![]() Salzgitter AktiengesellschaftSalzgitterKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011Inhaltsverzeichnis A Konzernlagebericht und Lagebericht der Salzgitter Aktiengesellschaft 2011 B Konzernabschluss der Salzgitter AG für das Geschäftsjahr 2011 I. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung II. Gesamtergebnisrechnung III. Konzernbilanz IV. Kapitalflussrechnung V. Veränderung des Eigenkapitals VI. Anhang Segmentberichterstattung Konzernanlagevermögen Aufstellung des Anteilsbesitzes Anhangsangaben Anlage 1 zum Konzernanhang Organe Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers A Konzernlagebericht und Lagebericht der Salzgitter AGI. Unternehmen und Organisation 1. Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit 2. Leitung und Kontrolle 3. Erklärung zur Unternehmensführung 4. Mitarbeiter 5. Die Salzgitter-Aktie II. Ziele und Erfolgsfaktoren 1. Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie 2. Investitionen 3. Forschung und Entwicklung 4. Schutz der Umwelt III. Überblick über den Geschäftsverlauf 1. Globale wirtschaftliche Rahmenbedingungen*) 2. Gesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen Lage 3. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Rahmenbedingungen der Unternehmensbereiche 4. Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf IV. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 1. Ertragslage des Konzerns 2. Finanz- und Vermögenslage 3. Jahresabschluss der Salzgitter AG V. Risikobericht 1. Risiko- und Chancenmanagementsystem 2. Einzelrisiken 3. Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns VI. Nachtrags- und Prognosebericht 1. Nachtragsbericht 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den folgenden zwei Geschäftsjahren 3. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns I. Unternehmen und Organisation1. Konzernstruktur und GeschäftstätigkeitAls traditionsreiches deutsches Unternehmen hat sich die Salzgitter-Gruppe unter den führenden Stahltechnologie- und Anlagenbau-Konzernen Europas etabliert. Sie verfügt über nahezu 9 Mio. t Rohstahlkapazität und erreichte im Jahr 2011 rund 10 Mrd. € Außenumsatz. Der Konzern umfasst weltweit mehr als 200 Tochter- und Beteiligungsgesellschaften mit circa 25.500 Mitarbeitern. Unter Führung der Salzgitter AG als Holding ist er in die fünf Unternehmensbereichen Stahl, Handel, Röhren, Dienstleistungen und Technologie untergliedert. Die Aktie der Salzgitter AG ist Mitglied des MDAX-Index der Deutsche Börse AG. Unsere Kernkompetenzen liegen in der Produktion von Walzstahl- und Röhrenerzeugnissen sowie deren Weiterverarbeitung, dem Handel mit diesen Produkten und dem Sondermaschinen- und Anlagenbau. Alle wesentlichen Gesellschaften der Salzgitter-Gruppe sind unter einer Zwischenholding gebündelt; dies ist bis zum 31. Dezember 2011 die Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG), ab dem Geschäftsjahr 2012 die Salzgitter Klöckner-Werke GmbH (SKWG). Auf diese Weise können wir unter anderem ein zentrales und uneingeschränktes Finanzmanagement für den Konzern durchführen. Die Salzgitter AG steuert die SMG bzw. die SKWG sowie sämtliche Beteiligungen als Management-Holding, wobei der Vorstand der Salzgitter AG mit den Geschäftsführungen der SMG und der SKWG personenidentisch ist. Die Leitung und Kontrolle des Konzerns wird somit von den verantwortlichen Organen der Salzgitter AG (Vorstand, Aufsichtsrat) wahrgenommen. Die für die unternehmerische Führung der Divisionen spezifischen Verantwortungen sind in den entsprechenden Unternehmensbereichen unterhalb der Holding angesiedelt. Rechtliche und wirtschaftliche EinflussfaktorenDa die industrielle Produktion des Konzerns zum allergrößten Teil in Deutschland stattfindet, wird diese und das damit verbundene Geschäft von den hier geltenden rechtlichen Vorschriften beeinflusst. Dazu zählen insbesondere die deutschen Steuervorschriften und die Umweltschutzvorschriften Deutschlands und der Europäischen Union. Die Struktur des Salzgitter-Konzerns ist in der nachfolgenden Grafik dargestellt. ![]() Den fünf Unternehmensbereichen sind operativ selbstständige Gesellschaften zugeordnet, die dezentral mit hoher Entscheidungsfreiheit handeln und eigenverantwortlich markt-, standort- und produktbezogene Geschäftsaktivitäten durchführen. Der Unternehmensbereich Stahl steht mit seinen Marken- und Spezialstählen in besonderem Maße für die Kernkompetenz unseres Konzerns. An den Standorten Salzgitter, Peine, Ilsenburg und Dortmund produzieren die Gesellschaften des Segments eine breite Palette von Stahlerzeugnissen (Flachstahl und Profile, Grobbleche, Spundwände, Bauelemente sowie Tailored Blanks) und entwickeln diese für neue Einsatzgebiete weiter. Das Produktprogramm ist insbesondere bei Flachprodukten auf hochwertige Stahlgüten und -qualitäten ausgerichtet, die für immer anspruchsvollere Anwendungen eingesetzt werden. So ist die deutsche Automobilindustrie ein wichtiger Kundensektor, der besonders hohe Qualitäts- und Serviceanforderungen stellt. Als Resultat einer intensiven Forschungs- und Entwicklungsarbeit sowie einer starken Kundenorientierung erschließen wir fortlaufend künftige Marktpotenziale mit kreativen, innovativen Erzeugnissen. Im integrierten Hüttenwerk in Salzgitter und im Elektrostahlwerk Peine können nach Abschluss eines umfassenden Investitionsprogramms künftig pro Jahr rund 7 Mio. t Rohstahl erschmolzen werden. Die drei großen Walzstahlstandorte Salzgitter, Peine und Ilsenburg zählen aufgrund ihrer hoch entwickelten komplexen Anlagen- und Prozesstechnik zu den modernsten ihrer Art. Die Division steht in enger Verbindung mit unserer Handelsorganisation, die nicht nur einen wichtigen Absatzkanal darstellt, sondern fallweise auch in den Halbzeugbezug eingebunden ist. Der Unternehmensbereich Handel sorgt sowohl über ein dichtes europäisches Vertriebsnetz als auch mit weltweit angesiedelten Handelsgesellschaften und Verkaufsbüros für die flächendeckende, erfolgreiche Präsenz des Salzgitter-Konzerns sowie die bestmögliche Vermarktung seiner Produkte und Leistungen. Dadurch erreichen wir neben Großverbrauchern gleichermaßen kleinere und mittelgroße Endkunden. Der Handelsdivision sind folgende Gesellschaften zugeordnet: die unter der Führung der Salzgitter Mannesmann Handel GmbH (SMHD) operierende Salzgitter Mannesmann-Handel-Gruppe, der Grobblechspezialist Universal Eisen und Stahl GmbH (UES), das Stahl-Service-Center Hövelmann & Lueg GmbH (HLG) sowie die im vierten Quartal 2011 übernommene STAHL-METALL-SERVICE Gesellschaft für Bandbearbeitung mbH (SMSGB). Die Gesellschaft wird ab dem Geschäftsjahr 2012 in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Die SMHD-Gruppe agiert im lagerhaltenden Stahlhandel Deutschland mit drei Unternehmen an fünfzehn Vertriebsstandorten, davon elf Lägern. Sechs Gesellschaften betreiben den Stahlhandel in europäischen Ländern. Dort sind außerdem vier Agenturen aktiv. Das internationale Trading wird überwiegend von neun eigenständigen Gesellschaften und vier als Repräsentanzen geführten Auslandsbüros abgewickelt. Der Grobblechspezialist UES übt seine Handels- und Anarbeitungsaktivitäten hauptsächlich in Deutschland aus, ist aber auch im europäischen Ausland sowie in den USA präsent. Das Stahl-Service-Center HLG ergänzt das Spektrum des Handelsbereiches mit kundenspezifischen Flachstahlerzeugnissen. Die unter Führung der Mannesmannröhren-Werke GmbH (MRW) zusammengefassten Unternehmen und Beteiligungen des Unternehmensbereiches Röhren bieten ihren Kunden auf drei Kontinenten ein umfassendes Sortiment an Stahlrohren. Das Programm enthält insbesondere längs- und spiralnahtgeschweißte Großrohre, HFI (Hochfrequenz induktiv-) geschweißte Leitungsrohre, nahtlose sowie geschweißte Präzisrohre und nahtlose Edelstahlrohre. Mit ihren hochwertigen Produkten von international anerkannter Qualität besetzen die Unternehmen Spitzenpositionen auf dem Markt oder sind sogar Weltmarktführer. Die Sparte verfügt über eine eigene Rohstahlversorgung in Form der 30 % Beteiligung am Stahlerzeuger Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH ([HKM], technische Rohstahlkapazität 6 Mio. t), ein modernes eigenes Grobblechwalzwerk und eine Produktion von Halbzeug für die Nahtlosrohrherstellung. Auch dieses Segment nutzt unsere Handelsorganisation intensiv für den Absatz seiner Produkte und den Halbzeugbezug. Die Angebote des Unternehmensbereiches Dienstleistungen sind vor allem auf den Bedarf innerhalb des Konzerns ausgerichtet. Wir stellen die Leistungen jedoch auch Drittkunden zur Verfügung, um einen zusätzlichen Ergebnisbeitrag für den Konzern zu erwirtschaften. Auf diese Weise wird das Know-how der Gesellschaften permanent an den Anforderungen des Marktes gemessen. Sie konzipieren und realisieren ein breitgefächertes Portfolio attraktiver Serviceangebote: von der Rohstoffversorgung über die Logistik und Anlagentechnik sowie die Forschung und Werkstoffentwicklung bis hin zu kompletten Informationstechniklösungen. Dazu kommen Dienstleistungen und Produkte für die Automobilwirtschaft. Zum Leistungsspektrum des Unternehmensbereiches Technologie zählen in erster Linie Maschinen und Anlagen zum Abfüllen und Verpacken von Getränken: Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit dieses Segments liegt bei der KHS GmbH (KHSDE) in Dortmund, die zu den Weltmarktführern im Bereich industrieller Abfüll- und Verpackungsanlagen gehört. Die von dort geleitete KHS-Gruppe ist mit ihren Produktionsstätten und fast 50 Service- und Vertriebsstützpunkten auf allen Kontinenten vertreten. Das Geschäftsfeld Abfüll- und Verpackungstechnik bestimmt rund 90 % der Umsätze des Unternehmensbereiches. Weitere Aktivitäten des Segments sind im Bereich Sondermaschinenbau angesiedelt. ![]() Die Struktur des Salzgitter-Konzerns mit seinen breitgefächerten Geschäftstätigkeiten hat sich über den Konjunkturzyklus im Wettbewerb bewährt. Neben einer markt- und kundennahen operativen Handlungsfähigkeit der einzelnen Bereiche fördert sie mithilfe dezentraler Kompetenzen und Verantwortlichkeiten die Entwicklung der jeweiligen Unternehmen. Unsere Führungsstruktur ist hinsichtlich Veränderungs- und Anpassungserfordernissen flexibel und somit zugleich kompatibel mit der Wachstumsstrategie, da neue Wertschöpfungsstufen oder Unternehmensbereiche relativ problemlos integriert werden können. Eine Auflistung der Beteiligungen finden Sie im „Konzernabschluss/Anhang“. 2. Leitung und KontrolleVorstandDie Mitglieder des Vorstands der Salzgitter AG werden vom Aufsichtsrat bestellt; er kann die Bestellung widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft, leitet sie und führt ihre Geschäfte in eigener Verantwortung. Einschränkend ist festgelegt worden, dass bestimmte Geschäfte nur mit Genehmigung des Aufsichtsrats vorgenommen werden dürfen. Die Hauptversammlung kann über Fragen der Geschäftsführung nur dann entscheiden, wenn der Vorstand es verlangt. Dem Vorstand der Salzgitter AG gehörten im Geschäftsjahr 2011 nachfolgend aufgeführte Mitglieder an: Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann Vorsitzender seit 1. Februar 2011 Stellvertretender Vorsitzender bis 31. Januar 2011 Finanzen bis 31. Januar 2011 a)
b)
Prof. Dr.- Ing. E. h. Wolfgang Leese Vorsitzender bis 31. Januar 2011 a)
Burkhard Becker seit 1. Februar 2011 Finanzen a)
b)
Wolfgang Eging Unternehmensbereich Röhren Vorsitzender des Vorstands der Mannesmannröhren-Werke GmbH a)
b)
Heinz Groschke Unternehmensbereich Handel Vorsitzender des Vorstands der Salzgitter Mannesmann Handel GmbH a)
b)
Johannes Nonn Unternehmensbereich Stahl Vorsitzender des Vorstands der Salzgitter Stahl GmbH a)
b)
Peter-Jürgen Schneider Personal Unternehmensbereich Dienstleistungen a)
b)
a)
= Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu
bildenden Aufsichtsräten i. S. d. § 125 AktG AufsichtsratRainer Thieme Vorsitzender Vorsitzender der Geschäftsführung der Wilhelm Karmann GmbH i. R. a)
Dr. Hans-Jürgen Urban Stellvertretender Vorsitzender seit 26. August 2011 Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Industriegewerkschaft Metall a)
Jürgen Peters Stellvertretender Vorsitzender bis 25. August 2011 Erster Vorsitzender der Industriegewerkschaft Metall i. R.
Manfred Bogen bis 30. September 2011 Betriebsratsvorsitzender der EUROPIPE GmbH bis 30. September 2011 a)
Bernhard Breemann seit 1. Januar 2012 Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH, Gladbeck a)
Hasan Cakir Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Flachstahl GmbH a)
Ulrich Dickert Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes Deutschland GmbH
Karl Ehlerding Geschäftsführer der KG Erste „Hohe Brücke 1“ Verwaltungs-GmbH & Co. a)
Hannelore Elze Gewerkschaftssekretärin des Vorstands der Industriegewerkschaft Metall, Zweigbüro Düsseldorf a)
Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Jürgen Hesselbach Präsident der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig a)
Ulrich Kimpel Betriebsratsvorsitzender der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH
Dr. Dieter Köster Vorsitzender des Vorstands der Köster Holding AG
Bernd Lauenroth seit 26. August 2011 Gewerkschaftssekretär des Vorstands der Industriegewerkschaft Metall, Zweigbüro Düsseldorf a)
Frank Markowski seit 1. Oktober 2011 Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Präzisrohr GmbH a)
Dr. Arno Morenz Vorsitzender des Vorstands der Aachener Rückversicherung AG i. R. Mitglied des Präsidiums der DSW Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V. seit 10. November 2011 a)
b)
Hartmut Möllring Finanzminister des Landes Niedersachsen a)
b)
Udo Pfante bis 31. Dezember 2011 Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH bis 31. Dezember 2011 a)
Prof. Dr. Hannes Rehm Präsident der IHK Industrie- und Handelskammer Hannover Vorsitzender des Vorstands der Norddeutsche Landesbank – Girozentrale i. R. a)
Dr. Rudolf Rupprecht Vorsitzender des Vorstands der MAN AG i. R. a)
Christian Schwandt Konzern-Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter AG Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der SZST Salzgitter Service und Technik GmbH a)
Dr. Werner Tegtmeier Staatssekretär a. D. im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung a)
Dr. Johannes Teyssen Vorsitzender des Vorstands der E.ON AG a)
Helmut Weber Gesamtbetriebsratsvorsitzender der KHS GmbH a)
Prof. Dr. rer. nat. Dr.-Ing. E. h. Martin Winterkorn Vorsitzender des Vorstands der Volkswagen AG Vorsitzender des Vorstands der Porsche Automobil Holding SE a)
b)
a)
= Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu
bildenden Aufsichtsräten i. S. d. § 125 AktG Ausschüsse des AufsichtsratsPräsidium: Rainer Thieme, Vorsitzender Hartmut Möllring Jürgen Peters bis 25. August 2011 Christian Schwandt Dr. Jürgen Urban seit 26. August 2011 Prüfungsausschuss: Prof. Dr. Hannes Rehm, Vorsitzender Hannelore Elze Rainer Thieme Helmut Weber Strategieausschuss: Rainer Thieme, Vorsitzender Manfred Bogen bis 30. September 2011 Ulrich Kimpel seit 15. Dezember 2011 Hartmut Möllring Jürgen Peters bis 25. August 2011 Prof. Dr. Hannes Rehm Christian Schwandt Dr. Jürgen Urban seit 26. August 2011 Nominierungsausschuss: Hartmut Möllring Rainer Thieme Vergütung von Vorstand und AufsichtsratDas Vergütungssystem des VorstandsDie Vergütung der Vorstandsmitglieder wird in deren Anstellungsverträgen geregelt. Kriterien für die Bemessung der Vergütung sind sowohl die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, dessen persönliche Leistung sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung im Vergleichsumfeld. Neben einer festen Grundvergütung erhält jedes Mitglied des Vorstands eine variable Vergütung, die sich aus einem ergebnisabhängigen, aus der erzielten Verzinsung des eingesetzten Kapitals des Konzerns (ROCE/Return on Capital employed) berechneten Anteil und einem Betrag zusammensetzt, der sich von der Gesamtperformance des einzelnen Vorstandsmitglieds ableitet. Der ergebnisabhängige Teil ist nach oben begrenzt (Cap) und hat eine mehrjährige Berechnungsgrundlage; hierdurch werden Anreize zur Erzielung nachhaltig guter Ergebnisse erzeugt. Das Unternehmen hat den Vorstandsmitgliedern darüber hinaus eine Pensionszahlung zugesagt. Sie beträgt auf der Zeitschiene maximal 60 % der festen Grundvergütung. Die Zusage ist nicht an die variablen Vergütungskomponenten gebunden. Für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit aufgrund Kontrollwechsels haben die Vorstandsmitglieder Anspruch auf eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung für die noch nicht abgelaufene Laufzeit ihres Anstellungsvertrages, wobei dieser Anspruch auf den Wert von drei Jahresvergütungen begrenzt ist. Für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund haben die Vorstandsmitglieder Anspruch auf die vereinbarte Vergütung bis zum Ablauf des Vertrages; dieser Anspruch ist bei den seit Juni 2008 abgeschlossenen Anstellungsverträgen jedoch begrenzt auf den Wert von zwei Jahresvergütungen (feste Grundvergütung und variable Vergütung). Den einzelnen Vorstandsmitgliedern sind weder im Geschäftsjahr 2011 noch für das Vorjahr von Dritten im Hinblick auf ihre Tätigkeit als Vorstandsmitglieder Leistungen zugesagt oder gewährt worden. Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder: scroll
Pensionsanspruchscroll
1)
unter Einbeziehung einer gegen Vergütung
übernommenen Versorgungszusage des Vorarbeitgebers Das Vergütungssystem des AufsichtsratsJedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält eine Jahresvergütung bestehend aus einer festen und einer variablen Komponente, die sich an dem Tätigkeitsumfang und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder sowie an der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg der Gesellschaft orientiert. Die feste Grundvergütung beträgt 40.000 € je Aufsichtsratsmitglied. Der variable Teil orientiert sich am längerfristigen Geschäftserfolg und beträgt 300,00 € je volle 5 Mio. € auf denjenigen Teil des Ergebnisses vor Steuern und vor Abzug der Anteile fremder Gesellschafter im Konzernabschluss der Gesellschaft (EBT), der im Durchschnitt der letzten drei Geschäftsjahre (zu vergütendes Jahr einschließlich) 150 Mio. € übersteigt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Zweifache und der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache des sich aus der Addition der jeweiligen Vergütungskomponenten ergebenden Betrags. Die jährliche Gesamtvergütung aus den beiden Komponenten ist beim Vorsitzenden des Aufsichtsrats auf 160.000 €, beim stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats auf 120.000 € und bei den weiteren Mitgliedern des Aufsichtsrats auf 80.000 € begrenzt. Zusätzlich werden jedem Mitglied Sitzungsgelder gezahlt und gegebenenfalls Ausschussmitgliedschaften vergütet. Jahresbezüge der einzelnen Aufsichtsratsmitgliederscroll
Darüber hinaus erhielten folgende Aufsichtsratsmitglieder Vergütungen für Aufsichtsratsmandate bei Tochtergesellschaften: scroll
3. Erklärung zur UnternehmensführungDie Erklärung zur Unternehmensführung entspricht dem Corporate Governance-Bericht und ist unter http://www.salzgitter-ag.de/de/Investor_Relations/Corporate_Governance/ jederzeit abrufbar. 4. MitarbeiterWir sind uns bewusst, dass unsere Mitarbeiter mit ihrer Einsatzbereitschaft, ihrem Wissen und ihrer Qualifikation die Grundlage für den Erfolg der Salzgitter AG bilden. Daher ist es unser Ziel, für alle Mitarbeiter ein motivierendes, förderndes und gesundes Arbeitsumfeld sicherzustellen. Die Personalpolitik der Salzgitter AG orientiert sich nicht allein an heutigen betrieblichen Anforderungen, sondern berücksichtigt darüber hinaus langfristige gesellschaftliche Veränderungen. Wir haben deshalb auch im Jahr 2011 zahlreiche Maßnahmen konzipiert oder weiterentwickelt, um unter sich verändernden demografischen Bedingungen die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Konzerns zu erhalten. Entwicklung der Belegschaft: Mitarbeiterzahl leicht gestiegenAm 31. Dezember 2011 umfasste die Stammbelegschaft des Salzgitter-Konzerns 23.367 Mitarbeiter – das sind 419 Personen oder 1,8 % mehr als zum Ende des Geschäftsjahres 2010. Mit insgesamt 289 Mitarbeitern trug die Erstkonsolidierung von sechs Auslandsgesellschaften deutlich zu diesem Anstieg bei. Zudem haben wir angesichts der guten Beschäftigungslage unsere Belegschaft in einigen Gesellschaften - überwiegend befristet - aufgestockt, nachdem wir im Vorjahr – hauptsächlich aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen – konzernweit 430 Stellen abgebaut hatten. Unter Berücksichtigung von Ausbildungsverhältnissen und passiven Altersteilzeitlern betrug die Gesamtbelegschaft 25.508 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nachfolgend ist die Verteilung der Stammbelegschaft nach Regionen sowie nach Unternehmensbereichen dargestellt: ![]() scroll
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ohne Organmitglieder, passive Altersteilzeit,
inaktive Belegschaftsmitglieder und Auszubildende Zum Jahresende beschäftigten wir 1.183 Leiharbeitnehmer. Dies entspricht 4,8 % der Summe aus Stamm- und Leihkräften. Während zum 31. Dezember 2010 noch 447 Mitarbeiter von Kurzarbeit betroffen waren, verringerte sich die Anzahl zum Jahresende 2011 auf 172. Der Personalaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2011 auf 1.471,1 Mio. € und lag damit 3% über dem des Vorjahres, was vor allem auf Tariferhöhungen und Personalaufstockungen zurückzuführen ist. TarifabschlüsseFür die westdeutsche Stahlindustrie wurde am 22. November 2011 ein Tarifabschluss erzielt, der eine Woche später auch für das Tarifgebiet Ost übernommen wurde. Die Tarifeinigung gilt für rund 50 % der inländischen Konzernmitarbeiter und beinhaltet eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 3,8 % ab dem 1. Dezember 2011. Darüber hinaus wurde die grundsätzlich unbefristete Übernahme der bedarfsmäßig Ausgebildeten vereinbart. Der Tarifvertrag kann frühestens zum 28. Februar 2013 gekündigt werden. In den Gesellschaften in denen der Tarif der Metall- und Elektroindustrie gilt, wurden die Entgelte als Folge des Abschlusses 2010 zum 1. April 2011 um 2,7 % angehoben. Der Tarifvertrag hat eine Mindestlaufzeit bis zum 31. März 2012. Im Unternehmensbereich Handel vereinbarten die Tarifpartner eine Steigerung der Effektivgehälter (Tarifgehälter und übertarifliche Zulagen) zum 1. August 2011 um 2,75 % und zum 1. August 2012 um 2,2 %, bei einer Laufzeit bis 31. Juli 2013. ![]() NachwuchssicherungWir setzen auf vielfältige, vorwiegend langfristig angelegte Programme und Projekte, um qualifizierten Nachwuchs insbesondere in technisch-naturwissenschaftlichen Berufsfeldern zu gewinnen. Zu den Aktivitäten des Konzerns gehören die umfassende Betreuung von Praktikanten, Hochschulkooperationen sowie Schulpartnerschaften, die teilweise bereits seit 20 Jahren bestehen. Zum Stichtag bildeten wir konzernweit 1.366 junge Menschen in fast 30 Berufen und dualen Studiengängen aus. Seit Jahrzehnten liegt die Ausbildungsquote im Salzgitter-Konzern über dem eigenen Bedarf. Dadurch sichern wir nicht nur unseren Nachwuchs, sondern leisten auch einen gesellschaftspolitischen Beitrag. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir erneut die IdeenExpo, Deutschlands größtes Naturwissenschafts- und Technikevent, als Sponsor und Aussteller unterstützt. Die Veranstaltung wendet sich vor allem an Jugendliche, die kurz vor der Berufsentscheidung stehen, und an Kinder. Rund 500 Exponate und Mitmachstationen ermöglichten faszinierende Einblicke in Naturwissenschaften und Technik, eingebettet in ein Rahmenprogramm aus Shows und Workshops. Unter dem Motto „Was wäre die Welt ohne Stahl“ präsentierte die Salzgitter AG in sieben Themenwelten den Werkstoff Stahl und informierte dabei über das Spektrum der Berufsfelder sowie Einstiegsmöglichkeiten in den Konzern. Etwa 310.000 Gäste besuchten die IdeenExpo in diesem Jahr. Nachhaltige PersonalpolitikDie Salzgitter AG startete bereits 2005 das konzernweite Projekt „GO – Die Generationen-Offensive 2025“ und ist damit eines der ersten Großunternehmen in Deutschland, das sich systematisch der Herausforderung des demografischen Wandels gestellt hat. Wir haben mit „GO“ die notwendigen personalpolitischen Rahmenbedingungen geschaffen, um auch mit veränderten Belegschaftsstrukturen konkurrenz- und innovationsfähig zu bleiben und uns als attraktiver Arbeitgeber im Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte zu behaupten. Ergänzend zu den bereits bestehenden Maßnahmen hat die Salzgitter AG die Themenfelder Integration von (jungen) Migranten, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Förderung von Frauen auf die Agenda gesetzt. Nach dem Beitritt zum Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen „Komm, mach MINT“ im August 2011 fiel im November der Startschuss für unsere geplanten Aktivitäten mit einem Informationstag für Studentinnen technischer Fachrichtungen am Standort Salzgitter. Während der Veranstaltung berichteten Mitarbeiterinnen aus ihrer Berufspraxis, und es wurden Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten im Konzern vorgestellt. Ab Januar 2012 haben wir einen Familienservice installiert, der den Beschäftigten der inländischen Konzerngesellschaften bei der Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen beratend und vermittelnd zur Seite steht. Zudem wollen wir ein Mentoring für weibliche Nachwuchsführungskräfte sowie ein Programm zur Berufsorientierung von Abiturienten auflegen. Arbeitssicherheit und Betriebliches GesundheitsmanagementArbeitssicherheit ist neben Wirtschaftlichkeit, Produktivität und Qualität ein hochrangiges Unternehmensziel im Salzgitter-Konzern. Unsere Verantwortung für die Arbeitssicherheit ergibt sich aus der Verpflichtung für das Wohl und die körperliche Unversehrtheit der eigenen Beschäftigten wie auch der Mitarbeiter von Partnerfirmen, Kunden, Lieferanten und Besucher. Dem damit verbundenen Bestreben, sämtliche Unfälle zu vermeiden, sind wir vor allem in den Unternehmensbereichen Stahl, Handel und Röhren ein gutes Stück nähergekommen. Die gemeinsame Kommunikationskampagne „Sicher Arbeiten – Geht Vor“ aller Tochtergesellschaften im Segment Röhren ist hier ein Baustein. Die Aktion ist auf eine Laufzeit von drei Jahren angelegt. Derzeit arbeiten wir innerhalb eines kooperativen Auftragnehmermanagements auch daran, unsere Partnerfirmen noch deutlicher dabei zu unterstützen, ihre Sicherheitsverantwortung auf unseren Werksgeländen wahrzunehmen. Mit dem demografischen Wandel ist ein Anstieg des Durchschnittsalters der Belegschaft verbunden. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, wird das Betriebliche Gesundheitsmanagement im Konzern durch entsprechende personelle Maßnahmen ergänzt. Hierzu zählen zum Beispiel eine individuelle Laufbahnplanung sowie eine altersbezogene Qualifizierungssystematik. Anhand aktueller Fehlzeitenanalysen haben wir die Maßnahmenkataloge für die besonders relevanten Krankheitsgruppen deutlich erweitert. Dabei war aus Effektivitätsgründen eine enge Verzahnung mit externen Kooperationspartnern wichtig. Die Maßnahmen verfolgen präventive, aber auch therapeutische Ziele. Das bei der SZST Salzgitter Service und Technik GmbH (SZST) neu entwickelte Gesundheitskonzept für Führungskräfte hat sich bewährt und wird nun auch in weiteren Gesellschaften angewandt. KommunikationIm Jahr 2011 haben wir unsere Mitarbeiter zum zweiten Mal zu ihrer Arbeitssituation, ihrer Zufriedenheit und ihrer Einstellung gegenüber dem Unternehmen befragt. Über 22.000 Arbeitnehmer in insgesamt 59 Gesellschaften der Salzgitter AG, davon 17 im Ausland, waren aufgerufen, an der Erhebung „IMPULS“ teilzunehmen. Mit einer Rücklaufquote von 54 % lag die Beteiligung erneut auf einem guten Niveau. Wie schon bei der ersten Mitarbeiterbefragung zeigte die Auswertung deutliche Stärken auf, zum Beispiel die hohe Identifikation der Beschäftigten mit dem Salzgitter-Konzern und seinen Gesellschaften oder die Sicherheit am Arbeitsplatz. Einige Urteile der Belegschaft, unter anderem zum Umweltbewusstsein im Unternehmen, fielen außerdem positiver aus als der externe Benchmark. Seit der vorherigen Befragung haben sich diverse Aspekte in den Handlungsfeldern Kommunikation und Führungsstil verbessert. Gleichwohl bieten diese zwei Handlungsfelder, wie auch einige andere Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung, noch Optimierungspotenzial. Die hier zur weiteren Verbesserung und Effizienzsteigerung erarbeiteten und eingeleiteten Maßnahmen beobachten wir kontinuierlich, um deren Erfolg zu messen und die zukünftigen Entwicklungen nachzuverfolgen. Das Konzernforum der Salzgitter AG stand in diesem Jahr unter dem Motto „Neue Herausforderungen“. Insgesamt 319 Vorstände, Geschäftsführer und leitende Angestellte aus allen Konzerngesellschaften verfolgten am ersten Tag die Informationen des Vorstands zur allgemeinen Lage des Konzerns sowie zur Finanz- und Personalpolitik. Am zweiten Tag wurden innovative Projekte und Themen aus den Unternehmensbereichen Stahl, Röhren, Handel und Technologie vorgestellt. Der Gastvortrag des Vorstandsvorsitzenden der E.ON AG, Dr. Johannes Teyssen, mit dem Titel „Energiepolitik am Scheideweg“ setzte einen besonderen Akzent mit hochaktuellem Bezug. 5. Die Salzgitter-AktieKapitalmarkt und Kursentwicklung der Salzgitter-AktieDie Kapitalmärkte wurden im Börsenjahr 2011 mit mehreren Großereignissen und den daraus resultierenden Fragen zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung konfrontiert. Deshalb bildeten sich anders als in den vergangenen Jahren kaum längerfristige Trends heraus. Kurzfristige, von der jeweiligen Nachrichtenlage beeinflusste Auf- und Abwärtsbewegungen wechselten sich ab und verstärkten die allgemeine Nervosität. So hielt die im vierten Quartal 2010 begonnene Hausse lediglich bis Februar an, bevor Gewinnmitnahmen zu einer ersten Trendwende führten und die Erdbebenkatastrophe in Japan am 11. März eine heftige Konsolidierung auslöste. Die dann folgende Gegenbewegung dauerte ebenfalls nur wenige Wochen, da das Erreichen der Schuldenobergrenze in den USA im Mai und die darauf folgende politische Auseinandersetzung die Märkte belasteten. Ab Ende Juli erfolgte im Zuge der Staatsschuldenkrise einiger Euroländer der stärkste Kursrutsch des Jahres, der die zuvor erzielten Gewinne vollständig aufzehrte und die Indexstände im September weit unter das Jahresschlussniveau 2010 zurückfallen ließ. Ausgehend von ihren Tiefständen zogen die Notierungen während des vierten Quartals nur langsam in mehreren Schüben wieder an. Insgesamt verlor der DAX im Berichtszeitraum 15 %, der MDAX 12 %. ![]() Unsere Aktie wurde im Jahr 2011 ebenso wie andere Titel von Unternehmen konjunktursensibler Branchen besonders von den in den Kapitalmärkten vorherrschenden Erwartungen und Ängsten hinsichtlich der weiteren konjunkturellen Entwicklung beeinflusst. Eine gute Auftragssituation der meisten stahlverarbeiteten Branchen ließ sie, ausgehend von 57,77 € Jahresschlusskurs 2010, zunächst bis auf 65,64 € am 8. Februar 2011 klettern. Die Veröffentlichung der Eckdaten des Geschäftsjahres 2010 am 7. März nahmen Investoren ebenfalls positiv auf. Die Unruhe auf den Finanzmärkten infolge der Ereignisse in Japan, Europa und den USA führte danach jedoch zu starken Kursschwankungen der Industrieaktien. Die Ende Juli einsetzende offene Diskussion über eine mögliche Insolvenz einiger Eurostaaten versetzte die Börsen kurzzeitig in Panik und initiierte eine deutliche Konsolidierung unseres Aktienkurses. In den letzten Monaten des vergangenen Jahres bewegte sich die Salzgitter-Aktie mit hoher Volatilität im Wesentlichen seitwärts. Auf Basis des Jahresschlusskurses am 31. Dezember von 38,63€ gab unsere Aktie im Geschäftsjahr um ein Drittel nach. ![]() Trotz des für Stahltitel ungünstigen Börsenumfelds während des Berichtsjahres entwickelte sich unsere Aktie in der langfristigen Betrachtung immer noch signifikant besser als DAX, MDAX und der europäische Stahlindex. Der DAX stieg im Zehnjahresvergleich gegenüber dem Stand per 31. Dezember 2001 um +14 %, während der MDAX (+106 %) und der europäische Stahlindex (+207 %) deutlich stärker wuchsen. Die Gesamtperformance der Salzgitter-Aktie betrug in den Jahren 2002 bis 2011 +304 % und – unter Berücksichtigung der 10,63 € in diesem Zeitraum ausgeschütteten Dividenden – sogar +415 %. Die durchschnittlichen Tagesumsätze der Salzgitter-Aktie an deutschen Börsen lagen im Geschäftsjahr 2011 bei rund 367.000 Stück. Damit verringerten sie sich gegenüber dem Vorjahreswert (510.000 Stück) um 28 %. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Salzgitter AG bis zum 21. Juni 2010 im DAX notiert war und die Tagesumsätze während dieser Zeit naturgemäß deutlich höher waren als im ersten Halbjahr 2011. Die Durchschnittsumsätze der zweiten Jahreshälfte 2011 übertrafen den Vergleichswert aus dem Vorjahr geringfügig. Zusammen wurden im Geschäftsjahr 2011 95 Millionen Aktien gehandelt. Mit aufgelaufenen 4,5 Mrd. € Handelsvolumen belegte die Salzgitter AG in der MDAX-Rangliste der Deutsche Börse AG per 31. Dezember 2011 Platz 6. Eine Free-Float-Marktkapitalisierung von knapp 1,5 Mrd. € bedeutete Rang 13 in diesem Kriterium. AktionärsstrukturUnsere Aktionärsstruktur hat sich laut einer im Dezember 2011 in Auftrag gegebenen Untersuchung gegenüber dem Jahresende 2010 nur unwesentlich verändert. Neben 10 % eigenen Aktien hielten in Deutschland registrierte Aktionäre inklusive des Großinvestors Land Niedersachsen hielten mindestens 37,6 % der Salzgitter Aktien, und damit etwas weniger als im Vorjahr (2010: 38,3 %). Der von deutschen institutionellen Investoren gehaltene Anteil verringerte sich auf 11,1 % (2010: 11,8 %), derjenige im Besitz von ausländischen Aktionären stieg auf 27,4 % (2010: 26,7 %). 25,1 % unserer Investoren konnten nicht identifiziert werden. Hierbei dürfte es sich um in- und ausländische Privatanleger sowie nicht veröffentlichungspflichtige institutionelle Investoren wie beispielsweise Versicherungen und Stiftungen handeln. Der Streubesitz beziehungsweise Free Float der Salzgitter-Aktie beträgt unverändert 63,5 %. ![]() Eigene AktienDer Bestand an eigenen Aktien der Salzgitter AG belief sich per 31. Dezember 2011 auf 6.009.700 Stück und hat sich damit gegenüber dem 31. Dezember 2010 nicht verändert. Informationen für Kapitalanleger scroll
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Alle Angaben zum 31.12. DividendeVorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, eine Basisdividende für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von 0,45 € je Aktie zu beschließen. Bei einem nominalen Grundkapital von 161,6 Mio. € ergibt sich 27,0 Mio. € Gesamtausschüttung. Investor RelationsAuch im Geschäftsjahr 2011 brachte der Kapitalmarkt der Salzgitter AG großes Interesse entgegen. Wir reagierten darauf mit vielfältigen Kommunikationsangeboten für private und institutionelle Investoren sowie für Finanzanalysten. Auf gut besuchten Analystenkonferenzen in Frankfurt und London gaben wir die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2010 und des ersten Halbjahres 2011 bekannt. Zusätzlich veranstalteten wir zwei Telefonkonferenzen, um die Berichte zum ersten Quartal und zum Neunmonatszeitraum 2011 vorzustellen. Daneben präsentierten wir uns auf einer Reihe von Investorenkonferenzen und Roadshows in Deutschland, Europa und den USA. Wie in jedem Jahr nutzten zahlreiche Investoren und Analysten die Gelegenheit, unsere Produktionsstandorte zu besuchen und sich vor Ort über Prozesse, Anlagen und Produkte zu informieren sowie die Geschäftslage und Potenziale des Salzgitter-Konzerns mit Konzernvorständen und weiteren Führungskräften zu diskutieren. Der Freundeskreis der Aktionäre der Salzgitter AG richtete eine Reihe von Veranstaltungen für unsere Privataktionäre aus, die sich dort einen Überblick über aktuelle Entwicklungen des Konzerns und seines wirtschaftlichen Umfelds verschaffen konnten. Im Geschäftsjahr 2011 veröffentlichten mindestens 22 Finanzinstitute Empfehlungen und Studien zur Salzgitter AG. Zum Jahresende lauteten deren Ratings wie folgt:
Ein Institut nahm 2011 die Coverage unseres Unternehmens auf. Derzeit berichten folgende Finanzinstitute regelmäßig über den Salzgitter-Konzern: scroll
II. Ziele und Erfolgsfaktoren1. Unternehmenssteuerung, Ziele und StrategieFür die Salzgitter AG steht der langfristige Unternehmenserfolg zum Nutzen sämtlicher Stakeholder im Vordergrund. Alle strategischen Pläne, die darauf basierenden Entscheidungen und taktischen Maßnahmen orientieren sich daran, die auf Selbstbestimmung ausgerichtete Unternehmenspolitik positiv zu beeinflussen. Das oberste Ziel „Eigenständigkeit durch Profitabilität und Wachstum“ bleibt daher unverändert bestehen. Finanzielle Stabilität und bilanzielle Solidität sind ebenso wesentliche Voraussetzungen für unseren langfristigen Erfolg wie die Anpassung unseres Unternehmens an die Volatilität der maßgeblichen Absatz- und Beschaffungsmärkte, die antizipierten Belastungen aus der Energie- und Klimapolitik sowie die demografischen Veränderungen in unserer Gesellschaft. Das Management der Salzgitter AG hat diese Herausforderungen frühzeitig erkannt und mit zum Teil bereits erprobten Programmen aufgegriffen. Zu diesen zählen das Ergebnisverbesserungsprogramm, die Sachkostensenkungsinitiative, aber auch zusätzliche Anstöße wie die Generationen-Offensive 2025 („GO“) und weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Energie- und Ressourceneffizienz. Die selbstverständliche Basis unserer gesamten Aktivitäten sind seit jeher die Umweltverträglichkeit unserer Produkte und Produktionsprozesse sowie der schonende Umgang mit allen eingesetzten Ressourcen. Wir wissen, dass die wertvollen Beiträge der Mitarbeiter in allen Bereichen des Konzerns eine wesentliche Grundlage für die Realisierung unserer Ziele sind. Deshalb sehen wir in der zukunftsorientierten Ausbildung, dem systematischen Fördern der Qualifikation unserer Belegschaft und im Anwerben hochqualifizierter Nachwuchskräfte bedeutende strategische Aufgaben. Um die Vereinbarkeit der Konzernziele mit den Bestrebungen unserer operativen Einheiten „top-down“ wie „bottom-up“ zu gewährleisten und eine systematische Vorgehensweise sicherzustellen, bedienen wir uns einer Palette seit Jahren bewährter Führungsinstrumente. Unternehmensinternes SteuerungssystemDas oberste Ziel unseres Unternehmens ist die Erhaltung der „Eigenständigkeit durch Profitabilität und Wachstum“. Als quantitative, ergebnisbezogene Zielvorgabe gilt für den Konzern eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE = Return on Capital Employed) von mindestens 15 % über einen Konjunkturzyklus hinweg; diesen haben wir als einen Zeitraum von in der Regel fünf Jahren definiert. Inwieweit diese Zielvorgabe an die nachhaltig veränderten Rahmenbedingungen wie das Capital Employed drastisch erhöhende Rohstoff- und Energieträgerpreise anzupassen ist, wird zurzeit geprüft. Der ROCE setzt das EBIT in Relation zum „Capital Employed“ und misst die Verzinsung des eingesetzten Kapitals: ![]() Das „EBIT“ (Earnings Before Interest and Tax) zur Berechnung des ROCE entspricht dem Ergebnis vor Steuern und vor Zinsaufwand, bereinigt um den Zinsanteil für Zuführungen zu Pensionsrückstellungen. Zinserträge bleiben im EBIT, da sie als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit angesehen werden und somit zur Verzinsung des eingesetzten Kapitals beitragen. scroll
Das „Capital Employed“ umfasst das verzinsliche Eigen- und Fremdkapital. Zur Ermittlung dieser Kennzahl ziehen wir von der Bilanzsumme die Pensionsrückstellungen und die nicht verzinsbaren Bilanzpositionen ab: scroll
Um den ROCE zu berechnen, eliminieren wir die Pensionsrückstellungen und den darauf bezogenen Zinsaufwand, da das Management diese Komponenten kurz- bis mittelfristig nicht durch Dispositionen beeinflussen kann. Die Komponenten der Kennzahlen sind aus den Angaben des Konzernabschlusses hergeleitet. Für die Berechnung verwenden wir stichtagsbezogene Bilanzwerte. Da der ROCE-Zielwert (15 %) im Durchschnitt innerhalb des Konjunkturzyklus im Konzern erreicht werden soll, hat er einen mittel- bis langfristigen Charakter. Daraus leiten wir für jeden Unternehmensbereich und jede Gesellschaft spezifische strategische Ziele ab. Diese haben wir – gegebenenfalls aktualisiert – bei der Mittelfristplanung berücksichtigt. Für den Zeitraum 2002 bis einschließlich 2011 haben wir mit 16,8 % das Profitabilitätsziel übertroffen. Im Jahr 2011 erwirtschafteten wir einen ROCE von 5,6 % (Vorjahr: 2,2 %). Nach Herausrechnen der Nettogeldanlagen bei Kreditinstituten betrug der ROCE aus dem industriellen Geschäft 6,2 % (Vorjahr: 2,7 %). StrategieWachstumsstrategieDer Salzgitter-Konzern entwickelte sich auch im Geschäftsjahr 2011 strategisch weiter, mit Fokussierung auf die Wachstumsfelder Stahl, Röhren, Handel und Technologie. Die damit verbundenen Ziele können wir grundsätzlich folgendermaßen klassifizieren: Interne Ziele
Externe Ziele
Bestreben des Konzerns bleibt es, einen jährlichen Außenumsatz von 13 bis 15 Mrd. € zu erreichen. Diesen wollen wir vorzugsweise durch organisches Wachstum generieren, indem wir unser technologisches und industrielles Know-how nutzen, in Ausnahmefällen aber auch mittels externer Erweiterung. Größere Wachstumsschritte in einem sich schnell verändernden, internationalen Umfeld sind häufig mit hohen geschäftlichen Risiken verbunden. Auf der Basis historischer Daten, Erkenntnisse und Erfahrungen müssen wir unter Einsatz erheblicher finanzieller Mittel weit in die Zukunft wirkende Entscheidungen treffen. Im Geschäftsjahr 2011 hat sich – nach einem dynamischen Start – mit der Zuspitzung der Staatsschuldenkrise im dritten Quartal die Wahrscheinlichkeit auf eine konjunkturelle Abschwächung in wesentlichen Geschäftsfeldern des Konzerns deutlich erhöht. Die rückläufige Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Produktion im vierten Quartal zeigt, wie und in welchem Ausmaß sich entscheidungsrelevante Parameter im Umfeld unseres Konzerns ändern. Das hat wiederum unmittelbaren Einfluss auf deren Prognostizierbarkeit. Unter diesen Bedingungen sind unsere externen Wachstumsziele zunächst hinter Maßnahmen zur Zukunftssicherung des Konzerns zurückgetreten. Wir wollen denkbare Konsolidierungsprozesse in unseren wichtigsten Tätigkeitsfeldern Stahl, Handel, Röhren und Technologie ohne Handlungsdruck auch in Zukunft aktiv gestalten. Dabei bleibt die Prämisse bestehen, sich weder an Bieterschlachten um Akquisitionsobjekte zu beteiligen, noch ungerechtfertigt hohe Preise zu zahlen. Dank unserer Liquiditätsreserven, die wir vorausschauend aufgebaut haben, konnten wir die umfangreichen Investitionen zu jeder Zeit fortführen. Um die Investitionen des Konzerns zu prüfen und zu bewerten, ziehen wir grundsätzlich konservative Annahmen und Maßstäbe heran. Mit den in den Kernbereichen Stahl, Handel, Röhren und Technologie vorangetriebenen internen Wachstumsinitiativen sehen wir uns bestens gerüstet, die angestrebten Ziele – wenngleich auch in Einzelfällen zeitverzögert – zu erreichen. Der Zeitpunkt, zu dem der Erfolg einzelner Projekte realisiert wird, hängt in einigen Fällen davon ab, wann sich die gesamtwirtschaftliche Lage normalisiert. In den Jahren 2007 bis 2012 setzen wir konzernweit Projekte mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 2,0 Mrd. € um oder haben sie teilweise bereits abgeschlossen. ![]() Strategische Ausrichtung nach UnternehmensbereichenDer Salzgitter-Konzern konnte nach den schwierigen Jahren 2009 und 2010 seine vorzeigbaren Ergebnisse steigern, jedoch nicht an die herausragenden Resultate der Jahre 2006 bis 2008 anknüpfen. Das ungebrochene Wachstum in den Schwellenländern von dem die deutsche Exportindustrie profitierte, sowie die bereits 2010 initiierten und auch im Geschäftsjahr 2011 konsequent verfolgten Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit begünstigten die Erholung unserer Geschäftsaktivitäten. Im Unternehmensbereich Stahl konzentrierten wir uns auf die Fortsetzung des 2007 gestarteten umfangreichen Investitionsprogramms, dessen Volumen sich bis zum Jahr 2012 auf rund 1,7 Mrd. € belaufen wird. Mit diesen teilweise bereits vollständig realisierten Investitionen werden wir das bisherige Produktprogramm ergänzen, unsere Kosten infolge verbesserter Anlageneffizienz senken und sowohl den Fremdmaterialzukauf als auch die Fremdbearbeitung bei Stahl und Röhren reduzieren. Im Rahmen zukünftiger Investitionsentscheidungen werden Überlegungen, wie wir den Energie- und Ressourceneinsatz flexibilisieren und optimieren können, eine noch größere Rolle als bisher spielen. Detaillierte Erläuterungen erhalten Sie in den Kapiteln „Investitionen“ und „Umweltschutz“. Die Inbetriebnahme des zweiten Elektroofens sowie das in 2010 angestoßene und in Teilen schon realisierte Restrukturierungsprogramm bei der Peiner Träger GmbH (PTG) wird den Unternehmensbereich Stahl in die Lage versetzen, den nach wie vor fehlenden Impulsen aus der europäischen Bauindustrie besser zu begegnen. Eine wesentliche strategische Zielstellung der Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG) besteht in der kontinuierlichen Erweiterung des Blechabmessungsspektrums in Richtung dicker und schwerer Grobbleche, die insbesondere im Offshore-Windkraftbereich Anwendung finden. Diesem Ziel diente der 2007 beantragte und inzwischen realisierte Bau der Stranggießanlage 4 der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG). Um die Produktion schwerer Grobbleche bis an die abmessungsmäßige Leistungsgrenze der Ilsenburger Walzstraße auszuweiten, werden im Rahmen des Investitionsvorhabens ILG 2015 Anlagenmodifikationen vorgenommen und eine noch leistungsfähigere Logistikinfrastruktur aufgebaut. Der Unternehmensbereich Handel hat im abgelaufenen Geschäftsjahr von seiner ausgezeichneten strategischen Positionierung in der lagerhaltenden Stahldistribution und der bis Mitte 2011 kontinuierlich guten Binnennachfrage profitiert. Auch in Zukunft wird für diesen Bereich eine enge Abstimmung mit dem Exportgeschäft unserer Produktionsgesellschaften sehr bedeutend sein. Mit dem Erwerb der STAHL-METALL-SERVICE Gesellschaft für Bandverarbeitung mbH (SMSGB) haben wir unsere existierenden Stahl-Service-Center-Aktivitäten gestärkt und durch den von der SMSGB betriebenen hochmodernen Standort im Karlsruher Rheinhafen auf den süddeutschen Raum ausgeweitet. Den internationalen Handel wollen wir weiter ausbauen, existierende Kundenbeziehungen fördern und die Werke bei der Beschaffung von Vormaterial unterstützen. Im Unternehmensbereich Röhren prüfen wir mögliche taktische Optionen auf Umsetzbarkeit. Wesentliche Geschäfte sind hier auf Infrastrukturinvestitionen der Energiewirtschaft ausgerichtet und besitzen durch die tendenziell langfristige Bedarfsorientierung dieser Industrie spätzyklischen Charakter. Speziell die Tochtergesellschaften des Konzerns, die in den Markt leitungsgebundener Medientransporte liefern, sollten dank ihrer exzellenten Wettbewerbsstellung einen Nutzen daraus ziehen, dass der langfristige Zugang zu Energie und Wasser eine wesentliche Voraussetzung für den Wohlstand einer Gesellschaft ist. Spezifische Wachstumsmöglichkeiten existieren vorrangig außerhalb Westeuropas, allerdings hat sich die Wettbewerbsintensität in einzelnen Rohrmärkten erheblich verstärkt. Um sein Profil zu schärfen, wird der Unternehmensbereich bestehende Strukturen und die Zusammenarbeit mit den internationalen Handelsaktivitäten des Konzerns in Hinsicht auf zusätzliche Absatz- und Vormaterial-Bezugswege optimieren. Der Unternehmensbereich Dienstleistungen richtet seinen Fokus auch in Zukunft darauf, die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit seiner Einzelunternehmen zu steigern. Er verbindet dieses Ziel mit der Unterstützung der produzierenden Konzerneinheiten. Die Kerngesellschaften erbringen vorrangig konzerninterne Leistungen auf Non-Profit-Basis; einige generieren auch Drittumsatz in beträchtlichem Umfang. Die Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH (SZMF) besitzt im Unternehmensbereich Dienstleistungen für den Konzern einen besonderen Stellenwert: Sie bündelt die Werkstoff-, Produkt-, Prozess- und Anwendungsforschung auf dem neuesten Stand der Technik – vorrangig für die Gesellschaften der Unternehmensbereiche Stahl und Röhren, aber auch für unsere Kunden und Partner. Die Strategie der Technologiesparte im Konzern zielt darauf ab, ihren Kunden und Partnern rund um den Globus Lösungskompetenz aus einer Hand anzubieten und die Vorteile eines umfassenden und abgestimmten Produktportfolios umzusetzen. Die Entwicklung ganzheitlicher innovativer Produkte für unsere Kunden über den gesamten Lebenszyklus einer Anlage – von der Planung bis hin zu ihrer Verwertung – werden dabei weiter an Bedeutung gewinnen. Während wir im Bereich der Abfüll- und Verpackungstechnik eine positive Entwicklung der Nachfrage, vorrangig in den „Emerging Markets“, feststellen können, hat diese in einem eher moderat wachsenden europäischen Markt das Vorkrisenniveau noch nicht erreicht. Wir erwarten daher in der Branche einen weiterhin starken Wettbewerb im Projektgeschäft. Deshalb führen wir den bei der KHS-Gruppe eingeleiteten Restrukturierungsprozess zur Optimierung interner Geschäftsprozesse und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit konsequent fort. Führungs- und SteuerungsinstrumenteUm die angestrebte Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Salzgitter-Gruppe zu steuern, setzt das Unternehmen neben regelmäßiger übergeordneter Abstimmung von Zielen auf Ebene des Vorstands und entsprechender Berichterstattung an die Aufsichts- und Kontrollgremien die folgenden Führungsinstrumente ein: • das Ergebnisverbesserungsprogramm (EVP) und • individuelle Zielvereinbarungen für leitende und außertarifliche Mitarbeiter. Ergebnisverbesserungsprogramm (EVP)Um die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns nachhaltig zu gewährleisten, betrachten wir es als permanente Managementaufgabe, die Wertschöpfungsprozesse kontinuierlich zu optimieren. Besonderes Augenmerk legen wir auf das systematische und konsequente Erschließen vorhandener Potenziale in sämtlichen Unternehmensbereichen. Zur Unterstützung haben wir bereits im Jahr 1996 das Konzept des Ergebnisverbesserungsprogramms (EVP) als konzernweit einheitliches Managementinstrument in der Salzgitter-Gruppe eingeführt. Es bündelt alle konkret definierten, ergebnisoptimierenden Maßnahmen der Konzerngesellschaften, sofern deren Effekte anhand von Finanzkennzahlen bewert- und messbar sind. Für alle Projekte ist eine streng systematische Vorgehensweise für die Erfolgsmessung vorgegeben; dabei gelten verbindliche und standardisierte Bewertungskriterien. Mitarbeiter nehmen aktiv am EVP teilIm Gegensatz zu reinen Top-down-Ansätzen sichert im EVP-Konzept das Engagement aller Beteiligten eine erfolgreiche Umsetzung der vereinbarten Schritte: So fließen auch Verbesserungsvorschläge unserer Mitarbeiter ein. Die Akzeptanz dieses hauptsächlich auf Eigeninitiative beruhenden, nicht beratergetriebenen Programms und die Bereitschaft, dessen Strukturen und Institutionen zu nutzen, um mit eigenen Projekten zur kontinuierlichen Ergebnissteigerung beizutragen, sind daher über alle Managementebenen hinweg sehr hoch. Start des neuen Programms EVP 4.0Nachdem wir 2010 die dritte EVP-Auflage (EVP 3) erfolgreich beendet hatten, implementierten wir im Geschäftsjahr 2011 das Folgeprogramm EVP 4.0. Dieses wurde wieder vollständig von den Mitarbeitern der Konzernunternehmen erarbeitet. Eine Vielzahl neuer Ideen und Maßnahmen floss – soweit sie den strengen Anforderungen der EVP-Kriterien genügten – in den Projektkatalog ein. Parallel zur Integration der neuen Projekte prüften wir die bereits vorhandenen Maßnahmen aus dem EVP 3. Ließen diese nach der Aktualisierung über den ursprünglichen Rahmen hinausgehende Effekte erwarten, überführten wir sie in das EVP 4.0. Ein zentrales Merkmal des EVP in seiner bisherigen Struktur war die fest definierte Laufzeit. Mit Abschluss des EVP 3 ergab sich nun die Möglichkeit der Optimierung und der Schaffung eines für alle Gesellschaften einheitlichen Kriterienkatalogs. Zentrale Aspekte waren hier die Flexibilisierung des Basisjahres sowie die Implementierung eines fortlaufenden Programms ohne zeitliche Begrenzung. Als weitere Neuerung führten wir Reifegrade ein, die den Lebenszyklus einer Maßnahme im EVP abbilden und die Validität und Reife einzelner – auch aggregierter – Potenziale aufzeigen. Der Kerngedanke des Ergebnisverbesserungsprogramms hat sich dabei nicht geändert und wird durch die drei Buchstaben E, V, P ausgedrückt. Beide – Leitgedanke und Name – haben über die Jahre in der Unternehmenskultur des Konzerns einen zentralen Stellenwert erhalten und stehen als Synonyme für effizientes und nachhaltiges Wirtschaften in Eigeninitiative. ProjekterfolgeInnerhalb des ersten Betrachtungsjahres zählt das EVP 4.0 447 aktive und monetär bewertete Maßnahmen. Mit diesen ist ein Full-Year-Effekt (FYE) von 286 Mio. € verbunden und somit ein höherer Betrag fixiert als im vergleichbaren Zeitraum des EVP 3 (FYE im ersten Jahr: 148 Mio. €). Dieses Resultat ergibt sich aus verschiedenen Teilbereichen: Die Aktivitäten auf den Absatzmärkten mit Produkten höherer Wertschöpfung und ausgeweiteten Vertriebskanälen steuern einen Gesamtjahreseffekt von 164 Mio. € bei. Darüber hinaus haben wir im Zuge verbesserter Prozessabläufe in Produktion und Verwaltung sowie eines optimierten Material- und Fremdleistungseinsatzes ein Potenzial von 147Mio. € identifiziert. Um die gesteckten Ziele im Konzern zu erreichen, sind zum Teil auch aufwandserhöhende Schritte – wie beispielsweise Investitionen – erforderlich. So wurden 25 Mio. € pro Jahr für Abschreibungen, Zinsen und sonstige Aufwendungen berücksichtigt. Aktueller Stand EVP 4scroll
SachkosteninitiativeErgänzend zum EVP haben wir eine Initiative zur Kostensenkung gestartet, die das Ziel verfolgt, die kurzfristig beeinflussbaren Sachaufwendungen in allen Konzerngesellschaften um 10 % zu mindern. Zu diesen zählen zum Beispiel allgemeine Verwaltungskosten, aber auch Beratungs- und Werbungskosten. Diese dezentralen Bestrebungen sollen von zentral gesteuerten Aktionen flankiert werden. Ergeben sich aus den dafür eingeleiteten Maßnahmen nachhaltige Effekte, werden wir diese ins EVP übernehmen. Individuelle Zielvereinbarungen für leitende und außertarifliche MitarbeiterZielvereinbarungen stellen ein Übertragungselement zwischen den Unternehmenszielen und den persönlichen Bestrebungen eines jeden Mitarbeiters dar. Die Salzgitter AG untergliedert diese in individuelle Vorgaben für den einzelnen leitenden oder außertariflichen Angestellten und eine kollektive quantitative Komponente, die das Konzernziel einer Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) von mindestens 15 % reflektiert. Der angestrebte Wert wird dabei für jede Tochtergesellschaft festgelegt. Die individuellen Ziele werden zwischen dem Vorgesetzten und seinem Mitarbeiter vereinbart und von denen der nächsthöheren Organisationseinheit abgeleitet. Darüber hinaus achten wir darauf, dass die Wechselwirkungen der verschiedenen Vorgaben der Gesamtheit der Mitarbeiter eine positive Wirkung auf das Erreichen des wichtigsten Unternehmenszieles „Eigenständigkeit durch Profitabilität und Wachstum“ haben. 2. InvestitionenWie bereits in den Vorjahren lag 2011 der Schwerpunkt der Investitionsmaßnahmen des Salzgitter-Konzerns auf dem Unternehmensbereich Stahl. Die wichtigsten Projekte erläutern wir in den nachfolgenden Ausführungen zu den einzelnen Segmenten. Die Zugänge zum Anlagevermögen aus Investitionen betrugen 437 Mio. € (Vorjahr: 504 Mio. €). Die 361 Mio. € aktivierten Investitionen in Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte übertrafen die Abschreibungen (359 Mio. €) nur geringfügig. Die Finanzanlagen erhöhten sich um 76 Mio. €. Im Wesentlichen war dies auf eine Akquisition im Handelsbereich sowie durch die Ausleihung an ein Beteiligungsunternehmen zurückzuführen. Investitionen/Abschreibungen1)scroll
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ohne Finanzanlagen Von den Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte entfielen in diesem Geschäftsjahr auf den Unternehmensbereich Stahl 233,1 Mio. €, das Segment Röhren 52,5 Mio. € und den Handelsbereich 12,5 Mio. €. Die Unternehmensbereiche Dienstleistungen und Technologie investierten 43,8 Mio. € beziehungsweise 17,1 Mio. €. Investitionen in Sachanlagen und Abschreibungen auf Sachanlagen nach Unternehmensbereichenscroll
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einschl. immaterieller Vermögenswerte Unternehmensbereich StahlNach dem erfolgreichen Abschluss des Projekts „Kraftwerk 2010“ und in der Endphase des Programms „SZS 2012“ konzentrierte sich die Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) im Jahr 2011 auf Vorhaben zur Optimierung bestehender Anlagen zur Sicherung der Verfügbarkeit und auf Umweltschutzmaßnahmen. Die Investition in die „Gichtgasentspannungsturbine Hochofen B“ dient der Energierückgewinnung aus dem im Hochofenprozess entstehenden heißen Gichtgas, wodurch der Fremdstrombezug um bis zu 57 GWh/Jahr reduziert wird. Die Anlagentechnik ist bereits montiert und ab dem zweiten Quartal 2012 kann die Druckenergie des Gichtgases zur energieeffizienten Stromerzeugung genutzt werden. Im Zuge der Realisierung des Projekts „Belt-Casting-Technologie“, die in Zukunft die ressourcenschonende Herstellung innovativer Stahlwerkstoffe mit besonderen Eigenschaften ermöglichen soll, schritten die Arbeiten fristgerecht voran. Nach den abgeschlossenen Hoch- und Tiefbauarbeiten hat die Montage der Anlagentechnik begonnen. Zudem verläuft die Fertigung der Schlüsselkomponenten planmäßig. Die Investitionsmaßnahme „Einlaufspeicher Tandemstraße“ wurde fortgeführt. Die Tandemstraße wird um eine Einlaufgruppe mit Schweißmaschine und Bandspeicher ergänzt, die einen teilkontinuierlichen Walzbetrieb ermöglicht. So wird sowohl die Effizienz der Anlage als auch die Qualität der darauf erzeugten Produkte erhöht. Im Rahmen des Umweltschutzprojekts „Entstaubung des Sinterkühlers“ ist die Engineering-Phase weitgehend beendet. Der vorhandene Sinterkühler wird mit einer Absaugung versehen und an eine Filteranlage angeschlossen. Damit können die Emissionen der Sinteranlage in einem weiteren Schritt nachhaltig reduziert werden. Wegen des steigenden Bedarfs an Vormaterial und der tendenziell anziehenden Preise für Fremdbezug hatte der Konzernvorstand im März 2010 beschlossen, das Projekt „PTG 2010“ so fortzuführen, dass ein Parallelbetrieb beider Elektroöfen der Peiner Träger GmbH (PTG) möglich ist. Ein Jahr später begann der Zweiofenbetrieb planmäßig. Der zweite Elektrolichtbogenofen befindet sich in der Hochlaufkurve. Während des abgelaufenen Geschäftsjahres konzentrierte sich die Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG) auf vorbereitende Arbeiten für das 2012 geplante Investitionsvorhaben „ILG 2015“. Zum einen soll die Einsatzmenge dicker Brammen (350 mm starkes Vormaterial) mehr als verdoppelt und das Blechgewicht von 21 auf 28 t erhöht werden. Die nach Umsetzung der Maßnahme weiter deutlich steigenden Brennerblechmengen werden über die Installation einer zusätzlichen Brennanlage abgedeckt. Zum anderen begann der notwendige Umbau für eine neue Ultraschallanlage zur Blechprüfung. Mit der Inbetriebnahme des neuen Walzgerüstes hat die HSP Hoesch Spundwand und Profil GmbH (HSP) das Walzwerk modernisiert und das Erzeugungsprogramm für Spundwandprofile um eine Z-Bohlenreihe ergänzt. Dieses erweiterte Angebot soll nun sukzessive ausgebaut werden. Zusätzliche Investitionen wie die Installation neuer Antriebsmotoren und die Ertüchtigung der Lagereinrichtung werden den Produktionsprozess absichern. Unternehmensbereich RöhrenDie EUROPIPE-Gruppe investierte hauptsächlich in die Optimierung der Arbeitssicherheit sowie in Rationalisierungsvorhaben. Das Großprojekt „Ersatz der Querteilschere“ im Blechwalzwerk der Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) wurde vergeben und die Hauptkomponenten bestellt. 2011 starteten Detailkonstruktion und –planung. Die technische Umsetzung des Projekts ist für den Stillstand zu Ostern 2013 geplant. Die Salzgitter Mannesmann Line Pipe GmbH (MLP) schloss am Standort Siegen den Austausch der Wasserdruckprüfpresse gegen eine leistungsfähigere Anlage weitestgehend ab, letzte Restarbeiten erfolgen kurzfristig. Mit Inbetriebnahme wird neben Arbeitssicherheitsaspekten sowohl dem derzeit relevanten Produkt- und Leistungsspektrum als auch der zukünftigen Entwicklung, wie zum Beispiel stärkere Rohrwanddicken mit höheren Prüfdrücken und Stückgewichten, Rechnung getragen. Investitionsschwerpunkte der Salzgitter-Mannesmann-Precision-Gruppe lagen im deutschen Werk Zeithain, wo eine Einrichtung zur geometrischen Vermessung warmgewalzter Rohre den Betrieb aufnahm, und im französischen Werk Saint Florentin, in dem der Materialfluss mittels Investitionen und Umsetzung von Produktionsanlagen nachhaltig verbessert werden konnte. Die sukzessive Markterholung im Segment der nahtlosen Edelstahlrohre initiierte eine dynamischere Investitionstätigkeit der Salzgitter-Mannesmann-Stainless-Tubes-Gruppe. Mit gezielten Maßnahmen wurde der Markteintritt in perspektivreiche Geschäftsfelder vorangetrieben, um das Produktportfolio weiter zu diversifizieren. Hierfür erfolgte am Standort Costa Volpino (Italien) unter anderem die Installation einer neuen Röntgenanlage zur Schweißnahtprüfung, die für die Herstellung von Umbilicals notwendig ist. Am Standort Montbard (Frankreich) ging ein moderner Glühofen in Betrieb, der es erlaubt, den stetig steigenden Qualitätsanforderungen der höchst anspruchsvollen Öl- und Gasindustrie auch zukünftig gerecht zu werden. Unternehmensbereich HandelDie Investitionstätigkeit des Handelsbereiches richtete sich darauf aus, die bestehenden Anlagen zu modernisieren. So erweiterte die Universal Eisen und Stahl GmbH (UES) die Kapazitäten und die Anarbeitungstiefe an den Standorten ihrer amerikanischen Tochtergesellschaft in Houston und Chicago. Damit trägt sie dem steigenden Kundenbedarf nach mehr Serviceleistungen Rechnung. Der Ausbau des Brennbetriebs in Chicago dient in erster Linie dazu, den Anforderungen der dortigen Windkraft- und Spezialfahrzeugindustrie entgegenzukommen. Unternehmensbereich Dienstleistungen2011 sind die ersten acht von insgesamt 40 neuen Lokomotiven bei der Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter GmbH (VPS) eingetroffen. Diese verfügen über VPS-spezifische Komponenten wie zum Beispiel einen Luftverdichter mit größeren Förderleistungen sowie einen hüttentauglichen Bahnräumer. Damit wird das Unternehmen auch für die erhöhte Beförderungsleistung, die der Parallelbetrieb der Elektrolichtbogenöfen in Peine mit sich bringt, gerüstet sein. Als einer der größten Stahlschrotthändler in Deutschland hat die DEUMU Deutsche Erz- und Metallunion GmbH (DMU) rund 400 Schrottlieferanten in ganz Europa. Mit dem Ausbau des Schrottplatzes in Salzgitter erweitert das Unternehmen sein Logistiknetzwerk. Unternehmensbereich TechnologieIm Unternehmensbereich Technologie lagen die Investitionsschwerpunkte auf Ersatz- und Rationalisierungsmaßnahmen, um die Wettbewerbsfähigkeit der KHS-Gruppe nachhaltig zu verbessern. Zur Prozessoptimierung wurden IT-Projekte in Deutschland und in den Auslandsgesellschaften durchgeführt. Unter dem vorrangigen Ziel, die Fertigungs- und Auftragskosten zu senken, stand eine Vielzahl von kleineren Anschaffungen. Für dringend benötigte größere Montageflächen in der Keg-Anlagen-Fertigung, aber auch um Synergieeffekte für Personal- und Sachkosten zu erreichen, verlegte die KHS den Standort Kriftel nach Bad Kreuznach, was entsprechende Umbaumaßnahmen erforderte. 3. Forschung und EntwicklungDie Geschäftsaktivitäten der Salzgitter AG konzentrieren sich auf eine nachhaltige Kundenzufriedenheit. Unser Anspruch „Forschung nutzen – Vorsprung für den Kunden schaffen“ erfordert neben kontinuierlicher Produkt- und Prozessentwicklung vor allem echte Innovationen. Damit wollen wir unser Ziel erreichen, als Nischenanbieter auch in Zukunft zu den Besten in Stahl und Technologie zu gehören. Die Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH (SZMF), eines der führenden Stahl-Forschungsinstitute Europas, ist koordinierend verantwortlich für Innovationen und die Produktentwicklung in den Unternehmensbereichen Stahl und Röhren. Sie vereint das Know-how aus über 75 Jahren Forschungs- und Entwicklungsarbeit (FuE) der beiden Standorte Salzgitter und Duisburg. Die SZMF ist für die Gesellschaften der Salzgitter AG tätig und auch für zahlreiche externe Kunden der stahlverarbeitenden Industrie, der Automobilbranche, des Maschinen- und Anlagenbaus, der Energietechnik und der Bauwirtschaft. Die SZMF führt mit ausgeprägter Kunden- und Prozessorientierung das im Konzern vorhandene Produkt-, Prozess- und Anwendungswissen, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung und die eigene anwendungsnahe FuE mit den Marktanforderungen zusammen. Wir fördern eine enge Vernetzung mit angesehenen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und industriellen Partnern, insbesondere im Rahmen zahlreicher nationaler und internationaler Forschungsprojekte. Daraus resultierende Kooperationen bevorzugen wir gegenüber einem Zukauf externen Know-hows. Aus diesem Grund sind im Berichtszeitraum auch keine wesentlichen entsprechenden Aufwendungen entstanden. Die FuE-Philosophie der SZMF reicht deutlich über die klassische Weiterentwicklung bestehender Produkte und Prozesse hinaus: So stellen beispielsweise für die Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) Roadmaps den Bezug zwischen Marktanforderungen und Unternehmenszielen, Produkten und Technologien sowie den benötigten Ressourcen her. Sie bilden den Leitpfad für einen systematisch gesteuerten Prozess. Dieser reicht von der Trendanalyse über die Ideenfindung und -bewertung anhand ihrer strategischen und wirtschaftlichen Bedeutung, die Patentanalyse, die eigentliche FuE bis hin zur Umsetzung der Resultate in den Betrieben. Zusätzlich unterstützen wir Kunden bei der Prozessanalyse und -optimierung mithilfe ausgereifter Prüfverfahren und mathematisch-statistischer Methoden; des Weiteren beteiligen wir uns an der aktiven Mitgestaltung relevanter Normen und Standards. Auch im Unternehmensbereich Technologie gehen Tradition und Innovation Hand in Hand, da FuE eine wichtige Grundlage für die Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Produkte bilden. Die Innovations- und Produktentwicklungsprozesse richten sich dabei konsequent an den Kunden- und Marktbedürfnissen aus. Ziel ist die Technologieführerschaft mit qualitativ hochwertigen und wirtschaftlichen Produkten. Die Tochtergesellschaften des Unternehmensbereiches Technologie setzen verstärkt darauf, nicht nur einzelne Maschinen zu entwickeln, sondern ganzheitliche Systemlösungen aus einer Hand anzubieten. Im Geschäftsjahr 2011 stellte das Segment seine Innovationskraft unter anderem durch 84 neue Patente und Patentanmeldungen unter Beweis und besitzt Ende 2011 in Summe 3.356 Schutzrechte (inklusive Neuanmeldungen) und 372 eingetragene Marken. Daraus ergeben sich zum Jahresende 2011 für den Gesamtkonzern über 3.960 angemeldete Patent- und rund 1.212 Markenschutzrechte. FuE-AufwendungenIm Jahr 2011 verfügte der Salzgitter-Konzern über ein Gesamtbudget für FuE und FuE-nahe Aktivitäten in Höhe von 93,6 Mio. €; davon bestritten Drittkunden 14,5 Mio. €. Innerhalb der Unternehmensbereiche ergibt sich folgende Aufteilung: ![]() Darüber hinaus war die Salzgitter AG mit einem Beitrag von etwa 185 Mio. € an Kooperationsprojekten mit anderen Marktakteuren und Forschungseinrichtungen beteiligt. Im Konzern betrugen die wertschöpfungsbezogenen FuE-Aufwendungen 4,4 % (2010: 4,9 %). ![]() Zum 31. Dezember 2011 waren 910 Personen im FuE- und FuE-nahen Bereich tätig, davon 320 als Mitarbeiter der SZMF und 590 in den operativen Gesellschaften. Dieses Verhältnis unterstreicht die Prozess- und damit Kundenorientierung unserer FuE-Aktivitäten. Der leichte Anstieg der Beschäftigten der SZMF im Jahr 2011 resultiert in erster Linie aus Verstärkungen im Bereich der Flachstahlforschung. An beiden Standorten der SZMF arbeiten hochqualifizierte Fachleute. Sie verfügen über eine umfangreiche und moderne Ausrüstung in akkreditierten oder zertifizierten Prüflaboren. In Salzgitter konzentrieren sich die Aktivitäten im Produktsegment Warm- und Kaltband auf die Entwicklung und Optimierung neuer Stähle und Beschichtungen. Dies geschieht entlang der gesamten Prozesskette der Stahlherstellung, -beschichtung und -verarbeitung. Um komplette Lösungen anbieten zu können, werden auch die komplexen Weiterverarbeitungsprozesse der Kunden einbezogen – bis hin zum fertigen Bauteil-Engineering. Am Standort Duisburg liegt der Schwerpunkt auf den Bereichen Rohr, Profil und Grobblech. Das Leistungsspektrum für Rohre reicht von geschweißten oder nahtlosen Präzis- und Leitungsrohren bis zu großformatigen Pipelines. Auch hier werden mit numerischen Simulationen und experimentellen Versuchen Stähle und Verarbeitungs-Know-how entwickelt. Weitere Kompetenzfelder sind ingenieurtechnische Analysen zur Werkstoff- und Bauteilmechanik, strukturmechanische und umformtechnische Untersuchungen, die Entwicklung und der Bau zerstörungsfreier Prüfanlagen sowie Dienstleistungen rund um Normung und gewerblichen Rechtsschutz. FuE-Schwerpunkte 2011Zur Weiter- und Neuentwicklung der Werkstoffkonzepte sind umfangreiche Test- und Prüfeinrichtungen notwendig. Dabei ist einerseits eine Tendenz in Richtung immer detaillierterer analytischer Verfahren zu erkennen, um beispielsweise die Gefügeausbildung von Stählen genauer untersuchen zu können. Andererseits geht die Entwicklung hin zu noch anwendungsnäheren Prüfverfahren, da zunehmend anspruchsvollere Belastungsfälle eine realitätsnahe Simulation erfordern. Im Folgenden stellen wir für beide Trends beispielhaft Aktivitäten der SZMF im Jahr 2011 vor. Neue ElektronenstrahlmikrosondeBei der Erstarrung von Stahl führen unterschiedliche Löslichkeiten der Legierungselemente im festen und flüssigen Zustand zu Konzentrationsunterschieden. Dies ist bei der Stahlherstellung und -weiterverarbeitung von großer Bedeutung. Hoch- und höchstfeste Mehrphasenstähle sind durch Ausscheidungen und komplexe Gefügeausbildungen gekennzeichnet. Daher ist eine analytische Charakterisierung der einzelnen Phasen notwendig. Neben metallkundlichen Fragen aus der Werkstoffentwicklung, der Kundenberatung und den Produktionsbetrieben stellen Oberflächenanreicherungen einen wichtigen und kritischen Aspekt dar. Durch Diffusion von Legierungselementen können Konzentrationsprofile entstehen, die die Haftung metallischer Beschichtungen beeinflussen. Die Ermittlung der chemischen Konzentrationsverteilungen vom Mikro- bis in den Makrobereich ist eine wichtige Methode, relevante Werkstoffphänomene zu beschreiben. Für die SZMF wurde deshalb eine neue Elektronenstrahlmikrosonde mit fünf Kristallspektrometern in Betrieb genommen. Diese helfen, Mikrostrukturen der gesamten Flachproduktpalette – von der Bramme bis zum verzinkten Feinblech – analytisch und abbildend zu beschreiben. Dynamische Bruchmechanikversuche im „Drop-Weight Tear“-Fallwerk (DWT)Ein Schwerpunkt bei der Entwicklung von Pipeline-Stählen ist die möglichst genaue Vorhersage von Rissarrest (Rissstopp) in berstenden Pipelines. Um die bestehenden Modelle auch für höherfeste Güten zuverlässig anwenden zu können, ist die Charakterisierung der Zähigkeit ein zentrales Thema. Die SZMF hat dazu ein Fallwerk zur Durchführung von DWT-Versuchen messtechnisch aufgerüstet und dessen Anwendungsbereich erweitert. So können die hohen Beanspruchungen beim Aufreißen einer Pipeline im Havariefall berücksichtigt werden. Ein Laser-Triangulationssystem misst sowohl den Weg als auch die Geschwindigkeit des Fallgewichts während der Versuche. In Verbindung mit dem aufgezeichneten Kraftsignal lassen sich hieraus bruchmechanische Kenngrößen ableiten, die die Zähigkeit eines Werkstoffs quantifizieren. Weitere wichtige Erkenntnisse über das Versagensverhalten können mit einer Hochgeschwindigkeitskamera gewonnen werden. Durch die Ermittlung der Zähigkeitseigenschaften bei Beanspruchungen mit hohen Geschwindigkeiten ist ein großes Ziel auf dem Weg zur Entwicklung verbesserter Vorhersagemodelle für Rissarrest erreicht. Labor für HochtemperaturkorrosionMit der Inbetriebnahme zweier Versuchsstände zur Simulation von Hochtemperaturkorrosionsvorgängen in Kraftwerken konnte die SZMF die Expertise im Bereich warmfester Stähle erweitern. Moderne, kohlebefeuerte Hochleistungskraftwerke arbeiten zurzeit mit 600 oC heißem Dampf bei 290 bar und verzeichnen Wirkungsgrade von 47 %. Um Wirkungsgrade von über 50 % zu erreichen, müssen die Dampftemperatur auf etwa 700 oC und der Betriebsdruck auf etwa 350 bar erhöht werden und die eingesetzten Kesselbauteile diesen geänderten Bedingungen standhalten. Kraftwerksbetreiber, Kesselbauer und Rohrhersteller treiben die Entwicklung der hierfür erforderlichen Werkstoffe systematisch voran. Mithilfe der Versuchsstände bei der SZMF lässt sich das Werkstoffverhalten unter dampf- und rauchgasseitigen Korrosionsbedingungen für die neuen Anforderungen systematisch experimentell analysieren. Die Horizontalöfen arbeiten in einem Temperaturbereich von 400 bis 900 oC. Die SZMF nutzt das neue Labor zur Entwicklung von Hochleistungswerkstoffen für die Kraftwerke der nächsten Generation. Anwendbarkeit von Rohren aus ferritischem Stahl bei tiefen TemperaturenDie SZMF hat ein umfangreiches Prüfprogramm durchgeführt, um die Anwendbarkeit von Rohren aus ferritischem Stahl zum Flüssiggastransport bei tiefen Temperaturen nachzuweisen. Hier war insbesondere das Verhalten im Bereich der Schweißnaht in Längs- und Umfangsrichtung sowie der angrenzenden Wärmeeinflusszone von Interesse. Hydraulische Ringaufweitversuche zeigten positive Ergebnisse beim Berstverhalten von Ringproben aus ferritischem Stahl mit Kerbbeschädigung an der Schweißnaht. Eine große Herausforderung besteht bei diesen Versuchen in der Einhaltung der erforderlichen Prüftemperatur von -46 oC. Dafür hat die SZMF ein Kühlsystem entwickelt, das diese Temperatur konstant hält. Unter Zuhilfenahme der Finite-Elemente-Methode (FEM) wurde gezeigt, dass der Beanspruchungszustand in den Laborproben kritischer ist als in der realen Rohrleitung, sodass die Erkenntnisse sicher angewendet werden können. Neue Plattformlösung Innofill GlassMit der Füllmaschinenplattform Innofill Glass hat die KHS GmbH (KHSDE) eine technische Basis entwickelt und erfolgreich in den Markt eingeführt, die durch die Integration unterschiedlicher Füllsysteme einen bislang nicht erreichten Standardisierungsgrad realisiert. Neben der Plattformstrategie setzte die KHSDE auch das Konstruktionsprinzip „Hygienic Design“ durchgängig um. Hierbei werden Teile der Anlage derart ausgeführt, dass sie im Sinne einer hohen Lebensmittelqualität und maximaler Anlagenverfügbarkeit möglichst einfach gereinigt werden können. Komplexe Oberflächen werden vermieden und der schnelle Ablauf von Flüssigkeiten sowie eine gute Zugänglichkeit für Reinigungsvorgänge gewährleistet. Beim Innofill Glass ersetzt auf diese Weise ein neues Flaschentransfergestell mit flanschlos ausgeführten Rohrkonstruktionen den bisherigen konventionellen Füllervortisch. Verschleißarme und energieeffiziente Direktantriebe bewegen Füllerkarussell, Transfersterne und Verschließer. Über das mehrfach preisgekrönte KHS Human Machine Interface (red dot award & iF award) lässt sich die Maschine einfach bedienen und überwachen. Somit bietet Innofill Glass ein umfassendes Vorteilspaket: Intuitive Bedienoberfläche, optimiertes Hygienic Design, gesteigerte Abfüllqualität, erhöhte Anlagenverfügbarkeit und geringe Betriebskosten werden durch erhebliche Ressourcen- und Energieeinsparungen ergänzt, die im nachfolgenden „Kapitel Schutz der Umwelt" näher erläutert werden. Keg-Kompaktmaschine für kleine und mittelständische UnternehmenMit der Innokeg Till CombiKeg bringt die KHSDE als Weltmarktführer in der Keg-Technik erstmalig eine kompakte Reinigungs- und Füllmaschine auf den Markt. Kegs sind Fässer für Getränke, die hauptsächlich im gastronomischen Bereich eingesetzt werden. Diese neue Kompaktmaschine integriert die Außen- und Innenreinigung, den Füllprozess, die Medientanks und darüber hinaus die Steuerung und den Fasstransport. Die Anlage in der Abmessung eines 20'-Containers lässt sich innerhalb kürzester Zeit gemäß „Plug & Produce“-Methode in Betrieb nehmen. Die Innokeg Till CombiKeg realisiert eine Leistung von 60 bis 90 Fässern pro Stunde und verarbeitet unterschiedliche Keg-Größen (10 bis 58 l). Ein Adapter ermöglicht den Wechsel von klassischen Edelstahl- auf Kunststoff-Einweg-Kegs. Als Zielgruppe gelten besonders kleinere und mittelständisch geprägte Unternehmen der Brau-, Erfrischungsgetränke-, Mineralbrunnen-, Fruchtsaft- und Weinbranche. Zukünftige FuE-Schwerpunkte des KonzernsDie Anforderungen an den Konstruktionswerkstoff Stahl nehmen kontinuierlich zu. Dies betrifft nicht nur die Werkstoffeigenschaften, sondern auch die Verarbeitung und Anwendung. Vor allem die Ressourceneffizienz und Lebenszyklusbetrachtungen (Life Cycle Assessment) spielen eine bedeutende Rolle. Um innovative Stahlprodukte zu schaffen und die Prozesse kontinuierlich zu verbessern unternehmen wir im Salzgitter Konzern umfangreiche Anstrengungen im Bereich der Forschung und Entwicklung. Mit diesem Engagement tragen wir dazu bei, dass Stahl auch in Zukunft der wichtigste Konstruktionswerkstoff bleibt. Ohne Stahl sind Windenergie- und Solaranlagen, Geothermie und hocheffiziente Gaskraftwerke heute und in Zukunft nicht realisierbar. Auch im automobilen Leichtbau und insbesondere mit Blick auf die Elektromobilität sind innovative Konzepte mit Stahl gefragt. Im Unternehmensbereich Technologie orientieren wir uns an klaren Werten: Qualität, Kundenorientierung und Innovationskraft. Durch die „Fit4Future“-Produktoffensive werden wir unsere Kundennähe vergrößern und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Gemäß unseren Nachhaltigkeitszielen werden wir den Einsatz von Energie, Rohstoffen und Materialien weiter reduzieren. Der modulare Aufbau von Anlagen und Maschinen bleibt ein Schwerpunkt, um aus einem standardisierten Baukasten heraus maximale Flexibilität zu erreichen. Die KHSDE hat sich das Ziel gesetzt, Spitzentechnologie mit einem hohen Standardisierungsgrad anzubieten, die zudem kundenindividuelle Anforderungen flexibel und kosteneffizient berücksichtigen kann. Mehrperiodenübersicht zum Forschungs- und Entwicklungsbereichscroll
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FuE-Aufwand bezogen auf den Konzernumsatz 4. Schutz der UmweltDie deutsche Industrie und mit ihr die Stahlindustrie befindet sich in zwiespältigen Zeiten. Auf der einen Seite ist das Lob weltweit einhellig: Deutschland ist im Vergleich zu anderen entwickelten Volkswirtschaften besonders gut durch die letzte Wirtschaftskrise gekommen. Unsere international sehr wettbewerbsfähigen Unternehmen haben deren Folgen gut überstanden und anschließend die entscheidenden Impulse für Aufschwung und konjunkturelle Stabilität gegeben. Die auch 2011 anhaltenden Diskussionen und Gesetzesinitiativen zur Klima- und Energiepolitik legen allerdings einen anderen Eindruck nahe: So setzt die Europäische Union im Rahmen des Emissionshandels ab 2013 technisch zum Teil nicht erreichbare Ziele, die unsere globale Konkurrenzfähigkeit künftig stark beeinträchtigen würden. Deshalb hat die Salzgitter AG hiergegen – gemeinsam mit anderen – ein Klageverfahren angestrengt. Die erfolgreiche Gestaltung internationaler Klimaschutzverhandlungen ist in erster Linie Aufgabe der Politik. Der Klimagipfel in Durban Ende 2011 hat jedoch eines erneut gezeigt: Auch knapp 15 Jahre nach Kyoto gibt es kein konkretes Verhandlungsergebnis, das den Weg zu international vergleichbaren Wettbewerbsbedingungen für die Industrie zumindest ebnen würde. Aus Sicht der Salzgitter AG wird damit zunehmend deutlich, dass es in Zukunft eher nicht um die vermutlich zum Scheitern verurteilte Festlegung verbindlicher Klimaschutzvorgaben für die Wirtschaft in weiteren Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern gehen wird, sondern um intelligente Produkte für effektiven und effizienten Energie- und Ressourceneinsatz. Wer die Megatrends unserer Zeit – Mobilität, Zugang zu Rohstoffen, Wasser und Energie – vor allem über Zusatzbelastungen der europäischen Grundstoffindustrie zu beherrschen sucht, wird die angestrebten Ziele nicht erreichen. Allerdings kommt der Stahlindustrie für eine produktbezogene nachhaltige Entwicklung eine Schlüsselrolle zu - Zukunft beginnt mit Stahl. Ob in der Automobilbranche, im Maschinenbau, der Energiewirtschaft oder der Elektrotechnik: Neue Stähle und Verarbeitungstechniken sind Grundvoraussetzungen für ressourcenschonende Innovationen und den Erfolg der darauf aufsetzenden Wertschöpfungsketten. Hierzu leistet die Salzgitter AG einen entscheidenden Beitrag. Energie- und CO2-Einsparungen durch neues BandgießverfahrenIm Jahr 2011 haben wir planmäßig mit den Bauarbeiten für Anlagen begonnen, die neuartige Stahlprodukte mithilfe der Belt-Casting-Technologie (BCT) erzeugen sollen. Dieses Bandgießverfahren nutzt gegenüber dem konventionellen Brammenstrangguss ein grundlegend geändertes Konzept: Der Stahl wird in einer Dicke von 8 bis 15 mm direkt unter Schutzgas horizontal auf ein gekühltes Band gegossen und anschließend ausgewalzt. Eine geringe Gießdicke und die Möglichkeit, das Walzen in den Prozess zu integrieren, führen zu einem deutlich niedrigeren Energiebedarf als beim Brammenstrangguss. Die von uns gemeinsam mit der Technischen Universität Clausthal und der SMS Siemag AG entwickelte Verfahrenstechnik ermöglicht die Herstellung innovativer Hochleistungsstähle. Ein Beispiel ist der von der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) patentierte HSD-Stahl® (High Strength and Ductility). Er kombiniert höchste Festigkeit mit außergewöhnlich guter Verformbarkeit und verminderter Dichte. Seine hervorragenden Eigenschaften eröffnen für den automobilen Leichtbau und viele weitere Verwendungszwecke erhebliche Potenziale, die mittel- und langfristig auch für die Elektromobilität an Bedeutung gewinnen werden. Die BCT-Anlage wird in bestehende Hallen des Elektrostahlwerkes der Peiner Träger GmbH (PTG) integriert und von dort mit Flüssigstahl versorgt. Die erzeugten Vorbänder („Tafeln“) werden anschließend in das Warmwalzwerk der SZFG transportiert, dort in einer neuen Ofenanlage auf Walztemperatur erwärmt, ausgewalzt und auf einer Haspel zu Coils aufgewickelt. Entstaubungsanlage an der Sinteranlage der SZFG minimiert EmissionenBei der Produktion von Sinter entstehen prozessbedingte Stäube, die sowohl durch thermisch verursachten Auftrieb in der umgebenden Luft als auch durch die Kühlluftströmung aus dem Sinterkühler ausgetragen werden. Um Staubemissionen zukünftig weiter zu minimieren, optimiert die SZFG die Entstaubung am Sinterkühler. Ein Vorabscheider trennt zunächst grobe, eventuell noch glühende Partikel ab. Der verbleibende Reststaub gelangt anschließend in ein Filtersystem, in dem insbesondere Feinstaubpartikel durch elektrostatische Abscheidung gefasst werden. Zunehmendes Engagement für WindenergieEs ist politischer Wille und gesellschaftlicher Konsens, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung auszubauen. Beim Bau von Windkraftanlagen ist die Salzgitter AG mit ihrer Grobblechherstellung seit Jahren erfolgreich beteiligt. Bereits 1996 lieferte die Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG) Quartobleche und Zuschnitte für den Windkraftsektor, anfangs für die Türme von Onshore-Anlagen, vermehrt aber auch im Offshore-Bereich. Mit ihrem umfassenden Investitionsprogramm hat die Salzgitter AG frühzeitig die Voraussetzungen geschaffen, um Quartobleche für die zum Teil mehr als 1.000 t schweren Gründungskonstruktionen solcher Anlagen herzustellen. Hierzu errichtete sie in Salzgitter eine neue Stranggießanlage, die bis zu 350 mm dicke Brammen als Vormaterial zur Grobblechherstellung fertigt. Im Rahmen des Investitionsvorhabens ILG 2015 werden zudem Anlagenmodifikationen vorgenommen und eine noch leistungsfähigere Logistikinfrastruktur aufgebaut, um die Produktion schwerer Grobbleche bis an die abmessungsmäßige Leistungsgrenze der Ilsenburger Walzstraße auszuweiten. Dies sind wichtige Schritte, um mit erstklassigen Produkten am wachsenden Windenergiemarkt teilzuhaben. Steigerung der Energieeffizienz durch HochofenentspannungsturbineIm Jahr 2011 wurde bei der SZFG mit dem Bau einer Gichtgasentspannungsturbine am Hochofen B begonnen. Diese wandelt die thermodynamische Energie des Hochofengichtgases über einen angeschlossenen Generator in elektrische Energie um und führt sie dem Werksnetz zu. Ohne zusätzlichen Brennstoffeinsatz und damit emissionsfrei werden so pro Jahr knapp 57 GWh Strom erzeugt und die Energieeffizienz gesteigert. KHS: Garant für energieeffiziente Verfahren im GetränkeabfüllsektorSchon während der Entwicklung und Konstruktion der Getränkeabfüll- und Verpackungsanlagen der KHS GmbH (KHSDE) wird beachtet, dass die Kunden ihre Produktionsanlagen möglichst energiesparend und umweltfreundlich einsetzen können. Ein aktuelles Beispiel hierfür ist das System Innofill Glass, eine neue Füller-Baureihe für Glasflaschen auf Plattformbasis. Innofill Glass spart gegenüber herkömmlichen Lösungen jeweils bis zu 40 % der elektrischen Antriebsleistung und der elektrischen Leistung der Vakuumpumpe ein. Dies wird mit dem Ersatz einer einzelnen, durch mehrere Standard-Modul-Vakuumpumpen erreicht, die sich bedarfsorientiert zu- oder abschalten. Neben der Energieeinsparung wird damit im Vergleich zu konventionellen Lösungen auch der Wasserbedarf um bis zu 30 % reduziert, mit Einsatz des optional angebotenen Eco-Moduls sogar um bis zu 98 %. Aufgrund der hervorragenden Energiewerte des neuen Systems Innofill Glass DRS-ZMS hat die KHSDE im November 2011 anlässlich der Messe Brau Beviale das TÜV-Zertifikat „Energieeffiziente Anlagentechnik“ erhalten. Umweltschutz in ZahlenIm Unternehmensbereich Stahl betrugen die laufenden Umweltschutzaufwendungen im Geschäftsjahr 2011 rund 177 Mio. €. Sie verteilen sich wie in nebenstehender Grafik dargestellt. ![]() Die Aufwendungen für den Umweltschutz der inländischen Gesellschaften des Unternehmensbereiches Röhren beliefen sich auf etwa 13 Mio. € und setzen sich wie folgt zusammen: ![]() III. Überblick über den Geschäftsverlauf1. Globale wirtschaftliche Rahmenbedingungen*)Abkühlung der WeltwirtschaftNach einem starken ersten Quartal verlor die Weltwirtschaft im Jahr 2011 an Fahrt. Die Ursachen hierfür lagen insbesondere in den gestiegenen Rohstoff- und Energiepreisen sowie in der Straffung der Geldpolitik einiger Schwellenländer. Vor diesem Hintergrund wiesen die einzelnen Regionen ein äußerst heterogenes Bild auf: Während sich das Wachstumstempo der aufstrebenden Volkswirtschaften auf hohem Niveau verlangsamte, expandierte die Wirtschaftsleistung der Industrieländer tendenziell nur schwach. Nach einem Plus von 5,2 % im Jahr 2010 wuchs die globale Produktion dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge 2011 um 3,8 %. Im Euroraum wurde die Konjunktur von der sich verschärfenden Staatsschuldenkrise maßgeblich beeinträchtigt und kühlte sich nach einem dynamischen Start in das Jahr 2011 im weiteren Verlauf erheblich ab. Eine zunehmend restriktiv ausgerichtete Finanzpolitik sowie die starke Verunsicherung lähmten das Wachstum insbesondere in den Ländern der Peripherie. Gedämpft durch die regressive Entwicklung des staatlichen Konsums und eine nachlassende Investitionsdynamik kam die wirtschaftliche Expansion in der Eurozone gegen Ende des Jahres zum Stillstand. Die Steigerung des Bruttoinlandsprodukts lag in Summe bei 1,6 % (2010: 1,9 %). In Deutschland zeigte sich das Wirtschaftswachstum bis zum Herbst recht schwungvoll. Vor allem der inländische Verbrauch erlebte einen Aufschwung und auch der Beitrag des Außenhandels war positiv. Die privaten Konsumausgaben stiegen nachhaltig, die Ausrüstungsinvestitionen beschleunigten sich und die Bauinvestitionen legten im Jahresdurchschnitt zu. Infolge der Verschuldungskrise wirkte sich die Unsicherheit im ausgehenden Jahr jedoch zunehmend ungünstig auf die Nachfrage der Haushalte und Unternehmen aus, sodass die gesamtwirtschaftliche Produktion zu Beginn des Winters stagnierte. Insgesamt erreichte der Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts im abgelaufenen Jahr laut IWF noch beachtliche 3,0 % (2010: 3,6 %). ![]() 1.1 BeschaffungAuf die internationalen Beschaffungsmärkte wirkten sich während des Jahres 2011 unterschiedliche Einflussfaktoren aus: So übersprang die Weltrohstahlproduktion erstmals die Marke von 1,5 Mrd. t, wobei allein China rund 700 Mio. t erzeugte. Dies hatte maßgeblichen Einfluss auf den Bedarf an Eisenerz, Kokskohle, Hochofenkoks sowie Energie und bewirkte einem starken Anstieg vieler Notierungen. Das zweite Quartal 2011 zeichnete sich durch ein Rekordniveau der Erz- und Kohlepreise aus. Hingegen prägten anhaltende Sorgen um die Stabilität der Weltwirtschaft das zweite Halbjahr, was vor allem im Abschlussquartal erheblichen Druck auf die Rohstoffpreise auslöste. ![]() Hohe Volatilität bei EisenerzDie große Eisenerznachfrage in Fernost – speziell in China – trieb die Spotmarktpreise Mitte Februar auf den Höchststand von 193 USD/dmt (Trocken-Metrische-Tonne) CFR China. Im weiteren Jahresverlauf stabilisierte sich die Notierung auf einem Level von rund 180 USD/dmt. Nach einer starken Korrekturphase ab der zweiten Septemberhälfte, die die Referenz-Notierung auf unter 120 USD/dmt einbrechen ließ, setzte im November wieder eine Trendwende ein: Die anziehende Nachfrage aus dem asiatischen Raum ließ den Spotmarktpreis für Feinerz auf einen Stand von 140 USD/dmt steigen. Der auf Basis des Vale Modells abgeleitete Quartalspreis der Referenzsorte Carajás-Feinerz, dem chinesische Spot-Notierungen der Vormonate zugrunde liegen, erreichte ab dem zweiten Quartal 2011 die Rekordmarke von 175 USD/dmt FOB Brasilien. Diese blieb bis zum Jahresende bestehen. Überschwemmungen in Australien bestimmen den KokskohlemarktDie Entwicklung auf dem Weltmarkt für Kokskohle war im ersten Halbjahr 2011 von massiven Überschwemmungen an der Ostküste Australiens geprägt, die die Kohleindustrie sowie die Infrastruktur erheblich beeinträchtigten. Infolge dieser Angebotsverknappung kletterte der Preis für qualitativ hochwertige Kokskohle im zweiten Quartal auf einen Rekordwert von 330 USD/t FOB. Er gab im Anschluss zunächst nur mäßig nach, bis er sich am Jahresende auf dann 285 USD/t FOB abschwächte. Der Weltmarktführer BHP Billiton stellte im April seine Kontrakte weitgehend von Quartals- auf Monatspreise um, was die Prognosefähigkeit und Kalkulierbarkeit zusätzlich erschwerte. Seefrachtraten mit steigender TendenzDas Befrachtungsgeschehen wurde 2011 immer wieder von außergewöhnlichen Umständen kurzfristig beeinflusst: Die dramatischen Wetterbedingungen in Australien zu Beginn des Jahres, die verheerende Natur- und Nuklearkatastrophe in Japan im März und dazu die europäische Staatsschuldenkrise ergaben eine volatile Marktentwicklung mit stetigem Wechsel des Ratenniveaus. Insgesamt zeigte sich jedoch ein kontinuierlicher Anstieg gegenüber dem Tiefpunkt des Februars. Die Benchmarkrate für die Relation Tubarão-Rotterdam nahm Ende des Jahres von 7,60 USD/t auf 15,00 USD/t zu. Preisschwankungen bei Metallen und Ferro-LegierungenDie internationalen Märkte für Metalle und Legierungen gaben im Jahresverlauf 2011 ein sehr unterschiedliches Bild ab. Nachdem die Preise von Massen- und Edellegierungen in den ersten sechs Monaten aufgrund der verbesserten Wirtschaftslage und eines weltweit enorm zugenommenen Bedarfs an Rohstoffen gestiegen waren, gingen sie während des zweiten Halbjahres deutlich zurück. Börsennotierte Stoffe wie Zink, Nickel, Kupfer und Aluminium bewegten sich bis Mitte September auf recht hohem Niveau, sanken dann aber wieder erheblich ab. Preise für flüssige Reduktionsmittel gestiegenDie Preise für flüssige Reduktionsmittel (schweres Heizöl und Ersatzreduktionsstoffe) stellten sich verglichen zum Vorjahr wesentlich volatiler dar. Zu Beginn des Jahres zogen sie stark an, um sich ab dem zweiten Quartal wieder leicht abzuschwächen. Über den weiteren Jahresverlauf pendelten die Notierungen seitwärts in einem recht konstanten Korridor auf beachtlichem Level. Im Jahresvergleich legte der Rohölpreis gegenüber 2010 kräftig zu. Nach im Durchschnitt 80 USD/Barrel lag er 2011 bei 111 USD/Barrel. Große Verunsicherungen im StahlschrottmarktZum Jahresbeginn 2011 verteuerten sich die Schrottpreise infolge der ausgeweiteten Rohstahlproduktion beträchtlich. Ab Frühjahr setzte bedingt durch politische Unruhen in Nordafrika und dem Nahen Osten eine Preisumkehr ein, die bis Mai anhielt. Die Verunsicherung auf den Finanzmärkten und eine Rücknahme der Stahlproduktion in Europa für das letzte Quartal des Jahres ließen ab den Sommermonaten die Schrottnotierungen abermals bröckeln. Im Dezember wurde dieser Trend dann gestoppt und die Preise stiegen wieder. Strompreis leicht gesunkenDie Strombeschaffung des Unternehmensbereiches Stahl wird durch den Anspruch einer Vollversorgung bestimmt, die eine schwankende Eigenerzeugung berücksichtigt. Für den Differenzbedarf besteht die Möglichkeit eines strukturierten Bezugs. Verglichen mit dem Vorjahr reduzierte sich der durchschnittliche Fremdstrompreis (Energiepreis zuzüglich gesetzlicher Abgaben und Netznutzung) für den Werksverbund Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG)/Peiner Träger GmbH (PTG) um 7 %. Dabei entwickelten sich die einzelnen Bestandteile des Preises sehr unterschiedlich: So erhöhte sich die Kraft-Wärme-Koppelung (KWKG) -Abgabe um 4 %, während der reine Energiepreis um 5 % und die Netznutzungskosten um 7 % sanken. Der reguläre EEG-Satz stieg zwar um 72 %, effektiv reduzierte sich aber die EEG-Abgabe um 35 % deutlich, da durch die gesteigerte Eigenerzeugung ein wesentlich höherer Fremdstromanteil unter die begünstigte Härtefallregelung fällt. Steigender Ölpreis verteuert ErdgasDer Erdgaspreis für den Werksverbund SZFG/PTG ist durch eine Preisgleitklausel an leichtes (HEL) und schweres Heizöl (HS) gebunden, wobei sich Änderungen zeitlich versetzt zeigen, mit einem halben Jahr (HEL) beziehungsweise drei Monaten (HS). Die maßgeblichen Heizölpreise zogen gegenüber 2010 merklich an, sodass der durchschnittliche Bezugspreis des benötigten Erdgases um 14,4 % stieg. Uneinheitliche Entwicklung bei Hilfs- und BetriebsstoffenDie Märkte für Hilfs- und Betriebsstoffe zeigten sich 2011 uneinheitlich. Viele Hersteller bauten Auftragsbestände aus dem Nachfrageschub in 2010 ab, da nicht alle Produktionskapazitäten nach der letzten Wirtschaftskrise wieder in Betrieb genommen worden sind. Materialien, die auch der Maschinen- und Anlagenbau sehr stark nachfragt, verzeichneten höhere Preise. Bei Hilfs- und Betriebsstoffen, die einen erheblichen Rohstoffeinsatz erfordern – insbesondere Raffinerieprodukte, Öle, Fette, Metalle und Kunststoffe – setzten sich im Spotmarkt bis zur Jahresmitte steigende Preise durch. In der Folgezeit kam es wegen eines Nachfragerückgangs und der Unsicherheit über die zukünftige Wirtschaftsentwicklung zu Preisreduzierungen. Vormaterial – Halbzeugpreis stark schwankendNicht alle Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns werden über die konzerneigene Metallurgie versorgt, sodass sie auf den Zukauf von stranggegossenem Stahlvormaterial (Halbzeug) angewiesen sind. Die Konzern-Rohstahlkapazität ist zudem so konfiguriert, dass die Walzwerke bei sehr hoher Auslastung mehr Stahl verarbeiten, als die metallurgischen Betriebe erzeugen können. Dies ist eine bewusste Maßnahme zur Risikominimierung für Zeiten einer Unterauslastung von Teilbereichen der Walzstahlerzeugung. Der Unternehmensbereich Technologie bezieht die für seine Produkte erforderlichen Gussteile und Edelstahlbleche extern. Die weltweit gewachsene Nachfrage nach Stahlerzeugnissen bewirkte eine sprunghafte Zunahme der Brammenpreise; beginnend in Ostasien, gefolgt von Lateinamerika und der Region Schwarzes Meer. Eine extreme Kaufzurückhaltung, verbunden mit einem kräftigen Lagerabbau, war die Ursache dafür, dass zum Ende des zweiten Quartals die Notierungen ebenso wieder sanken. Ab Herbst war eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau zu beobachten. Im Unternehmensbereich Röhren bestehen weiterhin zwei maßgebliche Routen zur weitgehenden Eigenversorgung, die um Zukäufe bei strategischen Partnern ergänzt werden können. Die der Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG) zustehende Liefermenge der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM) bedient einerseits die Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) mit Brammen für die Grobblecherzeugung zum Herstellen längsnahtgeschweißter Großrohre. Andererseits stattet sie die Präzisrohrgesellschaften mit Röhrenrund zur Produktion nahtloser Präzisrohre aus. Der Bedarf der Röhrengesellschaften an Warmband wird schwerpunktmäßig über die Warmbreitbandstraße der SZFG abgedeckt. Das Einkaufsvolumen des Unternehmensbereiches Technologie übertraf das des Vorjahres leicht. Dies resultiert zum einen aus einem höheren Umsatz und zum anderen aus deutlich gestiegenen Rohstoffpreisen, die von den Zulieferern weitergegeben wurden. Durch ein aktives Beschaffungsmanagement und längerfristige Lieferkontrakte konnten diese zu erwartenden Preissteigerungen weitgehend kompensiert werden. Aufgrund guter Auslastung der Lieferanten kam es zeitweise zu Lieferengpässen und -verzögerungen, denen mit einem optimierten Order-Management begegnet wurde. Die Gesellschaften des Technologiesegments konzentrierten sich mithilfe erfolgreich standardisierter Prozesse auf Einsparungen beim Einkauf. Zudem entwickelte die größte Tochtergesellschaft KHS die Bestellabwicklung durch die Einführung elektronischer Kataloge im neuen Lieferantenportal weiter. Um die Einkaufskonditionen zu verbessern, nutzten die Unternehmen die Möglichkeiten der internationalen Beschaffungsmärkte mit den Schwerpunkten in China und Osteuropa intensiv. 1.2 AbsatzstrukturenDie Unternehmen des Salzgitter-Konzerns unterhalten vielfältige Lieferbeziehungen zu ihren Kunden im In- und Ausland, die sich an deren Geschäftscharakteristiken und individuellen Bedürfnissen orientieren. Die Umstellung der Preisbindungsfristen auf der Beschaffungsseite hat im vergangenen Geschäftsjahr wie bereits 2010 zu Veränderungen in der Gestaltung und der Struktur dieser Verbindungen nach sich gezogen. Dabei unterscheiden wir folgende Formen: Monats- und QuartalsverträgeDer Großteil der Liefermengen des Unternehmensbereiches Stahl wird üblicherweise auf der Grundlage von Quartalsverträgen an die Kunden abgegeben. Aufgrund der zunehmenden Volatilität der Beschaffungsmarktpreise im vergangenen Jahr gewannen jedoch Monatsabschlüsse an Bedeutung. Sowohl Basispreise als auch Aufschläge für Güten und Abmessungen, die die jeweiligen Walzstahlhersteller gewöhnlich quartalsweise annoncierten, werden jetzt mit einer Reihe von Kunden für Einzelmonate verhandelt und abgeschlossen. Die Präzisrohrgesellschaften verkaufen ihre Produkte schwerpunktmäßig an die Automobilindustrie, aber auch an den Maschinenbau, den Handel und den Energiebereich. Die Produktion ist kundenbezogen und ausschließlich auftragsgebunden. Während ein Großteil der Lieferungen in der Vergangenheit an längerfristige Preisvereinbarungen gekoppelt war, werden nunmehr überwiegend Verträge mit Laufzeiten von drei bis maximal sechs Monaten beziehungsweise indexbasierten Preisanpassungen realisiert. Im Geschäft mit dem lagerhaltenden Handel sind die Preisabschlüsse ebenfalls kurzfristiger geworden. Längerfristige VerträgeDie Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) erzielt einen Teil ihres Absatzes über Verträge, bei denen die Preise in turnusmäßigen Verhandlungen für mehr als ein Quartal fixiert werden. Typische Kundengruppen für diese Art Lieferbeziehung sind die Automobilindustrie und deren Zulieferer, spezialisierte Kaltbandhersteller sowie Stahl-Service-Center. Die Verkürzung der Vertragslaufzeiten auf der Rohstoffbeschaffungsseite machte es erforderlich, die Zahl an länger laufenden Verträgen zu reduzieren. Auch die Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG) setzt bis zu ein Viertel ihrer Produktion über Lieferabkommen ab, die längerfristige Preisbindungen enthalten (beispielsweise Projektgeschäfte im Tank- und Stahlbau und Offshore-Windbereich). Dabei begrenzen wir das Risiko durch eine weitestgehende Synchronisation der Fristigkeitsstrukturen auf der Einkaufs- und Beschaffungsseite sowie über Preisgleitklauseln. Die Peiner Träger GmbH (PTG) vertreibt seit jeher nur kleine Tonnagen über solche Kontrakte. SpotmarktgeschäfteIm Spotmarkt werden einzelne Geschäfte, bestehend aus Lieferung, Abnahme und Bezahlung einer definierten Produktmenge, unmittelbar abgewickelt. Der Unternehmensbereich Handel organisiert den größten Teil seines Absatzes über derartige kurzfristige Liefervereinbarungen, wobei die Beziehungen zu den wichtigsten Kunden im In- und Ausland in der Regel über viele Jahre gewachsen sind. Typische Abnehmerbranchen sind mittlere und kleinere herstellerunabhängige Stahlhändler, Stahlbauunternehmen sowie Maschinen- und Anlagenbauer. ProjektlieferungenDer Röhrenbereich versorgt seine Kunden vorwiegend über Projektverträge. Neben internationalen Pipelinevorhaben werden auch die Lieferungen für Kraftwerksneubauten und Chemieanlagen auf diese Weise kontrahiert. Gleiches gilt für einige Produkte des Stahlbereiches, allen voran Spundwand- und Trapezprofile, die in großen Tief- und Hochbauvorhaben zum Einsatz kommen. Der Unternehmensbereich Handel akquiriert und beliefert Auslandsprojekte als Lagerhalter, dazu als Mittler zwischen den Stahl- und Röhrenherstellern des Konzerns oder fremden Produzenten einerseits und den Endabnehmern andererseits. Im Regelfall gelten die Konditionen für die Gesamtlaufzeit der jeweiligen Projekte; es existieren aber auch Aufträge mit Anpassungsvereinbarungen oder Preisgleitklauseln. Die Produkte des Unternehmensbereiches Technologie umfassen Turnkey-Anlagen und Einzelmaschinen, die mit einem zunehmend größer werdenden Standardisierungsgrad auftragsbezogen gefertigt werden. Grundsätzlich veröffentlicht der Salzgitter-Konzern keine Einzelheiten der Vertragsgestaltung wie Preise, sonstige Konditionen und Laufzeiten. Die öffentlich verfügbaren Spotmarktpreisinformationen können für viele Stahl- und Röhrenprodukte zur Orientierung herangezogen werden, gelten aber nur für absolute Standardprodukte; sie stellen lediglich einen kleinen Teil unseres Lieferprogramms dar. Der sehr ausgewogene und vielfältige Mix an Kundenbeziehungen, der sich im Geschäftsjahr 2011 nicht entscheidend verändert hat, erlaubt es dem Salzgitter-Konzern, kurzfristige Marktchancen wahrzunehmen. Er bietet aber auch in einigen Bereichen die Möglichkeit einer größeren Visibilität in Bezug auf Auftragsreichweiten. Die Kunden gehören sehr unterschiedlichen Branchen an, deren Konjunkturzyklen sich phasenverschoben und teilweise sogar gegenläufig entwickeln. Somit stellen die aufgezeigten Absatzstrukturen eine wesentliche Grundlage unserer Profitabilität und Stabilität dar. 2. Gesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen LageSalzgitter-Konzern mit solider GewinnentwicklungDer Salzgitter-Konzern hat seinen Gewinn vor Steuern gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres mehr als vervierfacht. Mit 45,5 % Eigenkapitalquote sowie über 500 Mio. € positiver Nettofinanzposition ist die Salzgitter AG auch nach dem weitgehenden Abschluss des rund 2 Mrd. € schweren Investitionsprogramms bilanziell und finanziell äußerst solide aufgestellt. Bei einem Anstieg des Außenumsatzes auf 9.839,5 Mio. € (2010: 8.304,6 Mio. €; +18,5 %) schloss der Konzern das Geschäftsjahr 2011 mit 201,6 Mio. € Gewinn vor Steuern ab. Das Resultat beinhaltet per Saldo 39,5 Mio. € negative Einmaleffekte. Der Nachsteuergewinn betrug 236 Mio. € (2010: 30,0 Mio. €). Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) lag bei 5,6 % (2010: 2,2 %). Im Geschäftsjahr 2012 und in den Folgejahren werden die Projekte des Investitionsprogramms sukzessive ihre Ergebniswirkung entfalten. Gleiches gilt auch für die Restrukturierungsmaßnahmen bei der Peiner Träger GmbH (PTG) und der KHS GmbH (KHSDE), die mit Augenmaß -aber auch Nachdruck- in Umsetzung sind. Zeitgleich werden über das installierte Ergebnisverbesserungsprogramm 4.0 in allen Konzerngesellschaften fortlaufend wirtschaftliche Entwicklungspotenziale identifiziert und gehoben. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass der Salzgitter-Konzern auch im Quervergleich mit globalen Wettbewerbern bereits heute sehr gut positioniert ist. Ungeachtet der bestehenden exzellenten Basis wird vom Management und den Mitarbeitern ebenso systematisch wie konsequent an der Fortsetzung der Erfolgsgeschichte gearbeitet. 3. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Rahmenbedingungen der UnternehmensbereicheDie Salzgitter AG steuert als Management-Holding die fünf Unternehmensbereiche Stahl, Handel, Röhren, Dienstleistungen und Technologie. Nachfolgend wird die wirtschaftliche Entwicklung dieser Bereiche im Geschäftsjahr 2011 auf der Basis der Jahresabschlüsse der Einzelgesellschaften gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS) beschrieben. Der Bereich Sonstiges/Konsolidierung stellt kein Segment im Sinne des IFRS dar. Die Überleitung der Summe der Segmentvermögen und der -schulden zur Bilanzsumme des Konzerns sowie die Überleitung der Summe der Segmentumsätze und -ergebnisse zum Konzernumsatz beziehungsweise Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Konzerns sind im „Konzernabschuss/Anhang“ dargestellt. Unternehmensbereich Stahlscroll
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SZFG ohne Lieferungen innerhalb des UB Stahl Der Unternehmensbereich Stahl umfasst sechs operative Gesellschaften und eine Zwischenholding. Die Produktionsstandorte in Salzgitter, Peine, Ilsenburg und Dortmund sind mit hochmoderner Anlagentechnik ausgerüstet, die bezüglich ihrer Leistungsfähigkeit und der Qualität der Erzeugnisse fortlaufend optimiert wird. Weitere Informationen zum Aufbau und zu den Kompetenzen der Sparte finden Sie im Kapitel „Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit“. Die dem Segment zugeordneten Gesellschaften sind im Konzernabschluss/Anhang aufgelistet und blieben gegenüber dem letzten Geschäftsbericht unverändert. Die Produktpalette enthält vor allem:
Stahlkonjunktur schwächte sich zum Jahresende abDie globale Rohstahlproduktion nahm 2011 um knapp 7 % auf rund 1,53 Mrd. t zu. Mit Ausnahme Japans trugen alle großen stahlerzeugenden Länder hierzu bei. Etwa die Hälfte des weltweiten Wachstums entfiel auf China, das seine Rohstahlerzeugung um nahezu 9 % steigerte. Wegen der Inbetriebnahme zusätzlicher Rohstahlkapazitäten fielen auch die Produktionserhöhungen in Südkorea und Südamerika besonders stark aus. Die Kapazitätsauslastung der 64 an den Weltstahlverband (World Steel Association) berichtenden Länder lag im Jahresdurchschnitt bei etwa 80 %. Nachdem der europäische Stahlmarkt im ersten Halbjahr 2011 zunächst kräftig zugelegt hatte, flachte die Dynamik in den Folgemonaten aufgrund der zunehmenden konjunkturellen Verunsicherung und Eintrübung erheblich ab. Die Walzstahl-Marktversorgung erhöhte sich auch angesichts einer außergewöhnlich starken Zunahme von Drittlandimporten insgesamt um rund 6 %. Mit 159 Mio. t blieb sie aber noch mehr als 20 % unter der des Rekordjahres 2007. In der EU bewegte sich die durchschnittliche Kapazitätsauslastung nicht zuletzt wegen eines signifikanten Defizites im Stahlaußenhandel auf einem niedrigen Level (76 %). Mehrere führende europäische Stahlhersteller passten im ausgehenden Geschäftsjahr ihre Produktion daher an die zurückhaltendere Nachfrage an, sodass die Rohstahlerzeugung im Gesamtjahr nur um knapp 3 % stieg. Mit 44,3 Mio. t übertraf die Rohstahlproduktion in Deutschland die Menge des Vorjahres nur leicht (+1 %). Dies lag zum einen am Basiseffekt – 2010 befreite sich die heimische Stahlindustrie schneller als der Rest Europas aus der Rezession – darüber hinaus verhinderte der merkliche Anstieg der Walzstahlimporte sowohl aus der EU als auch aus Drittländern eine bessere Entwicklung. Zudem mündete eine äußerst vorsichtige Auftragsdisposition bei Händlern und Verarbeitern während des gesamten Jahresverlaufs in einen weiteren Lagerabbau im Schlussquartal. Die Walzstahl-Marktversorgung legte um 9 % auf 40,5 Mio. t zu. Die deutschen Rohstahlproduzenten waren zu 88 % ausgelastet. Sie waren damit deutlich besser beschäftigt als der Durchschnitt der europäischen und auch der globalen Wettbewerber. ![]() Geschäftsverlauf im UnternehmensbereichMit 5.082 Tt lag der konsolidierte Auftragseingang im Unternehmensbereich Stahl auf dem Vorjahresniveau. Der Auftragsbestand reduzierte sich zum Stichtag geringfügig auf 1.082 Tt. ![]() Sowohl der Segment- (3.883,0 Mio. €) als auch der Außenumsatz (2.739,7 Mio. €) der Stahldivision legten dank der im Durchschnitt höheren Absatzpreise bei einem gleichzeitig ausgeweiteten Versand merklich zu. ![]() Infolge der verbesserten Auslastung, größerer Absatzmengen, geringerer Einmalaufwendungen sowie einer konsequenten Fortführung der eingeleiteten Strukturprogramme erwirtschaftete der Stahlbereich 2011 wieder einen Vorsteuergewinn. Gesamterzeugungsmengen1) der wichtigsten Produktionsanlagen im Unternehmensbereich Stahlscroll
Die einzelnen Stahlgesellschaften berichteten Folgendes: Die Rohstahlerzeugung des Unternehmensbereiches Stahl erreichte infolge des durchgängigen Betriebs aller drei Hochöfen in Salzgitter und der Aufnahme des Parallelbetriebs der beiden Elektrolichtbogenöfen in Peine mit 5.659 Tt einen Rekordwert. Der Zukauf konzernfremden Vormaterials wurde entsprechend reduziert. Einschließlich der anteiligen Mengen des Joint Ventures Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM), das dem Unternehmensbereich Röhren zugeordnet ist, betrug die Rohstahlproduktion im Konzern 7.263 Tt. Die Walzstahlerzeugung wurde gegenüber dem Vorjahr über alle Produktgruppen hinweg auf 5.232 Tt ausgeweitet. Der europäische Flachstahlmarkt wies bis in den Herbst eine hohe Nachfrage und gute Absatzzahlen auf. In Deutschland legten die Automobilindustrie und der Maschinenbau so stark zu wie zuletzt Mitte der 90er-Jahre. Vor allem in der ersten Jahreshälfte waren der reale Stahlbedarf sowie die Nachfrage der Händler solide. Die Zuwächse schwächten sich während des weiteren Jahresverlaufs wegen eines scharfen Wettbewerbs mit Importen ab. Ähnlich wie in 2010 verzeichneten die Flachstahlpreise zunächst einen kräftigen Aufwärtstrend, anschließend eine Seitwärtsbewegung, bevor sie während letzten Quartals spürbar nachgaben. Der Auftragseingang der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) übertraf den Vorjahreswert leicht, hingegen nahm der Auftragsbestand geringfügig ab. Die Stranggießanlage 4 erreichte 2011 ihre volle Leistungsfähigkeit. Dies führte in Verbindung mit dem kontinuierlichen Betrieb der drei Hochöfen und ungeachtet einer moderaten Anpassung der Produktion ab September zu einer auf 4.578 Tt ausgeweiteten Rohstahlerzeugung. Sowohl die Walzstahlproduktion (3.286 Tt) als auch Absatz (4.210 Tt) und Umsatz (2.956,4 Mio. €) stiegen gegenüber 2010 an. Das Ergebnis vor Steuern blieb mit 66,8 Mio. € unterhalb des Vorjahresresultats, da die Margen wegen des hohen Importdrucks bei fallenden Absatzpreisen und langsamer nachgebender Rohstoffkosten in der zweiten Jahreshälfte zunehmend unter Druck gerieten. Auch der Quartoblechmarkt startete mit einer deutlichen Belebung ins Jahr 2011, die sich während des zweiten Quartals fortsetzte. Positive Konjunkturnachrichten und die Erwartung steigender Rohstoffpreise resultierten in einer soliden Nachfrage sowohl des lagerhaltenden Handels als auch seitens vieler Abnehmerbranchen. In den ersten Monaten fand zudem ein kontinuierlicher Absatzpreisaufbau statt. Trotz einer anhaltend guten Beschäftigung der Stahlverarbeiter verlor der Markt mit Sommerbeginn an Schwung. Stahlhändler disponierten wegen der importbedingt deutlich angewachsenen Lagerbestände vorsichtiger, was die Wettbewerbssituation vor allem bei den Grundgüten verschärfte. Eine Wiederbelebung blieb im vierten Quartal aufgrund der konjunkturellen Verunsicherung aus. Der Auftragseingang der Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG) lag mengenmäßig knapp unter dem Vorjahresniveau. Die Buchung eines Großauftrags für den Offshore-Windkraftbereich von 70 Tt im September unterstrich einmal mehr die Wettbewerbsfähigkeit der ILG in diesem anspruchsvollen Produktsegment. Dies gilt vor allem nach dem erfolgreich abgeschlossenen Anlauf der Blechproduktion aus 350 mm dicken Brammen. Der Auftragsbestand sank gegenüber der Vergleichsperiode geringfügig. Walzstahlerzeugung (789 Tt) und Versand (775 Tt) übertrafen die 2010er Werte spürbar. Erlössteigerungen in Verbindung mit größeren Versandmengen führten zu einem kräftigen Umsatzwachstum von mehr als einem Drittel. Auf dieser Grundlage erzielte die ILG wieder einen erfreulichen Gewinn vor Steuern von 44,3 Mio. €. Der europäische Trägermarkt setzte 2011 seine langsam verlaufende Erholung bei volatilem Bestellverhalten des Handels und relativ stabilem realen Verbrauch der Stahlbaubranche fort. Insgesamt lag die leicht verbesserte Nachfrage im europäischen Stahlbau in Relation zur angebotenen Kapazität allerdings noch immer auf einem unbefriedigenden Niveau. Dies führte dazu, dass insbesondere Projektabschlüsse weiter unter Druck standen. Die Peiner Träger GmbH (PTG) verzeichnete während des Geschäftsjahres 2011 einen Auftragseingang oberhalb der Vergleichstonnage des Vorjahres. Der Auftragsbestand kam zum 31. Dezember 2011 bei 217 Tt aus. Die Rohstahlerzeugung wurde nach Beginn des Parallelbetriebs der beiden Elektrolichtbogenöfen in der Hochlaufkurve sukzessive ausgeweitet und übertraf mit 1.081 Tt zum Jahresende den entsprechenden Wert aus 2010. Walzstahlerzeugung (1.027 Tt) und -versand (1.059 Tt) legten ebenfalls zu. Der Umsatz nahm besonders wegen der schrottpreisgetriebenen höheren Durchschnittserlöse, aber auch dank einer Absatzsteigerung auf 673,4 Mio. € zu. Nach der äußerst herausfordernden Marktlage 2010 gelang im Berichtszeitraum eine Festigung der Margen. Dies und die zunehmend wirksamen Kostensenkungsmaßnahmen aus der Umsetzung des PTG-Strukturprogramms ergaben einen im Vergleich zum Vorjahr spürbar verminderten Vorsteuerverlust von 51,7 Mio. €. Der Abschluss 2010 war zudem von Impairmentabschreibungen belastetet.. Auch im dritten Jahr in Folge blieb die Spundwandnachfrage in Europa hinter ihrem Vorkrisenniveau zurück. Dabei litten die europäischen Nachbarländer deutlich stärker als der deutsche Markt. Die HSP Hoesch Spundwand und Profil GmbH (HSP) konnte mit einer Erzeugung von 130 Tt ihre Kapazitäten bei weitem nicht auslasten. Demzufolge musste während des abgelaufenen Geschäftsjahres wieder Kurzarbeit gefahren werden. Die Absatzmenge übertraf den Vorjahreswert dennoch geringfügig. Das dabei erzielte leicht höhere Erlöslevel blieb jedoch merklich hinter den gestiegenen Beschaffungspreisen für Vormaterial zurück. Nach Auflösung der Vertriebskooperation mit der ThyssenKrupp GfT Bautechnik GmbH (TKBT) wurde der Vertrieb für Spundwanderzeugnisse in die HSP-Organisation integriert. Die dadurch gewonnene Kundennähe und das nach der Fertigstellung des neuen Walzgerüstes erweiterte Spundwandprogramm stärken künftig die Marktposition der HSP. Der gegenüber dem Vergleichszeitraum erzielte Umsatzzuwachs auf 99,2 Mio. € resultierte im Wesentlichen aus der Ausweitung der abgesetzten Menge. In dem Vorsteuerverlust von 40,2 Mio. € ist ein Impairment enthalten, das durch den Veräußerungserlös der 30 %-Beteiligung an der TKBT weitgehend kompensiert wird. Die für die Salzgitter Europlatinen GmbH (SZEP) als wesentlicher Kunde wichtige Automobilindustrie erzielte 2011 bei der Pkw-Herstellung in Deutschland einen neuen Rekordwert und produzierte zeitweilig an der Kapazitätsgrenze. Aufgrund eines signifikant gesteigerten Absatzes bei gleichzeitig verbesserten Erlösen kletterte der Umsatz der SZEP auf 98,6 Mio. €. Der Gewinn vor Steuern betrug erfreuliche 5,4 Mio. €. Der Versand der Salzgitter Bauelemente GmbH (SZBE) lag merklich über dem Vorjahreswert. In Verbindung mit besseren Erlösen nahm der Umsatz um 30 % zu auf 55,1 Mio. € und das Vorsteuerergebnis erreichte 3,4 Mio. €. Unternehmensbereich Handelscroll
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zum 1.1.2011 Erstkonsolidierung UESUS Der Unternehmensbereich Handel umfasst neben einer gut ausgebauten Organisation von lagerhaltenden europäischen Stahlhandelsniederlassungen drei auf Grobblech beziehungsweise bei Flachprodukten als Stahl-Service-Center (SSC) organisierte, spezialisierte Gesellschaften sowie ein weltumspannendes Tradingnetzwerk. Er vertreibt außer den Walzstahl- und Röhrenerzeugnissen des Salzgitter-Konzerns auch Produkte anderer in- und ausländischer Hersteller. Zusätzlich beschafft er auf den internationalen Märkten Halbzeuge für Konzerngesellschaften sowie externe Kunden. 2011 wurden die lagerhaltende Gesellschaft Salzgitter Mannesmann Acélkereskedelmi Kft. (SMHU), Budapest, und die UNIVERSAL STEEL AMERICA, Inc. (UESUS), Houston, in den Konsolidierungskreis des Unternehmensbereiches Handel aufgenommen. Der wirtschaftliche Übergang der innerhalb des Berichtszeitraums akquirierten STAHL-METALL-SERVICE Gesellschaft für Bandverarbeitung mbH (SMSGB) erfolgte im Dezember 2011. Weiterführende Informationen finden Sie unter „Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit“. Die Einzelgesellschaften sind im Anhang aufgeführt. Robuste Nachfrage mit nachgebenden Preisen zum JahresendeDie allgemeine Dynamik der Weltwirtschaft spiegelte sich zu Beginn des Jahres auch in der positiven Entwicklung der stahlverarbeitenden Industrien wider. Zunehmende Sorgen in Bezug auf ein Wiederaufflammen der Finanzkrise und der saisonale Bedarfsrückgang über die Sommermonate manifestierten sich jedoch ab dem zweiten Halbjahr in einem zurückhaltenden Beschaffungsverhalten vieler Stahlabnehmer. Regional betrachtet, ging der positive Trend vor allem auf die robuste Wirtschaftstätigkeit der Schwellenländer, der aufstrebenden Volkswirtschaften Osteuropas und Lateinamerikas zurück. Während die Marktaktivitäten im afrikanischen Raum stabil fortgeführt wurden, zeigten sich im Nahen und Mittleren Osten nur relativ geringe Impulse. Der sich gegenüber dem US-Dollar abschwächende Eurokurs bewirkte ab dem Ende des zweiten Quartals einen Rückgang der Stahlimporte in den Euroraum und stärkte dessen Exportmöglichkeiten. Deutschland nahm weiter eine Sonderrolle ein: Die exzellente Wettbewerbsfähigkeit heimischer Industrieprodukte auf den Weltmärkten initiierte über weite Strecken eine steigende Nachfrage nach Stahlerzeugnissen. Der Stahlabsatz nahm vor allem während des ersten Halbjahres zu und übertraf in Summe das Vorjahr. Die Lagerbestände des Distributionssektors waren über den gesamten Betrachtungszeitraum als moderat zu bewerten. Daher zogen die Marktpreise bei guter Nachfrage zunächst kräftig an, stagnierten dann und fielen schließlich gegen Jahresende aufgrund der eingangs beschriebenen Umstände spürbar ab. Geschäftsverlauf im UnternehmensbereichDer Unternehmensbereich Handel profitierte von der insgesamt zufriedenstellenden Nachfrage. Der Absatz rangierte mit 4.724 Tt merklich oberhalb der Vorjahresmenge. Aufgrund dieser positiven Entwicklung sowie wegen der im Jahresdurchschnitt verbesserten Erlöse übertrafen der Segmentumsatz bei 3.988,3 Mio. € und die 3.903,9 Mio. € Außenumsatz ihre entsprechenden Werte aus 2010. ![]() Das Segment verbuchte einen erfreulichen 60,6 Mio. € Gewinn vor Steuern, der das von überdurchschnittlich hohen "Windfall-Profits" gekennzeichnete Vorjahresresultat (71,4 Mio. €) nicht ganz erreichte. ![]() Die Handelsgesellschaften entwickelten sich wie folgt: Die Salzgitter Mannesmann Handel-Gruppe (SMHD-Gruppe) setzte 2011 ihre gute Performance aus dem Vorjahr fort. Als Folge der guten Absatztonnage des Lagerhandels und einer positiven Tendenz des internationalen Tradings kam der Versand oberhalb des Vergleichszeitraumes aus. In Verbindung mit dem im Frühjahr erfolgten Preisanstieg ergab dies ein deutliches Umsatzplus. Das Ergebnis vor Steuern blieb allerdings unterhalb des Vorjahresniveaus. Die europäischen lagerhaltenden Gesellschaften verzeichneten höhere Handelsvolumina als ein Jahr zuvor und auch der Umsatz legte gegenüber 2010 zu. Angesichts des signifikanten Preisauftriebs zu Jahresbeginn gelang es im ersten Quartal, die Margen bei einem aufwärtsgerichteten Volumentrend spürbar auszuweiten. Im zweiten Halbjahr reduzierte sich der Absatz bei gleichzeitig stagnierenden beziehungsweise später sogar fallenden Erlösen. Das Vorsteuerergebnis fiel niedriger aus als im Vorjahr, das von signifikanten "Windfall-Effekten" geprägt war. Im internationalen Trading stellten die Warmflachprodukte bei der deutschen Tradingtochter Salzgitter Mannesmann International GmbH (SMID) weiterhin den Großteil des gebuchten Stahlhandelsvolumens dar. Die bedeutendste Absatzregion der SMID war der afrikanische Kontinent, gefolgt von Europa. Vor dem Hintergrund einer gestiegenen Versandmenge und eines preisbedingt überproportionalen Umsatzwachstums erzielte der Tradingbereich ein verbessertes Vorsteuerresultat. Die Universal Eisen und Stahl-Gruppe (UES-Gruppe) weitete die Absatztonnage 2011 deutlich aus und stärkte ihre Marktposition. Hierzu trugen der hohe Bedarf des Maschinenbaus in Deutschland und die lebhafte Nachfrage des Offshore-Sektors erheblich bei. Auch aufgrund der Erstkonsolidierung der US-Gesellschaft legten Versand und Umsatz sichtbar zu. Diese Einflüsse ließen auch den Gewinn vor Steuern spürbar ansteigen. Das Stahl-Service-Center Hövelmann & Lueg GmbH (HLG) zeigte über das Jahr 2011 hinweg eine stabile Geschäftstätigkeit. Die angebotenen Bearbeitungskapazitäten wurden allerdings nicht in voller Höhe beansprucht. So lag der Umsatz zwar über dem Vergleichsjahr, Absatz und Ergebnis vor Steuern blieben hingegen vor allem aufgrund des starken Preisdrucks im Automotive-Segment unterhalb der Werte aus 2010. Unternehmensbereich Röhrenscroll
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Inklusive Umsatz mit anderen Unternehmensbereichen Der Unternehmensbereich Röhren verfügt auf drei Kontinenten über zahlreiche Tochter- und Beteiligungsgesellschaften, die geschweißte und nahtlose Stahlrohre herstellen und weiterverarbeiten. Die Produktpalette umfasst im Wesentlichen Leitungsrohre aller Durchmesser - von Gaspipelines bis zu Einspritzrohren für Dieselmotoren, rostfreie Ölfeld- und Kesselrohre, Präzisrohre und kalt gefertigte Rohre für den Automobil- und Maschinenbau sowie Konstruktionsrohre verschiedener Querschnitte. Weiterführende Informationen finden Sie unter „Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit“. Die Einzelgesellschaften sind im Anhang aufgeführt. Weltweite Stahlrohrproduktion weiter auf RekordkursNachdem sich die globale Stahlrohrproduktion bereits im Jahr 2010 von dem Einbruch des Jahres 2009 deutlich erholt hatte, erreichte sie 2011 ein neues Allzeithoch von 141 Mio. t (+11 %) Dabei stieg die chinesische Stahlrohrherstellung erneut überproportional an (+16 %) und konnte ihren Anteil auf 48 % der Weltproduktion ausbauen. Im Rest der Welt wuchs die Erzeugung um 7 % auf gut 74 Mio. t, sie lag damit aber immer noch rund 7 % unter dem bisherigen Spitzenwert des Jahres 2008. ![]() Die weltweite Produktion nahtloser Stahlrohre erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 7 % auf rund 43 Mio. t. Die Großrohrfertigung legte fast 9 % auf 23 Mio. t zu. Noch dynamischer entwickelten sich mit 75 Mio. t (+14 %) die geschweißten Rohre bis 406 mm Außendurchmesser. Vor allem die weiter stark zunehmende Inlandsnachfrage Chinas, aber auch der anhaltend hohe Bedarf des Öl- und Gassektors in Nordamerika waren für diesen positiven Verlauf ausschlaggebend. Mit einem Gesamtplus von 11 % gegenüber dem Vorjahr waren die Produzenten der Europäischen Union (EU) überdurchschnittlich erfolgreich und erreichten ein Volumen von 15 Mio. t. Die deutsche Erzeugung blieb auf dem 2010er Niveau. Dabei sind jedoch ein Basiseffekt aus der konstant hohen Beschäftigung der Großrohrhersteller sowie außerplanmäßige Ausfälle bei einem namhaften Produzenten in den Vorjahren zu berücksichtigen. Geschäftsverlauf im UnternehmensbereichDas Röhrensegment profitierte während des Jahres 2011 über weite Strecken von der Abarbeitung mehrerer beachtlicher Großrohrprojekte, einer guten Auftragslage bei Präzisrohren sowie der Belebung des Edelstahlrohrbereiches. Demgegenüber litt die Sparte der HFI-geschweißten Rohre unter schwierigen Marktbedingungen. Diese erlaubten keine durchgängige Beschäftigung und hatten teilweise eine unauskömmliche Erlösqualität zur Folge. Der Auftragseingang der Division rangierte nahezu auf dem Vorjahreslevel, da das gestiegene Preisniveau die rückläufige Buchungsmenge fast ausglich. Der höhere Orderzulauf an HFI-geschweißten Leitungs-, Präzis- und Edelstahlrohren konnte das im Vergleich zu 2010 geringere Großrohrvolumen nicht gänzlich kompensieren, entsprechend lag der konsolidierte Auftragsbestand leicht unter dem Vorjahreswert. Ungeachtet einer sehr erfreulichen Absatzentwicklung bei den Präzisrohren blieb der Rohrversand aufgrund projektbedingter Rückgänge im Großrohrbereich insgesamt geringfügig hinter der Tonnage des Jahres 2010 zurück. Das bessere Erlösniveau nahezu aller Bereiche führte zu einem über dem Vorjahr rangierenden Segmentumsatz. Der Außenumsatz (1.686,8 Mio. €) war nahezu konstant. ![]() Der Unternehmensbereich Röhren erwirtschaftete mit 67,3 Mio. € einen höheren Gewinn vor Steuern als 2010. Die größte Steigerung zeigte sich bei den Präzisrohren, die einen eindrucksvollen Turnaround schafften und klar positiv abschlossen. Den größten Ergebnisbeitrag lieferte nach wie vor der Großrohrbereich. ![]() Die einzelnen Produktbereiche berichteten Folgendes: Das Produktsegment Großrohre wurde wegen der guten Auftragsbestände und zusätzlicher Auftragsbuchungen während des Jahres zunächst kaum von den unsicheren konjunkturellen Randbedingungen tangiert. Nach Abarbeitung der Großaufträge Nord Stream II und NEL sowie weiterer Anschlussaufträge entstand zum Jahresende allerdings aufgrund von Störungen in der Abwicklung eines Auftrages eine temporäre Beschäftigungslücke. Diese konnte im ersten Quartal 2012 mit dem Zuschlag für die Lieferung von rund 410.000 t Großrohren für eine australische Erdgaspipeline weitgehend geschlossen werden. Die Europipe-Gruppe stellte die hohen Versand- und Umsatzwerte des Vorjahres nicht ganz ein. Vor diesem Hintergrund sowie im Wesentlichen bedingt wegen Risikovorsorgen für Bestandsbewertungen ergab sich ein anteiliger Vorsteuerverlust von 8,2 Mio. €. Der Grobblechproduzent Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) übertraf den Versand und den Umsatz des Vorjahres leicht. Der Gewinn vor Steuern stieg auf 51,5 Mio. €. Da die Salzgitter Mannesmann Großrohr GmbH (MGR) zwei Großaufträge vorproduzierte, die erst 2012 zur Auslieferung anstehen, waren Versandmenge und Umsatz im Berichtsjahr niedriger als 2010. Demzufolge lag das Ergebnis vor Steuern (–4,5 Mio. €) unter dem des Vorjahres. Die Nachfrage nach HFI-geschweißten Rohren der Salzgitter Mannesmann Line Pipe GmbH (MLP) hat sich während des Geschäftsjahres 2011 grundsätzlich positiv entwickelt. Der Ordereingang war besonders im vierten Quartal sehr zufriedenstellend, sodass der Auftragsbestand um rund ein Viertel gegenüber 2010 zunahm. Versand und Umsatz wurden signifikant gesteigert, allerdings gerieten die Erlöse während des zweiten und dritten Quartals im Standard- und Projektgeschäft unter Druck. Die Normalbeschäftigung der Werke war in dieser Phase nicht durchgehend gewährleistet. Als Folge dieser Rahmenbedingungen zeigte die Gesellschaft zwar ein spürbar verbessertes, aber mit -5,0 Mio. € dennoch negatives Vorsteuerergebnis. Der Geschäftsverlauf des Präzisrohrsegments war 2011 vom anhaltenden Boom der deutschen und französischen Automobilindustrie und der starken Nachfrage des Maschinenbaus gekennzeichnet. Der Auftragseingang der Salzgitter-Mannesmann-Precision-Gruppe erhöhte sich im Verhältnis zum schon starken Vorjahr abermals. Entsprechend wuchs auch der Auftragsbestand, Umsatz und Versand wurden zugleich ausgeweitet. Aufgrund der guten Beschäftigung produzierten alle Werke mit Zusatzschichten. Da die gestiegenen Vormaterialkosten weitergegeben werden konnten und gleichzeitig die 2010 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen zu wirken begannen, gelang dem Segment Präzisrohre mit 16,7 Mio. € Gewinn vor Steuern ein eindrucksvoller Turnaround. Nach einem zunächst mäßigen Auftakt profitierte das Produktsegment nahtlose Edelstahlrohre der Salzgitter-Mannesmann-Stainless-Tubes-Gruppe (MST) im weiteren Jahresverlauf von der sukzessiven Markterholung. Dies spiegelte sich speziell im Zulauf profitabler Projektgeschäfte für die Öl- und Gasindustrie wider. Der Ordereingang konnte gegenüber 2010 um ein Drittel gesteigert werden. Damit verfügte die MST-Gruppe zum Jahresende über einen komfortablen Auftragsbestand, der an allen Standorten eine gute Auslastung bis ins zweite Quartal 2012 sichert. Im Berichtsjahr legten Versand und Umsatz kräftig zu. Einschließlich positiver außerordentlicher Effekte aus Rückstellungsauflösungen lag das Ergebnis vor Steuern bei 19,3 Mio. €. Unternehmensbereich Dienstleistungenscroll
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Inklusive Umsatz mit anderen Unternehmensbereichen Der Unternehmensbereich Dienstleistungen fasst eine Reihe von Servicegesellschaften zusammen, die hauptsächlich auf die Bedarfe innerhalb des Konzerns ausgerichtet sind, aber ebenso erfolgreich auch für Drittkunden arbeiten. Die Division konzipiert und realisiert ein breit gefächertes Portfolio attraktiver, wettbewerbsfähiger Services, die von der Rohstoffversorgung und Logistik über IT- und Personaldienstleistungen sowie Automotive-Produkte bis hin zu Forschung und Entwicklung reichen. Weiterführende Informationen enthält das Kapitel „Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit“. Im Anhang werden die Einzelgesellschaften dargestellt. Die Geschäftstätigkeit der unmittelbar mit der Stahlerzeugung verbundenen Gesellschaften ist stark von der Beschäftigungssituation der Stahl produzierenden Einheiten des Konzerns geprägt. Der Segmentumsatz nahm im Vergleich zu 2010 um 18 % auf 1.267,3 Mio. € zu. Dieser Anstieg resultierte überwiegend aus einem Zuwachs bei der DEUMU Deutschen Erz- und Metall-Union GmbH (DMU), der auf höheren Stahlschrott-Preisen basierte und der Salzgitter Hydroforming GmbH & Co. KG (SZHF), die ebenfalls eine Verbesserung erzielte. Alle anderen Gesellschaften rangierten in etwa auf Vorjahresniveau. Der Außenumsatz der Dienstleistungssparte legte um 11 % auf 457,3 Mio. € zu. ![]() Da sich der Umsatzanstieg der DMU aufgrund niedrigerer Margen nicht im Ergebnis widerspiegelte und weil das Resultat der Salzgitter Automotive Engineering GmbH & Co. KG (SZAE) in 2010 positive Sondereffekte beinhaltete, erwirtschaftete der Unternehmensbereich Dienstleistungen mit 19,6 Mio. € ein im Jahresvergleich geringeres Vorsteuerergebnis. Bis auf die SZAE lieferten alle Gesellschaften einen Gewinnbeitrag. ![]() Unternehmensbereich Technologiescroll
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Inklusive Umsatz mit anderen Unternehmensbereichen Die Technologiesparte der Salzgitter AG umfasst weltweit aktive Maschinenbauunternehmen. Umsatzschwergewicht ist die KHS GmbH (KHSDE), die in der Abfüll- und Verpackungstechnik international führend ist. Die KHS-Gruppe versteht sich als Komplettanbieter von der Intralogistik über das Processing bis hin zu Abfüllung und Verpackung von Getränken aus einer Hand. Weitere Betriebe des Segments sind im Sondermaschinenbau für die Schuhindustrie sowie in der Herstellung von Gummi- und Silikon-Spritzgießmaschinen tätig. Ferner ist der Sparte Technologie die RSE Grundbesitz und Beteiligungs-Aktiengesellschaft (RSE) zugeordnet, die Gewerbeimmobilien in Deutschland verwaltet und entwickelt. Die Klöckner-Werke AG (KWAG) ist als Zwischenholding des Unternehmensbereiches Technologie seit 27. Januar 2011 eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG). Zuvor hatte das zuständige Gericht die Eintragung des Hauptversammlungsbeschlusses vom 25. August 2010, die Aktien der Minderheitsaktionäre der KWAG auf die SMG zu übertragen (Squeeze-out), in das Handelsregister freigegeben. Den ausgeschiedenen Minderheitsaktionären der KWAG wurde eine Barabfindung von 14,33 € pro Aktie ausgezahlt und der Aktienhandel der KWAG eingestellt. Einige der ausgeschiedenen Aktionäre haben eine gerichtliche Überprüfung der Abfindung beantragt (Spruchverfahren). Dieses Verfahren dauert an. Die KWAG hat mit Wirkung vom 28. Oktober 2011 ihre Firma, ihre Rechtsform und ihren Sitz geändert. Sie firmiert seitdem unter Salzgitter Klöckner-Werke GmbH (SKWG) mit Sitz in Salzgitter. Seit 1. Januar 2012 ist sie infolge einer Neuordnung der Salzgitter-Konzernstruktur die Zwischenholding für alle wesentlichen Beteiligungen des Salzgitter-Konzerns, die zuvor von der SMG gehalten wurden. Rückwirkend zum 1. Januar 2011 wurden in den Konsolidierungskreis der Salzgitter AG zusätzlich vier Gesellschaften des Unternehmensbereiches Technologie aufgenommen:
Klöckner hat zudem mit Vertrag vom 12. April 2011 die restlichen 15 % an der Klöckner DESMA Elastomertechnik GmbH (KDE), Fridingen, erworben. Die KDE ist somit eine 100%ige Tochtergesellschaft der SKWG. Weiterführende Informationen zu den Gesellschaften finden Sie im Kapitel „Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit“. Die Einzelunternehmen sind im Anhang aufgelistet. Maschinenbau mit erneutem WachstumDeutschlands Maschinenbauer setzten ihren Wachstumskurs fort. Die Auftragseingänge der gesamten Branche rangierten laut Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) 10 % über den Vorjahreswerten. Sowohl die Auslandsnachfrage (+9 %) als auch das Inlandsgeschäft (+13 %) legten kräftig zu. Die Nahrungsmittel- und Verpackungsindustrie befand sich ebenfalls im Aufwind und wuchs laut Fachverband Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen für 2011 um 10 %. Mit rund 90 % der Umsatzerlöse bildet dieser Markt den Schwerpunkt des Unternehmensbereiches Technologie. Die stärksten Impulse kamen aus dem pazifischen Raum sowie Brasilien. Zusätzlicher Treiber war hier der erwartete Umsatzanstieg bei Getränken, unter anderem im Zusammenhang mit den Vorbereitungen auf die Fußballweltmeisterschaft 2014 und die Olympischen Spiele 2016. Die Zunahme der Weltbevölkerung, der steigende Wohlstand in den Schwellenländern und eine starke Produktdifferenzierung in gesättigten Märkten wie Mitteleuropa oder Amerika ließen den globalen Verbrauch an abgefüllten Getränken im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter anschwellen. In den Märkten der im Unternehmensbereich vertretenen Sondermaschinenbauer war das Umfeld für Investitionen ebenfalls vorteilhaft, der Aufschwung fiel kräftiger aus als angenommen. Geschäftsverlauf im UnternehmensbereichDie Gesellschaften des Unternehmensbereiches Technologie blicken erneut auf ein Wachstumsjahr zurück. Nach dem konjunkturellen Einbruch 2009 und der starken Erholung 2010 wurden nunmehr die Anstrengungen darauf gerichtet, Umsatz und Margen dem Vorkrisenniveau anzunähern. Der Auftragseingang überschritt die 1-Mrd.-€-Grenze und lag somit über dem Vorjahr. Mit einer Zunahme von nahezu einem Viertel rangierte der Auftragsbestand bei 435,9 Mio. €. Segment- (967,7 Mio. €) und der Außenumsatz (966,6 Mio. €) wurden abermals kräftig gesteigert (+11 %). Maßgeblich hierfür waren das starke Geschäft der KHSDE, der KHS Corpoplast und der KHS-Gesellschaft in den USA. Die Sondermaschinenbauer Klöckner DESMA Elastomertechnik GmbH (KDE) und Klöckner DESMA Schuhmaschinen GmbH (KDS) zeigten ebenfalls ein sehr erfreuliches Wachstum. ![]() Der Wettbewerbs- und der Preisdruck bei Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen waren erneut unverändert hoch. Zwar verbesserte sich die Margenqualität der zuletzt akquirierten Aufträge, jedoch belastete die Abrechnung zumeist aus den Vorjahren stammender Projekte das Jahresergebnis der KHS-Gruppe spürbar. Hingegen erzielten die anderen Gesellschaften der Technologie-Sparte Gewinne vor Steuern. In das Gesamtresultat des Segments in Höhe von –79,1 Mio. € flossen darüber hinaus ein dem Fit4Future-Programm zuzurechnender Restrukturierungsaufwand bei der KHSDE sowie einmalige Aufwendungen für Risikovorsorgen im Beteiligungsbereich von 28,4 Mio. € ein. ![]() Um eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität zu erreichen, verstärkte die KHS-Gruppe während des zweiten Halbjahres 2011 ihre Restrukturierungsmaßnahmen. Das zu diesem Zweck aufgelegte Fit4Future-Programm umfasst elf Bausteine und sieht vor, die Gruppe zu verschlanken, Kosten zu senken, die Flexibilität hinsichtlich der volatilen Auftragseingänge zu erhöhen und die Komplexität durch Produktionskonzentration sowie Vereinheitlichung des weltweiten Produktprogramms zu reduzieren. In diesem Zusammenhang werden auf der Basis eines Sozialplans hauptsächlich im Verwaltungsbereich 300 Stellen bei der KHSDE abgebaut. Darüber hinaus wird nach den bereits erfolgten Werkszusammenlegungen der letzten Jahre in 2012 die Keg-Technologie von Kriftel zum zweitgrößten Standort der KHSDE in Bad Kreuznach umziehen. Neben der ausgezeichneten Infrastruktur bietet dieses Werk die Möglichkeit, Nachfragespitzen besser auszugleichen. Außerdem stehen ausreichende Erweiterungsflächen für weiteres Wachstum zur Verfügung. Sonstiges/KonsolidierungIm Bereich Sonstiges/Konsolidierung sind Aktivitäten erfasst, die nicht direkt einem operativen Unternehmensbereich zugeordnet sind. Hierzu zählen insbesondere die Geschäfte der Holding-Gesellschaften Salzgitter AG und Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG). Als Management-Holding ist die Salzgitter AG nicht selbst operativ tätig, sondern steuert die SMG (seit 1.1.2012 die Salzgitter Klöckner Werke GmbH (SKWG)), in der die wesentlichen Gesellschaften der Salzgitter-Gruppe gehalten werden. Der Umsatz des Bereiches Sonstiges, der im Wesentlichen durch das Halbzeuggeschäft mit Tochtergesellschaften und Konzernfremden generiert wird, stieg im Berichtszeitraum auf 200,1 Mio. € an (Vorjahresperiode: 186,7 Mio. €). Auch der Außenumsatz legte sowohl erlösbedingt als auch aufgrund eines Mengeneffektes auf 85,3 Mio. € (Vorjahr: 55,9 Mio. €) zu. Der Gewinn vor Steuern belief sich auf 107,4 Mio. € und lag damit signifikant über Vorjahr (22,3 Mio. €). Im Ergebnis sind 74,2 Mio. € Nachsteuergewinn aus der at equity einbezogenen Beteiligung an der Aurubis AG (NAAG) enthalten. Zusätzlich wirkte hier das positive Zinsergebnis aus dem Cash-Management der SMG. 4. Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten GeschäftsverlaufZum Zeitpunkt der Veröffentlichung unseres Abschlusses für das Geschäftsjahr 2010 begrenzten extrem volatile Rohstoffkosten sowie kürzere Vertragslaufzeiten auf der Beschaffungs- und auf der Absatzseite die Prognostizierbarkeit der künftigen Geschäftsentwicklung. Darüber hinaus bestanden nach wie vor erhebliche Risiken: Neben der absehbaren Verteuerung der Rohstoffe war die Nachhaltigkeit der Aufwärtstendenz in den Stahl- und Maschinenbaumärkten weiterhin mit Unsicherheit behaftet. Auf Grundlage der geplanten Entwicklungen der einzelnen Unternehmensbereiche prognostizierten wir für den Salzgitter-Konzern 2011 15 % bis 20 % Umsatzsteigerung sowie einen mehr als verdoppelten Gewinn vor Steuern; jeweils im Vergleich zu 2010. Infolge des anhaltend günstigen konjunkturellen Umfelds und einer damit einhergehenden Belebung der Geschäftstätigkeit nahezu aller Tochtergesellschaften meldete der Salzgitter-Konzern nach den ersten drei Monaten 2011 einen guten Start in das neue Geschäftsjahr und bestätigte damit eindrucksvoll den Turnaround nach dem Übergangsjahr 2010. Auch Mitte Mai, dem Zeitpunkt der Veröffentlichung des Zahlenwerks für das erste Quartal, war die Verlässlichkeit einer detaillierten Prognose aus oben genannten Gründen sowie wegen der unruhigen politischen Lage in einigen Absatzregionen äußerst problematisch. Dennoch schien uns für das Geschäftsjahr 2011 ein Vorsteuerergebnis des Salzgitter-Konzerns von bis zu 150 Mio. € erreichbar. Der positive Ergebnistrend setzte sich im zweiten Quartal fort, und der Konzern profitierte darüber hinaus zunehmend von der konsequenten Umsetzung der Ergebnisverbesserungs- und Restrukturierungsmaßnahmen. Aufgrund der robusten Verfassung der Flachstahl- und Grobblechmärkte und auch wegen des gelungenen Turnarounds des Präzisrohrsegments legten wir mit unseren Halbjahreszahlen am 11. August eine Prognose des Vorsteuerergebnisses für das Geschäftsjahr 2011 um 200 Mio. € vor. Wir hielten dies für vertretbar, obwohl sich zu diesem Zeitpunkt bereits viele Geschäftsklimaindikatoren im Zuge der Staatsschuldendiskussion in den USA und der EU verschlechtert hatten und die übliche saisonal bedingten Nachfrageschwäche das Geschäft in den Sommermonaten beeinträchtigte. Insgesamt profitierte der Salzgitter-Konzern in den ersten neun Monaten von den überwiegend günstigen konjunkturellen Rahmenbedingungen für Walzstahl- und Röhrenprodukte und erwirtschaftete bis Ende September einen vorzeigbaren Gewinn vor Steuern von 169,1 Mio. €. Die gesamtwirtschaftlichen Risiken waren zwar seit Sommer 2011 gestiegen; dennoch herrschte in vielen Produktbereichen eine zwar verhaltene, aber immer noch auskömmliche Nachfrage. Trotz sich bereits abzeichnender negativer Sondereffekte bekräftigten wir im Herbst unsere Prognose eines Vorsteuerresultats um 200 Mio. €. Mit 201,6 Mio. € Gewinn vor Steuern im Geschäftsjahr 2011 hat sich das Ergebnis des Salzgitter-Konzerns schließlich wie prognostiziert entwickelt. Das Resultat beinhaltet per Saldo 39,5 Mio. € negative Einmaleffekte. Der Außenumsatz belief sich auf 9.839,5 Mio. € (+19 %) und bewegte sich damit ebenfalls im avisierten Wachstumskorridor von 15 % bis 20 %. Angesichts der von den meisten Wirtschaftsforschungsinstituten noch im März vorausgesagten anhaltenden Konjunkturerholung und einer deutlich verstärkten Belieferung des Röhrensegments, unterstellte der Unternehmensbereich Stahl für 2011 sowohl einen höheren Versand als auch steigende Umsätze. Zugleich wurde angekündigt, dass das Restrukturierungsprogramm im Profilstahlbereich konsequent weitergeführt würde. Vor diesem Hintergrund rechnete die Division für 2011 mit einem positiven Vorsteuerergebnis. Die Nachfrage für die meisten Produkte des Unternehmensbereiches Stahl zeigte sich bis weit ins dritte Quartal hinein rege. Erst ab September war eine Buchungszurückhaltung verschiedener Kundensektoren zu verspüren, die eine moderate Anpassung der Flachstahlerzeugung erforderte. Versand und Umsatz rangierten dennoch über dem Vorjahr, ein positives Vorsteuerergebnis wurde erreicht. Die Handelssparte ging für den lagerhaltenden Handel und das internationale Trading zunächst von steigenden Absatztonnagen und einem entsprechenden Umsatzwachstum aus. Darüber hinaus sollten zu Jahresbeginn dynamisch anziehende Absatzpreise vor allem im Lagerbereich zeitweilig für überdurchschnittliche Roherträge sorgen. Obwohl die Preise infolge eines sich normalisierenden Bedarfs im weiteren Jahresverlauf stagnierten und zuletzt sogar fielen, erwies sich unser Ausblick vom Jahresbeginn als zutreffend. Die Division profitierte von der robusten Auftragslage der meisten stahlverarbeitenden Industrien. Versandmengen und -erlöse entwickelten sich im inländischen Geschäft insbesondere im Verlauf des ersten Halbjahrs solide, das internationale Trading zeigte eine zunehmend positive Tendenz. Wie prognostiziert wurde der Umsatz ausgeweitet und mit einem Ergebnis vor Steuern von 60,6 Mio. € ein mittlerer zweistelliger Millionen-Gewinn realisiert. Der Unternehmensbereich Röhren ging mit der Erwartung in das Jahr 2011, dass die unauskömmlichen Durchschnittserlöse im Großrohrgeschäft, die aus einem länger laufenden Altauftrag stammten, von den anziehenden übrigen Aktivitäten der Division nicht voll kompensiert werden könnten. Ungeachtet einer erwarteten Versandmengenausweitung sowie der Erlösverbesserungen in einzelnen Produktsegmenten wurde daher eine Gewinnreduzierung geplant. Wegen des eindrucksvollen Turnarounds der Präzisrohre und der Gewinnverdopplung der Edelstahlrohre war das Vorsteuerergebnis spürbar höher aus als in 2010. Wie erwartet, war die Geschäftstätigkeit des Unternehmensbereiches Dienstleistungen von der guten Auslastung der Stahlunternehmen geprägt. Umsatz und Ergebnis sollten in etwa dem 2010er Niveau entsprechen. Der Vorjahresumsatz wurde vor allem wegen gestiegener Schrottpreise eingestellt. Der Vorsteuergewinn kam infolge geringerer Margen und höherer Aufwendungen einzelner Gesellschaften unterhalb der Vergleichsperiode aus. Im Zuge der Belebung des Projektgeschäfts mit anvisierter Margenerholung, einer Volumensteigerung des Ersatzteil- und Servicegeschäfts sowie mit zunehmender Wirkung der eingeleiteten Maßnahmen zur Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung erwartete der Unternehmensbereich Technologie zunächst eine weitere Erholung der Ergebnislage und hielt damit die Rückkehr zu einem ausgeglichenen Resultat für möglich. Trotz guter Tendenzen in einigen regionalen Märkten sowie positiver Ergebnisbeiträge der Sondermaschinenbauer blieb das Segment im abgelaufenen Geschäftsjahr hinter diesem Ziel zurück. Obwohl sich die Margenqualität zuletzt akquirierter Aufträge der KHS spürbar verbesserte, belasteten die Abrechnung zumeist aus den Vorjahren stammender Projekte, Restrukturierungsaufwand bei der KHSDE sowie einmalige Aufwendungen für Risikovorsorgen im Beteiligungsbereich in Höhe von 28,4 Mio. € das Ergebnis. IV. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage1. Ertragslage des KonzernsDer Salzgitter-Konzern profitierte im abgelaufenen Geschäftsjahr vom überwiegend günstigen konjunkturellen Umfeld und einer damit einhergehenden Belebung der Geschäftstätigkeit nahezu aller Tochtergesellschaften. Darüber hinaus stützen die konsequente Umsetzung der Ergebnisverbesserungs- und Restrukturierungsmaßnahmen die Entwicklung unseres Unternehmens, das mit 201,6 Mio. € einen im Vergleich zu 2010 mehr als vervierfachten Gewinn vor Steuern erzielte. Das Resultat beinhaltet per Saldo 39,5 Mio. € negative Einmaleffekte. Die at equity einbezogene Beteiligung an der Aurubis AG (NAAG) leistete dazu abermals einen erfreulichen Beitrag. Der Außenumsatz stieg um +19 % auf 9.839,5 Mio. € an und verteilt sich wie folgend auf die Unternehmensbereiche: ![]() Die regionale Verteilung der Umsatzerlöse blieb weitgehend konstant: So lag der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit des Salzgitter-Konzerns unverändert in der Europäischen Union (6,8 Mrd. €; 69% Umsatzanteil), wobei Deutschland mit 4,9 Mrd. € Erlösen beziehungsweise einem Anteil von 50 % weiterhin der mit Abstand größte Einzelmarkt war. In diesem Zusammenhang ist jedoch zu berücksichtigen, dass viele unserer Produkte als Zulieferungen für die exportorientierte deutsche Wirtschaft letztendlich doch den Weg in das Ausland finden. ![]() Nach 48,9 Mio. € im Vorjahr steigerte der Salzgitter-Konzern seinen Vorsteuergewinn auf 201,6 Mio. €. Das Resultat beinhaltet per Saldo 39,5 Mio. € negative Einmaleffekte. Die Segmente verbuchten folgende Resultate: Der Unternehmensbereich Stahl erwirtschaftete infolge einer verbesserten Auslastung, größerer Absatzmengen, geringerer Einmalaufwendungen sowie der konsequenten Fortführung der eingeleiteten Strukturprogramme im Trägerbereich wieder einen Vorsteuergewinn (25,7 Mio. €). Der Unternehmensbereich Handel profitierte von einer insgesamt zufriedenstellenden Nachfrage und verbuchte erfreuliche 60,6 Mio. € Gewinn vor Steuern. Das von überdurchschnittlich hohen "Windfall-Profits" der lagerhaltenden Gesellschaften gekennzeichnete Vorjahresresultat (71,4 Mio. €) wurde jedoch nicht erreicht. Der Unternehmensbereich Röhren erwirtschaftete mit 67,3 Mio. € einen höheren Vorsteuergewinn als im Vorjahr. Dabei zeigte die Präzisrohrsparte wegen ihres eindrucksvollen Turnarounds die größte Steigerung und schloss klar positiv ab. Den beitragsmäßig größten Ergebnisanteil lieferte nach wie vor der Großrohrbereich. Der Unternehmensbereich Dienstleistungen erwirtschaftete mit 19,6 Mio. € ein im Jahresvergleich geringeres Vorsteuerergebnis, da das Resultat der Salzgitter Automotive Engineering GmbH & Co. KG (SZAE) in 2010 positive Sondereffekte beinhaltete. Das Geschäft mit Getränkeabfüll- und -verpackungsmaschinen des Unternehmensbereiches Technologie verzeichnete eine Verbesserung der Margenqualität der zuletzt akquirierten Aufträge, jedoch belastete die Abrechnung zumeist aus den Vorjahren stammender Projekte das Jahresergebnis der KHS-Gruppe spürbar. Die anderen Gesellschaften der Technologie-Sparte erzielten hingegen einen Gewinn vor Steuern. In das Gesamtresultat des Segments in Höhe von –79,1 Mio. € flossen ein dem Fit4Future-Programm zuzurechnender Restrukturierungsaufwand bei der KHS GmbH (KHSDE) sowie einmalige Aufwendungen für Risikovorsorgen bei den Auslandsbeteiligungen in Höhe von 28,4 Mio. € ein. Im Sonstigen/Konsolidierung belief sich der Gewinn vor Steuern auf 107,4 Mio. € und lag damit signifikant über Vorjahr (22,3 Mio. €). Im Ergebnis sind 74,2 Mio. € Nachsteuergewinn aus der at equity einbezogenen Beteiligung an der Aurubis AG (NAAG) enthalten. Zusätzlich wirkte hier das positive Zinsergebnis aus dem Cash-Management der Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG). Ergebnis der Unternehmensbereiche und Konzernjahresüberschussscroll
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einschl. Anteile fremder Gesellschafter Entwicklung ausgewählter GuV-PostenDie Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns ist im Kapitel „Konzernabschluss/Anhang“ ausführlich dargestellt. Nachfolgend werden ausgewählte Posten erläutert. Vor allem die wesentlich gestiegenen höheren Erzeugnisbestände des Stahl- und des Röhrenbereiches zum Bilanzstichtag bewirkten eine Zunahme des Postens „Bestandsveränderungen/andere aktivierte Eigenleistungen“. Insbesondere der Preisaufbau bei Rohstoffen, Halbfertigwaren und fremdbezogenen Stahlprodukten sowie darüber hinaus auch die höhere Beschäftigung ergaben gestiegenen Materialaufwendungen. Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen enthält den sehr erfreulichen Gewinnanteil der 25 % Beteiligung an der Aurubis AG (NAAG) als Nachsteuerbeitrag. Nach Berücksichtigung von 34,4 Mio. € Steuererträgen ergab sich ein Konzernjahresüberschuss von 236,0 Mio. €. Das gegenüber einem erwarteten Konzernjahresüberschuss um knapp 100 Mio. € erhöhte Nachsteuerergebnis resultierte überwiegend aus der Aktivierung steuerlicher Verlustvorträge und der Vereinnahmung steuerfreier Erträge. Mehrperiodenübersicht zur Ertragslagescroll
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ohne Zinsaufwand Pensionsrückstellungen Wertschöpfung des Salzgitter-KonzernsDie betriebliche Wertschöpfung des Konzerns erreichte 2011 einen Wert von 1.795 Mio. €; dies entspricht einem Anstieg von 12,8 % gegenüber dem Vorjahr. Die Wertschöpfung ist zu 86,4 % für die Mitarbeiter aufgewendet worden. In Form von Steuern und Abgaben erhielten wir seitens der öffentlichen Hand 1,9 % (Vorjahr: –1,2 %). Der Darlehensgeber-Anteil fiel mit 2,2 % gegenüber dem Vorjahreswert (2,0 %) geringfügig höher aus. Als Dividende für die Aktionäre (einschließlich eigener Anteile) werden für das abgelaufene Geschäftsjahr 1,5 % der Wertschöpfung (Vorjahr: 1,2 %) verwendet. Seit 2003 sind 3,35 Mrd. € aus der Wertschöpfung im Konzern verblieben, 2011 flossen zusätzlich 212 Mio. € wertsteigernd in den Konzern ein. Wertschöpfungscroll
2. Finanz- und VermögenslageFinanzmanagementIm Salzgitter-Konzern führt die Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG), eine 100%ige Tochtergesellschaft der Salzgitter AG, das Cash- und Devisenmanagement für die Konzerngesellschaften überwiegend zentral durch. Mit Wirkung zum 1. Januar 2012 wird diese Funktion im Rahmen der Neuordnung des Konzerns durch die Salzgitter Klöckner-Werke GmbH (SKWG) übernommen. Joint-Venture-Gesellschaften sind hierin nicht einbezogen. Die zentrale Finanzierung der Konzerngesellschaften erfolgt über Bereitstellung von internen Kreditlinien im Rahmen des Konzernfinanzverkehrs und in Einzelfällen über Garantiezusagen für Kredite. Um den Finanzbedarf ausländischer Konzernunternehmen zu decken – insbesondere außerhalb des Euro-Raumes – nutzt die SMG lokale Kreditmärkte. Gleichzeitig zieht sie auch Liquiditätsüberschüsse der Konzerngesellschaften zur Finanzierung heran. Lieferungen und Leistungen innerhalb der Salzgitter-Gruppe werden über konzerninterne Konten gebucht. Das zentrale Finanzmanagement ermöglicht uns gegebenenfalls die kosteneffiziente Fremdkapitalbeschaffung und hat positive Auswirkungen auf das Zinsergebnis. Wir ermitteln den Liquiditätsbedarf über eine Finanzplanung mit mehrjährigem Planungshorizont sowie einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung mit sechsmonatigem Prognosezeitraum. Vorhandene Geldanlagen, eine Konsortialfinanzierung, mittelfristige bilaterale Kreditlinien sowie die erfolgreiche Begebung einer Wandelanleihe in 2009 und einer Umtauschanleihe in 2010 auf einen Teilwert der Beteiligung an der Aurubis AG (NAAG) stellen unseren Liquiditätsbedarf sicher. Unsere internationalen Geschäftsaktivitäten führen zu Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen. Um das dabei entstehende Wechselkursrisiko abzusichern, besteht für die Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns im Rahmen der Konzernrichtlinien die Verpflichtung, Fremdwährungspositionen zum Zeitpunkt ihrer Entstehung zu sichern. Die Konzernrevision überwacht das Einhalten dieser Vorgaben. Für Währungsgeschäfte in USD – ein maßgeblicher Anteil unserer Fremdwährungsgeschäfte – wird zunächst konzernintern die Aufrechnung von Verkaufs- und Einkaufspositionen (Netting) geprüft. Die sich darüber hinaus ergebenden Spitzenbeträge werden von uns mittels Devisentermin- und Optionsgeschäften gesichert. Die Pensionsrückstellungen sind weiterhin wesentlicher Bestandteil der Unternehmensfinanzierung. Sie beliefen sich bei unverändertem Rechnungszinssatz (4,25 %) auf 1.893 Mio. € (Vorjahr: 1.926 Mio. €). KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung (ausführliche Darstellung im Kapitel „Konzernanhang“) zeigt die Herkunft und Verwendung der Geldströme. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelbestand entspricht der Bilanzposition „Finanzmittel“. Finanzmittelscroll
Der Konzern verbuchte 197 Mio. € negativen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Vorjahr: 209 Mio. €). Insbesondere aufgrund der lebhafteren Geschäftstätigkeit verbrauchte der Aufbau des Working Capitals liquide Mittel des Unternehmens. Der gegenüber Vorjahr verminderte Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit spiegelt die Endphase der großen Investitionsprojekte der letzten Jahre sowie die Umwidmung von Geldanlagen (+321 Mio. €) wider. Des Weiteren standen den rückläufigen Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielles Vermögen (-82 Mio. €) erhöhte Abflüsse für Investitionen in das Finanzanlagevermögen (+74 Mio. €) gegenüber. Im Geschäftsjahr 2011 ergab sich ein negativer Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von –85 Mio. € Dieser resultiert aus Rückzahlungen von langfristigen Finanzverbindlichkeiten (20 Mio. €), dem Erwerb von Aktien der Minderheitsaktionäre der Klöckner-Werke AG (KWAG), Duisburg, sowie weiterer Minderheitenanteile an der Klöckner DESMA Elastomertechnik GmbH (KDE), Fridingen (insgesamt 35 Mio. €) sowie Zinsauszahlungen von 13,0 Mio. €. Außerdem schütteten wir an die Aktionäre der Salzgitter Aktiengesellschaft rund 17 Mio. € oder 0,32 €/Aktie für das Geschäftsjahr 2010 aus. Wirtschaftlich betrachtet sind die steuerinduzierten Geldanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens dem Finanzmittelbestand zuzuordnen. Der modifizierte Anfangsbestand der Finanzmittel erhöht sich bei Hinzurechnung dieser Positionen von 1.574 Mio. € um 378 Mio. € auf 1.952 Mio. €. Die Betrachtungsweise der Kapitalflussrechnung auf diese Art hat auch Auswirkungen auf die Position Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit. Dieser erhöhte sich von –352 Mio. € um 105 Mio. € auf – 456 Mio. €. Unter Einbeziehung der Wertpapiere des Umlaufvermögens ergibt sich am Bilanzstichtag ein solider Finanzmittelbestand von 1.202 Mio. €. Die deutlich niedrigere Nettogeldanlage bei Kreditinstituten von 508 Mio. € (2010: 1.272 Mio. €) ist im Wesentlichen das Ergebnis des um 560 Mio. € gestiegenen Working Capitals. Den Geldanlagen einschließlich der Wertpapiere (1.202 Mio. €) standen zum Geschäftsjahresende leicht höhere Verbindlichkeiten von 695 Mio. € (Vorjahr: 680 Mio. €) bei Kreditinstituten gegenüber. Letztere enthalten 592 Mio. € Verpflichtungen aus Wandel-/Umtauschanleihen. Die Liquiditäts- und Verschuldungskennzahlen stellten sich im Geschäftsjahr 2011 wie folgt dar. Mehrperiodenübersicht zur Finanzlagescroll
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(kurzfristige Vermögenswerte – Vorräte)
x 100 / (kurzfristige Schulden + Dividendenvorschlag) VermögenslageIm Vergleich zum Stichtagswert des Geschäftsjahres 2010 (8.689 Mio. €) nahm das Gesamtvermögen unseres Konzerns um 1,3 % auf 8.800 Mio. € zu. Der Anstieg der langfristigen Vermögenswerte (+228 Mio. €) resultiert weitestgehend aus der Zunahme der finanziellen Vermögenswerte sowie latenter Ertragssteueransprüche und dem höheren Wertansatz für die Beteiligung an assoziierten Unternehmen. Infolge der Finanzierung des ausgeweiteten Vorratsvermögens sowie der Zunahme der Forderungen (+500 Mio. €) im Umlaufvermögen verminderten sich die finanziellen Mittel inklusive Wertpapiere auf 1.202 Mio. € (Vorjahr: 1.952 Mio. €). Vermögens- und Kapitalstrukturscroll
Bei den langfristigen Vermögenswerten entsprachen die Investitionen in die Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte (361 Mio. €) weitestgehend den Abschreibungen.. Das kurzfristig gebundene Nettovermögen (Working Capital) erhöhte sich auf 2.753 Mio. € (+25,5 %). Im Wesentlichen wirkte hier der mengen- und wertbasierte Vorratsaufbau. Die Eigenkapitalquote hat sich im Vergleich zum Vorjahresniveau (44,3 %) leicht verbessert (45,5 %). Während die langfristigen Schulden um 10 Mio. € gestiegen sind, verminderten sich die kurzfristigen Schulden um 52 Mio. €. Der Zinssatz zur Berechnung der Pensionsrückstellungen hat sich nicht verändert (Vorjahr: 4,25%). Ein nennenswerter Bilanzeinfluss aufgrund der bisher zumeist jährlichen Anpassung des Kalkulationszinssatzes in Bezug auf langfristig bestehende Pensionsrückstellungen ist somit im vorgelegten Abschluss nicht wiederzufinden. Mehrperiodenübersicht zur Vermögenslagescroll
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langfristige Vermögenswerte x 100 / Gesamtvermögen 3. Jahresabschluss der Salzgitter AGDer Jahresabschluss der Salzgitter AG für das Geschäftsjahr 2011 ist nach den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes aufgestellt und vom Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers, Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Er wird vollständig im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gegeben. Die Salzgitter AG führt die Konzern-Unternehmensbereiche, bei denen das operative Geschäft liegt, unverändert als Management-Holding. Die Ertragslage der Gesellschaft ist daher von der Entwicklung der Tochtergesellschaften und Beteiligungen und damit deren Werthaltigkeit abhängig. Die wesentlichen Beteiligungsgesellschaften werden wie bislang von der 100%igen Tochtergesellschaft Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG) gehalten, mit der kein Ergebnisabführungsvertrag besteht. Es besteht jedoch eine vertragliche Vereinbarung zur freiwilligen Übernahme der Verluste der SMG durch die Salzgitter AG. Bilanz der Salzgitter AG (Kurzfassung)scroll
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einschl. immaterieller Vermögensgegenstände Die Forderungen aus der im Rahmen des konzernweiten Cashmanagements der Tochtergesellschaft SMG zur Verfügung gestellten Liquidität (976 Mio. €) bilden unverändert die wesentlichen Aktivposten. Die gehaltenen eigenen Aktien werden nach den Vorschriften des HGB offen vom Eigenkapital abgesetzt. Auf der Passivseite sind neben dem Eigenkapital Pensionsverpflichtungen von 343 Mio. € sowie die Rückzahlungsverpflichtung gegenüber der niederländischen Emittentin der Wandelschuldverschreibung ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote beträgt 36,8 % (Vorjahr: 35,8 %). Gewinn- und Verlustrechnung der Salzgitter AG (Kurzfassung)scroll
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einschl. Abschreibungen auf Finanzanlagen
und Wertpapiere des Umlaufvermögens Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Erhebung einer Konzernumlage sowie aus der Auflösung von Rückstellungen. Das Beteiligungsergebnis betrifft nahezu ausschließlich den von der SMG vereinnahmten Ergebnisbeitrag. In der Gesellschaft waren zum 31. Dezember 2011 165 Mitarbeiter beschäftigt. Die Zahl hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 1 Belegschaftsmitglied vermindert. Angaben nach §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGBDas gezeichnete Kapital setzte sich am Bilanzstichtag aus 60.097.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zusammen mit einem rechnerischen Anteil jeder Aktie am Grundkapital von 2,69 €. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Diese ergeben sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bestanden am Bilanzstichtag nach Kenntnis des Vorstands nur insoweit, als der Gesellschaft aus den von ihr gehaltenen eigenen Aktien (6.009.700 Stück) keine Stimmrechte zustanden und als Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern aus von ihnen gehaltenen Aktien kein Stimmrecht bei der Beschlussfassung über ihre eigene Entlastung zustanden. Eine Beteiligung am Kapital von mehr als 10 % der Stimmrechte bestand am Bilanzstichtag nur seitens der Hannoversche Beteiligungsgesellschaft mbH (HanBG), Hannover, die gemäß ihrer Mitteilung vom 2. April 2002 mit 25,5 % der Stimmrechte an der Salzgitter AG beteiligt ist; dies entsprach infolge der seitdem gesunkenen Anzahl der insgesamt ausgegebenen Aktien am Bilanzstichtag einem Stimmrechtsanteil von 26,5 %. Alleiniger Gesellschafter der HanBG ist das Land Niedersachsen. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Am Kapital beteiligte Arbeitnehmer, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, sind dem Vorstand nicht bekannt. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und die Änderung der Satzung erfolgen allein nach den gesetzlichen Vorschriften des Aktiengesetzes. Der Vorstand hat aufgrund entsprechender Beschlüsse der Hauptversammlung folgende vier Möglichkeiten, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:
Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen, bestehen nicht. Für den Fall eines Übernahmeangebotes haben die Mitglieder des Vorstands unter bestimmten Voraussetzungen ein Recht zur Kündigung ihres Anstellungsvertrages und einen Anspruch auf eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung für die Restlaufzeit ihres Vertrages, wobei dieser Anspruch auf einen Höchstbetrag begrenzt ist. Gewinnverwendung der Salzgitter AGDie Salzgitter Aktiengesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2011 einen Jahresüberschuss von 25,1 Mio. € aus. Unter Einbeziehung des Gewinnvortrags (2,0 Mio. €) ergibt sich ein Bilanzgewinn von 27,1 Mio. €. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn (27,1 Mio. €) für die Ausschüttung einer Dividende von insgesamt 0,45 € je Aktie (bezogen auf das in 60.097.000 Aktien eingeteilte Grundkapital von 161,6 Mio. €) zu verwenden und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Sofern die Gesellschaft am Tag der Hauptversammlung eigene Anteile hält, wird der Gewinnverwendungsvorschlag in der Versammlung dementsprechend angepasst, da eigene Anteile nicht dividendenberechtigt sind. V. Risikobericht1. Risiko- und ChancenmanagementsystemIm vergangenen Jahr hat sich unser Risikomanagement, auch unter den Randbedingungen der Finanz- und Schuldenkrise, bewährt und als effektiv erwiesen. Die Erwartungen für die mittelfristige wirtschaftliche Entwicklung und deren mögliche Auswirkung auf unser Unternehmen – unter Ausnutzung sich bietender Chancen und Risiken – kommentieren wir im Kapitel „Nachtrags- und Prognosebericht“. Innerhalb der satzungsgemäßen Geschäftstätigkeit ist es oft unumgänglich, Risiken einzugehen. Dies ist häufig eine notwendige Voraussetzung, um Chancen wahrzunehmen. Die Unternehmensführung muss jedoch sämtliche Risiken überschauen und kontrollieren können. Daher ist eine vorausblickende und wirkungsvolle Risikolenkung für unseren Konzern ein wichtiger und wertschaffender Bestandteil des Managements: zur Existenzsicherung des gesamten Unternehmens, des eingesetzten Kapitals und der Arbeitsplätze. Abgrenzung von Risiko- und ChancenmanagementWir betrachten das Risiko- und das Chancenmanagement grundsätzlich getrennt. Ein separates Reportingsystem dokumentiert die Risiken und unterstützt deren Überwachung. Hingegen sind die Erfassung und Kommunikation von Chancen integrale Bestandteile des etablierten Steuerungs- und Controllingsystems zwischen den Tochter- und Beteiligungsgesellschaften und der Holding. Dem Management der Einzelgesellschaften obliegt unmittelbar das Identifizieren, Analysieren und Umsetzen der operativen Chancen. Gemeinsam mit der Holding des Konzerns erarbeitet es zielgerichtete Maßnahmen um Stärken zu konturieren und strategischer Wachstumspotenziale zu erschließen. Dafür haben wir eine Reihe von Instrumenten implementiert, die im Kapitel „Führungs- und Steuerungselemente“ beschrieben werden. Organisatorische DurchdringungPrinzipiell binden wir alle voll konsolidierten Firmen der Unternehmensbereiche Stahl, Handel und Dienstleistungen sowie einige nicht konsolidierte Gesellschaften in das Risikomanagement ein. Aus dem Unternehmensbereich Röhren erfassen wir neben den voll konsolidierten Gesellschaften das Gemeinschaftsunternehmen EUROPIPE GmbH (EP) einschließlich seiner Tochtergesellschaften gemäß der Richtlinie der Salzgitter AG. Im Unternehmensbereich Technologie wurde 2011 das bis dahin praktizierte Risikomanagement in den Gesellschaften der KHS-Gruppe sowie bei der Klöckner DESMA Elastomertechnik GmbH (KDE) und Klöckner DESMA Schuhmaschinen GmbH (KDS) durch das der Salzgitter AG abgelöst. Die RSE Grundbesitz und Beteiligungs-Aktiengesellschaft (RSE) wurde bereits im Vorfeld einbezogen. Qualifizierte Top-down-Regeln zur Flankierung der DezentralitätUnsere Tochter- und Beteiligungsgesellschaften wenden das Risikomanagementsystem eigenverantwortlich an. Es ist die Aufgabe der Managementholding, die Richtlinien vorzugeben, die die Basis für eine einheitliche und angemessene Behandlung von Risiken und deren Kommunikation im Konzern bilden. Das Konzept vermitteln wir den Gesellschaften mithilfe eines Risikoleitfadens. Darin haben wir Grundsätze formuliert, mit denen wir das konzernweite Risikoinventar harmonisieren und die Aussagefähigkeit für den Konzern gewährleisten. Wir beabsichtigen, das Risikomanagementsystem gemäß den Erfordernissen stetig weiterzuentwickeln. Methodik und BerichteRisiken integrieren wir in die unterjährige Vorausschau, die Mittelfristplanung und in Strategiegespräche. Mit dem Ziel, potenzielle Risiken zu vermeiden, zu kontrollieren, zu bewältigen und Vorsorge zu treffen, haben wir verschiedene Verfahren, Regelungen und Instrumente festgelegt. Die hohe Transparenz bezüglich risikobehafteter Entwicklungen ermöglicht es uns, frühzeitig und zielgerichtet Gegenmaßnahmen einzuleiten. Risikomanagement und Controlling der Salzgitter AG sind klar gegeneinander abgegrenzt und ergänzen sich. Ein Risikotatbestand kann daher im Controlling (beispielsweise als Rückstellung), im Risikomanagement (mit Bewältigungsmaßnahmen) oder in beiden Abläufen enthalten sein. Durch unser konzernweites Berichtssystem stellen wir sicher, dass das Management die notwendigen sachgerechten Informationen erhält. Die Konzerngesellschaften übermitteln den Risikostatus anhand monatlicher Controllingreports oder ad hoc und unmittelbar an den Vorstand. Für das effektive Datenhandling nutzen nahezu alle berichtspflichtigen Gesellschaften die von uns eigens hierfür geschaffene Konzerndatenbank. Die identifizierten und bewerteten Risiken analysieren wir auf Konzernebene, verfolgen sie detailliert, ordnen sie Risikofeldern zu und passen sie in unsere wirtschaftliche Gesamtlage ein. Der Vorstand berichtet seinerseits dem Aufsichtsrat über die Risikosituation des Konzerns sowie – wenn angemessen – über die Tatbestände einzelner Risiken. Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss etabliert, der in seinen regelmäßigen Sitzungen auch das Risikomanagement behandelt. BewertungsaspekteHinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit unterscheiden wir unwahrscheinliche und wahrscheinliche Risiken. Als unwahrscheinlich gelten Risiken, deren Eintreten nach sorgfältigem kaufmännischem, technischem und juristischem Ermessen eher nicht zu erwarten ist. Die Bedingungen, die zu erfüllen sind, damit diese Bewertung bestehen bleiben kann, dokumentieren wir, überprüfen sie periodisch und aktualisieren sie gegebenenfalls. Aufgabe des Controllings und der Revision der Salzgitter AG ist es, die Einhaltung der gesetzten Kriterien zu überwachen. Bei wahrscheinlichen Risiken ist ein Schaden für das Unternehmen durch ein unerwünschtes Ereignis nicht mehr auszuschließen. Um die Risiken nachvollziehen und bewerten zu können, erfassen wir die ermittelte quantitative Schadenshöhe, wobei wir alle beeinflussenden Umstände berücksichtigen. Überleitung von Brutto- auf NettoschadenshöheBeim Überleiten von der Brutto- auf die Nettoschadenshöhe beziehen wir sämtliche Schadensbewältigungsmaßnahmen ein. Rückstellungen und Wertberichtigungen behandeln wir im Controlling. Die Bruttoschadenshöhe wird insofern um diese vermindert, worauf wir in der Risikodokumentation zusätzlich hinweisen. Hinsichtlich der Höhe des Schadens unterscheiden wir zwischen Großrisiken ab einer Bruttoschadenshöhe von mindestens 25 Mio. € und sonstigen Risiken mit einer Bruttoschadenshöhe von weniger als 25 Mio. €. Die Risiken werden im internen Planungs- und Controllingsystem der jeweiligen Gesellschaft erfasst und der Konzernleitung gemäß den gesellschaftsspezifischen Meldegrenzen mitgeteilt. Es ist evident, dass selbst mehrere gleichzeitig eintretende Großrisiken von 25 Mio. € Einzelschadenshöhe den Konzern nicht bestandsgefährdend schädigen können. BewältigungsmaßnahmenZu jedem Risiko halten wir die für die Bewertung und Bewältigung des Risikos getroffenen respektive noch zu treffenden Maßnahmen fest und berichten darüber. 2. EinzelrisikenBranchenspezifische RisikenAusgehend von den gesamtwirtschaftlichen Veränderungen auf den internationalen Märkten ist die Entwicklung
besonders bedeutend für die Salzgitter-Gruppe. Um die Auswirkungen der daraus resultierenden Geschäftsrisiken zu minimieren, beobachten wir die jeweiligen Trends und lassen sie in die Risikoprognosen einfließen. Dies gilt auch für eventuelle finanzielle oder politisch bedingte Restriktionen im Auslandsgeschäft. Wir setzen auf eine gesunde, sektoral und regional diversifizierte Absatzstruktur und konzentrieren uns darauf, Fertigungsprozesse zu optimieren sowie unseren Konzern gezielt zu erweitern. Von einem diversifizierten Beteiligungsportfolio versprechen wir uns in Zukunft weniger Abhängigkeit von der stark zyklischen Stahlkonjunktur. Risiken aus Veränderungen in den Stahl- und Röhrenmärkten begrenzen wir durch eine dezentrale Konzernstruktur und demzufolge schnellen Entscheidungsprozessen, um uns zeitnah auf neue Gegebenheiten einzustellen. Aus heutiger Sicht sind für die Salzgitter AG keine bestandsgefährdenden Risiken aus der branchenspezifischen Entwicklung zu erkennen. Hinsichtlich der Risiken aus den aktuellen Diskussionen zur Klima- und Energiepolitik verweisen wir auf das Kapitel „Umweltschutz“. Preisrisiken wesentlicher bezogener RohstoffeDie Einkaufspreise von Rohstoffen, insbesondere Eisenerz und Kokskohle, sind äußerst volatil. So betrug in 2011 der Höchstwert für Feinerz an den Spotmärkten 193 USD/t, der niedrigste Wert 120 USD/t. Auch der Spotmarktpreis für Kokskohle verzeichnete beachtliche Schwankungsbreiten – zwischen 228 USD/t und 350 USD/t – besonders zu Jahresbeginn verschärft durch Überschwemmungen im Hauptlieferland Australien. Der Salzgitter-Konzern versucht grundsätzlich, die Preisschwankungen im Sinne eines „natural hedging“ an die Kunden weiterzugeben. Auf der Einkaufsseite mildern die derzeitig abgeschlossenen Lieferverträge auf Jahresbasis für einen signifikanten Teil des Erzbezuges die Auswirkungen ab; vorherrschend sind allerdings Preisstellungen auf Quartals- beziehungsweise Monatsbasis. Mithilfe eines permanenten Absatz- und Beschaffungsmonitorings überwacht der Konzern, dass sich preislich fixierte Verkäufe im Gleichgewicht mit preislich fixierten Rohstoffeinkäufen befinden. So ist es möglich, Veränderungen frühzeitig zu erfassen, um eventuell daraus entstehenden Risiken rechtzeitig zu begegnen. BeschaffungsrisikenDem generellen Risikoaspekt der nicht bedarfsgerechten Versorgung mit wichtigen Rohstoffen (Erz, Kohle) und Energien (Strom, Gas) wirken wir durch einen abgesicherten Bezug entgegen: zum einen über längerfristige Rahmenverträge und zum anderen über den Einkauf in verschiedenen Regionen und/oder von mehreren Lieferanten. Außerdem betreiben wir eine entsprechende Lagerpolitik. Nach unserer Einschätzung der Beschaffungsquellen ist die mittelfristige Verfügbarkeit dieser Rohstoffe in den benötigten Mengen und Qualitäten gewährleistet. Strom beziehen wir überwiegend auf vertraglich abgesicherter Basis, soweit der Bedarf unsere eigene Stromerzeugung übersteigt. Um das Risiko weiterer Strompreiserhöhungen zu verringern, wurden am Standort Salzgitter zwei neue 105-MW-Kraftwerksblöcke errichtet. Damit kann der Verbrauch der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) zukünftig weitgehend gedeckt werden. Die neuen Blöcke haben wir im Dezember 2010 in Betrieb genommen. Aus diesen Gründen halten wir Versorgungsengpässe für unwahrscheinlich und erwarten insofern keine belastenden Auswirkungen. Wichtig ist für uns auch der termingetreue Bahntransport der Erz- und Kohlemengen vom Überseehafen in Hamburg bis zum Standort Salzgitter. Unser Vertragspartner, der diese logistische Aufgabe garantiert, ist die DB Schenker Rail Deutschland AG, die Frachttochter der Deutschen Bahn AG. Für etwaige Beeinträchtigungen, zum Beispiel wegen Streiks, haben wir einen detaillierten Notfallplan erarbeitet. Dieser enthält eine vorausschauende Lagerhaltung und intensive Abstimmungen zwischen der DB Schenker und uns, um den regulären Zugverkehr weitgehend unterbrechungsfrei aufrechtzuerhalten. Optional sind der intensivere Einsatz der konzerneigenen Eisenbahn sowie vermehrte Binnenschifftransporte für Teilmengen denkbar. AbsatzrisikenEin für uns typisches Geschäftsrisiko kann sich aus stärkeren Preis- und Mengenschwankungen auf den Absatzmärkten ergeben. Für die aktuelle ökonomische Situation verweisen wir mit Blick auf das Geschäftsjahr 2012 auf das Kapitel „Prognosebericht“. Auf das generelle Risiko, deshalb in eine existenzbedrohende Lage zu geraten, antworten wir mit einem diversifizierten Portfolio an Produkten, Abnehmerbranchen und regionalen Absatzmärkten. Da sich konjunkturelle Effekte in den einzelnen Unternehmensbereichen unterschiedlich auswirken und teilweise sogar kompensieren, erzielen wir eine gewisse Balance unseres Risikoportfolios. Dank unserer breiten Aufstellung und der flexiblen Organisation können wir situationsbezogen schnell und effektiv reagieren. ProduktionsausfallrisikenDem Risiko eines ungeplanten längerfristigen Stillstands unserer Schlüsselaggregate steuern wir mit laufenden Anlagenkontrollen, einer vorbeugenden Instandhaltung sowie ständigen Modernisierungen und Investitionen gegen. Potenziellen Schäden und dem damit verbundenen Produktionsausfall sowie anderen denkbaren Schadens- und Haftpflichtfällen beugt der Konzern durch Versicherungsverträge vor, die sicherstellen, dass sich die finanziellen Folgen in Grenzen halten oder völlig ausgeschlossen sind. Umfang und Inhalt dieser Versicherungen überprüfen wir laufend und passen sie bei Bedarf an. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden, die nicht über Versicherungen abgedeckt sind, und das damit verbundene Schadenpotenzial halten wir für gering. Rechtliche RisikenUm mögliche Risiken aus etwaigen Verstößen gegen die vielfältigen steuer-, umwelt- und wettbewerbsrechtlichen sowie sonstigen Regelungen und Gesetze auszuschließen, verpflichten wir unsere Mitarbeiter auf deren strikte Einhaltung. Wir lassen uns umfassend rechtlich beraten, sowohl von unseren eigenen Fachleuten als auch fallbezogen von ausgewiesenen externen Spezialisten. Zur Koordination der stahl- und verbandspolitischen Initiativen des Konzerns und um ihre systematische Verfolgung zu garantieren, haben wir eine konzerninterne Anlaufstelle für internationale Angelegenheiten eingerichtet. Bedeutsame Rechtsrisiken sind für uns nicht erkennbar. Finanzwirtschaftliche RisikenDie Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG) sowie ab dem 1. Januar 2012 die Salzgitter Klöckner-Werke GmbH (SKWG) koordiniert die Finanzmittelströme und steuert die Zins- und Währungsrisiken im Konzernfinanzkreis. Als Risikohorizont hat sich ein rollierender Dreijahreszeitraum bewährt, der sich an einem Planungsrahmen orientiert. Die erlassenen Richtlinien verpflichten sämtliche Gesellschaften des Konzernkonsolidierungskreises, Finanzrisiken zum Entstehungszeitpunkt abzufedern. So sind beispielsweise risikobehaftete offene Positionen oder Finanzierungen im internationalen Tradinggeschäft seitens der betreffenden Tochtergesellschaften der SMG/SKWG zu kommunizieren. Diese entscheidet dann über Hedging-Maßnahmen, wobei sie das jeweilige Konzern-Exposure beachtet. Grundsätzlich lassen wir Finanz- und Währungsrisiken nur in Verbindung mit unseren produktions- und handelstypischen Prozessen zu (siehe auch Ausführungen zu „Währungsrisiken“ und „Zinsrisiken“). Im Verhältnis zu den operativen sind die finanzwirtschaftlichen Risiken von eher geringerer Bedeutung. WährungsrisikenZu unseren Beschaffungs- oder Absatzgeschäften in ausländischen Währungen gehören naturgemäß Wechselkursänderungsrisiken. So hat die Dollarkursentwicklung einen erheblichen Einfluss auf die Rohstoff- und Energiebeschaffungskosten sowie auf die Exporterlöse, zum Beispiel im Röhrenbereich oder im Maschinenbau. Die Effekte sind zwar gegenläufig, aber aufgrund der sehr unterschiedlichen Geschäftsvolumina überwiegt der Dollarbedarf für die Beschaffungsseite. Grundsätzlich saldieren wir derartige Fremdwährungszahlungsströme EUR–USD im Konzernfinanzkreis (Netting) und minimieren so das Risikopotenzial. Die Volatilität der Finanzrisiken verringern wir, indem wir derivative Finanzinstrumente abschließen, deren Wertentwicklung entgegengesetzt zu den operativen Geschäften verläuft. Die Marktwerte aller derivativen Finanzinstrumente werden monatlich festgestellt. Zum Geschäftsjahresabschluss simulieren wir zudem die Sensitivität dieser Instrumente nach den Vorgaben des IFRS 7 (siehe Kapitel „Konzernabschluss/Anhang“). ForderungsausfallrisikenWir begegnen unseren Forderungsrisiken mit einem straffen internen Obligomanagement. Zu etwa zwei Dritteln begrenzen wir diese mithilfe der Warenkreditversicherungen und anderer Sicherheiten. Während es vor zwei Jahren noch spürbare Limitkürzungen oder gar gänzliche Deckungsentzüge der Warenkreditversicherer gab, die aus unserer Perspektive vor allem die Automobilzuliefererbranche und Kunden im osteuropäischen Raum betrafen, hat sich die Vergabepraxis seit dem vergangenen Geschäftsjahr wieder normalisiert. Dennoch beobachten und bewerten wir den Fortgang der ungesicherten Positionen sehr sorgfältig und berücksichtigen diesen bei unseren Geschäften. Translationsrisiken aus der Überführung von Fremdwährungspositionen in die Berichtswährung sichern wir nicht ab, da sie im Verhältnis zur Konzernbilanz von untergeordneter Bedeutung sind. Hierüber können Sie sich im Anhang zum Jahres- und Konzernabschluss informieren. Infolge der vorbeugenden Maßnahmen halten wir bestandsgefährdende Risiken aus diesem Bereich für unwahrscheinlich. LiquiditätsrisikenDie Managementholding beobachtet die Liquiditätslage des Konzerns bei allen im Konzernfinanzkreis eingebundenen Gesellschaften im Rahmen eines zentralen Cash- und Zinsmanagements. Dabei gelten für die Tochtergesellschaften interne Kreditlinien. Sofern diese über eigene Kreditlinien verfügen, sind sie für die entsprechende Risikominimierung selbst verantwortlich und berichten über eventuelle Risiken innerhalb der Konzernführungs- und -controllingstrukturen. Darüber hinaus könnten Risiken aus notwendigen Kapital- und Liquiditätsmaßnahmen bei Tochter- und Beteiligungsgesellschaften entstehen, sofern deren Geschäftsentwicklung nachhaltig unbefriedigend verliefe. Aus diesem Risikofeld sind jedoch keine bestandsgefährdenden Belastungen zu erwarten. Wir begegnen diesem Risiko mit einer rollierenden Finanzplanung. Aufgrund der verfügbaren Barmittel und Kreditlinien sehen wir derzeit keine Gefährdung für unseren Konzern. ZinsrisikenDie im Verhältnis zur Bilanzsumme bedeutsame Position der liquiden Mittel ist einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Unsere Geldanlagepolitik orientiert sich weitestgehend an risikoarmen Anlageklassen bester Bonität bei gleichzeitig hoher Verfügbarkeit der Positionen. Um das Zinsänderungsrisiko im Auge zu behalten, erstellen wir regelmäßige Zinsanalysen, deren Ergebnisse direkt in die Anlageentscheidung einfließen. Langfristige strukturelle Zinsrisiken könnten sich aus einer dauerhaften Kluft zwischen Geldanlagezins sowie zins- und einkommensbedingten Entwicklungen der Pensionsverpflichtungen ergeben. Ein derartiges Risiko ist im Augenblick nicht erkennbar; sollte es – aus heutiger Sicht unerwartet – auftreten, bietet die robuste Bilanz des Konzerns eine gute Basis für korrigierende Maßnahmen. SteuerrisikenDie in die Organschaft einbezogenen Gesellschaften erfassen und dokumentieren ihre Steuerrisiken in enger Abstimmung mit der Steuerabteilung der Holdinggesellschaft. Die Salzgitter AG, SMG sowie die SKWG tragen grundsätzlich die bilanzielle Vorsorge, zum Beispiel für die Risiken aus Betriebsprüfungen ihrer steuerlichen Organkreise. Selbstständig steuerpflichtige Tochterunternehmen müssen eigene bilanzielle Vorkehrungen treffen. Im Zusammenhang mit der früheren Zonenrandförderung fordert die EU-Kommission eine Ausgleichszahlung der Salzgitter AG in Höhe von 17,8 Mio. € (inklusive Zinsen) für vor 1995 erhaltene Steuervorteile, die aus unserer Sicht legal und legitim erlangt wurden. Auf unsere Klage hin hat der Europäische Gerichtshof 2008 in zweiter Instanz weitgehend gegen das Unternehmen entschieden, den Vorgang jedoch an das Gericht erster Instanz zurückverwiesen. Ein Urteil ist 2012 zu erwarten. Den von der Kommission geforderten Betrag haben wir bereits beglichen, um weitere Zinsen – vorbehaltlich eines Klageerfolgs – zu vermeiden. PersonalrisikenAm Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte nimmt die Salzgitter AG aktiv teil. Auf das Risiko der Fluktuation und den damit verbundenen Wissensverlust reagieren wir mit breit angelegten Personalentwicklungsmaßnahmen. Hierzu sind explizit Spezialistenlaufbahnen eingeführt worden, die für unsere Fachleute eine adäquate berufliche Perspektive schaffen. Mit dem konzernweit verwendeten Wissenstransfer haben wir ein Instrument, das im Falle der Nachfolge die Übertragung aller wissensrelevanten Informationen, Kontakte und Verknüpfungen der beruflichen Tätigkeit gewährleistet. Außerdem bieten wir attraktive Modelle zur betrieblichen Altersversorgung an, die angesichts sinkender Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung immer wichtiger werden. Bereits im Jahr 2005 haben wir vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung das Projekt „GO – Die Generationen-Offensive 2025 der Salzgitter AG“ gestartet, um rechtzeitig auf die betrieblichen Konsequenzen zu antworten und langfristig unsere Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Im Fokus steht die systematische Vorbereitung sämtlicher Belegschaftsmitglieder auf ein längeres Erwerbsleben. Durch die vielfältigen Maßnahmen sind wir in diesem Risikobereich gut vorbereitet (siehe Kapitel „Mitarbeiter“). Produkt- und UmweltschutzrisikenEine Vielzahl von Maßnahmen zur Qualitätssicherung schützt uns vor Produkt- und Umweltschutzrisiken. Zu diesen gehören beispielsweise:
Weitere Informationen, zum Beispiel zu den gesetzlichen Regelungen zur Energie- und Klimapolitik, finden Sie in dem Kapitel „Schutz der Umwelt“. Ein Konzernumweltbeauftragter bündelt und koordiniert die gesellschaftsübergreifenden Umwelt- und Energiepolitikthemen, vertritt den Konzern bei umwelt- und energiepolitischen Fragen nach außen und steuert konzernweite Einzelprojekte. Risiken aus Grundstücksbesitz könnten sich insbesondere aus den Altlasten früherer Nutzungen ergeben. Dem begegnen wir, indem wir Sanierungspflichten erfüllen. Zur bilanziellen Vorsorge bilden wir angemessene Rückstellungen. Auch aus diesem Risikoaspekt ergeben sich unseres Wissens keine unbeherrschbaren Sachverhalte. Informationstechnische RisikenRisiken aus dem Umfeld der Informationstechnologie (IT) beugen wir mit dem Aufbau und dem Erhalt von konzerninternem Know-how für IT-Dienstleistungen in den Tochtergesellschaften vor. Dadurch stellen wir sicher, dass wir uns stets auf dem aktuellen Stand der Technik bewegen. Die Richtlinienkompetenz der Konzern-IT-Leitung gewährleistet die konsistente Weiterentwicklung der konzernweiten IT-Systeme und ist Grundlage für den wirtschaftlichen Einsatz der erforderlichen Investitionsmittel. Stetige technologische Erneuerungen unserer Hard- und Softwareressourcen garantieren die Verfügbarkeit, Wartung und IT-Sicherheit auf höchstem Niveau. Die historisch gewachsenen heterogenen IT-Strukturen im Konzern werden nach und nach bereinigt. Die Risiken aus diesem Bereich sind beherrschbar, und wir schätzen deren Eintrittswahrscheinlichkeit als gering ein. Unternehmensstrategische RisikenZur Sicherung der zukünftigen Ertragskraft investieren wir regelmäßig, während der vergangenen Jahre vor allem erheblich an unseren Konzernstandorten in Salzgitter und Peine. Mit der akquirierten KHS GmbH besitzen wir die Nummer drei im Weltmarkt für Getränkeabfüllmaschinen. Durch diese Portfolioergänzung reduzieren wir zukünftig unsere Abhängigkeit vom „typischen“ Stahlzyklus. Vertiefende Informationen hierzu finden Sie in den Kapiteln „Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie“ und „Investitionen“. Risiken im Rahmen von Gemeinschaftsunternehmen, die nicht in unserem mehrheitlichen Besitz sind, grenzen wir mittels geeigneter Berichts- und Konsultationsstrukturen, der Mitwirkung in Aufsichtsgremien und vertraglicher Regelungen ein. So sind Mitglieder des Vorstands der Salzgitter AG im Aufsichtsrat des 50 %-Joint-Venture EUROPIPE GmbH (EP) vertreten, um die Transparenz zu sichern. 3. Gesamtaussage zur Risikosituation des KonzernsBeurteilung der Risikosituation durch die UnternehmensleitungNachdem wir die Gesamtrisikolage des Salzgitter-Konzerns überprüft haben, sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses 2011 keine den Fortbestand gefährdenden Risiken bestanden. Dies gilt sowohl für die Einzelgesellschaften als auch für den Gesamtkonzern. Das Hauptrisiko für die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft stellt eine mögliche Eskalation der Schuldenkrise im Euroraum dar. Unter der Prämisse, dass diese Vertrauens- und Staatsschuldenkrise beherrschbar ist, blicken wir mit vorsichtigem Optimismus auf das Geschäftsjahr 2012. Gleichwohl ist die erreichbare Planungssicherheit bezüglich der kurz- und mittelfristigen Entwicklungen nicht wieder auf das Vorkrisenniveau zurückgekehrt. Wir sehen uns dennoch in der aktuellen Situation gut gerüstet, diese Phase deutlich erhöhter Anforderungen an das Chancen- und Risikomanagement zu meistern. Unsere risikobewusste und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Geschäftspolitik sowie unsere solide Aufstellung sind Basis für diese Einschätzung. Der Abschlussprüfer hat das bei der Salzgitter AG gemäß Aktiengesetz konzernumfassend installierte Risikofrüherkennungssystem geprüft. Die Prüfung ergab, dass es seine Aufgaben erfüllt und in vollem Umfang den aktienrechtlichen Anforderungen genügt. Die Revision der Salzgitter AG kontrolliert die verwendeten Systeme als unabhängige Instanz konzernweit auf Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Effizienz und gibt gegebenenfalls Anstöße zu deren Weiterentwicklung. Rating des UnternehmensFür die Salzgitter AG existiert kein externes Rating von im Kapitalmarkt akzeptierten internationalen Ratingagenturen. Wir sehen dazu gegenwärtig auch keinen Anlass, denn wir haben – trotz eines eigenfinanzierten erheblichen Wachstums in den Jahren 2004 bis 2008 – ein im Branchenvergleich hervorragendes finanzielles Standing erreicht, das wir auch in der Finanz- und Konjunkturkrise bewahren konnten. Ein nach den üblichen quantitativen Anforderungskriterien erstellter eigener Ratingansatz führt zu Werten, von denen auch interne Einstufungen unserer Banken kaum abweichen. Wir können also davon ausgehen, dass uns eine externe Bewertung unter Berücksichtigung der beträchtlichen Pensionsverpflichtungen derzeit weiterhin im Investmentgrade-Bereich sehen würde. Beschreibung der wesentlichen Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems in Hinsicht auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess (§289 Abs. 5 und §315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)In Ergänzung zu den im Risikobericht bereits getroffenen Ausführungen können die wesentlichen Merkmale des im Salzgitter-Konzern bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess wie folgt beschrieben werden: Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem erfolgt im Zusammenwirken der Bereiche Controlling, Recht, Revision, Rechnungswesen sowie Treasury, deren Funktionen klar getrennt und einzelne Verantwortungsbereiche eindeutig zugeordnet sind. Ziel ist es, mittels implementierter Kontrollen hinreichend sicherzustellen, dass trotz möglicher Risiken ein regelungskonformer Konzernabschluss erstellt wird. Um die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie die Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften zu sichern, umfasst es alle erforderlichen Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen. Der Vorstand ist für die Umsetzung und Einhaltung der gesetzlichen Regelungen verantwortlich. Er berichtet dem Prüfungsausschuss (Aufsichtsrat) regelmäßig über die finanzielle Gesamtlage der Salzgitter AG. Dieser befasst sich auch mit der Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems. Mit dem Abschlussprüfer ist vereinbart, dass dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich berichtet wird, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Der Salzgitter-Konzern ist dezentral organisiert, und so wird die Verantwortung für die Einhaltung der gesetzlichen Normen auf die Organe der Gesellschaften übertragen. Die Überwachung erfolgt seitens der Holdingabteilungen. Die Konzern-Revision der Salzgitter AG prüft unabhängig und im Auftrag des Vorstands der Salzgitter AG unter Berücksichtigung der aufsichtsrechtlichen Vorschriften risikoorientiert die rechnungslegungsbezogenen Betriebs- und Geschäftsabläufe der Salzgitter AG und deren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Bei der Prüfungsplanung und -durchführung seitens der Internen Revision werden Risiken im (Konzern-)Rechnungslegungsprozess berücksichtigt. Hierfür werden speziell im Rechnungswesen qualifizierte Mitarbeiter eingesetzt. Grundlage der Tätigkeit ist ein jährlicher Prüfungsplan, der auf Basis der gesetzlichen Vorschriften festgelegt wird. Über das Ergebnis der Prüfungen unterrichtet die Konzern-Revision den Vorstand der Salzgitter AG sowie den Konzernprüfer in Form von Prüfungsberichten. Die Umsetzung der in den Prüfungsberichten vereinbarten Maßnahmen und Empfehlungen wird durch die Konzern-Revision nachgehalten. Das Konzern-Rechnungswesen der Salzgitter AG erstellt die Konzernabschlüsse. Unabhängige Wirtschaftsprüfer testieren die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften. Zur Sicherstellung der gesetzlichen Anforderungen werden jährlich Konzernrichtlinien formuliert und den Gesellschaften zur Verfügung gestellt. Diese bilden die Grundlage für einen einheitlichen, ordnungsgemäßen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess sowohl hinsichtlich der HGB-Rechnungslegung als auch gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS). Neben allgemeinen Bilanzierungsgrundsätzen und -methoden sind vor allem Regelungen zu Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Lagebericht, Kapitalflussrechnung und Segmentberichterstattung bei Einhaltung der in der Europäischen Union geltenden Rechtslage getroffen. Die Bilanzierungsvorschriften regeln auch konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss. Zusätzlich zur Festlegung des Konsolidierungskreises sind die Bestandteile der von den Konzerngesellschaften zu erstellenden Berichtspakete im Detail festgelegt. Hierzu kommt ein standardisierter und vollständiger Formularsatz zum Einsatz. Die Konzernrichtlinien enthalten auch konkrete Vorgaben zur Abbildung und Abwicklung des Konzern-Verrechnungsverkehrs mit entsprechendem Saldenabstimmungsprozess sowie die Ermittlung des beizulegenden Wertes von Beteiligungen. In jährlich stattfindenden Konzernveranstaltungen für Rechnungswesenleiter werden die Gesellschaften über gesetzliche Veränderungen informiert. Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden mithilfe eines einheitlichen und IT-gestützten Workflows konzernweit erfasst. Dieser beinhaltet ein Berechtigungskonzept, Prüfroutinen und Prüfziffern. Diese Kontroll- und Überprüfungsmechanismen sind sowohl prozessintegriert als auch prozessunabhängig konzipiert. So bilden beispielsweise neben manuellen Prozesskontrollen unter anderem unter Anwendung des „Vier-Augen-Prinzips“ maschinelle IT-Prozesskontrollen einen wesentlichen Bestandteil. Im Übrigen sind im Konzern integrierte Buchhaltungs- und Konsolidierungssysteme im Einsatz. Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zum Sicherstellen der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und gegebenenfalls Korrekturen der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Einbezug der von den Abschlussprüfern vorgelegten Berichte beziehungsweise der hierzu geführten Abschlussbesprechungen. Unter Verwendung bereits in der Konsolidierungssoftware festgelegter Kontrollmechanismen und Plausibilitätskontrollen werden fehlerbehaftete Formularabschlüsse bereits vor dem Konsolidierungsprozess korrigiert. Die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien bei Werthaltigkeitstests wird für die aus Konzernsicht spezifischen zahlungsmittelgenerierenden Geschäftseinheiten (cash generating units) mittels zentraler Durchführung sichergestellt. Einer einheitlichen Regelung unterliegt unter anderem auch die Bewertung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen durch die zentrale Festlegung von konzernweit anzuwendenden Parametern. VI. Nachtrags- und Prognosebericht1. NachtragsberichtBerichtspflichtige Ereignisse lagen nach dem Bilanzstichtag nicht vor. 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den folgenden zwei GeschäftsjahrenUnsichere KonjunkturaussichtenVor dem Hintergrund der Spannungen auf den Finanzmärkten seit August 2011 und der erneuten Zuspitzung der Staatsschuldenkrise im Euroraum sind die Konjunkturerwartungen in den vergangenen Monaten wiederholt nach unten korrigiert worden. Die hohe Unsicherheit und damit verbundene Risiken reduzieren die Belastbarkeit der Prognosen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in der Welt, Europa und Deutschland erheblich. Insgesamt wird von einer nachlassenden Dynamik der Weltwirtschaft ausgegangen: So rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem Januar-Ausblick in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften mit einer Expansionsrate von nur noch 1,2 % in 2012 und mit einem etwas beschleunigten, aber noch immer verhaltenen Produktionsanstieg (+1,9 %) im Jahr 2013. Die Abschwächung in den Industrienationen dürfte auch die wirtschaftlichen Aktivitäten der Schwellenländer beeinflussen, wenngleich diese bei einer expansiv ausgerichteten Geldpolitik im Verlauf des Jahres 2012 erneut auf einen Pfad kräftigeren Wachstums einschwenken sollten. Der IWF erwartet für 2012 eine Zunahme der Weltproduktion um 3,3 % und im darauffolgenden Jahr ein Plus von 3,9 %. Die Wachstumsperspektiven in der Europäischen Union (EU) haben sich eingetrübt. Für einige EU-Staaten sind die Rahmenbedingungen auch ohne Schuldenkrise angesichts struktureller Probleme wie hoher Arbeitslosigkeit, dem bestehenden hohen Konsolidierungsdruck öffentlicher Haushalte sowie der teilweise mangelnden internationalen Wettbewerbsfähigkeit angespannt. Die meisten Prognosen gehen dennoch davon aus, dass eine schwere Rezession vermieden werden kann und die Konjunktur im zweiten Halbjahr 2012 wieder Fahrt aufnehmen wird. Erwartete die Europäische Kommission in ihrer Herbstprognose für 2012 noch ein vermindertes BIP-Wachstum in der EU von 0,6 % und für 2013 eine moderate Beschleunigung auf 1,5 %, so rechnete der IWF zuletzt mit einem Nullwachstum in 2012 (–0,1 %) und einem Anstieg um 1,2 % in 2013. Auch Deutschland gerät in schwierigeres konjunkturelles Fahrwasser. Den meisten Einschätzungen zufolge wird sich die wirtschaftliche Expansion in 2012 auf unter 1 % abschwächen. Während die Binnennachfrage solide bleiben sollte, könnten sich die abgeschwächte globale Dynamik und die Konsolidierungs- und Sparmaßnahmen im Euroraum dämpfend auf die Exporttätigkeit auswirken. Für 2013 werden bessere Voraussetzungen prognostiziert, an der wieder anziehenden Weltwirtschaft zu partizipieren, sodass Wachstumsraten in einer Größenordnung von 1,4 % bis 2,2 % erwartet werden. ![]() Weltstahlmarkt weiterhin mit positiver GrundtendenzDie globale Stahlkonjunktur steht unter dem Eindruck einer merklich nachlassenden Dynamik auf dem chinesischen Markt, die als Folge der restriktiven Geldpolitik zeitverzögert insbesondere über die Abkühlung des Immobilienmarktes auf die Stahlnachfrage durchgeschlagen hat. Zudem wirken auch die Verlangsamung des Wachstums der Weltwirtschaft sowie die unsicheren finanzwirtschaftlichen Rahmenbedingungen bremsend. Mit Verweis auf ein ungewöhnlich hohes Maß an Unsicherheit erwartet die Wirtschaftsvereinigung Stahl, dass sich im Einklang mit einem moderaten Wachstum der Weltstahlnachfrage in 2012 um 4,5 % auf 1,46 Mrd. t, auch der Zuwachs der Rohstahlproduktion (+4,5 %) verringern wird. 2013 sollten beide Werte wieder leicht zulegen und jeweils etwa 5% erreichen. Demgegenüber rechnete der europäische Stahlverband Eurofer Anfang Februar für das Jahr 2012 mit einem leichten Rückgang der Marktversorgung in der EU. Diese Einschätzung geht von einem stagnierenden realen Bedarf sowie einem insgesamt vorsichtigen Bestellverhalten seitens des Distributionssektors aus. 2013 dürfte sich die Marktversorgung graduell erholen und um knapp 3 % steigen. Deutlichere Rückgänge der Marktversorgung werden voraussichtlich auf Südeuropa begrenzt bleiben. In Erwartung eines positiven Stahl-Außenhandelssaldos sollte in der EU die Rohstahlproduktion 2012 über dem Level des Vorjahres rangieren (179 Mio. t) und dieses in 2013 ungefähr beibehalten. Der Ausblick auf den deutschen Stahlmarkt im Jahr 2012 fällt insgesamt verhalten aus, wobei es Anlass für vorsichtigen Optimismus gibt. Diese sind zum einen die Aussichten für die stahlverarbeitenden Branchen in Deutschland, die auf eine Stagnation des realen Stahlbedarfs auf solidem Niveau hindeuten. Daneben schaffen moderate Lagerbestände eine relativ günstige Ausgangsposition. Die stahlwirtschaftlichen Verbände erwarten daher eine Marktversorgung, die 2012 etwa den Vorjahreswert erreichen dürfte (40,5 Mio. t). Weitere Bedarfszuwächse und Lagerergänzungen könnten dann 2013 zu einem Anstieg der Marktversorgung um rund 4 % (42 Mio. t) beitragen. Unter der Annahme, dass Deutschland im Prognosezeitraum ein Nettoimporteur von Stahl bleibt, rechnen die Fachleute mit einer Rohstahlerzeugung von 44 Mio. t (-1 %) in 2012 und knapp 45 Mio. t (+1 %) im Jahr 2013. Leicht eingetrübte Aussichten für Stahlrohrmarkt 2012Die Unsicherheiten infolge der globalen Finanz- und Schuldenkrise, die weiter zunehmende Volatilität auf den vorgelagerten Rohstoffmärkten, aber auch die in der Boomperiode 2004 bis 2008 initiierten Kapazitätsaufbauten lassen den Ausblick der Stahlrohrindustrie auf das Jahr 2012 eher skeptisch erscheinen. China sollte bei moderateren Wachstumsraten seine Aufwärtstendenz fortsetzen. Hingegen dürfte für den Rest der Welt das Halten des 2011er Produktionsvolumens bereits ein Erfolg sein. Weiterhin relativ hohe Öl- und Gaspreise sollten ein anhaltend starkes Investitionsniveau im Energiesektor garantieren. Allerdings könnten sich bei den in hohem Maße politisch beeinflussten großen Leitungsrohrprojekten Verzögerungen der Projektvergabe ergeben. Im Kraftwerksbereich ist infolge des japanischen Reaktorunglücks und der Diskussionen um die Neuausrichtung des Energiemix eine mittelfristig Nachfragebelebung zu erwarten. Die hohe Nachfrage des Maschinenbaus, dessen Bedarf hauptsächlich über den lagerhaltenden Handel bedient wird, lassen in Verbindung mit niedrigen Lagerbeständen entlang der Wertschöpfungsketten auf einen positiven Effekt für die Rohrindustrie im ersten Halbjahr 2012 schließen. Hingegen dürfte sich die Automobilproduktion von einem hohen Niveau ausgehend möglicherweise leicht abschwächen. Mit der Fortsetzung der beschriebenen Grundtendenzen wird auch im Jahr 2013 gerechnet. Moderates Wachstum für den deutschen MaschinenbauNach zwei erfreulichen Wachstumsjahren mit bis zu zweistelligen Plusraten rechnet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) 2012 mit einem Nullwachstum. Laut Prognose der Experten wird die Produktion des gesamten deutschen Maschinenbaus 0 % sowie die der Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen 3 % zulegen. Im Bereich der Abfüll- und Verpackungstechnik sorgen sowohl globale Trends, wie die Zunahme der Weltbevölkerung, als auch der vermehrte Wohlstand in den Schwellen- und Entwicklungsländern wie Brasilien, Indien oder China nicht nur bis 2013 sondern auch darüber hinaus für überdurchschnittliche Verbrauchszuwächse. Der Trend zu mehr PET-Gebinden hält weltweit weiter an. Auch in den gesättigten Märkten der Industriestaaten ergeben sich wegen der zunehmenden Produkt- und Sortenvielfalt bei abgepackten Getränken Potenziale. Die im Unternehmensbereich vertretenen Maschinenbauunternehmen für die kunststoffverarbeitende Industrie rechnen ebenfalls mit einem leichten Produktionsanstieg unterhalb des Vorjahresniveaus. Unternehmensspezifische operative FrühindikatorenWir beobachten und analysieren unser Konzernumfeld systematisch. So können wir rechtzeitig die sich ergebenden Chancen und Risiken erkennen und darauf angemessen reagieren. Um die allgemeinen makroökonomischen Rahmenbedingungen des Konzerns sowie die spezifische Lage in den einzelnen Absatzmärkten zu beurteilen, nutzen wir aggregierte volkswirtschaftliche Kennzahlen und das Wissen der Mitarbeiter unserer direkt in den Märkten agierenden operativen Tochtergesellschaften. Die Kombination dieser unterschiedlichen Wissensquellen bildet die Grundlage unserer jährlich rollierenden Unternehmensplanungen und Absatzprognosen, die wir sowohl in jeder Tochtergesellschaft als auch auf Konzernebene erstellen. Die Integration spezifischer Produkt- und Marktinformationen, zum Beispiel im Hinblick auf regionale Besonderheiten, erlaubt die Ableitung einer erfolgversprechenden Strategie. Für den Unternehmensbereich Stahl, aber auch für Röhrengesellschaften mit Kundenbeziehungen in die Automobilbranche, können wir zukünftige Absatz- und Umsatzzahlen anhand der Verkaufsprognosen für motorgetriebene Fahrzeuge und Fahrzeugteile, regional und länderspezifisch differenziert, ableiten. Zwischen der Konjunktur in der Bau- und Chemiebranche sowie im Maschinenbau und der Entwicklung einzelner Konzerngesellschaften besteht eine starke Abhängigkeit. Die Entwicklung des Maschinenbaus hat naturgemäß unmittelbaren Einfluss auf die zukünftige Beschäftigungssituation im Unternehmensbereich Technologie. Um die Geschäftsaktivitäten unserer Großrohrgesellschaften abzuschätzen, existieren mehrere Ansätze: So ist die Mehrzahl der geplanten Pipeline-Großprojekte über Jahre im Vorfeld bekannt. Darüber hinaus gibt es einige wichtige Einzelindikatoren, wie zum Beispiel den Ölpreis, die weltweite Anzahl aktiver Bohrlöcher (sogenannter „rig-count“), die Gesamtlänge von Explorationsbohrungen sowie den Konsum von Oil-Country-Tubular-Goods-(OCTG-)Produkten. Gerade in einem zunehmend volatilen Umfeld wie dem der Stahlindustrie ist die Aussagekraft von Indikatoren im Hinblick auf ihre Fristigkeit zu prüfen. Zudem können Situationen entstehen, in denen kurz- bis mittelfristige Ungleichgewichte von Angebot und Nachfrage zum Beispiel wegen überhöhter Lagerbestände bei Händlern und Endverbrauchern oder aufgrund ungünstiger Importsituationen langfristige Trends temporär überlagern. Auch spekulationsgetriebene Nachfrageerhöhungen können zeitweise über strukturelle Marktdefizite hinwegtäuschen beziehungsweise deren Umkehr temporäre Überangebote erzeugen. Wir können aufgrund der Vielzahl von Einflussfaktoren und deren komplexem Zusammenspiel weder für Einzelgesellschaften noch für den Gesamtkonzern sichere und detaillierte Langfristprognosen erstellen. Chancen und ChancenmanagementZentraler Bestandteil des Chancenmanagements ist die permanente Beobachtung und Analyse des Konzernumfelds, vor allem im Hinblick auf relevante Produkt-, Technologie-, Markt- und Wettbewerbsentwicklungen. Diese Aufgabe erledigen sowohl die Holding zentral als auch die operativen Tochtergesellschaften dezentral. Die simultane Durchführung ist eine wesentliche Grundlage für das zeitnahe Erkennen potenzieller Chancen sowie die Ableitung geeigneter Strategien, um den Unternehmenserfolg zu steigern. So können wir vorhandene Stärken und Kernkompetenzen unserer Unternehmensgruppe bei der Vorbereitung und Ausführung strategischer Entscheidungen nutzen, erkennbare Risiken frühzeitig entdecken und verantwortungsvoll berücksichtigen. Die Salzgitter AG hat bereichsübergreifend investiert und die Voraussetzungen geschaffen, identifizierte Chancen zukünftig erfolgreich wahrzunehmen. Für ausführliche Informationen verweisen wir auf das Kapitel „Investitionen“. Ein konsequentes Kostenmanagement in allen Unternehmensbereichen sowie die fortlaufende Optimierung der Produktqualität sind weitere unverzichtbare Bausteine unseres Unternehmenserfolgs. Neben den initiierten Projekten zum organischen Wachstum prüfen wir immer auch externe Wachstumsmöglichkeiten, ob sie geeignet sind, den Unternehmenserfolg der Salzgitter AG zu steigern. Mit der Übernahme der in Karlsruhe produzierenden STAHL-METALL-SERVICE Gesellschaft für Bandverarbeitung mbH (SMSGB) erweitert die Salzgitter AG ihre bereits bestehenden Stahl-Service-Center-Aktivitäten in Schwerte und sichert sich einen Zugang zum attraktiven süddeutschen Markt. Ausführlichere Informationen finden Sie im Kapitel „Ziele und Erfolgsfaktoren“. 3. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns3.1 PlanungsprozessGrundsätzlich ist die Unternehmensplanung der Salzgitter AG an den strategischen Zielen ausgerichtet und umfasst unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unternehmerische Gestaltungsmaßnahmen. Sie bildet somit die Basis einer realistischen Ergebniseinschätzung, berücksichtigt aber gleichzeitig langfristige Aspekte hinsichtlich Investitionen sowie der Sicherstellung bilanzieller und finanzieller Stabilität. Somit fließen sowohl die zum Zeitpunkt der Planerstellung herrschenden Markterwartungen sowie die vorgesehenen unternehmerischen Maßnahmen in diese Planung ein, die von uns in einem konzernumfassenden Prozess erstellt wird: Die Einzelziele der Tochterunternehmen werden in einem kombinierten Top-down- und Bottom-up-Ansatz zwischen dem jeweiligen Management und dem Konzernvorstand diskutiert und festgelegt. Alle Einzelplanungen werden schließlich zu einer Konzernplanung konsolidiert. Der dabei zugrunde gelegte Konzern-Perimeter entspricht zwangsläufig dem Status quo und kann von der am Ende des Planungszeitraumes erreichten Konzernstruktur abweichen. Der aufwändige Planungsprozess des Konzerns wird einmal vor Beginn eines jeden neuen Geschäftsjahres durchlaufen, startet in der Regel im August und endet mit einer Präsentation der Ergebnisse in der letzten Konzern-Aufsichtsratssitzung des jeweiligen Geschäftsjahres. 3.2. Erwartete ErtragslagePrognosen zur Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Situation sind grundsätzlich von hoher Unsicherheit geprägt. Wie oben beschrieben, hat dies unmittelbar Auswirkung auf Substanz und Zuverlässigkeit der Unternehmensplanung. Die folgenden zukunftsbezogenen Aussagen zu den einzelnen Unternehmensbereichen unterstellen, dass es nicht zu einer drastischen rezessiven Entwicklung kommen wird. Vor diesem Hintergrund gehen die Segmente von folgendem Verlauf des aktuellen Geschäftsjahres aus: Auf Basis eines stabilen Marktumfelds unterstellt die Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) für 2012 angesichts der guten Beschäftigung der meisten stahlverarbeitenden Branchen sowie einer verstärkten Belieferung unserer Röhrensparte höhere Auftragseingänge. In Ilsenburg wird im Wesentlichen aufgrund der guten Positionierung im Windenergiesektor mit einer Vollauslastung der Kapazitäten, die jedoch investitionsbedingt nicht in Gänze zur Verfügung stehen, gerechnet. Die Rohstahlproduktion der Peiner Träger GmbH (PTG) sollte aufgrund des Parallelbetriebs der beiden Elektrolichtbogenöfen ausgeweitet werden. Für den Fall einer weiteren Erholung des Langstahlmarktes, der sich im abgelaufenen Geschäftsjahr immer noch auf relativ niedrigem Niveau befand, ist von einer insgesamt höheren Versandmenge auszugehen. Diese würde, in Verbindung mit höheren Durchschnittserlösen, zu einem Umsatzanstieg führen. Der Unternehmensbereich Stahl plant auch für 2012 wieder ein knapp positives Vorsteuerergebnis. Dabei wird jedoch der Start in das neue Geschäftsjahr von gesunkenen Durchschnittserlösen des vierten Quartals 2011 belastet. Verbunden mit höheren Absatzmengen im internationalen Trading, prognostiziert der Unternehmensbereich Handel einen Anstieg des Umsatzes. Hierzu sollte auch die Aufnahme der im letzten Jahr akquirierten STAHL-METALL-SERVICE Gesellschaft für Bandverarbeitung mbH (SMSGB) in den Konsolidierungskreis der Handelssparte beitragen. Unter der Prämisse stabiler Stahlpreise erscheint abermals ein mittlerer zweistelliger Millionengewinn realisierbar. Der Unternehmensbereich Röhren schätzt seine Entwicklung im aktuellen Geschäftsjahr verhalten optimistisch ein. Während die Nachfrage nach Präzisrohren auch zum Jahresanfang vom hohen Bedarf der Automobilindustrie und dem Maschinenbau getragen werden sollte, profitiert das Produktsegment der Edelstahlrohre von einer sich belebenden Aktivität im Öl- und Gassektor. Obwohl die Auswirkungen einer temporären Beschäftigungslücke die Ergebnisse des ersten Quartals bei den Großrohren dominieren werden, sprechen die in Diskussion befindlichen Leitungsrohrprojekte grundsätzlich für positive Aussichten. Mitte Februar wurde bereits ein Großprojekt gebucht, das ab April produziert werden wird. Wir rechnen daher auch in 2012 mit einem Gewinnbeitrag des Röhrensegments. Umsatz und Vorsteuerergebnis des Unternehmensbereiches Dienstleistungen werden abermals von der unterstellten, insgesamt guten Beschäftigung der Stahlgesellschaften profitieren und in etwa auf dem Niveau der abgelaufenen Periode auskommen. Im Unternehmensbereich Technologie plant die KHS auf Basis eines weltweit stabilen Marktes für Abfüll- und Verpackungstechnik den Ausbau des Auftragseingangs. Mithilfe des im letzten Jahr eingeleiteten und konsequent umzusetzenden Fit4Future-Programms soll über Mehrumsatz, Preisqualität und Kostenoptimierung ein spürbar besseres Resultat als 2011 erzielt werden. Die Desma Maschinenbau-Gesellschaften streben eine Fortsetzung der profitablen Geschäftsentwicklung an. Eine Verschärfung der Schuldenkrise in Europa stellt zweifellos das Hauptrisiko für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2012 dar. Eine verlässliche Aussage, wie sich die Geschäftssituation in den nächsten Monaten entwickeln wird, ist daher genauso unmöglich, wie zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine belastbare detaillierte Ergebnisprognose für den Salzgitter-Konzern abzugeben. Unterstellt man jedoch, dass es im Prognosezeitraum nicht zu einer drastischen rezessiven Entwicklung kommt, gehen wir auf Grundlage der Erwartungen der einzelnen Segmente von einem mindestens stabilen Umsatz sowie einem positiven Ergebnis vor Steuern im Jahr 2012 aus. Es stellt sich aus heutiger Sicht als herausfordernd dar, das Vorjahresresultat zu erreichen, da der Beginn des neuen Jahres unter dem Eindruck von Belastungen im Geschäftsverlauf der Unternehmensbereiche Stahl und Röhren steht. Wie schon in den vergangenen Jahren weisen wir darauf hin, dass Chancen und Risiken aus aktuell nicht absehbaren Erlös-, Vormaterialpreis- und Beschäftigungsentwicklungen sowie Veränderungen von Währungsparitäten den Verlauf des Geschäftsjahres 2012 erheblich beeinflussen können. Die hieraus resultierende Schwankungsbreite des Konzernergebnisses vor Steuern kann – wie die aktuellen Ereignisse zeigen – ein beträchtliches Ausmaß sowohl in negativer als auch positiver Richtung annehmen. Die Dimension dessen wird deutlich, wenn man unterstellt, dass bei 12 Mio. t abgesetzten Stahlerzeugnissen der Unternehmensbereiche Stahl, Handel und Röhren im Schnitt 25 € Margenverlust pro Tonne bereits ausreichen, um 300 Mio. € jährliche Ergebnisvarianz zu verursachen. Darüber hinaus begrenzen volatile Rohstoffkosten sowie kürzere Vertragslaufzeiten sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite die Planungssicherheit des Unternehmens. Die mittel- und langfristigen Aussichten werden für alle Konzerngesellschaften als vergleichsweise intakt betrachtet. Da zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinerlei belastbaren Informationen über die künftige Entwicklung der relevanten Rahmenbedingungen im Jahr 2013 zur Verfügung stehen, kann für dieses Geschäftsjahr kein detaillierter quantifizierter Ausblick gegeben werden. Für den Fall eines stabilen konjunkturellen Umfeldes in unseren Kernmärkten dürfte der Umsatz in etwa konstant bleiben und das Ergebnis sollte von den Effekten der durchgeführten Investitionen und Strukturmaßnahmen profitieren. 3.3 Erwartete FinanzlageUnsere Finanzreserven werden zu einem Teil der Finanzierung der in Realisierung befindlichen Investitionen und dem Aufbau des Working Capitals dienen. Wir halten es nach wie vor für unverzichtbar, einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag an liquiden Mitteln vorzuhalten, damit wir in einer möglichen Krisensituation für die Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit kein Geld vom Kapitalmarkt beschaffen müssen. Die Erfahrungen anderer Unternehmen lehren, dass dies in wirtschaftlich schlechten Zeiten nur zu extrem ungünstigen Zinsen möglich ist. Das umfangreiche Investitionsprogramm im Stahlbereich ist weitestgehend abgeschlossen. Daher setzen wir das Investitionsbudget unseres Konzerns (298 Mio. €) für das Geschäftsjahr 2012 unterhalb dem des Vorjahreswertes an. Der zahlungswirksame Teil des Budgets 2012 dürfte sich zusammen mit dem Nachlauf bereits in Vorjahren genehmigter Investitionen in Höhe von 400 bis 450 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres bewegen. Die effektive Auslösung der Investitionen erfolgt – wie bisher – sukzessive und im Einklang mit der Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung. Infolge der absehbaren Investitionssumme wird sich der Finanzmittelbedarf für das Geschäftsjahr 2012 oberhalb der Abschreibungen bewegen, sodass der darüber hinausgehende Teil– abhängig auch von Rohstoffpreis- und Working-Capital-Entwicklungen - aus dem Cashflow des laufenden Geschäfts sowie aus den vorhandenen Geldanlagen zu finanzieren sein wird. Dies ist aus Sicht der Unternehmensleitung problemlos darstellbar, da entsprechender Spielraum vorhanden ist. Die Finanzlage unseres Konzerns sollte sich insbesondere unter Berücksichtigung der in den letzten Jahren umgesetzten Kapitalmarktmaßnahmen auch zum Ende des Geschäftsjahres vergleichsweise solide zeigen. Weitere externe Finanzierungsmaßnahmen sind derzeit nicht geplant, könnten jedoch im Zusammenhang mit größeren Akquisitionsprojekten oder deutlich verschlechterten Rahmenbedingungen zu gegebener Zeit denkbar und auch durchführbar sein. Die Höhe der Dividende wird sich weiterhin an der Gewinnentwicklung orientieren. Die branchenüblichen zyklischen Schwankungen schlagen sich naturgemäß einerseits in den Ergebnissen der Gruppe, anderseits im Aktienkurs nieder. Der Einzelabschluss der Salzgitter AG ist maßgeblich für die Ausschüttungsfähigkeit. Der Salzgitter-Konzern verfolgt grundsätzlich eine Politik kontinuierlicher attraktiver Dividendenzahlungen, die unter der Prämisse tatsächlicher operativer Gewinnerzielung außerhalb von volatilen Stichtagseinflüssen geleistet werden sollen. Dabei muss sich die Zyklizität der Ergebnisentwicklung nicht in vollem Umfang niederschlagen. Zusammenfassend zeigt sich, dass der Salzgitter-Konzern wegen seiner breiten Aufstellung, soliden finanziellen Fundierung sowie flachen und effizienten Organisation auf herausfordernde Phasen vergleichsweise gut vorbereitet ist. Hierauf setzen wir auch in Zukunft. Das auch in Boomzeiten stringent verfolgte Ergebnisverbesserungsprogramm erübrigte bisher hektische Kostensenkungs- und Reorganisationsmaßnahmen. Eine Neuauflage des Ergebnisverbesserungsprogramms wird auch in den kommenden Jahren zusätzlich Beiträge zur wirtschaftlichen Performance des Unternehmens leisten. B/KonzernabschlussI. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
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II. Gesamtergebnisrechnungscroll
III. KonzernbilanzAktiva scroll
IV. Kapitalflussrechnung(42) Kapitalflussrechnungscroll
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V. Veränderung des Eigenkapitals(28 bis 32) Veränderung des Eigenkapitalsscroll
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VI. Anhang(43) Segmentberichterstattungscroll
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Konzernanlagevermögen 2011scroll
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Konzernanlagevermögen 2010scroll
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Anteilsbesitzlistescroll
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Grundlagen der RechnungslegungDer Konzernabschluss der Salzgitter AG (SZAG) wurde nach den aufgrund der EU-Verordnung Nr. 1606/2002 am Bilanzstichtag verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften des International Accounting Standards Board (IASB) auf der Grundlage des Prinzips historischer Anschaffungskosten, mit Ausnahme bestimmter Finanzinstrumente, die zu Zeitwerten ausgewiesen werden, erstellt. Die Anforderungen der angewandten Standards und Interpretationen (SIC/IFRIC) wurden ausnahmslos erfüllt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Salzgitter-Konzerns. Auswirkungen neuer beziehungsweise geänderter Standards: scroll
1)
am 31.12.2011 Nicht vorzeitig angewendete Standards: scroll
1)
am 31.12.2011 Die Salzgitter AG ist als börsennotierte Konzernobergesellschaft gemäß § 315a HGB verpflichtet, einen Konzernjahresabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards und Vorschriften aufzustellen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Die Gesellschaft der im Handelsregister des Amtsgerichts Braunschweig unter HRB 9207 eingetragenen Salzgitter AG hat ihren Sitz in Salzgitter. Die Anschrift des Vorstands der Salzgitter AG ist Eisenhüttenstraße 99, 38239 Salzgitter. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden am 5. März 2012 durch den Vorstand zur Weiterleitung an den Aufsichtsrat freigegeben. Das Geschäftsjahr der Salzgitter AG und ihrer im Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften entspricht grundsätzlich dem Kalenderjahr. Zwei Tochtergesellschaften mit abweichendem Abschlussstichtag stellen einen Zwischenabschluss zum Konzernabschlussstichtag auf. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden die Beträge in Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Es können sich Abweichungen zu den ungerundeten Beträgen ergeben. Am 15. Dezember 2011 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Webseite der Gesellschaft (www.salzgitter-ag.de) dauerhaft zugänglich gemacht. Die Entsprechenserklärung ist auch im Kapitel „Corporate Governance-Bericht“ des Geschäftsberichts abgedruckt. Konsolidierungsgrundsätze und -methodenDer Konzernabschluss basiert auf den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellten, von unabhängigen Abschlussprüfern geprüften Abschlüssen der Salzgitter AG und der einbezogenen Tochterunternehmen. In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen Unternehmen einbezogen, bei denen die Salzgitter AG mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, die Finanz- und Geschäftspolitik so zu bestimmen, dass die Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns aus der Tätigkeit dieser Unternehmen Nutzen ziehen. Diese Unternehmen werden beginnend mit dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, ab dem der Salzgitter-Konzern die Möglichkeit der Beherrschung erlangt. Endet diese Möglichkeit, scheiden die entsprechenden Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis aus. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs des Tochterunternehmens. Das Ergebnis eines veräußerten Tochterunternehmens ist bis zum Veräußerungszeitpunkt in den Konzernabschluss einzubeziehen. Dies ist der Zeitpunkt, an dem die Beherrschung des Tochterunternehmens durch das Mutterunternehmen endet. Der Unterschiedsbetrag zwischen den Erlösen aus der Veräußerung des Tochterunternehmens und den Buchwerten der Vermögenswerte abzüglich der Schulden zum Zeitpunkt der Veräußerung wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern den aus dem Konsolidierungskreis ausscheidenden Beteiligungsgesellschaften Geschäfts- und Firmenwerte zugeordnet waren, die vor dem 1. Oktober 1995 erworben wurden, wird die in der Vergangenheit vorgenommene erfolgsneutrale Verrechnung mit den Gewinnrücklagen nicht aufgehoben. Ein Joint Venture liegt gemäß IAS 31 vor, wenn zwei oder mehrere Partner eine wirtschaftliche Tätigkeit unter gemeinschaftlicher Führung durchführen. Als gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte Teilhabe an der Führung einer wirtschaftlichen Geschäftstätigkeit definiert. Nach der Benchmark-Methode erfolgt die Berücksichtigung von Gemeinschaftsunternehmen im Konzernabschluss gemäß IAS 31 durch Quotenkonsolidierung. Im Konzernabschluss werden nach der Equity-Methode diejenigen Beteiligungen an Gesellschaften bewertet, bei denen der Salzgitter-Konzern die Möglichkeit hat, die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen dieser Gesellschaften maßgeblich zu beeinflussen. Kann der Konzern keinen maßgeblichen Einfluss ausüben, werden die Anteile an den Gesellschaften gemäß IAS 39 in den Konzernabschluss einbezogen. Die Bestimmung der Zeitpunkte für die Aufnahme und für das Ausscheiden aus dem Kreis der nach der Equity-Methode bewerteten Gesellschaften erfolgt analog zu den für Tochterunternehmen geltenden Grundsätzen. Die assoziierten Unternehmen sind auf der Grundlage der Neubewertungsmethode auf den Zeitpunkt des Erwerbs mit ihrem anteiligen Eigenkapital angesetzt. Der Equity-Bewertung liegt jeweils der letzte geprüfte Jahresabschluss oder bei einem vom Konzernabschluss abweichenden Geschäftsjahr ein Zwischenabschluss auf den 31. Dezember zugrunde. Unternehmenszusammenschlüsse werden gemäß IFRS 3.4 entsprechend der Erwerbsmethode bilanziert. Dabei gilt als Erwerber derjenige, der die Kontrolle über das erworbene Unternehmen erlangt hat, sodass er Nutzen aus dem erworbenen Unternehmen ziehen kann. Die Gegenleistung für einen Erwerb ist zu bestimmen aus der Summe der zum Tauschzeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte der entrichteten Vermögenswerte, der eingegangenen oder übernommenen Schulden und der vom Konzern emittierten Eigenkapitalinstrumente im Austausch gegen die Beherrschung des erworbenen Unternehmens. Es besteht ein Wahlrecht bei einem nicht 100 %igen Anteilserwerb, den Goodwill aus einem Erwerb nach der „Full Goodwill Method“ voll aufzudecken, d. h. auch in Höhe des Anteils, der den Minderheiten zuzurechnen ist. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten sind bei Anfall in voller Höhe erfolgswirksam zu erfassen. Nachfolgende Änderungen der beizulegenden Zeitwerte sind gegen die Erwerbskosten zu berichtigen, sofern es sich um Berichtigungen innerhalb des Bewertungszeitraumes handelt. Alle sonstigen Änderungen des beizulegenden Zeitwertes einer als ein Vermögenswert oder als eine Schuld eingestuften bedingten Gegenleistung sind gemäß den entsprechenden IFRS-Regelungen zu bilanzieren. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes einer bedingten Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, werden nicht erfasst. Im Falle eines sukzessiven Unternehmenszusammenschlusses ist der zuvor vom Konzern an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zu dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert neu zu bestimmen (im Zeitpunkt der Kontrollerlangung) und der daraus resultierende Gewinn bzw. Verlust gegebenenfalls in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten sind – sofern sie die Ansatzbedingungen gemäß IFRS 3 erfüllen – zu ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt zu erfassen. Der Bewertungszeitraum ist der Zeitraum vom Erwerbszeitpunkt bis zu dem Zeitpunkt, in dem der Konzern vollständige Informationen über Fakten und Umstände zum Erwerbszeitpunkt erlangt hat, jedoch maximal ein Jahr vom Erwerbszeitpunkt an. Die Anteile konzernfremder Dritter am Eigenkapital der konsolidierten Gesellschaften werden innerhalb des Eigenkapitals gesondert ausgewiesen. Bei Vermögenswerten und Verpflichtungen, die in fremder Währung valutieren, sind grundsätzlich die Anschaffungskosten mit dem Umrechnungskurs des Stichtags anzusetzen, an dem die Realisation des Anschaffungsvorgangs eingetreten ist. Es wird grundsätzlich kursgesichert. Konzerninterne Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert. Zwischengewinne aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr werden unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebniswirksam bereinigt. Konzerninterne Lieferungen und Leistungen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. KonsolidierungskreisDer Konzernabschluss umfasst neben dem Jahresabschluss der Muttergesellschaft die auf den gleichen Stichtag aufgestellten Jahresabschlüsse von 46 (Vorjahr 46) inländischen und 26 (Vorjahr 18) ausländischen verbundenen Unternehmen. Zwei inländische (Vorjahr zwei) und fünf ausländische (Vorjahr fünf) Gemeinschaftsunternehmen werden anteilig nach der Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Aufgrund der Anteilsquote am jeweiligen Gemeinschaftsunternehmen sind dem Konzern folgende Vermögenswerte, Schulden sowie Aufwands- und Ertragsposten (ohne Beteiligungs-, Zins- und Steuerergebnis) zuzurechnen: scroll
Im Berichtsjahr werden zwei (Vorjahr drei) inländische Beteiligungen, auf die die Salzgitter AG maßgeblichen Einfluss ausübt, nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss übernommen. Die Beteiligung an der ThyssenKrupp GfT Bautechnik GmbH, Essen, welche bisher nach der Equity-Methode einbezogen wurde, ist zum 30. September 2011 veräußert worden. Nicht konsolidiert werden wegen ihrer auch insgesamt geringen Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 38 (Vorjahr 34) inländische und 47 (Vorjahr 55) ausländische Tochtergesellschaften. Zusammensetzung und Entwicklung des Konsolidierungskreises (ohne Salzgitter AG) und des Kreises der nach der Equity-Methode bewerteten Gesellschaften: scroll
Die Zugänge betreffen bisher nicht konsolidierte Unternehmen der Unternehmensbereiche Handel und Technologie. Der Abgang betrifft ein Gemeinschaftsunternehmen in dem Unternehmensbereich Stahl. WährungsumrechnungIn den Einzelabschlüssen der Gesellschaften werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung bewertet. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Kursverluste aus der Bewertung von Forderungen bzw. Verbindlichkeiten werden berücksichtigt. Gewinne und Verluste aus Kursänderungen werden ergebniswirksam berücksichtigt. Die Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in € umgerechnet. Da die Gesellschaften aus Sicht der Salzgitter AG ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht überwiegend selbstständig betreiben, entspricht die jeweilige funktionale Währung der Währung des Sitzlandes dieser Unternehmen. Bei einer Gesellschaft ist die funktionale Währung nicht der Währung des Sitzlandes, sondern sie betreibt ihre Geschäfte in €. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden erfolgt zum Stichtagskurs; die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und damit das in der Erfolgsrechnung ausgewiesene Jahresergebnis werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die sich daraus ergebenden Differenzen werden bis zur Veräußerung der Tochtergesellschaft erfolgsneutral erfasst. Bei der Umrechnung der Eigenkapitalfortschreibung von ausländischen Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, wird entsprechend vorgegangen. Differenzen gegenüber der Vorjahresumrechnung werden erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Geschäfts- oder Firmenwerte werden als Vermögenswert in der Berichtswährung bilanziert. Aufwands- und Ertragsposten werden mit Jahresdurchschnittskursen, Veränderungen der Rücklagen mit Stichtagskursen umgerechnet. Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten wesentlichen Wechselkurse haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Jahresabschlüsse der in den Salzgitter-Konzern einbezogenen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen unter Beachtung der Vorschriften des IASB aufgestellt. Vermögenswerte werden aktiviert, wenn alle wesentlichen mit der Nutzung verbundenen Chancen und Risiken dem Salzgitter-Konzern zustehen. Die Bewertung der Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu Zeitwerten. Schätzungen und AnnahmenBei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Alle Schätzungen und Annahmen werden so getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Bilanzierung von ErwerbenAls mögliche Folge von Akquisitionen werden Firmenwerte in der Bilanz des Konzerns ausgewiesen. Bei der Erstkonsolidierung eines Erwerbs werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten mit den jeweiligen beizulegenden Zeitwerten am Erwerbsstichtag angesetzt. Eine der wesentlichsten Schätzungen bezieht sich dabei auf die Bestimmung der zum Erwerbsstichtag jeweils beizulegenden Zeitwerte dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Grundstücke, Gebäude und Geschäftsausstattung werden in der Regel auf Basis unabhängiger Gutachten bewertet, während marktgängige Wertpapiere zum Börsenpreis angesetzt werden. Falls immaterielle Vermögenswerte identifiziert werden, wird in Abhängigkeit von der Art des immateriellen Vermögenswertes und der Komplexität der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes entweder auf das unabhängige Gutachten eines externen Bewertungsgutachters zurückgegriffen oder der beizulegende Zeitwert intern unter Verwendung einer international anerkannten Bewertungstechnik ermittelt, deren Basis in der Regel die Prognose der insgesamt erwarteten künftigen Cashflows ist. Diese Bewertungen sind eng verbunden mit den Annahmen, die das Management bezüglich der künftigen Wertentwicklung der jeweiligen Vermögenswerte getroffen hat, sowie der unterstellten Veränderungen des anzuwendenden Diskontierungszinssatzes. Aktiver FirmenwertDer Konzern überprüft jährlich und zusätzlich, sofern irgendein auslösendes Ereignis dafür vorliegt, ob eine Wertminderung der bilanzierten aktiven Firmenwerte eingetreten ist. Dann ist der erzielbare Betrag (Netto-Verkaufserlös) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu schätzen. Dieser entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Die Bestimmung des Nutzungswertes beinhaltet die Vornahme von Anpassungen und Schätzungen bezüglich der Prognose und Diskontierung der künftigen Cashflows. In der Regel ist im Salzgitter-Konzern die zahlungsmittelgenerierende Einheit die einzelne juristische Einheit. Im Einzelfall werden juristische Einheiten zu einer Gruppe zusammengefasst. Das Management geht davon aus, dass die zur Berechnung des erzielbaren Betrags verwendeten Annahmen angemessen sind. Veränderungen dieser Annahmen könnten zu einem Wertminderungsaufwand führen, der die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachteilig beeinflussen würde. Werthaltigkeit der VermögenswerteZu jedem Bilanzstichtag hat der Konzern einzuschätzen, ob irgendein auslösendes Ereignis dafür vorliegt, dass der Buchwert einer Sachanlage, einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie oder eines immateriellen Vermögenswertes wertgemindert sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes geschätzt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Zur Ermittlung des Nutzungswertes sind die diskontierten künftigen Cashflows des betreffenden Vermögenswertes zu bestimmen. Die Schätzung der diskontierten künftigen Cashflows beinhaltet wesentliche Annahmen wie insbesondere solche bezüglich der künftigen Verkaufspreise und Verkaufsvolumina, der Kosten und der Diskontierungszinssätze. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die Schätzungen der relevanten erwarteten Nutzungsdauern, die Annahmen bezüglich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung der Industriezweige, in denen der Konzern tätig ist, und die Einschätzungen der diskontierten künftigen Cashflows angemessen sind, könnte durch eine Veränderung der Annahmen oder Umstände eine Veränderung der Analyse erforderlich werden. Hieraus könnten in der Zukunft zusätzliche Wertminderungen oder Wertaufholungen resultieren, falls sich die vom Management identifizierten Trends umkehren oder sich die Annahmen und Schätzungen als falsch erweisen sollten. Umsatzrealisierung bei kundenspezifischer AuftragsfertigungBestimmte Konzerngesellschaften des Unternehmensbereiches Technologie tätigen einen Teil ihrer Geschäfte als kundenspezifische Fertigungsaufträge, die nach der „Percentage-of-Completion-Methode“ bilanziert werden, wonach die Umsätze entsprechend dem Fertigstellungsgrad auszuweisen sind. Diese Methode erfordert eine exakte Schätzung des Ausmaßes des Auftragsfortschritts. In Abhängigkeit von der Methode zur Bestimmung des Fertigstellungsgrades umfassen die wesentlichen Schätzungen die gesamten Auftragskosten, die bis zur Fertigstellung noch anfallenden Kosten, die gesamten Auftragserlöse, die Auftragsrisiken und andere Beurteilungen. Das Management der operativen Einheiten überprüft kontinuierlich alle Schätzungen, die im Rahmen der Fertigungsaufträge erforderlich sind, und passt diese gegebenenfalls an. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDa der Konzern in zahlreichen Ländern operativ tätig ist und Einkünfte erzielt, unterliegt er in einer Vielzahl von Steuerhoheiten den unterschiedlichsten Steuergesetzen. Um die weltweiten Steuerverbindlichkeiten des Konzerns zu bestimmen, sind daher wesentliche Beurteilungen erforderlich. Das Management geht davon aus, eine vernünftige Einschätzung steuerlicher Unwägbarkeiten getroffen zu haben. Im Falle bestimmter Ereignisse kann nicht zugesichert werden, dass sich der tatsächliche Ausgang solcher steuerlicher Unwägbarkeiten mit der ursprünglichen Einschätzung deckt. Etwaige Unterschiede könnten in der jeweiligen Periode, in der die Angelegenheit endgültig entschieden wird, Auswirkungen auf die Steuerverbindlichkeiten und die latenten Steuern haben. Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt der Konzern, ob die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile für den Ansatz aktiver latenter Steuern hinreichend wahrscheinlich ist. Dies erfordert vom Management unter anderem die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben, sowie die Berücksichtigung weiterer positiver und negativer Faktoren. Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern könnten sich verringern, falls die Schätzungen der geplanten steuerlichen Einkommen und der durch zur Verfügung stehende Steuerstrategien erzielbaren Steuervorteile gesenkt werden oder falls Änderungen der aktuellen Steuergesetzgebung den zeitlichen Rahmen oder den Umfang der Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile beschränken. Leistungen an ArbeitnehmerDie Bilanzierung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen erfolgt in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen. Diese Bewertungen beruhen auf statistischen und anderen Faktoren, um auf diese Weise künftige Ereignisse zu antizipieren. Diese Faktoren umfassen unter anderem versicherungsmathematische Annahmen wie Diskontierungszinssatz, erwarteter Kapitalertrag des Planvermögens, erwartete Gehaltssteigerungen und Sterblichkeitsraten. Diese versicherungsmathematischen Annahmen können aufgrund von veränderten Markt- und Wirtschaftsbedingungen erheblich von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen und deshalb zu einer wesentlichen Veränderung der Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen sowie des zugehörigen künftigen Aufwands führen. Immaterielle VermögenswerteUnterschiedsbeträge aus der KapitalkonsolidierungAus der Kapitalkonsolidierung resultierende aktive Unterschiedsbeträge für vor dem 1. Oktober 1995 erworbene Unternehmen bleiben unverändert mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Ab dem 1. Oktober 1995 erworbene Geschäfts- und Firmenwerte werden aktiviert, jährlich auf Wertminderungen überprüft und, soweit erforderlich, abgeschrieben. Ein sich ergebender negativer Unterschiedsbetrag wird nach Neubewertung des erworbenen Reinvermögens gemäß IFRS 3 unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Jeglicher Überschuss der Anschaffungskosten eines assoziierten Unternehmens über den Konzernanteil an den beizulegenden Nettozeitwerten der Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des assoziierten Unternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs ist als Geschäfts- oder Firmenwert zu erfassen. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist Bestandteil des Buchwertes der Beteiligung und wird nicht separat auf das Vorliegen einer Wertminderung geprüft. Stattdessen wird der gesamte Buchwert des Anteils auf Wertminderung geprüft. Sonstige immaterielle VermögenswerteEntgeltlich erworbene sonstige immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer, im Regelfall zwischen 3 und 5 Jahre, abgeschrieben. Sonstige immaterielle Vermögenswerte werden in der Regel über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Die im Rahmen von Kaufpreisallokationen identifizierten Vermögenswerte werden über Zeiträume zwischen 7 und 22 Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, sofern der Zufluss eines verlässlich schätzbaren Nutzens für den Konzern wahrscheinlich ist und die Anschaffungs-/Herstellungskosten zuverlässig bemessen werden können. Die Herstellungskosten selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte werden auf Basis direkt zurechenbarer Kosten ermittelt. Es werden Kosten einbezogen, die zur Schaffung, Herstellung und Vorbereitung der Vermögenswerte erforderlich sind, um diese für den vom Management des Konzerns beabsichtigten Gebrauch betriebsbereit zu machen. Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass den Entwicklungsausgaben mit hinreichender Wahrscheinlichkeit künftige Finanzmittelzuflüsse gegenüberstehen werden. Der Entwicklungsprozess ist von einer Forschungsphase zu unterscheiden. Entwicklung ist die Anwendung des Forschungsergebnisses und findet vor Beginn der kommerziellen Produktion oder Nutzung statt. Falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung nicht gegeben sind, werden die Aufwendungen im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam verrechnet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen dabei alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie ebenfalls direkt zurechenbare Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Die Abschreibung erfolgt linear ab dem Produktionsbeginn über die vorgesehene Nutzungsdauer der entwickelten Anlagenmodelle. SachanlagevermögenDas Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Erhaltene Investitionszuschüsse werden als Minderung der Anschaffungs- und Herstellungskosten gezeigt. Die Restbuchwerte und die wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und ggf. angepasst. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswertes seinen geschätzten erzielbaren Betrag, so wird auf diesen Betrag abgeschrieben. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen werden auf Basis direkt zurechenbarer Kosten sowie geschätzter Abbruch- und Wiederherstellungskosten ermittelt. Kosten für die regelmäßige Wartung und Reparatur von Gegenständen des Sachanlagevermögens werden als Aufwand verrechnet. Erneuerungs- und Erhaltungsaufwendungen werden nur dann als nachträgliche Herstellungskosten aktiviert, wenn sie zu einer wesentlichen Verlängerung der Nutzungsdauer, einer erheblichen Verbesserung oder einer bedeutenden Nutzungsänderung der Sachanlage führen. Wesentliche Bestandteile von Gegenständen des Sachanlagevermögens, die in regelmäßigen Zeitabständen eines Ersatzes bedürfen, werden als eigenständige Vermögenswerte aktiviert und über deren wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde: scroll
FremdkapitalkostenIn unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierenden Vermögenswerten (das sind Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen) stehende Fremdkapitalkosten werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereitstehen, zu den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Erwirtschaftete Erträge aus der zwischenzeitlichen Anlage speziell aufgenommenen Fremdkapitals bis zu dessen Ausgabe für qualifizierende Vermögenswerte werden von den aktivierbaren Fremdkapitalkosten abgezogen. Alle anderen Fremdkapitalkosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen. LeasingDer Konzern tritt sowohl als Leasingnehmer als auch als Leasinggeber auf. Bei der Nutzung von gemieteten Sachanlagen sind die Voraussetzungen des Finanzierungsleasings nach IAS 17 erfüllt, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum in Verbindung stehen, auf die betreffende Konzerngesellschaft übertragen wurden. Bei Vorliegen eines Mehrkomponentenvertrages wird entsprechend IFRIC 4 von einem Leasingverhältnis ausgegangen, wenn die Erfüllung des Vertrages von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes abhängt und der Vertrag die Übertragung dieses Nutzungsrechts regelt. In diesen Fällen werden die jeweiligen Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert und linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit des Leasingvertrages abgeschrieben. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind abgezinst als Verbindlichkeit passiviert. Werden Vermögenswerte in einem Finanzierungsleasing genutzt, wird der Barwert der Leasingzahlungen als Leasingforderung angesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen Bruttoforderung und Barwert der Forderung wird als unrealisierter Finanzertrag erfasst. Leasingerträge werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses nach der Annuitätenmethode erfasst, aus der sich eine konstante Verzinsung der Leasingforderung ergibt. Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Teil des Nutzens und der Risiken aus dem Eigentum am Leasingobjekt beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating Leasing qualifiziert. Die unter diesen Leasingverhältnissen zu leistenden Leasingraten werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienDie als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umfassen Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder langfristigen Wertsteigerungen gehalten und nicht in der Produktion oder für Verwaltungszwecke eingesetzt werden. Sie werden nach IAS 40 mit den fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert („Cost Model“). Die als Finanzinvestition gehaltenen abnutzbaren Immobilien werden über eine Laufzeit von 10 bis zu 50 Jahren linear abgeschrieben. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung von außerplanmäßigen Abschreibungen. Transaktionskosten werden in die erstmalige Bewertung einbezogen. Im Konzernanhang erfolgt die Angabe des beizulegenden Zeitwertes dieser Immobilien, der nach international anerkannten Bewertungsmethoden wie zum Beispiel der DCF-Methode ermittelt wird oder, soweit aktuelle Marktpreise vergleichbarer Immobilien verfügbar sind, aus diesen abgeleitet. Für den wesentlichen Teil der Immobilienbestände werden in regelmäßigen Abständen Bewertungen von unabhängigen Gutachtern vorgenommen (max. alle 5 Jahre). Finanzielle Vermögenswerte – KategorisierungZu Handelszwecken gehaltene finanzielle VermögenswerteIm Salzgitter-Konzern werden ausschließlich finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, die von Beginn an als „Zu Handelszwecken gehalten“ eingeordnet wurden. Derivate gelten als zu Handelszwecken gehalten, sofern sie nicht in einer dokumentierten Sicherungsbeziehung zu Grundgeschäften stehen. Die Option, Finanzinstrumente bei erstmaligem Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte zu designieren (Fair Value Option), wird im Salzgitter-Konzern nicht ausgeübt. Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und ForderungenDarlehen und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie entstehen, wenn der Konzern Geld, Güter oder Dienstleistungen direkt einem Schuldner bereitstellt. Auch erworbene Forderungen sind hier einzuordnen. Darlehen und Forderungen sind in der Bilanz in den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten enthalten. Bis zur Endfälligkeit zu haltende FinanzinvestitionenBis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen und festen Laufzeiten, bei denen das Konzernmanagement die Absicht und Fähigkeit besitzt, diese bis zur Endfälligkeit zu halten. Von dieser Kategorie wurde im Geschäftsjahr 2011 im Salzgitter-Konzern kein Gebrauch gemacht. Derivate mit dokumentierter SicherungsbeziehungDiese Finanzinstrumente lassen sich nicht als „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ einstufen, da Derivate aus dieser Kategorie explizit ausgeschlossen werden. Sie bilden somit systematisch eine weitere Kategorie. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle VermögenswerteZur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die keiner der anderen dargestellten Kategorien zuzurechnen sind. Finanzielle Vermögenswerte – BewertungDie Finanzinstrumente werden den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern. Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden im Salzgitter-Konzern grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert. Dies ist der Tag, an dem der Vermögenswert an den bzw. vom Konzern geliefert wird. Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrer ersten Erfassung zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Finanzinstrumente, die nicht der Kategorie „Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte“ angehören, werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt. Finanzinstrumente der Kategorien „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“, „Derivate mit dokumentierter Sicherungsbeziehung“ und der Kategorie „Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte“ werden in der Folgebewertung mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die Folgebewertung der Kategorie „Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen“ und der Kategorie „Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen“ erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode. Die beizulegenden Zeitwerte notierter Anteile bemessen sich nach den Schlusskursen im elektronischen Handel. Die Bewertung unwesentlicher nicht börsennotierter Anteile erfolgt zu Anschaffungskosten, weil kein Preis eines aktiven Marktes verfügbar ist und der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgt durch eigene Berechnungen. Basierend auf den EZB-Referenzkursen der jeweiligen Währungspaare und den Zinsdifferenzen der jeweiligen Laufzeiten der Devisenterminkontrakte wurden die für den Abschlussstichtag geltenden Terminkurse (Outrightkurse) ermittelt. Dabei wurden ausgehend von standardisierten Laufzeiten die Zinsdifferenzen der tatsächlichen Laufzeiten durch Interpolation ermittelt. Die Informationen zu den standardisierten Laufzeiten wurden einem handelsüblichen Marktinformationssystem entnommen. Die ermittelte Differenz des vertraglich vereinbarten Fremdwährungsbetrages zum Kontraktterminkurs und zum Stichtagsterminkurs wird auf den Bilanzstichtag mit dem Euro-Zinssatz entsprechend der Restlaufzeit abgezinst. Die Bewertung der sonstigen Derivate erfolgt grundsätzlich anhand von Berechnungen der emittierenden Kreditinstitute mit anerkannten Methoden (zum Beispiel Black-Scholes, Heath-Jarrow-Morton). Eingebettetete Derivate werden mithilfe der Black-Scholes-Methode bewertet, wobei die Berechnungsparameter auf Daten aus beobachtbaren Märkten basieren. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Änderung des beizulegenden Zeitwertes von Finanzinstrumenten der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ werden im Eigenkapital erfasst. Wenn Vermögenswerte dieser Kategorie veräußert werden, werden die im Eigenkapital kumulierten Anpassungen des beizulegenden Zeitwertes erfolgswirksam als Gewinne bzw. Verluste aus finanziellen Vermögenswerten in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Finanzielle Vermögenswerte – Wertanpassung und AusbuchungWertänderungen des beizulegenden Zeitwertes von derivativen Finanzinstrumenten, die sich nicht für das Hedge Accounting qualifizieren, werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zu jedem Bilanzstichtag wird für finanzielle Vermögenswerte, die nicht der Kategorie „Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte“ angehören, überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung des finanziellen Vermögenswertes bzw. der Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Wertminderungen von Finanzinstrumenten der Kategorien „Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen“ sowie „Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen“ werden erfolgswirksam erfasst; Zuschreibungen erfolgen ebenfalls erfolgswirksam. Im Falle von Finanzinstrumenten, die als „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ klassifiziert sind, wird ein wesentlicher oder andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwertes als Wertminderung erfolgswirksam berücksichtigt. Einmal in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Wertminderungen von Eigenkapitalinstrumenten werden erfolgsneutral rückgängig gemacht; Wertminderungen von Schuldinstrumenten werden erfolgswirksam rückgängig gemacht. Finanzinstrumente werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat. Finanzielle Vermögenswerte – Hedge AccountingDie Methode zur Erfassung von Gewinnen oder Verlusten von Derivaten hängt davon ab, ob das Derivat als Sicherungsinstrument designiert wurde, und, wenn dies der Fall ist, von der Art der Sicherungsbeziehung. Der Konzern designiert Derivate entweder als Sicherung des beizulegenden Zeitwertes eines bilanzierten Vermögenswertes bzw. einer Verbindlichkeit (Fair Value Hedge), als Sicherung von Zahlungsströmen aus einer höchstwahrscheinlich künftig eintretenden Transaktion oder als Sicherung des Währungsrisikos einer festen Verpflichtung (beides Cashflow Hedge). Fair Value HedgeDie Marktwertänderungen von Derivaten, die als Fair Value Hedge zu qualifizieren sind, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gemeinsam mit den — dem gesicherten Risiko zurechenbaren — Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der gesicherten Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten erfasst. Cashflow HedgeDer effektive Teil der Marktwertänderungen von Derivaten, die für eine Absicherung von Zahlungsströmen oder zur Währungssicherung fester Verpflichtungen bestimmt sind und qualifizierte Hedges darstellen, wird im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil der Wertänderungen wird dagegen direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam. Im Eigenkapital ausgewiesene Beträge werden in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht und als Ertrag oder Aufwand erfasst, in der das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Resultiert eine abgesicherte zukünftige Transaktion jedoch im Ansatz eines nicht-finanziellen Vermögenswertes (zum Beispiel Vorratsvermögen) oder einer Verbindlichkeit, werden die zuvor im Eigenkapital erfassten Gewinne oder Verluste in die Erstbewertung der Anschaffungskosten des Vermögenswertes oder der Verbindlichkeit mit einbezogen. Wenn ein Sicherungsinstrument ausläuft, veräußert wird oder das Sicherungsgeschäft nicht mehr die Kriterien für Hedge Accounting erfüllt, so verbleibt der kumulierte Gewinn oder Verlust im Eigenkapital und wird erst dann in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die zugrunde liegende Transaktion eintritt. Wird der Eintritt der zukünftigen Transaktion nicht länger erwartet, sind die kumulierten Gewinne oder Verluste, die direkt im Eigenkapital erfasst wurden, sofort in die Gewinn- und Verlustrechnung umzubuchen. Bewegungen in der Rücklage für Cashflow Hedges im Eigenkapital werden im Eigenkapitalspiegel sowie in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt. VorräteDie Vorräte werden zu Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Durchschnittskosten oder einzeln zugeordneten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Die Herstellungskosten werden auf der Grundlage der Normalbeschäftigung ermittelt. Im Einzelnen enthalten die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die produktionsbezogenen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich fertigungsbedingter Abschreibungen. Bei Vorliegen eines qualifizierten Vermögenswertes werden Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Nettoveräußerungswerte werden angesetzt. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert gestiegen ist, wird die daraus resultierende Wertaufholung als Minderung des Materialaufwands bzw. Bestandsveränderung erfasst. Durch ausreichend bemessene Wertkorrekturen wird allen erkennbaren Lagerungs- und Bestandsrisiken mit Auswirkung auf den erwarteten Nettoveräußerungswert Rechnung getragen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie selbst erzeugte Rohstoffe werden mit Konzernherstellungskosten bewertet, die neben den Einzelkosten auch die auf systematischer Basis ermittelten oder zugerechneten variablen und fixen Gemeinkosten enthalten. Rechte zur Emission von CO2-Gasen werden unter den Vorräten (Hilfs- und Betriebsstoffe) bilanziert. Erstausstattungen an Emissionsrechten, die unentgeltlich erworben worden sind, werden mit Anschaffungskosten von null € erfasst. Entgeltlich erworbene Emissionsrechte werden zu Anschaffungskosten erfasst. Werterhöhungen der aktivierten Emissionsrechte werden nur im Rahmen einer Veräußerung realisiert. Wertminderungen der entgeltlich erworbenen Emissionsrechte werden erfasst, wenn der Marktpreis der Emissionsrechte unter die Anschaffungskosten gefallen ist. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenForderungen aus Lieferungen und Leistungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von Wertminderungen bewertet. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dann vorgenommen, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus dieser Forderung, diskontiert mit dem Effektivzinssatz. Die Wertminderung wird erfolgswirksam erfasst. Kundenspezifische AuftragsfertigungNach IAS 11 werden die Auftragsumsätze und -ergebnisse jedes Auftrags entsprechend dem tatsächlichen Grad der Fertigstellung ermittelt „Percentage-of-Completion-Methode“. Der Fertigstellungsgrad wird aus dem Verhältnis zwischen den bislang angefallenen Auftragskosten und den geschätzten Gesamtkosten zum jeweiligen Stichtag errechnet. Die entsprechenden Auftragskosten werden sofort bei entsprechendem Anfall erfolgswirksam. Ist das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht zuverlässig ermittelbar, werden Erlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten angesetzt. Erhaltene Anzahlungen werden aktivisch von den unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen Forderungen aus Fertigungsaufträgen abgesetzt. Soweit die erhaltenen Anzahlungen einzelner Fertigungsaufträge die Forderungen aus Fertigungsaufträgen übersteigen, wird der überschüssige Betrag unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Wenn voraussichtlich die gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse überschreiten, wird der erwartete Verlust sofort als Aufwand erfasst und, soweit er die bereits angefallenen Auftragskosten übersteigt, als Verbindlichkeit aus Auftragsfertigung ausgewiesen. Zur Veräußerung gehaltene langfristige VermögenswerteLangfristige Vermögenswerte (oder Gruppen von Vermögenswerten und Schulden) werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten bewertet, wenn ihr Buchwert im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst werden wird statt durch fortgesetzte betriebliche Nutzung. PensionsrückstellungenDie Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungszusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistung gebildet. Die Bildung von Rückstellungen erfolgt dabei ausschließlich für leistungsorientierte Versorgungszusagen, bei denen das Unternehmen den Arbeitnehmern einen bestimmten Versorgungsumfang garantiert. In den Pensionsrückstellungen sind auch Überbrückungszahlungen in Sterbefällen enthalten. Grundlage für die Bewertung der Versorgungsverpflichtungen sind versicherungsmathematische Annahmen und Berechnungen. Die leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen werden nach dem von den IFRS vorgeschriebenen üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen, der Zinsanteil der Rückstellungszuführung im Zinsergebnis. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in den Pensionsrückstellungen im Jahr ihres Entstehens vollständig ergebnisneutral erfasst. Wesentliche angewandte versicherungsmathematische Prämissen im Salzgitter-Konzern: scroll
Aufgrund der Finanzmarkt-/Kreditkrise gibt es nach wie vor einige Marktverwerfungen, die sich auch auf die Renditen von hochwertigen Unternehmensanleihen auswirken und sich somit auf die daraus abzuleitenden Rechnungszinssätze niederschlagen. Vor diesem Hintergrund hat sich die Gesellschaft wie bereits in den Vorjahren dazu entschieden, bei der Ableitung der zu verwendenden Zinsstrukturkurve Anleihen außerhalb einer angemessenen Renditebandbreite unberücksichtigt zu lassen. Hierfür wurden all jene im „iBoxx € Corporate AA 10+ Index“ enthaltenen Unternehmensanleihen eliminiert, deren Rendite zum Bilanzstichtag um mehr als das Anderthalbfache der Standardabweichung von der gewichteten Durchschnittsrendite der im Index geführten Anleihen abweicht. Die sich nach dieser Anpassung ergebende Durchschnittsrendite wurde unter Beachtung der Duration der bewerteten Verpflichtungen auf das nächste Viertelprozent und damit auf einen Rechnungszinssatz von 4,25% abgerundet. Bei Anwendung eines Rechnungszinssatzes von 4,5% hätten sich um rund 55 Mio. € geringere Pensionsrückstellungen ergeben. Aufgrund der erfolgsneutralen Verrechnung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste hätten sich die versicherungsmathematischen Verluste um denselben Betrag vermindert und das Eigenkapital entsprechend erhöht. Bei der Bewertung der Sterbewahrscheinlichkeiten der Berechtigten wurden die Heubeck-Richttafeln 2005 G verwendet. Wie bereits im Vorjahr werden bei den beim Essener Verband geführten Empfängern die zur Anwendung kommenden Richttafeln von Prof. Heubeck (RT 2005 G) für die Rückstellungsbewertung in Bezug auf die Lebenserwartung angepasst, da dadurch für diesen Personenkreis eine realitätsnähere Bewertung der Verpflichtungen erfolgt. ErtragsteuernDie Ermittlung der latenten Steuern erfolgt gemäß IAS 12 nach der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode. Danach werden für temporäre Differenzen zwischen den im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden zukünftig wahrscheinlich eintretende Steuerent- und -belastungen bilanziert. Zum 31. Dezember 2011 werden die latenten Steuern inländischer Kapitalgesellschaften wie im Vorjahr mit einem Gesamtsteuersatz von 30,2 % bewertet. Dieser Steuersatz setzt sich zusammen aus dem im Konzern geltenden 14,4 %igen Gewerbesteuersatz und dem 15,8 %igen Körperschaftsteuersatz (inklusive Solidaritätszuschlag). Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Die aus der Nutzung von als zukünftig realisierbar eingeschätzten Verlustvorträgen erwarteten Steuerersparnisse werden aktiviert. Bei der Bewertung eines aktivierten Vermögenswertes für zukünftige Steuerentlastungen wird die Wahrscheinlichkeit der Realisierung des erwarteten Steuervorteils berücksichtigt. Die Vermögenswerte aus zukünftigen Steuerentlastungen umfassen aktive latente Steuern aus temporären Differenzen zwischen den in der Konzernbilanz angesetzten Buchwerten und steuerlichen Wertansätzen sowie die Steuerersparnisse aus als zukünftig realisierbar eingeschätzten Verlustvorträgen. Latente Steueransprüche in einem Steuerhoheitsgebiet werden mit latenten Steuerschulden desselben Gebietes verrechnet, wenn das Unternehmen einen Anspruch auf Verrechnung tatsächlicher Steuerschulden und Steueransprüche hat und die Steuern von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden; die Verrechnung erfolgt, soweit sich die Fristigkeiten entsprechen. Ertragsteuerschulden werden – vorausgesetzt, sie bestehen in demselben Steuerhoheitsgebiet und sind hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig – mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert. Die Veränderung der latenten Steuerschulden wird unter Ziffer (20) erläutert. Sonstige RückstellungenRückstellungen werden für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, deren Eintritt wahrscheinlich zu einer Vermögensbelastung führen wird. Sie werden unter Berücksichtigung aller daraus erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Rückstellungen werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt. Finanzielle VerbindlichkeitenFür finanzielle Verbindlichkeiten bestehen zwei Bewertungskategorien. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle VerbindlichkeitenDa der Salzgitter-Konzern Finanzinstrumente beim erstmaligem Ansatz nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten designiert (Nichtanwendung der Fair Value Option), fallen unter diese Kategorie ausschließlich die Derivate, die nicht im Hedge Accounting abgebildet werden. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete VerbindlichkeitenFinanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert, nach Abzug von Transaktionskosten, angesetzt. In den Folgeperioden werden sie grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag und dem Rückzahlungsbetrag wird dann über die Laufzeit der Ausleihung unter Anwendung der Effektivzinsmethode verteilt. Finanzielle Verbindlichkeiten werden als kurzfristige Verbindlichkeiten klassifiziert, sofern die Begleichung der Verbindlichkeit innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag erfolgen wird. Ertrags- und AufwandsrealisierungDie Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen aus Warenverkäufen erfolgt dann, wenn die Leistung erbracht ist bzw. die Vermögenswerte geliefert worden sind sowie damit der Gefahrenübergang stattgefunden hat, also wesentliche Chancen und Risiken des Eigentums auf den Käufer übergegangen sind und die Höhe der realisierbaren Umsätze verlässlich ermittelt werden kann. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde. Keine Umsätze werden ausgewiesen, wenn wesentliche Risiken bezüglich des Erhalts der Gegenleistung oder einer möglichen Warenrückgabe bestehen. Im Übrigen werden Umsätze unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatte ausgewiesen. Bei kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden die Umsätze nach dem Leistungsfortschritt realisiert „Percentage-of-Completion-Methode“. Dividenden werden vereinnahmt, wenn der Anspruch rechtlich entstanden ist. Zinsaufwendungen und - erträge werden zeitanteilig erfasst. Im Rahmen von Konsolidierungskreisänderungen werden erworbene Dividendenansprüche im Rahmen der Kapitalkonsolidierung erfolgsneutral erfasst. Nach IAS 20 dürfen Zuschüsse erst bilanziert werden, wenn die notwendigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind und zu erwarten ist, dass die Zuschüsse tatsächlich gewährt werden. Vermögenswertbezogene Zuschüsse werden grundsätzlich als Abzug von den Anschaffungs-/Herstellungskosten bilanziert. Sofern sich ein ertragsbezogener Zuschuss auf zukünftige Geschäftsjahre bezieht, wird er periodengerecht abgegrenzt und der Anteil für zukünftige Perioden in einen Abgrenzungsposten eingestellt. Wertminderungen von Vermögenswerten (Impairment Test)An jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte seiner immateriellen Vermögenswerte und seines Sachanlagevermögens, um festzustellen, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag geschätzt, um den Umfang des Wertminderungsaufwands festzustellen. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu der der Vermögenswert gehört. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der aus dem Vermögenswert zufließende Nutzen niedriger als dessen Buchwert ist. Der aus einem Vermögenswert zufließende Nutzen entspricht dem höheren Wert aus Nettoverkaufserlös und Ertragswert. Der Ertragswert bestimmt sich aus dem Barwert der zukünftigen dem Vermögenswert zuzuordnenden Zahlungsströme. Wenn der Grund für eine früher vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist, wird eine Zuschreibung vorgenommen. Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden, werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. FinanzrisikomanagementDurch seine Geschäftstätigkeit ist der Konzern verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt: dem Marktrisiko (beinhaltet Fremdwährungs-, Zins- und Marktpreisrisiko), dem Kredit- und dem Liquiditätsrisiko. Das übergreifende Risikomanagement des Konzerns ist auf die Unvorhersehbarkeit der Entwicklungen an den Finanzmärkten fokussiert und zielt darauf ab, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Das Risikomanagement erfolgt eigenständig durch die Tochter- und Beteiligungsgesellschaften der Salzgitter AG, entsprechend den vom Vorstand verabschiedeten Leitlinien. Das Management gibt in Schriftform sowohl die Prinzipien für das bereichsübergreifende Risikomanagement vor als auch Richtlinien für bestimmte Bereiche, wie zum Beispiel den Umgang mit dem Fremdwährungsrisiko, dem Zins- und Kreditrisiko, dem Einsatz derivativer und nicht-derivativer Finanzinstrumente sowie der Anlage von Liquiditätsüberschüssen. FremdwährungsrisikoDer Konzern ist international tätig und infolgedessen einem Fremdwährungsrisiko ausgesetzt, das auf den Wechselkursänderungen verschiedener Fremdwährungen basiert. Fremdwährungsrisiken entstehen aus erwarteten zukünftigen Transaktionen und bilanzierten Vermögenswerten und Schulden. Es entsteht, wenn Transaktionen auf eine Währung lauten, die nicht der funktionalen Währung des Unternehmens entspricht. Zur Absicherung solcher Risiken verwenden die Konzernunternehmen Terminkontrakte. Im Konzern wird bei Vorliegen einer effektiven Sicherungsbeziehung bei Abschluss der Transaktion die Sicherungsbeziehung zwischen Sicherungsinstrument und Grundgeschäft sowie das Ziel seines Risikomanagements und die zugrunde liegende Strategie dokumentiert. Im Konzern wird dann bei Beginn der Sicherungsbeziehung und danach fortlaufend die Einschätzung, ob die Derivate, die in der Sicherungsbeziehung verwendet werden, hocheffektiv die Änderungen des Zeitwertes oder der Cashflows des Grundgeschäfts kompensieren, überprüft. KreditrisikoIm Konzern bestehen keine signifikanten Konzentrationen hinsichtlich möglicher Kreditrisiken. Es existieren Handlungsvorschriften sowie ein effizientes Forderungsmanagement, die sicherstellen, dass Verkäufe nur getätigt werden, wenn der Kunde in der Vergangenheit ein angemessenes Zahlungsverhalten aufgewiesen hat. Verträge über derivative Finanzinstrumente und Finanztransaktionen werden nur mit Finanzinstituten erstklassiger Bonität abgeschlossen. Der Konzern hat eine Geschäftspolitik, die das Kreditrisiko im Hinblick auf die einzelnen Finanzinstitute auf einen bestimmten Betrag beschränkt. LiquiditätsrisikoEin vorsichtiges Liquiditätsmanagement schließt das Halten einer ausreichenden Reserve an flüssigen Mitteln und handelbaren Wertpapieren, die Möglichkeit zur Finanzierung durch einen adäquaten Betrag an zugesagten bilateralen Kreditlinien, langfristiger Konsortialfinanzierung sowie Anleihen und das Bestehen ungenutzter Kreditlinien ein. Cashflow- und Fair-Value-ZinsrisikoDas Zinsrisiko des Konzerns entsteht durch verzinsliche Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten mit variabler Verzinsung setzen den Konzern einem Cashflow-Zinsrisiko aus, das den Zinsaufwand bzw. die Zinserträge beeinflusst. Aus den festverzinslichen Verbindlichkeiten entsteht ein Fair-Value-Zinsrisiko, das sich jedoch nur bei einer Bilanzierung der Finanzinstrumente zu Zeitwerten bilanziell auswirkt. Weitere Ausführungen zum Risikomanagement der Salzgitter AG erfolgen im Rahmen des Risikoberichts. KapitalrisikomanagementDer Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Erträge der Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Dies dient auch dem Ziel, die Kosten der Kapitalbeschaffung zu reduzieren. Dabei wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können. Um die Kapitalstruktur beizubehalten oder zu optimieren, obliegt es dem Konzern, die Höhe der Dividendenzahlungen anzupassen, Kapitalrückzahlungen an die Anteilseigner zu tätigen, neue Aktien auszugeben oder Vermögenswerte zum Zwecke der Schuldenreduktion zu veräußern. Die Fremdkapitalstruktur (Nettoverschuldung/-guthaben) besteht aus kurz- und langfristigen Bankverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel und Wertpapieren. Weitere Ausführungen sind im Konzernlagebericht im Abschnitt IV.4. „Finanz- und Vermögenslage“ enthalten. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(1) Umsatzerlösescroll
Die Aufteilung der Umsatzerlöse enthält eine zusätzliche Darstellung nach Produktgruppen, die nicht der Segmentberichterstattung entspricht. Die Umsatzerlöse enthalten Erlöse nach der „Percentage-of-Completion-Methode“ in Höhe von 445,4 Mio. € (Vorjahr 359,3 Mio. €). (2) Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungenscroll
Die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen haben im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Vor allem die wesentlich höheren Erzeugnisbestände des Stahl- und des Röhrenbereiches bewirkten diesen Zugang. (3) Sonstige betriebliche Erträgescroll
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten konsolidierter Unternehmen. (4) Materialaufwandscroll
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beinhalten vorwiegend Aufwendungen für Einsatzstoffe, Hilfs- und Betriebsstoffe, Reserveteile, Energien und Werksgeräte. Bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen handelt es sich im Wesentlichen um umsatzbezogene Lohnarbeiten und auftragsbezogene Transportleistungen. Die Erhöhung des Materialaufwandes ist vor allem auf gestiegene Rohstoffpreise sowie auf die Umsatzausweitung zurückzuführen. (5) Personalaufwandscroll
Im Geschäftsjahr 2011 betrug die Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen im Salzgitter-Konzern 103,3 Mio. € (Vorjahr 104,3 Mio. €). Als Aufwendungen für leistungsorientierte Pensionszusagen werden Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Die Rückstellungszuführungen enthalten fast ausschließlich laufenden Versorgungsaufwand für im Geschäftsjahr erdiente Anwartschaften der Mitarbeiter. Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten nicht die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen, die unter den Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen wird. scroll
Von den Konzernmitarbeitern entfallen 652 (Vorjahr 677) auf Gemeinschaftsunternehmen. (6) Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und SachanlagenDie Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen wurden im Berichtsjahr planmäßig verrechnet und sind im Anlagespiegel dargestellt. Darüber hinaus wurden folgende Wertminderungsaufwendungen berücksichtigt: scroll
Die Wertminderungsaufwendungen werden nach den Vorschriften des IAS 36 ermittelt. Die Abschreibung erfolgte dabei auf den höheren Betrag von Nutzungswert oder Nettoveräußerungspreis. Ein Werthaltigkeitstest wird bei Geschäfts- und Firmenwerten sowie bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer mindestens jährlich, bei sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer nur bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte durchgeführt. Zur Ermittlung der Werthaltigkeit von Goodwills und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird im Salzgitter-Konzern grundsätzlich der Nettoveräußerungspreis herangezogen. Basis für die Ermittlung des Nettoveräußerungspreises ist die vom Management erstellte aktuelle Planung für die drei Folgejahre. Die Planungsprämissen werden jeweils an den aktuellen Erkenntnisstand angepasst; dem liegen allgemeine Wirtschafts- und Konjunkturdaten zugrunde, die durch eigene Einschätzungen ergänzt wurden. Die Ermittlung des Nettoveräußerungspreises erfolgte nach der Discounted-Cashflow-Methode unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 6,32 % (Vorjahr 6,30 %) für den Unternehmensbereich Technologie bzw. von 7,67 % p.a. (Vorjahr 7,40 % p.a.) für die übrigen Unternehmensbereiche. Eine Absenkung bzw. Anhebung des Zinssatzes für die Wertminderungsberechnung für Immaterielles und Sachanlagevermögen um 1 % bewirkt eine Absenkung des Gesamtwertminderungsbetrags um 17,3 Mio. € (Vorjahr 13,9 Mio. €) bzw. eine Erhöhung von 17,2 Mio. € (Vorjahr 13,5 Mio. €). (7) Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
In der Position „Verwaltungskosten einschl. Versicherungskosten, Gebühren, Honorare sowie Beratungskosten“ sind Versicherungsaufwendungen in Höhe von 31,7 Mio. € (Vorjahr 29,5 Mio. €), Aufwendungen für Gebühren, Honorare und Gutachten in Höhe von 13,8 Mio. € (Vorjahr 15,0 Mio. €) sowie Beratungskosten in Höhe von 17,4 Mio. € (Vorjahr 11,3 Mio. €) enthalten. Darüber hinaus ist in diesem Posten eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten der konsolidierten Unternehmen enthalten. (8) Beteiligungsergebnisscroll
(9) Ergebnis aus assoziierten Unternehmenscroll
Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen stammt im Wesentlichen von Aurubis AG, Hamburg, sowie Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg. (10) Abschreibungen auf finanzielle Vermögenswertescroll
Die Abschreibungen auf finanzielle Vermögenswerte betreffen im Geschäftsjahr überwiegend die beizulegenden Zeitwerte der Anteile an drei nicht konsolidierten Unternehmen. Basis für die Ermittlung des Nutzungswertes ist die vom Management erstellte aktuelle Planung für die drei Folgejahre. Die Planungsprämissen werden jeweils an den aktuellen Erkenntnisstand angepasst. Die Ermittlung des Nutzungswertes erfolgte nach der Discounted-Cashflow-Methode unter Zugrundelegung eines länder- und risikospezifischen Zinssatzes. (11) Finanzierungserträge/Finanzierungsaufwendungenscroll
Das im Jahresverlauf 2011 gestiegene Zinsniveau lag durchschnittlich über dem des Jahres 2010 und hat zu entsprechend höheren Zinserträgen geführt. scroll
Der Anstieg der sonstigen Zinsen ist insbesondere auf den zum Stichtag gestiegenen Fremdkapitalzinssatz und Aufzinsungseffekten. (12) Steuern vom Einkommen und Ertragscroll
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von -34,4 Mio. € betreffen das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die periodenfremden Ertragsteuern betreffen latente Steuererträge und tatsächliche Steueraufwendungen für Vorjahre. Die Erhöhung der laufenden Ertragsteuern resultiert im Wesentlichen aus veränderten steuerlichen Bemessungsgrundlagen. Danach entfallen auf das Inland 31,1 Mio. € Ertragsteuern. Der Anstieg der latenten Steuererträge auf insgesamt 75,2 Mio. € ist im Wesentlichen begründet durch die Neueinschätzung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge nach Änderung der gesellschaftsrechtlichen Struktur in einem inländischen Organkreis. Durch die Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verlustvorträge wurde der tatsächliche Steueraufwand um 2,3 Mio. € (Vorjahr 1,2 Mio. €) gemindert. Zukünftige Dividendenzahlungen führen zu keinen ertragsteuerlichen Konsequenzen. Für Körperschaftsteuerminderungsguthaben deutscher Gesellschaften sind Ansprüche in Höhe von 1,0 Mio. € (Vorjahr 1,1 Mio. €) bilanziert. Für Geschäftsvorfälle, die direkt das Eigenkapital beeinflusst haben, wurden latente Steuern in Höhe von 72,6 Mio. € (Vorjahr 124,3 Mio. €) erfasst. Die Veränderung der erfolgsneutralen latenten Steuern betrifft in Höhe von -56,0 Mio. € (Vorjahr 28,5 Mio. €) die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste. Auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzposten entfallen die folgenden bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern: scroll
Zusammensetzung der aktivierten Steuerersparnisse aus zukünftig realisierbaren Verlustvorträgen: scroll
Entwicklung der aktivierten Steuerersparnisse aus zukünftig realisierbaren Verlustvorträgen: scroll
Durch die ab 2004 in Deutschland eingeführte "Mindestbesteuerung" werden die steuerlichen Verlustvorträge bis zu einem Betrag von 1 Mio. € unbeschränkt, darüber hinaus nur noch zu 60% mit dem laufenden steuerlichen Ergebnis verrechnet. Für einige Inlandsgesellschaften wurden für gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1.370,1 Mio. € (Vorjahr 1.770,5 Mio. €) sowie körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1.974,1 Mio. € (Vorjahr 2.167,3 Mio. €) keine latenten Steuern aktiviert, da aus heutiger Sicht die Möglichkeit der Nutzung als unwahrscheinlich einzuschätzen ist. Für ausländische nicht werthaltige Verlustvorträge in Höhe von 137,5 Mio. € (Vorjahr 128,0 Mio. €) wurden ebenfalls keine aktiven latenten Steuern aktiviert. Davon sind 123,3 Mio. € (Vorjahr 113,0 Mio. €) unbegrenzt und 14,2 Mio. € (Vorjahr 15,0 Mio. €) begrenzt innerhalb der nächsten 5 Jahre bzw. 20 Jahre nutzbar. Zusätzlich wurden für in- und ausländische Gesellschaften auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 74,5 Mio. € (Vorjahr 35,5 Mio. €) keine aktiven latenten Steuern gebildet. Bei Konzerngesellschaften, die im laufenden oder vorherigen Geschäftsjahr steuerliche Verluste erzielt haben, sind im Berichtsjahr aufgrund zukünftig zu erwartender steuerpflichtiger Erträge latente Steueransprüche in Höhe von 164,7 Mio. € (Vorjahr 48,2 Mio. €) aktiviert. Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand (+) bzw. –ertrag (-): scroll
Der tatsächliche Ertragsteuerertrag von 34,4 Mio. € weicht gegenüber dem erwarteten Ertragsteueraufwand von 60,9 Mio. € um insgesamt 95,3 Mio. € ab. Dies resultiert im Wesentlichen aus Effekten aus der Neueinschätzung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge sowie aus steuerfreien Erträgen. Dem stehen gegenüber Effekte aus laufenden steuerlichen Verlusten, für die in der Bilanz keine latenten Steuern berücksichtigt wurden, und Hinzurechnungen steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen. (13) Anteil fremder Gesellschafter am Konzernjahresüberschussscroll
Der Anteil fremder Gesellschafter am Jahresergebnis entfällt im Geschäftsjahr auf folgende Gesellschaften:
Die im Vorjahr noch ausgewiesene Klöckner-Werke AG, Duisburg, ist auf Grund des inzwischen durchgeführten Squeeze Out der dortigen Minderheitsaktionäre hinfällig. Die Klöckner-Werke AG ist im Übrigen am 28. Oktober 2011 in Salzgitter Klöckner-Werke GmbH, Salzgitter, umgewandelt worden. (14) Ergebnis je AktieDas unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem auf die Aktionäre der Salzgitter AG entfallenden Konzernjahresüberschuss beziehungsweise Konzernjahresfehlbetrag und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Inhaberstückaktien ermittelt. Es errechnet sich gemäß IAS 33 mit 4,31 € (Vorjahr 0,55 €) je Aktie. Eine Verwässerung würde dann eintreten, wenn das Ergebnis je Aktie durch die Ausgabe potenzieller Aktien aus Options- und Wandelrechten vermindert wird. Derartige Rechte waren am Bilanzstichtag aus einer Wandelanleihe vorhanden. Es ergibt sich bei deren Berücksichtigung eine Verringerung des Gewinns je Aktie aus dem fortzuführenden Geschäft, wodurch diese Options- und Wandelrechte zu einer Verwässerung führen. Daher beträgt das verwässerte Ergebnis 4,22 € (Vorjahr 0,55 €) je Aktie. scroll
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Erläuterungen zur BilanzLangfristige Vermögenswerte(15) Immaterielle VermögenswerteDie Entwicklung der einzelnen Posten der immateriellen Vermögenswerte ist im Anlagespiegel dargestellt. Vom gesamten Bestand der aktivierten Entwicklungskosten wurden im Berichtsjahr 0,2 Mio. € planmäßig (Vorjahr 0,1 Mio. €) abgeschrieben. Die gesamten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtszeitraum 93,6 Mio. € (Vorjahr 92,4 Mio. €) einschließlich 14,7 Mio. € (Vorjahr 14,0 Mio. €) für Externe. Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen liegen nicht vor. (16) SachanlagenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Sachanlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. Aufteilung der Sachanlagen zu Buchwerten: scroll
Die Zugänge bei den technischen Anlagen und Maschinen resultieren überwiegend aus dem Investitionsprogramm des Unternehmensbereiches Stahl. Die Buchwerte der gemäß IAS 17 als Finanzierungsleasing aktivierten Vermögenswerte können nachfolgender Tabelle entnommen werden: scroll
Der Betrag der erfassten Wertminderungsaufwendungen ist unter Textziffer (6) dargestellt. Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen betragen zum Bilanzstichtag 8,2 Mio. € (Vorjahr 14,4 Mio. €). Öffentliche Zuwendungen in Höhe von 7,1 Mio. € (Vorjahr 3,0 Mio. €) wurden von den Anschaffungskosten der Sachanlagen abgesetzt. (17) Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienBei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien handelt es sich um unbebaute und bebaute Grundstücke, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder langfristigen Wertsteigerungen gehalten und nicht zu Produktions- oder Verwaltungszwecken gehalten werden. Die in den Vorjahren auf Basis der DCF-Methode ermittelten beizulegenden Werte stellen die Anschaffungskosten dar, die zum Stichtag fortgeführt worden sind. Die Immobilien setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Im Berichtszeitraum sind Mieterträge von 5,7 Mio. € (Vorjahr 0,6 Mio. €) angefallen. Die direkten betrieblichen Aufwendungen betrugen 4,4 Mio. € (Vorjahr 0,3 Mio. €) und sind im Wesentlichen für Objekte angefallen, für die im Berichtsjahr Mieteinnahmen erzielt wurden. Es bestehen zum Bilanzstichtag keine wesentlichen Verpflichtungen zur Durchführung von Reparaturen, Instandhaltung, Verbesserung etc. (18) Finanzielle VermögenswerteDie Entwicklung der einzelnen Posten der finanziellen Vermögenswerte ist im Anlagespiegel dargestellt. Aufteilung der finanziellen Vermögenswerte: scroll
Der Zugang der Anteile an verbundenen Unternehmen beruht auf dem Neuerwerb von Finanzanlagen an nicht konsolidierten Gesellschaften. Die sonstigen Ausleihungen entfallen im Wesentlichen auf Ausleihungen an nicht konsolidierte Unternehmen und Beteiligungsunternehmen. (19) Assoziierte Unternehmenscroll
Der Ansatz der Anteile an assoziierten Unternehmen „at equity“ hat sich gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr insbesondere aufgrund der positiven Jahresergebnisse der Gesellschaften sowie durch weitere Zukäufe an einem assoziierten Unternehmen um 112,5 Mio. € erhöht. Der beizulegende Zeitwert an der Aurubis AG zum 31. Dezember 2011 beträgt 463,1 Mio. € (Vorjahr 451,4 Mio. €). Der Anteil des Konzerns an seinen wesentlichen assoziierten Unternehmen stellt sich wie folgt dar: scroll
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(20) Latente ErtragsteueransprücheSofern die Realisierung von Steuervorteilen als wahrscheinlich gilt, besteht eine Aktivierungspflicht. Eine Verrechnung ist nur möglich, wenn die aktiven und passiven latenten Steuern fristenkongruent gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen. Nach Saldierung ergeben sich für das Geschäftsjahr 2011 folgende latente Steueransprüche und Steuerschulden: scroll
(21) Sonstige Forderungen und VermögenswerteDie langfristigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Finanzierungsleasing, die sich wie folgt zusammensetzen: scroll
In dieser Position werden die Geschäfte aus dem Finanzierungsleasing von Telekommunikationsanlagen bei zwei Tochtergesellschaften aus dem Unternehmensbereich Dienstleistungen ausgewiesen. Alle Geschäfte haben eine Restlaufzeit von weniger als fünf Jahren. Kurzfristige Vermögenswerte(22) Vorrätescroll
Bei allen Vorräten sind individuelle Bewertungsabschläge vorgenommen worden, sofern die aus ihrem Verkauf oder ihrer Verwendung voraussichtlich zu realisierenden Erlöse niedriger sind als die Buchwerte der Vorräte. Als Nettoveräußerungserlöse werden die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten angesetzt. Wenn die Gründe, die zu einer Abwertung der Vorräte geführt haben, nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Dies führte im Berichtszeitraum zu einer Zuschreibung von 22,1 Mio. € (Vorjahr 4,8 Mio. €). Vorräte werden entsprechend dem IAS 2 einzeln bewertet oder es wird die Durchschnittsmethode angewandt. Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzten Vorräte beträgt im Berichtsjahr 441,5 Mio. € (Vorjahr 325,0 Mio. €). Die in der Vorperiode zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Vorratsbestände wurden im Berichtsjahr nahezu vollständig verbraucht. Wertminderungen von Vorräten wurden in Höhe von 58,8 Mio. € (Vorjahr 31,1 Mio. €) als Aufwand erfasst. Für die ausgewiesenen Vorräte bestehen in Höhe von 18,1 Mio. € (Vorjahr 0,0 Mio. €) Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. (23) Forderungen aus Lieferungen und Leistungenscroll
Wertminderungsaufwendungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 24,8 Mio. € (Vorjahr 16,9 Mio. €) wurden für alle erkennbaren Einzelrisiken, das durch Erfahrungswerte gestützte Kreditrisiko sowie für besondere Länderrisiken vorgenommen. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von 10,4 Mio. € (Vorjahr 11,0 Mio. €) Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Diese entfallen im Wesentlichen auf die Forfaitierung von Forderungen. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf Ziffer (38) „Sonstige Verbindlichkeiten“. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund der „Percentage-of-Completion- Methode“ folgende Forderungen aus Auftragsfertigung enthalten: scroll
Bei den Forderungen aus Auftragsfertigung werden diejenigen kundenspezifischen Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo ausgewiesen, bei denen die angefallenen Herstellungskosten unter Berücksichtigung der Gewinnanteile und verlustfreier Bewertung die erhaltenen Anzahlungen übersteigen. (24) Sonstige Forderungen und Vermögenswertescroll
In den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten ist ein Betrag von 12,7 Mio. € (Vorjahr 22,3 Mio. €) enthalten, der erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entsteht. Für sonstige Forderungen bestehen in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr 0,0 Mio. €) Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Die kurzfristigen Forderungen aus Finanzierungsleasing setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Mieterträge werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Der Konzern vermietet als Leasinggeber unter Operating Lease im Wesentlichen gewerblich genutzte Immobilien. Die künftigen Mindestmieterträge aus diesen Verträgen betragen: scroll
In den Erträgen des laufenden Jahres sind 0,7 Mio. € (Vorjahr 1,7 Mio. €) als bedingten Mieterträge erfasst worden. (25) ErtragsteuererstattungsansprücheDie zum 31. Dezember 2011 bestehenden Ertragsteuererstattungsansprüche in Höhe von 71,1 Mio. € (Vorjahr 135,6 Mio. €) betreffen im Wesentlichen Kapitalertragsteuerforderungen zwei inländischer Konzerngesellschaften. Dem stehen langfristige Ertragsteuerschulden in Höhe von 207,4 Mio. € (Vorjahr 193,6 Mio. €) sowie kurzfristige Ertragsteuerschulden in Höhe von 40,6 Mio. € (Vorjahr 46,1 Mio. €) gegenüber. Erstattungsansprüche werden mit Steuerschulden saldiert, wenn ein einklagbares Recht, die bilanzierten Beträge gegeneinander aufzurechnen, besteht und ein Ausgleich auf Netto-Basis herbeigeführt werden soll. Voraussetzung hierfür ist, dass Steuererstattungsanspruch und Steuerschuld gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen und die Steuerbehörde eine Verrechnung gestattet. (26) WertpapiereUnter den Wertpapieren werden Aktien zur kurzfristigen Geldanlage sowie kurzfristige Termingelder und Fonds im Gesamtbetrag von 77,0 Mio. € (Vorjahr 377,5 Mio. €) ausgewiesen. Termingelder mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten werden unter den Wertpapieren ausgewiesen. (27) FinanzmittelDie Finanzmittel setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die hier ausgewiesenen Termingelder haben eine Laufzeit von weniger als drei Monaten. Eigenkapital(28) Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt unverändert 161.615.273,31 €. Für die insgesamt 60.097.000 Stückaktien ergibt sich ein rechnerischer Nennwert von je 2,69 €. Sämtliche Aktien sind gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz auf der Grundlage einer Ermächtigung der Hauptversammlung erworben worden (2.487.355 Stück Ermächtigung vom 26. Mai 2004, 462.970 Stück Ermächtigung vom 8. Juni 2006, 2.809.312 Stück Ermächtigung vom 21. Mai 2008 und 35.600 Stück Ermächtigung vom 27. Mai 2009, 214.463 Stück Ermächtigung vom 8. Juni 2010), um sie insbesondere für künftige Akquisitionen, die Erfüllung von Options- oder Wandlungsrechten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen oder zur Abgabe an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens verwenden zu können. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital in der Zeit bis zum 26. Mai 2014 um bis zu 80.807.636,65 € durch Ausgabe von bis zu 30.048.500 neuen auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2009). Dabei darf das Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zusammengerechnet jedoch nur um bis zu 32.323.054,66 € (20 % des Grundkapitals) durch Ausgabe von bis zu 12.019.400 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien erhöht werden. Die 20 %-Grenze verringert sich um den anteiligen Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- oder Wandlungsrechte bzw. Options- oder Wandlungspflichten aus Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen bzw. Kombinationen diese Instrumente beziehen, die seit dem 27. Mai 2009 unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben worden sind. Am 6. Oktober 2009 ist eine Wandelschuldverschreibung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegeben worden mit Wandlungsrechten auf bis zu 3.550.457 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien (5,9 % des Grundkapitals). Der Nennwert der von der Gesellschaft begebenen Wandelschuldverschreibungen betrug am Bilanzstichtag insgesamt 296.450.000 €. Sie verbriefen einen Zinsanspruch von 1,125 % p. a. sowie ein Recht auf Wandlung in Aktien der Gesellschaft zum Preis von 83,4963 €/Aktie, ausübbar bis zum 27. September 2016. Der Vorstand kann ferner bis zu 3.550.457 neue Aktien ausgeben, sofern die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen, welche die Gesellschaft am 6. Oktober 2009 begeben hat, von ihrem Wandlungsrecht, das bis zum 27. September 2016 ausgeübt werden kann, Gebrauch machen. Der Vorstand ist weiterhin aufgrund eines Beschlusses der Hauptversammlung vom 8. Juni 2010 ermächtigt, bis zum Ablauf des 7. Juni 2015 eigene Aktien der Gesellschaft mit einem auf sie entfallenden Anteil von bis zu 10% am Grundkapital zu erwerben. Von dieser Ermächtigung ist im Geschäftsjahr 2010 Gebrauch gemacht worden. (29) KapitalrücklageVon der Kapitalrücklage in Höhe von unverändert 238,6 Mio. € entfallen 115,2 Mio. € auf ein anlässlich einer Kapitalerhöhung am 1. Oktober 1970 eingebrachtes Agio. Weitere 54,4 Mio. € stehen im Zusammenhang mit einer in 2009 begebenen Wandelschuldverschreibung. Im Rahmen der Entflechtungsvereinbarung wurden der Salzgitter AG von der Preussag AG Vermögenswerte von jeweils 0,51 € verkauft. Diese Vermögenswerte wurden zum Zeitpunkt des Erwerbs mit ihren beizulegenden Werten (49,1 Mio. €) bilanziert und die Differenzbeträge in die Kapitalrücklage eingestellt. (30) GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen enthalten Einstellungen aus den Ergebnissen des Geschäftsjahres oder früherer Jahre und Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen, denen insbesondere Verrechnungen aktiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung von bis zum 30. September 1995 erworbenen Tochterunternehmen gegenüberstehen. Daneben enthalten die Gewinnrücklagen weitere Bestandteile, die direkt im Eigenkapital gemäß den Vorschriften des IASB erfasst wurden. Bei der Salzgitter AG bestehen keine satzungsmäßigen Bestimmungen zur Bildung von Rücklagen. In den Gewinnrücklagen sind Unterschiede aus der Währungsumrechnung in Höhe von –15,0 Mio.€ (Vorjahr -14,5 Mio.€) enthalten. Die Wertänderungsrücklage aus den finanziellen Vermögenswerten/Finanzinstrumenten beträgt –12,9 Mio.€ (Vorjahr –6,4 Mio.€). Die Veränderung beruht vor allem auf dem gesunkenen Marktwert eines börsennotierten indischen Produktionsunternehmens aus dem Unternehmensbereich Röhren. Gemäß den Regelungen des IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer“ werden sämtliche Pensionsverpflichtungen bilanziert und die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste direkt im Eigenkapital erfasst. Zum Bilanzstichtag sind versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 415,4 Mio. € (Vorjahr 421,3 Mio. €) nach Abzug latenter Steuern direkt im Eigenkapital erfasst. Aus den assoziierten Unternehmen entstehen erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen in Höhe von 8,3 Mio. € (Vorjahr – 5,4 Mio. €). Die Salzgitter AG hielt am Bilanzstichtag unverändert 6.009.700 eigene Aktien. Auf sie entfallen unverändert 16.161.527,33 € (= 10,00 %) des Grundkapitals. Die eigenen Aktien werden zum Bilanzstichtag unverändert in Höhe von 369,7 Mio. € direkt vom Eigenkapital abgezogen. (31) BilanzgewinnFür Ausschüttungen an die Aktionäre der Salzgitter AG ist gemäß deutschem Handelsrecht das Ergebnis des deutschen handelsrechtlichen Jahresabschlusses der Salzgitter AG maßgeblich. Im Salzgitter- Konzernjahresabschluss wird der Bilanzgewinn in gleicher Höhe wie im Abschluss der Salzgitter AG ausgewiesen. Die Überleitung vom Konzernjahresüberschuss zum Bilanzgewinn der Salzgitter AG ist in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Der Hauptversammlung der Salzgitter AG wird vorgeschlagen, für das Geschäftsjahr 2010 eine Dividende von 0,45 € je Aktie (= 27,1 Mio. € bezogen auf das nominale Grundkapital von rund 161,6 Mio. €) aus dem Bilanzgewinn der Salzgitter AG auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Bezogen auf den XETRA-Schlusskurs der Salzgitter-Aktie am 31. Dezember 2011 von 38,63 € errechnet sich eine Dividendenrendite von 1,2 % (Vorjahr 0,6 %). Sofern die Gesellschaft am Tag der Hauptversammlung eigene Anteile hält, werden die Gewinnverwendungsvorschläge in der Versammlung dementsprechend angepasst, da eigene Anteile nicht gewinnberechtigt sind. (32) Anteil fremder Gesellschafter am EigenkapitalDer Posten enthält die Anteile fremder Gesellschafter am gezeichneten Kapital, an den offenen Rücklagen sowie an den Gewinnen und Verlusten der einbezogenen Konzernunternehmen. Die Anteile fremder Gesellschafter am Eigenkapital entfallen auf:
Die im Vorjahr noch ausgewiesene Klöckner-Werke AG, Duisburg, ist auf Grund des inzwischen durchgeführten Squeeze Out der dortigen Minderheitsaktionäre hinfällig. Im Übrigen ist die Klöckner-Werke AG im Rahmen eines Formwechsels in die Salzgitter Klöckner-Werke GmbH, Salzgitter, umgewandelt worden. In der Gewinn- und Verlustrechnung ist anteilsmäßig das Ergebnis unter der Position „Anteile fremder Gesellschafter am Konzernjahresüberschuss“ ausgewiesen. Langfristige Schulden(33) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenIn Deutschland besteht eine beitragsorientierte gesetzliche Grundversorgung der Arbeitnehmer, die die Rentenzahlungen in Abhängigkeit vom Einkommen und von den geleisteten Beiträgen übernimmt. Mit Zahlung der Beiträge an die staatlichen Rentenversicherungsträger und privatrechtlichen Pensionskassen bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen werden als Aufwand der Periode erfasst. Daneben bestehen im Salzgitter-Konzern leistungsorientierte Versorgungszusagen, von denen ein geringer Teil fondsfinanziert ist. Das Planvermögen diesbezüglich besteht im Wesentlichen aus Lebensversicherungen und Rückdeckungsversicherungen. In Bezug auf die nicht fondsfinanzierten Versorgungszusagen existieren im Inland Kollektiv- und Einzelzusagen. Die Mitarbeiter der inländischen Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns erhalten eine Altersversorgung (Kollektivzusage), der im Wesentlichen eine im Dezember 2006 abgeschlossene Konzernbetriebsvereinbarung zugrunde liegt. Im Rahmen der in dieser Vereinbarung gewährten Versorgungszusage bringt der Arbeitgeber jährlich einen Versorgungsbeitrag in ein Versorgungskonto ein. Die Höhe des sich daraus ergebenden Versorgungsbausteins richtet sich nach Alter sowie versorgungsfähigem Jahreseinkommen des Mitarbeiters im jeweiligen Beitragsjahr. Im Leistungsfall steht dem Mitarbeiter bzw. seinen Hinterbliebenen eine monatliche Rente zu. Hinsichtlich der vor dem Inkrafttreten der Konzernbetriebsvereinbarung begründeten Ansprüche auf Altersversorgung (leistungsorientierte Versorgungszusagen) bestehen Übergangsregelungen. Für leitende Mitarbeiter der Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns bestehen Einzelzusagen im Wesentlichen aufgrund der Leistungsordnungen des Essener Verbandes. In den ausländischen Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns existieren nur in unwesentlicher Höhe Versorgungszusagen. Die versicherungsmathematischen Gewinne (—) und Verluste (+) haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Die Unterschiede zwischen erwartetem und tatsächlichem Verlauf (experience adjustment) stellen sich wie folgt dar (Gewinn +/Verlust –): scroll
Die im Periodenergebnis erfassten Aufwendungen für leistungsorientierte Altersversorgungspläne setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Als Aufwendungen für leistungsorientierte Pensionszusagen werden Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Der Rückstellungsbetrag in der Bilanz ermittelt sich wie folgt: scroll
Die Entwicklung des Planvermögens stellt sich folgendermaßen dar: scroll
Die Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts stellt sich wie folgt dar: scroll
Die Pensionsrückstellungen umfassen den gesamten Anwartschaftsbarwert. (34) Sonstige RückstellungenIn der folgenden Tabelle wird die Entwicklung der sonstigen kurzfristigen und der sonstigen langfristigen Rückstellungen dargestellt. scroll
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Für das Vorjahr ergeben sich folgende Vergleichszahlen: scroll
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Die Restrukturierungsaufwendungen des Jahres belaufen sich insgesamt auf 16,1 Mio. €, wovon 12,6 Mio. € auf eine Erhöhung der Rückstellung für Sozialpläne, ein Betrag von 1,0 Mio. € auf eine Erhöhung der Restrukturierungsrückstellungen und 2,5 Mio. € auf laufende Aufwendungen für Restrukturierung zurückzuführen sind. Die Auflösungen aus Restrukturierungsrückstellungen betrugen 12,4 Mio. € im Jahr 2011. Die langfristigen sonstigen Rückstellungen wurden mit 4,50 % p.a. (Vorjahr 4,00 %) abgezinst. Die Zuschüsse für im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen ausscheidende Mitarbeiter werden als Vermögenswert in Höhe von 12,7 Mio. € (Vorjahr 14,7 Mio. €) aktiviert und nicht mit den Rückstellungen verrechnet. Rückstellungen für betriebstypische Risiken werden insbesondere für Entsorgungs- und Rekultivierungsverpflichtungen gebildet. Die Rückstellungen für übrige Risiken enthalten hauptsächlich Vorsorgen für Preisnachlässe/Reklamationen, Prozessrisiken, Gewährleistungen und Risiken aus schwebenden Geschäften. Fristigkeiten der sonstigen Rückstellungen: scroll
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(35) Langfristige Finanzschuldenscroll
Die unter den langfristigen Finanzschulden ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing ergeben sich aus folgenden Tabellen: scroll
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Die langfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die Anmietung von technischen Anlagen und Maschinen. Kurzfristige Schulden(36) Kurzfristige Finanzschuldenscroll
Die unter den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing ergeben sich aus folgender Tabelle: scroll
Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die Anmietung von technischen Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. (37) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungenscroll
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund der „Percentage-of-Completion-Methode“ folgende Verbindlichkeiten aus Auftragsfertigung enthalten: scroll
Unter den Verbindlichkeiten aus Auftragsfertigung werden die Fertigungsaufträge mit passivischen Salden ausgewiesen, bei denen die erhaltenen Anzahlungen die Herstellungskosten einschließlich Gewinn- und Verlustanteilen übersteigen. (38) Sonstige Verbindlichkeitenscroll
Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten sind 89,7 Mio. € (Vorjahr 53,2 Mio. €) durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert. Die übrigen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von 14,8 Mio. € (Vorjahr 10,7 Mio. €) Schulden, die im Rahmen von Forfaitierungs-Programmen entstanden sind. Mit Unterstützung der Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf, hat die Salzgitter Mannesmann International GmbH, Düsseldorf, konzernfremde Außenfinanzierungen vorgenommen und Forderungen von umgerechnet 8,4 Mio. € (Vorjahr 7,7 Mio. €) verkauft, die weiterhin bei der Gesellschaft bilanziert werden. Darüber hinaus hat die Salzgitter Mannesmann International (USA) Inc., Houston, per 31. Dezember 2011 Forderungen in Höhe von umgerechnet 5,1 Mio. € (Vorjahr 3,0 Mio. €) verkauft und die erhaltenen Mittel als Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Klöckner DESMA Elastomertechnik GmbH, Fridingen hat Forderungen in Höhe von 1,3 Mio. € verkauft, die weiterhin in der Gesellschaft ausgewiesen werden. Die erhaltenen Mittel werden als Verbindlichkeiten ausgewiesen. (39) HaftungsverhältnisseHaftungsverhältnisse sind nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten, die in Höhe der Valutierung am Bilanzstichtag ausgewiesen werden. Die gesamte Höhe beträgt 128,4 Mio. € (Vorjahr 140,2 Mio. €). Innerhalb der Haftungsverhältnisse bestehen Bürgschaften und Garantien mit insgesamt 82,5 Mio. € (Vorjahr 100,5 Mio. €). Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit als gering einzuschätzen. Die Salzgitter AG oder eine ihrer Konzerngesellschaften sind nicht an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage haben könnten. Für mögliche finanzielle Belastungen aus Gerichts- oder Schiedsverfahren sind von der jeweiligen Konzerngesellschaft in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden. (40) Sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
Die übrigen finanziellen Verpflichtungen betreffen vor allem langfristige Abnahmeverpflichtungen der Gesellschaften des Unternehmensbereiches Stahl für die Sicherstellung des Vormaterialbezugs für Rohstoffe und Seefrachten. Aufgrund der derzeitigen Marktsituation ist diese Angabe für die Beurteilung der Finanzlage relevant. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Pachtverträgen stellen sich wie folgt dar: scroll
(41) FinanzinstrumenteZum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 ergibt sich folgende Überleitung der Bilanzpositionen auf die verschiedenen Kategorien von Finanzinstrumenten: scroll
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Innerhalb des Postens „Wertpapiere“ werden Geldmarktfonds in der Kategorie „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 ergab sich folgende Überleitung der Bilanzpositionen auf die verschiedenen Kategorien von Finanzinstrumenten: scroll
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Die Marktwerte der langfristigen Forderungen wurden durch Abzinsung der zukünftigen Zahlungsströme mit den am Bilanzstichtag festgestellten Marktzinssätzen ermittelt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzmittel verfügen größtenteils über kurze Restlaufzeiten, weshalb deren Buchwerte zum Abschlussstichtag dem Fair Value entsprechen. Der Fair Value der sonstigen Forderungen entspricht dem Barwert der mit den Vermögenswerten verbundenen Cashflows. Dabei werden die Zinsparameter der Zinsstrukturkurve berücksichtigt. Die Wertpapiere sind börsennotiert und werden auf Grundlage des Börsenkurses zum Bilanzstichtag bewertet. Ebenso wird bei börsennotierten Unternehmensanteilen der finanziellen Vermögenswerte vorgegangen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten, somit stellen die bilanzierten Werte die Fair Values dar. Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen und kurzfristigen Finanzschulden werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der Zinsstrukturkurve sowie des Credit-Spreads der Salzgitter AG ermittelt. Der Buchwert der derivativen Finanzinstrumente entspricht dem Marktwert. Die Marktnähe der in die Ermittlung der Fair Values von Finanzinstrumenten eingehenden Daten ist in den folgenden Tabellen dargestellt. Level 1 bedeutet, dass ein Börsen- oder Marktpreis für das jeweilige Finanzinstrument vorliegt. Für die Kategorisierung in Level 2 ist Bedingung, dass ein Börsen- oder Marktpreis für ein ähnliches Finanzinstrument vorliegt bzw. dass die Berechnungsparameter auf Daten aus beobachtbaren Märkten basieren. Werden Bewertungsmethoden angewendet, für die die signifikanten Eingangsparameter nicht aus Daten aus beobachtbaren Märkten resultieren, wird die Datenermittlung Level 3 zugeordnet. In der Kategorie „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ befinden sich in Höhe von 81,3 Mio. € (Vorjahr 63,7 Mio. €) finanzielle Vermögenswerte, die nicht am Markt notiert sind und für die kein verlässlicher Fair Value zu ermitteln ist. Darüber hinaus befinden sich in dieser Kategorie Finanzmittel in Höhe von 946,2 Mio. € (Vorjahr 1.574,3 Mio. €). Fair-Value-Ermittlung Aktiva: scroll
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Fair-Value-Ermittlung Passiva: scroll
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Zur Abdeckung wesentlicher Teile des Risikos von Forderungsausfällen und zur Nutzung eines besonderen Auskunftsdiensts bestehen Kreditversicherungen bei den einzelnen Konzerngesellschaften. Die Kreditversicherung erstreckt sich bei den Gesellschaften des Unternehmensbereiches Stahl nicht auf die Umsatztätigkeit mit Direkthändlern und Unternehmen der Eisen- und Stahlindustrie, für die Globalsicherheiten über die Delkrederestelle Stahl bestellt sind. Das Ausfallrisiko der Finanzinstrumente entsteht aus der Kategorie „Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen“. Am Bilanzstichtag stellt sich das Ausfallrisiko im Vergleich zum Vorjahr folgendermaßen dar: scroll
Zusätzlich bestehen Ausfallrisiken bei zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten in Höhe der positiven Marktwerte der Derivate sowie bei Leasingforderungen in Höhe der bilanzierten Werte, für die das Ausfallrisiko nicht abgesichert ist. Innerhalb der Wertpapiere sind keine Commercial Paper mit einer Restlaufzeit von mehr als 3 Monaten ausgewiesen (Vorjahr 150,0 Mio. €). Die Analyse des Alters der Finanzinstrumente, die zum Abschlussstichtag in Höhe von 209,5 Mio. € (Vorjahr 145,7 Mio. €) überfällig, aber nicht wertgemindert sind, ergab Folgendes: scroll
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Ein Betrag von 87,4 Mio. € (Vorjahr 59,9 Mio. €) der überfälligen nicht wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte der Kategorie „Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen“ ist durch Kreditversicherungen gesichert. Nicht wertberichtigte Beträge, die seit mehr als 90 Tagen überfällig sind, betreffen in der Regel Stammkunden, bei denen der Zahlungseingang wie in den Vorjahren nicht in Frage steht. Im Berichtsjahr wurden im Salzgitter-Konzern für die Vermögenswerte der Kategorie „Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen“ Wertminderungen in Höhe von 27,8 Mio. € (Vorjahr 29,5 Mio. €) sowie Wertaufholungen und Auflösungen von Wertberichtigungen in Höhe von 8,9 Mio. € (Vorjahr 25,3 Mio. €) erfasst. Eine Wertminderung finanzieller Vermögenswerte der Kategorie „Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen“ wird vorgenommen, sobald objektive Hinweise auf eine Wertminderung wie beispielsweise erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder Vertragsbruch vorliegen. Die Wertminderungen werden erfolgswirksam im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen. Wertaufholungen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Für die Vermögenswerte, die weder überfällig noch wertgemindert sind, wird von einer jederzeitigen Einbringlichkeit ausgegangen. Die Nettoergebnisse der Kategorien stellen sich wie folgt dar: scroll
Das Nettoergebnis der Kategorie „Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte/Verbindlichkeiten“ enthält im Wesentlichen die Ergebniseffekte aus der Stichtagsbewertung von eingebetteten Derivaten, kurzfristigen Wertpapieren und Devisentermingeschäften. In den Kategorien „Vom Unternehmen ausgereichte Darlehen und Forderungen“ und „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ sind Zinserträge in Höhe von 34,0 Mio. € (Vorjahr 24,5 Mio. €) enthalten. Zinsaufwendungen in Höhe von 31,8 Mio. € (Vorjahr 31,9 Mio. €) sind der Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten“ zugeordnet. Daneben sind in diesen Kategorien Effekte aus Währungsumrechnung und Wertminderung enthalten. Im Berichtsjahr wurden keine Gewinne (Vorjahr 0,1 Mio. €) aus dem Abgang von zu Anschaffungskosten bewerteten nicht konsolidierten Gesellschaften erzielt. Verluste aus dem Abgang entstanden im Geschäftsjahr 2011 in Höhe von 2,1 Mio. € (Vorjahr keine). Für die zum Bilanzstichtag erfassten Vermögenswerte der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ wurden im Berichtsjahr erfolgswirksame Wertberichtigungen von 3,1 Mio. € (Vorjahr 2,7 Mio. €) erfasst. Für nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente entstanden Aufwendungen für den Finanz- und Geldverkehr in Höhe von 16,1 Mio. € (Vorjahr 9,9 Mio. €), die sofort erfolgswirksam erfasst wurden. Die Entwicklung der Wertänderungsrücklage von Finanzinstrumenten der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbar“ stellt sich wie folgt dar: scroll
Die Wertänderung in Höhe von 7,9 Mio. € im Geschäftsjahr 2011 betrifft im Wesentlichen die Anteile an einem indischen Produktionsunternehmen der Röhrenindustrie. Der Salzgitter-Konzern wendete Hedge Accounting nach IAS 39 im Geschäftsjahr 2011 ausschließlich für Devisentermingeschäfte an. Dabei wurden die Währungsrisiken im Rahmen von Cashflow Hedges gesichert. Die entsprechenden Marktwerte gestalteten sich wie folgt: scroll
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Die im Rahmen von Cashflow Hedges gesicherten Grundgeschäfte werden generell innerhalb der nächsten 12 Monate nach dem Bilanzstichtag erfolgswirksam. Die Entwicklung der Cashflow-Hedge-Rücklage, die erfolgsneutral im Eigenkapital verbucht wurde, zeigt die folgende Aufstellung: scroll
Die Effektivität aller Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Berichtsstichtag überprüft. Dabei werden die kumulierten Wertänderungen des Grundgeschäfts mit den kumulierten Wertänderungen des Sicherungsgeschäfts verglichen. Im Geschäftsjahr entstanden Ineffektivitäten aus Cashflow Hedges in geringfügiger Höhe. Für Fremdwährungsforderungen bestehen Kurssicherungen über verschiedene Banken durch den Abschluss von Devisentermingeschäften. Die betreffenden Ansprüche sind zum jeweils vereinbarten Kurs angesetzt. Es wurden sowohl Sicherungsbeziehungen für feste Verpflichtungen als auch für erwartete zukünftige Transaktionen begründet. Das Nominalvolumen der derivativen Finanzinstrumente ist die unsaldierte Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge, bewertet zum jeweiligen Erfüllungskurs. Die Marktwerte wurden grundsätzlich auf Basis der Verhältnisse am Bilanzstichtag ermittelt, und zwar zu den Werten, zu denen die betreffenden derivativen Finanzgeschäfte gehandelt bzw. notiert wurden, ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Der zu bilanzierende Zeitwert der Derivate ergibt sich aus der Bewertung des gesicherten Fremdwährungsbetrages mit der Kursdifferenz zwischen dem Kurs bei Abschluss des Termingeschäfts und dem Terminkurs am Bilanzstichtag; dieser Betrag wird entsprechend der Restlaufzeit auf den Bilanzstichtag abgezinst. Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Währungsderivate sind zum Ende des Berichtsjahres und des Vorjahres die folgenden wesentlichen Zinssätze eingeflossen: scroll
Die Liquiditätsstruktur sämtlicher finanzieller Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar: scroll
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Zum 31. Dezember 2011 stehen den Auszahlungen aus Derivaten in Höhe von 647,2 Mio. € (Vorjahr 798,4 Mio. €) Einzahlungen in Höhe von 643,5 Mio. € (Vorjahr 788,7 Mio. €) gegenüber. Derivate haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. SensitivitätsanalyseNach IFRS 7 ist für die systematische Darstellung der Marktpreisrisiken, denen das Unternehmen am Bilanzstichtag ausgesetzt ist, eine Sensitivitätsanalyse zu erstellen. Ziel dieser Sensitivitätsanalyse ist die Ermittlung der Auswirkungen von hypothetischen Änderungen relevanter Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital der Gesellschaft. Zur Bestimmung der Auswirkungen dieser Risikovariablen auf die Finanzinstrumente sind zum Bilanzstichtag die Effekte hypothetischer Änderungen der Risikovariablen auf den Marktwert und die Zahlungsströme der Finanzinstrumente zu ermitteln. Der Salzgitter-Konzern ist verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Im Sinne der Sensitivitätsanalyse des IFRS 7 sind dies Zinsrisiken, Wechselkursrisiken und sonstige Preisrisiken. Für die Zinsrisiken wird im Rahmen der Sensitivitätsanalyse eine Veränderung des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte unterstellt. Bei den Währungsrisiken wird eine Schwankung der jeweiligen funktionalen Währung der Konzerngesellschaften um 10 % gegenüber den Fremdwährungen angenommen. Die sonstigen Preisrisiken ergeben sich für den Salzgitter-Konzern aus Veränderungen von Rohstoffpreisen oder Börsenindices. Hier werden die Auswirkungen einer Änderung der jeweiligen Preisnotierungen um 10 % berechnet. Die Ermittlung der Sensitivitäten erfolgte durch Banken oder interne Berechnungen anhand anerkannter Methoden (zum Beispiel Black-Scholes, Heath-Jarrow-Morton). Der Bestand der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag ist repräsentativ für das Geschäftsjahr. scroll
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(42) Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung weist für die Geschäftsjahre 2011 und 2010 entsprechend IAS 7 die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Die Kapitalflussrechnung ist nach der indirekten Methode aus dem Konzernabschluss der Salzgitter AG abgeleitet. Der verwendete Finanzmittelfonds setzt sich aus Kassenbeständen, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. Im Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit sind die Erträge und Aufwendungen aus Anlagenabgängen eliminiert. Die Zinseinnahmen betragen 27,2 Mio. € (Vorjahr 20,8 Mio. €). Die im Mittelabfluss für die Investitionstätigkeit ausgewiesenen Investitionen enthalten die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie zu den Finanzanlagen. Neben einer Vielzahl von Rationalisierungs- und Ersatzinvestitionen, die vorwiegend der Verbesserung, Erneuerung und Sicherung der Produktionsanlagen und Informationsverarbeitungssysteme dienen, zielen verschiedene Großinvestitionen wie das Investitionsprogramm im Stahlbereich auf die Weiterentwicklung des Qualitätsniveaus der Produkte sowie auf eine Erweiterung des Produktspektrums ab. Die Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen betreffen im Wesentlichen die Ausleihung an die HKM GmbH, den Erwerb weiterer Anteile an der Aurubis AG sowie den Erwerb der Stahl- Metall-Service Gesellschaften. Der Erwerb von Minderheitenanteilen wird im Finanzierungs-Cashflow dargestellt. Die Ein- und Auszahlungen aus/für Geldanlagen umfassen diverse Geldmarkt- und Rentenfonds. Die Zinsauszahlungen sind ausschließlich der Finanzierungstätigkeit zugeordnet. Die Einzahlungen aus Beteiligungsergebnissen im Geschäftsjahr 2011 belaufen sich auf 16,6 Mio. € (Vorjahr 22,4 Mio. €). (43) Erläuterungen zur SegmentberichterstattungDie Segmentierung des Salzgitter-Konzerns in fünf Unternehmensbereiche folgt der internen Steuerung und Berichterstattung des Konzerns. In der Segmentberichterstattung sind die Geschäftsaktivitäten des Salzgitter-Konzerns entsprechend der nach unterschiedlichen Produkten bzw. Dienstleistungen gegliederten Konzernstruktur den Unternehmensbereichen Stahl, Handel, Röhren, Dienstleistungen und Technologie zugeordnet. Die Salzgitter AG als Management-Holding, die Zwischenholding Salzgitter Mannesmann GmbH, die Salzgitter Finance B.V. sowie die Aurubis AG sind keinem Unternehmensbereich zugeordnet. Der Unternehmensbereich Stahl stellt hochwertige Marken- und Spezialstähle her. Hauptprodukte sind Warmbreitband und Feinblech, Profilstähle und Spundwände sowie Grobbleche, Bauelemente, Platinen und Tailored Blanks. Im Unternehmensbereich Röhren werden vor allem Pipelinerohre, HFI-geschweißte Rohre, Präzisrohre und Edelstahlrohre gefertigt. Der Unternehmensbereich Handel sorgt über ein dichtes europäisches Vertriebsnetz sowie weltweit angesiedelte Handelsgesellschaften und Vertriebsbüros für die Vermarktung der Produkte und Leistungen des Salzgitter-Konzerns. Die Gesellschaften des Unternehmensbereiches Dienstleistungen sind überwiegend für den Konzern tätig. Das Leistungsspektrum umfasst dabei die Bereiche Informationsverarbeitung, Telekommunikationsdienstleistungen, Schrotthandel, Umschlag und Lagerung von Massenschüttgütern, Transportleistungen sowie weitere Dienstleistungen unter anderem für die Automobilindustrie. Der Unternehmensbereich Technologie betätigt sich vor allem im Geschäftsfeld Abfüll- und Verpackungstechnik. Die Umsätze zwischen den Segmenten werden grundsätzlich zu marktüblichen Bedingungen – wie sie auch bei Geschäften mit fremden Dritten zugrunde liegen – getätigt. Das betriebliche Segmentvermögen und die betrieblichen Segmentschulden setzen sich aus den betriebsnotwendigen Vermögenswerten bzw. dem Fremdkapital – ohne verzinsliche Ansprüche sowie ohne Ertragsteuerforderungen und -verbindlichkeiten – zusammen. Die geographische Zuweisung der Umsätze folgt dem Sitz des Rechnungsempfängers. Von den langfristigen Vermögenswerten entfallen 2.804,7 Mio. € (2010: 2.621,2 Mio. €) auf das Inland und 194,9 Mio. € (2010: 175,5 Mio. €) auf Drittländer. Weitere 419,7 Mio. € (2010:448,9 Mio. €) betreffen nicht einem Segment zugeordnete konsolidierte Einheiten. Im Geschäftsjahr 2011 und im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10% der Umsatzerlöse des Salzgitter-Konzerns getätigt. Die Überleitung der Summe des Segmentvermögens und der Segmentschulden zur Bilanzsumme des Konzerns sowie die Überleitung der Summe der Segmentumsätze und Segmentergebnisse zum Konzernumsatz bzw. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Konzerns ergeben sich aus folgenden Übersichten: scroll
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Die anderen Umsätze, Periodenergebnisse, Vermögen und Schulden entfallen auf die Gesellschaften Salzgitter AG, Salzgitter Mannesmann GmbH und Salzgitter Finance B.V., die nicht einem operativen Segment zuzuordnen sind. Im Segmentvermögen sind im Wesentlichen Finanzmittel sowie in den Segmentschulden die Pensionsrückstellungen der Holdinggesellschaften ausgewiesen. Ebenfalls ist die Beteiligungen Aurubis AG keinem operativen Segment zugeordnet. (44) Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und PersonenNeben den Geschäftsbeziehungen zu – in den Konzernabschluss einbezogenen – vollkonsolidierten und quotenkonsolidierten Gesellschaften existieren Beziehungen zu assoziierten Unternehmen und Beteiligungen, die als nahe stehende Unternehmen nach IAS 24 zu qualifizieren sind. Wesentliche Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zwischen Gesellschaften des Konsolidierungskreises und der nahe stehenden Gesellschaft des Salzgitter-Konzerns: scroll
Offene Posten aus Lieferungen und Leistungen aus dem Kauf bzw. Verkauf von Waren und Dienstleistungen zwischen Gesellschaften des Konsolidierungskreises und der nahe stehenden Gesellschaft des Salzgitter-Konzerns: scroll
Gegenüber der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg besteht eine langfristige Kreditforderung in Höhe von 40,0 Mio. €. Die empfangenen Lieferungen und Leistungen umfassen im Wesentlichen Lieferungen von Vormaterial zur Großrohrproduktion. Es bestehen Haftungsverhältnisse gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Gesellschaften in Höhe von 60,2 Mio. € (Vorjahr 42,1 Mio. €). Vergütung für Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen: scroll
Daneben erhielten die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats, die Arbeitnehmer im Salzgitter-Konzern sind, Bezüge im Rahmen ihres Anstellungsverhältnisses. Deren Höhe entsprach dabei einer angemessenen Vergütung für entsprechende Funktionen und Aufgaben im Konzern. (45) Angaben zu den für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honoraren gemäß § 314 Nr. 9 HGBscroll
Darüber hinaus sind bei weiteren Abschlussprüfern Aufwendungen in Höhe von 0,5 Mio. € (Vorjahr 0,5 Mio. €) für die Prüfung der Jahresabschlüsse konsolidierter Inlandsgesellschaften sowie keine (Vorjahr 0,1 Mio. €) für sonstige Beratungsleistungen an inländische Konzerngesellschaften entstanden. (46) Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sindVorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, werden im Lagebericht erläutert. (47) Verzicht auf Offenlegung und Erstellung eines Lageberichts nach § 264 Abs. 3 oder § 264 b HGBNachfolgende vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaften haben die gemäß § 264 Abs. 3 oder § 264 b HGB erforderlichen Bedingungen erfüllt und sind deshalb von der Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen und Erstellung eines Lageberichts befreit:
(48) Aufsichtsrat und VorstandFür die Wahrnehmung ihrer Aufgaben erhielten die Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 6,4 Mio. € (Vorjahr 6,7 Mio. €). Davon entfielen auf leistungsabhängige Bestandteile der Vergütung 3,1 Mio. € (Vorjahr 3,4 Mio. €). Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitgliedern des Vorstands betragen 18,3 Mio. € (Vorjahr 19,4 Mio. €). Frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene bezogen für das Geschäftsjahr insgesamt 1,8 Mio. € (Vorjahr 1,4 Mio. €). Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind mit insgesamt 26,5 Mio. € (Vorjahr 19,0 Mio. €) zurückgestellt. Aufsichtsratsmitglieder erhielten für das Geschäftsjahr insgesamt 1,2 Mio. € (Vorjahr 1,2 Mio. €). Die Vergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats der Salzgitter AG ist im Konzernlagebericht und Lagebericht der Salzgitter AG im Abschnitt I.2. „Leitung und Kontrolle“ offengelegt. (49) Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Salzgitter, den 5. März 2012 Der Vorstand Fuhrmann Becker Eging Groschke Nonn Schneider Organe der GesellschaftVorstandProf. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann Vorsitzender seit 1. Februar 2011 Stellvertretender Vorsitzender bis 31. Januar 2011 Finanzen bis 31. Januar 2011 a)
b)
Prof. Dr.- Ing. E. h. Wolfgang Leese Vorsitzender bis 31. Januar 2011 a)
Burkhard Becker seit 1. Februar 2011 Finanzen a)
b)
Wolfgang Eging Unternehmensbereich Röhren Vorsitzender des Vorstands der Mannesmannröhren-Werke GmbH a)
b)
Heinz Groschke Unternehmensbereich Handel Vorsitzender des Vorstands der Salzgitter Mannesmann Handel GmbH a)
b)
Johannes Nonn Unternehmensbereich Stahl Vorsitzender des Vorstands der Salzgitter Stahl GmbH a)
b)
Peter-Jürgen Schneider Personal Unternehmensbereich Dienstleistungen a)
b)
a)
= Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu
bildenden Aufsichtsräten i. S. d. § 125 AktG AufsichtsratRainer Thieme Vorsitzender Vorsitzender der Geschäftsführung der Wilhelm Karmann GmbH i. R. a)
Dr. Hans-Jürgen Urban Stellvertretender Vorsitzender seit 26. August 2011 Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Industriegewerkschaft Metall a)
Jürgen Peters Stellvertretender Vorsitzender bis 25. August 2011 Erster Vorsitzender der Industriegewerkschaft Metall i. R.
Manfred Bogen bis 30. September 2011 Betriebsratsvorsitzender der EUROPIPE GmbH bis 30. September 2011 a)
Bernhard Breemann seit 1. Januar 2012 Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH, Gladbeck a)
Hasan Cakir Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Flachstahl GmbH a)
Ulrich Dickert Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes Deutschland GmbH
Karl Ehlerding Geschäftsführer der KG Erste „Hohe Brücke 1“ Verwaltungs-GmbH & Co. a)
Hannelore Elze Gewerkschaftssekretärin des Vorstands der Industriegewerkschaft Metall, Zweigbüro Düsseldorf a)
Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Jürgen Hesselbach Präsident der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig a)
Ulrich Kimpel Betriebsratsvorsitzender der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH
Dr. Dieter Köster Vorsitzender des Vorstands der Köster Holding AG
Bernd Lauenroth seit 26. August 2011 Gewerkschaftssekretär des Vorstands der Industriegewerkschaft Metall, Zweigbüro Düsseldorf a)
Frank Markowski seit 1. Oktober 2011 Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Präzisrohr GmbH a)
Dr. Arno Morenz Vorsitzender des Vorstands der Aachener Rückversicherung AG i. R. Mitglied des Präsidiums der DSW Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V. seit 10. November 2011 a)
b)
Hartmut Möllring Finanzminister des Landes Niedersachsen a)
b)
Udo Pfante bis 31. Dezember 2011 Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH bis 31. Dezember 2011 a)
Prof. Dr. Hannes Rehm Präsident der IHK Industrie- und Handelskammer Hannover Vorsitzender des Vorstands der Norddeutsche Landesbank – Girozentrale i. R. a)
Dr. Rudolf Rupprecht Vorsitzender des Vorstands der MAN AG i. R. a)
Christian Schwandt Konzern-Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Aktiengesellschaft Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der SZST Salzgitter Service und Technik GmbH a)
Dr. Werner Tegtmeier Staatssekretär a. D. im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung a)
Dr. Johannes Teyssen Vorsitzender des Vorstands der E.ON AG a)
Helmut Weber Gesamtbetriebsratsvorsitzender der KHS GmbH a)
Prof. Dr. rer. nat. Dr.-Ing. E. h. Martin Winterkorn Vorsitzender des Vorstands der Volkswagen AG Vorsitzender des Vorstands der Porsche Automobil Holding SE a)
b)
a)
= Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu
bildenden Aufsichtsräten i. S. d. § 125 AktG Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Konzernlageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzenden nach § 315a Abs.1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, den 5. März 2012 PricewaterhouseCoopers Thomas Stieve, Wirtschaftsprüfer Prof. Dr. Mathias Schellhorn, Wirtschaftsprüfer |
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