R. Stahl AG

Waldenburg

Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2020

Zwischenbericht

1. HALBJAHR 2O2O

Dieser Bericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor, beide Fassungen sind auch auf unserer Website www.r-stahl.com unter der Rubrik Unternehmen/Investor Relations/Finanzberichte verfügbar. Er enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von R. STAHL beruhen. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören unter anderem: Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch R. STAHL ist weder geplant noch übernimmt R. STAHL die Verpflichtung dafür.

Die Inhalte dieses Berichts sprechen alle Geschlechter gleichermaßen an. Lediglich aus Gründen der Lesbarkeit und ohne jede Diskriminierungsabsicht wird die männliche Form verwendet. Damit sind alle Geschlechter einbezogen.

Rundungen und Veränderungsraten

Bei Prozent- und Zahlenangaben können in diesem Bericht Rundungsdifferenzen auftreten. Die Vorzeichenangabe der Veränderungsraten richtet sich nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten: Verbesserungen werden mit "+" bezeichnet, Verschlechterungen mit "-". Veränderungsraten >+100 % werden als >+100 % angegeben, solche <-100 % als "n. a." (nicht anwendbar).

R. STAHL-KONZERN

Kennzahlen

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in Mio. € Q2 2020 Q2 2019 Veränd. in % 6M 2020 6M 2019 Veränd. in %
Umsatz 59,7 65,5 -8,8 124,8 133,0 -6,2
Deutschland 15,0 14,5 +3,5 31,9 30,7 +3,9
Zentralregion 1) 28,6 30,1 -50 57,8 59,6 -3,1
Amerika 5,4 8,2 -33,8 12,7 15,8 -19,8
Asien/Pazifik 10,7 12,7 -15,6 22,5 26,9 -16,4
Auftragsbestand zum 30. Juni 79,7 76,9 +3,6
EBITDA vor Sondereinflüssen 2) 3,9 5,4 -27,7 8,6 13,1 -34,1
EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen 2) 6,5 % 8,2 % 6,9 % 9,8 %
EBITDA 3,6 4,2 -14,8 8,2 10,5 -21,4
EBIT -0,6 0,9 n. a. -0,1 1,9 n. a.
Konzernergebnis -2,0 -0,8 <-100 -2,6 -0,7 <-100
Ergebnis je Aktie (in €) -0,31 -0,12 <-100 -0,41 -0,10 <-100
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1,5 3,1 -50,2 2,5 10,0 -75,3
Abschreibungen 4,2 3,3 +28,0 8,3 8,6 -2,6
Investitionen 2,7 2,1 +26,3 5,0 4,7 +5,8
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30. Juni 2020 31. Dez. 2019 Veränd. in %
Bilanzsumme 257,1 259,4 -0,9
Eigenkapital 55,0 58,4 -5,8
Eigenkapitalquote 21,4 % 22,5 %
Nettofinanzverbindlichkeiten 3) 10,3 4,2 >+100
Nettofinanzverbindlichkeiten inkl. Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 39,4 36,0 +9,7
Mitarbeiter 4) 1.685 1.669 +1,0

1) Afrika und Europa ohne Deutschland
2) Sondereinflüsse: Restrukturierungsaufwand, außerplanmäßige Abschreibungen, Aufwendungen für die Konzeption und Umsetzung von IT-Projekten, M&A-Aufwand sowie Erträge und Verluste aus der Veräußerung nicht-betriebsnotwendigen Anlagevermögens
3) ohne Pensionsrückstellungen und ohne Leasingverbindlichkeiten
4) ohne Auszubildende

ZWISCHENBERICHT der R. Stahl Aktiengesellschaft für den Zeitraum 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2020

WESENTLICHE THEMEN IM BERICHTSZEITRAUM

R. STAHL übernimmt OOO R. Stahl, Moskau (Russische Föderation) zu 100 %

R. STAHL verlängert vorzeitig den Vorstandsvertrag mit Dr. Mathias Hallmann und beruft Jürgen Linhard als weiteres Mitglied in den Vorstand

R. STAHL beruft Aktionärinnen und Aktionäre zur 27. Ordentlichen Hauptversammlung am 30. Juli 2020 ein

R. STAHL übernimmt OOO R. Stahl, Moskau (Russische Föderation) zu 100 %

Im Zuge der Neuaufstellung der Vertriebsaktivitäten in der Russischen Föderation hat R. STAHL im April 2020 weitere 40 % der stimmberechtigten Anteile an der OOO R. Stahl, Moskau (Russische Föderation) zum Preis von 226 Tsd. € erworben. Der Anteilsbesitz beträgt damit 100 %.

R. STAHL verlängert vorzeitig den Vorstandsvertrag mit Dr. Mathias Hallmann und beruft Jürgen Linhard als weiteres Mitglied in den Vorstand

Im April hat der Aufsichtsrat der R. STAHL AG Dr. Mathias Hallmann für weitere drei Jahre zum Vorstandsvorsitzenden bestellt und damit dessen Vertrag vorzeitig verlängert. Das neue Mandat beginnt am 1. Oktober 2020. Gleichzeitig wurde Jürgen Linhard, zuletzt tätig bei der Diehl Aviation Hamburg GmbH als kaufmännischer Leiter, mit Wirkung zum 1. Mai 2020 zum Mitglied des Vorstands der R. STAHL AG mit Verantwortung für das Finanzressort berufen. Sein Vertrag hat eine Laufzeit von drei Jahren.

R. STAHL beruft Aktionärinnen und Aktionäre zur 27. Ordentlichen Hauptversammlung am 30. Juli 2020 ein

Am 22. Juni hat R. STAHL die Aktionärinnen und Aktionäre zur 27. Ordentlichen Hauptversammlung am 30. Juli 2020 einberufen. Die Versammlung wird als virtuelle Veranstaltung ohne physische Präsenz der Aktionäre sowie ihrer Bevollmächtigten in den Geschäftsräumen am Konzernsitz der Gesellschaft abgehalten. Die ursprünglich für den 28. Mai 2020 vorgesehene Hauptversammlung musste aufgrund gesetzlicher Versammlungsbeschränkungen zur Vermeidung der mit der Ausbreitung von CO-VID-19 verbundenen Infektionsgefahren im März abgesagt werden.

KONZERNLAGEBERICHT

Umsatz geht im 2. Quartal 2020 gegenüber Vorjahr um 8,8 % auf 59,7 Mio. € zurück (Q2 2019: 65,5 Mio. €) - COVID-19-Pandemie führt wie erwartet zu deutlichem Rückgang im Tagesgeschäft und verzögert weiterhin Auslieferungen

EBITDA vor Sondereinflüssen gibt um 1,5 Mio. € auf um 3,9 Mio. € nach (Q2 2019: 5,4 Mio. €) - Maßnahmen zur Kostenkontrolle greifen

Sondereinflüsse im 2. Quartal 2020 weiter um 0,9 Mio. € auf -0,3 Mio. € reduziert (Q2 2019: -1,2 Mio. €)

Ergebnis je Aktie verringert sich auf -0,31 € (Q2 2019: -0,12 €)

Verzögerte Auslieferungen erhöhen Working Capital und Nettoverschuldung gegenüber dem Vorquartal

Geschäftsverlauf

Umsatz

Im 2. Quartal 2020 hat R. STAHL einen Umsatz in Höhe von 59,7 Mio. € erzielt (Q2 2019: 65,5 Mio. €). Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 8,8 %. Wie schon zu Ende des Vorquartals wirkte sich hier die weiter zunehmende globale Verbreitung der CO-VID-19-Pandemie aus, die große Teile des öffentlichen Lebens und des Wirtschaftsgeschehens lahmlegte und zu dem stärksten Einbruch der Weltwirtschaft seit Ende des Zweiten Weltkriegs führte. Zwar konnten wir durch frühzeitig getroffene Maßnahmen zum Schutz unserer Belegschaft und zum Erhalt unserer Einsatz- und Lieferfähigkeit unseren Geschäftsbetrieb weitestgehend aufrechterhalten. Verzögerungen bei Transport und Warenannahme auf Seiten einiger Kunden hatten jedoch zur Folge, dass fertiggestellte Erzeugnisse teilweise nicht ausgeliefert und dadurch im Berichtsquartal nicht verumsatzt werden konnten. Mit Ausnahme von Deutschland war die Umsatzentwicklung in allen Regionen rückläufig.

In Deutschland legte der Umsatz um 3,5 % auf 15,0 Mio. € zu (Q2 2019: 14,5 Mio. €). Das niedrigere Niveau des Vorjahres war beeinflusst von der planmäßigen Einführung einer neuen Lagerhaltungssoftware am Standort Waldenburg, die dort zu einem temporären Lieferengpass geführt hatte. Der Umsatz in der Zentralregion - bestehend aus Afrika und Europa ohne Deutschland - gab um 5,0 % auf 28,6 Mio. € nach (Q2 2019: 30,1 Mio. €). Zweistellige Rückgänge verzeichneten die Regionen Amerika mit einem Einbruch um 33,8 % auf 5,4 Mio. € (Q2 2019: 8,2 Mio. €) und Asien/Pazifik mit einem Minus von 15,6 % auf 10,7 Mio. € (Q2 2019: 12,7 Mio. €).

Während die ersten drei Monate 2020 mit 78,8 Mio. € noch von starker Nachfrage geprägt waren, gingen im Mai die Bestellungen deutlich zurück: Mit 60,7 Mio. € lag der Auftragseingang im Berichtsquartal um 12,2 % unter Vorjahr (Q2 2019: 69,1 Mio. €) bzw. 23,0 % unter dem Vorquartal. Demgegenüber lag der Auftragsbestand zum Ende des Berichtszeitraums mit 79,7 Mio. € auf unverändert solidem Niveau (31. März 2020: 79,9 Mio. €).

In den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres erwirtschaftete R. STAHL einen Umsatz in Höhe von 124,8 Mio. €, ein Rückgang um 6,2 % gegenüber dem Vorjahr (6M 2019: 133,0 Mio. €). Darin spiegelt sich insbesondere das erheblich durch die COVID-19-Pandemie beeinflusste schwache 2. Quartal wider. Der um 1,0 % auf 139,4 Mio. € leicht verbesserte Anstieg beim Auftragseingang (6M 2019: 138,1 Mio. €) war getrieben von der sehr starken Nachfrage in den ersten vier Monaten 2020.

Konzernumsatz nach Regionen

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in Mio. € Q2 2020 Q2 2019 Veränd. in % 6M 2020 6M 2019 Veränd. in %
Deutschland 15,0 14,5 +3,5 31,9 30,7 +3,9
Zentralregion 28,6 30,1 -5,0 57,8 59,6 -3,1
Amerika 5,4 8,2 -33,8 12,7 15,8 -19,8
Asien/Pazifik 10,7 12,7 -15,6 22,5 26,9 -16,4
Gesamt 59,7 65,5 -8,8 124,8 133,0 -6,2
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in Mio. € Anteil am Konzernumsatz in %
Deutschland 26
Zentralregion 46
Amerika 10
Asien/Pazifik 18
Gesamt 100

EBITDA und EBIT

Der geringere Umsatz machte sich im 2. Quartal 2020 auch beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) vor Sondereinflüssen bemerkbar, doch konnten die Auswirkungen durch frühzeitig eingeleitete Maßnahmen zur Kostenkontrolle, insbesondere der Personalkosten, spürbar gedämpft werden. Dem Umsatzrückgang um 5,8 Mio. € stand so eine vergleichsweise moderate Verringerung des EBITDA vor Sondereinflüssen um 1,5 Mio. € auf 3,9 Mio. € gegenüber (Q2 2019: 5,4 Mio. €). Darin enthalten sind Sondereinflüsse in Höhe von -0,3 Mio. €, die im Jahresvergleich wie bereits im Vorquartal deutlich rückläufig waren (Q2 2019: -1,2 Mio. €). Daraus resultierte im 2. Quartal 2020 ein EBITDA in Höhe von 3,6 Mio. € (Q2 2019: 4,2 Mio. €).

Aufgrund der Verzögerungen bei Warenauslieferungen erhöhte sich der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorquartal um 0,9 Mio. €. Die Gesamtleistung ging um 8,1 % auf 61,7 Mio. € zurück (Q2 2019: 67,2 Mio. €). Der Umsatzentwicklung folgend verringerte sich auch der Materialaufwand um 8,7 % auf 20,9 Mio. € (Q2 2019: 22,9 Mio. €). Dennoch zeigte sich die Materialaufwandsquote mit 33,8 % der Gesamtleistung im Jahresvergleich leicht verbessert (Q2 2019: 34,1 % der Gesamtleistung).

Der Personalaufwand sank im Berichtsquartal deutlich um 6,3 % auf 29,3 Mio. € (Q2 2019: 31,3 Mio. €). Hierzu trugen vor allem angepasste Bonusrückstellungen und der Abbau tariflicher Sonderzahlungsansprüche (T-ZUG) an deutschen Standorten sowie in geringerem Umfang gesunkene, als Sondereinflüsse ausgewiesene Abfindungen bei. Die gegenüber dem Vorjahr gestiegene Zahl der Mitarbeiter ist auf die im 3. Quartal 2019 erfolgte Vollkonsolidierung der R. STAHL SOUTH AFRICA (vormals ESACO Pty Ltd.) zurückzuführen.

Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen verbesserte sich im 2. Quartal 2020 auf -8,0 Mio. € (Q2 2019: -8,8 Mio. €). Darin spiegeln sich auch gesunkene Rechts- und Beratungskosten sowie erhaltene Versicherungszahlungen im Zusammenhang mit dem im Juni 2019 angekündigten Leuchten-Rückruf wider.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beliefen sich im Berichtsquartal auf 4,2 Mio. € (Q2 2019: 3,3 Mio. €). Für das EBIT ergab sich in Summe ein Rückgang um 1,5 Mio. € auf -0,6 Mio. € (Q2 2019: 0,9 Mio. €).

Die rückläufige Umsatzentwicklung in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres resultierte in einem Rückgang des EBITDA vor Sondereinflüssen, der durch kostensenkende Maßnahmen auf 4,5 Mio. € begrenzt werden konnte. Insgesamt wurde ein EBITDA vor Sondereinflüssen in Höhe von 8,6 Mio. € erzielt (6M 2019: 13,1 Mio. €). Dabei führten deutlich niedrigere Abfindungszahlungen sowie gesunkene Rechts- und Beratungskosten zur Verringerung der Sondereinflüsse um 2,2 Mio. € auf -0,4 Mio. € (6M 2019: -2,6 Mio. €). Der Rückgang des EBITDA war daher mit 2,2 Mio. € auf 8,2 Mio. € (6M 2019: 10,5 Mio. €) im Berichtszeitraum vergleichsweise moderat.

Überleitung von EBITDA vor Sondereinflüssen zu EBIT

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in Mio. € Q2 2020 Q2 2019 Veränd. 6M 2020 6M 2019 Veränd.
EBITDA vor Sondereinflüssen 3,9 5,4 -1,5 8,6 13,1 -4,5
Sondereinflüsse 1) -0,3 -1,2 +0,9 -0,4 -2,6 +2,2
Restrukturierungsaufwand -0,3 -1,2 +0,9 -0,4 -2,6 +2,2
Abfindungen -0,2 -0,5 +0,3 -0,3 -1,3 +1,0
Rechts- und Beratungskosten -0,1 -0,7 +0,6 -0,1 -1,3 +1,2
EBITDA 3,6 4,2 -0,6 8,2 10,5 -2,2
Abschreibungen -4,2 -3,3 -0,9 -8,3 8,6 +0,2
EBIT -0,6 0,9 -1,5 -0,1 1,9 -2,0
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in Mio. € in Gewinn- und Verlustrechnung enthalten in
EBITDA vor Sondereinflüssen
Sondereinflüsse 1)
Restrukturierungsaufwand
Abfindungen Personalaufwand
Rechts- und Beratungskosten Sonstige betriebliche Aufwendungen
EBITDA
Abschreibungen
EBIT

1) Sondereinflüsse: Restrukturierungsaufwand, außerplanmäßige Abschreibungen, Aufwendungen für die Konzeption und Umsetzung von IT-Projekten, M&A-Aufwand sowie Erträge und Verluste aus der Veräußerung nicht-betriebsnotwendigen Anlagevermögens

Die umgesetzten Kostenreduktionsmaßnahmen im 2. Quartal 2020 führten zusammen mit geringeren Sondereinflüssen in den ersten sechs Monaten des Berichtszeitraums zu einem um 3,3 % auf 60,9 Mio. € reduzierten Personalaufwand (6M 2019: 63,0 Mio. €).

Die saldierten sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen stiegen im Berichtszeitraum leicht auf -17,7 Mio. € (6M 2019: -17,3 Mio. €). Das niedrige Niveau des Vorjahres profitierte vor allem von Rückstellungsauflösungen, die die höheren Sondereinflüsse mehr als ausgeglichen hatten.

Mit 8,3 Mio. € lagen die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen leicht unter dem Vorjahreszeitraum (6M 2019: 8,6 Mio. €). Das EBIT ging um 2,0 Mio. € auf -0,1 Mio. € zurück (6M 2019: 1,9 Mio. €).

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis verbesserte sich im 2. Quartal 2020 um 0,3 Mio. € auf -0,5 Mio. € (Q2 2019: -0,8 Mio. €). Hierzu trug vor allem ein höheres Beteiligungsergebnis von ZAVOD Goreltex bei. Auch wirkten sich gesunkene Zinsaufwendungen aus dem Gebäude-Leasingverhältnis am Standort Waldenburg und für die Zuführung von Pensionsverpflichtungen kostensenkend aus.

Aus den zuvor beschriebenen Gründe stieg das Finanzergebnis in den ersten sechs Monaten des Jahres um 0,9 Mio. € auf -0,9 Mio. € (6M 2019: -1,8 Mio. €).

Ergebnis vor Ertragsteuern

Das Ergebnis vor Ertragsteuern ging im 2. Quartal 2020 um 1,2 Mio. € auf -1,1 Mio. € zurück (Q2 2019: 0,1 Mio. €). Ertragsteuern fielen mit -0,9 Mio. € in gleicher Höhe wie im Vorjahr an (Q2 2019: -0,9 Mio. €).

In den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres wurde ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von -1,0 Mio. € erzielt (6M 2019: 0,1 Mio. €), ein Rückgang um -1,2 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Die Ertragsteuern verdoppelten sich auf -1,6 Mio. € (6M 2019: -0,8 Mio. €), die sich jeweils hälftig auf effektive und latente Steuern aufteilten.

Konzernergebnis / Ergebnis je Aktie

Das Konzernergebnis verringerte sich im 2. Quartal 2020 um 1,2 Mio. € auf -2,0 Mio. € (Q2 2019: -0,8 Mio. €) bzw. -0,31 € je Aktie (Q2 2019: -0,12 €).

Im 1. Halbjahr 2020 ging das Konzernergebnis um 2,0 Mio. € auf -2,6 Mio. € zurück (6M 2019: -0,7 Mio. €). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von -0,41 € (6M 2019: -0,10 €).

Überleitung von EBIT zu Ergebnis je Aktie

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in Mio. € Q2 2020 Q2 2019 Veränd. 6M 2020 6M 2019 Veränd.
EBIT -0,6 0,9 +1,5 -0,1 1,9 -2,0
Finanzergebnis -0,5 -0,8 +0,3 -0,9 -1,8 +0,9
Ergebnis vor Ertragsteuern -1,1 0,1 -1,2 -1,0 0,1 -1,2
Ertragsteuern -0,9 -0,9 -0,0 -1,6 -0,8 -0,8
Konzernergebnis -2,0 -0,8 -1,2 -2,6 -0,7 -2,0
davon
auf andere Gesellschafter entfallend -0,0 -0,0 -0,0 -0,0 -0,0 +0,0
auf die Aktionäre der R. STAHL AG entfallend -2,0 -0,8 -1,2 -2,6 -0,6 -2,0
Ergebnis je Aktie (in €) -0,31 -0,12 -0,19 -0,41 -0,10 -0,31
Durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien (gewichtet, in Mio. Stück) 6,44 6,44 0 6,44 6,44 0

Vermögens- und Finanzlage

Bilanzstruktur

Zum Stichtag 30. Juni 2020 verkürzte sich die Bilanz des R. STAHL-Konzerns gegenüber dem Ende des Vorjahres vor allem aufgrund rückläufiger Nutzungsrechte und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen um 2,3 Mio. € auf 257,1 Mio. € (31. Dezember 2019: 259,4 Mio. €).

Dabei verringerten sich die langfristigen Vermögenswerte zum Bilanzstichtag um 6,5 Mio. € auf 151,0 Mio. € (31. Dezember 2019: 157,5 Mio. €). Ein Haupttreiber dieser Entwicklung war der Rückgang von Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen aufgrund planmäßiger Abschreibungen. Daneben machten sich geringere latente Steuern im Zusammenhang mit gesunkenen Pensionsrückstellungen, denen zum Stichtag 30. Juni 2020 ein auf 1,54 % gestiegener Rechnungszinsfuß zugrunde lag (31. Dezember 2019: 1,37 %), bemerkbar.

Vermögens- und Kapitalstruktur

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30. Juni 2020 Bilanzsumme 257,1 Mio. €
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31. Dezember 2019 Bilanzsumme 259,4 Mio. €

Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich zum 30. Juni 2020 aufgrund gestiegener Vorräte um 4,2 Mio. € auf 106,1 Mio. € (31. Dezember 2019: 101,8 Mio. €). Ein deutlicher Abbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wirkte sich in einer Zunahme der Zahlungsmittel und -äquivalente in den ersten sechs Monaten des Berichtszeitraums aus.

Bei den langfristigen Schulden war zum Bilanzstichtag ein Abbau um 5,8 Mio. € auf 133,0 Mio. € zu verzeichnen (31. Dezember 2019: 138,8 Mio. €). Dazu trug vor allem der Rückgang der Pensionsrückstellungen und der Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen bei.

Demgegenüber legten die kurzfristigen Schulden um 6,9 Mio. € auf 69,1 Mio. € zu (31. Dezember 2019: 62,2 Mio. €). Während sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten und auch die Rückstellungen und die abgegrenzten Schulden aufgrund von Auszahlungen von Bonus- und Abfindungszahlungen sowie aufgrund von Anpassungen der Bonusrückstellungen für das laufende Jahr zurückgingen, erfolgte eine höhere Inanspruchnahme von Darlehen.

Das negative Konzernergebnis in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres führte zu einer Verringerung des Eigenkapitals auf 55,0 Mio. € zum 30. Juni 2020 (31. Dezember 2019: 58,4 Mio. €). Die Eigenkapitalquote gab dadurch auf 21,4 % nach (31. Dezember 2019: 22,5 %). Eigenkapitalbegünstigende Effekte aus den rückläufigen Pensionsrückstellungen wurden durch gegenläufige Translationseffekte aufgezehrt, im Wesentlichen bedingt durch nachteilige Wechselkursveränderungen bei den Fremdwährungen Norwegische Krone und Indische Rupie.

Die Nettoverschuldung (ohne Pensionsrückstellungen und ohne Leasingverbindlichkeiten) erhöhte sich zum Ende des Berichtszeitraums im Wesentlichen aufgrund des negativen Konzernergebnisses und des Anstiegs der Vorräte auf 10,3 Mio. € (31. Dezember 2019: 4,2 Mio. €). Zum 30. Juni 2020 standen dem R. STAHL-Konzern Zahlungsmittel und -äquivalente in Höhe von insgesamt 18,7 Mio. € zur Verfügung (31. Dezember 2019: 15,0 Mio. €).

Finanzlage und Investitionen

Trotz des schwächeren Konzernergebnisses lag der Cashflow im 2. Quartal 2020 mit 2,6 Mio. € etwa auf Höhe des Vorjahres (Q2 2019: 2,7 Mio. €). Hier wirkten sich vor allem die im Berichtsquartal höheren Abschreibungen sowie höhere Equity-Bewertungen aus. Einem Rückgang der Forderungen standen niedrigere nicht zinstragende kurzfristige Verbindlichkeiten sowie gestiegene Vorräte gegenüber, die insgesamt zu einer Erhöhung des Working Capital um 1,0 Mio. € (Q2 2019: -0,4 Mio. €) führten und einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 1,5 Mio. € ergaben (Q2 2019: 3,1 Mio. €). Zusammen mit einem leichten Anstieg des Cashflows aus der Investitionstätigkeit auf -2,3 Mio. € (Q2 2019: -2,1 Mio. €) resultierte daraus im Berichtsquartal ein Free Cashflow von -0,8 Mio. € (Q2 2019: 1,0 Mio. €).

In dem Anstieg des Cashflow aus Finanzierungstätigkeit auf 2,5 Mio. € (Q2 2019: -1,5 Mio. €) spiegelt sich die beschriebene höhere Inanspruchnahme von Darlehen wider.

In den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres ging der Cashflow aufgrund des gesunkenen Konzernergebnisses auf 6,7 Mio. € zurück (6M 2019: 7,9 Mio. €). Der durch Auslieferungsverzögerungen bedingte Anstieg des Bestands an fertigen Erzeugnissen sowie rückläufige nicht zinstragende kurzfristige Verbindlichkeiten konnten nur teilweise durch einen Abbau von Forderungen ausgeglichen werden, so dass sich das Working Capital um 4,2 Mio. € erhöhte. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ging entsprechend auf 2,5 Mio. € zurück (6M 2019: 10,0 Mio. €). Zusammen mit einem Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -4,5 Mio. € (6M 2019: -4,1 Mio. €) resultierte daraus in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres ein Free Cashflow von -2,1 Mio. € (6M 2019: 5,9 Mio. €).

Aufgrund der höheren Inanspruchnahme von Darlehen erhöhte sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit im Berichtszeitraum auf 6,3 Mio. €, während im Vorjahr Finanzschulden in Höhe von 9,9 Mio. € zurückgeführt wurden.

Chancen und Risiken

Alle R. STAHL-Tochtergesellschaften verfassen regelmäßig einen Chancen- und Risikobericht, in dem die Chancen und Risiken im Unternehmen berücksichtigt werden. Bei wichtigen Ereignissen, auch während des Quartals, ist jeder Geschäftsführer verpflichtet, den für das Chancen- und Risikomanagement zuständigen Bereich zu informieren. Die im Geschäftsbericht 2019 ab Seite 60 hierzu getroffenen Aussagen gelten unverändert weiter.

Prognose

Unsere Einschätzung zur voraussichtlichen Entwicklung des R. STAHL-Konzerns im laufenden Jahr hatten wir im Prognosebericht des Geschäftsberichts 2019, der am 21. April 2020 veröffentlicht wurde, ab Seite 70 ausführlich dargestellt und im Rahmen der Veröffentlichung unserer Zwischenmitteilung zum 1. Quartal 2020 am 14. Mai 2020 bestätigt. An dieser Prognose halten wir weiter fest. Demnach gehen wir für 2020 von einem Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr um höchstens 5 % aus, präzisieren aber basierend auf der derzeit absehbaren Einschätzung der für R. STAHL wichtigsten Schlüsselmärkte den Korridor für die Umsatzerreichung von bislang 260 Mio. € bis 275 Mio. € auf einen Bereich zwischen 260 Mio. € und 265 Mio. €. In dieser Einschätzung spiegelt sich der solide Auftragsbestand zum Ende des Berichtszeitraums sowie die Erwartung wider, dass wesentliche Teile des derzeit erhöhten Bestands an fertigen Erzeugnissen im laufenden Jahr verumsatzt werden. Das EBITDA vor Sondereinflüssen wird unverändert im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich erwartet bei einem positiven Free Cashflow sowie einer gegenüber 2019 stabilen Eigenkapitalquote.

Prognose 2020

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in Mio. € Juli 2020 April 2020 2019
Umsatz Rückgang um höchstens 5 % auf 260 - 265 Rückgang um höchstens 5 % auf 260 - 275 274,8
EBITDA vor Sondereinflüssen 1) niedriger zweistelliger Millionen-Euro-Betrag niedriger zweistelliger Millionen-Euro-Betrag 30,4
Free Cashflow positiv positiv 8,5
Eigenkapitalquote stabil stabil 22,5 %

1) Sondereinflüsse: Restrukturierungsaufwand, außerplanmäßige Abschreibungen, Aufwendungen für die Konzeption und Umsetzung von IT-Projekten, M&A-Aufwand sowie Erträge und Verluste aus der Veräußerung nicht-betriebsnotwendigen Anlagevermögens

KONZERNABSCHLUSS R. STAHL

Gewinn- und Verlustrechnung 1. Januar bis 30. Juni

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in Tsd. € Q2 2020 Q2 2019 Veränd. in % 6M 2020 6M 2019 Veränd. in %
Umsatzerlöse 59.728 65.481 -8,8 124.832 133.025 -6,2
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 875 776 +12,8 4.983 2.832 +76,0
Andere aktivierte Eigenleistungen 1.140 940 +21,3 2.162 2.044 +5,8
Gesamtleistung 61.743 67.197 -8,1 131.977 137.901 -4,3
Sonstige betriebliche Erträge 2.277 5.063 -55,0 5.648 8.040 -29,8
Materialaufwand -20.896 -22.894 +8,7 -45.155 -47.147 +4,2
Personalaufwand -29.347 -31.314 +6,3 -60.884 -62.993 +3,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.227 -13.883 +26,3 -23.361 -25.343 +7,8
Ergebnis vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) 3.550 4.169 -14,8 8.225 10.458 -21,4
Abschreibungen -4.163 -3.253 -28,0 -8.332 -8.557 +2,6
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) -613 916 n. a. -107 1.901 n. a.
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 422 383 +10,2 807 580 +39,1
Beteiligungsergebnis 0 0 0 0 0 0
Zinsen und ähnliche Erträge 33 6 >+100 75 13 >+100
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -948 -1.222 +22,4 -1.783 -2.346 +24,0
Finanzergebnis -493 -833 +40,8 -901 -1.753 +48,6
Ergebnis vor Ertragsteuern -1.106 83 n. a. -1.008 148 n. a.
Ertragsteuern -882 -850 -3,8 -1.616 -809 -99,8
Konzernergebnis -1.988 -767 <-100 -2.624 -661 <-100
davon auf andere Gesellschafter entfallend -12 -7 -71,4 -8 -12 +33,3
davon auf die Aktionäre der R. STAHL AG entfallend -1.976 -760 <-100 -2.616 -649 <-100
Ergebnis je Aktie in € -0,31 -0,12 <-100 -0,41 -0,10 <-100

KONZERNABSCHLUSS R. STAHL

Gesamtergebnisrechnung 1. Januar bis 30. Juni

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in Tsd. € Q2 2020 Q2 2019 Veränd. in % 6M 2020 6M 2019 Veränd. in %
Konzernergebnis -1.988 -767 <-100 -2.624 -661 <-100
Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochtergesellschaften 292 -222 n. a. -2.382 551 n. a.
Latente Steuern auf Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung 0 0 0 0 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen nach Steuern 292 -222 n. a. -2.382 551 n. a.
Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Folgebewertung von Cashflow-Hedges 0 0 0 0 0 0
In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen 0 0 0 0 0 0
Latente Steuern auf Cashflow-Hedges 0 0 0 0 0 0
Cashflow-Hedges nach Steuern 0 0 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis mit Umgliederungen in das Konzernergebnis 292 -222 n. a. -2.382 551 n. a.
Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Folgebewertung von Pensionsverpflichtungen -4.115 -4.367 +5,8 2.585 -11.811 n. a.
Latente Steuern aus Pensionsverpflichtungen 1.201 1.288 -6,8 -755 3.483 n. a.
Sonstiges Ergebnis ohne Umgliederungen in das Konzernergebnis -2.914 -3.079 +5,4 1.830 -8.328 n. a.
Sonstiges Ergebnis (direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen) -2.622 -3.301 +20,6 -552 -7.777 +92,9
davon auf andere Gesellschafter entfallend 98 2 >+100 11 14 -21,4
davon auf die Aktionäre der R. STAHL AG entfallend -2.720 -3.303 +17,7 -563 -7.791 +92,8
Gesamtergebnis nach Steuern -4.610 -4.068 -13,3 -3.176 -8.438 +62,4
davon auf andere Gesellschafter entfallend 86 -5 n. a. 3 2 +50,0
davon auf die Aktionäre der R. STAHL AG entfallend -4.696 -4.063 -15,6 -3.179 -8.440 +62,3

KONZERNABSCHLUSS R. STAHL

Bilanz

AKTIVA

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in Tsd. € AKTIVA 30. Juni 2020 31. Dez. 2019 Veränd.
Immaterielle Vermögenswerte 41.038 41.424 -386
Sachanlagen 82.154 85.959 -3.805
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 9.056 8.834 +222
Übrige Finanzanlagen 32 32 0
Sonstige Vermögenswerte 3.215 3.945 -730
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 4.810 4.914 -104
Latente Steuern 10.728 12.417 -1.689
Langfristige Vermögenswerte 151.033 157.525 -6.492
Vorräte und geleistete Anzahlungen 41.297 34.180 +7.117
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 36.547 42.489 -5.942
Vertragsforderungen 1.353 622 +731
Ertragsteuerforderungen 743 959 -216
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 7.375 8.631 -1.256
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 18.745 14.966 +3.779
Kurzfristige Vermögenswerte 106.060 101.847 +4.213
Summe Aktiva 257.093 259.372 -2.279

PASSIVA

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30. Juni 2020 31. Dez. 2019 Veränd.
Gezeichnetes Kapital 16.500 16.500 0
Kapitalrücklage 13.457 13.457 0
Gewinnrücklagen 60.931 63.555 -2.624
Kumuliertes übriges Eigenkapital -36.084 -35.521 -563
Auf die Aktionäre der R. STAHL AG entfallendes Eigenkapital 54.804 57.991 -3.187
Anteile anderer Gesellschafter 234 449 -215
Eigenkapital 55.038 58.440 -3.402
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen 96.136 98.717 -2.581
Sonstige Rückstellungen 1.870 2.031 -161
Verzinsliche Darlehen 9.482 10.193 -711
Leasingverbindlichkeiten 22.797 25.056 -2.259
Sonstige Verbindlichkeiten 76 87 -11
Latente Steuern 2.640 2.677 -37
Langfristiges Fremdkapital 133.001 138.761 -5.760
Rückstellungen 7.302 8.118 -816
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.928 15.092 -3.164
Verzinsliche Darlehen 19.606 8.957 +10.649
Leasingverbindlichkeiten 6.309 6.727 -418
Abgegrenzte Schulden 13.217 14.186 -969
Ertragsteuerverbindlichkeiten 1.113 791 +322
Sonstige Verbindlichkeiten 9.579 8.300 +1.279
Kurzfristiges Fremdkapital 69.054 62.171 +6.883
Summe Passiva 257.093 259.372 -2.279

KONZERNABSCHLUSS R. STAHL

Kapitalflussrechnung 1. Januar bis 30. Juni

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in Tsd. € Q2 2020 Q2 2019 Veränd. 6M 2020 6M 2019 Veränd.
Konzernergebnis -1.988 -767 -1.221 -2.624 -661 -1.963
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.163 3.253 +910 8.332 8.557 -225
Veränderung der langfristigen Rückstellungen -174 -58 -116 -163 -48 -115
Veränderung der latenten Steuern 467 363 +104 860 230 +630
Equity Bewertung 163 -383 +546 -222 -168 -54
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen -3 283 -286 654 466 +188
Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -33 5 -38 -132 -458 +326
Cashflow 2.595 2.696 -101 6.705 7.918 -1.213
Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen -110 -1.738 +1.628 -729 -1.725 +996
Veränderung der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Vermögenswerte, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 6.094 7.158 -1.064 -1.672 4.929 -6.601
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Schulden, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -7.031 -5.008 -2.023 -1.831 -1.097 -734
Veränderung des Working Capital -1.047 412 -1.459 -4.232 2.107 -6.339
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.548 3.108 -1.560 2.473 10.025 -7.552
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.736 -1.244 -492 -2.889 -2.608 -281
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Gegenständen des Anlagevermögens 32 0 +32 32 560 -528
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -915 -855 -60 -2.110 -2.116 +6
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 311 32 +279 433 56 +377
Auszahlungen für den Erwerb konsolidierter Unternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel 0 0 0 0 0 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.308 -2.067 -241 -4.534 -4.108 -426
Free Cashflow -760 1.041 -1.801 -2.061 5.917 -7.978
Einzahlungen / Auszahlungen Minderheitsgesellschafter -226 0 -226 -226 0 -226
Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -1.622 -1.622 0 -3.460 -3.513 +53
Einzahlungen aus der Aufnahme verzinslicher Finanzschulden 5.046 719 +4.327 16.829 165 +16.664
Auszahlungen aus der Tilgung von verzinslichen Finanzschulden -663 -561 -102 -6.833 -6.573 -260
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 2.535 -1.464 +3.999 6.310 -9.921 +16.231
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 1.775 -423 +2.198 4.249 -4.004 +8.253
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -17 -193 +176 -470 55 -525
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 16.987 11.296 +5.691 14.966 14.629 +337
Zahlungsmittel und -äquivalente am Ende der Periode 18.745 10.680 +8.065 18.745 10.680 +8.065

KONZERNABSCHLUSS R. STAHL

Eigenkapitalveränderungsrechnung 1. Januar bis 30. Juni

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Auf Anteilseigner entfallendes Eigenkapital
Kumuliertes übriges Eigenkapital
in Tsd. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinn- rücklagen Währungs- umrechnung Unrealisierte Gewinne/ Verluste aus Cashflow-Hedges Unrealisierte Gewinne/ Verluste aus Pensions- verpflichtungen
1. Jan. 2019 16.500 13.457 62.216 -3.558 0 -26.490
Konzernergebnis -649
Kumuliertes übriges Eigenkapital 537 -8.328
Gesamtergebnis 0 0 -649 537 0 -8.328
Ausschüttung an Gesellschafter
30. Juni 2019 16.500 13.457 61.567 -3.021 0 -34.818
1. Jan. 2020 16.500 13.457 63.555 -3.358 0 -32.163
Konzernergebnis -2.616
Kumuliertes übriges Eigenkapital -2.393 1.830
Gesamtergebnis 0 0 -2.616 -2.393 0 1.830
Ausschüttung an Gesellschafter
Veränderung der Besitzverhältnisse Minderheiten -8
30. Juni 2020 16.500 13.457 60.931 -5.751 0 -30.333
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Auf Anteilseigner entfallendes Eigenkapital
Kumuliertes übriges Eigenkapital
in Tsd. € Summe kumuliertes übriges Eigenkapital Summe Anteile anderer Gesellschafter Eigenkapital
1. Jan. 2019 -30.048 62.125 133 62.258
Konzernergebnis 0 -649 -12 -661
Kumuliertes übriges Eigenkapital -7.791 -7.791 14 -7.777
Gesamtergebnis -7.791 -8.440 2 -8.438
Ausschüttung an Gesellschafter 0 0
30. Juni 2019 -37.839 53.685 135 53.820
1. Jan. 2020 -35.521 57.991 449 58.440
Konzernergebnis 0 -2.616 -8 -2.624
Kumuliertes übriges Eigenkapital -563 -563 11 -552
Gesamtergebnis -563 -3.179 3 -3.176
Ausschüttung an Gesellschafter 0 0 0
Veränderung der Besitzverhältnisse Minderheiten -8 -218 -226
30. Juni 2020 -36.084 54.804 234 55.038

AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERNDE ANHANGANGABEN

1. Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS)

Der Zwischenabschluss für den Konzern der R. STAHL AG ist nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt.

Der Konzernzwischenabschluss ist nicht testiert.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernzwischenabschluss sind neben der R. STAHL AG 32 in- und ausländische Gesellschaften einbezogen, bei denen die R. STAHL AG die Möglichkeit zur Ausübung eines beherrschenden Einflusses hat.

Unternehmen, auf die die Gesellschaft einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, werden als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss übernommen. Seit 2016 wird die ZAVOD Goreltex Co. Ltd., Sankt Petersburg, Russland, als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses und die Ermittlung der Vergleichszahlen für den Vorjahreszeitraum erfolgten grundsätzlich auf Basis der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzernabschlusses 2019. Die Beschreibung dieser Grundsätze ist im Anhang des Konzernabschlusses 2019 veröffentlicht. Dieser kann im Internet unter www.r-stahl.com eingesehen werden.

Weitere Erläuterungen zu den geänderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden als Folge der Übernahme von IFRS 16 finden Sie unter "[1] Grundlagen der Aufstellung" im Anhang des Konzernabschlusses 2019.

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wird grundsätzlich das Anschaffungskostenprinzip angewandt. Eine Ausnahme hiervon bildet die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Die positiven Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag betragen 12 Tsd. € (31. Dezember 2019: 89 Tsd. €). Negative Marktwerte werden mit -134 Tsd. € ausgewiesen (31. Dezember 2019: -12 Tsd. €).

Der Buchwert der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der Kontokorrentkredite kommt deren Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.

Der Zeitwert der langfristigen Schulden beruht auf den derzeit verfügbaren Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit dem gleichen Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Der Zeitwert des Fremdkapitals weicht derzeit kaum vom Buchwert ab.

Um die Verlässlichkeit der Bewertungen von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert vergleichbar darzustellen, wurde in den IFRS eine Fair-Value-Hierarchie mit folgenden drei Stufen eingeführt:

Bewertung anhand von Börsen- oder Marktpreisen für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Stufe 1)

Bewertung anhand von Börsen- oder Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren In-put-Parametern basieren (Stufe 2)

Bewertung anhand von Bewertungsmodellen mit signifikanten, nicht am Markt beobachtbaren Input-Parametern (Stufe 3)

Die im R. STAHL-Konzern mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten derivativen Finanzinstrumente werden ausschließlich nach der Fair-Value-Hierarchiestufe 2 bewertet.

In den ersten sechs Monaten 2020 fanden keine Umgliederungen zwischen den einzelnen Fair-Value-Hierarchien statt.

4. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt entsprechend IAS 7, wie sich die Zahlungsmittel des R. STAHL-Konzerns im Laufe des Berichtszeitraumes durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben.

Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst Kassenbestände, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Ebenfalls enthalten sind Finanztitel mit einer ursprünglichen Fälligkeit von bis zu drei Monaten.

5. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem das Konzernergebnis - ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien dividiert wird. Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem Ergebnis je Aktie.

6. Zahl der Arbeitnehmer

Die Zahl der Beschäftigten zum Stichtag 30. Juni 2020 betrug 1.685 (31. Dezember 2019: 1.669) ohne Auszubildende.

7. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gegenüber dem 31. Dezember 2019 haben sich die Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen nicht wesentlich verändert.

8. Bericht zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Personen

Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen haben im Berichtszeitraum nicht stattgefunden.

Waldenburg, 5. August 2020
R. Stahl Aktiengesellschaft

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Dr. Mathias Hallmann Jürgen Linhard
Vorstandsvorsitzender Mitglied des Vorstands

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Waldenburg, 5. August 2020
R. Stahl Aktiengesellschaft

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Dr. Mathias Hallmann Jürgen Linhard
Vorstandsvorsitzender Mitglied des Vorstands

FINANZKALENDER 2O2O

12. November

Zwischenmitteilung zum 3. Quartal 2020

KONTAKT - IMPRESSUM

Dr. Thomas Kornek
Leiter Investor Relations & Corporate Communications
T: +49 7942 943 13 95
F: +49 7942 943 40 13 95
investornews@r-stahl.com

R. Stahl Aktiengesellschaft
Am Bahnhof 30
74638 Waldenburg (Württ.)
www.r-stahl.com