![]() RWE AktiengesellschaftEssenZwischenbericht über das erste Halbjahr 2016BERICHT ÜBER DAS ERSTE HALBJAHR 2016
AUF EINEN BLICKscroll
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Teilweise angepasste Werte; siehe Erläuterung auf den Seiten 14 und 25 Brief des VorstandsvorsitzendenLiebe Aktionäre, liebe Kunden und Freunde des Unternehmens, das Jahr 2016 ist geprägt von einer der wichtigsten Weichenstellungen in der Geschichte
von RWE. Seit Januar arbeiten wir mit Hochdruck daran, den Konzern organisatorisch
grundlegend neu aufzustellen und damit für die gewaltigen energiewirtschaftlichen
Herausforderungen unserer Zeit zu rüsten. Ausgangspunkt war der Ende 2015 gefasste
Beschluss, unser Geschäft mit erneuerbaren Energien, Netzen und Vertrieb in einer
neuen Tochtergesellschaft zusammenzufassen und diese an die Börse zu führen. Die enormen
Vorteile, die das für uns hat, habe ich Ihnen bereits im Geschäftsbericht 2015 erläutert.
Bis zu 1.500 Menschen arbeiten bei RWE an der Umsetzung des Vorhabens - Tag für Tag,
und manchmal auch nachts. Wenn gewaltige Projekte zu stemmen sind und die Zeitvorgabe
ehrgeizig ist, dann muss mit Verspätungen gerechnet werden. Umso bemerkenswerter ist,
dass wir weiter voll im Zeitplan liegen. Wichtige Etappen haben wir bereits geschafft:
Schon dreieinhalb Monate, nachdem der Aufsichtsrat grünes Licht zum Konzernumbau gab,
hat die neue Gesellschaft für erneuerbare Energien, Netze und Vertrieb zum 1. April
die Geschäftstätigkeit aufgenommen. Kurz darauf war auch das sechsköpfige Vorstandsteam
komplett an Bord, das wir Ihnen auf Seite 8 vorstellen. Ein weiterer Meilenstein war
Ende Juni die Bekanntgabe des Namens und des Markenauftritts der neuen Gesellschaft:
Sie wird "innogy" heißen. Der Name, den schon unsere frühere Ökostromtochter trug,
setzt sich aus den Begriffen "Innovation", "Energy" und "Technology" zusammen. Er
ist mehr als eine bloße Firmenbezeichnung; als Marke steht innogy für frischen Wind,
für Flexibilität und für neue attraktive Produkte. Nun liegt der nächste große Schritt
vor uns -der Börsengang: Noch im laufenden Jahr wollen wir rund 10% der innogy-Aktien
im Rahmen einer Kapitalerhöhung am Markt platzieren. Auf einer Analystenkonferenz
am 30. Juni, die im Internet übertragen wurde, haben wir das Unternehmen der Öffentlichkeit
vorgestellt. Besonderen Anklang fand, dass wir für innogy eine Ausschüttungsquote
von 70 bis 80% des bereinigten Nettoergebnisses anstreben. Der Tag der Konferenz gab
bereits einen Vorgeschmack davon, wie sehr die Konzernmutter RWE von der Attraktivität
ihrer neuen Tochter profitieren kann: Unsere Stämme gingen am Abend mit einem Plus
von 7% aus dem Handel und waren damit der Top-Performer im DAX. Bei aller Bedeutung, die der Konzernumbau für uns hat, verlieren wir das Tagesgeschäft
natürlich nicht aus den Augen. Auch hier gibt es Positives zu vermelden. Die Restrukturierungsmaßnahmen,
mit denen wir unser Vertriebsgeschäft in Großbritannien wieder zurück auf die Erfolgsspur
bringen wollen, zahlen sich bereits aus. Nach hohen Kundenverlusten im Vorjahr hat
sich unsere Wettbewerbsposition bei britischen Haushalten wieder stabilisiert. Besonders
freue ich mich über die wachsende Zufriedenheit unserer Kunden. Ein Beleg dafür ist
die jüngste Beschwerdestatistik der Regulierungsbehörde Ofgem: Hier sind wir von der
schlechtesten auf die drittbeste Position unter den sechs großen Versorgern des Landes
gerückt. Enttäuschend lief dagegen unser Handelsgeschäft, das im zweiten Quartal deutliche
Verluste einfuhr. Unseren Ausblick zur diesjährigen Ertragslage des Gesamtkonzerns
können wir aber bekräftigen: Wir erwarten unverändert ein betriebliches Ergebnis von
2,8 bis 3,1 Mrd. € und ein bereinigtes Nettoergebnis von 0,5 bis 0,7 Mrd. €. Mit freundlichen Grüßen Peter Terium RWE am Kapitalmarkt
RWE-AKTIEN IM ERSTEN HALBJAHR: ZWEITSTÄRKSTE RENDITE IM DAXPerformance der RWE-Stammaktie und der Indizes DAX und STOXX Europe 600 Utilitiesin % ![]() Wochendurchschnittswerte Quelle: Bloomberg Die Halbjahresbilanz am deutschen Aktienmarkt fiel insgesamt enttäuschend aus: Der
Leitindex DAX schloss Ende Juni mit 9.680 Punkten und damit 10% unter dem Schlusskurs
von 2015. Eine wichtige Rolle spielten dabei die konjunkturelle Schwäche Asiens zu
Jahresbeginn und der dadurch verstärkte Verfall der Rohstoffpreise. Nach einer Erholungsphase
an den Rohstoffmärkten verursachte im Juni das Votum der Briten für einen EU-Austritt
ein weiteres Stimmungstief an den Börsen. Erfreulich entwickelten sich dagegen die
Kurse der RWE-Aktien. Unsere Stämme legten im ersten Halbjahr um 21% auf 14,19 € zu.
Ihre Rendite aus Kursveränderung und Ausschüttung war trotz Aussetzung der Dividende
die zweitbeste im DAX. Unsere Vorzugsaktien gingen Ende Juni mit 10,21 € aus dem Handel.
Inklusive der Vorzugsdividende von 0,13 € kamen sie auf eine Rendite von 16%. Der
Kapitalmarkt honorierte den plangemäßen Fortgang der Reorganisation des RWE-Konzerns,
mit der wir uns robuster aufstellen und zugleich neue Wachstumschancen erschließen
wollen (siehe Seite 8). Für zusätzliche Impulse sorgte auch, dass die Terminpreise
im deutschen Stromgroßhandel seit Februar wieder etwas gestiegen sind. Ihre Höhe hat
maßgeblichen Einfluss auf unsere Ertragsperspektiven in der konventionellen Stromerzeugung. Entwicklung des fünfjährigen Credit Default Swap (CDS) für RWE und des CDS-Index iTraxx Europein Basispunkten ![]() Wochendurchschnittswerte Quelle: Bloomberg Die Entwicklung der Zinsen war maßgeblich von der expansiven Geldpolitik der Europäischen
Zentralbank (EZB) bestimmt. Diese hat Mitte März den Leitzins auf 0% gesenkt und den
Strafzins, den Geschäftsbanken für ihre Einlagen bei der EZB zahlen müssen, von 0,3%
auf 0,4% angehoben. Darüber hinaus hat sie ihr laufendes Programm zum Kauf von Anleihen
stark ausgeweitet. All dies spiegelte sich in der Entwicklung der Durchschnittsrendite
zehnjähriger deutscher Staatsanleihen wider, die sich im Laufe des ersten Halbjahres
von 0,63 % auf -0,13% verringerte. Die Kosten für die Absicherung von Kreditrisiken
über Credit Default Swaps (CDS) bewegten sich 2016 weiter auf moderatem Niveau. Der
Index iTraxx Europe, der aus den CDS-Preisen von 125 großen europäischen Unternehmen
gebildet wird, notierte zum 30. Juni mit 85 Basispunkten für fünfjährige Laufzeiten
und damit geringfügig über dem Stand vom 31. Dezember 2015. Zu Jahresbeginn war er
kurzzeitig nach oben ausgebrochen. Auch die fünfjährigen CDS für RWE haben zunächst
angezogen. Seit Anfang April, als sie die 170-Punkte-Marke erreichten, gaben sie aber
wieder stark nach. Ende Juni lagen sie mit 116 Basispunkten bereits knapp unter dem
Niveau zum Vorjahresende. Nach einem weiteren deutlichen Rückgang im Juli waren sie
nur noch etwa halb so hoch wie Anfang April. WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENKonjunktureller Aufschwung setzt sich fortNach ersten Schätzungen war das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Halbjahr
2016 um über 2% höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Für die Eurozone wird
ein Plus von 1,5% veranschlagt. Etwa gleich stark dürfte das BIP in Deutschland gestiegen
sein. Dabei könnte insbesondere der private Konsum stimulierenden Einfluss gehabt
haben. Verglichen mit der Eurozone war das Wachstum in den Niederlanden und in Belgien
dagegen wohl leicht unterdurchschnittlich. Großbritannien, unser größter Markt außerhalb
des Währungsraums, hat nach aktuellen Daten ein Plus von rund 2% erreicht, das zum
großen Teil dem expandierenden Dienstleistungssektor zuzurechnen ist. Allerdings dürfte
das Votum der Briten für einen EU-Austritt das Wachstum im weiteren Jahresverlauf
dämpfen. In unseren wichtigsten zentralosteuropäischen Märkten scheint sich die positive
Entwicklung des Vorjahres fortgesetzt zu haben. Für die betroffenen Länder lagen bei
Abschluss dieses Berichts nur Informationen über das erste Quartal vor: Demnach hat
sich das BIP in Tschechien um 3% erhöht, in der Slowakei um 3,5%, in Polen um 2,5%
und in Ungarn um 1 %. Witterung wärmer als 2015Während sich die wirtschaftliche Entwicklung vor allem in der Energienachfrage von
Industrieunternehmen niederschlägt, wird der Energieverbrauch der Haushalte in starkem
Maße von den Witterungsverhältnissen beeinflusst: Je niedriger die Außentemperaturen,
desto mehr Energie wird zum Heizen benötigt. Dementsprechend sind Schwankungen von
Absatz und Ergebnis zu beobachten -sowohl saisonbedingt, als auch beim Vergleich verschiedener
Geschäftsjahre. Meteorologische Aufzeichnungen für das erste Halbjahr 2016 belegen,
dass in nahezu ganz Europa relativ milde Witterung herrschte. Die Durchschnittstemperaturen
in unseren Kernmärkten bewegten sich über dem jeweiligen Zehnjahresmittel. Auch verglichen
mit 2015 fielen sie zumeist höher aus. Neben dem Energieverbrauch unterliegt auch die Stromerzeugung Wettereinflüssen. Eine
große Rolle spielt das Windaufkommen. Im ersten Halbjahr 2016 waren unsere Windkraftanlagen
in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und Polen schlechter ausgelastet
als 2015, in Spanien und Italien dagegen besser. Bei unseren Laufwasserkraftwerken
wird die Stromproduktion von den Niederschlagsmengen beeinflusst, die in Deutschland
über dem Vorjahresniveau lagen. Auch die Sonneneinstrahlung hat starke Auswirkungen
auf das Stromangebot, nicht zuletzt wegen des massiven Ausbaus der Photovoltaikkapazitäten
im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Nach Zahlen des Deutschen Wetterdienstes
gab es in Deutschland während der ersten sechs Monate landesdurchschnittlich 752 Sonnenstunden.
Ein Jahr zuvor waren es 863 gewesen. Höherer Energieverbrauch in den RWE-KernmärktenDas Wirtschaftswachstum regte den Energieverbrauch in unseren Kernmärkten an, während
der Trend zur sparsameren Nutzung von Energie dämpfenden Einfluss hatte. Beim Vorjahresvergleich
der Verbrauchsmengen kommt außerdem zum Tragen, dass 2016 ein Schaltjahr ist und daher
einen zusätzlichen Tag enthält. Nach vorläufigen Berechnungen des Bundesverbands der
Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) war die deutsche Stromnachfrage im Berichtszeitraum
ähnlich hoch wie ein Jahr zuvor. Zu ähnlichen Ergebnissen kommen Schätzungen für die
Niederlande und Großbritannien, während für Polen, die Slowakei und Ungarn leichte
Zuwächse veranschlagt werden. Trotz milder Witterung zeigte sich beim Gasverbrauch
eine dynamischere Entwicklung. Ein Grund dafür war, dass sich Gas deutlich verbilligt hat und deshalb wieder verstärkt
in der Stromerzeugung zum Einsatz kam. Nach Erhebungen des BDEW lag der Gasverbrauch
in Deutschland um 7% über Vorjahr. In Großbritannien hat der Netzbetreiber des Landes
sogar ein Plus von 8% ermittelt. Für Tschechien wird ein Anstieg von 3% geschätzt,
für die Niederlande dagegen ein geringfügiger Rückgang, der wohl auf eine Erhöhung
der Gassteuer und der Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien zurückzuführen ist. Niedrigere Gaspreise im Großhandel und im EndkundengeschäftDas Preisniveau im europäischen Gashandel hat sich gegenüber 2015 stark verringert.
Am niederländischen Handelspunkt TTF (Title Transfer Facility), dem kontinentaleuropäischen
Leitmarkt, lagen die Spotnotierungen von Januar bis Juni 2016 bei durchschnittlich
13 € je Megawattstunde (MWh). Sie waren damit 8 € niedriger als ein Jahr zuvor. Im
TTF-Terminhandel wurden Lieferkontrakte für das kommende Kalenderjahr (Forward 2017)
mit 15 € je MWh abgerechnet. Zum Vergleich: Für den Forward 2016 waren im Vorjahreszeitraum
noch 21 € bezahlt worden. Die Baisse am Gasmarkt spiegelte sich in den Endkundenpreisen
wider. Allerdings reagieren die Privatkundentarife typischerweise mit einigem Zeitverzug
auf die Entwicklung im Großhandel. Nach aktueller Datenlage hat sich Gas in Deutschland
für Privathaushalte um 2% und für Industriekunden um 16% verbilligt. Preisrückgänge
in gleicher Höhe wurden für Tschechien ermittelt. In Großbritannien mussten Privathaushalte
5% und Industrieunternehmen 19% weniger bezahlen als im ersten Halbjahr 2015. Lediglich
in den Niederlanden sind die Endkundenpreise gestiegen, wenn auch nur leicht. Hintergrund
ist die erwähnte Anhebung des Staatsanteils in der Gasrechnung. Steinkohlepreise: Leichte Erholung nach Rekordtief zu JahresbeginnDie Notierungen im internationalen Steinkohlehandel sind Anfang 2016 auf ein neues
Rekordtief gefallen, konnten dann aber wieder etwas Boden gut machen. Im ersten Halbjahr
lagen sie insgesamt deutlich unter dem Niveau, das sie im Vorjahreszeitraum hatten:
Kohlelieferungen zu den sogenannten ARA-Häfen (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen) kosteten
am Spotmarkt inklusive Fracht und Versicherung durchschnittlich 47 US$/Tonne (42 €),
13 US$ weniger als 2015. Der Forward 2017 (Index API 2) handelte mit 44 US$/Tonne
und damit 15 US$ unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Der weltweite Kohlemarkt
ist weiterhin überversorgt, weil zahlreiche Länder in der Vergangenheit Förderkapazitäten
aufgebaut haben und die Nachfrageentwicklung nicht Schritt halten konnte. China und
die USA haben ihre Kohleförderung inzwischen deutlich gedrosselt. Darüber hinaus hat
eine Pleitewelle den US-Kohlesektor erfasst. Die im ARA-Preis enthaltenen Kosten für
den Überseetransport sind weiterhin extrem gering. Hintergrund ist, dass auch in der
Frachtschifffahrt hohe Überkapazitäten aufgebaut worden sind und sich die Treibstoffpreise
verringert haben. Für die Standardroute von Südafrika nach Rotterdam wurden von Januar
bis Juni 2016 nur durchschnittlich 3 US$ je Tonne in Rechnung gestellt, gegenüber
4 US$ im Vorjahreszeitraum. Rückkehr der Baisse im CO2-EmissionshandelIm europäischen Handel mit CO2 -Emissionsrechten haben die Preise nach längerem Aufwärtstrend wieder stark nachgegeben. Eine European Union Allowance (EUA), die zum Ausstoß einer Tonne CO2 berechtigt, wurde Ende Juni mit weniger als 5 € abgerechnet, nachdem sie Anfang Januar noch 8 € gekostet hatte. Im Halbjahresdurchschnitt notierte sie mit 6 €. Die Angaben beziehen sich auf Terminkontrakte, die im Dezember 2016 fällig werden. Zum Vergleich: In den ersten sechs Monaten des Vorjahres kostete die EUA in Kontrakten für Dezember 2015 durchschnittlich 7 €. Experten bringen den Preisverfall im Emissionshandel mit der Entwicklung der Stromnotierungen in Verbindung, die zu Jahresbeginn neue Tiefststände erreichten. Es wird vermutet, dass zahlreiche Versorger deshalb ihre Stromterminverkäufe zurückgefahren und dementsprechend weniger CO2 -Emissionsrechte nachgefragt haben. Eine wichtige Rolle spielte auch das Votum der Briten für einen EU-Austritt: Sollte Großbritannien aus dem Europäischen Emissionshandelssystem ausscheiden, würde nicht nur die Zertifikat-Nachfrage der dortigen Betreiber von konventionellen Kraftwerken wegfallen. Britische Unternehmen würden auch größere Mengen nicht mehr benötigter Emissionsrechte an den Markt bringen und die Preise damit zusätzlich unter Druck setzen. Ein-Jahres-Terminpreise für Grundlaststrom am Großhandelsmarktin €/MWh ![]() Wochendurchschnittswerte bis 31. Juli 2016 Quelle: RWE Supply & Trading Stromgroßhandelspreise deutlich unter VorjahresniveauIn Deutschland ist die Preisentwicklung im Stromgroßhandel in starkem Maße von den
steigenden Einspeisungen subventionierten EEG-Stroms geprägt. Dadurch werden konventionelle
Erzeugungsanlagen verdrängt, und zwar in erster Linie Gaskraftwerke, die vergleichsweise
hohe Brennstoffkosten aufweisen. Ihr Einfluss auf die Strompreisbildung hat sich dementsprechend
verringert. Hinzu kommt, dass Steinkohlekraftwerke, die traditionell einen hohen Einfluss
auf die Strompreisbildung haben, wegen des Preisverfalls an den Steinkohlemärkten
relativ günstig produzieren. Diese beiden Faktoren - Verdrängung von Gaskraftwerken
und Verbilligung von Steinkohle -waren maßgeblich dafür, dass die Notierungen am deutschen
Stromgroßhandelsmarkt in der Vergangenheit stark nachgegeben haben. Von Januar bis
Juni 2016 lag der Spotpreis für das Grundlastprodukt bei durchschnittlich 25 €/MWh
und damit 5 € unter dem Vorjahreswert. Im Terminhandel fielen die Notierungen zu Jahresbeginn
auf neue Tiefststände, ehe sie entsprechend der Entwicklung an den Steinkohlemärkten
wieder etwas anzogen. Der Grundlast-Forward 2017 kostete im Halbjahresdurchschnitt
24 €/MWh. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum war der Forward 2016 noch mit 32 € gehandelt
worden. In Großbritannien, unserem zweitgrößten Erzeugungsmarkt, haben Gaskraftwerke einen wesentlich größeren Anteil an der Stromproduktion als in Deutschland und damit einen stärkeren Preiseinfluss. Deshalb und wegen der seit April 2013 erhobenen CO2 -Steuer sind die Notierungen dort vergleichsweise hoch. Am britischen Spotmarkt wurde Grundlaststrom im ersten Halbjahr mit durchschnittlich 35 £/MWh (45 €) abgerechnet; gegenüber 2015 hat er sich um 6 £ verbilligt. Der Forward 2017 lag mit 36 £/MWh (46 €) um 9 £ unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. In den Niederlanden, wo wir unsere drittgrößte Erzeugungsposition haben, spielen Gaskraftwerke
bei der Strompreisbildung ebenfalls eine wichtige Rolle. Gleichzeitig drücken deutsche
Stromexporte das Preisniveau. Grundlaststrom kostete am niederländischen Spotmarkt
durchschnittlich 28 €/MWh und damit 13 € weniger als ein Jahr zuvor. Forward-Kontrakte
für 2017 wurden ebenfalls mit 28 €/MWh abgerechnet; der Forward 2016 hatte im Vorjahreszeitraum
bei 39 € gelegen. Kraftwerksmargen unter VorjahresniveauUm kurzfristige Absatz- und Preisrisiken zu begrenzen, verkaufen wir die Erzeugung
unserer Kraftwerke größtenteils auf Termin und sichern die benötigten Brennstoffe
und Emissionsrechte preislich ab. Unsere Stromerlöse im Berichtszeitraum wurden durch
die jüngste Marktentwicklung daher kaum beeinflusst. Sie hängen vielmehr davon ab,
zu welchen Konditionen Terminkontrakte für 2016 in vorangegangenen Jahren abgeschlossen
wurden. Da die Stromgroßhandelspreise in Kontinentalwesteuropa in den vergangenen
Jahren stark nachgegeben haben, war der Durchschnittspreis, den wir für unsere diesjährige
Stromproduktion erzielt haben, insgesamt niedriger als der Vergleichswert für 2015.
Mit unseren deutschen Braunkohle- und Kernkraftwerken, die typischerweise stabile
Brennstoffkosten aufweisen, erwirtschafteten wir daher geringere Deckungsbeiträge.
Unter Druck sind auch die Margen unserer Gas- und Steinkohlekraftwerke. Allerdings
verzeichneten wir hier neben strompreisbedingten Erlöseinbußen auch Entlastungen infolge
gesunkener Brennstoffnotierungen. Niedrigere Stromrechnung für IndustriekundenBei der Strompreisentwicklung im Endkundengeschäft zeigte sich ein heterogenes Bild.
Ähnlich wie beim Gas reagieren die Industriekundenpreise schneller auf Veränderungen
am Großhandelsmarkt als die Privatkundentarife. Letztere werden zudem in wesentlich
höherem Maße durch Netzkosten, Umlagen und Steuern bestimmt. In Deutschland, wo der
Anteil dieser Preiskomponenten immer größer wird, haben sich die Stromtarife für Haushalte
gegenüber 2015 leicht erhöht. In Großbritannien, der Slowakei und Ungarn blieben sie
dagegen stabil, in Polen sind sie um 1 % gesunken. Niederländische Privatkunden mussten
aufgrund steuerlicher Entlastungen ca. 15% weniger bezahlen. Stromlieferungen an die
Industrie sind in allen unseren Kernmärkten günstiger geworden: In Polen um 1 %, in
Deutschland und Großbritannien um jeweils 2%, in der Slowakei um 5%, in Ungarn um
11 % und in den Niederlanden um 16%. WESENTLICHE EREIGNISSEIm BerichtszeitraumNeue Gesellschaft für erneuerbare Energien, Netze und Vertrieb geht operativ an den StartPünktlich zum 1. April 2016 hat die neue RWE-Tochtergesellschaft für erneuerbare Energien,
Netze und Vertrieb die Geschäftstätigkeit aufgenommen. Sie heißt übergangsweise "RWE
International SE" und wird voraussichtlich ab 1. September unter ihrem endgültigen
Namen "innogy SE" firmieren. Wir planen, ihr Kapital bis Ende 2016 im Rahmen eines
Börsengangs um rund 10% zu erhöhen. Die Erlöse sollen vorwiegend für die Finanzierung
von Wachstumsprojekten eingesetzt werden. Ihren Firmensitz hat innogy -ebenso wie
die RWE AG -in Essen. Inzwischen haben alle Vorstandsmitglieder der neuen Gesellschaft
ihre Ämter angetreten. Peter Terium (Vorstandsvorsitzender), Dr. Bernhard Günther
(Finanzvorstand) und Uwe Tigges (Personalvorstand und Arbeitsdirektor) gehören dem
Gremium in gleicher Funktion an, die sie bei der RWE AG ausüben. Nach dem geplanten
Börsengang werden Terium und Günther aus dem Vorstand der RWE AG ausscheiden und nur
noch dem Vorstand von innogy angehören. Den Vorsitz im Vorstand der RWE AG soll dann
Dr. Rolf Martin Schmitz übernehmen, der aktuell stellvertretender Vorsitzender des
Gremiums ist. Dr. Markus Krebber, zurzeit Vorsitzender der Geschäftsführung von RWE Supply & Trading,
soll Bernhard Günther als Finanzvorstand der RWE AG folgen. Uwe Tigges wird neben
seiner Tätigkeit bei innogy bis Ende April 2017 Personalvorstand und Arbeitsdirektor
der RWE AG bleiben. Zum sechsköpfigen Vorstand der neuen Tochtergesellschaft gehören
auch Dr. Hans Bünting, Hildegard Müller und Martin Herrmann. Sie tragen die operative
Verantwortung für die erneuerbaren Energien (Bünting), die Netze (Müller) und den
Vertrieb (Herrmann). Hans Bünting war zuvor Vorsitzender der Geschäftsführung unserer
früheren Ökostromtochter RWE Innogy, Hildegard Müller Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands
der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und Martin Herrmann Vorsitzender der Geschäftsführung
von RWE East. RWE setzt Dividende für Stammaktien aus - Ausschüttung von 0,13 € je VorzugsaktieDie Hauptversammlung der RWE AG hat am 20. April 2016 dem Dividendenvorschlag von
Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2015 mit breiter Mehrheit zugestimmt.
Die Ausschüttung für Inhaber von Stammaktien wurde ausgesetzt, während Inhaber von
Vorzugsaktien den satzungsgemäßen Vorzugsgewinnanteil von 0,13 Euro je Aktie erhielten.
Bei insgesamt 39.000.000 Vorzugsaktien betrug das Ausschüttungsvolumen rund 5 Mio.
€. Im Vorjahr waren noch 1,00 € je Stamm- und Vorzugsaktie und damit insgesamt 615
Mio. € gezahlt worden. Der Dividendenvorschlag für 2015 spiegelte politische Risiken
und die stark eingetrübten Ertragsperspektiven in der konventionellen Stromerzeugung
wider. Kommission legt Vorschläge zur Finanzierung des Kernenergieausstiegs vorDie von der Bundesregierung eingesetzte "Kommission zur Überprüfung der Finanzierung
des Kernenergieausstiegs" (KFK) hat Ende April ihre Empfehlungen vorgelegt. Sie schlägt
vor, dass die Energieversorger Mittel in Höhe ihrer für die Zwischen- und Endlagerung
radioaktiver Abfälle gebildeten Rückstellungen in einen externen Fonds einzahlen.
Der Gesamtbetrag wird auf 17,2 Mrd. € veranschlagt (Stand: Ende 2014). Die Mittel
für den Rückbau der Anlagen sollen dagegen bei den Unternehmen verbleiben. Ferner
vorgesehen ist, dass sich die Energieversorger von Haftungsrisiken aus etwaigen Kostensteigerungen
bei der Zwischen- und Endlagerung befreien lassen können, sofern sie über die erwähnten
17,2 Mrd. € hinaus einen Risikoaufschlag von rund 35% (6,1 Mrd. €) zahlen. Dieser
müsste bis spätestens 2022 entrichtet werden. Damit würden sich die Zahlungen, die
von RWE, E.ON, Vattenfall, EnBW und den Stadtwerken München insgesamt zu leisten wären,
auf 23,3 Mrd. € summieren. Die Kernkraftwerksbetreiber haben die Grundausrichtung des Kommissionsvorschlags begrüßt,
wonach operative und finanzielle Verantwortung in einer Hand zusammengeführt werden
sollen. Der geforderte Risikoaufschlag stellt für die betroffenen Energieunternehmen
jedoch eine erhebliche Belastung ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit dar. RWE
und die anderen Betreiber führen daher Gespräche mit der Bundesregierung, um einvernehmliche
Lösungen zur Umsetzung der KFK-Ergebnisse zu erreichen. Wesentliche Punkte, die aus
Betreibersicht geklärt werden müssen, betreffen die Details des Haftungsübergangs.
Weiterhin müssen die konkreten Dotierungsbeträge für die einzelnen Energieversorgungsunternehmen
ermittelt und der Zeitpunkt der Dotierung konkretisiert werden. Es wird erwartet,
dass die Bundesregierung nach der Sommerpause die erforderlichen gesetzlichen Änderungen
auf den Weg bringen und sich dabei eng an die Empfehlungen der KFK anlehnen wird. Britisches Kartellamt will Wettbewerbsintensität im Vertrieb mit Privatkunden erhöhenDas britische Kartellamt CMA (Competition and Markets Authority) hat Ende Juni die
Ergebnisse seiner Analyse der Wettbewerbssituation im britischen Energiesektor veröffentlicht.
Mit der Untersuchung war es Mitte 2014 von der Regulierungsbehörde Ofgem (Office of
Gas and Electricity Markets) beauftragt worden. In seinem Abschlussbericht stuft das
CMA die nationalen Großhandelsmärkte als funktionsfähig ein. Auch gebe es keine Anhaltspunkte
dafür, dass große Energieversorger durch vertikale Integration Wettbewerbsvorteile
erlangen. Im Vertriebsgeschäft mit Haushalten und kleinen Gewerbebetrieben sieht die CMA dagegen
Hinweise auf unzureichenden Wettbewerb. Dies betreffe insbesondere jene Marktteilnehmer,
die sich nicht darum bemühen, durch den Abschluss eines neuen Vertrages günstigere
Konditionen zu erlangen. Nach Berechnungen der CMA hat sich der jährliche Preisvorteil,
den Kunden der sechs großen Energieversorger des Landes durch einen Anbieterwechsel
erzielen können, von 164 £ im Jahr 2012 auf 330 £ im Jahr 2015 verdoppelt. Das Kartellamt
will die Unternehmen daher dazu verpflichten, Ofgem über jene Kunden zu informieren,
die Strom oder Gas seit mehr als drei Jahren auf Basis des gleichen Standardtarifs
beziehen. Ofgem soll diese Daten allen Wettbewerbern zur Verfügung stellen, damit
diese den betroffenen Personen Alternativangebote unterbreiten können. Zu den Beschlüssen
des Kartellamts gehört auch, dass die Tarife für Kunden mit Spezialzählern, die eine
Vorausbezahlung des Stroms per Geldkarte ermöglichen, bis 2020 gedeckelt werden. Den
betroffenen Kunden werden in der Regel erhöhte Tarife in Rechnung gestellt, denen
aber auch Mehraufwendungen seitens der Versorger gegenüberstehen. Wir sehen die Preiskappung
daher mit Bedenken. Positiv werten wir, dass die Vertriebsgesellschaften künftig wieder
frei wählen können, wie viele Tarife sie im Sortiment haben. Bisher durften einzelne
Unternehmen nur mit maximal vier verschiedenen Strom- und vier verschiedenen Gastarifen
am Markt präsent sein. Es wird erwartet, dass der britische Gesetzgeber und die zuständigen
Behörden die Beschlüsse der CMA eins zu eins umsetzen werden. RWE baut Gasvertrieb in Ungarn ausEnde Februar haben wir mit dem zum italienischen ENI-Konzern gehörenden ungarischen
Gasversorger TIGÄZ vereinbart, dass wir seine Industrie- und Geschäftskunden übernehmen.
Die Kunden sind zum 1. April auf unsere Tochtergesellschaft MÄSZ übergegangen. Unser
Anteil am ungarischen Gas-Wettbewerbsmarkt hat sich damit auf rund 10% erhöht. Mittelfristig
streben wir einen Anteil von bis zu 15% an diesem Marktsegment an. RWE ist seit Mitte
2015 wieder im ungarischen Gasvertrieb aktiv; erst im April 2014 hatten wir unsere
Minderheitsbeteiligung am Budapester Gasversorger FÖGÄZ an den staatlichen ungarischen
Energiekonzern MVM verkauft. Grund dafür waren die ungünstigen Rahmenbedingungen im
regulierten Endkundengeschäft. RWE steigt bei Luxemburger Versorger Enovos ausAnfang März haben wir unseren 18,4%-Anteil am Luxemburger Energieversorger Enovos
verkauft. Erworben wurde er von einem Konsortium unter der Führung des Großherzogtums
Luxemburg und der Investmentgesellschaft Ardian. Unser Beweggrund für die Veräußerung
war, dass wir nur begrenzten Einfluss auf die Geschäftspolitik des Unternehmens hatten. RWE erreicht Einigung zum Gasbezugsvertrag mit GazpromEnde Mai 2016 haben wir uns mit dem russischen Gasanbieter Gazprom über eine Anpassung
der Konditionen unseres langfristigen Bezugsvertrages verständigt. Damit ist sichergestellt,
dass der Vertrag in den kommenden Jahren keine Preisrisiken für uns birgt. Über die
Details haben die Vertragspartner Stillschweigen vereinbart. Die einvernehmliche Regelung
wurde im Vorfeld einer Preisrevision getroffen, die für Mitte 2016 terminiert war
und durch die Einigung gegenstandslos geworden ist. RWE schließt flexiblen Gasbezugsvertrag mit QatargasEnde Juni hat RWE Supply & Trading mit dem im arabischen Emirat Katar ansässigen Unternehmen
Qatargas einen flexiblen Vertrag zum Kauf von verflüssigtem Erdgas (LNG) geschlossen.
Im Rahmen des Kontrakts wird uns der weltweit größte LNG-Anbieter im Zeitraum von
siebeneinhalb Jahren insgesamt bis zu 1,1 Mio. Tonnen Flüssiggas nach Nordwesteuropa
liefern. Der Vertrag ist eine gute Ergänzung unseres Gasbezugsportfolios. Moody's und Standard & Poor's stufen Rating von RWE herabVor dem Hintergrund der schwierigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen
in der deutschen Stromerzeugung haben die beiden führenden Ratingagenturen Moody's
und Standard & Poor's das langfristige Rating für unsere Standardanleihen um eine
Stufe abgesenkt. Mitte Mai änderte Moody's unsere Bonitätsnote von Baa2 auf Baa3.
Zugleich wurde der Ausblick von "negativ" auf "stabil" angehoben. Einen Monat später
passte auch Standard & Poor's das Rating an, und zwar von BBB auf BBB-bei weiterhin
negativem Ausblick. Beide Agenturen bescheinigen uns damit weiterhin eine Bonität
der Kategorie "Investment Grade". Durch strikte Investitionsdisziplin, effizienzverbessernde
Maßnahmen, eine Dividendenpolitik mit Augenmaß und die organisatorische Neuaufstellung
des RWE-Konzerns wollen wir den Verbleib in dieser Kategorie sichern. Oberste Priorität
aber hat für uns, dass wir jederzeit -selbst im Falle von Finanzkrisen -in der Lage
sind, uns zu akzeptablen Konditionen am Fremdkapitalmarkt zu refinanzieren. Nach Ablauf des BerichtszeitraumsLeitentscheidung zu Garzweiler II bekräftigt langfristige Notwendigkeit der BraunkohleförderungDie nordrhein-westfälische Landesregierung hat Anfang Juli ihre Leitentscheidung zur
künftigen Braunkohleförderung im Tagebau Garzweiler II bekannt gegeben. Sie deckt
sich in den wesentlichen Punkten mit dem Entwurf vom September 2015. In ihrer Leitentscheidung
hebt die Landesregierung die langfristige Bedeutung der heimischen Braunkohle für
eine sichere und bezahlbare Energieversorgung hervor. Dem Tagebau in Garzweiler bescheinigt
sie, dass er auch nach 2030 energiewirtschaftlich notwendig ist. Eine solche Feststellung
ist Grundvoraussetzung für die langfristige Fortführung der Braunkohleförderung. Allerdings
wird das Abbaugebiet verkleinert. So soll auf eine Umsiedlung einzelner Ortsteile
von Erkelenz verzichtet werden, darunter Holzweiler mit rund 1.400 Einwohnern. Vorgesehen
ist auch, dass ein größerer als der übliche Abstand zwischen dem Abbaugebiet und Holzweiler
eingehalten werden soll. Die bisher auf 1,2 Mrd. Tonnen veranschlagten, planungsrechtlich
genehmigten Kohlevorräte von Garzweiler II werden sich damit um schätzungsweise ein
Drittel verringern. Für die Tagebaue Hambach und Inden sind keine solchen Beschränkungen
vorgesehen: Die Landesregierung stuft sie als energiewirtschaftlich notwendig ein
und bestätigt die bereits genehmigten Abbaugrenzen. Mit der Bekanntgabe der Leitentscheidung
hat ein langwieriger Prozess seinen Abschluss gefunden, in den neben Bürgervertretern
und RWE auch zahlreiche Interessengruppen und Experten einbezogen worden sind. Für
RWE Power und die vielen tausend Beschäftigten im rheinischen Braunkohlerevier bringt
die Leitentscheidung Planungssicherheit. Sie muss nun im Rahmen eines mehrjährigen
Braunkohleplanänderungsverfahrens umgesetzt werden. Deutschland reformiert die Förderung der erneuerbaren EnergienDer Deutsche Bundestag hat am 8. Juli eine grundlegende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes
(EEG) beschlossen, mit dem die Fördereffizienz erhöht und der Ausbau der Erzeugungskapazitäten
besser an der vorhandenen Netzinfrastruktur ausgerichtet werden soll. Die EU muss
das "EEG 2017" allerdings noch beihilferechtlich prüfen, weshalb Änderungen nicht
ausgeschlossen sind. Nach dem neuen Gesetz werden Betreiber von Neuanlagen im Regelfall
nur noch dann eine Förderung erhalten, wenn sie sich in öffentlichen Ausschreibungen
dafür qualifiziert haben. Bislang hat jeder, der in die Erzeugung von EEG-Strom investiert,
die Garantie auf eine feste Einspeisevergütung. Dieses Recht wird nur bei Wasserkraftwerken
und bei kleinen Solaranlagen mit einer Leistung unter 750 Kilowatt fortbestehen. Künftig
gibt der Staat einen bestimmten gewünschten Kapazitätszubau vor und schreibt diese
Menge aus. Potenzielle Investoren bieten mit einem bestimmten Förderbetrag, zu dem
sie Teilmengen der ausgeschriebenen Leistung realisieren können. Die kostengünstigsten
Gebote erhalten den Zuschlag, bis der gewünschte Zubau erreicht ist. Dieser soll bei
Onshore-Windkraft auf zunächst 2.800 Megawatt (MW) und ab 2020 auf 2.900 MW pro Jahr
beschränkt sein. Die Zahl ist als Bruttogröße zu verstehen, d. h. der Ersatz bestehender
durch leistungsfähigere Anlagen ist mit eingerechnet. Für Offshore-Windkraft strebt
die Bundesregierung einen Zubau von durchschnittlich 730 MW pro Jahr an. Für Photovoltaik
wird die jährlich auszuschreibende Kapazität auf 600 MW begrenzt und für Biomasse
auf 150 bis 200 MW. Anlagenbetreiber, denen eine Förderung gewährt wird, erhalten
exakt den Betrag, mit dem sie bei den Auktionen geboten haben. Bei Onshore-Windkraftprojekten
kann ein standortabhängiger Aufschlag auf das Gebot bewilligt werden. Liegt der Preis,
den die Anlagenbetreiber am Großhandelsmarkt für ihren Grünstrom erzielen, unter dem
Fördersatz, wird ihnen die Differenz erstattet. Liegt er darüber, müssen sie Zahlungen
leisten. Das künftige Fördersystem für erneuerbare Energien ähnelt damit dem britischen
Modell. Außerdem erfüllt es die Vorgabe der EU-Kommission, dass die Mitgliedstaaten
ihre Förderung erneuerbarer Energien marktnäher gestalten und verstärkt auf wettbewerbliche
Mechanismen wie Ausschreibungsverfahren setzen sollen. Bundesregierung verbessert Rahmenbedingungen für NetzinvestitionenAnfang August hat die Bundesregierung eine Novellierung der Anreizregulierungsverordnung
beschlossen, durch die sich die Investitionsbedingungen für Verteilnetzbetreiber verbessern
sollen. Der Bundesrat hatte im Juli grünes Licht dafür gegeben. Kern der Reform ist,
dass die Kosten zur Finanzierung von Investitionen ohne Zeitverzug in den Erlösobergrenzen
und damit auch in den Netzentgelten berücksichtigt werden. Dies war in der Vergangenheit
nicht der Fall. Bislang wurden das Anlagevermögen und die Kapitalkosten der Netzbetreiber
i. d. R. nur dann ermittelt, wenn die nächste fünfjährige Regulierungsperiode bevorstand.
Da die Kostenermittlung mit zweijährigem Vorlauf erfolgte, konnte es bis zu sieben
Jahre dauern, bis sich Investitionen in den Netzerlösen niederschlugen. Allerdings
wurden auch abschreibungsbedingte Kapitalkostenminderungen nur zeitverzögert berücksichtigt
(sog. Sockeleffekt). Die Reform soll zur kommenden Regulierungsperiode für Gas (ab
2018) und Strom (ab 2019) wirksam werden. Für die Unternehmen ist sie vorteilhaft,
sofern die Investitionen höher sind als die Abschreibungen. Ist dies nicht der Fall,
kann es zu Mindererlösen kommen. Nachteilig könnte sich die Neuregelung auch für Netzbetreiber
auswirken, die für bereits getätigte Investitionen den Nachteil der verspäteten Erlösanpassung
hinnehmen mussten und auf die Vorteile aus dem Sockeleffekt vertrauten. Die Bundesregierung
hat daher festgelegt, dass der Sockeleffekt für Investitionen der Jahre 2007 bis 2016
erst nach Ablauf der kommenden Regulierungsperiode wegfallen wird. Neben der unverzüglichen
Anpassung der Kapitalkosten gewährleistet die neue Anreizregulierungsverordnung auch
eine erhöhte Transparenz, indem sie den Regulierungsbehörden zusätzliche Veröffentlichungspflichten
auferlegt. Anders als noch im Referentenentwurf vom April vorgesehen, wird die Dauer
der kommenden Regulierungsperioden nicht auf vier Jahre verkürzt. Abgerückt ist die
Bundesregierung auch von ihrem Vorhaben, den Netzbetreibern nur noch drei Jahre zum
Abbau von Ineffizienzen einzuräumen. Der Bundesrat hatte seine Zustimmung zur Novelle
davon abhängig gemacht, dass an der bisherigen Fünfjahresfrist festgehalten wird. RWE trennt sich von Beteiligung an britischem Windkraftportfolio ZephyrEnde Juli haben wir unsere 33,3%-Beteiligung an der britischen Zephyr Investments
Limited mitsamt einiger Gesellschafterdarlehen an einen Finanzinvestor verkauft. Zephyr
ist 2003 gegründet worden. Die Gesellschaft besitzt und betreibt ein Portfolio aus
17 Windparks, davon 16 auf dem britischen Festland und einer vor der Küste von Wales
(North Hoyle). Die Anlagen kommen zusammen auf eine Leistung von 391 MW. Mit dem Verkaufserlös
wollen wir andere Projekte auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien finanzieren. Schadensregulierung beim neuen Steinkohlekraftwerk in Hamm abgeschlossenAnfang Juli konnte die Regulierung des Versicherungsschadens bei Block D unseres neuen
Steinkohlekraftwerks am Standort Hamm (Westfalen) einvernehmlich beendet werden. Mit
den Versicherern wurde eine abschließende Entschädigungsleistung vereinbart, die inzwischen
bei uns eingegangen ist. Das Kraftwerk in Hamm sollte ursprünglich über zwei Blöcke
(D/E) verfügen, von denen nur Block E in Betrieb gegangen ist. Bei Block D waren erhebliche Schäden eingetreten, die seine Wirtschaftlichkeit beeinträchtigten.
Vor diesem Hintergrund haben wir uns im Dezember 2015 dafür entschieden, dass der
Block nicht mehr fertiggestellt wird (siehe Geschäftsbericht 2015, Seite 40). ANMERKUNGEN ZUR BERICHTSWEISENeue Segmentstruktur zum 1. Januar 2016Unsere Berichterstattung über das laufende Geschäftsjahr basiert auf einer neuen Segmentstruktur,
die sich an den energiewirtschaftlichen Wertschöpfungsstufen orientiert. Hintergrund
ist, dass wir unser Steuerungsmodell angepasst haben. Wir unterscheiden nun die folgenden
fünf Unternehmensbereiche: (1) Konventionelle Stromerzeugung, (2) Erneuerbare Energien,
(3) Trading/Gas Midstream, (4) Netze/Beteiligungen/Sonstige und (5) Vertrieb. Neu
sind die beiden letztgenannten Bereiche. Sie enthalten die Aktivitäten der früheren
Segmente Vertrieb/Verteilnetze Deutschland, Vertrieb Niederlande/Belgien, Vertrieb
Großbritannien und Zentralost-/ Südosteuropa. Um die Vergleichbarkeit der 2016er-Zahlen
mit denen des Vorjahres zu gewährleisten, haben wir Letztere in die neue Struktur
überführt. Die laufende Reorganisation des RWE-Konzerns hat vorerst keine Auswirkungen
auf die Berichtsweise. Die fünf Unternehmensbereiche umfassen folgende Aktivitäten: (1) Konventionelle Stromerzeugung: In diesem Unternehmensbereich ist unser deutsches,
britisches, niederländisches und türkisches Stromerzeugungsgeschäft mit konventionellen
Kraftwerken zusammengefasst. Außerdem gehören dazu die Braunkohleförderung von RWE
Power im Rheinland und die auf Projektmanagement und Ingenieurdienstleistungen spezialisierte
RWE Technology International. Ab dem laufenden Geschäftsjahr erfassen wir hier auch
unsere Mehrheitsbeteiligung an der auf die Förderung und Verstromung von Braunkohle
spezialisierten Matra in Ungarn (vormals im Bereich Zentralost-/Südosteuropa) und
das schottische Biomassekraftwerk Markinch (vormals im Bereich Erneuerbare Energien).
Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Gesteuert werden alle genannten
Aktivitäten von RWE Generation. (2) Erneuerbare Energien: Hier berichten wir über unsere Aktivitäten rund um die Stromerzeugung
aus regenerativen Quellen. Neben dem Betrieb von Erneuerbare-Energien-Anlagen zählen
dazu auch deren Bau und die Projektentwicklung. Bei der Erzeugungstechnologie konzentrieren
wir uns auf Windkraft an Land (Onshore) und im Meer (Offshore) sowie auf Wasserkraft.
Unsere wichtigsten Erzeugungsstandorte liegen in Deutschland, Großbritannien, den
Niederlanden, Polen, Spanien und Italien. (3) Trading/Gas Midstream: Dieser Bereich deckt das Tätigkeitsfeld von RWE Supply
& Trading ab. Die Gesellschaft verantwortet den Energie- und Rohstoffhandel, die Vermarktung
und Absicherung der Stromposition des RWE-Konzerns sowie dessen gesamtes Gas-Midstream-Geschäft.
Außerdem beliefert sie einige große deutsche und niederländische Industrie- und Geschäftskunden
mit Strom und Gas. (4) Netze/Beteiligungen/Sonstige: Das Segment umfasst unser Verteilnetzgeschäft in
Deutschland (Strom/ Gas), Tschechien (Gas), Slowakei, Ungarn und Polen (alle Strom).
Mit Ausnahme des Vertriebs sind auch die Aktivitäten der vollkonsolidierten Regionalversorger
(Netzbetrieb, Stromerzeugung, Wassergeschäft u. a.) darin enthalten, ferner große
Teile unseres Gasspeichergeschäfts. Die Minderheitsbeteiligungen an Versorgern (z.
B. an deutschen Stadtwerken und der österreichischen KELAG) weisen wir komplett unter
Netze/ Beteiligungen/Sonstige aus. (5) Vertrieb: Hier erfassen wir unser Vertriebsgeschäft, das wir in Deutschland, Niederlande/Belgien,
Großbritannien, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Polen, Slowenien, Kroatien und Rumänien
betreiben. Neben Strom und Gas bieten wir auch Energielösungen an. Einzelne konzernübergreifende Aktivitäten stellen wir außerhalb der Unternehmensbereiche
unter der Position "Sonstige/Konsolidierung" dar. Dies gilt für die Konzernholding
RWE AG sowie unsere internen Dienstleister RWE IT, RWE Group Business Services und
RWE Service. In der Position enthalten ist auch unsere Minderheitsbeteiligung am deutschen
Stromübertragungsnetzbetreiber Amprion. Geänderte Erfassung von GashandelsgeschäftenWeitere Anpassungen der Berichtsweise betreffen die Art und Weise, wie Absatzmengen
und Umsätze aus Handelsgeschäften erfasst werden. Dabei wenden wir verstärkt die Methode
des Nettoausweises an, und zwar insbesondere auch im Gashandel. Beim Nettoausweis
werden Käufe und Verkäufe saldiert. Anders als bei der Bruttobetrachtung haben reine
Handelsgeschäfte daher keinen Einfluss auf den Absatz und gehen nur mit der Marge
in die Erlöse ein. Absatz und Umsatz im Bereich Trading/Gas Midstream fallen dementsprechend
niedriger aus. Auf das Ergebnis hat die Umstellung aber keinen Einfluss. Die Zahlen
für 2015 haben wir angepasst. GESCHÄFTSENTWICKLUNGscroll
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Teilweise angepasste Werte; siehe Erläuterung auf Seite 13 Stromerzeugung um 5% über VorjahrIm ersten Halbjahr 2016 hat der RWE-Konzern 107,1 Mrd. kWh Strom produziert, 5% mehr
als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ausschlaggebend dafür war, dass sich die Marktbedingungen
für unsere Gaskraftwerke verbessert haben und die Anlagen daher wesentlich länger
zum Einsatz kamen, insbesondere in Großbritannien. Ein leichtes Plus erzielten wir
auch beim Strom aus erneuerbaren Energien. Eine Rolle spielte dabei, dass unsere beiden
neuen Offshore-Windparks Nordsee Ost und Gwynt y Môr, die wir im zweiten Quartal 2015
fertiggestellt haben, 2016 erstmals durchgehend mit ihrer vollen Kapazität im Einsatz
waren. Etwas verringert hat sich die Stromerzeugung aus Braunkohle, was im Wesentlichen
auf planmäßige Revisionen und schadensbedingte Stillstände zurückzuführen ist. Ein
leichtes Minus verzeichneten wir auch bei unseren Steinkohlekraftwerken, obwohl sich
deren technische Verfügbarkeit zum Teil deutlich verbessert hat. Dem standen Mengenrückgänge
aufgrund verschlechterter Marktbedingungen in Großbritannien gegenüber. Hinzu kam,
dass unser niederländisches Steinkohlekraftwerk Amer 8 Ende 2015 wegen energiepolitischer
Vorgaben den Betrieb eingestellt hat. Auch der Verkauf von Lynemouth in Großbritannien
machte sich bemerkbar. Die Anlage war 2012 von RWE Supply & Trading erworben worden;
wir haben die Weichen dafür gestellt, dass sie mit staatlicher Förderung in ein Biomassekraftwerk
umgewandelt werden kann, und sie Anfang 2016 an einen Investor weiterverkauft. Strom produzieren wir nicht nur selbst, sondern beziehen ihn auch von konzernexternen
Anbietern. Im Berichtszeitraum lagen diese Bezüge -ebenso wie 2015 -bei 35,0 Mrd.
kWh. Eigenerzeugung und Fremdstrombezug summierten sich zu einem Stromaufkommen von
142,1 Mrd. kWh (Vorjahr: 136,8 Mrd. kWh). scroll
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Teilweise angepasste Werte; siehe Erläuterung auf Seite 13 Stromabsatz um 4% gestiegenUnsere konzernexternen Stromlieferungen waren mit 133,5 Mrd. kWh um 4% höher als 2015.
Zuzuordnen ist das vor allem dem Unternehmensbereich Vertrieb, der um 3% zulegte.
Hier kam zum Tragen, dass wir bei den deutschen Weiterverteilern neue Kunden hinzugewinnen
und unsere Lieferbeziehungen mit bestehenden Kunden intensivieren konnten. Weitere
Mengenzuwächse ergaben sich dadurch, dass wir den slowakischen Energieversorger VSE
seit Ende August 2015 vollkonsolidieren, nachdem wir ihn zuvor at-Equity-bilanziert
haben (siehe Geschäftsbericht 2015, Seite 43). Dies schlug sich sowohl im Segment
der Privathaushalte und kleinen Gewerbebetriebe als auch im Segment der Industrie-
und Geschäftskunden nieder. In den genannten Segmenten hat der Vertriebsbereich allerdings
insgesamt Absatz eingebüßt, u. a. wegen wettbewerbsbedingter Kundenverluste in Großbritannien
und den Niederlanden. Daneben machte sich der Trend zu einem sparsameren Energieeinsatz
bemerkbar. Absatzsteigerungen außerhalb des Vertriebsbereichs waren im Wesentlichen
dem Industriekundengeschäft von RWE Supply & Trading zuzuordnen. scroll
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Teilweise angepasste Werte; siehe Erläuterung auf Seite 14 Gasliefermengen 7% unter VorjahrUnser Gasabsatz ist um 7% auf 145,7 Mrd. kWh gesunken. Im Unternehmensbereich Vertrieb
verzeichneten wir ein Minus von 6%, das u. a. aus dem Geschäft mit deutschen Weiterverteilern
stammt. Hier haben sich einige unserer Kunden verstärkt oder komplett bei anderen
Anbietern eingedeckt. Größere Mengenrückgänge mussten wir auch im Segment der Haushalte
und kleinen Gewerbebetriebe hinnehmen: Kundenverluste und der Trend zu einem sparsameren
Energieeinsatz gaben dafür den Ausschlag, insbesondere in Großbritannien und den Niederlanden. scroll
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Teilweise angepasste Werte; siehe Erläuterung auf Seite 14 Außenumsatz 4% unter VorjahrDer RWE-Konzern hat im ersten Halbjahr 2016 einen Außenumsatz von 23.898 Mio. € erwirtschaftet.
In dieser Zahl sind die Erdgas- und die Stromsteuer enthalten. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum
haben sich unsere Erlöse um 4% verringert, u. a. wegen der erläuterten Absatzeinbußen
im Gasgeschäft. Hinzu kam, dass sich das britische Pfund gegenüber dem Euro von durchschnittlich
1,38 € auf 1,27 € verbilligt hat. Unsere britischen Umsätze fallen deshalb nach Umrechnung
in Euro niedriger aus. Positiven Einfluss auf die Erlösentwicklung hatten die Vollkonsolidierung
des slowakischen Energieversorger VSE und der dadurch mitverursachte Anstieg des Stromabsatzes.
Lässt man alle wesentlichen Konsolidierungs- und Wechselkurseffekte außer Betracht,
ist unser Außenumsatz um 5% gesunken. scroll
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Teilweise angepasste Werte; siehe Erläuterung auf Seite 13 scroll
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Teilweise angepasste Werte; siehe Erläuterung auf Seite 13 Betriebliches Ergebnis um 7% unter VorjahrIm Berichtszeitraum erzielten wir ein EBITDA von 3.011 Mio. € und ein betriebliches
Ergebnis von 1.884 Mio. €. Damit blieben wir um 5 bzw. 7% hinter den jeweiligen Vorjahreswerten
zurück. Ausschlaggebend dafür war, dass wir deutliche Verluste im Handelsgeschäft
hinnehmen mussten. Trotz der unerwarteten Belastungen bekräftigen wir unsere Prognose
zum diesjährigen Konzernergebnis, die wir im Geschäftsbericht 2015 auf Seite 89 veröffentlicht
haben. Weitere Informationen dazu geben wir auf Seite 28 im vorliegenden Bericht. Im ersten Halbjahr zeigte sich folgende Ergebnisentwicklung in den Unternehmensbereichen:
Das neutrale Ergebnis, in dem wir bestimmte nicht-operative oder aperiodische Einmaleffekte
erfassen, hat sich um 239 Mio. € auf -208 Mio. € verbessert. Hauptgrund dafür war,
dass wir im Vorjahr Rückstellungen für Rechtsrisiken aus einem Schiedsverfahren gebildet
hatten und dieser Sondereinfluss nun weggefallen ist. Allerdings mussten wir auch
2016 Belastungen verkraften, die sich aus Abschreibungen auf unsere deutschen Gasspeicher
ergaben. scroll
Unser Finanzergebnis lag mit -957 Mio. € um 322 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Leichten
Verbesserungen beim Zinsergebnis und bei den Zinsanteilen an Zuführungen zu den langfristigen
Rückstellungen stand eine starke Verschlechterung beim übrigen Finanzergebnis gegenüber.
Diese resultierte im Wesentlichen daraus, dass wir im Vorjahr hohe Gewinne aus Wertpapierverkäufen
erzielt hatten, während im Berichtszeitraum Verluste aus solchen Transaktionen anfielen. Das Ergebnis fortgeführter Aktivitäten vor Steuern sank um 24% auf 719 Mio. €. Unsere
Steuerquote fiel mit 8% ungewöhnlich niedrig aus. Grund dafür ist, dass wir in größerem
Umfang latente Steuern aktiviert haben. Aktive latente Steuern sind ein Anspruch auf
künftige Steuerermäßigungen, der sich aus Unterschieden im Ansatz und/oder in der
Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden zwischen der Steuerbilanz und der
IFRS-Bilanz ergibt. Die Aktivierung latenter Steuern setzt voraus, dass in Zukunft
steuerliche Gewinne anfallen, die eine Nutzung der Steuerermäßigungen erlauben. Entgegen
früherer Einschätzungen ist dies aller Voraussicht nach der Fall, vor allem wegen
Steuereffekten im Zusammenhang mit der Reorganisation des RWE-Konzerns. Dadurch werden
latente Steuern, die wir in Vorjahren abgeschrieben haben, teilweise wieder werthaltig. Nach Steuern erzielten wir mit unseren fortgeführten Aktivitäten ein Ergebnis von
663 Mio. € (Vorjahr: 494 Mio. €). Im Berichtszeitraum fiel kein Ergebnis aus nicht
fortgeführten Aktivitäten an. Im Vorjahr hatten wir unter dieser Position noch einen
Betrag von 1.524 Mio. € ausgewiesen, der den Buchgewinn aus der Veräußerung von RWE
Dea enthielt. Die Ergebnisanteile anderer Gesellschafter haben sich um 8% auf 180 Mio. € verringert,
weil einige vollkonsolidierte Gesellschaften, an denen Konzernfremde beteiligt sind,
unter Vorjahr abschlossen. Das betrifft vor allem unsere deutschen Regionalversorger,
die 2015 von den erwähnten Einmalerträgen aus Wertpapierverkäufen profitiert hatten. Auf unsere Hybridkapitalgeber entfielen Ergebnisanteile von 26 Mio. € (Vorjahr: 80
Mio. €). Berücksichtigt werden hier nur solche Hybridanleihen, die gemäß IFRS dem
Eigenkapital zuzuordnen sind. Im Berichtszeitraum traf dies nur noch auf eine unserer
insgesamt sieben Hybridanleihen zu, nämlich jene über 750 Mio. £. Eine zweite Anleihe,
die das Kriterium erfüllte, war zum 28. September 2015 abgelöst worden. Dabei handelte
es sich um Papiere mit 1.750 Mio. € Nominalvolumen, die wir im Jahr 2010 begeben hatten. Aus den dargestellten Entwicklungen ergibt sich ein gegenüber 2015 stark verringertes
Nettoergebnis von 457 Mio. € (Vorjahr: 1.742 Mio. €). Bei 614,7 Millionen ausstehenden
RWE-Aktien entspricht dies einem Ergebnis je Aktie von 0,74 € (Vorjahr: 2,83 €). scroll
Bereinigtes Nettoergebnis 10% über VorjahrDas bereinigte Nettoergebnis belief sich auf 598 Mio. €. Vom Nettoergebnis unterscheidet
es sich dadurch, dass das durch Einmaleffekte geprägte neutrale Ergebnis (einschließlich
der darauf entfallenden Steuern) und gegebenenfalls weitere Sondereinflüsse herausgerechnet
werden. Trotz der Rückgänge beim betrieblichen Ergebnis und beim Finanzergebnis hat
sich das bereinigte Nettoergebnis gegenüber 2015 um 10% erhöht. Hauptgrund dafür war
die extrem niedrige Steuerquote. scroll
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Teilweise angepasste Werte; siehe Erläuterung auf Seite 13 Rückläufige Investitionen in StromerzeugungskapazitätenUnsere Investitionen lagen mit 826 Mio. € um 30% unter dem Vorjahresniveau. Für Sachanlagen
und immaterielle Vermögenswerte setzten wir 733 Mio. € ein und für Finanzanlagen 93
Mio. €. Das sind 26 bzw. 49% weniger als 2015. Im Bereich Konventionelle Stromerzeugung
erreichten die Sachinvestitionen nicht einmal die Hälfte des Vorjahresniveaus, das
noch hohe Ausgaben für die Modernisierung der britischen Gaskraftwerke Pembroke und
Staythorpe enthielt. Einen deutlichen Rückgang verzeichneten wir auch im Bereich Erneuerbare
Energien. Den Ausschlag gab hier, dass wir mit den Offshore-Windparks Nordsee Ost
und Gwynt y Môr zwei Großprojekte abschließen konnten. Die Windparks sind im Mai bzw.
Juni 2015 eingeweiht worden. scroll
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Die Position umfasst ausschließlich zahlungswirksame Investitionen. Operativer Cash Flow durch negative Effekte im Nettoumlaufvermögen belastetDer Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit, den wir mit unseren fortgeführten
Aktivitäten erzielten, hat sich um 1.668 Mio. € auf -1.004 Mio. € verringert. Hier
kamen Sachverhalte zum Tragen, die sich in Veränderungen beim Nettoumlaufvermögen
widerspiegeln. So mussten wir in wesentlich größerem Umfang Sicherheitsleistungen
für Termingeschäfte erbringen. Außerdem sind positive Einmaleffekte aus dem Vorjahr
weggefallen, die wir durch Maßnahmen zur Optimierung des Nettoumlaufvermögens erzielt
hatten. Aus der Investitionstätigkeit fortgeführter Aktivitäten sind 833 Mio. € abgeflossen.
Neben unseren Ausgaben für Sach- und Finanzanlagen hat dazu beigetragen, dass wir
die Kapitaldeckung für unsere Pensionszusagen aufgestockt haben: Dazu sind Mittel
in Höhe von 0,2 Mrd. € auf Treuhänder bzw. Einrichtungen zur betrieblichen Altersversorgung
übertragen worden. Im Vorjahresabschluss hatten wir noch einen Nettozufluss aus der
Investitionstätigkeit von 843 Mio. € ausgewiesen, vor allem wegen des Verkaufs von
RWE Dea. Unser Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit fortgeführter Aktivitäten fiel mit
2.016 Mio. € außergewöhnlich hoch aus (Vorjahr: -788 Mio. €). Ausschlaggebend dafür
war, dass wir im Rahmen unseres Commercial-Paper-Programms Mittel im Gesamtwert von
3,0 Mrd. € aufgenommen haben und zusätzliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
eingegangen sind. Gegenläufig wirkten unsere Ausschüttungen an Miteigentümer vollkonsolidierter
RWE-Gesellschaften, Hybridkapitalgeber und Vorzugsaktionäre. Außerdem wurde im April
eine Standardanleihe über 850 Mio. € fällig. Von der Anleihe hatten wir bereits in
Vorjahren Papiere mit einem Nominalwert von 43 Mio. € am Markt zurückgekauft. Aufgrund der dargestellten Zahlungsströme aus der Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit
haben sich unsere flüssigen Mittel per saldo um 158 Mio. € erhöht (Vorjahr: 734 Mio.
€). Zieht man vom operativen Cash Flow fortgeführter Aktivitäten die Investitionen in
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ab, erhält man den Free Cash Flow. Dieser
betrug -1.702 Mio. €, gegenüber -325 Mio. € im Vorjahreszeitraum. scroll
Nettoschulden auf 28,3 Mrd. € gestiegenUnsere Nettoschulden, in denen wir fortan auch die Rückstellungen für den Rückbau
von Windparks erfassen, lagen zum 30. Juni 2016 bei 28,3 Mrd. €. Damit lagen sie um
2,8 Mrd. € über dem Vergleichswert zum 31. Dezember 2015. Das ergibt sich u. a. aus
dem negativen Free Cash Flow. Außerdem sind die Pensionsrückstellungen gestiegen,
weil wir bei ihrer Berechnung niedrigere Diskontierungssätze zugrunde gelegt haben.
Wir trugen damit der aktuellen Entwicklung der Marktzinsen Rechnung. Die neuen Diskontierungssätze
belaufen sich auf 1,5% in Deutschland und 2,7% in Großbritannien, gegenüber 2,4 bzw.
3,6% im Jahresabschluss 2015. Erlöse aus Desinvestitionen stärkten dagegen unsere
Finanzposition. Größte Einzeltransaktion war der Verkauf unserer Minderheitsbeteiligung
am Luxemburger Energieversorger Enovos, über die wir auf Seite 10 berichten. Schuldenmindernd
wirkte auch die Abwertung des britischen Pfunds: Sie hatte zur Folge, dass sich unsere
in dieser Währung begebenen Anleihen auf Euro-Basis verbilligten. scroll
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Inklusive Finanzforderungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Ertragsteuererstattungsansprüche Bilanzstruktur: Zinsbedingter Anstieg der Pensionsrückstellungen mindert die EigenkapitalquoteUnsere Bilanzsumme zum 30. Juni 2016 betrug 76,0 Mrd. €, gegenüber 79,3 Mrd. € zum
Ende des Vorjahres. Im Laufe des ersten Halbjahres sind die bilanzierten Derivate
auf der Aktivseite der Bilanz um 2,7 Mrd. € und auf der Passivseite um 3,2 Mrd. €
gesunken. Hintergrund war, dass zahlreiche Derivatgeschäfte fällig wurden. Auch der
schwächere Pfundkurs minderte die Bilanzsumme. Dagegen haben sich die Pensionsrückstellungen
im Wesentlichen marktzinsbedingt um 1,9 Mrd. € erhöht. Ihr Anstieg trug wesentlich
dazu bei, dass sich das Eigenkapital um 0,8 Mrd. € verringerte. Sein Anteil an der
Bilanzsumme (Eigenkapitalquote) betrug 10,6%; das sind 0,6 Prozentpunkte weniger als
Ende 2015. scroll
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Umgerechnet in Vollzeitstellen Knapp 500 Stellen abgebautZum 30. Juni 2016 beschäftigte RWE 59.283 Mitarbeiter. Bei der Ermittlung dieser Zahl
wurden Teilzeitstellen anteilig berücksichtigt. In der ersten Jahrhälfte haben per
saldo 479 Mitarbeiter den Konzern verlassen, davon 460 an unseren deutschen und 19
an unseren ausländischen Standorten. Rationalisierungsmaßnahmen spielten dabei eine
zentrale Rolle, insbesondere im Unternehmensbereich Konventionelle Stromerzeugung.
Erst- und Entkonsolidierungen von Konzerngesellschaften wirkten sich in Summe nur
geringfügig auf den Personalstand aus. PROGNOSEBERICHTErgebnisprognose auf Konzernebene unverändertUnser Ergebnisausblick für das laufende Geschäftsjahr, den wir im Geschäftsbericht
2015 auf Seite 88 ff. veröffentlicht und im Bericht zum ersten Quartal 2016 bekräftigt
haben, hat auf Konzernebene Bestand: Wir erwarten weiterhin ein EBITDA von 5,2 bis
5,5 Mrd. €, ein betriebliches Ergebnis von 2,8 bis 3,1 Mrd. € und ein bereinigtes
Nettoergebnis von 0,5 bis 0,7 Mrd. €. Auf Ebene der Segmente nehmen wir dagegen zwei
Prognoseanpassungen vor. Das betrifft zum einen den Vertriebsbereich, dessen betriebliches
Ergebnis wohl die Größenordnung des Vorjahres erreichen und nicht -wie zunächst angenommen
-moderat unter Vorjahr liegen wird. Ein Grund dafür sind die Fortschritte, die wir
bei der Restrukturierung unseres britischen Geschäfts machen. Zum anderen senken wir
die Prognose für den Bereich Trading/Gas Midstream, der nach dem überraschend schwachen
zweiten Handelsquartal wohl deutlich unter Vorjahr abschließen wird. Bislang hatten
wir eine deutliche Ergebnisverbesserung prognostiziert. scroll
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Teilweise angepasste Werte; siehe Erläuterung auf Seite 13 Moderater Anstieg der Nettoschulden erwartetEine weitere Anpassung der März-Prognose betrifft die Höhe der Nettoschulden. Darüber
hatten wir bereits im Bericht zum ersten Quartal informiert. Ursprünglich waren wir
davon ausgegangen, dass die Nettoschulden zum 31. Dezember 2016 in der Größenordnung
des Vorjahres (25,5 Mrd. €) liegen würden. Wir haben dabei unterstellt, dass das Zinsniveau
stabil bleibt - und somit auch die Abzinsungsfaktoren für die langfristigen Rückstellungen.
Diese Annahme hat sich nicht bestätigt. Aufgrund des Zinsrückgangs im ersten Halbjahr
und der dadurch bedingten Aufstockung der Pensionsrückstellungen gehen wir nun von
einem moderaten Anstieg der Nettoschulden aus. Ergebnisprognose für die neue Tochtergesellschaft innogyIm Vorfeld des geplanten Börsengangs unserer neuen Tochtergesellschaft innogy SE (derzeit
noch: RWE International SE) haben wir Anfang August eine Ergebnisprognose für das
Unternehmen veröffentlicht. Wir erwarten, dass innogy in ihrem Konzernabschluss 2016
ein EBITDA von 4,1 bis 4,4 Mrd. € ausweisen wird. Der Vergleichswert für 2015 betrug 4,5 Mrd. €. Für die drei Segmente von innogy lautet
der Ausblick wie folgt: Im Bereich Netz & Infrastruktur, der in etwa dem RWE-Segment
Netze/Beteiligungen/Sonstige entspricht, erzielen wir 2016 voraussichtlich ein EBITDA
von 2,5 bis 2,7 Mrd. € (Vorjahr: 2,9 Mrd. €). Für den Bereich Vertrieb prognostizieren
wir 1,0 bis 1,2 Mrd. € (Vorjahr: 1,0 Mrd. €) und für den Bereich Erneuerbare Energien
0,6 bis 0,8 Mrd. € (Vorjahr: 0,8 Mrd. €). Im Geschäftsjahr 2017 wird innogy nach aktueller
Planung ein EBITDA von 4,3 bis 4,7 Mrd. € erreichen. ENTWICKLUNG DER RISIKEN UND CHANCENVeränderung der Risiko- und Chancensituation seit JahresbeginnUnsichere politische Rahmenbedingungen, sich wandelnde Marktstrukturen und schwankende
Strom- und Brennstoffpreise stellen uns vor große unternehmerische Herausforderungen.
Ein professionelles Risikomanagement ist heute wichtiger denn je. Risiken systematisch
zu erfassen, zu bewerten und zu steuern ist für uns Kernelement guter Unternehmensführung.
Ebenso wichtig ist es, Chancen zu identifizieren und zu nutzen. Über den Aufbau und die Prozesse unseres Risikomanagements, die zuständigen Organisationseinheiten,
die wesentlichen Risiken und Chancen sowie unsere Maßnahmen zur Steuerung und Überwachung
von Risiken informieren wir ausführlich im Geschäftsbericht 2015 auf Seite 78 ff.
Aufgrund der Entwicklungen im ersten Halbjahr 2016 ist diese Darstellung allerdings
in einigen Punkten zu aktualisieren. Das betrifft die folgenden Risikoklassen:
Aktuelle RisikokennzahlenRisiken aus kurzfristigen Schwankungen der Commodity-Preise und finanzwirtschaftliche
Risiken steuern und überwachen wir u. a. anhand von Kennzahlen wie dem Value at Risk
(VaR). Der VaR gibt an, welchen Wert der mögliche Verlust aus einer Risikoposition
mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit in einem gegebenen Zeithorizont nicht überschreitet.
Den VaR-Werten im RWE-Konzern liegt grundsätzlich ein Konfidenzniveau von 95% zugrunde;
für die Positionen wird eine Haltedauer von einem Tag unterstellt. Das bedeutet, dass
der Tagesverlust den VaR mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% nicht überschreitet. Zentrale Steuerungsgröße für die Commodity-Positionen ist der Global VaR, der sich
auf das Handelsgeschäft von RWE Supply & Trading bezieht und 40 Mio. € nicht übersteigen
darf. Im ersten Halbjahr 2016 belief er sich auf durchschnittlich 24 Mio. €, gegenüber
19 Mio. € im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der maximale Tageswert betrug 34 Mio.
€ (Vorjahr: 31 Mio. €). Zu den wichtigsten Risikofaktoren im Finanzbereich zählt die Zinsentwicklung. Beispielsweise
können Zinssteigerungen dazu führen, dass die Kurse von Wertpapieren im RWE-Bestand
sinken. Dies betrifft in erster Linie festverzinsliche Anleihen. Der VaR für das Kurswertrisiko
bei unseren Kapitalanlagen betrug im ersten Halbjahr 2016 durchschnittlich 13 Mio.
€ (Vorjahr: 8 Mio. €). Mit dem Zinsniveau erhöhen sich außerdem unsere Finanzierungskosten.
Wir messen dieses Risiko mit dem Cash Flow at Risk. Dabei legen wir ein Konfidenzniveau
von 95% und eine Haltedauer von einem Jahr zugrunde. Der Cash Flow at Risk belief
sich im Mittel auf 7 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €). Zu den Wertpapieren, die wir in unserem Portfolio halten, zählen auch Aktien. Der
VaR für das Risiko aus Kursveränderungen betrug 7 Mio. € und war damit gleich hoch
wie 2015. Für unsere Fremdwährungsposition lag der VaR unverändert unter 1 Mio. €. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht
der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns
so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen
Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind. Essen, 9. August 2016 Der Vorstand scroll
KONZERNZWISCHENABSCHLUSS (VERKÜRZT)Gewinn- und Verlustrechnung1scroll
Gesamtergebnisrechnung1scroll
BilanzAktivascroll
Passivascroll
Kapitalflussrechnungscroll
1
Nach Erst-/Nachdotierung von Versorgungsplänen i.H.v. 198 Mio. € (Vorjahreszeitraum:
1.258 Mio. €) Veränderung des Eigenkapitalsscroll
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ANHANGRechnungslegungsmethodenDie RWE AG mit Sitz am Opernplatz 1 in 45128 Essen, Deutschland, ist Mutterunternehmen
des RWE-Konzerns ("RWE" oder "Konzern"). Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2016 ist am 9. August 2016 zur Veröffentlichung
freigegeben worden. Aufgestellt wurde er nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind. Im Einklang mit IAS 34 wurde für die Darstellung des Konzernzwischenabschlusses zum
30. Juni 2016 ein gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 verkürzter
Berichtsumfang gewählt. Im Konzernzwischenbericht werden -mit Ausnahme der nachfolgend
beschriebenen Änderungen und Neuregelungen -die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
angewendet wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015. Für weitere Informationen
verweisen wir auf den Konzerngeschäftsbericht 2015, der die Basis für den vorliegenden
Konzernzwischenbericht darstellt. Für Entsorgungsrückstellungen auf dem Gebiet der Kernenergie und für bergbaubedingte
Rückstellungen wird ein Abzinsungsfaktor von 4,5% (31.12.2015: 4,5%) zugrunde gelegt.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden in Deutschland mit
1,5% und im Ausland mit 2,7% abgezinst (31.12.2015: 2,4% bzw. 3,6%). Änderung der RechnungslegungsmethodenDer International Accounting Standards Board (IASB) hat Änderungen bei bestehenden
International Financial Reporting Standards (IFRS) verabschiedet, die für den RWE-Konzern
ab dem Geschäftsjahr 2016 verpflichtend anzuwenden sind:
Diese neuen Regelungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den RWE-Konzernabschluss. Zum 1. Januar 2016 wurde die Nutzungsdauer für den Tagebauaufschluss im Zuge der jährlichen
Überprüfung an die aktuellen wirtschaftlichen Gegebenheiten angepasst. Dies führte
im ersten Halbjahr 2016 zu einem Rückgang der planmäßigen Abschreibungen um 27 Mio.
€. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss einbezogen sind neben der RWE AG alle wesentlichen in- und
ausländischen Tochterunternehmen, die die RWE AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht.
Wesentliche assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert, wesentliche
gemeinsame Vereinbarungen nach der Equity-Methode oder als gemeinschaftliche Tätigkeit. Die folgenden Übersichten stellen dar, welche Veränderungen sich bei der Anzahl der
vollkonsolidierten Unternehmen und der mittels der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen
und Gemeinschaftsunternehmen ergeben haben: scroll
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Zudem werden fünf Gesellschaften als gemeinschaftliche Tätigkeiten abgebildet. UnternehmenserwerbeWest-Energie GmbHIm Juli 2015 hat RWE aufgrund des Auslaufens eines Stimmrechtsverzichts die Beherrschung
über die bisher als at-Equity-bilanzierte Beteiligung ausgewiesene West-Energie GmbH
erlangt. Die Gesellschaft betreibt im Wesentlichen Verteilnetze für Strom und Gas.
Eine im Bewertungszeitraum durchgeführte Aktualisierung der bei Erstkonsolidierung
und zum 31. März 2016 erfassten Werte führte zu folgenden übernommenen Vermögenswerten
und Schulden: Der beizulegende Zeitwert der Altanteile betrug 87 Mio. €. Der Bewertung der nicht
beherrschenden Anteile lag das anteilige Nettovermögen des erstkonsolidierten Unternehmens
zugrunde. Der beizulegende Zeitwert der in den langfristigen und kurzfristigen Vermögenswerten
enthaltenen Forderungen belief sich auf 24 Mio. €. scroll
VeräußerungenLynemouthIm Januar 2016 hat RWE Supply & Trading GmbH die Gesellschaft Lynemouth Power Ltd.,
den Betreiber des 420-MW-Kohlekraftwerks Lynemouth, an EP UK Investment Ltd., eine
Tochtergesellschaft der Energetický a prumyslový holding (EPH), verkauft. Die Beteiligung
war dem Segment Trading/Gas Midstream zugeordnet. Der Entkonsolidierungsgewinn betrug
34 Mio. € und wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Sonstige betriebliche
Erträge" ausgewiesen. Lynemouth Power Ltd. wurde zum 31. Dezember 2015 mit Buchwerten
in Höhe von 41 Mio. € als zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und von 19 Mio.
€ als zur Veräußerung bestimmte Schulden in der Bilanz ausgewiesen. Aufgrund vertraglicher
Vereinbarungen erfolgte im zweiten Quartal 2016 eine nachträgliche Kaufpreiserstattung,
so dass der Entkonsolidierungsgewinn insgesamt 33 Mio. € beträgt. EnovosIm März 2016 hat RWE ihre Beteiligung von 18,4% am Luxemburger Energieversorger Enovos
International S.A. an ein Konsortium unter der Führung des Großherzogtums Luxemburg
und der Investmentgesellschaft Ardian veräußert. Die Beteiligung war dem Bereich Sonstige/Konsolidierung
zugeordnet. Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und VeräußerungsgruppenZephyrIm Juni 2016 haben die Vorstände der RWE AG und der RWE International SE einem Verkauf
von 33,3% der Anteile an dem assoziierten Unternehmen Zephyr Investments Limited (Zephyr)
sowie den damit verbundenen Gesellschafterdarlehen zugestimmt. Die Beteiligung ist
dem Segment Erneuerbare Energien zugeordnet. Die Transaktion wurde Ende Juli 2016 abgeschlossen. UmsatzerlöseErlöse aus Energiehandelsaktivitäten werden netto, d. h. mit der realisierten Rohmarge
als Umsatz ausgewiesen. Um die Geschäftsentwicklung zutreffender darzustellen, wird
ab dem Geschäftsjahr 2016 insbesondere auch bei Gasgeschäften ein Nettoausweis angewendet.
Die Vorjahreswerte für die Umsatzerlöse und den Materialaufwand wurden um -306 Mio.
€ angepasst. Außerplanmäßige AbschreibungenIm ersten Quartal 2016 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Gasspeicher des Segments
Netze/Beteiligungen/Sonstige in Höhe von 204 Mio. € vorgenommen (erzielbarer Betrag:
0,1 Mrd. €), im Wesentlichen aufgrund geänderter Preiserwartungen. Die Ermittlung
des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten erfolgte mithilfe eines Unternehmensbewertungsmodells
unter Zugrundelegung von Cash-Flow-Planungen sowie eines Diskontierungszinssatzes
nach Steuern von 5,25%. GewinnausschüttungDie Hauptversammlung der RWE AG hat am 20. April 2016 beschlossen, eine Dividende
für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 0,13 € je dividendenberechtigter Vorzugsaktie
auszuschütten. Die Ausschüttung betrug insgesamt 5 Mio. €. Für Stammaktien wurden keine Dividenden
ausgeschüttet (Vorjahr: 1,00 € je Stamm- und Vorzugsaktie). FinanzverbindlichkeitenIm April 2016 wurde eine fünfzehnjährige Anleihe mit einem Buchwert von 807 Mio. €
und einem Kupon von 6,25% p. a. fällig. Ergebnis je Aktiescroll
Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenAssoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen gelten im RWE-Konzern als nahestehende
Unternehmen. Die mit wesentlichen nahestehenden Unternehmen getätigten Geschäfte führten
im ersten Halbjahr 2016 zu Erträgen in Höhe von 2.096 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 2.012
Mio. €) und Aufwendungen in Höhe von 1.604 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 1.515 Mio. €).
Zum 30. Juni 2016 betrugen die Forderungen 628 Mio. € (31.12.2015: 477 Mio. €) und
die Verbindlichkeiten 143 Mio. € (31.12.2015: 151 Mio. €). Alle Geschäfte sind zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen worden und unterscheiden
sich grundsätzlich nicht von den Liefer- und Leistungsbeziehungen mit anderen Unternehmen.
Die sonstigen Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften betrugen 1.190 Mio. € (31.12.2015:
1.293 Mio. €). Darüber hinaus hat der RWE-Konzern keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden
Unternehmen oder Personen getätigt. Berichterstattung zu FinanzinstrumentenFinanzinstrumente lassen sich danach unterscheiden, ob sie originär oder derivativ
sind. Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen
die übrigen Finanzanlagen, die Forderungen, die kurzfristigen Wertpapiere und die
flüssigen Mittel. Die Finanzinstrumente der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar"
sind mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt, die übrigen originären finanziellen
Vermögenswerte mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Auf der Passivseite bestehen
die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen aus mit den fortgeführten Anschaffungskosten
bewerteten Verbindlichkeiten. Der beizulegende Zeitwert von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten, die
in den übrigen Finanzanlagen und Wertpapieren erfasst sind, entspricht dem veröffentlichten
Börsenkurs, sofern die Finanzinstrumente an einem aktiven Markt gehandelt werden.
Der beizulegende Zeitwert nicht notierter Schuld- und Eigenkapitaltitel wird grundsätzlich
auf Basis diskontierter erwarteter Zahlungsströme ermittelt. Zur Diskontierung werden
aktuelle restlaufzeitkongruente Marktzinssätze herangezogen. Derivative Finanzinstrumente werden -sofern sie in den Anwendungsbereich von IAS 39
fallen -grundsätzlich mit ihren beizulegenden Zeitwerten am Bilanzstichtag bilanziert.
Börsengehandelte Produkte werden mit den veröffentlichten Schlusskursen der jeweiligen
Börsen bewertet. Nicht börsengehandelte Produkte werden anhand öffentlich zugänglicher
Broker-Quotierungen bewertet oder -falls nicht vorhanden -anhand allgemein anerkannter
Bewertungsmodelle. Dabei orientieren wir uns -soweit möglich -an Notierungen auf aktiven
Märkten. Sollten auch diese nicht vorliegen, fließen unternehmensspezifische Planannahmen
in die Bewertung ein. Diese umfassen sämtliche Marktfaktoren, die auch andere Marktteilnehmer
für die Preisfestsetzung berücksichtigen würden. Die Ermittlung energiewirtschaftlicher
und volkswirtschaftlicher Annahmen erfolgt in einem umfangreichen Prozess und unter
Einbeziehung interner und externer Experten. Die Bemessung des beizulegenden Zeitwertes einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte
und finanzieller Verbindlichkeiten wird auf Basis der Nettorisikoposition pro Geschäftspartner
in Übereinstimmung mit IFRS 13.48 vorgenommen. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Anwendungsbereich
von IFRS 7 stimmen grundsätzlich mit ihren beizulegenden Zeitwerten überein. Abweichungen
gibt es lediglich bei Anleihen, Commercial Paper, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
und sonstigen Finanzverbindlichkeiten. Ihr Buchwert belief sich auf 20.858 Mio. €
(31.12.2015: 19.079 Mio. €), der beizulegende Zeitwert auf 22.531 Mio. € (31.12.2015:
20.161 Mio. €). Die folgende Übersicht stellt die Einordnung aller zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Finanzinstrumente in die durch IFRS 13 vorgegebene Fair-Value-Hierarchie dar. Die
einzelnen Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind gemäß IFRS 13 wie folgt definiert:
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Die folgende Darstellung zeigt die Entwicklung der nach Stufe 3 zum beizulegenden
Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente: scroll
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Die erfolgswirksam erfassten Gewinne und Verluste von Finanzinstrumenten der Stufe
3 entfallen auf folgende Posten der Gewinn- und Verlustrechnung: scroll
Derivative Finanzinstrumente der Stufe 3 umfassen im Wesentlichen Energiebezugsverträge,
die Handelsperioden betreffen, für die es noch keine aktiven Märkte gibt. Ihre Bewertung
ist insbesondere von der Entwicklung der Gaspreise abhängig. Bei steigenden Gaspreisen
erhöht sich bei sonst gleichen Bedingungen der beizulegende Zeitwert und umgekehrt.
Eine Veränderung der Preisverhältnisse um +/-10% würde zu einem Anstieg des Marktwertes
um 3 Mio. € bzw. zu einem Rückgang um 3 Mio. € führen. Ereignisse nach dem BilanzstichtagAusführungen zu Ereignissen nach dem Bilanzstichtag enthält die ergänzende Berichterstattung
zu wesentlichen Ereignissen nach Ablauf des Berichtszeitraums. BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHTAn die RWE Aktiengesellschaft, EssenWir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss -bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung
und Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Veränderung des Eigenkapitals
sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht
der RWE Aktiengesellschaft, Essen, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2016,
die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen
Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach
den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des
Konzernzwischenlagebericht nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften
des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe
ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht
auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review
of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity"
(ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern
der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch
eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Essen, den 10. August 2016 PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft scroll
RECHTLICHER HINWEISDieses Dokument enthält gewisse zukunftsgerichtete Aussagen im Sinne der US-Wertpapiergesetze.
Insbesondere alle folgenden Aussagen: Prognosen über die Entwicklung des Umsatzes,
der Erträge, des Ergebnisses je Aktie, der Investitionsausgaben, der Dividenden, der
Kapitalstruktur oder sonstiger Finanzposten, Aussagen zu Plänen oder Zielen im Hinblick
auf die zukünftige Geschäftstätigkeit oder die zukünftige Wettbewerbsposition, Erwartungen
im Hinblick auf die zukünftige Wirtschaftsleistung sowie Aussagen zu Annahmen, die
den vorstehenden Aussagen zugrunde liegen, sind zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete
Aussagen sind ebenfalls an Formulierungen wie "annehmen", "vermuten", "abschätzen",
"beabsichtigen", "können", "wollen", "erwarten", "vorhaben", "prognostizieren", "sollten"
und vergleichbaren Wendungen erkennbar. Sie spiegeln die Einschätzung des Managements
von RWE aufgrund von aktuell bekannten Faktoren wider. Es kann nicht garantiert werden,
dass sich die zukunftsgerichteten Aussagen als zutreffend erweisen oder dass erwartete,
prognostizierte Ergebnisse erreicht werden. Da sämtliche zukunftsgerichteten Aussagen
mit verschiedenen Risiken und Unsicherheiten behaftet sind, können die tatsächlichen
Ergebnisse erheblich von der prognostizierten Entwicklung abweichen. Zu den Risiken
und Unsicherheiten zählen u. a. Änderungen im gesamtwirtschaftlichen und gesellschaftlichen
Umfeld und den geschäftlichen, politischen und rechtlichen Bedingungen, Wechselkurs-
und Zinsschwankungen, Absatz- und Preisrisiken, die sich aus einem deregulierten Marktumfeld
mit hoher Wettbewerbsintensität ergeben, Änderungen des Preises und der Verfügbarkeit
von Rohstoffen, Risiken in Zusammenhang mit dem Energiehandel (z. B. Verlustrisiko
bei unerwarteten, extremen Schwankungen der Marktpreise und Kreditrisiken, die sich
dann ergeben, wenn Vertragspartner ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommen),
Handlungen von Konkurrenzunternehmen, die Anwendung neuer bzw. abgeänderter Rechnungslegungsstandards
oder sonstiger bundesbehördlicher Bestimmungen, Änderungen bzw. die Nichteinhaltung
von Gesetzen oder Vorschriften, insbesondere von solchen, die sich auf die Umwelt
und die Wasserqualität beziehen (z. B. Einführung eines Preisregulierungssystems für
die Nutzung des Stromnetzes im Sinne der Etablierung einer Regulierungsbehörde für
Strom und Gas bzw. die Einführung des Handels mit Treibhausgasen), Änderungen in der
Regierungspolitik und den regulatorischen Maßnahmen in Bezug auf den Erwerb, die Veräußerung,
die Wertminderung und die Abschreibung von Anlagen und Einrichtungen sowie den Betrieb
und den Bau von Anlagen. Des Weiteren zählen zu diesen Risiken Produktionsstörungen
oder -unterbrechungen aufgrund von Unfällen oder sonstigen unvorhergesehenen Ereignissen,
Verzögerungen beim Bau von Betriebsanlagen, die Unmöglichkeit der Erlangung von erforderlichen
behördlichen Genehmigungen für zukünftige Transaktionen bzw. die Erlangung der Genehmigungen
zu akzeptablen Bedingungen, die Unmöglichkeit der erfolgreichen Eingliederung von
neuen Unternehmen in den RWE-Konzern und der Hebung von Synergien aus einer solchen
Eingliederung und schließlich die potenzielle Haftung für Abhilfemaßnahmen gemäß bestehenden
bzw. zukünftigen Umweltvorschriften und der möglichen Haftung aus anhängigen oder
zukünftigen Gerichtsprozessen. Zukunftsgerichtete Aussagen berücksichtigen ausschließlich
den Sachstand an dem Tag, an dem sie gemacht werden. RWE beabsichtigt nicht und übernimmt
keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben. Zusätzliche
Informationen zu Risiken können dem jüngsten Geschäftsbericht von RWE bzw. sonstigen
jüngsten Berichten an die Frankfurter Wertpapierbörse sowie den auf der Internetseite
von RWE veröffentlichten Inhalten entnommen werden. Dieses Dokument stellt weder ein Angebot zum Verkauf noch eine Aufforderung, ein Angebot
zum Kauf von Wertpapieren abzugeben, dar. Dieses Dokument und die Informationen, die
in ihm enthalten sind, dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen weder
einen Prospekt dar noch beinhalten sie ein Angebot zum Verkauf von Wertpapieren in
den USA oder eine Aufforderung, ein Angebot zum Kauf von Wertpapieren in den USA abzugeben.
Hierin erwähnte Wertpapiere sind nicht und werden auch in Zukunft nicht gemäß den
Bestimmungen des U.S. Securities Act von 1933 in der geltenden Fassung ("U.S. Securities
Act") oder gemäß den in irgendeinem Bundesstaat der Vereinigten Staaten geltenden
Gesetzen registriert. Ohne eine solche Registrierung dürfen diese Wertpapiere nicht
angeboten, verkauft oder in sonstiger Weise übertragen werden, mit Ausnahme von Wertpapieren,
die gemäß einer Ausnahme von den Registrierungserfordernissen des U.S. Securities
Act angeboten und verkauft werden. Weder die Gesellschaft noch ihre Gesellschafter
oder Tochtergesellschaften beabsichtigen eines der hierin genannten Wertpapiere in
den USA zu registrieren. Weder Geld, Wertpapiere noch eine andere Form der Gegenleistung
wird ersucht. Diese und andere Formen der Gegenleistung werden im Falle einer Zusendung
aufgrund der hierin enthaltenen Informationen nicht angenommen. Dieses Dokument stellt weder eine Angebotsunterlage noch ein Angebot von Wertpapieren
an die Allgemeinheit im Vereinigten Königreich dar, auf die § 85 des U.K. Financial
Services and Markets Act 2000 Anwendung findet, und darf nicht als Empfehlung an irgendeine
Person für die Zeichnung oder den Kauf von Wertpapieren im Rahmen des Angebots verstanden
werden. Dieses Dokument wird nur übermittelt an (i) Personen, die sich außerhalb des
Vereinigten Königreichs befinden; (ii) Personen, die Branchenerfahrung mit Investitionen
im Sinne von Artikel 19 (5) der U.K. Financial Services and Markets Act 2000 (Financial
Promotion) Order 2005 (in ihrer jetzigen Fassung) (die "Order") haben, oder (iii)
"high net worth companies, unincorporated associations" und andere Körperschaften,
die von Artikel 49 (2) (a) bis (d) der Order erfasst sind (nachfolgend werden die
vorgenannten Personen als "Relevante Personen" bezeichnet). Jede Person, die keine
Relevante Person ist, darf nicht auf der Grundlage dieser Mitteilung oder ihres Inhalts
tätig werden oder auf diese vertrauen. Jede Investition oder Investitionstätigkeit,
auf die sich diese Mitteilung bezieht, steht nur Relevanten Personen zur Verfügung
und wird nur mit Relevanten Personen unternommen. Weder dieses Dokument noch Teile
davon dürfen ohne vorherige Zustimmung der Gesellschaft veröffentlicht, wiedergegeben,
verteilt oder in sonstiger Weise Dritten zur Verfügung gestellt werden. FINANZKALENDER 2016/2017scroll
Der vorliegende Bericht ist am 11. August 2016 veröffentlicht worden. RWE AktiengesellschaftOpernplatz 1 45128 Essen T +49 201 12-00 F +49 201 12-15199 | www.rwe.com Investor RelationsT +49 201 12-15025 F +49 201 12-15033 | www.rwe.com/ir E invest@rwe.com |
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