RWE Aktiengesellschaft

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Bericht über das erste Quartal 2016

RWE bekräftigt Ergebnisprognose für 2016

Betriebliches Quartalsergebnis um 7% über Vorjahr

Reorganisation des RWE-Konzerns schreitet planmäßig voran

Neue Gesellschaft RWE International SE nimmt Tätigkeit auf

AUF EINEN BLICK

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Eckdaten des RWE-Konzerns
Jan - Mrz Jan - Mrz +/- Jan - Dez


2016 20151 in % 20151
Stromerzeugung Mrd. kWh 57,4 56,5 1,6 213,0
Außenabsatz Strom Mrd. kWh 70,1 66,9 4,8 261,5
Außenabsatz Gas Mrd. kWh 97,1 107,1 -9,3 273,0
Außenumsatz Mio. € 13.657 14.512 -5,9 48.090
EBITDA Mio. € 2.312 2.204 4,9 7.017
Betriebliches Ergebnis Mio. € 1.746 1.630 7,1 3.837
Ergebnis fortgeführter Aktivitäten vor Steuern Mio. € 1.185 1.068 11,0 -637
Nettoergebnis Mio. € 879 2.166 -59,4 -170
Bereinigtes Nettoergebnis Mio. € 857 877 -2,3 1.125
Ergebnis je Aktie 1,43 3,52 -59,4 -0,28
Bereinigtes Nettoergebnis je Aktie 1,39 1,43 -2,8 1,83
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit fortgeführter Aktivitäten Mio. € -2.000 -627 -219,0 3.339
Investitionen Mio. € 373 414 -9,9 3.303
in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € 326 364 -10,4 2.898
in Finanzanlagen Mio. € 47 50 -6,0 405
Free Cash Flow Mio. € -2.291 -991 -131,2 441


31.03.2016 31.12.2015

Nettoschulden Mio. € 27.917 25.126 11,1
Mitarbeiter2
59.331 59.762 -0,7


1 Teilweise angepasste Werte; siehe Erläuterung auf Seite 2
2 Umgerechnet in Vollzeitstellen


VORBEMERKUNGEN ZUR BERICHTSWEISE

Verkürzte Zwischenberichte zum ersten und dritten Quartal

Im Oktober 2015 hat der deutsche Gesetzgeber beschlossen, dass Inlandsemittenten künftig nicht mehr dazu verpflichtet sind, Quartalsmitteilungen der Geschäftsführung gemäß § 37x Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) a.F. zu erstellen. Halbjahresfinanzberichte müssen allerdings weiterhin vorgelegt werden. Die Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) hat dies zum Anlass genommen, die Berichtsanforderungen an Prime-Standard-Emittenten zu lockern. Die Börsenordnung der FWB sah bislang vor, dass die Unternehmen nach den ersten drei und den ersten neun Monaten eines Geschäftsjahres Quartalsfinanzberichte erstellen mussten, die die WpHG-Vorgaben für Halbjahresfinanzberichte erfüllen. Diese Pflicht besteht nicht mehr. Die Unternehmen dürfen nun anstelle der Quartalsfinanzberichte sogenannte Quartalsmitteilungen veröffentlichen, die reduzierten inhaltlichen Anforderungen unterliegen. Sie haben damit größeren Freiraum für eine unter Kosten-Nutzen-Aspekten optimierte Finanzberichterstattung. Davon macht auch RWE Gebrauch. Unsere Zwischenberichte über die ersten drei bzw. neun Monate fallen fortan wesentlich kürzer aus als bisher.

Neue Segmentstruktur zum 1. Januar 2016

Unsere Berichterstattung über das laufende Geschäftsjahr basiert auf einer neuen Segmentstruktur, die sich an den energiewirtschaftlichen Wertschöpfungsstufen orientiert. Hintergrund ist, dass wir unser Steuerungsmodell angepasst haben. Künftig berichten wir über folgende fünf Unternehmensbereiche: (1) Konventionelle Stromerzeugung, (2) Erneuerbare Energien, (3) Trading/Gas Midstream, (4) Netze/Beteiligungen/Sonstige und (5) Vertrieb. Neu sind die beiden letztgenannten Bereiche. Auf sie übertragen wir die Aktivitäten, die unter den früheren Segmenten Vertrieb/Verteilnetze Deutschland, Vertrieb Niederlande/Belgien, Vertrieb Großbritannien und Zentralost-/Südosteuropa erfasst waren. Um die Vergleichbarkeit der 2016er-Zahlen mit denen des Vorjahres zu gewährleisten, haben wir Letztere auf Pro-forma-Basis in die neue Struktur überführt. Die laufende Reorganisation des RWE-Konzerns, über die wir auf Seite 11 f. berichten, hat vorerst keine Auswirkungen auf die Berichtsweise.

Die fünf Unternehmensbereiche umfassen folgende Aktivitäten:

(1) Konventionelle Stromerzeugung: In diesem Unternehmensbereich ist unser deutsches, britisches, niederländisches und türkisches Stromerzeugungsgeschäft mit konventionellen Kraftwerken zusammengefasst. Außerdem gehören dazu die Braunkohleförderung von RWE Power im Rheinland und die auf Projektmanagement und Ingenieurdienstleistungen spezialisierte RWE Technology International. Ab dem laufenden Geschäftsjahr erfassen wir hier auch unsere Mehrheitsbeteiligung an der auf die Förderung und Verstromung von Braunkohle spezialisierten Matra in Ungarn (vormals im Bereich Zentralost-/Südosteuropa) und das schottische Biomassekraftwerk Markinch (vormals im Bereich Erneuerbare Energien). Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Gesteuert werden alle genannten Aktivitäten von RWE Generation.

(2) Erneuerbare Energien: Hier berichten wir über unsere Stromproduktion aus regenerativen Quellen mit Schwerpunkt auf Windkraft an Land (Onshore) und im Meer (Offshore) sowie auf Wasserkraft. Der Bereich umfasst neben dem Betrieb auch die Entwicklung und den Bau von Erneuerbare-Energien-Anlagen. Seine wichtigsten Erzeugungsstandorte liegen in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Spanien und Polen.

(3) Trading/Gas Midstream: Dieser Bereich deckt das Tätigkeitsfeld von RWE Supply & Trading ab. Die Gesellschaft verantwortet den Energie- und Rohstoffhandel, die Vermarktung und Absicherung der Stromposition des RWE-Konzerns sowie dessen gesamtes Gas-Midstream-Geschäft. Außerdem beliefert sie einige große deutsche und niederländische Industrie- und Geschäftskunden mit Strom und Gas.

(4) Netze/Beteiligungen/Sonstige: Das Segment umfasst unser Verteilnetzgeschäft in Deutschland (Strom/ Gas), Tschechien (Gas), Slowakei, Ungarn und Polen (alle Strom). Mit Ausnahme des Vertriebs sind auch die Aktivitäten der vollkonsolidierten Regionalversorger (Netze, Stromerzeugung, Wassergeschäft u. a.) darin enthalten, ferner große Teile unseres Gasspeichergeschäfts. Die Minderheitsbeteiligungen an Versorgern (z. B. an deutschen Stadtwerken und der österreichischen KELAG) weisen wir komplett unter Netze/Beteiligungen/Sonstige aus.

(5) Vertrieb: Hier sind unsere Vertriebsaktivitäten in Deutschland, Niederlande/Belgien, Großbritannien und zahlreichen Ländern Osteuropas (Tschechien, Slowakei, Ungarn, Polen, etc.) zusammengefasst. In den meisten dieser Märkte bieten wir neben Strom und Gas auch Energielösungen an.

Einzelne konzernübergreifende Aktivitäten stellen wir außerhalb der Unternehmensbereiche unter der Position "Sonstige/Konsolidierung" dar. Dies gilt für die Konzernholding RWE AG sowie unsere internen Dienstleister RWE IT, RWE Group Business Services, RWE Service und RWE Consulting. In der Position enthalten ist auch unsere Minderheitsbeteiligung am deutschen Stromübertragungsnetzbetreiber Amprion.

Geänderte Erfassung von Gashandelsgeschäften

Weitere Anpassungen der Berichtsweise betreffen die Art und Weise, wie Absatzmengen und Umsätze aus Handelsgeschäften erfasst werden. Dabei wenden wir verstärkt die Methode des Nettoausweises an, und zwar insbesondere auch im Gashandel. Beim Nettoausweis werden Käufe und Verkäufe saldiert. Anders als bei der Bruttobetrachtung haben sie damit keinen Einfluss auf den Absatz und gehen nur mit der Handelsmarge in die Erlöse ein. Absatz und Umsatz im Bereich Trading/Gas Midstream fallen dadurch niedriger aus. Auf das Ergebnis hat die Umstellung aber keinen Einfluss. Die Zahlen für 2015 haben wir entsprechend angepasst.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Außenumsatz 6% unter Vorjahr

Der RWE-Konzern hat im ersten Quartal 2016 einen Außenumsatz von 13.657 Mio. € erwirtschaftet. In dieser Zahl sind die Erdgas- und die Stromsteuer enthalten. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres haben sich unsere Erlöse um 6% verringert. Zuzuordnen ist das u. a. dem Vertriebsgeschäft in Großbritannien, wo wir Kundenverluste hinnehmen mussten. Außerdem hat sich das Pfund gegenüber dem Euro verbilligt, und zwar von 1,36 € im Vorjahresquartal auf 1,28 €. Dadurch fallen die britischen Umsätze nach Umrechnung in Euro niedriger aus. Leicht positiven Einfluss auf die Erlösentwicklung hatte, dass wir den slowakischen Energieversorger VSE seit Ende August 2015 vollkonsolidieren (siehe Geschäftsbericht 2015, Seite 43), nachdem wir ihn zuvor at-equity-bilanziert haben. Lässt man alle wesentlichen Konsolidierungs- und Wechselkurseffekte außer Betracht, ist unser Außenumsatz um 7% gesunken.

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Außenumsatz Jan - Mrz Jan - Mrz +/- Jan - Dez
in Mio. € 2016 20151 in % 20151
Konventionelle Stromerzeugung 474 534 -11,2 2.224
Erneuerbare Energien 120 88 36,4 382
Trading/Gas Midstream 911 1.378 -33,9 3.318
Netze/Beteiligungen/Sonstige 2.756 2.384 15,6 9.941
Vertrieb 9.370 10.101 -7,2 32.137
Sonstige/Konsolidierung 26 27 -3,7 88
RWE-Konzern 13.657 14.512 -5,9 48.090
Erdgas-/Stromsteuer 829 741 11,9 2.242
RWE-Konzern (ohne Erdgas-/Stromsteuer) 12.828 13.771 -6,8 45.848


1 Teilweise angepasste Werte; siehe Erläuterung auf Seite 1 f.


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Innenumsatz Jan - Mrz Jan - Mrz +/- Jan - Dez
in Mio. € 2016 20151 in % 20151
Konventionelle Stromerzeugung 2.216 2.454 -9,7 9.005
Erneuerbare Energien 230 215 7,0 776
Trading/Gas Midstream 5.369 6.712 -20,0 19.081
Netze/Beteiligungen/Sonstige 847 736 15,1 3.284
Vertrieb 572 580 -1,4 1.831


1 Teilweise angepasste Werte; siehe Erläuterung auf Seite 1 f.


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EBITDA Jan - Mrz Jan - Mrz +/- Jan - Dez
in Mio. € 2016 20151 in % 20151
Konventionelle Stromerzeugung 554 687 -19,4 2.285
Erneuerbare Energien 233 224 4,0 818
Trading/Gas Midstream 167 13 - 164
Netze/Beteiligungen/Sonstige 802 780 2,8 2.896
Vertrieb 598 589 1,5 988
Sonstige/Konsolidierung -42 -89 52,8 -134
RWE-Konzern 2.312 2.204 4,9 7.017


1 Teilweise angepasste Werte; siehe Erläuterung auf Seite 1


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Betriebliches Ergebnis Jan - Mrz Jan - Mrz +/- Jan - Dez
in Mio. € 2016 20151 in % 20151
Konventionelle Stromerzeugung 354 441 -19,7 596
Erneuerbare Energien 154 153 0,7 488
Trading/Gas Midstream 166 7 - 156
Netze/Beteiligungen/Sonstige 583 575 1,4 1.955
Vertrieb 543 555 -2,2 830
Sonstige/Konsolidierung -54 -101 46,5 -188
RWE-Konzern 1.746 1.630 7,1 3.837


1 Teilweise angepasste Werte; siehe Erläuterung auf Seite 1


Betriebliches Ergebnis um 7% über Vorjahr

Im Berichtszeitraum erzielten wir ein EBITDA von 2.312 Mio. € und ein betriebliches Ergebnis von 1.746 Mio. €. Die jeweiligen Vorjahreswerte konnten wir damit um 5 bzw. 7% übertreffen. Zuzuordnen ist das u. a. dem Energiehandel, der einen überdurchschnittlichen Ergebnisbeitrag lieferte. Mit Blick auf das Gesamtjahr ist zu bedenken, dass die Erträge des RWE-Konzerns saisonalen Einflüssen unterliegen und im ersten Quartal - vor allem witterungsbedingt - meist überproportional hoch sind. Im aktuellen Zwischenabschluss wird die Disproportionalität dadurch verstärkt, dass bestimmte Aufwendungen (z. B. durch die Kernbrennstoffsteuer und Maßnahmen zur Instandhaltung von Kraftwerken und Netzen), die wir für das laufende Jahr erwarten, bis Ende März noch gar nicht oder nur in geringem Umfang angefallen sind. Außerdem darf das Handelsergebnis des ersten Quartals nicht auf das Gesamtjahr hochgerechnet werden. An unserer Ergebnisprognose für 2016, die wir im Geschäftsbericht 2015 auf Seite 89 veröffentlicht haben, halten wir fest. Weitere Informationen dazu geben wir auf Seite 10 im vorliegenden Bericht.

Im ersten Quartal zeigte sich folgende Ergebnisentwicklung in den Unternehmensbereichen:

Konventionelle Stromerzeugung: Das betriebliche Ergebnis hat sich hier erwartungsgemäß stark verringert: Es sank um 20% auf 354 Mio. €. Ausschlaggebend dafür war, dass wir den Strom unserer Kraftwerke zu niedrigeren Großhandelspreisen abgesetzt haben als 2015. Allerdings gab es auch preisbedingte Entlastungen beim Einkauf von Brennstoffen; die Marktbedingungen für unsere Gaskraftwerke sind dadurch etwas günstiger geworden, und ihre Auslastung hat sich dementsprechend verbessert, vor allem in Großbritannien. Auch fortgesetzte Kostensenkungsmaßnahmen und Erträge aus Grundstücksverkäufen halfen uns dabei, den Ergebnisrückgang zu begrenzen. Im Übrigen fielen niedrigere Abschreibungen an. Das ergibt sich u. a. aus den hohen Wertberichtigungen auf unser Erzeugungsportfolio, die wir im Jahresabschluss 2015 vorgenommen haben.

Erneuerbare Energien: Der Unternehmensbereich erzielte ein gegenüber 2015 nahezu unverändertes betriebliches Ergebnis von 154 Mio. €. Positiv wirkte eine erhöhte Stromproduktion unserer neuen Offshore-Windparks Gwynt y Môr vor der walisischen Küste und Nordsee Ost nördlich von Helgoland, die im Vorjahresquartal noch nicht mit ihrer vollen Kapazität am Netz waren. Darüber hinaus erzielten wir Buchgewinne aus dem Verkauf kleinerer Laufwasserkraftwerke an der oberen Ruhr. Gegenläufig wirkte, dass im Vorjahresergebnis noch Einmalerträge aus dem Verkauf der Netzinfrastruktur von Gwynt y Môr enthalten waren, die nun weggefallen sind. Darüber hinaus belastete das stark gefallene Preisniveau im Stromgroßhandel die Ertragslage, denn teilweise erhalten unsere Erneuerbare-Energien-Anlagen keine feste Einspeisevergütung und tragen somit ein Marktrisiko.

Trading/Gas Midstream: Das betriebliche Ergebnis des Bereichs hat sich von 7 Mio. € auf 166 Mio. € erhöht. Im Energiehandel blicken wir auf ein sehr erfolgreiches erstes Quartal zurück. Das Ergebnis lag hier deutlich über dem unterdurchschnittlichen Vorjahresniveau. Im Gas-Midstream-Geschäft müssen wir dagegen weiterhin Belastungen verkraften, weil langfristig kontrahierte Gasspeicherkapazitäten nicht kostendeckend bewirtschaftet oder vermarktet werden können.

Netze/Beteiligungen/Sonstige: Trotz gestiegener Aufwendungen für die Instandhaltung unserer Netzinfrastruktur schlossen wir hier mit 583 Mio. € knapp über dem Vorjahreswert ab. Ein Grund dafür war, dass wir unsere Beteiligung an der deutschen Verteilnetzgesellschaft WestEnergie GmbH Anfang 2016 neubewertet und damit stille Reserven aufgedeckt haben. Ferner erhöhten sich unsere Buchgewinne aus Netzverkäufen, wenngleich wir für das Gesamtjahr einen Rückgang erwarten. Außerdem führten kühlere Temperaturen zu einem Anstieg der Durchleitungsmengen in unserem tschechischen Gasverteilnetz. Gegenläufig wirkte, dass wir in Deutschland Rückstellungen für Altersteilzeitmaßnahmen gebildet haben.

Vertrieb: Der Unternehmensbereich erzielte ein betriebliches Ergebnis von 543 Mio. €. Das ist etwas weniger als 2015. Im deutschen Vertrieb konnte ein Anstieg der Vorkosten (Netznutzungsentgelte, Steuern und Abgaben) nur teilweise durch Preisanpassungen aufgefangen werden. In den Niederlanden erzielten wir höhere Erträge im Haushaltskundengeschäft; allerdings entfiel auch ein positiver Einmaleffekt aus dem Vorjahr, der sich aus der Auflösung einer Rückstellung für Rechtsrisiken ergab. Im britischen Vertrieb kam zum Tragen, dass sich die Zahl unserer Privatkunden im Laufe des vergangenen Jahres deutlich verringert hat und wir Kunden teilweise nur dadurch halten konnten, dass wir ihnen Kontrakte mit vergünstigten Konditionen angeboten haben. Im ersten Quartal 2016 hat sich unsere Marktposition bei Haushalten aber wieder etwas stabilisiert. Positiv wirkte, dass wir uns in Großbritannien zu niedrigeren Preisen mit Strom und Gas eindecken konnten. Ferner sank der Aufwand für die Umsetzung des staatlichen Programms ECO (Energy Companies Obligation), das die großen Stromanbieter zur Finanzierung von Energiesparmaßnahmen bei Privathaushalten verpflichtet.

Das neutrale Ergebnis, in dem wir bestimmte nicht-operative oder aperiodische Einmaleffekte erfassen, hat sich um 363 Mio. € auf 30 Mio. € verbessert. Ein Grund dafür ist, dass die Bilanzierung bestimmter Derivate, mit denen wir uns gegen Preisschwankungen absichern, per saldo zu Erträgen führte, nachdem im Vorjahr noch Verluste angefallen waren. Das Vorjahresergebnis war zudem noch dadurch belastet, dass wir Rückstellungen für Rechtsrisiken aus einem Schiedsverfahren gebildet hatten. Allerdings mussten wir auch 2016 einen negativen Einmaleffekt verkraften, der sich aus Abschreibungen auf unsere deutschen Gasspeicher ergab.

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Finanzergebnis Jan - Mrz Jan - Mrz +/- Jan - Dez
in Mio. € 2016 2015 in Mio. € 2015
Zinserträge 92 57 35 265
Zinsaufwendungen -287 -273 -14 -1.069
Zinsergebnis -195 -216 21 -804
Zinsanteile an Zuführungen zu langfristigen Rückstellungen -200 -223 23 -821
Übriges Finanzergebnis -196 210 -406 36
Finanzergebnis -591 -229 -362 -1.589


Unser Finanzergebnis lag mit -591 Mio. € um 362 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Leichten Verbesserungen beim Zinsergebnis und bei den Zinsanteilen an Zuführungen zu den langfristigen Rückstellungen stand eine starke Verschlechterung beim übrigen Finanzergebnis gegenüber. Diese beruht darauf, dass wir im Vorjahr hohe Gewinne aus Wertpapierverkäufen erzielt hatten, während im Berichtszeitraum Verluste aus solchen Transaktionen anfielen. Hinzu kamen negative Ergebniseffekte aus der Bewertung von Finanzgeschäften.

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Überleitung zum Nettoergebnis
Jan - Mrz Jan - Mrz +/- Jan - Dez


2016 2015 in % 2015
EBITDA Mio. € 2.312 2.204 4,9 7.017
Betriebliche Abschreibungen Mio. € -566 -574 1,4 -3.180
Betriebliches Ergebnis Mio. € 1.746 1.630 7,1 3.837
Neutrales Ergebnis Mio. € 30 -333 109,0 -2.885
Finanzergebnis Mio. € -591 -229 -158,1 -1.589
Ergebnis fortgeführter Aktivitäten vor Steuern Mio. € 1.185 1.068 11,0 -637
Ertragsteuern Mio. € -161 -246 34,6 -603
Ergebnis fortgeführter Aktivitäten Mio. € 1.024 822 24,6 -1.240
Ergebnis nicht fortgeführter Aktivitäten Mio. € - 1.524 - 1.524
Ergebnis Mio. € 1.024 2.346 -56,4 284
Davon:




Ergebnisanteile anderer Gesellschafter Mio. € 135 142 -4,9 356
Ergebnisanteile der Hybridkapitalgeber der RWE AG Mio. € 10 38 -73,7 98
Nettoergebnis/Ergebnisanteile der Aktionäre der RWE AG Mio. € 879 2.166 -59,4 -170
Bereinigtes Nettoergebnis Mio. € 857 877 -2,3 1.125
Ergebnis je Aktie 1,43 3,52 -59,4 -0,28
Bereinigtes Nettoergebnis je Aktie 1,39 1,43 -2,8 1,83
Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien (Durchschnitt) Mio. Stück 614,7 614,7 - 614,7
Steuerquote % 14 23
- -


Das Ergebnis fortgeführter Aktivitäten vor Steuern erhöhte sich um 11 % auf 1.185 Mio. €. Trotz der oben erwähnten Verluste aus Wertpapierverkäufen, die nicht steuerlich abzugsfähig waren, fiel unsere Steuerquote mit 14% ungewöhnlich niedrig aus. Grund dafür ist, dass wir in größerem Umfang latente Steuern aktiviert haben. Aktive latente Steuern sind ein Anspruch auf künftige Steuerermäßigungen, der sich aus Unterschieden im Ansatz und/oder in der Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden zwischen der Steuerbilanz und der IFRS-Bilanz ergibt. Die Aktivierung latenter Steuern setzt voraus, dass steuerliche Gewinne anfallen, die eine Nutzung der Steuerermäßigungen erlauben. Dies wird 2016 aller Voraussicht nach der Fall sein, denn wir rechnen mit Einmalerträgen aus der Aufdeckung stiller Reserven im Zuge der Reorganisation des RWE-Konzerns.

Nach Steuern erzielten wir mit unseren fortgeführten Aktivitäten ein Ergebnis von 1.024 Mio. € (Vorjahr: 822 Mio. €). Im Berichtszeitraum fiel kein Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten an. Im Vorjahr hatten wir unter dieser Position noch einen Betrag von 1.524 Mio. € ausgewiesen, der im Wesentlichen auf den Buchgewinn aus der Veräußerung von RWE Dea zurückzuführen war.

Die Ergebnisanteile anderer Gesellschafter sind um 5% auf 135 Mio. € gesunken, weil einige vollkonsolidierte Gesellschaften, an denen Konzernfremde beteiligt sind, unter Vorjahr abschlossen. Das betrifft vor allem unsere deutschen Regionalversorger, die 2015 von den erwähnten Einmalerträgen aus Wertpapierverkäufen profitiert hatten.

Auf unsere Hybridkapitalgeber entfielen Ergebnisanteile von 10 Mio. € (Vorjahr: 38 Mio. €). Berücksichtigt werden hier nur solche Hybridanleihen, die gemäß IFRS dem Eigenkapital zuzuordnen sind. Im Berichtszeitraum traf dies nur noch auf eine einzige von unseren insgesamt sieben Hybridanleihen zu, nämlich jene über 750 Mio. £. Eine zweite Anleihe, die das Kriterium erfüllte, war zum 28. September 2015 abgelöst worden. Dabei handelte es sich um Papiere mit 1.750 Mio. € Nominalvolumen, die wir im Jahr 2010 begeben hatten.

Aus den dargestellten Entwicklungen ergibt sich ein gegenüber 2015 stark verringertes Nettoergebnis von 879 Mio. €. Bei 614,7 Millionen ausstehenden RWE-Aktien entspricht dies einem Ergebnis je Aktie von 1,43 € (Vorjahr: 3,52 €).

Bereinigtes Nettoergebnis leicht unter Vorjahr

Das bereinigte Nettoergebnis belief sich auf 857 Mio. €. Vom Nettoergebnis unterscheidet es sich dadurch, dass das durch Einmaleffekte geprägte neutrale Ergebnis (einschließlich der darauf entfallenden Steuern) und gegebenenfalls weitere Sondereinflüsse herausgerechnet werden. Trotz höherer operativer Erträge hat sich das bereinigte Nettoergebnis gegenüber 2015 um 2% verringert. Hauptgrund dafür war das verschlechterte Finanzergebnis.

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Investitionen Jan - Mrz Jan - Mrz +/- Jan - Dez
in Mio. € 2016 20151 in Mio. € 20151
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 326 364 -38 2.898
Davon:



Konventionelle Stromerzeugung 63 110 -47 855
Erneuerbare Energien 23 69 -46 404
Trading/Gas Midstream - 1 -1 10
Netze/Beteiligungen/Sonstige 163 131 32 1.305
Vertrieb 52 42 10 287
Sonstige/Konsolidierung 25 11 14 37
Investitionen in Finanzanlagen 47 50 -3 405
Investitionen gesamt 373 414 -41 3.303


1 Teilweise angepasste Werte; siehe Erläuterung auf Seite 1


Rückläufige Investitionen in Stromerzeugungskapazitäten

Unsere Investitionen lagen mit 373 Mio. € um 10% unter dem Vorjahresniveau. Für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte setzten wir 326 Mio. € ein und für Finanzanlagen 47 Mio. €. Das sind 10 bzw. 6% weniger als 2015. Einen deutlichen Rückgang der Sachausgaben verzeichneten wir im Bereich Konventionelle Stromerzeugung, nachdem wir 2015 noch verstärkt in die Modernisierung der britischen Gaskraftwerke Pembroke und Staythorpe investiert hatten. Auch im Bereich Erneuerbare Energien haben sich die Investitionen erheblich verringert. Den Ausschlag gab hier, dass wir mit den Offshore-Windparks Nordsee Ost und Gwynt y Môr zwei Großprojekte abschließen konnten. Die Windparks sind im Mai bzw. Juni 2015 eingeweiht worden. Gestiegen ist der Mitteleinsatz dagegen im Bereich Netze/Beteiligungen/Sonstige, denn wegen günstiger Witterungsbedingungen konnten wir in den Wintermonaten umfangreichere Maßnahmen zur Verbesserung der Netzinfrastruktur in Angriff nehmen.

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Kapitalflussrechnung Jan - Mrz Jan - Mrz +/- Jan - Dez
in Mio. € 2016 2015 in Mio. € 2015
Funds from Operations 1.496 2.255 -759 3.058
Veränderung des Nettoumlaufvermögens -3.496 -2.882 -614 281
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit fortgeführter Aktivitäten -2.000 -627 -1.373 3.339
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit fortgeführter Aktivitäten -97 1.400 -1.497 -1.795
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit fortgeführter Aktivitäten 3.712 -801 4.513 -2.303
Einfluss von Wechselkurs- und sonstigen Wertänderungen auf die flüssigen Mittel -13 27 -40 14
Veränderung der flüssigen Mittel 1.602 -1 - -745
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit fortgeführter Aktivitäten -2.000 -627 -1.373 3.339
Abzgl. Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte1 -291 -364 73 -2.898
Free Cash Flow -2.291 -991 -1.300 441


1 Die Position umfasst ausschließlich zahlungswirksame Investitionen.


Operativer Cash Flow durch Sondereffekte belastet

Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, den wir mit unseren fortgeführten Aktivitäten erzielten, betrug -2.000 Mio. €. Auch der Vorjahreswert (-627 Mio. €) war negativ gewesen. Maßgeblich dafür sind saisonale Einflüsse, die sich in Veränderungen des Nettoumlaufvermögens widerspiegeln. Eine Rolle spielt hier, dass der Strom- und Gasabsatz im ersten Quartal witterungsbedingt überdurchschnittlich hoch ist, während die Zahlungen der Kunden gleichmäßig über das Jahr verteilt sind. Dies führt typischerweise zu einem hohen Forderungsaufbau im Vertriebsgeschäft und einem dementsprechend niedrigeren operativen Cash Flow. Außerdem fällt ein Großteil der Ausgaben für CO2 -Emissionsrechte auf das erste Quartal. Die deutliche Verschlechterung des operativen Cash Flow gegenüber 2015 lässt sich u. a. darauf zurückführen, dass wir in wesentlich größerem Umfang Sicherheitsleistungen für Termingeschäfte erbringen mussten. Auch dieser Effekt zeigte sich in der Entwicklung des Nettoumlaufvermögens.

Durch die Investitionstätigkeit fortgeführter Aktivitäten sind 97 Mio. € abgeflossen, obwohl unsere Einnahmen aus dem Verkauf von Beteiligungen und Sachanlagen etwas höher waren als die Ausgaben für Investitionen. Hintergrund ist, dass wir - wie im Vorjahr - die Kapitaldeckung für unsere Pensionszusagen aufgestockt haben: Dazu sind Mittel in Höhe von 0,2 Mrd. € auf Treuhänder bzw. Einrichtungen zur betrieblichen Altersversorgung übertragen worden. Im Vorjahresabschluss hatten wir noch einen hohen Nettozufluss aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen, der sich im Wesentlichen aus dem Verkauf von RWE Dea ergab.

Unser Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit fortgeführter Aktivitäten fiel mit 3.712 Mio. € außergewöhnlich hoch aus (Vorjahr: -801 Mio. €). Ausschlaggebend dafür war, dass wir im Rahmen unseres Commercial-Paper-Programms Mittel im Gesamtwert von 3,0 Mrd. € aufgenommen haben. Außerdem sind wir zusätzliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten eingegangen. Gegenläufig wirkten Ausschüttungen, die wir an Miteigentümer vollkonsolidierter RWE-Gesellschaften und an Hybridkapitalgeber geleistet haben.

Aufgrund der dargestellten Zahlungsströme aus der Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit hat sich unser Liquiditätsbestand per saldo um 1.602 Mio. € erhöht.

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit, verringert um die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ergibt den Free Cash Flow. Dieser betrug -2.291 Mio. €, gegenüber -991 Mio. € im Vorjahreszeitraum.

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Nettoschulden 31.03.2016 31.12.2015 +/-
in Mio. €

in Mio. €
Flüssige Mittel 4.138 2.522 1.616
Wertpapiere 7.562 7.676 -114
Sonstiges Finanzvermögen 1.485 1.337 148
Finanzvermögen 13.185 11.535 1.650
Anleihen, Schuldscheindarlehen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Commercial Paper 20.278 16.981 3.297
Währungskurssicherung von Anleihen -130 -192 62
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 2.267 2.099 168
Finanzverbindlichkeiten 22.415 18.888 3.527
Nettofinanzschulden 9.230 7.353 1.877
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.696 5.842 854
Aktivisch ausgewiesenes Nettovermögen bei fondsgedeckten Pensionsverpflichtungen -14 -15 1
Rückstellungen für Entsorgung im Kernenergiebereich 10.496 10.454 42
Bergbaubedingte Rückstellungen 2.550 2.527 23
Korrektur Hybridkapital (Rating-relevanter Anteil) -1.041 -1.035 -6
Zuzüglich 50% des als Eigenkapital ausgewiesenen Hybridkapitals 448 475 -27
Abzüglich 50% des als Fremdkapital ausgewiesenen Hybridkapitals -1.489 -1.510 21
Nettoschulden 27.917 25.126 2.791


Nettoschulden auf 27,9 Mrd. € gestiegen

Unsere Nettoschulden lagen zum 31. März 2016 bei 27,9 Mrd. € und damit deutlich über dem Stand vom 31. Dezember 2015 (25,1 Mrd. €). Hauptursache dafür ist der negative Free Cash Flow. Außerdem sind die Pensionsrückstellungen gestiegen, weil wir bei ihrer Berechnung niedrigere Diskontierungssätze zugrunde gelegt haben. Wir trugen damit der aktuellen Entwicklung der Marktzinsen Rechnung. Die neuen Diskontierungssätze belaufen sich auf 1,9% in Deutschland und 3,4% in Großbritannien, gegenüber 2,4 bzw. 3,6% im Jahresabschluss 2015. Erlöse aus Desinvestitionen stärkten dagegen unsere Finanzposition. Größte Einzeltransaktion war der Verkauf unserer Minderheitsbeteiligung am Luxemburger Energieversorger Enovos, über die wir auf Seite 11 berichten. Schuldenmindernd wirkte auch die Abwertung des britischen Pfunds: Sie hatte zur Folge, dass sich unsere in dieser Währung begebenen Anleihen auf Euro-Basis verbilligten.

PROGNOSE 2016

Erwartungen zur Ergebnisentwicklung 2016 unverändert

Unseren Ausblick zum diesjährigen Geschäftsverlauf des RWE-Konzerns, den wir im März 2016 veröffentlicht haben (siehe Geschäftsbericht 2015, Seite 88 ff.), können wir größtenteils bestätigen. Sämtliche Prognosen, die sich auf die Ergebnisentwicklung beziehen, haben Bestand. Sie sind in der Tabelle unten zusammengefasst.

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Ergebnisausblick für 2016 Ist 20151 Prognose vom Prognoseanpassung

in Mio. € März 20162 Mai 2016
EBITDA 7.017 5,2 bis 5,5 Mrd. € -
Betriebliches Ergebnis 3.837 2,8 bis 3,1 Mrd. € -
Konventionelle Stromerzeugung 596 deutlich unter Vorjahr -
Erneuerbare Energien 488 deutlich unter Vorjahr -
Trading/Gas Midstream 156 deutlich über Vorjahr -
Netze/Beteiligungen/Sonstige 1.955 deutlich unter Vorjahr -
Vertrieb 830 moderat unter Vorjahr -
Bereinigtes Nettoergebnis 1.125 0,5 bis 0,7 Mrd. € -


1 Teilweise angepasste Werte; siehe Erläuterung auf Seite 1
2 Klassifizierungen wie "moderat" oder "deutlich" beziehen sich auf prozentuale Abweichungen vom jeweiligen Vorjahreswert.


Die einzige Änderung gegenüber der März-Prognose ergibt sich bei der Höhe der Nettoschulden zum 31. Dezember 2016. Bislang waren wir von einem Wert in der Größenordnung des Vorjahres (25,1 Mrd. €) ausgegangen. Wir haben dabei u. a. unterstellt, dass das Zinsniveau stabil bleibt - und somit auch die Abzinsungsfaktoren für die langfristigen Rückstellungen. Wie auf Seite 9 dargelegt, hat sich diese Annahme nicht bestätigt. Aufgrund des jüngsten Zinsrückgangs und der dadurch bedingten Aufstockung der Pensionsrückstellungen gehen wir nun von einem moderaten Anstieg der Nettoschulden aus.

WESENTLICHE EREIGNISSE

Im Berichtszeitraum

RWE stockt Effizienzsteigerungsprogramm auf

Mitte Februar haben wir bekanntgegeben, dass wir zusätzliche Maßnahmen zur Stärkung der Finanz- und Ertragskraft von RWE in Angriff nehmen. Die Zielvorgabe für das laufende Effizienzsteigerungsprogramm haben wir um 500 Mio. € auf 2,5 Mrd. € aufgestockt. Das ist der dauerhafte Ergebniseffekt, den wir mit dem Programm erreichen wollen und der ab 2018 in vollem Umfang zum Tragen kommen soll. Zuvor hatten wir uns 2,0 Mrd. € bis 2017 zum Ziel gesetzt. Gestartet wurde das Programm im Jahr 2012. Es umfasst eine Vielzahl von Maßnahmen, mit denen operative Prozesse verbessert und Einsparungen bei Verwaltung und IT erreicht werden sollen. Mit den seit 2012 ergriffenen Maßnahmen haben wir bis Ende vergangenen Jahres bereits einen Ergebniseffekt von 1,6 Mrd. € realisiert. Die zusätzlichen Maßnahmen ergreifen wir schwerpunktmäßig auf dem Gebiet der konventionellen Stromerzeugung. Außerdem wollen wir unser britisches Vertriebsgeschäft umfassend restrukturieren.

RWE baut Gasvertrieb in Ungarn aus

Ende Februar haben wir mit dem zum italienischen ENI-Konzern gehörenden ungarischen Gasversorger TIGÁZ vereinbart, dass wir seine Industrie- und Geschäftskunden übernehmen. Die Kunden sind zum 1. April auf unsere Tochtergesellschaft MÄSZ übergegangen. Unser Anteil am ungarischen Gas-Wettbewerbsmarkt hat sich damit auf rund 10% erhöht. Mittelfristig streben wir einen Anteil von bis zu 15% an diesem Marktsegment an. RWE ist seit Mitte 2015 wieder im ungarischen Gasvertrieb aktiv; erst im April 2014 hatten wir unsere Minderheitsbeteiligung am Budapester Gasversorger FÖGÁZ an den staatlichen ungarischen Energiekonzern MVM verkauft. Grund dafür waren die ungünstigen Rahmenbedingungen im regulierten Endkundengeschäft.

RWE steigt bei Luxemburger Versorger Enovos aus

Anfang März haben wir unseren 18,4%-Anteil am Luxemburger Energieversorger Enovos verkauft. Erworben wurde er von einem Konsortium unter der Führung des Großherzogtums Luxemburg und der Investmentgesellschaft Ardian. Unser Beweggrund für die Veräußerung war, dass wir nur begrenzten Einfluss auf die Geschäftspolitik des Unternehmens hatten.

Nach Ablauf des Berichtszeitraums

Neue Gesellschaft für erneuerbare Energien, Netze und Vertrieb geht operativ an den Start

Pünktlich zum 1. April 2016 hat die neue RWE-Tochtergesellschaft für erneuerbare Energien, Netze und Vertrieb die Geschäftstätigkeit aufgenommen. Sie trägt übergangsweise den Namen "RWE International SE". Im Sommer soll ihr endgültiger Name bekannt gegeben werden. Wir planen, das Kapital der neuen Gesellschaft bis Ende 2016 im Rahmen eines Börsengangs um rund 10% zu erhöhen. Die Erlöse wollen wir vorwiegend für die Finanzierung von Wachstumsprojekten einsetzen. Ihren Firmensitz hat die neue Gesellschaft - ebenso wie die RWE AG - in Essen. Inzwischen haben alle Mitglieder des Vorstands der RWE International SE ihre Ämter angetreten. Peter Terium (Vorstandsvorsitzender), Dr. Bernhard Günther (Finanzvorstand) und Uwe Tigges (Personalvorstand und Arbeitsdirektor) gehören dem Gremium in gleicher Funktion an, die sie bei der RWE AG ausüben. Nach dem geplanten Börsengang der neuen Gesellschaft werden Terium und Günther aus dem Vorstand der RWE AG ausscheiden und allein dem Vorstand der RWE International SE angehören. Den Vorsitz im Vorstand der RWE AG soll dann Dr. Rolf Martin Schmitz übernehmen, der dort derzeit stellvertretender Vorsitzender ist. Dr. Markus Krebber, zurzeit Vorsitzender der Geschäftsführung von RWE Supply & Trading, soll Bernhard Günther als Finanzvorstand der RWE AG folgen. Uwe Tigges wird neben seiner Tätigkeit in der RWE International SE bis Ende April 2017 Personalvorstand und Arbeitsdirektor der RWE AG bleiben. Zum sechsköpfigen Vorstand der neuen Tochtergesellschaft gehören auch Dr. Hans Bünting, Hildegard Müller und Martin Herrmann. Sie tragen die operative Verantwortung für die erneuerbaren Energien (Bünting), die Netze (Müller) und den Vertrieb (Herrmann). Hans Bünting war zuvor Vorsitzender der Geschäftsführung von RWE Innogy, Hildegard Müller Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und Martin Herrmann Vorsitzender der Geschäftsführung von RWE East.

RWE setzt Dividende für Stammaktien aus - Ausschüttung von 0,13 € je Vorzugsaktie

Die Hauptversammlung der RWE AG hat am 20. April 2016 dem Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2015 mit breiter Mehrheit zugestimmt. Die Ausschüttung für Inhaber von Stammaktien wurde dementsprechend ausgesetzt, während Inhaber von Vorzugsaktien den satzungsgemäßen Vorzugsgewinnanteil von 0,13 Euro je Aktie erhielten. Bei insgesamt 39.000.000 Vorzugsaktien betrug das Ausschüttungsvolumen rund 5 Mio. €. Im Vorjahr waren noch 1,00 € je Stamm- und Vorzugsaktie und damit insgesamt 615 Mio. € gezahlt worden. Der Dividendenvorschlag für 2015 spiegelte politische Risiken und die zuletzt drastische Verschlechterung der Ertragsperspektiven in der konventionellen Stromerzeugung wider.

Kommission legt Vorschläge zur Finanzierung des Kernenergieausstiegs vor

Die von der Bundesregierung eingesetzte "Kommission zur Überprüfung der Finanzierung des Kernenergieausstiegs" (KFK) hat am 27. April ihre Empfehlungen vorgelegt. Sie schlägt vor, dass die Energieversorger Mittel in Höhe ihrer für die Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle gebildeten Rückstellungen in einen externen Fonds einzahlen. Der Gesamtbetrag wird auf 17,2 Mrd. € veranschlagt (Stand: Ende 2014). Die Mittel für den Rückbau der Anlagen sollen dagegen bei den Energieversorgern verbleiben. Allerdings sollen die dafür gebildeten Rückstellungen in den Konzernbilanzen transparenter ausgewiesen werden. Die KFK tritt außerdem dafür ein, dass die Energieversorger über die erwähnten 17,2 Mrd. € hinaus einen Risikoaufschlag von 35% (6,1 Mrd. €) leisten, um im Gegenzug von Haftungsrisiken aus etwaigen Kostensteigerungen auf dem Gebiet der Zwischen- und Endlagerung befreit zu werden. Der Zusatzbetrag soll bis spätestens 2022 entrichtet werden. Damit summieren sich die Zahlungen, die von RWE, E.ON, Vattenfall, EnBW und den Stadtwerken München insgesamt zu leisten wären, nach den Vorstellungen der Kommission auf 23,3 Mrd. €.

Aus unserer Sicht ist die von der KFK vorgeschlagene Aufteilung der Verantwortung zwischen Unternehmen und Staat grundsätzlich nachvollziehbar; das Konzept geht in die richtige Richtung. Die RWE AG steht zu ihren Verpflichtungen für die Abwicklung der Kernenergie. Wir haben dafür Rückstellungen gebildet, die auch im internationalen Vergleich sehr konservativ sind und damit ein hohes Maß an Vorsorge gegen Kostensteigerungsrisiken enthalten. Der darüber hinaus geforderte Risikoaufschlag belastet die RWE AG aber in unverantwortlichem Maße. Es ist bedauerlich, dass die Kommission die ökonomische Situation der Unternehmen nicht zur Kenntnis genommen hat. Jetzt wird es darauf ankommen, wie der Gesetzgeber die Vorschläge im Detail umsetzt.

KONZERNZWISCHENABSCHLUSS (VERKÜRZT)

Gewinn- und Verlustrechnung1

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Jan - Mrz Jan - Mrz
in Mio. € 2016 2015
Umsatzerlöse (inkl. Erdgas-/Stromsteuer) 13.657 14.512
Erdgas-/Stromsteuer -829 -741
Umsatzerlöse 12.828 13.771
Materialaufwand -8.884 -10.097
Personalaufwand -1.262 -1.213
Abschreibungen -769 -574
Sonstiges betriebliches Ergebnis -240 -764
Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Beteiligungen 81 93
Übriges Beteiligungsergebnis 22 81
Finanzerträge 304 1.015
Finanzaufwendungen -895 -1.244
Ergebnis fortgeführter Aktivitäten vor Steuern 1.185 1.068
Ertragsteuern -161 -246
Ergebnis fortgeführter Aktivitäten 1.024 822
Ergebnis nicht fortgeführter Aktivitäten
1.524
Ergebnis 1.024 2.346
Davon: Ergebnisanteile anderer Gesellschafter 135 142
Davon: Ergebnisanteile der Hybridkapitalgeber der RWE AG 10 38
Davon: Nettoergebnis/Ergebnisanteile der Aktionäre der RWE AG 879 2.166
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Stamm- und Vorzugsaktie in € 1,43 3,52
Davon: aus fortgeführten Aktivitäten in € 1,43 1,04
Davon: aus nicht fortgeführten Aktivitäten in €
2,48


1 Angepasste Vorjahreswerte


Gesamtergebnisrechnung1

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Jan - Mrz Jan - Mrz
in Mio. € 2016 2015
Ergebnis 1.024 2.346
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen -574 -891
Anteilig erfasste Erträge und Aufwendungen at-Equity-bilanzierter Beteiligungen -2 1
Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen, die nicht erfolgswirksam umzugliedern sind -576 -890
Unterschied aus der Währungsumrechnung 14 296
Marktbewertung von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten 10 -73
Marktbewertung von Finanzinstrumenten in Sicherungsbeziehung -270 181
Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen, die zukünftig erfolgswirksam umzugliedern sind -246 404
Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen (Other Comprehensive Income) -822 -486
Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen (Total Comprehensive Income) 202 1.860
Davon: auf Aktionäre der RWE AG entfallend 181 1.698
Davon: auf Hybridkapitalgeber der RWE AG entfallend 10 38
Davon: auf andere Gesellschafter entfallend 11 124


1 Beträge nach Steuern


Bilanz

Aktiva

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in Mio. € 31.03.2016 31.12.2015
Langfristiges Vermögen

Immaterielle Vermögenswerte 12.928 13.215
Sachanlagen 28.469 29.357
Investment Property 71 72
At-Equity-bilanzierte Beteiligungen 2.806 2.952
Übrige Finanzanlagen 886 885
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 2.272 2.506
Latente Steuern 3.162 2.466

50.594 51.453
Kurzfristiges Vermögen

Vorräte 1.820 1.959
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.815 5.601
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 11.708 10.321
Wertpapiere 7.337 7.437
Flüssige Mittel 4.138 2.522
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte
41

31.818 27.881

82.412 79.334


Passiva

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in Mio. € 31.03.2016 31.12.2015
Eigenkapital

Anteile der Aktionäre der RWE AG 6.029 5.847
Anteile der Hybridkapitalgeber der RWE AG 896 950
Anteile anderer Gesellschafter 2.038 2.097

8.963 8.894
Langfristige Schulden

Rückstellungen 25.451 24.623
Finanzverbindlichkeiten 16.234 16.718
Übrige Verbindlichkeiten 2.428 2.741
Latente Steuern 1.035 1.233

45.148 45.315
Kurzfristige Schulden

Rückstellungen 5.556 5.186
Finanzverbindlichkeiten 6.311 2.362
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.343 6.122
Übrige Verbindlichkeiten 11.091 11.436
Zur Veräußerung bestimmte Schulden
19

28.301 25.125

82.412 79.334


Kapitalflussrechnung

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Jan - Mrz Jan - Mrz
in Mio. € 2016 2015
Ergebnis fortgeführter Aktivitäten 1.024 822
Abschreibungen/Zuschreibungen 770 574
Veränderung der Rückstellungen 413 937
Latente Steuern/Zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen/Ergebnis aus dem Abgang von Anlagegegenständen und Wertpapieren -711 -78
Veränderung des Nettoumlaufvermögens -3.496 -2.882
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit fortgeführter Aktivitäten -2.000 -627
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit nicht fortgeführter Aktivitäten
-125
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -2.000 -752
Investitionen in Anlagegegenstände/Akquisitionen -316 -415
Einnahmen aus Anlagenabgängen/Desinvestitionen 452 4.758
Veränderung der Wertpapiere und Geldanlagen -233 -2.943
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit fortgeführter Aktivitäten1 -97 1.400
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit nicht fortgeführter Aktivitäten
-111
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit1 -97 1.289
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit fortgeführter Aktivitäten 3.712 -801
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit nicht fortgeführter Aktivitäten
260
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 3.712 -541
Zahlungswirksame Veränderung der flüssigen Mittel 1.615 -4
Einfluss von Wechselkurs- und sonstigen Wertänderungen auf die flüssigen Mittel -13 27
Veränderung der flüssigen Mittel 1.602 23
Flüssige Mittel zum Anfang des Berichtszeitraums 2.536 3.257
Davon: als "zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte" ausgewiesen -14 -86
Flüssige Mittel zum Anfang des Berichtszeitraums laut Konzernbilanz 2.522 3.171
Flüssige Mittel zum Ende des Berichtszeitraums 4.138 3.280


1 Nach Erst-/Nachdotierung von Versorgungsplänen i. H. v. 203 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 1.258 Mio. €)


Veränderung des Eigenkapitals

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in Mio. € Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage der RWE AG Gewinnrücklage und Bilanzgewinn Accumulated Other Comprehensive Income Anteile der
Aktionäre der RWE AG
Anteile der Hybridkapitalgeber der RWE AG Anteile anderer Gesellschafter
Stand: 01.01.2015 3.959 5.008 -1.579 7.388 2.705 1.679
Dividendenzahlungen



-72 -102
Ergebnis
2.166
2.166 38 142
Other Comprehensive Income
-816 348 -468
-18
Total Comprehensive Income
1.350 348 1.698 38 124
Übrige Veränderungen
97
97
69
Stand: 31.03.2015 3.959 6.455 -1.231 9.183 2.671 1.770
Stand: 01.01.2016 3.959 3.612 -1.724 5.847 950 2.097
Dividendenzahlungen



-67 -69
Ergebnis
879
879 10 135
Other Comprehensive Income
-465 -233 -698
-124
Total Comprehensive Income
414 -233 181 10 11
Übrige Veränderungen
1
1 3 -1
Stand: 31.03.2016 3.959 4.027 -1.957 6.029 896 2.038


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in Mio. € Summe
Stand: 01.01.2015 11.772
Dividendenzahlungen -174
Ergebnis 2.346
Other Comprehensive Income -486
Total Comprehensive Income 1.860
Übrige Veränderungen 166
Stand: 31.03.2015 13.624
Stand: 01.01.2016 8.894
Dividendenzahlungen -136
Ergebnis 1.024
Other Comprehensive Income -822
Total Comprehensive Income 202
Übrige Veränderungen 3
Stand: 31.03.2016 8.963


ANHANG

Rechnungslegungsmethoden

Die RWE AG mit Sitz am Opernplatz 1 in 45128 Essen, Deutschland, ist Mutterunternehmen des RWE-Konzerns ("RWE" oder "Konzern").

Der Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2016 ist am 11. Mai 2016 zur Veröffentlichung freigegeben worden. Aufgestellt wurde er nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Im Einklang mit IAS 34 wurde für die Darstellung des Konzernzwischenabschlusses zum 31. März 2016 ein gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 verkürzter Berichtsumfang gewählt. Im Konzernzwischenbericht werden - mit Ausnahme der nachfolgend beschriebenen Änderungen und Neuregelungen -die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015. Für weitere Informationen verweisen wir auf den Konzerngeschäftsbericht 2015, der die Basis für den vorliegenden Konzernzwischenbericht darstellt.

Für Entsorgungsrückstellungen auf dem Gebiet der Kernenergie und für bergbaubedingte Rückstellungen wird ein Abzinsungsfaktor von 4,5% (31.12.2015: 4,5%) zugrunde gelegt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden in Deutschland mit 1,9% und im Ausland mit 3,4% abgezinst (31.12.2015: 2,4% bzw. 3,6%).

Änderung der Rechnungslegungsmethoden

Der International Accounting Standards Board (IASB) hat Änderungen bei bestehenden International Financial Reporting Standards (IFRS) verabschiedet, die für den RWE-Konzern ab dem Geschäftsjahr 2016 verpflichtend anzuwenden sind:

Änderungen an IFRS 11 "Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten" (2014)

Änderungen an IAS 1 "Angabeninitiative" (2014)

Änderungen an IAS 16 und IAS 38 "Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden" (2014)

Änderungen an IAS 16 und IAS 41 "Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen" (2014)

Änderungen an IAS 27 "Equity-Methode in Einzelabschlüssen" (2014)

Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2012-2014 (2014)

Änderungen an IAS 19 - Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge (2013)

Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2010-2012 (2013)

Diese neuen Regelungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den RWE-Konzernabschluss.

Zum 1. Januar 2016 wurde die Nutzungsdauer für den Tagebauaufschluss im Zuge der jährlichen Überprüfung an die aktuellen wirtschaftlichen Gegebenheiten angepasst. Dies führte im ersten Quartal 2016 zu einem Rückgang der planmäßigen Abschreibungen um 13 Mio. €.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss einbezogen sind neben der RWE AG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen, die die RWE AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht. Wesentliche assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert, wesentliche gemeinsame Vereinbarungen nach der Equity-Methode oder als gemeinschaftliche Tätigkeit.

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Anzahl vollkonsolidierter Unternehmen Inland Ausland Gesamt
Stand: 01.01.2016 146 177 323
Erstkonsolidierungen 4
4
Entkonsolidierungen
-1 -1
Verschmelzungen -6 -1 -7
Stand: 31.03.2016 144 175 319


Zudem werden fünf Gesellschaften als gemeinschaftliche Tätigkeiten abgebildet.

Die folgenden Übersichten stellen dar, welche Veränderungen sich bei der Anzahl der vollkonsolidierten Unternehmen und der mittels der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen ergeben haben:

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Anzahl at-Equity-bilanzierter Beteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen Inland Ausland Gesamt
Stand: 01.01.2016 70 21 91
Erwerbe


Veräußerungen
-1 -1
Sonstige Veränderungen


Stand: 31.03.2016 70 20 90


Unternehmenserwerbe

WestEnergie GmbH

Im Juli 2015 hat RWE aufgrund des Auslaufens eines Stimmrechtsverzichts die Beherrschung über die bisher als at-Equity-bilanzierte Beteiligung ausgewiesene WestEnergie GmbH erlangt. Die Gesellschaft betreibt im Wesentlichen Verteilnetze für Strom und Gas. Die erstmalige Bilanzierung einschließlich des Ergebnisses aus der Erstkonsolidierung wurde zum 31. März 2016 abschließend festgestellt. In der folgenden Tabelle sind die übernommenen Vermögenswerte und Schulden dargestellt:

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Bilanzposten IFRS-Buchwerte (beizulegender Zeitwert) bei Erstkonsolidierung
in Mio. €
Langfristige Vermögenswerte 152
Kurzfristige Vermögenswerte 24
Langfristige Schulden 38
Kurzfristige Schulden 36
Nettovermögen 102
Anteile anderer Gesellschafter -1
Anschaffungskosten (nicht zahlungswirksam) 121
Geschäfts- oder Firmenwert 20


Der beizulegende Zeitwert der Altanteile betrug 121 Mio. €. Aus deren Erstkonsolidierung resultierte ein Ertrag von 34 Mio. €, der in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" ausgewiesen wird. Der beizulegende Zeitwert der in den langfristigen und kurzfristigen Vermögenswerten enthaltenen Forderungen belief sich auf 24 Mio. €.

Der Bewertung der nicht beherrschenden Anteile lag das anteilige Nettovermögen des erstkonsolidierten Unternehmens zugrunde. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist im Wesentlichen auf zu erwartende zukünftige Nutzen- und Synergieeffekte zurückzuführen.

Veräußerungen

Lynemouth

Im Januar 2016 hat RWE Supply & Trading GmbH die Gesellschaft Lynemouth Power Ltd., den Betreiber des 420-MW-Kohlekraft-werks Lynemouth, an EP UK Investment Ltd., eine Tochtergesellschaft der Energeticky a prumyslovy holding (EPH), verkauft. Die Beteiligung war dem Segment Trading/Gas Midstream zugeordnet. Der Entkonsolidierungsgewinn betrug 34 Mio. € und wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" ausgewiesen. Lynemouth Power Ltd. wurde zum 31. Dezember 2015 mit Buchwerten in Höhe von 41 Mio. € als zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und mit 19 Mio. € als zur Veräußerung bestimmte Schulden in der Bilanz ausgewiesen.

Enovos

Im März 2016 hat RWE ihre Beteiligung von 18,4% am Luxemburger Energieversorger Enovos International S. A. an ein Konsortium unter der Führung des Großherzogtums Luxemburg und der Investmentgesellschaft Ardian veräußert. Die Beteiligung war dem Bereich Sonstige/Konsolidierung zugeordnet.

Umsatzerlöse

Erlöse aus Energiehandelsaktivitäten werden netto, d. h. mit der realisierten Rohmarge als Umsatz ausgewiesen. Um die Geschäftsentwicklung zutreffender darzustellen, wird ab dem Geschäftsjahr 2016 der bei Stromgeschäften bereits übliche Nettoausweis auch bei Gasgeschäften angewendet. Die Vorjahreswerte für die Umsatzerlöse und den Materialaufwand wurden um -120 Mio. € angepasst.

Außerplanmäßige Abschreibungen

Im ersten Quartal 2016 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Gasspeicher des Segments Netze/Beteiligungen/ Sonstige in Höhe von 204 Mio. € vorgenommen (erzielbarer Betrag: 0,1 Mrd. €), im Wesentlichen aufgrund geänderter Preiserwartungen. Die Ermittlung des Nutzungswertes erfolgte mithilfe eines Unternehmensbewertungsmodells unter Zugrundelegung von Cash-Flow-Planungen sowie eines Diskontierungszinssatzes von 5,25%.

Gewinnausschüttung

Die Hauptversammlung der RWE AG hat am 20. April 2016 beschlossen, eine Dividende für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 0,13 € je dividendenberechtigter Vorzugsaktie auszuschütten. Die Ausschüttung betrug insgesamt 5 Mio. €. Für Stammaktien wurden keine Dividenden ausgeschüttet (Vorjahr: 1,00 € je Stamm- und Vorzugsaktie).

Ergebnis je Aktie

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Jan - Mrz Jan - Mrz


2016 2015
Nettoergebnis/Ergebnisanteile der Aktionäre der RWE AG Mio. € 879 2.166
Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien (gewichteter Durchschnitt) Tsd. Stück 614.745 614.745
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Stamm- und Vorzugsaktie 1,43 3,52


Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen gelten im RWE-Konzern als nahestehende Unternehmen. Die mit wesentlichen nahestehenden Unternehmen getätigten Geschäfte führten im ersten Quartal 2016 zu Erträgen in Höhe von 952 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 856 Mio. €) und Aufwendungen in Höhe von 848 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 776 Mio. €). Zum 31. März 2016 betrugen die Forderungen 638 Mio. € (31.12.2015: 477 Mio. €) und die Verbindlichkeiten 192 Mio. € (31.12.2015: 151 Mio. €). Alle Geschäfte sind zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen worden und unterscheiden sich grundsätzlich nicht von den Liefer- und Leistungsbeziehungen mit anderen Unternehmen. Die sonstigen Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften betrugen 1.211 Mio. € (31.12.2015: 1.293 Mio. €).

Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

Finanzinstrumente lassen sich danach unterscheiden, ob sie originär oder derivativ sind. Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen die übrigen Finanzanlagen, die Forderungen, die kurzfristigen Wertpapiere und die flüssigen Mittel. Die Finanzinstrumente der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar" sind mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt, die übrigen originären finanziellen Vermögenswerte mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Auf der Passivseite bestehen die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen aus mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten.

Der beizulegende Zeitwert von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten, die in den übrigen Finanzanlagen und Wertpapieren erfasst sind, entspricht dem veröffentlichten Börsenkurs, sofern die Finanzinstrumente an einem aktiven Markt gehandelt werden. Der beizulegende Zeitwert nicht notierter Schuld- und Eigenkapitaltitel wird grundsätzlich auf Basis diskontierter erwarteter Zahlungsströme ermittelt. Zur Diskontierung werden aktuelle restlaufzeitkongruente Marktzinssätze herangezogen.

Derivative Finanzinstrumente werden - sofern sie in den Anwendungsbereich von IAS 39 fallen - grundsätzlich mit ihren beizulegenden Zeitwerten am Bilanzstichtag bilanziert. Börsengehandelte Produkte werden mit den veröffentlichten Schlusskursen der jeweiligen Börsen bewertet. Nicht börsengehandelte Produkte werden anhand öffentlich zugänglicher Broker-Quotierungen bewertet oder - falls nicht vorhanden - anhand allgemein anerkannter Bewertungsmodelle. Dabei orientieren wir uns - soweit möglich - an Notierungen auf aktiven Märkten. Sollten auch diese nicht vorliegen, fließen unternehmensspezifische Planannahmen in die Bewertung ein. Diese umfassen sämtliche Marktfaktoren, die auch andere Marktteilnehmer für die Preisfestsetzung berücksichtigen würden. Die Ermittlung energiewirtschaftlicher und volkswirtschaftlicher Annahmen erfolgt in einem umfangreichen Prozess und unter Einbeziehung interner und externer Experten.

Die Bemessung des beizulegenden Zeitwertes einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten wird auf Basis der Nettorisikoposition pro Geschäftspartner in Übereinstimmung mit IFRS 13.48 vorgenommen.

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Anwendungsbereich von IFRS 7 stimmen grundsätzlich mit ihren beizulegenden Zeitwerten überein. Abweichungen gibt es lediglich bei Anleihen, Commercial Paper, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Finanzverbindlichkeiten. Ihr Buchwert belief sich auf 22.545 Mio. € (31.12.2015: 19.079 Mio. €), der beizulegende Zeitwert auf 23.719 Mio. € (31.12.2015: 20.161 Mio. €).

Die folgende Übersicht stellt die Einordnung aller zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente in die durch IFRS 13 vorgegebene Fair-Value-Hierarchie dar. Die einzelnen Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind gemäß IFRS 13 wie folgt definiert:

Stufe 1: Bewertung mit (unverändert übernommenen) Preisen von identischen Finanzinstrumenten, die sich auf aktiven Märkten gebildet haben

Stufe 2: Bewertung auf Basis von Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um Preise der Stufe 1 handelt, die sich aber für das Finanzinstrument entweder direkt (d. h. als Preis) oder indirekt (d. h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen

Stufe 3: Bewertung mithilfe von Faktoren, die sich nicht auf beobachtbare Marktdaten stützen

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Fair-Value-Hierarchie Summe Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe Stufe 1
in Mio. € 31.03.2016


31.12.2015
Übrige Finanzanlagen 886 69 194 623 885 69
Derivate (aktiv) 8.587 1 8.545 41 8.607 1
Davon: in Sicherungsbeziehungen 1.441
1.441
1.360
Wertpapiere 7.337 6.243 1.094
7.437 6.290
Derivate (passiv) 7.363
7.356 7 8.015
Davon: in Sicherungsbeziehungen 2.079
2.079
2.356


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Fair-Value-Hierarchie Stufe 2 Stufe 3
in Mio. €

Übrige Finanzanlagen 208 608
Derivate (aktiv) 8.549 57
Davon: in Sicherungsbeziehungen 1.360
Wertpapiere 1.147
Derivate (passiv) 7.994 21
Davon: in Sicherungsbeziehungen 2.356


Die folgende Darstellung zeigt die Entwicklung der nach Stufe 3 zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente:

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Finanzinstrumente der Stufe 3:
Entwicklung im Jahr 2016
Stand: Änderungen Konsolidierungskreis, Währungsanpassungen, Sonstiges Veränderungen Stand:
in Mio. € 01.01.2016
erfolgswirksam zahlungswirksam 31.03.2016
Übrige Finanzanlagen 608 9 3 3 623
Derivate (aktiv) 57
-9 -7 41
Derivate (passiv) 21
-6 -8 7


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Finanzinstrumente der Stufe 3:
Entwicklung im Jahr 2015
Stand: Änderungen Konsolidierungskreis, Währungsanpassungen, Sonstiges Veränderungen Stand:
in Mio. € 01.01.2015
erfolgswirksam zahlungswirksam 31.03.2015
Übrige Finanzanlagen 555 5 -25 -7 528
Derivate (aktiv) 69 1 3 -8 65
Derivate (passiv) 4
3
7


Die erfolgswirksam erfassten Gewinne und Verluste von Finanzinstrumenten der Stufe 3 entfallen auf folgende Posten der Gewinn- und Verlustrechnung:

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Finanzinstrumente der Stufe 3:
Erfolgswirksam erfasste Gewinne und Verluste
Gesamt
Davon: auf Finanzinstrumente entfallend, die am Bilanzstichtag noch gehalten wurden Gesamt
Davon: auf Finanzinstrumente entfallend, die am Bilanzstichtag noch gehalten wurden

in Mio. €
Jan - Mrz 2016
Jan - Mrz 2015
Umsatzerlöse 3 3 15 15
Materialaufwand -6 -6 -7 -7
Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen 4 4 3 3
Beteiligungsergebnis -1 -1 -29
Ergebnis nicht fortgeführter Aktivitäten

-7 -7



-25 4


Derivative Finanzinstrumente der Stufe 3 umfassen im Wesentlichen Energiebezugsverträge, die Handelsperioden betreffen, für die es noch keine aktiven Märkte gibt. Ihre Bewertung ist insbesondere von der Entwicklung der Gaspreise abhängig. Bei steigenden Gaspreisen erhöht sich bei sonst gleichen Bedingungen der beizulegende Zeitwert und umgekehrt. Eine Veränderung der Preisverhältnisse um +/-10% würde zu einem Anstieg des Marktwertes um 5 Mio. € bzw. zu einem Rückgang um 5 Mio. € führen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ausführungen zu Ereignissen nach dem Bilanzstichtag enthält die ergänzende Berichterstattung zu wesentlichen Ereignissen nach Ablauf des Berichtszeitraums.

RECHTLICHER HINWEIS

Dieses Dokument enthält gewisse zukunftsgerichtete Aussagen im Sinne der US-Wertpapiergesetze. Insbesondere alle folgenden Aussagen: Prognosen über die Entwicklung des Umsatzes, der Erträge, des Ergebnisses je Aktie, der Investitionsausgaben, der Dividenden, der Kapitalstruktur oder sonstiger Finanzposten, Aussagen zu Plänen oder Zielen im Hinblick auf die zukünftige Geschäftstätigkeit oder die zukünftige Wettbewerbsposition, Erwartungen im Hinblick auf die zukünftige Wirtschaftsleistung sowie Aussagen zu Annahmen, die den vorstehenden Aussagen zugrunde liegen, sind zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind ebenfalls an Formulierungen wie "annehmen", "vermuten", "abschätzen", "beabsichtigen", "können", "wollen", "erwarten", "vorhaben", "prognostizieren", "sollten" und vergleichbaren Wendungen erkennbar. Sie spiegeln die Einschätzung des Managements von RWE aufgrund von aktuell bekannten Faktoren wider. Es kann nicht garantiert werden, dass sich die zukunftsgerichteten Aussagen als zutreffend erweisen oder dass erwartete, prognostizierte Ergebnisse erreicht werden. Da sämtliche zukunftsgerichteten Aussagen mit verschiedenen Risiken und Unsicherheiten behaftet sind, können die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von der prognostizierten Entwicklung abweichen.

Zu den Risiken und Unsicherheiten zählen u. a. Änderungen im gesamtwirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeld und den geschäftlichen, politischen und rechtlichen Bedingungen, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Absatz- und Preisrisiken, die sich aus einem deregulierten Marktumfeld mit hoher Wettbewerbsintensität ergeben, Änderungen des Preises und der Verfügbarkeit von Rohstoffen, Risiken in Zusammenhang mit dem Energiehandel (z. B. Verlustrisiko bei unerwarteten, extremen Schwankungen der Marktpreise und Kreditrisiken, die sich dann ergeben, wenn Vertragspartner ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommen), Handlungen von Konkurrenzunternehmen, die Anwendung neuer bzw. abgeänderter Rechnungslegungsstandards oder sonstiger bundesbehördlicher Bestimmungen, Änderungen bzw. die Nichteinhaltung von Gesetzen oder Vorschriften, insbesondere von solchen, die sich auf die Umwelt und die Wasserqualität beziehen (z. B. Einführung eines Preisregulierungssystems für die Nutzung des Stromnetzes im Sinne der Etablierung einer Regulierungsbehörde für Strom und Gas bzw. die Einführung des Handels mit Treibhausgasen), Änderungen in der Regierungspolitik und den regulatorischen Maßnahmen in Bezug auf den Erwerb, die Veräußerung, die Wertminderung und die Abschreibung von Anlagen und Einrichtungen sowie den Betrieb und den Bau von Anlagen. Des Weiteren zählen zu diesen Risiken Produktionsstörungen oder -unterbrechungen aufgrund von Unfällen oder sonstigen unvorhergesehenen Ereignissen, Verzögerungen beim Bau von Betriebsanlagen, die Unmöglichkeit der Erlangung von erforderlichen behördlichen Genehmigungen für zukünftige Transaktionen bzw. die Erlangung der Genehmigungen zu akzeptablen Bedingungen, die Unmöglichkeit der erfolgreichen Eingliederung von neuen Unternehmen in den RWE-Konzern und der Hebung von Synergien aus einer solchen Eingliederung und schließlich die potenzielle Haftung für Abhilfemaßnahmen gemäß bestehenden bzw. zukünftigen Umweltvorschriften und der möglichen Haftung aus anhängigen oder zukünftigen Gerichtsprozessen. Zukunftsgerichtete Aussagen berücksichtigen ausschließlich den Sachstand an dem Tag, an dem sie gemacht werden. RWE beabsichtigt nicht und übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben. Zusätzliche Informationen zu Risiken können dem jüngsten Geschäftsbericht von RWE bzw. sonstigen jüngsten Berichten an die Frankfurter Wertpapierbörse sowie den auf der Internetseite von RWE veröffentlichen Inhalten entnommen werden.

Dieses Dokument stellt weder ein Angebot zum Verkauf noch eine Aufforderung, ein Angebot zum Kauf von Wertpapieren abzugeben, dar. Dieses Dokument und die Informationen, die in ihm enthalten sind, dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder einen Prospekt dar noch beinhalten sie ein Angebot zum Verkauf von Wertpapieren in den USA oder eine Aufforderung, ein Angebot zum Kauf von Wertpapieren in den USA abzugeben. Hierin erwähnte Wertpapiere sind nicht und werden auch in Zukunft nicht gemäß den Bestimmungen des U.S. Securities Act von 1933 in der geltenden Fassung ("U.S. Securities Act") oder gemäß den in irgendeinem Bundesstaat der Vereinigten Staaten geltenden Gesetzen registriert. Ohne eine solche Registrierung dürfen diese Wertpapiere nicht angeboten, verkauft oder in sonstiger Weise übertragen werden, mit Ausnahme von Wertpapieren, die gemäß einer Ausnahme von den Registrierungserfordernissen des U.S. Securities Act angeboten und verkauft werden. Weder Geld, Wertpapiere noch eine andere Form der Gegenleistung wird ersucht. Diese und andere Formen der Gegenleistung werden im Falle einer Zusendung aufgrund der hierin enthaltenen Informationen nicht angenommen.

Dieses Dokument stellt weder eine Angebotsunterlage noch ein Angebot von Wertpapieren an die Allgemeinheit im Vereinigten Königreich dar, auf die § 85 des U.K. Financial Services and Markets Act 2000 Anwendung findet, und darf nicht als Empfehlung an irgendeine Person für die Zeichnung oder den Kauf von Wertpapieren im Rahmen des Angebots verstanden werden. Dieses Dokument wird nur übermittelt an (i) Personen, die sich außerhalb des Vereinigten Königreichs befinden; (ii) Personen, die Branchenerfahrung mit Investitionen im Sinne von Artikel 19 (5) der U.K. Financial Services and Markets Act 2000 (Financial Promotion) Order 2005 (in ihrer jetzigen Fassung) (die "Order") haben, oder (iii) "high net worth companies, unincorporated associations" und andere Körperschaften, die von Artikel 49 (2) (a) bis (d) der Order erfasst sind (nachfolgend werden die vorgenannten Personen als "Relevante Personen" bezeichnet). Jede Person, die keine Relevante Person ist, darf nicht auf der Grundlage dieser Mitteilung oder ihres Inhalts tätig werden oder auf diese vertrauen. Jede Investition oder Investitionstätigkeit, auf die sich diese Mitteilung bezieht, steht nur Relevanten Personen zur Verfügung und wird nur mit Relevanten Personen unternommen. Weder dieses Dokument noch Teile davon dürfen ohne vorherige Zustimmung der Gesellschaft veröffentlicht, wiedergegeben, verteilt oder in sonstiger Weise Dritten zur Verfügung gestellt werden.

FINANZKALENDER 2016/2017

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11. August 2016 Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2016
14. November 2016 Zwischenbericht über die ersten drei Quartale 2016
14. März 2017 Bericht über das Geschäftsjahr 2016
27. April 2017 Hauptversammlung
3. Mai 2017 Dividendenzahlung
15. Mai 2017 Zwischenbericht über das erste Quartal 2017
14. August 2017 Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2017
14. November 2017 Zwischenbericht über die ersten drei Quartale 2017


Der vorliegende Bericht ist am 12. Mai 2016 veröffentlicht worden.

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