![]() R. Stahl AktiengesellschaftWaldenburgHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022Dieser Bericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor, beide Fassungen sind
auch auf unserer Website www.r-stahl.com unter der Rubrik Unternehmen/Investor Relations/Finanzberichte
verfügbar. Er enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen
der Unternehmensleitung von R. STAHL beruhen. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen
dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren,
dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und
Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich
von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen
verursachen können, gehören unter anderem: Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen
Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde
Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie.
Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch R. STAHL ist weder geplant
noch übernimmt R. STAHL die Verpflichtung dafür. Die Inhalte dieses Berichts sprechen alle Geschlechter gleichermaßen an. Lediglich
aus Gründen der Lesbarkeit und ohne jede Diskriminierungsabsicht wird die männliche
Form verwendet. Damit sind alle Geschlechter einbezogen. Alternative LeistungskennziffernDie im vorliegenden Bericht verwendeten alternativen Leistungskennziffern EBITDA vor
Sondereinflüssen und EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen sind nicht nach internationalen
Rechnungsstandards definiert. R. STAHL nutzt diese Kennziffern, um eine bessere Vergleichbarkeit
der Geschäftsentwicklung im zeitlichen Verlauf zu ermöglichen. EBITDA vor Sondereinflüssen
errechnet sich aus dem Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibungen (EBITDA)
abzüglich als Sondereinflüsse klassifizierte Anpassungen (Restrukturierungsaufwand,
außerplanmäßige Abschreibungen, Aufwendungen für die Konzeption und Umsetzung von
IT-Projekten, M&A-Aufwand sowie Erträge und Verluste aus der Veräußerung nicht-betriebsnotwendigen
Anlagevermögens). Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen beschreibt das Verhältnis
des EBITDA vor Sondereinflüssen zum Umsatz. Rundungen und VeränderungsratenBei Prozent- und Zahlenangaben können in diesem Bericht Rundungsdifferenzen auftreten.
Die Vorzeichenangabe der Veränderungsraten richtet sich nach mathematischen Gesichtspunkten:
Verbesserungen werden mit " + " bezeichnet, Verschlechterungen mit Veränderungsraten
>+100 % werden als >+100 % angegeben, solche <-100 % als "n. a." (nicht anwendbar). KENNZAHLEN
1)
Afrika und Europa ohne Deutschland. ZWISCHENBERICHTDER R. STAHL AKTIENGESELLSCHAFT
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| ― |
Auftragseingang legt im 2. Quartal 2022 weiter zu. Gegenüber dem Vorquartal um 1,8 Mio. € auf 76,9 Mio. € (Q1 2022: 75,1 Mio. €) sowie gegenüber dem Vorjahr um 17,8 % (Q2 2021: 65,2 Mio. €). |
| ― |
Umsatz im 2. Quartal 2022 mit 67,7 Mio. € um 4,9 % bzw. 3,2 Mio. € über Vorjahr (Q2 2021: 64,5 Mio. €). |
| ― |
EBITDA vor Sondereinflüssen fällt um 0,6 Mio. € auf 3,9 Mio. € (Q2 2021: 4,5 Mio. €). |
| ― |
Verbessertes Finanzergebnis und geringere Steuerbelastung führen zu einem Anstieg des Konzernergebnisses um 0,3 Mio. € auf -0,9 Mio. € (Q2 2021: -1,2 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie verbessert sich auf -0,13 € (Q2 2021: -0,19 €). |
| ― |
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit zeigt sich deutlich verbessert bei 8,4 Mio. € (Q2 2021: 3,6 Mio. €). |
| ― |
Negatives Konzernergebnis und höheres Working Capital führen zu einem Anstieg der Nettofinanzverbindlichkeiten auf 23,2 Mio. €. |
Die geschäftliche Entwicklung von R. STAHL stellt sich im 2. Quartal 2022 im Vergleich
zum Vorjahr trotz des anhaltenden Russland-Ukraine-Konflikts sowie den steigenden
Inflationsrisiken und den damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft
insgesamt verbessert dar.
Während im Vorjahr noch die Auswirkungen hinsichtlich der Bekämpfung der COVID-19-Pandemie
vorherrschend waren, überschatteten im 2. Quartal 2022 - wie auch bereits in den drei
Vorquartalen - die negativen Auswirkungen im Hinblick auf unterbrochene bzw. gestörte
Lieferketten und die damit verbundenen Preissteigerungen, die geschäftliche Erholung
bei R. STAHL. Die Preissteigerungen bei Rohmaterialien konnten durch entsprechende
Preisanpassungen größtenteils kompensiert werden. So konnte der Umsatz gegenüber dem
Vorjahr um 4,9 % auf 67,7 Mio. € zulegen (Q2 2021: 64,5 Mio. €), was insbesondere
auf die nach wie vor hohe Nachfrage aus der Chemie- und Pharmaindustrie zurückzuführen
ist.
Bis auf Asien/Pazifik entwickelten sich alle Regionen positiv. In Deutschland wurde
ein Umsatz in Höhe von 17,8 Mio. € erzielt (Q2 2021: 16,4 Mio. €), eine Steigerung
von 8,7 %. Neben einer anhaltend guten Nachfrage aus der Chemieindustrie, wurde der
Umsatz mit dem Maschinenbau gegenüber dem Vorjahresquartal weiter gesteigert. In der
Zentralregion -bestehend aus Afrika und Europa ohne Deutschland -lag der Umsatz mit
29,1 Mio. € leicht über dem Vorjahr (Q2 2021: 28,4 Mio. €). In dieser Region war ebenfalls
die Chemieindustrie der wesentliche Treiber für die Umsatzsteigerung. Eine signifikante
Erholung der Märkte zeigte sich in der Region Amerika. Der Umsatz erhöhte sich um
61,9 % auf 8,5 Mio. € (Q2 2021: 5,3 Mio. €). Insbesondere die Rückkehr zum Fracking
und der damit verbundenen erhöhten Investitionen der Öl- und Gasindustrie haben zu
dieser Entwicklung beigetragen. In der Region Asien/Pazifik fiel der Umsatz dagegen
um 14,9 % auf 12,3 Mio. € (Q2 2021: 14,4 Mio. €), was im Wesentlichen auf die vorherrschenden
COVID-19-Restriktionen in weiten Teilen Asiens zurückzuführen ist.
Deutlich positiver als der Umsatz entwickelte sich der Auftragseingang im 2. Quartal
2022. Die Bestellungen stiegen dabei auf 76,9 Mio. € an (Q2 2021: 65,2 Mio. €), ein
Plus von 17,8 %. Getrieben war diese Entwicklung insbesondere durch die spürbare Belebung
der Nachfrage über alle Regionen und Branchen hinweg.
Im 1. Halbjahr 2022 erwirtschaftete R. STAHL einen Umsatz in Höhe von 128,7 Mio. €,
ein Plus von 4,9 % im Jahresvergleich (6M 2021: 122,7 Mio. €). Diese positive Entwicklung
ist insbesondere auf das starke zweite Quartal 2022 zurückzuführen. Im Vorjahr war
hingegen das erste Quartal noch stark belastet von den negativen Auswirkungen der
COVID-19-Pandemie.
Der Auftragseingang ist im Vergleich zum Vorjahr um 22,8 Mio. € auf 152,0 Mio. € (6M
2021: 129,2 Mio. €) deutlich angestiegen, ein Plus von 17,7 %. Damit setzt sich die
positive Entwicklung des Auftragseingangs aus dem 1. Quartal 2022 auch im 2. Quartal
2022 weiter fort. Der Auftragsbestand erhöhte sich deutlich auf 95,1 Mio. € (30. Juni
2021: 67,9 Mio. €).
| in Mio. € | Q2 2022 | Q2 2021 | Veränderung in % | 6M 2022 | 6M 2021 |
| Deutschland | 17,8 | 16,4 | +8,7 | 34,7 | 31,0 |
| Zentralregion | 29,1 | 28,4 | +2,2 | 57,3 | 56,7 |
| Amerika | 8,5 | 5,3 | +61,9 | 14,9 | 10,1 |
| Asien/Pazifik | 12,3 | 14,4 | -14,9 | 21,8 | 25,0 |
| Gesamt | 67,7 | 64,5 | +4,9 | 128,7 | 122,7 |
| in Mio. € | Veränderung in % | Anteil am Konzernumsatz in % |
| Deutschland | + 11,9 | 27 |
| Zentralregion | + 1,1 | 44 |
| Amerika | +48,6 | 12 |
| Asien/Pazifik | -12,8 | 17 |
| Gesamt | +4,9 | 100 |
Das Umsatzwachstum von 4,9 % führte im 2. Quartal 2022 bei steigenden Kostenpositionen
zu einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) vor Sondereinflüssen
in Höhe von 3,9 Mio. € und somit zu einem Rückgang von 0,6 Mio. € gegenüber Vorjahr
(Q2 2021: 4,5 Mio. €). Daraus ergab sich eine EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen in
Höhe von 5,8 % (Q2 2021: 7,0 %). Mit -0,4 Mio. € lagen die Sondereinflüsse leicht
unter dem Vorjahr (Q2 2021: -0,6 Mio. €), woraus im Berichtsquartal ein EBITDA in
Höhe von 3,5 Mio. € (Q2 2021: 4,0 Mio. €) resultierte.
Die Gesamtleistung ist im 2. Quartal 2022 um 6,5 % auf 67,3 Mio. € (Q2 2021: 63,2
Mio. €) angestiegen. Ursächlich hierfür ist der im Vergleich zum Vorjahr geringfügigere
Abbau von fertigen und unfertigen Erzeugnissen im Berichtsquartal in Höhe von -1,5
Mio. € (Q2 2021: -2,6 Mio. €) bei nahezu konstant gebliebenen aktivierten Eigenleistungen.
Der Materialaufwand erhöhte sich im Berichtszeitraum um 11,9 % auf -23,2 Mio. € (Q2
2021: -20,7 Mio. €) vor allem bedingt durch Preissteigerungen. Die Materialaufwandsquote
belief sich damit auf 34,5 % der Gesamtleistung (Q2 2021: 32,8 % der Gesamtleistung).
Der Personalaufwand stieg im 2. Quartal 2022 um 4,9 % auf -31,7 Mio. € (Q2 2021: -30,2
Mio. €), im Wesentlichen bedingt durch Gehaltsanpassungen und dem selektiven Aufbau
von Mitarbeitern aufgrund erhöhter Kapazitätsbindung im Zusammenhang mit Materialengpässen
und gestörten Lieferketten.
Der Saldo aus Sonstigen betrieblichen Erträgen und Sonstigen betrieblichen Aufwendungen
erhöhte sich im Berichtsquartal um 0,7 Mio. € auf -8,9 Mio. € (Q2 2021: -8,2 Mio.
€). Während die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit -12,2 Mio. € um 2,3 Mio.
€ über Vorjahresniveau lagen, stiegen gleichzeitig die Sonstigen betrieblichen Erträge
überwiegend aufgrund höherer Kursgewinne um 1,7 Mio. € auf 3,3 Mio. € (Q2 2021: 1,6
Mio. €).
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen
lagen im 2. Quartal 2022 mit -4,1 Mio. € nahezu auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums
(Q2 2021: -4,2 Mio. €).
Das EBIT fiel im Berichtszeitraum um 0,4 Mio. € auf -0,6 Mio. € (Q2 2021: -0,2 Mio.
€).
In den ersten sechs Monaten 2022 verringerte sich das EBITDA vor Sondereinflüssen
um 0,2 Mio. € auf 7,0 Mio. € (6M 2021: 7,2 Mio. €). Dies entspricht einer EBITDA-Marge
vor Sondereinflüssen von 5,4 % (6M 2021: 5,9 %). Die Sondereinflüsse lagen mit -0,6
Mio. € auf Vorjahresniveau, woraus sich ein EBITDA von 6,4 Mio. € ergab (6M 2021:
6,6 Mio. €).
| in Mio. € | Q2 2022 | Q2 2021 | Veränd. | 6M 2022 | 6M 2021 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen1' | 3,9 | 4,5 | -0,6 | 7,0 | 7,2 |
| Sondereinflüsse1) | -0,4 | -0,6 | +0,1 | -0,6 | -0,6 |
| Restrukturierungsaufwand | -0,4 | -0,6 | +0,1 | -0,6 | -0,6 |
| Abfindungen | -0,4 | -0,6 | +0,1 | -0,6 | -0,6 |
| Rechts- und Beratungskosten | 0 | -0,0 | +0,0 | 0 | -0,0 |
| Sonstige Aufwendungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EBITDA | 3,5 | 4,0 | -0,5 | 6,4 | 6,6 |
| Abschreibungen | -4,1 | -4,2 | +0,0 | -8,2 | -8,3 |
| EBIT | -0,6 | -0,2 | -0,4 | -1,8 | -1,7 |
| in Mio. € | Veränd. | in Gewinn- und Verlustrechnung enthalten in |
| EBITDA vor Sondereinflüssen1) | -0,2 | |
| Sondereinflüsse1) | +0,1 | |
| Restrukturierungsaufwand | +0,1 | |
| Abfindungen | +0,1 | Personalaufwand |
| Rechts- und Beratungskosten | +0,0 | Sonstige betriebliche Aufwendungen |
| Sonstige Aufwendungen | 0 | Sonstige betriebliche Aufwendungen |
| EBITDA | -0,2 | |
| Abschreibungen | +0,1 | |
| EBIT | -0,1 |
Die Gesamtleistung erhöhte sich im 1. Halbjahr 2022 um 7,5 % auf 133,9 Mio. € (6M
2021: 124,5 Mio. €). Während im Berichtszeitraum der Bestand an fertigen und unfertigen
Erzeugnissen um 2,5 Mio. € aufgebaut wurde, hatte sich dieser im Vorjahr um 0,8 Mio.
€ verringert.
Der Materialaufwand stieg im Zuge der höheren Gesamtleistung vor allem aber aufgrund
der Preissteigerungen um 10,9 % auf -46,8 Mio. € (6M 2021: -42,2 Mio. €), woraus sich
eine Materialaufwandsquote in Höhe von 35,0 % der Gesamtleistung ergab (6M 2021: 33,9
% der Gesamtleistung).
Die Personalkosten haben sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres auf
-63,5 Mio. € erhöht (6M 2021: -60,3 Mio. €). Während sich im Vorjahr die Reduzierung
von Arbeitszeitkonten entlastend auswirkte, führte der Wegfall dieses Effektes sowie
Gehaltsanpassungen und der selektive Aufbau von Mitarbeitern aufgrund erhöhter Kapazitätsbindung
im Zusammenhang mit den Materialengpässen und gestörten Lieferketten zu einem Anstieg
von 3,2 Mio. €.
Die saldierten Sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Sonstigen betrieblichen Erträge
stiegen um 11,2 % auf -17,2 Mio. € an (6M 2021: -15,5 Mio. €).
Im Wesentlichen ist diese Entwicklung auf höhere Reisekosten und Softwareaufwendungen
sowie gestiegene Frachtkosten zurückzuführen.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen
beliefen sich mit -8,2 Mio. € auf Vorjahresniveau (6M 2021: -8,3 Mio. €).
Damit ergab sich im Berichtszeitraum ein EBIT von -1,8 Mio. € (6M 2021: -1,7 Mio.
€).
Das Finanzergebnis verbesserte sich im 2. Quartal 2022 um 0,3 Mio. € auf -0,1 Mio.
€ (Q2 2021: -0,4 Mio. €). Während die Zinsaufwendungen um -0,1 Mio. € anstiegen, verbesserte
sich das nach der Equity-Methode einbezogene Ergebnis der ZAVOD Goreltex um 0,4 Mio.
€ auf 0,8 Mio. € (Q2 2021: 0,3 Mio. €).
Im Hinblick auf die ersten sechs Monate des laufenden Jahres reduzierte sich das Finanzergebnis
um -2,8 Mio. € auf -3,6 Mio. € (6M 2021: -0,8 Mio. €).
Im Zusammenhang mit dem bestehenden RusslandUkraine-Konflikt und der Herabstufung
Russland auf Non-Investment-Grade wurde die bestehende Beteiligung an der ZAVOD Goreltex
im 1. Quartal 2022 in Höhe von 3,1 Mio. € teilweise wertberichtigt. Zinserträge und
Zinsaufwendungen sind mit -1,6 Mio. € (6M 2021: -1,4 Mio. €) im Finanzergebnis enthalten.
Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich das Ergebnis vor Ertragsteuern im 2. Quartal
2022 um 0,1 Mio. € auf -0,7 Mio. € (Q2 2021: -0,6 Mio. €).
In Folge des reduzierten Finanzergebnisses ergab sich ein Ergebnis vor Ertragsteuern
in Höhe von -5,4 Mio. € (6M 2021: -2,6 Mio. €) in den ersten sechs Monaten des laufenden
Jahres.
| in Mio. € | Q2 2022 | Q2 2021 | Veränderung | 6M 2022 | 6M 2021 | Veränderung |
| EBIT | -0,6 | -0,2 | -0,4 | -1,8 | -1,7 | -0,1 |
| Finanzergebnis | -0,1 | -0,4 | +0,3 | -3,6 | -0,8 | -2,3 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -0,7 | -0,6 | -0,1 | -5,4 | -2,6 | -2,8 |
| Ertragsteuern | -0,2 | -0,6 | +0,4 | -0,9 | -1,2 | +0,3 |
| Konzernergebnis | -0,9 | -1,2 | 0,3 | -6,3 | -3,7 | -2,6 |
| davon | ||||||
| auf andere Gesellschafter entfallend | +0,0 | 0 | +0,0 | -0,0 | -0,0 | +0,0 |
| auf die Aktionäre der R. STAHL AG entfallend | -0,9 | -1,2 | 0,3 | -6,3 | -3,7 | -2,6 |
| Ergebnis je Aktie (in €) | -0,13 | -0,19 | 0,06 | -0,97 | -0,58 | -0,39 |
| Durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien (gewichtet, in Mio. Stück) | 6,44 | 6,44 | 0 | 6,44 | 6,44 | 0 |
Die Ertragsteuern beliefen sich im 2. Quartal 2022 auf -0,2 Mio. € (Q2 2021: -0,6
Mio. €). Davon entfielen -0,4 Mio. € auf effektive Steuern und 0,3 Mio. € auf latente
Steuern.
In den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres fielen Ertragsteuern in Höhe von -0,9
Mio. € (6M 2021: -1,2 Mio. €) an. Diese teilen sich in -0,6 Mio. € effektive Steuern
und -0,3 Mio. € latente Steuern.
Das Konzernergebnis verbesserte sich im 2. Quartal 2022 um 0,3 Mio. € auf -0,9 Mio.
€ (Q2 2021: -1,2 Mio. €). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von -0,13 €(Q2 2021:-0,19
€).
Im 1. Halbjahr 2022 ging das Konzernergebnis um 2,6 Mio. € auf -6,3 Mio. € zurück
(6M 2021: -3,7 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie belief sich auf -0,97 €(6M 2021:-0,58
€).
Die Bilanzsumme des R. STAHL Konzerns stieg zum Stichtag 30. Juni 2022 gegenüber dem
Ende des Vorjahres auf 259,7 Mio. € (31. Dezember 2021: 246,0 Mio. €).
Dabei verringerten sich die langfristigen Vermögenswerte zum Bilanzstichtag um 11,1
Mio. €. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die aktiven latenten Steuern aufgrund
der Veränderung des Rechnungszinsfußes zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen,
der teilweisen Wertberichtigung an der russischen at-Equity-Beteiligung und der Auflösung
langfristiger Geldanlagen zurückzuführen.
Bei den kurzfristigen Vermögenswerten war zum 30. Juni 2022 gegenüber dem Ende des
Vorjahres ein Anstieg von 24,8 Mio. € auf 116,0 Mio. € zu verzeichnen (31. Dezember
2021: 91,2 Mio. €). Neben einer verstärkten Vorratshaltung kritischer Rohmaterialien
sowie einem Bestandsaufbau unfertiger und fertiger Erzeugnisse, führten insbesondere
höhere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu einem Anstieg der kurzfristigen
Vermögenswerte.
Die langfristigen Schulden verringerten sich zum Ende des Berichtszeitraums um 25,2
Mio. € auf 95,2 Mio. € (31. Dezember 2021: 120,4 Mio. €), im Wesentlichen bedingt
durch niedrigere Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen, die im Berichtszeitraum
aufgrund des Anstiegs des Rechnungszinsfußes um 24,5 Mio. € zurückgegangen sind.
Bei den kurzfristigen Schulden war per 30. Juni 2022 im Vergleich zum Ende des Vorjahres
ein Anstieg um 27,7 Mio. € auf 103,5 Mio. € zu verzeichnen (31. Dezember 2021: 75,8
Mio. €). Hier wirkten sich vor allem eine zunehmende Inanspruchnahme von verzinslichen
Darlehen und sonstigen Verbindlichkeiten erhöhend aus.
Das Eigenkapital verbesserte sich im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 11,3 Mio.
€ auf 61,0 Mio. € (31. Dezember 2021: 49,8 Mio. €). Der positive Eigenkapitaleffekt
aus gesunkenen Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen konnte das negative Konzernergebnis
kompensieren. Daraus resultiert eine Eigenkapitalquote von 23,5 % nach 20,2 % per
31. Dezember 2021.


Der Cashflow reduzierte sich im Berichtsquartal gegenüber dem Vorjahr um 2,9 Mio.
€ auf 0,3 Mio. € (Q2 2021: 3,2 Mio. €). Der Rückgang ist insbesondere auf die höheren
sonstigen zahlungsunwirksamen Erträge und Aufwendungen zurückzuführen. Aufgrund des
geringeren Working Capitals ergibt sich im 2. Quartal 2022 ein Anstieg des Cashflows
aus laufender Geschäftstätigkeit um 4,8 Mio. € auf 8,4 Mio. € (Q2 2021: 3,6 Mio. €).
Auf leicht reduzierten Niveau bewegten sich die Investitionen in das immaterielle
Anlagevermögen mit 1,9 Mio. € (Q2 2021: 2,4 Mio. €). Zusammen mit den Investitionen
in das Sachanlagevermögen in Höhe von 1,2 Mio. € (Q2 2021: 1,1 Mio. €) ergab sich
im 2. Quartal 2022 ein Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von 3,0 Mio. € (Q2
2021: 3,5 Mio. €). Insgesamt wurde im Berichtsquartal ein Free Cashflow von 5,3 Mio.
€ erzielt, ein Plus von 5,2 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (Q2 2021: 0,1 Mio. €).
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit verringerte sich im 2. Quartal 2022 im Vergleich
zum Vorjahr auf -3,9 Mio. € im Wesentlichen aufgrund der gestiegenen Rückführung von
verzinslichen Finanzschulden in Höhe von -2,5 Mio. € im Berichtsquartal. Verzinsliche
Finanzschulden wurden dagegen im 2. Quartal 2022 nur in geringfügiger Höhe aufgenommen.
Zum 30. Juni 2022 standen dem R. STAHL Konzern Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
in Höhe von 20,4 Mio. € zur Verfügung (31. Dezember 2021: 6,3 Mio. €). Im Vergleich
zum Vorjahr hat sich der Finanzmittelbestand damit um 1,5 Mio. € reduziert (Q2 2021:
21,9 Mio. €).
In den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres ging der Cashflow aufgrund des gesunkenen
Konzernergebnisses um 2,1 Mio. € auf 2,9 Mio. € zurück (6M 2021: 5,0 Mio. €). Das
Working Capital hat sich im Berichtszeitraum um 1,7 Mio. € erhöht. Einerseits wurde
die Vorratsposition aufgebaut und andererseits sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten angestiegen, wobei sich diese
Effekte nahezu ausgleichen. Daraus ergab sich ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
in Höhe von 1,3 Mio. € (6M 2021: 2,2 Mio. €). Zusammen mit einem Cashflow aus Investitionstätigkeit
in Höhe von -3,3 Mio. €, welcher aufgrund der Auflösung einer langfristigen Geldanlage
im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Mio. € (6M 2021: -6,7 Mio. €) geringer ausgefallen
war, resultierte daraus in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres ein Free Cashflow
von -2,0 Mio. € (6M 2021: -4,4 Mio. €).
Bedingt durch die um 8,3 Mio. € höhere Inanspruchnahme von Darlehen erhöhte sich der
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit um 9,7 Mio. € auf 15,8 Mio. € (6M 2021: 6,1 Mio.
€).
Die Nettoverschuldung (ohne Pensionsrückstellungen und ohne Leasingverbindlichkeiten)
stieg aufgrund des negativen Konzernergebnisses und des höheren Working Capital zum
30. Juni 2022 gegenüber dem Stand zu Jahresbeginn um 5,0 Mio. € auf 23,2 Mio. € (31.
Dezember 2021: 18,3 Mio. €).
Alle R. STAHL Tochtergesellschaften verfassen regelmäßig einen Chancen- und Risikobericht,
in dem die Chancen und Risiken im Unternehmen berücksichtigt werden. Bei wichtigen
Ereignissen, auch während des Quartals, ist jeder Geschäftsführer verpflichtet, den
für das Chancen- und Risikomanagement zuständigen Bereich zu informieren. Die im Geschäftsbericht
2021 ab Seite 40 hierzu getroffenen Aussagen gelten unverändert weiter.
Unsere Einschätzung zur voraussichtlichen Entwicklung des R. STAHL Konzerns im laufenden
Jahr hatten wir erstmals im Prognosebericht des Geschäftsberichts 2021, der am 13.
April 2022 veröffentlicht wurde, ab Seite 80 ausführlich dargestellt. Demnach gingen
wir - basierend auf der Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung und der zuletzt
gestiegenen Auftragseingänge - für 2022 von einem Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr
im niedrigen zweistelligen Prozentbereich aus. Vor dem Hintergrund der gestiegenen
Materialpreise und der angespannten Situation bei den Lieferketten erwarteten wir,
dass sich die daraus resultierenden Belastungen nicht vollumfänglich an den Kunden
weitergeben lassen, weshalb sich das EBITDA vor Sondereinflüssen im Geschäftsjahr
ebenfalls im niedrigen zweistelligen Prozentbereich verbessern sollte. Unsicherheiten
dieses Umsatz- und Ergebniswachstum bestanden im Wesentlichen hinsichtlich des Russland-UkraineKonflikts
sowie unserer 25 %-Beteiligung an der ZAVOD Goreltex. Unter der Annahme eines gleichbleibenden
Zinsniveaus zur Bewertung der Pensionsrückstellungen rechneten wir insgesamt mit einem
leichten Rückgang der Eigenkapitalquote. Aufgrund der steigenden Investitionsausgaben
sowohl für Sachanlagen als auch für Entwicklungsprojekte erwarteten wir einen moderat
negativen Free Cashflow und einen Anstieg der Nettoverschuldung. Die Prognose wird
nun wie folgt präzisiert:
Für 2022 erwarten wir eine Umsatzsteigerung auf 270 - 275 Mio. €. Dabei gehen wir
für das Gesamtjahr von einem EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 18-21 Mio. € aus.
Aufgrund des anhaltend hohen Liquiditätsbedarf sehen wir den Free Cashflow zum Jahresende
bei einem hohen einstelligen negativen Millionen-Euro-Betrag. Hinsichtlich der Eigenkapitalquote
erwarten wir einen deutlichen Anstieg, welcher im Wesentlichen auf das steigende Zinsniveau
zur Bewertung der Pensionsrückstellungen zurückzuführen ist. Dieser Prognose liegen
dabei die Annahmen zu Grunde, dass die Gasversorgung in Europa sichergestellt ist,
die globalen Lieferketten sich zunehmend normalisieren und dass weiterhin eine konsequente
Weitergabe von Kostensteigerungen möglich ist.
| in Mio. € | Juli 2022 | April 2022 | Gesamtjahr 2021 |
| Umsatz | 270 - 275 | Niedriges zweistelliges Wachstum | 248,1 |
| EBITDA vor Sondereinflüssen1) | 18 - 21 | Niedriges zweistelliges Wachstum | 17,9 |
| Free Cashflow | hoher einstelliger negativer MillionenEuro-Betrag | moderat negativ | -6,3 |
| Eigenkapitalquote | deutliche Steigerung | leicht rückläufig | 20,2 % |
| in Tsd. € | Q2 2022 | Q2 2021 | Veränderung in % | 6M 2022 | 6M 2021 | Veränderung in % |
| Umsatzerlöse | 67.698 | 64.531 | +4,9 | 128.684 | 122.704 | +4,9 |
| Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | -1.529 | -2.634 | +42,0 | 2.526 | -802 | n. a. |
| Aktivierte Eigenleistungen | 1.163 | 1.302 | -10,7 | 2.657 | 2.602 | +2,1 |
| Gesamtleistung | 67.332 | 63.199 | +6,5 | 133.867 | 124.504 | +7,5 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3.271 | 1.611 | >+100 | 5.407 | 4.750 | + 13,8 |
| Materialaufwand | -23.226 | -20.749 | -11,9 | -46.794 | -42.181 | -10,9 |
| Personalaufwand | -31.713 | -30.246 | -4,9 | -63.468 | -60.294 | -5,3 |
| Abschreibungen | -4.121 | -4.160 | +0,9 | -8.176 | -8.273 | + 1,2 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -12.177 | -9.860 | -23,5 | -22.616 | -20.219 | -11,9 |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) | -634 | -205 | n. a. | -1.780 | -1.713 | -3,9 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen | 763 | 344 | >+100 | 1.099 | 565 | +94,5 |
| Beteiligungsergebnis | 0 | 0 | 0 | -3.071 | 0 | n. a. |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 8 | 11 | -27,3 | 14 | 35 | -60,0 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -829 | -735 | -12,8 | -1.637 | -1.441 | -13,6 |
| Finanzergebnis | -58 | -380 | +84,7 | -3.595 | -841 | n. a. |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -692 | -585 | -18,3 | -5.375 | -2.554 | n. a. |
| Ertragsteuern | -172 | -611 | +71,8 | -911 | -1.163 | +21,7 |
| Konzernergebnis | -864 | -1.196 | +27,8 | -6.286 | -3.717 | -69,1 |
| davon auf andere Gesellschafter entfallend | 3 | 0 | n. a. | -10 | -12 | + 16,7 |
| davon auf die Aktionäre der R. STAHL AG entfallend | -867 | -1.196 | +27,5 | -6.276 | -3.705 | -69,4 |
| Ergebnis je Aktie in € | -0,13 | -0,19 | +31,6 | -0,97 | -0,58 | -67,2 |
| in Tsd. € | Q2 2022 | Q2 2021 | Veränderung in % | 6M 2022 | 6M 2021 | Veränderung in % |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -864 | -1.196 | +27,8 | -6.286 | -3.717 | -69,1 |
| Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochtergesellschaften | -216 | -546 | +60,4 | 282 | 798 | -64,7 |
| Latente Steuern auf Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung | 0 | 0 | n. a. | 0 | 0 | n. a. |
| Währungsumrechnungsdifferenzen nach Steuern | -216 | -546 | +60,4 | 282 | 798 | -64,7 |
| Sonstiges Ergebnis mit Umgliederungen in das Jahresergebnis | -216 | -546 | +60,4 | 282 | 798 | -64,7 |
| Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste aus der Folgebewertung von Pensionsverpflichtungen | 13.862 | 430 | >+wo | 24.501 | 6.391 | >+100 |
| Latente Steuern aus Pensionsverpflichtungen | -4.099 | -127 | n. a. | -7.245 | -1.700 | n. a. |
| Sonstiges Ergebnis ohne Umgliederungen in das Jahresergebnis | 9.763 | 303 | >+100 | 17.256 | 4.691 | >+100 |
| Sonstiges Ergebnis (direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen) | 9.547 | -243 | n. a. | 17.538 | 5.489 | >+100 |
| davon auf andere Gesellschafter entfallend | -11 | 5 | n. a. | 13 | 13 | 0,0 |
| davon auf die Aktionäre der R. STAHL AG entfallend | 9.558 | -248 | n. a. | 17.525 | 5.476 | >+100 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 8.683 | -1.439 | n. a. | 11.252 | 1.772 | >+100 |
| davon auf andere Gesellschafter entfallend | -8 | 5 | n. a. | 3 | 1 | >+100 |
| davon auf die Aktionäre der R. STAHL AG entfallend | 8.691 | -1.444 | n. a. | 11.249 | 1.771 | >+100 |
| in Tsd. € | 30. Juni 2022 | 31. Dez. 2021 | Veränderung |
| Immaterielle Vermögenswerte | 47.572 | 46.512 | + 1.060 |
| Sachanlagen | 77.216 | 78.039 | -823 |
| Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 9.208 | 11.180 | -1.972 |
| Übrige Finanzanlagen | 31 | 3.307 | -3.276 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 2.072 | 1.801 | +271 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 4.395 | 4.499 | -104 |
| Latente Steuern | 3.206 | 9.418 | -6.212 |
| Langfristige Vermögenswerte | 143.700 | 154.756 | -11.056 |
| Vorräte und geleistete Anzahlungen | 49.431 | 39.635 | +9.796 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 34.477 | 35.879 | -1.402 |
| Vertragsvermögenswerte | 37 | 520 | -483 |
| Ertragsteuerforderungen | 1.765 | 392 | + 1.373 |
| Übrige Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 9.904 | 8.480 | + 1.424 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 20.389 | 6.342 | + 14.047 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 116.003 | 91.248 | +24.755 |
| Summe Aktiva | 259.703 | 246.004 | +13.699 |
| in Tsd. € | 30. Juni 2022 | 31. Dez. 2021 | Veränderung |
| Gezeichnetes Kapital | 16.500 | 16.500 | 0 |
| Kapitalrücklage | 13.457 | 13.457 | 0 |
| Gewinnrücklagen | 48.863 | 55.139 | -6.276 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | -18.018 | -35.543 | + 17.525 |
| Auf die Aktionäre der R. STAHL AG entfallendes Eigenkapital | 60.802 | 49.553 | +11.249 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 216 | 213 | +3 |
| Eigenkapital | 61.018 | 49.766 | +11.252 |
| Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen | 70.991 | 95.485 | -24.494 |
| Sonstige Rückstellungen | 2.497 | 2.522 | -25 |
| Verzinsliche Darlehen | 1.749 | 2.424 | -675 |
| Leasingverbindlichkeiten | 16.003 | 17.322 | -1.319 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 60 | 63 | -3 |
| Latente Steuern | 3.916 | 2.611 | + 1.305 |
| Langfristiges Fremdkapital | 95.216 | 120.427 | -25.211 |
| Sonstige Rückstellungen | 7.643 | 8.193 | -550 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 20.755 | 18.896 | + 1.859 |
| Verzinsliche Darlehen | 41.849 | 22.177 | + 19.672 |
| Leasingverbindlichkeiten | 5.990 | 5.858 | + 132 |
| Abgegrenzte Schulden | 13.458 | 12.417 | + 1.041 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 910 | 599 | +311 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 12.864 | 7.671 | +5.193 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 103.469 | 75.811 | +27.658 |
| Summe Passiva | 259.703 | 246.004 | +13.699 |
| in Tsd. € | Q2 2022 | Q2 2021 | Veränderung | 6M 2022 | 6M 2021 | Veränderung |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -864 | -1.196 | +332 | -6.286 | -3.717 | -2.569 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 4.120 | 4.160 | -40 | 11.246 | 8.273 | +2.973 |
| Veränderung der langfristigen Rückstellungen | -36 | -9 | -27 | -26 | -11 | -15 |
| Veränderung der latenten Steuern | -258 | 430 | -688 | 301 | 809 | -508 |
| Equity Bewertung | -763 | -344 | -419 | -1.099 | -565 | -534 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen | -1.916 | 192 | -2.108 | -1.228 | 250 | -1.478 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -1 | -19 | + 18 | 30 | -23 | +53 |
| Cashflow | 282 | 3.214 | -2.932 | 2.938 | 5.016 | -2.078 |
| Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen | -75 | -286 | +211 | -525 | -1.023 | +498 |
| Veränderung der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Vermögenswerte, die nicht der Investitionsoder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -1.549 | 675 | -2.224 | -9.447 | -1.695 | -7.752 |
| Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Schulden, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 9.693 | -15 | +9.708 | 8.290 | -49 | +8.339 |
| Veränderung des Working Capital | 8.069 | 374 | +7.695 | -1.682 | -2.767 | +1.085 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 8.351 | 3.588 | +4.763 | 1.256 | 2.249 | -993 |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -1.923 | -2.365 | +442 | -4.029 | -4.320 | +291 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -1.153 | -1.091 | -62 | -2.584 | -2.355 | -229 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 12 | -33 | +45 | 31 | -13 | +44 |
| Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen finanziellen Vermögenswerten | 43 | 1 | +42 | 3.313 | 1 | +3.312 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -3.021 | -3.488 | +467 | -3.269 | -6.687 | +3.418 |
| Free Cashflow | 5.330 | 100 | +5.230 | -2.013 | -4.438 | +2.425 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -1.563 | -1.611 | +48 | -3.148 | -3.280 | + 132 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme verzinslicher Finanzschulden | 168 | 6.545 | -6.377 | 21.892 | 13.598 | +8.294 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von verzinslichen Finanzschulden | -2.457 | -348 | -2.109 | -2.896 | -4.204 | + 1.308 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -3.852 | 4.586 | -8.438 | 15.848 | 6.114 | +9.734 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 1.478 | 4.686 | -3.208 | 13.835 | 1.676 | + 12.159 |
| Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 154 | -65 | +219 | 212 | 335 | -123 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 18.757 | 17.244 | + 1.513 | 6.342 | 19.854 | -13.512 |
| Zahlungsmittel und -äquivalente am Ende der Periode | 20.389 | 21.865 | -1.476 | 20.389 | 21.865 | -1.476 |
| Auf Anteilseigner entfallendes Eigenkapital | ||||||
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | ||||||
| in Tsd. € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Währungsumrechnung | Unrealisierte Gewinne/ Verluste aus Pensionsverpflichtungen | Summe kumuliertes übriges Eigenkapital |
| 1. Jan. 2021 | 16.500 | 13.457 | 60.046 | -6.197 | -35.897 | -42.094 |
| Konzernergebnis | -3.705 | |||||
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | 785 | 4.691 | 5.476 | |||
| Gesamtergebnis | -3.705 | 785 | 4.691 | 5.476 | ||
| Ausschüttung an Gesellschafter | ||||||
| 30. Juni 2021 | 16.500 | 13.457 | 56.341 | -5.412 | -31.206 | -36.618 |
| 1. Jan. 2022 | 16.500 | 13.457 | 55.139 | -4.474 | -31.069 | -35.543 |
| Konzernergebnis | -6.276 | 0 | ||||
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | 269 | 17.256 | 17.525 | |||
| Gesamtergebnis | -6.276 | 269 | 17.256 | 17.525 | ||
| Ausschüttung an Gesellschafter | ||||||
| 30. Juni 2022 | 16.500 | 13.457 | 48.863 | -4.205 | -13.813 | -18.018 |
| Auf Anteilseigner entfallendes Eigenkapital | |||
| in Tsd. € | Summe | Anteile anderer Gesellschafter | Eigenkapital |
| 1. Jan. 2021 | 47.909 | 234 | 48.143 |
| Konzernergebnis | -3.705 | -12 | -3.717 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | 5.476 | 13 | 5.489 |
| Gesamtergebnis | 1.771 | 1 | 1.772 |
| Ausschüttung an Gesellschafter | 0 | 0 | |
| 30. Juni 2021 | 49.680 | 235 | 49.915 |
| 1. Jan. 2022 | 49.553 | 213 | 49.766 |
| Konzernergebnis | -6.276 | -10 | -6.286 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | 17.525 | 13 | 17.538 |
| Gesamtergebnis | 11.249 | 3 | 11.252 |
| Ausschüttung an Gesellschafter | 0 | ||
| 30. Juni 2022 | 60.802 | 216 | 61.018 |
Der Zwischenabschluss für den Konzern der R. STAHL AG ist nach den International Financial
Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, in Übereinstimmung
mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt. Der Konzernzwischenabschluss ist
nicht testiert.
In den Konzernzwischenabschluss sind neben der R. STAHL AG 31 in- und ausländische
Gesellschafter einbezogen, bei denen die R. STAHL AG die Möglichkeit zur Ausübung
eines beherrschenden Einflusses hat.
Unternehmen, auf die die Gesellschaft einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, werden
als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss übernommen.
Seit 2016 wird die ZAVOD Goreltex Co. Ltd., Sankt Petersburg, Russland, als assoziiertes
Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Der Konsolidierungskreis
ist im Vergleich zum 31. Dezember 2021 unverändert.
Die Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses und die Ermittlung der Vergleichszahlen
für den Vorjahreszeitraum erfolgten grundsätzlich auf Basis der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden des Konzernabschlusses 2021. Die Beschreibung dieser Grundsätze
ist im Anhang des Konzernabschlusses 2021 veröffentlicht. Dieser kann im Internet
unter www.r-stahl.com eingesehen werden.
Die funktionale Währung des Konzerns ist der Euro. Alle Beträge werden, soweit nicht
anders vermerkt, in Tausend Euro (T€) angegeben.
Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wird grundsätzlich das Anschaffungskostenprinzip
angewandt. Eine Ausnahme hiervon bildet die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten,
die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden.
Der Buchwert der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der Kontokorrentkredite
kommt deren Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe.
Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zugrunde liegen,
kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls
sehr nahe.
Der Zeitwert der langfristigen Schulden beruht auf den derzeit verfügbaren Zinssätzen
für Fremdkapitalaufnahmen mit dem gleichen Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Der Zeitwert
des Fremdkapitals weicht derzeit kaum vom Buchwert ab.
Um die Verlässlichkeit der Bewertungen von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert
vergleichbar darzustellen, wurde in den IFRS eine Fair-Value-Hierarchie mit folgenden
drei Stufen eingeführt:
| ― |
Bewertung anhand von Börsen- oder Marktpreisen für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Stufe 1). |
| ― |
Bewertung anhand von Börsen- oder Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Input-Parametern basieren (Stufe 2). |
| ― |
Bewertung anhand von Bewertungsmodellen mit signifikanten, nicht am Markt beobachtbaren InputParametern (Stufe 3). |
Die im R. STAHL Konzern mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten derivativen Finanzinstrumente
werden ausschließlich nach der Fair-Value-Hierarchiestufe 2 bewertet.
In den ersten sechs Monaten 2022 fanden keine Umgliederungen zwischen den einzelnen
Fair-Value-Hierarchien statt.
Die Kapitalflussrechnung zeigt entsprechend IAS 7, wie sich die Zahlungsmittel des
R. STAHL Konzerns im Laufe des Berichtszeitraumes durch Mittelzu- und Mittelabflüsse
verändert haben.
Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst Kassenbestände,
Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Ebenfalls enthalten sind Finanztitel
mit einer ursprünglichen Fälligkeit von bis zu drei Monaten.
Das Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem das Konzernergebnis - ohne Ergebnisanteil
anderer Gesellschafter - durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien dividiert wird.
Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem Ergebnis je Aktie.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten Umsatzerlöse beinhalten sowohl
Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden als auch Umsatzerlöse, die nicht im Anwendungsbereich
des IFRS 15 sind.
Unterteilt nach Erlösquellen ergibt sich folgende Zusammensetzung:
| in Tsd. € | 6M 2022 | 6M 2021 |
| Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 128.177 | 122.197 |
| Mieterträge aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 507 | 507 |
| Gesamt | 128.684 | 122.704 |
Unterteilt nach der Erlösfassung ergibt sich folgende Zusammensetzung:
| in Tsd. € | 6M 2022 | 6M 2021 |
| Zu einem bestimmten Zeitpunkt | 122.972 | 116.687 |
| Über einen bestimmten Zeitraum | 5.712 | 6.017 |
| Gesamt | 128.684 | 122.704 |
Die Realisierung der Umsatzerlöse über einen bestimmten Zeitraum erfolgt mit einer
hohen Eintrittswahrscheinlichkeit in einem Zeitraum von ein bis zwei Monaten.
R. STAHL bilanziert im Wesentlichen derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden
Zeitwert. Auf eine ausführliche Überleitungsrechnung für die Buch- und Zeitwerte für
die einzelnen Klassen wird deshalb aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.
Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:
| in Tsd. € | 30. Juni 2022 | 31. Dez. 2021 |
| Positive Marktwerte | ||
| Währungsderivate ohne Hedge-Beziehung | 0 | 0 |
| Negative Marktwerte | ||
| Währungsderivate ohne Hedge-Beziehung | -66 | -49 |
Die Zahl der Beschäftigten zum Stichtag 30. Juni 2022 betrug 1.658 (31. Dezember 2021:
1.672) ohne Auszubildende.
Gegenüber dem 31. Dezember 2021 haben sich die Haftungsverhältnisse und sonstigen
finanziellen Verpflichtungen nicht wesentlich verändert.
Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen haben im Berichtszeitraum nicht stattgefunden.
Waldenburg, 11. August 2022
R. Stahl Aktiengesellschaft
Dr. Mathias Hallmann
Vorsitzender des Vorstands
Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und der Konzernzwischenlagebericht
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind,
dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie
die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Waldenburg, 11. August 2022
R. Stahl Aktiengesellschaft
Dr. Mathias Hallmann
Vorsitzender des Vorstands
Zwischenmitteilung zum 3. Quartal 2022
Deutsches Eigenkapitalforum
Judith Schäuble
Investor Relations
T: +49 7942 943 13 96
F: +49 7942 943 40 13 96
investornews@r-stahl.com
R. STAHL Aktiengesellschaft
Am Bahnhof 30
74638 Waldenburg (Württ.)
www.r-stahl.com