![]() RWE AktiengesellschaftEssenBericht über das erste Quartal 2016
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Teilweise angepasste Werte; siehe Erläuterung auf Seite 2
VORBEMERKUNGEN ZUR BERICHTSWEISEVerkürzte Zwischenberichte zum ersten und dritten QuartalIm Oktober 2015 hat der deutsche Gesetzgeber beschlossen, dass Inlandsemittenten künftig
nicht mehr dazu verpflichtet sind, Quartalsmitteilungen der Geschäftsführung gemäß
§ 37x Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) a.F. zu erstellen. Halbjahresfinanzberichte müssen
allerdings weiterhin vorgelegt werden. Die Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) hat dies
zum Anlass genommen, die Berichtsanforderungen an Prime-Standard-Emittenten zu lockern.
Die Börsenordnung der FWB sah bislang vor, dass die Unternehmen nach den ersten drei
und den ersten neun Monaten eines Geschäftsjahres Quartalsfinanzberichte erstellen
mussten, die die WpHG-Vorgaben für Halbjahresfinanzberichte erfüllen. Diese Pflicht
besteht nicht mehr. Die Unternehmen dürfen nun anstelle der Quartalsfinanzberichte
sogenannte Quartalsmitteilungen veröffentlichen, die reduzierten inhaltlichen Anforderungen
unterliegen. Sie haben damit größeren Freiraum für eine unter Kosten-Nutzen-Aspekten
optimierte Finanzberichterstattung. Davon macht auch RWE Gebrauch. Unsere Zwischenberichte
über die ersten drei bzw. neun Monate fallen fortan wesentlich kürzer aus als bisher. Neue Segmentstruktur zum 1. Januar 2016Unsere Berichterstattung über das laufende Geschäftsjahr basiert auf einer neuen Segmentstruktur,
die sich an den energiewirtschaftlichen Wertschöpfungsstufen orientiert. Hintergrund
ist, dass wir unser Steuerungsmodell angepasst haben. Künftig berichten wir über folgende
fünf Unternehmensbereiche: (1) Konventionelle Stromerzeugung, (2) Erneuerbare Energien,
(3) Trading/Gas Midstream, (4) Netze/Beteiligungen/Sonstige und (5) Vertrieb. Neu
sind die beiden letztgenannten Bereiche. Auf sie übertragen wir die Aktivitäten, die
unter den früheren Segmenten Vertrieb/Verteilnetze Deutschland, Vertrieb Niederlande/Belgien,
Vertrieb Großbritannien und Zentralost-/Südosteuropa erfasst waren. Um die Vergleichbarkeit
der 2016er-Zahlen mit denen des Vorjahres zu gewährleisten, haben wir Letztere auf
Pro-forma-Basis in die neue Struktur überführt. Die laufende Reorganisation des RWE-Konzerns,
über die wir auf Seite 11 f. berichten, hat vorerst keine Auswirkungen auf die Berichtsweise. Die fünf Unternehmensbereiche umfassen folgende Aktivitäten: (1) Konventionelle Stromerzeugung: In diesem Unternehmensbereich ist unser deutsches,
britisches, niederländisches und türkisches Stromerzeugungsgeschäft mit konventionellen
Kraftwerken zusammengefasst. Außerdem gehören dazu die Braunkohleförderung von RWE
Power im Rheinland und die auf Projektmanagement und Ingenieurdienstleistungen spezialisierte
RWE Technology International. Ab dem laufenden Geschäftsjahr erfassen wir hier auch
unsere Mehrheitsbeteiligung an der auf die Förderung und Verstromung von Braunkohle
spezialisierten Matra in Ungarn (vormals im Bereich Zentralost-/Südosteuropa) und
das schottische Biomassekraftwerk Markinch (vormals im Bereich Erneuerbare Energien).
Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Gesteuert werden alle genannten
Aktivitäten von RWE Generation. (2) Erneuerbare Energien: Hier berichten wir über unsere Stromproduktion aus regenerativen
Quellen mit Schwerpunkt auf Windkraft an Land (Onshore) und im Meer (Offshore) sowie
auf Wasserkraft. Der Bereich umfasst neben dem Betrieb auch die Entwicklung und den
Bau von Erneuerbare-Energien-Anlagen. Seine wichtigsten Erzeugungsstandorte liegen
in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Spanien und Polen. (3) Trading/Gas Midstream: Dieser Bereich deckt das Tätigkeitsfeld von RWE Supply
& Trading ab. Die Gesellschaft verantwortet den Energie- und Rohstoffhandel, die Vermarktung
und Absicherung der Stromposition des RWE-Konzerns sowie dessen gesamtes Gas-Midstream-Geschäft.
Außerdem beliefert sie einige große deutsche und niederländische Industrie- und Geschäftskunden
mit Strom und Gas. (4) Netze/Beteiligungen/Sonstige: Das Segment umfasst unser Verteilnetzgeschäft in
Deutschland (Strom/ Gas), Tschechien (Gas), Slowakei, Ungarn und Polen (alle Strom).
Mit Ausnahme des Vertriebs sind auch die Aktivitäten der vollkonsolidierten Regionalversorger
(Netze, Stromerzeugung, Wassergeschäft u. a.) darin enthalten, ferner große Teile
unseres Gasspeichergeschäfts. Die Minderheitsbeteiligungen an Versorgern (z. B. an
deutschen Stadtwerken und der österreichischen KELAG) weisen wir komplett unter Netze/Beteiligungen/Sonstige
aus. (5) Vertrieb: Hier sind unsere Vertriebsaktivitäten in Deutschland, Niederlande/Belgien,
Großbritannien und zahlreichen Ländern Osteuropas (Tschechien, Slowakei, Ungarn, Polen,
etc.) zusammengefasst. In den meisten dieser Märkte bieten wir neben Strom und Gas
auch Energielösungen an. Einzelne konzernübergreifende Aktivitäten stellen wir außerhalb der Unternehmensbereiche
unter der Position "Sonstige/Konsolidierung" dar. Dies gilt für die Konzernholding
RWE AG sowie unsere internen Dienstleister RWE IT, RWE Group Business Services, RWE
Service und RWE Consulting. In der Position enthalten ist auch unsere Minderheitsbeteiligung
am deutschen Stromübertragungsnetzbetreiber Amprion. Geänderte Erfassung von GashandelsgeschäftenWeitere Anpassungen der Berichtsweise betreffen die Art und Weise, wie Absatzmengen
und Umsätze aus Handelsgeschäften erfasst werden. Dabei wenden wir verstärkt die Methode
des Nettoausweises an, und zwar insbesondere auch im Gashandel. Beim Nettoausweis
werden Käufe und Verkäufe saldiert. Anders als bei der Bruttobetrachtung haben sie
damit keinen Einfluss auf den Absatz und gehen nur mit der Handelsmarge in die Erlöse
ein. Absatz und Umsatz im Bereich Trading/Gas Midstream fallen dadurch niedriger aus.
Auf das Ergebnis hat die Umstellung aber keinen Einfluss. Die Zahlen für 2015 haben
wir entsprechend angepasst. GESCHÄFTSENTWICKLUNGAußenumsatz 6% unter VorjahrDer RWE-Konzern hat im ersten Quartal 2016 einen Außenumsatz von 13.657 Mio. € erwirtschaftet.
In dieser Zahl sind die Erdgas- und die Stromsteuer enthalten. Gegenüber dem gleichen
Zeitraum des Vorjahres haben sich unsere Erlöse um 6% verringert. Zuzuordnen ist das
u. a. dem Vertriebsgeschäft in Großbritannien, wo wir Kundenverluste hinnehmen mussten.
Außerdem hat sich das Pfund gegenüber dem Euro verbilligt, und zwar von 1,36 € im
Vorjahresquartal auf 1,28 €. Dadurch fallen die britischen Umsätze nach Umrechnung
in Euro niedriger aus. Leicht positiven Einfluss auf die Erlösentwicklung hatte, dass
wir den slowakischen Energieversorger VSE seit Ende August 2015 vollkonsolidieren
(siehe Geschäftsbericht 2015, Seite 43), nachdem wir ihn zuvor at-equity-bilanziert
haben. Lässt man alle wesentlichen Konsolidierungs- und Wechselkurseffekte außer Betracht,
ist unser Außenumsatz um 7% gesunken. scroll
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Teilweise angepasste Werte; siehe Erläuterung auf Seite 1 f.
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Betriebliches Ergebnis um 7% über VorjahrIm Berichtszeitraum erzielten wir ein EBITDA von 2.312 Mio. € und ein betriebliches
Ergebnis von 1.746 Mio. €. Die jeweiligen Vorjahreswerte konnten wir damit um 5 bzw.
7% übertreffen. Zuzuordnen ist das u. a. dem Energiehandel, der einen überdurchschnittlichen
Ergebnisbeitrag lieferte. Mit Blick auf das Gesamtjahr ist zu bedenken, dass die Erträge
des RWE-Konzerns saisonalen Einflüssen unterliegen und im ersten Quartal - vor allem
witterungsbedingt - meist überproportional hoch sind. Im aktuellen Zwischenabschluss
wird die Disproportionalität dadurch verstärkt, dass bestimmte Aufwendungen (z. B.
durch die Kernbrennstoffsteuer und Maßnahmen zur Instandhaltung von Kraftwerken und
Netzen), die wir für das laufende Jahr erwarten, bis Ende März noch gar nicht oder
nur in geringem Umfang angefallen sind. Außerdem darf das Handelsergebnis des ersten
Quartals nicht auf das Gesamtjahr hochgerechnet werden. An unserer Ergebnisprognose
für 2016, die wir im Geschäftsbericht 2015 auf Seite 89 veröffentlicht haben, halten
wir fest. Weitere Informationen dazu geben wir auf Seite 10 im vorliegenden Bericht. Im ersten Quartal zeigte sich folgende Ergebnisentwicklung in den Unternehmensbereichen:
Das neutrale Ergebnis, in dem wir bestimmte nicht-operative oder aperiodische Einmaleffekte
erfassen, hat sich um 363 Mio. € auf 30 Mio. € verbessert. Ein Grund dafür ist, dass
die Bilanzierung bestimmter Derivate, mit denen wir uns gegen Preisschwankungen absichern,
per saldo zu Erträgen führte, nachdem im Vorjahr noch Verluste angefallen waren. Das
Vorjahresergebnis war zudem noch dadurch belastet, dass wir Rückstellungen für Rechtsrisiken
aus einem Schiedsverfahren gebildet hatten. Allerdings mussten wir auch 2016 einen
negativen Einmaleffekt verkraften, der sich aus Abschreibungen auf unsere deutschen
Gasspeicher ergab. scroll
Unser Finanzergebnis lag mit -591 Mio. € um 362 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Leichten
Verbesserungen beim Zinsergebnis und bei den Zinsanteilen an Zuführungen zu den langfristigen
Rückstellungen stand eine starke Verschlechterung beim übrigen Finanzergebnis gegenüber.
Diese beruht darauf, dass wir im Vorjahr hohe Gewinne aus Wertpapierverkäufen erzielt
hatten, während im Berichtszeitraum Verluste aus solchen Transaktionen anfielen. Hinzu
kamen negative Ergebniseffekte aus der Bewertung von Finanzgeschäften. scroll
Das Ergebnis fortgeführter Aktivitäten vor Steuern erhöhte sich um 11 % auf 1.185
Mio. €. Trotz der oben erwähnten Verluste aus Wertpapierverkäufen, die nicht steuerlich
abzugsfähig waren, fiel unsere Steuerquote mit 14% ungewöhnlich niedrig aus. Grund
dafür ist, dass wir in größerem Umfang latente Steuern aktiviert haben. Aktive latente
Steuern sind ein Anspruch auf künftige Steuerermäßigungen, der sich aus Unterschieden
im Ansatz und/oder in der Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden zwischen
der Steuerbilanz und der IFRS-Bilanz ergibt. Die Aktivierung latenter Steuern setzt
voraus, dass steuerliche Gewinne anfallen, die eine Nutzung der Steuerermäßigungen
erlauben. Dies wird 2016 aller Voraussicht nach der Fall sein, denn wir rechnen mit
Einmalerträgen aus der Aufdeckung stiller Reserven im Zuge der Reorganisation des
RWE-Konzerns. Nach Steuern erzielten wir mit unseren fortgeführten Aktivitäten ein Ergebnis von
1.024 Mio. € (Vorjahr: 822 Mio. €). Im Berichtszeitraum fiel kein Ergebnis aus nicht
fortgeführten Aktivitäten an. Im Vorjahr hatten wir unter dieser Position noch einen
Betrag von 1.524 Mio. € ausgewiesen, der im Wesentlichen auf den Buchgewinn aus der
Veräußerung von RWE Dea zurückzuführen war. Die Ergebnisanteile anderer Gesellschafter sind um 5% auf 135 Mio. € gesunken, weil
einige vollkonsolidierte Gesellschaften, an denen Konzernfremde beteiligt sind, unter
Vorjahr abschlossen. Das betrifft vor allem unsere deutschen Regionalversorger, die
2015 von den erwähnten Einmalerträgen aus Wertpapierverkäufen profitiert hatten. Auf unsere Hybridkapitalgeber entfielen Ergebnisanteile von 10 Mio. € (Vorjahr: 38
Mio. €). Berücksichtigt werden hier nur solche Hybridanleihen, die gemäß IFRS dem
Eigenkapital zuzuordnen sind. Im Berichtszeitraum traf dies nur noch auf eine einzige
von unseren insgesamt sieben Hybridanleihen zu, nämlich jene über 750 Mio. £. Eine
zweite Anleihe, die das Kriterium erfüllte, war zum 28. September 2015 abgelöst worden.
Dabei handelte es sich um Papiere mit 1.750 Mio. € Nominalvolumen, die wir im Jahr
2010 begeben hatten. Aus den dargestellten Entwicklungen ergibt sich ein gegenüber 2015 stark verringertes
Nettoergebnis von 879 Mio. €. Bei 614,7 Millionen ausstehenden RWE-Aktien entspricht
dies einem Ergebnis je Aktie von 1,43 € (Vorjahr: 3,52 €). Bereinigtes Nettoergebnis leicht unter VorjahrDas bereinigte Nettoergebnis belief sich auf 857 Mio. €. Vom Nettoergebnis unterscheidet
es sich dadurch, dass das durch Einmaleffekte geprägte neutrale Ergebnis (einschließlich
der darauf entfallenden Steuern) und gegebenenfalls weitere Sondereinflüsse herausgerechnet
werden. Trotz höherer operativer Erträge hat sich das bereinigte Nettoergebnis gegenüber
2015 um 2% verringert. Hauptgrund dafür war das verschlechterte Finanzergebnis. scroll
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Teilweise angepasste Werte; siehe Erläuterung auf Seite 1
Rückläufige Investitionen in StromerzeugungskapazitätenUnsere Investitionen lagen mit 373 Mio. € um 10% unter dem Vorjahresniveau. Für Sachanlagen
und immaterielle Vermögenswerte setzten wir 326 Mio. € ein und für Finanzanlagen 47
Mio. €. Das sind 10 bzw. 6% weniger als 2015. Einen deutlichen Rückgang der Sachausgaben
verzeichneten wir im Bereich Konventionelle Stromerzeugung, nachdem wir 2015 noch
verstärkt in die Modernisierung der britischen Gaskraftwerke Pembroke und Staythorpe
investiert hatten. Auch im Bereich Erneuerbare Energien haben sich die Investitionen
erheblich verringert. Den Ausschlag gab hier, dass wir mit den Offshore-Windparks
Nordsee Ost und Gwynt y Môr zwei Großprojekte abschließen konnten. Die Windparks sind
im Mai bzw. Juni 2015 eingeweiht worden. Gestiegen ist der Mitteleinsatz dagegen im
Bereich Netze/Beteiligungen/Sonstige, denn wegen günstiger Witterungsbedingungen konnten
wir in den Wintermonaten umfangreichere Maßnahmen zur Verbesserung der Netzinfrastruktur
in Angriff nehmen. scroll
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Die Position umfasst ausschließlich zahlungswirksame Investitionen.
Operativer Cash Flow durch Sondereffekte belastetDer Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, den wir mit unseren fortgeführten Aktivitäten erzielten, betrug -2.000 Mio. €. Auch der Vorjahreswert (-627 Mio. €) war negativ gewesen. Maßgeblich dafür sind saisonale Einflüsse, die sich in Veränderungen des Nettoumlaufvermögens widerspiegeln. Eine Rolle spielt hier, dass der Strom- und Gasabsatz im ersten Quartal witterungsbedingt überdurchschnittlich hoch ist, während die Zahlungen der Kunden gleichmäßig über das Jahr verteilt sind. Dies führt typischerweise zu einem hohen Forderungsaufbau im Vertriebsgeschäft und einem dementsprechend niedrigeren operativen Cash Flow. Außerdem fällt ein Großteil der Ausgaben für CO2 -Emissionsrechte auf das erste Quartal. Die deutliche Verschlechterung des operativen Cash Flow gegenüber 2015 lässt sich u. a. darauf zurückführen, dass wir in wesentlich größerem Umfang Sicherheitsleistungen für Termingeschäfte erbringen mussten. Auch dieser Effekt zeigte sich in der Entwicklung des Nettoumlaufvermögens. Durch die Investitionstätigkeit fortgeführter Aktivitäten sind 97 Mio. € abgeflossen,
obwohl unsere Einnahmen aus dem Verkauf von Beteiligungen und Sachanlagen etwas höher
waren als die Ausgaben für Investitionen. Hintergrund ist, dass wir - wie im Vorjahr
- die Kapitaldeckung für unsere Pensionszusagen aufgestockt haben: Dazu sind Mittel
in Höhe von 0,2 Mrd. € auf Treuhänder bzw. Einrichtungen zur betrieblichen Altersversorgung
übertragen worden. Im Vorjahresabschluss hatten wir noch einen hohen Nettozufluss
aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen, der sich im Wesentlichen aus dem Verkauf
von RWE Dea ergab. Unser Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit fortgeführter Aktivitäten fiel mit
3.712 Mio. € außergewöhnlich hoch aus (Vorjahr: -801 Mio. €). Ausschlaggebend dafür
war, dass wir im Rahmen unseres Commercial-Paper-Programms Mittel im Gesamtwert von
3,0 Mrd. € aufgenommen haben. Außerdem sind wir zusätzliche Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten eingegangen. Gegenläufig wirkten Ausschüttungen, die wir an Miteigentümer
vollkonsolidierter RWE-Gesellschaften und an Hybridkapitalgeber geleistet haben. Aufgrund der dargestellten Zahlungsströme aus der Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit
hat sich unser Liquiditätsbestand per saldo um 1.602 Mio. € erhöht. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit, verringert um die Investitionen in
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ergibt den Free Cash Flow. Dieser betrug
-2.291 Mio. €, gegenüber -991 Mio. € im Vorjahreszeitraum. scroll
Nettoschulden auf 27,9 Mrd. € gestiegenUnsere Nettoschulden lagen zum 31. März 2016 bei 27,9 Mrd. € und damit deutlich über
dem Stand vom 31. Dezember 2015 (25,1 Mrd. €). Hauptursache dafür ist der negative
Free Cash Flow. Außerdem sind die Pensionsrückstellungen gestiegen, weil wir bei ihrer
Berechnung niedrigere Diskontierungssätze zugrunde gelegt haben. Wir trugen damit
der aktuellen Entwicklung der Marktzinsen Rechnung. Die neuen Diskontierungssätze
belaufen sich auf 1,9% in Deutschland und 3,4% in Großbritannien, gegenüber 2,4 bzw.
3,6% im Jahresabschluss 2015. Erlöse aus Desinvestitionen stärkten dagegen unsere
Finanzposition. Größte Einzeltransaktion war der Verkauf unserer Minderheitsbeteiligung
am Luxemburger Energieversorger Enovos, über die wir auf Seite 11 berichten. Schuldenmindernd
wirkte auch die Abwertung des britischen Pfunds: Sie hatte zur Folge, dass sich unsere
in dieser Währung begebenen Anleihen auf Euro-Basis verbilligten. PROGNOSE 2016Erwartungen zur Ergebnisentwicklung 2016 unverändertUnseren Ausblick zum diesjährigen Geschäftsverlauf des RWE-Konzerns, den wir im März
2016 veröffentlicht haben (siehe Geschäftsbericht 2015, Seite 88 ff.), können wir
größtenteils bestätigen. Sämtliche Prognosen, die sich auf die Ergebnisentwicklung
beziehen, haben Bestand. Sie sind in der Tabelle unten zusammengefasst. scroll
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Teilweise angepasste Werte; siehe Erläuterung auf Seite 1
Die einzige Änderung gegenüber der März-Prognose ergibt sich bei der Höhe der Nettoschulden
zum 31. Dezember 2016. Bislang waren wir von einem Wert in der Größenordnung des Vorjahres
(25,1 Mrd. €) ausgegangen. Wir haben dabei u. a. unterstellt, dass das Zinsniveau
stabil bleibt - und somit auch die Abzinsungsfaktoren für die langfristigen Rückstellungen.
Wie auf Seite 9 dargelegt, hat sich diese Annahme nicht bestätigt. Aufgrund des jüngsten
Zinsrückgangs und der dadurch bedingten Aufstockung der Pensionsrückstellungen gehen
wir nun von einem moderaten Anstieg der Nettoschulden aus. WESENTLICHE EREIGNISSEIm BerichtszeitraumRWE stockt Effizienzsteigerungsprogramm aufMitte Februar haben wir bekanntgegeben, dass wir zusätzliche Maßnahmen zur Stärkung
der Finanz- und Ertragskraft von RWE in Angriff nehmen. Die Zielvorgabe für das laufende
Effizienzsteigerungsprogramm haben wir um 500 Mio. € auf 2,5 Mrd. € aufgestockt. Das
ist der dauerhafte Ergebniseffekt, den wir mit dem Programm erreichen wollen und der
ab 2018 in vollem Umfang zum Tragen kommen soll. Zuvor hatten wir uns 2,0 Mrd. € bis
2017 zum Ziel gesetzt. Gestartet wurde das Programm im Jahr 2012. Es umfasst eine
Vielzahl von Maßnahmen, mit denen operative Prozesse verbessert und Einsparungen bei
Verwaltung und IT erreicht werden sollen. Mit den seit 2012 ergriffenen Maßnahmen
haben wir bis Ende vergangenen Jahres bereits einen Ergebniseffekt von 1,6 Mrd. €
realisiert. Die zusätzlichen Maßnahmen ergreifen wir schwerpunktmäßig auf dem Gebiet
der konventionellen Stromerzeugung. Außerdem wollen wir unser britisches Vertriebsgeschäft
umfassend restrukturieren. RWE baut Gasvertrieb in Ungarn ausEnde Februar haben wir mit dem zum italienischen ENI-Konzern gehörenden ungarischen
Gasversorger TIGÁZ vereinbart, dass wir seine Industrie- und Geschäftskunden übernehmen.
Die Kunden sind zum 1. April auf unsere Tochtergesellschaft MÄSZ übergegangen. Unser
Anteil am ungarischen Gas-Wettbewerbsmarkt hat sich damit auf rund 10% erhöht. Mittelfristig
streben wir einen Anteil von bis zu 15% an diesem Marktsegment an. RWE ist seit Mitte
2015 wieder im ungarischen Gasvertrieb aktiv; erst im April 2014 hatten wir unsere
Minderheitsbeteiligung am Budapester Gasversorger FÖGÁZ an den staatlichen ungarischen
Energiekonzern MVM verkauft. Grund dafür waren die ungünstigen Rahmenbedingungen im
regulierten Endkundengeschäft. RWE steigt bei Luxemburger Versorger Enovos ausAnfang März haben wir unseren 18,4%-Anteil am Luxemburger Energieversorger Enovos
verkauft. Erworben wurde er von einem Konsortium unter der Führung des Großherzogtums
Luxemburg und der Investmentgesellschaft Ardian. Unser Beweggrund für die Veräußerung
war, dass wir nur begrenzten Einfluss auf die Geschäftspolitik des Unternehmens hatten. Nach Ablauf des BerichtszeitraumsNeue Gesellschaft für erneuerbare Energien, Netze und Vertrieb geht operativ an den StartPünktlich zum 1. April 2016 hat die neue RWE-Tochtergesellschaft für erneuerbare Energien,
Netze und Vertrieb die Geschäftstätigkeit aufgenommen. Sie trägt übergangsweise den
Namen "RWE International SE". Im Sommer soll ihr endgültiger Name bekannt gegeben
werden. Wir planen, das Kapital der neuen Gesellschaft bis Ende 2016 im Rahmen eines
Börsengangs um rund 10% zu erhöhen. Die Erlöse wollen wir vorwiegend für die Finanzierung
von Wachstumsprojekten einsetzen. Ihren Firmensitz hat die neue Gesellschaft - ebenso
wie die RWE AG - in Essen. Inzwischen haben alle Mitglieder des Vorstands der RWE
International SE ihre Ämter angetreten. Peter Terium (Vorstandsvorsitzender), Dr.
Bernhard Günther (Finanzvorstand) und Uwe Tigges (Personalvorstand und Arbeitsdirektor)
gehören dem Gremium in gleicher Funktion an, die sie bei der RWE AG ausüben. Nach
dem geplanten Börsengang der neuen Gesellschaft werden Terium und Günther aus dem
Vorstand der RWE AG ausscheiden und allein dem Vorstand der RWE International SE angehören.
Den Vorsitz im Vorstand der RWE AG soll dann Dr. Rolf Martin Schmitz übernehmen, der
dort derzeit stellvertretender Vorsitzender ist. Dr. Markus Krebber, zurzeit Vorsitzender
der Geschäftsführung von RWE Supply & Trading, soll Bernhard Günther als Finanzvorstand
der RWE AG folgen. Uwe Tigges wird neben seiner Tätigkeit in der RWE International
SE bis Ende April 2017 Personalvorstand und Arbeitsdirektor der RWE AG bleiben. Zum
sechsköpfigen Vorstand der neuen Tochtergesellschaft gehören auch Dr. Hans Bünting,
Hildegard Müller und Martin Herrmann. Sie tragen die operative Verantwortung für die
erneuerbaren Energien (Bünting), die Netze (Müller) und den Vertrieb (Herrmann). Hans
Bünting war zuvor Vorsitzender der Geschäftsführung von RWE Innogy, Hildegard Müller
Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)
und Martin Herrmann Vorsitzender der Geschäftsführung von RWE East. RWE setzt Dividende für Stammaktien aus - Ausschüttung von 0,13 € je VorzugsaktieDie Hauptversammlung der RWE AG hat am 20. April 2016 dem Dividendenvorschlag von
Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2015 mit breiter Mehrheit zugestimmt.
Die Ausschüttung für Inhaber von Stammaktien wurde dementsprechend ausgesetzt, während
Inhaber von Vorzugsaktien den satzungsgemäßen Vorzugsgewinnanteil von 0,13 Euro je
Aktie erhielten. Bei insgesamt 39.000.000 Vorzugsaktien betrug das Ausschüttungsvolumen
rund 5 Mio. €. Im Vorjahr waren noch 1,00 € je Stamm- und Vorzugsaktie und damit insgesamt
615 Mio. € gezahlt worden. Der Dividendenvorschlag für 2015 spiegelte politische Risiken
und die zuletzt drastische Verschlechterung der Ertragsperspektiven in der konventionellen
Stromerzeugung wider. Kommission legt Vorschläge zur Finanzierung des Kernenergieausstiegs vorDie von der Bundesregierung eingesetzte "Kommission zur Überprüfung der Finanzierung
des Kernenergieausstiegs" (KFK) hat am 27. April ihre Empfehlungen vorgelegt. Sie
schlägt vor, dass die Energieversorger Mittel in Höhe ihrer für die Zwischen- und
Endlagerung radioaktiver Abfälle gebildeten Rückstellungen in einen externen Fonds
einzahlen. Der Gesamtbetrag wird auf 17,2 Mrd. € veranschlagt (Stand: Ende 2014).
Die Mittel für den Rückbau der Anlagen sollen dagegen bei den Energieversorgern verbleiben.
Allerdings sollen die dafür gebildeten Rückstellungen in den Konzernbilanzen transparenter
ausgewiesen werden. Die KFK tritt außerdem dafür ein, dass die Energieversorger über
die erwähnten 17,2 Mrd. € hinaus einen Risikoaufschlag von 35% (6,1 Mrd. €) leisten,
um im Gegenzug von Haftungsrisiken aus etwaigen Kostensteigerungen auf dem Gebiet
der Zwischen- und Endlagerung befreit zu werden. Der Zusatzbetrag soll bis spätestens
2022 entrichtet werden. Damit summieren sich die Zahlungen, die von RWE, E.ON, Vattenfall,
EnBW und den Stadtwerken München insgesamt zu leisten wären, nach den Vorstellungen
der Kommission auf 23,3 Mrd. €. Aus unserer Sicht ist die von der KFK vorgeschlagene Aufteilung der Verantwortung
zwischen Unternehmen und Staat grundsätzlich nachvollziehbar; das Konzept geht in
die richtige Richtung. Die RWE AG steht zu ihren Verpflichtungen für die Abwicklung
der Kernenergie. Wir haben dafür Rückstellungen gebildet, die auch im internationalen
Vergleich sehr konservativ sind und damit ein hohes Maß an Vorsorge gegen Kostensteigerungsrisiken
enthalten. Der darüber hinaus geforderte Risikoaufschlag belastet die RWE AG aber
in unverantwortlichem Maße. Es ist bedauerlich, dass die Kommission die ökonomische
Situation der Unternehmen nicht zur Kenntnis genommen hat. Jetzt wird es darauf ankommen,
wie der Gesetzgeber die Vorschläge im Detail umsetzt. KONZERNZWISCHENABSCHLUSS (VERKÜRZT)Gewinn- und Verlustrechnung1scroll
Gesamtergebnisrechnung1scroll
BilanzAktivascroll
Passivascroll
Kapitalflussrechnungscroll
Veränderung des Eigenkapitalsscroll
scroll
ANHANGRechnungslegungsmethodenDie RWE AG mit Sitz am Opernplatz 1 in 45128 Essen, Deutschland, ist Mutterunternehmen
des RWE-Konzerns ("RWE" oder "Konzern"). Der Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2016 ist am 11. Mai 2016 zur Veröffentlichung
freigegeben worden. Aufgestellt wurde er nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind. Im Einklang mit IAS 34 wurde für die Darstellung des Konzernzwischenabschlusses zum
31. März 2016 ein gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 verkürzter
Berichtsumfang gewählt. Im Konzernzwischenbericht werden - mit Ausnahme der nachfolgend
beschriebenen Änderungen und Neuregelungen -die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
angewendet wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015. Für weitere Informationen
verweisen wir auf den Konzerngeschäftsbericht 2015, der die Basis für den vorliegenden
Konzernzwischenbericht darstellt. Für Entsorgungsrückstellungen auf dem Gebiet der Kernenergie und für bergbaubedingte
Rückstellungen wird ein Abzinsungsfaktor von 4,5% (31.12.2015: 4,5%) zugrunde gelegt.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden in Deutschland mit
1,9% und im Ausland mit 3,4% abgezinst (31.12.2015: 2,4% bzw. 3,6%). Änderung der RechnungslegungsmethodenDer International Accounting Standards Board (IASB) hat Änderungen bei bestehenden
International Financial Reporting Standards (IFRS) verabschiedet, die für den RWE-Konzern
ab dem Geschäftsjahr 2016 verpflichtend anzuwenden sind:
Diese neuen Regelungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den RWE-Konzernabschluss. Zum 1. Januar 2016 wurde die Nutzungsdauer für den Tagebauaufschluss im Zuge der jährlichen
Überprüfung an die aktuellen wirtschaftlichen Gegebenheiten angepasst. Dies führte
im ersten Quartal 2016 zu einem Rückgang der planmäßigen Abschreibungen um 13 Mio.
€. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss einbezogen sind neben der RWE AG alle wesentlichen in- und
ausländischen Tochterunternehmen, die die RWE AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht.
Wesentliche assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert, wesentliche
gemeinsame Vereinbarungen nach der Equity-Methode oder als gemeinschaftliche Tätigkeit. scroll
Zudem werden fünf Gesellschaften als gemeinschaftliche Tätigkeiten abgebildet. Die folgenden Übersichten stellen dar, welche Veränderungen sich bei der Anzahl der
vollkonsolidierten Unternehmen und der mittels der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen
und Gemeinschaftsunternehmen ergeben haben: scroll
UnternehmenserwerbeWestEnergie GmbHIm Juli 2015 hat RWE aufgrund des Auslaufens eines Stimmrechtsverzichts die Beherrschung
über die bisher als at-Equity-bilanzierte Beteiligung ausgewiesene WestEnergie GmbH
erlangt. Die Gesellschaft betreibt im Wesentlichen Verteilnetze für Strom und Gas.
Die erstmalige Bilanzierung einschließlich des Ergebnisses aus der Erstkonsolidierung
wurde zum 31. März 2016 abschließend festgestellt. In der folgenden Tabelle sind die
übernommenen Vermögenswerte und Schulden dargestellt: scroll
Der beizulegende Zeitwert der Altanteile betrug 121 Mio. €. Aus deren Erstkonsolidierung
resultierte ein Ertrag von 34 Mio. €, der in der Gewinn- und Verlustrechnung unter
dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" ausgewiesen wird. Der beizulegende Zeitwert
der in den langfristigen und kurzfristigen Vermögenswerten enthaltenen Forderungen
belief sich auf 24 Mio. €. Der Bewertung der nicht beherrschenden Anteile lag das anteilige Nettovermögen des
erstkonsolidierten Unternehmens zugrunde. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist im Wesentlichen
auf zu erwartende zukünftige Nutzen- und Synergieeffekte zurückzuführen. VeräußerungenLynemouthIm Januar 2016 hat RWE Supply & Trading GmbH die Gesellschaft Lynemouth Power Ltd.,
den Betreiber des 420-MW-Kohlekraft-werks Lynemouth, an EP UK Investment Ltd., eine
Tochtergesellschaft der Energeticky a prumyslovy holding (EPH), verkauft. Die Beteiligung
war dem Segment Trading/Gas Midstream zugeordnet. Der Entkonsolidierungsgewinn betrug
34 Mio. € und wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Sonstige betriebliche
Erträge" ausgewiesen. Lynemouth Power Ltd. wurde zum 31. Dezember 2015 mit Buchwerten
in Höhe von 41 Mio. € als zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und mit 19 Mio.
€ als zur Veräußerung bestimmte Schulden in der Bilanz ausgewiesen. EnovosIm März 2016 hat RWE ihre Beteiligung von 18,4% am Luxemburger Energieversorger Enovos
International S. A. an ein Konsortium unter der Führung des Großherzogtums Luxemburg
und der Investmentgesellschaft Ardian veräußert. Die Beteiligung war dem Bereich Sonstige/Konsolidierung
zugeordnet. UmsatzerlöseErlöse aus Energiehandelsaktivitäten werden netto, d. h. mit der realisierten Rohmarge
als Umsatz ausgewiesen. Um die Geschäftsentwicklung zutreffender darzustellen, wird
ab dem Geschäftsjahr 2016 der bei Stromgeschäften bereits übliche Nettoausweis auch
bei Gasgeschäften angewendet. Die Vorjahreswerte für die Umsatzerlöse und den Materialaufwand
wurden um -120 Mio. € angepasst. Außerplanmäßige AbschreibungenIm ersten Quartal 2016 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Gasspeicher des Segments
Netze/Beteiligungen/ Sonstige in Höhe von 204 Mio. € vorgenommen (erzielbarer Betrag:
0,1 Mrd. €), im Wesentlichen aufgrund geänderter Preiserwartungen. Die Ermittlung
des Nutzungswertes erfolgte mithilfe eines Unternehmensbewertungsmodells unter Zugrundelegung
von Cash-Flow-Planungen sowie eines Diskontierungszinssatzes von 5,25%. GewinnausschüttungDie Hauptversammlung der RWE AG hat am 20. April 2016 beschlossen, eine Dividende
für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 0,13 € je dividendenberechtigter Vorzugsaktie
auszuschütten. Die Ausschüttung betrug insgesamt 5 Mio. €. Für Stammaktien wurden
keine Dividenden ausgeschüttet (Vorjahr: 1,00 € je Stamm- und Vorzugsaktie). Ergebnis je Aktiescroll
Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenAssoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen gelten im RWE-Konzern als nahestehende
Unternehmen. Die mit wesentlichen nahestehenden Unternehmen getätigten Geschäfte führten
im ersten Quartal 2016 zu Erträgen in Höhe von 952 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 856
Mio. €) und Aufwendungen in Höhe von 848 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 776 Mio. €). Zum
31. März 2016 betrugen die Forderungen 638 Mio. € (31.12.2015: 477 Mio. €) und die
Verbindlichkeiten 192 Mio. € (31.12.2015: 151 Mio. €). Alle Geschäfte sind zu marktüblichen
Konditionen abgeschlossen worden und unterscheiden sich grundsätzlich nicht von den
Liefer- und Leistungsbeziehungen mit anderen Unternehmen. Die sonstigen Verpflichtungen
aus schwebenden Geschäften betrugen 1.211 Mio. € (31.12.2015: 1.293 Mio. €). Berichterstattung zu FinanzinstrumentenFinanzinstrumente lassen sich danach unterscheiden, ob sie originär oder derivativ
sind. Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen
die übrigen Finanzanlagen, die Forderungen, die kurzfristigen Wertpapiere und die
flüssigen Mittel. Die Finanzinstrumente der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar"
sind mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt, die übrigen originären finanziellen
Vermögenswerte mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Auf der Passivseite bestehen
die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen aus mit den fortgeführten Anschaffungskosten
bewerteten Verbindlichkeiten. Der beizulegende Zeitwert von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten, die
in den übrigen Finanzanlagen und Wertpapieren erfasst sind, entspricht dem veröffentlichten
Börsenkurs, sofern die Finanzinstrumente an einem aktiven Markt gehandelt werden.
Der beizulegende Zeitwert nicht notierter Schuld- und Eigenkapitaltitel wird grundsätzlich
auf Basis diskontierter erwarteter Zahlungsströme ermittelt. Zur Diskontierung werden
aktuelle restlaufzeitkongruente Marktzinssätze herangezogen. Derivative Finanzinstrumente werden - sofern sie in den Anwendungsbereich von IAS
39 fallen - grundsätzlich mit ihren beizulegenden Zeitwerten am Bilanzstichtag bilanziert.
Börsengehandelte Produkte werden mit den veröffentlichten Schlusskursen der jeweiligen
Börsen bewertet. Nicht börsengehandelte Produkte werden anhand öffentlich zugänglicher
Broker-Quotierungen bewertet oder - falls nicht vorhanden - anhand allgemein anerkannter
Bewertungsmodelle. Dabei orientieren wir uns - soweit möglich - an Notierungen auf
aktiven Märkten. Sollten auch diese nicht vorliegen, fließen unternehmensspezifische
Planannahmen in die Bewertung ein. Diese umfassen sämtliche Marktfaktoren, die auch
andere Marktteilnehmer für die Preisfestsetzung berücksichtigen würden. Die Ermittlung
energiewirtschaftlicher und volkswirtschaftlicher Annahmen erfolgt in einem umfangreichen
Prozess und unter Einbeziehung interner und externer Experten. Die Bemessung des beizulegenden Zeitwertes einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte
und finanzieller Verbindlichkeiten wird auf Basis der Nettorisikoposition pro Geschäftspartner
in Übereinstimmung mit IFRS 13.48 vorgenommen. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Anwendungsbereich
von IFRS 7 stimmen grundsätzlich mit ihren beizulegenden Zeitwerten überein. Abweichungen
gibt es lediglich bei Anleihen, Commercial Paper, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
und sonstigen Finanzverbindlichkeiten. Ihr Buchwert belief sich auf 22.545 Mio. €
(31.12.2015: 19.079 Mio. €), der beizulegende Zeitwert auf 23.719 Mio. € (31.12.2015:
20.161 Mio. €). Die folgende Übersicht stellt die Einordnung aller zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Finanzinstrumente in die durch IFRS 13 vorgegebene Fair-Value-Hierarchie dar. Die
einzelnen Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind gemäß IFRS 13 wie folgt definiert:
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Die folgende Darstellung zeigt die Entwicklung der nach Stufe 3 zum beizulegenden
Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente: scroll
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Die erfolgswirksam erfassten Gewinne und Verluste von Finanzinstrumenten der Stufe
3 entfallen auf folgende Posten der Gewinn- und Verlustrechnung: scroll
Derivative Finanzinstrumente der Stufe 3 umfassen im Wesentlichen Energiebezugsverträge,
die Handelsperioden betreffen, für die es noch keine aktiven Märkte gibt. Ihre Bewertung
ist insbesondere von der Entwicklung der Gaspreise abhängig. Bei steigenden Gaspreisen
erhöht sich bei sonst gleichen Bedingungen der beizulegende Zeitwert und umgekehrt.
Eine Veränderung der Preisverhältnisse um +/-10% würde zu einem Anstieg des Marktwertes
um 5 Mio. € bzw. zu einem Rückgang um 5 Mio. € führen. Ereignisse nach dem BilanzstichtagAusführungen zu Ereignissen nach dem Bilanzstichtag enthält die ergänzende Berichterstattung
zu wesentlichen Ereignissen nach Ablauf des Berichtszeitraums. RECHTLICHER HINWEISDieses Dokument enthält gewisse zukunftsgerichtete Aussagen im Sinne der US-Wertpapiergesetze.
Insbesondere alle folgenden Aussagen: Prognosen über die Entwicklung des Umsatzes,
der Erträge, des Ergebnisses je Aktie, der Investitionsausgaben, der Dividenden, der
Kapitalstruktur oder sonstiger Finanzposten, Aussagen zu Plänen oder Zielen im Hinblick
auf die zukünftige Geschäftstätigkeit oder die zukünftige Wettbewerbsposition, Erwartungen
im Hinblick auf die zukünftige Wirtschaftsleistung sowie Aussagen zu Annahmen, die
den vorstehenden Aussagen zugrunde liegen, sind zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete
Aussagen sind ebenfalls an Formulierungen wie "annehmen", "vermuten", "abschätzen",
"beabsichtigen", "können", "wollen", "erwarten", "vorhaben", "prognostizieren", "sollten"
und vergleichbaren Wendungen erkennbar. Sie spiegeln die Einschätzung des Managements
von RWE aufgrund von aktuell bekannten Faktoren wider. Es kann nicht garantiert werden,
dass sich die zukunftsgerichteten Aussagen als zutreffend erweisen oder dass erwartete,
prognostizierte Ergebnisse erreicht werden. Da sämtliche zukunftsgerichteten Aussagen
mit verschiedenen Risiken und Unsicherheiten behaftet sind, können die tatsächlichen
Ergebnisse erheblich von der prognostizierten Entwicklung abweichen. Zu den Risiken und Unsicherheiten zählen u. a. Änderungen im gesamtwirtschaftlichen
und gesellschaftlichen Umfeld und den geschäftlichen, politischen und rechtlichen
Bedingungen, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Absatz- und Preisrisiken, die sich
aus einem deregulierten Marktumfeld mit hoher Wettbewerbsintensität ergeben, Änderungen
des Preises und der Verfügbarkeit von Rohstoffen, Risiken in Zusammenhang mit dem
Energiehandel (z. B. Verlustrisiko bei unerwarteten, extremen Schwankungen der Marktpreise
und Kreditrisiken, die sich dann ergeben, wenn Vertragspartner ihren vertraglichen
Verpflichtungen nicht nachkommen), Handlungen von Konkurrenzunternehmen, die Anwendung
neuer bzw. abgeänderter Rechnungslegungsstandards oder sonstiger bundesbehördlicher
Bestimmungen, Änderungen bzw. die Nichteinhaltung von Gesetzen oder Vorschriften,
insbesondere von solchen, die sich auf die Umwelt und die Wasserqualität beziehen
(z. B. Einführung eines Preisregulierungssystems für die Nutzung des Stromnetzes im
Sinne der Etablierung einer Regulierungsbehörde für Strom und Gas bzw. die Einführung
des Handels mit Treibhausgasen), Änderungen in der Regierungspolitik und den regulatorischen
Maßnahmen in Bezug auf den Erwerb, die Veräußerung, die Wertminderung und die Abschreibung
von Anlagen und Einrichtungen sowie den Betrieb und den Bau von Anlagen. Des Weiteren
zählen zu diesen Risiken Produktionsstörungen oder -unterbrechungen aufgrund von Unfällen
oder sonstigen unvorhergesehenen Ereignissen, Verzögerungen beim Bau von Betriebsanlagen,
die Unmöglichkeit der Erlangung von erforderlichen behördlichen Genehmigungen für
zukünftige Transaktionen bzw. die Erlangung der Genehmigungen zu akzeptablen Bedingungen,
die Unmöglichkeit der erfolgreichen Eingliederung von neuen Unternehmen in den RWE-Konzern
und der Hebung von Synergien aus einer solchen Eingliederung und schließlich die potenzielle
Haftung für Abhilfemaßnahmen gemäß bestehenden bzw. zukünftigen Umweltvorschriften
und der möglichen Haftung aus anhängigen oder zukünftigen Gerichtsprozessen. Zukunftsgerichtete
Aussagen berücksichtigen ausschließlich den Sachstand an dem Tag, an dem sie gemacht
werden. RWE beabsichtigt nicht und übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten
Aussagen fortzuschreiben. Zusätzliche Informationen zu Risiken können dem jüngsten
Geschäftsbericht von RWE bzw. sonstigen jüngsten Berichten an die Frankfurter Wertpapierbörse
sowie den auf der Internetseite von RWE veröffentlichen Inhalten entnommen werden. Dieses Dokument stellt weder ein Angebot zum Verkauf noch eine Aufforderung, ein Angebot
zum Kauf von Wertpapieren abzugeben, dar. Dieses Dokument und die Informationen, die
in ihm enthalten sind, dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder
einen Prospekt dar noch beinhalten sie ein Angebot zum Verkauf von Wertpapieren in
den USA oder eine Aufforderung, ein Angebot zum Kauf von Wertpapieren in den USA abzugeben.
Hierin erwähnte Wertpapiere sind nicht und werden auch in Zukunft nicht gemäß den
Bestimmungen des U.S. Securities Act von 1933 in der geltenden Fassung ("U.S. Securities
Act") oder gemäß den in irgendeinem Bundesstaat der Vereinigten Staaten geltenden
Gesetzen registriert. Ohne eine solche Registrierung dürfen diese Wertpapiere nicht
angeboten, verkauft oder in sonstiger Weise übertragen werden, mit Ausnahme von Wertpapieren,
die gemäß einer Ausnahme von den Registrierungserfordernissen des U.S. Securities
Act angeboten und verkauft werden. Weder Geld, Wertpapiere noch eine andere Form der
Gegenleistung wird ersucht. Diese und andere Formen der Gegenleistung werden im Falle
einer Zusendung aufgrund der hierin enthaltenen Informationen nicht angenommen. Dieses Dokument stellt weder eine Angebotsunterlage noch ein Angebot von Wertpapieren
an die Allgemeinheit im Vereinigten Königreich dar, auf die § 85 des U.K. Financial
Services and Markets Act 2000 Anwendung findet, und darf nicht als Empfehlung an irgendeine
Person für die Zeichnung oder den Kauf von Wertpapieren im Rahmen des Angebots verstanden
werden. Dieses Dokument wird nur übermittelt an (i) Personen, die sich außerhalb des
Vereinigten Königreichs befinden; (ii) Personen, die Branchenerfahrung mit Investitionen
im Sinne von Artikel 19 (5) der U.K. Financial Services and Markets Act 2000 (Financial
Promotion) Order 2005 (in ihrer jetzigen Fassung) (die "Order") haben, oder (iii)
"high net worth companies, unincorporated associations" und andere Körperschaften,
die von Artikel 49 (2) (a) bis (d) der Order erfasst sind (nachfolgend werden die
vorgenannten Personen als "Relevante Personen" bezeichnet). Jede Person, die keine
Relevante Person ist, darf nicht auf der Grundlage dieser Mitteilung oder ihres Inhalts
tätig werden oder auf diese vertrauen. Jede Investition oder Investitionstätigkeit,
auf die sich diese Mitteilung bezieht, steht nur Relevanten Personen zur Verfügung
und wird nur mit Relevanten Personen unternommen. Weder dieses Dokument noch Teile
davon dürfen ohne vorherige Zustimmung der Gesellschaft veröffentlicht, wiedergegeben,
verteilt oder in sonstiger Weise Dritten zur Verfügung gestellt werden. FINANZKALENDER 2016/2017scroll
Der vorliegende Bericht ist am 12. Mai 2016 veröffentlicht worden. RWE AktiengesellschaftOpernplatz 1 45128 Essen T +49 201 12-00 F +49 201 12-15199 I www.rwe.com Investor Relations T +49 201 12-15025 F +49 201 12-15033 I www.rwe.com/ir E invest@rwe.com |
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