RHÖN-KLINIKUM AktiengesellschaftBad Neustadt a.d.SaaleHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022Aus rechentechnischen Gründen können in den
Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe ± einer
Einheit (€, % usw.) auftreten.
KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHTBERICHT ÜBER DAS ERSTE HALBJAHR 2022scrollen
GRUNDLAGEN DES RHÖN-KLINIKUM KONZERNSDer verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der
RHÖN-KLINIKUM AG zum 30. Juni 2022 wurde in
Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 in
verkürzter Form und unter Anwendung von § 315e
HGB ("Konzernabschluss nach internationalen
Rechnungslegungsstandards") im Einklang mit den
International Financial Reporting Standards (IFRS) des
International Accounting Standards Board (IASB) sowie den
Interpretationen des International Financial Reporting
Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie
gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des
Europäischen Parlaments und des Rats über die
Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards in der
Europäischen Union im Geschäftsjahr 2022
verpflichtend anzuwenden sind.
Die zur Anwendung kommenden Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden haben wir, soweit sie bereits im
Geschäftsjahr 2021 zur Anwendung gelangten und im
Geschäftsjahr 2022 unverändert fortgeführt
werden, im Konzernabschluss der RHÖN-KLINIKUM AG zum
31. Dezember 2021 ausführlich dargestellt.
Darüber hinaus gehende neue bzw. geänderte
Standards und Interpretationen, die ab dem 1. Januar 2022
bzw. Folgejahre anzuwenden sind und bereits von der
Europäischen Union verabschiedet wurden, sind im
verkürzten Konzernanhang zu diesem Zwischenbericht
erläutert. Diese haben die im verkürzten
Konzernanhang angegebenen Auswirkungen auf die
Vermögens-, Finanz-und Ertragslage des Konzerns der
RHÖNKLINIKUM AG.
Das Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33 nach
den durchschnittlichen im Umlauf befindlichen Stammaktien
gewichtet ermittelt.
Soweit nachfolgend Angaben zu einzelnen Gesellschaften
gemacht werden, handelt es sich um Werte vor
Konsolidierung. Aus rechentechnischen Gründen
können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in
Höhe von ± einer Einheit (€, % usw.)
auftreten.
CORPORATE GOVERNANCEIn der virtuellen Hauptversammlung der
RHÖN-KLINIKUM AG am 8. Juni 2022 stimmten die
Aktionäre neben dem Gewinnverwendungsvorschlag der
Entlastung der Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats,
der Wahl eines neuen Aufsichtsratsmitglieds, dem Abschluss
von Gewinnabführungsverträgen mit der
RHÖN-KLINIKUM Services GmbH, der RHÖN-KLINIKUM
Business Services GmbH, der RHÖN-KLINIKUM Service
Einkauf + Versorgung GmbH und der RHÖN-KLINIKUM IT
Service GmbH sowie dem Vergütungsbericht
gemäß § 162 AktG zu.
Frau Nicole Mooljee Damani hat der Gesellschaft am 8.
Dezember 2021 mitgeteilt, dass sie ihr Mandat als Mitglied
des Aufsichtsrats der Gesellschaft niederlegt, und ist
damit nach Ablauf der Monatsfrist gemäß §
10 Ziff. 3 der Satzung zum 8. Januar 2022 aus dem
Aufsichtsrat ausgeschieden. Mit Beschluss vom 2. März
2022 hat sodann das Amtsgericht Schweinfurt auf Antrag des
Vorstands, der auf einem Vorschlag des Aufsichtsrats
beruhte, Frau Dr. Cornelia Süfke zum Mitglied des
Aufsichtsrats der Gesellschaft bestellt.
Frau Dr. Cornelia Süfke, Leiterin Konzernbereich
Medizinrecht, Versicherungen & Compliance der Asklepios
Kliniken GmbH & Co. KGaA, Hamburg, wurde in der
virtuellen Hauptversammlung am 8. Juni 2022 von den
Aktionärinnen und Aktionären in den Aufsichtsrat
der RHÖN-KLINIKUM AG gewählt.
Die Zusammensetzung des Vorstands hat sich
gegenüber dem 31. Dezember 2021 nicht geändert.
Im Übrigen wird die Geschäftsverteilung
innerhalb des Vorstands sowie innerhalb des Aufsichtsrats
regelmäßig den sich ändernden Anforderungen
angepasst.
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2022 liegen der RHÖN-KLINIKUM AG keine Meldungen
gemäß § 33 ff. WpHG bzw. keine Mitteilungen
über Eigengeschäfte von Führungspersonen
nach Art. 19 Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014
vor.
Die von Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam abgegebene
Erklärung zur Unternehmensführung und die
Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wurden im
Geschäftsjahr 2022 bzw. 2021 aktualisiert und auf
unserer Website veröffentlicht. Alle übrigen
Elemente unserer Unternehmensverfassung blieben im
bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres
unverändert. Wir verweisen hierzu auf unsere
Erläuterungen im Lagebericht zum Konzernabschluss des
Geschäftsjahres 2021.
WIRTSCHAFTSBERICHTGESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND
BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMEN
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Januar bis Juni | 2022 | 2021 | Veränderung | |
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | % | |
| Umsatzerlöse | 711,2 | 682,8 | 28,4 | 4,2 |
| EBITDA | 52,8 | 46,5 | 6,3 | 13,5 |
| EBIT | 18,1 | 11,3 | 6,8 | 60,2 |
| EBT | 15,7 | 10,6 | 5,1 | 48,1 |
| Konzernergebnis | 12,8 | 8,6 | 4,2 | 48,8 |
Im ersten Halbjahr 2022 haben wir im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum bei um 28,4 Mio. € höheren
Umsatzerlösen einen Anstieg des EBITDA auf 52,8 Mio.
€, einen Anstieg des EBIT um 6,8 Mio. € auf 18,1
Mio. € sowie einen Anstieg des Konzernergebnisses um
4,2 Mio. € auf 12,8 Mio. € zu verzeichnen.
Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 war
weiterhin geprägt durch die Auswirkungen der COVID-19
Pandemie und geopolitische Risiken infolge des Krieges in
der Ukraine. Der pandemische Verlauf verhinderte die
Rückkehr zur Normalität infolge der
Einschränkungen bei der Leistungserbringung und der
krankheitsbedingten Abwesenheit medizinischen Personals.
Die Leistungserbringung im stationären und ambulanten
Bereich lag zwar über dem Vorjahreszeitraum, jedoch
erwartungsgemäß hinter dem Vorkrisenniveau.
Unsere akutstationären Kapazitäten sind mit
5.430 Betten (31. Dezember 2021: 5.420 Betten) nahezu
unverändert.
Zum 30. Juni 2022 betreiben wir neun MVZ mit insgesamt
60,25 (31. Dezember 2021: 58,75) Facharztsitzen.
Die Patientenzahlen in unseren Kliniken und MVZ
entwickelten sich wie folgt:
| Januar bis Juni | 2022 | 2021 | Veränderung | |
| absolut | % | |||
| Stationär und teilstationär behandelte Patienten in | ||||
| Akutkliniken | 94.814 | 93.367 | 1.447 | 1,5 |
| Rehabilitationskliniken und sonstigen Einrichtungen | 2.380 | 2.089 | 291 | 13,9 |
| 97.194 | 95.456 | 1.738 | 1,8 | |
| Ambulant behandelte Patienten in unseren | ||||
| Akutkliniken | 225.055 | 217.109 | 7.946 | 3,7 |
| MVZ | 105.095 | 101.924 | 3.171 | 3,1 |
| 330.150 | 319.033 | 11.117 | 3,5 | |
| Gesamt | 427.344 | 414.489 | 12.855 | 3,1 |
Die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns stellt sich
wie folgt dar:
| Januar bis Juni | 2022 | 2021 | Veränderung | |
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | % | |
| Erlöse | ||||
| Umsatzerlöse | 711,2 | 682,8 | 28,4 | 4,2 |
| Sonstige Erträge | 106,5 | 94,8 | 11,7 | 12,3 |
| Gesamt | 817,7 | 777,6 | 40,1 | 5,2 |
| Aufwendungen | ||||
| Materialaufwand | 214,0 | 206,7 | 7,3 | 3,5 |
| Personalaufwand | 473,3 | 459,0 | 14,3 | 3,1 |
| Sonstige Aufwendungen | 77,5 | 65,5 | 12,0 | 18,3 |
| Ergebnis aus der Werterhöhung von finanziellen | ||||
| Vermögenswerten | 0,1 | -0,1 | 0,2 | o.A. |
| Gesamt | 764,9 | 731,1 | 33,8 | 4,6 |
| EBITDA | 52,8 | 46,5 | 6,3 | 13,5 |
| Abschreibungen und | ||||
| Wertminderungen | 34,7 | 35,2 | -0,5 | -1,4 |
| EBIT | 18,1 | 11,3 | 6,8 | 60,2 |
| Finanzergebnis | -2,4 | -0,7 | -1,7 | o.A. |
| EBT | 15,7 | 10,6 | 5,1 | 48,1 |
| Ertragsteuern | 2,9 | 2,0 | 0,9 | 45,0 |
| Konzernergebnis | 12,8 | 8,6 | 4,2 | 48,8 |
Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem
Vergleichszeitraum des Vorjahres 4,2 % angestiegen. In den
Umsatzerlösen der ersten sechs Monate des
Geschäftsjahres 2022 sind 43,0 Mio. € (Vj. 32,1
Mio. €) Erträge im Zusammenhang mit der
COVID-19-Gesetzgebung enthalten. Diese betreffen im
Wesentlichen Erträge im Zusammenhang mit
Ausgleichszahlungen für freigehaltene
Bettenkapazitäten und Versorgungsaufschläge
aufgrund von Sonderbelastungen durch das Corona-Virus.
Gegenläufig wirkten sich Effekte aus den
Erlösausgleichsverpflichtungen im Zusammenhang mit dem
COVID-19-Ganzjahreserlös-ausgleich aus.
Der Anstieg der sonstigen Erträge um 11,7 Mio.
€ bzw. 12,3 % resultiert insbesondere aus gestiegenen
Erträgen aus Hilfs- und Nebengeschäften u. a.
bedingt durch höhere Verkäufe von Arzneimitteln
und Zytostatika sowie aus erhöhten Erstattungen
für die Ausbildung. Im Übrigen sind mit 3,7 Mio.
€ (Vj. 0,4 Mio. €) Erträge im Zusammenhang
mit der COVID-19-Pandemie enthalten.
| Januar bis Juni | 2022 | 2021 |
| % | % | |
| Materialquote | 30,1 | 30,3 |
| Personalquote | 66,6 | 67,2 |
| Sonstige Aufwandsquote | 10,9 | 9,6 |
| Abschreibungsquote | 4,9 | 5,1 |
| Finanzergebnisquote | -0,3 | -0,1 |
| Steueraufwandsquote | 0,4 | 0,3 |
Gegenüber dem Vorjahreszeitraum hat sich der
Materialaufwand in den ersten sechs Monaten 2022 um 7,3
Mio. € bzw. 3,5 % unterproportional zum Anstieg der
Umsatzerlöse erhöht. Die Materialquote ist von
30,3 % auf 30,1 % zurückgegangen.
Der Anstieg der Personalaufwendungen im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum ist im Wesentlichen auf allgemeine
Tarifsteigerungen zurückzuführen. Die
Personalaufwandsquote ist von 67,2 % auf 66,6 %
zurückgegangen.
Die sonstigen Aufwendungen sind von 65,5 Mio. € um
12,0 Mio. € auf 77,5 Mio. € angestiegen. Der
Anstieg ist im Wesentlichen auf erhöhte
Abführungen für Ausbildungsstätten, den
erforderlichen Instandhaltungs- und Wartungsbedarf sowie
auf gestiegene Personal- und Weiterbildungskosten sowie
Versicherungen zurückzuführen.
Die Abschreibungen und Wertminderungen sind im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum leicht um 0,5 Mio. € bzw. 1,4 %
zurückgegangen.
Das negative Finanzergebnis hat sich in den ersten sechs
Monaten des Geschäftsjahres 2022 um 1,7 Mio. €
auf 2,4 Mio. € verschlechtert.
Der Ertragsteueraufwand ist gegenüber dem
Vergleichszeitraum des Vorjahres bei einer
unveränderten Tarifbesteuerung um 0,9 Mio. €
aufgrund einer höheren steuerlichen
Bemessungsgrundlage angestiegen.
Das Konzernergebnis ist gegenüber den ersten sechs
Monaten des Geschäftsjahres 2022 von 8,6 Mio. €
um 4,2 Mio. € auf 12,8 Mio. € angestiegen.
| 30.06.2022 | 31.12.2021 | |||
| Mio. € | % | Mio. € | % | |
| AKTIVA | ||||
| Langfristiges Vermögen | 1.033,2 | 61,1 | 1.054,5 | 63,3 |
| Kurzfristiges Vermögen | 659,1 | 38,9 | 611,1 | 36,7 |
| 1.692,3 | 100,0 | 1.665,6 | 100,0 | |
| PASSIVA | ||||
| Eigenkapital | 1.238,5 | 73,2 | 1.224,8 | 73,5 |
| Langfristiges Fremdkapital | 168,9 | 10,0 | 167,5 | 10,1 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 284,9 | 16,8 | 273,3 | 16,4 |
| 1.692,3 | 100,0 | 1.665,6 | 100,0 | |
Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Bilanzstichtag 31.
Dezember 2021 um 26,7 Mio. € bzw. 1,6 % auf 1.692,3
Mio. € angestiegen.
Die Eigenkapitalquote ging seit dem letzten
Bilanzstichtag leicht von 73,5 % auf 73,2 % zurück und
befindet sich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.
Nachstehend ist die Veränderung des Eigenkapitals
zum letzten Bilanzstichtag dargestellt:
| Eigenkapital | 2022 | 2021 | ||
| Aktionäre | Nicht beherrschende Anteile | Insgesamt | Insgesamt | |
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Stand am 01.01. | 1.198,3 | 26,5 | 1.224,8 | 1.190,2 |
| Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern | - | - | - | - |
| Gesamtergebnis der Periode | 12,4 | 1,3 | 13,7 | 12,8 |
| Sonstige Veränderungen | - | - | - | - |
| Stand am 30.06. | 1.210,7 | 27,8 | 1.238,5 | 1.203,0 |
Das langfristige Vermögen ist rechnerisch zu 136,2
% (31. Dezember 2021: 132,0 %) fristenkongruent durch
Eigenkapital und langfristige Schulden finanziert.
Zum 30. Juni 2022 weisen wir eine Nettoliquidität
in Höhe von 139,5 Mio. € (31. Dezember 2021:
132,4 Mio. €) aus. Unsere Nettoliquidität
ermittelt sich wie folgt:
| 30.06.2022 | 31.12.2021 | |
| Mio. € | Mio. € | |
| Zahlungsmittel (kurzfristig) | 99,4 | 126,3 |
| Festgelder (kurzfristig) | 200,5 | 165,8 |
| Festgelder (langfristig) | 0,0 | 0,0 |
| Zahlungsmittel, Festgelder | 299,9 | 292,1 |
| Finanzschulden (kurzfristig) | 2,5 | 1,0 |
| Finanzschulden (langfristig) | 148,6 | 148,6 |
| Leasingverbindlichkeiten | 9,3 | 10,1 |
| Finanzverbindlichkeiten | 160,4 | 159,7 |
| Nettoliquidität | 139,5 | 132,4 |
Die Herkunft und Verwendung unserer liquiden Mittel ist
aus nachstehender Übersicht zu entnehmen:
| Januar bis Juni | 2022 | 2021 |
| Mio. € | Mio. € | |
| Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 24,0 | 73,1 |
| Mittelab-/Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit | -49,1 | 18,7 |
| Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit | -1,8 | -1,8 |
| Veränderung des Finanzmittelfonds | -26,9 | 90,0 |
| Finanzmittelfonds am 01.01. | 126,3 | 91,0 |
| Finanzmittelfonds am 30.06. | 99,4 | 181,0 |
Der Finanzmittelfonds hat sich in den ersten sechs
Monaten 2022 gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember
2021 um 26,9 Mio. € vermindert. Hierbei wurde ein
Cash-Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit
in Höhe von 24,0 Mio. € (Vj. 73,1 Mio. €)
erzielt.
Die Gesamtinvestitionen in immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen in den ersten sechs
Monaten des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von 25,6
Mio. € (Vj. 39,6 Mio. €) gliedern sich wie folgt
auf:
| Einsatz von | |||
| Fördermitteln | Eigenmitteln | Insgesamt | |
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Laufende Investitionen | 8,7 | 16,7 | 25,4 |
| Übernahmen | - | 0,2 | 0,2 |
| Insgesamt | 8,7 | 16,9 | 25,6 |
Von den Investitionen der ersten sechs Monate 2022
entfallen 8,7 Mio. € (Vj. 6,0 Mio. €) auf
geförderte Investitionen nach dem
Krankenhausfinanzierungsrecht, die gemäß IFRS
von den Gesamtinvestitionen abgesetzt werden.
Die Vereinbarung mit dem Land Hessen im Zusammenhang mit
der Finanzierung der zu erbringenden Leistungen für
Forschung und Lehre an zum Konzern gehörenden
Universitätskliniken sieht Investitionsverpflichtungen
in Höhe von 100,0 Mio. € bis 2021 vor. Diese
waren zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021
vollumfänglich erfüllt. Im Übrigen bestehen
weitere Verpflichtungen zu Gebäudesanierungen und
-erweiterungen an den Standorten Gießen und Marburg.
Aus abgeschlossenen Unternehmenskaufverträgen
bestehen zum Bilanzstichtag keine
Investitionsverpflichtungen.
| Mitarbeitende | 30.06.2022 | 31.12.2021 | Veränderung | |
| absolut | % | |||
| Kliniken | 16.003 | 16.253 | -250 | -1,5 |
| MVZ | 329 | 338 | -9 | -2,7 |
| Servicegesellschaften | 1.805 | 1.636 | 169 | 10,3 |
| Gesamt | 18.137 | 18.227 | -90 | -0,5 |
Am 30. Juni 2022 waren im Konzern der RHÖN-KLINIKUM
AG 18.137 Mitarbeitende (31. Dezember 2021: 18.227)
beschäftigt.
| April bis Juni | 2022 | 2021 | Veränderung | |
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | % | |
| Umsatzerlöse | 363,9 | 346,9 | 17,0 | 4,9 |
| EBITDA | 32,9 | 27,0 | 5,9 | 21,9 |
| EBIT | 15,6 | 9,5 | 6,1 | 64,2 |
| EBT | 14,0 | 9,3 | 4,7 | 50,5 |
| Konzernergebnis | 11,4 | 7,4 | 4,0 | 54,1 |
Im zweiten Quartal 2022 haben wir im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum bei um 17,0 Mio. € höheren
Umsatzerlösen einen Anstieg des EBITDA auf 32,9 Mio.
€, einen Anstieg des EBIT um 6,1 Mio. € sowie
einen Anstieg des Konzernergebnisses um 4,0 Mio. € auf
11,4 Mio. € zu verzeichnen.
Die RHÖN-KLINIKUM AG hat im Juni 2022 die
Vereinbarung zur Umsetzung des Zukunftspapiers für die
Weiterentwicklung der hessischen Universitätsmedizin
aus dem Jahr 2017 zwischen dem Land Hessen, den
Universitäten Gießen und Marburg
einschließlich der dazugehörigen Fachbereiche
Medizin und dem Universitätsklinikum Gießen und
Marburg (UKGM) fristgerecht gekündigt. Ohne diesen
Schritt hätte sich diese alte Vereinbarung automatisch
um ein weiteres Jahr verlängert. Unter anderem
hätte eine automatische Verlängerung dazu
führen können, dass dem UKGM ohne erfolgreiche
Anschlussvereinbarung auch weiterhin die gesetzlich
vorgesehenen Investitionsmittel für
Universitätskliniken in Deutschland vorenthalten
würden. Zugleich wären RHÖN und das UKGM
nicht in der Lage gewesen, diese Rechtsfrage in ihrem Sinne
klären zu lassen.
Der Vorstand der RHÖN-KLINIKUM AG
begrüßt die, im mit dem Land Hessen vereinbarten
Letter of Intent (LoI) genannten, ersten Schritte zur
Normalisierung im Hinblick auf die
Investitionsfördermittel, weist jedoch darauf hin,
dass die in Aussicht gestellten, jedoch im Vergleich zu
anderen Universitätskliniken weiterhin zu geringen
Fördermittel, durch zusätzliche Eigenmittel
flankiert werden müssen. Die Rahmenbedingungen haben
sich seit der Unterzeichnung des LOI erheblich
verändert. Die aktuellen Entwicklungen werden
verschärft durch die rapide Umbaunotwendigkeit des
deutschen Gesundheitssystems, welches innerhalb der
nächsten Jahre digitaler, ambulanter und krisenfester
gemacht werden soll.
Der Vorstand der RHÖN-KLINIKUM AG ist weiterhin an
einer Anschlussvereinbarung interessiert, um die
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH
auch für die Zukunft gut aufstellen zu können,
benötigen wir jedoch bei der Bindung für einen
langen Zeitraum ein stärkeres Ausmaß an
Reaktionsmöglichkeiten.
Das installierte System des Risikomanagements sowie die
einzelnen Unternehmensrisiken und -chancen sind im
Geschäftsbericht 2021 auf den Seiten 62 bis 67
beschrieben. Die dort getroffenen Aussagen gelten im
Wesentlichen unverändert fort.
Aufgrund der COVID-19-Pandemie liegt neben der
bestmöglichen medizinischen Versorgung unserer
Patienten der Fokus auch auf der wirtschaftlichen
Bewältigung der Auswirkungen.
Weitere Risiken ergeben sich aus der Störung der
Lieferketten infolge der beschriebenen geopolitischen Lage
aufgrund des Krieges in der Ukraine und der allgemeinen
Entwicklung des Preisniveaus.
Wir weisen explizit auf allgemeine Unsicherheiten
hinsichtlich der Entwicklung der Gasversorgung und der
Gaspreise nach Beendigung der Wartungsarbeiten an der
Ostsee-Pipeline hin.
Bestandsgefährdende Risiken sehen wir weder
für die Einzelgesellschaften, noch für den
Konzern.
Für das laufende Geschäftsjahr 2022 gehen wir
unverändert von einem Umsatz in Höhe von 1,4 Mrd.
€ in einer Bandbreite von jeweils 5 % nach oben bzw.
unten aus. Für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA) rechnen wir weiterhin mit einem
Wert zwischen 92 Mio. € und 102 Mio. €.
Wir weisen darauf hin, dass unser Ausblick unter
erheblichen Unsicherheiten im Zusammenhang mit den
geopolitischen Risiken infolge des Krieges in der Ukraine
sowie mit dem Verlauf der COVID-19-Pandemie und unter dem
Vorbehalt etwaiger regulatorischer Eingriffe mit
Auswirkungen auf die Vergütungsstruktur im Jahr 2022
steht.
Bad Neustadt a. d. Saale, 3. August 2022
RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft
DER VORSTAND
| Prof. Dr. Bernd Griewing | Dr. Christian Höftberger | Dr. Stefan Stranz | Dr. Gunther K. Weiß |
| Januar bis Juni | 2022 | 2021 1) | ||
| Tsd. € | % | Tsd. € | % | |
| Umsatzerlöse | 711.192 | 100,0 | 682.804 | 100,0 |
| Sonstige Erträge | 106.438 | 15,0 | 94.779 | 13,9 |
| 817.630 | 115,0 | 777.583 | 113,9 | |
| Materialaufwand | 213.975 | 30,1 | 206.744 | 30,3 |
| Personalaufwand | 473.274 | 66,6 | 458.988 | 67,2 |
| Sonstige Aufwendungen | 77.550 | 10,9 | 65.465 | 9,6 |
| Ergebnis aus der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten (Vj. Werterhöhung) | 64 | 0,0 | -103 | 0,0 |
| 764.863 | 107,6 | 731.094 | 107,1 | |
| Zwischenergebnis | ||||
| (EBITDA) | 52.767 | 7,4 | 46.489 | 6,8 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 34.639 | 4,9 | 35.157 | 5,1 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 18.128 | 2,5 | 11.332 | 1,7 |
| Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | 43 | 0,0 | 5 | 0,0 |
| Finanzierungserträge | 170 | 0,0 | 389 | 0,1 |
| Finanzierungsaufwendungen | -2.274 | -0,3 | -1.386 | -0,2 |
| Ergebnis aus der Wertminderung von Finanzanlagen | ||||
| (Vj. Werterhöhung) | -319 | 0,0 | 276 | 0,1 |
| Finanzergebnis (netto) | -2.380 | -0,3 | -716 | -0,1 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 15.748 | 2,2 | 10.616 | 1,6 |
| Ertragsteuern | 2.969 | 0,4 | 1.982 | 0,3 |
| Konzernergebnis | 12.779 | 1,8 | 8.634 | 1,3 |
| davon entfallend auf | ||||
| Nicht beherrschende Anteile | 1.263 | 0,2 | 574 | 0,1 |
| Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG | 11.516 | 1,6 | 8.060 | 1,2 |
| Ergebnis je Aktie in € | ||||
| unverwässert | 0,17 | 0,12 | ||
| verwässert | 0,17 | 0,12 | ||
| Januar bis Juni | 2022 | 2021 |
| Tsd. € | Tsd. € | |
| Konzernergebnis | 12.779 | 8.634 |
| davon entfallend auf | ||
| Nicht beherrschende Anteile | 1.263 | 574 |
| Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG | 11.516 | 8.060 |
| Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Beteiligungen (FVOCI) | 1.036 | 4.916 |
| Ertragsteuern | -164 | -778 |
| Sonstiges Ergebnis (Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Beteiligungen FVOCI), das anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird | 872 | 4.138 |
| Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen | 48 | 16 |
| Ertragsteuern | -8 | - 3 |
| Sonstiges Ergebnis (Neubewertung von Pensionsplänen), das anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird | 40 | 13 |
| Sonstiges Ergebnis 1 | 912 | 4.151 |
| davon entfallend auf | ||
| Nicht beherrschende Anteile | - | - |
| Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG | 912 | 4.151 |
| Gesamtergebnis | 13.691 | 12.785 |
| davon entfallend auf | ||
| Nicht beherrschende Anteile | 1.263 | 574 |
| Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG | 12.428 | 12.211 |
1 Summe der im Eigenkapital erfolgsneutral
erfassten Wertänderungen.
| April bis Juni | 2022 | 2021 1) | ||
| Tsd. € | % | Tsd. € | % | |
| Umsatzerlöse | 363.903 | 100,0 | 346.895 | 100,0 |
| Sonstige Erträge | 55.973 | 15,4 | 47.029 | 13,6 |
| 419.876 | 115,4 | 393.924 | 113,6 | |
| Materialaufwand | 106.477 | 29,2 | 104.305 | 30,1 |
| Personalaufwand | 240.801 | 66,2 | 229.990 | 66,2 |
| Sonstige Aufwendungen | 39.681 | 10,9 | 32.807 | 9,5 |
| Ergebnis aus der Werterhöhung von finanziellen Vermögenswerten | -26 | 0,0 | -161 | 0,0 |
| 386.933 | 106,3 | 366.941 | 105,8 | |
| Zwischenergebnis | ||||
| (EBITDA) | 32.943 | 9,1 | 26.983 | 7,8 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 17.349 | 4,8 | 17.532 | 5,1 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 15.594 | 4,3 | 9.451 | 2,7 |
| Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | 33 | 0,0 | -7 | 0,0 |
| Finanzierungserträge | 110 | 0,0 | 346 | 0,1 |
| Finanzierungsaufwendungen | -1.501 | -0,4 | -779 | -0,2 |
| Ergebnis aus der Wertminderung von Finanzanlagen | ||||
| (Vj. Werterhöhung) | -238 | -0,1 | 251 | 0,1 |
| Finanzergebnis (netto) | -1.596 | -0,5 | -189 | -0,1 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 13.998 | 3,8 | 9.262 | 2,6 |
| Ertragsteuern | 2.554 | 0,7 | 1.878 | 0,5 |
| Konzernergebnis | 11.444 | 3,1 | 7.384 | 2,1 |
| davon entfallend auf | ||||
| Nicht beherrschende Anteile | 928 | 0,3 | 440 | 0,1 |
| Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG | 10.516 | 2,8 | 6.944 | 2,0 |
| Ergebnis je Aktie in € | ||||
| unverwässert | 0,16 | 0,10 | ||
| verwässert | 0,16 | 0,10 | ||
| April bis Juni | 2022 | 2021 |
| Tsd. € | Tsd. € | |
| Konzernergebnis | 11.444 | 7.384 |
| davon entfallend auf | ||
| Nicht beherrschende Anteile | 928 | 440 |
| Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG | 10.516 | 6.944 |
| Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Beteiligungen (FVOCI) | 816 | 4.043 |
| Ertragsteuern | -129 | -640 |
| Sonstiges Ergebnis (Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Beteiligungen FVOCI), das anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird | 687 | 3.403 |
| Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen | 37 | 12 |
| Ertragsteuern | -6 | - 2 |
| Sonstiges Ergebnis (Neubewertung von Pensionsplänen), das anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird | 31 | 10 |
| Sonstiges Ergebnis 1 | 718 | 3.413 |
| davon entfallend auf | ||
| Nicht beherrschende Anteile | - | - |
| Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG | 718 | 3.413 |
| Gesamtergebnis | 12.162 | 10.797 |
| davon entfallend auf | ||
| Nicht beherrschende Anteile | 928 | 440 |
| Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG | 11.234 | 10.357 |
1 Summe der im Eigenkapital erfolgsneutral
erfassten Wertänderungen.
| 30.06.2022 | 31.12.2021 | |||
| Tsd. € | % | Tsd. € | % | |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Geschäftswerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 179.978 | 10,6 | 181.574 | 10,9 |
| Sachanlagen | 836.618 | 49,5 | 852.606 | 51,2 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 789 | 0,1 | 1.262 | 0,1 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 479 | 0,0 | 436 | 0,0 |
| Latente Steuerforderungen | 1.238 | 0,1 | 1.111 | 0,1 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 14.068 | 0,8 | 17.531 | 1,0 |
| 1.033.170 | 61,1 | 1.054.520 | 63,3 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Vorräte | 32.597 | 1,9 | 33.125 | 2,0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 232.532 | 13,7 | 212.856 | 12,8 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 268.564 | 15,8 | 223.934 | 13,4 |
| Sonstige Vermögenswerte | 21.597 | 1,3 | 10.369 | 0,6 |
| Laufende Ertragsteueransprüche | 4.493 | 0,3 | 4.477 | 0,3 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 99.371 | 5,9 | 126.316 | 7,6 |
| 659.154 | 38,9 | 611.077 | 36,7 | |
| 1.692.324 | 100,0 | 1.665.597 | 100,0 | |
| 30.06.2022 | 31.12.2021 | |||
| Tsd. € | % | Tsd. € | % | |
| Eigenkapital | ||||
| Gezeichnetes Kapital | 167.406 | 9,9 | 167.406 | 10,0 |
| Kapitalrücklage | 574.168 | 33,9 | 574.168 | 34,5 |
| Sonstige Rücklagen | 469.249 | 27,7 | 456.821 | 27,4 |
| Eigene Anteile | -76 | 0,0 | -76 | 0,0 |
| Aktionären der RHÖN-KLINIKUM AG zurechenbares Eigenkapital | 1.210.747 | 71,5 | 1.198.319 | 71,9 |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | 27.723 | 1,7 | 26.460 | 1,6 |
| 1.238.470 | 73,2 | 1.224.779 | 73,5 | |
| Langfristige Schulden | ||||
| Finanzschulden | 148.616 | 8,8 | 148.564 | 8,9 |
| Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 1.460 | 0,1 | 1.365 | 0,1 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 18.872 | 1,1 | 17.576 | 1,1 |
| 168.948 | 10,0 | 167.505 | 10,1 | |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Finanzschulden | 2.475 | 0,1 | 997 | 0,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 59.044 | 3,5 | 72.492 | 4,4 |
| Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten | 12.294 | 0,7 | 14.577 | 0,9 |
| Sonstige Rückstellungen | 33.695 | 2,0 | 32.200 | 1,9 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 10.986 | 0,7 | 12.068 | 0,7 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 166.412 | 9,8 | 140.979 | 8,4 |
| 284.906 | 16,8 | 273.313 | 16,4 | |
| 1.692.324 | 100,0 | 1.665.597 | 100,0 | |
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Eigene Anteile | Aktionären der RHÖNKLINIKUM AG zurechenbares Eigenkapital | Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 1 | |
| Tsd. € | Tsd. € | Tsd. € | Tsd. € | Tsd. € | Tsd. € | |
| Stand 31.12.2020/01.01.2021 | 167.406 | 574.168 | 423.831 | -76 | 1.165.329 | 24.892 |
| Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern | ||||||
| Dividendenausschüttungen | - | - | - | - | - | - |
| Konzernergebnis | - | - | 8.060 | - | 8.060 | 574 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | 4.151 | - | 4.151 | - |
| Sonstige Veränderungen | ||||||
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | - | - | - | - | - | - |
| Stand 30.06.2021 | 167.406 | 574.168 | 436.042 | -76 | 1.177.540 | 25.466 |
| Stand 31.12.2021/01.01.2022 | 167.406 | 574.168 | 456.821 | -76 | 1.198.319 | 26.460 |
| Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern | ||||||
| Dividendenausschüttungen | - | - | - | - | - | - |
| Konzernergebnis | - | - | 11.516 | - | 11.516 | 1.263 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | 912 | - | 912 | - |
| Sonstige Veränderungen | ||||||
| Veränderungen des | ||||||
| Konsolidierungskreises | - | - | - | - | - | - |
| Stand 30.06.2022 | 167.406 | 574.168 | 469.249 | -76 | 1.210.747 | 27.723 |
| Eigenkapital | |
| Tsd. € | |
| Stand 31.12.2020/01.01.2021 | 1.190.221 |
| Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern | |
| Dividendenausschüttungen | - |
| Konzernergebnis | 8.634 |
| Sonstiges Ergebnis | 4.151 |
| Sonstige Veränderungen | |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | - |
| Stand 30.06.2021 | 1.203.006 |
| Stand 31.12.2021/01.01.2022 | 1.224.779 |
| Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern | |
| Dividendenausschüttungen | - |
| Konzernergebnis | 12.779 |
| Sonstiges Ergebnis | 912 |
| Sonstige Veränderungen | |
| Veränderungen des | |
| Konsolidierungskreises | - |
| Stand 30.06.2022 | 1.238.470 |
1 Einschließlich des sonstigen Ergebnisses
(OCI).
| Januar bis Juni | 2022 | 2021 |
| Mio. € | Mio. € | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 15,7 | 10,6 |
| Finanzergebnis (netto) | 2,4 | 0,7 |
| Abschreibungen und Wertminderungen sowie Ergebnisse aus dem Abgang von Vermögenswerten | 34,7 | 35,1 |
| 52,8 | 46,4 | |
| Veränderung des Netto-Umlaufvermögens | ||
| Veränderung der Vorräte | 0,5 | 2,4 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -19,7 | 8,9 |
| Veränderung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte und sonstigen Vermögenswerte | -21,1 | 11,0 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -9,9 | -1,7 |
| Veränderung übrige Nettoschulden/Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge | 26,6 | 11,4 |
| Veränderung der Rückstellungen | 1,6 | -3,1 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -5,6 | -1,8 |
| Zinsauszahlungen | -1,2 | -0,4 |
| Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 24,0 | 73,1 |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -27,4 | -38,7 |
| Zugeflossene Fördermittel zur Finanzierung der Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 8,7 | 6,0 |
| Veränderung Anlage in Festgelder | -35,0 | 50,0 |
| Investitionen in Finanzanlagen | 4,5 | 0,1 |
| Unternehmenserwerbe abzüglich erworbener Zahlungsmittel | -0,2 | -0,1 |
| Verkaufserlöse aus dem Abgang von Vermögenswerten | 0,2 | 1,1 |
| Zinseinzahlungen | 0,1 | 0,3 |
| Mittelab-/Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit | -49,1 | 18,7 |
| Zahlungen aus Finanzierungs-Leasing | -1,8 | -1,8 |
| Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit | -1,8 | -1,8 |
| Veränderung des Finanzmittelfonds | -26,9 | 90,0 |
| Finanzmittelfonds am 01.01. | 126,3 | 91,0 |
| Finanzmittelfonds am 30.06. | 99,4 | 181,0 |
Im Konzern der RHÖN-KLINIKUM AG werden im
Wesentlichen sektorenübergreifende, also
stationäre, teilstationäre und ambulante
Gesundheitsdienstleistungen erbracht. Der Konzern ist mit
wenigen Ausnahmen einstufig gegliedert. Die einzelnen
Klinikgesellschaften sind mit Ausnahme des Campus Bad
Neustadt rechtlich selbstständige
Kapitalgesellschaften, die ihren Sitz an der jeweiligen
Betriebsstätte haben und als unmittelbare
Tochtergesellschaften der RHÖN-KLINIKUM AG
(Konzernobergesellschaft) geführt werden.
Die Gesellschaft ist eine Aktiengesellschaft nach
deutschem Recht und ist seit 1989 börsennotiert. Sitz
der Gesellschaft ist Bad Neustadt a. d. Saale, Salzburger
Leite 1, Deutschland. Die Gesellschaft ist im
Handelsregister beim Registergericht Schweinfurt unter HRB
1670 eingetragen. Der RHÖNKLINIKUM Konzern (kleinster
Konsolidierungskreis) wird im Wege der Vollkonsolidierung
mittelbar über die AMR Holding GmbH, Königstein
im Taunus, in den Konzernabschluss der Broermann Holding
GmbH, Königstein im Taunus, einbezogen
(größter Konsolidierungskreis), deren
Alleingesellschafter Herr Dr. Bernard große Broermann
ist. Zudem wird der RHÖN-KLINIKUM Konzern in den
Teilkonzernabschluss der Asklepios Kliniken GmbH & Co.
KGaA, Hamburg, einbezogen.
Der Konzern-Zwischenabschluss wird am 4. August 2022 auf
der Website der RHÖN-KLINIKUM AG sowie bei der
Deutschen Börse veröffentlicht.
Der Konzern-Zwischenabschluss der RHÖN-KLINIKUM AG
zum 30. Juni 2022 wird in Übereinstimmung mit den
Vorschriften des IAS 34 in verkürzter Form und in
Anwendung von § 315e HGB nach den Vorschriften der am
Abschlussstichtag gültigen und von der
Europäischen Union anerkannten International Financial
Reporting Standards (IFRS) des International Accounting
Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen
des International Financial Reporting Interpretations
Committee (IFRIC) erstellt. Des Weiteren wurden die
Regelungen des DRS 16 bei der Erstellung des
Konzern-Zwischenlageberichts beachtet.
Im Konzern-Zwischenabschluss sind die gleichen, bereits
von der Europäischen Union verabschiedeten,
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet worden wie
im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021.
Bezüglich neuer bzw. geänderter Standards und
Interpretationen, die ab dem 1. Januar 2022 bzw. Folgejahre
anzuwenden sind und bereits von der Europäischen Union
verabschiedet wurden, verweisen wir auf die
Ausführungen im Konzernabschluss zum 31. Dezember
2021. Darüber hinausgehende neue bzw. geänderte
Standards und Interpretationen, die ab dem 1. Januar 2022
bzw. Folgejahre anzuwenden sind und bereits von der
Europäischen Union verabschiedet wurden, lagen bis auf
nachfolgende Ausführungen in den ersten sechs Monaten
2022 nicht vor.
Die am 2. März 2022 von der Europäischen Union
in europäisches Recht übernommenen
Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses"
konkretisieren, in welchem Umfang Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden in einem Anhang nach IFRS zu
erläutern sind. Dabei ist künftig nicht mehr auf
bedeutende, sondern nur auf wesentliche Methoden
einzugehen. Wesentlichkeit liegt dabei vor, wenn die
Bilanzierungs- und Bewertungsmethode mit wesentlichen
Transaktionen oder anderen Ereignissen im Zusammenhang
stehen. Dabei ist nicht nur auf die absolute
Größe (amount) zu achten. Wesentlichkeit kann
sich auch aufgrund der Art, der damit verbundenen
Geschäftsvorfälle, der sonstigen Ereignisse oder
der Bedingungen ergeben. Die Änderungen sind für
Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2023
beginnen, anzuwenden. Die Auswirkungen unterliegen derzeit
einer Prüfung durch das Management.
Die Änderungen an IAS 8 "Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden", die ebenso am 2. März 2022 von
der Europäischen Union in europäisches Recht
übernommen wurden, konkretisieren die Abgrenzung von
Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
zu Schätzungsänderungen. Dabei wird erstmals eine
Definition des Begriffs einer rechnungslegungsbezogenen
Schätzung (accounting estimate) eingeführt.
Solche Schätzungen sind danach monetäre
Beträge im Abschluss, die mit Bewertungsunsicherheiten
behaftet sind. Unternehmen entwickeln
rechnungslegungsbezogene Schätzungen, wenn es die
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfordern, dass
Posten im Abschluss auf eine Art und Weise bewertet werden,
die eine Bewertungsunsicherheit beinhalten. Die
Änderung einer rechnungslegungsbezogenen
Schätzung, die aus neuen Informationen oder neuen
Entwicklungen resultiert, stellt keine Korrektur eines
Fehlers dar. Die Änderungen an IAS 8 sind für
Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2023
beginnen, anzuwenden. Die Auswirkungen unterliegen derzeit
einer Prüfung durch das Management.
Der Gesetzgeber hat auf die COVID-19-Pandemie mit
vielfältigen Gesetzen und Verordnungen reagiert.
Für die Gesundheitswirtschaft ist insbesondere das
Gesetz zum Ausgleich COVID-19 bedingter finanzieller
Belastungen der Krankenhäuser und weiterer
Gesundheitseinrichtungen relevant. Mit der "Verordnung zur
Änderung der Verordnung zur Regelung weiterer
Maßnahmen zur wirtschaftlichen Sicherung der
Krankenhäuser und zur Änderung der
Hygienepauschaleverordnung" vom 28. März 2022 wurde
der sogenannte Corona-Rettungsschirm für
Krankenhäuser verlängert. Konkret wurden damit
die Ausgleichszahlungen nach § 21 Abs. 1b KHG
(Freihaltepauschale) bis zum 18. April 2022 und der
Versorgungsaufschlag nach § 21a KHG bis zum 30. Juni
2022 verlängert.
Der Ertragsteueraufwand wurde in der Berichtsperiode auf
Basis des Steuersatzes abgegrenzt, der für das gesamte
Geschäftsjahr erwartet wird.
Konzernobergesellschaft ist die RHÖN-KLINIKUM AG
mit Sitz in Bad Neustadt a. d. Saale. Der
Konsolidierungskreis stellt sich wie folgt dar:
| 31.12.2021 | Zugänge | Abgänge | 30.06.2022 | |
| Vollkonsolidierte Gesellschaften | 29 | 1 | - | 30 |
| Gesellschaften, nach der Equity-Methode konsolidiert | 1 | - | - | 1 |
| Übrige Gesellschaften | 9 | 0 | -2 | 7 |
| Konsolidierungskreis | 39 | 1 | - 2 | 38 |
Im zweiten Quartal 2022 wurde die MVZ Rhön
Diagnostik GmbH mit Sitz in Gießen gegründet.
Des Weiteren wurden die Anteile an der Tiplu GmbH, Hamburg,
und der Siebensachen GmbH, Hamburg, veräußert.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 wurden
1,5 kliniknahe Facharztsitze entgeltlich erworben, für
die die Wirksamkeitsvoraussetzungen
vertragsgemäß im ersten Halbjahr 2022 eintraten:
| Kauf Arztsitze Januar bis Juni 2022 | Zeitwert nach Akquisition |
| Mio. € | |
| Erworbene Vermögenswerte und Schulden | |
| Sachanlagen | 0,0 |
| Übrige Schulden | 0,0 |
| Erworbenes Nettovermögen | 0,0 |
| + Goodwill | 0,2 |
| Anschaffungskosten | 0,2 |
| ./. Ausstehende Kaufpreiszahlungen | 0,0 |
| ./. Übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0,0 |
| Zahlungsmittelabfluss aus Transaktion | 0,2 |
Der Goodwill in Höhe von 0,2 Mio. € beinhaltet
im Wesentlichen Synergieeffekte, die aus dem Ausbau der
medizinischen Versorgungszentren erwartet werden. Es ist
davon auszugehen, dass der erfasste Goodwill für
steuerliche Zwecke abzugsfähig ist.
Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein weiterer
kliniknaher Kassenarztsitz erworben, für den die
Wirksamkeitsvoraussetzungen vertragsgemäß erst
im zweiten Halbjahr 2022 eintreten werden.
| Kauf KV-Sitze mit Wirksamkeit 1. Juli 2022 | Zeitwert nach Akquisition |
| Mio. € | |
| Erworbene Vermögenswerte und Schulden | |
| Sachanlagen | 0,0 |
| Übrige Schulden | 0,0 |
| Erworbenes Nettovermögen | 0,0 |
| + Goodwill | 0,1 |
| Anschaffungskosten | 0,1 |
| ./. Ausstehende Kaufpreiszahlungen | -0,1 |
| ./. Übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0,0 |
| Zahlungsmittelabfluss aus Transaktion | 0,0 |
Nach IFRS 8 - Geschäftssegmente - sind die
Segmentinformationen über Geschäftssegmente
entsprechend der internen Berichterstattung an den
Hauptentscheidungsträger darzustellen
(Managementansatz). In unserem Konzern ist der Vorstand das
Hauptentscheidungsträgergremium. In diesem Gremium
werden die strategischen Entscheidungen für den
Konzern getroffen und an dieses Gremium werden
regelmäßig die Kennzahlen der Kliniken, die bei
uns die operativen Segmente darstellen, berichtet. Wir
verfügen unverändert über nur ein
berichtspflichtiges Geschäftssegment.
| Januar bis Juni | 2022 | 2021 |
| Mio. € | Mio. € | |
| Leistungsbereiche | ||
| Akutkliniken | 684,0 | 657,7 |
| Medizinische Versorgungszentren | 12,3 | 12,1 |
| Rehabilitationskliniken | 14,9 | 13,0 |
| 711,2 | 682,8 | |
| Bundesländer | ||
| Freistaat Bayern | 147,4 | 141,2 |
| Freistaat Thüringen | 94,8 | 90,0 |
| Land Brandenburg | 83,9 | 79,5 |
| Land Hessen | 385,1 | 372,1 |
| 711,2 | 682,8 |
Die Umsatzerlöse stellen nach IFRS 15 Umsätze
aus der Erbringung von Dienstleistungen dar.
In den Umsatzerlösen der ersten sechs Monate des
Geschäftsjahres 2022 sind 43,0 Mio. € (Vj. 32,1
Mio. €) Erträge im Zusammenhang mit der
COVID-19-Gesetzgebung enthalten. Diese betreffen im
Wesentlichen Erträge im Zusammenhang mit
Ausgleichszahlungen für freigehaltene
Bettenkapazitäten und Versorgungsaufschläge
aufgrund von Sonderbelastungen durch das Corona-Virus.
Gegenläufig wirkten sich Effekte aus den
Erlösausgleichsverpflichtungen im Zusammenhang mit dem
COVID-19-Ganzjahreserlösausgleich aus.
| Januar bis Juni | 2022 | 2021 |
| Mio. € | Mio. € | |
| Erträge aus Leistungen | 92,5 | 86,8 |
| Erträge aus Fördermitteln und sonstigen Zuwendungen | 7,0 | 3,6 |
| Erträge aus Schadenersatzleistungen/Sonstige Erstattungen | 1,0 | 0,6 |
| Übrige | 6,0 | 3,8 |
| 106,5 | 94,8 |
Als Erträge aus Leistungen werden Erlöse aus
Hilfs- und Nebengeschäften sowie Miet- und
Pachterlöse ausgewiesen.
Zur Kompensation bestimmter zweckgebundener
Aufwendungen, die im Zusammenhang mit durch
öffentliche Mittel geförderten Maßnahmen
stehen (z. B. Personal- und Sachkosten für Forschung
und Lehre, Leistungen nach dem Mutterschutzgesetz), erhielt
der Konzern Fördermittel und sonstige Zuwendungen.
Der Anstieg der sonstigen Erträge um 11,7 Mio.
€ bzw. 12,3 % resultiert insbesondere aus gestiegenen
Erträgen aus Hilfs- und Nebengeschäften u. a.
bedingt durch höhere Verkäufe von Arzneimitteln
und Zytostatika sowie erhöhten Erstattungen für
die Ausbildung. Im Übrigen sind mit 3,7 Mio. €
(Vj. 0,4 Mio. €) Erträge im Zusammenhang mit der
COVID-19-Pandemie enthalten.
Die im Vorjahr unter diesem Posten erfassten
Erstattungen für Mutterschutz, Erträge aus
Eingliederungszuschüssen sowie
Personalkostenerstattungen für in Quarantäne
befindliche Mitarbeitende wurden zwecks Erhöhung der
Verständlichkeit für den Abschlussadressaten mit
den Personalaufwendungen saldiert. Der Vorjahresausweis der
sonstigen Erträge wurde in der Gewinn- und
Verlustrechnung von 101,8 Mio. € um 7,0 Mio. €
auf 94,8 Mio. € angepasst. Der Vorjahresausweis des
Personalaufwands wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung
von 466,0 Mio. € um 7,0 Mio. € auf 459,0 Mio.
€ angepasst.
Gegenüber dem Vorjahreszeitraum hat sich der
Materialaufwand in den ersten sechs Monaten 2022 um 7,3
Mio. € bzw. 3,5 % unterproportional zum Anstieg der
Umsatzerlöse erhöht.
Der Anstieg der Personalaufwendungen im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum ist im Wesentlichen auf allgemeine
Tarifsteigerungen zurückzuführen.
| Januar bis Juni | 2022 | 2021 |
| Mio. € | Mio. € | |
| Instandhaltung und Wartung | 28,6 | 26,8 |
| Gebühren, Beiträge und Beratungskosten | 24,4 | 19,5 |
| Versicherungen | 5,9 | 5,2 |
| Verwaltungs- und EDV-Kosten | 4,9 | 4,6 |
| Sonstige Personal- und Weiterbildungsaufwendungen | 3,4 | 2,1 |
| Mieten und Pachten | 2,0 | 1,9 |
| Reisekosten, Bewirtung, Repräsentationskosten | 0,7 | 0,4 |
| Sonstige Steuern | 0,1 | 0,1 |
| Übrige | 7,6 | 4,9 |
| 77,6 | 65,5 |
Das Ergebnis aus der Wertminderung von finanziellen
Vermögenswerten (Vj. Werterhöhung) resultiert aus
der Anwendung des IFRS 9, der u. a. die Erfassung
zukünftig erwarteter Verluste finanzieller
Vermögenswerte regelt.
Die Abschreibungen und Wertminderungen sind im Vergleich
zum ersten Halbjahr des Vorjahres um 0,5 Mio. € bzw.
1,4 % auf 34,6 Mio. € zurückgegangen.
Das negative Finanzergebnis ist in den ersten sechs
Monaten des Geschäftsjahres 2022 um 1,7 Mio. €
auf 2,4 Mio. € angestiegen.
| Januar bis Juni | 2022 | 2021 |
| Mio. € | Mio. € | |
| Laufende Ertragsteuern | 3,3 | 1,8 |
| Latente Steuerabgrenzungen | -0,3 | 0,2 |
| 3,0 | 2,0 |
Der Anstieg des Ertragsteueraufwands im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum resultiert bei einer unveränderten
Tarifbesteuerung aus einer höheren steuerlichen
Bemessungsgrundlage.
| Geschäftswerte | Sonstige immaterielle Vermögenswerte | Gesamt | |
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Anschaffungskosten | |||
| 01.01.2022 | 165,2 | 59,3 | 224,5 |
| Zugänge aus Änderung Konsolidierungskreis | 0,2 | 0,0 | 0,2 |
| Zugänge | 0,0 | 0,7 | 0,7 |
| Abgänge | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Umbuchung | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| 30.06.2022 | 165,4 | 60,0 | 225,4 |
| Kumulierte planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen | |||
| 01.01.2022 | 0,0 | 42,9 | 42,9 |
| Abschreibungen | 0,0 | 2,5 | 2,5 |
| Abgänge | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Umbuchung | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| 30.06.2022 | 0,0 | 45,4 | 45,4 |
| Bilanzwert 30.06.2022 | 165,4 | 14,6 | 180,0 |
| Geschäftswerte | Sonstige immaterielle Vermögenswerte | Gesamt | |
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Anschaffungskosten | |||
| 01.01.2021 | 164,8 | 55,2 | 220,0 |
| Zugänge aus Änderung Konsolidierungskreis | 0,1 | 0,0 | 0,1 |
| Zugänge | 0,0 | 3,0 | 3,0 |
| Abgänge | 0,0 | 0,5 | 0,5 |
| Umbuchung | 0,0 | 0,1 | 0,1 |
| 30.06.2021 | 164,9 | 57,8 | 222,7 |
| Kumulierte planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen | |||
| 01.01.2021 | 0,0 | 38,4 | 38,4 |
| Abschreibungen | 0,0 | 2,5 | 2,5 |
| Abgänge | 0,0 | 0,5 | 0,5 |
| Umbuchung | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| 30.06.2021 | 0,0 | 40,4 | 40,4 |
| Bilanzwert 30.06.2021 | 164,9 | 17,4 | 182,3 |
| Grundstücke und Gebäude | Technische Anlagen und Maschinen | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Anlagen im Bau | Gesamt | |
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Anschaffungskosten | |||||
| 01.01.2022 | 1.215,8 | 60,4 | 389,6 | 66,6 | 1.732,4 |
| Zugänge aus Änderung Konsolidierungskreis | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Zugänge | 2,3 | 0,1 | 2,9 | 10,7 | 16,0 |
| Abgänge | 0,1 | 0,0 | 7,5 | 0,0 | 7,6 |
| Umbuchungen | 2,3 | 0,0 | 0,6 | -2,9 | 0,0 |
| 30.06.2022 | 1.220,3 | 60,5 | 385,6 | 74,4 | 1.740,8 |
| Kumulierte planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen | |||||
| 01.01.2022 | 537,1 | 45,7 | 297,0 | 0,0 | 879,8 |
| Abschreibungen | 16,0 | 1,3 | 14,3 | 0,0 | 31,6 |
| Abgänge | 0,0 | 0,0 | 7,2 | 0,0 | 7,2 |
| Umbuchungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| 30.06.2022 | 553,1 | 47,0 | 304,1 | 0,0 | 904,2 |
| Bilanzwert 30.06.2022 | 667,2 | 13,5 | 81,5 | 74,4 | 836,6 |
| Grundstücke und Gebäude | Technische Anlagen und Maschinen | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Anlagen im Bau | Gesamt | |
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Anschaffungskosten | |||||
| 01.01.2021 | 1.175,7 | 58,8 | 381,1 | 75,2 | 1.690,8 |
| Zugänge aus Änderung Konsolidierungskreis | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Zugänge | 3,2 | 0,3 | 7,4 | 19,6 | 30,5 |
| Abgänge | 1,5 | 0,1 | 7,5 | 0,0 | 9,1 |
| Umbuchungen | 6,6 | 0,8 | 1,7 | -9,2 | -0,1 |
| 30.06.2021 | 1.184,0 | 59,8 | 382,7 | 85,6 | 1.712,1 |
| Kumulierte planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen | |||||
| 01.01.2021 | 506,6 | 42,8 | 275,8 | 0,0 | 825,2 |
| Abschreibungen | 15,5 | 1,6 | 15,1 | 0,0 | 32,2 |
| Wertminderungen | 0,0 | ||||
| Abgänge | 0,5 | 0,1 | 7,4 | 0,0 | 8,0 |
| Umbuchungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| 30.06.2021 | 521,6 | 44,3 | 283,5 | 0,0 | 849,4 |
| Bilanzwert 30.06.2021 | 662,4 | 15,5 | 99,2 | 85,6 | 862,7 |
Im ersten Halbjahr 2022 sind Fremdkapitalkosten in
Höhe von 0,6 Mio. € (Vj. 0,6 Mio. €)
angefallen, die für die Finanzierung der Anschaffung
bzw. Herstellung qualifizierter Vermögenswerte
entstanden sind und in den Sachanlagenzugängen erfasst
sind. Im Übrigen sind in den Zugängen aktivierte
Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 in Höhe von
1,0 Mio. € (Vj. 0,8 Mio. €) sowie Abschreibungen
auf aktivierte Nutzungsrechte in Höhe von 1,7 Mio.
€ (Vj. 1,7 Mio. €) enthalten. Ferner sind
Nutzungsrechte in Höhe von 0,2 Mio. € (Vj. 0,1
Mio. €) abgegangen. Vom Bilanzwert zum 30. Juni 2022
entfallen 9,1 Mio. € (Vj. 10,0 Mio. €) auf
Nutzungsrechte.
Unter diesem Posten werden Beteiligungen in Höhe
von 14,1 Mio. € (31. Dezember 2021: 17,5 Mio. €)
ausgewiesen. Bei den Beteiligungen handelt es sich um
Anteile an den Firmen Inovytec Medical Solutions Ltd., Hod
Hasharon (Israel), Telesofia Medical Ltd., Tel Aviv
(Israel) sowie CLEW Medical Inc., Delaware (USA). Dem
Anstieg aus Marktwertanpassungen bei den israelischen
Beteiligungen steht der Verkauf der Tiplu GmbH, Hamburg,
und der Siebensachen GmbH, Hamburg, im zweiten Quartal 2022
gegenüber.
Festgeldanlagen wurden in Höhe von 200,5 Mio.
€ (31. Dezember 2021: 165,8 Mio. €) mit einer
Restlaufzeit < 1 Jahr getätigt. Des Weiteren sind
unter diesem Posten Forderungen nach dem
Krankenhausentgeltgesetz in Höhe von 59,0 Mio. €
(31. Dezember 2021 50,5 Mio. €) ausgewiesen.
Der Anstieg des Eigenkapitals gegenüber dem
Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 um 13,7 Mio. €
resultiert mit 12,8 Mio. € aus dem Konzernergebnis
für das erste Halbjahr 2022 und mit 0,9 Mio. €
aus Gewinnen, die im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst sind.
Das sonstige Ergebnis (OCI) resultiert mit 0,9 Mio. €
aus Gewinnen aus der Änderung des beizulegenden
Zeitwerts von Beteiligungen, die gemäß IFRS 9
der Kategorie Fair Value through other comprehensive income
(FVOCI) zugeordnet sind.
Die Finanzschulden sind unverändert zum
Geschäftsjahresende 31. Dezember 2021. Es besteht
weiterhin eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von
88,0 Mio. €. Eine Inanspruchnahme der Linie bestand
zum 30. Juni 2022 nicht. Das Schuldscheindarlehen im Umfang
von 90,0 Mio. € sowie die Namensschuldverschreibung in
Höhe von 60,0 Mio. € bestehen ebenfalls
weiterhin.
Unter den langfristigen sonstigen finanziellen
Verbindlichkeiten sind 6,4 Mio. € (31. Dezember 2021:
7,0 Mio. €) und unter den kurzfristigen sonstigen
finanziellen Verbindlichkeiten sind 2,9 Mio. € (31.
Dezember 2021: 3,1 Mio. €) Verbindlichkeiten aus
Leasing ausgewiesen.
Dieser Posten entfällt im Wesentlichen mit 97,3
Mio. € (31. Dezember 2021: 79,7 Mio. €) auf
Personalverbindlichkeiten sowie mit 38,3 Mio. € (31.
Dezember 2021: 27,1 Mio. €) auf Verbindlichkeiten nach
Krankenhausfinanzierungsrecht.
Die Personalverbindlichkeiten enthalten dabei
insbesondere ergebnisabhängige Vergütungen,
Verpflichtungen aus nicht genommenem Urlaub sowie
Verpflichtungen aus Überstunden und
Bereitschaftsdiensten. Die Verbindlichkeiten nach
Krankenhausfinanzierungsrecht betreffen noch nicht
zweckentsprechend verwendete Investitionsfördermittel
nach landesrechtlichen Vorschriften zur
Krankenhausfinanzierung.
Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte und die
beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede
einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten gemäß
IFRS 9 dar und leitet diese auf die entsprechenden
Bilanzposten über:
| Bewertungskategorie nach IFRS 9 | 30.06.2022 | davon Finanzinstrumente | ||
| Buchwert | Zeitwert | |||
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | ||
| AKTIVA | ||||
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 14,1 | 14,1 | 14,1 | |
| davon Beteiligungen | Erfolgsneutral zum Fair Value bewertet (Fair Value through other comprehensive income; ohne Recycling) | 14,1 | 14,1 | 14,1 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (amortised cost) | 501,1 | 501,1 | 501,1 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (amortised cost) | 99,4 | 99,4 | 99,4 |
| PASSIVA | ||||
| Langfristige Schulden | ||||
| Finanzschulden | Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) | 148,6 | 148,6 | 135,5 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 18,9 | 18,9 | 12,8 | |
| davon sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) | 12,5 | 12,5 | 12,8 |
| davon Leasingverbindlichkeiten | n. a. | 6,4 | 6,4 | - |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) | 59,0 | 59,0 | 59,0 |
| Finanzschulden | Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) | 2,5 | 2,5 | 2,5 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 11,0 | 11,0 | 8,1 | |
| davon sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) | 8,1 | 8,1 | 8,1 |
| davon Leasingverbindlichkeiten | n. a. | 2,9 | 2,9 | - |
| Aggregiert nach Bewertungskategorien, stellen sich die oben genannten Werte wie folgt dar: | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) | 600,5 | 600,5 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum Fair Value bewertet werden (Fair Value through other comprehensive income; ohne Recycling) | 14,1 | 14,1 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden (Fair Value through profit or loss) | 0,0 | 0,0 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) | 230,7 | 217,9 | ||
| Bewertungskategorie nach IFRS 9 | 31.12.2021 | davon Finanzinstrumente | ||
| Buchwert | Zeitwert | |||
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | ||
| AKTIVA | ||||
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 17,5 | 17,5 | 17,5 | |
| davon Beteiligungen | Erfolgsneutral zum Fair Value bewertet (Fair Value through other comprehensive income; ohne Recycling) | 17,5 | 17,5 | 17,5 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (amortised cost) | 436,8 | 436,8 | 436,8 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (amortised cost) | 126,3 | 126,3 | 126,3 |
| PASSIVA | ||||
| Langfristige Schulden | ||||
| Finanzschulden | Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) | 148,6 | 148,6 | 158,4 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 17,6 | 17,6 | 10,9 | |
| davon sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) | 10,5 | 10,5 | 10,9 |
| davon Leasingverbindlichkeiten | n. a. | 7,1 | 7,1 | - |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) | 72,5 | 72,5 | 72,5 |
| Finanzschulden | Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) | 1,0 | 1,0 | 1,0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 12,1 | 12,1 | 9,0 | |
| davon sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) | 9,0 | 9,0 | 9,0 |
| davon Leasingverbindlichkeiten | n. a. | 3,1 | 3,1 | - |
| Aggregiert nach Bewertungskategorien, stellen sich die oben genannten Werte wie folgt dar: | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) | 563,1 | 563,1 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum Fair Value bewertet werden (Fair Value through other comprehensive income; ohne Recycling) | 17,5 | 17,5 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden (Fair Value through profit or loss) | 0,0 | 0,0 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) | 241,6 | 251,8 | ||
Die Bewertung des wesentlichen Teils der finanziellen
Vermögenswerte erfolgt bei der RHÖNKLINIKUM AG
gemäß IFRS 9 zu fortgeführten
Anschaffungskosten. Hierunter fallende Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige
finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente haben in der Regel kurze
Restlaufzeiten. Deshalb entsprechen deren Buchwerte zum
Abschlussstichtag den Zeitwerten.
Beteiligungen in Höhe von 14,1 Mio. € (31.
Dezember 2021: 17,5 Mio. €) werden erfolgsneutral zum
Fair Value (Fair Value through other comprehensive income,
ohne Recycling) bewertet. Diese Beteiligungen betreffen
Start-up-Beteiligungen, deren Marktwert auf Basis aktueller
Eigenkapitaltransaktionen zwischen Marktteilnehmern im
Rahmen weiterer Finanzierungsrunden bzw. unter Anwendung
des DCF-Verfahrens/Multiplikatorenverfahrens ermittelt
wurde. Im Übrigen werden weitere unwesentliche
Beteiligungen in Höhe von < 0,0 Mio. € (31.
Dezember 2021: < 0,0 Mio. €) erfolgswirksam zum
Fair Value bewertet (Fair Value through profit or loss).
Änderungen der Marktbewertung von Beteiligungen, die
erfolgsneutral zum Fair Value (Fair Value through other
comprehensive income, ohne Recycling) bewertet sind,
führten in Summe zu Gewinnen (nach Steuern) in
Höhe von 0,9 Mio. € (Vj. 4,1 Mio. €), die
erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst sind.
Des Weiteren wurde der Anteil an der Tiplu GmbH von den
Gründungsgesellschaftern der Tiplu GmbH
zurückgekauft. Der Verkauf hatte keinen Einfluss auf
das OCI des laufenden Jahres.
Der Zeitwert der langfristigen sonstigen finanziellen
Verbindlichkeiten sowie der Zeitwert der Finanzschulden der
RHÖN-KLINIKUM AG ermitteln sich aus den diskontierten
Zahlungsströmen. Zur Diskontierung wurde ein der
RHÖN-KLINIKUM AG entsprechender risiko- und
laufzeitadäquater Zinssatz verwendet. Bei den
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den
sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten mit kurzen
Restlaufzeiten entsprechen die Buchwerte zum
Abschlussstichtag den Zeitwerten. Für die
Marktwertberechnung werden die zum Bilanzstichtag
erwarteten zukünftigen Zahlungsströme zugrunde
gelegt.
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2022 führten Anpassungen der Wertberichtigungen der
finanziellen Vermögenswerte und Finanzanlagen im Sinne
von IFRS 9 zu einer Ergebnisverschlechterung (nach Steuern)
in Höhe von insgesamt 0,3 Mio. € (Vj.
Ergebnisverbesserung 0,3 Mio. €).
Die beizulegenden Zeitwerte der bilanzierten
finanziellen Vermögenswerte und Schulden i. S. v. IFRS
9 werden wie folgt den drei Stufen der
Fair-Value-Hierarchie zugeordnet:
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt 30.06.2022 | Gesamt 31.12.2021 | |
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte (Beteiligungen) | - | 4,1 | 10,0 | 14,1 | 17,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | - | 501,1 | - | 501,1 | 436,8 |
| Langfristige Finanzschulden | - | 135,5 | - | 135,5 | 158,4 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (einschließlich) Leasing) | - | 19,2 | - | 19,2 | 18,0 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | 59,0 | - | 59,0 | 72,5 |
| Kurzfristige Finanzschulden | - | 2,5 | - | 2,5 | 1,0 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (einschließlich Leasing) | - | 11,0 | - | 11,0 | 12,1 |
Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie und ihre Anwendung
auf die Vermögenswerte und Schulden sind im Folgenden
beschrieben:
| ― |
Stufe 1: Notierte Marktpreise für identische Vermögenswerte oder Schulden an aktiven Märkten |
| ― |
Stufe 2: Andere Informationen als notierte Marktpreise, die direkt (z. B. Preise) oder indirekt (z. B. abgeleitet aus Preisen) beobachtbar sind |
| ― |
Stufe 3: Informationen zu Vermögenswerten und Schulden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren. |
Im Zeitraum 1. Januar 2022 bis einschließlich 30.
Juni 2022 haben uns keine Mitteilungen von Aktionären
erreicht, dass sie die gesetzlichen Meldeschwellen
gemäß § 33 ff. WpHG über- bzw.
unterschritten haben und dass sie damit zumindest zeitweise
einen Stimmrechtsanteil von über 3 % an der
Gesellschaft entweder direkt gehalten haben oder dass ihnen
ein solcher Stimmrechtsanteil zugerechnet wird.
Unter Berücksichtigung der uns mitgeteilten
Schwellenüber- bzw. -unterschreitungen ergibt sich
nach § 33 ff. WpHG hinsichtlich der
Aktionärsstruktur zum Stichtag 30. Juni 2022 folgendes
Bild:
| Mitteilungspflichtiger | veröffentlicht am | Direkt gehalten % | Zurechnung % | Stimmrechtsverfügung % | Tag der Schwellenüber-/-unterschreitung | Über-/ Unterschreitung der Schwelle von |
| Dr. Bernard große Broermann/Eugen Münch; AMR Holding GmbH | 23.07.2020/ 24.07.2020 | 0,0005 | 93,37 | 93,38 | 22.07.2020 | >75% |
| Mitteilungspflichtiger | Meldung gem. § 33 ff. WpHG Zurechnung nach WpHG/Zusatzinformation: |
| Dr. Bernard große Broermann/Eugen Münch; AMR Holding GmbH | zugerechnet (§ 34 WpHG): AMR Holding GmbH |
Die Stimmrechtsanteile können sich seit dem 30.
Juni 2022 geändert haben. Bezüglich Mitteilungen
über Veränderungen, die ab dem 1. Juli 2022
stattgefunden haben sowie für weitergehende
Informationen über die zugrundeliegenden
Finanzinstrumente, zur Zurechnung und zu den
Haltestrukturen der jeweiligen Stimmrechte verweisen wir
auf die Veröffentlichungen auf unserer Website in der
Rubrik Investor Relations/Publikationen &
Präsentationen/IR-News.
Die Gesellschaft hält zum 30. Juni 2022 24.000
Stück eigene Aktien. Dies entspricht 0,04 % der
Stimmrechte.
Frau Nicole Mooljee Damani hat der Gesellschaft am 8.
Dezember 2021 mitgeteilt, dass sie ihr Mandat als Mitglied
des Aufsichtsrates der Gesellschaft niederlegt, und ist
damit nach Ablauf der Monatsfrist gemäß §
10 Ziff. 3 der Satzung zum 8. Januar 2022 aus dem
Aufsichtsrat ausgeschieden. Mit Beschluss vom 2. März
2022 hat sodann das Amtsgericht Schweinfurt auf Antrag des
Vorstands, der auf einem Vorschlag des Aufsichtsrats
beruhte, Frau Dr. Cornelia Süfke, Leiterin
Konzernbereich Medizinrecht, Versicherungen &
Compliance, Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA,
für die verbleibende Amtszeit bis zum Ablauf der
ordentlichen Hauptversammlung am 8. Juni 2022 zum Mitglied
des Aufsichtsrats der Gesellschaft bestellt. Auf der
ordentlichen virtuellen Hauptversammlung am 8. Juni 2022
wurde Frau Dr. Cornelia Süfke als Vertreter der
Anteilseigner in den Aufsichtsrat gewählt.
Die Zusammensetzung des Vorstands hat sich
gegenüber dem 31. Dezember 2021 nicht geändert.
Im Übrigen wird die Geschäftsverteilung innerhalb
des Vorstands sowie innerhalb des Aufsichtsrats
regelmäßig den sich ändernden Anforderungen
angepasst.
Die von Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam abgegebene
Erklärung zur Unternehmensführung wurde am 23.
März 2022 und die Entsprechenserklärung nach
§ 161 AktG wurde am 10. November 2021 aktualisiert und
auf unserer Website veröffentlicht. Alle übrigen
Elemente unserer Unternehmensverfassung blieben im
bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres
unverändert. Wir verweisen hierzu auf unsere
Erläuterungen im Lagebericht zum Konzernabschluss des
Geschäftsjahres 2021.
Gesellschaften des RHÖN-KLINIKUM Konzerns
unterhalten im Einzelfall wechselseitige
Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und
Personen, wie sie im Anhang des Konzernabschlusses zum 31.
Dezember 2021 näher beschrieben sind.
Der Kreis der nahestehenden Unternehmen und die
Geschäfte mit diesen Unternehmen haben sich von der
Art der Leistungsbeziehung und der Höhe des
zeitanteiligen Geschäftsvolumens sowie der
finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten
gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021
geändert. Für die Konzerngesellschaften der
Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA haben wir Leistungen
in Höhe von 1,1 Mio. € (Vj. 0,8 Mio. €)
erbracht. Im gleichen Zeitraum haben wir Leistungen in
Höhe von 4,2 Mio. € (Vj. 1,4 Mio. €)
bezogen. Von Herrn Münch wurden Dienstleistungen im
Umfang von 0,3 Mio. € (Vj. 0,3 Mio. €) für
den Konzern der RHÖN-KLINIKUM AG erbracht.
Wesentliche Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen
und Personen, die ihrer Art oder Höhe nach
unüblich sind, haben nicht stattgefunden.
Die vertraglichen Vergütungen für die
Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands haben sich
im Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2021 nicht
verändert. Kreditgewährungen an Mitglieder des
Aufsichtsrats und des Vorstands liegen nicht vor.
Im Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2022 liegen der
RHÖN-KLINIKUM AG keine Mitteilungen über
Eigengeschäfte von Führungspersonen nach Art. 19
Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 vor.
Ergänzende Informationen zu den jeweiligen
Mitteilungen sind auf unserer Internetseite unter der
Rubrik "IR-News" im Bereich Investor Relations
veröffentlicht.
Zum Stichtag 30. Juni 2022 beschäftigte der Konzern
18.137 Mitarbeitende (31. Dezember 2021: 18.227
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter).
Die Vereinbarung mit dem Land Hessen im Zusammenhang mit
der Finanzierung der zu erbringenden Leistungen für
Forschung und Lehre an zum Konzern gehörenden
Universitätskliniken sieht Investitionsverpflichtungen
in Höhe von 100,0 Mio. € bis 2021 vor. Diese
waren zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021
vollumfänglich erfüllt. Im Übrigen bestehen
weitere Verpflichtungen zu Gebäudesanierungen und
-erweiterungen an den Standorten Gießen und Marburg.
Die weiteren sonstigen finanziellen Verpflichtungen
haben sich seit dem letzten Bilanzstichtag nicht wesentlich
geändert.
Das Gesamtvolumen der Eventualschulden hat sich seit dem
letzten Bilanzstichtag nicht wesentlich verändert.
Das Ergebnis je Aktie gemäß IAS 33 errechnet
sich als Quotient des den Aktionären der
RHÖNKLINIKUM AG zustehenden Konzerngewinns und dem
gewichteten Durchschnitt der während des
Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktienzahl. Das
verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem
unverwässerten Ergebnis je Aktie, da am Bilanzstichtag
keine Optionen und Wandlungsrechte ausgegeben waren.
Die Entwicklung der im Umlauf befindlichen
Stückaktien ist aus nachfolgender Übersicht
ersichtlich:
| Anzahl zum 30.06.2022 | Anzahl zum 30.06.2021 | |
| Stückaktien | 66.962.470 | 66.962.470 |
| Eigene Stückaktien | -24.000 | -24.000 |
| Im Umlauf befindliche Stückaktien | 66.938.470 | 66.938.470 |
Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich wie folgt:
| Stückaktien | 30.06.2022 | 30.06.2021 |
| Anteil am Konzernergebnis in Tsd. € | 11.516 | 8.060 |
| Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien in Tsd. Stück | 66.938 | 66.938 |
| Ergebnis je Aktie in € | 0,17 | 0,12 |
Die in der Finanzierungsrechnung ausgewiesene
Liquidität umfasst unverändert
Kassenbestände, Schecks sowie Guthaben bei
Kreditinstituten. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung
werden die kurzfristigen Kontokorrentkredite von den
Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten
abgesetzt, wobei es zum 30. Juni 2022 keine kurzfristigen
Kontokorrentkredite gab.
Die Verminderung des Mittelzuflusses aus laufender
Geschäftstätigkeit von 73,1 Mio. € auf 24,0
Mio. € resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg
der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, einem
Anstieg der sonstigen finanziellen Vermögenswerte im
Zusammenhang mit Erlösausgleichen sowie einer
Reduktion der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen.
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit auf
49,1 Mio. € resultiert im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum im Wesentlichen aus der Anlage von
Festgeldern (Vorjahreszeitraum: Rückzahlung von
Geldanlagen).
Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit von
1,8 Mio. € resultiert aus Zahlungen im Zusammenhang
mit Finanzierungsleasing.
In der Kapitalflussrechnung wurden 5,7 Mio. € (Vj.
14,5 Mio. €) nicht zahlungswirksame Verpflichtungen
aus ausstehenden Baurechnungen als Korrektur zu den
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte berücksichtigt.
Seit dem 30. Juni 2022 sind keine Ereignisse von
besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein
wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns der RHÖN-KLINIKUM AG erwartet
wird.
Bad Neustadt a. d. Saale, 3. August 2022
RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft
DER VORSTAND
| Prof. Dr. Bernd Griewing | Dr. Christian Höftberger | Dr. Stefan Stranz | Dr. Gunther K. Weiß |
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss
der RHÖN-KLINIKUM AG ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns der
RHÖN-KLINIKUM AG im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind.
Bad Neustadt a. d. Saale, 3. August 2022
RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft
DER VORSTAND
| Prof. Dr. Bernd Griewing | Dr. Christian Höftberger | Dr. Stefan Stranz | Dr. Gunther K. Weiß |
An die RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft, Bad
Neustadt a. d. Saale
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss -
bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und
Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz,
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und
Konzern-Kapitalflussrechnung sowie verkürzten
Konzernanhang - und den Konzernzwischenlagebericht der
RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft für den Zeitraum
vom 1. Januar bis 30. Juni 2022, die Bestandteile des
Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer
prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung
des verkürzten Konzernzwischen-abschlusses nach dem
International Accounting Standard IAS 34
"Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden
ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung
zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem
Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des
Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze für die prüferische
Durchsicht von Abschlüssen und ergänzender
Anwendung des International Standard on Review Engagements
2410 "Review of Interim Financial Information Performed by
the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410)
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so
zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer
Würdigung mit einer gewissen Sicherheit
ausschließen können, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit IAS 34
"Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden
ist, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische
Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf
Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf
analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die
durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
vorgenommen haben, können wir einen
Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu
der Annahme veranlassen, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit IAS 34
"Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden
ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Frankfurt am Main, den 3. August 2022
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Huber-Straßer | Schrum |
| Wirtschaftsprüferin | Wirtschaftsprüfer |
RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft
Postadresse:
97615 Bad Neustadt a. d. Saale
Deutschland
Hausadresse:
Salzburger Leite 1
97616 Bad Neustadt a. d. Saale
T. 09771 65-0
F. 09771 97467
Internet:
rhoen-klinikum-ag.com
E-Mail:
rka@rhoen-klinikum-ag.com
Dieser Zwischenbericht liegt auch in englischer Sprache
vor.
http://www.rhoen-klinikum-ag.com/zwischenberichte