RHÖN-KLINIKUM AG

Bad Neustadt a.d.Saale

Jahresfinanzbericht AG zum 31.12.2013

Offenlegung Jahresfinanzbericht AG Geschäftsjahr 2013

Testatsexemplar

RHÖN-KLINIKUM AG Bad Neustadt a. d. Saale

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013

der RHÖN-KLINIKUM AG

Die RHÖN-KLINIKUM AG, die HELIOS Kliniken GmbH und die Fresenius SE & Co. KGaA haben am 13. September 2013 einen Anteilskaufvertrag unterzeichnet, wonach ein Portfolio von 43 Kliniken, medizinischen Versorgungszentren und weiteren verbundenen Beteiligungen verkauft wird. Unter Berücksichtigung einer aktualisierten kartellrechtlichen Bewertung im Rahmen der Gesamttransaktion wurden die Kliniken in Cuxhaven, Waltershausen-Friedrichroda sowie Boizenburg aus der Kartellamts-Anmeldung herausgenommen. Diese Einrichtungen werden nicht an Fresenius übergehen. Die Durchführung der Transaktion stand zum 31.12.2013 noch unter Vorbehalt der Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden sowie hinsichtlich bestimmter Häuser unter dem Vorbehalt der Zustimmung von Minderheitsgesellschaftern bzw. ehemaliger kommunaler Träger.

Im Februar 2014 wurde die kartellrechtliche Freigabe für den Verkauf von 40 Kliniken, medizinischen Versorgungszentren und weiteren verbundenen Beteiligungen erteilt. Im Einzelabschluss der RHÖN-KLINIKUM AG weisen wir für das Geschäftsjahr 2013 einen Bilanzgewinn in Höhe von 1.704,5 Mio. € aus, der im Wesentlichen aus einem Teil der veräußerten Gesellschaften resultiert, bei denen die Voraussetzungen der Gewinnrealisierung zum Stichtag vorlagen.

Von der Transaktion ausgenommen sind die Standorte Bad Neustadt, Bad Berka, Frankfurt (Oder) sowie das Universitätsklinikum Gießen und Marburg. Die RHÖN-KLINIKUM AG bildet weiterhin einen unabhängigen homogenen Unternehmensverbund, der sich auf die medizinische Exzellenz und hochwertige Spitzenmedizin fokussiert. Die RHÖN-KLINIKUM AG will auf Basis dessen eine Vorreiterrolle für wissenschaftlich-universitäre Spitzenmedizin werden.

1 GRUNDLAGEN DER RHÖN-KLINIKUM AG

1.1 Überblick

Die RHÖN-KLINIKUM AG ist eine im MDAX® notierte Gesellschaft nach deutschem Recht und ist seit 1989 börsennotiert (MDAX®). Sitz der Gesellschaft ist in Bad Neustadt a. d. Saale, Salzburger Leite 1, Deutschland. Die Aktiengesellschaft hat die operative Betriebsführung der in Bad Neustadt angesiedelten Herz- und Gefäß-Klinik, der Klinik für Handchirurgie und der Psychosomatischen Klinik. Darüber hinaus obliegt der RHÖN-KLINIKUM AG als Obergesellschaft des Klinikkonzerns in diesem Rahmen die Führung aller zum Konzern gehörenden Klinik-, MVZ-, Service-, Grundbesitz- und Vorratsgesellschaften. Neben der Verwaltung der einzelnen Beteiligungen übernimmt die RHÖN-KLINIKUM AG die zentrale Finanzierungsfunktion für alle Konzerntöchter sowie die Beratung in zentralen Sachfragen, insbesondere auf den Gebieten der Datenverarbeitung, des Tarifwesens und des Entgeltrechts.

Im Geschäftsjahr 2013 hat die RHÖN-KLINIKUM AG einen Jahresüberschuss von 1.189,5 Mio. € (Vj. 133,9 Mio. €) und ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 1.209,2 Mio. € (Vj. 140,8 Mio. €) erzielt.

Die Steigerung des Vorsteuerergebnisses um 1.068,4 Mio. € resultiert zum überwiegenden Teil aus der Gewinnrealisierung der veräußerten Gesellschaften.

Im Vergleich zum Vorjahr ergeben sich folgende wesentliche Abweichungen:

Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen in Höhe von 1.216,0 Mio. €

Aufwandssteigerung aufgrund von einmaligen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Veräußerung der Gesellschaften

Rückgang des Beteiligungsergebnisses in Höhe von ca. 30,2 Mio. €

Beim Betrieb der Kliniken konnten wir einen Anstieg der Umsatzerlöse um 3,4 Mio. € bzw. 2,3 % auf 154,0 Mio. € (Vj. 150,6 Mio. €) erreichen. Wir haben in den von der RHÖN-KLINIKUM AG in Bad Neustadt geführten Kliniken im Geschäftsjahr 2013 insgesamt 38.284 Patienten (Vj. 38.286 Patienten) behandelt. Während im ambulanten Bereich 296 Patienten mehr als im Vorjahr (insgesamt 10.628 Patienten) behandelt wurden, ist die Zahl der behandelten Patienten im stationären Bereich um 298 (insgesamt 27.656 Patienten) gesunken.

Im stationären Bereich ist ein Rückgang der vollstationären Fallzahlen (468 Patienten) festzustellen. Rückläufige Patientenzahlen zeigen sich im vollstationären Bereich in der Herz- und Gefäß-Klinik (-146 Patienten), der Klinik für Handchirurgie (-173 Patienten) und der Psychosomatischen Klinik (-149 Patienten). Ein Anstieg ist sowohl bei den teilstationären Fallzahlen (65 Patienten) als auch bei den vor- bzw. nachstationären Fallzahlen (105 Patienten) zu verzeichnen.

Im Geschäftsjahr 2013 sind in Neugründungen, in Kapitalerhöhungen von Tochtergesellschaften und in den Erwerb von Beteiligungen 31,6 Mio. € (Vj. 123,4 Mio. €) investiert worden. Weitere 17,1 Mio. € (Vj. 6,4 Mio. €) betreffen Zugänge bei immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte vollständig aus dem Cash-Flow. Der Abgang von Finanzanlagen beläuft sich auf 794,0 Mio. €. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 54,4 % auf 70,3 %. Insgesamt weisen wir gesunde finanzielle Strukturen auf.

1.2 Zukunft der RHÖN-KLINIKUM AG

Für die RHÖN-KLINIKUM AG beginnt nun eine neue Zeitrechnung. Mit zehn Kliniken an fünf Standorten und rund 15.000 Mitarbeitern werden wir uns auf den Ausbau unserer wissenschaftsmedizinisch orientierten Kompetenzen konzentrieren und bleiben einer der großen Klinikbetreiber in Deutschland. Mit dieser fokussierten Ausrichtung und einem verschlankten Portfolio können wir uns künftig mit aller Kraft darauf konzentrieren, für unsere Patienten erstklassige und gleichermaßen bezahlbare medizinische Dienstleistungen anzubieten. Dies wird in einem überschaubaren Zeitraum auch positive Auswirkungen auf die Ertragskraft haben. Unser erklärtes Ziel ist die Schaffung einer breiten Vertrauensbasis unserer Patienten in die Medizin und die Qualität der Behandlung. Basierend darauf definiert sich unser Ansporn, für unsere Patienten auch künftig all unsere Kompetenz, unsere Ausrichtung auf die Patientenbedürfnisse und unsere Investitions- und Finanzkraft einzubringen, um das in uns gesetzte Vertrauen zu erfüllen.

Unternehmensleitbild

Das Unternehmensleitbild der RHÖN-KLINIKUM AG und ihrer verbundenen Kliniken wird bestimmt von der Idee einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Unternehmensführung. Qualität und Wirtschaftlichkeit der Gesundheitsversorgung sind für uns kein Antagonismus, sondern gehen Hand in Hand. Um eine solche erstklassige Medizin zu erbringen, sind ärztliche Therapiefreiheit, kontinuierliche Investitionen in eine moderne Medizin und die ständige Gestaltung und Optimierung der Abläufe und Strukturen rund um unsere Patienten unverzichtbar.

Das Leitbild gibt den Rahmen von Regeln und Richtlinien vor, nach denen die RHÖNKLINIKUM AG und jede einzelne Konzerngesellschaft geführt und kontrolliert werden (Compliance). An ihm orientieren sich auch alle Maßnahmen und Vorkehrungen, die ein ethisch einwandfreies Unternehmensleitbild (Corporate Governance) sicherstellen. Zusammen mit einem effizienten, offensiven Umgang mit Chancen und Risiken (Chancen- und Risikomanagement) und der wirksamen Sicherung der bestmöglichen Behandlungsqualität (Qualitätsmanagement) ergeben sich aus dem Leitbild vier Eckpunkte unseres Handelns, mit dem wir das Vertrauen unserer Anleger in das Unternehmen festigen und dazu beitragen wollen, den Unternehmenswert kontinuierlich und nachhaltig zu steigern.

Corporate Social Responsibility

Langfristiges Engagement und nachhaltige Wertschöpfung sind zentrale Prinzipien unseres unternehmerischen Handelns. Zu ihnen bekennen wir uns als Gesundheitsversorger genauso wie als Arbeitgeber und als börsennotierte Gesellschaft. Nachhaltige Wertschöpfung verstehen wir nicht nur als ökonomische Konsequenz eines gesunden, kontinuierlichen Unternehmenswachstums. Denn gerade für den Gesundheitsdienstleister RHÖN-KLINIKUM ist ökonomischer Erfolg untrennbar mit ökologischer und sozialer Verantwortung verbunden -dauerhaft erfolgreiche Gesundheitsversorgung bedarf einer gesunden Arbeits- und Lebensumwelt. Ebenfalls dazu gehören ausgewogene und aufrichtige Leistungsbeziehungen mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Unsere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft

Die Aufgabe der Gesundheitsfürsorge ist ganz natürlich mit unserem Grundverständnis von sozialer Verantwortung verknüpft: Gesundheit bedeutet Lebensqualität - sie ist das höchste Gut der Menschen. Wir sind davon überzeugt, dass jeder Mensch Anspruch auf eine bezahlbare und hochqualitative medizinische Versorgung hat. Gesundheit darf nicht Luxus sein. Deshalb möchten wir dazu beitragen, die Leistungsfähigkeit und Sozialverträglichkeit des deutschen Gesundheitssystems auch künftig zu gewährleisten.

Um unserem ambitionierten Unternehmensziel gerecht zu werden, setzen wir auf Wirtschaftlichkeit und Innovation in der Gesundheitsversorgung. Rationalisierung verstehen wir als die Schaffung rationaler - vernünftiger - Strukturen, die die Betreuung unserer Patienten verbessern und zugleich die Produktivität des Krankenhauses erhöhen. Von der höheren Qualität der Versorgung mit medizinischen Leistungen profitieren alle Patienten.

Zugleich fördern wir die medizinische Innovation - lokal in unseren Kliniken, konzernweit im Austausch zwischen unseren Kompetenzzentren, aber auch in Kooperation mit externen Forschungs- und Entwicklungspartnern. Unser Ziel ist es, unsere Patienten direkt an den Erfolgen moderner Medizinforschung teilhaben zu lassen.

Unsere Verantwortung gegenüber der Umwelt

Im Schutz unserer Umwelt sehen wir eine besondere Verpflichtung und Verantwortung, die mit unserer Geschäftstätigkeit eng verbunden ist. Störungen der Umwelt können die Gesundheit des Menschen bedrohen. Der Schutz des Menschen und die Schonung der Umweltqualität gehen daher Hand in Hand.

Wirksames Umweltmanagement ist für uns zugleich ein ökonomischer Imperativ. Ein effizientes Energie- und Umweltmanagement kann auch helfen, steigende Kosten, etwa im Bereich der Energieversorgung, abzufedern. Sparsam mit Ressourcen umzugehen ist auch eine wirtschaftliche Verantwortung, die wir mit Blick auf das Unternehmensziel einer bezahlbaren und qualitätsvollen Medizin für jedermann natürlich annehmen. Einen besonderen Schwerpunkt legen wir auf nachhaltiges Energiemanagement. Dabei setzen wir auf Innovation: Wir investieren kontinuierlich in neue, effiziente Verfahren sowohl der Energieerzeugung als auch der Verbrauchsminderung.

Ausführlichere Informationen zu unserem Engagement rund um Umwelt und Gesundheit finden Sie in unserem Geschäftsbericht sowie in unserem Nachhaltigkeitsbericht.

Unsere Verantwortung gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

Der Erfolg unseres Unternehmens und jeder unserer Kliniken gründen sich auf das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Um ihre kontinuierliche Qualifizierung, individuelle Entwicklung und Motivation zu fördern, setzen wir gezielt auf Kompetenzmanagement und Organisationsentwicklung.

Ein Kernpunkt unserer Strategie ist der Wissenstransfer innerhalb unseres Klinikverbunds. Wir fördern ihn insbesondere durch Öffnung unserer dezentralen Fort- und Weiterbildungsangebote in den Kliniken sowie eine enge Verzahnung von Medizin und Management, beispielsweise durch unser Programm "Ärztliches Management".

Die rasche Entwicklung in allen Feldern der Gesundheitsversorgung zwingt alle Beteiligten zu lebenslangem Lernen. Für uns ergibt sich daraus die Aufgabe, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt mit immer neuen Kompetenzen für die aktuellen und zukünftigen Anforderungen auszustatten. Diese Verpflichtung geht über den rein professionellen Rahmen hinaus. Sie betrifft ebenso die individuelle Entwicklung, nicht nur in Bezug auf die betriebliche Karriere, sondern auch in puncto Familien- und Sozialplanung. Daher haben Maßnahmen wie die interne Aus- und Weiterbildung von Führungs- und Fachkräften, die individuelle Karriereförderung sowie vielfältige Fort- und Weiterbildungsangebote im RHÖN-KLINIKUM Konzern einen hohen Stellenwert.

Geht es um die Attraktivität von Arbeitsplätzen, spielen geeignete Angebote zur Vereinbarung von Beruf und Familie eine immer größere Rolle. Wir wollen unsere Mitarbeiter durch familienfreundliche Arbeitsbedingungen überzeugen und damit auch langfristig an uns binden.

Neben dem internen Dialog und Wissensaustausch ist uns auch der Kontakt zu Hochschulabsolventen und jungen Fachkräften sehr wichtig, die sich in der beruflichen Orientierungsphase befinden. Daher suchen wir regelmäßig das Gespräch mit Interessenten auf Messen, Kongressen und Hochschulkontaktbörsen, auf denen wir uns präsentieren.

Weitere Details zu unseren Aktivitäten im Bereich Personalentwicklung finden Sie in unserem Geschäftsbericht.

1.3 Ziele und Strategien

Mit dem Verkauf von insgesamt 40 Kliniken, medizinischen Versorgungszentren und weiteren verbundenen Beteiligungen haben wir unser Portfolio und unsere Strategie neu ausgerichtet. Auch in der neuen Konstellation bleibt der Leitgedanke der RHÖN-KLINIKUM AG bestehen. Wir wollen und werden auch künftig den Markt mitgestalten und an der Spitze der Branche stehen. Dabei werden wir uns auf den Ausbau unserer wissenschaftsmedizinisch orientierten Kompetenzen konzentrieren und den Fokus auf Spitzenmedizin mit universitärwissenschaftlicher Anbindung richten.

Mit einem Umsatz von rund einer Milliarde Euro, den wir mit rund 15.000 Mitarbeitern in zehn Kliniken an fünf Standorten künftig erzielen wollen, werden wir auch in Zukunft zu den großen Klinikbetreibern in Deutschland gehören, dann aber nicht mehr mit einem heterogenen Portfolio, sondern einer klar fokussierten Ausrichtung.

Die "neue Rhön" wird sich als Zusammenschluss deutscher Spitzenkliniken mit hoher medizinischer Qualität auf bezahlbarem Preisniveau, durch enge Verzahnung von Behandlung, Forschung und Lehre, als Impulsgeber und Treiber der Netzwerkmedizin mit attraktiven Ergebnis- und Wachstumsperspektiven präsentieren.

Die Qualität der Leistung hat in den Häusern der RHÖN-KLINIKUM AG und jeder einzelne Konzerngesellschaft auch weiterhin höchste Priorität. Bei ihrer Arbeit am Patienten folgen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter strengen Maßstäben und Regeln. In der engen Zusammenarbeit aller Beteiligten ist es uns im vergangenen Geschäftsjahr einmal mehr gelungen, auf der Grundlage eines ganzheitlichen Qualitätsverständnisses eine Vielzahl von Verbesserungen zu erreichen. Diesen Weg wollen wir konsequent weitergehen.

Im Jahr 2013 hat die RHÖN-KLINIKUM AG eine Fülle von Maßnahmen etabliert und durchgeführt, um die Qualität der klinischen Leistungserbringung zu sichern und zu steigern. Diese Maßnahmen erstrecken sich auf die gesamte Leistungserbringung - von der Aufnahme der Patienten ins Krankenhaus über die klinische Behandlung bis hin zur Entlassung. Im Bereich der Qualitätssicherung orientiert sich die RHÖN-KLINIKUM AG an einem ganzheitlichen Ansatz, der prozess- und ergebnisorientiert alle entscheidenden Dimensionen von Qualität berücksichtigt.

Der von uns gewählte Zuschnitt der Transaktion stellt sicher, dass Patienten künftig die bestmögliche Versorgung in Premium-Kliniken sowie die Vorteile eines wissenschafts- und forschungsorientierten Netzwerkverbunds zur Verfügung stehen.

Unsere Neuausrichtung von einem heterogen-dezentralen Klinik-Verbund zu einem integrierten Gesundheitskonzern wird jedoch kein Selbstläufer. Nicht nur eine veränderte Strategie, sondern auch eine Neujustierung der Unternehmenskultur ist eine unabdingbare Voraussetzung für den Erfolg.

In der Vergangenheit sind zahlreiche Akquisitionen zwar bilanziell konsolidiert, aber nicht immer mit der erforderlichen Konsequenz auch strukturell integriert worden. Nunmehr bietet sich die Chance, die Unternehmensstrukturen von Grund auf zu erneuern und den Konzern damit straffer, effizienter und einheitlicher zu führen, ohne dabei unseren Kliniken das notwendige Maß an operativer Eigenständigkeit zu nehmen.

Der in vier Jahrzehnten historisch entstandene Verbund von Kliniken unterschiedlicher Größe, mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Versorgungskompetenzen und damit zwangsläufig spürbaren Reibungs- und Effizienzverlusten, bekommt ein Gesundheitsdienstleistungsunternehmen mit einem schlüssigen Zukunftskonzept als Nachfolger, das sich im Markt deutlich differenziert durch Konzentration auf universitätsnahe medizinische Spitzenversorgung.

Entscheidend zu unserer strategischen Neuausrichtung beitragen wird auch das Konzept der Netzwerkmedizin, das wir nunmehr konkret in die Praxis umsetzen. Es sieht im Kern vor, dass ein bundesweites Netzwerk von Leistungsanbietern entsteht, in dem sämtliche ambulanten, stationären und Rehabilitationsleistungen angeboten werden. Der Patient profitiert von diesem Verbund durch eine bestmögliche Versorgung, den Zugang zu den relevanten ärztlichen Kompetenzen und ein effektives Fallmanagement. Die Einrichtungen des Netzwerks sind so über das ganze Land verteilt, dass kein Patient mehr als eine Stunde Fahrzeit zu einer Einrichtung benötigt.

Das Netzwerk ist offen für alle Marktteilnehmer, die über eine entsprechende Leistungsfähigkeit verfügen. Kombiniert ist das Netzwerk mit einem Versicherungsangebot, das allen Patienten über eine Zusatzversicherung zu geringen Beiträgen Zugang zu allen Leistungen anbietet. Dabei bleibt der Patient Mitglied seiner gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung.

Im Geschäftsjahr 2013 hat sich der Vorstand in Abstimmung mit den Gremien des Unternehmens sowie Spezialisten des Krankenhausmarktes intensiv mit dem Konzept und seiner konkreten Realisierung beschäftigt. Vor diesem Hintergrund ist die im Dezember 2013 erzielte Vereinbarung zur Entwicklung und Bildung eines medizinischen Netzwerks mit den Unternehmen Asklepios Kliniken GmbH sowie Helios Kliniken GmbH ein Meilenstein auf dem Weg, den Patienten eine noch bessere medizinische Versorgungsqualität zu liefern.

Das Wohl des Patienten - die ethische Grundlage unseres Handelns und gleichzeitig die Basis für unseren wirtschaftlichen Erfolg - bleibt auch künftig die Maßgabe. Alle Patienten, die zu uns kommen, können sicher sein, jederzeit die beste Behandlung zu erfahren. Unser hausinternes Qualitätsmanagement haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter ausgebaut und vervollkommnet.

1.4 Steuerungssystem

Für unser Unternehmen haben wir ein Zielsystem entwickelt, das es unserer Meinung nach ermöglicht, uns kontinuierlich besser zu entwickeln als der Markt und unsere Wettbewerber. Das Zielsystem definiert Kennzahlen für das Wachstum der Leistungen, der Umsatzerlöse, des EBITDA sowie des Jahresüberschusses.

Wir sind der Ansicht, dass ein profitables Wachstum unserer Leistungen bzw. unserer Fallzahlentwicklung sowie unserer Umsatzerlöse ein wichtiger Faktor für die Steigerung unseres Unternehmenswerts ist. Wir berechnen unser Wachstum der Umsatzerlöse als Wachstumsrate der ausgewiesenen Umsatzerlöse. Für Zwecke der Messung und Steuerung werden die Umsatzerlöse um Einmaleffekte bereinigt, um so das organische Wachstum zu ermitteln.

Unser Ziel ist es, über das Geschäftsjahr hinweg EBITDA-Margen zu erzielen, die entsprechend der Ausrichtung der einzelnen Kliniken zu den attraktivsten des Krankenhausmarktes zählen. Diese sind definiert als Quotient aus EBITDA und den Umsatzerlösen.

Ferner wird für die Messung und Steuerung der Ertragskraft auf Konzernebene der Konzerngewinn nach Steuern verwendet. Diese Größe hat den bedeutendsten Einfluss auf das für die Kapitalmarktkommunikation verwendete unverwässerte Ergebnis je Aktie.

Das Ziel des Managements beim Umgang mit Eigenkapital und Fremdkapital ist die strikte Verfolgung einer Fristenkongruenz (horizontale Bilanzstruktur) von Mittelherkunft und Mittelverwendung. Langfristig gebundenes Vermögen soll langfristig finanziert sein. Zur langfristigen Mittelherkunft zählen die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Posten Eigenkapital und langfristige Schulden. Diese Kennzahl soll mindestens 100 % betragen. Obwohl der Konzern bei einer Personalkostenquote von über 50 % häufig der Dienstleistungsbranche zugerechnet wird, ist das Geschäftsmodell langfristig ausgerichtet und initial investitionsgetrieben. Die Investitionskosten wollen wir dabei nachhaltig durch mindestens 35,0 % Eigenkapital unterlegen.

Für uns ist von zentraler Bedeutung, die Bedienung unserer Finanzschulden im Zeitablauf sicherzustellen. Beim Einsatz von Fremdkapital orientieren wir uns zur Risikominimierung an nachfolgenden Steuerungsgrößen. Es wird angestrebt, den Quotienten des Konzerns aus Nettofinanzverschuldung (= Finanzschulden abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) und EBITDA auf maximal das 3,5-fache sowie das Verhältnis des EBITDA zum Nettofinanzergebnis auf minimal das 5,0-fache zu begrenzen.

Im Rahmen der Liquiditätssteuerung unserer operativen Geschäftstätigkeit analysieren wir die Umschlagfaktoren des operativen Nettoumlaufvermögens. Darüber hinaus haben wir Mindestanforderungen festgelegt, die generell berücksichtigt werden müssen, bevor eine Akquisition durchgeführt wird. Insbesondere müssen Akquisitionen das Potenzial haben, innerhalb von mindestens drei Jahren nach Integration einen positiven Geschäftswertbeitrag zu leisten und einen positiven Cash Return in Höhe von 15 % nach den von uns durchgeführten Investitionen und Modernisierungen innerhalb von drei bis fünf Jahren zu erwirtschaften.

1.5 Medizinische Forschung und Transfer in die Praxis

Unsere Kliniken beteiligen sich am kontinuierlichen Transfer von Wissen aus der Forschung in die Praxis, um wissenschaftliche Erkenntnisse schneller, besser und gezielter in die Praxis der medizinischen Krankenversorgung einzuführen. Denn mit dem demographischen Wandel wächst der Bedarf an medizinischem Fortschritt. Als Folge der stetigen Alterung der Gesellschaft wächst die Zahl der Menschen, die an Volkskrankheiten wie Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-, Infektions-, Lungen- und neurodegenerativen Erkrankungen leiden. Mit unseren Universitätskliniken Gießen und Marburg und deren Integration in den Konzernverbund sowie dem langjährigen Betreiben der Herz- und Gefäßklinik in Bad Neustadt beteiligen sich unsere Kliniken am kontinuierlichen Transfer von universitärem Wissen aus der Forschung in die Praxis, um besser und gezielter die medizinische Krankenversorgung durchzuführen. Die unmittelbare Anbindung der Konzernkliniken an die universitäre Maximalversorgung und der damit verbundene direkte Zugang auf die hochschulmedizinischen Forschungsergebnisse führen dazu, wissenschaftliche Erkenntnisse schnell in moderne Medizin zu übersetzen und qualifiziert in die Fläche zu tragen. Mit dieser Anbindung der Konzerneinrichtungen an die universitätsmedizinische Forschung und Lehre bieten wir als verantwortungsbewusster privater Gesundheitsdienstleister - ganz der Logik unserer Unternehmensphilosophie folgend - unseren Patienten über alle Versorgungsstufen hinweg ein breites Spektrum einer qualitätsvollen, unabhängigen und für jedermann bezahlbaren Medizin.

Neben unseren universitätsmedizinischen Standorten pflegen zahlreiche weitere Konzernkliniken den offenen wissenschaftlichen Dialog. Das reicht von der Federführung wissenschaftlicher Konferenzen, über die Teilnahme an klinischen Langzeitstudien und vielversprechenden internationalen Forschungsprojekten, bis hin zur Wahrnehmung universitärer Lehraufträge sowie dem Angebot konkreter Fortbildungsmaßnahmen für Krankenhausärzte.

Die Klinik für Innere Medizin / Gastroenterologie und Endokrinologie in Bad Berka hat den Best-Abstract-Preis auf der Jahrestagung der Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. erhalten. Die Klinik für Molekulare Radiotherapie/Zentrum für Molekulare Bildgebung (PET/CT) wurde mit einem Poster-Preis auf dem 2. Weltkongress für Ga-68 und PRRT im Februar 2013 ausgezeichnet.

Die großen universitären Forschungsschwerpunkte in Gießen sind das Herz-Lungen-System und die Reproduktionsmedizin, in Marburg die Onkologie. Gemeinsam forscht man zu Infektion und Immunität. Um einen Gesamtüberblick über die herausragenden Forschungsaktivitäten in Gießen und Marburg zu bekommen, müssen die Zentren- und Clusterbildung einerseits, die Sonderforschungsbereiche, LOEWE-Projekte (Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-Ökonomischer Exzellenz) und klinische Forschergruppen andererseits, betrachtet werden:

Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (DZIF)

Die Universitäten Gießen und Marburg, die Technische Hochschule Mittelhessen und das Paul-Ehrlich-Institut bilden gemeinsam einen Partnerstandort des DZIF.

Deutsches Zentrum für Lungenforschung (DZL)

Im Juni 2011 startete das DZL unter Federführung des Universities of Giessen and Marburg Lung Center (UGMLC) mit Gesamtkoordination am Standort Gießen.

Excellenzcluster ECCPS

Das Excellence Cluster Cardio-Pulmonary System (ECCPS) der Universitäten Gießen und Frankfurt und des Max-Planck-Instituts (MPI) für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim bildet ein einzigartiges translationales Forschungszentrum mit dem Ziel, die neuesten Erkenntnisse der Basisforschung mit präklinischen und klinischen Studien zum Thema Herz- und Lungenkrankheiten zu kombinieren.

Anneliese Pohl Krebszentrum Marburg - Comprehensive Cancer Center

Im Jahr 2005 wurde in Marburg das Comprehensive Cancer Center (CCC) gegründet, das nach US-amerikanischem Vorbild eine stärkere institutionale Zusammenarbeit der verschiedenen onkologischen Einrichtungen anstrebt und die Grundlage bilden soll, klinische Forschung zu fördern und zugleich Forschungsergebnisse aus vorangegangener Grundlagenforschung direkt in die klinische Behandlung zu überführen.

Diese Forschungsprojekte sind nur einige von unzähligen Studien- und Forschungsprojekten, die am Universitätsklinikum Gießen und Marburg durchgeführt werden.

Diese Maßnahmen und Aktivitäten helfen uns, die moderne medizinische Forschung unseren Patienten schnell verfügbar zu machen und diese damit noch besser behandeln und heilen zu können. Weitere konkrete Beispiele zur medizinischen Forschung und Entwicklung im RHÖN-KLINIKUM Konzern finden Sie in unserem Geschäftsbericht.

1.6 Compliance

»Tue nichts, was du nicht willst, dass es dir angetan werde, und unterlasse nichts, was du wünschst, dass es dir getan würde.«

Dieses Unternehmensprinzip gilt seit jeher für die RHÖN-KLINIKUM AG und jede einzelne Konzerngesellschaft, sowohl in der ärztlichen und nichtärztlichen Patientenversorgung, als auch in der Verwaltung und im Bereich des Managements. Diese Leitlinie ist Grundlage jeder Entscheidung und unseres gesamten Handelns. Sie ist eine Verpflichtung in jeder Phase unserer Entscheidungsprozesse. Denn nach unseren Vorstellungen sind sowohl die gesetzlichen Vorschriften als auch unsere eigenen ethischen Maßstäbe und Vorgaben stets einzuhalten, wenn es darum geht, unsere Unternehmensziele zu erreichen.

Um diese Forderung in der täglichen Praxis zu erfüllen, haben wir über alle Bereiche hinweg eine Vielzahl von Instrumenten und Möglichkeiten geschaffen. Im Personalbereich wird sichergestellt, dass jeder Arbeitsvertrag, ob individuell oder kollektivrechtlich, auf unseren Leitsatz Bezug nimmt. Der Bereich Qualitätsmanagement füllt unser Unternehmensprinzip mit dem notwendigen Leben, und die Abteilung Compliance unterstützt sämtliche anderen Abteilungen bei seiner Umsetzung und Durchsetzung.

Über die gesetzlich geforderten Grundlagen von Compliance hinaus besteht im Verbund der RHÖN-KLINIKUM AG an jedem Standort ein Compliance-Management-System, das vom Management bis hin zum einzelnen Mitarbeiter nicht nur die Einhaltung dieses Prinzips, sondern auch allgemein die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben ebenso wie von ethischen Wertvorstellungen und Verhaltensweisen verfolgt. Hierbei sind wir nicht nur auf die internen Strukturen beschränkt. Unser Compliance-Management-System verlangt auch von unseren Geschäftspartnern, dass sie die gängigen Compliance-Vorschriften einhalten.

Die konzernweit bindende Geschäftsordnung Compliance besitzt Gültigkeit für jeden Mitarbeiter. In ihrem Rahmen sind verschiedene Stellen aller Hierarchien mit verschiedenen Aufgaben und Funktionen der Compliance betraut, vorwiegend mit internen Beratungs- und Informationsfunktionen, aber auch mit der Umsetzung von Präventions- oder Schutzmaßnahmen. Im Rahmen ihrer Compliance-bezogenen Aufgaben werden die Organe der einzelnen Gesellschaften von den Compliance-Beauftragten vor Ort, aber auch vom konzernweiten Leiter Compliance und dem Antikorruptions- und dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats unterstützt. Wegen der hohen Bedeutung des Themas wird künftig ein eigener Aufsichtsratsausschuss für Compliance und Kommunikation sowohl den Aufsichtsrat als auch den Vorstand unterstützen.

Zum Zweck der Transparenz und der Information aller beteiligten Personen haben wir mit Konzernbetriebsvereinbarungen, Richtlinien und Handlungsempfehlungen klare Vorgaben geschaffen, die jedermann in die Lage versetzen, unser Unternehmensziel im Einklang mit unseren Wertvorstellungen zu verfolgen.

Ein Compliance-Management-System kann jedoch nicht statisch ausgerichtet sein. Daher überprüfen wir regelmäßig anhand interner und externer Vorgänge die Wirksamkeit und Aktualität dieses Systems und passen unsere Regelwerke stetig an die neuesten Gegebenheiten an. Wir haben damit begonnen, in den Kliniken Compliance-Boards einzurichten, in denen Vertreter der ärztlichen und nichtärztlichen Mitarbeiter, der Verwaltung, der Geschäftsführung und des Betriebsrats aktuelle Compliance-Themen transparent und interdisziplinär bearbeiten.

Regelmäßig erhalten unsere Mitarbeiter Schulungen und Informationen über die Bedeutung und praktische Umsetzung unserer Unternehmensleitlinie sowie über die Compliance-Richtlinien. Diese Informationspolitik hat bei der RHÖN-KLINIKUM AG einen sehr hohen Stellenwert, sei es im Rahmen von internen Fortbildungsmaßnahmen, bei der Ausbildung unserer Nachwuchsführungskräfte oder in der Gremienarbeit, zum Beispiel der Arbeitnehmer- oder Auszubildendenvertretung.

1.7 Corporate Governance

Gezeichnetes Kapital

Das im Jahresabschluss ausgewiesene gezeichnete Kapital der RHÖN-KLINIKUM AG entfällt vollständig auf 138.232.000 stimmberechtigte, auf den Inhaber lautende Stammaktien (Stückaktien) mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 2,50 €. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen - auch wenn sie sich aus Vereinbarungen von Gesellschaftern ergeben können - bestehen nicht bzw. sind uns nicht bekannt. Keine unserer Aktien ist mit Sonderrechten ausgestattet, die ihrem Inhaber besondere Kontrollbefugnisse verleihen. Mitarbeiter, die Aktien halten, üben ihr Stimmrecht frei aus. Die Aktionäre können ihre Stimmrechte bei der Hauptversammlung selbst ausüben oder Stimmrechtsvertreter bestellen. Die direkten und indirekten Beteiligungen am Kapital gemäß § 21 ff. WpHG haben wir detailliert in unserem Anhang angegeben.

Die Hauptversammlung vom 13. Juni 2012 hat die Gesellschaft ermächtigt, in einem Zeitraum bis zum 31. Dezember 2013 eigene Aktien mit einem auf sie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu 10 Prozent zu erwerben und diese Aktien unter bestimmten Voraussetzungen in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu veräußern. Die Gesellschaft hat davon keinen Gebrauch gemacht.

Jahresabschluss, Kommunikation mit Aktionären und Analysten

Der Jahresabschluss der RHÖN-KLINIKUM AG wird nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss wird nach den Grundsätzen der in der Europäischen Union anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und sowohl nach nationalen als auch nach internationalen Prüfungsstandards geprüft. Der Halbjahresabschluss wird auf freiwilliger Basis nach den gleichen vorgenannten Grundsätzen einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Bei der Auftragsvergabe an Wirtschaftsprüfungsgesellschaften wird auf die erforderliche Unabhängigkeit der beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geachtet. Den Prüfungsauftrag für den Jahres- sowie für den Halbjahresabschluss des Konzerns und für die Prüfung der Konzernobergesellschaft erteilt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses nach pflichtgemäßer Prüfung gemäß der Beschlussfassung in der Hauptversammlung.

Unseren Abschluss veröffentlichen wir im April des neuen Geschäftsjahres. Die ordentliche Hauptversammlung findet üblicherweise in den ersten sechs Monaten des folgenden Geschäftsjahres statt. Unsere Prognosen für die Geschäftsjahre geben wir gemäß den Anforderungen bekannt. Eine Vielzahl von Analystengesprächen und Investorenkontaktgesprächen werden durchgeführt. Über die Geschäftsentwicklung berichten wir vier Mal im Jahr im Rahmen von telefonischen Analystenkonferenzen. Über alle sonstigen wesentlichen wiederkehrenden Termine informieren wir unsere Aktionäre, Aktionärsvereinigungen, Analysten und Medien durch unseren Finanzkalender, der im Geschäftsbericht und im Internet auf unserer Homepage veröffentlicht ist.

Organe der Gesellschaft

Vorstand und Aufsichtsrat sind nach deutschem Aktienrecht konstituiert. Danach leitet der Vorstand die Gesellschaft und führt die Geschäfte; der Aufsichtsrat berät den Vorstand und überwacht dessen Geschäftsführung. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder von Aufsichtsrat und Vorstand entspricht den aktienrechtlichen Bestimmungen (Aufsichtsrat: § 101 ff. AktG; Vorstand: § 84 AktG) und den Regelungen des Mitbestimmungsgesetzes.

Der Aufsichtsrat der RHÖN-KLINIKUM AG ist nach den Vorgaben des Mitbestimmungsgesetzes paritätisch mit insgesamt 20 Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt und trat im Jahr 2013 zu vier ordentlichen Sitzungen (2012: vier ordentlichen Sitzungen) und drei außerordentlichen Sitzungen zusammen. Die Amtsperiode eines Mitglieds beträgt fünf Jahre. Die Altersgrenze beträgt 75 Jahre. Der Aufsichtsrat entscheidet regelmäßig im Plenum bzw. in den zuständigen Fachausschüssen, denen ein Beschlussrecht zusteht, bei Einzelfällen auch im Umlaufverfahren.

Der Aufsichtsrat hat insgesamt sieben Ausschüsse konstituiert. Es bestehen als beschließende Ausschüsse der Vermittlungsausschuss, der Personalausschuss, der Prüfungsausschuss und der Investitions-, Strategie- und Finanzausschuss und der Ausschuss für Compliance und Kommunikation (ab 6. November 2013). Mit Beratungs-, Überwachungs- bzw. Vorschlagskompetenz sind der Nominierungsausschuss zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung, der Antikorruptionsausschuss zur Bekämpfung und Vermeidung von Korruptionssachverhalten (bis 6. November 2013) und der Medizininnovations- und Qualitätsausschuss zur Weiterentwicklung und Absicherung der medizinischen Qualität ausgestattet.

Für die Tätigkeit des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie für die Zusammenarbeit beider Organe bestehen Geschäftsordnungen.

Der Vorstand der RHÖN-KLINIKUM AG wurde im Geschäftsjahr 2013 vom Vorsitzenden und bei dessen Abwesenheit durch den ständigen Vertreter des Vorsitzenden geleitet. Zur Zusammensetzung des Vorstandes wird auf den Anhang verwiesen. Der Vorstand leitet die Gesellschaft und führt die Geschäfte in gemeinschaftlicher Verantwortung nach Maßgabe einer Geschäftsordnung. Die Aufgabenbereiche der einzelnen Vorstandsmitglieder ergeben sich aus operativen bzw. funktionalen Zuständigkeiten. Dem Vorstandsvorsitzenden obliegen die Unternehmenspolitik und die grundsätzliche strategische Ausrichtung des Konzerns. Für den Vorstand wurde eine Altersgrenze von 65 Jahren beschlossen.

Organvergütungen

Die Vergütung für Aufsichtsrat und Vorstand ist in der Satzung der Gesellschaft bzw. durch Beschlussfassung des Aufsichtsrats nach Vorbereitung durch den Personalausschuss festgelegt und besteht aus festen und variablen Bestandteilen. Den variablen Vergütungsbestandteilen bei Vorstand und Aufsichtsrat liegen vom Konzerngewinn abgeleitete Bemessungsgrundlagen zugrunde. Darüber hinaus werden Vorständen Sachbezüge (z.B. Dienstwagen, Versicherungen) und eine bedingte Altersvorsorgeleistung in Höhe von bis zu 1,5 Jahresgehältern gewährt. Erhält ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund eine Abfindung, so darf die Summe dieser Leistung einschließlich der Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Vergütungsbestandteile in Form von Aktienoptionsplänen, aktienbasierte Vergütungsbestandteile oder ähnliche Vergütungen bestehen nicht. Für den Vorstand und Aufsichtsrat bestehen Vergütungssysteme, welche Höhe und Struktur der jeweiligen Einkommen festlegen.

Den Vorstandsmitgliedern wird eine Jahresgesamtvergütung (Summe aus Grundgehalt und Tantieme) von mindestens 450 Tsd. € garantiert. Die Obergrenze (Cap) für die Jahresgesamtvergütung ist auf 900 Tsd. € begrenzt. Die Mindestvergütung und die Obergrenze können für den Vorstandsvorsitzenden bis zum 2,5-fachen und für seinen ständigen Vertreter und den Finanzvorstand bis zum 2-fachen dieser Beträge festgesetzt werden.

Die Gesamtbezüge der im Geschäftsjahr 2013 amtierenden Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf 2,8 Mio. € (Vj. 10,9 Mio. €). Von diesem Betrag entfielen 1,1 Mio. € (Vj. 1,2 Mio. €) auf erfolgsunabhängige Komponenten und 1,7 Mio. € (Vj. 6,4 Mio. €) auf variable Gehaltsbestandteile. Die Rückstellung für Ansprüche auf Altersvorsorgeleistungen der Mitglieder des Vorstands beträgt 0,5 Mio. € (Vj. 0,2 Mio. €). Zum Bilanzstichtag nicht mehr amtierende Vorstände bzw. deren Hinterbliebene erhielten im Geschäftsjahr 2013 keine Vergütungen für Altersvorsorgeleistungen (Vj. 4,6 Mio. €).

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 14 der Satzung geregelt. Sie ist leistungsbezogen und orientiert sich am Zeitaufwand, an den Aufgaben und an der funktional übernommenen Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder sowie am wirtschaftlichen Erfolg des RHÖNKLINIKUM Konzerns. Die Aufsichtsratsvergütung setzt sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen.

Die Vergütung der aktiven Mitglieder des Aufsichtsrats betrug 2,0 Mio. € (Vj. 2,0 Mio. €). Von dem Gesamtbetrag entfielen auf fixe Vergütungen 1,0 Mio. € (Vj. 1,0 Mio. €). Ergebnisabhängig wurden Vergütungen in Höhe von 1,0 Mio. € (Vj. 1,0 Mio. €) berücksichtigt.

Zu weiteren Einzelheiten, insbesondere zu den individualisierten Vergütungen für den Aufsichtsrat und den Vorstand, wird auf den Vergütungsbericht als Teilbericht zum Corporate Governance Bericht sowie auf den Anhang verwiesen.

Aktienbesitz von Organmitgliedern

Die Mitglieder von Aufsichtsrat und Vorstand hielten gemäß § 15a Wertpapierhandelsgesetz zum 31. Dezember 2013 zusammen 12,54 % am Grundkapital. Auf den Aufsichtsrat entfallen hiervon 12,53 % der ausgegebenen Aktien. Die Mitglieder des Vorstands halten zusammen 0,01 % des Grundkapitals.

Weiterhin legen wir alle meldepflichtigen Transaktionen nach §15a WpHG von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats offen.

Verträge mit Kontrollwechselklausel

Die Unternehmenskaufverträge der von uns akquirierten Kliniken sowie verschiedene Verträge über Finanzinstrumente sehen Regelungen vor, wonach unter der Bedingung eines Kontrollwechsels in Folge eines Übernahmeangebots, z. B. eine Rückübertragung der Gesellschaftsanteile, die Anleihen- und Kreditgeber eine sofortige Rückzahlung verlangen können. Darüber hinaus bestehen keine Vereinbarungen, wonach Vorstand oder Arbeitnehmer im Falle einer Unternehmensübernahme Ansprüche auf Entschädigung ableiten können.

1.8 Erklärung zur Unternehmensführung und Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB) enthält neben der Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG auch Angaben zu Unternehmensführungspraktiken. Darüber hinaus werden die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die eingerichteten Gremien beschrieben.

Zu näheren Einzelheiten verweisen wir auf unsere Homepage, auf der die Erklärung zur Unternehmensführung unter www.rhoen-klinikum-ag.com öffentlich zugänglich ist.

Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex

Gute Corporate Governance ist die Grundlage unserer Entscheidungs- und Kontrollprozesse. Im Mittelpunkt des Handelns von Aufsichtsrat und Vorstand stehen effiziente, verantwortungsbewusste und auf den langfristigen Unternehmenserfolg ausgerichtete Entscheidungs- und Kontrollprozesse. Zusammen mit einer transparenten, rechtlich einwandfreien und ethisch verfassten Unternehmenskultur bildet die Corporate Governance die Voraussetzung für den Erhalt und die Stärkung des Vertrauens, das uns Patienten, Aktionäre, Geschäftspartner und Mitarbeiter entgegenbringen sowie für eine beständige Wertschöpfung in unseren Unternehmungen.

Aufsichtsrat und Vorstand der RHÖN-KLINIKUM AG haben sich im Geschäftsjahr 2013 turnusgemäß eingehend mit dem Corporate Governance Kodex, dessen Entwicklung und Änderungen sowie seiner Entsprechung bei der RHÖN-KLINIKUM AG und ihren Tochtergesellschaften befasst. Über entsprechende Neuerungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde ausführlich beraten. Als Ergebnis dieser Beratungen wurde am 6. November 2013 gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 eine von Vorstand und Aufsichtsrat der RHÖN-KLINIKUM AG gemeinsam getragene, aktualisierte Entsprechenserklärung nach §161 AktG abgegeben. Danach wird dem Deutschen Corporate Governance Kodex mit folgenden Ausnahmen vollumfänglich entsprochen:

Ziffer 4.2.2 (Relation zwischen Vorstandsvergütung und Vergütung des oberen Führungskreises und der Gesamtbelegschaft)

Ziffer 4.2.3 (Versorgungszusagen) und der

Ziffer 5.4.1 (Benennung konkreter Ziele zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats)

Ziffer 5.4.3 (Antrag auf gerichtliche Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds)

Ziffer 5.4.6 (Erfolgsorientierte Vergütung des Aufsichtsrats)

Ziffer 7.1.2 (Frist zur Zugänglichmachung des Konzernabschlusses)

Von den nicht obligatorischen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex beachten wir die meisten.

2 WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Vergleich zum europäischen Umfeld hat sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2013 einmal mehr als stabil und solide erwiesen. Allerdings blieben die anhaltende Rezession in einigen europäischen Ländern und eine schwächere Entwicklung der Weltwirtschaft auch hier zu Lande nicht ohne Wirkung. Die Exporte stiegen nur noch um 0,6 %. Auch die stärkere Binnennachfrage konnte diese Einflüsse nicht kompensieren. Zwar blieb die deutsche Wirtschaft immer noch auf Wachstumskurs - das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahm um 0,4 % zu. Damit lag die Steigerung aber deutlich unter den Werten der beiden Vorjahre. Im Jahr 2011 war das BIP um 3,3 % gestiegen, im Jahr 2012 immer noch um 0,7 %.

Die Aussichten sind indessen gut. Nach der Schwächephase im vergangenen Winter hat die deutsche Wirtschaft im Laufe des Jahres 2013 wieder Fahrt aufgenommen. Als Lokomotive der neuen Expansion fungiert allerdings nicht mehr alleine die Außenwirtschaft. Deutlich stärkere Impulse kommen jetzt auch von der Binnennachfrage und hier vom Konsum, gestützt auf das anhaltende, wenn auch abgeschwächte Beschäftigungswachstum, die dadurch niedrige Arbeitslosenquote und die spürbaren Einkommenszuwächse. Günstig wirkt sich zudem das niedrige Zinsniveau aus. Angesichts der beginnenden Belebung der Weltwirtschaft und damit der Exporte hält die Deutsche Bundesbank ein weiteres Wachstum um 1,7 % in diesem und um 2 % im kommenden Jahr für möglich.

Im vergangenen Jahr waren es einmal mehr die Dienstleistungsbereiche, die ein Gutteil zur insgesamt erfreulichen Entwicklung beitrugen.

2.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen

293,8 Mrd. € wurden im Jahr 2011 in Deutschland für Gesundheit ausgegeben, davon 76,8 Mrd. € für den Krankenhaussektor. Neuere Zahlen liegen noch nicht vor. Legt man aber die Steigerungsrate der Gesetzlichen Krankenkassen zugrunde, deren Ausgaben für die Versorgung ihrer Versicherten im Jahr 2012 um 9,3 % von 168,5 Mrd. € auf 184,2 Mrd. € stiegen, dann dürfte die Gesamtsumme die 320 Mrd. € zumindest erreicht haben.

Bei einem unveränderten Anteil der Krankenhäuser von 26 % wären auf diesen Sektor gut 83 Mrd. € entfallen. Das ist der Kuchen, den sich rund 2.000 deutsche Krankenhäuser - im Jahr 2012 waren es noch 2.017 mit weiter sinkender Tendenz - teilen müssen. Seit Längerem zeichnet sich ab, dass die Finanzausstattung zahlreicher Kliniken nicht ausreichend ist.

Nach dem Krankenhaus-Rating-Report 2013 sind 27 % der rund 2.000 Kliniken insolvenzgefährdet.

Die Lage hat sich zwar durch die Anfang August 2013 verabschiedete Neuregelung zum Orientierungswert leicht verbessert. Der vom Statistischen Bundesamt (Destatis) aus der Entwicklung verschiedener Kostenkomponenten zu ermittelnde Orientierungswert soll den Spielraum der Preisanpassung für Krankenhausleistungen vorgeben. Ursprünglich sollte er die Grundlohnrate als Bemessungsgrundlage vollständig ablösen. Die Neuregelung sieht nun aber Abgleich von Orientierungswert und Grundlohnrate vor - der höhere Wert kommt zum Tragen. Für das laufende Jahr 2014 wird es die Grundlohnrate sein.

Bereits im abgelaufenen 2013 zeigte das von der Bundesregierung beschlossene Hilfspaket für die Krankenhäuser Wirkung. Um die Belastungen aus den neuen Tarifverträgen zu mildern, wurden für das Jahr 2013 die Fallpauschalenvergütungen um 0,21 % und die Budgets der psychiatrischen Krankenhäuser um 0,26 % angehoben.

Die Finanzierungsprobleme der Krankenhäuser sind damit freilich noch längst nicht gelöst. Nach wie vor leiden sie unter dem Druck der Personalkosten. Nach Ansicht der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) formuliert der Koalitionsvertrag hinsichtlich Qualitäts- und Personalvorhaltung höchste Anforderungen an die Krankenhäuser. Über die Verbesserung der finanziellen Ressourcen zur Sicherung der Leistungsfähigkeit der Krankenhäuser hingegen werden keine oder nur rudimentäre Aussagen getroffen.

Dass die Bundesländer ihrer gesetzlichen Verpflichtung zur Finanzierung der Investitionen nur völlig unzulänglich nachkommen, ist ein dauerhafter Kritikpunkt. Nach Einschätzung der DKG steht einem jährlichen Investitionsbedarf von rund 6 Mrd. € ein Fördervolumen von nur 2,7 Mrd. € gegenüber. Von dem Investitionsprogramm in Höhe von 500 Mio. € halten die Krankenhäuser wenig. Im Rahmen dieses Programms sollen Krankenhäuser unter anderem in Pflege- und Versorgungszentren mit ambulanter Behandlung umgewandelt werden, um Überkapazitäten abzubauen.

Sorgen bereitet der Branche nicht nur die Finanzierung. Viele Kliniken rechnen schon in absehbarer Zeit mit Engpässen beim qualifizierten Personal. Laut dem "Krankenhaus-Barometer" des Deutschen Krankhaus-Instituts sind vom Fachkräftemangel vor allem die OP- und Intensivbereiche betroffen. 40 % der Kliniken haben Probleme, offene Stellen in der Intensivpflege zu besetzen. Beim nicht ärztlichen OP-Personal haben 29 % und beim Anästhesiepersonal 18 % der Krankenhäuser Stellenbesetzungsprobleme. 58 % der Krankenhäuser hatten Probleme, offene Arztstellen zu besetzen. In der Pflege auf den Normalstationen waren es 33 % der Einrichtungen.

2.3 Geschäftsverlauf

2.3.1 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Vorbereitung und Umsetzung der Transaktion mit Fresenius/Helios hat unser Ergebnis stark beeinflusst. Ein Prozess dieser Größenordnung bindet im Unternehmen erhebliche Management-Ressourcen auf allen Ebenen und führte zu Sonderbelastungen. Bereits die Bekanntmachung löste Spekulationen aller Art aus und führte zu personellen Veränderungen im Management. Unabhängig von den für das Geschäftsjahr 2013 prägenden Sonderbelastungen müssen wir seit geraumer Zeit beobachten, dass der Wachstumstrend in der gesamten Branche zwar weiterhin positiv verläuft, aber im Vergleich zu den dynamischen Vorjahren etwas an Schwung verliert. Die Gründe dafür sind vielfältig: In Teilen werden bislang rein stationäre Behandlungen durch ambulante Angebote ersetzt. Ebenso bleibt der branchenspezifische Kostendruck allerorten spürbar.

Vor dem Hintergrund der genannten Belastungen ist dieses Ergebnis akzeptabel und insgesamt zufriedenstellend. Bereits jetzt, aber stärker noch mit dem zunehmenden Fortschritt unserer strategischen Neuorientierung, wird die Steigerung der Ertragskraft im Mittelpunkt unserer Anstrengungen stehen. Die demografische Entwicklung zeigt, dass die zentralen Indikatoren langfristig weiter ein Wachstum erwarten lassen. Kurz- und mittelfristig gehen wir für unser Unternehmen von einem stabilen Marktumfeld aus, in dem wir mit niedrigeren, aber weiterhin stetig positiven Wachstumsraten bei unseren Leistungen und Umsätzen rechnen können.

Unser Ziel ist es, unsere Kliniken noch enger miteinander zu verzahnen, um Synergien konsequent zu realisieren und insgesamt effizienter zu arbeiten. Unter diesem Aspekt resultieren aus der Verschlankung unseres Unternehmens, die mit der Transaktion einhergeht, zukünftig günstige positive Perspektiven.

2.3.2 Entwicklung der von der RHÖN-KLINIKUM AG geführten Kliniken am Standort Bad Neustadt

Die Herz- und Gefäß-Klinik in Bad Neustadt a. d. Saale ist eines der größten Zentren für Herz- und Gefäßerkrankungen. Ein Team von Spezialisten und modernste Voraussetzungen für Diagnostik und Therapie bieten Gewähr für eine bestmögliche medizinische Versorgung. Die Auslastung der Klinik stieg in 2013 auf 75,0 % (Vj. 73,9 %). Der Anstieg um 372 Patienten auf 15.004 Patienten (Vj. 14.632 Patienten) bzw. 2,5 % resultiert aus einem Anstieg von 292 Patienten auf 2.204 Patienten (Vj. 1.912 Patienten) im ambulanten Bereich, sowie einer Steigerung von 80 Patienten auf 12.800 Patienten (Vj. 12.720 Patienten) im stationären Bereich. Die Steigerung im stationären Bereich betraf mit 226 Patienten den vor-, nach- und teilstationären Bereich, während im vollstationären Bereich ein Rückgang von 146 Patienten festzustellen ist, der ursächlich auf die Bereiche Kardiologie (-8 Patienten), Kardiochirurgie (64 Patienten) und Gefäßchirurgie (-74 Patienten) zurückzuführen ist.

Die operativen Leistungen sanken um 0,4 % bei einer Belegungssteigerung im vollstationären Bereich um 1,2 %. Die durchschnittliche Verweildauer stieg von 8,4 Tagen auf 8,6 Tage.

Die Klinik für Handchirurgie in Bad Neustadt a. d. Saale hat im Jahr 2013 insgesamt 19.897 Patienten (Vj. 20.096 Patienten) stationär oder durch eine ambulante Behandlung versorgt. Der Rückgang um 199 Patienten (1,0 %) auf 19.897 Patienten betrifft mit 196 Patienten den akut-vollstationären Hauptleistungsbereich der Klinik. Die sinkenden Patientenzahlen sind auf die Bereiche Schulterchirurgie (-112 Patienten), Handchirurgie (-39 Patienten) und Fußchirurgie (-45 Patienten) zurückzuführen. Im Bereich der Anschlussheilbehandlung der Klinik sind die Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 19,2 % auf 143 Patienten angestiegen.

Sowohl im ambulanten als auch im vor- und nachstationären Bereich der Klinik bewegen sich die Fallzahlen auf einem ähnlichen Niveau wie im zum Vorjahr. Während im ambulanten Bereich 8.424 Patienten (Vj. 8.420 Patienten) behandelt wurden, ist im vor- und nachstationären Bereich eine Fallzahl von 6.534 (Vj. 6.564) festzustellen.

Die Psychosomatische Klinik in Bad Neustadt a. d. Saale verfügt über 218 Betten (Vj. durchschnittlich 207 Betten) im Akutbereich. Im Rehabilitationsbereich werden 122 Betten (Vj. durchschnittlich 133 Betten) vorgehalten. Die Gesamtzahl der behandelten Patienten ist um 4,9 % bzw. 175 Fälle in der Klinik auf 3.383 (Vj. 3.558) gesunken. Davon wurden im Akutbereich 2.262 (Vj. 2.304) und im Rehabilitationsbereich 1.121 (Vj. 1.254) Patienten behandelt.

Für das Geschäftsjahr 2014 erwarten wir bei unseren Planbetten keine Veränderungen und gehen von einem moderaten Anstieg der Patientenzahlen aus.

2.3.3 Ertragslage

Die Umsatzerlöse der RHÖN-KLINIKUM AG verbesserten sich im Geschäftsjahr 2013 um 2,3 % (Vj. 2,0 %) auf 154,0 Mio. € (Vj. 150,6 Mio. €), was im Wesentlichen auf den Bereich Herz- und Gefäß-Klinik zurückzuführen ist.

Das Beteiligungsergebnis verminderte sich um 30,2 Mio. € auf 132,2 Mio. €, davon Rückgang der Erträge aus Beteiligungen 26,5 Mio. € sowie Verminderung der Erträge aus Gewinn- und Teilgewinnabführungsverträgen inkl. Aufwendungen aus Verlustübernahmen 3,7 Mio. €. Der Zinsaufwandssaldos erhöhte sich im Geschäftsjahr um 1,1 Mio. €.

Der Materialaufwand und die betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um 1,9 Mio. € bzw. 2,1 %. Die Sachkostenquote hat sich dementsprechend von 58,5 % auf 56,0 % vermindert. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf Beratungskosten im Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot von Fresenius aus 2012 zurückzuführen. Im laufenden Geschäftsjahr sind die Beratungskosten für den Anteilsverkauf an Fresenius/Helios in den Aufwendungen aus dem Abgang des Finanzanlagevermögens enthalten.

Der Personalaufwand reduzierte sich um 2,9 Mio. € bzw. 3,4 % auf 83,4 Mio. € (Vj. 86,3 Mio. €). Die Personalquote sank von 57,3 % auf 54,1 %.

Die Anlagenabschreibungen in Höhe von 5,9 Mio. € (Vj. 5,7 Mio. €) stiegen geringfügig um 0,2 Mio. €. Die Abschreibungsquote beträgt wie im Vorjahr 3,8 %.

Das Finanzergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1.059,8 Mio. € auf 1.206,9 Mio. €. Davon entfallen 1.091,1 Mio. € auf das Ergebnis aus dem Abgang von Finanzanlagen, 26,5 Mio. € auf niedrigere Beteiligungserträge, 3,7 Mio. € auf gesunkene Erträge aus Gewinn- und Teilgewinnabführungsverträgen sowie der Aufwendungen aus Verlustübernahme und 1,1 Mio. € auf eine Erhöhung des Saldos aus Zinsaufwendungen, Zinserträgen und Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens.

Insgesamt hat sich das Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag um 1.068,4 Mio. € (Vj. 190,9 Mio. €) auf 1.209,2 Mio. € (Vj. 140,8 Mio. €) verbessert.

Der Ertragsteueraufwand von 19,7 Mio. € ergibt sich aus einer Belastung aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag von 14,9 Mio. € und einer Belastung aus Gewerbeertragsteuer von 1,7 Mio. € sowie aus latentem Steueraufwand aus der Veränderung von Bewertungsunterschieden zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz i. H. v. 2,5 Mio. €. Weiterhin betragen die Belastungen aus Gewerbeertragsteuer sowie Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag für Vorjahre ca. 0,6 Mio. €.

Der Jahresüberschuss erhöhte sich um 1.055,6 Mio. € auf 1.189,5 Mio. € (Vj. 133,9 Mio. €).

Die im Lagebericht 2012 angegebene Prognose für das Jahr 2013 haben wir am 13.09.2013, aufgrund der zu diesem Zeitpunkt bekanntgegebenen Transaktion und der nicht planbaren Auswirkungen, zurückgenommen. Den prognostizierten Umsatz von ca. 155 Mio. € haben wir in der Schwankungsbreite erreicht. Beim Jahresüberschuss in Höhe von ca. 121 Mio. € ergibt sich die Abweichung aufgrund der beschriebenen Transaktion und den Einmaleffekten im Zusammenhang mit der Transaktion.

2.3.4 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um 1.099,3 Mio. € (Vj. 13,8 Mio. €) bzw. 45,8 % (Vj. 0,6 %) auf 3.500,3 Mio. € (Vj. 2.401,0 Mio. €) angestiegen. Auf der Aktivseite sind bei einem mit 758,6 Mio. € deutlichen Rückgang der Finanzanlagen insbesondere die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stark auf 2.434,9 Mio. € angestiegen. Auf der Passivseite nahm das Eigenkapital um 1.155,0 Mio. € (Vj. 71,7 Mio. €) bzw. 88,4 % (Vj. 5,8 %) zu. Das Fremdkapital ohne Sonderposten nach dem KHG verminderte sich um 55,6 Mio. € (Vj. 58,0 Mio. €) bzw. 5,1 % (Vj. 5,0 %).

Die Eigenkapitalquote von 54,4 % im Vorjahr hat sich auf 70,3 % erhöht.

Diese Veränderungen sind im Wesentlichen auf die Transaktion mit Fresenius/Helios zurückzuführen.

Das langfristige Vermögen von 1.058,5 Mio. € (Vj. 1.810,0 Mio. €) wird - wie im Vorjahr - in voller Höhe durch Eigenkapital und langfristige Verbindlichkeiten von zusammen 3.162,8 Mio. € (Vj. 2.011,3 Mio. €) finanziert. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten verringern sich um 13,4 % und betragen 9,6 % (Vj. 16,2 %) des Gesamtvermögens.

2.3.5 Investitionen und Finanzierung

Im Geschäftsjahr 2013 haben wir in das Anlagevermögen - ohne konzerninterne Ausleihungen in Höhe von 3,0 Mio. € - insgesamt 48,7 Mio. € (Vj. 129,8 Mio. €) investiert. Davon betrafen 17,1 Mio. € (Vj. 6,4 Mio. €) immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen und 31,6 Mio. € (Vj. 123,4 Mio. €) Unternehmenserwerbe, Neugründungen und Kapitalerhöhungen an verbundene Unternehmen.

Der operative Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Geschäftsjahr 2013 um 286,8 Mio. € (Vj. Rückgang um 186,2 Mio. €) auf -119,1 Mio. € (Vj. 140,2 Mio. €) gesunken. Die Erträge aus dem Abgang des Finanzanlagevermögens an Fresenius/Helios haben den Finanzmittelbestand 2013 noch nicht beeinflusst.

2.3.6 Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2013 waren in der RHÖN-KLINIKUM AG 1.571 (Vj. 1.545) Mitarbeiter, d. h. 1,7 % mehr als im Vorjahr (Vj. Rückgang um 0,7 %), beschäftigt. Zum 01.01.2013 wurde die organisatorische und personelle Integration der Klinik "Haus Franken" in das Herzzentrum des RHÖN-Klinikum-Campus Bad Neustadt und in das Neurologische Zentrum des RHÖN-Klinikum-Campus Bad Neustadt umgesetzt. Aus diesem Sachverhalt resultiert ein Anstieg von 40 Mitarbeitern innerhalb der RHÖN-KLINIKUM AG. Rückläufig zeigt sich die Anzahl der Mitarbeiter der Konzernführung. Der Anteil ärztlicher Mitarbeiter steigt stichtagsbezogen auf 12,6 % (Vj. 11,8%) und der Anteil der pflegerischen und medizinischen Fachkräfte auf 59,8 % (Vj. 59,0 %).

Die gesetzlichen Sozialabgaben einschließlich der Aufwendungen für Altersvorsorge betrugen 14,8 % (Vj. 14,0 %) der Lohn- und Gehaltsaufwendungen.

3 NACHTRAGSBERICHT

Die RHÖN-KLINIKUM AG, die HELIOS Kliniken GmbH und die Fresenius SE & Co. KGaA haben am 13. September 2013 einen Anteilskaufvertrag unterzeichnet, wonach ein Portfolio von 43 Kliniken, medizinischen Versorgungszentren und weiteren verbundenen Beteiligungen verkauft wird. Danach vereint der Konzern einen Umsatz von ca. EUR 1 Milliarde, rund 5.300 Betten und 15.000 Mitarbeiter. Die kartellrechtliche Freigabe wurde im Februar 2014 für den Verkauf von 40 Kliniken, medizinischen Versorgungszentren und weiteren verbundenen Beteiligungen erteilt. Nach Eintritt aller Wirksamkeitsvoraussetzungen gehen die Gesellschaften in die Zuständigkeit von Fresenius/Helios über.

Für fünf Kliniken lagen die Wirksamkeitsvoraussetzungen zum Geschäftsjahresende 2013 noch nicht vor. Davon wurden im Geschäftsjahr 2014 bislang vier Kliniken ergebniswirksam veräußert.

Im Einzelabschluss der RHÖN-KLINIKUM AG wird ein Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2013 in Höhe von Mio. € 1.704,5 ausgewiesen. Dieser Bilanzgewinn entsteht durch einen Teil der veräußerten Kliniken, bei denen die Voraussetzungen der Gewinnrealisierung zum Stichtag vorlagen.

Darüber hinaus sind seit dem 31. Dezember 2013 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für die RHÖN-KLINIKUM AG erwartet wird.

4 PROGNOSEBERICHT

4.1 Strategische Zielsetzung

Wir konzentrieren uns auf den Ausbau unserer wissenschaftsmedizinisch orientierten Kompetenzen und bleiben einer der großen Klinikbetreiber in Deutschland. Unsere hohen Investitionen, die aus den Überschüssen unserer Kliniken finanziert wurden, bilden die Basis für eine nachhaltige, effiziente und damit auch bezahlbare klinische Versorgung. Dabei gehen wir bewusst auf die tatsächlichen Patientenbedürfnisse ein und schaffen die Voraussetzungen für eine patientennahe und offene Medizin von morgen.

Auch künftig wird ein qualifiziertes internes und externes Wachstum der bestimmende Faktor für die Entwicklung des Konzerns sein. Aufgrund der gesetzlichen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen ist internes Umsatzwachstum nur in Grenzen möglich.

Nicht außer Acht lassen werden wir die qualitative und quantitative Verbreiterung unseres Leistungsangebotes an bereits bestehenden Standorten. Zusammen mit Kooperationspartnern wollen wir in unseren Regionen ein flächendeckendes Versorgungsnetz aufbauen.

Wir werden RHÖN-KLINIKUM AG und die mit ihr verbundenen Unternehmen konsequent den Wissenstransfer zwischen dem Universitätskliniken Gießen und Marburg sowie unseren anderen Wissenschaftsstandorten weiter fördern. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse, die Eingang in Diagnose- und Therapieverfahren gefunden haben, sollen schnellstmöglich allen unseren Kliniken zugänglich gemacht werden.

4.2 Konjunktur und rechtliche Rahmenbedingungen

Die Aussicht für die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist nach den jüngsten Ereignissen in Europa ungewiss. Der Wirtschaftsausblick im Eurogebiet ist mit seinen Risiken weiterhin abwärtsgerichtet. Führende Wirtschaftsforschungsinstitute gehen davon aus, dass im Eurogebiet das Bruttoinlandsprodukt weiter leicht sinken wird. Eine dauerhafte Stabilisierung sei nur möglich, wenn in den Ländern die geplanten Reformen tatsächlich erfolgreich greifen und sich die politische Lage beruhigt.

Die gesetzlichen Krankenkassen und der Gesundheitsfonds erzielen nach Prognosen für das Jahr 2013 weiterhin Rekordüberschüsse.

Bedingt durch den demographischen Wandel in der Bevölkerung erwarten wir für das laufende Jahr 2014 und die kommenden Jahre eine weiter steigende Nachfrage von Krankenhausleistungen. Diese wird allerdings den Kliniken nicht vollständig vergütet, da für nachgefragte und erbrachte Mehrleistungen - unabhängig davon, ob vereinbart oder nicht vereinbart - nach den bekannten gesetzlichen Bestimmungen Preisabschläge hinzunehmen sind. Auf der Kostenseite rechnen wir auch im Jahr 2014 mit deutlichen Lohn- und Sachkostensteigerungen von über 2 % bis 3 %, denen auf der Erlösseite kein entsprechender Ausgleich gegenübersteht.

Die Vergütung der Krankenhäuser hat sich zwar durch die Anfang August 2013 verabschiedete Neuregelung zum Orientierungswert leicht verbessert. Der vom Statistischen Bundesamt (Destatis) aus der Entwicklung verschiedener Kostenkomponenten zu ermittelnde Orientierungswert soll den Spielraum der Preisanpassung für Krankenhausleistungen vorgeben. Ursprünglich sollte er die Grundlohnrate als Bemessungsgrundlage vollständig ablösen. Die Neuregelung sieht nun aber Abgleich von Orientierungswert und Grundlohnrate vor - der höhere Wert kommt zum Tragen. Für das Jahr 2014 wird es die Grundlohnrate sein.

Zusätzlich müssen die Krankenhäuser im Geschäftsjahr 2014 auf sogenannte Mehrleistungen, die mit den Krankenkassen vereinbart wurden, einen Abschlag von 25 % hinnehmen. Für nicht vereinbarte Mehrleistungen sehen die gesetzlichen Regelungen Abschläge von 65,0 % vor. Bei Preissteigerungen am oberen Ende der ursprünglich angenommenen 2,0 % bis 3,0 % für Personalkosten und einer in den landesweiten Basisfallwerten enthaltenen gekappten Preissteigerungsrate ergeben sich weitere Ergebnisbelastungen, die entsprechend kompensiert werden müssen.

Unabhängig von der im Personalbereich vorherrschenden Tarifschere ist die Beschaffung von qualifiziertem Spitzenpersonal im Ärztlichen Dienst sowie in der Pflege aufgrund des sich abzeichnenden Fachkräftemangels und der demographischen Entwicklung eine für die Zukunft zu bewältigende Aufgabe. Wir begegnen dieser und der vermehrt gestellten Forderung von Arbeitnehmern nach einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie mit gezielten Konzepten zur Verbesserung der Attraktivität als Arbeitgeber im Gesundheitswesen.

Für die Gesundheitslandschaft in Deutschland und besonders den Krankenhäusern müssen künftig weitere Effizienzpotenziale zur Verfügung stehen bzw. sie müssen in der Lage sein, diese durch geeignete investive Maßnahmen zu heben. Ist dies nicht der Fall, wird der bestehende Ergebnis- und Margendruck weiter anhalten.

Damit wird sich die selektive Entwicklung auf der Leistungserbringerseite fortsetzen und verschärfen. Aus unserer Sicht werden nur diejenigen Krankenhäuser nachhaltig und unabhängig am Markt bestehen können, die in der Lage sind, ihr Leistungsportfolio kontinuierlich auszuweiten und gleichzeitig Ihre Prozessqualität rund um den Patienten zu verbessern. Wir überprüfen und optimieren kontinuierlich unsere Prozesse und Strategien. Darauf aufbauend werden wir konzernweit auf die gesundheitspolitischen Herausforderungen reagieren. Wir sehen uns daher auch für die kommenden Jahre mit Blick auf unsere Wachstumschancen sehr gut aufgestellt.

4.3 Prognose

Der im Geschäftsjahr 2013 eingeleitete Verkauf von insgesamt 40 Kliniken an Fresenius / Helios fügte der langen Erfolgsgeschichte unseres Unternehmens ein weiteres, zukunftweisendes Kapitel hinzu. Die Transaktion bedeutete den Startschuss für die Neuausrichtung unseres Konzerns - mit einem verschlankten Portfolio und einer neuen Strategie. Die Fokussierung auf Spitzenmedizin mit universitär-wissenschaftlicher Anbindung wird dabei unseren Markenkern - hervorragende medizinische Versorgung für jedermann - weiter stärken.

Nach der erfolgreichen Transaktion ernten wir jetzt die Früchte unserer Arbeit. Wir werden nicht nur die Aktionäre angemessen am Verkaufserlös beteiligen, sondern verfügen auch über eine mehr als solide finanzielle Basis für die Herausforderungen der Zukunft. In der neuen Konzernkonstellation werden wir einen Schwerpunkt auf die Steigerung unserer Ertragskraft und Effizienz legen, ohne bei der Behandlungsqualität Abstriche zu machen.

Für die RHÖN-KLINIKUM AG und die mit ihr verbundenen Unternehmen beginnt nun eine neue Zeitrechnung. Mit zehn Kliniken an fünf Standorten und rund 15.000 Mitarbeitern werden wir uns auf den Ausbau unserer wissenschaftsmedizinisch orientierten Kompetenzen konzentrieren und bleiben einer der großen Klinikbetreiber in Deutschland. Mit dieser fokussierten Ausrichtung und einem verschlankten Portfolio können wir uns künftig mit aller Kraft darauf konzentrieren, für unsere Patienten erstklassige und gleichermaßen bezahlbare medizinische Dienstleistungen anzubieten. Dies wird in einem überschaubaren Zeitraum auch positive Auswirkungen auf die Ertragskraft besitzen.

Für das Geschäftsjahr 2014 gehen wir für den RHÖN-KLINIKUM Konzern künftig von etwa 5.300 Betten in zehn Kliniken an fünf Standorten in vier Bundesländern aus. Wir werden auch mit der "neuen Rhön" zu den großen Klinikbetreibern in Deutschland gehören. Aus der operativer Geschäftstätigkeit der RHÖN-KLINIKUM AG erwarten wir für das Jahr 2014 Umsatzerlöse von rund 150 Mio. € und ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von rund 8,3 Mio. €. Die bedeutsame Unternehmenstransaktion mit Fresenius wird zudem das Jahresergebnis 2014 im starken Maße durch positive und negative Einmaleffekte beeinflussen, die sich angesichts der umfassenden Umstrukturierung unserer Finanzverschuldung noch nicht abschließend quantifizieren lassen. Nichtsdestotrotz rechnen wir vor dem Hintergrund der auch in 2014 anfallenden substantiellen Veräußerungsgewinne mit einem Jahresüberschuss im niedrigen bis mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Unser Ausblick steht unter dem Vorbehalt etwaiger regulatorischer Eingriffe mit Auswirkungen auf die Vergütungsstruktur im kommenden Jahr.

5 CHANCEN UND RISIKOBERICHT

Den Umgang mit Chancen und Risiken und deren nachhaltige Steuerung sehen wir als unternehmerische Kernaufgabe an. Sie sind im Verbund der RHÖN-KLINIKUM AG fest in der Führungskultur verankert. Unsere wertorientierte Unternehmensstrategie ist darauf ausgelegt, die Unternehmensressourcen vor verlustträchtigen Risiken zu schützen und neue Chancen zu identifizieren sowie die Interessen unserer Aktionäre und anderer Kapitalmarktteilnehmer zu wahren. Unser implementiertes Risikomanagementsystem trägt der gesetzlich vorgeschriebenen Früherkennung von bestandsgefährdenden Risiken in vollem Umfang Rechnung.

Unser unternehmerisches Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden -denn nur ein Unternehmen, das seine wesentlichen Risiken rechtzeitig erkennt und ihnen systematisch begegnet, ist in der Lage, sich bietende Chancen unternehmerisch verantwortlich zu nutzen. Insbesondere unsere Patienten sind darauf angewiesen, dass wir Chancen und Risiken adäquat handhaben. Wir als Gesundheitsdienstleister sehen die Gefährdung von Leben und Gesundheit unserer Patienten stets als größtes Risiko, denn in medizinischen und pflegerischen Bereichen können selbst kleinste Fehler verheerende Auswirkungen haben. Deshalb genießen Maßnahmen, die diese Risiken vermeiden, bei uns höchste Priorität. Dabei gilt es, Chancen und Risiken permanent gegeneinander abzuwägen.

5.1 Risikobericht

5.1.1 Risikomanagementsystem

Der Vorstand der RHÖN-KLINIKUM AG hat ein konzernweites Risikomanagementsystem implementiert, dessen Ziel es ist, drohende Risiken frühzeitig zu erkennen und diesen im Rahmen eines systematischen Prozesses zielgerichtet zu begegnen. Dem innerhalb der Unternehmenszentrale implementierten Risikomanagement obliegt die Aufgabe, das Risikomanagementsystem kontinuierlich in Richtung Best Practice weiterzuentwickeln und bei Bedarf neuen Erkenntnissen und Anforderungen anzupassen. Im Rahmen des Risikomanagements besteht auch die Möglichkeit Chancen zu melden. Unserem Risikomanagementsystem liegen eine Konzernrisikorichtlinie sowie weitere erläuternde Dokumente zugrunde. In der Konzernrisikorichtlinie sind sowohl die Grundsätze des Risikomanagement sowie die konzernweit einheitlich verbindlichen Vorgaben für den Risikomanagementprozess und die entsprechenden Aufgaben und Verantwortlichkeiten beschrieben. Die Dokumentation des eigentlichen Risikomanagementprozesses erfolgt über eine eigens hierfür angeschaffte Softwarelösung. Indem wir das Risikomanagementsystem regelmäßig überprüfen, bewerten und an sich permanent ändernde Rahmenbedingungen anpassen, sichern wir die Akzeptanz des Systems im Unternehmen. Die Interne Revision wird anlassbezogen vom Vorstand mit der prozessunabhängigen Prüfung von Sachverhalten beauftragt. In diesem Zusammenhang überwacht sie auch die Funktionsfähigkeit und die korrekte Anwendung der Vorgaben zum Risikomanagement in Teilbereichen oder Gesellschaften der RHÖN-KLINIKUM AG.

Grundsätze unseres Risikomanagements

Jeder ist verantwortlich
Jeder Mitarbeiter hat die persönliche Pflicht, aktiv Schäden von unseren Patienten, unseren Geschäftspartnern und vom Unternehmen abzuwenden.

Nicht alle Risiken sind vermeidbar, aber jedes ist steuerbar
Risiken sind nicht immer vermeidbar, können aber durch eine frühzeitige Identifikation gesteuert werden. Möglichkeiten der Risikosteuerung bilden die Risikovermeidung, die Risikoverminderung, die Risikoüberwälzung oder die Risikoakzeptanz. Um eine effiziente Risikobewältigung zu gewährleisten und Rückschlüsse auf die Gesamtrisikolage zuzulassen, werden Risiken systematisch bewertet und dokumentiert. Die Gefährdung von Leben und Gesundheit wird dabei von uns immer als hohes und als unser größtes Risiko angesehen.

Risikomanagement - wir wollen immer besser werden
Präventiv festgelegte Verfahren, klar definierte Strukturen und das Verantwortungsbewusstsein des Einzelnen bilden die Basis unseres Risikomanagements. Um die Abläufe regelmäßig zu optimieren und um die Einhaltung der Vorgaben zu prüfen, muss jedes Unternehmen im Konzern seine Risiken kontinuierlich überprüfen, bewerten und an geänderte Bedingungen anpassen. Akut auftretende Risiken, die den Bestand eines Unternehmens gefährden können, sind wie bisher auch direkt und schnellstmöglich dem Vorstandsvorsitzenden zu melden.

Unser Risikomanagementprozess

Das Risikomanagement umfasst eine Reihe von Prozessen, mit deren Hilfe Risiken, die die Verwirklichung der Ziele und Chancen des Unternehmens gefährden können, erfasst, bewertet und gesteuert werden können. Der Risikomanagementprozess umfasst die Risikoidentifikation, Risikoanalyse und -bewertung, Risikosteuerung und -bewältigung, Risikoüberwachung und Risikokommunikation.

Die Risikoidentifikation dient der Identifizierung der relevanten Risiken und der Erfassung dieser im Risikomanagementsystem. Die Identifikation der Risiken erfolgt durch im Vorfeld festgelegte Verantwortlichkeiten. Die Risikoidentifikation ist aufgrund der sich ständig ändernden Verhältnisse und Anforderungen eine kontinuierliche Aufgabe. Risikoidentifikation und Chancenerkennung sind deshalb bei uns in die geschäftsüblichen Arbeitsabläufe integriert, denn nur Chancen und Risiken, die wir kennen, können wir auch steuern. Primäres Ziel der Risikosteuerung ist, unter Abwägung der damit verbundenen Chancen, die Risikominimierung, wenn möglich die Risikovermeidung. Die Bewertung erfolgt nach der Wahrscheinlichkeit des Auftretens und der möglichen monetären Auswirkung des Risikos (Schadenshöhe) unter Erläuterung der Bewertungsannahmen und die Ableitung von Maßnahmen zur Risikosteuerung. Möglichkeiten der Risikosteuerung und -bewältigung sind die Risikovermeidung, die Risikoverminderung, die Risikoüberwälzung oder die Risikoakzeptanz. Dabei sind die in Betracht gezogenen Maßnahmen unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten abzuwägen und so zu wählen, dass hierdurch die zu erwartende Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. Schadenshöhe in die unternehmenseigenen Grenzen der Risikotoleranz gelenkt werden. Im Rahmen der Risikoüberwachung werden die Umsetzung eingeleiteter Maßnahmen und deren Auswirkungen geprüft. Die Ergebnisse des Risikomanagementprozesses werden zu den festgelegten Terminen zur Verfügung gestellt. Durch eine zeitnahe, offene interne und externe Kommunikation schaffen wir Vertrauen und die Basis für Selbstkritik und kontinuierliches Lernen.

5.1.2 Risiken

Unter Risiken verstehen wir Ereignisse und mögliche Entwicklungen innerhalb und außerhalb der RHÖN-KLINIKUM AG, die sich negativ auf die Erreichung der gesetzten Unternehmensziele, die künftige Aufgabenerfüllung sowie auf Qualität und Reputation der RHÖNKLINIKUM AG auswirken können.

Nicht alle Risiken sind gleich wichtig. Um eine effiziente Risikobewältigung zu gewährleisten, wird eine systematische Bewertung der identifizierten Risiken durchgeführt. Die Risikobewertung erfolgt durch Ermittlung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen monetären Auswirkung des Risikos unter Berücksichtigung von bereits bestehenden und geplanten Maßnahmen. Die Klassifizierung von Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung erfolgt mittels einer Risikomatrix in jeweils drei Stufen: niedrig, mittel, hoch. Risiken mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit und einer hohen Auswirkung stufen wir als bestandsgefährdend ein. Bei der Eintrittswahrscheinlichkeit klassifizieren wir eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit von größer 30 Prozent sowie eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit von größer 70%. Die Auswirkung ist bei uns klassifiziert indem eine mittlere Auswirkung bei größer 0,5 Mio. € beginnt und eine hohe bei größer 1,5 Mio. €.

Als Gesundheitsdienstleister setzen wir uns mit einer äußerst komplexen Risikolandschaft auseinander. Faktoren, wie die ordnungspolitischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen, der zunehmende Kosten-, Wettbewerbs- und Konsolidierungsdruck innerhalb der Branche oder die steigenden Ansprüche der Patienten eröffnen nicht nur Chancen sondern bergen auch Risiken. Betriebswirtschaftliches Potenzial und bestehende Risiken sind im Krankenhaussektor in der Regel durch langfristige Zyklen geprägt. Kurzfristige Änderungen des Marktumfeldes bilden daher eher die Ausnahme.

Nachstehende Risikofelder haben maßgeblichen Einfluss auf die allgemeine Geschäftsentwicklung sowie auf die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage:

Leistungswirtschaftliche Risiken

Aufgrund der staatlichen Krankenhausbedarfsplanung verfügen alle Plankrankenhäuser in Deutschland faktisch über einen staatlich regulierten Gebietsschutz. Klassische Markt- und Absatzrisiken bestehen nur dort, wo Standortschließungen durch Planfortschreibungen festgelegt werden bzw. die Qualitätseinschätzung eines Krankenhauses durch einweisende Ärzte oder Patienten deutlich schlechter ausfällt als für benachbarte Kliniken und dadurch Patientenwanderbewegungen ausgelöst werden.

Leistungsschwankungen in unseren Einrichtungen, Leistungsverschiebungen vom stationären in den ambulanten Bereich sowie die regulierte Preissetzung können zu Umsatzeinbußen und Kostensteigerungen und damit zu Ergebnisbeeinträchtigungen führen. Durch regelmäßige Zeit- und Betriebsvergleiche bezüglich Leistung, Umsatz und Ergebnis sowie ausgewählter betriebswirtschaftliche Kennzahlen und andere Indikatoren können wir frühzeitig unerwünschte Entwicklungen erkennen und - wo angebracht und notwendig - korrigierend eingreifen und steuern somit ein überschaubares Risikopotential.

Betriebsrisiken

Der medizinische Fortschritt und der Anspruch, Patienten als Ganzes und nicht partikulär zu diagnostizieren und zu therapieren, erfordern eine Organisation von immer stärker interdisziplinär-arbeitsteiligen Prozessen. Dieser Kooperationsbedarf besteht nicht nur im Krankenhaus, sondern auch zwischen der ambulanten und stationären Versorgung. Störungen im Prozessablauf bergen Risiken für den Patienten und die Klinik. Wir legen allerhöchsten Wert darauf, diese Risiken zu minimieren, indem wir Behandlungsqualität mit qualifizierten und geschulten Mitarbeitern durch leitliniengerechtes Vorgehen in betriebssicheren und hygienegerechten Krankenhausgebäuden sicherstellen. Die permanente Überwachung aller Aufbau- und Ablauforganisationen bei der Behandlung von Patienten sowie die konsequente Ausrichtung aller Anstrengungen auf die Bedürfnisse unserer Patienten erzeugen ein Höchstmaß an Behandlungsqualität und begrenzt bestehende Betriebsrisiken.

Neben den typischen klinischen Risikofeldern im Umfeld der Patientensicherheit (Hygiene, Pflege und medizinische Versorgung) werden in den Kliniken auch Risiken aufgrund von Überalterung von Geräten in der Medizintechnik, beim Brandschutz und im EDV-Ausfall gesehen. Die Risiken sind zwar existent, werden aber im Allgemeinen aufgrund von bestehenden Maßnahmenkatalogen als niedrig bewertet. Für nicht abwendbare Risiken besteht ein angemessener und regelmäßig aktualisierter Versicherungsschutz.

Beschaffungsrisiken

In Zeiten wachsenden wirtschaftlichen Drucks auf die Unternehmen der Gesundheitswirtschaft gewinnen - neben dem optimalen Einsatz von Sachmitteln - die Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter zunehmend an Bedeutung.

Krankenhäuser weisen üblicherweise Personalkostenquoten zwischen 50 % und 70 % aus. Daraus ergibt sich nicht nur eine beträchtliche Abhängigkeit von tariflichen Entwicklungen. Ferner ist der Erfolg von Einrichtungen im Gesundheitswesen davon abhängig, dass man im erforderlichen Umfang ausreichend qualifiziertes Personal jederzeit rekrutieren kann, um die gesteckten Wachstumsziele zu erreichen.

Deshalb ist es für uns von zentraler Bedeutung sicherzustellen, dass wir Fachkräfte von uns überzeugen und an unser Unternehmen binden können. Durch den Aufbau und Ausbau strukturierter Rekrutierungs- und Qualifizierungskonzepte für den ärztlichen Dienst, die Pflege und die Gesundheitsberufe sowie für unseren Führungskräftenachwuchs sehen wir Möglichkeiten, dem gegenwärtigen Personalmangel effizient zu begegnen und stufen die Personalrisiken als vergleichsweise niedrig ein.

In Bezug auf die Materialbeschaffung sind wir im Bereich medizinischer Einrichtungen und Ausstattungen sowie beim medizinischen Bedarf auf Fremdanbieter angewiesen. Aus diesen Geschäftsbeziehungen können Risiken, beispielsweise ausgelöst durch Lieferschwierigkeiten und Qualitätsprobleme, entstehen. Konzernweit stellen wir durch kontinuierliche Markt- und Produktbeobachtung sicher, dass sich Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten, von Produkten und Dienstleistern in engen Grenzen halten und stufen Risiken aus diesem Bereich ebenfalls als niedrig ein.

Umfeld- und Branchenrisiken

Von den Entwicklungen der Binnenkonjunktur sind wir nur mittelbar betroffen, da die Gesundheitsausgaben vom Beitragsaufkommen der Versicherten und damit von der Lage am Arbeitsmarkt abhängen. Da wir ausschließlich auf dem inländischen Gesundheitsmarkt tätig sind, berühren uns außenwirtschaftliche Faktoren kaum.

Aus Anlass von Unternehmenszusammenschlüssen werden regelmäßig kartellrechtliche Prüfungen durchgeführt. Entscheidungen des Kartellamts haben damit Einfluss auf das Wachstum eines im Gesundheitsbereich tätigen Konzerns. Im Rahmen unseres Verkaufs von 40 Kliniken an Fresenius/Helios hat das Kartellamt die Übertragung am 20. Februar 2014 genehmigt. Aus Unternehmenskaufverträgen eventuell entstehende rechtliche Risiken werden regelmäßig überwacht und bewertet.

Das Ermittlungsverfahren gegen Servicegesellschaften hatte sich bereits im Laufe des Jahres 2012 gegen juristische Personen, die in einem Vertragsverhältnis mit Servicegesellschaften stehen, ausgeweitet. Zwischenzeitlich wurde das Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen fünf Kliniken eingestellt.

Uns betreffende Umfeld- und Branchenrisiken stufen wir als sehr niedrig ein.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Wir sind ausschließlich in Deutschland tätig, unterliegen also keinen Transaktions- und Währungsrisiken.

Bei der RHÖN-KLINIKUM AG bestehen Finanzschulden von 865,1 Mio. € und zinstragende Anlagen von 517,9 Mio. €. Damit unterliegen wir grundsätzlich Zinsrisiken. Diesen Zinsrisiken begegnen wir mit Zinssicherungsgeschäften und sind somit kurz- und mittelfristig hiervon weitgehend unabhängig. Andere als zu Sicherungszwecken dienende derivative Finanzinstrumente werden von uns nicht eingesetzt. Aus dem Verkaufserlös der Transaktion mit Fresenius/Helios werden wir einen Großteil der Finanzschulden aus dem Liquiditätszufluss tilgen. Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken sehen wir demnach derzeit keine.

Wertpapiere, ausgenommen 24.000 Stück eigene Aktien, werden im Konzern der RHÖNKLINIKUM AG nicht gehalten. Entsprechende Bonitäts- und Kursrisiken bestehen ebenfalls nicht.

Ergebnisse der Risikoinventur und Gesamteinschätzung

Im Rahmen der Risikoinventur für das Geschäftsjahr 2013 wurden uns keine bestandsgefährdenden Risiken gemeldet. Die Grundsätze des gesetzlich vorgeschriebenen Systems zur Früherkennung von bestandsgefährdenden Risiken wurden im Berichtsjahr analog zu den Vorjahren fortgeführt.

Die Überprüfung der Risikolage der RHÖN-KLINIKUM AG hat für das Geschäftsjahr 2013 als Gesamteinschätzung ergeben, dass bestandsgefährdende Risiken nicht bestehen und weiterhin auch keine entwicklungsbeeinträchtigenden Sachverhalte gesehen werden. Die Risikoeinschätzung wird weiterhin als niedrig eingestuft.

5.2 Chancenbericht

Analog zu dem Risikobegriff, verstehen wir unter Chancen Ereignisse und mögliche Entwicklungen innerhalb und außerhalb der RHÖN-KLINIKUM AG, die sich positiv auf die Erreichung der gesetzten Unternehmensziele, die künftige Aufgabenerfüllung sowie auf Qualität und Reputation der RHÖN-KLINIKUM AG auswirken können. Im Rahmen des Risikomanagements besteht die Möglichkeit auch Chancen zu melden.

Um Chancen wahrnehmen zu können, müssen manchmal mögliche Schäden bewusst in Kauf genommen werden. So zum Beispiel setzt jeder medizinische Eingriff den Patienten einer Gefahr aus, aber er verschafft ihm auch die Chance auf Heilung.

Wir sind kontinuierlich bestrebt, unsere Prozesse und Strategien zu überprüfen und zu optimieren. Unsere Aktivitäten zur Standortoptimierung durch Überprüfungen des Leistungsportfolios und Identifizierung von Leistungspotenzialen haben wir im Geschäftsjahr 2013 fortgesetzt und unsere Unternehmensstrategie neu ausgerichtet. Davon ausgehend haben wir am 13. September 2013 den Verkauf eines Großteils unserer Kliniken und damit verbundene Unternehmen an Fresenius/Helios bekanntgegeben. Die "neue Rhön" wird sich nunmehr mit zehn Kliniken an fünf Standorten auf den Ausbau ihrer wissenschaftsmedizinisch orientierten Kompetenzen konzentrieren. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit unserer strategischen Neuausrichtung und dem aktuellen Zuschnitt unseres Unternehmens im Wettbewerb schlagkräftig aufgestellt sind und ein weiteres Erfolgskapitel in der deutschen Klinikgeschichte schreiben können.

Wir sehen hierbei als Chance für die RHÖN-KLINIKUM AG und die mit ihr verbundenen Unternehmen das Konzept der Netzwerkmedizin, das wir nunmehr konkret in die Praxis umsetzen. Es sieht im Kern vor, dass ein bundesweites Netzwerk von Leistungsanbietern entsteht, in dem sämtliche ambulanten, stationären und Rehabilitationsleistungen angeboten werden.

Die Chancen der "neuen Rhön" liegen im Zusammenschluss unserer Spitzenkliniken, einhergehend mit hoher medizinischer Qualität auf bezahlbarem Preisniveau, durch enge Verzahnung von Behandlung, Forschung und Lehre, als Impulsgeber und Treiber der Netzwerkmedizin mit attraktiven Ergebnis- und Wachstumsperspektiven.

Nunmehr bietet sich für uns die Chance, die Unternehmensstrukturen von Grund auf zu erneuern und den Konzern damit straffer, effizienter und einheitlicher zu führen, ohne dabei unseren Kliniken das notwendige Maß an operativer Eigenständigkeit zu nehmen.

Als Gesamteinschätzung sehen wir die RHÖN-KLINIKUM AG und die mit ihr verbundenen Unternehmen mit einem Umsatz von rund einer Milliarde Euro, den wir mit rund 15.000 Mitarbeitern in zehn Kliniken an fünf Standorten künftig erzielen wollen, sehr gut aufgestellt. Wir werden auch in Zukunft zu den großen Klinikbetreibern in Deutschland gehören, dann aber nicht mehr mit einem heterogenen Portfolio, sondern einer klar fokussierten Ausrichtung.

6 Die RHÖN-KLINIKUM Aktie

DAS BÖRSENJAHR 2013

Die Weltfinanzmärkte blieben auch im Jahr 2013 in erster Linie unter dem Einfluss der fortgesetzten, umfangreichen geldpolitischen Unterstützung durch die Notenbanken. In konjunktureller Hinsicht wirkte sich die Erholung in den USA günstig aus. In Europa entwickelte sich die Konjunktur uneinheitlich: Während sich die Wirtschaftsdaten in Deutschland weiter verbesserten und der ifo-Geschäftsklimaindex infolge der wieder positiven Erwartungen in der zweiten Jahreshälfte kräftig anstieg, kamen aus den Nachbarländern, unter anderem aus Frankreich, eher belastende Signale.

Für den Gesamtmarkt spielten neben der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung auch politische Aspekte eine wichtige Rolle. Aus deutscher Sicht zählten hierzu insbesondere die Bundestagswahlen im September sowie die darauf folgenden Koalitionsgespräche. Wichtige politische Themen auf internationaler Ebene waren die Zuspitzung des Haushaltsstreits in den USA oder die Frage nach der Zukunft der italienischen Regierung.

Innerhalb dieser Rahmenbedingungen stieg der DAX® im Jahresverlauf um insgesamt rund 25 Prozent und beendete das Jahr bei neuen Jahreshöchstkursen auf dem Rekordniveau von mehr als 9.500 Punkten. Der deutsche Nebenwerte-Index MDAX® gewann im Jahr 2013 sogar rund 39 Prozent hinzu. Damit entwickelten sich die deutschen Indizes besser als die ebenfalls gestiegenen großen europäischen Vergleichsindizes. So legte etwa der DJ EURO STOXX 50® um gut 18 Prozent zu.

RHÖN-KLINIKUM AKTIENKURS VON DEN KONSOLIDIERUNGSBESTREBUNGEN IM SEKTOR GEPRÄGT

Am 13. September 2013 unterzeichneten die RHÖNKLINIKUM AG, die HELIOS Kliniken GmbH und die Fresenius SE & Co. KGaA einen Anteilskaufvertrag, wonach RHÖNKLINIKUM an HELIOS und verbundene Unternehmen ein Portfolio von 43 Kliniken, medizinischen Versorgungszentren und weiteren verbundenen Beteiligungen verkauft. Der vereinbarte Kaufpreis beträgt 3,070 Mrd. € (Unternehmenswert) vor Korrektur um bestimmte Barmittel und Finanzverbindlichkeiten. Nach Ablauf des Geschäftsjahrs hat das Bundeskartellamt die Transaktion von insgesamt 40 Kliniken freigegeben, die anschließend übertragen wurden. Die Häuser in Cuxhaven, Waltershausen-Friedrichroda sowie Boizenburg sowie zwei MVZ-Managementgesellschaften wurden in Abstimmung mit dem Bundeskartellamt bereits vor der Freigabeentscheidung aus dem veräußerten Portfolio herausgenommen.

Für die RHÖN-KLINIKUM AG ist mit der Transaktion die Konzentration auf ein homogenes Krankenhausportfolio verbunden. Entsprechend der ursprünglichen Planung soll sich der neue Verbund künftig an fünf Standorten auf medizinische Exzellenz und hochwertige Spitzenmedizin fokussieren, nach Abschluss der geplanten Transaktion rund 5.300 Betten und 15.000 Mitarbeiter umfassen und einen Umsatz von rund 1 Mrd. Euro ausweisen.

Die unmittelbare Reaktion des Markts auf die Ankündigung der Transaktion war zustimmend. Der Schlusskurs im Xetra-Handel am 13. September 2013 lag bei 19,45 € und damit mehr als 11 % höher als am Vortagesschluss. Nach der Ankündigung entkoppelte sich die Kursentwicklung der RHÖN-KLINIKUM Aktie zudem noch weiter als zuvor vom allgemeinen Börsenumfeld.

Über das gesamte Jahr 2013 gewann die RHÖN-KLINIKUM Aktie knapp 39 Prozent hinzu. Damit entwickelte sie sich besser als der DAX® und analog zum MDAX® . Sie beendete das Börsenjahr bei einem Schlusskurs von 21,26 €. Einschließlich der Dividendenzahlung betrug die Jahresperformance plus 40,4 %.

Die Marktkapitalisierung der ausgegebenen 138,2 Mio. Stückaktien lag zum Jahresende bei 2,9 Mrd. € (Vj. 2,1 Mrd. €). Damit belegte die RHÖN-KLINIKUM Aktie zum 31. Dezember 2013 Position 23 (Vj. Position 19) in der Rangliste des MDAX® . Das tagesdurchschnittliche Handelsvolumen an den deutschen Börsen einschließlich des Xetra-Handels lag 2013 bei 441.848 Mio. Stück.

INVESTOR-RELATIONS-AKTIVITÄTEN

Die RHÖN-KLINIKUM AG hat sich zu transparenter und fairer Kommunikation verpflichtet. Investor Relations, die Beziehungen zu unseren Aktionären und Bondinvestoren, haben für uns einen hohen Stellenwert. Unser Ziel und unser Anspruch ist es, im Rahmen der Finanzmarktkommunikation ein realistisches Bild unseres Unternehmens zu vermitteln. Auf diese Weise wollen wir den Marktteilnehmern eine treffende Einschätzung und Bewertung unserer Aktie und unserer Anleihen ermöglichen. Investoren, Analysten und allen weiteren interessierten Marktteilnehmern stellen wir eine Plattform mit umfassenden und zeitnahen Informationen über die RHÖN-KLINIKUM Gruppe bereit. Überdies pflegen wir den direkten, kontinuierlichen und persönlichen Dialog mit unseren Investoren und Analysten, etwa im Rahmen internationaler Investorenkonferenzen oder auf Investoren-Roadshows. Der Bereich Investor Relations ist direkt dem Finanzvorstand unterstellt.

7 Berichterstattung gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB über interne Kontroll- und Risikomanagementsysteme im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Im RHÖN-KLINIKUM Konzern besteht das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem aus dem internen Steuerungs- und dem internen Überwachungssystem, das die Erstellung der Jahresabschlüsse für den Konzern der RHÖN-KLINIKUM AG und die RHÖNKLINIKUM AG selbst und ihrer Tochtergesellschaften sicherstellt. Das Risikomanagementsystem als Bestandteil des internen Kontrollsystems ist mit Bezug auf die Rechnungslegung auch auf das Risiko der Falschaussage in der Buchführung sowie in der externen Berichterstattung ausgerichtet.

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem in unserem Konzern umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Der Konzernrechnungslegungsprozess ist so organisiert, dass für jede der Tochtergesellschaften zu jedem Stichtag - d. h. monatlich, vierteljährlich und jährlich - auf Basis einer konzernweit einheitlichen Bilanzierungsrichtlinie und eines konzernweit einheitlichen Buchhaltungsprogramms ein handelsrechtlicher Abschluss in konzerneigenen Rechenzentren erstellt wird. Aus diesen Abschlüssen wird für jedes Quartal ein Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRS) abgeleitet. Die Abschlussdaten der Tochtergesellschaften werden mittels zertifizierter Konsolidierungssoftware nach der Kapitalkonsolidierung und einer Konsolidierung von Aufwendungen und Erträgen, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Eliminierung etwaiger Zwischengewinne zu einem Konzernabschluss zusammengefasst. IFRS-relevante Umbewertungen bzw. Umgliederungen werden auf Konzernebene nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsverfahren durchgeführt.

Die Abschlüsse werden zeitnah nach Ablauf des jeweiligen Stichtags an das Konzernrechnungswesen gemeldet, erstellt und veröffentlicht. Zusammen mit der Abteilung Controlling und fallweise auch mit der Abteilung Interne Revision werden die Abschlüsse analysiert, plausibilisiert und bewertet.

Sowohl für die Erstellung der Einzelabschlüsse nach HGB als auch für die Erstellung des Konzernabschlusses nach den gültigen IFRS gibt es zur Vereinheitlichung der Bilanzierung entsprechend umfangreiche Bilanzierungsvorgaben und -richtlinien, deren Einhaltung stringent überwacht wird. Sowohl bei den Einzelgesellschaften als auch im Konzern bestehen klare Verantwortlichkeiten für die Erstellung der Jahresabschlüsse. Die dabei zur Anwendung kommenden fallweise präventiven oder nachgelagerten bzw. manuellen oder automatisierten Kontrollen tragen den Grundsätzen der Funktionstrennung Rechnung.

Die Quartalsabschlüsse, der Halbjahresfinanzbericht sowie der Jahresabschluss werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats zur Prüfung vorgelegt. Die Prüfungsergebnisse des Prüfungsausschusses werden dokumentiert. Darüber hinaus beauftragt der Prüfungsausschuss regelmäßig auch den Abschlussprüfer mit der Durchführung einer rechnungslegungsbezogenen Schwerpunktprüfung. Soweit sich aus den Prüfungen des Prüfungsausschusses sowie des Abschlussprüfers Verbesserungen des Konzernrechnungslegungsprozesses ableiten lassen, werden diese unverzüglich etabliert.

 

Bad Neustadt a. d. Saale, den 20. März 2014

Der Vorstand

Martin Menger

Jens-Peter Neumann

Dr. Dr. Martin Siebert

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013

Bilanz zum 31. Dezember 2013

Aktiva

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Anhang 31.12.2013
31.12.2012
T€
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.01    
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   2.428.793,10 3.655
2. geleistete Anzahlungen   229.486,49 168
    2.658.279,59 3.823
II. Sachanlagen 3.01    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken   35.799.413,73 23.733
2. technische Anlagen und Maschinen   3.036.989,17 2.466
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   4.240.207,48 5.600
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau   414.040,03 1.474
    43.490.650,41 33.273
III. Finanzanlagen 3.01    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen   693.087.410,17 1.232.886
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen   313.326.144,79 532.073
3. Beteiligungen   95.850,00 96
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht   375.000,00 469
5. sonstige Ausleihungen   1.000,00 1
    1.006.885.404,96 1.765.525
    1.053.034.334,96 1.802.621
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe   2.205.596,30 2.326
2. unfertige Leistungen   1.113.745,56 1.890
    3.319.341,86 4.216
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.02 2.434.912.484,69 474.847
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   3.681.413,53 111.161
    2.441.913.240,08 590.224
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.03 1.913.571,36 2.200
D. Aktive latente Steuern 3.04 3.453.022,23 5.948
    3.500.314.168,63 2.400.993
E. Treuhandvermögen 3.14 0,00 394

Passiva

     
Anhang 31.12.2013
31.12.2012
T€
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 3.05 345.580.000,00 345.580
./. rechnerischer Wert eigene Anteile   -60.000,00 -60
ausgegebenes Kapital   345.520.000,00 345.520
II. Kapitalrücklage 3.07 410.869.172,65 410.869
III. Gewinnrücklagen 3.08    
1. Gesetzliche Rücklage   130.962,09 131
2. andere Gewinnrücklagen   0,00 482.572
    130.962,09 482.703
IV. Bilanzgewinn 3.09 1.704.524.834,19 66.979
    2.461.044.968,93 1.306.071
B. Sonderposten zur Finanzierung des Anlagevermögens 3.11 830.721,98 865
C. Rückstellungen 3.12    
1. Steuerrückstellungen   9.071.754,97 58
2. sonstige Rückstellungen   136.869.844,70 17.627
    145.941.599,67 17.685
D. Verbindlichkeiten 3.13 892.496.878,05 1.076.372
    3.500.314.168,63 2.400.993
E. Treuhandverbindlichkeiten 3.14 0,00 394

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013

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Anhang 2013
2012
1. Umsatzerlöse 4.01 154.039.661,76 150.553.567,00
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen   -775.741,21 308.353,09
    153.263.920,55 150.861.920,09
3. sonstige betriebliche Erträge 4.02; 4.05 24.615.726,97 23.017.030,97
    177.879.647,52 173.878.951,06
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe   31.472.578,36 30.613.487,81
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen   10.261.954,51 10.656.775,98
    41.734.532,87 41.270.263,79
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter   72.666.185,59 75.731.265,92
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung   10.724.736,18 10.589.884,91
(davon für Altersversorgung € 51.578,13; Vorjahr € 52.867,86)      
    83.390.921,77 86.321.150,83
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.03 5.855.566,46 5.749.005,60
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.05 44.532.874,73 46.855.115,58
    50.388.441,19 52.604.121,18
    2.365.751,69 -6.316.584,74
8. Erträge aus Beteiligungen      
(davon aus verbundenen Unternehmen € 76.633.733,65; Vorjahr € 103.153.626,97)   76.663.733,65 103.153.626,97
9. Erträge aus Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen   56.323.120,52 60.350.971,25
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens   17.461.219,73 17.107.128,55
(davon aus verbundenen Unternehmen € 17.461.219,73; Vorjahr € 17.107.028,55)      
11. Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen (Anteilsverkauf)   1.215.955.668,18 0,00
12. Aufwendungen aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen (Anteilsverkauf)   124.857.623,78 0,00
13. Ergebnis aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen (Anteilsverkauf)   1.091.098.044,40 0,00
14. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.04 7.766.577,05 13.077.936,00
(davon aus verbundenen Unternehmen € 7.056.895,08; Vorjahr € 7.686.413,58)      
15. Aufwendungen aus Verlustübernahme   802.361,90 1.129.359,52
16. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.04 41.647.682,93 45.471.023,54
(davon an verbundene Unternehmen € 637.302,95; Vorjahr € 1.356.373,79)      
(davon aus der Aufzinsung € 9.673,00; Vorjahr € 9.682,81)      
    1.206.862.650,52 147.089.279,71
17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   1.209.228.402,21 140.772.694,97
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.06 19.671.074,14 6.828.652,54
(davon Aufwand aus latenten Steuern € 2.495.358,27; Vorjahr € 1.170.420,96)      
19. sonstige Steuern   31.833,49 7.142,18
    19.702.907,63 6.835.794,72
20. Jahresüberschuss   1.189.525.494,58 133.936.900,25
21. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr   6.000,00 10.800,00
22. Einstellungen in andere Gewinnrücklagen   0,00 66.968.450,12
23. Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen   514.993.339,61 0,00
24. Bilanzgewinn   1.704.524.834,19 66.979.250,13

Anhang für das Geschäftsjahr 2013

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des Aktiengesetzes unter Berücksichtigung einer teilweisen Ergebnisverwendung aufgestellt.

1. Grundlegende Informationen

Die RHÖN-KLINIKUM AG, die HELIOS Kliniken GmbH und die Fresenius SE & Co. KGaA haben am 13. September 2013 einen Anteilskaufvertrag unterzeichnet, wonach ein Portfolio von 43 Kliniken, medizinischen Versorgungszentren und weiteren verbundenen Beteiligungen verkauft wird. Unter Berücksichtigung einer aktualisierten kartellrechtlichen Bewertung im Rahmen der Gesamttransaktion wurden die Kliniken in Cuxhaven, Waltershausen-Friedrichroda sowie Boizenburg aus der Kartellamts-Anmeldung herausgenommen. Diese Einrichtungen werden nicht an Fresenius übergehen. Die Durchführung der Transaktion stand zum 31.12.2013 noch unter Vorbehalt der Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden sowie hinsichtlich bestimmter Häuser unter dem Vorbehalt der Zustimmung von Minderheitsgesellschaftern bzw. ehemaliger kommunaler Träger.

Im Februar 2014 wurde die kartellrechtliche Freigabe für den Verkauf von 40 Kliniken, medizinischen Versorgungszentren und weiteren verbundenen Beteiligungen erteilt. Im Einzelabschluss der RHÖN-KLINIKUM AG weisen wir für das Geschäftsjahr 2013 einen Bilanzgewinn in Höhe von 1.704,5 Mio. € aus, der im Wesentlichen aus einem Teil der veräußerten Gesellschaften resultiert, bei denen die Voraussetzungen der Gewinnrealisierung zum Stichtag vorlagen.

Von der Transaktion ausgenommen sind die Standorte Bad Neustadt, Bad Berka, Frankfurt (Oder) sowie das Universitätsklinikum Gießen und Marburg. Die RHÖN-KLINIKUM AG bildet weiterhin einen unabhängigen homogenen Unternehmensverbund, der sich auf die medizinische Exzellenz und hochwertige Spitzenmedizin fokussiert. Die RHÖN-KLINIKUM AG will auf Basis dessen eine Vorreiterrolle für wissenschaftlich-universitäre Spitzenmedizin werden.

Die Gesellschaft ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und ist seit 1989 börsennotiert (MDAX®). Sitz der Gesellschaft ist in Bad Neustadt a. d. Saale, Salzburger Leite 1, Deutschland.

2. Allgemeine Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über eins bis 15 Jahren abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Außerplanmäßige Abschreibungen werden, soweit erforderlich, vorgenommen.

Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das mit BilMoG neu geschaffene Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Forschungs- und Entwicklungskosten werden daher sofort in voller Höhe als Aufwand gebucht.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, abzüglich planmäßiger Abschreibungen und etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt nach der linearen Abschreibungsmethode entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen.

Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 150 € im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für Zugänge, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 150 €, aber nicht 1.000 € (zzgl. USt) übersteigen, werden in einem Jahressammelposten erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben. Im Zugangsjahr wird stets der volle Abschreibungssatz verwendet.

Gebäude werden über eine Nutzungsdauer bis 33 1/3 Jahren abgeschrieben. Das bewegliche Sachanlagevermögen wird in längstens zehn Jahren abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei nachhaltiger Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den ursprünglichen Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen.

Umlaufvermögen

Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten beziehungsweise zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen zusätzlich zu den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Allgemeine Verwaltungskosten sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung werden nicht aktiviert. Abwertungen werden für Bestandsrisiken vorgenommen, die sich aus geminderter Verwertbarkeit und technischer Veralterung ergeben, sowie im Rahmen der verlustfreien Bewertung von Unfertigen Leistungen im Klinikbetrieb in angemessenem und ausreichendem Umfang. Unfertige Leistungen sind mit an Herstellungskosten orientierten Wertansätzen auf Basis der vom InEK ermittelten repräsentativen Standardkosten für standardisierte Leistungen durch Krankenhäuser in Deutschland bewertet.

Die Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt; alle erkennbaren Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch einen pauschalen Abschlag von 2 % ausreichend Rechnung getragen. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden auf den Barwert abgezinst.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind die Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Latente Steuern

Auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen werden latente Steuern gebildet. Wenn aufgrund dieser Bewertungsunterschiede von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist, werden Passive latente Steuern angesetzt. Sofern eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, erfolgt der Ansatz von Aktiven latenten Steuern. Verlust- und Zinsvorträge werden insoweit berücksichtigt, als eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre realisierbar ist. Des Weiteren werden Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten von Organgesellschaften insoweit einbezogen, als von künftigen Steuerbe- und -entlastungen aus der Umkehrung von temporären Differenzen bei der RHÖN-KLINIKUM AG als steuerlichem Organträger auszugehen ist. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des individuellen Steuersatzes im Umkehrzeitpunkt. Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag kam im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Steuersatz von 15,825 % zur Anwendung.

Vermögens- sowie Ertrags- und Aufwandsverrechnung von Deckungsvermögen

Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersteilzeit dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im Zinsaufwand ausgewiesen. Weiterhin werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Altersvorsorgeleistungen und ähnliche Verpflichtungen

Die RHÖN-KLINIKUM AG bewertet die Altervorsorgeverpflichtungen und ähnliche Verpflichtungen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit Methode) ermittelten Erfüllungsbetrag. Zukünftig erwartete Gehaltssteigerungen werden bei der Ermittlung des Barwerts der erdienten Anwartschaft berücksichtigt. Für die Abzinsung der Altersvorsorgeverpflichtungen wird der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz (Dezember 2013: 4,89 %; Dezember 2012: 5,04 %) verwendet. Für die Abzinsung der Verpflichtungen aus Altersteilzeit wurde entsprechend ein laufzeitadäquater Zinssatz von 3,47 % (Vj. 3,79 %) zu Grunde gelegt.

Übrige Rückstellungen

In den Übrigen Rückstellungen sind in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Die Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gemäß § 253 Abs. 1 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Vor dem 1. Januar 2010 gebildete Aufwandsrückstellungen gemäß § 249 Abs. 2 HGB (alt) wurden in Anwendung des Übergangswahlrechts beibehalten.

Verbindlichkeiten

Finanzschulden und andere Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag, Leibrentenverpflichtungen werden mit ihrem Barwert am Bilanzstichtag ausgewiesen.

Abschlussgliederung

Die RHÖN-KLINIKUM AG fasst einzelne Posten der Bilanz zusammen, sofern sie einen Betrag enthalten, der für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes nicht erheblich ist, und durch eine Zusammenfassung die Klarheit der Darstellung vergrößert wird. Diese Posten weist die RHÖN-KLINIKUM AG im Anhang gesondert aus.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die RHÖN-KLINIKUM AG erstellt die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren.

3. Erläuterung zur Bilanz

3.01 Entwicklung des Anlagevermögens

Zu der Zusammensetzung des Anlagevermögens verweisen wir auf das Anlagengitter.

3.02 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Zusammensetzung:

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  Forderungen mit Restlaufzeiten Gesamt Gesamt
  bis zu 1 Jahr
über 1 Jahr
über 5 Jahre
31.12.2013
31.12.2012
Tsd. €
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.679.230,24 0,00 0,00 22.679.230,24 11.9391
2. Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 344.251,01 0,00 0,00 344.251,01 4131
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 219.059.560,23 0,00 0,00 219.059.560,23 429.9821
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 351.458,33 0,00 0,00 351.458,33 3531
5. Sonstige Vermögensgegenstände 2.186.184.494,68 6.293.490,20 0,00 2.192.477.984,88 32.1602
  2.428.618.994,49 6.293.490,20 0,00 2.434.912.484,69 474.847

1 Davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 Tsd. €
2 Davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 8.232 Tsd. €

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen 200.871 Tsd. € (Vj. 417.415 Tsd. €) auf Finanzforderungen, sowie 18.188 Tsd. € (Vj. 12.567 Tsd. €) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Ansprüche aus der Veräußerung von Beteiligungen an Fresenius in Höhe von 2.185.465 Tsd. € sowie Steuererstattungsansprüche von 6.293 Tsd. € (Vj. 30.036 Tsd. €) enthalten. Die Steuererstattungsansprüche betreffen mit 6.293 Tsd. € (Vj. 10.096 Tsd. €) Körperschaftsteuerguthaben gemäß § 37 KStG n.F., die innerhalb des verbleibenden Auszahlungszeitraums von 2015 bis 2017 zur Auszahlung gelangen und mit dem Barwert in Höhe von 6.293 Tsd. € (Vj. 10.096 Tsd. €) angesetzt sind. Die Bewertung erfolgte auf Basis eines laufzeitadäquaten Zinssatzes von 4,0 %.

3.03 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden u.a. die Differenzbeträge zwischen Darlehenssumme und Auszahlungsbetrag für vier Darlehen bzw. Anleihen gemäß § 250 Abs. 3 HGB mit einem Restbuchwert von 1.149 Tsd. € (Vj. 1.376 Tsd. €) ausgewiesen. Diese Posten werden entsprechend der Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge aufgelöst.

3.04 Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 3.453 Tsd. € (Vj. 5.948 Tsd. €) resultieren aus Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und der berücksichtigungsfähigen Zinsvorträge. Die sich in 2013 ergebenden aktiven latenten Steuern betreffen Bewertungsdifferenzen beim Sachanlagevermögen, Vorräten, Forderungen, Altersversorgungsrückstellungen, übrigen Rückstellungen. Bei der Bewertung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 15,825 % zugrunde gelegt. Der Rückgang des Postens entfällt im Wesentlichen mit 2.996 Tsd. € (Vj. 1.363 Tsd. €) auf steuerlich abziehbare Zinsaufwendungen (Zinsschranke).

3.05 Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital der RHÖN-KLINIKUM AG beträgt unverändert 345.580.000 € und ist in 138.232.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Wert am Grundkapital in Höhe von 2,50 € je Aktie unterteilt.

3.06 Eigene Aktien

Unverändert hält die RHÖN-KLINIKUM AG 24.000 Stück eigene Aktien in ihrem Bestand. Die am Bilanzstichtag im Bestand befindlichen Aktien entsprechen rechnerisch 60 Tsd. € oder 0,02 % des Gezeichneten Kapitals.

3.07 Kapitalrücklage

In der Kapitalrücklage wird unverändert das Agio aus Kapitalerhöhungen in Höhe von 410.869 Tsd. € ausgewiesen.

3.08 Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage beträgt unverändert 131 Tsd. €.

Die anderen (freien) Gewinnrücklagen entwickelten sich wie folgt:

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  2013
Tsd. €
2012
Tsd. €
Stand 01.01. 482.572 172.760
Einstellung aus dem Jahresüberschuss durch die Hauptversammlung 32.421 242.844
Einstellung aus dem Jahresüberschuss durch den Vorstand 0 66.968
Entnahme aus den anderen Gewinnrücklagen 514.993 0
Stand 31.12. 0 482.572

3.09 Bilanzgewinn

In den Bilanzgewinn von 1.704.525 Tsd. € wurde ein Gewinnvortrag von 6 Tsd. € einbezogen, der aus Gewinnanteilen für eigene Anteile stammt.

3.10 Angaben zu ausschüttungsgesperrten Beträgen

Den ausschüttungsgesperrten Beträgen von insgesamt 3.453 Tsd. € (Vj. 5.948 Tsd. €), die aus dem Ansatz der aktiven latenten Steuern resultieren, stehen frei verfügbare Rücklagen von 410.869 Tsd. € (Vj. 893.441 Tsd. €) gegenüber. Eine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Bilanzgewinn von 1.704.525 Tsd. € besteht daher nicht.

3.11 Sonderposten zur Finanzierung des Anlagevermögens

Es handelt sich um Fördermittel nach Krankenhausfinanzierungsrecht, die nach bestimmungsgemäßer Verwendung in einen Sonderposten nach dem Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) eingestellt werden, und entsprechend der Abschreibung der geförderten Wirtschaftsgüter ertragswirksam aufgelöst werden.

3.12 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entfallen auf:

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  31.12.2013
Mio. €
31.12.2012
Mio. €
Rückstellungen im Zusammenhang mit der Veräußerung von Beteiligungen an Fresenius 115,7 0,0
Steuerrückstellungen 9,1 0,1
Personalverpflichtungen 9,1 7,7
Instandhaltungsmaßnahmen 2,1 3,9
Erlösminderungen 1,1 1,5
Ausstehende Rechnungen 5,9 1,5
Sonstige 2,9 2,9
  145,9 17,6

Die sonstigen Rückstellungen decken die erkennbaren Risiken in ausreichendem Maß ab.

Für die Mitglieder des Vorstandes besteht ein Versorgungsplan, der Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses vorsieht. Die Vorstände erhalten neben ihrer laufenden Vergütung bei Beendigung ihrer Vorstandstätigkeit eine in Abhängigkeit von der Dauer des Dienstverhältnisses und der Höhe der Bezüge stehende Altersvorsorgeleistung, die auf das 1,5-fache der letzten Jahresbezüge begrenzt ist. Bei der Berechnung des Verpflichtungsumfangs wurden die individuellen Vertragsdauern zu Grunde gelegt.

Der Erfüllungsbetrag der Altersvorsorgerückstellungen beträgt zum Bilanzstichtag 511 Tsd. € (Vj. 192 Tsd. €). Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basiert unter anderem auf einem Abzinsungssatz von 4,89 % (Vj. 5,04 %) und einem Anwartschaftstrend von 2,5 % (Vj. 2,5 %) per annum. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den Heubeck'schen Sterbetafeln (2005G).

Die Altersteilzeitrückstellungen mit einem Erfüllungsbetrag von 325 Tsd. € wurden gemäß § 246 Abs. 2 S.2 HGB mit Vermögensgegenständen i.H. von 241 Tsd. €, die ausschließlich der Erfüllung dieser Schulden dienen und dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind, verrechnet.

3.13 Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 48.396 Tsd. € (Vj. 78.337 Tsd. €) auf Finanzverbindlichkeiten und 643 Tsd. € (Vj. 17.562 Tsd. €) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Zu der Zusammensetzung der Verbindlichkeiten verweisen wir auf den Verbindlichkeitenspiegel.

3.14 Treuhandvermögen/Treuhandverbindlichkeiten

Das Treuhanddepot wurde zum 15.5.2013 aufgelöst. Das Treuhandvermögen bestand aus einem treuhänderisch verwalteten Wertpapierdepot; ihm standen gleich hohe Herausgabeverpflichtungen gegenüber.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.01 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden ausschließlich am Standort Bad Neustadt a. d. Saale (Freistaat Bayern) erzielt und gliedern sich nach Tätigkeiten wie folgt auf:

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  2013
Mio. €
2012
Mio. €
Nach Tätigkeiten    
Kliniken 147,4 143,6
Rehabilitation 5,8 6,1
Sonstige 0,8 0,9
  154,0 150,6
Nach Bundesländern    
Freistaat Bayern 154,0 150,6

4.02 Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Umlagen und Weiterbelastungen im Konzern (19,7 Mio. €, Vj. 18,5 Mio. €), Miet- und Pachteinnahmen (2,7 Mio. €, Vj. 2,4 Mio. €) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (0,8 Mio. €, Vj. 0,8 Mio. €) enthalten.

4.03 Abschreibungen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden ausschließlich planmäßige Abschreibungen vorgenommen.

4.04 Zinsertrag, Zinsaufwand

Der Zinsaufwand der Altersvorsorgerückstellungen belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 10 Tsd. € (Vj. 7 Tsd. €). Die ebenfalls im Zinsaufwand erfassten sonstigen Finanzaufwendungen aus Altersteilzeitrückstellungen betrugen 10 Tsd. €. Nach Verrechnung mit Erträgen aus zu verrechnendem Vermögen i.H.v. 4 Tsd. € verblieben insgesamt 6 Tsd. € (Vj. 2 Tsd. €).

4.05 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In der Gewinn- und Verlustrechnung der RHÖN-KLINIKUM AG sind Periodenfremde Erträge von 0,5 Mio. € (Vj. 1,8 Mio. €) enthalten. Die Periodenfremden Erträge stammen im Wesentlichen aus dem Zahlungseingang von wertberichtigten Forderungen und aus der Weiterbelastung von EDV-Leistungen an Konzernkliniken.

Die periodenfremden Aufwendungen belaufen sich auf 0,7 Mio. € (Vj. 1,3 Mio. €) und entfallen im Wesentlichen auf Recht- und Beratungskosten und Aufwendungen für Untersuchungen in fremden Instituten.

4.06 Ertragsteuern

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  2013
Tsd. €
2012
Tsd. €
Laufende Ertragsteueraufwendungen 17.176 5.659
Latente Ertragsteuern 2.495 1.170
  19.671 6.829

Die Ertragsteuern entfallen ausschließlich auf das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Als laufende Ertragssteueraufwendungen werden die Körperschaftsteuer, Gewerbeertragsteuer und der Solidaritätszuschlag ausgewiesen. Außerdem sind in diesem Posten latente Steueraufwendungen erfasst, die aus der Umkehrung von temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen sowie der Inanspruchnahme von Zinsvorträgen resultieren.

Der Aufwand aus latenten Steuern resultiert im Wesentlichen aus der Verrechnung von Zinsvorträgen (Zinsschranke). Gegenläufig wirkt sich die Berücksichtigung von Bewertungsunterschieden im Anlage- und Umlaufvermögen im laufenden Geschäftsjahr aus.

5. Anteilsbesitz

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  Anteil am Kapital
%
Eigenkapital
Tsd. €
Jahresergebnis
Tsd. €
Krankenhausgesellschaften      
Amper Kliniken AG, Dachau 94,9 86.581 6.763
Haus Saaletal GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale 100,0 372 60
Herz- und Gefäß-Klinik GmbH Bad Neustadt, Bad Neustadt a. d. Saale1 100,0 12.158 0
Herzzentrum Leipzig GmbH, Leipzig1 100,0 14.580 0
HSK, Dr. Horst Schmidt Kliniken GmbH Klinikum der Landeshauptstadt Wiesbaden, Wiesbaden2 49,0 1.304 -10.325
KLINIK "HAUS FRANKEN" GMBH Bad Neustadt/Saale, Bad Neustadt a. d. Saale 100,0 38.026 -96
Klinikum Frankfurt (Oder) GmbH, Frankfurt (Oder) 100,0 72.377 5.427
Klinikum Gifhorn GmbH, Gifhorn 96,0 20.839 705
Klinikum Salzgitter GmbH, Salzgitter 94,9 29.517 2.346
Krankenhaus Boizenburg GmbH, Boizenburg 92,0 1.297 818
Krankenhaus Cuxhaven GmbH, Cuxhaven 100,0 15.011 -1.406
Krankenhaus Waltershausen-Friedrichroda GmbH, Friedrichroda 100,0 12.241 741
Neurologische Klinik GmbH Bad Neustadt/Saale, Bad Neustadt a. d. Saale 100,0 5.426 2.407
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Gießen 95,0 74.614 1.984
Zentralklinik Bad Berka GmbH, Bad Berka 87,5 110.749 12.923

1 Die Gesellschaft nimmt die Befreiung von der Offenlegungspflicht gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.
2 Vollksonsolidierung auf Grund vertraglicher Regelungen.

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  Anteil am Kapital
%
Eigenkapital
Tsd. €
Jahresergebnis
Tsd. €
MVZ-Gesellschaften      
GesundheitsNetzwerk Cuxland GmbH, Cuxhaven 100,0 25 0
HSK - Ambulante Therapie und Management GmbH, Wiesbaden1 49,0 289 233
MVZ Augenärztliches Diagnostik- und Therapiecentrum Mönchengladbach/Erkelenz GmbH, Erkelenz 51,0 -253 -222
MVZ Augenärztliches Diagnostik- und Therapiecentrum Siegburg GmbH, Siegburg 70,0 -576 -123
MVZ Augenärztliches Diagnostik- und Therapiezentrum Düsseldorf GmbH, Düsseldorf 59,6 9.344 -1.979
MVZ Bad Neustadt/ Saale GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale 100,0 24 -1
MVZ Campus Gifhorn GmbH, Gifhorn 96 , 0 1.067 122
MVZ Management GmbH Brandenburg, Frankfurt (Oder) 100,0 172 -76
MVZ Management GmbH Nord, Nienburg 100,0 934 -1.554
MVZ Management GmbH Ost, Pirna 100,0 114 -368
MVZ Management GmbH Thüringen, Bad Berka 100,0 2.795 -1.493
MVZ Universitätsklinikum Marburg GmbH, Marburg 95,0 148 3
MVZ Zentralklinik GmbH, Bad Berka 87,5 20 -5

1 Vollkonsolidierung auf Grund vertraglicher Regelungen.

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  Anteil am Kapital
%
Eigenkapital
Tsd. €
Jahresergebnis
Tsd. €
Forschungs- und Bildungsgesellschaften      
ESB - Gemeinnützige Gesellschaft für berufliche Bildung mbH, Bad Neustadt a. d. Saale 100,0 1.683 11
Gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung der klinischen Forschung auf dem Gebiet der Humanmedizin und zur Betreuung von Patienten an den Universitäten Gießen und Marburg mbH, Marburg 100,0 34 1
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  Anteil am Kapital
%
Eigenkapital
Tsd. €
Jahresergebnis
Tsd. €
Grundbesitzgesellschaften      
Adangela HSK-WFK Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Wiesbaden 46,1 -86 7
BGL Grundbesitzverwaltungs-GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale 100,0 26.370 -7
GPG Gesellschaft für Projekt- und Grundstücksentwicklung GmbH Leipzig, Leipzig 100,0 317 57
Grundstücksgesellschaft Park Dösen GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale 100,0 5.652 -145
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  Anteil am Kapital
%
Eigenkapital
Tsd. €
Jahresergebnis
Tsd. €
Servicegesellschaften      
HSK ServiceGesellschaft mbH, Wiesbaden1 49,0 184 73
RHÖN-Cateringgesellschaft mbH, Bad Neustadt a. d. Saale (vormals: RK Klinik Betriebs GmbH Nr. 34, Bad Neustadt a. d. Saale) 100,0 53 -3
RHÖN-Reinigungsgesellschaft mbH, Bad Neustadt a. d. Saale (vormals: RK Bauträger GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale) 100,0 260 -2
RK Reinigungsgesellschaft Nordost mbH, Bad Neustadt a. d. Saale 51,0 275 -100
RK-Reinigungsgesellschaft Mitte mbH, Bad Neustadt a. d. Saale 51,0 58 -108
RK-Reinigungsgesellschaft Ost mbH, Bad Neustadt a. d. Saale 51,0 1.307 147
RK-Reinigungsgesellschaft Süd mbH, Bad Neustadt a. d. Saale 51,0 101 0
UKGM Service GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale 100,0 100 7

1 Vollkonsolidierung auf Grund vertraglicher Regelungen.

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  Anteil am Kapital
%
Eigenkapital
Tsd. €
Jahresergebnis
Tsd. €
Vorratsgesellschaften/sonstige Gesellschaften      
Energiezentrale Universitätsklinikum Gießen GmbH, Gießen 50,0 461 112
HEILBAD BAD NEUSTADT GMBH, Bad Neustadt a. d. Saale 100,0 1.461 -39
Kinderhort Salzburger Leite gemeinnützige Gesellschaft mbH, Bad Neustadt a. d. Saale 100,0 72 -84
Klinik Feuerberg GmbH Bad Neustadt/Saale, Bad Neustadt a. d. Saale 100,0 34 -6
Psychosomatische Klinik GmbH Bad Neustadt/Saale, Bad Neustadt a. d. Saale 100,0 13 -12
PTZ GmbH, Marburg 100,0 18.633 -454
RK Klinik Betriebs GmbH Nr. 35, Bad Neustadt a. d. Saale 100,0 184 -3
Wolfgang Schaffer GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale 100,0 598 1

6. Sonstige Angaben

6.01 Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Art, Zweck und Risiken und Vorteile außerbilanzieller Geschäfte

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt 24,9 Mio. € (Vj. 26,5 Mio. €) (davon gegenüber verbundene Unternehmen 17,5 Mio. €; Vj. 21,0 Mio. €).

Innerhalb eines Jahres fällige Verpflichtungen aus Wartungs- und sonstigen Dienstleistungsverträgen belaufen sich auf 7,5 Mio. € (Vj. 7,0 Mio. €) (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 2,2 Mio. €; Vj. 2,9 Mio. €). Aus abgeschlossenen Miet- und Pachtverträgen bestehen innerhalb des nächsten Jahres Verpflichtungen in Höhe von 5,5 Mio. € (Vj. 6,4 Mio. €) (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 5,2 Mio. €; Vj. 6,1 Mio. €).

Die finanziellen Verpflichtungen aus getätigten Bestellungen (Bestellobligo) belaufen sich auf 0,2 Mio. € (Vj. 0,2 Mio. €).

6.02 Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Die RHÖN-KLINIKUM AG ist im Rahmen ihrer Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit insbesondere Risiken aus Zinssatzänderungen ausgesetzt, die durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente begrenzt beziehungsweise eliminiert werden. Das Management dieser Risiken wird durch konzernweit gültige Richtlinien geregelt. Unter anderem ist es nicht gestattet, derivative Finanzinstrumente zu spekulativen Zwecken einzusetzen.

Die RHÖN-KLINIKUM AG steuert Finanzmarktrisiken im Rahmen eines Risikomanagementsystems. Als Mutterunternehmen des RHÖN-KLINIKUM-Konzerns übernimmt die RHÖNKLINIKUM AG zugleich die zentrale Aufgabe des konzernweiten Managements von Finanzmarktrisiken. Tochtergesellschaften der RHÖN-KLINIKUM AG ist es grundsätzlich nicht gestattet, Verträge über derivative Finanzinstrumente abzuschließen.

Im Rahmen der konzernweiten Steuerung von Zinsrisiken setzt die RHÖN-KLINIKUM AG Zinssicherungsgeschäfte wie Zinsswaps ein. Diese dienen überwiegend dazu, die Finanzschulden der RHÖN-KLINIKUM AG als zentrale Finanzierungsstelle des RHÖN-KLINIKUM-Konzerns gegen Zinsänderungsrisiken abzusichern und das Zinsergebnis im Rahmen des Zinsrisikomanagements zu optimieren. Die Vertragspartner des Unternehmens bei derivativen Finanzinstrumenten sind ausschließlich Banken. Die Bonität der Vertragspartner unterliegt einer ständigen Überwachung. Die im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich Sicherungszwecken.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die zum Stichtag 31.12.2013 bestehenden bzw. im Geschäftsjahr 2013 ausgelaufenen derivativen Finanzinstrumente:

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Zeitwert 2013
Tsd. €
Zeitwert 2012
Tsd. €
Laufzeit von Referenzzinssatz bis Referenzzinssatz 31.12.2013
%
31.12.2012
%
Zinsswaps -231 -359 02.01.2007 30.09.2018 0,287 0,187
  -24.079 -32.357 11.06.2008 11.06.2018 0,287 0,187
  0 -2.953 02.01.2012 07.06.2013 - 0,109
  0 -4 30.09.2009 30.12.2013 - 0,187
  -4 -22 30.06.2009 30.06.2014 0,287 0,187
  0 0 30.11.2009 28.03.2013 - 0,187
  -90 -181 30.11.2009 30.06.2016 0,287 0,187
  -478 -752 31.03.2010 30.12.2022 0,287 0,187
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Festzinssatz
%
Nominalvolumen 31.12.2013
Tsd. €
Nominalvolumen 31.12.2012
Tsd. €
Zinsswaps 3,9400 2.827 3.345
  4,6500 150.000 150.000
  3,4850 0 200.000
  2,3100 0 330
  2,4200 473 963
  1,8250 0 75
  2,5700 3.000 4.200
  2,7875 7.140 7.940

Der Teil der Finanzschulden der RHÖN-KLINIKUM AG, der Zinsänderungsrisiken ausgesetzt ist, wird, soweit die Voraussetzungen erfüllt sind, mit den Zinsderivaten in Bewertungseinheiten zusammengefasst. Zur Absicherung dieser Finanzschulden gegen Zinsänderungsrisiken hat die RHÖN-KLINIKUM AG Zinsswaps mit externen Vertragspartnern abgeschlossen und mit den jeweiligen Grundgeschäften zu Mikro-Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheiten wird sowohl prospektiv als auch retrospektiv auf Basis der einschlägigen Methoden zur Effektivitätsmessung nachgewiesen. Ist die Bildung einer Bewertungseinheit nicht möglich, werden die Derivate imparitätisch bewertet.

Die Bewertung von Derivaten beziehungsweise die Ermittlung der Zeitwerte erfolgt in Abhängigkeit von der Instrumentenart. Die Ermittlung der Marktwerte der Zinsswaps erfolgt durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme über die Restlaufzeit des Kontrakts auf Basis aktueller Marktzinsen und der Zinsstrukturkurve.

Die derivativen Finanzinstrumente sind Bestandteile von Bewertungseinheiten.

6.03 Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Arbeitnehmer

(Durchschnitt zum Quartalsende nach Köpfen, ohne Vorstände und Auszubildende):

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  2013 2012 Veränderung
  Anzahl Anzahl Anzahl %
Ärztlicher Dienst 184 180 4 2,2
Pflegedienst 493 469 24 5,1
Medizinisch-technischer Dienst 234 240 -6 -2,5
Funktionsdienst 158 155 3 1,9
Wirtschafts- und Verwaltungsdienst 29 31 -2 -6,5
Technischer Dienst 34 34 0 0,0
Verwaltungsdienst 324 350 -26 -7,4
Sonderdienste 6 4 2 50,0
  1.462 1.463 -1 -0,1

6.04 Beteiligungen an der Gesellschaft

Der Gesellschaft wurden folgende, gemäß § 21 Abs. 1, § 22, § 25, § 25a WpHG mitteilungspflichtige mittelbare und unmittelbare Beteiligungen gemeldet.

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  Stimmrechtsanteil gemäß §§21, 22 WpHG am Tag der Schwellenüber-/-unterschreitung*
Meldepflichtiger veröffentlicht am Direkt gehalten
%
Zurechnung
%
Stimmrechts- verfügung
%
Tag der Schwellenüber-/ -unterschreitung Über-/ Unterschreitung der Schwelle von
JPMorgan Chase & Co, New York/USA 17.01.2013   3,75 3,75 08.01.2013 > 3 %
JPMorgan Chase & Co, New York/USA 28.01.2013   2,45 2,45 22.01.2013 < 3 %
JPMorgan Chase & Co, New York/USA 30.01.2013   4,27 4,27 24.01.2013 > 3 %
JPMorgan Chase & Co, New York/USA 01.07.2013   2,39 2,39 24.06.2013 < 3 %
JPMorgan Chase & Co, New York/USA 03.07.2013   3,19 3,19 26.06.2013 > 3 %
JPMorgan Chase & Co, New York/USA 24.09.2013   2,18 2,18 17.09.2013 < 3 %
Morgan Stanley, Wilmington/Delaware, USA 25.09.2013   3,30 3,30 18.09.2013 > 3 %
Morgan Stanley, Wilmington/Delaware, USA 04.10.2013   2,95 2,95 27.09.2013 < 3 %
Morgan Stanley, Wilmington/Delaware, USA 04.10.2013   3,11 3,11 30.09.2013 > 3 %
Morgan Stanley, Wilmington/Delaware, USA 04.10.2013   2,90 2,90 01.10.2013 < 3 %
Morgan Stanley, Wilmington/Delaware, USA 18.10.2013   3,20 3,20 11.10.2013 > 3 %
B. Braun Holding GmbH & Co. KG, Melsungen, Deutschland 17.10.2013 7,98 2,99999 10,98 14.10.2013 > 10 %
B. Braun Melsungen Aktiengesellschaft, Melsungen, Deutschland 17.10.2013 3,002   3,002 15.10.2013 > 3 %
Morgan Stanley, Wilmington/Delaware, USA 30.10.2013   2,90 2,90 23.10.2013 < 3 %
Morgan Stanley, Wilmington/Delaware, USA 31.10.2013   3,25 3,25 25.10.2013 > 3 %
Morgan Stanley, Wilmington/Delaware, USA 31.10.2013   2,85 2,85 29.10.2013 < 3 %
John Paulson, USA 06.11.2013     0,0 31.10.2013 < 3 %
B. Braun Melsungen Aktiengesellschaft, Melsungen, Deutschland 06.11.2013 5,66   5,66 01.11.2013 > 5 %
Morgan Stanley, Wilmington/Delaware, USA 12.11.2013   3,14 3,14 05.11.2013 > 3 %
Morgan Stanley, Wilmington/Delaware, USA 12.11.2013   2,46 2,46 06.11.2013 < 3 %
Morgan Stanley, Wilmington/Delaware, USA 20.11.2013   3,10 3,10 13.11.2013 > 3 %
Morgan Stanley, Wilmington/Delaware, USA 20.11.2013   2,91 2,91 15.11.2013 < 3 %
B. Braun Melsungen Aktiengesellschaft, Melsungen, Deutschland 22.11.2013 14,00   14,00 21.11.2013 > 10 %
Morgan Stanley, Wilmington/Delaware, USA 28.11.2013   3,13 3,13 21.11.2013 > 3 %
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  Stimmrechtsanteil gemäß §§21, 22 WpHG am Tag der Schwellenüber-/-unterschreitung*
Meldepflichtiger veröffentlicht am Meldung gem § 21 Abs. 1 WpHG Zurechnung nach WpHG:
JPMorgan Chase & Co, New York/USA 17.01.2013 § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 i.V.m. Satz 2 (Name der Aktionäre, aus deren Aktien 3 % oder mehr zugerechnet werden: Paulson & Co. Inc.)
JPMorgan Chase & Co, New York/USA 28.01.2013 § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 i.V.m. Satz 2
JPMorgan Chase & Co, New York/USA 30.01.2013 § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 i.V.m. Satz 2 (Name der Aktionäre, aus deren Aktien 3 % oder mehr zugerechnet werden: Paulson & Co. Inc.)
JPMorgan Chase & Co, New York/USA 01.07.2013 § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 i.V.m. Satz 2
JPMorgan Chase & Co, New York/USA 03.07.2013 § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 i.V.m. Satz 2 (Name der Aktionäre, aus deren Aktien 3 % oder mehr zugerechnet werden: Paulson & Co. Inc.)
JPMorgan Chase & Co, New York/USA 24.09.2013 § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 i.V.m. Satz 2
Morgan Stanley, Wilmington/Delaware, USA 25.09.2013 § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1
Morgan Stanley, Wilmington/Delaware, USA 04.10.2013 § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1
Morgan Stanley, Wilmington/Delaware, USA 04.10.2013 § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1
Morgan Stanley, Wilmington/Delaware, USA 04.10.2013 § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1
Morgan Stanley, Wilmington/Delaware, USA 18.10.2013 § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1
B. Braun Holding GmbH & Co. KG, Melsungen, Deutschland 17.10.2013 § 21 Abs. 1 - Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 auf BraHo Verwaltungsgesellschaft mbH, Melsungen, Deutschland; Ilona Braun, Deutschland; Martin Lüdicke, Deutschland, Ludwig G. Braun GmbH & Co. KG, Melsungen, Deutschland; Prof. Dr. h.c. Ludwig Georg Braun, Deutschland
B. Braun Melsungen Aktiengesellschaft, Melsungen, Deutschland 17.10.2013 § 21 Abs. 1
Morgan Stanley, Wilmington/Delaware, USA 30.10.2013 § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1
Morgan Stanley, Wilmington/Delaware, USA 31.10.2013 § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1
Morgan Stanley, Wilmington/Delaware, USA 31.10.2013 § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1
John Paulson, USA 06.11.2013 § 21 Abs. 1
B. Braun Melsungen Aktiengesellschaft, Melsungen, Deutschland 06.11.2013 § 21 Abs. 1
Morgan Stanley, Wilmington/Delaware, USA 12.11.2013 § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1
Morgan Stanley, Wilmington/Delaware, USA 12.11.2013 § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1
Morgan Stanley, Wilmington/Delaware, USA 20.11.2013 § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1
Morgan Stanley, Wilmington/Delaware, USA 20.11.2013 § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1
B. Braun Melsungen Aktiengesellschaft, Melsungen, Deutschland 22.11.2013 § 21 Abs. 1
Morgan Stanley, Wilmington/Delaware, USA 28.11.2013 § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1
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  Stimmrechtsanteil gemäß §§21, 22 WpHG am Tag der Schwellenüber-/-unterschreitung*
Meldepflichtiger veröffentlicht am Direkt gehalten
%
Zurechnung
%
Stimmrechts- verfügung
%
Tag der Schwellen- über-/ -unterschreitung Über-/ Unterschreitung der Schwelle von
B. Braun Melsungen Aktiengesellschaft, Melsungen, Deutschland 29.11.2013 15,08   15,08 27.11.2013 > 15 %
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  Stimmrechtsanteil gemäß §§21, 22 WpHG am Tag der Schwellenüber-/-unterschreitung*
Meldepflichtiger veröffentlicht am Meldung gem. § 21 Abs. 1 WpHG Zurechnung nach WpHG:
B. Braun Melsungen Aktiengesellschaft, Melsungen, Deutschland 29.11.2013 § 21 Abs. 1 - Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 auf B. Braun Holding GmbH & Co. KG, Melsungen, Deutschland; BraHo Verwaltungsgesellschaft mbH, Melsungen, Deutschland; Ilona Braun, Deutschland; Martin Lüdicke, Deutschland, Ludwig G. Braun GmbH & Co. KG, Melsungen, Deutschland; Prof. Dr. h.c. Ludwig Georg Braun, Deutschland
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  Stimmrechtsanteil gemäß §§ 21, 22 WpHG am Tag der Schwellenüber-/-unterschreitung*
Meldepflichtiger veröffentlicht am Direkt gehalten
%
Zurechnung
%
Stimmrechts- verfügung
%
Tag der Schwellenüber-/ -unter- schreitung Über-/ Unterschreitung der Schwelle von
B. Braun Melsungen Aktiengesellschaft, Melsungen, Deutschland 29.11.2013 15,08   15,08 27.11.2013 > 15%
Ingeborg Münch, Deutschland 15.02.2007 6,42   6,42** 17.04.2002 > 5 %
Eugen Münch, Deutschland 15.02.2007 9,74   9,74** 26.09.2005 < 10 %
Alecta pensionsförsäkring ömesesidigt, Stockholm / Schweden 17.07.2009 9,94   9,94 15.07.2009 < 10 %
Dr. gr. Broermann, Deutschland 27.06.2012   5,01 5,01 27.06.2012 > 5 %
Else Kröner-Fresenius-Stiftung, Bad Homburg v. d. Höhe, Deutschland 05.09.2012   5,0000007 5,0000007 03.09.2012 > 5%
Morgan Stanley, Wilmington/Delaware, USA 28.11.2013   3,13 3,13 21.11.2013 > 3%
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  Stimmrechtsanteil gemäß §§ 21, 22 WpHG am Tag der Schwellenüber-/-unterschreitung*
Meldepflichtiger veröffentlicht am Zurechnung nach WpHG (§ 21 Abs. 1 WpHG)
B. Braun Melsungen Aktiengesellschaft, Melsungen, Deutschland 29.11.2013 § 21 Abs. 1 - Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 auf B. Braun Holding GmbH & Co. KG, Melsungen, Deutschland; BraHo Verwaltungsgesellschaft mbH, Melsungen, Deutschland; Ilona Braun, Deutschland; Martin Lüdicke, Deutschland, Ludwig G. Braun GmbH & Co. KG, Melsungen, Deutschland; Prof. Dr. h.c. Ludwig Georg Braun, Deutschland
Ingeborg Münch, Deutschland 15.02.2007 § 21 Abs. 1
Eugen Münch, Deutschland 15.02.2007 § 21 Abs. 1
Alecta pensionsförsäkring ömesesidigt, Stockholm / Schweden 17.07.2009 § 21 Abs. 1
Dr. gr. Broermann, Deutschland 27.06.2012 § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Namen der kontrollierten Unternehmen: Asklepios Kliniken GmbH, Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH
Else Kröner-Fresenius-Stiftung, Bad Homburg v. d. Höhe, Deutschland 05.09.2012 § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 - Namen der kontrollierten Unternehmen: Fresenius Management SE, Fresenius SE & Co. KGaA
Morgan Stanley, Wilmington/Delaware, USA 28.11.2013 § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1

* Bei Beteiligungen, deren Schwellenüber- oder -unterschreitung vor dem Stichtag 06.08.2009 erfolgten, ist die Kapitalerhöhung vom 06.08.2009 nicht berücksichtigt.
** Gemäß Corporate Government Kodex hat uns Familie Münch mitgeteilt, dass zum 31.12.2013 der Stimmrechtsanteil von Eugen Münch 7,420 % und der von Ingeborg Münch 5,033 % betrug. Der oben genannte Anteil bezieht sich auf Stimmrechtsmitteilungen vor der Kapitalerhöhung 2009.

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  Stimmrechtsanteil gemäß § 25 WpHG am Tag der Schwellenüber-/-unterschreitung
Meldepflichtiger veröffentlicht am Stimmrechtsverfügung Tag der Schwellen- über-/ -unterschreitung Über-/ Unterschreitung der Schwelle von Struktur der Stimmrechtsanteile
Morgan Stanley, Wilmington Delaware/USA 27.06.2013 5,19 21.06.2013 > 5 % 2,04 % nach §§ 21, 22 WpHG, 3,14 % Instrumente nach § 25 WpHG (davon 3,14 % mittelbar gehalten; Rückübertragungsansprüche, die nach Ermessen des Darlehensgebers ausgeübt werden können; Physically Settled Call Options mit den Ausübungszeitpunkten 20.09.2013, 12.12.2013, 20.12.2013)
  02.07.2013 2,28 24.06.2013 < 5 % 2,06 % nach §§ 21, 22 WpHG, 0,22 % Instrumente nach § 25 WpHG (davon 0,22 % mittelbar gehalten; Rückübertragungsansprüche, die nach Ermessen des Darlehensgebers ausgeübt werden können; Physically Settled Call Options mit den Ausübungszeitpunkten 20.09.2013, 12.12.2013, 20.12.2013)
B. Braun Holding GmbH & Co. KG, Melsungen, Deutschland 17.10.2013 10,98 14.10.2013 >5 %,> 10 % 10,98 % nach §§ 21, 22 WpHG, 0,001 % Instrumente nach § 25 WpHG (Verfall 22.12.2014; davon 0,001 % mittelbar gehalten); Zurechnung als kontrolliertes Unternehmen auf BraHo Verwaltungsgesellschaft mbH, Melsungen, Deutschland; Ilona Braun, Deutschland; Martin Lüdicke, Deutschland, Ludwig G. Braun GmbH & Co. KG, Melsungen, Deutschland; Prof. Dr. h.c. Ludwig Georg Braun, Deutschland
B. Braun Melsungen Aktiengesellschaft, Melsungen, Deutschland 04.11.2013 6,02 31.10.2013 > 5 % 3,002 % nach §§ 21, 22 WpHG, 3,02 % Instrumente nach § 25 WpHG mit Ausübungszeitraum 31.10.2013 bis 6.11.2013 (davon 0 % mittelbar gehalten)
B. Braun Melsungen Aktiengesellschaft, Melsungen, Deutschland 22.11.2013 14,00 21.11.2013 > 10 % 14,00 % nach §§ 21, 22 WpHG, 0,001 % Instrumente nach § 25 WpHG mit Verfall 22.12.2014 (davon 0 % mittelbar gehalten)
B. Braun Melsungen Aktiengesellschaft, Melsungen, Deutschland 27.11.2013 15,08 25.11.2013 > 15 % 14,00 % nach §§ 21, 22 WpHG, 1,09 % Instrumente nach § 25 WpHG (Verfall 22.12.2014 bzw. Fälligkeit 27.11.2013; davon 0 % mittelbar gehalten); Zurechnung als kontrolliertes Unternehmen auf B. Braun Holding GmbH & Co. KG, Melsungen, Deutschland; BraHo Verwaltungsgesellschaft mbH, Melsungen, Deutschland; Ilona Braun, Deutschland; Martin Lüdicke, Deutschland, Ludwig G. Braun GmbH & Co. KG, Melsungen, Deutschland; Prof. Dr. h.c. Ludwig Georg Braun, Deutschland
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  Stimmrechtsanteil gemäß § 25a WpHG am Tag der Schwellenüber-/-unterschreitung
Meldepflichtiger veröffentlicht am Stimmrechtsverfügung Tag der Schwellen- über-/ -unterschreitung Über-/ Unterschreitung der Schwelle von Struktur der Stimmrechtsanteile
Credit Suisse Group AG Zürich/Schweiz 14.06.2013 7,74 06.06.2013 > 5 % 0,19 % nach §§ 21, 22 WpHG, 1,56 % Instrumente nach § 25 WpHG (davon 1,56 % mittelbar gehalten), 5,99 % nach § 25a WpHG (davon 5,99 % mittelbar gehalten; Long Equity Swaps, Cash Settlement, Verfall am 18.06.2013, 04.11.2013, 10.02.2014, 02.05.2014, 03.11.2014, 07.04.2015, 27.04.2015, 02.10.2017)
  18.06.2013 3,70 13.06.2013 < 5 % 0,19 % nach §§ 21, 22 WpHG, 2,08 % Instrumente nach § 25 WpHG (davon 2,08 % mittelbar gehalten), 1,43 % Instrumente nach § 25a WpHG (davon 1,43 % mittelbar gehalten; Long Equity Swaps, Cash Settlement, Verfall am 18.06.2013, 23.12.2013, 06.01.2014, 10.02.2014, 02.05.2014, 12.05.2014, 05.08.2014,08.09.2014, 03.11.2014, 07.04.2015, 27.04.2015,02.10.2017)
Morgan Stanley, Wilmington Delaware/USA 26.06.2013 5,04 20.06.2013 > 5 % 1,68 % nach §§ 21, 22 WpHG, 3,15 % Instrumente nach § 25 WpHG (davon 3,15 % mittelbar gehalten), 0,20 % Instrumente nach § 25a WpHG (davon 0,20 % mittelbar gehalten; Cash-Settled Call Option mit Verfall 26.06.2013, Cash-Settled Put Option mit Verfall 26.06.2013, Equity Swap mit Verfall 27.06.2013)
  02.07.2013 2,42 24.06.2013 < 5 % 2,06 % nach §§ 21, 22 WpHG, 0,22 % Instrumente nach § 25 WpHG (davon 0,22 % mittelbar gehalten), 0,14 % Instrumente nach § 25a WpHG (davon 0,14 % mittelbar gehalten; Cash-Settled Call Option mit Verfall 26.06.2013, Cash-Settled Put Option mit Verfall 26.06.2013, Equity Swaps mit Verfall 06.10.2014 und 04.12.2014)
B. Braun Holding GmbH & Co. KG, Melsungen, Deutschland 17.10.2013 10,98 14.10.2013 > 5%,> 10% 10,98 % nach §§ 21, 22 WpHG, 0,001 % Instrumente nach § 25 WpHG (davon 0,001 % mittelbar gehalten), 0,001 % Instrumente nach § 25a WpHG ('verkaufte Put-Optionen' mit Verfall am 22.12.2014; davon 0,001 % mittelbar gehalten). Zurechnung als kontrolliertes Unternehmen auf BraHo Verwaltungsgesellschaft mbH, Melsungen, Deutschland; Ilona Braun, Deutschland; Martin Lüdicke, Deutschland, Ludwig G. Braun GmbH & Co. KG, Melsungen, Deutschland; Prof. Dr. h.c. Ludwig Georg Braun, Deutschland
B. Braun Melsungen Aktiengesellschaft, Melsungen, Deutschland 04.11.2013 6,02 31.10.2013 > 5 % 3,002 % nach §§ 21, 22 WpHG, 3,02 % Instrumente nach § 25 WpHG, 0,001 % Instrumente nach § 25a WpHG ('verkaufte Put-Optionen' mit Verfall am 22.12.2014, davon 0 % mittelbar gehalten)
B. Braun Melsungen Aktiengesellschaft, Melsungen, Deutschland 22.11.2013 14,00 21.11.2013 > 10 % 14,00 % nach §§ 21, 22 WpHG, 0,001 % Instrumente nach § 25 WpHG, 0,001 % Instrumente nach § 25a WpHG ('verkaufte Put-Optionen' mit Verfall am 22.12.2014, davon 0 % mittelbar gehalten)
B. Braun Melsungen Aktiengesellschaft, Melsungen, Deutschland 27.11.2013 15,08 25.11.2013 > 15 % 14,00 % nach §§ 21, 22 WpHG, 1,09 % Instrumente nach § 25 WpHG (davon 0 % mittelbar gehalten); 0,001 % Instrumente nach § 25a WpHG ('verkaufte Put-Optionen' mit Verfall am 22.12.2014, davon 0 % mittelbar gehalten) Zurechnung als kontrolliertes Unternehmen auf B. Braun Holding GmbH & Co. KG, Melsungen, Deutschland; BraHo Verwaltungsgesellschaft mbH, Melsungen, Deutschland; Ilona Braun, Deutschland; Martin Lüdicke, Deutschland, Ludwig G. Braun GmbH & Co. KG, Melsungen, Deutschland; Prof. Dr. h.c. Ludwig Georg Braun, Deutschland

6.05 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Gemäß § 285 Nr. 21 HGB sind wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen anzugeben, soweit sie nicht zu marktüblichen Konditionen zustande gekommen sind. Von der Angabepflicht ausgenommen sind Transaktionen innerhalb eines Konzerns, so dass die Geschäfte mit konsolidierten Unternehmen des RHÖN-KLINIKUM-Konzerns nicht erläutert werden müssen.

Als nahe stehende Personen gelten natürliche sowie juristische Personen und Unternehmen, die die RHÖN-KLINIKUM AG beherrschen können oder die auf die RHÖN-KLINIKUM AG unmittelbar oder mittelbar wesentlich einwirken können oder die an einer gemeinschaftlichen Führung beteiligt sind sowie diejenigen natürlichen sowie juristischen Personen und Unternehmen, die die RHÖN-KLINIKUM AG beherrschen kann oder auf die die RHÖN-KLINIKUM AG wesentlich einwirken kann oder an deren gemeinschaftliche Führung sie beteiligt ist.

Beherrschung liegt hierbei vor, wenn ein Aktionär mehr als die Hälfte der Stimmrechte an der RHÖN-KLINIKUM AG hält oder kraft Satzungsbestimmung oder vertraglicher Vereinbarung die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik der RHÖN-KLINIKUM AG zu steuern. Ein maßgeblicher Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik kann hierbei auf einem Anteilsbesitz von 20 % oder mehr oder auf einem Sitz im Vorstand oder Aufsichtsrat der RHÖN-KLINIKUM AG beruhen.

Als nahe stehende Unternehmen werden demnach sämtliche Unternehmen, an denen die RHÖN-KLINIKUM AG zwischen 20,0 % und 50,0 % beteiligt ist und die als assoziiertes Unternehmen oder wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden, identifiziert (zu den Unternehmen des Konzerns wird auf die Anteilsbesitzliste in diesem Anhang verwiesen).

Als nahe stehende Personen behandeln wir die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen sowie die mit ihnen im Sinne des § 1589 BGB im ersten Grad verwandten Personen und deren Ehegatten. Unter den Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen haben wir den Vorstand der RHÖN-KLINIKUM AG, die zweite Führungsebene sowie die Mitglieder des Aufsichtsrates subsumiert.

Die RHÖN-KLINIKUM AG unterhält im Einzelfall wechselseitige Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen. Es handelt sich hierbei insbesondere um Vermietungen von Gebäuden sowie um Leistungen im Zusammenhang mit Telemedizin, Teleradiologie, Pflege sowie Personalgestellungen. Diese Dienstleistungs- und Mietbeziehungen werden zu Marktpreisen abgewickelt.

Zu den Vergütungen des Vorstands und des Aufsichtsrats verweisen wir auf den gesonderten Berichtsabschnitt im Anhang.

Berichtspflichtige Geschäfte i. S. d. § 285 Nr. 21 HGB lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht vor.

6.06 Gesamtbezüge des Aufsichtsrats, des Vorstands und des Beirats

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  2013
Tsd. €
2012
Tsd. €
Bezüge des Aufsichtsrats 1.950 2.029
Bezüge des amtierenden Vorstands 2.301 1.276
Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands 462 9.647
Bezüge des Beirats 22 26

Kreditgewährungen an Mitglieder des Aufsichtsrats, des Vorstands und des Beirats liegen nicht vor. Die Mitglieder des Vorstands und die Mitglieder des Aufsichtsrats halten zusammen einen Aktienbesitz an der RHÖN-KLINIKUM AG von 12,54 % des gesamten Aktienkapitals. Auf den Aufsichtsrat entfallen hiervon 12,53 % der ausgegebenen Aktien. Die Mitglieder des Vorstands halten zusammen 0,01 % des Grundkapitals.

Im Berichtszeitraum liegen der RHÖN-KLINIKUM AG keine Mitteilungen über Geschäfte nach § 15a WpHG von Mitgliedern des Vorstands bzw. Aufsichtsrats (Directors' Dealings) vor.

Die Aufwendungen für Mitglieder des Aufsichtsrats (ohne Umsatzsteuer) gliedern sich im Einzelnen wie folgt:

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Gesamtbezüge Grundbetrag
Tsd. €
Sitzungsgeld fix
Tsd. €
Sitzungsgeld variabel
Tsd. €
Funktionstage variabel
Tsd. €
Gesamt 2013
Tsd. €
Gesamt 2012
Tsd. €
Eugen Münch 20 80 91 122 313 308
Joachim Lüddecke 20 76 44 0 140 148
Wolfgang Mündel 20 80 90 77 267 246
Peter Berghöfer 20 28 39 0 87 91
Bettina Böttcher 20 0 0 0 20 58
Sylvia Bühler 20 20 29 0 69 84
Helmut Bühner 20 16 19 0 55 58
Prof. Dr. Gerhard Ehninger 20 16 18 0 54 50
Stefan Härtel 20 36 42 0 98 103
Reinhard Hartl (ab 19.12.2013) 1 0 0 0 1 0
Caspar von Hauenschild (bis 12.09.2013) 14 22 33 5 74 89
Stephan Holzinger (ab 03.07.2013) 10 8 12 2 32 0
Detlef Klimpe 20 32 62 0 114 116
Dr. Heinz Korte 20 30 58 0 108 13
Prof. Dr. Dr. sc. (Harvard) (bis 04.06.2013) Karl W. Lauterbach 8 14 12 0 34 64
Michael Mendel 20 30 55 0 105 108
Dr. Rüdiger Merz (bis 12.09.2013) 14 12 14 0 40 55
Dr. Brigitte Mohn 20 14 15 0 49 49
Annett Müller 20 16 19 0 55 66
Jens-Peter Neumann (bis 31.10.2012) 0 0 0 0 0 109
Werner Prange 20 36 42 0 98 98
Prof. Dr. Jan Schmitt 20 18 21 0 59 58
Georg Schulze-Ziehaus 20 24 33 0 77 58
Dr. Katrin Vernau (ab 20.12.2013) 1 0 0 0 1 0
Ehemalige Aufsichtsratsmitglieder 0 0 0 0 0 0
  388 608 748 206 1.950 2.029

Für die einzelnen Mitglieder des Vorstands wurde folgende Vergütung für das Geschäftsjahr 2013 festgesetzt:

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Amtierende Vorstandsmitglieder Martin Menger (Mitglied des Vorstands)
  gewährte Zuwendungen Zufluss
  2012
Tsd. €
2013
Tsd. €
2013 (Min)
Tsd. €
2013 (Max)
Tsd. €
2012
Tsd. €
2013
Tsd. €
Grundgehalt 192 192 192 192 192 192
Nebenleistungen 8 8 8 8 8 8
Summe 200 200 200 200 200 200
einjährige variable Tantieme 258 258 258 708 258 258
Gesamtbezüge 458 458 458 908 458 458
Versorgungsaufwand 77 147 147 147 77 147
Gesamtvergütung 535 605 605 1.055 535 605
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Amtierende Vorstandsmitglieder Jens-Peter Neumann (ständiger Vertreter des Vorstandsvorsitzenden) Vorstand seit 1. November 2012
  gewährte Zuwendungen Zufluss
  2012
Tsd. €
2013
Tsd. €
2013 (Min)
Tsd. €
2013 (Max)
Tsd. €
2012
Tsd. €
2013
Tsd. €
Grundgehalt 32 195 195 195 32 195
Nebenleistungen 61 86 86 86 61 86
Summe 93 281 281 281 93 281
einjährige variable Tantieme 85 538 538 855 85 538
Gesamtbezüge 178 819 819 1.136 178 819
Versorgungsaufwand 4 85 85 85 4 85
Gesamtvergütung 182 904 904 1.221 182 904
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Amtierende Vorstandsmitglieder Dr. Dr. Martin Siebert (Vorstandsvorsitzender) Vorstand seit 1. Oktober 2012
  gewährte Zuwendungen Zufluss
  2012
Tsd. €
2013
Tsd. €
2013 (Min)
Tsd. €
2013 (Max)
Tsd. €
2012
Tsd. €
2013
Tsd. €
Grundgehalt 48 384 384 384 48 384
Nebenleistungen 3 13 13 13 3 13
Summe 51 397 397 397 51 397
einjährige variable Tantieme 127 627 627 1.116 127 627
Gesamtbezüge 178 1.024 1.024 1.513 178 1.024
Versorgungsaufwand 6 121 121 121 6 121
Gesamtvergütung 184 1.145 1.145 1.634 184 1.145
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Im Jahr 2013 ausgeschiedene Vorstandsmitglieder Volker Feldkamp (Mitglied des Vorstands bis 9. August 2013)
  gewährte Zuwendungen Zufluss
  2012
Tsd. €
2013
Tsd. €
2012
Tsd. €
2013
Tsd. €
Grundgehalt 184 184 184 184
Nebenleistungen 12 12 12 12
Summe 196 196 196 196
einjährige variable Tantieme 266 266 266 266
Gesamtbezüge 462 462 462 462
Versorgungsaufwand 105 158 105 158
Gesamtvergütung 567 620 567 620

Bei der Beendigung des Dienstvertrages erhalten die Vorstände unter bestimmten Voraussetzungen eine Altersvorsorgeleistung. Diese beträgt für jedes volle Jahr (zwölf volle Kalendermonate) der Tätigkeit als Vorstandsmitglied 12,5 % der am Tage der Beendigung des Dienstvertrags geschuldeten Jahresbezüge, insgesamt jedoch höchstens das 1,5-fache dieser letzten Bezüge. Für diese Leistungen, die den Mitgliedern des Vorstands nach Beendigung ihrer Tätigkeit zugesagt worden sind, wurden folgende Altersvorsorgeleistungen zurückgestellt:

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Altersvorsorgeleistungen Rückstellung Stand 31.12.2012
Tsd. €
Veränderung Altersvorsorge- leistungen
Tsd. €
Rückstellung Stand 31.12.2013
Tsd. €
Nominalbetrag bei Vertragsablauf
Tsd. €
Amtierende Vorstandsmitglieder        
Martin Menger 77 70 147 358
Jens-Peter Neumann1 4 81 85 367
Dr. Dr. Martin Siebert2 6 115 121 379
  87 266 353 1.104
im Jahr 2013 ausgeschiedene Vorstandsmitglieder   0 0 0
Volker Feldkamp3 105 53 158 158
  105 53 158 158
Gesamt 192 319 511 1.262

1 ab 1. November 2012.
2 ab 1. Oktober 2012.
3 bis 9. August 2013.
4 Anspruch nach planmäßigem Auslaufen des Vorstandsvertrages auf Basis der Bezüge.

Vergütungen mit langfristiger Anreizwirkung (z. B. Optionen) sind nicht vereinbart.

Die Mitglieder des Vorstands halten jeweils weniger als 1 % der Aktien der RHÖN-KLINIKUM AG. Der Gesamtbesitz dieser Vorstandsmitglieder an den von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien liegt ebenfalls unter 1 %. Der entsprechende Gesamtbesitz aller Aufsichtsratsmitglieder -ohne Herrn Eugen Münch - liegt unter 1 % der ausgegebenen Aktien. Optionen und sonstige Derivate bestehen nicht. Die Familie des Aufsichtsratsvorsitzenden, Herrn Eugen Münch, hält 12,45 % der Aktien der RHÖN-KLINIKUM AG.

6.07 Erklärung zum Corporate Governance Kodex

Mit gemeinsamem Beschluss des Aufsichtsrats und des Vorstands der RHÖN-KLINIKUM AG vom 6. November 2013 wurde die entsprechende Erklärung gemäß § 161 AktG zur Anwendung des Deutschen Corporate Governance Kodex im Geschäftsjahr 2013 abgegeben. Diese wurde auf der Homepage der RHÖN-KLINIKUM AG hinterlegt und damit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

6.08 Honorare des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar ist in der entsprechenden Anhangsangabe im Konzernabschluss enthalten.

6.09 Organe und Beirat der RHÖN-KLINIKUM AG

Der Aufsichtsrat der RHÖN-KLINIKUM AG besteht aus:

Eugen Münch, Bad Neustadt a. d. Saale, Aufsichtsratsvorsitzender
Weitere Mandate:

Stiftungsrat Deutsche Stiftung Patientenschutz (vormals Deutsche Hospizstiftung)

Stiftungsrat Deutsche Schlaganfall-Hilfe

Bundesverband Deutscher Privatkliniken e. V. (stv. Vorsitzender des Vorstands) (bis 15. Februar 2013)

HCM SE, München (Vorsitzender des Verwaltungsrats und geschäftsführender Direktor)

Joachim Lüddecke, Hannover, 1. stv. Vorsitzender, Landesbezirksfachbereichsleiter ver.di, Gewerkschaftssekretär

Wolfgang Mündel, Kehl, 2. stv. Vorsitzender, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater in eigener Praxis
Weitere Mandate:

Jean d'Arcel Cosmétique GmbH & Co. KG, Kehl (Vorsitzender des Beirats)

HCM SE, München (stv. Vorsitzender des Verwaltungsrats)

Peter Berghöfer, Münchhausen, Leiter Finanzen der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Gießen

Bettina Böttcher, Marburg, Arbeiterin bei der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Gießen

Sylvia Bühler, Düsseldorf, Bundesfachbereichsleiterin ver.di, Gewerkschaftssekretärin
Weiteres Aufsichtsratsmandat:

MATERNUS-Kliniken AG, Berlin (bis 9. Dezember 2013)

Helmut Bühner, Bad Bocklet, Krankenpfleger in der Herz- und Gefäß-Klinik GmbH, Bad Neustadt a. d. Saale
Weiteres Mandat:

Vorsitzender des Betriebsrats der RHÖN-KLINIKUM AG

Professor Dr. Gerhard Ehninger, Dresden, Arzt
Weiteres Aufsichtsratsmandat:

Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Gießen

Stefan Härtel, Müllrose, Krankenpfleger, Klinikum Frankfurt (Oder) GmbH, Frankfurt (Oder)
Weiteres Mandat:

Klinikum Frankfurt (Oder) GmbH, Frankfurt (Oder) (Mitglied im Beirat)

Reinhard Hartl, Icking/Irschenhausen, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater (ab 19. Dezember 2013)

Caspar von Hauenschild, München, Unternehmensberater in eigener Praxis (bis 12. September 2013)
Weitere Aufsichtsratsmandate:

St. Gobain ISOVER G + H AG, Ludwigshafen

oekom research AG, München

Stephan Holzinger, Lenggries, Unternehmer (ab 3. Juli 2013)
Weiteres Aufsichtsratsmandat:

Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH

Weiteres Mandat:

HCM SE, München (Verwaltungsrat) (ab 25. Januar 2014)

Detlef Klimpe, Aachen, Rechtsanwalt in Sozietät mit Leinen und Derichs, Köln, Berlin, Brüssel
Weitere Aufsichtsratsmandate:

Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Gießen

Prodia Kolping Werkstatt für behinderte Menschen gGmbH, Aachen

Dr. Heinz Korte, Ammerland, Notar a. D., Rechtsanwalt
Weitere Aufsichtsratsmandate:

Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Gießen

Amper Kliniken AG, Dachau

Weiteres Mandat:

HCM SE, München (Verwaltungsrat)

Professor Dr. Dr. sc. (Harvard) Karl W. Lauterbach, Köln, Mitglied des Bundestags (bis 4. Juni 2013)

Michael Mendel, Wien, Kaufmann, Vorstand Österreichische Volksbanken-AG
Weiteres Aufsichtsratsmandat:

Altium AG, München

Dr. Rüdiger Merz, München, Geschäftsführer Clemens Haindl Verwaltungs GmbH (bis 12. September 2013)

Dr. Brigitte Mohn, Gütersloh, Mitglied des Vorstands der Bertelsmann Stiftung
Weitere Aufsichtsratsmandate:

Bertelsmann SE & Co. KGaA

Bertelsmann Management SE

PHINEO gAG, Berlin (Vorsitzende des Aufsichtsrats)

Weitere Mandate:

Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, Gütersloh (Vorsitzende des Vorstands)

MEDICLIN AG, Offenburg (Mitglied im Beirat) (bis 24. September 2013)

Mitglied der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft mbH

Stiftung Michael Skopp, Bielefeld (Mitglied im Kuratorium)

Stiftung Praxissiegel e. V., Gütersloh (stv. Vorstandsvorsitzende)

Stiftung Dialog der Generationen, Düsseldorf (Mitglied im Kuratorium)

European Foundation Center, Brüssel (Member Governing Council)

Agentur Nordpol, Hamburg (Mitglied des Expeditionsrats)

Dachstiftung Diakonie, Kästorf (Mitglied im Kuratorium)

Robert-Koch-Stiftung e. V., Berlin (Mitglied im Kuratorium)

Annett Müller, Dippoldiswalde, Physiotherapeutin bei der Weißeritztal-Kliniken GmbH, Freital

Werner Prange, Osterode, Krankenpfleger in der Kliniken Herzberg und Osterode GmbH, Herzberg
Weitere Mandate:

Vorsitzender des Betriebsrats der Kliniken Herzberg und Osterode GmbH

Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der RHÖN-KLINIKUM AG (bis 22. August 2013)

Professor Dr. Jan Schmitt, Marburg, Leitender Oberarzt bei der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Gießen
Weiteres Aufsichtsratsmandat:

Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Gießen

Georg Schulze-Ziehaus, Frankfurt am Main, Landesfachbereichsleiter ver.di, Landesbezirk Hessen

Dr. Katrin Vernau, Leiterin der Roland Berger School of Strategy and Economics, Hamburg (ab 20. Dezember 2013)
Weiteres Aufsichtsratsmandat:

Duale Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart

Weitere Mandate:

BürgerStiftung Hamburg, Hamburg (Mitglied im Stiftungsrat)

Universität Bonn, Bonn (Mitglied im Hochschulrat)

Der Vorstand der RHÖN-KLINIKUM AG besteht aus:

Dr. med. Dr. jur. Martin Siebert, geschäftsansässig Bad Neustadt a. d. Saale, Vorstandsvorsitzender
Aufsichtsratsmandate:

Amper Kliniken AG, Dachau (ab 16. September 2013)

Klinikum Pforzheim GmbH (ab 1. September 2013)

Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Gießen

Weitere Mandate:

Bundesverband Deutscher Privatkliniken e. V., Berlin (Vorstand)

Willy Robert Pitzer Stiftung, Bad Nauheim (Mitglied im Beirat)

Jens-Peter Neumann, geschäftsansässig Bad Neustadt a. d. Saale, ständiger Vertreter des Vorstandsvorsitzenden, Vorstandsbereich Finanzen, Rechnungswesen, Investor Relations und Controlling

Volker Feldkamp, geschäftsansässig Bad Neustadt a. d. Saale, Vorstandsbereich Süd/West, Großinvestitionen und Prozessmanagement (bis 9. August 2013)
Aufsichtsratsmandat:

Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Gießen (bis 26. August 2013)

Weitere Mandate:

Deutsches Rotes Kreuz Mülheim e. V., Mühlheim (1. Vorsitzender)

Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen e. V., Erfurt (Mitglied des Vorstands)

Verband der Privatkliniken in Thüringen e.V. (1. Vorsitzender)

Martin Menger, geschäftsansässig Marburg, Vorstandsbereich Ost/UKGM/Entgelte
Aufsichtsratsmandate:

Klinikum Salzgitter GmbH, Salzgitter (Vorsitzender)

Klinikum Hildesheim GmbH, Hildesheim (Vorsitzender)

Stiftung Deutsche Klinik für Diagnostik GmbH (ab 1. September 2013)

Dr. Horst Schmidt Kliniken GmbH (ab 1. September 2013)

Weitere Mandate:

Klinikum Frankfurt (Oder) GmbH, Frankfurt (Oder) (Vorsitzender des Beirats)

Klinikum Gifhorn GmbH, Gifhorn (Mitglied im Beirat)

Krankenhaus Cuxhaven GmbH, Cuxhaven (Vorsitzender des Beirats) (bis 16. Mai 2013)

Mittelweser Kliniken GmbH Nienburg Hoya Stolzenau, Nienburg (Mitglied im Beirat)

Wesermarsch-Klinik Nordenham GmbH, Nordenham (stv. Vorsitzender im Beirat)

Niedersächsische Krankenhausgesellschaft e. V., Hannover (Mitglied im Vorstand)

Niedersächsische Krankenhausgesellschaft e. V., Hannover (Schiedsstellenmitglied)

Verband der Privatkliniken Niedersachsen und Bremen e. V. (Geschäftsführer)

Der Beirat der RHÖN-KLINIKUM AG besteht aus:

Professor Dr. med. Frederik Wenz, Heidelberg (Vorsitzender)

Dipl.-Politologin Dorothee Bär, Berlin (bis 17. Dezember 2013)

Jochen Bocklet (ab 21. Juni 2013)

Ministerialrat a. D. Helmut Meinhold, Heppenheim

Professor Dr. rer. pol. Georg Milbradt, Dresden

Professor Dr. Michael-J. Polonius, Dortmund

Helmut Reubelt, Dortmund

Sepp-Rainer Speidel, Schriesheim

Michael Wendl, München

 

Bad Neustadt a. d. Saale, den 20. März 2014

Martin Menger

Jens-Peter Neumann

Dr. Dr. Martin Siebert

Anlagenspiegel

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.01 Entwicklung des Anlagevermögens

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  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  01.01.2013
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
Abgänge Anteilsverkauf Helios 31.12.2013
Immaterielle Vermögensgegenstände            
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.502.627,59 260.820,72 42.245,00 0,00 0,00 12.805.693,31
geleistete Anzahlungen 168.697,39 229.486,49 -42.245,00 126.452,39 0,00 229.486,49
  12.671.324,98 490.307,21 0,00 126.452,39 0,00 13.035.179,80
Sachanlagen            
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 83.090.955,98 13.877.189,18 0,00 0,00 0,00 96.968.145,16
Technische Anlagen und Maschinen 4.676.153,07 634.518,15 293.612,31 82.340,73 0,00 5.521.942,80
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.016.869,86 1.100.822,83 0,00 4.394.310,59 0,00 20.723.382,10
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.474.296,61 986.585,66 -293.612,31 1.753.229,93 0,00 414.040,03
  113.258.275,52 16.599.115,82 0,00 6.229.881,25 0,00 123.627.510,09
Finanzanlagen            
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.239.248.334,18 31.642.426,32 0,00 7.806.201,17 564.346.299,58 698.738.259,75
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 532.072.703,57 3.000.000,00 0,00 22.253.483,56 199.493.075,22 313.326.144,79
Beteiligungen 120.850,00 0,00 0,00 0,00 0,00 120.850,00
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 468.750,00 0,00 0,00 93.750,00 0,00 375.000,00
sonstige Ausleihungen 1.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.000,00
  1.771.911.637,75 34.642.426,32 0,00 30.153.434,73 763.839.374,80 1.012.561.254,54
  1.897.841.238,25 51.731.849,35 0,00 36.509.768,37 763.839.374,80 1.149.223.944,43
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  Abschreibungen
  01.01.2013
Zugänge
Zuschreibungen
Abgänge
Abgänge Anteilsverkauf Helios 31.12.2013
Immaterielle Vermögensgegenstände            
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.847.875,19 1.529.025,02 0,00 0,00 0,00 10.376.900,21
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  8.847.875,19 1.529.025,02 0,00 0,00 0,00 10.376.900,21
Sachanlagen            
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 59.357.765,89 1.810.965,54 0,00 0,00 0,00 61.168.731,43
Technische Anlagen und Maschinen 2.210.237,82 357.056,54 0,00 82.340,73 0,00 2.484.953,63
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.417.226,63 2.158.519,36 0,00 4.092.571,37 0,00 16.483.174,62
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  79.985.230,34 4.326.541,44 0,00 4.174.912,10 0,00 80.136.859,68
Finanzanlagen            
Anteile an verbundenen Unternehmen 6.361.849,58 0,00 0,00 0,00 711.000,00 5.650.849,58
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 25.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  6.386.849,58 0,00 0,00 0,00 711.000,00 5.675.849,58
  95.219.955,11 5.855.566,46 0,00 4.174.912,10 711.000,00 96.189.609,47
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  Restbuchwerte
  31.12.2013
31.12.2012
Immaterielle Vermögensgegenstände    
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.428.793,10 3.654.752,40
geleistete Anzahlungen 229.486,49 168.697,39
  2.658.279,59 3.823.449,79
Sachanlagen    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 35.799.413,73 23.733.190,09
Technische Anlagen und Maschinen 3.036.989,17 2.465.915,25
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.240.207,48 5.599.643,23
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 414.040,03 1.474.296,61
  43.490.650,41 33.273.045,18
Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 693.087.410,17 1.232.886.484,60
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 313.326.144,79 532.072.703,57
Beteiligungen 95.850,00 95.850,00
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 375.000,00 468.750,00
sonstige Ausleihungen 1.000,00 1.000,00
  1.006.885.404,96 1.765.524.788,17
  1.053.034.334,96 1.802.621.283,14

Verbindlichkeitenspiegel

3.13 Verbindlichkeiten

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  Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten Insgesamt Insgesamt Davon RLZ unter 1 Jahr
  unter 1 Jahr
1 bis 5 Jahre
über 5 Jahre
31.12.2013
31.12.2012
T€
31.12.2012
T€
1. Anleihen (davon konvertibel: € 0,00) 12.569.863,03 400.000.000,00 0,00 412.569.863,03 412.570 12.570
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 105.052.592,83 275.316.995,01 23.777.140,00 404.146.727,84 548.344 244.905
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 20.062,39 0,00 0,00 20.062,39 60 60
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.776.182,10 0,00 0,00 2.776.182,10 2.416 2.416
5. Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 1.578.974,51 0,00 0,00 1.578.974,51 1.295 1.295
6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 49.038.998,36 0,00 0,00 49.038.998,36 95.899 95.899
7. sonstige Verbindlichkeiten 22.323.196,55 34.158,91 8.714,36 22.366.069,82 15.787 15.741
(davon aus Steuern) (2.248.353,22) (0,00) (0,00) (2.248.353,22) (5.879) (0)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00) (0) (0)
  193.359.869,77 675.351.153,92 23.785.854,36 892.496.878,05 1.076.371 372.886
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  Davon RLZ über 5 Jahre 31.12.2012
1. Anleihen (davon konvertibel: € 0,00) 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 19.368
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0
5. Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 0
6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0
7. sonstige Verbindlichkeiten 13
(davon aus Steuern) (0)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (0)
  19.381

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RHÖN-KLINIKUM AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der RHÖNKLINIKUM AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der RHÖN-KLINIKUM AG beschrieben sind.

 

Bad Neustadt a. d. Saale, den 20. März 2014

Martin Menger

Jens-Peter Neumann

Dr. Dr. Martin Siebert

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der RHÖN-KLINIKUM AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, den 24. März 2014

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Anne Böcker Wirtschaftsprüferin

ppa. Stefan Sigmann, Wirtschaftsprüfer

BERICHT DES AUFSICHTSRATS ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR DER RHÖN-KLINIKUM AG VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2013

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,

das Jahr 2013 markiert in der mehr als 40-jährigen Geschichte der RHÖN-KLINIKUM AG einen Meilenstein und eine Weggabelung zugleich. Meilenstein deshalb, weil im Herbst des Jahres 2013 der Beschluss gefasst wurde, einen Großteil des Unternehmens in den Fresenius-Konzern einzubringen (»Projekt Scala«). Weggabelung deshalb, weil damit eben nicht das Ende der bisherigen RHÖN-KLINIKUM AG, sondern der Beginn eines neuen Weges verbunden ist: Durch das Einbringen der meisten unserer bisherigen Kliniken und Standorte in die Fresenius-Tochter Helios Kliniken ist das Fundament für den Auf- und Ausbau der Netzwerkmedizin und damit für eine selbstbestimmte Gestaltung der Branche und des Markts geschaffen worden. Dieser Schritt war und ist für die Zukunft des Unternehmens unverzichtbar. Er ist der demografischen Entwicklung, dem medizinischen Fortschritt und der aus der mangelnden Reformkraft entstehenden Kostenschere im bestehenden System geschuldet. Der steigende Leistungsdruck auf Patientenseite und die legislativen und preislichen Restriktionen sind anderweitig nicht zu lösen.

Wie immer sind Phasen der Veränderung und des Umbruchs von Widerstand, Veränderungsangst und Verunsicherung begleitet und trotzdem unverzichtbar. Davon unbeeindruckt haben Aufsichtsrat und Vorstand in einem schwierigen Umfeld gut und erfolgreich zusammengearbeitet.

ZUSAMMENARBEIT VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2013 fortlaufend und ausführlich mit der Situation und der Entwicklung unseres Unternehmens befasst und die ihm vom Gesetz und der Satzung vorgegebenen Aufgaben wahrgenommen: Hierzu zählen besonders die Überwachung der Geschäftsführung des Vorstands und die Beratung des Vorstands bei der operativen Führung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat hat sich bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben dabei stets von den ausschlaggebenden Prinzipien der Ordnungsmäßigkeit, Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit leiten lassen. Die Einhaltung dieser Prinzipien durch den Vorstand wurde durch regelmäßige Nachprüfung der allgemeinen Organisation der Gesellschaft sowie durch Überprüfung der Instrumente zur internen Risikokontrolle überwacht.

Der Aufsichtsrat war in alle grundlegenden und bedeutenden Entscheidungen des Vorstands der RHÖN-KLINIKUM AG vollumfänglich und unmittelbar eingebunden. Der Vorstand hat uns sowohl schriftlich als auch mündlich zeitnah und umfassend unterrichtet - entscheidungsrelevante Dokumente und Unterlagen erhielt der Aufsichtsrat rechtzeitig vor den jeweiligen Beratungen und formalen Sitzungen. Der Aufsichtsrat hat die vorgetragenen Informationen des Vorstands zur operativen Geschäftsentwicklung, zu Compliance-Themen sowie zu Risiken und dem Risikomanagement auf ihre Schlüssigkeit und Nachvollziehbarkeit hin überprüft und bei gegebenem Anlass auch kritisch hinterfragt.

Schwerpunkt der Beratungen waren die Implikationen und Lehren aus den bis dato nicht erfolgreichen Versuchen eines Zusammenschlusses mit Helios Kliniken, ebenso wie die Umstrukturierung und nachhaltige wirtschaftliche Gesundung des ersten privaten Universitätsklinikums in Deutschland, der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH. Auch die Integration der im Geschäftsjahr 2012 erworbenen Wiesbadener Dr. Horst Schmidt Kliniken GmbH und deren Tochtergesellschaften und die personellen Veränderungen im Vorstand zählten zu den Schwerpunkten des Austausche mit dem Vorstand. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats wurde vom Vorstandsvorsitzenden auch zwischen den Sitzungsterminen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse fortwährend und ausführlich informiert. Verstöße des Vorstands gegen seine Informationspflichten haben wir nicht festgestellt. Die Beschlussvorschläge des Vorstands haben wir ausführlich erörtert und dazu, soweit es die Bestimmungen nach Gesetz und Satzung erfordern, nach intensiver Prüfung unser Votum abgegeben - in vereinzelten Fällen haben wir uns auch veranlasst gesehen, im Interesse der Aktionäre externe Sachverständige und Berater hinzuzuziehen. Bei besonders eilbedürftigen Geschäftsvorgängen hat der Aufsichtsrat bzw. der zuständige Ausschuss Telefonkonferenzen abgehalten und Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst.

ARBEIT DES AUFSICHTSRATS IN DEN AUSSCHÜSSEN UND IM PLENUM

Der Aufsichtsrat hat zur bestmöglichen Wahrnehmung seiner Aufgaben und Verantwortung insgesamt sieben ständige Ausschüsse eingerichtet, deren Mitglieder für die besonderen Fragestellungen der Ausschüsse über konkrete Kompetenzen und Erfahrungen verfügen.

Die Ausschüsse handeln im Rahmen von Gesetz, Satzung und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats - auch anstelle desselben - als beschließende Ausschüsse, soweit dies dem Gesetz entspricht und vom Aufsichtsrat zuvor festgelegt wurde. Die Ausschüsse tagen generell separat von Plenumssitzungen. Soweit es jedoch die zu verhandelnden Themen erforderten, wurden aus gegebenem Anlass unter Einbezug der Fachkompetenz der jeweiligen Ausschüsse auch gemeinsame Sitzungen von Ausschüssen abgehalten. Im Bedarfsfalle gab es zudem kurzfristig Telefonkonferenzen.

Der Investitions-, Strategie- und Finanzausschuss ist im Berichtsjahr zu sechs ordentlichen Sitzungen (Anwesenheitsquote 96 Prozent) zusammengetreten, davon war eine Sitzung eine Gemeinschaftssitzung mit dem Prüfungsausschuss.

Einer der Schwerpunkte der strategischen Beratungen im Ausschuss war die Weiterentwicklung und Umsetzung eines Geschäftsmodells zur Schaffung einer bundesweit flächendeckenden Krankenvollversorgung einschließlich Zusatzversicherung für GKV-Mitglieder durch ein zu schaffendes Netzwerk mit breiter flächendeckender Präsenz. Die Realisierung dieses Konzepts ist vergleichbar mit der Wandlung eines sehr abhängigen Zulieferers zum markenbezogenen Endkundenversorger. Zur weiteren beratenden Begleitung dieses Vorhabens haben wir aus Mitgliedern des Investitions-, Strategie- und Finanzausschusses, dem Vorstand und wissenschaftlichen Beratern eine Arbeitsgruppe »Netzwerkmedizin« gebildet, die im Geschäftsjahr zu fünf Sitzungen zusammengetreten ist.

Der Ausschuss befasste sich in allen Sitzungen mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaft Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, insbesondere mit Maßnahmen und Handlungsoptionen zur Ergebnisverbesserung als Folge der Ergebnisse der von der Unternehmensberatung McKinsey durchgeführten Analyse sowie mit der Umsetzung der zwischen dem Land Hessen, der RHÖN-KLINIKUM AG, der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Philipps-Universität Marburg abgeschlossenen »Gemeinsamen Vereinbarung über die medizinische Versorgung Mittelhessens, die Sicherstellung von Forschung und Lehre an den Universitätskliniken Gießen und Marburg und die Verbesserung der Arbeitsplatzsicherheit«. Hierzu gehörte auch die Beratung zur Entwicklung einer Konzeption für den Betrieb des Partikeltherapiezentrums in Marburg.

Eingehend befasste sich der Ausschuss mit der Abwicklung und den Konsequenzen des am 13. September 2013 mit Fresenius / Helios abgeschlossenen Anteilskauf- und Abtretungsvertrags über den Verkauf von 43 Klinikgesellschaften und 15 Medizinischen Versorgungszentren und den sich hieraus voraussichtlich ergebenden Auswirkungen auf die Struktur und weitere Entwicklung des Unternehmens.

Neben dem Bericht des Vorstandsvorsitzenden zu aktuellen Entwicklungen erstattete der Vorstand routinemäßig in jeder Sitzung einen Akquisitionsbericht, der - neben einem Überblick über den nationalen Krankenhausmarkt - auch Ausgangsbasis für Diskussionen über geplante und konkrete Akquisitionsvorhaben war. Die Investitionsplanung für das Geschäftsjahr 2013 wurde nach inhaltlicher und kritischer Diskussion genehmigt. Vom Vorstand entwickelte Maßnahmen zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Finanzierung, wie zum Beispiel das Ergebnisverbesserungsprogramm »ImPULS«, wurden im Ausschuss vorgestellt und detailliert erörtert.

Der Vorstand berichtete zudem in allen Sitzungen über die Entwicklung der Investitionen und Finanzierung durch eine fortgeschriebene Investitions- und Finanzplanung. Konkrete Genehmigungsanträge zu Investitionsvorhaben und zu Fremdkapitalmaßnahmen im Rahmen der Refinanzierung wurden im Ausschuss anhand ausführlicher schriftlicher Beschlussvorlagen des Vorstands, wie unter anderem Marktanalysen, Investitionsrechnungen und Finanzierungsangeboten, offen erörtert, kritisch geprüft und beschlossen.

Gegenstand der gemeinsamen Sitzung mit dem Prüfungsausschuss gegen Ende des Geschäftsjahrs waren die eingehende Erörterung des Entwicklungsstands des Zusammenschlusses vieler RHÖN-Kliniken mit Helios Kliniken, mögliche Auswirkungen durch eine verzögerte Genehmigung des Bundeskartellamts wegen der Einleitung des Hauptprüfverfahrens und die Diskussion über Möglichkeiten der Verwendung des Verkaufserlöses und der Auskehrung der nicht erforderlichen Liquidität an die Aktionäre. In dieser Sitzung wurde auch über das weitere Vorgehen zur Umsetzung der »Gemeinsamen Vereinbarung« mit dem Land Hessen beraten - dies unter Berücksichtigung der durch die Wahlen in Hessen und die Neuaufstellung des RHÖN-KLINIKUM Konzerns eingetretenen Situation.

Der Personalausschuss hat im Berichtsjahr eine Sitzung (Anwesenheitsquote 75 Prozent) abgehalten. Der Ausschuss befasste sich mit der aktuellen Vergütungssituation der Vorstandsmitglieder und den Auswirkungen der rückläufigen Ergebnisse auf die ergebnisabhängigen Vergütungsbestandteile. Als Ergebnis der Beratungen wurde Einvernehmen erzielt, dass eine Beschlussempfehlung an das Aufsichtsratsplenum zur Abänderung der Vergütungsleitlinien gegeben werden soll, die die Einführung einer Mindestvergütung (garantierte Jahresgesamtvergütung) und gleichzeitig die Einführung einer Obergrenze für diese Gesamtvergütung (Cap) zum Gegenstand hat. Weitere Beschlussempfehlungen ergingen zur Abänderung der bestehenden Vorstandsdienstverträge zum Zweck der Aufnahme der Mindestgrenze für die Gesamtvergütung und der Obergrenze (Cap) entsprechend der Regelung in den Vergütungsleitlinien sowie zu Änderungen von Dienstwagenvereinbarungen.

Der Ausschuss beschäftigte sich zudem mit der Beurteilung der Leistung und Entwicklung der einzelnen Vorstandsmitglieder und des Vorstands im Gesamten. Dabei wurde sowohl über die Erwartungen der Vorstandsmitglieder als auch über deren Perspektiven bei der weiteren Entwicklung im Unternehmen diskutiert.

Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz (MitbestG) musste auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht tätig werden.

Der Prüfungsausschuss (Audit-Committee) des Aufsichtsrats tagte im Berichtsjahr sechsmal (Anwesenheitsquote 100 Prozent). Der Vorstand nahm an allen Sitzungen vollzählig teil. Zwei Sitzungen wurden unter Teilnahme des Abschlussprüfers abgehalten. Für ausgewählte Tagesordnungspunkte wurden vom Vorstand die Leiter der Abteilungen Interne Revision und Compliance hinzugezogen, sie standen dem Ausschuss für ergänzende Berichterstattungen und Befragungen zur Verfügung. In einer Sitzung zu Ende des Geschäftsjahrs wurden fachübergreifende Themen im Zusammenhang mit dem »Projekt Scala« und der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH gemeinsam mit dem Investitions-, Strategie- und Finanzausschuss erörtert.

Der Ausschuss befasste sich insbesondere mit der Prüfung und Vorberatung des Jahresabschlusses 2012 der RHÖN-KLINIKUM AG und des Konzerns. Gegenstand der Prüfung und der Erörterung waren auch die Einzelabschlüsse und Lageberichte und die jeweiligen Prüfungsberichte der Konzerngesellschaften, hier mit besonderem Schwerpunkt der Jahresabschluss der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, die von den Mitgliedern des Ausschusses einer kritischen Durchsicht unterzogen wurden, sowie der Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns.

Der Prüfungsausschuss hat die Unabhängigkeit des vorgesehenen Abschlussprüfers für den Jahresabschluss 2013 und für die prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichtes begutachtet, die Unabhängigkeitserklärung gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex eingeholt, dem Plenum des Aufsichtsrats einen Wahlvorschlag für die Hauptversammlung empfohlen und - nach erfolgter Wahl - den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer erteilt und mit ihm eine angemessene Honorarvereinbarung getroffen. Der Abschlussprüfer berichtete dem Ausschuss über Aufträge für Leistungen, die zusätzlich zu den erbrachten Abschlussprüferleistungen erbracht wurden. Die Qualifikation des Abschlussprüfers wurde vom Ausschuss überwacht. Für die Abschlussprüfung 2013 wurde ein Katalog von Prüfungsschwerpunkten entwickelt und festgelegt.

Grundsatzfragen der Rechnungslegung, der Unternehmensplanung, der Kapitalausstattung, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems einschließlich spezieller Geschäftsrisiken, des internen Revisionssystems und des Compliance-Systems wurden mit dem Vorstand und teilweise auch mit dem Abschlussprüfer erörtert. Die Zwischenberichte wurden regelmäßig vor ihrer Veröffentlichung mit dem Vorstand, der Halbjahresfinanzbericht mit Vorstand und Abschlussprüfer intensiv besprochen. Dabei wurde auf die präzise Analyse der Ursachen für die rückläufige Ergebnisentwicklung des laufenden Geschäftsjahrs besonderer Wert gelegt.

Der vierteljährlich vorgelegte Konzern-Controlling-Report zum Leistungs- und Finanzcontrolling, ein Bestandteil des Risikomanagement-Systems, wurde mit dem Vorstand intensiv besprochen. Dabei wird die Leistungsentwicklung der einzelnen Konzernkliniken sowohl auf Klinikebene als auch auf Fachabteilungsebene vom Vorstand dargestellt und vom Ausschuss diskutiert und hinterfragt.

Das Gremium hat sich regelmäßig über die Tätigkeit des Bereichs Interne Revision durch das zuständige Vorstandsmitglied und die Leiterin Interne Revision, die an vier Sitzungen teilgenommen hat, berichten lassen und mit dem Prüfungsplan für das Geschäftsjahr 2013 und dessen Fortschreibung auseinandergesetzt. Die Prüfungsberichte der Internen Revision sowie der Tätigkeitsbericht 2012 wurden im Ausschuss vorgelegt und mit dem Vorstand erörtert. Über die Umsetzung von Empfehlungen der Internen Revision haben wir uns durch Informationen über die Ergebnisse der Berichtsverfolgung und Nachschau durch den Vorstand unterrichten lassen.

Über Organisation und Arbeit der Compliance-Abteilung hat uns der Vorstand regelmäßig berichtet, so dass wir uns von der Wirksamkeit unseres Compliance-Management-Systems erneut überzeugen konnten. Der Leiter der Compliance-Abteilung hat an vier Sitzungen des Prüfungsausschusses teilgenommen. Die Prüfungsberichte der Compliance-Abteilung sowie der Tätigkeitsbericht 2012 wurden im Ausschuss vorgelegt und mit dem Vorstand erörtert. Der Prüfungsausschuss billigte das Compliance-Programm für das Jahr 2013. Zur diesbezüglichen Regelberichterstattung des Vorstands gehört auch ein vierteljährlicher Bericht über gemeldete Verstöße, deren Überprüfung und Abarbeitung. Der Vorstand informierte darüber hinaus in jeder Sitzung über den Sachstand eines bereits Ende 2011 eingeleiteten, jedoch noch nicht abgeschlossenen Zoll-Ermittlungsverfahrens die Reinigungsgesellschaften des Konzerns betreffend wegen des Verdachts der Vorenthaltung von Arbeitsentgelt.

Bei der Aktualisierung der Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz (AktG) zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde die Fassung vom 13. Mai 2013 hinsichtlich ihrer Anwendung geprüft und berücksichtigt und dem Gesamtaufsichtsrat eine Beschlussempfehlung vorgelegt.

Der Antikorruptionsausschuss ist in Verdachtsfällen von Korruption Ansprechpartner für Mitarbeiter, Lieferanten und Patienten. Es hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr kein Mitarbeiter, Lieferant oder Patient an den Ausschuss mit einer Verdachtsanzeige auf Korruption gewandt. Ausschusssitzungen waren daher nicht erforderlich. Die Berichte der Revisions- und Compliance-Abteilung an den Prüfungsausschuss bestätigen den Eindruck, dass die Parteien sich weiterhin vor allem an die Compliance-Beauftragten der Kliniken wenden. Das ist ein gutes Zeichen für ein funktionierendes Compliance-Management-System. Der bisherige Antikorruptionsausschuss wurde in der Sitzung vom 6. November 2013 aufgelöst. In derselben Sitzung wurde mit dem Ausschuss für Compliance und Kommunikation ein neuer Ausschuss gegründet, der sich dem Compliance-Management des Konzerns, der Kommunikation gegenüber den Medien und dem Kapitalmarkt widmen soll. In diesem Zusammenhang wurde die bisher im Prüfungsausschuss residierende Compliance-Kontrolle in diesen neuen Ausschuss transferiert. Um eine enge Verzahnung mit dem Prüfungsausschuss zu gewährleisten, erhielt der Vorsitzende des Ausschusses für Compliance und Kommunikation einen für ihn eingerichteten Sitz im Prüfungsausschuss.

Der Medizininnovations- und Qualitätsausschuss überwacht die Situation und Entwicklung der medizinischen Qualität im Unternehmen. Der Ausschuss hielt im Geschäftsjahr eine Sitzung (Anwesenheitsquote 100 Prozent) ab. Beratungsgegenstände der Sitzung waren die Erörterung der Voraussetzungen für die Inbetriebnahme der Partikeltherapieanlage in Marburg sowie Themen der Qualitätsentwicklung im Konzern.

Der Nominierungsausschuss wählt Kandidaten und Kandidatinnen der Anteilseignervertreter für die Übernahme eines Aufsichtsratsamts aus und schlägt diese dem Aufsichtsrat zur Nominierung vor. In seiner Sitzung am 24. April 2013 hat der Ausschuss der Nominierung von Herrn Dr. Heinz Korte für die in der Hauptversammlung am 12. Juni 2013 durchzuführende Aufsichtsratswahl zugestimmt. Dem Antrag des Aufsichtsratsvorsitzenden auf gerichtliche Bestellung von Herrn Stephan Holzinger als Ersatzmitglied für die Nachfolge des zurückgetretenen Aufsichtsratsmitglieds Herrn Professor Dr. Dr. Karl Lauterbach hat der Ausschuss im schriftlichen Verfahren zugestimmt. Die Zustimmung zum Antrag des Vorstands auf gerichtliche Bestellung von Frau Dr. Katrin Vernau und Herrn Reinhard Hartl als Ersatzmitglieder für die Nachfolge der zurückgetretenen Aufsichtsratsmitglieder Herrn Caspar von Hauenschild und Herrn Dr. Rüdiger Merz erfolgte durch einstimmigen Beschluss der acht Anteilseignervertreter.

Im Berichtsjahr fanden sieben Sitzungen des Plenums statt, davon vier ordentliche (Anwesenheitsquote 92 Prozent) und drei außerordentliche (Anwesenheitsquote 90 Prozent). Ein Mitglied konnte krankheitsbedingt an keiner der Plenumssitzungen teilnehmen. Von den übrigen Aufsichtsratsmitgliedern nahm kein Mitglied an weniger als der Hälfte der Sitzungen teil.

In der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 25. März 2013 befasste sich das Gremium schwerpunktmäßig mit den Bedingungen und eventuellen Folgen der Umsetzung der mit dem Land Hessen abgeschlossenen »Gemeinsamen Vereinbarung« zur Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH. In zwei weiteren außerordentlichen Sitzungen am 6. September 2013 und am 12. September 2013 waren der Verkauf eines Beteiligungsportfolios von Krankenhäusern, Service-Gesellschaften und Medizinischen Versorgungszentren an die Fresenius / Helios-Gruppe (»Projekt Scala«) sowie der Abschluss eines Netzwerkvertrages mit Helios Gegenstand der Erörterungen. Anhand von umfassenden Unterlagen (Vertragsentwürfe, Expertisen, Gutachten, Businessplan) wurde die vorgesehene Transaktion in Anwesenheit des Rechtsberaters des Aufsichtsrats ausführlich und kritisch diskutiert. Nach Auseinandersetzung mit den von den Mitgliedern vorgebrachten Argumenten und nach sorgfältiger Abwägung hat der Aufsichtsrat am 12. September 2013 dem Verkauf des Beteiligungsportfolios an die Fresenius / Helios-Gruppe und dem Abschluss des Netzwerkvertrages zugestimmt.

In den vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen beriet das Plenum regelmäßig anhand der ausführlichen schriftlichen Vorstandsberichte und Präsentationen die Vermögens-, Liquiditäts- und Ertragslage, die Entwicklung von Umsatz, Ergebnis, Leistungsdaten, Kennzahlen und Personal der Gesellschaft und des Konzerns sowie der Konzerneinzelgesellschaften zusammen mit dem Vorstand. Die jeweiligen Zwischenberichte für die vorausgegangenen Quartale erläuterte der Vorstand vor ihrer Veröffentlichung ausführlich im Plenum. Regelmäßige Informationen erfolgten in jeder Sitzung zum Sachstand der Umsetzung der »Gemeinsamen Vereinbarung« mit dem Land Hessen bezüglich der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH sowie zum jeweiligen Sachstand im Ermittlungsverfahren gegen die Servicegesellschaften.

In der Sitzung am 20. Februar 2013 hat der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Personalausschusses Beschlüsse zur Änderung der Vergütungsleitlinien der Vorstandsmitglieder und zum Abschluss von Änderungsverträgen zu Vorstandsdienstverträgen gefasst. Der Bericht des Vorstands zum vorläufigen Jahresabschluss 2012 wurde entgegengenommen und dem Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2012 wurde zugestimmt.

In der Bilanzsitzung am 24. April 2013 erörterte das Plenum in Anwesenheit der Abschlussprüfer den Jahresabschluss und den Lagebericht der RHÖN-KLINIKUM AG sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012 zusammen mit Vorstand und Abschlussprüfer. Die Abschlussprüfer berichteten über die wesentlichen Feststellungen und Ergebnisse der Prüfungen und standen dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Das Plenum billigte die Jahresabschlüsse. Des Weiteren waren Gegenstand dieser Sitzung die Vorbereitungen zur Hauptversammlung 2013, insbesondere die Verabschiedung der Beschlussempfehlungen des Aufsichtsrats zu den Beschlussanträgen in der Tagesordnung an die Hauptversammlung nach vorausgegangener Diskussion über die Tagesordnungspunkte. Genehmigungsbeschlüsse erfolgten auch zum Aufsichtsratsbericht, Corporate Governance Bericht und zur Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Handelsgesetzbuch (HGB).

In der Sitzung am 3. Juli 2013 erfolgte neben der Abhandlung der Routinethemen eine Berichterstattung und ausführliche Aussprache zu dem vom Vorstand entwickelten Ergebnisverbesserungsprogramm »ImPULS«, welches u. a. aus den Elementen Medizin- und Netzwerkstrategie und Optimierungskonzepten im medizinischen und nichtmedizinischen Bereich besteht. Für die in Folge der Hauptversammlung angekündigten Anfechtungsklagen bezüglich der dort erfolgten Beschlussfassungen wurden Abwehrmaßnahmen diskutiert und Vorbereitungsmaßnahmen getroffen.

In der Aufsichtsratssitzung am 6. November 2013 befasste sich das Plenum anlässlich der Berichterstattung aus dem Personalausschuss mit Vergütungsangelegenheiten und fasste die hierzu erforderlichen Beschlüsse. Der Antikorruptionsausschuss wurde per Beschluss aufgelöst, da sich dessen Aufgabenbereich durch das funktionierende Compliance-Management-System verlagert hatte. Neu gebildet wurde der Ausschuss für Compliance und Kommunikation, der als beschließender Ausschuss paritätisch besetzt werden soll. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats wurde aktualisiert und die geänderte Fassung beschlossen. Ein weiterer Beschluss erfolgte zur Durchführung einer externen Effizienzprüfung der Aufsichtsratstätigkeit und die Bestimmung des Moderators. Vorschläge zur Verwendung des Bilanzgewinns 2013 und Möglichkeiten einer Auskehrung für einen Kaufpreisanteil aus der Transaktion Fresenius / Helios wurden aufgezeigt und kritisch diskutiert. Einigkeit bestand darüber, dass ein Aktienrückkauf mit Einziehung der Aktien für einen Teil des Grundkapitals im vereinfachten Einziehungsverfahren erfolgen soll, eine Ausschüttung ausschließlich über eine Sonderdividende wurde abgelehnt.

CORPORATE GOVERNANCE KODEX UND ENTSPRECHENSERKLÄRUNG

Der Aufsichtsrat befasste sich auch im vergangenen Geschäftsjahr mit der Weiterentwicklung und der Umsetzung der Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Die am 7. November 2012 abgegebene Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wurde am 24. April 2013 aktualisiert und unter Berücksichtigung der Neufassung des Kodex vom 13. Mai 2013 durch eine am 6. November 2013 von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebene Entsprechenserklärung ersetzt. Die Erklärungen sind den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich. Über die Corporate Governance berichten Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex auf den Seiten 26 bis 39 dieses Geschäftsberichtes.

PRÜFUNG UND BILLIGUNG DES JAHRESABSCHLUSSES 2013

Der Vorstand stellte den Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2013 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 nach den Bestimmungen des HGB sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013 gemäß § 315a HGB nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) auf. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2013 sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013 sind von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft worden. Die Abschlussprüfer erteilten jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Den Jahresabschluss und den Lagebericht der Gesellschaft, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers erhielten alle Mitglieder des Aufsichtsrats zusammen mit dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns. Diese Unterlagen wurden vom Aufsichtsrat geprüft und jeweils vom Prüfungsausschuss und vom Aufsichtsrat mit Vertretern des Abschlussprüfers in den jeweiligen Bilanzsitzungen gründlich erörtert. Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat haben sich bei der Prüfung sowohl mit den Ergebnissen der Rechnungslegung als auch mit den Verfahrensabläufen und Prozessen befasst, die mit den Ergebnissen der Rechnungslegung in Verbindung stehen. Als Maßstab ihrer Prüfung haben sie vorrangig das Kriterium der Rechtmäßigkeit angelegt und geprüft, ob die vorgelegten Unterlagen dem geltenden Recht und vor allem den anwendbaren Bilanzregeln entsprechen. Des Weiteren haben sie neben der Rechtmäßigkeitsprüfung auch eine Zweckmäßigkeitsprüfung im Hinblick auf bilanz-, finanz- und geschäftspolitische Aspekte unternommen. Der Aufsichtsrat stimmte nach dem Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und als Ergebnis seiner eigenen Prüfung dem Prüfungsergebnis der Abschlussprüfer zu und stellte im Rahmen seiner eigenen Prüfung fest, dass auch seinerseits keine Einwendungen zu erheben sind.

Der Aufsichtsrat billigte in der Sitzung am 29. April 2014 auf Empfehlung des Prüfungsausschusses den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Gesellschaft und den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist damit festgestellt. Der Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des in Folge der erfolgreichen Transaktion Fresenius / Helios erhöhten Bilanzgewinns wurde insbesondere im Hinblick auf die wirtschaftliche Lage, die Liquiditätssituation sowie unter Berücksichtigung der für die Neustrukturierung der Gesellschaft erforderlichen Mittel und unter Berücksichtigung der berechtigten Interessen der Aktionäre geprüft. Der Aufsichtsrat stimmt den Vorschlägen des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns zu.

VERÄNDERUNG UND BESETZUNG DES VORSTANDS

Die Zusammensetzung des Vorstands sowie die Personalien, Funktionen und Aufgabenbereiche der einzelnen Vorstandsmitglieder sind im Geschäftsbericht in der Rubrik »Organe der Gesellschaft« dargestellt.

Der Vorstand bestand zu Beginn des Geschäftsjahrs aus vier Mitgliedern. Herr Dr. Dr. Martin Siebert wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2013 zum Vorstandsvorsitzenden und Herr Jens-Peter Neumann zu seinem ständigen Vertreter ernannt. Herr Volker Feldkamp hat sein Amt zum 9. August 2013 aus persönlichen Gründen niedergelegt und ist aus der Gesellschaft ausgeschieden. Die operativen und fachlichen Aufgabengebiete werden von den übrigen Vorstandsmitgliedern wahrgenommen. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Feldkamp für die erfolgreiche Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.

VERÄNDERUNG IM AUFSICHTSRAT

Herr Dr. Heinz Korte, Notar a. D. und Rechtsanwalt, Ammerland, ist nach Ablauf der Dauer seiner gerichtlichen Bestellung durch die Hauptversammlung am 12. Juni 2013 zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt worden. Herr Professor Dr. Dr. Karl Lauterbach ist zum 4. Juni 2013 von seinem Amt zurückgetreten. Als Nachfolger wurde Herr Stephan Holzinger, Unternehmensberater, Lenggries, mit Bekanntgabe des Beschlusses des Amtsgerichts Schweinfurt vom 3. Juli 2013 bis zur nächsten Hauptversammlung zum Aufsichtsratsmitglied bestellt. Mit Wirkung zum 12. September 2013 haben die Herren Caspar von Hauenschild und Dr. Rüdiger Merz ihr Mandat niedergelegt. Mit Bekanntgabe des Beschlusses des Amtsgerichts Schweinfurt vom 19. und 20. Dezember 2013 wurden als Nachfolger Herr Reinhard Hartl, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Icking/Irschenhausen, und Frau Dr. Katrin Vernau, Leiterin der Roland Berger School of Strategy and Economics, Hamburg, auf Antrag des Vorstands bis zur nächsten Hauptversammlung zu Aufsichtsratsmitgliedern bestellt.

Die Organisationsstruktur des Aufsichtsrats und die Besetzung der Ausschüsse im abgelaufenen Geschäftsjahr und nach derzeitigem Stand ergeben sich aus der sich diesem Bericht anschließenden Aufstellung.

 

Bad Neustadt a. d. Saale, den 29. April 2014

Der Aufsichtsrat

Eugen Münch, Vorsitzender

ÜBERSICHT ÜBER DIE ORGANISATIONSSTRUKTUR DES AUFSICHTSRATS UND DIE BESETZUNG DER STÄNDIGEN AUSSCHÜSSE

AUFSICHTSRATSVORSITZ

Vorsitzender

Eugen Münch

1.stv. Vorsitzender

Joachim Lüddecke

2.stv. Vorsitzender

Wolfgang Mündel

BESETZUNG DER AUSSCHÜSSE

INVESTITIONS-, STRATEGIE- UND FINANZAUSSCHUSS

Eugen Münch

Vorsitzender

Peter Berghöfer

Stefan Härtel

Klaus Hanschur

(ab 17. April 2014)

Detlef Klimpe

Dr. Heinz Korte

Joachim Lüddecke

Michael Mendel

Wolfgang Mündel

Werner Prange

(bis 27. Februar 2014)

PERSONALAUSSCHUSS

Eugen Münch

Vorsitzender

Stefan Härtel

(ab 12. März 2014)

Joachim Lüddecke

Dr. Brigitte Mohn

Annett Müller

(bis 27. Februar 2014)

VERMITTLUNGSAUSSCHUSS

Eugen Münch

Vorsitzender

Sylvia Bühler

Detlef Klimpe

Joachim Lüddecke

PRÜFUNGSAUSSCHUSS

Wolfgang Mündel

Vorsitzender

Sylvia Bühler

(bis 3. Juli 2013)

Reinhard Hartl

(ab 12. März 2014)

Caspar von Hauenschild

(bis 12. September 2013)

Stephan Holzinger

(ab 20. November 2013)

Detlef Klimpe

Dr. Heinz Korte

Michael Mendel

Georg Schulze-Ziehaus

(ab 3. Juli 2013)

ANTIKORRUPTIONSAUSSCHUSS

(aufgelöst zum 6. November 2013)

Caspar von Hauenschild

Vorsitzender

(bis 12. September 2013)

Bettina Böttcher

Helmut Bühner

Werner Prange

AUSSCHUSS FÜR COMPLIANCE UND KOMMUNIKATION

Stephan Holzinger

Vorsitzender

(ab 6. November 2013)

Bettina Böttcher

(ab 6. November 2013)

Helmut Bühner

(ab 6. November 2013)

Dr. Katrin Vernau

(ab 12. März 2014)

MEDIZININNOVATIONS- UND QUALITÄTSAUSSCHUSS

Eugen Münch

Vorsitzender

Professor Dr. Gerhard Ehninger

Professor Dr. Dr. sc. (Harvard) Karl W. Lauterbach

(bis 4. Juni 2013)

Professor Dr. Jan Schmitt

Georg Schulze-Ziehaus

NOMINIERUNGSAUSSCHUSS

Eugen Münch

Vorsitzender

Dr. Brigitte Mohn

Wolfgang Mündel

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG NACH § 161 AKTG (Stand: 6. November 2013)

"Vorstand und Aufsichtsrat der RHÖN-KLINIKUM AG erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 10. Juni 2013 bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 13. Mai 2013 mit folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und wird:

Ziff. 4.2.2 Abs. 2 S. 3 Relation zwischen Vorstandsvergütung und Vergütung des oberen Führungskreises und der Gesamtbelegschaft

Der Aufsichtsrat hat nicht ausdrücklich festgelegt, wie der obere Führungskreis und die relevante Gesamtbelegschaft abzugrenzen sind. Das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der relevanten Gesamtbelegschaft wird demnach bei den in Ziff. 4.2.2 Abs. 2 Satz 2 genannten Kriterien auch nicht anhand deratiger Festlegungen berücksichtigt.

Angesichts der neuen Unternehmensstrategie der Konzentration auf Einrichtungen der spitzenmedizinischen Vollversorgung erscheinen dem Aufsichtsrat deratige Festlegungen bis auf Weiteres nicht sachgerecht.

Ziff. 4.2.3 Abs. 3 Versorgungszusagen

Typische Versorgungszusagen existieren bei der Gesellschaft nicht. Bei Beendigung des Dienstvertrages oder Tod eines Mitglied des Vorstands gewährt die Gesellschaft jedoch unter bestimmten Voraussetzungen eine im Vergütungsbericht näher erläuterte sog. "Altersvorsorgeleistung", die im Wege eines an der Anzahl der absolvierten Dienstjahre orientierten und zusätzlich begrenzten Einmalbetrages ausgezahlt wird.

Sofern es sich bei den Altersvorsorgeleistungen, die es bei der Gesellschaft gibt, um Versorgungsleistungen i.S. der seit dem 10. Juni 2013 geltenden Empfehlung gemäß Ziff. 4.2.3 Abs. 3 handelt, ergibt sich das "Versorgungsniveau" nach Auffassung des Aufsichtsrats aus der voraussichtlichen Amtszeit des jeweiligen Vorstands und der Formel, die in der Altersvorsorgeleistung festgelegt ist. Ebenso leitet sich daraus der jährliche sowie langfristige Aufwand für das Unternehmen ab.

Im Hinblick auf die Unklarheit der seit dem 10. Juni 2013 geltenden Empfehlung gemäß Ziff. 4.2.3 Abs. 3 und der speziellen Ausgestaltung der bei der Gesellschaft existierenden Altersvorsorgeleistungen, wird vorsorglich gleichwohl die Abweichung von Ziff. 4.2.3 Abs. 3 in der seit dem 10. Juni 2013 geltenden Fassung erklärt.

Ziff. 5.4.1 Abs. 2, 3 Benennung konkreter Ziele zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat benennt keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung im Sinne von Ziff. 5.4.1 Abs. 2. Folglich kann auch den hierauf basierenden Empfehlungen gemäß Ziff. 5.4.1 Abs. 3 nicht gefolgt werden.

Der Aufsichtsrat hat sich bei seinen Wahlvorschlägen für den Aufsichtsrat bisher ausschließlich von der Eignung der Kandidatinnen und Kandidaten leiten lassen. Dies hat sich nach Überzeugung der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat bewährt. Deshalb wird keine Notwendigkeit gesehen, diese Praxis zu ändern.

Ziff. 5.4.3 Satz 2 Antrag auf gerichtliche Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds

Nach Ziff. 5.4.3 Satz 2 soll ein Antrag auf gerichtliche Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds bis zur nächsten Hauptversammlung befristet sein. Das Aufsichtsratsmitglied Herr Prof. Dr. Dr. sc. (Harvard) Karl W. Lauterbach hat sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats mit Erklärung vom 4. Juni 2013 mit Wirkung zum 4. Juni 2013 niedergelegt. Die Hauptversammlung 2013 fand bereits am 12. Juni 2013 statt. Infolgedessen konnte auf dieser Hauptversammlung keine Nachwahl für Herrn Prof. Dr. Dr. sc. (Harvard) Karl W. Lauterbach erfolgen. Daher wurde der Antrag auf gerichtliche Bestellung von Herrn Stephan Holzinger als Nachfolger von Herrn Prof. Dr. Dr. sc. (Harvard) Karl W. Lauterbach nicht bis zur nächsten Hauptversammlung (also der Hauptversammlung 2013), sondern bis zur darauffolgenden Hauptversammlung (also der Hauptversammlung 2014) befristet.

Ziff. 5.4.6 Abs. 2 S. 2 Erfolgsorientierte Vergütung des Aufsichtsrats

Im Einklang mit der Empfehlung in Ziff. 5.4.6 Abs. 2 Satz 1 in der bis zum 15. Juni 2012 geltenden Kodexfassung, ist den Mitgliedern des Aufsichtsrats neben einer festen Grundvergütung (und fixen Sitzungsgeldern) gem. § 14 Ziffer 3.3 Abs. 4 der Satzung eine erfolgsorientierte Vergütung zugesagt. Die erfolgsorientierte Vergütung knüpft dabei am Konzerngewinn eines Geschäftsjahres an, eine ausdrückliche Ausrichtung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung i.S. von Ziff. 5.4.6 Abs. 2 Satz 2 sieht die Satzung insoweit nicht vor.

Zum Zeitpunkt der Einberufung der Hauptversammlung 2012 der Gesellschaft war die ab dem 15. Juni 2012 geltende Empfehlung in Ziff. 5.4.6 Abs. 2 Satz 2 noch nicht in Kraft, so dass die einschlägige Satzungsbestimmung nicht angepasst werden konnte. Im Vorfeld der Hauptversammlung 2013 hatte sich der Aufsichtsrat aufgrund der kontrovers geführten Diskussion zur Vergütungsstruktur bezüglich des Anteils fixer und variabler Anteile und der Berücksichtigung einer auf den nachhaltigen Unternehmenserfolg abgestimmten variablen Vergütung noch keine abschließende Meinung dahingehend gebildet, ob und ggf. inwieweit die erfolgsorientierte Komponente der Vergütung modifiziert und z.B. auf eine mehrjährige Bemessungsgrundlage umgestellt und der Hauptversammlung ein entsprechender Beschlussvorschlag unterbreitet werden soll; der Empfehlung wurde und wird daher nicht entsprochen.

Der Aufsichtsrat verfolgt die Diskussion zur Aufsichtsratsvergütung weiterhin aufmerksam und beabsichtigt, rechtzeitig vor der ordentlichen Hauptversammlung 2014 zu prüfen, ob und ggf. inwieweit die erfolgsorientierte Komponente der Vergütung modifiziert werden soll. Abhängig vom Ergebnis dieser Prüfung wird der Aufsichtsrat der ordentlichen Hauptversammlung 2014 ggf. einen entsprechenden Beschlussvorschlag unterbreiten.

Ziff. 7.1.2 Satz 4 Frist zur Zugänglichmachung des Konzernabschlusses

Geschäftsjahr der Gesellschaft und des Konzerns ist das Kalenderjahr. Der Jahresabschluss für die Gesellschaft und den Konzern wird im darauf folgenden April vorgelegt.

Der Jahresabschluss für die Gesellschaft und den Konzern wird auf Grund der besonderen konzerninternen Qualitätsanforderungen erst zu dem vorstehend angegebenen Zeitpunkt fertiggestellt.

Über die Anwendung der im Kodex enthaltenen Anregungen entscheiden Vorstand und Aufsichtsrat von Fall zu Fall; bei Abweichungen sehen der Kodex und § 161 AktG keine Veröffentlichung vor."

 

Bad Neustadt a. d. Saale, den 6. November 2013

Für den Aufsichtsrat

Eugen Münch

Für den Vorstand

Dr. Dr. Martin Siebert

Gewinnverwendungsvorschlag

A. Vorbemerkung

Der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 12. Juni 2014 wird als Punkt 2 der Tagesordnung die nachfolgend unter B. dargestellte Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2013 vorgeschlagen werden ("Gewinnverwendungsvorschlag 2013").

Die zu Punkt 2.2 des Gewinnverwendungsvorschlags 2013 zur Beschlussfassung vorgeschlagene Ausschüttung einer "Weiteren Dividende" soll nur im Falle des Eintritts der aufschiebenden Bedingung erfolgen, dass

der als Punkt 3 der Tagesordnung vorgeschlagene Beschluss über die Herabsetzung des Grundkapitals durch Einziehung von Aktien und Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb eigener Aktien ("Kapitalherabsetzungsbeschluss") nicht gefasst wird oder

der Kapitalherabsetzungsbeschluss zwar gefasst wird, der Gesellschaft im Rahmen des durchzuführenden öffentlichen Erwerbsangebots aber keine eigenen Aktien angedient werden.

Aus Gründen der Verständlichkeit und Erläuterung wird diesem Gewinnverwendungsvorschlag 2013 daher ergänzend der Vorschlag zu Punkt 3 der Tagesordnung betreffend die Beschlussfassung über die Herabsetzung des Grundkapitals durch Einziehung von Aktien und Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb eigener Aktien beigefügt.

B. Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2013

Der Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2013 (Punkt 2 der Tagesordnung) sowie der Vorschlag betreffend die Beschlussfassung über die Herabsetzung des Grundkapitals durch Einziehung von Aktien und Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb eigener Aktien (Punkt 3 der Tagesordnung) lauten im Volltext wie folgt:

"2. Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns

Der vom Vorstand aufgestellte, vom Aufsichtsrat gebilligte und damit festgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 der Gesellschaft weist einen Bilanzgewinn von EUR 1.704.524.834,19 aus.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, folgenden Beschluss zu fassen:

2.1 Von dem Bilanzgewinn wird

(a) ein Betrag von EUR 34.552.000,00 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,25 je dividendenberechtigter Stückaktie (DE0007042301) verwendet und

(b) der verbleibende Betrag von EUR 1.669.972.834,19 auf neue Rechnung vorgetragen. Sofern die Hauptversammlung den Beschluss gemäß Ziffer 3 über die Herabsetzung des Grundkapitals durch Einziehung von Aktien nach Erwerb fasst, steht der auf neue Rechnung vorgetragene Betrag zur Einziehung von Aktien zu Lasten des Bilanzgewinns zur Verfügung. Im Falle der Ausschüttung einer Weiteren Dividende (Ziffer 2.2) reduziert sich der auf neue Rechnung vorzutragende Betrag gemäß Ziffer 2.2(d).

2.2 Von dem gemäß Ziffer 2.1(b) auf neue Rechnung vorgetragenen Teil des Bilanzgewinns wird im Falle des Eintritts einer der Dividendenbedingungen (Ziffer 2.2(a)) ein Betrag von EUR 1.669.552.640,00 zur Ausschüttung einer weiteren Dividende von EUR 12,08 je dividendenberechtigter Stückaktie (DE0007042301) ("Weitere Dividende") verwendet.

(a) Der Beschluss gemäß dieser Ziffer 2.2 wird nur wirksam und der Anspruch auf Auszahlung der Weiteren Dividende entsteht nur, wenn eine der beiden folgenden aufschiebenden Bedingungen eingetreten ist:

scroll
(i) Die Hauptversammlung hat den Beschluss gemäß Ziffer 3 über die Herabsetzung des Grundkapitals durch Einziehung von Aktien nach Erwerb nicht gefasst ("Dividendenbedingung A").

oder

scroll
(ii) Die Hauptversammlung hat den Beschluss gemäß Ziffer 3 über die Herabsetzung des Grundkapitals durch Einziehung von Aktien nach Erwerb gefasst und der Gesellschaft wurden aufgrund eines Öffentlichen Erwerbsangebots 2014 bis Ablauf des maßgeblichen Spätesten Annahmezeitpunkts (Ziffer 3.2(e)) keine eigenen Aktien angedient ("Dividendenbedingung B").

(Die Dividendenbedingung A und die Dividendenbedingung B einzeln jeweils eine "Dividendenbedingung" und zusammen die "Dividendenbedingungen".)

(b) Im Falle des Eintritts der Dividendenbedingung A entsteht der Anspruch auf Auszahlung der Weiteren Dividende mit Beendigung der Hauptversammlung. Im Falle des Eintritts der Dividendenbedingung B entsteht der Anspruch auf Auszahlung der Weiteren Dividende mit Beginn des fünften Kalendertages nach Ablauf des maßgeblichen Spätesten Annahmezeitpunkts (Ziffer 3.2(e)).

(c) Der Anspruch auf Auszahlung der Weiteren Dividende entsteht endgültig nicht, wenn die Hauptversammlung den Beschluss gemäß Ziffer 3 gefasst hat und der Gesellschaft vor Ablauf des maßgeblichen Spätesten Annahmezeitpunkts (Ziffer 3.2(e)) im Rahmen eines Öffentlichen Erwerbsangebots 2014 eigene Aktien angedient worden sind.

(d) Im Falle des Eintritts einer Dividendenbedingung wird abweichend von Ziffer 2.1(b) ein Betrag von EUR 420.194,19 auf neue Rechnung vorgetragen.

3. Beschlussfassung über die Herabsetzung des Grundkapitals durch Einziehung von Aktien im vereinfachten Verfahren nach Erwerb durch die Gesellschaft, Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb eigener Aktien ("Aktienrückkauf 2014")

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, folgenden Beschluss zu fassen:

3.1 Kapitalherabsetzung durch Einziehung zu erwerbender Aktien im vereinfachten Verfahren

(a) Das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 345.580.000,00, eingeteilt in 138.232.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, wird um einen Gesamtbetrag von bis zu EUR 177.354.802,50 auf bis zu EUR 168.225.197,50 durch Einziehung voll eingezahlter noch zu erwerbender Aktien im Wege der vereinfachten Einziehung gemäß § 237 Abs. 3 Nr. 2, Abs. 4 und 5 AktG herabgesetzt. Die genaue Höhe des Herabsetzungsbetrages entspricht dem anteiligen Betrag am Grundkapital, der auf diejenigen Aktien entfällt, die von der Gesellschaft im Rahmen eines Öffentlichen Erwerbsangebots 2014 (Ziffer 3.2(b)) erworben werden.

(b) Die einzuziehenden Aktien sollen von der Gesellschaft innerhalb der Zeit bis Ablauf des 12. Dezember 2014 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 6 AktG erworben und eingezogen werden ("Durchführungsfrist"). Im Falle der Erhebung einer Klage gegen den gemäß dieser Ziffer 3 gefassten Beschluss verlängert sich die Durchführungsfrist automatisch bis Ablauf des 12. Januar 2015.

(c) Die Kapitalherabsetzung erfolgt jeweils insgesamt zum Zwecke der Anpassung des Grundkapitals an die infolge der Transaktion mit Fresenius/HELIOS verringerte Unternehmensgröße, der Ermöglichung eines kursschonenden Ausstiegs von Aktionären aus der Gesellschaft und der teilweisen Rückzahlung des Grundkapitals an die Aktionäre.

(d) Der Erwerb der Aktien wird gemäß den Bestimmungen der nachfolgenden Ziffer 3.2 durchgeführt. Die erworbenen Aktien sind unverzüglich einzuziehen. Die Einziehung erfolgt zu Lasten des Bilanzgewinns oder einer anderen Gewinnrücklage. Der Betrag, der dem auf die eingezogenen Aktien entfallenden anteiligen Betrag am Grundkapital gleichkommt, ist in die Kapitalrücklage einzustellen.

(e) Der Beschluss über die Kapitalherabsetzung ist unverzüglich nach Beendigung der Hauptversammlung zur Eintragung in das Handelsregister anzumelden.

(f) Die weiteren Einzelheiten regelt der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats.

3.2 Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 6 AktG

(a) Der Vorstand wird gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 6 AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb der - ggf. verlängerten -Durchführungsfrist (Ziffer 3.1(b)) Aktien der Gesellschaft mit einem

auf diese entfallenden anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu EUR 177.354.802,50 zum Zwecke der Einziehung nach Maßgabe des Kapitalherabsetzungsbeschlusses zu Ziffer 3.1 durch Kauf zu erwerben.

(b) Der Erwerb erfolgt nach Eintragung des Kapitalherabsetzungsbeschlusses in das Handelsregister unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) außerhalb der Börse mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Erwerbsangebots ("Öffentliches Erwerbsangebot 2014").

(c) Das für den Erwerb eigener Aktien insgesamt zur Verfügung stehenden Auszahlungsvolumen (einschließlich Erwerbsnebenkosten) beträgt EUR 1.669.972.834,19 ("Auszahlungsvolumen"). Das Öffentliche Erwerbsangebot 2014 umfasst das Maximale Rückerwerbsvolumen. Das "Maximale Rückerwerbsvolumen" ist die maximale Anzahl von ganzen Aktien, die mit dem Auszahlungsvolumen (abzüglich Erwerbsnebenkosten) zu dem festgelegten Angebotspreis je Aktie erworben werden können.

(d) Der von der Gesellschaft gebotene Angebotspreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs an der Frankfurter Wertpapierbörse, ermittelt auf der Basis des arithmetischen Mittels der Schlussauktionspreise der RHÖNKLINIKUM-Aktie im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem), an den letzten drei Handelstagen vor dem Tag der erstmaligen öffentlichen Ankündigung des Öffentlichen Erwerbsangebots 2014, also vor dem 29. April 2014, ("Angebotskurs") nicht unterschreiten und um nicht mehr als 7 % überschreiten. Ergeben sich nach der erstmaligen öffentlichen Ankündigung des Öffentlichen Erwerbsangebots 2014 erhebliche Kursabweichungen von dem Angebotskurs, so kann der Angebotskurs angepasst werden. In diesem Fall bestimmt sich der maßgebliche Betrag nach dem entsprechenden Kurs an den letzten drei Handelstagen vor der öffentlichen Ankündigung einer Anpassung; die 7 %-Grenze für das Überschreiten ist auf diesen Betrag anzuwenden. Eine Anpassung des Angebotskurses während der laufenden Annahmefrist (Ziffer 3.2(e)) ist ausgeschlossen.

(e) In dem Öffentlichen Erwerbsangebot 2014 ist eine Frist für die Annahme des Öffentlichen Erwerbsangebots 2014 ("Annahmefrist") vorzusehen. Die Annahmefrist muss spätestens mit Ablauf des 30. November 2014 und im Falle einer Verlängerung der Durchführungsfrist spätestens mit Ablauf des 31. Dezember 2014 enden (jeweils "Spätester Annahmezeitpunkt").

(f) Die Berücksichtigung der Annahmeerklärungen der Aktionäre erfolgt nach Beteiligungsquoten durch Anmeldung der auf die Beteiligung entfallenden Andienungsrechte sowie etwaigen darüber hinaus von anderen Aktionären hinzuerworbenen Andienungsrechten.

(g) Die nähere Ausgestaltung des Öffentlichen Erwerbsangebots 2014, insbesondere die Einrichtung und Ausgestaltung eines Andienungsrechtehandels, bestimmt der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats.

3.3 Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, die Fassung von § 4 Ziffer 1 der Satzung (Grundkapital) entsprechend dem Umfang der Durchführung der Kapitalherabsetzung anzupassen.

3.4 Der Beschluss gemäß dieser Ziffer 3 wird ungültig, wenn (i) die Dividendenbedingung B eingetreten ist oder (ii) der Erwerb der einzuziehenden Aktien und die Einziehung nicht spätestens bis Ablauf der - ggf. verlängerten -Durchführungsfrist (Ziffer 3.1(b)) durchgeführt sind.

 

Bad Neustadt a. d. Saale, den 29. April 2014

RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft

Der Aufsichtsrat

Der Vorstand