![]() RWE AktiengesellschaftEssenZwischenbericht über das erste Halbjahr 2018
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Geänderte Berichtsweise; siehe Erläuterung auf Seite 11 f. RWE AM KAPITALMARKTRWE-AKTIE: STARKE PERFORMANCE DANK TAUSCHGESCHÄFT MIT E.ONPerformance der RWE-Stammaktie sowie der Indizes DAX und STOXX Europe 600 Utilities
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In der Gewinn- und Verlustrechnung zeigen wir das E.ON zuzuordnende innogy-Geschäft nur noch verdichtet im Ergebnis nicht fortgeführter Aktivitäten. In den Konzernzahlen für Absatz, Umsatz, bereinigtes EBITDA, bereinigtes EBIT, neutrales Ergebnis, Finanzergebnis und Ertragsteuern wird es nicht mehr berücksichtigt. Die Vorjahreswerte passen wir entsprechend an. Ein bereinigtes IFRS-Nettoergebnis werden wir bis zum Abschluss der E.ON-innogy-Transaktion nicht mehr ermitteln, da die Kennzahl in der Übergangszeit nur begrenzt aussagefähig ist. |
| ― |
In der Konzernbilanz werden die nicht fortgeführten Aktivitäten unter den Posten "Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte" und "Zur Veräußerung bestimmte Schulden" zusammengefasst. Bei den Bilanzwerten des Vorjahres halten wir gemäß IFRS an der bisherigen Darstellungsweise fest. |
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In der Kapitalflussrechnung des Konzernabschlusses weisen wir die Cash Flows der nicht fortgeführten Aktivitäten für die Berichts- und die Vorjahreszeiträume in gesonderten Positionen aus. Bei der verkürzten Kapitalflussrechnung im Lagebericht gehen wir anders vor: Hier zeigen wir ausschließlich die Cash Flows fortgeführter Aktivitäten. |
In unserer Finanzberichterstattung ist der RWE-Konzern weiterhin in vier Segmente
(Bereiche) untergliedert. Während die Abgrenzung der Bereiche Braunkohle & Kernenergie,
Europäische Stromerzeugung und Energiehandel unverändert geblieben ist, tritt an die
Stelle von "innogy" nun das Segment "Fortgeführte innogy-Aktivitäten". Die einzelnen
Segmente stellen sich wie folgt dar:
| ― |
Braunkohle & Kernenergie: Hier erfassen wir unsere deutsche Stromerzeugung aus den Energieträgern Braunkohle und Kernkraft sowie unsere Braunkohleförderung im Rheinland. Die Aktivitäten werden von unserer Tochtergesellschaft RWE Power gesteuert. Auch die im März 2018 veräußerte 51 %-Beteiligung am ungarischen Braunkohleverstromer Mátra weisen wir in dem Segment aus. Ebenfalls darin enthalten sind unsere Anteile am niederländischen Kernkraftwerksbetreiber EPZ (30 %) und an der deutschen URANIT (50 %), die mit 33 % an der auf Uran-Anreicherung spezialisierten Urenco beteiligt ist. |
| ― |
Europäische Stromerzeugung: In diesem Segment bündeln wir unsere Stromerzeugung aus Gas, Steinkohle und Biomasse, die auf Deutschland, Großbritannien und Benelux konzentriert ist. Darin miterfasst sind einige Wasserkraftwerke in Deutschland und Luxemburg, unsere 70 %-Beteiligung am türkischen Gaskraftwerk Denizli sowie die auf Projektmanagement und Ingenieurdienstleistungen spezialisierte RWE Technology International. All diese Aktivitäten liegen in der Verantwortung von RWE Generation. |
| ― |
Energiehandel: Hier stellen wir RWE Supply & Trading dar. Die Gesellschaft handelt mit Commodities, betätigt sich als Zwischenhändler für Gas und beliefert einige große Industrie- und Geschäftskunden mit Energie. Daneben vermarktet sie die Stromerzeugung von RWE und optimiert den Kraftwerkseinsatz; die mit den letztgenannten Aktivitäten erzielten Ergebnisbeiträge werden allerdings in den Segmenten Braunkohle & Kernenergie und Europäische Stromerzeugung ausgewiesen. |
| ― |
Fortgeführte innogy-Aktivitäten: In diesem Segment erfassen wir jene Teile von innogy, die langfristig im RWE-Konzern verbleiben sollen. Den Schwerpunkt bildet dabei das Geschäft mit den erneuerbaren Energien: innogy gehört zu den führenden europäischen Stromerzeugern aus regenerativen Quellen - insbesondere Wind- und Wasserkraft - mit regionalem Fokus auf Deutschland, Großbritannien, Spanien, die Niederlande, Polen und Italien. Diese Aktivitäten wird uns E.ON nach der Übernahme von innogy zurückgeben. Gleiches gilt für die Gasspeicher von innogy, die in Deutschland und Tschechien angesiedelt sind, sowie für die 37,9 %-Beteiligung am österreichischen Energieversorger KELAG. |
Einzelne Gesellschaften mit segmentübergreifenden Aufgaben wie z. B. die Konzernholding
RWE AG weisen wir unter "Sonstige, Konsolidierung" aus. In der Position enthalten
ist auch unser 25,1 %-Anteil am deutschen Stromübertragungsnetzbetreiber Amprion.
Im Geschäftsjahr 2018 wenden wir erstmals den neuen Rechnungslegungsstandard IFRS
15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" an, der die Erfassung von Umsatzerlösen regelt.
Eine Folge davon ist, dass Veränderungen der Marktwerte von Commodity-Derivaten, die
vor der Realisierung der Kontrakte eintreten, nicht mehr als Umsatzerlöse oder Materialaufwand
berücksichtigt werden, sondern im sonstigen betrieblichen Ergebnis. Unsere für 2018
ausgewiesenen Erlöse fallen deshalb niedriger aus, insbesondere im Gasgeschäft. Die
Vorjahreszahlen haben wir nicht angepasst.
Ebenfalls ab 2018 setzen wir den neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 9 "Finanzinstrumente"
um, der die Bilanzierung von Finanzinstrumenten betrifft. Auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen
wurde auch hier verzichtet. IFRS 9 führt zu Änderungen bei der Klassifizierung und
Bewertung von Finanzinstrumenten, bei der Sicherungsbilanzierung und bei der Erfassung
von Wertminderungen aufgrund erwarteter Zahlungsausfälle. Eine Folge davon ist, dass
Veränderungen der Marktwerte bestimmter Wertpapiere nicht mehr ergebnisneutral erfasst
werden und sich somit die Volatilität der Gewinn- und Verlustrechnung erhöht. Darüber
hinaus mindert die Erfassung erwarteter Kreditverluste unser Vermögen. Die Nettoschulden
fallen dadurch geringfügig höher aus.
Der vorliegende Zwischenbericht enthält Aussagen, die sich auf die künftige Entwicklung
des RWE-Konzerns und seiner Gesellschaften sowie der wirtschaftlichen und politischen
Rahmenbedingungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar. Wir haben sie
auf Basis aller Informationen getroffen, die uns zum Zeitpunkt der Erstellung dieses
Dokuments zur Verfügung standen. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffen
oder unvorhergesehene Risiken eintreten, können die tatsächlichen von den erwarteten
Entwicklungen abweichen. Für die Aussagen können wir daher keine Gewähr übernehmen.
| Stromerzeugung Januar - Juni |
Braunkohle | Gas | Steinkohle | |||
| in Mrd. kWh | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 |
| Braunkohle & Kernenergie | 34,6 | 38,0 | - | - | - | - |
| Europäische Stromerzeugung | - | - | 23,2 | 27,3 | 13,5 | 18,1 |
| Davon: | ||||||
| Deutschland1 | - | - | 2,0 | 3,7 | 6,0 | 7,8 |
| Großbritannien | - | - | 17,2 | 17,3 | 0,4 | 2,6 |
| Niederlande/Belgien | - | - | 2,8 | 4,2 | 7,1 | 7,7 |
| Fortgeführte innogy-Aktivitäten | - | - | - | - | - | - |
| RWE-Konzern | 34,6 | 38,0 | 23,2 | 27,3 | 13,5 | 18,1 |
| Stromerzeugung Januar - Juni |
Kernenergie | Erneuerbare Energien | Pumpwasser, Sonstige | |||
| in Mrd. kWh | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 |
| Braunkohle & Kernenergie | 9,9 | 15,0 | - | - | - | 0,3 |
| Europäische Stromerzeugung | - | - | 0,6 | 0,5 | 1,3 | 1,2 |
| Davon: | ||||||
| Deutschland1 | - | - | 0,4 | 0,3 | 1,3 | 1,2 |
| Großbritannien | - | - | 0,2 | 0,2 | - | - |
| Niederlande/Belgien | - | - | - | - | - | - |
| Fortgeführte innogy-Aktivitäten | - | - | 4,8 | 4,7 | - | - |
| RWE-Konzern | 9,9 | 15,0 | 5,4 | 5,2 | 1,3 | 1,5 |
| Stromerzeugung Januar - Juni |
Gesamt | |
| in Mrd. kWh | 2018 | 2017 |
| Braunkohle & Kernenergie | 44,5 | 53,3 |
| Europäische Stromerzeugung | 38,6 | 47,1 |
| Davon: | ||
| Deutschland1 | 9,7 | 13,0 |
| Großbritannien | 17,8 | 20,1 |
| Niederlande/Belgien | 9,9 | 11,9 |
| Fortgeführte innogy-Aktivitäten | 4,8 | 4,7 |
| RWE-Konzern | 87,9 | 105,1 |
Im ersten Halbjahr 2018 hat der RWE-Konzern 87,9 Mrd. kWh Strom erzeugt, 16 % weniger
als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bei allen konventionellen Erzeugungstechnologien
verzeichneten wir deutliche Rückgänge. In der Kernenergie (- 5,1 TWh) wirkte sich
aus, dass wir Ende 2017 den Kraftwerksblock Gundremmingen B (1.284 MW) im Rahmen des
gesetzlichen Atomausstiegs stilllegen mussten. Daneben machten sich revisionsbedingte
Stillstände der beiden verbliebenen Blöcke Gundremmingen C und Emsland bemerkbar.
Kraftwerksrevisionen waren auch ursächlich dafür, dass wir weniger Strom aus Braunkohle
erzeugt haben (- 3,4 TWh). Teilweise handelte es sich dabei um vorgezogene Anlagenstillstände.
Hinzu kam, dass wir zum 1. Oktober 2017 die beiden Braunkohleblöcke Frimmersdorf P
und Q (284 bzw. 278 MW) außer Betrieb genommen und in die gesetzliche Sicherheitsbereitschaft
überführt haben. Bei unseren Gaskraftwerken (- 4,1 TWh) führten Margenrückgänge zu
niedrigeren Lastzeiten. Aus dem gleichen Grund haben wir weniger Steinkohle verstromt
(- 4,6 TWh); ein weiterer Faktor war hier die Stilllegung des Doppelblocks Voerde
A/B (1.390 MW) zum 1. April 2017. Einzig bei den erneuerbaren Energien verzeichneten
wir einen Anstieg der Strommengen (+ 0,2 TWh), obwohl die Windverhältnisse insgesamt
etwas ungünstiger waren als im Vorjahreszeitraum. Die positive Entwicklung beruht
darauf, dass innogy neue Windkraftanlagen in Betrieb genommen hat. Außerdem hat sich
die Auslastung der Laufwasserkraftwerke wetterbedingt verbessert.
Strom produzieren wir nicht nur selbst, sondern beziehen ihn auch von konzernexternen
Anbietern. Im Berichtszeitraum lagen diese Bezüge bei 24,2 Mrd. kWh (Vorjahr: 19,1
Mrd. kWh). Eigenerzeugung und Fremdstrombezug summierten sich zu einem Stromaufkommen
von 112,1 Mrd. kWh (Vorjahr: 124,2 Mrd. kWh).
Der RWE-Konzern hat mit seinen fortgeführten Aktivitäten 107,7 Mrd. kWh Strom und
35,5 Mrd. kWh Gas an externe Kunden abgesetzt. Die Mengen sind größtenteils dem Segment
Energiehandel zuzuordnen. Beim Strom verzeichneten wir einen Rückgang um 10 %, der
maßgeblich darauf beruht, dass unsere Erzeugung gesunken ist und RWE Supply & Trading
deshalb weniger Strom aus RWE-Kraftwerken am Großhandelsmarkt abgesetzt hat. Die Gaslieferungen
waren dagegen um 3 % höher als 2017. Positiven Einfluss hatte dabei, dass RWE Supply
& Trading neue Industrie- und Geschäftskunden gewinnen konnte.
| Außenumsatz in Mio. € |
Jan - Jun 2018 | Jan - Jun 2017 | +/- in % | Jan - Dez 2017 |
| Braunkohle & Kernenergie | 551 | 617 | - 10,7 | 1.259 |
| Europäische Stromerzeugung | 531 | 465 | 14,2 | 923 |
| Energiehandel | 5.132 | 5.768 | - 11,0 | 10.517 |
| Fortgeführte innogy-Aktivitäten | 531 | 528 | 0,6 | 1.087 |
| Sonstige, Konsolidierung | 13 | 29 | - 55,2 | 36 |
| RWE-Konzern (ohne Erdgas-/Stromsteuer) | 6.758 | 7.407 | - 8,8 | 13.822 |
| Erdgas-/Stromsteuer | 69 | 66 | 4,5 | 131 |
| RWE-Konzern | 6.827 | 7.473 | - 8,6 | 13.953 |
| Außenumsatz nach Produkten in Mio. € |
Jan - Jun 2018 | Jan - Jun 2017 | +/- in % | Jan - Dez 2017 |
| Stromerlöse | 5.043 | 5.349 | - 5,7 | 10.430 |
| Davon: | ||||
| Braunkohle & Kernenergie | 158 | 217 | - 27,2 | 451 |
| Europäische Stromerzeugung | 266 | 317 | - 16,1 | 594 |
| Energiehandel | 4.214 | 4.428 | - 4,8 | 8.628 |
| Fortgeführte innogy-Aktivitäten | 405 | 387 | 4,7 | 755 |
| Gaserlöse1 | 770 | 1.222 | - 37,0 | 1.795 |
| Davon: | ||||
| Energiehandel | 738 | 1.192 | - 38,1 | 1.738 |
| Fortgeführte innogy-Aktivitäten | 24 | 25 | - 4,0 | 48 |
| Sonstige Erlöse | 945 | 836 | 13,0 | 1.597 |
| RWE-Konzern (ohne Erdgas-/Stromsteuer) | 6.758 | 7.407 | - 8,8 | 13.822 |
Der Außenumsatz des RWE-Konzerns verringerte sich um 9 % auf 6.758 Mio. €. Erdgas-
und Stromsteuer sind in dieser Zahl nicht enthalten. Unsere Stromerlöse lagen mit
5.043 Mio. € um 6% unter dem Vorjahresniveau. Dabei kam der verringerte Absatz zum
Tragen. Der Gasumsatz des Konzerns ist trotz der etwas höheren Verkaufsmengen um 37
% auf 770 Mio. € gesunken. Eine Rolle spielt dabei, dass wir 2018 erstmals IFRS 15
anwenden und deshalb bestimmte Sachverhalte nicht mehr im Umsatz erfassen (siehe Erläuterung
auf Seite 12). Außerdem haben wir niedrigere Erlöse aus der Realisierung von Sicherungsgeschäften
erzielt.
| Innenumsatz in Mio. € |
Jan - Jun 2018 | Jan - Jun 2017 | +/- in % | Jan - Dez 2017 |
| Braunkohle & Kernenergie | 1.177 | 1.473 | - 20,1 | 2.897 |
| Europäische Stromerzeugung | 1.763 | 2.173 | - 18,9 | 3.967 |
| Energiehandel | 2.119 | 2.263 | - 6,4 | 3.419 |
| Fortgeführte innogy-Aktivitäten | 191 | 183 | 4,4 | 377 |
| Bereinigtes EBITDA in Mio. € |
Jan - Jun 2018 | Jan - Jun 2017 | +/- in % | Jan - Dez 2017 |
| Braunkohle & Kernenergie | 167 | 401 | - 58,4 | 671 |
| Europäische Stromerzeugung | 196 | 222 | - 11,7 | 463 |
| Energiehandel | 101 | 131 | - 22,9 | 271 |
| Fortgeführte innogy-Aktivitäten | 368 | 386 | - 4,7 | 785 |
| Sonstige, Konsolidierung | - 7 | - 10 | 30,0 | - 41 |
| RWE-Konzern | 825 | 1.130 | - 27,0 | 2.149 |
Unser bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA)
belief sich auf 825 Mio. €. Damit lagen wir um 27 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres.
Ausschlaggebend dafür waren Margen- und Mengenrückgänge in der konventionellen Stromerzeugung.
Allerdings profitierten wir auch von einer sehr guten Handelsperformance im zweiten
Quartal. In den einzelnen Segmenten zeigte sich folgende Entwicklung:
| ― |
Braunkohle & Kernenergie: Das bereinigte EBITDA hat sich hier um 234 Mio. € auf 167 Mio. € verringert. Eine wesentliche Rolle spielte dabei, dass wir für den Strom unserer Braunkohle- und Kernkraftwerke einen niedrigeren Großhandelspreis erzielt haben als 2017. Die Erzeugung dieser Anlagen hatten wir bereits in Vorjahren nahezu vollständig auf Termin verkauft. Negativ wirkte auch, dass Block B des Kernkraftwerks Gundremmingen aufgrund seiner Stilllegung zum Jahresende 2017 nicht mehr zum Ergebnis beitrug. Daneben führten umfangreiche Kraftwerksrevisionen zu Produktionsausfällen und Mehrkosten. Unsere operativen Kosten werden im Gesamtjahr aber wohl niedriger sein als 2017. Ausschlaggebend dafür sind Maßnahmen im Rahmen unseres laufenden Effizienzsteigerungsprogramms. |
| ― |
Europäische Stromerzeugung: In diesem Segment erzielten wir ein bereinigtes EBITDA von 196 Mio. €. Damit blieben wir um 26 Mio. € hinter dem hohen Vorjahreswert zurück, der durch Buchgewinne aus Grundstücksverkäufen begünstigt war. Die Margen, die wir bei Terminverkäufen von Strom aus unseren Gas- und Steinkohlekraftwerken erzielten, waren niedriger als 2017. Positiven Einfluss hatte, dass wir seit Oktober 2017 Prämienzahlungen für die Teilnahme am britischen Kapazitätsmarkt erhalten. Daneben verringerten sich die operativen Kosten. |
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Energiehandel: Das bereinigte EBITDA ist hier um 30 Mio. € auf 101 Mio. € zurückgegangen. Während sich unsere Performance im Energiehandel wegen eines sehr guten zweiten Quartals gegenüber 2017 verbesserte, blieben wir im Gasgeschäft hinter dem außerordentlich hohen Vorjahresergebnis zurück. Hinzu kam, dass RWE Supply & Trading eine Wertberichtigung auf eine Beteiligung vornehmen musste, die sie im Rahmen ihrer sogenannten Principal Investments erworben hatte; dabei handelt es sich um kurz- bis mittelfristige Investitionen in Energieanlagen oder Energieunternehmen, bei denen wir die Chance sehen, durch wertsteigernde Maßnahmen und anschließende Weiterveräußerung hohe Renditen zu erzielen. |
| ― |
Fortgeführte innogy-Aktivitäten: Das bereinigte EBITDA des langfristig bei RWE verbleibenden innogy-Geschäfts lag mit 368 Mio. € etwas unter dem Vergleichswert für 2017 (386 Mio. €). Eine Ursache dafür war die verzögerte Realisierung von Projekterträgen im Photovoltaikgeschäft. Hinzu kam, dass die Windparks von innogy wegen ungünstiger Wetterverhältnisse im zweiten Quartal insgesamt schwächer ausgelastet waren als 2017. Dem standen zusätzliche Erträge durch die Inbetriebnahme neuer Windkraftanlagen gegenüber. |
| Bereinigtes EBIT in Mio. € |
Jan - Jun 2018 | Jan - Jun 2017 | +/- in % | Jan - Dez 2017 |
| Braunkohle & Kernenergie | 33 | 262 | - 87,4 | 399 |
| Europäische Stromerzeugung | 49 | 69 | - 29,0 | 155 |
| Energiehandel | 99 | 129 | - 23,3 | 265 |
| Fortgeführte innogy-Aktivitäten | 198 | 211 | - 6,2 | 398 |
| Sonstige, Konsolidierung | 6 | - 11 | 154,5 | - 47 |
| RWE-Konzern | 385 | 660 | - 41,7 | 1.170 |
Das bereinigte EBIT lag im ersten Halbjahr bei 385 Mio. € und damit 42 % unter dem
Vergleichswert für 2017. Vom bereinigten EBITDA unterscheidet es sich durch die betrieblichen
Abschreibungen, die im Berichtszeitraum 440 Mio. € betrugen (Vorjahr: 470 Mio. €).
| Neutrales Ergebnis in Mio. € |
Jan - Jun 2018 | Jan - Jun 2017 | +/- in Mio. € | Jan - Dez 2017 |
| Veräußerungsgewinne/-verluste | - 25 | 68 | - 93 | 107 |
| Ergebniseffekte aus Derivaten | - 88 | 11 | - 99 | - 480 |
| Sonstige | - 20 | 1.432 | - 1.452 | 1.322 |
| Neutrales Ergebnis | - 133 | 1.511 | - 1.644 | 949 |
Das neutrale Ergebnis, in dem wir bestimmte nicht-operative oder aperiodische Effekte
erfassen, belief sich auf - 133 Mio. € (Vorjahr: 1.511 Mio. €). Seine Einzelpositionen
entwickelten sich wie folgt:
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Veräußerungen von Beteiligungen und Vermögenswerten führten per saldo zu einem Buchverlust von 25 Mio. €, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 68 Mio. € angefallen war. Der Verlust stand im Zusammenhang mit dem Verkauf unserer Mehrheitsbeteiligung am ungarischen Braunkohleverstromer Mátra, über den wir auf Seite 5 berichten. Wegen der Transaktion wurden Aufwendungen ergebniswirksam, die aus der Umrechnung des Mátra-Abschlusses in Euro resultierten und bisher im Eigenkapital erfasst waren. Buchgewinne aus Grundstücksverkäufen konnten diesen Effekt nicht ausgleichen. |
| ― |
Unter der Position "Ergebniseffekte aus Derivaten" verzeichneten wir einen Verlust von 88 Mio. €, nachdem wir im Vorjahr noch ein leicht positives Ergebnis ausweisen konnten (11 Mio. €). Mit den Derivaten sichern wir uns gegen Preisrisiken ab. Gemäß IFRS sind solche Finanzinstrumente mit ihren Marktwerten am jeweiligen Stichtag zu bilanzieren, während diejenigen Geschäfte, die mit ihnen abgesichert werden, erst später bei ihrer Realisierung erfolgswirksam erfasst werden dürfen. Die Folge sind temporäre Ergebniswirkungen, die sich im Laufe der Zeit aufheben. |
| ― |
Das unter der Position "Sonstige" ausgewiesene Ergebnis lag mit - 20 Mio. € deutlich unter dem hohen Vorjahreswert (1.432 Mio. €), der durch die Rückerstattung der Kernbrennstoffsteuer geprägt war. Geringe Belastungen im Berichtszeitraum ergaben sich dadurch, dass wir Rückstellungen für erwartete Aufwendungen aus der Umsetzung des Tauschgeschäfts mit E.ON gebildet haben. |
| Finanzergebnis in Mio. € |
Jan - Jun 2018 | Jan - Jun 2017 | +/- in Mio. € | Jan - Dez 2017 |
| Zinserträge | 88 | 138 | - 50 | 197 |
| Zinsaufwendungen | - 89 | - 141 | 52 | - 298 |
| Zinsergebnis | - 1 | - 3 | 2 | - 101 |
| Zinsanteile an Zuführungen zu langfristigen Rückstellungen | - 105 | - 38 | - 67 | - 226 |
| Übriges Finanzergebnis | - 78 | 224 | - 302 | 264 |
| Finanzergebnis | - 184 | 183 | - 367 | - 63 |
Unser Finanzergebnis hat sich um 367 Mio. € auf - 184 Mio. € verschlechtert. Im Einzelnen
ergaben sich folgende Veränderungen:
| ― |
Das Zinsergebnis blieb mit - 1 Mio. € nahezu unverändert. Zwar erzielten wir niedrigere Zinserträge; gesunken sind aber auch die Zinsaufwendungen, was im Wesentlichen auf die Tilgungen und Rückkäufe von Hybridanleihen im vergangenen Jahr zurückzuführen ist (siehe Geschäftsbericht 2017, Seite 54). |
| ― |
Die Zinsanteile an Zuführungen zu langfristigen Rückstellungen belasteten das Ergebnis mit 105 Mio. € und damit stärker als 2017. Eine Rolle spielte dabei, dass der Vorjahreswert (- 38 Mio. €) durch Diskontsatzanhebungen bei den Kernenergierückstellungen begünstigt war; die dadurch ausgelösten Absenkungen der Verpflichtungsbarwerte waren in den Zinsanteilen als Erträge berücksichtigt worden. Auch bei den sonstigen langfristigen Rückstellungen hatte es im Vorjahr positive Effekte aus Diskontsatzänderungen gegeben, die nun entfallen sind. |
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Das "Übrige Finanzergebnis" lag mit - 78 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert (224 Mio. €). Dieser war außergewöhnlich hoch gewesen, weil er die Verzinsung enthielt, die uns für die bis 2016 geleisteten und danach rückerstatteten Kernbrennstoffsteuerzahlungen zustand. Im Berichtszeitraum verzeichneten wir zudem Verluste aus der Marktbewertung von Wertpapieren; wegen der Erstanwendung von IFRS 9 wurden die Marktwertveränderungen ergebniswirksam abgebildet, nachdem sie 2017 noch erfolgsneutral erfasst worden waren. Gegenläufig wirkte, dass niedrigere Verluste aus dem Verkauf von Wertpapieren anfielen. |
Das Ergebnis fortgeführter Aktivitäten vor Steuern lag mit 68 Mio. € deutlich unter
dem Vergleichswert für 2017 (2.354 Mio. €). Die Steuerquote war mit 126 % ungewöhnlich
hoch (Vorjahr: 14 %). Ein Grund dafür ist, dass im steuerlichen Organkreis der RWE
AG Verluste eingetreten sind, für die wir keine latenten Steuern aktiviert haben,
während wir im Vorjahr noch ein positives Steuerergebnis ausweisen konnten. Aktive
latente Steuern sind ein Anspruch auf künftige Steuerermäßigungen, der sich aus Unterschieden
im Ansatz und/oder in der Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden zwischen
der Steuerbilanz und der IFRS-Bilanz ergibt. Die Aktivierung latenter Steuern setzt
voraus, dass in späteren Geschäftsjahren steuerliche Gewinne anfallen, die eine Nutzung
der Steuerermäßigungen erlauben. Für den Organkreis der RWE AG gibt es dafür zurzeit
keine hinreichende Sicherheit. Nach Steuern erzielten wir mit unseren fortgeführten
Aktivitäten ein Ergebnis von - 18 Mio. € (Vorjahr: 2.023 Mio. €).
| Überleitung zum Nettoergebnis | Jan - Jun 2018 | Jan - Jun 2017 | +/- in % | Jan - Dez 2017 | |
| Bereinigtes EBITDA | Mio. € | 825 | 1.130 | - 27,0 | 2.149 |
| Betriebliche Abschreibungen | Mio. € | - 440 | - 470 | 6,4 | - 979 |
| Bereinigtes EBIT | Mio. € | 385 | 660 | - 41,7 | 1.170 |
| Neutrales Ergebnis | Mio. € | - 133 | 1.511 | - 108,8 | 949 |
| Finanzergebnis | Mio. € | - 184 | 183 | - 200,5 | - 63 |
| Ergebnis fortgeführter Aktivitäten vor Steuern | Mio. € | 68 | 2.354 | - 97,1 | 2.056 |
| Ertragsteuern | Mio. € | - 86 | - 331 | 74,0 | - 333 |
| Ergebnis fortgeführter Aktivitäten | Mio. € | - 18 | 2.023 | - 100,9 | 1.723 |
| Ergebnis nicht fortgeführter Aktivitäten | Mio. € | 539 | 937 | - 42,5 | 592 |
| Ergebnis | Mio. € | 521 | 2.960 | - 82,4 | 2.315 |
| Davon: | |||||
| Ergebnisanteile anderer Gesellschafter | Mio. € | 329 | 267 | 23,2 | 373 |
| Ergebnisanteile der Hybridkapitalgeber der RWE AG | Mio. € | 30 | 24 | 25,0 | 42 |
| Nettoergebnis/Ergebnisanteile der Aktionäre der RWE AG | Mio. € | 162 | 2.669 | - 93,9 | 1.900 |
| Ergebnis je Aktie | € | 0,26 | 4,34 | - 94,0 | 3,09 |
| Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien (Durchschnitt) | Mio. Stück | 614,7 | 614,7 | - | 614,7 |
| Steuerquote | % | 126 | 14 | - | 16 |
Das Ergebnis nicht fortgeführter Aktivitäten lag bei 539 Mio. € und damit 398 Mio.
€ unter dem Vergleichswert für 2017, vor allem wegen temporärer Verluste aus der Marktbewertung
von Derivaten. Hinzu kam, dass sich die operative Ertragslage verschlechtert hat,
insbesondere im Vertriebsgeschäft. Dem standen Entlastungen durch eine niedrigere
Steuerquote gegenüber.
Die Ergebnisanteile anderer Gesellschafter haben sich um 62 Mio. € auf 329 Mio. €
erhöht. Im Vorjahr hatte der ungarische Stromerzeuger Mátra, an dem wir bis März 2018
mit 51 % beteiligt waren, einen Verlust ausgewiesen, der sich negativ in den Ergebnisanteilen
der Miteigentümer niederschlug. Dieser Effekt ist 2018 entfallen. Gegenläufig wirkte,
dass sich das Nettoergebnis von innogy im RWE-Zwischenabschluss verringert hat. Dementsprechend
niedriger waren die Ergebnisanteile der mit insgesamt 23,2 % beteiligten Minderheitsaktionäre.
Auf Hybridkapitalgeber entfielen Ergebnisanteile von 30 Mio. € (Vorjahr: 24 Mio. €).
Der Betrag entspricht den Finanzierungskosten für unsere Hybridanleihe über 750 Mio.
£; die dadurch vereinnahmten Mittel gelten nach IFRS als Eigenkapital, weil die Anleihe
eine theoretisch unbegrenzte Laufzeit hat. Das übrige Hybridkapital von RWE wird den
Schulden zugerechnet; seine Verzinsung erfassen wir im Finanzergebnis.
Aus den dargestellten Entwicklungen ergibt sich ein gegenüber 2017 deutlich verringertes
Nettoergebnis von 162 Mio. € (Vorjahr: 2.669 Mio. €). Bei 614,7 Mio. ausstehenden
RWE-Aktien beträgt das Ergebnis je Aktie 0,26 € (Vorjahr: 4,34 €).
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Mio. € |
Jan - Jun 2018 | Jan - Jun 2017 | +/- in Mio. € | Jan - Dez 2017 |
| Braunkohle & Kernenergie | 105 | 98 | 7 | 269 |
| Europäische Stromerzeugung | 67 | 38 | 29 | 147 |
| Energiehandel | 5 | 1 | 4 | 7 |
| Fortgeführte innogy-Aktivitäten | 103 | 95 | 8 | 285 |
| Sonstige, Konsolidierung | - | 1 | - 1 | - 2 |
| RWE-Konzern | 280 | 233 | 47 | 706 |
| Investitionen in Finanzanlagen in Mio. € |
Jan - Jun 2018 | Jan - Jun 2017 | +/- in Mio. € | Jan - Dez 2017 |
| Braunkohle & Kernenergie | - | 1 | - 1 | 1 |
| Europäische Stromerzeugung | 2 | 1 | 1 | 1 |
| Energiehandel | 34 | 5 | 29 | 30 |
| Fortgeführte innogy-Aktivitäten | 65 | 90 | - 25 | 153 |
| Sonstige, Konsolidierung | - 1 | - | - 1 | 11 |
| RWE-Konzern | 100 | 97 | 3 | 196 |
Im ersten Halbjahr 2018 hat der RWE-Konzern 380 Mio. € investiert, gegenüber 330 Mio.
€ im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Plus von 15 %. Die Investitionen in Sachanlagen
sind um 20 % auf 280 Mio. € gestiegen. Eine Rolle spielte dabei, dass wir zusätzliche
Ausgaben für die Instandhaltung unserer Kraftwerke getätigt haben. Für Finanzanlagen
setzte der Konzern 100 Mio. € ein, unwesentlich mehr als 2017. Die Ausgaben dienten
hauptsächlich dem Ausbau der Windkraftkapazitäten. Im Vorjahreszeitraum war der Großteil
der Mittel in den Erwerb von Belectric geflossen.
| Kapitalflussrechnung1
in Mio. € |
Jan - Jun 2018 | Jan - Jun 2017 | +/- in Mio. € | Jan - Dez 2017 |
| Funds from Operations | 70 | 1.868 | - 1.798 | - 3.971 |
| Veränderung des Nettoumlaufvermögens | 1.841 | - 174 | 2.015 | 200 |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit fortgeführter Aktivitäten | 1.911 | 1.694 | 217 | - 3.771 |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit fortgeführter Aktivitäten | - 1.287 | 4.118 | - 5.405 | 3.750 |
| Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit fortgeführter Aktivitäten | - 957 | 230 | - 1.187 | - 997 |
| Einfluss von Wechselkurs- und sonstigen Wertänderungen auf die flüssigen Mittel | 23 | 8 | 15 | - 19 |
| Veränderung der flüssigen Mittel | - 310 | 6.050 | - 6.360 | - 1.037 |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit fortgeführter Aktivitäten | 1.911 | 1.694 | 217 | - 3.771 |
| Abzüglich Investitionen2 | - 390 | - 310 | - 80 | - 902 |
| Zuzüglich Desinvestitionen/Anlagenabgänge2 | 34 | 64 | - 30 | 234 |
| Free Cash Flow | 1.555 | 1.448 | 107 | - 4.439 |
1
Sämtliche Positionen beziehen sich ausschließlich auf die fortgeführten Aktivitäten.
2
Die Position umfasst nur zahlungswirksame Vorgänge.
Im ersten Halbjahr 2018 haben wir mit unseren fortgeführten Aktivitäten einen Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von 1.911 Mio. € erzielt. Damit lagen wir um 13 % über dem Vergleichswert für 2017, obwohl dieser noch einen Einmaleffekt von 1,7 Mrd. € aus der Rückerstattung der Kernbrennstoffsteuer enthielt. Ausschlaggebend für die positive Entwicklung war, dass wir im Berichtszeitraum hohe Variation Margins erhalten haben, die Termingeschäfte mit CO2 -Zertifikaten und anderen Commodities betrafen. Bei Variation Margins handelt es sich um Zahlungen, mit denen Transaktionspartner untereinander Gewinn- oder Verlustpositionen ausgleichen, die durch die tägliche Neubewertung laufender Kontrakte aufgedeckt werden. Ihr Einfluss auf den Cash Flow ist aber nur vorübergehender Natur und endet mit der Realisierung der Transaktionen.
Durch die Investitionstätigkeit unserer fortgeführten Aktivitäten sind 1.287 Mio.
€ abgeflossen (Vorjahr: Zufluss von 4.118 Mio. €). Neben den bereits dargestellten
Investitionen haben kurzfristige Wertpapieranlagen dazu beigetragen. Dem standen Einnahmen
aus der Veräußerung von Sach- und Finanzanlagen gegenüber.
Auch die Finanzierungstätigkeit unserer fortgeführten Aktivitäten verursachte einen
Mittelabfluss, und zwar in Höhe von 957 Mio. € (Vorjahr: Zufluss von 230 Mio. €).
Hauptursache dafür waren die Ausschüttungen in Gesamthöhe von rund 1 Mrd. €, die wir
an RWE-Aktionäre, Miteigentümer vollkonsolidierter RWE-Gesellschaften und Hybridkapitalgeber
geleistet haben. Im Berichtszeitraum wurden Finanzschulden in Höhe von 165 Mio. €
neu aufgenommen; dem standen Tilgungen in Höhe von 136 Mio. € gegenüber.
Aufgrund der dargestellten Zahlungsströme aus der Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit
haben sich unsere liquiden Mittel per saldo um 310 Mio. € verringert.
Die hohen Variation Margins prägten auch die Entwicklung des Free Cash Flow. Dieser
belief sich auf 1.555 Mio. € und lag damit um 7 % über dem Vorjahreswert.
| Nettoschulden1
in Mio. € |
30.06.2018 | 31.12.2017 | +/- in Mio. € |
| Flüssige Mittel | 3.253 | 3.933 | - 680 |
| Wertpapiere | 3.506 | 5.131 | - 1.625 |
| Sonstiges Finanzvermögen | 1.337 | 1.863 | - 526 |
| Finanzvermögen | 8.096 | 10.927 | - 2.831 |
| Anleihen, Schuldscheindarlehen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Commercial Paper | 1.366 | 15.099 | - 13.733 |
| Währungskurssicherung von Anleihen | 17 | 27 | - 10 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 875 | 2.102 | - 1.227 |
| Finanzverbindlichkeiten | 2.258 | 17.228 | - 14.970 |
| Nettofinanzschulden | - 5.838 | 6.301 | - 12.139 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 2.880 | 5.420 | - 2.540 |
| Aktivisch ausgewiesenes Nettovermögen bei fondsgedeckten Pensionsverpflichtungen | - 233 | - 103 | - 130 |
| Rückstellungen für Entsorgung im Kernenergiebereich | 5.951 | 6.005 | - 54 |
| Bergbaubedingte Rückstellungen | 2.425 | 2.322 | 103 |
| Rückstellungen für den Rückbau von Windparks | 358 | 359 | - 1 |
| Korrektur Hybridkapital | - 96 | - 77 | - 19 |
| Zuzüglich 50 % des als Eigenkapital ausgewiesenen Hybridkapitals | 455 | 470 | - 15 |
| Abzüglich 50 % des als Fremdkapital ausgewiesenen Hybridkapitals | - 551 | - 547 | - 4 |
| Nettoschulden fortgeführter Aktivitäten | 5.447 | - | - |
| Nettoschulden nicht fortgeführter Aktivitäten | 16.300 | - | - |
| Nettoschulden | 21.747 | 20.227 | 1.520 |
Die Nettoschulden zum 30. Juni 2018 beliefen sich auf 21,7 Mrd. €. Davon entfielen
5,4 Mrd. € auf die fortgeführten und 16,3 Mrd. € auf die nicht fortgeführten Aktivitäten.
Für das Vorjahr zeigen wir dagegen nur Zahlen für den Konzern insgesamt. Gegenüber
2017 haben sich die Nettoschulden um 1,5 Mrd. € erhöht.
Der Anstieg ist den nicht fortgeführten Aktivitäten zuzuordnen und ergibt sich im
Wesentlichen aus den Investitionen, den Ausschüttungen und einer Anhebung der Pensionsrückstellungen.
Bei den fortgeführten Aktivitäten schlugen sich die hohen Mittelzuflüsse aus Variation
Margins schuldenmindernd nieder. Gegenläufige Einflüsse gingen auch hier von den Ausschüttungen
(1,0 Mrd. €) und den Investitionen (0,4 Mrd. €) aus. Überdies sind die Pensionsrückstellungen
um 0,2 Mrd. € gestiegen. Hintergrund war, dass das Planvermögen, mit dem wir den Großteil
unserer Pensionsverpflichtungen abdecken, aufgrund negativer Marktentwicklungen gesunken
ist. Außerdem haben wir die Diskontierungszinssätze für die Barwertermittlung bei
den deutschen Pensionsverpflichtungen abgesenkt: Die neuen Sätze belaufen sich für
die fortgeführten Aktivitäten auf durchschnittlich 1,7 %, gegenüber 1,9 % im Jahresabschluss
2017.
| Konzernbilanzstruktur | 30.06.2018 | 31.12.2017 | ||
| in Mio. € | in % | in Mio. € | in % | |
| Aktiva | ||||
| Langfristiges Vermögen | 18.408 | 24,2 | 45.694 | 66,2 |
| Davon: | ||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.121 | 2,8 | 12.383 | 17,9 |
| Sachanlagen | 11.988 | 15,8 | 24.9471 | 36,1 |
| Kurzfristiges Vermögen | 57.550 | 75,8 | 23.365 | 33,8 |
| Davon: | ||||
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte2 | 10.743 | 14,1 | 12.487 | 18,1 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 38.838 | 51,1 | 128 | 0,2 |
| Gesamt | 75.958 | 100,0 | 69.059 | 100,0 |
| Passiva | ||||
| Eigenkapital | 12.470 | 16,4 | 11.991 | 17,4 |
| Langfristige Schulden | 18.354 | 24,2 | 36.774 | 53,2 |
| Davon: | ||||
| Rückstellungen | 15.856 | 20,9 | 19.249 | 27,9 |
| Finanzverbindlichkeiten | 1.577 | 2,1 | 14.414 | 20,9 |
| Kurzfristige Schulden | 45.134 | 59,4 | 20.294 | 29,4 |
| Davon: | ||||
| Rückstellungen | 2.084 | 2,7 | 5.137 | 7,4 |
| Finanzverbindlichkeiten | 664 | 0,9 | 2.787 | 4,0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten3 | 9.522 | 12,5 | 12.259 | 17,8 |
| Zur Veräußerung bestimmte Schulden | 32.864 | 43,3 | 111 | 0,2 |
| Gesamt | 75.958 | 100,0 | 69.059 | 100,0 |
1
Angepasster Wert aufgrund der Zurechnung von Investment Property zu den Sachanlagen
2
Inklusive Finanzforderungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Ertragsteuererstattungsansprüche
3
Inklusive Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Ertragsteuerverbindlichkeiten
Zum Abschlussstichtag weisen wir eine Bilanzsumme von 76,0 Mrd. € aus, gegenüber 69,1
Mrd. € zum 31. Dezember 2017. Für das laufende Jahr erfassen wir die langfristig auf
E.ON zu übertragenden Teile von innogy gesondert in den Positionen "Zur Veräußerung
bestimmte Vermögenswerte" (38,8 Mrd. €) und "Zur Veräußerung bestimmte Schulden" (32,9
Mrd. €). Eine entsprechende Anpassung der Vorjahreswerte ist gemäß IFRS nicht vorgenommen
worden. Dies trug maßgeblich dazu bei, dass sich einzelne Bilanzposten stark verringert
haben: Auf der Aktivseite lagen die immateriellen Vermögenswerte um 10,3 Mrd. € und
die Sachanlagen um 13,0 Mrd. € unter Vorjahr; auf der Passivseite sanken die Finanzverbindlichkeiten
um 15,0 Mrd. € und die Rückstellungen um 6,4 Mrd. €. Keinen Einfluss hatte die Ausweisänderung
auf die Entwicklung der Bilanzsumme. Dass diese höher war als 2017, beruht u. a. auf
Wertzuwächsen bei den Commodity-Derivaten, drei Anleihe-Emissionen von innogy und
einer Anhebung der Pensionsrückstellungen. Das Eigenkapital des RWE-Konzerns ist um
0,5 Mrd. € auf 12,5 Mrd. € gestiegen, sein Anteil an der Bilanzsumme (Eigenkapitalquote)
aber um einen Prozentpunkt auf 16,4 % zurückgegangen.
| Mitarbeiter1 | 30.06.2018 | 31.12.2017 | +/- in % |
| Braunkohle & Kernenergie | 11.288 | 13.132 | - 14,0 |
| Europäische Stromerzeugung | 2.707 | 2.656 | 1,9 |
| Energiehandel | 1.212 | 1.156 | 4,8 |
| Fortgeführte innogy-Aktivitäten | 2.120 | 1.952 | 8,6 |
| Sonstige2 | 231 | 210 | 10,0 |
| RWE-Konzern | 17.558 | 19.106 | - 8,1 |
1
Umgerechnet in Vollzeitstellen
2
Die Position umfasst ausschließlich die Beschäftigten der Holdinggesellschaft RWE
AG.
Zum 30. Juni 2018 beschäftigte der RWE-Konzern mit seinen fortgeführten Aktivitäten
1 7.558 Mitarbeiter, davon 14.975 an deutschen und 2.583 an ausländischen Standorten.
Bei der Ermittlung dieser Zahlen wurden Teilzeitstellen anteilig berücksichtigt. Gegenüber
Ende 2017 hat sich der Personalbestand in Deutschland um 456 Mitarbeiter vergrößert.
Im Ausland sind dagegen 2.004 Mitarbeiter aus dem Konzern ausgeschieden. Dabei kam
zum Tragen, dass wir uns im März 2018 von unserer Mehrheitsbeteiligung am ungarischen
Stromerzeuger Mátra getrennt haben (siehe Seite 5). Rein operativ, also ohne solche
Konsolidierungseffekte, ist die Zahl unserer Mitarbeiter um 512 gestiegen.
Über den Aufbau und die Prozesse unseres Risikomanagements, die zuständigen Organisationseinheiten,
die wesentlichen Risiken und Chancen sowie unsere Maßnahmen zur Steuerung und Überwachung
von Risiken informieren wir ausführlich im Geschäftsbericht 2017 auf Seite 74 ff.
Aufgrund der Entwicklungen im ersten Halbjahr 2018 ist diese Darstellung allerdings
in einigen Punkten zu aktualisieren. Das betrifft die folgenden Risikoklassen:
| ― |
Finanzwirtschaftliche Risiken/Sonstige Risiken: Bis Anfang 2018 bestand das größte finanzwirtschaftliche Risiko für RWE darin, dass die 76,8 %-Beteiligung an innogy aufgrund eines Aktienkursverfalls deutlich an Wert einbüßen könnte und die Dividenden aus dieser Beteiligung hinter den Erwartungen zurückbleiben. Die geplante Veräußerung der Beteiligung im Rahmen des Tauschgeschäfts mit E.ON führt zu einem Wegfall dieses Risikos. Deshalb stufen wir unsere finanzwirtschaftlichen Risiken insgesamt nicht mehr als "hoch", sondern nur noch als "mittel" ein. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass unser Tauschgeschäft mit E.ON scheitert. Wir halten dieses Szenario, das unter den "sonstigen Risiken" erfasst ist, aber für wenig wahrscheinlich. Durch intensiven Dialog mit den beteiligten Parteien und sorgfältige Vorbereitung und Begleitung der Genehmigungsprozesse wirken wir darauf hin, dass die Transaktion wie geplant zustande kommt. Unsere "sonstigen Risiken" liegen unverändert in der Kategorie "mittel". |
| ― |
Regulatorische und politische Risiken: Die Ertragsperspektiven in der konventionellen Stromerzeugung hängen in hohem Maße davon ab, welche Schritte die deutsche Politik unternimmt, um ihre Klimaschutzziele zu erreichen. Wie auf Seite 8 dargelegt, soll eine von der Bundesregierung eingesetzte Kommission Vorschläge dazu erarbeiten und dabei auch einen Fahrplan für die Reduzierung und Beendigung der Kohleverstromung vorlegen. Inzwischen haben die Kommissionsmitglieder ihre Tätigkeit aufgenommen. Weiterhin völlig offen ist, welche Empfehlungen sie geben werden. RWE hat bereits in der Vergangenheit Kohlekraftwerke vorzeitig vom Netz genommen und wird dies im Rahmen der Braunkohle-Sicherheitsbereitschaft weiter tun. Nicht auszuschließen ist, dass wir zusätzliche Kapazitäten stilllegen müssen. Im Dialog mit der Politik weisen wir darauf hin, dass ein übereilter Kohleausstieg nicht nur uns, sondern - wegen steigender Strompreise - auch die deutsche Industrie erheblich belasten würde. Außerdem sehen wir Risiken für die Versorgungssicherheit. |
| ― |
In den Niederlanden hat die Regierung ihre Pläne für einen frühzeitigen Kohleausstieg konkretisiert (siehe Seite 9). Sollte ihr im Mai vorgelegter Gesetzentwurf eins zu eins umgesetzt werden, dürften wir im Kraftwerk Amer 9 ab 2025 und im Kraftwerk Eemshaven ab 2030 keine Steinkohle mehr einsetzen. Die Anlagen müssten dann stillgelegt oder für die ausschließliche Nutzung anderer Brennstoffe (z. B. Biomasse) umgerüstet werden. In beiden Fällen drohen uns erhebliche wirtschaftliche Nachteile. |
Auf dem Gebiet der Kernenergie haben sich die regulatorischen Rahmenbedingungen dagegen
weiter verbessert. Mit der 16. Novelle des Atomgesetzes hat die Bundesregierung den
finanziellen Ausgleich konkretisiert, der uns für Belastungen aus dem Kernenergieausstieg
gewährt wird (siehe Seite 10). Entsprechende Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts
sind damit in angemessener Weise umgesetzt worden. Positiv werten wir auch, dass Vorschläge
für eine Neuauflage der Kernbrennstoffsteuer keinen Niederschlag im Koalitionsvertrag
von CDU/CSU und SPD gefunden haben.
Die Gesamteinschätzung unserer regulatorischen und politischen Risiken hat sich durch
die Entwicklungen im laufenden Jahr nicht verändert: Wir stufen sie weiterhin als
"hoch" ein.
Risiken aus kurzfristigen Schwankungen der Commodity-Preise und finanzwirtschaftliche
Risiken steuern und überwachen wir u. a. anhand von Kennzahlen wie dem Value at Risk
(VaR). Der VaR gibt an, welchen Wert der mögliche Verlust aus einer Risikoposition
mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit in einem gegebenen Zeithorizont nicht überschreitet.
Den VaR-Werten im RWE-Konzern liegt grundsätzlich ein Konfidenzniveau von 95 % zugrunde;
für die Positionen wird eine Haltedauer von einem Tag unterstellt. Das bedeutet, dass
der Tagesverlust den VaR mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % nicht überschreitet.
Im Handelsgeschäft von RWE Supply & Trading ist der VaR für Commodity-Positionen auf
40 Mio. € begrenzt. Von Januar bis Juni 2018 belief er sich auf durchschnittlich 14
Mio. €, gegenüber 12 Mio. € im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der höchste Tageswert
war 19 Mio. € (Vorjahr: 15 Mio. €).
Mitte vergangenen Jahres haben wir die Verantwortung für das Management unseres Gasportfolios
und das Geschäft mit verflüssigtem Erdgas (LNG) in einer neuen Organisationseinheit
bei der RWE Supply & Trading gebündelt und für diese Aktivitäten eine VaR-Obergrenze
von 12 Mio. € festgelegt. Der VaR lag im Berichtszeitraum bei durchschnittlich 4 Mio.
€.
Zu den wichtigsten Risikofaktoren im Finanzbereich zählt die Zinsentwicklung. Beispielsweise
kann ein Anstieg der Marktzinsen dazu führen, dass die Kurse von Wertpapieren in unserem
Bestand sinken. Dies gilt in erster Linie für festverzinsliche Anleihen. Der VaR für
das zinsbedingte Kursrisiko von Kapitalanlagen der RWE AG (ohne innogy) belief sich
im Halbjahresdurchschnitt auf 4 Mio. € (Vorjahr: 7 Mio. €). Mit steigenden Zinsen
erhöhen sich zudem unsere Finanzierungskosten. Dieses Risiko messen wir mit dem Cash
Flow at Risk (CFaR). Dabei legen wir ein Konfidenzniveau von 95 % und eine Haltedauer
von einem Jahr zugrunde. Der CFaR bei der RWE AG betrug 3 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio.
€).
Zu den Geldanlagen der RWE AG gehören auch Aktien. Für das Risiko aus Kursveränderungen
dieser Papiere ergab sich ein VaR von durchschnittlich 5 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €).
In der Zahl nicht berücksichtigt ist unsere Beteiligung an innogy.
RWE ist darüber hinaus Risiken aus Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Das ergibt
sich u. a. aus unserer Geschäftstätigkeit in Großbritannien; außerdem werden Energieträger
wie Kohle und Öl in US-Dollar gehandelt. Der durchschnittliche VaR für die Fremdwährungsposition
der RWE AG lag - wie im Vorjahr - bei unter 1 Mio. €.
| Ausblick zum bereinigten EBITDA in Mio. € |
Ist 20171 | Prognose 2018 |
| RWE-Konzern | 2.149 | 1.500 - 1.800 |
| Davon: | ||
| Braunkohle & Kernenergie | 671 | 350 - 450 |
| Europäische Stromerzeugung | 463 | 300 - 400 |
| Energiehandel | 271 | 100 - 300 |
| Fortgeführte innogy-Aktivitäten | 785 | 700 - 800 |
1
Angepasste Vorjahreswerte; siehe Erläuterung auf Seite 11 f.
Die im Halbjahresbericht 2018 vorgenommene Umstellung der Berichtsweise wirkt sich
auch auf die Zahlen für das Gesamtjahr aus. Daher müssen wir unsere Prognose, die
wir im Geschäftsbericht 2017 auf Seite 83 ff. veröffentlicht haben, strukturell anpassen.
Ohne das für E.ON bestimmte innogy-Geschäft wird der RWE-Konzern voraussichtlich ein
bereinigtes EBITDA von 1,5 bis 1,8 Mrd. € erzielen. Der vergleichbare Vorjahreswert
beträgt 2,1 Mrd. €. Die fortgeführten innogy-Aktivitäten werden nach aktuellem Planungsstand
700 bis 800 Mio. € zum bereinigten EBITDA beitragen (Vorjahr: 785 Mio. €). Der Ausblick
zur Ergebnisentwicklung in den Segmenten Braunkohle & Kernenergie, Europäische Stromerzeugung
und Energiehandel ist unverändert. Wie bereits dargelegt, ermitteln wir in der Übergangszeit
bis zum Abschluss des Tauschgeschäfts mit E.ON kein bereinigtes Nettoergebnis mehr.
Unsere im Geschäftsbericht 2017 veröffentlichte Prognose für diese Kennzahl ist damit
gegenstandslos.
Die Sachanlageinvestitionen der fortgeführten Aktivitäten dürften sich im Gesamtjahr
auf 1,2 bis 1,4 Mrd. € belaufen. Für die fortgeführten innogy-Aktivitäten sind Ausgaben
von 0,8 bis 1,0 Mrd. € eingeplant, die im Wesentlichen dem Ausbau der erneuerbaren
Energien dienen. In der konventionellen Stromerzeugung erwarten wir Sachanlageinvestitionen
von rund 400 Mio. €. Ihr Hauptzweck ist die Instandhaltung und Modernisierung von
Kraftwerken und Tagebauen. Ein Teil der Mittel fließt auch in kleinere Wachstumsprojekte,
z. B. die Umrüstung unserer niederländischen Steinkohlekraftwerke für die Mitverbrennung
von Biomasse. Bei den Nettoschulden der fortgeführten Aktivitäten gehen wir davon
aus, dass sie zum Jahresende moderat unter dem Stand vom 30. Juni (5,4 Mrd. €) liegen
werden.
Für Steuerungszwecke nutzen wir auch Konzernzahlen, in denen innogy als reine Finanzbeteiligung
erfasst ist und nicht als vollkonsolidierte Unternehmensgruppe. Abweichend von den
IFRS-Vorgaben bilanzieren wir dabei unseren 76,8 %-Anteil an der Gesellschaft unter
den "Übrigen Finanzanlagen". Im bereinigten EBITDA berücksichtigen wir innogy ausschließlich
mit der Dividendenzahlung an RWE. Nähere Angaben dazu finden Sie im Geschäftsbericht
2017 auf Seite 60. Dieser enthält auf Seite 85 auch Aussagen darüber, wie sich einzelne,
nach der beschriebenen Methode ermittelte Kennzahlen voraussichtlich entwickeln werden.
Beim bereinigten EBITDA haben wir für 2018 eine Bandbreite von 1,4 bis 1,7 Mrd. €
prognostiziert (Vorjahr: 2,1 Mrd. €) und beim bereinigten Nettoergebnis einen Korridor
von 0,5 bis 0,8 Mrd. € (Vorjahr: 1,0 Mrd. €). Diesen Ausblick bestätigen wir. Unsere
Prognose zu den Nettoschulden (Vorjahr: 4,5 Mrd. €) haben wir allerdings zwischenzeitlich
angepasst: Wir erwarten nun einen moderaten Rückgang, nachdem wir anfänglich einen
moderaten Anstieg vorausgesagt hatten. Hauptgrund dafür sind die hohen Mittelzuflüsse
aus Variation Margins. Ihr positiver Einfluss wird voraussichtlich noch zum Jahresende
spürbar sein, da die betroffenen Kontrakte teilweise erst nach 2018 realisiert werden.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind.
Essen, 10. August 2018
Der Vorstand
| Schmitz | Krebber |
| in Mio. € | Apr - Jun 2018 | Apr - Jun 20171 | Jan - Jun 2018 | Jan - Jun 20171 | |
| Umsatzerlöse (inklusive Erdgas-/Stromsteuer) | 2.805 | 3.154 | 6.827 | 7.473 | |
| Erdgas-/Stromsteuer | - 34 | - 31 | - 69 | - 66 | |
| Umsatzerlöse2 | 2.771 | 3.123 | 6.758 | 7.407 | |
| Materialaufwand | - 2.328 | - 2.286 | - 5.138 | - 5.266 | |
| Personalaufwand | - 503 | - 464 | - 974 | - 936 | |
| Abschreibungen | - 229 | - 537 | - 440 | - 796 | |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 65 | 1.649 | - 16 | 1.693 | |
| Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Beteiligungen | 54 | 38 | 102 | 63 | |
| Übriges Beteiligungsergebnis | - 42 | - 3 | - 40 | 6 | |
| Finanzerträge | 56 | 611 | 232 | 852 | |
| Finanzaufwendungen | - 132 | - 339 | - 416 | - 669 | |
| Ergebnis fortgeführter Aktivitäten vor Steuern | - 288 | 1.792 | 68 | 2.354 | |
| Ertragsteuern | - 25 | - 269 | - 86 | - 331 | |
| Ergebnis fortgeführter Aktivitäten | - 313 | 1.523 | - 18 | 2.023 | |
| Ergebnis nicht fortgeführter Aktivitäten | - 112 | 153 | 539 | 937 | |
| Ergebnis | - 425 | 1.676 | 521 | 2.960 | |
| Davon: Ergebnisanteile anderer Gesellschafter | 18 | - 57 | 329 | 267 | |
| Davon: Ergebnisanteile der Hybridkapitalgeber der RWE AG | 15 | 10 | 30 | 24 | |
| Davon: Nettoergebnis/Ergebnisanteile der Aktionäre der RWE AG | - 458 | 1.723 | 162 | 2.669 | |
| Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Stamm- und Vorzugsaktie in € | - 0,75 | 2,80 | 0,26 | 4,34 | |
| Davon: aus fortgeführten Aktivitäten in € | - 0,54 | 2,67 | - 0,15 | 3,41 | |
| Davon: aus nicht fortgeführten Aktivitäten in € | - 0,21 | 0,13 | 0,41 | 0,93 | |
1
Angepasste Vorjahreswerte
2
Eine Darstellung der Umsatzerlöse nach Produkten und Segmenten finden Sie auf Seite
14 im Konzernzwischenlagebericht.
| Beträge nach Steuern - in Mio. € | Apr - Jun 2018 | Apr - Jun 2017 | Jan - Jun 2018 | Jan - Jun 2017 | |
| Ergebnis | - 425 | 1.676 | 521 | 2.960 | |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen | - 244 | 273 | - 430 | 805 | |
| Anteilig erfasste Erträge und Aufwendungen at-Equity-bilanzierter Beteiligungen | 23 | - 17 | 23 | - 17 | |
| Marktbewertung von Eigenkapitalinstrumenten | 13 | - 14 | |||
| Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen, die nicht erfolgswirksam umzugliedern sind | - 208 | 256 | - 421 | 788 | |
| Unterschied aus der Währungsumrechnung | - 170 | 71 | - 69 | 91 | |
| Marktbewertung von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten | 3 | 22 | |||
| Marktbewertung von Fremdkapitalinstrumenten | - 8 | - 13 | |||
| Marktbewertung von Finanzinstrumenten in Sicherungsbeziehung | 812 | 53 | 1.878 | - 447 | |
| Anteilig erfasste Erträge und Aufwendungen at-Equity-bilanzierter Beteiligungen | - 3 | 3 | - 3 | 3 | |
| Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen, die zukünftig erfolgswirksam umzugliedern sind | 631 | 130 | 1.793 | - 331 | |
| Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen (Other Comprehensive Income) | 423 | 386 | 1.372 | 457 | |
| Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen (Total Comprehensive Income) | - 2 | 2.062 | 1.893 | 3.417 | |
| Davon: auf Aktionäre der RWE AG entfallend | 13 | 2.037 | 1.577 | 2.994 | |
| Davon: auf Hybridkapitalgeber der RWE AG entfallend | 15 | 10 | 30 | 24 | |
| Davon: auf andere Gesellschafter entfallend | - 30 | 15 | 286 | 399 | |
| in Mio. € | 30.06.2018 | 31.12.2017 |
| Langfristiges Vermögen | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.121 | 12.383 |
| Sachanlagen | 11.988 | 24.9471 |
| At-Equity-bilanzierte Beteiligungen | 1.406 | 2.846 |
| Übrige Finanzanlagen | 365 | 1.109 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 1.677 | 1.782 |
| Latente Steuern | 851 | 2.627 |
| 18.408 | 45.694 | |
| Kurzfristiges Vermögen | ||
| Vorräte | 1.415 | 1.924 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.399 | 5.405 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 9.344 | 7.082 |
| Wertpapiere | 3.301 | 4.893 |
| Flüssige Mittel | 3.253 | 3.933 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 38.838 | 128 |
| 57.550 | 23.365 | |
| 75.958 | 69.059 |
| in Mio. € | 30.06.2018 | 31.12.2017 |
| Eigenkapital | ||
| Anteile der Aktionäre der RWE AG | 7.384 | 6.759 |
| Anteile der Hybridkapitalgeber der RWE AG | 910 | 940 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 4.176 | 4.292 |
| 12.470 | 11.991 | |
| Langfristige Schulden | ||
| Rückstellungen | 15.856 | 19.249 |
| Finanzverbindlichkeiten | 1.577 | 14.414 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 472 | 2.393 |
| Latente Steuern | 449 | 718 |
| 18.354 | 36.774 | |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Rückstellungen | 2.084 | 5.137 |
| Finanzverbindlichkeiten | 664 | 2.787 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.094 | 5.077 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 7.428 | 7.182 |
| Zur Veräußerung bestimmte Schulden | 32.864 | 111 |
| 45.134 | 20.294 | |
| 75.958 | 69.059 |
1
Angepasster Wert aufgrund der Zurechnung von Investment Property zu den Sachanlagen
| in Mio. € | Jan - Jun 2018 | Jan - Jun 20171 | |
| Ergebnis fortgeführter Aktivitäten | - 18 | 2.023 | |
| Abschreibungen/Zuschreibungen | 485 | 400 | |
| Veränderung der Rückstellungen | - 523 | - 530 | |
| Latente Steuern/zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen/Ergebnis aus dem Abgang von Anlagegegenständen und Wertpapieren | 126 | - 25 | |
| Veränderung des Nettoumlaufvermögens | 1.841 | - 174 | |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit fortgeführter Aktivitäten | 1.911 | 1.694 | |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit nicht fortgeführter Aktivitäten | - 112 | 20 | |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 1.799 | 1.714 | |
| Investitionen in Anlagegegenstände/Akquisitionen | - 390 | - 310 | |
| Einnahmen aus Anlagenabgängen/Desinvestitionen | 34 | 64 | |
| Veränderung der Wertpapiere und Geldanlagen | - 931 | 4.364 | |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit fortgeführter Aktivitäten2 | - 1.287 | 4.118 | |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit nicht fortgeführter Aktivitäten | - 616 | 182 | |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | - 1.903 | 4.300 | |
| Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit fortgeführter Aktivitäten | -957 | 230 | |
| Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit nicht fortgeführter Aktivitäten | 1.199 | 113 | |
| Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | 242 | 343 | |
| Zahlungswirksame Veränderung der flüssigen Mittel | 138 | 6.357 | |
| Einfluss von Wechselkurs- und sonstigen Wertänderungen auf die flüssigen Mittel | 23 | 8 | |
| Veränderung der flüssigen Mittel | 161 | 6.365 | |
| Flüssige Mittel zum Anfang des Berichtszeitraums | 3.958 | 4.576 | |
| Davon: als "zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte" ausgewiesen | 25 | ||
| Flüssige Mittel zum Anfang des Berichtszeitraums laut Konzernbilanz | 3.933 | 4.576 | |
| Flüssige Mittel zum Ende des Berichtszeitraums | 4.119 | 10.941 | |
| Davon: als "zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte" ausgewiesen | 866 | 37 | |
| Flüssige Mittel zum Ende des Berichtszeitraums laut Konzernbilanz | 3.253 | 10.904 | |
1
Angepasste Vorjahreswerte
2
Nach Erst-/Nachdotierung von Planvermögen in Höhe von 41 Mio. € (Vorjahreszeitraum:
18 Mio. €)
| in Mio. € | Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage der RWE AG | Gewinnrücklage und Bilanzgewinn | Accumulated Other Comprehensive Income | Anteile der Aktionäre der RWE AG | Anteile der Hybridkapitalgeber der RWE AG | Anteile anderer Gesellschafter |
| Stand: 01.01.2017 | 3.959 | - 652 | - 553 | 2.754 | 942 | 4.294 |
| Kapitalrückzahlung | - 41 | |||||
| Dividendenzahlungen | - 5 | - 5 | - 60 | - 457 | ||
| Ergebnis | 2.669 | 2.669 | 24 | 267 | ||
| Other Comprehensive Income | 676 | - 351 | 325 | 132 | ||
| Total Comprehensive Income | 3.345 | - 351 | 2.994 | 24 | 399 | |
| Übrige Veränderungen | 14 | 14 | 4 | - 33 | ||
| Stand: 30.06.2017 | 3.959 | 2.702 | - 904 | 5.757 | 910 | 4.162 |
| Stand: 31.12.2017 | 3.959 | 2.367 | 433 | 6.759 | 940 | 4.292 |
| Erstanwendung IFRS 9 | 47 | - 62 | - 15 | - 4 | ||
| Erstanwendung IFRS 15 | - 21 | - 21 | - 5 | |||
| Stand: 01.01.2018 | 3.959 | 2.393 | 371 | 6.723 | 940 | 4.283 |
| Kapitalrückzahlung | - 19 | |||||
| Dividendenzahlungen | - 922 | - 922 | - 60 | - 494 | ||
| Ergebnis | 162 | 162 | 30 | 329 | ||
| Other Comprehensive Income | - 390 | 1.805 | 1.415 | - 43 | ||
| Total Comprehensive Income | - 228 | 1.805 | 1.577 | 30 | 286 | |
| Übrige Veränderungen | 6 | 6 | 120 | |||
| Stand: 30.06.2018 | 3.959 | 1.249 | 2.176 | 7.384 | 910 | 4.176 |
| in Mio. € | Summe |
| Stand: 01.01.2017 | 7.990 |
| Kapitalrückzahlung | - 41 |
| Dividendenzahlungen | - 522 |
| Ergebnis | 2.960 |
| Other Comprehensive Income | 457 |
| Total Comprehensive Income | 3.417 |
| Übrige Veränderungen | - 15 |
| Stand: 30.06.2017 | 10.829 |
| Stand: 31.12.2017 | 11.991 |
| Erstanwendung IFRS 9 | - 19 |
| Erstanwendung IFRS 15 | - 26 |
| Stand: 01.01.2018 | 11.946 |
| Kapitalrückzahlung | - 19 |
| Dividendenzahlungen | - 1.476 |
| Ergebnis | 521 |
| Other Comprehensive Income | 1.372 |
| Total Comprehensive Income | 1.893 |
| Übrige Veränderungen | 126 |
| Stand: 30.06.2018 | 12.470 |
Die RWE AG mit Sitz in Essen, Deutschland, ist Mutterunternehmen des RWE-Konzerns
("RWE" oder "Konzern").
Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018 einschließlich weiterer Angaben im
Konzernzwischenlagebericht wurde nach den International Financial Reporting Standards
(IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Er ist am 10. August 2018
zur Veröffentlichung freigegeben worden.
Im Einklang mit IAS 34 wurde für die Darstellung des Konzernzwischenabschlusses zum
30. Juni 2018 ein gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 verkürzter
Berichtsumfang gewählt. Im Konzernzwischenabschluss werden - mit Ausnahme der nachfolgend
beschriebenen Änderungen und Neuregelungen - die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
angewendet wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017.
Für weitere Informationen verweisen wir auf den Konzerngeschäftsbericht 2017, der
die Basis für den vorliegenden Halbjahresfinanzbericht darstellt.
Für Entsorgungsrückstellungen auf dem Gebiet der Kernenergie wird ein Abzinsungsfaktor
von 0,6 % (31.12.2017: 0,6 %) und für bergbaubedingte Rückstellungen von 4,2 % (31.12.2017:
4,2 %) zugrunde gelegt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
werden in Deutschland mit 1,7 % und im Ausland mit 2,6 % abgezinst (31.12.2017: 2,0
% bzw. 2,3 %).
Der International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRS Interpretations Committee
(IFRS IC) haben neue IFRS und Änderungen bei bestehenden IFRS sowie eine neue Interpretation
verabschiedet, die für den RWE-Konzern ab dem Geschäftsjahr 2018 verpflichtend anzuwenden
sind:
IFRS 9 "Finanzinstrumente" (2014) ersetzt die bisherigen Regelungen des IAS 39 zu
Finanzinstrumenten. Der Standard beinhaltet geänderte Regelungen zu Bewertungskategorien
für finanzielle Vermögenswerte und enthält geringfügige Änderungen im Hinblick auf
die Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten. Darüber hinaus enthält er Regelungen
zu Wertminderungen, die erstmals auf erwartete Ausfälle abstellen. Die neuen Regelungen
zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) sollen dazu führen,
Risikomanagementaktivitäten besser im Konzernabschluss abzubilden. In Übereinstimmung
mit den Übergangsregelungen des IFRS 9 erfolgt keine Anpassung der Vorjahreszahlen.
Die Anwendung der neuen Klassifizierungs- und Bewertungsvorschriften und die Erfassung
der damit verbundenen Umstellungseffekte erfolgt durch Anpassung der Buchwerte der
finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Gewinnrücklagen zum 1.
Januar 2018.
IFRS 9 enthält geänderte Regelungen zur Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte.
Diese sehen vier verschiedene Bewertungskategorien vor:
| ― |
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Fremdkapitalinstrumente |
| ― |
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapitalinstrumente, deren Wertänderungen zukünftig erfolgswirksam umzugliedern sind |
| ― |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente |
| ― |
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente, deren Wertänderungen zukünftig nicht erfolgswirksam umzugliedern sind |
Darüber hinaus enthält IFRS 9 neue Regelungen zu Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte,
welche die Erfassung auf Basis erwarteter Ausfälle vorsehen.
Die nachfolgenden Tabellen fassen die Auswirkungen der neuen Klassifizierungs- und
Wertminderungsvorschriften für finanzielle Vermögenswerte auf die einzelnen Bilanzposten
sowie die jeweiligen Bewertungskategorien zum Umstellungszeitpunkt zusammen:
| Reklassifizierung nach IFRS 9 je Bilanzposten in Mio. € |
Bewertungskategorie nach IAS 39 | Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Buchwert nach IAS 39 | Zusätzliche Wertminderung nach IFRS 9 | Buchwert nach IFRS 9 |
| Übrige Finanzanlagen | Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapitalinstrumente | 73 | 73 | |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente | 77 | 77 | |||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | 959 | 959 | |||
| Finanzforderungen | Kredite und Forderungen | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Fremdkapitalinstrumente | 2.069 | 18 | 2.051 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | 35 | 35 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Kredite und Forderungen | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Fremdkapitalinstrumente | 5.405 | 8 | 5.397 |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | Kredite und Forderungen | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Fremdkapitalinstrumente | 244 | 1 | 243 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | 2.807 | 2.807 | ||
| Wertpapiere | Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Fremdkapitalinstrumente | 11 | 11 | |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapitalinstrumente | 1.306 | 18 | 1.3061 | ||
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente | 796 | 796 | |||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | 2.780 | 2.780 | |||
| Flüssige Mittel | Kredite und Forderungen | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Fremdkapitalinstrumente | 3.933 | 3.933 | |
| 20.495 | 45 | 20.4681 |
Ein Teil unserer Wertpapiere wurde aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 aus der Bewertungskategorie
"Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" in die Kategorie "Zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertete Fremdkapitalinstrumente" reklassifiziert. Wären diese
Finanzinstrumente nicht reklassifiziert worden, hätten sich im ersten Halbjahr 2018
keine Gewinne oder Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert ergeben.
Der Buchwert zum 30. Juni 2018 entspricht dem beizulegenden Zeitwert der Finanzinstrumente
in Höhe von 5 Mio. €.
Über die genannten Auswirkungen hinaus wurden aktive latente Steuern in Höhe von 7
Mio. € erfasst.
| Bewertungskategorie nach IAS 39 in Mio. € |
Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Buchwert nach IAS 39 | Zusätzliche Wertminderung nach IFRS 9 | Buchwert nach IFRS 9 |
| Kredite und Forderungen | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Fremdkapitalinstrumente | 11.651 | 27 | 11.624 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | 35 | 35 | ||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Fremdkapitalinstrumente | 11 | 11 | |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapitalinstrumente | 1.379 | 18 | 1.379 | |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente | 873 | 873 | ||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | 3.739 | 3.739 | ||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | 2.807 | 2.807 | |
| 20.495 | 45 | 20.468 |
In der nachfolgenden Tabelle ist die Überleitung vom Schlusssaldo der Wertberichtigungen
nach IAS 39 auf den Eröffnungsbilanzsaldo der Wertberichtigungen nach IFRS 9 dargestellt:
| Überleitung der Risikovorsorge nach IFRS 9 in Mio. € |
Risikovorsorge nach IAS 39 | Zusätzliche Risikovorsorge nach IFRS 9 | Risikovorsorge nach IFRS 9 |
| Übrige Finanzanlagen | 179 | 179 | |
| Finanzforderungen | 241 | 18 | 259 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 397 | 8 | 405 |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 2 | 1 | 3 |
| Wertpapiere | 18 | 18 | |
| 819 | 45 | 864 |
Neben den neuen Vorschriften zur Bilanzierung finanzieller Vermögenswerte umfasst
IFRS 9 geringfügige Änderungen im Hinblick auf die Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten.
Für den RWE-Konzern ergeben sich aus diesen Änderungen keine Auswirkungen.
Ferner enthält IFRS 9 neue Regelungen zur Sicherungsbilanzierung, die dazu führen
sollen, Risikomanagementaktivitäten besser im Konzernabschluss abzubilden. Dazu erweitert
IFRS 9 u. a. den Umfang der für das Hedge Accounting qualifizierenden Grundgeschäfte
und sieht einen neuen Ansatz zur Effektivitätsbeurteilung vor.
RWE führt bereits bestehende bilanzielle Sicherungsbeziehungen gemäß IFRS 9 fort.
Bei der Sicherungsbilanzierung für Fremdwährungsrisiken ergeben sich künftig Änderungen
zur Behandlung von Fremdwährungs-Basis-Spreads, was tendenziell zu einer höheren Ineffektivität
bestehender Sicherungsbeziehungen führt. Durch diese Umstellung ergeben sich keine
wesentlichen Auswirkungen auf den RWE-Konzern. Neue Sicherungsbeziehungen wurden zum
Umstellungszeitpunkt nicht designiert.
Die Fair-Value-Option für Eigenverbrauchsverträge sowie die Möglichkeit, die Zeitwertkomponente
von Optionen bei Sicherungsbeziehungen auszuschließen, werden im RWE-Konzern nicht
angewendet. Insgesamt haben die neuen Vorschriften zur Sicherungsbilanzierung keine
wesentlichen Auswirkungen auf den RWE-Konzernabschluss.
IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" (2014) einschließlich Änderungen an IFRS
15 "Zeitpunkt des Inkrafttretens von IFRS 15" (2015) und Klarstellungen zu IFRS 15
"Erlöse aus Verträgen mit Kunden" (2016) ersetzen seit dem 1. Januar 2018 sowohl die
Inhalte des IAS 18 "Umsatzerlöse" als auch des IAS 11 "Fertigungsaufträge" sowie der
korrespondierenden Interpretationen.
Der neue Standard unterscheidet nicht zwischen unterschiedlichen Auftrags- und Leistungsarten,
sondern stellt einheitliche Kriterien auf, wann für eine Leistungserbringung Umsatzerlöse
zeitpunkt- oder zeitraumbezogen zu realisieren sind. Umsatzerlöse sind dann zu erfassen,
wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über die vereinbarten Güter und Dienstleistungen
erlangt und Nutzen aus diesen ziehen kann.
RWE hat die modifiziert retrospektive Methode als Übergangsmethode für die Erstanwendung
zum 1. Januar 2018 angewendet. Eine Anpassung der Vorjahresvergleichszahlen ist nicht
erfolgt. Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 sind im Eigenkapital
erfasst, wodurch die Gewinnrücklagen um 21 Mio. € reduziert worden sind.
Die Erstanwendung von IFRS 15 hat folgende Auswirkungen auf das Eigenkapital zu Beginn
des Geschäftsjahres 2018 sowie auf die Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb der ersten
sechs Monate des Geschäftsjahres 2018:
| ― |
Zum 1. Januar 2018 hat RWE Vertragsverbindlichkeiten für im Voraus von Kunden erhaltene Grundgebühren in Höhe von 12 Mio. € erfasst. Zudem wurden nach IAS 18 aktivierte Aufwendungen für gratis ausgegebene Zugaben oder Waren in Höhe von 26 Mio. € aufgelöst. Darüber hinaus wurden in Höhe von 8 Mio. € Kosten der Vertragsanbahnung aktiviert. Ferner wurden aktive latente Steuern in Höhe von 2 Mio. € und passive latente Steuern in Höhe von 7 Mio. € erfasst. |
| ― |
Mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 hat RWE den Ausweis unrealisierter Marktwertänderungen von Commodity-Derivaten geändert. Seit dem 1. Januar 2018 werden sie nicht mehr als Umsatzerlöse oder Materialaufwendungen, sondern im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen. Die Umstellung führt zu einer Stabilisierung der Umsatzerlöse und hat keine Ergebniswirkung. Für das erste Halbjahr 2018 wurden für unrealisierte Marktwertänderungen von Commodity-Derivaten 225 Mio. € im sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst. |
Die nachfolgenden für den RWE-Konzern ab dem Geschäftsjahr 2018 anzuwendenden Änderungen
an Standards und neuen Interpretationen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf
den RWE-Konzernabschluss:
| ― |
Änderungen an IFRS 4 "Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge" (2016) |
| ― |
Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Standards, Zyklus 2014 - 2016 (2016) |
| ― |
Änderungen an IAS 40 "Übertragungen in den und aus dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien" (2016) |
| ― |
Änderungen an IFRS 2 "Einstufung und Bewertung anteilsbasierter Vergütungen" (2016) |
| ― |
IFRIC 22 "Fremdwährungstransaktionen und im Voraus erbrachte oder erhaltene Gegenleistungen" (2016) |
Der IASB hat weitere Standards verabschiedet, die in der Europäischen Union (EU) im
Geschäftsjahr 2018 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und deren erwartete Auswirkungen
bereits im Konzerngeschäftsbericht 2017 beschrieben wurden. Auf Basis des aktuellen
Stands der Implementierung ergeben sich folgende Aktualisierungen bzgl. der erwarteten
Auswirkungen:
Zum Übergangszeitpunkt werden die folgenden Wahlrechte und Ausnahmeregelungen in Anspruch
genommen:
| ― |
Verzicht auf eine erneute Beurteilung, ob bereits vor dem Erstanwendungszeitpunkt bestehende Verträge ein Leasingverhältnis gemäß IFRS 16 enthalten |
| ― |
Ansatz des Nutzungsrechts und Bewertung in Höhe der Leasingverbindlichkeit, angepasst um bereits erfasste aktivisch oder passivisch abgegrenzte Leasingzahlungen |
| ― |
Anpassung des Nutzungsrechts um den Betrag, der in der Bilanz zum 31. Dezember 2018 als Rückstellung für belastende Leasingverhältnisse ausgewiesen ist |
| ― |
Leasingverhältnisse, deren Laufzeit innerhalb der ersten zwölf Monate nach dem Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung endet, werden als kurzfristige Leasingverhältnisse behandelt |
| ― |
Bewertung des Nutzungsrechts zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung ohne Berücksichtigung anfänglicher direkter Kosten |
Neben den zuvor aufgeführten Übergangsvorschriften macht RWE von den Ausnahmeregelungen
Gebrauch, kurzfristige oder geringwertige Vermögenswerte betreffende Leasingverhältnisse
nicht als Nutzungsrechte in der Bilanz zu erfassen.
RWE geht unverändert von den bereits im Geschäftsbericht 2017 beschriebenen Auswirkungen
auf den Konzernabschluss aus.
In den Konzernabschluss einbezogen sind neben der RWE AG alle wesentlichen in- und
ausländischen Tochterunternehmen, die die RWE AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht.
Wesentliche assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert, wesentliche
gemeinsame Vereinbarungen nach der Equity-Methode oder als gemeinschaftliche Tätigkeit.
Die folgenden Übersichten stellen dar, welche Veränderungen sich bei der Anzahl der
vollkonsolidierten Unternehmen und der mittels der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen
und Gemeinschaftsunternehmen ergeben haben:
| Anzahl vollkonsolidierter Unternehmen | Inland | Ausland | Gesamt |
| Stand: 01.01.2018 | 142 | 199 | 341 |
| Erstkonsolidierungen | 5 | 41 | 46 |
| Entkonsolidierungen | - 2 | - 6 | - 8 |
| Verschmelzungen | - 3 | - 8 | - 11 |
| Stand: 30.06.2018 | 142 | 226 | 368 |
| Anzahl at-Equity-bilanzierter Beteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen | Inland | Ausland | Gesamt |
| Stand: 01.01.2018 | 72 | 18 | 90 |
| Sonstige Veränderungen | 1 | 1 | |
| Stand: 30.06.2018 | 73 | 18 | 91 |
Zudem werden sechs Gesellschaften als gemeinschaftliche Tätigkeiten abgebildet (31.12.2017:
sechs).
Mitte Dezember 2017 hat RWE Power die ungarische Gesellschaft Mátrai Erőmű Zrt. (Mátra)
an ein Konsortium verkauft. Die Transaktion wurde im März 2018 abgeschlossen. Mátra
war dem Segment "Braunkohle & Kernenergie" zugeordnet.
Zum 31. Dezember 2017 wurden die Vermögenswerte und Schulden dieser Gesellschaft als
"zur Veräußerung bestimmt" in der Bilanz ausgewiesen. Der Entkonsolidierungsverlust
beträgt 46 Mio. € und wurde im sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst.
Die RWE AG und die E.ON SE haben am 12. März 2018 vertraglich vereinbart, im Rahmen
eines weitreichenden Tauschs von Geschäftsteilen und Beteiligungen den durch RWE gehaltenen
Mehrheitsanteil von 76,8 % an innogy auf E.ON zu übertragen. Die langfristig auf E.ON
zu übertragenden Teile von innogy werden bis zu ihrem Verkauf als "nicht fortgeführte
Aktivitäten" ausgewiesen. Dies betrifft im Wesentlichen das Netz- und Vertriebsgeschäft,
das bisher dem Segment "innogy" zugeordnet war. Die Transaktion bewertet den von RWE
an innogy gehaltenen Anteil von 76,8 % inklusive der unterstellten Dividenden der
innogy SE für die Geschäftsjahre 2017 und 2018 von insgesamt 3,24 € je Aktie, die
RWE weiter zustehen, mit 40,00 € je Aktie. Das Transaktionsvolumen beträgt damit rund
17,1 Mrd. €. Der Aufsichtsrat der RWE AG hat der Veräußerung zugestimmt. Die Transaktion
steht unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Sie wird voraussichtlich im
Laufe des Jahres 2019 abgeschlossen.
Seit dem 30. Juni 2018 werden die zu übertragenden Teile von innogy als nicht fortgeführte
Aktivitäten bilanziert. Bei den bisher konzerninternen Lieferungen und Leistungen,
die nach der Entkonsolidierung der zu übertragenden Teile von innogy entweder mit
diesen oder mit Dritten fortgeführt werden, wurden die Eliminierungsbuchungen im Rahmen
der Aufwands- und Ertragskonsolidierung vollständig den nicht fortgeführten Aktivitäten
zugeordnet.
Nachfolgend sind wichtige Kennzahlen der Aktivitäten der zu übertragenden Teile von
innogy dargestellt:
| Eckdaten der nicht fortgeführten Aktivitäten in Mio. € |
30.06.2018 |
| Langfristige Vermögenswerte | 28.456 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 10.382 |
| Langfristige Schulden | 21.048 |
| Kurzfristige Schulden | 11.816 |
| Eckdaten der nicht fortgeführten Aktivitäten in Mio. € |
Jan - Jun 2018 | Jan - Jun 2017 |
| Umsatzerlöse1 | 19.110 | 19.909 |
| Sonstige Erträge2 | 717 | 476 |
| Aufwendungen3 | - 19.173 | - 19.068 |
| Ergebnis nicht fortgeführter Aktivitäten vor Steuern | 654 | 1.317 |
| Ertragsteuern | - 115 | - 380 |
| Ergebnis nicht fortgeführter Aktivitäten | 539 | 937 |
1
Inklusive Erträge mit fortgeführten Aktivitäten in Höhe von 1.425 Mio. € (Vorjahr:
974 Mio. €)
2
Inklusive Erträge mit fortgeführten Aktivitäten in Höhe von 124 Mio. € (Vorjahr: 237
Mio. €)
3
Inklusive Aufwendungen mit fortgeführten Aktivitäten in Höhe von 9.096 Mio. € (Vorjahr:
5.980 Mio. €)
Im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 15 wurden in Bezug auf regulatorische Gebühren,
insbesondere im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien, vereinzelte Sachverhalte identifiziert,
in denen sich den nicht fortgeführten Aktivitäten zuzuordnende Unternehmen nach IFRS
15, anders als nach IAS 18, als Agent qualifizieren. Dies führt im ersten Halbjahr
2018 zu einer Verringerung der Umsatzerlöse und des Materialaufwands innerhalb des
Ergebnisses nicht fortgeführter Aktivitäten in Höhe von 1,6 Mrd. €, da sich Leistungsprämien
des Übertragungsnetzbetreibers im Erneuerbare-Energien-Gesetz-Direktvermarktungsmodell
nicht mehr als Umsatzerlöse qualifizieren. Eine Ergebniswirkung resultiert daraus
nicht.
Die kumulativ im Eigenkapital direkt erfassten Erträge und Aufwendungen (Accumulated
Other Comprehensive Income) nicht fortgeführter Aktivitäten betragen - 846 Mio. €
(31.12.2017: - 730 Mio. €).
Vom Anteil der Aktionäre der RWE AG an der Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen
(Total Comprehensive Income) entfallen 1.578 Mio. € (Vorjahr: 2.861 Mio. €) auf fortgeführte
Aktivitäten und - 1 Mio. € (Vorjahr: 133 Mio. €) auf nicht fortgeführte Aktivitäten.
Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 wurde über aktienkursbasierte Vergütungssysteme
für Führungskräfte der RWE AG und nachgeordneter verbundener Unternehmen berichtet.
Im Rahmen des Long-Term Incentive Plan für Führungskräfte mit der Bezeichnung "Strategic
Performance Plan" (SPP) haben die RWE AG sowie die innogy SE für das Geschäftsjahr
2018 jeweils eine weitere Tranche begeben.
Die Hauptversammlung der RWE AG hat am 26. April 2018 beschlossen, eine Dividende
für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 1,50 € je dividendenberechtigte Stamm- und
Vorzugsaktie auszuschütten. Der Betrag setzt sich zusammen aus einer regulären Dividende
in Höhe von 0,50 € und einer Sonderdividende in Höhe von 1,00 € aus rückerstatteter
Kernbrennstoffsteuer. Im Vorjahr wurden 0,13 € je dividendenberechtigte Vorzugsaktie
und für Stammaktien keine Dividende ausgeschüttet. Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr
2017 betrug insgesamt 922 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €).
| Jan - Jun 2018 | Jan - Jun 2017 | ||
| Nettoergebnis/Ergebnisanteile der Aktionäre der RWE AG | Mio. € | 162 | 2.669 |
| Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien (gewichteter Durchschnitt) | Tsd. Stück | 614.745 | 614.745 |
| Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Stamm- und Vorzugsaktie | € | 0,26 | 4,34 |
| Davon: aus fortgeführten Aktivitäten | € | - 0,15 | 3,41 |
| Davon: aus nicht fortgeführten Aktivitäten | € | 0,41 | 0,93 |
Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen gelten im RWE-Konzern als nahestehende
Unternehmen. Die mit wesentlichen nahestehenden Unternehmen getätigten Geschäfte führten
im ersten Halbjahr 2018 zu Erträgen in Höhe von 1.425 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 1.864
Mio. €) und Aufwendungen in Höhe von 1.769 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 1.665 Mio. €).
Zum 30. Juni 2018 betrugen die Forderungen 424 Mio. € (31.12.2017: 392 Mio. €) und
die Verbindlichkeiten 142 Mio. € (31.12.2017: 176 Mio. €).
Alle Geschäfte sind zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen worden und unterscheiden
sich grundsätzlich nicht von den Liefer- und Leistungsbeziehungen mit anderen Unternehmen.
Die sonstigen Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften betrugen 1.169 Mio. € (31.12.2017:
1.426 Mio. €).
Darüber hinaus hat der RWE-Konzern keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden
Unternehmen oder Personen getätigt.
Finanzinstrumente lassen sich danach unterscheiden, ob sie originär oder derivativ
sind. Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen
die übrigen Finanzanlagen, die Forderungen, die kurzfristigen Wertpapiere und die
flüssigen Mittel. Die Finanzinstrumente sind in Abhängigkeit von ihrer Klassifizierung
mit den fortgeführten Anschaffungskosten oder dem beizulegenden Zeitwert angesetzt.
Auf der Passivseite bestehen die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen aus
mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten.
Die Bewertung von zum beizulegenden Zeitwert angesetzten Finanzinstrumenten erfolgt
anhand des veröffentlichten Börsenkurses, sofern die Finanzinstrumente an einem aktiven
Markt gehandelt werden. Der beizulegende Zeitwert nicht notierter Schuld- und Eigenkapitaltitel
wird grundsätzlich auf Basis diskontierter erwarteter Zahlungsströme unter Berücksichtigung
makroökonomischer Entwicklungen und Unternehmensplandaten ermittelt. Zur Diskontierung
werden aktuelle restlaufzeitkongruente Marktzinssätze herangezogen.
Derivative Finanzinstrumente werden - sofern sie in den Anwendungsbereich von IFRS
9 fallen - grundsätzlich mit ihren beizulegenden Zeitwerten am Bilanzstichtag bilanziert.
Börsengehandelte Produkte werden mit den veröffentlichten Schlusskursen der jeweiligen
Börsen bewertet. Nicht börsengehandelte Produkte werden anhand öffentlich zugänglicher
Broker-Quotierungen bewertet oder - falls nicht vorhanden - anhand allgemein anerkannter
Bewertungsmodelle. Dabei orientieren wir uns - soweit möglich - an Notierungen auf
aktiven Märkten. Sollten auch diese nicht vorliegen, fließen unternehmensspezifische
Planannahmen in die Bewertung ein. Diese umfassen sämtliche Marktfaktoren, die auch
andere Marktteilnehmer für die Preisfestsetzung berücksichtigen würden. Die Ermittlung
energiewirtschaftlicher und volkswirtschaftlicher Annahmen erfolgt in einem umfangreichen
Prozess und unter Einbeziehung interner und externer Experten.
Die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte
und finanzieller Verbindlichkeiten wird auf Basis der Nettorisikoposition pro Geschäftspartner
in Übereinstimmung mit IFRS 13.48 vorgenommen.
Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Anwendungsbereich
von IFRS 7 stimmen grundsätzlich mit ihren beizulegenden Zeitwerten überein. Abweichungen
gibt es lediglich bei den Finanzverbindlichkeiten. Deren Buchwert belief sich auf
2.241 Mio. € (31.12.2017: 17.201 Mio. €), der beizulegende Zeitwert auf 2.363 Mio.
€ (31.12.2017: 19.167 Mio. €).
Die folgende Übersicht stellt die Einordnung aller zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Finanzinstrumente in die durch IFRS 13 vorgegebene Fair-Value-Hierarchie dar. Die
einzelnen Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind gemäß IFRS 13 wie folgt definiert:
| ― |
Stufe 1: Bewertung mit (unverändert übernommenen) Preisen von identischen Finanzinstrumenten, die sich auf aktiven Märkten gebildet haben |
| ― |
Stufe 2: Bewertung auf Basis von Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um Preise der Stufe 1 handelt, die sich aber für das Finanzinstrument entweder direkt (d. h. als Preis) oder indirekt (d. h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen |
| ― |
Stufe 3: Bewertung mithilfe von Faktoren, die sich nicht auf beobachtbare Marktdaten stützen |
| Fair-Value-Hierarchie in Mio. € |
Summe 30.06.2018 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe 31.12.2017 | Stufe 1 |
| Übrige Finanzanlagen | 365 | 24 | 177 | 164 | 1.109 | 80 |
| Derivate (aktiv) | 7.778 | 7.744 | 34 | 4.263 | ||
| Davon: in Sicherungsbeziehungen | 2.277 | 2.277 | 1.456 | |||
| Wertpapiere | 3.297 | 1.811 | 1.486 | 4.893 | 3.168 | |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 3.893 | 1.887 | 1.214 | 792 | ||
| Derivate (passiv) | 7.125 | 7.123 | 2 | 4.257 | ||
| Davon: in Sicherungsbeziehungen | 1.130 | 1.130 | 643 | |||
| Zur Veräußerung bestimmte Schulden | 1.188 | 1.188 |
| Fair-Value-Hierarchie in Mio. € |
Stufe 2 | Stufe 3 |
| Übrige Finanzanlagen | 208 | 821 |
| Derivate (aktiv) | 4.230 | 33 |
| Davon: in Sicherungsbeziehungen | 1.456 | |
| Wertpapiere | 1.725 | |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | ||
| Derivate (passiv) | 4.253 | 4 |
| Davon: in Sicherungsbeziehungen | 643 | |
| Zur Veräußerung bestimmte Schulden |
Die folgende Darstellung zeigt die Entwicklung der nach Stufe 3 zum beizulegenden
Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente:
| Finanzinstrumente der Stufe 3: Entwicklung im Jahr 2018 | Stand: 01.01.2018 | Änderungen Konsolidierungskreis, Währungsanpassungen, Sonstiges | Veränderungen | Stand: 30.06.2018 | ||
| in Mio. € | Erfolgswirksam | Erfolgsneutral (OCI) | Zahlungswirksam | |||
| Übrige Finanzanlagen | 821 | - 739 | 9 | 7 | 66 | 164 |
| Finanzforderungen | 35 | - 35 | ||||
| Derivate (aktiv) | 33 | - 1 | 12 | - 10 | 34 | |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 792 | 792 | ||||
| Derivate (passiv) | 4 | - 1 | 2 | - 3 | 2 | |
| Finanzinstrumente der Stufe 3: Entwicklung im Jahr 2017 | Stand: 01.01.2017 | Änderungen Konsolidierungskreis, Währungsanpassungen, Sonstiges | Veränderungen | Stand: 30.06.2017 | ||
| in Mio. € | Erfolgswirksam | Erfolgsneutral (OCI) | Zahlungswirksam | |||
| Übrige Finanzanlagen | 789 | 10 | 9 | 38 | 846 | |
| Derivate (aktiv) | 37 | - 1 | - 6 | - 7 | 23 | |
| Derivate (passiv) | 10 | 2 | 12 | |||
Die erfolgswirksam erfassten Gewinne und Verluste von Finanzinstrumenten der Stufe
3 entfallen auf folgende Posten der Gewinn- und Verlustrechnung:
| Finanzinstrumente der Stufe 3: Erfolgswirksam erfasste Gewinne und Verluste in Mio. € |
Gesamt Jan - Jun 2018 | Davon: auf Finanzinstrumente entfallend, die am Bilanzstichtag noch gehalten wurden | Gesamt Jan - Jun 20171 | Davon: auf Finanzinstrumente entfallend, die am Bilanzstichtag noch gehalten wurden1 |
| Umsatzerlöse | 10 | 10 | ||
| Materialaufwand | -6 | -6 | ||
| Beteiligungsergebnis | -1 | -1 | ||
| Ergebnis nicht fortgeführter Aktivitäten | 10 | 10 | 9 | 7 |
| 19 | 19 | 3 | 1 |
Derivative Finanzinstrumente der Stufe 3 umfassen im Wesentlichen Energiebezugsverträge,
die Handelsperioden betreffen, für die es noch keine aktiven Märkte gibt. Ihre Bewertung
ist insbesondere von der Entwicklung der Gaspreise abhängig. Bei steigenden Gaspreisen
erhöht sich bei sonst gleichen Bedingungen der beizulegende Zeitwert, bei sinkenden
Gaspreisen verringert er sich. Eine Veränderung der Preisverhältnisse um +/- 10 %
würde zu einem Anstieg des Marktwerts um 5 Mio. € bzw. zu einem Rückgang um 5 Mio.
€ führen.
Ausführungen zu Ereignissen nach dem Bilanzstichtag enthält der Konzernzwischenlagebericht.
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus verkürzter Gewinn-
und Verlustrechnung, verkürzter Gesamtergebnisrechnung, verkürzter Bilanz, verkürzter
Kapitalflussrechnung, verkürzter Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten
erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der RWE Aktiengesellschaft,
Essen, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2018, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts
nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung
des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten
Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review
of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity"
(ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.
Essen, den 10. August 2018
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Michael Reuther | Ralph Welter |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
| 14. November 2018 | Zwischenmitteilung über die ersten drei Quartale 2018 |
| 14. März 2019 | Bericht über das Geschäftsjahr 2018 |
| 3. Mai 2019 | Hauptversammlung |
| 8. Mai 2019 | Dividendenzahlung |
| 15. Mai 2019 | Zwischenmitteilung über das erste Quartal 2019 |
| 14. August 2019 | Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2019 |
| 14. November 2019 | Zwischenmitteilung über die ersten drei Quartale 2019 |
Der vorliegende Zwischenbericht ist am 14. August 2018 veröffentlicht worden.
RWE Aktiengesellschaft
Altenessener Straße 35
45141 Essen
www.rwe.com