RWE Aktiengesellschaft

Essen

Zwischenmitteilung über die ersten drei Quartale 2017

Bereinigtes EBITDA um 9 % gestiegen

Stark verbesserte Performance im Handelsgeschäft

Deutlicher Rückgang der Nettoschulden

Ergebnisausblick für 2017 bekräftigt

AUF EINEN BLICK

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Eckdaten des RWE-Konzerns
Jan - Sep Jan - Sep +/- Jan - Dez


2017 2016 in % 2016
Stromerzeugung Mrd. kWh 152,2 157,7 - 3,5 216,1
Außenabsatz Strom Mrd. kWh 194,2 195,3 - 0,6 264,6
Außenabsatz Gas Mrd. kWh 172,4 178,3 - 3,3 265,1
Außenumsatz Mio. € 32.385 33.206 - 2,5 45.833
Bereinigtes EBITDA Mio. € 4.175 3.821 9,3 5.403
Bereinigtes EBIT Mio. € 2.667 2.116 26,0 3.082
Ergebnis vor Steuern Mio. € 3.125 386 709,6 - 5.807
Nettoergebnis Mio. € 2.219 11 - - 5.710
Bereinigtes Nettoergebnis Mio. € 876 227 285,9 777
Ergebnis je Aktie 3,61 0,02 - - 9,29
Bereinigtes Nettoergebnis je Aktie 1,42 0,37 - 1,26
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € - 2.911 608 - 578,8 2.352
Investitionen Mio. € 1.516 1.344 12,8 2.382
in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € 1.263 1.179 7,1 2.027
in Finanzanlagen Mio. € 253 165 53,3 355
Free Cash Flow1 Mio. € -3.951 3 - 809


30.09.2017 31.12.2016

Nettoschulden Mio. € 19.458 22.709 - 14,3
Mitarbeiter2
59.463 58.652 1,4


1 Geänderte Definition; siehe Erläuterung auf Seite 2
2 Umgerechnet in Vollzeitstellen


VORBEMERKUNGEN ZUR BERICHTSWEISE

Neue Segmentstruktur seit 1. Januar 2017

Unsere Finanzberichterstattung für 2017 basiert auf einer neuen Segmentstruktur: Der bisherige Bereich "Konventionelle Stromerzeugung" ist in die Bereiche "Braunkohle & Kernenergie" und "Europäische Stromerzeugung" aufgeteilt worden. Um die Vergleichbarkeit der 2017er-Zahlen mit denen des Vorjahres zu gewährleisten, haben wir Letztere in die neue Struktur überführt. Darüber hinaus bezeichnen wir das Segment "Trading/Gas Midstream" fortan als "Energiehandel". Dies ist eine reine Namensänderung, die keinen Einfluss auf die inhaltliche Abgrenzung hat.

Der Konzern gliedert sich damit in die folgenden vier Segmente auf:

Braunkohle & Kernenergie: Hier erfassen wir die deutsche Stromerzeugung aus Braunkohle und Kernenergie, deren Wirtschaftlichkeit in besonderem Maße von der Entwicklung der Stromgroßhandelspreise abhängt. Auch die Braunkohleförderung im Rheinland ist in dem Segment enthalten, ferner die zum Verkauf stehende Gesellschaft Matra in Ungarn, die ebenfalls Braunkohle fördert und verstromt und sich zu 50,9 % im RWE-Eigentum befindet. Gesteuert werden diese Aktivitäten von RWE Power. Dem Segment zugeordnet sind außerdem unsere Beteiligungen am niederländischen Kernkraftwerksbetreiber EPZ (30 %) und an der deutschen URANIT (50 %), die 33 % an der auf Uran-Anreicherung spezialisierten Urenco hält.

Europäische Stromerzeugung: Dieses Segment beinhaltet unsere Stromerzeugung aus Gas, Steinkohle und Biomasse in den Kernmärkten Deutschland, Großbritannien und Niederlande/Belgien. Mit dazu gehören ein 787-MW-Gaskraftwerk im westtürkischen Denizli, an dem wir 70 % halten, und die auf Projektmanagement und Ingenieurdienstleistungen spezialisierte RWE Technology International. Die beschriebenen Aktivitäten liegen in der Verantwortung von RWE Generation. Ergänzt wird das Segment durch einige Wasserkraftwerke in Deutschland und Luxemburg.

Energiehandel: Dieser Bereich deckt das Tätigkeitsfeld der RWE Supply & Trading ab. Zu den Aufgaben der Gesellschaft zählen der Energie- und Rohstoffhandel und das Gas-Midstream-Geschäft. In Deutschland und in Nachbarländern beliefert sie auch einige große Industrie- und Geschäftskunden mit Strom und Gas. Außerdem ist RWE Supply & Trading für die Vermarktung der Stromerzeugung von RWE und die kurzfristige Optimierung des Kraftwerkseinsatzes zuständig; die dabei erzielten Ergebnisbeiträge weisen wir allerdings in den Segmenten "Braunkohle & Kernenergie" und "Europäische Stromerzeugung" aus.

innogy: Hier ist das Geschäft mit den erneuerbaren Energien, den Verteilnetzen und dem Vertrieb gebündelt. Verantwortet wird es von unserer Tochter innogy SE, die am 1. April 2016 die Geschäftstätigkeit aufgenommen hat und am 7. Oktober 2016 an die Börse gebracht worden ist. Die RWE AG hält über eine Zwischengesellschaft 76,8 % an dem Unternehmen und führt es als Finanzbeteiligung. innogy ist einer der führenden europäischen Stromerzeuger aus regenerativen Quellen - insbesondere Wind- und Wasserkraft - mit regionalem Fokus auf Deutschland, Großbritannien, Spanien, die Niederlande und Polen. Zweites Standbein von innogy ist der Betrieb von Verteilnetzen in Deutschland (Strom/Gas), Tschechien (Gas), der Slowakei, Ungarn und Polen (alle Strom). Hinzu kommt als dritter Geschäftsbereich der Vertrieb von Strom, Gas und Energielösungen. Absatzmärkte sind Deutschland, die Niederlande, Belgien, Großbritannien, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Polen und einige weitere zentralosteuropäische Länder. Zu innogy gehören auch einige vollkonsolidierte deutsche Regionalversorger. Außerdem hält die Gesellschaft zahlreiche Minderheitsbeteiligungen an Versorgungsunternehmen, z. B. an deutschen Stadtwerken und an der österreichischen KELAG.

Einzelne segmentübergreifende Aktivitäten weisen wir unter "Sonstige, Konsolidierung" aus. Derzeit ist hier vor allem die Konzernholding RWE AG erfasst. Darüber hinaus enthält die Position unseren 25,1 %-Anteil am deutschen Stromübertragungsnetzbetreiber Amprion.

Terminologische Änderungen

Im Juli 2016 sind Leitlinien der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA zur Anwendung sogenannter alternativer Leistungskennzahlen in Kraft getreten. Sie zielen u. a. darauf ab, dass bei der Verwendung von Kennzahlen, die nicht in Rechnungslegungsstandards verbindlich definiert sind, die Grundsätze der Transparenz und Vergleichbarkeit beachtet werden. Unter anderem wird der Gebrauch eindeutiger Bezeichnungen empfohlen. Vor diesem Hintergrund haben wir das EBITDA in "bereinigtes EBITDA" und das betriebliche Ergebnis in "bereinigtes EBIT" umbenannt. Wir berücksichtigen damit, dass wesentliche Sondersachverhalte aus diesen Kennzahlen herausgerechnet und ins neutrale Ergebnis überführt werden. Mit der sprachlichen Anpassung gehen keine inhaltlichen Veränderungen einher.

Neue Definition des Free Cash Flow

Seit der Berichterstattung über das erste Halbjahr 2017 verwenden wir eine neue Definition des Free Cash Flow, die unsere Investitionstätigkeit umfänglicher widerspiegelt. Vorher entsprach der Free Cash Flow dem Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit, abzüglich der Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Von nun an subtrahieren wir auch die Investitionen in Finanzanlagen und addieren die Einnahmen aus Desinvestitionen und Anlagenabgängen. Zum Zweck der Vergleichbarkeit haben wir die Vorjahreszahlen angepasst.

Zukunftsbezogene Aussagen

Die vorliegende Zwischenmitteilung enthält Aussagen, die sich auf die künftige Entwicklung des RWE-Konzerns und seiner Gesellschaften sowie der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar. Wir haben sie auf Basis aller Informationen getroffen, die uns zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Dokuments zur Verfügung standen. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffen oder unvorhergesehene Risiken eintreten, können die tatsächlichen von den erwarteten Entwicklungen abweichen. Für die Aussagen können wir daher keine Gewähr übernehmen.

WESENTLICHE EREIGNISSE

Im Berichtszeitraum

Verkauf des ehemaligen Kraftwerksstandorts Littlebrook abgeschlossen

Mitte September haben wir den früheren Kraftwerksstandort Littlebrook an den britischen Immobilieninvestor Tritax Big Box REIT plc verkauft. Die Transaktion wurde wirksam, nachdem die Umweltgenehmigung auf den neuen Eigentümer übergegangen war. Einen kleinen Teil des Areals hatten wir bereits Anfang August an den Übertragungsnetzbetreiber National Grid verkauft. Die Grundstücksveräußerungen führten zu einem Euro-Gesamterlös im höheren zweistelligen Millionenbereich. Der Standort Littlebrook liegt am Themseufer in Dartford östlich von London. Bis Ende März 2015 haben wir dort ein Ölkraftwerk mit einer Nettoleistung von 1.245 MW betrieben. Die Anlage musste wegen verschärfter Emissionsobergrenzen für Großfeuerungsanlagen stillgelegt werden.

innogy erhält Förderzusage für Offshore-Windpark Triton Knoll und wird Alleineigentümerin des Projekts

Mitte August hat unsere Tochtergesellschaft innogy vom britischen Ministerium für Wirtschaft, Energie und Industriestrategie den Förderzuschlag für das Offshore-Windkraft-Projekt Triton Knoll erhalten. Die Entscheidung fiel per Auktionsverfahren. Im Rahmen des Projekts sollen vor der englischen Ostküste Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von ca. 860 MW entstehen. Das Investitionsvolumen wird auf 2 Mrd. £ veranschlagt. Für die Stromeinspeisung des Windparks ins Netz garantiert der Staat eine Vergütung von 74,75 £/MWh. Der Förderzeitraum beträgt 15 Jahre. Neben innogy war bis vor kurzem auch Statkraft an Triton Knoll beteiligt. Im Oktober 2017 hat der norwegische Energieversorger seinen 50 %-Anteil an unsere Tochter verkauft, die nun alleinige Projekteigentümerin ist. Der Standort von Triton Knoll zeichnet sich durch gute Windbedingungen und moderate Wassertiefen aus. Für den Windpark liegen bereits alle erforderlichen Genehmigungen vor. Mitte 2018 soll die finale Investitionsentscheidung getroffen werden. Nach aktueller Planung könnte im Jahr 2021 mit der Inbetriebnahme des Windparks begonnen werden.

In Großbritannien werden die erneuerbaren Energien seit April 2015 über einen als "Contract for Difference" (CfD) bezeichneten Mechanismus gefördert. Liegt der Preis, den die Anlagenbetreiber am Großhandelsmarkt erzielen, unter einer garantierten Vergütung, wird ihnen die Differenz erstattet. Liegt er darüber, müssen sie Zahlungen leisten. Bei der Auswahl der zu fördernden Projekte wird folgendermaßen vorgegangen: Ist der für eine bestimmte Erzeugungstechnologie vorgesehene Fördertopf groß genug, erhalten alle Bewerber einen CfD-Vertrag. Reicht der jeweilige Topf nicht aus, wird per Auktion entschieden, wer zum Zuge kommt.

Wesentliche Ereignisse, die bereits im Zeitraum von Januar bis Anfang August 2017 eingetreten sind, haben wir im Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2017 auf den Seiten 7 bis 11 dargestellt.

Nach Ablauf des Berichtszeitraums

innogy und SSE vereinbaren Zusammenlegung von britischem Vertriebsgeschäft

Anfang November haben sich innogy und der britische Energieversorger SSE darauf verständigt, durch Zusammenlegung von Endkundengeschäft ein großes, eigenständiges Vertriebsunternehmen in Großbritannien zu schaffen. innogy wird ihren gesamten britischen Vertrieb in die neue Gesellschaft einbringen. SSE steuert ihr Privatkundengeschäft und ihre Aktivitäten auf dem Gebiet der Energielösungen bei, während der Vertrieb mit Geschäftskunden und das Irland-Geschäft bei SSE verbleiben. Die fusionierte Vertriebsgesellschaft soll im Premium-Segment der Londoner Börse notieren. innogy plant, eine Minderheitsbeteiligung von 34,4 % an dem Unternehmen zu halten, während SSE ihren Anteil von 65,6 % im Wege der Abspaltung an die eigenen Aktionäre weitergeben will. Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung des Aufsichtsrats von innogy, der Aktionäre von SSE sowie der Wettbewerbs- und Regulierungsbehörden. Inklusive Börsengang wird sie voraussichtlich im vierten Quartal 2018 oder im ersten Quartal 2019 abgeschlossen. Bis dahin werden innogy und SSE ihre Vertriebsaktivitäten vollkommen unabhängig voneinander fortführen.

Hintergrund der Transaktion sind die schwierigen Rahmenbedingungen im britischen Energievertrieb, der durch extrem hohen Wettbewerbsdruck und fortgesetzte politische Eingriffe zulasten der Unternehmen geprägt ist (siehe unten). In diesem herausfordernden Umfeld bieten sich durch die Schaffung eines großen, unabhängigen Vertriebsunternehmens zusätzliche Chancen, um die Kunden durch attraktive Angebote und guten Service zu überzeugen. innogys britisches Erneuerbare-Energien-Geschäft bleibt von der Transaktion unberührt. Auf diesem Gebiet plant unsere Tochter weiteres Wachstum, insbesondere durch Investitionen in Windkraftprojekte. Ausbauen will sie auch ihre britischen Aktivitäten auf dem Gebiet der Elektromobilität.

Großbritannien will Energiepreisdeckelung ausweiten

Die britische Regulierungsbehörde Ofgem (Office of Gas and Electricity Markets) hat Anfang Oktober weitere Eingriffe zur Deckelung der Energiepreise angekündigt. Aktuell gibt es eine solche Preiskappung nur bei Haushalten mit Spezialzählern, die eine Vorausbezahlung per Geldkarte ermöglichen. Ofgem will nun auch Standardtarif-Kunden einbeziehen, die eine Ermäßigung für Einkommensschwache - den sogenannten "Warm Home Discount" - erhalten. Damit werden ab Februar 2018 weitere eine Million Haushalte unter die staatliche Preisdeckelung fallen. Die Obergrenze soll zweimal im Jahr überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Die Ausweitung des Preisschutzes ist als Übergangsregelung gedacht; Ofgem will sie spätestens zum Ende des Jahres 2019 wieder abschaffen.

Ebenfalls im Oktober hat das Ministerium für Wirtschaft, Energie und Industriestrategie einen Gesetzentwurf zur Einführung einer Preisobergrenze für alle Privatkunden mit Standardtarifen vorgelegt. Ausgenommen sind Kunden mit Ökostrom- oder Vorauszahlungstarifen. Wie die Regelung im Detail ausgestaltet wird, ist noch offen. Alle zu ihrer Umsetzung notwendigen Gesetzgebungs- und Genehmigungsschritte sollen bis Ende 2018 abgeschlossen sein. Ebenso wie der von Ofgem angekündigte Eingriff handelt es sich um eine temporäre Maßnahme. Sie ist bis Ende 2020 befristet. Allerdings behält sich die Politik vor, die Preisobergrenze um bis zu drei Jahre zu verlängern.

Volumen der ausstehenden RWE-Hybridanleihen durch Tilgungen und Rückkäufe auf 1,9 Mrd. € gesenkt

Am 12. Oktober 2017 haben wir eine Hybridanleihe über 1 Mrd. US$ zum frühestmöglichen Termin zurückgezahlt. Die Anleihe war 2012 in zwei Tranchen über jeweils 500 Mio. US$ begeben worden und hatte einen Kupon von 7 %. Spätestens 2072 wäre sie fällig geworden. Nach Hybridanleihen über 250 Mio. CHF bzw. 150 Mio. CHF ist sie die dritte, die wir 2017 abgelöst haben. Zusätzlich zu den Tilgungen haben wir am 10. Oktober Hybridanleihen mit einem nominalen Gesamtwert von umgerechnet 585 Mio. € zurückgekauft.

Davon entfielen 161 Mio. € auf unsere Anleihe über 700 Mio. € (Kupon: 2,75 %/erster Kündigungstermin: 2020), 268 Mio. € auf die Anleihe über 550 Mio. € (3,5 %/2025) und 183 Mio. US$ auf die Anleihe über 500 Mio. US$ (6,625 %/2026). Vorausgegangen war am 26. September ein öffentliches Rückkaufangebot mit einem Zielvolumen von 550 Mio. €. Nur von unserer Hybridanleihe über 750 Mio. £ (7 %/2019) haben wir keine Stücke zurückerworben. Die Auswahl der Papiere richtete sich u. a. nach Renditeaspekten. Durch die diesjährigen Kündigungen und den Rückkauf hat sich der nominale Gesamtwert unserer ausstehenden Hybridanleihen von umgerechnet 3,9 Mrd. € (Ende 2016) auf 1,9 Mrd. € (Ende Oktober 2017) verringert.

innogy sichert sich eigene syndizierte Kreditlinie und begibt "grüne" Unternehmensanleihe

Von einem internationalen Bankenkonsortium hat sich innogy eine Kreditlinie über 2 Mrd. € einräumen lassen. Dies wurde am 6. Oktober vertraglich vereinbart. Damit ist die Finanzierung unserer Tochtergesellschaft nun gänzlich unabhängig von der RWE AG. Die Kreditlinie dient als Liquiditätsreserve. Ihre Laufzeit reicht bis Oktober 2022, kann aber zweimal um jeweils ein Jahr verlängert werden. Darüber hinaus ist eine Aufstockung des Kreditrahmens um 1 Mrd. € möglich. Mit Abschluss der neuen Kreditlinie hat innogy ihre Beteiligung an der bestehenden syndizierten Kreditlinie der RWE AG gekündigt. Diese hatte ein Volumen von 4 Mrd. €, von denen 1,5 Mrd. € im Innenverhältnis auf innogy übertragen worden waren. Nach der Kündigung seitens innogy wurde die Kreditlinie der RWE AG im Oktober auf 3 Mrd. € abgesenkt. Sie läuft noch bis März 2021.

Ebenfalls im Oktober hat innogy ihre erste "grüne" Anleihe begeben. Die Papiere im nominalen Gesamtwert von 850 Mio. € haben eine zehnjährige Laufzeit und einen Kupon von 1,25 %. Grüne Anleihen sind zweckgebundene Finanzierungsinstrumente, deren Emissionserlöse ausschließlich für Umwelt- und Sozialprojekte eingesetzt werden dürfen. innogy wird die vereinnahmten Mittel zur Refinanzierung von Windparks in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden nutzen. Die Anlagen sind bereits im Bau oder im Betrieb.

Neue niederländische Regierung strebt Kohleausstieg bis 2030 an

Nach mehr als 200 Verhandlungstagen hat die neue niederländische Regierung Mitte Oktober ihren Koalitionsvertrag geschlossen. Darin sprechen sich die beteiligten Parteien für drastische Schritte zur Minderung der Treibhausgasemissionen aus. Unter anderem soll das Land bis 2030 komplett aus der Kohleverstromung aussteigen. Derzeit sind in den Niederlanden noch fünf Steinkohlekraftwerke in Betrieb, darunter zwei von RWE. Darüber hinaus will die Regierung den Kohlendioxidausstoß durch Einführung eines nationalen CO2 -Mindest-preises verteuern. Mit diesen und weiteren Maßnahmen sollen die Treibhausgasemissionen des Landes bis 2030 um 49 % gegenüber dem Stand von 1990 gesenkt werden. Bei der staatlichen Förderung der Mitverbrennung von Biomasse tritt die Regierung allerdings auf die Bremse: Ab 2024 sollen keine Mittel mehr dafür bereitgestellt werden. Bereits gegebene Förderzusagen wie die an RWE sind davon aber voraussichtlich nicht betroffen. Noch ist nicht absehbar, welche Auswirkungen der Koalitionsvertrag auf die Energieversorger haben wird. Das hängt maßgeblich davon ab, wie das Klimaschutzpaket im Detail ausgestaltet wird. Die Regierung strebt dazu einen breiten Dialog unter Beteiligung der betroffenen Unternehmen an. Die Maßnahmen sollen dann in einem neuen nationalen Klima- und Energieabkommen festgeschrieben werden.

In den Niederlanden war am 15. März 2017 ein neues Parlament gewählt worden. Dabei erhielt die rechtsliberale Volkspartei für Freiheit und Demokratie (VVD) unter Ministerpräsident Mark Rutte die meisten Stimmen. Um eine Mehrheit im Parlament zu sichern, ist Rutte allerdings auf Partner angewiesen. Neben der VVD beteiligen sich die Christdemokraten (CDA), die Christenunion (CU) und die grünliberale D66 an der neuen Regierungskoalition.

EU-Gremien einigen sich auf Reform des europäischen Emissionshandels

Vertreter der EU-Kommission, des EU-Parlaments und des Ministerrats haben sich Anfang November in einem Trilog-Gespräch über die künftige Ausgestaltung des europäischen Emissionshandelssystems (ETS) verständigt. Ziel der Reform ist es, das System auf die europäischen Treibhausgasminderungsziele für 2030 auszurichten. Die dem ETS unterliegenden Sektoren sollen ihre Emissionen bis 2030 um 43 % gegenüber 2005 reduzieren. Die Trilog-Parteien wollen deshalb die Zahl der an den Markt ausgegebenen CO2 -Zertifikate während der vierten Handelsperiode von 2021 bis 2030 um jährlich 2,2 % senken. Aktuell liegt der Reduktionsfaktor bei 1,74 %. Die ETS-Reform zielt außerdem darauf ab, dass die hohen Überschussmengen der aktuell am Markt verfügbaren Emissionsberechtigungen abgebaut werden. Verglichen mit der aktuellen Rechtslage sollen deshalb wesentlich mehr überschüssige Zertifikate in die sogenannte Marktstabilitätsreserve (MSR) überführt werden können. Die MSR war 2015 von der EU beschlossen worden und wird ab 2019 zum Einsatz kommen, um eine flexiblere Steuerung des Angebots an Emissionsrechten zu ermöglichen. Im Trilog hat man sich darauf verständigt, dass von 2019 bis 2023 pro Jahr ein Anteil von bis zu 24 % der Marktzuteilungsmenge einbehalten und in die MSR überführt werden kann. Außerdem sollen Zertifikate, die in der MSR geparkt sind, ab dem Jahr 2023 gelöscht werden können, soweit sie die Auktionsmenge des Vorjahres übersteigen. Den Mitgliedstaaten wird überdies erlaubt, nationale emissionsmindernde Maßnahmen, die zur Schließung von Kraftwerken führen, mit der Löschung entsprechender Zertifikatmengen zu flankieren. Parlament und Rat müssen dem im Trilog gefundenen Kompromiss jetzt noch formal zustimmen. Spätestens Anfang 2018 dürfte das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen sein.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Außenumsatz 2 % unter Vorjahr

Der RWE-Konzern hat in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres einen Außenumsatz von 32.385 Mio. € erwirtschaftet. In dieser Zahl sind die Erdgas- und die Stromsteuer enthalten. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichneten wir einen Rückgang um 2 %. Der Umsatz aus dem Verkauf von Strom hat sich um 4 % auf 23.209 Mio. € verringert. Wettbewerbsbedingte Absatzeinbußen im britischen und niederländischen Vertriebsgeschäft von innogy gaben dafür den Ausschlag. Unsere Gaserlöse lagen dagegen mit 6.953 Mio. € etwa auf Vorjahreshöhe. Die Umsatzentwicklung war auch durch Wechselkursänderungen beeinflusst. Das Pfund Sterling, unsere wichtigste Auslandswährung, hat sich gegenüber dem Euro von durchschnittlich 1,24 € auf 1,15 € verbilligt. Die in Großbritannien erzielten Erlöse fielen deshalb nach der Umrechnung in Euro niedriger aus.

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Außenumsatz Jan - Sep
Jan - Sep
+/-in
Jan - Dez
in Mio. € 2017 2016 % 2016
Braunkohle & Kernenergie 874 862 1,4 1.193
Europäische Stromerzeugung 550 581 - 5,3 774
Energiehandel 2.567 2.414 6,3 3.646
innogy 28.382 29.295 - 3,1 40.149
Sonstige, Konsolidierung 12 54 - 77,8 71
RWE-Konzern 32.385 33.206 - 2,5 45.833
Erdgas-/Stromsteuer 1.450 1.541 - 5,9 2.243
RWE-Konzern (ohne Erdgas-/Stromsteuer) 30.935 31.665 - 2,3 43.590


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Innenumsatz Jan - Sep Jan - Sep +/- Jan - Dez
in Mio. € 2017 2016 in % 2016
Braunkohle & Kernenergie 2.239 2.565 -12,7 3.489
Europäische Stromerzeugung 3.015 3.318 - 9,1 4.732
Energiehandel 9.985 11.449 - 12,8 15.734
innogy 1.887 2.169 - 13,0 1.811


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Bereinigtes EBITDA Jan - Sep Jan - Sep +/- Jan - Dez
in Mio. € 2017 2016 in % 2016
Braunkohle & Kernenergie 551 634 -13,1 1.079
Europäische Stromerzeugung 324 413 - 21,5 377
Energiehandel 201 - 97 307,2 -139
innogy 3.075 2.919 5,3 4.203
Sonstige, Konsolidierung 24 - 48 150,0 - 117
RWE-Konzern 4.175 3.821 9,3 5.403


Bereinigtes EBITDA 9 % höher als 2016

Im Berichtszeitraum erzielten wir ein bereinigtes EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von 4.175 Mio. €. Der Vorjahreswert konnte damit um 9 % übertroffen werden. Ausschlaggebend dafür war eine stark verbesserte Performance im Energiehandel. Darüber hinaus verringerten sich die Aufwendungen, die unsere Tochter innogy für den Betrieb und die Instandhaltung ihrer Verteilnetze erbringen musste. Dem standen Margeneinbußen in der konventionellen Stromerzeugung gegenüber.

In den einzelnen Segmenten zeigte sich folgende Entwicklung:

Braunkohle & Kernenergie: Das bereinigte EBITDA hat sich hier um 13 % auf 551 Mio. € verringert. Hauptgrund dafür war, dass wir für den Strom unserer Braunkohle- und Kernkraftwerke einen niedrigeren Großhandelspreis erzielt haben als 2016. Die Erzeugung dieser Anlagen hatten wir bereits in Vorjahren nahezu vollständig auf Termin verkauft. Zum Ergebnisrückgang beigetragen hat auch, dass im Vorjahr noch Erträge aus der Auflösung von Kernenergierückstellungen angefallen waren. Darüber hinaus verschlechterte sich die Ertragslage von Mátra in Ungarn, u. a. weil ungünstige Wetterbedingungen die Braunkohleförderung beeinträchtigten. Da die Gesellschaft zum Verkauf steht, erfassen wir ihre nach dem 1. April 2017 erwirtschafteten Ergebnisbeiträge nicht mehr im bereinigten EBITDA, sondern im neutralen Ergebnis. Positiv wirkte, dass wir keine Kernbrennstoffsteuer mehr entrichten müssen und dass unsere Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen gesunken sind. Daneben profitierten wir von einer verbesserten Verfügbarkeit unserer deutschen Braunkohlekraftwerke und der konsequenten Fortführung unseres laufenden Effizienzsteigerungsprogramms.

Europäische Stromerzeugung: In diesem Segment ist das bereinigte EBITDA um 22 % auf 324 Mio. € zurückgegangen. Ein Grund dafür war, dass der Vorjahreswert noch hohe Einmalerträge enthielt: Diese stammten u. a. aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen und aus der Mitte 2016 abgeschlossenen Schadensregulierung beim neuen Steinkohlekraftwerk in Hamm (Westfalen). Darüber hinaus verschlechterten sich die Marktbedingungen in der Steinkohleverstromung. Dem standen gestiegene Margen unserer Gaskraftwerke gegenüber. Auch effizienzverbessernde Maßnahmen sowie der Verkauf des Standorts Littlebrook (siehe Seite 3) und weiterer Grundstücke wirkten sich positiv aus. Zudem erhöhte sich der Ergebnisbeitrag, den wir mit der kurzfristigen kommerziellen Optimierung unseres Kraftwerkseinsatzes erzielen konnten.

Energiehandel: Das bereinigte EBITDA ist hier um 298 Mio. € auf 201 Mio. € gestiegen. Unsere Handelsperformance lag auf Normalniveau, nachdem sie 2016 ungewöhnlich schwach gewesen war. Allerdings ist auch ein positiver Einmaleffekt weggefallen, der sich im Vorjahr aus dem gewinnbringenden Verkauf des britischen Steinkohlekraftwerks Lynemouth ergeben hatte.

innogy: Unsere Tochtergesellschaft konnte ihr bereinigtes EBITDA um 5 % auf 3.075 Mio. € steigern. Im Netzgeschäft profitierte sie von rückläufigen Betriebs- und Instandhaltungsaufwendungen; außerdem war hier das Vorjahresergebnis noch durch die Bildung von Rückstellungen für Altersteilzeitmaßnahmen belastet. Im Vertrieb konnte innogy ebenfalls zulegen. Basis dafür waren effizienzsteigernde Maßnahmen. Im britischen Vertriebsgeschäft, das von der innogy-Tochter npower geführt wird, ist die Lage allerdings weiterhin angespannt: Aufgrund des hohen Wettbewerbsdrucks, der dort herrscht, haben zahlreiche Kunden den Anbieter gewechselt oder konnten nur dadurch gehalten werden, dass ihnen Kontrakte mit günstigeren Konditionen angeboten wurden. Außerdem musste npower gestiegene Vorkosten verkraften. Eine Anhebung der Standardtarife für Strom und Gas, die Mitte März wirksam wurde, und umfassende Restrukturierungsmaßnahmen konnten die genannten Belastungen nur teilweise auffangen. Bei den erneuerbaren Energien, dem dritten Tätigkeitsfeld von innogy, hat sich die Ertragslage verschlechtert. Eine Rolle spielte dabei, dass trockene Witterung die Stromproduktion der deutschen Wasserkraftwerke beeinträchtigte. Zudem enthielt das Vorjahresergebnis noch Buchgewinne aus dem Verkauf kleinerer Laufwasserkraftwerke an der oberen Ruhr.

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Bereinigtes EBIT Jan - Sep Jan - Sep +/- Jan - Dez
in Mio. € 2017 2016 in % 2016
Braunkohle & Kernenergie 349 340 2,6 664
Europäische Stromerzeugung 96 95 1,1 - 37
Energiehandel 197 - 100 297,0 -145
innogy 2.003 1.842 8,7 2.735
Sonstige, Konsolidierung 22 - 61 136,1 - 135
RWE-Konzern 2.667 2.116 26,0 3.082


Das bereinigte EBIT lag bei 2.667 Mio. € und damit 26 % über dem Vergleichswert für 2016. Der prozentuale Anstieg ist damit wesentlich höher als beim bereinigten EBITDA, was darauf beruht, dass im bereinigten EBIT auch die betrieblichen Abschreibungen berücksichtigt sind und sich diese wegen hoher Wertberichtigungen aus dem Vorjahr deutlich verringert haben. Im Konzernabschluss für 2016 hatten wir außerplanmäßige Abschreibungen von 4,3 Mrd. € vorgenommen, davon allein 3,7 Mrd. € auf unseren deutschen Kraftwerkspark (siehe Geschäftsbericht 2016, Seite 48).

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Neutrales Ergebnis Jan - Sep Jan - Sep +/- Jan - Dez
in Mio. € 2017 2016 in Mio. € 2016
Veräußerungsgewinne 133 84 49 94
Ergebniseffekte aus Derivaten - 161 - 221 60 - 799
Firmenwert-Abschreibungen - 480 - - 480 -
Restrukturierungen, Sonstige 1.391 - 216 1.607 - 5.956
Neutrales Ergebnis 883 - 353 1.236 - 6.661


Das neutrale Ergebnis, in dem wir bestimmte nicht-operative oder aperiodische Effekte erfassen, hat sich um 1.236 Mio. € auf 883 Mio. € verbessert. Seine Einzelpositionen entwickelten sich wie folgt:

Unsere Buchgewinne aus der Veräußerung von Beteiligungen und Vermögenswerten summierten sich auf 133 Mio. € (Vorjahr: 84 Mio. €). Darin enthalten sind Erträge, die wir durch den Verkauf von Block 5 des Heizkraftwerks Hamborn (Duisburg) und von zwei Wohnungsbaugesellschaften im Rheinischen Braunkohlerevier erzielt haben. Nähere Informationen zu diesen Transaktionen finden Sie im Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2017 auf den Seiten 9 und 11.

Wertveränderungen bei Derivaten, mit denen wir uns gegen Preisschwankungen absichern, belasteten das Ergebnis mit 161 Mio. € (Vorjahr: 221 Mio. €). Gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS) sind die Derivate mit ihren Marktwerten am jeweiligen Stichtag zu bilanzieren, während diejenigen Geschäfte, die mit den Derivaten abgesichert werden, erst später bei ihrer Realisierung erfolgswirksam erfasst werden dürfen. Dadurch entstehen kurzfristige Ergebniseffekte, die sich im Laufe der Zeit wieder aufheben.

Anders als 2016 mussten wir eine Firmenwert-Abschreibung vornehmen, und zwar in Höhe von 480 Mio. €. Die Wertberichtigung betrifft das britische Vertriebsgeschäft von innogy, dessen mittelfristige Ertragsaussichten sich verschlechtert haben (siehe dazu auch Seite 4). An ihrer Ergebnisprognose für 2017 hält unsere Tochter aber fest.

Das unter der Position "Restrukturierungen, Sonstige" ausgewiesene Ergebnis verbesserte sich um 1.607 Mio. € auf 1.391 Mio. €. Hauptgrund dafür war, dass uns der Bund die von 2011 bis 2016 erhobene Kernbrennstoffsteuer in Höhe von 1,7 Mrd. € rückerstattet hat, nachdem das Bundesverfassungsgericht die Abgabe für rechtswidrig und nichtig erklärt hatte (siehe Zwischenbericht über das erste Halbjahr, Seite 7). Darüber hinaus führte die Aufteilung des Segments Konventionelle Stromerzeugung in die Segmente Braunkohle & Kernenergie und Europäische Stromerzeugung zu Einmaleffekten, die per saldo positiv waren (siehe Seite 24 im Anhang). Eine weitere Ursache für die Ergebnisverbesserung liegt darin, dass wir die deutschen Gasspeicher von innogy im Vorjahr außerplanmäßig um 204 Mio. € abgeschrieben haben und diese Belastung nun weggefallen ist. Gegenläufig wirkte, dass wir im Berichtszeitraum eine Wertberichtigung auf Matra vornehmen mussten.

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Finanzergebnis Jan - Sep Jan - Sep +/- Jan - Dez
in Mio. € 2017 2016 in Mio. € 2016
Zinserträge 198 203 - 5 271
Zinsaufwendungen - 695 - 745 50 - 914
Zinsergebnis - 497 - 542 45 - 643
Zinsanteile an Zuführungen zu langfristigen Rückstellungen - 117 - 609 492 - 1.288
Übriges Finanzergebnis 189 - 226 415 - 297
Finanzergebnis - 425 - 1.377 952 - 2.228


Unser Finanzergebnis hat sich um 952 Mio. € auf -425 Mio. € verbessert. Im Einzelnen ergaben sich hier folgende Veränderungen:

Das Zinsergebnis stieg um 45 Mio. € auf -497 Mio. €. Rückläufige Zinsaufwendungen gaben dafür den Ausschlag. Hier kam zum Tragen, dass wir im April 2016 eine Senior-Anleihe mit einem Nominalvolumen von 850 Mio. € und einem Kupon von 6,25 % getilgt haben. Weitere Entlastungen ergaben sich durch die Rückzahlung von Hybridanleihen in Höhe von 250 Mio. CHF (5,25 %) und 150 Mio. CHF (5 %) im April bzw. Juli 2017. Auch das niedrige Marktzinsniveau trug zur positiven Entwicklung beim Zinsergebnis bei.

Die Zinsanteile an Zuführungen zu langfristigen Rückstellungen sanken um 492 Mio. € auf 117 Mio. €. Ein Grund dafür ist, dass wir bei der Aufzinsung der Kernenergieverpflichtungen einen wesentlich niedrigeren Zinssatz anwenden als vor einem Jahr. Außerdem war für den Betrag, den wir Anfang Juli in den deutschen Kernenergiefonds eingezahlt haben, keine Aufzinsung mehr erforderlich. Hinzu kam, dass Anpassungen der Diskontierungssätze für die sonstigen langfristigen Rückstellungen zu einem Rückgang der Verpflichtungsbarwerte führten. Dieser Effekt minderte die Zinsanteile zusätzlich.

Das "Übrige Finanzergebnis" stieg um 415 Mio. € auf 189 Mio. €. In der Position sind Zinsen enthalten, die uns der Bund für die inzwischen rückerstattete Kernbrennstoffsteuer gezahlt hat. Das trug wesentlich zur Ergebnisverbesserung bei. Außerdem fielen deutlich geringere Verluste aus dem Verkauf von Wertpapieren an als 2016.

Das Ergebnis vor Steuern hat sich um 2.739 Mio. € auf 3.125 Mio. € erhöht. Unsere Steuerquote lag bei 21 % und damit unter dem (theoretischen) Normalwert von 32,5 %. Eine wichtige Rolle spielte dabei, dass wir steuerliche Verluste aus Vorjahren, für die keine aktiven latenten Steuern bilanziert waren, mit dem laufenden Ergebnis verrechnen konnten. Früher waren wir davon ausgegangen, dass es wegen fehlender steuerlicher Gewinne auf absehbare Zeit nicht möglich sein würde, die Verlustvorträge zu nutzen. Wegen des Ergebniseffekts aus der Rückerstattung der Kernbrennstoffsteuer ist das im laufenden Geschäftsjahr aber doch der Fall.

Nach Steuern erzielten wir ein Ergebnis von 2.455 Mio. € (Vorjahr: 258 Mio. €). Die Ergebnisanteile anderer Gesellschafter sind um 11 Mio. € auf 200 Mio. € gesunken, obwohl sich der Anteil der innogy-Aktien in Fremdbesitz durch den Börsengang im Oktober 2016 von null auf 23,2 % erhöht hat. Die erwähnten Wertberichtigungen bei Matra in Ungarn und im britischen Vertriebsgeschäft von innogy spielten dabei eine wesentliche Rolle.

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Überleitung zum Nettoergebnis
Jan - Sep Jan - Sep +/- Jan - Dez


2017 2016 in % 2016
Bereinigtes EBITDA Mio. € 4.175 3.821 9,3 5.403
Betriebliche Abschreibungen Mio. € - 1.508 - 1.705 11,6 - 2.321
Bereinigtes EBIT Mio. € 2.667 2.116 26,0 3.082
Neutrales Ergebnis Mio. € 883 - 353 350,1 - 6.661
Finanzergebnis Mio. € - 425 - 1.377 69,1 - 2.228
Ergebnis vor Steuern Mio. € 3.125 386 709,6 - 5.807
Ertragsteuern Mio. € - 670 - 128 - 423,4 323
Ergebnis Mio. € 2.455 258 851,6 - 5.484
Davon:




Ergebnisanteile anderer Gesellschafter Mio. € 200 211 - 5,2 167
Ergebnisanteile der Hybridkapitalgeber der RWE AG Mio. € 36 36 - 59
Nettoergebnis/Ergebnisanteile der Aktionäre der RWE AG Mio. € 2.219 11 - - 5.710
Bereinigtes Nettoergebnis Mio. € 876 227 285,9 777
Ergebnis je Aktie 3,61 0,02 - - 9,29
Bereinigtes Nettoergebnis je Aktie 1,42 0,37 - 1,26
Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien (Durchschnitt) Mio. Stück 614,7 614,7 - 614,7
Steuerquote % 21 33 - 6


Die Ergebnisanteile unserer Hybridkapitalgeber waren mit 36 Mio. € ebenso hoch wir vor einem Jahr. Sie entfielen ausschließlich auf unsere Hybridanleihe über 750 Mio. £. Diese ist gemäß IFRS wegen ihrer theoretisch unbegrenzten Laufzeit dem Eigenkapital zuzuordnen. Bei den übrigen Hybridanleihen von RWE, die zum Fremdkapital zählen, werden die Kosten im Finanzergebnis erfasst.

Aus den dargestellten Entwicklungen ergibt sich ein gegenüber 2016 stark verbessertes Nettoergebnis von 2.219 Mio. € (Vorjahr: 11 Mio. €). Bei 614,7 Millionen ausstehenden RWE-Aktien beträgt das Ergebnis je Aktie 3,61 € (Vorjahr: 0,02 €).

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Überleitung zum bereinigten Nettoergebnis Januar - September Ursprüngliche Werte Bereinigung Bereinigte Werte Bereinigte Werte
in Mio. € 2017
2017 2016
Bereinigtes EBIT 2.667 - 2.667 2.116
Neutrales Ergebnis 883 - 883 - -
Finanzergebnis - 425 - 389 - 814 - 1.377
Ergebnis vor Steuern 3.125 - 1.272 1.853 739
Ertragsteuern - 670 194 - 476 - 265
Ergebnis 2.455 - 1.078 1.377 474
Davon:



Ergebnisanteile anderer Gesellschafter 200 265 465 211
Ergebnisanteile der Hybridkapitalgeber der RWE AG 36 - 36 36
Nettoergebnis/Ergebnisanteile der Aktionäre der RWE AG 2.219 - 1.343 876 227


Bereinigtes Nettoergebnis: Deutlicher Anstieg auf 876 Mio. €

Das bereinigte Nettoergebnis belief sich auf 876 Mio. €. Vom Nettoergebnis unterscheidet es sich dadurch, dass das gesamte neutrale Ergebnis sowie wesentliche Sondersachverhalte im Finanzergebnis, in den Ertragsteuern und in den Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter herausgerechnet werden. Beispielsweise enthält das bereinigte Nettoergebnis keine Effekte aus der Rückerstattung der Kernbrennstoffsteuer. Gegenüber dem Vorjahreswert (227 Mio. €) hat es sich deutlich erhöht. Hier machte sich die Verbesserung beim operativen Ergebnis und beim Finanzergebnis bemerkbar, während von den Ertragsteuern und den Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter gegenläufige Wirkungen ausgingen.

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Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Jan - Sep Jan - Sep +/- Jan - Dez
in Mio. € 2017 2016 in Mio. € 2016
Braunkohle & Kernenergie 169 173 - 4 267
Europäische Stromerzeugung 86 32 54 66
Energiehandel 3 1 2 4
innogy 1.008 964 44 1.679
Sonstige, Konsolidierung - 3 9 - 12 11
RWE-Konzern 1.263 1.179 84 2.027


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Investitionen in Finanzanlagen Jan - Sep Jan - Sep +/- Jan - Dez
in Mio. € 2017 2016 in Mio. € 2016
Braunkohle & Kernenergie 1 1 - 1
Europäische Stromerzeugung 1 2 - 1 4
Energiehandel 15 18 - 3 56
innogy 236 144 92 290
Sonstige, Konsolidierung - -
- 4
RWE-Konzern 253 165 88 355


Investitionen um 13 % höher als 2016

In den ersten drei Quartalen hat der RWE-Konzern 1.516 Mio. € investiert, 13 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte wurden 1.263 Mio. € eingesetzt. Gegenüber 2016 ist das ein Plus von 7 %, das u. a. auf Maßnahmen zur Modernisierung unseres britischen Kraftwerksparks zurückzuführen ist. Außerdem hat innogy verstärkt in die IT-Infrastruktur investiert. Die Ausgaben für Finanzanlagen haben sich um 53 % auf 253 Mio. € erhöht. In der Berichtsperiode entfielen sie im Wesentlichen auf innogy. Größte Einzeltransaktion der Gesellschaft war der Erwerb des Solar- und Batteriespezialisten Belectric Solar & Battery, den wir im Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2017 auf Seite 9 erläutert haben.

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Kapitalflussrechnung Jan - Sep Jan - Sep +/- Jan - Dez
in Mio. € 2017 2016 in Mio. € 2016
Funds from Operations - 3.019 1.718 - 4.737 3.013
Veränderung des Nettoumlaufvermögens 108 - 1.110 1.218 - 661
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit - 2.911 608 - 3.519 2.352
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit 4.328 - 936 5.264 - 4.570
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit - 527 756 - 1.283 4.282
Einfluss von Wechselkurs- und sonstigen Wertänderungen auf die flüssigen Mittel 5 - 22 27 - 24
Veränderung der flüssigen Mittel 895 406 489 2.040
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit - 2.911 608 - 3.519 2.352
Abzgl. Investitionen1 - 1.436 - 1.283 - 153 - 2.308
Zuzgl. Desinvestitionen/Anlagenabgänge1 396 678 - 282 765
Free Cash Flow - 3.951 3 - 3.954 809


1 Die Position umfasst ausschließlich zahlungswirksame Investitionen/Desinvestitionen.


Operativer Cash Flow: Deutlicher Rückgang wegen Dotierung des Kernenergiefonds

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich um 3.519 Mio. € auf -2.911 Mio. € verringert. Den Ausschlag dafür gab, dass wir zum 3. Juli 2017 einen Betrag von ca. 7 Mrd. € auf die Konten des Kernenergiefonds bei der Deutschen Bundesbank überwiesen haben. Mit der Zahlung ist die finanzielle Verantwortung für die Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle auf den Bund übergegangen (siehe Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2017, Seite 7). Positiven Einfluss auf den operativen Cash Flow hatte die Rückerstattung der Kernbrennstoffsteuer in Höhe von 1,7 Mrd. €. Außerdem sind Liquiditätsbelastungen aus dem Vorjahr weggefallen, die sich in Veränderungen des Nettoumlaufvermögens widergespiegelt hatten. Diese Belastungen resultierten u. a. daraus, dass wir umfangreiche Sicherheitsleistungen für Termingeschäfte erbringen mussten.

Die Investitionstätigkeit führte zu einem Cash Flow von 4.328 Mio. € (Vorjahr: -936 Mio. €). Hintergrund war, dass wir kurzfristige Wertpapiere und Geldanlagen liquidiert haben, um die Dotierung des Kernenergiefonds zu finanzieren. Gegenläufig wirkten unsere Ausgaben für Sach- und Finanzanlageinvestitionen. Außerdem stockten wir die Kapitaldeckung für unsere Pensionszusagen auf, indem wir 132 Mio. € auf Treuhänder bzw. Einrichtungen zur betrieblichen Altersversorgung übertrugen.

Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei -527 Mio. € (Vorjahr: 756 Mio. €). Der Aufnahme von Finanzschulden standen Tilgungen in ähnlicher Höhe gegenüber. Durch Ausschüttungen an Miteigentümer vollkonsolidierter RWE-Gesellschaften und an Hybridkapitalgeber sind in Summe 587 Mio. € abgeflossen; davon entfielen 206 Mio. € auf die Dividendenzahlung von innogy an ihre Minderheitsaktionäre.

Aufgrund der dargestellten Zahlungsströme aus der Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit haben sich unsere liquiden Mittel per saldo um 895 Mio. € erhöht.

Der hohe Mittelabfluss durch die Dotierung des Kernenergiefonds prägte auch die Entwicklung beim Free Cash Flow. Dieser betrug -3.951 Mio. €, gegenüber 3 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Wie auf Seite 2 erläutert, haben wir die Definition des Free Cash Flow geändert: Erstmals erfassen wir darin auch die Ausgaben für Finanzanlagen und die Einnahmen aus Desinvestitionen. Die Vorjahreszahl wurde entsprechend angepasst.

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Nettoschulden 30.09.2017 31.12.2016 +/-
in Mio. €

in Mio. €
Flüssige Mittel 5.431 4.576 855
Wertpapiere 4.854 10.065 - 5.211
Sonstiges Finanzvermögen 1.560 1.621 - 61
Finanzvermögen 11.845 16.262 - 4.417
Anleihen, Schuldscheindarlehen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Commercial Paper 16.111 15.921 190
Währungskurssicherung von Anleihen - 55 - 263 208
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 2.048 2.263 - 215
Finanzverbindlichkeiten 18.104 17.921 183
Nettofinanzschulden 6.259 1.659 4.600
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.740 6.761 - 1.021
Aktivisch ausgewiesenes Nettovermögen bei fondsgedeckten Pensionsverpflichtungen - 61 - 29 - 32
Rückstellungen für Entsorgung im Kernenergiebereich 5.579 12.699 - 7.120
Bergbaubedingte Rückstellungen 2.394 2.363 31
Rückstellungen für den Rückbau von Windparks 366 334 32
Korrektur Hybridkapital - 819 - 1.078 259
Zuzüglich 50 % des als Eigenkapital ausgewiesenen Hybridkapitals 463 471 - 8
Abzüglich 50 % des als Fremdkapital ausgewiesenen Hybridkapitals - 1.282 - 1.549 267
Nettoschulden 19.458 22.709 - 3.251


Rückgang der Nettoschulden auf 19,5 Mrd. €

Unsere Nettoschulden lagen zum 30. September 2017 bei 19,5 Mrd. € und damit deutlich unter dem Stand zum Jahresende 2016 (22,7 Mrd. €). Gründe dafür waren positive Effekte im operativen Cash Flow, die sich u. a. aus der Rückerstattung der Kernbrennstoffsteuer ergaben. Der Liquiditätsabfluss aus der Dotierung des Kernenergiefonds hatte keinen Einfluss auf die Nettoschulden, da sich unsere Kernenergierückstellungen in entsprechender Höhe verringert haben. Gesunken sind auch die Pensionsrückstellungen, und zwar um 1,0 Mrd. €. Hintergrund ist, dass sich das Planvermögen, mit dem wir den Großteil unserer Pensionsverpflichtungen abdecken, aufgrund positiver Marktentwicklungen erhöht hat. Außerdem haben wir die Diskontierungssätze für die Barwertermittlung bei den deutschen Pensionsverpflichtungen angehoben. Die neuen Sätze belaufen sich im Konzerndurchschnitt auf 2,0 %, gegenüber 1,8 % im Jahresabschluss 2016. Sie spiegeln die jüngste Marktzinsentwicklung wider. Neben den genannten Faktoren trugen auch Desinvestitionen zum Schuldenrückgang bei, während die Investitionstätigkeit und unsere Ausschüttungen gegenläufig wirkten.

PROGNOSE 2017

Prognose für 2017 bekräftigt

Unser Ergebnisausblick für das laufende Geschäftsjahr entspricht dem Stand vom August 2017 (siehe Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2017, Seite 26 f.). Wir erwarten weiterhin ein bereinigtes EBITDA von 5,4 bis 5,7 Mrd. € und ein bereinigtes Nettoergebnis von 1,0 bis 1,3 Mrd. €. Voraussichtlich werden wir Werte am oberen Ende der genannten Bandbreiten erreichen. Die Rückzahlung der Kernbrennstoffsteuer hat keinen Einfluss auf die beiden Kennzahlen. Unser Ergebnisausblick für den RWE-Konzern und die Segmente ist in der Tabelle unten zusammengefasst.

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Ergebnisausblick für 2017 Ist 2016 Bisherige Prognose Prognoseanpassung

in Mio. € Stand: August 20171 November 2017
Bereinigtes EBITDA 5.403 5,4 bis 5,7 Mrd. € -
Davon:


Braunkohle & Kernenergie 1.079 deutlich unter Vorjahr -
Europäische Stromerzeugung 377 deutlich über Vorjahr -
Energiehandel - 139 deutlich über Vorjahr -
innogy 4.203 moderat über Vorjahr -
Bereinigtes Nettoergebnis 777 1,0 bis 1,3 Mrd. € -


1 Siehe Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2017, Seite 26


Bekräftigen können wir auch die Prognosen zur Entwicklung der Nettoschulden, der Investitionen und des Personalbestands. Wegen der Rückerstattung der Kernbrennstoffsteuer gehen wir davon aus, dass die Nettoschulden Ende 2017 unter dem Vorjahreswert (22,7 Mrd. €) liegen werden. Dabei unterstellen wir, dass die Abzinsungsfaktoren für die Ermittlung der Rückstellungen bis Ende Dezember nicht wesentlich nach unten angepasst werden müssen. Bei den Investitionen erwarten wir inklusive der Ausgaben für Finanzanlagen eine Größenordnung von 2,5 bis 3,0 Mrd. €. Der Personalbestand dürfte etwas höher ausfallen als Ende 2016, vor allem wegen der Akquisition von Belectric Solar & Battery.

KONZERNZWISCHENABSCHLUSS (VERKÜRZT)

Gewinn- und Verlustrechnung

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Jul - Sep Jul - Sep Jan - Sep Jan - Sep
in Mio. € 2017 2016 2017 2016
Umsatzerlöse (inkl. Erdgas-/Stromsteuer) 9.064 9.308 32.385 33.206
Erdgas-/Stromsteuer - 302 - 321 - 1.450 - 1.541
Umsatzerlöse 8.762 8.987 30.935 31.665
Materialaufwand - 6.624 - 7.089 - 22.623 - 24.108
Personalaufwand - 1.169 - 1.296 - 3.497 - 3.665
Abschreibungen - 979 - 579 - 2.314 - 1.909
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 432 - 131 678 - 613
Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Beteiligungen 80 97 227 254
Übriges Beteiligungsergebnis 91 98 144 139
Finanzerträge 446 614 1.832 1.675
Finanzaufwendungen - 721 - 1.034 - 2.257 -3.052
Ergebnis vor Steuern - 546 - 333 3.125 386
Ertragsteuern 41 - 72 - 670 - 128
Ergebnis - 505 - 405 2.455 258
Davon: Ergebnisanteile anderer Gesellschafter - 67 31 200 211
Davon: Ergebnisanteile der Hybridkapitalgeber der RWE AG 12 10 36 36
Davon: Nettoergebnis/Ergebnisanteile der Aktionäre der RWE AG - 450 - 446 2.219 11
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Stamm- und Vorzugsaktie in € - 0,73 - 0,72 3,61 0,02


Gesamtergebnisrechnung

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Jul - Sep Jul - Sep Jan - Sep Jan - Sep
in Mio. €1 2017 2016 2017 2016
Ergebnis - 505 - 405 2.455 258
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen 213 - 743 1.018 - 1.608
Anteilig erfasste Erträge und Aufwendungen at-Equity-bilanzierter Beteiligungen

- 17 5
Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen, die nicht erfolgswirksam umzugliedern sind 213 - 743 1.001 - 1.603
Unterschied aus der Währungsumrechnung - 5
86 - 84
Marktbewertung von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten 39 70 61 150
Marktbewertung von Finanzinstrumenten in Sicherungsbeziehung 727 115 280 - 178
Anteilig erfasste Erträge und Aufwendungen at-Equity-bilanzierter Beteiligungen
1 3 - 1
Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen, die zukünftig erfolgswirksam umzugliedern sind 761 186 430 - 113
Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen (Other Comprehensive Income) 974 - 557 1.431 - 1.716
Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen (Total Comprehensive Income) 469 - 962 3.886 - 1.458
Davon: auf Aktionäre der RWE AG entfallend 484 - 1.167 3.478 - 1.735
Davon: auf Hybridkapitalgeber der RWE AG entfallend 12 10 36 36
Davon: auf andere Gesellschafter entfallend - 27 195 372 241


1 Beträge nach Steuern


Bilanz

Aktiva

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in Mio. € 30.09.2017 31.12.2016
Langfristiges Vermögen

Immaterielle Vermögenswerte 12.250 12.749
Sachanlagen 24.170 24.455
Investment Property 54 63
At-Equity-bilanzierte Beteiligungen 2.907 2.908
Übrige Finanzanlagen 1.118 1.055
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.494 1.797
Latente Steuern 2.656 2.884

44.649 45.911
Kurzfristiges Vermögen

Vorräte 2.247 1.968
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.373 4.999
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 6.277 9.123
Wertpapiere 4.628 9.825
Flüssige Mittel 5.431 4.576
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 123

23.079 30.491

67.728 76.402


Passiva

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in Mio. € 30.09.2017 31.12.2016
Eigenkapital

Anteile der Aktionäre der RWE AG 6.243 2.754
Anteile der Hybridkapitalgeber der RWE AG 925 942
Anteile anderer Gesellschafter 4.124 4.294

11.292 7.990
Langfristige Schulden

Rückstellungen 19.544 20.686
Finanzverbindlichkeiten 13.627 16.041
Übrige Verbindlichkeiten 2.132 2.196
Latente Steuern 676 723

35.979 39.646
Kurzfristige Schulden

Rückstellungen 4.580 12.175
Finanzverbindlichkeiten 4.532 2.142
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.146 5.431
Übrige Verbindlichkeiten 7.071 9.018
Zur Veräußerung bestimmte Schulden 128

20.457 28.766

67.728 76.402


Kapitalflussrechnung

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Jan - Sep Jan - Sep
in Mio. € 2017 2016
Ergebnis 2.455 258
Abschreibungen/Zuschreibungen 1.922 1.935
Veränderung der Rückstellungen - 7.548 - 422
Latente Steuern/Zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen/Ergebnis aus dem Abgang von Anlagegegenständen und Wertpapieren 152 - 53
Veränderung des Nettoumlaufvermögens 108 - 1.110
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit - 2.911 608
Investitionen in Anlagegegenstände/Akquisitionen - 1.436 - 1.283
Einnahmen aus Anlagenabgängen/Desinvestitionen 396 678
Veränderung der Wertpapiere und Geldanlagen 5.368 - 331
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit1 4.328 - 936
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit - 527 756
Zahlungswirksame Veränderung der flüssigen Mittel 890 428
Einfluss von Wechselkurs- und sonstigen Wertänderungen auf die flüssigen Mittel 5 - 22
Veränderung der flüssigen Mittel 895 406
Flüssige Mittel zum Anfang des Berichtszeitraums 4.576 2.536
Davon: als "zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte" ausgewiesen
- 14
Flüssige Mittel zum Anfang des Berichtszeitraums laut Konzernbilanz 4.576 2.522
Flüssige Mittel zum Ende des Berichtszeitraums 5.471 2.942
Davon: als "zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte" ausgewiesen - 40
Flüssige Mittel zum Ende des Berichtszeitraums laut Konzernbilanz 5.431 2.942


1 Nach Erst-/Nachdotierung von Planvermögen in Höhe von 132 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 193 Mio. €)


Veränderung des Eigenkapitals

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in Mio. € Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage der RWE AG Gewinnrücklage und Bilanzgewinn Accumulated Other Comprehensive Income Anteile der
Aktionäre der RWE AG
Anteile der Hybridkapitalgeber der RWE AG Anteile anderer Gesellschafter
Stand: 01.01.2016 3.959 3.612 - 1.724 5.847 950 2.097
Kapitalrückzahlung




- 83
Dividendenzahlungen
- 5
- 5 - 67 - 226
Ergebnis
11
11 36 211
Other Comprehensive Income
- 1.651 - 95 - 1.746
30
Total Comprehensive Income
- 1.640 - 95 - 1.735 36 241
Übrige Veränderungen



7 1
Stand: 30.09.2016 3.959 1.967 - 1.819 4.107 926 2.030
Stand: 01.01.2017 3.959 - 652 - 553 2.754 942 4.294
Kapitalrückzahlung




- 41
Dividendenzahlungen
- 5
- 5 - 60 - 465
Ergebnis
2.219
2.219 36 200
Other Comprehensive Income
854 405 1.259
172
Total Comprehensive Income
3.073 405 3.478 36 372
Übrige Veränderungen
16
16 7 - 36
Stand: 30.09.2017 3.959 2.432 - 148 6.243 925 4.124


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in Mio. € Summe
Stand: 01.01.2016 8.894
Kapitalrückzahlung - 83
Dividendenzahlungen - 298
Ergebnis 258
Other Comprehensive Income - 1.716
Total Comprehensive Income - 1.458
Übrige Veränderungen 8
Stand: 30.09.2016 7.063
Stand: 01.01.2017 7.990
Kapitalrückzahlung - 41
Dividendenzahlungen - 530
Ergebnis 2.455
Other Comprehensive Income 1.431
Total Comprehensive Income 3.886
Übrige Veränderungen - 13
Stand: 30.09.2017 11.292


ANHANG

Rechnungslegungsmethoden

Die RWE AG mit Sitz in Essen, Deutschland, ist Mutterunternehmen des RWE-Konzerns ("RWE" oder "Konzern").

Der Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2017 einschließlich weiterer Angaben in den sonstigen Teilen dieser Zwischenmitteilung wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Er ist am 10. November 2017 zur Veröffentlichung freigegeben worden.

Im Einklang mit IAS 34 wurde für die Darstellung des Konzernzwischenabschlusses zum 30. September 2017 ein gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 verkürzter Berichtsumfang gewählt. In der Konzernzwischenmitteilung werden - mit Ausnahme der nachfolgend beschriebenen Änderungen und Neuregelungen - die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016. Für weitere Informationen verweisen wir auf den Konzerngeschäftsbericht 2016, der die Basis für die vorliegende Konzernzwischenmitteilung darstellt.

Für Entsorgungsrückstellungen auf dem Gebiet der Kernenergie wird ein Abzinsungsfaktor von 0,6 % (31.12.2016: 0,4 %) und für bergbaubedingte Rückstellungen von 4,4 % (31.12.2016: 4,4 %) zugrunde gelegt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden in Deutschland mit 2,0 % und im Ausland mit 2,5 % abgezinst (31.12.2016: 1,8 % bzw. 2,5 %).

Änderungen der Rechnungslegungsvorschriften

Der International Accounting Standards Board (IASB) hat Änderungen bei bestehenden International Financial Reporting Standards (IFRS) verabschiedet, die für den RWE-Konzern vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht ab dem Geschäftsjahr 2017 verpflichtend anzuwenden sind:

Amendments to IAS 7 "Disclosure Initiative" (2016)

Amendments to IAS 12 "Recognition of Deferred Tax Assets for Unrealised Losses" (2016)

Annual Improvements to IFRS Standards 2014-2016 Cycle (2016) bezüglich der im Sammelstandard enthaltenen Änderungen und Klarstellungen an IFRS 12

Diese neuen Regelungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den RWE-Konzernabschluss.

Neue Rechnungslegungsvorschriften

Der IASB hat weitere Standards verabschiedet, die in der Europäischen Union (EU) im Geschäftsjahr 2017 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und deren erwartete Auswirkungen bereits im Konzerngeschäftsbericht 2016 beschrieben wurden. Auf Basis des aktuellen Stands der Implementierung ergeben sich folgende Aktualisierungen bezüglich der erwarteten Auswirkungen:

IFRS 9 "Finanzinstrumente"

Für die Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten erwartet RWE insbesondere Auswirkungen auf den Ausweis von Wertänderungen finanzieller Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden und nach IAS 39 in der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" ausgewiesen werden. Für einen großen Teil dieser Instrumente werden Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts künftig innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung und nicht länger im Other Comprehensive Income ausgewiesen. Originäre Finanzinstrumente, die nach IAS 39 in der Kategorie "Kredite und Forderungen" ausgewiesen sind, werden überwiegend auch nach IFRS 9 zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden"

RWE finalisiert derzeit die Überprüfung der Ergebnisse aus der Analyse von Verträgen im Hinblick auf die Bilanzierung gemäß IFRS 15. Bezogen auf die im Konzerngeschäftsbericht 2016 genannten erwarteten Auswirkungen gehen wir für folgende Sachverhalte nicht länger von einem signifikanten Effekt aus:

Gratis ausgegebene Zugaben wie Thermostate, Gutscheine, Haushaltsgeräte sowie vergünstigte Produkte, die an Privathaushalte als Anreiz für einen Vertragsabschluss vergeben werden

Verträge mit Gewährleistungs- oder Garantieverpflichtungen gegenüber Privathaushalten

Im Vergleich zum Geschäftsbericht 2016 ergeben sich folgende Aktualisierungen und zusätzliche Erkenntnisse bezüglich der erwarteten Auswirkungen:

Vertrieb von Energie an Privathaushalte

Sofern bei Verträgen mit Privathaushalten eine einmonatige Kündigungsfrist seitens des Kunden vereinbart wurde, beträgt die Vertragslaufzeit nach IFRS 15 nur einen Monat. Für diese Verträge werden keine Auswirkungen auf die Erlösrealisierung erwartet.

Prinzipal-Agent-Beziehungen

In Bezug auf regulatorische Gebühren, insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien, wurden vereinzelte Sachverhalte identifiziert, in denen sich RWE nach IFRS 15, anders als nach IAS 18, als Agent qualifiziert. Für Deutschland wird eine Verringerung d Umsätze in der Netzsparte im Segment innogy um ca. 2,5 Mrd.: erwartet, da Leistungsprämien des Übertragungsnetzbetreibers im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)-Direktvermarktungsmode nicht mehr als Umsatzerlöse qualifiziert werden. Eine Ergebniswirkung resultiert hieraus nicht.

RWE wird die modifiziert retrospektive Methode als Übergangsmethode für die Erstanwendung zum 1. Januar 2018 nutzen.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss einbezogen sind neben der RWE AG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen, die die RWE AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht. Wesentliche assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert, wesentliche gemeinsame Vereinbarungen nach der Equity-Methode oder als gemeinschaftliche Tätigkeit.

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Anzahl vollkonsolidierter Unternehmen Inland Ausland Gesamt
Stand: 01.01.2017 135 180 315
Erstkonsolidierungen 13 16 29
Entkonsolidierungen - 2
- 2
Verschmelzungen - 6 - 1 - 7
Stand: 30.09.2017 140 195 335


Zudem werden sechs (31.12.2016: sechs) Gesellschaften als gemeinschaftliche Tätigkeiten abgebildet.

Die folgenden Übersichten stellen dar, welche Veränderungen sich bei der Anzahl der vollkonsolidierten Unternehmen und der mittels der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen ergeben haben:

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Anzahl at-Equity-bilanzierter Beteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen Inland Ausland Gesamt
Stand: 01.01.2017 70 17 87
Erwerbe
1 1
Veräußerungen


Sonstige Veränderungen 2
2
Stand: 30.09.2017 72 18 90


Unternehmenserwerbe

Belectric

Anfang Januar 2017 erwarb die innogy SE 100 % der Anteile an der Belectric Solar & Battery GmbH (vormals: Belectric Solar & Battery Holding GmbH) und hat die Beherrschung erlangt. Die Gesellschaft ist in den Geschäftsfeldern Operations- & Maintenance (O&M) für Solarparks sowie der schlüsselfertigen Errichtung von Solarparks und Batteriespeichern (EPC-Geschäft) tätig.

Die erstmalige Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses ist in der folgenden Tabelle zusammen mit den übernommenen Vermögenswerten und Schulden dargestellt:

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Bilanzposten IFRS-Buchwerte (beizulegender Zeitwert) bei Erstkonsolidierung
in Mio. €
Langfristige Vermögenswerte 56
Kurzfristige Vermögenswerte 87
Langfristige Schulden 7
Kurzfristige Schulden 63
Nettovermögen 73
Anschaffungskosten 74
Geschäfts- oder Firmenwert 1


Der beizulegende Zeitwert der in den langfristigen und kurzfristigen Vermögenswerten enthaltenen Forderungen belief sich auf 24 Mio. €.

Seit der erstmaligen Konsolidierung hat die Gesellschaft 147 Mio. € zum Umsatz und -7 Mio. € zum Ergebnis des Konzerns beigetragen.

Der vorläufige Kaufpreis betrug 74 Mio. € und beinhaltete eine bedingte Zahlungsverpflichtung in Höhe von 7 Mio. €. Die Verhandlungen des finalen Kaufpreises wurden zwischen den beiden Vertragsparteien im zweiten Quartal 2017 aufgenommen. Mit Bestätigung des finalen Kaufpreises wurde am 20. Oktober 2017 ein abschließendes Ergebnis erzielt.

Der Geschäfts- oder Firmenwert ist im Wesentlichen auf zu erwartende zukünftige Nutzen- und Synergieeffekte zurückzuführen.

Veräußerungen

Heizkraftwerk Hamborn 5

RWE Generation hat das gasgefeuerte Heizkraftwerk (HKW) Hamborn 5 mit Wirkung zum 31. Mai 2017 an thyssenkrupp Steel Europe (tkSE) veräußert. Das von tkSE gepachtete und betriebene HKW ging somit auch rechtlich in das Eigentum des Unternehmens über. Der Vermögenswert war im RWE-Konzern dem Segment "Europäische Stromerzeugung" zugeordnet.

Wohnungsbaugesellschaften

Mit Kaufvertrag vom 9. Februar 2017 hat die RWE Power AG ihren 50-prozentigen Anteil an der Wohnungsbaugesellschaft für das Rheinische Braunkohlenrevier Gesellschaft mit beschränkter Haftung und ihren 15-prozentigen Anteil an der GSG Wohnungsbau Braunkohle GmbH an die Vivawest GmbH veräußert. Zum 30. Juni 2017 stand der Verkauf noch unter dem Vorbehalt der Aufhebung des Gesetzes über Bergmannssiedlungen vom 10. März 1930. Daher wurden die Vermögenswerte und Schulden dieser Gesellschaft als zur Veräußerung bestimmt in der Bilanz ausgewiesen. Die Aufhebung des Gesetzes wurde am 24. Juli 2017 im Bundesgesetzblatt verkündet, wodurch die Transaktion wirksam wurde. Der Verkauf führte zu einem Euro-Gesamterlös im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Die Beteiligungen waren dem Segment "Braunkohle & Kernenergie" zugeordnet.

Grundstücke

Ende Juli 2017 wurde mit der Tritax Big Box REIT plc eine Vereinbarung über den Verkauf eines Großteils des früheren Kraftwerksstandorts Littlebrook geschlossen. Die Transaktion wurde Mitte September 2017 wirksam. Ein kleinerer Teil des Areals wurde an den Übertragungsnetzbetreiber National Grid verkauft. Diese Transaktion wurde bereits Anfang August abgeschlossen. Die Grundstücksveräußerungen führten zu einem Euro-Gesamterlös im höheren zweistelligen Millionenbereich. Der ehemalige Kraftwerksstandort ist im RWE-Konzern dem Segment "Europäische Stromerzeugung" zugeordnet.

Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

Im zweiten Quartal 2017 hat das Management die Veräußerung der ungarischen Gesellschaft Mátra beschlossen. Diese ist dem Segment "Braunkohle & Kernenergie" zugeordnet. Der Verkauf wird voraussichtlich im Laufe des ersten Halbjahres 2018 abgeschlossen.

Zum 30. September 2017 wurden die Vermögenswerte und Schulden dieser Gesellschaft als zur Veräußerung bestimmt in der Bilanz ausgewiesen.

Es wurden außerplanmäßige Wertminderungen in Höhe von 303 Mio. € in den Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Umsatzerlöse

Erlöse aus Energiehandelsaktivitäten werden netto, d.h. mit der realisierten Rohmarge als Umsatz ausgewiesen.

Rückerstattung der Kernbrennstoffsteuer

Das Bundesverfassungsgericht hat RWE am 7. Juni 2017 schriftlich mitgeteilt, dass die bis zum 31. Dezember 2016 erhobene Kernbrennstoffsteuer nicht mit den verfassungsrechtlichen Regeln vereinbar war und rückwirkend nichtig ist. Die daraufhin erfolgte Rückzahlung der in früheren Perioden gezahlten Kernbrennstoffsteuer erhöhte - nach Abzug des E.ON wirtschaftlich zurechenbaren Anteils in Höhe von 100 Mio. € - die flüssigen Mittel und das sonstige betriebliche Ergebnis jeweils um 1,7 Mrd. €. Finanzerträge in Höhe von 257 Mio. € resultierten aus dem Verzinsungsanspruch für die gezahlte Kernbrennstoffsteuer. Durch die bis zum Bilanzstichtag erfolgte Zinserstattung entfällt die zum 30. Juni 2017 ausgewiesene sonstige Forderung.

Aktienkursbasierte Vergütungen

Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde über aktienkursbasierte Vergütungssysteme für Führungskräfte der RWE AG und nachgeordneter verbundener Unternehmen berichtet. Im Rahmen des Long-Term Incentive Plan für Führungskräfte mit der Bezeichnung "Strategic Performance Plan" (SPP) haben die RWE AG sowie die innogy SE im ersten Quartal 2017 jeweils eine weitere Tranche begeben.

Wertberichtigungen und Rückstellungen

Zum 1. Januar 2017 wurde das bisherige Segment "Konventionelle Stromerzeugung" in die beiden neuen Segmente "Braunkohle & Kernenergie" und "Europäische Stromerzeugung" aufgespalten. Dies hatte eine Aufteilung der bisherigen Zahlungsmittel generierenden Einheit für den Kraftwerkspark zur Folge. Der aus diesem Anlass vorgenommene Werthaltigkeitstest ergab für die neue Zahlungsmittel generierende Einheit "Braunkohle & Kernenergie" eine Zuschreibung in Höhe von 401 Mio. € (erzielbarer Betrag: 1,4 Mrd. €). Gegenläufig wurden in Höhe von 321 Mio. € in der neuen Zahlungsmittel generierenden Einheit "Europäische Stromerzeugung" außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen (erzielbarer Betrag: 0 Mrd. €) und Rückstellungen für drohende Verluste gebildet. Die erzielbaren Beträge wurden auf Basis der beizulegenden Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten ermittelt. Hierbei wurden die gleichen Bewertungsmodelle und -parameter wie zum 31. Dezember 2016 angewendet.

Im Rahmen des jährlich durchgeführten Impairment-Tests führten verschlechterte kommerzielle Annahmen und erschwerte regulatorische Rahmenbedingungen zu einer Wertberichtigung des Geschäfts- oder Firmenwertes der Zahlungsmittel generierenden Einheit "Vertrieb Großbritannien" im Segment innogy. Es wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 480 Mio. € vorgenommen (erzielbarer Betrag: 1,5 Mrd. €). Die beabsichtigte Zusammenführung der Vertriebsaktivitäten von innogy und SSE in Großbritannien führte zu keiner abweichenden Einschätzung des Impairments. Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten wurde mittels eines Unternehmensbewertungsmodells unter Zugrundelegung von Cash Flow-Planungen sowie eines Diskontierungszinssatzes nach Steuern von 5,50 % (im Vorjahr: 4,75 %) ermittelt. Aufgrund der Verwendung interner Planungsannahmen sind die ermittelten beizulegenden Zeitwerte der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen.

Rückstellungsinanspruchnahme, Verbindlichkeiten, Forderungen und Zahlungsmittelabfluss aus Entsorgungsfondsgesetz

Gemäß dem im Juni 2017 in Kraft getretenen Entsorgungsfondsgesetz (EntsorgFondsG) betrug der RWE Anteil am Dotierungsbetrag des Kernenergiefonds 6,8 Mrd. €. Die hierfür erfasste Rückstellung für Entsorgung im Kernenergiebereich wurde im zweiten Quartal 2017 in Anspruch genommen und in Höhe von 7,8 Mrd. € eine sonstige Verbindlichkeit gegenüber dem Kernenergiefonds erfasst. Der zum 30. Juni 2017 ausgewiesene Verpflichtungsbetrag umfasste die Verpflichtungen aus Sicht der Kernkraftwerksbetreiber und schloss damit die Minderheitsanteile von E.ON an den Kernkraftwerken Emsland, Gundremmingen A, B und C sowie am Versuchsatomkraftwerk Kahl mit ein. Für den E.ON wirtschaftlich zurechenbaren Dotierungsbetrag in Höhe von 1,0 Mrd. € wurden von E.ON zum 30. Juni 2017 liquide Mittel in Höhe von 0,2 Mrd. € bereitgestellt sowie eine sonstige Forderung gegenüber E.ON in Höhe von 0,8 Mrd. € bilanziert. Am 3. Juli 2017 erfolgte eine Zahlung von 7,8 Mrd. € an den Kernenergiefonds (inklusive des E.ON wirtschaftlich zurechenbaren Dotierungsbetrags in Höhe von 1,0 Mrd. €). Durch die Zahlung entfällt die Verbindlichkeit gegenüber dem Kernenergiefonds vollständig. Die gegenüber E.ON gebildete sonstige Forderung wurde zwischenzeitlich ebenfalls vollständig beglichen.

Gewinnausschüttung

Die Hauptversammlung der RWE AG hat am 27. April 2017 beschlossen, eine Dividende für das Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 0,13 € (Vorjahr: 0,13 €) je dividendenberechtigter Vorzugsaktie auszuschütten. Die Ausschüttung betrug insgesamt 5 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €). Für Stammaktien wurde - wie im Vorjahr -keine Dividende ausgeschüttet.

Finanzverbindlichkeiten

Am 5. April 2017 hat innogy ihre erste Standardanleihe platziert. Die Anleihe im Volumen von 750 Mio. € und mit einer Laufzeit von acht Jahren wurde von der innogy Finance B.V. unter der Garantie der innogy SE begeben. Bei einem jährlichen Kupon von 1,00 % und einem Ausgabekurs von 99,466 % beträgt die Rendite 1,07 % p.a.

Am 13. Februar 2017 und 9. Juni 2017 wurde jeweils eine Hybridanleihe über 250 Mio. CHF sowie über 150 Mio. CHF gekündigt und am 4. April 2017 bzw. am 26. Juli 2017 zurückgezahlt, ohne diese mit neuem Hybridkapital zu refinanzieren.

Ergebnis je Aktie

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Jan - Sep 2017 Jan - Sep 2016
Nettoergebnis/Ergebnisanteile der Aktionäre der RWE AG Mio. € 2.219 11
Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien (gewichteter Durchschnitt) Tsd. Stück 614.745 614.745
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Stamm- und Vorzugsaktie 3,61 0,02


Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen gelten im RWE-Konzern als nahestehende Unternehmen. Die mit wesentlichen nahestehenden Unternehmen getätigten Geschäfte führten in den ersten drei Quartalen 2017 zu Erträgen in Höhe von 2.848 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 3.115 Mio. €) und Aufwendungen in Höhe von 2.302 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 2.321 Mio. €). Zum 30. September 2017 betrugen die Forderungen 447 Mio. € (31.12.2016: 511 Mio. €) und die Verbindlichkeiten 199 Mio. € (31.12.2016: 150 Mio. €). Alle Geschäfte sind zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen worden und unterscheiden sich grundsätzlich nicht von den Liefer- und Leistungsbeziehungen mit anderen Unternehmen. Die sonstigen Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften betrugen 1.125 Mio. € (31.12.2016: 1.203 Mio. €).

Darüber hinaus hat der RWE-Konzern keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen oder Personen getätigt.

Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

Finanzinstrumente lassen sich danach unterscheiden, ob sie originär oder derivativ sind. Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen die übrigen Finanzanlagen, die Forderungen, die kurzfristigen Wertpapiere und die flüssigen Mittel. Die Finanzinstrumente der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar" sind mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt, die übrigen originären finanziellen Vermögenswerte mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Auf der Passivseite bestehen die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen aus mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten.

Der beizulegende Zeitwert von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten, die in den übrigen Finanzanlagen und Wertpapieren erfasst sind, entspricht dem veröffentlichten Börsenkurs, sofern die Finanzinstrumente an einem aktiven Markt gehandelt werden. Der beizulegende Zeitwert nicht notierter Schuld- und Eigenkapitaltitel wird grundsätzlich auf Basis diskontierter erwarteter Zahlungsströme unter Berücksichtigung makroökonomischer Entwicklungen und Unternehmensplandaten ermittelt. Zur Diskontierung werden aktuelle restlaufzeitkongruente Marktzinssätze herangezogen.

Derivative Finanzinstrumente werden - sofern sie in den Anwendungsbereich von IAS 39 fallen - grundsätzlich mit ihren beizulegenden Zeitwerten am Bilanzstichtag bilanziert. Börsengehandelte Produkte werden mit den veröffentlichten Schlusskursen der jeweiligen Börsen bewertet. Nicht börsengehandelte Produkte werden anhand öffentlich zugänglicher Broker-Quotierungen bewertet oder - falls nicht vorhanden - anhand allgemein anerkannter Bewertungsmodelle. Dabei orientieren wir uns - soweit möglich - an Notierungen auf aktiven Märkten. Sollten auch diese nicht vorliegen, fließen unternehmensspezifische Planannahmen in die Bewertung ein. Diese umfassen sämtliche Marktfaktoren, die auch andere Marktteilnehmer für die Preisfestsetzung berücksichtigen würden. Die Ermittlung energiewirtschaftlicher und volkswirtschaftlicher Annahmen erfolgt in einem umfangreichen Prozess und unter Einbeziehung interner und externer Experten.

Die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten wird auf Basis der Nettorisikoposition pro Geschäftspartner in Übereinstimmung mit IFRS 13.48 vorgenommen.

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Anwendungsbereich von IFRS 7 stimmen grundsätzlich mit ihren beizulegenden Zeitwerten überein. Abweichungen gibt es lediglich bei Anleihen, Commercial Paper, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Finanzverbindlichkeiten. Ihr Buchwert belief sich auf 18.159 Mio. € (31.12.2016: 18.183 Mio. €), der beizulegende Zeitwert auf 20.625 Mio. € (31.12.2016: 20.541 Mio. €).

Die folgende Übersicht stellt die Einordnung aller zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente in die durch IFRS 13 vorgegebene Fair-Value-Hierarchie dar. Die einzelnen Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind gemäß IFRS 13 wie folgt definiert:

Stufe 1: Bewertung mit (unverändert übernommenen) Preisen von identischen Finanzinstrumenten, die sich auf aktiven Märkten gebildet haben

Stufe 2: Bewertung auf Basis von Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um Preise der Stufe 1 handelt, die sich aber für das Finanzinstrument entweder direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen

Stufe 3: Bewertung mithilfe von Faktoren, die sich nicht auf beobachtbare Marktdaten stützen

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Fair-Value-Hierarchie Summe Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe Stufe 1
in Mio. € 30.09.2017


31.12.2016
Übrige Finanzanlagen 1.118 78 197 843 1.055 64
Derivate (aktiv) 3.679
3.650 29 6.494 2
Davon: in Sicherungsbeziehungen 1.304
1.304
2.175
Wertpapiere 4.628 3.314 1.314
9.825 6.776
Derivate (passiv) 3.513
3.504 9 5.703 8
Davon: in Sicherungsbeziehungen 747
747
1.240


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Fair-Value-Hierarchie Stufe 2 Stufe 3
in Mio. €

Übrige Finanzanlagen 202 789
Derivate (aktiv) 6.455 37
Davon: in Sicherungsbeziehungen 2.175
Wertpapiere 3.049
Derivate (passiv) 5.685 10
Davon: in Sicherungsbeziehungen 1.240


Die folgende Darstellung zeigt die Entwicklung der nach Stufe 3 zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente:

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Finanzinstrumente der Stufe 3: Entwicklung im Jahr 2017 Stand: Änderungen
Veränderungen Stand:

01.01.2017 Konsolidierungskreis, Währungsanpassungen,
erfolgswirksam zahlungswirksam 30.09.2017
in Mio. €
Sonstiges


Übrige Finanzanlagen 789 - 39 9 84 843
Derivate (aktiv) 37 - 1
- 7 29
Derivate (passiv) 10
- 3 2 9


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Finanzinstrumente der Stufe 3: Entwicklung im Jahr 2016 Stand: Änderungen Veränderungen Stand:

01.01.2016 Konsolidierungskreis, Währungsanpassungen,

erfolgswirksam zahlungswirksam 30.09.2016
in Mio. €
Sonstiges


Übrige Finanzanlagen 608 52 11 - 32 639
Derivate (aktiv) 57
- 3 - 40 14
Derivate (passiv) 21
31 - 48 4


Die erfolgswirksam erfassten Gewinne und Verluste von Finanzinstrumenten der Stufe 3 entfallen auf folgende Posten der Gewinn- und Verlustrechnung:

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Finanzinstrumente der Stufe 3: Erfolgswirksam erfasste Gewinne und Verluste Gesamt
Davon: auf Finanzinstrumente entfallend, die am Bilanzstichtag noch gehalten wurden Gesamt
Davon: auf Finanzinstrumente entfallend, die am Bilanzstichtag noch gehalten wurden
in Mio. € Jan - Sep 2017
Jan - Sep 2016
Umsatzerlöse 3 3 1
1
Materialaufwand

- 36 - 36
Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen 15 13 20 20
Beteiligungsergebnis - 6 - 1 - 9 - 9

12 15 - 24 - 24


Derivative Finanzinstrumente der Stufe 3 umfassen im Wesentlichen Energiebezugsverträge, die Handelsperioden betreffen, für die es noch keine aktiven Märkte gibt. Ihre Bewertung ist insbesondere von der Entwicklung der Gaspreise abhängig. Bei steigenden Gaspreisen erhöht sich bei sonst gleichen Bedingungen der beizulegende Zeitwert und umgekehrt. Eine Veränderung der Preisverhältnisse um +/- 10 % würde zu einem Anstieg des Marktwertes um 5 Mio. € bzw. zu einem Rückgang um 5 Mio. € führen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Zeitraum vom 1. Oktober 2017 bis zur Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses am 10. November 2017 sind folgende wesentliche Ereignisse eingetreten:

Rückkaufangebot Hybridanleihen

Nach Beendigung des im Rahmen eines öffentlichen Tenderverfahrens durchgeführten Hybridanleihen-Rückkaufprogramms am 5. Oktober 2017 hat die RWE AG zum 10. Oktober 2017 einen Teilbetrag von 585 Mio. € der ausstehenden Hybridanleihen zurückgekauft. Der Teilrückkauf wurde final wie folgt allokiert:

161 Mio. € der erstmals 2020 kündbaren Anleihe

268 Mio. € der erstmals 2025 kündbaren Anleihe

183 Mio. US$ der erstmals 2026 kündbaren Anleihe

Kündigung Hybridanleihe

Am 29. August 2017 wurde eine im Oktober 2012 begebene Hybridanleihe über insgesamt 1.000 Mio. US$ gekündigt und am 12. Oktober 2017 zurückgezahlt, ohne sie mit neuem Hybridkapital zu refinanzieren. Gemäß IFRS war sie vollständig als Fremdkapital klassifiziert.

Platzierung Standardanleihe

Am 12. Oktober 2017 hat innogy eine weitere Standardanleihe platziert. Die Anleihe im Volumen von 850 Mio. € und mit einer Laufzeit von zehn Jahren wurde von der innogy Finance B.V. unter der Garantie der innogy SE begeben. Bei einem jährlichen Kupon von 1,25 % und einem Ausgabekurs von 98,987 % beträgt die Rendite 1,36 % p.a.

Erwerb Offshore-Windprojekt

Im Oktober 2017 hat innogy die Beherrschung an der Gesellschaft Triton Knoll Offshore Wind Farm Limited in Großbritannien erlangt, die bisher nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wurde. Mit dem Erwerb von Statkrafts 50 %-Anteil ist innogy nun der alleinige Eigentümer von Triton Knoll - einem Offshore-Windprojekt mit einer geplanten Kapazität von 860 Megawatt.

Die im Folgenden beschriebene bilanzielle Erfassung erfolgt im vierten Quartal. Der beizulegende Zeitwert der Altanteile betrug 46 Mio. €. Aus der Erstkonsolidierung von Triton Knoll und dem damit im Zusammenhang stehenden Statuswechsel der Altanteile resultierte ein Ertrag in Höhe von 46 Mio. €, der in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" ausgewiesen wird.

Die im Rahmen der Erstkonsolidierung übernommenen Vermögenswerte und Schulden sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

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Bilanzposten IFRS-Buchwerte (beizulegender Zeitwert) bei Erstkonsolidierung
in Mio. €
Langfristige Vermögenswerte 170
Kurzfristige Vermögenswerte 5
Langfristige Schulden 20
Kurzfristige Schulden 83
Nettovermögen 72
Anschaffungskosten 92
Geschäfts- oder Firmenwert 20


Der beizulegende Zeitwert der gesamten übertragenen Gegenleistung für den Erwerb von Statkrafts 50 %-Anteil betrug zum Erwerbszeitpunkt 46 Mio. €. Hinzu kommt der Fair Value der Altanteile von 46 Mio. €, so dass im Rahmen der Erstkonsolidierung 92 Mio. € als Anschaffungskosten berücksichtigt wurden.

Der beizulegende Zeitwert der in den langfristigen und kurzfristigen Vermögenswerten enthaltenen Forderungen belief sich auf 2 Mio. €. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist im Wesentlichen auf künftig zu erwartende Nutzen- und Synergieeffekte zurückzuführen.

Die erstmalige Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses ist aufgrund der komplexen Struktur der Transaktion noch nicht abschließend festgestellt.

Zusammenführung der britischen Vertriebsaktivitäten von innogy und SSE in eine neue Gesellschaft

innogy und SSE plc. ("SSE") haben am 8. November 2017 vereinbart, Vertriebsaktivitäten von innogys Tochtergesellschaft npower mit Vertriebsaktivitäten von SSE in Großbritannien zusammenzuführen. Die Gesellschaft, in der die Geschäftsaktivitäten zusammengeführt werden, soll börsennotiert sein.

innogy wird einen Minderheitsanteil in Höhe von 34,4 % an dem zusammengeführten Geschäft halten. SSE beabsichtigt seine Aktien bei Vollzug der Transaktion im Wege der Abspaltung an die eigenen Aktionäre weiterzugeben, sodass sich die übrigen 65,6 % der Anteile anschließend in Streubesitz befinden. Die Transaktion wird voraussichtlich Ende 2018/ Anfang 2019 vollzogen.

Die Transaktion bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrats von innogy und der Hauptversammlung von SSE. Die Transaktion steht ferner unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbs- und Regulierungsbehörden.

FINANZKALENDER 2018

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13. März 2018 Bericht über das Geschäftsjahr 2017
26. April 2018 Hauptversammlung
2. Mai 2018 Dividendenzahlung
15. Mai 2018 Zwischenmitteilung über das erste Quartal 2018
14. August 2018 Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2018
14. November 2018 Zwischenmitteilung über die ersten drei Quartale 2018


Die vorliegende Zwischenmitteilung ist am 14. November 2017 veröffentlicht worden.

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45128 Essen

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