![]() R. Stahl AGWaldenburgHalbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2019HALBJAHRESFINANZBERICHT 2. QUARTAL 2019Dieser Bericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor, beide Fassungen sind
auch auf unserer Website www.r-stahl.com unter der Rubrik Unternehmen/Investor Relations/Finanzberichte
verfügbar. Er enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen
der Unternehmensleitung von R. STAHL beruhen. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen
dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren,
dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und
Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich
von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen
verursachen können, gehören unter anderem: Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen
Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde
Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie.
Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch R. STAHL ist weder geplant
noch übernimmt R. STAHL die Verpflichtung dafür. Die Inhalte dieses Berichts sprechen alle Geschlechter gleichermaßen an. Lediglich
aus Gründen der Lesbarkeit und ohne jede Diskriminierungsabsicht wird die männliche
Form verwendet. Damit sind alle Geschlechter einbezogen. Rundungen und VeränderungsratenBei Prozent- und Zahlenangaben können in diesem Bericht Rundungsdifferenzen auftreten.
Die Vorzeichenangabe der Veränderungsraten richtet sich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten:
Verbesserungen werden mit "+" bezeichnet, Verschlechterungen mit "-". Veränderungsraten
>+100 % werden als >+100 % angegeben, solche <-100 % als "n. a." (nicht anwendbar). KENNZAHLENscroll
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1)
Afrika und Europa ohne Deutschland HALBJAHRESFINANZBERICHTder R. Stahl Aktiengesellschaft für den Zeitraum 1. Januar 2019 bis 30. Juni 2019 WESENTLICHE THEMEN IM BERICHTSZEITRAUM
Rückruf von Leuchten der Baureihen 6036 und 6149 angekündigtIm Juni hat R. STAHL den Rückruf von insgesamt 34.500 ausgelieferten Leuchten der
Baureihen 6036 und 6149 angekündigt. Tests der im Wesentlichen aus einem Polycarbonat-Rohr
bestehenden Leuchten-Gehäuse hatten ergeben, dass die Langzeitstabilität der Rohre
unter ungünstigen Einsatzbedingungen nicht hinreichend gegeben ist. Betroffen hiervon
sind Leuchten aus dem Produktionszeitraum Dezember 2017 bis März 2019. Reklamationen
oder Schadensfälle aufgrund fehlender Langzeitstabilität wurden bislang nicht bekannt.
Mit dem Produktrückruf, der rein vorsorglich erfolgt, unterstreicht R. STAHL seinen
kompromisslosen Qualitätsanspruch und das Leistungsversprechen höchster Sicherheit
gegenüber seinen Kunden. Die im Zusammenhang mit dem Rückruf stehenden Kosten für
die Produktion und den Einbau neuer Leuchten sind nach gegenwärtiger Einschätzung
des Vorstands über vorhandene Rückstellungen und Haftpflichtversicherungen abgedeckt. Neuer Bilanzierungsstandard IFRS 16 wirkt sich deutlich auf Finanzkennzahlen ausDer zum 1. Januar 2019 verpflichtend umzusetzende neue Bilanzierungsstandard IFRS
16, der die Bilanzierung von Leasingverhältnissen vereinheitlicht, hat sich im Berichtszeitraum
deutlich auf wesentliche Kennzahlen des R. STAHL-Konzerns ausgewirkt, insbesondere
auf die Bilanzsumme, das EBITDA vor Sondereinflüssen und das Zinsergebnis. Durch die
erstmalige Aktivierung der mit den Leasingverhältnissen verbundenen Nutzungsrechte
zum 30. Juni 2019 ergibt sich eine Bilanzverlängerung um 38,6 Mio. €, die entsprechend
zu einer Verringerung der Eigenkapitalquote führt. Im Wesentlichen werden die mit
den Leasingverhältnissen verbundenen laufenden Kosten, die bis zum 31. Dezember 2018
unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wurden, gemäß IFRS 16 nun
als Abschreibungen auf die aktivierten Nutzungsrechte sowie als Zinsaufwand dargestellt.
Für die ersten sechs Monate 2019 erhöht sich hierdurch das EBITDA vor Sondereinflüssen
um 3,4 Mio. € und die Abschreibungen um 2,7 Mio. €, das Zinsergebnis wird um 0,5 Mio.
€ belastet. Weitere Details hierzu finden sich im Anhang auf Seite 17 dieses Berichts. Volker Walprecht zum 30. Juni 2019 aus dem Vorstand ausgeschiedenVolker Walprecht, das bislang für das Ressort Finanzen verantwortliche Mitglied des
Vorstands, ist zum 30. Juni 2019 aus den Diensten der Gesellschaft ausgeschieden.
Die vorzeitige Beendigung des Dienstverhältnisses erfolgte im Einvernehmen mit dem
Aufsichtsrat, der dem entsprechenden Wunsch Volker Walprechts zugestimmt hat. Abfindungen
oder über das Dienstzeitende hinausgehende Zahlungen wurden nicht vereinbart. Bis
zur Bestellung eines Nachfolgers übernimmt der Vorstand Dr. Mathias Hallmann die Aufgaben
des Finanzvorstands interimistisch. KONZERNLAGEBERICHT
GESCHÄFTSVERLAUFUmsatzR. STAHL hat im 2. Quartal 2019 einen Umsatz von 65,5 Mio. € erzielt, ein Minus von
5,0 Mio. € bzw. 7,1 % im Vergleich zum Vorjahr (Q2 2018: 70,5 Mio. €). Zu dem Rückgang
hat insbesondere die Region Deutschland beigetragen, die einen Umsatz von 14,5 Mio.
€ erzielte und damit um 4,5 Mio. € unter dem Vorjahreswert lag (Q2 2018: 19,0 Mio.
€). Umsatzschmälernd war hier vor allem ein temporärer Lieferengpass am Standort Waldenburg
im Juni, der im Zusammenhang mit der planmäßigen Einführung einer neuen Lagerhaltungssoftware
als Teil der im Rahmen von R. STAHL 2020 vorangetriebenen Harmonisierung der konzernweiten
IT-Systeme stand. Auch war in dem hohen Vergleichswert des Vorjahres ein fakturierter
Großauftrag enthalten. Die durch die Einführung des neuen ERP-Systems erforderlichen
Systemanpassungen wurden zum Quartalsende erfolgreich abgeschlossen, was sich entsprechend
positiv auf die Umsatzentwicklung des Folgequartals auswirken wird. Gegenüber der
bisherigen eigenständigen Lagerhaltungssoftware ist die neue Softwarelösung nun integraler
Bestandteil des konzernweiten Standard-ERP-Systems, was sich in höherer Systemstabilität
bei gleichzeitig verringertem Schnittstellen- und Wartungsaufwand sowie geringerer
Systemkomplexität niederschlägt. In der Zentralregion - bestehend aus Afrika und Europa ohne Deutschland - konnte der
Umsatz leicht um 2,2 % auf 30,1 Mio. € ausgebaut werden (Q2 2018: 29,5 Mio. €). Hierzu
trug vor allem die gute Auftragslage in Nordeuropa bei. Die 2018 in der US-amerikanischen Tochtergesellschaft begonnenen Restrukturierungsmaßnahmen
wurden im Berichtsquartal abgeschlossen. Vor diesem Hintergrund weiterhin sehr erfreulich
entwickelte sich die Region Amerika, die zum fünften Mal in Folge den Quartalsumsatz
im Vorjahresvergleich steigern konnte und mit 8,2 Mio. € ein Wachstum von 3,8 % erzielte
(Q2 2018: 7,9 Mio. €). In Asien/Pazifik ging der Umsatz im Vorjahresvergleich um 10,1
% auf 12,7 Mio. € zurück (Q2 2018: 14,1 Mio. €). Hier wirkte sich insbesondere der
konsequente Fokus auf Aufträge mit ausreichender Profitabilität aus. Der Auftragseingang konnte im Berichtsquartal gegenüber dem Vorjahr um 2,7 % auf 69,1
Mio. € gesteigert werden (Q2 2018: 67,3 Mio. €). Zum Ende des Berichtszeitraums lag
der Auftragsbestand mit 76,9 Mio. € leicht über dem Ende des Vorquartals (Auftragsbestand
zum 31. März 2019: 75,8 Mio. €). Darin spiegelt sich auch der zuvor beschriebene temporäre
Lieferengpass im Berichtsquartal wider. In den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres erzielte R. STAHL einen Umsatz von
133,0 Mio. €, der damit um 2,3 % unter dem des Vorjahres lag (6M 2018: 136,2 Mio.
€). Hier machte sich insbesondere die rückläufige Umsatzentwicklung im zweiten Quartal
bemerkbar, die das Umsatzplus von 2,8 % im ersten Quartal des Berichtsjahres überlagerte.
Neue Aufträge gingen in Höhe von 138,1 Mio. € ein (6M 2018: 135,7 Mio. €), ein Plus
von 1,7 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Mit 76,9 Mio. € erhöhte
sich der Auftragsbestand in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres im Vergleich
zum Jahresbeginn um 5,9 % (31. Dezember 2018: 72,6 Mio. €). Konzernumsatz nach Regionenscroll
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EBITDA und EBITDas Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) vor Sondereinflüssen
verbesserte sich im Berichtsquartal trotz des rückläufigen Umsatzes um 28,6 % auf
5,4 Mio. € (Q2 2018: 4,2 Mio. €). Hier wirkte sich insbesondere die neue Leasingbilanzierung
nach IFRS 16 mit 1,7 Mio. € ergebnisverbessernd aus. Die im Zusammenhang mit dem Effizienzprogramm
R. STAHL 2020 stehenden Sondereinflüsse lagen mit insgesamt 1,2 Mio. € deutlich unter
dem Wert des Vorjahres (Q2 2018: 2,2 Mio. €), vor allem aufgrund des Rückgangs der
restrukturierungsbedingten Rechts- und Beratungskosten, die sich auf 0,7 Mio. € verringerten
(Q2 2018: 2,0 Mio. €). Der Aufwand für Abfindungen ging leicht auf 0,5 Mio. € zurück
(Q2 2018: 0,6 Mio. €), als Sondereinflüsse zu klassifizierende Erträge fielen im Berichtsquartal
nicht an (Q2 2018: 0,4 Mio. €). Das EBITDA hat sich entsprechend gegenüber dem Vorjahr auf 4,2 Mio. € mehr als verdoppelt
(Q2 2018: 2,0 Mio. €). Ergebnisbelastende Entwicklungen wurden dabei von ergebnissteigernden
mehr als ausgeglichen. Bedingt durch den temporären Lieferengpass und den dadurch resultierenden Bestandsaufbau
war die Gesamtleistung im 2. Quartal 2019 höher als der Umsatz und belief sich auf
67,2 Mio. € (Q2 2018: 68,9 Mio. €), im Vergleich zum 2. Quartal 2018 ein Rückgang
um 2,5 %. Im Vorjahr hatten die begonnenen Maßnahmen zur Working-Capital-Optimierung
noch zu einem deutlichen Lagerabbau und so zu einer Gesamtleistung unterhalb des Umsatzniveaus
geführt. Positiv entwickelte sich vor diesem Hintergrund der Materialaufwand, der
um 6,7 % auf 22,9 Mio. € und damit deutlich stärker zurückging als die Gesamtleistung.
Die Materialaufwandsquote, also das Verhältnis von Materialaufwand zu Gesamtleistung,
verbesserte sich so auf 34,1 % (Q2 2018: 35,6 %). Darin spiegeln sich neben vorteilhaften
Produktmixeffekten auch der im Vorjahr implementierte verbesserte Vertriebsprozess
wider, der auf die Sicherstellung angemessener Profitabilität bereits bei Angebotserstellung
zielt. Überleitung von EBITDA vor Sondereinflüssen zu EBITscroll
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In den ersten sechs Monaten 2019 verbesserte sich das EBITDA vor Sondereinflüssen
gegenüber dem Vorjahr um 6,6 Mio. € auf 13,1 Mio. € (6M 2018: 6,5 Mio. €). Mit 3,4
Mio. € kam dabei ein wesentlicher Beitrag auch von der Umsetzung der neuen Leasingbilanzierung.
Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen erhöhte sich auf 9,8 % (6M 2018: 4,7 %). Zu
dieser deutlichen Steigerung trugen strukturelle operative Verbesserungen mit 230
Basispunkten und die neue Leasingbilanzierung mit 250 Basispunkten bei. Die Sondereinflüsse
verringerten sich im Berichtszeitraum um 1,2 Mio. € auf 2,6 Mio. € (6M 2018: 3,8 Mio.
€), insbesondere aufgrund des zuvor beschriebenen Kostenrückgangs im 2. Quartal 2019.
Das EBITDA hat sich im 1. Halbjahr 2019 auf 10,5 Mio. € nahezu vervierfacht (6M 2018:
2,7 Mio. €). Die für das 2. Quartal beschriebenen teils gegenläufigen Effekte wirkten
sich hier in identischer Weise aus. Die Gesamtleistung lag mit 137,9 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (6M 2018: 138,2
Mio. €). Deutliche Verbesserungen wurden beim Materialaufwand erzielt, der sich um
6,2 % auf 47,1 Mio. € verringerte (6M 2018: 50,3 Mio. €) und eine Materialaufwandsquote
von 34,2 % ergab (6M 2018: 36,4 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 41,7 % auf 8,0 Mio. € (6M 2018: 5,7
Mio. €). Der Anstieg des Personalaufwands im 1. Halbjahr mit 2,3 % auf 63,0 Mio. €
(6M 2018: 61,6 Mio. €) ist auf die beschriebene Entwicklung im 2. Quartal zurückzuführen.
Das Gleiche gilt für die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die um 13,7 % auf 25,3
Mio. € zurückgingen (6M 2018: 29,4 Mio. €). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen erhöhten sich im
1. Halbjahr 2019 um 43,8 % auf 8,6 Mio. € (6M 2018: 6,0 Mio. €) als Folge der neuen
Leasingbilanzierung. Das EBIT konnte im Berichtszeitraum deutlich auf 1,9 Mio. € gesteigert
werden (6M 2018: -3,3 Mio. €). Überleitung von EBIT zu Ergebnis je Aktiescroll
FinanzergebnisDas Finanzergebnis verringerte sich im 2. Quartal 2019 um 35,4 % auf -0,8 Mio. € (Q2
2018: -0,6 Mio. €). Zwar war der Zinsaufwand für Bankdarlehen aufgrund der im Jahresvergleich
deutlich rückläufigen Nettoverschuldung geringer, doch wirkte sich die neue Leasingbilanzierung
insgesamt aufwandserhöhend auf das Zinsergebnis aus. In den ersten sechs Monaten 2019 ging das Finanzergebnis um 29,8 % auf -1,8 Mio. €
aus den für das 2. Quartal 2019 beschriebenen Gründen zurück (6M 2018: -1,4 Mio. €). Ergebnis vor ErtragsteuernIm 2. Quartal 2019 wurde ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 0,1 Mio. € erwirtschaftet,
ein Plus von 1,7 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (Q2 2018: -1,6 Mio. €). Ertragsteuern
fielen in Höhe von -0,9 Mio. € an (Q2 2018: 0,2 Mio. €). In den ersten sechs Monaten 2019 belief sich das Ergebnis vor Ertragsteuern auf 0,1
Mio. €. Es lag damit um 4,8 Mio. € über dem Vorjahreswert. Ertragsteuern fielen in
Höhe von -0,8 Mio. € an (6M 2018: -0,3 Mio. €). Ergebnis nach Ertragsteuern / Ergebnis je AktieDas Ergebnis nach Ertragsteuern verbesserte sich im 2. Quartal 2019 um 47,8 % auf
-0,8 Mio. € (Q2 2018: -1,5 Mio. €). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von -0,12
€ (Q2 2018: -0,22 €). Im 1. Halbjahr 2019 verbesserte sich das Ergebnis nach Ertragsteuern auf -0,7 Mio.
€ (6M 2018: -4,9 Mio. €) und das Ergebnis je Aktie auf -0,10 € (6M 2018: -0,76 €). VERMÖGENS- UND FINANZLAGEBilanzstrukturZum Stichtag 30. Juni 2019 erhöhte sich die Bilanzsumme des R. STAHL-Konzerns gegenüber
dem Ende des Vorjahres auf 260,3 Mio. € (31. Dezember 2018: 227,9 Mio. €). Die in
den ersten sechs Monaten des Berichtszeitraums weitere Rückführung der verzinslichen
Darlehen um insgesamt 6,1 Mio. € wurde dabei durch die neue Leasingbilanzierung, die
gegenläufige bilanzverlängernde Auswirkungen in Höhe von insgesamt 38,6 Mio. € hatte,
deutlich überlagert. Eine detaillierte Darstellung zu den Auswirkungen der Leasingbilanzierung
auf die einzelnen Bilanzpositionen findet sich im Anhang dieses Berichts unter Nr.
3. Die langfristigen Vermögenswerte nahmen zum Bilanzstichtag auf 163,1 Mio. € vor allem
aufgrund der erstmalig bilanzierten Nutzungsrechte aus Leasingverträgen zu (31. Dezember
2018: 121,5 Mio. €). Rückläufig entwickelten sich die kurzfristigen Vermögenswerte,
die sich auf 97,2 Mio. € verringerten (31. Dezember 2018: 106,5 Mio. €). Ein Aufbau
von Vorräten und geleisteten Anzahlungen in Höhe von zusammen 2,7 Mio. € wurde dabei
durch ein fortgesetztes gezieltes Working-Capital-Management, das zur Verringerung
der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 6,7 Mio. € führte, sowie der Verringerung
liquider Mittel um 3,9 Mio. € im Zuge des Schuldenabbaus, mehr als ausgeglichen. Vermögens- und Kapitalstruktur30. Juni 2019Bilanzsumme 260,3 Mio. €![]() 31. Dez. 2018Bilanzsumme 227,9 Mio. €![]() Einen signifikanten Bilanzeinfluss hatte zum Ende des Berichtszeitraums auch der seit
Jahresbeginn deutlich auf 1,36 % gesunkene Rechnungszins für Pensionsrückstellungen
(31. Dezember 2018: 2,07 %), der zu einem Rückgang des Eigenkapitals auf 53,8 Mio.
€ führte (31. Dezember 2018: 62,3 Mio. €). Zusammen mit der Bilanzverlängerung aus
der neuen Leasingbilanzierung resultierte daraus eine Verringerung der Eigenkapitalquote
auf 20,7 % (31. Dezember 2018: 27,3 %). Bei den langfristigen Schulden ergab sich zum Bilanzstichtag eine Erhöhung auf 150,4
Mio. € (31. Dezember 2018: 107,7 Mio. €), die auf um 11,8 Mio. € gestiegene Pensionsrückstellungen
und erstmalig ausgewiesene Leasingverbindlichkeiten zurückzuführen ist. Die kurzfristigen Schulden entwickelten sich mit 56,1 Mio. € leicht rückläufig (31.
Dezember 2018: 57,9 Mio. €). Eine auch hier erfolgte erstmalige Passivierung von Leasingverbindlichkeiten
wurde durch Rückstellungsauflösungen und insbesondere durch die Rückführung verzinslicher
Darlehen zum Ende des Berichtszeitraums mehr als ausgeglichen. Die Nettoverschuldung (ohne Pensionsrückstellungen und ohne Leasingverbindlichkeiten)
verringerte sich zum 30. Juni 2019 gegenüber dem Ende des Vorjahres auf 3,3 Mio. €
(31. Dezember 2018: 5,5 Mio. €). Zum 30. Juni 2019 verfügte der R. STAHL-Konzern über
Zahlungsmittel und -äquivalente in Höhe von 10,7 Mio. € (31. Dezember 2018: 14,6 Mio.
€). Finanzlage und InvestitionenInsbesondere durch das verbesserte Ergebnis nach Ertragsteuern stieg im 2. Quartal
2019 der Cashflow auf 2,7 Mio. € (Q2 2018: 0,7 Mio. €). Das Working Capital verringerte
sich leicht um 0,4 Mio. € (Q2 2018: 7,0 Mio. €). Im Vorjahr hatte vor allem der fokussierte
Abbau von Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen den sehr hohen Rückgang
geprägt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich entsprechend auf
3,1 Mio. € (Q2 2018: 7,7 Mio. €). Die Auszahlungen für Investitionstätigkeiten stiegen im 2. Quartal 2019 um 0,3 Mio.
€ auf 2,1 Mio. € (Q2 2018: 1,8 Mio. €). Darin spiegelt sich insbesondere der Verkauf
einer nicht-betriebsnotwendigen Liegenschaft im Vorjahr wider. In Summe wurde im Berichtsquartal
ein Free Cashflow von 1,0 Mio. € generiert (Q2 2018: 6,0 Mio. €). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich im 2. Quartal 2019 auf -1,5 Mio.
€ (Q2 2018: -15,6 Mio. €) und war vor allem geprägt von der neuen Leasingbilanzierung
und den damit verbundenen Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten. In dem hohen Auszahlungsbetrag
des Vorjahres zeigt sich die im 2. Quartal 2018 begonnene konsequente Rückführung
der Nettoverschuldung des Konzerns. Im 1. Halbjahr 2019 stieg der Cashflow aufgrund des verbesserten Ergebnisses nach
Ertragsteuern auf 7,9 Mio. € (6M 2018: 1,6 Mio. €). Durch die Verringerung des Working
Capital um 2,1 Mio. € (6M 2018: 3,5 Mio. €) ergab sich daraus eine Verdopplung des
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf 10,0 Mio. € (6M 2018: 5,0 Mio. €). Der
Cashflow aus Investitionstätigkeit lag mit -4,1 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres
(6M 2018: -4,0 Mio. €). In Summe legte der Free Cashflow in den ersten sechs Monaten
2019 auf 5,9 Mio. € zu (6M 2018: 1,0 Mio. €). Die Auszahlungen für Finanzierungstätigkeiten
stiegen im 1. Halbjahr 2019 auf 9,9 Mio. € (6M 2018: 5,7 Mio. €), insbesondere aufgrund
von Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten. CHANCEN UND RISIKENAlle R. STAHL-Tochtergesellschaften verfassen regelmäßig einen Chancen- und Risikobericht,
in dem die Chancen und Risiken im Unternehmen berücksichtigt werden. Bei wichtigen
Ereignissen, auch während des Quartals, ist jeder Geschäftsführer verpflichtet, den
für das Chancen- und Risikomanagement zuständigen Bereich zu informieren. Die im Geschäftsbericht
2018 ab Seite 43 hierzu getroffenen Aussagen gelten unverändert weiter. PROGNOSEUnsere Einschätzung zur voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens im laufenden
Jahr haben wir im Prognosebericht des Geschäftsberichts 2018, der am 26. April 2019
veröffentlicht wurde, ab Seite 49 ausführlich dargestellt. Demnach waren wir bei stabilem
Umsatz - ohne Berücksichtigung der Auswirkungen der neuen Leasingbilanzierung nach
IFRS 16 - von einer Steigerung des EBITDA vor Sondereinflüssen im mittleren einstelligen
Millionenbereich ausgegangen, entsprechend einem Korridor von 19,2 Mio. € bis 22,2
Mio. €. Unter Berücksichtigung der für 2019 erwarteten Auswirkungen von IFRS 16 auf
das EBITDA vor Sondereinflüssen in Höhe von 6,8 Mio. € ergibt sich entsprechend für
die im April veröffentlichte Prognose ein Korridor von 26 Mio. € bis 29 Mio. €. Die solide Entwicklung in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres macht uns zuversichtlich,
dass wir unsere bisherige Prognose für das EBITDA vor Sondereinflüssen im Berichtsjahr
übertreffen werden. Vor diesem Hintergrund gehen wir nunmehr davon aus, 2019 ein EBITDA
vor Sondereinflüssen - unter Einbeziehung der Auswirkungen der Leasingbilanzierung
nach IFRS 16 - im Bereich zwischen 28 Mio. € und 30 Mio. € bei einem Umsatz zwischen
275 Mio. € und 280 Mio. € zu erzielen. Prognoseentwicklung 2019scroll
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG R. STAHL-KONZERNscroll
GESAMTERGEBNISRECHNUNG R. STAHL-KONZERNscroll
BILANZ R. STAHL-KONZERNAKTIVAscroll
PASSIVAscroll
KAPITALFLUSSRECHNUNG R. STAHL-KONZERNscroll
EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG R. STAHL-KONZERNscroll
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AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERNDE ANHANGANGABEN1. Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS)Der Zwischenabschluss für den Konzern der R. STAHL AG ist nach den International Financial
Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, in Übereinstimmung
mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt. Der Konzernzwischenabschluss ist nicht testiert. 2. KonsolidierungskreisIn den Konzernzwischenabschluss sind neben der R. STAHL AG 31 in- und ausländische
Gesellschaften einbezogen, bei denen die R. STAHL AG die Möglichkeit zur Ausübung
eines beherrschenden Einflusses hat. Unternehmen, auf die die Gesellschaft einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, werden
als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss übernommen.
Seit 2016 werden die ZAVOD Goreltex Co. Ltd., Sankt Petersburg, Russland und die ESACO
(Pty.) LTD, Edenvale, Südafrika als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode
in den Konzernabschluss einbezogen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2019 wurde die R. STAHL HMI Systems GmbH, Köln auf die R.
STAHL Camera Systems GmbH, Köln verschmolzen. Die verbleibende Gesellschaft wird unter
dem Namen R. STAHL HMI Systems GmbH, Köln, fortgeführt. Die R. STAHL Nissl GmbH, Wien, Österreich wurde im März 2019 geschlossen. 3. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses und die Ermittlung der Vergleichszahlen
für den Vorjahreszeitraum erfolgten - mit Ausnahme der nachfolgend beschriebenen Änderungen
- auf Basis der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzernabschlusses 2018.
Die Beschreibung dieser Grundsätze ist im Anhang des Konzernabschlusses 2018 veröffentlicht.
Dieser kann im Internet unter www.r-stahl.com eingesehen werden. Zum 1. Januar 2019 hat R. STAHL im Zuge der Übernahme der neuen Regelungen von IFRS
16 (Leasing) die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angepasst. Entsprechend der
von uns gewählten Übergangsmethode gemäß IFRS 16 erfolgt keine Anpassung der Vorperioden.
Folglich werden im Jahr 2019 die Veränderungen von Gewinn, Vermögenswerten, Schulden
und Cashflow im Jahresvergleich von den neuen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
beeinflusst. Aufgrund der Erstanwendung von IFRS 16 zum 1. Januar 2019 haben sich die nachfolgend
dargestellten Umstellungseffekte ergeben: Auswirkungen auf die Konzernbilanz zum 30. Juni 2019scroll
Auswirkungen auf die Konzerngewinn- und -verlustrechnung vom 1. Januar bis 30. Juni 2019scroll
IFRS 16 beeinflusst auch die Kapitalflussrechnung von R. STAHL, da die Tilgung der
Leasingverbindlichkeiten nicht mehr dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit,
sondern dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit zugerechnet wird. Dementsprechend
verbesserte sich im ersten Halbjahr 2019 der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
um 3.513 Tsd. €, während sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in gleicher
Höhe gegenläufig entwickelte. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wird grundsätzlich das Anschaffungskostenprinzip
angewandt. Eine Ausnahme hiervon bildet die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten,
die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Die positiven Marktwerte der derivativen
Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag betragen 6 Tsd. € (31. Dezember 2018: 75 Tsd.
€). Negative Marktwerte werden mit -51 Tsd. € ausgewiesen (31. Dezember 2018: -315
Tsd. €).
Die im R. STAHL-Konzern mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten derivativen Finanzinstrumente
werden ausschließlich nach der Fair-Value-Hierarchiestufe 2 bewertet. Im ersten Halbjahr 2019 fanden keine Umgliederungen zwischen den einzelnen Fair-Value-Hierarchien
statt. 4. KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt entsprechend IAS 7, wie sich die Zahlungsmittel des
R. STAHL-Konzerns im Laufe des Berichtszeitraumes durch Mittelzu- und Mittelabflüsse
verändert haben. Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst Kassenbestände,
Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Ebenfalls enthalten sind Finanztitel
mit einer ursprünglichen Fälligkeit von bis zu drei Monaten. 5. Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem das Konzernergebnis - ohne Ergebnisanteil
anderer Gesellschafter - durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien dividiert wird.
Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem Ergebnis je Aktie. 6. Zahl der ArbeitnehmerDie Zahl der Beschäftigten zum Stichtag 30. Juni 2019 betrug 1.674 (30. Juni 2018:
1.722) ohne Auszubildende. 7. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenGegenüber dem 31. Dezember 2018 haben sich die Haftungsverhältnisse und sonstigen
finanziellen Verpflichtungen nicht wesentlich verändert. 8. Bericht zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden PersonenWesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen haben im Berichtszeitraum nicht stattgefunden. 9. Vorgänge nach Schluss des BerichtszeitraumsIm Juli 2019 hat die R. STAHL AG weitere 35% der Anteile an ESACO (Pty.) Ltd, Edenvale,
Südafrika zum Preis von 0,9 Mio. € erworben. Der Anteilsbesitz beträgt nun 70 %. Waldenburg, 7. August 2019 R. Stahl Aktiengesellschaft Dr. Mathias Hallmann Vorstand VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERIch versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Waldenburg, 7. August 2019 R. Stahl Aktiengesellschaft Dr. Mathias Hallmann Vorstand FINANZKALENDER 20197. NovemberZwischenmitteilung 3. Quartal 2019 25. - 27. NovemberEigenkapitalforum, Frankfurt am Main KONTAKT - IMPRESSUMDr. Thomas Kornek Leiter Investor Relations & Corporate Communications T: +49 7942 943 13 95 F: +49 7942 943 40 13 95 investornews@stahl.de R. Stahl Aktiengesellschaft Am Bahnhof 30 74638 Waldenburg (Württ.) www.r-stahl.com |
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