R. Stahl Aktiengesellschaft

Waldenburg

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023

Dieser Bericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor, beide Fassungen sind auch auf unserer Website www.r-stahl.com unter der Rubrik Unternehmen/​Investor Relations/​IR News und Publikationen/​Finanzberichte verfügbar. Er enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von R. STAHL beruhen. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören unter anderem: Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch R. STAHL ist weder geplant noch übernimmt R. STAHL die Verpflichtung dafür.

Die Inhalte dieses Berichts sprechen alle Geschlechter gleichermaßen an. Lediglich aus Gründen der Lesbarkeit und ohne jede Diskriminierungsabsicht wird die männliche Form verwendet. Damit sind alle Geschlechter einbezogen.

Alternative Leistungskennziffern

Die im vorliegenden Bericht verwendeten alternativen Leistungskennziffern EBITDA vor Sondereinflüssen und EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen sind nicht nach internationalen Rechnungsstandards definiert. R. STAHL nutzt diese Kennziffern, um eine bessere Vergleichbarkeit der Geschäftsentwicklung im zeitlichen Verlauf zu ermöglichen. EBITDA vor Sondereinflüssen errechnet sich aus dem Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibungen (EBITDA) abzüglich als Sondereinflüsse klassifizierte Anpassungen (Restrukturierungsaufwand, außerplanmäßige Abschreibungen, Aufwendungen für die Konzeption und Umsetzung von IT-Projekten, M&A-Aufwand, Erträge und Verluste aus Entkonsolidierungsvorgängen sowie Erträge und Verluste aus der Veräußerung nicht-betriebsnotwendigen Anlagevermögens). Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen beschreibt das Verhältnis des EBITDA vor Sondereinflüssen zum Umsatz.

Rundungen und Veränderungsraten

Bei Prozent- und Zahlenangaben können in diesem Bericht Rundungsdifferenzen auftreten. Die Vorzeichenangabe der Veränderungsraten richtet sich nach mathematischen Gesichtspunkten: Verbesserungen werden mit "+" bezeichnet, Verschlechterungen mit "-". Veränderungsraten >+100 % werden als >+100 % angegeben, solche <-100 % als "n. a." (nicht anwendbar).

KENNZAHLEN

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in Mio. € Q2
2023
Q2
2022
Veränd. in % 6M 2023 6M 2022 Veränd. in %
Umsatz 76,7 67,7 + 13,3 154,7 128,7 +20,2
Deutschland 19,7 17,8 + 10,2 41,7 34,7 +20,0
Zentralregion 1) 34,3 29,1 + 18,1 68,1 57,3 +19,0
Amerika 8,1 8,5 -4,9 16,0 14,9 + 7,6
Asien/​Pazifik 14,6 12,3 + 18,9 28,9 21,8 +32,5
EBITDA vor Sondereinflüssen 2) 8,7 3,9 > +100 19,0 7,0 > +100
EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen 2) 11,3 % 5,8 % 12,3 % 5,4 %
EBITDA 7,8 3,5 > +100 18,2 6,4 > +100
EBIT 3,5 -0,6 n. a. 9,6 -1,8 n. a.
Konzernergebnis 1,8 -0,9 n. a. 5,7 -6,3 n. a.
Ergebnis je Aktie (in €) 0,29 -0,13 n. a. 0,89 -0,97 n. a.
Auftragseingang 89,3 76,9 + 16,2 186,0 152,0 +22,4
Auftragsbestand zum 30. Juni 137,6 95,1 +44,6
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 6,1 8,4 -26,5 0,6 1,3 -52,6
Abschreibungen 4,4 4,1 +5,6 8,6 8,2 +4,9
Investitionen 3,1 3,1 +0,8 6,2 6,6 -5,8
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30. Juni 2023 31. Dez. 2022 Veränd. in %
Bilanzsumme 278,5 259,7 + 7,2
Eigenkapital 72,8 71,3 +2,0
Eigenkapitalquote 26,1 % 27,5 %
Nettofinanzverbindlichkeiten 3) 42,1 29,2 +44,2
Nettofinanzverbindlichkeiten inkl. Leasingverbindlichkeiten 59,2 48,9 +21,1
Mitarbeiter 4) 1.715 1.676 +2,3

1) Afrika und Europa ohne Deutschland.

2) Sondereinflüsse: Restrukturierungsaufwand, außerplanmäßige Abschreibungen, Aufwendungenfür die Konzeption und Umsetzung von IT-Projekten, M&A-Aufwand, Erträge und Verluste aus Entkonsolidierungsvorgängen sowie Erträge und Verluste aus der Veräußerung nicht-betriebsnotwendigen Anlagevermögens.

3) ohne Pensionsrückstellungen und ohne Leasingverbindlichkeiten.

4) ohne Auszubildende.

ZWISCHENBERICHT
DER R. STAHL AKTIENGESELLSCHAFT
FÜR DEN ZEITRAUM 1. JANUAR 2023 BIS 30. JUNI 2023

WESENTLICHETHEMEN IMBERICHTSZEITRAUM

Vertrag mit CEO Dr. Mathias Hallmann vorzeitig verlängert

Der Aufsichtsrat der R. STAHL AG setzt die erfolgreiche Zusammenarbeit mit CEO Dr. Mathias Hallmann fort. Das Gremium hat in der Aufsichtsratssitzung am 25. April 2023 einstimmig den bestehenden Vertrag vorzeitig bis 30. September 2026 verlängert.

R. STAHL und i.safe MOBILE vereinbaren Kooperation

Im April 2023 haben R. STAHL und die i.safe MOBILE GmbH einen Vertrag über eine strategische Partnerschaft geschlossen. Diese beinhaltet die beidseitige Ergänzung und den Austausch der Produktportfolios im Bereich Explosionsschutz. Mit mehr als 80 Mitarbeitern und weltweiten Vertriebspartnern ist i.safe MOBILE Innovations- und Weltmarktführer für explosionsgeschützte Mobilgeräte und -lösungen.

Photovoltaikanlage am Standort Waldenburg -technische Abnahme zum 30. Juni 2023 erfolgt

Mit investierten 3,8 Mio. € und einer Nennleistung von 6 MWp besteht die Freiflächen-Photovoltaik-An-lage aus 11.070 Modulen und erstreckt sich über eine Fläche von knapp 4 Hektar. Die mit einer jährlichen Kapazität von rund 6 Gigawattstunden klimaneutral erzeugte Strommenge wird etwa 40 % über dem Eigenstrombedarf am Standort Waldenburg liegen und ca. 2.200 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr einsparen.

KONZERN-LAGEBERICHT

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Auftragseingang legt im 2. Quartal 2023 gegenüber dem Vorjahr um 16,2 % auf 89,3 Mio. € (Q2 2022: 76,9 Mio. €) zu. Auftragsbestand mit 137,6 Mio. € um 44,6 % über Vorjahr.

Umsatz im 2. Quartal 2023 mit 76,7 Mio. € um 9,0 Mio. € bzw. 13,3 % besser als im Vorjahr (Q2 2022: 67,7 Mio. €).

EBITDA vor Sondereinflüssen mit 8,7 Mio. € mehr als verdoppelt (Q2 2022: 3,9 Mio. €).

Konzernergebnis steigt um 2,7 Mio. € auf 1,8 Mio. € (Q2 2022: -0,9 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie verbessert sich auf 0,29 € (Q2 2022: -0,13 €).

Höheres Working Capital führt zu einem rückläufigen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 6,1 Mio. € (Q2 2022: 8,4 Mio. €) und zu einem Anstieg der Nettofinanzverbindlichkeiten auf 42,1 Mio. €.

GESCHÄFTSVERLAUF

UMSATZ UND AUFTRAGSEINGANG

Gegenüber dem Vorjahr hat sich die geschäftliche Lage von R. STAHL im 2. Quartal 2023 weiter verbessert. Während 2022 die negativen Auswirkungen unterbrochener bzw. gestörter Lieferketten die wirtschaftliche Erholung von R. STAHL insgesamt beeinträchtigten, gab es im laufenden Geschäftsjahr nur noch vereinzelt Auswirkungen gestörter Lieferketten. Beschaffungsseitige Engpässe fokussierten sich im Wesentlichen auf elektronische Bauteile, die entsprechend bevorratet werden. Weiterhin kompensieren die bereits im letzten Geschäftsjahr sowie im 1. Quartal 2023 vorgenommenen kundenseitigen Preisanpassungen Materialpreissteigerungen an den Beschaffungsmärkten und tragen zur guten Umsatzqualität bei. Eine unverändert hohe Nachfrage aus der Öl- und Gasindustrie aber auch der pharmazeutischen Industrie führten zu einem Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr von 13,3 % auf 76,7 Mio. € (Q2 2022: 67,7 Mio. €).

Mit Ausnahme von Amerika konnten in allen Regionen zweistellige Wachstumsraten erzielt werden. Dabei stiegen die Umsatzerlöse in Deutschland um 10.2 % auf 19,7 Mio. € (Q2 2022: 17,8 Mio. €). Insbesondere die Erlöse mit Kunden aus der Pharmaindustrie waren Treiber dieser Entwicklung. Die Zentralregion - bestehend aus Afrika und Europa ohne Deutschland - trug mit einem Wachstum von 18,1 % auf 34,3 Mio. € (Q2 2022: 29,1 Mio. €) zu den Umsatzerlösen bei. Hier konnte R. STAHL von der Nachfrage aus der Öl- und Gasindustrie (inklusive LNG) profitieren. In der Region Amerika bewegten sich die Umsatzerlöse mit erzielten 8,1 Mio. € nahezu auf Vorjahresniveau (Q2 2022: 8,5 Mio. €). Stark verbessert zeigte sich die Region Asien/​Pazifik mit einem Umsatzplus von 18,9 % auf 14,6 Mio. € (Q2 2022: 12,3 Mio. €). Getragen wurde diese Entwicklung von der Chemie- und Pharmaindustrie.

Der Auftragseingang entwickelte sich im 2. Quartal 2023 mit 89,3 Mio. € (Q2 2022: 76,9 Mio. €) erneut besser als der Umsatz. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Auftragseingangswachstum von 16,2 %. Hierzu trug insbesondere die deutliche Nachfragebelebung aus der Region Asien/​Pazifik mit einem Plus von 62,6 % bei. Rückläufig entwickelte sich Deutschland mit einem Minus von 11,9 % aufgrund nachlassender Auftragseingänge aus der chemischen Industrie.

R. STAHL erzielte im 1. Halbjahr 2023 einen Umsatz von 154,7 Mio. €, was einem Wachstum von 20,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum (6M 2022: 128,7 Mio. €) entspricht. Dabei entwickelte sich das 2. Quartal mit 76,7 Mio. € erwartungsgemäß etwas schwächer als das 1. Quartal mit erzielten Umsatzerlösen von 78,1 Mio. €. Die positive Umsatzentwicklung wird von allen Absatzmärkten getragen, wobei sich das Wachstum in der Region Amerika im einstelligen Prozentbereich bewegt, während sich der Umsatz in den übrigen Regionen deutlich dynamischer entwickelte.

Der Auftragseingang stieg in den ersten sechs Monaten 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 34,0 Mio. € auf 186,0 Mio. € (6M 2022: 152,0 Mio. €) an. Dies entspricht einem Wachstum von 22,4 %. Nach einem über den Erwartungen liegenden 1. Quartal 2023 (96,7 Mio. €) verringerten sich die Auftragseingänge im 2. Quartal 2023 geringfügig auf 89,3 Mio. €. Der Auftragsbestand erhöhte sich signifikant auf 137,6 Mio. € (30. Juni 2022: 95,1 Mio. €).

KONZERNUMSATZ NACH REGIONEN

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in Mio. € Q2
2023
Q2
2022
Veränderung in % 6M
2023
6M
2022
Veränderung in %
Deutschland 19,7 17,8 + 10,2 41,7 34,7 +20,0
Zentralregion 34,3 29,1 + 18,1 68,1 57,3 +19,0
Amerika 8,1 8,5 -4,9 16,0 14,9 +7,6
Asien/​Paziflk 14,6 12,3 + 18,9 28,9 21,8 +32,5
Gesamt 76,7 67,7 +13,3 154,7 128,7 +20,2
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in Mio. € Anteil am Konzernumsatz in %
Deutschland 27
Zentralregion 44
Amerika 10
Asien/​Paziflk 19
Gesamt 100

EBITDA UND EBIT

Mit einem Umsatzwachstum von 13,3 % und einer gestiegenen Gesamtleistung hat R. STAHL trotz höherer Kostenpositionen das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) vor Sondereinflüssen im zweiten Quartal 2023 um 4,8 Mio. € auf 8,7 Mio. € (Q2 2022: 3,9 Mio. €) stark verbessert. Daraus resultiert eine EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen in Höhe von 11,3 % (Q2 2022: 5,8 %). Die Sondereinflüsse erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um -0,5 Mio. € auf -0,9 Mio. € (Q2 2022: -0,4 Mio. €). Hier wurden aufgrund der Entkonsolidierung der Gesellschaften R. STAHL ENGINEERING & MANUFACTURING SDN. BHD., Selangor, Malaysia und R. Stahl Svenska Aktiebolag, Järfälla, Schweden bislang erfolgsneutral bilanzierte Differenzen aus der Währungsumrechnung erfolgswirksam mit -0,8 Mio. € erfasst. Im Berichtsquartal ergab sich somit ein EBITDA in Höhe von 7,8 Mio. € (Q2 2022: 3,5 Mio. €).

Die Gesamtleistung stieg im 2. Quartal 2023 um 18.3 % auf 79,6 Mio. € (Q2 2022: 67,3 Mio. €). Während im Vorjahresquartal der Bestand an unfertigen und fertigen Erzeugnissen um 1,5 Mio. € reduziert werden konnte, führte das höhere Auftragsvolumen im 2. Quartal 2023 zu einem Aufbau in Höhe von 2,0 Mio. €. Die aktivierten Eigenleistungen verringerten sich geringfügig auf 1,0 Mio. € (Q2 2022: 1,2 Mio. €).

Der Materialaufwand erhöhte sich im Berichtszeitraum nahezu proportional zur Gesamtleistung um 18,1 % auf -27,4 Mio. € (Q2 2022: -23,2 Mio. €). Daraus ergibt sich eine Materialaufwandsquote von 34,4 % der Gesamtleistung (Q2 2022: 34,5 %).

Mit einem Anstieg von 1,5 % auf -32,2 Mio. € (Q2 2022: -31,7 Mio. €) erhöhte sich der Personalaufwand nur leicht. Effekte aus dem Personalaufbau im 2. Quartal 2023 und der vor allem tariflich bedingten Gehaltsanpassungen werden sich beginnend mit dem 3. Quartal 2023 verstärkt im Personalaufwand niederschlagen.

Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen stieg im Berichtsquartal um 3,3 Mio. € auf -12,2 Mio. € (Q2 2022: -8,9 Mio. €). Dabei lagen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit -13,9 Mio. € um 1,7 Mio. € höher als im Vorjahreszeitraum (Q2 2022: -12,2 Mio. €) hauptsächlich verursacht durch gestiegene Dienst- und Beratungsleistungen sowie Reisekosten. Des Weiteren beeinflussten Währungseffekte aus Entkon-solidierung die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit -0,8 Mio. €. Überwiegend aufgrund niedrigerer Kursgewinne verringerten sich die sonstigen betrieblichen Erträge um 1,5 Mio. € auf 1,7 Mio. € (Q2 2022: 3,3 Mio. €).

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen fielen im 2. Quartal 2023 mit -4,3 Mio. € leicht höher aus als im Vorjahreszeitraum (Q2 2022: -4,1 Mio. €).

Mit erzielten 3,5 Mio. € verbesserte sich das EBIT im 2. Quartal 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 Mio. € (Q2 2022: -0,6 Mio. €).

Im 1. Halbjahr 2023 konnte das EBITDA vor Sondereinflüssen um 12,0 Mio. € auf 19,0 Mio. € (6M 2022: 7,0 Mio. €) gesteigert werden, was einer EBITDAMarge vor Sondereinflüssen von 12,3 % (6M 2022: 5,4 %) entspricht. Die Sondereinflüsse lagen mit -0,9 Mio. € leicht über Vorjahresniveau, woraus sich ein EBITDA von 18,2 Mio. € (6M 2022: 6,4 Mio. €) ergibt.

ÜBERLEITUNG VON EBITDA VOR SONDEREINFLÜSSEN ZU EBIT

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in Mio. € Q2 2023 Q2 2022 Ver änd. 6M 2023 6M 2022 Veränd
EBITDA vor Sondereinflüssen 1) 8,7 3,9 +4,8 19,0 7,0 + 12,0
Sondereinflüsse 1) -0,9 -0,4 -0,5 -0,9 -0,6 -0,3
Restrukturierungsaufwand -0,1 -0,4 +0,3 -0,1 -0,6 +0,5
Abfindungen -0,1 -0,4 +0,3 -0,1 -0,6 +0,5
Rechts- und Beratungskosten 0 0 0 0 0 0
Sonstige Aufwendungen -0,8 0 -0,8 -0,8 0 -0,8
EBITDA 7,8 3,5 +4,3 18,2 6,4 +11,8
Abschreibungen -4,3 -4,1 -0,2 -8,6 -8,2 -0,4
EBIT 3,5 -0,6 +4,1 9,6 -1,8 +11,4
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in Mio. € in Gewinn- und Verlustrechnung enthalten in
EBITDA vor Sondereinflüssen 1)
Sondereinflüsse 1)
Restrukturierungsaufwand
Abfindungen Personalaufwand
Rechts- und Beratungskosten Sonstige betriebliche Aufwendungen
Sonstige Aufwendungen Sonstige betriebliche Aufwendungen
EBITDA
Abschreibungen
EBIT

1) Sondereinflüsse: Restrukturierungsaufwand, außerplanmäßige Abschreibungen, Aufwendungen für die Konzeption und Umsetzung von IT-Projekten, M&A-Aufwand, Erträge und Verluste aus Entkonsolidierungsvorgängen sowie Erträge und Verluste aus der Veräußerung nicht-betriebsnotwendigen Anlagevermögens.

Die Gesamtleistung stieg im 1. Halbjahr 2023 um 20,8 % auf 161,7 Mio. € (6M 2022: 133,9 Mio. €). Sie wurde getrieben durch das Umsatzwachstum und den Aufbau unfertiger und fertiger Erzeugnisse. Rückläufig entwickelten sich die aktivierten Eigenleistungen mit 2,2 Mio. € nach 2,7 Mio. € im Vorjahr.

Durch die insgesamt höhere Leistung stieg der Materialaufwand im Berichtszeitraum um 18,2 % auf -55,3 Mio. € (6M 2022: -46,8 Mio. €). Die Materialaufwandsquote ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 34,2 % der Gesamtleistung zurückgegangen (6M 2022; 35,0 %).

Die Personalkosten legten in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um 2,2 % auf -64,8 Mio. € (6M 2022: -63,5 Mio. €) zu, im Wesentlichen wegen des selektiven Aufbaus von Mitarbeitern. Entlastend wirkten niedrigere Aufwendungen für Abfindungen, Urlaubsrückstellungen und Altersteilzeitverträge.

Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sonstigen betrieblichen Erträgen stieg um 6,2 Mio. € auf -23,5 Mio. € (6M 2022: -17,2 Mio. €). Weiterhin wirkten sich Wechselkurs- und Entkonsoli-dierungseffekte mit zusammen -2,5 Mio. € negativ auf den Saldo aus.

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen um 0,4 Mio. € auf -8,6 Mio. € (6M 2022: -8,2 Mio. €).

Das EBIT belief sich im Berichtszeitraum auf 9,6 Mio. € (6M 2022: -1,8 Mio. €).

FINANZERGEBNIS

Das Finanzergebnis verringerte sich im 2. Quartal 2023 um 0,7 Mio. € auf -0,8 Mio. € (Q2 2022: 0,1 Mio. €). Gestiegene Zinsaufwendungen aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen und der Kreditinanspruchnahme wirkten sich hier mit -0,9 Mio. € belastend aus. Das Ergebnis der nach der Equity-Me-thode einbezogenen Gesellschaft ZAVOD Goreltex verbesserte sich um 0,2 Mio. € auf 0,9 Mio. € (Q2 2022: 0,7 Mio. €).

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres fiel das Finanzergebnis mit -1,6 Mio. € um 2,0 Mio. € besser aus als im Vorjahr (6M 2022: -3,6 Mio. €). Während sich die Zinsaufwendungen aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus um -1,6 Mio. € auf -3,2 Mio. € (6M 2022: -1,6 Mio. €) erhöhten, verbesserte sich das einbezogene anteilige Ergebnis der ZAVOD Goreltex um 0,5 Mio. € auf 1,6 Mio. € (6M 2022: 1,1 Mio. €). Negativ wirkte sich im Vorjahr die teilweise Wertberichtigung der Beteiligung an der ZAVOD Goreltex mit -3,1 Mio. € aus. Der Wegfall dieses Effektes trug wesentlich zum verbesserten Finanzergebnis bei.

ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN

Das Ergebnis vor Ertragsteuern erhöhte sich im 2. Quartal 2023 um 3,4 Mio. € auf 2,7 Mio. € (Q2 2022: -0,7 Mio. €).

Im 1. Halbjahr 2023 erwirtschaftete R. STAHL ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 8,0 Mio. € (6M 2022: -5,4 Mio. €).

ÜBERLEITUNG VON EBIT ZU ERGEBNIS JE AKTIE

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in Mio. € Q2
2023
Q2
2022
Veränderung 6M
2023
6M
2022
Veränderung
EBIT 3,5 -0,6 +4,1 9,6 -1,8 +11,4
Finanzergebnis -0,8 -0,1 -0,7 -1,6 -3,6 +2,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 2,7 -0,7 +3,4 8,0 -5,4 +13,4
Ertragsteuern -0,9 -0,2 -0,7 -2,3 -0,9 -1,4
Konzernergebnis 1,8 -0,9 +2,7 5,7 -6,3 +12,0
davon auf andere Gesellschafter entfallend 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
auf die Aktionäre der R. STAHL AG entfallend 1,8 -0,9 +2,7 5,7 -6,3 + 12,0
Ergebnis je Aktie (in €) 0,29 -0,13 +0,42 0,89 -0,97 +1,86
Durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien (gewichtet, in Mio. Stück) 6,44 6,44 0 6,44 6,44 0

ERTRAGSTEUERN

Im 2. Quartal 2023 fielen Ertragsteuern in Höhe von -0,9 Mio. € (Q2 2022: -0,2 Mio. €) an. Dabei beliefen sich die effektiven Ertragsteuern auf -0,5 Mio. € und die latenten Steuern auf -0,4 Mio. €.

In den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres betrugen die Ertragsteuern -2,3 Mio. € (6M 2022: -0,9 Mio. €). Davon entfielen -1,0 Mio. € auf effektive und -1,3 Mio. € auf latente Steuern.

KONZERNERGEBNIS /​ ERGEBNIS JE AKTIE

Im 2. Quartal 2023 verbesserte R. STAHL das Konzernergebnis um 2,7 Mio. € auf 1,8 Mio. € (Q2 2022: -0,9 Mio. €). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,29 € (Q2 2022: -0,13 €).

In den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres stieg das Konzernergebnis um 12,0 Mio. € auf 5,7 Mio. € (6M 2022: -6,3 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich dabei auf 0,89 € (6M 2022: -0,97 €).

VERMÖGENSLAGE

BILANZSTRUKTUR

Zum Stichtag 30. Juni 2023 erhöhte sich die Bilanzsumme des R. STAHL Konzerns gegenüber dem Ende des Vorjahres um 18,8 Mio. € auf 278,5 Mio. € (31. Dezember 2022: 259,7 Mio. €).

Die langfristigen Vermögenswerte verringerten sich zum Bilanzstichtag leicht um 0,5 Mio. € auf 144,4 Mio. € (31. Dezember 2022: 144,9 Mio. €). Während die immateriellen Vermögenswerte, die At-Equity-Beteiligung und die latenten Steuern zurückgingen, stieg das Sachanlagevermögen, im Wesentlichen durch die Bilanzierung der Photovoltaikanlage mit Anschaffungskosten in Höhe von 3,8 Mio. €.

Die kurzfristigen Vermögenswerte betrugen zum 30. Juni 2023 134,1 Mio. € (31. Dezember 2022: 114,7 Mio. €). Gegenüber dem Ende des Vorjahres entspricht dies einem Anstieg um 19,4 Mio. €. Höhere Bestände an Rohmaterialien, unfertigen und fertigen Erzeugnissen sowie der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, bedingt durch das höhere Umsatzvolumen, trugen hierzu wesentlich bei. Gleichzeitig verringerten sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Die langfristigen Schulden erhöhten sich zum Ende des Berichtszeitraums um 2,6 Mio. € auf 90,6 Mio. € (31. Dezember 2022: 88,0 Mio. €). Dabei sind die langfristigen Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen aufgrund eines Rückgangs des Rechnungszinsfußes leicht angestiegen. Weiterhin führte die Bilanzierung der langfristigen Komponente der Mietkaufverpflichtung (3,2 Mio. €) zur Finanzierung der Photovoltaikanlage zu höheren verzinslichen Darlehen. Gegenläufig verringerten sich die Leasingverbindlichkeiten durch planmäßige Tilgung.

Zum 30. Juni 2023 verzeichneten die kurzfristigen Schulden im Vergleich zum Ende des Vorjahres einen Anstieg um 14,8 Mio. € auf 115,2 Mio. € (31. Dezember 2022: 100,4 Mio. €). Insbesondere höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und eine stärkere Inanspruchnahme der Kreditlinien zur Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs trugen hierzu bei. Zudem führte die Bilanzierung der kurzfristigen Komponente der Mietkaufverpflichtung zu einem Anstieg der verzinslichen Darlehen um 0,6 Mio. €.

Das Eigenkapital verbesserte sich im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 1,4 Mio. € auf 72,8 Mio. € (31. Dezember 2022: 71,3 Mio. €). Dabei stehen dem mit 5,7 Mio. € positiven Konzernergebnis negative Effekte aus der Währungsumrechnung und der Bewertung der Pensionsverpflichtungen mit zusammen -4,3 Mio. € gegenüber.

Aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme verringerte sich die Eigenkapitalquote auf 26,1 % nach 27,5 % zum 31. Dezember 2022.

VERMÖGENS- UND KAPITALSTRUKTUR

30. Juni 2023 Bilanzsumme 278,5 Mio. €

31. Dezember 2022 Bilanzsumme 259,7 Mio. €

FINANZLAGE

Im 2. Quartal 2023 verbesserte sich der Cashflow gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Mio. € auf 6,6 Mio. € (Q2 2022: 0,3 Mio. €). Der Anstieg ist hauptsächlich auf das höhere Konzernergebnis und den positiven Saldo zahlungsunwirksamer Erträge und Aufwendungen zurückzuführen. Rückläufig entwickelte sich im 2. Quartal 2023 der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Er fiel um 2,2 Mio. € auf 6,1 Mio. € (Q2 2022: 8,3 Mio. €) aufgrund eines im Vergleich zum Vorjahr stärkeren Aufbaus des Working Capitals.

Während sich die Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen um 0,5 Mio. € auf -1,4 Mio. € (Q2 2022: -1,9 Mio. €) reduzierten, stiegen die Investitionen in das Sachanlagevermögen um 0,5 Mio. € auf -1,7 Mio. € (Q2 2022: -1,2 Mio. €). Im Berichtsquartal ergab sich somit ein Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von -3,1 Mio. € (Q2 2022: 3,0 Mio. €). Insgesamt verringerte sich der erzielte Free Cashflow im 2. Quartal 2023 gegenüber Vorjahr um 2,2 Mio. € auf 3,1 Mio. € (Q2 2022: 5,3 Mio. €).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich im 2. Quartal 2023 auf -7,0 Mio. € (Q2 2022: -3,9 Mio. €). Von April bis Juni konnten verzinsliche Finanzschulden mit -6,4 Mio. € getilgt werden. Demgegenüber standen Einzahlungen aus der Kreditaufnahme in geringer Höhe von 1,0 Mio. €. Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten entsprachen mit -1,6 Mio. € dem Vorjahresniveau.

Zum 30. Juni 2023 standen dem R. STAHL Konzern Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 11,0 Mio. € zur Verfügung (31. Dezember 2022: 16,1 Mio. €). Im Vergleich zum 2. Quartal 2022 hat sich der Finanzmittelbestand um 9,4 Mio. € reduziert (Q2 2022: 20,4 Mio. €).

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahrs stieg der Cashflow im Wesentlichen aufgrund des stark verbesserten Konzernergebnisses um 13,4 Mio. € auf 16,3 Mio. € (6M 2022: 2,9 Mio. €). Hauptsächlich der Aufbau der Vorratsposition sowie höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen führten zu einem Anstieg des Working Capitals um 14,1 Mio. € auf 15,8 Mio. € (6M 2022: 1,7 Mio. €).

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verringerte sich um 0,7 Mio. € auf 0,6 Mio. € (6M 2022: 1,3 Mio. €). Zusammen mit einem Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von -6,2 Mio. € (6M 2022: -3,3 Mio. €) ergab sich im ersten Halbjahr 2023 ein Free Cashflow von -5,6 Mio. € (6M 2022: -2,0 Mio. €). Positiv beeinflusst wurde der Free Cashflow des Vorjahreszeitraums durch die Auflösung einer langfristigen Geldanlage in Höhe von 3,3 Mio. €. Bereinigt um diesen Effekt bewegte sich der Free Cashflow nahezu auf Vorjahresniveau.

Durch die verringerten Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen ging der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit um 14,9 Mio. € auf 0,9 Mio. € (6M 2022: 15,8 Mio. €) zurück.

Der negative Free Cashflow - verursacht durch den Aufbau des Working Capitals - sowie die Tilgung der Leasingverbindlichkeiten und die Bilanzierung der Mietkaufverpflichtung führten zu einem Anstieg der Nettoverschuldung (ohne Pensionsrückstellungen und ohne Leasingverbindlichkeiten) gegenüber dem Stand zum Jahresende um 12,9 Mio. € auf 42,1 Mio. € (31. Dezember 2022: 29,2 Mio. €).

RISIKEN UND CHANCEN

Alle R. STAHL Tochtergesellschaften verfassen regelmäßig einen Chancen- und Risikobericht, in dem die Chancen und Risiken im Unternehmen berücksichtigt werden. Bei wichtigen Ereignissen, auch während des Quartals, ist jeder Geschäftsführer verpflichtet, den für das Chancen- und Risikomanagement zuständigen Bereich zu informieren. Die im Geschäftsbericht 2022 ab Seite 42 hierzu getroffenen Aussagen gelten unverändert weiter.

PROGNOSE

Unsere Einschätzung zur voraussichtlichen Entwicklung des R. STAHL Konzerns im laufenden Jahr hatten wir erstmals im Prognosebericht des Geschäftsberichts 2022, der am 27. April 2023 veröffentlicht wurde, ab Seite 84 ausführlich dargestellt. Demnach gingen wir - basierend auf der Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung, der gestiegenen Auftragseingänge und des Auftragsbestandes - für 2023 von einem Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr im niedrigen zweistelligen Prozentbereich auf 305 Mio. € bis 320 Mio. € aus. Unter Berücksichtigung einer allgemeinen Entspannung an den Beschaffungsmärkten und unter der Annahme, dass die Weitergabe von Preisanpassungen weiterhin möglich ist, gingen wir von einer leicht sinkenden Materialquote bei steigender Kosteneffizienz aus. Für das Geschäftsjahr 2023 rechneten wir mit einem EBITDA vor Sondereinflüssen im Bereich zwischen 30 Mio. € und 36 Mio. € und einem gegenüber 2022 verbesserten positiven Konzernergebnis. Unter der Annahme eines gleichbleibenden Zinsniveaus zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen erwarteten wir für das Geschäftsjahr 2023 einen leichten Anstieg der Eigenkapitalquote. Beim Free Cashflow erwarteten wir einen niedrigen einstelligen positiven Millionen-Euro-Betrag. Darüber hinaus rechneten wir mit einer rückläufigen Nettoverschuldung. Basierend auf der geschäftlichen Entwicklung im 1. Halbjahr 2023 wird die Prognose nun wie folgt angepasst:

Für das Gesamtjahr 2023 rechnen wir unverändert mit einem Umsatzwachstum auf insgesamt 305 bis 320 Mio. € und einem EBITDA vor Sondereinflüssen im Bereich von 30 bis 36 Mio. €. Ausgehend von der Annahme eines weiteren Aufbaus von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, insbesondere der Bevorratung mit elektronischen Bauteilen zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit, als auch voraussichtlich höheren Beständen an unfertigen und fertigen Erzeugnissen aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens, wird die Kapitalbindung im Vorratsvermögen ansteigen. Daher prognostizieren wir einen verringerten Free Cashflow im niedrigen einstelligen negativen Millionen-Euro-Be-reich und folglich einen Anstieg der Nettoverschuldung. Bei einem gleichbleibenden Zinsniveau zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen sehen wir weiterhin einen leichten Anstieg der Eigenkapitalquote.

PROGNOSE 2023

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in Mio. € Juli 2023 April 2023 Gesamtjahr 2022
Umsatz 305 - 320 305 - 320 274,3
EBITDA vor Sondereinflüssen 1) 30 - 36 30 -36 22,3
Free Cashflow niedriger einstelliger negativer Millionen Euro-Betrag niedriger einstelliger positiver Millionen Euro-Betrag -4,4
Eigenkapitalquote leichter Anstieg leichter Anstieg 27,5 %

1) Sondereinflüsse: Restrukturierungsaufwand, außerplanmäßige Abschreibungen, Aufwendungen für die Konzeption und Umsetzung von IT-Projekten, M&A-Aufwand, Erträge und Verluste aus Entkonsolidierungsvorgängen sowie Erträge und Verluste aus der Veräußerung nicht-betriebsnotwendigen Anlagevermögens.

KONZERNABSCHLUSS

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
1. Januar bis 30. Juni

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in Tsd. € Q2
2023
Q2
2022
Veränderung in % 6M
2023
6M
2022
Veränderung in %
Umsatzerlöse 76.673 67.698 + 13,3 154.730 128.684 +20,2
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.950 -1.529 n. a. 4.859 2.526 +92,4
Aktivierte Eigenleistungen 1.019 1.163 -12,4 2.156 2.657 -18,9
Gesamtleistung 79.642 67.332 +18,3 161.745 133.867 +20,8
Sonstige betriebliche Erträge 1.739 3.271 -46,8 4.633 5.407 -14,3
Materialaufwand -27.426 -23.226 -18,1 -55.293 -46.794 -18,2
Personalaufwand -32.195 -31.713 -1,5 -64.846 -63.468 -2,2
Abschreibungen -4.351 -4.121 -5,6 -8.580 -8.176 -4,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.928 -12.177 -14,4 -28.089 -22.616 -24,2
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) 3.481 -634 n. a. 9.570 -1.780 n. a.
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 935 763 +22,5 1.598 1.099 +45,4
Beteiligungsergebnis 0 0 0 0 -3.071 n. a.
Zinsen und ähnliche Erträge 40 8 > +100 64 14 > +100
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.732 -829 <-100 -3.226 -1.637 -97,1
Finanzergebnis -757 -58 < -100 -1.564 -3.595 +56,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.724 -692 n. a. 8.006 -5.375 n. a.
Ertragsteuern -902 -172 < -100 -2.317 -911 < -100
Konzernergebnis 1.822 -864 n. a. 5.689 -6.286 n. a.
davon auf andere Gesellschafter entfallend -4 3 n. a. -30 -10 < -100
davon auf die Aktionäre der R. STAHL AG entfallend 1.826 -867 n. a. 5.719 -6.276 n. a.
Ergebnis je Aktie in € 0,29 -0,13 n. a. 0,89 -0,97 n. a.

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
1. Januar bis 30. Juni

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in Tsd. € Q2
2023
Q2
2022
Veränderung in % 6M
2023
6M
2022
Veränderung in %
Ergebnis nach Ertragsteuern 1.822 -864 n. a. 5.689 -6.286 n. a.
Im Eigenkapital erfasste Gewinne/​Verluste aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochtergesellschaften -1.148 -216 < -100 -3.287 282 n. a.
Latente Steuern auf Gewinne/​Verluste aus der Währungsumrechnung 0 0 0 0 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen nach Steuern -1.148 -216 < -100 -3.287 282 n. a.
Sonstiges Ergebnis mit Umgliederungen in das Jahresergebnis -1.148 -216 < -100 -3.287 282 n. a.
Im Eigenkapital erfasste Gewinne/​Verluste aus der Folgebewertung von Pensionsverpflichtungen -1.030 13.862 n. a. -1.380 24.501 n. a.
Latente Steuern aus Pensionsverpflichtungen 305 -4.099 n. a. 408 -7.245 n. a.
Sonstiges Ergebnis ohne Umgliederungen in das Jahresergebnis -725 9.763 n. a. -972 17.256 n. a.
Sonstiges Ergebnis (direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen) -1.873 9.547 n. a. -4.259 17.538 n. a.
davon auf andere Gesellschafter entfallend -10 -11 +9,1 -22 13 n. a.
davon auf die Aktionäre der R. STAHL AG entfallend -1.385 9.558 n. a. -4.237 17.525 n. a.
Gesamtergebnis nach Steuern -51 8.683 n. a. 1.430 11.252 -87,3
davon auf andere Gesellschafter entfallend -14 -8 -75,0 -52 3 n. a.
davon auf die Aktionäre der R. STAHL AG entfallend 441 8.691 -94,9 1.482 11.249 -86,8

KONZERNBILANZ

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in Tsd. € 30. Juni 2023 31. Dez. 2022 Veränderung
AKTIVA
Immaterielle Vermögenswerte 48.110 48.829 -719
Sachanlagen 76.752 74.980 + 1.772
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 10.709 11.455 -746
Übrige Finanzanlagen 30 30 0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 2.433 2.262 +171
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 4.188 4.292 -104
Latente Steuern 2.139 3.097 -958
Langfristige Vermögenswerte 144.361 144.945 -584
Vorräte und geleistete Anzahlungen 62.354 48.920 +13.434
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 45.336 37.353 +7.983
Vertragsvermögenswerte 56 6 +50
Ertragsteuerforderungen 1.499 1.531 -32
Übrige Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte 13.888 10.873 +3.015
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 10.987 16.060 -5.073
Kurzfristige Vermögenswerte 134.120 114.743 + 19.377
Summe Aktiva 278.481 259.688 +18.793
PASSIVA
Gezeichnetes Kapital 16.500 16.500 0
Kapitalrücklage 13.457 13.457 0
Gewinnrücklagen 62.804 57.085 +5.719
Kumuliertes übriges Eigenkapital -20.132 -15.895 -4.237
Auf die Aktionäre der R. STAHL AG entfallendes Eigenkapital 72.629 71.147 + 1.482
Anteile anderer Gesellschafter 142 194 -52
Eigenkapital 72.771 71.341 +1.430
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen 65.419 64.168 + 1.251
Sonstige Rückstellungen 2.421 2.438 -17
Verzinsliche Darlehen 3.790 1.166 +2.624
Leasingverbindlichkeiten 12.896 14.267 -1.371
Sonstige Verbindlichkeiten 73 0 +73
Latente Steuern 5.954 5.911 +43
Langfristiges Fremdkapital 90.553 87.950 +2.603
Sonstige Rückstellungen 7.222 7.974 -752
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27.570 19.077 +8.493
Vertragsverbindlichkeiten 304 439 -135
Verzinsliche Darlehen 49.277 44.081 +5.196
Leasingverbindlichkeiten 4.232 5.427 -1.195
Abgegrenzte Schulden 14.358 13.852 +506
Ertragsteuerverbindlichkeiten 777 746 +31
Sonstige Verbindlichkeiten 11.417 8.801 +2.616
Kurzfristiges Fremdkapital 115.157 100.397 +14.760
Summe Passiva 278.481 259.688 +18.793

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

1. Januar bis 30. Juni

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in Tsd. € Q2 2023 Q2 2022 Veränderung 6M 2023 6M 2022 Veränderung
Ergebnis nach Ertragsteuern 1.822 -864 +2.686 5.689 -6.286 + 11.975
Ergebnis aus dem Abgang konsolidierter Unternehmen 759 0 +759 759 0 +759
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.351 4.120 +231 8.580 11.246 -2.666
Veränderung der langfristigen Rückstellungen -75 -36 -39 -146 -26 -120
Veränderung der latenten Steuern 391 -258 +649 1.356 301 +1.055
Equity Bewertung -935 -763 -172 -1.598 -1.099 -499
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen 283 -1.916 +2.199 1.700 -1.228 +2.928
Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 7 +8 17 30 -13
Cashflow 6.603 282 +6321 16.357 2.938 +13.419
Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen -396 -75 -321 -764 -525 -239
Veränderung der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Vermögenswerte, die nicht der Investitionsoder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -9.749 -1.549 -8.200 -27.306 -9.447 -17.859
Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Schulden, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 9.679 9.693 -14 12.308 8.290 +4.018
Veränderung des Working Capitals -466 8.069 -8.535 -15.762 -1.682 -14.080
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 6.137 8.351 -2.214 595 1.256 -661
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.361 -1.923 +562 -3.184 -4.029 +845
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.741 -1.153 -588 -3.043 -2.584 -459
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 52 12 +40 53 31 +22
Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen finanziellen Vermögenswerten 0 43 -43 0 3.313 -3.313
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.050 -3.021 -29 -6.174 -3.269 -2.905
Free Cashflow 3.087 5.330 -2243 -5.579 -2.013 -3.566
Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -1.550 -1.563 + 13 -3.109 -3.148 +39
Einzahlungen aus der Aufnahme verzinslicher Finanzschulden 987 168 +819 5.745 21.892 -16.147
Auszahlungen aus der Tilgung von verzinslichen Finanzschulden -6.424 -2.457 -3.967 -1.717 -2.896 + 1.179
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -6.987 -3.852 -3135 919 15.848 -14.929
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -3.900 1.478 -5.378 -4.660 13.835 -18.495
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -74 154 -228 -413 212 -625
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 14.961 18.757 -3.796 16.060 6.342 +9.718
Zahlungsmittel und -äquivalente am Ende der Periode 10.987 20.389 -9.402 10.987 20.389 -9.402

EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNG
1. Januar bis 30. Juni

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Auf Anteilseigner entfallendes Eigenkapital
Kumuliertes übriges Eigenkapital
in Tsd. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Währungsumrechnung Unrealisierte Gewinne/​Verluste aus Pensionsverpflichtungen Summe kumuliertes übriges Eigenkapital
1. Jan. 2022 16.500 13.457 55.139 -4.474 -31.069 -35.543
Konzernergebnis -6.276 0
Kumuliertes übriges Eigenkapital 269 17.256 17.525
Gesamtergebnis -6.276 269 17.256 17.525
Ausschüttung an Gesellschafter
30. Juni 2022 16.500 13.457 48.863 -4.205 -13.813 -18.018
1. Jan. 2023 16.500 13.457 57.085 -6.130 -9.765 -15.895
Konzernergebnis 5.719 0
Kumuliertes übriges Eigenkapital -3.265 -972 -4.237
Gesamtergebnis 5.719 -3.265 -972 -4.237
Ausschüttung an Gesellschafter
30. Juni 2023 16.500 13.457 62.804 -9.395 -10.737 -20.132
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Auf Anteilseigner entfallendes Eigenkapital
in Tsd. € Summe Anteile anderer Gesellschafter Eigenkapital
1. Jan. 2022 49.553 213 49.766
Konzernergebnis -6.276 -10 -6.286
Kumuliertes übriges Eigenkapital 17.525 13 17.538
Gesamtergebnis 11.249 3 11.252
Ausschüttung an Gesellschafter 0 0
30. Juni 2022 60.802 216 61.018
1. Jan. 2023 71.147 194 71.341
Konzernergebnis 5.719 -30 5.689
Kumuliertes übriges Eigenkapital -4.237 -22 -4.259
Gesamtergebnis 1.482 -52 1.430
Ausschüttung an Gesellschafter 0 0
30. Juni 2023 72.629 142 72.771

AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERNDE ANHANGANGABEN

1. RECHNUNGSLEGUNG NACH INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS)

Der Zwischenabschluss für den Konzern der R. STAHL AG ist nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt. Der Konzernzwischenabschluss ist nicht testiert.

2. KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernzwischenabschluss sind neben der R. STAHL AG 29 in- und ausländische Gesellschaften einbezogen, bei denen die R. STAHL AG die Möglichkeit zur Ausübung eines beherrschenden Einflusses hat.

Unternehmen, auf die die Gesellschaft einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, werden als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss übernommen. Seit 2016 wird die ZAVOD Goreltex Co. Ltd., Sankt Petersburg, Russland, als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Im Berichtszeitraum wurden die bisher als vollkonsolidierte Unternehmen einbezogenen Gesellschaften, R. STAHL ENGINEERING & MANUFACTURING SDN.

BHD., Selangor, Malaysia und R. Stahl Svenska Ak-tiebolag, Järfälla, Schweden, entkonsolidiert und liquidiert. Die Anzahl der nicht konsolidierten Unternehmen hat sich im Berichtszeitraum nicht verändert.

3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

ALLGEMEINES

Die Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses und die Ermittlung der Vergleichszahlen für den Vorjahreszeitraum erfolgten grundsätzlich auf Basis der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzernabschlusses 2022. Die Beschreibung dieser Grundsätze ist im Anhang des Konzernabschlusses 2022 veröffentlicht. Dieser kann im Internet unter www.r-stahl.com eingesehen werden.

Die funktionale Währung des Konzerns ist der Euro. Alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt, in Tausend Euro (T€) angegeben.

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wird grundsätzlich das Anschaffungskostenprinzip angewandt. Eine Ausnahme hiervon bildet die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden.

Der Buchwert der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der Kontokorrentkredite kommt deren Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.

Der Zeitwert der langfristigen Schulden beruht auf den derzeit verfügbaren Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit dem gleichen Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Der Zeitwert des Fremdkapitals weicht derzeit kaum vom Buchwert ab.

Um die Verlässlichkeit der Bewertungen von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert vergleichbar darzustellen, wurde in den IFRS eine Fair-Value-Hie-rarchie mit folgenden drei Stufen eingeführt:

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Bewertung anhand von Börsen- oder Marktpreisen für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Stufe 1).

Bewertung anhand von Börsen- oder Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Input-Parametern basieren (Stufe 2).

Bewertung anhand von Bewertungsmodellen mit signifikanten, nicht am Markt beobachtbaren InputParametern (Stufe 3).

Die im R. STAHL Konzern mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten derivativen Finanzinstrumente werden ausschließlich nach der Fair-Value-Hierarchie-stufe 2 bewertet.

In den ersten sechs Monaten 2023 fanden keine Umgliederungen zwischen den einzelnen Fair-Value-Hie-rarchien statt.

KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung zeigt entsprechend IAS 7, wie sich die Zahlungsmittel des R. STAHL Konzerns im Laufe des Berichtszeitraumes durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben.

Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst Kassenbestände, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Ebenfalls enthalten sind Finanztitel mit einer ursprünglichen Fälligkeit von bis zu drei Monaten.

ERGEBNIS JE AKTIE

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem das Konzernergebnis - ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien dividiert wird. Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem Ergebnis je Aktie.

4. UMSATZERLÖSE

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten Umsatzerlöse beinhalten sowohl Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden als auch Umsatzerlöse, die nicht im Anwendungsbereich des IFRS 15 sind.

Unterteilt nach Erlösquellen ergibt sich folgende

Zusammensetzung:

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in Tsd. € 6M
2023
6M
2022
Erlöse aus Verträgen mit Kunden 154.223 128.177
Mieterträge aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 507 507
Gesamt 154.730 128.684

Unterteilt nach der Erlösfassung ergibt sich folgende Zusammensetzung:

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in Tsd. € 6M
2023
6M
2022
Zu einem bestimmten Zeitpunkt 148.440 1 22.972
Über einen bestimmten Zeitraum 6.290 5.712
Gesamt 154.730 128.684

Die Realisierung der Umsatzerlöse über einen bestimmten Zeitraum erfolgt mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit in einem Zeitraum von ein bis zwei Monaten.

5. FINANZINSTRUMENTE

R. STAHL bilanziert im Wesentlichen derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert. Auf eine ausführliche Überleitungsrechnung für die Buch- und Zeitwerte für die einzelnen Klassen wird deshalb aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.

Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:

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in Tsd. € 30. Juni 2023 31. Dez. 2022
Positive Marktwerte
Währungsderivate ohne Hedge-Beziehung 0 62
Negative Marktwerte
Währungsderivate ohne Hedge-Beziehung 73 0

6. ZAHL DER ARBEITNEHMER

Die Zahl der Beschäftigten zum Stichtag30. Juni 2023 betrug 1.715 (31. Dezember 2022: 1.676) ohne Auszubildende.

7. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Gegenüber dem 31. Dezember 2022 haben sich die Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen nicht wesentlich verändert.

8. BERICHT ZU WESENTLICHEN GESCHÄFTEN MIT NAHESTEHENDEN PERSONEN

Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen haben im Berichtszeitraum nicht stattgefunden.

9. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.

Waldenburg, 9. August 2023

R. Stahl Aktiengesellschaft

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Dr. Mathias Hallmann
Vorstand

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und der Konzernzwischenlagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Waldenburg, 9. August 2023

R. Stahl Aktiengesellschaft

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Dr. Mathias Hallmann
Vorstand

FINANZKALENDER 2023

07. November

Zwischenmitteilung zum 3. Quartal 2023

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