RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft

Bad Neustadt a.d.Saale

Halbjahresfinanzbericht 2021

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe +/​- einer Einheit (€, % usw.) auftreten.

VORSTANDSBRIEF

Sehr geehrte Damen und Herren,

auch das erste Halbjahr 2021 wurde weiterhin durch die Corona-Pandemie und deren Dynamik beeinflusst. Die COVID-19-Patientenzahlen stiegen in der sogenannten dritten Welle zeitversetzt zum Anstieg der bundesweiten Inzidenzen in unseren Kliniken wieder an und stellten sie erneut vor außerordentliche Herausforderungen und Belastungen.

Von einem normalen Klinikgeschehen waren wir deshalb weiterhin weit entfernt. Um die notwendigen Kapazitäten für Notfälle und Corona‐Patienten zu schaffen bzw. bereit zu halten, mussten erneut - soweit es medizinisch vertretbar war, was durch unsere Ärzte in äußerst verantwortungsvoller Weise und stets individuell geprüft wurde - eine Vielzahl planbarer Eingriffe verschoben und Personal bedarfsgerecht angepasst werden.

Von Januar bis Juni behandelten wir 414.489 Patienten, 5,1 % mehr als im Vorjahreszeitraum (Vj. H1 2020: 394.558). Die Umsatzerlöse im Konzern der RHÖN-KLINIKUM AG lagen im ersten Halbjahr bei 682,8 Mio. € (Vj. 670,5 Mio. €). Das EBITDA lag mit 46,5 Mio. € über Vorjahresniveau von 35,5 Mio. €. Die EBITDA-Marge betrug 6,8 %. Unter Berücksichtigung von Abschreibungen, Finanzierungskosten und Steuern resultierte aus dem EBITDA ein Konzernergebnis von + 8,6 Mio. € nach - 3,7 Mio. € im Jahr zuvor.

Reform des deutschen Gesundheitssystems

Die Corona-Pandemie hat uns mehr als deutlich die Schwachstellen des deutschen Gesundheitssystems vor Augen geführt und gezeigt, dass hier ein grundlegendes Umdenken und Handeln notwendig ist. In den vergangenen Monaten haben wir mehrfach das Gespräch mit der Bundes- und Landespolitik gesucht und daran appelliert, für eine Entbürokratisierung und Reduktion des Dokumentationsaufwandes, für eine verbindliche Planungssicherheit und einen vollständigen Ausgleich der Ergebnisausfälle für das Jahr 2021, für die Bereitstellung von adäquaten Fördermitteln sowie für eine Reduktion der Zahl der Kliniken nach geordneten und transparenten Kriterien zu sorgen. Bisher blieben unsere Appelle und Forderungen aber leider weitgehend ungehört.

#gemeinsamnochstärker - Strategische Partnerschaft mit Asklepios

Die RHÖN-KLINIKUM AG befindet sich nach der Übernahme durch Asklepios 2020 in einem Transformationsprozess. Das Zusammengehörigkeitsgefühl und neue Netzwerke wachsen in unserem neuen Unternehmensverbund stetig an. Allen Unternehmen unter dem Dach der Asklepios-Gruppe bieten sich dabei neue Perspektiven und Möglichkeiten.

Neben den anvisierten Skaleneffekten in den Bereichen Einkauf und IT steht unter anderem auch die weitere Optimierung der Abläufe und Prozesse im gemeinsamen Fokus. In allen Bereichen haben sich gemeinsame Arbeitsgruppen etabliert, um die Stärken des jeweils Anderen kennenzulernen und für alle Kliniken zu nutzen. Gemeinsam definieren wir Standards, die dann nach dem Motto "best practice" in allen Kliniken und medizinischen Einrichtungen Anwendung finden, z. B. im Bereich der IT.

Stärkung der Telematik-Infrastruktur (TI)

Moderne Medizin ist ohne den Einsatz von Informationstechnik nicht mehr denkbar. Und die Digitalisierung des Gesundheitswesens ist der gesetzliche Auftrag an alle Kliniken. Sie ermöglicht neue IT-Anwendungen, wie die elektronische Patientenakte, eMedikationsplan, Notfalldatenmanagement oder Telekonsile, die die Patientenversorgung verbessern und die Arbeitsabläufe effizienter gestalten sollen.

Vor diesem Hintergrund investiert die RHÖNKLINIKUM AG umfangreich in die Digitalisierung. Netzwerktechnik, Server- und Datamanagement sowie medizintechnische und pflegerische Systeme müssen dafür komplett neu aufgestellt und neue Schnittstellen geschaffen werden - für große und komplexe Kliniken wie die RHÖN-KLINIKUM AG eine enorme Herausforderung.

Servicegesellschaften schaffen Synergien

Die RHÖN-KLINIKUM AG wird ab sofort ihre hausinternen Dienstleistungen und Kompetenzen aus den Bereichen Technik und Medizintechnik, Sterilgutaufbereitung (AEMP) und Speisenversorgung an den Klinikstandorten Bad Neustadt a. d. Saale, Bad Berka und Frankfurt (Oder) in den Konzernservicegesellschaften RHÖN-KLINIKUM Services GmbH und RHÖN-Cateringgesellschaft mbH zusammenführen und bündeln.

Darüber hinaus sollen auch die Bereiche IT und Materialwirtschaft/​Lagerlogistik zentralisiert werden. Zur Optimierung von Strukturen und Abläufen greifen wir dabei künftig u. a. auf die neu gegründeten Tochtergesellschaften RHÖN-KLINIKUM IT Service GmbH, RHÖNKLINIKUM Service Einkauf + Versorgung GmbH und die RHÖN-KLINIKUM Business Services GmbH zurück.

Durch das Zusammenlegen und Schaffen von Synergien können diese Dienstleistungen aus einer Hand erbracht sowie Flexibilität, Qualität und Effizienz über alle Standorte weiter verbessert werden.

Trennungsrechnung

Ende 2022 läuft die Vereinbarung zur Trennungsrechnung zwischen der RHÖN-KLINIKUM AG, der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH (UKGM), dem Land Hessen und den beiden Universitäten Gießen und Marburg aus. Die Vereinbarung, die 2017 zwischen den Vertragsparteien getroffen und im Februar 2018 im Hessischen Landtag verabschiedet wurde, regelt die Finanzierung der vom UKGM erbrachten Leistungen für Forschung und Lehre. Gleichzeitig wurde ein umfassendes Investitionspaket für beide Universitätskliniken auf den Weg gebracht.

Aktuell laufen zwischen den Vertragsparteien Sondierungsgespräche über einen möglichen dauerhaften Fortbestand der Regelung und der zukünftigen inhaltlichen Ausgestaltung.

Attraktivität als Arbeitgeber

Die RHÖN-KLINIKUM AG gehört zu Deutschlands attraktivsten Arbeitgebern. "Innovativ. Digital. Nachhaltig" - das bestätigte im Februar dieses Jahres die Studie eines führenden deutschen Management- und Wirtschaftsforschungs-Instituts unserem Unternehmen. Dafür tun wir viel und investieren in unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - sei es durch zahlreiche Angebote für die berufliche Qualifikation, die Ausbildung in unseren klinikeigenen Schulen, das Recruiting ausländischer Pflegefachkräfte oder die Förderung einer besseren Work-Life-Balance aller Kolleginnen und Kollegen.

Am 1. August 2021 wurde das neue Employee Assistance Program (EAP) im Unternehmen eingeführt. Es bietet den Mitarbeitenden und deren Angehörigen Unterstützung bei persönlichen, beruflichen, gesundheitlichen oder familiären Fragen an. Wer zum Beispiel Hilfe bei der Suche nach einem Kindergartenplatz benötigt, Unterstützung bei der Pflege von Angehörigen sucht oder unter einem Teamkonflikt auf der Arbeit leidet, kann hier vertraulich und schnell professionelle Hilfe in diesen schwierigen Situationen bekommen. Hier kooperiert die RHÖNKLINIKUM AG mit dem konzerninternen Partner Fürstenberg Institut, einem Tochterunternehmen von Asklepios.

Hauptversammlung

In der Hauptversammlung der RHÖN-KLINIKUM AG am 9. Juni 2021 stimmten die Aktionäre neben dem Ergebnisverwendungsvorschlag, der Entlastung der Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats sowie dem neuen Vergütungssystem für den Vorstand zu. Mit Letzterem setzt das Unternehmen die geänderten regulatorischen Anforderungen zur Vorstandsvergütung nach dem Gesetz zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) um. Das Vergütungssystem bietet einen Anreiz für eine erfolgreiche und nachhaltige Unternehmensführung. Es legt eine Maximalvergütungfest und beinhaltet detaillierte Bestimmungen hinsichtlich Festvergütung und variablen Vergütungselementen.

Marco Walker, 45, COO der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA, Hamburg, und Geschäftsführer der Asklepios Kliniken Management GmbH, wurde von den Aktionärinnen und Aktionären in den Aufsichtsrat der RHÖNKLINIKUM AG gewählt. Er tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Gerhard Ehninger an, der sein Mandat niedergelegt hat und zum 15. Januar 2021 aus dem Aufsichtsrat der Gesellschaft ausgeschieden ist.

Medizinische Exzellenz und Behandlungsqualität

Die Ärzteschaft der RHÖN-KLINIKUM AG gehört zu Deutschlands Top-Medizinern, deren Expertise sowohl bundesweit als auch über die Grenzen Deutschlands gefragt ist und auf die die Patienten vertrauen. Unseren Kliniken wird eine hohe Behandlungsqualität bescheinigt, viele von ihnen sind vielfach zertifiziert. Die starke interdisziplinäre Zusammenarbeit, die individuelle Therapien für unsere Patienten auf Basis einer hochmodernen Diagnostik ermöglicht, sichert eine zugewandte, ganzheitliche Versorgung und ein qualitativ hohes Niveau in der Patientenversorgung.

Seit diesem Jahr zählt das Universitätsklinikum Marburg zu einem der 14 Onkologischen Spitzenzentren bundesweit. Diese Auszeichnung ist das Ergebnis jahrelanger, herausragender Arbeit, Forschung auf höchstem Niveau und die Bestätigung der medizinischen Exzellenz. Wir freuen uns, dass neben bundesweiter Reputation mit dieser Auszeichnung auch eine zusätzliche Förderung der onkologischen Forschung verbunden ist.

Die RHÖN-KLINIKUM AG hat die Corona-Krise bisher gut gemeistert und wir sind zuversichtlich, dass wir auch zukünftig die mit ihr verbundenen vor allem wirtschaftlichen Herausforderungen gemeinsam erfolgreich bestehen werden.

Mit freundlichen Grüßen

RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Christian Höftberger
Prof. Dr. Bernd Griewing
Dr. Stefan Stranz
Dr. Gunther K. Weiß

KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT

BERICHT ÜBER DAS ERSTE HALBJAHR 2021

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Das erste Halbjahr 2021 wurde weiterhin durch die COVID-19-Pandemie und deren Dynamik beeinflusst.

Im ersten Halbjahr 2021 behandelten wir 414.489 Patienten in unseren Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren und erwirtschafteten dabei Umsatzerlöse in Höhe von 682,8 Mio. €, ein EBITDA in Höhe von 46,5 Mio. € und ein Konzernergebnis in Höhe von 8,6 Mio. €.

GRUNDLAGEN DES RHÖN-KLINIKUM KONZERNS

Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der RHÖN-KLINIKUM AG zum 30. Juni 2021 wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 in verkürzter Form und unter Anwendung von § 315e HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/​2002 des Europäischen Parlaments und des Rats über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union im Geschäftsjahr 2021 verpflichtend anzuwenden sind.

Die zur Anwendung kommenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben wir, soweit sie bereits im Geschäftsjahr 2020 zur Anwendung gelangten und im Geschäftsjahr 2021 unverändert fortgeführt werden, im Konzernabschluss der RHÖN-KLINIKUM AG zum 31. Dezember 2020 ausführlich dargestellt. Darüber hinaus gehende neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen, die ab dem 1. Januar 2021 anzuwenden sind und bereits von der Europäischen Union verabschiedet wurden, lagen in den ersten sechs Monaten 2021 nicht vor.

Das Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33 nach den durchschnittlichen im Umlauf befindlichen Stammaktien gewichtet ermittelt.

Soweit nachfolgend Angaben zu einzelnen Gesellschaften gemacht werden, handelt es sich um Werte vor Konsolidierung. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/​- einer Einheit (€, % usw.) auftreten.

CORPORATE GOVERNANCE

In der Hauptversammlung der RHÖN-KLINIKUM AG am 9. Juni 2021 stimmten die Aktionäre neben dem Ergebnisverwendungsvorschlag, der Entlastung der Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats sowie dem neuen Vergütungssystem für den Vorstand zu. Mit Letzterem setzt das Unternehmen die geänderten regulatorischen Anforderungen zur Vorstandsvergütung nach dem Gesetz zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) um. Das Vergütungssystem bietet einen Anreiz für eine erfolgreiche und nachhaltige Unternehmensführung. Es legt eine Maximalvergütung fest und beinhaltet detaillierte Bestimmungen hinsichtlich Festvergütung und variablen Vergütungselementen.

Marco Walker, 45, COO der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA, Hamburg, und Geschäftsführer der Asklepios Kliniken Management GmbH, wurde von den Aktionärinnen und Aktionären in den Aufsichtsrat der RHÖNKLINIKUM AG gewählt. Er tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Gerhard Ehninger an, der sein Mandat niedergelegt hat und zum 15. Januar 2021 aus dem Aufsichtsrat der Gesellschaft ausgeschieden ist.

Die Zusammensetzung des Vorstands hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2020 nicht geändert. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 24. März 2021 Herrn Dr. Gunther K. Weiß erneut zum Vorstand der Gesellschaft ab 1. Januar 2022 bestellt.

Im Übrigen wird die Geschäftsverteilung innerhalb des Vorstands sowie innerhalb des Aufsichtsrats regelmäßig den sich ändernden Anforderungen angepasst.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021 liegen der RHÖN-KLINIKUM AG keine Meldungen gemäß § 33 ff. WpHG bzw. keine Mitteilungen über Eigengeschäfte von Führungspersonen nach Art. 19 Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/​2014 vor.

Die von Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam abgegebene Erklärung zur Unternehmensführung und die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wurden im Geschäftsjahr 2021 aktualisiert und auf unserer Website veröffentlicht. Alle übrigen Elemente unserer Unternehmensverfassung blieben im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres unverändert. Wir verweisen hierzu auf unsere Erläuterungen im Lagebericht zum Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2020.

WIRTSCHAFTSBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMEN BEDINGUNGEN

Die COVID-19-Inzidenzen sind aktuell bundesweit auf einem niedrigen Niveau, sodass es nur noch wenige wirtschaftliche Einschränkungen gibt. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich deutlich verbessert. Nach 99,2 Punkten im Mai 2021 ist der ifo Geschäftsklimaindex auf 101,8 Punkte im Juni 2021 angestiegen. Mit steigender Impfquote und den schrittweisen Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus lässt der Arbeitsmarkt die dritte Pandemiewelle zunehmend hinter sich. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind im Juni 2021 deutlich gesunken.

Mit dem Dritten Bevölkerungsschutzgesetz erhielten Krankenhäuser sowie bestimmte Fachkliniken, die sich an der stationären Notfallversorgung beteiligen, Ausgleichszahlungen in Abhängigkeit vom Anteil freier Intensivbetten im Land- oder Stadtkreis und der 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen. Die ursprünglich bis zum 31. Januar 2021 befristete Regelung wurde seitdem aufgrund der Entwicklung der Pandemie durch mehrere Verordnungen des Bundesministeriums für Gesundheit fortgeführt. Mit der ersten Verordnung zur Änderung der Verordnung zur Regelung weiterer Maßnahmen zur wirtschaftlichen Sicherung der Krankenhäuser vom 1. Juni 2021 wurde der Anspruch auf Ausgleichszahlungen letztmalig bis zum 15. Juni 2021 verlängert.

Die Verordnung zur Regelung weiterer Maßnahmen zur wirtschaftlichen Sicherung der Krankenhäuser, die am 9. April 2021 in Kraft getreten ist, sieht auch für das Jahr 2021 gesonderte Ausgleichsmechanismen für Krankenhäuser vor. Demnach werden Erlösrückgänge eines Krankenhauses gegenüber einer auf 98 % abgesenkten Erlösbasis 2019 mit einem Ausgleichssatz von 85 % zu Gunsten der Krankenhäuser ausgeglichen. Erlössteigerungen gegenüber dem Erlösniveau 2019, die auf erhaltene Ausgleichszahlungen für freigehaltene Betten nach §21 Abs. 1a Satz 1 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes zurückzuführen sind, unterliegen hingegen einer vollständigen Rückzahlungsverpflichtung. Ausgleichszahlungen für freigehaltene Betten werden dabei jeweils zu 85 % angerechnet.

Mit dem Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG), das am 20. Juli 2021 in Kraft trat, wurden die Regelungen zum Pflegebudget konkretisiert. Demnach ist für das Vereinbarungsjahr 2020 verpflichtend die Konkretisierungsvereinbarung für das Jahr 2021 anzuwenden, sofern noch keine Vereinbarung zum Pflegebudget für das Jahr 2020 abgeschlossen wurde.

GESCHÄFTSVERLAUF DES ERSTEN HALBJAHRES

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

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Januar bis Juni 2021 2020 Veränderung
Mio. € Mio. € Mio. € %
Umsatzerlöse 682,8 670,5 12,3 1,8
EBITDA 46,5 35,5 11,0 31,0
EBIT 11,3 1,4 9,9 > 100,0
EBT 10,6 -2,0 12,6 > 100,0
Konzernergebnis 8,6 -3,7 12,3 > 100,0

Im ersten Halbjahr 2021 haben wir im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei um 12,3 Mio. € höheren Umsatzerlösen einen Anstieg des EBITDA auf 46,5 Mio. €, einen Anstieg des EBIT um 9,9 Mio. € auf 11,3 Mio. € sowie einen Anstieg des Konzernergebnisses um 12,3 Mio. € auf 8,6 Mio. € zu verzeichnen.

Dem Leistungsanstieg im ersten Halbjahr 2021 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres resultierend aus gestiegenen ambulant behandelten Patienten stehen rückläufige Erträge im Zusammenhang mit der COVID-19-Gesetzgebung gegenüber.

Leistungsentwicklung

Seit dem 31. Dezember 2020 ergaben sich geringfügige Planbettenänderungen bei unseren akutstationären Kapazitäten:

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Kliniken Betten
Stand am 31.12.2020 8 5.304
Kapazitätsveränderung - 8
Stand am 30.06.2021 8 5.312

Zum 30. Juni 2021 betreiben wir neun MVZ mit insgesamt 54,25 Facharztsitzen:

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MVZ Facharztsitze
Stand am 31.12.2020 9 54,75
Inbetriebnahmen/​Erwerbe
MVZ Frankfurt (Oder) - 1,50
Abgänge
MVZ Bad Berka - -0,50
MVZ Gießen - -0,50
MVZ Marburg - -1,00
Stand am 30.06.2021 9 54,25

Die Patientenzahlen in unseren Kliniken und MVZ entwickelten sich wie folgt:

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Januar bis Juni 2021 2020 Veränderung
absolut %
Stationär und teilstationär behandelte Patienten in
Akutkliniken 93.367 93.617 -250 -0,3
Rehabilitationskliniken und sonstigen Einrichtungen 2.089 1.841 248 13,5
95.456 95.458 -2 0,0
Ambulant behandelte Patienten in unseren
Akutkliniken 217.109 208.719 8.390 4,0
MVZ 101.924 90.381 11.543 12,8
319.033 299.100 19.933 6,7
Gesamt 414.489 394.558 19.931 5,1

Während die Anzahl der stationär und teilstationär behandelten Patienten auf Vorjahresniveau liegt, stieg die Anzahl der ambulant behandelten Fälle um 19.933 Patienten bzw. 6,7 % an.

Ertragslage

Die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns stellt sich wie folgt dar:

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Januar bis Juni 2021 2020 Veränderung
Mio. € Mio. € Mio. € %
Erlöse
Umsatzerlöse 682,8 670,5 12,3 1,8
Sonstige Erträge 101,8 99,0 2,8 2,8
Gesamt 784,6 769,5 15,1 2,0
Aufwendungen
Materialaufwand 206,7 206,5 0,2 0,1
Personalaufwand 466,0 452,3 13,7 3,0
Sonstige Aufwendungen 65,5 75,2 -9,7 -12,9
Ergebnis aus der Werterhöhung von finanziellen Vermögenswerten -0,1 0,0 -0,1 o.A.
Gesamt 738,1 734,0 4,1 0,6
EBITDA 46,5 35,5 11,0 31,0
Abschreibungen und
Wertminderungen 35,2 34,1 1,1 3,2
EBIT 11,3 1,4 9,9> 100,0
Finanzergebnis -0,7 -3,4 2,7 79,4
EBT 10,6 -2,0 12,6> 100,0
Ertragsteuern 2,0 1,7 0,3 17,6
Konzernergebnis 8,6 -3,7 12,3> 100,0

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 12,3 Mio. € bzw. 1,8 % angestiegen. In den Umsatzerlösen der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2021 sind netto 32,1 Mio. € (Vj. 50,8 Mio. €) Ausgleichszahlungen des Gesetzgebers, saldiert mit gegenläufigen Erlösausgleichsverpflichtungen, im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie enthalten. Die Erstattungen entfallen im Wesentlichen auf Ausgleichsbeträge für freigehaltene Krankenhausbetten. Ebenso sind wie im Vorjahreszeitraum Erlöse aus der Abrechnung eines Zusatzentgelts zur medikamentösen Behandlung von spinaler Muskelatrophie sowie Erlöse aus der Abrechnung eines Zusatzentgelts zur Behandlung von multipler Sklerose unter diesem Posten erfasst. Vorgenannte Zusatzentgelte werden neben der reinen DRG (Diagnosis Related Groups) vergütet und belasten in nahezu gleicher Höhe den Materialaufwand. In den Umsatzerlösen sind ferner Kostenerstattungen für Krebsimmuntherapien enthalten, die in gleicher Höhe den Materialaufwand belasten.

Der Anstieg der sonstigen Erträge um 2,8 Mio. € bzw. 2,8 % resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Erträgen aus Hilfs- und Nebengeschäften u. a. bedingt durch höhere Verkäufe von Arzneimitteln und Zytostatika. Im Übrigen sind mit 0,8 Mio. € (Vj. 0,8 Mio. €) Erstattungen des Gesetzgebers im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie enthalten.

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Januar bis Juni 2021 2020
% %
Materialquote 30,3 30,8
Personalquote 68,2 67,4
Sonstige Aufwandsquote 9,6 11,2
Abschreibungsquote 5,1 5,1
Finanzergebnisquote -0,1 -0,5
Steueraufwandsquote 0,3 0,3

Gegenüber dem Vorjahreszeitraum hat sich der Materialaufwand in den ersten sechs Monaten 2021 um 0,2 Mio. € bzw. 0,1 % unterproportional zum Anstieg der Umsatzerlöse nur geringfügig erhöht. Die Materialquote ist von 30,8 % auf 30,3 % zurückgegangen. Im Materialaufwand sind im Übrigen Aufwendungen für die medikamentöse Behandlung von spinaler Muskelatrophie, multipler Sklerose sowie Aufwendungen für Krebsimmuntherapien (CAR-T-Zell-Therapie) enthalten, die in nahezu gleicher Höhe vergütet werden und unter den Umsatzerlösen bzw. sonstigen Erträgen ausgewiesen sind. Bereinigt um diesen Effekt liegt die Materialquote wie im Vorjahreszeitraum unverändert bei 29,0 %.

Der Anstieg der Personalaufwendungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist im Wesentlichen auf allgemeine Tarifsteigerungen zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote stieg von 67,4 % auf 68,2 % an.

Die sonstige Aufwandsquote ging von 11,2 % auf 9,6 % zurück.

Das positive Ergebnis aus der Werterhöhung von finanziellen Vermögenswerten resultiert aus der Anwendung des IFRS 9, der u. a. die Erfassung zukünftig erwarteter Verluste finanzieller Vermögenswerte regelt.

Die Abschreibungen und Wertminderungen sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,1 Mio. € bzw. 3,2 % auf 35,2 Mio. € angestiegen. Die Abschreibungsquote liegt konstant bei 5,1 %.

Das negative Finanzergebnis hat sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021 um 2,7 Mio. € auf 0,7 Mio. € verringert. Die korrespondierende Verbesserung ist im Wesentlichen auf im Vorjahreszeitraum erfassten Vorfälligkeitsentschädigungen zurückzuführen. Im Übrigen hat sich das Ergebnis aus der Wertminderung von Finanzanlagen im Sinne von IFRS 9 aufgrund eines rückläufigen Ausfallrisikos verbessert.

Der Ertragsteueraufwand ist gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 0,3 Mio. € angestiegen. Der Anstieg resultiert bei einer unveränderten Tarifbesteuerung aus einer höheren steuerlichen Bemessungsgrundlage.

Das Konzernergebnis ist gegenüber den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 von - 3,7 Mio. € um 12,3 Mio. € auf + 8,6 Mio. € angestiegen.

Die auf nicht beherrschende Anteile entfallenden Gewinnanteile sind im Vergleich zur Vorjahresperiode mit 0,6 Mio. € nahezu unverändert.

Der auf die Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG entfallende Gewinnanteil für die ersten sechs Monate 2021 ist gegenüber der Vorjahresperiode um 12,3 Mio. € auf + 8,1 Mio. € (Vj. - 4,2 Mio. €) angestiegen. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinnanteil entspricht einem Ergebnis je Aktie gemäß IAS 33 (unverwässert/​verwässert) von + 0,12 € (Vj.- 0,06 €).

Das Gesamtergebnis (Summe Konzernergebnis und sonstiges Ergebnis) betrug in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021 + 12,8 Mio. € (Vj. - 0,7 Mio. €).

Vermögens- und Finanzlage

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30.06.2021 31.12.2020
Mio. € % Mio. € %
AKTIVA
Langfristiges Vermögen 1.064,5 64,6 1.063,2 65,2
Kurzfristiges Vermögen 583,8 35,4 566,5 34,8
1.648,3 100,0 1.629,7 100,0
PASSIVA
Eigenkapital 1.203,0 73,0 1.190,2 73,0
Langfristiges Fremdkapital 165,2 10,0 166,1 10,2
Kurzfristiges Fremdkapital 280,1 17,0 273,4 16,8
1.648,3 100,0 1.629,7 100,0

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 um 18,6 Mio. € bzw. 1,1 % auf 1.648,3 Mio. € (31. Dezember 2020: 1.629,7 Mio. €) angestiegen.

Die Eigenkapitalquote liegt seit dem letzten Bilanzstichtag unverändert bei 73,0 % und befindet sich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.

Nachstehend ist die Veränderung des Eigenkapitals zum letzten Bilanzstichtag dargestellt:

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Eigenkapital 2021 2020
Aktionäre Nicht beherrschende Anteile Insgesamt Insgesamt
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Stand am 01.01. 1.165,3 24,9 1.190,2 1.185,8
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern - - - -
Gesamtergebnis der Periode 12,2 0,6 12,8 -0,7
Sonstige Veränderungen - -
Stand am 30.06. 1.177,5 25,5 1.203,0 1.185,1

Wir weisen am 30. Juni 2021 ein Eigenkapital in Höhe von 1.203,0 Mio. € (31. Dezember 2020: 1.190,2 Mio. €) aus. Der Anstieg des Eigenkapitals gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 um 12,8 Mio. € resultiert mit 8,6 Mio. € aus dem positiven Konzernergebnis für das erste Halbjahr 2021 und mit 4,2 Mio. € aus Gewinnen aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts von Beteiligungen (FVOCI).

Das langfristige Vermögen ist rechnerisch zu 128,5 % (31. Dezember 2020: 127,6 %) fristenkongruent durch Eigenkapital und langfristige Schulden finanziert. Zum 30. Juni 2021 weisen wir eine Nettoliquidität in Höhe von 136,6 Mio. € (31. Dezember 2020: 96,8 Mio. €) aus. Unsere Nettoliquidität ermittelt sich wie folgt:

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30.06.2021 31.12.2020
Mio. € Mio. €
Zahlungsmittel (kurzfristig) 181,0 91,0
Festgelder (kurzfristig) 116,6 166,4
Festgelder (langfristig) 0,0 0,0
Zahlungsmittel, Festgelder 297,6 257,4
Finanzschulden (kurzfristig) 2,3 0,9
Finanzschulden (langfristig) 148,5 148,5
Leasingverbindlichkeiten 10,2 11,2
Finanzverbindlichkeiten 161,0 160,6
Nettoliquidität 136,6 96,8

Die Herkunft und Verwendung unserer liquiden Mittel ist aus nachstehender Übersicht zu entnehmen:

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Januar bis Juni 2021 2020
Mio. € Mio. €
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 73,1 69,7
Mittelzu-/​Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit 18,7 -73,1
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -1,8 -1,7
Veränderung des Finanzmittelfonds 90,0 -5,1
Finanzmittelfonds am 01.01. 91,0 128,0
Finanzmittelfonds am 30.06. 181,0 122,9

Der Finanzmittelfonds hat sich in den ersten sechs Monaten 2021 gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 um 90,0 Mio. € erhöht (Verminderung in den ersten sechs Monaten 2020 um 5,1 Mio. €). Hierbei wurde ein Cash-Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von 73,1 Mio. € (Vj. 69,7 Mio. €) erzielt.

Investitionen

Die Gesamtinvestitionen in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von 39,6 Mio. € (Vj. 43,0 Mio. €) gliedern sich wie folgt auf:

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Einsatz von
Fördermitteln Eigenmitteln Insgesamt
Mio. € Mio. € Mio. €
Laufende Investitionen 6,0 33,5 39,5
Übernahmen - 0,1 0,1
Insgesamt 6,0 33,6 39,6

Von den Investitionen der ersten sechs Monate 2021 entfallen 6,0 Mio. € (Vj. 9,1 Mio. €) auf geförderte Investitionen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht, die gemäß IFRS von den Gesamtinvestitionen abgesetzt werden.

Unsere eigenmittelfinanzierten Investitionen verteilen sich auf folgende Standorte:

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Mio. €
Bad Neustadt a. d. Saale 14,7
Gießen, Marburg 13,9
Frankfurt (Oder) 3,9
Bad Berka 1,1
Gesamt 33,6

Die Vereinbarung mit dem Land Hessen im Zusammenhang mit der Finanzierung der zu erbringenden Leistungen für Forschung und Lehre an zum Konzern gehörenden Universitätskliniken sieht Investitionsverpflichtungen in Höhe von 100,0 Mio. € bis 2021 vor. Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2021 waren diese Investitionsverpflichtungen vollumfänglich erfüllt. Im Übrigen bestehen weitere Verpflichtungen zu Gebäudesanierungen und -erweiterungen an den Standorten Gießen und Marburg, deren Abschluss bis zum 31. Dezember 2024 vorgesehen ist.

Aus abgeschlossenen Unternehmenskaufverträgen bestehen zum Bilanzstichtag keine Investitionsverpflichtungen.

Mitarbeiter

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Mitarbeiter 30.06.2021 31.12.2020 Veränderung
absolut %
Kliniken 16.179 16.486 -307 -1,9
MVZ 336 321 15 4,7
Servicegesellschaften 1.678 1.642 36 2,2
Gesamt 18.193 18.449 -256 -1,4

Am 30. Juni 2021 waren im Konzern der RHÖN-KLINIKUM AG 18.193 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (31. Dezember 2020: 18.449) beschäftigt.

GESCHÄFTSVERLAUF DES ZWEITEN QUARTALS

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April bis Juni 2021 2020 Veränderung
Mio. € Mio. € Mio. € %
Umsatzerlöse 346,9 337,9 9,0 2,7
EBITDA 27,0 21,7 5,3 24,4
EBIT 9,5 4,4 5,1 > 100,0
EBT 9,3 2,0 7,3 > 100,0
Konzernergebnis 7,4 0,7 6,7 > 100,0

Im zweiten Quartal 2021 haben wir im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei um 9,0 Mio. € höheren Umsatzerlösen einen Anstieg des EBITDA auf 27,0 Mio. €, einen Anstieg des EBIT um 5,1 Mio. € sowie einen Anstieg des Konzernergebnisses um 6,7 Mio. € auf 7,4 Mio. € zu verzeichnen.

Dem Leistungsanstieg im zweiten Quartal 2021 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres stehen rückläufige Erträge im Zusammenhang mit der COVID-19-Gesetzgebung gegenüber.

TRENNUNGSRECHNUNG

Ende 2022 läuft die Vereinbarung zur Trennungsrechnung zwischen der RHÖN-KLINIKUM AG, der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH (UKGM), dem Land Hessen und den beiden Universitäten Gießen und Marburg aus. Die Vereinbarung, die 2017 zwischen den Vertragsparteien getroffen und im Februar 2018 im Hessischen Landtag verabschiedet wurde, regelt die Finanzierung der vom UKGM erbrachten Leistungen für Forschung und Lehre. Gleichzeitig wurde ein umfassendes Investitionspaket für beide Universitätskliniken auf den Weg gebracht. Aktuell laufen zwischen den Vertragsparteien Sondierungsgespräche über einen möglichen dauerhaften Fortbestand der Regelung und der zukünftigen inhaltlichen Ausgestaltung.

CHANCEN UND RISIKEN

Das installierte System des Risikomanagements sowie die einzelnen Unternehmensrisiken und -chancen sind im Geschäftsbericht 2020 auf den Seiten 66 bis 71 beschrieben. Die dort getroffenen Aussagen gelten im Wesentlichen unverändert fort. Aufgrund der COVID-19-Pandemie liegt neben der bestmöglichen medizinischen Versorgung unserer Patienten der Fokus auch auf der wirtschaftlichen Bewältigung der Auswirkungen. Eine abschließende Beurteilung der Auswirkungen auf unser Kerngeschäft für 2021 ist derzeit nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit möglich. Bestandsgefährdende Risiken sehen wir weder für die Einzelgesellschaften, noch für den Konzern.

PROGNOSE

Für das laufende Geschäftsjahr 2021 gehen wir unverändert von einem Umsatz in Höhe von 1,4 Mrd. € in einer Bandbreite von jeweils 5 % nach oben bzw. unten aus. Für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) rechnen wir weiterhin mit einem Wert zwischen 72,5 Mio. € und 82,5 Mio. €.

Diese Prognose spiegelt die weiter verschärften gestiegenen regulatorischen Eingriffe des Gesetzgebers, wie beispielsweise die Pflegepersonaluntergrenzenverordnung (PpUGV) und das Pflegepersonalstärkungsgesetz (PpSG), wider.

Wir weisen darauf hin, dass unser Ausblick weiterhin unter erheblichen Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Verlauf der COVID-19-Pandemie und unter dem Vorbehalt etwaiger regulatorischer Eingriffe mit Auswirkungen auf die Vergütungsstruktur im Jahr 2021 steht.

Bad Neustadt a. d. Saale, 5. August 2021

RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft

DER VORSTAND

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Prof. Dr. Bernd Griewing Dr. Christian Höftberger Dr. Stefan Stranz Dr. Gunther K. Weiß

Verkürzter Konzern-Zwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung Januar bis Juni 2021

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Januar bis Juni 2021 2020
Tsd. € % Tsd. € %
Umsatzerlöse 682.804 100,0 670.539 100,0
Sonstige Erträge 101.815 14,9 98.964 14,8
784.619 114,9 769.503 114,8
Materialaufwand 206.744 30,3 206.539 30,8
Personalaufwand 466.024 68,2 452.266 67,4
Sonstige Aufwendungen 65.465 9,6 75.204 11,2
Ergebnis aus der Werterhöhung von finanziellen Vermögenswerten -103 0,0 -16 0,0
738.130 108,1 733.993 109,5
Zwischenergebnis
(EBITDA) 46.489 6,8 35.510 5,3
Abschreibungen und Wertminderungen 35.157 5,1 34.140 5,1
Operatives Ergebnis (EBIT) 11.332 1,7 1.370 0,2
Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 5 0,0 48 0,0
Finanzierungserträge 389 0,1 117 0,0
Finanzierungsaufwendungen -1.386 -0,2 -3.085 -0,5
Ergebnis aus der Werterhöhung von Finanzanlagen
(Vj. Wertminderung) 276 0,0 -462 0,0
Finanzergebnis (netto) -716 -0,1 -3.382 -0,5
Ergebnis vor Steuern (EBT) 10.616 1,6 -2.012 -0,3
Ertragsteuern 1.982 0,3 1.691 0,3
Konzernergebnis 8.634 1,3 -3.703 -0,6
davon entfallend auf
Nicht beherrschende Anteile 574 0,1 526 0,0
Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG 8.060 1,2 -4.229 -0,6
Ergebnis je Aktie in €
unverwässert 0,12 -0,06
verwässert 0,12 -0,06
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Januar bis Juni 2021 2020
Tsd. € Tsd. €
Konzernergebnis 8.634 -3.703
davon entfallend auf
Nicht beherrschende Anteile 574 526
Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG 8.060 -4.229
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Beteiligungen
(FVOCI) 4.916 3.367
Ertragsteuern -778 -533
Sonstiges Ergebnis (Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Beteiligungen FVOCI), das anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird 4.138 2.834
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen 16 235
Ertragsteuern -3 - 37
Sonstiges Ergebnis (Neubewertung von Pensionsplänen), das anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird 13 198
Sonstiges Ergebnis 1 4.151 3.032
davon entfallend auf
Nicht beherrschende Anteile - -
Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG 4.151 3.032
Gesamtergebnis 12.785 -671
davon entfallend auf
Nicht beherrschende Anteile 574 526
Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG 12.211 -1.197

1 Summe der im Eigenkapital erfolgsneutral erfassten Wertänderungen.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung April bis Juni 2021

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April bis Juni 2021 2020
Tsd. € % Tsd. € %
Umsatzerlöse 346.895 100,0 337.926 100,0
Sonstige Erträge 50.814 14,6 48.799 14,4
397.709 114,6 386.725 114,4
Materialaufwand 104.305 30,1 101.051 29,9
Personalaufwand 233.775 67,4 228.609 67,6
Sonstige Aufwendungen 32.807 9,4 35.878 10,6
Ergebnis aus der Werterhöhung von finanziellen Vermögenswerten -161 -0,1 -467 -0,1
370.726 106,8 365.071 108,0
Zwischenergebnis
(EBITDA) 26.983 7,8 21.654 6,4
Abschreibungen und Wertminderungen 17.532 5,1 17.239 5,1
Operatives Ergebnis (EBIT) 9.451 2,7 4.415 1,3
Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen -7 0,0 23 0,0
Finanzierungserträge 346 0,1 45 0,0
Finanzierungsaufwendungen -779 -0,2 -2.250 -0,7
Ergebnis aus der Werterhöhung von Finanzanlagen
(Vj. Wertminderung) 251 0,1 -260 -0,1
Finanzergebnis (netto) -189 0,0 -2.442 -0,7
Ergebnis vor Steuern (EBT) 9.262 2,7 1.973 0,6
Ertragsteuern 1.878 0,6 1.303 0,4
Konzernergebnis 7.384 2,1 670 0,2
davon entfallend auf
Nicht beherrschende Anteile 440 0,1 452 0,1
Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG 6.944 2,0 218 0,1
Ergebnis je Aktie in €
unverwässert 0,10 0,00
verwässert 0,10 0,00
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April bis Juni 2021 2020
Tsd. € Tsd. €
Konzernergebnis 7.384 670
davon entfallend auf
Nicht beherrschende Anteile 440 452
Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG 6.944 218
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Beteiligungen (FVOCI) 4.043 3.274
Ertragsteuern -640 -518
Sonstiges Ergebnis (Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Beteiligungen FVOCI), das anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird 3.403 2.756
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen 12 221
Ertragsteuern -2 - 35
Sonstiges Ergebnis (Neubewertung von Pensionsplänen), das anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird 10 186
Sonstiges Ergebnis 1 3.413 2.942
davon entfallend auf
Nicht beherrschende Anteile - -
Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG 3.413 2.942
Gesamtergebnis 10.797 3.612
davon entfallend auf
Nicht beherrschende Anteile 440 452
Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG 10.357 3.160

1 Summe der im Eigenkapital erfolgsneutral erfassten Wertänderungen.

Konzernbilanz zum 30. Juni 2021

AKTIVA

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30.06.2021 31.12.2020
Tsd. € % Tsd. € %
Langfristige Vermögenswerte
Geschäftswerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte 182.296 11,1 181.627 11,1
Sachanlagen 862.703 52,3 865.554 53,1
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.751 0,1 2.208 0,1
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 353 0,0 394 0,0
Latente Steuerforderungen 501 0,1 1.472 0,1
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 16.897 1,0 11.981 0,8
1.064.501 64,6 1.063.236 65,2
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 32.838 2,0 35.239 2,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 184.965 11,2 193.900 11,9
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 164.998 10,0 231.232 14,2
Sonstige Vermögenswerte 17.527 1,1 11.968 0,7
Laufende Ertragsteueransprüche 2.496 0,1 3.140 0,2
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 181.001 11,0 90.955 5,6
583.825 35,4 566.434 34,8
1.648.326 100,0 1.629.670 100,0

PASSIVA

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30.06.2021 31.12.2020
Tsd. € % Tsd. € %
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 167.406 10,2 167.406 10,3
Kapitalrücklage 574.168 34,8 574.168 35,2
Sonstige Rücklagen 436.042 26,5 423.831 26,0
Eigene Anteile -76 0,0 -76 0,0
Aktionären der RHÖN-KLINIKUM AG zurechenbares Eigenkapital 1.177.540 71,5 1.165.329 71,5
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 25.466 1,5 24.892 1,5
1.203.006 73,0 1.190.221 73,0
Langfristige Schulden
Finanzschulden 148.511 9,0 148.460 9,1
Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 1.253 0,1 1.114 0,1
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 15.462 0,9 16.498 1,0
165.226 10,0 166.072 10,2
Kurzfristige Schulden
Finanzschulden 2.325 0,2 943 0,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 78.551 4,8 80.707 4,9
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 10.703 0,6 11.388 0,7
Sonstige Rückstellungen 29.176 1,8 32.393 2,0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 12.441 0,7 14.922 0,9
Sonstige Verbindlichkeiten 146.898 8,9 133.024 8,2
280.094 17,0 273.377 16,8
1.648.326 100,0 1.629.670 100,0

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung Januar bis Juni 2021

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Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Eigene Anteile Aktionären der RHÖN KLINIKUM AG zurechenbares Eigenkapital Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 1
Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. €
Stand 31.12.2019/​01.01.2020 167.406 574.168 420.006 -76 1.161.504 24.305
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern
Dividendenausschüttungen - - - - - -
Konzernergebnis - - -4.229 - -4.229 526
Sonstiges Ergebnis - - 3.032 - 3.032 -
Sonstige Veränderungen
Veränderungen des Konsolidierungskreises - - - - - -
Stand 30.06.2020 167.406 574.168 418.809 -76 1.160.307 24.831
Stand 31.12.2020/​01.01.2021 167.406 574.168 423.831 -76 1.165.329 24.892
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern
Dividendenausschüttungen - - - - - -
Konzernergebnis - - 8.060 - 8.060 574
Sonstiges Ergebnis - - 4.151 - 4.151 -
Sonstige Veränderungen
Veränderungen des Konsolidierungskreises - - - - - -
Stand 30.06.2021 167.406 574.168 436.042 -76 1.177.540 25.466
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Eigenkapital
Tsd. €
Stand 31.12.2019/​01.01.2020 1.185.809
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern
Dividendenausschüttungen -
Konzernergebnis -3.703
Sonstiges Ergebnis 3.032
Sonstige Veränderungen
Veränderungen des Konsolidierungskreises -
Stand 30.06.2020 1.185.138
Stand 31.12.2020/​01.01.2021 1.190.221
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern
Dividendenausschüttungen -
Konzernergebnis 8.634
Sonstiges Ergebnis 4.151
Sonstige Veränderungen
Veränderungen des Konsolidierungskreises -
Stand 30.06.2021 1.203.006

1 Einschließlich des sonstigen Ergebnisses (OCI).

Konzern-Kapitalflussrechnung Januar bis Juni 2021

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Januar bis Juni 2021 2020
Mio. € Mio. €
Ergebnis vor Ertragsteuern 10,6 -2,0
Finanzergebnis (netto) 0,7 3,4
Abschreibungen und Wertminderungen sowie Ergebnisse aus dem Abgang von Vermögenswerten 35,1 34,1
46,4 35,5
Veränderung des Netto-Umlaufvermögens
Veränderung der Vorräte 2,4 -4,6
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8,9 51,7
Veränderung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte und sonstigen Vermögenswerte 11,0 -13,6
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1,7 5,3
Veränderung übrige Nettoschulden/​ Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge 11,4 8,6
Veränderung der Rückstellungen -3,1 -7,0
Gezahlte Ertragsteuern -1,8 -6,0
Zinsauszahlungen -0,4 -0,2
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 73,1 69,7
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -38,7 -42,0
Zugeflossene Fördermittel zur Finanzierung der Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 6,0 9,1
Veränderung Anlage in Festgelder 50,0 -40,0
Investitionen in Finanzanlagen 0,1 0,1
Unternehmenserwerbe abzüglich erworbener Zahlungsmittel -0,1 -0,8
Verkaufserlöse aus dem Abgang von Vermögenswerten 1,1 0,4
Zinseinzahlungen 0,3 0,1
Mittelzu-/​Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit 18,7 -73,1
Zahlungen aus Finanzierungs-Leasing -1,8 -1,7
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -1,8 -1,7
Veränderung des Finanzmittelfonds 90,0 -5,1
Finanzmittelfonds am 01.01. 91,0 128,0
Finanzmittelfonds am 30.06. 181,0 122,9

Verkürzter Konzernanhang

GRUNDLEGENDE INFORMATIONEN

Die RHÖN-KLINIKUM AG und ihre Tochterunternehmen errichten, erwerben und betreiben Krankenhäuser in allen Versorgungsstufen, vorwiegend im Akutbereich, wobei die Konzentration auf maximalversorgungsnahe Spitzenmedizin mit direkter Verbindung zu Universitäten und Forschungseinrichtungen gerichtet ist. An einigen Standorten werden für ausgewählte Fachrichtungen als Ergänzung zu den akut-stationären Angeboten auch Rehabilitationen angeboten. Angeboten werden im Übrigen ambulante Strukturen in Form von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ). Wir erbringen unsere Dienstleistungen ausschließlich in Deutschland.

Die Gesellschaft ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und ist seit 1989 börsennotiert. Sitz der Gesellschaft ist in Bad Neustadt a. d. Saale, Salzburger Leite 1, Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Registergericht Schweinfurt unter HRB 1670 eingetragen. Der RHÖNKLINIKUM Konzern (kleinster Konsolidierungskreis) wird im Wege der Vollkonsolidierung mittelbar über die AMR Holding GmbH, Königstein im Taunus, in den Konzernabschluss der Broermann Holding GmbH, Königstein im Taunus, einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Zudem wird der RHÖNKLINIKUM Konzern in den Teilkonzernabschluss der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA, Hamburg, einbezogen.

Der Konzern‐Zwischenabschluss wird am 5. August 2021 auf der Website der RHÖN‐KLINIKUM AG sowie bei der Deutschen Börse veröffentlicht.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Konzern-Zwischenabschluss der RHÖN-KLINIKUM AG zum 30. Juni 2021 wird in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 in verkürzter Form und in Anwendung von § 315e HGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Des Weiteren wurden die Regelungen des DRS 16 bei der Erstellung des Konzern-Zwischenlageberichts beachtet.

Im Konzern-Zwischenabschluss sind die gleichen, bereits von der Europäischen Union verabschiedeten, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet worden wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020. Darüber hinaus gehende neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen, die ab dem 1. Januar 2021 anzuwenden sind und bereits von der Europäischen Union verabschiedet wurden, lagen in den ersten sechs Monaten 2021 nicht vor.

Der Gesetzgeber hat auf die COVID-19-Pandemie mit vielfältigen Gesetzen und Verordnungen reagiert. Für die Gesundheitswirtschaft ist insbesondere das Gesetz zum Ausgleich COVID-19 bedingter finanzieller Belastungen der Krankenhäuser und weiterer Gesundheitseinrichtungen relevant. In diesem Zusammenhang haben wir im ersten Halbjahr 2021 Erträge in Höhe von 32,1 Mio. € (Vj. 50,8 Mio. €) innerhalb der Umsatzerlöse ausgewiesen. Die Erstattungen betreffen hauptsächlich pauschale Zahlungen für freigehaltene Betten. Ferner wurden 0,8 Mio. € (Vj. 0,8 Mio. €) weitere Kostenerstattungen unter den sonstigen Erträgen ausgewiesen.

Der Ertragsteueraufwand wurde in der Berichtsperiode auf Basis des Steuersatzes abgegrenzt, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet wird.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Konzernobergesellschaft ist die RHÖN-KLINIKUM AG mit Sitz in Bad Neustadt a. d. Saale. Der Konsolidierungskreis stellt sich wie folgt dar:

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31.12.2020 Zugänge Abgänge 30.06.2021
Vollkonsolidierte Gesellschaften 26 - - 26
Gesellschaften, nach der Equity-Methode konsolidiert 1 - - 1
Übrige Gesellschaften 9 - - 9
Konsolidierungskreis 36 - - 36

Im ersten Halbjahr 2021 gab es keine Veränderungen des Konsolidierungskreises.

Unternehmenserwerbe

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 wurde ein kliniknaher Facharztsitz entgeltlich erworben, für den die Wirksamkeitsvoraussetzungen vertragsgemäß im Berichtszeitraum 2021 eintraten:

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Kauf Arztsitze Januar bis Juni 2021 Zeitwert nach Akquisition
Mio. €
Erworbene Vermögenswerte und Schulden
Sachanlagen 0,0
Übrige Schulden 0,0
Erworbenes Nettovermögen 0,0
+ Goodwill 0,1
Anschaffungskosten 0,1
./​. Ausstehende Kaufpreiszahlungen 0,0
./​. Übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0,0
Zahlungsmittelabfluss aus Transaktion 0,1

Der Goodwill in Höhe von 0,1 Mio. € beinhaltet im Wesentlichen Synergieeffekte, die aus dem Ausbau der medizinischen Versorgungszentren erwartet werden. Es ist davon auszugehen, dass der erfasste Goodwill für steuerliche Zwecke abzugsfähig ist.

Des Weiteren wurden im Berichtszeitraum 0,50 Arztsitze von der Kassenärztlichen Vereinigung an die MVZ‐Gesellschaft in Frankfurt (Oder) unentgeltlich übertragen. 2,0 Arztsitze wurden an die Kassenärztliche Vereinigung zurückgegeben.

Im Geschäftsjahr 2021 wurden 1,75 weitere kliniknahe Kassenarztsitze erworben, für die die Wirksamkeitsvoraussetzungen vertragsgemäß erst im zweiten Halbjahr 2021 eintreten werden.

scrollen
Kauf KV-Sitze mit Wirksamkeit 1. Juli 2021 Zeitwert nach Akquisition
Mio. €
Erworbene Vermögenswerte und Schulden
Sachanlagen 0,0
Übrige Schulden 0,0
Erworbenes Nettovermögen 0,0
+ Goodwill 0,3
Anschaffungskosten 0,3
./​. Ausstehende Kaufpreiszahlungen -0,3
./​. Übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0,0
Zahlungsmittelabfluss aus Transaktion 0,0

AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Nach IFRS 8 - Geschäftssegmente - sind die Segmentinformationen über Geschäftssegmente entsprechend der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger darzustellen (Managementansatz). In unserem Konzern ist der Vorstand das Hauptentscheidungsträgergremium. In diesem Gremium werden die strategischen Entscheidungen für den Konzern getroffen und an dieses Gremium werden regelmäßig die Kennzahlen der Kliniken, die bei uns die operativen Segmente darstellen, berichtet. Wir verfügen unverändert über nur ein berichtspflichtiges Geschäftssegment.

Umsatzerlöse

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Januar bis Juni 2021 2020
Mio. € Mio. €
Leistungsbereiche
Akutkliniken 657,7 650,7
Medizinische Versorgungszentren 12,1 8,4
Rehabilitationskliniken 13,0 11,4
682,8 670,5
Bundesländer
Freistaat Bayern 141,2 135,1
Freistaat Thüringen 90,0 90,6
Land Brandenburg 79,5 78,4
Land Hessen 372,1 366,4
682,8 670,5

Die Umsatzerlöse stellen nach IFRS 15 Umsätze aus der Erbringung von Dienstleistungen dar. In den Umsatzerlösen der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2021 sind Erlöse aus der Abrechnung eines Zusatzentgelts zur Behandlung von spinaler Muskelatrophie sowie zur Behandlung von multipler Sklerose enthalten. Vorgenannte Zusatzentgelte werden neben der reinen DRG vergütet und belasten in nahezu gleicher Höhe den Materialaufwand. Zudem beinhalten die Umsatzerlöse Kostenerstattungen für Krebsimmuntherapien (CAR-T-Zell-Therapie), die in gleicher Höhe den Materialaufwand belasten.

Die Umsatzerlöse der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2021 beinhalten darüber hinaus 32,1 Mio. € (Vj. 50,8 Mio. €) Ausgleichszahlungen des Gesetzgebers im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie, saldiert mit gegenläufigen Erlösausgleichsverpflichtungen. Die Erstattungen entfallen im Wesentlichen auf Ausgleichsbeträge für freigehaltene Krankenhausbetten.

Sonstige Erträge

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Januar bis Juni 2021 2020
Mio. € Mio. €
Erträge aus Leistungen 86,8 84,5
Erträge aus Fördermitteln und sonstigen Zuwendungen 10,6 8,2
Erträge aus Schadenersatzleistungen/​Sonstige Erstattungen 0,6 1,2
Übrige 3,8 5,1
101,8 99,0

Als Erträge aus Leistungen werden Erlöse aus Hilfs- und Nebengeschäften sowie Miet- und Pachterlöse ausgewiesen.

Zur Kompensation bestimmter zweckgebundener Aufwendungen, die im Zusammenhang mit durch öffentliche Mittel geförderten Maßnahmen stehen (z. B. Personal- und Sachkosten für Forschung und Lehre, Leistungen nach dem Mutterschutzgesetz), erhielt der Konzern Fördermittel und sonstige Zuwendungen.

Der Anstieg der sonstigen Erträge resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Erträgen aus Hilfs- und Nebengeschäften u. a. bedingt durch höhere Verkäufe von Arzneimitteln und Zytostatika.

Im Übrigen sind in den Erträgen aus Fördermitteln und sonstigen Zuwendungen 0,8 Mio. € (Vj. 0,8 Mio. €) Erstattungen des Gesetzgebers für Verpflegungs- und Quarantänekosten im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie erfasst.

Materialaufwand

Gegenüber dem Vorjahreszeitraum hat sich der Materialaufwand in den ersten sechs Monaten 2021 nur geringfügig erhöht. Im Materialaufwand sind im Übrigen Aufwendungen für die medikamentöse Behandlung von spinaler Muskelatrophie, multipler Sklerose sowie Aufwendungen für Krebsimmuntherapien (CAR-T-Zell-Therapie) enthalten, die in nahezu gleicher Höhe vergütet werden und unter den Umsatzerlösen bzw. sonstigen Erträgen ausgewiesen sind.

Personalaufwand

Der Anstieg der Personalaufwendungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist im Wesentlichen auf allgemeine Tarifsteigerungen zurückzuführen.

Sonstige Aufwendungen

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Januar bis Juni 2021 2020
Mio. € Mio. €
Instandhaltung und Wartung 26,8 28,2
Gebühren, Beiträge und Beratungskosten 19,5 24,5
Versicherungen 5,2 6,8
Verwaltungs- und EDV-Kosten 4,6 5,2
Sonstige Personal- und Weiterbildungsaufwendungen 2,1 2,3
Mieten und Pachten 1,9 2,0
Reisekosten, Bewirtung, Repräsentationskosten 0,4 0,8
Sonstige Steuern 0,1 0,1
Übrige 4,9 5,3
65,5 75,2

Ergebnis aus der Werterhöhung von finanziellen Vermögenswerten

Das positive Ergebnis aus der Werterhöhung von finanziellen Vermögenswerten resultiert aus der Anwendung des IFRS 9, der u. a. die Erfassung zukünftig erwarteter Verluste finanzieller Vermögenswerte regelt. Ursache für die Zunahme des positiven Ergebnisses sind rückläufige Forderungen gegen die Kostenträger bedingt durch die COVID-19-Pandemie.

Abschreibungen und Wertminderungen

Die Abschreibungen und Wertminderungen sind im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres um 1,1 Mio. € bzw. 3,2 % auf 35,2 Mio. € angestiegen.

Finanzergebnis (netto)

Das negative Finanzergebnis ist in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021 um 2,7 Mio. € auf 0,7 Mio. € gesunken. Ursache hierfür sind vor allem im Vorjahr erfasste Vorfälligkeitsentschädigungen für unsere Schuldscheindarlehen. Im Übrigen hat sich das Ergebnis aus der Wertminderung von Finanzanlagen im Sinne von IFRS 9 aufgrund eines rückläufigen Ausfallrisikos verbessert.

Ertragsteuern

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Januar bis Juni 2021 2020
Mio. € Mio. €
Laufende Ertragsteuern 1,8 2,2
Latente Steuerabgrenzungen 0,2 -0,5
2,0 1,7

Der leichte Anstieg des Ertragsteueraufwands im Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultiert bei einer unveränderten Tarifbesteuerung aus einer höheren steuerlichen Bemessungsgrundlage.

AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

Geschäftswerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte

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Sonstige immaterielle
Geschäftswerte Vermögenswerte Gesamt
Mio. € Mio. € Mio. €
Anschaffungskosten
01.01.2021 164,8 55,2 220,0
Zugänge aus Änderung Konsolidierungskreis 0,1 0,0 0,1
Zugänge 0,0 3,0 3,0
Abgänge 0,0 0,5 0,5
Umbuchung 0,0 0,1 0,1
30.06.2021 164,9 57,8 222,7
Kumulierte planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen
01.01.2021 0,0 38,4 38,4
Abschreibungen 0,0 2,5 2,5
Abgänge 0,0 0,5 0,5
Umbuchung 0,0 0,0 0,0
30.06.2021 0,0 40,4 40,4
Bilanzwert 30.06.2021 164,9 17,4 182,3
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Sonstige immaterielle
Geschäftswerte Vermögenswerte Gesamt
Mio. € Mio. € Mio. €
Anschaffungskosten
01.01.2020 164,2 48,5 212,7
Zugänge aus Änderung Konsolidierungskreis 0,7 0,0 0,7
Zugänge 0,0 2,5 2,5
Abgänge 0,0 0,0 0,0
Umbuchung 0,0 0,0 0,0
30.06.2020 164,9 51,0 215,9
Kumulierte planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen
01.01.2020 0,0 34,6 34,6
Abschreibungen 0,0 1,9 1,9
Abgänge 0,0 0,0 0,0
Umbuchung 0,0 0,0 0,0
30.06.2020 0,0 36,5 36,5
Bilanzwert 30.06.2020 164,9 14,5 179,4

Sachanlagen

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Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Anschaffungskosten
01.01.2021 1.175,7 58,8 381,1 75,2 1.690,8
Zugänge aus Änderung Konsolidierungskreis 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Zugänge 3,2 0,3 7,4 19,6 30,5
Abgänge 1,5 0,1 7,5 0,0 9,1
Umbuchungen 6,6 0,8 1,7 -9,2 -0,1
30.06.2021 1.184,0 59,8 382,7 85,6 1.712,1
Kumulierte planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen
01.01.2021 506,6 42,8 275,8 0,0 825,2
Abschreibungen 15,5 1,6 15,1 0,0 32,2
Abgänge 0,5 0,1 7,4 0,0 8,0
Umbuchungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
30.06.2021 521,6 44,3 283,5 0,0 849,4
Bilanzwert 30.06.2021 662,4 15,5 99,2 85,6 862,7
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Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Anschaffungskosten
01.01.2020 1.167,9 57,9 368,8 34,2 1.628,8
Zugänge aus Änderung Konsolidierungskreis 0,0 0,0 0,3 0,0 0,3
Zugänge 2,1 0,2 10,7 17,4 30,4
Abgänge 0,3 0,0 7,1 0,0 7,4
Umbuchungen 0,7 0,4 0,4 -1,5 0,0
30.06.2020 1.170,4 58,5 373,1 50,1 1.652,1
Kumulierte planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen
01.01.2020 476,0 39,1 255,5 0,0 770,6
Abschreibungen 15,3 1,9 14,9 0,0 32,1
Abgänge 0,0 0,0 6,9 0,0 6,9
Umbuchungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
30.06.2020 491,3 41,0 263,5 0,0 795,8
Bilanzwert 30.06.2020 679,1 17,5 109,6 50,1 856,3

Im ersten Halbjahr 2021 sind Fremdkapitalkosten in Höhe von 0,6 Mio. € (Vj. 0,2 Mio. €) angefallen, die für die Finanzierung der Anschaffung bzw. Herstellung qualifizierter Vermögenswerte entstanden sind und in den Sachanlagenzugängen erfasst sind. Des Weiteren sind in den Zugängen aktivierte Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 in Höhe von 0,8 Mio. € (Vj. 0,8 Mio. €) sowie Abschreibungen auf aktivierte Nutzungsrechte in Höhe von 1,7 Mio. € (Vj. 1,7 Mio. €) enthalten. Vom Bilanzwert zum 30. Juni 2021 entfallen 10,0 Mio. € (Vj. 11,9 Mio. €) auf Nutzungsrechte.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig)

Unter diesem Posten werden Beteiligungen in Höhe von 16,9 Mio. € (31. Dezember 2020: 12,0 Mio. €) ausgewiesen. Bei den Beteiligungen handelt es sich um Anteile an den Firmen Inovytec Medical Solutions Ltd., Hod Hasharon (Israel), Telesofia Medical Ltd., Tel Aviv (Israel), CLEW Medical Inc., Delaware (USA) sowie Tiplu GmbH, Hamburg. Der Anstieg resultiert aus Marktwertanpassungen.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig)

Festgeldanlagen wurden in Höhe von 116,6 Mio. € (31. Dezember 2020: 166,4 Mio. €) mit einer Restlaufzeit < 1 Jahr getätigt. Des Weiteren sind unter diesem Posten Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht in Höhe von 41,4 Mio. € (31. Dezember 2020: 56,0 Mio. €) ausgewiesen.

Eigenkapital

Der Anstieg des Eigenkapitals gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 um 12,8 Mio. € resultiert mit 8,6 Mio. € aus dem Konzerngewinn für das erste Halbjahr 2021 und mit 4,2 Mio. € aus Gewinnen, die im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst sind. Das sonstige Ergebnis (OCI) resultiert mit 4,2 Mio. € aus Gewinnen aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts von Beteiligungen, die gemäß IFRS 9 der Kategorie Fair Value through other comprehensive income (FVOCI) zugeordnet sind.

Finanzschulden

Die Finanzschulden sind unverändert zum Geschäftsjahresende 31. Dezember 2020. Es besteht weiterhin eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 88,0 Mio. €. Eine Inanspruchnahme der Linie bestand zum 30. Juni 2021 nicht. Das Schuldscheindarlehen im Umfang von 90,0 Mio. € sowie die Namensschuldverschreibung in Höhe von 60,0 Mio. € bestehen ebenfalls weiterhin.

Leasingverbindlichkeiten

Unter den langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind 7,1 Mio. € (31. Dezember 2020: 8,1 Mio. €) und unter den kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind 3,1 Mio. € (31. Dezember 2020: 3,1 Mio. €) Verbindlichkeiten aus Leasing ausgewiesen.

Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten gemäß IFRS 9 dar und leitet diese auf die entsprechenden Bilanzposten über:

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Bewertungskategorie 30.06.2021 davon Finanzinstrumente 31.12.2020 davon Finanzinstrumente
nach IFRS 9 Buchwert Zeitwert Buchwert
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 16,9 16,9 16,9 12,0 12,0
davon Beteiligungen Erfolgsneutral zum Fair Value bewertet (Fair Value through other comprehensive income; ohne Recycling) 16,9 16,9 16,9 12,0 12,0
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (amortised cost) 350,0 350,0 350,0 425,1 425,1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (amortised cost) 181,0 181,0 181,0 91,0 91,0
PASSIVA
Langfristige Schulden
Finanzschulden Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 148,5 148,5 164,2 148,5 148,5
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 15,5 15,5 9,1 16,5 16,5
davon sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 8,4 8,4 9,1 8,4 8,4
davon Leasingverbindlichkeiten n. a. 7,1 7,1 - 8,1 8,1
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 78,6 78,6 78,6 80,7 80,7
Finanzschulden Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 2,3 2,3 2,3 0,9 0,9
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 12,4 12,4 9,3 14,9 14,9
davon sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 9,3 9,3 9,3 11,8 11,8
davon Leasingverbindlichkeiten n. a. 3,1 3,1 - 3,1 3,1
Aggregiert nach Bewertungskategorien, stellen sich die oben genannten Werte wie folgt dar:
Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 531,0 531,0 516,1
Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum Fair Value bewertet werden (Fair Value through other comprehensive income; ohne Recycling) 16,9 16,9 12,0
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 247,1 263,5 250,3
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davon Finanzinstrumente
Zeitwert
Mio. €
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 12,0
davon Beteiligungen 12,0
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte 425,1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 91,0
PASSIVA
Langfristige Schulden
Finanzschulden 172,3
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 9,1
davon sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 9,1
davon Leasingverbindlichkeiten -
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 80,7
Finanzschulden 0,9
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 11,8
davon sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 11,8
davon Leasingverbindlichkeiten -
Aggregiert nach Bewertungskategorien, stellen sich die oben genannten Werte wie folgt dar:
516,1
12,0
274,8

Die Bewertung des wesentlichen Teils der finanziellen Vermögenswerte erfolgt bei der RHÖNKLINIKUM AG gemäß IFRS 9 zu fortgeführten Anschaffungskosten. Darunter fallende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben i. d. R. kurze Restlaufzeiten. Deshalb entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag den Zeitwerten.

Beteiligungen in Höhe von 16,9 Mio. € (31. Dezember 2020: 12,0 Mio. €) werden erfolgsneutral zum Fair Value (Fair Value through other comprehensive income, ohne Recycling) bewertet. Diese Beteiligungen betreffen Start-up-Beteiligungen, deren Marktwert auf Basis aktueller Eigenkapitaltransaktionen zwischen Marktteilnehmern im Rahmen weiterer Finanzierungsrunden bzw. unter Anwendung des DCF-Verfahrens/​Multiplikatorenverfahrens ermittelt wurde. Im Übrigen werden weitere unwesentliche Beteiligungen in Höhe von < 0,0 Mio. € (31. Dezember 2020: < 0,0 Mio. €) erfolgswirksam zum Fair Value bewertet (Fair Value through profit or loss). Änderungen der Marktbewertung von Beteiligungen, die erfolgsneutral zum Fair Value (Fair Value through other comprehensive income, ohne Recycling) bewertet sind, führten in Summe zu Gewinnen (nach Steuern) in Höhe von 4,1 Mio. € (Vj. 2,8 Mio. €), die erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst sind.

Der Zeitwert der langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sowie der Zeitwert der Finanzschulden der RHÖN-KLINIKUM AG ermitteln sich aus den diskontierten Zahlungsströmen. Zur Diskontierung wurde ein der RHÖN-KLINIKUM AG entsprechender risiko- und laufzeitadäquater Zinssatz verwendet. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten mit kurzen Restlaufzeiten entsprechen die Buchwerte zum Abschlussstichtag den Zeitwerten. Für die Marktwertberechnung werden die zum Bilanzstichtag erwarteten zukünftigen Zahlungsströme zugrunde gelegt.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021 führten Anpassungen der Wertberichtigungen der finanziellen Vermögenswerte und Finanzanlagen im Sinne von IFRS 9 zu einer Ergebnisverbesserung (nach Steuern) in Höhe von insgesamt 0,3 Mio. € (Vj. Ergebnisbelastung 0,4 Mio. €).

Die beizulegenden Zeitwerte der bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Schulden i. S. v. IFRS 9 werden wie folgt den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet:

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Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt 30.06.2021 Gesamt 31.12.2020
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte (Beteiligungen) - 16,9 - 16,9 12,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte - 350,0 - 350,0 425,1
Langfristige Finanzschulden - 164,2 - 164,2 172,3
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (einschließlich) Leasing) - 16,2 - 16,2 17,2
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 78,6 - 78,6 80,7
Kurzfristige Finanzschulden - 2,3 - 2,3 0,9
Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (einschließlich Leasing) - 12,4 - 12,4 14,9

Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie und ihre Anwendung auf die Vermögenswerte und Schulden sind im Folgenden beschrieben:

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Stufe 1: Notierte Marktpreise für identische Vermögenswerte oder Schulden an aktiven Märkten

Stufe 2: Andere Informationen als notierte Marktpreise, die direkt (z. B. Preise) oder indirekt (z. B. abgeleitet aus Preisen) beobachtbar sind

Stufe 3: Informationen zu Vermögenswerten und Schulden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

SONSTIGE ANGABEN

Beteiligungen an der Gesellschaft

Im Zeitraum 1. Januar 2021 bis einschließlich 30. Juni 2021 haben uns keine Mitteilungen von Aktionären erreicht, dass sie die gesetzlichen Meldeschwellen gemäß § 33 ff. WpHG über- bzw. unterschritten haben und dass sie damit zumindest zeitweise einen Stimmrechtsanteil von über 3 % an der Gesellschaft entweder direkt gehalten haben oder dass ihnen ein solcher Stimmrechtsanteil zugerechnet wird.

Unter Berücksichtigung der uns mitgeteilten Schwellenüber- bzw. -unterschreitungen ergibt sich nach § 33 ff. WpHG hinsichtlich der Aktionärsstruktur zum Stichtag 30. Juni 2021 folgendes Bild:

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Mitteilungspflichtiger veröffentlicht am Direkt gehalten % Zurechnung % Stimmrechtsverfügung % Tag der Schwellen-über-/​-unterschreitung Über-/​ Unterschreitung der Schwelle von
Dr. Bernard große Broermann/​Eugen Münch; AMR Holding GmbH 23.07.2020/​ 24.07.2020 0,0005 93,37 93,38 22.07.2020 >75%
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Mitteilungspflichtiger Meldung gem. § 33 f. WpHG Zurechnung nach WpHG/​Zusatzinformation:
Dr. Bernard große Broermann/​Eugen Münch; AMR Holding GmbH zugerechnet (§ 34 WpHG): AMR Holding GmbH

Die Stimmrechtsanteile können sich seit dem 30. Juni 2021 geändert haben. Bezüglich Mitteilungen über Veränderungen, die ab dem 1. Juli 2021 stattgefunden haben sowie für weitergehende Informationen über die zugrundeliegenden Finanzinstrumente, zur Zurechnung und zu den Haltestrukturen der jeweiligen Stimmrechte verweisen wir auf die Veröffentlichungen auf unserer Website in der Rubrik Investor Relations/​Publikationen & Präsentationen/​IR-News.

Die Gesellschaft hält zum 30. Juni 2021 24.000 Stück eigene Aktien. Dies entspricht 0,04 % der Stimmrechte.

Organe

Zum 15. Januar 2021 ist Herr Prof. Dr. Gerhard Ehninger als Mitglied des Aufsichtsrats aus dem Aufsichtsrat der Gesellschaft ausgeschieden. Mit Beschluss vom 3. März 2021 hat das Amtsgericht Schweinfurt auf Antrag des Vorstands, der auf einem Vorschlag des Aufsichtsrats beruhte, Herrn Marco Walker zum Mitglied des Aufsichtsrats für die verbleibende Amtszeit bis zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 9. Juni 2021 bestellt. Auf der ordentlichen virtuellen Hauptversammlung am 9. Juni 2021 wurde Herr Marco Walker als Vertreter der Anteilseigner in den Aufsichtsrat gewählt.

Die Zusammensetzung des Vorstands hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2020 nicht geändert. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 24. März 2021 Herrn Dr. Gunther K. Weiß für die Dauer von drei Jahren erneut zum Vorstand der Gesellschaft ab 1. Januar 2022 bestellt.

Im Übrigen wird die Geschäftsverteilung innerhalb des Vorstands sowie innerhalb des Aufsichtsrats regelmäßig den sich ändernden Anforderungen angepasst.

Die von Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam abgegebene Erklärung zur Unternehmensführung und die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wurden im Geschäftsjahr 2021 aktualisiert und auf unserer Website veröffentlicht. Alle übrigen Elemente unserer Unternehmensverfassung blieben im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres unverändert. Wir verweisen hierzu auf unsere Erläuterungen im Lagebericht zum Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2020.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Gesellschaften des RHÖN-KLINIKUM Konzerns unterhalten im Einzelfall wechselseitige Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen, wie sie im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2020 näher beschrieben sind.

Der Kreis der nahestehenden Unternehmen und die Geschäfte mit diesen Unternehmen haben sich von der Art der Leistungsbeziehung und der Höhe des zeitanteiligen Geschäftsvolumens sowie der finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 nicht wesentlich geändert. Für die Konzerngesellschaften der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA haben wir Leistungen in Höhe von 0,8 Mio. € (Vj. 0,4 Mio. €) erbracht. Im gleichen Zeitraum haben wir Leistungen in Höhe von 1,4 Mio. € (Vj. 0,1 Mio. €) bezogen. Von Herrn Münch wurden Dienstleistungen im Umfang von 0,3 Mio. € (Vj. 0,0 Mio. €) für den Konzern der RHÖN-KLINIKUM AG erbracht.

Wesentliche Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die ihrer Art oder Höhe nach unüblich sind, haben nicht stattgefunden.

Die vertraglichen Vergütungen für die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands haben sich im Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2020 nicht verändert. Der Aufsichtsrat hat unter Berücksichtigung der Vorgaben des neuen § 87a AktG in der Fassung des Gesetzes zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) ein System zur Vergütung der Vorstandmitglieder entwickelt und im März 2021 beschlossen. Auf der Hauptversammlung am 9. Juni 2021 wurde dieses Vergütungssystem gebilligt. Das neue Vergütungssystem gilt ab dem 1. April 2021 für alle neu abzuschließenden Dienstverträge mit Vorstandmitgliedern. Kreditgewährungen an Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands liegen nicht vor.

An der im März 2016 gegründeten RHÖN-Innovations GmbH waren ehemalige Vorstände und ein amtierender Vorstand beteiligt. Vertragsgemäß wurden die Anteile im Berichtszeitraum der RHÖNKLINIKUM AG angedient. Die geleisteten Zahlungen für die Geschäftsanteile werden als aktienbasierte Vergütung i.S.v. IFRS 2 (cash-settled share-based payment transactions) unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Im Rahmen der Fair value-Bewertung sind im Berichtszeitraum Aufwendungen in Höhe von 0,0 Mio. € (Vj. 0,1 Mio. €) entstanden.

Im Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021 liegen der RHÖN-KLINIKUM AG keine Mitteilungen über Eigengeschäfte von Führungspersonen nach Art. 19 Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/​2014 vor.

Ergänzende Informationen zu den jeweiligen Mitteilungen sind auf unserer Internetseite unter der Rubrik "IR-News" im Bereich Investor Relations veröffentlicht.

Mitarbeiter

Zum Stichtag 30. Juni 2021 beschäftigte der Konzern 18.193 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (31. Dezember 2020: 18.449 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Vereinbarung aus 2018 mit dem Land Hessen im Zusammenhang mit der Finanzierung der zu erbringenden Leistungen für Forschung und Lehre an den zum Konzern gehörenden Universitätskliniken sieht Investitionsverpflichtungen in Höhe von 100,0 Mio. € bis Ende 2021 vor. Diese Verpflichtung ist zum Bilanzstichtag 30. Juni 2021 vollständig erfüllt. Des Weiteren sind folgende Investitionen durchzuführen: Am Standort Marburg sind die Modernisierung der Klinik für Psychiatrie, die Sanierung des Zentralen Operationssaales und der Intensivstationen sowie der Neubau der Klinik für Kinder‐ und Jugendpsychiatrie vorgesehen. Am Standort Gießen wird das Kinderherzzentrum ausgebaut und an das Klinikum ein Erweiterungsbau hinzugefügt. Unsere Kliniken an den Standorten Gießen und Marburg verpflichten sich weiterhin, bis zum Ablauf des Geschäftsjahres 2021 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten und Auszubildende mit entsprechendem Leistungsprofil zu übernehmen.

Die weiteren sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben sich seit dem letzten Bilanzstichtag nicht wesentlich geändert.

Eventualschulden

Das Gesamtvolumen der Eventualschulden hat sich seit dem letzten Bilanzstichtag nicht wesentlich verändert.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie gemäß IAS 33 errechnet sich als Quotient des den Aktionären der RHÖNKLINIKUM AG zustehenden Konzerngewinns und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktienzahl. Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie, da am Bilanzstichtag keine Optionen und Wandlungsrechte ausgegeben waren.

Die Entwicklung der im Umlauf befindlichen Stückaktien ist aus nachfolgender Übersicht ersichtlich:

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Anzahl zum Anzahl zum
30.06.2021 30.06.2020
Stückaktien 66.962.470 66.962.470
Eigene Stückaktien -24.000 -24.000
Im Umlauf befindliche Stückaktien 66.938.470 66.938.470

Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich wie folgt:

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Stückaktien 30.06.2021 30.06.2020
Anteil am Konzernergebnis in Tsd. € 8.060 -4.229
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien in Tsd. Stück 66.938 66.938
Ergebnis je Aktie in € 0,12 -0,06

Kapitalflussrechnung

Die in der Finanzierungsrechnung ausgewiesene Liquidität umfasst unverändert Kassenbestände, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung werden die kurzfristigen Kontokorrentkredite von den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten abgesetzt, wobei es zum 30. Juni 2021 keine kurzfristigen Kontokorrentkredite gab.

Die Verbesserung des Mittelzuflusses aus laufender Geschäftstätigkeit von 69,7 Mio. € auf 73,1 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus dem gestiegenen Ergebnis vor Steuern sowie aus Effekten im Zusammenhang mit Erlösausgleichen. Gegenläufig wirkt sich eine im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geringere Reduktion der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus.

Die Erhöhung des Mittelzuflusses aus Investitionstätigkeit auf 18,7 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus der Rückzahlung der angelegten Festgelder (Vorjahreszeitraum: Geldanlage).

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit von 1,8 Mio. € resultiert aus Zahlungen im Zusammenhang mit Finanzierungs- Leasing.

In den übrigen Rückstellungen sind u. a. Rückstellungen für Rückforderungsrisiken enthalten. Der Vorjahresausweis zum 30. Juni 2020 erfolgte unter Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und wurde zwecks Erhöhung der Verständlichkeit für die Abschlussadressaten angepasst. In diesem Zusammenhang wurde in der Kapitalflussrechnung der Mittelabfluss im ersten Halbjahr 2020 in Höhe von 6,5 Mio. € vom Posten "Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" in den Posten "Veränderung der Rückstellungen" umgegliedert.

In der Kapitalflussrechnung wurden 14,5 Mio. € (Vj 8,8 Mio. €) ausstehende Baurechnungen als nicht zahlungswirksam berücksichtigt.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Seit dem 30. Juni 2021 sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns der RHÖN-KLINIKUM AG erwartet wird.

Bad Neustadt a. d. Saale, 5. August 2021

RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft

DER VORSTAND

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Prof. Dr. Bernd Griewing Dr. Christian Höftberger Dr. Stefan Stranz Dr. Gunther K. Weiß

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss der RHÖN-KLINIKUM AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns der RHÖN-KLINIKUM AG im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Bad Neustadt a. d. Saale, 5. August 2021

RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft

DER VORSTAND

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Prof. Dr. Bernd Griewing Dr. Christian Höftberger Dr. Stefan Stranz Dr. Gunther K. Weiß

BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHT

An die RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft, Bad Neustadt a. d. Saale

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und Konzern-Kapitalflussrechnung sowie verkürzter Konzernanhang - und den Konzernzwischenlagebericht der RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2021, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach dem International Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen und ergänzender Anwendung des International Standard on Review Engagements 2410 "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Frankfurt am Main, den 5. August 2021

KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Huber-Straßer Wirtschaftsprüferin Schrum Wirtschaftsprüfer

UNTERNEHMENSKENNZAHLEN

UNTERNEHMENSKENNZAHLEN JANUAR BIS JUNI 2021/​ JANUAR BIS JUNI 2020

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Angaben in Mio. € Jan. - Juni 2021 Jan. - Juni 2020 Veränderung in %
Umsatzerlöse 682,8 670,5 1,8
EBITDA 46,5 35,5 31,0
EBITDA-Quote (in %) 6,8 5,3 28,3
EBIT 11,3 1,4 707,1
EBIT-Quote (in %) 1,7 0,2 750,0
EBT 10,6 -2,0 630,0
Konzernergebnis nach IFRS 8,6 -3,7 332,4
Eigenkapital nach IFRS 1.203,0 1.185,1 1,5
Eigenkapitalquote in % 73,0 72,5 0,7
Ergebnis je Stammaktie (in €) (unverwässert/​verwässert) 0,12 -0,06 300,0
Zahl der Mitarbeiter (nach Köpfen) 18.193 18.131 0,3
Fallzahlen (behandelte Patienten) 414.489 394.558 5,1
Betten und Plätze 5.312 5.304 0,2

UNTERNEHMENSKENNZAHLEN APRIL BIS JUNI 2021/​ APRIL BIS JUNI 2020

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Angaben in Mio. € April - Juni 2021 April - Juni 2020 Veränderung in %
Umsatzerlöse 346,9 337,9 2,7
EBITDA 27,0 21,7 24,4
EBITDA-Quote (in %) 7,8 6,4 21,9
EBIT 9,5 4,4 115,9
EBIT-Quote (in %) 2,7 1,3 107,7
EBT 9,3 2,0 365,0
Konzernergebnis nach IFRS 7,4 0,7 957,1
Eigenkapital nach IFRS 1.203,0 1.185,1 1,5
Eigenkapitalquote in % 73,0 72,5 0,7
Ergebnis je Stammaktie (in €) (unverwässert/​verwässert) 0,10 0,00 o.A.
Zahl der Mitarbeiter (nach Köpfen) 18.193 18.131 0,3
Fallzahlen (behandelte Patienten) 212.749 182.770 16,4
Betten und Plätze 5.312 5.304 0,2

RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft

Postadresse:
97615 Bad Neustadt a. d. Saale
Deutschland

Hausadresse:
Salzburger Leite 1
97616 Bad Neustadt a. d. Saale
T. 09771 65-0
F. 09771 97467

Internet:
rhoen-klinikum-ag.com

E-Mail:
rka@rhoen-klinikum-ag.com

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