R. Stahl AG

Waldenburg

Halbjahresfinanzbericht der R. Stahl AG Aktiengesellschaft für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2018

Dieser Bericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor, beide Fassungen sind auch auf unserer Website www.r-stahl.com unter der Rubrik Unternehmen/Investor Relations/Finanzberichte verfügbar. Er enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von R. STAHL beruhen. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören unter anderem: Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch R. STAHL ist weder geplant noch übernimmt R. STAHL die Verpflichtung dafür.

Die Inhalte dieses Berichts sprechen Frauen und Männer gleichermaßen an. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für beide Geschlechter.


Rundungen und Veränderungsraten

Bei Prozent- und Zahlenangaben können in diesem Bericht Rundungsdifferenzen auftreten. Die Vorzeichenangabe der Veränderungsraten richtet sich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten: Verbesserungen werden mit "+" bezeichnet, Verschlechterungen mit "-". Veränderungsraten >+100% werden als >+100% angegeben, Veränderungsraten <-100% als "n. a." (nicht anwendbar).


KENNZAHLEN R. STAHL-KONZERN

scroll
in Tsd. € Q2 2018 Q2 2017 Veränd. in % 6M 2018 6M 2017 Veränd. in %
Umsatz 70.506 66.769 +5,6 136.226 132.256 +3,0
Deutschland 19.025 13.908 +36,8 35.016 29.120 +20,2
Zentralregion1) 29.458 30.143 -2,3 60.003 59.905 +0,2
Amerika 7.923 7.473 +6,0 14.434 14.872 -2,9
Asien/Pazifik 14.100 15.245 -7,5 26.773 28.359 -5,6
Auftragsbestand zum 30. Juni


89.214 99.931 -10,7
EBITDA vor Sondereinflüssen2) 4.175 377 >+100 6.467 179 >+100
EBITDA 1.988 -89 n. a. 2.677 -1.129 n. a.
EBIT vor Sondereinflüssen2) 1.181 -2.839 n. a. 515 -5.983 n. a.
EBIT -1.006 -3.305 +69,6 -3.275 -7.291 +55,1
Ergebnis nach Ertragsteuern -1.469 -3.052 +51,9 -4.927 -6.068 +18,8
Ergebnis je Aktie (in €) -0,22 -0,47 +51,9 -0,76 -0,94 +18,8
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 7.730 269 >+100 5.007 4.998 +0,2
Abschreibungen 2.994 3.216 -6,9 5.952 6.162 -3,4
Investitionen 2.308 2.917 -20,9 4.508 5.084 -11,3
Bilanzsumme zum 30. Juni


241.220 272.545 -11,5
Eigenkapital zum 30. Juni


64.539 86.463 -25,4
Eigenkapitalquote zum 30. Juni


26,8% 31,7%
Nettoverschuldung zum 30. Juni3)


16.885 27.495 -38,6
Mitarbeiter zum 30. Juni4)


1.722 1.775 -3,0

1) Afrika und Europa ohne Deutschland
2) Sondereinflüsse: Restrukturierungsaufwand, außerplanmäßige Abschreibungen, Aufwendungen für die Konzeption und Umsetzung von IT-Projekten, M&A-Aufwand sowie Erträge und Verluste aus der Veräußerung nicht-betriebsnotwendigen Anlagevermögens.
3) Nettoverschuldung: verzinsliche Darlehen - Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
4) ohne Auszubildende


HALBJAHRESFINANZBERICHT
der R. Stahl Aktiengesellschaft für den Zeitraum 1. Januar 2018 bis 30. Juni 2018

WESENTLICHE THEMEN IM BERICHTSZEITRAUM

Volker Walprecht zum 1. Juli 2018 zum Finanzvorstand bestellt

Effizienzprogramm R. STAHL 2020 kommt planmäßig voran

Gehäusetechnologie EXpressure® auf der Fachmesse ACHEMA präsentiert

VOLKER WALPRECHT ZUM 1. JULI 2018 ZUM FINANZVORSTAND BESTELLT

Am 28. Juni gab R. STAHL bekannt, dass Volker Walprecht, 54, mit Wirkung zum 1. Juli 2018 zum Mitglied des Vorstands der R. STAHL AG berufen wurde und die Verantwortung für das Ressort Finanzen übernommen hat. Er bringt langjährige internationale Erfahrung auf Managementebene insbesondere in den Bereichen Finanzen, Controlling und M&A sowie im Anlagengeschäft und der Öl & Gas-Branche mit. Sein Vertrag hat eine Laufzeit von drei Jahren.

EFFIZIENZPROGRAMM R. STAHL 2020 KOMMT PLANMÄSSIG VORAN

Zum 1. April 2018 hat R. STAHL plangemäß die neue globale Konzernorganisation im Rahmen des Effizienzprogramms R. STAHL 2020 umgesetzt. Schlüsselfunktionen in den Bereichen Finanzen und Globale Produktion wurden dabei mit Neueinstellungen, die Bereiche Globaler Vertrieb und Globales Marketing mit markt- und branchenerfahrenen vorhandenen Führungskräften besetzt. Mit der Berufung von Volker Walprecht in den Vorstand ist die Neuaufstellung der Konzernorganisation in der ersten und zweiten Führungsebene abgeschlossen.

Im Berichtsquartal wurde erfolgreich die Optimierung des Produktportfolios weiter vorangetrieben. In der ersten Phase lag der Fokus dabei auf der Eliminierung von Produkten, die in den zurückliegenden Jahren zwar stets auf dem aktuellsten Vertriebsstand gehalten wurden, dabei aber keine Nachfrage generierten. Auf diese Weise wurden bis zum Ende des Berichtszeitraums bereits für ca. 30 % der Produkte des früheren Portfolios die Vertriebsfreigaben entzogen - ohne nachteiligen Einfluss auf die Umsatzentwicklung. In der nun begonnenen zweiten Phase ist die weitere Verringerung des Produktportfolios in derselben Größenordnung geplant. Die hierzu notwendigen Maßnahmen erfordern eine individuelle und sorgfältige Analyse jedes einzelnen Produkts unter Betrachtung von Absatzmengen und Kunden- und Produktprofitabilitäten über mehrjährige Zeiträume. Zeitgleich wird ein nachhaltiges Auslaufmanagement sowie ein aktives Variantenmanagement implementiert. Die zweite Phase der Portfoliooptimierung wird daher entsprechend mehr Zeit in Anspruch nehmen. Mit einem angepassten und leistungsstarken Portfolio wollen wir die Wünsche unserer Kunden in der mindestens gleichen hohen Qualität wie bislang erfüllen, dabei den Umsatz mit den verbleibenden Produkten durch Fokussierung im Vertrieb ausbauen und unsere Profitabilität außerdem durch Skaleneffekte im Einkauf und in der Produktion steigern.

GEHÄUSETECHNOLOGIE EXpressure® AUF DER FACHMESSE ACHEMA PRÄSENTIERT

Erstmals hat R. STAHL auf der ACHEMA, einer der wichtigsten internationalen Fachmessen der chemischen Technik und Prozessindustrie, neben zahlreichen weiteren Produktneuheiten Schaltschränke auf der Basis der neu entwickelten Gehäusetechnologie EXpressure® dem breiten Fachpublikum vorgestellt. Die ACHEMA fand in der Zeit vom 14. bis 18. Juni 2018 in Frankfurt am Main statt.

Mit einer Wandstärke von nur wenigen Millimetern ist EXpressure® für Anwendungen der druckfesten Kapselung ("Ex d") extrem leicht und sehr geräumig. Das erlaubt völlig neue Möglichkeiten im Aufbau von Ex-d-Steuerungen und Energieverteilungen für die Zone 1 und Zone 2, wie beispielsweise den Einbau von Transformatoren und Frequenzumrichtern in den EXpressure®-Schaltschrank. Komplexe elektrische Steuerungen und Verteilungen, die bisher auf mehrere kleinere Gehäuse aufgeteilt werden mussten, können mit der EXpressure®-Technologie in einem einzigen großen Schaltschrank verdrahtet werden. Zudem können industrielle Schaltpläne für den EXpressure®-Schaltschrank übernommen werden - die innovative Gehäusekonstruktion bietet damit enorme Kostenvorteile. Eine detaillierte Beschreibung der technischen Eigenschaften und Vorteile der Technologie findet sich im Geschäftsbericht 2017.

Auf der ACHEMA kürte die Fachzeitschrift Process die Innovations-Champions 2018, unter denen sich auch EXpressure® in der Kategorie Anlagenbau/Engineering unter den bedeutendsten fünf Innovationen befand.

KONZERNLAGEBERICHT

Umsatz wächst im 2. Quartal 2018 gegenüber Vorjahr um 5,6% auf 70,5 Mio. € (Q2 2017: 66,8 Mio. €) getrieben von starkem Geschäft in Deutschland

EBITDA vor Sondereinflüssen steigt signifikant auf 4,2 Mio. € (Q2 2017: 0,4 Mio. €)

Ausblick für das EBITDA vor Sondereinflüssen 2018 in die obere Hälfte des bisherigen Prognosekorridors angehoben

GESCHÄFTSVERLAUF

Umsatz

R. STAHL hat im 2. Quartal 2018 einen Umsatz von 70,5 Mio. € erzielt, ein Plus von 5,6 % gegenüber dem Vorjahr (Q2 2017: 66,8 Mio. €). Dabei war die regionale Entwicklung uneinheitlich.

Das Geschäft in Deutschland legte mit einem Wachstum von 36,8 % auf 19,0 Mio. € deutlich zu (Q2 2017: 13,9 Mio. €). Hierzu trugen vor allem wesentliche Fertigstellungen und Auslieferungen zu einem Großauftrag über Schaltschränke für einen petrochemischen Anlagenkomplex in Osteuropa bei.

In der Zentralregion - bestehend aus Afrika und Europa ohne Deutschland - lag der Umsatz mit einem Rückgang um 2,3 % auf 29,5 Mio. € leicht unter Vorjahr (Q2 2017: 30,1 Mio. €).

Erfreulicher entwickelte sich das Geschäft in der Region Amerika. Hier konnte der rückläufige Trend der zurückliegenden elf Quartale gebrochen und der Umsatz im Vorjahresvergleich erstmals wieder auf 7,9 Mio. € um 6,0 % gesteigert werden (Q2 2017: 7,5 Mio. €).

In Asien ging der Umsatz im Vorjahresvergleich um 7,5 % auf 14,1 Mio. € zurück (Q2 2017: 15,2 Mio. €).

Die gute Umsatzrealisierung von Bestandsaufträgen und ein Auftragseingang von 67,3 Mio. € im 2. Quartal 2018 führten zum Ende des Berichtszeitraums zu einem leichten Rückgang des Auftragsbestands auf 89,2 Mio. € (Auftragsbestand zum 31. März 2018: 92,5 Mio. €). Zwar ging der Auftragseingang damit im Vorjahresvergleich um 12,1 % bzw. 9,2 Mio. € zurück (Q2 2017: 76,5 Mio. €), doch führte das hohe Niveau der Bestellungen im Berichtszeitraum des Vorjahres aufgrund kundenseitiger Verzögerungen bei der finalen technischen Auftragsklärung vor allem zu einer deutlichen Erhöhung des Auftragsbestands auf 99,9 Mio. € zum 30. Juni 2017 (31. März 2017: 91,3 Mio. €).

In den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres erzielte R. STAHL einen Umsatz von 136,2 Mio. €, ein Plus von 3,0 % gegenüber dem Vorjahr (6M 2017: 132,3 Mio. €). Neue Aufträge gingen in Höhe von 135,7 Mio. € ein (6M 2017: 152,3 Mio. €), der Auftragsbestand verringerte sich leicht auf 89,2 Mio. € (31. Dezember 2017: 92,3 Mio. €). Im Vorjahr hatte der um 20 Mio. € höhere Auftragseingang wegen der zuvor für das 2. Quartal beschriebenen zunehmenden Verzögerungen bei der technischen Auftragsklärung zu einer deutlichen Erhöhung des Auftragsbestands auf 99,9 Mio. € im ersten Halbjahr geführt (Auftragsbestand zum 31. Dezember 2016: 80,7 Mio. €).

EBITDA und EBIT

Ähnlich wie der Umsatz stieg im 2. Quartal 2018 auch die Gesamtleistung, die sich um 3,4 % auf 68,9 Mio. € verbesserte.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich auf 3,1 Mio. € (Q2 2017: 1,7 Mio. €). Hier wirkte sich u. a. ein Sondereinfluss in Höhe von 0,4 Mio. € aus dem Verkauf einer nicht-betriebsnotwendigen Liegenschaft in Düsseldorf positiv aus.

Die Materialaufwandsquote blieb mit 35,6 % auf dem Niveau des Vorjahres (Q2 2017: 35,7 %).

Deutlich rückläufig entwickelte sich - trotz abfindungsbedingt gestiegener Sondereinflüsse in Höhe von 0,6 Mio. € (Q2 2017: 0,3 Mio. €) - der Personalaufwand, der um 4,2 % auf 30,0 Mio. € zurückging (Q2 2017: 31,3 Mio. €). Hierin spiegelt sich der Rückgang des Personalbestands wider, der sich gegenüber dem Vorjahr zum Ende des Berichtszeitraums um 3,0 % auf 1.722 Mitarbeiter verringerte (30. Juni 2017: 1.775 Mitarbeiter).

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen war ein Anstieg um 16,4 % auf 15,5 Mio. € zu verzeichnen (Q2 2017: 13,3 Mio. €). Darin enthalten sind Sondereinflüsse in Höhe von 2,0 Mio. € (Q2 2017: 0,1 Mio. €), die vor allem im Zusammenhang mit der Umsetzung des Effizienzprogramms R. STAHL 2020 stehen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich im Berichtsquartal auf 2,0 Mio. € (Q2 2017: -0,1 Mio. €). Noch erfreulicher entwickelte sich das EBITDA vor Sondereinflüssen, das gegenüber dem Vorjahr deutlich auf 4,2 Mio. € anstieg (Q2 2017: 0,4 Mio. €).

Mit 3,0 Mio. € waren die Abschreibungen im Berichtsquartal gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig (Q2 2017: 3,2 Mio. €). Zusammen mit dem gestiegenen EBITDA resultierte daraus eine Verbesserung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 2,3 Mio. € auf -1,0 Mio. € (Q2 2017: -3,3 Mio. €) und eine Steigerung des EBIT vor Sondereinflüssen um 4,0 Mio. € auf 1,2 Mio. € (Q2 2017: -2,8 Mio. €).

In den ersten sechs Monaten des Jahres konnte die Gesamtleistung um 2,0 % auf 138,2 Mio. € gesteigert werden (6M 2017: 135,5 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich auf 5,7 Mio. € (6M 2017: 4,0 Mio. €) insbesondere aufgrund der beschriebenen Entwicklung im 2. Quartal. Die Materialaufwandsquote erhöhte sich geringfügig auf 36,4 % (6M 2017: 35,9 %). Mit 61,6 Mio. € lag der Personalaufwand trotz als Sondereinflüsse ausgewiesener Abfindungen in Höhe von 1,6 Mio. € (6M 2017: 1,1 Mio. €) um 4,1 % unter dem der Vorjahres-periode (6M 2017: 64,2 Mio. €) als Folge eines Rückgangs des Personalbestands. In dem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 5,5 % auf 29,4 Mio. € (6M 2017: 27,8 Mio. €) spiegelt sich wie zuvor beschrieben vor allem der Aufwand für die Umsetzung des Effizienzprogramms R. STAHL 2020 wider. Das EBITDA verbesserte sich in den ersten sechs Monaten 2018 gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Mio. € auf 2,7 Mio. € (6M 2017: -1,1 Mio. €), das EBITDA vor Sondereinflüssen noch deutlicher um 6,3 Mio. € auf 6,5 Mio. € (6M 2017: 0,2 Mio. €). Leicht rückläufige Abschreibungen von 6,0 Mio. € (6M 2017: 6,2 Mio. €) ergaben so für das erste Halbjahr 2018 ein um 55,1 % verbessertes EBIT von -3,3 Mio. € (6M 2017: -7,3 Mio. €) und ein deutlich um 6,5 Mio. € verbessertes EBIT vor Sondereinflüssen von 0,5 Mio. € (6M 2017: -6,0 Mio. €)

Eine Übersicht mit Vorjahresvergleichen der Sondereinflüsse sowie Überleitungen von EBITDA zu EBITDA vor Sondereinflüssen und EBIT zu EBIT vor Sondereinflüssen für das Berichtsquartal und für die ersten sechs Monate des Berichtszeitraums findet sich nachfolgend:

scroll
in Mio. € Q2
2018
Q2
2017
Veränd. 6M
2018
6M
2017
Veränd.
EBITDA 2,0 -0,1 +2,1 2,7 -1,1 +3,8
Sondereinflüsse*) -2,2 -0,5 -1,7 -3,8 -1,3 -2,5
Restrukturierungsaufwand -2,6 -0,4 -2,2 -4,2 -1,2 -3,0
Abfindungen -0,6 -0,3 -0,3 -1,6 -1,1 -0,6
Sonstiges -2,0 -0,1 -1,9 -2,6 0,1 -2,4
M&A-Kosten 0 -0,1 +0,1 0 -0,1 +0,1
Veräußerung nicht-betriebsnotwendigen Anlagevermögens 0,4 0 +0,4 0,4 0 +0,4
EBITDA vor Sondereinflüssen 4,2 0,4 +3,8 6,5 0,2 +6,3
EBIT -1,0 -3,3 +2,3 -3,3 -7,3 +4,0
Sondereinflüsse*) -2,2 -0,5 -1,7 -3,8 -1,3 -2,5
EBIT vor Sondereinflüssen 1,2 -2,8 +4,0 0,5 -6,0 +6,5


scroll
in Mio. € in Gewinn- und Verlustrechnung enthalten in:
EBITDA
Sondereinflüsse*)
Restrukturierungsaufwand
Abfindungen Personalaufwand
Sonstiges Sonstige betriebliche Aufwendungen
M&A-Kosten Sonstige betriebliche Aufwendungen
Veräußerung nicht-betriebsnotwendigen Anlagevermögens Sonstige betriebliche Erträge
EBITDA vor Sondereinflüssen
EBIT
Sondereinflüsse*)
EBIT vor Sondereinflüssen

*) Sondereinflüsse: Restrukturierungsaufwand, außerplanmäßige Abschreibungen, Aufwendungen für die Konzeption und Umsetzung von IT-Projekten, M&A-Aufwand sowie Erträge und Verluste aus der Veräußerung nicht-betriebsnotwendigen Anlagevermögens.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis verringerte sich im 2. Quartal 2018 um 53,8 % auf -0,6 Mio. € (Q2 2017: -0,4 Mio. €). Einem einmaligen Zinsertrag aus einer Steuerrückzahlung stand ein höherer Zinsaufwand im Zusammenhang mit Steuernachzahlungen und angepasster Zinskonditionen des Konsortialkreditvertrags entgegen. Hieraus ergab sich ein Ergebnis vor Ertragsteuern von -1,6 Mio. €, ein Plus von 56,2 % gegenüber dem Vorjahr (Q2 2017: -3,7 Mio. €).

In den ersten sechs Monaten 2018 ging das Finanzergebnis um 61,2 % auf -1,4 Mio. € zurück (6M 2017: -0,8 Mio. €).

Ergebnis nach Ertragsteuern / Ergebnis je Aktie

Bei den Ertragsteuern ergab sich im 2. Quartal 2018 ein Steuerertrag von 0,2 Mio. € (Q2 2017: 0,7 Mio. €). Während im Vorjahresquartal noch latente Steuern auf Verlustvorträge steuermindernd berücksichtigt werden konnten, führte im Berichtsquartal vor allem eine Steuerrückzahlung zu dem Steuerertrag. Daraus resultierte ein Ergebnis nach Ertragsteuern in Höhe von -1,5 Mio. € (Q2 2017: -3,1 Mio. €) bzw. ein Ergebnis je Aktie von -0,22 € (Q2 2017: -0,47 €).

Im ersten Halbjahr 2018 fielen Ertragsteuern in Höhe von 0,3 Mio. € an (6M 2017: -2,1 Mio. €). Im Vorjahr konnten noch vorhandene werthaltige Verlustvorträge ertragsteuermindernd berücksichtigt werden. Das Ergebnis nach Ertragsteuern belief sich auf -4,9 Mio. € (6M 2017: -6,1 Mio. €) und das Ergebnis je Aktie auf -0,76 € (6M 2017: -0,94 €).

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Bilanzstruktur

Zum Stichtag 30. Juni 2018 ging die Bilanzsumme des R. STAHL-Konzerns gegenüber dem Ende des Vorjahres auf 241,2 Mio. € zurück (31. Dezember 2017: 249,6 Mio. €). Bilanzverkürzend wirkten sich hier vor allem das Ergebnis nach Ertragsteuern und der Abbau von Finanzverbindlichkeiten aus.

Die langfristigen Vermögenswerte verringerten sich zum Bilanzstichtag auf 124,6 Mio. € (31. Dezember 2017: 127,3 Mio. €), im Wesentlichen als Folge von Abschreibungen sowie des Verkaufs einer nicht-betriebsnotwendigen Liegenschaft in Düsseldorf. Die kurzfristigen Vermögenswerte gingen auf 116,7 Mio. € insbesondere aufgrund eines verringerten Zahlungsmittelbestands und des Abbaus von Vorräten zurück (31. Dezember 2017: 122,3 Mio. €).

Bedingt durch das rückläufige Periodenergebnis sank das Eigenkapital gegenüber dem Ende des Vorjahres auf 64,5 Mio. € (31. Dezember 2017: 69,1 Mio. €). Daraus resultierte eine Eigenkapitalquote von 26,8% zum Bilanzstichtag (31. Dezember 2017: 27,7 %).

Bei den langfristigen Schulden war zum Bilanzstichtag ein Rückgang auf 110,0 Mio. € zu verzeichnen (31. Dezember 2017: 112,2 Mio. €), der sich insbesondere aus einem gestiegenen Rechnungszins für Pensionsrückstellungen ergab, die sich dadurch um 1,1 Mio. € verringerten. Daneben trug der Abbau von Finanzschulden in Höhe von 0,9 Mio. € zu dieser Entwicklung bei.

Auch bei den kurzfristigen Schulden führte vor allem eine Verringerung der Inanspruchnahme verzinslicher Darlehen zum Ende des Berichtszeitraums zu einem Rückgang auf 66,7 Mio. € (31. Dezember 2017: 68,3 Mio. €). Die Nettoverschuldung verringerte sich zum 30. Juni 2018 gegenüber dem Ende des Vorjahres auf -16,9 Mio. € (31. Dezember 2017: -18,1 Mio. €).

Finanzlage und Investitionen

Das verbesserte Ergebnis nach Ertragsteuern hatte im 2. Quartal 2018 einen Anstieg des Cashflows auf 0,7 Mio. € zur Folge (Q2 2017: -0,6 Mio. €). Noch erfreulicher entwickelte sich das Working Capital, das um 7,0 Mio. € vor allem aufgrund gesunkener Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückging (Q2 2017: 0,8 Mio. €). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verbesserte sich im Berichtsquartal entsprechend auf 7,7 Mio. € (Q2 2017: 0,3 Mio. €). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit war mit -1,8 Mio. € um 1,1 Mio. € geringer als im Vorjahresquartal (Q2 2017: -2,9 Mio. €). Darin spiegelt sich u. a. der Verkauf der nicht-betriebsnotwendigen Liegenschaft in Düsseldorf wider. In Summe verbesserte sich so der Free Cashflow im Berichtsquartal um 8,6 Mio. € auf 6,0 Mio. € (Q2 2017: -2,6 Mio. €).

Im 1. Halbjahr 2018 verbesserte sich der Cashflow aufgrund des gestiegenen Ergebnisses nach Ertragsteuern auf 1,6 Mio. € (6M 2017: -2,0 Mio. €). Durch die Verringerung des Working Capital um 3,4 Mio. € (6M 2017: 7,0 Mio. €) ergab sich daraus ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 5,0 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums (6M 2017: 5,0 Mio. €). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ging auf -4,0 Mio. € zurück (6M 2017: -6,2 Mio. €). Zu den höheren Ausgaben im Vorjahr trug wesentlich die Schlusszahlung für die Beteiligung an ZAVOD Goreltex Co. Ltd. in Höhe von 1,2 Mio. € bei. Insgesamt verbesserte sich der Free Cashflow in den ersten sechs Monaten 2018 auf 1,0 Mio. € (6M 2017: -1,2 Mio. €).

PROGNOSE, CHANCEN UND RISIKEN

Prognose für 2018

Der in den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 im Vorjahresvergleich leicht gestiegene Umsatz bestätigt die von uns erwartete Erholung im Markt für Explosionsschutzprodukte. Darüber hinaus schlagen sich bereits erste Erfolge aus der Umsetzung des Effizienzprogramms R. STAHL 2020 in unseren Kostenstrukturen nieder. In Verbindung mit dem soliden Auftragsbestand zum Ende des Berichtzeitraums gehen wir daher davon aus, 2018 einen Anstieg des EBITDA vor Sondereinflüssen im hohen zweistelligen Prozentbereich und damit in der oberen Hälfte unseres bisherigen Prognosekorridors zu erzielen.

Chancen und Risiken

Sämtliche R. STAHL-Tochtergesellschaften verfassen regelmäßig einen Chancen- und Risikobericht, worin weltweit alle Chancen und Risiken im Unternehmen berücksichtigt werden. Bei wichtigen Ereignissen, auch während des Quartals, ist jeder Geschäftsführer verpflichtet, den für das Chancen- und Risikomanagement zuständigen Bereich zu informieren. Die im Geschäftsbericht 2017 ab Seite 42 getroffenen Aussagen gelten unverändert weiter.

Waldenburg, im August 2018

Der Vorstand

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG R. STAHL-KONZERN

scroll
in Tsd. € Q2 2018 Q2 2017 Veränd. in % 6M 2018 6M 2017 Veränd. in %
Umsatzerlöse 70.506 66.769 +5,6 136.226 132.256 +3,0
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.487 -1.402 -77,4 240 915 -73,8
Andere aktivierte Eigenleistungen 867 1.257 -31,0 1.765 2.328 -24,2
Gesamtleistung 68.886 66.624 +3,4 138.231 135.499 +2,0
Sonstige betriebliche Erträge 3.139 1.667 +88,3 5.675 4.021 +41,1
Materialaufwand -24.551 -23.752 -3,4 -50.271 -48.602 -3,4
Personalaufwand -29.985 -31.308 +4,2 -61.598 -64.210 +4,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen -15.501 -13.320 -16,4 -29.360 -27.837 -5,5
Ergebnis vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) 1.988 -89 n. a. 2.677 -1.129 n. a.
Abschreibungen -2.994 -3.216 +6,9 -5.952 -6.162 +3,4
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) -1.006 -3.305 +69,6 -3.275 -7.291 +55,1
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 133 285 -53,3 314 497 -36,8
Beteiligungsergebnis 0 0 0 0 0 0
Zinsen und ähnliche Erträge 977 48 >+100 1.018 96 >+100
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.725 -733 <-100 -2.683 -1.431 -87,5
Finanzergebnis -615 -400 -53,8 -1.351 -838 -61,2
Ergebnis vor Ertragsteuern -1.621 -3.705 +56,2 -4.626 -8.129 +43,1
Ertragsteuern 152 653 -76,7 -301 2.061 n. a.
Ergebnis nach Ertragsteuern -1.469 -3.052 +51,9 -4.927 -6.068 +18,8
davon





auf andere Gesellschafter entfallend -20 10 n. a. -32 7 n. a.
auf die Aktionäre der R. STAHL AG entfallend -1.449 -3.062 +52,7 -4.895 -6.075 +19,4
Ergebnis je Aktie in € -0,22 -0,47 +52,7 -0,76 -0,94 +19,4

GESAMTERGEBNISRECHNUNG R. STAHL-KONZERN

scroll
in Tsd. € Q2 2018 Q2 2017 Veränd. in % 6M 2018 6M 2017 Veränd. in %
Ergebnis nach Ertragsteuern -1.469 -3.052 +51,9 -4.927 -6.068 +18,8
Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochtergesellschaften 172 -2.022 n. a. -361 -1.558 +76,8
Latente Steuern auf Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung 0 0 0 0 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen nach Steuern 172 -2.022 n. a. -361 -1.558 +76,8
Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Folgebewertung von Cashflow-Hedges 9 109 -91,7 -2 28 n. a.
In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen 11 0 n. a. 6 34 -82,4
Latente Steuern auf Cashflow-Hedges -6 -32 +81,3 -1 -18 +94,4
Cashflow-Hedges nach Steuern 14 77 -81,8 3 44 -93,2
Sonstiges Ergebnis mit Umgliederungen in das Periodenergebnis 186 -1.945 n. a. -358 -1.514 +76,4
Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Folgebewertung von Pensionsverpflichtungen -781 2.748 n. a. 1.095 4.606 -76,2
Latente Steuern aus Pensionsverpflichtungen 230 -810 n. a. -323 -1.358 +76,2
Sonstiges Ergebnis ohne Umgliederungen in das Periodenergebnis -551 1.938 n. a. 772 3.248 -76,2
Sonstiges Ergebnis (direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen) -365 -7 <-100 414 1.734 -76,1
davon





auf andere Gesellschafter entfallend -2 -18 +88,9 -4 -2 -100
auf die Aktionäre der R. STAHL AG entfallend -363 11 n. a. 418 1.736 -75,9
Gesamtergebnis nach Steuern -1.834 -3.059 +40,0 -4.513 -4.334 -4,1
davon





auf andere Gesellschafter entfallend -22 -8 <-100 -36 5 n. a.
auf die Aktionäre der R. STAHL AG entfallend -1.812 -3.051 +40,6 -4.477 -4.339 -3,2

BILANZ R. STAHL-KONZERN

AKTIVA

scroll
in Tsd. €
30.06.2018 31.12.2017 Veränd. 30.06.2017 Veränd.
Immaterielle Vermögenswerte 42.366 41.796 +570 41.175 +1.191
Sachanlagen 55.072 57.203 -2.131 59.828 -4.756
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 7.643 7.750 -107 7.204 +439
Übrige Finanzanlagen 50 50 0 106 -56
Sonstige Vermögenswerte 1.087 1.206 -119 1.198 -111
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 7.242 7.383 -141 7.523 -281
Latente Steuern 11.104 11.905 -801 22.027 -10.923
Langfristige Vermögenswerte 124.564 127.293 -2.729 139.061 -14.497
Vorräte und geleistete Anzahlungen 44.597 45.501 -904 52.674 -8.077
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 49.656 49.961 -305 52.865 -3.209
Ertragsteuerforderungen 2.897 3.166 -269 2.824 +73
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 7.985 7.568 +417 8.178 -193
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 11.521 16.085 -4.564 16.943 -5.422
Kurzfristige Vermögenswerte 116.656 122.281 -5.625 133.484 -16.828
Summe Aktiva 241.220 249.574 -8.354 272.545 -31.325

PASSIVA

scroll
in Tsd. € 30.06.2018 31.12.2017 Veränd. 30.06.2017 Veränd.
Gezeichnetes Kapital 16.500 16.500 0 16.500 0
Kapitalrücklage 13.457 13.457 0 13.457 0
Gewinnrücklagen 64.554 69.449 -4.895 84.510 -19.956
Kumuliertes übriges Eigenkapital -30.022 -30.440 +418 -28.139 -1.883
Abzugsposten für eigene Anteile 0 0 0 0 0
Auf die Aktionäre der R. STAHL AG entfallendes Eigenkapital 64.489 68.966 -4.477 86.328 -21.839
Anteile anderer Gesellschafter 50 86 -36 135 -85
Eigenkapital 64.539 69.052 -4.513 86.463 -21.924
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen 92.682 93.736 -1.054 92.052 +630
Sonstige Rückstellungen 1.797 1.850 -53 1.815 -18
Verzinsliche Darlehen 12.223 13.095 -872 9.061 +3.162
Sonstige Verbindlichkeiten 165 353 -188 382 -217
Latente Steuern 3.157 3.208 -51 3.609 -452
Langfristiges Fremdkapital 110.024 112.242 -2.218 106.919 +3.105
Rückstellungen 5.535 6.061 -526 6.329 -794
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.186 18.212 -26 14.549 +3.637
Verzinsliche Darlehen 16.183 21.073 -4.890 35.377 -19.194
Abgegrenzte Schulden 14.011 11.135 +2.876 12.905 +1.106
Ertragsteuerverbindlichkeiten 528 609 -81 606 -78
Sonstige Verbindlichkeiten 12.214 11.190 +1.024 9.397 +2.817
Kurzfristiges Fremdkapital 66.657 68.280 -1.623 79.163 -12.506
Summe Passiva 241.220 249.574 -8.354 272.545 -31.325

KAPITALFLUSSRECHNUNG R. STAHL-KONZERN

scroll
in Tsd. € Q2 2018 Q2 2017 Veränd. 6M 2018 6M 2017 Veränd.
Ergebnis nach Ertragsteuern -1.469 -3.052 +1.583 -4.927 -6.068 +1.141
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.994 3.216 -222 5.952 6.162 -210
Veränderung der langfristigen Rückstellungen -70 -94 +24 -57 -106 +49
Veränderung der latenten Steuern 340 -937 +1.277 454 -2.658 3.112
Equity Bewertung -112 106 -218 107 -106 213
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen -567 165 -732 434 778 -344
Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -405 22 -427 -404 22 -426
Cashflow 711 -574 +1.285 1.559 -1.976 3.535
Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen -149 -4 -145 -529 47 -576
Veränderung der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Vermögenswerte, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 5.507 3.395 +2.112 1.208 4.007 -2.799
Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Schulden, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.661 -2.548 +4.209 2.769 2.920 -151
Veränderung des Working Capital 7.019 843 +6.176 3.448 6.974 -3.526
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 7.730 269 +7.461 5.007 4.998 +9
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.535 -1.744 +209 -2.896 -3.357 +461
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Gegenständen des Anlagevermögens 0 0 0 0 0 0
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -773 -1.173 +400 -1.612 -1.727 +115
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 539 47 +492 546 62 +484
Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0 -1.208 +1.208
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.769 -2.870 +1.101 -3.962 -6.230 +2.268
Free Cashflow 5.961 -2.601 +8.562 1.045 -1.232 +2.277
Auszahlungen an Gesellschafter (Dividende) 0 -3.864 +3.864 0 -3.864 +3.864
Einzahlungen / Auszahlungen Minderheitsgesellschafter 0 -104 +104 0 -104 +104
Einzahlungen aus der Aufnahme verzinslicher Finanzschulden 243 8.385 -8.142 2.037 11.061 -9.024
Auszahlungen aus der Tilgung von verzinslichen Finanzschulden -15.881 -3.524 -12.357 -7.781 -4.561 -3.220
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -15.638 893 -16.531 -5.744 2.532 -8.276
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -9.677 -1.708 -7.969 -4.699 1.300 -5.999
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 129 -593 +722 135 -525 +660
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 21.069 19.244 +1.825 16.085 16.168 -83
Zahlungsmittel und -äquivalente am Ende der Periode 11.521 16.943 -5.422 11.521 16.943 -5.422

EIGENKAPITALVERÄNDERUNSRECHNUNG R. STAHL-KONZERN

scroll

Auf Anteilseigner entfallendes Eigenkapital




Kumuliertes übriges Eigenkapital
in Tsd. € Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Währungsumrechnung Unrealisierte Gewinne/ Verluste aus Cash-flow-Hedges Unrealisierte Gewinne/ Verluste aus Pensionsverpflichtungen
01.01.2017 16.500 13.457 94.449 -338 -33 -29.504
Ergebnis nach Ertragsteuern

-6.075


Kumuliertes übriges Eigenkapital

0 -1.556 44 3.248
Gesamtergebnis

-6.075 -1.556 44 3.248
Ausschüttung an Gesellschafter

-3.864


Veränderung der Besitzverhältnisse Minderheiten

0


30.06.2017 16.500 13.457 84.510 -1.894 11 -26.256
01.01.2018 16.500 13.457 69.449 -2.741 -6 -27.693
Ergebnis nach Ertragsteuern

-4.895


Kumuliertes übriges Eigenkapital

0 -357 3 772
Gesamtergebnis

-4.895 -357 3 772
Ausschüttung an Gesellschafter

0


Veränderung der Besitzverhältnisse Minderheiten

0


30.06.2018 16.500 13.457 64.554 -3.098 -3 -26.921


scroll

Auf Anteilseigner entfallendes Eigenkapital


Kumuliertes übriges Eigenkapital

in Tsd. € Summe
kumuliertes übriges
Eigenkapital
Abzugsposten
für eigene Anteile
Summe Anteile anderer Gesellschafter Eigenkapital
01.01.2017 -29.875 0 94.531 234 94.765
Ergebnis nach Ertragsteuern 0
-6.075 7 -6.068
Kumuliertes übriges Eigenkapital 1.736
1.736 -2 1.734
Gesamtergebnis 1.736
-4.339 5 -4.334
Ausschüttung an Gesellschafter 0
-3.864 -104 -3.968
Veränderung der Besitzverhältnisse Minderheiten 0
0 0 0
30.06.2017 -28.139 0 86.328 135 86.463
01.01.2018 -30.440 0 68.966 86 69.052
Ergebnis nach Ertragsteuern 0
-4.895 -32 -4.927
Kumuliertes übriges Eigenkapital 418
418 -4 414
Gesamtergebnis 418
-4.477 -36 -4.513
Ausschüttung an Gesellschafter 0
0 0 0
Veränderung der Besitzverhältnisse Minderheiten 0
0 0 0
30.06.2018 -30.022 0 64.489 50 64.539

AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERNDE ANHANGANGABEN

1. Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS)

Der Zwischenabschluss für den Konzern der R. STAHL AG ist nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt.

Der Konzernzwischenabschluss ist nicht testiert.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernzwischenabschluss sind neben der R. STAHL AG 33 in- und ausländische Gesellschaften einbezogen, bei denen die R. STAHL AG die Möglichkeit zur Ausübung eines beherrschenden Einflusses hat.

Unternehmen, auf die die Gesellschaft einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, werden als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss übernommen. Seit 2016 werden die ZAVOD Goreltex Co. Ltd., Sankt Petersburg, Russland, und die ESACO Proprietary Ltd., Edenvale, Südafrika als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses und die Ermittlung der Vergleichszahlen für den Vorjahreszeitraum erfolgten grundsätzlich auf Basis der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzernabschlusses 2017. Die Beschreibung dieser Grundsätze ist im Anhang des Konzernabschlusses 2017 veröffentlicht. Dieser kann im Internet unter www.r-stahl.com eingesehen werden.

Bei der Erstellung des Konzernzwischenabschlusses wird grundsätzlich das Anschaffungskostenprinzip angewandt. Eine Ausnahme hiervon bildet die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden.

Um die Verlässlichkeit der Bewertungen von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert vergleichbar darzustellen, wurde in den IFRS eine Fair-Value-Hierarchie mit folgenden drei Stufen eingeführt:

Bewertung anhand von Börsen- oder Marktpreisen für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Stufe 1)

Bewertung anhand von Börsen- oder Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Input-Parametern basieren (Stufe 2)

Bewertung anhand von Bewertungsmodellen mit signifikanten, nicht am Markt beobachtbaren Input-Parametern (Stufe 3)

Die im R. STAHL-Konzern mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten derivativen Finanzinstrumente werden ausschließlich nach der Fair-Value-Hierarchiestufe 2 bewertet.

Die positiven Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag betragen 64 Tsd. € (31. Dezember 2017: 514 Tsd. €). Negative Marktwerte werden mit -789 Tsd. € (31. Dezember 2017: -100 Tsd. €) ausgewiesen.

4. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt entsprechend IAS 7, wie sich die Zahlungsmittel des R. STAHL-Konzerns im Laufe des Berichtszeitraumes durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben.

Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst Kassenbestände, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Ebenfalls enthalten sind Finanztitel mit einer ursprünglichen Fälligkeit von bis zu drei Monaten.

5. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem das Konzernergebnis - ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien dividiert wird. Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem Ergebnis je Aktie.

6. Angabe der gezahlten Dividende

Im Vorjahr zahlte die R. STAHL AG ihren Aktionären nach Abschluss der Hauptversammlung im Juni 2017 eine Dividende von 0,60 € je Aktie. Insgesamt wurden 3.864 Tsd. € ausgeschüttet.

Die Dividendenausschüttung erfolgte auf der Grundlage des unter Tagesordnungspunkt 2 der ordentlichen Hauptversammlung vom 2. Juni 2017 gefassten Gewinnverwendungsbeschlusses.

7. Zahl der Arbeitnehmer

Die Zahl der Beschäftigten zum Stichtag 30. Juni 2018 betrug 1.722 (30. Juni 2017: 1.775) ohne Auszubildende.

8. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gegenüber dem 31. Dezember 2017 haben sich die Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen nicht wesentlich verändert.

9. Bericht zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Personen

Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen haben im Berichtszeitraum nicht stattgefunden.

10. Vorgänge nach Schluss des Berichtszeitraums

Am 9. Juli 2018 hat die Gesellschaft einen Vertrag über den Verkauf einer nicht-betriebsnotwendigen Liegenschaft in Ettlingen unterzeichnet. Die finanziellen Details hierzu werden mit Vorlage der Zwischenmitteilung zum 3. Quartal 2018 am 8. November 2018 veröffentlicht.

Wie mit Vorlage des Geschäftsberichts 2017 veröffentlicht, hatten die an dem im September 2015 geschlossenen Konsortialkredit beteiligten Banken einem Vertragskündigungsverzicht bis zum 31. Juli 2018 zugestimmt. Mit Ablauf des 31. Juli 2018 sind die Voraussetzungen für eine Vertragskündigung aufgrund der Umstände, die Gegenstand des Vertragskündigungsverzichts waren, nicht mehr gegeben. Der Konsortialkreditvertrag wird daher fortgeführt, wodurch auch die weitere Finanzierung des R. STAHL-Konzerns und der Einzelgesellschaft R. STAHL AG gewährleistet ist.

Waldenburg, 8. August 2018
R. Stahl Aktiengesellschaft

scroll
Dr. Mathias Hallmann Volker Walprecht
Vorstandsvorsitzender Finanzvorstand

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Waldenburg, 8. August 2018
R. Stahl Aktiengesellschaft

scroll
Dr. Mathias Hallmann Volker Walprecht
Vorstandsvorsitzender Finanzvorstand

FINANZKALENDER 2018

scroll
Hauptversammlung in Künzelsau-Gaisbach 30. August 2018
Zwischenmitteilung 3. Quartal 2018 8. November 2018
Eigenkapitalforum, Frankfurt am Main 26. November 2018

R. Stahl Aktiengesellschaft

Am Bahnhof 30, 74638 Waldenburg (Württ.)

www.r-stahl.com

Kontakt

Dr. Thomas Kornek

Leiter Investor Relations & Corporate Communications

T: +49 7942 943 13 95

F: +49 7942 943 40 13 95

investornews@stahl.de