![]() RheinLand Holding AktiengesellschaftNeussJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018Konzerngeschäftsbericht und Geschäftsbericht über das Jahr 2018RheinLand -auf einen Blick
Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. AufsichtsratAnton WerhahnKaufmann Neuss Vorsitzender Wilhelm Ferdinand ThywissenKaufmann Geschäftsführer der C. Thywissen VV GbR Neuss Stellv. Vorsitzender Dr. Ludwig BaumKaufmann Geschäftsführer der Effektenverwaltung Cornel Werhahn GbR München Jutta StöckerDiplom-Kauffrau Ehemaliges Mitglied des Vorstands der RheinLand Holding AG Bornheim Andreas DanersBetriebsratsvorsitzender der RheinLand Versicherungs AG Jüchen Jürgen StarkWirtschaftsinformatiker Brühl VorstandChristoph BuchbenderVersicherungsfachwirt Neuss Dr. Lothar HorbachAusgebildeter Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Köln Udo KlantenBankkaufmann Diplom-Kaufmann Bonn Andreas SchwarzVolljurist Neuss (ab 1. Januar 2018) Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat sich 2018 in neun Sitzungen auf Basis schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands eingehend über die Lage und Entwicklung des Unternehmens, den Geschäftsverlauf und über grundlegende Fragen der Geschäftspolitik informiert. Dabei wurden die strategische Ausrichtung der Gesellschaft und der Gruppe, die Maßnahmenplanung für 2018 und 2019 sowie alle wesentlichen geschäftlichen Ergebnisse und Vorhaben mit dem Vorstand beraten. Nach Gesetz und Satzung zustimmungspflichtige Geschäfte sind mit dem Vorstand ausführlich erörtert worden. Wesentliche strategische Vorhaben bei den operativen Tochtergesellschaften wie die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells, neue vertriebliche Kooperationen und die Strategien und Konzepte der Ausschließlichkeitsorganisation, des Maklervertriebs sowie des Banken- und Kooperationsvertriebs sind mit dem Vorstand intensiv erörtert worden. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat über das Erreichen der Ziele für das laufende Geschäftsjahr und über die Mittelfristplanung informiert. Im Mittelpunkt der Beratungen standen des Weiteren: die Gründung der RH Digital Company GmbH, die Kapitalausstattung der Tochtergesellschaften, die Sicherung der Risikotragfähigkeit, die Sicherstellung ausreichender Liquidität, Maßnahmen zur Kostensenkung, Regulatorik und Verbraucherschutz sowie das Rating durch ASSEKURATA. Der Aufsichtsrat hat sich von der Anwendung des vorhandenen Risikomanagementsystems überzeugt und diesem Steuerungs- und Überwachungssystem besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich über die Risikolage der Gesellschaft und der RheinLand Versicherungsgruppe. Die Risikoberichterstattung wurde in den Aufsichtsratssitzungen behandelt. Des Weiteren wurden die Prüfungsergebnisse der Internen Revision erörtert. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat auch über compliancerelevante Themen Bericht erstattet und über die Complianceorganisation und -prozesse informiert. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat jeweils einmal unmittelbar in Sitzungen von den Inhabern der Funktionen Risikomanagement, Revision, Compliance sowie vom Verantwortlichen Aktuar berichten lassen. Ferner wurde der Aufsichtsrat von den jeweils Verantwortlichen zu den Themen Datenschutz und IT-Sicherheit informiert. Auch außerhalb der Sitzungen des Aufsichtsrats hat der Aufsichtsratsvorsitzende in Einzelgesprächen Fragen der geschäftspolitischen Ausrichtung, der strategischen Ziele und der Organisation sowie Einzelvorgänge besprochen. Zur Unterstützung und Entlastung des Aufsichtsrats besteht ein Personalausschuss. Hier werden die entsprechenden Themen vorbereitet und dem Aufsichtsratsplenum Vorschläge zur Beratung und Beschlussfassung unterbreitet. Der Aufsichtsrat hat in der Dezembersitzung erneut seine Arbeitsweise und die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft. Anzahl und Qualität der Unterlagen, Anzahl der Sitzungen, Vorbereitungszeit sowie die inhaltliche Abhaltung und die Transparenz der Aufsichtsratssitzungen fanden bei allen Aufsichtsratsmitgliedern vollste Zustimmung. Auch im Jahr 2018 wurden wiederum Weiterbildungen des Aufsichtsrats durchgeführt. Themen hierbei waren: Rückversicherung sowie Versicherungstechnik am Beispiel Italien und Fragestellungen im Bereich Banken- und Kooperationsvertrieb. Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften wurden der Jahresabschluss und der Lagebericht 2018 sowie der Konzernabschluss einschließlich Konzernlagebericht 2018 vom bestellten Abschlussprüfer, der PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt, Niederlassung Düsseldorf, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Bei der Beratung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichts und des Konzernabschlusses sowie des Konzernlageberichts war der Abschlussprüfer anwesend. Er hat über die Durchführung der Prüfung berichtet und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt er keine Einwendungen und billigt den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 der RheinLand Holding AG. Der vorgelegte Jahresabschluss 2018 ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns an. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernjahresabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 sowie der Wirtschaftsprüfungsbericht sind vom Aufsichtsrat ebenfalls geprüft worden. Zudem ist im Rahmen der Vorgaben des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes ein gesonderter nichtfinanzieller Konzernbericht erstellt worden. Der Aufsichtsrat hat diese Erklärung ebenfalls entsprechend der gesetzlichen Vorgaben überprüft. Der Aufsichtsrat billigt den Konzernabschluss. Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde Herr Andreas Schwarz in den Vorstand der RheinLand Holding AG sowie in den Vorstand der Rhion Versicherung AG berufen. Herr Lutz Bittermann wurde in den Vorstand der Credit Life AG berufen. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der RheinLand Versicherungsgruppe für ihren tatkräftigen und engagierten Einsatz im Berichtsjahr.
Neuss, 9. April 2019 Der Aufsichtsrat Anton Werhahn, Vorsitzender KonzernlageberichtUnternehmensgrundsätzeDer Erfolg der RheinLand Versicherungsgruppe basiert auf überzeugenden Produkten, umfassenden Dienstleistungen und klaren Leitlinien, die unser Handeln bestimmen. Ein korrektes und verantwortungsbewusstes Miteinander ist für uns selbstverständlich und prägt unser Auftreten gegenüber Kooperationspartnern, Kunden und der Öffentlichkeit. Wir wissen um die herausragende Bedeutung von Zuverlässigkeit und Vertrauen, ohne die in der Versicherungsbranche kein zukunftsfähiges Geschäft möglich ist. Die gute Reputation ist daher eines unserer wichtigsten Assets. Alle Mitarbeiter sind aufgefordert, aktiv dazu beizutragen. Orientierung bietet unser Verhaltenskodex, in dem wir unsere Erwartungen konzernweit festgelegt und ausformuliert haben. Unsere Wertegrundsätze, die wir gemeinsam mit unseren Mitarbeitern entwickelt haben, legen den Grundstein für das Zusammenwirken am Arbeitsplatz. Wir streben nach einer guten Balance zwischen Fördern und Fordern, Geben und Nehmen, um eine hohe Zufriedenheit und Motivation bei der täglichen Arbeit sicherzustellen. Respekt, Ehrlichkeit, Redlichkeit und Loyalität sind für uns verbindliche Tugenden. Wir sind stolz auf die langjährige Treue vieler Mitarbeiter und schätzen ihre Kompetenz und Erfahrung. Zugleich bieten wir einer großen Zahl junger Menschen die Möglichkeit, bei uns eine Ausbildung zu absolvieren und ins Berufsleben zu starten. Unsere Mitarbeiter stammen aus vielen Nationen. In unserem Unternehmen entwickeln sie einen Zusammenhalt, der sich in großer Einsatzbereitschaft und Spaß am gemeinsamen Erfolg ausdrückt. Wir fördern die individuellen Stärken und Fähigkeiten und ermutigen zu Kreativität. Dadurch heben wir Potenziale, die uns im Wettbewerb von Vorteil sind. Ausgeprägter Teamgeist, Engagement und Leistungsstärke sind ohne körperlich-geistiges Wohlbefinden nicht möglich. Unser betriebliches Gesundheitsmanagement, Aktionstage und Sportangebote leisten hierfür einen wichtigen Beitrag. Wir geben unseren Mitarbeitern Rückhalt und stellen uns unserer sozialen Verantwortung. Unseren Mitarbeitern stehen wir deshalb auch in schwierigen Situationen zur Seite. Die hohe Identifikation unserer Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen spiegelt sich in der bemerkenswerten Kontinuität in Vorstand und Aufsichtsrat sowie auf allen Führungsebenen wider. Transparente Strukturen, das Bekenntnis der Eigentümer zum Unternehmen, die enge Bindung an den Standort Neuss sowie tragfähige Geschäftsbeziehungen machen uns zu einem verlässlichen Arbeitgeber. Unser Ziel ist es, auf dieser Grundlage durch Fortschritt und Wachstum die Entwicklung der RheinLand Versicherungsgruppe vorausblickend und nachhaltig voranzutreiben. Die Konzernstruktur![]() RheinLand Holding AGAn der Spitze des Konzerns steht die RheinLand Holding AG, die alle Aktivitäten steuert und die Konzernstrategie vorgibt, selbst aber nicht operativ tätig ist. Unter dem Dach der Holding sind vier Gesellschaften als Risikoträger angesiedelt, die zusammen mit weiteren Gesellschaften -darunter die RH Digital Company GmbH -die RheinLand Versicherungsgruppe bilden. Die RheinLand-Gruppe besitzt unter den deutschen Versicherungskonzernen ein unverwechselbares Profil: Bis heute ist sie in mehrheitlichem Besitz der Nachkommen jener Familien, die vor 139 Jahren den Grundstein legten. Sitz der Gesellschaft ist Neuss. RheinLand Versicherungs AG
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zwei Urteile des BGH vom 21. Februar 2018 zur Verjährung des Bereicherungsanspruchs nach der Erklärung des Widerspruchs gem. § 5a VVG a. F. (Policenmodell) bzw. Rückabwicklungsanspruch nach der Erklärung des Rücktritts gem. § 8 VVG a. F. |
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das Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie EU 2016/97 zum Versicherungsvertrieb (IDD) mit Wirkung zum 23. Februar 2018 |
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die VVG-Informationspflichtenverordnung (VVG-In-foV) vom 6. März 2018 |
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das Inkrafttreten der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sowie der Neufassung des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) mit Wirkung zum 25. Mai 2018 |
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das Rundschreiben 10/2018 der BaFin zu versicherungsaufsichtlichen Anforderungen an die IT (VAIT) vom 2. Juli 2018 |
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die 5. Geldwäscherichtlinie EU 2018/843 vom 9. Juli 2018 |
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das Gesetz zur Einführung einer zivilprozessualen Musterfeststellungsklage vom 12. Juli 2018 |
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die Versicherungsvermittlungsverordnung (VersVermV) vom 20. Dezember 2018 |
Alle Gesetzesänderungen, Entscheidungen und Verlautbarungen wurden auf Handlungsbedarf überprüft und notwendige Anpassungen vorgenommen.
Mit zwei Urteilen vom 21. Februar 2018 hat sich der BGH zur Verjährung des Bereicherungsanspruchs nach der Erklärung des Widerspruchs gem. § 5a VVG a. F. (Policenmodell) bzw. des Rücktritts gem. § 8 VVG a. F. geäußert. Den Urteilen kommt vor dem Hintergrund der zahlreichen Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit dem vormaligen Policenmodell Bedeutung zu. Der BGH hat entschieden, dass bei einer unterbliebenen oder fehlerhaften Belehrung nach dem Policenmodell die Verjährungsfrist mit der Erklärung des Widerspruchs bzw. des Rücktritts zu laufen beginnt und etwaige Rückforderungsansprüche damit regelmäßig nach drei Jahren verjährt sind.
Mit Wirkung zum 23. Februar 2018 wurde die Richtlinie EU 2016/97 zum Versicherungsvertrieb in deutsches Recht umgesetzt. Die Umsetzung ist insbesondere durch Änderungen der Gewerbeordnung, des Versicherungsaufsichtsgesetzes sowie des Versicherungsvertragsgesetzes erfolgt. Im Laufe des Jahres traten konkretisierende Verordnungen (VVG-Informationspflichtenverordnung, Versicherungsvermittlungsverordnung) in Kraft. Alle neuen gesetzlichen Anforderungen aufgrund des Umsetzungsgesetzes zur IDD sowie der Verordnungen wurden durch die RheinLand Versicherungsgruppe im Rahmen eines Projektes rechtzeitig umgesetzt.
Die gesetzlichen Anforderungen gemäß der Datenschutzgrundverordnung und des Bundesdatenschutzgesetzes (neu) wurden fristgerecht zum 25. Mai 2018 umgesetzt. Das Datenschutzmanagementsystem wurde vor allem unter Berücksichtigung der Interessen der betroffenen natürlichen Personen (Kunden, Interessenten, Mitarbeiter, sonstige Dritte) überarbeitet und neu aufgestellt.
Die BaFin hat am 2. Juli 2018 ein Rundschreiben zu versicherungsaufsichtlichen Anforderungen an die IT veröffentlicht, das der zentralen Bedeutung des Einsatzes von Informationstechnik für Versicherungsunternehmen Rechnung trägt. Gegenstand der Veröffentlichung sind die Themen IT-Strategie, IT-Governance, Informationsrisikomanagement, Informationssicherheitsmanagement, Benutzerberechtigungsmanagement, IT-Projekte, IT-Betrieb und Ausgliederungen sowie sonstige Dienstleistungen im Bereich der IT. Durch Vornahme verschiedener Prozessanpassungen wurde dem konkretisierten aufsichtsbehördlichen Auslegungsverständnis Rechnung getragen.
Die 5. Geldwäscherichtlinie trat am 9. Juli 2018 in Kraft und ist von den Mitgliedstaaten bis zum 10. Januar 2020 in nationales Recht umzusetzen. Die Richtlinie umfasst folgende Änderungen: Verschärfter Umgang mit E-Geld, Zugang zum Transparenzregister wird erleichtert, Sorgfaltspflichten gegenüber Geschäftspartnern mit Beziehung zu Hochrisikoländern werden neu definiert, die Ämter, deren Inhaber als politisch exponierte Personen gelten und damit als Geschäftspartner, bei denen besondere Sorgfalt angezeigt ist, werden präzisiert.
Das Gesetz zur Einführung einer zivilprozessualen Musterfeststellungsklage ist mit Wirkung zum 1. November 2018 in Kraft getreten. Die Musterfeststellungsklage soll es bestimmten Verbraucherschutzverbänden ermöglichen, zugunsten von mindestens 50 Verbrauchern im Wege der Feststellungsklage anspruchsbegründende Voraussetzungen zu klären. Die Entscheidung des Gerichts entfaltet dabei Bindungswirkung sowohl für die angemeldeten Verbraucher als auch für die beklagten Unternehmen.
Im zurückliegenden Jahr wurde der Vertriebsweg Bancassurance in Banken- und Kooperationsvertrieb umbenannt. Die neue Bezeichnung folgt dem zukunftsorientierten Umbau und der Erweiterung der Geschäftsfelder. Neben Partnern aus dem Finanz- und Versicherungssektor sind digitale Mobilitätsanbieter, Startups und Bezahldienste in den Fokus gerückt. Durch diese Neuausrichtung hatte sich der Begriff Bancassurance überholt, der bislang für diesen Vertriebsweg verwendet wurde. Unverändert gilt, dass wir unsere Partner mit wettbewerbsfähigen Konzepten in den Bereichen Restkreditversicherung, Risikolebensversicherung und Versicherungen für Automotive erfolgreich unterstützen. Von der Produktentwicklung über die Bestandsverwaltung bis hin zur Schadenregulierung bietet der Banken- und Kooperationsvertrieb Versicherungslösungen und Services aus einer Hand, individuell angepasst an die jeweiligen Zielgruppen und Absatzkanäle.
Mit unseren deutschen Partnern konnten wir im zurückliegenden Jahr in einem wettbewerbsintensiven Markt den Trend der Vorjahre umkehren und mit allen Produktlinien und auf allen Geschäftsfeldern wieder deutliche Wachstumsimpulse verzeichnen. Als besonders erfreulich entwickelte sich unsere Beziehung zu einem genossenschaftlich organisierten Bankenverbund, der bereits seit längerem auf unsere Kompetenz rund um Absicherungslösungen für Baufinanzierungen setzt und nun im Bereich Konsumentenkredit die Zusammenarbeit mit uns intensiviert hat. Neuen Schwung erhielt auch die Kooperation mit Autokreditbanken. Darüber hinaus konnten wir mit unseren Angeboten an Zusatz- und Serviceleistungen rund um die Kreditkarte erhöhte Aufmerksamkeit erzielen und dieses Geschäftsfeld dadurch weiter ausbauen.
Um unser digitales Know-how im Banken- und Kooperationsvertrieb zu stärken, haben wir mehrere Pilotprojekte gestartet. Unser Ziel ist es, durch immer besseres technisches Wissen unsere Prozesse zu optimieren und einen Vorsprung am Point of Sale zu erlangen. Mit unserer zum Patent angemeldeten Innovation "mobiVERS" -eine App -bieten wir Autohäusern die Chance, auch die große Zielgruppe der Barzahler und Fremdfinanzierer mit Absicherungsprodukten zu bedienen und so die eigene Profitabilität zu erhöhen. In unserem Fokus stehen zudem Plattformen zur privaten Baufinanzierung, deren Geschäftsmodelle zu unserem Profil passen.
Beflügelt wird die digitale Entwicklung im Banken- und Kooperationsvertrieb durch neue Arbeitswelten: Agile Methoden, Teamarbeit und die damit verbundene Vernetzung über Abteilungsgrenzen hinweg spielen eine immer wichtigere Rolle. Vor diesem Hintergrund wurde ein nennenswerter Teil der Arbeitsplätze unserer Einheit in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat und den Mitarbeitern in eine offene Bürolandschaft umgestaltet (Open Space), deren positive Wirkung auf unsere Arbeitsabläufe schon kurz nach Einzug deutlich geworden ist.
Eine Herausforderung bildete während des zurückliegenden Jahres das Thema Regulatorik. Wir nehmen die damit verbundene Verantwortung gegenüber unseren Partnern und Kunden sehr ernst. Entsprechend umsichtig haben wir uns mit den diversen gesetzlichen Neuerungen und Initiativen zum Verbraucherschutz auseinandergesetzt und deren mögliche Folgen für unser Geschäft detailliert analysiert. Unser Bestreben ist es, vorausschauend Lösungen zu erarbeiten, auf deren Grundlage wir unseren Wachstumskurs fortsetzen können.
Die im Heimatmarkt verzeichnete Dynamik fand im Banken- und Kooperationsvertrieb auf internationaler Ebene ihre Entsprechung. Wenngleich sich das Wachstum auf dem niederländischen und italienischen Markt etwas zurückhaltender gestaltete als in den Vorjahren, verbuchten wir in beiden Märkten erneut deutliche Umsatzsteigerungen.
In Italien konnten wir im Zusammenwirken mit unseren dortigen Vertriebs- und Abwicklungsspezialisten unser Konzept für die Absicherung des landestypischen Kreditmodells "Cessione del Quinto dello Stipendio" für Beamte und andere Arbeitnehmer bzw. "Cessione del Quinto della Pensione" für Pensionäre bei weiteren Partnern erfolgreich platzieren. Das von unserer Mailänder Niederlassung betreute Geschäft entsprach damit unseren Erwartungen. In den Niederlanden konnten wir auf den Produktfeldern Risikolebensversicherung und Restkreditversicherung unsere starke Stellung gut behaupten. Das Team in der Niederlassung Amsterdam wurde zudem personell erweitert, um in Kooperation mit einem großen Rückversicherer ein neues Underwriting-Modell einzuführen, das uns schon kurzfristig deutliche Spareffekte bei gleichzeitiger Effizienzsteigerung bringen wird.
Wir wissen sehr genau, welche Chancen und Vorteile die Digitalisierung Versicherungsmaklern bietet. Deshalb haben wir im Maklervertrieb den Ausbau digitaler Prozesse schon früh zielgerichtet vorangetrieben. Was uns im Kern also schon lange ausmacht - Technologiekompetenz und ein hoher Automatisierungsgrad -führte im ersten Quartal des zurückliegenden Geschäftsjahres zu konkreten Überlegungen, den Maklervertrieb künftig unter einem neuen Markennamen zu positionieren, der dieses Know-how deutlich zum Ausdruck bringt. Vor diesem Hintergrund erfolgte mit Votum des Aufsichtsrats die Umbenennung unserer Maklermarke Rhion Versicherungen in rhion.digital.
Die offizielle Präsentation des neuen Markenauftritts wurde für die im Oktober stattfindende aufmerksamkeitsstarke Leitmesse der Versicherungswirtschaft, die DKM in Dortmund, terminiert. Auf dieses fixe Datum hin wurde in enger Abstimmung zwischen Marketing und Maklervertrieb in fach- und bereichsübergreifenden Teams Hand in Hand und hochmotiviert an der Realisierung einer komplett neuen Corporate Identity unserer Maklermarke gearbeitet. Vom Design über technische Tools und Produkte, Broschüren und Druckoutput bis hin zur Kommunikationsstrategie und Konzeption des Messestands: Für den geplanten Aufschlag wurden gemeinsam alle Register gezogen.
Flankiert wurden die Vorbereitungen zur Einführung von rhion.digital mit einer Online-Kampagne, für die als Testimonial der ehemalige Fußballprofi Erik Meijer verpflichtet wurde, der als Analyst der Champions League beim Sender Sky bekannt ist.
Der Startschuss für rhion.digital fand in einem erkennbar dynamischen Umfeld statt. Zu beobachten war, dass die DKM sich verändert: Neue Marktteilnehmer treten auf den Plan und setzen neben den etablierten Anbietern eigene Akzente. Die vielen Themenparks -unter anderem für Innovationen und FinTechs/Insur-Techs -spiegelten den Optimismus wider, den viele Branchenakteure mit der Digitalisierung verbinden. Auch deshalb sehen wir uns in der Strategie bestätigt, das Profil unserer Maklermarke zu schärfen. Unser wichtigstes Ziel ist es nun, mit unserer Kompetenz bei möglichst vielen Maklern zur Kerngesellschaft zu werden. Im Fokus stehen Vertriebspartner, die ihr Geschäft schon jetzt auf weitreichend digitalisierte Prozesse stützen oder diese Entwicklung in absehbarer Zeit nehmen wollen. Wir haben deshalb weitere Digitalisierungsexperten mit ins Team geholt, die mit großem Engagement die Themen vorantreiben.
Neben der technischen Komponente ist und bleibt die persönliche Kommunikation mit unseren Vertriebspartnern für uns ein entscheidendes Kriterium, um uns von Wettbewerbern zu unterscheiden. Maklern, die mit uns zusammenarbeiten, stehen deshalb hervorragend qualifizierte Betreuer zur Seite, die über tiefgründiges fachliches Know-how verfügen und mit weitreichenden Kompetenzen ausgestattet sind. Dass dieser Ansatz in die richtige Richtung weist, zeigt die Studie "AssCompact AWARD Gewerbliches Schaden-/Unfallgeschäft 2018". Ergründet wurde, wie zufrieden unabhängige Vermittler mit der Produkt- und Vertriebsqualität von Versicherern sind. Dazu zählen Aspekte wie die Tarifpolitik, das Preis-Leistungs-Verhältnis, beste persönliche und zentrale Vertriebsunterstützung, das Schadenmanagement, die Schadenregulierung sowie die Abwicklung. In diesen Leistungskriterien erreichten wir Platz 1.
Für unsere Produktqualität in der Gewerbeversicherung wurden wir im vergangenen Geschäftsjahr von Branchenbeobachtern mehrfach ausgezeichnet. Genannt sei beispielhaft unser erfolgreiches Abschneiden bei einer Vermittlerstudie des Magazins "procontra": Im Ergebnis erreichten wir mit unserer Betriebsinhaltsversicherung sowie Betriebshaftpflichtversicherung den ersten bzw. zweiten Platz. Unser Produktportfolio im Privatkundensegment wurde um die Kfz-Versicherung "ONdrive" erweitert. Mit ihr entwickeln wir das bislang zurückhaltend betriebene Kfz-Versicherungsgeschäft im Maklervertrieb nun expansiv weiter. Bei der Produktgestaltung stand deshalb das anwenderfreundliche Handling im Vordergrund. Der Online-Tarifrechner von "ONdrive" überzeugt optisch und inhaltlich durch seine Konzentration auf das Wesentliche. Abgefragt wird nur, was wirklich wichtig ist. Und das mit innovativem Ansatz, da der Informationspool hinter der Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) genutzt wird, um die Angebotserstellung zu vereinfachen. "ONdrive" bietet mit den Tarifvarianten Standard, Plus und Premium viele Möglichkeiten, mit denen der individuelle Absicherungsbedarf passgenau abgebildet werden kann.
Um in der Vertriebssteuerung und Betreuung der Vertriebspartner noch effizienter zu werden, wurde im vergangenen Jahr ein System für das Customer-Relationship-Management-System implementiert. Es ermöglicht uns, Informationen und Vertriebsdaten so transparent auszuwerten, dass wir einen Rundumblick gewinnen können. Damit wird es uns möglich, sehr zielgerichtete Ansprachen vorzunehmen und Vertriebsimpulse zu setzen.
Die solide Entwicklung unserer Ausschließlichkeitsorganisation hat sich im zurückliegenden Geschäftsjahr fortgesetzt. Unser Außendienst konnte bei weitgehend konstanter Agenturzahl und Personaldecke seine Vertriebsergebnisse stabil halten.
Um beste Voraussetzungen für die Zukunftsfähigkeit unserer Geschäftsstellen und Bezirksdirektionen zu schaffen, rückten digitale Themen stärker als bisher in den Fokus. Damit einher ging eine noch stringentere Vorgehensweise, um die Denk- und Handlungsmuster im Außendienst den modernen Erfordernissen anzupassen. Die Bereitschaft ist hoch, die nächsten Schritte mitzugehen, um von den neuen Möglichkeiten bei der Beratung und im Verkauf zu profitieren.
Für die Digitalisierung im Vertrieb haben wir uns im zurückliegenden Jahr direkt am Hightech-Standort Silicon Valley konkrete Anregungen eingeholt und auf ihre Praxistauglichkeit hin verschiedene Neuentwicklungen evaluiert. Ein fester Anlaufpunkt war hierfür die Innovationsplattform Plug and Play, mit der wir eine Kooperationsvereinbarung geschlossen haben. Uns war es wichtig, bei diesen Reisen auch Agenturinhaber einzubinden, die sich dadurch an Ort und Stelle von dem Potenzial überzeugen konnten, das für den Vertrieb gehoben werden kann. Wer selbst die positive Dynamik der digitalen Szene miterlebt, verändert seinen Blick und wird offener für das, was heute schon Realität ist oder mittelfristig sein wird.
Wir sind gleichwohl davon überzeugt, dass die besondere Stärke unseres Außendienstes auch künftig darin liegen wird, mit individueller Note das Versicherungsgeschäft zu betreiben. Dadurch gewinnen wir im Vergleich zu Wettbewerbern gerade in heutigen Zeiten an Profil. Dank ihrer festen regionalen Verwurzelung und ihrem unermüdlichen Engagement sind viele Inhaber unserer Geschäftsstellen und Bezirksdirektionen selbst zu einer Marke geworden. Die Automatisierung der Prozesse und Einführung neuer technischer Tools soll deshalb in erster Linie der Unterstützung unserer Außendienst-Teams in Beratung und Verkauf dienen.
Ein gutes Beispiel hierfür ist das neue Informationsportal für den Außendienst, dessen Einführung zum Jahresende hin mit großen Erwartungen verbunden war. Mit diesem Portal schaffen wir nun spürbare Erleichterungen im Arbeitsalltag, denn mit nur einer Anmeldung sind alle arbeitsrelevanten Funktionalitäten und Prozesse unkompliziert zu erreichen. Umgesetzt wurde das Portal im Rahmen des bereichsübergreifenden Projekts "DiPOSS".
Für den geschäftlichen Erfolg geben wir unserem Außendienst attraktive Produkte aus der eigenen Entwicklung und von starken Kooperationspartnern an die Hand. Unverminderte Bedeutung besitzt in diesem Zusammenhang die Kfz-Versicherung. Diesem hohen Stellenwert entsprechend, haben wir im vergangenen Jahr einen neuen Kfz-Tarif im Markt platziert. Bei dessen Konzeption rückte der hinter der Fahrzeug-Identifizierungsnummer hinterlegte Datenpool in den Blick: Die daraus gewonnenen Informationen fließen direkt in die Prämienberechnung mit ein. Dieser digitalisierte Vorgang hat in Kombination mit den Einzelbausteinen und Serviceleistungen auf Anhieb hohe Akzeptanz gefunden. Darüber hinaus haben wir gezielte Anreize gesetzt, um die jeweiligen Agenturbestände qualitätsorientiert weiterzuentwickeln. Insbesondere in der Wohngebäudeversicherung haben wir hierdurch viel bewirkt. Produktseitig wurden mit der Einführung des neuen Unfalltarifs weitere Akzente gesetzt; zum Jahresende hin wurde zudem die selbstständige Erwerbsunfähigkeitsversicherung eingeführt.
Unterstützt werden die Vertriebsaktivitäten durch ein breit gefächertes Marketingprogramm. Wir fördern die Präsenz unserer Agenturen in den sozialen Medien und möchten insgesamt noch stärker an verschiedenen Punkten der "Customer Journey" mit unseren Angeboten und Serviceleistungen auf uns aufmerksam machen. Unser digitales Marketing für die Ausschließlichkeitsorganisation gewann deshalb im vergangenen Jahr deutlich an Profil. In diesem Kontext haben wir eine "digitale Menükarte" entworfen, die unsere Strategie für die kommenden Jahre enthält.
Die erfolgreiche Entwicklung des Vorjahres hat sich im Geschäftsjahr 2018 fortgesetzt. Die gebuchten Beiträge der RheinLand Versicherungsgruppe erhöhten sich von 503,0 Mio. € im Vorjahr deutlich um 7,1 % auf 538,9 Mio. € im aktuellen Geschäftsjahr und übertrafen damit unsere Erwartungen. Alle unsere Geschäftsfelder entwickelten sich dabei positiv weiter.
Das Beitragsvolumen in der Restkredit- und Kaufpreisversicherung konnte auch 2018 weiter ausgebaut werden. Die gebuchten Beiträge betrugen am Ende des Geschäftsjahres 209,8 Mio. € (i. Vj. 186,4 Mio. €). Diese erfreuliche Entwicklung ist vor allem auf den gemeinsamen und kontinuierlichen Geschäftsausbau mit unseren bestehenden Kooperationspartnern zurückzuführen.
In der klassischen Schaden- und Unfallversicherung (ohne Kaufpreisversicherung) behaupteten sich die RheinLand Versicherungs AG mit ihrer Eigenen Organisation und die Rhion Versicherung AG mit ihrem Maklervertrieb am Markt erfolgreich. Im Berichtsjahr stiegen die gebuchten Beiträge auf 219,7 Mio. € (i. Vj. 210,4 Mio. €) an, nachdem 2017 durch die Einführung einer Mitversicherung für das verbundene Wohngebäudeversicherungsgeschäft bei der Rhion insgesamt ein Beitragsrückgang verzeichnet wurde. Insbesondere die Rhion Versicherung AG hatte an der erfolgreichen Entwicklung erneut einen maßgeblichen Anteil und konnte ihre Position als einer der besten und beliebtesten Anbieter im Maklermarkt weiter ausbauen.
Im Bereich der konventionellen Lebensversicherung erzielte die RheinLand-Gruppe Beitragseinnahmen von insgesamt 109,3 Mio. € (i. Vj. 106,1 Mio. €). Während sich die Lebensversicherungsbranche nach den Jahren des Beitragsrückgangs im Vorjahr stabilisierte, konnten wir in diesem Geschäftsfeld erneut ein Wachstum von rund 3 % verzeichnen. Dieser erfreuliche Verlauf ist auf die anhaltend gute Geschäftsentwicklung bei der Credit Life AG zurückzuführen. Der kontinuierliche Beitragsanstieg resultiert dabei im Wesentlichen aus den neuen Abschlüssen von Risikoversicherungen. Zu näheren Angaben der einzelnen Gesellschaften verweisen wir auf die Seiten 45 ff.

Für die Versicherungsbranche war das Jahr 2018 geprägt durch mehrere schwere Sturmereignisse (vgl. hierzu auch die Entwicklung des Versicherungsmarktes auf Seite 34). Die RheinLand Versicherungsgruppe war von diesen Wetterereignissen bei der Rhion Versicherung AG und der RheinLand Versicherungs AG unterschiedlich stark betroffen. Allen voran Friederike verursachte zu Beginn des Geschäftsjahres eine Vielzahl an Sturmschäden für die Gesellschaften und ihre Versicherungsnehmer. Insgesamt verursachten die Wetterereignisse bei der RheinLand-Gruppe Bruttoschadenaufwendungen in Höhe von 6,7 Mio. €.
Neben den Wetterereignissen beeinflussten Großschäden in der Sachversicherung die Versicherungstechnik. Außerdem führte der stetige Geschäftsausbau in der Restkreditversicherung zu einem anhaltenden Aufbau der versicherungstechnischen Rückstellungen. Insgesamt beliefen sich die Aufwendungen für Versicherungsfälle nach Rückversicherung in der Schaden- und Unfallversicherung auf 132,0 Mio. € (i. Vj. 138,3 Mio. €). Die kombinierte Schaden- und Kostenquote lag für die Schaden- und Unfallversicherung im Geschäftsjahr bei 97,2 %.
Im Lebensversicherungsgeschäft sanken die Aufwendungen für Versicherungsfälle insgesamt auf 63,6 Mio. € (i. Vj. 72,7 Mio. €). Dieser gegenüber dem Vorjahr deutliche Rückgang ist im Wesentlichen auf das Auslaufen eines Altbestandes zurückzuführen. Entgegen den gesunkenen Schadenaufwendungen stiegen im Berichtsjahr die Zuführungen zur Deckungsrückstellung stark an. Ursächlich für den gestiegenen Umfang der Deckungsrückstellung ist vor allem der kontinuierliche Ausbau des Restkreditgeschäfts über unseren Vertriebsweg Banken- und Kooperationsvertrieb.
Nach der erfolgreichen strategischen Neuausrichtung der RheinLand Versicherungsgruppe in den Vorjahren verbunden mit einem Kostensenkungsprogramm konnten die Betriebskosten in den Vorjahren kontinuierlich reduziert werden. Aufgrund des nachhaltigen Geschäftsausbaus und starken Bestandswachstums stiegen die Kosten 2017 und 2018 wieder absolut an. Im Geschäftsjahr erhöhten sich die Vertriebs- und Verwaltungskosten auf 78,4 Mio. € (i. Vj. 75,2 Mio. €). Im Verhältnis zu den Beiträgen konnte die Kostenquote in den vergangenen Jahren nachhaltig gesenkt werden.
Die Kosten ergeben sich aus den Verwaltungsaufwendungen im Geschäftsjahr abzüglich Provisionen.

Das aus den Kapitalanlagen resultierende laufende Ergebnis betrug im Geschäftsjahr 30,0 Mio. € (i. Vj. 32,7 Mio. €). Unter Berücksichtigung des übrigen Kapitalanlageergebnisses von 0,5 Mio. € (i. Vj. 8,8 Mio. €) ergab sich insgesamt ein Kapitalanlageergebnis von 30,6 Mio. € (i. Vj. 41,4 Mio. €). Das übrige Kapitalanlageergebnis resultiert aus Erträgen aus dem Abgang und Verkäufen sowie Zu- und Abschreibungen. Dieses reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen durch die gesetzliche Änderung für die Berechnung der Zinszusatzreserve in der Lebensversicherung. Durch die Einführung dieser sogenannten Korridormethode wurde der Anstieg der Zinszusatzreserve deutlich gedämpft und eine Realisierung von außerordentlichen Erträgen aus Kapitalanlageverkäufen insbesondere bei der RheinLand Lebensversicherung AG vermieden.
Das versicherungstechnische Netto-Ergebnis der RheinLand Versicherungsgruppe stieg im Geschäftsjahr 2018 von 20,4 Mio. € auf 21,9 Mio. €. Dabei entwickelten sich alle Geschäftsbereiche positiv und leisteten einen wichtigen Beitrag zu den versicherungstechnischen Gewinnen entsprechend unserem Ziel einer erfolgreichen Diversifizierungsstrategie.
Im Geschäftsjahr wirkten sich neben den Wetterereignissen auch Investitionen, insbesondere für die Digitalisierung, auf das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit aus. Am Jahresende lag das Konzernergebnis vor Steuern mit 19 Mio. € unter dem Vorjahresergebnis von 20,1 Mio. €, aber deutlich über dem Planergebnis von 15-17 Mio. €.
Der Steueraufwand in Höhe von 5,4 Mio. € (i. Vj. 6,5 Mio. €) entfiel im Wesentlichen auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Der Konzernjahresüberschuss nach Steuern betrug im Geschäftsjahr 13,6 Mio. € (i. Vj. 13,7 Mio. €).
Damit kann die RheinLand-Gruppe auf ein gutes Geschäftsjahr 2018 zurückblicken.
Das Anlagevolumen der RheinLand Versicherungsgruppe stieg um 2,8% auf 1.569,5 Mio. € (i. Vj. 1.526,8 Mio. €). Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr zeichneten sich die Vermögensanlagen der Rheinland-Gruppe im Umfeld anhaltender unsicherer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen durch Anlage in hochliquide, bonitätsstarke Titel aus. Überwiegend wurde die Anlage in festverzinsliche Wertpapiere mit guter bis sehr guter Bonität getätigt. In 2018 beeinflussten weiterhin die unverändert niedrigen Renditen deutscher und europäischer Staatsanleihen die Verzinsung der Vermögensanlagen.
Von den gesamten Kapitalanlagen entfielen auf Schuldscheinforderungen 30,7%, auf Namensschuldverschreibungen 25,1%, auf Aktien sowie Investmentanteile 6,8 % und auf Inhaberschuldverschreibungen 24,2 %.

Zum Jahresende 2018 verfügte die RheinLand Versicherungsgruppe über liquide Mittel in Höhe von 33,2 Mio. € (i. Vj. 37,8 Mio. €). Die Zahlungsfähigkeit der RheinLand-Gruppe war im Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt gegeben. Aufgrund der Liquiditätszuflüsse aus Beitragseinnahmen und Kapitalanlageerträgen sind Anhaltspunkte für eine künftige Gefährdung der Liquidität nicht erkennbar.
Das konsolidierte Eigenkapital der RheinLand Versicherungsgruppe erhöhte sich im Geschäftsjahr unter Berücksichtigung des Bilanzgewinns auf 197,5 Mio. € (i. Vj. 188,9 Mio. €).
In den vergangenen Geschäftsjahren hatte die RheinLand Holding AG zur Finanzierung des Wachstums der Gruppe und der damit verbundenen Solvabilitätsanforderungen Nachrangdarlehen in Höhe von insgesamt 40,0 Mio. € aufgenommen. Zielsetzung war es, diese Nachrangdarlehen durch Eigenkapital zu ersetzen und entsprechend ihrer Fälligkeit im Zeitablauf abzulösen.
Diese Zielsetzung, die Solvabilitätsanforderungen aus eigener Kraft zu finanzieren, wurde erreicht. Im Vorjahr wurden die letzten 5,0 Mio. € getilgt und die Nachrangdarlehen somit vollständig abgelöst. Aus diesem Grund weist die Bilanz 2018 keine nachrangigen Verbindlichkeiten mehr aus. Dagegen konnte das Konzerneigenkapital in den vergangenen zehn Jahren aus eigener Kraft verdoppelt werden.

Zur Steuerung der RheinLand Versicherungsgruppe bedienen wir uns vorrangig der Beitrags-, Schaden- und Kostenentwicklung sowie des Konzernjahresüberschusses vor Steuern.
Die Beitragsentwicklung haben wir dabei an den gebuchten Bruttobeiträgen gemessen, welche im Geschäftsjahr 538,9 Mio. € betrugen. Diese stiegen wie auf Seite 41 beschrieben nach der strategischen Neuausrichtung und Weiterentwicklung der Gruppe in den Vorjahren wieder deutlich an. Wir betrachten weiterhin unser Geschäft differenziert nach Geschäftsfeldern und Kooperationspartnern, um auch künftig weiter erfolgreich zu arbeiten. Daneben wird eine spartenübergreifende Schadenentwicklung genau beobachtet, um mögliche Tendenzen frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen zur Risikoabsicherung treffen zu können. Für die Kostensteuerung haben wir als Kennzahl den auf Seite 42 dargestellten Kostenbegriff entwickelt, welcher die Gesamtkosten abzüglich Provisionen umfasst. Das so definierte Kostenbudget belief sich für 2018 auf 79,1 Mio. €. Als weiteren Leistungsindikator betrachten wir unser Konzernergebnis vor Steuern, welches 2018 insgesamt erfreuliche 19,0 Mio. € betrug.
Im Zusammenhang mit nicht finanziellen Leistungsfaktoren legen wir unseren besonderen Fokus auf die Ausbildung unserer Mitarbeiter, unsere Organisation und ihre Prozesse sowie das Umweltmanagement. Nähere Ausführungen hierzu finden Sie auf den Seiten 66 ff.
Die RheinLand Holding AG steuert die zur RheinLand Versicherungsgruppe gehörenden Versicherungsunternehmen. Diese betreiben das Lebens- und Schaden-/Unfallversicherungsgeschäft. Darüber hinaus richten sich ihre Aktivitäten auf das Management des eigenen Immobilienbestands sowie der sonstigen Vermögensanlagen.
Das aus Sach- und Finanzanlagen bestehende Anlagevermögen der RheinLand Holding AG erhöhte sich im Geschäftsjahr um 5,7 Mio. € (3,5%) auf 167,9 Mio. € (i. Vj. 162,2 Mio. €).

Der Zuwachs resultiert im Wesentlichen aus dem Zugang von Investmentanteilen zur Liquiditätssteuerung und einer Inhaberschuldverschreibung, die als Sicherheit im Zuge einer Rückversicherungslösung erworben wurde und damit die Eigenmittel unter Solvency II der RheinLand Lebensversicherung AG stärkt. Die RheinLand Holding AG überwacht regelmäßig die Kapitalausstattung ihrer Tochtergesellschaften.
Die Sachanlagen (Immobilienbestand) sanken im Geschäftsjahr aufgrund planmäßiger Abschreibung auf 24,7 Mio. € (i. Vj. 25,1 Mio. €).
Die gesamten Erträge beliefen sich im Geschäftsjahr auf 23,6 Mio. € (i. Vj. 24,8 Mio. €). Von den Gesamterträgen im Geschäftsjahr entfielen auf die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit der RheinLand Versicherungs AG 13,4 Mio. € (i. Vj. 12,8 Mio. €), der Rhion Versicherung AG 0,8 Mio. € (i. Vj. 1,8 Mio. €) und der Credit Life AG 3,1 Mio. € (i. Vj. 4,1 Mio. €).
Der Jahresüberschuss der RheinLand Holding AG betrug zum Bilanzstichtag 14,8 Mio. € (i. Vj. 16,4 Mio. €). Hiervon wurden 7,4 Mio. € in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Der Bilanzgewinn beträgt unter Einschluss des Gewinnvortrages 7,4 Mio. € (i. Vj. 8,2 Mio. €).
Im zurückliegenden Geschäftsjahr stiegen die Beitragseinnahmen der RheinLand Versicherungs AG für das gesamte Versicherungsgeschäft auf 238.909 T€ (i. Vj. 221.099 T€). Der deutliche Beitragszuwachs zeigt sich vor allem im direkten Versicherungsgeschäft, wo sich die gebuchten Beiträge auf 227.261 T€ (i. Vj. 213.823 T€) erhöhten. Doch auch in dem in Rückdeckung übernommenen Geschäft entwickelten sich die Beitragseinnahmen nach dem leichten Rückgang im Vorjahr positiv und stiegen auf 11.648 T€ (i. Vj. 7.275 T€).

Obwohl der Bestand 2018 ausgebaut werden konnte, setzte sich die positive Entwicklung der Schadenaufwendungen wie im Vorjahr fort. Vor allem in der Kraftfahrtversicherung führte ein erfreulicher Schadenverlauf dazu, dass sich die Schadenaufwendungen für eigene Rechnung reduzierten. Insgesamt beliefen sich die Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung im Berichtsjahr auf 68.893 T€ (i. Vj. 84.021 T€). Diese Entwicklung führte dazu, dass sich die bilanzielle Schadenquote nach Rückversicherung auf 35,8 % (i. Vj. 44,8 %) verbesserte.
Um die sich bietenden Chancen der Digitalisierung nutzen zu können, wurden hohe Investitionen getätigt. Bedingt durch die zusätzlichen Kosten für den Ausbau unseres Geschäftes stiegen unsere Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb auf 130.008 T€ (i. Vj. 118.498 T€).
Das direkte Versicherungsgeschäft erzielte in der versicherungstechnischen Gewinn- und Verlustrechnung für eigene Rechnung einen Gewinn vor Veränderung der Schwankungsrückstellung in Höhe von 2.758 T€ (i. Vj. -2.392 T€). Das Ergebnis nach Rückversicherung im indirekten Versicherungsgeschäft verringerte sich auf 11.268 T€ (i. Vj. 14.017 T€).
Für das gesamte Versicherungsgeschäft für eigene Rechnung konnte so vor Veränderung der Schwankungsrückstellung ein versicherungstechnischer Gewinn in Höhe von 14.026 T€ (i. Vj. 11.625 T€) erzielt werden. Nach einer Auflösung der Schwankungsrückstellung von 125 T€ (i. Vj. -194 T€) verbesserte sich das versicherungstechnische Ergebnis des Gesamtgeschäfts für eigene Rechnung auf 14.151 T€ (i. Vj. 11.431 T€).
Die Kapitalanlagen der RheinLand Versicherungs AG verringerten sich im Geschäftsjahr um 1.432 T€ (0,4%) auf insgesamt 334.733 T€ (i. Vj. 336.165 T€).
Die laufenden Erträge aus den Kapitalanlagen betragen 3.777 T€ (i. Vj. 4.867 T€). Die laufenden Aufwendungen für Kapitalanlagen belaufen sich auf 352 T€ (i. Vj. 548 T€).
Das außerordentliche Kapitalanlageergebnis der RheinLand Versicherungs AG beträgt 467 T€ (i. Vj. -2.538 T€). Insgesamt ergibt sich ein Kapitalanlageergebnis in Höhe von 3.892 T€ (i. Vj. 1.781 T€).
Das nichtversicherungstechnische Ergebnis reduzierte sich aufgrund der im Vorjahr vereinnahmten außerordentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen auf 1.108 T€ (i. Vj. 2.986 T€).
Nach einem Steueraufwand von 1.893 T€ (i. Vj. 1.662 T€) führte die RheinLand Versicherungs AG aufgrund des abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages mit der RheinLand Holding AG ein Ergebnis in Höhe von 13.366 T€ (i. Vj. 12.755 T€) ab.
Im Geschäftsjahr beliefen sich die gebuchten Bruttobeiträge der Credit Life AG auf 142.919 T€ (i. Vj. 133.847 T€). Auf Einmalbeiträge entfielen 81.268 T€ (i. Vj. 79.561 T€). Laufende Beiträge wurden in Höhe von 61.733 T€ (i. Vj. 54.289 T€) verzeichnet. Insgesamt erzielten die gebuchten Bruttobeiträge einen Zuwachs von 6,3% (i. Vj. 27,5%), die Einmalbeiträge nahmen hierbei um 2,1 % (i. Vj. 33,5%) und die laufenden Beiträge um 12,1 % (i. Vj. 19,7%) zu. Die verdienten Beiträge für eigene Rechnung beliefen sich im Berichtsjahr auf 93.711 T€ (i. Vj. 84.760 T€).

Der gesamte Zugang an Versicherungen machte im Berichtsjahr 268.734 Verträge mit einer Versicherungssumme von 10.695.295 T€ aus. Der Versicherungsbestand betrug, gemessen an der Stückzahl der Verträge, zum Jahresende 730.051 Verträge (i. Vj. 648.180).
Die Kapitalanlagen der Credit Life AG erhöhten sich im Geschäftsjahr um 21.496 T€ (9,6%) auf insgesamt 246.040 T€ (i. Vj. 224.544 T€). Mit 96,3% ist der überwiegende Teil der Vermögensanlagen in festverzinsliche Anlagen investiert. Die laufenden Erträge aus den Kapitalanlagen betragen 4.184 T€ (i. Vj. 4.245 T€). Die laufenden Aufwendungen für Kapitalanlagen belaufen sich auf 471 T€ (i. Vj. 556 T€). Das außerordentliche Kapitalanlageergebnis der Credit Life AG beträgt 21 T€ (i. Vj. 102 T€). Insgesamt ergibt sich ein Kapitalanlageergebnis in Höhe von 3.733 T€ (i. Vj. 3.792 T€).
Nach einem in den Niederlanden angefallenen Steueraufwand in Höhe von 1,8 Mio. € ergab sich ein Ergebnis in Höhe von 3,1 Mio. €. Dieses wurde aufgrund des geschlossenen Gewinnabführungsvertrages vollständig an die RheinLand Holding AG abgeführt. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 5,4 Mio. €.
Die wachstumsstarke Entwicklung unseres Maklervertriebs setzte sich im vergangenen Geschäftsjahr eindrucksvoll fort. Die gebuchten Bruttobeitragseinnahmen stiegen im Geschäftsjahr von 93.537 T€ um gut 13% auf 106.149 T€ und übertrafen das Marktwachstum deutlich. Damit wurden 2018 erstmalig seit Gründung der Gesellschaft Beitragseinnahmen von über 100.000 T€ gezeichnet.

Das Jahr 2018 war geprägt durch mehrere schwere Sturmereignisse. Von diesen Elementarereignissen war auch die Rhion betroffen. Darüber hinaus führte ein Anstieg der Anzahl der Großschäden dazu, dass sich die Schadenaufwendungen nach Abzug der Rückversicherung insgesamt auf 63.058 T€ (i. Vj. 54.258 T€) erhöhten. Diese Ereignisse schlagen sich auch in der bilanziellen Schadenquote nach Rückversicherung nieder, die im Geschäftsjahr auf 66,2% (i. Vj. 62,9 %) anstieg.
Neben den bereits beschriebenen Investitionen zur Digitalisierung führte das Wachstum der Rhion Versicherung AG dazu, dass die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb im Geschäftsjahr um 3.033 T€ auf 34.823 T€ (i. Vj. 31.790 T€) anstiegen.
Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung vor Veränderung der Schwankungsrückstellung sank im Geschäftsjahr aufgrund der beschriebenen Effekte und wies einen Verlust in Höhe von 856 T€ (i. Vj. +1.672 T€) aus. Der Anstieg der Schadenaufwendungen führte zu einer Auflösung der Schwankungsrückstellung in Höhe von 280 T€. Nach Auflösung der Schwankungsrückstellung belief sich das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung auf -576 T€ (i. Vj. -249 T€).
Die Kapitalanlagen der Rhion Versicherung AG erhöhten sich im Geschäftsjahr um 10.799 T€ (8,4%) auf insgesamt 140.114 T€ (i. Vj. 129.316 T€). Mit 96,8% ist der überwiegende Teil des Vermögens in festverzinsliche Anlagen investiert.
Die laufenden Erträge aus den Kapitalanlagen betragen 1.651 T€ (i. Vj. 1.799 T€), die laufenden Aufwendungen für Kapitalanlagen 141 T€ (i. Vj. 129 T€). Das außerordentliche Kapitalanlageergebnis der Rhion Versicherung AG beträgt 29 T€ (i. Vj. 339 T€). Insgesamt ergibt sich ein Kapitalanlageergebnis in Höhe von 1.540 T€ (i. Vj. 2.009 T€).
In der nichtversicherungstechnischen Gewinn- und Verlustrechnung konnte im Geschäftsjahr ein Gewinn von 1.361 T€ (i. Vj. 2.016 T€) erzielt werden.
Insgesamt wurde am Ende des Geschäftsjahres aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages ein Gewinn von 785 T€ (i. Vj. 1.767 T€) an die Muttergesellschaft, die RheinLand Holding AG, abgeführt.
Die RheinLand Lebensversicherung AG betreibt im Wesentlichen das Sterbegeld- und Kapitallebensversicherungsgeschäft. Zusätzlich vertreibt unser angestellter Außendienst der Unternehmensgruppe von uns nicht betriebene Lebensversicherungsprodukte, insbesondere fondsgebundene Lebensversicherungen, an unsere Kooperationspartner. Aufgrund des schwierigen Marktumfeldes mit den unverändert niedrigen Zinsen konzentrieren sich die strategischen Aktivitäten der RheinLand Versicherungsgruppe aktuell auf Unternehmensbereiche, die nicht in der RheinLand Lebensversicherung AG bilanziert werden.
Bei der RheinLand Lebensversicherung AG wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr die Berechnungsmethode der Zinszusatzreserve (Korridormethode) umgestellt. Die Gesellschaft verstärkte die Zinszusatzreserve in Höhe von 3,3 Mio. € auf 64,1 Mio. € und führte 1,6 Mio. € der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zu.
Die gebuchten Bruttobeiträge aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft reduzierten sich im Berichtszeitraum auf 51.124 T€ (i. Vj. 54.495 T€). Hierbei verringerten sich die laufenden Beiträge von 50.144 T€ auf 47.427 T€ und die Einmalbeiträge von 4.346 T€ auf 3.691 T€. Wir beobachten weiterhin das Marktgeschehen und die Rahmenbedingungen im Lebensversicherungsgeschäft, um regelmäßig unsere strategische Ausrichtung zu überprüfen und angemessen agieren zu können.
Die verdienten Beiträge für eigene Rechnung beliefen sich auf 34.367 T€ nach 49.660 T€ im Vorjahr. Dies entspricht einem Rückgang von 30,8%. Der laufende Jahresbeitrag aller im Bestand befindlicher Verträge verringerte sich um 5,7% von 49.036 T€ auf 46.264 T€.

Der gesamte Neuzugang zum Bestand nahm, gemessen an der Versicherungssumme, um 7,4% von 36.348 T€ auf 33.664 T€ ab. Der Versicherungsbestand im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft verringerte sich um 5,5% auf 1.311.387 T€.
Der Kapitalanlagebestand beläuft sich auf 808.282 T€ gegenüber 801.944 T€ im Vorjahr. Die Erhöhung beträgt 0,8 %.
Die laufenden Erträge aus Kapitalanlagen machten 21.078 T€ (i. Vj. 22.852 T€) aus. Das außerordentliche Ergebnis aus Kapitalanlagen liegt im Geschäftsjahr bei 2.375 T€ (i. Vj. 13.559 T€). Zum Zwecke der Finanzierung der Zuführung zur Zinszusatzreserve in Höhe von 3.291 T€ (i. Vj. 14.034 T€) wurden im Geschäftsjahr 2018 stille Reserven aus Rentenpapieren in Höhe von 2.470 T€ realisiert. Die Zinszusatzreserve beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt 64.101 T€ (i. Vj. 60.810 T€).
Der Rohüberschuss hat sich nur marginal von 2.318 T€ im Vorjahr auf 2.309 T€ im Geschäftsjahr reduziert.
Das Geschäftsjahr wurde mit einem Bilanzgewinn in Höhe von 0,7 Mio. € abgeschlossen.
Der wesentliche Geschäftszweck der im Konzern zusammengefassten Versicherungsunternehmen besteht darin, als Risikoträger bewusst und kontrolliert Risiken einzugehen, sie transparent und kalkulierbar zu machen und sie in einem ausgewogenen Risikoportfolio zu managen. Voraussetzung dafür ist ein professionelles Risikomanagement.
Unter Risiken werden hierbei alle Ereignisse und möglichen Entwicklungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens verstanden, die sich negativ auf die Unternehmensziele gemäß der kurz-, mittel- und langfristigen Planung und damit auf die Wirtschafts- und Finanzlage auswirken können. Die Niederlassungen der Credit Life AG und der Rheinland Versicherungs AG sind als separater Geschäftsbereich in die jeweilige Unternehmensplanung und -steuerung integriert.
Das Risikomanagement wird auf allen Ebenen der RheinLand Versicherungsgruppe nach einheitlichen Richtlinien geführt und ist auf den Schutz der finanziellen Position der RheinLand Holding AG und ihrer operativen Gesellschaften sowie auf eine nachhaltige Werterhöhung dieser Unternehmen ausgerichtet. Um diese Ziele zu erreichen, wird auf die Einhaltung einer Risikokultur und die Transparenz über die Risiken sowohl konzernweit als auch auf Ebene der Einzelunternehmen großer Wert gelegt. Zur aktiven Steuerung der Risiken und deren Reduzierung sind adäquate Instrumente im Einsatz. Die Sicherung der Kapitalausstattung wird unter Wahrung eines definierten Sicherheitsniveaus vorgenommen.
Die RheinLand Versicherungsgruppe verfügt über eine auf Risikomanagement und interne Kontrollmechanismen ausgerichtete Organisationsstruktur, die eine effiziente Bemessung, Überwachung und Kontrolle der Risiken gewährleistet. Basis hierfür sind die gesetzlichen und insbesondere aufsichtsrechtlichen Vorgaben und Anforderungen unter Beachtung der seit dem 1. Januar 2016 geltenden neuen aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu Solvency II.
Im Hinblick auf eine integre Geschäftsführung ist konzernweit eine unabhängige Compliance-Funktion eingerichtet. Die operativen Gesellschaften der Gruppe sind dem Verhaltenskodex für den Vertrieb des GDV beigetreten. Alle Richtlinien wurden unter Risiko- und Compliance-Gesichtspunkten regelmäßig aktualisiert und ggf. neue Richtlinien ergänzt. Auf einheitliche Richtlinien, die die gesellschaftsspezifischen Anforderungen berücksichtigen, wird hierbei großer Wert gelegt.
In den folgenden Hauptregelwerken sind die Rollen, Verantwortlichkeiten und Aufgaben der einzelnen Funktionen sowie der Risikomanagementprozess dokumentiert:
| ― |
Risikostrategie |
| ― |
Innerbetriebliche Leitlinie zum Risikomanagement (Risikohandbuch) |
| ― |
Risikoinventar |
| ― |
Compliance-Management-Richtlinie |
| ― |
Richtlinie Versicherungsmathematische Funktion |
| ― |
Dokumentation zum internen Kontrollsystem (IKS) |
Diese Dokumente werden einmal jährlich aktualisiert und bei Bedarf vervollständigt. Darüber hinaus gibt es weitere risikobegrenzende Regelwerke in den operativen Einheiten (z. B. Annahme- und Zeichnungsrichtlinien, Vollmachten).
Das Risikomanagement wird von folgenden Funktionen getragen:
| ― |
Vorstand |
| ― |
Aufsichtsrat |
| ― |
Interne Konzernrevision |
| ― |
Compliance-Funktion |
| ― |
Versicherungsmathematische Funktion |
| ― |
Unabhängige Risikocontrollingfunktion |
| ― |
Risikomanagement-Board |
| ― |
Risikoverantwortliche |
Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement sowie für den Beschluss und die fortlaufende Prüfung, Bewertung und Weiterentwicklung der Geschäftsorganisation mit den entsprechenden Regelwerken.
Der Aufsichtsrat ist für die Überwachung der vom Vorstand im Rahmen des Risikomanagements getroffenen Entscheidungen verantwortlich. Er wird regelmäßig durch den Konzernvorstand über die aktuelle Risikosituation unterrichtet.
Der Konzernrevision obliegt insbesondere die Überprüfung des internen Kontrollsystems (IKS) im Hinblick auf dessen Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit. Darüber hinaus werden das Risikomanagementsystem und die Compliance-Funktion regelmäßig überprüft. Die Konzernrevision unterliegt keinen Kontrollen, Einschränkungen oder sonstigen Einflüssen, die ihre Unabhängigkeit beeinträchtigen könnten.
Die Compliance-Funktion überwacht, bewertet und berichtet über die Einhaltung des gesetzlichen und ordnungsrechtlichen Rahmens sowie der vom Unternehmen selbst erstellten Regeln und Normen.
Die Versicherungsmathematische Funktion hat die Aufgabe der Beratung, Überwachung bzw. Validierung und Koordination im Zusammenhang mit der Berechnung und Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen, der Beurteilung der allgemeinen Zeichnungs- und Annahmepolitik sowie der Angemessenheit der Rückversicherungsvereinbarungen. Sie gewährleistet, dass die künftige Überschussbeteiligung angemessen in den versicherungstechnischen Rückstellungen nach Solvency II berücksichtigt wird. Sie trägt zur wirksamen Umsetzung des Risikomanagementsystems bei und berichtet über die erzielten Ergebnisse. Die RheinLand Versicherungsgruppe hat in der Aufbauorganisation eine Gremienlösung unter Leitung des Verantwortlichen Aktuars gewählt.
Die unabhängige Risikocontrollingfunktion (URCF), organisatorisch wahrgenommen durch die zentrale Abteilung Bilanzaktuariat, Solvency II und Risikomanagement, ist für bereichsübergreifende Risiken sowie für die konzeptionelle Weiterentwicklung und Pflege des konzernweiten Risikomanagementsystems zuständig. Sie übernimmt eine Koordinations- und Überwachungsfunktion und unterstützt die Risikoverantwortlichen in den operativen Bereichen und überprüft die Angemessenheit des IKS. Zur Wahrung ihrer Aufgaben ist der Abteilung Bilanzaktuariat, Solvency II und Risikomanagement ein uneingeschränktes Informationsrecht eingeräumt. Sie koordiniert die regelmäßige Risikoberichterstattung an den Vorstand, den Aufsichtsrat, die Aufsicht und die Öffentlichkeit.
Das Risikomanagement Board setzt sich aus Vertretern aller Unternehmensbereiche zusammen und ist als Gremium verantwortlich für konsensorientierte Entscheidungen im Rahmen der Vorstandsvorgaben und der Risikoanalysen durch das Risikomanagement.
Die dezentrale Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung der Risiken in den jeweiligen Geschäftsbereichen erfolgen nach den Vorgaben der Innerbetrieblichen Leitlinie zum Risikomanagement. Die Aufgaben werden von den Risikoverantwortlichen der operativen Bereiche wahrgenommen. Die Führungskräfte und die Risikoverantwortlichen werden im Hinblick auf die Wahrnehmung ihrer Funktion im Risikomanagement geschult. Die Führungskräfte haben die Aufgabe, Umsetzung und Effektivität des Risikomanagements in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich zu überwachen.
Die Aufgaben stellen sich im Regelkreis wie folgt dar:

Im Risikomanagement werden folgende Risikokategorien berücksichtigt:
| ― |
Versicherungstechnisches Risiko: Das versicherungstechnische Risiko bezeichnet das Risiko, dass bedingt durch Zufall, Irrtum oder Änderung der tatsächliche Aufwand für Schäden und Leistungen vom erwarteten Aufwand abweicht. Es umfasst neben dem Sterblichkeits- und Langlebigkeitsrisiko (Nichtauskömmlichkeit der in den Beiträgen und versicherungstechnischen Rückstellungen unterstellten Sterblichkeiten bei der RheinLand Lebensversicherung AG und Credit Life AG) bzw. dem Prämien- und Reserverisiko (Nichtauskömmlichkeit der kalkulierten Prämien oder der bilanzierten Rückstellungen bei der RheinLand Versicherungs AG und Rhion Versicherung AG) auch das Kosten-, Katastrophen- und Kumulrisiko sowie das Stornorisiko. |
| ― |
Marktrisiko: Das Marktrisiko bezeichnet das Risiko, das sich direkt oder indirekt aus den Sensitivitäten von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen oder die Volatilität der Zinskurve bzw. Zinssätzen, der Aktienkurse, der Credit Spreads (über der risikolosen Zinskurve) sowie der Marktpreise von Immobilien ergibt. Das Marktrisiko schließt das Währungskursrisiko ein. Es umfasst außerdem Konzentrationsrisiken, die sich durch eine mangelnde Diversifikation des Assetportfolios ergeben. |
| ― |
Ausfallrisiko: Das Ausfallrisiko bezeichnet das Risiko, das sich aufgrund eines unerwarteten Ausfalls oder der Verschlechterung der Bonität von Gegenparteien und Schuldnern ergibt. |
| ― |
Liquiditätsrisiko: Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko von Verlusten durch einen Rückgang der Preise oder mangelnde Liquidität der relevanten Märkte bei Verkauf der Aktiva aufgrund von kurzfristigem Liquiditätsbedarf. Es beinhaltet auch die jederzeitige Bedienung der Verpflichtungen aus den abgeschlossenen Versicherungsverträgen. |
| ― |
Operationelles Risiko: Das operationelle Risiko bezeichnet das Risiko von Verlusten infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Prozessen, mitarbeiter-, systembedingten oder externen Vorfällen sowie Compliance- und Rechtsrisiken. |
| ― |
Strategisches Risiko: Das strategische Risiko ist das Risiko, das sich aus strategischen Geschäftsentscheidungen ergibt. Zu dem strategischen Risiko zählt auch das Risiko, das sich daraus ergibt, dass Geschäftsentscheidungen nicht einem geänderten Wirtschaftsumfeld angepasst werden. Das strategische Risiko ist in der Regel ein Risiko, das im Zusammenhang mit anderen Risiken auftritt. Es kann aber auch als Einzelrisiko auftreten. |
| ― |
Reputationsrisiko: Das Reputationsrisiko ist das Risiko, das aus einer möglichen Beschädigung des Rufes infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit (z. B. bei Kunden, Geschäftspartnern, Aktionären, Behörden) entsteht. Ebenso wie das strategische Risiko ist das Reputationsrisiko in der Regel ein Risiko, das häufig im Zusammenhang mit anderen Risiken auftritt. Es kann aber auch als Einzelrisiko auftreten. |
Gemäß den Anforderungen von Solvency II bzw. den aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation von Versicherungsunternehmen (MaGo) ist die Einrichtung eines aus dem Risikotragfähigkeitskonzept abgeleiteten Limitsystems erforderlich.
Die Risikotragfähigkeit gibt an, inwieweit die jeweils aktuell übernommenen und bewerteten Risiken der Unternehmen der RheinLand Versicherungsgruppe durch dafür verfügbare Eigenmittel bedeckt sind. Sie wird als Quotient aus verfügbaren Eigenmitteln und Solvenzkapitalanforderung nach Standardformel gemessen, ggf. erweitert um die Erkenntnisse aus dem unternehmenseigenen Risikoassessment (ORSA). Die RheinLand Versicherungsgruppe und alle Einzelgesellschaften sind mit ausreichenden Eigenmitteln auszustatten. Dies geschieht im Wesentlichen durch eine Anpassung der Gesamtrisikopositionen (Risikokapitalbedarf) an die jeweils zur Verfügung stehenden Eigenmittel oder durch eine Anpassung der Eigenmittel. Der Eigenmittelbegriff ist entsprechend dem Versicherungsaufsichtsgesetz definiert.
Die Steuerung und kontinuierliche Überwachung der Risikotragfähigkeit der Einzelgesellschaften wie auch der RheinLand Versicherungsgruppe erfolgen durch definierte Risikokapitalbudgets, Limits und Schwellenwerte, die in der Risikostrategie und der Innerbetrieblichen Leitlinie zum Risikomanagement beschrieben sind. Die strategischen Risiken wurden 2018 darüber hinaus halbjährlich im Risikomanagement-Board analysiert und jährlich im Rahmen einer Stärken-/ Schwächen-Analyse qualitativ bewertet. Die Steuerung und Überwachung der wesentlichen operationellen Risiken erfolgen im Rahmen abgestimmter implementierter Prozesse.
Vorstand und Aufsichtsrat werden durch die URCF mindestens zweimal jährlich durch die Vorlage der aufsichtsrechtlich geforderten Risikoberichterstattung über die Risikolage der Einzelgesellschaften und der Gruppe, über die ihrer Beherrschung dienenden Steuerungsmaßnahmen sowie über neue Risiken und wesentliche Veränderungen bereits bekannter Risiken informiert. Das Thema Risikomanagement ist regelmäßig Tagesordnungspunkt in den Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen. Als Unterlage dient hierzu der jeweils aktuelle Risikobericht. Bei plötzlich auftretenden wesentlichen Veränderungen bekannter Risiken sowie neu entstandenen Risiken erfolgt eine Ad-hoc-Berichterstattung.
Zu Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen, bei denen kein ausführlicher Risikobericht vorliegt, wird im Bedarfsfall unter Leitung der URCF eine mit dem Risikomanagement-Board abgestimmte Folienberichterstattung zum aktuellen Stand der Risikolage erstellt.
Nach den einzelnen Risikokategorien ergibt sich für die RheinLand Versicherungsgruppe insgesamt folgende Risikolage:
Die RheinLand Versicherungsgruppe verfolgt mit ihren Schaden- und Unfallversicherern unter Vorgabe geeigneter Annahmerichtlinien und Zeichnungskompetenzen den Ausbau deckungsbeitragsstabiler Sach-, Haftpflicht- und Unfallsparten im privaten und gewerblichen Geschäft. Aufgrund des regionalen Schwerpunktes bezüglich des Geschäftsgebietes bestehen Konzentrationsrisiken bei Naturereignissen. Diese Risiken betreffen insbesondere die Verbundene Wohngebäudeversicherung und die daraus resultierende Ergebnisvolatilität. Neben Annahme- und Zeichnungsrichtlinien setzen die RheinLand Versicherungs AG und die Rhion Versicherung AG einen geeigneten Mix aus Mit- und Rückversicherung ein, um die möglichen Auswirkungen der Ergebnisvolatilität zu reduzieren. Klassisches Großindustrie- oder Gewerbegeschäft mit Großschaden- bzw. Langfristschadenpotenzial wird nicht gezeichnet.
Es ist ein systematisches versicherungstechnisches Controlling installiert. Hierbei werden nach einem standardisierten Verfahren der versicherungstechnische Bruttoergebnisverlauf vor internen Kosten nach Vertriebswegen, Sparten, Kooperationspartnern und Kundensegmenten nach Zeichnungs- und Bilanzjahren analysiert. Die Ergebnisse werden unmittelbar an die für das betroffene Geschäftssegment Verantwortlichen aus Vorstand und den Bereichen Sparte/Betrieb sowie Vertrieb berichtet. Im Falle von Fehlentwicklungen können zeitnah geeignete Gegenmaßnahmen entwickelt werden. Über die wesentlichen Analysen und Ergebnisse im Rahmen des versicherungstechnischen Controllings Schaden/Unfall berichtete auch die Versicherungsmathematische Funktion in ihren Berichten des Jahres 2018 an den Vorstand der RheinLand Versicherungs AG und der Rhion Versicherung AG. Darüber hinaus werden bei Bedarf umfangreiche Sonderanalysen durchgeführt, welche möglichst alle Aspekte von der Wettbewerbsfähigkeit der Produkte und Tarife bis zur Schadenentwicklung berücksichtigen.
Tarifierung und Reservierungsfunktion sind in unterschiedlichen Bereichen angesiedelt. Die Reservierung richtet sich nach handelsrechtlichen und aktuariellen Grundsätzen des Vorsichtsprinzips. Die einzelfallbezogene Schadenreservierung folgt festgelegten internen Schadenrichtlinien zur Sicherstellung einer angemessenen und stetigen Reservierung. Die Auskömmlichkeit der Reserven wird regelmäßig überprüft.
Unter der Prämisse einer vorgegebenen Zielrendite sowie definierter Zielschadenquoten erfolgt eine beitragsorientierte Mehrjahresplanung. Darauf aufbauend werden Analysen und ein Controlling der Entwicklung der Risiken im Versicherungsbestand durchgeführt.
Die Schadenquoten und Abwicklungsergebnisse für eigene Rechnung haben sich in den vergangenen Jahren im Bereich Schaden/Unfall wie folgt entwickelt:
| Bilanzielle Schadenquote f.e.R. in % der verdienten Beiträge | Bilanzielle Schadenquote f.e.R. in % der verdienten Beiträge (ohne Naturkatastrophen) | Abwicklungsergebnis f.e.R. in % der Rückstellung am 1.Januar | |
| 2008 | 69,6 | 64,4 | 5,2 |
| 2009 | 69,5 | 67,4 | 6,9 |
| 2010 | 69,3 | 68,0 | 6,1 |
| 2011 | 66,0 | 64,5 | 7,5 |
| 2012 | 59,0 | 58,8 | 9,1 |
| 2013 | 60,5 | 59,7 | 6,6 |
| 2014 | 65,1 | 63,1 | 3,6 |
| 2015 | 66,3 | 65,1 | 3,9 |
| 2016 | 64,2 | 63,0 | 6,1 |
| 2017 | 66,9 | 66,0 | 4,7 |
| 2018 | 66,6 | 65,5 | 6,1 |
Im Restkreditgeschäft besteht das Portfolio der RheinLand Versicherungs AG aus Arbeitsunfähigkeits- und Arbeitslosigkeitsversicherungen. Diese werden von einer Reihe mittelgroßer Kooperationspartner in der Regel zur Absicherung von Hypotheken-, Auto- oder Konsumkrediten in Deutschland, den Niederlanden und Italien vermittelt.
Die Beherrschung des versicherungstechnischen Risikos in der Restkreditversicherung ist besonders anspruchsvoll. So gibt es, anders als in den klassischen Versicherungssparten des Schaden- und Unfallgeschäftes, keine statistischen Grundlagen, die vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft oder der Deutschen Aktuarvereinigung zur Verfügung gestellt werden. Für dieses Spezialgeschäft werden daher aus dem technischen Verlauf der historischen Bestände in Verbindung mit öffentlich verfügbaren Statistiken der Sozialversicherungsträger eigene Rechnungsgrundlagen für die Arbeitsunfähigkeitsversicherung und die Arbeitslosigkeitsversicherung entwickelt.
Die Profitabilitäten werden mindestens einmal jährlich für jeden einzelnen Kooperationspartner mittels eines standardisierten versicherungstechnischen Schemas nach Sparte, Zeichnungsjahren und Bilanzjahren analysiert. Parallel werden für alle großen Kooperationspartner mehrfach im Jahr die versicherungstechnischen Bruttoergebnisse mit den entsprechenden Planwerten verglichen. Die Ergebnisse dieser Analysen werden im für das operative Geschäft zuständigen Managementkreis besprochen. Somit ist sichergestellt, dass etwaige Fehlentwicklungen schnell erkannt und zeitnah Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Maßgebliche Fehlentwicklungen wurden bislang nicht festgestellt. Im Bericht der Versicherungsmathematischen Funktion an den Vorstand der RheinLand Versicherungs AG wurde über die wesentlichen Aspekte dieses versicherungstechnischen Controllings berichtet.
Die Credit Life AG hat sich als Risikolebensspezialist am Markt positioniert. Aktiv angeboten werden Risikolebensversicherungen ohne Überschussbeteiligung einschließlich Restkredit-Risikolebensversicherungen und überschussberechtigte Risikolebensversicherungen, deren Überschussbeteiligung in der Regel durch Beitragsverrechnung erfolgt. Auch Produkte zur Absicherung des Berufsunfähigkeitsrisikos gehören zum Portfolio. Darüber hinaus besteht ein kleiner geschlossener Bestand an Kapitallebens- und Rentenversicherungen.
Risikolebensversicherungen ohne Überschussbeteiligung und Restkredit-Risikolebensversicherungen werden über eine Reihe großer und mittelgroßer Kooperationspartner zur Absicherung von Hypotheken-, Auto- und Konsumkrediten in Deutschland, in den Niederlanden und in Italien angeboten. Es gibt Produkte mit gleichbleibender oder fallender Leistung gegen Einmalbeitrag oder laufende Beitragszahlung.
Die Beherrschung des versicherungstechnischen Risikos erfolgt auf Basis von Sterbetafeln der entsprechenden Märkte sowie eigenen Daten und Erfahrungen. Die Profitabilitäten werden mindestens einmal jährlich für jeden einzelnen Kooperationspartner mittels eines standardisierten versicherungstechnischen Schemas nach Zeichnungsjahr und Bilanzjahr analysiert. Parallel werden für alle großen Kooperationspartner mehrfach im Jahr die versicherungstechnischen Bruttoergebnisse mit den entsprechenden Planwerten verglichen. Speziell für den niederländischen und für den italienischen Markt werden darüber hinaus mehrmals jährlich sogenannte Sterblichkeitsanalysen durchgeführt, bei denen die tatsächlich eingetretenen Leistungsfälle mit den gemäß der angesetzten Sterbetafel erwarteten Leistungsfällen verglichen werden. Auch die Entwicklung des Stornoverhaltens wird regelmäßig analysiert. Hierbei differenzieren wir nach Höhe des Rechnungszinses bzw. nach der Restlaufzeit, da diese Kriterien erfahrungsgemäß einen signifikanten Einfluss auf das Stornoverhalten der Kunden haben. Die Ergebnisse dieser Analyse werden im für das operative Geschäft zuständigen Managementkreis besprochen. Somit ist sichergestellt, dass etwaige Fehlentwicklungen schnell erkannt und zeitnah Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.
Um die Sicherheit für das stark wachsende Geschäft zusätzlich zu erhöhen, wurde im Jahr 2016 für den niederländischen und im Jahr 2018 für den italienischen Markt eine Komplettanalyse mit Konkurrenzvergleich, Tarifstruktur, Tarifniveau und Sterblichkeitsentwicklung erstellt. Das Risikolebensversicherungsgeschäft in den Niederlanden und in Italien ist zudem durch hohe Rückversicherungsbeteiligungen geschützt. Im Bericht der Versicherungsmathematischen Funktion an den Vorstand der Credit Life AG im Jahr 2018 wurde darüber hinaus auf die Sonderthemen "Risikoleben in den Niederlanden" und "Restkredit-Risikoleben in Italien" explizit eingegangen.
Die klassischen Risikolebensversicherungen mit Überschussbeteiligung werden im deutschen Markt angeboten. Dabei wird die Überschussbeteiligung überwiegend in Form eines Beitragsvorwegabzuges gewährt. Im Falle negativer Tendenzen im Risikoverlauf oder durch Belastungen aus gesetzlichen Vorgaben (z. B. Zinszusatzreserve) kann durch hohe Anpassung der Überschussbeteiligung gegengesteuert werden.
Die RheinLand Lebensversicherung AG bietet seit dem zweiten Quartal des Jahres 2016 im Neugeschäft ausschließlich Sterbegeld an. Ausführungen zum Risiko aus Zinsveränderungen sind dem folgenden Kapitel zu entnehmen.
Wie in den Vorjahren besteht auch künftig die Möglichkeit einer Änderung gesetzlicher Rahmenbedingungen für das Versicherungsgeschäft. Dadurch könnte sich das versicherungstechnische Änderungsrisiko realisieren. Ein aktuelles Beispiel dafür ist die in Deutschland geführte Diskussion um die Einführung eines sogenannten Provisionsdeckels mit dem Ziel der Regulierung von Anreizsystemen im Vertrieb.
Insgesamt besteht für die klassische Lebensversicherung mit ihren lang laufenden Leistungsgarantien ein besonders schwieriges Kapitalmarktumfeld. Die RheinLand Versicherungsgruppe hat durch die Bildung einer sogenannten Zinszusatzreserve weiter Vorsorge getroffen. Der für die Berechnung relevante Referenzzins zum Stichtag 31. Dezember 2018 ist von 2,21 % auf 2,09 % gefallen. Somit müssen jetzt für Bestandsverträge mit zugesagter Zinsgarantie bis einschließlich 2,25% Zinszusatzreserven gestellt werden. Die Zinszusatzreserven betragen zum Ende des Geschäftsjahres 64.101 T€ bei der RheinLand Lebensversicherung AG (i. Vj. 60.810 T€) und 4.720 T€ bei der Credit Life AG (i. Vj. 4.419 T€). Die in der Deckungsrückstellungsverordnung definierten Regelungen zur Ermittlung der Zinszusatzreserve wurden 2018 so geändert, dass die jährliche Änderung des Referenzzinssatzes begrenzt wird und dadurch der weitere Zuführungsbedarf zur Zinszusatzreserve, der sich durch weiter sinkende Referenzzinssätze ergeben könnte, reduziert bzw. über einen längeren Zeitraum verteilt wird.
Der Höchstrechnungszins für das Neugeschäft der RheinLand Lebensversicherung AG beträgt seit 2017 0,9 %. Bei der Credit Life AG wird für die Deckungsrückstellungen aus Einmalbeitragsgeschäft seit einiger Zeit ein Rechnungszins von 0,0 % angesetzt. Damit wird der gesetzliche Höchstrechnungszins deutlich unterschritten. Das starke Wachstum im Versicherungsgeschäft der Credit Life AG ist somit wesentlich vom Aufbau weiterer Zinsrisiken entkoppelt.
Das Thema "RheinLand Leben im Niedrigzinsumfeld" hat eine hohe Aufmerksamkeit im Aufsichtsrat. Bereits im Frühjahr 2015 wurde durch diesen ein Maßnahmenplan (Nachrangdarlehen, Rückversicherungslösung, Übergangsmaßnahme Aktienrisiko) beauftragt, der mittlerweile weitgehend umgesetzt ist und mit dem die RheinLand Lebensversicherung AG robuster gegenüber Marktzinsschwankungen aufgestellt ist. Im Rahmen weiterer Aufsichtsratssitzungen wurden die Themen Solvenzbedeckung, Zinszusatzreserve und Verstärkung der Eigenmittel laufend auf dem jeweils aktuellen Stand der Umsetzung und der wirtschaftlichen Entwicklung erneut diskutiert.
Die Kapitalanlagen der RheinLand Versicherungsgruppe sind konservativ und an den Anforderungen ihrer Verpflichtungen ausgerichtet. Zur Steuerung der Kapitalanlagerisken werden monatlich die Einhaltung der mit dem Risikomanagement festgelegten Risikokapitalbudgets analysiert.
Einer Konzentration von Marktrisiken wird wie folgt entgegengewirkt. Alle auf ein und denselben Schuldner entfallenden Anlagen dürfen in der Regel 5% des Sicherungsvermögens nicht übersteigen. Für Sonder- bzw. Gesellschaftsvermögen sollte eine Konzentration von Anlagen bei einem Portfoliomanager unterlassen werden, soweit sie mehr als 20 % des Sicherungsvermögens übersteigen.
Es erfolgt eine Überwachung der Kapitalanlagerisiken durch definierte Risikokapitalbudgets, Limits sowie Schwellenwerte.
Der Rentenbestand der RheinLand Versicherungsgruppe stellt sich wie folgt dar:
| Rentenbestand | in T€ | in % zu Gesamt |
| Gesamt | 1.258.075 | |
| davon Staatsanleihen | 59.533 | 4,7 |
| Bankenexposure | 1.119.011 | 87,8 |
| Unternehmensanleihen | 96.032 | 7,5 |
Bei den genannten Renten bestehen zusätzliche Sicherungen durch:
| Sicherungen | in T€ | in % zu Gesamt |
| Pfandrecht | 349.472 | 27,8 |
| Einlagensicherung | 637.090 | 50,6 |
| Staatsgarantie | 60.030 | 4,8 |
| ohne Sicherungen | 211.480 | 16,8 |
Vom Rentenbestand im Bankenexposure mit insgesamt 1.119.011 T€ liegen in Höhe von 140.949 T€ (12,6 %) keine der o. g. Sicherungen vor.
Nachrangigkeit (ohne ABS-Direktbestand) besteht in folgender Höhe:
| Nachrangigkeit | in T€ | in % zu Gesamt |
| Genussrechte | 1.179 | 0,1 |
| Nachrangdarlehen | 45.192 | 4,4 |
Es besteht ein nicht abgesichertes Aktienexposure über ein Sondervermögen bei den operativen Gesellschaften in Höhe von 30.405 T€. Die Aktienquote der RheinLand Versicherungsgruppe beträgt zum Bilanzstichtag 1,6%.
Auch künftig induzieren Schwankungen am Kapitalmarkt aufgrund der hohen Sicherheit der Kapitalanlagen für die RheinLand Versicherungsgruppe nur begrenzte Abschreibungsrisiken. Sinkende Kurse würden aufgrund der "buy and hold"-Strategie in erster Linie zum Ausweis von stillen Lasten führen. Die aktuellen Entwicklungen werden kontinuierlich analysiert. Wesentlicher Handlungsbedarf zeichnet sich derzeit nicht ab. Auch aus den unterjährig durchgeführten Stresstests hat sich kein Handlungsbedarf ergeben.
Im nachfolgenden Szenario wird die Auswirkung starker Schwankungen von Aktienkursen und Kapitalmarktrenditen auf den Zeitwert der zum Bilanzstichtag im Bestand gehaltenen Wertpapiere aufgezeigt:
| Aktienkursveränderung | Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen in T€ |
| Anstieg um 20 % | 6.081 |
| Anstieg um 10 % | 3.040 |
| Rückgang um 10 % | -3.040 |
| Rückgang um 20 % | -6.081 |
| Zinsveränderung | Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen in T€ |
| Anstieg um 200 Basispunkte | -100.667 |
| Anstieg um 100 Basispunkte | -51.803 |
| Rückgang um 100 Basispunkte | 55.987 |
| Rückgang um 200 Basispunkte | 115.896 |
Das potenzielle Abschreibungsvolumen aus den unsaldierten stillen Lasten per 31. Dezember 2018 aus allen Kapitalanlagen beträgt für den Konzern 7.218 T€.
Der Schwerpunkt der Kapitalanlage liegt bei europäischen Emittenten mit hoher Bonität (Durchschnitts-Rating "A+"). Folgende Übersicht zeigt die Verteilung der Kapitalanlagen über die diversen Kreditwürdigkeitsklassen am Bilanzstichtag (Standard & Poor's):
| Ratingklasse | Anteil in % |
Buchwert in T€ |
Marktwert in T€ |
| AAA | 20,5 | 257.539 | 266.650 |
| AA | 15,5 | 194.797 | 201.984 |
| A | 58,9 | 740.833 | 760.463 |
| BBB | 4,8 | 60.699 | 63.050 |
| BB/B | 0,0 | 0 | 0 |
| CCC/CC/C | 0,0 | 0 | 0 |
| ohne Rating | 0,3 | 4.207 | 4.261 |
| 100,0 | 1.258.075 | 1.296.408 |
Die Kapitalanlagen ohne Rating betreffen die Protektor-Namensgenussrechte und ein Schuldscheindarlehen.
Die Forderungen gegenüber Rückversicherern, Vermittlern und Kunden unterliegen, wie die Kapitalanlagen, grundsätzlich auch einem Ausfallrisiko. Zur Risikovorsorge hat die RheinLand Versicherungsgruppe bei Bedarf Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand vorgenommen. Ausstehende Forderungen mit mehr als 90 Tagen zurückliegendem Fälligkeitszeitpunkt bestanden am Bilanzstichtag in Höhe von 3.365 T€. Die durchschnittliche Ausfallquote der letzten drei Geschäftsjahre abgeleitet aus den Pauschalwertberichtigungen der Einzelgesellschaften liegt unter 3 %.
Die RheinLand Versicherungsgruppe zielt mit ihren operativen Gesellschaften auf eine bedarfsgerechte, kostengünstige Rückversicherungspolitik unter Beachtung von Sicherheits- und Kontinuitätsaspekten ab. Bei der Auswahl der einzelnen Rückversicherungs-Vertragspartner besteht vor dem Hintergrund der angestrebten langfristigen Vertragsbeziehungen als Nebenbedingung im Hinblick auf deren Bonität die Anforderung eines Mindestratings von "A-" (Standard & Poor's oder ein vergleichbares Rating einer anderen Rating-Agentur). Marktentwicklungen und Verschlechterungen der Bonität unterliegen einer kontinuierlichen Beobachtung im Rahmen des Limitsystems. Das von konzernfremden Gesellschaften übernommene Rückversicherungsgeschäft hat durch neue Vertragsbeziehungen wieder an Bedeutung gewonnen.
| Ratingklasse | in T€ | in % von Gesamt |
| AAA | 0 | 0,0 |
| AA | 52.220 | 43,6 |
| A | 64.939 | 54,3 |
| BBB | 2.517 | 2,1 |
| ohne Rating | 0 | 0,0 |
| 119.676 | 100,0 |
ohne konzerninterne Rückversicherung
Die Überprüfung aller Ratings erfolgt regelmäßig und wird entsprechend dokumentiert. Forderungen gegenüber Rückversicherern mit einem schlechteren Rating als "A" resultieren im Wesentlichen aus abzuwickelndem Geschäft. Risiken daraus sind für die RheinLand Versicherungsgruppe nicht erkennbar.
Zur Sicherstellung einer jederzeitigen Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen werden monatliche Liquiditätspläne erstellt. Der Liquiditätsüberschuss der RheinLand Versicherungsgruppe lag im Monatsdurchschnitt bezogen auf die gesamten Kapitalanlagen bei ca. 1,8 %. Der erwartete Liquiditätsüberschuss ohne Wiederanlage für 2019 beträgt rund 167.181 T€.
Die RheinLand Versicherungsgruppe verfügt über ausreichend viele Kapitalanlagen, die im Fall eines Liquiditätsengpasses sofort veräußerbar wären. Daher besteht aus heutiger Sicht kein Liquiditätsrisiko.
Die Steuerung und Überwachung der operationellen Risiken erfolgt durch die verantwortlichen Bereiche. Für operationelle Risiken werden einmal jährlich Szenarioanalysen durchgeführt und die Risikoindikatoren zur unterjährigen Überwachung überprüft. Notfallpläne, Versicherungen, Zugangskontrollen sowie Vollmachten- und Berechtigungsregelungen führen zu geringen Eintrittswahrscheinlichkeiten bzw. Schadenpotenzialen. Insbesondere den sich zwischenzeitlich immer weiter ausbreitenden Cyberrisiken wird mit umfangreichen Datensicherungskonzepten, Schutzprogrammen und einer extern durchgeführten, professionellen E-Mail-Überprüfung begegnet. Für den Schadenfall wurde eine Cyberversicherung abgeschlossen.
Im Rahmen der Risikosteuerung operationeller Risiken spielt darüber hinaus ein dokumentiertes IKS eine zentrale Rolle. Hierdurch werden die systematische Prävention und die Früherkennung von prozessualen Risiken sichergestellt. Zur Beherrschung der wesentlichen Prozessrisiken sind Schlüsselkontrollen eingerichtet. Compliancerisiken, die in Bezug auf die Einhaltung oder Umsetzung von Gesetzen, Rechtsvorschriften, regulatorischen Anforderungen oder ethisch/moralischen Standards sowie von internen Vorschriften und Regelungen auftreten können, sind über einen definierten Prozess gemäß Compliance-Management-Richtlinie geregelt. Fraud-Risiken unterliegen einer besonderen Beobachtung und Berichterstattung.
Generell besteht das Risiko, dass die in einzelnen Fällen ergangene Rechtsprechung auch auf die operativen Gesellschaften der RheinLand-Gruppe ausstrahlt. Um diesem Risiko zu begegnen, werden alle anstehenden Klagefälle auf Allgemeingültigkeit hin bewertet, beobachtet und regelmäßig zwischen den Fachbereichen und der Rechtsabteilung besprochen. Je nach Einstufung des Risikos wird im Bedarfsfall eine angemessene Rückstellung gebildet.
Klar geregelte Entscheidungsprozesse sowie eine enge Zusammenarbeit aller relevanten Entscheidungsträger sind die Grundlage einer effizienten Steuerung strategischer Risiken. Planungs- und Controllingprozesse steuern und überwachen die Erreichung der strategischen Zielsetzungen. Ein strukturierter Planungsprozess unter Einbeziehung aller relevanten Geschäftsbereiche ist implementiert. Die strategischen Risiken werden jährlich im Rahmen einer Stärken-/Schwächen-Analyse identifiziert und qualitativ bewertet.
Reputationsrisiken werden regelmäßig qualitativ bewertet und laufend beobachtet. Im Jahr 2018 hat sich für die RheinLand Versicherungsgruppe kein Reputationsrisiko realisiert.
Im Jahr 2018 haben die RheinLand Versicherungsgruppe sowie alle Einzelgesellschaften der Gruppe zu jeder Zeit über eine ausreichende ökonomische und aufsichtsrechtliche Risikotragfähigkeit verfügt. Insgesamt zeichnet sich auch derzeit keine Entwicklung ab, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RheinLand Versicherungsgruppe ungeplant nachhaltig beeinträchtigen könnte.
Die vorläufige, vom Abschlussprüfer nicht zu prüfende, Solvenzquote nach Solvency II liegt per 31. Dezember 2018 über der aufsichtsrechtlich geforderten Bedeckung des Solvency Capital Requirement (SCR) von 100 % sowie auch über dem intern festgelegten Limit von 120%. Weitere Details zur Solvabilität der RheinLand Versicherungsgruppe sind dem Bericht über die Solvabilität und Finanzlage (SFCR) mit Stand 31. Dezember 2018 zu entnehmen. Eine Veröffentlichung auf der Internetseite bis zum 3. Juni 2019 ist aufsichtsrechtlich vorgegeben.
Erfolgreiches unternehmerisches Handeln setzt voraus, sich bietende Chancen zu nutzen, um zusätzliches profitables Wachstum zu generieren. Um unsere Chancen zu identifizieren, beobachten wir sehr genau, wohin sich Branche und Märkte entwickeln. Die Auswertung und kritische Analyse von Wettbewerbsinformationen und das Erspüren von neuen Bedürfnissen, Trends und Tendenzen versetzen uns in die Lage, Innovationen voranzutreiben, um für künftige Anforderungen gerüstet zu sein.
Unser bestehendes Geschäftsmodell, das auf drei Marken und Vertrieben basiert, hat sich bewährt. Wir geben unserem Eigenen Außendienst, unserem Maklervertrieb und unserem Vertriebsweg Banken- und Kooperationsvertrieb Produkte und Lösungen an die Hand, mit denen wir uns gut positionieren und unsere Zielgruppen erreichen. Unsere konsequente Serviceorientierung, unsere kurzen Entscheidungswege und schlanken Strukturen verschaffen uns viele Vorteile: Sie führen zu einer Partnerschaft im besten Sinne und eröffnen uns Handlungsspielräume, in denen wir flexibel auf sich verändernde Gegebenheiten reagieren -gemeinsam mit Kunden und Kooperationspartnern.
Die unvermindert enge Anbindung unseres Unternehmens an die Nachfahren der Gründerfamilien gibt uns ein unverwechselbares Profil und sichert die Unabhängigkeit der RheinLand Versicherungsgruppe in einem von Konzentrationsprozessen geprägten Umfeld. Von Beginn an bestimmten die Prinzipien des Ehrbaren Kaufmanns unser Handeln. Auf diesem Wertefundament, das unvermindert aktuell ist, hat sich unser Unternehmen kontinuierlich weiterentwickelt. Das Wissen um die Tradition verbindet sich bei uns mit Innovationsgeist und Mut zu Neuerungen. Unsere Mitarbeiter sind hierbei unser wichtigstes Gut: Denn sie sind es, die diesen permanenten Wandel kraftvoll gestalten.
Die Stimmung in der Wirtschaft war zu Beginn dieses Jahres verhalten. Unternehmer rechneten mit einem schwächeren Wachstum des Welthandels, der durch eine neuerliche Spirale von Handelsbeschränkungen und Zöllen ausgebremst werden könnte. Insbesondere zwischen China und den USA gingen die Auseinandersetzungen auch Anfang 2019 weiter. Offen blieben zudem die wirtschaftlichen Auswirkungen des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union. Für Unsicherheit sorgte auch die steigende Neuverschuldung Italiens, die Befürchtungen um eine Neuauflage der Staatsschuldenkrise aufflammen lässt.
Entsprechend fallen die Prognosen für 2019 vorsichtig aus. So ging die Weltbank zum Jahresbeginn nur noch von einem Wachstum der Weltwirtschaft um 2,9% aus. Ende 2018 hatten der Internationale Währungsfonds (IWF) noch 3,7 % und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) 3,5% für 2019 berechnet. Für Europa prognostiziert die OECD ein Wachstum von 1,8% in diesem Jahr und 1,6% im nächsten.
In den USA sieht die Weltbank ebenfalls eine Abschwächung der Dynamik. Das Wachstum werde auf 2,5% sinken. Einige Analysten rechnen damit, dass die positiven Effekte der Steuersenkung allmählich ihre Wirkung verlieren und die gestiegenen US-Zinsen wachstumsdämpfend wirken. In China wird sich das Wachstum der Prognose zufolge auf 6,2% abschwächen.
Dies wirkt sich auch auf Deutschland aus. Die Erwartungen für das Wirtschaftswachstum liegen bei 1,8 % (Bundesregierung) bzw. 1,9% (IWF). Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung prognostiziert für das Bruttoinlandsprodukt sogar nur eine Zuwachsrate von 1,5 %.
Impulse für die Wirtschaftsentwicklung könnten höhere Konsumausgaben geben, die der Staat plant. 2018 legten sie um 1,4% zu. Die Bundesregierung geht für 2019 von einem Plus von 2,5% aus und erwartet ebenso einen Anstieg der Konsumausgaben privater Haushalte. Nach einem Plus von 1,6% wird für 2019 ein Zuwachs um 2,0 % erwartet.
Trotz der gedämpften Prognosen sehen Marktbeobachter einen weiteren Engpass auf dem Arbeitsmarkt. Die Bundesregierung prognostiziert einen Anstieg der Zahl der Erwerbstätigen auf 45,3 Mio. (von 44,8 Mio. im Jahr 2018). Damit dürfte der Fachkräftemangel auch in diesem Jahr ein Thema auf der wirtschaftlichen Agenda bleiben.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zum Jahresende 2018 ihr milliardenschweres Programm zum Ankauf von Anleihen beendet. Den Leitzins wird die EZB eigenen Aussagen zufolge "mindestens bis zum Sommer 2019" noch auf dem historischen Niedrigstand von 0,0 % belassen. Der Einlagezins für die Banken bleibt mittelfristig bei -0,4%. Im Vergleich zu 2018 ändert sich deshalb für Investoren nur wenig an der Grundkonstellation: Europäische Anleihen bieten kaum Rendite, sodass Sachanlagen wie Aktien und Immobilien nach wie vor attraktiver erscheinen.
Allerdings hat die Volatilität an den internationalen Aktienmärkten zuletzt stark zugenommen. Im Dezember 2018 kam es zu einem regelrechten Einbruch der Aktienmärkte -zuletzt auch in den USA. Zwar erholten sich die Börsen im Januar, doch die Verunsicherung über die weitere Entwicklung der Aktienmärkte bleibt bestehen. Das eingetrübte Konjunkturklima dürfte Investoren dazu bewegen, in den kommenden Monaten vorsichtiger zu agieren. Spannend bleibt auch die Entwicklung am Devisenmarkt: Vollzieht die US-Notenbank in ihrer Geldpolitik keine Kehrtwende, könnten die auseinanderdriftenden Zinskurven in den USA und Europa weiterhin für steigende Anleiherenditen im US-Dollar-Raum und einen zunehmend starken US-Dollar sorgen. In solch einem Szenario würden durch einen schwächeren Euro insbesondere die exportstarken deutschen Unternehmen Rückenwind erfahren, was sich an der Börse mit steigenden Aktienkursen bemerkbar machen könnte.
Starke Auswirkungen auf die Kapitalmärkte dürfte auch die weitere Entwicklung der US-Wirtschaft haben: Noch ist der Arbeitsmarkt stabil, die weiterhin hohe Konsumfreude der Verbraucher treibt die Konjunktur an. Im Vergleich zu europäischen Dividendentiteln sind US-Aktien trotz der jüngsten Korrektur im Dezember jedoch immer noch hoch bewertet. In europäischen Aktien sind zudem große Risiken wie ein harter Brexit und eine Italienkrise bereits eingepreist. Das Überraschungsmoment liegt eher in einer Lösung der Probleme: Sollte der Brexit gar nicht oder weniger hart stattfinden und/oder Italien sich mit der EU auf einen moderateren Schuldenkurs einigen, bieten europäische Aktien ein attraktives Bewertungsniveau und das Potenzial für eine nachhaltige Kurserholung. Investoren mit größerer Risikobereitschaft bieten insbesondere die Emerging Markets Chancen auf höhere Renditen, denn es gibt Anzeichen dafür, dass die zwischen Schwellen- und Industrieländern bestehende Wachstumsdifferenz noch weiter zunimmt.
Insgesamt nahm bereits im vergangenen Jahr die Volatilität an den internationalen Aktienmärkten zu. Dieser Trend wird sich im laufenden Jahr vermutlich fortsetzen. Das Risiko für zwischenzeitliche Kurskorrekturen ist daher eher gestiegen.
Für 2019 erwartet die gesamte Branche ein stabiles Beitragswachstum von etwa 2 %. Die Lebensversicherer rechnen mit einem Plus von rund 1 % und die Unternehmen der Schaden- und Unfallversicherung mit einem Beitragszuwachs von 3 %. In der Altersvorsorge dürfte die bereits angefachte Nachfrage nach Produkten mit Renditechancen und Absicherungsmechanismen weiter zunehmen, denn die Branche geht davon aus, dass die Zinsen auch im Jahr 2019 auf niedrigem Niveau verharren. Zudem eröffnen die weiter steigende Beschäftigung und die höheren Löhne den privaten Haushalten Spielräume für zusätzliche Absicherungen. Ebenfalls ein Thema für die Altersvorsorge sind die laufenden Diskussionen um die Reform der Riester-Rente und die Einführung eines vereinfachten Standardproduktes. Ein solches könnte neuen Schwung in die private Altersvorsorge bringen.
In anderen Versicherungssparten dürften die Zunahme von Cyberrisiken und Naturgefahren zu einer steigenden Nachfrage nach entsprechenden Versicherungsprodukten führen. Die weiterhin gute wirtschaftliche Lage der privaten Haushalte sollte auch stützend für die Geschäfte der privaten Krankenversicherung wirken. Die Versicherungswirtschaft geht davon aus, dass sich der Wachstumstrend in der Zusatzversicherung fortsetzen wird. Impulse könnten sich auch durch die betriebliche Krankenversicherung ergeben. In der privaten Krankenversicherung erwarten die Unternehmen ein Beitragswachstum von rund 3%.
Mit Nachdruck arbeiten die Versicherungsunternehmen auch 2019 an der Digitalisierung der Prozesse und Geschäftsmodelle. Sie erneuern ihre Systeme und etablieren neue Technologien. Die Digitalisierung verändert Schritt für Schritt das Kerngeschäft von Versicherern. Mit Cloud-Lösungen, Blockchain-Technologie und Anwendungen auf Basis Künstlicher Intelligenz stellen sich die Unternehmen diesen Veränderungsprozessen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der IT-Sicherheit, um die Daten der Kunden zu schützen.
2019 stehen einmal mehr Regulierungsthemen auf der Agenda. Dazu zählen weitere Umstellungen von Bewertungssystemen und Anpassungen an die Eigenkapital-Anforderungen im Rahmen der Einführung des Aufsichtssystems Solvency II. Vor allem aber beobachtet die Versicherungswirtschaft den Fortgang der politischen Diskussionen um die Frage, inwieweit Provisionen gedeckelt werden sollen. Die Unternehmen der Branche lehnen dies ab -unter anderem, weil dadurch Menschen mit niedrigem und mittlerem Einkommen der Zugang zur Versicherungsberatung erschwert würde.
Intensiv wird sich die Versicherungswirtschaft zudem mit dem Thema Nachhaltigkeit befassen, nachdem die EU-Kommission im vergangenen Jahr einen umfassenden Aktionsplan für ein nachhaltiges Finanzwesen vorgestellt hat. Damit einhergehen dürften neue Regulierungsvorschriften. Ohnehin setzen sich insbesondere Versicherungsunternehmen mit dem Thema bereits intensiv auseinander und rücken zum Beispiel die nachhaltige Kapitalanlage in den Fokus. Neue Berichtspflichten und die Einrichtung von neuen Risikofunktionen könnten indes -so wird in der Branche befürchtet -die Eigeninitiative lähmen und hohe Kosten verursachen.
Unsere wachstumsorientierte Entwicklung werden wir im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen. Dies gilt für unsere Aktivitäten in Deutschland ebenso wie in den Niederlanden und in Italien.
Beherrschendes Thema und wichtiges Innovationsfeld ist und bleibt die Digitalisierung. Wir nutzen die damit verbundenen Chancen für den Vertrieb und arbeiten deshalb weiter an Modellen, um die dem Produktverkauf nachgelagerten Prozesse vollständig online abbilden zu können. Impulse und Know-how holen wir uns in diesem Zusammenhang auch von FinTech/Insur-Tech-Unternehmen, deren kreative Lösungen wir wertschöpfend für uns nutzen können.
Darüber hinaus stehen wir mit unseren zum Teil schon langjährigen Kooperationspartnern in unvermindert enger Abstimmung, um neue Chancen für uns zu erkennen und daraus passende Angebote abzuleiten. Nach Kräften setzen wir zudem unsere Bestrebungen fort, den Kreis der mit uns zusammenarbeitenden Unternehmen sinnvoll zu vergrößern. Zu Beginn des Geschäftsjahres konnte mit der BMW Bank ein namhafter neuer Kooperationspartner gewonnen werden. Die BMW Bank ist eine der führenden Automobilbanken in Deutschland mit einer Tochtergesellschaft in Frankreich sowie Zweigniederlassungen in Italien, Spanien und Portugal.
Die BMW Bank bietet ihren Kunden künftig spezielle Versicherungslösungen an, die mit Leasing- und Finanzierungsprodukten zu individuellen Mobilitätspaketen geschnürt werden können. Die neue Partnerschaft ist auf Langfristigkeit angelegt; der Launch der ersten Produkte erfolgt bereits im zweiten Halbjahr 2019.
Unsere in den Niederlanden gefestigte Marktposition werden wir konsequent ausbauen. Auch dort ist es unser Bestreben, die technischen Möglichkeiten zur Steigerung unserer Effizienz voll auszuschöpfen. In diesem Kontext richten wir in unserer Niederlassung Amsterdam ein Medical Underwriting Department ein. Die solide Entwicklung in Italien wird sich im laufenden Jahr fortsetzen. Wir wollen über unsere dortige Vertriebsplattform neue Partner erschließen, um damit als Anbieter im Umfeld der Kreditabsicherung auf dem italienischen Markt eine noch stärkere Position zu erlangen.
Mit Beginn des laufenden Geschäftsjahres ist die Leitung des Maklervertriebs in neue Hände übergegangen. Die Nachfolge wurde langfristig vorbereitet, um die sehr erfolgreiche Entwicklung dieses Vertriebsweges nahtlos fortsetzen zu können. Die personelle Verjüngung auf oberster Führungsebene geht einher mit unserem Bestreben, mit rhion.digital im Markt als "die digitale Maklermarke" wahrgenommen zu werden. Wir tun dies, ohne unsere Wurzeln zu kappen, denn die 2018 umgesetzten Veränderungen sind die logische Fortsetzung einer kontinuierlichen Wachstumsgeschichte. Rückenwind geben uns nicht zuletzt gerade jene Vertriebspartner, zu denen besonders langjährige Verbindungen bestehen.
Im März verursachten die Sturmtiefs "Bennett" und "Eberhard" deutschlandweit schwere Schäden. Insbesondere "Eberhard" war von seiner Intensität her mit dem Sturm "Friederike" im Januar 2018 vergleichbar. Erfreulicherweise ergaben sich für uns jedoch deutlich geringere Auswirkungen als im Vorjahr. Betroffen waren vor allem Wohngebäude, während die Schäden an Kraftfahrzeugen überschaubar blieben.
Ein Vertriebsansatz ist in diesem Jahr die Intensivierung des Kfz-Geschäfts. Grundlage hierfür ist unser 2018 eingeführter Kfz-Tarif "ONdrive", der im Markt gut angenommen wurde. Dieser wird in den kommenden Monaten weiter optimiert, wobei wir das Projekt in bereichsübergreifender Zusammenarbeit vorantreiben. Der Verkaufsstart des um neue Bausteine und Services ergänzten Produkts ist für Anfang Oktober geplant. Parallel dazu ist unter Federführung der Digital Company, dem Corporate Startup der RheinLand-Gruppe, auf der Basis von "ONdrive" eine rein digitale Kfz-Versicherung gestaltet worden. Diese stellen wir Maklern als schlanke Lösung für den unkomplizierten Verkauf zur Verfügung. Bei der Entwicklung wurden Vermittler aktiv einbezogen: Sie hatten die Möglichkeit, ihre Ideen und Anregungen in den Prozess mit einfließen zu lassen (Open Innovation). Dieses mit Alleinstellungsmerkmalen versehene Produkt ist zu Beginn des zweiten Quartals "live" geschaltet worden.
Darüber hinaus wollen wir unser Wissen um die vielen Möglichkeiten einer digitalen Rundumbetreuung von Vertriebspartnern vertiefen. Ein Fokus liegt auf dem Bestandsmanagement. Ziel ist es, mit diesen zusätzlichen Services die Attraktivität einer Zusammenarbeit mit rhion.digital zu erhöhen. Ferner richten wir unsere Aufmerksamkeit darauf, entlang der Wertschöpfungskette durch digitale Tools weitere Potenziale zu heben; hierbei greifen wir auch auf das Know-how von Insur-Techs zurück, mit denen Kooperationen bestehen.
Nicht zuletzt haben wir im ersten Quartal des Jahres die Weichen dafür gestellt, unsere Geschäftstätigkeit im Maklervertrieb auf die Niederlande auszuweiten. Basis der angestrebten Etablierung im niederländischen Markt ist eine Kooperationsvereinbarung mit der Nederlandse Vereniging van Gevolmachtigde Assurantiebedrijven (NVGA), einem Zusammenschluss von 174 Assekuradeuren. Die Zusammenarbeit beginnt zum 1. Januar 2020. Geplant ist, nach einer Startphase als Mitversicherer mit eigenen, auf die niederländischen Kundenbedürfnisse zugeschnittenen Produkten die Kooperation auszubauen. Das Maklergeschäft in den Niederlanden wird von einer neuen Niederlassung in Eindhoven gesteuert.
Ähnlich wie im Maklervertrieb waren wir in der Ausschließlichkeit von den Sturmereignissen im März betroffen. Deren Auswirkungen hielten sich jedoch, wie oben erwähnt, für uns in Grenzen.
Im laufenden Geschäftsjahr bestimmen insbesondere organisatorische Themen die Agenda im Ausschließlichkeitsvertrieb. Sie ergeben sich aus dem immer größer werdenden digitalen Instrumentarium, das wir für unsere Bezirksdirektionen und Geschäftsstellen vorhalten.
Unser Bestreben ist es, unsere Vertriebskräfte vor Ort nicht nur punktuell, sondern umfassend in den Stand zu versetzen, das Potenzial der digitalen Möglichkeiten für ein gewinnbringendes Geschäft voll auszuschöpfen. Wir stehen hier in der Verantwortung, weshalb wir für unsere Vertriebsführungsmannschaft ein zusätzliches Entwicklungsprogramm gestartet haben.
Ziel ist es, auf Leitungsebene einen Kompetenzpool zu schaffen, der aus Persönlichkeiten besteht, die der Digitalisierung mit größtmöglicher Offenheit und Lernbereitschaft begegnen. Wir sind sicher, dass wir dadurch das einheitliche Verständnis für die Chancen der Digitalisierung noch mehr vertiefen können. Neben dieser Binnenwirkung besitzt digitale Kompetenz eine große Außenwirkung, da sie uns im Wettbewerb um die besten Köpfe eine bessere Ausgangsposition verschafft.
Zwar weist der allgemeine Branchentrend stark rückläufige Vermittlerzahlen aus, unser Ziel ist es aber weiterhin, die Zahl unserer Hauptvermittler, Partner und Kundenberater in den kommenden zwei Jahren von aktuell rund 270 auf etwa 300 auszubauen. Dabei achten wir sehr genau darauf, wer zu uns passt, um die Entwicklung, die unser Außendienst erfolgreich eingeschlagen hat, konsequent fortzusetzen.
Wir wollen erneut spürbar wachsen und erwarten auch 2019 ein Beitragswachstum über dem Branchendurchschnitt. Daneben werden wir weiter maßgeblich in die Digitalisierung und damit in die Verbesserung unserer Effizienz investieren. Wir beabsichtigen, mit unserem Kompositgeschäft unter der Marke "rhion.digital" in den Niederlanden ab 2020 zu starten, nachdem wir bereits erfolgreich Restkredit- und Risikoleben-Versicherungen in unserem Nachbarland vertreiben. Unsere Innovationskraft konnten wir mit unserer neuen digitalen Autoversicherung "ONdrive 1.0" erneut unter Beweis stellen. Die RheinLand Versicherungs AG erreichte damit den 2. Platz beim Innovationspreis "Goldener Bulle", dem "Oscar" der Finanzbranche, im Februar 2019.
Die Struktur unserer Kapitalanlagen werden wir im Wesentlichen beibehalten, allerdings gehen wir aufgrund der prognostizierten Kapitalmarktsituation von einer Reduzierung der laufenden Vermögenserträge aus. Unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklung der Frühjahrsstürme und unserer geplanten Investitionen erwarten wir für das Jahr 2019 insgesamt ein Konzernergebnis vor Steuern in Höhe des Vorjahres.
Die Zahl der Mitarbeiter in unserer Versicherungsgruppe inklusive der RheinLand Vermittlungs GmbH (6 Mitarbeiter), der RH Digital Company GmbH (6 Mitarbeiter) und der Callas Nederland B.V. (31 Mitarbeiter) lag im Berichtsjahr bei 834 und hat sich somit gegenüber dem Vorjahr (820) nur geringfügig verändert.
Der Anteil der bei uns beschäftigten Frauen hat sich leicht auf 45% (i. Vj. 44%) erhöht, der Anteil der Männer sank dementsprechend auf 55 %.
Die Fluktuationsrate lag 2018 bei 4,6% im Innendienst und 3,4% im Außendienst.
Den Grundstein für das Zusammenwirken am Arbeitsplatz legen Wertegrundsätze, die wir gemeinsam mit den Mitarbeitern entwickelt haben. Angestrebt wird eine gute Balance zwischen Fördern und Fordern, Geben und Nehmen, um eine hohe Zufriedenheit und Motivation bei der täglichen Arbeit sicherzustellen. Wir sind stolz auf die langjährige Treue vieler Mitarbeiter und schätzen ihre Kompetenz und Erfahrung. Es ist uns wichtig, dass jeder das Lernen als Teil seiner Arbeitsaufgabe versteht und dass Führungskräfte und Mitarbeiter diesen Prozess aktiv und gemeinsam gestalten und vorantreiben. Wir sind davon überzeugt, dass die Fähigkeit, immer wieder Neues lernen zu können und zu wollen, unverzichtbar ist -sowohl für uns als Unternehmen als auch für den einzelnen Mitarbeiter.
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besitzt für uns einen hohen Stellenwert. In der Praxis spiegelt sich dies in entsprechenden Rahmenbedingungen wider, insbesondere in flexiblen Arbeitszeiten und in der Möglichkeit, von zuhause aus zu arbeiten. Unseren Mitarbeitern bieten wir umfangreiche Sozialleistungen -vom Darlehen über die Geburtsbeihilfe bis hin zu zusätzlichen arbeitsfreien Tagen. Zu besonderen Anlässen besteht ein Anspruch auf Sonderurlaub. Darüber hinaus unterstützen wir betriebliche Veranstaltungen wie Ausflüge und Feste. Ein wichtiges Anliegen ist die Förderung der körperlichen Gesundheit: Beispielhaft genannt sei unser jährlicher "Fitnesstag". Diese Veranstaltung richtet sich an alle Mitarbeiter im Innen- wie im Außendienst und deren Familienangehörige.
Die RheinLand Versicherungs AG ist eines der großen Ausbildungsunternehmen im Rhein-Kreis Neuss. Zum 1. August 2018 stellte die RheinLand acht Auszubildende -verteilt auf drei Ausbildungsberufe -ein. Zum 15. Oktober 2018 wurden zwei weitere Auszubildende eingestellt. Von den zehn Nachwuchskräften absolvieren acht eine Ausbildung zur Kauffrau bzw. zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen, eine Auszubildende eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement und ein Auszubildender eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Sechs der acht Kaufleute für Versicherungen und Finanzen werden in diesem Ausbildungslehrjahr im Vertrieb, in den Bezirksdirektionen und Geschäftsstellen ausgebildet. Ende des Berichtsjahres (Stichtag 31. Dezember 2018) wurden im Unternehmen insgesamt 32 junge Menschen auf ihr zukünftiges Berufsleben vorbereitet; davon wurden 19 im Vertrieb eingesetzt.
2018 starteten die Teilnehmer des ersten Jahrgangs des RheinLand-Förderprogramms ihre Weiterbildung zum Fachwirt und/oder zum Bachelor im Versicherungswesen. Das Förderprogramm sieht eine besondere Förderung der Auszubildenden vor, die sich durch eine überdurchschnittlich gut absolvierte Ausbildung bei der RheinLand Versicherungs AG ausgezeichnet haben.
Die Förderung der Work-Life-Balance ist uns ein wichtiges Anliegen. So haben wir seit 2018 eine neue Betriebsvereinbarung zur flexiblen Arbeitszeit und zum Mobilen Arbeiten geschlossen. Beide ermöglichen allen Mitarbeitern ein größtmögliches Maß an Flexibilität. Zusätzlich bieten wir durch individuelle Arbeitszeitmodelle eine eigenverantwortliche Ausgestaltung des Arbeitsplatzes, sei es in Form einer Teilzeittätigkeit oder der Nutzung eines Telearbeitsplatzes. Besonderen Lebenssituationen begegnet die RheinLand stets mit individuellen Lösungen.
In den Mitarbeiterbefragungen der letzten Jahre ist das Thema Gesundheit und Fürsorge besonders gut beurteilt worden. Im Berufsalltag sorgen gesundheitsfördernde Maßnahmen (u. a. Kursangebote, Grippeschutzimpfung, ergonomische Beratung) für Wohlbefinden und Sicherheit. Zahlreiche Betriebssportgruppen tragen nicht nur zur Gesundheit bei, sondern fördern auch Teamgeist und ein kollegiales Miteinander. Kontinuierlich arbeiten wir an weiteren Initiativen und Angeboten.
Bei der Besetzung der Organe und Führungspositionen achten Vorstand und Aufsichtsrat auch auf die Förderung der Vielfalt im Unternehmen und insbesondere auf einen angemessenen Frauenanteil. Durch das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im Öffentlichen Dienst ist die RheinLand Versicherungs AG verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat, im Vorstand und in den beiden nachfolgenden Führungsebenen festzulegen.
Für den Zeitraum vom 1. Juli 2017 bis zum 30. Juni 2022 sind bei der RheinLand Versicherungs AG entsprechend der gesetzlichen Vorgaben neue Zielgrößen für den Frauenanteil in den relevanten Gremien festgelegt worden. Die Zielgrößen betragen für den Aufsichtsrat 16,67 %, für den Vorstand 0,0 %, für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands 6,67 % sowie für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands 24,24 %.
Die Verbesserung und Straffung der Betriebsabläufe ist ein ständiger Prozess. Mit Hilfe transparenter Verfahren und neuester Methoden arbeiten wir konsequent daran, kostenbewusst unsere Wertschöpfung und Kundenorientierung zu steigern. Damit tragen wir dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit der RheinLand-Gruppe als unabhängigem Versicherungskonzern zu gewährleisten.
Im zurückliegenden Geschäftsjahr haben wir mit der Einführung des neuen Schadensystems ein wichtiges Ziel unserer Digitalisierungsstrategie erreicht. Vom Umfang her war es das größte Projekt der zurückliegenden Jahre. Was seit November 2016 entwickelt wurde und im Juli 2018 live geschaltet worden ist, bringt für die Schadenbearbeitung in puncto Effizienz und Genauigkeit einen erheblichen Fortschritt. Die Mitarbeiter des Fachbereichs Schaden wurden in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat zum Umgang mit dem neuen System intensiv geschult und so bestens auf den Wechsel vorbereitet, der mit einer hochengagierten Mannschaft gemeistert wurde. Im Ergebnis konnte der Großrechner außer Betrieb genommen werden. Das neue Schadensystem, für dessen Realisierung mit externen Fachleuten zusammengearbeitet wurde, ist technisch zukunftsweisend. Die Schadenerfassung an sich wird nicht nur vereinfacht, sondern es werden gerade dort Erleichterungen geschaffen, wo es bislang zu Brüchen kam: an den Schnittstellen. Bei durchschnittlich 70.000 Schäden, die in einem Meldejahr bearbeitet werden, bringt die Systemumstellung spürbare Vorteile. In diesem Kontext muss auch auf die neue, spartenübergreifende Betrugserkennung Risk-Shield 360° hingewiesen werden. Sie hilft dabei, potenzielle Betrugsfälle sehr exakt zu erkennen. Das System zieht die Daten des Schadenfalls in eine "Blackbox", wo sie durchleuchtet und analysiert werden. Hierbei werden auch die vorhandenen Daten des Schadenmanagements aktiviert, indem bestimmte Angaben abgeglichen werden, um Auffälligkeiten zu erkennen. Man bedient sich also des unternehmenseigenen Wissensspeichers und Erfahrungsschatzes, der die präzise Einordnung jedes neuen Falls dank elektronischer Prozesse sehr schnell möglich macht.
Neben dem erfolgreichen Abschluss des Teilprojekts "Ablösung Schaden" im Rahmen unserer Zielsetzung, eine einheitliche Systemplattform (ESP) zu schaffen, wurde als neues Projektfeld das Rechnungswesen identifiziert. Oberstes Anliegen ist es auch hier, Komplexität zu reduzieren und den Anwendernutzen signifikant zu erhöhen. Zum Beispiel streben wir mit dem Projekt "Eingangsrechnungsmanagement" eine vollständig digitale Prozesskette ab Mitte 2019 an.
Darüber hinaus konnten wir auch im Projekt "DiPOSS" (Digitalisierung am Point of Sale and Service) einen weiteren wichtigen Meilenstein setzen. Mit "Apollo", dem neuen Informationsportal des RheinLand-Außendienstes, sind wir bei der Digitalisierung der Ausschließlichkeitsorganisation einen erheblichen Schritt nach vorn gekommen: Mit nur einer Anmeldung können nun alle arbeitsrelevanten Funktionalitäten und Prozesse unkompliziert erreicht werden. Das Ergebnis basiert auf der guten Zusammenarbeit von Ausschließlichkeitsvertrieb, IT und Prozesse. Maßgabe war von Anfang an, dass das Portal auf allen mobilen Endgeräten verfügbar ist. Die Startseite kann nach individuellen Anforderungen konfiguriert werden, zudem ist es für Agenturinhaber möglich, die Sichtbereiche und Funktionen für ihre Mitarbeiter aufgabenbezogen festzulegen. Beim Design des Portals flossen Elemente aus der Google-Toolbox ein, die das schnelle Zurechtfinden erleichtern. Zudem gliedern sich die Infos zu den einzelnen Sparten stets nach dem gleichen Schema.
Im Rahmen von "DiPOSS" wurde auch das bereits an anderer Stelle erwähnte neue Customer-Relationship-Management-System für den Maklervertrieb eingeführt. Informationen von und über unsere Vertriebspartner werden im Rahmen der Digitalisierung immer wichtiger, um zielgerichtet Aktionen durchführen und Ansprachen vornehmen zu können. Dazu müssen wir die Datenmenge und -qualität stetig aktualisieren und verbessern. Dabei hilft das neue CRM-System.
In einem zweiten Schritt wurde das System an das Data-Warehouse sowie die Vertriebsdatenbank angeschlossen, um die Vertriebssteuerung effektiver zu machen, aber auch die Prozesse im Haus zu vereinheitlichen bzw. zu vereinfachen. Im Endeffekt wächst die Betreuungsqualität, weil Informationen zu den einzelnen Vertriebspartnern so transparent zur Verfügung stehen wie noch nie. Ein weiteres, in bereichsübergreifender Zusammenarbeit realisiertes Vertriebsprojekt war im zurückliegenden Geschäftsjahr der auf vorherigen Seiten dieses Berichts schon ausführlich beschriebene Marken-Namenswechsel von Rhion Versicherungen auf rhion.digital. Dieser wurde auf der größten Maklermesse, der DKM in Dortmund, im Oktober vorgestellt und von den Maklern begeistert aufgenommen. In allen Systemen, auf sämtlichen Druckstücken, auf Werbemitteln sowie auf vielen weiteren Informationsträgern wurde das bisherige Rhion-Logo durch das neue Logo von rhion.digital ersetzt: ein großes Projekt mit einer sehr guten Teamleistung unter Leitung des Bereiches Marketing.
Um unseren elektronischen Datenverkehr zu schützen, sind höchste Sicherheitsvorkehrungen Pflicht: von der Firewall über den Virenschutz bis hin zu Verschlüsselungstechnik, Passwortrichtlinien und Verhaltensregeln. Wir stellen uns dieser hohen Verantwortung, indem wir den Bereich IT-Betrieb im Geschäftsjahr 2017 einer Zertifizierung nach ISO unterzogen haben, die im zurückliegenden Geschäftsjahr erneuert wurde. Auch unser Post- und Service-Center, dessen Dienstleistung für die Qualität unserer Prozesse eine entscheidende Bedeutung besitzt, stellte sich erfolgreich einem Zertifizierungsverfahren.
Im laufenden Geschäftsjahr wird eine weitere Zertifizierung folgen. Im Fokus steht hierbei das mit viel Expertise aufgestellte "Business Continuity Management" der RheinLand Versicherungsgruppe, mit dem wir uns für einen Katastrophenfall in der Konzernverwaltung -beispielsweise Brand und Stromausfall -gewappnet haben. Mit Hilfe von präzise ausgearbeiteten Notfallplänen können wir räumlich und personell den ordentlichen Geschäftsbetrieb aufrechterhalten und so den Service für Kunden und Vertriebspartner sicherstellen. Dass unsere Vorkehrungen sich im Praxistest bewähren, wurde uns im Rahmen einer Notfallübung, an der ein ganzer Betriebsbereich für einen Tag lang teilnahm, bestätigt. Das "Business Continuity Management" gilt für alle Gesellschaften der RheinLand-Gruppe am Standort Neuss; als Steuerungseinheit fungiert ein eigens zusammengestelltes Team, in dem auch der Vorstand vertreten ist.
Als Versicherungsgruppe sind wir in besonderem Maße von den sich ändernden Umwelt- und Klimabedingungen und der damit einhergehenden Zunahme unwetterbedingter Schäden sowie den daraus resultierenden Schadenbelastungen betroffen. Schon allein aus diesem Grund betreiben wir aktiven Umweltschutz nach innen und außen. Gleichzeitig möchten wir Ressourcen schonen, Betriebskosten senken und nicht zuletzt als Vorbild vorangehen. Dabei hilft uns ein Umweltmanagement-System, das unsere umweltrelevanten Abläufe seit 1997 regelt und uns dabei unterstützt, Verbesserungspotenziale systematisch ausfindig zu machen und zu nutzen.
Das zentrale Ziel unserer Umweltschutzaktivitäten haben wir im Jahr 2007 festgelegt: Wir wollen die CO2-Neutralität unseres Geschäftsbetriebes für die Dauer von 50 Jahren sicherstellen. In Zusammenarbeit mit "PRIMAKLIMA-weltweit e.V." haben wir in mehreren Tranchen Aufforstungsmaßnahmen an unserem Standort in Neuss, darüber hinaus in Deutschland, in Europa und sogar weltweit durchführen lassen. Die aufgeforsteten Flächen kompensieren in der Summe alle CO2-Emissionen unseres Geschäftsbetriebes, so dass wir unser Ziel bereits im Mai 2011 erreichen konnten. Damit waren wir einer der ersten Versicherer im deutschen Markt, der die CO2-Neutralität seines Geschäftsbetriebes so zügig realisiert hat.
Mit unserer Umweltbilanz, die wir in unserem Nachhaltigkeitsbericht aufführen, legen wir einmal pro Geschäftsjahr unsere Verbräuche und Bedarfe offen. Damit treten wir den Beweis an, dass wir auch weiterhin großen Wert auf den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen legen und die hohe Bedeutung, die eine CO2-Neutralität für unser Unternehmen darstellt, nicht aus den Augen verlieren. Diesen Nachweis werden wir auch zukünftig transparent und offen erbringen.
Neuss, 18. März 2019
Der Vorstand
Christoph Buchbender
Dr. Lothar Horbach
Udo Klanten
Andreas Schwarz
Aktiva
| 2018 € |
2018 € |
2018 € |
2018 € |
2017 € |
|
| A. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 16.362.300,33 | 13.668.694,92 | |||
| II. Geschäfts- oder Firmenwert | 983.987,00 | 1.473.580,00 | |||
| 17.346.287,33 | 15.142.274,92 | ||||
| B. Kapitalanlagen | |||||
| I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 50.230.363,95 | 52.532.717,88 | |||
| II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen, soweit diese nicht in den Konzernabschluss einbezogen worden sind | 2.804.030,84 | 3.485.682,22 | |||
| 2. Beteiligungen | 5.704.276,38 | 5.945.593,50 | |||
| 8.508.307,22 | 9.431.275,72 | ||||
| III. Sonstige Kapitalanlagen | |||||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 106.715.822,28 | 94.700.916,13 | |||
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 380.112.674,42 | 356.377.289,60 | |||
| 3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen | 22.996.308,18 | 25.400.002,98 | |||
| 4. Sonstige Ausleihungen | |||||
| a) Namensschuldverschreibungen | 394.405.316,03 | 391.394.624,38 | |||
| b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | 482.378.351,57 | 494.187.061,69 | |||
| c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine | 5.602.677,95 | 6.218.998,87 | |||
| d) Übrige Ausleihungen | 1.178.879,92 | 3.030.937,87 | |||
| 883.565.225,47 | 894.831.622,81 | ||||
| 5. Einlagen bei Kreditinstituten | 116.279.539,70 | 92.537.610,77 | |||
| 6. Andere Kapitalanlagen | 20.920,00 | 20.920,00 | |||
| 1.509.690.490,05 | 1.463.868.362,29 | ||||
| IV. Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft | 1.048.552,58 | 949.339,65 | |||
| 1.569.477.713,80 | 1.526.781.695,54 | ||||
| C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen | 1.262.103,61 | 1.278.000,48 | |||
| D. Forderungen | |||||
| I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an: | |||||
| 1. Versicherungsnehmer | |||||
| a) fällige Ansprüche | 9.119.365,83 | 5.795.291,90 | |||
| b) noch nicht fällige Ansprüche | 6.426.065,10 | 8.334.352,40 | |||
| 15.545.430,93 | 14.129.644,30 | ||||
| 2. Versicherungsvermittler | 38.541.894,76 | 27.188.503,18 | |||
| 54.087.325,69 | 41.318.147,48 | ||||
| II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft | 4.219.891,25 | 6.287.059,72 | |||
| III. Sonstige Forderungen | 7.422.662,55 | 8.596.254,36 | |||
| 65.729.879,49 | 56.201.461,56 | ||||
| E. Sonstige Vermögensgegenstände | |||||
| I. Sachanlagen und Vorräte | 6.289.586,62 | 5.854.884,60 | |||
| II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 33.162.225,42 | 37.847.614,93 | |||
| III. Andere Vermögensgegenstände | 20.000,00 | 20.000,00 | |||
| 39.471.812,04 | 43.722.499,53 | ||||
| F. Rechnungsabgrenzungsposten | |||||
| I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten | 12.841.512,64 | 13.948.592,41 | |||
| II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten | 2.304.027,14 | 2.834.953,50 | |||
| 15.145.539,78 | 16.783.545,91 | ||||
| G. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 32.027,25 | 42.292,92 | |||
| Summe der Aktiva | 1.708.465.363,30 | 1.659.951.770,86 | |||
|
Passiva |
|||||
| 2018 € |
2018 € |
2018 € |
2017 € |
||
| A. Eigenkapital | |||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 9.830.400,00 | 9.830.400,00 | |||
| II. Kapitalrücklage | 15.169.462,46 | 15.169.462,46 | |||
| III. Gewinnrücklagen | |||||
| 1. gesetzliche Rücklage | 168.726,32 | 168.726,32 | |||
| 2. andere Gewinnrücklagen | 164.893.539,58 | 155.556.507,49 | |||
| 165.062.265,90 | 155.725.233,81 | ||||
| IV. Konzernbilanzgewinn | 7.405.516,47 | 8.184.226,80 | |||
| V. Ausgleichsposten für Anteile der anderen Gesellschafter | 17.530,28 | 0,00 | |||
| 197.485.175,11 | 188.909.323,07 | ||||
| B. Versicherungstechnische Rückstellungen | |||||
| I. Beitragsüberträge | |||||
| 1. Bruttobetrag | 148.812.658,00 | 135.979.877,68 | |||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 34.470.860,64 | 29.532.701,03 | |||
| 114.341.797,36 | 106.447.176,65 | ||||
| II. Deckungsrückstellung | |||||
| 1. Bruttobetrag | 988.295.742,65 | 948.419.264,61 | |||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 146.612.641,46 | 124.244.509,96 | |||
| 841.683.101,19 | 824.174.754,65 | ||||
| III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | |||||
| 1. Bruttobetrag | 294.504.438,60 | 277.372.178,75 | |||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 57.371.052,48 | 52.243.101,33 | |||
| 237.133.386,12 | 225.129.077,42 | ||||
| IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung | |||||
| Bruttobetrag = für eigene Rechnung | 29.936.055,56 | 31.384.659,35 | |||
| V. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen | 42.475.136,00 | 42.879.641,00 | |||
| VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen | |||||
| 1. Bruttobetrag | 3.101.503,68 | 2.438.981,09 | |||
| 2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft | 166.438,78 | 211.527,65 | |||
| 2.935.064,90 | 2.227.453,44 | ||||
| 1.268.504.541,13 | 1.232.242.762,51 | ||||
| C. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung. soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird | |||||
| Deckungsrückstellung Brutto = für eigene Rechnung | 1.262.103,61 | 1.278.000,48 | |||
| D. Andere Rückstellungen | |||||
| I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 21.252.962,41 | 20.525.640,34 | |||
| II. Steuerrückstellungen | 2.812.804,28 | 3.711.340,28 | |||
| III. Sonstige Rückstellungen | 14.178.272,52 | 14.680.327,07 | |||
| 38.244.039,21 | 38.917.307,69 | ||||
| E. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft | 114.023.290,41 | 107.305.653,51 | |||
| F. Andere Verbindlichkeiten | |||||
| I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber | |||||
| 1. Versicherungsnehmern | 44.024.653,21 | 48.290.761,64 | |||
| 2. Versicherungsvermittlern | 14.309.582,83 | 7.994.981,36 | |||
| 58.334.236,04 | 56.285.743,00 | ||||
| II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft | 8.628.790,42 | 11.602.789,08 | |||
| III. Sonstige Verbindlichkeiten | 20.435.842,41 | 21.798.456,46 | |||
| davon aus Steuern: 3.981.211,46 € (i.Vj. 6.625.981,68 €) | |||||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 20.915,92 € (i.Vj. 14.873,85 €) | |||||
| 87.398.868,87 | 89.686.988,54 | ||||
| G. Rechnungsabgrenzungsposten | 1.547.344,96 | 1.611.735,06 | |||
| Summe der Passiva | 1.708.465.363,30 | 1.659.951.770,86 |
| 2018 € |
2018 € |
2018 € |
2018 € |
2017 € |
|
| I. Versicherungstechnische Rechnung für das Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft | |||||
| 1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung | |||||
| a) Gebuchte Bruttobeiträge | 344.857.543,21 | 314.635.600,59 | |||
| b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge | 49.160.437,25 | 44.779.259,36 | |||
| 295.697.105,96 | 269.856.341,23 | ||||
| c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge | -13.120.688,68 | 3.581.504,52 | |||
| d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen | -5.040.207,27 | -532.122,43 | |||
| -8.080.481,41 | 4.113.626,95 | ||||
| 287.616.624,55 | 273.969.968,18 | ||||
| 2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung | 217.261,00 | 204.569,33 | |||
| 3. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung | 202.018,65 | 158.747,43 | |||
| 4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung | |||||
| a) Zahlungen für Versicherungsfälle | |||||
| aa) Bruttobetrag | 144.217.117,10 | 152.875.753,92 | |||
| bb) Anteil der Rückversicherer | 21.974.424,68 | 28.674.237,87 | |||
| 122.242.692,42 | 124.201.516,05 | ||||
| b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | |||||
| aa) Bruttobetrag | 9.178.730,05 | -2.975.356,27 | |||
| bb) Anteil der Rückversicherer | -529.405,90 | -17.052.952,70 | |||
| 9.708.135,95 | 14.077.596,43 | ||||
| 131.950.828,37 | 138.279.112,48 | ||||
| 5. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen | |||||
| a) Netto-Deckungsrückstellung | -7.810.388,53 | -14.425.160,48 | |||
| b) Sonstige versicherungstechnische Netto-Rückstellungen | 742.279,45 | 134.148,52 | |||
| -7.068.109,08 | -14.291.011,96 | ||||
| 6. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung | |||||
| a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb | 163.317.951,42 | 148.625.433,25 | |||
| b) davon ab: Erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft | 15.792.834,69 | 14.151.304,83 | |||
| 147.525.116,73 | 134.474.128,42 | ||||
| 7. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung | 945.509,37 | 911.596,78 | |||
| 8. Zwischensumme | 14.682.558,81 | 14.959.459,22 | |||
| 9. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen | 404.505,00 | -2.114.785,00 | |||
| 10. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft | 15.087.063,81 | 12.844.674,22 | |||
| II. Versicherungstechnische Rechnung für das Lebensversicherungsgeschäft | |||||
| 1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung | |||||
| a) Gebuchte Bruttobeiträge | 194.042.679,88 | 188.341.043,77 | |||
| b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge | 66.151.006,92 | 54.108.413,19 | |||
| 127.891.672,96 | 134.232.630,58 | ||||
| c) Veränderung der Nettobeitragsüberträge | 185.860,70 | 187.085,81 | |||
| 128.077.533,66 | 134.419.716,39 | ||||
| 2. Beiträge aus der Brutto-Rückstellung für Beitragsrückerstattung | 170.021,82 | 275.895,92 | |||
| 3. Erträge aus Kapitalanlagen | |||||
| a) Erträge aus Beteiligungen | 112.997,71 | 0,00 | |||
| b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen | |||||
| aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 1.451.546,07 | 1.397.772,02 | |||
| bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen | 23.696.970,85 | 25.699.704,26 | |||
| 25.148.516,92 | 27.097.476,28 | ||||
| c) Erträge aus Zuschreibungen | 166.220,12 | 333.877,79 | |||
| d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 2.472.942,93 | 13.855.251,59 | |||
| 27.900.677,68 | 41.286.605,66 | ||||
| 4. Nicht realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen | 16.063,72 | 103.993,07 | |||
| 5. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung | 85.267,59 | 934.655,36 | |||
| 6. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung | |||||
| a) Zahlungen für Versicherungsfälle | |||||
| aa) Bruttobetrag | 98.358.616,80 | 85.308.165,79 | |||
| bb) Anteil der Rückversicherer | 36.548.660,47 | 15.194.597,94 | |||
| 61.809.956,33 | 70.113.567,85 | ||||
| b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | |||||
| aa) Bruttobetrag | 7.420.472,20 | 4.442.341,75 | |||
| bb) Anteil der Rückversicherer | 5.657.357,05 | 1.890.672,96 | |||
| 1.763.115,15 | 2.551.668,79 | ||||
| 63.573.071,48 | 72.665.236,64 | ||||
| 7. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen | |||||
| a) Deckungsrückstellung | |||||
| aa) Bruttobetrag | 47.670.969,70 | 65.070.115,81 | |||
| bb) Anteil der Rückversicherer | 22.368.131,50 | 24.651.679,05 | |||
| 25.302.838,20 | 40.418.436,76 | ||||
| b) Sonstige versicherungstechnische Netto-Rückstellungen | -34.667,99 | -512.481,43 | |||
| 25.268.170,21 | 39.905.955,33 | ||||
| 8. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen für eigene Rechnung | 4.900.000,00 | 6.117.636,41 | |||
| 9. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung | |||||
| a) Abschlussaufwendungen | 44.837.217,69 | 44.936.271,28 | |||
| b) Verwaltungsaufwendungen | 6.790.076,27 | 5.401.981,38 | |||
| 51.627.293,96 | 50.338.252,66 | ||||
| c) davon ab: Erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft | 19.240.688,64 | 16.165.084,67 | |||
| 32.386.605,32 | 34.173.167,99 | ||||
| 10. Aufwendungen für Kapitalanlagen | |||||
| a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen | 1.649.733,42 | 1.763.668,09 | |||
| b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen | 242.490,12 | 260.710,33 | |||
| c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 1.087,65 | 271.162,08 | |||
| 1.893.311,19 | 2.295.540,50 | ||||
| 11. Nicht realisierte Verluste | 126.546,08 | 359,40 | |||
| 12. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung | 21.264.901,69 | 14.287.429,70 | |||
| 13. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung im Lebensversicherungsgeschäft | 6.836.958,50 | 7.575.540,43 | |||
| III. Nichtversicherungstechnische Rechnung | |||||
| 1. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung | |||||
| a) im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft | 15.087.063,81 | 12.844.674,22 | |||
| b) im Lebensversicherungsgeschäft | 6.836.958,50 | 7.575.540,43 | |||
| 21.924.022,31 | 20.420.214,65 | ||||
| 2. Erträge aus Kapitalanlagen, soweit nicht unter II.3. aufgeführt | |||||
| a) Erträge aus Beteiligungen | 222.586,76 | 190.000,00 | |||
| b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen | |||||
| aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 3.562.436,99 | 3.534.486,21 | |||
| bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen | 5.388.748,90 | 6.428.285,73 | |||
| 8.951.185,89 | 9.962.771,94 | ||||
| c) Erträge aus Zuschreibungen | 44.852,43 | 93.520,40 | |||
| d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 651.231,62 | 944.133,45 | |||
| 9.869.856,70 | 11.190.425,79 | ||||
| 3. Aufwendungen für Kapitalanlagen, soweit nicht unter II.10. aufgeführt | |||||
| a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen | 2.411.326,95 | 2.608.416,39 | |||
| b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen | 2.899.138,80 | 6.116.145,94 | |||
| c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 1.252,59 | 17.856,83 | |||
| 5.311.718,34 | 8.742.419,16 | ||||
| 4.558.138,36 | 2.448.006,63 | ||||
| 4. Technischer Zinsertrag | -217.261,00 | -183.969,00 | |||
| 4.340.877,36 | 2.264.037,63 | ||||
| 5. Sonstige Erträge | 33.550.597,71 | 26.032.612,25 | |||
| 6. Sonstige Aufwendungen | 40.811.105,60 | 28.579.757,20 | |||
| -7.260.507,89 | -2.547.144,95 | ||||
| 7. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 19.004.391,78 | 20.137.107,33 | |||
| 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 5.193.377,29 | 6.180.504,78 | |||
| 9. Sonstige Steuern | 251.968,81 | 291.910,62 | |||
| 5.445.346,10 | 6.472.415,40 | ||||
| 10. Konzernjahresüberschuss | 13.559.045,68 | 13.664.691,93 | |||
| 11. Konzerngewinnvortrag aus dem Vorjahr | 2.226,80 | 9.059,36 | |||
| 12. Einstellungen in Gewinnrücklagen in andere Gewinnrücklagen | 6.150.475,73 | 5.489.524,49 | |||
| 13. Anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn | 5.280,28 | 0,00 | |||
| 14. Konzernbilanzgewinn | 7.405.516,47 | 8.184.226,80 |
Die RheinLand Holding AG, mit Sitz in Neuss, ist im Handelsregister beim Amtsgericht Neuss (HRB 1113) eingetragen.
Die RheinLand Versicherungsgruppe betreibt das selbst abgeschlossene und in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft im Bereich der Schaden/Unfall- und Lebensversicherung sowie die Versicherungsvermittlung.
Die RheinLand Holding AG stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich auch kleinsten Kreis von Unternehmen nach den §§ 3411 und j HGB sowie §§ 58 ff. RechVersV auf. Zur Gliederung der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Formblätter 1 und 4 gemäß § 2 RechVersV verwendet.
In den Konzernabschluss wurden acht inländische und vier ausländische Gesellschaften einbezogen. Wegen der untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurde auf die Konsolidierung von vier verbundenen Unternehmen verzichtet.
| Name | Sitz | Beteiligungsanteil (%) |
gezeichnetes Kapital | Jahresergebnis | |
| Gesamt | davon mittelbar | (in T€) | (in T€) | ||
| RheinLand Holding AG | Neuss | 9.830,400 | 7.405,516 | ||
| RheinLand Versicherungs AG | Neuss | 100 | 0 | 39.304,192 | 13.365,554 |
| RheinLand Lebensversicherung AG | Neuss | 100 | 0 | 2.304,000 | 709,022 |
| Credit Life AG | Neuss | 100 | 0 | 7.096,320 | 3.096,569 |
| Rhion Versicherung AG | Neuss | 100 | 0 | 12.728,000 | 784,867 |
| RH Digital Company GmbH | Neuss | 100 | 0 | 50,000 | -835,485 |
| RheinLand Vermittlungs GmbH | Neuss | 100 | 100 | 104,000 | 679,661 |
| Credit Life & DEVK Vermittlungs GmbH | Neuss | 51 | 51 | 25,000 | 10,776 |
| Rheinland Groep Nederland B.V. | Amsterdam | 100 | 100 | 1.300,000 | -400,935 |
| Callas Holding N.V. | Amstelveen | 100 | 100 | 45,000 | 0 |
| Callas Nederland B.V. | Amstelveen | 100 | 100 | 18,000 | 0 |
| Lazur B.V. | Amstelveen | 100 | 100 | 18,000 | 0 |
Von der Schutzklausel des § 313 Abs. 3 HGB wurde Gebrauch gemacht.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgte bei Erwerbszugängen bis zum 31. Dezember 2009 nach der Buchwertmethode. Dabei wurden die Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbes oder der erstmaligen Konsolidierung entsprechend den Vorschriften des § 301 HGB verrechnet. Ein sich danach ergebender Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert und planmäßig in den Folgejahren abgeschrieben. Passivische Unterschiedsbeträge wurden mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen wurden eliminiert, wenn sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns keine untergeordnete Bedeutung hatten.
Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die sich vorwiegend aus dem sonstigen Dienstleistungsgeschäft der Konzernunternehmen füreinander ergebenden Erträge und Aufwendungen wurden eliminiert.
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) aufgestellt.
Im Jahr 2016 wurde im Rahmen des Erwerbs der Callas Group ein Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Die Abschreibung erfolgt betriebsgewöhnlich linear über fünf Jahre.
Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgte zu Anschaffungskosten.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßige Abschreibung bemisst sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Diese wird aufgrund der fortdauernden Instandhaltungsmaßnahmen mit 50 Jahren angesetzt. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden auf diese Vermögenswerte außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen gemäß § 341 b Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB, bewertet.
Bei Aktien, Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren erfolgt die Bewertung grundsätzlich gemäß § 341b Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 1, 3 und 5 HGB zu Anschaffungskosten. Aus unterschiedlichen Anschaffungskosten gleicher Wertpapiere ist ein durchschnittlicher Anschaffungswert gebildet worden.
Als Bewertungsmaßstab für den von der RheinLand Versicherungs AG, RheinLand Lebensversicherung AG, Rhion Versicherung AG und Credit Life AG gehaltenen RheinLand ABS-CLO Fonds wird der beizulegende Wert angesetzt. Die Ermittlung des beizulegenden Wertes erfolgt mittels des sogenannten Nominalwertverfahrens, welches auf dem Ansatz der bei Endfälligkeit der im Fonds enthaltenen Papiere zu Nominalwerten beruht, es sei denn, es sind bonitätsmäßige Anpassungen vorzunehmen. Dabei werden im Fonds enthaltene andere Vermögensgegenstände (z. B. Kassenhaltung) mit Nominalwerten berücksichtigt. Mögliche Wertminderungen werden anhand eines Ampelsystems überwacht.
Die Bewertung von Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren erfolgt grundsätzlich gemäß § 341b Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 1, 3 und 5 HGB zu Anschaffungskosten.
Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen werden gemäß § 341c HGB zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Namensschuldverschreibungen, Schuldscheindarlehen und die übrigen Ausleihungen werden gemäß § 341c HGB zu fortgeführten Anschaffungskosten in Verbindung mit § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB bewertet. Gegebenenfalls vorhandene Unterschiedsbeträge zum Rückzahlungsbetrag (Agio bzw. Disagio) werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Restlaufzeit amortisiert. Von dem Wahlrecht gemäß § 341c Abs. 1 HGB, Namensschuldverschreibungen mit dem Nennbetrag zu bilanzieren, macht die Gesellschaft keinen Gebrauch.
Die Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine werden mit dem Nominalwert angesetzt.
Die Einlagen bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert bewertet.
Die anderen Kapitalanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet.
Die Bewertung der Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen erfolgt mit dem Zeitwert gemäß § 341d HGB in Verbindung mit § 56 RechVersV.
Die Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft wurden mit dem Nominalwert angesetzt.
Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an Versicherungsnehmer und Versicherungsvermittler sowie die Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft sind mit dem Nominalwert abzüglich Wertberichtigungen angesetzt worden.
Einzelwertberichtigungen wurden bei erkennbarer Uneinbringlichkeit in ausreichender Höhe gebildet. Die Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Ausfallrisiko entspricht den Erfahrungssätzen der Gesellschaften.
Die Bewertung der sonstigen Forderungen erfolgte zum Nominalbetrag.
Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten unter 150 € wurden voll im Anschaffungsjahr abgeschrieben. Für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 150 € und 1.000 € wurde ein Sammelposten gebildet, der planmäßig über fünf Geschäftsjahre abgeschrieben wird.
Zins- und Mietforderungen sind mit den Nominalbeträgen abzüglich erforderlicher Abschreibungen bzw. Einzelwertberichtigungen angesetzt worden.
Die Vorräte wurden zu Einstandspreisen einschließlich Umsatzsteuer bewertet.
Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand wurden zum Nennwert bilanziert.
Gemäß § 274 Abs.1 Satz 2 HGB wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, auf eine Aktivierung des Überhangs einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung zu verzichten.
In der folgenden Übersicht wird die Zusammensetzung der verrechneten aktiven und passiven latenten Steuern nach § 274 HGB entsprechend ihrer Verursachung dargestellt.
| 2018 T€ |
2017 T€ |
|
| Kapitalanlagen | 2.735,1 | 6.066,4 |
| Versicherungstechnische Rückstellungen | 11.277,4 | 10.144,5 |
| andere Rückstellungen | 2.447,3 | 2.439,7 |
| Summe Steuerentlastung | 16.459,8 | 18.650,6 |
| Kapitalanlagen | 10.822,0 | 11.700,2 |
| Versicherungstechnische Rückstellungen | 0,0 | 129,5 |
| andere Rückstellungen | 0,0 | 47,6 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 309,5 | 471,5 |
| Summe Steuerbelastung | 11.131,5 | 12.348,8 |
| Überhang aktive latente Steuern | 5.328,3 | 6.301,8 |
| Konsolidierungsmaßnahmen § 306 HGB | 0,0 | 0,0 |
Zur Berechnung der latenten Steuern wurde ein, aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer ermittelter, konzerneinheitlicher Steuersatz von 31,5 % angewendet.
Zur Absicherung der Rückstellung für arbeitgeberfinanzierte Versorgungszusagen hat die Gesellschaft für jeden einzelnen Mitarbeiter Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Diese Versicherungen sind an den jeweiligen Mitarbeiter verpfändet und somit dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Nach § 246 Abs. 2 HGB wird der beizulegende Zeitwert mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Da der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung die zugrundeliegende Verpflichtung übersteigt, erfolgt der Ausweis als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem Buchwert. Die Anschaffungskosten nach § 255 Abs. 1 HGB bzw. die beizulegenden Zeitwerte nach § 255 Abs. 4 HGB der verrechneten Vermögensgegenstände belaufen sich insgesamt auf 188 T€. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB 156 T€. Damit ergibt sich ein Aktivüberhang in Höhe von 32 T€. In dem Aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung wurden im Sinne des § 285 Nr. 25 HGB Aufwendungen in Höhe von 15 T€ und Erträge in Höhe von 4 T€ verrechnet.
Die Beitragsüberträge des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts sind nach dem 1/360-System aus den gebuchten Beiträgen ermittelt worden. Die Anteile der Rückversicherer wurden unter Berücksichtigung der entsprechenden Rückversicherungsvereinbarungen im Verhältnis von Rückversicherungsbeitrag zu Bruttobeitrag berechnet.
Die Beitragsüberträge des in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäftes sind nach den Aufgaben der Vorversicherer gestellt. Soweit keine Aufgaben vorlagen, wurden Pauschalsätze nach dem Durchschnitt der Aufgaben der Vorversicherer angewendet. Die Ermittlung der übertragsfähigen Beitragsteile erfolgte aufgrund des BdF-Erlasses vom 30. April 1974. Zur Ermittlung der Beitragsüberträge für die Garantieversicherung und die Restkreditversicherung wurde ein pauschaler Kostenabzug in Höhe der gesamten gezahlten Provisionen verwendet, wodurch in Orientierung an den (inzwischen nicht mehr geltenden) Ländererlass vom 30. April 1974 die im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses angefallenen Provisionen vollständig berücksichtigt werden.
Die Deckungsrückstellung wurde für jeden Vertrag einzeln nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Die Bestimmungen der Bilanzierungsrichtlinien der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht wurden beachtet. Für Vermögensbildungsversicherungen wurden die Deckungsrückstellungen mindestens mit der Hälfte der gezahlten bzw. fällig gewordenen Bruttobeiträge passiviert.
Die Ermittlung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle des selbst abgeschlossenen Schaden- und Unfallversicherungsgeschäftes erfolgte entsprechend den Einzelschadenrückstellungen für unerledigte Schäden zum 31. Dezember 2018. Die Rückstellungen für Schadenregulierungsaufwendungen wurden nach dem koordinierten Ländererlass vom 2. Februar 1973 gebildet. Die Passivierung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle für das in Rückdeckung übernommene Geschäft erfolgte anhand der Originalaufstellungen der Vorversicherer. Soweit uns keine Angaben vorlagen, wurden Rückstellungen geschätzt. Bei erkennbar unzureichender Reservierung der Zedenten wurden entsprechende Zuschläge vorgenommen.
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Rückkäufe des Lebensversicherungsgeschäftes wurden brutto einzeln in Höhe der beim Todesfall oder Rückkauf anfallenden Versicherungssumme ermittelt. Spätschäden wurden sowohl einzeln als auch pauschal berücksichtigt. Die Anteile der Rückversicherer entsprechen den abgeschlossenen Rückversicherungsverträgen.
Für am Bilanzstichtag noch nicht bekannte Schäden wurde eine Spätschadenrückstellung gebildet. Bei der Berechnung wurden für jeden Schadenjahrgang die durchschnittlichen Schadenaufwendungen und die zu erwartende Stückzahl der nachgemeldeten Schäden aufgrund der Erfahrungswerte der letzten Jahre zugrunde gelegt.
Die Renten-Deckungsrückstellung wurde nach dem Geschäftsplan versicherungsmathematisch errechnet. Der technische Zinsertrag umfasst den Rechnungszins zur Aufzinsung der Renten-Deckungsrückstellung im Unfall-, Haftpflicht- und Kraftfahrt-Haftpflichtgeschäft.
Die Berechnung der Schwankungsrückstellung erfolgte nach § 29 RechVersV und der entsprechenden Anlage.
Die Rückstellung für unverbrauchte Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen wurde nach Einzelverträgen ermittelt.
Für die Bemessung der Rückstellung für Beitragsstorno dienten die Ausfallquoten beim Mahnbestand und den Außenständen.
Die Rückstellung für Verkehrsopferhilfe ist entsprechend der Mitteilung des Vereins "Verkehrsopferhilfe e.V.", Hamburg, bilanziert worden.
Die versicherungstechnischen Rückstellungen des in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäftes sind anhand von Aufstellungen unserer Zedenten entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen gebildet worden.
Für einen Teil der versicherungstechnischen Bilanzpositionen ausländischer Gesellschaften wurden Umbewertungen in Ausübung des Wahlrechts des § 308 Abs. 2 Satz 2 HGB unterlassen.
Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB auf der Grundlage der Heubeck-Richttafeln 2018G. Neben gegenwärtigen Entwicklungen wurden auch künftige Entwicklungen sowie Trends und Fluktuation berücksichtigt. Die Abzinsung erfolgte mit dem von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB.
Es wurden nachstehende versicherungsmathematische Parameter für die Ermittlung der Verpflichtungen verwendet:
| Pensionsalter | Regelaltersgrenze |
| Rentendynamik | 1,75% p. a. |
| Zinssatz | 3,21% p. a. |
Die zu berücksichtigende Fluktuation entspricht dem allgemein beobachtbaren altersabhängigen Durchschnitt der Branche und beeinflusst den Erfüllungsbetrag nur geringfügig. Der mit dem durchschnittlichen Zinssatz der letzten sieben Jahre (2,36%) ermittelte Alternativbetrag beträgt 23,1 Mio. €. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von 2,0 Mio. € ist unter Berücksichtigung von latenten Steuern ausschüttungsgesperrt. Es bestehen allerdings ausreichend hohe Gewinnrücklagen bei der Gesellschaft.
Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde nach den IDW-Standard RS HFA 3 gebildet. Gemäß § 253 Abs. 2 HGB in Verbindung mit der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsVO) wurde der Rechnungszins auf Basis der für Ende Dezember veröffentlichten Werte der Bundesbank mit 2,36% p. a. einbezogen. Als Rechnungsgrundlage wurden die Heubeck-Richttafeln 2018G bei einer Gehaltsdynamik von 2,0% p. a. verwendet. Die Rückstellung für Altersteilzeit belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 1,0 Mio. €. Diese wurde gemäß des Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts (BilMoG) mit dem Zeitwert des Deckungsvermögens aus den entsprechenden Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von 0,9 Mio. € verrechnet und unter den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 0,1 Mio. € bilanziert. Die Anschaffungskosten des zur Deckung herangezogenen Altersteilzeitfonds betragen 0,9 Mio. €. Es entstanden Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellung in Höhe von 25 T€.
Die Bewertung der Jubiläumsrückstellung erfolgte gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB analog zur Pensionsrückstellung. Hinsichtlich der verwendeten versicherungsmathematischen Rechnungsgrundlagen verweisen wir auf unsere Ausführungen.
Die Steuerrückstellungen umfassen die Rückstellungen für Ertrag- und sonstige Steuern der einbezogenen Organgesellschaften, die sich auf Grundlage der nationalen Besteuerung ergeben. Es handelt sich dabei um den nach BilMoG diskontierten Erfüllungsbetrag für künftige Steuerbelastungen aus Vorjahren.
Alle übrigen Rückstellungen wurden in Höhe des voraussichtlichen Bedarfs mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden ebenfalls mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Die Depotverbindlichkeiten, die Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft, die Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern und die anderen sonstigen Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Um Währungsrisiken möglichst gering zu halten, wurden die versicherungstechnischen Verpflichtungen in den Hauptwährungen mit auf dieselbe Währung lautenden Mitteln soweit wie möglich bedeckt. Die in fremder Währung lautenden Posten wurden zum Bilanzstichtagskurs in Euro umgerechnet. Sich hieraus ergebende Währungskurserträge in Höhe von 5 T€ und -aufwendungen in Höhe von 21 T€ sind im übrigen Ergebnis enthalten.
| 2018 T€ |
2017 T€ |
|
| Mittelzuflüsse/-abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit | ||
| Konzernjahresüberschuss | 13.559,0 | 13.664,7 |
| Sonstige Auszahlungen, die der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 0,0 | 253,8 |
| Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen | 36.261,8 | 39.571,9 |
| Veränderung der Depotforderungen im übernommenem Versicherungsgeschäft | -99,2 | -36,4 |
| Veränderung der Depotverbindlichkeiten a. d. in Rückdeckung gegebenen VG | 6.717,6 | 1.098,1 |
| Veränderung der nichtversicherungstechnischen Rückstellungen | -673,3 | -2.844,9 |
| Abschreibungen / Zuschreibungen auf Kapitalanlagen | 2.456,6 | 1.295,0 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände | 4.579,8 | 2.091,2 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige Vermögensgegenstände | 1.543,2 | 1.543,2 |
| Gewinne / Verluste aus Abgängen von Kapitalanlagen | -3.121,8 | -14.510,4 |
| 61.223,7 | 42.126,1 | |
| Veränderung des Nettoumlaufvermögens | ||
| Veränderung der Forderungen | -9.528,4 | -7.992,3 |
| Veränderung der sonstigen Aktiva und Passiva | -3,4 | 1.595,1 |
| Veränderung der aktivierten Rechnungsabgrenzung | 1.648,3 | 3.137,6 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten | 2.711,9 | -6.507,4 |
| Veränderung der passivierten Rechnungsabgrenzung | -64,4 | -2.107,3 |
| -5.236,1 | -11.874,4 | |
| 55.987,6 | 30.251,8 | |
| Mittelzuflüsse/-abflüsse aus Investitionstätigkeit | ||
| Zugänge / Abgänge der immateriellen Anlagen | -6.783,8 | -2.076,4 |
| Zugänge / Abgänge der Grundstücke und Bauten | -346,7 | -52,1 |
| Zugänge / Abgänge der nicht konsolidierten Anteile an verbundenen Unternehmen | 681,7 | -3.456,7 |
| Zugänge / Abgänge von konsolidierten Anteilen an verbundenen Unternehmen | 12,3 | 0,0 |
| Zugänge / Abgänge der übrigen Kapitalanlagen | -42.266,5 | -12.614,9 |
| Zugänge / Abgänge der Sachanlagen | -1.977,9 | -1.666,6 |
| -50.681,0 | -19.866,7 | |
| Mittelzuflüsse/-abflüsse aus Finanzierungstätigkeit | ||
| Einzahlungen in das Eigenkapital | 0,0 | 0,0 |
| Tilgung Nachrangdarlehen | -5.000,0 | -5.000,0 |
| Zinsauszahlungen aus Nachrangdarlehen | 0,0 | -253,8 |
| Dividendenausschüttung | -4.992,0 | -4.992,0 |
| -9.992,0 | -10.245,8 | |
| Mittelzuflüsse/-abflüsse gesamt | -4.685,4 | 139,3 |
| Anfangsbestand des Fonds flüssiger Mittel | 37.847,6 | 37.708,3 |
| Endbestand des Fonds flüssiger Mittel | 33.162,2 | 37.847,6 |
| Zusatzinformation | ||
| Ertragsteuerzahlungen (per saldo) - enthalten im Mittelfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | -6.000,1 | -2.807,8 |
| Aktivposten | Bilanzwerte Vorjahr T€ |
Zugänge T€ |
Umbuchungen T€ |
Abgänge T€ |
Zuschreibungen T€ |
Abschreibungen T€ |
| A. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 13.669 | 6.782 | -- | -- | -- | 4.088 |
| II. Geschäfts- oder Firmenwert | 1.474 | 2 | -- | -- | -- | 492 |
| Summe A. | 15.142 | 6.784 | -- | -- | -- | 4.580 |
| B. I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 52.533 | 347 | -- | -- | -- | 2.649 |
| II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen, soweit diese nicht in den Konzernabschluss einbezogen worden sind | 3.486 | -- | -- | 682 | -- | -- |
| 2. Beteiligungen | 5.946 | 1.125 | -- | 1.366 | -- | -- |
| Summe B.II. | 9.431 | 1.125 | -- | 2.048 | -- | - |
| Summe B. | 61.964 | 1.471 | -- | 2.048 | -- | 2.649 |
| insgesamt | 77.106 | 8.255 | -- | 2.048 | -- | 7.229 |
| Aktivposten | Bilanzwerte Geschäftsjahr T€ |
| A. Immaterielle Vermögensgegenstände | |
| I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 16.362 |
| II. Geschäfts- oder Firmenwert | 984 |
| Summe A. | 17.346 |
| B. I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 50.230 |
| II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | |
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen, soweit diese nicht in den Konzernabschluss einbezogen worden sind | 2.804 |
| 2. Beteiligungen | 5.704 |
| Summe B.II. | 8.508 |
| Summe B. | 58.739 |
| insgesamt | 76.085 |
Der Bilanzwert der eigengenutzten Grundstücke beträgt zum 31. Dezember 2018 16,3 Mio. €.
Die RheinLand Versicherungsgruppe hat von der Möglichkeit des § 341b Abs. 2 Satz 1 HGB Gebrauch gemacht, Investmentvermögen im Buchwert von 106.690 T€, festverzinsliche Wertpapiere im Buchwert von 379.679 T€ sowie Namensschuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen im Buchwert von 876.784 T€ dem Anlagevermögen zuzuordnen. Die Zeitwerte betragen 109.364 T€ für das Investmentvermögen, 388.146 T€ für die festverzinslichen Wertpapiere bzw. 906.650 T€ für die Namensschuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen.
| Aktivposten | Bilanzwerte Geschäftsjahr T€ |
stille Lasten T€ |
stille Reserven T€ |
Zeitwerte Geschäftsjahr T€ |
| B. I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 50.230 | 44.871 | 95.101 | |
| II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen, soweit diese nicht in den Konzernabschluss einbezogen worden sind | 2.804 | 0 | 0 | 2.804 |
| 2. Beteiligungen | 5.704 | 0 | 0 | 5.704 |
| Summe B.II. | 8.508 | 0 | 0 | 8.508 |
| III. Sonstige Kapitalanlagen | ||||
| 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 106.716 | 1 | 9.420 | 116.136 |
| 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 380.113 | 96 | 13.776 | 393.793 |
| 3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen | 22.996 | 1 | 2.153 | 25.148 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | ||||
| a) Namensschuldverschreibungen | 394.405 | 5.885 | 18.835 | 407.355 |
| b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | 482.378 | 3.132 | 19.940 | 499.186 |
| c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine | 5.603 | 0 | 0 | 5.603 |
| d) Übrige Ausleihungen | 1.179 | 0 | 140 | 1.319 |
| 5. Einlagen bei Kreditinstituten | 116.280 | 0 | 0 | 116.280 |
| 6. Andere Kapitalanlagen | 21 | 0 | 0 | 21 |
| Summe B.III. | 1.509.690 | 9.115 | 64.264 | 1.564.840 |
| insgesamt | 1.568.429 | 9.115 | 109.135 | 1.668.449 |
Die Ermittlung der Zeitwerte erfolgt für alle bebauten Grundstücke nach dem Ertragswertverfahren anhand eines Verkehrswertgutachtens aus den Jahren 2016 bis 2018.
Die Ermittlung der Zeitwerte erfolgt im Wesentlichen auf Basis des Ertragswert- bzw. Substanzwertverfahrens.
Bei Gesellschaften, bei denen keine Planungsinformationen vorliegen, werden der Nominalwert des Kapitals bzw. die Anschaffungskosten zugrunde gelegt.
Die Zeitwerte werden anhand der Börsenkurswerte bzw. der Rücknahmepreise am Bilanzstichtag ermittelt.
Der Zeitwert des RheinLand ABS-CLO Fonds wird indikativ durch die Kapitalverwaltungsgesellschaft ermittelt.
Die Zeitwerte der Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere werden anhand der Börsenkurse am Bilanzstichtag ermittelt.
Die Zeitwertermittlung erfolgt mittels Einzeltitelrisikoadjustierter Zinsstrukturkurven, die für 2018 entsprechend der Spreadentwicklung angepasst wurden.
Die Zeitwertermittlung erfolgt mittels Einzeltitelrisikoadjustierter Zinsstrukturkurven, die für 2018 entsprechend der Spreadentwicklung angepasst wurden.
Die Zeitwertermittlung bei Policendarlehen erfolgt auf Grundlage des Buchwertes abzüglich zwischenzeitlicher Tilgungen aufgrund täglicher Kündigungsrechte.
Die Zeitwertermittlung erfolgt mittels Einzeltitelrisikoadjustierter Zinsstrukturkurven, die für 2018 entsprechend der Spreadentwicklung angepasst wurden. Die Zeitwerte des Protektor-Sicherungsfonds werden auf Grundlage der Anschaffungskosten ermittelt.
Die Zeitwertermittlung der Einlagen bei Kreditinstituten erfolgt auf Grundlage des Nominalwertes.
Die Zeitwerte werden auf Grundlage der Anschaffungskosten ermittelt.
Der Buchwert der Anlagen, bei denen keine Abschreibungen vorgenommen wurden, beträgt zum 31. Dezember 2018 71.366 T€, deren Zeitwert 70.157 T€.
Der Buchwert der Anlagen, bei denen keine Abschreibungen vorgenommen wurden, beträgt zum 31. Dezember 2018 53.356 T€, deren Zeitwert 52.595 T€.
Der Buchwert der Anlagen, bei denen keine Abschreibungen vorgenommen wurden, beträgt zum 31. Dezember 2018.183.500 T€, deren Zeitwert 178.193 T€.
Wir gehen derzeit davon aus, dass die Wertminderungen lediglich zinsinduziert sind und somit nicht dauerhaft sein werden. Wir haben dementsprechend keine Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen.
| Buchwert 31.12.2018 T€ |
Marktwert 31.12.2018 T€ |
Bewertungsreserve T€ |
Ausschüttung 2018 T€ |
|
| AIF Sondervermögen | ||||
| Monega Fonds RheinLand-VM | 34.436,0 | 38.072,0 | 3.636,1 | 967,9 |
| RheinLand ABS-CLO Fonds | 61.360,0 | 60.219,8 | -1.140,2 | 839,2 |
| Infinigon Investment Grade Liquid Alternative Fund | 10.006,0 | 9.937,6 | -68,4 | 23,3 |
| insgesamt | 105.802,0 | 108.229,4 | 2.427,4 | 1.830,4 |
Anlageziel ist grundsätzlich die Generierung langfristiger stabiler Erträge. Die Rücknahme der Anteile ist jederzeit gewährleistet. Die Kapitalverwaltungsgesellschaften sind verpflichtet, die Anteile zum jeweils geltenden Rücknahmepreis für Rechnungen des Sondervermögens zurückzunehmen.
| 2018 T€ |
2017 T€ |
|
| Schaden und Unfall | 10.320,5 | 7.402,0 |
| sonstige | 7.025,8 | 7.740,3 |
| insgesamt | 17.346,3 | 15.142,3 |
| 2018 T€ |
2017 T€ |
|
| Leben | 1.055.583,5 | 1.027.765,5 |
| Schaden und Unfall | 462.620,3 | 451.719,4 |
| sonstige | 54.782,5 | 48.574,8 |
| insgesamt | 1.572.986,3 | 1.528.059,7 |
| Gezeichnetes Kapital T€ |
Kapitalrücklage T€ |
erwirtschaftetes Konzerneigenkapital T€ |
Konzerneigenkapital T€ |
|
| Stand am 31.12.2016 | 9.830,4 | 15.169,5 | 154.301,3 | 179.301,1 |
| Gezahlte Dividenden | 0,0 | 0,0 | -4.992,0 | -4.992,0 |
| übrige Veränderungen | 0,0 | 0,0 | 935,5 | 935,5 |
| Konzernjahresüberschuss | 0,0 | 0,0 | 13.664,7 | 13.664,7 |
| Stand am 31.12.2017 | 9.830,4 | 15.169,5 | 163.909,5 | 188.909,3 |
| Gezahlte Dividenden | 0,0 | 0,0 | -4.992,0 | -4.992,0 |
| übrige Veränderungen | 0,0 | 0,0 | 8,8 | 8,8 |
| Konzernjahresüberschuss | 0,0 | 0,0 | 13.559,0 | 13.559,0 |
| Stand am 31.12.2018 | 9.830,4 | 15.169,5 | 172.485,3 | 197.485,2 |
Das gezeichnete Kapital in Höhe von 9,830 Mio. € betrifft die RheinLand Holding AG und ist aufgeteilt in 3.840.000 Stückaktien.
Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber Versicherungsnehmern sind 30,4 Mio. € (i. Vj. 363,1 Mio. €) gutgeschriebene Überschussanteile enthalten.
| 2018 T€ |
2017 T€ |
|
| Leben | 1.055.463,8 | 1.002.162,3 |
| Schaden und Unfall | 451.661,7 | 436.312,3 |
| insgesamt | 1.507.125,5 | 1.438.474,6 |
Die Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung betrifft ausschließlich die erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung.
| 2018 T€ |
2017 T€ |
|
| Personalbereich | 8.779,4 | 9.317,1 |
| Provisionen und provisionsähnliche Leistungen | 1.564,0 | 958,0 |
| sonstige Rückstellungen | 3.834,8 | 4.405,3 |
| insgesamt | 14.178,3 | 14.680,3 |
| 2018 T€ |
2017 T€ |
|
| Leben | 420,3 | 399,8 |
| Schaden und Unfall | 11.974,2 | 12.761,6 |
| sonstige | 8.041,3 | 8.637,0 |
| insgesamt | 20.435,8 | 21.798,5 |
Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Vorauszahlungen.
| 2018 T€ |
2017 T€ |
|
| selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft | ||
| Leben | 194.042,7 | 188.341,0 |
| Schaden und Unfall | 333.409,5 | 307.360,5 |
| in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft | 11.448,0 | 7.275,1 |
| insgesamt | 538.900,2 | 502.976,6 |
| Zusammensetzung der gebuchten Beiträge s.a.G. | 2018 € |
2017 € |
| aus dem Inland | 359.974.522,00 | 344.069.706,52 |
| aus den übrigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft sowie anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum | 167.477.699,26 | 151.631.797,44 |
| insgesamt | 527.452.221,26 | 495.701.503,96 |
| 2018 T€ |
2017 T€ |
|
| Abschlussaufwendungen | ||
| Leben | 44.837,2 | 44.936,3 |
| Schaden und Unfall | 83.540,8 | 75.717,6 |
| Verwaltungsaufwendungen | ||
| Leben | 6.790,1 | 5.402,0 |
| Schaden und Unfall | 79.777,2 | 72.907,8 |
| insgesamt | 214.945,3 | 198.963,7 |
| 2018 T€ |
2017 T€ |
|
| Leben | 26.007,4 | 38.991,1 |
| Schaden und Unfall | 3.739,8 | 3.739,8 |
| sonstige | 818,4 | -1.291,8 |
| insgesamt | 30.565,5 | 41.439,1 |
| 2018 T€ |
2017 T€ |
|
| Leben | -304,9 | 628,4 |
| Schaden und Unfall | 2.661,6 | 5.208,7 |
| sonstige | -5.528,3 | -6.412,1 |
| insgesamt | -3.171,6 | -575,0 |
In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 711 T€, der Rückstellung für Altersteilzeit in Höhe von 25 T€, der Jubiläumsrückstellung in Höhe von 69 T€ sowie der Steuerrückstellung in Höhe von 72 T€ zum 31. Dezember 2018 enthalten.
| 2018 Anzahl |
2017 Anzahl |
|
| zum Ende des Geschäftsjahres waren beschäftigt | ||
| im Außendienst | 58 | 56 |
| im Innendienst | 776 | 764 |
| gesamt | 834 | 820 |
| davon Auszubildende | 32 | 39 |
| 2018 T€ |
2017 T€ |
|
| An Löhnen und Gehältern einschließlich Sozialabgaben wurden aufgewendet | 60.370,1 | 60.108,8 |
| 2018 T€ |
2017 T€ |
|
| Aufsichtsrat | 270 | 270 |
| Vorstand | 2.648 | 2.215 |
| Pensionszahlungen für frühere Mitglieder des Vorstandes | 371 | 383 |
| Pensionsrückstellungen für frühere Vorstandsmitglieder und Anwartschaften | 4.505 | 4.620 |
Die Effektenverwaltung Cornel Werhahn GbR, Neuss, hat uns lediglich vorsorglich für den Fall, dass ihr Unternehmenseigenschaft i. S. d. § 20 AktG zukommen sollte, mitgeteilt, dass ihr mittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an der Gesellschaft gehört. Ferner haben uns Verena Gräfin Huyn, Neuss, Dr. Ludwig Baum, München, und Heinrich Straaten, Königswinter, lediglich vorsorglich für den Fall, dass ihnen Unternehmenseigenschaft i. S. d. § 20 AktG zukommen sollte und von ihnen gehaltene Beteiligungen nach den Grundsätzen der Mehrmütterschaft als abhängige Unternehmen zu qualifizieren sein sollten, mitgeteilt, dass ihnen mittelbar eine Mehrheitsbeteiligung der Gesellschaft gehört.
Im Geschäftsjahr betrugen die Aufwendungen für unseren Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt, Niederlassung Düsseldorf, für Abschlussprüfungsleistungen 411 T€, für andere gutachterliche und treuhänderische Leistungen 31,1 T€.
Aus Genossenschaftsanteilen bestehen Nachzahlungsverpflichtungen in Höhe von 6 T€.
Aufgrund der gesetzlichen Anforderungen der §§ 124 ff. VAG sind die Lebensversicherer zur Mitgliedschaft an einem Sicherungsfonds verpflichtet.
Der Sicherungsfonds erhebt auf Grundlage der SichLVFinV (Leben) jährlich Beiträge von maximal 0,2 der versicherungstechnischen Nettorückstellungen, bis ein Sicherungsvermögen von 1 der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen aufgebaut ist. Verpflichtungen hieraus bestehen für die Gesellschaft derzeit nicht, da der Maximalbetrag im Geschäftsjahr erreicht wurde. Der Sicherungsfonds kann darüber hinaus Sonderbeiträge in Höhe von weiteren 1 der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen erheben; dies entspricht einer Verpflichtung von 888 T€.
Zusätzlich haben sich die RheinLand Lebensversicherung AG und Credit Life AG verpflichtet, dem Sicherungsfonds oder alternativ der Protektor Lebensversicherungs-AG finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, sofern die Mittel des Sicherungsfonds bei einem Sanierungsfall nicht ausreichen. Die Verpflichtung beträgt 1 % der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen unter Anrechnung der zu diesem Zeitpunkt bereits an den Sicherungsfonds geleisteten Beiträge. Unter Einschluss der oben genannten Einzahlungsverpflichtungen aus den Beitragszahlungen an den Sicherungsfonds beträgt die Gesamtverpflichtung am Bilanzstichtag 7,7 Mio. €.
Die RheinLand Lebensversicherung AG und die Credit Life AG haben sich als Kommanditistin an der Lampe Mezzanine Fonds I GIKG GmbH & Co KG mit einer zugesagten Zeichnungssumme in Höhe von insgesamt 13,0 Mio. € beteiligt. Von dieser zugesagten Zeichnungssumme wurden bis zum Ende der Investitionsphase am 31. Oktober 2018 7,1 Mio. € abgerufen. Es bestehen keine weiteren Einzahlungsverpflichtungen.
Aufgrund der Mitgliedschaft im Verein "Verkehrsopferhilfe e.V." besteht die Verpflichtung, entsprechend dem eigenen Anteil an den Beitragseinnahmen aller Mitgliedsunternehmen aus dem selbst abgeschlossenen Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherungsgeschäft des vorletzten Kalenderjahres, Mittel zur Verfügung zu stellen. Die jährlich aufzubringenden Mittel sind auf 0,5% dieser Beitragseinnahmen begrenzt.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht zu verzeichnen.
Der Hauptversammlung wird folgende Verwendung des Bilanzgewinns vorgeschlagen:
| € | |
| Ausschüttung einer Dividende von 1,20 € je Stückaktie = | 4.608.000,00 |
| Ausschüttung eines Bonus von 0,10 € je Stückaktie = | 384.000,00 |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen | 2.410.000,00 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 3.516,47 |
| Bilanzgewinn | 7.405.516,47 |
Neuss, 18. März 2019
Der Vorstand
Christoph Buchbender
Dr. Lothar Horbach
Udo Klanten
Andreas Schwarz
Wir haben den Konzernabschluss der RheinLand Holding AG, Neuss, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) -bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der RheinLand Holding AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht -ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― |
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― |
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
| ― |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| ― |
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| ― |
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 9. April 2019
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Alexander Hofmann, Wirtschaftsprüfer
Michael Peters, Wirtschaftsprüfer
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Versicherung auf den Todes- und Erlebensfall |
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Versicherung mit abgekürzter Beitragszahlung |
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Versicherung verbundener Leben |
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Versicherung mit festem Auszahlungstermin |
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Versicherung mit gleichbleibender Versicherungssumme |
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Versicherung auf den Todesfall |
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Aufgeschobene Rentenversicherungen mit Beitragsrückgewähr und Rentengarantie |
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Risikoversicherung mit gleichbleibender Versicherungssumme |
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Risikoversicherung mit fallender Versicherungssumme |
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Risikoversicherung mit festem Auszahlungstermin |
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Risikoversicherung verbundener Leben |
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Fondsgebundene Lebensversicherung |
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Berufsunfähigkeitsversicherung |
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Selbstständige Erwerbsminderungsversicherung |
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Selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung |
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Unfallzusatzversicherung |
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Berufsunfähigkeitszusatzversicherung |
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Erwerbsunfähigkeitszusatzversicherung |
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Einzel-Krankentagegeldversicherung |
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Gruppen-Krankenversicherung (nach Einzel- und Sondertarifen) |
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Einzel-Unfallversicherung ohne Beitragsrückgewähr |
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Gruppen-Unfallversicherung ohne Beitragsrückgewähr |
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Kraftfahrtunfallversicherung |
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übrige und nicht aufgegliederte Unfallversicherung |
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Privathaftpflichtversicherung (einschließlich Sportboot- und Hundehalter-Haftpflichtversicherung) |
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Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung |
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Umwelt-Haftpflichtversicherung |
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Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung |
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übrige und nicht aufgegliederte Allgemeine Haftpflichtversicherung |
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Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung |
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Fahrzeugvollversicherung |
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Fahrzeugteilversicherung |
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übrige und nicht aufgegliederte Kraftfahrtversicherung |
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landwirtschaftliche Feuerversicherung |
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sonstige Feuerversicherung (einschließlich der Waldbrandversicherung) |
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Sturmversicherung |
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Versicherung weiterer Elementarschäden bei gewerblichen Risiken |
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Verbundene Hausratversicherung ohne Einschluss weiterer Elementarschäden |
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Verbundene Hausratversicherung unter Einschluss weiterer Elementarschäden |
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Verbundene Wohngebäudeversicherung ohne Einschluss weiterer Elementarschäden |
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Verbundene Wohngebäudeversicherung unter Einschluss weiterer Elementarschäden |
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Maschinenversicherung (einschließlich der Baugeräteversicherung) |
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Elektronikversicherung |
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übrige und nicht aufgegliederte technische Versicherung |
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Kaskoversicherung |
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übrige und nicht aufgegliederte Transportversicherung |
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Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung |
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Technische Betriebsunterbrechungs-Versicherung |
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sonstige Betriebsunterbrechungs-Versicherung |
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Schutzbriefversicherung |
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Schutzbriefversicherung unter Einschluss der sog. Mallorca-Police |
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übrige und nicht aufgegliederte Beistandsleistungsversicherung |
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Luftfahrt-Haftpflichtversicherung |
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sonstige Sachschadenversicherung |
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sonstige Vermögensschadenversicherung |
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sonstige gemischte Versicherung |
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nur in Rückdeckung übernommene Versicherungszweige
Die Wirtschaft ist 2018 gewachsen, allerdings ließ die Dynamik nach. In Deutschland sank das Plus von 2,2% im Jahr 2017 auf 1,5%. Die Spannungen zwischen den USA und China wegen Zöllen und Marktzugangsbarrieren belasteten die Entwicklung ebenso wie die Auseinandersetzungen der Europäischen Union mit Italien wegen Verletzung der EU-Haushaltsregeln und mit Großbritannien wegen des geplanten Austritts des Landes aus der EU.
Die internationalen Finanzmärkte reagierten verunsichert und verzeichneten insbesondere im letzten Quartal 2018 starke Kursverluste. Der Wert des deutschen Leitindex DAX sank übers Jahr um 18,26%. Weiter stark entwickelte sich hingegen der Immobilienmarkt, insbesondere in den Ballungszentren. In den sieben Großstädten Berlin, München, Hamburg, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf und Stuttgart stieg der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Wohneigentum gegenüber 2017 um bis zu 5,45%. Die Baubranche verzeichnete ein entsprechend starkes Umsatzwachstum. Trotz aller Unsicherheitsfaktoren zeigte sich der Arbeitsmarkt weiterhin robust. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg auf 44,8 Millionen von 44,3 Millionen im Jahr 2017. Die Kaufkraft der Deutschen ist laut einer GfK-Studie um nominal 2,8% gewachsen. Diese Faktoren haben die Binnenkonjunktur stabilisiert. Die Preise stiegen unterdessen kontinuierlich, aber verhalten. Die Inflationsrate kletterte von 1,8% in 2017 auf 1,9%.
Die deutsche Versicherungswirtschaft profitierte von der immer noch starken Binnenkonjunktur. Die Beitragseinnahmen der gesamten Branche überschritten erstmals die Marke von 200 Mrd. €. Über alle drei Sparten hinweg legten sie um 2,1 % auf 202,2 Mrd. € zu. Allerdings verursachten im vergangenen Jahr Naturkatastrophen schwere Schäden und belasteten damit auch die Versicherungswirtschaft.
Die RheinLand Holding AG steuert die zur RheinLand Versicherungsgruppe gehörenden Versicherungsunternehmen. Diese betreiben das Lebens- und Schaden-/Unfallversicherungsgeschäft. Darüber hinaus richten sich ihre Aktivitäten auf das Management des eigenen Immobilienbestands sowie der sonstigen Vermögensanlagen.
Die Vermögensverwaltung sowie die übrigen zur Führung des Geschäfts erforderlichen Dienstleistungen werden von der RheinLand Versicherungs AG erbracht.
Das aus Sach- und Finanzanlagen bestehende Anlagevermögen der RheinLand Holding AG erhöhte sich im Geschäftsjahr um 5,7 Mio. € (3,5%) auf 167,9 Mio. € (i. Vj. 162,2 Mio. €).
Der Zuwachs resultiert im Wesentlichen aus dem Zugang von Investmentanteilen und einer Inhaberschuldverschreibung, die als Sicherheit für eine Rückversicherungslösung gestellt wird, welche wiederum die Eigenmittel unter Solvency II der RheinLand Lebensversicherung AG stärkt. Die RheinLand Holding AG überwacht permanent die Kapitalausstattung ihrer Tochtergesellschaften.
Zum Stichtag 31. Dezember 2018 wies die Gesellschaft Bankguthaben in Höhe von 5,8 Mio. € aus. Der Gesamtbestand der hoch liquiden Kapitalanlagen betrug zum Bilanzstichtag 8,5 Mio. €. Im Geschäftsjahr war die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft zu jedem Zeitpunkt gegeben. Anhaltspunkte für eine künftige Gefährdung der Liquidität sind aufgrund der Liquiditätszuflüsse aus Finanzanlagen nicht erkennbar.
Die Sachanlagen (Immobilienbestand) sanken im Geschäftsjahr aufgrund planmäßiger Abschreibung auf 24,7 Mio. € (i. Vj. 25,1 Mio. €).
Zur Struktur und Entwicklung des Eigenkapitals der Gesellschaft verweisen wir auf den Bilanzposten und unsere Angaben im Anhang auf Seite 137. Veränderungen haben sich im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr nicht ergeben.
Die gesamten Erträge beliefen sich im Geschäftsjahr auf 23,6 Mio. € (i. Vj. 24,8 Mio. €).
Von den Gesamterträgen im Geschäftsjahr entfielen auf die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit der RheinLand Versicherungs AG 13,4 Mio. € (i. Vj. 12,8 Mio. €), der Rhion Versicherung AG 0,8 Mio. € (i. Vj. 1,8 Mio. €) und der Credit Life AG 3,1 Mio. € (i. Vj. 4,1 Mio. €). Großschäden und Sturmereignisse bei der Rhion Versicherung AG sowie Verstärkungen der versicherungstechnischen Rückstellungen durch den Geschäftsausbau bei der Credit Life AG beeinflussten die Ergebnisse der Gesellschaften und somit die Erträge aus den Gewinnabführungen.
Die für Lebensversicherungsunternehmen, die Produkte mit zinstragenden Garantien im Bestand haben, relevante Berechnungsmethode zur Ermittlung der Zinszusatzreserve (Korridormethode), wurde vom Gesetzgeber im Jahr 2018 geändert. Die Gesetzesänderung betrifft den Jahresabschluss der RheinLand Lebensversicherung AG. Die Gesellschaft verstärkte die Zinszusatzreserve in Höhe von 3,3 Mio. € auf 64,1 Mio. € und führte 1,6 Mio. € zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung zu. Das Geschäftsjahr wurde mit einem Bilanzgewinn in Höhe von 0,7 Mio. € abgeschlossen.
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen hauptsächlich die Zinsaufwendungen aus den im Vorjahr aufgenommenen Darlehen und die Zinszuführungen zu den Pensionsrückstellungen. Im gesamtschuldnerischen Verbund für die Erfüllung der Versorgungsverpflichtungen hat die RheinLand Versicherungs AG den Dienstzeitaufwand erstattet.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beliefen sich im Geschäftsjahr auf 0,8 Mio. €. Die sonstigen Steuern in Höhe von 0,2 Mio. € beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Grundsteuer.
Der Jahresüberschuss der RheinLand Holding AG betrug zum Bilanzstichtag 14,8 Mio. € (i. Vj. 16,4 Mio. €). Das Ergebnis der Gesellschaft lag aufgrund der beschriebenen Effekte bei den Gewinnabführungen unter den Erwartungen im Rahmen der strategischen Planung. Von dem Jahresüberschuss wurden 7,4 Mio. € in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Der Bilanzgewinn beträgt unter Einschluss des Gewinnvortrages 7,4 Mio. € (i. Vj. 8,2 Mio. €).
Die Gesellschaft schloss insgesamt erneut mit einem erfreulichen Ergebnis ab.
Aktiengesellschaften sind gemäß § 91 Abs. 2 AktG verpflichtet, über die Risiken der künftigen Entwicklung zu berichten. Darüber hinaus sind mit den Vorgaben durch Solvency II weitere gesetzliche Anforderungen an das Risikomanagement von Versicherungsunternehmen festgeschrieben worden. Die Erfüllung dieser Vorgaben wurde gruppenweit einheitlich umgesetzt.
Die Dokumentationen zum Risikomanagement werden jährlich überprüft und im Bedarfsfall aktualisiert. Hierunter fallen insbesondere die aus der Geschäftsstrategie abgeleitete Risikostrategie, die Innerbetriebliche Leitlinie zum Risikomanagement, das Limitsystem sowie der Umgang mit und die Einschätzung von operationellen, strategischen und Reputationsrisiken. Darüber hinaus wird das Interne Steuerungs- und Kontrollsystem in den jeweiligen Bereichen mindestens jährlich überprüft und gegebenenfalls aktualisiert.
Die RheinLand Holding AG ist durch ihre Beteiligungen an den operativen Gesellschaften der RheinLand Versicherungsgruppe indirekt den gleichen Risiken ausgesetzt wie die operativen Gesellschaften selbst. Nach den einzelnen Risikokategorien ergibt sich für die RheinLand Holding AG insgesamt folgende Risikolage:
Das versicherungstechnische Risiko bezeichnet das Risiko, dass, bedingt durch Zufall, Irrtum oder Änderung, der tatsächliche Aufwand für Schäden und Leistungen vom erwarteten Aufwand, insbesondere beim Sterblichkeitsrisiko, Langlebigkeitsrisiko und Stornorisiko, abweicht. Es umfasst auch das Kosten-, Katastrophen- und Kumulrisiko.
Die RheinLand Versicherungsgruppe verfolgt mit ihren Schaden- und Unfallversicherern unter Vorgabe geeigneter Annahmerichtlinien und Zeichnungskompetenzen den Ausbau deckungsbeitragsstabiler Sach-, Haftpflicht- und Unfallsparten im privaten und gewerblichen Geschäft. Aufgrund des regionalen Schwerpunktes bezüglich des Geschäftsgebietes bestehen Konzentrationsrisiken bei Naturereignissen. Diese Risiken betreffen insbesondere die Verbundene Wohngebäudeversicherung und die daraus resultierende Ergebnisvolatilität. Neben Annahme- und Zeichnungsrichtlinien setzen die RheinLand Versicherungs AG und die Rhion Versicherung AG einen geeigneten Mix aus Mit- und Rückversicherung ein, um die möglichen Auswirkungen der Ergebnisvolatilität zu reduzieren. Klassisches Großindustrie- oder Gewerbegeschäft mit Großschaden- bzw. Langfristschadenpotenzial wird nicht gezeichnet.
Es ist ein systematisches versicherungstechnisches Controlling installiert. Hierbei werden nach einem standardisierten Verfahren der versicherungstechnische Bruttoergebnisverlauf vor internen Kosten nach Vertriebswegen, Sparten, Kooperationspartnern und Kundensegmenten nach Zeichnungs- und Bilanzjahren analysiert. Die Ergebnisse werden unmittelbar an die für das betroffene Geschäftssegment Verantwortlichen aus Vorstand und den Bereichen Sparte/Betrieb sowie Vertrieb berichtet. Im Falle von Fehlentwicklungen können zeitnah geeignete Gegenmaßnahmen entwickelt werden. Über die wesentlichen Analysen und Ergebnisse im Rahmen des versicherungstechnischen Controllings Schaden/Unfall berichtete auch die Versicherungsmathematische Funktion an den Vorstand der RheinLand Versicherungs AG und der Rhion Versicherung AG. Darüber hinaus werden bei Bedarf umfangreiche Sonderanalysen durchgeführt, welche möglichst alle Aspekte von der Wettbewerbsfähigkeit der Produkte und Tarife bis zur Schadenentwicklung berücksichtigen.
Tarifierung und Reservierungsfunktion sind in unterschiedlichen Bereichen angesiedelt. Die Reservierung richtet sich nach handelsrechtlichen und aktuariellen Grundsätzen des Vorsichtsprinzips. Die einzelfallbezogene Schadenreservierung folgt festgelegten internen Schadenrichtlinien zur Sicherstellung einer angemessenen und stetigen Reservierung. Die Auskömmlichkeit der Reserven wird regelmäßig überprüft.
Unter der Prämisse einer vorgegebenen Zielrendite sowie definierter Zielschadenquoten erfolgt eine am Deckungsbeitrag orientierte Mehrjahresplanung. Darauf aufbauend werden Analysen und ein Controlling der Entwicklung der Risiken im Versicherungsbestand durchgeführt.
Im Restkreditgeschäft besteht das Portfolio der RheinLand Versicherungs AG aus Arbeitsunfähigkeits- und Arbeitslosigkeitsversicherungen. Diese werden von einer Reihe mittelgroßer Kooperationspartner in der Regel zur Absicherung von Hypotheken-, Auto- oder Konsumkrediten in Deutschland, den Niederlanden und Italien vermittelt.
Die Beherrschung des versicherungstechnischen Risikos in der Restkreditversicherung ist besonders anspruchsvoll. So gibt es, anders als in den klassischen Versicherungssparten des Schaden- und Unfallgeschäftes, keine statistischen Grundlagen, die vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft oder der Deutschen Aktuarvereinigung zur Verfügung gestellt werden. Für dieses Spezialgeschäft werden daher aus dem technischen Verlauf der historischen Bestände in Verbindung mit öffentlich verfügbaren Statistiken der Sozialversicherungsträger eigene Rechnungsgrundlagen für die Arbeitsunfähigkeitsversicherung und die Arbeitslosigkeitsversicherung entwickelt.
Die Profitabilitäten werden mindestens einmal jährlich für jeden einzelnen Kooperationspartner mittels eines standardisierten versicherungstechnischen Schemas nach Zeichnungsjahr und Bilanzjahr analysiert. Parallel werden für alle großen Kooperationspartner monatlich die versicherungstechnischen Bruttoergebnisse mit den entsprechenden Planwerten verglichen. Die Ergebnisse dieser Analysen werden im für das operative Geschäft zuständigen Managementkreis besprochen. Somit ist sicher gestellt, dass etwaige Fehlentwicklungen schnell erkannt und zeitnah Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Maßgebliche Fehlentwicklungen wurden bislang nicht festgestellt. Im Bericht der Versicherungsmathematischen Funktion an den Vorstand der RheinLand Versicherungs AG wurde über die wesentlichen Aspekte dieses versicherungstechnischen Controllings berichtet.
Die Credit Life AG hat sich als Risikolebensspezialist am Markt positioniert. Aktiv angeboten werden Risikolebensversicherungen ohne Überschussbeteiligung einschließlich Restkredit-Risikolebensversicherungen und überschussberechtigte Risikolebensversicherungen, deren Überschussbeteiligung in der Regel durch Beitragsverrechnung erfolgt. Auch Produkte zur Absicherung des Berufsunfähigkeitsrisikos gehören zum Portfolio. Darüber hinaus besteht ein kleiner geschlossener Bestand an Kapitallebens- und Rentenversicherungen. Risikolebensversicherungen ohne Überschussbeteiligung und Restkredit-Risikolebensversicherungen werden über eine Reihe großer und mittelgroßer Kooperationspartner zur Absicherung von Hypotheken-, Auto- und Konsumkrediten in Deutschland, in den Niederlanden und in Italien angeboten. Es gibt Produkte mit gleichbleibender oder fallender Leistung gegen Einmalbeitrag oder laufende Beitragszahlung.
Die Beherrschung des versicherungstechnischen Risikos erfolgt auf Basis von Sterbetafeln der entsprechenden Märkte sowie eigenen Daten und Erfahrungen. Die Profitabilitäten werden mindestens einmal jährlich für jeden einzelnen Kooperationspartner mittels eines standardisierten versicherungstechnischen Schemas nach Zeichnungsjahr und Bilanzjahr analysiert. Parallel werden für alle großen Kooperationspartner mehrfach im Jahr die versicherungstechnischen Bruttoergebnisse mit den entsprechenden Planwerten verglichen. Speziell für den niederländischen und für den italienischen Markt werden darüber hinaus mehrmals jährlich sogenannte Sterblichkeitsanalysen durchgeführt, bei denen die tatsächlich eingetretenen Leistungsfälle mit den gemäß der angesetzten Sterbetafel erwarteten Leistungsfällen verglichen werden. Die Ergebnisse dieser Analyse werden im für das operative Geschäft zuständigen Managementkreis besprochen. Somit ist sichergestellt, dass etwaige Fehlentwicklungen schnell erkannt und zeitnah Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.
Um die Sicherheit für das stark wachsende Geschäft zusätzlich zu erhöhen, wurde im Jahr 2016 für den niederländischen und im Jahr 2018 für den italienischen Markt eine Komplettanalyse mit Konkurrenzvergleich, Tarifstruktur, Tarifniveau und Sterblichkeitsentwicklung erstellt. Das Risikolebensversicherungsgeschäft in den Niederlanden und in Italien ist zudem durch hohe Rückversicherungsbeteiligungen geschützt. Im Bericht der Versicherungsmathematischen Funktion an den Vorstand der Credit Life AG im Jahr 2018 wurde darüber hinaus auf die Sonderthemen "Risikoleben in den Niederlanden" und "Restkredit-Risikoleben in Italien" explizit eingegangen.
Die klassischen Risikolebensversicherungen mit Überschussbeteiligung werden im deutschen Markt angeboten. Dabei wird die Überschussbeteiligung überwiegend in Form eines Beitragsvorwegabzuges gewährt. Aufgrund der sehr langen Erfahrung im deutschen Versicherungsmarkt hierzu, ist das Risiko von Fehleinschätzungen vergleichsweise klein. Außerdem könnte im Falle von Fehlentwicklungen zeitnah durch Anpassung der Überschussbeteiligung gegengesteuert werden.
Die RheinLand Lebensversicherung AG bietet seit dem zweiten Quartal 2016 im Neugeschäft ausschließlich Sterbegeldversicherungen an. Ausführungen zum Risiko aus Zinsveränderungen sind dem folgenden Kapitel zu entnehmen.
Wie in den Vorjahren besteht auch künftig die Möglichkeit einer Änderung gesetzlicher Rahmenbedingungen für das Versicherungsgeschäft. Dadurch könnte sich das versicherungstechnische Änderungsrisiko realisieren. Ein aktuelles Beispiel dafür ist die in Deutschland geführte Diskussion um die Einführung eines sogenannten Provisionsdeckels mit dem Ziel der Regulierung von Anreizsystemen im Vertrieb.
Das Marktrisiko bezeichnet das Risiko, das sich direkt oder indirekt aus den Sensitivitäten von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen oder die Volatilität der Zinskurve bzw. Zinssätzen, der Aktienkurse, der Credit Spreads (über der risikolosen Zinskurve) sowie der Marktpreise von Immobilien ergibt. Das Marktrisiko schließt das Währungskursrisiko ein. Es umfasst außerdem Konzentrationsrisiken, die sich durch eine mangelnde Diversifikation des Assetportfolios ergeben.
Insgesamt besteht für die klassische Lebensversicherung mit ihren lang laufenden Leistungsgarantien ein besonders schwieriges Kapitalmarktumfeld. Die RheinLand Versicherungsgruppe hat durch die Bildung einer sogenannten Zinszusatzreserve hierfür weiter Vorsorge getroffen. Der für die Berechnung relevante Referenzzins zum Stichtag 31. Dezember 2018 ist von 2,21% auf 2,09% gefallen. Somit müssen jetzt für Bestandsverträge mit zugesagter Zinsgarantie bis einschließlich 2,25% Zinszusatzreserven gestellt werden. Die Zinszusatzreserven betragen zum Ende des Geschäftsjahres 64.101 T€ bei der RheinLand Lebensversicherung AG (i. Vj. 60.810 T€) und 4.720 T€ bei der Credit Life AG (i. Vj. 4.419 T€). Die in der Deckungsrückstellungsverordnung definierten Regelungen zur Ermittlung der Zinszusatzreserve wurden in 2018 so geändert, dass die jährliche Änderung des Referenzzinssatzes begrenzt wird und dadurch der weitere Zuführungsbedarf zur Zinszusatzreserve, der sich durch weiter sinkende Referenzzinssätze ergeben könnte, reduziert bzw. über einen längeren Zeitraum verteilt wird.
Der Höchstrechnungszins für das Neugeschäft der RheinLand Lebensversicherung AG beträgt seit 2017 0,9 %. Bei der Credit Life AG wird für die Deckungsrückstellungen aus Einmalbeitragsgeschäft seit einiger Zeit ein Rechnungszins von 0,0 % angesetzt. Damit wird der gesetzliche Höchstrechnungszins deutlich unterschritten. Das starke Wachstum im Versicherungsgeschäft der Credit Life AG ist somit wesentlich vom Aufbau weiterer Zinsrisiken entkoppelt.
Das Thema "RheinLand Leben im Niedrigzinsumfeld" hat eine hohe Aufmerksamkeit im Vorstand und im Aufsichtsrat. Bereits im Frühjahr 2015 wurde durch diesen ein Maßnahmenplan (Nachrangdarlehen, Rückversicherungslösung, Übergangsmaßnahme Aktienrisiko) beauftragt, der mittlerweile weitgehend umgesetzt ist und mit dem die RheinLand Lebensversicherung AG robuster gegenüber Marktzinsschwankungen aufgestellt ist. Im Rahmen weiterer Aufsichtsratssitzungen wurden die Themen Solvenzbedeckung, Zinszusatzreserve und Verstärkung der Eigenmittel fortlaufend auf dem jeweils aktuellen Stand der Umsetzung und der wirtschaftlichen Entwicklung erneut diskutiert.
Der Schwerpunkt der Kapitalanlage liegt bei Anteilen an verbundenen Unternehmen und direkt gehaltenen Immobilien. Die RheinLand Holding AG hat zur Liquiditätssteuerung im Geschäftsjahr in einen bonitätsstarken CLO-Fonds (0 AA-Rating, kurze Laufzeiten) investiert. Zur Stärkung der Eigenmittel unter Solvency II hat die RheinLand Lebensversicherung AG einen Rückversicherungsvertrag geschlossen. In diesem Zusammenhang stellt die RheinLand Holding AG ein Sicherungsdepot. Die aktuellen Entwicklungen am Finanzmarkt werden von der RheinLand Holding AG kontinuierlich analysiert.
Das Ausfallrisiko bezeichnet das Risiko, das sich aufgrund eines unerwarteten Ausfalls oder der Verschlechterung der Bonität von Gegenparteien und Schuldnern ergibt.
Die Forderungen gegenüber Rückversicherern, Vermittlern und Kunden unterliegen, wie die Kapitalanlagen, grundsätzlich auch einem Kreditrisiko. Zur Risikovorsorge hat die RheinLand Versicherungsgruppe bei Bedarf Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand vorgenommen. Ausstehende Forderungen mit mehr als 90 Tagen zurückliegendem Fälligkeitszeitpunkt bestanden am Bilanzstichtag in Höhe von 3.365 T€.
Die RheinLand Holding AG zielt mit ihren operativen Gesellschaften auf eine bedarfsgerechte, kostengünstige Rückversicherungspolitik unter Beachtung von Sicherheits- und Kontinuitätsaspekten ab. Bei der Auswahl der einzelnen Rückversicherungs-Vertragspartner besteht vor dem Hintergrund der angestrebten langfristigen Vertragsbeziehungen als Nebenbedingung im Hinblick auf deren Bonität die Anforderung eines Mindestratings von A- (Standard & Poor's oder ein vergleichbares Rating einer anderen Rating-Agentur). Marktentwicklungen und Verschlechterungen der Bonität unterliegen einer kontinuierlichen Beobachtung im Rahmen des Limitsystems. Das von konzernfremden Gesellschaften übernommene Rückversicherungsgeschäft hat durch neue Vertragsbeziehungen wieder an Bedeutung gewonnen.
Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko von Verlusten durch einen Rückgang der Preise oder mangelnde Liquidität der relevanten Märkte bei Verkauf der Aktiva aufgrund von kurzfristigem Liquiditätsbedarf. Es beinhaltet auch die jederzeitige Bedienung der Verpflichtungen aus den abgeschlossenen Versicherungsverträgen.
Zur Sicherstellung einer jederzeitigen Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen werden monatliche Liquiditätspläne erstellt. Die Liquiditätsanforderungen werden aus den laufenden Erträgen der Immobilien dargestellt. Die darüberhinausgehenden Liquiditätsanforderungen werden über die Beteiligungsergebnisse gesteuert. Daher besteht aus heutiger Sicht kein Liquiditätsrisiko.
Das operationelle Risiko bezeichnet das Risiko von Verlusten infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Prozessen, mitarbeiter-, systembedingten oder externen Vorfällen sowie Compliance- und Rechtsrisiken.
Die Steuerung und Überwachung der operationellen Risiken erfolgt durch die verantwortlichen Bereiche. Für operationelle Risiken werden einmal jährlich Szenarioanalysen durchgeführt und die Risikoindikatoren zur unterjährigen Überwachung überprüft. Notfallpläne, Versicherungen, Zugangskontrollen sowie Vollmachten- und Berechtigungsregelungen führen zu geringen Eintrittswahrscheinlichkeiten bzw. Schadenpotenzialen. Insbesondere den sich zwischenzeitlich immer weiter ausbreitenden Cyberrisiken wird mit umfangreichen Datensicherungskonzepten, Schutzprogrammen und einer extern durchgeführten, professionellen E-Mail-Überprüfung begegnet. Für den Schadenfall wurde eine Cyberversicherung abgeschlossen.
Im Rahmen der Risikosteuerung operationeller Risiken spielt darüber hinaus ein dokumentiertes internes Kontrollsystem (IKS) eine zentrale Rolle. Hierdurch werden die systematische Prävention und die Früherkennung von prozessualen Risiken sichergestellt. Zur Beherrschung der wesentlichen Prozessrisiken sind Schlüsselkontrollen eingerichtet. Compliancerisiken, die in Bezug auf die Einhaltung oder Umsetzung von Gesetzen, Rechtsvorschriften, regulatorischen Anforderungen oder ethisch/moralischen Standards sowie von internen Vorschriften und Regelungen auftreten können, sind über einen definierten Prozess gemäß Compliance-Management-Richtlinie geregelt. Fraud-Risiken unterliegen einer besonderen Beobachtung und Berichterstattung.
Generell besteht das Risiko, dass die in einzelnen Fällen ergangene Rechtsprechung auch auf die operativen Gesellschaften der RheinLand-Gruppe ausstrahlt. Um diesem Risiko zu begegnen, werden alle anstehenden Klagefälle auf Allgemeingültigkeit hin bewertet, beobachtet und regelmäßig zwischen den Fachbereichen und der Rechtsabteilung besprochen. Je nach Einstufung des Risikos wird im Bedarfsfall eine angemessene Rückstellung gebildet.
Das strategische Risiko ist das Risiko, das aus strategischen Geschäftsentscheidungen resultiert. Zu dem strategischen Risiko zählt auch das Risiko, das sich daraus ergibt, dass Geschäftsentscheidungen nicht einem geänderten Wirtschaftsumfeld angepasst werden. Strategisches Risiko ist in der Regel ein Risiko, das im Zusammenhang mit anderen Risiken auftritt. Es kann aber auch als Einzelrisiko auftreten.
Klar geregelte Entscheidungsprozesse sowie eine enge Zusammenarbeit aller relevanten Entscheidungsträger sind die Grundlage einer effizienten Steuerung strategischer Risiken. Planungs- und Controllingprozesse steuern und überwachen die Erreichung der strategischen Zielsetzungen. Ein strukturierter Planungsprozess unter Einbeziehung aller relevanten Geschäftsbereiche ist implementiert. Die strategischen Risiken werden jährlich im Rahmen einer Stärken-Schwächen-Analyse identifiziert und qualitativ bewertet. Die identifizierten wesentlichen Risiken sind in den vorgenannten Risikokategorien enthalten.
Das Reputationsrisiko ist das Risiko, das sich aus einer möglichen Beschädigung des Rufes der RheinLand Holding AG infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit (z. B. bei Kunden, Geschäftspartnern, Aktionären, Behörden) ergibt. Ebenso wie das strategische Risiko ist das Reputationsrisiko in der Regel ein Risiko, das häufig im Zusammenhang mit anderen Risiken auftritt. Es kann aber auch als Einzelrisiko auftreten.
Reputationsrisiken werden regelmäßig qualitativ bewertet und laufend beobachtet. Im Jahr 2018 hat sich für die RheinLand Holding AG kein Reputationsrisiko realisiert.
Im Jahr 2018 haben die RheinLand Versicherungsgruppe sowie alle Einzelgesellschaften der Gruppe zu jeder Zeit über eine ausreichende ökonomische und aufsichtsrechtliche Risikotragfähigkeit verfügt. Insgesamt zeichnet sich auch derzeit keine Entwicklung ab, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RheinLand Holding AG ungeplant nachhaltig beeinträchtigen könnte.
Erfolgreiches unternehmerisches Handeln setzt voraus, sich bietende Chancen zu nutzen, um zusätzliches profitables Wachstum zu generieren. Um unsere Chancen zu identifizieren, beobachten wir sehr genau, wohin sich Branche und Märkte entwickeln. Die Auswertung und kritische Analyse von Wettbewerbsinformationen und das Erspüren von neuen Bedürfnissen, Trends und Tendenzen versetzen uns in die Lage, Innovationen voranzutreiben, um für künftige Anforderungen gerüstet zu sein.
Unser bestehendes Geschäftsmodell, das auf drei Marken und Vertrieben basiert, hat sich bewährt. Wir geben unserem Eigenen Außendienst, unserem Maklervertrieb und unserem Vertriebsweg Banken- und Kooperationsvertrieb Produkte und Lösungen an die Hand, mit denen wir uns gut positionieren und unsere Zielgruppen erreichen. Unsere konsequente Serviceorientierung, unsere kurzen Entscheidungswege und schlanken Strukturen verschaffen uns viele Vorteile: Sie führen zu einer Partnerschaft im besten Sinne und eröffnen uns Handlungsspielräume, in denen wir flexibel auf sich verändernde Gegebenheiten reagieren -gemeinsam mit Kunden und Kooperationspartnern.
Die unvermindert enge Anbindung unseres Unternehmens an die Nachfahren der Gründerfamilien gibt uns ein unverwechselbares Profil und sichert die Unabhängigkeit der RheinLand Versicherungsgruppe in einem von Konzentrationsprozessen geprägten Umfeld. Von Beginn an bestimmten die Prinzipien des Ehrbaren Kaufmanns unser Handeln. Auf diesem Wertefundament, das unvermindert aktuell ist, hat sich unser Unternehmen kontinuierlich weiterentwickelt. Das Wissen um die Tradition verbindet sich bei uns mit Innovationsgeist und Mut zu Neuerungen. Unsere Mitarbeiter sind hierbei unser wichtigstes Gut: Denn sie sind es, die diesen permanenten Wandel kraftvoll gestalten.
Die Stimmung in der Wirtschaft war zu Beginn dieses Jahres verhalten. Unternehmer rechneten mit einem schwächeren Wachstum des Welthandels, der durch eine neuerliche Spirale von Handelsbeschränkungen und Zöllen ausgebremst werden könnte. Insbesondere zwischen China und den USA gingen die Auseinandersetzungen auch Anfang 2019 weiter. Offen blieben zudem die wirtschaftlichen Auswirkungen des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union. Für Unsicherheit sorgte auch die steigende Neuverschuldung Italiens, die Befürchtungen um eine Neuauflage der Staatsschuldenkrise aufflammen lässt.
Entsprechend fallen die Prognosen für 2019 vorsichtig aus. So ging die Weltbank zum Jahresbeginn nur noch von einem Wachstum der Weltwirtschaft um 2,9 % aus. Ende 2018 hatten der Internationale Währungsfonds (IWF) noch 3,7% und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) 3,5% für 2019 berechnet. Für Europa prognostiziert die OECD ein Wachstum von 1,8% in diesem Jahr und 1,6% im nächsten.
Die Erwartungen für das Wirtschaftswachstum Deutschlands liegen bei 1,8 % (Bundesregierung) bzw. 1,9 % (IWF). Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung prognostiziert für das Bruttoinlandsprodukt sogar nur eine Zuwachsrate von 1,5 %.
Impulse für die Wirtschaftsentwicklung könnten höhere Konsumausgaben geben, die der Staat plant. 2018 legten sie um 1,4% zu. Die Bundesregierung geht für 2019 von einem Plus von 2,5% aus und erwartet ebenso einen Anstieg der Konsumausgaben privater Haushalte. Nach einem Plus von 1,6% wird für 2019 ein Zuwachs um 2,0% erwartet.
Trotz der gedämpften Prognosen sehen Marktbeobachter einen weiteren Engpass auf dem Arbeitsmarkt. Die Bundesregierung prognostiziert einen Anstieg der Zahl der Erwerbstätigen auf 45,3 Mio. (von 44,8 Mio. in 2018). Damit dürfte der Fachkräftemangel auch in diesem Jahr ein Thema auf der wirtschaftlichen Agenda bleiben.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zum Jahresende 2018 ihr milliardenschweres Programm zum Ankauf von Anleihen beendet. Den Leitzins wird die EZB eigenen Aussagen zufolge "mindestens bis zum Sommer 2019" noch auf dem historischen Niedrigstand von 0,0% belassen. Der Einlagezins für die Banken bleibt mittelfristig bei -0,4%. Im Vergleich zu 2018 ändert sich deshalb für Investoren nur wenig an der Grundkonstellation: Europäische Anleihen bieten kaum Rendite, sodass Sachanlagen wie Aktien und Immobilien nach wie vor attraktiver erscheinen.
Mit Nachdruck arbeiten die Versicherungsunternehmen auch 2019 an der Digitalisierung der Prozesse und Geschäftsmodelle. Sie erneuern ihre Systeme und etablieren neue Technologien. Die Digitalisierung verändert Schritt für Schritt das Kerngeschäft von Versicherern. Mit Cloud-Lösungen, Blockchain-Technologie und Anwendungen auf Basis Künstlicher Intelligenz stellen sich die Unternehmen diesen Veränderungsprozessen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der IT-Sicherheit, um die Daten der Kunden zu schützen.
2019 stehen einmal mehr Regulierungsthemen auf der Agenda. Dazu zählen weitere Umstellungen von Bewertungssystemen und Anpassungen an die Eigenkapital-Anforderungen im Rahmen der Einführung des Aufsichtssystems Solvency II. Vor allem aber beobachtet die Versicherungswirtschaft den Fortgang der politischen Diskussionen um die Frage, inwieweit Provisionen gedeckelt werden sollen. Die Unternehmen der Branche lehnen dies ab -unter anderem, weil dadurch Menschen mit niedrigem und mittlerem Einkommen der Zugang zur Versicherungsberatung erschwert würde.
Unsere wachstumsorientierte Entwicklung werden wir im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen. Dies gilt für unsere Aktivitäten in Deutschland ebenso wie in den Niederlanden und in Italien.
Beherrschendes Thema und wichtiges Innovationsfeld ist und bleibt die Digitalisierung. Wir nutzen die damit verbundenen Chancen für den Vertrieb und arbeiten deshalb weiter an Modellen, um die dem Produktverkauf nachgelagerten Prozesse vollständig online abbilden zu können. Impulse und Know-how holen wir uns in diesem Zusammenhang auch von FinTech/ InsurTech-Unternehmen, deren kreative Lösungen wir wertschöpfend für uns nutzen können. Darüber hinaus stehen wir mit unseren zum Teil schon langjährigen Kooperationspartnern in unvermindert enger Abstimmung, um neue Chancen für uns zu erkennen und daraus passende Angebote abzuleiten.
Nach Kräften setzen wir zudem unsere Bestrebungen fort, den Kreis der mit uns zusammenarbeitenden Unternehmen sinnvoll zu vergrößern. Zu Beginn des Geschäftsjahres konnte mit der BMW Bank ein namhafter neuer Kooperationspartner gewonnen werden. Die BMW Bank ist eine der führenden Automobilbanken in Deutschland mit einer Tochtergesellschaft in Frankreich sowie Zweigniederlassungen in Italien, Spanien und Portugal.
Die BMW Bank bietet ihren Kunden künftig spezielle Versicherungslösungen an, die mit Leasing- und Finanzierungsprodukten zu individuellen Mobilitätspaketen geschnürt werden können. Die neue Partnerschaft ist auf Langfristigkeit angelegt; der Launch der ersten Produkte erfolgt bereits im zweiten Halbjahr 2019.
Unsere in den Niederlanden gefestigte Marktposition werden wir konsequent ausbauen. Auch dort ist es unser Bestreben, die technischen Möglichkeiten zur Steigerung unserer Effizienz voll auszuschöpfen. In diesem Kontext richten wir in unserer Niederlassung Amsterdam ein Medical Underwriting Department ein. Die solide Entwicklung in Italien wird sich im laufenden Jahr fortsetzen. Wir wollen über unsere dortige Vertriebsplattform neue Partner erschließen, um damit als Anbieter im Umfeld der Kreditabsicherung auf dem italienischen Markt eine noch stärkere Position zu erlangen.
Mit Beginn des laufenden Geschäftsjahres ist die Leitung des Maklervertriebs in neue Hände übergegangen. Die Nachfolge wurde langfristig vorbereitet, um die sehr erfolgreiche Entwicklung dieses Vertriebsweges nahtlos fortsetzen zu können. Die personelle Verjüngung auf oberster Führungsebene geht einher mit unserem Bestreben, mit rhion.digital im Markt als "die digitale Maklermarke" wahrgenommen zu werden. Wir tun dies, ohne unsere Wurzeln zu kappen, denn die 2018 umgesetzten Veränderungen sind die logische Fortsetzung einer kontinuierlichen Wachstumsgeschichte. Rückenwind geben uns nicht zuletzt gerade jene Vertriebspartner, zu denen besonders langjährige Verbindungen bestehen.
Ein Vertriebsansatz ist in diesem Jahr die Intensivierung des Kfz-Geschäfts. Grundlage hierfür ist unser 2018 eingeführter Kfz-Tarif "ONdrive", der im Markt gut angenommen wurde. Dieser wird in den kommenden Monaten weiter optimiert, wobei wir das Projekt in bereichsübergreifender Zusammenarbeit vorantreiben. Der Verkaufsstart des um neue Bausteine und Services ergänzten Produkts ist für Anfang Oktober geplant. Parallel dazu ist unter Federführung der Digital Company, dem Corporate Startup der RheinLand-Gruppe, auf der Basis von "ONdrive" eine rein digitale Kfz-Versicherung gestaltet worden. Diese stellen wir Maklern als schlanke Lösung für den unkomplizierten Verkauf zur Verfügung. Bei der Entwicklung wurden Vermittler aktiv einbezogen: Sie hatten die Möglichkeit, ihre Ideen und Anregungen in den Prozess mit einfließen zu lassen (Open Innovation). Dieses mit Alleinstellungsmerkmalen versehene Produkt wird zu Beginn des zweiten Quartals "live" geschaltet werden.
Darüber hinaus wollen wir unser Wissen um die vielen Möglichkeiten einer digitalen Rundumbetreuung von Vertriebspartnern vertiefen. Ein Fokus liegt auf dem Bestandsmanagement. Ziel ist es, mit diesen zusätzlichen Services die Attraktivität einer Zusammenarbeit mit rhion.digital zu erhöhen. Ferner richten wir unsere Aufmerksamkeit darauf, entlang der Wertschöpfungskette durch digitale Tools weitere Potenziale zu heben; hierbei greifen wir auch auf das Know-how von Insur-Techs zurück, mit denen Kooperationen bestehen.
Nicht zuletzt haben wir im ersten Quartal des Jahres die Weichen dafür gestellt, unsere Geschäftstätigkeit im Maklervertrieb auf die Niederlande auszuweiten. Basis der angestrebten Etablierung im niederländischen Markt ist eine Kooperationsvereinbarung mit der Nederlandse Vereniging van Gevolmachtigde Assurantiebedrijven (NVGA), einem Zusammenschluss von 174 Assekuradeuren. Die Zusammenarbeit beginnt zum 1. Januar 2020. Geplant ist, nach einer Startphase als Mitversicherer mit eigenen, auf die niederländischen Kundenbedürfnisse zugeschnittenen Produkten die Kooperation auszubauen. Das Maklergeschäft in den Niederlanden wird von einer noch zu gründenden Niederlassung in Eindhoven gesteuert werden.
Im laufenden Geschäftsjahr bestimmen organisatorische Themen die Agenda im Ausschließlichkeitsvertrieb. Sie ergeben sich aus dem immer größer werdenden digitalen Instrumentarium, das wir für unsere Bezirksdirektionen und Geschäftsstellen vorhalten.
Unser Bestreben ist es, unsere Vertriebskräfte vor Ort nicht nur punktuell, sondern umfassend in den Stand zu versetzen, das Potenzial der digitalen Möglichkeiten für ein gewinnbringendes Geschäft voll auszuschöpfen. Wir stehen hier in der Verantwortung, weshalb wir für unsere Vertriebsführungsmannschaft ein zusätzliches Entwicklungsprogramm gestartet haben.
Ziel ist es, auf Leitungsebene einen Kompetenzpool zu schaffen, der aus Persönlichkeiten besteht, die der Digitalisierung mit größtmöglicher Offenheit und Lernbereitschaft begegnen. Wir sind sicher, dass wir dadurch das einheitliche Verständnis für die Chancen der Digitalisierung noch mehr vertiefen können. Neben dieser Binnenwirkung besitzt digitale Kompetenz eine große Außenwirkung, da sie uns im Wettbewerb um die besten Köpfe eine bessere Ausgangsposition verschafft. Zwar weist der allgemeine Branchentrend stark rückläufige Vermittlerzahlen aus, unser Ziel ist es aber weiterhin, die Zahl unserer Hauptvermittler, Partner und Kundenberater in den kommenden zwei Jahren von aktuell rund 270 auf etwa 300 auszubauen. Dabei achten wir sehr genau darauf, wer zu uns passt, um die Entwicklung, die unser Außendienst erfolgreich eingeschlagen hat, konsequent fortzusetzen.
Die oben beschriebene positive Entwicklung unserer Vertriebswege spiegelt sich in den Geschäftsverläufen der Risikoträger wider. Durch den kontinuierlichen Ausbau unserer Versicherungsbestände rechnen wir weiterhin mit guten Ergebnisbeiträgen am Gesamtergebnis. Im März verursachten die Sturmtiefs "Bennett" und "Eberhard" deutschlandweit schwere Schäden. Insbesondere "Eberhard" war von seiner Intensität her mit dem Sturm "Friederike" im Januar 2018 vergleichbar. Erfreulicherweise ergaben sich aber diesmal für uns deutlich geringere Auswirkungen als im Vorjahr. Betroffen waren vor allem Wohngebäude, während die Schäden an Kraftfahrzeugen überschaubar blieben. Daneben planen wir mit stabilen Erträgen aus der Vermietung unserer Immobilien. Insgesamt gehen wir bei der Gesellschaft für 2019 von einem guten Ergebnis aus, welches aufgrund von Investitionen in die Zukunft, insbesondere im Bereich der Digitalisierung, leicht unter dem Vorjahr liegen wird.
Als Versicherungsgruppe sind wir in besonderem Maße von den sich ändernden Umwelt- und Klimabedingungen und der damit einhergehenden Zunahme unwetterbedingter Schäden sowie den daraus resultierenden Schadenbelastungen betroffen. Schon alleine aus diesem Grund betreiben wir aktiven Umweltschutz nach innen und außen. Gleichzeitig möchten wir Ressourcen schonen, Betriebskosten senken und nicht zuletzt als Vorbild vorangehen. Dabei hilft uns ein Umweltmanagement-System, das unsere umweltrelevanten Abläufe seit 1997 regelt und uns dabei unterstützt, Verbesserungspotenziale systematisch ausfindig zu machen und zu nutzen.
Das zentrale Ziel unserer Umweltschutzaktivitäten haben wir im Jahr 2007 festgelegt: Wir wollen die CO2-Neutralität unseres Geschäftsbetriebes für die Dauer von 50 Jahren sicherstellen. In Zusammenarbeit mit "PRIMAKLIMA-weltweit e.V." haben wir in mehreren Tranchen Aufforstungsmaßnahmen an unserem Standort in Neuss, darüber hinaus in Deutschland, in Europa und sogar weltweit durchführen lassen. Die aufgeforsteten Flächen kompensieren in der Summe alle CO2-Emissionen unseres Geschäftsbetriebes, so dass wir unser Ziel im Mai 2011 erreichen konnten. Damit waren wir einer der ersten Versicherer im deutschen Markt, der die CO2-Neutralität seines Geschäftsbetriebes so zügig realisiert hat.
Mit unserer Umweltbilanz, die wir in unserem Nachhaltigkeitsbericht aufführen, legen wir einmal pro Geschäftsjahr unsere Verbräuche und Bedarfe offen. Damit treten wir den Beweis an, dass wir auch weiterhin großen Wert auf den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen legen und die hohe Bedeutung, die eine CO2-Neutralität für unser Unternehmen darstellt, nicht aus den Augen verlieren. Diesen Nachweis werden wir auch zukünftig transparent und offen erbringen.
Neuss, 18. März 2019
Der Vorstand
Christoph Buchbender
Dr. Lothar Horbach
Udo Klanten
Andreas Schwarz
Aktiva
| 2018 € |
2018 € |
2018 € |
2017 € |
|
| A. Anlagevermögen: | ||||
| I. Sachanlagen: | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 24.740.497,60 | 25.105.039,06 | ||
| II. Finanzanlagen: | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 127.119.900,43 | 127.065.900,43 | ||
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 10.000.000,00 | 10.000.000,00 | ||
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 6.006.900,00 | 0,00 | ||
| 167.867.298,03 | 162.170.939,49 | |||
| B. Umlaufvermögen: | ||||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: | ||||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 18.956.032,28 | 18.886.834,44 | ||
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | 1.102.175,24 | 617.735,67 | ||
| 20.058.207,52 | 19.504.570,11 | |||
| II. Guthaben bei Kreditinstituten | 5.818.150,91 | 6.474.254,51 | ||
| 25.876.358,43 | 25.978.824,62 | |||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 308.595,88 | 302.739,72 | ||
| 194.052.252,34 | 188.452.503,83 | |||
|
Passiva |
||||
| 2018 € |
2018 € |
2018 € |
2017 € |
|
| A. Eigenkapital: | ||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 9.830.400,00 | 9.830.400,00 | ||
| II. Kapitalrücklage | 15.169.462,46 | 15.169.462,46 | ||
| III. Gewinnrücklagen: | ||||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 168.726,32 | 168.726,32 | ||
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 128.780.000,00 | 118.200.000,00 | ||
| 128.948.726,32 | 118.368.726,32 | |||
| IV. Bilanzgewinn | 7.405.516,47 | 8.184.226,80 | ||
| 161.354.105,25 | 151.552.815,58 | |||
| B. Rückstellungen: | ||||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 21.029.932,20 | 20.315.364,10 | ||
| 2. Steuerrückstellungen | 2.564.167,28 | 2.096.523,28 | ||
| 3. Sonstige Rückstellungen | 1.714.992,00 | 1.741.415,00 | ||
| 25.309.091,48 | 24.153.302,38 | |||
| C. Verbindlichkeiten: | ||||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 25.818,60 | 29.067,00 | ||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 7.261.322,98 | 12.679.438,51 | ||
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 101.914,03 | 37.880,36 | ||
| davon aus Steuern: 99.982,03 € | (24.679,39) | |||
| 7.389.055,61 | 12.746.385,87 | |||
| 194.052.252,34 | 188.452.503,83 |
| 2018 € |
2018 € |
2017 € |
2017 € |
|
| 1. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen | 17.246.990,23 | 18.585.219,85 | ||
| 2. Umsatzerlöse | 5.075.122,19 | 5.047.171,41 | ||
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 350.597,77 | 414.635,88 | ||
| 4. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 658.061,75 | 650.000,00 | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen: 650.000,00 € | (650.000,00) | |||
| 5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 227.120,89 | 23.557.892,83 | 73.869,27 | 24.770.896,41 |
| davon aus verbundenen Unternehmen: 0,00 € | (0,00) | |||
| 6. Abschreibungen auf Sachanlagen | 711.251,18 | 705.173,40 | ||
| 7. Materialaufwand | 1.783.523,62 | 1.794.538,18 | ||
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 3.524.954,29 | 3.256.378,74 | ||
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 955.971,87 | 1.273.704,67 | ||
| davon an verbundene Unternehmen: 140.309,13 € | 6.975.700,96 | (153.780,59) | 7.029.794,99 | |
| 10. Aufwendungen aus Verlustübernahme | 835.485,18 | 0,00 | ||
| Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Steuern | 15.746.706,69 | 17.741.101,42 | ||
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 756.579,70 | 1.148.232,75 | ||
| davon ab: Organschaftsumlage | 0,00 | 0,00 | ||
| 12. Ergebnis nach Steuern | 14.990.126,99 | 16.592.868,67 | ||
| 13. Sonstige Steuern | 196.837,32 | 237.701,23 | ||
| 14. Jahresüberschuss | 14.793.289,67 | 16.355.167,44 | ||
| 15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 2.226,80 | 9.059,36 | ||
| 16. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen | 7.390.000,00 | 8.180.000,00 | ||
| 17. Bilanzgewinn | 7.405.516,47 | 8.184.226,80 |
Der Jahresabschluss wurde nach den maßgeblichen handels- und aktienrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung folgen in ihrem Aufbau grundsätzlich den Gliederungsvorschriften der §§ 266, 275 Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 158 AktG. Um die Aussagekraft der Gewinn- und Verlustrechnung zu verbessern, wurde das Gliederungsschema dem Unternehmensgegenstand angepasst. Daher werden insbesondere die Umsatzerlöse nicht als erster Posten aufgeführt.
Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen und Zuschreibungen gemäß § 255 Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 3 und 5 HGB ausgewiesen.
Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.
Ausleihungen und Forderungen sind mit dem Nominalwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Die Investmentanteile und festverzinslichen Wertpapiere werden gemäß § 253 Abs. 1, 3 und 5 HGB zu Anschaffungskosten bewertet.
Sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert.
Die Mietforderungen werden einzel- und pauschalwertberichtigt.
Liquide Mittel sind mit dem Nominalwert bewertet.
Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt.
Gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, auf eine Aktivierung des Überhangs einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung zu verzichten.
Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB auf der Grundlage der Heubeck-Richttafeln 2018G. Neben gegenwärtigen Entwicklungen wurden auch künftige Entwicklungen sowie Trends und Fluktuation berücksichtigt. Die Abzinsung erfolgte mit dem von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB.
Es wurden nachstehende versicherungsmathematische Parameter für die Ermittlung der Verpflichtungen verwendet:
| Pensionsalter | Regelaltersgrenze |
| Rentendynamik | 1,75% p. a. |
| Zinssatz | 3,21% p. a. |
Die zu berücksichtigende Fluktuation entspricht dem allgemein beobachtbaren altersabhängigen Durchschnitt der Branche und beeinflusst den Erfüllungsbetrag nur geringfügig. Der mit dem durchschnittlichen Zinssatz der letzten sieben Jahre (2,36 %) ermittelte Alternativbetrag beträgt 23,1 Mio. €. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von 2,0 Mio. € ist unter Berücksichtigung von latenten Steuern ausschüttungsgesperrt. Es bestehen allerdings ausreichend hohe Gewinnrücklagen bei der Gesellschaft.
Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde nach den IDW-Standard RS HFA 3 gebildet. Gemäß § 253 Abs. 2 HGB in Verbindung mit der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsVO) wurde der Rechnungszins auf Basis der für Ende Dezember veröffentlichten Werte der Bundesbank mit 2,36% p. a. einbezogen. Als Rechnungsgrundlage wurden die Heubeck-Richttafeln 2018G bei einer Gehaltsdynamik von 2,0% p. a. verwendet. Die Anschaffungskosten des Altersteilzeitfonds betrugen 0,9 Mio. €. Die Rückstellung für Altersteilzeit belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 1,0 Mio. €. Diese wurde gemäß des Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts (BilMoG) mit dem Zeitwert des Deckungsvermögens aus den entsprechenden Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von 0,9 Mio. € verrechnet und unter den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 0,1 Mio. € bilanziert. Es entstanden Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellung in Höhe von 27 T€.
Die Steuerrückstellungen umfassen die Rückstellungen für Ertrag- und sonstige Steuern der einbezogenen Organgesellschaften, die sich auf Grundlage der nationalen Besteuerung ergeben. Es handelt sich dabei um den diskontierten Erfüllungsbetrag für künftige Steuerbelastungen aus Vorjahren und dem Geschäftsjahr.
Die sonstigen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken Rechnung und sind wie die Verbindlichkeiten mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Sofern die sonstigen Rückstellungen eine Laufzeit von mehr als einem Jahr haben, erfolgt die Diskontierung gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB.
| Entwicklung des Anlagevermögens | Kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten T€ |
Zugänge T€ |
Abgänge T€ |
Umbuchungen T€ |
Zuschreibungen T€ |
Kumulierte Abschreibungen T€ |
| Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke | 86.466 | 347 | 0 | 0 | 0 | 62.072 |
| 86.466 | 347 | 0 | 0 | 0 | 62.072 | |
| Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 131.407 | 54 | 0 | 0 | 0 | 4.342 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 10.000 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3. Wertpapiere | 6.007 | 6.007 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 147.414 | 6.061 | 0 | 0 | 0 | 4.342 | |
| insgesamt | 233.880 | 6.408 | 0 | 0 | 0 | 66.413 |
| Entwicklung des Anlagevermögens | Bilanzwerte 31.12.2018 T€ |
Abschreibungen 2018 T€ |
| Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke | 24.740 | 711 |
| 24.740 | 711 | |
| Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 127.120 | 0 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 10.000 | 0 |
| 3. Wertpapiere | 6.007 | 0 |
| 143.127 | 0 | |
| insgesamt | 167.867 | 711 |
Der Bilanzwert der eigengenutzten Grundstücke beträgt zum 31. Dezember 2018 16.324 T€.
| Aufstellung des Anteilsbesitzes per 31. Dezember 2018 gemäß § 285 Nr. 11 HGB | Anteil am Grundkapital 0/ % |
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres 31.12.2018 € |
Eigenkapital des jeweiligen Unternehmens 31.12.2018 € |
| Inländische | |||
| 1. RheinLand Versicherungs AG, Neuss 1 | 100 unmittelbar | 0,00 | 58.464.847,72 |
| 2. RheinLand Lebensversicherung AG, Neuss | 100 unmittelbar | 709.021,59 | 20.945.246,62 |
| 3. Credit Life AG, Neuss 1 | 100 unmittelbar | 0,00 | 43.340.862,95 |
| 4. Rhion Versicherung AG, Neuss 1 | 100 unmittelbar | 0,00 | 21.768.194,54 |
| 5. RH Digital Company GmbH, Neuss 1 | 100 unmittelbar | 0,00 | 52.000,00 |
| 6. RheinLand Vermittlungs GmbH, Neuss | 100 mittelbar | 679.661,24 | 4.636.443,35 |
| 7. Credit Life & DEVK Vermittlungs GmbH, Neuss | 51 mittelbar | 10.776,08 | 37.776,08 |
| 8. RheinLand Betriebsrestaurant GmbH, Neuss | 100 mittelbar | 6.030,61 | 61.259,53 |
| Ausländische | |||
| 1. Rheinland Groep Nederland B.V., Amsterdam | 100 mittelbar | -400.935,01 | 5.883.439,10 |
| 2. Callas Holding N.V., Amstelveen | 100 mittelbar | 0,00 | 45.000,00 |
| 3. Callas Nederland B.V., Amstelveen | 100 mittelbar | 0,00 | 18.000,00 |
| 4. Lazur B.V., Amstelveen | 100 mittelbar | 0,00 | 18.000,00 |
Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 3 S. 1 Nr. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.
1
Es besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der RheinLand Holding
AG.
| 2018 € |
2017 € |
|
| Steuererstattungsansprüche | 377.648,90 | 414.679,81 |
| Zins- und Mietforderungen | 46.051,36 | 48.383,49 |
| übrige | 678.474,98 | 154.672,37 |
| insgesamt | 1.102.175,24 | 617.735,67 |
Die Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
Das gezeichnete Kapital beträgt 9,830 Mio. € und ist aufgeteilt in 3.840.000 Stückaktien.
Die Kapitalrücklage enthält ausschließlich Agien nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB.
| 2018 € |
|
| Stand am Anfang des Geschäftsjahres | 118.368.726,32 |
| Zugang aus dem Bilanzgewinn 2017 | 3.190.000,00 |
| Zugang aus dem Jahresüberschuss | 7.390.000,00 |
| Stand am Ende des Geschäftsjahres | 128.948.726,32 |
Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 2.226,80 € enthalten.
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2016 von der RheinLand Versicherungs AG ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 10,0 Mio. € mit einer Laufzeit von fünf Jahren aufgenommen. Zum 31. August 2018 wurde vorzeitig ein Teil des Schuldscheindarlehens gekündigt und zurückgezahlt. Zum Bilanzstichtag beträgt die verbleibende Summe 5,0 Mio. € und die Restlaufzeit liegt unter 5 Jahre. Daneben besteht ein Hypothekendarlehen gegenüber der RheinLand Lebensversicherung AG mit einer Laufzeit über 5 Jahre welches jährlich getilgt wird. Die übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
Wir haben das Gliederungsschema im Geschäftsjahr erweitert und die Vorjahreswerte entsprechend angepasst.
Aufgrund des Schuldbeitritts zu den Pensionszusagen der RheinLand Versicherungs AG, der RheinLand Lebensversicherung AG und der Credit Life AG haben die aus den Pensionszusagen Berechtigten einen unmittelbaren Anspruch gegenüber der Gesellschaft erworben.
| 2018 € |
2017 € |
|
| Altersteilzeit | 986.992,00 | 1.026.915,00 |
| übrige | 728.000,00 | 714.500,00 |
| insgesamt | 1.714.992,00 | 1.741.415,00 |
Die Umsatzerlöse beinhalten die Mieterträge.
| 2018 € |
2017 € |
|
| Erträge aus Auflösung von Rückstellungen | 88.236,60 | 98.249,04 |
| Erträge aus Kostenumlagen | 253.809,29 | 257.505,53 |
| übrige | 8.551,88 | 58.881,31 |
| insgesamt | 350.597,77 | 414.635,88 |
Die Abschreibungen entfallen in Höhe von 711 T€ ausschließlich auf Grundstücke und Gebäude.
Im Geschäftsjahr wurden keine Abschreibungen vorgenommen.
Der Materialaufwand beinhaltet die Aufwendungen für Grundstücke.
| 2018 € |
2017 € |
|
| Kostenumlagen verbundener Unternehmen | 2.159.312,96 | 1.931.686,59 |
| übrige | 1.365.641,33 | 1.324.692,15 |
| insgesamt | 3.524.954,29 | 3.256.378,74 |
In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung zum 31. Dezember 2018 der Pensionsrückstellungen in Höhe von 711 T€ sowie aus der Aufzinsung der Rückstellung für Altersteilzeit in Höhe von 25 T€ enthalten.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sind im Wesentlichen Geschäftsjahressteuern.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats sowie die Bezüge der Vorstandsmitglieder werden im Konzernanhang aufgeführt.
Die Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder sind auf den Seiten 6 und 7 aufgeführt.
Die Effektenverwaltung Cornel Werhahn GbR, Neuss, hat uns lediglich vorsorglich für den Fall, dass ihr Unternehmenseigenschaft i. S. d. § 20 AktG zukommen sollte, mitgeteilt, dass ihr mittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an der Gesellschaft gehört. Ferner haben uns Verena Gräfin Huyn, Neuss, Dr. Ludwig Baum, München, und Heinrich Straaten, Königswinter, lediglich vorsorglich für den Fall, dass ihnen Unternehmenseigenschaft i. S. d. § 20 AktG zukommen sollte und von ihnen gehaltene Beteiligungen nach den Grundsätzen der Mehrmütterschaft als abhängige Unternehmen zu qualifizieren sein sollten, mitgeteilt, dass ihnen mittelbar eine Mehrheitsbeteiligung der Gesellschaft gehört.
Die RheinLand Holding AG, mit Sitz in Neuss, ist im Handelsregister beim Amtsgericht Neuss (HRB 1113) eingetragen.
Als Mutterunternehmen erstellt die RheinLand Holding AG gleichzeitig für den größten und für den kleinsten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht zu verzeichnen.
Der Hauptversammlung wird folgende Verwendung des Bilanzgewinns vorgeschlagen:
| € | |
| Ausschüttung einer Dividende von 1,20 € je Stückaktie = | 4.608.000,00 |
| Ausschüttung eines Bonus von 0,10 € je Stückaktie = | 384.000,00 |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen | 2.410.000,00 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 3.516,47 |
| Bilanzgewinn | 7.405.516,47 |
Neuss, 18. März 2019
Der Vorstand
Christoph Buchbender
Dr. Lothar Horbach
Udo Klanten
Andreas Schwarz
Wir haben den Jahresabschluss der RheinLand Holding AG, Neuss, -bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RheinLand Holding AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht -ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― |
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― |
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― |
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― |
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 9. April 2019
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Alexander Hofmann, Wirtschaftsprüfer
Michael Peters, Wirtschaftsprüfer
Hauptverwaltung
RheinLandplatz
41460 Neuss
Telefon 02131.2010-7000
service@creditlife.net
www.creditlife.net
Hauptverwaltung
RheinLandplatz
41460 Neuss
Telefon 02131.6099-0
info@rhion.digital
www.rhion.digital
Hauptverwaltung
RheinLandplatz
41460 Neuss
Telefon 02131.290-0
info@rheinland-versicherungen.de
www.rheinland-versicherungen.de
Hauptverwaltung
RheinLandplatz
41460 Neuss
Telefon 02131.290-0
info@rheinland-versicherungen.de
www.rheinland-versicherungen.de
Hammer Landstraße 1a
41460 Neuss
Telefon 02131.290-3496
info@digitalcompany.gmbh
www.digitalcompany.gmbh
Anton Werhahn
Kaufmann
Neuss
Vorsitzender
Kaufmann
Geschäftsführer der C. Thywissen VV GbR
Neuss
Stellv. Vorsitzender
Kaufmann
Geschäftsführer der Effektenverwaltung
Cornel Werhahn GbR
München
Diplom-Kauffrau
Ehemaliges Mitglied des Vorstands der RheinLand Holding AG
Bornheim
Betriebsratsvorsitzender der RheinLand Versicherungs AG
Jüchen
Wirtschaftsinformatiker
Brühl
Versicherungsfachwirt
Neuss
Ausgebildeter Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
Köln
Bankkaufmann
Diplom-Kaufmann
Bonn
Volljurist
Neuss
(ab 1. Januar 2018)
RheinLand Holding AG
RheinLandplatz
41460 Neuss
Telefon 02131.290-0
www.rheinland-versicherungsgruppe.de
RheinLand Holding AG
RheinLandplatz
41460 Neuss
Telefon 02131 290-0
www.rheinland-versicherungsgruppe.de
RheinLand Versicherungsgruppe, Konzernkommunikation
h1 brand communication gmbh & co. kg
Digitale Werbeagentur
Am Zollhafen 5
41460 Neuss
www.h1com.de
Das Druckhaus Beineke Dickmanns GmbH
Im Hasseldamm 6
41352 Korschenbroich
www.das-druckhaus.de
Unter verantwortungsvoller Unternehmensführung verstehen wir, alles dafür zu tun, dass sich die RheinLand Versicherungsgruppe auf einem soliden, wertebasierten Fundament zukunftsfähig weiterentwickeln kann. Diese Maxime schließt kurzfristiges Profitstreben zu Lasten unserer Mitarbeiter und Kunden sowie auf Kosten von Gesellschaft und Natur konsequent aus. Unser Planungshorizont geht folglich über Quartale, Halbjahre und Geschäftsjahre deutlich hinaus. Wir wissen, dass wir diesen Weg mit dem breiten Rückhalt der Eigentümer unseres Unternehmens - mehrheitlich sind dies Nachfahren der Gründer von 1880 - gehen können. Indem wir Maß halten, handeln wir im besten Sinne nachhaltig und bleiben vertrauenswürdig.
Der Vorstand der RheinLand Holding AG
Dieser Bericht bezieht sich auf die Gesellschaften der RheinLand Versicherungsgruppe. Die Betrachtung spiegelt den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 wider.
Dieser zweite durch die RheinLand Holding AG erstellte Nachhaltigkeitsbericht orientiert sich am Deutschen Nachhaltigkeitskodex. Eine tabellarische Darstellung der relevanten Kennzahlen anhand des Deutschen Nachhaltigkeitskodexes schließt diesen Bericht ab. Neben diesem Bericht wurde auch der Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2018 veröffentlicht, der außer Wirtschaftszahlen auch Angaben zu nichtfinanziellen Leistungsindikatoren enthält.
Der Nachhaltigkeitsbericht richtet sich an alle Stakeholder, insbesondere Aktionäre, Mitarbeiter, Kunden, Geschäfts- und Vertriebspartner sowie die Öffentlichkeit.
An der Spitze des Konzerns steht die RheinLand Holding AG, die alle Aktivitäten steuert und die Konzernstrategie vorgibt, selbst aber nicht operativ tätig ist. Unter dem Dach der Holding sind vier Gesellschaften als Risikoträger angesiedelt, die zusammen mit weiteren Gesellschaften die RheinLand Versicherungsgruppe bilden. Die RheinLand-Gruppe besitzt unter den deutschen Versicherungskonzernen ein unverwechselbares Profil: Bis heute ist sie in mehrheitlichem Besitz der Nachkommen jener Familien, die vor bald 140 Jahren den Grundstein legten. Sitz der Gesellschaft ist Neuss.
Die Wurzeln der RheinLand Versicherungs AG reichen bis ins Gründungsjahr 1880, als die Feuerversicherungs-Gesellschaft Rheinland Aktiengesellschaft ihren Betrieb aufnahm. Die RheinLand Versicherungs AG ist im Wesentlichen Risikoträger für das durch den eigenen Außendienst vermittelte und das über den Banken- und Kooperationsvertrieb geschlossene Geschäft, soweit Kompositbestandteile bestehen. Sitz der Gesellschaft ist Neuss. Die RheinLand Versicherungs AG unterhält seit 2013 eine Niederlassung in Amsterdam und seit 2017 eine Niederlassung in Mailand. Die RheinLand Lebensversicherung AG ist im Wesentlichen Risikoträger für das durch den eigenen Außendienst vermittelte Geschäft. Sitz der Gesellschaft ist Neuss.
Die Rhion Versicherung AG ist innerhalb des Konzernverbunds der RheinLand-Gruppe im Jahre 2005 als Maklerversicherer gegründet worden. Die Rhion Versicherung AG ist Risikoträger für das durch den Maklervertrieb vermittelte Geschäft ohne Lebensversicherungsgeschäft. Sitz der Gesellschaft ist Neuss.
Die in jetziger Form seit 2013 bestehende Credit Life AG ist Risikoträger im Wesentlichen für das Geschäft, das über den Banken- und Kooperationsvertrieb sowie durch den Eigenen Außendienst im Bereich Lebensversicherung getätigt wird. Sitz der Gesellschaft ist Neuss. Die Credit Life AG unterhält seit 2013 eine Niederlassung in Amsterdam und seit 2017 eine Niederlassung in Mailand.
Die RH Digital Company GmbH ist das Corporate Startup der RheinLand Versicherungsgruppe. Das 2018 gegründete Unternehmen konzentriert sich auf die Entwicklung digitaler Versicherungsprodukte und Geschäftsmodelle für die RheinLand-Gruppe. Sitz der Gesellschaft ist Neuss.
Unser Geschäftsmodell basiert auf drei Marken und drei Vertriebswegen. Die Marke RheinLand Versicherungen steht für den Eigenen Außendienst, rhion.digital für den Maklervertrieb und Credit Life für den Banken- und Kooperationsvertrieb. Über unsere Vertriebe erreichen wir mit unterschiedlichen Produktportfolios unsere jeweiligen Zielgruppen.
Herzstück und Keimzelle unseres Unternehmens ist der professionell aufgestellte Eigene Außendienst, der unter dem Markennamen RheinLand Versicherungen mit Bezirksdirektionen und Geschäftsstellen deutschlandweit vertreten ist. Deutschlandweit geben rund 280 Generalagenten und Kundenberater unserem Außendienst ein Gesicht. Sie sind spezialisiert auf das Komposit- und Lebensversicherungsgeschäft. Zielgruppe sind neben Privatkunden auch Gewerbekunden bis zu mittlerer Betriebsgröße.
Das mit Maklern und freien Vermittlern betriebene Geschäft konzentriert sich auf Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherungen für Privat- und Gewerbekunden sowie Kfz-Versicherungen für Privatkunden. Die anerkannt hohe Vertriebskompetenz der Maklerbetreuer, ausgefeilte technische Lösungen und die damit verbundene weitreichende Entlastung von administrativen Tätigkeiten sowie das Courtagemodell sorgen für stete Wachstumsimpulse. Im Maklervertrieb betreiben wir unser Geschäft unter dem Markennamen rhion.digital, der im Oktober 2018 den bisherigen Markennamen - Rhion Versicherungen - abgelöst hat. Der neue Markenauftritt rückt unser technologisches Know-how in den Blick und setzt ein Signal, um gemeinsam mit uns den Weg in die digitale Zukunft zu gehen.
Durch den international aufgestellten Banken- und Kooperationsvertrieb bieten wir individuell konzipierte Produkte an in den Bereichen Restkredit- und Risikolebensversicherungen sowie Versicherungen für Automotive. Vertriebspartner sind namhafte Unternehmen aus der Finanz- und Versicherungsbranche sowie Makler, Hersteller und Handel. Der Banken- und Kooperationsvertrieb verbindet sich mit dem Markennamen Credit Life.
Auch wir als Versicherungsgruppe sind von den sich ändernden Umwelt- und Klimabedingungen und der damit einhergehenden Zunahme unwetterbedingter Schäden sowie den daraus resultierenden Schadenbelastungen betroffen. Schon allein aus diesem Grund betreiben wir aktiven Umweltschutz nach innen und außen um Ressourcen zu schonen, Betriebskosten zu senken und nicht zuletzt als Vorbild voranzugehen. Dabei hilft uns ein Umweltmanagement-System, das unsere umweltrelevanten Abläufe seit 1997 regelt und uns dabei unterstützt, Verbesserungspotenziale systematisch ausfindig zu machen und zu nutzen.
Das zentrale Ziel unserer Umweltschutzaktivitäten haben wir im Jahre 2007 festgelegt: Wir wollen die CO2-Neutralität unseres Geschäftsbetriebes für die Dauer von 50 Jahren sicherstellen. In Zusammenarbeit mit PRIMAKLIMA-weltweit e.V. haben wir in mehreren Tranchen Aufforstungsmaßnahmen am Standort Neuss, in Deutschland, in Europa und sogar weltweit durchführen lassen. Die aufgeforsteten Flächen kompensieren in der Summe alle CO2-Emissionen unseres Geschäftsbetriebes.
Auch unsere Mitarbeiter leisten ihren Beitrag zu unseren Umweltschutzzielen. Dank der Bahnhofsnähe der Hauptverwaltung und aufgrund des Angebots eines Firmentickets kommen etwa 50% unserer Beschäftigten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Arbeitsplatz. Der Ausbau von gesicherten Fahrradabstellplätzen in der Tiefgarage der Konzernverwaltung hat zudem dazu beigetragen, dass sich die Zahl der Mitarbeiter, die mit dem Rad zur Arbeit kommen, sehr stark erhöht hat. Im zurückliegenden Geschäftsjahr startete die RheinLand-Gruppe zudem eine Aktion, um fürs Umsatteln vom Auto aufs Fahrrad zu werben und damit etwas für Umwelt und Gesundheit gleichermaßen zu tun. Die in Kooperation mit einem Fahrradhändler durchgeführte Maßnahme stieß auf große Resonanz.
Mit unserer Umweltbilanz legen wir einmal pro Geschäftsjahr unsere Verbräuche und Bedarfe offen. Damit treten wir den Beweis an, dass wir auch weiterhin großen Wert auf den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen legen und die hohe Bedeutung, die eine CO2-Neutralität für unser Unternehmen darstellt, nicht aus den Augen verlieren. Diesen Nachweis werden wir auch zukünftig transparent erbringen.
Bei der Ermittlung unserer betriebsökologischen Daten und der daraus berechneten Umweltkennzahlen orientieren wir uns am Leitfaden "VfU Kennzahlen 2005 - Kennzahlen zur betrieblichen Umweltleistung für Finanzdienstleister" (Aktualisierung 2011) des Vereins für Umweltmanagement in Banken, Sparkassen und Versicherungen e.V. Bei den Stromemissionen verwenden wir die Angaben unseres Versorgers KEVAG (Stromkennzeichnung gemäß § Energiewirtschaftsgesetz, EnWG), Bezugsjahr 2007. Bei den Verkehrsemissionen verwenden wir die vom Umweltbundesamt (UBA) im Leitfaden "Verkehr im Umweltmanagement" publizierten Faktoren (UBA, 1999) bzw. die Aktualisierungen.
| 2018 | 2017 | ||
| Mitarbeiter | 700 | 688 | |
| Arbeitstage | 250 | 250 | |
| Fläche | 15.524 m2 | 15.524 m2 | |
| Heizwärmebedarf (Erdgas) | kWh | 1.477.319 | 1.298.567 |
| Stromverbrauch | kWh | 2.157.700 | 2.082.902 |
| Dienstreiseaufkommen mit Bahn und ÖPNV | km | 222.658 | 202.883 |
| Dienstreiseaufkommen mit Pkw | km | 712.690 | 623.233 |
| Dienstreiseaufkommen mit Flugzeug | km | 752.905 | 543.945 |
| CO2-Emissionen | kg | 2.004.257,50 | 1.820.105,14 |
| Wasserverbrauch | l | 5.332.132 | 5.151.927 |
| Abfallaufkommen | kg | 124.450 | 115.847 |
| Kopier- und Druckerpapierverbrauch - TCF/ECF | kg | 11.425,00 | 21.465,10 |
| Sonstiger Papierverbrauch - TCF/ECF | kg | 41.994,03 | 40.110,02 |
| Summe Gesamtpapierverbrauch | kg | 53.419,03 | 61.575,12 |
| 2018 | 2017 | ||
| Heizwärmebedarf (Erdgas) je m2 | kWh | 95,16 | 83,65 |
| Stromverbrauch je Mitarbeiter | kWh | 3.082,43 | 3.027,47 |
| Dienstreiseaufkommen je Mitarbeiter und Jahr | km | 2.411,80 | 1.991,40 |
| Bahn- und ÖPNV-Anteil bei Dienstreise | 13,19% | 14,81°% | |
| Pkw-Anteil bei Dienstreisen | 42,21% | 45,49°% | |
| Flugzeug-Anteil bei Dienstreisen | 44,60% | 39,70% | |
| CO2-Emissionen je Mitarbeiter | kg | 2.863,23 | 2.645,50 |
| Wasserverbrauch je Mitarbeiter und Tag | l | 30,47 | 29,95 |
| Abfallaufkommen je Mitarbeiter und Tag | kg | 0,71 | 0,67 |
| Gesamtpapierverbrauch - | |||
| TCF/ECF je Mitarbeiter und Jahr | kg | 76,31 | 89,50 |
| Davon | |||
| Kopier- und Druckerpapierverbrauch - | |||
| TCF/ECF je Mitarbeiter und Jahr | kg | 16,32 | 31,20 |

Der Anstieg des Abfallaufkommens 2018 im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf zwei Faktoren zurückzuführen. Durch die Einrichtung der ersten Arbeitswelt "Open Space" und dem hieraus resultierenden Abbau von Ständerwänden und Einbauschränken sowie einer hierauf angepassten Neumöblierung ist das Sperrmüllaufkommen nochmals gestiegen. Auch die fortgeführte Digitalisierung des Zentralarchivs hat zu einem Anstieg bei der Vernichtung von Dokumenten um fast 5 Tonnen geführt. Ohne diese Einflüsse ist das Abfallaufkommen in etwa gleichgeblieben.

Im Jahr 2018 konnten wir unseren Gesamtpapierverbrauch sehr deutlich um 13,2% gegenüber dem Jahr 2017 reduzieren. Das ist insbesondere auf die zunehmende Digitalisierung und die damit verbundene Reduzierung von Drucker- und Kopierpapier zurückzuführen.

Im Jahr 2018 ist der spezifische Heizwärmebedarf gegenüber dem Vorjahr um 13,8 % angestiegen. Dieser Anstieg ist zum einen auf die sehr kalten Wintermonate Januar, Februar, März und zum anderen auf den geplanten Austausch vieler Heizungs- und Regelungskomponenten im Frühjahr zurückzuführen, der eine Neujustierung der gesamten Heizungsanlage notwendig machte.

Bei der Darstellung unserer Unternehmensemissionen beschränken wir uns auf Kohlendioxid (CO2), dem nach heutigem Kenntnisstand wesentlichen Faktor für den Treibhauseffekt. Unsere Kohlendioxid-Emissionen resultieren zu durchschnittlich 75% aus unserem Heizwärmebedarf (Gas) und Stromverbrauch und zu durchschnittlich 25% aus unserem Dienstreiseaufkommen.
Der Kohlendioxid-Emissionen pro Mitarbeiter sind 2018 gegenüber dem Vorjahr um gut 8,2% angestiegen. Dieses resultierte sowohl aus einer deutlichen Steigerung des Dienstreiseaufkommens um gut 21% als auch eines Anstiegs des Erdgasverbrauchs.

Unser Kopier- und Druckerpapierverbrauch konnte im Jahr 2018 um 46,8% gegenüber dem Jahr 2017 eingedämmt werden. Diese Reduzierung ist auf eine verstärkte Korrespondenz über elektronische Medien und die jederzeitige elektronische Verfügbarkeit vieler Dokumente in den Besprechungs- und Büroräumen zurückzuführen.

Der Stromverbrauch pro Mitarbeiter ist 2018 gegenüber dem Vorjahr um 1,8% angestiegen. Auslöser dieses erhöhten Stromverbrauchs war der erhöhte Strombedarf für die Klimatisierung aufgrund der langen Wärmeperioden im vergangenen Jahr.

Unser Dienstreiseaufkommen ist im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um gut 21 % oder umgerechnet fast 320.000 km angestiegen. Der Anstieg des Dienstreiseaufkommens beruht auf den Kooperationen mit Partnern und Insurtechs im Silicon Valley/USA. Insgesamt wurde der Trend einer verringerten Nutzung von Pkw für die Dienstreisen fortgeführt, so dass dieser nur noch den zweithöchsten Anteil ausmacht. Die Verteilung 2018 betrug dabei für Pkw 42%, Flugzeug 45% und für Bahn- bzw. ÖPNV 13%. Das Verkehrsaufkommen aus Berufs-, Kunden-, und Lieferantenverkehr wurde nicht ermittelt.

Der Wasserverbrauch pro Mitarbeiter im Jahr 2018 ist gegenüber 2017 um 1,7% angestiegen. Ausschlaggebend hierfür war der größere Wasserverbrauch durch die mehrmonatig notwendige Wässerung der Außenanlagen aufgrund der langanhaltenden Trockenperioden.
Unsere Wertegrundsätze, die wir gemeinsam mit unseren Mitarbeitern entwickelt haben, legen den Grundstein für das Zusammenwirken am Arbeitsplatz. Wir streben nach einer guten Balance zwischen Fördern und Fordern, Geben und Nehmen, um eine hohe Zufriedenheit und Motivation bei der täglichen Arbeit sicherzustellen. Respekt, Ehrlichkeit, Redlichkeit und Loyalität sind für uns verbindliche Tugenden. Wir sind stolz auf die langjährige Treue vieler Mitarbeiter und schätzen ihre Kompetenz und Erfahrung. Zugleich bieten wir einer großen Zahl junger Menschen die Möglichkeit, bei uns eine Ausbildung zu absolvieren und ins Berufsleben zu starten.
Unsere Mitarbeiter stammen aus vielen verschiedenen Nationen. In unserem Unternehmen entwickeln sie einen Zusammenhalt, der sich in großer Einsatzbereitschaft und Freude am gemeinsamen Erfolg ausdrückt. Wir fördern die individuellen Stärken und Fähigkeiten und ermutigen zu Kreativität. Dadurch heben wir Potenziale, die uns im Wettbewerb von Vorteil sind.
(https://www.rheinland-versicherungsgruppe.de/der-konzern/wir-ueber-uns/unsere-wertegrundsaetze/).


Es ist uns wichtig, dass jeder das Lernen als Teil seiner Arbeitsaufgabe versteht und dass Führungskräfte und Mitarbeiter diesen Prozess aktiv und gemeinsam gestalten und vorantreiben. Wir sind davon überzeugt, dass die Fähigkeit, immer wieder Neues lernen zu können und zu wollen, unverzichtbar ist - sowohl für uns als Unternehmen als auch für den einzelnen Mitarbeiter. Die Leitidee unseres Kompetenzmodells orientiert sich an dem Wunsch nach einer transparenten und zielorientierten Personal- und Mitarbeiterentwicklung. Unser Kompetenzmodell beschreibt Kompetenzen, die für den Erfolg des Unternehmens entscheidend sind. Neben den fachlichen Kompetenzen gelten sie - in unterschiedlichen Ausprägungen - für Auszubildende und Mitarbeiter genauso wie für Führungskräfte. Das Kompetenzmodell sichert ein gemeinsames Verständnis und eine gemeinsame Sprache darüber, welche Anforderungen an uns gestellt werden. Durch dieses gemeinsame Verständnis wird der Dialog zwischen Führungskraft und Mitarbeiter über die berufliche und persönliche Weiterentwicklung unterstützt. Unser Kompetenzmodell ist Grundlage für unsere Personalentwicklungsprozesse: Als Beispiele seien hier genannt die Personalauswahl, das Mitarbeiterentwicklungsgespräch, spezielle Qualifizierungsprogramme und der Prozess Ernennungen/Beförderungen.
Wir messen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf hohen Stellenwert bei. In der Praxis spiegelt sich dies in entsprechenden Rahmenbedingungen wider, insbesondere in flexiblen Arbeitszeiten und in der Möglichkeit, von zuhause aus zu arbeiten.
Unseren Mitarbeitern bieten wir umfangreiche Sozialleistungen - vom Darlehen über die Geburtsbeihilfe bis hin zu zusätzlichen arbeitsfreien Tagen zu Karneval und zum Neusser Bürger-Schützenfest. Zu besonderen Anlässen besteht ein Anspruch auf Sonderurlaub. Darüber hinaus unterstützen wir betriebliche Veranstaltungen wie Ausflüge und Feste. In unserer Konzernverwaltung haben unsere Mitarbeiter während der Woche die Möglichkeit, im Betriebsrestaurant "1880" ein gesundes Frühstück zu sich zu nehmen und zu Mittag zu essen. Die Leitung der von uns in Eigenregie betriebenen Kantine setzt bewusst auf regionale Lieferanten.
Ausgeprägter Teamgeist, Engagement und Leistungsstärke sind ohne körperlich-geistiges Wohlbefinden nicht möglich. Wir schaffen daher Anreize, gemeinsam Sport zu treiben und mit viel Bewegung die körperliche Gesundheit zu fördern. Für diese Zielsetzung steht unser jährlicher "Fitnesstag". Die Veranstaltung richtet sich an alle Mitarbeiter im Innen- wie im Außendienst und deren Familienangehörige. Unter professioneller Betreuung bieten wir am "Fitnesstag" ein buntes Mitmach-Programm an, für das zum Teil auch Trainings weit im Vorfeld stattfinden. Ob Leichtathletik (Deutsches Sportabzeichen), Beachvolleyball- und Fußballturnier, Nordic Walking oder Fitnesstrends: Der Spaß am Sport verbindet.
Darüber hinaus gehört der alljährlich im Juni stattfindende "Neusser Sommernachtslauf" zu den Fixpunkten im RheinLand-Sportkalender. Die RheinLand zählt seit langem zu den Unterstützern dieser Veranstaltung und ermöglicht im Rahmen ihres Engagements laufbegeisterten RheinLändern aus dem Innen- und Außendienst, Angehörigen und Freunden die Teilnahme im "Team RheinLand".
Gemeinsam an den Start zu gehen, ist auch beim Neusser Firmenlauf "Firmenpuls" das Motto. Diese im September anstehende Laufveranstaltung wird ebenfalls von uns gefördert. Um das "RheinLand-Sportjahr" zu beschließen, bietet sich im November der "Neusser Erftlauf" an, dessen Hauptprogrammpunkt als "Lauf der RheinLand Versicherungen" angekündigt wird.
Schon seit 2008 sind wir Hauptsponsor des Olympiastützpunktes Rheinland in Köln (www.osp-rheinland.de). Dieses Engagement wird für unsere Mitarbeiter insbesondere am jährlich veranstalteten "Fitnesstag" der RheinLand Versicherungsgruppe spürbar. In die Vorbereitung und Durchführung sind durch Vermittlung des Olympiastützpunktes diverse Spitzensportler eingebunden: als Trainer, Motivatoren, Vorbilder, Stars zum Anfassen.
Am Standort Neuss zählt die RheinLand seit vielen Jahren zu den größten Förderern des Sports. Dieses Engagement verfolgen wir in strukturierter Form schon seit der Jahrtausendwende im Schulterschluss mit anderen Akteuren, um gemeinsam gezielter und nachhaltiger ansetzen zu können. Die RheinLand gehörte 2013 zusammen mit dem Rhein-Kreis Neuss zu den Initiatoren des gemeinnützigen Fördervereins "Partner für Sport und Bildung" (www.partnersportbildung.de).
Um diesen Verein gruppiert sich ein Sponsorenkreis, in dem Unternehmen, Kommunen und Bildungsträger versammelt sind. Mit ihrem finanziellen, materiellen und ideellen Engagement eröffnen die "Partner für Sport und Bildung" talentierten Nachwuchssportlern neue Perspektiven. Unterstützt werden Vereine und Sportler im bzw. aus dem Rhein-Kreis Neuss. Viele unserer Mitarbeiter sind diesen Vereinen bzw. Athleten durch eigene sportliche Ambitionen und persönliche Kontakte eng verbunden. Im Rahmen des Engagements für die "Partner für Sport und Bildung" fördert die RheinLand mit dem jährlich über Pfingsten in Neuss stattfindenden "Quirinus-Cup" das größte internationale Jugendhandballturnier Europas. Darüber hinaus trägt die RheinLand aktiv zum Gelingen diverser anderer Sportveranstaltungen in Neuss bei. Gern gesehen ist zudem das Engagement unserer Bezirksdirektionen und Geschäftsstellen für Sportvereine in ihrem jeweiligen Einzugsgebiet. Viele Generalagenten nutzen diese Möglichkeit und statten Jugendmannschaften mit neuen Trikotsätzen aus, stiften Preise oder sponsern Turniere.
Neben der Sportförderung gehört die Unterstützung von Kulturprojekten zu unseren Anliegen. Bestes Beispiel ist das allsommerliche Neusser Shakespeare-Festival. An der Neusser Galopprennbahn stehen in einem Nachbau des berühmten Londoner Globe-Theaters jedes Jahr renommierte nationale und internationale Ensembles auf der Bühne. Dieses Festival ist ein etabliertes und wertvolles Kulturgut, das wir als "Freunde des Globe" fördern. (www.shakespeare-festival.de/de/freunde/).
Ebenfalls weit über Stadt- und Landesgrenzen hinaus bekannt ist das Neusser Bürger-Schützenfest, das jedes Jahr mehr als eine Million Besucher nach Neuss zieht. Rund 7.000 aktive Schützen und Musiker bilden ein einzigartiges Schauspiel. Viele unserer Mitarbeiter sind in einem der Schützenkorps aktiv und mit ihren Familien dem Fest eng verbunden. Wir unterstützen sie dabei mit Sonderurlaubstagen, damit dieses traditionsreiche Fest, das schon sehr viel länger besteht als unser Unternehmen, unbelastet und unbeschwert gefeiert werden kann. Die enge Verbundenheit der heutigen RheinLand Versicherungsgruppe zum Neusser Schützenfest (www.schuetzen-fest-neuss.com/partner/) besteht seit Generationen. Viele Mitglieder der Eigentümerfamilien waren bzw. sind aktive Schützen oder haben sich an maßgeblicher Stelle für das Gelingen des Festes engagiert - allen voran der langjährige RheinLand-Aufsichtsratsvorsitzende Hermann Wilhelm Thywissen als Präsident des Neusser Bürger-Schützen-Vereins von 1823. Darüber hinaus fördert die RheinLand traditionell auch die schützenfestlichen Aktivitäten in vielen Neusser Stadtteilen.
Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle 2015 formierte sich in Neuss eine bis dato einzigartige Initiative. Angeregt von Anton Werhahn, als Vertreter der Mehrheitseigentümerfamilie Aufsichtsratsvorsitzender der RheinLand Holding AG, trafen sich Neusser Unternehmer zu einer Diskussionsveranstaltung in den Räumlichkeiten der RheinLand-Gruppe und vereinbarten hierbei konkrete Hilfen: Wie kann die Wirtschaft auf das Flüchtlingsproblem reagieren? Worauf kommt es an - vor allem im Hinblick auf junge Menschen?
Anfang 2016 nahm das Projekt "Kompass D" Fahrt auf. Als Ziel wurde die Förderung und gleichzeitige Integration junger Flüchtlinge definiert, die ein Bleiberecht haben und zwischen 15 und 25 Jahre alt sind, denen aber Sprach- und Landeskenntnisse fehlen, um nach der Schulzeit direkt eine Ausbildung aufnehmen zu können. Die Beteiligung der Wirtschaft an dem Projekt drückte sich in finanziellen, ideellen und organisatorischen Engagements aus, um diesen "Neu-Neussern" eine Perspektive zu geben.
"Kompass D" wird inzwischen von der Universität Göttingen wissenschaftlich begleitet und hat eine Vorbildwirkung gewonnen, die sich auch an der intensiven medialen Berichterstattung ablesen lässt. Im zurückliegenden Jahr gehörte die Stadt Neuss als Projektbeteiligte zu den Gewinnern des Bundeswettbewerbs "Zusammenleben Hand in Hand - Kommunen gestalten". Die Preisverleihung fand im Bundesministerium des Innern in Berlin statt. (www.kompassd.de)
Das Geschäftsgebiet erstreckt sich auf Deutschland, die Niederlande und Italien. Der Stammsitz ist Neuss. Unser Fokus als Teil der Strategie zur Achtung der Menschenrechte liegt daher auf der Zusammenarbeit mit regional tätigen Vertragspartnern. Insoweit ist das Risiko sehr gering, dass Verstöße gegen Menschenrechte eintreten.
Auch innerhalb des Asset Managements der RheinLand Versicherungsgruppe hat Nachhaltigkeit einen Stellenwert, der zunehmend an Bedeutung gewinnt. Dabei sind die wesentlichen Grundpfeiler von nachhaltigem Vermögensmanagement - Menschenrechte, Umweltbewusstsein, Ethik und Soziales - Themen, mit denen wir uns identifizieren. Daher soll die Rücksichtnahme auf Mensch und Umwelt sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen zukünftig auch in der Kapitalanlage intensiviert werden und in unseren Anlagegrundsätzen implementiert werden. Der ganzheitliche kontinuierliche Prozess soll hierbei auch zur Risikoreduzierung dienen.
Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten ist die Grundlage der Geschäftstätigkeit der RheinLand Versicherungsgruppe. Darauf vertrauen unsere Kunden und die Öffentlichkeit. Dieses Vertrauen ist entscheidend für unseren Unternehmenserfolg. Insbesondere die Information aller Mitarbeiter über die bestehenden Rechtspflichten ist daher zentrale Managementaufgabe. Zu diesem Zweck hat die RheinLand Versicherungsgruppe bereits frühzeitig, vor Inkrafttreten der entsprechenden gesetzlichen Vorgaben für Versicherungsunternehmen, ein umfassendes Compliance-Management-Konzept implementiert.
Zentraler Gegenstand des Compliance-Management-Konzepts ist die im Einklang mit den gesetzlichen Anforderungen erfolgte Einrichtung einer Compliance-Funktion sowie die Verabschiedung mehrerer Compliance- bzw. Antikorruptionsrichtlinien. Die Compliance-Management-Richtlinie legt die Organisation der Compliance in der RheinLand Versicherungsgruppe verbindlich fest. Die Compliance-Organisation folgt einer dezentralen Struktur, um in der täglich gelebten Unternehmenspraxis optimale Voraussetzungen im Umgang mit compliancerelevanten Sachverhalten sicherzustellen. An der Spitze dieser Struktur steht der Chief Compliance Officer (CCO), der durch die Department Compliance Officers (DCO) der einzelnen Vorstandsressorts und durch die Local Compliance Officers (LCO) der ausländischen Einheiten unterstützt wird. Die Kommunikation zwischen dem CCO und den DCO bzw. LCO sowie den übrigen Sonderfunktionen und Fachbereichen erfolgt insbesondere im Rahmen regelmäßig stattfindender Treffen, so genannter Board-Meetings. Zudem erfolgen Quartalsberichte sowie, sofern erforderlich, Ad-hoc-Meldungen an den CCO im Sinne einer Bottom-up-Berichterstattung.
Wir verstehen Compliance als aktive Risikovorbeugung. Vor diesem Hintergrund bestehen zahlreiche Instrumente, um im Rahmen eines Top-down-Ansatzes alle Mitarbeiter über die Inhalte der verschiedenen Regelungen und Richtlinien zu schulen sowie für diese zu sensibilisieren. Die einschlägigen internen Richtlinien stehen den betreffenden Mitarbeitern stets in aktualisierter Form über das Intranet abrufbar zur Verfügung. Im Rahmen von Neueinstellungen ist zudem durch die neuen Mitarbeiter der Empfang dieser Richtlinien zu bestätigen, was durch geeignete Personalprozesse sichergestellt wird. Es finden darüber hinaus regelmäßig interne Schulungen über die wesentlichen compliancerelevanten Rechtsgebiete statt. Neben dem standardisierten, zwischen dem CCO, den übrigen Sonderfunktionen und den Fachbereichen bestehenden Berichtswesen wurde ein Meldesystem etabliert, wonach alle Mitarbeiter an ihren Vorgesetzen oder an den CCO erkannte Verstöße berichten können. Im Rahmen dessen wurde ein Briefkasten eingerichtet, über den auch anonyme Meldungen möglich sind.
Die RheinLand Versicherungsgruppe berichtet im Geschäftsbericht über Rechtsverstöße, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen Bedeutung insbesondere für die Aktionäre von Interesse sind. Solche Verstöße sind im Geschäftsjahr 2018 nicht bekannt geworden.
Schuldhafte Verletzungen der bestehenden Rechtspflichten können unter anderem arbeitsrechtliche Konsequenzen haben. Die Wirksamkeit des Compliance-Managements ist Gegenstand der regelmäßigen Kontrolle durch die Fachbereiche, die Interne Revision sowie durch die Compliance-Funktion. Wesentliches Instrument ist in diesem Zusammenhang der Compliance-Plan, der insbesondere die Prüfungs- und Überwachungsaufgaben der Compliance-Funktion dezidiert beschreibt.
Ein wesentliches Ziel der Compliance-Organisation ist die Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Vor diesem Hintergrund sind mehrere Richtlinien zu diesem Thema durch die Geschäftsführung verabschiedet worden, insbesondere der Verhaltenskodex der Gruppe, der Compliance-Leitfaden "Umgang mit Zuwendungen" sowie der Leitfaden zu Logenplätzen oder Business-Seat-Karten.
Bestechung und Bestechlichkeit werden nicht toleriert. Im Rahmen der Leitlinien wird jeder Mitarbeiter daher transparent über den rechtskonformen Umgang beispielsweise mit Vorteilen, Geschenken und Einladungen im Rahmen von geschäftlicher Tätigkeit informiert. Es ist ein einheitliches Dokumentations- und Archivierungsverfahren implementiert worden, im Rahmen dessen Anträge auf Genehmigung von Zuwendungen geprüft und zusammen mit den dazugehörigen Entscheidungen archiviert werden. Die Entstehung von Interessenkonflikten im Rahmen geschäftlicher Tätigkeit wird damit konsequent vermieden. Insbesondere wird auch eine unzulässige politische Einflussnahme durch Mitarbeiter der Gruppe durch das in der entsprechenden Richtlinie statuierte Verbot von Spenden an politische Parteien oder parteinahe Stiftungen verhindert.
Hervorzuheben ist der eigens für den Besuch von bestimmten Sportveranstaltungen erlassene Leitfaden zu Logenplätzen oder Business-Seat-Karten. Danach sind Einladungen zu Sportveranstaltungen nur bei Einhaltung eines transparenten Auswahl- und Freigabeprozesses zulässig. Die Entscheidungskompetenz liegt diesbezüglich ausschließlich beim Vorstand der jeweiligen Gesellschaft.
Über unsere Vertriebseinheiten richten wir uns mit unseren Deckungskonzepten und Dienstleistungen an Privat- und Gewerbekunden. Bei der Produktgestaltung legen wir Wert auf Modularität und Flexibilität, um die individuellen Bedürfnisse möglichst passgenau abbilden zu können. So bieten wir in der Sach- und Haftpflichtversicherung unsere Produkte durchgängig in den drei Varianten Standard, Plus und Premium an, die je nach Bedarf um Zusatzbausteine sinnvoll ergänzt werden können. Bei der Produktgestaltung und Produktverbesserung fließen Erkenntnisse aus dem Vertrieb, dem Schadenservice und Rückmeldungen unserer Kunden und Geschäftspartner ein. Bei Tests und Ratings durch unabhängige Analysten und Branchenbeobachter wird uns regelmäßig die hohe Qualität unserer Produkte bescheinigt.
Um noch besser auf die Bedürfnisse unserer Kunden im Digitalzeitalter eingehen zu können, haben wir im Geschäftsjahr 2018 verschiedene Maßnahmen ergriffen. In diesem Zusammenhang wurde auch unsere "Zukunftswerkstatt" eingerichtet. Das dort angesiedelte Team für Digitalisierung & Innovation ist seither ein wichtiger Impulsgeber, indem es Trends erkennt, kundenrelevante Themen identifiziert, tragfähige Verbindungen in die digitale Szene knüpft und hausintern Multiplikatoren gewinnt, mit deren Hilfe wir unsere Innovationskraft weiter stärken. Wichtige Anregungen kommen aus dem Silicon Valley (USA), wo von uns im Rahmen unserer Arbeitsbesuche eine Kooperation mit "Plug and Play" begründet wurde. "Plug and Play" ist der weltweit größte Accelerator (Beschleuniger) für Startups, deren Entwicklung bis zur Marktreife insbesondere strategisch, technisch und finanziell unterstützt wird. Durch die Gründung der RH Digital Company GmbH haben wir zudem ein Corporate Startup auf den Weg gebracht. Die räumlich außerhalb der Konzernverwaltung angesiedelte Company unterstützt uns darin, mit Hilfe neuer Denk- und Arbeitsweisen zukunftsfähige Angebote zu entwickeln und damit die Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens zu sichern.
Ganz selbstverständlich benötigt jedes Auto seine TÜV-Plakette - Sicherheit spielt auf der Straße eine wichtige Rolle. Aus Sicht der RheinLand Versicherungsgruppe sollte Qualität auch im Bereich der Finanzdienstleistungen nach derart unabhängigen Bewertungen beurteilt werden können. Deshalb übertragen wir das Prinzip Zertifizierung - nichts anderes geschieht beim Auto - auf unsere internen Abläufe. So hat Credit Life das Qualitätsmanagement-System bereits 2008 erfolgreich nach DIN-Norm zertifizieren lassen; seit 2013 stammt das Zertifikat (DIN EN ISO 9001:2008) von der TÜV Rheinland Cert GmbH. Für den Bereich Schaden (RheinLand/Rhion) erfolgte die Erstzertifizierung 2015. Eine hohe Prozesssicherheit ist damit von unabhängiger Seite bestätigt und lässt sich transparent nachprüfen. Für unsere Kunden bedeutet das: Sie können sich auf zugesagte Servicestandards jederzeit verlassen. Eine Schadenbearbeitung erfolgt stets gleich schnell. Vergleichbare Sachverhalte werden immer gleich entschieden - egal welcher Sachbearbeiter gerade zuständig ist. Verantwortlich für diese einheitlichen Abläufe ist unser Qualitätsmanagement-System. Dieses sorgt für transparente und industrialisierte Prozesse; es richtet uns und unsere Dienstleistungen nach den Kundenbedürfnissen aus. Weil es auch für die ständige Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter sorgt, können sich die Kunden darauf verlassen, dass diese Vorgaben auch lückenlos eingehalten werden. Kurz: Die zertifizierte Qualität ist ein klares Zeichen, dass die Kundenzufriedenheit im Mittelpunkt unserer Arbeit steht.
Um den elektronischen Datenverkehr zu schützen, sind höchste Sicherheitsvorkehrungen Pflicht: von der Firewall über den Virenschutz bis hin zu Verschlüsselungstechnik, Passwortrichtlinien und Verhaltensregeln. Viele Firmen, die mit uns in Kontakt treten, erwarten deshalb, dass wir ISO-zertifiziert sind. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wurde die Abteilung IT Betrieb 2018 erfolgreich rezertifiziert. Neben der Bestätigung der Vorjahreszertifizierung für "IT-Sicherheit" wurde zusätzlich "IT-Vertriebssysteme" zertifiziert. Auch das Post- und ServiceCenter (PSC) als zentrale Dienstleistungseinheit stand 2018 im Zeichen von "ISO".
Für die Versicherungswirtschaft wurden in den vergangenen Jahren Kodizes entwickelt, die das Vertrauen der Kunden in die Branche stärken sollen. Die Gesellschaften der RheinLand Versicherungsgruppe haben sich zur Einhaltung dieser Verhaltensregeln verpflichtet. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat 2010 einen Verhaltenskodex entwickelt, um eine noch höhere Qualität im Versicherungsvertrieb zu erreichen; dieser Kodex ist 2012 und 2018 weiterentwickelt worden. Die neuen Regeln sollen das Bewusstsein der Unternehmen und Vermittler für die Interessen der Verbraucher weiter schärfen und zugleich Vertriebspraktiken unterbinden, die den Belangen der Kunden widersprechen. Die RheinLand Versicherungs AG, die RheinLand Lebensversicherung AG, die Credit Life AG sowie die Rhion Versicherung AG sind im Interesse des Verbraucherschutzes dem Verhaltenskodex Vertrieb des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. zum 1. Januar 2011 beigetreten. Die dem Verhaltenskodex beigetretenen RheinLand-Gesellschaften haben sich durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft prüfen lassen. Allen unseren Gesellschaften wurde die Angemessenheit des Compliance-Management-Systems im Vertrieb testiert.
Dem Beschwerdemanagement kommt als Kundenbindungs- und Reputationsinstrument eine entscheidende Bedeutung innerhalb eines Versicherungsunternehmens zu, da es einen wichtigen Beitrag zum kontinuierlichen Qualitätsmanagement leistet. Kundenorientierung heißt, einen permanenten Abgleich zwischen der erbrachten Leistung und den Erwartungen des Kunden durchzuführen. Bei der RheinLand-Gruppe gibt es die Funktion des zentralen Konzern-Beschwerdemanagers. Er ist den Beschwerdemanagern in den jeweiligen Fachbereichen übergeordnet und verantwortlich für den Beschwerdemanagement-Prozess. Zwischen dem Konzern-Beschwerdemanager und den Beschwerdemanagern der Fachbereiche findet ein regelmäßiger Austausch statt.
Die Beschwerden erreichten uns über folgende Wege: Aufsichtsrat, BaFin, Fachbereich, Ombudsmann, Vorstand, Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer einer Beschwerde betrug fünf Arbeitstage. Alle Vorgänge des Jahres 2018 konnten innerhalb des Geschäftsjahres bearbeitet werden. Insgesamt sind im zurückliegenden Jahr 459 Beschwerden über verschiedene Zugangskanäle eingegangen.
Seit dem 25. Mai 2018 gilt die EU-Datenschutz-Grundverordnung unmittelbar in allen Mitgliedsstaaten der EU. Die neuen EU-Vorschriften sehen insbesondere ein hohes Maß an Transparenz bei der Datenverarbeitung und umfassende Rechte der betroffenen Personen vor. Wir gewähren unseren Kunden die gebotenen Informationen über die Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten durch die Unternehmen der RheinLand Versicherungsgruppe und die weitergehenden in der Verordnung statuierten Rechte.
Die Wahrung des persönlichen Datenschutzes sowie der sonstigen Privatsphäre unserer Kunden ist ein Leitbild unseres Handelns. Daher haben wir schon frühzeitig damit begonnen, unsere Geschäftsabläufe, Prozesse und Systeme auf die neuen gesetzlichen Anforderungen hin zu überprüfen und - soweit noch erforderlich - rechtskonform vor dem 25. Mai 2018 anzupassen.
Zusätzlich gilt für uns der Verhaltenskodex für den Umgang mit personenbezogenen Daten durch die deutsche Versicherungswirtschaft (Code of Conduct). Der Code of Conduct hat das Ziel, einheitliche Datenschutzvorgaben für die Versicherungswirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland zu definieren und dadurch mehr Transparenz für die Betroffenen zu erreichen. Die RheinLand Versicherungs AG, die RheinLand Lebensversicherung AG, die Credit Life AG sowie die Rhion Versicherung AG sind dem Code of Conduct bereits zum 20. März 2013 beigetreten. Eine Verabschiedung der im Sommer 2018 überarbeiteten Fassung des Code of Conduct ist bislang noch nicht erfolgt, da auf EU-Ebene noch zu den genauen Modalitäten verhandelt wird. Sobald eine Verabschiedung erfolgt ist, werden wir etwaigen weiteren Anpassungsbedarf prüfen und erforderliche Maßnahmen umsetzen. Zur Einhaltung des Code of Conduct wurden alle Mitarbeiter der Rheinland Versicherungsgruppe verpflichtet. Unser Compliance-Managementsystem ist im Rahmen einer Angemessenheitsprüfung von einer unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit einem uneingeschränkten Testat versehen worden.
Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex bietet einen Rahmen für die Berichterstattung zu nichtfinanziellen Leistungen, der von Organisationen und Unternehmen jeder Größe und Rechtsform genutzt werden kann.
| Indikator | GRI | Beschreibung | explain | comply |
| Strategie | ||||
| 1. Strategische Analyse und Maßnahmen | Nachhaltigkeit ist in den Unternehmenszielen, im Leitbild sowie in den verschiedenen Konzepten zu den relevanten Belangen festgeschrieben. Details finden sich insbesondere auch auf S. 3, 7, 10. | ✓ | ||
| 2. Wesentlichkeit | S. 4 | ✓ | ||
| 3. Ziele | Ziele werden im Nachhaltigkeitsbericht in den Einzelthemen vorgestellt. | ✓ | ||
| 4. Tiefe der Wertschöpfungskette | Nachhaltige Kriterien fließen in die gesamte Wertschöpfungskette von der Beratung über die Produktentwicklung (S. 20) bis zur Kapitalanlage. Aber auch gesellschaftliches Engagement (S. 13-15) und Umweltschutz (S. 7-9) fließen in die Prozesse ein. Es wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt. | ✓ | ||
| Prozessmanagement | ||||
| 5. Verantwortung | G4-56 | Nachhaltigkeit ist ein Unternehmensthema, für das Aufsichtsrat und Vorstand gemeinsam mit den Mitarbeitern Verantwortung tragen. (S. 3, 10) | ✓ | |
| 6. Regeln und Prozesse | G4-56 | Übergreifende Regeln beinhalten die Unternehmensziele, Leitbild, Führungsstandards und insbesondere die internen Richtlinien. Die Einhaltung von Regeln und Prozessen wird vom Vorstand und von den jeweils Beauftragten überprüft, z.B. Datenschutzbeauftragter und Chief Compliance Officer. (S. 17-19, S. 20) | ✓ | |
| 7. Kontrolle | G4-56 | Wirtschaftskennzahlen werden in einem umfangreichen Controllingsystem erfasst und vom Vorstand kontrolliert. Dieser wird vom Aufsichtsrat überprüft Darüber hinaus werden Personalkennzahlen (S. 10) und ökologische Kennzahlen (S. 8-9) erfasst und geprüft. Freiwillige Zertifizierungen tragen zur weiteren Kontrolle bei, (S. 7, 21) | ✓ | |
| 8. Anreizsystem | G4-51 a G4-54 | Im Einklang insbesondere mit den aufsichtsrechtlichen Vorgaben ist das Vergütungssystem in der RheinLand Versicherungsgruppe auf eine nachhaltige Entwicklung der Konzernunternehmen ausgerichtet. Insbesondere die Vorstandsbezüge setzen sich daher aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen, die in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Die variable Vergütung ist dabei abhängig von der Erreichung von Zielen, die verschiedene Aspekte für ein langfristiges, solides Management berücksichtigen. Damit werden Anreize für risikoträchtige, auf kurzfristige Erfolge ausgerichtete Geschäfte vermieden. | ✓ | |
| 9. Beteiligung von Anspruchsgruppen | G4-27 | Die Anspruchsgruppen sind in den Kontrollorganen und weiteren Gremien vertreten und treffen sich regelmäßig unterjährig. | ✓ | |
| 10. Innovations- und Produktmanagement | G4-EN6 G4-FS11 | S. 20 | ✓ | |
| 11. Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen | G4-EN1 G4-EN3 G4-EN8 G4-EN23 | Versicherungen sind ein unsichtbares Produkt, das keiner Rohstoffe bedarf. Dennoch werden Verbräuche für Gebäudeenergie, Geschäftsreisen, Papier, Wasser, Abfälle sowie Kühl- und Löschmittel erfasst. Ziel ist die Reduktion der Verbräuche und klimaschädlicher Emissionen. (S. 7-9) | ✓ | |
| 12. Ressourcenmanagement | G4-EN1 G4-EN3 G4-EN8 G4-EN23 | S. 7-9 | ✓ | |
| 13. Klimarelevante Emissionen | G4-EN15 G4-EN16 G4-EN17 G4-EN19 | S. 7-9 | ✓ | |
| Gesellschaft | ||||
| 14. Arbeitnehmerrechte | G4-LA6 G4-LA8 G4-LA9 G4-LA12 G4-HR3 | Zusammensetzung der Mitarbeiter (S. 10-11) Zusammensetzung der Kontrollorgane zum Stichtag 31.12.2018: Aufsichtsrat (AR) RheinLand Holding AG 6 Personen: Alter >50 Jahre 6x, Geschlecht: F 1x, M 5x; AR RheinLand Versicherungs AG 6 Personen: Alter >50 Jahre 6x, Geschlecht: F 1x, M 5x; AR RheinLand Lebensversicherung AG 4 Personen: Alter >50 Jahre 4x, Geschlecht: F 1x, M 3x; AR Rhion Versicherung AG 4 Personen: Alter >50 Jahre 4x, Geschlecht: F 0x, M 4x; AR Credit Life AG 4 Personen: Alter >50 Jahre 4x, Geschlecht: F 0x, M 4x | ✓ | |
| 15. Chancengerechtigkeit | G4-LA6 G4-LA8 G4-LA9 G4-LA12 G4-HR3 | Aufgrund der gesetzlichen Vorschriften des AGG wurde eine innerbetriebliche Beschwerdestelle eingerichtet. Im Berichtsjahr 2018 ergab sich kein Beschwerdefall. | ✓ | |
| 16. Qualifizierung | G4-LA6 G4-LA8 G4-LA9 G4-LA12 G4-HR3 | S. 10 | ✓ | |
| 17. Menschenrechte | G4-HR1 G4-HR9 G4-HR10 G4-HR11 | Das Geschäftsgebiet erstreckt sich auf Deutschland, die Niederlande und Italien. Der Stammsitz ist Neuss. Unser Fokus liegt daher auf der Zusammenarbeit mit regional tätigen Vertriebspartnern. Es besteht somit hier ein geringes Risiko für das Vorliegen von Menschenrechtsverstößen. Im Rahmen des Asset Managements finden Nachhaltigkeitskriterien Berücksichtigung. (S. 16) | ✓ | |
| 18. Gemeinwesen | G4-EC1 | Angaben zum gesellschaftlichen Engagement finden sich auf (S. 13-15) | ✓ | |
| 19. Politische Einflussnahme | G4-SO6 | Im Einklang mit dem auf S. 9 dargestellten Antikorruptionskonzept sind keine Spenden an politische Parteien durch Unternehmen der RheinLand Versicherungsgruppe erfolgt. | ✓ | |
| 20. Gesetzes- und richtlinienkonformes Verhalten | G4-SO3 G4-SO5 G4-SO8 | Die Korruptionsanfälligkeit wurde nach Prüfung als geringes Risiko eingestuft. Dennoch behandeln verschiedenen interne Richtlinien der RheinLand wie insbesondere der Verhaltenskodex der Gruppe, der Compliance-Leitfaden "Umgang mit Zuwendungen" sowie der Leitfaden zu Logenplätzen oder Business-Seat-Karten das Thema Korruption und Bestechung und Vorteilsnahme. Korruptionsfälle sowie damit potentiell einhergehende Straf- oder Bußgelder sind im Berichtsjahr nicht bekannt. (S. 19) | ✓ |