RWE Aktiengesellschaft

Essen

Zwischenmitteilung über die ersten drei Quartale 2016

Betriebliches Quartalsergebnis mit 2,1 Mrd. € im Plan

Prognose zum Konzernergebnis 2016 bekräftigt

Neue Tochtergesellschaft innogy gibt erfolgreiches Börsendebüt

Rolf Martin Schmitz übernimmt Vorstandsvorsitz der RWE AG

AUF EINEN BLICK

Eckdaten des RWE-Konzerns

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Jan - Sep Jan - Sep +/- Jan - Dez


2016 20151 in % 20151
Stromerzeugung Mrd. kWh 157,7 154,9 1,8 213,0
Außenabsatz Strom Mrd. kWh 195,3 190,7 2,4 261,5
Außenabsatz Gas Mrd. kWh 178,3 192,6 -7,4 273,0
Außenumsatz Mio. € 33.206 35.045 -5,2 48.090
EBITDA Mio. € 3.821 4.403 -13,2 7.017
Betriebliches Ergebnis Mio. € 2.116 2.648 -20,1 3.837
Ergebnis fortgeführter Aktivitäten vor Steuern Mio. € 386 1.354 -71,5 -637
Nettoergebnis Mio. € 11 1.935 -99,4 -170
Bereinigtes Nettoergebnis Mio. € 227 545 -58,3 1.125
Ergebnis je Aktie 0,02 3,15 -99,4 -0,28
Bereinigtes Nettoergebnis je Aktie 0,37 0,89 -58,4 1,83
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit fortgeführter Aktivitäten Mio. € 608 2.177 -72,1 3.339
Investitionen Mio. € 1.344 1.896 -29,1 3.303
in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € 1.179 1.669 -29,4 2.898
in Finanzanlagen Mio. € 165 227 -27,3 405
Free Cash Flow Mio. € -536 508 -205,5 441


30.09.2016 31.12.2015

Nettoschulden Mio. € 27.447 25.463 7,8
Mitarbeiter2
59.024 59.762 -1,2

1 Teilweise angepasste Werte; siehe Vorbemerkungen zur Berichtsweise auf Seite 1f. und Fußnote 1 der Tabelle "Nettoschulden" auf Seite 13
2 Umgerechnet in Vollzeitstellen

VORBEMERKUNGEN ZUR BERICHTSWEISE

Geänderte Segmentstruktur zum 1. Januar 2016

Seit 2016 liegt unserer Finanzberichterstattung eine geänderte Segmentstruktur zugrunde, die sich im Wesentlichen an den energiewirtschaftlichen Wertschöpfungsstufen orientiert. Der Börsengang von innogy, über den wir auf Seite 3 informieren, führt zu weiteren Anpassungen, die aber erst im Bericht über das Gesamtjahr wirksam werden. Nähere Erläuterungen dazu finden Sie auf Seite 14. Bei der Darstellung des Geschäftsverlaufs der ersten drei Quartale unterscheiden wir die folgenden Unternehmensbereiche: (1) Konventionelle Stromerzeugung, (2) Erneuerbare Energien, (3) Trading/Gas Midstream, (4) Netze/Beteiligungen/Sonstige und (5) Vertrieb. Neu seit Jahresbeginn sind die beiden letztgenannten Bereiche. Auf sie haben wir die Aktivitäten übertragen, die unter den früheren Segmenten Vertrieb/Verteilnetze Deutschland, Vertrieb Niederlande/Belgien, Vertrieb Großbritannien und Zentralost-/Südosteuropa erfasst waren. Um die Vergleichbarkeit der 2016er-Zahlen mit denen des Vorjahres zu gewährleisten, haben wir Letztere in die neue Struktur überführt.

Die fünf Unternehmensbereiche umfassen folgende Aktivitäten:

(1) Konventionelle Stromerzeugung: In diesem Unternehmensbereich ist unser deutsches, britisches, niederländisches und türkisches Stromerzeugungsgeschäft mit konventionellen Kraftwerken zusammengefasst. Außerdem gehören dazu die Braunkohleförderung von RWE Power im Rheinland und die auf Projektmanagement und Ingenieurdienstleistungen spezialisierte RWE Technology International. Ab dem laufenden Geschäftsjahr erfassen wir hier auch unsere Mehrheitsbeteiligung an der auf die Förderung und Verstromung von Braunkohle spezialisierten Matra in Ungarn (vormals im Bereich Zentralost-/Südosteuropa) und das schottische Biomassekraftwerk Markinch (vormals im Bereich Erneuerbare Energien). Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Gesteuert werden all diese Aktivitäten von RWE Generation.

(2) Erneuerbare Energien: Hier berichten wir über unser Geschäft rund um die Stromerzeugung aus regenerativen Quellen. Neben dem Betrieb von Erneuerbare-Energien-Anlagen zählen dazu auch deren Bau und die Projektentwicklung. Bei der Erzeugungstechnologie konzentrieren wir uns auf Windkraft an Land (Onshore) und im Meer (Offshore) sowie auf Wasserkraft. Unsere wichtigsten Erzeugungsstandorte liegen in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Polen, Spanien und Italien.

(3) Trading/Gas Midstream: Dieser Bereich deckt das Tätigkeitsfeld von RWE Supply & Trading ab. Die Gesellschaft verantwortet den Energie- und Rohstoffhandel, die Vermarktung und Absicherung der Stromposition des RWE-Konzerns sowie dessen Gas-Midstream-Geschäft. Außerdem beliefert sie einige große deutsche und niederländische Industrie- und Geschäftskunden mit Strom und Gas.

(4) Netze/Beteiligungen/Sonstige: Das Segment umfasst unser Verteilnetzgeschäft in Deutschland (Strom/ Gas), Tschechien (Gas), Slowakei, Ungarn und Polen (alle Strom). Mit Ausnahme des Vertriebs sind auch die Aktivitäten der vollkonsolidierten Regionalversorger (Netzbetrieb, Stromerzeugung, Wassergeschäft u. a.) darin enthalten, ferner große Teile unseres Gasspeichergeschäfts. Minderheitsbeteiligungen an Versorgern (z. B. an deutschen Stadtwerken und der österreichischen KELAG) weisen wir komplett unter Netze/Beteiligungen/Sonstige aus.

(5) Vertrieb: Hier erfassen wir unser Vertriebsgeschäft, das wir in Deutschland, Niederlande, Belgien, Großbritannien, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Polen, Slowenien, Kroatien und Rumänien betreiben. Neben Strom und Gas bieten wir auch Energielösungen an, z. B. SmartHome-Produkte für Haushalte oder individuelle Leistungspakete für gewerbliche Kunden.

Einzelne konzernübergreifende Aktivitäten stellen wir außerhalb der Unternehmensbereiche unter der Position "Sonstige/Konsolidierung" dar. Dies gilt für die Konzernholding RWE AG sowie unsere internen Dienstleister RWE IT, RWE Group Business Services und RWE Service. In der Position enthalten ist auch unsere Minderheitsbeteiligung am deutschen Stromübertragungsnetzbetreiber Amprion.

Geänderte Erfassung von Gashandelsgeschäften

Weitere Anpassungen der Berichtsweise betreffen die Art und Weise, wie Absatzmengen und Umsätze aus Handelsgeschäften erfasst werden. Dabei wenden wir verstärkt die Methode des Nettoausweises an, und zwar insbesondere auch im Gashandel. Beim Nettoausweis werden Käufe und Verkäufe saldiert. Anders als bei der Bruttobetrachtung haben reine Handelsgeschäfte daher keinen Einfluss auf den Absatz und gehen nur mit der Marge in die Erlöse ein. Absatz und Umsatz im Bereich Trading/Gas Midstream fallen dementsprechend niedriger aus. Auf das Ergebnis hat die Umstellung aber keinen Einfluss. Die Zahlen für 2015 haben wir angepasst.

Rechtlicher Hinweis

Dieses Dokument enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen und Annahmen des Managements wider und basieren auf Informationen, die dem Management zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse und Entwicklungen und sind mit bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse und Entwicklungen können aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von den hier geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation. Darüber hinaus können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Wechselkursschwankungen sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere in Bezug auf steuerliche Regelungen, sowie andere Faktoren einen Einfluss auf die zukünftigen Ergebnisse und Entwicklungen der Gesellschaft haben. Weder die Gesellschaft noch ein mit ihr verbundenes Unternehmen übernimmt eine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

WESENTLICHE EREIGNISSE

Im Berichtszeitraum

innogy wird deutschen Solar- und Batteriespezialisten BELECTRIC Solar & Battery übernehmen

Unsere neue Konzerngesellschaft innogy ist dem Ziel, sich als internationaler Anbieter von Freiflächen-Solarkraftwerken und Batteriespeichern aufzustellen, einen großen Schritt näher gekommen. Ende August unterzeichnete sie mit der BELECTRIC Holding GmbH einen Vertrag zum Erwerb von deren Tochterunternehmen BELECTRIC Solar & Battery Holding GmbH. Der Kaufpreis liegt im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Die Transaktion soll Anfang 2017 abgeschlossen werden. BELECTRIC entwickelt, errichtet und betreibt Freiflächen-Solarkraftwerke. Regionale Schwerpunkte sind dabei Europa, der Nahe Osten, Nordafrika, Indien, Südamerika und die USA. Seit der Gründung im Jahr 2001 hat BELECTRIC mehr als 280 Freiflächen-Solarkraftwerke und Dachanlagen errichtet, deren Kapazität sich auf über 1,5 Gigawatt (GW) summiert. Das Unternehmen verantwortet zudem den Betrieb und die Wartung von Solaranlagen mit mehr als 1,0 GW Gesamtleistung. Darüber hinaus konzentriert sich BELECTRIC auf die Entwicklung schlüsselfertiger Großbatteriespeicherlösungen.

Markus Krebber zum Vorstandsmitglied der RWE AG ernannt

In seiner Sitzung vom 16. September hat der Aufsichtsrat der RWE AG Dr. Markus Krebber mit Wirkung zum 1. Oktober 2016 für die Dauer von drei Jahren zum Vorstandsmitglied der RWE AG bestellt. Am 15. Oktober übernahm Krebber das Finanzressort von Dr. Bernhard Günther, der bis dahin in Personalunion Finanzvorstand der RWE AG und der innogy SE war und seither nur noch dem Vorstand von innogy angehört. Seine bisherige Tätigkeit als Vorsitzender der Geschäftsführung von RWE Supply & Trading führt Krebber bis auf Weiteres fort.

Wesentliche Ereignisse, die bereits im Zeitraum von Januar bis Anfang August 2016 eingetreten sind, stellen wir im Bericht über das erste Halbjahr 2016 auf den Seiten 8 bis 12 dar.

Nach Ablauf des Berichtszeitraums

innogy feiert erfolgreiches Debüt an der Frankfurter Wertpapierbörse

Mit dem Börsengang von innogy, unserer Tochtergesellschaft für erneuerbare Energien, Netze und Vertrieb, haben wir einen Meilenstein auf dem Weg zur organisatorischen Neuaufstellung und finanziellen Stärkung des RWE-Konzerns erreicht. Am 7. Oktober ist die Aktie von innogy erstmals an der Frankfurter Börse gehandelt worden. Der erste Kurs von 37,30 € lag über dem Platzierungspreis. Dieser war mit 36 € am oberen Ende der Preisspanne festgesetzt worden. Trotzdem war das Angebot mehrfach überzeichnet. Inklusive der Titel, die durch Ausübung der Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) an den Markt gebracht wurden, sind 128.930.315 innogy-Aktien breit gestreut bei neuen Investoren platziert worden. Davon stammen 73.375.315 aus dem Bestand der RWE AG und 55.555.000 aus einer Kapitalerhöhung von innogy. Mit einem Emissionsvolumen von 4,6 Mrd. € ist dies der größte Börsengang in Deutschland seit Ende 2000. Die Bestandsverkäufe führten zu einem Zufluss von 2,6 Mrd. €, während innogy durch die Kapitalerhöhung 2,0 Mrd. € vereinnahmte. Der Anteil von RWE an innogy hat sich von 100% auf 76,8% verringert. Bei dem Platzierungspreis von 36 € und insgesamt 555.555.000 Aktien ergab sich für innogy zum Zeitpunkt des Börsengangs eine Marktkapitalisierung von 20 Mrd. €. Die Aktien des Unternehmens werden im regulierten Markt ("Prime Standard") der Frankfurter Wertpapierbörse unter den Wertpapierkennnummern DE000A2AADD2 (ISIN) und A2AADD (WKN) gehandelt.

Der Börsengang von innogy markiert den Höhepunkt eines tiefgreifenden Restrukturierungsprozesses, mit dem wir den RWE-Konzern organisatorisch und finanziell für die gegenwärtigen energiewirtschaftlichen Herausforderungen rüsten. Gestartet worden war der Prozess im Dezember 2015. Bereits am 1. April 2016 nahm innogy - zunächst noch unter dem Namen "RWE International SE" - die Geschäftstätigkeit auf. In der Gesellschaft, die ihren Firmensitz wie die RWE AG in Essen hat, sind die Geschäftsfelder Erneuerbare Energien, Netze und Vertrieb zusammengefasst. Ihr Fokus liegt damit auf jenen Gebieten der Energiewirtschaft, die eine Schlüsselrolle für das Gelingen der Energiewende spielen. Mit innogy haben wir eine Wachstumsplattform geschaffen, die sich direkt am Kapitalmarkt refinanzieren kann. Aber auch unsere konventionelle Stromerzeugung und der Energiehandel, die im Alleineigentum der RWE AG verbleiben, profitieren von der Neuorganisation: Denn mit der Möglichkeit, Anteile an innogy zu veräußern, gewinnt die RWE AG zusätzliche Flexibilität, um die genannten Geschäftsbereiche finanziell zu stärken.

Die RWE AG wird innogy wie eine Finanzbeteiligung führen und ihren Einfluss ausschließlich über die gesetzlichen Organe Aufsichtsrat und Hauptversammlung ausüben. Sicher gestellt wird dies durch eine Grundlagenvereinbarung zwischen beiden Unternehmen, die an die Stelle des zum 30. September 2016 gekündigten Beherrschungsvertrages getreten ist. Die Vereinbarung regelt das künftige Verhältnis der Gesellschaften und ihren Umgang miteinander. Sie legt fest, dass innogy in hohem Maße unabhängig und eigenverantwortlich agieren kann. Wir sehen darin eine wesentliche Voraussetzung für eine optimale Bewertung des Unternehmens durch den Kapitalmarkt. Die RWE AG verpflichtet sich bis Ende 2019, weder direkt noch über eine von ihr kontrollierte Gesellschaft mit innogy auf deren aktuellen Kerngeschäftsfeldern in Wettbewerb zu treten. Geschäftsbeziehungen zwischen beiden Seiten sollen zu marktüblichen Konditionen ausgeübt werden. Vereinbart wurde auch, dass innogy wirtschaftlich den Großteil der Kapitalmarktschulden von RWE übernimmt, darunter die gesamten Verbindlichkeiten aus Standardanleihen.

Rolf Martin Schmitz neuer Vorstandsvorsitzender der RWE AG

Kurz nach dem erfolgreichen Börsengang von innogy formierte sich das neue Vorstandsteam der RWE AG. Dr. Rolf Martin Schmitz, bislang stellvertretender Vorsitzender, wurde vom Aufsichtsrat mit Wirkung zum 15. Oktober 2016 als Vorstandsvorsitzender bestellt. Er folgt Peter Terium nach, der das Amt niedergelegt hat, um sich ausschließlich der Leitung von innogy zu widmen. Wie auf Seite 3 dargestellt, hat auch Finanzvorstand Dr. Bernhard Günther die RWE AG verlassen. Seine Aufgabe übernimmt Dr. Markus Krebber. Dagegen bleibt Uwe Tigges noch bis Ende April 2017 Personalvorstand von RWE und innogy. Er wird sich u. a. um die noch ausstehenden Mitarbeitertransfers zwischen beiden Unternehmen kümmern und danach - wie Terium und Günther - nur noch für innogy tätig sein.

Kabinett legt Gesetzentwurf zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung vor

Am 19. Oktober hat das Bundeskabinett den Entwurf eines Gesetzes verabschiedet, das die Verantwortung für die Entsorgung im Kernenergiebereich zwischen dem Bund und den Kraftwerksbetreibern neu aufteilt. Der Entwurf folgt weitgehend den Empfehlungen, die die von der Bundesregierung eingesetzte "Kommission zur Überprüfung der Finanzierung des Kernenergieausstiegs" Ende April vorgelegt hat. Vorgesehen ist, dass der Bund die Abwicklung und Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle übernimmt, während die Zuständigkeit für die Stilllegung und den Rückbau der Anlagen sowie die Verpackung der radioaktiven Abfälle bei den Unternehmen verbleibt. Die auf den Bund übergegangenen Aufgaben sollen aus einem Fonds finanziert werden, der von den Kraftwerksbetreibern dotiert wird. Nach dem Gesetzentwurf müssen die Unternehmen einen Grundbetrag von insgesamt 17,4 Mrd. € entrichten. Gegen Zahlung eines Aufschlags in Höhe von 35,47% bzw. 6,2 Mrd. € können sie sich von Haftungsrisiken aus etwaigen Kostensteigerungen befreien lassen. Daraus ergibt sich ein Gesamtbetrag von 23,6 Mrd. €. Den RWE-Anteil veranschlagen wir auf rund 6,8 Mrd. €. Die Zahlen sind allerdings noch vorläufig, da nicht alle Details der Reform geklärt sind. Sie beziehen sich zudem auf den 1. Januar 2017. Dem Gesetzentwurf zufolge muss der Grundbetrag sieben Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes entrichtet werden. Bis dahin soll er gegenüber dem Stand zum 1. Januar 2017 mit einem Jahreszins von 4,58% fortgeschrieben werden. Die Kraftwerksbetreiber können allerdings zwischenzeitlich geleistete Entsorgungsausgaben gegenrechnen lassen. Für den Risikoaufschlag ist eine Zahlungsfrist bis Ende 2022 vorgesehen. Sofern das Bundesfinanzministerium zustimmt, dürfen die Versorger den Gesamtbetrag auch in Raten zahlen, wobei die letzte Rate spätestens Ende 2026 fällig wird. Allerdings gilt auch hier, dass ausstehende Beträge mit 4,58% pro Jahr zu verzinsen sind.

Der Kabinettsentwurf soll nun in das Gesetzgebungsverfahren eingebracht werden. Inwieweit sich im weiteren Prozess noch Anpassungen ergeben, ist offen. Wir treten dafür ein, dass Regelungen zur Abgrenzung der Schnittstelle zwischen Rückbau und Lagerung, die mit dem Bundesumweltministerium verhandelt wurden, in das Gesetz aufgenommen werden. Hohe Bedeutung hat für die Versorger auch, dass die Bundesregierung ihnen vertraglichen Vertrauensschutz gewährt.

Absenkung der Eigenkapitalrenditen für Netzinvestitionen in Deutschland

Mitte Oktober hat die Bundesnetzagentur die Eigenkapitalrenditen für Strom- und Gasnetze festgelegt, die in den kommenden fünfjährigen Regulierungsperioden gelten werden. Für Anlagen, die nach 2005 aktiviert wurden (Neuanlagen), werden künftig 6,91 % (vor Körperschaftsteuer) gewährt und für Altanlagen 5,12%. Derzeit liegt die erlaubte Eigenkapitalverzinsung bei 9,05% bzw. 7,14%. Die neuen Sätze gelten für Gasnetzbetreiber ab 1. Januar 2018 und für Stromnetzbetreiber ab 1. Januar 2019. Sie liegen im europäischen Vergleich am unteren Rand. Bei ihrer Festlegung ließ sich die Bundesnetzagentur von dem zuletzt stark gesunkenen Zinsniveau auf den Kapitalmärkten leiten.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Außenumsatz 5% unter Vorjahr

Der RWE-Konzern hat in den ersten drei Quartalen 2016 einen Außenumsatz von 33.206 Mio. € erwirtschaftet. In dieser Zahl sind die Erdgas- und die Stromsteuer enthalten. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum haben sich unsere Erlöse um 5% verringert, u. a. wegen rückläufiger Mengen und Preise im Gasvertrieb. Im Stromgeschäft führten Absatzrückgänge bei Privat- und Gewerbekunden zu Erlöseinbußen, die durch gestiegene Lieferungen an deutsche Weiterverteiler nicht ausgeglichen werden konnten. Nennenswerten Einfluss hatte auch, dass sich das britische Pfund gegenüber dem Euro von durchschnittlich 1,38 € auf 1,24 € verbilligt hat; unsere britischen Umsätze fallen deshalb nach Umrechnung in Euro niedriger aus. Erlössteigernd wirkte, dass wir im August 2015 aufgrund vertraglicher Regelungen die alleinige Kontrolle über VSE erlangt haben und die zuvor at-Equity-bilanzierte Beteiligung am slowakischen Energieversorger seither vollkonsolidieren. VSE trug daher 2016 erstmals im gesamten Berichtszeitraum zum Konzernumsatz bei.

Außenumsatz

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Jan - Sep Jan - Sep +/- Jan - Dez
in Mio. € 2016 20151 in % 20151
Konventionelle Stromerzeugung 1.443 1.645 -12,3 2.224
Erneuerbare Energien 285 251 13,5 382
Trading/Gas Midstream 2.414 2.207 9,4 3.318
Netze/Beteiligungen/Sonstige 8.196 7.426 10,4 9.941
Vertrieb 20.800 23.453 -11,3 32.137
Sonstige/Konsolidierung 68 63 7,9 88
RWE-Konzern 33.206 35.045 -5,2 48.090
Erdgas-/Stromsteuer 1.541 1.603 -3,9 2.242
RWE-Konzern (ohne Erdgas-/Stromsteuer) 31.665 33.442 -5,3 45.848

1 Teilweise angepasste Werte; siehe Vorbemerkungen zur Berichtsweise auf Seite 1f.

Innenumsatz

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Jan - Sep Jan - Sep +/- Jan - Dez
in Mio. € 2016 20151 in % 20151
Konventionelle Stromerzeugung 5.868 6.524 -10,1 9.005
Erneuerbare Energien 528 533 -0,9 776
Trading/Gas Midstream 11.449 13.748 -16,7 19.081
Netze/Beteiligungen/Sonstige 2.309 1.947 18,6 3.284
Vertrieb 1.026 1.443 -28,9 1.831

1 Teilweise angepasste Werte; siehe Vorbemerkungen zur Berichtsweise auf Seite 1f.

EBITDA

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Jan - Sep Jan - Sep +/- Jan - Dez
in Mio. € 2016 20151 in % 20151
Konventionelle Stromerzeugung 1.047 1.163 -10,0 2.285
Erneuerbare Energien 480 492 -2,4 818
Trading/Gas Midstream -97 138 -170,3 164
Netze/Beteiligungen/Sonstige 1.864 2.095 -11,0 2.896
Vertrieb 699 702 -0,4 988
Sonstige, Konsolidierung -172 -187 8,0 -134
RWE-Konzern 3.821 4.403 -13,2 7.017

1 Teilweise angepasste Werte; siehe Vorbemerkungen zur Berichtsweise auf Seite 1f.

Betriebliches Ergebnis

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Jan - Sep Jan - Sep +/- Jan - Dez
in Mio. € 2016 20151 in % 20151
Konventionelle Stromerzeugung 435 405 7,4 596
Erneuerbare Energien 244 284 -14,1 488
Trading/Gas Midstream -100 126 -179,4 156
Netze/Beteiligungen/Sonstige 1.198 1.463 -18,1 1.955
Vertrieb 547 597 -8,4 830
Sonstige, Konsolidierung -208 -227 8,4 -188
RWE-Konzern 2.116 2.648 -20,1 3.837

1 Teilweise angepasste Werte; siehe Vorbemerkungen zur Berichtsweise auf Seite 1f.

Betriebliches Ergebnis 20% niedriger als 2015

Im Berichtszeitraum erzielten wir ein EBITDA von 3.821 Mio. € und ein betriebliches Ergebnis von 2.116 Mio. €. Damit blieben wir um 13% bzw. 20% hinter den jeweiligen Vorjahreswerten zurück. Ursachen dafür waren Mehraufwendungen für die Instandhaltung unserer Netzinfrastruktur und ein ungewöhnlich schwaches zweites Quartal im Handelsgeschäft. Außerdem ist ein Einmalertrag von 185 Mio. € aus dem Vorjahr weggefallen, der sich aus einer Neubewertung unserer Beteiligung am slowakischen Energieversorger VSE ergab. Von dem Betrag entfielen 143 Mio. € auf das Segment Netze/Beteiligungen/Sonstige und 42 Mio. € auf das Segment Vertrieb. Hintergrund der Neubewertung war die erstmalige Vollkonsolidierung von VSE.

In den einzelnen Unternehmensbereichen zeigte sich folgende Entwicklung beim betrieblichen Ergebnis:

Konventionelle Stromerzeugung: Das betriebliche Ergebnis hat sich hier um 7% auf 435 Mio. € erhöht. Ein wichtiger Erfolgsfaktor war unser laufendes Effizienzsteigerungsprogramm. Daneben erzielten wir Erträge aus dem Verkauf von Grundstücken in Großbritannien, die u. a. als Standorte neuer Kraftwerke vorgesehen waren und nun nicht mehr benötigt werden. Auch die Anfang Juli abgeschlossene Schadensregulierung beim neuen Steinkohlekraftwerk in Hamm (Westfalen) schlug sich positiv im Ergebnis nieder (siehe Bericht über das erste Halbjahr, Seite 12). Zudem fielen geringere Abschreibungen an; dabei kam zum Tragen, dass wir im Jahresabschluss 2015 hohe Wertberichtigungen auf unser Erzeugungsportfolio vorgenommen hatten. Negativ auf die Ertragslage wirkte, dass wir unsere Stromproduktion zu niedrigeren Großhandelspreisen abgesetzt haben als 2015. Dies traf vor allem unsere Braunkohle- und Kernkraftwerke. Die Margen unserer Steinkohle- und Gaskraftwerke entwickelten sich wegen gesunkener Brennstoffpreise insgesamt stabiler. Teilweise haben sie sich sogar verbessert. Vor dem Hintergrund der bislang über Erwarten guten Ergebnisentwicklung in der Konventionellen Stromerzeugung heben wir die Prognose für das Gesamtjahr an: Wir gehen nun davon aus, dass sich das betriebliche Ergebnis des Unternehmensbereichs in der Größenordnung von 2015 bewegen wird, nachdem wir bislang einen deutlichen Rückgang erwartet haben. Unser Ergebnisausblick für den Gesamtkonzern bleibt aber unverändert (siehe Seite 14).

Erneuerbare Energien: Der Unternehmensbereich erzielte ein gegenüber 2015 um 14% verringertes betriebliches Ergebnis von 244 Mio. €. Eine Rolle spielte dabei das gesunkene Preisniveau im Stromgroßhandel, denn unsere Erneuerbare-Energien-Anlagen erhalten teilweise keine feste Einspeisevergütung und tragen somit ein Marktrisiko. Auch die Abwertung des britischen Pfunds gegenüber dem Euro wirkte sich negativ aus. Im Übrigen enthielt das Vorjahresergebnis noch Einmalerträge aus der Veräußerung der Netzinfrastruktur unseres walisischen Offshore-Windparks Gwynt y Môr. Positiven Ergebniseinfluss hatte, dass Gwynt y Môr und der ebenfalls neu errichtete deutsche Offshore-Windpark Nordsee Ost 2016 erstmals durchgehend mit ihrer vollen Kapazität am Netz waren. Außerdem erzielten wir Buchgewinne aus dem Verkauf kleinerer Laufwasserkraftwerke an der oberen Ruhr.

Trading/Gas Midstream: Das betriebliche Ergebnis des Bereichs hat sich um 226 Mio. € auf -100 Mio. € verschlechtert. Im Energiehandel erwirtschafteten wir im dritten Quartal zwar wieder Gewinne, konnten die Verluste aus dem zweiten Quartal aber nicht wettmachen. Positiv zu vermerken ist, dass wir Ende Mai mit Gazprom eine außergerichtliche Einigung zu unserem Gasbezugsvertrag erzielt haben. Damit ist sichergestellt, dass der Kontrakt in den kommenden Jahren keine Ergebnisrisiken für uns birgt (siehe Bericht über das erste Halbjahr 2016, Seite 10).

Netze/Beteiligungen/Sonstige: Hier erwirtschafteten wir ein betriebliches Ergebnis von 1.198 Mio. €. Damit blieben wir um 18% hinter dem Vorjahreswert zurück, der - wie erwähnt - einen Einmalertrag aus der Neubewertung unserer Beteiligung an VSE enthielt. Neben den Mehraufwendungen für die Instandhaltung der Netzinfrastruktur kam auch zum Tragen, dass wir in Deutschland Rückstellungen für Altersteilzeitmaßnahmen gebildet haben. Positiven Ergebniseinfluss hatte, dass die Durchleitungsmengen in unserem tschechischen Gasverteilnetz gestiegen sind.

Vertrieb: Dieser Bereich weist ein um 8% auf 547 Mio. € verringertes betriebliches Ergebnis aus, u. a. wegen des Wegfalls des positiven Vorjahreseffekts aus VSE. Ohne diesen Sondereinfluss hätten wir im Vertrieb etwa auf dem Niveau von 2015 abgeschlossen. Dabei kamen uns effizienzsteigernde Maßnahmen zugute. Außerdem konnten sich unsere Vertriebsgesellschaften vielfach zu günstigeren Preisen mit Strom und Gas eindecken. In Deutschland verzeichneten wir aber auch einen Anstieg der Vorkosten aus Netznutzungsentgelten, Steuern und Abgaben, der die Vorteile aus rückläufigen Beschaffungspreisen überwog. Im britischen Geschäft, das 2015 noch durch Aufwendungen im Zusammenhang mit Prozess- und Systemproblemen bei der Rechnungsstellung belastet war, zeigt unser Anfang 2016 gestartetes Restrukturierungsprogramm bereits erste Erfolge. Dem standen Ertragseinbußen infolge von Kundenverlusten gegenüber. In den Niederlanden machte sich der Wegfall eines positiven Einmaleffekts aus dem Vorjahr bemerkbar, der sich aus der Auflösung einer Rückstellung für Rechtsrisiken ergeben hatte. Unser Osteuropa-Geschäft profitierte vom Ausbau des ungarischen Gasvertriebs. Ergebnissteigernd wirkte auch, dass wir VSE 2016 erstmals ganzjährig als vollkonsolidierte Konzerngesellschaft erfassen.

Das neutrale Ergebnis, in dem wir bestimmte nicht-operative oder aperiodische Einmaleffekte erfassen, hat sich um 183 Mio. € auf -353 Mio. € verschlechtert. Im Wesentlichen ergab sich dies aus Wertveränderungen bei Derivaten, mit denen wir uns gegen Preisschwankungen absichern: Sie führten per saldo zu einem Verlust, nachdem im Vorjahr ein Gewinn angefallen war. Gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS) sind die Derivate mit ihren Marktwerten am jeweiligen Stichtag zu bilanzieren, während die (gegenläufigen) Grundgeschäfte erst später bei ihrer Realisierung erfolgswirksam erfasst werden dürfen. Dadurch entstehen kurzfristige Ergebniseffekte, die sich im Laufe der Zeit wieder aufheben. Neben den Derivaten minderten Abschreibungen auf unsere deutschen Gasspeicher das neutrale Ergebnis. Allerdings hatten wir auch im Vorjahr Einmalbelastungen zu verkraften, die auf die Bildung von Rückstellungen für Rechtsrisiken aus einem Schiedsverfahren zurückzuführen waren. Unsere Veräußerungsgewinne fielen höher aus als 2015; sie stammen u. a. aus dem Ende Juli abgeschlossenen Verkauf unserer 33,3%-Beteiligung an der britischen Zephyr Investments Limited, über den wir im Bericht über das erste Halbjahr 2016 auf Seite 12 informiert haben.

Finanzergebnis

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Jan - Sep Jan - Sep +/- Jan - Dez
in Mio. € 2016 2015 in Mio. € 2015
Zinserträge 203 185 18 265
Zinsaufwendungen -745 -797 52 -1.069
Zinsergebnis -542 -612 70 -804
Zinsanteile an Zuführungen zu langfristigen Rückstellungen -609 -637 28 -821
Übriges Finanzergebnis -226 125 -351 36
Finanzergebnis -1.377 -1.124 -253 -1.589

Unser Finanzergebnis lag mit -1.377 Mio. € um 253 Mio. € unter Vorjahr. Leichten Verbesserungen beim Zinsergebnis und bei den Zinsanteilen an Zuführungen zu den langfristigen Rückstellungen stand eine starke Verschlechterung beim übrigen Finanzergebnis gegenüber. Diese resultierte im Wesentlichen daraus, dass wir im Vorjahr hohe Gewinne aus Wertpapierverkäufen erzielt haben, während im Berichtszeitraum Verluste aus solchen Transaktionen anfielen.

Das Ergebnis fortgeführter Aktivitäten vor Steuern sank um 71 % auf 386 Mio. €. Unsere Steuerquote lag mit 33% deutlich unter dem Vorjahreswert. Dieser war mit 42% ungewöhnlich hoch ausgefallen, weil wir keine latenten Steuern aktiviert hatten (siehe Bericht über die ersten drei Quartale 2015, Seite 19). Aktive latente Steuern sind ein Anspruch auf künftige Steuerermäßigungen, die sich aus Unterschieden im Ansatz und/oder in der Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden zwischen der Steuerbilanz und der IFRS-Bilanz ergeben. Die Aktivierung latenter Steuern setzt voraus, dass in Zukunft steuerliche Gewinne anfallen, die eine Nutzung der Steuerermäßigungen erlauben. Vor einem Jahr waren wir noch davon ausgegangen, dass dies auf absehbare Zeit nicht der Fall sein würde. Diese Einschätzung haben wir inzwischen revidiert, vor allem wegen Steuereffekten im Zusammenhang mit der Reorganisation des RWE-Konzerns. Dass die diesjährige Steuerquote dennoch etwas über dem (theoretischen) Normalniveau von 31 % liegt, ergibt sich aus den oben angeführten Verlusten aus Wertpapierverkäufen, da diese steuerlich nicht abzugsfähig sind.

Nach Steuern erzielten wir mit unseren fortgeführten Aktivitäten ein Ergebnis von 258 Mio. € (Vorjahr: 784 Mio. €). Im Berichtszeitraum fiel kein Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten an. Im Vorjahr hatten wir unter dieser Position noch einen Betrag von 1.524 Mio. € ausgewiesen, der größtenteils aus dem Buchgewinn stammt, den wir bei der Veräußerung von RWE Dea im März 2015 erzielt haben.

Die Ergebnisanteile anderer Gesellschafter haben sich um 18% auf 211 Mio. € verringert, weil einige vollkonsolidierte Gesellschaften, an denen Konzernfremde beteiligt sind, unter Vorjahr abschlossen. Das betrifft vor allem unsere deutschen Regionalversorger. Diese hatten 2015 in großem Umfang von den bereits erwähnten Einmalerträgen aus Wertpapierverkäufen profitiert.

Auf unsere Hybridkapitalgeber entfielen Ergebnisanteile von 36 Mio. € (Vorjahr: 117 Mio. €). Berücksichtigt werden hier nur solche Hybridanleihen, die gemäß IFRS dem Eigenkapital zuzuordnen sind. Dies gilt nur für eine unserer insgesamt sieben Hybridanleihen, nämlich jene über 750 Mio. £. Eine zweite Anleihe, die das Kriterium erfüllte, ist zum 28. September 2015 abgelöst worden. Dabei handelte es sich um Papiere mit 1.750 Mio. € Nominalvolumen, die wir im Jahr 2010 begeben hatten.

Das Nettoergebnis des RWE-Konzerns fiel mit 11 Mio. € ungewöhnlich niedrig aus (Vorjahr: 1.935 Mio. €). Bei 614,7 Millionen ausstehenden RWE-Aktien entspricht das einem Ergebnis je Aktie von 0,02 € (Vorjahr: 3,15 €).

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Überleitung zum Nettoergebnis
Jan - Sep Jan - Sep +/- Jan - Dez


2016 2015 in % 2015
EBITDA Mio. € 3.821 4.403 -13,2 7.017
Betriebliche Abschreibungen Mio. € -1.705 -1.755 2,8 -3.180
Betriebliches Ergebnis Mio. € 2.116 2.648 -20,1 3.837
Neutrales Ergebnis Mio. € -353 -170 -107,6 -2.885
Finanzergebnis Mio. € -1.377 -1.124 -22,5 -1.589
Ergebnis fortgeführter Aktivitäten vor Steuern Mio. € 386 1.354 -71,5 -637
Ertragsteuern Mio. € -128 -570 77,5 -603
Ergebnis fortgeführter Aktivitäten Mio. € 258 784 -67,1 -1.240
Ergebnis nicht fortgeführter Aktivitäten Mio. € - 1.524 - 1.524
Ergebnis Mio. € 258 2.308 -88,8 284
Davon:




Ergebnisanteile anderer Gesellschafter Mio. € 211 256 -17,6 356
Ergebnisanteile der Hybridkapitalgeber der RWE AG Mio. € 36 117 -69,2 98
Nettoergebnis/Ergebnisanteile der Aktionäre der RWE AG Mio. € 11 1.935 -99,4 -170
Bereinigtes Nettoergebnis Mio. € 227 545 -58,3 1.125
Ergebnis je Aktie 0,02 3,15 -99,4 -0,28
Bereinigtes Nettoergebnis je Aktie 0,37 0,89 -58,4 1,83
Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien (Durchschnitt) Mio. Stück 614,7 614,7 - 614,7
Steuerquote % 33 42 - -

Bereinigtes Nettoergebnis deutlich unter Vorjahr

Das bereinigte Nettoergebnis belief sich auf 227 Mio. €. Vom Nettoergebnis unterscheidet es sich dadurch, dass das von Einmaleffekten geprägte neutrale Ergebnis (einschließlich der darauf entfallenden Steuern) und gegebenenfalls weitere Sondereinflüsse herausgerechnet werden. Gegenüber 2015 hat es sich um 58% verringert. Hauptgründe dafür waren die schwächere operative Ertragslage und die Verschlechterung beim Finanzergebnis. Nur unwesentliche Auswirkungen hatte, dass es 2016 keinen Ergebnisbeitrag nicht fortgeführter Aktivitäten mehr gab, da der Ergebnisbeitrag des Vorjahres im bereinigten Nettoergebnis größtenteils unberücksichtigt geblieben war.

Investitionen

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Jan - Sep Jan - Sep +/- Jan - Dez
in Mio. € 2016 20151 in Mio. € 20151
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 1.179 1.669 -490 2.898
Davon:



Konventionelle Stromerzeugung 205 560 -355 855
Erneuerbare Energien 134 268 -134 404
Trading/Gas Midstream 1 8 -7 10
Netze/Beteiligungen/Sonstige 656 639 17 1.305
Vertrieb 148 167 -19 287
Sonstige/Konsolidierung 35 27 8 37
Investitionen in Finanzanlagen 165 227 -62 405
Investitionen gesamt 1.344 1.896 -552 3.303

1 Teilweise angepasste Werte; siehe Vorbemerkungen zur Berichtsweise auf Seite 1f.

Rückläufige Investitionen in Stromerzeugungskapazitäten

Unsere Investitionen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 1.344 Mio. €. Für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte setzten wir 1.179 Mio. € ein und für Finanzanlagen 165 Mio. €. Das sind 29% bzw. 27% weniger als ein Jahr zuvor. Stark verringert haben sich die Sachinvestitionen im Unternehmensbereich Konventionelle Stromerzeugung, der 2015 noch hohe Ausgaben für die Modernisierung der britischen Gaskraftwerke Pembroke und Staythorpe getätigt hatte. Auch im Bereich Erneuerbare Energien verzeichneten wir einen deutlichen Rückgang. Den Ausschlag gab hier, dass wir im Vorjahr mit den Offshore-Windparks Nordsee Ost und Gwynt y Môr zwei Großprojekte abgeschlossen haben. Die Windparks sind im Mai bzw. Juni 2015 eingeweiht worden.

Kapitalflussrechnung

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Jan - Sep Jan - Sep +/- Jan - Dez
in Mio. € 2016 2015 in Mio. € 2015
Funds from Operations 1.718 1.993 -275 3.058
Veränderung des Nettoumlaufvermögens -1.110 184 -1.294 281
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit fortgeführter Aktivitäten 608 2.177 -1.569 3.339
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit fortgeführter Aktivitäten -936 -507 -429 -1.795
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit fortgeführter Aktivitäten 756 -2.318 3.074 -2.303
Einfluss von Wechselkurs- und sonstigen Wertänderungen auf die flüssigen Mittel -22 14 -36 14
Veränderung der flüssigen Mittel 406 -634 1.040 -745
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit fortgeführter Aktivitäten 608 2.177 -1.569 3.339
Abzgl. Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte1 -1.144 -1.669 525 -2.898
Free Cash Flow -536 508 -1.044 441

1 Die Position umfasst ausschließlich zahlungswirksame Investitionen.

Operativer Cash Flow durch negative Effekte im Nettoumlaufvermögen belastet

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit, den wir mit unseren fortgeführten Aktivitäten erzielten, hat sich um 1.569 Mio. € auf 608 Mio. € verringert. Dabei kamen Sachverhalte zum Tragen, die sich in Veränderungen beim Nettoumlaufvermögen widerspiegeln. Beispielsweise mussten wir aufgrund hoher Preisschwankungen in wesentlich größerem Umfang Sicherheitsleistungen für Termingeschäfte erbringen. Außerdem hatten wir im Vorjahr von Maßnahmen zur Optimierung des Nettoumlaufvermögens profitiert.

Aus der Investitionstätigkeit fortgeführter Aktivitäten sind 936 Mio. € abgeflossen. Neben unseren Ausgaben für Sach- und Finanzanlagen hat dazu beigetragen, dass wir die Kapitaldeckung für unsere Pensionszusagen aufgestockt haben: Dazu sind Mittel in Höhe von 0,2 Mrd. € auf Treuhänder bzw. Einrichtungen zur betrieblichen Altersversorgung übertragen worden. Dem standen Einnahmen aus Desinvestitionen in Höhe von 0,7 Mrd. € gegenüber.

Aus der Finanzierungstätigkeit fortgeführter Aktivitäten haben wir 756 Mio. € vereinnahmt. Ausschlaggebend dafür war, dass wir Mittel von 1,7 Mrd. € im Rahmen unseres Commercial-Paper-Programms aufgenommen haben und zusätzliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten eingegangen sind. Gegenläufig wirkten unsere Ausschüttungen an Miteigentümer vollkonsolidierter RWE-Gesellschaften, Hybridkapitalgeber und Vorzugsaktionäre. Außerdem wurde im April eine Standardanleihe über 850 Mio. € fällig. Von der Anleihe hatten wir bereits in Vorjahren Papiere mit einem Nominalwert von 43 Mio. € am Markt zurückgekauft.

Aufgrund der dargestellten Zahlungsströme aus der Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit haben sich unsere flüssigen Mittel per saldo um 406 Mio. € erhöht.

Zieht man vom operativen Cash Flow fortgeführter Aktivitäten die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ab, erhält man den Free Cash Flow. Dieser lag mit -536 Mio. € deutlich unter dem positiven Vorjahreswert (508 Mio. €).

Nettoschulden¹

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30.09.2016 31.12.2015 +/-
in Mio. €

in Mio. €
Flüssige Mittel 2.942 2.522 420
Wertpapiere 7.895 7.676 219
Sonstiges Finanzvermögen 1.542 1.337 205
Finanzvermögen 12.379 11.535 844
Anleihen, Schuldscheindarlehen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Commercial Paper 17.203 16.981 222
Währungskurssicherung von Anleihen -204 -192 -12
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 2.047 2.099 -52
Finanzverbindlichkeiten 19.046 18.888 158
Nettofinanzschulden 6.667 7.353 -686
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 8.418 5.842 2.576
Aktivisch ausgewiesenes Nettovermögen bei fondsgedeckten Pensionsverpflichtungen - -15 15
Rückstellungen für Entsorgung im Kernenergiebereich 10.568 10.454 114
Bergbaubedingte Rückstellungen 2.452 2.527 -75
Rückstellungen für den Rückbau von Windparks 384 337 47
Korrektur Hybridkapital (Rating-relevanter Anteil) -1.042 -1.035 -7
Zuzüglich 50% des als Eigenkapital ausgewiesenen Hybridkapitals 463 475 -12
Abzüglich 50% des als Fremdkapital ausgewiesenen Hybridkapitals -1.505 -1.510 5
Nettoschulden 27.447 25.463 1.984

1 Seit dem Halbjahresabschluss 2016 erfassen wir in den Nettoschulden auch Rückstellungen für den Rückbau von Windparks; die Zahlen für 2015 wurden entsprechend angepasst.

Nettoschulden auf 27,4 Mrd. € gestiegen

Unsere Nettoschulden lagen zum 30. September 2016 bei 27,4 Mrd. € und damit 2,0 Mrd. € über dem Stand zum 31. Dezember 2015. Eine wichtige Rolle spielte hier das stark gefallene Marktzinsniveau. Es hatte zur Folge, dass wir die Diskontierungssätze, die zur Berechnung der Pensionsrückstellungen verwendet werden, nach unten anpassen mussten und sich die Rückstellungsbeträge dementsprechend erhöht haben. Die neuen Diskontierungssätze belaufen sich auf 1,3% in Deutschland und 2,2% in Großbritannien, gegenüber 2,4% bzw. 3,6% im Jahresabschluss 2015. Auch der negative Free Cash Flow und unsere Ausschüttungen trugen zum Anstieg der Nettoschulden bei. Desinvestitionen stärkten dagegen unsere Finanzposition, allen voran die Veräußerung unserer Minderheitsbeteiligungen am Luxemburger Energieversorger Enovos und an der britischen Zephyr Investments Limited (siehe Bericht über das erste Halbjahr 2016, Seite 10/12). Schuldenmindernd wirkte auch die Abwertung des britischen Pfunds: Sie hatte zur Folge, dass sich unsere in dieser Währung begebenen Anleihen auf Euro-Basis verbilligten.

PROGNOSE 2016

Neue Berichtsstruktur für das Gesamtjahr 2016

Seit dem Börsengang von innogy am 7. Oktober, über den wir auf Seite 3 berichten, beträgt unser Anteil an dem Unternehmen 76,8%. Wir steuern die neue Gesellschaft, in der wir unser Geschäft mit den erneuerbaren Energien, den Netzen und dem Vertrieb gebündelt haben, fortan wie eine Finanzbeteiligung und nicht mehr ihre einzelnen Unternehmensbereiche. Das hat Auswirkungen auf die Segmentstruktur: Künftig berichten wir nicht mehr separat über die Bereiche Erneuerbare Energien, Netze/Beteiligungen/Sonstige und Vertrieb, sondern nur noch über das Segment "innogy". Da die Umstellung bereits im Jahresabschluss 2016 wirksam wird, haben wir die Ergebnisprognose in die neue Struktur überführt.

Ergebnisausblick für 2016

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Ist 20151 Bisherige Prognose Aktualisierte Prognose

in Mio. € Stand: August 20162
EBITDA 7.017 5,2 bis 5,5 Mrd. € unverändert
Betriebliches Ergebnis 3.837 2,8 bis 3,1 Mrd. € unverändert
Konventionelle Stromerzeugung 596 deutlich unter Vorjahr in der Größenordnung des Vorjahres
Trading/Gas Midstream 156 deutlich unter Vorjahr unverändert
innogy 3.050 - moderat unter Vorjahr
Bereinigtes Nettoergebnis 1.125 0,5 bis 0,7 Mrd. € unverändert

1 Teilweise angepasste Werte; siehe Vorbemerkungen zur Berichtsweise auf Seite 1f.
2 Siehe Bericht über das erste Halbjahr 2016, Seite 28

Die aktuelle Ergebnisprognose ist in der Tabelle oben dargestellt. Wie bereits erwähnt, erwarten wir im Bereich Konventionelle Stromerzeugung jetzt ein betriebliches Ergebnis in der Größenordnung von 2015; bisher waren wir von einem Wert deutlich unter Vorjahr ausgegangen. Am Ergebnisausblick für den RWE-Konzern als Ganzen halten wir aber fest.

Eine weitere Prognoseanpassung betrifft die Nettoschulden. Zuletzt waren wir davon ausgegangen, dass sie zum 31. Dezember 2016 moderat höher ausfallen würden als zum Vorjahresende (25,5 Mrd. €). Jetzt erwarten wir ein Niveau in der Größenordnung von 2015. Ausschlaggebend dafür sind die hohen Einnahmen aus dem Börsengang von innogy (4,6 Mrd. €). Allerdings rechnen wir auch mit einem gegenläufigen Effekt aus der angestrebten gesetzlichen Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung. Wie auf Seite 5 erläutert, müssen wir in den geplanten Kernenergiefonds nicht nur die Rückstellungsbeträge für die Zwischen- und Endlagerung, sondern auch einen Risikoaufschlag einzahlen, falls wir uns von Haftungsrisiken aus etwaigen Kostensteigerungen befreien lassen wollen. Dieser Aufschlag von voraussichtlich 1,8 Mrd. € würde zwar frühestens 2017 fällig; in der Bilanz zum 31. Dezember 2016 könnte er sich aber bereits schuldenerhöhend niederschlagen. Bei den Pensionsrückstellungen, die im Jahresverlauf wegen des Zinsverfalls bereits deutlich aufgestockt werden mussten, unterstellen wir, dass keine weiteren zinsbedingten Anpassungen erforderlich sind.

KONZERNZWISCHENABSCHLUSS (VERKÜRZT)

Gewinn- und Verlustrechnung¹

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Jul - Sep Jul- Sep Jan - Sep Jan - Sep
in Mio. € 2016 2015 2016 2015
Umsatzerlöse (inkl. Erdgas-/Stromsteuer) 9.308 10.213 33.206 35.045
Erdgas-/Stromsteuer -321 -395 -1.541 -1.603
Umsatzerlöse 8.987 9.818 31.665 33.442
Materialaufwand -7.089 -7.127 -24.108 -24.771
Personalaufwand -1.296 -1.175 -3.665 -3.545
Abschreibungen -579 -599 -1.909 -1.755
Sonstiges betriebliches Ergebnis -131 -158 -613 -1.321
Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Beteiligungen 97 84 254 276
Übriges Beteiligungsergebnis 98 52 139 152
Finanzerträge 614 433 1.675 1.590
Finanzaufwendungen -1.034 -922 -3.052 -2.714
Ergebnis fortgeführter Aktivitäten vor Steuern -333 406 386 1.354
Ertragsteuern -72 -116 -128 -570
Ergebnis fortgeführter Aktivitäten -405 290 258 784
Ergebnis nicht fortgeführter Aktivitäten


1.524
Ergebnis -405 290 258 2.308
Davon: Ergebnisanteile anderer Gesellschafter 31 60 211 256
Davon: Ergebnisanteile der Hybridkapitalgeber der RWE AG 10 37 36 117
Davon: Nettoergebnis/Ergebnisanteile der Aktionäre der RWE AG -446 193 11 1.935
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Stamm- und Vorzugsaktie in € -0,72 0,32 0,02 3,15
Davon: aus fortgeführten Aktivitäten in € -0,72 0,32 0,02 0,67
Davon: aus nicht fortgeführten Aktivitäten in €


2,48

1 Angepasste Vorjahreswerte

Gesamtergebnisrechnung¹

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Jul - Sep
Jul - Sep Jan - Sep Jan - Sep
in Mio. € 2016 2015 2016 2015
Ergebnis -405 290 258 2.308
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen -743 -105 -1.608 503
Anteilig erfasste Erträge und Aufwendungen at-Equity-bilanzierter Beteiligungen

5 -2
Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen, die nicht erfolgswirksam umzugliedern sind -743 -105 -1.603 501
Unterschied aus der Währungsumrechnung
-82 -84 210
Marktbewertung von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten 70 -102 150 -389
Marktbewertung von Finanzinstrumenten in Sicherungsbeziehung 115 -177 -178 101
Anteilig erfasste Erträge und Aufwendungen at-Equity-bilanzierter Beteiligungen 1
-1
Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen, die zukünftig erfolgswirksam umzugliedern sind 186 -361 -113 -78
Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen (Other Comprehensive Income) -557 -466 -1.716 423
Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen (Total Comprehensive Income) -962 -176 -1.458 2.731
Davon: auf Aktionäre der RWE AG entfallend -1.167 -254 -1.735 2.358
Davon: auf Hybridkapitalgeber der RWE AG entfallend 10 37 36 117
Davon: auf andere Gesellschafter entfallend 195 41 241 256

1 Beträge nach Steuern

Bilanz

Aktiva

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30.09.2016 31.12.2015
in Mio. €

Langfristiges Vermögen

Immaterielle Vermögenswerte 12.650 13.215
Sachanlagen 27.947 29.357
Investment Property 67 72
At-Equity-bilanzierte Beteiligungen 2.777 2.952
Übrige Finanzanlagen 910 885
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.970 2.506
Latente Steuern 2.978 2.466

49.299 51.453
Kurzfristiges Vermögen

Vorräte 2.351 1.959
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.543 5.601
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 7.330 10.321
Wertpapiere 7.662 7.437
Flüssige Mittel 2.942 2.522
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte
41

24.828 27.881

74.127 79.334

Passiva

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30.09.2016 31.12.2015
in Mio. €

Eigenkapital

Anteile der Aktionäre der RWE AG 4.107 5.847
Anteile der Hybridkapitalgeber der RWE AG 926 950
Anteile anderer Gesellschafter 2.030 2.097

7.063 8.894
Langfristige Schulden

Rückstellungen 27.068 24.623
Finanzverbindlichkeiten 16.024 16.718
Übrige Verbindlichkeiten 2.282 2.741
Latente Steuern 741 1.233

46.115 45.315
Kurzfristige Schulden

Rückstellungen 4.720 5.186
Finanzverbindlichkeiten 3.226 2.362
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.735 6.122
Übrige Verbindlichkeiten 8.268 11.436
Zur Veräußerung bestimmte Schulden
19

20.949 25.125

74.127 79.334

Kapitalflussrechnung

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Jan - Sep Jan - Sep
in Mio. € 2016 2015
Ergebnis fortgeführter Aktivitäten 258 784
Abschreibungen/Zuschreibungen 1.935 1.754
Veränderung der Rückstellungen -422 5
Latente Steuern/Zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen/Ergebnis aus dem Abgang von Anlagegegenständen und Wertpapieren -53 -550
Veränderung des Nettoumlaufvermögens -1.110 184
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit fortgeführter Aktivitäten 608 2.177
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit nicht fortgeführter Aktivitäten
-125
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 608 2.052
Investitionen in Anlagegegenstände/Akquisitionen -1.283 -1.869
Einnahmen aus Anlagenabgängen/Desinvestitionen 678 4.874
Veränderung der Wertpapiere und Geldanlagen -331 -3.512
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit fortgeführter Aktivitäten1 -936 -507
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit nicht fortgeführter Aktivitäten
-111
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit1 -936 -618
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit fortgeführter Aktivitäten 756 -2.318
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit nicht fortgeführter Aktivitäten
260
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 756 -2.058
Zahlungswirksame Veränderung der flüssigen Mittel 428 -624
Einfluss von Wechselkurs- und sonstigen Wertänderungen auf die flüssigen Mittel -22 14
Veränderung der flüssigen Mittel 406 -610
Flüssige Mittel zum Anfang des Berichtszeitraums 2.536 3.257
Davon: als "zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte" ausgewiesen -14 -86
Flüssige Mittel zum Anfang des Berichtszeitraums laut Konzernbilanz 2.522 3.171
Flüssige Mittel zum Ende des Berichtszeitraums 2.942 2.647
Davon: als "zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte" ausgewiesen
-53
Flüssige Mittel zum Ende des Berichtszeitraums laut Konzernbilanz 2.942 2.594

1 Nach Erst-/Nachdotierung von Versorgungsplänen i. H. v. 193 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 1.261 Mio. €)

Veränderung des Eigenkapitals

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in Mio. € Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage der RWE AG Gewinnrücklage und Bilanzgewinn Accumulated Other Comprehensive Income Anteile der Aktionäre der RWE AG Anteile der Hybridkapitalgeber der RWE AG Anteile anderer Gesellschafter
Stand: 01.01.2015 3.959 5.008 -1.579 7.388 2.705 1.679
Kapitaleinzahlung/-rückzahlung



-1.750 1
Dividendenzahlungen
-615
-615 -153 -220
Ergebnis
1.935
1.935 117 256
Other Comprehensive Income
500 -77 423

Total Comprehensive Income
2.435 -77 2.358 117 256
Übrige Veränderungen
78
78 12 303
Stand: 30.09.2015 3.959 6.906 -1.656 9.209 931 2.019
Stand: 01.01.2016 3.959 3.612 -1.724 5.847 950 2.097
Kapitalrückzahlung




-83
Dividendenzahlungen
-5
-5 -67 -226
Ergebnis
11
11 36 211
Other Comprehensive Income
-1.651 -95 -1.746
30
Total Comprehensive Income
-1.640 -95 -1.735 36 241
Übrige Veränderungen



7 1
Stand: 30.09.2016 3.959 1.967 -1.819 4.107 926 2.030


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in Mio. € Summe
Stand: 01.01.2015 11.772
Kapitaleinzahlung/-rückzahlung -1.749
Dividendenzahlungen -988
Ergebnis 2.308
Other Comprehensive Income 423
Total Comprehensive Income 2.731
Übrige Veränderungen 393
Stand: 30.09.2015 12.159
Stand: 01.01.2016 8.894
Kapitalrückzahlung -83
Dividendenzahlungen -298
Ergebnis 258
Other Comprehensive Income -1.716
Total Comprehensive Income -1.458
Übrige Veränderungen 8
Stand: 30.09.2016 7.063

ANHANG

Rechnungslegungsmethoden

Die RWE AG mit Sitz am Opernplatz 1 in 45128 Essen, Deutschland, ist Mutterunternehmen des RWE-Konzerns ("RWE" oder "Konzern").

Der Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2016 einschließlich weiterer Angaben in den sonstigen Teilen dieser Zwischenmitteilung wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Er ist am 10. November 2016 zur Veröffentlichung freigegeben worden.

Im Einklang mit IAS 34 wurde für die Darstellung des Konzernzwischenabschlusses zum 30. September 2016 ein gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 verkürzter Berichtsumfang gewählt. In der Konzernzwischenmitteilung werden - mit Ausnahme der nachfolgend beschriebenen Änderungen und Neuregelungen - die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015. Für weitere Informationen verweisen wir auf den Konzerngeschäftsbericht 2015, der die Basis für vorliegende Konzernzwischenmitteilung darstellt.

Für Entsorgungsrückstellungen auf dem Gebiet der Kernenergie und für bergbaubedingte Rückstellungen wird ein Abzinsungsfaktor von 4,5% (31.12.2015: 4,5%) zugrunde gelegt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden in Deutschland mit 1,3% und im Ausland mit 2,2% abgezinst (31.12.2015: 2,4% bzw. 3,6%).

Änderung der Rechnungslegungsmethoden

Der International Accounting Standards Board (IASB) hat Änderungen bei bestehenden International Financial Reporting Standards (IFRS) verabschiedet, die für den RWE-Konzern ab dem Geschäftsjahr 2016 verpflichtend anzuwenden sind:

Änderungen an IFRS 11 "Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten" (2014)

Änderungen an IAS 1 "Angabeninitiative" (2014)

Änderungen an IAS 16 und IAS 38 "Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden" (2014)

Änderungen an IAS 16 und IAS 41 "Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen" (2014)

Änderungen an IAS 27 "Equity-Methode in Einzelabschlüssen" (2014)

Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2012-2014 (2014)

Änderungen an IAS 19 "Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge" (2013)

Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2010-2012 (2013)

Diese neuen Regelungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den RWE-Konzernabschluss.

Zum 1. Januar 2016 wurde die Nutzungsdauer für den Tagebauaufschluss im Zuge der jährlichen Überprüfung an die aktuellen wirtschaftlichen Gegebenheiten angepasst. Dies führte in den ersten drei Quartalen 2016 zu einem Rückgang der planmäßigen Abschreibungen um 40 Mio. €.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss einbezogen sind neben der RWE AG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen, die die RWE AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht. Wesentliche assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert, wesentliche gemeinsame Vereinbarungen nach der Equity-Metho-de oder als gemeinschaftliche Tätigkeit.

Anzahl vollkonsolidierter Unternehmen

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Inland Ausland Gesamt
Stand: 01.01.2016 146 177 323
Erstkonsolidierungen 6 3 9
Entkonsolidierungen -1 -1 -2
Verschmelzungen -17 -7 -24
Stand: 30.09.2016 134 172 306

Zudem werden sechs Gesellschaften als gemeinschaftliche Tätigkeiten abgebildet.

Die folgenden Übersichten stellen dar, welche Veränderungen sich bei der Anzahl der vollkonsolidierten Unternehmen und der mittels der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen ergeben haben:

Anzahl at-Equity-bilanzierter Beteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen

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Inland Ausland Gesamt
Stand: 01.01.2016 70 21 91
Erwerbe


Veräußerungen
-2 -2
Sonstige Veränderungen
-1 -1
Stand: 30.09.2016 70 18 88

Veräußerungen

Lynemouth

Im Januar 2016 hat RWE Supply & Trading GmbH die Gesellschaft Lynemouth Power Ltd., den Betreiber des 420-MW-Kohlekraft-werks Lynemouth, an EP UK Investment Ltd., eine Tochtergesellschaft der Energeticky a prumyslovy holding (EPH), verkauft. Die Beteiligung war dem Segment Trading/Gas Midstream zugeordnet. Der Entkonsolidierungsgewinn betrug 34 Mio. € und wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" ausgewiesen. Lynemouth Power Ltd. wurde zum 31. Dezember 2015 mit Buchwerten in Höhe von 41 Mio. € als zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und von 19 Mio. € als zur Veräußerung bestimmte Schulden in der Bilanz ausgewiesen. Aufgrund vertraglicher Vereinbarungen erfolgte im zweiten Quartal 2016 eine nachträgliche Kaufpreiserstattung, so dass der Entkonsolidierungsgewinn insgesamt 33 Mio. € beträgt.

Enovos

Im März 2016 hat RWE ihre Beteiligung von 18,4% am Luxemburger Energieversorger Enovos International S. A. an ein Konsortium unter der Führung des Großherzogtums Luxemburg und der Investmentgesellschaft Ardian veräußert. Die Beteiligung war dem Bereich Sonstige/Konsolidierung zugeordnet.

Zephyr

Im Juni 2016 haben die Vorstände der RWE AG und der innogy SE (vormals: RWE International SE) einem Verkauf von 33,3% der Anteile an dem assoziierten Unternehmen Zephyr Investments Limited (Zephyr) sowie den damit verbundenen Gesellschafterdarlehen zugestimmt. Die Beteiligung war dem Segment Erneuerbare Energien zugeordnet. Die Transaktion wurde Ende Juli 2016 abgeschlossen.

Umsatzerlöse

Erlöse aus Energiehandelsaktivitäten werden netto, d. h. mit der realisierten Rohmarge als Umsatz ausgewiesen. Um die Geschäftsentwicklung zutreffender darzustellen, wird ab dem Geschäftsjahr 2016 insbesondere auch bei Gasgeschäften ein Nettoausweis angewendet. Die Vorjahreswerte für die Umsatzerlöse und den Materialaufwand wurden um -364 Mio. € angepasst.

Außerplanmäßige Abschreibungen

Im ersten Quartal 2016 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Gasspeicher des Segments Netze/Beteiligungen/ Sonstige in Höhe von 204 Mio. € vorgenommen (erzielbarer Betrag: 0,1 Mrd. €), im Wesentlichen aufgrund geänderter Preiserwartungen. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten erfolgte mithilfe eines Unternehmensbewertungsmodells unter Zugrundelegung von Cash-Flow-Planungen sowie eines Diskontierungszinssatzes nach Steuern von 5,25%.

Gewinnausschüttung

Die Hauptversammlung der RWE AG hat am 20. April 2016 beschlossen, eine Dividende für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 0,13 € je dividendenberechtigter Vorzugsaktie auszuschütten.

Die Ausschüttung betrug insgesamt 5 Mio. €. Für Stammaktien wurde keine Dividende ausgeschüttet (Vorjahr: 1,00 € je Stamm- und Vorzugsaktie).

Finanzverbindlichkeiten

Im April 2016 wurde eine fünfzehnjährige Anleihe mit einem Buchwert von 807 Mio. € und einem Kupon von 6,25% p. a. fällig.

Ergebnis je Aktie

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Jan - Sep Jan - Sep


2016 2015
Nettoergebnis/Ergebnisanteile der Aktionäre der RWE AG Mio. € 11 1.935
Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien (gewichteter Durchschnitt) Tsd. Stück 614.745 614.745
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Stamm- und Vorzugsaktie 0,02 3,15

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen gelten im RWE-Konzern als nahestehende Unternehmen. Die mit wesentlichen nahestehenden Unternehmen getätigten Geschäfte führten in den ersten drei Quartalen 2016 zu Erträgen in Höhe von 3.115 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 2.975 Mio. €) und Aufwendungen in Höhe von 2.321 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 2.042 Mio. €). Zum 30. September 2016 betrugen die Forderungen 488 Mio. € (31.12.2015: 477 Mio. €) und die Verbindlichkeiten 129 Mio. € (31.12.2015: 151 Mio. €). Alle Geschäfte sind zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen worden und unterscheiden sich grundsätzlich nicht von den Liefer- und Leistungsbeziehungen mit anderen Unternehmen. Die sonstigen Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften betrugen 1.159 Mio. € (31.12.2015: 1.293 Mio. €).

Darüber hinaus hat der RWE-Konzern keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen oder Personen getätigt.

Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

Finanzinstrumente lassen sich danach unterscheiden, ob sie originär oder derivativ sind. Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen die übrigen Finanzanlagen, die Forderungen, die kurzfristigen Wertpapiere und die flüssigen Mittel. Die Finanzinstrumente der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar" sind mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt, die übrigen originären finanziellen Vermögenswerte mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Auf der Passivseite bestehen die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen aus mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten.

Der beizulegende Zeitwert von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten, die in den übrigen Finanzanlagen und Wertpapieren erfasst sind, entspricht dem veröffentlichten Börsenkurs, sofern die Finanzinstrumente an einem aktiven Markt gehandelt werden. Der beizulegende Zeitwert nicht notierter Schuld- und Eigenkapitaltitel wird grundsätzlich auf Basis diskontierter erwarteter Zahlungsströme ermittelt. Zur Diskontierung werden aktuelle restlaufzeitkongruente Marktzinssätze herangezogen.

Derivative Finanzinstrumente werden - sofern sie in den Anwendungsbereich von IAS 39 fallen - grundsätzlich mit ihren beizulegenden Zeitwerten am Bilanzstichtag bilanziert. Börsengehandelte Produkte werden mit den veröffentlichten Schlusskursen der jeweiligen Börsen bewertet. Nicht börsengehandelte Produkte werden anhand öffentlich zugänglicher Broker-Quotierungen bewertet oder - falls nicht vorhanden - anhand allgemein anerkannter Bewertungsmodelle. Dabei orientieren wir uns - soweit möglich - an Notierungen auf aktiven Märkten. Sollten auch diese nicht vorliegen, fließen unternehmensspezifische Planannahmen in die Bewertung ein. Diese umfassen sämtliche Marktfaktoren, die auch andere Marktteilnehmer für die Preisfestsetzung berücksichtigen würden. Die Ermittlung energiewirtschaftlicher und volkswirtschaftlicher Annahmen erfolgt in einem umfangreichen Prozess und unter Einbeziehung interner und externer Experten.

Die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten wird auf Basis der Nettorisikoposition pro Geschäftspartner in Übereinstimmung mit IFRS 13.48 vorgenommen.

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Anwendungsbereich von IFRS 7 stimmen grundsätzlich mit ihren beizulegenden Zeitwerten überein. Abweichungen gibt es lediglich bei Anleihen, Commercial Paper, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Finanzverbindlichkeiten. Ihr Buchwert belief sich auf 19.250 Mio. € (31.12.2015: 19.079 Mio. €), der beizulegende Zeitwert auf 22.200 Mio. € (31.12.2015: 20.161 Mio. €).

Die folgende Übersicht stellt die Einordnung aller zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente in die durch IFRS 13 vorgegebene Fair-Value-Hierarchie dar. Die einzelnen Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind gemäß IFRS 13 wie folgt definiert:

Stufe 1: Bewertung mit (unverändert übernommenen) Preisen von identischen Finanzinstrumenten, die sich auf aktiven Märkten gebildet haben

Stufe 2: Bewertung auf Basis von Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um Preise der Stufe 1 handelt, die sich aber für das Finanzinstrument entweder direkt (d. h. als Preis) oder indirekt (d. h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen

Stufe 3: Bewertung mithilfe von Faktoren, die sich nicht auf beobachtbare Marktdaten stützen

Fair-Value-Hierarchie

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Summe Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe Stufe 1
in Mio. € 30.09.2016


31.12.2015
Übrige Finanzanlagen 910 69 202 639 885 69
Derivate (aktiv) 5.374 1 5.359 14 8.607 1
Davon: in Sicherungsbeziehungen 1.431
1.431
1.360
Wertpapiere 7.662 5.498 2.164
7.437 6.290
Derivate (passiv) 4.622 1 4.617 4 8.015
Davon: in Sicherungsbeziehungen 1.372
1.372
2.356


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Stufe 2 Stufe 3
in Mio. €

Übrige Finanzanlagen 208 608
Derivate (aktiv) 8.549 57
Davon: in Sicherungsbeziehungen 1.360
Wertpapiere 1.147
Derivate (passiv) 7.994 21
Davon: in Sicherungsbeziehungen 2.356

Die folgende Darstellung zeigt die Entwicklung der nach Stufe 3 zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente:

Finanzinstrumente der Stufe 3: Entwicklung im Jahr 2016

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Stand: Änderungen Veränderungen Stand:

01.01.2016 Konsolidierungskreis, Währungsanpassungen, Sonstiges erfolgswirksam
zahlungswirksam 30.09.2016
in Mio. €




Übrige Finanzanlagen 608 52 11 -32 639
Derivate (aktiv) 57
-3 -40 14
Derivate (passiv) 21
31 -48 4

Finanzinstrumente der Stufe 3: Entwicklung im Jahr 2015

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Stand: Änderungen Veränderungen Stand:

01.01.2015 Konsolidierungskreis, Währungsanpassungen, Sonstiges erfolgswirksam
zahlungswirksam 30.09.2015
in Mio. €




Übrige Finanzanlagen 555 18 -23 27 577
Derivate (aktiv) 69 -1 23 -36 55
Derivate (passiv) 4
17
-4 17

Die erfolgswirksam erfassten Gewinne und Verluste von Finanzinstrumenten der Stufe 3 entfallen auf folgende Posten der Gewinn- und Verlustrechnung:

Finanzinstrumente der Stufe 3: Erfolgswirksam erfasste Gewinne und Verluste

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Gesamt Davon: auf Finanzinstrumente entfallend, die am Bilanzstichtag noch gehalten wurden Gesamt Davon: auf Finanzinstrumente entfallend, die am Bilanzstichtag noch gehalten wurden
in Mio. € Jan - Sep 2016
Jan - Sep 2015
Umsatzerlöse 1 1 23 23
Materialaufwand -36 -36 -17 -17
Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen 20 20 13 6
Beteiligungsergebnis -9 -9 -29 -1
Ergebnis nicht fortgeführter Aktivitäten

-7

-24 -24 -17 11

Derivative Finanzinstrumente der Stufe 3 umfassen im Wesentlichen Energiebezugsverträge, die Handelsperioden betreffen, für die es noch keine aktiven Märkte gibt. Ihre Bewertung ist insbesondere von der Entwicklung der Gaspreise abhängig. Bei steigenden Gaspreisen erhöht sich bei sonst gleichen Bedingungen der beizulegende Zeitwert und umgekehrt. Eine Veränderung der Preisverhältnisse um +/- 10% würde zu einem Anstieg des Marktwertes um 2 Mio. € bzw. zu einem Rückgang um 2 Mio. € führen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ausführungen zu Ereignissen nach dem Bilanzstichtag enthält die ergänzende Berichterstattung zu wesentlichen Ereignissen nach Ablauf des Berichtszeitraums.

FINANZKALENDER 2017

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14. März 2017 Bericht über das Geschäftsjahr 2016
27. April 2017 Hauptversammlung
3. Mai 2017 Dividendenzahlung
15. Mai 2017 Zwischenmitteilung über das erste Quartal 2017
14. August 2017 Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2017
14. November 2017 Zwischenmitteilung über die ersten drei Quartale 2017

Die vorliegende Zwischenmitteilung ist am 14. November 2016 veröffentlicht worden.

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