RWE AktiengesellschaftEssenHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2023Erfreuliche Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr:
bereinigtes EBITDA des RWE-Konzerns auf 4,5 Mrd.€
gestiegen // Unerwartet hohe Erträge in den Segmenten
Wasser/Biomasse/Gas und Energiehandel // Ergebnisprognose
für das Gesamtjahr angehoben // RWE erwartet für
2023 bereinigtes EBITDA von 7,1 bis 7,7 Mrd.€ und
bereinigtes Nettoergebnis von 3,3 bis 3,8 Mrd.€
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1 Teilweise angepasste Vorjahreswerte; siehe
Erläuterung auf Seite 12 f.
RWE am KapitalmarktPerformance der RWE-Aktie und der
Indizes DAX und STOXX Europe 600 Utilities
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| Durchschnittliche Auslastung der RWE-Windparks Januar - Juni | Onshore | Offshore | ||
| in % | 2023 | 2022 | 2023 | 2022 |
| Deutschland | 21 | 22 | 24 | 36 |
| Großbritannien | 24 | 29 | 38 | 42 |
| Niederlande | 29 | 32 | - | - |
| Polen | 27 | 30 | - | - |
| Spanien | 22 | 24 | - | - |
| Italien | 23 | 27 | - | - |
| Schweden | 28 | 33 | 45 | 47 |
| USA | 33 | 38 | - | - |
Brennstoffpreise deutlich unter dem Rekordniveau von
2022. Bei konventionellen Kraftwerken hängen
Einsatzzeiten und Margen davon ab, wie sich die Marktpreise
für Strom, Brennstoffe und Emissionsrechte entwickeln.
Erdgas hat sich gegenüber 2022 stark verbilligt. Am
niederländischen Handelspunkt TTF (Title Transfer
Facility), dem kontinentaleuropäischen Leitmarkt,
lagen die Spotnotierungen in der ersten Jahreshälfte
2023 bei durchschnittlich 45€/MWh. Das ist nicht
einmal halb so viel wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres
(99€/MWh). Der deutliche Preisrückgang ist darauf
zurückzuführen, dass sich die Gasversorgungslage
trotz Fortdauer des Ukraine-Kriegs entspannt hat. Der milde
Winter 2022/2023, gestiegene LNG-Einfuhren,
konjunkturbedingte Verbrauchsrückgänge und
dementsprechend hohe Gasspeicherfüllstände gaben
dafür den Ausschlag. Die günstigere
Versorgungslage spiegelte sich auch im Gasterminhandel
wider. Der TTF-Forward für 2024 wurde im
Berichtszeitraum mit durchschnittlich 55€/MWh
abgerechnet. Zum Vergleich: Vor einem Jahr war der
TTF-Forward 2023 noch mit 70€/MWh gehandelt worden.
Die Preise für Kraftwerkssteinkohle (Kesselkohle)
haben ebenfalls stark nachgegeben. Lieferungen zu den
ARA-Häfen (ARA = Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)
wurden am Spotmarkt in der ersten Jahreshälfte 2023
inklusive Fracht und Versicherung mit durchschnittlich 137
US$/Tonne abgerechnet. Der Vorjahreswert war mehr als
doppelt so hoch gewesen (285 US$/Tonne). Die Marktlage hat
sich auch hier beruhigt, nachdem das vergangene Jahr
zunächst noch von großen Unsicherheiten
geprägt war. In Erwartung eines hohen Bedarfs an
Steinkohle - u.a. als Ersatz für Erdgas in der
Stromerzeugung - hatten sich viele Kraftwerksbetreiber mit
zusätzlichen Mengen eingedeckt und so die Preise nach
oben getrieben. Der milde Winter 2022/2023 und die gute
Gasversorgungslage hatten zur Folge, dass weniger Kohle als
geplant benötigt wurde und die Nachfrage abebbte.
Damit entspannte sich auch die Situation im Terminhandel.
In der ersten Jahreshälfte notierte der
Steinkohle-Forward 2024 (Index API 2) mit durchschnittlich
134 US$/Tonne. Das sind 54 US$ weniger, als im
Vorjahreszeitraum für den Forward 2023 bezahlt worden
war.
Weiterhin hohe Kosten für CO
2-Emissionsrechte. Ein wichtiger
Kostenfaktor für fossil befeuerte Kraftwerke ist die
Beschaffung von Emissionsrechten. Eine European Union
Allowance (EUA), die zum Ausstoß einer Tonne CO
2 berechtigt, wurde im ersten Halbjahr 2023 mit
durchschnittlich 94 € gehandelt, gegenüber 85
€ im Vorjahreszeitraum. Abgestellt wird hier auf
Terminkontrakte, die im Dezember des jeweiligen Folgejahres
fällig werden. Die Preisentwicklung war dadurch
geprägt, dass die EU ihr Treibhausgasminderungsziel
für 2030 erhöht hat und die am Markt
verfügbaren Emissionsrechte deshalb noch stärker
verknappen muss. Wie auf Seite 4 erläutert, trat im
Juni 2023 eine Richtlinie in Kraft, die entsprechende
Anpassungen des Emissionshandelssystems vorsieht.
Allerdings gab es auch Faktoren, die den Bedarf an
Emissionsrechten minderten und deshalb preisdämpfend
wirkten, allen voran die rückläufige
Industrieproduktion und eine niedrigere Auslastung von
Kohlekraftwerken.
Großbritannien hat nach dem Ausscheiden aus der EU
ein eigenes CO
2-Emissionshandels-system eingeführt. Seit
der ersten Auktion im Mai 2021 werden UK Allowances (UKAs)
am Sekundärmarkt gehandelt. Im Berichtszeitraum
notierten sie mit durchschnittlich 73 £. Der
vergleichbare Vorjahreswert hatte bei 84 £ gelegen.
Entspannung an den Brennstoffmärkten lässt
Strompreise sinken. Die Preise im Stromgroßhandel
spiegelten die Entwicklung an den Rohstoffmärkten
wider. Sie haben ebenfalls stark nachgegeben, liegen aber
weiter auf hohem Niveau. Im ersten Halbjahr 2023 wurde
Grundlaststrom am deutschen Spotmarkt mit durchschnittlich
104 €/MWh gehandelt. Der Vergleichswert für 2022
hatte bei 187€/MWh gelegen. In Großbritannien
sind die Notierungen von 177£/ MWh auf 107£/
MWh und in den Niederlanden von 203€/MWh auf
106€/MWh gesunken. Im Stromterminhandel zeigte sich
folgendes Bild: Der deutsche Grundlast-Forward 2024 kostete
durchschnittlich 151€/MWh. Zum Vergleich: Für den
Forward 2023 waren im Vorjahreszeitraum 185€/MWh
gezahlt worden. In Großbritannien verbilligte sich
der Ein-Jahres-Forward von 164£/MWh auf 139
£/MWh und in den Niederlanden von 167€/MWh auf
138€/MWh.
Der nordamerikanische Strommarkt ist geografisch in
mehrere Teilmärkte untergliedert, die von
unabhängigen Netzgesellschaften kontrolliert werden.
Unser derzeit wichtigstes Marktgebiet ist das vom Electric
Reliability Council of Texas (ERCOT) betriebene texanische
Verbundnetz, an das die meisten unserer US-Windparks
angeschlossen sind. Der Stromspotpreis lag dort im
Halbjahresdurchschnitt bei 32 US$/ MWh, gegenüber 54
US$/MWh im Vergleichszeitraum 2022. Der Ein-Jahres-Forward
ist von 51US$/MWh auf 42 US$/MWh gesunken. Eine Rolle
spielte dabei, dass Erdgas auch in den USA
preisgünstiger geworden ist. Dadurch verringerten sich
die Erzeugungskosten von Gaskraftwerken, die häufig
Preissetzer im nordamerikanischen Strommarkt sind.
RWE erwirbt Erneuerbare-Energien-Geschäft von Con
Edison. Am 1. März 2023 haben wir die Akquisition
von Con Edison Clean Energy Businesses abgeschlossen, einem
der führenden Erneuerbare-Energien-Unternehmen in den
USA. Bis zur Übernahme durch RWE gehörte die
Gesellschaft zum US-Konzern Con Edison. Ihre
Stromerzeugungskapazitäten belaufen sich auf 3,1 GW;
etwa 90 % davon sind Solaranlagen. Hinzu kommt eine
Entwicklungspipeline für mehr als 7 GW
Erzeugungsleistung. Mit dem Portfolio von Con Edison Clean
Energy Businesses sind wir nun eines der größten
Erneuerbare-Energien-Unternehmen in den USA.
Der Kaufpreis betrug 4,0 Mrd. US$. Inklusive
übernommener Nettoschulden ergibt sich ein
Unternehmenswert von 6,8 Mrd. US$. Finanziert haben wir die
Transaktion u.a. durch Ausgabe einer Pflichtwandelanleihe
an Qatar Holding, eine Tochter der Qatar Investment
Authority. Die Anleihe über 2.428 Mio.€ wurde am
10. Oktober 2022 emittiert und am 15. März 2023 in
67.621.169 neue RWE-Aktien gewandelt. Die Gesamtzahl
unserer Aktien beläuft sich nun auf 743.841.217
Stück. Der Anteil der Qatar Holding am erhöhten
Grundkapital der RWE AG entspricht 9,1 %. Die neuen Aktien
waren bereits dividendenberechtigt für das
Geschäftsjahr 2022.
Unmittelbar nach dem Abschluss des Erwerbs von Con
Edison Clean Energy Businesses haben wir unsere
amerikanischen Aktivitäten auf den Gebieten
Onshore-Windkraft, Solar und Batteriespeicher in der neuen
Gesellschaft RWE Clean Energy zusammengefasst. Das
Unternehmen mit rund 1.500 Beschäftigten betreibt
Erneuerbare-Energien-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 8
GW und verfügt über eine Entwicklungspipeline von
mehr als 24 GW.
RWE wird einer der führenden Solarentwickler in
Großbritannien. Anfang März haben wir den
Projektentwickler JBM Solar erworben und damit den
Grundstein für einen zügigen Ausbau der
Photovoltaik in Großbritannien gelegt. Der Kaufpreis
betrug 318Mio.£. Das in London ansässige
Unternehmen ist auf Solar- und Batteriespeichervorhaben
spezialisiert. Es verfügt über eine
Entwicklungspipeline von 6,1 GW. Davon entfallen 3,8 GW auf
Photovoltaikanlagen und 2,3 GW auf Batteriespeicher. Durch
die Transaktion gehören wir nun zu den drei
größten Solarentwicklern in
Großbritannien. Die meisten Vorhaben von JBM Solar
werden in Mittel- und Südengland realisiert. Wir
rechnen damit, die ersten Anlagen aus der Pipeline Ende
2024 in Betrieb nehmen zu können.
Förderzusage für ersten RWE-Offshore-Windpark
in Irland. Bei der Verwirklichung unseres ersten
Offshore-Windkraftvorhabens in Irland sind wir einen
großen Schritt vorangekommen. Im Rahmen einer Auktion
des Netzbetreibers EirGrid konnten wir uns für den
geplanten 824-MW-Windpark mit dem Namen Dublin Array einen
Fördervertrag sichern. Es handelt sich dabei - wie in
Großbritannien - um einen zweiseitigen Contract for
Difference. Den Anlagenbetreibern wird damit eine bestimmte
Vergütung für ihren Strom garantiert. Liegt der
Preis, den sie am Großhandelsmarkt erzielen, unter
dem garantierten Wert, wird ihnen die Differenz erstattet.
Liegt er darüber, müssen sie Zahlungen leisten.
Der gewichtete durchschnittliche Zuschlagswert aller in der
Auktion erfolgreichen Gebote betrug 86,05€/MWh. Der
Windpark Dublin Array soll rund 10 km vor der Küste
der Grafschaften Dublin und Wicklow entstehen. RWE
entwickelt ihn gemeinsam mit dem irischen Unternehmen
Saorgus Energy. Die Unternehmen halten jeweils die
Hälfte der Anteile. Sobald alle erforderlichen
Genehmigungen für das Projekt vorliegen, soll die
finale Investitionsentscheidung getroffen werden. Im Jahr
2028 könnte der Windpark dann mit allen Turbinen am
Netz sein.
Nordsee-Windpark Kaskasi eingeweiht. Im Beisein von
Wirtschaftsminister Robert Habeck haben wir Ende März
unseren neuen deutschen Offshore-Windpark Kaskasi
eingeweiht. Der 342-MW-Windpark liegt 35 km nördlich
der Insel Helgoland und ist seit Ende 2022 mit allen 38
Turbinen am Netz. Mit der Einweihung hat er den
Regelbetrieb aufgenommen. Vorausgegangen war eine
Testphase, in der Kaskasi bereits Strom produzierte.
Für den Windpark, der uns allein gehört, haben
wir rund 840 Mio.€ investiert. Drei Turbinen sind mit
recycelbaren Rotorblättern von Siemens Gamesa
ausgestattet worden, bei deren Herstellung ein neuartiger
Harz verwendet wurde. Dadurch lassen sich die verbauten
Materialien nach der Nutzung wieder voneinander trennen. Es
ist das erste Mal weltweit, dass diese besonders
umweltfreundlichen Rotorblätter zum Einsatz kommen.
RWE übernimmt Anteil von Northland Power an vier
Nordsee-Windkraftprojekten. Seit Ende Mai sind wir
Alleineigentümer von vier Offshore-Windkraftprojekten,
die nördlich der Insel Juist realisiert werden sollen.
Die Vorhaben waren bislang in einem Joint Venture mit dem
kanadischen Energieversorger Northland Power
gebündelt. Den Anteil unseres Partners in Höhe
von 49 % haben wir für 34 Mio.€ übernommen.
Die geplanten Nordsee-Windparks kommen zusammen auf eine
Erzeugungskapazität von 1.560 MW. Zwei Projekte mit
den Bezeichnungen N-3.8 und N-3.7 befinden sich in der
Genehmigungsphase. Hier sollen die Arbeiten auf See bereits
2025 beginnen. Bei planmäßigem Baufortschritt
werden die Anlagen mit einer Gesamtleistung von 660 MW
Anfang 2027 den kommerziellen Betrieb aufnehmen. Die beiden
anderen Projekte mit den Bezeichnungen N-3.5 und N-3.6 sind
nicht so weit fortgeschritten. Wir müssen uns bei
anstehenden Ausschreibungen noch die
Flächennutzungsgenehmigungen für sie sichern, was
allerdings wegen bestehender Eintrittsrechte allein in
unserem Ermessen liegt. Die Windparks mit einer Leistung
von zusammen 900 MW könnten dann im Jahr 2029
fertiggestellt werden.
Niederländisches Gaskraftwerk Magnum nun im
Eigentum von RWE. Mit Wirkung zum 31. Januar haben wir
von Vattenfall das niederländische Gaskraftwerk Magnum
übernommen. Die Anlage ist seit 2013 in Betrieb und
verfügt über eine Leistung von 1,4 GW. Sie
gehört zu den modernsten Kraftwerken der Niederlande.
Wir haben 430 Mio.€ dafür bezahlt. Im
Transaktionsvolumen eingeschlossen ist ein benachbarter
Solarpark mit einer Erzeugungsleistung von 5,6 MW. Magnum
befindet sich in unmittelbarer Nähe zu unserem
Kraftwerk Eemshaven, das wir mit Steinkohle und Biomasse
betreiben. Von der gemeinsamen Nutzung der Infrastruktur
vor Ort versprechen wir uns erhebliche Synergien. Unser
neues Gaskraftwerk zeichnet sich auch dadurch aus, dass wir
es nach einfachen technischen Umrüstungen bereits zu
30 % mit Wasserstoff betreiben können. Langfristig
lässt es sich sogar auf eine 100-prozentige Nutzung
von Wasserstoff umstellen. Magnum kann damit zum
Bestandteil der zukünftigen Wasserstoffinfrastruktur
werden, die wir in der Provinz Groningen mit Partnern aus
dem Energiesektor und der Industrie aufbauen wollen.
Netzstabilisierungsanlage in Biblis nimmt Betrieb
auf. Nach etwa zweijähriger Bauzeit ist im
März unser neues 300-MW-Gaskraftwerk im
südhessischen Biblis ans Netz gegangen. Es wird nicht
im freien Strommarkt, sondern ausschließlich auf
Anforderung des Netzbetreibers eingesetzt. Sein einziger
Zweck besteht darin, zur Stabilität der
Stromnetzfrequenz und damit zur Sicherheit der
Energieversorgung beizutragen.
Bislang größter Stromspeicher von RWE
fertiggestellt. Im kalifornischen Fresno County haben
wir zur Jahresmitte unseren bisher größten
Batteriespeicher ans Netz angeschlossen. Seine Leistung
beträgt 137 MW. Sie kann theoretisch vier Stunden lang
abgerufen werden, was einem Speichervolumen von 548 MWh
entspricht. Die Anlage ist Teil des Projekts Fifth
Standard, das auch einen Solarpark mit einer Leistung von
150 MW umfasst. Dieser steht kurz vor der Fertigstellung.
Er besteht aus knapp 370.000 Solarpaneelen, die sich
über eine Fläche von rund 1.600 Hektar
erstrecken. Dank sogenannter Solartracker können die
Module ihre Ausrichtung an den Lauf der Sonne anpassen. Das
erhöht den Energieertrag. Zugleich ermöglicht das
Speichersystem eine zeitlich optimierte Stromeinspeisung
ins örtliche Netz.
RWE bei britischer Kapazitätsmarktauktion
erfolgreich. Bei einer Auktion für den britischen
Kapazitätsmarkt, die im Februar 2023 stattfand und
sich auf den Vorhaltezeitraum vom 1. Oktober 2026 bis 30.
September 2027 bezog, konnten wir für alle
teilnehmenden RWE-Kraftwerke eine Prämienzahlung
sichern. Die Anlagen kommen zusammen auf eine gesicherte
Leistung von 6.638 MW. Es handelt sich nahezu
ausschließlich um Gaskraftwerke. Die im
Bieterverfahren ermittelte Kapazitätsprämie
beträgt 63£/kW (zzgl. Inflationsausgleich). Sie
wird uns dafür gewährt, dass unsere Anlagen im
oben genannten Zeitraum am Netz sind und zur
Stromversorgung beitragen.
RWE und Equinor vereinbaren strategische
Partnerschaft. Im Januar haben RWE und der norwegische
Energiekonzern Equinor eine strategische Partnerschaft
geschlossen, um gemeinsam den Hochlauf der
Wasserstoffwirtschaft und den Ausbau der erneuerbaren
Energien voranzutreiben. Mit Großprojekten wollen die
beiden Unternehmen Wasserstoff aus Norwegen für die
Dekarbonisierung der deutschen Energiewirtschaft nutzbar
machen. Geplant ist, dass Equinor im norwegischen
Heimatmarkt bis zum Jahr 2030 Kapazitäten in Höhe
von 2 GW zur Produktion von "blauem" Wasserstoff schafft.
"Blau" bedeutet, dass der Wasserstoff aus fossilem
Methangas gewonnen und das dabei entstehende CO
2 unterirdisch eingelagert wird. Der Wasserstoff
soll über eine Nordsee-Pipeline nach Deutschland
transportiert werden, wo er u.a. für die
Stromproduktion genutzt werden könnte. RWE und Equinor
erwägen zudem, in der Nähe der Nordsee-Pipeline
Offshore-Windkraftanlagen und Elektrolyseure zu bauen.
Damit könnte grüner Wasserstoff in die
Fernleitung eingespeist werden, der den blauen Wasserstoff
zunehmend ersetzen soll. Im Rahmen der Kooperation gibt es
auch Überlegungen zum Bau wasserstofffähiger
Gaskraftwerke an deutschen Standorten. Ebenfalls denkbar
sind reine Offshore-Windkraftprojekte in Norwegen und
Deutschland, bei denen es ausschließlich um die
Stromproduktion geht. Die Umsetzung der Großvorhaben
hängt maßgeblich davon ab, ob die erwähnte
Nordsee-Pipeline realisiert wird. Außerdem muss in
Deutschland ein geeigneter regulatorischer Rahmen für
Investitionen in neue Gaskraftwerke vorliegen und die
Wasserstoffinfrastruktur hinreichend entwickelt sein.
Kernkraftwerk Emsland beendet Leistungsbetrieb. Am
15. April ist unser letztes deutsches Kernkraftwerk vom
Netz gegangen. Der Block Emsland bei Lingen verfügte
über eine Nettoleistung von 1.336 MW und produzierte
seit 1988 sicher und CO
2-frei Strom. Er gehörte zu den drei
deutschen Kernkraftwerken, die 2023 noch am Netz waren.
Ursprünglich hätten die Anlagen bereits Ende
vergangenen Jahres im Zuge des deutschen
Kernenergieausstiegs den Leistungsbetrieb einstellen
müssen. Um die Energieversorgung im Winter 2022/2023
abzusichern, hatte die Bundesregierung ihr gesetzliches
Laufzeitende um dreieinhalb Monate auf Mitte April
verschoben.
Dividende von 0,90€ je Aktie gezahlt. Die
Hauptversammlung der RWE AG vom 4. Mai hat dem
Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat für
das zurückliegende Geschäftsjahr mit breiter
Mehrheit zugestimmt. Am 9. Mai schütteten wir einen
Betrag von 0,90€ je Aktie aus - genauso viel wie im
Vorjahr. Wegen der auf Seite 8 erläuterten
Kapitalerhöhung und der dementsprechend
größeren Aktienanzahl ist das
Ausschüttungsvolumen auf 669 Mio.€ gestiegen
(Vorjahr: 609 Mio.€).
RWE begibt zwei grüne Anleihen über insgesamt
1 Mrd.€. Um unseren Finanzierungsspielraum
für Wachstumsinvestitionen zu verbessern, haben wir im
Februar zwei grüne Anleihen mit einem Nominalvolumen
von jeweils 0,5 Mrd.€ begeben. Die Papiere haben eine
Laufzeit von sechs bzw. zwölf Jahren und einen Kupon
von 3,625 % bzw. 4,125 %. Insgesamt stehen damit nun sieben
grüne RWE-Anleihen mit einem Nominalvolumen von 4,85
Mrd.€ aus. Die Mittel, die wir durch ihre Begebung
vereinnahmt haben, sind zweckgebunden: Sie müssen in
Projekte fließen, die dem Umwelt- und Klimaschutz
dienen. Wir werden sie für Windkraft- und
Solarprojekte einsetzen.
RWE erhöht Kreditlinienvolumen auf 10
Mrd.€. Im Juli 2023 haben wir uns eine syndizierte
Kreditlinie über 5 Mrd.€ einräumen lassen,
um mehr Finanzspielraum für die Besicherung von
Commodity-Termingeschäften zu haben. Gewährt wird
sie uns von einem Konsortium aus 28 internationalen Banken.
Das angefragte Kreditvolumen von 5 Mrd.€ war deutlich
überzeichnet - ein Hinweis auf die hohe Bonität
und die guten Wachstumsperspektiven von RWE. Die neue
Kreditlinie ersetzt eine bestehende über 3 Mrd.€.
Ihre Laufzeit beträgt ein Jahr, wir haben allerdings
die Option, sie zweimal um jeweils sechs Monate zu
verlängern. Insgesamt stehen uns nun drei syndizierte
Kreditlinien mit einem Gesamtvolumen von 10 Mrd.€ zur
Verfügung: Neben der neu abgeschlossenen sind dies
Linien über 3 Mrd.€ bzw. 2 Mrd.€, die noch
bis April 2026 laufen. Die Konditionen aller drei
Kreditlinien sind auf unsere Initiative hin an
Nachhaltigkeitskriterien gekoppelt. Sie hängen u.a.
davon ab, wie sich die folgenden drei Kennzahlen
entwickeln: der Anteil der erneuerbaren Energien am
Erzeugungsportfolio von RWE, die CO
2-Intensität unserer Anlagen und der
Prozentsatz der Investitionen, die gemäß der
EU-Taxonomie-Verordnung als nachhaltig einzustufen sind.
Für alle drei Kriterien haben wir Ziele festgelegt.
Sollten wir diese nicht erreichen, müssten wir
höhere Zinsen und Bereitstellungsgebühren
entrichten. Die Mehrausgaben würden zur Hälfte
gemeinnützigen Organisationen zufließen.
Katja van Doren neue Personalvorständin der RWE
AG. Am 1. August 2023 hat Katja van Doren ihre neue
Aufgabe als Personalvorständin und Arbeitsdirektorin
der RWE AG übernommen. In ihrem Vorstandsressort
liegen auch die Verantwortlichkeiten für IT, interne
Revision und Sicherheit. Sie ist Nachfolgerin von Zvezdana
Seeger, deren Vorstandsvertrag auf eigenen Wunsch nicht
verlängert wurde. Katja van Doren hat
Betriebswirtschaftslehre studiert. Als
Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin war sie
zunächst für KPMG tätig, ehe sie 1999 ihre
Karriere bei RWE fortsetzte. Anfang 2018 wurde sie Mitglied
des Vorstands der RWE Generation, wo sie das Finanz- und
das Personalressort verantwortete.
Konzernstruktur mit fünf Segmenten. Bei der
Darstellung unseres Geschäftsverlaufs unterscheiden
wir fünf Segmente, von denen die ersten vier unser
Kerngeschäft bilden. Die Segmente lassen sich wie
folgt abgrenzen:
1. Offshore Wind: Hier erfassen wir unser
Geschäft mit der Windkraft auf See. Geführt wird
es von RWE Offshore Wind.
2. Onshore Wind/Solar: Zu diesem Segment zählen
unsere Aktivitäten auf dem Gebiet der Windkraft an
Land und der Solarenergie sowie Teile unseres
Batteriespeichergeschäfts. Je nach Kontinent liegt die
Zuständigkeit dafür bei RWE Renewables Europe
& Australia (vormals "RWE Renewables") oder der in
Amerika tätigen RWE Clean Energy.
3. Wasser/Biomasse/Gas: Hier ist die Stromerzeugung
mit Laufwasser-, Pumpspeicher-, Biomasse- und
Gaskraftwerken gebündelt. Außerdem enthält
das Segment die niederländischen Kraftwerke Amer 9 und
Eemshaven, in denen wir Steinkohle und Biomasse verstromen,
sowie einzelne Batteriespeicher. Die auf Projektmanagement
und Ingenieurdienstleistungen spezialisierte Gesellschaft
RWE Technology International und unsere 37,9 %-Beteiligung
am österreichischen Energieversorger KELAG weisen wir
ebenfalls hier aus. Übergeordnete
Führungsgesellschaft in dem Segment ist RWE
Generation. Sie ist auch für die Ausgestaltung und
Umsetzung unserer Wasserstoffstrategie zuständig.
4. Energiehandel: Hauptbestandteil dieses Segments
ist der Eigenhandel mit energienahen Commodities.
Verantwortet wird er von der Konzerngesellschaft RWE Supply
& Trading, die außerdem als Zwischenhändler
von Pipeline-Gas und LNG agiert, Großkunden mit
Energie beliefert und eine Reihe weiterer handelsnaher
Tätigkeiten ausübt. Darüber hinaus
vermarktet das Unternehmen den Großteil unserer
Stromproduktion und beschafft die Brennstoffe und
Emissionsrechte, die wir für die Stromerzeugung
benötigen. Zum Segment Energiehandel gehören auch
unsere Aktivitäten zum Aufbau von LNG-Infra-struktur
und unser Gasspeichergeschäft.
5. Kohle/Kernenergie: Hier berichten wir über
Tätigkeiten, die wir nicht zu unserem
Kerngeschäft zählen. Dabei handelt es sich in
erster Linie um die Förderung und Verstromung von
Braunkohle im Rheinischen Revier westlich von Köln.
Darüber hinaus enthält das Segment unsere
Aktivitäten auf dem Gebiet der Kernenergie, inklusive
der RWE-Anteile am niederländischen
Kernkraftwerksbetreiber EPZ (30 %) und an der deutschen
Gesellschaft URANIT (50 %), die mit 33 % an der auf
Uran-Anreicherung spezialisierten Urenco beteiligt ist. Die
operative Verantwortung für die beschriebenen
Geschäftsfelder ist bei RWE Power angesiedelt.
Gesellschaften mit segmentübergreifenden Aufgaben
wie die Holding RWE AG und bilanzielle Effekte aus der
Konsolidierung von Konzernaktivitäten werden im
Kerngeschäft unter der Position "Sonstige,
Konsolidierung" erfasst. Darin enthalten sind auch unsere
Anteile am deutschen Übertragungsnetzbetreiber Amprion
(25,1 %) und an E.ON (15 %), wobei wir die E.ON-Dividende
im Finanzergebnis ausweisen.
Rückwirkende Anpassungen von Vorjahreszahlen.
Im Laufe des vergangenen Jahres bzw. Anfang 2023 haben wir
bestimmte ergebnisrelevante Sachverhalte in der
Überleitung vom bereinigten EBITDA zum Nettoergebnis
neu zugeordnet. Die Vorjahreszahlen sind entsprechend
angepasst worden. Die Ausweisänderungen und ihre
Gründe stellen sich wie folgt dar:
| ― |
Da wir wegen der Sanktionen gegen Russland seit dem Frühjahr 2022 keine Steinkohle mehr von russischen Produzenten erhalten, haben wir die betroffenen Bezugsverträge wertberichtigt. Die Belastungen daraus sind nach Abrechnung aller Liefermengen auf 748 Mio.€ veranschlagt worden. In der unterjährigen Berichterstattung für 2022 waren sie im neutralen Ergebnis enthalten. Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 haben wir sie dem bereinigten EBITDA zugeordnet. Dies tun wir jetzt auch rückwirkend für die Zwischenabschlüsse des vergangenen Jahres. |
| ― |
Italien hat im vergangenen Jahr eine rückwirkende Abgabe zur Abschöpfung sogenannter Übergewinne erhoben, die sich auf den Zeitraum vom 1. Oktober 2021 bis 30. April 2022 bezog. Betroffen war das Segment Onshore Wind/Solar. Die Abgabe ist zunächst in voller Höhe im bereinigten EBITDA von 2022 berücksichtigt worden. Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 haben wir dann den Teil der Belastung, der wirtschaftlich dem Jahr 2021 zuzurechnen ist, als periodenfremden Sachverhalt ins neutrale Ergebnis umgegliedert. Die neue Zuordnung gilt nun auch nachträglich für die Zwischenberichterstattung des vergangenen Jahres. |
| ― |
Temporäre Gewinne und Verluste, die sich aus der Bewertung von zu Sicherungszwecken eingesetzten Währungsderivaten ergeben, wurden im Zwischenabschluss über die ersten drei Quartale 2022 erstmals im neutralen Ergebnis ausgewiesen und nicht mehr im bereinigten Finanzergebnis. In der Berichterstattung über das erste Halbjahr 2023 legen wir entsprechend angepasste Vorjahreszahlen zugrunde. |
| ― |
Kursveränderungen von Geldmarktfonds haben wir bislang dem neutralen Ergebnis zugeordnet. Aus Konsistenzgründen weisen wir sie nun im bereinigten Finanzergebnis aus, wo wir auch die laufenden Fondserträge erfassen. Die Umstellung erfolgte zum 1. Januar 2023 und wird nachträglich in den Vorjahresabschlüssen berücksichtigt. |
Darüber hinaus gab es rückwirkende
Ausweisänderungen, die den Außenumsatz betrafen.
Sie werden im Folgenden erläutert:
| ― |
Eine methodische Anpassung haben wir im Zusammenhang mit sogenannten Contracts for Difference zur Förderung von Erneuerbare-Energien-Anlagen vorgenommen. Bei entsprechender Ausgestaltung gewährleisten die Differenzkontrakte eine Fix-Preis-Vergütung. Erzielen die Anlagenbetreiber beim Stromverkauf am Markt einen höheren Betrag, müssen sie die Differenz erstatten. Solche Zahlungen weisen wir seit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 im Materialaufwand und nicht mehr im Umsatz aus. Im vorliegenden Halbjahresbericht 2023 haben wir die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst. Der Umsatz ist nun höher, das Ergebnis aber unverändert. |
| ― |
Angepasst wurde auch der Ausweis von Entschädigungen für sogenannte Redispatch-Maßnahmen. Dabei handelt es sich um Eingriffe der Übertragungsnetzbetreiber in den Betrieb von Erzeugungsanlagen mit dem Ziel, Stromleitungsabschnitte vor einer Überlastung zu schützen. Müssen Anlagenbetreiber auf Anordnung der Netzverantwortlichen die Produktion herunterfahren, haben sie einen Kompensationsanspruch. Die Entschädigungen waren bislang nicht erlöswirksam. Ab 2023 und rückwirkend für 2022 weisen wir sie im Umsatz aus. |
| ― |
Im vergangenen Jahr haben viele europäische Länder Sonderabgaben auf die Erlöse von Stromproduzenten eingeführt. Die Abgaben wurden - je nach Ausgestaltung - umsatzmindernd oder materialaufwanderhöhend erfasst. Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 haben wir sie dann einheitlich in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen berücksichtigt. Dies tun wir nun auch rückwirkend in der Zwischenberichterstattung des vergangenen Jahres. |
Zukunftsbezogene Aussagen. Der vorliegende
Zwischenbericht enthält Aussagen, die sich auf die
künftige Entwicklung des RWE-Konzerns und seiner
Gesellschaften sowie der wirtschaftlichen und politischen
Rahmenbedingungen beziehen. Diese Aussagen stellen
Einschätzungen dar. Wir haben sie auf Basis aller
Informationen getroffen, die uns zum Zeitpunkt der
Erstellung dieses Dokuments zur Verfügung standen.
Dennoch besteht die Möglichkeit, dass die
tatsächlichen Entwicklungen von den Prognosen
abweichen - etwa wenn sich die zugrunde gelegten Annahmen
als unzutreffend erweisen oder unvorhergesehene Risiken
eintreten. Für die Korrektheit zukunftsbezogener
Aussagen können wir daher keine Gewähr
übernehmen.
| Stromerzeugung Januar - Juni | Erneuerbare Energien | Pumpspeicher, Batterien | Gas | |||
| in GWh | 2023 | 2022 | 2023 | 2022 | 2023 | 2022 |
| Offshore Wind | 5.247 | 4.837 | - | - | - | - |
| Onshore Wind/Solar | 13.760 | 10.588 2 | - | - | - | - |
| Wasser / Biomasse / Gas | 2.990 | 3.125 | 76 | 8 | 21.573 | 26.244 |
| Davon: | ||||||
| Deutschland | 957 | 841 | 76 | 8 | 2.686 | 2.858 |
| Großbritannien | 261 | 275 | - | - | 15.540 | 20.205 |
| Niederlande | 1.772 | 2.009 | - | - | 2.461 | 1.972 |
| Türkei | - | - | - | - | 886 | 1.209 |
| Kohle/Kernenergie | 12 | 8 | - | - | 53 | 72 |
| RWE-Konzern | 22.009 | 18.558 2 | 76 | 8 | 21.626 | 26.316 |
| Stromerzeugung Januar - Juni | Braunkohle | Steinkohle | Kernenergie | |||
| in GWh | 2023 | 2022 | 2023 | 2022 | 2023 | 2022 |
| Offshore Wind | - | - | - | - | - | - |
| Onshore Wind/Solar | - | - | - | - | - | - |
| Wasser / Biomasse / Gas | - | - | 2.871 | 2.598 | - | - |
| Davon: | ||||||
| Deutschland | - | - | - | - | - | - |
| Großbritannien | - | - | - | - | - | - |
| Niederlande | - | - | 2.871 | 2.598 | - | - |
| Türkei | - | - | - | - | - | - |
| Kohle/Kernenergie | 18.280 | 24.420 | - | - | 2.610 | 5.555 |
| RWE-Konzern | 18.280 | 24.420 | 2.871 | 2.598 | 2.610 | 5.555 |
| Stromerzeugung Januar - Juni | Gesamt 1 | |
| in GWh | 2023 | 2022 |
| Offshore Wind | 5.247 | 4.837 |
| Onshore Wind/Solar | 13.760 | 10.588 2 |
| Wasser / Biomasse / Gas | 27.594 | 32.071 |
| Davon: | ||
| Deutschland | 3.803 | 3.803 |
| Großbritannien | 15.801 | 20.480 |
| Niederlande | 7.104 | 6.579 |
| Türkei | 886 | 1.209 |
| Kohle/Kernenergie | 21.077 | 30.162 |
| RWE-Konzern | 67.678 | 77.658 2 |
1 Inklusive Produktionsmengen, die nicht den
genannten Energieträgern zuzuordnen sind (z.B. Strom
aus Müllheizkraftwerken).
2 Geänderter Wert.
Rückläufige Stromproduktion - deutliches Plus
bei den erneuerbaren Energien. Im ersten Halbjahr 2023
hat RWE 67.678 GWh Strom produziert. Trotz eines deutlichen
Anstiegs bei den erneuerbaren Energien lagen wir damit um
13 % unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die
Erzeugungsmengen unserer deutschen Braunkohlekraftwerke und
unserer britischen Gaskraftwerke haben sich marktbedingt
verringert. Bei den Braunkohleanlagen gab es zudem
längere wartungsbedingte Stillstandszeiten. Gesunken
sind auch die Erzeugungsmengen aus Kernenergie. Grund
dafür ist, dass unser letztes deutsches Kernkraftwerk
Emsland im Berichtszeitraum nur noch im Streckbetrieb lief
und am 15. April 2023 stillgelegt wurde (siehe Seite 10).
Unsere Stromproduktion aus erneuerbaren Energien ist
dagegen um 19 % gestiegen. Vor allem bei der
Photovoltaik konnten wir zulegen: Hier haben sich die
Erzeugungsmengen verfünffacht. Ausschlaggebend
dafür war der Erwerb des US-amerikanischen
Energiekonzerns Con Edison Clean Energy Businesses, den wir
seit dem 1. März 2023 in unser Zahlenwerk einbeziehen.
Bei der Windkraft verzeichneten wir trotz ungünstiger
Wetterverhältnisse ein Plus von 4 %. Dabei kam uns
zugute, dass wir 2022/2023 eine Reihe großer
Windparks in Betrieb genommen haben, allen voran Triton
Knoll (857 MW) und Kaskasi (342 MW) in der Nordsee sowie El
Algodon Alto (200 MW) und Blackjack Creek (240 MW) im
US-Bundesstaat Texas.
| Stromerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien Januar - Juni | Offshore Wind | Onshore Wind | Solar | |||
| in GWh | 2023 | 2022 | 2023 | 2022 | 2023 | 2022 |
| Deutschland | 978 | 945 | 638 | 610 | 9 | 1 |
| Großbritannien | 4.176 | 3.793 | 847 | 1.002 | - | - |
| Niederlande | - | - | 478 | 494 | 14 | 12 |
| Polen | - | - | 607 | 654 | 14 | - |
| Spanien | - | - | 472 | 468 | 113 | 47 |
| Italien | - | - | 519 | 565 | - | - |
| Schweden | 94 | 99 | 140 | 166 | - | - |
| USA | - | - | 6.075 | 5.816 | 3.382 | 398 |
| Australien | - | - | - | - | 225 | 252 1 |
| Andere Länder | - | - | 175 | 65 | 63 | 41 |
| RWE-Konzern | 5.248 | 4.837 | 9.951 | 9.840 | 3.820 | 751 1 |
| Stromerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien Januar - Juni | Wasser | Biomasse | Gesamt | |||
| in GWh | 2023 | 2022 | 2023 | 2022 | 2023 | 2022 |
| Deutschland | 957 | 841 | - | - | 2.582 | 2.397 |
| Großbritannien | 74 | 77 | 187 | 198 | 5.284 | 5.070 |
| Niederlande | 16 | 14 | 1.756 | 1.995 | 2.264 | 2.515 |
| Polen | - | - | - | - | 621 | 654 |
| Spanien | - | 5 | - | - | 585 | 520 |
| Italien | - | - | - | - | 519 | 565 |
| Schweden | - | - | - | - | 234 | 265 |
| USA | - | - | - | - | 9.457 | 6.214 |
| Australien | - | - | - | - | 225 | 252 1 |
| Andere Länder | - | - | - | - | 238 | 106 |
| RWE-Konzern | 1.047 | 937 | 1.943 | 2.193 | 22.009 | 18.558 1 |
Strom produzieren wir nicht nur selbst, sondern beziehen
ihn auch von konzernexternen Anbietern. Im Berichtszeitraum
lagen diese Bezüge bei 13.732 GWh (Vorjahr: 18.867
GWh). Eigenerzeugung und Fremdstrombezug summierten sich zu
einem Stromaufkommen von 81.410 GWh (Vorjahr: 96.525 GWh).
Strom- und Gasabsatz um 15 % bzw. 10 % unter
Vorjahr. RWE hat im ersten Halbjahr 78.548 GWh Strom
und 19.985 GWh Gas abgesetzt. Die Mengen sind in erster
Linie der Gesellschaft RWE Supply & Trading im Segment
Energiehandel zuzuordnen, die u.a. den Großteil
unserer Stromerzeugung vermarktet und das Gasgeschäft
verantwortet. Von unserem Hauptprodukt Strom haben wir 15 %
weniger abgesetzt als 2022. Das ergibt sich u.a. aus dem
Rückgang der Erzeugungsmengen und den dafür
maßgeblichen Faktoren. Im Gasgeschäft haben sich
die Lieferungen um 10 % verringert. Hintergrund ist, dass
einige unserer Großkunden wegen des immer noch hohen
Energiepreisniveaus ihre Nachfrage zurückgeschraubt
haben.
| Außenumsatz 1 in Mio.€ | Jan - Jun 2023 | Jan - Jun 2022 | + /- | Jan - Dez 2022 |
| Offshore Wind | 727 | 601 | 126 | 1.401 |
| Onshore Wind/Solar | 921 | 1.145 | -224 | 2.232 |
| Wasser / Biomasse / Gas | 630 | 876 | -246 | 1.830 |
| Energiehandel | 12.212 | 13.212 | -1.000 | 31.959 |
| Sonstige, Konsolidierung | - | - | - | - |
| Kerngeschäft | 14.490 | 15.834 | -1.344 | 37.422 |
| Kohle/Kernenergie | 395 | 469 | -74 | 944 |
| RWE-Konzern (ohne Erdgas-/Stromsteuer) | 14.885 | 16.303 | -1.418 | 38.366 |
| Davon: | ||||
| Stromerlöse | 13.189 | 13.152 | 37 | 31.027 |
| Gaserlöse | 979 | 2.230 | -1.251 | 4.633 |
1 Teilweise angepasste Vorjahreswerte; siehe
Erläuterung auf Seite 12f.
Stromumsatz stabil - stark verringerte
Gaserlöse. Unser Außenumsatz (ohne Erdgas-
und Stromsteuer) ist um 9 % auf 14.885 Mio.€
zurückgegangen. Die Stromerlöse beliefen sich auf
13.189 Mio.€. Trotz niedrigerer Erzeugungsmengen lagen
sie etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Hier kam zum Tragen,
dass wir unsere Stromerzeugung größtenteils mit
bis zu dreijährigem Vorlauf auf Termin verkaufen und
dass wir bei solchen Transaktionen für 2023 insgesamt
höhere Preise realisieren konnten als für 2022.
Unsere Gaserlöse sind dagegen preisbedingt um 56 % auf
979 Mio.€ gesunken.
Der Anteil kohlebasierter Erlöse am Konzernumsatz
lag mit 21 % etwas über dem Vorjahresniveau (18 %),
obwohl wir deutlich weniger Strom aus Braunkohle produziert
haben und der CO
2-Ausstoß dementsprechend
rückläufig war. Grund dafür ist, dass wir
insbesondere beim Terminverkauf des Stroms unserer
Braunkohlekraftwerke höhere Preise erzielen konnten
und der Mengeneffekt dadurch aufgewogen wurde.
| Innenumsatz | Jan - Jun | Jan - Jun | + /- | Jan - Dez |
| in Mio.€ | 2023 | 2022 | 2022 | |
| Offshore Wind | 410 | 361 | 49 | 721 |
| Onshore Wind/Solar | 383 | 290 | 93 | 476 |
| Wasser / Biomasse / Gas | 5.952 | 4.114 | 1.838 | 11.092 |
| Energiehandel | 5.706 | 4.678 | 1.028 | 9.947 |
| Sonstige, Konsolidierung | -10.467 | -8.241 | -2.226 | -20.831 |
| Kerngeschäft | 1.984 | 1.202 | 782 | 1.405 |
| Kohle/Kernenergie | 2.541 | 2.237 | 304 | 5.483 |
Bereinigtes EBITDA deutlich über Vorjahr. Im
ersten Halbjahr 2023 erzielten wir ein bereinigtes Ergebnis
vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA)
von 4.540 Mio.€. Damit lagen wir um 2.416 Mio.€
über dem Vorjahreswert. Dieser wurde rückwirkend
angepasst und enthält nun auch die Wertberichtigung,
die wir 2022 auf Kohlebezugsverträge mit russischen
Produzenten vorgenommen haben (siehe Seite 12). Neben dem
Wegfall dieser Einmalbelastung trugen hohe Erträge aus
der kurzfristigen Optimierung des Kraftwerkseinsatzes und
eine sehr gute Handelsperformance zum Ergebnisanstieg bei.
Außerdem profitierten wir von der Inbetriebnahme
neuer Wind- und Solarparks sowie der erstmaligen
Einbeziehung der zum 1. März 2023 erworbenen
US-Gesellschaft Con Edison Clean Energy Businesses. Der
unter "Sonstige, Konsolidierung" erfasste Ergebnisbeitrag
des deutschen Übertragungsnetzbetreibers Amprion
(RWE-Anteil: 25,1 %) fiel wegen eines Bundeszuschusses
ungewöhnlich hoch aus. Die staatlichen Mittel sollen
Mehraufwendungen für Systemdienstleistungen abdecken,
die im Laufe des Jahres anfallen. Daher dürfte sich
das Ergebnis von Amprion bis Ende 2023 wieder
normalisieren.
Angesichts der unerwartet guten Ertragslage im
Kerngeschäft haben wir unsere Ergebnisprognose
für das laufende Geschäftsjahr angehoben.
Nähere Informationen dazu finden Sie auf Seite 25.
| Bereinigtes EBITDA 1 | Jan - Jun | Jan - Jun | +/- | Jan - Dez |
| in Mio.€ | 2023 | 2022 | 2022 | |
| Offshore Wind | 762 | 632 | 130 | 1.412 |
| Onshore Wind/Solar | 519 | 505 | 14 | 827 |
| Wasser/Biomasse/Gas | 1.939 | 755 | 1.184 | 2.369 |
| Energiehandel | 799 | -203 | 1.002 | 1.161 |
| Sonstige, Konsolidierung | 90 | -66 | 156 | -210 |
| Kerngeschäft | 4.109 | 1.623 | 2.486 | 5.559 |
| Kohle/Kernenergie | 431 | 501 | -70 | 751 |
| RWE-Konzern | 4.540 | 2.124 | 2.416 | 6.310 |
1 Teilweise angepasste Vorjahreswerte; siehe
Erläuterung auf Seite 12f.
Auf Ebene der Segmente zeigte sich im ersten Halbjahr
folgende Ergebnisentwicklung:
| ― |
Offshore Wind: Hier konnten wir das bereinigte EBITDA um 130 Mio.€ auf 762 Mio.€ steigern. Ein Grund dafür ist, dass mit Triton Knoll (857 MW) und Kaskasi (342 MW) zwei neue Nordsee-Windparks in Betrieb sind, die wir im April bzw. Dezember 2022 fertiggestellt haben. Außerdem realisierten wir höhere Strompreise als im Vorjahr. Einen Teil der Erzeugung unserer Offshore-Windparks hatten wir frühzeitig auf Termin verkauft, als die Notierungen noch über dem heutigen Niveau lagen. Allerdings gab es auch negative Einflussfaktoren, insbesondere die ungünstigeren Windverhältnisse sowie gestiegene Betriebs- und Entwicklungskosten. |
| ― |
Onshore Wind/Solar: Das bereinigte EBITDA des Segments ist um 14 Mio.€ auf 519 Mio.€ gestiegen. Die Erstkonsolidierung von Con Edison Clean Energy Businesses zum 1. März 2023 schlug sich mit 175 Mio.€ positiv im Ergebnis nieder. Darüber hinaus profitierten wir von der Inbetriebnahme neuer Wind- und Solarparks, mussten aber auch Ergebniseinbußen infolge niedrigerer realisierter Strompreise, schlechterer Windbedingungen sowie gestiegener Betriebs- und Entwicklungskosten hinnehmen. |
| ― |
Wasser/Biomasse/Gas: Hier erwirtschafteten wir ein außergewöhnlich hohes bereinigtes EBITDA von 1.939 Mio.€ (Vorjahr: 755 Mio.€). Stark gestiegene Erträge aus der kurzfristigen Optimierung unseres Kraftwerkseinsatzes und höhere Margen aus Stromterminverkäufen gaben dafür den Ausschlag. Daneben erzielten wir Gewinne aus der Veräußerung ehemaliger Betriebsgrundstücke. |
| ― |
Energiehandel: Das bereinigte EBITDA in diesem Segment fiel mit 799 Mio.€ ebenfalls unerwartet hoch aus. Neben einer sehr guten Handelsperformance machte sich dabei eine stark verbesserte Ertragslage im Gasgeschäft bemerkbar. Dagegen war das Vorjahresergebnis (-203 Mio.€) durch die bereits erwähnte Wertberichtigung in Höhe von 748 Mio.€ auf russische Steinkohlebezugsverträge belastet. |
| ― |
Kohle/Kernenergie: Außerhalb des Kerngeschäfts hat sich das bereinigte EBITDA um 70 Mio.€ auf 431 Mio.€ verringert. Im Berichtszeitraum waren die Marktbedingungen für unsere Braunkohlekraftwerke ungünstiger als 2022. Dies wirkte sich insbesondere bei Anlagen aus, deren Stromproduktion nicht preislich abgesichert war. Mit jenem Teil unserer Erzeugung, den wir frühzeitig auf Termin verkauft hatten, erzielten wir dagegen Margenverbesserungen. Belastungen ergaben sich auch durch umfangreiche Kraftwerksrevisionen. Hinzu kam, dass das Kernkraftwerk Emsland nur bis zu seiner Abschaltung am 15. April 2023 zum Ergebnis beitragen konnte. |
| Bereinigtes EBIT 1 | Jan - Jun | Jan - Jun | + /- | Jan - Dez |
| in Mio.€ | 2023 | 2022 | 2022 | |
| Offshore Wind | 411 | 334 | 77 | 836 |
| Onshore Wind/Solar | 187 | 281 | -94 | 370 |
| Wasser/Biomasse/Gas | 1.699 | 595 | 1.104 | 2.005 |
| Energiehandel | 776 | -222 | 998 | 1.111 |
| Sonstige, Konsolidierung | 89 | -65 | 154 | -210 |
| Kerngeschäft | 3.162 | 923 | 2.239 | 4.112 |
| Kohle/Kernenergie | 344 | 448 | -104 | 456 |
| RWE-Konzern | 3.506 | 1.371 | 2.135 | 4.568 |
1 Teilweise angepasste Vorjahreswerte; siehe
Erläuterung auf Seite 12f.
Bereinigtes EBIT auf 3,5 Mrd.€ gestiegen. Unser
bereinigtes EBIT lag bei 3.506 Mio.€, gegenüber
1.371 Mio.€ in den ersten sechs Monaten des Vorjahres.
Vom bereinigten EBITDA unterscheidet es sich durch die
betrieblichen Abschreibungen, die sich im Berichtszeitraum
auf 1.034 Mio.€ beliefen (Vorjahr: 753 Mio.€).
| Überleitung zum Nettoergebnis 1 | Jan - Jun | Jan - Jun | + /- | Jan - Dez |
| in Mio.€ | 2023 | 2022 | 2022 | |
| Bereinigtes EBIT | 3.506 | 1.371 | 2.135 | 4.568 |
| Bereinigtes Finanzergebnis | -121 | -124 | 3 | -417 |
| Neutrales Ergebnis | -870 | 1.330 | -2.200 | -3.436 |
| Ergebnis vor Steuern | 2.515 | 2.577 | -62 | 715 |
| Ertragsteuern | -446 | -385 | -61 | 2.277 |
| Ergebnis | 2.069 | 2.192 | -123 | 2.992 |
| Davon: | ||||
| Ergebnisanteile anderer Gesellschafter | 76 | 109 | -33 | 275 |
| Nettoergebnis/Ergebnisanteile der Aktionäre der RWE AG | 1.993 | 2.083 | -90 | 2.717 |
1 Teilweise angepasste Vorjahreswerte; siehe
Erläuterung auf Seite 12 f.
Überleitung zum Nettoergebnis von negativen
Einmaleffekten geprägt. Die Überleitung vom
bereinigten EBIT zum Nettoergebnis war von einem deutlichen
Rückgang beim neutralen Ergebnis gekennzeichnet, der
u.a. durch Wertberichtigungen im Braunkohlegeschäft
verursacht wurde. Im Folgenden stellen wir dar, wie sich
die Posten der Überleitungsrechnung entwickelt haben.
| Bereinigtes Finanzergebnis 1 | Jan - Jun | Jan - Jun | + /- | Jan - Dez |
| in Mio.€ | 2023 | 2022 | 2022 | |
| Zinserträge | 437 | 232 | 205 | 356 |
| Zinsaufwendungen | -482 | -221 | -261 | -581 |
| Zinsergebnis | -45 | 11 | -56 | -225 |
| Zinsanteile an Zuführungen zu langfristigen Rückstellungen | -215 | -65 | -150 | -149 |
| Übriges Finanzergebnis | 139 | -70 | 209 | -43 |
| Bereinigtes Finanzergebnis | -121 | -124 | 3 | -417 |
Das bereinigte Finanzergebnis lag mit -121 Mio.€
etwa auf Vorjahreshöhe (-124 Mio.€).
Vom gestiegenen Marktzinsniveau gingen unterschiedliche
Effekte aus, die sich annähernd saldierten. Im
Einzelnen ergaben sich folgende Veränderungen:
| ― |
Das Zinsergebnis ist um 56 Mio.€ gesunken, u.a. wegen des gestiegenen Volumens ausstehender RWE-Anleihen. Die höheren Zinsen führten dazu, dass sich die kurzfristige Finanzierung von Sicherungsgeschäften verteuerte, zugleich aber größere Erträge aus vorgehaltenen Bankguthaben anfielen. |
| ― |
Die Ergebnisbelastungen aus Zinsanteilen an Zuführungen zu langfristigen Rückstellungen erhöhten sich um 150 Mio.€. Auch hier kam das gestiegene Zinsniveau zum Tragen. |
| ― |
Beim übrigen Finanzergebnis verzeichneten wir ein Plus von 209 Mio.€. Im Berichtszeitraum mussten wir keine Negativzinsen mehr auf unsere Einlagen bei Banken zahlen. Außerdem verbesserten sich die Renditen unserer Anlagen in Geldmarktfonds. |
| Neutrales Ergebnis 1 | Jan - Jun | Jan - Jun | + /- | Jan - Dez |
| in Mio.€ | 2023 | 2022 | 2022 | |
| Bereinigungen im EBIT | -910 | 865 | -1.775 | -4.680 |
| Davon: | ||||
| Veräußerungsergebnis | -2 | -1 | -1 | - |
| Ergebniseffekte aus der Bewertung von Derivaten | 605 | 1.062 | -457 | -4.195 |
| Sonstige | -1.513 | -196 | -1.317 | -485 |
| Bereinigungen im Finanzergebnis | 40 | 465 | -425 | 1.244 |
| Neutrales Ergebnis | -870 | 1.330 | -2.200 | -3.436 |
1 Teilweise angepasste Vorjahreswerte; siehe
Erläuterung auf Seite 12 f.
Das neutrale Ergebnis, in dem wir wesentliche nicht
operative oder aperiodische Sachverhalte erfassen, ist um
2.200 Mio.€ auf -870 Mio.€ gesunken. Seine
Hauptpositionen entwickelten sich wie folgt:
| ― |
Die Bereinigungen im EBIT belasteten das Ergebnis mit 910 Mio.€, nachdem sie es im Vorjahr um 865 Mio.€ erhöht hatten. Hauptgrund dafür ist eine deutliche Verschlechterung unter "Sonstige". Hier erfassen wir außerplanmäßige Abschreibungen auf unsere Braunkohlekraftwerke und -tagebaue in Höhe von 1,1 Mrd.€, die die jüngsten Marktentwicklungen - gesunkene Stromnotierungen bei weiterhin sehr hohen Kosten für CO 2-Emissions-rechte - widerspiegeln. Mit der Abschreibung wurden Wertaufholungen rückgängig gemacht, die sich aus den extrem hohen Strompreisen von 2022 ergeben hatten. Die Ergebniseffekte aus der Bewertung von Derivaten waren mit 605 Mio.€ zwar positiv, reichten aber nicht an das Vorjahresniveau (1.062 Mio.€) heran. |
| ― |
Die Bereinigungen im Finanzergebnis schlugen mit 40 Mio.€ zu Buche. Der Vorjahreswert war wegen eines Sondereffekts wesentlich höher gewesen (465 Mio.€): Aufgrund einer Anhebung der Diskontierungszinssätze für die Berechnung der Bergbau- und der Kernenergierückstellungen hatten sich die Verpflichtungsbarwerte verringert, was zu einem hohen Ergebnisbeitrag führte. |
Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 2.515
Mio.€ (Vorjahr: 2.577 Mio.€). Die Ertragsteuern
summierten sich zu 446 Mio.€, was einer Steuerquote
von 18 % entspricht. Die Quote liegt nahe am Planwert von
20 %, den wir unter Berücksichtigung der erwarteten
Erträge in unseren Märkten, der dort geltenden
Steuersätze und der Nutzung von Verlustvorträgen
abgeleitet haben.
Die Ergebnisanteile anderer Gesellschafter sind um 33
Mio.€ auf 76 Mio.€ gesunken. Hauptursache
dafür waren rückläufige Erträge von
britischen Offshore-Windparks, an denen Dritte
Minderheitsanteile halten.
Unser Nettoergebnis, das die Ergebnisanteile der
RWE-Aktionäre wiedergibt, betrug 1.993 Mio. €.
Gegenüber 2022 (2.083 Mio. €) hat es sich leicht
verringert.
| Überleitung zum bereinigten Nettoergebnis 1 | Jan - Jun | Jan - Jun | + /- | Jan - Dez |
| in Mio.€ | 2023 | 2022 | 2022 | |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern | 2.596 | 2.236 | 360 | -112 |
| Bereinigungen im EBIT | 910 | -865 | 1.775 | 4.680 |
| Bereinigtes EBIT | 3.506 | 1.371 | 2.135 | 4.568 |
| Finanzergebnis | -81 | 341 | -422 | 827 |
| Bereinigungen im Finanzergebnis | -40 | -465 | 425 | -1.244 |
| Ertragsteuern | -446 | -385 | -61 | 2.277 |
| Bereinigung der
Ertragsteuern auf eine
Steuerquote von 20 % bzw. 15 % (Vorjahr) |
-231 | 197 | -428 | -2.900 |
| Ergebnisanteile anderer Gesellschafter | -76 | -109 | 33 | -275 |
| Bereinigtes Nettoergebnis | 2.632 | 950 | 1.682 | 3.253 |
1 Teilweise angepasste Vorjahreswerte; siehe
Erläuterung auf Seite 12 f.
Bereinigtes Nettoergebnis auf 2,6 Mrd.€
gestiegen. Das bereinigte Nettoergebnis hat sich um
1.682 Mio.€ auf 2.632 Mio.€ erhöht. Um es zu
ermitteln, haben wir das neutrale Ergebnis in der
Überleitungsrechnung eliminiert und anstelle der
tatsächlichen Steuerquote den bereits erwähnten
Planwert von 20 % (Vorjahr: 15 %) angesetzt. Die deutliche
Verbesserung gegenüber 2022 ist auf den guten
operativen Geschäftsverlauf zurückzuführen.
Außerdem war das Vorjahresergebnis durch die
erwähnte Wertberichtigung auf Kohlebezugsverträge
belastet.
Das bereinigte Nettoergebnis je Aktie belief sich auf
3,54 €. Dem Wert liegt eine Aktienzahl von 743,8 Mio.
Stück zugrunde. Die neuen Aktien aus der Wandlung der
im Vorjahr begebenen Pflichtwandelanleihe an Qatar Holding
sind in voller Höhe berücksichtigt. Im
Halbjahresabschluss 2022 war das bereinigte Nettoergebnis
je Aktie (1,40€) noch auf der Basis von 676,2 Mio.
Aktien berechnet worden.
Investitionstätigkeit: Fokus auf Ausbau der
erneuerbaren Energien. In der ersten Jahreshälfte
haben wir 6.562 Mio.€ investiert - deutlich mehr als
2022 (2.154 Mio.€). Unsere Akquisitionen und
Finanzanlageinvestitionen fielen mit 4.681 Mio.€
ungewöhnlich hoch aus (Vorjahr: 861 Mio.€). Der
Großteil der Mittel diente dem Erwerb von Con Edison
Clean Energy Businesses in den USA (3.695 Mio.€) sowie
der Übernahme des britischen Solarentwicklers JBM
Solar und des niederländischen Gaskraftwerks Magnum.
Für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
haben wir 1.881 Mio.€ eingesetzt (Vorjahr: 1.293
Mio.€). Der überwiegende Teil der Mittel floss in
Windkraft- und Solarprojekte in Europa und den USA.
Größter Einzelposten war der Bau des britischen
Nordsee-Windparks Sofia. Außerdem investierten wir in
den Aufbau von LNG- und Wasserstoffinfrastruktur in
Deutschland.
Von den Investitionen im Berichtszeitraum waren 90 %
"taxonomiekonform". Das heißt, dass die Mittel
für Aktivitäten eingesetzt wurden, die
gemäß EU-Taxonomie-Verordnung als nachhaltig
einzustufen sind. Bei der Ermittlung des Prozentsatzes
haben wir Gesamtinvestitionen von 8.476 Mio.€ zugrunde
gelegt. Die Abweichung vom oben angegebenen Betrag (6.562
Mio.€) erklärt sich dadurch, dass auch nicht
zahlungswirksame Vorgänge taxonomierelevant sind und
dass anstelle der Ausgaben für Akquisitionen die
daraus resultierenden Vermögenszugänge
berücksichtigt werden.
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 1 | Jan - Jun | Jan - Jun | +/- | Jan - Dez |
| in Mio.€ | 2023 | 2022 | 2022 | |
| Offshore Wind | 556 | 380 | 176 | 1.029 |
| Onshore Wind/Solar | 895 | 659 | 236 | 1.580 |
| Wasser/Biomasse/Gas | 207 | 151 | 56 | 424 |
| Energiehandel | 94 | 17 | 77 | 42 |
| Sonstige, Konsolidierung | - | - | - | - |
| Kerngeschäft | 1.752 | 1.207 | 545 | 3.075 |
| Kohle/Kernenergie | 129 | 86 | 43 | 228 |
| RWE-Konzern | 1.881 | 1.293 | 588 | 3.303 |
1 In der Tabelle sind ausschließlich
zahlungswirksame Investitionen erfasst.
| Akquisitionen und Investitionen in Finanzanlagen 1 | Jan - Jun | Jan - Jun | + /- | Jan - Dez |
| in Mio.€ | 2023 | 2022 | 2022 | |
| Offshore Wind | 92 | 754 | -662 | 847 |
| Onshore Wind/Solar | 4.124 | 97 | 4.027 | 256 |
| Wasser/Biomasse/Gas | 431 | 7 | 424 | 68 |
| Energiehandel | 34 | 3 | 31 | 9 |
| Sonstige, Konsolidierung | - | - | - | 1 |
| Kerngeschäft | 4.681 | 861 | 3.820 | 1.181 |
| Kohle/Kernenergie | - | - | - | - |
| RWE-Konzern | 4.681 | 861 | 3.820 | 1.181 |
1 In der Tabelle sind ausschließlich
zahlungswirksame Investitionen erfasst.
| Kapitalflussrechnung | Jan - Jun | Jan - Jun | + /- | Jan - Dez |
| in Mio.€ | 2023 | 2022 | 2022 | |
| Funds from Operations | -1.094 | 5.439 | -6.533 | 5.306 |
| Zunahme (-)/Abnahme (+) des Nettoumlaufvermögens | 3.107 | -2.534 | 5.641 | -2.900 |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 2.013 | 2.905 | -892 | 2.406 |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | -754 | -2.105 | 1.351 | -9.892 |
| Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | 214 | -2.009 | 2.223 | 8.615 |
| Einfluss von Wechselkurs- und sonstigen Wertänderungen auf die flüssigen Mittel | 72 | -1 | 73 | 34 |
| Veränderung der flüssigen Mittel | 1.545 | -1.210 | 2.755 | 1.163 |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 2.013 | 2.905 | -892 | 2.406 |
| Abzüglich Investitionen | -6.562 | -2.154 | -4.408 | -4.484 |
| Zuzüglich Desinvestitionen/Anlagenabgänge | 114 | 41 | 73 | 110 |
| Free Cash Flow | -4.435 | 792 | -5.227 | -1.968 |
Operativer Cash Flow auf 2,0 Mrd.€ gesunken.
Unser Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit
betrug 2.013 Mio.€. Trotz der verbesserten operativen
Ertragslage hat er sich um 892 Mio.€ verringert. Eine
Rolle spielte dabei, dass uns per saldo wesentlich weniger
Variation Margins für Commodity-Derivate zuflossen als
im ersten Halbjahr 2022. Variation Margins sind
Sicherheitsleistungen, die während der Laufzeit
börsengehandelter Terminkontrakte erbracht werden.
Auch preisbedingte Mehrausgaben für die Beschaffung
von CO
2-Emissions-rechten trugen zum Rückgang des
operativen Cash Flow bei. Positiv wirkten Einnahmen aus dem
Verkauf von gespeichertem Gas; dagegen hatten wir im
Vorjahreszeitraum wegen der unsicheren Versorgungslage nach
Ausbruch des Ukraine-Kriegs mehr Gas ein- als
ausgespeichert und für die Gasbezüge zum Teil
extrem hohe Preise gezahlt.
Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit betrug
-754 Mio.€ (Vorjahr: -2.105 Mio.€). Erhebliche
Mittelabflüsse resultierten aus dem Erwerb von Con
Edison Clean Energy Businesses und JBM Solar sowie des
Gaskraftwerks Magnum. Allerdings erzielten wir auch hohe
Einnahmen durch den Verkauf festverzinslicher Wertpapiere.
Die Finanzierungstätigkeit führte zu einem
Mittelzufluss in Höhe von 214 Mio.€ (Vorjahr:
-2.009 Mio.€), obwohl wir in beträchtlichem
Umfang kurzfristige Bankschulden abgelöst haben. Den
Tilgungen standen hohe Einnahmen aus Initial Margins und
Collaterals gegenüber. Anders als Variation Margins
sind diese Sicherheitsleistungen im Cash Flow aus der
Finanzierungstätigkeit erfasst. Weitere Mittel
erhielten wir dadurch, dass wir im Februar 2023 zwei
grüne Anleihen über jeweils 0,5 Mrd.€
begeben haben (siehe Seite 10).
Aufgrund der dargestellten Zahlungsströme aus der
Geschäfts-, Investitions- und
Finanzierungstätigkeit hat sich unser
Liquiditätsbestand um 1.545 Mio.€ erhöht.
Zieht man vom Cash Flow aus laufender
Geschäftstätigkeit die Investitionen ab und
addiert die Einnahmen aus Desinvestitionen und
Anlagenabgängen, erhält man den Free Cash Flow.
Dieser lag mit -4.435 Mio.€ deutlich unter dem
Vorjahreswert (792 Mio.€).
Nettoschulden in Höhe von 5,9 Mrd.€. Zum
30. Juni 2023 wiesen wir Nettoschulden von 5.916 Mio.€
aus, nachdem wir das Jahr 2022 noch mit einem Nettoguthaben
von 1.630 Mio. € abgeschlossen hatten. Ausschlaggebend
für diese Entwicklung waren die erwähnten
Akquisitionen, insbesondere der Kauf von Con Edison Clean
Energy Businesses. Auch unsere Sachanlageinvestitionen und
die Dividendenzahlung vom 9. Mai 2023 trugen zum Anstieg
der Nettoschulden bei, während der operative Cash Flow
gegenläufig wirkte.
| Nettoschulden / -guthaben 1 | 30.06.2023 | 31.12.2022 | + /- |
| in Mio.€ | |||
| Flüssige Mittel | 8.523 | 6.988 | 1.535 |
| Wertpapiere | 8.175 | 13.730 | -5.555 |
| Sonstiges Finanzvermögen | 3.964 | 8.543 | -4.579 |
| Finanzvermögen | 20.662 | 29.261 | -8.599 |
| Anleihen, Schuldscheindarlehen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Commercial Paper | -14.764 | -15.621 | 857 |
| Währungskurssicherung von Anleihen | 3 | 8 | -5 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | -5.155 | -5.382 | 227 |
| Finanzverbindlichkeiten | -19.916 | -20.995 | 1.079 |
| Zuzüglich 50 % des als Fremdkapital ausgewiesenen Hybridkapitals | 289 | 299 | -10 |
| Nettofinanzvermögen | 1.035 | 8.565 | -7.530 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | -964 | -900 | -64 |
| Aktivisch ausgewiesenes Nettovermögen bei fondsgedeckten Pensionsverpflichtungen | 579 | 680 | -101 |
| Rückstellungen für Entsorgung im Kernenergiebereich | -5.502 | -5.704 | 202 |
| Rückstellungen für den Rückbau von Windparks und Solaranlagen | -1.064 | -1.011 | -53 |
| Nettoschulden (-)/Nettoguthaben (+) | -5.916 | 1.630 | -7.546 |
Eigenkapitalquote auf 30 % gestiegen. Im
Zwischenabschluss ergibt sich eine Bilanzsumme von 114,2
Mrd.€, gegenüber 138,5 Mrd.€ im
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022. Hauptursache
für den Rückgang ist die Wertentwicklung der
Commodity-Derivate: Diese sind auf der Aktivseite der
Bilanz um 20,4 Mrd.€ auf 28,2 Mrd.€ und auf der
Passivseite um 27,9 Mrd.€ auf 24,8 Mrd.€
gesunken. Auch die Wertpapierbestände haben sich
verringert, und zwar um 5,7 Mrd. €. Die immateriellen
Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen sind
dagegen um 7,6 Mrd.€ gestiegen, was u.a. auf den
Erwerb von Con Edison Clean Energy Businesses
zurückzuführen ist. Das Eigenkapital hat sich um
4,8 Mrd.€ auf 34,1 Mrd.€ erhöht. Sein Anteil
an der Bilanzsumme (Eigenkapitalquote) betrug 29,9 %. Das
sind 8,8 Prozentpunkte mehr als zum Ende des Vorjahres.
| Konzernbilanzstruktur | 30.06.2023 | 31.12.2022 | ||
| in Mio.€ | in % | in Mio.€ | in % | |
| Aktiva | ||||
| Langfristiges Vermögen | 51.333 | 44,9 | 42.286 | 30,5 |
| Davon: | ||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 10.017 | 8,8 | 5.668 | 4,1 |
| Sachanlagen | 27.047 | 23,7 | 23.749 | 17,1 |
| Kurzfristiges Vermögen | 62.883 | 55,1 | 96.262 | 69,5 |
| Davon: | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.307 | 7,3 | 9.946 | 7,2 |
| Derivate, übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 35.214 | 30,8 | 61.035 | 44,1 |
| Wertpapiere | 7.802 | 6,8 | 13.468 | 9,7 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 938 | 0,8 | 619 | 0,4 |
| Gesamt | 114.216 | 100,0 | 138.548 | 100,0 |
| 30.06.2023 | 31.12.2022 | |||
| in Mio.€ | in % | in Mio.€ | in % | |
| Passiva | ||||
| Eigenkapital | 34.117 | 29,9 | 29.279 | 21,1 |
| Langfristige Schulden | 34.743 | 30,4 | 29.584 | 21,4 |
| Davon: | ||||
| Rückstellungen | 16.049 | 14,1 | 15.595 | 11,3 |
| Finanzverbindlichkeiten | 12.782 | 11,2 | 9.789 | 7,1 |
| Kurzfristige Schulden | 45.356 | 39,7 | 79.685 | 57,5 |
| Davon: | ||||
| Rückstellungen | 4.840 | 4,2 | 6.489 | 4,7 |
| Finanzverbindlichkeiten | 7.137 | 6,2 | 11.214 | 8,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.862 | 6,0 | 7.464 | 5,4 |
| Derivate und sonstige Verbindlichkeiten | 26.452 | 23,2 | 54.518 | 39,3 |
| Zur Veräußerung bestimmte Schulden | 65 | 0,1 | - | - |
| Gesamt | 114.216 | 100,0 | 138.548 | 100,0 |
| Mitarbeiter 1 | 30.06.2023 | 31.12.2022 | + /- |
| Offshore Wind | 2.143 | 1.663 | 480 |
| Onshore Wind/Solar | 3.166 | 2.509 | 657 |
| Wasser/Biomasse/Gas | 2.936 | 2.691 | 245 |
| Energiehandel | 2.082 | 1.965 | 117 |
| Sonstige 2 | 522 | 499 | 23 |
| Kerngeschäft | 10.849 | 9.327 | 1.522 |
| Kohle/Kernenergie | 8.853 | 8.983 | -130 |
| RWE-Konzern | 19.702 | 18.310 | 1.392 |
1 Umgerechnet in Vollzeitstellen.
2 Die Position umfasst zurzeit
ausschließlich die Beschäftigten der
Holdinggesellschaft RWE AG.
Deutlicher Stellenaufbau dank grünem Wachstum.
Zum 30. Juni 2023 gab es im RWE-Konzern 19.702
Beschäftigte, davon 13.254 an deutschen und 6.448 an
ausländischen Standorten. Bei den Zahlen handelt es
sich um sogenannte Vollzeitäquivalente, das
heißt, Teilzeitstellen werden anteilig
berücksichtigt. Gegenüber Ende 2022 hat sich der
Personalbestand deutlich erhöht: auf Konzernebene um
1.392 und im Kerngeschäft sogar um 1.522
Vollzeitäquivalente. Eine wichtige Rolle spielte dabei
der Erwerb von Con Edison Clean Energy Businesses (+ 471).
Auch Wachstumsprojekte auf dem Gebiet der erneuerbaren
Energien führten zum Aufbau von Personal. Dem Zuwachs
im Kerngeschäft stand ein leichter Rückgang im
Segment Kohle/Kernenergie gegenüber (-130). Dort haben
Beschäftigte Altersteilzeit- und
Vorruhestandsregelungen in Anspruch genommen, die ihnen
u.a. im Zusammenhang mit dem deutschen Kohleausstieg
angeboten wurden.
| Ausblick 2023 | Aktualisierte | Bisherige | Ist 2022 |
| in Mio.€ | Prognose | Prognose 1 | |
| Bereinigtes EBITDA | 7.100-7.700 | 5.800-6.400 | 6.310 |
| Davon: | |||
| Kerngeschäft | 6.300-6.900 | 4.800-5.400 | 5.559 |
| Davon: | |||
| Offshore Wind | 1.400-1.800 | 1.400-1.800 | 1.412 |
| Onshore Wind/Solar | 1.100-1.500 | 1.100-1.500 | 827 |
| Wasser/Biomasse/Gas | 2.600-3.000 | 1.750-2.150 | 2.369 |
| Energiehandel | Deutlich über 600 | 300-600 | 1.161 |
| Kohle / Kernenergie | 800-1.200 | 800-1.200 | 751 |
| Bereinigtes EBIT | 5.000-5.600 | 3.600-4.200 | 4.568 |
| Bereinigtes Nettoergebnis | 3.300-3.800 | 2.200-2.700 | 3.253 2 |
1 Siehe Geschäftsbericht 2022, Seite 63f.
2 Angepasster Wert; siehe Erläuterung auf
Seite 12f.
RWE hebt Ergebnisausblick für 2023 an. Unsere
Ertragslage im laufenden Jahr wird aller Voraussicht nach
besser sein, als wir im Geschäftsbericht 2022 auf
Seite 63f. kommuniziert haben. Im Juli haben wir unseren
Ergebnisausblick aktualisiert und die Öffentlichkeit
darüber informiert. Die neuen Prognosezahlen
können Sie der Tabelle oben entnehmen. Beim
bereinigten EBITDA rechnen wir nun damit, auf Konzernebene
einen Wert von 7,1 bis 7,7 Mrd.€ (bisher: 5,8 bis 6,4
Mrd.€) und im Kerngeschäft einen Wert von 6,3 bis
6,9 Mrd.€ (bisher: 4,8 bis 5,4 Mrd.€) zu
erreichen. Ausschlaggebend dafür sind hohe
Erträge aus der kurzfristigen Optimierung unserer
Erzeugungsposition und ein sehr erfolgreiches Handels- und
Gasgeschäft. Aufgrund der genannten Faktoren haben
sich die Ergebnisperspektiven der Segmente
Wasser/Biomasse/Gas und Energiehandel erheblich verbessert.
Bei betrieblichen Abschreibungen von voraussichtlich
rund 2,1 Mrd.€ ergibt sich für das bereinigte
EBIT des Konzerns eine Bandbreite von 5,0 bis 5,6
Mrd.€ (bisher: 3,6 bis 4,2 Mrd.€). Den Ausblick
für das bereinigte Nettoergebnis heben wir auf 3,3 bis
3,8 Mrd.€ an (bisher: 2,2 bis 2,7 Mrd.€).
Sachinvestitionen höher als 2022.
Bestätigen können wir unsere Prognose zu den
Investitionen. Diese fallen wesentlich höher aus als
2022 (4,5 Mrd.€). Hauptgrund dafür ist die
Akquisition von Con Edison Clean Energy Businesses. Auch
die Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte werden wir deutlich steigern. Den
Großteil der Mittel setzen wir für Windkraft-,
Solar-, Batterie-, LNG- und Wasserstoffprojekte ein.
Größter Einzelposten ist der Bau des britischen
Nordsee-Windparks Sofia.
Leverage Factor: Obergrenze von 3,0 wird
eingehalten. Wie auf Seite 22 dargelegt, haben sich
unsere Nettoschulden im ersten Halbjahr 2023 auf 5,9
Mrd.€ erhöht, nachdem sie Ende 2022 noch bei -1,6
Mrd.€ gelegen hatten. Für das Jahresende 2023
rechnen wir mit einem Wert deutlich über der
Null-Marke. Gleiches gilt für den Leverage Factor, der
das Verhältnis der Nettoschulden zum bereinigten
EBITDA des Kerngeschäfts wiedergibt. Allerdings wird
der Leverage Factor aller Voraussicht nach weit unter der
Obergrenze von 3,0 liegen, die wir uns für ihn gesetzt
haben.
Dividende für das Geschäftsjahr 2023. Der
Vorstand der RWE AG strebt für das Geschäftsjahr
2023 unverändert eine Gewinnausschüttung je Aktie
in Höhe von 1,00€ an. Gegenüber der
Dividende für 2022 ist das ein Plus von 0,10€.
Risikolage des Konzerns im Wesentlichen
unverändert. Der Aufbau und die Prozesse unseres
Risikomanagements, die zuständigen
Organisationseinheiten, die wesentlichen Risiken und
Chancen sowie unsere Maßnahmen zur Steuerung und
Überwachung von Risiken werden im
Geschäftsbericht 2022 auf Seite 65ff. ausführlich
dargestellt. Die dort getroffenen Aussagen geben unseren
Kenntnisstand vom März 2023 wieder.
Wir teilen unsere Risiken nach ihren Ursachen in die
folgenden sieben Klassen ein: (1) Marktrisiken, (2)
regulatorische und politische Risiken, (3) rechtliche
Risiken, (4) operative Risiken, (5) finanzwirtschaftliche
Risiken, (6) Bonität von Geschäftspartnern und
(7) sonstige Risiken. Für jede dieser Klassen nehmen
wir eine Risikoeinstufung vor, bei der wir uns am
höchsten Einzelrisiko orientieren. Wir unterscheiden
dabei die Kategorien "gering", "mittel" und "hoch". Unsere
Risiken erheben wir im Halbjahresrhythmus mithilfe einer
Bottom-up-Analyse. Bei der jüngsten Erhebung im
zweiten Quartal 2023 sind keine Entwicklungen festgestellt
worden, die uns dazu veranlassen würden, die
Risikolage des Konzerns in wesentlichen Punkten anders zu
bewerten als im März 2023. Unsere größten
Risiken sehen wir unverändert in den Risikoklassen (1)
und (2).
Unsere Marktrisiken (1) stufen wir als hoch ein. Sollte
es zu einem nachhaltigen Preisverfall im
Stromgroßhandel kommen, könnten künftige
Ergebnisse weit unter Plan liegen. Allerdings sehen wir
auch Chancen: Preisschwankungen infolge zunehmender
Marktknappheiten und volatiler Wind- und
Solarstromeinspeisungen bieten uns die Möglichkeit,
den Einsatz unserer flexiblen Kraftwerke kommerziell zu
optimieren. Unsere regulatorischen und politischen Risiken
(2) sind ebenfalls hoch. Im Kontext der Energiewende wird
seit Jahren über die Notwendigkeit einer Neugestaltung
des Strommarktes diskutiert. Langfristig besteht die Gefahr
einer Anpassung des Marktdesigns in Richtung einer
stärker staatlich regulierten Energiewirtschaft, in
der die Erlöse von Stromerzeugern gedeckelt werden. In
einem solchen Fall wären beträchtliche
Ergebniseinbußen möglich.
Trotz der beschriebenen Unwägbarkeiten zeichnen
sich aktuell keine Entwicklungen ab, die den Fortbestand
der RWE AG oder des RWE-Konzerns gefährden
könnten.
Risikokennzahlen im ersten Halbjahr 2023.
Commodity-Preis-Risiken und finanzwirtschaftliche Risiken
steuern wir anhand von Kennzahlen wie dem Value at Risk,
dem Cash Flow at Risk und Sensitivitäten.
Risiken im Handelsgeschäft von RWE Supply &
Trading messen wir mit dem Value at Risk (VaR). Dieser gibt
an, welchen Wert der mögliche Verlust aus einer
Risikoposition mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit in
einem gegebenen Zeithorizont nicht überschreitet.
Für die VaR-Berechnung legen wir im Konzern
grundsätzlich ein Konfidenzniveau von 95 % zugrunde
-bei einem Betrachtungszeitraum von einem Tag. Das
bedeutet, dass der Tagesverlust den VaR mit einer
Wahrscheinlichkeit von 95 % nicht übersteigt. Der VaR
für Preisrisiken von Commodity-Positionen im
Handelsgeschäft muss ein bestimmtes Limit einhalten,
das aktuell bei 60 Mio.€ liegt. Die tatsächlichen
Tageswerte waren meist deutlich niedriger. Im
Halbjahresdurchschnitt betrugen sie 22 Mio.€.
Das Management unseres Gasportfolios und das
LNG-Geschäft sind in einer eigenen
Organisationseinheit bei RWE Supply & Trading
gebündelt. Auch für diese Aktivitäten gibt
es ein VaR-Tageslimit , das sich auf 40 Mio.€
beläuft. Die tatsächlichen VaR-Werte lagen im
ersten Halbjahr bei durchschnittlich 19 Mio.€.
Ein Risikofaktor im Finanzbereich ist die Entwicklung
der Marktzinsen. Falls sie steigen, erhöhen sich auch
die Finanzierungskosten. Dieses Risiko messen wir mit dem
Cash Flow at Risk (CFaR). Dabei legen wir ein
Konfidenzniveau von 95 % und eine Haltedauer von einem Jahr
zugrunde. Im ersten Halbjahr 2023 belief sich der CFaR auf
durchschnittlich 92 Mio.€.
Bei einem Anstieg der Zinsen können sich die Kurse
von Wertpapieren aus unserem Bestand verringern - und
umgekehrt. Dies gilt in erster Linie für
festverzinsliche Anleihen. Das Kursrisiko messen wir per
Sensitivitätsanalyse. Zum Bilanzstichtag ergab sich
folgendes Bild: Bei einem Anstieg der Marktzinsen um 100
Basispunkte hätte sich der Wert der von uns gehaltenen
Anleihen um 23 Mio.€ verringert.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Halbjahresfinanzberichterstattung der
Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Essen, 7. August 2023
Der Vorstand
| Krebber | Müller | van Doren |
| in Mio.€ | Apr - Jun 2023 1 | Apr - Jun 2022 1 | Jan - Jun 2023 | Jan-Jun 2022 |
| Umsatzerlöse (inkl. Erdgas-/Stromsteuer) 2, 4, 5 | 5.523 | 8.349 | 14.976 | 16.415 |
| Erdgas-/Stromsteuer | -47 | -53 | -91 | -112 |
| Umsatzerlöse 2, 3, 4, 5 | 5.476 | 8.296 | 14.885 | 16.303 |
| Materialaufwand 2,5 | -3.157 | -8.207 | -12.408 | -15.777 |
| Personalaufwand | -767 | -634 | -1.427 | -1.325 |
| Abschreibungen | -1.591 | -403 | -2.085 | -785 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis 4, 5 | 191 | 238 | 3.251 | 3.733 |
| Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Beteiligungen | 122 | 68 | 369 | 140 |
| Übriges Beteiligungsergebnis | 20 | -12 | 11 | -53 |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern | 294 | -654 | 2.596 | 2.236 |
| Finanzerträge | 657 | 958 | 1.177 | 1.440 |
| Finanzaufwendungen | -351 | -456 | -1.258 | -1.099 |
| Ergebnis vor Steuern | 600 | -152 | 2.515 | 2.577 |
| Ertragsteuern | -180 | 90 | -446 | -385 |
| Ergebnis | 420 | -62 | 2.069 | 2.192 |
| Davon: Ergebnisanteile anderer Gesellschafter | 25 | 21 | 76 | 109 |
| Davon: Nettoergebnis/Ergebnisanteile der Aktionäre der RWE AG | 395 | -83 | 1.993 | 2.083 |
| Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie in€ | 0,53 | -0,12 | 2,68 | 3,08 |
1 Die freiwillige Angabe der Quartalswerte
für den Zeitraum vom 1. April bis 30. Juni 2023 und
das Vorjahresquartal unterliegen nicht der
prüferischen Durchsicht zum 30. Juni 2023.
2 Angepasste Vorjahreswerte aufgrund des
geänderten Ausweises von Beträgen aus Contracts
for Difference (siehe RWE Geschäftsbericht 2022, Seite
139).
3 Eine Darstellung der Umsatzerlöse nach
Produkten und Segmenten findet sich auf Seite 16.
4 Angepasste Vorjahreswerte aufgrund des
geänderten Ausweises von Entschädigungen aus
Redispatch-Maßnahmen (siehe Seite 35).
5 Angepasste Vorjahreswerte aufgrund des
geänderten Ausweises von Sonderabgaben für
stromerzeugende Unternehmen (siehe Seite 35).
| Beträge nach Steuern in Mio.€ | Apr - Jun 2023 1 | Apr - Jun 2022 1 | Jan - Jun 2023 | Jan - Jun 2022 |
| Ergebnis | 420 | -62 | 2.069 | 2.192 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen | -95 | 381 | -148 | 1.175 |
| Anteilig erfasste Erträge und Aufwendungen at-Equity-bilanzierter Beteiligungen | 61 | 4 | 61 | 2 |
| Marktbewertung von Eigenkapitalinstrumenten | 90 | -984 | 953 | -1.606 |
| Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen, die nicht erfolgswirksam umzugliedern sind | 56 | -599 | 866 | -429 |
| Unterschied aus der Währungsumrechnung | 111 | -44 | 173 | -98 |
| Marktbewertung von Fremdkapitalinstrumenten | 1 | -5 | 2 | -12 |
| Marktbewertung von Finanzinstrumenten in Sicherungsbeziehung | 563 | -472 | 4.651 | -5.901 |
| Anteilig erfasste Erträge und Aufwendungen at-Equity-bilanzierter Beteiligungen | -29 | 10 | -28 | 20 |
| Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen, die zukünftig erfolgswirksam umzugliedern sind | 646 | -511 | 4.798 | -5.991 |
| Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen (Other Comprehensive Income) | 702 | -1.110 | 5.664 | -6.420 |
| Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen (Total Comprehensive Income) | 1.122 | -1.172 | 7.733 | -4.228 |
| Davon: auf Aktionäre der RWE AG entfallend | 1.050 | -1.191 | 7.605 | -4.351 |
| Davon: auf andere Gesellschafter entfallend | 72 | 19 | 128 | 123 |
| in Mio.€ | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Langfristiges Vermögen | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 10.017 | 5.668 |
| Sachanlagen | 27.047 | 23.749 |
| At-Equity-bilanzierte Beteiligungen | 4.049 | 3.827 |
| Übrige Finanzanlagen | 5.351 | 4.434 |
| Derivate, Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 4.308 | 4.002 |
| Latente Steuern | 561 | 606 |
| 51.333 | 42.286 | |
| Kurzfristiges Vermögen | ||
| Vorräte | 2.099 | 4.206 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.307 | 9.946 |
| Derivate, Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 35.214 | 61.035 |
| Wertpapiere | 7.802 | 13.468 |
| Flüssige Mittel | 8.523 | 6.988 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 938 | 619 |
| 62.883 | 96.262 | |
| 114.216 | 138.548 |
| in Mio.€ | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Eigenkapital | ||
| Anteile der Aktionäre der RWE AG | 32.452 | 27.576 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 1.665 | 1.703 |
| 34.117 | 29.279 | |
| Langfristige Schulden | ||
| Rückstellungen | 16.049 | 15.595 |
| Finanzverbindlichkeiten | 12.782 | 9.789 |
| Derivate und übrige Verbindlichkeiten | 2.865 | 2.419 |
| Latente Steuern | 3.047 | 1.781 |
| 34.743 | 29.584 | |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Rückstellungen | 4.840 | 6.489 |
| Finanzverbindlichkeiten | 7.137 | 11.214 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.862 | 7.464 |
| Derivate und übrige Verbindlichkeiten | 26.452 | 54.518 |
| Zur Veräußerung bestimmte Schulden | 65 | |
| 45.356 | 79.685 | |
| 114.216 | 138.548 |
| in Mio.€ | Jan - Jun 2023 | Jan - Jun 2022 |
| Ergebnis | 2.069 | 2.192 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen | 2.072 | 196 |
| Veränderung der Rückstellungen | -1.431 | -623 |
| Latente Steuern/zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen/Ergebnis aus dem Abgang von Anlagegegenständen und Wertpapieren | -3.804 | 3.674 |
| Veränderung des Nettoumlaufvermögens | 3.107 | -2.534 |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 2.013 | 2.905 |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | -754 | -2.105 |
| Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | 214 | -2.009 |
| Zahlungswirksame Veränderung der flüssigen Mittel | 1.473 | -1.209 |
| Einfluss von Wechselkurs- und sonstigen Wertänderungen auf die flüssigen Mittel | 72 | -1 |
| Veränderung der flüssigen Mittel | 1.545 | -1.210 |
| Flüssige Mittel zum Anfang des Berichtszeitraums | 6.988 | 5.825 |
| Flüssige Mittel zum Ende des Berichtszeitraums | 8.533 | 4.615 |
| Davon: als zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte ausgewiesen | 10 | |
| Flüssige Mittel zum Ende des Berichtszeitraums laut Konzernbilanz | 8.523 | 4.615 |
| Veränderung des Eigenkapitals in Mio.€ | Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage der RWE AG | Gewinnrücklage und Bilanzgewinn | Accumulated Other Comprehensive Income | Anteile der Aktionäre der RWE AG | Anteile anderer Gesellschafter | Gesamt |
| Stand: 01.01.2022 | 5.959 | 10.724 | -1.415 | 15.268 | 1.748 | 17.016 |
| Kapitalauszahlungen | -5 | -5 | ||||
| Dividendenzahlungen | -609 | -609 | -175 | -784 | ||
| Ergebnis | 2.083 | 2.083 | 109 | 2.192 | ||
| Other Comprehensive Income | -430 | -6.004 | -6.434 | 14 | -6.420 | |
| Total Comprehensive Income | 1.653 | -6.004 | -4.351 | 123 | -4.228 | |
| Übrige Veränderungen | 24 | -2.560 | -2.536 | 7 | -2.529 | |
| Stand: 30.06.2022 | 5.959 | 11.792 | -9.979 | 7.772 | 1.698 | 9.470 |
| Stand: 01.01.2023 | 5.965 | 15.733 | 5.878 | 27.576 | 1.703 | 29.279 |
| Kapitalein-/-auszahlungen | 2.428 1 | -2.429 1 | -1 | -4 | -5 | |
| Dividendenzahlungen | -669 | -669 | -151 | -820 | ||
| Ergebnis | 1.993 | 1.993 | 76 | 2.069 | ||
| Other Comprehensive Income | 865 | 4.747 | 5.612 | 52 | 5.664 | |
| Total Comprehensive Income | 2.858 | 4.747 | 7.605 | 128 | 7.733 | |
| Übrige Veränderungen | -25 | -2.034 | -2.059 | -11 | -2.070 | |
| Stand: 30.06.2023 | 8.393 | 15.468 | 8.591 | 32.452 | 1.665 | 34.117 |
Die RWE AG mit Sitz in Essen, Deutschland, ist
Mutterunternehmen des RWE-Konzerns ("RWE" oder "Konzern").
Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2023
einschließlich weiterer Angaben im
Konzernzwischenlagebericht wurde nach den International
Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der
Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellt.
Er ist am 7. August 2023 zur Veröffentlichung
freigegeben worden.
Im Einklang mit IAS 34 wurde für die Darstellung
des Konzernzwischenabschlusses zum 30. Juni 2023 ein
gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022
verkürzter Berichtsumfang gewählt. Im
Konzernzwischenabschluss werden - mit Ausnahme der
nachfolgend beschriebenen Änderungen und Neuregelungen
- die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
angewendet wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022.
Für weitere Informationen verweisen wir auf den
Konzerngeschäftsbericht 2022, der die Basis für
den vorliegenden Halbjahresfinanzbericht darstellt.
Für Entsorgungsrückstellungen auf dem Gebiet
der Kernenergie wird ein durchschnittlicher
Abzinsungsfaktor von 2,5 % (31.12.2022: 2,5 %) und für
bergbaubedingte Rückstellungen von 3,1 % (31.12.2022:
3,2 %) zugrunde gelegt. Rückstellungen für
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden im
Inland mit 4,0 % und im Ausland mit 5,2 % abgezinst
(31.12.2022: 4,2 % bzw. 4,9 %).
Die Türkei gilt seit dem 30. Juni 2022 als
Hochinflationsland gemäß IAS 29. RWE wendet
daher seit dem 1. Januar 2022 für den einbezogenen
Abschluss eines vollkonsolidierten türkischen
Tochterunternehmens IAS 29 an. Der aus der retrospektiven
Erstanwendung des IAS 29 resultierende, im Eigenkapital
erfasste Effekt zum 1. Januar 2022 betrug 20 Mio.€.
Aus der IAS-29-Anwendung ergab sich im ersten Halbjahr 2023
ein in den Abschreibungen sowie im Finanzergebnis
ausgewiesener Verlust aus der Nettoposition der
monetären Posten in Höhe von 3 Mio.€
(Vorjahr: 15 Mio.€). Dabei wurde der
Verbraucherpreisindex des Statistikinstituts der
Türkei zur Adjustierung der Kaufkrafteffekte
verwendet. Zum 1. Januar 2023 betrug dieser 1.128
Basispunkte (Vorjahr: 687 Basispunkte) und erhöhte
sich im ersten Halbjahr 2023 auf 1.352 Basispunkte
(Vorjahr: 978 Basispunkte).
Für die Kapitalflussrechnung ergaben sich die
folgenden Effekte:
| Anpassungseffekt aus IAS-29-Anwendung | Jan - Jun | Jan - Jun |
| in Mio.€ | 2023 | 2022 |
| Ergebnis | 3 | -15 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen | -2 | 4 |
| Veränderung der Rückstellungen | 2 | 0 |
| Latente Steuern/zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen/ Ergebnis aus dem Abgang von Anlagegegenständen und Wertpapieren | -2 | 15 |
| Veränderung des Nettoumlaufvermögens | -1 | -4 |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 0 | 0 |
Der nicht in der Kapitalflussrechnung erfasste
Inflationseffekt (Kaufkraftverlust) auf den Anfangsbestand
der Zahlungsmittel in der Türkei beträgt zum 30.
Juni 2023 10 Mio.€ (Vorjahr: 19 Mio.€).
Der International Accounting Standards Board (IASB) hat
neue IFRS und Änderungen bei bestehenden IFRS
verabschiedet, die für den RWE-Konzern wegen der
erfolgten Anerkennung durch die EU ab dem
Geschäftsjahr 2023 verpflichtend anzuwenden sind:
| ― |
IFRS 17 "Versicherungsverträge" (2017) |
| ― |
Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" (2021) |
| ― |
Änderungen an IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler" (2021) |
| ― |
Änderungen an IAS 12 "Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einem einzigen Geschäftsvorfall entstehen" (2021) |
| ― |
Änderungen an IFRS 17 "Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 -Vergleichsinformationen" (2021) |
Diese neuen Regelungen haben keine wesentlichen
Auswirkungen auf den RWE-Konzernabschluss.
Änderung des Ausweises von Entschädigungen aus
Redispatch-Maßnahmen und von Sonderabgaben für
stromerzeugende Unternehmen. Bisher wurden im Rahmen von
Redispatch-Maßnahmen erhaltene Entschädigungen
in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Unter Redispatch-Maßnahmen versteht man Eingriffe
durch Übertragungsnetzbetreiber in die
Erzeugungsleistung von Kraftwerken, um
Stromleitungsabschnitte vor einer Überlastung zu
schützen. Sofern eine Anlage zum Gegenstand einer
Redispatch-Maßnahme gemacht wird, besteht ein
Anspruch auf eine Entschädigung.
Um die Auswirkungen der Entschädigungsleistungen
aus Redispatch-Maßnahmen zutreffender darzustellen,
werden ab diesem Berichtsjahr in diesem Zusammenhang
erhaltene Beträge in den Umsatzerlösen
ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend
angepasst, wodurch sich der ausgewiesene Umsatz von Januar
bis Juni 2022 um 25 Mio.€ erhöht hat,
während das sonstige betriebliche Ergebnis von Januar
bis Juni 2022 um 25 Mio.€ gesunken ist.
Zudem wurden die in 2022 in vielen europäischen
Ländern eingeführten Sonderabgaben für
stromerzeugende Unternehmen im ersten Halbjahr 2022 je nach
konkreter Ausgestaltung der Sonderabgabe umsatzmindernd
oder materialaufwanderhöhend ausgewiesen. Bereits im
RWE-Geschäftsbericht 2022 wurde dieser Ausweis
geändert und die Sonderabgaben für
stromerzeugende Unternehmen einheitlich in den sonstigen
betrieblichen Aufwendungen erfasst. Dementsprechend wurden
die Vorjahreszahlen für den vorliegenden
Halbjahresbericht angepasst, wodurch sich der ausgewiesene
Umsatz von Januar bis Juni 2022 um 22 Mio.€
erhöht hat, der Materialaufwand von Januar bis Juni
2022 um 33 Mio.€ gesunken ist und das sonstige
betriebliche Ergebnis von Januar bis Juni 2022 um 55
Mio.€ gesunken ist.
Der IASB hat weitere Standards und Änderungen an
Standards verabschiedet, die in der EU im
Geschäftsjahr 2023 noch nicht verpflichtend anzuwenden
sind. Diese nachfolgend aufgeführten Standards und
Änderungen an Standards werden voraussichtlich keine
wesentlichen Auswirkungen auf den RWE-Konzernabschluss
haben:
| ― |
Amendments to IAS 1 "Presentation of Financial Statements: Classification of Liabilities as Current or Non-current" (2020) und "Presentation of Financial Statements: Classification of Liabilities as Current or Non-current - Deferral of Effective Date" (2020) und "Presentation of Financial Statements: Non-current Liabilities with Covenants" (2022) |
| ― |
Amendments to IFRS 16 "Leases: Lease Liability in a Sale and Leaseback" (2022) |
| ― |
Amendments to IAS 12 "Income taxes: International Tax Reform - Pillar Two Model Rules" (2023) |
| ― |
Amendments to IAS 7 "Statement of Cash Flows" (2023) und IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures: Supplier Finance Arrangements" (2023) |
In den Konzernabschluss einbezogen sind neben der RWE AG
alle wesentlichen in- und ausländischen
Tochterunternehmen, die die RWE AG unmittelbar oder
mittelbar beherrscht. Wesentliche assoziierte Unternehmen
werden nach der Equity-Methode bilanziert, wesentliche
gemeinsame Vereinbarungen nach der Equity-Methode
(Gemeinschaftsunternehmen) oder als gemeinschaftliche
Tätigkeit.
Im Folgenden wird dargestellt, welche Veränderungen
sich bei der Anzahl der vollkonsolidierten Unternehmen und
der mittels der Equity-Methode bilanzierten assoziierten
Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen ergeben haben:
| Anzahl vollkonsolidierter Unternehmen | Inland | Ausland | Gesamt |
| Stand: 01.01.2023 | 54 | 395 | 449 |
| Erstkonsolidierungen | 7 | 351 | 358 |
| Entkonsolidierungen | -2 | -7 | -9 |
| Verschmelzungen | -1 | -1 | |
| Stand: 30.06.2023 | 59 | 738 | 797 |
| Anzahl at-Equity-bilanzierter assoziierter Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | Inland | Ausland | Gesamt |
| Stand: 01.01.2023 | 11 | 21 | 32 |
| Erwerbe | |||
| Veräußerungen | |||
| Sonstige Veränderungen | |||
| Stand: 30.06.2023 | 11 | 21 | 32 |
Zudem werden zwei (31.12.2022: zwei) Gesellschaften als
gemeinschaftliche Tätigkeiten abgebildet.
Erwerb des niederländischen Gaskraftwerks Magnum.
Am 31. Januar 2023 hat RWE 100 % der Anteile an der
Eemshaven Magnum B.V., Amsterdam, Niederlande, erworben.
Durch den Anteilserwerb werden neben dem Gaskraftwerk
Magnum mit einer installierten Kapazität von rund 1,4
GW rund 70 Mitarbeiter und verbundene Solaraktivitäten
mit ungefähr 6 MW übernommen.
Die im Rahmen der Transaktion übernommenen
Vermögenswerte und Schulden sind in der folgenden
Tabelle dargestellt:
| Bilanzposten in Mio.€ | IFRS-Buchwerte (beizulegender Zeitwert) bei Erstkonsolidierung (Stand: 30.06.2023) |
| Langfristige Vermögenswerte | 619 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 3 |
| Langfristige Schulden | 18 |
| Kurzfristige Schulden | 161 |
| Nettovermögen | 443 |
| Kaufpreis | 430 |
| Vorläufiger negativer Unterschiedsbetrag | -13 |
Der beizulegende Zeitwert der in den langfristigen und
kurzfristigen Vermögenswerten enthaltenen Forderungen
belief sich auf 144 Mio.€ und entsprach dem
Bruttobetrag der Forderungen, die voll einbringlich sind.
Seit der erstmaligen Konsolidierung hat die erworbene
Gesellschaft 290 Mio.€ zum Umsatz, 59 Mio.€ zum
Ergebnis und 55 Mio.€ zum bereinigten EBITDA des
Konzerns beigetragen.
Der Kaufpreis wurde ausschließlich in
flüssigen Mitteln entrichtet.
Der Ertrag aus dem vorläufigen negativen
Unterschiedsbetrag wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung
in dem Posten sonstiges betriebliches Ergebnis erfasst. Der
negative Unterschiedsbetrag resultiert aus
Kaufpreisanpassungen infolge eines zeitlichen Verzugs beim
Abschluss des Erwerbs.
Die erstmalige Bilanzierung des
Unternehmenszusammenschlusses ist noch nicht
abschließend festgestellt.
Erwerb des Erneuerbare-Energien-Geschäfts von Con
Edison. Am 1. März 2023 wurde der Erwerb von 100 % der
Anteile an Con Edison Clean Energy Businesses, Inc. (CEB),
Valhalla, USA, abgeschlossen. Die Übernahme ist im
Oktober 2022 mit dem US-Konzern Con Edison, Inc., New York,
USA, vereinbart worden. CEB ist eines der führenden
Erneuerbare-Energien-Unternehmen in den Vereinigten Staaten
und verfügt über Stromerzeugungskapazitäten
von 3,1 GW; etwa 90 % davon sind Solaranlagen. Hinzu kommt
eine Entwicklungspipeline für mehr als 7 GW
Erzeugungsleistung.
Die im Rahmen der Transaktion übernommenen
Vermögenswerte und Schulden sind in der folgenden
Tabelle dargestellt:
| Bilanzposten in Mio.€ | IFRS-Buchwerte (beizulegender Zeitwert) bei Erstkonsolidierung (Stand: 30.06.2023) |
| Langfristige Vermögenswerte | 5.898 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 885 |
| Langfristige Schulden | 3.131 |
| Kurzfristige Schulden | 1.211 |
| Nettovermögen | 2.441 |
| Kaufpreis | 3.802 |
| Vorläufiger Unterschiedsbetrag | 1.361 |
Der beizulegende Zeitwert der in den langfristigen und
kurzfristigen Vermögenswerten enthaltenen Forderungen
belief sich auf 207 Mio.€ und entsprach dem
Bruttobetrag der Forderungen, die voll einbringlich sind.
Seit der erstmaligen Konsolidierung zum 1. März
2023 hat die erworbene Gesellschaft 241 Mio.€ zum
Umsatz, 34 Mio.€ zum Ergebnis und 17 Mio.€ zum
bereinigten EBITDA des Konzerns beigetragen.
Der Kaufpreis wurde ausschließlich in
flüssigen Mitteln entrichtet.
Der vorläufige Unterschiedsbetrag ist im
Wesentlichen auf zu erwartende zukünftige
Nutzeneffekte, u.a. aus Projektentwicklungskompetenzen des
Entwicklungsteams, Repowering-Potenzialen und dem Zugang zu
neuen Märkten, zurückzuführen. Der erwartete
für steuerliche Zwecke abzugsfähige
vorläufige Unterschiedsbetrag beträgt 1.291
Mio.€.
Die erstmalige Bilanzierung des
Unternehmenszusammenschlusses ist aufgrund der komplexen
Struktur der Transaktion noch nicht abschließend
festgestellt.
Erwerb des britischen Entwicklers JBM Solar. Am 1.
März 2023 hat RWE 100 % der Anteile am britischen
Entwickler von Photovoltaik- und Batteriespeicherprojekten
JBM Solar Ltd, Cardiff, Großbritannien, erworben.
Neben einer Projektpipeline für Photovoltaikanlagen
mit einer Gesamtkapazität von rund 3,8 GW sowie 2,3 GW
Batteriespeichern wird auch ein Team von rund 30
Mitarbeitern übernommen.
Die im Rahmen der Transaktion übernommenen
Vermögenswerte und Schulden sind in der folgenden
Tabelle dargestellt:
| Bilanzposten in Mio.€ | IFRS-Buchwerte (beizulegender Zeitwert) bei Erstkonsolidierung (Stand: 30.06.2023) |
| Langfristige Vermögenswerte | 283 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1 |
| Langfristige Schulden | 77 |
| Kurzfristige Schulden | 28 |
| Nettovermögen | 179 |
| Kaufpreis | 362 |
| Vorläufiger Unterschiedsbetrag | 183 |
Seit der erstmaligen Konsolidierung zum 1. März
2023 ergaben sich für die erworbene Gesellschaft noch
keine wesentlichen Beiträge zum Umsatz, zum Ergebnis
und zum bereinigten EBITDA des Konzerns.
Der Kaufpreis wurde ausschließlich in
flüssigen Mitteln entrichtet.
Der vorläufige Unterschiedsbetrag ist im
Wesentlichen auf zu erwartende zukünftige
Nutzeneffekte, u.a. aus Projektentwicklungskompetenzen des
Entwicklungsteams, zurückzuführen.
Die erstmalige Bilanzierung des
Unternehmenszusammenschlusses ist noch nicht
abschließend festgestellt.
Wären alle Unternehmenszusammenschlüsse des
Berichtszeitraums bereits zum 1. Januar 2023 erfolgt,
würde das Ergebnis des Konzerns 2.048 Mio.€ und
der Konzernumsatz 15.064 Mio.€ betragen.
Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde
über aktienkursbasierte Vergütungssysteme
für Führungskräfte der RWE AG und
nachgeordneter verbundener Unternehmen berichtet. Im Rahmen
des Long-Term-Incentive-Plans für
Führungskräfte mit der Bezeichnung "Strategic
Performance Plan" (SPP) hat die RWE AG für das
Geschäftsjahr 2023 eine weitere Tranche begeben.
Der erforderliche Impairmenttest im Segment
Kohle/Kernenergie ergab für die
zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE)
Nord-Süd-Bahn und Inden
außerplanmäßige Abschreibungen in
Höhe von insgesamt 1.063 Mio. €. Mit den
Impairments werden die auf Grund der Turbulenzen an den
Energiemärkten letztes Jahr notwendigen
Wertaufholungen wieder rückgängig gemacht. Die
ZGE Nord-Süd-Bahn umfasst die Kraftwerke
Niederaußem und Neurath, die Tagebaue Hambach und
Garzweiler sowie die Veredlung. Die ZGE Inden umfasst das
Kraftwerk Weisweiler und den Tagebau Inden.
Im Wesentlichen ist die Wertberichtigung durch stark
gesunkene Marktpreise für Strom und gleichzeitig
weniger stark gesunkene Marktpreise für CO
2-Emissionsrechte im Vergleich zu den
außerordentlich hohen Preisen im letzten Jahr
begründet.
Zur Ermittlung des erzielbaren Betrags als beizulegender
Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten
wurden grundsätzlich die gleichen Bewertungsmodelle
und -parameter wie im Geschäftsjahr 2022 angewendet.
Dabei wurden u.a. aktualisierte
Diskontierungszinssätze nach Steuern von jeweils 5,00
% verwendet (Vorjahr: 5,25 %). Aufgrund der Verwendung
interner Planungsannahmen ist der ermittelte beizulegende
Zeitwert der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen.
Die Hauptversammlung der RWE AG hat am 4. Mai 2023
beschlossen, eine Dividende für das Geschäftsjahr
2022 in Höhe von 0,90€ je dividendenberechtigte
RWE-Aktie auszuschütten. Die Ausschüttung
für das Geschäftsjahr 2022 erfolgte am 9. Mai
2023 und betrug insgesamt 669 Mio.€ (Vorjahr: 609
Mio.€).
Am 15. März 2023 erfolgte die Wandlung der im
Oktober 2022 mit einem Gesamtnennbetrag von
2.427.600.000€ gegen Bareinlage an Qatar Holding LLC,
eine Tochtergesellschaft der Qatar Investment Authority,
begebenen Pflichtwandelschuldverschreibung in neue Aktien
der RWE AG. Zum Zeitpunkt der Begebung der
Pflichtwandelanleihe im Oktober 2022 wurde der Betrag der
Pflichtwandelanleihe in Höhe von 2.365.138.635€
im Eigenkapital und in Höhe von 62.461.365€ als
Finanzverbindlichkeit erfasst. Mit der vorgenommenen
Wandlung in Aktien der RWE AG am 15. März 2023 hat
sich der im Eigenkapital erfasste Betrag der
Pflichtwandelanleihe nicht verändert, jedoch erfolgt
nun der Ausweis, im Einklang mit der rechtlichen Wandlung
in Aktien der RWE AG, im Eigenkapitalspiegel nicht mehr in
den Gewinnrücklagen, sondern ausschließlich in
den Posten Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage
der RWE AG. Zudem wurden Transaktionskosten im Zusammenhang
mit der Begebung der Pflichtwandelanleihe in Höhe von
2.139.469€ direkt mit dem Eigenkapital verrechnet.
Im Februar 2023 hat RWE zwei weitere grüne Anleihen
mit einem Volumen von jeweils 500 Mio.€
(Gesamtvolumen: 1 Mrd.€) begeben. Für die erste
Anleihe mit einer Laufzeit bis 2029 betrug die Rendite bis
zur Fälligkeit zum Emissionszeitpunkt 3,680 %,
basierend auf einem Kupon von 3,625 % p.a. und einem
Ausgabepreis von 99,709 %. Für die zweite Anleihe mit
einer Laufzeit bis 2035 belief sich die Rendite bis zur
Fälligkeit zum Emissionszeitpunkt auf 4,148 %,
basierend auf einem Kupon von 4,125 % p.a. und einem
Ausgabepreis von 99,786 %. Das von RWE erstellte Regelwerk
für grüne Anleihen, das RWE Green Bond Framework,
sieht die Verwendung der Emissionserlöse
ausschließlich für die Finanzierung bzw. die
Refinanzierung von Windkraft- und Solarprojekten vor.
Im März 2023 ist Tranche C der abgeschlossenen
syndizierten Kreditlinie über 3 Mrd.€
ausgelaufen. Sie wurde um sechs Monate bis September 2023
verlängert. Tranche A über 3 Mrd.€ und
Tranche B über 2 Mrd.€ der syndizierten
Kreditlinie laufen unverändert bis April 2026.
| Ergebnis je Aktie | Jan -Jun 2023 | Jan - Jun 2022 | |
| Nettoergebnis/Ergebnisanteile der Aktionäre der RWE AG | Mio.€ | 1.993 | 2.083 |
| Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien | Tsd. Stück | 743.841 | 676.220 |
| Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie | € | 2,68 | 3,08 |
Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
gelten im RWE-Konzern als nahestehende Unternehmen. Die mit
wesentlichen nahestehenden Unternehmen getätigten
Geschäfte führten im ersten Halbjahr 2023 zu
Erträgen in Höhe von 564 Mio.€
(Vorjahreszeitraum: 387 Mio.€). Zudem führten die
mit wesentlichen nahestehenden Unternehmen getätigten
Geschäfte zu Aufwendungen in Höhe von 253
Mio.€ (Vorjahreszeitraum: 457 Mio.€). Zum 30.
Juni 2023 betrugen die Forderungen 261 Mio.€
(31.12.2022: 244 Mio.€) und die Verbindlichkeiten 291
Mio.€ (31.12.2022: 405 Mio.€). Alle
Geschäfte sind zu marktüblichen Konditionen
abgeschlossen worden und unterscheiden sich
grundsätzlich nicht von den Liefer- und
Leistungsbeziehungen mit anderen Unternehmen. Die sonstigen
Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften betrugen
111 Mio.€ (31.12.2022: 111 Mio.€).
Darüber hinaus hat der RWE-Konzern keine
wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen
oder Personen getätigt.
Finanzinstrumente lassen sich danach unterscheiden, ob
sie originär oder derivativ sind. Die originären
Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im
Wesentlichen die übrigen Finanzanlagen, die
Forderungen, die kurzfristigen Wertpapiere und die
flüssigen Mittel. Die Finanzinstrumente sind
abhängig von ihrer Klassifizierung mit den
fortgeführten Anschaffungskosten oder dem
beizulegenden Zeitwert angesetzt. Finanzinstrumente der
Aktivseite werden für Zwecke der Bilanzierung den
nachfolgenden Kategorien zugeordnet:
| ― |
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Fremdkapitalinstrumente: Die vertraglichen Geldflüsse bestehen ausschließlich aus Zins und Tilgung auf den ausstehenden Kapitalbetrag und für das Finanzinstrument besteht eine Halteabsicht bis zur Endfälligkeit. |
| ― |
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapitalinstrumente: Die vertraglichen Geldflüsse bestehen ausschließlich aus Zins und Tilgung auf den ausstehenden Kapitalbetrag und für das Finanzinstrument besteht sowohl eine Halte- als auch eine Veräußerungsabsicht. |
| ― |
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente: Von der Option, Änderungen des beizulegenden Zeitwertes direkt im Eigenkapital auszuweisen, wird Gebrauch gemacht. |
| ― |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte: Die vertraglichen Geldflüsse aus Fremdkapitalinstrumenten bestehen nicht ausschließlich aus Zins und Tilgung auf den ausstehenden Kapitalbetrag oder die Option zum Ausweis von Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Eigenkapitalinstrumenten direkt im Eigenkapital wird nicht angewendet. |
Auf der Passivseite bestehen die originären
Finanzinstrumente im Wesentlichen aus zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten.
Die Bewertung von zum beizulegenden Zeitwert angesetzten
Finanzinstrumenten erfolgt anhand des veröffentlichten
Börsenkurses, sofern die Finanzinstrumente an einem
aktiven Markt gehandelt werden. Der beizulegende Zeitwert
nicht notierter Fremd- und Eigenkapitaltitel wird
grundsätzlich auf Basis diskontierter erwarteter
Zahlungsströme unter Berücksichtigung
makroökonomischer Entwicklungen und
Unternehmensplandaten ermittelt. Zur Diskontierung werden
aktuelle restlaufzeitkongruente Marktzinssätze
herangezogen.
Derivative Finanzinstrumente werden - sofern sie in den
Anwendungsbereich von IFRS 9 fallen - grundsätzlich
mit ihren beizulegenden Zeitwerten am Bilanzstichtag
bilanziert. Börsengehandelte Produkte werden mit den
veröffentlichten Schlusskursen der jeweiligen
Börsen bewertet. Nicht börsengehandelte Produkte
werden anhand öffentlich zugänglicher
Broker-Quotierungen bewertet oder - falls solche nicht
vorhanden sind - anhand allgemein anerkannter
Bewertungsmodelle. Dabei orientieren wir uns, soweit
möglich, an Notierungen auf aktiven Märkten.
Sollten auch diese Notierungen nicht vorliegen,
fließen unternehmensspezifische Planannahmen in die
Bewertung ein. Diese umfassen sämtliche Marktfaktoren,
die auch andere Marktteilnehmer für die
Preisfestsetzung berücksichtigen würden.
Energiewirtschaftliche und volkswirtschaftliche Annahmen
werden in einem umfangreichen Prozess und unter
Einbeziehung interner und externer Experten ermittelt.
Die Bemessung des beizulegenden Zeitwertes einer Gruppe
finanzieller Vermögenswerte und finanzieller
Verbindlichkeiten wird auf Basis der Nettorisikoposition
pro Geschäftspartner vorgenommen.
Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten im Anwendungsbereich von IFRS 7 stimmen
grundsätzlich mit ihren beizulegenden Zeitwerten
überein. Abweichungen gibt es lediglich bei den
Finanzverbindlichkeiten. Deren Buchwert beträgt 18.236
Mio.€ (31.12.2022: 19.438 Mio.€), der
beizulegende Zeitwert 17.694 Mio.€ (31.12.2022: 18.830
Mio.€).
Die folgende Übersicht stellt die Einordnung aller
zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente in
die durch IFRS 13 vorgegebene Fair-Value-Hierarchie dar.
Die einzelnen Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind
gemäß IFRS 13 wie folgt definiert:
| ― |
Stufe 1: Bewertung mit (unverändert übernommenen) Preisen von identischen Finanzinstrumenten, die sich auf aktiven Märkten gebildet haben, |
| ― |
Stufe 2: Bewertung auf Basis von Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um Preise der Stufe 1 handelt, die sich aber für das Finanzinstrument entweder direkt (d. h. als Preis) oder indirekt (d.h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen, |
| ― |
Stufe 3: Bewertung mithilfe von Faktoren, die sich nicht auf beobachtbare Marktdaten stützen. |
| Fair-Value-Hierarchie 1 in Mio.€ | Summe 30.06.2023 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Übrige Finanzanlagen | 5.351 | 4.873 | 150 | 328 |
| Derivate (aktiv) | 29.605 | 27.313 | 2.292 | |
| Davon: in Sicherungsbeziehungen | 7.704 | 7.704 | ||
| Wertpapiere | 6.687 | 6.687 | ||
| Derivate (passiv) | 25.468 | 24.666 | 802 | |
| Davon: in Sicherungsbeziehungen | 3.975 | 3.975 |
| Fair-Value-Hierarchie 1 in Mio.€ | Summe 31.12.2022 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Übrige Finanzanlagen | 4.434 | 3.871 | 97 | 466 |
| Derivate (aktiv) | 50.361 | 46.002 | 4.359 | |
| Davon: in Sicherungsbeziehungen | 9.058 | 9.058 | ||
| Wertpapiere | 10.695 | 10.695 | ||
| Derivate (passiv) | 53.656 | 51.694 | 1.962 | |
| Davon: in Sicherungsbeziehungen | 8.029 | 8.029 |
1 Teilweise angepasste Vorjahreswerte.
Im Vorjahr wurden Wertberichtigungen in Höhe von
748 Mio.€ auf als Derivate zum Fair Value bilanzierte
Verträge über Steinkohlebezüge aus Russland
im sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst. Diese
Wertberichtigungen wurden erforderlich aufgrund der
Sanktionen, die die EU und Großbritannien gegen
Russland infolge des Ukraine-Kriegs verhängt haben.
Die folgende Darstellung zeigt die Entwicklung der nach
Stufe 3 zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten
Finanzinstrumente:
| Finanzinstrumente der
Stufe 3:
Entwicklung im Jahr 2023 |
Stand: 01.01.2023 | Änderungen Konsolidierungskreis, Währungsanpassungen, Sonstiges | Veränderungen | Stand: 30.06.2022 | ||
| in Mio.€ | Erfolgswirksam | Erfolgsneutral (OCI) | Zahlungswirksam | |||
| Übrige Finanzanlagen | 466 | -142 | 10 | -6 | 328 | |
| Derivate (aktiv) | 4.359 | -944 | -1.123 | 2.292 | ||
| Derivate (passiv) | 1.962 | -4 | -616 | -540 | 802 | |
| Finanzinstrumente der
Stufe 3:
Entwicklung im Jahr 2022 |
Stand: 01.01.2022 | Änderungen Konsolidierungskreis, Währungsanpassungen, Sonstiges | Veränderungen | Stand: 30.06.2022 | ||
| in Mio.€ | Erfolgswirksam | Erfolgsneutral (OCI) | Zahlungswirksam | |||
| Übrige Finanzanlagen | 282 | -11 | -2 | 58 | 327 | |
| Derivate (aktiv) | 3.879 | -2 | 4.641 | -1.836 | 6.682 | |
| Derivate (passiv) | 1.232 | 4 | 1.345 | -795 | 1.786 | |
Die erfolgswirksam erfassten Gewinne und Verluste von
Finanzinstrumenten der Stufe 3 entfallen auf folgende
Posten der Gewinn- und Verlustrechnung:
| Finanzinstrumente der
Stufe 3:
erfolgswirksam erfasste Gewinne und Verluste in Mio.€ |
Gesamt Jan - Jun 2023 | Davon: auf Finanzinstrumente entfallend, die am Bilanzstichtag noch gehalten wurden | Gesamt Jan - Jun 2022 | Davon: auf Finanzinstrumente entfallend, die am Bilanzstichtag noch gehalten wurden |
| Sonstige betriebliche
Erträge/Aufwendungen |
-328 | -335 | 3.297 | 3.297 |
| Beteiligungsergebnis | 10 | 10 | -3 | -3 |
| -318 | -325 | 3.294 | 3.294 |
Derivative Finanzinstrumente der Stufe 3 umfassen im
Wesentlichen Energiebezugs- und Rohstoffverträge, die
Handelsperioden betreffen, für die es noch keine
aktiven Märkte gibt. Ihre Bewertung ist insbesondere
von der Entwicklung der Strom-, Öl- und Gaspreise
abhängig. Bei steigenden Marktpreisen erhöht sich
bei sonst gleichen Bedingungen der beizulegende Zeitwert,
bei sinkenden Marktpreisen verringert er sich. Eine
Veränderung der Preisverhältnisse um + /-10 %
würde zu einem Anstieg des Marktwertes um 34
Mio.€ (Vorjahr: 45 Mio.€) bzw. zu einem
Rückgang um 34 Mio.€ (Vorjahr: 45 Mio.€)
führen.
Ausführungen zu Ereignissen nach dem Bilanzstichtag
enthält der Konzernzwischenlagebericht.
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss -
bestehend aus verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung,
verkürzter Gesamtergebnisrechnung, verkürzter
Bilanz, verkürzter Kapitalflussrechnung,
verkürzter Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie
ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den
Konzernzwischenlagebericht der RWE Aktiengesellschaft,
Essen, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni
2023, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach
§ 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht
unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten
Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der
Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu
dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem
Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des
Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze für die prüferische
Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender
Beachtung des International Standard on Review Engagements
"Review of Interim Financial Information Performed by the
Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen.
Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und
durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung
mit einer gewissen Sicherheit ausschließen
können, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische
Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf
Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf
analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die
durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
vorgenommen haben, können wir einen
Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu
der Annahme veranlassen, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.
Essen, den 7. August 2023
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Markus Dittmann | Aissata Touré |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüferin |
| 14. November 2023 | Zwischenmitteilung über die ersten drei Quartale 2023 |
| 28. November 2023 | Kapitalmarkttag |
| 14. März 2024 | Bericht über das Geschäftsjahr 2023 |
| 03. Mai 2024 | Hauptversammlung |
| 06. Mai 2024 | Ex-Dividende-Tag |
| 08. Mai 2024 | Dividendenzahlung |
| 15. Mai 2024 | Zwischenmitteilung über das erste Quartal 2024 |
| 14. August 2024 | Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2024 |
| 13. November 2024 | Zwischenmitteilung über die ersten drei Quartale 2024 |
Der vorliegende Zwischenbericht ist am 10. August 2023
veröffentlicht worden. Alle Veranstaltungen zur
Veröffentlichung von Finanzberichten und die
Hauptversammlung werden live im Internet übertragen.
Aufzeichnungen sind mindestens zwölf Monate lang
abrufbar.
RWE Aktiengesellschaft
RWE Platz 1
45141 Essen
www.rwe.com