +3.637 |
| Verzinsliche Darlehen | 16.183 | 21.073 | -4.890 | 35.377 | -19.194 |
| Abgegrenzte Schulden | 14.011 | 11.135 | +2.876 | 12.905 | +1.106 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 528 | 609 | -81 | 606 | -78 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 12.214 | 11.190 | +1.024 | 9.397 | +2.817 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 66.657 | 68.280 | -1.623 | 79.163 | -12.506 |
| Summe Passiva | 241.220 | 249.574 | -8.354 | 272.545 | -31.325 |
| in Tsd. € | Q2 2018 | Q2 2017 | Veränd. | 6M 2018 | 6M 2017 | Veränd. |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -1.469 | -3.052 | +1.583 | -4.927 | -6.068 | +1.141 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 2.994 | 3.216 | -222 | 5.952 | 6.162 | -210 |
| Veränderung der langfristigen Rückstellungen | -70 | -94 | +24 | -57 | -106 | +49 |
| Veränderung der latenten Steuern | 340 | -937 | +1.277 | 454 | -2.658 | 3.112 |
| Equity Bewertung | -112 | 106 | -218 | 107 | -106 | 213 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen | -567 | 165 | -732 | 434 | 778 | -344 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -405 | 22 | -427 | -404 | 22 | -426 |
| Cashflow | 711 | -574 | +1.285 | 1.559 | -1.976 | 3.535 |
| Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen | -149 | -4 | -145 | -529 | 47 | -576 |
| Veränderung der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Vermögenswerte, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 5.507 | 3.395 | +2.112 | 1.208 | 4.007 | -2.799 |
| Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Schulden, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 1.661 | -2.548 | +4.209 | 2.769 | 2.920 | -151 |
| Veränderung des Working Capital | 7.019 | 843 | +6.176 | 3.448 | 6.974 | -3.526 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 7.730 | 269 | +7.461 | 5.007 | 4.998 | +9 |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -1.535 | -1.744 | +209 | -2.896 | -3.357 | +461 |
| Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Gegenständen des Anlagevermögens | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -773 | -1.173 | +400 | -1.612 | -1.727 | +115 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 539 | 47 | +492 | 546 | 62 | +484 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an assoziierten Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | -1.208 | +1.208 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -1.769 | -2.870 | +1.101 | -3.962 | -6.230 | +2.268 |
| Free Cashflow | 5.961 | -2.601 | +8.562 | 1.045 | -1.232 | +2.277 |
| Auszahlungen an Gesellschafter (Dividende) | 0 | -3.864 | +3.864 | 0 | -3.864 | +3.864 |
| Einzahlungen / Auszahlungen Minderheitsgesellschafter | 0 | -104 | +104 | 0 | -104 | +104 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme verzinslicher Finanzschulden | 243 | 8.385 | -8.142 | 2.037 | 11.061 | -9.024 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von verzinslichen Finanzschulden | -15.881 | -3.524 | -12.357 | -7.781 | -4.561 | -3.220 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -15.638 | 893 | -16.531 | -5.744 | 2.532 | -8.276 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -9.677 | -1.708 | -7.969 | -4.699 | 1.300 | -5.999 |
| Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 129 | -593 | +722 | 135 | -525 | +660 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 21.069 | 19.244 | +1.825 | 16.085 | 16.168 | -83 |
| Zahlungsmittel und -äquivalente am Ende der Periode | 11.521 | 16.943 | -5.422 | 11.521 | 16.943 | -5.422 |
| Auf Anteilseigner entfallendes Eigenkapital | ||||||
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | ||||||
| in Tsd. € | Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Währungsumrechnung | Unrealisierte Gewinne/ Verluste aus Cash-flow-Hedges | Unrealisierte Gewinne/ Verluste aus Pensionsverpflichtungen |
| 01.01.2017 | 16.500 | 13.457 | 94.449 | -338 | -33 | -29.504 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -6.075 | |||||
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | 0 | -1.556 | 44 | 3.248 | ||
| Gesamtergebnis | -6.075 | -1.556 | 44 | 3.248 | ||
| Ausschüttung an Gesellschafter | -3.864 | |||||
| Veränderung der Besitzverhältnisse Minderheiten | 0 | |||||
| 30.06.2017 | 16.500 | 13.457 | 84.510 | -1.894 | 11 | -26.256 |
| 01.01.2018 | 16.500 | 13.457 | 69.449 | -2.741 | -6 | -27.693 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -4.895 | |||||
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | 0 | -357 | 3 | 772 | ||
| Gesamtergebnis | -4.895 | -357 | 3 | 772 | ||
| Ausschüttung an Gesellschafter | 0 | |||||
| Veränderung der Besitzverhältnisse Minderheiten | 0 | |||||
| 30.06.2018 | 16.500 | 13.457 | 64.554 | -3.098 | -3 | -26.921 |
| Auf Anteilseigner entfallendes Eigenkapital | |||||
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | |||||
| in Tsd. € | Summe kumuliertes übriges Eigenkapital |
Abzugsposten für eigene Anteile |
Summe | Anteile anderer Gesellschafter | Eigenkapital |
| 01.01.2017 | -29.875 | 0 | 94.531 | 234 | 94.765 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 0 | -6.075 | 7 | -6.068 | |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | 1.736 | 1.736 | -2 | 1.734 | |
| Gesamtergebnis | 1.736 | -4.339 | 5 | -4.334 | |
| Ausschüttung an Gesellschafter | 0 | -3.864 | -104 | -3.968 | |
| Veränderung der Besitzverhältnisse Minderheiten | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 30.06.2017 | -28.139 | 0 | 86.328 | 135 | 86.463 |
| 01.01.2018 | -30.440 | 0 | 68.966 | 86 | 69.052 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 0 | -4.895 | -32 | -4.927 | |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | 418 | 418 | -4 | 414 | |
| Gesamtergebnis | 418 | -4.477 | -36 | -4.513 | |
| Ausschüttung an Gesellschafter | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Veränderung der Besitzverhältnisse Minderheiten | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 30.06.2018 | -30.022 | 0 | 64.489 | 50 | 64.539 |
Der Zwischenabschluss für den Konzern der R. STAHL AG ist nach den International Financial
Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, in Übereinstimmung
mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt.
Der Konzernzwischenabschluss ist nicht testiert.
In den Konzernzwischenabschluss sind neben der R. STAHL AG 33 in- und ausländische
Gesellschaften einbezogen, bei denen die R. STAHL AG die Möglichkeit zur Ausübung
eines beherrschenden Einflusses hat.
Unternehmen, auf die die Gesellschaft einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, werden
als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss übernommen.
Seit 2016 werden die ZAVOD Goreltex Co. Ltd., Sankt Petersburg, Russland, und die
ESACO Proprietary Ltd., Edenvale, Südafrika als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode
in den Konzernabschluss einbezogen.
Die Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses und die Ermittlung der Vergleichszahlen
für den Vorjahreszeitraum erfolgten grundsätzlich auf Basis der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden des Konzernabschlusses 2017. Die Beschreibung dieser Grundsätze
ist im Anhang des Konzernabschlusses 2017 veröffentlicht. Dieser kann im Internet
unter www.r-stahl.com eingesehen werden.
Bei der Erstellung des Konzernzwischenabschlusses wird grundsätzlich das Anschaffungskostenprinzip
angewandt. Eine Ausnahme hiervon bildet die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten,
die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden.
Um die Verlässlichkeit der Bewertungen von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert
vergleichbar darzustellen, wurde in den IFRS eine Fair-Value-Hierarchie mit folgenden
drei Stufen eingeführt:
| ― |
Bewertung anhand von Börsen- oder Marktpreisen für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Stufe 1) |
| ― |
Bewertung anhand von Börsen- oder Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Input-Parametern basieren (Stufe 2) |
| ― |
Bewertung anhand von Bewertungsmodellen mit signifikanten, nicht am Markt beobachtbaren Input-Parametern (Stufe 3) |
Die im R. STAHL-Konzern mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten derivativen Finanzinstrumente
werden ausschließlich nach der Fair-Value-Hierarchiestufe 2 bewertet.
Die positiven Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag betragen
64 Tsd. € (31. Dezember 2017: 514 Tsd. €). Negative Marktwerte werden mit -789 Tsd.
€ (31. Dezember 2017: -100 Tsd. €) ausgewiesen.
Die Kapitalflussrechnung zeigt entsprechend IAS 7, wie sich die Zahlungsmittel des
R. STAHL-Konzerns im Laufe des Berichtszeitraumes durch Mittelzu- und Mittelabflüsse
verändert haben.
Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst Kassenbestände,
Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Ebenfalls enthalten sind Finanztitel
mit einer ursprünglichen Fälligkeit von bis zu drei Monaten.
Das Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem das Konzernergebnis - ohne Ergebnisanteil
anderer Gesellschafter - durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien dividiert wird.
Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem Ergebnis je Aktie.
Im Vorjahr zahlte die R. STAHL AG ihren Aktionären nach Abschluss der Hauptversammlung
im Juni 2017 eine Dividende von 0,60 € je Aktie. Insgesamt wurden 3.864 Tsd. € ausgeschüttet.
Die Dividendenausschüttung erfolgte auf der Grundlage des unter Tagesordnungspunkt
2 der ordentlichen Hauptversammlung vom 2. Juni 2017 gefassten Gewinnverwendungsbeschlusses.
Die Zahl der Beschäftigten zum Stichtag 30. Juni 2018 betrug 1.722 (30. Juni 2017:
1.775) ohne Auszubildende.
Gegenüber dem 31. Dezember 2017 haben sich die Haftungsverhältnisse und sonstigen
finanziellen Verpflichtungen nicht wesentlich verändert.
Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen haben im Berichtszeitraum nicht stattgefunden.
Am 9. Juli 2018 hat die Gesellschaft einen Vertrag über den Verkauf einer nicht-betriebsnotwendigen
Liegenschaft in Ettlingen unterzeichnet. Die finanziellen Details hierzu werden mit
Vorlage der Zwischenmitteilung zum 3. Quartal 2018 am 8. November 2018 veröffentlicht.
Wie mit Vorlage des Geschäftsberichts 2017 veröffentlicht, hatten die an dem im September
2015 geschlossenen Konsortialkredit beteiligten Banken einem Vertragskündigungsverzicht
bis zum 31. Juli 2018 zugestimmt. Mit Ablauf des 31. Juli 2018 sind die Voraussetzungen
für eine Vertragskündigung aufgrund der Umstände, die Gegenstand des Vertragskündigungsverzichts
waren, nicht mehr gegeben. Der Konsortialkreditvertrag wird daher fortgeführt, wodurch
auch die weitere Finanzierung des R. STAHL-Konzerns und der Einzelgesellschaft R.
STAHL AG gewährleistet ist.
Waldenburg, 8. August 2018
R. Stahl Aktiengesellschaft
| Dr. Mathias Hallmann | Volker Walprecht |
| Vorstandsvorsitzender | Finanzvorstand |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind.
Waldenburg, 8. August 2018
R. Stahl Aktiengesellschaft
| Dr. Mathias Hallmann | Volker Walprecht |
| Vorstandsvorsitzender | Finanzvorstand |
| Hauptversammlung in Künzelsau-Gaisbach | 30. August 2018 |
| Zwischenmitteilung 3. Quartal 2018 | 8. November 2018 |
| Eigenkapitalforum, Frankfurt am Main | 26. November 2018 |
R. Stahl Aktiengesellschaft
Am Bahnhof 30, 74638 Waldenburg (Württ.)
www.r-stahl.com
Dr. Thomas Kornek
Leiter Investor Relations & Corporate Communications
T: +49 7942 943 13 95
F: +49 7942 943 40 13 95
investornews@stahl.de