RATIONAL AG

Landsberg a. Lech

Konzernabschluss zum 31.12.2012

Lagebericht des RATIONAL-Konzerns für das Geschäftsjahr 2012

Das Unternehmen RATIONAL

Weltmarktführer in der thermischen Speisenzubereitung

Das 1973 gegründete Unternehmen ist heute unangefochtener weltweiter Markt- und Technologieführer für Produkte zur thermischen Speisenzubereitung. Mit rund 1.300 Mitarbeitern in 28 Gesellschaften, davon über 700 in Deutschland, vermarkten wir unsere Produkte in allen Regionen der Welt. Hauptgesellschaft des Konzerns ist die RATIONAL Aktiengesellschaft (RATIONAL AG) mit Firmensitz in Landsberg am Lech.

Zwei operative Segmente

Die RATIONAL-Gruppe ist in zwei operative Segmente gegliedert, RATIONAL und FRIMA. Diese werden jeweils als Unternehmen im Unternehmen gesteuert. Die internen Berichtsstrukturen bilden diese Gliederung ab.

RATIONAL

Das Segment RATIONAL konzentriert sich auf Produkte, die Wärmeenergie durch Heißluft, Dampf oder die Kombination aus beidem übertragen. Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen durch den Vertrieb des SelfCookingCenter® whitefficiency® und des CombiMaster® Plus erzielt. Die Produkte werden ausschließlich am Hauptsitz in Landsberg am Lech produziert und weltweit über eigene Vertriebsgesellschaften, Vertriebsniederlassungen und Partner vermarktet.

FRIMA

Das Segment FRIMA erzielt den Großteil der Umsatzerlöse durch den Verkauf des VarioCookingCenter MULTIFICIENCY®, welches in Wittenheim (Frankreich) produziert wird. Dieses kocht mit direkter Kontakthitze oder in Flüssigkeit. Bis 2011 wurde das VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® ausschließlich in Europa angeboten. Seit Mitte 2012 sind wir über Partner auch in einzelnen Überseemärkten, z. B. Australien und Korea, aktiv.

Produkte und Märkte

RATIONAL-Produkte setzen Weltstandards

Wir sind der weltweite Markt- und Technologieführer für innovative Lösungen zur thermischen Speisenzubereitung. Unser oberstes Unternehmensziel lautet:

"Wir bieten den Menschen, die in den Profiküchen der Welt Speisen thermisch zubereiten, den höchstmöglichen Nutzen."

Damit wir diesem Anspruch gerecht werden, konzentrieren wir alle Ressourcen auf unsere Kernkompetenz, die Übertragung von Wärmeenergie auf Lebensmittel aller Art. Wir schaffen so die beste Voraussetzung, den Wettbewerbsvorsprung zu halten bzw. weiter auszubauen. Die Attraktivität unserer Produkte und Dienstleistungen steigt kontinuierlich. Dies drückt sich letztlich in den nachhaltig wachsenden Absatz- und Umsatzzahlen aus. Zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen und der mit großem Abstand führende Weltmarktanteil von über 50 % bestätigen sowohl die Wirksamkeit als auch die Richtigkeit unserer strategischen Unternehmensausrichtung.

Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal sind unsere intelligenten Garprozesse, die perfekte, jederzeit wiederholbare Garergebnisse ermöglichen. Entsprechend dem ausgewählten Wunschergebnis des Küchenchefs - beispielsweise dem äußeren Bräunungsgrad und der Garstufe (z. B. rosa oder durch) eines Bratens - ermittelt die eingebaute Kochintelligenz selbstständig den optimalen Garverlauf, sodass das Wunschergebnis ohne Aufsicht punktgenau erreicht wird. Der Koch wird benachrichtigt, sobald der Garprozess beendet ist oder er selbst aktiv werden muss. Darüber hinaus sind die Produkte äußerst flexibel in der Nutzung. Intelligente Mischbeschickungen erlauben es, verschiedene Speisen gleichzeitig zu garen. Dies erhöht die Auslastung der Geräte und führt zu noch besserer Effizienz.

Unsere Produkte sind in der Lage, praktisch alle Kochprozesse abzubilden. Sie können grillen, dämpfen, gratinieren, backen, gären, braten, schmoren, simmern, dünsten, pochieren, blanchieren, niedertemperaturgaren, frittieren und noch vieles mehr. Zusammen decken unsere Geräte die gesamte Bandbreite und Vielfalt der thermischen Speisenzubereitung ab und setzen weltweit technologische Standards. Sie ersetzen nahezu alle traditionellen Gargeräte in einer Profiküche.

Unsere Produkte sind zudem einfach zu reinigen. Sie befreien dadurch die Mitarbeiter in den Profiküchen der Welt von der sonst erforderlichen unliebsamen Aufgabe, die hartnäckigen Kochrückstände zu beseitigen. Das SelfCookingCenter® whitefficiency® erkennt automatisch den Verschmutzungszustand des Garraums und den Verkalkungsgrad des Dampfgenerators. Es schlägt die zu verwendende Reinigungsstufe und die Menge von Reiniger und Klarspüler vor. Die Reinigung erfolgt dann automatisch - auf Wunsch auch über Nacht. Beim VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® gibt es aufgrund der eingebauten Kochintelligenz kein Anbrennen oder Anhaften, sodass es sich sehr einfach mit der eingebauten Handbrause reinigen lässt und sofort wieder einsatzbereit ist. Dies spart Arbeitszeit, Energie, Reiniger und Wasser, schont die Umwelt und stellt den jederzeitigen, zuverlässigen Betrieb der Geräte sicher.

Das SelfCookingCenter® whitefficiency® und das VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® entlasten von Routinearbeiten. Gleichzeitig bieten sie ihren Anwendern eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten und verbessern die Speisenqualität. Unsere Geräte zeichnen sich durch sehr kurze Amortisationszeiten aus. Aufgrund von Einsparungen bei Rohwareneinsatz, Wasser, Raum, Personal und Energie amortisiert sich der Kaufpreis abhängig von der Anzahl der zubereiteten Essen bereits nach wenigen Monaten.

Das SelfCookingCenter® whitefficiency® und der CombiMaster® Plus sind als Gas- und Elektroausführung in jeweils sechs verschiedenen Größen, das VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® als Elektroausführung in drei verschiedenen Größen erhältlich. Wir bieten damit jeder Kundengruppe, je nach Anzahl der Essen, das richtige Gerät in der passenden Größe.

Zur optimalen Nutzung der Leistungsfähigkeit aller Gerätetypen offerieren wir unseren Kunden intelligentes Zubehör, welches selbst spezielle Anwendungen möglich macht.

Weltweite Kundenakzeptanz

Das SelfCookingCenter® whitefficiency® ist der neue Weltstandard

1976 hat der RATIONAL-Combi-Dämpfer von Landsberg aus den Siegeszug durch Deutschland und Europa und später in alle Welt angetreten und ist inzwischen aus den Profiküchen der Welt nicht mehr wegzudenken. Rund 100 Anbieter von Combi-Dämpfern gibt es weltweit, wovon jedoch nur eine Hand voll eine internationale Bedeutung haben. Weltweit sind aktuell rund 800.000 Combi-Dämpfer im Einsatz, davon ist jeder zweite von RATIONAL. Damit sind wir unangefochtener Weltmarktführer.

Die aktuelle Generation, das im September 2011 im Markt eingeführte SelfCookingCenter® whitefficiency®, hat sich bereits im ersten Jahr zum neuen Weltstandard entwickelt. Die überlegene Effizienz, die einfache Bedienung, die jederzeit wiederholbare hohe Garqualität - und das alles ohne Preiserhöhung - haben unsere Kunden rundum überzeugt.

Aber auch der ebenfalls im September 2011 eingeführte CombiMaster® Plus, unser Basismodell für einfache Kochanwendungen, überzeugt seine Kunden auf ganzer Linie.

Hohe Akzeptanz des FRIMA VarioCookingCenter MULTIFICIENCY®

Die Nutzer des FRIMA VarioCookingCenter MULTIFICIENCY®, welches bis 2011 nur in Europa zum Kauf angeboten wurde, sind begeisterte Botschafter dieser neuen, komplementären Technologie. Dies beweisen auch die Ergebnisse unserer letzten Kundenbefragung in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. 96 % der Nutzer sagen spontan, dass sie das VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® jederzeit wieder kaufen würden. Gründe hierfür sind insbesondere die intelligenten Garprozesse, die multifunktionale Nutzung, die deutlich verkürzten Produktionszeiten, die Möglichkeit des Übernachtgarens, die schnelle und kinderleichte Reinigung und die daraus resultierende sofortige Wiederverwendung.

Seit Mitte 2012 bieten wir das VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® auch in einzelnen Überseemärkten an, z. B. in Australien. Dort genießt es bereits hohe Anerkennung, was der Erhalt des hoch angesehenen "Fine Food Award Australia 2012" als bestes neues Küchengerät im australischen Markt unterstreicht. Der "Fine Food Award" prämiert die interessantesten und innovativsten Produktneuheiten und setzt Maßstäbe für Spitzenleistungen. Eine Jury mit Experten aus der Lebensmittelbranche und Gastronomie bewertet unter anderem nach den Kriterien Design, Leistung, Funktionalität, Innovation, Effektivität und Nachhaltigkeit.

Märkte und Kunden

Wir fokussieren uns auf eine klar definierte Zielgruppe: die Menschen, die in den Profiküchen der Welt Speisen thermisch zubereiten. Wir sind nicht nur das Unternehmen für Köche, sondern mit 250 Küchenmeistern im Vertrieb, in der Anwendungsforschung und -beratung auch das Unternehmen der Köche. Dadurch kennen wir die Wünsche und Bedürfnisse unserer Kunden aus erster Hand und sind so in der Lage, deren Probleme in bester Weise zu lösen.

Unsere Geräte sind ideal für jeden Betrieb ab ca. 30 Essen pro Tag geeignet. Das weltweite Marktpotenzial liegt bei mehr als 2,5 Mio. Profiküchen, Tendenz steigend. Derzeit kochen rund 30 % aller potenziellen Kunden mit Combi-Dämpfer-Technologie von RATIONAL oder von Wettbewerbern, das heißt, 70 % verwenden noch immer traditionelle Kochgeräte. Die Kundenbasis reicht dabei von der Sternegastronomie über Restaurants und Hotels, Gemeinschaftsverpflegung wie Betriebskantinen, Krankenhäuser, Schulen, Universitäten, Militär, Gefängnisse und Seniorenheime bis hin zu Fast-Food-Ketten, Caterern, Supermärkten, Metzgereien und mittlerweile auch Back- und Snackshops.

Über eigene Vertriebsgesellschaften und -partner sind wir in mehr als 100 Ländern vertreten. Die Strategie ist dabei, die Marktdurchdringung in jedem Land stetig zu erhöhen.

Kernabsatzmarkt ist Europa. Hier erzielen wir rund zwei Drittel der Umsatzerlöse, bei noch großem freiem Marktpotenzial. Neue Märkte in Asien und Amerika, wie China, Indien, Brasilien und Mexiko, gewinnen heute zunehmend an Bedeutung.

Strategie

Kundennutzenmaximierung als oberstes Unternehmensziel

Das Ziel allen Denkens und Handelns unserer Mitarbeiter ist es, dem Kunden stets den höchstmöglichen Nutzen zu bieten. Dieser Anspruch ist im Leitbild des Unternehmens fest verankert. Jede Handlung und Entscheidung wird hinterfragt, inwieweit sie unseren Kunden nutzt.

Finanzielle Kenngrößen wie Wachstum und Gewinn sind dabei keine Ziele, sondern das Ergebnis unserer gelebten Kundennutzenorientierung. Sie werden umso besser, je höher der Kundennutzen ist, den wir bieten.

Kundenorientierter Vertriebsprozess

Wir haben einen sehr speziellen, auf die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnittenen Vertriebsprozess. In einer mehrstündigen Produktvorführung, dem RATIONAL GarenLive und dem FRIMA GarenLive, überzeugen wir in enger Zusammenarbeit mit dem Fachhandel Anwender auf der ganzen Welt vom Mehrnutzen unserer Geräte. Die Bestellung des Gerätes, die Auslieferung und die Installation beim Kunden erfolgen über den Fachhandel, der die lokale Kundennähe weltweit sicherstellt.

Niedrige Fertigungstiefe, hohe Wertschöpfung

In der Fertigung setzen wir auf eine niedrige Fertigungstiefe und kombinieren diese mit langfristigen und zuverlässigen Partnerschaften auf der Lieferantenseite. Das Ziel ist maximale Flexibilität und beste Qualität zu optimalen Kosten bei hoher Loyalität zu den Lieferanten. Eigene Kapazitäten setzen wir nur dann ein, wenn wir etwas qualitativ besser oder preiswerter herstellen können als Dritte oder wenn ein bestimmtes System-Know-how für die Zukunftsentwicklung unserer Produkte besonders wichtig ist.

In der Montage leben wir das "One-Piece-Flow"-Prinzip. Das heißt, ein Mitarbeiter montiert ein komplettes Gerät und garantiert mit seinem Namen auf dem Typenschild für dessen Qualität. Die kleinste wirtschaftliche Losgröße in der Produktion liegt dadurch bei einem Gerät. Wir sind so in der Lage, jeden Kundenwunsch flexibel und kundenauftragsorientiert bei kürzesten Lieferzeiten zu erfüllen. Falls gewünscht, ist eine Auslieferung schon einen Tag nach der Bestellung möglich. Aufgrund der auftragsorientierten Produktion sind ein sonst übliches Fertigwarenlager und viele Schnittstellen entlang des Wertschöpfungsprozesses überflüssig. Durch die ganzheitliche Verantwortung eines Mitarbeiters für das komplette Gerät nutzen wir den hohen Ausbildungsstand unserer Mitarbeiter in bester Weise und stärken gleichzeitig deren Motivation. Über persönliche Arbeitszeitkonten wird die benötigte Produktionskapazität täglich an die Anzahl der vorhandenen Aufträge angepasst.

Organisches Wachstum

Das große noch freie Marktpotenzial erschließen wir nachhaltig und effizient durch den schrittweisen Ausbau unseres globalen Vertriebsnetzwerkes, und dies organisch ohne Akquisitionen. Neben der tieferen Marktdurchdringung in bereits gut entwickelten Märkten adressieren wir zunehmend das wachsende Potenzial in den aufstrebenden Schwellenländern.

Planung und Steuerung

In einem mehrstufigen Planungs- und Controllingsystem werden alle weltweiten Unternehmensprozesse geplant, erfasst, analysiert und mit einem Kennzahlensystem bewertet. Die Ergebnisse werden an die entsprechenden Entscheidungsträger berichtet. Notwendige Anpassungen und Korrekturmaßnahmen erarbeiten wir zeitnah und setzen diese unmittelbar um.

Qualität und Effizienz sind die zentralen Steuerungsinstrumente. Die Qualität aller Lieferanten und Servicepartner bewerten wir regelmäßig nach den gleichen Maßstäben wie die interne Leistungserstellung. Die Transparenz gewährleisten wir über klar definierte Unternehmensprozesse und die offene Kommunikation aller Ergebnisse. Gemeinsam mit unseren Lieferanten und Servicepartnern verbessern wir fortlaufend die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen.

In allen Unternehmensprozessen ist kontinuierliche Verbesserung gelebte Praxis. Rund 3.200 Verbesserungsvorschläge wurden allein im Jahr 2012 umgesetzt. Sie sind ein Beleg für die Identifikation unserer Mitarbeiter mit den außerordentlich hohen Anforderungen des Unternehmens an Qualität, Produktivität und Effizienz.

Finanzwirtschaftliche Steuerungskennzahlen sind neben der Absatz- und Umsatzentwicklung insbesondere das operative Ergebnis, die Kosten pro Gerät, die durchschnittliche Außenstandsdauer der Forderungen sowie die Liquidität und die Eigenkapitalquote.

Innovation als Wettbewerbsvorteil

Unsere wettbewerbsüberlegene Technologie ist das Fundament des wirtschaftlichen Erfolges. Im Jahr 2012 investierten wir allein im Bereich Forschung und Entwicklung 13,6 Mio. Euro (Vj. 14,9 Mio. Euro) in die Weiterentwicklung der Leistungsfähigkeit unserer Produkte und Dienstleistungen.

Die Technologieführerschaft ist das Ergebnis unserer Spezialisierung, des strukturierten Innovationsprozesses und des Einsatzes unserer hochqualifizierten Mitarbeiter. Mit über 80 Spezialisten verfügen wir über eines der größten Entwicklungsteams der Branche. Neben Ingenieuren verschiedener Fachrichtungen arbeiten Physiker in der Grundlagenforschung sowie Küchenmeister und Ökotrophologen in der Anwendungsforschung und -entwicklung. So werden wir auch im Bereich Forschung und Entwicklung unserem Anspruch gerecht, das Unternehmen der Köche zu sein.

Um unseren Innovationsprozess noch enger am Kundennutzen auszurichten, haben wir ihn an den einfachen Grundprinzipien des intelligenten Hausbaus orientiert. Der Produktarchitekt trägt die ganzheitliche Verantwortung für ein komplettes Produkt. Er überwacht und koordiniert als Unternehmer im Unternehmen eigenverantwortlich die gesamte Fertigstellung bis hin zur Serienreife und kümmert sich auch danach um Reklamationen. Die Leiter der Kompetenzzentren - z. B. Mechanik, Thermik oder Software - entwickeln permanent neue innovative, kreative und wettbewerbsüberlegene Verfahren und Methoden, die uns für alle Kunden immer attraktiver im Sinne des Kundennutzens machen.

Die zukunftsweisenden Innovationen, beispielsweise bei Garintelligenz, Garqualität, selbsterklärender Bedienung und Ressourceneffizienz, sind durch über 400 Patente und Patentanmeldungen geschützt.

Unternehmerische Verantwortung als Grundprinzip

Nachhaltiges Wirtschaften ist fester Bestandteil unserer Geschäfts- und Produktionsprozesse. Dies dient der langfristigen Zukunftssicherung unseres Unternehmens, gleichzeitig werden wir damit auch unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht.

Aktiver Umweltschutz

Unschlagbare Ressourceneffizienz unserer Produkte

Wir legen besonderen Wert auf den verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und die sparsame Verwendung aller Ressourcen. Ressourceneffizienz wird bei der Investitionsentscheidung unserer Kunden immer bedeutender und war deshalb bei der Entwicklung der neuen Produktgeneration eines der Schwerpunktthemen. Aus diesem Grund haben wir unseren Geräten auch die Beinamen whitefficiency® und MULTIFICIENCY® gegeben.

Der Ansatz ist dabei, aus jeder eingesetzten Ressource den maximalen Nutzen zu ziehen und dadurch die Umwelt so wenig wie möglich zu belasten. Das beginnt schon bei der Produktentwicklung durch den Einsatz wiederverwertbarer Komponenten, geht über die umweltzertifizierte Produktion und die besonders ressourcenschonende Vertriebslogistik und reicht bis zur Rücknahme der Altgeräte.

Ganz besonders gilt die Ressourceneffizienz aber beim täglichen Einsatz unserer Geräte in der Küche. Denn genau hier werden mit unserer Technologie die größten Einsparungen erzielt. Durch den nachhaltig reduzierten Verbrauch von Rohwaren, Energie, Wasser und Reinigungschemie wird nicht nur der Geldbeutel unserer Kunden, sondern auch die Umwelt geschont. Dies gilt sowohl im Vergleich zu traditioneller Gartechnologie als auch zu herkömmlichen Combi-Dämpfern.

Zertifiziertes Umweltmanagementsystem

Als nachhaltig orientiertes, international tätiges Unternehmen ist es unser Anspruch, ökologische Aspekte in alle unternehmerischen Entscheidungen einzubeziehen.

Wir unterhalten ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem. Ein Komitee mit Mitgliedern aus dem Qualitätsmanagement, der Produktentwicklung sowie dem Gebäude- und Fuhrparkmanagement definiert, bearbeitet und verabschiedet die Umweltziele des Unternehmens und überwacht deren Einhaltung.

Ziele im Rahmen des Umweltmanagementsystems sind die Reduzierung des Ressourcenverbrauchs, die Schärfung des Bewusstseins der Mitarbeiter in Umweltangelegenheiten, die Optimierung der Umweltleistung aller Geschäftspartner und die Sicherstellung der Abwasserqualität. Für den Ressourcenverbrauch setzen wir uns jährliche Einsparziele für Strom, Kraftstoff, Gas und Wasser.

Auch 2012 haben wir diese Einsparziele beim Ressourcenverbrauch - gemessen am Produktionsvolumen - weitgehend erreicht.

Innovative Gebäudetechnik minimiert Ressourcenverbrauch

Das Montage- und Versandgebäude gewährleistet mit modernster Technik eine nachhaltige Produktion bei geringem Ressourcenverbrauch. So wird durch den Einsatz von Nachtluft-Kältespeichern zur Klimatisierung oder die Minimierung des Einsatzes von künstlichem Licht mittels einer speziellen Gebäudearchitektur und automatisch regulierender Helligkeitssensoren eine höchstmögliche Energieeffizienz erzielt.

Sehr geringe Emissionswerte

Luftemissionen werden durch den Einsatz von Fahrzeugen mit modernster Technik im firmeneigenen Fuhrpark und bedarfsgerechte Tourenplanung reduziert. Die Versandlogistik erfolgt durch ISO-14001-zertifizierte Partnerunternehmen. Dabei streben wir möglichst emissionsarme Transportmethoden an, einschließlich der optimalen Auslastung der Versandkapazitäten und Bündelung der Warenströme.

Nahezu abwasserfreie Produktionsprozesse

Unsere Produktionsprozesse sind beinahe abwasserfrei. Noch anfallendes verunreinigtes Wasser wird durch eine eigene Aufbereitungsanlage, welche regelmäßig von einem unabhängigen Institut geprüft wird, gesäubert und abgeleitet. Die Unbedenklichkeit der Abwasserqualität wird laufend überprüft und sichergestellt.

Fachgerechtes Recycling

Alle Prozesse werden stets optimiert, um das Abfallaufkommen möglichst gering zu halten und die Zuführung zu Recycling-Systemen oder zur energetischen Verwertung zu stärken. Zusätzlich entstehen in den Produktionsprozessen geringe Mengen an Gefahrgut. Die Entsorgung erfolgt gemäß den Vorgaben der ISO 14001 durch einen Entsorgungsfachbetrieb. Die Einhaltung der Norm wird jährlich auditiert.

Für Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz ausgezeichnet

Seit 2011 sind wir Mitglied des Umweltpakts Bayern, einer freiwilligen Allianz von Politik und Wirtschaft. Die teilnehmenden Unternehmen haben das übergeordnete Ziel, die ökologischen, ökonomischen und sozialen Grundlagen der heutigen und der künftigen Generationen in Bayern zu verbessern. Im Vordergrund steht dabei die vorausschauende Vermeidung künftiger Umweltbelastungen.

Die herausragende Arbeit im Bereich Umweltmanagement wurde von der Umweltberatungsagentur "Lean and Green" besonders ausgezeichnet. "Lean and Green" ist spezialisiert auf die Beratung der produzierenden Industrie hinsichtlich der systematischen und konsequenten Reduzierung des Energieverbrauchs. Wir erhielten bereits 2010 im Rahmen des sogenannten "Green Assessment" als eines der besten Industrieunternehmen Europas den "Lean and Green"-Award und sind deshalb berechtigt das "Lean and Green"-Siegel zu tragen. Vor allem die Professionalität im Umweltmanagement und die konsequente Implementierung des Themas Energieeffizienz in allen Unternehmensprozessen wurden dabei als vorbildlich eingestuft.

Auch unsere Produkte wurden aufgrund des geringen Verbrauchs von Energie, Wasser und Reiniger mehrfach ausgezeichnet. Der Erhalt des "Green Excellence Award 2011" und des "Grünen Bands 2012" für Nachhaltigkeit im Außer-Haus-Markt bestätigen dies eindrucksvoll.

Mitarbeiter

Erfolgsfaktor Mitarbeiter

Zufriedene Mitarbeiter haben zufriedene Kunden und sichern so den langfristigen Unternehmenserfolg. Ohne hochqualifiziertes und motiviertes Personal wäre der Erfolg des Unternehmens weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft möglich.

Wir entwickeln jeden Mitarbeiter entsprechend seinen Stärken, delegieren in großem Maß Verantwortung und fördern Selbst- und Mitbestimmung. Das Resultat ist eine hohe Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit. Gemäß einer Umfrage aus dem Jahr 2012 sind 93 % aller Mitarbeiter stolz bei RATIONAL zu arbeiten. Ein Ergebnis daraus ist die Treue und Loyalität unserer Mitarbeiter. 2012 konnten 31 Mitarbeiter für ihre langjährige Firmenzugehörigkeit geehrt werden. Die Fluktuationsquote beträgt in Deutschland lediglich 5 % und weltweit 10 %. Über 80 % der neu zu besetzenden Führungspositionen konnten 2012 mit Mitarbeitern aus den eigenen Reihen besetzt werden.

Die gruppenweite Zahl der Mitarbeiter ist 2012 von 1.224 auf 1.263 (Stichtag 31. Dezember 2012) gestiegen. Davon waren 749 Personen in Deutschland beschäftigt.

Der U.i.U.® ist unsere Zukunft

Ein wichtiger Erfolgsbaustein zur Erhöhung der Motivation und Eigenständigkeit unserer Mitarbeiter ist das Prinzip des "Unternehmers im Unternehmen" (U.i.U.®). Der U.i.U.® arbeitet wie ein Unternehmer in seinem Bereich. Er beherrscht und erfüllt seine Aufgaben, entwickelt die Arbeitsmethoden weiter, trifft die notwendigen Entscheidungen und übernimmt dafür selbst die Verantwortung. Er lernt aus seinen Fehlern und vermeidet so deren Wiederholung. Er ist auf Augenhöhe mit Kollegen und Vorgesetzten und vertritt seine Meinung.

Zukunftssicherung durch Ausbildung und Nachwuchsprogramme

Bei der langfristigen Qualifizierung aller Mitarbeiter legen wir großen Wert auf die Ausbildung im Unternehmen selbst. Die qualifizierte Berufsausbildung ist ein wichtiger Baustein, der wesentlich zur Zukunftsfähigkeit des Unternehmens beiträgt. Neben der klassischen Berufsausbildung gewinnen auch duale Studiengänge immer mehr an Bedeutung. Zum Jahresende befanden sich 41 Mitarbeiter in der Ausbildung als Industriekaufmann/-frau, Industriemechaniker, Mechatroniker, Fachinformatiker oder Koch. Zusätzlich befanden sich elf Studenten in einem dualen Studium in den Fachbereichen Mechatronik, Maschinenbau, Wirtschaftsinformatik und International Business.

Zudem bieten wir in allen Bereichen des Unternehmens Nachwuchsprogramme für qualifizierte Hochschulabsolventen an. Sie sind darauf ausgerichtet, junge Menschen auf die Führungsaufgaben von morgen vorzubereiten. Durch den gezielten Einsatz in verschiedenen Prozessen und die frühzeitige Übernahme von konkreter Verantwortung bauen diese Mitarbeiter breites Fachwissen auf, erkennen ihre Stärken und Vorlieben und entwickeln ihre Persönlichkeit zielgerichtet weiter. Dabei werden sie durch den Vorstand und die jeweilige Führungskraft intensiv begleitet. Zum 31. Dezember 2012 hatten wir in den verschiedenen Bereichen weltweit 31 Nachwuchskräfte im Einsatz.

Stärken stärken - das Grundprinzip der Personalentwicklung

Unser Ziel ist es, die fachlichen und persönlichen Stärken unserer Mitarbeiter weiterzuentwickeln sowie ein ganzheitliches Verständnis für das gesamte Unternehmen zu vermitteln. Zudem fördern wir den Aufbau interner Netzwerke durch das Lernen in prozessübergreifenden Gruppen.

Im internationalen Förderkreis erhalten potenzielle Führungskräfte einen detaillierten Überblick, wie unser Unternehmen funktioniert. Fachliche Themen wie Controlling, Marketing und Vertrieb, Produktion und Logistik, Qualitätsmanagement sowie Führung und Persönlichkeit sind wichtige Lerninhalte. Besonderes Highlight ist die Projektarbeit zwischen den einzelnen Modulen, in der sich die Teilnehmer in Teams mit strategischen Fragestellungen auseinandersetzen, die Ergebnisse vor dem Vorstand präsentieren und später im Unternehmen umsetzen.

Vergütung und Sozialleistungen

Die überdurchschnittlichen Leistungen unserer Mitarbeiter vergüten wir auch überdurchschnittlich. Wir gewähren, neben der Zahlung von Weihnachts- und Urlaubsgeld, viele Zusatz- und Sozialleistungen, wie z. B. Essensgeld oder Fahrtkostenzuschüsse. Außerdem beteiligen wir unsere Mitarbeiter seit vielen Jahren auf freiwilliger Basis am Unternehmensgewinn.

Gleichstellung als Selbstverständlichkeit

Alle Mitarbeiter erfahren dieselbe Wertschätzung, den gleichen Respekt und haben vergleichbare Chancen. Sie sind zudem aufgerufen, eine Atmosphäre respektvollen Miteinanders zu schaffen und Diskriminierungen entgegenzutreten. Bei der Besetzung von Positionen bzw. bei Beförderungen sind ausschließlich die Qualifikation und die Erfahrung der betreffenden Person entscheidend.

Angaben zur Frauenquote im Unternehmen sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.

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  Mitarbeiter Anteil Frauen
Gesamtbelegschaft 1.263 30 %
Deutschland 749 29 %
Ausland 514 31 %
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  Mitarbeiter Anteil Frauen
Führungspositionen 190 22 %
Deutschland 83 19 %
Ausland 107 24 %

Stand: 31. Dezember 2012

Gesellschaftliche Verantwortung

Als Partner und Förderer unterstützen wir eine Vielzahl kultureller Projekte in der Region sowie wohltätige und gemeinnützige Organisationen.

RATIONAL unterstützt den ehrenamtlichen Einsatz der beiden ehemaligen Oberärzte des Klinikums Landsberg, Dr. Soeren Gatz und Dr. Michael Pahl, im "Hôpital Protestant de Ndoungue" in Kamerun. Die Ärzte sind dort im Rahmen eines Projektes der Humanitären Hilfe e.V., Landsberg, tätig. Ziel ist es, das über 100 Jahre alte Krankenhaus mit 200 Betten so instand zu setzen, dass es die medizinische Versorgung der armen Region im Südwesten Kameruns wieder aus eigener Kraft bewerkstelligen kann. RATIONAL finanzierte mit einer Spende die Anschaffung eines mobilen Röntgengerätes, das die chirurgische und endoskopische Behandlung nachhaltig verbessert.

Die Unterstützung behinderter Menschen wird besonders durch die intensive Zusammenarbeit mit der Isar-Würm-Lech gGmbH (IWL) und dem Regens-Wagner-Werk Holzhausen geprägt. Diese betreiben Werkstätten für behinderte Menschen, von denen wir verschiedene Vorprodukte und Dienstleistungen beziehen. Ebenso werden Mitarbeiter der IWL im RATIONAL-Serviceteileversand eingesetzt.

RATIONAL ist Partner der Initiative "United Against Waste"

Allein in Deutschland werden rund 11 Millionen Tonnen Lebensmittel pro Jahr weggeworfen. Die dadurch erhöhte Nachfrage nach Lebensmitteln treibt die Preise für Grundnahrungsmittel in die Höhe, sodass sich in den Entwicklungsländern ein Großteil der Menschen elementare Dinge wie Weizen oder Mais nicht mehr leisten kann und Hunger leidet.

Um die Lebensmittelverschwendung entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Foodservice-Marktes aktiv zu bekämpfen hat Unilever Food Solutions die Initiative "United Against Waste" ins Leben gerufen. Ziel ist es, herauszufinden, an welchen Stellen des Prozesses Verschwendung stattfindet und wie man diese reduzieren oder ganz vermeiden kann.

Bei RATIONAL haben die Themen Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit seit Gründung des Unternehmens eine zentrale Bedeutung. Dazu gehört auch, dass weniger Rohwaren zur Speisenzubereitung eingesetzt werden müssen, indem Garverluste minimiert werden. Auch die Fehlbedienung der Geräte ist nahezu unmöglich, sodass die Ausschussquote erheblich reduziert ist. Aus diesem Grund unterstützen wir die Initiative "United Against Waste" aktiv als Partner.

RATIONAL fördert die Ausbildung junger Menschen

Mit einer Spende haben wir 2012 das Stipendienprogramm Studienkompass unterstützt. Studienkompass begleitet Gymnasiasten aus Nicht-Akademikerfamilien von der 11. Klasse an, hilft ihnen beim Übertritt auf eine Hochschule und fördert die Ausbildung der jungen Menschen bis zum zweiten Studiensemester. Während dieser Zeit begleiten die Mitarbeiter von Studienkompass - ehrenamtlich oder hauptberuflich - die Schüler und Studenten in Praxisworkshops und als ständiger Ansprechpartner.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Weltwirtschaft weiter auf Wachstumskurs

Die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr, insbesondere aufgrund der globalen Schuldenkrise der klassischen Industriestaaten, von allgemeiner Verunsicherung geprägt. Dennoch konnte die Wirtschaftsleistung auch 2012 zulegen. Nach einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,8 % in 2011 war die Steigerungsrate mit 2,9 % zwar rückläufig, blieb aber dennoch auf gutem Niveau (Quelle: Deutsche Bank, Dezember 2012).

Wachstumsimpulse kamen vor allem aus China (+7,7 %), Indien (+4,6 %) und Russland (+4,0 %). Aber auch in den USA (+2,2 %) und in Japan (+1,6 %) waren die Wachstumsraten solide. Europa - insgesamt betrachtet - rutschte dagegen in eine leichte Rezession. Die Wirtschaftsleistung war um rund 0,5 % rückläufig. Verantwortlich für diesen Rückgang waren insbesondere die Länder Italien, Spanien, Griechenland und Portugal. Unser Heimatmarkt Deutschland zeigte dementgegen ein Wirtschaftswachstum von 0,8 %.

Auch die Entwicklung der Währungskurse war von Verunsicherung geprägt. Dabei stand der Euro aufgrund der bestehenden Sorgen eines Auseinanderbrechens der Eurozone deutlich unter Druck. Fast alle für uns relevanten Fremdwährungen werteten im Vergleich zum Euro - teilweise sehr deutlich - auf. Erst gegen Mitte des Jahres, als es erste Zeichen einer Einigung über eine Rettung Griechenlands gab, entspannte sich die Lage etwas und die Euro-Notierungen erholten sich. Im Jahresdurchschnitt zeigten der chinesische Yuan (+10 %), der US-Dollar (+8 %), der japanische Yen (+7 %), das britische Pfund (+7 %) und der kanadische Dollar (+7 %) spürbar positive Kursausschläge im Vergleich zum Vorjahr. Nur geringe Veränderungen verzeichneten die schwedische Krone (+4 %), der Schweizer Franken (+2 %), der russische Rubel (+2 %) und der polnische Zloty (-1 %). Gegenüber dem Euro merklich an Wert verloren hat im Vorjahresvergleich lediglich der brasilianische Real (-8 %). Per saldo hatten die Veränderungen an den Devisenmärkten einen insgesamt positiven Einfluss auf unsere Umsatz- und Ergebnissituation.

Gute Branchenentwicklung - regionale Unterschiede

Die Großküchenbranche entwickelte sich im Jahr 2012 entsprechend den Erwartungen dynamisch und konnte den positiven Trend der letzten beiden Jahre fortsetzen. Hier zeigt sich einmal mehr, dass die Konzentration auf ein menschliches Grundbedürfnis ein gewisses Maß an Sicherheit bietet, selbst in Phasen wirtschaftlicher Unsicherheit.

Analog zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung waren jedoch auch hier regionale Unterschiede festzustellen. In Asien und Amerika zeigte die Großküchenbranche, beinahe ungetrübt durch die internationale Schuldenkrise, gute Zuwächse. In Europa war die Branchenentwicklung dagegen sehr heterogen. Während Märkte wie Deutschland, die nordeuropäischen Länder oder auch Großbritannien gewachsen sind, war in Südeuropa die Situation deutlich schlechter.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Im Berichtsjahr gab es keine Änderungen von rechtlichen Rahmenbedingungen, die unser Geschäft wesentlich beeinflusst haben.

Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2012

Internationalisierung wird weiter vorangetrieben

Auch im Jahr 2012 konnten wir das internationale Wachstum erfolgreich fortsetzen. Insbesondere die tiefere Durchdringung der großen offenen Marktpotenziale Asiens und Amerikas schritt mit deutlich überdurchschnittlichen Wachstumsraten weiter voran. Um unsere Technologien auch in den aufstrebenden Märkten Mittelamerika und Indien noch schneller zu etablieren, haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr eine eigene Tochtergesellschaft in Mexiko gegründet, in Indien haben wir mit der Gründung begonnen. Mit eigenen Vertriebsmitarbeitern vor Ort sind wir so näher an unseren Kunden, um diese vom großen Nutzen und von der hohen Effizienz unserer Produkte und Services zu überzeugen.

Internationale, aber auch lokale Kettengastronomie gewinnt in allen Regionen der Welt zunehmend an Bedeutung. Dies umfasst neben Fast-Food-Ketten auch die Handelsgastronomie. Durch den Trend hin zu gesünderer und variantenreicherer Ernährung bieten auch die sogenannten "Quick Service Restaurants" ein immer breiteres Speisenangebot mit anspruchsvollen Garprozessen an. Aufgrund dessen setzt auch diese Kundengruppe bei der Speisenzubereitung verstärkt auf Combi-Dämpfer-Technologie. Um das große Potenzial dieses Marktsegments effizient zu nutzen, haben wir in allen Teilen des Wertschöpfungsprozesses Positionen geschaffen, die sich speziell um die Belange dieser Zielgruppe kümmern und gemeinsam mit den Kunden maßgeschneiderte Lösungen erarbeiten.

Bau eines neuen Büro- und Schulungsgebäudes in Landsberg

Weltweites Wachstum und der Ausbau der internationalen Vertriebsorganisation erfordern auch die entsprechende Anpassung und Erweiterung der Infrastruktur. Deshalb haben wir im Sommer 2012 mit der Errichtung eines neuen Büro- und Schulungsgebäudes am Hauptsitz in Landsberg am Lech begonnen.

Auf einer Fläche von 450 Quadratmetern entstehen vier neue, hochmoderne Trainingscenter für Schulungen und praktische Kochanwendungen. Ein automatisches Trennwandsystem ermöglicht zusätzlich Großveranstaltungen mit bis zu 200 Teilnehmern. Damit tragen wir dem Jahr für Jahr wachsenden Schulungsbedarf unserer Kunden Rechnung.

Neuer Personalvorstand

Seit Dezember 2012 verstärkt Herr Dr. Peter Stadelmann unser Vorstandsteam als Vorstand für den Bereich Personalentwicklung und Personalmanagement.

Internationale Preise belegen die hohe Unternehmensqualität

Auch im Jahr 2012 erhielten wir als Unternehmen, aber auch für unsere Produkte zahlreiche internationale Auszeichnungen. Prämiert wurden dabei Aspekte wie Ressourceneffizienz, die hervorragende Unternehmensqualität, Markenstärke, Marketingqualität und Innovationskraft. Nähere Informationen hierzu werden in der Rubrik "Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren" aufgeführt.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Die RATIONAL-Gruppe blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2012 zurück. Trotz des allgemein unsicheren wirtschaftlichen Umfelds konnten wir unsere Wachstumsprognose von 10 % beim Umsatz übertreffen und ein überproportionales Ergebniswachstum ausweisen. Mit Umsatzerlösen von 435 Mio. Euro und einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 123 Mio. Euro erreichten wir neue Bestmarken in der Firmengeschichte. Dabei trugen alle Regionen weltweit zum profitablen Wachstum bei.

Positive Auftragsentwicklung

RATIONAL erzielt Umsatzerlöse im Wesentlichen durch den Vertrieb von Geräten zur thermischen Speisenzubereitung (SelfCookingCenter® whitefficiency®, CombiMaster® Plus, VarioCookingCenter MULTIFICIENCY®) sowie durch den nachgelagerten Verkauf von Zubehör, Ersatzteilen und Reinigern. Mit 77 % hat der Geräteabsatz den größten Anteil an den Gesamterlösen.

Wir produzieren ausschließlich nach Kundenauftrag. Die Lieferzeiten betragen durchschnittlich ein bis zwei Tage. Dadurch ist unser Auftragsbestand generell auf relativ niedrigem Niveau und entspricht einer Reichweite von zwei bis drei Wochen. Innerhalb eines Geschäftsjahres gibt es deshalb keine nennenswerten Unterschiede in der Entwicklung von Auftragseingängen und Umsatzerlösen.

Geschäftsverlauf 2012: 11 % Umsatzwachstum

Mit einem Gesamtumsatz von 435,0 Mio. Euro (Vj. 391,7 Mio. Euro) konnten wir im Vergleich zum Vorjahr um 11 % wachsen und damit unsere Wachstumsprognose von rund 10 % übertreffen. Dabei resultiert die Umsatzsteigerung nahezu komplett aus dem im Vorjahresvergleich höheren Absatzvolumen. Die Durchschnittspreise blieben im Wesentlichen stabil.

Umsatzentwicklung 2003 bis 2012 in Mio. EUR

Rund ein Drittel der Umsatzerlöse erzielen wir in Fremdwährungen. Dabei sind das britische Pfund (10 % Umsatzanteil), der US-Dollar (9 %), der japanische Yen (5 %) und die schwedische Krone (3 %) die bedeutendsten Währungen außerhalb des Euro. Die schwache Entwicklung des Euro im Vergleich zu den für uns relevanten Fremdwährungen hat unsere Umsatzentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt positiv beeinflusst. Rund 2 Prozentpunkte des Wachstums sind daher auf Währungseffekte zurückzuführen.

Einen wesentlichen Beitrag zur positiven Geschäftsentwicklung leistete das im September 2011 neu eingeführte SelfCookingCenter® whitefficiency®, welches sich in kürzester Zeit als der neue Leistungsstandard in der Profiküche weltweit durchgesetzt hat.

Aber auch das VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® überzeugt auf ganzer Linie. Mit einer Umsatzentwicklung von +14 % im Vergleich zum Vorjahr trägt es wesentlich zur Erfolgsgeschichte des Jahres 2012 bei.

Erfreulich ist, dass das Wachstum von allen Regionen der Welt getragen wurde. Insbesondere Amerika (+27 %) und Asien (+26 %) wiesen überdurchschnittliche Wachstumsraten aus. Trotz des unsicheren wirtschaftlichen Umfelds konnten wir auch in Europa (ohne Deutschland) um 6 % wachsen. Unser größter Einzelmarkt Deutschland lag mit einem Umsatzplus von 1 % nur leicht über Vorjahr. Auch die unter "Übrige Welt" zusammengefassten Regionen haben nach einem schwachen ersten Halbjahr aufgrund der guten Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte wieder zum Unternehmenswachstum beigetragen (+6 %).

Dabei konnten wir im Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres die Umsatzerlöse von Quartal zu Quartal jeweils steigern. In den ersten drei Quartalen sind wir im Vergleich zum Vorjahr deutlich gewachsen. Im vierten Quartal lagen die Umsatzerlöse dagegen auf Vorjahresniveau. Die Hauptursache hierfür ist der Basiseffekt aufgrund des Produktwechsels im September 2011, woraufhin die Umsatzerlöse im vierten Quartal 2011 ungewöhnlich stark angestiegen sind.

Bruttoergebnis um 12 % über Vorjahr

Wir konnten das Bruttoergebnis vom Umsatz leicht überproportional zur Umsatzsteigerung um 12 % auf 261,7 Mio. Euro (Vj. 234,4 Mio. Euro) verbessern. Die Rohertragsmarge lag mit 60 % auf dem Niveau des Vorjahres (Vj. 60 %).

Deutlich unterproportionale Kostensteigerung

Im Jahr 2012 sind die operativen Kosten für Vertrieb und Service, Forschung und Entwicklung sowie allgemeine Verwaltung deutlich unterproportional im Vergleich zum Umsatzwachstum gestiegen. Ein wesentlicher Grund hierfür war der Wegfall der Einmalbelastungen des Vorjahres aufgrund des Produktwechsels. Zudem haben wir die Effizienz in allen Bereichen des Unternehmens weiter gesteigert und dadurch Kosten gesenkt. Insgesamt fielen operative Kosten in Höhe von 138,2 Mio. Euro an und damit 4 % mehr als im Vorjahr (Vj. 133,1 Mio. Euro).

Die Vertriebs- und Servicekosten legten im Vorjahresvergleich um 5 % auf 105,8 Mio. Euro (Vj. 100,7 Mio. Euro) zu Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen gingen um 9 % auf 13,6 Mio. Euro (Vj. 14,9 Mio. Euro) zurück. Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen um 8 % von 17,5 Mio. Euro auf 18,8 Mio. Euro.

28 % EBIT-Marge

Mit 122,7 Mio. Euro (Vj. 102,2 Mio. Euro) lag das EBIT um 20 % über Vorjahr. Neben den deutlich höheren Umsatzerlösen liegt dies insbesondere an der gesteigerten Effizienz in allen Unternehmensbereichen.

Mit einer EBIT-Marge von 28 % (Vj. 26 %) sind wir ein außergewöhnlich ertragsstarkes Unternehmen. Die deutliche Verbesserung ist vor allem auf die zum Umsatzwachstum unterproportionale Kostensteigerung zurückzuführen.

Die Steuerquote lag 2012 im Konzern bei 24 % (Vj. 23 %). Der absolute Steueraufwand belief sich auf 29,1 Mio. Euro (Vj. 23,7 Mio. Euro).

Der Jahresüberschuss in Höhe von 93,3 Mio. Euro übertraf das Vorjahr (Vj. 78,7 Mio. Euro) deutlich um 18 %. Die Nettomarge betrug 21 % (Vj. 20 %).

Rendite auf das eingesetzte Kapital auf hohem Niveau

Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROIC) erreichte erneut ein hohes Niveau. 2012 lag der ROIC bei 38 % (Vj. 33 %) und überstieg damit den zugrunde gelegten Kapitalkostensatz von 9 % um 29 Prozentpunkte. Daraus resultierte ein positiver Beitrag zur Steigerung des Unternehmenswerts von 72,1 Mio. Euro. Die Eigenkapitalrendite lag bei 42 % (Vj. 36 %).

Segmentbericht

RATIONAL

Das Segment RATIONAL konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr die Umsatzerlöse um 11 % auf 412,6 Mio. Euro (Vj. 372,5 Mio. Euro) steigern. Das EBIT erreichte 119,4 Mio. Euro (Vj. 99,7 Mio. Euro) und lag damit um 20 % über Vorjahr. Daraus resultierte eine EBIT-Marge von 29 % (Vj. 27 %).

FRIMA

Das Segment FRIMA erzielte eine Steigerung der Umsatzerlöse um 14 % auf 25,7 Mio. Euro (Vj. 22,6 Mio. Euro). Gemessen an der Gruppenentwicklung in Europa (+6 %), wo FRIMA nahezu seine gesamten Umsätze erlöst, ist das Wachstum überdurchschnittlich. Das EBIT stieg um 19 % auf 3,0 Mio. Euro (Vj. 2,6 Mio. Euro). Die EBIT-Marge erreichte 12 % und lag damit auf Vorjahresniveau (Vj. 11 %).

Finanzlage

RATIONAL konnte im Jahr 2012 die hohe Finanzkraft des Unternehmens erhalten und sogar noch stärken. Die hohe Liquiditätsquote von 51 % (Vj. 43 %) zum Bilanzstichtag unterstreicht unsere Unabhängigkeit von Banken und dem Kapitalmarkt.

Finanzstrategie: Sicherheit vor Rendite

Die Finanzstrategie von RATIONAL ist, die hohe Finanzkraft des Unternehmens zu erhalten und die finanzielle Unabhängigkeit auch weiterhin sicherzustellen, Risiken zu minimieren sowie die optimale Verwendung der Finanzmittel zu gewährleisten. Das Finanzmanagement umfasst dabei schwerpunktmäßig die Steuerung der Kapitalstruktur, insbesondere der Finanz- und Geldanlagen, das Management von Währungsrisiken, das Forderungsmanagement und die Liquiditätssteuerung der gesamten Gruppe.

Durch stets ausreichende Liquidität sind wir unabhängig von Banken und dem Kapitalmarkt. Dies ermöglicht schnelle unternehmerische Entscheidungen, vor allem auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Wir sind dadurch in der Lage unser Wachstum aus eigenen Mitteln zu finanzieren und haben jederzeit eine Liquiditätsreserve für unerwartete gesamtwirtschaftliche Entwicklungen.

Bei der Anlage der liquiden Mittel steht Kapitalerhalt vor Rendite. Deshalb legen wir ausschließlich in kurz laufende, Euro-denominierte Fest- und Tagesgelder bei Banken mit einem Spitzen-Rating an.

Hohe Liquidität schütten wir nach einem Beschluss durch die Hauptversammlung an unsere Aktionäre aus. In den vergangenen Jahren wurden durchschnittlich über 70 % des Nettoergebnisses als Dividende ausbezahlt.

Operativer Cashflow deutlich gesteigert

Aufgrund unseres wenig kapitalintensiven Geschäftsmodells mit sehr geringer Fertigungstiefe und dem effizienten Forderungsmanagement ist der operative Cashflow regelmäßig auf sehr hohem Niveau.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erreichte der operative Cashflow 111,4 Mio. Euro und lag damit um 43,7 Mio. Euro oder 65 % über Vorjahr (67,7 Mio. Euro). Die Hauptursachen dafür waren das gestiegene Ergebnis (+20,0 Mio. Euro), niedrigere Ertragsteuerzahlungen im Jahr 2012 (-7,1 Mio. Euro) und der Abbau des Working Capitals (-3,6 Mio. Euro, Vj. +15,2 Mio. Euro).

Der Free Cashflow, bestehend aus dem operativen Cashflow abzüglich der Investitionen ins Anlagevermögen (9,4 Mio. Euro), erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr 102,0 Mio. Euro (Vj. 62,0 Mio. Euro) und übertraf damit den Vorjahreswert deutlich.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit reflektiert die Dividendenausschüttung an unsere Aktionäre, Mittelzuflüsse aus der Aufnahme von Darlehen sowie Tilgungs- und Zinszahlungen für unsere Bankdarlehen. Im Berichtsjahr haben wir für das Geschäftsjahr 2011 Dividenden in Höhe von insgesamt 62,5 Mio. Euro an unsere Aktionäre ausgeschüttet. Für Investitionen in Immobilien und Maschinen haben wir Darlehen in Höhe von 8,2 Mio. Euro aufgenommen. Insgesamt belief sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit auf -57 Mio. Euro (Vj. -106,0 Mio. Euro).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von -38,0 Mio. Euro enthält unter anderem die Investitionen in das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögenswerte. Diese lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 9,4 Mio. Euro und damit 3,7 Mio. Euro über Vorjahr (Vj. 5,7 Mio. Euro). Darin enthalten sind Erweiterungsinvestitionen in Höhe von 4,9 Mio. Euro für ein erworbenes Grundstück, den Neubau eines Büro- und Schulungsgebäudes in Landsberg und die Modernisierung und Erweiterung unseres Maschinenparks in der Komponentenfabrik. Daneben haben wir im abgelaufenen Jahr rund 30 Mio. Euro zusätzlich in Finanzanlagen mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten angelegt.

Hohe Liquidität

Der Bestand an kurzfristigen Finanzmitteln und Geldanlagen erhöhte sich im Jahresverlauf um 45,6 Mio. Euro auf 166,4 Mio. Euro (Vj. 120,8 Mio. Euro). Die liquiden Mittel repräsentierten damit 51 % der Bilanzsumme (Vj. 43 %).

Darin enthalten ist ein Betrag von 2,7 Mio. Euro aus der Aufnahme eines Darlehens zur Finanzierung des neuen Büro- und Schulungsgebäudes. Dies betrifft Liquidität, die anhand des Baufortschritts noch nicht ihrer bestimmungsgemäßen Verwendung zugeführt wurde und vertragsgemäß auf einem an die finanzierende Bank verpfändeten Konto geführt wird.

Zudem verfügen wir über freie Kreditlinien in Höhe von 27,5 Mio. Euro (Vj. 32,0 Mio. Euro).

5,70 Euro Dividende vorgeschlagen

Die Prognosen für die konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2013 sind stabil. Dennoch bleiben die Unsicherheiten infolge der internationalen Schuldenkrise weiterhin unverändert bestehen. Aufsichtsrat und Vorstand haben daher beschlossen, der Hauptversammlung für 2012 eine Dividende von 5,70 Euro pro Aktie (Vj. 5,50 Euro) vorzuschlagen. Die daraus resultierende Dividendenrendite beträgt 2,6 % (bezogen auf den Jahresschlusskurs 2012). Insgesamt ist eine Ausschüttung von 64,8 Mio. Euro geplant.

Selbst nach der Dividendenausschüttung bleibt die Liquiditätsausstattung des Unternehmens auf hohem Niveau. So sind wir gut gewappnet, alle möglichen Probleme zu meistern, die sich aus der Schuldenkrise noch ergeben könnten.

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente

Die Auslagerung von Verbindlichkeiten in entsprechende Zweckgesellschaften findet bei RATIONAL nicht statt. In sehr geringem Umfang wurden Operate-Leasing-Verträge für technische Anlagen, Firmen-Pkw und EDV-Ausstattung sowie Mietverträge für Büroräume abgeschlossen. Aus diesen erwarten wir in den nächsten fünf Jahren Zahlungen in Höhe von 8,5 Mio. Euro (Vj. 9,9 Mio. Euro). Auf die Vermögenslage haben außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente daher keinen wesentlichen Einfluss.

Langfristige Finanzierungsmaßnahmen

Investitionen in das Sachanlagevermögen finanzieren wir grundsätzlich durch langfristige Bankdarlehen. Dementsprechend sind die größte Position in den langfristigen Verbindlichkeiten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 22,5 Mio. Euro (Vj. 17,2 Mio. Euro). Diese dienen der Finanzierung des 2008 fertig gestellten Montage- und Versandgebäudes, des neuen Büro- und Schulungsgebäudes sowie von Fertigungsanlagen der Komponentenfabrik. Der Großteil der Darlehenssumme hat eine Laufzeit bis 2022 und eine Zinsbindung bis 2017.

Die Neubaufinanzierungen über 6,9 Mio. Euro wurden bereits in voller Höhe abgerufen und sind durch Grundschuld abgesichert. Die Maschinenfinanzierung zur Erweiterung und Modernisierung der Fertigungsanlagen in der Komponentenfabrik in Höhe von 1,3 Mio. Euro ist nicht besichert.

Vermögenslage

RATIONAL verfügt über eine sehr solide Bilanzstruktur. Mit einer Eigenkapitalquote von 73 % und einem Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte von über 80 % gewährleistet diese jederzeit höchste Sicherheit und Flexibilität.

Solide Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2012 um 15 % von 283,2 Mio. Euro auf 326,2 Mio. Euro angestiegen. Dies resultiert maßgeblich daraus, dass einem Konzernergebnis von 93,3 Mio. Euro eine Dividendenausschüttung von 62,5 Mio. Euro gegenüberstand. Dadurch ist das Eigenkapital deutlich um 15 % auf 237,4 Mio. Euro (Vj. 206,9 Mio. Euro) gewachsen. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag mit 73 % auf dem Niveau des Vorjahres (Vj. 73 %).

Die langfristigen Vermögenswerte haben sich 2012 aufgrund der Neuinvestitionen in Immobilien und Maschinen um 3,1 Mio. Euro erhöht.

Auch die kurzfristigen Vermögenswerte sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um 39,9 Mio. Euro gewachsen. Hier war vor allem die gesteigerte Liquidität (+45,6 Mio. Euro) der wesentliche Treiber. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte betrug zum Bilanzstichtag 81 % (Vj. 79 %) und ist damit leicht gestiegen.

Die Kapitalbindung in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen optimieren wir ständig. So konnte die durchschnittliche Außenstandsdauer (DSO - Days Sales Outstanding) 2012 auf 49 Tage (Vj. 50 Tage) reduziert und der Anteil der überfälligen Forderungen mit durchschnittlich 6 % (Vj. 6 %) stabil gehalten werden. 2012 wurden keine wesentlichen Forderungsausfälle verzeichnet. Durch ein weltweites Warenkreditversicherungsprogramm sowie über bestätigte unwiderrufliche Bankakkreditive und Bankbürgschaften wurde - unter Berücksichtigung der Selbstbehalte in der Warenkreditversicherung - eine durchschnittliche Deckungsquote des Forderungsbestandes von 86 % (Vj. 84 %) erreicht.

Investitionsanalyse

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir weiter in das Wachstum des Unternehmens investiert. Dabei haben wir Investitionen von 9,4 Mio. Euro in das Anlagevermögen getätigt (Vj. 5,7 Mio. Euro). Darin sind die Neuinvestitionen in Immobilien und in den Maschinenpark der Komponentenfabrik enthalten.

Darüber hinaus haben wir auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder in die Weiterentwicklung unserer innovativen Technologien zur Sicherung unserer Produktführerschaft sowie in den Ausbau unserer internationalen Vertriebs-, Marketing- und Serviceorganisation investiert. Diese Zukunftsinvestitionen sind unmittelbar aufwandswirksam in den Kosten für Forschung und Entwicklung (13,6 Mio. Euro) sowie für Vertrieb und Service (105,8 Mio. Euro) enthalten und werden nicht aktiviert.

Working Capital

RATIONAL verfügt über ein sehr effektives Working-Capital-Management. Mit Hilfe eines effizienten Forderungsmanagements gelingt es uns, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stets auf niedrigem Niveau zu halten. Durch die auftragsbezogene Fertigung in Verbindung mit dem Kanban-System im Produktionsprozess sind zudem Fertig- und Zwischenwarenlager nur sehr begrenzt erforderlich. Bei der Begleichung von Lieferantenrechnungen nutzen wir unsere Zahlungsziele unter Einbeziehung der Vorteile aus der optimalen Nutzung von Skonti.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist das Working Capital um 3,6 Mio. Euro zurückgegangen. Hauptursache dafür sind die um 5,7 Mio. Euro niedrigeren Forderungen aus Lieferungen. Diese waren aufgrund der Produkteinführung und der dadurch stark angestiegenen Umsatzerlöse im vierten Quartal 2011 zum Bilanzstichtag des Vorjahres außerordentlich hoch Zum Jahresende betrug das Working Capital 69,8 Mio. Euro (Vj. 73,4 Mio. Euro) oder 16 % vom Umsatz (Vj. 19 %).

Nachhaltig hohe Ertragskraft und finanzielle Stabilität

RATIONAL ist außerordentlich ertragsstark

Jährlich bewertet die deutsche Wirtschaftszeitung "Handelsblatt" in ihrem Firmencheck die im DAX, MDAX, SDAX und TecDAX gelisteten Unternehmen nach verschiedenen finanzwirtschaftlichen Kennzahlen.

In der Kategorie Ertragsstärke belegten wir mit 800 von 1.000 möglichen Punkten den dritten Platz und damit einmal mehr eine Spitzenplatzierung. Die Bewertungskriterien sind die Eigenkapitalquote, der Return on Investment (ROI), das Cashflow/Umsatz-Verhältnis und das Cashflow/ Gesamtkapital-Verhältnis.

Hohe Bonitätsbewertung durch Banken

Unser Unternehmen wird von allen kreditgebenden Banken mit einer sehr guten Bonitätsnote von AA bis AAA bewertet. Da wir kein Fremdkapital am Kapitalmarkt aufgenommen haben, verfügen wir über kein externes Rating durch eine Rating-Agentur.

Gute Aktienkursentwicklung

Entsprechend dem positiven Geschäftsverlauf entwickelte sich auch unser Aktienkurs im abgelaufenen Geschäftsjahr. Mit einem Höchstkurs von 221,70 Euro erreichte die Aktie ein neues Allzeithoch. Der Jahresschlusskurs lag bei 218,00 Euro und übertraf dabei den Schlusskurs des Vorjahres (168,20 Euro) um 30 %.

Beurteilung der wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand

Die markt- und produktseitigen sowie finanzwirtschaftlichen Voraussetzungen des Unternehmens sind unverändert gut. Weltweit ist ein hohes freies Marktpotenzial für unsere technologisch führenden Produkte vorhanden. Wir sind heute bereits mit großem Abstand Weltmarktführer und erzielen Spitzenwerte hinsichtlich Markenbekanntheit, Kundenzufriedenheit und Wiederkaufsraten.

Mit der guten Liquiditätsausstattung, fortlaufender Liquiditätsgenerierung und einer intakten Ertragsentwicklung bei gleichzeitig hoher Eigenkapitalausstattung ist das Unternehmen auch für die Zukunft bestens aufgestellt. Zusätzlich haben wir bewiesen, dass wir uns selbst in Krisenzeiten schnell und hochflexibel an unerwartete Situationen anpassen können.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Ständige Optimierung aller Unternehmensprozesse

Die Verbesserung der gesamten Unternehmensqualität ist eine fortlaufende zentrale Aufgabe aller Mitarbeiter. Unser Unternehmen ist ganzheitlich nach Prozessen organisiert. Die Prozesse sind detailliert beschrieben und über entsprechende Kennzahlen sowohl qualitativ als auch quantitativ messbar.

Das Qualitätsmanagement ist bereichsübergreifend ausgelegt. Der Prozess Strategisches Qualitätsmanagement kümmert sich um die Umsetzung der langfristig orientierten Qualitätsphilosophie des Unternehmens. Ziel ist es, die hohe Qualität unserer Produkte und Unternehmensprozesse zu gewährleisten sowie Qualitätsverbesserungen aktiv einzufordern und umzusetzen.

In regelmäßigen Prozessaudits werden auch alle Lieferanten und Servicepartner einbezogen. In vielen Bereichen sind tagesaktuelle Daten die Basis für Entscheidungen zur kontinuierlichen Verbesserung.

Damit stellen wir sicher, dass wir unser Versprechen, dem Kunden stets die bestmögliche Technologie und Qualität zum attraktiven Preis zu bieten, jederzeit einhalten können. Durch die ganzheitliche Qualitätsverantwortung aller Mitarbeiter sind wir in der Lage, unsere Produkte und Services nachhaltig zu verbessern.

Sollten dennoch Beanstandungen durch Kunden - extern oder auch intern - auftreten, werden sie im Rahmen unseres AQV (Akuter Qualitätsverbesserungsprozess) täglich in den technischen Prozessen analysiert und schnelle, wirksame Lösungen erarbeitet.

Langfristige Partnerschaft mit Lieferanten

Als Unternehmen mit geringer Fertigungstiefe sind die Qualität, Produktivität und Zuverlässigkeit unserer Lieferanten für den Erfolg des Unternehmens besonders wichtig. Wir bieten unseren Lieferanten eine langfristige, zuverlässige und vertrauensvolle Partnerschaft und erwarten dafür im Gegenzug Loyalität, Qualität, Engagement, Flexibilität und Innovationskraft. Anstatt Druck auf die Einkaufspreise auszuüben, arbeiten wir mit unseren Schlüssellieferanten nach dem Prinzip der verlängerten Werkbank in gemeinsamen Reengineering-Projekten an anspruchsvollen Qualitäts-, Produktivitäts- oder Kostensenkungszielen.

Basis der erfolgreichen Zusammenarbeit sind neben der Lieferantenzertifizierung jährliche Partnerpläne, ein monatliches Berichtswesen der wichtigsten Kennziffern und regelmäßige Auditierungen. Das RATIONAL-Lieferantensystem beurteilt differenziert die Produktqualität, aber auch die Qualität der Zusammenarbeit. Auf dem jährlichen Lieferantentag werden die besten Lieferanten ausgezeichnet.

Internationale Preise belegen die hohe Unternehmensqualität

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir erneut zahlreiche internationale Preise erhalten. Dabei wurden sowohl die hohe Qualität des Unternehmens und unserer Produkte als auch die Marketingqualität ausgezeichnet.

Wir werten dies als Bestätigung dafür, dass es uns auch aus Kundensicht immer besser gelingt, unser oberstes Unternehmensziel zu erfüllen, den Kunden den höchstmöglichen Nutzen zu bieten.

Best Innovator 2012/2013

Der RATIONAL-Innovationsprozess wurde durch eine hochrangige Expertenjury, bestehend aus Vertretern der renommierten Unternehmensberatung A.T. Kearney, der Fraunhofer-Gesellschaft und der WirtschaftsWoche zum Gesamtsieger des europäischen Wettbewerbs "Best Innovator" 2012/2013 gewählt.

Die wichtigsten Bewertungskriterien waren dabei die Verankerung der Innovationskultur in der Unternehmensorganisation, die Innovationsstrategie, die Nachhaltigkeit des Innovationsmanagements und der daraus resultierende Innovationserfolg.

Corporate Excellence Award 2012

Rund 1.700 europäische börsennotierte Unternehmen wurden durch ein Schweizer Beratungsunternehmen in Zusammenarbeit mit den Universitäten Zürich und Eichstätt-Ingolstadt analysiert. Das Ergebnis lautet, dass Unternehmen, die eine starke Gründerfamilie im Hintergrund haben, besonders effizient bei der Nutzung von Ressourcen und Kapital sind. RATIONAL konnte den Titel als "Landesmeister" für Deutschland gewinnen und wurde mit dem "Corporate Excellence Award 2012" geehrt. Neben quantitativen Kennzahlen zu Bilanz, Liquidität, Cashflow und Profitabilität flossen insbesondere qualitative Kriterien wie ein transparentes und nachhaltiges Geschäftsmodell, aber auch die Stabilität und Kontinuität des Managements in die Entscheidung ein.

"Best of Market 2012"

Im Rahmen der internationalen Fachmesse INTERNORGA in Hamburg im März 2012 haben die Fachmagazine GVmanager, 24 Stunden Gastlichkeit und FIRST CLASS den Leserpreis "Best of Market 2012" verliehen. Er basiert auf den Ergebnissen einer repräsentativen Marktstudie über das Markt- und Einkaufsverhalten im gesamten Außer-Haus-Markt 2012. RATIONAL wurde von mehr als 2.000 Entscheidern aus Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung unter 400 Herstellern auf den ersten Platz in der Kategorie Gartechnik gewählt. Die Bewertungskriterien waren das Preis-Leistungs-Verhältnis, die Produktqualität und der Service.

Die Marke RATIONAL ist der Markenchampion

Eine hohe Bekanntheit und ein positives Image der Unternehmensmarke sind wichtige Erfolgsfaktoren bei der Gewinnung von Kunden, im Werben um qualifizierte Mitarbeiter und nicht zuletzt in Gesprächen mit Aktionären und Kapitalgebern. Die Marke ist somit das zentrale Fundament für den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg und für die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens. Dabei werden mit der Marke vor allem die Produkt- und Servicequalität, die Kundenorientierung sowie die Innovationskraft, aber auch die Kompetenz des Unternehmens assoziiert.

Von Juni bis August 2012 hat die auf Markenwert fokussierte Managementberatung Biesalski & Company Köche aus Gastronomie und Betriebsverpflegung in Deutschland zu den in der Profiküche bekannten Marken befragt. Dabei wurden Marken aus den Teilbereichen Küchentechnik, Food und Non-Food in die Analyse mit einbezogen. Mit 117 von 150 möglichen Punkten belegte die Marke RATIONAL selbst vor bekannten Consumer-Marken wie Maggi, Knorr oder Langnese den ersten Platz und erzielte dabei in den drei Bewertungskategorien Markenkompetenz, Markenstärke und Markenerfolg jeweils den Spitzenwert.

Best of 2012: Produktionstechnik und Maschinenbau

Bei der Verleihung des "Industriepreises 2012" erhielten wir in der Kategorie "Produktionstechnik & Maschinenbau" das Prädikat "Best of 2012". Damit gehört RATIONAL zur Spitzengruppe der mehr als 500 teilnehmenden Unternehmen. Prämiert wurden Unternehmen mit einem hohen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, technologischen und ökologischen Nutzen.

Kitchen Innovations Award 2012 in den USA

Für die Innovationen HiDensityControl® und EfficientLevelControl® und vor allem für die erheblichen Verbesserungen hinsichtlich Qualität, Produktivität, Service und Nachhaltigkeit bekamen wir im Mai 2012 von der North American Restaurant Association (NRA) den Kitchen Innovations™ (KI) Award 2012.

"Grünes Band" für Nachhaltigkeit

Im Februar 2012 wurde RATIONAL mit dem "Grünen Band" für Nachhaltigkeit im Außer-Haus-Markt in der Kategorie Energie ausgezeichnet. Verliehen wurde das "Grüne Band" anlässlich der Stuttgarter Messe INTERGASTRA für ganzheitliche Konzepte, die neben unternehmerischem Erfolg auch ökologische Belange in den Vordergrund stellen.

Silver Awards für Marketing, Produkt- und Verfahrensinformation

Dass RATIONAL auch in Sachen Marketing zu den Besten zählt, bestätigen zwei Prämierungen des SelfCookingCenter®-whitefficiency®-Produktfilms. Im Mai 2012 wurde uns auf dem World-Media-Festival in Hamburg der intermedia-globe Silver Award und auf den 25. Internationalen Wirtschaftsfilmtagen in Wien der "Grand Prix Victoria" in Silber in der Kategorie "Marketing, Produkt- und Verfahrensinformationen" verliehen. Bewertet wurden neben der künstlerischen Kreativität und der technischen Qualität vor allem die Glaubwürdigkeit und ganz besonders die Zielgruppenansprache.

Enge Kundenbindung nach dem Kauf

Mit dem ClubRATIONAL, der Academy RATIONAL und dem RATIONAL-Portal verfügt das Unternehmen über neue Wege, den Endkunden nach dem Kauf besser und enger zu binden.

Der ClubRATIONAL hat heute bereits rund 40.000 Mitglieder weltweit. Neben vielen kostenlosen Serviceleistungen erhalten die Mitglieder den direkten Zugriff auf die Software-Updates für das SelfCookingCenter® whitefficiency® und nehmen damit unmittelbar an den Fortschritten der RATIONAL-Garforschung teil. Außerdem wird kompetente Hilfestellung von Koch zu Koch geboten. Eine umfangreiche Rezeptdatenbank und die Möglichkeit, eigene Rezepte zu veröffentlichen, runden das kostenlose Serviceangebot ab.

Die Academy RATIONAL bietet unseren Kunden die Möglichkeit, von der RATIONAL-Kochkompetenz zu profitieren. Kunden kochen gemeinsam mit unseren Küchenmeistern und lernen so, ihr Gerät optimal einzusetzen und den größtmöglichen Nutzen daraus zu ziehen.

Mit dem RATIONAL-Portal steht Händlern, Planern, Servicepartnern und dem Vertrieb eine in der Branche einzigartige Webplattform zur Verfügung, mit der wir ihnen umfassende Informationen und Dienstleistungen bieten. Produkt- und Serviceinformationen werden bereitgestellt. Bestellungen für Geräte, Zubehör, Ersatzteile, Merchandising-Artikel und Printmedien sind möglich. Termine von Messen und RATIONAL-GarenLive-Veranstaltungen sind jederzeit abrufbar. Alles unter einem Dach mit intuitiver Bedienung, stets aktuell.

Fortschrittlicher Kundenservice durch Social Media

Auch auf den virtuellen Plattformen Facebook und Twitter ist RATIONAL vertreten. Hier suchen wir den Dialog mit unserer Zielgruppe. Über Facebook und Twitter sind interaktive Gespräche möglich. So erfahren wir Kundenwünsche ohne Umwege und können durch diese schnelle Form der Kommunikation auch unmittelbar darauf reagieren.

Wie schon im ClubRATIONAL finden Nutzer auch auf Facebook und Twitter praktische Tipps und Anwenderhilfen, Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen und tagesaktuelle News. Beide Plattformen können dafür genutzt werden, Fragen zu stellen und Anregungen zu kommunizieren.

Durch unser Angebot auf der Videoplattform YouTube können sich Kunden online praktische Tipps und Hinweise für verschiedene Kochanwendungen oder Gerätefunktionen sowie Anregungen für die Speisenzubereitung besorgen. Das Videoformat erleichtert die effiziente Umsetzung in der eigenen Küche.

In der Expert-App bieten wir unseren Kunden das fundierte Wissen der über 200 RATIONAL-Küchenmeister an. Damit setzen wir neue Akzente in der Kommunikation und geben unser Wissen unkompliziert an die Nutzer unserer Geräte weiter.

Neben handfesten, praxiserprobten Tipps für den konkreten Anwendungsfall werden kreative Rezeptideen angeboten. Darüber hinaus ist die Anmeldung zum kostenlosen RATIONAL GarenLive oder zur Academy RATIONAL möglich. Wer direkt mit RATIONAL Kontakt aufnehmen möchte, hat die Möglichkeit, dies zu tun. Die ChefLine und das Serviceteam sind per E-Mail oder telefonisch erreichbar.

Die positive Resonanz auf diese Angebote und die stetig wachsende Zahl von Nutzern, Lesern, Kundenanfragen, Online-Anmeldungen, Videoklicks, Fans und Followern zeigen, dass wir auch für die zukünftigen Anforderungen bereits bestens aufgestellt sind. Beim TNS Fanpage Award belegte der Facebook-Auftritt von RATIONAL eine Spitzenplatzierung.

Steigende Bekanntheit im Finanzmarkt

Die Börsennotierung und nicht zuletzt die Mitgliedschaft im MDAX sind ein Beitrag zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades des Unternehmens im globalen Finanzmarkt. Der konstruktive Dialog mit externen Analysten und Investoren schafft Vertrauen in unser nachhaltiges Geschäftsmodell sowie in unser wirksames Risikomanagement und zeigt die hohe Transparenz unserer Geschäftsprozesse. Analysten und institutionelle Investoren, aber auch Privataktionäre und die Presse werden zeitnah und offen über aktuelle Entwicklungen informiert.

Zweimarkenstrategie

Die Marke RATIONAL besitzt weltweit einen der höchsten Bekanntheitsgrade in der Branche. Aus Kundensicht steht die Marke insbesondere für Innovations- und Marktführerschaft, für höchste Qualität, breites Nutzen- und Anwendungsspektrum, absolute Zuverlässigkeit, Langlebigkeit, bestes Preis-Leistungs-Verhältnis und einfachste Bedienung.

Mit der Marke FRIMA, unter der wir das Komplementärprodukt VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® vertreiben, nutzen wir die große Chance, eine weitere internationale und innovative Marke in der Großküchenbranche zu etablieren. Durch den Aufbau dieser zweiten starken Marke wird der Unternehmenswert nachhaltig gesteigert. Aus unserer Sicht ist ein Unternehmen mit zwei Marken und jeweils einem technologie- und marktführenden innovativen Produkt letztendlich mehr wert als eine Marke mit zwei Produkten.

Vergütungsbericht

Gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB haben börsennotierte Aktiengesellschaften Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems zu machen.

Die Vorstandsvergütung wird bei der RATIONAL AG durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Festsetzung der Vergütung der Vorstandsmitglieder orientiert sich an der Größe und der globalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen. Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde am 21. April 2010 durch die Hauptversammlung gebilligt.

Für das Geschäftsjahr 2012 beliefen sich die Gesamtbezüge des Vorstands für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen auf 4,3 Mio. Euro (Vj. 3,7 Mio. Euro). In diesem Betrag war ein erfolgsabhängiger Gehaltsbestandteil in Höhe von 1,9 Mio. Euro (Vj. 2,0 Mio. Euro) enthalten. Hinzu kamen Einzahlung in die Altersvorsorge für Vorstandsmitglieder, die sich auf 0,3 Mio. Euro (Vj. 0,3 Mio. Euro) beliefen.

Eine Ausgabe von Aktienoptionen hat im Jahr 2012 nicht stattgefunden. Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 11. Mai 2011 wurde auf eine individualisierte Veröffentlichung der Vorstandsvergütung verzichtet.

Für die Bemessung der variablen Vergütungsbestandteile sind neben der Geschäftsentwicklung vor allem der Ausbau des technologischen Vorsprungs, die Mitarbeiterzufriedenheit, die Effizienz der Organisation und die Verbesserung der Unternehmensqualität insgesamt die entscheidenden Kriterien.

Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2012 betrug 0,6 Mio. Euro (Vj. 0,6 Mio. Euro).

Übernahmerechtliche Angaben zu § 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht

Zum 31. Dezember 2012 betrug das Grundkapital der RATIONAL AG 11.370.000 Euro und ist in 11.370.000 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Die Stückaktien sind rechnerisch mit jeweils 1,00 Euro am gezeichneten Kapital beteiligt. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn.

Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, liegen nicht vor.

Zum 31. Dezember 2012 hielt der Unternehmensgründer und Aufsichtsratsvorsitzende 7.161.411 Aktien der RATIONAL AG. Damit überschritt er die Schwelle von 10 % der Stimmrechte.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 6. Mai 2009 wurde § 8 der Satzung der RATIONAL AG geändert und um ein Entsendungsrecht ergänzt. Der Wortlaut des Beschlusses lautet: "Solange Herr Siegfried Meister und Herr Walter Kurtz Aktionäre der Gesellschaft sind, haben sie das gemeinsame Recht, ein Mitglied in den Aufsichtsrat anstelle eines weggefallenen Aufsichtsratsmitgliedes zu entsenden. Das Entsendungsrecht kann ausgeübt werden, sobald ein Mitglied des Aufsichtsrats, welcher vollständig von der Hauptversammlung bestellt wurde, weggefallen ist. Ist einer der beiden Entsendungsberechtigten nicht mehr Aktionär der Gesellschaft, so hat der verbleibende Aktionär das alleinige Entsendungsrecht. Das Entsendungsrecht ist durch schriftliche Erklärung an den Vorstand der Gesellschaft auszuüben."

Alle Mitarbeiter der RATIONAL AG können die ihnen aus Aktien zustehenden Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar und nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung der Gesellschaft ausüben.

Gemäß § 84 AktG obliegt die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands dem Aufsichtsrat. Diese Befugnis wird in § 6 Abs. 2 der Satzung der RATIONAL AG dahingehend konkretisiert, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt, ihre Zahl bestimmt und die Geschäftsverteilung regelt. Der Vorstand leitet das Unternehmen und vertritt es gegenüber Dritten.

Nach § 11 Abs. 2 der Satzung der RATIONAL AG ist der Aufsichtsrat zu Änderungen und Ergänzungen der Satzung berechtigt, soweit sie nur die Fassung betreffen. Alle anderen Änderungen der Satzung werden mit einfacher Mehrheit durch Beschluss der Hauptversammlung vorgenommen, sofern das Gesetz keine höheren Mehrheiten erfordert. Die §§ 179 ff. AktG finden entsprechende Anwendung. 2012 erfolgten keine Satzungsänderungen durch den Aufsichtsrat.

Die letzten Satzungsänderungen erfolgten durch Hauptversammlungsbeschluss am 21. April 2010 und betrafen die Aufhebung des genehmigten Kapitals der Gesellschaft sowie Anpassungen der Regelungen zur Hauptversammlung, insbesondere der Hinterlegung und Anmeldung, indem die Satzung hier an die neue Gesetzeslage angepasst wurde.

Die Gesellschaft hält keine eigenen Aktien. Es besteht derzeit keine Ermächtigung durch die Hauptversammlung zum Rückkauf eigener Aktien.

Die RATIONAL AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen abgeschlossen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Es wurden keine Vereinbarungen mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen, die für den Fall des Kontrollwechsels, das heißt die Übernahme der Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschaft durch einen oder durch gemeinsam handelnde Aktionäre, eine besondere Entschädigung oder zusätzliche Vergütung vorsehen.

Risiko- und Chancenbericht

Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken durch den Vorstand

Eine Vielzahl aktueller gesellschaftlicher Trends und Entwicklungen weltweit beeinflusst unsere Geschäftsentwicklung. Dies ist neben dem globalen Bevölkerungswachstum auch das zunehmende Wohlstandsniveau in den Emerging Markets. Auch das mehr und mehr an Bedeutung gewinnende Bewusstsein für gesunde und variantenreiche Ernährung ist eine Chance für die Großküchenbranche insgesamt, vor allem aber für unsere hochflexiblen Produkte. Vor dem Hintergrund des noch unerschlossenen weltweiten Marktpotenzials, der technologisch marktführenden Produkte und der unangefochtenen Marktführerschaft beurteilt der Vorstand die Chancen positiv, die bisherige Erfolgsgeschichte auch in Zukunft fortzuschreiben.

Es bestehen aber auch Risiken, welche die Erreichung unserer Unternehmensziele gefährden. Neben den materiellen, versicherbaren Risiken sind dies insbesondere die konjunkturelle Entwicklung, politische Entscheidungen, zunehmender Wettbewerb, finanzwirtschaftliche Verwerfungen, Produkt- und operative Risiken. Der Vorstand stuft diese Risiken insgesamt als beherrschbar ein. Das heißt, es geht keine existenzbedrohende Gefährdung des Unternehmens von diesen Risiken aus. Dennoch könnte das einzelne oder gemeinsame Auftreten dieser Risikofaktoren dazu führen, dass die Unternehmensziele eines oder mehrerer Geschäftsjahre verfehlt werden.

Risikobericht

Der Risikobericht erläutert die Grundsätze und die Organisation des Risikomanagements bei RATIONAL und stellt die aktuelle Risikosituation dar. Das unternehmerische Risiko ist definiert als die Gefahr, finanzielle, operative oder strategische Ziele nicht wie geplant zu erreichen. Als weltweit agierendes Unternehmen sind wir verschiedenen Risiken ausgesetzt. Um unsere strategischen Ziele zu erreichen und den Unternehmenserfolg zu sichern, ist es unerlässlich, die Risiken frühzeitig zu erkennen, ihre Ursachen und Auswirkungen zu analysieren und durch geeignete Maßnahmen nachhaltig zu vermeiden oder zu begrenzen.

Das RATIONAL-Risikomanagement

Das RATIONAL-Risikomanagement ist so strukturiert, dass wesentliche Risiken systematisch identifiziert, bewertet, aggregiert, überwacht und gemeldet werden müssen. Hierbei sind das kontinuierliche Sensibilisieren für Risiken und Chancen bei den Mitarbeitern und das stark ausgeprägte unternehmerische Denken der Führungskräfte entscheidende Erfolgsfaktoren. Um das RATIONAL-Risikomanagement auf einem nachhaltigen und angemessen hohen Niveau zu halten, bestehen einheitliche Standards für den Gesamtkonzern. Die Rahmenbedingungen und Verantwortlichkeiten für ein ordnungsgemäßes und zukunftsgerichtetes Risikomanagement sind für alle Mitarbeiter verbindlich in einer Konzernrichtlinie dokumentiert. Entsprechend der Organisationsstruktur von RATIONAL ist das Management der einzelnen Unternehmenseinheiten für die Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken selbst verantwortlich. Für die Berichterstattung zu Risiken ist ein angemessenes Meldeverfahren definiert. Für Risiken, deren Auswirkungen festgelegte Meldegrenzen überschreiten könnten, besteht eine interne Ad-hoc-Meldepflicht an die Unternehmensleitung.

In einer jährlichen Risikoanalyse werden externe und interne Risiken für alle Unternehmensbereiche erfasst und bewertet. In diesem Rahmen wurde die letzte Risikoinventur im abgelaufenen Geschäftsjahr durchgeführt. Dabei wurden keine Risiken identifiziert, die einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen bestandsgefährdend sein können. Risiken, deren Eintreten Auswirkungen auf das Erreichen der Unternehmensziele haben könnte, wird mit geeigneten Maßnahmen entgegengewirkt.

Das RATIONAL-Risikofrüherkennungssystem ermöglicht es der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Das Risikomanagementsystem wird durch die interne Revision regelmäßig aktualisiert. Daneben prüft der Abschlussprüfer das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.

Risiken

Politische Krisen und Naturkatastrophen

Die Auswirkungen von politischer Instabilität und Naturkatastrophen können den Absatz von Produkten in den jeweils betroffenen Ländern negativ beeinträchtigen. Die internationale Ausrichtung und die Tatsache, dass wir unsere Produkte auf allen wesentlichen Märkten der Welt anbieten, eröffnen die Chance zum Ausgleich regionaler Schwierigkeiten durch Kompensation in anderen Märkten.

Als mögliche Folgen von politischer Instabilität sind z. B. Einfuhrbeschränkungen in einzelnen Schwellenländern denkbar. Da unser Umsatzanteil hier noch relativ gering ist, betrachten wir dieses Risiko zwar als moderat, aber nicht als existenzgefährdend.

Wettbewerbs- und Branchenrisiken

Es besteht das Risiko, dass durch Zusammenschlüsse und Fusionen neue Wettbewerber entstehen. Daneben existiert das Risiko, dass ein Wettbewerber unseren technologischen Vorsprung aufholt.

Die Entwicklung und die Trends der Branche sowie die Marktstrategie der Wettbewerber werden laufend beobachtet und in der Unternehmensplanung entsprechend berücksichtigt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und den möglicherweise daraus entstehenden Schaden stufen wir als gering ein.

Ökonomische Risiken

Das internationale Wirtschaftsumfeld, in dem sich das Unternehmen bewegt, ist durch konjunkturelle Risiken gekennzeichnet. Der Kauf unserer Geräte ist für unsere Kunden mit einer Investition verbunden und unterliegt damit einem Investitionsentscheidungsprozess.

Die Beobachtung der wirtschaftlichen Entwicklung der wichtigen Märkte erfolgt mit höchster Aufmerksamkeit. Hierdurch werden auftretende Risiken frühzeitig erkannt und erforderliche Korrekturmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet. Auf die aus heutiger Sicht denkbaren gesamtwirtschaftlichen Szenarien sind wir mit entsprechend flexibler Kostenplanung und einer hohen Liquiditätsreserve, welche den erforderlichen Handlungsspielraum sowie Flexibilität und Unabhängigkeit bei allen notwendigen unternehmerischen Entscheidungen sichert, gut vorbereitet.

Die Konzentration auf ein menschliches Grundbedürfnis sowie die hohen Rationalisierungseffekte unserer Produkte führen dazu, dass sich konjunkturelle Schwankungen und Krisen auf unser Geschäft deutlich geringer auswirken als z. B. auf den klassischen Maschinenbau. Wir beurteilen daher den möglicherweise resultierenden Schaden als moderat.

Finanz- und Kapitalmarktrisiken

2012 betrug der Anteil des Gesamtumsatzes in Fremdwährungen 35 % (Vj. 34 %). Da der überwiegende Teil der Herstellungskosten in Euro anfällt, beeinflusst eine Veränderung der Wechselkurse die Ertragslage des Unternehmens. Die Aufwertung des Euro im Verhältnis zu anderen Währungen wirkt sich dabei negativ, eine Abwertung des Euro positiv aus. Im Jahr 2012 haben sich die Effekte aus Währungskursentwicklungen insgesamt positiv auf unsere Geschäftsentwicklung ausgewirkt.

Zur Währungssicherung werden gängige Instrumente wie Optionen oder Termingeschäfte eingesetzt. Wir arbeiten hier nur mit erstklassigen Finanzpartnern zusammen. Art und Umfang der Absicherungen werden durch interne Richtlinien vorgegeben, ihre Abwicklung erfolgt zentral in der Muttergesellschaft. Durch unser Risikomanagement in Bezug auf Währungen können wir die Auswirkungen einer mittel- und langfristig anhaltenden Aufwertung des Euro verringern, jedoch nicht vollständig vermeiden.

Die Risiken von kurzfristigen Währungsschwankungen für die Zahlungsströme des operativen Geschäfts werden durch die Kurssicherungsgeschäfte reduziert und als gering eingestuft.

Markt- und Forderungsausfallrisiken

Ausfallrisiken bei "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" können dadurch entstehen, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Um diese Ausfallrisiken zu vermeiden oder zu reduzieren, werden die Forderungen durch eine Warenkreditversicherung oder über Bankakkreditive abgesichert. Zum Bilanzstichtag waren -unter Berücksichtigung von im Schadenfall zu tragenden Selbstbehalten - 86 % des Forderungsbestandes durch entsprechende Absicherungen gedeckt. Ein erhebliches Risiko aufgrund von Forderungsausfällen ist damit weitestgehend ausgeschlossen.

Marktrisiken hingegen beziehen sich auf den Wegfall von Umsatzpotenzialen als Folge des Ausfalls eines Kunden. Unser Gesamtumsatz verteilt sich auf mehrere Tausend Einzelkunden, die im Wesentlichen im Bereich "Gastronomie-Fachhandel" tätig sind. Besondere Risiken für die zukünftige konstante Umsatzentwicklung durch den Ausfall einzelner Kunden ergeben sich mithin nicht. Vor dem Hintergrund, dass der Vertriebsprozess insbesondere auf den Endanwender fokussiert ist, führt der Ausfall eines Fachhandelskunden nicht automatisch zu einem Nachfragerückgang auf der Endanwenderseite.

Der Anteil des Geschäftsvolumens mit dem umsatzstärksten Einzelkunden am Gesamtumsatz belief sich im Berichtsjahr auf 2,9 % (Vj. 3,0 %). Es handelt sich hierbei um einen langjährigen exklusiven Handelspartner. Die Bonitätsbeurteilung dieses Partners durch unseren Kreditversicherer ist einwandfrei, sodass wir im Hinblick auf die finanzielle Stabilität des Kunden keine Risiken für den weiteren kontinuierlichen Geschäftsverlauf erkennen können. Unsere Forderungen gegenüber diesem Kunden waren während des Berichtszeitraumes vollumfänglich kreditversichert.

Produktqualität

Die Produktqualität hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiter verbessert. Ein weiterer wichtiger Schritt war hierbei die Einführung der neuen Produktgenerationen im Jahr 2011. Die unverändert niedrige Garantiekostenquote von 1,3 % (Vj. 1,2 %) und die Kundenzufriedenheitswerte in den regelmäßig durchgeführten Kundenbefragungen bestätigen diesen Trend.

Dennoch sind wir uns des möglichen Risikos bewusst, dass qualitativ nicht einwandfreie Produkte an Kunden ausgeliefert werden. Mögliche Folgen aus den Qualitätsmängeln sind Sach- und Personenschäden, aber auch ein Imageschaden für die als hochqualitativ angesehenen Produkte aus dem Hause RATIONAL.

Um diesem Risiko entgegenzuwirken, testen wir alle Geräte intensiv, bevor diese unser Haus verlassen. Neben umfangreichen Tests, die jedes Gerät durchlaufen muss, wird eine Stichprobe an Geräten zusätzlichen intensiven Prüfungen unterzogen. Dadurch stellen wir einerseits die uneingeschränkte Zuverlässigkeit unserer Produkte sicher, andererseits werden so mögliche Fehlerquellen frühzeitig identifiziert. Sollten dennoch Beanstandungen durch Kunden - oder auch intern - auftreten, werden diese im Rahmen unserer "Akuten Qualitätsverbesserung" täglich in den technischen Prozessen analysiert und schnelle, unmittelbare Lösungen erarbeitet.

Sach- oder Personenschäden beim Kunden sind über die bestehende Produkthaftpflichtversicherung ausreichend gedeckt.

Einen möglichen Imageschaden vermeiden wir durch extreme Anstrengung, den Fehler und den entstandenen Schaden zu überkompensieren. Wir stufen dieses Risiko daher als gering ein.

Verletzung von Schutzrechten

Wir sind seit vielen Jahren mit Abstand Produkt- und Technologieführer. Entwicklungsergebnisse werden durch eine Vielzahl gewerblicher Schutzrechte wie Patente und Patentanmeldungen geschützt. Bei möglichen Verletzungen von aktiven Patenten durch Dritte werden entsprechende Maßnahmen bis hin zu gerichtlichen Schritten eingeleitet. Patentklagen wegen möglicher Patentverletzungen von unserer Seite werden von erfahrenen Patentanwälten geprüft und mit Nachdruck verfolgt. Aktuell gibt es keine Verfahren gegen uns aufgrund der Verletzung von Schutzrechten. Wir stufen dieses Risiko als gering ein.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken, welche Änderungen von Gesetzen und Vorschriften in einem Land oder mehreren Ländern umfassen, werden wegen der zunehmenden Internationalisierung des Unternehmens immer bedeutender. Eine mögliche Auswirkung ist, dass die Einfuhr oder der Absatz unserer Produkte verhindert oder erschwert werden. Dies könnten z. B. Zölle sein, aber auch Sicherheitsvorschriften, die unsere Geräte nicht erfüllen. Daneben betrifft dies Compliance-Risiken, das heißt den möglichen Verstoß durch Mitarbeiter gegen lokale Gesetze.

Wir kennen die rechtliche Situation in allen für uns wichtigen Märkten und stufen die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten dieser Risiken sowie die daraus resultierenden Auswirkungen als gering ein.

Personalwirtschaftliche Risiken

Unsere qualifizierten Mitarbeiter und Führungskräfte sind die Grundlage für den Erfolg und die positive Weiterentwicklung des Unternehmens. Leistungsträger langfristig an das Unternehmen zu binden, aber auch neue hochqualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, ist daher für den nachhaltigen Unternehmenserfolg von größter Bedeutung. Eine hohe Fluktuationsquote würde die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen. Maßnahmen zur Mitarbeitergewinnung und -bindung sind neben der angemessenen Vergütung gezielte Personalentwicklungs- und Förderprogramme sowie die unmittelbare Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg. Wir sehen dieses Risiko deshalb als gering an.

Rohstoffpreise

Als produzierendes Unternehmen sind wir von der Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise betroffen. Dies führt zu schwankenden Material- und Produktionskosten.

Auf die Herstellungskosten unserer Produkte wirken sich der Edelstahlgrundpreis und der Nickelpreis unmittelbar aus. Die Rohstoffmärkte werden deshalb intensiv beobachtet. Das Preisrisiko beim Edelstahlgrundpreis wird durch entsprechende Verträge mit Lieferanten reduziert. Beim Legierungszuschlag ist dies so nicht möglich. Änderungen des Legierungszuschlags wirken sich daher auf unsere Herstellungskosten aus. Da jedoch der Anteil der variablen Rohstoffkosten an den gesamten Herstellungskosten von untergeordneter Bedeutung ist, stufen wir die resultierenden Auswirkungen auf unsere Ertragslage als gering ein.

Beschaffungsrisiken

Gemäß unserer Beschaffungsstrategie arbeiten wir partnerschaftlich mit Schlüssellieferanten für Komponenten und Baugruppen zusammen. Die Fokussierung auf Schlüssellieferanten führt zu kontinuierlicher Qualitäts- und Produktverbesserung und nicht zuletzt zu einem bestmöglichen Schutz unseres technologischen Vorsprungs. Dies hat aber auch eine gegenseitige Abhängigkeit zur Folge, sodass es bei einem Totalausfall eines Lieferanten kurzfristig zu Produktionsunterbrechungen kommen könnte. Wir sind uns dieses Risikos bewusst und beobachten die wirtschaftliche Entwicklung der Lieferanten und die für uns relevanten Produktionsprozesse besonders gründlich. Daneben wurden im Rahmen der im laufenden Geschäftsjahr durchgeführten Risikoanalyse der Lieferkette unterschiedliche Maßnahmen zur Risikoreduktion beschlossen. Diese sehen unter anderem die regelmäßige Durchführung einer Risikobeurteilung unserer Schlüssellieferanten und den Aufbau eines Systems zur Auditierung von Vorlieferanten vor. Deshalb bewerten wir die mit dieser Strategie verbundenen Risiken als gering.

IT-Risiken

Risiken können insbesondere durch die immer weitergehende Vernetzung der EDV-Systeme entstehen. Netzwerke können ausfallen, Daten können durch Bedien- und Programmfehler oder externe Faktoren verfälscht oder zerstört werden. Durch den Ausfall von Systemen könnte es zu Verzögerungen in der Leistungserbringung kommen. Den informationstechnischen Risiken begegnen wir durch fortlaufende Investitionen in Hard- und Software, durch den Einsatz von Virenscannern, verschlüsselte E-Mail- und Datentransfers, Firewallsysteme sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen und ein speziell geschütztes Rechenzentrum. Zahlreiche Systeme sind redundant ausgelegt, um Ausfälle schnell kompensieren zu können. Die resultierenden Risiken werden deshalb als gering eingeschätzt.

Versicherbare Risiken

Ein globales Deckungskonzept, welches in Zusammenarbeit mit externen Versicherungsmaklern aufgestellt wurde, deckt die wesentlichen versicherbaren Unternehmensrisiken ab. Diese Konzernversicherungen transferieren die Risiken nach Abzug gegebenenfalls getroffener Regelungen von Selbstbehalten auf den jeweiligen Versicherer. Sich verändernde Risikogegebenheiten für den Konzern werden regelmäßig untersucht, der Versicherungsschutz wird entsprechend angepasst.

Absicherung der Gebäude und Anlagen

Zum Schutz unserer Mitarbeiter, der Gebäude, unserer Anlagen und Maschinen haben wir für unsere drei Werke in Landsberg einen hausinternen Werkschutz etabliert. Durch eine 24-stündige Bewachung mit eigenem Personal und durch den Einsatz einer Werkschutzzentrale können wir Sicherheit auf hohem Niveau gewährleisten. Risiken für unsere Mitarbeiter, Gebäude und Anlagen sehen wir als gering an.

Chancenbericht

Unsere nachhaltig erfolgreiche Entwicklung in der Zukunft wird sowohl durch externe Faktoren und Trends als auch durch die Stärken und Wettbewerbsvorteile unserer Produkte und Unternehmensprozesse unterstützt.

Positive externe Faktoren und Trends

Großes freies Weltmarktpotenzial

Weltweit gibt es rund 2,5 Millionen Profiküchen, in denen unsere Technologie eingesetzt werden kann, Tendenz steigend. Nur rund 30 % dieser Küchen kochen heute bereits mit Combi-Dämpfer-Technologie. Die restlichen 70 % verwenden noch herkömmliche Gartechnologie. Nur 9 % aller Küchen haben das SelfCookingCenter® bzw. das SelfCookingCenter® whitefficiency® im Einsatz. Da das SelfCookingCenter® whitefficiency® neben der traditionellen Gartechnologie auch herkömmliche Combi-Dämpfer ersetzt, besteht weltweit noch ein freies Kundenpotenzial von 91 %.

Für das VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® besteht dasselbe weltweite Kundenpotenzial. Da es erst seit wenigen Jahren am Markt ist, ist der Penetrationsgrad noch relativ gering. Somit beträgt hier das noch offene Kundenpotenzial annähernd 100 % der 2,5 Millionen Profiküchen.

Das große freie Marktpotenzial ermöglicht sowohl uns als auch unseren Wettbewerbern, auch in Zukunft über tiefere Marktdurchdringung und steigenden Ersatzbedarf weiter zu wachsen.

Wachstum der Weltbevölkerung und des globalen Wohlstands

Durch das zunehmende Pro-Kopf-Einkommen der wachsenden Bevölkerung in den Emerging Markets steigt der Wohlstand in diesen Ländern spürbar an. Daraus resultiert die Bildung neuer Mittelschichten. Essen außer Haus wird mit wachsendem Wohlstand und höherem Lebensstandard auch in diesen aufstrebenden Ländern zunehmend an Bedeutung gewinnen. Dies wirkt sich positiv auf die Nachfrage nach unseren Produkten in diesen Märkten aus.

Trend zu gesünderer Ernährung und höherer Speisenvielfalt

Insbesondere in den entwickelten Industrienationen haben die Bürger und die Anbieter warmer Speisen die Wichtigkeit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung erkannt. Folgen hieraus sind Initiativen für ein gesünderes Speisenangebot in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen oder Universitäten. Auch im Gastgewerbe und insbesondere in der an Bedeutung gewinnenden Systemgastronomie sind Trends hin zu gesünderen und abwechslungsreicheren Speisenangeboten zu erkennen. Die Speisenzubereitung in unseren Produkten ist vitaminschonend, fettarm und damit besonders gesund.

Essen außer Haus als menschliches Grundbedürfnis

Wir konzentrieren uns auf ein menschliches Grundbedürfnis, Essen außer Haus. Dies stellt eine Absicherung auch in Krisenzeiten dar.

Stärken von RATIONAL

Wettbewerbsüberlegene Produkte

Wir verfügen über ein Portfolio wettbewerbsüberlegener Produkte und Dienstleistungen. Sowohl das SelfCookingCenter® whitefficiency® als auch das VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® sind technologisch und anwendungsbezogen führend. Und das bei vergleichbarer preislicher Positionierung zum Wettbewerb. Dies erhöht die Attraktivität der Produkte und Dienstleistungen bei Kunden, die ein multifunktionales Produkt mit besten Leistungseigenschaften, einfachster Bedienung und hoher Flexibilität erwerben wollen.

Ressourceneffizienz

Die Ressourceneffizienz der eingesetzten Technologie gewinnt bei Investitionsentscheidungen in der Profiküche zunehmend an Bedeutung. Das SelfCookingCenter® whitefficiency® und das VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® reduzieren den Verbrauch von Energie, Wasser, Platz, Fett, Reiniger und den Einsatz von Rohwaren deutlich. Zudem führt der reduzierte Kontroll- und Reinigungsaufwand zu erheblichen Einsparungen bei der Arbeitszeit.

Weltmarktführerschaft

Unser Weltmarktanteil liegt, bezogen auf den Combi-Dämpfer-Markt, bei über 50 %. Jeder zweite Combi-Dämpfer, der weltweit verkauft wird, stammt aus dem Hause RATIONAL. Die Vorteile aufgrund der Marktstärke sind vielfältig. Zum einen hat das Unternehmen das weltweit größte Vertriebsteam und kann somit die Botschaft der Produkte effizient kommunizieren und den Bekanntheitsgrad weiter verbessern. Zudem verfügen wir über eine hohe Innovationskraft, wodurch der technologische Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb gehalten bzw. noch weiter ausgebaut werden kann.

Hohe Kundenzufriedenheit

Der Combi-Dämpfer wird mittlerweile als eines der wichtigsten Geräte in der Profiküche angesehen. Wir werden hierbei als innovativer Lösungsanbieter mit hochqualitativen und zuverlässigen Produkten sowie höchster Servicequalität wahrgenommen. Mehr als 80 % unserer Kunden sind "Apostel", sie sind so zufrieden, dass sie jederzeit wieder ein RATIONAL-Produkt kaufen, aber auch anderen den Kauf empfehlen.

Erfolgreiche Marktentwicklung

Bei der Erschließung neuer Märkte nehmen wir häufig die Pionierrolle ein. Daraus resultieren die schnelle Markenbekanntheit und ein deutlicher Vorsprung bei der Ausschöpfung der vorhandenen Marktpotenziale. Die effiziente und erfolgreiche Erschließung neuer Märkte trägt nachhaltig dazu bei, die Weltmarktführerschaft zu festigen und auszubauen.

Unternehmenskultur

Grundlage für die unternehmensweite Zusammenarbeit und das Selbstverständnis aller Mitarbeiter ist das Prinzip des "Unternehmers im Unternehmen" (U.i.U.®) mit dezentraler Führungsstruktur, hoher Eigenverantwortung und Selbstorganisation.

Durch die permanent lernende Organisation nach dem Motto "Von den Besten lernen" und durch den kontinuierlichen Verbesserungsprozess werden Schwächen im Arbeitsbereich jedes einzelnen Mitarbeiters erkannt, beseitigt und damit Verschwendung immer mehr verringert.

Die konzernweite Prozessorganisation sichert höchste Effizienz durch Vermeidung unnötiger Schnittstellen. Sie erhöht die Motivation und die Identifizierung des einzelnen Mitarbeiters mit seinen ganzheitlichen Aufgaben.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

Die bei der Muttergesellschaft und ihren Töchtern eingerichteten Rechnungslegungsprozesse sind in Hinblick auf Verantwortungsbereiche und Führung klar strukturiert.

Durch konzernweit gültige und laufend aktualisierte Richtlinien wird eine einheitliche Rechnungslegung gewährleistet.

Die Funktionen der am Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche, Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling, sind in Bezug auf die Abschlusserstellung klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind eindeutig zugeordnet.

Die Buchführung wird, soweit möglich bzw. sofern dem keine landesrechtlichen Bestimmungen entgegenstehen, zentral in Landsberg abgewickelt. Dies gewährleistet konzernweit eine hohe Qualität in der Erfassung und Bearbeitung der rechnungslegungsrelevanten Daten.

Bei den im Bereich Rechnungswesen eingesetzten Finanzsystemen handelt es sich, soweit möglich, um Standardsoftware. Durch entsprechende Sicherheits- bzw. Berechtigungskonzepte sind diese Systeme gegen unbefugte Zugriffe geschützt.

Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereiche sind den Anforderungen entsprechend ausgestattet. Die beteiligten Personen verfügen über die erforderlichen Qualifikationen und werden kontinuierlich weiterqualifiziert. In regelmäßigen konzernübergreifenden Terminen stimmen die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereiche ihr Handeln eng aufeinander ab.

Rechnungslegungsrelevante Daten werden regelmäßig durch Stichprobenprüfungen auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft.

Bei allen wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vieraugenprinzip angewendet.

Um eine einheitliche und gesetzeskonforme Rechnungslegung sicherzustellen, werden die Jahresabschlüsse der für den Konzern wesentlichen Gesellschaften durch lokal beauftragte Wirtschaftsprüfer geprüft oder einer Durchsicht durch den Konzernprüfer unterzogen.

Die rechnungslegungsrelevanten Prozesse des Konzerns werden regelmäßig im Rahmen der Prüfungen von Tochtergesellschaften durch die interne Revision überprüft. Daneben wird turnusmäßig eine Überprüfung der beteiligten Prozesse am Standort Landsberg durchgeführt.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem, dessen wesentliche Merkmale oben beschrieben sind, gewährleistet einen effizienten Rechnungslegungsprozess. Durch die vorhandenen Kontrollen können Fehler weitgehend vermieden, jedenfalls aber entdeckt und somit korrigiert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben erfolgt.

Ferner wird durch die oben beschriebenen Kontroll- und Überprüfungsmechanismen erreicht, dass Geschäftsvorfälle konzernweit einheitlich und zutreffend erfasst, ausgewiesen und bewertet werden und somit verlässliche und relevante Informationen zur Verfügung gestellt werden können.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des RATIONAL-Konzerns von besonderer Bedeutung wären und über die hier zu berichten wäre, eingetreten.

Prognosebericht

Erschließung internationaler Marktpotenziale

Auch 2013 planen wir wieder chancenorientiert in den Ausbau des weltweiten Vertriebs- und Marketingnetzwerks zu investieren. Das Ziel ist dabei insbesondere, die bestehenden Potenziale in den aufstrebenden Märkten dieser Welt zu erschließen. Aber auch in bereits erschlossenen Regionen ergeben sich weitere Wachstumschancen durch noch tiefere Marktdurchdringung und den Austausch von älteren Combi-Dämpfern durch das SelfCookingCenter® whitefficiency®.

Erwartete Währungseffekte für 2013

Durch die positive Entwicklung der für uns relevanten Fremdwährungen haben wir 2012 sowohl bei der Umsatz- als auch der Ergebnisentwicklung profitiert. Rund zwei Prozentpunkte des Umsatzwachstums resultierten aus positiven Währungseffekten. Für 2013 erwarten wir nicht, dass sich dieser Trend fortsetzt, sondern gehen von einem neutralen bzw. sogar negativen Währungseinfluss aus.

Kein wesentlicher Ergebniseinfluss aus der Entwicklung der Rohstoffpreise

Die Edelstahlpreise setzen sich aus dem Stahl-Basispreis und dem Legierungszuschlag zusammen, der unmittelbar von der Nickelpreisentwicklung abhängt. Die weitere Preisbewegung beider Komponenten hängt maßgeblich von der Entwicklung der Weltkonjunktur ab. Beim Basispreis für Stahl sorgen langfristige Kontrakte für eine sichere Kalkulationsgrundlage. Der Preis für den Legierungszuschlag liegt aktuell auf einem relativ niedrigen Niveau. Aufgrund der prognostizierten Stabilisierung der Weltkonjunktur gehen wir von stabilen bzw. leicht ansteigenden Rohstoffpreisen aus. Wir erwarten keine wesentlichen Auswirkungen der Rohstoffpreise auf die Herstellungskosten und somit auf unsere Gewinnsituation.

Zusätzliche Investitionen am Standort Landsberg am Lech

In der jüngeren Vergangenheit wurden umfangreiche Investitionen getätigt, die eine ausgezeichnete Basis für eine zukunftssichere Fertigung gelegt haben. 2012 haben wir mit der Errichtung eines Büro- und Schulungszentrums in Landsberg begonnen, welches voraussichtlich im April 2013 eröffnet wird. 2013 sind weitere Investitionen ins Anlagevermögen in Höhe von rund 10 Mio. Euro geplant. Dies umfasst Erhaltungsinvestitionen und die Fertigstellung des Schulungs- und Bürogebäudes. Die Finanzierung dieser Investitionen erfolgt sowohl aus eigenen Mitteln als auch durch die Aufnahme von Fremdkapital.

Operative Cashflows decken laufenden Liquiditätsbedarf

Unser Liquiditätsbedarf bestimmt sich weitgehend aus den laufenden operativen Kosten, dem wachstumsbedingten Aufbau des Working Capitals, den notwendigen Anlageninvestitionen sowie der geplanten Dividendenausschüttung. Auch in Zukunft wird der Liquiditätsbedarf weitgehend aus den operativen Mittelzuflüssen sowie der aktuell verfügbaren Nettoliquidität bestritten.

Mit Zuversicht ins Jahr 2013

Die Konjunkturexperten gehen für 2013 und 2014 von einem insgesamt soliden Wachstum der Weltwirtschaft von über 3 % aus (Quelle: Deutsche Bank, Dezember 2012). Dennoch bleiben die Unsicherheiten, die sich aus der internationalen Schuldenkrise ergeben, trotz vorübergehender Lösungen weiterhin bestehen.

Wir selbst haben alle Voraussetzungen geschaffen, um auch im Jahr 2013 erfolgreich zu sein. Wir verfügen über wettbewerbsüberlegene Produkte, eine hohe Markenbekanntheit verbunden mit einem ausgezeichneten Markenimage, und ein großes freies Weltmarktpotenzial von 2,5 Mio. adressierbaren Profiküchen. Unsere Kunden sind hochzufrieden, unser Geschäftsmodell ist nachhaltig erfolgreich und unsere finanzwirtschaftlichen Grundlagen sind solide.

Wir gehen daher mit Zuversicht ins neue Jahr und erwarten, auch 2013 und 2014 unseren erfolgreichen Wachstumskurs in einer ähnlichen Bandbreite wie in den Vorjahren, sowohl beim Umsatz als auch beim EBIT, fortsetzen zu können.

 

Landsberg am Lech, den 15. Februar 2013

RATIONAL AG

Der Vorstand

Dr. Günter Blaschke, Vorstandsvorsitzender

Erich Baumgärtner, Vorstand kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann, Vorstand technischer Bereich

Reinhard Banasch, Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing

Dr. Peter Stadelmann, Vorstand Bereich Personal

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2012

Bilanz RATIONAL-Konzern

Aktiva

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Angaben
in TEUR
Anhang 31.12.2012 31.12.2011
Langfristige Vermögenswerte   61.319 58.237
Immaterielle Vermögenswerte 12, 13 1.532 1.257
Sachanlagen 14 54.629 52.414
Finanzanlagen 15 0 0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 18 355 206
Latente Steuererstattungsansprüche 9 4.803 4.360
Kurzfristige Vermögenswerte   264.873 224.952
Vorräte 16 26.364 24.739
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17 65.941 71.685
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 18 6.148 7.760
Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monate 19 80.000 50.400
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 20 86.420 70.368
Bilanzsumme   326.192 283.189

Passiva

     
Angaben
in TEUR
Anhang 31.12.2012 31.12.2011
Eigenkapital 21 237.393 206.915
Gezeichnetes Kapital   11.370 11.370
Kapitalrücklage   28.058 28.058
Gewinnrücklagen   199.559 168.809
Übriges Eigenkapital   -1.594 -1.322
Langfristige Schulden   25.453 19.860
Pensionsrückstellungen 22 795 681
Sonstige langfristige Rückstellungen 24 2.187 1.949
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25 22.471 17.230
Kurzfristige Schulden   63.346 56.414
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 23 7.772 3.238
Kurzfristige Rückstellungen 24 23.680 19.849
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25 2.817 1.766
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26 10.468 10.085
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 27 18.609 21.476
Schulden   88.799 76.274
Bilanzsumme   326.192 283.189

Gesamtergebnisrechnung RATIONAL-Konzern

für den Zeitraum 1. Januar - 31. Dezember

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Angaben
in TEUR
Anhang 2012 2011
Umsatzerlöse 1 434.981 391.688
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 2 -173.263 -157.315
Bruttoergebnis vom Umsatz   261.718 234.373
Vertriebs- und Servicekosten 3 -105.793 -100.718
Forschungs- und Entwicklungskosten 4 -13.562 -14.944
Allgemeine Verwaltungskosten 5 -18.815 -17.458
Sonstige betriebliche Erträge 6 5.878 7.433
Sonstige betriebliche Aufwendungen 7 -6.710 -6.521
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)   122.716 102.165
Erträge aus Beteiligungen 8 - 74
Zinsen und ähnliche Erträge 8 816 1.303
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8 -1.107 -1.077
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT)   122.425 102.465
Ertragsteuern 9 -29.140 -23.720
Jahresüberschuss   93.285 78.745
Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung   -272 234
Gesamtergebnis   93.013 78.979
Durchschnittliche Anzahl der Aktien (unverwässert/verwässert)   11.370.000 11.370.000
Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie in Euro, bezogen auf den Jahresüberschuss und die Anzahl der Aktien 10 8,20 6,93

Eigenkapitalveränderungsrechnung RATIONAL-Konzern

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Angaben
in TEUR
Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Unterschieds-
beträge aus der
Währungs-
umrechnung
Gesamt
Stand am 01.01.2011 11.370 28.058 192.394 -1.556 230.266
Dividende - - -102.330 - -102.330
Gesamtergebnis - - 78.745 234 78.979
Stand am 31.12.2011 11.370 28.058 168.809 -1.322 206.915
Dividende - - -62.535 - -62.535
Gesamtergebnis - - 93.285 -272 93.013
Stand am 31.12.2012 11.370 28.058 199.559 -1.594 237.393

Kapitalflussrechnung RATIONAL-Konzern

für den Zeitraum 1. Januar - 31. Dezember

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Angaben
in TEUR
2012 2011
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 122.425 102.465
Abschreibungen auf Anlagevermögen 6.762 7.268
Ergebnis aus Anlagenabgängen -3 17
Nicht realisiertes Fremdwährungsergebnis -48 160
Wertänderung derivativer Finanzinstrumente -559 351
Zins- und Beteiligungserträge -816 -1.377
Zinsaufwendungen 1.107 1.077
Betriebsergebnis vor Änderungen des Nettoumlaufvermögens 128.868 109.961
Veränderungen der    
Vorräte -1.625 -5.392
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrige Aktiva 5.287 -13.128
Rückstellungen 4.023 1.352
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige Passiva -1.655 5.473
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 134.898 98.266
Gezahlte Einkommen- und Ertragsteuern -23.454 -30.549
Cashflow aus operativer Tätigkeit 111.444 67.717
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -9.367 -5.720
Erlöse Anlagenabgang 100 72
Zahlungsmittelzufluss aus Verschmelzung - 81
Erwerb von Festgeldern mit einer Laufzeit über drei Monate -80.000 -50.400
Abnahme von Festgeldern mit einer Laufzeit über drei Monate 50.400 115.900
Erhaltene Zinsen 871 1.421
Erhaltene Dividende - 47
Cashflow aus Investitionstätigkeit -37.996 61.401
Gezahlte Dividende -62.535 -102.330
Auszahlungen im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen - -434
Aufnahme langfristiger Bankverbindlichkeiten 8.196 -
Tilgung von Bankverbindlichkeiten -1.904 -2.301
Gezahlte Zinsen -947 -976
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -57.190 -106.041
Nettozunahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 16.258 23.077
Veränderung der Zahlungsmittel aus Wechselkursveränderungen -206 54
Veränderung des Finanzmittelbestandes 16.052 23.131
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 01.01. 70.368 47.237
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31.12. 86.420 70.368

Anhang

Grundlagen

Darstellung und Erläuterung der Geschäftstätigkeit

Die RATIONAL Aktiengesellschaft (im Folgenden kurz RATIONAL AG) ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz in Landsberg am Lech, Iglinger Straße 62, eingetragen im Handelsregister Augsburg unter der Nummer HRB 2001.

Der RATIONAL-Konzern (im Folgenden "RATIONAL" sowie "Konzern" genannt) ist weltweiter Markt- und Technologieführer im Bereich der thermischen Speisenzubereitung in Profiküchen. Seit der Gründung im Jahr 1973 beschäftigt sich das Unternehmen mit der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von professionellen Gargeräten für Groß- und Gewerbeküchen. Der weltweite Vertrieb erfolgt sowohl über eigene Tochtergesellschaften als auch über unabhängige Vertriebspartner.

Die Aktien der seit März 2000 börsennotierten Gesellschaft sind im Prime Standard der Deutschen Börse in Frankfurt zugelassen und werden am regulierten Markt im Marktsegment MDAX gehandelt.

Darstellung des Abschlusses

Die funktionale Währung und die Darstellungswährung im Konzernabschluss ist der Euro. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit erfolgen die Zahlenangaben in Tausend Euro (Tsd. Euro bzw. TEUR). Die Bilanzstruktur entspricht den Gliederungsvorschriften des IAS 1. Die Darstellung für das zum 31. Dezember endende Geschäftsjahr 2012 und das Vorjahr erfolgt hierbei nach den Fälligkeiten "innerhalb von 12 Monaten" als kurzfristig und "über 12 Monate" als langfristig. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt auf Basis der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zu ihrem Marktwert bewertet werden.

Die Anhangangaben zum Konzernabschluss dienen dazu, auf Basis der auch dem Management vorliegenden operativen und strategischen Entscheidungsgrundlagen ein umfassendes Urteil über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Chancen und Risiken des Unternehmens zu ermöglichen. Dabei orientiert sich RATIONAL an den Konzernabschlussbestandteilen Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung sowie der Eigenkapitalveränderungsrechnung. Die spezifischen Erläuterungen erfolgen hierbei jeweils positionsbezogen. Grundsätzliche Angaben zur Rechnungslegung und Konsolidierung sind unter den Gliederungspunkten "Grundlagen der Rechnungslegung", "Konsolidierungsmethoden" und "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" dargestellt. Die Bedeutung von Finanzinstrumenten ist unter dem Punkt "Erläuterungen zu Finanzinstrumenten" dargelegt. Positionsunabhängige Erläuterungen sind im Abschnitt "Sonstige Erläuterungen zum Konzernabschluss" enthalten.

Die Freigabe des Abschlusses erfolgte am 15. Februar 2013 durch den Vorstand der RATIONAL AG.

Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2012 (unter Angabe der Vorjahreszahlen) erfolgte in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften.

Alle für das Geschäftsjahr 2012 gültigen und verpflichtend anzuwendenden Standards wurden berücksichtigt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Der folgende geänderte Standard wurde erstmals für das Geschäftsjahr 2012 verbindlich und vorher nicht freiwillig angewendet.

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    Inkrafttreten
Änderung IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben: Übertragung finanzieller Vermögenswerte" 01.07.2011

Der überarbeitete IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" erweitert die Angabepflichten im Hinblick auf die Übertragung finanzieller Vermögenswerte. Dies führt zu einer höheren Transparenz hinsichtlich der verbleibenden Risiken aus solchen Transaktionen. Die Änderung des Standards hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL.

Folgende neue oder geänderte Standards und Interpretationen waren im Geschäftsjahr 2012 noch nicht verbindlich anzuwenden und wurden auch nicht vorzeitig angewendet:

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    Inkrafttreten
Änderung IAS 1 "Darstellung des Abschlusses - Darstellung einzelner Posten des sonstigen Ergebnisses" 01.07.2012
Änderung IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" 01.01.2013
Änderung IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS: Schwerwiegende Hochinflation und Beseitigung fester Anwendungszeitpunkte für erstmalige Anwender" 01.01.2013
Änderung IAS 12 "Latente Steuern: Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte" 01.01.2013
Änderung IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten" 01.01.2013
Neu IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert" 01.01.2013
Neu IFRIC 20 "Kosten der Abraumbeseitigung während des Abbaubetriebes im Tagebau" 01.01.2013
Änderung IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung: Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten" 01.01.2014
Änderung IAS 27 "Einzelabschlüsse" 01.01.2014
Änderung IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" 01.01.2014
Neu IFRS 10 "Konzernabschlüsse" 01.01.2014
Neu IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" 01.01.2014
Neu IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" 01.01.2014

Entsprechend der Änderung in IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" erfolgt zukünftig eine Untergliederung des sonstigen Ergebnisses in Posten, die in Folgeperioden in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden und in solche, die im sonstigen Ergebnis verbleiben. Diese Änderung wird keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL haben.

Von den Änderungen des IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" ist die Erfassung und Bewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen (Defined Benefit Plans) und Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Termination Benefits) betroffen. Die wesentliche Änderung besteht darin, dass versicherungsmathematische Gewinne und Verluste unmittelbar im sonstigen Ergebnis erfasst werden müssen und das bisherige Wahlrecht zwischen einer Erfassung im Gewinn und Verlust, einer Erfassung im sonstigen Ergebnis oder einer zeitverzögerten Erfassung nach der Korridormethode abgeschafft wurde.
Die vollständige Erfassung von nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand und Plankürzungen in einer Periode sowie die Verzinsung des leistungsorientierten Netto-Vermögens bzw. der Netto-Verbindlichkeit stellen weitere Änderungen dar. Zudem werden deutlich umfangreichere Anhangangaben gefordert. Aus diesen Änderungen werden sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL ergeben.

Die Änderungen des IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS: Schwerwiegende Hochinflation und Beseitigung fester Anwendungszeitpunkte für erstmalige Anwender" enthalten Ausnahmeregelungen für Unternehmen, die nach einer Phase einer schwerwiegenden Hochinflation erstmalig einen IFRS Abschluss aufstellen, sowie die Streichung von fixierten Daten in IFRS 1 in Bezug auf die Ausbuchungsregelungen des IAS 39 und den erstmaligen Ansatz bestimmter finanzieller Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert. Diese Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL.

Die Änderung des IAS 12 "Latente Steuern: Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte" sieht eine Ausnahmevorschrift für Immobilien, die als Finanzinvestition gehalten und zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, vor. Zukünftig sind die aktiven und passiven Steuerlatenzen auf solche Immobilien nicht mehr anhand der Verwendungsabsicht, sondern anhand der steuerlichen Konsequenzen eines Verkaufs der Immobilie zu ermitteln, es sei denn die Veräußerungsvermutung ist konkret widerlegbar. Diese Änderung wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL haben.

Durch die Änderung des IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten" sind umfassendere Angaben bei der Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erforderlich. Aus dieser Änderung werden sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL ergeben.

Mit IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert" werden die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts und die entsprechenden Anhangangaben in einem Standard zusammengefasst. Es wird unter anderem der Begriff des beizulegenden Zeitwerts definiert, eine einheitliche Methode für dessen Ermittlung sowohl für finanzielle als auch für nichtfinanzielle Posten festgelegt und die erforderlichen Anhangangaben zum Teil erheblich erweitert. Abgesehen von den erweiterten Anhangangaben werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL erwartet.

IFRIC 20 "Kosten der Abraumbeseitigung während des Abbaubetriebes im Tagebau" enthält die Erfassung und Bewertung von Kosten der Abraumbeseitigung, die während des Abbaubetriebs im Tagebau entstehen, als Vorräte oder als langfristige Vermögenswerte. Diese Interpretation wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL haben.

Die Änderungen des IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung: Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten" enthalten Anwendungsleitlinien, die das Saldierungsmodell des IAS 32 konkretisieren. Diese Änderungen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL haben.

Mit der Veröffentlichung der folgenden Änderungen und Standards hat der IASB ein umfangreiches Paket zur Verbesserung der Konzernrechnungslegung veröffentlicht:

Durch die Änderungen des IAS 27 "Einzelabschlüsse" enthält dieser zukünftig nur noch die Vorschriften, die auf Einzelabschlüsse anzuwenden sind. Die Konsolidierungsleitlinien sind nun in IFRS 10 "Konzernabschlüsse" enthalten. Dementsprechend wurde der Standard von "Konzern- und Einzelabschlüsse" in "Einzelabschlüsse" umbenannt. Aus diesen Änderungen ergeben sich voraussichtlich keine Änderungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL.

Durch die Änderung des IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" wurde der Anwendungsbereich des IAS 28 auf Gemeinschaftsunternehmen ausgedehnt und dementsprechend wurde die Bezeichnung des Standards abgeändert. Des Weiteren ergeben sich Folgeänderungen, die aus der Einführung von IFRS 10 "Konzernabschlüsse", 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" und 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" resultieren. So werden Gemeinschaftsunternehmen künftig mit der Equity-Methode erfasst, da die Quotenkonsolidierung mit IFRS 11 abgeschafft wurde. Diese Änderungen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL haben.

Durch den neuen IFRS 10 "Konzernabschlüsse" werden die bisherigen Konsolidierungsleitlinien im IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" sowie SIC-12 "Konsolidierung Zweckgesellschaften" ersetzt. Der IFRS 10 enthält ein einheitliches Konsolidierungsmodell für alle Unternehmen, welches auf die Beherrschung des Tochterunternehmens durch das Mutterunternehmen abstellt. Des Weiteren enthält der Standard Leitlinien, die die Beurteilung hinsichtlich des Vorliegens eines Beherrschungsverhältnisses unterstützen. Dieser neue Standard wird keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL haben.

Mit dem IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" werden IAS 31 "Anteile an verbundenen Unternehmen" und SIC-13 "Gemeinschaftlich geführte Einheiten - Nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen" ersetzt. In dem neuen Standard wird die Klassifizierung von gemeinsamen Vereinbarungen in "Gemeinsame Geschäftstätigkeit" (Joint Operation) oder "Gemeinschaftsunternehmen" (Joint Venture) anhand der Rechte und Pflichten der Parteien definiert. Ferner wird die Quotenkonsolidierung mit der Einführung des IFRS 11 abgeschafft. Aus diesem Standard ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL.

Mit dem IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" werden die Anhangangaben sämtlicher Beteiligungen an Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen sowie nicht konsolidierten Zweckgesellschaften in einem Standard zusammengeführt. Hieraus werden sich voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von RATIONAL ergeben.

Folgende geänderte oder neue Standards wurden vom IASB veröffentlicht, aber bisher noch nicht von der EU übernommen und sind deshalb nicht im Konzernabschluss angewendet. Diese Standards, Interpretationen und Änderungen werden ab dem Zeitpunkt ihrer verpflichtenden Anwendung in der Europäischen Union im Konzern umgesetzt und haben voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf zukünftige Konzernabschlüsse der RATIONAL AG:

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    Inkrafttreten gemäß Standard
Änderung Improvements to IFRS 2009 - 2011 01.01.2013
Änderung IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS: Darlehen der öffentlichen Hand" 01.01.2013
Änderung IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen", IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen": Übergangsbestimmungen 01.01.2013
Änderung IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen", IAS 27 "Einzelabschlüsse": Investmentgesellschaften 01.01.2014
Änderung IFRS 7 und IFRS 9 "Finanzinstrumente: Verpflichtender Anwendungszeitpunkt von IFRS 9 und Angaben zum Übergang" 01.01.2015
Neu IFRS 9 "Finanzinstrumente" 01.01.2015

Das Geschäftsjahr der RATIONAL AG und aller in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Der Abschlussstichtag des Konzernabschlusses ist gemäß IAS 27 der Abschlussstichtag der Muttergesellschaft.

Konsolidierungsmethoden

In den RATIONAL-Konzernabschluss werden neben dem Mutterunternehmen alle wesentlichen in- und ausländischen Tochtergesellschaften, die unter der direkten oder indirekten Kontrolle der RATIONAL AG stehen, einbezogen. Kontrolle liegt vor, wenn die Möglichkeit besteht, die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens zu bestimmen, um daraus einen entsprechenden Nutzen ziehen zu können. In der Regel ist dies der Fall, wenn die RATIONAL AG direkt oder indirekt über mehr als die Hälfte der Stimmrechte eines Unternehmens verfügt.

Die erstmalige Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3. Dabei werden die Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem neu bewerteten anteiligen Eigenkapital des erworbenen Unternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Die Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt angesetzt, unabhängig vom Umfang etwaiger Anteile ohne beherrschenden Einfluss am Eigenkapital. Anschaffungsnebenkosten werden aufwandswirksam erfasst.

Verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge werden als Firmenwert aktiviert, welcher jährlich oder bei Hinweisen auf eine Wertminderung einer Überprüfung der Werthaltigkeit unterzogen werden muss. Eine daraus resultierende Wertminderung wird ergebniswirksam erfasst.

Die Bilanzierung nicht konsolidierter Tochtergesellschaften erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten.

Die Auswirkungen wesentlicher konzerninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen werden konsolidiert, Zwischengewinne im Vorratsvermögen eliminiert und konzerninterne Erträge mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Die Konsolidierungsmethoden des Vorjahres wurden unverändert beibehalten.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 gemäß den Vorgaben des IAS 27 neben der Muttergesellschaft sieben inländische (Vj. sechs) und 20 ausländische (Vj. 19) Tochtergesellschaften einbezogen. Im November 2012 erfolgte die Gründung einer Vertriebsgesellschaft in Mexiko. Die Eintragung in das Handelsregister sowie die Einzahlung des Stammkapitals in Höhe von 400 Tsd. MXN (rund 24 Tsd. Euro) erfolgte im Januar 2013. Im Geschäftsjahr 2012 war die Tochter wirtschaftlich noch nicht aktiv. Der Konsolidierungskreis setzt sich zum 31. Dezember 2012 wie folgt zusammen:

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Name und Sitz der Tochterunternehmen der RATIONAL AG   % Kapitalanteil/ % Stimmrechte
Deutschland      
LechMetall GmbH Landsberg am Lech Deutschland 100,0
RATIONAL Komponenten GmbH Landsberg am Lech Deutschland 100,0
RATIONAL Technical Services GmbH Landsberg am Lech Deutschland 100,0
RATIONAL Dienstleistungsgesellschaft mbH Landsberg am Lech Deutschland 100,0
RATIONAL Montage GmbH Landsberg am Lech Deutschland 100,0
RATIONAL Großküchentechnik GmbH Landsberg am Lech Deutschland 100,0
FRIMA Deutschland GmbH Frankfurt am Main Deutschland 100,0
Europa      
RATIONAL UK Ltd. Luton Großbritannien 100,0
FRIMA UK Ltd. London Großbritannien 100,0
FRIMA RATIONAL France SAS Wittenheim Frankreich 100,0
FRIMA - T SAS Wittenheim Frankreich 100,0
FRIMA France SAS Wittenheim Frankreich 100,0
RATIONAL Italia s.r.l. Mestre Italien 100,0
RATIONAL Ibérica Cooking Systems, S.L. Barcelona Spanien 100,0
RATIONAL Austria GmbH Salzburg Österreich 100,0
RATIONAL International AG Balgach Schweiz 100,0
RATIONAL Schweiz AG Balgach Schweiz 100,0
FRIMA International AG Balgach Schweiz 100,0
RATIONAL Polen Sp. z o.o. Warschau Polen 100,0
RATIONAL Scandinavia AB Malmö Schweden 100,0
RATIONAL RUS OOO Moskau Russland 100,0
Amerika      
RATIONAL USA, Inc. Schaumburg USA 100,0
RATIONAL Canada Inc. Mississauga Kanada 100,0
RATIONAL Mexico S.A. DE C.V. Mexico City Mexiko 100,0
RATIONAL Brasil Comércio E Distribuição De Sistemas De Cocção Ltda. São Paulo Brasilien 99,9
Asien      
RATIONAL Japan Co., Ltd. Tokio Japan 100,0
RATIONAL Trading (Shanghai) Co., Ltd. Shanghai China 100,0

Nicht im Konsolidierungskreis enthalten ist die wirtschaftlich inaktive Tochtergesellschaft der FRIMA - T SAS, die TOPINOX SARL, Nantes, Frankreich. Diese ist für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Die Beteiligung ist wie im Vorjahr mit einem Buchwert von 0 Tsd. Euro ausgewiesen. Dieser entspricht dem Marktwert.

Die inländischen Tochtergesellschaften LechMetall GmbH, RATIONAL Großküchentechnik GmbH, RATIONAL Technical Services GmbH, RATIONAL Dienstleistungsgesellschaft mbH, RATIONAL Montage GmbH und RATIONAL Komponenten GmbH nehmen für das Geschäftsjahr 2012 § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. Die Gesellschaften verzichten auf die Erstellung eines Anhangs sowie auf die Offenlegung des Jahresabschlusses. Darüber hinaus nehmen die RATIONAL Großküchentechnik GmbH und die RATIONAL Komponenten GmbH die Möglichkeit zur Befreiung von der Erstellung eines Lageberichtes gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.

Fremdwährungsumrechnung

In den Einzelabschlüssen der Tochtergesellschaften werden die Fremdwährungstransaktionen mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden zum Stichtagskurs resultieren, werden ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Für den Konzernabschluss werden die Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Als funktionale Währung fungiert hierbei die jeweilige Landeswährung. Die RATIONAL International AG und die FRIMA International AG, beide mit Sitz in der Schweiz, haben abweichend hiervon als funktionale Währung den Euro. Vermögenswerte und Schulden werden mit den Devisenmittelkursen am Bilanzstichtag, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die in die Kapitalkonsolidierung einzubeziehenden Teile des Eigenkapitals sowie der Gewinn- oder Verlustvortrag werden mit historischen Kursen umgerechnet. Soweit sich hieraus in der Bilanz Unterschiedsbeträge ergeben, werden diese ergebnisneutral innerhalb des Eigenkapitals als "Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung" erfasst.

Die im Konzernabschluss verwendeten Wechselkurse im Verhältnis zum Euro und deren Entwicklung im Jahresvergleich sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

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  Jahresdurchschnittskurse Stichtagskurse 31.12.
1 Euro entspricht 2012 2011 Änderung
in %
2012 2011 Änderung
in %
USD = US-Dollar 1,2927 1,3989 -8 1,3186 1,2932 2
JPY = japanischer Yen 103,50 111,33 -7 113,65 100,07 14
GBP = britisches Pfund 0,8115 0,8712 -7 0,8158 0,8367 -2
CHF = Schweizer Franken 1,2042 1,2320 -2 1,2073 1,2165 -1
CAD = kanadischer Dollar 1,2898 1,3808 -7 1,3118 1,3192 -1
SEK = schwedische Krone 8,6825 9,0160 -4 8,5800 8,9171 -4
PLN = polnischer Zloty 4,1722 4,1422 1 4,0930 4,4580 -8
CNY = chinesischer Yuan 8,1462 9,0240 -10 8,2150 8,1435 1
RUB = russischer Rubel 40,0754 41,0361 -2 40,2487 41,6868 -3
BRL = brasilianischer Real 2,5323 2,3370 8 2,6997 2,4137 12

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über drei bis fünf Jahre linear abgeschrieben. Aktivierungsfähige Entwicklungskosten gemäß IAS 38.57 liegen nicht vor.

Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung und aus sonstigen Unternehmenserwerben werden gemäß IAS 36 mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen. Liegt der beizulegende Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten oder der Nutzungswert unter dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit bzw. der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, erfolgt eine ergebniswirksame Berücksichtigung der Wertminderung. Historische Wertminderungen des Firmenwertes dürfen nicht rückgängig gemacht werden.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Die Abschreibungen erfolgen auf Basis der wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Vermögenswerte. Verwaltungs- und Produktionsgebäude werden über einen Zeitraum von 25 bis 36 Jahren abgeschrieben, technische Anlagen und Maschinen sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über Nutzungsdauern von 2 bis 15 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt vorwiegend linear. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung "pro rata temporis".

Zu jedem Bilanzstichtag hat der Konzern einzuschätzen, ob ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass der Buchwert eines immateriellen Vermögenswertes oder einer Sachanlage wertgemindert sein könnte. Wird eine Wertminderung erkannt, die über die planmäßige Abschreibung hinausgeht, wird auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert eines Vermögenswertes.

Leasing

Gemäß IAS 17 werden Leasingtransaktionen als Operating-Leasing klassifiziert, wenn die wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasinggegenstand verbunden sind, beim Leasinggeber verbleiben. Die Leasingzahlungen werden als Aufwand über die Laufzeit des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Vorräte

Vermögenswerte des Vorratsvermögens werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

Die Ermittlung der Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und Handelswaren erfolgt nach der gleitenden Durchschnittsmethode. Anschaffungspreisminderungen wie Boni und Skonti werden bei der Ermittlung der Anschaffungskosten berücksichtigt. Die Anschaffungskosten enthalten alle Kosten des Erwerbs sowie sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten beinhalten alle dem Produktionsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten.

Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden in Abhängigkeit vom Einzelfall entweder als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert.

Finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, werden am Erfüllungstag mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden hierbei berücksichtigt. Der Erfüllungstag ist der Tag an dem ein Vermögenswert an oder durch das Unternehmen geliefert wird.

Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte betreffen Derivate, die als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte eingestuft werden. Sollen finanzielle Vermögenswerte bis zu ihrer Endfälligkeit gehalten werden, werden sie nach ihrer erstmaligen Erfassung zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und bei Vorliegen von Wertminderungen wertberichtigt. Kredite und Forderungen werden nach ihrer erstmaligen Erfassung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertberichtigung für Wertminderungen bewertet. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden nicht gehalten. Von der Fair Value Option macht RATIONAL keinen Gebrauch.

Für sämtliche Kategorien von finanziellen Vermögenswerten ist der beizulegende Zeitwert der Wert an den für RATIONAL relevanten Märkten, insbesondere sind dies die für Over-the-Counter-Geschäfte maßgeblichen Konditionen der Banken. Sämtliche zu erfassenden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von finanziellen Vermögenswerten werden im Periodenergebnis erfasst.

Wertberichtigungen sind zu bilden für Forderungen, die aufgrund objektiver Kriterien, insbesondere bei nachhaltiger Erfolglosigkeit von Mahnaktivitäten und anschließender Übergabe der Forderung an externe Inkasso-Dienstleister, bei beantragten oder laufenden Insolvenzverfahren sowie im Falle gerichtlich angefochtener Forderungen, als zweifelhaft zu betrachten sind und keine Erkenntnisse vorliegen, die eine andere Bewertung rechtfertigen. Erforderliche Wertberichtigungen werden grundsätzlich auf einem Wertberichtigungskonto erfasst.

Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn das vertragliche Recht auf Zahlungen aus dem finanziellen Vermögenswert erloschen ist oder der finanzielle Vermögenswert übertragen wurde und RATIONAL alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat. Eine Forderung wird auch dann ausgebucht, wenn diese uneinbringlich ist. Die Gewinne und Verluste, die durch die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten entstanden sind, werden erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst.

Derivative Finanzinstrumente

Die derivativen Kontrakte werden in die Bewertungskategorie "zu Handelszwecken gehalten" eingestuft und zum Marktwert bilanziert, da die Voraussetzungen für Hedge-Accounting nach IAS 39 (trotz enger Orientierung der Absicherung am Grundgeschäft) nicht vollständig erfüllt sind. Derivative Finanzinstrumente werden am Handelstag zum Fair Value erfasst und in der Bilanz in den sonstigen Vermögenswerten bzw. sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Änderungen im Marktwert sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen enthalten.

Für die Bilanzierung zum Marktwert werden die stichtagsbezogenen Bewertungen der jeweiligen Kontrahenten-Bank herangezogen. Die Banken bewerten auf Basis der für den betreffenden Stichtag gültigen Marktdaten unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren (Barwertmethode für Termingeschäfte und Swaps bzw. Black-Scholes-Methode für Optionen). Anhand der zusätzlich mit unserem internen Treasury-Management-System durchgeführten Bewertungen überprüfen wir die von den Banken ermittelten Werte und stellen somit sicher, dass die wesentlichen Annahmen, die bei den Banken der Berechnung zugrunde gelegt werden, zum jeweiligen Stichtag tatsächlich marktgerecht sind.

Der Marktwert (nach der Barwertmethode) von Devisentermingeschäften und Swaps errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum abgeschlossenen Devisenterminkurs.

Bei den Devisenoptionen entspricht der Marktwert (nach der modifizierten Black-Scholes-Formel nach dem Garman-Kohlhagen-Modell) dem Wert, der im Geschäftsverkehr zwischen vertragswilligen und unabhängigen Vertragsparteien aus dem Verkauf der Rechte und/oder Pflichten aus dem Finanzinstrument unter aktuellen Marktbedingungen erzielt werden kann (Fair Value). Bei der Bestimmung des Marktwertes bleiben Kompensationseffekte aus den Grundgeschäften unberücksichtigt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristige Einlagen mit einer Restlaufzeit - gerechnet vom Erwerbszeitpunkt - von bis zu drei Monaten und werden zum Nennwert bewertet. Guthaben in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufenden und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Latente Steueransprüche

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode für temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz gebildet. Darüber hinaus werden steuerliche Verlustvorträge, soweit ihre künftige Nutzung wahrscheinlich ist, in Höhe des zukünftigen latenten Steueranspruchs aktiviert. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Die für die Berechnung der latenten Steuern herangezogenen Steuersätze der Tochtergesellschaften betragen zwischen 10 % und 40 % (Vj. 10 % und 42 %). Für die RATIONAL AG wird zur Ermittlung der latenten Steuern ein Steuersatz von 27 % (Vj. 27 %) herangezogen.

Latente Steuererstattungsansprüche und latente Steuerverbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Anrechnung besteht und wenn die latenten Steuererstattungsansprüche und Steuerverbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuersubjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann.

Rückstellungen

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen beruht auf dem gemäß IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste werden in voller Höhe sofort erfolgswirksam erfasst. Die Pensionsverpflichtungen werden in Höhe der leistungsorientierten Verpflichtung in der Bilanz ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Inanspruchnahme künftig wahrscheinlich ist und sich die Höhe der Inanspruchnahme zuverlässig schätzen lässt. Der Wertansatz der Rückstellungen wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Ist der aus der Diskontierung resultierende Effekt wesentlich, wird die Rückstellung abgezinst.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten betreffen Derivate, die als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten eingestuft werden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Von der Fair Value Option macht RATIONAL keinen Gebrauch.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand für Aufwendungen werden erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit besteht, dass RATIONAL die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse werden mit Erbringung der Lieferung, d.h. mit dem Gefahrenübergang auf den Kunden, realisiert. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst. Rückstellungen für Gewährleistungen werden einzelfallbezogen bzw. bei Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse gebildet. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Forschungs- und Entwicklungskosten werden sofort nach ihrer Entstehung ergebniswirksam berücksichtigt. Finanzierungskosten werden, soweit sie nicht direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zuzuordnen sind, in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

Verwendung von Schätzungen und Annahmen

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert insbesondere für immaterielle Vermögenswerte einschließlich der Firmenwerte, Sachanlagen, latente Steueransprüche sowie Rückstellungen Schätzungen und Annahmen, die die angegebenen Beträge für Vermögenswerte, Schulden und finanzielle Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres beeinflussen können. Die Darstellung der Buchwerte der angesprochenen Positionen erfolgt einzeln in den jeweiligen Anhangangaben.

Bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen beziehen sich die Annahmen und Schätzungen des Managements insbesondere auf die erwartete Nutzungsdauer, die Einschätzung, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen und die Schätzung des erzielbaren Betrags eines wertgeminderten Vermögenswertes. Das Management geht davon aus, dass die Annahmen und Schätzungen angemessen sind. Falls sich Änderungen zu den genannten Annahmen und Schätzungen ergeben, würde dies die Vermögens- und Ertragslage verändern.

Bei der jährlichen Werthaltigkeitsprüfung des Firmenwerts müssen im Rahmen der Ermittlung des erzielbaren Betrags Annahmen zur weiteren Ertragsentwicklung und der daraus resultierenden zu erwartenden Cashflows der zugrunde gelegten zahlungsmittelgenerierenden Einheit bzw. der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten getroffen werden. Die tatsächlichen Cashflows können von den auf diesen Schätzungen basierenden Cashflows erheblich abweichen. Dies könnte zu einer Veränderung der Umsatz- und Cashflow-Prognose führen, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen würde.

Bei der Überprüfung von Wertminderungen auf Vermögenswerte beziehen sich die Annahmen und Schätzungen zusätzlich auf den zukünftigen Verkaufspreis und das -volumen sowie die Kosten und Diskontierungssätze. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die Annahmen und Schätzungen angemessen sind, könnte durch eine Veränderung der Annahmen oder Umstände ein zusätzlicher Wertminderungs- oder Wertaufholungsbedarf resultieren.

Die Berechnung der latenten Steueransprüche erfordert die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben. Die ausgewiesenen latenten Steuern könnten sich verringern, falls die Schätzungen der geplanten steuerlichen Einkommen und die erzielbaren Steuervorteile gesenkt werden oder aktuelle Steuergesetzgebungen den zeitlichen Rahmen oder den Umfang der Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile beschränken.

Die wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich der Rückstellungen betreffen in die Zukunft gerichtete Bewertungsfaktoren, wie den zugrunde liegenden Rechnungszinsfuß inklusive der verwendeten Annahmen zur Risikosituation und zur Zinsentwicklung. Jede Änderung dieser getroffenen Annahmen wird Auswirkungen auf die Buchwerte dieser Positionen haben.

Die Gewährleistungsrückstellung umfasst die Haftung der Gesellschaften des Konzerns für die Funktionalität der Produkte. Die Ermittlung dieser Rückstellung erfordert Annahmen hinsichtlich des zukünftigen Aufwands, der uns aus Gewährleistungsfällen entsteht. Im Wesentlichen basiert die Rückstellungsermittlung auf Erfahrungswerten der Vergangenheit basierend auf historischen Inanspruchnahmen und verkauften Stückzahlen und berücksichtigt eine Garantiezeit von in der Regel zwei Jahren. Sollte die zukünftige Entwicklung von der Erwartung wesentlich abweichen, wirkt sich dies auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus.

RATIONAL bildet Rückstellungen für gerichtliche Verfahren, wenn die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Die Bildung und die Höhe der Rückstellung unterliegen der Schätzung des Managements. Da sich solche Verfahren meist über einen längeren Zeitraum erstrecken und es sich um komplexe Fragestellungen handelt, sind diese mit Unsicherheiten verbunden. Das Management beurteilt den aktuellen Stand der Verfahren regelmäßig, zum Teil unter Hinzuziehung von externen Anwälten, um die Rückstellungen verlässlich zu schätzen. Dennoch ist es möglich, dass eine Schätzung angepasst werden muss und es zu einer Erhöhung der Rückstellung bzw. zu einer Belastung der Ertragslage kommen kann.

Die tatsächlichen Entwicklungen können unter bestimmten Umständen von den vorgenommenen Schätzungen und Annahmen abweichen. Der Grundsatz des "True and Fair View" wird auch bei der Verwendung von Schätzungen uneingeschränkt gewahrt.

Über Schätzungen und Annahmen hinausgehende, wesentliche Ermessensausübungen des Managements bei der Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben nicht stattgefunden.

Erläuterungen zu Finanzinstrumenten

Der weltweite Vertrieb erfolgt bei RATIONAL durch Vertriebsgesellschaften und unabhängige Vertriebspartner, jedoch nicht direkt zum Endkunden, sondern über den Fachhandel. Im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit findet eine Vielzahl vertraglicher Vereinbarungen statt, die bei einem Unternehmen zur Entstehung finanzieller Vermögenswerte und gleichzeitig bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung finanzieller Verbindlichkeiten führen. Finanzinstrumente werden zu dem Zeitpunkt berücksichtigt, zu dem RATIONAL Vertragspartei des Finanzinstruments wird. In diesen sogenannten Finanzinstrumenten können - zusätzlich zu den bereits im Lagebericht beschriebenen operativen Unternehmensrisiken - spezifische Risiken verborgen sein. Die Klassifizierung dieser Risiken erfolgt nach den Kategorien Kreditrisiken, insbesondere für Forderungspositionen, Liquiditätsrisiken für Verbindlichkeitspositionen sowie nach den Marktrisiken, welche Wechselkurs-, Zins- und Preisrisiken umfassen.

RATIONAL verfügt über ein weltweit implementiertes Risikomanagementsystem, das sowohl die frühzeitige Erkennung und Analyse von Chancen und Risiken ermöglicht als auch die Ergreifung entsprechender Präventivmaßnahmen unterstützt. In Bezug auf die mit Finanzinstrumenten verbundenen Chancen und Risiken sind folgende Bestandteile des RATIONAL-Risikomanagementsystems (vgl. hierzu auch den Chancen- und Risikobericht im Konzernlagebericht) von besonderer Bedeutung:

Der integrierte Planungsprozess, den weltweit alle Gesellschaften und Unternehmensbereiche durchlaufen, definiert konkrete Absatz- und Finanzziele und legt Maßnahmen für die Zielerreichung fest.

Im Berichtswesen wird der Grad der Zielerreichung in allen Unternehmensbereichen zuverlässig und kontinuierlich gemessen, analysiert und kommentiert. Die zeitnahe Bereitstellung der Informationen garantiert eine schnelle, flexible und frühzeitige Gegensteuerungsmöglichkeit bei Fehlentwicklungen.

Die Ermittlung von Benchmarks und Schwellenwerten im Finanzbereich und insbesondere im Forderungsmanagement unterstützt die Führungskräfte bei der Früherkennung von Fehlentwicklungen und der angemessenen Gegensteuerung. Zur Absicherung unserer Forderungen arbeiten wir weltweit mit Coface, einem der größten Warenkreditversicherer, zusammen.

Alle Geschäftsprozesse und internen Kontrollsysteme sind klar definiert. Qualität und Einhaltung werden durch regelmäßige Schulungen und Kontrollen sichergestellt. Sensible Abläufe, wie z.B. die Rechnungsfreigabe im Kreditorenbereich, werden über SAP-Workflows abgebildet.

Die interne Revision erfasst und bewertet unabhängig und objektiv Abweichungen von Soll-Situationen. Fehlentwicklungen werden frühzeitig identifiziert.

Um die Qualität des weltweiten Cash-Managements sicherzustellen, ist ein global integriertes Treasury-Management-System im Einsatz.

Das umfassende Versicherungskonzept wird jährlich überprüft und an das neue Risikoumfeld angepasst.

Kreditrisiken

RATIONAL beliefert Kunden auf allen Kontinenten und in nahezu allen Regionen der Welt. Ausfallrisiken bei den "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" können dadurch entstehen, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Um Ausfallrisiken bei Kundenforderungen - die potenzielle Bonitäts- und Liquiditätsrisiken für die RATIONAL-Gruppe nach sich ziehen könnten - zu vermeiden oder zu reduzieren, unterziehen wir die Kunden aller Gesellschaften des Konzerns einer Bonitätsprüfung durch die Warenkreditversicherungsgesellschaft Coface und deren lokale Partnergesellschaften. Gemäß der Einschätzung von Coface wird das RATIONAL-Kundenportfolio als "gering risikobehaftet" bewertet.

Soweit möglich werden basierend auf dieser Bonitätsprüfung die Kundenforderungen versichert. Die Warenkreditversicherung deckt im Rahmen der bestehenden Verträge neben dem Insolvenzrisiko der Kunden auch den sogenannten Protracted Default (Nichtzahlungstatbestand als Versicherungsfall) ab. Im Versicherungsfall werden in der Regel 90 % der ausgefallenen versicherten Forderung von der Warenkreditversicherung ersetzt.

Eine für die gesamte Gruppe gültige "Creditpolicy" sieht klare Regelungen entlang des gesamten Auftragsprozesses vor, deren Umsetzung durch Schulungen, ein zeitnahes Berichtswesen und durch IT-Unterstützung sichergestellt wird. Die "Creditpolicy" vereint die "Mindestanforderungen für das Creditmanagement" (MaCM) des Bundesverbandes Creditmanagement (BvCM) mit der RATIONAL-spezifischen "One-Piece-Flow"-Prozessorganisation.

Alternativ zur Deckung durch die Warenkreditversicherung werden in Abhängigkeit von Art und Höhe der jeweiligen Leistung andere Sicherheiten (z.B. bestätigte und unwiderrufliche Akkreditive, Bankbürgschaften und andere bankübliche Sicherheiten) oder Vorauszahlungen verlangt. Nur in klar definierten Ausnahmefällen wird anhand des dokumentierten Zahlungsverhaltens aus der bisherigen Geschäftsbeziehung in Verbindung mit Bonitätsauskünften von dritter Seite und den vom Kunden selbst zur Verfügung gestellten Finanzdaten (Jahresabschlüsse und betriebswirtschaftliche Auswertungen) eine Belieferung auf offenes Zahlungsziel ohne adäquate Sicherheiten in Erwägung gezogen.

Von einer Bonitätsprüfung und Absicherung gänzlich unberücksichtigt bleiben dagegen Lieferungen und Leistungen gegenüber Kunden der öffentlichen Hand mit Sitz in Ländern mit einwandfreien Länderbonitäten.

Weitere Informationen zu den Ausfall- und Kreditrisiken finden sich in den Anhangangaben zu den "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen".

Ein für RATIONAL bedeutsames Kreditrisiko entsteht grundsätzlich auch im Rahmen der Geldanlage. Dies betrifft insbesondere die mögliche Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarungen seitens der Bank. Bei derivativen Finanzinstrumenten mit positivem Marktwert entsteht ein Kreditrisiko durch mögliche Nichterfüllung seitens des jeweiligen Kontraktpartners. Erläuterungen zu diesen Risikofaktoren werden in den Anhangangaben zu den Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monate, zu den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie zu den Marktrisiken gemacht.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko bezieht sich auf die Möglichkeit, dass RATIONAL zu irgendeinem Zeitpunkt nicht in der Lage sein könnte, Zahlungsverpflichtungen fristgerecht und in vollem Umfang zu entsprechen.

Im Corporate Treasury hat die Überwachung und Versorgung mit liquiden Mitteln oberste Priorität. Dies erfolgt durch tägliches Cash-Management und eine rollierende Liquiditätsplanung mit kontinuierlicher Überwachung und Steuerung der konzernweit ein- und abgehenden Zahlungsströme.

Mit der vorgehaltenen Liquiditätsreserve kann auch auf beträchtliche Cashflow-Schwankungen oder auftretende Bedarfsspitzen flexibel reagiert und somit allen Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht nachgekommen werden.

Große Bedeutung hat bei RATIONAL die Innenfinanzierung, die im Wesentlichen zur Finanzierung unseres weltweiten Geschäftswachstums in den vergangenen Jahren eingesetzt wurde. Für den Fall, dass RATIONAL zusätzlichen Bedarf an Fremdfinanzierungen haben sollte, stehen vertraglich vereinbarte, fest zugesagte Kreditlinien bei mehreren Kreditinstituten (mit Langfrist-Ratings von A- bis AAA nach Standard & Poor's) zur Verfügung.

RATIONAL genießt bei Kreditinstituten eine erstklassige Bonität (AA bis AAA). Für die bestehenden Kreditlinien sind keine Auflagen in Form von Bedingungen und Kennziffern (Covenants) vereinbart, deren Nichteinhaltung dazu führen könnte, dass die Kreditlinien neu verhandelt werden müssten. Für die bestehenden Kreditlinienverträge wurden auch keine Sicherheiten abgetreten, stattdessen sind sogenannte Negativerklärungen bzw. Bankengleichbehandlungsrevers vereinbart worden. Damit verpflichtet sich RATIONAL zur Gleichbehandlung aller Kreditinstitute in Bezug auf eine mögliche Besicherung von vergleichbaren Krediten. Die Höhe der vertraglich fest zugesagten Kreditlinien beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt 31.669 Tsd. Euro (Vj. 36.669 Tsd. Euro). Davon sind nach Anrechnung von Abtretungen für Tochtergesellschaften und Avalen 27.457 Tsd. Euro (Vj. 31.994 Tsd. Euro) noch nicht ausgeschöpft.

Zum Bilanzstichtag summiert sich die Liquiditätsreserve aus Eigenmitteln (inklusive aller bestehenden Festgelder, die alle eine Restlaufzeit von maximal fünf Monaten aufweisen) auf insgesamt 166.420 Tsd. Euro (Vj. 120.768 Tsd. Euro). Darin sind auch Bestände von Währungen in Höhe von 2.624 Tsd. Euro (Vj. 1.692 Tsd. Euro) enthalten, die nicht frei konvertierbar sind oder strengen Währungsrestriktionen unterliegen.

Die folgende Tabelle weist die Besicherung der Einlagen bei Banken sowie das verbleibende Nettorisiko bei Ausfall der Kreditinstitute aus:

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Angaben
in TEUR
Buchwert Besichert durch Einlagensicherungsfonds Nettorisiko
  2012 2012 2012
Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monaten 80.000 80.000 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 86.420 70.082 16.338
Gesamt 166.420 150.082 16.338
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Angaben
in TEUR
Buchwert Besichert durch Einlagensicherungsfonds Nettorisiko
  2011 2011 2011
Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monaten 50.400 50.400 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 70.368 51.360 19.008
Gesamt 120.768 101.760 19.008

Weitere Informationen, insbesondere zur Liquiditätsreserve sowie zu bestehenden Fremdfinanzierungen und deren Fälligkeitsfristen, sind den Anhangangaben zu den Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monate, den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu entnehmen.

Marktrisiken

Aufgrund der internationalen Ausrichtung von RATIONAL können der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows von Finanzinstrumenten in Form verschiedener Vermögenswerte und Verbindlichkeitspositionen Marktrisiken aus der Veränderung von Wechselkursen, Zinsen und Rohstoffpreisen ausgesetzt sein.

Die Wechselkursrisiken beziehen sich hierbei auf in Fremdwährung lautende Forderungen, Verbindlichkeiten und antizipierte Transaktionen. Die antizipierten Transaktionen beinhalten geplante Zahlungsströme, die aufgrund währungsbezogener Geldeingänge bei Vertriebsgesellschaften nach Abzug der Kosten und sonstigen Ausgaben in gleicher Währung zu erwarten sind. Das Zinsrisiko betrifft die langfristig abgeschlossenen Darlehensverträge. Preisrisiken können in erster Linie im Zusammenhang mit dem Bezug von Rohstoffen für die Fertigung der Produkte entstehen.

Ziel des in der Muttergesellschaft angesiedelten Corporate Treasury ist es, den identifizierten Transaktionsrisiken im Währungs- und Zinsbereich durch geeignete Instrumente und Maßnahmen entgegenzuwirken. Diese Aktivitäten sind in Unternehmensrichtlinien schriftlich vereinbart und werden durch ein Treasury-Management-System unterstützt, gesteuert und überwacht. Identifizierten Risiken wird - falls dies sinnvoll erscheint und effektive Sicherungsinstrumente zur Verfügung stehen - durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten entgegengewirkt. Vertragspartner bei derivativen Finanzinstrumenten sind ausschließlich Banken mit guter bis erstklassiger Bonität, d. h. mit einem Rating von mindestens A- nach Standard & Poor's.

Währungsrisiken

Währungsrisiken resultieren einerseits aus der möglichen Veränderung von beizulegenden Zeitwerten bestehender Fremdwährungsbilanzpositionen (in anderen Währungen als der funktionalen Währung) durch Wechselkursschwankungen (Translationsrisiko) zum Stichtag. Davon betroffen sind zum Stichtag bestehende Forderungen, Verbindlichkeiten und Zahlungsmittel in Fremdwährung. Translationsrisiken werden bei RATIONAL nicht durch Sicherungsgeschäfte abgesichert.

Andererseits besteht ein Risiko, dass aus einem Finanzinstrument in einer Fremdwährung resultierende zukünftige Cashflows durch veränderte Wechselkurse deutlich von den zum Stichtagskurs erzielbaren Werten abweichen (Transaktionsrisiko). Transaktionsrisiken sind sowohl liquiditäts- als auch erfolgswirksam.

Die weltweiten Transaktionsrisiken der RATIONAL-Gruppe werden monatlich mit einem Sechs-Monats-Zukunftshorizont ermittelt, zentral gebündelt und gesteuert. Die identifizierten Transaktionsrisiken werden bei Bedarf durch derivative Finanzinstrumente abgesichert, wobei sich die Sicherung auf gebuchte, schwebende und antizipierte Geschäfte beziehen kann. Dies gilt insbesondere für Transaktionen in den frei konvertierbaren Währungen unserer Gesellschaften in Schweden, Großbritannien, Schweiz, Polen, USA, Kanada und Japan.

Landeswährungen von Gesellschaften, die strengen Währungsrestriktionen unterliegen, sind entweder nicht frei konvertierbar (Brasilien und Indien) oder stehen ausschließlich für nachgewiesene Handelsgeschäfte (China) zur Verfügung. Für die Bezahlung von Verbindlichkeiten, die gemäß den Restriktionen nicht in Landeswährung bezahlt werden dürfen, muss die Landeswährung in Euro getauscht werden. Dies ist ausschließlich innerhalb des Landes und erst nach Genehmigung der entsprechenden Behörden möglich. Aufgrund des geringen Volumens finden bei RATIONAL derzeit keine Absicherungen von Fremdwährungstransaktionen in nicht frei konvertierbaren oder nur bedingt frei konvertierbaren Währungen statt.

Zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen in frei konvertierbaren Währungen setzt RATIONAL Devisenoptionen und Devisentermingeschäfte ein. Bei den Devisenoptionen kommen sowohl einfache Optionen als auch sogenannte Zero-Cost-Optionen mit oder ohne Knock-in-Funktion in Betracht. Dabei kann jeweils eine der beiden Varianten der Knock-in-Funktionen, entweder die europäische (stichtagsbezogene) oder die amerikanische (laufzeitbezogene) Variante, zum Einsatz kommen.

Durch die Zahlung von Lieferantenverbindlichkeiten in Fremdwährungen, in denen auch Umsatzerlöse erzielt werden, werden die bestehenden Währungsrisiken innerhalb des Konzerns reduziert (Natural Hedge).

Zinsrisiken

Zinsrisiken bezeichnen das Risiko der möglichen Veränderung von beizulegenden Zeitwerten oder künftigen Zahlungen von Finanzinstrumenten aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze.

Zinsänderungsrisiken für künftige Zahlungen wird bei RATIONAL mithilfe von Vereinbarungen zur Zinsfestschreibung oder Zins-Währungs-Swaps entgegengewirkt.

Für die im Jahr 2007 abgeschlossene Immobilienfinanzierung mit einer Laufzeit bis Jahresende 2022 ist eine Zinsbindung bis Jahresende 2017 vereinbart. Bei allen anderen Finanzierungen ist eine Zinsbindung für die gesamte Laufzeit festgeschrieben.

Ein im Jahr 2008 abgeschlossener Zins-Währungs-Swap läuft noch bis Ende August 2013. Bei Zins-Währungs-Swaps wird grundsätzlich eine feste Zins- und Tilgungsverpflichtung in einer Währung in eine feste Zins- und Tilgungsverpflichtung in einer anderen Währung getauscht, um Vorteile aus Zinssatzdifferenzen verschiedener Währungsgebiete auszunutzen. Aufgrund der derzeitigen Euro-Niedrigzinsphase ist dieses Instrument nicht mehr effektiv und deshalb für neue Finanzierungen bei RATIONAL momentan nicht im Einsatz.

Preisrisiken

RATIONAL setzt in der Produktion pro Jahr mehrere Tausend Tonnen hochwertigen rostfreien Edelstahl ein. Das Risiko der Preisänderung für Edelstahl ist sowohl vom Stahlgrundpreis als auch von den börsenbedingten Rohstoffpreisschwankungen der Legierungsmetalle, die sich im sogenannten Legierungszuschlag niederschlagen, abhängig.

Eine Absicherung durch derivative Finanzinstrumente besteht weder beim Stahlgrundpreis noch bei den Legierungsmetallen. Für den Stahlgrundpreis bestehen jedoch feste Verträge mit den Lieferanten, die den vereinbarten Bezugspreis für zwölf Monate im Voraus fixieren.

Tabellarische Klassifizierung von Finanzinstrumenten

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) von Finanzinstrumenten. Mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zu ihrem Fair Value angesetzt werden, erfolgt der Wertansatz in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten. Basierend auf den relevanten Bilanzpositionen erfolgt eine Überleitung zu den nach IAS 39 auszuweisenden Kategorien von Finanzinstrumenten.

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Angaben
in TEUR
Bewertungs-
kategorie
Fair-Value-
Hierarchie*
Buchwert
31.12.2012
Fair Value
31.12.2012
Buchwert
31.12.2011
Fair Value
31.12.2011
Aktiva            
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen a   65.941 65.941 71.685 71.685
Sonstige finanzielle Vermögenswerte            
sonstige kurzfristige Vermögenswerte a   233 233 628 628
sonstige langfristige Vermögenswerte a   355 352 206 199
Derivate ohne Hedgebeziehung c Level 2 60 60 330 330
Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monate a   80.000 80.048 50.400 50.545
Zahlungsmittel und Zahlungmitteläquivalente a   86.420 86.420 70.368 70.368
Finanzanlagen b   0 0 0 0
Passiva            
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen d   10.468 10.468 10.085 10.085
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten            
sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten d   6.683 6.683 7.686 7.686
Derivate ohne Hedgebeziehung e Level 2 89 89 918 918
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten d   25.288 27.789 18.996 20.607
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:            
a) Kredite und Forderungen     232.949 232.994 193.287 193.425
b) Finanzinvestitionen, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden     0 0 0 0
c) Finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden     60 60 330 330
d) Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden     42.439 44.940 36.767 38.378
e) Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden     89 89 918 918

* Gem. IFRS 7.27B

Die Fair Values von Finanzinstrumenten wurden wie folgt ermittelt:

Bei Finanzinstrumenten mit Laufzeiten von weniger als einem Jahr wird aufgrund der kurzen Restlaufzeiten grundsätzlich vereinfachend angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Dies betrifft sowohl kurzfristige Vermögenswerte (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte) als auch kurzfristige Verbindlichkeiten (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten). Ausnahmen hiervon stellen Derivate, Geldanlagen mit einer Laufzeit von über drei Monaten und der kurzfristige Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dar, für die ein Fair Value berechnet wird.

Die nachfolgende Tabelle zeigt Kontraktwerte und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente per 31. Dezember 2012 und 31. Dezember 2011, aufgeteilt nach Kategorien. Die Kontraktwerte stellen nicht das Marktrisiko dar, sondern geben Auskunft über das ausstehende Transaktionsvolumen zum Bilanzstichtag. Unabhängig von Restlaufzeiten werden aus Wesentlichkeitsgründen die Marktwerte der Zins-Währungs-Swaps in den kurzfristigen Vermögenswerten bzw. den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

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Angaben
in TEUR
Währung Kontraktwert Positiver Marktwert Negativer Marktwert
    2012 2011 2012 2011 2012 2011
Restlaufzeit bis 1 Jahr              
Devisenoptionen GBP 18.653 41.948 35 181 37 440
Devisenoptionen USD 8.155 21.620 25 128 27 232
Devisenoptionen JPY - 1.990 - 21 - 39
Zins-Währungs-Swaps JPY 115 272 - - 25 100
Zwischensumme   26.923 65.830 60 330 89 811
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre              
Zins-Währungs-Swaps JPY - 281 - - - 107
Zwischensumme   - 281 - - - 107
Gesamt   26.923 66.111 60 330 89 918

Für Geldanlagen mit einer Laufzeit von über drei Monaten wurde eine Fair-Value-Ermittlung nach der Barwertmethode durchgeführt. Der Anteil der Zinsen, der dem abgelaufenen Geschäftsjahr zuzuordnen ist, ist in der Position "Sonstige kurzfristige Vermögenswerte" enthalten und wird deshalb hier nicht mehr einbezogen.

Der Fair Value der sonstigen langfristigen Vermögenswerte wird mit der Barwertmethode ermittelt.

Die Ermittlung des Fair Values der Darlehensverbindlichkeiten erfolgt nach der Barwertmethode. Die Cashflows der Annuitätendarlehen zu den unterschiedlichen Zins- und Tilgungsterminen wurden hierzu mit den jeweiligen laufzeitkongruenten Abzinsungssätzen diskontiert.

Die Finanzanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Weitere, vor allem quantitative Informationen zu den Finanzinstrumenten sind bei den Erläuterungen zu den jeweiligen Bilanzpositionen dargestellt.

Alle Finanzinstrumente, die gemäß IFRS 7.27B zu ihrem Fair Value in der Bilanz anzusetzen sind, werden, wie in der Tabelle oben gezeigt, in die Fair-Value-Hierarchie 2 gemäß IFRS 7.27A eingestuft. Diese Klasse enthält Finanzinstrumente, für die keine an einem öffentlichen Markt notierten Preise vorliegen, die aber anhand von Marktpreisen vergleichbarer Finanzinstrumente oder über Modelle bewertet werden können, die auf am Markt beobachtbaren Input-Parametern basieren.

Die Nettoergebnisse nach Kategorien von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39 werden in der folgenden Tabelle gemäß der Systematik aus IFRS 7.20 dargestellt.

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Angaben
in TEUR
Nettoergebnis Davon:
2012   Zinserträge bzw. -aufwendungen Wertberichtigungen Sonstiges
Kredite und Forderungen -1.469 781 -754 -1.496
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen - - - -
Finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden +663 - - +663
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zum Restbuchwert bewertet werden -781 -905 - +124
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Angaben
in TEUR
Nettoergebnis Davon:
2011   Zinserträge bzw. -aufwendungen Wertberichtigungen Sonstiges
Kredite und Forderungen +1.576 +1.277 -509 +808
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen +74 - - +74
Finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden +546 - - +546
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zum Restbuchwert bewertet werden -939 -959 - +20

Sensitivitätsanalyse zu Finanzinstrumenten

Zur Darstellung der hypothetischen Auswirkung von Marktrisiken auf Ergebnis und Eigenkapital verlangt IFRS 7 eine Sensitivitätsanalyse. Hierbei sind Annahmen zu unternehmensspezifischen Risikovariablen im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten zu treffen.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 unterliegt RATIONAL Währungsrisiken, die auf Aktivitäten in verschiedenen Fremdwährungen zurückzuführen sind und in den Positionen "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen", "sonstige Vermögenswerte", "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" sowie "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" und "sonstige Verbindlichkeiten" reflektiert sind. Wäre der Euro zum 31. Dezember 2012 gegenüber den Fremdwährungen, in denen RATIONAL tätig ist, um 10 % stärker gewesen, wären der Jahresüberschuss und die Währungsrücklage und damit das Eigenkapital insgesamt um 3.935 Tsd. Euro niedriger (Vj. 1.865 Tsd. Euro niedriger). Bei einem um 10 % schwächeren Euro läge der Ausweis in funktionaler Währung um 4.288 Tsd. Euro höher (Vj. 1.067 Tsd. Euro höher).

Die hypothetische Ergebnisauswirkung von -3.935 / +4.288 Tsd. Euro ergibt sich insbesondere aus den folgenden signifikanten Währungssensitivitäten:

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Angaben
in TEUR
Hypothetische Ergebnisauswirkung Euroaufwertung +10 % 2012 Hypothetische Ergebnisauswirkung Euroabwertung -10 % 2012
EUR/GBP -1.331 1.224
EUR/USD -699 737
EUR/CAD -502 614
EUR/JPY -474 579
EUR/SEK -297 363
EUR/BRL -283 346

Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

1. Umsatzerlöse

RATIONAL erfasst Umsatzerlöse aus Produktverkäufen zu dem Zeitpunkt, an dem die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbundenen Risiken und Verfügungsrechte auf den Käufer übergegangen sind. Die Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die auf die typische Geschäftstätigkeit von RATIONAL zurückzuführen sind.

Im Geschäftsjahr 2012 hat RATIONAL weltweit Umsatzerlöse in Höhe von 434.981 Tsd. Euro (Vj. 391.688 Tsd. Euro) erzielt. 77 % (Vj. 77 %) hiervon entfallen auf den Geräteabsatz. Die restlichen 23 % (Vj. 23 %) entstehen aus dem Verkauf von Zubehör, Ersatzteilen und Pflegeprodukten.

Die regionale Aufteilung der Umsatzerlöse nach dem Sitz der Kunden stellt sich wie folgt dar:

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Angaben
in TEUR
2012 Anteil
in %
2011 Anteil
in %
Deutschland 61.520 14 60.721 15
Europa (ohne Deutschland) 211.595 49 199.199 51
Amerika 75.314 17 59.340 15
Asien 62.675 14 49.803 13
Übrige Welt* 23.877 6 22.625 6
Gesamt 434.981 100 391.688 100

* Australien, Neuseeland, Naher/Mittlerer Osten, Afrika

Weitere Umsatzaufgliederungen werden in der Segmentberichterstattung dargestellt.

2. Herstellungskosten

Die Herstellungskosten setzen sich aus den Material- und Fertigungseinzelkosten sowie den Material- und Fertigungsgemeinkosten zusammen. Darüber hinaus sind Kosten für den strategischen Einkauf in dieser Position enthalten.

Die Herstellungskosten beliefen sich 2012 auf 173.263 Tsd. Euro (Vj. 157.315 Tsd. Euro). Die darin enthaltenen Materialaufwendungen liegen bei 147.707 Tsd. Euro (Vj. 132.112 Tsd. Euro). Der Anstieg resultiert vorwiegend aus dem erhöhten Absatzvolumen.

3. Vertriebs- und Servicekosten

Die Vertriebs- und Servicekosten beinhalten Aufwendungen der Vertriebsorganisationen im Innen- und Außendienst, Versandkosten sowie Kosten des Marketings, der Anwendungsberatung und des technischen Kundendienstes. Im Jahr 2012 sind die Kosten für Vertrieb und Service unterproportional im Vergleich zum Umsatzwachstum gestiegen. Ein wesentlicher Grund hierfür waren die weggefallenen Einmalbelastungen des Vorjahres aufgrund der Einführung der neuen Produktlinien.

4. Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten finden bei RATIONAL überwiegend in Projekten statt. Schwerpunkte sind die Anwendungsforschung und die Entwicklung neuer Produkte zur Sicherung der Technologieführerschaft und damit des nachhaltigen Unternehmenserfolges. Sie sind in der Position "Forschungs- und Entwicklungskosten" in der Gewinn- und Verlustrechnung vollständig ergebniswirksam enthalten, da die Voraussetzungen für eine Aktivierung der Entwicklungskosten gemäß IAS 38.57 nicht gegeben sind. Die Forschungs- und Entwicklungskosten gingen 2012 im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück. Dies ist auf die Einführungen der neuen Produktlinien im Geschäftsjahr 2011 und die damit verbundenen hohen zusätzlichen Entwicklungskosten zurückzuführen.

5. Allgemeine Verwaltungskosten

In den allgemeinen Verwaltungskosten sind Aufwendungen für die kaufmännischen Bereiche wie Buchhaltung, Personalwesen, Finanzen, Datenverarbeitung, Rechnungswesen und Controlling sowie anteilige Aufwendungen für die Unternehmensleitung enthalten.

6. Sonstige betriebliche Erträge

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Angaben
in TEUR
2012 2011
Kursgewinne 4.586 6.553
Versicherungsentschädigungen 934 533
Erträge aus wertberichtigten und ausgebuchten Forderungen 163 260
Übrige (jeweils <100 Tsd. Euro) 195 87
Gesamt 5.878 7.433

Die Kursgewinne entstehen im Wesentlichen aus Wechselkursveränderungen zwischen dem Entstehungszeitpunkt und dem Zahlungszeitpunkt sowie aus der Bewertung von Bilanzpositionen zum Stichtagskurs. Erträge aus Finanzinstrumenten, die daraus resultieren, dass sie erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, sind in Höhe von 1.409 Tsd. Euro (Vj. 452 Tsd. Euro) in den Kursgewinnen enthalten.

Die Position "Versicherungsentschädigungen" enthält im Berichtsjahr Erträge aus der Warenkreditversicherung für Forderungsausfälle in Höhe von 622 Tsd. Euro (Vj. 347 Tsd. Euro).

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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Angaben
in TEUR
2012 2011
Kursverluste 5.023 5.025
Wertberichtigungen auf Forderungen 917 769
Sonstige Steuern 345 305
Spenden 333 292
Übrige (jeweils <100 Tsd. Euro) 92 130
Gesamt 6.710 6.521

Die Kursverluste entstehen im Wesentlichen aus Wechselkursveränderungen zwischen dem Entstehungszeitpunkt und dem Zahlungszeitpunkt sowie aus der Bewertung von Bilanzpositionen zum Stichtagskurs. Aufwendungen aus Finanzinstrumenten, die daraus resultieren, dass sie erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, sind in Höhe von 850 Tsd. Euro (Vj. 803 Tsd. Euro) in den Kursverlusten enthalten.

8. Finanzergebnis

Die Zinsen und ähnlichen Erträge resultieren größtenteils aus kurzfristigen Geldanlagen. RATIONAL stellt bei Geldanlagen generell den Werterhalt vor die Rendite. Es werden ausschließlich Tages- und Termingelder genutzt, die über den deutschen Einlagensicherungsfonds gesichert sind. Derivative Zinsinstrumente zur möglichen Verbesserung der Rendite kommen aus Risikogründen nicht zum Einsatz.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten vorwiegend die Zinsaufwendungen für Immobilien- und Maschinenfinanzierungen mit 897 Tsd. Euro (Vj. 938 Tsd. Euro), sowie die Aufwendungen für die Aufzinsung langfristiger Rückstellungen mit 160 Tsd. Euro (Vj. 90 Tsd. Euro).

9. Ertragsteuern

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand. Bei der Ermittlung des erwarteten Steueraufwands 2012 wird dabei auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ein zusammengefasster Ertragsteuersatz von 27,09 % (Vj. 27,09 %) angewendet. Er setzt sich aus der Körperschaftsteuer mit einem Steuersatz von 15,0 % und dem Solidaritätszuschlag, der in Höhe von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer erhoben wird, sowie der Gewerbesteuer mit einem Hebesatz von 320 % (Vj. 320 %) zusammen, wie sie auf die Muttergesellschaft Anwendung finden. Die auf Konzernebene erfassten latenten Steuerposten wurden mit dem jeweiligen landesspezifischen Ertragsteuersatz angesetzt.

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Angaben
in TEUR
2012 2011
Ergebnis vor Steuern (EBT) 122.425 102.465
Erwarteter Steuersatz in % 27,09 27,09
Erwarteter Ertragsteueraufwand 33.165 27.758
Abweichung lokale Steuersätze der Tochtergesellschaften -4.919 -3.747
Steuererstattungen aus Vorjahren -89 -732
Steueraufwand betreffend Vorjahre 79 2
Nicht abzugsfähige Aufwendungen und sonstige Beträge 904 439
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 29.140 23.720

Die im Geschäftsjahr 2012 gezeigten aktiven latenten Steuern belaufen sich auf 4.803 Tsd. Euro nach 4.360 Tsd. Euro zum Bilanzstichtag 2011. Der dem Jahr 2012 zuzurechnende latente Steuerertrag beläuft sich damit auf 443 Tsd. Euro (Vj. 550 Tsd. Euro). Demnach beträgt der tatsächliche Ertragsteueraufwand 29.583 Tsd. Euro (Vj. 24.270 Tsd. Euro).

Die latenten Steuerabgrenzungen der Geschäftsjahre 2012 und 2011 entfallen auf folgende Bilanzposten:

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Angaben
in TEUR
    Ergebnisauswirkung
  2012 2011 2012 2011
Vorräte 4.456 4.216 240 499
Rückstellungen 484 389 95 110
Forderungen 61 -200 261 -237
Übrige -198 -45 -153 178
Gesamt 4.803 4.360 443 550

Die aktivierten latenten Steuererstattungsansprüche haben in Höhe von 4.519 Tsd. Euro (Vj. 4.181 Tsd. Euro) eine voraussichtliche Laufzeit von unter einem Jahr. In Höhe von 284 Tsd. Euro (Vj. 179 Tsd. Euro) haben die ausgewiesenen Beträge langfristigen Charakter. Die kurzfristigen latenten Steuern resultieren aus verschiedenen temporären Unterschieden zwischen den IFRS-Werten und der Steuerbilanz sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen, während die langfristigen latenten Steuern auf Bewertungsunterschieden von Rückstellungen und Anlagevermögen basieren. In der Position "Übrige" sind latente Steuerverbindlichkeiten enthalten. Diese Steuerverbindlichkeiten unterliegen der Saldierung mit latenten Steuererstattungsansprüchen, welche sich auf andere Bilanzposten beziehen.

Wie im Vorjahr wurden keine latenten Steuern angesetzt, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden.

10. Ergebnis je Aktie

Die Ermittlung des Ergebnisses je Aktie erfolgt nach den Vorgaben des IAS 33 (Earnings per Share) mittels Division des Jahresüberschusses durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der während des Geschäftsjahres ausstehenden Aktien.

Auf Basis eines Aktienbestandes von 11.370.000 Stück und eines Jahresüberschusses in Höhe von 93.285 Tsd. Euro (Vj. 78.745 Tsd. Euro) ergibt sich für das Geschäftsjahr 2012 ein (unverwässertes und verwässertes) Ergebnis je Aktie von 8,20 Euro (Vj. 6,93 Euro).

11. Dividende je Aktie

Der das Geschäftsjahr 2011 betreffende Dividendenvorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats der RATIONAL AG in Höhe von 5,50 Euro je Aktie wurde von der Hauptversammlung am 16. Mai 2012 mehrheitlich beschlossen. Die Dividendenauszahlung in einer Gesamthöhe von 62.535 Tsd. Euro erfolgte im Mai 2012.

Für das Geschäftsjahr 2012 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vor, eine Dividende in Höhe von 5,70 Euro je Aktie, d. h. 64.809 Tsd. Euro, auszuschütten.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz - Aktiva

12. Immaterielle Vermögenswerte

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Angaben
in TEUR
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte Firmenwerte Gesamt
Anschaffungskosten      
Stand 01.01.2012 5.125 424 5.549
Zugänge 735 - 735
Abgänge - - -
Stand 31.12.2012 5.860 424 6.284
Abschreibungen      
Stand 01.01.2012 4.292 - 4.292
Zugänge 460 - 460
Abgänge - - -
Stand 31.12.2012 4.752 - 4.752
Buchwerte      
Stand 31.12.2012 1.108 424 1.532
Anschaffungskosten      
Stand 01.01.2011 4.942 424 5.366
Zugänge 541 - 541
Abgänge -358 - -358
Stand 31.12.2011 5.125 424 5.549
Abschreibungen      
Stand 01.01.2011 4.211 - 4.211
Zugänge 438 - 438
Abgänge -357 - -357
Stand 31.12.2011 4.292 - 4.292
Buchwerte      
Stand 31.12.2011 833 424 1.257

Die immateriellen Vermögenswerte umfassen zu Anschaffungskosten aktivierte gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Firmenwerte. Selbstgeschaffene Vermögenswerte sind nicht enthalten. Wird eine Wertminderung erkannt, die über die planmäßige Abschreibung hinausgeht, wird auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2012 lag wie im Vorjahr keine außerplanmäßige Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte vor. Verpfändungen oder Verfügungsbeschränkungen sind nicht vorhanden.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind folgenden Funktionsbereichen zugeordnet:

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Angaben
in TEUR
2012 2011
Fertigung 10 31
Vertrieb und Service 83 58
Forschung und Entwicklung 22 28
Allgemeine Verwaltung 345 321
Gesamt 460 438

13. Firmenwerte

In der Position "Immaterielle Vermögenswerte" ist zum Bilanzstichtag ein Restbuchwert aus Geschäfts- und Firmenwerten in Höhe von 424 Tsd. Euro (Vj. 424 Tsd. Euro) ausgewiesen, der aus dem Erwerb der RATIONAL-Tochtergesellschaft FRIMA - T SAS, Wittenheim, im Jahr 1993 stammt.

Im Dezember 2012 wurde für diesen Firmenwert ein Impairment-Test auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode durchgeführt. Aufgrund der Neuorganisation der Berichtsstruktur wurde das Geschäftssegment FRIMA als Bewertungseinheit identifiziert. Im Vorjahr war die Bewertungseinheit die FRIMA - T SAS Der erzielbare Betrag wird auf Basis des Nutzungswerts ermittelt. Die Schätzung des zukünftigen Cashflows erfolgte auf der Annahme der fortgeführten Nutzung der Vermögenswerte und unter Einbeziehung aktueller Finanz- und Geschäftspläne des Managements für die nächsten vier Jahre, beruhend auf Erfahrungswerten der Vergangenheit. Auf der gleichen Basis und unter Verwendung eines Deckungsbeitragsmodells wird die Ergebnisentwicklung ermittelt. Für die Modellrechnung wird ab dem fünften Jahr ein theoretisches Ergebniswachstum von 1 % unterstellt (Vj. 1 %). Zukünftige Restrukturierungen und damit verbundene Ertragskraftsteigerungen wurden gemäß IAS 36 nicht berücksichtigt. Mit dem verwendeten Abzinsungssatz von 6,8 % nach Steuern bzw. 8,1 % vor Steuern (Vj. 8,4 % nach Steuern und 11,4 % vor Steuern) wurden die gegenwärtige Markteinschätzung des Zinseffektes und die Risikoerwartung hinsichtlich der Vermögenswerte angemessen berücksichtigt. Der so ermittelte Kapitalwert liegt deutlich über dem Buchwert des Geschäftssegmentes. Eine Wertminderung wurde somit nicht festgestellt, die Notwendigkeit einer Abschreibung des Firmenwertes liegt nicht vor.

14. Sachanlagen

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Angaben
in TEUR
Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Gesamt
Anschaffungskosten        
Stand 01.01.2012 58.801 24.250 17.609 100.660
Währungsdifferenzen -4 -1 -78 -83
Zugänge 3.654 2.763 2.215 8.632
Abgänge - -553 -575 -1.128
Stand 31.12.2012 62.451 26.459 19.171 108.081
Abschreibungen        
Stand 01.01.2012 21.635 13.843 12.768 48.246
Währungsdifferenzen -3 -1 -68 -72
Zugänge 2.078 2.303 1.921 6.302
Abgänge - -524 -500 -1.024
Stand 31.12.2012 23.710 15.621 14.121 53.452
Buchwerte        
Stand 31.12.2012 38.741 10.838 5.050 54.629
Anschaffungskosten        
Stand 01.01.2011 58.460 22.928 15.900 97.288
Währungsdifferenzen 12 2 81 95
Zugänge 377 2.066 2.736 5.179
Abgänge -48 -746 -1.108 -1.902
Stand 31.12.2011 58.801 24.250 17.609 100.660
Abschreibungen        
Stand 01.01.2011 19.529 12.291 11.313 43.133
Währungsdifferenzen 10 2 80 92
Zugänge 2.128 2.286 2.417 6.831
Abgänge -32 -736 -1.042 -1.810
Stand 31.12.2011 21.635 13.843 12.768 48.246
Buchwerte        
Stand 31.12.2011 37.166 10.407 4.841 52.414

Die Position "Sachanlagen" wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen ausgewiesen. Wird eine Wertminderung erkannt, die über die planmäßige Abschreibung hinausgeht, wird auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2012 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen (Vj. 15 Tsd. Euro). Für Grundstücke und Bauten in Landsberg ist wie im Vorjahr eine Grundschuld über 23.000 Tsd. Euro eingetragen. Verfügungsbeschränkungen sind nicht vorhanden. Währungsdifferenzen entstehen aus der Umrechnung des in Fremdwährung ausgewiesenen Sachanlagevermögens der Tochtergesellschaften in die funktionale Währung.

Die Abschreibungen auf Sachanlagevermögen sind folgenden Funktionsbereichen zugeordnet:

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Angaben
in TEUR
2012 2011
Fertigung 3.192 3.271
Vertrieb und Service 1.457 1.445
Forschung und Entwicklung 799 1.080
Allgemeine Verwaltung 854 1.035
Gesamt 6.302 6.831

15. Finanzanlagen

Der Anschaffungswert der Finanzanlagen beträgt 30 Tsd. Euro (Vj. 30 Tsd. Euro), die aufgelaufenen Abschreibungen belaufen sich wie im Vorjahr auf 30 Tsd. Euro. Der Buchwert der Finanzanlagen zum 31. Dezember 2012 beträgt damit unverändert 0 Tsd. Euro.

16. Vorräte

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Angaben
in TEUR
2012 2011
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.275 10.056
Unfertige Erzeugnisse 570 700
Fertige Erzeugnisse und Waren 15.519 13.983
Gesamt 26.364 24.739

Der Anstieg der Vorräte in Höhe von 1.625 Tsd. Euro im Geschäftsjahr 2012 (Vj. 5.392 Tsd. Euro) reflektiert das Wachstum in der Geschäftstätigkeit.

Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten angesetzten Vorräte beträgt 1.356 Tsd. Euro (Vj. 1.349 Tsd. Euro). Im Geschäftsjahr 2012 wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 293 Tsd. Euro (Vj. 1.081 Tsd. Euro) aufwandswirksam in den Herstellungskosten erfasst.

Wie im Vorjahr unterliegt der Vorratsbestand zum Bilanzstichtag keinerlei Verfügungsbeschränkungen oder Verpfändungen.

17. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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Angaben
in TEUR
2012 2011
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, nicht wertberichtigt 64.973 70.207
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, wertberichtigt 1.315 1.738
Wertberichtigungen -347 -260
Gesamt 65.941 71.685

Wie im Vorjahr haben sämtliche Forderungen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die folgende Tabelle zeigt die Fälligkeitsstruktur der nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

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Angaben
in TEUR
Fälligkeit
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, nicht wertberichtigt Gesamt Nicht fällig 1-60 Tage 61-90 Tage 91-120 Tage > 120 Tage
Stand 31.12.2012 64.973 58.542 5.613 321 99 398
Stand 31.12.2011 70.207 65.416 4.432 50 272 37

Bei den weder fälligen noch wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Bilanzstichtag keine Hinweise darauf, dass die Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

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Angaben
in TEUR
           
Wertberichtigungen auf Forderungen Stand zum 01.01. Währungseffekt Verbrauch Auflösung Zuführung Stand zum 31.12.
2012 260 -2 -106 -152 347 347
2011 332 4 -131 -192 247 260

Erkennbare Ausfallrisiken im Forderungsbestand werden grundsätzlich durch die Bildung von Wertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt. Die ausgebuchten Forderungen im Geschäftsjahr 2012 betragen 733 Tsd. Euro (Vj. 522 Tsd. Euro). Bezahlte oder noch zu erwartende Kompensationsleistungen der Warenkreditversicherung in Höhe von 622 Tsd. Euro (Vj. 347 Tsd. Euro) sind hierbei nicht angerechnet.

Um das Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu minimieren, werden Warenkreditversicherungen und unwiderruflich bestätigte Bankakkreditive eingesetzt. Die folgende Tabelle weist die Besicherung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie das verbleibende ungedeckte Kreditrisiko aus:

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Angaben
in TEUR
2012 2011
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 65.941 71.685
davon kreditversicherte Forderungen1 45.375 49.052
davon mit Bankakkreditiven/Bankbürgschaften unterlegte Forderungen 5.032 3.056
davon Forderungen gegen Abnehmer der öffentlichen Hand2 75 1.269
Maximales Netto-Kreditrisiko 15.459 18.308
abzüglich erstattungsfähiger Umsatzsteuer2 5.913 6.633
Ungedecktes Kreditrisiko 9.546 11.675
Risikodeckungsgrad 86% 84%

1 Bewertet mit vertraglicher Versicherungsquote
2 Bei einwandfreiem Länderrating

Das nach Berücksichtigung der dargestellten Sicherheiten verbleibende ungedeckte Kreditrisiko beinhaltet Klumpenrisiken in Höhe von 1.746 Tsd. Euro (Vj. 2.515 Tsd. Euro), die sich auf sieben (Vj. sieben) Kunden verteilen. Im Bereich der Klumpenrisiken werden die nicht abgesicherten Forderungen mit einem Nennwert von mehr als 100 Tsd. Euro pro Einzelkunde betrachtet.

Bei nachhaltigen Zahlungsschwierigkeiten von Kunden werden nach Möglichkeit Ratenzahlungsvereinbarungen getroffen oder das Inkasso über den Warenkreditversicherer oder externe Inkassoinstitute eingeleitet. Zum Bilanzstichtag bestehen Ratenzahlungsvereinbarungen für ein Forderungsvolumen von weniger als 100 Tsd. Euro (Vj. 100 Tsd. Euro).

18. Sonstige Vermögenswerte

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Angaben
in TEUR
2012 2011
Umsatzsteuererstattungsansprüche 3.331 2.906
Forderungen gegen Lieferanten 1.284 1.094
Ertragsteuererstattungsansprüche 904 2.500
Kautionen 454 505
Vorschüsse an Mitarbeiter 301 316
Zinsforderungen 85 140
Zeitwert derivative Finanzinstrumente 60 330
Versicherungen 17 129
Übrige (jeweils <100 Tsd. Euro) 67 46
Gesamt 6.503 7.966

In den sonstigen Vermögenswerten sind sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 648 Tsd. Euro (Vj. 1.164 Tsd. Euro) enthalten. Diese beinhalten insbesondere die Forderungen aus Kautionen, Zinsforderungen sowie derivative Finanzinstrumente.

Von den dargestellten sonstigen Vermögenswerten sind 6.148 Tsd. Euro (Vj. 7.760 Tsd. Euro) als kurzfristig klassifiziert.

In der Position "Kautionen" ist eine langfristige Komponente in Höhe von 355 Tsd. Euro (Vj. 206 Tsd. Euro) enthalten. Diese langfristigen Vermögenswerte reflektieren einen Zeitwert von 352 Tsd. Euro (Vj. 199 Tsd. Euro). In der Bilanz wurden die langfristigen Vermögenswerte aus Wesentlichkeitsgründen nicht zu ihrem abgezinsten Zeitwert sondern zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Position "Forderungen gegen Lieferanten" enthält insbesondere aktive Rechnungsabgrenzungen sowie geleistete Anzahlungen.

19. Geldanlagen mit einer Laufzeit über drei Monate

Zum Bilanzstichtag wird ein Bestand von 80.000 Tsd. Euro (Vj. 50.400 Tsd. Euro) in Form von Festgeldern in Deutschland mit Gesamtlaufzeiten von bis zu neun Monaten ausgewiesen. Die längste Fälligkeit liegt im Mai 2013. Es bestehen keinerlei Verpfändungen dieser Geldanlagen.

RATIONAL stellt den Werterhalt vor die Rendite, deshalb ist eine ausreichende Sicherung zwingend erforderlich. Alle zum Jahresende 2012 bestehenden Festgelder sind zu 100 % durch den deutschen Einlagensicherungsfonds gesichert. Bei RATIONAL qualifizieren sich zur Geldanlage nur Kreditinstitute mit einem Langfrist-Rating nach Standard & Poor's von mindestens A-. Zur Diversifizierung verteilen sich alle Festgelder zum Jahresende auf fünf Kreditinstitute.

20. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Das Corporate Treasury steuert die Bestände an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten des Konzerns weltweit, sofern dem keine Einschränkungen des Kapitalverkehrs in einzelnen Ländern, wie beispielsweise in Brasilien, China oder Indien, entgegenstehen.

Der größte Anteil an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten konzentriert sich bei der Muttergesellschaft in Deutschland. Der Bestand verteilt sich auf mehrere Kreditinstitute (Diversifizierung). Durch den Einlagensicherungsfonds sind Einlagen bei Banken in Deutschland vor dem Kapitalausfall geschützt. Dazu gehören bei RATIONAL neben Kontokorrentguthaben in Deutschland auch alle Festgelder und sämtliche Tagesgelder.

Zum Bilanzstichtag wird ein Bestand von 86.420 Tsd. Euro (Vj. 70.368 Tsd. Euro) ausgewiesen. Guthaben in Fremdwährungen sind zum Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

Liquidität aus einer Immobilienfinanzierung, deren bestimmungsgerechte Verwendung noch nicht durch den Baufortschritt nachgewiesen werden kann, wird auf einem separaten Bankkonto geführt, welches an die finanzierende Bank verpfändet ist. Zum Jahresende beläuft sich die auf diesem Bankkonto geführte Liquidität auf 2.700 Tsd. Euro. Im Vorjahr bestanden keine Verpfändungen.

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Angaben
in TEUR
Währung 2012 2011
Festgelder mit Laufzeiten bis zu drei Monaten EUR - 10.000
Guthaben inkl. Tagesgelder EUR 55.983 45.941
Guthaben inkl. Tagesgelder GBP 12.514 4.722
Guthaben inkl. Tagesgelder USD 5.447 3.160
Guthaben inkl. Tagesgelder SEK 1.129 950
Guthaben inkl. Tagesgelder CAD 3.947 842
Guthaben inkl. Tagesgelder CHF 941 870
Guthaben inkl. Tagesgelder PLN 284 110
Guthaben BRL 1.329 883
Guthaben JPY 3.248 1.877
Guthaben RUB 747 839
Guthaben CNY 715 72
Guthaben sonstige Währungen und Kassenbestände Versch. 136 102
Gesamt   86.420 70.368

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz - Passiva

21. Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der RATIONAL AG beträgt zum 31. Dezember 2012 unverändert 11.370 Tsd. Euro und besteht aus 11.370.000 auf den Inhaber lautenden, nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt.

Das bedingte Kapital beträgt 200 Tsd. Euro und ist für Optionsrechte von Mitgliedern des Vorstands bis zu einer Anzahl von 200.000 Stückaktien vorgesehen. Davon wurden bereits 69.000 Stückaktien begeben, sodass aktuell noch Bezugsrechte auf 131.000 Stückaktien bestehen. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, als die Inhaber der ausgegebenen Optionsrechte von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen. Die Beschreibung des Aktienoptionsprogramms ist in der Anhangangabe "Aktienoptionspläne" dargestellt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage besteht im Wesentlichen aus dem im Rahmen des Börsengangs erzielten Agio für die Ausgabe von Anteilen abzüglich der damit verbundenen Börseneinführungskosten. Außerdem sind ergebnisneutral verrechnete Aufwands- und Ertragsposten enthalten, die vor allem aus den in Vorjahren als Barabfindung ausbezahlten Ansprüchen des Vorstands aus der zweiten Tranche des Aktienoptionsprogramms vom 3. Februar 2000 resultieren.

Gewinnrücklagen

Die in den Gewinnrücklagen enthaltenen, gemäß § 150 AktG gebildeten gesetzlichen Rücklagen belaufen sich wie im Vorjahr auf 514 Tsd. Euro. Weiterhin sind in den Gewinnrücklagen die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen enthalten, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden.

Übriges Eigenkapital

Das übrige Eigenkapital enthält ausschließlich die Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung.

Angaben zum Kapitalmanagement

RATIONAL verfolgt das Ziel, die Eigenkapitalbasis und die Geschäftstätigkeit des Unternehmens nachhaltig zu sichern. Hierbei unterliegt RATIONAL keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Die Kapitalstruktur wird im Rahmen des Berichtsprozesses insbesondere auf Basis der Eigenkapitalquote überwacht und unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gesteuert. Die Eigenkapitalquote gibt an, in welchem Verhältnis das bilanzielle Eigenkapital zum Gesamtkapital des Unternehmens steht.

Die Eigenkapitalquote von RATIONAL beläuft sich zum 31. Dezember 2012 auf 72,8% (Vj. 73,1%).

22. Pensionsrückstellungen

Die RATIONAL AG hat für einen ehemaligen Geschäftsführer und einen ehemaligen Prokuristen betriebliche Altersversorgungszusagen getroffen. Es handelt sich hierbei um einen Endgehaltsplan. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über Pensionsrückstellungen, die sich im Geschäftsjahr 2012 auf 795 Tsd. Euro (Vj. 681 Tsd. Euro) erhöht haben.

Der auf dem Unterschied zwischen der erwarteten und der tatsächlichen Entwicklung der Pensionsverpflichtung beruhende versicherungsmathematische Gewinn/Verlust der laufenden und vorangegangenen vier Berichtsperioden stellt sich wie folgt dar:

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Angaben
in TEUR
2012 2011 2010 2009 2008
Erfahrungsbedingte Gewinne/Verluste (-) -22 4 6 -22 0

Die Aufwendungen für Versorgungsleistungen setzen sich wie folgt zusammen:

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Angaben
in TEUR
2012 2011
Zinsaufwand 32 32
Erfasste versicherungsmathematische Verluste 131 0
Gesamt 163 32

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sind in den Verwaltungs- und Vertriebskosten enthalten, der Zinsaufwand ist Bestandteil des Finanzergebnisses.

Die Änderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

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Angaben
in TEUR
2012 2011
Leistungsorientierte Verpflichtung zum 01.01. 681 697
Zinsaufwand 32 32
Gezahlte Leistungen -49 -48
Erfasste versicherungsmathematische Verluste 131 0
Leistungsorientierte Verpflichtung zum 31.12. 795 681

Beide Pensionsberechtigten beziehen bereits Zahlungen Die voraussichtlichen Zahlungen im Jahr 2013 betragen 50 Tsd. Euro. Aufgrund der Wesentlichkeit wird auf eine separate Darstellung dieser kurzfristigen Rückstellungsposition in der Bilanz verzichtet.

Den Bewertungen liegen folgende Annahmen zugrunde:

Rechnungszins: 3,30 % (Vj. 4,80 %)

Rententrend: 1,75 % (Vj. 1,75 %)

Als biometrische Berechnungsgrundlage wurden die Richttafeln 2005 G von K. Heubeck verwendet. Die Bewertung basiert auf einem versicherungsmathematischen Gutachten.

Die leistungsorientierten Verpflichtungen der laufenden und vorangegangenen vier Berichtsperioden stellen sich wie folgt dar:

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Angaben
in TEUR
2012 2011 2019 2009 2008
Leistungsorientierte Verpflichtung zum 31.12. 795 681 697 688 614

23. Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten

2012

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Angaben
in TEUR
Stand 01.01.2012 Währungsdifferenzen Verbrauch Zuführung Stand 31.12.2012
Ertragsteuern 3.238 -55 -3.183 7.772 7.772

2011

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Angaben
in TEUR
Stand 01.01.2011 Währungsdifferenzen Verbrauch Zuführung Stand 31.12.2011
Ertragsteuern 7.172 39 -7.211 3.238 3.238

24. Sonstige Rückstellungen

2012

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Angaben
in TEUR
Stand
01.01.2012
Währungs-
differenzen
Verbrauch Zuführung Zinseffekte Stand
31.12.2012
Davon
langfristig
Personal 9.036 -32 -8.543 10.279 59 10.799 663
Händlerboni 3.436 -12 -3.424 5.006 - 5.006 -
Gewährleistung 6.558 - -5.143 6.040 70 7.525 1.477
Sonstige 2.768 -8 -2.654 2.431 - 2.537 47
Gesamt 21.798 -52 -19.764 23.756 129 25.867 2.187

2011

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Angaben
in TEUR
Stand
01.01.2011
Währungs-
differenzen
Verbrauch Zuführung Zinseffekte Stand
31.12.2011
Davon
langfristig
Personal 8.584 43 -8.164 8.599 -26 9.036 550
Händlerboni 2.710 34 -2.744 3.436 - 3.436 -
Gewährleistung 6.305 4 -3.834 4.000 83 6.558 1.352
Sonstige 2.738 16 -2.707 2.721 - 2.768 47
Gesamt 20.337 97 -17.449 18.756 57 21.798 1.949

Rückstellungen für Verpflichtungen im Personalbereich enthalten im Wesentlichen erwartete Aufwendungen für variable Vergütungsanteile. Die Rückstellung für Händlerboni wird für noch zu gewährende, am Abschlussstichtag ausstehende Preisnachlässe gebildet. Die Gewährleistungsrückstellung umfasst die Haftung des Konzerns für die Funktionalität der Produkte. In der Position "Sonstige" sind Rückstellungen für verschiedene Sachverhalte enthalten, deren Wertansätze im Einzelfall von untergeordneter Bedeutung sind.

Die zum 31. Dezember 2012 gebildeten Personalrückstellungen, die Rückstellungen für Händlerboni sowie die für sonstige Sachverhalte gebildeten Rückstellungen werden größtenteils im ersten Halbjahr 2013 verbraucht. Die Gewährleistungsrückstellungen werden in der Regel innerhalb von zwei Jahren verbraucht. Die landesspezifischen Regelungen zur Abzinsung von Rückstellungen werden aus Wesentlichkeitsgründen im Konzernabschluss beibehalten.

25. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Verteilt auf mehrere Kreditinstitute bestehen zum Jahresabschluss Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt 25.288 Tsd. Euro (Vj. 18.996 Tsd. Euro).

Eine Abtretung der Rechte an Dritte wurde vertraglich ausgeschlossen.

In den Geschäftsjahren 2008 und 2012 wurden zur Anschaffung von Fertigungseinrichtungen Darlehensverträge mit Laufzeiten von mehreren Jahren abgeschlossen. Die Zinsbindung hierfür läuft jeweils bis zum Ende der Vertragslaufzeit. Die letzte Tilgungsrate wird im Jahr 2016 erfolgen. Zum Jahresabschluss betragen die Restverbindlichkeiten dafür 1.319 Tsd. Euro (Vj. 566 Tsd. Euro).

Bei den darüber hinaus bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich um grundschuldlich abgesicherte Annuitätendarlehensverträge zur Finanzierung von Immobilienneubauten und den Erwerb eines Grundstücks in Landsberg. Für die Verträge sind Zinsbindungen für die gesamte Laufzeit vereinbart mit Ausnahme von zwei Verträgen. Diese zwei Verträge haben eine Zinsbindung bis zum Jahresende 2017 und das Vertragsende ist zum Ende des Jahres 2022 vereinbart. Zum Jahresabschluss belaufen sich die Restverbindlichkeiten daraus auf 23.969 Tsd. Euro (Vj. 18.430 Tsd. Euro).

Aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden in den Folgeperioden folgende Zins- und Tilgungszahlungen fällig:

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Angaben
in TEUR
2013 2014 - 2017 Ab 2018
Zahlungen aus Sicht des 31.12.2012 3.703 13.444 12.929
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Angaben
in TEUR
2012 2013 - 2016 Ab 2017
Zahlungen aus Sicht des 31.12.2011 2.609 8.693 12.863

Für die Zahlungen nach der Zinsbindungsfrist wurden unveränderte Konditionen unterstellt.

26. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Aufgrund der guten Liquiditätssituation werden Lieferantenverbindlichkeiten unter Ausnutzung von Lieferantenskonti beglichen. Basierend auf den Zahlungsvereinbarungen mit unseren Lieferanten stellen sich die Fälligkeiten und damit der erwartete Mittelabfluss wie folgt dar:

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Angaben
in TEUR
Fälligkeiten
  Gesamt Bis 30 Tage 30 - 60 Tage > 60 Tage
2012 10.468 10.296 172 0
2011 10.085 9.696 377 12

27. Sonstige Verbindlichkeiten

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Angaben
in TEUR
2012 2011
Verbindlichkeiten aus Löhnen, Gehältern und sonstigen Personalkosten 5.215 5.040
Verbindlichkeiten an Handelspartner 5.201 6.294
Umsatzsteuerverbindlichkeiten 4.482 5.831
Verbindlichkeiten aus Lohn-/ Kirchensteuer 2.173 2.050
Verbindlichkeiten für Beratungs- und Prüfungsleistungen 1.305 1.229
Sonstige Steuern 116 86
Zeitwert derivativer Finanzinstrumente 89 918
Übrige (jeweils <100 Tsd. Euro) 28 28
Gesamt 18.609 21.476

Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 6.772 Tsd. Euro (Vj. 8.604 Tsd. Euro) haben kurzfristigen Charakter. Die Erfüllung der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt im Wesentlichen innerhalb weniger Monate nach dem Bilanzstichtag. Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten reflektieren in erster Linie die Verbindlichkeiten an Handelspartner, die Verbindlichkeiten für Beratungs- und Prüfungsleistungen sowie die derivativen Finanzinstrumente.

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

28. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und die Zahlungsmitteläquivalente von RATIONAL im Berichtsjahr verändert haben. Die Kapitalflussrechnung ist entsprechend IAS 7 nach der operativen Tätigkeit, die dem Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit entspricht, nach der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit gegliedert.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Positionen, die Verfügungsbeschränkungen unterworfen sind. Die Verfügungsbeschränkungen beziehen sich auf einen Betrag von 2.624 Tsd. Euro (Vj. 1.692 Tsd. Euro). Der Finanzmittelbestand erhöhte sich von 70.368 Tsd. Euro am Geschäftsjahresbeginn auf 86.420 Tsd. Euro zum 31. Dezember 2012. Zusätzlich verfügt RATIONAL zum Bilanzstichtag über Anlagen in Festgeldern in Höhe von 80.000 Tsd. Euro (Vj. 50.400 Tsd. Euro), die eine Restlaufzeit ab Erwerbszeitpunkt von mehr als drei Monaten haben und daher nicht den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zugeordnet werden.

Sonstige Erläuterungen zum Konzernabschluss

29. Mitarbeiter und Personalaufwand

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Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 2012 Anteil
in %
2011 Anteil
in %
Produktions- und Lieferprozess 331 26 312 26
Vertrieb und Marketing 532 42 500 42
Technischer Kundendienst 134 11 125 11
Forschung und Entwicklung 83 7 83 7
Verwaltung 178 14 164 14
Gesamt 1.258   1.184  
Davon im Ausland 515 41 488 41

Die Personalaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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Angaben
in TEUR
2012 2011
Entgelt 78.360 71.512
Sozialabgaben 14.745 13.166
davon Aufwand für beitragsorientierte Pensionspläne 6.708 6.514
Gesamt 93.105 84.678

30. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten stellen zum einen mögliche Verpflichtungen dar, deren Existenz aber erst noch durch das Eintreten eines oder mehrerer unsicherer zukünftiger Ereignisse, die nicht vollständig durch das Unternehmen beeinflusst werden können, bestätigt werden muss. Zum anderen sind darunter bestehende Verpflichtungen zu verstehen, bei denen ein Vermögensabfluss durch die Erfüllung der Verpflichtung nicht wahrscheinlich ist oder bei denen die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig bestimmt werden kann.

In den Geschäftsjahren 2012 und 2011 bestanden keine Eventualverbindlichkeiten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 9.557 Tsd. Euro (Vj. 10.957 Tsd. Euro). Dabei handelt es sich vorwiegend um künftige Zahlungen aufgrund von Leasing- und Wartungsverträgen.

Die Leasingverträge, die entsprechend IAS 17 als operatives Leasing behandelt werden, sind überwiegend für Miete von Büroräumen, Fertigungseinrichtungen, Fahrzeuge, EDV-Ausstattung und sonstigen Büromaschinen abgeschlossen worden. Die Verträge haben zum Teil feste Laufzeiten oder sind unbefristet und beinhalten folgende künftige Mindestleasingzahlungen:

Künftige Miet- und Leasingverpflichtungen

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Angaben
in TEUR
31.12.2012 31.12.2011
Bis 1 Jahr 4.968 4.639
1 - 5 Jahre 3.534 5.238
> 5 Jahre 0 33
Gesamt 8.502 9.910
Fair Value 8.451 9.658

In den Leasingverträgen sind keine auferlegten Beschränkungen enthalten. Die im Geschäftsjahr 2012 ergebniswirksam erfassten Leasingaufwendungen belaufen sich auf 6.095 Tsd. Euro (Vj. 5.415 Tsd. Euro).

Ferner bestehen Verpflichtungen über 1.038 Tsd. Euro (Vj. 912 Tsd. Euro) für Wartungsverträge im Zusammenhang mit Grund und Gebäude, für Produktionsmaschinen sowie für die Informationstechnologie.

Zum Stichtag 31. Dezember 2012 bestehen Verpflichtungen für den Kauf von Sachanlagevermögen in Höhe von 7.487 Tsd. Euro (Vj. 665 Tsd. Euro) und für den Kauf von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 44 Tsd. Euro (Vj. 34 Tsd. Euro).

31. Geschäftssegmente

Der Konzern ist ausschließlich im Bereich der thermischen Speisenzubereitung in Profiküchen tätig. Die Berichtsstruktur des Konzerns für Managementzwecke wurde im Geschäftsjahr 2012 neu organisiert und richtet sich an den Marken RATIONAL und FRIMA aus. Entsprechend den geänderten internen Berichtsstrukturen wurde auch die Berichterstattung über die Geschäftssegmente gemäß IFRS 8 angepasst. Die Segmentinformationen des Vorjahres wurden ebenfalls entsprechend angepasst.

Geschäftssegmente sind organisatorische Einheiten, für die Informationen an das Management zum Zweck der Erfolgsmessung und der Ressourcenallokation weitergeleitet werden. Hauptentscheidungsträger ist der Vorstand.

RATIONAL konzentriert sich auf Kochprozesse, bei denen die Wärmeübertragung durch Dampf, Heißluft oder die Kombination aus beidem erfolgt. Der wesentliche Teil der Umsatzerlöse wird aus dem Verkauf des SelfCookingCenter® whitefficiency® und des CombiMaster® Plus erzielt.

FRIMA fokussiert sich auf Kochanwendungen bei denen in Flüssigkeit oder mit direkter Kontakthitze gegart wird. Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen aus dem Verkauf des VarioCookingCenter MULTIFICIENCY® erzielt.

Beide Segmente beinhalten die Funktionen Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service sowie Verwaltung.

Die Segmentumsätze enthalten sowohl Umsätze mit Dritten als auch Innenumsätze der Konzerngesellschaften zwischen den Segmenten. Verkäufe und Erlöse im Innenverhältnis werden grundsätzlich zu Preisen erbracht, wie sie auch mit Dritten vereinbart werden. Das Segmentergebnis entspricht dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern der jeweiligen Segmente. Neben den Segmentumsätzen sind hierin alle Segmentaufwendungen mit Ausnahme der Ertragsteuern sowie des Finanzergebnisses enthalten.

Wie im Vorjahr gab es keine Kunden, mit denen ein Umsatzanteil von mehr als 10 % erzielt wurde.

Weitere Umsatzaufgliederungen werden in den Anhangangaben zu den Umsatzerlösen dargestellt.

Die in den Segmenten ausgewiesenen Abschreibungen betreffen immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Sonstige nach IFRS 8.23 angabepflichtige wesentliche nicht zahlungswirksame Aufwendungen sind weder 2012 noch im Vorjahr entstanden.

Die Überleitungsspalte enthält im Wesentlichen die aus Konsolidierungsvorgängen resultierenden Effekte. Daneben sind Unterschiede zwischen den im Rahmen des internen Berichtswesens dem Management vorgelegten und den extern berichteten Zahlen enthalten.

Geschäftssegmente 2012

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Angaben
in TEUR
RATIONAL FRIMA Summe der Segmente Überleitung Konzern
Außenumsätze 411.008 23.824 434.832 + 149 434.981
Innenumsätze 1.600 1.871 3.471 -3.471 -
Segmentumsätze 412.608 25.695 438.303 -3.322 434.981
Segmentergebnis +119.409 +3.038 +122.447 +269 +122.716
Finanzergebnis - - - - -291
Ergebnis vor Steuern - - - - +122.425
Segmentabschreibungen 6.262 500 6.762 - 6.762

Geschäftssegmente 2011

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Angaben
in TEUR
RATIONAL FRIMA Summe der Segmente Überleitung Konzern
Außenumsätze 370.891 20.884 391.775 -87 391.688
Innenumsätze 1.602 1.699 3.301 -3.301 -
Segmentumsätze 372.493 22.583 395.076 -3.388 391.688
Segmentergebnis +99.729 +2.553 +102.282 -117 +102.165
Finanzergebnis - - - - +300
Ergebnis vor Steuern - - - - +102.465
Segmentabschreibungen 6.760 508 7.268 - 7.268

52.477 Tsd. Euro (Vj. 50.014 Tsd. Euro) aller langfristigen Vermögenswerte (Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte) werden in Deutschland ausgewiesen. 3.684 Tsd. Euro (Vj. 3.657 Tsd. Euro) sind Drittländern zuzuordnen.

32. Nahestehende Unternehmen und Personen

Gemäß IAS 24 sind Angaben zu den Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu machen. Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen der RATIONAL AG zählen die Tochtergesellschaften, die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats sowie Gesellschaften, an denen dieser Personenkreis beteiligt ist. Mit Herrn Siegfried Meister, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats, liegt ein Beherrschungsverhältnis vor, da er die Mehrheit der Aktien an der RATIONAL AG hält.

Die Geschäftsvorfälle mit den im Konsolidierungskreis enthaltenen Tochtergesellschaften werden im Rahmen der Vollkonsolidierung eliminiert.

Mitglieder des Aufsichtsrats halten Anteile an Gesellschaften mit denen eine Liefer- oder Leistungsbeziehung besteht. Der Aufwand für diese Lieferungen und Leistungen beläuft sich 2012 auf 1.621 Tsd. Euro (Vj. 1.580 Tsd. Euro). Zum 31. Dezember 2012 waren gegenüber diesen Gesellschaften keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen offen (Vj. 7 Tsd. Euro).

Alle genannten Geschäfte wurden zu marktüblichen Konditionen, wie sie auch mit fremden Dritten vereinbart worden wären, abgeschlossen. Darüber hinaus lagen im Berichtsjahr keine weiteren wesentlichen Transaktionen mit Unternehmen oder Personen vor, die der RATIONAL AG in irgendeiner Weise nahestehen.

33. Aufsichtsrat und Vorstand

Mitglieder des Aufsichtsrats sind:

Siegfried Meister, Kaufmann

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Walter Kurtz, Kaufmann

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats

Dr. Hans Maerz, Wirtschaftsprüfer,

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats

Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats beträgt für das Geschäftsjahr 2012 621 Tsd. Euro (Vj. 572 Tsd. Euro) und verteilt sich auf die Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:

2012

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Angaben
in TEUR
Fest Erfolgsorientiert Sonstige Gesamt
Siegfried Meister 150 61 24 235
Walter Kurtz 125 61 19 205
Dr. Hans Maerz 117 61 3 181
Gesamt 392 183 46 621

2011

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Angaben
in TEUR
Fest Erfolgsorientiert Sonstige Gesamt
Siegfried Meister 150 51 24 225
Walter Kurtz 125 51 20 196
Dr. Hans Maerz (ab 01.09.) 33 17 - 50
Roland Poczka (bis 31.08.) 67 34 - 101
Gesamt 375 153 44 572

Die Aufsichtsratsvergütung für das Geschäftsjahr 2012 ist zum Bilanzstichtag in Höhe von 580 Tsd. Euro (Vj. 535 Tsd. Euro) in den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats halten per 31. Dezember 2012 insgesamt 8.049.262 Aktien der RATIONAL AG (Vj. 8.049.285 Aktien), davon Herr Siegfried Meister 7.161.411 Aktien (Vj. 7.161.411 Aktien).

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in folgenden weiteren Aufsichtsrats- und Kontrollgremien vertreten:

Herr Dr. Maerz ist Aufsichtsratsvorsitzender der FWU AG, München, Deutschland sowie Vorsitzender eines gemäß § 324 HGB gebildeten Prüfungsausschusses bei der FWU Provisions-Factoring GmbH, München, Deutschland.

Der Vorstand setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Dr. Günter Blaschke, Dipl.-Kaufmann

Vorstandsvorsitzender

Erich Baumgärtner, Dipl.-Betriebswirt

Vorstand kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann, Dipl.-Ingenieur

Vorstand technischer Bereich

Reinhard Banasch, Dipl.-Betriebswirt

Vorstand Vertrieb und Marketing

Dr. Peter Stadelmann, Dipl.-Volkswirt

Vorstand Personal

Herr Dr. Stadelmann wurde mit Wirkung zum 1. Dezember 2012 in den Vorstand der RATIONAL AG berufen.

In der Hauptversammlung am 11. Mai 2011 wurde in Übereinstimmung mit § 314 Abs. 2 Satz 2 HGB beschlossen, auf die individualisierte Veröffentlichung der Vorstandsbezüge zu verzichten.

Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen belaufen sich für das Geschäftsjahr 2012 auf 4.284 Tsd. Euro (Vj. 3.746 Tsd. Euro). In diesem Betrag ist ein erfolgsabhängiger Gehaltsbestandteil in Höhe von 1.931 Tsd. Euro (Vj. 1.969 Tsd. Euro) enthalten. Hinzu kommen Einzahlungen in die Altersvorsorge, die sich auf 310 Tsd. Euro belaufen (Vj. 304 Tsd. Euro).

Die Mitglieder des Vorstands halten zum Bilanzstichtag zusammen 5.793 Aktien der RATIONAL AG (Vj. 15.293 Aktien).

Die Mitglieder des Vorstands sind in folgenden konzernfremden Aufsichtsrats- und Kontrollgremien vertreten:

Herr Dr. Stadelmann ist Vizepräsident des Verwaltungsrates der Malik Management Zentrum St. Gallen AG, St. Gallen, Schweiz sowie Mitglied des Verwaltungsrates der KSP Krieg Schlupp Partner Werbeagentur AG, Zürich, Schweiz.

34. Aktienoptionspläne

Die RATIONAL AG hat am 3. Februar 2000 ein Aktienoptionsprogramm für die Beteiligung der Vorstandsmitglieder der Gesellschaft aufgelegt. Das Aktienoptionsprogramm soll den Vorstandsmitgliedern zusätzliche Anreize geben, auch mittel- und langfristig den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft sicherzustellen und im Aktionärsinteresse auf eine Steigerung des Unternehmenswertes hinzuwirken.

Es wurde beschlossen, den Bezugsberechtigten zunächst in bis zu fünf Tranchen Optionsrechte auf maximal 200.000 Stückaktien der Gesellschaft mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von insgesamt 200 Tsd. Euro zuzuteilen. Für den Abschluss der Optionsvereinbarungen ist ausschließlich der Aufsichtsrat zuständig, der auch den genauen Kreis der Bezugsberechtigten aus den Mitgliedern des Vorstands bestimmt.

Die Laufzeit der Optionsrechte kann bis zu fünf Jahre ab Begebung der einzelnen Tranchen betragen. Nach Ablauf der jeweiligen Sperrfristen ist die Ausübung der Optionsrechte nur innerhalb bestimmter Ausübungsfristen zulässig. Die Ausübungsfristen beginnen jeweils am zweiten und enden am sechsten Handelstag im Anschluss an eine ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft oder die Vorlage eines Quartalsberichtes.

Der Ausübungspreis entspricht bei Optionsrechten, die vor Aufnahme der ersten Notierung der Aktien der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse im Rahmen der Börseneinführung 2000 begeben werden, dem im Rahmen der Börseneinführung festgelegten Platzierungspreis je Aktie. Bei später begebenen Optionsrechten ist der Durchschnitt (arithmetisches Mittel) der an der Frankfurter Wertpapierbörse festgelegten Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft der letzten fünf Handelstage vor der Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die entsprechende Begebung von Optionsrechten maßgeblich.

Bislang wurden zwei Tranchen über zusammen 69.000 Optionsrechte begeben, die in den Jahren 2002 und 2006 durch Barzahlungen im Gegenwert von 100 % des Wertes einer Aktie der Gesellschaft abzüglich des Ausübungspreises bedient wurden. Im Aktienoptionsprogramm verbleiben zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 noch Bezugsrechte auf maximal 131.000 Stückaktien der RATIONAL AG. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 waren keine Optionen ausgegeben.

35. Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der RATIONAL AG haben eine Erklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und dargelegt, welchen Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird. Zugrunde gelegt wurde hierbei der Deutsche Corporate Governance Kodex in der aktuellsten Fassung vom 15. Mai 2012. Die Erklärung ist dauerhaft auf der Internetseite der RATIONAL AG unter www.rational-online.com zugänglich.

36. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2012 sind keine Vorgänge eingetreten, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RATIONAL AG und des Konzerns laut IAS 10 von besonderer Bedeutung wären.

37. Abschlussprüferhonorar

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 16. Mai 2012 wurde die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012 gewählt.

Das Abschlussprüferhonorar einschließlich Auslagenersatz beläuft sich insgesamt auf 211 Tsd. Euro (Vj. 221 Tsd. Euro) und beinhaltet folgende Leistungen:

Abschlussprüfungs-/Konzernabschlussprüfungsleistungen 176 Tsd. Euro (Vj. 189 Tsd. Euro) und sonstige Leistungen 35 Tsd. Euro (Vj. 32 Tsd. Euro).

 

Landsberg am Lech, den 15. Februar 2013

RATIONAL AG

Der Vorstand

Dr. Günter Blaschke Vorstandsvorsitzender

Erich Baumgärtner Vorstand kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann Vorstand technischer Bereich

Reinhard Banasch Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing

Dr. Peter Stadelmann Vorstand Bereich Personal

Bilanzeid

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Landsberg am Lech, den 15. Februar 2013

RATIONAL AG

Der Vorstand

Dr. Günter Blaschke Vorstandsvorsitzender

Erich Baumgärtner Vorstand kaufmännischer Bereich

Peter Wiedemann Vorstand technischer Bereich

Reinhard Banasch Vorstand Bereich Vertrieb und Marketing

Dr. Peter Stadelmann Vorstand Bereich Personal

Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der RATIONAL Aktiengesellschaft aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 15. Februar 2013

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefano Mulas, Wirtschaftsprüfer

Dietmar Eglauer, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im Geschäftsjahr 2012 konnte RATIONAL seinen langjährigen Wachstumskurs erfolgreich fortsetzen. Dabei stand vor dem Hintergrund der unsicheren weltweiten konjunkturellen Entwicklung im Berichtsjahr vor allem die Stabilität des Unternehmens im Vordergrund.

Dialog und Kommunikation als Grundlage für Beratung und Überwachung

Die dem Aufsichtsrat nach Gesetz, Satzung und Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben haben wir 2012 erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die RATIONAL-Gruppe war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war gekennzeichnet von einer umfassenden, zeitnahen und regelmäßigen Kommunikation, sowohl schriftlich als auch mündlich. Der Vorstand berichtete auch außerhalb der Sitzungen über wichtige Geschäftsvorfälle. In Monats- und Quartalsberichten wurde der Aufsichtsrat über Marktentwicklungen, die Wettbewerbssituation, Preisentwicklungen und die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens informiert. Darüber hinaus ließen sich der Aufsichtsrat und der Vorsitzende des Aufsichtsrats fortlaufend über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage, wesentliche Geschäftsvorfälle und wichtige Entscheidungen des Vorstands in Kenntnis setzen. Zu diesem Zweck stand der Aufsichtsrat mit allen Mitgliedern des Vorstands in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch.

Der Aufsichtsrat hat zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung gefordert war, nach eingehender Beratung und Prüfung sein Votum abgegeben. Sämtliche zustimmungsbedürftigen Geschäfte wurden positiv beschieden. Hier handelte es sich 2012 und im bisherigen Verlauf 2013 insbesondere um Entscheidungen in den Bereichen Technologie und Produktentwicklung, Ausbau der Vertriebs- und Marketingorganisation, das Risikomanagement und die weltweite Personalentwicklung.

Intensive Arbeit im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat ist 2012 zu 13 Sitzungen zusammengetreten. Im Jahr 2013 hat bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 27. Februar 2013 eine weitere Sitzung stattgefunden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch schriftlich und fernmündlich beraten und kamen zu 15 weiteren Beratungen zusammen. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat auch außerhalb der ordentlichen Sitzungen Beschlüsse gefasst. Der Aufsichtsrat hat während des vergangenen Geschäftsjahres die Effizienz seiner Tätigkeit, insbesondere die Verfahrensabläufe, sowie die rechtzeitige und ausreichende Informationsversorgung fortlaufend geprüft und weiter verbessert.

Da der Aufsichtsrat der RATIONAL AG aus nur drei Mitgliedern besteht, wurde auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet.

Der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex, dass dem Aufsichtsrat eine nach seiner Einschätzung angemessene Zahl von unabhängigen Mitgliedern angehören soll, hat die Besetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL AG im Geschäftsjahr 2012 durchgängig entsprochen.

Im Rahmen der Beratungen, Beschlussvorlagen und des Kontrollauftrags sind im Berichtsjahr 2012 keine Interessenkonflikte bei einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern aufgetreten.

Schwerpunkte der Beratungen

Gegenstand der Beratungen mit dem Vorstand und der internen Diskussionen waren alle relevanten Aspekte der Unternehmensentwicklung, einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, des Geschäftsverlaufs, der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens und des Konzerns, der Risikolage, des Risikomanagements sowie nicht zuletzt der aktuellen Kosten- und Ertragssituation. Ferner standen in den Aufsichtsratssitzungen zahlreiche Einzelthemen auf der Tagesordnung, die intensiv erörtert wurden, wie z. B.:

die Gewinnverwendung mit Dividendenvorschlag

die Struktur des Planungsprozesses

die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2013

die Erschließungsstrategie für die neuen Märkte Indien und Mexiko

die Schwerpunkte in der Produktentwicklung

die Gründung der RATIONAL Montage GmbH

die Erweiterung des Vorstandes um ein eigenes Ressort Personal und Personalentwicklung

In der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 27. Februar 2013 waren neben der Prüfung und Feststellung des Jahres- und Konzernabschlusses insbesondere die der Hauptversammlung 2013 zu unterbreitenden Beschlussvorlagen ein zentrales Thema.

Für die Abschlussprüfung 2013 wird die Pricewaterhouse-Coopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, vorgeschlagen. Auch die übrigen Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung wurden von uns verabschiedet.

Im Rahmen unserer Tätigkeit 2013 und insbesondere auch in der bilanzfeststellenden Sitzung 2013 befassten wir uns neben der Abschlussprüfung mit dem gesamten Rechnungslegungsprozess in der AG und im Konzern, der Überwachung des internen Kontrollsystems sowie mit der Wirksamkeit der internen Revision und des Risikomanagementsystems.

Änderungen im Vorstand

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die Qualität unserer Mitarbeiter weltweit. Das Thema Personalentwicklung hat daher in unserem Unternehmen einen ganz besonders hohen Stellenwert. Mit Wirkung zum 1. Dezember 2012 hat der Aufsichtsrat daher Herrn Dr. Peter Stadelmann als weiteres Mitglied des Vorstands bestellt. Herr Dr. Stadelmann ist für die Bereiche Personalentwicklung und Personalmanagement verantwortlich.

Corporate Governance

Innerhalb des Aufsichtsrats der RATIONAL AG kam es 2012 zu keinen Veränderungen, er besteht weiterhin aus drei Mitgliedern. In seiner Sitzung am 15. Mai 2012 wurde Herr Dr. Maerz zum weiteren Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Herr Dr. Maerz ist bereits seit 1. September 2011 Mitglied des Aufsichtsrats. Herr Walter Kurtz ist nach wie vor ebenfalls Stellvertreter des Vorsitzenden.

Der Aufsichtsrat hat sich intensiv mit den neuen Empfehlungen des Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 15. Juni 2012 befasst. Gemeinsam mit dem Vorstand wurde im Corporate Governance Bericht Rechenschaft für das Jahr 2012 abgelegt. Den Empfehlungen und Anregungen folgt die RATIONAL AG weitgehend. Als Ergebnis konnte die Entsprechenserklärung vom Februar 2013 abgegeben werden, über diese wurde gemäß § 161 AktG in der Sitzung des Aufsichtsrats am 23. Januar 2013 beschlossen. Die Entsprechenserklärung ist im Geschäftsbericht 2012 und auf der RATIONAL-Website (www.rational-online.com) im Bereich Investor Relations veröffentlicht.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Wie vom Aufsichtsrat vorgeschlagen und von der Hauptversammlung am 16. Mai 2012 gewählt, hat die Pricewaterhouse-Coopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, den Abschluss der AG sowie des Konzerns für das Geschäftsjahr 2012 geprüft. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. Vor dem Wahlvorschlag hat der Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung des Prüfers eingeholt. Es konnten keine Gründe erkannt werden, die Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers begründen könnten. Der Abschlussprüfer war zusätzlich verpflichtet, uns sofort über Umstände zu informieren, die seine Befangenheit begründen könnten, und uns gegebenenfalls über Leistungen, die er zusätzlich zur Abschlussprüfung erbracht hat, zu informieren. Der Aufsichtsrat hat sich vor und während der Abschlussprüfung in Gesprächen mit dem Prüfer über dessen Prüfungsansatz und den Ablauf der Prüfung unterrichtet.

Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012 und der Lagebericht der Gesellschaft, der auch auf die Erklärung zur Unternehmensführung auf der Unternehmenswebsite der Gesellschaft verweist, wurden vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Für den Konzern wurde vom Vorstand ein Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, ergänzt um die nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Darüber hinaus wurde ein Konzernlagebericht erstellt. Der Abschlussprüfer hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss, die Lageberichte, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur eigenen Prüfung zugeleitet. Sie waren in der Aufsichtsratssitzung am 27. Februar 2013 Gegenstand intensiver Beratungen. Insbesondere mit den Ergebnissen der Prüfung durch die Abschlussprüfer hat sich der Aufsichtsrat umfassend befasst.

Die Abschlussprüfer nahmen an der Beratung des Jahresabschlusses der Gesellschaft und des Konzernabschlusses teil. Sie berichteten über die Ergebnisse der Prüfungen, insbesondere auch über die für 2012 festgelegten Prüfungsschwerpunkte, und standen dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Ein Schwerpunkt der Erläuterungen des Abschlussprüfers war die Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Sowohl Vorstand als auch die Abschlussprüfer haben uns alle Fragen umfassend und zufriedenstellend beantwortet.

Nach seinen eigenen abschließenden Ergebnissen der Beratungen und der eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. In der Sitzung vom 27. Februar 2013 billigte der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der RATIONAL AG zum 31. Dezember 2012 mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012 in seiner testierten Fassung vom 15. Februar 2013 sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012 in seiner testierten Fassung vom 15. Februar 2013. Der Jahresabschluss 2012 der RATIONAL AG, einschließlich des Lageberichts, ist damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt.

Abhängigkeitsbericht

Der vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellte Abhängigkeitsbericht über die Beziehungen der RATIONAL AG zu verbundenen Unternehmen wurde vom Abschlussprüfer geprüft. Der Abschlussprüfer hat folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Bericht des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht lag allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Bilanzsitzung vor und wurde von uns geprüft sowie mit den anwesenden Abschlussprüfern eingehend besprochen. Der Aufsichtsrat kam nach seiner Prüfung zu dem abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und die darin enthaltene Schlusserklärung des Vorstands zu erheben sind.

Gewinnverwendung

Nach Abwägung des operativen Umfelds, der Lage an den weltweiten Finanz- und Kapitalmärkten, der Finanzlage der Gesellschaft und der Erwartungen der Aktionäre stimmen wir dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu.

Vom Bilanzgewinn der RATIONAL AG in Höhe von 153,8 Mio. Euro soll eine Dividende in Höhe von 5,70 Euro je Aktie oder insgesamt 64,8 Mio. Euro ausgeschüttet und der Rest auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Der Aufsichtsrat dankt dem Management für die gute, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Ein ganz besonderer Dank gilt allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, denen es auch 2012 gelungen ist, bestehende und neue Kunden vom Nutzen und Mehrwert der RATIONAL-Produkte und -Dienstleistungen zu überzeugen und so die sich uns weltweit bietenden Marktchancen hervorragend zu nutzen.

 

Landsberg am Lech, 7. März 2013

Siegfried Meister Vorsitzender des Aufsichtsrats

Bericht zur Corporate Governance

Entsprechenserklärung

Am 15. Mai 2012 wurde eine neue Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex verabschiedet und am 15. Juni 2012 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Den Empfehlungen und Anregungen des Kodex folgt die RATIONAL AG weitgehend. Als Ergebnis konnte die Entsprechenserklärung vom Februar 2013 abgegeben werden. Diese ist im Geschäftsbericht 2012 und auf der RATIONAL-Website www.rational-online.com im Bereich Investor Relations veröffentlicht.

Aktionäre und Hauptversammlung

An der Hauptversammlung am 16. Mai 2012 in Augsburg haben rund 500 Aktionäre, Pressevertreter und Gäste teilgenommen. Die rechnerische Präsenz lag bei 88,14 %. Alle zur Beschlussfassung stehenden Tagesordnungspunkte wurden mit großer Mehrheit durch die Hauptversammlung angenommen.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Details zum Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat werden ausführlich im Bericht des Aufsichtsrats sowie in der Erklärung zur Unternehmensführung auf der RATIONAL-Website erläutert.

Vorstand

Interessenkonflikte sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Die Mitglieder des Vorstands, Dr. Günter Blaschke (Vorstandsvorsitzender), Peter Wiedemann (Vorstand technischer Bereich), Erich Baumgärtner (Vorstand kaufmännischer Bereich), Reinhard Banasch (Vorstand Vertrieb und Marketing) und Dr. Peter Stadelmann (Vorstand Personal), üben keine Aufsichtsratstätigkeit in anderen börsennotierten Unternehmen aus.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der RATIONAL AG besteht weiterhin aus drei Mitgliedern. Mit Wirkung zum 15. Mai 2012 wurde Herr Dr. Hans Maerz vom Aufsichtsrat als weiterer Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Siegfried Meisters gemäß § 9 Abs. 1 der Satzung bestimmt. Herr Dr. Maerz ist seit 1. September 2011 Mitglied des Aufsichtsrats. Herr Walter Kurtz ist nach wie vor ebenfalls Stellvertreter des Vorsitzenden.

§ 8 der Satzung der RATIONAL AG gewährt Herrn Meister und Herrn Kurtz ein gemeinsames Entsendungsrecht. Solange Herr Meister und Herr Kurtz Aktionäre der RATIONAL AG sind, haben sie für den Fall des vorzeitigen Ausscheidens eines Aufsichtsratsmitglieds das gemeinsame Recht, ein Mitglied in den Aufsichtsrat anstelle eines ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieds zu entsenden.

Bei Vorschlägen für die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird allein auf die besondere Kompetenz und Qualifikation Wert gelegt. Weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit waren und sind für diese Entscheidung deshalb ohne Bedeutung.

Aufgrund der geringen Anzahl der Mitglieder verzichtet der Aufsichtsrat auf die Bildung von Ausschüssen. Die detaillierten Informationen zu den Arbeits- und Beratungsschwerpunkten des Aufsichtsrats im Berichtszeitraum sind im Bericht des Aufsichtsrats erläutert. Dem Aufsichtsrat gehört nach eigener Einschätzung eine angemessene Zahl von unabhängigen Mitgliedern an, die über zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben erforderliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen verfügen. Interessenkonflikte sind im Geschäftsjahr nicht aufgetreten.

Aktienoptionsprogramm

Die RATIONAL AG hat am 3. Februar 2000 für die Vorstandsmitglieder ein Aktienoptionsprogramm über maximal 200.000 Stückaktien der Gesellschaft aufgelegt. Die Aktienoptionen sind mit Sperr- und Ausübungsfristen versehen, die vom Aufsichtsrat festgelegt und beschlossen wurden. Die Ausübung ist an eine bestimmte Steigerung des Unternehmenswertes in Verbindung mit der Wertentwicklung des SMAX-Performance-Index (ab 1. Januar 2004 ersetzt durch den SDAX-Performance-Index) geknüpft. In den Jahren 2000 und 2004 wurden Tranchen im Gesamtumfang von 69.000 Stückaktien begeben, die nach Ablauf der jeweiligen Sperr- und Ausübungsfristen durch Barabfindung bedient wurden.

Compliance

Gesetzestreues, integres und verantwortungsbewusstes Verhalten ist die Grundlage für Sicherheit, Solidität und Zukunftserfolg eines Unternehmens. Um die konzernweite Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen sowie der unternehmensinternen Richtlinien sicherzustellen, wurde bei RATIONAL im abgelaufenen Geschäftsjahr mit dem Aufbau einer Compliance-Organisation begonnen.

Ausgangspunkt für die Compliance-Aktivitäten im Berichtszeitraum bildeten dabei die Verhaltensgrundsätze der RATIONAL AG (Code of Conduct), die in Form der Verhaltensregeln im Geschäftsverkehr zusammengeführt und unternehmensweit kommuniziert wurden. Darüber hinaus wurden die Verhaltensgrundsätze für einzelne Unternehmensprozesse in entsprechenden Richtlinien konkretisiert.

Die Entwicklung der Compliance-Organisation wird durch die Einführung weiterer Elemente auch 2013 fortgesetzt.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Hauptversammlung hat am 16. Mai 2012 die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012 gewählt. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt. Bereits vor Unterbreitung des Wahlvorschlags an die Hauptversammlung hat der Aufsichtsrat vom Wirtschaftsprüfer eine Erklärung über die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen zur Gesellschaft eingeholt.

Diese gab keinen Anlass zu Beanstandungen. Der Aufsichtsrat hat mit dem Prüfer vereinbart, dass der Aufsichtsratsvorsitzende unverzüglich über Ausschluss- und Befangenheitsgründe während der Prüfung unterrichtet wird.

Bei einem eventuellen Auftreten wesentlicher im Rahmen der Abschlussprüfung festgestellter Schwächen des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist der Wirtschaftsprüfer zusätzlich angehalten, darüber gesondert zu berichten.

Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand hat einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Abschlussprüfer hat nach dessen Prüfung keine Einwendungen gegen den Abhängigkeitsbericht erhoben. Ebenso hat der Aufsichtsrat nach seiner Prüfung des Abhängigkeitsberichts erklärt, dass keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts zu erheben sind.

Entsprechenserklärung der RATIONAL Aktiengesellschaft

Vorstand und Aufsichtsrat der RATIONAL Aktiengesellschaft, Landsberg am Lech, erklären gemäß § 161 AktG:

Die RATIONAL Aktiengesellschaft hat seit der Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Februar 2012 mit den dort genannten und begründeten Ausnahmen den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") in der alten Fassung vom 26. Mai 2010 entsprochen. Am 15. Juni 2012 wurde die neue Fassung des Kodex vom 15. Mai 2012 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Seit dem 15. Juni 2012 hat die RATIONAL Aktiengesellschaft den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 mit den folgenden Ausnahmen entsprochen und beabsichtigt, den Empfehlungen des Kodex zukünftig mit den nachfolgend genannten Ausnahmen zu entsprechen:

Ziffern 4.2.4 und 4.2.5 des Kodex:

Ziffer 4.2.4: "Die Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds wird, aufgeteilt nach fixen und variablen Vergütungsteilen, unter Namensnennung offen gelegt. Gleiches gilt für Zusagen auf Leistungen, die einem Vorstandsmitglied für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied gewährt oder die während des Geschäftsjahres geändert worden sind. Die Offenlegung unterbleibt, wenn die Hauptversammlung dies mit Dreiviertelmehrheit anderweitig beschlossen hat."

Ziffer 4.2.5: "Die Offenlegung erfolgt im Anhang oder im Lagebericht. In einem Vergütungsbericht werden die Grundzüge des Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder in allgemein verständlicher Form erläutert."

Die Hauptversammlung der RATIONAL Aktiengesellschaft hat am 11. Mai 2011 beschlossen, dass eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung gemäß § 286 Abs. 5 HGB unterbleibt. Dieser Hauptversammlungsbeschluss wurde für fünf Jahre gefasst. Im Übrigen entspricht die RATIONAL Aktiengesellschaft den Ziffern 4.2.4 und 4.2.5 dieses Kodex und beabsichtigt, ihnen auch zukünftig zu entsprechen.

Ziffer 5.1.2 Satz 2 des Kodex:

"Bei der Zusammensetzung des Vorstands soll der Aufsichtsrat auch auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben."

Aufsichtsrat und Vorstand begrüßen ausdrücklich alle Bestrebungen, die einer geschlechtsbezogenen wie auch jeder anderen Form von Diskriminierung entgegenwirken und die Vielfalt (Diversity) angemessen fördern. Bei der Besetzung der Positionen von Vorstandsmitgliedern legt der Aufsichtsrat allein Wert auf die besondere Kompetenz und Qualifikation. Weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit waren und sind für diese Entscheidung deshalb ohne Bedeutung.

Ziffer 5.3 des Kodex (Bildung von Ausschüssen):

Der Aufsichtsrat der RATIONAL Aktiengesellschaft hat keine Ausschüsse gebildet. Die Bildung von Ausschüssen des Aufsichtsrats, etwa eines Prüfungsausschusses, ist für die RATIONAL Aktiengesellschaft nicht sachgerecht, da der Aufsichtsrat aus nur drei Mitgliedern besteht. Es ist daher auch in Zukunft nicht beabsichtigt, Aufsichtsratsausschüsse zu bilden.

Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 des Kodex:

Ziffer 5.4.1 Abs. 2: "Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Nummer 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen."

Ziffer 5.4.1 Abs. 3: "Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. Die Zielsetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden."

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der RATIONAL Aktiengesellschaft hat sich am Unternehmensinteresse auszurichten und muss die effektive Überwachung und Beratung des Vorstands gewährleisten. Die Kandidatinnen und Kandidaten für die Bestellung in den Aufsichtsrat werden daher ausschließlich nach Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen ausgewählt. Weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder nationale Zugehörigkeit waren und sind ohne Bedeutung. Dementsprechend wird der Aufsichtsrat der RATIONAL Aktiengesellschaft keine konkreten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 des Kodex benennen und diese auch nicht im Corporate Governance Bericht gemäß 5.4.1 Abs. 3 des Kodex veröffentlichen.

Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder ist nicht festgelegt. Wahlvorschläge an die Hauptversammlung orientieren sich ausschließlich an Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen der jeweiligen Kandidatinnen und Kandidaten. Es ist beabsichtigt, daran auch in Zukunft festzuhalten, um Erfahrung und Kompetenz zum Wohle des Unternehmens zu sichern.

 

Landsberg am Lech, im Februar 2013

RATIONAL Aktiengesellschaft

Siegfried Meister, für den Aufsichtsrat

Dr. Günter Blaschke, für den Vorstand