RheinLand Holding Aktiengesellschaft

Neuss

Konzernabschluss und Jahresabschluss 2017

Konzerngeschäftsbericht und Geschäftsbericht über das Jahr 2017

RheinLand - auf einen Blick

RheinLand Konzern 2017 2016
Beitragseinnahmen brutto in Mio. € 503,0 478,3
Aufwendungen für Versicherungsfälle f.e.R. in Mio. € 210,9 213,4
Konzernjahresüberschuss in Mio. € 13,7 16,4
Kapitalanlagen in Mio. € 1.526,8 1.497,4
Konzerneigenkapital in Mio. € 188,9 179,3
Arbeitnehmer Anzahl 820 827
Vertreter im Inland Anzahl 3.472 3.800
RheinLand Holding AG 2017 2016
Erträge brutto in Mio. € 24,8 30,4
Jahresüberschuss in Mio. € 16,4 18,4
Kapitalanlagen in Mio. € 162,2 167,8
Eigenkapital in Mio. € 151,6 140,2
gezeichnetes Kapital in Mio. € 9,8 9,8
Rücklagen in Mio. € 133,5 121,2
Nachrangige Verbindlichkeiten in Mio. € 0,0 5,0
Dividende 1,30 1,30
je Stückaktie 1,00 1,00
zusätzlicher Bonus 0,30 0,30

Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.

Aufsichtsrat

Anton Werhahn

Kaufmann

Neuss

Vorsitzender

Wilhelm Ferdinand Thywissen

Kaufmann

Generalbevollmächtigter der C. Thywissen GmbH

Neuss

stellv. Vorsitzender

Dr. rer. pol. h. c. Klaus G. Adam

Wirtschaftsprüfer

Mainz

(bis 6. Juli 2017)

Dr. Ludwig Baum

Kaufmann

Geschäftsführer der Effektenverwaltung Cornel Werhahn GbR

München

Jutta Stöcker

Diplom-Kauffrau

Bornheim

(ab 7. Juli 2017)

Andreas Daners

Versicherungsfachwirt

Betriebsrat der RheinLand Versicherungs AG

Jüchen

Jürgen Stark

Wirtschaftsinformatiker

Betriebsrat der RheinLand Versicherungs AG

Brühl

Vorstand

Christoph Buchbender

Versicherungsfachwirt

Neuss

Dr. Lothar Horbach

Ausgebildeter Wirtschaftsprüfer und Steuerberater

Köln

Udo Klanten

Bankkaufmann

Diplom-Kaufmann

Bonn

Andreas Schwarz

Volljurist

Neuss

(ab 1. Januar 2018)

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat sich 2017 in sechs Sitzungen auf Basis schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands eingehend über die Lage und Entwicklung des Unternehmens, den Geschäftsverlauf und über grundlegende Fragen der Geschäftspolitik informiert. Dabei wurden die strategische Ausrichtung der Gesellschaft und der Gruppe, die Maßnahmenplanung für 2017 und 2018 sowie alle wesentlichen geschäftlichen Ergebnisse und Vorhaben mit dem Vorstand beraten. Nach Gesetz und Satzung zustimmungspflichtige Geschäfte sind mit dem Vorstand ausführlich erörtert worden.

Wesentliche strategische Vorhaben bei den operativen Tochtergesellschaften wie die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells, neue vertriebliche Kooperationen und die Strategien und Konzepte der Ausschließlichkeitsorganisation, des Maklervertriebs sowie der Bancassurance sind mit dem Vorstand intensiv erörtert worden. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat über das Erreichen der Ziele für das laufende Geschäftsjahr und über die Mittelfristplanung informiert. Im Mittelpunkt der Beratungen standen des Weiteren: die Kapitalausstattung der Tochtergesellschaften, die Sicherung der Risikotragfähigkeit, die Sicherstellung ausreichender Liquidität, Maßnahmen zur Kostensenkung, das Rating durch ASSEKURATA sowie gemeinsam mit der Arbeitsgruppe "Leben" die Umsetzung von Lösungsmöglichkeiten als Antwort auf das Niedrigzinsszenario und dessen Auswirkungen auf die Risikotragfähigkeit des Lebensversicherungsgeschäfts der Gruppe.

Der Aufsichtsrat hat sich von der Anwendung des vorhandenen Risikomanagementsystems überzeugt und diesem Steuerungs- und Überwachungssystem besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich über die Risikolage der RheinLand Versicherungsgruppe. Die Risikoberichterstattung wurde in den Aufsichtsratssitzungen behandelt. Des Weiteren wurden die Prüfungsergebnisse der Internen Revision erörtert. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat jeweils einmal unmittelbar in Sitzungen von den Inhabern der Funktionen Risikomanagement, Revision, Compliance sowie vom Verantwortlichen Aktuar berichten lassen. Ferner wurde der Aufsichtsrat von den jeweils Verantwortlichen zu den Themen Datenschutz und IT-Sicherheit informiert.

Auch außerhalb der Sitzungen des Aufsichtsrats hat der Aufsichtsratsvorsitzende in Einzelgesprächen Fragen der geschäftspolitischen Ausrichtung, der strategischen Ziele und der Organisation sowie Einzelvorgänge besprochen.

Für das Geschäftsjahr 2017 wurde im Zuge einer gesetzlichen Rotationspflicht der Rhion Versicherung AG für die RheinLand Holding AG und ihre übrigen Tochtergesellschaften beschlossen, ebenfalls den Abschlussprüfer zu wechseln. Nach einem entsprechenden Ausschreibungsverfahren wurde darauf basierend die Firma PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, von der Hauptversammlung am 6. Juli 2017 zum neuen Abschlussprüfer bestellt.

Zur Unterstützung und Entlastung des Aufsichtsrats besteht ein Personalausschuss. Hier werden die entsprechenden Themen vorbereitet und dem Aufsichtsratsplenum Vorschläge zur Diskussion und Beschlussfassung unterbreitet.

Der Aufsichtsrat ist nach Diskussion zu dem Ergebnis gekommen, dass eine erneute schriftliche Selbstevaluation nicht erforderlich ist. Art und Umfang der mündlichen und schriftlichen Informationen sind ausreichend und die Möglichkeit der intensiven Vorbereitung und der jederzeitigen Frage- und Diskussionsmöglichkeit waren und sind gegeben.

Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften wurden der Jahresabschluss und der Lagebericht 2017 sowie der Konzernabschluss einschließlich Konzernlagebericht 2017 vom bestellten Abschlussprüfer, der PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Bei der Beratung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichts und des Konzernabschlusses sowie des Konzernlageberichts war der Abschlussprüfer anwesend. Er hat über die Durchführung der Prüfung berichtet und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt er keine Einwendungen und billigt den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 der RheinLand Holding AG. Der vorgelegte Jahresabschluss 2017 ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns an.

Der vom Vorstand aufgestellte Konzernjahresabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017 sowie der Wirtschaftsprüfungsbericht sind vom Aufsichtsrat ebenfalls geprüft worden. Der Aufsichtsrat billigt den Konzernabschluss. Zudem ist ein gesonderter nichtfinanzieller Konzernbericht im Rahmen der Vorgaben des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes erstellt worden. Die RheinLand Holding AG gilt zum Zwecke der Konzernberichterstattung als Versicherungsunternehmen und erfüllt die für die nichtfinanzielle Berichterstattung geltenden Größenanforderungen. Daher ist der nichtfinanzielle Konzernbericht durch die RheinLand Holding AG aufzustellen und entsprechend befreiend für die RheinLand Versicherungs AG. Der Aufsichtsrat hat diesen Bericht ebenfalls entsprechend der gesetzlichen Vorgaben überprüft.

Mit Ablauf der Hauptversammlung am 6. Juli 2017 ist Herr Dr. Klaus G. Adam auf eigenen Wunsch aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Adam - auch im Namen der Aktionäre und Mitarbeiter - für die langjährige und erfolgreiche Tätigkeit als Vorsitzender und Mitglied des Gremiums. Frau Jutta Stöcker, Bornheim, wurde in der Hauptversammlung am 6. Juli 2017 als Nachfolgerin von Herrn Dr. Adam in den Aufsichtsrat gewählt.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurden Herr Andreas Schwarz als weiteres Mitglied in den Vorstand der RheinLand Holding AG sowie in den Vorstand der Rhion Versicherung AG und Herr Lutz Bittermann als weiteres Mitglied in den Vorstand der Credit Life AG berufen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der RheinLand Versicherungsgruppe für ihren tatkräftigen und engagierten Einsatz im Berichtsjahr.

 

Neuss, 14. Mai 2018

Der Aufsichtsrat

Anton Werhahn, Vorsitzender

Konzernlagebericht

Unternehmensgrundsätze

Der Erfolg der RheinLand Versicherungsgruppe basiert auf überzeugenden Produkten, umfassenden Dienstleistungen und klaren Leitlinien, die unser Handeln bestimmen. Ein korrektes und verantwortungsbewusstes Miteinander ist für uns selbstverständlich und prägt unser Auftreten gegenüber Kooperationspartnern, Kunden und der Öffentlichkeit. Wir wissen um die herausragende Bedeutung von Zuverlässigkeit und Vertrauen, ohne die in der Versicherungsbranche kein zukunftsfähiges Geschäft möglich ist.

Die gute Reputation ist daher eines unserer wichtigsten Assets. Alle Mitarbeiter sind aufgefordert, aktiv dazu beizutragen. Orientierung bietet unser Verhaltenskodex, in dem wir unsere Erwartungen konzernweit festgelegt und ausformuliert haben.

Unsere Wertegrundsätze, die wir gemeinsam mit unseren Mitarbeitern entwickelt haben, legen den Grundstein für das Zusammenwirken am Arbeitsplatz. Wir streben nach einer guten Balance zwischen Fördern und Fordern, Geben und Nehmen, um eine hohe Zufriedenheit und Motivation bei der täglichen Arbeit sicherzustellen. Respekt, Ehrlichkeit, Redlichkeit und Loyalität sind für uns verbindliche Tugenden. Wir sind stolz auf die langjährige Treue vieler Mitarbeiter und schätzen ihre Kompetenz und Erfahrung. Zugleich bieten wir einer großen Zahl junger Menschen die Möglichkeit, bei uns eine Ausbildung zu absolvieren und ins Berufsleben zu starten.

Unsere Mitarbeiter stammen aus vielen Nationen. In unserem Unternehmen entwickeln sie einen Zusammenhalt, der sich in großer Einsatzbereitschaft und Spaß am gemeinsamen Erfolg ausdrückt. Wir fördern die individuellen Stärken und Fähigkeiten und ermutigen zu Kreativität. Dadurch heben wir Potenziale, die uns im Wettbewerb von Vorteil sind.

Ausgeprägter Teamgeist, Engagement und Leistungsstärke sind ohne körperlich-geistiges Wohlbefinden nicht möglich. Unser betriebliches Gesundheitsmanagement, Aktionstage und Sportangebote leisten hierfür einen wichtigen Beitrag. Wir geben unseren Mitarbeitern Rückhalt und stellen uns unserer sozialen Verantwortung. Unseren Mitarbeitern stehen wir deshalb auch in schwierigen Situationen zur Seite.

Die hohe Identifikation unserer Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen spiegelt sich in der bemerkenswerten Kontinuität in Vorstand und Aufsichtsrat sowie auf allen Führungsebenen wider. Transparente Strukturen, das Bekenntnis der Eigentümer zum Unternehmen, die enge Bindung an den Standort Neuss sowie tragfähige Geschäftsbeziehungen machen uns zu einem verlässlichen Arbeitgeber. Unser Ziel ist es, auf dieser Grundlage durch Fortschritt und Wachstum die Entwicklung der RheinLand Versicherungsgruppe vorausblickend und nachhaltig voranzutreiben.

Die Konzernstruktur

RheinLand Holding AG

An der Spitze des Konzerns steht die RheinLand Holding AG, die alle Aktivitäten steuert und die Konzernstrategie vorgibt, selbst aber nicht operativ tätig ist. Unter dem Dach der Holding sind vier Gesellschaften als Risikoträger angesiedelt, die zusammen die RheinLand Versicherungsgruppe bilden. Die RheinLand-Gruppe besitzt unter den deutschen Versicherungskonzernen ein unverwechselbares Profil: Bis heute ist sie in mehrheitlichem Besitz der Nachkommen jener Familien, die im Jahre 1880 den Grundstein legten.

RheinLand Versicherungs AG

RheinLand Lebensversicherung AG

Die historischen Wurzeln der RheinLand Versicherungs AG reichen bis ins Gründungsjahr 1880 zurück, als die Feuerversicherungs-Gesellschaft Rheinland Aktiengesellschaft ihren Betrieb aufnahm. Die RheinLand Versicherungs AG ist im Wesentlichen Risikoträger für Sach-, Haftpflicht-, Unfall- und Kraftfahrtversicherungen für den Eigenen Außendienst sowie für Kompositbestandteile der Bancassurance. Die RheinLand Versicherungs AG unterhält Niederlassungen in Amsterdam und Mailand. Die RheinLand Lebensversicherung AG ist im Wesentlichen Risikoträger für das klassische Lebensversicherungsgeschäft für den Eigenen Außendienst. Sitz der Gesellschaften ist Neuss.

Rhion Versicherung AG

Die Rhion Versicherung AG ist der Maklerversicherer innerhalb des Konzernverbunds der RheinLand-Gruppe. Die Gesellschaft mit Sitz in Neuss ist Risikoträger für den Maklervertrieb (ohne Lebensversicherungsgeschäft).

Credit Life AG

Die Credit Life AG ist Risikoträger im Wesentlichen für Bancassurance sowie für den Eigenen Außendienst im Bereich Risikolebensversicherung. Sitz der Gesellschaft ist Neuss. Die Credit Life AG unterhält Niederlassungen in Amsterdam und Mailand.

Unser Geschäftsmodell

Unser Geschäftsmodell basiert auf drei Marken und drei Vertriebswegen: RheinLand Versicherungen für den Eigenen Außendienst, Rhion Versicherungen für den Maklervertrieb und Credit Life International für die Bancassurance. Alle Vertriebe erreichen in ihren Märkten mit unterschiedlichen Produktportfolios ihre jeweiligen Zielgruppen.

Bancassurance

Über den international aufgestellten Vertriebsweg Bancassurance bieten wir individuell konzipierte Produkte insbesondere in den Bereichen Restkredit- und Risikolebensversicherungen sowie Versicherungen für Automotive an. Vertriebspartner sind namhafte Unternehmen aus der Finanz- und Versicherungsbranche sowie Makler, Hersteller und Handel. Der Vertriebsweg Bancassurance verbindet sich mit dem Markennamen Credit Life International.

Maklervertrieb

Das mit Maklern und freien Vermittlern unter dem Markennamen Rhion Versicherungen betriebene Geschäft konzentriert sich auf Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherungen für Privat- und Gewerbekunden. Rhion hat mehr als 3.000 Kooperationspartner angebunden. Die anerkannt hohe Vertriebskompetenz der Maklerbetreuer, ausgefeilte technische Lösungen und die damit verbundene weitreichende Entlastung von administrativen Tätigkeiten sowie das dynamische Courtagemodell machen Rhion zu einem wachstumsstarken Anbieter.

Eigener Außendienst

Herzstück und Keimzelle der RheinLand Versicherungsgruppe ist der professionell aufgestellte Eigene Außendienst, der unter dem Markennamen RheinLand Versicherungen mit Bezirksdirektionen und Geschäftsstellen in vielen Ballungsräumen vertreten ist. Deutschlandweit geben rund 280 Generalagenten und Kundenberater unserem Außendienst ein Gesicht. Sie sind spezialisiert auf das Sach- und Lebensversicherungsgeschäft. Zielgruppe sind neben Privatkunden auch Gewerbekunden bis zu mittlerer Betriebsgröße.

Wirtschaftsbericht

Wirtschaftslage

Die Weltwirtschaft wuchs in den vergangenen fünf Jahren mit Zuwachsraten von durchschnittlich über 3,0 % jährlich. Das Jahr 2017 markierte dabei mit einem Plus von 3,7 % ein neues vorläufiges Hoch. Die Wirtschaft im Euro-Raum und in den USA (+ 2,4 bzw. + 2,3 %) entwickelte sich robust. Die stärksten Wachstumstreiber waren Asien (+ 6,5 %) und dort insbesondere China (+ 6,8 %) sowie die Schwellen- und Entwicklungsländer (+ 4,7 %).

Die deutsche Wirtschaft profitierte mit ihren vielen stark auf den Export ausgerichteten Unternehmen von diesem freundlichen Weltwirtschaftsklima. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,2 % lag im europäischen Durchschnitt. Die Produktionskapazitäten der Unternehmen waren sehr gut ausgelastet. Besonders in der Bauwirtschaft und in der Industrie waren die Auftragsbücher voller als im langjährigen Durchschnitt. Ein starker Impulsgeber blieb 2017 der Konsum. Sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben legten in allen vier Quartalen gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal zwischen 3 und 4 % zu.

Die Wachstumsimpulse belebten im vergangenen Jahr auch den Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit sank, Einkommen und Steuereinnahmen stiegen. Im Dezember 2017 waren bundesweit rund 44,7 Mio. Menschen erwerbstätig, 1,5 % mehr als ein Jahr zuvor. Aus Sicht der Unternehmen war der Arbeitsmarkt zunehmend angespannt; vielen Betrieben fiel es schwer, Fachkräfte zu finden. Die Zahl der offenen Stellen stieg allein bei der Bundesagentur für Arbeit im Vergleich zum Vorjahr um 11,5 % auf über 730.000 im Jahresdurchschnitt. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,7 % und damit auf ein neues Rekordtief.

Im Jahr 2017 wurde zudem erneut mehr investiert als im Jahr 2016. Die Bruttoinvestitionen legten in allen vier Quartalen im Vergleich zum Vorjahr zu. Zwar stiegen die Importe zuletzt schneller als die Exporte, unter dem Strich blieb Deutschland aber mit Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen im Wert von mehr als einer Billion € Exportweltmeister. Die Exporte übertrafen die Importe um rund 245 Mrd. €.

Im Verlauf des Jahres 2017 war ein spürbarer Anstieg der Inflation zu verzeichnen. Die Rate stieg in Deutschland um 1,8 % im Vergleich zu 2016 und lag damit nur noch knapp unter der Zielmarke von 2 %, die die Europäische Zentralbank für den gesamten Euroraum anstrebt.

Finanzmärkte

Der Aufwärtstrend an den internationalen Finanzmärkten blieb über das komplette Jahr hinweg intakt. Während die Anleihemärkte durch die vorsichtigen Zinsanhebungen der US-Notenbank und die nach wie vor expansive Geldpolitik der EZB allmählich in Bewegung gerieten, zeichnete sich der Aktienmarkt durch einen ungewöhnlich stabilen Aufwärtstrend aus. So stieg der MSCI World Index im Verlauf des Jahres ohne große Turbulenzen um 19,65 %. Der deutsche Leitindex DAX entwickelte sich zwischenzeitlich zwar etwas volatiler als der MSCI World Index, notierte am Ende des Jahres aber immer noch bei fast 12.900 Punkten. Unter dem Strich stand ein Jahresplus von 13,05 %.

Während die US-amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) vorsichtig eine Zinswende eingeleitet hat, verharrte der Hauptfinanzierungszinssatz in der Eurozone auf der Nulllinie. Einlagen bei der EZB wurden sogar negativ verzinst. Zudem verfolgte die Europäische Zentralbank verschiedene Ankaufprogramme von Schuldverschreibungen und Anleihen. Das führte dazu, dass der Markt für Zinspapiere insbesondere in Europa hoch bewertet, weniger liquide und damit für Investoren nicht besonders attraktiv war.

Die Immobilienpreise in Deutschland sind auch 2017 kräftig gestiegen. Im Jahresvergleich verteuerten sich z. B. Eigentumswohnungen um 7,7 %. Je nach Region fielen die Steigerungsraten dabei unterschiedlich aus. Ungeachtet dessen war der Wohnimmobilienmarkt von einem hohen Nachfrageüberhang gekennzeichnet. Gründe waren unter anderem die günstigen Einkommensperspektiven der privaten Haushalte, die niedrigen Finanzierungskosten sowie der hohe Anlagedruck bei Investoren. Impulse kamen zudem von der arbeitsmarktorientierten Zuwanderung sowie der seit einigen Jahren zunehmenden Bevölkerungskonzentration in den Ballungsräumen.

Entwicklung des Versicherungsmarktes im Jahr 2017

Die deutsche Versicherungswirtschaft profitierte vom allgemeinen Konjunkturhoch. Die Beitragseinnahmen stiegen 2017 über alle Sparten hinweg um 1,7 % auf 197,7 Mrd. €. Bei Schaden- und Unfallversicherungen registrierte die Branche ein Beitragsplus von 2,9 % auf 68,3 Mrd. €. Das Geschäft mit Lebensversicherungen verlief annähernd stabil (-0,1 %), wobei insbesondere Produkte mit neuen Garantiekonzepten zulegten. Als Wachstumssegment erwies sich zudem die Betriebliche Altersversorgung. Das Beitragsvolumen von 19,4 Mrd. € macht mittlerweile einen Anteil von 21,3 % an den gesamten Beitragseinnahmen im Bereich Leben aus. Im Jahr 2000 waren es noch 12,7 %. Als große Herausforderung erwies sich abermals das Niedrigzinsumfeld, das die Renditen der Anlageprodukte unter Druck hielt.

Das Jahr 2017 war gekennzeichnet durch einige Naturkatastrophen, die große Schäden anrichteten. Nach Berechnungen des Rückversicherers Münchener Rück haben Hurrikans und andere Ereignisse weltweit Schäden in Höhe von 330 Mrd. $ verursacht, von denen 135 Mrd. $ versichert waren. In Deutschland entstanden vor allem durch Stürme, Hagel und Starkregen hohe Sachschäden an Häusern, Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben in Höhe von 2 Mrd. €. Rund 40 % der Hausbesitzer in Deutschland haben sich gegen Schäden durch Naturgefahren versichert. Das sind rund drei Prozentpunkte mehr als 2016 und mehr als doppelt so viele versicherte Häuser wie vor 15 Jahren.

Auch im vergangenen Jahr befassten sich die Versicherungsunternehmen intensiv mit dem Aufsichtssystem Solvency II, das zur Stabilität der europäischen Versicherungswirtschaft beitragen soll. Nach Angaben des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) haben sich sowohl die Lebensversicherer als auch die Schaden- und Unfallversicherer ausreichend kapitalisiert und überschreiten das aufsichtsrechtliche Mindestmaß deutlich.

Eines der wichtigsten Themen für die Branche war und bleibt die Digitalisierung. Immer mehr Routinetätigkeiten laufen automatisiert. In der Lebensversicherung werden nach Angaben des GDV bereits 8,7 % aller Anfragen digital bearbeitet, in der Schaden- und Unfallbearbeitung sind es sogar 15,7 %. Im Neukundengeschäft wächst der Anteil der Online-Abschlüsse spürbar. Gleichzeitig eröffnet die Digitalisierung den Versicherern neue Geschäftsfelder, sowohl im Geschäft mit Privat- als auch mit Firmenkunden. So nimmt etwa die Nachfrage nach Cyberversicherungen deutlich zu.

Rechtliche Rahmenbedingungen und Compliance

Für die Versicherungswirtschaft gab es im Geschäftsjahr 2017 einige gesetzliche Änderungen, wesentliche höchstrichterliche Entscheidungen sowie wichtige Verlautbarungen der BaFin. Dazu gehören:

die finale Fassung der Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation von Versicherungsunternehmen ("MaGo") durch die BaFin vom 25. Januar 2017

das Gesetz zur Umsetzung der CSR-Richtlinie (Corporate Social Responsibility) vom 10. März 2017

das Außerkrafttreten der Gruppenfreistellungsverordnung für das Versicherungswesen ("GVO") am 31. März 2017

das Gesetz zur Umsetzung der Vierten Geldwäscherichtlinie vom 23. Juni 2017

das Datenschutz-Anpassungs- und -Umsetzungsgesetz vom 30. Juni 2017

das Entgelttransparenzgesetz vom 6. Juli 2017

das Gesetz zur Umsetzung der IDD-Richtlinie vom 20. Juli 2017

das Gesetz zur Änderung des § 203 Strafgesetzbuch (StGB) vom 8. November 2017.

Alle Gesetzesänderungen, Entscheidungen und Verlautbarungen wurden von uns auf Handlungsbedarf überprüft und notwendige Anpassungen vorgenommen.

In dem Rundschreiben "MaGo" konkretisiert die BaFin, wie sie die Vorschriften zur Geschäftsorganisation im Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) und in der Delegierten Verordnung der EU zu Solvency II für sich auslegt. Insbesondere für die Bereiche allgemeine Governance, Schlüsselfunktionen, Risikomanagementsystem, Eigenmittel, Internes Kontrollsystem, Ausgliederungen und Notfallmanagement bestehen somit nunmehr konkrete Handlungsanweisungen für die Praxis. Zur Sicherstellung der Einhaltung der rechtlichen Anforderungen hat der Vorstand einen externen Wirtschaftsprüfer zum Stichtag 31. Dezember 2017 mit der Überprüfung der Geschäftsorganisation beauftragt.

Das Gesetz zur Umsetzung der CSR-Richtlinie vom 10. März 2017 hat die Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung zum Inhalt. Anzuwenden sind die Anforderungen auf die Berichterstattung ab dem Geschäftsjahr 2017. Die RheinLand Holding AG hat die Vorgaben im Rahmen der Konzernberichterstattung berücksichtigt.

Die Gruppenfreistellungsverordnung für das Versicherungswesen ("Vers-GVO") ist am 31. März 2017 ausgelaufen und wurde nicht erneuert. Die Vers-GVO stellte unter bestimmten Voraussetzungen gemeinsame Erhebungen, Tabellen und Studien (Statistikarbeit) sowie bestimmte Arten der gemeinsamen Deckung von Risiken vom kartellrechtlichen Verbot frei. Diese Formen der Zusammenarbeit von Versicherern werden nun anhand der allgemeinen Regeln des Kartellrechts bewertet, sind aber grundsätzlich weiter zulässig. Die aus dem Wegfall der Vers-GVO folgenden Anforderungen werden von den Unternehmen der RheinLand Versicherungsgruppe umgesetzt.

Durch das Gesetz zur Umsetzung der Vierten Geldwäscherichtlinie vom 23. Juni 2017 wird insbesondere das Geldwäschegesetz angepasst. Das neue Gesetz enthält wesentliche Verschärfungen. Insbesondere relevant für die Gesellschaften der RheinLand Versicherungsgruppe ist beispielsweise die Erweiterung des Anwendungsbereiches des Gesetzes auf Versicherungsunternehmen, die Darlehen vergeben.

Eine Neufassung des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) wurde als Teil des Datenschutz-Anpassungs- und -Umsetzungsgesetzes durch den Bundestag beschlossen. Diese Neufassung des BDSG tritt am 25. Mai 2018 zeitgleich mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU in Kraft und ersetzt das noch aktuelle Bundesdatenschutzgesetz. Die Prozesse der RheinLand Versicherungsgruppe wurden im Rahmen eines Projektes entsprechend angepasst.

Im Rahmen des neuen Entgelttransparenzgesetzes erhalten die Beschäftigten der RheinLand Versicherungsgruppe u. a. einen Anspruch auf Auskunft über das durchschnittliche monatliche Bruttoentgelt einer Vergleichsgruppe. Daneben besteht insbesondere eine Berichtspflicht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit von Frauen und Männern. Dieser Bericht ist als Anlage zum Lagebericht der RheinLand Versicherungs AG beigefügt, welche kein Bestandteil des Lageberichts selbst ist und somit nicht Gegenstand der Jahresabschlussprüfung ist.

Der Bundestag hat das Gesetz zur Umsetzung der EU-Richtlinie zum Versicherungsvertrieb (IDD) beschlossen. Darüber hinaus hat die EU-Kommission ergänzende Delegierte Rechtsakte zu IDD erlassen. Die Regelungen sehen umfassende Änderungen des Versicherungsvertriebsrechts vor. Mit Ausnahme insbesondere des Provisionsabgabeverbots, das bereits seit dem 29. Juli 2017 gilt, traten die Regelungen grundsätzlich am 23. Februar 2018 in Kraft. Allerdings muss noch eine ergänzende nationale Verordnung - die Versicherungsvermittlungsverordnung (VersVermV) vom Gesetzgeber verabschiedet werden. Die RheinLand Versicherungsgruppe hat die bislang in Kraft getretenen, vielfältigen Anforderungen im Rahmen eines Projekts implementiert.

Durch die Änderung des § 203 StGB können Angehörige eines Lebens-, Kranken- oder Unfallversicherungsunternehmens nun unter bestimmten Voraussetzungen externe Dienstleister einschalten und diesen unter erleichterten Voraussetzungen Daten übermitteln, die im Zusammenhang mit der Vertragserfüllung durch den Versicherungsnehmer zur Verfügung gestellt werden.

Vor dem Hintergrund der seit Juli 2016 geltenden Marktmissbrauchsverordnung (MMVO) hat die RheinLand Holding AG am 2. März 2017 eine Ad-hoc-Meldung veröffentlicht. Gegenstand war die positive Entwicklung des Umsatzes und die damit einhergehende erwartete Verbesserung des Konzernergebnisses für das Geschäftsjahr 2016.

Entwicklung der Vertriebswege

Bancassurance

Mit maßgeschneiderten Absicherungslösungen arbeiten wir über unseren Vertriebsweg Bancassurance erfolgreich mit Partnern aus dem Finanz- und Versicherungssektor, dem Handel, mittelständischen Unternehmen und Start-ups zusammen. Hierbei leisten wir in den Bereichen Restkreditversicherung, Versicherungen für Automotive und Risikolebensversicherung mit wettbewerbsfähigen und ausgezeichneten Absicherungskonzepten Unterstützung. Von der Produktentwicklung über die Bestandsverwaltung bis hin zur Schadenregulierung bietet der Vertriebsweg Bancassurance Versicherungslösungen aus einer Hand, individuell konzipiert und angepasst an die jeweiligen Zielgruppen und Absatzkanäle. Wir stützen uns hierbei auf innovative Produkte.

Unsere Geschäftsverbindungen mit unseren deutschen Partnern konnten wir im zurückliegenden Jahr in einem sehr wettbewerbsintensiven und stark gesättigten Markt weiter festigen und ausbauen. Vertieft wurde zum Beispiel unsere Beziehung zu einem genossenschaftlich organisierten Bankenverbund. Dieser vertraut bereits seit einigen Jahren auf unsere Kompetenz rund um Absicherungslösungen für Baufinanzierungen; zukünftig setzt er auch beim Thema Privatkredit auf unser Know-how. Intensiviert wurde die Kooperation mit einem Finanzdienstleister, der im Umfeld eines weltweit erfolgreichen Möbelhauses agiert: Für dessen viel beachtete neue Kreditkarte konnten wir kundenorientierte Mehrwerte beisteuern.

Darüber hinaus haben wir mit einer der führenden deutschen Bausparkassen eine erfolgversprechende Zusammenarbeit begründet. Wachstumsperspektive bietet uns auch der offensive Einstieg einer österreichischen Direktbank in den deutschen Markt, für den ein starker Versicherungspartner gesucht wurde. Im Rahmen einer Ausschreibung konnten wir uns mit unserem Know-how von diversen Mitbewerbern deutlich abheben.

Aufmerksamkeitsstark war für uns gleich zum Jahresauftakt die Auszeichnung einer für den Vertriebsweg Bancassurance entwickelten Produktneuheit. Der "Goldene Bulle", einer der renommiertesten Preise der Finanz- und Versicherungsbranche ging an uns für das "Vorsorgeprodukt des Jahres": die betriebliche Arbeitsunfähigkeitsversicherung. Im Fokus stehen Arbeitgeber, die diese Versicherung beispielsweise als Instrument der Mitarbeiterbindung nutzen können und über einen Gruppenvertrag ihre Belegschaft versichern. Im Falle einer Arbeitsunfähigkeit des Mitarbeiters schließt die Versicherung die Einkommenslücke zwischen dem von der gesetzlichen Krankenversicherung gezahlten Krankengeld und dem vorherigen Nettoeinkommen nahezu vollständig. Aus vertrieblicher Sicht bietet sich die neue Versicherung dazu an, gezielt auf Arbeitgeber gleich welcher Branche zuzugehen.

Mit unserer im Umfeld von Hypothekenfinanzierungen gefragten Kompetenz profitierten wir auch im zurückliegenden Jahr von der großen Dynamik des niederländischen Immobilienmarktes. Auf den Produktfeldern Risikolebensversicherung und Restkreditversicherung konnten wir deshalb in den Niederlanden das Geschäft mit großer Geschwindigkeit ausbauen und hierbei zweistellige Wachstumsraten verzeichnen. Unsere starke Stellung in den Niederlanden wurde durch die erfolgreich abgeschlossene Integration eines seit zwei Jahren zur RheinLand-Gruppe gehörenden Dienstleisters weiter gefestigt. Im Verkauf setzen wir darüber hinaus auf einen weiteren Anbieter, der zu den führenden niederländischen Spezialisten für die Verwaltung und den Vertrieb von Versicherungsprodukten gehört.

In Italien übertraf die Beitragsentwicklung unsere Erwartungen deutlich. Die erfreulichen Impulse, die unser Geschäft im vergangenen Jahr erhalten hat, haben uns in unserer Einschätzung des dortigen Wachstumspotenzials bestätigt. Im Zusammenwirken mit unserem italienischen Kooperationspartner konnten wir mit unserem Absicherungskonzept für den "Cessione del Quinto" weitere Marktanteile hinzugewinnen. Arbeitnehmer und Pensionäre haben mit dem Kreditmodell des "Cessione del Quinto" die Verpflichtung, maximal ein Fünftel ihres monatlichen Einkommens als Kreditrate zu verwenden und dieses Fünftel direkt an die Bank abzutreten. Daher wird durch den Arbeitgeber bzw. Rentenzahler direkt der Kredit bedient. Die Gesetzgebung in Italien verpflichtet zu entsprechenden Schutzmechanismen bei Ausfallrisiken wie Lohnunterbrechung oder Tod des Darlehensnehmers. Unsere an den italienischen Standard angepassten Absicherungslösungen werden mittlerweile bei zahlreichen Finanzdienstleistern hierfür verwendet.

Die Kombination aus Risikolebensversicherung und Arbeitslosigkeitsvorsorge ("Cessione del Quinto dello Stipendio") konnten wir ab Mitte 2017 erfolgreich im Markt platzieren. Die Neueinführung besitzt schon jetzt ein großes Potenzial, das wir in den kommenden Jahren zielgerichtet ausschöpfen wollen. Um der stetig steigenden Bedeutung unseres italienischen Geschäfts entsprechend Ausdruck zu verleihen, wurde das in Mailand befindliche Vertriebsbüro in eine offizielle Niederlassung umgewandelt.

Maklervertrieb

Die wachstumsstarke Entwicklung unseres Maklervertriebs setzte sich im vergangenen Geschäftsjahr eindrucksvoll fort. Wir konnten dadurch unsere Position als einer der besten und beliebtesten Anbieter im Maklermarkt weiter ausbauen. Die Marke Rhion, unter der wir im Maklervertrieb unser Geschäft betreiben, steht für Qualität, Leistung, Service und technische Exzellenz.

Um die Dynamik langfristig zu sichern, besitzt für uns die Erweiterung unserer digitalen Kompetenz Priorität. Mit der Ernennung eines zweiten Bereichsleiters, dem das Aufgabenfeld Digitalisierung übertragen wurde, konnten hierfür die Weichen gestellt werden. Ziel dieser strategischen Entscheidung ist es, Vertriebspartner zu gewinnen, für die eine hochgradig digitalisierte Prozesskette schon jetzt selbstverständlich ist oder in absehbarer Zeit sein wird. Uns interessieren deshalb vor allem Makler-Pools, Vertriebe und Assekuradeure sowie ausgewählte Mittelstandsmakler. Wir verfügen für die technische Anbindung über hervorragendes Know-how, sind offen für individuelle Lösungen und stützen uns im täglichen Datenaustausch auf schlanke Prozesse, die uns vor vielen anderen Gesellschaften auszeichnen.

Mit dem Relaunch der noch aus den Anfangsjahren stammenden Arbeitsplattform für unsere Vertriebspartner konnte im vergangenen Jahr ein weiterer Meilenstein auf der digitalen Roadmap genommen werden: Das neue Makler-Portal wurde mit Hilfe modernster Methoden entwickelt und zeichnet sich durch eine sehr hohe Benutzerfreundlichkeit aus. Neue Funktionen wurden anhand von BiPRO-Standards modelliert. Durch die konsequente Umsetzung der vom Brancheninstitut Prozessoptimierung formulierten Leitlinien bieten wir kooperierenden Maklern hocheffiziente Abläufe und damit eine erhebliche Arbeitserleichterung. Dies unterstreicht die 2017 von BiPRO verliehene Auszeichnung als "Top-Anwender".

Mit dem Schwerpunkt Digitalisierung präsentierte sich unser Maklervertrieb auch auf der Leitmesse der Versicherungs- und Finanzwirtschaft, der DKM in Dortmund. Unser neuer, deutlich größerer Messestand ermöglichte es uns, das Thema räumlich abzubilden und optisch zu akzentuieren. Auf diese Weise konnten wir viele Branchenvertreter erreichen, die für ihr Geschäft nach digitalen Antworten suchen.

Im Zuge der zukunftsausgerichteten Transformation, die unser Maklervertrieb durchläuft, haben wir im vergangenen Jahr unsere Vertriebspartnerschaften qualitätsorientiert überprüft. Hierbei wurden proaktiv die Chancen einer weiteren Zusammenarbeit ausgelotet, Potenziale identifiziert und Anreize gesetzt. Zugleich mussten wir kritisch feststellen, dass eine größere Zahl von Maklerverbindungen den von uns gesetzten neuen Maßstäben nicht länger standhält. Im Ergebnis hat sich die Zahl der angebundenen Makler um rund ein Viertel reduziert.

Wir können vertriebsseitig nun noch zielgerichteter und nachhaltiger auf unsere erfolgreichen Partner zugehen. Wir stützen uns hierbei auf unsere regional agierenden Maklerbetreuer. Sie pflegen und entwickeln das deutschlandweit gespannte Netzwerk. Dank genau definierter Kompetenzen geben wir unseren Maklerbetreuern Handlungsvollmacht. Unsere Partner sollen spüren, bei uns von Anfang an in besten Händen zu sein. Deshalb legen wir auch beim Produktportfolio unsere Messlatte hoch. Dass wir die richtigen Stellschrauben bedienen, zeigt die im Markt positiv aufgenommene Einführung der grundlegend überarbeiteten Tarife in der Wohngebäudeversicherung. Neu ins Programm aufgenommen wurde zum 1. Juli 2017 die Kraftfahrzeugversicherung, deren Verkauf wir zunächst noch auf ausgewählte Makler beschränken, um Erfahrungen zu sammeln. Anhand bisheriger Reaktionen wissen wir, dass die Ausweitung unseres Produktangebots auf das Themenfeld Kfz von der Maklerschaft sehr interessiert aufgenommen wird.

Ausschließlichkeit

Unsere Ausschließlichkeitsorganisation hat im zurückliegenden Geschäftsjahr eine gute Entwicklung genommen. Professionell aufgestellt und unternehmerisch handelnd, konnte unser Außendienst bei weitgehend konstanter Agenturzahl und Personaldecke seine Vertriebsergebnisse erneut steigern.

Das zu Beginn des Jahres eingeführte neue Provisionssystem hat sich bewährt. Ziel der Neukonzeption war es, größtmögliche Vereinheitlichung zu schaffen, Nachvollziehbarkeit zu garantieren und die Einkommenssituation wo immer möglich zu verbessern. Dies haben wir erreicht. Damit leisten wir einen aktiven und nachhaltigen Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität und Profitabilität unserer Agenturen. Bei der erfolgreichen Implementierung der neuen Vergütungsregeln konnten wir uns auf eine breite Vertrauensbasis stützen, die wir im offenen Austausch mit unseren Agenturen aufgebaut haben. Um unser tragfähiges Vertriebsnetzwerk noch weiter zu stärken, wurde es mit Wirkung zum 1. Januar 2017 auf zwei Agenturtypen verschlankt: Geschäftsstellen und Bezirksdirektionen. Damit einher ging eine Ausweitung von Kompetenzen, die sich als wirkungsvolles Instrument zur Kundenpflege erweisen.

Indem wir unserem Außendienst attraktive Produkte aus der eigenen Entwicklung und von starken Kooperationspartnern an die Hand geben, setzen wir gezielte Verkaufsanreize. Im zurückliegenden Jahr verband sich hiermit die Einführung der neuen Wohngebäude-Versicherung, die es jetzt in drei Varianten gibt und deren Plus-Tarif von unabhängigen Analysten auf Anhieb hervorragend bewertet wurde. Unseren Kunden bieten wir so ein breites Leistungsspektrum, das auch individuelle Wünsche berücksichtigt und die finanziellen Folgen von Sachschäden optimal auffängt.

Im Bereich der privaten und betrieblichen Altersvorsorge konnten wir die Verbindung zu einem etablierten großen Spezialanbieter ausbauen; unsere Geschäftsstellen und Bezirksdirektionen haben durch diese Zusammenarbeit Zugriff auf ein ausgefeiltes Produktportfolio, das viele Möglichkeiten bietet. Zu den guten Rahmenbedingungen, die wir unserem Außendienst insgesamt bieten, gehört auch die RheinLand Vermittlungs GmbH. Über sie wird unter dem Markenzeichen RheinLand seit jetzt zwei Jahren das so genannte Ventilgeschäft abgewickelt. Wir sehen uns darin bestätigt, dass die RheinLand Vermittlungs GmbH uns bisher nicht genutzte Spielräume eröffnet: Sie ermöglichen es, unsere Kunden vollumfänglich auch in Spezialfällen an die RheinLand zu binden.

Unterstützt werden die Vertriebsaktivitäten durch ein breit gefächertes Marketingprogramm. Wir fördern die Präsenz unserer Agenturen in den sozialen Medien und konnten mit dem Relaunch der RheinLand-Website gegen Ende des Geschäftsjahres einen neuen Impuls setzen. Als besondere Stärke unseres Außendienstes erweist sich darüber hinaus, dass dort mit individueller Note das Versicherungsgeschäft betrieben wird. Dadurch gewinnen wir im Vergleich zu Wettbewerbern gerade in heutigen Zeiten an Profil.

Dank ihrer festen Verwurzelung am Ort und ihrem unermüdlichen Engagement sind viele Inhaber unserer Geschäftsstellen und Bezirksdirektionen selbst zu einer Marke geworden. Wir sind deshalb überzeugt davon, dass unsere Ausschließlichkeitsorganisation Menschen mit Persönlichkeit attraktive Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Um dies noch fester in den Köpfen zu verankern, haben wir für unsere Auszubildenden im Außendienst ein Karrieremodell entworfen, mit dem wir der Tendenz entgegentreten, dass zu viele junge Leute ihren Berufsweg im Vertrieb auf eigenen Wunsch hin abbrechen. Kernbestandteil sind zwei Förderprogramme, in die erste Kandidaten aufgenommen wurden. Förderprogramm I führt zum Fachwirt oder Bachelor bei gleichzeitiger Agenturtätigkeit. Förderprogramm II steckt den Rahmen dafür ab, wenn das Studium ohne gleichzeitige Agenturtätigkeit absolviert wird.

Ertragslage

Beitragsentwicklung

Die erfolgreiche Entwicklung des Vorjahres hat sich im Geschäftsjahr 2017 fortgesetzt. Die Beitragseinnahmen der RheinLand-Gruppe erreichten dabei wieder die 500 Mio. € Grenze und übertrafen damit den ursprünglichen Planwert deutlich. Insgesamt erhöhten sich die gebuchten Beiträge um 5,1 % auf 503,0 Mio. € (i. Vj. 478,3 Mio. €). Alle unsere Geschäftsfelder entwickelten sich dabei positiv weiter.

Das Beitragswachstum in der Restkredit- und Kaufpreisversicherung setzte sich 2017 weiter fort. Die gebuchten Beiträge betrugen am Ende des Geschäftsjahres 186,4 Mio. € (i. Vj. 159,8 Mio. €). Diese erfreuliche Entwicklung ist vor allem auf den gemeinsamen und kontinuierlichen Geschäftsausbau mit unseren bestehenden Kooperationspartnern zurückzuführen.

In der klassischen Schaden- und Unfallversicherung (ohne Kaufpreisversicherung) behaupteten sich die RheinLand Versicherungs AG mit ihrer Eigenen Organisation und die Rhion Versicherung AG mit ihrem Maklervertrieb am Markt erfolgreich. Bedingt durch die Einführung einer Mitversicherung in der verbundenen Wohngebäudeversicherung sanken die Beitragseinnahmen im Berichtsjahr zwar auf 210,4 Mio. € (i. Vj. 215,4 Mio. €). Bereinigt um diesen Sondereffekt stiegen jedoch die Beiträge im Geschäftsjahr in diesem Geschäftsfeld um rund 7 %. Insbesondere die Rhion Versicherung AG hatte hieran einen maßgeblichen Anteil und konnte ihre Position als einer der besten und beliebtesten Anbieter im Maklermarkt weiter ausbauen.

Im Bereich der konventionellen Lebensversicherung erzielte die RheinLand-Gruppe Beitragseinnahmen von insgesamt 106,1 Mio. € (i. Vj. 103,1 Mio. €). Während die Lebensversicherungsbranche sich nach den vergangenen Jahren verbunden mit Beitragsrückgängen im Berichtsjahr stabilisierte, konnten wir in diesem Geschäftsfeld ein Wachstum von rund 3 % verzeichnen. Dieser erfreuliche Verlauf ist auf die anhaltend gute Geschäftsentwicklung bei der Credit Life AG zurückzuführen. Der kontinuierliche Beitragsanstieg resultiert dabei im Wesentlichen aus den neuen Abschlüssen von Risikoversicherungen. Zu näheren Angaben der einzelnen Gesellschaften verweisen wir auf die Seiten 54 ff.

Entwicklung der Beitragseinnahmen in Mio. €

Schaden- und Leistungsentwicklung

Das Geschäftsjahr 2017 war gekennzeichnet durch einige Naturkatastrophen, die in der Versicherungswirtschaft große Schäden anrichteten (vgl. hierzu auch die Entwicklung des Versicherungsmarktes auf Seite 43). Der Bruttoschadenaufwand im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft der RheinLand Versicherungsgruppe war von diesen Wetterereignissen mit rund 5,5 Mio. € gegenüber den Vorjahren nicht außergewöhnlich hoch belastet. Die Sturmtiefs "Gerhard" und "Paul", die Ende Mai bzw. Ende Juni Deutschland trafen, hatten die größten Anteile daran. Ausgewirkt haben sich die gesamten Elementarschäden im Wesentlichen auf die Wohngebäudeversicherung und die Fahrzeugvollversicherung.

Im Berichtsjahr beeinflussten mehrere Sachverhalte die Versicherungstechnik. Durch den weiteren Ausbau des Versicherungsgeschäfts stiegen im Berichtsjahr neben dem Beitragsvolumen auch die Aufwendungen für Versicherungsfälle insgesamt. Daneben haben wir in der Allgemeinen Haftpflichtversicherung aus Vorsichtsgründen einige Nachreservierungen für Vorjahresschäden vorgenommen. Gleichzeitig führte die auf dieser Seite beschriebene Einführung der Mitversicherung in der Wohngebäudeversicherung zu einer Reduzierung der Schadenaufwendungen in diesem Zweig.

Insgesamt beliefen sich die Aufwendungen für Versicherungsfälle nach Rückversicherung in der Schaden- und Unfallversicherung auf 138,3 Mio. € (i. Vj. 134,6 Mio. €).

Im Lebensversicherungsgeschäft sanken die Aufwendungen für Versicherungsfälle insgesamt auf 72,7 Mio. € (i. Vj. 78,7 Mio. €). Dieser gegenüber dem Vorjahr deutliche Rückgang ist im Wesentlichen auf das Auslaufen eines Altbestandes zurückzuführen. Im Gegensatz zu den gesunkenen Schadenaufwendungen stiegen im Berichtsjahr die Zuführungen zur Deckungsrückstellung stark an. Hintergrund des gestiegenen Umfangs der Deckungsrückstellung ist, neben der zu bildenden (sogenannten) Zinszusatzreserve, vor allem der kontinuierliche Ausbau des Restkreditgeschäfts über unseren Vertriebsweg Bancassurance.

Kostenentwicklung

In den Vorjahren wurde die RheinLand Versicherungsgruppe strategisch neu ausgerichtet und gleichzeitig die Organisation einem Kostensenkungsprogramm unterzogen. Die seinerzeit eingeleiteten Maßnahmen führten zu einer kontinuierlichen Reduzierung der Kosten. Bedingt durch den nachhaltigen Geschäftsausbau verbunden mit einem anhaltenden starken Beitragswachstum stiegen die Kosten im Geschäftsjahr leicht um 1,6 % auf 75,2 Mio. € (i. Vj. 74,0 Mio. €).

Entwicklung der Kosten in Mio. €

Die Kosten ergeben sich aus den Verwaltungsaufwendungen im Geschäftsjahr abzüglich Provisionen.

Kapitalanlageergebnis

Das aus den Kapitalanlagen resultierende laufende Ergebnis betrug im Geschäftsjahr 32,7 Mio. € (i. Vj. 38,1 Mio. €). Unter Berücksichtigung des übrigen Kapitalanlageergebnisses von 8,8 Mio. € (i. Vj. 6,7 Mio. €) ergibt sich insgesamt ein Kapitalanlageergebnis von 41,4 Mio. € (i. Vj. 44,8 Mio. €). Das übrige Kapitalanlageergebnis resultiert aus Erträgen aus dem Abgang und Verkäufen sowie Zu- und Abschreibungen.

Konzernergebnis

Im Geschäftsjahr 2017 erzielte die RheinLand Versicherungsgruppe ein versicherungstechnisches Netto-Ergebnis von 20,4 Mio. € (i. Vj. 28,4 Mio. €). Dabei entwickelten sich alle Geschäftsbereiche positiv und leisteten einen Anteil an den versicherungstechnischen Gewinnen.

Im Vorjahr wirkten sich neben der guten Entwicklung zusätzlich Abwicklungsergebnisse aus dem Auslaufen eines Altbestandes positiv auf das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit aus. Daher reduzierte sich das Konzernergebnis gegenüber dem Vorjahr insgesamt auf 20,1 Mio. € (i. Vj. 23,0 Mio. €).

Der Steueraufwand in Höhe von 6,5 Mio. € (i. Vj. 6,6 Mio. €) entfiel im Wesentlichen auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Der Konzernjahresüberschuss nach Steuern betrug im Geschäftsjahr 13,7 Mio. € (i. Vj. 16,4 Mio. €).

Damit kann die RheinLand-Gruppe auf ein gutes Geschäftsjahr 2017 zurückblicken.

Vermögens- und Finanzlage

Kapitalanlagen

Das Anlagevolumen der RheinLand-Gruppe stieg um 2,0 % auf 1.526,8 Mio. € (i. Vj. 1.497,4 Mio. €). Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr zeichneten sich die Vermögensanlagen der Rheinland-Gruppe im Umfeld anhaltender unsicherer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen durch Anlage in hochliquide, bonitätsstarke Titel aus. Überwiegend wurde die Anlage in festverzinsliche Wertpapiere mit guter bis sehr guter Bonität getätigt. In 2017 beeinflussten weiterhin die unverändert niedrigen Renditen deutscher und europäischer Staatsanleihen die Verzinsung der Vermögensanlagen. Insgesamt ergibt sich ein unter dem Vorjahr liegendes Kapitalanlageergebnis.

Von den gesamten Kapitalanlagen entfielen auf Schuldscheinforderungen 32,4 %, auf Namensschuldverschreibungen 25,6 %, auf Aktien sowie Investmentanteile 6,2 % und auf Inhaberschuldverschreibungen 23,3 %.

Entwicklung der Kapitalanlagen in Mio. €

Liquidität

Zum Jahresende 2017 verfügte die RheinLand Versicherungsgruppe über liquide Mittel in Höhe von 37,8 Mio. € (i. Vj. 37,7 Mio. €). Die Zahlungsfähigkeit der RheinLand-Gruppe war im Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt gegeben. Aufgrund der Liquiditätszuflüsse aus Beitragseinnahmen und Kapitalanlageerträgen sind Anhaltspunkte für eine künftige Gefährdung der Liquidität nicht erkennbar.

Eigenkapital

Das konsolidierte Eigenkapital der RheinLand Versicherungsgruppe belief sich im Geschäftsjahr unter Berücksichtigung des Bilanzgewinns auf 188,9 Mio. € (i. Vj. 179,3 Mio. €).

In den vergangenen Geschäftsjahren hatte die RheinLand Holding AG zur Finanzierung des Wachstums der Gruppe und der damit verbundenen Solvabilitätsanforderungen Nachrangdarlehen in Höhe von insgesamt 40,0 Mio. € aufgenommen. Diese Nachrangdarlehen sollten durch Eigenkapital ersetzt und deshalb entsprechend ihrer Fälligkeit im Zeitablauf abgelöst werden. Bis zum Beginn des Geschäftsjahres 2017 wurden bereits Nachrangdarlehen in Höhe von 35,0 Mio. € fällig und getilgt.

Die Zielsetzung, die Solvabilitätsanforderungen und die weiteren Ablösungen der Nachrangdarlehen aus eigener Kraft zu finanzieren, wurden erreicht. Im Geschäftsjahr wurden die letzten 5,0 Mio. € getilgt. Die nachrangigen Verbindlichkeiten sind somit zum 31. Dezember 2017 vollständig abgelöst.

Entwicklung des Konzerneigenkapitals in Mio. €

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung der RheinLand Versicherungsgruppe bedienen wir uns vorrangig der Beitrags-, Schaden- und Kostenentwicklung sowie des Konzernjahresüberschusses vor Steuern.

Die Beitragsentwicklung messen wir dabei an den gebuchten Bruttobeiträgen, welche im Geschäftsjahr 503,0 Mio. € betrugen. Diese stiegen wie auf Seite 50 beschrieben nach der strategischen Neuausrichtung und Weiterentwicklung der Gruppe in den Vorjahren wieder deutlich an. Wir betrachten weiterhin unser Geschäft differenziert nach Geschäftsfeldern und Kooperationspartnern, um auch künftig weiter erfolgreich zu arbeiten. Daneben wird eine spartenübergreifende Schadenentwicklung genau beobachtet, um mögliche Tendenzen frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen zur Risikoabsicherung treffen zu können. Für die Kostensteuerung haben wir als Kennzahl den auf Seite 51 dargestellten Kostenbegriff entwickelt, welcher die Gesamtkosten abzüglich Provisionen umfasst. Das so definierte Kostenbudget belief sich für 2017 auf 75,8 Mio. €. Als weiteren Leistungsindikator betrachten wir unser Konzernergebnis vor Steuern, welches 2017 insgesamt erfreuliche 20,1 Mio. € betrug.

Im Zusammenhang mit nicht finanziellen Leistungsfaktoren legen wir unseren besonderen Fokus auf die Ausbildung unserer Mitarbeiter, unsere Organisation und ihre Prozesse sowie das Umweltmanagement. Nähere Ausführungen hierzu finden Sie auf den Seiten 73 bis 77.

Geschäftsverlauf der Einzelgesellschaften

RheinLand Holding AG

Die RheinLand Holding AG steuert die zur RheinLand Versicherungsgruppe gehörenden Versicherungsunternehmen. Diese betreiben das Lebens- und Schaden-/Unfallversicherungsgeschäft. Darüber hinaus richten sich ihre Aktivitäten auf das Management des eigenen Immobilienbestands sowie der sonstigen Vermögensanlagen.

Das aus Sach- und Finanzanlagen bestehende Anlagevermögen der RheinLand Holding AG verringerte sich im Geschäftsjahr um 5,7 Mio. € (3,4 %) auf 162,2 Mio. € (i. Vj. 167,8 Mio. €).

Anlagevermögen in Mio. €

Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus Veränderungen der Anteile an verbundenen Unternehmen. Diese reduzierten sich zum 31. Dezember 2017 auf 127,1 Mio. € (i. Vj. 132,1 Mio. €). Die RheinLand Holding AG überwacht regelmäßig die Kapitalausstattung ihrer Tochtergesellschaften. Im Rahmen dieser Kapitalallokation wurden 2016 aus den Kapitalrücklagen der RheinLand Versicherungs AG 10,0 Mio. € entnommen und im Berichtsjahr an die Muttergesellschaft abgeführt. Hiervon wurden bis zum Bilanzstichtag 5,0 Mio. € zur Finanzierung des dynamisch wachsenden Versicherungsgeschäfts an die Rhion Versicherung AG weitergegeben bzw. in deren Kapitalrücklagen eingestellt.

Die gesamten Erträge beliefen sich im Geschäftsjahr auf 24,8 Mio. € (i. Vj. 30,4 Mio. €). Der kontinuierliche Ausbau des Versicherungsgeschäfts, insbesondere im Vertriebsweg Bancassurance, zog Verstärkungen in Form von Zuführungen zu den versicherungstechnischen Rückstellungen nach sich. Daneben reduzierten sich die Abwicklungsergebnisse aus dem Auslaufen eines Altbestandes.

Von den Gesamterträgen im Geschäftsjahr entfielen auf die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit der RheinLand Versicherungs AG 12,8 Mio. € (i. Vj. 17,1 Mio. €), der Rhion Versicherung AG 1,8 Mio. € (i. Vj. 1,0 Mio. €) und der Credit Life AG 4,1 Mio. € (i. Vj. 6,5 Mio. €). Die RheinLand Lebensversicherung AG schloss das Geschäftsjahr nach einer Verstärkung der Zinszusatzreserve in Höhe von 14,0 Mio. € und einer Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung in Höhe von 2,3 Mio. € mit einem ausgeglichenen Ergebnis ab.

Unter Berücksichtigung der Abschreibungen, sonstigen Aufwendungen und Steuern verblieb ein Jahresüberschuss von 16,4 Mio. € (i. Vj. 18,4 Mio. €). Hiervon wurden 8,2 Mio. € in die Gewinnrücklagen eingestellt. Der Bilanzgewinn beträgt unter Einschluss des Gewinnvortrages 8,2 Mio. € (i. Vj. 9,2 Mio. €).

RheinLand Versicherungs AG

Die RheinLand Versicherungs AG konnte im Berichtsjahr für das gesamte Versicherungsgeschäft Beitragseinnahmen in Höhe von 221,1 Mio. € (i. Vj. 216,8 Mio. €) erzielen. Das direkte Versicherungsgeschäft verzeichnete einen Anstieg auf 213,8 Mio. € (i. Vj. 208,5 Mio. €). Die Beiträge für das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft sanken im Berichtsjahr auf 7,3 Mio. € (i. Vj. 8,3 Mio. €).

Beitragseinnahmen in Mio. €

Das Beitragswachstum der Gesellschaft spiegelt die positive Entwicklung im Bereich Bancassurance wider. Hier konnten die bestehenden Kooperationen unter anderem durch die Neueinführung von Produkten weiter ausgebaut werden. Gleichzeitig konnte unser Außendienst die guten Vertriebsergebnisse des Vorjahres halten und Beitragseinnahmen auf Vorjahresniveau erzielen.

Trotz des gestiegenen Geschäftsvolumens sanken im Geschäftsjahr die Aufwendungen für Versicherungsfälle. Die geringere Anzahl an Geschäftsjahresgroßschäden führte zudem zu einem erhöhten Ergebnis für den Rückversicherer. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle reduzierten sich im Berichtsjahr auf 84,0 Mio. € (i. Vj. 91,6 Mio. €). Die bilanzielle Schadenquote nach Rückversicherung sank im Berichtsjahr auf 44,8 % (i. Vj. 50,1 %).

Aufgrund des kontinuierlichen Ausbaus unseres Versicherungsgeschäfts stiegen auch die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb insgesamt auf 118,5 Mio. € (i. Vj. 114,5 Mio. €).

Die versicherungstechnische Gewinn- und Verlustrechnung des selbst abgeschlossenen Geschäfts wies nach Rückversicherung und vor einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung einen Verlust von 2,4 Mio. € (i. Vj. 4,1 Mio. €) aus. Das Ergebnis nach Rückversicherung in dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft verbesserte sich hingegen im Geschäftsjahr auf 14,0 Mio. € (i. Vj. 11,0 Mio. €).

Insgesamt konnte ein versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung vor Veränderung der Schwankungsrückstellung von 11,6 Mio. € (i. Vj. 15,1 Mio. €) erwirtschaftet werden.

Die Kapitalanlagen der RheinLand Versicherungs AG verringerten sich im Geschäftsjahr um 15,3 Mio. € (4,4 %) auf insgesamt 335,5 Mio. € (i. Vj. 350,7 Mio. €). Mit 84,6 % ist der überwiegende Teil des Vermögens in festverzinsliche Anlagen investiert.

Die laufenden Erträge aus den Kapitalanlagen betrugen 4,9 Mio. € (i. Vj. 9,4 Mio. €). Der Rückgang gegenüber 2016 ist im Wesentlichen auf eine Gewinnausschüttung der Rheinland Groep Nederland B.V. im Vorjahr in Höhe von 3,3 Mio. € zurückzuführen. Die laufenden Aufwendungen für Kapitalanlagen betrugen 0,5 Mio. € (i. Vj. 0,6 Mio. €).

Das außerordentliche Kapitalanlageergebnis der RheinLand Versicherungs AG betrugen -2,5 Mio. € (i. Vj. 0,3 Mio. €). Dieses war beeinflusst durch die Wertminderung einer Beteiligung in Höhe von 3,2 Mio. €, für die im Vorjahr vorsorglich eine Rückstellung gebildet wurde und welche im Berichtsjahr ergebniswirksam aufgelöst wurde. Die sonstigen Erträge erhöhten sich im Geschäftsjahr entsprechend.

Insgesamt ergab sich ein Kapitalanlagenergebnis in Höhe von 1,8 Mio. € (i. Vj. 9,2 Mio. €).

Das nichtversicherungstechnische Ergebnis erhöhte sich im Geschäftsjahr auf 3,0 Mio. € (i. Vj. 2,7 Mio. €). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag bei 14,4 Mio. € (i. Vj. 19,2 Mio. €).

Aufgrund des abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages führte die Gesellschaft nach einem Steueraufwand in Höhe von 1,7 Mio. € (i. Vj. 2,2 Mio. €) ein Ergebnis in Höhe von 12,8 Mio. € (i. Vj. 17,1 Mio. €) an die RheinLand Holding AG ab.

Credit Life AG

Mit maßgeschneiderten Absicherungslösungen arbeiten wir über unseren Vertriebsweg Bancassurance erfolgreich mit Partnern aus dem Finanz- und Versicherungssektor, dem Handel, mittelständischen Unternehmen und Start-ups zusammen. Hierbei leisten wir in den Bereichen Restkreditversicherung, Versicherungen für Automotive und Risikolebensversicherung mit wettbewerbsfähigen und ausgezeichneten Absicherungskonzepten Unterstützung. Von der Produktentwicklung über die Bestandsverwaltung bis hin zur Schadenregulierung bietet der Vertriebsweg Bancassurance Versicherungslösungen aus einer Hand, individuell konzipiert und angepasst an die jeweiligen Zielgruppen und Absatzkanäle. Wir stützen uns hierbei auf innovative Produkte, die unter den Markennamen Credit Life International und RheinLand Versicherungen platziert werden.

Die Credit Life AG erzielte im Geschäftsjahr gebuchte Bruttobeiträge in Höhe von 133,8 Mio. €. Davon entfielen 79,6 Mio. € auf Einmalbeiträge und 54,3 Mio. € auf laufende Beiträge. Insgesamt verzeichneten die gebuchten Bruttobeiträge einen Zuwachs von 27,5 %, die Einmalbeiträge von 33,5 % und die laufenden Beiträge nahmen um 19,7 % zu. Die verdienten Beiträge für eigene Rechnung beliefen sich im Berichtsjahr auf 84,6 Mio. € (i. Vj. 83,5 Mio. €).

Beitragseinnahmen in Mio. €

Der gesamte Zugang an Versicherungen machte im Berichtsjahr 184.457 Verträge mit einer Versicherungssumme von 9.279 Mio. € aus. Der Versicherungsbestand betrug, gemessen an der Stückzahl der Verträge, zum Jahresende 648.180 Verträge (i. Vj. 925.329).

Die Kapitalanlagen der Gesellschaft erhöhten sich im Geschäftsjahr um 10,8 Mio. € (5,1 %) auf insgesamt 224,5 Mio. € (i. Vj. 213,7 Mio. €). Mit 83,7 % war der überwiegende Teil des Vermögens in festverzinsliche Anlagen investiert. Die laufenden Erträge aus den Kapitalanlagen betrugen 4,2 Mio. € (i. Vj. 5,3 Mio. €). Die laufenden Aufwendungen für Kapitalanlagen betrugen 0,6 Mio. € (i. Vj. 0,6 Mio. €). Das außerordentliche Kapitalanlageergebnis der Credit Life AG betrug 0,1 Mio. € (i. Vj. 0,5 Mio. €). Insgesamt ergab sich ein Kapitalanlageergebnis in Höhe von 3,8 Mio. € (i. Vj. 5,3 Mio. €).

Nach einem Steueraufwand in Höhe von 3,0 Mio. €, der in den Niederlanden angefallen ist, ergab sich ein Ergebnis in Höhe von 4,1 Mio. €. Dieses wurde aufgrund des geschlossenen Gewinnabführungsvertrages vollständig an die RheinLand Holding AG abgeführt. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr ergab sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 5,4 Mio. €.

Rhion Versicherung AG

Die wachstumsstarke Entwicklung unseres Maklervertriebs setzte sich im vergangenen Geschäftsjahr eindrucksvoll fort. Wir konnten unsere Position als einer der besten und beliebtesten Anbieter im Maklermarkt weiter ausbauen. Bedingt durch die Einführung einer Mitversicherung in der verbundenen Wohngebäudeversicherung sanken die Beitragseinnahmen für das gesamte Versicherungsgeschäft auf 93,5 Mio. € (i. Vj. 97,2 Mio. €). Bereinigt um diesen Sondereffekt stiegen die Beiträge im Geschäftsjahr um rund 17 % an.

Beitragseinnahmen in Mio. €

Innerhalb der RheinLand Versicherungsgruppe wurden in den Vorjahren Maßnahmen zur Kostensenkung eingeleitet. Diese führten im Geschäftsjahr bei der Rhion zu einer Reduzierung der Kosten. Gleichzeitig reduzierten sich die Kosten aufgrund der Einführung einer Mitversicherung in der verbundenen Wohngebäudeversicherung. Insgesamt betrugen die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb 31,8 Mio. € (i. Vj. 33,2 Mio. €).

Die Aufwendungen für Versicherungsfälle beliefen sich 2017 auf 54,3 Mio. € (i. Vj. 43,0 Mio. €). Die bilanzielle Schadenquote nach Rückversicherung erhöhte sich im Berichtsjahr auf 62,9 % (i. Vj. 59,4 %).

Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung vor Veränderung der Schwankungsrückstellung sank im Geschäftsjahr auf 1,7 Mio. € (i. Vj. 2,5 Mio. €).

Die Kapitalanlagen der Rhion Versicherung AG erhöhten sich im Geschäftsjahr um 14,8 Mio. € (12,9 %) auf insgesamt 129,3 Mio. € (i. Vj. 114,6 Mio. €). Mit 87,5 % ist der überwiegende Teil des Vermögens in festverzinsliche Anlagen investiert.

Die laufenden Erträge aus den Kapitalanlagen ergaben 1,8 Mio. € (i. Vj. 1,9 Mio. €). Die laufenden Aufwendungen für Kapitalanlagen betrugen 0,1 Mio. € (i. Vj. 0,1 Mio. €). Das außerordentliche Kapitalanlageergebnis der Rhion Versicherung AG betrug 0,3 Mio. € (i. Vj. 0,1 Mio. €). Insgesamt ergab sich ein Kapitalanlageergebnis in Höhe von 2,0 Mio. € (i. Vj. 1,8 Mio. €).

Nach einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 1,9 Mio. € wies die versicherungstechnische Rechnung einen Verlust von 0,2 Mio. € (i. Vj. -0,5 Mio. €) aus.

Das nichtversicherungstechnische Ergebnis erhöhte sich 2017 auf 2,0 Mio. € (i. Vj. 1,5 Mio. €).

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages wurde der Gewinn der Gesellschaft in Höhe von 1,8 Mio. € (i. Vj. 1,0 Mio. €) an die Muttergesellschaft, die RheinLand Holding AG, abgeführt.

RheinLand Lebensversicherung AG

Die RheinLand Lebensversicherung AG betreibt im Wesentlichen das Sterbegeld- und Kapitallebensversicherungsgeschäft. Zusätzlich vertreibt unser angestellter Außendienst der Unternehmensgruppe von uns nicht betriebene Lebensversicherungsprodukte, insbesondere fondsgebundene Lebensversicherungen, an unsere Kooperationspartner. Aufgrund des schwierigen Marktumfeldes mit den unverändert niedrigen Zinsen konzentrieren sich die strategischen Aktivitäten der RheinLand Versicherungsgruppe aktuell auf Unternehmensbereiche, die nicht in der RheinLand Lebensversicherung AG bilanziert werden.

Aus diesem Grund reduzierten sich die gebuchten Bruttobeiträge aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft im Berichtszeitraum auf 54,5 Mio. € (i. Vj. 59,5 Mio. €). Hierbei verringerten sich die laufenden Beiträge von 53,7 Mio. € auf 50,1 Mio. € und die Einmalbeiträge von 5,7 Mio. € auf 4,3 Mio. €. Wir beobachten weiterhin das Marktgeschehen und die Rahmenbedingungen im Lebensversicherungsgeschäft, um regelmäßig unsere strategische Ausrichtung zu überprüfen und angemessen agieren zu können.

Die verdienten Beiträge für eigene Rechnung machten 49,7 Mio. € nach 54,3 Mio. € im Vorjahr aus. Dies entspricht einem Rückgang von 8,5 %. Der laufende Jahresbeitrag aller im Bestand befindlicher Verträge verringerte sich um 7,3 % von 52,9 Mio. € auf 49,0 Mio. €.

Beitragseinnahmen in Mio. €

Der gesamte Neuzugang zum Bestand nahm, gemessen nach Versicherungssumme, um 33,0 % von 54,3 Mio. € auf 36,3 Mio. € ab. Der Versicherungsbestand im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft verringerte sich um 6,5 % auf 1.388 Mio. €.

Der Kapitalanlagebestand belief sich auf 801,9 Mio. € gegenüber 783,4 Mio. € im Vorjahr. Die Erhöhung betrug 2,4 %.

Die laufenden Erträge aus Kapitalanlagen machten 22,9 Mio. € (i. Vj. 26,9 Mio. €) aus. Das außerordentliche Ergebnis aus Kapitalanlagen lag im Geschäftsjahr bei 13,6 Mio. € (i. Vj. 7,5 Mio. €). Zum Zwecke der Finanzierung der Zuführung zur Zinszusatzreserve in Höhe von 14,0 Mio. € (i. Vj. 12,0 Mio. €) wurden im Geschäftsjahr 2017 stille Reserven aus Rentenpapieren in Höhe von 13,6 Mio. € realisiert. Die Zinszusatzreserve betrug zum Bilanzstichtag insgesamt 60,8 Mio. € (i. Vj. 46,8 Mio. €).

Der Rohüberschuss hat sich von 1,7 Mio. € im Vorjahr auf 2,3 Mio. € im Geschäftsjahr erhöht.

Risikobericht

Gesamtsystem der Risikoüberwachung und -steuerung

Der wesentliche Geschäftszweck der im Konzern zusammengefassten Versicherungsunternehmen besteht darin, als Risikoträger bewusst und kontrolliert Risiken einzugehen, sie transparent und kalkulierbar zu machen und sie in einem ausgewogenen Risikoportfolio zu managen. Voraussetzung dafür ist ein professionelles Risikomanagement.

Unter Risiken werden hierbei alle Ereignisse und möglichen Entwicklungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens verstanden, die sich negativ auf die Unternehmensziele gemäß der kurz-, mittel- und langfristigen Planung und damit auf die Wirtschafts- und Finanzlage auswirken können. Die Niederlassungen der Credit Life AG und der Rheinland Versicherungs AG sind als separater Geschäftsbereich in die jeweilige Unternehmensplanung und -steuerung integriert.

Organisation und Aufgaben der Risikoüberwachung und -steuerung

Das Risikomanagement wird auf allen Ebenen der RheinLand Versicherungsgruppe nach einheitlichen Richtlinien geführt und ist auf den Schutz der finanziellen Position der RheinLand Holding AG und ihrer operativen Gesellschaften sowie auf eine nachhaltige Werterhöhung dieser Unternehmen ausgerichtet. Um diese Ziele zu erreichen, wird auf die Einhaltung einer Risikokultur und die Transparenz über die Risiken sowohl konzernweit als auch auf Ebene der Einzelunternehmen großer Wert gelegt. Zur aktiven Steuerung der Risiken und deren Reduzierung sind adäquate Instrumente im Einsatz. Die Sicherung der Kapitalausstattung wird unter Wahrung eines definierten Sicherheitsniveaus vorgenommen.

Die RheinLand Versicherungsgruppe verfügt über eine auf Risikomanagement und interne Kontrollmechanismen ausgerichtete Organisationsstruktur, die eine effiziente Bemessung, Überwachung und Kontrolle der Risiken gewährleistet. Basis hierfür sind die gesetzlichen und insbesondere aufsichtsrechtlichen Vorgaben und Anforderungen unter Beachtung der seit dem 1. Januar 2016 geltenden neuen aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu Solvency II.

Im Hinblick auf eine integre Geschäftsführung ist konzernweit eine unabhängige Compliance-Funktion eingerichtet. Die operativen Gesellschaften der Gruppe sind dem Verhaltenskodex für den Vertrieb des GDV beigetreten. Alle Richtlinien wurden unter Risiko- und Compliance-Gesichtspunkten regelmäßig aktualisiert und ggf. neue Richtlinien ergänzt. Auf einheitliche Richtlinien, die die gesellschaftsspezifischen Anforderungen berücksichtigen, wird hierbei großer Wert gelegt.

Risikomanagementstruktur

In den folgenden Hauptregelwerken sind die Rollen, Verantwortlichkeiten und Aufgaben der einzelnen Funktionen sowie der Risikomanagementprozess dokumentiert:

Risikostrategie

Innerbetriebliche Leitlinie zum Risikomanagement (Risikohandbuch)

Risikoinventar

Compliance-Management-Richtlinie

Richtlinie Versicherungsmathematische Funktion

Dokumentation zum internen Kontrollsystem (IKS)

Diese Dokumente werden einmal jährlich aktualisiert und bei Bedarf vervollständigt. Darüber hinaus gibt es weitere risikobegrenzende Regelwerke in den operativen Einheiten (z. B. Zeichnungsrichtlinien, Vollmachten).

Das Risikomanagement wird von folgenden Funktionen getragen:

Vorstand

Aufsichtsrat

Interne Konzernrevision

Compliance-Funktion

Versicherungsmathematische Funktion

Unabhängige Risikocontrollingfunktion

Risikomanagement Board

Risikoverantwortliche

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement sowie für den Beschluss und die fortlaufende Prüfung, Bewertung und Weiterentwicklung der Geschäftsorganisation mit den entsprechenden Regelwerken.

Der Aufsichtsrat ist für die Überwachung der vom Vorstand im Rahmen des Risikomanagements getroffenen Entscheidungen verantwortlich. Er wird regelmäßig durch den Konzernvorstand über die aktuelle Risikosituation unterrichtet.

Der Konzernrevision obliegt insbesondere die Überprüfung des IKS im Hinblick auf dessen Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit. Darüber hinaus werden das Risikomanagementsystem und die Compliance-Funktion regelmäßig überprüft. Die Konzernrevision unterliegt keinen Kontrollen, Einschränkungen oder sonstigen Einflüssen, die ihre Unabhängigkeit beeinträchtigen könnten.

Die Compliance-Funktion überwacht, bewertet und berichtet über die Einhaltung des gesetzlichen und ordnungsrechtlichen Rahmens sowie der vom Unternehmen selbst erstellten Regeln und Normen.

Die Versicherungsmathematische Funktion hat die Aufgabe der Beratung, Überwachung bzw. Validierung und Koordination im Zusammenhang mit der Berechnung und Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen, der Beurteilung der allgemeinen Zeichnungs- und Annahmepolitik sowie der Angemessenheit der Rückversicherungsvereinbarungen. Sie gewährleistet, dass die künftige Überschussbeteiligung angemessen in den versicherungstechnischen Rückstellungen nach Solvabilität II berücksichtigt wird. Sie trägt zur wirksamen Umsetzung des Risikomanagementsystems bei und berichtet über die erzielten Ergebnisse. Die RheinLand Versicherungsgruppe hat in der Aufbauorganisation eine Gremienlösung unter Leitung des Verantwortlichen Aktuars gewählt.

Die unabhängige Risikocontrollingfunktion (URCF), organisatorisch wahrgenommen durch die zentrale Abteilung Bilanzaktuariat, Solvency II und Risikomanagement, ist für bereichsübergreifende Risiken sowie für die konzeptionelle Weiterentwicklung und Pflege des konzernweiten Risikomanagementsystems zuständig. Sie übernimmt eine Koordinations- und Überwachungsfunktion und unterstützt die Risikoverantwortlichen in den operativen Bereichen und überprüft die Angemessenheit des IKS. Zur Wahrung ihrer Aufgaben ist der Abteilung Bilanzaktuariat, Solvency II und Risikomanagement ein uneingeschränktes Informationsrecht eingeräumt. Sie koordiniert die regelmäßige Risikoberichterstattung an den Vorstand, den Aufsichtsrat, die Aufsicht und die Öffentlichkeit.

Das Risikomanagement Board setzt sich aus Vertretern aller Unternehmensbereiche zusammen und ist als Gremium verantwortlich für konsensorientierte Entscheidungen im Rahmen der Vorstandsvorgaben und der Risikoanalysen durch das Risikomanagement.

Die dezentrale Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung der Risiken in den jeweiligen Geschäftsbereichen erfolgen nach den Vorgaben der Innerbetrieblichen Leitlinie zum Risikomanagement. Die Aufgaben werden von den Risikoverantwortlichen der operativen Bereiche wahrgenommen. Die Führungskräfte und die Risikoverantwortlichen werden im Hinblick auf die Wahrnehmung ihrer Funktion im Risikomanagement geschult. Die Führungskräfte haben die Aufgabe, Umsetzung und Effektivität des Risikomanagements in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich zu überwachen.

Die Aufgaben stellen sich im Regelkreis wie folgt dar:

Risikokategorien

Im Risikomanagement werden folgende Risikokategorien berücksichtigt:

Versicherungstechnisches Risiko: Das versicherungstechnische Risiko bezeichnet das Risiko, dass, bedingt durch Zufall, Irrtum oder Änderung, der tatsächliche Aufwand für Schäden und Leistungen vom erwarteten Aufwand abweicht. Es umfasst auch das Kosten-, Katastrophen- und Kumulrisiko.

Marktrisiko: Das Marktrisiko bezeichnet das Risiko, das sich direkt oder indirekt aus den Sensitivitäten von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen oder die Volatilität der Zinskurve bzw. Zinssätzen, der Aktienkurse, der Credit Spreads (über der risikolosen Zinskurve) sowie der Marktpreise von Immobilien ergibt. Das Marktrisiko schließt das Währungskursrisiko ein. Es umfasst außerdem Konzentrationsrisiken, die sich durch eine mangelnde Diversifikation des Assetportfolios ergeben.

Ausfallrisiko: Das Ausfallrisiko bezeichnet das Risiko, das sich aufgrund eines unerwarteten Ausfalls oder der Verschlechterung der Bonität von Gegenparteien und Schuldnern ergibt.

Operationelles Risiko: Das operationelle Risiko bezeichnet das Risiko von Verlusten infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Prozessen, mitarbeiter-, systembedingten oder externen Vorfällen sowie Compliance- und Rechtsrisiken.

Liquiditätsrisiko: Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko von Verlusten durch einen Rückgang der Preise oder mangelnde Liquidität der relevanten Märkte bei Verkauf der Aktiva aufgrund von kurzfristigem Liquiditätsbedarf. Es beinhaltet auch die jederzeitige Bedienung der Verpflichtungen aus den abgeschlossenen Versicherungsverträgen.

Strategisches Risiko: Das strategische Risiko ist das Risiko, das sich aus strategischen Geschäftsentscheidungen ergibt. Zu dem strategischen Risiko zählt auch das Risiko, das sich daraus ergibt, dass Geschäftsentscheidungen nicht einem geänderten Wirtschaftsumfeld angepasst werden. Das strategische Risiko ist in der Regel ein Risiko, das im Zusammenhang mit anderen Risiken auftritt. Es kann aber auch als Einzelrisiko auftreten.

Reputationsrisiko: Das Reputationsrisiko ist das Risiko, das aus einer möglichen Beschädigung des Rufes infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit (z. B. bei Kunden, Geschäftspartnern, Aktionären, Behörden) entsteht. Ebenso wie das strategische Risiko ist das Reputationsrisiko in der Regel ein Risiko, das häufig im Zusammenhang mit anderen Risiken auftritt. Es kann aber auch als Einzelrisiko auftreten.

Risikotragfähigkeit und Limitsystem

Gemäß den Anforderungen von Solvency II bzw. den aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation von Versicherungsunternehmen (MaGo) ist die Einrichtung eines aus dem Risikotragfähigkeitskonzept abgeleiteten Limitsystems erforderlich.

Die Risikotragfähigkeit gibt an, inwieweit die jeweils aktuell übernommenen und bewerteten Risiken der Unternehmen der RheinLand Versicherungsgruppe durch dafür verfügbare Eigenmittel bedeckt sind. Sie wird als Quotient aus verfügbaren Eigenmitteln und Solvenzkapitalanforderung nach Standardformel gemessen, ggf. erweitert um die Erkenntnisse aus dem unternehmenseigenen Risikoassessment (ORSA). Die RheinLand Versicherungsgruppe und alle Einzelgesellschaften sind mit ausreichenden Eigenmitteln auszustatten. Dies geschieht im Wesentlichen durch eine Anpassung der Gesamtrisikopositionen (Risikokapitalbedarf) an die jeweils zur Verfügung stehenden Eigenmittel oder durch eine Anpassung der Eigenmittel. Der Eigenmittelbegriff ist entsprechend dem Versicherungsaufsichtsgesetz definiert.

Die Steuerung und kontinuierliche Überwachung der Risikotragfähigkeit der Einzelgesellschaften wie auch der RheinLand Versicherungsgruppe erfolgen durch definierte Risikokapitalbudgets, Limits und Schwellenwerte, die in der Risikostrategie und der Innerbetrieblichen Leitlinie zum Risikomanagement beschrieben sind. Die strategischen Risiken wurden in 2017 darüber hinaus quartalsweise im Risikomanagement Board analysiert und jährlich im Rahmen einer Stärken-/Schwächen-Analyse qualitativ bewertet. Die Steuerung und Überwachung der wesentlichen operationellen Risiken erfolgen im Rahmen abgestimmter implementierter Prozesse.

Risikoberichterstattung

Vorstand und Aufsichtsrat werden durch die Abteilung Risikomanagement mindestens zweimal jährlich durch die Vorlage der aufsichtsrechtlich geforderten Risikoberichterstattung über die Risikolage der Einzelgesellschaften und der Gruppe, über die ihrer Beherrschung dienenden Steuerungsmaßnahmen sowie über neue Risiken und wesentliche Veränderungen bereits bekannter Risiken informiert. Das Thema Risikomanagement ist regelmäßig Tagesordnungspunkt in den Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen. Als Unterlage dient hierzu der jeweils aktuelle Risikobericht. Bei plötzlich auftretenden wesentlichen Veränderungen bekannter Risiken sowie neu entstandenen Risiken erfolgt eine Ad-hoc-Berichterstattung.

Zu Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen, bei denen kein ausführlicher Risikobericht vorliegt, wird im Bedarfsfall unter Leitung der URCF eine mit dem Risikomanagement Board abgestimmte Folienberichterstattung zum aktuellen Stand der Risikolage erstellt.

Überwachung und Steuerung der Risiken

Nach den einzelnen Risikokategorien ergibt sich für die RheinLand Versicherungsgruppe insgesamt folgende Risikolage:

Versicherungstechnisches Risiko

Schaden- und Unfallversicherung

Die RheinLand Versicherungsgruppe verfolgt mit ihren Schaden- und Unfallversicherern unter Vorgabe geeigneter Annahmerichtlinien und Zeichnungskompetenzen den Ausbau deckungsbeitragsstabiler Sach-, Haftpflicht- und Unfallsparten im privaten und gewerblichen Geschäft. Aufgrund des regionalen Schwerpunktes bezüglich des Geschäftsgebietes bestehen Konzentrationsrisiken bei Naturereignissen. Diese Risiken betreffen insbesondere die Verbundene Wohngebäudeversicherung und die daraus resultierende Ergebnisvolatilität. Neben Annahme- und Zeichnungsrichtlinien setzen die Rheinland Versicherungs AG und die Rhion Versicherung AG einen geeigneten Mix aus Mit- und Rückversicherung ein, um die möglichen Auswirkungen der Ergebnisvolatilität zu reduzieren. Klassisches Großindustrie- oder Gewerbegeschäft mit Großschaden- bzw. Langfristschadenpotenzial wird nicht gezeichnet.

Es ist ein systematisches versicherungstechnisches Controlling installiert. Hierbei werden nach einem standardisierten Verfahren der versicherungstechnische Bruttoergebnisverlauf vor internen Kosten nach Vertriebswegen, Sparten, Kooperationspartnern und Kundensegmenten nach Zeichnungs- und Bilanzjahren analysiert. Die Ergebnisse werden unmittelbar an die für das betroffene Geschäftssegment Verantwortlichen aus Vorstand und den Bereichen Sparte/Betrieb sowie Vertrieb berichtet. Im Falle von Fehlentwicklungen können zeitnah geeignete Gegenmaßnahmen entwickelt werden. Über die wesentlichen Analysen und Ergebnisse im Rahmen des versicherungstechnischen Controllings Schaden/Unfall berichtete auch die Versicherungsmathematische Funktion in ihren Berichten des Jahres 2017 an den Vorstand der RheinLand Versicherungs AG und der Rhion Versicherung AG. Darüber hinaus werden bei Bedarf umfangreiche Sonderanalysen durchgeführt, welche möglichst alle Aspekte von der Wettbewerbsfähigkeit der Produkte und Tarife bis zur Schadenentwicklung berücksichtigen.

Tarifierung und Reservierungsfunktion sind in unterschiedlichen Bereichen angesiedelt. Die Reservierung richtet sich nach handelsrechtlichen und aktuariellen Grundsätzen des Vorsichtsprinzips. Die einzelfallbezogene Schadenreservierung folgt festgelegten internen Schadenrichtlinien zur Sicherstellung einer angemessenen und stetigen Reservierung. Die Auskömmlichkeit der Reserven wird regelmäßig überprüft.

Unter der Prämisse einer vorgegebenen Zielrendite sowie definierter Zielschadenquoten erfolgt eine beitragsorientierte Mehrjahresplanung. Darauf aufbauend werden Analysen und ein Controlling der Entwicklung der Risiken im Versicherungsbestand durchgeführt.

Die Schadenquoten und Abwicklungsergebnisse für eigene Rechnung haben sich in den vergangenen Jahren im Bereich Schaden/Unfall wie folgt entwickelt:

Bilanzielle Schadenquote f.e.R. in % der verdienten Beiträge Bilanzielle Schadenquote f.e.R. in % der verdienten Beiträge (ohne Naturkatastrophen) Abwicklungsergebnis f.e.R. in % der Rückstellung am 1. Januar
2007 77,4 74,9 3,2
2008 69,6 64,4 5,2
2009 69,5 67,4 6,9
2010 69,3 68,0 6,1
2011 66,0 64,5 7,5
2012 59,0 58,8 9,1
2013 60,5 59,7 6,6
2014 65,1 63,1 3,6
2015 66,3 65,1 3,9
2016 64,2 63,0 6,1
2017 66,9 66,0 4,7

Restkreditversicherung (Arbeitsunfähigkeits- und Arbeitslosigkeitsversicherung)

Im Restkreditgeschäft besteht das Portfolio aus Risikolebens-, Arbeitsunfähigkeits- und Arbeitslosigkeitsversicherungen. Diese werden von einer Reihe mittelgroßer Kooperationspartner in der Regel zur Absicherung von Hypotheken-, Auto- oder Konsumkrediten in Deutschland, den Niederlanden und Italien vermittelt.

Die Beherrschung des versicherungstechnischen Risikos in der Restkreditversicherung ist besonders anspruchsvoll. So gibt es, anders als in den klassischen Versicherungssparten des Schaden- und Unfallgeschäftes, keine statistischen Grundlagen, die vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft oder der Deutschen Aktuarvereinigung zur Verfügung gestellt werden. Für dieses Spezialgeschäft werden daher aus dem technischen Verlauf der historischen Bestände in Verbindung mit öffentlich verfügbaren Statistiken der Sozialversicherungsträger eigene Rechnungsgrundlagen für die Arbeitsunfähigkeitsversicherung und die Arbeitslosigkeitsversicherung entwickelt. Die Profitabilitäten werden mindestens einmal jährlich für jeden einzelnen Kooperationspartner mittels eines standardisierten versicherungstechnischen Schemas nach Sparte, Zeichnungsjahren und Bilanzjahren analysiert. Parallel werden für alle großen Kooperationspartner mehrfach im Jahr die versicherungstechnischen Bruttoergebnisse mit den entsprechenden Planwerten verglichen. Die Ergebnisse dieser Analysen werden im für das operative Geschäft zuständigen Managementkreis besprochen. Somit ist sichergestellt, dass etwaige Fehlentwicklungen schnell erkannt und zeitnah Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Maßgebliche Fehlentwicklungen wurden bislang nicht festgestellt. Im Bericht der Versicherungsmathematischen Funktion an den Vorstand der RheinLand Versicherungs AG wurde über die wesentlichen Aspekte dieses versicherungstechnischen Controllings berichtet.

Lebensversicherung

Die Credit Life AG hat sich als Risikolebensspezialist am Markt positioniert. Aktiv angeboten werden Risikolebensversicherungen ohne Überschussbeteiligung einschließlich Restkredit-Risikolebensversicherungen und überschussberechtigte Risikolebensversicherungen, deren Überschussbeteiligung in der Regel durch Beitragsverrechnung erfolgt. Auch Produkte zur Absicherung des Berufsunfähigkeitsrisikos gehören zum Portfolio. Darüber hinaus besteht ein kleiner geschlossener Bestand an Kapitallebens- und Rentenversicherungen.

Risikolebensversicherungen ohne Überschussbeteiligung und Restkredit-Risikolebensversicherungen werden über eine Reihe großer und mittelgroßer Kooperationspartner zur Absicherung von Hypotheken-, Auto- und Konsumkrediten in Deutschland, in den Niederlanden und in Italien angeboten. Es gibt Produkte mit gleichbleibender oder fallender Leistung gegen Einmalbeitrag oder laufende Beitragszahlung.

Die Beherrschung des versicherungstechnischen Risikos erfolgt auf Basis von Sterbetafeln der entsprechenden Märkte sowie eigenen Daten und Erfahrungen. Die Profitabilitäten werden mindestens einmal jährlich für jeden einzelnen Kooperationspartner mittels eines standardisierten versicherungstechnischen Schemas nach Zeichnungsjahr und Bilanzjahr analysiert. Parallel werden für alle großen Kooperationspartner mehrfach im Jahr die versicherungstechnischen Bruttoergebnisse mit den entsprechenden Planwerten verglichen. Speziell für den niederländischen und für den italienischen Markt werden darüber hinaus mehrmals jährlich sogenannte Sterblichkeitsanalysen durchgeführt, bei denen die tatsächlich eingetretenen Leistungsfälle mit den gemäß der angesetzten Sterbetafel erwarteten Leistungsfällen verglichen werden. Die Ergebnisse dieser Analyse werden im für das operative Geschäft zuständigen Managementkreis besprochen. Somit ist sichergestellt, dass etwaige Fehlentwicklungen schnell erkannt und zeitnah Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.

Um die Sicherheit für das stark wachsende Geschäft zusätzlich zu erhöhen, wurde im Jahr 2016 für den niederländischen Markt eine Komplettanalyse mit Konkurrenzvergleich, Tarifstruktur, Tarifniveau und Sterblichkeitsentwicklung erstellt. Eine ähnliche Komplettanalyse wird seit Anfang des Jahres 2018 auch für das italienische Geschäft erstellt. Das Risikolebensversicherungsgeschäft in den Niederlanden und in Italien ist zudem durch hohe Rückversicherungsbeteiligungen geschützt. Im Bericht der Versicherungsmathematischen Funktion an den Vorstand der Credit Life AG im Jahr 2017 wurde darüber hinaus auf die Sonderthemen "Risikoleben in den Niederlanden" und "Restkredit-Risikoleben in Italien" explizit eingegangen.

Die klassischen Risikolebensversicherungen mit Überschussbeteiligung werden im deutschen Markt angeboten. Dabei wird die Überschussbeteiligung überwiegend in Form eines Beitragsvorwegabzuges gewährt. Im Falle negativer Tendenzen im Risikoverlauf oder durch Belastungen aus gesetzlichen Vorgaben (z. B. Zinszusatzreserve) kann durch hohe Anpassung der Überschussbeteiligung gegengesteuert werden.

Die RheinLand Lebensversicherung AG bietet seit dem zweiten Quartal des Jahres 2016 im Neugeschäft ausschließlich Sterbegeld- und Kapitallebensversicherungen an. Ausführungen zum Risiko aus Zinsveränderungen sind dem folgenden Kapitel zu entnehmen.

Marktrisiko

Maßnahmen im Niedrigzinsumfeld

Insgesamt besteht für die klassische Lebensversicherung mit ihren lang laufenden Leistungsgarantien ein besonders schwieriges Kapitalmarktumfeld. Die RheinLand Versicherungsgruppe hat durch die Bildung einer sogenannten Zinszusatzreserve weiter Vorsorge getroffen. Der für die Berechnung relevante Referenzzins zum Stichtag 31. Dezember 2017 ist von 2,54 % auf 2,21 % gefallen. Somit müssen jetzt für Bestandsverträge mit zugesagter Zinsgarantie bis einschließlich 2,25 % Zinszusatzreserven gestellt werden. Die Zinszusatzreserven betragen zum Ende des Geschäftsjahres 60,8 Mio. € bei der RheinLand Lebensversicherung AG (i. Vj. 46,8 Mio. €) und 4,4 Mio. € bei der Credit Life AG (i. Vj. 3,2 Mio. €). Durch die in der Deckungsrückstellungsverordnung definierten Regelungen wird sich auch künftig bei sinkenden Referenzzinssätzen weiterer Zuführungsbedarf zur Zinszusatzreserve ergeben.

Die Deckungsrückstellungsverordnung wurde zum 1. Januar 2017 geändert. Dabei wurde der Höchstrechnungszins für das Neugeschäft ab dem Jahr 2017 von 1,25 % auf 0,90 % gesenkt. Bei der Credit Life AG wird für die Deckungsrückstellungen aus Einmalbeitragsgeschäft seit einiger Zeit ein Rechnungszins von 0,0 % angesetzt. Damit wird der gesetzliche Höchstrechnungszins deutlich unterschritten. Das starke Wachstum im Versicherungsgeschäft der Credit Life AG ist somit wesentlich vom Aufbau weiterer Zinsrisiken entkoppelt.

Das Thema "RheinLand Leben im Niedrigzinsumfeld" hat eine hohe Aufmerksamkeit im Aufsichtsrat. Bereits im Frühjahr 2015 wurde durch diesen ein Maßnahmenplan (Nachrangdarlehen, Rückversicherungslösung, Übergangsmaßnahme Aktienrisiko) beauftragt, mit dem die RheinLand Lebensversicherung AG robuster gegenüber Marktzinsschwankungen aufgestellt ist. Im Rahmen weiterer Aufsichtsratssitzungen wurden die Themen Solvenzbedeckung, Zinszusatzreserve und Verstärkung der Eigenmittel laufend auf dem jeweils aktuellen Stand der Umsetzung und der wirtschaftlichen Entwicklung erneut diskutiert.

Kapitalanlagen

Die Kapitalanlagen der RheinLand Versicherungsgruppe sind konservativ und an den Anforderungen ihrer Verpflichtungen ausgerichtet. Zur Steuerung der Kapitalanlagerisiken orientiert sich die RheinLand Versicherungsgruppe bei der Mischung weiterhin an den Mischungsquoten nach § 3 Anlageverordnung (Ansatz der "AnlV modifiziert").

Eine Konzentration von Marktrisiken ist ausgeschlossen. Alle auf ein und denselben Schuldner entfallenden Anlagen dürfen in der Regel 5 % des Sicherungsvermögens nicht übersteigen. Für Sonder- bzw. Gesellschaftsvermögen sollte eine Konzentration von Anlagen bei einem Portfoliomanager unterlassen werden, soweit sie mehr als 20 % des Sicherungsvermögens übersteigen.

Es erfolgt eine Überwachung der Kapitalanlagerisiken durch definierte Risikokapitalbudgets, Limits sowie Schwellenwerte.

Der Schwerpunkt der Kapitalanlage liegt bei europäischen Emittenten mit hoher Bonität (Durchschnitts-Rating "A+").

Der Rentenbestand der RheinLand Versicherungsgruppe stellt sich wie folgt dar:

Rentenbestand in T€ in % zu Gesamt
Gesamt 1.244.990
davon Staatsanleihen 61.487 4,9
Bankenexposure 1.112.706 89,4
Unternehmensanleihen 70.797 5,7
ABS-Produkte 0 0,0

Bei den genannten Renten bestehen zusätzliche Sicherungen durch:

Sicherungen in T€ in % zu Gesamt
Pfandrecht 354.606 28,5
Einlagensicherung 633.627 50,9
Staatsgarantie 61.985 5,0
ohne Sicherungen 194.772 15,6

Vom Rentenbestand im Bankenexposure mit insgesamt 1.112.706 T€ liegen in Höhe von 139.975 T€ (12,6 %) keine der o. g. Sicherungen vor.

Nachrangigkeit (ohne ABS-Direktbestand) besteht in folgender Höhe:

Nachrangigkeit in T€ in % zu Gesamt
Genussrechte 3.031 0,2
Nachrangdarlehen 47.192 3,8

Es besteht ein nicht abgesichertes Aktienexposure über ein Sondervermögen bei den operativen Gesellschaften in Höhe von 39.319 T€. Die Aktienquote der RheinLand Versicherungsgruppe beträgt zum Bilanzstichtag 2,2 %.

Auch künftig induzieren Schwankungen am Kapitalmarkt aufgrund der hohen Sicherheit der Kapitalanlagen für die RheinLand Versicherungsgruppe nur begrenzte Abschreibungsrisiken. Sinkende Kurse würden aufgrund der "buy and hold"-Strategie in erster Linie zum Ausweis von stillen Lasten führen. Die aktuellen Entwicklungen werden kontinuierlich analysiert. Wesentlicher Handlungsbedarf zeichnet sich derzeit nicht ab. Auch aus den unterjährig durchgeführten Stresstests hat sich kein Handlungsbedarf ergeben.

Im nachfolgenden Szenario wird die Auswirkung starker Schwankungen von Aktienkursen und Kapitalmarktrenditen auf den Zeitwert der zum Bilanzstichtag im Bestand gehaltenen Wertpapiere aufgezeigt:

Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Aktienkursveränderung Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen
in T€
Anstieg um 20 % 7.864
Anstieg um 10 % 3.932
Rückgang um 10 % -3.932
Rückgang um 20 % -7.864

Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Zinsveränderung Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen
in T€
Anstieg um 200 Basispunkte -108.528
Anstieg um 100 Basispunkte -55.973
Rückgang um 100 Basispunkte 60.209
Rückgang um 200 Basispunkte 124.741

Das potenzielle Abschreibungsvolumen aus den unsaldierten stillen Lasten per 31. Dezember 2017 aus allen Kapitalanlagen beträgt für den Konzern 9.132 T€.

Der Schwerpunkt der Kapitalanlage liegt bei europäischen Emittenten mit hoher Bonität (Durchschnitts-Rating "A+"). Folgende Übersicht zeigt die Verteilung der Kapitalanlagen über die diversen Kreditwürdigkeitsklassen am Bilanzstichtag (Standard & Poor's):

Rentenbestand nach Kreditwürdigkeitsklassen

Ratingklasse Anteil
in %
Buchwert
in T€
Marktwert
in T€
AAA 20,1 250.705 265.006
AA 13,8 171.612 179.435
A 59,2 736.931 754.341
BBB 6,8 84.608 88.639
BB/B 0,0 0 0
CCC/CC/C 0,0 0 0
ohne Rating 0,1 1.133 1.128
100,0 1.244.990 1.288.549

Die Kapitalanlagen ohne Rating betreffen die Protektor-Namensgenussrechte und ein Schuldscheindarlehen.

Ausfallrisiko

Die Forderungen gegenüber Rückversicherern, Vermittlern und Kunden unterliegen, wie die Kapitalanlagen, grundsätzlich auch einem Ausfallrisiko. Zur Risikovorsorge hat die RheinLand Versicherungsgruppe bei Bedarf Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand vorgenommen. Ausstehende Forderungen mit mehr als 90 Tagen zurückliegendem Fälligkeitszeitpunkt bestanden am Bilanzstichtag in Höhe von 1,0 Mio. €.

Die RheinLand Versicherungsgruppe zielt mit ihren operativen Gesellschaften auf eine bedarfsgerechte, kostengünstige Rückversicherungspolitik unter Beachtung von Sicherheits- und Kontinuitätsaspekten ab. Bei der Auswahl der einzelnen Rückversicherungs-Vertragspartner besteht vor dem Hintergrund der angestrebten langfristigen Vertragsbeziehungen als Nebenbedingung im Hinblick auf deren Bonität die Anforderung eines Mindestratings von A- (Standard & Poor's oder ein vergleichbares Rating einer anderen Rating-Agentur). Marktentwicklungen und Verschlechterungen der Bonität unterliegen einer kontinuierlichen Beobachtung im Rahmen des Limitsystems. Das von konzernfremden Gesellschaften übernommene Rückversicherungsgeschäft hat durch neue Vertragsbeziehungen wieder an Bedeutung gewonnen.

Forderungen gegenüber Rückversicherern am Bilanzstichtag

Ratingklasse in T€ in % von gesamt
AAA 0 0,0
AA 38.844 41,6
A 48.283 51,7
BBB 6.281 6,7
ohne Rating 0 0,0
93.409 100,0

ohne konzerninterne Rückversicherung

Die Überprüfung aller Ratings erfolgt regelmäßig und wird entsprechend dokumentiert. Forderungen gegenüber Rückversicherern mit einem schlechteren Rating als A resultieren im Wesentlichen aus abzuwickelndem Geschäft. Risiken daraus sind für die RheinLand Versicherungsgruppe nicht erkennbar.

Liquiditätsrisiko

Zur Sicherstellung einer jederzeitigen Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen werden monatliche Liquiditätspläne erstellt. Der Liquiditätsüberschuss der RheinLand Versicherungsgruppe lag im Monatsdurchschnitt bezogen auf die gesamten Kapitalanlagen bei ca. 5,0 %. Der erwartete Liquiditätsüberschuss ohne Wiederanlage für 2018 beträgt rund 163.155 T€.

Die RheinLand Versicherungsgruppe verfügt über ausreichend viele Kapitalanlagen, die im Fall eines Liquiditätsengpasses sofort veräußerbar wären. Daher besteht aus heutiger Sicht kein Liquiditätsrisiko.

Operationelles Risiko

Die Steuerung und Überwachung der operationellen Risiken erfolgt durch die verantwortlichen Bereiche. Für operationelle Risiken werden einmal jährlich Szenarioanalysen durchgeführt und die Risikoindikatoren zur unterjährigen Überwachung überprüft. Notfallpläne, Versicherungen, Zugangskontrollen sowie Vollmachten- und Berechtigungsregelungen führen zu geringen Eintrittswahrscheinlichkeiten bzw. Schadenpotenzialen. Insbesondere den sich zwischenzeitlich immer weiter ausbreitenden Cyberrisiken wird mit umfangreichen Datensicherungskonzepten, Schutzprogrammen und einer extern durchgeführten, professionellen E-Mail-Überprüfung begegnet. Für den Schadenfall wurde eine Cyberversicherung abgeschlossen.

Im Rahmen der Risikosteuerung operationeller Risiken spielt darüber hinaus ein dokumentiertes IKS eine zentrale Rolle. Hierdurch werden die systematische Prävention und die Früherkennung von prozessualen Risiken sichergestellt. Zur Beherrschung der wesentlichen Prozessrisiken sind Schlüsselkontrollen eingerichtet. Compliancerisiken, die in Bezug auf die Einhaltung oder Umsetzung von Gesetzen, Rechtsvorschriften, regulatorischen Anforderungen oder ethisch/moralischen Standards sowie von internen Vorschriften und Regelungen auftreten können, sind über einen definierten Prozess gemäß Compliance-Management-Richtlinie geregelt. Fraud-Risiken unterliegen einer besonderen Beobachtung und Berichterstattung.

Generell besteht das Risiko, dass die in einzelnen Fällen ergangene Rechtsprechung auch auf die operativen Gesellschaften der RheinLand-Gruppe ausstrahlt. Um diesem Risiko zu begegnen, werden alle anstehenden Klagefälle auf Allgemeingültigkeit hin bewertet, beobachtet und regelmäßig zwischen den Fachbereichen und der Rechtsabteilung besprochen. Je nach Einstufung des Risikos wird im Bedarfsfall eine angemessene Rückstellung gebildet.

Strategisches Risiko

Klar geregelte Entscheidungsprozesse sowie eine enge Zusammenarbeit aller relevanten Entscheidungsträger sind die Grundlage einer effizienten Steuerung strategischer Risiken. Planungs- und Controllingprozesse steuern und überwachen die Erreichung der strategischen Zielsetzungen. Ein strukturierter Planungsprozess unter Einbeziehung aller relevanten Geschäftsbereiche ist implementiert. Die strategischen Risiken werden jährlich im Rahmen einer Stärken-/Schwächen-Analyse identifiziert und qualitativ bewertet.

Reputationsrisiko

Reputationsrisiken werden regelmäßig qualitativ bewertet und laufend beobachtet. Im Jahr 2017 hat sich für die RheinLand Versicherungsgruppe kein Reputationsrisiko realisiert.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Im Jahr 2017 haben die RheinLand Versicherungsgruppe sowie alle Einzelgesellschaften der Gruppe zu jeder Zeit über eine ausreichende ökonomische und aufsichtsrechtliche Risikotragfähigkeit verfügt. Insgesamt zeichnet sich auch derzeit keine Entwicklung ab, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RheinLand Versicherungsgruppe ungeplant nachhaltig beeinträchtigen könnte.

Die vorläufige, vom Abschlussprüfer nicht zu prüfende, Solvenzquote nach Solvency II liegt per 31. Dezember 2017 über der aufsichtsrechtlich geforderten Bedeckung des SCR (Solvency Capital Requirement) von 100 % sowie auch über dem intern festgelegten Limit von 120 %. Weitere Details zur Solvabilität der RheinLand Versicherungsgruppe sind dem Bericht über die Solvabilität und Finanzlage (SFCR) mit Stand 31. Dezember 2017 zu entnehmen. Eine Veröffentlichung auf der Internetseite bis zum 18. Juni 2018 ist aufsichtsrechtlich vorgegeben.

Chancenbericht

Erfolgreiches unternehmerisches Handeln setzt voraus, sich bietende Chancen zu nutzen, um zusätzliches profitables Wachstum zu generieren. Um unsere Chancen zu identifizieren, beobachten wir sehr genau, wohin sich Branche und Märkte entwickeln. Die Auswertung und kritische Analyse von Wettbewerbsinformationen und das Erspüren von neuen Bedürfnissen, Trends und Tendenzen versetzen uns in die Lage, Innovationen voranzutreiben, um für künftige Anforderungen gerüstet zu sein.

Unser bestehendes Geschäftsmodell, das auf drei Marken und Vertrieben basiert, hat sich bewährt. Wir geben unserem Eigenen Außendienst, unserem Maklervertrieb und unserem Vertriebsweg Bancassurance Produkte und Lösungen an die Hand, mit denen wir uns gut positionieren und unsere Zielgruppen erreichen. Unsere konsequente Serviceorientierung, unsere kurzen Entscheidungswege und schlanken Strukturen verschaffen uns viele Vorteile: Sie führen zu einer Partnerschaft im besten Sinne und eröffnen uns Handlungsspielräume, in denen wir flexibel auf sich verändernde Gegebenheiten reagieren - gemeinsam mit Kunden und Kooperationspartnern.

Die unvermindert enge Anbindung unseres Unternehmens an die Nachfahren der Gründerfamilien gibt uns ein unverwechselbares Profil und sichert die Unabhängigkeit der RheinLand Versicherungsgruppe in einem von Konzentrationsprozessen geprägten Umfeld. Von Beginn an bestimmten die Prinzipien des Ehrbaren Kaufmanns unser Handeln. Auf diesem Wertefundament, das unvermindert aktuell ist, hat sich unser Unternehmen kontinuierlich weiterentwickelt. Das Wissen um die Tradition verbindet sich bei uns mit Innovationsgeist und Mut zu Neuerungen. Unsere Mitarbeiter sind hierbei unser wichtigstes Gut, denn sie sind es, die diesen permanenten Wandel kraftvoll gestalten.

Ausblick

Robustes Wirtschaftswachstum, Angst vor konjunktureller Überhitzung und politische Unsicherheit in Deutschland

Das neue Jahr startete in Deutschland mit Rückenwind aus der Wirtschaft und mit Gegenwind aus der Politik. Während die Unsicherheit über die Regierungsbildung in den ersten Wochen die öffentliche Diskussion dominierte, kamen aus der Wirtschaft durchweg positive Meldungen. Die Wachstumsprognosen für Deutschland reichen von 2,0 % (Commerzbank) bis 2,6 % (ifo). Einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft zufolge rechnen etwa zwei Drittel der Wirtschaftsverbände in Deutschland mit einer steigenden Produktion, und die Hälfte der Unternehmen will mehr investieren. Das Institut geht davon aus, dass die Zahl der Beschäftigten auf über 45 Mio. ansteigen wird. Ein Risikofaktor für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland ist der Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften, der die Wirtschaft mittlerweile spürbar ausbremst.

Dass die deutsche Wirtschaft trotz politischer Unsicherheiten optimistisch ins Jahr 2018 geht, liegt nicht zuletzt daran, dass sich das konjunkturelle Klima rund um den Globus weiter aufhellt. Für 2018 erwartet der Internationale Währungsfonds ein Wachstum von 3,9 %. Kurz- bis mittelfristig scheint Optimismus hinsichtlich der weiteren weltweiten konjunkturellen Entwicklung und des Welthandels angebracht. Gleichzeitig weisen Experten auf Entwicklungen hin, die langfristig zum Problem werden können. Dazu zählt neben protektionistischen Tendenzen zum Beispiel auch die immer noch niedrige Inflation in weiten Teilen der industrialisierten Welt. Dem gegenüber zeigt sich nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA der Arbeitsmarkt so robust, dass fast von Vollbeschäftigung gesprochen werden kann. In solch einer Situation könnten die Löhne deutlich steigen. Das würde die Unternehmen dazu zwingen, die Preise zu erhöhen - was wiederum das Lohnwachstum weiter ankurbeln würde. Die Notenbanken könnten im Rahmen dieser Aufwärtsspirale allmählich die Zinsen auf ein höheres Maß anheben. Das jedenfalls befürchteten Marktteilnehmer an den Börsen Anfang Februar, als sie mit Aktienverkäufen für einen kurzfristigen Einbruch sorgten. Denn steigende Zinsen würden zinsabhängige Geldanlagen interessanter machen.

Ausblick auf die Finanzmärkte 2018

Von kurzfristigen Marktspekulationen abgesehen, gehen die meisten Beobachter indes davon aus, dass sich die Grundkonstellationen zunächst nicht gravierend ändern. Seit Jahren betreiben die Zentralbanken eine expansive Geldpolitik, um die Kapitalmärkte mit einer erhöhten Geldmenge auszustatten. Dabei nutzen sie zwei Instrumente: niedrige Zinsen und Anleihen-Aufkaufprogramme. Die Folge: Anleihen bieten so wenig Rendite, dass Anleger in Sachanlagen wie Aktien und Immobilien investieren und damit deren Preise immer weiter nach oben treiben.

Dieser Trend wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit auch 2018 fortsetzen. Allerdings laufen die Entwicklungen in den USA und Europa mittlerweile etwas auseinander. Die US-Notenbank Fed hat ihre Aufkaufprogramme für Anleihen beendet und zugleich damit begonnen, mit regelmäßigen, kleinen Zinserhöhungen ihre Geldpolitik schrittweise zu normalisieren. Im Euroraum dagegen bleibt die Europäische Zentralbank auf absehbare Zeit bei ihrer Nullzinspolitik. Es darf davon ausgegangen werden, dass Zinsen und Anleiherenditen im Euroraum sehr wahrscheinlich weiterhin auf niedrigem Niveau verharren.

Die Aussichten für Aktien bleiben damit grundsätzlich positiv. Allerdings steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es bei den mittlerweile erreichten Kursniveaus zu Korrekturen kommen kann. Das Risiko, dass eine Schwächephase am Aktienmarkt in eine lang anhaltende Baisse münden könnte, scheint indes nicht besonders hoch. Insbesondere in Europa und speziell in Deutschland stützt die reale Wirtschaft die Börse, und die Aktien erscheinen im Vergleich zu den USA moderat bewertet.

Allerdings können geopolitische Krisen wie ein möglicher Konflikt mit Nordkorea oder eine Ausweitung der Auseinandersetzungen im Mittleren Osten zwischenzeitlich für Irritationen an den Finanzmärkten führen.

Ausblick Versicherungswirtschaft 2018

Für das laufende Jahr rechnen die rund 450 Unternehmen der Versicherungsbranche mit einer stabilen Entwicklung, wie der GDV ermittelt hat. Allerdings begann das Jahr im Wortsinne stürmisch für die Branche. Sturmtief "Burglind" und Orkan "Friederike" richteten Schäden in dreistelliger Millionenhöhe an. Zudem dämpfen politische Unwägbarkeiten allzu hohe Erwartungen, und die niedrigen Zinsen beschäftigen weiterhin die Versicherungsunternehmen und ihre Kunden. Wachstumstreiber könnten Cyber- und Kurzzeitversicherungen sowie die Absicherung gegen Naturgefahren sein, ebenso die Altersvorsorge, die bereits im vergangenen Jahr den Markt belebte. Zudem könnte in diesem Jahr die Reform der Betriebsrente Impulse geben. Seit Januar eröffnet das Betriebsrentenstärkungsgesetz Arbeitgebern und Gewerkschaften den neuen Weg der so genannten Zielrente, ohne eine klassische Rentengarantie. Da das neue Modell die bisherige Betriebsrenten-Welt mit fünf Durchführungswegen nicht ablöst, sondern ergänzt, muss sich die Akzeptanz allerdings erst noch erweisen.

Die Digitalisierung prägt als Schwerpunktthema auch das Jahr 2018. Die Versicherungsunternehmen arbeiten weiter an Innovationen bei digitalen Plattformen, der Verarbeitung großer Datenmengen, der Automatisierung der Datenverarbeitung und der Effizienzsteigerung in der eigenen Organisation. Digitalisierung verändert aber immer deutlicher auch den Versicherungsmarkt insgesamt. Neue Unternehmen starten, die Versicherungsleistungen automatisiert anbieten und damit entweder direkt an Kunden herantreten oder ihre Dienstleistungen den klassischen Versicherungsunternehmen anbieten.

Grundsätzlich beschäftigt die Regulierung auch 2018 die Branche. Einmal mehr sollen zahlreiche Regulierungsreformen umgesetzt werden, zum Beispiel die europäische Datenschutzgrundverordnung. Neue Verordnungen der Europäischen Kommission konkretisieren zudem die Anwendung der europäischen Versicherungsvermittlungsrichtlinie, so etwa bei Produktprüfungsprozessen oder im Vertrieb sogenannter versicherungsbasierter Anlageprodukte. Versicherungsunternehmen müssen außerdem mit Stress-Szenarien rechnen, die von stark negativen Zinsen ausgehen. Damit steigen tendenziell aber auch die Kapitalanforderungen an die Unternehmen. Darüber hinaus wird Solvency II die Branche weiterhin in Atem halten. Im Rahmen des einheitlichen Aufsichtssystems für die europäische Versicherungswirtschaft müssen in diesem Jahr zum Beispiel neue Bewertungsvorschriften und Berichtspflichten umgesetzt werden.

Prognose zur Entwicklung der drei Vertriebswege

Bancassurance

Im laufenden Geschäftsjahr erwarten wir für unsere Aktivitäten in Deutschland, in den Niederlanden und in Italien eine gute Entwicklung.

Die Expansion einer österreichischen Direktbank, die uns für ihren Start auf dem deutschen Markt als Partner mit an Bord geholt hat, werden wir als Spezialist für die Restkreditversicherung intensiv begleiten. Die seit Jahresbeginn laufende Zusammenarbeit steckt voller Potenzial, denn für die bereits geplante Erweiterung des Produktportfolios steuern wir ebenfalls passende Versicherungslösungen bei. Darüber hinaus stehen wir mit allen anderen zum Teil schon langjährigen Kooperationspartnern in unvermindert enger Abstimmung, um neue Chancen für uns zu erkennen und daraus passende Angebote abzuleiten. Nach Kräften setzen wir zudem unsere Bestrebungen fort, den Kreis der mit uns zusammenarbeitenden Unternehmen sinnvoll zu vergrößern.

In den Niederlanden verfügen wir über eine gefestigte Position als Anbieter von Absicherungslösungen im Umfeld von Hypothekenfinanzierungen. Die damit verbundene hohe Marktdurchdringung werden wir in diesem Jahr erneut steigern können. Um darüber hinaus Vertriebschancen zu nutzen, werden wir unser Produktportfolio um ein Vorsorgeangebot zur Einkommensabsicherung sinnvoll ergänzen.

Die dynamische Entwicklung in Italien wird sich im laufenden Jahr fortsetzen. Damit verlassen wir nun endgültig das Testfeld und etablieren uns über unsere Niederlassung in Mailand als erfolgsorientierte Vertriebseinheit. Es gilt nun unsere Infrastruktur strategisch auszubauen, um den Wachstumskurs organisatorisch noch besser zu unterstützen.

Maklervertrieb

Dass unser Malervertrieb ein Wachstumsmotor ist, bestätigt sich auch im laufenden Geschäftsjahr. Kräftige Impulse gibt uns der Ausbau unserer auf digitaler Basis laufenden Vertriebspartnerschaften. Genannt sei in diesem Zusammenhang beispielhaft eine zu Jahresbeginn wirksam gewordene Verbindung zu einem mittelständischen Maklerunternehmen, das im Umfeld einer renommierten deutschen Fluggesellschaft agiert und das dortige Belegschaftsgeschäft betreut.

Das im Maklervertrieb von Beginn an auf Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherungen fokussierte Produktportfolio wurde im zurückliegenden Jahr um die Kraftfahrzeugversicherung sinnvoll erweitert. Dieser Schritt erweist sich als erfolgversprechend. Wir erwarten in diesem Jahr, dass der Verkauf von Kfz-Versicherungen kräftig Fahrt aufnimmt. Da wir uns im Bereich Kfz nur auf ausgesuchte Vertriebspartner konzentrieren, können wir die Entwicklung dieses Geschäftsfelds qualitativ steuern.

Um unsere gute Ausgangsposition als Anbieter gewerblicher Versicherungen für kleine und mittlere Unternehmen und Betriebe zu stützen, werden wir unser erfolgreiches Spezialprodukt "Gewerbe kompakt" neu aufsetzen. Mit Blick auf die Zielgruppe Privatkunden wollen wir mit einem von Grund auf aktualisierten Unfalltarif unsere Kompetenz in dieser Sparte unterstreichen.

In technischer Hinsicht knüpfen wir viele Erwartungen an das neue CRM-System, dessen Konzeption in einem interdisziplinären Team nach neuesten Methoden erfolgt. Wir sind uns sicher, dass die Einführung die Vertriebssteuerung in der Zusammenarbeit mit Maklern weiter verbessern wird.

Ausschließlichkeit

Von zentraler Bedeutung ist für uns, die Geschäftsstellen und Bezirksdirektionen bei allen Fragen zum Thema Digitalisierung noch intensiver zu beraten und aktiv dabei zu unterstützen, über internetbasierte Angebote neue Kundengruppen zu erschließen und das Bestandskundenmanagement zu verbessern. Ziel ist es, intelligente Verknüpfungen zwischen "Online" und "Offline" zu schaffen, denn es zeigt sich, dass ein persönlicher Ansprechpartner für die Mehrzahl der Versicherungskunden nach wie vor wichtig ist. In diesem Zusammenhang wollen wir unser Marketing über digitale Kanäle neu aufsetzen, um sehr viel differenzierter als bislang die Menschen in ihrem jeweiligen Lebensumfeld zu erreichen und auf die Stärken der RheinLand als Versicherer in allen Lebenslagen aufmerksam zu machen.

Vertriebsanreize setzen wir in diesem Jahr im Privatkundengeschäft rund um die Altersvorsorge und die Absicherung der Arbeitskraft. Wir sehen gerade in diesen Segmenten noch viele Chancen, Geschäft zu generieren. Darüber hinaus erwarten wir durch die zum Jahreswechsel erfolgte Einführung des innovativen IT-Schutzbriefs "Dr. Cloud" Verkaufsimpulse.

Personell ist die Ausschließlichkeitsorganisation derzeit gut aufgestellt. Wir halten daher an unserer Planung fest, die Zahl der Hauptvermittler, Partner und Kundenberater bei rund 300 zu stabilisieren. Dabei achten wir darauf, wer wirklich zu uns passt, um die qualitätsorientierte Entwicklung, die unser Außendienst erfolgreich eingeschlagen hat, konsequent fortzusetzen. Wir verfolgen deshalb sehr genau die allgemeine Entwicklung innerhalb der Versicherungsbranche, wobei sich der Eindruck verfestigt, dass gerade wir mit unserem mittelständisch geprägten, wertebasierten Hintergrund bei erfahrenen Versicherungsexperten, die sich in ihrer beruflichen Selbstständigkeit neu ausrichten wollen, an Attraktivität gewinnen. Zugleich steht unsere Vertriebsorganisation vor einem Generationswechsel, der uns im laufenden Geschäftsjahr und in den kommenden Jahren vor die Herausforderung stellt, zahlreiche Agenturen in neue Hände zu geben. Gemeinsam mit den bisherigen Inhabern arbeiten wir intensiv an zukunftsweisenden Lösungen.

Durch den stetigen Ausbau unseres Geschäfts und der weiterhin positiven Entwicklung unserer Vertriebswege rechnen wir 2018 mit einem erneuten Anstieg der Beitragseinnahmen. Gleichzeitig werden Investitionen in Zukunftsthemen (z. B. Digitalisierung) vorgenommen. Die Sturmereignisse "Burglind" und insbesondere "Friederike" zu Beginn des neuen Geschäftsjahres betrafen auch die RheinLand Versicherungsgruppe und verursachten Bruttoschadenaufwendungen von rund 3,5 Mio. €. Daneben beeinflussten Abwicklungsergebnisse aus einem Altbestand das Ergebnis in der Vergangenheit positiv. Aufgrund dieser beschriebenen Sondereffekte planen wir 2018 mit einem gegenüber dem Vorjahr reduzierten Ergebnis.

Personal

Die Zahl unserer Mitarbeiter in der Versicherungsgruppe lag im Berichtsjahr bei 820 und hat sich somit gegenüber dem Vorjahr (827) nur geringfügig verringert. Der Anteil der bei uns beschäftigten Frauen hat sich leicht auf 44,0 % (i. Vj. 43,0 %) erhöht. Die im Geschäftsjahr 2015 begonnene Neustrukturierung wurde Ende des Geschäftsjahres 2016 abgeschlossen. Dies spiegelt sich auch in der Fluktuationsrate wider, die 2017 mit 4,9 % deutlich unter dem Vorjahr (7,0 %) lag.

Ausbildung

Die RheinLand Versicherungs AG, eines der größten Ausbildungsunternehmen im Rhein-Kreis-Neuss, bietet bereits seit vielen Jahren jungen Menschen eine zukunftsweisende und qualitätsorientierte Berufsausbildung an. Der Ausbildungserfolg wird durch das Engagement von Ausbildern im Innen- und Außendienst sowie durch den Einsatz effizienter Lern- und vielseitiger Lehrmethoden erzielt. Praxisorientierte Arbeitsweisen lassen dabei viel Freiraum für eigene Ideen und Kreativität.

Zum 1. August 2017 stellte die RheinLand Versicherungs AG zwölf Auszubildende - verteilt auf drei Ausbildungsberufe - ein. Von den insgesamt zwölf Nachwuchskräften absolvieren zehn eine Ausbildung zur Kauffrau bzw. zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen, eine Auszubildende eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement und ein Auszubildender eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Fünf der zehn Kaufleute für Versicherungen und Finanzen werden in diesem Ausbildungslehrjahr im Vertrieb der RheinLand Versicherungs AG, in den Bezirksdirektionen und Geschäftsstellen ausgebildet.

Seit vielen Jahren hat sich die Ausbildung mit integriertem Studium nach dem "Kölner Modell" bewährt. Diese Berufsausbildung findet in Kooperation mit dem Berufsbildungswerk der Versicherungswirtschaft Rheinland und dem Institut für Versicherungswesen an der Technischen Hochschule Köln statt. Sie öffnet den Auszubildenden mit dem akademischen Abschluss "Bachelor of Science" beste Zukunftsperspektiven in der Assekuranz.

Seit 2016 bietet die RheinLand Versicherungs AG zusätzlich die Ausbildung in Zusammenhang mit dem Studium "General Management" an. Das Studium wechselt mit "Training on the job"-Phasen und findet in Kooperation mit der Europäischen Fachhochschule Rhein/Erft in Neuss statt. Der Student erhält nach einer Studiendauer von sechs Semestern und anschließender Bachelor-Thesis den akademischen Abschluss "Bachelor of Arts". Auch hier ermöglichen wir einem Studenten eine erfolgreiche Zukunft in der Versicherungsbranche.

Ende des Berichtsjahres (Stichtag 31. Dezember 2017) werden im Unternehmen insgesamt 39 junge Menschen auf ihr zukünftiges Berufsleben vorbereitet. Von den 39 Auszubildenden werden 20 im Vertrieb eingesetzt.

Unter dem Motto "Fördern und Fordern" unterstützt die RheinLand Versicherungs AG zusätzlich kooperierende Versicherungsmakler bei der Erstausbildung ihrer Auszubildenden. Zum Ende des Berichtsjahres profitieren sieben Auszubildende zur Kauffrau bzw. zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen von dem vielseitigen Ausbildungskonzept.

Um unseren Auszubildenden nach bestandener Abschlussprüfung einen erfolgreichen Start in das Berufsleben zu ermöglichen, bietet das Unternehmen den Auszubildenden des Innendienstes bei Eignung eine unbefristete Übernahme an. Damit setzen wir ein Zeichen, dass Leistung anerkannt wird und wir unsere jungen Auszubildenden mittel- und langfristig an das Unternehmen binden möchten.

Erstmalig entwickelte die RheinLand Versicherungs AG für die Kaufleute für Versicherungen und Finanzen (nach erfolgreich absolvierter Abschlussprüfung) eine Zukunftsoffensive zur beruflichen Förderung. Hierzu wurde mit dem Gesamtvorstand, den Vertriebs- und Personalverantwortlichen ein Weiterbildungskonzept für Auszubildende im Anschluss an die Ausbildung entwickelt und verabschiedet.

Das Förderprogramm sieht eine besondere Förderung der Auszubildenden vor, die sich durch eine überdurchschnittlich gut absolvierte Ausbildung bei der RheinLand ausgezeichnet haben. Im Rahmen des Förderprogramms wird zusätzlich zur Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis eine Weiterbildung zum Fachwirt und/oder zum Bachelor im Versicherungswesen finanziert. Insbesondere aufgrund der gewachsenen sehr guten Geschäftsbeziehungen mit dem Berufsbildungswerk der Versicherungswirtschaft Rheinland und dem Institut für Versicherungswesen an der Technischen Hochschule Köln wird Qualifizierung primär über diese Weiterbildungsträger umgesetzt.

Für Auszubildende aus den anderen Ausbildungsberufen, beispielsweise aus dem Bereich der Informationstechnologie sowie aus dem Bereich Marketing wird derzeit ein analoges Weiterbildungskonzept geprüft und erarbeitet.

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Die RheinLand Versicherungsgruppe steht für eine Unternehmenskultur, die ein positives Arbeitsumfeld unterstützt. Produktivität und Leistung sowie Gesundheit und Wohlbefinden der Mitarbeiter sind gleichermaßen bedeutende Grundwerte des Unternehmens. In einer zunehmend anspruchsvollen Arbeitswelt nehmen Belastungen, die zu (negativem) Stress führen können, zu. Arbeitsbedingter Stress kann mittel- bis langfristig die psychische und körperliche Gesundheit und damit die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.

Zum Schutz der Gesundheit will die RheinLand Versicherungs AG Ansatzpunkte zur Optimierung des Arbeitsumfeldes finden und gezielt Maßnahmen zur Verbesserung ableiten. Als erste Bestandsaufnahme wurde Ende 2016 unter dem Titel "Gesund arbeiten -arbeitsbedingte Belastungen ermitteln" eine unternehmensweite Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Der Fragebogen basierte auf arbeitswissenschaftlichen Kriterien der gesunden Arbeitsgestaltung. 70,3 % der Mitarbeiter hatten sich daran beteiligt. Wir sind stolz, auf durchweg positive Ergebnisse blicken zu können. Im Geschäftsjahr 2017 wurden an die Befragung angelehnt Workshops mit Mitarbeitern und Führungskräften durchgeführt, um das Arbeitsumfeld noch weiter zu verbessern.

Erklärung zur Unternehmensführung

Förderung von Frauen in Führungspositionen

Bei der Besetzung der Organe und Führungspositionen achten Vorstand und Aufsichtsrat auch auf die Förderung der Vielfalt im Unternehmen und insbesondere auf einen angemessenen Frauenanteil. Durch das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im Öffentlichen Dienst ist die RheinLand Versicherungs AG verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat, im Vorstand und in den beiden nachfolgenden Führungsebenen festzulegen.

Vor dem Hintergrund sind im Geschäftsjahr 2015 bei der RheinLand Versicherungs AG Zielgrößen von 0 % jeweils für Vorstand und Aufsichtsrat sowie von 7,1 % für die erste Führungsebene und von 20,4 % für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands festgelegt worden. Das Zieldatum war der 30. Juni 2017. Zu diesem Stichtag wurde die Zielquote für den Frauenanteil im Vorstand eingehalten. Die Zielquote für den Frauenanteil im Aufsichtsrat wurde sogar überschritten. Ebenso ist die für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands festgelegte Zielquote überschritten worden; sie betrug 24,24 %. Lediglich die Zielquote für den Frauenanteil auf der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands wurde mit einem Wert von 6,67 % leicht unterschritten. Die Anzahl der Frauen auf dieser Führungsebene hat sich nicht reduziert. Lediglich die Anzahl der männlichen Führungskräfte ist aufgrund struktureller Veränderungen dieser Führungsebene leicht gestiegen.

Für den Zeitraum vom 1. Juli 2017 bis zum 30. Juni 2022 sind bei der RheinLand Versicherungs AG entsprechend der gesetzlichen Vorgaben neue Zielgrößen für den Frauenanteil in den relevanten Gremien festgelegt worden. Die Zielgrößen betragen für den Aufsichtsrat 16,67 %, für den Vorstand 0 %, für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands 6,67 % sowie für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands 24,24 %.

Organisation und Prozesse

Die RheinLand Versicherungsgruppe arbeitet permanent an der Verbesserung und Straffung ihrer Betriebsabläufe. Es gilt, mit Hilfe transparenter Verfahren und neuester Methoden kostenbewusst unsere Effizienz und Kundenorientierung zu steigern. Auf diese Weise tragen wir dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit der RheinLand-Gruppe als unabhängiger Versicherungskonzern zu gewährleisten.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr haben wir vor diesem Hintergrund zwei Key-Projekte weiter vorangetrieben. Das eine widmet sich dem Aufbau einer einheitlichen Systemplattform. Durch diese Systemplattform wird sich die Komplexität unserer IT-Systemlandschaft deutlich reduzieren. Das andere Projekt umfasst die Digitalisierung am so genannten "Point of Sale and Service". Bei dieser Digitalisierungsoffensive, von der unsere Ausschließlichkeitsorganisation und unser Maklervertrieb ebenso wie unsere Kunden profitieren, bedienen wir uns agiler Methoden im Projektmanagement.

Ein Meilenstein auf unserem Digitalisierungsweg konnte mit dem Start des neuen Rhion-Maklerportals gesetzt werden. Wir sichern unseren angebundenen Maklern damit die reibungslose Übertragung und Verarbeitung großer Datenmengen zu und tragen so entscheidend zum Geschäftserfolg unserer Partner und zur Attraktivität unseres Angebots bei. Dass wir bei der technischen und administrativen Entlastung der mit uns zusammenarbeitenden Makler insgesamt eine Vorreiterrolle einnehmen, wurde uns durch das Brancheninstitut Prozessoptimierung (BiPRO) bestätigt: Mit der Auszeichnung als "Top-Anwender" verbindet sich die Botschaft, die durch BiPRO definierten Standards konsequent umzusetzen.

Um diesen elektronischen Datenverkehr zu schützen, sind höchste Sicherheitsvorkehrungen Pflicht: von der Firewall über den Virenschutz bis hin zu Verschlüsselungstechnik, Passwortrichtlinien und Verhaltensregeln. Gegenüber Geschäftspartnern und Kunden, die mit uns in Kontakt treten, setzen wir mit der erfolgten Zertifizierung nach ISO 27001 nun ein starkes Signal.

Die Abteilung IT Betrieb unterzog sich hierfür erfolgreich einem aufwendigen Verfahren.

In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahrs wurde darüber hinaus ein Projekt gestartet, bei dem wir unsere Korrespondenz einer Verständlichkeitsprüfung unterziehen. Im Sinne unserer Kunden und heutiger Lesegewohnheiten hinterfragen wir unser Vokabular und orientieren uns künftig an Formulierungen, die dem allgemeinen Sprachgebrauch folgen. Dieser deutlich direkteren Ansprache entspricht die inhaltliche und optische Gestaltung der Briefe, die stärker gegliedert werden. Das Ganze folgt wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Hirnforschung. Ziel ist es, bis Ende 2018 alle wesentlichen Kundenanschreiben in neue Formen zu gießen. Unser Korrespondenzsystem wird in diesem Zusammenhang gründlich modernisiert. Im Fokus steht der Schriftverkehr in den Bereichen SHU, Kfz und Leben.

Um unsere Kunden- und Vertriebsprozesse zu optimieren, setzen wir bei ausgewählten Problem- und Fragestellungen immer häufiger auf interdisziplinäre Teams, die wir im Rahmen einer offenen Ausschreibung unter allen Mitarbeitern besetzen. Im vergangenen Jahr konnten wir auf diese Weise das Projekt "Optimierung Schadenwarnsystem" erfolgreich abschließen; ins neue Jahr begleitete uns das Thema "Angebotsprozess Gewerbe". Diese fachübergreifend lösungsorientierte Zusammenarbeit besitzt ein Potenzial, dessen Wert im digitalen Zeitalter immer wichtiger wird.

Umweltmanagement

Als Versicherungsgruppe sind wir in besonderem Maße von den sich ändernden Umwelt- und Klimabedingungen und der damit einhergehenden Zunahme unwetterbedingter Schäden sowie den daraus resultierenden Schadenbelastungen betroffen. Schon allein aus diesem Grund betreiben wir aktiven Umweltschutz nach innen und außen. Gleichzeitig möchten wir Ressourcen schonen, Betriebskosten senken und nicht zuletzt als Vorbild vorangehen. Dabei hilft uns ein Umweltmanagement-System, das unsere umweltrelevanten Abläufe seit 1997 regelt und uns dabei unterstützt, Verbesserungspotenziale systematisch ausfindig zu machen und zu nutzen.

Das zentrale Ziel unserer Umweltschutzaktivitäten haben wir im Jahr 2007 festgelegt: Wir wollen die CO2 -Neutralität unseres Geschäftsbetriebes für die Dauer von 50 Jahren sicherstellen. In Zusammenarbeit mit "PRIMAKLIMA-weltweit e.V." haben wir in mehreren Tranchen Aufforstungsmaßnahmen an unserem Standort in Neuss, darüber hinaus in Deutschland, in Europa und sogar weltweit durchführen lassen. Die aufgeforsteten Flächen kompensieren in der Summe alle CO2 -Emissionen unseres Geschäftsbetriebes, so dass wir unser Ziel bereits im Mai 2011 erreichen konnten. Damit waren wir einer der ersten Versicherer im deutschen Markt, der die CO2 -Neutralität seines Geschäftsbetriebes so zügig realisiert hat.

Mit unserer Umweltbilanz legen wir einmal pro Geschäftsjahr unsere Verbräuche und Bedarfe offen. Damit treten wir den Beweis an, dass wir auch weiterhin großen Wert auf den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen legen und die hohe Bedeutung, die eine CO2 -Neutralität für unser Unternehmen darstellt, nicht aus den Augen verlieren. Diesen Nachweis werden wir auch zukünftig transparent und offen erbringen.

 

Neuss, 19. April 2018

Der Vorstand

Christoph Buchbender

Dr. Lothar Horbach

Udo Klanten

Andreas Schwarz

Konzernabschluss

Konzernjahresbilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

2017
2017
2017
2017
2016
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.668.694,92 13.192.301,31
II. Geschäfts- oder Firmenwert 1.473.580,00 1.964.773,00
15.142.274,92 15.157.074,31
B. Kapitalanlagen
I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 52.532.717,88 54.184.460,64
II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen, soweit diese nicht in den Konzernabschluss einbezogen worden sind 3.485.682,22 29.030,84
2. Beteiligungen 5.945.593,50 5.184.953,54
9.431.275,72 5.213.984,38
III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 94.700.916,13 89.308.727,78
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 356.377.289,60 380.064.181,45
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 25.400.002,98 25.178.385,92
4. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 391.394.624,38 395.403.192,10
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 494.187.061,69 467.788.001,63
c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 6.218.998,87 6.650.663,91
d) Übrige Ausleihungen 3.030.937,87 5.595.896,90
894.831.622,81 875.437.754,54
5. Einlagen bei Kreditinstituten 92.537.610,77 67.084.939,62
6. Andere Kapitalanlagen 20.920,00 20.920,00
1.463.868.362,29 1.437.094.909,31
IV. Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft 949.339,65 912.898,27
1.526.781.695,54 1.497.406.252,60
C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 1.278.000,48 1.061.120,75
D. Forderungen
I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an:
1. Versicherungsnehmer
a) fällige Ansprüche 5.795.291,90 5.265.825,66
b) noch nicht fällige Ansprüche 8.334.352,40 9.838.862,63
14.129.644,30 15.104.688,29
2. Versicherungsvermittler 27.188.503,18 23.002.553,92
41.318.147,48 38.107.242,21
II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 6.287.059,72 1.840.110,84
III. Sonstige Forderungen 8.596.254,36 8.261.826,07
56.201.461,56 48.209.179,12
E. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Sachanlagen und Vorräte 5.854.884,60 5.731.453,55
II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 37.847.614,93 37.708.304,37
III. Andere Vermögensgegenstände 20.000,00 679.555,95
43.722.499,53 44.119.313,87
F. Rechnungsabgrenzungsposten
I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 13.948.592,41 16.353.705,19
II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 2.834.953,50 3.558.539,48
16.783.545,91 19.912.244,67
G. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 42.292,92 51.147,44
Summe der Aktiva 1.659.951.770,86 1.625.916.332,76

Passiva

2017
2017
2017
2016
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 9.830.400,00 9.830.400,00
II. Kapitalrücklage 15.169.462,46 15.169.462,46
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 168.726,32 168.726,32
2. andere Gewinnrücklagen 155.556.507,49 144.941.474,50
155.725.233,81 145.110.200,82
IV. Konzernbilanzgewinn 8.184.226,80 9.191.059,36
188.909.323,07 179.301.122,64
B. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 5.000.000,00
C. Versicherungstechnische Rückstellungen
I. Beitragsüberträge
1. Bruttobetrag 135.979.877,68 139.863.293,82
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 29.532.701,03 29.115.404,41
106.447.176,65 110.747.889,41
II. Deckungsrückstellung
1. Bruttobetrag 948.419.264,61 897.991.189,01
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 124.244.509,96 99.592.830,91
824.174.754,65 798.398.358,10
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
1. Bruttobetrag 277.372.178,75 275.112.218,50
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 52.243.101,33 67.405.381,07
225.129.077,42 207.706.837,43
IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung
Bruttobetrag = für eigene Rechnung 31.384.659,35 32.447.171,79
V. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen 42.879.641,00 40.764.856,00
VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
1. Bruttobetrag 2.438.981,09 3.185.076,95
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 211.527,65 579.290,60
2.227.453,44 2.605.786,35
1.232.242.762,51 1.192.670.899,08
D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird
Deckungsrückstellung Brutto = für eigene Rechnung 1.278.000,48 1.061.120,75
E. Andere Rückstellungen
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 20.525.640,34 20.274.341,79
II. Steuerrückstellungen 3.711.340,28 4.262.069,00
III. Sonstige Rückstellungen 14.680.327,07 17.225.795,95
38.917.307,69 41.762.206,74
F. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 107.305.653,51 106.207.552,71
G. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber
1. Versicherungsnehmern 48.290.761,64 52.393.864,17
2. Versicherungsvermittlern 7.994.981,36 5.139.238,90
56.285.743,00 57.533.103,07
II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 11.602.789,08 15.895.942,92
III. Sonstige Verbindlichkeiten 21.798.456,46 22.765.380,10
davon aus Steuern: 6.625.981,68 € (i. Vj. 4.100.357,90 €)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 14.873,85 € (i. Vj. 15.369,17 €)
89.686.988,54 96.194.426,09
H. Rechnungsabgrenzungsposten 1.611.735,06 3.719.004,75
Summe der Passiva 1.659.951.770,86 1.625.916.332,76

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

2017
2017
2017
2017
2016
I. Versicherungstechnische Rechnung für das Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
a) Gebuchte Bruttobeiträge 314.635.600,59 313.943.489,26
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge 44.779.259,36 53.240.334,82
269.856.341,23 260.703.154,44
c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge 3.581.504,52 7.516.285,89
d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen -532.122,43 13.036.540,30
4.113.626,95 -5.520.254,41
273.969.968,18 255.182.900,03
2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung 204.569,33 183.793,08
3. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung 158.747,43 117.519,20
4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 152.875.753,92 157.628.635,90
bb) Anteil der Rückversicherer 28.674.237,87 40.852.296,53
124.201.516,05 116.776.339,37
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag -2.975.356,27 9.253.446,43
bb) Anteil der Rückversicherer -17.052.952,70 -8.594.997,95
14.077.596,43 17.848.444,38
138.279.112,48 134.624.783,75
5. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen
a) Netto-Deckungsrückstellung -14.425.160,48 -23.994.225,90
b) Sonstige versicherungstechnische Netto-Rückstellungen 134.148,52 710.939,22
-14.291.011,96 -23.283.286,68
6. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung
a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb 148.625.433,25 145.607.723,47
b) davon ab: Erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 14.151.304,83 21.989.685,93
134.474.128,42 123.618.037,54
7. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung 911.596,78 804.563,08
8. Zwischensumme 14.959.459,22 19.720.114,62
9. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen -2.114.785,00 -1.483.394,00
10. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft 12.844.674,22 18.236.720,62
II. Versicherungstechnische Rechnung für das Lebensversicherungsgeschäft
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
a) Gebuchte Bruttobeiträge 188.341.043,77 164.402.653,86
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge 54.108.413,19 28.632.895,99
134.232.630,58 135.769.757,87
c) Veränderung der Nettobeitragsüberträge 187.085,81 1.969.001,11
134.419.716,39 137.738.758,98
2. Beiträge aus der Brutto-Rückstellung für Beitragsrückerstattung 275.895,92 285.215,90
3. Erträge aus Kapitalanlagen
a) Erträge aus anderen Kapitalanlagen
aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.397.772,02 1.377.025,86
bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 25.699.704,26 29.810.198,10
27.097.476,28 31.187.223,96
b) Erträge aus Zuschreibungen 333.877,79 1.236.493,50
c) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 13.855.251,59 8.079.634,40
41.286.605,66 40.503.351,86
4. Nicht realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen 103.993,07 7.587,70
5. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung 934.655,36 1.026.442,18
6. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 85.308.165,79 94.281.129,05
bb) Anteil der Rückversicherer 15.194.597,94 24.104.885,40
70.113.567,85 70.176.243,65
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 4.442.341,75 -3.208.323,21
bb) Anteil der Rückversicherer 1.890.672,96 -11.763.630,75
2.551.668,79 8.555.307,54
72.665.236,64 78.731.551,19
7. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen
a) Deckungsrückstellung
aa) Bruttobetrag 65.070.115,81 32.240.031,08
bb) Anteil der Rückversicherer 24.651.679,05 -2.703.628,71
40.418.436,76 34.943.659,79
b) Sonstige versicherungstechnische Netto-Rückstellungen -512.481,43 579.865,80
39.905.955,33 35.523.525,59
8. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen für eigene Rechnung 6.117.636,41 3.766.020,38
9. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung
a) Abschlussaufwendungen 44.936.271,28 41.104.806,81
b) Verwaltungsaufwendungen 5.401.981,38 6.165.883,04
50.338.252,66 47.270.689,85
c) davon ab: Erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 16.165.084,67 13.315.780,68
34.173.167,99 33.954.909,17
10. Aufwendungen für Kapitalanlagen
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen 1.763.668,09 1.967.065,30
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 260.710,33 258.751,81
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 271.162,08 2.306,51
2.295.540,50 2.228.123,62
11. Nicht realisierte Verluste 359,40 33.939,40
12. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung 14.287.429,70 15.113.208,07
13. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung im Lebensversicherungsgeschäft 7.575.540,43 10.210.079,20
III. Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung
a) im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft 12.844.674,22 18.236.720,62
b) im Lebensversicherungsgeschäft 7.575.540,43 10.210.079,20
20.420.214,65 28.446.799,82
2. Erträge aus Kapitalanlagen, soweit nicht unter II.3. aufgeführt
a) Erträge aus Beteiligungen 190.000,00 120.000,00
b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen
aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.534.486,21 3.407.904,06
bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 6.428.285,73 7.935.009,31
9.962.771,94 11.342.913,37
c) Erträge aus Zuschreibungen 93.520,40 63.776,83
d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 944.133,45 343.409,65
11.190.425,79 11.870.099,85
3. Aufwendungen für Kapitalanlagen, soweit nicht unter II.10. aufgeführt
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen 2.608.416,39 2.504.575,41
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 6.116.145,94 2.840.809,19
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 17.856,83 6.348,68
8.742.419,16 5.351.733,28
2.448.006,63 6.518.366,57
4. Technischer Zinsertrag -183.969,00 -183.793,08
2.264.037,63 6.334.573,49
5. Sonstige Erträge 26.032.612,25 15.046.340,14
6. Sonstige Aufwendungen 28.579.757,20 26.783.210,95
-2.547.144,95 -11.736.870,81
7. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 20.137.107,33 23.044.502,50
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.180.504,78 6.372.465,92
9. Sonstige Steuern 291.910,62 229.697,06
6.472.415,40 6.602.162,98
10. Konzernjahresüberschuss 13.664.691,93 16.442.339,52
11. Konzerngewinnvortrag aus dem Vorjahr 9.059,36 5.577,31
12. Einstellungen in Gewinnrücklagen in andere Gewinnrücklagen 5.489.524,49 7.256.857,47
13. Konzernbilanzgewinn 8.184.226,80 9.191.059,36

Konzernanhang

Allgemein

Die RheinLand Holding AG, mit Sitz in Neuss, ist im Handelsregister beim Amtsgericht Neuss (HRB 1113) eingetragen.

Die RheinLand Versicherungsgruppe betreibt das selbst abgeschlossene und in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft im Bereich der Schaden/Unfall- und Lebensversicherung sowie die Versicherungsvermittlung.

Rechtsgrundlage

Die RheinLand Holding AG stellt den Konzernabschluss nach den §§ 341i und j HGB sowie §§ 58 ff. RechVersV auf. Zur Gliederung der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Formblätter 1 und 4 gemäß § 2 RechVersV verwendet.

Konsolidierte Unternehmen

In den Konzernabschluss wurden sieben inländische und vier ausländische Gesellschaften einbezogen. Wegen der untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurde auf die Konsolidierung von vier verbundenen Unternehmen verzichtet.

Konsolidierungskreis mit Anteilsbesitz

Name Sitz Beteiligungsanteil
(%)
Gezeichnetes Kapital Jahresergebnis
Gesamt davon mittelbar (in T€) (in T€)
RheinLand Holding AG Neuss 9.830,400 8.184,227
RheinLand Versicherungs AG Neuss 100 0 39.304,192 12.755,083
RheinLand Lebensversicherung AG Neuss 100 0 2.304,000 0,000
Credit Life AG Neuss 100 0 7.096,320 4.063,338
Rhion Versicherung AG Neuss 100 0 12.728,000 1.766,798
RheinLand Vermittlungs GmbH Neuss 100 100 52,000 302,194
Credit Life & DEVK Vermittlungs GmbH* Neuss 100 100 25,000 -13,723
Rheinland Groep Nederland B.V. Amsterdam 100 100 1.300,000 -965,366
Callas Holding N.V. Amstelveen 100 100 45,000 0
Callas Nederland B.V. Amstelveen 100 100 18,000 0
Lazur B.V. Amstelveen 100 100 18,000 0

Von der Schutzklausel des § 313 Abs. 3 HGB wurde Gebrauch gemacht.

* ehemals Credit Life International Services GmbH

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte bei Erwerbszugängen bis zum 31. Dezember 2009 nach der Buchwertmethode. Dabei wurden die Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbes oder der erstmaligen Konsolidierung entsprechend den Vorschriften des § 301 HGB verrechnet. Ein sich danach ergebender Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert und planmäßig in den Folgejahren abgeschrieben. Passivische Unterschiedsbeträge wurden mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen wurden eliminiert, wenn sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns keine untergeordnete Bedeutung hatten.

Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die sich vorwiegend aus dem sonstigem Dienstleistungsgeschäft der Konzernunternehmen füreinander ergebenden Erträge und Aufwendungen wurden eliminiert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) aufgestellt.

Aktiva

Immaterielle Vermögensgegenstände

Im Vorjahr wurde bei dem Erwerb der Callas Group ein Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und anteilig abschrieben. Die Abschreibung erfolgt über fünf Jahre.

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgte zu Anschaffungskosten.

Kapitalanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßige Abschreibung bemisst sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Diese wird aufgrund der fortdauernden Instandhaltungsmaßnahmen mit 50 Jahren angesetzt. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden auf diese Vermögenswerte außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen gemäß § 341b Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB, bewertet.

Bei Aktien, Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren erfolgt die Bewertung grundsätzlich gemäß § 341b Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 1, 3 und 5 HGB zu Anschaffungskosten. Aus unterschiedlichen Anschaffungskosten gleicher Wertpapiere ist ein durchschnittlicher Anschaffungswert gebildet worden.

Als Bewertungsmaßstab für den von der RheinLand Versicherungs AG, RheinLand Lebensversicherung AG, Rhion Versicherung AG und Credit Life AG gehaltenen RheinLand ABS-CLO Fonds wird der beizulegende Wert angesetzt. Die Ermittlung des beizulegenden Wertes erfolgt mittels des sogenannten Nominalwertverfahrens, welches auf dem Ansatz der bei Endfälligkeit der im Fonds enthaltenen Papiere zu Nominalwerten beruht, es sei denn, es sind bonitätsmäßige Anpassungen vorzunehmen. Dabei werden im Fonds enthaltene andere Vermögensgegenstände (z. B. Kassenhaltung) mit Nominalwerten berücksichtigt. Mögliche Wertminderungen werden anhand eines Ampelsystems überwacht.

Die Bewertung von Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren erfolgt grundsätzlich gemäß § 341b Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 1, 3 und 5 HGB zu Anschaffungskosten.

Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen werden gemäß § 341c HGB zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Namensschuldverschreibungen, Schuldscheindarlehen und die übrigen Ausleihungen werden gemäß § 341c HGB zu fortgeführten Anschaffungskosten in Verbindung mit § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB bewertet. Gegebenenfalls vorhandene Unterschiedsbeträge zum Rückzahlungsbetrag (Agio bzw. Disagio) werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Restlaufzeit amortisiert. Von dem Wahlrecht gemäß § 341c Abs. 1 HGB, Namensschuldverschreibungen mit dem Nennbetrag zu bilanzieren, macht die Gesellschaft keinen Gebrauch.

Die Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Die Einlagen bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert bewertet.

Die anderen Kapitalanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Bewertung der Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen erfolgt mit dem Zeitwert gemäß § 341 d HGB in Verbindung mit § 56 RechVersV.

Die Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft wurden mit dem Nominalwert angesetzt.

Andere Aktiva

Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an Versicherungsnehmer und Versicherungsvermittler sowie die Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft sind mit dem Nominalwert abzüglich Wertberichtigungen angesetzt worden.

Einzelwertberichtigungen wurden bei erkennbarer Uneinbringlichkeit in ausreichender Höhe gebildet. Die Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Ausfallrisiko entspricht den Erfahrungssätzen der Gesellschaften.

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten unter 150 € wurden voll im Anschaffungsjahr abgeschrieben. Für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 150 € und 1.000 € wurde ein Sammelposten gebildet, der planmäßig über fünf Geschäftsjahre abgeschrieben wird.

Zins- und Mietforderungen sind mit den Nominalbeträgen abzüglich erforderlicher Abschreibungen bzw. Einzelwertberichtigungen angesetzt worden.

Die Vorräte wurden zu Einstandspreisen einschließlich Umsatzsteuer bewertet.

Aktive latente Steuern

Gemäß § 274 Abs.1 Satz 2 HGB wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, auf eine Aktivierung des Überhangs einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung zu verzichten.

In der folgenden Übersicht wird die Zusammensetzung der verrechneten aktiven und passiven latenten Steuern nach § 274 HGB entsprechend ihrer Verursachung dargestellt.

2017
T€
2016
T€
Kapitalanlagen 6.066,4 0,0
Versicherungstechnische Rückstellungen 10.144,5 9.654,5
andere Rückstellungen 2.439,7 2.822,4
Summe Steuerentlastung 18.650,6 12.476,9
Kapitalanlagen 11.700,2 3.938,0
Versicherungstechnische Rückstellungen 129,5 0,0
andere Rückstellungen 47,6 0,0
Geschäfts- oder Firmenwert 471,5 491,2
Summe Steuerbelastung 12.348,8 4.429,2
Überhang aktive latente Steuern 6.301,8 8.047,7
Konsolidierungsmaßnahmen § 306 HGB 0,0 0,0

Zur Berechnung der latenten Steuern wurde ein, aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer ermittelter, konzerneinheitlicher Steuersatz von 31,5 % angewendet.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Zur Absicherung der Rückstellung für arbeitgeberfinanzierte Versorgungszusagen hat die Gesellschaft für jeden einzelnen Mitarbeiter Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Diese Versicherungen sind an den jeweiligen Mitarbeiter verpfändet und somit dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Nach § 246 Abs. 2 HGB wird der beizulegende Zeitwert mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Da der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung die zugrundeliegende Verpflichtung übersteigt, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem Buchwert. Die Anschaffungskosten nach § 255 Abs. 1 HGB bzw. die beizulegenden Zeitwerte nach § 255 Abs. 4 HGB der verrechneten Vermögensgegenstände belaufen sich insgesamt auf 183 T€. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB 141 T€. Damit ergibt sich ein Aktivüberhang in Höhe von 42 T€.

Passiva

Versicherungstechnische Rückstellungen

Die Beitragsüberträge des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts sind nach dem 1/360-System aus den gebuchten Beiträgen ermittelt worden. Die Anteile der Rückversicherer wurden unter Berücksichtigung der entsprechenden Rückversicherungsvereinbarungen im Verhältnis von Rückversicherungsbeitrag zu Bruttobeitrag berechnet.

Die Beitragsüberträge des in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäftes sind nach den Aufgaben der Vorversicherer gestellt. Soweit keine Aufgaben vorlagen, wurden Pauschalsätze nach dem Durchschnitt der Aufgaben der Vorversicherer angewendet. Die Ermittlung der übertragsfähigen Beitragsteile erfolgte aufgrund des BdF-Erlasses vom 30. April 1974. Zur Ermittlung der Beitragsüberträge für die Garantieversicherung und die Restkreditversicherung wurde ein pauschaler Kostenabzug in Höhe der gesamten gezahlten Provisionen verwendet, wodurch in Orientierung an den (inzwischen nicht mehr geltenden) Ländererlass vom 30. April 1974 die im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses angefallenen Provisionen vollständig berücksichtigt werden.

Die Deckungsrückstellung wurde für jeden Vertrag einzeln nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Die Bestimmungen der Bilanzierungsrichtlinien der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht wurden beachtet. Für Vermögensbildungsversicherungen wurden die Deckungsrückstellungen mindestens mit der Hälfte der gezahlten bzw. fällig gewordenen Bruttobeiträge passiviert.

Die Ermittlung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle des selbst abgeschlossenen Schaden- und Unfallversicherungsgeschäftes erfolgte entsprechend den Einzelschadenrückstellungen für unerledigte Schäden zum 31. Dezember 2017. Die Rückstellungen für Schadenregulierungsaufwendungen wurden nach dem koordinierten Ländererlass vom 2. Februar 1973 gebildet. Die Passivierung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle für das in Rückdeckung übernommene Geschäft erfolgte anhand der Originalaufstellungen der Vorversicherer. Soweit uns keine Angaben vorlagen, wurden Rückstellungen geschätzt. Bei erkennbar unzureichender Reservierung der Zedenten wurden entsprechende Zuschläge vorgenommen.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Rückkäufe des Lebensversicherungsgeschäftes wurden brutto einzeln in Höhe der beim Todesfall oder Rückkauf anfallenden Versicherungssumme ermittelt. Spätschäden wurden sowohl einzeln als auch pauschal berücksichtigt. Die Anteile der Rückversicherer entsprechen den abgeschlossenen Rückversicherungsverträgen.

Für am Bilanzstichtag noch nicht bekannte Schäden wurde eine Spätschadenrückstellung gebildet. Bei der Berechnung wurden für jeden Schadenjahrgang die durchschnittlichen Schadenaufwendungen und die zu erwartende Stückzahl der nachgemeldeten Schäden aufgrund der Erfahrungswerte der letzten Jahre zugrunde gelegt.

Die Renten-Deckungsrückstellung wurde nach dem Geschäftsplan versicherungsmathematisch errechnet. Der technische Zinsertrag umfasst den Rechnungszins zur Aufzinsung der Renten-Deckungsrückstellung im Unfall-, Haftpflicht- und Kraftfahrt-Haftpflichtgeschäft.

Die Berechnung der Schwankungsrückstellung erfolgte nach § 29 RechVersV und der entsprechenden Anlage.

Die Rückstellung für unverbrauchte Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen wurde nach Einzelverträgen ermittelt.

Für die Bemessung der Rückstellung für Beitragsstorno dienten die Ausfallquoten beim Mahnbestand und den Außenständen.

Die Rückstellung für Verkehrsopferhilfe ist entsprechend der Mitteilung des Vereins "Verkehrsopferhilfe e.V.", Hamburg, bilanziert worden.

Die versicherungstechnischen Rückstellungen des in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäftes sind anhand von Aufstellungen unserer Zedenten entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen gebildet worden.

Für einen Teil der versicherungstechnischen Bilanzpositionen ausländischer Gesellschaften wurden Umbewertungen in Ausübung des Wahlrechts des § 308 Abs. 2 Satz 2 HGB unterlassen.

Sonstige Rückstellungen

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB auf der Grundlage der Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Neben gegenwärtigen Entwicklungen wurden auch künftige Entwicklungen sowie Trends und Fluktuation berücksichtigt. Die Abzinsung erfolgte mit dem von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB.

Es wurden nachstehende versicherungsmathematische Parameter für die Ermittlung der Verpflichtungen verwendet:

Pensionsalter Regelaltersgrenze
Rentendynamik 1,75 % p.a.
Zinssatz 3,71 % p.a.

Die zu berücksichtigende Fluktuation entspricht dem allgemein beobachtbaren altersabhängigen Durchschnitt der Branche und beeinflusst den Erfüllungsbetrag nur geringfügig. Der mit dem durchschnittlichen Zinssatz der letzten sieben Jahre (2,84 %) ermittelte Alternativbetrag beträgt 22,3 Mio. €. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von 2,0 Mio. € ist unter Berücksichtigung von latenten Steuern ausschüttungsgesperrt. Es bestehen allerdings ausreichend hohe Gewinnrücklagen bei der Gesellschaft.

Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde nach den IDW-Standard RS HFA 3 gebildet. Gemäß § 253 Abs. 2 HGB in Verbindung mit der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsVO) wurde der Rechnungszins auf Basis der für Ende Dezember veröffentlichten Werte der Bundesbank mit 4,03 % p.a. einbezogen. Als Rechnungsgrundlage wurden die Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck aus dem Jahre 2005 bei einer Gehaltsdynamik von 2,0 % p.a. verwendet. Die Rückstellung für Altersteilzeit belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 1,0 Mio. €. Diese wurde gemäß BilMoG mit dem Zeitwert des Deckungsvermögens aus den entsprechenden Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von 0,9 Mio. € verrechnet und unter den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 0,1 Mio. € bilanziert. Es entstanden Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellung in Höhe von 27 T€.

Die Bewertung der Jubiläumsrückstellung erfolgte gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB analog zur Pensionsrückstellung. Hinsichtlich der verwendeten versicherungsmathematischen Rechnungsgrundlagen verweisen wir auf unsere Ausführungen.

Die Steuerrückstellungen umfassen die Rückstellungen für Ertrag- und sonstige Steuern der einbezogenen Organgesellschaften, die sich auf Grundlage der nationalen Besteuerung ergeben. Es handelt sich dabei um den nach BilMoG diskontierten Erfüllungsbetrag für künftige Steuerbelastungen aus Vorjahren.

Alle übrigen Rückstellungen wurden in Höhe des voraussichtlichen Bedarfs mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden ebenfalls mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Andere Passiva

Die Depotverbindlichkeiten, die Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft, die Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern und die anderen sonstigen Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Allgemeine Angaben

Um Währungsrisiken möglichst gering zu halten, wurden die versicherungstechnischen Verpflichtungen in den Hauptwährungen mit auf dieselbe Währung lautenden Mitteln soweit wie möglich bedeckt. Die in fremder Währung lautenden Posten wurden zum Bilanzstichtagskurs in Euro umgerechnet. Sich hieraus ergebende Währungskurserträge in Höhe von 90 T€ und -aufwendungen in Höhe von 10 T€ sind im übrigen Ergebnis enthalten.

Kapitalflussrechnung

2017
T€
2016
T€
Mittelzuflüsse/-abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzernjahresüberschuss 13.664,7 16.442,3
Sonstige Auszahlungen, die der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 253,8 1.370,0
Zunahme der versicherungstechnischen Rückstellungen 39.571,9 40.216,7
Abgänge der Depotforderungen im übernommenem Versicherungsgeschäft -36,4 -12,1
Abnahme der Depotverbindlichkeiten a.d. in Rückdeckung gegebenen VG 1.098,1 -40.232,8
Abnahme/Zunahme der nichtversicherungstechnischen Rückstellungen -2.844,9 3.985,6
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Kapitalanlagen 1.295,0 1.269,7
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 2.091,2 2.854,8
Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige Vermögensgegenstände 1.543,2 1.772,3
Gewinne/Verluste aus Abgängen von Kapitalanlagen -14.510,4 -8.414,4
42.126,1 19.252,3
Veränderung des Nettoumlaufvermögens
Zunahme/Abnahme der Forderungen -7.992,3 2.872,9
Zunahme/Abnahme der sonstigen Aktiva und Passiva 1.595,1 -1.431,3
Zunahme/Abnahme der aktivierten Rechnungsabgrenzung 3.137,6 3.022,9
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten -6.507,4 7.447,6
Zunahme/Abnahme der passivierten Rechnungsabgrenzung -2.107,3 -2.319,6
-11.874,4 9.592,6
30.251,8 28.844,9
Mittelzuflüsse/-abflüsse aus Investitionstätigkeit
Zugänge/Abgänge der immateriellen Anlagen -2.076,4 -11.836,9
Zugänge/Abgänge der Grundstücke und Bauten -52,1 1.157,3
Zugänge/Abgänge der nicht konsol. Anteile an verbundenen Unternehmen -3.456,7 0,0
Erwerb von Anteilen an Tochterunternehmen 0,0 0,0
Zugänge/Abgänge der übrigen Kapitalanlagen -12.614,9 11.405,4
Zugänge/Abgänge der Sachanlagen -1.666,6 -1.347,3
-19.866,7 -621,6
Mittelzuflüsse/-abflüsse aus Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen in das Eigenkapital 0,0 0,0
Tilgung Nachrangdarlehen -5.000,0 -15.000,0
Zinsauszahlungen aus Nachrangdarlehen -253,8 -1.370,0
Dividendenausschüttung -4.992,0 -4.992,0
-10.245,8 -21.362,0
Mittelzuflüsse/-abflüsse gesamt 139,3 6.861,3
Anfangsbestand des Fonds flüssiger Mittel 37.708,3 30.847,0
Endbestand des Fonds flüssiger Mittel 37.847,6 37.708,3
Zusatzinformation
Ertragsteuerzahlungen (per saldo) - enthalten im Mittelfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -2.807,8 -4.745,3

Erläuterungen zur Konzernjahresbilanz

Aktiva

Entwicklung der Aktivposten A., B.I. und B.II. im Geschäftsjahr 2017

Aktivposten Bilanzwerte Vorjahr
T€
Zugänge
T€
Umbuchungen
T€
Abgänge
T€
Zuschreibungen
T€
Abschreibungen
T€
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.192 2.076 - - - 1.600
II. Geschäfts- oder Firmenwert 1.965 - - - - 491
Summe A. 15.157 2.076 - - - 2.091
B. I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 54.184 52 - - - 1.704
II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen, soweit diese nicht in den Konzernabschluss einbezogen worden sind 29 4.977 1.699 - - 3.219
2. Beteiligungen 5.185 1.778 - 1.017 - - -
Summe B.II. 5.214 6.754 682 - - 3.219
Summe B. 59.398 6.806 682 - - 4.923
insgesamt 74.556 8.883 682 - - 7.014
Aktivposten Bilanzwerte Geschäftsjahr
T€
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.669
II. Geschäfts- oder Firmenwert 1.474
Summe A. 15.142
B. I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 52.533
II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen, soweit diese nicht in den Konzernabschluss einbezogen worden sind 3.486
2. Beteiligungen 5.946
Summe B.II. 9.431
Summe B. 61.964
insgesamt 77.106

Die Anteilserhöhung an einer bestehenden Gesellschaft führte zu einer Ausweisänderung dieser Beteiligung und somit zur Umbuchung in die Anteile an verbundenen Unternehmen.

Grundstücke

Der Bilanzwert der eigengenutzten Grundstücke beträgt zum 31. Dezember 2017 16,3 Mio. €.

Kapitalanlagen

Die RheinLand Versicherungsgruppe hat von der Möglichkeit des § 341b Abs. 2 Satz 1 HGB Gebrauch gemacht, Investmentvermögen im Buchwert von 94.701 T€, festverzinsliche Wertpapiere im Buchwert von 356.377 T€ sowie Namensschuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen im Buchwert von 885.582 T€ dem Anlagevermögen zuzuordnen. Die Zeitwerte betragen 104.121 T€ für das Investmentvermögen, 370.058 T€ für die festverzinslichen Wertpapiere bzw. 915.339 T€ für die Namensschuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen.

Zeitwerte der Aktivposten B.I., B.II. und B.III. im Geschäftsjahr 2017

Aktivposten Bilanzwerte Geschäftsjahr
T€
Stille Lasten
T€
Stille Reserven
T€
Zeitwerte Geschäftsjahr
T€
B. I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 52.533 42.568 95.101
II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen, soweit diese nicht in den Konzernabschluss einbezogen worden sind 3.486 0 0 3.486
2. Beteiligungen 5.946 0 0 5.946
Summe B.II. 9.431 0 0 9.431
III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 94.701 1 9.420 104.121
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 356.377 96 13.776 370.058
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 25.400 1 2.153 27.552
4. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 391.395 5.885 18.835 404.344
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 494.187 3.132 19.940 510.995
c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 6.219 0 0 6.219
d) Übrige Ausleihungen 3.031 0 140 3.171
5. Einlagen bei Kreditinstituten 92.538 0 0 92.538
6. Andere Kapitalanlagen 21 0 0 21
Summe B.III. 1.463.868 9.115 64.264 1.519.018
insgesamt 1.525.832 9.115 106.832 1.623.550

Angaben bezüglich der Zeitwertermittlung aller Kapitalanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken:

Die Ermittlung der Zeitwerte erfolgt für alle bebauten Grundstücke nach dem Ertragswertverfahren anhand eines Verkehrswertgutachtens.

Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen:

Für die Zeitwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden der Nominalwert des Kapitals bzw. die Anschaffungskosten zugrunde gelegt.

Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere:

Die Zeitwerte werden anhand der Börsenkurswerte bzw. der Rücknahmepreise am Bilanzstichtag ermittelt.

Der Zeitwert des RheinLand ABS-CLO Fonds wird indikativ durch die Kapitalverwaltungsgesellschaft ermittelt.

Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere:

Die Zeitwerte der Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere werden anhand der Börsenkurse am Bilanzstichtag ermittelt.

Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen:

Die Zeitwertermittlung erfolgt mittels Einzeltitelrisikoadjustierter Zinsstrukturkurven, die für 2017 entsprechend der Spreadentwicklung angepasst wurden.

Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen:

Die Zeitwertermittlung erfolgt mittels Einzeltitelrisikoadjustierter Zinsstrukturkurven, die für 2017 entsprechend der Spreadentwicklung angepasst wurden.

Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine:

Die Zeitwertermittlung bei Policendarlehen erfolgt auf Grundlage des Buchwertes abzüglich zwischenzeitlicher Tilgungen aufgrund täglicher Kündigungsrechte.

Übrige Ausleihungen:

Die Zeitwertermittlung erfolgt mittels Einzeltitelrisikoadjustierter Zinsstrukturkurven, die für 2017 entsprechend der Spreadentwicklung angepasst wurden. Die Zeitwerte des Protektor-Sicherungsfonds werden auf Grundlage der Anschaffungskosten ermittelt.

Einlagen bei Kreditinstituten:

Die Zeitwertermittlung der Einlagen bei Kreditinstituten erfolgt auf Grundlage des Nominalwertes.

Andere Kapitalanlagen:

Die Zeitwerte werden auf Grundlage der Anschaffungskosten ermittelt.

Angaben für die zu Anschaffungskosten bilanzierten Kapitalanlagen mit stillen Lasten

Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere:

Der Buchwert der Anlagen, bei denen keine Abschreibungen vorgenommen wurden, beträgt zum 31. Dezember 2017 5 T€, deren Zeitwert 5 T€.

Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere:

Der Buchwert der Anlagen, bei denen keine Abschreibungen vorgenommen wurden, beträgt zum 31. Dezember 2017 20.101 T€, deren Zeitwert 20.006 T€.

Sonstige Ausleihungen:

Der Buchwert der Anlagen, bei denen keine Abschreibungen vorgenommen wurden, beträgt zum 31. Dezember 2017 305.539 T€, deren Zeitwert 295.931 T€.

Die Gesellschaft geht derzeit davon aus, das die Wertminderungen lediglich zinsinduziert sind. Daher gehen wir nicht von einer dauerhaften Wertminderung aus und haben dementsprechend keine Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen.

Angaben zu den Investmentvermögen nach § 314 Abs. 1 Nr. 18 HGB

Buchwert 31.12.2017
T€
Marktwert 31.12.2017
T€
Bewertungsreserve
T€
Ausschüttung 2017
T€
AIF Sondervermögen
Monega Fonds RheinLand-VM 33.468,2 42.334,3 8.866,2 720,9
RheinLand ABS-CLO Fonds 60.315,9 60.565,6 249,6 1.250,0
insgesamt 93.784,1 102.899,9 9.115,8 1.971,0

Anlageziel ist grundsätzlich die Generierung langfristiger stabiler Erträge. Die Rücknahme der Anteile ist jederzeit gewährleistet. Die Kapitalverwaltungsgesellschaften sind verpflichtet, die Anteile zum jeweils geltenden Rücknahmepreis für Rechnungen des Sondervermögens zurückzunehmen.

Immaterielle Vermögensgegenstände

2017
T€
2016
T€
Schaden und Unfall 7.402,0 5.325,6
sonstige 7.740,3 9.831,4
insgesamt 15.142,3 15.157,1

Kapitalanlagen

2017
T€
2016
T€
Leben 1.027.765,5 996.752,6
Schaden und Unfall 451.719,4 453.063,2
sonstige 48.574,8 48.651,5
insgesamt 1.528.059,7 1.498.467,4

Passiva

Konzerneigenkapitalspiegel

Gezeichnetes Kapital
T€
Kapitalrücklage
T€
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital
T€
Konzerneigenkapital
T€
Stand am 31.12.2015 9.830,4 15.169,5 143.982,3 168.982,2
Gezahlte Dividenden 0,0 0,0 -4.992,0 -4.992,0
übrige Veränderungen 0,0 0,0 -1.131,4 -1.131,4
Konzernjahresüberschuss 0,0 0,0 16.442,3 16.442,3
Stand am 31.12.2016 9.830,4 15.169,5 154.301,3 179.301,1
Gezahlte Dividenden 0,0 0,0 -4.992,0 -4.992,0
übrige Veränderungen 0,0 0,0 926,4 926,4
Konzernjahresüberschuss 0,0 0,0 13.673,8 13.673,8
Stand am 31.12.2017 9.830,4 15.169,5 163.909,5 188.909,3

Das gezeichnete Kapital in Höhe von 9,830 Mio. € betrifft die RheinLand Holding AG und ist aufgeteilt in 3.840.000 Stückaktien.

Verbindlichkeiten

Im Geschäftsjahr wurden nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von 5,0 Mio. € getilgt. Zum Bilanzstichtag bestehen somit keine nachrangigen Verbindlichkeiten. Die übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber Versicherungsnehmern sind 33,1 Mio. € (i. Vj. 36,0 Mio. €) gutgeschriebene Überschussanteile enthalten.

Versicherungstechnische Brutto-Rückstellungen

2017
T€
2016
T€
Leben 1.002.162,3 934.971,4
Schaden und Unfall 436.312,3 454.392,4
insgesamt 1.438.474,6 1.389.363,8

Die Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung betrifft ausschließlich die erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung.

Sonstige Rückstellungen

2017
T€
2016
T€
Personalbereich 9.317,1 8.101,4
Provisionen und provisionsähnliche Leistungen 958,0 767,2
sonstige Rückstellungen 4.405,3 8.357,2
insgesamt 14.680,3 17.225,8

Sonstige Verbindlichkeiten

2017
T€
2016
T€
Leben 399,8 2.686,5
Schaden und Unfall 12.761,6 9.739,4
sonstige 8.637,0 10.339,5
insgesamt 21.798,5 22.765,4

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Vorauszahlungen.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Gebuchte Bruttobeiträge

2017
T€
2016
T€
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Leben 188.341,0 164.402,7
Schaden und Unfall 307.360,5 305.673,2
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 7.275,1 8.270,3
insgesamt 502.976,6 478.346,1

Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb

2017
T€
2016
T€
Abschlussaufwendungen
Leben 44.936,3 41.104,8
Schaden und Unfall 75.717,6 67.557,4
Verwaltungsaufwendungen
Leben 5.402,0 6.165,9
Schaden und Unfall 72.907,8 78.050,3
insgesamt 198.963,8 192.878,4

Kapitalanlageergebnis

2017
T€
2016
T€
Leben 38.991,1 38.275,2
Schaden und Unfall 3.739,8 7.715,7
sonstige -1.291,8 -1.197,4
insgesamt 41.439,1 44.793,6

Übriges Ergebnis

2017
T€
2016
T€
Leben 628,4 -532,3
Schaden und Unfall 5.208,7 4.073,9
sonstige -6.412,1 -9.173,5
insgesamt -575,0 -5.632,0

Angaben nach § 277 Abs. 5 HGB

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 767 T€, der Rückstellung für Altersteilzeit in Höhe von 27 T€, der Jubiläumsrückstellung in Höhe von 77 T€ sowie der Steuerrückstellung in Höhe von 72 T€ zum 31. Dezember 2017 enthalten.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Anzahl der Beschäftigten

2017
Anzahl
2016
Anzahl
zum Ende des Geschäftsjahres waren beschäftigt
im Außendienst 56 56
im Innendienst 764 771
gesamt 820 827
davon Auszubildende 39 52

Personalaufwendungen

2017
T€
2016
T€
An Löhnen und Gehältern einschließlich Sozialabgaben wurden aufgewendet 60.109 58.514

Aufsichtsrat und Vorstand

Gesamtbezüge Aufsichtsrat und Vorstand

2017
T€
2016
T€
Aufsichtsrat 270 270
Vorst and 2.215 2.821
Pensionszahlungen für frühere Mitglieder des Vorstandes 383 395
Pensionsrückstellungen für frühere Vorstandsmitglieder und Anwartschaften 4.620 5.332

Angaben zu Aktionären

Die Effektenverwaltung Cornel Werhahn GbR, Neuss, hat uns lediglich vorsorglich für den Fall, dass ihr Unternehmenseigenschaft i. S. d. § 20 AktG zukommen sollte, mitgeteilt, dass ihr mittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an der Gesellschaft gehört. Ferner haben uns Verena Gräfin Huyn, Neuss, Dr. Ludwig Baum, München und Heinrich Straaten, Königswinter, lediglich vorsorglich für den Fall, dass ihnen Unternehmenseigenschaft i. S. d. § 20 AktG zukommen sollte und von ihnen gehaltene Beteiligungen nach den Grundsätzen der Mehrmütterschaft als abhängige Unternehmen zu qualifizieren sein sollten, mitgeteilt, dass ihnen mittelbar eine Mehrheitsbeteiligung der Gesellschaft gehört.

Weitere Angaben

Im Geschäftsjahr betrugen die Aufwendungen für unseren Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt, für Abschlussprüfungsleistungen 411 T€, für andere gutachterliche und treuhänderische Leistungen 31,1 T€.

Finanzielle Verpflichtungen

Aus Genossenschaftsanteilen bestehen Nachzahlungsverpflichtungen in Höhe von 21 T€.

Aufgrund der gesetzlichen Anforderungen der §§ 124 ff. VAG sind die Lebensversicherer zur Mitgliedschaft an einem Sicherungsfonds verpflichtet.

Der Sicherungsfonds erhebt auf Grundlage der SichLVFinV (Leben) jährlich Beiträge von maximal 0,2 ‰ der versicherungstechnischen Nettorückstellungen, bis ein Sicherungsvermögen von 1 ‰ der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen aufgebaut ist. Die zukünftigen Verpflichtungen hieraus betragen für die RheinLand Lebensversicherung AG und Credit Life AG 17 T€. Der Sicherungsfonds kann darüber hinaus Sonderbeiträge in Höhe von weiteren 1 ‰ der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen erheben; dies entspricht einer Verpflichtung von 862 T€.

Zusätzlich haben sich die RheinLand Lebensversicherung AG und Credit Life AG verpflichtet, dem Sicherungsfonds oder alternativ der Protektor Lebensversicherung AG finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, sofern die Mittel des Sicherungsfonds bei einem Sanierungsfall nicht ausreichen. Die Verpflichtung beträgt 1 % der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen unter Anrechnung der zu diesem Zeitpunkt bereits an den Sicherungsfonds geleisteten Beiträge. Unter Einschluss der oben genannten Einzahlungsverpflichtungen aus den Beitragszahlungen an den Sicherungsfonds beträgt die Gesamtverpflichtung am Bilanzstichtag 7,6 Mio. €.

Die RheinLand Lebensversicherung AG und die Credit Life AG haben sich als Kommanditisten an der Lampe Mezzanine Fonds I GIKG GmbH & Co KG mit einer zugesagten Zeichnungssumme in Höhe von insgesamt 13,0 Mio. € beteiligt. Von dieser zugesagten Zeichnungssumme wurden bis zum 31. Dezember 2017 6,0 Mio. € abgerufen. Folgende Abrufe führen zu einer Einzahlungsverpflichtung in Höhe von bis zu 7,0 Mio. €.

Aufgrund der Mitgliedschaft im Verein "Verkehrsopferhilfe e.V." besteht die Verpflichtung, entsprechend dem eigenen Anteil an den Beitragseinnahmen aller Mitgliedsunternehmen aus dem selbst abgeschlossenen Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherungsgeschäft des vorletzten Kalenderjahres Mittel zur Verfügung zu stellen. Die jährlich aufzubringenden Mittel sind auf 0,5 % dieser Beitragseinnahmen begrenzt.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht zu verzeichnen.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Hauptversammlung wird folgende Verwendung des Bilanzgewinns vorgeschlagen:

Ausschüttung einer Dividende von 1,00 € je Stückaktie = 3.840.000,00
Ausschüttung eines Bonus von 0,30 € je Stückaktie = 1.152.000,00
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 3.190.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 2.226,80
Bilanzgewinn 8.184.226,80

 

Neuss, 19. April 2018

Der Vorstand

Christoph Buchbender

Dr. Lothar Horbach

Udo Klanten

Andreas Schwarz

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die RheinLand Holding AG, Neuss

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der RheinLand Holding AG, Neuss, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der RheinLand Holding AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 14. Mai 2018

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Peters, Wirtschaftsprüfer

ppa. Sven Capousek, Wirtschaftsprüfer

Weitere Angaben zum Konzernlagebericht

Verzeichnis der betriebenen Versicherungszweige und -arten

Lebensversicherung

Kapitalbildende Lebensversicherung (einschließlich vermögensbildender Lebensversicherung) mit überwiegendem Todesfallcharakter

Risikoversicherung

Kapitalbildende Lebensversicherung mit überwiegendem Erlebensfallcharakter

übrige und nicht aufgegliederte Einzelversicherung (einschließlich der Heirats- und Geburtenversicherung), aber ohne Sonstige Lebensversicherung

Kapitalversicherung mit überwiegendem Todesfallcharakter

Restkreditversicherung

Unfall-Zusatzversicherung

Berufsunfähigkeits- (Invaliditäts-)Zusatzversicherung

Krankenversicherung*

Allgemeine Unfallversicherung

Einzel-Unfallvollversicherung

Einzel-Unfallteilversicherung

Gruppen-Unfallversicherung

Luftfahrtunfallversicherung

übrige und nicht aufgegliederte Unfallversicherung

Allgemeine Haftpflichtversicherung

Privathaftpflichtversicherung

Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung

Umwelt-Haftpflichtversicherung

Strahlen- und Atomanlagen-Haftpflichtversicherung*

übrige und nicht aufgegliederte Allgemeine Haftpflichtversicherung

Kraftfahrtversicherung

Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung

Fahrzeugvollversicherung

Fahrzeugteilversicherung

Kraftfahrtunfallversicherung

Luftfahrtversicherung

Luftfahrzeug-Kaskoversicherung

Raumfahrzeug-Kaskoversicherung

Feuerversicherung

Feuer-Industrie-Versicherung

Landwirtschaftliche Feuerversicherung

Sonstige Feuerversicherungen

übrige und nicht aufgegliederte Feuerversicherung*

Einbruchdiebstahl und Raub (ED)-Versicherung

Leitungswasser (LW)-Versicherung

Glasversicherung

Sturmversicherung

Verbundene Hausratversicherung

Verbundene Wohngebäudeversicherung

Hagelversicherung*

Technische Versicherungen

Einheitsversicherung

Wäscheschutz-Einheitsversicherung

übrige und nicht aufgegliederte Einheitsversicherung

Transportversicherung

Kaskoversicherung

Transportgüterversicherung

Valorenversicherung (gewerblich)

übrige und nicht aufgegliederte Transportversicherung*

Kreditversicherung

Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- bzw. Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherung Extended Coverage (EC)-Versicherung

Betriebsunterbrechungsversicherung

Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherung

Beistandsleistungsversicherung

Schutzbriefversicherung

Luft- und Raumfahrzeug-Haftpflichtversicherung

Luftfahrt-Haftpflichtversicherung

Sonstige Schadenversicherung

Ausstellungsversicherung

Garderobenversicherung

Jagd- und Sportwaffenversicherung

Musikinstrumenteversicherung

Fotoapparateversicherung

Kühlgüterversicherung

Warenversicherung in Tiefkühlanlagen

Atomanlagenversicherung*

Automatenversicherung

Reisegepäckversicherung

Valorenversicherung

Reise-Rücktrittskosten-Versicherung

Lizenzverlustversicherung*

Brillenversicherung

Mietverlustversicherung

Tank- und Fassleckageversicherung

Filmtheater-Einheitsversicherung

Arbeitslosenzusatzversicherung

Garantieversicherung von Kraftfahrzeugen

Restkreditversicherung

* nur in Rückdeckung übernommene Versicherungszweige

Lagebericht

Wirtschaftsbericht

Die deutsche Wirtschaft profitierte mit ihren vielen stark auf den Export ausgerichteten Unternehmen vom freundlichen Weltwirtschaftsklima. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,2 % lag im europäischen Durchschnitt. Ein starker Impulsgeber blieb 2017 der Konsum. Sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben legten in allen vier Quartalen gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal zwischen 3,0 und 4,0 % zu. Die deutsche Versicherungswirtschaft profitierte vom allgemeinen Konjunkturhoch. Die Beitragseinnahmen stiegen 2017 über alle Sparten hinweg um 1,7 % auf 197,7 Mrd. €.

Die Wachstumsimpulse belebten im vergangenen Jahr auch den Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit sank, Einkommen und Steuereinnahmen stiegen. Im Dezember 2017 waren bundesweit rund 44,7 Mio. Menschen erwerbstätig, 1,5 % mehr als ein Jahr zuvor.

Der Aufwärtstrend an den internationalen Finanzmärkten blieb über das komplette Jahr hinweg intakt. Während die Anleihemärkte durch die vorsichtigen Zinsanhebungen der US-Notenbank und die nach wie vor expansive Geldpolitik der EZB allmählich in Bewegung gerieten, zeichnete sich der Aktienmarkt durch einen ungewöhnlich stabilen Aufwärtstrend aus.

Die Immobilienpreise in Deutschland sind auch 2017 kräftig gestiegen. Im Jahresvergleich verteuerten sich z. B. Eigentumswohnungen um 7,7 %. Je nach Region fielen die Steigerungsraten dabei unterschiedlich aus. Ungeachtet dessen war der Wohnimmobilienmarkt von einem hohen Nachfrageüberhang gekennzeichnet. Gründe waren unter anderem die günstigen Einkommensperspektiven der privaten Haushalte, die niedrigen Finanzierungskosten sowie der hohe Anlagedruck bei Investoren. Impulse kamen zudem von der arbeitsmarktorientierten Zuwanderung sowie der seit einigen Jahren zunehmenden Bevölkerungskonzentration in den Ballungsräumen.

Die RheinLand Holding AG steuert die zur RheinLand Versicherungsgruppe gehörenden Versicherungsunternehmen. Diese betreiben das Lebens- und Schaden-/Unfallversicherungsgeschäft. Darüber hinaus richten sich ihre Aktivitäten auf das Management des eigenen Immobilienbestands sowie der sonstigen Vermögensanlagen.

Geschäftsentwicklung

Das aus Sach- und Finanzanlagen bestehende Anlagevermögen der RheinLand Holding AG verringerte sich im Geschäftsjahr um 5,7 Mio. € (3,4 %) auf 162,2 Mio. € (i. Vj. 167,8 Mio. €).

Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus Veränderungen der Anteile an verbundenen Unternehmen. Diese reduzierten sich zum 31. Dezember 2017 auf 127,1 Mio. € (i. Vj. 132,1 Mio. €). Die RheinLand Holding AG überwacht regelmäßig die Kapitalausstattung ihrer Tochtergesellschaften. Im Rahmen dieser Kapitalallokation wurden 2016 aus den Kapitalrücklagen der RheinLand Versicherungs AG 10,0 Mio. € entnommen und im Berichtsjahr an die Muttergesellschaft abgeführt. Hiervon wurden bis zum Bilanzstichtag 5,0 Mio. € zur Finanzierung des dynamisch wachsenden Versicherungsgeschäfts an die Rhion Versicherung AG weitergegeben bzw. in deren Kapitalrücklagen eingestellt.

Die Sachanlagen (Immobilienbestand) sanken im Geschäftsjahr aufgrund der planmäßigen Abschreibungen auf 25,1 Mio. € (i. Vj. 25,8 Mio. €).

In den vergangenen Geschäftsjahren hatte unsere Gesellschaft zur Finanzierung des Wachstums der Gruppe und der damit verbundenen Solvabilitätsanforderungen Nachrangdarlehen in Höhe von insgesamt 40,0 Mio. € aufgenommen. Diese Nachrangdarlehen sollten durch Eigenkapital ersetzt und deshalb entsprechend ihrer Fälligkeit im Zeitablauf abgelöst werden. Bis zum Beginn des Geschäftsjahres 2017 wurden bereits Nachrangdarlehen in Höhe von 35,0 Mio. € fällig und getilgt. Im Geschäftsjahr wurden die letzten 5,0 Mio. € getilgt. Die nachrangigen Verbindlichkeiten sind somit zum 31. Dezember 2017 vollständig abgelöst.

Ertragslage

Die gesamten Erträge beliefen sich im Geschäftsjahr auf 24,8 Mio. € (i. Vj. 30,4 Mio. €). Der kontinuierliche Ausbau des Versicherungsgeschäfts insbesondere im Vertriebsweg Bancassurance zog Verstärkungen in Form von Zuführungen zu den versicherungstechnischen Rückstellungen nach sich. Daneben reduzierten sich die Abwicklungsergebnisse aus dem Auslaufen eines Altbestandes.

Von den Gesamterträgen im Geschäftsjahr entfielen auf die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit der RheinLand Versicherungs AG 12,8 Mio. € (i. Vj. 17,1 Mio. €), der Rhion Versicherung AG 1,8 Mio. € (i. Vj. 1,0 Mio. €) und der Credit Life AG 4,1 Mio. € (i. Vj. 6,5 Mio. €).

Die RheinLand Lebensversicherung AG schloss das Geschäftsjahr nach einer Verstärkung der Zinszusatzreserve in Höhe von 14,0 Mio. € und einer Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung in Höhe von 2,3 Mio. € mit einem ausgeglichenen Ergebnis ab.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen hauptsächlich die Zinsaufwendungen aus den aufgenommenen Nachrangdarlehen und die Zinszuführungen zu den Pensionsrückstellungen. Im gesamtschuldnerischen Verbund für die Erfüllung der Versorgungsverpflichtungen hat die RheinLand Versicherungs AG den Dienstzeitaufwand erstattet.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beliefen sich im Geschäftsjahr auf 1,1 Mio. €. Die sonstigen Steuern in Höhe von 0,2 Mio. € beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Grundsteuer.

Der Jahresüberschuss der RheinLand Holding AG betrug zum Bilanzstichtag 16,4 Mio. € (i. Vj. 18,4 Mio. €). Hiervon wurden 8,2 Mio. € in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Der Bilanzgewinn beträgt unter Einschluss des Gewinnvortrages 8,2 Mio. € (i. Vj. 9,2 Mio. €).

Die Gesellschaft schloss erneut mit einem erfreulichen Ergebnis ab.

Vereinbarungen zu Dienstleistungen

Die Vermögensverwaltung sowie die übrigen zur Führung des Geschäfts erforderlichen Dienstleistungen werden von der RheinLand Versicherungs AG erbracht.

Risikobericht

Aktiengesellschaften sind gemäß § 91 Abs. 2 AktG verpflichtet, über die Risiken der künftigen Entwicklung zu berichten. Darüber hinaus sind mit den Vorgaben durch Solvency II weitere gesetzliche Anforderungen an das Risikomanagement von Versicherungsunternehmen festgeschrieben worden. Die Erfüllung dieser Vorgaben wurde gruppenweit einheitlich umgesetzt.

Die Dokumentationen zum Risikomanagement werden jährlich überprüft und im Bedarfsfall aktualisiert. Hierunter fallen insbesondere die aus der Geschäftsstrategie abgeleitete Risikostrategie, die Innerbetriebliche Leitlinie zum Risikomanagement, das Limitsystem sowie der Umgang mit und die Einschätzung von operationellen, strategischen und Reputationsrisiken. Darüber hinaus wird das Interne Steuerungs- und Kontrollsystem in den jeweiligen Bereichen mindestens jährlich überprüft und gegebenenfalls aktualisiert.

Die RheinLand Holding AG ist durch ihre Beteiligungen an den operativen Gesellschaften der RheinLand Versicherungsgruppe indirekt den gleichen Risiken ausgesetzt wie die operativen Gesellschaften selbst. Nach den einzelnen Risikokategorien ergibt sich für die RheinLand Holding AG insgesamt folgende Risikolage:

Versicherungstechnisches Risiko

Das versicherungstechnische Risiko bezeichnet das Risiko, dass, bedingt durch Zufall, Irrtum oder Änderung, der tatsächliche Aufwand für Schäden und Leistungen vom erwarteten Aufwand abweicht. Es umfasst auch das Kosten-, Katastrophen- und Kumulrisiko.

Schaden- und Unfallversicherung

Die RheinLand Versicherungsgruppe verfolgt mit ihren Schaden- und Unfallversicherern unter Vorgabe geeigneter Annahmerichtlinien und Zeichnungskompetenzen den Ausbau deckungsbeitragsstabiler Sach-, Haftpflicht- und Unfallsparten im privaten und gewerblichen Geschäft. Aufgrund des regionalen Schwerpunktes bezüglich des Geschäftsgebietes bestehen Konzentrationsrisiken bei Naturereignissen. Diese Risiken betreffen insbesondere die Verbundene Wohngebäudeversicherung und die daraus resultierende Ergebnisvolatilität. Neben Annahme- und Zeichnungsrichtlinien setzen die Rheinland Versicherungs AG und die Rhion Versicherung AG einen geeigneten Mix aus Mit- und Rückversicherung ein, um die möglichen Auswirkungen der Ergebnisvolatilität zu reduzieren. Klassisches Großindustrie- oder Gewerbegeschäft mit Großschaden- bzw. Langfristschadenpotenzial wird nicht gezeichnet.

Es ist ein systematisches versicherungstechnisches Controlling installiert. Hierbei werden nach einem standardisierten Verfahren der versicherungstechnische Bruttoergebnisverlauf vor internen Kosten nach Vertriebswegen, Sparten, Kooperationspartnern und Kundensegmenten nach Zeichnungs- und Bilanzjahren analysiert. Die Ergebnisse werden unmittelbar an die für das betroffene Geschäftssegment Verantwortlichen aus Vorstand und den Bereichen Sparte/Betrieb sowie Vertrieb berichtet. Im Falle von Fehlentwicklungen können zeitnah geeignete Gegenmaßnahmen entwickelt werden. Über die wesentlichen Analysen und Ergebnisse im Rahmen des versicherungstechnischen Controllings Schaden/Unfall berichtete auch die Versicherungsmathematische Funktion in ihren Berichten des Jahres 2017 an den Vorstand der RheinLand Versicherungs AG und der Rhion Versicherung AG. Darüber hinaus werden bei Bedarf umfangreiche Sonderanalysen durchgeführt, welche möglichst alle Aspekte von der Wettbewerbsfähigkeit der Produkte und Tarife bis zur Schadenentwicklung berücksichtigen.

Tarifierung und Reservierungsfunktion sind in unterschiedlichen Bereichen angesiedelt. Die Reservierung richtet sich nach handelsrechtlichen und aktuariellen Grundsätzen des Vorsichtsprinzips. Die einzelfallbezogene Schadenreservierung folgt festgelegten internen Schadenrichtlinien zur Sicherstellung einer angemessenen und stetigen Reservierung. Die Auskömmlichkeit der Reserven wird regelmäßig überprüft.

Unter der Prämisse einer vorgegebenen Zielrendite sowie definierter Zielschadenquoten erfolgt eine am Deckungsbeitrag orientierte Mehrjahresplanung. Darauf aufbauend werden Analysen und ein Controlling der Entwicklung der Risiken im Versicherungsbestand durchgeführt.

Restkreditversicherung (Arbeitsunfähigkeits- und Arbeitslosigkeitsversicherung)

Im Restkreditgeschäft besteht das Portfolio aus Risikolebens-, Arbeitsunfähigkeits- und Arbeitslosigkeitsversicherungen. Diese werden von einer Reihe mittelgroßer Kooperationspartner in der Regel zur Absicherung von Hypotheken-, Auto- oder Konsumkrediten in Deutschland, den Niederlanden und Italien vermittelt.

Die Beherrschung des versicherungstechnischen Risikos in der Restkreditversicherung ist besonders anspruchsvoll. So gibt es, anders als in den klassischen Versicherungssparten des Schaden- und Unfallgeschäftes, keine statistischen Grundlagen, die vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft oder der Deutschen Aktuarvereinigung zur Verfügung gestellt werden. Für dieses Spezialgeschäft werden daher aus dem technischen Verlauf der historischen Bestände in Verbindung mit öffentlich verfügbaren Statistiken der Sozialversicherungsträger eigene Rechnungsgrundlagen für die Arbeitsunfähigkeitsversicherung und die Arbeitslosigkeitsversicherung entwickelt.

Die Profitabilitäten werden mindestens einmal jährlich für jeden einzelnen Kooperationspartner mittels eines standardisierten versicherungstechnischen Schemas nach Zeichnungsjahr und Bilanzjahr analysiert. Parallel werden für alle großen Kooperationspartner monatlich die versicherungstechnischen Bruttoergebnisse mit den entsprechenden Planwerten verglichen. Die Ergebnisse dieser Analysen werden im für das operative Geschäft zuständigen Managementkreis besprochen. Somit ist sichergestellt, dass etwaige Fehlentwicklungen schnell erkannt und zeitnah Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Maßgebliche Fehlentwicklungen wurden bislang nicht festgestellt. Im Bericht der Versicherungsmathematischen Funktion an den Vorstand der RheinLand Versicherungs AG wurde über die wesentlichen Aspekte dieses versicherungstechnischen Controllings berichtet.

Lebensversicherung

Die Credit Life AG hat sich als Risikolebensspezialist am Markt positioniert. Aktiv angeboten werden Risikolebensversicherungen ohne Überschussbeteiligung einschließlich Restkredit-Risikolebensversicherungen und überschussberechtigte Risikolebensversicherungen, deren Überschussbeteiligung in der Regel durch Beitragsverrechnung erfolgt. Auch Produkte zur Absicherung des Berufsunfähigkeitsrisikos gehören zum Portfolio. Darüber hinaus besteht ein kleiner geschlossener Bestand an Kapitallebens- und Rentenversicherungen. Risikolebensversicherungen ohne Überschussbeteiligung und Restkredit-Risikolebensversicherungen werden über eine Reihe großer und mittelgroßer Kooperationspartner zur Absicherung von Hypotheken-, Auto- und Konsumkrediten in Deutschland, in den Niederlanden und in Italien angeboten. Es gibt Produkte mit gleichbleibender oder fallender Leistung gegen Einmalbeitrag oder laufende Beitragszahlung.

Die Beherrschung des versicherungstechnischen Risikos erfolgt auf Basis von Sterbetafeln der entsprechenden Märkte sowie eigenen Daten und Erfahrungen. Die Profitabilitäten werden mindestens einmal jährlich für jeden einzelnen Kooperationspartner mittels eines standardisierten versicherungstechnischen Schemas nach Zeichnungsjahr und Bilanzjahr analysiert. Parallel werden für alle großen Kooperationspartner mehrfach im Jahr die versicherungstechnischen Bruttoergebnisse mit den entsprechenden Planwerten verglichen. Speziell für den niederländischen und für den italienischen Markt werden darüber hinaus mehrmals jährlich sogenannte Sterblichkeitsanalysen durchgeführt, bei denen die tatsächlich eingetretenen Leistungsfälle mit den gemäß der angesetzten Sterbetafel erwarteten Leistungsfällen verglichen werden. Die Ergebnisse dieser Analyse werden im für das operative Geschäft zuständigen Managementkreis besprochen. Somit ist sichergestellt, dass etwaige Fehlentwicklungen schnell erkannt und zeitnah Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.

Um die Sicherheit für das stark wachsende Geschäft zusätzlich zu erhöhen, wurde im Jahr 2016 für den niederländischen Markt eine Komplettanalyse mit Konkurrenzvergleich, Tarifstruktur, Tarifniveau und Sterblichkeitsentwicklung erstellt. Eine ähnliche Komplettanalyse wird seit Anfang des Jahres 2018 auch für das italienische Geschäft erstellt. Das Risikolebensversicherungsgeschäft in den Niederlanden und in Italien ist zudem durch hohe Rückversicherungsbeteiligungen geschützt. Im Bericht der Versicherungsmathematischen Funktion an den Vorstand der Credit Life AG im Jahr 2017 wurde darüber hinaus auf die Sonderthemen "Risikoleben in den Niederlanden" und "Restkredit-Risikoleben in Italien" explizit eingegangen.

Die klassischen Risikolebensversicherungen mit Überschussbeteiligung werden im deutschen Markt angeboten. Dabei wird die Überschussbeteiligung überwiegend in Form eines Beitragsvorwegabzuges gewährt. Aufgrund der sehr langen Erfahrung im deutschen Versicherungsmarkt hierzu, ist das Risiko von Fehleinschätzungen vergleichsweise klein. Außerdem könnte im Falle von Fehlentwicklungen zeitnah durch Anpassung der Überschussbeteiligung gegengesteuert werden.

Die RheinLand Lebensversicherung AG bietet seit dem zweiten Quartal 2016 im Neugeschäft ausschließlich Sterbegeld- und Kapitallebensversicherungen an.

Marktrisiko

Das Marktrisiko bezeichnet das Risiko, das sich direkt oder indirekt aus den Sensitivitäten von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen oder die Volatilität der Zinskurve bzw. Zinssätzen, der Aktienkurse, der Credit Spreads (über der risikolosen Zinskurve) sowie der Marktpreise von Immobilien ergibt. Das Marktrisiko schließt das Währungskursrisiko ein. Es umfasst außerdem Konzentrationsrisiken, die sich durch eine mangelnde Diversifikation des Assetportfolios ergeben.

Maßnahmen im Niedrigzinsumfeld

Insgesamt besteht für die klassische Lebensversicherung mit ihren lang laufenden Leistungsgarantien ein besonders schwieriges Kapitalmarktumfeld. Die RheinLand Versicherungsgruppe hat durch die Bildung einer sogenannten Zinszusatzreserve hierfür weiter Vorsorge getroffen. Der für die Berechnung relevante Referenzzins zum Stichtag 31. Dezember 2017 ist von 2,54 % auf 2,21 % gefallen. Somit müssen jetzt für Bestandsverträge mit zugesagter Zinsgarantie bis einschließlich 2,25 % Zinszusatzreserven gestellt werden. Die Zinszusatzreserven betragen zum Ende des Geschäftsjahres 60.810 T€ bei der RheinLand Lebensversicherung AG (i. Vj. 46.776 T€) und 4.419 T€ bei der Credit Life AG (i. Vj. 3.218 T€). Durch die in der Deckungsrückstellungsverordnung definierten Regelungen wird sich auch künftig bei sinkenden Referenzzinssätzen weiterer Zuführungsbedarf zur Zinszusatzreserve ergeben.

Die Deckungsrückstellungsverordnung wurde zum 1. Januar 2017 geändert. Dabei wurde der Höchstrechnungszins für das Neugeschäft ab dem Jahr 2017 von 1,25 % auf 0,90 % gesenkt.

Das Thema "RheinLand Leben im Niedrigzinsumfeld" hat eine hohe Aufmerksamkeit im Vorstand und im Aufsichtsrat. Bereits im Frühjahr 2015 wurde durch den Aufsichtsrat ein Maßnahmenplan (Nachrangdarlehen, Rückversicherungslösung, Übergangsmaßnahme Aktienrisiko) beauftragt, mit dem die RheinLand Lebensversicherung AG robuster gegenüber Marktzinsschwankungen aufgestellt ist.

Im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen wurden die Themen Solvenzbedeckung, Zinszusatzreserve und Verstärkung der Eigenmittel fortlaufend auf dem jeweils aktuellen Stand der Umsetzung und der wirtschaftlichen Entwicklung diskutiert.

Kapitalanlagen

Der Schwerpunkt der Kapitalanlage liegt bei Anteilen an verbundenen Unternehmen und direkt gehaltenen Immobilien. Die RheinLand Holding AG hat keinen Aktienbestand. Zur Stärkung der Eigenmittel unter Solvency II wurde im Geschäftsjahr eine Einzahlung in die Kapitalrücklage der Tochtergesellschaft Rhion Versicherung AG in Höhe von 5.000 T€ getätigt. Bei der RheinLand Versicherungs AG wurden 10.000 T€ aus der Kapitalrücklage zurückgeführt. Darüber hinaus werden die aktuellen Entwicklungen am Finanzmarkt von der RheinLand Holding AG kontinuierlich analysiert.

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko bezeichnet das Risiko, das sich aufgrund eines unerwarteten Ausfalls oder der Verschlechterung der Bonität von Gegenparteien und Schuldnern ergibt.

Die Forderungen gegenüber Rückversicherern, Vermittlern und Kunden unterliegen, wie die Kapitalanlagen, grundsätzlich auch einem Kreditrisiko. Zur Risikovorsorge hat die RheinLand Versicherungsgruppe bei Bedarf Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand vorgenommen. Ausstehende Forderungen mit mehr als 90 Tagen zurückliegendem Fälligkeitszeitpunkt bestanden am Bilanzstichtag in Höhe von 1,0 Mio. €.

Die RheinLand Holding AG zielt mit ihren operativen Gesellschaften auf eine bedarfsgerechte, kostengünstige Rückversicherungspolitik unter Beachtung von Sicherheits- und Kontinuitätsaspekten ab. Bei der Auswahl der einzelnen Rückversicherungs-Vertragspartner besteht vor dem Hintergrund der angestrebten langfristigen Vertragsbeziehungen als Nebenbedingung im Hinblick auf deren Bonität die Anforderung eines Mindestratings von A- (Standard & Poor's oder ein vergleichbares Rating einer anderen Rating-Agentur). Marktentwicklungen und Verschlechterungen der Bonität unterliegen einer kontinuierlichen Beobachtung im Rahmen des Limitsystems. Das von konzernfremden Gesellschaften übernommene Rückversicherungsgeschäft hat durch neue Vertragsbeziehungen wieder an Bedeutung gewonnen.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko von Verlusten durch einen Rückgang der Preise oder mangelnde Liquidität der relevanten Märkte bei Verkauf der Aktiva aufgrund von kurzfristigem Liquiditätsbedarf. Es beinhaltet auch die jederzeitige Bedienung der Verpflichtungen aus den abgeschlossenen Versicherungsverträgen.

Zur Sicherstellung einer jederzeitigen Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen werden monatliche Liquiditätspläne erstellt. Die Liquiditätsanforderungen werden aus den laufenden Erträgen der Immobilien dargestellt. Die darüber hinausgehenden Liquiditätsanforderungen werden über die Beteiligungsergebnisse gesteuert. Daher besteht aus heutiger Sicht kein Liquiditätsrisiko.

Operationelles Risiko

Das operationelle Risiko bezeichnet das Risiko von Verlusten infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Prozessen, mitarbeiter-, systembedingten oder externen Vorfällen sowie Compliance- und Rechtsrisiken.

Die Steuerung und Überwachung der operationellen Risiken erfolgt durch die verantwortlichen Bereiche. Für operationelle Risiken werden einmal jährlich Szenarioanalysen durchgeführt und die Risikoindikatoren zur unterjährigen Überwachung überprüft. Notfallpläne, Versicherungen, Zugangskontrollen sowie Vollmachten- und Berechtigungsregelungen führen zu geringen Eintrittswahrscheinlichkeiten bzw. Schadenpotenzialen. Insbesondere den sich zwischenzeitlich immer weiter ausbreitenden Cyberrisiken wird mit umfangreichen Datensicherungskonzepten, Schutzprogrammen und einer extern durchgeführten, professionellen E-Mail-Überprüfung begegnet. Für den Schadenfall wurde eine Cyberversicherung abgeschlossen.

Im Rahmen der Risikosteuerung operationeller Risiken spielt darüber hinaus ein dokumentiertes internes Kontrollsystem (IKS) eine zentrale Rolle. Hierdurch werden die systematische Prävention und die Früherkennung von prozessualen Risiken sichergestellt. Zur Beherrschung der wesentlichen Prozessrisiken sind Schlüsselkontrollen eingerichtet. Compliancerisiken, die in Bezug auf die Einhaltung oder Umsetzung von Gesetzen, Rechtsvorschriften, regulatorischen Anforderungen oder ethisch/moralischen Standards sowie von internen Vorschriften und Regelungen auftreten können, sind über einen definierten Prozess gemäß Compliance-Management-Richtlinie geregelt. Fraud-Risiken unterliegen einer besonderen Beobachtung und Berichterstattung.

Generell besteht das Risiko, dass die in einzelnen Fällen ergangene Rechtsprechung auch auf die operativen Gesellschaften der RheinLand-Gruppe ausstrahlt. Um diesem Risiko zu begegnen, werden alle anstehenden Klagefälle auf Allgemeingültigkeit hin bewertet, beobachtet und regelmäßig zwischen den Fachbereichen und der Rechtsabteilung besprochen. Je nach Einstufung des Risikos wird im Bedarfsfall eine angemessene Rückstellung gebildet.

Strategisches Risiko

Das strategische Risiko ist das Risiko, das aus strategischen Geschäftsentscheidungen resultiert. Zu dem strategischen Risiko zählt auch das Risiko, das sich daraus ergibt, dass Geschäftsentscheidungen nicht einem geänderten Wirtschaftsumfeld angepasst werden. Strategisches Risiko ist in der Regel ein Risiko, das im Zusammenhang mit anderen Risiken auftritt. Es kann aber auch als Einzelrisiko auftreten.

Klar geregelte Entscheidungsprozesse sowie eine enge Zusammenarbeit aller relevanten Entscheidungsträger sind die Grundlage einer effizienten Steuerung strategischer Risiken. Planungs- und Controllingprozesse steuern und überwachen die Erreichung der strategischen Zielsetzungen. Ein strukturierter Planungsprozess unter Einbeziehung aller relevanten Geschäftsbereiche ist implementiert. Die strategischen Risiken werden jährlich im Rahmen einer Stärken-Schwächen-Analyse identifiziert und qualitativ bewertet. Die identifizierten wesentlichen Risiken sind in den vorgenannten Risikokategorien enthalten.

Reputationsrisiko

Das Reputationsrisiko ist das Risiko, das sich aus einer möglichen Beschädigung des Rufes der RheinLand Holding AG infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit (z. B. bei Kunden, Geschäftspartnern, Aktionären, Behörden) ergibt. Ebenso wie das strategische Risiko ist das Reputationsrisiko in der Regel ein Risiko, das häufig im Zusammenhang mit anderen Risiken auftritt. Es kann aber auch als Einzelrisiko auftreten.

Reputationsrisiken werden regelmäßig qualitativ bewertet und laufend beobachtet. Im Jahr 2017 hat sich für die RheinLand Holding AG kein Reputationsrisiko realisiert.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Im Jahr 2017 haben die RheinLand Versicherungsgruppe sowie alle Einzelgesellschaften der Gruppe zu jeder Zeit über eine ausreichende ökonomische und aufsichtsrechtliche Risikotragfähigkeit verfügt. Insgesamt zeichnet sich auch derzeit keine Entwicklung ab, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RheinLand Holding AG ungeplant nachhaltig beeinträchtigen könnte.

Chancenbericht

Erfolgreiches unternehmerisches Handeln setzt voraus, sich bietende Chancen zu nutzen, um zusätzliches profitables Wachstum zu generieren. Um unsere Chancen zu identifizieren, beobachten wir sehr genau, wohin sich Branche und Märkte entwickeln. Die Auswertung und kritische Analyse von Wettbewerbsinformationen und das Erspüren von neuen Bedürfnissen, Trends und Tendenzen versetzen uns in die Lage, Innovationen voranzutreiben, um für künftige Anforderungen gerüstet zu sein.

Unser bestehendes Geschäftsmodell, das auf drei Marken und Vertrieben basiert, hat sich bewährt. Wir geben unserem Eigenen Außendienst, unserem Maklervertrieb und unserem Vertriebsweg Bancassurance Produkte und Lösungen an die Hand, mit denen wir uns gut positionieren und unsere Zielgruppen erreichen. Unsere konsequente Serviceorientierung, unsere kurzen Entscheidungswege und schlanken Strukturen verschaffen uns viele Vorteile: Sie führen zu einer Partnerschaft im besten Sinne und eröffnen uns Handlungsspielräume, in denen wir flexibel auf sich verändernde Gegebenheiten reagieren - gemeinsam mit Kunden und Kooperationspartnern.

Die unvermindert enge Anbindung unseres Unternehmens an die Nachfahren der Gründerfamilien gibt uns ein unverwechselbares Profil und sichert die Unabhängigkeit der RheinLand Versicherungsgruppe in einem von Konzentrationsprozessen geprägten Umfeld. Von Beginn an bestimmten die Prinzipien des Ehrbaren Kaufmanns unser Handeln. Auf diesem Wertefundament, das unvermindert aktuell ist, hat sich unser Unternehmen kontinuierlich weiterentwickelt. Das Wissen um die Tradition verbindet sich bei uns mit Innovationsgeist und Mut zu Neuerungen. Unsere Mitarbeiter sind hierbei unser wichtigstes Gut, denn sie sind es, die diesen permanenten Wandel kraftvoll gestalten.

Ausblick

Das neue Jahr startete in Deutschland mit Rückenwind aus der Wirtschaft und mit Gegenwind aus der Politik. Während die Unsicherheit über die Regierungsbildung in den ersten Wochen die öffentliche Diskussion dominierte, kamen aus der Wirtschaft durchweg positive Meldungen. Die Wachstumsprognosen für Deutschland reichen von 2,0 % (Commerzbank) bis 2,6 % (ifo). Kurz- bis mittelfristig scheint Optimismus hinsichtlich der weiteren weltweiten konjunkturellen Entwicklung und des Welthandels angebracht. Gleichzeitig weisen Experten auf Entwicklungen hin, die langfristig zum Problem werden können. Dazu zählt neben protektionistischen Tendenzen zum Beispiel auch die immer noch niedrige Inflation in weiten Teilen der industrialisierten Welt. Dem gegenüber zeigt sich nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA der Arbeitsmarkt so robust, dass fast von Vollbeschäftigung gesprochen werden kann. In solch einer Situation könnten die Löhne deutlich steigen. Das würde die Unternehmen dazu zwingen, die Preise zu erhöhen - was wiederum das Lohnwachstum weiter ankurbeln würde.

Die Notenbanken könnten im Rahmen dieser Aufwärtsspirale allmählich die Zinsen auf ein höheres Maß anheben. Das jedenfalls befürchteten Marktteilnehmer an den Börsen Anfang Februar, als sie mit Aktienverkäufen für einen kurzfristigen Einbruch sorgten. Denn steigende Zinsen würden zinsabhängige Geldanlagen interessanter machen.

Die Digitalisierung prägt als Schwerpunktthema auch das Jahr 2018. Die Versicherungsunternehmen arbeiten weiter an Innovationen bei digitalen Plattformen, der Verarbeitung großer Datenmengen, der Automatisierung der Datenverarbeitung und der Effizienzsteigerung in der eigenen Organisation. Digitalisierung verändert aber immer deutlicher auch den Versicherungsmarkt insgesamt. Neue Unternehmen starten, die Versicherungsleistungen automatisiert anbieten und damit entweder direkt an Kunden herantreten oder ihre Dienstleistungen den klassischen Versicherungsunternehmen anbieten.

Grundsätzlich beschäftigt die Regulierung auch 2018 die Branche. Einmal mehr sollen zahlreiche Regulierungsreformen umgesetzt werden, zum Beispiel die europäische Datenschutzgrundverordnung. Neue Verordnungen der Europäischen Kommission konkretisieren zudem die Anwendung der europäischen Versicherungsvermittlungsrichtlinie, so etwa bei Produktprüfungsprozessen oder im Vertrieb sogenannter versicherungsbasierter Anlageprodukte.

Der Bereich Schaden- und Unfallversicherung dürfte sich aber unverändert positiv entwickeln. Insgesamt erwartet die Versicherungsbranche eine robuste Entwicklung der Beitragseinnahmen.

Prognose zur Entwicklung der drei Vertriebswege

Bancassurance

Im laufenden Geschäftsjahr erwarten wir für unsere Aktivitäten in Deutschland, in den Niederlanden und in Italien eine gute Entwicklung.

Die Expansion einer österreichischen Direktbank, die uns für ihren Start auf dem deutschen Markt als Partner mit an Bord geholt hat, werden wir als Spezialist für die Restkreditversicherung intensiv begleiten. Die seit Jahresbeginn laufende Zusammenarbeit steckt voller Potenzial, denn für die bereits geplante Erweiterung des Produktportfolios steuern wir ebenfalls passende Versicherungslösungen bei. Darüber hinaus stehen wir mit allen anderen zum Teil schon langjährigen Kooperationspartnern in unvermindert enger Abstimmung, um neue Chancen für uns zu erkennen und daraus passende Angebote abzuleiten. Nach Kräften setzen wir zudem unsere Bestrebungen fort, den Kreis der mit uns zusammenarbeitenden Unternehmen sinnvoll zu vergrößern.

In den Niederlanden verfügen wir über eine gefestigte Position als Anbieter von Absicherungslösungen im Umfeld von Hypothekenfinanzierungen. Die damit verbundene hohe Marktdurchdringung werden wir in diesem Jahr erneut steigern können. Um darüber hinaus Vertriebschancen zu nutzen, werden wir unser Produktportfolio um ein Vorsorgeangebot zur Einkommensabsicherung sinnvoll ergänzen.

Die dynamische Entwicklung in Italien wird sich im laufenden Jahr fortsetzen. Damit verlassen wir nun endgültig das Testfeld und etablieren uns über unsere Niederlassung in Mailand als erfolgsorientierte Vertriebseinheit. Es gilt nun unsere Infrastruktur strategisch auszubauen, um den Wachstumskurs organisatorisch noch besser zu unterstützen.

Maklervertrieb

Dass unser Maklervertrieb ein Wachstumsmotor ist, bestätigt sich auch im laufenden Geschäftsjahr. Kräftige Impulse gibt uns der Ausbau unserer auf digitaler Basis laufenden Vertriebspartnerschaften. Genannt sei in diesem Zusammenhang beispielhaft eine zu Jahresbeginn wirksam gewordene Verbindung zu einem mittelständischen Maklerunternehmen, das im Umfeld einer renommierten deutschen Fluggesellschaft agiert und das dortige Belegschaftsgeschäft betreut.

Das im Maklervertrieb von Beginn an auf Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherungen fokussierte Produktportfolio wurde im zurückliegenden Jahr um die Kraftfahrzeugversicherung sinnvoll erweitert. Dieser Schritt erweist sich als erfolgversprechend. Wir erwarten in diesem Jahr, dass der Verkauf von Kfz-Versicherungen kräftig Fahrt aufnimmt. Da wir uns im Bereich Kfz nur auf ausgesuchte Vertriebspartner konzentrieren, können wir die Entwicklung dieses Geschäftsfelds qualitativ steuern.

Um unsere gute Ausgangsposition als Anbieter gewerblicher Versicherungen für kleine und mittlere Unternehmen und Betriebe zu stützen, werden wir unser erfolgreiches Spezialprodukt "Gewerbe kompakt" neu aufsetzen. Mit Blick auf die Zielgruppe Privatkunden wollen wir mit einem von Grund auf aktualisierten Unfalltarif unsere Kompetenz in dieser Sparte unterstreichen.

In technischer Hinsicht knüpfen wir viele Erwartungen an das neue CRM-System, dessen Konzeption in einem interdisziplinären Team nach neuesten Methoden erfolgt. Wir sind uns sicher, dass die Einführung die Vertriebssteuerung in der Zusammenarbeit mit Maklern weiter verbessern wird.

Eigener Außendienst

Von zentraler Bedeutung ist für uns, die Geschäftsstellen und Bezirksdirektionen bei allen Fragen zum Thema Digitalisierung noch intensiver zu beraten und aktiv dabei zu unterstützen, über internetbasierte Angebote neue Kundengruppen zu erschließen und das Bestandskundenmanagement zu verbessern. Ziel ist es, intelligente Verknüpfungen zwischen "Online" und "Offline" zu schaffen, denn es zeigt sich, dass ein persönlicher Ansprechpartner für die Mehrzahl der Versicherungskunden nach wie vor wichtig ist. In diesem Zusammenhang wollen wir unser Marketing über digitale Kanäle neu aufsetzen, um sehr viel differenzierter als bislang die Menschen in ihrem jeweiligen Lebensumfeld zu erreichen und auf die Stärken der RheinLand als Versicherer in allen Lebenslagen aufmerksam zu machen.

Vertriebsanreize setzen wir in diesem Jahr im Privatkundengeschäft rund um die Altersvorsorge und die Absicherung der Arbeitskraft. Wir sehen gerade in diesen Segmenten noch viele Chancen, Geschäft zu generieren. Darüber hinaus erwarten wir durch die zum Jahreswechsel erfolgte Einführung des innovativen IT-Schutzbriefs "Dr. Cloud" Verkaufsimpulse.

Personell ist die Ausschließlichkeitsorganisation derzeit gut aufgestellt. Wir halten daher an unserer Planung fest, die Zahl der Hauptvermittler, Partner und Kundenberater bei rund 300 zu stabilisieren. Dabei achten wir sehr genau darauf, wer wirklich zu uns passt, um die qualitätsorientierte Entwicklung, die unser Außendienst erfolgreich eingeschlagen hat, konsequent fortzusetzen. Wir verfolgen deshalb sehr genau die allgemeine Entwicklung innerhalb der Versicherungsbranche, wobei sich der Eindruck verfestigt, dass gerade wir mit unserem mittelständisch geprägten, wertebasierten Hintergrund bei erfahrenen Versicherungsexperten, die sich in ihrer beruflichen Selbstständigkeit neu ausrichten wollen, an Attraktivität gewinnen. Zugleich steht unsere Vertriebsorganisation vor einem Generationswechsel, der uns im laufenden Geschäftsjahr und in den kommenden Jahren vor die Herausforderung stellt, zahlreiche Agenturen in neue Hände zu geben. Gemeinsam mit den bisherigen Inhabern arbeiten wir intensiv an zukunftsweisenden Lösungen.

Durch den stetigen Ausbau unseres Geschäfts und der weiterhin positiven Entwicklung unserer Vertriebswege rechnen wir 2018 mit einem erneuten Anstieg der Beitragseinnahmen. Gleichzeitig werden Investitionen in Zukunftsthemen (z. B. Digitalisierung) vorgenommen.

Die Sturmereignisse "Burglind" und insbesondere "Friederike" zu Beginn des neuen Geschäftsjahres betrafen auch die RheinLand Versicherungsgruppe und verursachten Bruttoschadenaufwendungen von rund 3,5 Mio. €. Daneben beeinflussten Abwicklungsergebnisse aus einem Altbestand das Ergebnis in der Vergangenheit positiv. Aufgrund dieser beschriebenen Sondereffekte planen wir 2018 mit einem gegenüber dem Vorjahr reduzierten Ergebnis.

Umweltmanagement

Als Versicherungsgruppe sind wir in besonderem Maße von den sich ändernden Umwelt- und Klimabedingungen und der damit einhergehenden Zunahme unwetterbedingter Schäden sowie den daraus resultierenden Schadenbelastungen betroffen. Schon alleine aus diesem Grund betreiben wir aktiven Umweltschutz nach innen und außen. Gleichzeitig möchten wir Ressourcen schonen, Betriebskosten senken und nicht zuletzt als Vorbild vorangehen. Dabei hilft uns ein Umweltmanagement-System, das unsere umweltrelevanten Abläufe seit 1997 regelt und uns dabei unterstützt, Verbesserungspotenziale systematisch ausfindig zu machen und zu nutzen.

Das zentrale Ziel unserer Umweltschutzaktivitäten haben wir im Jahr 2007 festgelegt: Wir wollen die CO2 -Neutralität unseres Geschäftsbetriebes für die Dauer von 50 Jahren sicherstellen. In Zusammenarbeit mit "PRIMAKLIMA-weltweit e.V." haben wir in mehreren Tranchen Aufforstungsmaßnahmen an unserem Standort in Neuss, darüber hinaus in Deutschland, in Europa und sogar weltweit durchführen lassen. Die aufgeforsteten Flächen kompensieren in der Summe alle CO2 -Emissionen unseres Geschäftsbetriebes, so dass wir unser Ziel im Mai 2011 erreichen konnten. Damit waren wir einer der ersten Versicherer im deutschen Markt, der die CO2 -Neutralität seines Geschäftsbetriebes so zügig realisiert hat.

Mit unserer Umweltbilanz legen wir einmal pro Geschäftsjahr unsere Verbräuche und Bedarfe offen. Damit treten wir den Beweis an, dass wir auch weiterhin großen Wert auf den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen legen und die hohe Bedeutung, die eine CO2 -Neutralität für unser Unternehmen darstellt, nicht aus den Augen verlieren. Diesen Nachweis werden wir auch zukünftig transparent und offen erbringen.

 

Neuss, 19. April 2018

Der Vorstand

Christoph Buchbender

Dr. Lothar Horbach

Udo Klanten

Andreas Schwarz

Jahresabschluss

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

2017
2017
2017
2016
A. Anlagevermögen:
I. Sachanlagen:
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.105.039,06 25.765.958,88
II. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 127.065.900,43 132.065.900,43
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 10.000.000,00 10.000.000,00
162.170.939,49 167.831.859,31
B. Umlaufvermögen:
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18.886.834,44 10.640.326,68
2. Sonstige Vermögensgegenstände 617.735,67 2.521.973,14
19.504.570,11 13.162.299,82
II. Guthaben bei Kreditinstituten 6.474.254,51 694.664,21
25.978.824,62 13.856.964,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 302.739,72 302.739,72
188.452.503,83 181.991.563,06

Passiva

2017
2017
2017
2016
A. Eigenkapital:
I. Gezeichnetes Kapital 9.830.400,00 9.830.400,00
II. Kapitalrücklage 15.169.462,46 15.169.462,46
III. Gewinnrücklagen:
1. Gesetzliche Rücklage 168.726,32 168.726,32
2. Andere Gewinnrücklagen 118.200.000,00 105.830.000,00
118.368.726,32 105.998.726,32
IV. Bilanzgewinn 8.184.226,80 9.191.059,36
151.552.815,58 140.189.648,14
B. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 5.000.000,00
C. Rückstellungen:
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 20.315.364,10 20.049.157,00
2. Steuerrückstellungen 2.096.523,28 1.761.191,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.741.415,00 1.648.558,00
24.153.302,38 23.458.906,00
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 29.067,00 80.544,54
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 10.023.287,67
3. Sonstige Verbindlichkeiten 12.717.318,87 3.220.151,86
davon aus Steuern: 24.679,39 € (24.225,79)
12.746.385,87 13.323.984,07
E. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 19.024,85
188.452.503,83 181.991.563,06

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

2017
2017
2016
2016
1. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen 18.585.219,85 24.541.719,32
2. Umsatzerlöse 5.047.171,41 5.051.269,26
3. Sonstige betriebliche Erträge 414.635,88 390.047,47
4. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 650.000,00 302.739,72
davon aus verbundene Unternehmen: 650.000,00 € (302.739,72)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 73.869,27 24.770.896,41 142.186,97 30.427.962,74
davon aus verbundene Unternehmen: 0,00 € (0,00)
6. Abschreibungen auf Sachanlagen 705.173,40 689.981,30
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 3.236.225,03
8. Materialaufwand 1.794.538,18 1.617.480,19
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.256.378,74 3.081.389,74
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.273.704,67 2.339.855,28
davon an verbundene Unternehmen: 153.780,59 € 7.029.794,99 (143.763,42) 10.964.931,54
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Steuern 17.741.101,42 19.463.031,20
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.148.232,75 918.782,88
12. Ergebnis nach Steuern 16.592.868,67 18.544.248,32
13. Sonstige Steuern 237.701,23 178.766,27
14. Jahresüberschuss 16.355.167,44 18.365.482,05
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 9.059,36 5.577,31
16. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen 8.180.000,00 9.180.000,00
17. Bilanzgewinn 8.184.226,80 9.191.059,36

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde nach den maßgeblichen handels- und aktienrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung folgen in ihrem Aufbau grundsätzlich den Gliederungsvorschriften der §§ 266, 275 Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 158 AktG. Um die Aussagekraft der Gewinn- und Verlustrechnung zu verbessern, wurde das Gliederungsschema dem Unternehmensgegenstand angepasst. Daher werden insbesondere die Umsatzerlöse nicht als erster Posten aufgeführt.

Aktiva

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten bewertet. Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen und Zuschreibungen gemäß § 255 Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 3 und 5 HGB ausgewiesen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Ausleihungen und Forderungen sind mit dem Nominalwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die Mietforderungen werden einzel- und pauschalwertberichtigt.

Liquide Mittel sind mit dem Nominalwert bewertet.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt.

Gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, auf eine Aktivierung des Überhangs einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung zu verzichten.

Passiva

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB auf der Grundlage der Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Neben gegenwärtigen Entwicklungen wurden auch künftige Entwicklungen sowie Trends und Fluktuation berücksichtigt. Die Abzinsung erfolgte mit dem von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB.

Es wurden nachstehende versicherungsmathematische Parameter für die Ermittlung der Verpflichtungen verwendet:

Pensionsalter Regelaltersgrenze
Rentendynamik 1,75 % p.a.
Zinssatz 3,71 % p.a.

Die zu berücksichtigende Fluktuation entspricht dem allgemein beobachtbaren altersabhängigen Durchschnitt der Branche und beeinflusst den Erfüllungsbetrag nur geringfügig. Der mit dem durchschnittlichen Zinssatz der letzten sieben Jahre (2,84 %) ermittelte Alternativbetrag beträgt 22,3 Mio. €. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von 2,0 Mio. € ist unter Berücksichtigung von latenten Steuern ausschüttungsgesperrt. Es bestehen allerdings ausreichend hohe Gewinnrücklagen bei der Gesellschaft.

Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde nach dem IDW-Standard RS HFA 3 gebildet. Gemäß § 253 Abs. 2 HGB in Verbindung mit der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsVO) wurde der Rechnungszins auf Basis der für Ende Dezember veröffentlichten Werte der Bundesbank mit 2,84 % p.a. einbezogen. Als Rechnungsgrundlage wurden die Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck aus dem Jahre 2005 bei einer Gehaltsdynamik von 2,0 % p.a. verwendet.

Die Steuerrückstellungen umfassen die Rückstellungen für Ertrag- und sonstige Steuern der einbezogenen Organgesellschaften, die sich auf Grundlage der nationalen Besteuerung ergeben. Es handelt sich dabei um den diskontierten Erfüllungsbetrag für künftige Steuerbelastungen aus Vorjahren und dem Geschäftsjahr.

Die sonstigen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken Rechnung und sind wie die Verbindlichkeiten mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Sofern die sonstigen Rückstellungen eine Laufzeit von mehr als einem Jahr haben, erfolgt die Diskontierung gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB.

Erläuterungen zur Jahresbilanz

Aktiva

Entwicklung des Anlagevermögens Kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
Umbuchungen
T€
Zuschreibungen
T€
Kumulierte Abschreibungen
T€
Sachanlagen
1. Grundstücke 86.421 44 0 0 0 61.361
86.421 44 0 0 0 61.361
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 136.407 5.000 10.000 0 0 4.342
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 10.000 0 0 0 0 0
146.407 5.000 10.000 0 0 4.342
insgesamt 232.829 5.044 10.000 0 0 65.702
Entwicklung des Anlagevermögens Bilanzwerte 31.12.2017
T€
Abschreibungen 2017
T€
Sachanlagen
1. Grundstücke 25.105 705
25.105 705
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 127.066 0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 10.000 0
137.066 0
insgesamt 162.171 705

Grundstücke

Hierzu verweisen wir auf die Ausführungen auf den Seiten 122f.

Aufstellung des Anteilsbesitzes per 31. Dezember 2017 gemäß § 285 Nr. 11 HGB

Anteil am Grundkapital
%
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres 31.12.2017
Eigenkapital des jeweiligen Unternehmens 31.12.2017
Inländische
1. RheinLand Versicherungs AG, Neuss1 100 unmittelbar 0,00 58.464.847,72
2. RheinLand Lebensversicherung AG, Neuss 100 unmittelbar 0,00 20.236.225,03
3. Credit Life AG, Neuss1 100 unmittelbar 0,00 43.340.862,95
4. Rhion Versicherung AG, Neuss1 100 unmittelbar 0,00 21.768.194,54
5. RheinLand Vermittlungs GmbH, Neuss 100 mittelbar 302.194,10 500.130,73
6. Credit Life & DEVK Vermittlungs GmbH* , Neuss 100 mittelbar -13.722,97 27.000,00
7. RheinLand Betriebsrestaurant GmbH, Neuss 100 mittelbar 7.691,76 55.228,82
Ausländische
1. Rheinland Groep Nederland B.V., Amsterdam 100 mittelbar -965.365,82 6.289.373,87
2. Callas Holding N.V., Amstelveen 100 mittelbar 0,00 45.000,00
3. Callas Nederland B.V., Amstelveen 100 mittelbar 0,00 18.000,00
4. Lazur B.V., Amstelveen 100 mittelbar 0,00 18.000,00

Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 3, S. 1, Nr. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.

1 Es besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der RheinLand Holding AG.
* ehemals Credit Life International Services GmbH

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens

2017
2016
Steuererstattungsansprüche 414.679,81 1.998.230,97
Zins- und Mietforderungen 48.383,49 51.104,18
übrige 154.672,37 472.637,99
insgesamt 617.735,67 2.521.973,14

Die Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Passiva

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt 9,830 Mio. € und ist aufgeteilt in 3.840.000 Stückaktien.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält ausschließlich Agien nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB.

Gewinnrücklagen

2017
Stand am Anfang des Geschäftsjahres 105.998.726,32
Zugang aus dem Bilanzgewinn 2016 4.190.000,00
Zugang aus dem Jahresüberschuss 8.180.000,00
Stand am Ende des Geschäftsjahres 1 18.368.726,32

Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 9.059,36 € enthalten.

Verbindlichkeiten

Im Geschäftsjahr wurden nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von 5,0 Mio. € getilgt. Zum Bilanzstichtag bestehen somit keine nachrangigen Verbindlichkeiten. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2016 von der RheinLand Versicherungs AG ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 10,0 Mio. € mit einer Laufzeit von fünf Jahren aufgenommen. Zum Bilanzstichtag beträgt die Restlaufzeit somit unter 5 Jahre. Die übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Aufgrund des Schuldbeitritts zu den Pensionszusagen der RheinLand Versicherungs AG, der RheinLand Lebensversicherung AG und der Credit Life AG haben die aus den Pensionszusagen Berechtigten einen unmittelbaren Anspruch gegenüber der Gesellschaft erworben.

Sonstige Rückstellungen

2017
2016
Altersteilzeit 1.026.915,00 859.258,00
übrige 714.500,00 789.300,00
insgesamt 1.741.415,00 1.648.558,00

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten die Mieterträge.

Sonstige betriebliche Erträge

2017
2016
Erträge aus Auflösung von Rückstellungen 98.249,04 13.209,19
Erträge aus Kostenumlagen 257.505,53 270.880,88
übrige 58.881,31 105.957,40
insgesamt 414.635,88 390.047,47

Abschreibungen auf Sachanlagen

Die Abschreibungen entfallen in Höhe von 0,7 Mio. € ausschließlich auf Grundstücke und Gebäude.

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Im Geschäftsjahr wurden keine Abschreibungen vorgenommen.

Materialaufwand

Der Materialaufwand beinhaltet die Aufwendungen für Grundstücke.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

2017
2016
Kostenumlagen verbundener Unternehmen 1.931.686,59 1.846.374,55
übrige 1.324.692,15 1.235.015,19
insgesamt 3.256.378,74 3.081.389,74

Angaben nach § 277 Abs. 5 HGB

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung zum 31. Dezember 2017 der Pensionsrückstellungen in Höhe von 767 T€ sowie aus der Aufzinsung der Rückstellung für Altersteilzeit in Höhe von 27 T€ enthalten.

Steuern

Der Steueraufwand resultiert aus dem guten Geschäftsjahresverlauf 2017.

Sonstige Angaben

Aufsichtsrat und Vorstand

Die Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder sind auf den Seiten 6 und 7 aufgeführt.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats sowie die Bezüge der Vorstandsmitglieder werden im Konzernanhang aufgeführt.

Weitere Angaben

Die RheinLand Holding AG, mit Sitz in Neuss, ist im Handelsregister beim Amtsgericht Neuss (HRB 1113) eingetragen.

Angaben zu Aktionären

Die Effektenverwaltung Cornel Werhahn GbR, Neuss, hat uns lediglich vorsorglich für den Fall, dass ihr Unternehmenseigenschaft i. S. d. § 20 AktG zukommen sollte, mitgeteilt, dass ihr mittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an der Gesellschaft gehört. Ferner haben uns Verena Gräfin Huyn, Neuss, Dr. Ludwig Baum, München und Heinrich Straaten, Königswinter, lediglich vorsorglich für den Fall, dass ihnen Unternehmenseigenschaft i. S. d. § 20 AktG zukommen sollte und von ihnen gehaltene Beteiligungen nach den Grundsätzen der Mehrmütterschaft als abhängige Unternehmen zu qualifizieren sein sollten, mitgeteilt, dass ihnen mittelbar eine Mehrheitsbeteiligung der Gesellschaft gehört.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht zu verzeichnen.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Hauptversammlung wird folgende Verwendung des Bilanzgewinns vorgeschlagen:

Ausschüttung einer Dividende von 1,00 € je Stückaktie = 3.840.000,00
Ausschüttung eines Bonus von 0,30 € je Stückaktie = 1.152.000,00
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 3.190.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 2.226,80
Bilanzgewinn 8.184.226,80

 

Neuss, 19. April 2018

Der Vorstand

Christoph Buchbender

Dr. Lothar Horbach

Udo Klanten

Andreas Schwarz

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die RheinLand Holding AG, Neuss

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RheinLand Holding AG, Neuss, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RheinLand Holding AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 30. April 2018

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Peters, Wirtschaftsprüfer

ppa. Sven Capousek, Wirtschaftsprüfer