RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft

Bad Neustadt a.d.Saale

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen

Rundungsdifferenzen in Höhe ± einer Einheit (€, % usw.) auftreten.

KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT

BERICHT ÜBER DAS ERSTE HALBJAHR 2023

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Im ersten Halbjahr 2023 behandelten wir 446.022 Patienten in unseren Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren und erwirtschafteten dabei Umsatzerlöse in Höhe von 728,2 Mio. €, ein EBITDA in Höhe von 45,2 Mio. € und ein Konzernergebnis in Höhe von 12,2 Mio. €.

Das erste Halbjahr 2023 war weiterhin von den Auswirkungen der geopolitischen Risiken infolge des Krieges in der Ukraine, der gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise sowie der Inflation geprägt.

Unsere Kennzahlen sind durch den mehrwöchigen Arbeitskampf am Universitätsklinikum Gießen und Marburg im Frühjahr dieses Jahres, der zu massiven Einschnitten in der ambulanten und stationären Patientenversorgung führte, belastet.

Erfolgreiche Einigung mit dem Land Hessen über die Gewährung von Investitionsfördermitteln sowie zur Weiterentwicklung der Trennungsrechnung am Universitätsklinikum Gießen und Marburg Ende Februar 2023.

GRUNDLAGEN DES RHÖN-KLINIKUM KONZERNS

Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der RHÖN-KLINIKUM AG zum 30. Juni 2023 wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 in verkürzter Form und unter Anwendung von § 315e HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/​2002 des Europäischen Parlaments und des Rats über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union im Geschäftsjahr 2023 verpflichtend anzuwenden sind.

Die zur Anwendung kommenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben wir, soweit sie bereits im Geschäftsjahr 2022 zur Anwendung gelangten und im Geschäftsjahr 2023 unverändert fortgeführt werden, im Konzernabschluss der RHÖN-KLINIKUM AG zum 31. Dezember 2022 ausführlich dargestellt.

Darüber hinaus gehende neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen, die ab dem 1. Januar 2023 bzw. Folgejahre anzuwenden sind und bereits von der Europäischen Union verabschiedet wurden, sind im verkürzten Konzernanhang zu diesem Zwischenbericht erläutert. Diese haben die im verkürzten Konzernanhang angegebenen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns der RHÖN-KLINIKUM AG.

Das Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33 nach den durchschnittlichen im Umlauf befindlichen Stammaktien gewichtet ermittelt.

Soweit nachfolgend Angaben zu einzelnen Gesellschaften gemacht werden, handelt es sich um Werte vor Konsolidierung. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von ± einer Einheit (€, % usw.) auftreten.

CORPORATE GOVERNANCE

In der virtuellen ordentlichen Hauptversammlung der RHÖN-KLINIKUM AG am 7. Juni 2023 stimmten die Aktionäre neben der Verwendung des Bilanzgewinns der Entlastung der Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats, dem Vergütungsbericht gemäß § 162 AktG, der Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 sowie diversen Satzungsänderungen zu. Diese Satzungsänderungen betreffen insbesondere die Verschlankung der Satzung an zahlreichen Stellen, insbesondere bei den Regelungen zur Zusammensetzung und Amtszeit der Vorstandsmitglieder, Amtspflichten des Aufsichtsrats und Modalitäten von Aufsichtsratssitzungen sowie Vorschriften zur Einberufung und Durchführung von Hauptversammlungen. Ferner wurde in der neugefassten Satzung der Ergänzung einiger Bestimmungen bzw. Befugnissen zugestimmt. Hierzu gehören z. B. die Regelung der grundsätzlichen persönlichen Teilnahme der Aufsichtsratsmitglieder an der Hauptversammlung, es sei denn, es liegt eine persönliche Hinderung vor. Im Falle einer virtuellen Hauptversammlung ist die Teilnahme von Aufsichtsratsmitgliedern zudem auch dann im Wege der Bild- und Tonübertragung möglich, wenn kein Fall der persönlichen Hinderung vorliegt. Ferner stimmten die Aktionäre der Änderung der Satzung betreffend die Ermächtigung des Vorstands zur Einberufung virtueller Hauptversammlungen, die innerhalb von fünf Jahren nach Eintragung der Satzungsbestimmung in das Handelsregister stattfinden, zu.

Die Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2022 nicht geändert.

Im Übrigen wird die Geschäftsverteilung innerhalb des Vorstands sowie innerhalb des Aufsichtsrats regelmäßig den sich ändernden Anforderungen angepasst.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2023 liegen der RHÖN-KLINIKUM AG keine Meldungen gemäß § 33 ff. WpHG bzw. keine Mitteilungen über Eigengeschäfte von Führungspersonen nach Art. 19 Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/​2014 vor.

Die von Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam abgegebene Erklärung zur Unternehmensführung und die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wurden im Geschäftsjahr 2023 bzw. 2022 aktualisiert und auf unserer Website veröffentlicht. Alle übrigen Elemente unserer Unternehmensverfassung blieben im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres unverändert. Wir verweisen hierzu auf unsere Erläuterungen im Lagebericht zum Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2022.

Die Ende Februar 2023 unterzeichnete Zukunftsvereinbarung Plus zwischen dem Land Hessen, der RHÖN-KLINIKUM AG, der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA, der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH sowie den Universitäten mit den Fachbereichen Medizin bezüglich der Gewährung von Investitionsfördermitteln für das UKGM sieht ab dem 1. Januar 2023 im Falle eines Kontrollwechsels unter bestimmten Voraussetzungen eine Rückübertragung der Gesellschaftsanteile an das Land Hessen vor. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn 50 % der Anteile an der RHÖN-KLINIKUM AG oder mehr als 50 % der Geschäftsanteile an der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA oder ihrer persönlich haftenden Gesellschafterin an eine andere natürliche oder juristische Person übergehen. Zu weiteren Verträgen mit Kontrollwechselklausel verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht zum Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2022.

WIRTSCHAFTSBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich merklich eingetrübt. Nach 91,5 Punkten im Mai 2023 ist der ifo Geschäftsklimaindex auf 88,5 Punkte im Juni 2023 gefallen. Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist nach wie vor von einer hohen Unsicherheit geprägt. Während sich das außenwirtschaftliche Umfeld als schwach erweist, deuten erste binnenwirtschaftliche Indikatoren auf eine konjunkturelle Stabilisierung hin. Als binnenwirtschaftliche Dämpfer wirken weiterhin die Kaufkraftverluste infolge der hohen, wenn auch rückläufigen Inflation, die den privaten Konsum beeinträchtigen. Die wirtschaftliche Entwicklung stellt sich als sehr verhalten dar.

Die geopolitischen Entwicklungen mündeten in einer Störung der Lieferketten und damit einhergehend einer allgemeinen Steigerung des Preisniveaus. Während die Gesellschaften des Konzerns der RHÖN-KLINIKUM AG die direkten Preissteigerungen im Energiebereich durch in der Vergangenheit kontrahierte Liefermengen im Wesentlichen ausgleichen konnten, führten die Preissteigerungen bei unseren Lieferanten zu einer erhöhten Belastung des Ergebnisses.

Die Dissonanz zwischen den gesetzlichen Erstattungsmechanismen im Krankenhausbereich einerseits und der inflationären Preisentwicklung andererseits wird aus Sicht des Vorstands der RHÖN-KLINIKUM AG zu erheblichen Auswirkungen auf die deutsche Gesundheitswirtschaft führen. Viele Kliniken werden aufgrund des enormen Kostendrucks bei Energie, medizinischen Gütern und Dienstleistungen und im Zuge der geplanten Krankenhausreform nicht beherrschbaren Risiken ausgesetzt.

Der Bundestag hat Mitte Dezember 2022 mit der Einführung einer Gas- und Strompreisbremse ab dem Geschäftsjahr 2023 Hilfszahlungen für Krankenhäuser beschlossen. Aufgrund der stark gestiegenen Energiepreise und der großen Abhängigkeit der Krankenhäuser von Erdgas sind insgesamt 6 Mrd. €, davon 1,5 Mrd. € für mittelbar gestiegene Energiekosten als pauschale Zahlung nach Krankenhausbetten und 4,5 Mrd. € zum krankenhausindividuellen Ausgleich unmittelbarer Energiepreissteigerungen für den Zeitraum vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. April 2024 vorgesehen. Am 23. Juni 2023 hat der Bundestag das Gesetz zur Änderung des Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetzes (EWPBG) und des Strompreisbremsengesetzes (StromPBG) gebilligt. Die Mittel zum Ausgleich der Energiepreissteigerungen bei Krankenhäusern in Höhe von 6 Mrd. € bleiben demnach zwar unverändert, dennoch findet eine Umwidmung statt. Da sich abzeichnet, dass 4,5 Mrd. €, die ursprünglich zum Ausgleich von unmittelbaren Energiemehrkosten vorgesehen waren, nicht in voller Höhe von den Krankenhäusern abgerufen werden können, sollen nunmehr 2,5 Mrd. € hieraus ebenso pauschal auf Basis der Bettenzahlen verteilt werden. Am 7. Juli 2023 hat der Bundesrat dem Änderungsgesetz zugestimmt. Das Gesetz ist am 3. August 2023 in Kraft getreten.

Am 10. Juli 2023 haben sich Bund und Länder auf die Eckpunkte für eine Krankenhausreform geeinigt. Die Ergebnisse fließen in den Gesetzesentwurf ein, der während der parlamentarischen Sommerpause erarbeitet wird. Das Gesetz soll zum 1. Januar 2024 in Kraft treten. Das Eckpunktepapier sieht vor, das System der rein mengenabhängigen Vergütung über Fallpauschalen umzugestalten und für Leistungen somatischer Krankenhäuser eine weitgehend von der Leistungserbringung unabhängige Komponente der Vorhaltevergütung einzuführen. Die bestehenden Fallpauschalen sollen in diesem Kontext abgesenkt werden. Die Höhe der Vorhaltefinanzierung ist an Leistungsgruppen gekoppelt, welche den einzelnen Krankenhäusern von den Ländern zugewiesen werden und welche die Einhaltung einheitlich festgelegter Qualitätskriterien voraussetzen.

Die konkreten Auswirkungen der Reform auf unsere Kliniken lassen sich frühestens mit dem für September angekündigten Referentenentwurf abschätzen, wenn weitere Details vor allem zu den geplanten Zuordnungen der Leistungsgruppen und zur Ausgestaltung der Vorhaltefinanzierung bekannt sind. Dennoch sehen wir uns mit der Aufstellung unserer Kliniken auf die bevorstehende Reform gut vorbereitet.

GESCHÄFTSVERLAUF DES ERSTEN

HALBJAHRES

Für das Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) konnten am Ende eines langen Verhandlungsmarathons die Landesregierung und die Verantwortlichen auf Seiten des Konzerns, der Universitäten und des Klinikums eine Einigung über die dem Klinikum zustehende Investitionsförderung erreichen. Ende Februar 2023 wurde die "Zukunftsvereinbarung Plus" unterzeichnet. Nachdem die RHÖNKLINIKUM AG bereits in der Vergangenheit über 750 Mio. € aus eigenen Mitteln in das Uniklinikum Gießen und Marburg investiert hat, werden nun in den nächsten zehn Jahren insgesamt weitere fast 850 Mio. € für Investitionen in Krankenversorgung, Forschung und Lehre fließen. Die Landesfördermittel von rund 529 Mio. €, verbunden mit der Investition von rund 319 Mio. € aus Eigenmitteln, werden die beiden Klinika in die Lage versetzen, medizinisch, technisch und baulich auf der Höhe der Zeit zu bleiben.

Nach intensiven Verhandlungen einigten sich das UKGM und Verdi am 14. April 2023 auf das Angebot des Uniklinikums für ein Eckpunktepapier zum Abschluss eines "Beschäftigungssicherungs- und Entlastungstarifvertrages für das UKGM und die UKGM Service GmbH". Das Eckpunktepapier ist ein sehr umfassendes und weitreichendes Angebot zur Beschäftigungssicherung und Entlastung an beiden Universitätskliniken in Gießen und Marburg. Bis zum 30. September 2023 sollen die laufenden Redaktionsverhandlungen zum neuen Tarifvertrag führen, der dann rückwirkend zum 1. April 2023 in Kraft treten soll. Der Einigung vorausgegangen war ein zweiwöchiger Streik der nichtärztlichen Beschäftigten, der von Ende März bis Mitte April zu massiven Einschränkungen in der Patientenversorgung, einhergehend mit geschlossenen Stationen und dem Verschieben planbarer Operationen, führte.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

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Januar bis Juni 2023 2022 Veränderung
Mio. € Mio. € Mio. € %
Umsatzerlöse 728,2 711,2 17,0 2,4
EBITDA 45,2 52,8 -7,6 -14,4
EBIT 12,4 18,1 -5,7 -31,5
EBT 13,9 15,7 -1,8 -11,5
Konzernergebnis 12,2 12,8 -0,6 -4,7

Im ersten Halbjahr 2023 haben wir im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei um 17,0 Mio. € höheren Umsatzerlösen einen Rückgang des EBITDA um 7,6 Mio. € auf 45,2 Mio. €, einen Rückgang des EBIT um 5,7 Mio. € auf 12,4 Mio. € sowie einen Rückgang des Konzernergebnisses um 0,6 Mio. € auf 12,2 Mio. € zu verzeichnen.

Unsere Kennzahlen sind u. a. durch den Anstieg der Materialkosten und den Streik der nichtärztlichen Beschäftigten an den Standorten Gießen und Marburg, verbunden mit erheblichen wirtschaftlichen Einbußen, stark beeinflusst.

Zudem war das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 durch die Auswirkungen geopolitischer Risiken infolge des Krieges in der Ukraine, gestiegene Bezugspreise, Lieferkettenprobleme und der Inflation geprägt.

Leistungsentwicklung

Unsere akutstationären Kapazitäten sind mit 5.450 Betten (31. Dezember 2022: 5.445 Betten) nahezu unverändert.

Zum 30. Juni 2023 betreiben wir neun MVZ mit insgesamt 61,25 (31. Dezember 2022: 61,75) Facharztsitzen.

Die Patientenzahlen in unseren Kliniken und MVZ entwickelten sich wie folgt:

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Januar bis Juni 2023 2022 Veränderung
absolut %
Stationär und teilstationär behandelte Patienten in Akutkliniken 94.526 94.814 -288 -0,3
Rehabilitationskliniken und sonstigen Einrichtungen 2.631 2.380 251 10,5
97.157 97.194 -37 0,0
Ambulant behandelte Patienten in unseren Akutkliniken 239.734 225.055 14.679 6,5
MVZ 109.131 105.095 4.036 3,8
348.865 330.150 18.715 5,7
Gesamt 446.022 427.344 18.678 4,4

Ertragslage

Die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns stellt sich wie folgt dar:

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Januar bis Juni 2023 2022 Veränderung
Mio. € Mio. € Mio. € %
Erlöse
Umsatzerlöse 728,2 711,2 17,0 2,4
Sonstige Erträge 119,4 106,5 12,9 12,1
Gesamt 847,6 817,7 29,9 3,7
Aufwendungen
Materialaufwand 237,0 214,0 23,0 10,7
Personalaufwand 481,7 473,3 8,4 1,8
Sonstige Aufwendungen 83,1 77,5 5,6 7,2
Ergebnis aus der Wert-
Verminderung von finanziellen Vermögenswerten 0,6 0,1 0,5 o.A.
Gesamt 802,4 764,9 37,5 4,9
EBITDA 45,2 52,8 -7,6 -14,4
Abschreibungen und
Wertminderungen 32,8 34,7 -1,9 -5,5
EBIT 12,4 18,1 -5,7 -31,5
Finanzergebnis 1,5 -2,4 3,9 o.A.
EBT 13,9 15,7 -1,8 -11,5
Ertragsteuern 1,7 2,9 -1,2 -41,4
Konzernergebnis 12,2 12,8 -0,6 -4,7

Trotz des Wegfalls der Erstattungen des Gesetzgebers im Zusammenhang mit der COVID-19-Gesetzgebung und trotz des Streiks an den Standorten Gießen und Marburg konnten die Umsatzerlöse der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2023 um 17,0 Mio. € bzw. 2,4 % u. a. aufgrund des Anstiegs der Landesbasisfallwerte auf 728,2 Mio. € gesteigert werden. Im Vorjahreszeitraum waren unter diesem Posten noch 43,0 Mio. € Erträge im Zusammenhang mit der COVID-19-Gesetz-gebung enthalten. Diese betrafen im Wesentlichen Erträge im Zusammenhang mit Ausgleichszahlungen für freigehaltene Bettenkapazitäten und Versorgungsaufschläge aufgrund von Sonderbelastungen durch das Corona-Virus.

Der Anstieg der sonstigen Erträge um 12,9 Mio. € bzw. 12,1 % resultiert u. a. mit 7,4 Mio. € aus gestiegenen Erträgen aus Hilfs- und Nebengeschäften, u. a. bedingt durch höhere Verkäufe von Arzneimitteln und Zytostatika, mit 5,3 Mio. € aus erstmaligen Erstattungen des Gesetzgebers im Zusammenhang mit der Kompensation für erhöhte Energieaufwendungen aus Mitteln des Gesundheitsfonds sowie mit 5,0 Mio. € aus ertragswirksamen Auflösungen von Verpflichtungen aus Vorjahren. Im Vorjahreszeitraum waren unter diesem Posten 3,7 Mio. € Erträge im Zusammenhang mit der COVID-19-Gesetzgebung, die ab dem Geschäftsjahr 2023 entfallen, sowie ertragswirksame Auflösungen von Verpflichtungen aus Vorjahren in Höhe von 1,6 Mio. € erfasst.

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Januar bis Juni 2023 2022
Materialquote 32,5 30,1
Personalquote 66,2 66,6
Sonstige Aufwandsquote 11,4 10,9
Abschreibungsquote 4,5 4,9
Finanzergebnisquote 0,2 -0,3
Steueraufwandsquote 0,2 0,4

Der Materialaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum in den ersten sechs Monaten 2023 um 23,0 Mio. € bzw. 10,7 % bedingt durch gestiegene Bezugspreise überproportional zum Anstieg der Umsatzerlöse erhöht. Die Materialquote ist von 30,1 % auf 32,5 % angestiegen.

Der Anstieg der Personalaufwendungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,4 Mio. € bzw. 1,8 % ist bei einem Rückgang der Mitarbeitendenzahlen auf allgemeine Tarifsteigerungen zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote ist von 66,6 % auf 66,2 % zurückgegangen.

Die sonstigen Aufwendungen sind von 77,5 Mio. € um 5,6 Mio. € auf 83,1 Mio. € angestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf den erforderlichen Instandhaltungs- und Wartungsbedarf zurückzuführen.

Die Abschreibungen und Wertminderungen sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,9 Mio. € bzw. 5,5 % zurückgegangen.

Bedingt durch eine allgemeine positive Zinsentwicklung hat sich das Finanzergebnis von - 2,4 Mio. € um 3,9 Mio. € auf 1,5 Mio. € verbessert.

Der Ertragsteueraufwand ist gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres bei einer unveränderten Tarifbesteuerung um 1,2 Mio. € aufgrund einer niedrigeren steuerlichen Bemessungsgrundlage zurückgegangen.

Das Konzernergebnis ist gegenüber den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2022 von 12,8 Mio. € um 0,6 Mio. € auf 12,2 Mio. € zurückgegangen.

Vermögens- und Finanzlage

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30.06.2023 31.12.2022
Mio. € % Mio. € %
AKTIVA
Langfristiges Vermögen 999,7 57,6 1.016,3 59,6
Kurzfristiges Vermögen 735,9 42,4 688,6 40,4
1.735,6 100,0 1.704,9 100,0
PASSIVA
Eigenkapital 1.253,4 72,2 1.251,4 73,4
Langfristiges Fremdkapital 157,5 9,1 162,4 9,5
Kurzfristiges Fremdkapital 324,7 18,7 291,1 17,1
1.735,6 100,0 1.704,9 100,0

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 um 30,7 Mio. € bzw. 1,8 % auf 1.735,6 Mio. € angestiegen.

Die Eigenkapitalquote ging seit dem letzten Bilanzstichtag leicht von 73,4 % auf 72,2 % zurück und befindet sich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.

Nachstehend ist die Veränderung des Eigenkapitals zum letzten Bilanzstichtag dargestellt:

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Eigenkapital 2023 2022
Aktionäre Nicht beherrschende Anteile Insgesamt Insgesamt
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Stand am 01.01. Eigenkapitaltransaktionen 1.223,8 27,6 1.251,4 1.224,8
mit Anteilseignern Gesamtergebnis der -10,0 - -10,0 -
Periode 11,8 0,2 12,0 13,7
Sonstige Veränderungen - - - -
Stand am 30.06. 1.225,6 27,8 1.253,4 1.238,5

Auf der Hauptversammlung im Juni 2023 wurde eine Dividendenausschüttung in Höhe von 10,0 Mio. € beschlossen und anschließend fristgerecht ausgezahlt.

Das langfristige Vermögen ist rechnerisch zu 141,1 % (31. Dezember 2022: 139,1 %) fristenkongruent durch Eigenkapital und langfristige Schulden finanziert.

Zum 30. Juni 2023 weisen wir eine Nettoliquidität in Höhe von 112,9 Mio. € (31. Dezember 2022: 138,1 Mio. €) aus. Unsere Nettoliquidität ermittelt sich wie folgt:

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30.06.2023 31.12.2022
Mio. € Mio. €
Zahlungsmittel (kurzfristig) 76,3 77,3
Festgelder (kurzfristig) 196,0 219,0
Festgelder (langfristig) 0,0 0,0
Zahlungsmittel, Festgelder 272,3 296,3
Finanzschulden (kurzfristig) 9,4 8,0
Finanzschulden (langfristig) 141,7 141,7
Leasingverbindlichkeiten 8,3 8,5
Finanzverbindlichkeiten 159,4 158,2
Nettoliquidität 112,9 138,1

Die Herkunft und Verwendung unserer liquiden Mittel ist aus nachstehender Übersicht zu entnehmen:

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Januar bis Juni 2023 2022
Mio. € Mio. €
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 0,8 24,0
Mittelzu-/​Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit 9,9 -49,1
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -11,7 -1,8
Veränderung des Finanzmittelfonds Finanzmittelfonds am 01.01. -1,0 77,3 -26,9 126,3
Finanzmittelfonds am 30.06. 76,3 99,4

Der Finanzmittelfonds hat sich in den ersten sechs Monaten 2023 gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 um 1,0 Mio. € vermindert. Hierbei wurde ein Cash-Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von 0,8 Mio. € (Vj. 24,0 Mio. €) erzielt. Neben dem Rückgang des Mittelzuflusses aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 23,2 Mio. € sind ein um 59,0 Mio. € höherer Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit sowie ein um 9,9 Mio. € gestiegener Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit, jeweils gegenüber dem Vorjahr, zu verzeichnen.

Investitionen

Die Gesamtinvestitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 22,8 Mio. € (Vj. 25,6 Mio. €) gliedern sich wie folgt auf:

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Einsatz von
Fördermitteln Eigenmitteln Insgesamt
Mio. € Mio. € Mio. €
Laufende Investitionen 6,2 16,6 22,8
Übernahmen - - -
Insgesamt 6,2 16,6 22,8

Von den Investitionen der ersten sechs Monate 2023 entfallen 6,2 Mio. € (Vj. 8,7 Mio. €) auf geförderte Investitionen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht, die gemäß IFRS von den Gesamtinvestitionen abgesetzt werden.

Die Vereinbarung mit dem Land Hessen im Zusammenhang mit der Finanzierung der zu erbringenden Leistungen für Forschung und Lehre an den zum Konzern gehörenden Universitätskliniken aus dem Jahr 2017 sah weitere Verpflichtungen zu Gebäudesanierungen und -erweiterungen an den Standorten Gießen und Marburg vor, deren Abschluss zunächst bis zum 31. Dezember 2024 vorgesehen war. Mit der Ende Februar 2023 unterzeichneten Zukunftsvereinbarung Plus wurden die Investitionsprojekte aus der Vereinbarung aus 2017 modifiziert und die Fristen für die Erfüllung der Investitionsverpflichtungen angepasst. Die Fristen für die Erfüllung dieser Investitionen liegen nunmehr zwischen dem 31. Dezember 2024 und dem 31. Dezember 2028.

Die Ende Februar 2023 unterzeichnete Zukunftsvereinbarung Plus zwischen dem Land Hessen, der RHÖN-KLINIKUM AG, der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA, der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH sowie den Universitäten mit den Fachbereichen Medizin bezüglich der Gewährung von Investitionsfördermitteln für das UKGM sieht weitere eigenfinanzierte Investitionsverpflichtungen in den nächsten zehn Jahren in Höhe von 259,0 Mio. € ab dem 1. Januar 2023 vor.

Für Gesundheitsversorgung und Wissenschaft gleichermaßen wichtig ist ein zwischen der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH und den beiden Universitäten zu vereinbarendes Konzept für die Gründung von Joint Ventures, die die bessere Übertragung von Forschungsergebnissen in die klinische Anwendung ermöglichen sollen. Das Finanzvolumen in Höhe von 60 Mio. € stellt das UKGM bereit.

Mitarbeitende

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Mitarbeitende 30.06.2023 31.12.2022 Veränderung
absolut %
Kliniken 15.922 16.015 -93 -0,6
MVZ 320 329 -9 -2,7
Servicegesellschaften 1.820 1.796 24 1,3
Gesamt 18.062 18.140 -78 -0,4

Am 30. Juni 2023 waren im Konzern der RHÖNKLINIKUM AG 18.062 Mitarbeitende (31. Dezember 2022: 18.140) beschäftigt.

GESCHÄFTSVERLAUF DES ZWEITEN QUARTALS

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April bis Juni 2023 2022 Veränderung
Mio. € Mio. € Mio. € %
Umsatzerlöse 366,7 363,9 2,8 0,8
EBITDA 22,6 32,9 -10,3 -31,3
EBIT 6,1 15,6 -9,5 -60,9
EBT 7,1 14,0 -6,9 -49,3
Konzernergebnis 5,8 11,4 -5,6 -49,1

Im zweiten Quartal 2023 haben wir im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei um 2,8 Mio. € höheren Umsatzerlösen einen Rückgang des EBITDA um 10,3 Mio. € auf 22,6 Mio. €, einen Rückgang des EBIT um 9,5 Mio. € auf 6,1 Mio. € sowie einen Rückgang des Konzernergebnisses um 5,6 Mio. € auf 5,8 Mio. € zu verzeichnen. Der Rückgang ist insbesondere auf den mehrwöchigen Streik an den Standorten Gießen und Marburg zurückzuführen, was zu massiven Einschnitten der Patientenversorgung insbesondere im stationären Bereich und damit zu wirtschaftlichen Einbußen führte. Während die Anzahl der stationär und teilstationär behandelten Patienten im zweiten Quartal 2023 um 2.741 bzw. 5,6 % zurückgegangen ist, stiegen die ambulant behandelten Patienten um 7.551 bzw. 4,6 %.

CHANCEN UND RISIKEN

Das installierte System des Risikomanagements sowie die einzelnen Unternehmensrisiken und -chancen sind im Geschäftsbericht 2022 auf den Seiten 71 bis 77 beschrieben. Die dort getroffenen Aussagen gelten im Wesentlichen unverändert fort.

In der Gesundheitspolitik sehen wir großen Reformbedarf. Das Gesundheitssystem in Deutschland wird, wie viele andere gesellschaftliche und wirtschaftliche Bereiche, fortlaufend mit strukturellen Veränderungen konfrontiert. Dieser Strukturwandel bietet ein enormes Innovations- und Chancenpotenzial zur Gestaltung des Gesundheitssystems der Zukunft und verändert das Gesundheitssystem nachhaltig. Mit der geplanten Krankenhausreform (Eckpunktepapier vom 10. Juli 2023) werden bestehende Strukturen voraussichtlich verändert und bisherige Prozesse und Lösungen neu gedacht. Mit unserem Campus-Konzept, der Fortsetzung der Ambulantisierung sowie der Etablierung neuer medizinischer Dienst- und Serviceleistungen werden wir die sich daraus ergebenden Chancen ergreifen und zum Wohle unserer Patienten umsetzen.

Aufgrund der geopolitischen Risiken infolge des Ukraine-Krieges sehen wir weiterhin wirtschaftliche Risiken in der allgemeinen Entwicklung des Preisniveaus wie gestiegene Energie-, Rohstoffpreise und Materialkosten, Inflation sowie weiter anhaltende Lieferkettenprobleme. Viele Kliniken werden aufgrund des enormen Kostendrucks schließen müssen. Es bleibt abzuwarten, ob die beschlossenen neuen Zuwendungen, die im Rahmen der Einführung der Gas- und Strompreisbremse zufließen, daran etwas ändert. Die stationäre Behandlung von COVID-19-Patienten ist in den Regelbetrieb übergegangen.

Bestandsgefährdende Risiken sehen wir weder für die Einzelgesellschaften, noch für den Konzern.

PROGNOSE

Für das laufende Geschäftsjahr 2023 gehen wir unverändert von einem Umsatz in Höhe von 1,5 Mrd. € in einer Bandbreite von jeweils 5 % nach oben bzw. unten aus. Für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) rechnen wir weiterhin mit einem Wert zwischen 103 Mio. € und 109 Mio. €.

Wir weisen darauf hin, dass unser Ausblick unter erheblichen Unsicherheiten im Zusammenhang mit den geopolitischen Risiken infolge des Krieges in der Ukraine und unter dem Vorbehalt etwaiger regulatorischer Eingriffe mit Auswirkungen auf die Vergütungsstruktur im Jahr 2023 steht.

Bad Neustadt a. d. Saale, 9. August 2023

RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft

DER VORSTAND

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Prof. Dr. Tobias Kaltenbach Dr. Stefan Stranz Dr. Gunther K. Weiß

VERKÜRZTER KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung Januar bis Juni 2023

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Januar bis Juni 2023 2022
Tsd. € % Tsd. € %
Umsatzerlöse 728.162 100,0 711.192 100,0
Sonstige Erträge 119.484 16,4 106.438 15,0
847.646 116,4 817.630 115,0
Materialaufwand 237.073 32,5 213.975 30,1
Personalaufwand 481.690 66,2 473.274 66,6
Sonstige Aufwendungen 83.103 11,4 77.550 10,9
Ergebnis aus der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten 628 0,1 64 0,0
802.494 110,2 764.863 107,6
Zwischenergebnis
(EBITDA) 45.152 6,2 52.767 7,4
Abschreibungen und Wertminderungen 32.800 4,5 34.639 4,9
Operatives Ergebnis (EBIT) 12.352 1,7 18.128 2,5
Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 49 0,0 43 0,0
Finanzierungserträge 3.562 0,5 170 0,0
Finanzierungsaufwendungen -2.008 -0,3 -2.274 -0,3
Ergebnis aus der Wertminderung von Finanzanlagen -30 0,0 -319 0,0
Finanzergebnis (netto) 1.573 0,2 -2.380 -0,3
Ergebnis vor Steuern (EBT) 13.925 1,9 15.748 2,2
Ertragsteuern 1.719 0,2 2.969 0,4
Konzernergebnis 12.206 1,7 12.779 1,8
davon entfallend auf
Nicht beherrschende Anteile 216 0,1 1.263 0,2
Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG 11.990 1,6 11.516 1,6
Ergebnis je Aktie in €
unverwässert 0,18 0,17
verwässert 0,18 0,17
scrollen
Januar bis Juni 2023 2022
Konzernergebnis 12.206 12.779
davon entfallend auf Nicht beherrschende Anteile 216 1.263
Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG 11.990 11.516
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Beteiligungen (FVOCI) -228 1.036
Ertragsteuern 36 -164
Sonstiges Ergebnis (Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Beteiligungen FVOCI), das anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird -192 872
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen 4 48
Ertragsteuern -1 - 8
Sonstiges Ergebnis (Neubewertung von Pensionsplänen), das anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird 3 40
Sonstiges Ergebnis 1 -189 912
davon entfallend auf Nicht beherrschende Anteile - -
Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG -189 912
Gesamtergebnis 12.017 13.691
davon entfallend auf Nicht beherrschende Anteile 216 1.263
Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG 11.801 12.428

1 Summe der im Eigenkapital erfolgsneutral erfassten Wertänderungen.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung April bis Juni 2023

scrollen
April bis Juni 2023 2022
Tsd. € % Tsd. € %
Umsatzerlöse 366.662 100,0 363.903 100,0
Sonstige Erträge 57.845 15,8 55.973 15,4
424.507 115,8 419.876 115,4
Materialaufwand 117.134 31,9 106.477 29,2
Personalaufwand 242.639 66,2 240.801 66,2
Sonstige Aufwendungen 41.795 11,4 39.681 10,9
Ergebnis aus der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten
(Vj. Werterhöhung) 315 0,1 -26 0,0
401.883 109,6 386.933 106,3
Zwischenergebnis
(EBITDA) 22.624 6,2 32.943 9,1
Abschreibungen und Wertminderungen 16.491 4,5 17.349 4,8
Operatives Ergebnis (EBIT) 6.133 1,7 15.594 4,3
Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 18 0,0 33 0,0
Finanzierungserträge 2.136 0,5 110 0,0
Finanzierungsaufwendungen -1.175 -0,3 -1.501 -0,4
Ergebnis aus der Werterhöhung von Finanzanlagen
(Vj. Wertminderung) 10 0,0 -238 -0,1
Finanzergebnis (netto) 989 0,2 -1.596 -0,5
Ergebnis vor Steuern (EBT) 7.122 1,9 13.998 3,8
Ertragsteuern 1.318 0,3 2.554 0,7
Konzernergebnis 5.804 1,6 11.444 3,1
davon entfallend auf
Nicht beherrschende Anteile 73 0,0 928 0,3
Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG 5.731 1,6 10.516 2,8
Ergebnis je Aktie in €
unverwässert 0,09 0,16
verwässert 0,09 0,16
scrollen
April bis Juni 2023 2022
Konzernergebnis 5.804 11.444
davon entfallend auf Nicht beherrschende Anteile 73 928
Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG 5.731 10.516
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Beteiligungen (FVOCI) 19 816
Ertragsteuern -3 -129
Sonstiges Ergebnis (Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Beteiligungen FVOCI), das anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird 16 687
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen Ertragsteuern 3 -1 37 - 6
Sonstiges Ergebnis (Neubewertung von Pensionsplänen), das anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird 2 31
Sonstiges Ergebnis 1 18 718
davon entfallend auf Nicht beherrschende Anteile - -
Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG 18 718
Gesamtergebnis 5.822 12.162
davon entfallend auf Nicht beherrschende Anteile 73 928
Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG 5.749 11.234

1 Summe der im Eigenkapital erfolgsneutral erfassten Wertänderungen.

Konzernbilanz zum 30. Juni 2023

A K T I V A

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30.06.2023 31.12.2022
Tsd. € % Tsd. € %
Langfristige Vermögenswerte
Geschäftswerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte 177.500 10,2 179.319 10,5
Sachanlagen 807.637 46,5 822.495 48,3
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0,0 316 0,0
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 562 0,0 513 0,0
Latente Steuerforderungen 844 0,1 358 0,0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 13.107 0,8 13.335 0,8
999.650 57,6 1.016.336 59,6
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 34.869 2,0 33.318 2,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 256.324 14,7 228.602 13,4
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 341.102 19,7 332.685 19,5
Sonstige Vermögenswerte 22.693 1,3 12.514 0,7
Laufende Ertragsteueransprüche 4.670 0,3 4.155 0,2
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 76.269 4,4 77.334 4,6
735.927 42,4 688.608 40,4
1.735.577 100,0 1.704.944 100,0

P A S S I V A

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30.06.2023 31.12.2022
Tsd. € % Tsd. € %
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 167.406 9,6 167.406 9,8
Kapitalrücklage 574.168 33,1 574.168 33,7
Sonstige Rücklagen 484.064 27,9 482.304 28,3
Eigene Anteile -76 0,0 -76 0,0
Aktionären der RHÖN-KLINIKUM AG zurechenbares Eigenkapital 1.225.562 70,6 1.223.802 71,8
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 27.847 1,6 27.631 1,6
1.253.409 72,2 1.251.433 73,4
Langfristige Schulden
Finanzschulden 141.725 8,2 141.675 8,3
Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 657 0,0 519 0,0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 15.067 0,9 20.234 1,2
157.449 9,1 162.428 9,5
Kurzfristige Schulden
Finanzschulden 9.373 0,5 7.966 0,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 60.036 3,5 69.986 4,1
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 8.385 0,5 11.205 0,6
Sonstige Rückstellungen 33.879 2,0 33.964 2,0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 10.933 0,6 11.576 0,7
Sonstige Verbindlichkeiten 202.113 11,6 156.386 9,2
324.719 18,7 291.083 17,1
1.735.577 100,0 1.704.944 100,0

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung Januar bis Juni 2023

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Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Eigene Anteile Aktionären der RHÖNKLINIKUM AG zurechenbares Eigenkapital Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 1
Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. €
Stand 31.12.2021/​01.01.2022 167.406 574.168 456.821 -76 1.198.319 26.460
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern
Dividendenausschüttungen - - - - - -
Konzernergebnis - - 11.516 - 11.516 1.263
Sonstiges Ergebnis - - 912 - 912 -
Sonstige Veränderungen
Veränderungen des Konsolidierungskreises - - - - - -
Stand 30.06.2022 167.406 574.168 469.249 -76 1.210.747 27.723
Stand 31.12.2022/​01.01.2023 167.406 574.168 482.304 -76 1.223.802 27.631
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern
Dividendenausschüttungen - - -10.041 - -10.041 -
Konzernergebnis - - 11.990 - 11.990 216
Sonstiges Ergebnis - - -189 - -189 -
Sonstige Veränderungen
Veränderungen des Konsolidierungskreises - - - - - -
Stand 30.06.2023 167.406 574.168 484.064 -76 1.225.562 27.847
scrollen
Eigenkapital
Tsd. €
Stand 31.12.2021/​01.01.2022 1.224.779
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern
Dividendenausschüttungen -
Konzernergebnis 12.779
Sonstiges Ergebnis 912
Sonstige Veränderungen
Veränderungen des Konsolidierungskreises -
Stand 30.06.2022 1.238.470
Stand 31.12.2022/​01.01.2023 1.251.433
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern
Dividendenausschüttungen -10.041
Konzernergebnis 12.206
Sonstiges Ergebnis -189
Sonstige Veränderungen
Veränderungen des Konsolidierungskreises -
Stand 30.06.2023 1.253.409

1 Einschließlich des sonstigen Ergebnisses (OCI).

Konzern-Kapitalflussrechnung Januar bis Juni 2023

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Januar bis Juni 2023 2022
Ergebnis vor Ertragsteuern 13,9 15,7
Finanzergebnis (netto) -1,6 2,4
Abschreibungen und Wertminderungen sowie Ergebnisse aus dem
Abgang von Vermögenswerten 32,8 34,7
45,1 52,8
Veränderung des Netto-Umlaufvermögens
Veränderung der Vorräte -1,6 0,5
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -27,7 -19,7
Veränderung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte
und sonstigen Vermögenswerte -41,6 -21,1
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -7,6 -9,9
Veränderung übrige Nettoschulden/​
Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge 40,1 26,6
Veränderung der Rückstellungen 0,1 1,6
Gezahlte Ertragsteuern -5,5 -5,6
Zinsauszahlungen -0,5 -1,2
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 0,8 24,0
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -23,2 -27,4
Zugeflossene und verwendete Fördermittel zur Finanzierung der
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 6,2 8,7
Veränderung Anlage in Festgelder 23,0 -35,0
Investitionen in Finanzanlagen - 4,5
Unternehmenserwerbe abzüglich erworbener Zahlungsmittel - -0,2
Verkaufserlöse aus dem Abgang von Vermögenswerten 0,3 0,2
Zinseinzahlungen 3,6 0,1
Mittelzu-/​Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit 9,9 -49,1
Zahlungen aus Finanzierungs-Leasing -1,7 -1,8
Dividendenzahlungen an Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG -10,0 -
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -11,7 -1,8
Veränderung des Finanzmittelfonds -1,0 -26,9
Finanzmittelfonds am 01.01. 77,3 126,3
Finanzmittelfonds am 30.06. 76,3 99,4

Verkürzter Konzernanhang

GRUNDLEGENDE INFORMATIONEN

Im Konzern der RHÖN-KLINIKUM AG werden im Wesentlichen sektorenübergreifende, also stationäre, teilstationäre und ambulante Gesundheitsdienstleistungen erbracht. Der Konzern ist mit wenigen Ausnahmen einstufig gegliedert. Die einzelnen Klinikgesellschaften sind mit Ausnahme des Campus Bad Neustadt rechtlich selbstständige Kapitalgesellschaften, die ihren Sitz an der jeweiligen Betriebsstätte haben und als unmittelbare Tochtergesellschaften der RHÖN-KLINIKUM AG (Konzernobergesellschaft) geführt werden.

Die Gesellschaft ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und seit 1989 börsennotiert. Sitz der Gesellschaft ist Bad Neustadt a. d. Saale, Salzburger Leite 1, Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Registergericht Schweinfurt (Bundesrepublik Deutschland) unter HRB 1670 eingetragen. Der RHÖN-KLINIKUM Konzern (kleinster Konsolidierungskreis) wird im Wege der Vollkonsolidierung mittelbar über die AMR Holding GmbH, Königstein im Taunus, Bundesrepublik Deutschland, in den Konzernabschluss der Broermann Holding GmbH, Königstein im Taunus, Bundesrepublik Deutschland, einbezogen (größter Konsolidierungskreis), deren Alleingesellschafter Herr Dr. Bernard große Broermann ist. Zudem wird der RHÖN-KLINIKUM Konzern in den Teilkonzernabschluss der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA, Hamburg, Bundesrepublik Deutschland, einbezogen.

Der Konzern-Zwischenabschluss wird am 10. August 2023 auf der Website der RHÖN-KLINIKUM AG sowie bei der Deutschen Börse veröffentlicht.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Konzern-Zwischenabschluss der RHÖN-KLINIKUM AG zum 30. Juni 2023 wird in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 in verkürzter Form und in Anwendung von § 315e HGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Des Weiteren wurden die Regelungen des DRS 16 bei der Erstellung des Konzern-Zwischenlageberichts beachtet.

Im Konzern-Zwischenabschluss sind die gleichen, bereits von der Europäischen Union verabschiedeten, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet worden wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022.

Bezüglich neuer bzw. geänderter Standards und Interpretationen, die ab dem 1. Januar 2023 bzw. Folgejahre anzuwenden sind und bereits von der Europäischen Union verabschiedet wurden, verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022. Darüber hinausgehende neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen, die ab dem 1. Januar 2023 bzw. Folgejahre anzuwenden sind und bereits von der Europäischen Union verabschiedet wurden, lagen in den ersten sechs Monaten 2023 nicht vor.

Der Ertragsteueraufwand wurde in der Berichtsperiode auf Basis des Steuersatzes abgegrenzt, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet wird.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Konzernobergesellschaft ist die RHÖN-KLINIKUM AG mit Sitz in Bad Neustadt a. d. Saale. Der Konsolidierungskreis stellt sich wie folgt dar:

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31.12.2022 Zugänge Abgänge 30.06.2023
Vollkonsolidierte Gesellschaften 30 - - 30
Gesellschaften, nach der Equity-Methode konsolidiert 1 - - 1
Übrige Gesellschaften 7 - - 7
Konsolidierungskreis 38 - - 38

Unternehmenserwerbe

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 wurden 0,5 kliniknahe Kassenarztsitze von der Kassenärztlichen Vereinigung an die MVZ-Gesellschaft am Standort Bad Neustadt unentgeltlich übertragen. Zwei 0,5-Kassenarztsitze am Standort Bad Berka wurden an die Kassenärztliche Vereinigung zurückgegeben.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein weiterer kliniknaher Kassenarztsitz erworben, für den die Wirksamkeitsvoraussetzungen vertragsgemäß erst im zweiten Halbjahr 2023 eintreten werden.

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Kauf KV-Sitze mit Wirksamkeit 1. Juli 2023 Zeitwert nach Akquisition
Erworbene Vermögenswerte und Schulden
Sachanlagen 0,1
Übrige Schulden 0,0
Erworbenes Nettovermögen 0,1
+ Goodwill 0,1
Anschaffungskosten 0,2
./​. Ausstehende Kaufpreiszahlungen -0,2
./​. Übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0,0
Zahlungsmittelabfluss aus Transaktion 0,0

AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Nach IFRS 8 - Geschäftssegmente - sind die Segmentinformationen über Geschäftssegmente entsprechend der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger darzustellen (Managementansatz). In unserem Konzern ist der Vorstand das Hauptentscheidungsträgergremium. In diesem Gremium werden die strategischen Entscheidungen für den Konzern getroffen und an dieses Gremium werden regelmäßig die Kennzahlen der Kliniken, die bei uns die operativen Segmente darstellen, berichtet. Wir verfügen unverändert über nur ein berichtspflichtiges Geschäftssegment.

Umsatzerlöse

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Januar bis Juni 2023 2022
Leistungsbereiche
Akutkliniken 700,1 684,0
Medizinische Versorgungszentren 12,3 12,3
Rehabilitationskliniken 15,8 14,9
728,2 711,2
Bundesländer
Freistaat Bayern 148,8 147,4
Freistaat Thüringen 100,7 94,8
Land Brandenburg 92,5 83,9
Land Hessen 386,2 385,1
728,2 711,2

Die Umsatzerlöse stellen nach IFRS 15 Umsätze aus der Erbringung von Dienstleistungen dar. Trotz des Streiks am Universitätsklinikum Gießen und Marburg von Ende März bis Mitte April konnten die Umsatzerlöse um 17,0 Mio. € bzw. 2,4 % u. a. aufgrund des Anstiegs der Landesbasisfallwerte gesteigert werden. In den Umsatzerlösen der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2022 sind 43,0 Mio. €. Erträge im Zusammenhang mit der COVID-19-Gesetzgebung enthalten. Diese betrafen im Wesentlichen Erträge im Zusammenhang mit Ausgleichszahlungen für freigehaltene Bettenkapazitäten und Versorgungsaufschläge aufgrund von Sonderbelastungen durch das Corona-Virus. Gegenläufig wirkten sich im Vorjahreszeitraum Effekte aus den Erlösausgleichsverpflichtungen im Zusammenhang mit dem COVID-19-Ganzjahreserlösausgleich aus.

Sonstige Erträge

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Januar bis Juni 2023 2022
Erträge aus Leistungen 100,5 92,5
Erträge aus Fördermitteln und sonstigen Zuwendungen 8,9 7,0
Erträge aus Schadenersatzleistungen/​Sonstige Erstattungen 0,9 1,0
Übrige 9,1 6,0
119,4 106,5

Als Erträge aus Leistungen werden Erlöse aus Hilfs- und Nebengeschäften sowie Miet- und Pachterlöse ausgewiesen.

Zur Kompensation bestimmter zweckgebundener Aufwendungen, die im Zusammenhang mit durch öffentliche Mittel geförderten Maßnahmen stehen (z. B. Personal- und Sachkosten für Forschung und Lehre, Zuschüsse im Rahmen der Energiepreisbremse), erhielt der Konzern Fördermittel und sonstige Zuwendungen.

Der Anstieg der sonstigen Erträge um 12,9 Mio. € bzw. 12,1 % resultiert insbesondere aus gestiegenen Erträgen aus Hilfs- und Nebengeschäften, u. a. bedingt durch höhere Verkäufe von Arzneimitteln und Zytostatika. Ferner sind in den ersten sechs Monaten 2023 in den Erträgen aus Fördermitteln und sonstigen Zuwendungen pauschale Zuwendungen des Gesetzgebers im Zusammenhang mit der Kompensation für erhöhte Energieaufwendungen aus Mitteln des Gesundheitsfonds in Höhe von 5,3 Mio. € (Vj. 0,0 Mio. €) enthalten. Zudem konnten im ersten Halbjahr 2023 Verpflichtungen aus Vorjahren in Höhe von 5,0 Mio. € (Vj. 1,6 Mio. €) ertragswirksam aufgelöst werden. Im Vorjahreszeitraum waren mit 3,7 Mio. € Erträge im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie erfasst.

Materialaufwand

Der Materialaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum in den ersten sechs Monaten 2023 um 23,0 Mio. € bedingt durch gestiegene Bezugspreise überproportional zum Anstieg der Umsatzerlöse erhöht. Die Materialquote ist von 30,1 % auf 32,5 % angestiegen.

Personalaufwand

Der Anstieg der Personalaufwendungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist auf allgemeine Tarifsteigerungen zurückzuführen.

Sonstige Aufwendungen

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Januar bis Juni 2023 2022
Mio. € Mio. €
Instandhaltung und Wartung 33,6 28,5
Gebühren, Beiträge und Beratungskosten 23,9 24,4
Versicherungen 6,5 5,9
Verwaltungs- und EDV-Kosten 5,1 4,9
Sonstige Personal- und Weiterbildungsaufwendungen 4,2 3,4
Mieten und Pachten 2,3 2,0
Reisekosten, Bewirtung, Repräsentationskosten 1,2 0,7
Sonstige Steuern 0,1 0,1
Übrige 6,2 7,6
83,1 77,5

Ergebnis aus der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Das Ergebnis aus der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten resultiert aus der Anwendung des IFRS 9, der u. a. die Erfassung zukünftig erwarteter Verluste finanzieller Vermögenswerte regelt.

Abschreibungen und Wertminderungen

Die Abschreibungen und Wertminderungen sind im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres um 1,9 Mio. € bzw. 5,5 % auf 32,8 Mio. € zurückgegangen.

Finanzergebnis (netto)

Bedingt durch eine allgemeine positive Zinsentwicklung hat sich das Finanzergebnis von - 2,4 Mio. € um 3,9 Mio. € auf 1,5 Mio. € verbessert.

Ertragsteuern

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Januar bis Juni 2023 2022
Laufende Ertragsteuern 2,1 3,2
Latente Steuerabgrenzungen -0,4 -0,3
1,7 2,9

Der Rückgang des Ertragsteueraufwands im Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultiert bei einer unveränderten Tarifbesteuerung aus einer niedrigeren steuerlichen Bemessungsgrundlage.

AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

Geschäftswerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte

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Geschäftswerte Sonstige immaterielle Vermögenswerte Gesamt
Mio. € Mio. € Mio. €
Anschaffungskosten
01.01.2023 165,5 61,8 227,3
Zugänge aus Änderung Konsolidierungskreis 0,0 0,0 0,0
Zugänge 0,0 0,9 0,9
Abgänge 0,0 0,4 0,4
Umbuchung 0,0 -0,5 -0,5
30.06.2023 165,5 61,8 227,3
Kumulierte planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen
01.01.2023 0,0 47,9 47,9
Abschreibungen 0,0 2,3 2,3
Abgänge 0,0 0,4 0,4
Umbuchung 0,0 0,0 0,0
30.06.2023 0,0 49,8 49,8
Bilanzwert 30.06.2023 165,5 12,0 177,5
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Geschäftswerte Sonstige immaterielle Vermögenswerte Gesamt
Mio. € Mio. € Mio. €
Anschaffungskosten
01.01.2022 165,2 59,3 224,5
Zugänge aus Änderung Konsolidierungskreis 0,2 0,0 0,2
Zugänge 0,0 0,7 0,7
Abgänge 0,0 0,0 0,0
Umbuchung 0,0 0,0 0,0
30.06.2022 165,4 60,0 225,4
Kumulierte planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen
01.01.2022 0,0 42,9 42,9
Abschreibungen 0,0 2,5 2,5
Abgänge 0,0 0,0 0,0
Umbuchung 0,0 0,0 0,0
30.06.2022 0,0 45,4 45,4
Bilanzwert 30.06.2022 165,4 14,6 180,0

Sachanlagen

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Grundstücke und Gebäude Mio. € Technische Anlagen und Maschinen Mio. € Betriebs- und Geschäftsausstattung Mio. € Anlagen im Bau Mio. € Gesamt Mio. €
Anschaffungskosten
01.01.2023 1.234,2 61,6 387,8 70,4 1.754,0
Zugänge aus Änderung Konsolidierungskreis 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Zugänge 1,3 0,1 6,6 7,7 15,7
Abgänge 0,2 0,0 8,0 0,0 8,2
Umbuchungen 30,1 -0,6 2,6 -26,6 5,5
30.06.2023 1.265,4 61,1 389,0 51,5 1.767,0
Kumulierte planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen
01.01.2023 569,2 48,3 314,0 0,0 931,5
Abschreibungen 16,4 1,3 12,5 0,0 30,2
Abgänge 0,1 0,0 7,2 0,0 7,3
Umbuchungen 5,0 -0,4 0,4 0,0 5,0
30.06.2023 590,5 49,2 319,7 0,0 959,4
Bilanzwert 30.06.2023 674,9 11,9 69,3 51,5 807,6
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Grundstücke und Gebäude Mio. € Technische Anlagen und Maschinen Mio. € Betriebs- und Geschäftsausstattung Mio. € Anlagen im Bau Mio. € Gesamt Mio. €
Anschaffungskosten
01.01.2022 1.215,8 60,4 389,6 66,6 1.732,4
Zugänge aus Änderung Konsolidierungskreis 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Zugänge 2,3 0,1 2,9 10,7 16,0
Abgänge 0,1 0,0 7,5 0,0 7,6
Umbuchungen 2,3 0,0 0,6 -2,9 0,0
30.06.2022 1.220,3 60,5 385,6 74,4 1.740,8
Kumulierte planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen
01.01.2022 537,1 45,7 297,0 0,0 879,8
Abschreibungen 16,0 1,3 14,3 0,0 31,6
Abgänge 0,0 0,0 7,2 0,0 7,2
Umbuchungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
30.06.2022 553,1 47,0 304,1 0,0 904,2
Bilanzwert 30.06.2022 667,2 13,5 81,5 74,4 836,6

Im ersten Halbjahr 2023 sind keine Fremdkapitalkosten angefallen (Vj. 0,6 Mio. €), die für die Finanzierung der Anschaffung bzw. Herstellung qualifizierter Vermögenswerte entstanden sind und in den Sachanlagenzugängen erfasst sind. Im Übrigen sind in den Zugängen aktivierte Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 in Höhe von 2,0 Mio. € (Vj. 1,0 Mio. €) sowie Abschreibungen auf aktivierte Nutzungsrechte in Höhe von 1,6 Mio. € (Vj. 1,7 Mio. €) enthalten. Ferner sind Nutzungsrechte in Höhe von 0,5 Mio. € (Vj. 0,2 Mio. €) abgegangen. Vom Bilanzwert zum 30. Juni 2023 entfallen 8,1 Mio. € (Vj. 9,1 Mio. €) auf Nutzungsrechte.

Das bisher unter den als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien ausgewiesenen Gebäude wird in Zukunft als Mitarbeiterwohnheim genutzt. Mit dieser Nutzungsänderung wurden die Buchwerte in das Sachanlagevermögen umgegliedert.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig)

Unter diesem Posten werden Beteiligungen in Höhe von 13,1 Mio. € (31. Dezember 2022: 13,3 Mio. €) ausgewiesen. Bei den Beteiligungen handelt es sich um Anteile an den Firmen Inovytec Medical Solutions Ltd., Hod Hasharon (Israel), Telesofia Medical Ltd., Tel Aviv (Israel) sowie CLEW Medical Inc., Delaware (USA). Der leichte Rückgang des Beteiligungsansatzes resultiert aus Marktwertanpassungen bei den israelischen Beteiligungen.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig)

Festgeldanlagen wurden in Höhe von 196,0 Mio. € (31. Dezember 2022: 219,0 Mio. €) mit einer Restlaufzeit < 1 Jahr getätigt. Des Weiteren sind unter diesem Posten Forderungen nach dem Krankenhausentgeltgesetz in Höhe von 136,8 Mio. € (31. Dezember 2022 105,1 Mio. €) ausgewiesen.

Eigenkapital

Der Anstieg des Eigenkapitals gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 um 2,0 Mio. € resultiert mit 12,2 Mio. € aus dem Konzerngewinn für das erste Halbjahr 2023 und mit 0,2 Mio. € aus Verlusten, die im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst sind. Das sonstige Ergebnis (OCI) resultiert mit 0,2 Mio. € aus Verlusten aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts von Beteiligungen, die gemäß IFRS 9 der Kategorie Fair Value through other comprehensive income (FVOCI) zugeordnet sind. Des Weiteren wurde auf der Hauptversammlung im Juni eine Dividendenausschüttung in Höhe von 10,0 Mio. € beschlossen und anschließend fristgerecht ausgezahlt.

Finanzschulden

Der Nominalwert der Finanzschulden ist unverändert zum Geschäftsjahresende 31. Dezember 2022. Es besteht weiterhin eine syndizierte Kreditlinie mit einem Nominalwert in Höhe von 88,0 Mio. €, ein Schuldscheindarlehen mit einem Nominalwert in Höhe von 90,0 Mio. € sowie eine Namensschuldverschreibung mit einem Nominalwert in Höhe von 60,0 Mio. €. Die syndizierte Kreditlinie wurde im ersten Halbjahr 2023 nicht in Anspruch genommen.

Leasingverbindlichkeiten

Unter den langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind 5,3 Mio. € (31. Dezember 2022: 5,6 Mio. €) Leasingverbindlichkeiten und unter den kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind 2,9 Mio. € (31. Dezember 2022: 2,9 Mio. €) Leasingverbindlichkeiten erfasst.

Sonstige Verbindlichkeiten (kurzfristig)

Dieser Posten entfällt im Wesentlichen mit 89,4 Mio. € (31. Dezember 2022: 82,9 Mio. €) auf Personalverbindlichkeiten inklusive Abgrenzungen sowie mit 80,9 Mio. € (31. Dezember 2022: 48,8 Mio. €) auf Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht sowie Investitionsfördermittel im Rahmen der Zukunftsvereinbarung Plus.

Die Personalverbindlichkeiten enthalten dabei insbesondere ergebnisabhängige Vergütungen, Verpflichtungen aus nicht genommenem Urlaub sowie Verpflichtungen aus Überstunden und Bereitschaftsdiensten. Die Verbindlichkeiten nach Krankenhausfinanzierungsrecht betreffen noch nicht zweckentsprechend verwendete Investitionsfördermittel nach landesrechtlichen Vorschriften zur Krankenhausfinanzierung.

Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten gemäß IFRS 9 dar und leitet diese auf die entsprechenden Bilanzposten über:

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Bewertungskategorie nach IFRS 9 30.06.2023 davon Finanzinstrumente
Buchwert Zeitwert
Mio. € Mio. € Mio. €
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 13,1 13,1 13,1
davon Beteiligungen Erfolgsneutral zum Fair Value bewertet (Fair Value through other comprehensive income; ohne Recycling) 13,1 13,1 13,1
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (amortised cost) 597,4 597,4 597,4
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (amortised cost) 76,3 76,3 76,3
PASSIVA
Langfristige Schulden
Finanzschulden Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 141,7 141,7 124,4
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 15,1 15,1 9,6
davon sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 9,8 9,8 9,6
davon Leasingverbindlichkeiten n. a. 5,3 5,3 -
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 60,0 60,0 60,0
Finanzschulden Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 9,4 9,4 9,3
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 10,9 10,9 7,9
davon sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 8,0 8,0 7,9
davon Leasingverbindlichkeiten n. a. 2,9 2,9 -
Aggregiert nach Bewertungskategorien, stellen sich die oben genannten Werte wie folgt dar:
Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 673,7 673,7
Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum Fair Value bewertet werden (Fair Value through other comprehensive income; ohne Recycling) 13,1 13,1
Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden (Fair Value through profit or loss) 0,0 0,0
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 228,9 211,2
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Bewertungskategorie nach IFRS 9 31.12.2022 davon Finanzinstrumente
Buchwert Zeitwert
Mio. € Mio. € Mio. €
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 13,3 13,3 13,3
davon Beteiligungen Erfolgsneutral zum Fair Value bewertet (Fair Value through other comprehensive income; ohne Recycling) 13,3 13,3 13,3
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (amortised cost) 561,3 561,3 561,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (amortised cost) 77,3 77,3 77,3
PASSIVA
Langfristige Schulden
Finanzschulden Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 141,7 141,7 119,6
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 20,2 20,2 14,4
davon sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 14,6 14,6 14,4
davon Leasingverbindlichkeiten n. a. 5,6 5,6 -
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 70,0 70,0 70,0
Finanzschulden Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 8,0 8,0 7,8
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 11,6 11,6 8,6
davon sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 8,7 8,7 8,6
davon Leasingverbindlichkeiten n. a. 2,9 2,9 -
Aggregiert nach Bewertungskategorien, stellen sich die oben genannten Werte wie folgt dar:
Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 638,6 638,6
Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum Fair Value bewertet werden (Fair Value through other comprehensive income; ohne Recycling) 13,3 13,3
Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden (Fair Value through profit or loss) 0,0 0,0
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (amortised cost) 243,0 220,4

Die Bewertung des wesentlichen Teils der finanziellen Vermögenswerte erfolgt bei der RHÖNKLINIKUM AG gemäß IFRS 9 zu fortgeführten Anschaffungskosten. Darunter fallende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben in der Regel kurze Restlaufzeiten. Deshalb entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag den Zeitwerten.

Beteiligungen in Höhe von 13,1 Mio. € (31. Dezember 2022: 13,3 Mio. €) werden erfolgsneutral zum Fair Value (Fair Value through other comprehensive income, ohne Recycling) bewertet. Diese Beteiligungen betreffen Start-up-Beteiligungen, deren Marktwert auf Basis aktueller Eigenkapitaltransaktionen zwischen Marktteilnehmern im Rahmen weiterer Finanzierungsrunden bzw. unter Anwendung des DCF-Verfahrens/​Multiplikatorenverfahrens ermittelt wurde. Im Übrigen werden weitere unwesentliche Beteiligungen in Höhe von < 0,0 Mio. € (31. Dezember 2022: < 0,0 Mio. €) erfolgswirksam zum Fair Value bewertet (Fair Value through profit or loss). Änderungen der Marktbewertung von Beteiligungen, die erfolgsneutral zum Fair Value (Fair Value through other comprehensive income, ohne Recycling) bewertet sind, führten in Summe zu Verlusten (nach Steuern) in Höhe von 0,2 Mio. € (Vj. Gewinne in Höhe von 0,9 Mio. €), die erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst sind.

Der Zeitwert der langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sowie der Zeitwert der Finanzschulden der RHÖN-KLINIKUM AG ermitteln sich aus den diskontierten Zahlungsströmen. Zur Diskontierung wurde ein der RHÖN-KLINIKUM AG entsprechender risiko- und laufzeitadäquater Zinssatz verwendet. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten mit kurzen Restlaufzeiten entsprechen die Buchwerte zum Abschlussstichtag den Zeitwerten. Für die Marktwertberechnung werden die zum Bilanzstichtag erwarteten zukünftigen Zahlungsströme zugrunde gelegt.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2023 führten Anpassungen der Wertberichtigungen der finanziellen Vermögenswerte und Finanzanlagen im Sinne von IFRS 9 zu einer Ergebnisverringerung (nach Steuern) in Höhe von insgesamt 0,6 Mio. € (Vj. Ergebnisverringerung 0,3 Mio. €).

Die beizulegenden Zeitwerte der bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Schulden i. S. v. IFRS 9 werden wie folgt den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zugeordnet:

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Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt 30.06.2023 Gesamt 31.12.2022
Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € Mio. €
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte (Beteiligungen) - 3,7 9,4 13,1 13,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte - 597,4 - 597,4 561,3
Langfristige Finanzschulden - 124,4 - 124,4 119,6
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (einschließlich) Leasing) - 14,9 - 14,9 20,0
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 60,0 - 60,0 70,0
Kurzfristige Finanzschulden - 9,3 - 9,3 7,8
Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (einschließlich Leasing) - 10,8 - 10,8 11,5

Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie und ihre Anwendung auf die Vermögenswerte und Schulden sind im Folgenden beschrieben:

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Stufe 1: Notierte Marktpreise für identische Vermögenswerte oder Schulden an aktiven Märkten

Stufe 2: Andere Informationen als notierte Marktpreise, die direkt (z. B. Preise) oder indirekt (z. B. abgeleitet aus Preisen) beobachtbar sind

Stufe 3: Informationen zu Vermögenswerten und Schulden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

SONSTIGE ANGABEN

Beteiligungen an der Gesellschaft

Im Zeitraum 1. Januar 2023 bis einschließlich 30. Juni 2023 haben uns keine Mitteilungen von Aktionären erreicht, dass sie die gesetzlichen Meldeschwellen gemäß § 33 ff. WpHG über- bzw. unterschritten haben und dass sie damit zumindest zeitweise einen Stimmrechtsanteil von über 3 % an der Gesellschaft entweder direkt gehalten haben oder dass ihnen ein solcher Stimmrechtsanteil zugerechnet wird.

Unter Berücksichtigung der uns mitgeteilten Schwellenüber- bzw. -unterschreitungen ergibt sich nach § 33 ff. WpHG hinsichtlich der Aktionärsstruktur zum Stichtag 30. Juni 2023 folgendes Bild:

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Mitteilungspflichtiger veröffentlicht am Direkt gehalten % Zurechnung % Stimmrechtsverfügung % Tag der Schwellen-über-/​-unterschreitung Über-/​ Unterschreitung der Schwelle von
Dr. Bernard große Broermann/​Eugen Münch; AMR Holding GmbH 23.07.2020/​ 24.07.2020 0,0005 93,37 93,38 22.07.2020 >75%
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Mitteilungspflichtiger Meldung gem. § 33 ff. WpHG Zurechnung nach WpHG/​Zusatzinformation:
Dr. Bernard große Broermann/​Eugen Münch; AMR Holding GmbH zugerechnet (§ 34 WpHG): AMR Holding GmbH

Die Stimmrechtsanteile können sich seit dem 30. Juni 2023 geändert haben. Bezüglich Mitteilungen über Veränderungen, die ab dem 1. Juli 2023 stattgefunden haben, sowie für weitergehende Informationen über die zugrundeliegenden Finanzinstrumente, zur Zurechnung und zu den Haltestrukturen der jeweiligen Stimmrechte verweisen wir auf die Veröffentlichungen auf unserer Website in der Rubrik Investor Relations/​Publikationen & Präsentationen/​IR-News.

Die Gesellschaft hält zum 30. Juni 2023 24.000 Stück eigene Aktien. Dies entspricht 0,04 % des Grundkapitals.

Organe

Die Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2022 nicht geändert. Im Übrigen wird die Geschäftsverteilung innerhalb des Vorstands sowie innerhalb des Aufsichtsrats regelmäßig den sich ändernden Anforderungen angepasst.

Die von Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam abgegebene Erklärung zur Unternehmensführung wurde am 29. März 2023 und die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG am 15. Dezember 2022 aktualisiert und auf unserer Website veröffentlicht. Alle übrigen Elemente unserer Unternehmensverfassung blieben im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres unverändert. Wir verweisen hierzu auf unsere Erläuterungen im Lagebericht zum Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2022.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Gesellschaften des RHÖN-KLINIKUM Konzerns unterhalten im Einzelfall wechselseitige Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen, wie sie im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022 näher beschrieben sind.

Der Kreis der nahestehenden Unternehmen und die Geschäfte mit diesen Unternehmen haben sich von der Art der Leistungsbeziehung und der Höhe des zeitanteiligen Geschäftsvolumens sowie der finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 geändert. Für die Konzerngesellschaften der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA haben wir Leistungen in Höhe von 5,8 Mio. € (Vj. 1,1 Mio. €) erbracht. Im gleichen Zeitraum haben wir Leistungen in Höhe von 3,2 Mio. € (Vj. 4,2 Mio. €) bezogen. Von den Generalbevollmächtigen (Herrn Prof. Dr. Griewing, Herrn Münch) wurden Dienstleistungen im Umfang von 0,9 Mio. € (Vj. 0,3 Mio. €) für den Konzern der RHÖN-KLINIKUM AG erbracht.

Wesentliche Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die ihrer Art oder Höhe nach unüblich sind, haben nicht stattgefunden.

Die vertraglichen Vergütungen für die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands haben sich im Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2022 nicht verändert. Kreditgewährungen an Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands liegen nicht vor.

Im Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2023 liegen der RHÖN-KLINIKUM AG keine Mitteilungen über Eigengeschäfte von Führungspersonen nach Art. 19 Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/​2014 vor.

Ergänzende Informationen zu den jeweiligen Mitteilungen sind auf unserer Internetseite unter der Rubrik "IR-News" im Bereich Investor Relations veröffentlicht.

Mitarbeitende

Zum Stichtag 30. Juni 2023 beschäftigte der Konzern 18.062 Mitarbeitende (31. Dezember 2022: 18.140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Vereinbarung mit dem Land Hessen im Zusammenhang mit der Finanzierung der zu erbringenden Leistungen für Forschung und Lehre an den zum Konzern gehörenden Universitätskliniken aus dem Jahr 2017 sah weitere Verpflichtungen zu Gebäudesanierungen und -erweiterungen an den Standorten Gießen und Marburg vor, deren Abschluss zunächst bis zum 31. Dezember 2024 vorgesehen war. Mit der Ende Februar 2023 unterzeichneten Zukunftsvereinbarung Plus wurden die Investitionsprojekte aus der Vereinbarung aus 2017 modifiziert und die Fristen für die Erfüllung der Investitionsverpflichtungen angepasst. Die Fristen für die Erfüllung dieser Investitionen liegen nunmehr zwischen dem 31. Dezember 2024 und dem 31. Dezember 2028.

Die Ende Februar 2023 unterzeichnete Zukunftsvereinbarung Plus zwischen dem Land Hessen, der RHÖN-KLINIKUM AG, der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA, der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH sowie den Universitäten mit den Fachbereichen Medizin sieht die Gewährung von Investitionsfördermitteln in Höhe von rund 529 Mio. € für das UKGM und weitere eigenfinanzierte Investitionsverpflichtungen in den nächsten zehn Jahren in Höhe von rund 259 Mio. € ab dem 1. Januar 2023 vor. Gleichzeitig sieht die Einigung eine Reihe von Regelungen zu weiteren Sachverhalten vor, u. a. eine Verpflichtung zur Thesaurierung der Gewinne des UKGM in diesem Zeitraum, Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels sowie ein Ausgliederungsverbot und den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen. Die Übernahmegarantie für Auszubildende gilt weiter.

Für Gesundheitsversorgung und Wissenschaft gleichermaßen wichtig ist ein zwischen der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH und den beiden Universitäten zu vereinbarendes Konzept für die Gründung von Joint Ventures, die die bessere Übertragung von Forschungsergebnissen in die klinische Anwendung ermöglichen sollen. Das Finanzvolumen in Höhe von 60 Mio. € stellt das UKGM bereit.

Die weiteren sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben sich seit dem letzten Bilanzstichtag nicht wesentlich geändert.

Eventualschulden

Das Gesamtvolumen der Eventualschulden hat sich seit dem letzten Bilanzstichtag nicht wesentlich verändert.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie gemäß IAS 33 errechnet sich als Quotient des den Aktionären der RHÖNKLINIKUM AG zustehenden Konzerngewinns und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktienzahl. Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie, da am Bilanzstichtag keine Optionen und Wandlungsrechte ausgegeben waren.

Die Entwicklung der im Umlauf befindlichen Stückaktien ist aus nachfolgender Übersicht ersichtlich:

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Anzahl zum 30.06.2023 Anzahl zum 30.06.2022
Stückaktien 66.962.470 66.962.470
Eigene Stückaktien -24.000 -24.000
Im Umlauf befindliche Stückaktien 66.938.470 66.938.470

Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich wie folgt:

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Stückaktien 30.06.2023 30.06.2022
Anteil am Konzernergebnis in Tsd. € 11.990 11.516
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien in Tsd. Stück 66.938 66.938
Ergebnis je Aktie in € 0,18 0,17

Kapitalflussrechnung

Die in der Finanzierungsrechnung ausgewiesene Liquidität umfasst unverändert Kassenbestände, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung werden die kurzfristigen Kontokorrentkredite von den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten abgesetzt, wobei es zum 30. Juni 2023 keine kurzfristigen Kontokorrentkredite gab.

Der Rückgang des Mittelzuflusses aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 24,0 Mio. € auf 0,8 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und einem Anstieg der sonstigen finanziellen Vermögenswerte im Zusammenhang mit Budgetausgleichen. Gegenläufig wirkte sich der Anstieg der in den übrigen Nettoschulden/​sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge erfassten noch nicht zweckentsprechend verwendeten Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) und hier im Besonderen die noch nicht verwendeten Fördermittel aus der Zukunftsvereinbarung Plus bei den Universitätsklinika für Investitionen im Krankenhaus aus.

Die Veränderung des Mittelzuflusses aus Investitionstätigkeit um 59,0 Mio. auf 9,9 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung von Festgeldern im laufenden Jahr (Vorjahreszeitraum: Anlage von Festgeldern).

Die Veränderung des Mittelabflusses aus Finanzierungstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus der auf der Hauptversammlung Anfang Juni festgelegten Dividendenzahlung von 10,0 Mio. €.

Der Finanzmittelfonds zum 30. Juni 2023 beinhaltet verwendungsbeschränkte Sichteinlagen in Höhe von 18,6 Mio. € (30. Juni 2022: 13,2 Mio. €). In der Kapitalflussrechnung wurden 1,7 Mio. €

(Vj. 5,7 Mio. €) nicht zahlungswirksame Verpflichtungen aus ausstehenden Baurechnungen als Korrektur zu den Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte berücksichtigt.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Der Bundestag hat Mitte Dezember 2022 mit der Einführung einer Gas- und Strompreisbremse ab dem Geschäftsjahr 2023 Hilfszahlungen für Krankenhäuser beschlossen. Am 23. Juni 2023 hat der Bundestag das weitere Gesetz zur Änderung des Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetzes (EWPBG) und des Strompreisbremsengesetzes (StromPBG) gebilligt. Am 7. Juli 2023 hat der Bundesrat dem Änderungsgesetz zugestimmt. Das Gesetz ist am 3. August 2023 in Kraft getreten. Ein Zahlungsanspruch unsererseits wird derzeit geprüft. Aus diesem Grund sind die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns der RHÖN-KLINIKUM AG momentan noch nicht abzuschätzen.

Seit dem 30. Juni 2023 sind keine weiteren Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns der RHÖNKLINIKUM AG erwartet wird.

Bad Neustadt a. d. Saale, 9. August 2023

RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft

DER VORSTAND

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Prof. Dr. Tobias Kaltenbach Dr. Stefan Stranz Dr. Gunther K. Weiß

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss der RHÖN-KLINIKUM AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns der RHÖN-KLINIKUM AG im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Bad Neustadt a. d. Saale, 9. August 2023

RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft

DER VORSTAND

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Prof. Dr. Tobias Kaltenbach Dr. Stefan Stranz Dr. Gunther K. Weiß

BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHT

An die RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft, Bad Neustadt a. d. Saale Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und Konzern-Kapitalflussrechnung sowie verkürzten Konzernanhang - und den Konzernzwischenlagebericht der RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2023, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach dem International Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen und ergänzender Anwendung des International Standard on Review Engagements 2410 "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Frankfurt am Main, den 9. August 2023

KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Huber-Straßer Schrum
Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer

RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft

Postadresse:

97615 Bad Neustadt a. d. Saale

Deutschland

Hausadresse:

Salzburger Leite 1

97616 Bad Neustadt a. d. Saale

T. 09771 65-0

F. 09771 97467

Internet:

rhoen-klinikum-ag.com

E-Mail:

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Dieser Zwischenbericht liegt auch in englischer Sprache vor.

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