![]() RWE AktiengesellschaftEssenZwischenmitteilung über die ersten drei Quartale 2016
AUF EINEN BLICKEckdaten des RWE-Konzernsscroll
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Teilweise angepasste Werte; siehe Vorbemerkungen zur Berichtsweise auf Seite 1f. und
Fußnote 1 der Tabelle "Nettoschulden" auf Seite 13 VORBEMERKUNGEN ZUR BERICHTSWEISEGeänderte Segmentstruktur zum 1. Januar 2016Seit 2016 liegt unserer Finanzberichterstattung eine geänderte Segmentstruktur zugrunde,
die sich im Wesentlichen an den energiewirtschaftlichen Wertschöpfungsstufen orientiert.
Der Börsengang von innogy, über den wir auf Seite 3 informieren, führt zu weiteren
Anpassungen, die aber erst im Bericht über das Gesamtjahr wirksam werden. Nähere Erläuterungen
dazu finden Sie auf Seite 14. Bei der Darstellung des Geschäftsverlaufs der ersten
drei Quartale unterscheiden wir die folgenden Unternehmensbereiche: (1) Konventionelle
Stromerzeugung, (2) Erneuerbare Energien, (3) Trading/Gas Midstream, (4) Netze/Beteiligungen/Sonstige
und (5) Vertrieb. Neu seit Jahresbeginn sind die beiden letztgenannten Bereiche. Auf
sie haben wir die Aktivitäten übertragen, die unter den früheren Segmenten Vertrieb/Verteilnetze
Deutschland, Vertrieb Niederlande/Belgien, Vertrieb Großbritannien und Zentralost-/Südosteuropa
erfasst waren. Um die Vergleichbarkeit der 2016er-Zahlen mit denen des Vorjahres zu
gewährleisten, haben wir Letztere in die neue Struktur überführt. Die fünf Unternehmensbereiche umfassen folgende Aktivitäten: (1) Konventionelle Stromerzeugung: In diesem Unternehmensbereich ist unser deutsches,
britisches, niederländisches und türkisches Stromerzeugungsgeschäft mit konventionellen
Kraftwerken zusammengefasst. Außerdem gehören dazu die Braunkohleförderung von RWE
Power im Rheinland und die auf Projektmanagement und Ingenieurdienstleistungen spezialisierte
RWE Technology International. Ab dem laufenden Geschäftsjahr erfassen wir hier auch
unsere Mehrheitsbeteiligung an der auf die Förderung und Verstromung von Braunkohle
spezialisierten Matra in Ungarn (vormals im Bereich Zentralost-/Südosteuropa) und
das schottische Biomassekraftwerk Markinch (vormals im Bereich Erneuerbare Energien).
Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Gesteuert werden all diese Aktivitäten
von RWE Generation. (2) Erneuerbare Energien: Hier berichten wir über unser Geschäft rund um die Stromerzeugung
aus regenerativen Quellen. Neben dem Betrieb von Erneuerbare-Energien-Anlagen zählen
dazu auch deren Bau und die Projektentwicklung. Bei der Erzeugungstechnologie konzentrieren
wir uns auf Windkraft an Land (Onshore) und im Meer (Offshore) sowie auf Wasserkraft.
Unsere wichtigsten Erzeugungsstandorte liegen in Deutschland, Großbritannien, den
Niederlanden, Polen, Spanien und Italien. (3) Trading/Gas Midstream: Dieser Bereich deckt das Tätigkeitsfeld von RWE Supply
& Trading ab. Die Gesellschaft verantwortet den Energie- und Rohstoffhandel, die Vermarktung
und Absicherung der Stromposition des RWE-Konzerns sowie dessen Gas-Midstream-Geschäft.
Außerdem beliefert sie einige große deutsche und niederländische Industrie- und Geschäftskunden
mit Strom und Gas. (4) Netze/Beteiligungen/Sonstige: Das Segment umfasst unser Verteilnetzgeschäft in
Deutschland (Strom/ Gas), Tschechien (Gas), Slowakei, Ungarn und Polen (alle Strom).
Mit Ausnahme des Vertriebs sind auch die Aktivitäten der vollkonsolidierten Regionalversorger
(Netzbetrieb, Stromerzeugung, Wassergeschäft u. a.) darin enthalten, ferner große
Teile unseres Gasspeichergeschäfts. Minderheitsbeteiligungen an Versorgern (z. B.
an deutschen Stadtwerken und der österreichischen KELAG) weisen wir komplett unter
Netze/Beteiligungen/Sonstige aus. (5) Vertrieb: Hier erfassen wir unser Vertriebsgeschäft, das wir in Deutschland, Niederlande,
Belgien, Großbritannien, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Polen, Slowenien, Kroatien
und Rumänien betreiben. Neben Strom und Gas bieten wir auch Energielösungen an, z.
B. SmartHome-Produkte für Haushalte oder individuelle Leistungspakete für gewerbliche
Kunden. Einzelne konzernübergreifende Aktivitäten stellen wir außerhalb der Unternehmensbereiche
unter der Position "Sonstige/Konsolidierung" dar. Dies gilt für die Konzernholding
RWE AG sowie unsere internen Dienstleister RWE IT, RWE Group Business Services und
RWE Service. In der Position enthalten ist auch unsere Minderheitsbeteiligung am deutschen
Stromübertragungsnetzbetreiber Amprion. Geänderte Erfassung von GashandelsgeschäftenWeitere Anpassungen der Berichtsweise betreffen die Art und Weise, wie Absatzmengen
und Umsätze aus Handelsgeschäften erfasst werden. Dabei wenden wir verstärkt die Methode
des Nettoausweises an, und zwar insbesondere auch im Gashandel. Beim Nettoausweis
werden Käufe und Verkäufe saldiert. Anders als bei der Bruttobetrachtung haben reine
Handelsgeschäfte daher keinen Einfluss auf den Absatz und gehen nur mit der Marge
in die Erlöse ein. Absatz und Umsatz im Bereich Trading/Gas Midstream fallen dementsprechend
niedriger aus. Auf das Ergebnis hat die Umstellung aber keinen Einfluss. Die Zahlen
für 2015 haben wir angepasst. Rechtlicher HinweisDieses Dokument enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen
Auffassungen, Erwartungen und Annahmen des Managements wider und basieren auf Informationen,
die dem Management zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete
Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse und Entwicklungen
und sind mit bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlichen
zukünftigen Ergebnisse und Entwicklungen können aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich
von den hier geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören
insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation.
Darüber hinaus können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Wechselkursschwankungen
sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere in Bezug auf steuerliche
Regelungen, sowie andere Faktoren einen Einfluss auf die zukünftigen Ergebnisse und
Entwicklungen der Gesellschaft haben. Weder die Gesellschaft noch ein mit ihr verbundenes
Unternehmen übernimmt eine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung enthaltenen Aussagen
zu aktualisieren. WESENTLICHE EREIGNISSEIm Berichtszeitrauminnogy wird deutschen Solar- und Batteriespezialisten BELECTRIC Solar & Battery übernehmenUnsere neue Konzerngesellschaft innogy ist dem Ziel, sich als internationaler Anbieter
von Freiflächen-Solarkraftwerken und Batteriespeichern aufzustellen, einen großen
Schritt näher gekommen. Ende August unterzeichnete sie mit der BELECTRIC Holding GmbH
einen Vertrag zum Erwerb von deren Tochterunternehmen BELECTRIC Solar & Battery Holding
GmbH. Der Kaufpreis liegt im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Die Transaktion
soll Anfang 2017 abgeschlossen werden. BELECTRIC entwickelt, errichtet und betreibt
Freiflächen-Solarkraftwerke. Regionale Schwerpunkte sind dabei Europa, der Nahe Osten,
Nordafrika, Indien, Südamerika und die USA. Seit der Gründung im Jahr 2001 hat BELECTRIC
mehr als 280 Freiflächen-Solarkraftwerke und Dachanlagen errichtet, deren Kapazität
sich auf über 1,5 Gigawatt (GW) summiert. Das Unternehmen verantwortet zudem den Betrieb
und die Wartung von Solaranlagen mit mehr als 1,0 GW Gesamtleistung. Darüber hinaus
konzentriert sich BELECTRIC auf die Entwicklung schlüsselfertiger Großbatteriespeicherlösungen. Markus Krebber zum Vorstandsmitglied der RWE AG ernanntIn seiner Sitzung vom 16. September hat der Aufsichtsrat der RWE AG Dr. Markus Krebber
mit Wirkung zum 1. Oktober 2016 für die Dauer von drei Jahren zum Vorstandsmitglied
der RWE AG bestellt. Am 15. Oktober übernahm Krebber das Finanzressort von Dr. Bernhard
Günther, der bis dahin in Personalunion Finanzvorstand der RWE AG und der innogy SE
war und seither nur noch dem Vorstand von innogy angehört. Seine bisherige Tätigkeit
als Vorsitzender der Geschäftsführung von RWE Supply & Trading führt Krebber bis auf
Weiteres fort. Wesentliche Ereignisse, die bereits im Zeitraum von Januar bis Anfang August 2016
eingetreten sind, stellen wir im Bericht über das erste Halbjahr 2016 auf den Seiten
8 bis 12 dar. Nach Ablauf des Berichtszeitraumsinnogy feiert erfolgreiches Debüt an der Frankfurter WertpapierbörseMit dem Börsengang von innogy, unserer Tochtergesellschaft für erneuerbare Energien,
Netze und Vertrieb, haben wir einen Meilenstein auf dem Weg zur organisatorischen
Neuaufstellung und finanziellen Stärkung des RWE-Konzerns erreicht. Am 7. Oktober
ist die Aktie von innogy erstmals an der Frankfurter Börse gehandelt worden. Der erste
Kurs von 37,30 € lag über dem Platzierungspreis. Dieser war mit 36 € am oberen Ende
der Preisspanne festgesetzt worden. Trotzdem war das Angebot mehrfach überzeichnet.
Inklusive der Titel, die durch Ausübung der Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) an den
Markt gebracht wurden, sind 128.930.315 innogy-Aktien breit gestreut bei neuen Investoren
platziert worden. Davon stammen 73.375.315 aus dem Bestand der RWE AG und 55.555.000
aus einer Kapitalerhöhung von innogy. Mit einem Emissionsvolumen von 4,6 Mrd. € ist
dies der größte Börsengang in Deutschland seit Ende 2000. Die Bestandsverkäufe führten
zu einem Zufluss von 2,6 Mrd. €, während innogy durch die Kapitalerhöhung 2,0 Mrd.
€ vereinnahmte. Der Anteil von RWE an innogy hat sich von 100% auf 76,8% verringert.
Bei dem Platzierungspreis von 36 € und insgesamt 555.555.000 Aktien ergab sich für
innogy zum Zeitpunkt des Börsengangs eine Marktkapitalisierung von 20 Mrd. €. Die
Aktien des Unternehmens werden im regulierten Markt ("Prime Standard") der Frankfurter
Wertpapierbörse unter den Wertpapierkennnummern DE000A2AADD2 (ISIN) und A2AADD (WKN)
gehandelt. Der Börsengang von innogy markiert den Höhepunkt eines tiefgreifenden Restrukturierungsprozesses,
mit dem wir den RWE-Konzern organisatorisch und finanziell für die gegenwärtigen energiewirtschaftlichen
Herausforderungen rüsten. Gestartet worden war der Prozess im Dezember 2015. Bereits
am 1. April 2016 nahm innogy - zunächst noch unter dem Namen "RWE International SE"
- die Geschäftstätigkeit auf. In der Gesellschaft, die ihren Firmensitz wie die RWE
AG in Essen hat, sind die Geschäftsfelder Erneuerbare Energien, Netze und Vertrieb
zusammengefasst. Ihr Fokus liegt damit auf jenen Gebieten der Energiewirtschaft, die
eine Schlüsselrolle für das Gelingen der Energiewende spielen. Mit innogy haben wir
eine Wachstumsplattform geschaffen, die sich direkt am Kapitalmarkt refinanzieren
kann. Aber auch unsere konventionelle Stromerzeugung und der Energiehandel, die im
Alleineigentum der RWE AG verbleiben, profitieren von der Neuorganisation: Denn mit
der Möglichkeit, Anteile an innogy zu veräußern, gewinnt die RWE AG zusätzliche Flexibilität,
um die genannten Geschäftsbereiche finanziell zu stärken. Die RWE AG wird innogy wie eine Finanzbeteiligung führen und ihren Einfluss ausschließlich
über die gesetzlichen Organe Aufsichtsrat und Hauptversammlung ausüben. Sicher gestellt
wird dies durch eine Grundlagenvereinbarung zwischen beiden Unternehmen, die an die
Stelle des zum 30. September 2016 gekündigten Beherrschungsvertrages getreten ist.
Die Vereinbarung regelt das künftige Verhältnis der Gesellschaften und ihren Umgang
miteinander. Sie legt fest, dass innogy in hohem Maße unabhängig und eigenverantwortlich
agieren kann. Wir sehen darin eine wesentliche Voraussetzung für eine optimale Bewertung
des Unternehmens durch den Kapitalmarkt. Die RWE AG verpflichtet sich bis Ende 2019,
weder direkt noch über eine von ihr kontrollierte Gesellschaft mit innogy auf deren
aktuellen Kerngeschäftsfeldern in Wettbewerb zu treten. Geschäftsbeziehungen zwischen
beiden Seiten sollen zu marktüblichen Konditionen ausgeübt werden. Vereinbart wurde
auch, dass innogy wirtschaftlich den Großteil der Kapitalmarktschulden von RWE übernimmt,
darunter die gesamten Verbindlichkeiten aus Standardanleihen. Rolf Martin Schmitz neuer Vorstandsvorsitzender der RWE AGKurz nach dem erfolgreichen Börsengang von innogy formierte sich das neue Vorstandsteam
der RWE AG. Dr. Rolf Martin Schmitz, bislang stellvertretender Vorsitzender, wurde
vom Aufsichtsrat mit Wirkung zum 15. Oktober 2016 als Vorstandsvorsitzender bestellt.
Er folgt Peter Terium nach, der das Amt niedergelegt hat, um sich ausschließlich der
Leitung von innogy zu widmen. Wie auf Seite 3 dargestellt, hat auch Finanzvorstand
Dr. Bernhard Günther die RWE AG verlassen. Seine Aufgabe übernimmt Dr. Markus Krebber.
Dagegen bleibt Uwe Tigges noch bis Ende April 2017 Personalvorstand von RWE und innogy.
Er wird sich u. a. um die noch ausstehenden Mitarbeitertransfers zwischen beiden Unternehmen
kümmern und danach - wie Terium und Günther - nur noch für innogy tätig sein. Kabinett legt Gesetzentwurf zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung vorAm 19. Oktober hat das Bundeskabinett den Entwurf eines Gesetzes verabschiedet, das
die Verantwortung für die Entsorgung im Kernenergiebereich zwischen dem Bund und den
Kraftwerksbetreibern neu aufteilt. Der Entwurf folgt weitgehend den Empfehlungen,
die die von der Bundesregierung eingesetzte "Kommission zur Überprüfung der Finanzierung
des Kernenergieausstiegs" Ende April vorgelegt hat. Vorgesehen ist, dass der Bund
die Abwicklung und Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle
übernimmt, während die Zuständigkeit für die Stilllegung und den Rückbau der Anlagen
sowie die Verpackung der radioaktiven Abfälle bei den Unternehmen verbleibt. Die auf
den Bund übergegangenen Aufgaben sollen aus einem Fonds finanziert werden, der von
den Kraftwerksbetreibern dotiert wird. Nach dem Gesetzentwurf müssen die Unternehmen
einen Grundbetrag von insgesamt 17,4 Mrd. € entrichten. Gegen Zahlung eines Aufschlags
in Höhe von 35,47% bzw. 6,2 Mrd. € können sie sich von Haftungsrisiken aus etwaigen
Kostensteigerungen befreien lassen. Daraus ergibt sich ein Gesamtbetrag von 23,6 Mrd.
€. Den RWE-Anteil veranschlagen wir auf rund 6,8 Mrd. €. Die Zahlen sind allerdings
noch vorläufig, da nicht alle Details der Reform geklärt sind. Sie beziehen sich zudem
auf den 1. Januar 2017. Dem Gesetzentwurf zufolge muss der Grundbetrag sieben Monate
nach Inkrafttreten des Gesetzes entrichtet werden. Bis dahin soll er gegenüber dem
Stand zum 1. Januar 2017 mit einem Jahreszins von 4,58% fortgeschrieben werden. Die
Kraftwerksbetreiber können allerdings zwischenzeitlich geleistete Entsorgungsausgaben
gegenrechnen lassen. Für den Risikoaufschlag ist eine Zahlungsfrist bis Ende 2022
vorgesehen. Sofern das Bundesfinanzministerium zustimmt, dürfen die Versorger den
Gesamtbetrag auch in Raten zahlen, wobei die letzte Rate spätestens Ende 2026 fällig
wird. Allerdings gilt auch hier, dass ausstehende Beträge mit 4,58% pro Jahr zu verzinsen
sind. Der Kabinettsentwurf soll nun in das Gesetzgebungsverfahren eingebracht werden. Inwieweit
sich im weiteren Prozess noch Anpassungen ergeben, ist offen. Wir treten dafür ein,
dass Regelungen zur Abgrenzung der Schnittstelle zwischen Rückbau und Lagerung, die
mit dem Bundesumweltministerium verhandelt wurden, in das Gesetz aufgenommen werden.
Hohe Bedeutung hat für die Versorger auch, dass die Bundesregierung ihnen vertraglichen
Vertrauensschutz gewährt. Absenkung der Eigenkapitalrenditen für Netzinvestitionen in DeutschlandMitte Oktober hat die Bundesnetzagentur die Eigenkapitalrenditen für Strom- und Gasnetze
festgelegt, die in den kommenden fünfjährigen Regulierungsperioden gelten werden.
Für Anlagen, die nach 2005 aktiviert wurden (Neuanlagen), werden künftig 6,91 % (vor
Körperschaftsteuer) gewährt und für Altanlagen 5,12%. Derzeit liegt die erlaubte Eigenkapitalverzinsung
bei 9,05% bzw. 7,14%. Die neuen Sätze gelten für Gasnetzbetreiber ab 1. Januar 2018
und für Stromnetzbetreiber ab 1. Januar 2019. Sie liegen im europäischen Vergleich
am unteren Rand. Bei ihrer Festlegung ließ sich die Bundesnetzagentur von dem zuletzt
stark gesunkenen Zinsniveau auf den Kapitalmärkten leiten. GESCHÄFTSENTWICKLUNGAußenumsatz 5% unter VorjahrDer RWE-Konzern hat in den ersten drei Quartalen 2016 einen Außenumsatz von 33.206
Mio. € erwirtschaftet. In dieser Zahl sind die Erdgas- und die Stromsteuer enthalten.
Gegenüber dem Vorjahreszeitraum haben sich unsere Erlöse um 5% verringert, u. a. wegen
rückläufiger Mengen und Preise im Gasvertrieb. Im Stromgeschäft führten Absatzrückgänge
bei Privat- und Gewerbekunden zu Erlöseinbußen, die durch gestiegene Lieferungen an
deutsche Weiterverteiler nicht ausgeglichen werden konnten. Nennenswerten Einfluss
hatte auch, dass sich das britische Pfund gegenüber dem Euro von durchschnittlich
1,38 € auf 1,24 € verbilligt hat; unsere britischen Umsätze fallen deshalb nach Umrechnung
in Euro niedriger aus. Erlössteigernd wirkte, dass wir im August 2015 aufgrund vertraglicher
Regelungen die alleinige Kontrolle über VSE erlangt haben und die zuvor at-Equity-bilanzierte
Beteiligung am slowakischen Energieversorger seither vollkonsolidieren. VSE trug daher
2016 erstmals im gesamten Berichtszeitraum zum Konzernumsatz bei. Außenumsatzscroll
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Teilweise angepasste Werte; siehe Vorbemerkungen zur Berichtsweise auf Seite 1f. Innenumsatzscroll
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Teilweise angepasste Werte; siehe Vorbemerkungen zur Berichtsweise auf Seite 1f. EBITDAscroll
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Teilweise angepasste Werte; siehe Vorbemerkungen zur Berichtsweise auf Seite 1f. Betriebliches Ergebnisscroll
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Teilweise angepasste Werte; siehe Vorbemerkungen zur Berichtsweise auf Seite 1f. Betriebliches Ergebnis 20% niedriger als 2015Im Berichtszeitraum erzielten wir ein EBITDA von 3.821 Mio. € und ein betriebliches
Ergebnis von 2.116 Mio. €. Damit blieben wir um 13% bzw. 20% hinter den jeweiligen
Vorjahreswerten zurück. Ursachen dafür waren Mehraufwendungen für die Instandhaltung
unserer Netzinfrastruktur und ein ungewöhnlich schwaches zweites Quartal im Handelsgeschäft.
Außerdem ist ein Einmalertrag von 185 Mio. € aus dem Vorjahr weggefallen, der sich
aus einer Neubewertung unserer Beteiligung am slowakischen Energieversorger VSE ergab.
Von dem Betrag entfielen 143 Mio. € auf das Segment Netze/Beteiligungen/Sonstige und
42 Mio. € auf das Segment Vertrieb. Hintergrund der Neubewertung war die erstmalige
Vollkonsolidierung von VSE. In den einzelnen Unternehmensbereichen zeigte sich folgende Entwicklung beim betrieblichen
Ergebnis:
Das neutrale Ergebnis, in dem wir bestimmte nicht-operative oder aperiodische Einmaleffekte
erfassen, hat sich um 183 Mio. € auf -353 Mio. € verschlechtert. Im Wesentlichen ergab
sich dies aus Wertveränderungen bei Derivaten, mit denen wir uns gegen Preisschwankungen
absichern: Sie führten per saldo zu einem Verlust, nachdem im Vorjahr ein Gewinn angefallen
war. Gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS) sind die Derivate mit
ihren Marktwerten am jeweiligen Stichtag zu bilanzieren, während die (gegenläufigen)
Grundgeschäfte erst später bei ihrer Realisierung erfolgswirksam erfasst werden dürfen.
Dadurch entstehen kurzfristige Ergebniseffekte, die sich im Laufe der Zeit wieder
aufheben. Neben den Derivaten minderten Abschreibungen auf unsere deutschen Gasspeicher
das neutrale Ergebnis. Allerdings hatten wir auch im Vorjahr Einmalbelastungen zu
verkraften, die auf die Bildung von Rückstellungen für Rechtsrisiken aus einem Schiedsverfahren
zurückzuführen waren. Unsere Veräußerungsgewinne fielen höher aus als 2015; sie stammen
u. a. aus dem Ende Juli abgeschlossenen Verkauf unserer 33,3%-Beteiligung an der britischen
Zephyr Investments Limited, über den wir im Bericht über das erste Halbjahr 2016 auf
Seite 12 informiert haben. Finanzergebnisscroll
Unser Finanzergebnis lag mit -1.377 Mio. € um 253 Mio. € unter Vorjahr. Leichten Verbesserungen
beim Zinsergebnis und bei den Zinsanteilen an Zuführungen zu den langfristigen Rückstellungen
stand eine starke Verschlechterung beim übrigen Finanzergebnis gegenüber. Diese resultierte
im Wesentlichen daraus, dass wir im Vorjahr hohe Gewinne aus Wertpapierverkäufen erzielt
haben, während im Berichtszeitraum Verluste aus solchen Transaktionen anfielen. Das Ergebnis fortgeführter Aktivitäten vor Steuern sank um 71 % auf 386 Mio. €. Unsere
Steuerquote lag mit 33% deutlich unter dem Vorjahreswert. Dieser war mit 42% ungewöhnlich
hoch ausgefallen, weil wir keine latenten Steuern aktiviert hatten (siehe Bericht
über die ersten drei Quartale 2015, Seite 19). Aktive latente Steuern sind ein Anspruch
auf künftige Steuerermäßigungen, die sich aus Unterschieden im Ansatz und/oder in
der Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden zwischen der Steuerbilanz und
der IFRS-Bilanz ergeben. Die Aktivierung latenter Steuern setzt voraus, dass in Zukunft
steuerliche Gewinne anfallen, die eine Nutzung der Steuerermäßigungen erlauben. Vor
einem Jahr waren wir noch davon ausgegangen, dass dies auf absehbare Zeit nicht der
Fall sein würde. Diese Einschätzung haben wir inzwischen revidiert, vor allem wegen
Steuereffekten im Zusammenhang mit der Reorganisation des RWE-Konzerns. Dass die diesjährige
Steuerquote dennoch etwas über dem (theoretischen) Normalniveau von 31 % liegt, ergibt
sich aus den oben angeführten Verlusten aus Wertpapierverkäufen, da diese steuerlich
nicht abzugsfähig sind. Nach Steuern erzielten wir mit unseren fortgeführten Aktivitäten ein Ergebnis von
258 Mio. € (Vorjahr: 784 Mio. €). Im Berichtszeitraum fiel kein Ergebnis aus nicht
fortgeführten Aktivitäten an. Im Vorjahr hatten wir unter dieser Position noch einen
Betrag von 1.524 Mio. € ausgewiesen, der größtenteils aus dem Buchgewinn stammt, den
wir bei der Veräußerung von RWE Dea im März 2015 erzielt haben. Die Ergebnisanteile anderer Gesellschafter haben sich um 18% auf 211 Mio. € verringert,
weil einige vollkonsolidierte Gesellschaften, an denen Konzernfremde beteiligt sind,
unter Vorjahr abschlossen. Das betrifft vor allem unsere deutschen Regionalversorger.
Diese hatten 2015 in großem Umfang von den bereits erwähnten Einmalerträgen aus Wertpapierverkäufen
profitiert. Auf unsere Hybridkapitalgeber entfielen Ergebnisanteile von 36 Mio. € (Vorjahr: 117
Mio. €). Berücksichtigt werden hier nur solche Hybridanleihen, die gemäß IFRS dem
Eigenkapital zuzuordnen sind. Dies gilt nur für eine unserer insgesamt sieben Hybridanleihen,
nämlich jene über 750 Mio. £. Eine zweite Anleihe, die das Kriterium erfüllte, ist
zum 28. September 2015 abgelöst worden. Dabei handelte es sich um Papiere mit 1.750
Mio. € Nominalvolumen, die wir im Jahr 2010 begeben hatten. Das Nettoergebnis des RWE-Konzerns fiel mit 11 Mio. € ungewöhnlich niedrig aus (Vorjahr:
1.935 Mio. €). Bei 614,7 Millionen ausstehenden RWE-Aktien entspricht das einem Ergebnis
je Aktie von 0,02 € (Vorjahr: 3,15 €). scroll
Bereinigtes Nettoergebnis deutlich unter VorjahrDas bereinigte Nettoergebnis belief sich auf 227 Mio. €. Vom Nettoergebnis unterscheidet
es sich dadurch, dass das von Einmaleffekten geprägte neutrale Ergebnis (einschließlich
der darauf entfallenden Steuern) und gegebenenfalls weitere Sondereinflüsse herausgerechnet
werden. Gegenüber 2015 hat es sich um 58% verringert. Hauptgründe dafür waren die
schwächere operative Ertragslage und die Verschlechterung beim Finanzergebnis. Nur
unwesentliche Auswirkungen hatte, dass es 2016 keinen Ergebnisbeitrag nicht fortgeführter
Aktivitäten mehr gab, da der Ergebnisbeitrag des Vorjahres im bereinigten Nettoergebnis
größtenteils unberücksichtigt geblieben war. Investitionenscroll
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Teilweise angepasste Werte; siehe Vorbemerkungen zur Berichtsweise auf Seite 1f. Rückläufige Investitionen in StromerzeugungskapazitätenUnsere Investitionen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 1.344 Mio. €. Für Sachanlagen
und immaterielle Vermögenswerte setzten wir 1.179 Mio. € ein und für Finanzanlagen
165 Mio. €. Das sind 29% bzw. 27% weniger als ein Jahr zuvor. Stark verringert haben
sich die Sachinvestitionen im Unternehmensbereich Konventionelle Stromerzeugung, der
2015 noch hohe Ausgaben für die Modernisierung der britischen Gaskraftwerke Pembroke
und Staythorpe getätigt hatte. Auch im Bereich Erneuerbare Energien verzeichneten
wir einen deutlichen Rückgang. Den Ausschlag gab hier, dass wir im Vorjahr mit den
Offshore-Windparks Nordsee Ost und Gwynt y Môr zwei Großprojekte abgeschlossen haben.
Die Windparks sind im Mai bzw. Juni 2015 eingeweiht worden. Kapitalflussrechnungscroll
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Die Position umfasst ausschließlich zahlungswirksame Investitionen. Operativer Cash Flow durch negative Effekte im Nettoumlaufvermögen belastetDer Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit, den wir mit unseren fortgeführten
Aktivitäten erzielten, hat sich um 1.569 Mio. € auf 608 Mio. € verringert. Dabei kamen
Sachverhalte zum Tragen, die sich in Veränderungen beim Nettoumlaufvermögen widerspiegeln.
Beispielsweise mussten wir aufgrund hoher Preisschwankungen in wesentlich größerem
Umfang Sicherheitsleistungen für Termingeschäfte erbringen. Außerdem hatten wir im
Vorjahr von Maßnahmen zur Optimierung des Nettoumlaufvermögens profitiert. Aus der Investitionstätigkeit fortgeführter Aktivitäten sind 936 Mio. € abgeflossen.
Neben unseren Ausgaben für Sach- und Finanzanlagen hat dazu beigetragen, dass wir
die Kapitaldeckung für unsere Pensionszusagen aufgestockt haben: Dazu sind Mittel
in Höhe von 0,2 Mrd. € auf Treuhänder bzw. Einrichtungen zur betrieblichen Altersversorgung
übertragen worden. Dem standen Einnahmen aus Desinvestitionen in Höhe von 0,7 Mrd.
€ gegenüber. Aus der Finanzierungstätigkeit fortgeführter Aktivitäten haben wir 756 Mio. € vereinnahmt.
Ausschlaggebend dafür war, dass wir Mittel von 1,7 Mrd. € im Rahmen unseres Commercial-Paper-Programms
aufgenommen haben und zusätzliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten eingegangen
sind. Gegenläufig wirkten unsere Ausschüttungen an Miteigentümer vollkonsolidierter
RWE-Gesellschaften, Hybridkapitalgeber und Vorzugsaktionäre. Außerdem wurde im April
eine Standardanleihe über 850 Mio. € fällig. Von der Anleihe hatten wir bereits in
Vorjahren Papiere mit einem Nominalwert von 43 Mio. € am Markt zurückgekauft. Aufgrund der dargestellten Zahlungsströme aus der Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit
haben sich unsere flüssigen Mittel per saldo um 406 Mio. € erhöht. Zieht man vom operativen Cash Flow fortgeführter Aktivitäten die Investitionen in
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ab, erhält man den Free Cash Flow. Dieser
lag mit -536 Mio. € deutlich unter dem positiven Vorjahreswert (508 Mio. €). Nettoschulden¹scroll
Nettoschulden auf 27,4 Mrd. € gestiegenUnsere Nettoschulden lagen zum 30. September 2016 bei 27,4 Mrd. € und damit 2,0 Mrd.
€ über dem Stand zum 31. Dezember 2015. Eine wichtige Rolle spielte hier das stark
gefallene Marktzinsniveau. Es hatte zur Folge, dass wir die Diskontierungssätze, die
zur Berechnung der Pensionsrückstellungen verwendet werden, nach unten anpassen mussten
und sich die Rückstellungsbeträge dementsprechend erhöht haben. Die neuen Diskontierungssätze
belaufen sich auf 1,3% in Deutschland und 2,2% in Großbritannien, gegenüber 2,4% bzw.
3,6% im Jahresabschluss 2015. Auch der negative Free Cash Flow und unsere Ausschüttungen
trugen zum Anstieg der Nettoschulden bei. Desinvestitionen stärkten dagegen unsere
Finanzposition, allen voran die Veräußerung unserer Minderheitsbeteiligungen am Luxemburger
Energieversorger Enovos und an der britischen Zephyr Investments Limited (siehe Bericht
über das erste Halbjahr 2016, Seite 10/12). Schuldenmindernd wirkte auch die Abwertung
des britischen Pfunds: Sie hatte zur Folge, dass sich unsere in dieser Währung begebenen
Anleihen auf Euro-Basis verbilligten. PROGNOSE 2016Neue Berichtsstruktur für das Gesamtjahr 2016Seit dem Börsengang von innogy am 7. Oktober, über den wir auf Seite 3 berichten,
beträgt unser Anteil an dem Unternehmen 76,8%. Wir steuern die neue Gesellschaft,
in der wir unser Geschäft mit den erneuerbaren Energien, den Netzen und dem Vertrieb
gebündelt haben, fortan wie eine Finanzbeteiligung und nicht mehr ihre einzelnen Unternehmensbereiche.
Das hat Auswirkungen auf die Segmentstruktur: Künftig berichten wir nicht mehr separat
über die Bereiche Erneuerbare Energien, Netze/Beteiligungen/Sonstige und Vertrieb,
sondern nur noch über das Segment "innogy". Da die Umstellung bereits im Jahresabschluss
2016 wirksam wird, haben wir die Ergebnisprognose in die neue Struktur überführt. Ergebnisausblick für 2016scroll
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Teilweise angepasste Werte; siehe Vorbemerkungen zur Berichtsweise auf Seite 1f. Die aktuelle Ergebnisprognose ist in der Tabelle oben dargestellt. Wie bereits erwähnt,
erwarten wir im Bereich Konventionelle Stromerzeugung jetzt ein betriebliches Ergebnis
in der Größenordnung von 2015; bisher waren wir von einem Wert deutlich unter Vorjahr
ausgegangen. Am Ergebnisausblick für den RWE-Konzern als Ganzen halten wir aber fest. Eine weitere Prognoseanpassung betrifft die Nettoschulden. Zuletzt waren wir davon
ausgegangen, dass sie zum 31. Dezember 2016 moderat höher ausfallen würden als zum
Vorjahresende (25,5 Mrd. €). Jetzt erwarten wir ein Niveau in der Größenordnung von
2015. Ausschlaggebend dafür sind die hohen Einnahmen aus dem Börsengang von innogy
(4,6 Mrd. €). Allerdings rechnen wir auch mit einem gegenläufigen Effekt aus der angestrebten
gesetzlichen Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung. Wie auf
Seite 5 erläutert, müssen wir in den geplanten Kernenergiefonds nicht nur die Rückstellungsbeträge
für die Zwischen- und Endlagerung, sondern auch einen Risikoaufschlag einzahlen, falls
wir uns von Haftungsrisiken aus etwaigen Kostensteigerungen befreien lassen wollen.
Dieser Aufschlag von voraussichtlich 1,8 Mrd. € würde zwar frühestens 2017 fällig;
in der Bilanz zum 31. Dezember 2016 könnte er sich aber bereits schuldenerhöhend niederschlagen.
Bei den Pensionsrückstellungen, die im Jahresverlauf wegen des Zinsverfalls bereits
deutlich aufgestockt werden mussten, unterstellen wir, dass keine weiteren zinsbedingten
Anpassungen erforderlich sind. KONZERNZWISCHENABSCHLUSS (VERKÜRZT)Gewinn- und Verlustrechnung¹scroll
Gesamtergebnisrechnung¹scroll
BilanzAktivascroll
Passivascroll
Kapitalflussrechnungscroll
Veränderung des Eigenkapitalsscroll
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ANHANGRechnungslegungsmethodenDie RWE AG mit Sitz am Opernplatz 1 in 45128 Essen, Deutschland, ist Mutterunternehmen
des RWE-Konzerns ("RWE" oder "Konzern"). Der Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2016 einschließlich weiterer Angaben
in den sonstigen Teilen dieser Zwischenmitteilung wurde nach den International Financial
Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Er ist
am 10. November 2016 zur Veröffentlichung freigegeben worden. Im Einklang mit IAS 34 wurde für die Darstellung des Konzernzwischenabschlusses zum
30. September 2016 ein gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 verkürzter
Berichtsumfang gewählt. In der Konzernzwischenmitteilung werden - mit Ausnahme der
nachfolgend beschriebenen Änderungen und Neuregelungen - die gleichen Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden angewendet wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015. Für
weitere Informationen verweisen wir auf den Konzerngeschäftsbericht 2015, der die
Basis für vorliegende Konzernzwischenmitteilung darstellt. Für Entsorgungsrückstellungen auf dem Gebiet der Kernenergie und für bergbaubedingte
Rückstellungen wird ein Abzinsungsfaktor von 4,5% (31.12.2015: 4,5%) zugrunde gelegt.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden in Deutschland mit
1,3% und im Ausland mit 2,2% abgezinst (31.12.2015: 2,4% bzw. 3,6%). Änderung der RechnungslegungsmethodenDer International Accounting Standards Board (IASB) hat Änderungen bei bestehenden
International Financial Reporting Standards (IFRS) verabschiedet, die für den RWE-Konzern
ab dem Geschäftsjahr 2016 verpflichtend anzuwenden sind:
Diese neuen Regelungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den RWE-Konzernabschluss. Zum 1. Januar 2016 wurde die Nutzungsdauer für den Tagebauaufschluss im Zuge der jährlichen
Überprüfung an die aktuellen wirtschaftlichen Gegebenheiten angepasst. Dies führte
in den ersten drei Quartalen 2016 zu einem Rückgang der planmäßigen Abschreibungen
um 40 Mio. €. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss einbezogen sind neben der RWE AG alle wesentlichen in- und
ausländischen Tochterunternehmen, die die RWE AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht.
Wesentliche assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert, wesentliche
gemeinsame Vereinbarungen nach der Equity-Metho-de oder als gemeinschaftliche Tätigkeit. Anzahl vollkonsolidierter Unternehmenscroll
Zudem werden sechs Gesellschaften als gemeinschaftliche Tätigkeiten abgebildet. Die folgenden Übersichten stellen dar, welche Veränderungen sich bei der Anzahl der
vollkonsolidierten Unternehmen und der mittels der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen
und Gemeinschaftsunternehmen ergeben haben: Anzahl at-Equity-bilanzierter Beteiligungen und Gemeinschaftsunternehmenscroll
VeräußerungenLynemouthIm Januar 2016 hat RWE Supply & Trading GmbH die Gesellschaft Lynemouth Power Ltd.,
den Betreiber des 420-MW-Kohlekraft-werks Lynemouth, an EP UK Investment Ltd., eine
Tochtergesellschaft der Energeticky a prumyslovy holding (EPH), verkauft. Die Beteiligung
war dem Segment Trading/Gas Midstream zugeordnet. Der Entkonsolidierungsgewinn betrug
34 Mio. € und wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Sonstige betriebliche
Erträge" ausgewiesen. Lynemouth Power Ltd. wurde zum 31. Dezember 2015 mit Buchwerten
in Höhe von 41 Mio. € als zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und von 19 Mio.
€ als zur Veräußerung bestimmte Schulden in der Bilanz ausgewiesen. Aufgrund vertraglicher
Vereinbarungen erfolgte im zweiten Quartal 2016 eine nachträgliche Kaufpreiserstattung,
so dass der Entkonsolidierungsgewinn insgesamt 33 Mio. € beträgt. EnovosIm März 2016 hat RWE ihre Beteiligung von 18,4% am Luxemburger Energieversorger Enovos
International S. A. an ein Konsortium unter der Führung des Großherzogtums Luxemburg
und der Investmentgesellschaft Ardian veräußert. Die Beteiligung war dem Bereich Sonstige/Konsolidierung
zugeordnet. ZephyrIm Juni 2016 haben die Vorstände der RWE AG und der innogy SE (vormals: RWE International
SE) einem Verkauf von 33,3% der Anteile an dem assoziierten Unternehmen Zephyr Investments
Limited (Zephyr) sowie den damit verbundenen Gesellschafterdarlehen zugestimmt. Die
Beteiligung war dem Segment Erneuerbare Energien zugeordnet. Die Transaktion wurde
Ende Juli 2016 abgeschlossen. UmsatzerlöseErlöse aus Energiehandelsaktivitäten werden netto, d. h. mit der realisierten Rohmarge
als Umsatz ausgewiesen. Um die Geschäftsentwicklung zutreffender darzustellen, wird
ab dem Geschäftsjahr 2016 insbesondere auch bei Gasgeschäften ein Nettoausweis angewendet.
Die Vorjahreswerte für die Umsatzerlöse und den Materialaufwand wurden um -364 Mio.
€ angepasst. Außerplanmäßige AbschreibungenIm ersten Quartal 2016 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Gasspeicher des Segments
Netze/Beteiligungen/ Sonstige in Höhe von 204 Mio. € vorgenommen (erzielbarer Betrag:
0,1 Mrd. €), im Wesentlichen aufgrund geänderter Preiserwartungen. Die Ermittlung
des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten erfolgte mithilfe eines Unternehmensbewertungsmodells
unter Zugrundelegung von Cash-Flow-Planungen sowie eines Diskontierungszinssatzes
nach Steuern von 5,25%. GewinnausschüttungDie Hauptversammlung der RWE AG hat am 20. April 2016 beschlossen, eine Dividende
für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 0,13 € je dividendenberechtigter Vorzugsaktie
auszuschütten. Die Ausschüttung betrug insgesamt 5 Mio. €. Für Stammaktien wurde keine Dividende
ausgeschüttet (Vorjahr: 1,00 € je Stamm- und Vorzugsaktie). FinanzverbindlichkeitenIm April 2016 wurde eine fünfzehnjährige Anleihe mit einem Buchwert von 807 Mio. €
und einem Kupon von 6,25% p. a. fällig. Ergebnis je Aktiescroll
Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenAssoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen gelten im RWE-Konzern als nahestehende
Unternehmen. Die mit wesentlichen nahestehenden Unternehmen getätigten Geschäfte führten
in den ersten drei Quartalen 2016 zu Erträgen in Höhe von 3.115 Mio. € (Vorjahreszeitraum:
2.975 Mio. €) und Aufwendungen in Höhe von 2.321 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 2.042
Mio. €). Zum 30. September 2016 betrugen die Forderungen 488 Mio. € (31.12.2015: 477
Mio. €) und die Verbindlichkeiten 129 Mio. € (31.12.2015: 151 Mio. €). Alle Geschäfte
sind zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen worden und unterscheiden sich grundsätzlich
nicht von den Liefer- und Leistungsbeziehungen mit anderen Unternehmen. Die sonstigen
Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften betrugen 1.159 Mio. € (31.12.2015: 1.293
Mio. €). Darüber hinaus hat der RWE-Konzern keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden
Unternehmen oder Personen getätigt. Berichterstattung zu FinanzinstrumentenFinanzinstrumente lassen sich danach unterscheiden, ob sie originär oder derivativ
sind. Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen
die übrigen Finanzanlagen, die Forderungen, die kurzfristigen Wertpapiere und die
flüssigen Mittel. Die Finanzinstrumente der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar"
sind mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt, die übrigen originären finanziellen
Vermögenswerte mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Auf der Passivseite bestehen
die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen aus mit den fortgeführten Anschaffungskosten
bewerteten Verbindlichkeiten. Der beizulegende Zeitwert von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten, die
in den übrigen Finanzanlagen und Wertpapieren erfasst sind, entspricht dem veröffentlichten
Börsenkurs, sofern die Finanzinstrumente an einem aktiven Markt gehandelt werden.
Der beizulegende Zeitwert nicht notierter Schuld- und Eigenkapitaltitel wird grundsätzlich
auf Basis diskontierter erwarteter Zahlungsströme ermittelt. Zur Diskontierung werden
aktuelle restlaufzeitkongruente Marktzinssätze herangezogen. Derivative Finanzinstrumente werden - sofern sie in den Anwendungsbereich von IAS
39 fallen - grundsätzlich mit ihren beizulegenden Zeitwerten am Bilanzstichtag bilanziert.
Börsengehandelte Produkte werden mit den veröffentlichten Schlusskursen der jeweiligen
Börsen bewertet. Nicht börsengehandelte Produkte werden anhand öffentlich zugänglicher
Broker-Quotierungen bewertet oder - falls nicht vorhanden - anhand allgemein anerkannter
Bewertungsmodelle. Dabei orientieren wir uns - soweit möglich - an Notierungen auf
aktiven Märkten. Sollten auch diese nicht vorliegen, fließen unternehmensspezifische
Planannahmen in die Bewertung ein. Diese umfassen sämtliche Marktfaktoren, die auch
andere Marktteilnehmer für die Preisfestsetzung berücksichtigen würden. Die Ermittlung
energiewirtschaftlicher und volkswirtschaftlicher Annahmen erfolgt in einem umfangreichen
Prozess und unter Einbeziehung interner und externer Experten. Die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte
und finanzieller Verbindlichkeiten wird auf Basis der Nettorisikoposition pro Geschäftspartner
in Übereinstimmung mit IFRS 13.48 vorgenommen. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Anwendungsbereich
von IFRS 7 stimmen grundsätzlich mit ihren beizulegenden Zeitwerten überein. Abweichungen
gibt es lediglich bei Anleihen, Commercial Paper, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
und sonstigen Finanzverbindlichkeiten. Ihr Buchwert belief sich auf 19.250 Mio. €
(31.12.2015: 19.079 Mio. €), der beizulegende Zeitwert auf 22.200 Mio. € (31.12.2015:
20.161 Mio. €). Die folgende Übersicht stellt die Einordnung aller zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Finanzinstrumente in die durch IFRS 13 vorgegebene Fair-Value-Hierarchie dar. Die
einzelnen Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind gemäß IFRS 13 wie folgt definiert:
Fair-Value-Hierarchiescroll
scroll
Die folgende Darstellung zeigt die Entwicklung der nach Stufe 3 zum beizulegenden
Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente: Finanzinstrumente der Stufe 3: Entwicklung im Jahr 2016scroll
Finanzinstrumente der Stufe 3: Entwicklung im Jahr 2015scroll
Die erfolgswirksam erfassten Gewinne und Verluste von Finanzinstrumenten der Stufe
3 entfallen auf folgende Posten der Gewinn- und Verlustrechnung: Finanzinstrumente der Stufe 3: Erfolgswirksam erfasste Gewinne und Verlustescroll
Derivative Finanzinstrumente der Stufe 3 umfassen im Wesentlichen Energiebezugsverträge,
die Handelsperioden betreffen, für die es noch keine aktiven Märkte gibt. Ihre Bewertung
ist insbesondere von der Entwicklung der Gaspreise abhängig. Bei steigenden Gaspreisen
erhöht sich bei sonst gleichen Bedingungen der beizulegende Zeitwert und umgekehrt.
Eine Veränderung der Preisverhältnisse um +/- 10% würde zu einem Anstieg des Marktwertes
um 2 Mio. € bzw. zu einem Rückgang um 2 Mio. € führen. Ereignisse nach dem BilanzstichtagAusführungen zu Ereignissen nach dem Bilanzstichtag enthält die ergänzende Berichterstattung
zu wesentlichen Ereignissen nach Ablauf des Berichtszeitraums. FINANZKALENDER 2017scroll
Die vorliegende Zwischenmitteilung ist am 14. November 2016 veröffentlicht worden. RWE AktiengesellschaftOpernplatz 1 45128 Essen T +49 201 12-00 F +49 201 12-15199 I www.rwe.com Investor Relations T +49 201 12-15025 F +49 201 12-15033 I www.rwe.com/ir E invest@rwe.com |
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