REALTECH AGLeimenHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2025 bis zum 30.06.2025DAS ERSTE HALBJAHR 2025
1. An unsere Aktionäre1.1 Vorwort des Vorstands
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Geschäftsfreunde, das erste Halbjahr 2025 war für uns insgesamt sehr erfreulich: Wir konnten ein Umsatzwachstum von rund 6 Prozent mit unseren SAP-Dienstleistungen und -Produkten erzielen. Die Kosten sind dabei erwartungsgemäß leicht gestiegen. Besonders hervorzuheben ist unser weiterhin stabiler operativer Cashflow – gemeinsam mit einer konstant starken Liquiditätslage versetzt uns dies in die Lage, gezielt in zukunftsweisende Themen zu investieren. Dazu zählen insbesondere die Clean-Core-Transformation kundenspezifischer SAP-Erweiterungen sowie Application Lifecycle Management (ALM) in hybriden Systemlandschaften. REALTECH unterstützt Unternehmen dabei, neue Technologien effizient zu integrieren und ihre SAP-Landschaft zukunftssicher aufzustellen. So begleiten wir unsere Kunden erfolgreich auf ihrem Weg in Richtung Cloud und KI. Die Welt befindet sich in einem tiefgreifenden technologischen Wandel, der auch vor SAP und seinen vielen Legacy-Kunden nicht haltmacht. Wir sehen darin große Chancen sowie einen wachsenden Bedarf an intelligenten Lösungen. Mit innovativen SAP-Services auf Basis von ALM, Cloud-Technologien und SAP-Erweiterungen auf der BTP (SAP Business Technology Platform) schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass unsere Kunden die Chancen dieses Wandels aktiv nutzen können. Für den Vorstand Ihr Daniele Di Croce 2. Konzern-Zwischenlagebericht2.1 Konzernstruktur und GeschäftstätigkeitRechtliche Konzernstruktur Die REALTECH AG ist die Holding des REALTECH-Konzerns. Dessen wirtschaftliche Entwicklung wird anteilig durch die hundertprozentige und einzige Tochtergesellschaft, REALTECH Ltd., Auckland, Neuseeland, mitbestimmt. Geschäftsmodell des REALTECH-Konzerns Der REALTECH-Konzern betreut multinationale Unternehmen unterschiedlichster Branchen. Gegründet im Jahr 1994, ist REALTECH seit 1999 börsennotiert und im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse unter der ISIN DE0007008906 gelistet. Die REALTECH AG hat sich zum Ziel gesetzt, flexibel auf dynamische Marktbedingungen zu reagieren und diese als Wettbewerbsvorteil zu nutzen. Daher passen wir unsere Geschäftsstrategie kontinuierlich aktuellen Markttrends und Kundenbedürfnissen an. Unsere Zielgruppe umfasst mittelständische und große Unternehmen, die SAP im Einsatz haben und ihre Geschäftsprozesse optimieren sowie die Systemverfügbarkeit maximieren möchten. Diesen bieten wir spezifische SAP-Lösungen für verschiedene Anforderungen und Unternehmensprofile. Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz und Automatisierung beschleunigen wir deren Prozesse, reduzieren Fehleranfälligkeiten und steigern die Transparenz. Besonders im Bereich Application Lifecycle Management (ALM) offerieren wir individuell angepasste Softwarelösungen, die es unseren Kunden ermöglichen, ihre SAP-Systeme agil zu verwalten und Risiken zu minimieren. Die REALTECH AG generiert ihre Einnahmen durch ein konstant diversifiziertes Geschäftsmodell, das verschiedene Einnahmequellen umfasst:
Unsere Produkte und Dienstleistungen werden hauptsächlich über digitale Kanäle vertrieben, was eine breite Erreichbarkeit und einfache Zugänglichkeit für unsere Kunden gewährleistet. Dies umfasst den Vertrieb über unsere eigene Website sowie über Online-Marktplätze. Wichtig ist für REALTECH hier auch die enge Zusammenarbeit mit Partnern, die unsere Lösungen ebenfalls vertreiben. Durch diese Partnerschaften können wir neue Märkte erschließen und unsere Reichweite vergrößern. Geschäftssegmente und Organisationsstruktur Wir organisieren uns in allen operativen Businesseinheiten in agilen, miteinander vernetzten Teams, die in erster Linie an konkreten Kundenlösungen arbeiten. Dies ermöglicht uns, auch weiterhin flexibel und schnell auf die individuellen, durch die Digitalisierung getriebenen Kundenbedürfnisse zu reagieren. Die Berichterstattung der REALTECH besteht aus den Segmenten „Deutschland“ und „Asia-Pacific“. Dabei umfasst das Segment „Deutschland“ die REALTECH AG und das Segment „Asia-Pacific“ die REALTECH Ltd. in Neuseeland. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaft Das weltweite Wirtschaftswachstum ging laut dem aktuellen Bericht der Europäischen Zentralbank (EZB)1 im ersten Halbjahr 2025 leicht zurück und wird sich voraussichtlich weiter abschwächen. Hauptgrund für diese schwächere Wirtschaftslage sind die aktuellen handelspolitischen Debatten. Die Erwartung, dass höhere Handelszölle zu Kostensteigerungen führen und sich in der Folge negativ auf den Konsum auswirken, hat eine erhöhte Unsicherheit zur Folge. Der Euroraum entwickelte sich wirtschaftlich besser als erwartet und baute ein gewisses Maß an Resilienz auf. Nach Angaben der EZB stieg die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2025 und demzufolge das fünfte Quartal in Folge. Im zweiten Quartal 2025 wies das binnenwirtschaftliche Wirtschaftswachstum eine leichte Abschwächung aus. Im Verlauf des ersten Halbjahres erhöhte die US-Regierung die Zollsätze im internationalen Handel erheblich. Nach Angaben der EZB führte diese Handelspolitik zu einer negativen Entwicklung der Wirtschaftsleistung der USA. Infolgedessen wies das reale US-Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2025 eine leicht negative Wachstumsrate auf. Die Auswirkungen der sich aus der US-Zollpolitik abzeichnenden Handelskonflikte breiteten sich im ersten Halbjahr 2025 auf den asiatisch-pazifischen Raum aus, wo die Zollerhöhungen für China am stärksten ausgeprägt waren. In internationalen Debatten war man sich weitgehend einig, dass dies negative Folgen für die Region und die Weltwirtschaft nach sich ziehen wird. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) „im 1. Quartal 2025 gegenüber dem 4. Quartal 2024 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 0,4 % gestiegen. … ,Grund für das gegenüber der ersten Schätzung leicht höhere Wachstum war die überraschend gute konjunkturelle Entwicklung im März´, sagt Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes. ,Vor allem die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe sowie die Exporte entwickelten sich besser als zunächst angenommen´, so Brand weiter. Stärker gewachsen als im 1. Quartal 2025 war das BIP zuletzt im 3. Quartal 2022 (+0,6 % zum 2. Quartal 2022).“2 Dem Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) zufolge hat sich die Stimmung der Unternehmen in Deutschland im Juni 2025 ebenfalls verbessert: Der ifo Geschäftsklimaindex stieg bezüglich der Einschätzung der Lage im Juni auf 88,4 Punkte (von 87,5 Punkten im Vormonat), allerdings von einem niedrigen Niveau kommend (Juni 2024: 88,3 Punkte).3 Die Inflation hat sich auf eine gesunde Höhe stabilisiert: So lag die Inflationsrate in Deutschland − gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – im Juni 2025 bei plus 2,0 Prozent.4 Der Internationale Währungsfonds (IWF) korrigierte seine Prognose für die Wirtschaft in Deutschland indes nach unten: Vor der Einigung im Zollstreit zwischen den USA und der EU Ende Juli prognostizierte der IWF für Deutschland in diesem Jahr ein Nullwachstum und somit eine Verschlechterung der Wachstumsaussichten gegenüber dem leichten Wachstum von 0,3 Prozent laut seiner eigenen Prognose im Januar: Der IWF ging dabei auch von einer negativen Entwicklung der Weltwirtschaft aus und hatte daher seine Prognose um 0,5 Prozentpunkte auf 2,8 Prozent nach unten korrigiert. Die Auswirkungen der Zollpolitik auf die deutsche und globale Wirtschaft schätzte der IWF als massiv ein und berücksichtigte diesen Risikofaktor in seinen Prognosen.5 Zu den Gründen für die schwache Konjunktur in Deutschland, wie die schwache globale Nachfrage nach Investitionsgütern, rückständige Bürokratie und hohe Steuern bis hin zu einer wettbewerbsintensiven und schwierigen Lage für deutsche Exporteure in China, gehört jetzt verstärkt auch die von der aktuellen US-Handelspolitik verursachte Unsicherheit sowie die Gefahr eingeschränkter Handelsströme. Über diese Erläuterungen hinaus haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gegenüber der Darstellung im Geschäftsbericht 2024 nicht wesentlich geändert. Lage der IT-Branche Die IT-Branche entwickelt sich auch 2025 rasant weiter, wie erwartet ausgeprägt von künstlicher Intelligenz (KI), Geschäftsprozessautomatisierung und cloud-nativen Plattformen. KI-Funktionen in Geschäftsanwendungen werden von Unternehmen schnell angenommen. Schlagwörter für Unternehmen bleiben Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen.6 Die Aussichten der IT-Branche in Deutschland für das laufende Jahr sind laut dem Branchenverband Bitkom weiterhin positiv: Im Jahr 2025 werden die Ausgaben für Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik im Vergleich zu 2024 um 4,4 Prozent wachsen. Laut Schätzung vom Juli 2025 erwartet Bitkom ein Wachstum der IT-Branche in Deutschland von 5,7 Prozent.7
1 https://www.bundesbank.de/re-source/blob/960122/c7f9810f5f262b3839f73ce102291077/472B63F073F071307366337C94F8C870/2025-04-ezb-wb-data.pdf 2.2 Ertrags-, Vermögens- und FinanzlageREALTECH im ersten Halbjahr 2025 Der Konzernumsatz stieg im ersten Halbjahr 2025 gegenüber dem ersten Halbjahr 2024 um 6 Prozent auf 5.450 TEUR (Vorjahr: 5.142 TEUR). Die positive Umsatzentwicklung ist auf eine Steigerung der Umsätze im SAP-Bereich zurückzuführen. Der Umsatz im ITSM-Bereich war stabil und minimal gestiegen. Unsere Tochtergesellschaft in Neuseeland verzeichnete erneut eine positive Umsatzentwicklung: Ihr Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2025 um 196 TEUR (9,8 Prozent) auf 2.191 TEUR (Vorjahr: 1.995 TEUR). Auch die Umsatzlage in der AG entwickelte sich positiv: mit einem Anstieg der Umsätze um 113 TEUR (3,6 Prozent), von 3.146 TEUR im ersten Halbjahr 2024 auf 3.259 TEUR. Das Betriebsergebnis (EBIT) lag im ersten Halbjahr 2025 bei minus 7 TEUR (Vorjahr: plus 43 TEUR). Erwähnenswert für diese Entwicklung ist der sonstige betriebliche Ertrag der AG im ersten Halbjahr 2024 durch eine einmalige Korrektur im Bereich der Personalkostenrechnung in Höhe von rund 190 TEUR. Die Kostenstruktur weist im ersten Halbjahr 2025 keine größeren Abweichungen auf, außer im Bereich des Personals und des Inflationsdrucks, der vor allem von unseren externen Personalressourcen ausgeht. Der Personalaufwand für die eigene Belegschaft stieg nur leicht: um 18 TEUR auf 3.445 TEUR (Vorjahr: 3.427 TEUR). Dies ist auf die Einstellung von zwei neuen Mitarbeitern bei der Tochtergesellschaft und einige leistungsbezogene Gehaltsanpassungen zurückzuführen. In der AG haben wir durch die Verkleinerung des Vorstands von drei auf zwei Mitglieder ab Juni 2024 Personalkosteneinsparungen erzielt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 1.261 TEUR (Vorjahr: 1.144 TEUR). Der Kostenanstieg resultiert im Wesentlichen aus einmaligen Beratungsaufwendungen im ersten Halbjahr 2025 als Investition in die strategische Weiterentwicklung des Konzerns (rund 75 TEUR). Die liquiden Mittel zum 30.6.2025 betrugen im Konzern rund 1,6 Mio. EUR (31.12.2024: 1,4 Mio. EUR). Die Veränderung entfällt überwiegend auf einen starken Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit; dieser betrug 1.541 TEUR im ersten Halbjahr 2025 (erstes Halbjahr 2024: 1.873 TEUR). Die Liquidität stellt aus heutiger Sicht nach wie vor eine gesicherte Basis dar, um die operativen Ziele für das Jahr 2025 und die Folgejahre erreichen zu können. Geschäftsentwicklung Im ersten Halbjahr 2025 betrugen die Umsatzerlöse des Konzerns 5.450 TEUR (erstes Halbjahr 2024: 5.142 TEUR). Der Umsatz entwickelte sich somit positiv und reflektiert die Stabilität und Zufriedenheit des REALTECH-Kundenstamms: Den Großteil dieses Umsatzwachstums verdanken wir unseren treuen Kunden und Partnern. In Deutschland stiegen die Umsatzerlöse im 6-Monatszeitraum um 4 Prozent, von 3.146 TEUR auf 3.259 TEUR. Der Inlandsanteil am Konzernumsatz änderte sich dadurch auf 60 Prozent und somit minimal im Vergleich zum Vorjahr (61 Prozent). In Asia-Pacific (Neuseeland) erhöhte sich der Umsatz um 10 Prozent, von 1.995 TEUR auf 2.191 TEUR. Die Tochtergesellschaft trug somit 40 Prozent (Vorjahr: 39 Prozent) zum Konzernumsatz bei. Ertragslage Der Konzernumsatz stieg von Januar bis Juni 2025 im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um 6 Prozent auf 5.450 TEUR, wobei sich beide unsere Produktsparten positiv entwickelt haben: der SAP-Bereich mit einem Umsatzwachstum von rund 10 Prozent, der ITSM-Bereich stabil und leicht steigend. Für das zweite Halbjahr 2025 erwarten wir eine weitere Verbesserung. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 128 TEUR (erstes Halbjahr 2024: 229 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge im ersten Halbjahr 2024 betreffen im Wesentlichen die Korrektur im Bereich Personalabrechnung von rund 190 TEUR. Weitere Posten im Halbjahr 2024 beinhalten die Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen. Für das erste Halbjahr 2025 resultieren die sonstigen betrieblichen Erträge von 128 TEUR hauptsächlich aus Marketingkampagnen. Der Materialaufwand im ersten Halbjahr 2025 betrug 822 TEUR (Vorjahr: 699 TEUR). Die Hauptkomponenten des Materialaufwands sind Fremdarbeiten für Kundensupport- und Freelancer-Tätigkeiten bei der Tochtergesellschaft in Neuseeland. Die Steigerung des Materialaufwands ist auf den erhöhten Umsatz bei der Tochtergesellschaft und – als Folge – auf den dort gesteigerten Einsatz von Freelancern zurückzuführen. Die Materialaufwandmarge (Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz) erhöhte sich hier ebenfalls leicht: von 13,6 Prozent im Vorjahreshalbjahr zu 15,1 Prozent. Zu dieser leichten Steigerung bei der Tochtergesellschaft addiert sich die leicht erhöhte Fremdarbeit bei der Projektimplementierung in der AG. Die Personalaufwendungen sind auf 3.445 TEUR (Vorjahr: 3.427 TEUR) gestiegen. Ursächlich für den moderaten Anstieg ist im Wesentlichen die Gehaltserhöhung, die wir Mitarbeitenden als leistungsbezogene Komponente zugesprochen haben, sowie die Einstellung von zwei neuen Mitarbeitern. Die Verkleinerung des Vorstandes von drei auf zwei Mitglieder im Juni 2024 hat gegenteilig gewirkt. Im Geschäftsjahr beinhaltet die Position Sonstige betriebliche Aufwendungen unter anderem Aufwendungen für fremdbezogene Dienste, Raumkosten, Lizenzgebühren, Telefon- und Internetgebühren sowie Kfz-Leasing. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 1.261 TEUR (Vorjahr: 1.144 TEUR) sind um 117 TEUR im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr gestiegen. Zu dieser Erhöhung führten u. a. die einmaligen Beratungskosten für Markt- und Strategieentwicklung in Höhe von 75 TEUR. Das EBIT ist leicht im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen: von plus 43 TEUR auf minus 7 TEUR. Die EBIT-Marge sank von plus 0,84 Prozent im Vorjahreshalbjahr auf minus 0,12 Prozent. Das Finanzergebnis lag nach sechs Monaten im Geschäftsjahr 2025 bei plus 78 TEUR (Vorjahr: plus 80 TEUR). Es setzt sich aus Zinserträgen aus Anleihen und Termingeldanlagen zusammen, wobei die Zinsaufwendungen die nach IFRS 16 berechneten Zinsen für Leasing darstellen. Das Ergebnis nach Steuern der ersten sechs Monate reduzierte sich von plus 63 TEUR auf minus 14 TEUR. Basierend auf der unveränderten Anzahl von durchschnittlich 5.385.652 Aktien, errechnet sich für die Anteilseigner des Mutterunternehmens ein Ergebnis je Aktie von minus 0,00 EUR (Vorjahr: plus 0,01 EUR). Finanzlage Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit lag im ersten Halbjahr 2025 bei 1.541 TEUR (Vorjahr: 1.873 TEUR). Auf hohem Niveau war der Mittelabfluss aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Hinzu kam der negative Impakt des Fehlbetrags aus dem ersten Halbjahr 2025. Positiv wirkten hingegen hauptsächlich die erhöhten Rechnungsabgrenzungsposten. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit wies im ersten Halbjahr 2025 aufgrund der Termingeldanlagen in Höhe von 1.750 TEUR, der Tilgung der Wertpapieranleihen in Höhe von 583 TEUR sowie weiterer Investitionen in neue technische Anlagen in Höhe von 7 TEUR einen Mittelabfluss in Höhe von 1.174 TEUR auf (Vorjahr: 948 TEUR Mittelabfluss). Aus der Bilanzierung von Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen resultierten Abschreibungen in Höhe von insgesamt 34 TEUR (Vorjahr: 37 TEUR) sowie gezahlte Zinsen in Höhe von insgesamt 4 TEUR (Vorjahr: 5 TEUR). Diese wurden im Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit berücksichtigt. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beinhaltet einen Betrag in Höhe von 33 TEUR (Vorjahr: 42 TEUR) aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten. Aufgrund des starken positiven Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit und trotz der erhöhten Termingeldanlagen sind die liquiden Mittel im ersten Halbjahr 2025 auf einem komfortablen Betrag in Höhe von 1.639 TEUR (1.358 TEUR zum 31.12.2024) geblieben. Vermögenslage Die Summe der Vermögenswerte stieg im Stichtagsvergleich gegenüber dem 31.12.2024 um 24 Prozent, von 8.286 TEUR auf 10.238 TEUR. Ursächlich hierfür war vor allem die Erhöhung der sonstigen finanziellen kurzfristigen Vermögenswerte (6,3 Mio. EUR Festgeldanlage) und der liquiden Mittel. In den Aktiva erfolgte bei den langfristigen Vermögenswerten die Tilgung der Wertpapieranleihen (250 TEUR) und somit das Verschieben in kurzfristige Vermögenswerte. Die kurzfristigen Vermögenswerte sind um 2.189 TEUR gestiegen und betrugen am 30.6.2025 9.888 TEUR; diese Entwicklung ist hauptsächlich auf die starke Liquiditätslage zurückzuführen. Außerdem spielten die um 377 TEUR gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (von 848 TEUR zum 31.12.2024 auf 1.225 TEUR zum 30.6.2025) sowie die um 117 TEUR erhöhten aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eine Rolle. Diese Entwicklung entspricht für uns jedoch einem normalen saisonalen Geschäftsverlauf. Denn zu Beginn des Geschäftsjahres stellen wir den Großteil der Rechnungen für laufende Wartungsverträge aus und erhalten somit das meiste unserer Liquidität; diese reduziert sich dann im Laufe des Jahres langsam. In den Passiva gab es bei den langfristigen Schulden mit einer Erhöhung um 33 TEUR, resultierend aus der Veränderung eines Mietvertrags für die Büroräumlichkeiten, nur geringfügige Änderungen entsprechend den Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16. Die kurzfristigen Schulden sind um 1.947 TEUR im Vergleich zum Jahresende gestiegen. Verantwortlich hierfür war insbesondere die Erhöhung der Vertragsverbindlichkeiten (passive Rechnungsabgrenzungsposten) von 464 TEUR auf 2.248 TEUR; der Grund für diese Entwicklung ist wiederum die Saisonalität unseres Geschäfts: Am Jahresanfang werden die Support-Rechnungen für das gesamte Jahr gestellt. Das Eigenkapital ging zum 30.6.2025 gegenüber dem 31.12.2024 (6.608 TEUR) um rund 0,4 Prozent auf 6.581 TEUR zurück. Verantwortlich hierfür sind der Jahresfehlbetrag im ersten Halbjahr 2025 in Höhe von 14 TEUR und die negative Auswirkung des Wechselkurses EUR-NZD als Sonstige Eigenkapitalbestandteile (50 TEUR negativer Impakt auf das Eigenkapital für das erste Halbjahr 2025). Die Eigenkapitalquote lag zum 30.6.2025 bei 64,3 Prozent (30.6.2024: 64,9 Prozent). Die weiterhin hohe Eigenkapitalausstattung in Verbindung mit einer guten Liquiditätsausstattung bildet eine gesicherte Basis, um zukünftige Ertrags- und Wachstumsziele zu realisieren. 2.3 MitarbeitendeZum Ende des ersten Halbjahres 2025 beschäftigte REALTECH insgesamt 69 Mitarbeitende – ein leichter Anstieg im Vergleich zum 30.6. des Vorjahres (68 Mitarbeitende). Von diesen 69 Mitarbeitenden waren 46 in Deutschland angestellt (Vorjahr: 47). Die Zahl der Beschäftigten der REALTECH-Tochtergesellschaft in Neuseeland ist auf 23 gestiegen (Vorjahr: 21). Zusätzlich zu den genannten Mitarbeitenden greifen wir auch auf externe Ressourcen aus Rumänien zurück. Die dortigen Projekt-Kapazitäten werden flexibel nach Bedarf gemanagt. Dieses Instrument erlaubt es uns, Kapazitäten flexibel an die Markt- und Umsatzentwicklungen des Unternehmens anzupassen. 2.4 Chancen und RisikenEs wird auf Abschnitt 2.3 Prognose, Chancen- und Risikobericht als Bestandteil des Konzernlageberichts im Geschäftsbericht 2024 (Seite 26 ff.) verwiesen. Die im Geschäftsbericht 2024 beschriebenen Chancen und Risiken bleiben grundsätzlich relevant. Die konjunkturelle Lage ist derzeit von Unsicherheiten geprägt, sodass weitere Entwicklungen schwer einzuschätzen sind. Die Verunsicherung der Kunden, insbesondere des Mittelstands, und die damit verbundene Investitionszurückhaltung bleiben ein Risikofaktor, der unsere wirtschaftliche Lage noch einige Zeit prägen wird. 2.5 PrognoseDer Vorstand bekräftigt die im Geschäftsbericht 2024 auf den Seiten 32 bis 34 veröffentlichte Prognose für das Geschäftsjahr 2025. Die wirtschaftliche und geopolitische Lage hat sich nicht wesentlich geändert; die Unsicherheit bezüglich der US-amerikanischen Zollpolitik und der daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft hat jedoch zugenommen. Trotz dieser schwierigen Lage erweist sich unser Kundenstamm als stabil und resilient. Die Umsätze im SAP-Bereich haben sich im ersten Halbjahr 2025 positiv entwickelt; für das zweite Halbjahr erwarten wir die Fortführung dieser Entwicklung. Unsere Investitionspläne werden wir nach konkreten Geschäftsopportunitäten steuern und im Laufe des Jahres weiterhin verfolgen. Angesichts dieser Faktoren erwarten wir ein EBIT im Breakeven-Bereich, moderate Investitionen angenommen. Wir rechnen weiterhin mit einer Umsatzsteigerung resultierend aus der positiven Entwicklung der Umsätze im SAP-Bereich sowohl in Deutschland als auch in Neuseeland. Der gesamte Konzern-Umsatz wird sich im Geschäftsjahr 2025, wie im Geschäftsbericht 2024 prognostiziert, positiv entwickeln. Die Liquiditätsbasis des Konzerns wird auf einem sicheren und komfortablen Niveau bleiben. Die kurzfristige Verfügbarkeit liquider Mittel zur Deckung des jeweiligen Liquiditätsbedarfs wird im Geschäftsjahr 2025 sichergestellt sein. Soziale Maßnahmen, wie flexible Arbeitsmodelle, Weiterbildung und flache Hierarchien, fördern bei REALTECH sowohl die Mitarbeiterzufriedenheit als auch das effiziente Arbeiten. Ein leichter Anstieg der Beschäftigtenzahl soll stattfinden. Durch stringentes Kundenmanagement und professionelle Kundenbetreuung befindet sich REALTECH in einer soliden Position, um weitere Projekte zur Zufriedenheit unserer Kunden durchzuführen. Es wird erwartet, dass Kundenmanagement und -betreuung auf dem Niveau des Berichtsjahres gehalten werden kann. Marktentwicklung Bitkom erwartet trotz der unsicheren gesamtwirtschaftlichen Konjunktur ein Wachstum des IT-Marktes: Laut Prognose vom Juli wird der IT-Umsatz in Deutschland 2025 ein Plus von 5,7 Prozent erreichen. Für die IT-Dienstleistungsbranche ist mit einem Wachstum von ca. 3 Prozent ebenfalls eine positive Entwicklung zu erwarten. Auch die Ausgaben für Software sollen steigen. Die Investitionen der ITK-Branche bleiben 2025 insgesamt hoch.8 Weiter nennt Bitkom KI und Cloud als zunehmend dominante Wachstumsfaktoren im Software- und Service-Markt.9 Das Wachstum der Digitalwirtschaft wird von der Informationstechnik und hier insbesondere von Software getrieben. Das Softwaregeschäft soll auch aufgrund des positiven Einflusses von künstlicher Intelligenz und Cloud Computing stark wachsen (plus 9,5 Prozent auf 52,7 Milliarden Euro), das Geschäft mit KI-Plattformen sogar um 50 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro – bereits im Vorjahr war dieser Geschäftsbereich mit 41 Prozent von einem kräftigen Wachstum geprägt. Für REALTECH bedeutet dies, dass wir weiterhin aktiv Wachstums- und Innovationsimpulse setzen werden, um unsere Software optimal auf die Marktanforderungen abzustimmen. Darüber hinaus müssen wir unsere Alleinstellungsmerkmale klar herausarbeiten und uns selbstbewusst im Markt positionieren. Auch wenn der wirtschaftliche Erfolg noch auf sich warten lässt, befinden wir uns nach wie vor an einem Wendepunkt im Technologiemarkt. Der Fortschritt der künstlichen Intelligenz eröffnet uns neue, beispiellose Möglichkeiten, die wir entschlossen nutzen wollen.
8 https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland Marktangang und Positionierung Der REALTECH-Konzern positioniert sich als Anbieter maßgeschneiderter SAP-Softwarelösungen, die auf die spezifischen Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind. Das Unternehmen richtet sich an mittelständische und große Unternehmen, die ihre SAP-Geschäftsprozesse optimieren und die Systemverfügbarkeit maximieren möchten. Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz und Automatisierung beschleunigt REALTECH Prozesse, reduziert Fehleranfälligkeiten und steigert die Transparenz. Der Marktangang erfolgt hauptsächlich über digitale Kanäle und Partnerschaften, um neue Märkte zu erschließen und die Reichweite zu erweitern. Diese Strategie ermöglicht es REALTECH, flexibel auf dynamische Marktbedingungen zu reagieren und diese als Wettbewerbsvorteil zu nutzen. Ausblick 2025 Aufgrund der technologischen Entwicklungen, insbesondere im Bereich KI, werden wir weiterhin in unsere Produkte entsprechend investieren, um diese zu verbessern und unseren Kunden einen noch größeren Mehrwert zu bieten. Unser Fokus liegt dabei auf Kundennähe und Vertrauen. Die Nachfrage nach digitalen Lösungen, besonders für das SAP Application Lifecycle Management, bleibt hoch. Cloud- und hybride Szenarien sowie der Bedarf an KI-unterstützten Erweiterungen erfordern unsere Konzentration und Ressourcenbündelung. Mit solider Liquidität treiben wir diese Transformation voran und konzentrieren uns auf SAP-Kunden, um die Chancen zu nutzen, die sich durch die steigende Nachfrage in diesem Umfeld ergeben. Die strategische Neuausrichtung des Unternehmens durch den verstärkten Fokus auf SAP Application Lifecycle Management bedeutet eine Rückbesinnung auf die tief verwurzelte DNA der REALTECH AG. Die dafür notwendigen Ressourcen haben wir in unserer Planung für 2025 berücksichtigt. Aufgrund unserer starken Liquiditätsbasis sind wir bereit, verschiedene Investitionsmaßnahmen zu ergreifen, um eine neue erfolgreiche Gestaltung unseres Geschäftsmodells zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang haben wir Maßnahmen für Neueinstellungen, Neuqualifizierungen, Weiterbildungsmaßnahmen und Neupositionierungen am Markt geplant. Als Folge dieser Maßnahmen müssen wir in Kauf nehmen, dass unser Konzern-EBIT 2025 sinken wird. Für die Tochtergesellschaft rechnen wir jedoch mit einem leichten Anstieg des EBIT. Damit opfern wir die kurzfristige Profitabilität, um eine mittel- und langfristig robuste Entwicklung des Unternehmens zu sichern. Für das Geschäftsjahr 2025 erwarten wir eine Fortsetzung der positiven Entwicklung der SAP-Geschäftsbereiche, sowohl bei der Landesgesellschaft als auch bei der Tochtergesellschaft: Nach dem starken Umsatzanstieg bei unserer Tochtergesellschaft in 2023 (ca. 19 Prozent Anstieg nach Bereinigung der Wechselkurseinwirkung im Vergleich zum Vorjahr) erwarten wir ein leichtes Wachstum der Umsatzerlöse in Neuseeland. Ebenso rechnen wir für Deutschland mit einer leichten Umsatzsteigerung. Der gesamte Konzern-Umsatz wird im Geschäftsjahr 2025 damit leicht steigen. Soziale Maßnahmen, wie flexible Arbeitsmodelle, Weiterbildung und flache Hierarchien, fördern bei REALTECH sowohl die Mitarbeiterzufriedenheit als auch das effiziente Arbeiten. Ein leichter Anstieg der Beschäftigtenzahl wird prognostiziert. Trotz der makroökonomischen und geopolitischen Unsicherheiten erwartet der Vorstand eine positive Entwicklung der IT-Branche. Die neuen Trends im Markt bieten vielversprechende Wachstumspotenziale. Dank unserer Positionierung am Markt und unseres wettbewerbsfähigen Geschäftsmodells streben wir mittel- und langfristig eine positive Entwicklung an.
Leimen, 22. August 2025 REALTECH AG Der Vorstand 3. Konzern-Halbjahresabschluss3.1 Konzern-Bilanz
3.2 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
* Hierauf entfallen keine latenten Steuern. 3.3 Konzern-Kapitalflussrechnung
3.4 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
3.5 SegmentinformationenSegmentinformationen erstes Halbjahr 2025
Segmentinformationen erstes Halbjahr 2024
3.6 Konzern-AnhangGrundlagen und Methoden Die REALTECH AG, Leimen, ist eine in Deutschland ansässige, börsennotierte Aktiengesellschaft mit Geschäftsanschrift in der Paul-Ehrlich-Straße 1, 69181 Leimen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim eingetragen (HRB 351488). Der Konzern-Halbjahresabschluss der REALTECH AG zum 30.6.2025 umfasst die REALTECH AG und ihr neuseeländisches Tochterunternehmen (gemeinsam als „REALTECH-Konzern“ bzw. „Konzern“ bezeichnet). Die REALTECH AG erstellt den Konzernabschluss gemäß § 315e HGB auf Basis der vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind. Entsprechend wurde auch der Zwischenbericht zum 30.6.2025 gemäß IFRS erstellt. Die IFRS wurden bei der Erstellung des Konzern-Halbjahresabschlusses vollständig beachtet. Der Konzern-Halbjahresabschluss der REALTECH AG wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) erstellt. Im Einklang mit IAS 34 ist die Darstellung im vorliegenden Zwischenbericht gegenüber dem Geschäftsbericht zum Jahresende deutlich verkürzt. Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses und der Ermittlung der Vergleichszahlen für das Vorjahr wurden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs-, Konsolidierungs- und Bewertungsmethoden wie im Konzernabschluss zum 31.12.2024 angewandt. Eine detaillierte Beschreibung dieser Methoden ist im Anhang des Geschäftsberichts 2024 im Einzelnen veröffentlicht. Allgemeine Darstellung Der vorliegende Konzernabschluss wurde in Euro (EUR) erstellt, was sowohl der funktionalen Währung als auch der Darstellungswährung des Mutterunternehmens des REALTECH-Konzerns entspricht. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 wurde erstmalig nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Diese Aufstellung entspricht einer Bruttodarstellung der Ergebnisquellen nach Aufwands- bzw. Ertragsarten. Durch diese Änderung denken wir, den Lesern unserer Jahresabschlüsse aussagekräftigere Informationen zu liefern. Soweit Angaben im Konzernanhang in TEUR angegeben sind, wurden die Beträge jeweils kaufmännisch gerundet. Es wird darauf hingewiesen, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben Differenzen auftreten können. Unsere Geschäftstätigkeit unterliegt dem Einfluss bestimmter saisonaler Schwankungen. In der Vergangenheit waren die Umsatzerlöse in den letzten Jahresquartalen tendenziell am höchsten. Daher können die Zwischenergebnisse nur eingeschränkt als Indikator für die Ergebnisse des gesamten Geschäftsjahres herangezogen werden. Dieser Halbjahresbericht wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Im Rahmen der Aktualisierung der Annahmen und Schätzungen des Managements wurden alle verfügbaren Informationen zu den erwarteten wirtschaftlichen Entwicklungen und staatlichen Maßnahmen einbezogen. Diese Informationen wurden auch in die fortlaufende Prüfung der Werthaltigkeit und Einbringlichkeit von Vermögenswerten und Forderungen einbezogen. Weitere künftig mögliche Auswirkungen auf die Bewertung einzelner Vermögenswerte und Schulden werden fortlaufend analysiert. Die zugrunde liegenden Schätzungen und Annahmen basieren auf dem Stand des vorhandenen Wissens und der bekannten Informationen zum 30.6.2025 und darüber hinaus. Sicherstellung der Finanzierung durch Finanzmittelbestand Die Liquiditätssteuerung hatte bisher und wird auch zukünftig für REALTECH einen sehr hohen Stellenwert behalten. Wir bemühen uns, dafür Sorge zu tragen, dass die geplante positive Entwicklung unseres Liquiditätssaldos mittel- und auch langfristig gedeckt ist. Auf Basis unserer unter Berücksichtigung unterschiedlicher Szenarien vorgenommenen Liquiditätsplanung ist unsere Geschäftstätigkeit mit der vorhandenen Liquiditätsausstattung gewährleistet. Konsolidierungskreis Der Konsolidierungskreis der REALTECH AG, Leimen, enthält eine Tochtergesellschaft, an der die Muttergesellschaft die Mehrheit der Stimmrechte hält: REALTECH Ltd., Auckland, Neuseeland: 100 Prozent Veränderungen des Konsolidierungskreises erfolgten weder während der Berichtsperiode noch im Vorjahr. Anteilsbesitzliste
Ergebnis je Aktie Das Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33 aus dem Konzern-Ergebnis nach Steuern und der Anzahl der im Jahresdurchschnitt im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt:
Es bestand eine Ermächtigung durch die Hauptversammlung, das gezeichnete Kapital bis zum 14.7.2025 durch Ausgabe neuer, auf den Inhabenden lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 2.692.826,00 EUR zu erhöhen. In der Hauptversammlung vom 13.5.2025 wurde der Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals nicht zugestimmt. In der Hauptversammlung vom 15.7.2020 wurde der Schaffung eines Bedingten Kapitals zugestimmt. Dieses Bedingte Kapital dient ausschließlich der Bedienung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands. Bei Ausgabe von Bezugsrechten an den Vorstand ist eine entsprechende Verwässerung des Ergebnisses je Aktie grundsätzlich möglich. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 345.000 Aktienoptionen im Rahmen des Long-Term-Incentive-Programms an die Vorstandsmitglieder ausgegeben. Da der Ausübungspreis jeder Tranche über dem aktuellen Börsenkurs liegt, führen diese zurzeit zu keinem Verwässerungseffekt. Mit der Ausgabe der Aktienoption 2022 sind alle Aktienoptionen aus dem Beschluss der Hauptversammlung vom 15.7.2020 ausgegeben – somit ist eine entsprechende Verwässerung des Ergebnisses je Aktie möglich. In der Hauptversammlung vom 13.5.2025 wurde der Schaffung eines Bedingten Kapitals zugestimmt. Dieses Bedingte Kapital dient ausschließlich der Bedienung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmende der Gesellschaft (Aktienoptionsplan 2025). Das Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33 aus dem Ergebnis nach Steuern und der Anzahl der im Jahresdurchschnitt im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Aus den im Berichtszeitraum platzierten Aktienoptionen haben sich noch keine Auswirkungen auf das Ergebnis je Aktie ergeben, da der Ausübungspreis im Berichtszeitraum über dem durchschnittlichen Aktienkurs der Aktien lag. Somit entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis je Aktie. Es wurden keine Dividenden im Geschäftsjahr ausgeschüttet. Für das laufende Geschäftsjahr sind ebenfalls keine Dividendenauszahlungen geplant. Segmentinformationen Die Segmentberichterstattung erfolgt im Einklang mit IFRS 8 nach dem „Management Approach“ und orientiert sich an der internen Organisations- und Managementstruktur unter Einbezug des internen Berichtswesens an den Vorstand der REALTECH AG. Der REALTECH-Konzern betreibt Geschäftstätigkeiten, mit denen Erträge erwirtschaftet werden und bei denen Aufwendungen anfallen können, deren EBIT regelmäßig vom Vorstand der REALTECH AG im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen und die Bewertung der Ertragskraft überprüft wird und für die relevante Finanzinformationen vorliegen. Vor diesem Hintergrund berichtet der REALTECH-Konzern über die Segmente nach einer geographischen Abgrenzung. Dabei umfasst das Segment Deutschland die REALTECH AG und das Segment Asia-Pacific die REALTECH Ltd. in Neuseeland. Relevant für die Zuordnung der Segmentumsatzerlöse ist die Ursprungsregion der Umsatzgenerierung, nicht die Zielregion der Umsatzrealisierung. Insbesondere das Segment Deutschland realisiert auch Umsätze mit Kunden, die nicht in Deutschland ansässig sind. Innerhalb der einzelnen Segmente werden dieselben Rechnungslegungsgrundsätze wie auf Ebene des Gesamtkonzerns angewendet. Die Leistungen der Segmente werden im Wesentlichen anhand des Umsatzes und des EBIT beurteilt. Die Zuordnung der Umsatzerlöse gegenüber Dritten erfolgt nach dem Sitz der verkaufenden Unternehmenseinheit. Die in der Segmentberichterstattung ausgewiesenen Umsatzerlöse bestehen gegenüber externen Kunden. Geschäftsentwicklung Aufgrund der guten Umsätze im SAP-Bereich sowie der Stabilität mit leicht positivem Trend im ITSM-Bereich sind die Umsatzerlöse des Konzerns im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Halbjahr des Vorjahres um 6 Prozent auf 5.450 TEUR gestiegen (erstes Halbjahr 2024: 5.142 TEUR). Die positive Entwicklung des SAP-Bereichs betrifft sowohl die Tochtergesellschaft in Neuseeland als auch die AG: Neuseeland konnte im ersten Halbjahr 2025 gegenüber der Vorjahreshalbzeit einen Umsatzanstieg von 196 TEUR erzielen, die AG einen Umsatzanstieg von 113 TEUR. In Deutschland verbesserten sich die Umsätze im 6-Monatszeitraum um 4 Prozent, von 3.146 TEUR auf 3.259 TEUR. Der Inlandsanteil am Konzernumsatz lag damit bei 60 Prozent (Vorjahr: 61 Prozent). In Asia-Pacific (Neuseeland) stieg der Umsatz um 10 Prozent, von 1.995 TEUR auf 2.191 TEUR. Das Segment trug 40 Prozent (Vorjahr: 39 Prozent) zum Konzernumsatz bei. Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 30.6.2025 Nach Ende des Berichtszeitraums sind keine besonderen Ereignisse eingetreten, welche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben könnten. Schwebende Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind nicht an Gerichtsverfahren, Rechtsstreitigkeiten oder Schadenersatzanspruchsverfahren beteiligt, welche wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten.
Leimen, 22. August 2025 REALTECH AG Der Vorstand 4. Weitere Informationen4.1 Versicherung des gesetzlichen VertretersWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Leimen, 22. August 2025 REALTECH AG Der Vorstand 4.2 AdressenDEUTSCHLAND REALTECH AG Paul-Ehrlich-Straße 1 Tel.: +49.6224.9871.100
NEUSEELAND REALTECH Ltd. Level 4 Tel.: +64.9.308.0900 4.3 Finanzkalender
4.4 Kontakt und ImpressumHaben Sie Fragen oder wünschen weitere Informationen? Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung:
REALTECH AG Paul-Ehrlich-Str. 1
Investor Relations E-Mail: investors@realtech.com
Den Geschäftsbericht 2024 und den Halbjahresbericht 2025 sowie weitere Finanzberichte
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