![]() RWE AktiengesellschaftEssenZwischenmitteilung über die ersten drei Quartale 2019Zwischenmitteilung über die ersten drei Quartale 2019Tauschgeschäft mit E.ON nach EU-Freigabe großenteils umgesetzt: RWE gibt innogy-Beteiligung
ab und übernimmt Erneuerbare-Energien-Geschäft von E.ON // EU-Kommission genehmigt
Fortführung des britischen Kapazitätsmarktes // Bereinigtes EBITDA in den ersten drei
Quartalen um 27% über Vorjahr // Neue Ergebnisprognose für 2019: Bereinigtes EBITDA
von 2,2 bis 2,5 Mrd.€ erwartet Auf einen Blickscroll
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Angepasster Wert, im Wesentlichen wegen Änderungen bei der Erfassung von Umsätzen
aus Derivatgeschäften Wesentliche EreignisseIm BerichtszeitraumTauschgeschäft großenteils umgesetzt: RWE gibt innogy-Beteiligung ab und erhält Erneuerbare-Aktivitäten von E.ONIm September 2019 konnten RWE und E.ON ihr im Vorjahr vereinbartes Tauschgeschäft
zum großen Teil abschließen. Voraussetzung dafür war die finale Freigabe durch die
EU-Kommission, die am 17. September erteilt wurde. Einen Tag später ist die von RWE
gehaltene 76,8%-Beteiligung an innogy auf E.ON übertragen worden. Zeitgleich hat E.ON
eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen vorgenommen und die dadurch geschaffenen rund
440 Mio. Aktien an RWE ausgegeben. Dadurch waren wir zunächst mit 16,7% an E.ON beteiligt,
haben diesen Anteil aber bis Anfang Oktober durch Aktienverkäufe auf 15,0% reduziert.
Mit der Übertragung des Erneuerbare-Energien-Geschäfts von E.ON auf RWE konnte ein
weiterer Teil des Tauschgeschäfts vollzogen werden. Diese Aktivitäten sind mit Ablauf
des 30. Septembers transferiert worden. Zeitgleich haben wir die Minderheitsanteile
der E.ON-Tochter PreußenElektra an den RWE-Kernkraftwerken Gundremmingen (25%) und
Emsland (12,5%) übernommen. Darüber hinaus leisteten wir einen finanziellen Ausgleich
an E.ON in Höhe von 1,5 Mrd.€. Für den vollständigen Abschluss der Transaktion muss
E.ON noch Teile des innogy-Portfolios an uns zurückgeben. Dabei handelt es sich um
das Erneuerbare-Energien-Geschäft, die deutschen und tschechischen Gasspeicher sowie
eine 37,9%-Beteiligung am österreichischen Energieversorger Kelag. Der Rücktransfer
soll so früh wie möglich im kommenden Jahr erfolgen. Im Rahmen des Tauschgeschäfts war vereinbart worden, dass RWE von innogy die Mehrheitsbeteiligung
am tschechischen Gasnetzbetreiber innogy Grid Holding (IGH) erwirbt und später an
E.ON weitergibt. Die Übernahme des 50,04%-Pakets durch RWE fand Ende Februar 2019
statt. Allerdings hat das vom australischen Finanzdienstleister und Infrastrukturinvestor
Macquarie geführte Konsortium MIRA, das die restlichen Anteile an IGH hält, ein Vorkaufsrecht
geltend gemacht. Dementsprechend haben wir die IGH-Anteile an MIRA und nicht an E.ON
weiterverkauft. Diese Transaktion wurde zum 30. September abgeschlossen. Der Verkaufspreis
betrug rund 1,8 Mrd.€ und entsprach damit den Konditionen, zu denen wir die Beteiligung
von innogy erworben hatten. Ebenfalls im Zuge des Tauschgeschäfts hat RWE Ende August den 49%-Anteil von innogy
am slowakischen Energieversorger VSE mit Sitz in Kosice übernommen. Die Beteiligung
soll im kommenden Jahr zu gleichen Konditionen an E.ON weitergegeben werden. Der dann
fällige Kaufpreis ist bereits im September 2019 bei der Abwicklung der Zahlungsansprüche
aus dem Tauschgeschäft berücksichtigt worden. VSE wird als "nicht fortgeführte Aktivität"
weiterhin in unsere Konzernzahlen einbezogen. Mit der Übernahme unserer Mehrheitsbeteiligung an innogy hat E.ON ein Darlehen vorzeitig
abgelöst, das wir unserer damaligen Tochter im Vorfeld des Börsengangs vom Oktober
2016 gewährt hatten. Es belief sich auf 700 Mio.€ und wäre im Oktober 2020 fällig
geworden. Den Tilgungsbetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen haben wir bereits erhalten.
Er ist ebenfalls mit anderen Zahlungsansprüchen aus dem Tauschgeschäft verrechnet
worden. Über den Einfluss der beschriebenen Transaktionsschritte auf unsere Finanz-, Vermögens-
und Ertragslage informieren wir auf Seite 7 ff. Durch die Übernahme des Erneuerbare-Energien-Geschäfts
von E.ON verändert sich zudem die Struktur unserer Finanzberichterstattung. Näheres
dazu finden Sie auf Seite 5 f. RWE gibt neue strategische Ausrichtung bekannt - Ziel: Klimaneutralität bis 2040Am 30. September hat der Vorstand der RWE AG die Öffentlichkeit über die künftige
strategische Ausrichtung des Konzerns informiert. Eine Leitlinie unseres unternehmerischen
Handelns wird die Reduktion der Emission von Treibhausgasen sein. Von 2012 bis 2018
hat RWE den jährlichen CO2-Ausstoß bereits um ein Drittel gesenkt. Bis 2030 ist eine Verringerung um rund 70%
gegenüber 2012 vorgesehen. Eine zentrale Rolle spielt dabei der schrittweise Ausstieg
aus der Kohleverstromung. Beispielsweise nehmen wir Ende März 2020 unser letztes britisches
Steinkohlekraftwerk Aberthaw vorzeitig vom Netz. In Deutschland wird der Ausstiegspfad
durch die Empfehlungen der Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung"
bestimmt, zu deren Umsetzung sich die Bundesregierung bekannt hat. In den Niederlanden,
wo voraussichtlich ab 2030 keine Kohle mehr verstromt werden darf, rüsten wir die
betroffenen Anlagen Amer 9 und Eemshaven auf die zunehmende Nutzung von Biomasse um.
Bis 2040 wollen wir die Stromproduktion des RWE-Konzerns so weit umgestellt haben,
dass der Anspruch der Klimaneutralität erfüllt wird. Dabei setzen wir auf die verstärkte
Nutzung erneuerbarer Energien. Durch das Tauschgeschäft mit E.ON haben wir hier bereits
eine führende Position erreicht, die wir ausbauen wollen. Wir haben uns vorgenommen,
pro Jahr 1,5 Mrd.€ aus unserem operativen Cash Flow in erneuerbare Energien zu investieren.
Durch Fremdfinanzierungen und Einnahmen aus dem Verkauf von Projektbeteiligungen können
sich die Ausgaben auf 2 bis 3 Mrd.€ erhöhen. Darüber hinaus setzen wir auf eine verstärkte
Nutzung von Speichertechnologien und den Einsatz von CO2-frei produziertem Wasserstoff für die klimaneutrale Stromerzeugung. Die Weiterentwicklung
unserer Strategie spiegelt sich auch im Markenauftritt wider. Mit unserer neuen gemeinsamen
Leitlinie "Our energy for a sustainable life" bringen wir zum Ausdruck, dass der RWE-Konzern
mit seinen rund 20.000 Mitarbeitern entschlossen auf eine nachhaltige Energieversorgung
hinarbeitet. Großprojekt in der britischen Nordsee: innogy sichert sich Förderung für Windpark SofiaMitte September hat innogy vom britischen Ministerium für Wirtschaft, Energie und
Industriestrategie den Förderzuschlag für das Offshore-Windkraft-Projekt Sofia erhalten.
Die Entscheidung fiel per Auktionsverfahren. Im Rahmen des Projekts sollen in der
britischen Nordsee Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 1,4 GW entstehen.
Das Investitionsvolumen wird auf 3 Mrd. £ veranschlagt (inklusive Netzanschluss).
Für die Stromerzeugung des Windparks garantiert der Staat eine Vergütung von 39,65
£/MWh. Der Betrag bezieht sich auf das Preisniveau von 2012 und wird noch um die Inflation
nach oben angepasst. Die Förderdauer beträgt 15 Jahre. Der Standort von Sofia knapp
200 Kilometer vor der englischen Küste im Gebiet Dogger Bank zeichnet sich durch sehr
gute Windbedingungen und moderate Wassertiefen aus. Für den Windpark liegen bereits
alle erforderlichen Genehmigungen vor. Im kommenden Jahr soll die finale Investitionsentscheidung
getroffen werden. Nach aktueller Planung könnten 2024/2025 die ersten Windkraftanlagen
den Betrieb aufnehmen. Im Jahr 2026 würde der Windpark dann mit voller Kapazität am
Netz sein. In Großbritannien werden die erneuerbaren Energien seit April 2015 über einen als
"Contract for Difference" (CfD) bezeichneten Mechanismus gefördert. Liegt der Preis,
den die Anlagenbetreiber am Großhandelsmarkt erzielen, unter einer garantierten Vergütung,
wird ihnen die Differenz erstattet. Liegt er darüber, müssen sie Zahlungen leisten.
Bei der Auswahl der zu fördernden Projekte wird folgendermaßen vorgegangen: Ist der
für eine bestimmte Erzeugungstechnologie vorgesehene Fördertopf groß genug, erhalten
alle Bewerber einen CfD-Vertrag. Reicht der jeweilige Topf nicht aus, wird im Bieterverfahren
entschieden, wer zum Zuge kommt. Die Auktion vom September war die dritte seit Einführung
des CfD-Fördersystems in Großbritannien. Braunkohleblock Neurath C in Sicherheitsbereitschaft überführtEnde September haben wir den 300-MW-Block C des Braunkohlekraftwerks Neurath vom Netz
genommen und in die sogenannte Sicherheitsbereitschaft überführt. Bei gravierenden
Engpässen in der Stromversorgung könnte der Block binnen zehn Tagen reaktiviert werden.
Seine Abschaltung war aus Klimaschutzgründen vorgeschrieben. Nach dem Strommarktgesetz
mussten von 2016 bis 2019 insgesamt acht Braunkohleblöcke mit einer Leistung von insgesamt
2,7 GW vom Markt genommen werden. Die Anlagen stehen noch jeweils vier Jahre nach
ihrer Abschaltung für die letzte Absicherung der Stromversorgung bereit. Danach sind
sie endgültig stillzulegen. RWE nimmt mit fünf 300-MW-Blöcken an der Braunkohle-Sicherheitsbereitschaft
teil: Ende September 2017 hatten wir bereits die Anlagen Frimmersdorf P und Q in die
Sicherheitsbereitschaft überführt. Ein Jahr später folgten Niederaußem E und F. Wesentliche Ereignisse, die im Zeitraum von Januar bis Juli 2019 eingetreten sind,
haben wir bereits im Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2019 auf den Seiten 5
bis 10 dargestellt. Nach Ablauf des BerichtszeitraumsKommission gibt grünes Licht für Wiederaufnahme des britischen KapazitätsmarktesDie EU-Kommission hat den britischen Kapazitätsmarkt nach eingehender Prüfung erneut
genehmigt. Das gab sie am 24. Oktober bekannt. Nach ihrer Auffassung stehen die Kapazitätsmarktregelungen
in Einklang mit den EU-Beihilfevorschriften. Zu diesem Ergebnis war die Kommission
bereits im Juli 2014 gelangt. Die damalige Prüfung war aber nach Auffassung des Gerichts
der Europäischen Union nicht umfassend genug gewesen. Die Richter haben die erste
Genehmigung daher im November 2018 für unwirksam erklärt. Der britische Kapazitätsmarkt
trat danach in eine Stillhaltephase ein, in der den teilnehmenden Stromerzeugern keine
Prämien mehr gezahlt wurden. RWE sind dadurch vertraglich zugesicherte Kapazitätsvergütungen
von rund 50 Mio.€ für 2018 und rund 180 Mio.€ für 2019 zunächst nicht gewährt worden.
Unmittelbar nach der erneuten Genehmigung durch die EU hat das britische Ministerium
für Wirtschaft, Energie und Industriestrategie seine Absicht bekräftigt, die Kapazitätszahlungen
wieder aufzunehmen und die Rückstände zu begleichen. Die Erstattungen werden wir voraussichtlich
Anfang 2020 erhalten. Ungeachtet dessen schlagen sie sich bereits im laufenden Geschäftsjahr
ergebniswirksam nieder. In unserer bisherigen Prognose für 2019 hatten wir Effekte
aus der Wiederaufnahme des Kapazitätsmarktes ausgeklammert, haben den Ausblick nun
aber angepasst (siehe Seite 16). Bundesregierung beschließt Klimaschutzgesetz und Klimaschutzprogramm 2030Die Bundesregierung hat Anfang Oktober ein Klimaschutzgesetz verabschiedet. Kurz zuvor
hatte sie die Eckpunkte für ein Klimaschutzprogramm 2030 beschlossen. Klimaschutzgesetz
und Klimaschutzprogramm 2030 sollen sicherstellen, dass die nationalen Emissionsminderungsziele
für 2030 erreicht werden. Mit dem Klimaschutzgesetz werden diese Ziele erstmals legislativ
verankert. Für alle Sektoren außer der Energiewirtschaft sind zudem jährliche Zwischenziele
vorgesehen. Das Klimaschutzprogramm 2030 beschreibt die Instrumente und Maßnahmen,
mit denen die Ziele erreicht werden sollen. Geplant ist u.a. die Einführung einer
CO2-Bepreisung in den Sektoren Verkehr und Wärme, die nicht vom europäischen Emissionshandel
erfasst werden. Dies soll ab 2021 zunächst auf nationaler Ebene geschehen. Perspektivisch
will sich die Bundesregierung für die Einführung eines europaweiten sektorübergreifenden
Emissionshandels mit einem moderaten Mindestpreis einsetzen. Den Mehrausgaben der
Verbraucher durch die CO2-Bepreisung bei Kraft- und Brennstoffen sollen Entlastungen an anderer Stelle gegenüberstehen,
beispielsweise durch eine höhere Pendlerpauschale und eine niedrigere Mehrwertsteuer
auf Bahnfahrkarten. Das Klimaschutzprogramm beinhaltet eine Vielzahl weiterer Maßnahmen
in den Sektoren Gebäude, Verkehr, Land- und Forstwirtschaft, Industrie und Energiewirtschaft.
Vorgesehen ist u.a. ein beschleunigter Ausbau der Offshore-Windkraft: Statt bisher
15 GW strebt die Bundesregierung nun eine Gesamtkapazität von 20 GW bis 2030 an. Die
Akzeptanz neuer Windräder will sie dadurch erhöhen, dass Kommunen künftig eine finanzielle
Beteiligung am Betrieb von Anlagen erhalten. Darüber hinaus plant sie die Abschaffung
des Förderdeckels für neue Photovoltaikanlagen: Dieser sah vor, dass bei Erreichen
einer Gesamtkapazität von 52 GW keine Einspeisevergütungen mehr für Neuanlagen gewährt
werden. Darüber hinaus bekennt sich die Bundesregierung zu den Vorschlägen der Kommission
"Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung", die im Januar 2019 ein Konzept für einen
schrittweisen Ausstieg aus der Kohle-verstromung bis 2038 vorgelegt hat. Nach den
Vorstellungen der Kommission sollen die Stilllegungen im Einvernehmen mit den Betreibern
erfolgen und diesen angemessene Entschädigungen gewährt werden (siehe Zwischenbericht
über das erste Halbjahr 2019, Seite 5 f.). Einstieg ins polnische Offshore-Windkraft-GeschäftRWE wird künftig auch in polnische Offshore-Windkraft-Vorhaben investieren. Wie im
Oktober bekanntgegeben wurde, haben wir von mehreren Privateigentümern und Entwicklern
eine Projekt-Pipeline mit einer Gesamtkapazität von über 1,5 GW erworben. Die insgesamt
vier Vorhaben sollen an der Sandbank von Stupsk in der Ostsee realisiert werden. In
Polen betreiben wir bereits mehrere Windkraftparks auf dem Festland mit einer Leistung
von insgesamt 385 MW. Anmerkungen zur BerichtsweiseAuswirkungen der Transaktion mit E.ON auf die Finanzberichterstattung 2019Wie auf Seite 1 dargestellt, haben wir zum 18. September unsere innogy-Beteiligung
(76,8%) an E.ON verkauft. Im Gegenzug erhielten wir das Erneuerbare-Energien-Geschäft
von E.ON und die von der E.ON-Tochter PreußenElektra gehaltenen Minderheitsbeteiligungen
an den RWE-Kernkraftwerken Gundremmingen (25%) und Emsland (12,5%). Diese Transaktionen
führen zu wesentlichen Veränderungen unserer Finanzberichterstattung. Geschäftsteile von innogy, die in der Gewinn- und Verlustrechnung als "nicht fortgeführte
Aktivitäten" und in der Bilanz als "zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte/Schulden"
erfasst waren, sind zum 18. September entkonsolidiert worden. Eine Ausnahme bildet
die 49 %-Beteiligung am slowakischen Energieversorger VSE, die erst im kommenden Jahr
auf E.ON übergehen soll und bis dahin von uns gehalten wird: Sie bleibt in den genannten
Positionen berücksichtigt. Auch die "fortgeführten innogy-Aktivitäten" sind weiterhin
Teil unserer Finanzberichterstattung, obwohl sie aus rechtlicher Sicht vorübergehend
zu E.ON gehören. Die genannten Aktivitäten tragen damit ohne Unterbrechung zum Ergebnis,
zum Cash Flow und zur Verschuldung des RWE-Konzerns bei. E.ON wird sie 2020 auf uns
zurückübertragen, sobald die rechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen sind. Das von E.ON erhaltene Erneuerbare-Energien-Geschäft stellen wir im neu gebildeten
Segment "Übernommene E.ON-Aktivitäten" dar. Abweichend vom Zeitpunkt der rechtlichen
Übertragung berücksichtigen wir es bereits seit dem 18. September in unseren Konzernzahlen.
Die Minderheitsbeteiligungen an den Kernkraftwerken Gundremmingen und Emsland erfassen
wir mit Wirkung zum 30. September 2019 im Segment "Braunkohle & Kernenergie". Neue Konzernstruktur mit fünf SegmentenIn der Finanzberichterstattung für 2019 untergliedern wir den RWE-Konzern nun in fünf
Segmente mit den folgenden Bezeichnungen: (1) Braunkohle & Kernenergie, (2) Europäische
Stromerzeugung, (3) Energiehandel, (4) Fortgeführte innogy-Aktivitäten und (5) Übernommene
E.ON-Aktivitäten. Die einzelnen Segmente setzen sich wie folgt zusammen:
Konzerngesellschaften mit segmentübergreifenden Aufgaben wie die Holding RWE AG weisen
wir unter "Sonstige, Konsolidierung" aus. Die Position enthält außerdem unseren 25,1%-Anteil
am deutschen Übertragungsnetzbetreiber Amprion, die neu hinzugekommene Finanzbeteiligung
an E.ON und Konsolidierungseffekte. Erstanwendung von IFRS 16: Höhere Nettoschulden, höhere AbschreibungenIn der Berichterstattung über das Geschäftsjahr 2019 wenden wir erstmals den neuen
Rechnungslegungsstandard IFRS 16 "Leasingverhältnisse" an. Demnach sind Leasingverhältnisse
grundsätzlich in der Bilanz zu erfassen, es sei denn, sie sind kurzfristig (bis zwölf
Monate) oder beziehen sich auf geringwertige Güter. Der Leasingnehmer hat für die
geleasten Vermögenswerte ein Nutzungsrecht zu aktivieren und eine entsprechende Verbindlichkeit
in Höhe des Barwertes der künftigen Leasingzahlungen zu passivieren. Nähere Erläuterungen
dazu finden Sie im Geschäftsbericht 2018 auf Seite 107. Die geänderte Vorgehensweise
führt zu einer Erhöhung der Bilanzsumme und der Nettoschulden. In der Gewinn- und
Verlustrechnung steigen die Abschreibungen und verschlechtert sich das Finanzergebnis;
diesen Effekten stehen etwa gleich große Entlastungen beim bereinigten EBITDA gegenüber,
so dass das Nettoergebnis nahezu unbeeinflusst bleibt. Auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen
haben wir verzichtet. Zukunftsbezogene AussagenDie vorliegende Zwischenmitteilung enthält Aussagen, die sich auf die künftige Entwicklung
des RWE-Konzerns und seiner Gesellschaften sowie der wirtschaftlichen und politischen
Rahmenbedingungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar. Wir haben sie
auf Basis aller Informationen getroffen, die uns zum Zeitpunkt der Erstellung dieses
Dokuments zur Verfügung standen. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffen
oder unvorhergesehene Risiken eintreten, können die tatsächlichen von den erwarteten
Entwicklungen abweichen. Für die Aussagen können wir daher keine Gewähr übernehmen. Geschäftsentwicklungscroll
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Außenumsatz 6% unter VorjahrIn den ersten drei Quartalen 2019 erzielte RWE einen Außenumsatz von 9.107 Mio.€ (ohne
Erdgas- und Stromsteuer). Das sind 6 % weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Der Rückgang ist in erster Linie den Gaserlösen zuzuordnen, die mit 601 Mio.€ nur
noch etwa halb so hoch waren wie 2018. Hier machte sich ein Sondereffekt bemerkbar:
Gasverkäufe von RWE Supply&Trading in Tschechien klassifizieren wir seit der Veräußerung
des dortigen Großabnehmers innogy als reine Handelserlöse, die lediglich mit der Marge
im Umsatz erfasst werden (Nettoausweis). Im Vorjahresumsatz waren sie dagegen noch
auf Bruttobasis enthalten. Mit unserem Hauptprodukt Strom erwirtschafteten wir Erlöse
von 7.460 Mio.€. Der Wert ist geringfügig höher als 2018. Umsatzsteigernd wirkte,
dass RWE Supply&Trading beim Verkauf unserer Erzeugung am Großhandelsmarkt und bei
der Belieferung von Industriekunden höhere Preise realisiert hat. Allerdings gab es
gegenläufige Mengeneffekte, weil wir wesentlich weniger Strom aus Braun- und Steinkohle
produziert haben. scroll
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Bereinigtes EBITDA 27% über VorjahrUnser bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA)
belief sich auf 1.442 Mio.€. Damit lagen wir um 303 Mio.€ bzw. 27% über dem Vergleichswert des Vorjahres. Den Ausschlag
dafür gab, dass wir im Handelsgeschäft außergewöhnlich erfolgreich waren. In den einzelnen
Segmenten zeigte sich folgende Ergebnisentwicklung:
Die Einbeziehung der E.ON-Aktivitäten und die bevorstehende Wiedereinsetzung des britischen
Kapazitätsmarktes haben zur Folge, dass das bereinigte EBITDA des Konzerns höher ausfällt,
als wir bislang kommuniziert haben. Beide Sachverhalte hatten wir bei der Aufstellung
unserer Prognose für 2019 ausgeklammert. Über unseren aktualisierten Ausblick für
2019, der diese Aspekte mitberücksichtigt, informieren wir auf Seite 16. scroll
Unser bereinigtes EBIT belief sich in den ersten drei Quartalen auf 624 Mio.€. Damit
lag es um 159 Mio.€ bzw. 34% über dem Vergleichswert für 2018. Vom bereinigten EBITDA
unterscheidet es sich durch die betrieblichen Abschreibungen, die im Berichtszeitraum
818 Mio.€ betrugen (Vorjahr: 674 Mio.€). scroll
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Geänderte Positionsbezeichnung (vorher: Ergebniseffekte aus Derivaten) Das neutrale Ergebnis, in dem wir bestimmte nicht operative oder aperiodische Effekte
erfassen, lag bei - 581 Mio.€ und damit deutlich unter dem Vorjahreswert (-249 Mio.€).
Seine Einzelpositionen entwickelten sich wie folgt:
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Unser Finanzergebnis betrug -297 Mio.€. Gegenüber 2018 hat es sich um 39 Mio.€ verschlechtert.
Im Einzelnen ergaben sich folgende Veränderungen:
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Aufgrund der genannten Entwicklungen weisen wir für unsere fortgeführten Aktivitäten
ein Ergebnis vor Steuern von -254 Mio.€ aus (Vorjahr: -42 Mio.€). Damit ging ein Steuerertrag
von 195 Mio.€ einher. Dieser Wert ist wesentlich höher, als bei der (theoretischen)
Normalsteuerquote zu erwarten gewesen wäre. Eine Rolle spielte dabei, dass wir unsere
steuerliche Risikovorsorge reduziert haben. Nach Steuern erzielten wir mit unseren
fortgeführten Aktivitäten ein Ergebnis von -59 Mio.€ (Vorjahr: -37 Mio.€). Das Ergebnis der nicht fortgeführten Aktivitäten, die das Netz- und Vertriebsgeschäft
von innogy und die Beteiligungen an IGH und VSE umfassen, betrug 9.791 Mio.€ (Vorjahr:
391 Mio.€). Der hohe Wert beruht darauf, dass wir diese Aktivitäten mit Ausnahme der
VSE-Beteiligung im Rahmen des Tauschgeschäfts mit E.ON veräußert haben und dabei einen
Entkonsolidierungserfolg von 8.258 Mio.€ erzielten. Die veräußerten Aktiva waren in
der Konzernbilanz mit historischen Buchwerten erfasst, während sich die Kaufpreise
an den zumeist deutlich höheren Marktwerten orientierten. Das Ergebnis aus dem laufenden
Geschäft der nicht fortgeführten Aktivitäten lag bei 1.533 Mio.€. Gegenüber 2018 (391
Mio.€) hat es sich stark verbessert. Das ergibt sich zum großen Teil aus den IFRS-Rechnungslegungsvorschriften:
Danach durften wir bei den nicht fortgeführten Aktivitäten seit Beginn ihres gesonderten
Ausweises zum 30. Juni 2018 keine Abschreibungen mehr berücksichtigen. Im Vorjahresergebnis
waren dagegen noch Abschreibungen enthalten. Die Ergebnisanteile anderer Gesellschafter sind um 252 Mio.€ auf 626 Mio.€ gestiegen.
Wie oben erläutert, lag das Ergebnis aus dem laufenden Geschäft der nicht fortgeführten
Aktivitäten deutlich über Vorjahr. Dementsprechend höher fielen die Ergebnisanteile
aus, die den Minderheitsaktionären von innogy zuzurechnen waren. Die Ergebnisanteile der Hybridkapitalgeber von RWE beliefen sich auf 15 Mio.€ (Vorjahr:
45 Mio.€). Der Betrag entspricht den Finanzierungskosten für unsere Hybridanleihe
über 750 Mio. £, die wir zum 20. März 2019 abgelöst haben (siehe Zwischenmitteilung
über das erste Quartal 2019, Seite 4). Diese Anleihe hatte keine vorab festgelegte
Laufzeitbegrenzung. Daher waren die Mittel, die wir durch sie vereinnahmt haben, gemäß
IFRS als Eigenkapital zu klassifizieren. Das übrige Hybridkapital von RWE wird den
Schulden zugerechnet; seine Verzinsung erfassen wir im Finanzergebnis. Das Nettoergebnis des RWE-Konzerns betrug 9.091 Mio.€ (Vorjahr: -65 Mio.€). Bei 614,7
Mio. ausstehenden RWE-Aktien entspricht das einem Ergebnis je Aktie von 14,79€ (Vorjahr:
-0,11€). scroll
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Ungewöhnlich hohe Finanzanlageinvestitionen wegen Tauschgeschäft mit E.ONUnsere Investitionen fielen mit 8.909 Mio.€ außerordentlich hoch aus (Vorjahr: 863
Mio.€). Ausschlaggebend dafür war das Tauschgeschäft mit E.ON. Unsere Finanzanlageinvestitionen
erreichten dadurch ein Volumen von 7.711 Mio.€ (Vorjahr: 176 Mio.€). Davon entfielen
4,0 Mrd.€ auf den Erwerb der 16,7%-Beteiligung an unserem Tauschpartner E.ON und 3,6
Mrd.€ auf die Übernahme seines Erneuerbare-Energien-Geschäfts. Für Sachanlagen setzten
wir 1.198 Mio.€ ein und damit wesentlich mehr als 2018 (687 Mio.€). Das ist u.a. auf
den Bau des britischen Offshore-Windparks Triton Knoll und des australischen Solarkraftwerks
Limondale zurückzuführen. Nähere Informationen über die beiden Großprojekte finden
Sie im Geschäftsbericht 2018 auf Seite 38. Zusätzliche Ausgaben fielen für die Instandhaltung
von Kraftwerken an. Außerdem machte sich die Erstanwendung von IFRS 16 bemerkbar:
Sie hatte zur Folge, dass Nutzungsrechte für geleaste Vermögenswerte aktiviert wurden. scroll
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Sämtliche Positionen beziehen sich ausschließlich auf die fortgeführten Aktivitäten. Operativer Cash Flow: Hohe Belastungen aus der Realisierung von Commodity-TermingeschäftenAus der laufenden Geschäftstätigkeit unserer fortgeführten Aktivitäten resultierte
ein negativer Cash Flow von -1.452 Mio.€ (Vorjahr: 3.713 Mio.€). Maßgeblich dafür
waren Vorgänge, die sich in der Veränderung des Nettoumlaufvermögens widerspiegelten.
Beispielsweise gab es im Berichtszeitraum erhebliche Mittelabflüsse aus der Realisierung
von Commodity-Termingeschäften, für die wir vor 2019 hohe Variation Margins vereinnahmt
hatten. Variation Margins sind Zahlungen, mit denen Transaktionspartner untereinander
Gewinn- oder Verlustpositionen ausgleichen, die durch die tägliche Neubewertung laufender
Kontrakte aufgedeckt werden. Ihr Einfluss auf den Cash Flow ist aber nur vorübergehender
Natur und kehrt sich spätestens dann um, wenn die Termingeschäfte fällig werden. Die Investitionstätigkeit unserer fortgeführten Aktivitäten erbrachte einen Cash Flow
von 1.692 Mio.€ (Vorjahr: -1.320 Mio.€). Ausschlaggebend dafür waren Einnahmen aus
Wertpapierverkäufen, während die bereits dargestellten Investitionen in Sach- und
Finanzanlagen gegenläufig wirkten. Das Tauschgeschäft mit E.ON führte per saldo zu
einem Mittelzufluss von 226 Mio.€. Hinzu kommen Einnahmen von 294 Mio.€ aus dem Verkauf
von E.ON-Aktien. Wie bereits erläutert, haben wir unsere Finanzbeteiligung an E.ON
kurz nach deren Erhalt von 16,7% auf 15,0% gesenkt. Da die Aktienverkäufe erst Anfang
Oktober abgeschlossen wurden, weisen wir im vorliegenden Zwischenabschluss noch nicht
den vollen Veräußerungserlös aus. Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit fortgeführter Aktivitäten betrug 1.767
Mio.€ (Vorjahr: -1.369 Mio.€). Im Berichtszeitraum haben wir mehr Finanzschulden aufgenommen
als getilgt. Dadurch ergab sich ein Nettozufluss von 3.023 Mio.€. Gegenläufig wirkte
die Ablösung der nicht in den Finanzschulden erfassten Hybridanleihe über 750 Mio.£,
durch die umgerechnet 869 Mio.€ abgeflossen sind. Unsere Ausschüttungen an RWE-Aktionäre,
Hybrid kapitalgeber und Miteigentümer vollkonsolidierter RWE-Gesellschaften summierten
sich zu 556 Mio.€. Aufgrund der dargestellten Zahlungsströme aus der Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit
hat sich unser Liquiditätsbestand um 2.018 Mio.€ erhöht. Unser Free Cash Flow war stark vom Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit
geprägt. Mit -1.976 Mio.€ lag er weit unter dem hohen Vorjahreswert (2.912 Mio.€). scroll
Deutlicher Schuldenrückgang durch Entkonsolidierung des Netz- und Vertriebsgeschäfts von innogyUnsere Nettoschulden beliefen sich zum 30. September 2019 auf 10,3 Mrd.€. Verglichen
mit dem Stand zum Jahresende 2018 (19,3 Mrd.€) haben sie sich stark verringert. Eine
Schlüsselrolle spielt dabei das Tauschgeschäft mit E.ON. Die Nettoschulden der nicht fortgeführten Aktivitäten sanken um 14,7 Mrd.€ auf 0,3
Mrd.€. Grund war die Entkonsolidierung des an E.ON abgegebenen Netz- und Vertriebsgeschäfts
von innogy und der 50,04 %-Beteiligung am tschechischen Gasnetzbetreiber IGH, die
wir ans MIRA-Konsortium veräußert haben. Der verbliebene Wert ist unserer Beteiligung
am slowakischen Energieversorger VSE zuzuordnen, die wir Ende August von innogy erworben
haben und im kommenden Jahr an E.ON weiterverkaufen wollen. Die Nettoschulden der fortgeführten Aktivitäten sind um 5,7 Mrd.€ auf 10,0 Mrd.€ gestiegen.
Effekte aus dem Tauschgeschäft mit E.ON kamen dabei mit 3,1 Mrd.€ zum Tragen. Davon
entfallen 1,5 Mrd.€ auf die Nettoschulden, die wir mit dem Erneuerbare-Energien-Geschäft
von E.ON übernommen haben, 0,7 Mrd.€ auf zusätzliche Kernenergierückstellungen und
weitere 0,7 Mrd.€ auf die Zahlung des Kaufpreises für VSE an innogy. Der Schuldenanstieg
bei den fortgeführten Aktivitäten ist auch auf den negativen operativen Cash Flow
zurückzuführen. Die Erstanwendung von IFRS 16 schlug mit 0,4 Mrd.€ zu Buche. Marktbedingte
Absenkungen der Diskontierungssätze wirkten sich mit 0,7 Mrd.€ bei den Pensionsrückstellungen
und mit 0,9 Mrd.€ bei den Kernenergierückstellungen aus. Die Tilgung der Hybridanleihe
über 750 Mio.£ im März 2019 erhöhte unsere Verschuldung um 0,4 Mrd.€, weil Hybridkapital
bei der Berechnung der Nettoschulden zur Hälfte als Eigenkapital eingestuft wird.
Allerdings hat innogy zeitgleich ein Darlehen an uns zurückgezahlt, das etwa so hoch
war wie der Tilgungsbetrag. Dies geschah im Rahmen einer Vereinbarung, die unsere
frühere Tochter im Vorfeld ihres Börsengangs 2016 mit uns getroffen hatte (siehe Geschäftsbericht
2016, Seite 52). KonzernbilanzstrukturAktivascroll
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Bilanzstruktur: Stark erhöhte Eigenkapitalquote von 27,4%Das Tauschgeschäft mit E.ON hatte erhebliche Auswirkungen auf die Konzernbilanz. Es
war ausschlaggebend dafür, dass sich die Bilanzsumme gegenüber Ende 2018 um 21,6 Mrd.€
auf 58,5 Mrd.€ verringerte. Durch die Entkonsolidierung der an E.ON und das MIRA-Konsortium
verkauften Geschäftsteile von innogy sanken die "zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte"
von 40,5 auf 1,2 Mrd.€ und die "zur Veräußerung bestimmten Schulden" von 32,8 auf
0,5 Mrd.€. Die Erstkonsolidierung der übernommenen E.ON-Aktivitäten schlug sich dagegen
mit 10,7 Mrd.€ bilanzverlängernd nieder. Das Eigenkapital des RWE-Konzerns hat sich
um 1,8 Mrd.€ erhöht. Sein Anteil an der Bilanzsumme (Eigenkapitalquote) lag zum 30.
September 2019 bei 27,4% und damit 9,6 Prozentpunkte über dem Stand zum Jahresende
2018. Hauptgrund dafür ist das hohe Ergebnis aus der Entkonsolidierung des Netz- und
Vertriebsgeschäfts von innogy. Gegenläufig wirkt, dass wir nur noch in geringer Höhe
Anteile anderer Gesellschafter an innogy-Aktivitäten ausweisen. Auch unsere Ausschüttungen
und die Tilgung der Hybridanleihe über 750 Mio. £ minderten das Eigenkapital. Prognose 2019Neue Ergebnisprognose für 2019: Bereinigtes EBITDA wird nun auf 2,2 bis 2,5 Mrd.€ veranschlagtWegen der Fortschritte bei der Umsetzung des Tauschgeschäfts mit E.ON und der erwarteten
Nachzahlung von Kapazitätsmarktprämien in Großbritannien haben wir unsere Ergebnisprognose
für 2019 grundlegend überarbeitet. Im bisherigen Ausblick, der im Zwischenbericht
über das erste Halbjahr 2019 auf Seite 25 veröffentlicht worden ist, hatten wir die
beiden Sachverhalte bewusst ausgeklammert. Das zum 18. September hinzugekommene Segment
"Übernommene E.ON-Aktivitäten" wird bis Jahresende voraussichtlich 200 bis 300 Mio.€
zum bereinigten Konzern-EBITDA beisteuern. Der Erwerb der Minderheitsanteile an den
Kernkraftwerken Gundremmingen und Emsland schlägt sich ebenfalls positiv nieder, allerdings
ohne eine Anhebung der EBITDA-Prognose für Braunkohle & Kernenergie (300 bis 400 Mio.€)
erforderlich zu machen. Im Segment Europäische Stromerzeugung rechnen wir nun mit
einem bereinigten EBITDA von 450 bis 550 Mio.€ (bisher: 250 bis 350 Mio.€), weil die
nachträgliche Zahlung ausstehender Kapazitätsprämien bereits 2019 ergebniswirksam
ist, auch wenn uns die Mittel erst Anfang 2020 zufließen. Aufgrund der drei genannten
Effekte und wegen der weiterhin starken Handelsperformance bei RWE Supply&Trading
erwarten wir für den RWE-Konzern nun ein bereinigtes EBITDA von 2,2 bis 2,5 Mrd.€.
Bisher waren wir von 1,6 bis 1,9 Mrd.€ ausgegangen. scroll
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Siehe Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2019, Seite 25 Die betrieblichen Abschreibungen werden voraussichtlich eine Größenordnung von 1,1
Mrd.€ haben und damit etwas höher sein, als wir bisher erwartet haben. Für das bereinigte
EBIT ergibt sich damit ein Korridor von 1,1 bis 1,4 Mrd.€. Im August hatten wir noch
0,6 bis 0,9 Mrd.€ prognostiziert. Bei den Sachanlageinvestitionen erwarten wir unverändert einen deutlichen Anstieg
gegenüber 2018 (1,3 Mrd.€). Größere Ausgaben entfallen u.a. auf den Bau des britischen
Offshore-Windparks Triton Knoll und des australischen Solarkraftwerks Limondale. Auch
die Nettoschulden fortgeführter Aktivitäten werden wesentlich höher sein als im Vorjahr
(4,4 Mrd.€). RWE-Zahlen mit innogy als reiner Finanzbeteiligung: Ergebnisausblick auch hier nach oben angepasstFür das Geschäftsjahr 2019 veröffentlichen wir letztmalig auch Konzernzahlen, in denen
unsere frühere Tochtergesellschaft innogy - abweichend von den IFRS-Konsolidierungsvorgaben
- als reine Finanzbeteiligung dargestellt wird. Wie diese Zahlen ermittelt werden,
erläutern wir im Geschäftsbericht 2018 auf Seite 58. In der Gewinn- und Verlustrechnung
wird innogy dabei ausschließlich mit der RWE zustehenden Dividende berücksichtigt.
Die Übernahme des Erneuerbare-Energien-Geschäfts von E.ON bleibt bei dieser Art der
Darstellung außer Betracht. Das so ermittelte bereinigte EBITDA wird 2019 voraussichtlich
bei 1,8 bis 2,1 Mrd.€ liegen und damit über unserer bisherigen Prognose (1,4 bis 1,7
Mrd.€), vor allem wegen der erwarteten Nachzahlung von Kapazitätsprämien und der starken
Handelsperformance. Beim bereinigten Nettoergebnis erwarten wir nun einen Wert von
0,9 bis 1,2 Mrd.€ (bisher: 0,5 bis 0,8 Mrd.€). Konzernzwischenabschluss (verkürzt)Gewinn- und Verlustrechnungscroll
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Angepasste Werte: Wegen Änderungen bei der Erfassung von Umsatzerlösen und Materialaufwand,
die im Wesentlichen Derivatgeschäfte betrafen, haben sich in den ersten drei Quartalen
2018 diese beiden Positionen um jeweils 281 Mio.€ verringert. Gesamtergebnisrechnungscroll
BilanzAktivascroll
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Kapitalflussrechnungscroll
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Nach Erst-/Nachdotierung von Planvermögen in Höhe von 41 Mio.€ (Vorjahr: 41 Mio.€) Finanzkalender 2020scroll
Die vorliegende Zwischenmitteilung ist am 14. November 2019 veröffentlicht worden. RWE Aktiengesellschaft www.rwe.com |
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