RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft

Bad Neustadt a.d.Saale

Halbjahresfinanzbericht 2020

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe ± einer Einheit (€, % usw.) auftreten.

VORSTANDSBRIEF

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das erste Halbjahr 2020 brachte für unser Unternehmen ein ungewöhnliches Maß an Herausforderungen. Insbesondere haben uns zwei Themen beschäftigt: Die Übernahme der RHÖN-KLINIKUM AG durch die Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA und die COVID-19-Pandemie.

Die Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA hat das am 28. Februar 2020 angekündigte und am 8. April 2020 veröffentlichte freiwillige öffentliche Übernahmeangebot an die Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG zwischenzeitlich erfolgreich abgeschlossen. Die erweiterte Annahmefrist des Übernahmeangebots mit einem Angebotspreis von 18,00 Euro in bar je RHÖN-Aktie ist mit Wirkung zum 6. Juli 2020 abgelaufen. Der Vorstand und der Aufsichtsrat hatten die Offerte am 22. April 2020 in je einer eigenen Stellungnahme nach eingehender Prüfung aus finanzieller Sicht als angemessen bewertet. Nach Ablauf des Übernahmeangebots halten Asklepios und Herr Dr. Bernard große Broermann gemeinsam mit dem Unternehmensgründer Herrn Eugen Münch rund 93,38 % der Stimmrechtsanteile an der RHÖN-KLINIKUM AG. Weitere 24.000 eigene Aktien werden unmittelbar durch die RHÖN-KLINIKUM AG gehalten.

Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, die RHÖN-KLINIKUM AG bleibt nach der Übernahme im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse, dem Segment mit den höchsten Zulassungsfolgepflichten für börsennotierte Unternehmen, zugelassen und steht damit weiterhin für höchste Transparenz. Da jedoch nach dem Regelwerk der Deutschen Börse ein Mindeststreubesitz von 10,0 % zum Verbleib im SDAX erforderlich ist und wir dieses Kriterium nach dem Vollzug des Übernahmeangebots nicht mehr erfüllen, musste die Aktie der RHÖN-KLINIKUM AG erwartungsgemäß den SDAX-Index mit Ablauf des 13. Juli 2020 verlassen. Unsere Aktie bleibt aber in den Indizes CDAX-Gesamtindex und im Branchenindex DAXsector Pharma+Healthcare enthalten.

Starke Partnerschaft mit Asklepios - RHÖN-KLINIKUM AG bleibt eigenständiges Unternehmen

Der Vorstand der RHÖN-KLINIKUM AG begrüßt die neue Partnerschaft mit Asklepios. Mit unseren fünf Standorten der Maximal- und Schwerpunktversorgung werden wir unter dem Dach der Asklepios-Gruppe ein eigenständiges und börsennotiertes Unternehmen bleiben. RHÖN und Asklepios werden sich gegenseitig strategisch ergänzen. Zusammen können wir die Größenvorteile der Gruppe bestmöglich einsetzen. Es gilt das Beste aus beiden Unternehmen zusammen zu bringen. In erster Linie werden die Patientenversorgung und die dafür notwendige Investitionskraft profitieren können. Wir wollen eine Position der Stärke in der Krankenhausbranche einnehmen, welche aufgrund der sich verschärfenden regulatorischen und demografischen Rahmenbedingungen vor besonderen Herausforderungen steht.

Die Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH (UKGM) mit ihren beiden Standorten ist das drittgrößte Uniklinikum in Deutschland und hat dank seines fächer- und standortübergreifenden Wissenstransfers, von dem unsere Patientinnen und Patienten wie auch unsere Kolleginnen und Kollegen an unseren anderen Standorten profitieren, bereits heute eine Schlüsselrolle für unseren Konzern. Dies soll auch in der strategischen Partnerschaft mit Asklepios so bleiben. Beide Standorte sind starke, traditionsreiche und selbstbewusste Universitätskliniken, die heute zu den medizinisch, wissenschaftlich und wirtschaftlich besten Universitätskliniken in Deutschland gehören.

Unsere Mitarbeiter in Gießen und Marburg können daher zu Recht stolz sein auf das, was sie seit der durch das Land Hessen beschlossenen Privatisierung 2005 erreicht haben. Als privater Krankenhausbetreiber hat die RHÖN-KLINIKUM AG seit der Privatisierung des UKGM dort erhebliche Investitionen aus Eigenmitteln geleistet. Von unserem weit überdurchschnittlichen finanziellen Engagement profitieren nicht nur die jährlich gut 500.000 Patienten und die rund 10.000 Mitarbeiter des UKGM, sondern die gesamte Region Mittelhessen. Es ist unser erklärtes Ziel, dass das UKGM nicht nur heute, sondern auch in Zukunft eine feste Größe für eine exzellente Gesundheitsversorgung in Mittelhessen bleibt.

COVID-19-Pandemie gut gemeistert - Rückkehr zum Regelbetrieb

Dass die Versorgung aller Patienten - mit und ohne COVID-19 - in dieser Ausnahmesituation gut gelungen ist, verdanken wir dem engagierten Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an allen Klinikstandorten, die neben einem enormen Verantwortungsbewusstsein auch Teamgeist, Engagement und großes Mitgefühl für alle Patientinnen und Patienten und ihre Angehörigen gezeigt haben. Dafür möchten wir unseren herzlichsten Dank aussprechen. Sie haben mit ihrer Einsatzbereitschaft dafür gesorgt, dass wir trotz aller Herausforderungen diese weltweite Pandemie bisher gut gemeistert haben.

Auch während der Hochphase der COVID-19-Pandemie ist es uns gelungen, genügend Kapazitäten für medizinische Notfälle bereitzuhalten. Dies war nur möglich, weil wir uns frühzeitig bestmöglich auf die Corona-Pandemie vorbereitet haben und uns dabei stets als zuverlässiger Partner für Kommunen, Länder, den Bund, die ambulanten Versorger und die Rettungsdienste erwiesen haben. Coronaviren und die von ihnen verursachten Erkrankungen werden auf nicht absehbare Zeit den Klinikalltag beeinflussen, auch darauf sind wir vorbereitet und können schnell und flexibel auf möglicherweise wieder steigende COVID-19-Patientenzahlen reagieren. Wir sollten aber schnellstmöglich in der medizinischen Versorgung zur Normalität und in den Regelbetrieb der Versorgung von Patienten auch mit anderen Erkrankungen zurückkehren. Diese Aufgaben haben wir an allen unseren fünf Standorten während der gesamten ersten Welle der COVID-19-Pandemie nie aus den Augen verloren.

Mehrkosten wegen Corona-Pandemie durch Hilfspaket nicht gedeckt

Die RHÖN-KLINIKUM AG ist aufgrund der Portfoliostruktur wirtschaftlich stärker von der Corona-Pandemie betroffen als andere Wettbewerber. Wir verfügen an unseren Standorten ausschließlich über Kliniken der Maximal- und Schwerpunktversorgung. Regulär betreuen wir hier mehr komplizierte und daher auch höher vergütete Fälle als viele andere Klinikbetreiber. Während der Corona-Pandemie haben wir auf regulatorische Vorgaben hin - soweit medizinisch vertretbar -planbare Operationen verschoben oder abgesagt, um unter anderem Intensivbetten für COVID-19-Patienten freizuhalten.

Mit Blick auf die staatlichen Ausgleichsmaßnahmen des Bundes für die Krankenhäuser im Rahmen der COVID-19-Gesetzgebung rechnen wir damit, dass diese alleine nicht ausreichen werden. Die Maßnahmen der Bundesregierung berücksichtigten bis zum 12. Juli 2020 weder den Versorgungsgrad der jeweiligen Kliniken, noch regionale Versorgungsunterschiede. Insbesondere bei Schwerpunkt- und Maximalversorgern, reichten die bis zum 12. Juli 2020 einheitlich gezahlten Kompensationszahlung für Betriebskosten in Höhe von 560 Euro pro Tag und Bett für freigehaltene Betten nicht aus. Zudem belaufen sich die Aufwendungen für die zusätzliche Bereitstellung von Intensivbetten statt der vorgesehenen 50.000 Euro eher auf 80.000 bis 90.000 Euro. Wir begrüßen daher die Entscheidung der Bundespolitik und der Krankenkassen, ab dem 13. Juli 2020 die Kompensationsleistungen in einem gestuften Vergütungssystem zuzuweisen. Für fast alle somatischen Kliniken der RHÖN-KLINIKUM AG ist unserer Auffassung folgend damit eine höhere Vergütungsklasse zugestanden worden. Allerdings gelten diese neuen Kompensationsregelungen nur bis zum 30. September 2020. Diese darüber hinaus fortzusetzen und die auch weiterhin notwendigen Vorhalteleistungen zu vergüten, bleibt eine unserer Hauptforderungen an die Bundespolitik. Hierbei muss zwingend berücksichtigt werden, dass die Phase der Rückkehr zum "Normalbetrieb" länger in Anspruch nehmen wird, als die Phase der verpflichtenden Leistungsreduktionen zu Beginn der COVID-19-Pandemie.

Nun zur Entwicklung des ersten Halbjahres 2020: In den ersten sechs Monaten konnten wir den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,1 Prozent auf 670,5 Mio. Euro steigern. Das EBITDA lag mit 35,5 Mio. Euro unter Vorjahresniveau von 60,9 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge betrug 5,3 %. Unter Berücksichtigung von Abschreibungen, Finanzierungskosten und Steuern resultierte aus dem EBITDA ein Konzernergebnis von - 3,7 Mio. Euro nach 20,5 Mio. Euro im Jahr zuvor. Der Ergebnisrückgang im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen durch positive Einmaleffekte des Vorjahres im Zusammenhang mit der Auflösung von Rückstellungen für rechtliche und steuerliche Risiken in Höhe von 15,3 Mio. Euro sowie Effekten aus der Einigung über die Vergütung der Hochschulambulanzen in Höhe von 6,7 Mio. Euro nach Ergebnisbeteiligung geprägt. Ferner sind in den Kennzahlen des ersten Halbjahres 2020 transaktionsbedingte Aufwendungen in Höhe von 7,7 Mio. Euro sowie 2,3 Mio. Euro für die Abfindungsvereinbarung mit einem ehemaligen Vorstandsmitglied enthalten. Dem Leistungsrückgang stehen Erstattungen infolge der COVID-19-Gesetz-gebung in Höhe von 51,6 Mio. Euro gegenüber.

Außerordentliche virtuelle Hauptversammlung am 3. Juni 2020

Am 3. Juni 2020 haben wir erstmalig seit der Gründung der RHÖN-KLINIKUM AG bedingt durch die COVID-19-Pandemie eine außerordentliche virtuelle Hauptversammlung durchgeführt. Im Mittelpunkt der Hauptversammlung stand das Übernahmeangebot der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA. Im Rahmen von durchgeführten Abstimmungen wurden Frau Dr. Annette Beller und Frau Dr. Katrin Vernau aus dem Aufsichtsrat abberufen. Neu gewählt wurden Herr Dr. Jan Liersch und Frau Dr. Julia Dannath-Schuh.

Ordentliche virtuelle Hauptversammlung am 19. August 2020

Trotz aller Anstrengungen, die ordentliche Hauptversammlung als Präsenzveranstaltung zu ermöglichen, musste der Vorstand erkennen, dass unter den immer noch geltenden Beschränkungen der Versammlungsmöglichkeiten wegen der COVID-19-Pandemie nicht mit ausreichender Sicherheit gewährleistet werden kann, dass eine solche Präsenzveranstaltung auch tatsächlich stattfinden kann. Deshalb wird die ordentliche Hauptversammlung als virtuelle Veranstaltung durchgeführt.

Finanzierungsstrategie

Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, die in den vergangenen Geschäftsjahren aufgestellte Finanzierungsstrategie besteht aus insgesamt drei Säulen: Syndiziertes Darlehen (Geschäftsjahr 2017), Schuldscheindarlehen (Geschäftsjahr 2018) und Namensschuldverschreibung (Geschäftsjahr 2019). In Folge des Kontrollwechsels und damit einhergehender Sonderkündigungsrechte der teilnehmenden Kreditinstitute wurden diese Finanzierungsinstrumente seitens unserer strategischen Finanzierungspartner einer erneuten Evaluation unterzogen. Hierbei mussten die Kreditinstitute im Rahmen der zwingend vorgeschriebenen Risikoprüfungen unsere Engagements den Engagements der Asklepios-Gruppe zuweisen. In einzelnen Fällen sind dadurch die internen Risikolimits kumuliert überschritten worden, so dass einzelne Banken ihre Engagements beenden mussten.

Im Bereich des syndizierten Darlehens steht uns nach Abschluss der Verhandlungen eine nicht gezogen Kreditlinie von 88,0 Mio. Euro (bisher 100,0 Mio. Euro) zur Verfügung. Im Bereich der Namensschuldverschreibung setzen wir unsere Zusammenarbeit mit einer großen Versicherungsgruppe fort. Im Bereich der Schuldscheindarlehen haben einzelne Kreditinstitute ihre Engagements beendet.

Zusammenfassend verfügen wir weiterhin über sehr gute Liquiditätsreserven zur Fortsetzung unserer Investitionspolitik. Der Dank des Vorstands gilt allen unseren Finanzierungspartnern und insbesondere denen, mit denen die erfolgreiche Zusammenarbeit fortgeführt werden kann.

Veränderung im Vorstand

Im ersten Halbjahr kam es im Zusammenhang mit der Übernahme durch Asklepios zu Veränderungen im Vorstand. Stephan Holzinger, Vorstandsvorsitzender der RHÖN-KLINIKUM AG, hat sein Vorstandsmandat und seine weiteren Ämter am 22. Juni mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Herr Dr. Gunther Weiß und Herr Prof. Dr. Bernd Griewing üben gemeinsam die Vorstandsfunktion aus, bis es zu einer endgültigen neuen Vorstandsbesetzung gekommen ist.

Dividende

Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Herausforderungen und der fortdauernden Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, der hohen Kompensationsleistungen von bisher 51,6 Mio. Euro (Stand 30. Juni 2020) sowie der finanziellen Belastungen durch das öffentliche Übernahmeangebot auf unsere Ertrags- und Liquiditätslage wird der Vorstand der RHÖN-KLINIKUM AG in der am 19. August 2020 stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung vorschlagen, in diesem Jahr auf die Auszahlung einer Dividende zu verzichten.

Die RHÖN-KLINIKUM AG als einer der größten und innovativsten Gesundheitsdienstleister in Deutschland hat in den vergangenen Jahren wichtige Impulse in der Branche gesetzt. Dazu gehört das RHÖN-Campus-Konzept für eine sektorenübergreifende Gesundheitsversorgung, die konsequente Nutzung des schrittweisen digitalen Wandels im Unternehmen, die Beteiligung an jungen, innovativen Unternehmen oder auch der Einstieg in den Zukunftsmarkt der Telemedizin.

Gemeinsam mit Asklepios wollen wir das Beste aus beiden Unternehmen zum Vorteil unserer Patienten, Mitarbeiter und Aktionäre nutzen und gemeinsam noch stärker werden. Dazu wollen wir Synergiepotentiale heben, die Digitalisierung unserer Häuser und der Krankenhauslandschaft weiter entschlossen vorantreiben und zukunftsweisende Konzepte zur Gesundheitsversorgung mit Nachdruck weiter entwickeln.

Mit freundlichen Grüßen

RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft

Ihr Vorstand

Prof. Dr. Bernd Griewing

Dr. Gunther Weiß

DIE RHÖN-KLINIKUM AKTIE

Die Aktie der RHÖN-KLINIKUM AG beendete das erste Halbjahr 2020 mit einem XETRA-Kurs von 18,16 € und stieg in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 um 3,9 % an. Der Aktienkurs war geprägt durch das Übernahmeangebot der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA.

RHÖN-KLINIKUM Aktie

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ISIN DE0007042301
Börsenkürzel RHK
Grundkapital (in €) 167.406.175
Anzahl Stückaktien 66.962.470
Börsenkurse (in €) 01.01.-30.06.2020 01.01.-31.12.2019
Schlusskurs 18,16 17,48
Höchstkurs 18,56 27,20
Tiefstkurs 14,72 17,48
30.06.2020 31.12.2019
Marktkapitalisierung (in Mio €) 1.216,04 1.170,50
Deutschen Börse Index-Rangliste 192 164

Im gleichen Zeitraum verzeichnete der deutsche Leitindex DAX® einen Rückgang von 7,1 % und beendete das zweite Quartal 2020 mit 12.311 Punkten. Der Nebenwerte-Index SDAX® verlor 7,8 %. Der EURO STOXX 50® und der EURO STOXX Healthcare® gingen um 13,7 % bzw. 0,7 % zurück.

RHÖN-KLINIKUM Aktie im Vergleich zum SDAX®

Quelle: XETRA®, Kursverläufe indexiert (2. Januar 2020 = 100)

Am 8. April 2020 hat die Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA den Aktionären der RHÖN-KLINIKUM AG ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche ausstehenden Aktien der Gesellschaft gegen Zahlung einer Geldleistung in Höhe von 18,00 € je Aktie unterbreitet.

Die weiterte Annahmefrist des Übernahmeangebots endete am 6. Juli 2020. Nach Ablauf des Übernahmeangebots halten Asklepios und Herr Dr. Bernard große Broermann gemeinsam mit dem Unternehmensgründer Herrn Eugen Münch rund 93,38 % der Stimmrechtsanteile an der RHÖN-KLINIKUM AG.

Wir sind unverändert im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse, dem Segment mit den höchsten Zulassungsfolgepflichten für börsennotierte Unternehmen, zugelassen und stehen damit auch weiterhin für höchste Transparenz.

Da jedoch nach dem Regelwerk der Deutschen Börse ein Mindeststreubesitz von 10,0 % zum Verbleib im SDAX erforderlich ist und wir dieses Kriterium nach dem Vollzug des Übernahmeangebots nicht mehr erfüllen, musste die Aktie der RHÖN-KLINIKUM AG den SDAX-Index mit Ablauf des 13. Juli 2020 verlassen.

Unsere Aktie bleibt aber in den Indizes CDAX-Gesamtindex und im Branchenindex DAXsector Pharma+Healthcare enthalten.

KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT

BERICHT ÜBER DAS ERSTE HALBJAHR 2020

Das erste Halbjahr 2020 war durch die Übernahme der RHÖN-KLINIKUM AG durch die Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA sowie die COVID-19-Pandemie geprägt.

Im ersten Halbjahr 2020 behandelten wir 394.558 Patienten in unseren Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren und erwirtschafteten dabei Umsatzerlöse in Höhe von 670,5 Mio. €, ein EBITDA in Höhe von 35,5 Mio. € und ein Konzernergebnis in Höhe von - 3,7 Mio. €.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden in der am 19. August 2020 stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung vorschlagen, auf die Auszahlung einer Dividende im Geschäftsjahr 2020 zu verzichten.

GRUNDLAGEN DES RHÖN-KLINIKUM KONZERNS

Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der RHÖN-KLINIKUM AG zum 30. Juni 2020 wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 in verkürzter Form und unter Anwendung von § 315e HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rats über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union im Geschäftsjahr 2020 verpflichtend anzuwenden sind.

Die zur Anwendung kommenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben wir, soweit sie bereits im Geschäftsjahr 2019 zur Anwendung gelangten und im Geschäftsjahr 2020 unverändert fortgeführt werden, im Konzernabschluss der RHÖN-KLINIKUM AG zum 31. Dezember 2019 ausführlich dargestellt. Die erstmals im Geschäftsjahr 2020 anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im verkürzten Konzernanhang zu diesem Zwischenbericht erläutert. Diese haben die im verkürzten Konzernanhang angegebenen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns der RHÖN-KLINIKUM AG.

Das Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33 nach den durchschnittlichen im Umlauf befindlichen Stammaktien gewichtet ermittelt.

Soweit nachfolgend Angaben zu einzelnen Gesellschaften gemacht werden, handelt es sich um Werte vor Konsolidierung. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von ± einer Einheit (€, % usw.) auftreten.

CORPORATE GOVERNANCE

Der Aufsichtsrat der RHÖN-KLINIKUM AG besteht aus 16 Mitgliedern, deren turnusmäßige Bestellung auf der ordentlichen Hauptversammlung am 10. Juni 2015 für eine Amtszeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2019 beschließt, erfolgte. Auf der virtuellen außerordentlichen Hauptversammlung am 3. Juni 2020 wurde die Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern vorgeschlagen. Es fanden Beschlussfassungen über die Abberufung und Neuwahlen von Aufsichtsratsmitgliedern statt. Aus dem Aufsichtsrat sind Frau Dr. Annette Beller und Frau Dr. Katrin Vernau ausgeschieden. In den Aufsichtsrat wurden Herr Dr. Jan Liersch und Frau Dr. Julia Dannath-Schuh neu gewählt. Die Amtszeit der neu gewählten Aufsichtsräte gilt bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2019 beschließt.

Herr Stephan Holzinger, Vorstandsvorsitzender der RHÖN-KLINIKUM AG, hat sein Vorstandsmandat und seine weiteren Ämter am 22. Juni 2020 mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat hat am 22. Juni 2020 der einvernehmlichen Aufhebung des Vorstandsdienstvertrages von Herrn Stephan Holzinger zum 30. September 2020 zugestimmt. Die Zuständigkeiten innerhalb des Vorstands wurden entsprechend angepasst.

Im Übrigen wird die Geschäftsverteilung innerhalb des Vorstands sowie innerhalb des Aufsichtsrats regelmäßig den sich ändernden Anforderungen angepasst.

Die bis zum 29. Juli des Geschäftsjahres 2020 eingegangenen Meldungen gemäß § 33 ff. WpHG haben wir im Anhang dieses Finanzberichtes zusammengefasst dargestellt. Für eine detaillierte Auflistung der Meldungen verweisen wir auf unsere Website.

Im Übrigen haben uns fünf Mitteilungen über Eigengeschäfte von Führungspersonen nach Art. 19 Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 erreicht.

Die von Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam abgegebene Erklärung zur Unternehmensführung, die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG und der Corporate Governance-Bericht wurden im ersten Quartal 2020 aktualisiert und auf unserer Website veröffentlicht. Alle übrigen Elemente unserer Unternehmensverfassung blieben im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres unverändert. Wir verweisen hierzu auf unsere Erläuterungen im Lagebericht zum Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2019.

WIRTSCHAFTSBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die COVID-19-Pandemie hat die deutsche Wirtschaft in eine tiefe Rezession gestürzt. Die globale Wirtschaftsleistung ist im ersten Halbjahr 2020 massiv eingebrochen. Mit der Lockerung der Kontaktbeschränkungen nimmt die wirtschaftliche Aktivität ab Mai wieder zu, die Talsohle dürfte im April durchschritten worden sein. Die umfangreichen Maßnahmen der Bundesregierung unterstützen den Erholungsprozess der Wirtschaft. Die Stimmungslage bei den deutschen Unternehmen hellt sich auf. Nach 79,7 Punkten im Mai 2020 ist der ifo Geschäftsklimaindex auf 86,2 Punkte im Juni 2020 angestiegen. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat die Prognose für das Jahr 2020 korrigiert. Die Wirtschaftsweisen rechnen damit, dass das Bruttoinlandsprodukt 2020 um 6,5 % schrumpfen wird.

Der Gesetzgeber hat auf die COVID-19-Pandemie mit vielfältigen Gesetzen und Verordnungen reagiert. Für die Gesundheitswirtschaft ist insbesondere das Gesetz zum Ausgleich COVID-19 bedingter finanzieller Belastungen der Krankenhäuser und weiterer Gesundheitseinrichtungen (COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz) relevant. Das Gesetz, das am 28. März 2020 in Kraft trat, sieht diverse Maßnahmen vor, wie z. B. Ausgleichszahlungen von täglich 560,00 € für jedes im Vergleich zum Durchschnitt des Vorjahres freie Krankenhausbett, Pauschalbeträge in Höhe von 50.000,00 € für neu geschaffene Intensivbetten, eine zeitlich begrenzte Pauschale von 50,00 € je voll- oder teilstationären Patienten für Mehrkosten der Schutzausrüstung sowie eine Festlegung des Pflegeentgeltwerts auf 185,00 €, mit der Möglichkeit der Nachverhandlung. Dieses Maßnahmenpaket soll die negativen finanziellen Folgewirkungen der COVID-19-Pandemie abmildern, um den Bestand der Kliniken zu retten. Des Weiteren haben einzelne Bundesländer die jeweiligen Verordnungen erlassen, mit denen die Erbringung von sog. elektiven Leistungen während der COVID-19-Pandemie erheblich eingeschränkt wurde. Die regulierungsbedingten Vorgaben der öffentlichen Hand verbunden mit den allgemeinen Einschränkungen des öffentlichen Lebens haben im ersten Halbjahr 2020 dazu geführt, dass die Patienten ihre Besuche in Kliniken und medizinischen Einrichtungen auf ein Mindestmaß reduziert haben.

Mit der "Verordnung zur Änderung der Ausgleichszahlungen an Krankenhäuser aufgrund von Sonderbelastungen durch das Coronavirus SARS-CoV-2 (COVID-19-Ausgleichszahlungs-Anpassungs-Verordnung - AusglZAV) vom 3. Juli 2020" hat das Bundesministerium für Gesundheit differenzierte Pauschalen für die Ermittlung von Ausgleichszahlungen ab dem 13. Juli 2020 festgelegt. Die Kompensationsleistungen orientieren sich dabei in einem abgestuften Vergütungssystem am tatsächlichen Aufwand.

GESCHÄFTSVERLAUF DES ERSTEN HALBJAHRES

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

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Januar bis Juni 2020 2019 Veränderung
Mio. € Mio. € Mio. € %
Umsatzerlöse 670,5 644,2 26,3 4,1
EBITDA 35,5 60,9 -25,4 -41,7
EBIT 1,4 26,6 -25,2 -94,7
EBT -2,0 25,9 -27,9 > -100,0
Konzernergebnis -3,7 20,5 -24,2 > -100,0

Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 war durch die Übernahme der RHÖN-KLINIKUM AG durch die Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA und die COVID-19-Pandemie geprägt.

Wir haben in den ersten sechs Monaten 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei um 26,3 Mio. € bzw. 4,1 % höheren Umsatzerlösen einen Rückgang des EBITDA um 25,4 Mio. € bzw. 41,7 % auf 35,5 Mio. €, einen Rückgang des EBIT um 25,2 Mio. € bzw. 94,7 % auf 1,4 Mio. € sowie einen Rückgang des Konzernergebnisses um 24,2 Mio. € bzw. 118,0 % auf - 3,7 Mio. € zu verzeichnen.

Hierbei ist festzuhalten, dass das Zahlenwerk des ersten Halbjahres 2020 nur bedingt mit dem Vorjahreszeitraum vergleichbar ist. Zum einen sind im Vorjahreszeitraum einmalige Effekte aus der Einigung über die Vergütung der Hochschulambulanzen in Höhe von 6,7 Mio. € nach Ergebnisbeteiligung sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für rechtliche und steuerliche Risiken in Höhe von 15,3 Mio. € enthalten. Des Weiteren sind in den Kennzahlen des ersten Halbjahres 2020 transaktionsbedingte Aufwendungen in Höhe von 7,7 Mio. € enthalten. Dem Leistungsrückgang stehen Erstattungen infolge der COVID-19-Gesetzgebung in Höhe von 51,6 Mio. € gegenüber. Weitere Abweichungen ergeben sich aus der ab dem Geschäftsjahr 2020 geltenden Pflegeregulierung.

Leistungsentwicklung

Seit dem 31. Dezember 2019 ergaben sich geringfügige Planbettenänderungen bei unseren akutstationären Kapazitäten:

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Kliniken Betten
Stand am 31.12.2019 8 5.312
Kapazitätsveränderung - -8
Stand am 30.06.2020 8 5.304

Zum 30. Juni 2020 betreiben wir acht MVZ mit insgesamt 51,75 Facharztsitzen:

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MVZ Facharztsitze
Stand am 31.12.2019 7 47,50
Inbetriebnahmen/Erwerbe
MVZ Bad Berka - 0,50
MVZ Bad Neustadt a. d. Saale - 1,00
MVZ Frankfurt (Oder) - 2,00
MVZ Marburg - 1,00
MVZ MED 1 2,00
Abgänge
MVZ Bad Berka - -0,25
MVZ Bad Neustadt a. d. Saale - -2,00
Stand am 30.06.2020 8 51,75

Die Patientenzahlen in unseren Kliniken und MVZ entwickelten sich wie folgt:

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Januar bis Juni 2020 2019 Veränderung
absolut %
Stationär und teilstationär behandelte Patienten in
Akutkliniken 93.617 105.408 -11.791 -11,2
Rehabilitationskliniken und sonstigen Einrichtungen 1.841 2.436 -595 -24,4
95.458 107.844 -12.386 -11,5
Ambulant behandelte Patienten in unseren
Akutkliniken 208.719 233.194 -24.475 -10,5
MVZ 90.381 91.522 -1.141 -1,2
299.100 324.716 -25.616 -7,9
Gesamt 394.558 432.560 -38.002 -8,8

Die Anzahl der stationär und teilstationär behandelten Patienten ist mit - 12.386 bzw. - 11,5 % rückläufig. Ursächlich hierfür sind insbesondere rückläufige elektive Leistungserbringungen. Im Übrigen wirkte sich die COVID-19-Pandemie auch auf den ambulanten Bereich aus.

Ertragslage

Die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns stellt sich wie folgt dar:

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Januar bis Juni 2020 2019 Veränderung
Mio. € Mio. € Mio. € %
Erlöse
Umsatzerlöse 670,5 644,2 26,3 4,1
Sonstige Erträge 99,0 105,4 -6,4 -6,1
Gesamt 769,5 749,6 19,9 2,7
Aufwendungen
Materialaufwand 206,5 195,9 10,6 5,4
Personalaufwand 452,3 428,3 24,0 5,6
Sonstige Aufwendungen 75,2 64,3 10,9 17,0
Ergebnis aus der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten 0,0 0,2 -0,2 -100,0
Gesamt 734,0 688,7 45,3 6,6
EBITDA 35,5 60,9 -25,4 -41,7
Abschreibungen und Wertminderungen 34,1 34,3 -0,2 -0,6
EBIT 1,4 26,6 -25,2 -94,7
Finanzergebnis -3,4 -0,7 -2,7 -385,7
EBT -2,0 25,9 -27,9 -107,7
Ertragsteuern 1,7 5,4 -3,7 -68,5
Konzernergebnis -3,7 20,5 -24,2 -118,0

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 26,3 Mio. € bzw. 4,1 % angestiegen. In den Umsatzerlösen der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2020 sind 50,8 Mio. € Ausgleichszahlungen des Gesetzgebers im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie enthalten. Davon entfallen im Wesentlichen 44,3 Mio. € auf Ausgleichszahlungen von täglich 560,00 € für jedes im Vergleich zum Durchschnitt des Vorjahres freie Krankenhausbett und 2,3 Mio. € auf Pauschalbeträge in Höhe von 50.000,00 € für neu geschaffene Intensivbetten. Ebenso sind wie im Vorjahreszeitraum Erlöse aus der Abrechnung eines Zusatzentgelts zur medikamentösen Behandlung von spinaler Muskelatrophie sowie Erlöse aus der Abrechnung eines Zusatzentgelts zur Behandlung von multipler Sklerose unter diesem Posten erfasst. Vorgenannte Zusatzentgelte werden neben der reinen DRG (Diagnosis Related Groups) vergütet und belasten in nahezu gleicher Höhe den Materialaufwand. In den Umsatzerlösen sind ferner Kostenerstattungen für Krebsimmuntherapien enthalten, die erstmalig im zweiten Quartal 2019 zur Anwendung kamen und die in gleicher Höhe den Materialaufwand belasten. Im Übrigen waren die ersten sechs Monate 2019 mit 8,9 Mio. € durch periodenfremde Umsatzerlöse aus unseren Hochschulambulanzen begünstigt.

Der Rückgang der sonstigen Erträge um 6,4 Mio. € bzw. 6,1 % resultiert im Wesentlichen aus im Vorjahreszeitraum erfassten Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen für rechtliche und steuerliche Risiken in Höhe von 15,3 Mio. €. Gegenläufig wirken sich im ersten Halbjahr 2020 gestiegene Erträge aus Hilfs- und Nebengeschäften u. a. bedingt durch höhere Verkäufe von Arzneimitteln und Zytostatika aus. Im Übrigen sind mit 0,8 Mio. € Erstattungen des Gesetzgebers von Verpflegungskosten im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie erstmalig erfasst.

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Januar bis Juni 2020 2019
% %
Materialquote 30,8 30,4
Personalquote 67,4 66,5
Sonstige Aufwandsquote 11,2 10,0
Abschreibungsquote 5,1 5,4
Finanzergebnisquote -0,5 -0,1
Steueraufwandsquote 0,3 0,8

Gegenüber dem Vorjahreszeitraum hat sich der Materialaufwand in den ersten sechs Monaten 2020 um 10,6 Mio. € bzw. 5,4 % überproportional zum Anstieg der Umsatzerlöse erhöht. Hierbei ist festzustellen, dass sich die Preise für Artikel, die für die Behandlung von COVID-19-Patienten benötigt werden, wie z. B. Schutzausrüstungen, immens erhöht bzw. vervielfacht haben. Die durch die COVID-19-Pandemie ausgelösten Ausgleichsmaßnahmen des Bundes bzw. die Erstattungsbeträge reichen nicht aus, um annähernd eine Kostendeckung zu erreichen. Die Materialquote ist von 30,4 % auf 30,8 % angestiegen. Im Materialaufwand sind im Übrigen Aufwendungen für die medikamentöse Behandlung von spinaler Muskelatrophie, multipler Sklerose sowie erstmals ab dem zweiten Quartal 2019 Aufwendungen für Krebsimmuntherapien (CAR-T-Zell-Therapie) enthalten, die in nahezu gleicher Höhe vergütet werden und unter den Umsatzerlösen bzw. sonstigen Erträgen ausgewiesen sind. Bereinigt um diesen Effekt hat sich die Materialquote von 28,5 % auf 29,0 % erhöht.

Neben einem Anstieg der Mitarbeiterzahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wirken sich allgemeine Tarifsteigerungen erhöhend auf die Personalaufwendungen aus. Die Personalaufwandsquote stieg von 66,5 % auf 67,4 % an. Ferner sind im Personalaufwand der ersten sechs Monate 2020 einmalige Aufwendungen in Höhe von 2,3 Mio. € im Zusammenhang mit der Aufhebung des Dienstvertrages des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden enthalten.

Die sonstige Aufwandsquote erhöhte sich von 10,0 % auf 11,2 %. Im Anstieg sind insbesondere einmalige Aufwendungen u.a. aus der Erfassung von Beratungsleistungen im Zusammenhang mit der Übernahme durch die Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA in Höhe von 7,7 Mio. € enthalten.

Das Ergebnis aus der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten resultiert aus der Anwendung des IFRS 9, der u. a. die Erfassung zukünftig erwarteter Verluste finanzieller Vermögenswerte regelt. Ursächlich für die Verbesserung des negativen Ergebnisses sind rückläufige Forderungen gegen die Kostenträger bedingt durch die COVID-19-Pandemie.

Die Abschreibungen und Wertminderungen sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,2 Mio. € bzw. 0,6 % auf 34,1 Mio. € geringfügig zurückgegangen. Die Abschreibungsquote ist von 5,4 % auf 5,1 % gesunken.

Das negative Finanzergebnis hat sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 um 2,7 Mio. € auf 3,4 Mio. € erhöht. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen Finanzierungsaufwendungen im Zusammenhang mit der im Juli 2019 begebenen Namensschuldverschreibung. Im Übrigen wirkten sich erfasste Vorfälligkeitsentschädigungen für unsere Darlehen, die im Zuge des Kontrollwechsels im Zusammenhang mit der Übernahme durch die Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA drohen, aufwandswirksam aus.

Der Ertragsteueraufwand ist gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 3,7 Mio. € zurückgegangen. Der Rückgang resultiert bei einer unveränderten Tarifbesteuerung aus einer gesunkenen steuerlichen Bemessungsgrundlage. Gegenläufig wirkten sich reduzierte latente Steuern auf Verlustvorträge aus, die im Zuge des Erwerbs der Aktienmehrheit durch die Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA steuerrechtlich versagt werden können. Ferner war im Vorjahreszeitraum die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs als Risikovorsorge aufwandswirksam berücksichtigt.

Das Konzernergebnis ist gegenüber den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019 von + 20,5 Mio. € um 24,2 Mio. € auf - 3,7 Mio. € zurückgegangen.

Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinnanteile gingen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 0,2 Mio. € auf 0,5 Mio. € (Vj. 0,7 Mio. €) zurück.

Der auf die Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG entfallende Gewinnanteil für die ersten sechs Monate 2020 ist gegenüber der Vorjahresperiode um 24,0 Mio. € auf - 4,2 Mio. € (Vj. 19,8 Mio. €) rückläufig. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinnanteil entspricht einem Ergebnis je Aktie gemäß IAS 33 (unverwässert/verwässert) von - 0,06 € (Vj. 0,30 €).

Das Gesamtergebnis (Summe Konzernergebnis und sonstiges Ergebnis) betrug in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 - 0,7 Mio. € (Vj. 22,2 Mio. €).

Vermögens- und Finanzlage

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30.06.2020 31.12.2019
Mio. € % Mio. € %
AKTIVA
Langfristiges Vermögen 1.051,8 64,4 1.068,9 65,5
Kurzfristiges Vermögen 582,2 35,6 563,0 34,5
PASSIVA 1.634,0 100,0 1.631,9 100,0
Eigenkapital 1.185,1 72,5 1.185,8 72,7
Langfristiges Fremdkapital 20,1 1,3 183,8 11,3
Kurzfristiges Fremdkapital 428,8 26,2 262,3 16,0
1.634,0 100,0 1.631,9 100,0

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 um 2,1 Mio. € bzw. 0,1 % auf 1.634,0 Mio. € (31. Dezember 2019: 1.631,9 Mio. €) leicht angestiegen.

Unser bisher unter dem langfristigen Fremdkapital ausgewiesenes Schuldscheindarlehen sowie unsere bisher als langfristig ausgewiesene Namensschuldverschreibung sind mit Kontrollwechselklauseln ausgestattet, die im Falle eines Kontrollwechsels eine vorzeitige Rückzahlung auf Verlangen der Kreditinstitute ermöglichen. Im Zusammenhang mit dem freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA wurde mit Bekanntgabe des Erreichens einer Stimmrechtsschwelle von rund 83 % durch Asklepios am 18. Juni 2020 ein Kontrollwechsel gemäß Vertragsbedingungen ausgelöst. Die RHÖN-KLINIKUM AG befindet sich aktuell in Verhandlungen zum Rückzahlungsverlangen mit den Darlehensgebern. In Situationen, in denen eine Refinanzierung bzw. Verlängerung nicht im Ermessen eines Unternehmens liegt, sieht IAS 1 den Ausweis der Verpflichtung als kurzfristig vor. Aus diesem Grund werden die Darlehensverpflichtungen zum Bilanzstichtag 30. Juni 2020 vollständig in Höhe von 160,8 Mio. € unter dem kurzfristigen Fremdkapital ausgewiesen.

Die Eigenkapitalquote ist seit dem letzten Bilanzstichtag von 72,7 % auf 72,5 % geringfügig gesunken und befindet sich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.

Nachstehend ist die Veränderung des Eigenkapitals zum letzten Bilanzstichtag dargestellt:

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Eigenkapital 2020 2019
Aktionäre Nicht beherrschende Anteile Insgesamt Insgesamt
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Stand am 01.01. 1.161,5 24,3 1.185,8 1.159,2
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern - - - -19,4
Gesamtergebnis der Periode -1,2 0,5 -0,7 22,2
Sonstige Veränderungen - - - -
Stand am 30.06. 1.160,3 24,8 1.185,1 1.162,0

Wir weisen am 30. Juni 2020 ein Eigenkapital in Höhe von 1.185,1 Mio. € (31. Dezember 2019: 1.185,8 Mio. €) aus. Der Rückgang des Eigenkapitals gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 um 0,7 Mio. € resultiert mit 3,7 Mio. € aus dem negativen Konzernergebnis für das erste Halbjahr 2020, dem mit 2,8 Mio. € Gewinne aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts von Beteiligungen (FVOCI) und mit 0,2 Mio. € Gewinne aus der Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen gegenüberstehen.

Das langfristige Vermögen ist rechnerisch zu 114,6 % (31. Dezember 2019: 128,1 %) fristenkongruent durch Eigenkapital und langfristige Schulden finanziert. Zum 30. Juni 2020 weisen wir eine Nettoliquidität in Höhe von 99,1 Mio. € (31. Dezember 2019: 65,4 Mio. €) aus. Unsere Nettoliquidität ermittelt sich wie folgt:

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30.06.2020 31.12.2019
Mio. € Mio. €
Zahlungsmittel (kurzfristig) 122,9 128,0
Festgelder (kurzfristig) 149,1 89,8
Festgelder (langfristig) 0,0 19,8
Zahlungsmittel, Festgelder 272,0 237,6
Finanzschulden (kurzfristig) 160,8 0,9
Finanzschulden (langfristig) - 158,3
Leasingverbindlichkeiten 12,1 13,0
Finanzverbindlichkeiten 172,9 172,2
Nettoliquidität 99,1 65,4

Inklusive zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden.

Die Herkunft und Verwendung unserer liquiden Mittel ist aus nachstehender Übersicht zu entnehmen:

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Januar bis Juni 2020 2019
Mio. € Mio. €
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 69,7 17,3
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -73,1 -33,6
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -1,7 -21,1
Veränderung des Finanzmittelfonds -5,1 -37,4
Finanzmittelfonds am 01.01. 128,0 132,3
Finanzmittelfonds am 30.06. 122,9 94,9

Der Finanzmittelfonds hat sich in den ersten sechs Monaten 2020 um 5,1 Mio. € vermindert (Verminderung in den ersten sechs Monaten 2019 um 37,4 Mio. €). Hierbei wurde ein Cash-Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von 69,7 Mio. € (Vj. 17,3 Mio. €) erzielt.

Investitionen

Die Gesamtinvestitionen in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 in Höhe von 43,0 Mio. € (Vj. 57,1 Mio. €) gliedern sich wie folgt auf:

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Einsatz von
Fördermitteln Eigenmitteln Insgesamt
Mio. € Mio. € Mio. €
Laufende Investitionen 9,1 32,9 42,0
Übernahmen - 1,0 1,0
Insgesamt 9,1 33,9 43,0

Von den Investitionen der ersten sechs Monate 2020 entfallen 9,1 Mio. € (Vj. 9,7 Mio. €) auf geförderte Investitionen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht, die gemäß IFRS von den Gesamtinvestitionen abgesetzt werden.

Unsere eigenmittelfinanzierten Investitionen verteilen sich auf folgende Standorte:

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Mio. €
Gießen, Marburg 14,5
Bad Neustadt a. d. Saale 12,6
Frankfurt (Oder) 3,9
Bad Berka 2,9
Gesamt 33,9

Die Vereinbarung mit dem Land Hessen im Zusammenhang mit der Finanzierung der zu erbringenden Leistungen für Forschung und Lehre an zum Konzern gehörenden Universitätskliniken sieht Investitionsverpflichtungen in Höhe von 100,0 Mio. € bis 2021 vor. Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2020 waren diese Investitionsverpflichtungen vollumfänglich erfüllt. Im Übrigen bestehen weitere Verpflichtungen zu Gebäudesanierungen und -erweiterungen an den Standorten Gießen und Marburg.

Aus abgeschlossenen Unternehmenskaufverträgen bestehen zum Bilanzstichtag keine Investitionsverpflichtungen.

Mitarbeiter

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Mitarbeiter 30.06.2020 31.12.2019 Veränderung
absolut %
Kliniken 16.170 16.112 58 0,4
MVZ 311 296 15 5,1
Servicegesellschaften 1.650 1.734 -84 -4,8
Gesamt 18.131 18.142 -11 -0,1

Am 30. Juni 2020 waren im Konzern der RHÖN-KLINIKUM AG 18.131 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (31. Dezember 2019: 18.142) beschäftigt.

GESCHÄFTSVERLAUF DES ZWEITEN QUARTALS

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April bis Juni 2020 2019 Veränderung
Mio. € Mio. € Mio. € %
Umsatzerlöse 337,9 320,0 17,9 5,6
EBITDA 21,7 32,2 -10,5 -32,6
EBIT 4,4 15,5 -11,1 -71,6
EBT 2,0 15,2 -13,2 -86,8
Konzernergebnis 0,7 11,6 -10,9 -94,0

Im zweiten Quartal 2020 haben wir im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei um 17,9 Mio. € bzw. 5,6 % höheren Umsatzerlösen einen Rückgang des EBITDA um 10,5 Mio. € bzw. 32,6 % auf 21,7 Mio. €, einen Rückgang des EBIT um 11,1 Mio. € bzw. 71,6 % auf 4,4 Mio. € sowie einen Rückgang des Konzernergebnisses um 10,9 Mio. € bzw. 94,0 % auf 0,7 Mio. € zu verzeichnen.

Der Rückgang des EBITDA ist im Wesentlichen auf die im Vorjahr erfasste Auflösung der Rückstellungen für rechtliche und steuerliche Risiken in Höhe von 15,3 Mio. € sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA in Höhe von 2,3 Mio. € im zweiten Quartal 2020 zurückzuführen. Ebenfalls war das Ergebnis des zweiten Quartals 2020 durch Aufwendungen im Zusammenhang mit der Auflösung eines Vorstandsdienstvertrages in Höhe von 2,3 Mio. € negativ beeinflusst. Dem Leistungsrückgang stehen Kompensationszahlungen infolge der COVID-19-Gesetzgebung in Höhe von 44,9 Mio. € gegenüber.

CHANCEN UND RISIKEN

Das installierte System des Risikomanagements sowie die einzelnen Unternehmensrisiken und -chancen sind im Geschäftsbericht 2019 auf den Seiten 78 bis 83 beschrieben. Die dort getroffenen Aussagen gelten im Wesentlichen unverändert fort. Aufgrund der COVID-19-Pandemie liegt neben der bestmöglichen medizinischen Versorgung unserer Patienten der Fokus auch auf der wirtschaftlichen Bewältigung der Auswirkungen. Eine abschließende Beurteilung der Auswirkungen auf unser Kerngeschäft für 2020 ist derzeit nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit möglich. Bestandsgefährdende Risiken sehen wir weder für die Einzelgesellschaften, noch für den Konzern.

ÖFFENTLICHES ÜBERNAHMEANGEBOT DURCH DIE ASKLEPIOS KLINIKEN GMBH & CO. KGAA

Die Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA, Hamburg, hat am 9. Juli 2020 mitgeteilt, dass das im Zuge einer angestrebten strategischen Partnerschaft erfolgte freiwillige öffentliche Übernahmeangebot an die Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG erfolgreich abgeschlossen wurde. Bis zum Ende der weiteren Annahmefrist am 6. Juli 2020 wurde das Übernahmeangebot von Asklepios zu einem Angebotspreis von 18,00 € in bar je RHÖN-Aktie für insgesamt 28.464.866 Aktien angenommen. Nach Vollzug des Übernahmeangebots und Einbringung von 92,27 % der Stimmrechtsanteile an der RHÖN-KLINIKUM AG in die AMR Holding GmbH halten Asklepios und Herr Dr. Bernard große Broermann gemeinsam mit Herrn Eugen Münch insgesamt 93,38 % der Stimmrechtsanteile (Stand 29. Juli 2020) an der RHÖN-KLINIKUM AG. Hiervon entfallen 7,6 % der Stimmrechtsanteile auf Herrn Eugen Münch, die er über die von ihm kontrollierte HCM SE in die AMR Holding GmbH eingebracht hat.

Zu weiteren Angaben verweisen wir auf die Veröffentlichung im Internet unter www.rhoen-klinikum-ag.com/uebernahmeangebot.

PROGNOSE

Für das laufende Geschäftsjahr 2020 gehen wir unverändert von einem Umsatz in Höhe von 1,4 Mrd. € in einer Bandbreite von jeweils 5 % nach oben bzw. unten aus. Für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) rechnen wir weiterhin mit einem Wert zwischen 72,5 Mio. € und 82,5 Mio. €.

Eine abschließende Beurteilung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf unser Kerngeschäft ist derzeit weiterhin nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit möglich, dies liegt vor allem daran, dass derzeit noch unklar ist, in welchem Maße die jeweiligen Bundesländer Leistungen für die Klinikbetreiber erbringen wollen. Vor diesem Hintergrund steht unsere Planung unter Vorbehalt etwaiger Auswirkungen der COVID-19-Pandemie.

Unser Ausblick steht ferner unter dem Vorbehalt etwaiger regulatorischer Eingriffe mit Auswirkungen auf die Vergütungsstruktur im Jahr 2020.

Bad Neustadt a. d. Saale, 6. August 2020

RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft

DER VORSTAND

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Prof. Dr. Bernd Griewing Dr. Gunther K. Weiß

VERKÜRZTER KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern- Gesamtergebnisrechnung Januar bis Juni 2020

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Januar bis Juni 2020 2019
Tsd. € % Tsd. € %
Umsatzerlöse 670.539 100,0 644.178 100,0
Sonstige Erträge 98.964 14,8 105.444 16,4
769.503 114,8 749.622 116,4
Materialaufwand 206.539 30,8 195.895 30,4
Personalaufwand 452.266 67,4 428.258 66,5
Sonstige Aufwendungen 75.204 11,2 64.321 10,0
Ergebnis aus der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten -16 0,0 233 0,0
733.993 109,5 688.707 106,9
Zwischenergebnis
(EBITDA) 35.510 5,3 60.915 9,5
Abschreibungen und Wertminderungen 34.140 5,1 34.278 5,4
Operatives Ergebnis (EBIT) 1.370 0,2 26.637 4,1
Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 48 0,0 46 0,0
Finanzierungserträge 117 0,0 86 0,0
Finanzierungsaufwendungen -3.085 -0,5 -1.172 -0,2
Ergebnis aus der Wertminderung von Finanzanlagen -462 0,0 262 0,1
Finanzergebnis (netto) -3.382 -0,5 -778 -0,1
Ergebnis vor Steuern (EBT) -2.012 -0,3 25.859 4,0
Ertragsteuern 1.691 0,3 5.316 0,8
Konzernergebnis -3.703 -0,6 20.543 3,2
davon entfallend auf
Nicht beherrschende Anteile 526 0,0 704 0,1
Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG -4.229 -0,6 19.839 3,1
Ergebnis je Aktie in €
unverwässert -0,06 0,30
verwässert -0,06 0,30
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Januar bis Juni 2020 2019
Tsd. € Tsd. €
Konzernergebnis -3.703 20.543
davon entfallend auf Nicht beherrschende Anteile 526 704
Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG -4.229 19.839
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Beteiligungen (FVOCI) 3.367 2.012
Ertragsteuern -533 -318
Sonstiges Ergebnis (Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Beteiligungen FVOCI), das anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird 2.834 1.694
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen 235 - 45
Ertragsteuern -37 7
Sonstiges Ergebnis (Neubewertung von Pensionsplänen), das anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird 198 - 38
Sonstiges Ergebnis 1 3.032 1.656
davon entfallend auf Nicht beherrschende Anteile - -
Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG 3.032 1.656
Gesamtergebnis -671 22.199
davon entfallend auf Nicht beherrschende Anteile 526 704
Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG -1.197 21.495

1 Summe der im Eigenkapital erfolgsneutral erfassten Wertänderungen.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern- Gesamtergebnisrechnung April bis Juni 2020

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April bis Juni 2020 2019
Tsd. € % Tsd. € %
Umsatzerlöse 337.926 100,0 319.967 100,0
Sonstige Erträge 48.799 14,4 61.529 19,2
386.725 114,4 381.496 119,2
Materialaufwand 101.051 29,9 99.868 31,2
Personalaufwand 228.609 67,6 214.636 67,1
Sonstige Aufwendungen 35.878 10,6 34.687 10,8
Ergebnis aus der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten -467 -0,1 116 0,0
365.071 108,0 349.307 109,1
Zwischenergebnis
(EBITDA) 21.654 6,4 32.189 10,1
Abschreibungen und Wertminderungen 17.239 5,1 16.696 5,3
Operatives Ergebnis (EBIT) 4.415 1,3 15.493 4,8
Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 23 0,0 22 0,0
Finanzierungserträge 45 0,0 52 0,0
Finanzierungsaufwendungen -2.250 -0,7 -574 -0,2
Ergebnis aus der Wertminderung von Finanzanlagen -260 -0,1 170 0,1
Finanzergebnis (netto) -2.442 -0,7 -330 -0,1
Ergebnis vor Steuern (EBT) 1.973 0,6 15.163 4,7
Ertragsteuern 1.303 0,4 3.560 1,0
Konzernergebnis 670 0,2 11.603 3,7
davon entfallend auf
Nicht beherrschende Anteile 452 0,1 94 0,1
Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG 218 0,1 11.509 3,6
Ergebnis je Aktie in €
unverwässert 0,00 0,18
verwässert 0,00 0,18
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April bis Juni 2020 2019
Tsd. € Tsd. €
Konzernergebnis 670 11.603
davon entfallend auf
Nicht beherrschende Anteile 452 94
Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG 218 11.509
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Beteiligungen (FVOCI) 3.274 1.919
Ertragsteuern -518 -303
Sonstiges Ergebnis (Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Beteiligungen FVOCI), das anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird 2.756 1.616
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen 221 - 21
Ertragsteuern -35 3
Sonstiges Ergebnis (Neubewertung von Pensionsplänen), das anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird 186 - 18
Sonstiges Ergebnis 1 2.942 1.598
davon entfallend auf
Nicht beherrschende Anteile - -
Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG 2.942 1.598
Gesamtergebnis 3.612 13.201
davon entfallend auf
Nicht beherrschende Anteile 452 94
Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG 3.160 13.107

1 Summe der im Eigenkapital erfolgsneutral erfassten Wertänderungen.

Konzernbilanz zum 30. Juni 2020

AKTIVA

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30.06.2020 31.12.2019
Tsd. € % Tsd. € %
Langfristige Vermögenswerte
Geschäftswerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte 179.423 11,0 178.128 10,9
Sachanlagen 856.290 52,4 858.151 52,6
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 2.279 0,1 2.349 0,2
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 356 0,0 388 0,0
Latente Steuerforderungen 605 0,1 626 0,0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 12.858 0,8 29.290 1,8
1.051.811 64,4 1.068.932 65,5
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 33.021 2,0 28.437 1,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 174.864 10,7 226.606 13,9
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 232.002 14,2 167.928 10,3
Sonstige Vermögenswerte 18.856 1,2 10.479 0,7
Laufende Ertragsteueransprüche 571 0,0 1.482 0,1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 122.867 7,5 127.694 7,8
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte - - 361 0,0
582.181 35,6 562.987 34,5
1.633.992 100,0 1.631.919 100,0

PASSIVA

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30.06.2020 31.12.2019
Tsd. € % Tsd. € %
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 167.406 10,2 167.406 10,3
Kapitalrücklage 574.168 35,2 574.168 35,2
Sonstige Rücklagen 418.809 25,6 420.006 25,7
Eigene Anteile -76 0,0 -76 0,0
Aktionären der RHÖN-KLINIKUM AG zurechenbares Eigenkapital 1.160.307 71,0 1.161.504 71,2
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 24.831 1,5 24.305 1,5
1.185.138 72,5 1.185.809 72,7
Langfristige Schulden
Finanzschulden - - 158.315 9,7
Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 1.058 0,1 1.642 0,1
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 18.998 1,2 23.807 1,5
20.056 1,3 183.764 11,3
Kurzfristige Schulden
Finanzschulden 160.817 9,9 943 0,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 83.717 5,1 84.451 5,2
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 11.781 0,7 16.417 1,0
Sonstige Rückstellungen 13.875 0,8 14.029 0,8
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 40.437 2,5 35.087 2,1
Sonstige Verbindlichkeiten 118.171 7,2 111.328 6,8
Zur Veräußerung gehaltene Schulden - - 91 0,0
428.798 26,2 262.346 16,0
1.633.992 100,0 1.631.919 100,0

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung Januar bis Juni 2020

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Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Eigene Anteile Aktionären der RHÖN-KLINIKUM AG zurechenbares Eigenkapital Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 1
Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. €
Stand 31.12.2018/01.01.2019 167.406 574.168 393.821 -76 1.135.319 23.903
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern
Dividendenausschüttungen - - -19.412 - -19.412 -
Konzernergebnis - - 19.839 - 19.839 704
Sonstiges Ergebnis - - 1.656 - 1.656 -
Sonstige Veränderungen Veränderungen des Konsolidierungskreises - - - - - -25
Stand 30.06.2019 167.406 574.168 395.904 -76 1.137.402 24.582
Stand 31.12.2019/01.01.2020 167.406 574.168 420.006 -76 1.161.504 24.305
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern
Dividendenausschüttungen - - - - - -
Konzernergebnis - - -4.229 - -4.229 526
Sonstiges Ergebnis - - 3.032 - 3.032 -
Sonstige Veränderungen
Veränderungen des Konsolidierungskreises - - - - - -
Stand 30.06.2020 167.406 574.168 418.809 -76 1.160.307 24.831
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Eigenkapital
Tsd. €
Stand 31.12.2018/01.01.2019 1.159.222
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern
Dividendenausschüttungen -19.412
Konzernergebnis 20.543
Sonstiges Ergebnis 1.656
Sonstige Veränderungen Veränderungen des Konsolidierungskreises -25
Stand 30.06.2019 1.161.984
Stand 31.12.2019/01.01.2020 1.185.809
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern
Dividendenausschüttungen -
Konzernergebnis -3.703
Sonstiges Ergebnis 3.032
Sonstige Veränderungen
Veränderungen des Konsolidierungskreises -
Stand 30.06.2020 1.185.138

1 Einschließlich des sonstigen Ergebnisses (OCI).

Konzern-Kapitalflussrechnung Januar bis Juni 2020

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Januar bis Juni 2020 2019
Mio. € Mio. €
Ergebnis vor Ertragsteuern -2,0 25,9
Finanzergebnis (netto) 3,4 0,8
Abschreibungen und Wertminderungen sowie Ergebnisse aus dem Abgang von Vermögenswerten 34,1 34,2
35,5 60,9
Veränderung des Netto-Umlaufvermögens
Veränderung der Vorräte -4,6 4,3
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 51,7 -11,7
Veränderung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte und sonstigen Vermögenswerte -13,6 -24,6
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1,2 -13,9
Veränderung übrige Nettoschulden/ Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge 8,6 21,3
Veränderung der Rückstellungen -0,5 -16,8
Gezahlte Ertragsteuern -6,0 -2,0
Zinsauszahlungen -0,2 -0,2
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 69,7 17,3
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -42,0 -66,9
Zugeflossene Fördermittel zur Finanzierung der Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 9,1 9,7
Veränderung Anlage in Festgelder -40,0 25,0
Investitionen in Finanzanlagen 0,1 -2,2
Unternehmenserwerbe abzüglich erworbener Zahlungsmittel -0,8 0,3
Verkaufserlöse aus dem Abgang von Vermögenswerten 0,4 0,4
Zinseinzahlungen 0,1 0,1
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -73,1 -33,6
Zahlungen aus Finanzierungs-Leasing -1,7 -1,7
Dividendenzahlungen an Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG - -19,4
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -1,7 -21,1
Veränderung des Finanzmittelfonds -5,1 -37,4
Finanzmittelfonds am 01.01. 128,0 132,3
Finanzmittelfonds am 30.06. 122,9 94,9

Verkürzter Konzernanhang

GRUNDLEGENDE INFORMATIONEN

Die RHÖN-KLINIKUM AG und ihre Tochterunternehmen errichten, erwerben und betreiben Krankenhäuser in allen Versorgungsstufen, vorwiegend im Akutbereich, wobei die Konzentration auf maximalversorgungsnahe Spitzenmedizin mit direkter Verbindung zu Universitäten und Forschungseinrichtungen gerichtet ist. An einigen Standorten werden für ausgewählte Fachrichtungen als Ergänzung zu den akut-stationären Angeboten auch Rehabilitationen angeboten. Angeboten werden im Übrigen ambulante Strukturen in Form von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ). Aktuell wird der Einstieg in den Bereich Telemedizin weiter vorangetrieben. Wir erbringen unsere Dienstleistungen ausschließlich in Deutschland.

Die Gesellschaft ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und ist seit 1989 börsennotiert. Sitz der Gesellschaft ist in Bad Neustadt a. d. Saale, Salzburger Leite 1, Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Registergericht Schweinfurt unter HRB 1670 eingetragen.

Der Konzern-Zwischenabschluss wird am 6. August 2020 auf der Website der RHÖN-KLINIKUM AG sowie bei der Deutschen Börse veröffentlicht.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Konzern-Zwischenabschluss der RHÖN-KLINIKUM AG zum 30. Juni 2020 wird in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 in verkürzter Form und in Anwendung von § 315e HGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Des Weiteren wurden die Regelungen des DRS 16 bei der Erstellung des Konzern-Zwischenlageberichts beachtet.

Im Konzern-Zwischenabschluss sind mit Ausnahme der nachfolgend beschriebenen Standards und Interpretationen die gleichen, bereits von der Europäischen Union verabschiedeten, Bilanzierungs-, Bewertungs- und Berechnungsmethoden angewendet worden wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019.

Die am 15. Januar 2020 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommenen Änderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 beinhalten Erleichterungen im Zusammenhang mit der IBOR-Reform. Sie beziehen sich auf die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen und haben zur Folge, dass die IBOR-Reform nicht generell zur Beendigung des Hedge-Accountings führt. Die Änderungen sind ab Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen und haben für die RHÖN-KLINIKUM AG keine praktische Relevanz.

Die Änderungen des Standards IFRS 3, die am 21. April 2020 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen wurden, betreffen Aktualisierungen des Querverweises in IFRS 3 auf das überarbeitete Rahmenkonzept, das das IASB im März 2018 herausgegeben hat. Sie sind ab Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen. Die Änderungen haben keine praktische Relevanz für die RHÖN-KLINIKUM AG.

Darüber hinaus gehende neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen, die ab dem 1. Januar 2020 anzuwenden sind und bereits von der Europäischen Union verabschiedet wurden, lagen in den ersten sechs Monaten 2020 nicht vor.

Der Gesetzgeber hat auf die COVID-19-Pandemie mit vielfältigen Gesetzen und Verordnungen reagiert. Für die Gesundheitswirtschaft ist insbesondere das Gesetz zum Ausgleich COVID-19 bedingter finanzieller Belastungen der Krankenhäuser und weiterer Gesundheitseinrichtungen (COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz) relevant. Das Gesetz, das am 28. März 2020 in Kraft trat, sieht diverse Maßnahmen vor, wie z. B. Ausgleichszahlungen von täglich 560,00 € für jedes im Vergleich zum Durchschnitt des Vorjahres freie Krankenhausbett zur Sicherstellung der Kapazitäten für COVID-19-Patienten, Pauschalbeträge in Höhe von 50.000,00 € für neu geschaffene Intensivbetten, eine zeitlich begrenzte Pauschale von 50,00 € je voll- oder teilstationären Patienten für Mehrkosten der Schutzausrüstung sowie eine Festlegung des Pflegeentgeltwerts auf 185,00 €, mit der Möglichkeit der Nachverhandlung. Dieses Maßnahmenpaket soll die negativen finanziellen Folgewirkungen der COVID-19-Pandemie abmildern, um den Bestand der Kliniken zu retten. Im ersten Halbjahr 2020 wurden dabei 50,8 Mio. € als Leistung innerhalb der Umsatzerlöse ausgewiesen. Davon entfallen im Wesentlichen 44,3 Mio. € auf Ausgleichszahlungen von täglich 560,00 € für jedes im Vergleich zum Durchschnitt des Vorjahres freie Krankenhausbett und 2,3 Mio. € auf Pauschalbeträge in Höhe von 50.000,00 € für neu geschaffene Intensivbetten. Ferner wurden 0,8 Mio. € für von den jeweiligen Bundesländern übernommene Verpflegungskosten in den sonstigen Erträgen erfasst.

Der Ertragsteueraufwand wurde in der Berichtsperiode auf Basis des Steuersatzes abgegrenzt, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet wird.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Konzernobergesellschaft ist die RHÖN-KLINIKUM AG mit Sitz in Bad Neustadt a. d. Saale. Der Konsolidierungskreis stellt sich wie folgt dar:

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31.12.2019 Zugänge Abgänge 30.06.2020
Vollkonsolidierte Gesellschaften 27 1 -1 27
Gesellschaften, nach der Equity-Methode konsolidiert 1 - - 1
Übrige Gesellschaften 10 - -1 9
Konsolidierungskreis 38 1 -2 37

Im ersten Quartal 2020 haben wir die MVZ MED GmbH als 100 %-ige Tochter der RHÖN-KLINIKUM AG gegründet. Die Zulassung der Kassenärztlichen Vereinigung erfolgte zum 1. April 2020.

Nach dem Eintritt aller Wirksamkeitsvoraussetzungen gingen die Anteile an der GPG Gesellschaft für Projekt- und Grundstücksentwicklung GmbH Leipzig in 2020 an den Käufer über. Die Gesellschaft wurde im ersten Quartal 2020 entkonsolidiert.

Die Liquidation der bisher als übrige Gesellschaft erfassten Soemmerring GmbH privates Institut für Bewegungsstörungen und Verhaltensneurologie i. L. wurde im ersten Quartal 2020 abgeschlossen.

Unternehmenserwerbe

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 wurden vier kliniknahe Arztsitze entgeltlich erworben, für die die Wirksamkeitsvoraussetzungen vertragsgemäß im Berichtszeitraum 2020 eintraten:

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Kauf Arztsitze Januar bis Juni 2020 Zeitwert nach Akquisition
Mio. €
Erworbene Vermögenswerte und Schulden
Sachanlagen 0,3
Übrige Schulden -0,2
Erworbenes Nettovermögen 0,1
+ Goodwill 0,7
Anschaffungskosten 0,8
./. Ausstehende Kaufpreiszahlungen 0,0
./. Übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0,0
Zahlungsmittelabfluss aus Transaktion 0,8

Der Goodwill in Höhe von 0,7 Mio. € beinhaltet im Wesentlichen Synergieeffekte, die aus dem Ausbau der medizinischen Versorgungszentren erwartet werden. Es ist davon auszugehen, dass der erfasste Goodwill für steuerliche Zwecke abzugsfähig ist.

Des Weiteren wurden im Berichtszeitraum 0,50 Arztsitze von der Kassenärztlichen Vereinigung an die MVZ-Gesellschaft am Standort Bad Berka unentgeltlich übertragen, 0,25 Arztsitze an die Kassenärztliche Vereinigung zurückgegeben und 2,0 kliniknahe Arztsitze vom MVZ Bad Neustadt a. d. Saale auf die MVZ MED übertragen.

Im Geschäftsjahr 2020 wurden keine weiteren kliniknahen Kassenarztsitze erworben, für die die Wirksamkeitsvoraussetzungen vertragsgemäß erst im zweiten Halbjahr 2020 eintreten werden.

Entkonsolidierung von Tochtergesellschaften

Die GPG Gesellschaft für Projekt- und Grundstücksentwicklung GmbH Leipzig, die ihre Geschäftstätigkeit in Leipzig hat, wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2020 veräußert. Mit dem Verkauf der Kliniken am Standort Leipzig in 2014 fehlte die Anbindung der Gesellschaft an die verbliebenen Kliniken des Konzerns. Die Auswirkungen aus der Entkonsolidierung der zum 1. Januar 2020 übergegangenen Gesellschaft stellen sich wie folgt dar:

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Effekte aus der Entkonsolidierung der Tochtergesellschaft Buchwert Abgänge
Mio. €
Veräußerte Vermögenswerte und Schulden
Langfristige Vermögenswerte 0,0
Kurzfriste Vermögenswerte 0,0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0,3
Langfristige Schulden 0,0
Kurzfristige Schulden 0,0
Veräußertes Nettovermögen des Konzerns 0,3
Verkaufserlöse aus entkonsolidierter Tochtergesellschaft 0,3
Ertrag aus der Veräußerung entkonsolidierter Tochtergesellschaft 0,0
./. Veräußerte Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -0,3
Zahlungsmittelzufluss 0,0
./. Ausstehende Kaufpreiszahlung 0,0
Zahlungsmittelzufluss aus entkonsolidierter Tochtergesellschaft 0,0

AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Nach IFRS 8 - Geschäftssegmente - sind die Segmentinformationen über Geschäftssegmente entsprechend der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger darzustellen (Managementansatz). In unserem Konzern ist der Vorstand das Hauptentscheidungsträgergremium. In diesem Gremium werden die strategischen Entscheidungen für den Konzern getroffen und an dieses Gremium werden regelmäßig die Kennzahlen der Kliniken, die bei uns die operativen Segmente darstellen, berichtet. Wir verfügen unverändert über nur ein berichtspflichtiges Geschäftssegment.

Umsatzerlöse

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Januar bis Juni 2020 2019
Mio. € Mio. €
Leistungsbereiche
Akutkliniken 650,7 623,5
Medizinische Versorgungszentren 8,4 7,8
Rehabilitationskliniken 11,4 12,9
670,5 644,2
Bundesländer
Freistaat Bayern 135,1 130,0
Freistaat Sachsen 0,0 0,1
Freistaat Thüringen 90,6 84,0
Land Brandenburg 78,4 73,5
Land Hessen 366,4 356,6
670,5 644,2

Die Umsatzerlöse stellen nach IFRS 15 Umsätze aus der Erbringung von Dienstleistungen dar. In den Umsatzerlösen der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2020 sind Erlöse aus der Abrechnung eines Zusatzentgelts zur Behandlung von spinaler Muskelatrophie sowie zur Behandlung von multipler Sklerose enthalten. Vorgenannte Zusatzentgelte werden neben der reinen DRG vergütet und belasten in nahezu gleicher Höhe den Materialaufwand. Zudem beinhalten die Umsatzerlöse Kostenerstattungen für Krebsimmuntherapien (CAR-T-Zell-Therapie), die erstmalig im zweiten Quartal 2019 zur Anwendung kamen und die in gleicher Höhe den Materialaufwand belasten.

Die Umsatzerlöse der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2020 beinhalten darüber hinaus 50,8 Mio. € Erstattungsleistungen des Gesetzgebers im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie. Davon entfallen im Wesentlichen 44,3 Mio. € auf Ausgleichszahlungen von täglich 560,00 € für jedes im Vergleich zum Durchschnitt des Vorjahres freie Krankenhausbett und 2,3 Mio. € auf Pauschalbeträge in Höhe von 50.000,00 € für neu geschaffene Intensivbetten.

Im Übrigen waren in den Umsatzerlösen des ersten Halbjahres 2019 Einmalerlöse in Höhe von 8,9 Mio. € im Zusammenhang mit den Hochschulambulanzen enthalten.

Sonstige Erträge

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Januar bis Juni 2020 2019
Mio. € Mio. €
Erträge aus Leistungen 84,5 77,5
Erträge aus Fördermitteln und sonstigen Zuwendungen 8,2 6,8
Erträge aus Schadenersatzleistungen/Sonstige Erstattungen 1,2 0,3
Übrige 5,1 20,8
99,0 105,4

Als Erträge aus Leistungen werden Erlöse aus Hilfs- und Nebengeschäften sowie Miet- und Pachterlöse ausgewiesen.

Zur Kompensation bestimmter zweckgebundener Aufwendungen, die im Zusammenhang mit durch öffentliche Mittel geförderten Maßnahmen stehen (z. B. Personal- und Sachkosten für Forschung und Lehre, Leistungen nach dem Mutterschutzgesetz), erhielt der Konzern Fördermittel und sonstige Zuwendungen.

Der Rückgang der sonstigen Erträge ergibt sich vor allem daraus, dass im Vorjahreszeitraum Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für rechtliche und steuerliche Risiken in Höhe von 15,3 Mio. € erfasst waren. Erhöhend wirken sich dagegen im ersten Halbjahr 2020 gestiegene Erträge aus Hilfs-und Nebengeschäften, u. a. bedingt durch höhere Verkäufe von Arzneimitteln und Zytostatika, aus.

Im Übrigen sind in den sonstigen Zuwendungen 0,8 Mio. € Erstattungsleistungen für Verpflegungskosten im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie erstmalig erfasst.

Materialaufwand

Gegenüber dem Vorjahreszeitraum hat sich der Materialaufwand im ersten Halbjahr 2020 überproportional zum Anstieg der Umsatzerlöse erhöht. Ursächlich hierfür ist u.a., dass sich die Preise für Artikel, die für die Behandlung von COVID-19-Patienten benötigt werden, wie z. B. Schutzausrüstungen, immens erhöht haben. Die durch die COVID-19-Pandemie ausgelösten Ausgleichsmaßnahmen des Bundes bzw. die Erstattungsbeträge reichen nicht aus, um eine Kostendeckung zu erreichen. Zudem beinhaltet der Materialaufwand Aufwendungen für die medikamentöse Behandlung von spinaler Muskelatrophie, multipler Sklerose sowie erstmals ab dem zweiten Quartal 2019 Aufwendungen für Krebsimmuntherapien (CAR-T-Zell-Therapie), die in nahezu gleicher Höhe vergütet werden und unter den Umsatzerlösen bzw. sonstigen Erträgen ausgewiesen sind.

Personalaufwand

Neben einem Anstieg der Mitarbeiterzahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wirken sich allgemeine Tarifsteigerungen erhöhend auf die Personalaufwendungen aus. Im ersten Halbjahr 2020 sind Abfindungen in Höhe von 0,6 Mio. € (Vj. 1,5 Mio. €) enthalten. Ferner sind im zweiten Quartal 2020 einmalige Aufwendungen in Höhe von 2,3 Mio. € aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden enthalten.

Sonstige Aufwendungen

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Januar bis Juni 2020 2019
Mio. € Mio. €
Instandhaltung und Wartung 28,2 26,0
Gebühren, Beiträge und Beratungskosten 24,5 13,0
Versicherungen 6,8 6,2
Verwaltungs- und EDV-Kosten 5,2 5,4
Sonstige Personal- und Weiterbildungsaufwendungen 2,3 2,8
Mieten und Pachten 2,0 2,1
Reisekosten, Bewirtung, Repräsentationskosten 0,8 1,2
Sonstige Steuern 0,1 0,6
Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 0,0 0,3
Übrige 5,3 6,7
75,2 64,3

In den sonstigen Aufwendungen sind einmalige Aufwendungen aus der Erfassung u. a. von Beratungsleistungen im Zusammenhang mit der Übernahme durch die Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA in Höhe von 7,7 Mio. € enthalten.

Ergebnis aus der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Das negative Ergebnis aus der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten resultiert aus der Anwendung des IFRS 9, der u. a. die Erfassung zukünftig erwarteter Verluste finanzieller Vermögenswerte regelt. Ursache des Rückgangs des negativen Ergebnisses sind rückläufige Forderungen gegen die Kostenträger bedingt durch die COVID-19-Pandemie.

Abschreibungen und Wertminderungen

Die Abschreibungen und Wertminderungen sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,2 Mio. € bzw. 0,6 % auf 34,1 Mio. € leicht zurückgegangen.

Finanzergebnis (netto)

Das negative Finanzergebnis ist in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 um 2,7 Mio. € auf 3,4 Mio. € angestiegen. Ursache hierfür sind vor allem Finanzierungsaufwendungen im Zusammenhang mit der im Juli 2019 begebenen Namensschuldverschreibung. Im Übrigen wirkten sich Vorfälligkeitsentschädigungen für unsere Darlehen aufwandswirksam aus, die im Rahmen des Kontrollwechsels durch die Übernahme durch die Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA drohen.

Ertragsteuern

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Januar bis Juni 2020 2019
Mio. € Mio. €
Laufende Ertragsteuern 2,2 5,8
Latente Steuerabgrenzungen -0,5 -0,5
1,7 5,3

Der Rückgang des Ertragsteueraufwands im Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultiert bei einer unveränderten Tarifbesteuerung aus einer gesunkenen steuerlichen Bemessungsgrundlage. Gegenläufig wirkten sich ausgebuchte latente Steuern auf Verlustvorträge aus, die im Zusammenhang mit dem Erwerb der Aktienmehrheit durch die Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA steuerrechtlich versagt werden können. Ferner war im Vorjahreszeitraum die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs als Risikovorsorge aufwandswirksam berücksichtigt.

AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

Geschäftswerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte

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Geschäftswerte Sonstige immaterielle Vermögenswerte Gesamt
Mio. € Mio. € Mio. €
Anschaffungskosten
01.01.2020 164,2 48,5 212,7
Zugänge aus Änderung Konsolidierungskreis 0,7 0,0 0,7
Zugänge 0,0 2,5 2,5
Abgänge 0,0 0,0 0,0
Umbuchung 0,0 0,0 0,0
30.06.2020 164,9 51,0 215,9
Kumulierte planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen
01.01.2020 0,0 34,6 34,6
Abschreibungen 0,0 1,9 1,9
Abgänge 0,0 0,0 0,0
Umbuchung 0,0 0,0 0,0
30.06.2020 0,0 36,5 36,5
Bilanzwert 30.06.2020 164,9 14,5 179,4
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Geschäftswerte Sonstige immaterielle Vermögenswerte Gesamt
Mio. € Mio. € Mio. €
Anschaffungskosten
01.01.2019 163,9 43,9 207,8
Zugänge aus Änderung Konsolidierungskreis 0,3 0,0 0,3
Zugänge 0,0 2,3 2,3
Abgänge 0,0 0,0 0,0
Umbuchung 0,0 0,5 0,5
30.06.2019 164,2 46,7 210,9
Kumulierte planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen
01.01.2019 0,0 31,1 31,1
Abschreibungen 0,0 1,7 1,7
Abgänge 0,0 0,0 0,0
Umbuchung 0,0 0,1 0,1
30.06.2019 0,0 32,9 32,9
Bilanzwert 30.06.2019 164,2 13,8 178,0

Sachanlagen

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Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Anschaffungskosten
01.01.2020 1.167,9 57,9 368,8 34,2 1.628,8
Zugänge aus Änderung Konsolidierungskreis 0,0 0,0 0,3 0,0 0,3
Zugänge 2,1 0,2 10,7 17,4 30,4
Abgänge 0,3 0,0 7,1 0,0 7,4
Umbuchungen 0,7 0,4 0,4 -1,5 0,0
30.06.2020 1.170,4 58,5 373,1 50,1 1.652,1
Kumulierte planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen
01.01.2020 476,0 39,1 255,5 0,0 770,6
Abschreibungen 15,3 1,9 14,9 0,0 32,1
Abgänge 0,0 0,0 6,9 0,0 6,9
Umbuchungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
30.06.2020 491,3 41,0 263,5 0,0 795,8
Bilanzwert 30.06.2020 679,1 17,5 109,6 50,1 856,3
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Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Anschaffungskosten
01.01.2019 1.150,2 56,4 345,5 19,2 1.571,3
Zugänge aus Änderung Konsolidierungskreis 0,0 0,0 6,7 0,0 6,7
Zugänge 13,2 0,5 16,3 8,1 38,1
Abgänge 0,0 0,0 10,0 0,2 10,2
Umbuchungen 0,3 0,6 3,8 -5,2 -0,5
30.06.2019 1.163,7 57,5 362,3 21,9 1.605,4
Kumulierte planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen
01.01.2019 446,0 36,2 237,0 0,0 719,2
Abschreibungen 15,3 2,0 15,2 0,0 32,5
Abgänge 0,0 9,8 0,0 9,8
Umbuchungen 0,0 0,0 -0,1 0,0 -0,1
30.06.2019 461,3 38,2 242,3 0,0 741,8
Bilanzwert 30.06.2019 702,4 19,3 120,0 21,9 863,6

Im ersten Halbjahr 2020 sind Fremdkapitalkosten in Höhe von 0,2 Mio. € (Vj. 0,0 Mio. €) angefallen, die für die Finanzierung der Anschaffung bzw. Herstellung qualifizierter Vermögenswerte entstanden sind und in den Sachanlagenzugängen erfasst sind. Des Weiteren sind in den Zugängen aktivierte Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 in Höhe von 0,8 Mio. € (Vj. 9,0 Mio. €) sowie Abschreibungen in Höhe von 1,7 Mio. € (Vj. 1,6 Mio. €) enthalten. Vom Bilanzwert zum 30. Juni 2020 entfallen 11,9 Mio. € (Vj. 13,1 Mio. €) auf Nutzungsrechte.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig)

Unter diesem Posten werden Beteiligungen in Höhe von 12,9 Mio. € (31. Dezember 2019: 9,5 Mio. €) sowie Festgelder in Höhe von 0,0 Mio. € (31. Dezember 2019: 19,8 Mio. €) ausgewiesen. Bei den Beteiligungen handelt es sich um Anteile an den Firmen Inovytec Medical Solutions Ltd., Telesofia Medical Ltd., CLEW Medical Inc. sowie Tiplu GmbH.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig)

Bedingt durch den laufenden Finanzierungsbedarf der umfangreichen Investitionsmaßnahmen werden frei verfügbare Mittel kurzfristig angelegt. Festgeldanlagen wurden in Höhe von 149,1 Mio. € (31. Dezember 2019: 89,8 Mio. €) in Form von Tagesgeldern und kurzfristigen Geldanlagen mit einer Restlaufzeit < 1 Jahr getätigt. Des Weiteren sind unter diesem Posten Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht in Höhe von 76,7 Mio. € (31. Dezember 2019: 59,9 Mio. €) ausgewiesen. Der Anstieg der Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht resultiert zum Großteil aus der Umstellung des DRG-Systems zum 1. Januar 2020 und der damit verbundenen Ausgliederung des Pflegebudgets. Bedingt durch die Umstellung der Zahlungsmodalitäten von quartalsweise nachschüssig auf monatlich haben sich die Forderungen gegen die Justus-Liebig Universität Gießen auf 0,0 Mio. € (31. Dezember 2019: 9,9 Mio. €) reduziert.

Eigenkapital

Die Verminderung des Eigenkapitals gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 um 0,7 Mio. € resultiert mit 3,7 Mio. € aus dem negativen Konzernergebnis, dem mit 3,0 Mio. € Gewinne aus dem sonstigen Ergebnis (OCI) gegenüberstehen. Das sonstige Ergebnis resultiert mit 2,8 Mio. € aus Gewinnen aus den beizulegenden Zeitwerten der Beteiligungen, die gemäß IFRS 9 der Kategorie Fair Value through other comprehensive income (FVOCI) zugeordnet sind sowie mit 0,2 Mio. € aus Gewinnen aus der Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen.

Finanzschulden

Im vierten Quartal 2017 wurde eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 100,0 Mio. € abgeschlossen. Diese Kreditlinie ist mit einer Kontrollwechselklausel ausgestattet, die im Falle eines Kontrollwechsels bei einer Inanspruchnahme der Linie eine vorzeitige Rückzahlung vorsieht und den Kreditgebern das Recht einräumt, Neuausreichungen auszuschließen. Im Zuge des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA wurde mit Genehmigung des Zusammenschlusses von Asklepios und RHÖN durch das Bundeskartellamt am 26. Mai 2020 ein Kontrollwechsel gemäß Vertragsbedingungen ausgelöst, woraufhin ein Kreditinstitut infolge interner Limitierungsvorgaben das Bankenkonsortium verlassen hat. Infolgedessen reduziert sich die Gesamtsumme der syndizierten Kreditlinie auf 88,0 Mio. €. Eine Inanspruchnahme der Linie bestand zum 30. Juni 2020 nicht.

Die RHÖN-KLINIKUM AG hat im Oktober 2018 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 100,0 Mio. € platziert. Die ausschließlich festverzinsten und endfälligen Tranchen haben Laufzeiten von 5, 7 und 10 Jahren. Das Schuldscheindarlehen ist mit einer Kontrollwechselklausel ausgestattet, die im Falle eines Kontrollwechsels eine vorzeitige Rückzahlung vorsieht. Es liegt kein Kontrollwechsel gemäß Vertrag vor, wenn einer oder mehrere der Ankeraktionäre (B. Braun Melsungen AG, Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA, Herr Eugen Münch (HCM SE) und Frau Ingeborg Münch), die gemeinsam handeln, mehr als 50 %, aber maximal 70,1 % der stimmberechtigten Aktien an der RHÖN-KLINIKUM AG erwirbt bzw. erwerben. Im Zuge des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA wurde mit Bekanntgabe des Erreichens einer Stimmrechtsschwelle von rund 83 % durch Asklepios am 18. Juni 2020 ein Kontrollwechsel gemäß Vertragsbedingungen ausgelöst. Die RHÖN-KLINIKUM AG befindet sich aktuell in Verhandlungen zum Rückzahlungsverlangen mit den Schuldscheindarlehensinvestoren. Der Ausweis des korrespondierenden Schuldscheindarlehens erfolgt bis zum Abschluss der Verhandlungen im kurzfristigen Bereich.

Im Juli 2019 hat die RHÖN-KLINIKUM AG eine Namensschuldverschreibung in Höhe von 60,0 Mio. € mit einer Laufzeit von 20 Jahren platziert. Die Namensschuldverschreibung ist mit einer Kontrollwechselklausel ausgestattet, die im Falle eines Kontrollwechsels eine vorzeitige Rückzahlung vorsieht. Es liegt kein Kontrollwechsel gemäß Vertrag vor, wenn einer oder mehrere der Ankeraktionäre (B. Braun Melsungen AG, Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA, Herr Eugen Münch (HCM SE) und Frau Ingeborg Münch), die gemeinsam handeln, mehr als 50 %, aber maximal 70,3 % der stimmberechtigten Aktien an der RHÖN-KLINIKUM AG erwirbt bzw. erwerben. Im Zuge des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA wurde mit Bekanntgabe des Erreichens einer Stimmrechtsschwelle von rund 83 % durch Asklepios am 18. Juni 2020 ein Kontrollwechsel gemäß Vertragsbedingungen ausgelöst. Nach Verhandlung der RHÖN-KLINIKUM AG mit den Investoren der Namensschuldverschreibung machen diese von ihrem Recht auf vorzeitige Rückzahlung nicht Gebrauch. Die korrespondierende Mitteilung ist im Juli 2020 erfolgt, so dass das wertbegründende Ereignis erst im dritten Quartal 2020 zum Ausweis als langfristige Finanzschulden führen wird. Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2020 erfolgt der Ausweis unter den kurzfristigen Finanzschulden. Das Nominalvolumen der Namensschuldverschreibung beträgt weiterhin 60,0 Mio. €.

Leasingverbindlichkeiten

Unter den langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind 8,9 Mio. € (31. Dezember 2019: 9,8 Mio. €) und unter den kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten 3,2 Mio. € (31. Dezember 2019: 3,2 Mio. €) Verbindlichkeiten aus Leasing ausgewiesen.

Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten gemäß IFRS 9 dar und leitet diese auf die entsprechenden Bilanzposten über:

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Bewertungskategorie nach IFRS 9 30.06.2020 davon Finanzinstrumente
Buchwert Zeitwert
Mio. € Mio. € Mio. €
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 12,9 12,9 12,9
davon Beteiligungen Erfolgsneutral zum Fair Value bewertet (Fair Value through other comprehensive income; ohne Recycling) 12,9 12,9 12,9
davon Beteiligungen Erfolgswirksam zum Fair Value bewertet (Fair Value through profit or loss) 0,0 0,0 0,0
davon Übrige Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (amortised cost) 0,0 0,0 0,0
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (amortised cost) 406,9 406,9 406,9
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (amortised cost) 122,9 122,9 122,9
PASSIVA
Langfristige Schulden
Finanzschulden Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) - - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 19,0 19,0 11,2
davon sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 10,1 10,1 11,2
davon Leasingverbindlichkeiten n. a. 8,9 8,9 -
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 83,7 83,7 83,7
Finanzschulden Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 160,8 160,8 178,1
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 40,4 40,4 37,2
davon sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 37,2 37,2 37,2
davon Leasingverbindlichkeiten n. a. 3,2 3,2 -
Aggregiert nach Bewertungskategorien, stellen sich die oben genannten Werte wie folgt dar:
Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 529,8 529,8
Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum Fair Value bewertet werden (Fair Value through other comprehensive income; ohne Recycling) 12,9 12,9
Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden (Fair Value through profit or loss) 0,0 0,0
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 291,8 310,2
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Bewertungskategorie nach IFRS 9 31.12.2019 davon Finanzinstrumente
Buchwert Zeitwert
Mio. € Mio. € Mio. €
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 29,3 29,3 29,3
davon Beteiligungen Erfolgsneutral zum Fair Value bewertet (Fair Value through other comprehensive income; ohne Recycling) 9,5 9,5 9,5
davon Beteiligungen Erfolgswirksam zum Fair Value bewertet (Fair Value through profit or loss) 0,0 0,0 0,0
davon Übrige Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (amortised cost) 19,8 19,8 19,8
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (amortised cost) 394,5 394,5 394,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (amortised cost) 127,7 127,7 127,7
PASSIVA
Langfristige Schulden
Finanzschulden Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 158,3 158,3 172,6
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 23,8 23,8 15,1
davon sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 14,0 14,0 15,1
davon Leasingverbindlichkeiten n. a. 9,8 9,8 -
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 84,5 84,5 84,5
Finanzschulden Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 0,9 0,9 0,9
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 35,1 35,1 31,9
davon sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 31,9 31,9 31,9
davon Leasingverbindlichkeiten n. a. 3,2 3,2 -
Aggregiert nach Bewertungskategorien, stellen sich die oben genannten Werte wie folgt dar:
Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 542,0 542,0
Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum Fair Value bewertet werden (Fair Value through other comprehensive income; ohne Recycling) 9,5 9,5
Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden (Fair Value through profit or loss) 0,0 0,0
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 289,6 305,0

Die Bewertung des wesentlichen Teils der finanziellen Vermögenswerte erfolgt bei der RHÖN-KLINIKUM AG gemäß IFRS 9 zu fortgeführten Anschaffungskosten. Darunter fallende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben i. d. R. kurze Restlaufzeiten. Deshalb entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag den Zeitwerten.

Beteiligungen in Höhe von 12,9 Mio. € (31. Dezember 2019: 9,5 Mio. €) werden erfolgsneutral zum Fair Value (Fair Value through other comprehensive income, ohne Recycling) bewertet. Diese Beteiligungen betreffen Start-up-Beteiligungen, deren Marktwert auf Basis aktueller Eigenkapitaltransaktionen zwischen Marktteilnehmern im Rahmen weiterer Finanzierungsrunden bzw. unter Anwendung des DCF-Verfahrens/Multiplikatorenverfahrens ermittelt wurde. Im Übrigen werden weitere unwesentliche Beteiligungen in Höhe von < 0,0 Mio. € (31. Dezember 2019: < 0,0 Mio. €) erfolgswirksam zum Fair Value bewertet (Fair Value through profit or loss). Änderungen der Marktbewertung von Beteiligungen, die erfolgsneutral zum Fair Value (Fair Value through other comprehensive income, ohne Recycling) bewertet sind, führten in Summe zu Gewinnen (nach Steuern) in Höhe von 2,8 Mio. € (Vj. 1,7 Mio. €), die erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst sind.

Der Zeitwert der langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sowie der Zeitwert der Finanzschulden der RHÖN-KLINIKUM AG ermitteln sich aus den diskontierten Zahlungsströmen. Zur Diskontierung wurde ein der RHÖN-KLINIKUM AG entsprechender risiko- und laufzeitadäquater Zinssatz verwendet. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten mit kurzen Restlaufzeiten entsprechen die Buchwerte zum Abschlussstichtag den Zeitwerten. Bedingt durch die Kontrollwechselklauseln in den Darlehensverträgen werden die Finanzschulden zum Bilanzstichtag gemäß den formalen Anforderungen des IAS 1 als kurzfristig ausgewiesen. Für die Marktwertberechnung werden die zum Bilanzstichtag erwarteten zukünftigen Zahlungsströme zugrunde gelegt.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 führten Anpassungen der Wertberichtigungen der finanziellen Vermögenswerte und Finanzanlagen im Sinne von IFRS 9 zu einer Ergebnisbelastung (nach Steuern) in Höhe von insgesamt - 0,4 Mio. € (Vj. Ergebnisverbesserung 0,0 Mio. €).

Die beizulegenden Zeitwerte der bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Schulden i. S. v. IFRS 9 werden wie folgt den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet:

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Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
30.06.2020
Gesamt
31.12.2019
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Sonstige langfristige
finanzielle Vermögenswerte (Beteiligungen)
- 12,9 - 12,9 9,5
Sonstige langfristige
finanzielle Vermögenswerte
(Übrige)
- 0,0 - 0,0 19,8
Forderungen aus
Lieferungen
und Leistungen,
sonstige kurzfristige
sonstige finanzielle
Vermögenswerte
- 406,9 - 406,9 394,5
Langfristige
Finanzschulden
- - - 0,0 172,6
Sonstige langfristige
finanzielle Verbindlichkeiten
(ohne Leasing)
- 11,2 - 11,2 15,1
Kurzfristige
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen
und Leistungen
- 83,7 - 83,7 84,5
Kurzfristige
Finanzschulden
- 178,1 - 178,1 0,9
Kurzfristige
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
(ohne Leasing)
- 37,2 - 37,2 31,9

Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie und ihre Anwendung auf die Vermögenswerte und Schulden sind im Folgenden beschrieben:

Stufe 1: Notierte Marktpreise für identische Vermögenswerte oder Schulden an aktiven Märkten

Stufe 2: Andere Informationen als notierte Marktpreise, die direkt (z. B. Preise) oder indirekt (z. B. abgeleitet aus Preisen) beobachtbar sind

Stufe 3: Informationen zu Vermögenswerten und Schulden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

SONSTIGE ANGABEN

Beteiligungen an der Gesellschaft

Im Zeitraum 1. Januar 2020 bis einschließlich 29. Juli 2020 haben uns folgende Mitteilungen von Aktionären erreicht, dass sie die gesetzlichen Meldeschwellen gemäß § 33 ff. WpHG über- bzw. unterschritten haben und dass sie damit zumindest zeitweise einen Stimmrechtsanteil von über 3 % an der Gesellschaft entweder direkt gehalten haben oder dass ihnen ein solcher Stimmrechtsanteil zugerechnet wird.

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Mitteilungspflichtiger veröffentlicht am Direkt gehalten % Zurechnung % Stimmrechtsverfügung % Tag der Schwellenüber-/unter-schreitung Über-/ Unterschreitung der Schwelle von
Landeskrankenhilfe V.V.a.G. 29.07.2020 0,00 0,00 0,00 13.07.2020 <5%; <3%
Eugen Münch; AMR Holding GmbH 24.07.2020 0,00 92,27 92,27 22.07.2020 >75%
Dr. Bernard große Broermann; AMR Holding GmbH 23.07.2020 0,0005 93,37 93,38 22.07.2020 >75%
Ludwig Georg Braun; B. Braun Melsungen Aktiengesellschaft 16.07.2020 0,0000 0,0006 0,0006 14.07.2020 <3%
Ilona Braun; B. Braun Melsungen Aktiengesellschaft 16.07.2020 0,0000 0,0006 0,0006 14.07.2020 <3%
Martin Lüdicke; B. Braun Melsungen Aktiengesellschaft 16.07.2020 0,0000 0,0006 0,0006 14.07.2020 <3%
Dr. Bernard große Broermann; Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA, AMR Holding GmbH 15.07.2020 0,0005 92,58 92,58 13.07.2020 >75%
Dr. Bernard große Broermann; AMR Holding GmbH 29.05.2020 0,0005 50,07 50,07 28.05.2020 >50%
Eugen Münch; AMR Holding GmbH 29.05.2020 0,00 48,69 48,69 28.05.2020 >30%
Ingeborg Münch 29.05.2020 0,00 0,00 0,00 28.05.2020 <3%
Dr. Bernard große Broermann; AMR Holding GmbH 28.05.2020 0,0005 42,95 50,07 26.05.2020 >50%
Eugen Münch; AMR Holding GmbH 28.05.2020 3,69 42,11 45,80 26.05.2020 >30%
Ingeborg Münch 28.05.2020 2,89 0,00 2,89 26.05.2020 <3%
Dr. Bernard große Broermann; Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA 05.03.2020 0,0005 28,99 50,07 01.03.2020 >50%
Dr. Bernard große Broermann; Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA 05.03.2020 0,0005 28,99 48,99 28.02.2020 >30%
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Mitteilungspflichtiger Meldung gem. § 33 ff. WpHG
Zurechnung nach WpHG/Zusatzinformation:
Landeskrankenhilfe V.V.a.G.
Eugen Münch; AMR Holding GmbH zugerechnet (§ 34 WpHG): AMR Holding GmbH
Dr. Bernard große
Broermann; AMR Holding GmbH
zugerechnet (§ 34 WpHG): AMR Holding GmbH
Ludwig Georg Braun; B. Braun Melsungen
Aktiengesellschaft
zugerechnet (§ 34 WpHG): B. Braun Melsungen Aktiengesellschaft
Ilona Braun; B. Braun Melsungen
Aktiengesellschaft
zugerechnet (§ 34 WpHG): B. Braun Melsungen Aktiengesellschaft
Martin Lüdicke; B. Braun Melsungen Aktiengesellschaft zugerechnet (§ 34 WpHG): B. Braun Melsungen Aktiengesellschaft
Dr. Bernard große Broermann;
Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA,
AMR Holding GmbH
zugerechnet (§ 34 WpHG): Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA; AMR Holding GmbH
Dr. Bernard große Broermann;
AMR Holding GmbH
zugerechnet (§ 34 WpHG): AMR Holding GmbH
Eugen Münch; AMR Holding GmbH zugerechnet (§ 34 WpHG): HCM SE
Ingeborg Münch
Dr. Bernard große Broermann;
AMR Holding GmbH
zugerechnet (§ 34 WpHG): AMR Holding GmbH
Eugen Münch; AMR Holding GmbH zugerechnet (§ 34 WpHG): Eugen Münch; HCM SE
Ingeborg Münch
Dr. Bernard große Broermann; Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA zugerechnet (§ 34 WpHG): Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA; AMR Holding GmbH
Dr. Bernard große Broermann; Asklepios
Kliniken GmbH & Co. KGaA
zugerechnet (§ 34 WpHG): Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA; AMR Holding GmbH

Unter Berücksichtigung der uns mitgeteilten Schwellenüber- bzw. -unterschreitungen ergibt sich nach § 33 ff. WpHG hinsichtlich der Aktionärsstruktur zum Stichtag 29. Juli 2020 folgendes Bild:

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Mitteilungspflichtiger veröffentlicht am Direkt gehalten % Zurechnung % Stimmrechtsverfügung % Tag der
Schwellen-über-/-unter-schreitung
Über-/
Unterschreitung
der Schwelle von
Dr. Bernard große Broermann/Eugen Münch; AMR Holding GmbH 23.07.2020/ 24.07.2020 0,0005 93,37 93,38 22.07.2020 >75%
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Mitteilungspflichtiger Meldung gem. § 33 f. WpHG
Zurechnung nach
WpHG/Zusatzinformation:
Dr. Bernard große Broermann/Eugen Münch; AMR Holding GmbH zugerechnet
(§ 34 WpHG): AMR Holding GmbH

Die Stimmrechtsanteile in den obigen Tabellen können sich seit dem 29. Juli 2020 geändert haben. Bezüglich Mitteilungen über Veränderungen, die ab dem 30. Juli 2020 stattgefunden haben sowie für weitergehende Informationen über die zugrundeliegenden Finanzinstrumente, zur Zurechnung und zu den Haltestrukturen der jeweiligen Stimmrechte verweisen wir auf die Veröffentlichungen auf unserer Website in der Rubrik Investor Relations/Publikationen & Präsentationen/IR-News.

Die Gesellschaft hält zum 30. Juni 2020 24.000 Stück eigene Aktien. Dies entspricht 0,04 % der Stimmrechte.

Organe

Bezüglich der Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats ergaben sich im Vergleich zum Konzernabschluss vom 31. Dezember 2019 folgende Änderungen.

Innerhalb des Vorstands hat Herr Stephan Holzinger sein Vorstandsmandat und alle weiteren Ämter am 22. Juni 2020 mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der Aufsichtsrat hat der einvernehmlichen Aufhebung des Vorstandsdienstvertrages von Herrn Stephan Holzinger zum 30. September 2020 zugestimmt. Der Vorstand der RHÖN-KLINIKUM AG besteht daher zum 30. Juni 2020 aus zwei Mitgliedern, Herrn Prof. Dr. Bernd Griewing und Herrn Dr. Gunther K. Weiß.

Der Aufsichtsrat der RHÖN-KLINIKUM AG besteht aus 16 Mitgliedern, deren turnusmäßige Bestellung auf der ordentlichen Hauptversammlung am 10. Juni 2015 für eine Amtszeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2019 beschließt, erfolgte. Aus dem Aufsichtsrat sind im Anschluss an die virtuelle Hauptversammlung am 3. Juni 2020 Frau Dr. Annette Beller und Frau Dr. Katrin Vernau ausgeschieden. In den Aufsichtsrat wurden Herr Dr. Jan Liersch und Frau Dr. Julia Dannath-Schuh neu gewählt. Die Amtszeit der neu gewählten Aufsichtsräte gilt bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2019 beschließt. Die ordentliche Hauptversammlung findet als virtuelle Hauptversammlung am 19. August 2020 statt.

Die von Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam abgegebene Erklärung zur Unternehmensführung, die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG und der Corporate Governance Bericht wurden aktualisiert und auf unserer Website veröffentlicht.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Gesellschaften des RHÖN-KLINIKUM Konzerns unterhalten im Einzelfall wechselseitige Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen, wie sie im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2019 näher beschrieben sind.

Der Kreis der nahestehenden Unternehmen und die Geschäfte mit diesen Unternehmen haben sich von der Art der Leistungsbeziehung und der Höhe des zeitanteiligen Geschäftsvolumens sowie der finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 nicht wesentlich geändert. Das Geschäftsvolumen der ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 mit den Konzerngesellschaften der B. Braun Melsungen Aktiengesellschaft erhöhte sich um 0,3 Mio. € auf 5,3 Mio. € (Vj. 5,0 Mio. €). Die Umsätze mit den Konzerngesellschaften der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA beliefen sich auf 0,1 Mio. € (Vj. 0,1 Mio. €).

Wesentliche Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die ihrer Art oder Höhe nach unüblich sind, haben nicht stattgefunden.

Die vertraglichen Vergütungen für die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sowie die entsprechenden Vergütungsrichtlinien haben sich im Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2019 nicht verändert. Kreditgewährungen an Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands liegen nicht vor.

An der im März 2016 gegründeten RHÖN-Innovations GmbH sind ehemalige Vorstände und ein amtierender Vorstand beteiligt. Die geleisteten Zahlungen für die Geschäftsanteile werden als aktienbasierte Vergütung i.S.v. IFRS 2 (cash-settled share-based payment transactions) unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Im Rahmen der Fair value-Bewertung sind im Berichtszeitraum Aufwendungen in Höhe von 0,1 Mio. € (Vj. 0,1 Mio. €) entstanden.

Im Zeitraum 1. Januar bis 29. Juli 2020 liegen der RHÖN-KLINIKUM AG folgende Mitteilungen über Eigengeschäfte von Führungspersonen nach Art. 19 Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 vor.

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Datum der Transaktion Vor- und Zuname Funktion/ Status Finanzinstrument und ISIN Art und Ort der Transaktion Stückzahl Kurs/Preis
28.05.2020 Eugen Münch Vorsitzender des Aufsichtsrats der RHÖN KLINIKUM AG Aktienverkauf, DE0007042301 Aktienverkauf, außerhalb
eines Handelsplatzes
2.469.971 18,00 €
28.05.2020 Ingeborg Münch Person steht in enger Beziehung zu Eugen Münch, Vorsitzender des Aufsichtsrats der RHÖN KLINIKUM AG Aktienverkauf, DE0007042301 Aktienverkauf, außerhalb
eines Handelsplatzes
1.935.546 18,00 €
26.05.2020 HCM SE Person steht in enger Beziehung zu Eugen Münch, Vorsitzender des Aufsichtsrats der RHÖN KLINIKUM AG Einbringung, DE0007042301 Einbringung von Stück 5.097.578 Aktien
an der RHÖN-KLINIKUM AG in die AMR
Holding GmbH im Rahmen einer Joint-Venture
Vereinbarung, zwischen der HCM SE und der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA
vom 28.02.2020, außerhalb eines Handelsplatzes
5.097.578 nicht bezifferbar
26.05.2020 Eugen Münch Vorsitzender des Aufsichtsrats der RHÖN KLINIKUM AG Aktienverkauf, DE0007042301 Aktienverkauf, außerhalb eines Handelsplatzes 2.180.112 18,00 €
26.05.2020 Ingeborg Münch Person steht in enger Beziehung zu Eugen Münch, Vorsitzender des Aufsichtsrats der RHÖN KLINIKUM AG Aktienverkauf, DE0007042301 Aktienverkauf, außerhalb eines Handelsplatzes 1.708.778 18,00 €
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Datum der Transaktion Geschäftsvolumen
28.05.2020 44.459.478,00 €
28.05.2020 34.839.828,00 €
26.05.2020 nicht bezifferbar
26.05.2020 39.242.016,00 €
26.05.2020 30.758.004,00 €

Ergänzende Informationen zu den jeweiligen Mitteilungen sind auf unserer Internetseite unter der Rubrik "IR-News" im Bereich Investor Relations veröffentlicht.

Mitarbeiter

Zum Stichtag 30. Juni 2020 beschäftigte der Konzern 18.131 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (31. Dezember 2019: 18.142 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Vereinbarung aus 2018 mit dem Land Hessen im Zusammenhang mit der Finanzierung der zu erbringenden Leistungen für Forschung und Lehre an den zum Konzern gehörenden Universitätskliniken sieht Investitionsverpflichtungen in Höhe von 100,0 Mio. € bis Ende 2021 vor. Diese Verpflichtung ist zum Bilanzstichtag 30. Juni 2020 bereits vollständig erfüllt. Des Weiteren sind folgende Investitionen durchzuführen: Am Standort Marburg sind die Modernisierung der Klinik für Psychiatrie, die Sanierung des Zentralen Operationssaales und der Intensivstationen sowie der Neubau der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie vorgesehen. Am Standort Gießen wird das Kinderherzzentrum ausgebaut und an das Klinikum ein Erweiterungsbau hinzugefügt. Für diese Maßnahmen sind bereits 14,1 Mio. € (31. Dezember 2019: 10,7 Mio. €) investiert worden. Unsere Kliniken an den Standorten Gießen und Marburg verpflichten sich weiterhin, bis zum Ablauf des Geschäftsjahres 2021 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten und Auszubildende mit entsprechendem Leistungsprofil zu übernehmen.

Die weiteren sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben sich seit dem letzten Bilanzstichtag nicht wesentlich geändert.

Eventualschulden

Das Gesamtvolumen der Eventualschulden hat sich seit dem letzten Bilanzstichtag nicht wesentlich verändert.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie gemäß IAS 33 errechnet sich als Quotient des den Aktionären der RHÖN-KLINIKUM AG zustehenden Konzerngewinns und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktienzahl. Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie, da am Bilanzstichtag keine Optionen und Wandlungsrechte ausgegeben waren.

Die Entwicklung der im Umlauf befindlichen Stückaktien ist aus nachfolgender Übersicht ersichtlich:

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Anzahl zum 30.06.2020 Anzahl zum 30.06.2019
Stückaktien 66.962.470 66.962.470
Eigene Stückaktien -24.000 -24.000
Im Umlauf befindliche Stückaktien 66.938.470 66.938.470

Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich wie folgt:

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Stückaktien 30.06.2020 30.06.2019
Anteil am Konzernergebnis in Tsd. € -4.229 19.839
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien in Tsd. Stück 66.938 66.938
Ergebnis je Aktie in € -0,06 0,30

Kapitalflussrechnung

Die in der Finanzierungsrechnung ausgewiesene Liquidität umfasst unverändert Kassenbestände, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung werden die kurzfristigen Kontokorrentkredite von den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten abgesetzt, wobei es zum 30. Juni 2020 keine kurzfristigen Kontokorrentkredite gab.

Die Veränderung des Mittelzuflusses aus laufender Geschäftstätigkeit resultiert zum einen aus dem Rückgang des Konzernergebnisses und zum anderen aus der gegenläufigen Entwicklung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Dem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im ersten Halbjahr 2020, bedingt durch schnellere Zahlungen durch die Krankenkassen im Zusammenhang mit der Pandemie-Gesetzgebung und den kurzfristigen Ausgleichszahlungen des Gesetzgebers, stehen hohe Erlösabgrenzungen im Vorjahreszeitraum resultierend aus dem Verhandlungsergebnis betreffend der Hochschulambulanzen sowie aus dem laufenden Geschäft gegenüber.

Die Veränderungen im Bereich der Investitionstätigkeit resultieren aus den Veränderungen bei den Festgeldern sowie aus geringeren Investitionen im laufenden Geschäftsjahr. Durch den hohen Geldzufluss in 2020 bedingt durch die COVID-19-Pandemie-Gesetzgebung konnten neben den Investitionen weitere Mittel in Festgeldern angelegt werden.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit resultiert aus den Leasingzahlungen. Im Vorjahr erfolgte die Dividendenzahlung an die Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG im ersten Halbjahr. In 2020 findet die Hauptversammlung bedingt durch die COVID-19-Pandemie am 19. August 2020 statt, wobei der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat keine Zahlungen an die Aktionäre vorsieht.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Ankündigung eines Übernahmeangebots durch die Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA erreichte uns Ende Februar 2020. Nachdem die finale Angebotsunterlage im April 2020 zur Verfügung gestellt wurde, haben Vorstand und Aufsichtsrat der RHÖN-KLINIKUM AG die Angebotsunterlage geprüft. Der Vorstand hält nach eigenständiger und unabhängiger Prüfung den Gesamtbetrag der Gegenleistung, basierend auf dem Angebotspreis je RHÖN-KLINIKUM-Aktie, für angemessen. Der Aufsichtsrat hält den Angebotspreis in finanzieller Hinsicht für angemessen. Zu weiteren Angaben verweisen wir auf die Veröffentlichung im Internet unter www.rhoen-klinikum-ag.com/uebernahmeangebot.

Am 6. Juli 2020 endete die weitere Annahmefrist des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots von Asklepios an die Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG. Für insgesamt 28.464.866 Aktien zum Angebotspreis von 18,00 € wurde das Übernahmeangebot angenommen. Nach Vollzug des Übernahmeangebots und Einbringung von 92,27 % der Stimmrechtsanteile an der RHÖN-KLINIKUM AG in die AMR Holding GmbH halten Asklepios und Herr Dr. Bernard große Broermann gemeinsam mit Herrn Eugen Münch insgesamt 93,38 % der Stimmrechtsanteile (Stand 29. Juli 2020) an der RHÖN-KLINIKUM AG. Hiervon entfallen 7,6 % der Stimmrechtsanteile auf Herrn Eugen Münch, die er über die von ihm kontrollierte HCM SE in die AMR Holding GmbH eingebracht hat.

Aufgrund der bisher geführten Gespräche mit unseren Finanzierungspartnern gehen wir davon aus, dass aufgrund der Kontrollwechselklausel des Schuldscheindarlehens eine vorzeitige Rückzahlung an die Kreditinstitute im niedrigen zweistelligen Mio. €-Bereich erfolgen wird.

Bad Neustadt a. d. Saale, 6. August 2020

RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft

DER VORSTAND

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Prof. Dr. Bernd Griewing Dr. Gunther K. Weiß

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss der RHÖN-KLINIKUM AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns der RHÖN-KLINIKUM AG im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Bad Neustadt a. d. Saale, 6. August 2020

RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft

DER VORSTAND

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Prof. Dr. Bernd Griewing Dr. Gunther K. Weiß

UNTERNEHMENSKENNZAHLEN

UNTERNEHMENSKENNZAHLEN JANUAR BIS JUNI 2020/ JANUAR BIS JUNI 2019

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Angaben in Mio. € Jan. - Juni 2020 Jan. - Juni 2019 Veränderung in %
Umsatzerlöse 670,5 644,2 4,1
EBITDA 35,5 60,9 -41,7
EBITDA-Quote (in %) 5,3 9,5 -44,2
EBIT 1,4 26,6 -94,7
EBIT-Quote (in %) 0,2 4,1 -95,1
EBT -2,0 25,9 -107,7
Konzernergebnis nach IFRS -3,7 20,5 -118,0
Eigenkapital nach IFRS 1.185,1 1.162,0 2,0
Eigenkapitalquote in % 72,5 73,6 -1,5
Ergebnis je Stammaktie (in €) (unverwässert/verwässert) -0,06 0,30 -120,0
Zahl der Mitarbeiter (nach Köpfen) 18.131 17.533 3,4
Fallzahlen (behandelte Patienten) 394.558 432.560 -8,8
Betten und Plätze 5.304 5.312 -0,2

UNTERNEHMENSKENNZAHLEN APRIL BIS JUNI 2020/ APRIL BIS JUNI 2019

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Angaben in Mio. € April - Juni 2020 April - Juni 2019 Veränderung in %
Umsatzerlöse 337,9 320,0 5,6
EBITDA 21,7 32,2 -32,6
EBITDA-Quote (in %) 6,4 10,1 -36,6
EBIT 4,4 15,5 -71,6
EBIT-Quote (in %) 1,3 4,8 -72,9
EBT 2,0 15,2 -86,8
Konzernergebnis nach IFRS 0,7 11,6 -94,0
Eigenkapital nach IFRS 1.185,1 1.162,0 2,0
Eigenkapitalquote in % 72,5 73,6 -1,5
Ergebnis je Stammaktie (in €) (unverwässert/verwässert) 0,00 0,18 -100,0
Zahl der Mitarbeiter (nach Köpfen) 18.131 17.533 3,4
Fallzahlen (behandelte Patienten) 182.770 213.636 -14,4
Betten und Plätze 5.304 5.312 -0,2

RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft

Postadresse:

97615 Bad Neustadt a. d. Saale

Deutschland

Hausadresse:

Salzburger Leite 1

97616 Bad Neustadt a. d. Saale

T. 09771 65-0

F. 09771 97467

Internet:

rhoen-klinikum-ag.com

E-Mail:

rka@rhoen-klinikum-ag.com

Dieser Zwischenbericht liegt auch in englischer Sprache vor.

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