![]() RWE AktiengesellschaftEssenHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2025 bis zum 30.06.2025RWE bekräftigt Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2025 // Bereinigtes EBITDA im
ersten Halbjahr mit 2,1 Mrd. € im erwarteten Rahmen // Zusätzliche Erträge durch Inbetriebnahme
neuer Erzeugungskapazitäten, aber auch Belastungen wegen schwachem Windaufkommen und
niedrigerer realisierter Strompreise // Erste Etappe des Aktienrückkaufprogramms über
1,5 Mrd.€ erfolgreich abgeschlossen // RWE und Amazon Web Services vereinbaren strategische
Zusammenarbeit Auf einen Blick
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Teilweise angepasste Vorjahreswerte; siehe Erläuterung auf Seite 11. RWE am KapitalmarktPerformance der RWE-Aktie sowie der Indizes DAX und STOXX Europe 600 Utilities![]() DAX setzt Höhenflug fort.Trotz fortdauernder geopolitischer Krisen und drohender Zollschranken im Handel mit
den USA hielt der Aufschwung am deutschen Aktienmarkt im ersten Halbjahr 2025 an.
Der DAX 40 erreichte immer neue Rekordwerte und überschritt im Mai erstmals die 24.000-Punkte-Marke.
Am 30. Juni schloss er mit 23.910 Punkten, was einer Halbjahresrendite von 20 % entspricht.
Ein Grund für die gute Performance war, dass die Europäische Zentralbank angesichts
einer nachlassenden Inflation die geldpolitischen Zügel gelockert hat. Gleich viermal
im ersten Halbjahr senkte sie die Leitzinsen. Positiven Einfluss hatte auch das geplante Ausgabenpaket von 500 Mrd. €, mit dem die
neue deutsche Bundesregierung die Energie- und Verkehrsinfrastruktur sowie die Landesverteidigung
stärken will. Darüber hinaus hat die Unsicherheit über den wirtschaftspolitischen
Kurs der USA dazu geführt, dass wieder mehr Gelder in den europäischen Aktienmarkt
flossen. RWE-Aktie mit Halbjahresrendite von 27 %.Die RWE-Aktie konnte ebenfalls deutlich zulegen. Ende Juni ging sie mit 35,43 € aus
dem Handel. Ihre Halbjahresrendite unter Einbeziehung der Dividende belief sich auf
27 %. Damit konnte die RWE-Aktie nicht nur den DAX 40, sondern auch den Branchenindex
STOXX Europe 600 Utilities (+ 20 %) hinter sich lassen. Positive Resonanz am Kapitalmarkt
fand die Ankündigung von RWE, angesichts gestiegener regulatorischer Unwägbarkeiten
das Investitionsprogramm "Growing Green" zu kürzen und die Renditeanforderung an Neubauprojekte
zu erhöhen. Analysten und Investoren sehen dies - ebenso wie den laufenden Aktienrückkauf
- als Beleg für eine wertorientierte Unternehmenspolitik. Kursstützend wirkte auch,
dass sich die Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien in den USA nicht so stark
verschlechtert haben, wie nach dem Regierungswechsel befürchtet worden war, und wir
dort auch in Zukunft profitabel wachsen können. Dividende von 1,10 € je Aktie gezahlt.Die Hauptversammlung der RWE AG vom 30. April 2025 hat dem Dividendenvorschlag von
Vorstand und Aufsichtsrat für das zurückliegende Geschäftsjahr mit breiter Mehrheit
zugestimmt. Am 6. Mai schütteten wir einen Betrag von 1,10 € je Aktie aus. Das sind
0,10 € mehr als im Vorjahr. Erste Tranche des Aktienrückkaufprogramms abgeschlossen.Bei der Umsetzung des am 28. November 2024 begonnenen Aktienrückkaufprogramms über
1,5 Mrd. € kommen wir planmäßig voran. Im Rahmen der ersten von drei Tranchen über
jeweils 500 Mio. € haben wir in den sechs Monaten bis zum 28. Mai 2025 insgesamt 15.835.597
Aktien zurückgekauft. Am 2. Juni fiel der Startschuss für die zweite Tranche, für
die wir ebenfalls sechs Monate veranschlagen. RWE hat den Aktienrückkauf beschlossen,
weil sich geplante Investitionen in die US-Offshore-Windkraft und das europäische
Wasserstoffgeschäft verzögert haben und dadurch Mittel frei geworden sind. Die zurückerworbenen
Aktien werden eingezogen. Auf den Hauptversammlungen vom 4. Mai 2023 und vom 30. April
2025 haben uns die Aktionäre die für den Rückkauf erforderlichen Ermächtigungen erteilt. RWE kehrt mit erfolgreicher Emission an den Markt für Hybridanleihen zurück.Im Juni 2025 hat RWE zwei grüne Hybridanleihen über jeweils 500 Mio. € begeben. Die
Papiere haben eine Laufzeit von 30 Jahren. RWE hat allerdings ein vorzeitiges Kündigungsrecht,
das bei der einen Anleihe nach 5,25 Jahren und bei der anderen nach acht Jahren ausgeübt
werden kann. Entsprechend unterscheiden sich auch die Kupons: Sie betragen 4,125 %
bzw. 4,625 %. Die Emission stieß bei Anlegern auf großes Interesse und war mehr als
zehnfach überzeichnet. Es war das erste Mal seit 2015, dass wir eine Hybridanleihe
begeben haben. Ein Vorteil dieser Finanzierungsform liegt darin, dass die Ratingagenturen
Moody's und Fitch die erhaltenen Mittel zu 50 % als Eigenkapital einstufen. Mit dem
Emissionserlös finanzieren wir Investitionen in erneuerbare Energien. Im Berichtszeitraum haben wir auch eine Hybridanleihe getilgt. Es handelte sich um
eine Emission vom April 2015 über 550 Mio. €, deren ausstehender Betrag wegen frühzeitiger
Rückkäufe seitens RWE bereits auf 282 Mio. € gesunken war. Wir hatten das Recht, die
Anleihe zehn Jahre nach ihrer Begebung zu kündigen. Kreditlinien zu günstigeren Konditionen erneuert.Im Mai 2025 haben wir unsere drei syndizierten Kreditlinien über insgesamt 10 Mrd.
€ durch gleich hohe Linien mit längeren Laufzeiten und geringeren Finanzierungskosten
ersetzt. Bereitgestellt wird das Kreditvolumen von einem internationalen Konsortium
aus 34 Banken. Die ersten beiden Linien über 3 Mrd. € und 2 Mrd. € laufen bis Mai
2030 (vorher: April 2026); die dritte Linie über 5 Mrd. € steht uns bis Mai 2028 zur
Verfügung (vorher: Juli 2025). Wir nutzen diese Finanzierungsinstrumente ausschließlich
zur Liquiditätssicherung. Wie bisher hängen die Konditionen der Kreditlinien auf unsere
Initiative hin mit davon ab, ob wir bestimmte Nachhaltigkeitsziele erreichen. Falls
nein, müssen wir höhere Zinsen und Bereitstellungsgebühren entrichten. Die Mehrausgaben
würden zur Hälfte gemeinnützigen Organisationen zufließen. KonzernzwischenlageberichtRahmenbedingungen unseres GeschäftsRegulatorisches UmfeldBundesregierung will Energiewende beschleunigen.Am 6. Mai 2025, dem Tag der Ernennung von Bundeskanzler Friedrich Merz und seinem
Ministerkabinett, hat die neue Bundesregierung aus CDU / CSU und SPD offiziell die
Amtsgeschäfte aufgenommen. Bei wesentlichen energiepolitischen Eckpfeilern setzt sie
auf Kontinuität. Im Koalitionsvertrag bekennt sie sich zu den Klimaschutzzielen, zum
deutschen Kohleausstieg bis 2038, zum Ausbau der erneuerbaren Energien und zum Hochlauf
der Wasserstoffwirtschaft. Zugleich will die Regierung alle Bereiche der Energiepolitik
konsequent auf Bezahlbarkeit, Kosteneffizienz und Versorgungssicherheit ausrichten.
Der im Juli vorgelegte Haushaltsentwurf für 2026 sieht vor, dass die Stromsteuer für
das produzierende Gewerbe und die Landwirtschaft gesenkt und die Netzentgelte gedeckelt
werden. Im Koalitionsvertrag kündigen die Regierungsparteien an, dass sie die Energiewende
durch Entbürokratisierung und beschleunigte Genehmigungsverfahren vorantreiben wollen.
Seit Juli liegt dazu ein Gesetzentwurf vor, der u. a. Fristen für die Bearbeitung
von Genehmigungsanträgen und eine Umstellung auf rein digitale Verfahren vorsieht.
Anknüpfend an Pläne der Vorgängerregierung wollen die Koalitionspartner durch schnellstmögliche
technologieoffene Ausschreibungen einen verlässlichen Rahmen für Investitionen in
ausreichend gesicherte Erzeugungsleistung schaffen. Ziel ist es, Anreize für den Bau
von bis zu 20 GW an Gaskraftwerksleistung bis 2030 zu setzen. Noch im laufenden Jahr
soll das Auktionsdesign konkretisiert werden. Darüber hinaus plant die Bundesregierung,
bis zum Jahr 2028 einen technologieoffenen und marktwirtschaftlichen Kapazitätsmechanismus
einzurichten. Bei der Wasserstoffwirtschaft will sie pragmatischer agieren als die
Vorgängerregierung und zugleich die Abscheidung und Speicherung von CO2 vorantreiben. Großbritannien: längere Strompreisgarantien für Windkraft- und Solarprojekte.Nach jüngsten Beschlüssen der britischen Labour-Regierung werden sogenannte Differenzkontrakte,
die Betreibern von Erneuerbare-Energien-Anlagen eine Preisgarantie für ihren Strom
gewähren, in Zukunft eine Laufzeit von 20 Jahren haben. Bislang sind die Verträge
für 15 Jahre geschlossen worden. Die Anpassung gilt erstmals für Projekte, die an
der nächsten Versteigerung von Differenzkontrakten teilnehmen. Diese soll im vierten
Quartal 2025 stattfinden. Bei der Auktion wird so vorgegangen, dass die Investoren
einen Preis angeben, den sie für den Strom ihrer Neuanlage mindestens erzielen wollen.
Den Zuschlag erhalten die niedrigsten Gebote, bis ein vorab festgelegtes Förderbudget
ausgeschöpft ist. Dabei setzt das höchste noch berücksichtigte Gebot den Preis, den
auch alle anderen erfolgreichen Bieter erhalten. Für Offshore-Windkraftprojekte beträgt
der maximal zulässige Gebotspreis 113 £ / MWh. Auch hier gab es eine Anpassung durch
die britische Regierung: Die Obergrenze hatte zuvor bei 102 £ / MWh gelegen. Für Onshore-Windkraftvorhaben
wurde der Maximalpreis von 89 £ / MWh auf 92 £ / MWh angehoben, für Solaranlagen dagegen
von 85 £ / MWh auf 75 £ / MWh gesenkt. Alle Preise sind auf das Basisjahr 2024 indexiert
und werden an die Inflationsentwicklung angepasst. Um mehr Offshore-Windkraftprojekten
die Teilnahme an der kommenden Auktion zu ermöglichen, hat die Regierung die Anforderungen
im Hinblick auf die vorliegenden Genehmigungen gelockert. Offen ist noch die Höhe
der Förderbudgets für die einzelnen Erzeugungstechnologien. Darüber soll erst kurz
vor der Auktion entschieden werden. Von den Budgets hängt ab, wie viele Projekte einen
Differenzkontrakt erhalten können. US-Regierung stellt Offshore-Windkraftprojekte auf den Prüfstand.In den USA hat Präsident Donald Trump die Weichen für eine stärker auf fossile Brennstoffe
wie Öl und Gas ausgerichtete Energiepolitik gestellt. Gleich bei seinem Amtsantritt
im Januar 2025 verfügte er, dass bis auf Weiteres keine neuen Gebiete für Offshore-Windkraftvorhaben
verpachtet werden dürfen. Außerdem ordnete er eine umfassende Überprüfung der bundesbehördlichen
Genehmigungsprozesse für Windkraftprojekte an. RWE verfolgt in den USA drei Offshore-Windkraftvorhaben,
die aber in einem frühen Entwicklungsstadium sind und für die noch keine Bauentscheidung
getroffen wurde. Bereits direkt nach den Präsidentschaftswahlen im November 2024 haben
wir beschlossen, unsere Ausgaben für sie wegen der sich abzeichnenden politischen
Unwägbarkeiten vorläufig auf ein Minimum zu reduzieren. Bei Solar- und Windkraftprojekten
an Land sehen wir geringere Risiken. Hier liegen für alle Anlagen im Bau die bundesbehördlichen
Genehmigungen vor. USA wollen Steuervergünstigungen für Wind- und Solarprojekte auslaufen lassen. Anfang
Juli hat die US-Regierung mit der "One Big Beautiful Bill" (OBBB) ein umfassendes
Haushaltsgesetz beschlossen, das die Steuer- und Ausgabenpolitik tiefgreifend reformiert.
Darin vorgesehen ist u. a. eine Abschaffung der Steuervorteile für Investitionen in
Wind- und Solarparks. Neuanlagen müssen bis Ende 2027 den Betrieb aufnehmen, um noch
die volle Förderung zu erhalten. Darüber hinaus gibt es im US-Steuerrecht sogenannte
Safe-Harbor-Regelungen, durch die Investoren auch nach 2027 in den Genuss der Steuervorteile
kommen können. Das Safe Harboring orientiert sich am Zeitpunkt des Baubeginns. Ist
dieser erfolgt, gilt die Förderung als gesichert, sofern eine Frist von vier Jahren
bis zur Inbetriebnahme der Anlagen eingehalten wird. Die OBBB erlaubt das Safe Harboring
noch bis Mitte 2026. Kurz nach ihrer Verabschiedung wurde das Finanzministerium per
Verordnung angewiesen, neu zu regeln, unter welchen Bedingungen ein Projekt als im
Bau befindlich einzustufen ist. Bei Redaktionsschluss für diesen Bericht lagen dazu
noch keine Ergebnisse vor. Wir gehen davon aus, dass die neuen Vorgaben nicht rückwirkend
gelten und uns der Safe-Harbor-Status für Projekte in der Bauphase nicht nachträglich
aberkannt wird. Neue Zölle auf Einfuhren in die Vereinigten Staaten.Anfang August 2025 hat die US-Regierung Zölle auf Importe aus EU-Ländern und zahlreichen
weiteren Ländern in Kraft gesetzt. Die Einfuhren werden künftig mit Aufschlägen von
bis zu 50 % belastet. Für die EU gilt ein Regelsatz von 15 %. Die Regierung hatte
ihre Zollabsichten bereits im April bekanntgegeben. Danach sollten alle in die USA
eingeführten Güter mit mindestens 10 % belastet werden und sich der Basissatz je nach
Herkunftsland oder Güterklasse weiter erhöhen. Die länderspezifischen Aufschläge waren
dann aber größtenteils ausgesetzt worden, um den Handelspartnern Zeit für Verhandlungen
zu geben. Ziel der US-Regierung war es, im Gegenzug für Zollerleichterungen verbesserte
Exportmöglichkeiten für die heimische Wirtschaft zu erreichen. Teilweise konnten Abkommen
getroffen werden, z. B. mit der EU, Großbritannien und Japan. Für bestimmte Güter
wie z. B. Halbleiter, Pharmaerzeugnisse oder Energieprodukte sind vorerst keine Zölle
geplant. Demgegenüber wird auf Stahl und Aluminium bereits seit Juni 2025 eine vom
Herkunftsland unabhängige Abgabe in Höhe von 50 % erhoben. Außerdem hat das US-Handelsministerium
im Juni Strafzölle für Solarmodulhersteller aus Südostasien eingeführt, denen es unfaire
Handelspraktiken vorwirft. Um Lieferkettenrisiken zu begrenzen, die sich aus Zöllen und anderen Handelshemmnissen
ergeben, diversifizieren wir unsere Bezugsquellen und nutzen verstärkt Angebote von
Herstellern, die in den USA ansässig sind. Darüber hinaus haben wir uns für laufende
Projekte schon frühzeitig mit Anlagenkomponenten eingedeckt und Vorratsbestände angelegt. MarktbedingungenSchwache Konjunktur in europäischen Kernmärkten.Nach Schätzungen war die globale Wirtschaftsleistung in der ersten Jahreshälfte 2025
um etwa 3 % höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt
(BIP) dagegen wohl nahezu unverändert geblieben, während für Großbritannien ein Plus
von 1 % ermittelt wurde. Dämpfenden Einfluss hatten die Zollankündigungen der neuen
US-Regierung und die damit einhergehende Unsicherheit über die künftige Außenhandelspolitik
der Vereinigten Staaten. Die traditionell exportorientierte deutsche Wirtschaft war
davon besonders betroffen. Außerdem litt sie unter strukturellen Problemen, z. B.
den hohen Energiekosten. Deutlich freundlicher war das konjunkturelle Gesamtbild in
den USA: Das BIP hat sich dort nach ersten Analysen um etwa 2 % erhöht. Deutscher Stromverbrauch rückläufig - deutliches Plus in den USA.Beim Stromverbrauch zeigte sich in unseren Kernmärkten ebenfalls ein heterogenes Bild.
Nach Berechnungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) gab
es in Deutschland in der ersten Jahreshälfte 2025 ein leichtes Minus von 0,8 %. Ein
Grund dafür war, dass der Vorjahreszeitraum mit dem 29. Februar einen zusätzlichen
Tag umfasste. Außerdem machte sich die lahmende Konjunktur bemerkbar. Die britische
Stromnachfrage blieb nahezu unverändert. In den USA wurde ein Anstieg von 3 % gemessen;
neben dem soliden Wirtschaftswachstum kam dabei der Bau neuer Rechenzentren mit hohen
Energieverbräuchen zum Tragen. Außergewöhnlich geringes Windaufkommen in Europa.Einsatzzeiten und Margen von Erneuerbare-Energien-Anlagen unterliegen Wettereinflüssen.
Ein zentraler Faktor für uns ist das Windaufkommen. Dieses lag an den europäischen
Windkraftstandorten von RWE teilweise deutlich unter dem langjährigen Mittel und dem
Vorjahresniveau. An unseren US-Standorten waren die Windgeschwindigkeiten dagegen
insgesamt leicht überdurchschnittlich und etwas höher als 2024. Die Auslastung unserer
Laufwasserkraftwerke kann im Jahresvergleich ebenfalls erhebliche wetterbedingte Schwankungen
aufweisen, da sie von den Niederschlags- und Schmelzwassermengen abhängt. In Deutschland,
der Hauptregion unserer Stromerzeugung aus Wasserkraft, blieben diese Mengen etwas
hinter dem langfristigen Durchschnitt und weit hinter dem hohen Vorjahresniveau zurück.
Erdgas teurer als 2024.Maßgeblich für die Auslastungsgrade und Margen konventioneller Kraftwerke sind die
Preise für Strom, Brennstoffe und Emissionsrechte. Erdgas, unser wichtigster Brennstoff,
hat sich gegenüber 2024 stark verteuert. In der ersten Jahreshälfte 2025 wurden Spotlieferungen
am niederländischen Handelspunkt TTF (Title Transfer Facility) mit durchschnittlich
41 € / MWh abgerechnet, gegenüber 30 € / MWh im Vorjahreszeitraum. Preistreibend wirkte
eine vergleichsweise hohe Heizgasnachfrage in den Wintermonaten, die sich in einer
starken Inanspruchnahme der Gasspeicher äußerte. Weil die Speicher nun wieder zügig
befüllt werden müssen und seit Anfang 2025 kein russisches Gas mehr über die Ukraine
geliefert wird, blieben die Preise auch im zweiten Quartal hoch. Im Gasterminhandel
zeigte sich folgendes Bild: Der TTF-Forward für 2026 notierte im Berichtszeitraum
mit durchschnittlich 36 € / MWh. Zum Vergleich: In der ersten Jahreshälfte 2024 war
der TTF-Forward 2025 mit 33 € / MWh gehandelt worden. Auch in den USA hat sich Erdgas verteuert. Am wichtigsten Handelspunkt des Landes,
Henry Hub, wo die Gaspreise in US-Dollar je eine Million britische Thermaleinheiten
(MMBtu) angegeben werden, kosteten Spotlieferungen in den ersten sechs Monaten 2025
durchschnittlich 3,70 US$ / MMBtu. Ein Jahr zuvor waren es noch 2,10 US$ / MMBtu gewesen.
Der Preisanstieg ist in erster Linie nachfrageseitig zu erklären: Längere Kälteperioden
im ersten Quartal sorgten für einen hohen Heizgasverbrauch. Auch im Terminhandel haben
die Preise angezogen: Der Forward für das jeweils nächste Kalenderjahr notierte im
ersten Halbjahr 2025 mit durchschnittlich 4,20 US$ / MMBtu, nachdem er im Vorjahreszeitraum
bei 3,50 US$ / MMBtu gelegen hatte. Leichter Preisanstieg im Emissionsrechtehandel.Ein wesentlicher Kostenfaktor für fossil befeuerte Kraftwerke sind die Ausgaben für
CO2-Emissionsrechte. Der Preis für eine European Union Allowance (EUA), die es dem Inhaber
erlaubt, im EU-Raum eine Tonne CO2 zu emittieren, lag im ersten Halbjahr 2025 bei durchschnittlich 74 € und damit über
dem Vergleichswert für 2024 (68 €). Abgestellt wird hier auf Terminkontrakte, die
im Dezember des jeweiligen Folgejahres fällig werden. Anfang 2025 führte das schwache
Windaufkommen zu einer höheren Auslastung CO2-emittierender Kraftwerke und infolgedessen zu einer nachfragebedingten Verteuerung
der EUAs. Danach brachten die Zollankündigungen von US-Präsident Trump und die dadurch
ausgelösten Wachstumssorgen die Notierungen unter Druck. Als die Zölle teilweise ausgesetzt
wurden und die US-Regierung in Verhandlungen mit ihren Handelspartnern trat, stabilisierten
sich die EUA-Preise wieder. Auch in Großbritannien, wo nach dem Brexit ein nationales Emissionshandelssystem geschaffen
wurde, haben die CO2-Preise angezogen. Eine UK Allowance (UKA), die wie eine EUA zum Ausstoß einer Tonne
CO2 berechtigt, kostete im Berichtszeitraum durchschnittlich 47 £, gegenüber 41 £ in
den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Für Preisphantasie sorgten Pläne der Politik,
die Emissionshandelssysteme der Europäischen Union und Großbritanniens zusammenzuführen.
Ein solcher Schritt hätte zur Folge, dass sich die britischen Notierungen dem aktuell
höheren Niveau in der EU angleichen würden. Notierungen im Stromspothandel deutlich über Vorjahresniveau.Gestiegen sind auch die Stromgroßhandelspreise in unseren europäischen Kernmärkten.
Neben der Verteuerung von Brennstoffen und Emissionsrechten trugen die ungünstigen
Windverhältnisse dazu bei. Sie machten sich vor allem bei den Grundlast-Spotpreisen
bemerkbar, die sich in Deutschland um 21 € / MWh auf 91 € / MWh und in Großbritannien
um 23 £ / MWh auf 88 £ / MWh erhöhten. Im Stromterminhandel zeigte sich folgendes
Bild: Der deutsche Grundlast-Forward 2026 kostete im ersten Halbjahr 2025 durchschnittlich
88 € / MWh. Zum Vergleich: Für den Forward 2025 waren im Vorjahreszeitraum 86 € /
MWh gezahlt worden. In Großbritannien verteuerte sich der Ein-Jahres-Forward von 76
£ / MWh auf 82 £ / MWh. Der nordamerikanische Strommarkt ist geografisch in mehrere Teilmärkte untergliedert,
die von unabhängigen Netzgesellschaften kontrolliert werden. Von besonderer Bedeutung
ist für uns das vom Electric Reliability Council of Texas (ERCOT) betriebene texanische
Verbundnetz, weil zahlreiche Windparks, Solarparks und Batteriespeicher von RWE daran
angeschlossen sind und wir die Erzeugung dieser Anlagen teilweise über den Großhandelsmarkt
absetzen. Der ERCOT-Stromspotpreis lag im ersten Halbjahr 2025 bei durchschnittlich
34 US$ / MWh. Das sind 7 US$ mehr als im Vorjahreszeitraum. Eine Rolle spielte dabei,
dass sich Erdgas verteuert hat. Dadurch erhöhten sich die Erzeugungskosten von Gaskraftwerken,
die häufig Preissetzer im nordamerikanischen Strommarkt sind. Auch im Terminhandel
sind die Stromnotierungen gestiegen: Der Ein-Jahres-Forward legte von 51 US$ / MWh
auf 54 US$ / MWh zu. Hintergrund war, dass die Marktteilnehmer mit einem weiteren
Anstieg der Gaspreise und positiven Nachfrageimpulsen rechneten. Wesentliche EreignisseRWE kürzt Investitionsprogramm und erhöht Renditeanforderung an neue Projekte.Bei der Veröffentlichung unserer Geschäftszahlen am 20. März 2025 haben wir bekannt
gegeben, dass wir unser laufendes Investitionsprogramm deutlich reduzieren werden.
Wir planen nun, im Zeitraum von 2025 bis 2030 Nettoausgaben von 35 Mrd. € für neue
Erzeugungs-, Speicher- und Elektrolysekapazitäten zu tätigen, rund 10 Mrd. € weniger
als bisher vorgesehen. Hintergrund ist, dass die Rahmenbedingungen unsicherer geworden
sind, insbesondere in den USA. Auf die veränderte Risikolage reagieren wir mit einem
strikteren Risikomanagement und einer höheren Renditeanforderung an neue Projekte
von durchschnittlich über 8,5 % (zuvor: 8 %). Sollte sich abzeichnen, dass geplante
Vorhaben unsere Rentabilitätserwartungen nicht erfüllen, werden wir die Kapitalallokation
anpassen und unsere Investitionen gegebenenfalls weiter zurückfahren. Die eingesparten
Mittel könnten dann beispielsweise für zusätzliche Aktienrückkäufe eingesetzt werden.
Trotz der niedrigeren Investitionen gehen wir unverändert davon aus, im Jahr 2027
ein bereinigtes Nettoergebnis je Aktie von etwa 3 € zu erreichen. Für 2030 liegt der
Zielwert weiterhin in der Größenordnung von 4 €. Norges Bank Investment Management beteiligt sich an Nordsee-Windkraftprojekten.Die für die Verwaltung des staatlichen norwegischen Pensionsfonds zuständige Norges
Bank Investment Management (NBIM) hat 49 % der Anteile an unseren Offshore-Windkraft-projekten
Nordseecluster A / B und Thor übernommen. Die im März 2025 vereinbarte Transaktion
konnten wir im Juni abschließen. Der Kaufpreis betrug rund 1,4 Mrd. €. Er deckt 49
% der bislang angefallenen Investitionsausgaben ab. RWE behält 51 % der Anteile. Bei
Thor handelt es sich um einen 1.080-MW-Offshore-Windpark, den wir derzeit vor der
Westküste Jütlands (Dänemark) errichten. Die Fertigstellung ist für 2027 geplant.
Nordseecluster A und B sind zwei deutsche Offshore-Projekte, mit denen wir nördlich
der Insel Juist Erzeugungskapazitäten von 660 MW bzw. 900 MW schaffen werden. Die
Vorhaben sollen im Jahr 2027 bzw. 2029 abgeschlossen sein. RWE bleibt nach dem Anteilsverkauf
für den Bau und Betrieb von Thor und Nordseecluster A / B verantwortlich. Außerdem
werden wir 15 Jahre lang die gesamte Stromproduktion der Windparks vermarkten. TotalEnergies wird 15 Jahre lang grünen Wasserstoff von RWE beziehen.Mit dem Unternehmen TotalEnergies haben wir eine wegweisende Vereinbarung über die
Lieferung von grünem Wasserstoff getroffen. Vorgesehen ist, dass uns der französische
Energiekonzern ab 2030 jährlich rund 30.000 Tonnen H2 abnimmt, die es in seiner Raffinerie in Leuna (Sachsen-Anhalt) einsetzt. Der Wasserstoff
stammt aus einer Elektrolyseanlage, die wir derzeit in Lingen (Niedersachsen) errichten.
Die im Juli finalisierte Vereinbarung gilt für einen Zeitraum von 15 Jahren. Sie ermöglicht
es unserem Kunden, seine jährlichen CO2-Emissionen um etwa 300.000 Tonnen zu senken. Das entspricht dem Ausstoß von rund
140.000 Pkw. RWE und Amazon wollen Zusammenarbeit intensivieren. Im Juni haben RWE und Amazon Web
Services (AWS) eine langfristige Kooperationsvereinbarung getroffen, die beide Unternehmen
bei zentralen Herausforderungen voranbringen soll: RWE bei der digitalen Transformation
und Amazon bei der Umstellung auf einen nachhaltigeren Strombezug. Die Vereinbarung
baut auf einer bestehenden Partnerschaft auf: In den USA haben wir mit Amazon bereits
sieben langfristige Stromlieferverträge geschlossen. Der Strom stammt aus Wind- und
Solarparks von RWE mit einer Gesamtkapazität von 1,1 GW, die teilweise noch in der
Bauphase sind. Im Rahmen der nun getroffenen Vereinbarung wird uns AWS Cloud-Service-Lösungen
sowie Funktionen für künstliche Intelligenz und Datenanalytik bereitstellen. Auch
auf diesem Gebiet gab es schon eine erfolgreiche Zusammenarbeit: Beispielsweise wurden
geschäftskritische Anwendungen von RWE Supply & Trading in Systeme von AWS überführt,
darunter die Plattform für Energiehandel und Risikomanagement, was erhebliche Leistungssteigerungen
ermöglichte. Niederländisches Kraftwerk Amer auf 100 % Biomassenutzung umgestellt.Seit Januar 2025 betreiben wir den niederländischen Kraftwerksblock Amer 9 nur noch
mit Biomasse. Zuvor hatten wir in der Anlage Steinkohle mitverbrannt, was aber laut
Gesetz nur bis Ende 2024 zulässig war. Amer 9 ist seit 1993 in Betrieb. Die Anlage
lief zunächst ausschließlich mit Steinkohle. Im Jahr 2000 haben wir damit begonnen,
Biomasse mitzunutzen, und den Anteil dieses Brennstoffs in der Folgezeit immer weiter
erhöht. Erfolg bei britischer Kapazitätsmarktauktion. Im März 2025 fand eine Auktion für den
britischen Kapazitätsmarkt statt, die sich auf den Vorhaltezeitraum vom 1. Oktober
2028 bis 30. September 2029 bezog. Mit Ausnahme eines kleinen Batteriespeichers konnten
sich alle RWE-Anlagen, die am Bieterverfahren teilnahmen, für Kapazitätszahlungen
qualifizieren. Sie kommen zusammen auf eine gesicherte Leistung von 6.444 MW. Dabei
handelt es sich im Wesentlichen um Gaskraftwerke. Außerdem waren wir mit neun Laufwasserkraftwerken,
zwei Batterieprojekten und zwei Windparks bei der Auktion erfolgreich. Die im Bieterverfahren
ermittelte Kapazitätsprämie beträgt 60 £ je Kilowatt zuzüglich Inflationsausgleich.
Sie wird uns dafür gewährt, dass unsere Anlagen im oben genannten Zeitraum am Netz
sind und zur Stromversorgung beitragen. Vorbemerkungen zur BerichtsweiseKonzernstruktur mit fünf Segmenten.Bei der Darstellung des Geschäftsverlaufs untergliedern wir den RWE-Konzern in die
folgenden fünf Segmente, von denen die ersten vier unser Kerngeschäft bilden: 1. Offshore Wind:Hier erfassen wir unser Geschäft mit der Windkraft auf See. Geführt wird es von RWE
Offshore Wind. 2. Onshore Wind / Solar:Zu diesem Segment zählen unsere Aktivitäten auf dem Gebiet der Windkraft an Land und
der Solarenergie sowie Teile unseres Batteriespeichergeschäfts. Je nach Kontinent
liegt die Zuständigkeit dafür bei RWE Renewables Europe &Australia oder der in Nordamerika
tätigen Gesellschaft RWE Clean Energy. 3. Flexible Erzeugung:Hier ist die Stromerzeugung mit Laufwasser-, Pumpspeicher-, Biomasse- und Gaskraftwerken
gebündelt. Das Segment umfasst außerdem das niederländische Steinkohle-Biomasse-Kraftwerk
Eemshaven, Batteriespeicher und die auf Projektmanagement und Ingenieurdienstleistungen
spezialisierte Gesellschaft RWE Technology International. Ebenfalls darin enthalten
sind unsere Beteiligungen an den Energieversorgern KELAG in Österreich (37,9 %) und
EPZ in den Niederlanden (30 %). Übergeordnete Führungsgesellschaft in dem Segment
ist RWE Generation, zu deren Aufgaben auch die Ausgestaltung und Umsetzung unserer
Wasserstoffstrategie gehört. 4. Energiehandel:Unsere Handelsaktivitäten mit Strom, Pipeline-Gas, LNG und weiteren energienahen Commodities
stellen wir in diesem Segment dar. Verantwortet werden sie von RWE Supply & Trading.
Die Gesellschaft hat ein breites Tätigkeitsspektrum, zu dem auch das Vertriebsgeschäft
mit Großkunden, das Gasspeichergeschäft und der Aufbau von LNG-Infrastruktur gehören.
Außerdem übernimmt sie Aufgaben für die Erzeugungsgesellschaften des Konzerns. Dazu
zählen die externe Vermarktung der Stromproduktion und die kurzfristige Optimierung
des Kraftwerkseinsatzes, wobei die Erträge aus diesen Aktivitäten den jeweiligen Erzeugungsgesellschaften
zufließen. 5. Ausstiegstechnologien:Hier berichten wir über Tätigkeiten, die nicht zu unserem Kerngeschäft gehören. Dabei
handelt es sich in erster Linie um die Förderung, Verstromung und Veredelung von Braunkohle
im Rheinischen Revier sowie den sicheren Rückbau unserer stillgelegten deutschen Kernkraftwerke.
Verantwortlich dafür ist RWE Power. Gesellschaften mit segmentübergreifenden Aufgaben wie die Holding RWE AG und bilanzielle
Effekte aus der Konsolidierung von Konzernaktivitäten sind im Kerngeschäft unter der
Position "Sonstige, Konsolidierung" subsumiert. Ferner darin enthalten sind unsere
Anteile am deutschen Übertragungsnetzbetreiber Amprion (25,1 %) und an E.ON (15 %),
wobei wir die E.ON-Dividende im bereinigten Finanzergebnis ausweisen. Die Position
umfasst auch unsere 50-Prozent-Beteiligung an der Gesellschaft URANIT, die 33 % an
der auf Uran-Anreicherung spezialisierten Urenco hält. Änderungen der Berichtsweise.Bei der Ermittlung der Zahlen für das erste Halbjahr 2025 haben wir methodische Anpassungen
vorgenommen. Deshalb weisen wir für 2024 in Einzelfällen andere als die früher veröffentlichten
Werte aus. Eine solche Umstellung betrifft unser US-Geschäft: Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit
von aktiven latenten Steuern aus Verlustvorträgen wird nun berücksichtigt, dass es
einen Überhang passiver latenter Steuern gibt. Zuvor haben wir ausschließlich auf
die zukünftige steuerliche Ergebniserwartung abgestellt. Die Anpassung erfolgte im
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 und ist nun nachträglich auch in den Zahlen
für das erste Halbjahr 2024 berücksichtigt. Neu ist auch die Art und Weise, wie wir Erträge aus der Veräußerung von Anteilen an
Geldmarktfonds erfassen. Seit dem Konzernabschluss 2024 zeigen wir solche Gewinne
im bereinigten Zinsergebnis und die damit verbundenen Mittelzuflüsse im Cash Flow
aus laufender Geschäftstätigkeit, während sie zuvor im bereinigten übrigen Finanzergebnis
bzw. im Cash Flow aus der Investitionstätigkeit enthalten waren. Das machte weitere
Anpassungen der Halbjahreszahlen 2024 erforderlich. Erläuterung des Geschäftsverlaufs
Stromproduktion 2 % über Vorjahr.Im ersten Halbjahr 2025 erzeugte RWE 59.955 GWh Strom. Davon stammten 42 % aus regenerativen
Quellen, 30 % aus Erdgas und 27 % aus Kohle. Gegenüber den ersten sechs Monaten des
Vorjahres hat sich die Stromproduktion um 2 % erhöht. Unsere Gaskraftwerke waren wesentlich
besser ausgelastet als 2024: Das ungewöhnlich niedrige Windaufkommen in unseren europäischen
Kernmärkten führte zu einer Verknappung des Stromangebots und einem zusätzlichen Bedarf
an konventioneller Erzeugung. Daher haben wir auch in den Niederlanden mehr Strom
aus Steinkohle erzeugt. Beim Gaskraftwerk im türkischen Denizli beruhte die Produktionssteigerung
darauf, dass die Wasserkraftwerke in der Region wegen geringer Niederschlagsmengen
nur schwach ausgelastet waren und dadurch verstärkt andere Erzeugungstechnologien
zum Einsatz kamen. Der Energieträger Braunkohle wurde dagegen weniger genutzt als
im Vorjahr. Hintergrund ist, dass wir die Blöcke Neurath C / D / E und Niederaußem
E / F (alle zum 31. März 2024) sowie Weisweiler F (zum 1. Januar 2025) im Rahmen des
deutschen Kohleausstiegs stillgelegt haben. Außerdem waren einige Anlagen wegen Wartungs-
oder Reparaturarbeiten zeitweise außer Betrieb.
Unsere Stromproduktion aus erneuerbaren Energien hat sich im ersten Halbjahr 2025
um 4 % verringert. Ausschlaggebend dafür waren die ungünstigen Windverhältnisse in
Europa. Darüber hinaus minderten gesunkene Niederschlagsmengen die Auslastung unserer
Laufwasserkraftwerke. Positiven Einfluss auf das Produktionsvolumen hatte, dass wir
neue Wind- und Solarparks in Betrieb nehmen konnten, vorallem in den USA. Strom erzeugen wir nicht nur selbst, sondern beziehen ihn auch von konzernexternen
Anbietern, insbesondere im Rahmen unseres Vertriebsgeschäfts mit Großkunden. Die Fremdbezüge
lagen im Berichtszeitraum bei 18.480 GWh (Vorjahr: 23.634 GWh). Leichter Rückgang der CO2-Emissionen.Unser CO2-Ausstoß in der Stromerzeugung lag mit 24,8 Mio. Tonnen geringfügig unter dem Vorjahresniveau
(25,1 Mio. Tonnen). Ausschlaggebend dafür war, dass wir wegen Kapazitätsschließungen
weniger Strom aus Braunkohle erzeugt haben. Gegenläufige Effekte ergaben aus der höheren
Auslastung unserer Gaskraftwerke und des niederländischen Steinkohle-Biomasse-Kraftwerks
Eemshaven. Die spezifischen Emissionen, d. h. der CO2-Ausstoß je erzeugter Megawattstunde Strom, sind auf 0,41 Tonnen gesunken (Vorjahr:
0,43). Braunkohlefördermengen weiter rückläufig.Die für die Stromerzeugung benötigten Brennstoffe beziehen wir größtenteils an den
internationalen Handelsmärkten. Braunkohle gewinnen wir in eigenen Tagebauen im Rheinischen
Revier. Die dort geförderten Mengen beliefen sich - umgerechnet in Steinkohleeinheiten
(SKE) - auf 5,6 Mio. Tonnen. Das sind 0,8 Mio. Tonnen SKE weniger als im Vorjahr -
eine Folge des gesunkenen Kohlebedarfs für die Stromproduktion. Die Fördermengen setzen
wir hauptsächlich in unseren Kraftwerken ein. Darüber hinaus verwenden wir sie zur
Herstellung von Veredelungsprodukten sowie in geringem Umfang zur Erzeugung von Prozessdampf
und Fernwärme. Strom- und Gasabsatz unter Vorjahresniveau.Im ersten Halbjahr 2025 haben wir 75.383 GWh Strom und 19.209 GWh Gas abgesetzt. Die
Mengen sind hauptsächlich der Gesellschaft RWE Supply & Trading im Segment Energiehandel
zuzuordnen, die den Großteil unserer Stromerzeugung vermarktet, Vertriebsaktivitäten
mit Industriekunden unterhält und das Gasgeschäft verantwortet. Der Stromabsatz war
um 5 % niedriger als 2024. Hier spiegeln sich rückläufige Verkäufe über den Großhandelsmarkt
wider. Bei Erdgas verzeichneten wir einen Rückgang um 11 %. Hintergrund ist, dass
wir mit dem Erwerb der US-Gesellschaft Con Edison Clean Energy Businesses im Jahr
2023 auch Gasvertriebsaktivitäten übernommen haben und diese später eingestellt wurden. Außenumsatz: Rückgang um 10 %.Unser Außenumsatz betrug 10.058 Mio. € (ohne Erdgas- und Stromsteuer). Das sind 10
% weniger als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres (11.212 Mio. €). Die Stromerlöse
sind um 17 % auf 8.094 Mio. € gesunken, weil sich die Absatzmengen verringerten und
die bei Stromterminverkäufen erzielten Preise unter dem Vorjahresniveau lagen. Der
Gasumsatz hat sich dagegen um 25 % auf 1.027 Mio. € erhöht. Ausschlaggebend dafür
waren stark gestiegene Verkaufspreise. Auf Bruttobasis, d. h. inklusive der Erlöse aus der kommerziellen Optimierung unserer
Erzeugungsposition, erzielten wir einen Außenumsatz von 19.654 Mio. € (Vorjahr: 28.339
Mio. €). Eine Kennzahl, die vor allem bei nachhaltigkeitsorientierten Investoren auf Interesse
stößt, ist der Anteil, den Kohlestrom und sonstige Kohleprodukte am Konzernerlös ausmachen.
Im Berichtszeitraum waren es jeweils 16 % des Netto- und des Bruttoumsatzes.
1
Ohne Erdgas- und Stromsteuer.
Bereinigtes EBITDA mit 2,1 Mrd. € deutlich unter dem hohen Vorjahreswert.Im ersten Halbjahr 2025 erzielten wir ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern
und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) von 2.139 Mio. €. Damit lagen wir erwartungsgemäß
deutlich unter dem hohen Vorjahreswert (2.899 Mio. €). Zurückzuführen ist das auf
eine Normalisierung der Ertragslage im Segment Flexible Erzeugung, ein bislang schwaches
Handelsgeschäft und das niedrige Windaufkommen in Europa. Dem standen positive Effekte
aus der Inbetriebnahme neuer Windkraftanlagen, Solarparks und Batteriespeicher gegenüber. Auf Ebene der Segmente zeigte sich folgende Ergebnisentwicklung: Offshore Wind:
Onshore Wind / Solar:
Flexible Erzeugung:
Energiehandel:
Bereinigtes EBIT auf 1,1 Mrd. € gesunken.Unser bereinigtes EBIT lag bei 1.134 Mio. € und damit ebenfalls deutlich unter dem
Vorjahreswert (1.928 Mio. €). Vom bereinigten EBITDA unterscheidet es sich durch die
betrieblichen Abschreibungen, die sich im Berichtszeitraum auf 1.005 Mio. € beliefen
(Vorjahr: 971 Mio. €).
1
Teilweise angepasste Vorjahreszahlen; siehe Erläuterung auf Seite 11. Überleitung zum Nettoergebnis durch Sondereinflüsse geprägt.Die Überleitung vom bereinigten EBIT zum Nettoergebnis war in hohem Maße von Vorgängen
im neutralen Ergebnis geprägt, das weit hinter dem hohen Vorjahresniveau zurückblieb.
Stark gesunken ist auch die Steuerquote. Im Folgenden stellen wir dar, wie sich die
Einzelposten der Überleitungsrechnung entwickelt haben.
1
Teilweise angepasste Vorjahreszahlen; siehe Erläuterung auf Seite 11. Unser bereinigtes Finanzergebnis lag bei -53 Mio.€, was einer Verbesserung gegenüber
2024 um 101 Mio. € entspricht. Nennenswerte Veränderungen ergaben sich bei folgenden
Positionen:
Wesentliche nicht operative oder aperiodische Sachverhalte werden aus dem EBIT und
dem Finanzergebnis herausgerechnet und im neutralen Ergebnis zusammengefasst. Dieses
belief sich auf 555 Mio. € (Vorjahr: 3.038 Mio. €). Im Einzelnen ergaben sich folgende
Entwicklungen:
Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 1.636 Mio. € (Vorjahr: 4.812 Mio. €). Die
Ertragsteuern betrugen 92 Mio. €, was einer Steuerquote von 6 % entspricht. Damit
lagen wir deutlich unter dem kalkulatorischen Durchschnittswert von 20 %, den wir
für den Mittelfristzeitraum unter Berücksichtigung der erwarteten Erträge in unseren
Märkten, der dort geltenden Steuersätze und der Nutzung von Verlustvorträgen abgeleitet
haben. Die Abweichung ergibt sich u. a. aus steuerlich nicht relevanten IFRS-Ergebnisbeiträgen.
Außerdem führte die Aktivierung von latenten Steuern zu einer Verringerung des Steueraufwands. Die Ergebnisanteile anderer Gesellschafter sind um 33 Mio. € auf 90 Mio. € gestiegen.
Ein Grund dafür war, dass wir mit unserem Gaskraftwerk im türkischen Denizli, an dem
das Energieunternehmen Turcas mit 30 % beteiligt ist, wesentlich höhere Erträge erwirtschafteten
als 2024. Außerdem gab es positive Effekte aus der Aktivierung von Bauzeitzinsen;
sie betrafen Offshore-Windkraftprojekte, an denen Dritte Minderheitsanteile halten. Das Nettoergebnis des Konzerns, das die Ergebnisanteile der RWE-Aktionäre wiedergibt,
betrug 1.454 Mio. €. Der Vorjahreswert hatte bei 4.106 Mio. € gelegen.
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Teilweise angepasste Vorjahreszahlen; siehe Erläuterung auf Seite 11. Bereinigtes Nettoergebnis auf 0,8 Mrd. € gesunken.Das bereinigte Nettoergebnis hat sich um 587 Mio. € auf 775 Mio. € verringert. Ausschlaggebend
dafür waren die niedrigeren operativen Erträge. Um das bereinigte Nettoergebnis zu
ermitteln, addieren wir das bereinigte EBIT und das bereinigte Finanzergebnis, kürzen
das Ergebnis um Ertragsteuern in Höhe des erwähnten Planwerts von 20 % und subtrahieren
die Ergebnisanteile anderer Gesellschafter (siehe Tabelle oben). Das bereinigte Nettoergebnis je Aktie betrug 1,06 €. Dem Wert liegt eine Aktienanzahl
von 734,4 Mio. Stück zugrunde. Die im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms
bis zum Bilanzstichtag erworbenen Titel wurden dabei zeitanteilig berücksichtigt.
Im Vorjahreszeitraum hatten wir ein bereinigtes Nettoergebnis je Aktie von 1,83 €
ausgewiesen, das auf einer Aktienanzahl von 743,8 Mio. Stück basierte.
Investitionstätigkeit: Fokus auf Ausbau der erneuerbaren Energien.Im ersten Halbjahr 2025 haben wir Investitionen in Höhe von 5.364 Mio. € getätigt
(Vorjahr: 5.159 Mio. €). Der Betrag umfasst ausschließlich zahlungswirksame Vorgänge.
Die Mittel wurden überwiegend in den Segmenten Offshore Wind (55 %) und Onshore Wind
/ Solar (36 %) eingesetzt. Für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte haben wir 5.252 Mio. € ausgegeben
und damit deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum (3.734 Mio. €). Zu den größten Einzelposten
zählten unsere aktuellen Windkraftprojekte in der Nordsee. Ein weiterer Schwerpunkt
unserer Investitionstätigkeit war die Errichtung von Onshore-Wind- und Solarparks
in den USA. Unsere Ausgaben für Akquisitionen und Finanzanlageinvestitionen lagen bei 112 Mio.
€. Der Vorjahreswert war deutlich höher gewesen (1.425 Mio. €), was vor allem darauf
beruht, dass wir im März 2024 drei britische Offshore-Windkraftprojekte des schwedischen
Energiekonzerns Vattenfall erworben haben. Von den Investitionen waren 96 % taxonomiekonform (Vorjahr: 95 %), d. h., in dieser
Höhe entfielen sie auf Projekte, die gemäß EU-Taxonomie-Verordnung als nachhaltig
einzustufen sind. Bei der Ermittlung des Anteils haben wir Gesamtinvestitionen in
Höhe von 6.600 Mio. € zugrunde gelegt. Die Abweichung vom oben angegebenen Betrag
(5.364 Mio. €) erklärt sich dadurch, dass auch nicht zahlungswirksame Vorgänge taxonomierelevant
sind und dass anstelle der Ausgaben für Akquisitionen die daraus resultierenden Vermögenszugänge
berücksichtigt werden.
1
Teilweise angepasste Vorjahreszahlen; siehe Erläuterung auf Seite 11. Operativer Cash Flow durch temporäre Effekte aus Sicherheitsleistungen belastet.Unser Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit lag mit -1.259 Mio.€ im negativen
Bereich und deutlich unter dem Vorjahreswert (457 Mio. €). Hauptgrund dafür war, dass
wir wesentlich mehr Variation Margins für Commodity-Derivate gezahlt als erhalten
haben; 2024 hatte es noch einen leichten Nettozufluss aus solchen Transfers gegeben.
Variation Margins sind Sicherheitsleistungen, die während der Laufzeit börsengehandelter
Terminkontrakte erbracht werden. Der Rückgang des Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit
ist auch auf die verschlechterte operative Ertragslage zurückzuführen. Positiv wirkte,
dass wir weniger für den Erwerb von CO2-Emissionsrechten ausgeben mussten. Unsere Investitionstätigkeit führte zu einem Mittelabfluss von 4.431 Mio. €. Das ist
wesentlich mehr als 2024 (3.010 Mio. €). Dabei machten sich unsere stark erhöhten
Sachanlageinvestitionen im Segment Offshore Wind bemerkbar. Außerdem erzielten wir
niedrigere Einnahmen aus der Veräußerung kurzfristiger Geldanlagen. Gegenläufig wirkte,
dass wir weniger für Akquisitionen ausgegeben haben. Aus der Finanzierungstätigkeit resultierte ein gegenüber dem Vorjahr (1.044 Mio. €)
stark erhöhter Cash Flow von 4.059 Mio. €. Davon stammten 1,4 Mrd. € aus den Einnahmen,
die wir durch den Verkauf von 49 % der Anteile an unseren Offshore-Windkraftprojekten
Nordseecluster A / B und Thor erzielten. Auch die Begebung von Commercial Paper trug
zum hohen Cash Flow bei. Außerdem gab es Nettozuflüsse aus Collaterals, nachdem 2024
per saldo Mittel abgeflossen waren. Bei Collaterals handelt es sich um Sicherheitsleistungen
für außerbörsliche Handelsgeschäfte. Anders als Variation Margins werden sie im Cash
Flow aus der Finanzierungstätigkeit erfasst. Durch die Begebung von Anleihen flossen
uns 1 Mrd. € zu. Im Vorjahreszeitraum waren es umgerechnet 2,3 Mrd. € gewesen. Die
Auszahlungen für das Ende November 2024 gestartete Aktienrückkaufprogramm beliefen
sich im Berichtszeitraum auf 414 Mio. €. Darüber hinaus haben wir 809 Mio. € (Vorjahr:
744 Mio. €) an unsere Aktionäre und 107 Mio. € (Vorjahr: 152 Mio. €) an Minderheitsgesellschafter
von Konzernunternehmen ausgeschüttet. Aufgrund der dargestellten Zahlungsströme aus der Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit
hat sich unser Liquiditätsbestand um 1.744 Mio. € verringert. Zieht man vom Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit die Investitionen ab und
addiert die Einnahmen aus Desinvestitionen, erhält man den Free Cash Flow. Dieser
lag im Berichtszeitraum bei -6.586 Mio.€ (Vorjahr: -4.527 Mio.€).
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Teilweise angepasste Vorjahreszahlen; siehe Erläuterung auf Seite 11. Ausstiegstechnologien: bereinigter Cash Flow deutlich unter Vorjahr.Unsere wichtigste Steuerungskennzahl für die Ausstiegstechnologien ist der bereinigte
Cash Flow. Diesen leiten wir her, indem wir die Nettoinvestitionen von den operativen
Mittelzuflüssen abziehen. Ferner eliminieren wir periodenfremde Effekte aus der zahlungswirksamen
Inanspruchnahme von Rückstellungen und addieren periodengerechte, nicht zahlungswirksame
Effekte aus Zuführungen oder Auflösungen von Rückstellungen. Im Berichtszeitraum belief sich der bereinigte Cash Flow der Ausstiegstechnologien
auf - 309 Mio. €. Das sind 705 Mio. € weniger als 2024, vor allem wegen rückläufiger
Erträge aus Stromterminverkäufen. Auch die Stilllegung von Kapazitäten im Rahmen des
deutschen Kohleausstiegs und eine geringere Kraftwerksverfügbarkeit führten zu Einnahmeausfällen.
Nettoschulden auf 15,5 Mrd. € gestiegen.Unsere Nettoschulden beliefen sich zum 30. Juni 2025 auf 15.509 Mio. €. Gegenüber
dem Stand zum 31. Dezember 2024 sind sie um 4.332 Mio. € gestiegen. Eine zentrale
Rolle spielten dabei unsere hohen Investitionen und der negative operative Cash Flow,
während unsere Einnahmen aus dem Teilverkauf der Windkraftprojekte Nordseecluster
A / B und Thor die Verschuldung minderten. Verbesserte Eigenkapitalquote von 37,4 %.Im Halbjahresabschluss weisen wir eine Bilanzsumme von 97.807 Mio. € aus, gegenüber
98.442 Mio. € zum Ende des Vorjahres. Zuzuordnen ist das u. a. den Commodity-Derivaten,
deren Buchwerte auf der Aktivseite der Bilanz um 2.420 Mio. € und auf der Passivseite
um 3.790 Mio. € gefallen sind. Auch der Bestand an flüssigen Mitteln ist gesunken,
und zwar um 1.744 Mio. €. Dagegen sind die Sachanlagen wegen unserer Wachstumsinvestitionen
um 3.284 Mio. € gestiegen. Das Eigenkapital hat sich um 2.938 Mio. € auf 36.561 Mio.
€ erhöht. Sein Anteil an der Bilanzsumme betrug 37,4% - ein Plus von 3,2 Prozentpunkten
gegenüber dem Vorjahr.
1
Umgerechnet in Vollzeitäquivalente.
2
Die Position umfasst ausschließlich die Beschäftigten der Holdinggesellschaft RWE
AG. Leichter Rückgang der Beschäftigtenzahl.Zum 30. Juni 2025 gab es im RWE-Konzern 20.505 Beschäftigte, davon 13.141 an deutschen
und 7.364 an ausländischen Standorten. Bei den Zahlen handelt es sich um sogenannte
Vollzeitäquivalente (VZÄ), d. h., Teilzeitstellen werden hier anteilig berücksichtigt.
Gegenüber Ende 2024 hat sich der Personalbestand um 480 VZÄ verringert. Die deutlichste
Veränderung ergab sich im Segment Ausstiegstechnologien (- 387). Dort nahmen zahlreiche
Beschäftigte Vorruhestandsregelungen in Anspruch, die ihnen insbesondere im Zusammenhang
mit dem deutschen Kohle- und Kernenergieausstieg angeboten wurden. Auch im Segment
Offshore Wind verzeichneten wir einen nennenswerten Rückgang (- 118). Dabei kam zum
Tragen, dass wir die Investitionen in US-Projekte wegen der unsicheren regulatorischen
Rahmenbedingungen vorläufig auf das Nötigste beschränken. Prognose 2025RWE bekräftigt Ergebnisausblick.An unserer Prognose zur Ergebnisentwicklung im laufenden Jahr halten wir fest. Veröffentlicht
haben wir sie im Geschäftsbericht 2024 (Seite 59 f.), der im März 2025 erschienen
ist. Das bereinigte EBITDA dürfte demnach im Bereich von 4.550 bis 5.150 Mio. € liegen
und den hohen Vorjahreswert (5.680 Mio. €) damit deutlich unterschreiten. Bei betrieblichen
Abschreibungen in der Größenordnung von 2.200 Mio. € ergibt sich für das bereinigte
EBIT ein Prognosekorridor von 2.350 bis 2.950 Mio. € (Vorjahr: 3.561 Mio. €). Das
bereinigte Nettoergebnis veranschlagen wir auf 1.300 bis 1.800 Mio. € (Vorjahr: 2.322
Mio. €); pro Aktie entspricht das einem Wert von etwa 2,10 €, sofern wir die Mitte
der Bandbreite erreichen und beim Aktienrückkaufprogramm planmäßig vorankommen. Unser Ausblick basiert auf der Erwartung, dass das Handelsergebnis deutlich unter
dem hohen Vorjahreswert liegen wird. Außerdem rechnen wir mit niedrigeren Margen aus
Stromverkäufen und rückläufigen Erträgen aus der kommerziellen Optimierung unseres
Kraftwerkseinsatzes. Positive Effekte versprechen wir uns von der Inbetriebnahme neuer
Windparks, Solarparks und Batteriespeicher. Die Prognosen für den Konzern und die
Segmente des Kerngeschäfts sind in der Tabelle rechts oben zusammengefasst. Ausstiegstechnologien: stark verringerte Erträge aus Stromterminverkäufen.Der bereinigte Cash Flow der Ausstiegstechnologien, dessen Herleitung wir auf Seite
20 erläutern, wird sich voraussichtlich auf -650 bis -350 Mio.€ verringern (Vorjahr:
584 Mio.€). Wir gehen davon aus, dass die Erträge aus Stromterminverkäufen und aus
der Optimierung des Kraftwerkseinsatzes deutlich hinter dem Niveau von 2024 zurückbleiben.
Dennoch erwarten wir einen positiven Cash-Beitrag aus der Stromerzeugung. Dem stehen
allerdings hohe Ausgaben im Tagebaubetrieb gegenüber.
Nettoinvestitionen wohl niedriger als 2024.Auch im laufenden Geschäftsjahr tätigen wir hohe Ausgaben für Wachstumsprojekte. Die
Nettoinvestitionen, in denen Einnahmen aus Desinvestitionen mitberücksichtigt sind,
reichen aber wohl nicht an das Niveau von 2024 (10 Mrd. €) heran. Unsere Mittel setzen
wir im Wesentlichen für Windkraft-, Solar- und Batterieprojekte in Europa und den
USA ein. Leverage Factor wird Obergrenze von 3,0 voraussichtlich einhalten.Wegen unserer Wachstumsinvestitionen dürfte der Leverage Factor, d. h. das Verhältnis
der Nettoschulden zum bereinigten EBITDA, wesentlich höher sein als im Vorjahr (2,0).
Unsere selbst gesetzte Obergrenze für 2025 in Höhe von 3,0 werden wir aber voraussichtlich
einhalten. Dividende für das Geschäftsjahr 2025.Der Vorstand der RWE AG strebt für das Geschäftsjahr 2025 eine Gewinnausschüttung
je Aktie in Höhe von 1,20 € an. Bei entsprechender Beschlussfassung durch die Hauptversammlung
am 30. April 2026 wäre dies das dritte Mal in Folge, dass die Dividende um 0,10€ angehoben
wird. Aktuelle Einschätzung der RisikolageRisikolage des Konzerns im Wesentlichen unverändert.Der Aufbau und die Prozesse unseres Risikomanagements, die zuständigen Organisationseinheiten,
die wesentlichen Risiken und Chancen sowie unsere Maßnahmen zur Steuerung und Überwachung
von Risiken werden im Geschäftsbericht 2024 auf Seite 61 ff. ausführlich dargestellt.
Seit der Aufstellung des Berichts Ende Februar 2025 sind keine Veränderungen eingetreten,
die uns dazu veranlasst hätten, die Risikolage des Konzerns in wesentlichen Punkten
neu zu bewerten. Auch zeichnen sich weiterhin keine Entwicklungen ab, die den Fortbestand
der RWE AG oder des RWE-Konzerns gefährden. Unsere Risiken erheben wir im Halbjahresrhythmus mithilfe einer Bottom-up-Analyse.
Je nach Ursache teilen wir sie in die folgenden Klassen ein: (1) Marktrisiken, (2)
regulatorische und politische Risiken, (3) rechtliche Risiken, (4) operative Risiken,
(5) finanzwirtschaftliche Risiken, (6) Bonität von Geschäftspartnern und (7) sonstige
Risiken. Für jede dieser Klassen nehmen wir eine Risikoeinstufung vor, bei der wir
uns am höchsten Einzelrisiko orientieren. Wir unterscheiden dabei die Kategorien "gering",
"mittel" und "hoch". Unsere größten Risiken sehen wir unverändert in den ersten beiden Klassen, die wir
der Kategorie "hoch" zuordnen. Marktrisiken (1) bestehen bei Erzeugungsanlagen, für
deren Strom wir keine fixen Garantievergütungen erhalten. Sollten die Stromgroßhandelspreise
stark nachgeben, ohne dass entsprechende Entlastungen auf der Kostenseite eintreten
(z. B. durch niedrigere Brennstoffpreise), würden sich die Margen dieser Anlagen verringern.
Regulatorische und politische Risiken (2) sehen wir derzeit u. a. wegen der unsicheren
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den USA. Zwar hat die Mitte 2025 erlassene One
Big Beautiful Bill Klarheit darüber geschaffen, wie lange noch Steuervorteile für
neue Solar- und Windkraftprojekte gewährt werden - jedoch gibt es Unsicherheiten im
Hinblick darauf, wann Projekte den Safe-Harbor-Status erreicht haben, der ihnen die
steuerliche Förderung garantiert (siehe Seite 6). Zudem besteht die Gefahr, dass die
US-Regierung weitere Zölle beschließt und sich Projekte dadurch ungeplant verteuern.
Allerdings sind zuletzt auch positive Entwicklungen eingetreten: Beispielsweise will
die britische Regierung neuen Windkraft- und Solarprojekten längere Strompreisgarantien
gewähren (siehe Seite 5). Risikokennzahlen im ersten Halbjahr 2025. Commodity-Preisrisiken und finanzwirtschaftliche
Risiken steuern wir anhand von Kennzahlen wie dem Value at Risk und dem Cash Flow
at Risk. Außerdem nehmen wir Sensitivitätsanalysen vor. Risiken im Handelsgeschäft von RWE Supply & Trading messen wir mit dem Value at Risk
(VaR). Dieser gibt an, welchen Wert der mögliche Verlust aus einer Risikoposition
mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit in einem gegebenen Zeithorizont nicht überschreitet.
Für die VaR-Berechnung legen wir im Konzern grundsätzlich ein Konfidenzniveau von
95 % zugrunde - bei einem Betrachtungszeitraum von einem Tag. Das bedeutet, dass der
Tagesverlust den VaR mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % nicht übersteigt. Der VaR
für Preisrisiken von Commodity-Positionen im Handelsgeschäft muss ein bestimmtes Limit
einhalten, das aktuell bei 60 Mio. € liegt. Die tatsächlichen Tageswerte waren meist
deutlich niedriger. Im Halbjahresdurchschnitt betrugen sie 27 Mio. €. Das Management unseres Gasportfolios und das LNG-Geschäft sind in einer eigenen Organisationseinheit
bei RWE Supply & Trading gebündelt. Auch für diese Aktivitäten gibt es ein VaR-Tageslimit,
und zwar in Höhe von 40 Mio. €. Die tatsächlichen VaR-Werte lagen im ersten Halbjahr
bei durchschnittlich 13 Mio. €. Ein Risikofaktor im Finanzbereich ist die Entwicklung der Marktzinsen. Falls sie steigen,
erhöhen sich auch die Finanzierungskosten. Dieses Risiko messen wir mit dem Cash Flow
at Risk (CFaR). Dabei legen wir ein Konfidenzniveau von 95 % und eine Haltedauer von
einem Jahr zugrunde. Im ersten Halbjahr 2025 belief sich der CFaR auf durchschnittlich
15 Mio. €. Zinserhöhungen können außerdem dazu führen, dass sich die Kurse von Wertpapieren aus
unserem Bestand verringern - und umgekehrt. Dies gilt in erster Linie für festverzinsliche
Anleihen. Das Kursrisiko messen wir per Sensitivitätsanalyse. Zum Bilanzstichtag ergab
sich folgendes Bild: Bei einem Anstieg der Marktzinsen um 100 Basispunkte wäre der
Wert der von uns gehaltenen Anleihen um 17 Mio. € gesunken. Konzernzwischenabschluss (verkürzt)Gewinn- und Verlustrechnung
3
Angepasste Vorjahreszahlen; siehe Erläuterung auf Seite 32. Gesamtergebnisrechnung
2
Angepasste Vorjahreszahlen; siehe Erläuterung auf Seite 32. BilanzAktiva
Passiva
Kapitalflussrechnung
1
Angepasste Vorjahreszahlen; siehe Erläuterung auf Seite 32.
Veränderung des Eigenkapitals
1
Angepasste Vorjahreszahlen; siehe Erläuterung auf Seite 32. Ausgewählte AnhangangabenRechnungslegungsmethodenDie RWE AG mit Sitz in Essen, Deutschland, ist Mutterunternehmen des RWE-Konzerns
("RWE" oder "Konzern"). Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2025 einschließlich weiterer Angaben im
Konzernzwischenlagebericht wurde nach den International Financial Reporting Standards
(IFRS Accounting Standards) für die Zwischenberichterstattung, wie sie in der Europäischen
Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellt. Er ist am 11. August 2025 zur Veröffentlichung
freigegeben worden. Im Einklang mit IAS 34 wurde für die Darstellung des Konzernzwischenabschlusses zum
30. Juni 2025 ein gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 verkürzter
Berichtsumfanggewählt. Im Konzernzwischenabschluss werden - mit Ausnahmeder nachfolgend
beschriebenen Änderungen und Neuregelungen - die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
angewendet wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024. Für weitere Informationen
verweisen wir auf den Konzernabschluss 2024, der die Basis für den vorliegenden Halbjahresfinanzbericht
darstellt. Für Entsorgungsrückstellungen auf dem Gebiet der Kernenergie wird ein durchschnittlicher
Abzinsungsfaktor von 2,4 % (31.12.2024: 2,3 %) und für bergbaubedingte Rückstellungen
von 3,1 % (31.12.2024: 3,0 %) zugrunde gelegt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen werden im Inland mit 3,9 % und im Ausland mit 5,5 % abgezinst (31.12.2024:
3,6 % bzw. 5,4 %). Änderungen der RechnungslegungDer International Accounting Standards Board (IASB) hat Änderungen bei bestehenden
IFRS verabschiedet, die für den RWE-Konzern wegen der erfolgten Anerkennung durch
die EU ab dem Geschäftsjahr 2025 verpflichtend anzuwenden sind:
Diese neuen Regelungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den RWE-Konzernabschluss. Darüber hinaus haben sich, wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 beschrieben,
die nachfolgenden Änderungen gemäß IAS 8 ergeben. Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung von steuerlichen Verlustvorträgen in den USA.In der US-amerikanischen Tax Group wird seit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember
2024 bei der Überprüfung der Werthaltigkeit von aktiven latenten Steuern aus Verlustvorträgen
ein Überhang passiver latenter Steuern berücksichtigt, während zuvor ausschließlich
die zukünftige steuerliche Ergebniserwartung ausschlaggebend war. Die rückwirkende
Anpassung der Vorjahreszahlen führt zu folgenden Änderungen:
Ausweisänderungen in der Kapitalflussrechnung.Die folgenden Ausweisänderungen in der Kapitalflussrechnung führen zu einer wirtschaftlich
zutreffenderen und relevanteren Darstellung der betreffenden Transaktionen:
Neue RechnungslegungsvorschriftenDer IASB hat Standards und Änderungen an Standards verabschiedet, die in der EU im
Geschäftsjahr 2025 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Diese nachfolgend aufgeführten
Standards und Änderungen an Standards werden, mit Ausnahme von IFRS 18, voraussichtlich
keine wesentlichen Auswirkungen auf den RWE-Konzernabschluss haben:
Im April 2024 hat der IASB IFRS 18 ("Darstellung und Angaben im Abschluss") veröffentlicht,
der für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2027 anzuwenden ist und IAS 1 ("Darstellung
des Abschlusses") ersetzen wird. Im Allgemeinen führen die Neuregelungen des IFRS
18 u. a. zu Änderungen in der Darstellung der Hauptabschlussbestandteile sowie zu
zusätzlichen Anhangangaben in Bezug auf bestimmte im Abschluss veröffentlichte Performance-Kennzahlen.
Die spezifischen Auswirkungen des IFRS 18 auf den RWE-Konzernabschluss werden derzeit
geprüft. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss einbezogen sind neben der RWE AG alle wesentlichen in- und
ausländischen Tochterunternehmen, die die RWE AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht.
Wesentliche assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert, wesentliche
gemeinsame Vereinbarungen nach der Equity-Methode (Gemeinschaftsunternehmen) oder
als gemeinschaftliche Tätigkeit. Im Folgenden wird dargestellt, welche Veränderungen sich bei der Anzahl der vollkonsolidierten
Unternehmen und der mittels der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen
und Gemeinschaftsunternehmen ergeben haben:
1
Inklusive Entkonsolidierungen von 99 unwesentlichen Gesellschaften in den USA.
Zudem werden zwei (31.12.2024: zwei) Gesellschaften als gemeinschaftliche Tätigkeiten
abgebildet. UnternehmenserwerbeErwerb von drei Offshore-Windprojekten von Vattenfall.Ende März 2024 wurde der Erwerb von 100 % der Anteile an den drei Entwicklungsprojekten
Norfolk Vanguard West, Norfolk Vanguard East und Norfolk Boreas in Großbritannien
abgeschlossen. Die Übernahme war im Dezember 2023 mit dem schwedischen Konzern Vattenfall
AB, Stockholm, Schweden, vereinbart worden. Die drei Offshore-Windprojekte mit einer
geplanten Leistung von jeweils 1,4 Gigawatt liegen vor der Ostküste Englands. Die
drei Entwicklungsprojekte verfügen bereits über die Rechte am Meeresboden, Netzanschlüsse,
Entwicklungsgenehmigungen und alle anderen wesentlichen Genehmigungen. Neben den Projekten
wurde auch ein Team von 46 Mitarbeitern übernommen. Eine im Bewertungszeitraum durchgeführte Aktualisierung der bei Erstkonsolidierung
erfassten Werte führte zu folgenden Anpassungen: Aufgrund besserer Erkenntnisse bezüglich
des Fair Value von Operating Rights wurde das bei der Erstkonsolidierung zum beizulegenden
Zeitwert angesetzte Nettovermögen in Höhe von 336 Mio. € um 5 Mio. € auf 341 Mio.
€ erhöht. Daraus resultierte eine Verminderung des zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
erfassten Geschäfts- oder Firmenwertes um 5 Mio. € auf 3 Mio. €. AnteilsabstockungenNorges Bank Investment Management beteiligt sich an Nordsee-Windkraftprojekten.Die für die Verwaltung des staatlichen norwegischen Pensionsfonds zuständige Norges
Bank Investment Management hat 49 % der Anteile an unseren Offshore-Windkraftprojekten
Nordseecluster A / B und Thor übernommen. Die Transaktion war im März 2025 vereinbart
worden und konnte im Juni abgeschlossen werden. Der Kaufpreis betrug rund 1,4 Mrd.
€. RWE behält 51 % der Anteile und die Beherrschung über die Offshore-Windkraft-projekte.
RWE bleibt auch nach dem Anteilsverkauf für den Bau und Betrieb von Thor und Nordseecluster
A / B verantwortlich. GewinnausschüttungDie Hauptversammlung der RWE AG hat am 30. April 2025 beschlossen, eine Dividende
für das Geschäftsjahr 2024 in Höhe von 1,10 € je dividendenberechtigte RWE-Aktie auszuschütten.
Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2024 erfolgte am 6. Mai 2025 und betrug insgesamt
809 Mio. € (Vorjahr: 744 Mio. €). FinanzierungsmaßnahmenIm April 2025 hat die RWE AG eine Hybridanleihe zum ersten möglichen Kündigungstermin
zurückgekauft, die in 2015 begeben worden war. Die Anleihe hatte ein ursprüngliches
Volumen von 550 Mio. € und eine Laufzeit bis 2075. Im Jahr 2017 war das ausstehende
Volumen der Anleihe im Rahmen eines Rückkaufangebots auf rund 282 Mio. € reduziert
worden. Ebenfalls im April 2025 hat die RWE AG das Rahmenprogramm für Anleihen außerhalb der
USA, das sogenannte Debt-Issuance-Programme, um ein weiteres Jahr verlängert. Das
Programm erlaubt Emissionen mit einem Gesamtvolumen von bis zu 15 Mrd. €. Im Mai 2025 hat die RWE AG ihre bestehenden 10 Mrd. € Konsortialkredite refinanziert.
Das Konsortium aus 34 internationalen Geschäftsbanken stellt drei syndizierte Kredite
(RCF) mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 10 Mrd. € zur Verfügung. RCF A und B haben
ein Gesamtvolumen von 5 Mrd. € und eine Laufzeit von 5 Jahren, RCF C hat ein Gesamtvolumen
von ebenfalls 5 Mrd. € und eine Laufzeit von 3 Jahren. Es wurden ferner jeweils zwei
Einjahres-Verlängerungsoptionen vereinbart. Die RCF sind weiterhin an Nachhaltigkeitsziele
geknüpft. Im Juni 2025 hat die RWE AG eine Hybridanleihe in zwei Tranchen über je 500 Mio. €
emittiert. Beide Tranchen haben eine Laufzeit von 30 Jahren, wobei eine Tranche erstmals
nach 5,25 Jahren und die zweite Tranche erstmals nach 8 Jahren gekündigt werden kann.
Die erste Tranche hat einen Kupon von 4,125 % und die zweite hat einen Kupon von 4,625
%. Die Hybridanleihe ist gemäß IFRS als Fremdkapital klassifiziert, da sie eine feste,
endliche Laufzeit aufweist und eine Möglichkeit zur dauerhaften Aussetzung der Zinszahlungen
nicht besteht. Eigene AktienAm 30. Juni 2025 befanden sich 17.759.670 (Vorjahr: 0) eigene Aktien im Bestand. Diese
Aktien sind im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms der RWE AG im Zeitraum
vom 28. November 2024 bis zum 30. Juni 2025 zugegangen. Darüber hinaus wurden am 27.
und 30. Juni 2025 weitere 99.324 Aktien erworben, die erst nach dem Stichtag zum 30.
Juni 2025 zugegangen sind. Die daraus resultierende Zahlungsverpflichtung in Höhe
von 4 Mio. € wurde zulasten der Gewinnrücklagen als finanzielle Verbindlichkeit erfasst. Die zweite Tranche des Aktienrückkaufprogramms mit einem Gesamtvolumen von bis zu
500 Mio. € begann am 2. Juni 2025 und wird bis zum 2. Dezember 2025 durch einen unabhängigen
Finanzdienstleister durchgeführt. Die sich daraus ergebende Verpflichtung wurde zum
Zeitpunkt des Vertragsabschlusses in voller Höhe zulasten der Gewinnrücklagen als
finanzielle Verbindlichkeit erfasst und um die bis zum 30. Juni 2025 getätigten Rückkäufe
vermindert. Die Verpflichtung der noch zu tätigenden Aktienkäufe nach dem 30. Juni
2025 ist in Höhe von 431 Mio. € berücksichtigt. Ergebnis je AktieDas unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie ergeben sich, indem der den
RWE-Aktionären zustehende Teil des Nettoergebnisses durch die durchschnittliche Zahl
der in Umlauf befindlichen Aktien geteilt wird; eigene Aktien bleiben dabei unberücksichtigt.
Die im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms erworbenen RWE-Aktien sind in der Zahl der
in Umlauf befindlichen Aktien zeitanteilig bis zum Zeitpunkt der rechtlichen Übertragung
auf RWE berücksichtigt.
1
Angepasste Vorjahreszahlen; siehe Erläuterung auf Seite 32. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenAssoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen gelten im RWE-Konzern als nahestehende
Unternehmen. Die mit wesentlichen nahestehenden Unternehmen getätigten Geschäfte führten
im ersten Halbjahr 2025 zu Erträgen in Höhe von 730 Mio. € (Vorjahr: 585 Mio. €).
Zudem führten die mit wesentlichen nahestehenden Unternehmen getätigten Geschäfte
zu Aufwendungen in Höhe von 213 Mio. € (Vorjahr: 192 Mio. €). Zum 30. Juni 2025 betrugen
die Forderungen 678 Mio. € (31.12.2024: 674 Mio. €) und die Verbindlichkeiten 180
Mio. € (31.12.2024: 253 Mio. €). Alle Geschäfte sind zu marktüblichen Konditionen
abgeschlossen worden und unterscheiden sich grundsätzlich nicht von den Liefer- und
Leistungsbeziehungen mit anderen Unternehmen. Die sonstigen Verpflichtungen aus schwebenden
Geschäften betrugen 152 Mio. € (31.12.2024: 159 Mio. €). Daneben bestanden mit anderen
nahestehenden Unternehmen Verpflichtungen aus schwebenden Stromlieferverträgen in
Höhe von 19 Mio. € (Vorjahr: 17 Mio. €). Darüber hinaus hat der RWE-Konzern keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden
Unternehmen oder Personen getätigt. Berichterstattung zu FinanzinstrumentenFinanzinstrumente lassen sich danach unterscheiden, ob sie originär oder derivativ
sind. Die originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im Wesentlichen
die übrigen Finanzanlagen, die Forderungen, die kurzfristigen Wertpapiere und die
flüssigen Mittel. Die Finanzinstrumente sind abhängig von ihrer Klassifizierung mit
den fortgeführten Anschaffungskosten oder dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Finanzinstrumente
der Aktivseite werden für Zwecke der Bilanzierung den Kategorien "Zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertete Fremdkapitalinstrumente", "Erfolgsneutral zum beizulegenden
Zeitwert bewertete Fremdkapitalinstrumente", "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
bewertete Eigenkapitalinstrumente" und "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bilanzierte finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet. Auf der Passivseite bestehen die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen aus
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten. Die Bewertung von zum beizulegenden Zeitwert angesetzten Finanzinstrumenten erfolgt
anhand des veröffentlichten Börsenkurses, sofern die Finanzinstrumente an einem aktiven
Markt gehandelt werden. Der beizulegende Zeitwert nicht notierter Fremd- und Eigenkapitaltitel
wird grundsätzlich auf Basis von mit aktuellen restlaufzeitkongruenten Marktzinssätzen
diskontierten erwarteten Zahlungsströmen unter Berücksichtigung makroökonomischer
Entwicklungen und Unternehmensplandaten ermittelt. Zum Teil erfolgt die Ermittlung
auch anhand externer Bewertungen, z. B. durch Banken. In Abhängigkeit von der Verfügbarkeit
von Marktparametern werden die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente den drei
Stufen der Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13 zugeordnet. Derivative Finanzinstrumente werden - sofern sie in den Anwendungsbereich von IFRS
9 fallen - grundsätzlich mit ihren beizulegenden Zeitwerten am Bilanzstichtag bilanziert.
Börsengehandelte Produkte werden mit den veröffentlichten Schlusskursen der jeweiligen
Börsen bewertet. Nicht börsengehandelte Produkte werden anhand öffentlich zugänglicher,
marktüblicher Broker-Quotierungen bewertet oder - falls solche nicht vorhanden sind
-anhand allgemein anerkannter Bewertungsmodelle. Dabei orientieren wir uns, soweit
möglich, an Notierungen auf aktiven Märkten. Sollten auch diese Notierungen nicht
vorliegen, fließen unternehmensspezifische Planannahmen in die Bewertung ein. Diese
umfassen sämtliche Marktfaktoren, die auch andere Marktteilnehmer für die Preisfestsetzung
berücksichtigen würden. Energiewirtschaftliche und volkswirtschaftliche Annahmen werden
in einem umfangreichen Prozess und unter Einbeziehung interner und externer Experten
ermittelt. Die Bemessung des beizulegenden Zeitwertes einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte
und finanzieller Verbindlichkeiten wird auf Basis der Nettorisikoposition pro Geschäftspartner
vorgenommen. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Anwendungsbereich
von IFRS 7 stimmen grundsätzlich mit ihren beizulegenden Zeitwerten überein. Abweichungen
gibt es lediglich bei den sonstigen Vermögenswerten, den Finanzforderungen und den
Finanzverbindlichkeiten. Bei den sonstigen Vermögenswerten beträgt der Buchwert 9.188
Mio. € (31.12.2024: 10.458 Mio. €) und der beizulegende Zeitwert 9.185 Mio. € (31.12.2024:
10.450 Mio. €). Bei den Finanzforderungen beträgt der Buchwert 1.453 Mio. € (31.12.2024:
2.075 Mio. €) und der beizulegende Zeitwert 1.436 Mio. € (31.12.2024: 2.072 Mio. €).
Der Buchwert der Finanzverbindlichkeiten beträgt 17.478 Mio. € (31.12.2024: 16.438
Mio. €), der beizulegende Zeitwert 17.398 Mio. € (31.12.2024: 16.359 Mio. €). Die folgende Übersicht stellt die Einordnung aller zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Finanzinstrumente in die durch IFRS 13 vorgegebene Fair-Value-Hierarchie dar. Die
einzelnen Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind gemäß IFRS 13 wie folgt definiert:
Die folgende Darstellung zeigt die Entwicklung der nach Stufe 3 zum beizulegenden
Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente:
1
In dieser Position enthalten sind Käufe, Verkäufe, Emissionen und Ausgleiche.
1
In dieser Position enthalten sind Käufe, Verkäufe, Emissionen und Ausgleiche. Die erfolgswirksam erfassten Gewinne und Verluste von Finanzinstrumenten der Stufe
3 entfallen auf folgende Posten der Gewinn- und Verlustrechnung:
Derivative Finanzinstrumente der Stufe 3 umfassen im Wesentlichen Energiebezugs- und
Rohstoffverträge, die Handelsperioden betreffen, für die es noch keine aktiven Märkte
gibt. Ihre Bewertung ist insbesondere von der Entwicklung der Strom-, Öl- und Gaspreise
abhängig. Bei steigenden Marktpreisen erhöht sich bei sonst gleichen Bedingungen der
beizulegende Zeitwert, bei sinkenden Marktpreisen verringert er sich. Eine Veränderung
der Preisverhältnisse um +/- 10% würde zu einem Anstieg des Marktwertes um 35 Mio.€
(Vorjahr: 97 Mio. €) bzw. zu einem Rückgang um 32 Mio. € (Vorjahr: 97 Mio. €) führen. SegmentberichterstattungRWE ist in die fünf Segmente Offshore Wind, Onshore Wind / Solar, Flexible Erzeugung,
Energiehandel und Ausstiegstechnologien, das unser Nicht-Kerngeschäft darstellt, untergliedert.
Erläuterungen zu den Segmentdaten.Als Innenumsätze des RWE-Konzerns weisen wir die Umsätze zwischen den Segmenten aus.
Konzerninterne Lieferungen und Leistungen werden zu gleichen Bedingungen abgerechnet
wie mit externen Kunden. Das bereinigte EBITDA wird zur internen Steuerung der Segmente des Kerngeschäfts verwendet.
Dabei handelt es sich um das Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern,
das um aperiodische oder nicht operative Sachverhalte bereinigt wird. In der folgenden
Tabelle ist die Überleitung der bereinigten Kennzahlen zu den statutarischen Kennzahlen
vor Bereinigung dargestellt:
Erträge und Aufwendungen, die aus betriebswirtschaftlicher Sicht ungewöhnlich oder
auf Sondervorgänge zurückzuführen sind, erschweren die Beurteilung der laufenden Geschäftstätigkeit.
Sie werden in das neutrale Ergebnis umgegliedert. Neben den Veräußerungsergebnissen
aus dem Abgang von Beteiligungen oder nicht betriebsnotwendigen langfristigen Vermögenswerten
sind hier vor allem die Effekte aus der Bewertung von bestimmten Derivaten erfasst.
Dabei handelt es sich um Bewertungseffekte, die nur temporär sind und hauptsächlich
daraus entstehen, dass Finanzinstrumente zur Absicherung von Preisrisiken mit ihren
Marktwerten am jeweiligen Stichtag zu bilanzieren sind, während die abgesicherten
Grundgeschäfte erst bei ihrer Realisierung erfolgswirksam erfasst werden dürfen. Im
Finanzergebnis werden z. B. Einmaleffekte aus Anpassungen der Diskontierungszinssätze,
die wir bei der Ermittlung der Kernenergie- oder Bergbaurückstellungen zugrunde legen,
sowie temporäre Gewinne und Verluste, die sich aus der Bewertung von zu Sicherungszwecken
eingesetzten Währungsderivaten ergeben, bereinigt. Auch der gesamte Ergebnisbeitrag
des Segments Ausstiegstechnologien wird im neutralen Ergebnis erfasst. Das neutrale
Ergebnis entspricht den Bereinigungen im Ergebnis vor Steuern.
Das Segment Ausstiegstechnologien wird anhand eines bereinigten Cash Flow gesteuert.
Dieser wird hergeleitet, indem von den operativen Mittelzuflüssen die Nettoinvestitionen
abgezogen werden. Außerdem werden die periodenfremden Effekte aus der (zahlungswirksamen)
Inanspruchnahme von Rückstellungen eliminiert und periodengerechte (nicht zahlungswirksame)
Effekte aus der Zuführung / Auflösung von Rückstellungen addiert.
Der Posten "Sonstiges" enthält neben Veränderungen des Nettoumlaufvermögens der Ausstiegstechnologien
vor allem erhaltene Zinsen von anderen Geschäftsbereichen des RWE-Konzerns. Ereignisse nach dem BilanzstichtagIm Zeitraum vom 1. Juli 2025 bis zur Aufstellung des Zwischenabschlusses am 11. August
2025 sind folgende wesentliche Ereignisse eingetreten: USA wollen Steuervergünstigungen für Wind- und Solarprojekte auslaufen lassen.Anfang Juli hat die US-Regierung mit der sogenannten "One Big Beautiful Bill" (OBBB)
ein umfassendes Haushaltsgesetz beschlossen, das die Steuer- und Ausgabenpolitik tief-greifend
reformiert. Darin vorgesehen ist u.a. eine Abschaffung der Steuervorteile für Investitionen
in Wind- und Solarparks. Neuanlagen müssen bis Ende 2027 den Betrieb aufnehmen, um
noch die volle Förderung zu erhalten. Darüber hinaus gibt es im US-Steuerrecht sogenannte
Safe-Harbor-Regelungen, durch die Investoren auch nach 2027 noch in den Genuss der
Steuervorteile kommen können. Das Safe Harboring orientiert sich am Zeitpunkt des
Baubeginns. Ist dieser erfolgt, gilt die Förderung als gesichert, sofern eine Frist
von vier Jahren bis zur Inbetriebnahme der Anlagen eingehalten wird. Die OBBB erlaubt
das Safe Harboring noch bis Mitte 2026. Kurz nach ihrer Verabschiedung wurde das Finanzministerium
per Verordnung angewiesen, neu zu regeln, unter welchen Bedingungen ein Projekt als
im Bau befindlich einzustufen ist. Bei Redaktionsschluss für diesen Bericht lagen
dazu noch keine Ergebnisse vor. Wir gehen davon aus, dass die neuen Vorgaben nicht
rückwirkend gelten und uns der Safe-Harbor-Status für Projekte in der Bauphase nicht
nachträglich aberkannt wird. Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtAn die RWE Aktiengesellschaft, Essen Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus der Bilanz, der
Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Gesamtergebnisrechnung, der Kapitalflussrechnung,
der Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben
- und den Konzernzwischenlagebericht der RWE Aktiengesellschaft, Essen, für den Zeitraum
vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2025, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts
nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den vom International Accounting Standards
Board (IASB) herausgegebenen IFRS® Accounting Standards (im Folgenden "IFRS Accounting
Standards") für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) liegt in der Verantwortung der gesetzlichen
Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten
Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
sowie unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements
2410 "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor
of the Entity" vorgenommen. Danach haben wir die prüferische Durchsicht so zu planen
und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit
ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen
nicht in Übereinstimmung mit den IFRS Accounting Standards für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Eine prüferische Durchsicht beschränkt
sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und Personen
mit Verantwortlichkeit in der Rechnungslegung sowie auf analytische Beurteilungen
und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk
nicht erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
der RWE Aktiengesellschaft, Essen, in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS Accounting Standards für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU
anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen
nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften
des WpHG aufgestellt worden ist. Düsseldorf, den 12. August 2025 Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Essen, 11. August 2025
Finanzkalender 2025 / 2026
Der vorliegende Zwischenbericht ist am 14. August 2025 veröffentlicht worden. Alle Veranstaltungen zur Veröffentlichung von Finanzberichten und die Hauptversammlung
werden live im Internet übertragen. Aufzeichnungen sind mindestens zwölf Monate lang abrufbar. Zukunftsbezogene Aussagen.Der vorliegende Zwischenbericht enthält Aussagen, die sich auf die künftige Entwicklung
des RWE-Konzerns und seiner Gesellschaften sowie der wirtschaftlichen und politischen
Rahmenbedingungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar. Wir haben sie
auf Basis aller Informationen getroffen, die uns zum Zeitpunkt der Erstellung dieses
Dokuments zur Verfügung standen. Dennoch besteht die Möglichkeit, dass die tatsächlichen
Entwicklungen von den Prognosen abweichen - etwa wenn sich die zugrunde gelegten Annahmen
als unzutreffend erweisen oder unvorhergesehene Risiken eintreten. Für die Korrektheit
zukunftsbezogener Aussagen können wir daher keine Gewähr übernehmen. RWE Aktiengesellschaft RWE Platz 1 45141 Essen www.rwe.com |
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