![]() Salzgitter AGSalzgitterKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014A. Konzernlagebericht und Lagebericht Geschäftsjahr 2014der Salzgitter AGGrundlagen des KonzernsI. Unternehmen und Organisation1. Konzernstruktur und GeschäftstätigkeitDer Salzgitter-Konzern zählt mit 7 Mio. t Rohstahlkapazität, über 25.000 Mitarbeitern sowie 9 Mrd. € Außenumsatz im Jahr 2014 zu den führenden Stahltechnologie- und Anlagenbau-Konzernen Europas. Weltweit gehören fast 200 Tochter- und Beteiligungsgesellschaften zum Salzgitter-Konzern. Globale Präsenz![]() Unsere Kernkompetenzen liegen in der Produktion von Walzstahl- und Röhrenerzeugnissen sowie deren Weiterverarbeitung und dem Handel mit diesen Produkten. Zudem sind wir erfolgreich im Sondermaschinen- und Anlagenbau tätig. Stahl und Technologiescroll
Unter Führung der Salzgitter AG (SZAG) als Holding ist der Konzern seit 1. Januar 2014 in die fünf Geschäftsbereiche Flachstahl, Grobblech / Profilstahl, Energie, Handel und Technologie untergliedert. Alle wesentlichen Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns sind unter der Zwischenholding Salzgitter Klöckner-Werke GmbH (SKWG) gebündelt. Auf diese Weise können wir unter anderem ein zentrales und uneingeschränktes Finanzmanagement für den Konzern durchführen. Die SZAG steuert über die Zwischenholding Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG) die SKWG sowie sämtliche Beteiligungen als Management-Holding, wobei der Vorstand der SZAG mit dem Vorstand der SMG sowie der Geschäftsführung der SKWG personenidentisch ist. Die Leitung und Kontrolle des Konzerns wird somit von den verantwortlichen Organen der SZAG (Vorstand, Aufsichtsrat) wahrgenommen. Seit dem 1. Januar 2014 werden die Aktivitäten der Geschäftsbereiche von Geschäftsbereichsleitern koordiniert, die in Personalunion zugleich auch operative Geschäftsführer einer großen Gesellschaft ihres Bereiches sind. Vorstand und Geschäftsbereichsleiter bilden die neue Konzerngeschäftsleitung. So wird sichergestellt, dass die Aktivitäten der Gesellschaften bereichsübergreifend, aber zugleich nah am operativen Geschäft koordiniert und gesteuert werden. Rechtliche EinflussfaktorenDie industrielle Produktion wird von den vor Ort geltenden rechtlichen Vorschriften maßgeblich beeinflusst. Da der Konzern zum größten Teil in Deutschland und in weiteren europäischen Ländern produziert, sind für das damit verbundene Geschäft insbesondere die deutschen Steuervorschriften sowie die Umweltschutzvorschriften Deutschlands und der Europäischen Union von Bedeutung. Die Struktur des Salzgitter-Konzerns ist in der nachfolgenden Grafik dargestellt. Eine detaillierte Auflistung der Beteiligungen finden Sie im "Anhang" Weitere Informationen zu den einzelnen Geschäftsbereichen enthält das Kapitel "Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Rahmenbedingungen der Geschäftsbereiche". Geschäftsbereiche![]() GB = Geschäftsbereich Stand August 2014 2. Leitung und KontrolleVorstandDie Mitglieder des Vorstands der Salzgitter AG (SZAG) werden vom Aufsichtsrat bestellt; er kann die Bestellung widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft, leitet sie und führt ihre Geschäfte in eigener Verantwortung. Einschränkend ist festgelegt worden, dass bestimmte Arten von Geschäften nur mit Genehmigung des Aufsichtsrats vorgenommen werden dürfen. Die Hauptversammlung kann über Fragen der Geschäftsführung nur dann entscheiden, wenn der Vorstand es verlangt. Dem Vorstand der SZAG gehörten im Geschäftsjahr 2014 nachfolgend aufgeführte Mitglieder an: Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg FuhrmannVorsitzender scroll
Burkhard BeckerFinanzen scroll
Wolfgang EgingGeschäftsbereich Energie bis 30. September 2014 Vorsitzender des Vorstands der Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim/Ruhr scroll
Heinz GroschkeGeschäftsbereich Handel bis 30. September 2014 Vorsitzender des Vorstands der Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf scroll
Michael KieckbuschPersonal scroll
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Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden
Aufsichtsraten i. S. d. § 125 AktG KonzerngeschäftsleitungProf. Dr.-Ing. Heinz Jörg FuhrmannVorsitzender Burkhard BeckerFinanzen Wolfgang EgingGeschäftsbereich Energie Ulrich GretheGeschäftsbereich Flachstahl Heinz GroschkeGeschäftsbereich Handel bis 30. September 2014 Michael KieckbuschPersonal Prof. Dr.-Ing. Matthias NiemeyerGeschäftsbereich Technologie Dr.-Ing. Roger SchlimGeschäftsbereich Grobblech / Profilstahl Prof. Dr. jur. Gerd SchölerGeschäftsbereich Handel seit 1. Oktober 2014 AufsichtsratRainer ThiemeVorsitzender Vorsitzender der Geschäftsführung der Wilhelm Karmann GmbH i. R., Osnabrück scroll
Dr. Hans-Jürgen UrbanStellvertretender Vorsitzender Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Industriegewerkschaft Metall, Frankfurt am Main scroll
Konrad AckermannGesamtbetriebsratsvorsitzender der KHS GmbH, Dortmund scroll
Bernhard BreemannGesamtbetriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH, Gladbeck scroll
Ulrike BrouziMitglied des Vorstands Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover scroll
Annelie BuntenbachGeschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bundesvorstands des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) , Berlin ■ keine Mitgliedschaft in anderen Gremien Hasan CakirVorsitzender des Konzernbetriebsrats der Salzgitter AG, Salzgitter Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter scroll
Ulrich DickertBetriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes Deutschland GmbH, Remscheid scroll
Dr. Thea DückertMitglied des Bundestages a. D. Gastdozentin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Department für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, Oldenburg scroll
Karl EhlerdingGeschäftsführer der KG Erste "Hohe Brücke 1" Verwaltungs-GmbH & Co., Hamburg scroll
Roland FlachVorsitzender des Vorstands der Klöckner-Werke AG i.R., Duisburg Vorsitzender des Vorstands der KHS AG i. R., Dortmund scroll
Gabriele Handkeab 1. März 2015 stellvertretende Betriebsratsvorsitzende der Peiner Träger GmbH, Peine ■ keine Mitgliedschaft in anderen Gremien Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Jürgen HesselbachPräsident der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, Braunschweig scroll
Ulrich KimpelBetriebsratsvorsitzender der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg scroll
Dr. Dieter KösterGeschäftsführender Gesellschafter der HomeStead GmbH & Co. KG, Osnabrück Vorsitzender des Vorstands der Köster Holding AG i.R., Osnabrück scroll
Bernd LauenrothGewerkschaftssekretär des Vorstands der Industriegewerkschaft Metall, Zweigbüro Düsseldorf scroll
Thomas Lehnebis 28. Februar 2015 Betriebsratsvorsitzender der SZST Salzgitter Service und Technik GmbH, Salzgitter, bis 31. März 2014 Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter, seit 1. Juni 2014 scroll
Volker MittelstädtBetriebsratsvorsitzender der Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg, seit 14. März 2014 scroll
Prof. Dr. Hannes RehmPräsident der IHK Industrie- und Handelskammer, Hannover Vorsitzender des Vorstands Norddeutsche Landesbank Girozentrale i. R., Hannover ■ keine Mitgliedschaft in anderen Gremien Peter-Jürgen SchneiderFinanzminister des Landes Niedersachsen scroll
Dr. Werner TegtmeierStaatssekretär a. D. im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung scroll
Dr. Johannes TeyssenVorsitzender des Vorstands der E.ON SE, Düsseldorf scroll
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Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden
Aufsichtsraten i. S. d. § 125 AktG Ausschüsse des AufsichtsratsPräsidiumRainer Thieme, Vorsitzender Hasan Cakir Peter-Jürgen Schneider Dr. Hans-Jürgen Urban PrüfungsausschussProf. Dr. Hannes Rehm, Vorsitzender Konrad Ackermann Bernd Lauenroth Rainer Thieme StrategieausschussRainer Thieme, Vorsitzender Hasan Cakir Ulrich Kimpel Prof. Dr. Hannes Rehm Peter-Jürgen Schneider Dr. Hans-Jürgen Urban NominierungsausschussPeter-Jürgen Schneider Rainer Thieme Vergütung von Vorstand und AufsichtsratDas Vergütungssystem des VorstandsDie Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder bemisst sich nach ihrer Aufgabe und persönlichen Leistung sowie nach dem Erfolg des Unternehmens. Ihre Höhe orientiert sich insgesamt an der Üblichkeit der Vergütung im Vergleichsumfeld. Nach dem derzeitigen Vergütungssystem besteht die Vergütung aus folgenden Komponenten: einer festen jährlichen Grundvergütung, auszuzahlen in gleichen monatlichen Teilbeträgen; Nebenleistungen, im Wesentlichen bestehend aus der Gewährung der privaten Nutzung eines Dienstwagens, einer variablen jährlichen Vergütung sowie einer Pensionszusage. Die variable Vergütung bemisst sich zu einem Teil nach der persönlichen Leistung des Vorstandsmitglieds im betreffenden Geschäftsjahr, gemessen an der Erreichung vereinbarter persönlicher Ziele, und zu einem Teil nach dem Unternehmenserfolg, gemessen an der erzielten Verzinsung des eingesetzten Kapitals des Konzerns (ROCE/Return on Capital employed) im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Mit der mehrjährigen Bemessungsgrundlage werden Anreize für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung gegeben. Der ergebnisabhängige Teil ist nach oben begrenzt (Cap) . Die zugesagte Pensionszahlung hängt von der Dauer der Konzernzugehörigkeit ab und beträgt maximal 60 % der festen Grundvergütung. Die variablen Vergütungskomponenten sind dafür ohne Bedeutung. Der Zahlungsanspruch besteht ab Vollendung des 65. Lebensjahres. Herr Prof. Dr.-Ing. Fuhrmann wird, falls er nach vollendetem 59. Lebensjahr auf Wunsch der Gesellschaft oder nach vollendetem 62. Lebensjahr auf eigenen Wunsch ausscheidet, so gestellt, als ob er das 65. Lebensjahr vollendet hätte. Für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit aufgrund Kontrollwechsels haben die Vorstandsmitglieder Anspruch auf eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung für die noch nicht abgelaufene Laufzeit ihres Anstellungsvertrages, wobei dieser Anspruch auf den Wert von drei Jahresvergütungen begrenzt ist. Für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund haben die Vorstandsmitglieder Anspruch auf die vereinbarte Vergütung bis zum Ablauf des Vertrages; dieser Anspruch ist jedoch begrenzt auf den Wert von zwei Jahresvergütungen (feste Grundvergütung und variable Vergütung) . Den einzelnen Vorstandsmitgliedern sind weder im Geschäftsjahr 2014 noch für das Vorjahr von Dritten im Hinblick auf ihre Tätigkeit als Vorstandsmitglieder Leistungen zugesagt oder gewährt worden. Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder (Gewährte Zuwendungen für das Jahr)scroll
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Dienstzeitaufwand nach IAS 19 Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder (Zufluss für das Jahr)scroll
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Dienstzeitaufwand nach IAS 19 Die Gesamtvergütungen der im Geschäftsjahr 2014 aktiven Vorstandsmitglieder für ihre Tätigkeit im Berichtsjahr betrugen insgesamt 5.000 T€ (Vorjahr 5.988 T€, einschließlich der Gesamtvergütungen der im Geschäftsjahr 2013 ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Nonn und Schneider) . Pensionenscroll
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unter Einbeziehung einer gegen Vergütung
übernommenen Versorgungszusage des Vorarbeitgebers Das Vergütungssystem des AufsichtsratsSeit Beginn der Amtsperiode des derzeitigen Aufsichtsrats am 23. Mai 2013 erhalt - entsprechend einem Beschluss der Hauptversammlung 2013 - jedes Mitglied des Aufsichtsrats pro Geschäftsjahr ein Fixum von 60.000 €. Die feste Vergütung beträgt für den stellvertretenden Vorsitzenden das Doppelte und für den Vorsitzenden das Dreifache. Zudem bekommt jedes Mitglied für Ausschusstätigkeiten 5.000 €, die jeweiligen Ausschussvorsitzenden und die Mitglieder des Prüfungsausschusses 10.000 € sowie der Vorsitzende des Prüfungsausschusses 30.000 €. Dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dessen Stellvertreter wird eine Mitgliedschaft in Ausschüssen nicht vergütet. Pro Sitzungsteilnahme wird ein Sitzungsgeld von 500 € gezahlt; die Mitwirkung an einer fernmündlichen Konsultation und Beschlussfassung gilt nicht als Sitzungsteilnahme. In der vorangegangenen Amtsperiode des Aufsichtsrats galt zuletzt - entsprechend einem Beschluss der Hauptversammlung 2010 - folgende Vergütungsregelung: Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhielt eine Jahresvergütung bestehend aus einer festen und einer variablen Komponente. Die feste Grundvergütung betrug 40.000 € je Aufsichtsratsmitglied. Der variable Teil war auf die nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet und betrug 300,00 € je volle 5 Mio. € auf denjenigen Teil des Ergebnisses vor Steuern und vor Abzug der Anteile fremder Gesellschafter im Konzernabschluss der Gesellschaft (EBT) , der im Durchschnitt der letzten drei Geschäftsjahre (zu vergütendes Jahr einschließlich) 150 Mio. € überstieg. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhielt das Zweifache und der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache des sich aus der Addition der jeweiligen Vergütungskomponenten ergebenden Betrags. Die jährliche Gesamtvergütung aus den beiden Komponenten war beim Vorsitzenden des Aufsichtsrats auf 160.000 €, beim stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats auf 120.000 € und bei den weiteren Mitgliedern des Aufsichtsrats auf 80.000 € begrenzt. Zusätzlich wurden jedem Mitglied Sitzungsgelder gezahlt und gegebenenfalls Ausschussmitgliedschaften vergütet. Vergütung der einzelnen Aufsichtsratsmitgliederscroll
Darüber hinaus erhielten folgende Aufsichtsratsmitglieder Vergütungen für Aufsichtsratsmandate bei Tochtergesellschaften: scroll
Die gewerkschaftsangehörigen Arbeitnehmervertreter haben erklärt, ihre Vergütung nach den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbundes an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen. 3. Erklärung zur UnternehmensführungDie Erklärung zur Unternehmensführung entspricht dem Corporate Governance-Bericht und ist im Internet unter http://www.salzgitter-ag.de/de/Investor_Relations/Corporate_Governance/ jederzeit zugänglich. 4. MitarbeiterUnsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten entscheidende Beiträge für den Bestand und zur Entwicklung des Salzgitter-Konzerns. Daher schaffen wir ein gesundes Arbeitsumfeld, investieren gezielt in die Nachwuchssicherung und fördern unsere Beschäftigten durch attraktive Entwicklungsmöglichkeiten. Ziel ist es, eine motivierende Arbeitsumgebung zu bieten, in der jeder seine Talente bestmöglich einbringen kann. Dies trägt dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit des Salzgitter-Konzerns angesichts der aktuellen unternehmerischen Herausforderungen und der veränderten demografischen Bedingungen zu erhalten. Entwicklung der Belegschaftscroll
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2013 restated Am 31. Dezember 2014 umfasste die Stammbelegschaft des Salzgitter-Konzerns 23.555 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - das waren 109 Personen oder 0,5 % mehr als zum Ende des Geschäftsjahres 2013. Der Vergleichswert ist an die neue Konzernstruktur angepasst worden und berücksichtigt die Effekte der quotalen Neukonsolidierung der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM) mit 894 sowie der quotalen Entkonsolidierung der EUROPIPE-Gruppe (EP-Gruppe) mit 612 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Der Anstieg unserer Stammbelegschaft in 2014 war auf die im dritten Quartal erfolgte Neukonsolidierung diverser Konzerngesellschaften zurückzuführen, wodurch insgesamt 340 Beschäftigte erstmals in der Personalstatistik erfasst wurden. Über die Anpassungen hinaus, die wir im Rahmen von "Salzgitter AG 2015" realisierten, beeinflussten weitere Entwicklungen die Höhe unserer Belegschaft. Neben den erwähnten Effekten der Konsolidierungskreisveränderungen wuchs die Zahl der Betriebsangehörigen in den KHS-Auslandsgesellschaften aufgrund der Erweiterung des Geschäftsfelds und entsprechend der strategischen Ausrichtung. Auch die gute Auslastungssituation der Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes-Gruppe (MST-Gruppe) führte zu einem Regionale Verteilung Stammbelegschaft![]() Personalmehrbedarf. Unter Berücksichtigung der Ausbildungsverhältnisse und der Personen in passiver Altersteilzeit betrug die Gesamtbelegschaft des Salzgitter-Konzerns 25.529 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Am Ende des Jahres beschäftigten wir 945 Leiharbeitnehmer, dies entsprach 3,9 % der Summe aus Stamm- und Leiharbeitskräften. Die Verringerung gegenüber dem Vorjahreswert, der um die Konsolidierungseffekte 2014 bereinigt wurde, lag bei acht Personen. Während am 31. Dezember 2013 noch 520 Belegschaftsmitglieder von Kurzarbeit betroffen waren, sank die Anzahl zum Jahresende 2014 auf drei. Der Personalaufwand belief sich 2014 auf 1.601,3 Mio. € und lag damit 0,9 % über dem des Vorjahres. Erhöhend wirkten Tarifsteigerungen und die Erweiterung des Konsolidierungskreises; Effekte des Reorganisationsprogramms "Salzgitter AG 2015" hingegen kompensatorisch. "Salzgitter AG 2015"Die Umsetzung des Konzepts "Salzgitter AG 2015" verläuft insgesamt wie geplant. Bis zum 31. Dezember 2014 realisierten wir 76 % des Abbaupotenzials, das wir auf mehr als 1.500 Stellen im Konzern beziffert hatten. Die Personalanpassungen nehmen wir weitestgehend sozialverträglich vor. Grundlage der Umsetzung ist ein Zukunftsvertrag, der bereits 2013 zwischen Vorstand und Arbeitnehmervertretern unter Begleitung der IG Metall geschlossen wurde. Seit dem Programmstart waren die bestimmenden Instrumente der Abschluss von Aufhebungsverträgen und die Nutzung natürlicher Fluktuation. Strukturelle Schwerpunkte lagen 2014 bei der Peiner Träger GmbH (PTG) und der Salzgitter Mannesmann Precision-Gruppe (SMP-Gruppe) . Im Rahmen des Programms "Salzgitter AG 2015" haben wir im Personalwesen zahlreiche Maßnahmen zur Prozessoptimierung entwickelt. So werden konzernweit "Centers of Excellence" aufgebaut, in denen Expertenwissen zu bestimmten Themen gebündelt wird. Sie sollen zukünftig strategische, konzeptionelle sowie beratende Dienstleistungen für die angeschlossenen Konzernunternehmen bereitstellen und nach Vorgaben der Konzernmutter handeln. Hierbei wird an bereits bestehende Strukturen angeknüpft, indem die neuen Einheiten in die Konzerngesellschaften integriert werden. Wir rechnen mit einer effizienteren Nutzung vorhandener Ressourcen und einer größeren Standardisierung der Abläufe. Zur Abwicklung von Basisprozessen des Personalbereiches hatten wir zuvor bereits Shared-Services-Strukturen in der Renten- und Entgeltabrechnung, korrespondierend mit solchen im Rechnungswesen, eingerichtet. Um die konzernweite Zusammenarbeit zu fördern und die Umsetzung der Personalstrategie stärker zu koordinieren, haben wir bei Abschluss des Zukunftsvertrages die Etablierung eines Human-Resource-(HR-) Board vereinbart. Das Gremium tagte erstmals im abgelaufenen Geschäftsjahr. Teilnehmer sind die Arbeitsdirektoren der Berichts- und Führungsgesellschaften der Geschäftsbereiche sowie der Konzernarbeitsdirektor. Das HR-Board erarbeitet die Grundsätze und Leitlinien der Personalpolitik, außerdem erörtert es aktuelle bereichsübergreifende Themen. Bestandteil des Zukunftsvertrages ist darüber hinaus eine gemeinsame Erklärung des Konzernvorstands und der Arbeitnehmervertreter, den Herausforderungen des demografischen Wandels Lösungen auf der betrieblichen Ebene entgegenzusetzen. Entsprechende Strategien entwickelt die Salzgitter AG (SZAG) innerhalb ihres konzernweiten Projekts "GO - Die Generationen-Offensive 2025 der Salzgitter AG" bereits seit 2005. Angestrebt wird eine Weiterentwicklung der etablierten Maßnahmen im fortgesetzten Dialog mit den Arbeitnehmervertretungen. Hierzu stehen das HR-Board und der Konzernbetriebsrat in einem engen Austausch. Weitere Informationen zum Programm "Salzgitter AG 2015" enthalt das Kapitel "Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie" Tarifabschlüsse im InlandDie westdeutsche Stahlindustrie hat im Juli 2014 einen Tarifvertrag geschlossen, den später auch das Tarifgebiet Ost übernommen hat. Die Einigung beinhaltet eine Steigerung der Löhne und Gehälter um 2,3 % ab 1. Juli 2014 sowie weitere 1,7 % ab 1. Mai 2015. Die Ausbildungsvergütungen sind für alle Ausbildungsjahre einheitlich vom 1. Juli 2014 an um 36 € monatlich erhöht worden. Der Vertrag kann frühestens zum 31. Oktober 2015 gekündigt werden. Für die Beschäftigten der PTG werden die jeweiligen Anpassungen mit sechsmonatiger Verzögerung umgesetzt. Tarifzugehörigkeit Konzern (Inland)![]() Der Tarifvertrag in der Metall- und Elektroindustrie endete am 31. Dezember 2014. Am 24. Februar 2015 erzielten die baden-württembergischen Tarifvertragsparteien einen Pilotabschluss, der eine Erhöhung der Entgelte zum 1. April 2015 um 3,4 % und eine Mindestlaufzeit bis 31. März 2016 vorsieht. Für die Monate Januar bis März 2015 erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung von 150 €, Auszubildende eine Pauschale von 55 €. Für einen Großteil der Gesellschaften des Geschäftsbereiches Handel wurde mit Wirkung ab 1. Juni 2014 die bereits 2013 vereinbarte Erhöhung der Effektiventgelte um 1,8 % realisiert. NachwuchssicherungDie SZAG setzt auf vielfältige und vorwiegend langfristig angelegte Aktivitäten, um qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen. Angebote zur Berufs- und Studienorientierung vermitteln bereits Kindern und Jugendlichen Einblicke in technische sowie naturwissenschaftliche Arbeitsgebiete. Neben dem persönlichen Kontakt auf Informationstagen oder Hochschulmessen sind Schulpartnerschaften, Hochschulkooperationen, aber auch die umfassende Betreuung von Praktikanten weitere zentrale Bausteine unserer Nachwuchssicherung. Schulabgänger können sich für eine Ausbildung in einem der 29 Berufe und dualen Studiengänge bewerben, die in den Konzerngesellschaften deutschlandweit angeboten werden. Der Schwerpunkt liegt im technischen Bereich, außerdem bilden wir in kaufmännischen Berufen, IT und Logistik aus. Ende 2014 bereiteten sich konzernweit 1.251 junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch eine Ausbildung oder ein duales Studium auf den Berufsstart vor. Darüber hinaus beschäftigten wir 297 Praktikanten, Werkstudenten sowie Trainees. Damit lag die Ausbildungsquote wieder über dem eigenen Bedarf. So sichern wir nicht nur unseren Nachwuchs, sondern leisten auch einen gesellschaftspolitischen Beitrag. Ebenso wie die Ausbildung junger Menschen gehört die Einstellung von Hochschulabsolventen zu den wichtigsten Maßnahmen, um dem prognostizierten Fachkräftemangel in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen zu begegnen. Die Studie "Best Recruiters" zeichnete die SZAG für die Qualität ihrer Recruiting-Prozesse mit dem ersten Platz in der Branche Eisen/Metall aus. Im Gesamtvergleich aller Wirtschaftszweige erreichten wir den 14. Platz von über 500 untersuchten Arbeitgebern deutschlandweit. Getestet wurden unter anderem der Umgang mit Initiativbewerbungen, die telefonische Erreichbarkeit, Inhalte der Karriere-Websites, Online-Stellenanzeigen und Social-Media-Aktivitäten. PersonalentwicklungFür die SZAG ist die berufliche Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine wichtige Investition in die Zukunft. Die Förderung der Nachwuchs-, Fach- und Führungskräfte haben wir daher 2014 konsequent fortgesetzt. Unsere konzernweiten Programme bauen aufeinander auf und richten sich je nach Berufserfahrung und Dauer der Betriebszugehörigkeit an unterschiedliche Zielgruppen. Nachdem wir 2012 unser Personalentwicklungskonzept um ein Mentoringprogramm für Frauen ergänzt haben, ist im abgelaufenen Geschäftsjahr der zweite Turnus dieses Angebotes gestartet. Qualifizierte Mitarbeiterinnen werden in ihrer Führungslaufbahn wirksam unterstützt. Ergänzend haben wir 2014 das Orientierungsprogramm "Karrierewege für Frauen" entwickelt, das im Januar 2015 begonnen hat. Es richtet sich an Frauen in jeder Funktion und leistet Orientierung bei der Entscheidung, ob diese eine Fach- oder Führungslaufbahn im Konzern einschlagen möchten. Fort- und WeiterbildungWir wollen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in allen Phasen ihres Berufslebens eine kontinuierliche Qualifizierung und Förderung bieten. Mit dem neu geschaffenen Center of Excellence "Weiterbildung" besitzen wir einen eigenen Bereich im Konzern, der für die in Salzgitter, Peine und Ilsenburg ansässigen Konzerngesellschaften Bildungsleistungen systematisch bündelt und zukünftig vermehrt strategische sowie konzeptionelle Dienstleistungen zur Verfügung stellen wird. Dieser der Beruflichen Bildung der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) angeschlossene Bereich bietet außerdem fachspezifische und überfachliche Schulungen, individuelle Trainings nach Kundenwunsch sowie - ergänzend zu den Personalentwicklungsprogrammen im Konzern - Seminare für operative Führungskräfte an. Arbeitssicherheit und Betriebliches GesundheitsmanagementDie Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellt für uns ein hohes und schützenswertes Gut dar. Aus diesem Verständnis heraus wird Arbeitssicherheit und betriebliches Gesundheitsmanagement konsequent betrieben und umgesetzt. Unsere Verantwortung ergibt sich sowohl aus der Verpflichtung für das Wohl und die körperliche Unversehrtheit der eigenen Beschäftigten als auch der Mitarbeiter von Partnerfirmen, der Kunden, Lieferanten und Besucher. Dank intensiver Anstrengungen im Arbeitsschutz haben wir in der Vergangenheit die technischen und organisatorischen Bedingungen optimiert. So konnte mittlerweile die Anzahl der Unfälle, die dadurch verursacht sind, sehr stark reduziert werden. Der Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt deshalb aktuell auf Maßnahmen zur Einstellungs- und Verhaltensänderung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Führungskräfte. Beispielhaft ist die Initiative "EUVIA" (Einstellungs- und Verhaltensänderung im Arbeitsschutz) der Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) . Sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch die Führungskräfte, sensibilisieren wir systematisch in Schulungen gegenüber der Bedeutung ihres Verhaltens. Darauf aufbauend haben wir bei MGB 2014 auf breiter Basis Seminare zur Beobachtungs- und Gesprächstechnik gestartet. Diese richten sich an alle Beschäftigten mit Weisungsbefugnis und geben ihnen Werkzeuge an die Hand, um die Sicherheitskultur im Betrieb durch eine gezielte Gesprächsführung zu erhöhen. Zu den Schwerpunkten unseres umfassenden betrieblichen Gesundheitsmanagements zählten auch im Jahr 2014 Maßnahmen zur Prävention und Früherkennung, die Förderung der gesundheitlichen Eigenverantwortung, die Schulung von Führungskräften sowie unser mehrfach prämiertes betriebliches Rehabilitationskonzept (BeReKo) . Dabei handelt es sich um ein modulares Programm zur Prävention, schnellen Genesung und Rehabilitation bei Erkrankungen im Muskel-Skelett-Bereich und psychischen Problemen, das durch eine systematische Vernetzung aller relevanten internen und externen Experten gekennzeichnet ist. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das Angebot erweitert, indem wir spezielle Elemente für die Berufsgruppe der Kranfahrer und für adipöse Beschäftigte mit Begleiterkrankungen entwickelt haben. KommunikationMit dem jährlichen Konzernforum informieren wir unsere Top-Führungskräfte über aktuelle Themen innerhalb des Unternehmens. In diesem Jahr stand die Veranstaltung unter dem Motto des gerade verabschiedeten Leitbilds "YOUNITED - Gemeinsam mehr erreichen" Der Konzernvorstand stellte das 360°-Konzept zur umfassenden Weiterentwicklung des Salzgitter-Konzerns sowie den derzeitigen Stand der Umsetzung vor. Weitere Schwerpunkte waren Vorträge zu aktuellen Prozessen und Projekten der neuen Geschäftsbereiche des Konzerns. Ein Gastvortrag von Dr. Gunter Dunkel, Vorstandsvorsitzender der NORD LB, zum Thema "Europa und seine Industrie - Anmerkungen aus Sicht eines Bankers" setzte einen besonderen Akzent. Insgesamt nahmen 345 Vorstände, Geschäftsführer und Leitende Angestellte aus In- und Auslandsgesellschaften am Konzernforum teil. Leitbild YOUNITEDDie Entwicklung unseres neuen Konzernleitbilds haben wir im vergangenen Geschäftsjahr abgeschlossen. "YOUNITED" formuliert in den Elementen "Ziele - Wege - Werte" die wichtigsten Prinzipien des Konzerns und gibt Orientierung für das tägliche Handeln. Die Grundaussage "Gemeinsam mehr erreichen" unterstreicht den an uns selbst gestellten Anspruch und spiegelt die konzernweite Identität wider. Das Leitbild ist seit Ende 2012 unter der Mitwirkung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des gesamten Konzerns sowie aller Hierarchieebenen entwickelt und auf breiter Basis diskutiert worden, um Mitarbeiterbeteiligung und Akzeptanz sicherzustellen. Die sechs grundlegenden Werte werden nun nacheinander als "Wert des Jahres" eingeführt und durch Initiativen erlebbar gemacht, beginnend mit dem Wert "Innovation" Dazu haben wir 2014 einen konzernweiten Ideenwettbewerb ins Leben gerufen. Prämiert werden innovative Ansätze in allen Bereichen der Produktions- und Verwaltungsprozesse, der Organisation sowie des Produkt- und Dienstleistungsspektrums. Mit diesem Programm wollen wir alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter direkt ansprechen und intensiv einbeziehen und damit konzernweit Kreativität und unternehmerisches Handeln - wichtige Elemente der Weiterentwicklung unserer Unternehmenskultur - fördern. 5. Die Salzgitter-AktieKapitalmarkt und Kursentwicklung der Salzgitter-AktieDie Aktienmärkte bildeten 2014 vor dem Hintergrund eines sehr volatilen politischen und wirtschaftlichen Umfelds keinen längerfristigen Trend heraus. Nach einem freundlichen Start kam es im Zuge der aufkommenden Ukrainekrise sowie schwächer als erwarteter Konjunkturdaten aus den USA noch während des ersten Quartals zu einer Konsolidierung. Mit der sich anschließenden Gegenbewegung überwand der DAX Anfang Juni erstmals die Marke von 10.000 Punkten. Kurz darauf führten abkühlende Konjunkturklimaindikatoren zu einer zweiten Korrekturphase, die, unterbrochen von einer kurzzeitigen Hausse in der zweiten Augusthälfte, bis Oktober andauerte. Zum Jahresende sorgten wieder anziehende Wachstumsdaten in den USA und positiv aufgenommene Aussagen verschiedener Zentralbanken für eine vierte Aufwärtsbewegung, durch die der DAX am 5. Dezember 10.093,03 Punkte und so ein neues Allzeithoch erreichte. Der DAX verzeichnete im Berichtszeitraum 3 % Gesamtperformance, der MDAX stieg um 2 %. Aktienkurs Salzgitter AG versus Europäischer Stahlindex, MDAX und DAX![]() Quellen: XETRA-Schlusskurse Deutsche Börse AG, Datastream STEELEU Die anhaltende Strukturkrise der europäischen Stahlindustrie sowie das fragile wirtschaftliche und politische Umfeld in Europa waren auch im Geschäftsjahr 2014 die Haupteinflussfaktoren auf den Kursverlauf der meisten Stahlaktien. Sie reagierten daher sensibler auf entsprechende Nachrichten als Titel anderer Branchen. So stieg die Salzgitter-Aktie, ausgehend von 31,00 € Jahresschlusskurs 2013, bis Mitte Februar stärker als die Leitindizes - begünstigt durch bessere Konjunkturaussichten in Europa und die Vergabe eines Teils des Projektvolumens der South-Stream-Pipeline an die 50 %-Beteiligung EUROPIPE GmbH (EP) . Nach der ersten Kurskorrektur erzielte sie während der zweiten Aufwärtsbewegung am 13. Juni mit 33,81 € ein neues Jahreshoch. Zu Beginn der zweiten Hälfte 2014 überzeichnete sie dann wiederum den allgemeinen Abwärtstrend. Die Präsentation der vom Kapitalmarkt sehr positiv aufgenommenen Neunmonatszahlen unterstützte eine dritte Hausse, die erneut deutlich stärker als die allgemeine Marktentwicklung ausfiel. In den letzten Monaten der Berichtsperiode entkoppelten sich die Stahltitel wegen eintrübender Konjunkturerwartungen von den Leitindizes und konsolidierten erneut. Zusätzlich wirkte die Ankündigung der Suspendierung des South-Stream-Auftrags kursbelastend. Insgesamt betrug die Gesamtperformance der Salzgitter-Aktie 2014 -24 %. Die durchschnittlichen Tagesumsätze unserer Aktie an den deutschen Börsen beliefen sich auf 310.000 Stück im Berichtszeitraum und lagen knapp 11 % unter dem Wert des Vorjahres. Mit aufgelaufenen 2,1 Mrd. € Handelsvolumen belegte die Salzgitter AG (SZAG) in der MDAX-Rangliste der Deutsche Börse AG per 30. Dezember 2014 den 21. Platz. Die rund 907 Mio. € Free-Float-Marktkapitalisierung bedeuteten Rang 47 in diesem Kriterium. AktionärsstrukturUnsere Aktionärsstruktur hat sich laut einer im November 2014 in Auftrag gegebenen Untersuchung gegenüber dem Jahresende 2013 geringfügig verändert. Neben 10% eigenen Aktien hielten in Deutschland registrierte Aktionäre inklusive des Großinvestors Land Niedersachsen mindestens 39,9 % der Salzgitter-Aktien und somit rund 2,0 % weniger als im Vorjahr (2013: 41,9 %) . Der von deutschen institutionellen Investoren gehaltene Anteil reduzierte sich auf 13,4 % (2013: 15,4 %) , derjenige im Besitz von ausländischen Aktionären stieg auf 20,7 % (2013: 19,9 %) . 29,4 % unserer Investoren konnten nicht identifiziert werden. Hierbei dürfte es sich um in- und ausländische Privatanleger sowie nicht veröffentlichungspflichtige institutionelle Investoren wie beispielsweise Versicherungen und Stiftungen handeln. Der Streubesitz beziehungsweise Free Float der Salzgitter-Aktie beträgt unverändert 63,5 %. Aktionärsstruktur![]() Stand: 12/2014 Eigene AktienDer Bestand an eigenen Aktien der SZAG belief sich zum 31. Dezember 2014 auf 6.009.700 Stück und veränderte sich gegenüber dem 31. Dezember 2013 nicht. Informationen für Kapitalanlegerscroll
Wertpapierkennnummer: 620200, ISIN: DE0006202005
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alle Angaben zum 31.12. DividendeVorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, 0,20 € Dividende je Aktie für das Geschäftsjahr 2014 zu beschließen. Bei einem nominalen Grundkapital von 161,6 Mio. € ergeben sich 12,0 Mio. € Gesamtausschüttung. Investor RelationsAuch 2014 kommunizierten wir über verschiedene Kanäle intensiv mit unseren privaten und institutionellen Investoren. So präsentierten wir die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2013 sowie die des ersten Halbjahres 2014 auf sehr gut besuchten Analystenkonferenzen in Frankfurt und London und diskutierten sie mit Vertretern des Kapitalmarktes. Zur Veröffentlichung des ersten Quartals- und des Neunmonatsberichts 2014 veranstalteten wir Telefonkonferenzen. Zudem stellten wir unser Unternehmen auf Investorenkonferenzen und Roadshows in Deutschland, Europa und den USA vor. Zahlreiche Investoren und Analysten nutzten die Gelegenheit, unsere Produktionsstandorte zu besuchen und sich vor Ort über Prozesse, Anlagen sowie Produkte zu informieren. Die Geschäftslage und die Potenziale des Salzgitter-Konzerns wurden hierbei mit den Konzernvorständen und weiteren Führungskräften intensiv besprochen. Der Freundeskreis der Aktionäre der Salzgitter AG richtete eine Reihe von Veranstaltungen für unsere Privataktionäre aus, die sich einen Einblick in aktuelle Entwicklungen des Konzerns und seines wirtschaftlichen Umfelds verschaffen konnten. Dabei traten auch Mitglieder des Konzernvorstands sowie der Konzerngeschäftsleitung als Referenten auf und berichteten aus ihren Verantwortungsbereichen. Im Geschäftsjahr 2014 veröffentlichten mindestens 24 Finanzinstitute Empfehlungen und Studien zur SZAG. Am Jahresende lauteten deren Ratings wie folgt:
Derzeit berichten folgende Finanzinstitute regelmäßig über den Salzgitter-Konzern: scroll
II. Ziele und Erfolgsfaktoren1. Unternehmenssteuerung, Ziele und StrategieWir entwickeln den Konzern mit einem stimmigen, gesamthaften 360°-Konzept weiter. Dies ist ausgerichtet auf die aktive Zukunftsgestaltung des Konzerns. Ausgehend von der Unternehmenspolitik umfasst es als weitere Kernelemente neben dem Programm "Salzgitter AG 2015" die kurz- bis mittelfristige Entwicklung unserer Geschäftsbereiche, die Eröffnung neuer, auch langfristig angelegter Chancen durch Innovationen sowie ein neues Leitbild als Medium der kulturellen Weiterentwicklung im Unternehmen. Kernelemente des 360°-Konzepts![]() Unternehmenspolitik - Eigenständigkeit als zentrale PrämisseEigenständigkeit steht als oberstes Ziel des Salzgitter-Konzerns im Mittelpunkt der Unternehmenspolitik. Unsere Strategie und die darauf basierenden Entscheidungen sowie taktischen Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, den Wert des Konzerns und seiner Gesellschaften zu optimieren und die auf Selbstbestimmung basierende Unternehmenspolitik umzusetzen. Für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg zum Nutzen aller Stakeholder sind finanzielle Stabilität und bilanzielle Solidität des Konzerns ebenso wesentliche Voraussetzungen wie dessen Fähigkeit zur Anpassung an die zunehmende Dynamik der Markt- und Umfeldbedingungen. Stabilisierung der WettbewerbsfähigkeitDas Marktumfeld des Salzgitter-Konzerns wird von einer anhaltenden Strukturkrise der europäischen Stahlindustrie bestimmt. Aufgrund des erheblich verschärften Wettbewerbs, der vor allem aus der fortdauernden Unterauslastung zahlreicher südeuropäischer Hersteller resultiert, stehen die stahlproduzierenden Gesellschaften weiterhin unter besonders hohem wirtschaftlichem Druck. Die zügige Realisierung des Programms "Salzgitter AG 2015" bildet vor diesem Hintergrund die Voraussetzung für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Salzgitter-Konzerns. Verbunden mit dem Ziel, Strukturen und Abläufe der gesamten Unternehmensgruppe an die herausfordernde Verfassung der Absatzmärkte anzupassen, schafft es die Grundlage, um die Zukunft des Konzerns aktiv zu gestalten. Als Bestandteil des Programms "Salzgitter AG 2015" haben wir die Konzern- und Führungsstruktur im Jahr 2014 grundlegend verändert. Die neue Organisation ist auf hohe Kunden- und Marktorientierung sowie eindeutige, schlanke Führungsstrukturen ausgerichtet. Sie ist zudem Ausgangsbasis umfassender Maßnahmen zur Optimierung der Prozessabläufe. Die Umsetzung dieses Maßnahmenpakets, das ein Gesamtpotenzial von mehr als 200 Mio. € Ergebnisverbesserung hat, erfolgt planmäßig. Bis zum Jahresende 2014 haben wir mehr als die Hälfte der Maßnahmen realisiert. Insbesondere die konsequent und zügig verwirklichten Restrukturierungsprogramme der Peiner Träger GmbH (PTG) und der Präzisrohr-Gruppe, aber auch das "Fit4Future"-Programm der KHS, haben zu einer nachhaltigen Steigerung der Ergebnisperformance beigesteuert. Außerdem haben die Servicebereiche signifikante Fortschritte gemacht. Auch im Jahr 2015 werden wir das Programm "Salzgitter AG 2015" mit hoher Priorität vorantreiben. So verlaufen die Baumaßnahmen zur Errichtung der Kohlemahltrocknungs- und -einblasanlage (Pulverized Coal Injection, PCI) plangemäß. Das neue Aggregat wird ab Inbetriebnahme 2015 zu einer deutlichen Kostensenkung der Metallurgie am Standort Salzgitter beitragen. Der Aufbau des Shared Service Center (SSC) Rechnungswesen, den wir 2012 als ersten Schritt in Richtung Neuordnung unserer Kernprozesse initiiert hatten, wurde für Salzgitter bereits 2013 erfolgreich abgeschlossen. Im November 2014 nahm das SSC Rechnungswesen in Mülheim den operativen Betrieb auf; als weiterer Schritt folgte einen Monat darauf die Integration des Rechnungswesens der KHS-Gruppe mit Sitz in Dortmund. Innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre ist die Zusammenführung der beiden nordrhein-westfälischen SSC-Standorte in Dortmund vorgesehen. Damit werden wir die Rechnungslegung für erhebliche Teile des Konzerns dann zentral durchführen. Angesichts der optimierten Prozesse gehen wir von nennenswerten Kosteneinsparungen aus, wie wir sie bereits durch die zentralisierte Renten- und Entgeltabrechnung erreicht haben. Entwicklung Geschäftsbereiche - Potenziale ausbauenDie Aktivitäten der Geschäftsbereiche orientieren sich zuvorderst an Kunden- und Marktanforderungen. Sie sind auf hochwertige, innovative Produkte sowie eine möglichst breite Aufstellung des Konzerns ausgerichtet. Mit dem Fokus auf eine nachhaltige Profitabilität der Geschäftsbereiche bauen wir gezielt Potenziale aus. Hierzu erforderliche Investitionen, aber auch Akquisitionen werden dabei detailliert geprüft. Strategische Ausrichtung nach Geschäftsbereichen:Kernkompetenzen des Geschäftsbereiches Flachstahl sind die Stahlerzeugung im voll integrierten Hüttenwerk der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) und die anschließende Verarbeitung zu hochwertigen Flachstahlprodukten. Über angegliederte Stahl-Service-Center der Salzgitter Mannesmann Stahlservice GmbH (SMS) bedienen wir die zunehmenden Anarbeitungsbedarfe unserer Kunden. Die weiterverarbeitenden Gesellschaften Salzgitter Europlatinen GmbH (SZEP) sowie Salzgitter Bauelemente GmbH (SZBE) verlängern die Wertschöpfungskette innerhalb des Geschäftsbereiches anhand kundenspezifischer Produkte für die Automobil- und Baubranche. Außerdem stehen die automobilzuliefernden Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns und die SZFG im aktiven Kundendialog und treiben so die Entwicklung innovativer Bauteillösungen aus Stahl mit und für die Automobilindustrie voran. Zur Deckung der stetig steigenden Anforderungen der Kunden an den Werkstoff Stahl baut die SZFG ihre Produktionsanlagen, wie aktuell die Sekundärmetallurgie, gezielt aus. Darüber hinaus nehmen technologische Maßnahmen, die der Flexibilisierung und Verbesserung des Energie- und Ressourceneinsatzes dienen, eine bedeutende Rolle ein. Mit der Entwicklung der Bandgießtechnologie investiert die SZFG in die energie- und ressourcenschonende Stahlproduktion der Zukunft. Diese innovative Technologie ist auf die Herstellung neuer hochmanganhaltiger Leichtbaustähle wie des höchstfesten und gleichzeitig gut umformbaren HSD®-Stahls gerichtet. Weitere Informationen dazu gibt es im Kapitel "Forschung und Entwicklung". Der Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl fasst die Gesellschaften des Konzerns zusammen, die überwiegend in projektorientierten Geschäften Bau- und Infrastrukturkunden bedienen. Die hier gebündelten Grobblechaktivitäten ermöglichen auch dank einer komplementären Ergänzung des Produktspektrums eine optimierte Marktbearbeitung. Die Integration der DEUMU Deutsche Erz- und Metall-Union GmbH (DMU) als Schrottversorger der PTG erlaubt es uns, die Logistikprozesse enger zu koordinieren und flexibler zu steuern. Mit unseren Grobblechaktivitäten haben wir uns schon frühzeitig auf dem wachsenden Markt der Windturmindustrie positioniert. Die dort bereits getätigten und laufenden Investitionen stärken unsere führende Stellung als Vormateriallieferant. Als bedeutender Zulieferer der Großrohrindustrie richten wir im Rahmen der gemeinsamen Werke-Kooperation die Grobblechproduktion flexibel an deren Anforderungen aus. Mithilfe kapazitativer Anpassungen bei der PTG sind wir 2014 der mittelfristig angespannten Lage im europäischen Profilstahlmarkt entgegengetreten. Die konsequente Umsetzung der Maßnahmen des 1-Mio.-t-Konzepts hat 2014 eine deutliche Verbesserung der Ergebnissituation ermöglicht. Angesichts der schwierigen strukturinduzierten Marktgegebenheiten des europäischen Spundwandgeschäfts haben wir zudem bei der Hoesch Spundwand GmbH (HSP) die Prüfung sämtlicher Optionen zu einer Verbesserung der wirtschaftlichen Situation für den Salzgitter-Konzern eingeleitet. Die Röhrenaktivitäten des Konzerns konzentrieren sich im Geschäftsbereich Energie. Ein wesentlicher Teil ist auf Infrastrukturprojekte der Energiewirtschaft ausgerichtet und besitzt wegen der tendenziell langfristigen Bedarfsorientierung dieser Industrie einen spätzyklischen Charakter. Ergänzt wird das Portfolio durch führende Anbieter für Präzisionsstahlrohre im Automobilbau und Industrieanwendungen sowie Edelstahl- und Nickelbasisrohre. Gerade die Tochtergesellschaften des Konzerns, die den Markt leitungsgebundener Medientransporte beliefern, sollten dank ihrer hervorragenden Wettbewerbsstellung weiterhin davon profitieren, dass der Zugang zu Energie und Wasser eine wesentliche Voraussetzung für den Wohlstand einer Gesellschaft ist. Zunehmende Energiebedarfe der BRIC-Staaten, der Ausbau der USA zum Selbstversorger bei Öl und Gas und eine gleichzeitig effizienzbedingt rückläufige Energienachfrage der Industrienationen führen dazu, dass die Wachstumsmöglichkeiten im Schwerpunkt außerhalb Westeuropas liegen. Dabei hat sich in einigen Märkten die Wettbewerbsintensität erheblich verstärkt. Diesen Entwicklungen folgend wird der Geschäftsbereich Energie seine global ausgelegten Strukturen und die Zusammenarbeit mit starken Partnern wie dem internationalen Handelsgeschäft des Konzerns ausweiten. Vor dem Hintergrund langjähriger, erheblicher wirtschaftlicher Probleme hat EUROPIPE France SA (EPF) , eine 100%-Tochtergesellschaft der EUROPIPE GmbH (EP) , den Restrukturierungsprozess des Unternehmens gestartet. Die Geschäftsführung hat deshalb am 30. September 2014 das im französischen Recht vorgesehene Verfahren zur Information und Anhörung des Betriebsrats zu den wirtschaftlichen Gründen der geplanten Restrukturierung eingeleitet. Der Standort Dünkirchen beschäftigt 160 Mitarbeiter. Das weltweite Netzwerk des Geschäftsbereiches Handel verbindet unsere Produktionsgesellschaften mit den Absatz- und Beschaffungsmärkten. So umfasst der Handelsbereich neben einer gut ausgebauten europäischen Organisation von lagerhaltenden Stahlhandelsniederlassungen, auch auf Grobblech spezialisierte Gesellschaften sowie einen weltumspannenden Tradingbereich und bietet somit den Zugang zu Wachstumsmärkten wie den USA, den BRIC-Staaten und Osteuropa. Neben den Walzstahl- und Röhrenerzeugnissen des Salzgitter-Konzerns vertreibt er darüber hinaus komplementär ebenfalls Produkte anderer in- und ausländischer Hersteller. Die Veränderungen der Markt- und Wettbewerbsbedingungen haben zu einer Weiterentwicklung des Produkt- und Serviceangebots geführt, denen mit Investitionen im Bereich des europäischen lagerhaltenden Handels Rechnung getragen wird. Maßnahmen zur Ausweitung der Anarbeitungskapazitäten sollen die Marktposition des Handels weiter stärken und die Wertschöpfung erhöhen. Dazu zählen die Intensivierung der Anarbeitung in Peine mit zum Beispiel WIB (Walzträger in Beton) -Produkten sowie die Erweiterung des Anarbeitungsangebotes und Rohrgeschäfts in Süddeutschland. Zudem tragen der Ausbau der Standorte in den Niederlanden und Rumänien zusätzlich zur Zukunftssicherung des europäischen Lagerhandels bei. Der Geschäftsbereich Technologie setzt weiterhin auf technologisch und qualitativ hochwertige Produkte. So bleibt die Service- und Technologieführerschaft unverändert zentraler Anspruch der KHS-Gruppe als Anbieter von Abfüll- und Verpackungsanlagen für die Getränkeindustrie. Produktionsstätten in allen Hauptmärkten sowie ein globales Service- und Vertriebsnetzwerk stellen dabei die Nähe zum Kunden sicher. Die Verbesserung der Ressourceneffizienz bildet einen Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten. Mit dem Ziel, die Ergebnissituation und die Performance weiter zu verbessern, wird das erfolgreiche Restrukturierungsprogramm "Fit4Future" der Jahre 2011 bis 2014 in dem Unternehmensentwicklungsprogramm "Fit4Future 2.0" fortgesetzt. Schlüsselfertige, ressourcenschonende Systemlösungen zur Produktion von Gummi- und Silikonformartikeln mithilfe der Spritzgießmaschinen der Klöckner DESMA Elastomertechnik GmbH (KDE) erfüllen die hohen Anforderungen der elastomerverarbeitenden Industrie. Diese besondere Marktposition soll durch nachhaltiges qualitatives und quantitatives Wachstum sowie eine aktive Vermarktung innovativer Produkte weiter ausgebaut werden. Die Klöckner DESMA Schuhmaschinen GmbH (KDS) ist der führende Maschinen- und Formenlieferant für Direktansohlungs- und Sohlenherstellungsprozesse. Das Traditionsunternehmen konzentriert sich auf neuartige Automationskonzepte, die direktere Wege der individuellen Schuhfertigung eröffnen und die ein Service auf höchstem Niveau begleitet. Innovationen - neue Chancen eröffnen mit gezielter Forschung und EntwicklungForschung und Entwicklung (FuE) des Salzgitter-Konzerns gehen über die klassische Weiterentwicklung bestehender Produkte und Verfahren hinaus. Innovationen sind hier Ergebnis systematisch gesteuerter Prozesse: von der Trendanalyse klar definierter Produkt- und Technologiefelder, über die Ideenfindung und deren Bewertung anhand ihrer strategischen und wirtschaftlichen Bedeutung, die Patentanalyse, die eigentliche FuE, bis hin zur Umsetzung der Resultate in der Produktion. Zentrum aller Aktivitäten ist dabei der Kundennutzen. Weitere Informationen dazu im Abschnitt "Forschung und Entwicklung". Leitbild - Motivation und QualifikationDie langfristige Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit des Salzgitter-Konzerns hängt in besonderem Maße von motivierten und qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ab. Deshalb haben die zukunftsorientierte Ausbildung, die systematische Förderung der Belegschaft und die Gewinnung hoch qualifizierter Nachwuchskräfte für uns einen bedeutenden strategischen Stellenwert. Das neue Leitbild "YOUNITED - Gemeinsam mehr erreichen" spiegelt die konzernweite Identität wider und stärkt auf diese Weise die langfristige Ausrichtung des Konzerns. Weitere Informationen können im Kapitel "Mitarbeiter" nachgelesen werden. Führungs- und SteuerungsinstrumenteWir verfolgen eine nachhaltige und kontinuierliche Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Salzgitter-Konzerns. Dazu setzen wir neben einer regelmäßigen übergeordneten Abstimmung der Ziele auf Vorstandsebene und entsprechender Berichterstattung an die Aufsichts- sowie die Kontrollgremien folgende Führungsinstrumente ein:
Abgesehen vom ROCE stellen für den Salzgitter-Konzern der Umsatz und das Ergebnis vor Steuern bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren dar. Weitere Steuerungsgrößen sind unter anderem die Auftragseingänge, die Versandmengen sowie die Entwicklung der Cashflows. Unternehmensinternes Steuerungssystem - ROCEQuantitative, ergebnisbezogene Zielvorgabe für den Konzern ist eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE = Return on Capital employed) von mindestens 12% über einen Konjunkturzyklus hinweg; dieser beträgt gemäß unserer Definition üblicherweise fünf Jahre. Der ROCE setzt das EBIT I in Relation zum "Capital employed" und misst die Verzinsung des eingesetzten Kapitals: ![]() Das "EBIT I" (Earnings before Interest and Tax) zur Berechnung des ROCE entspricht dem Ergebnis vor Steuern und Zinsaufwand, bereinigt um den Zinsanteil für Zuführungen zu Pensionsrückstellungen. Zinserträge bleiben im EBIT I, da sie als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit angesehen werden und somit zur Verzinsung des eingesetzten Kapitals beitragen. scroll
Das "Capital employed" umfasst das verzinsliche Eigen- und Fremdkapital. Zur Ermittlung dieser Kennzahl ziehen wir von der Bilanzsumme die Pensionsrückstellungen und die nicht verzinsbaren Bilanzposten ab. scroll
Um den ROCE zu berechnen, werden die Pensionsrückstellungen und der darauf bezogene Zinsaufwand eliminiert, da das Management diese Komponenten kurz- bis mittelfristig nicht durch Dispositionen beeinflussen kann. Die Komponenten der Kennzahlen sind aus den Angaben des Konzernabschlusses hergeleitet. Für die Berechnung verwenden wir stichtagsbezogene Bilanzwerte. Da der ROCE-Zielwert (12 %) durchschnittlich innerhalb des Konjunkturzyklus im Konzern erreicht werden soll, hat er einen mittel- bis langfristigen Charakter. Daraus entwickeln wir für jeden Geschäftsbereich und jede Gesellschaft spezifische strategische Ziele. Diese werden - gegebenenfalls aktualisiert -bei der Mittelfristplanung berücksichtigt. Für den Zeitraum 2005 bis einschließlich 2014 haben wir trotz der gegenwärtig unbefriedigenden Ergebnisperformance mit 11,6 % das Profitabilitätsziel fast erreicht. Im Jahr 2014 erwirtschafteten wir einen ROCE von 1,8 % (Vorjahr: -10,5 %) . Nach Herausrechnen der Nettogeldanlagen bei Kreditinstituten betrug der ROCE aus dem industriellen Geschäft 1,3 % (Vorjahr: -14,0 %) . Ergebnisverbesserungsprogramm (EVP)Wir sehen es als eine permanente Managementaufgabe an, die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns nachhaltig zu verbessern, indem wir unsere Wertschöpfungsprozesse kontinuierlich optimieren. Das Augenmerk liegt auf der systematischen und konsequenten Erschließung vorhandener Potenziale in sämtlichen Geschäftsbereichen. Bereits 1996 haben wir das Konzept des Ergebnisverbesserungsprogramms (EVP) als einheitliches Managementinstrument im Salzgitter-Konzern eingeführt. Im EVP werden alle konkret definierten, ergebnisoptimierenden Maßnahmen der Gesellschaften gebündelt, sofern deren Effekte anhand von Finanzkennzahlen mess- und bewertbar sind. Für alle Projekte ist eine streng systematische Vorgehensweise zur Erfolgsmessung vorgegeben; dabei gelten verbindliche und standardisierte Bewertungskriterien. Die dem Programm "Salzgitter AG 2015" zugrunde liegenden Maßnahmen folgen diesen Bewertungskriterien und sind ebenfalls im EVP integriert. Sie weisen ein nachhaltiges Ergebnisverbesserungspotenzial von mehr als 200 Mio. € auf. Die Maßnahmen des Programms "Salzgitter AG 2015" - weitere Informationen siehe auch im Kapitel Strategie - zielen vor allem auf Kostensenkungen und Produktivitätsverbesserungen aus veränderten, schlankeren Prozessen sowie Kompetenzbündelungen im Instandhaltungs- und Logistikbereich ab. Gesellschaftbezogen sind unter anderem die Programme "Fit4Future" (KHS-Gruppe) , das "1-Mio.-t-Konzept" (PTG) sowie die Großinvestition "Kohlemahltrocknungs- und -einblasanlage" (Pulverized Coal Injection, PCI) zu nennen. Übergreifend stehen Kostensenkungen in den IT- sowie übrigen Verwaltungsbereichen im Fokus. Die Zielerreichung für das Programm "Salzgitter AG 2015" wird monatlich gemessen. Für die Verfolgung der personalbezogenen Maßnahmen ist zusätzlich ein Personalcontrolling eingerichtet worden. Mitarbeiter nehmen aktiv am EVP teilEntgegengesetzt zu reinen Top-down-Ansätzen sichert im EVP-Konzept das Engagement aller Beteiligten eine erfolgreiche Umsetzung der vereinbarten Schritte: So fließen auch Verbesserungsvorschläge unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Die Akzeptanz dieses hauptsächlich auf Eigeninitiative beruhenden Programms und die Bereitschaft, dessen Strukturen und Institutionen zu nutzen, um mit eigenen Projekten zur kontinuierlichen Ergebnissteigerung beizutragen, sind daher über alle Managementebenen hinweg sehr hoch. Das EVP steht als Synonym für eigenverantwortliches effizientes und nachhaltiges Wirtschaften und hat mit der Zeit in der Unternehmenskultur des Konzerns einen zentralen Stellenwert erhalten. ProjekterfolgeDie erfolgreiche Umsetzung der aus "Salzgitter AG 2015" resultierenden und darüber hinaus bestehenden Maßnahmen spiegelt sich im EVP wider. Deren Fokus liegt aktuell verstärkt auf der internen Performancesteigerung. Zudem befindet sich eine Vielzahl neuer Maßnahmen in der konzeptionellen Ausarbeitung, die anschließend in das EVP überführt werden. Das erfreuliche Resultat des EVP entsteht aus den Beiträgen verschiedener Teilbereiche: Hierzu zählen neben verbesserten Prozessabläufen in Produktion und Verwaltung sowie einem optimierten Material- und Fremdleistungseinsatz auch die Aktivitäten auf den Absatzmärkten mit Produkten höherer Wertschöpfung. Zudem ergibt sich aus den erweiterten Vertriebskanälen ein erhebliches Potenzial. Um die innerhalb des Konzerns gesteckten Ziele zu erreichen, sind teilweise aufwandserhöhende Schritte - wie etwa Investitionen - erforderlich, die wir in unserer Erfolgsrechnung berücksichtigen. Individuelle Zielvereinbarungen für leitende und außertarifliche MitarbeiterZielvereinbarungen stellen ein Verbindungselement zwischen den Unternehmenszielen und den persönlichen Bestrebungen eines jeden Mitarbeiters dar. Die SZAG untergliedert diese in individuelle Vorgaben für den einzelnen leitenden oder außertariflichen Angestellten und eine kollektive quantitative Komponente, die das Konzernziel einer mindestens 12%igen Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) reflektiert. Der angestrebte Wert wird dabei für jede Tochtergesellschaft festgelegt. Die individuellen Ziele werden aus denjenigen der nächsthöheren Organisationseinheit abgeleitet und zwischen dem Vorgesetzten und seinem Mitarbeiter vereinbart. Außerdem achten wir darauf, dass die Wechselwirkungen der verschiedenen Vorgaben für sämtliche Beschäftigten eine positive Wirkung auf das Gesamtergebnis des Konzerns haben. 2. InvestitionenWie bereits in den Vorjahren lag 2014 der Schwerpunkt der Investitionsmaßnahmen des Salzgitter-Konzerns auf dem Geschäftsbereich Flachstahl. Die wichtigsten Projekte erläutern wir in den nachfolgenden Ausführungen zu den einzelnen Segmenten. Die Zugänge zum Anlagevermögen aus Investitionen betrugen 278 Mio. € (Vorjahr: 401 Mio. €) . Davon aktivierte Investitionen in Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte (270 Mio. €) wurden durch die planmäßigen Abschreibungen (339 Mio. €) gedeckt. Die Finanzanlagen erhöhten sich um 8 Mio. €, überwiegend bedingt durch einen erhöhten Wertpapierbestand für die Entgeltumwandlung. Neben dem Geschäftsbereich Flachstahl (117 Mio. €) wurde wesentliche Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in diesem Geschäftsjahr in den Segmenten Energie (48 Mio. €) und Grobblech / Profilstahl (37 Mio. €) getätigt. Investitionen/Abschreibungen1)scroll
1)
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte,
ohne Finanzanlagen In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 42,7 Mio. € (Vorjahr 185 Mio. €) enthalten. Investitionen/Abschreibungen nach Geschäftsbereichen1)scroll
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Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte,
ohne Finanzanlagen Der Geschäftsbereich Flachstahl investierte 2014 sowohl in neue Aggregate als auch in die Optimierung und Erweiterung vorhandener Anlagen. Dazu wurden vor allem folgende Projekte vorangebracht: Um die Metallurgiekosten zu verringern, begann die Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) 2013 mit dem Bau einer Kohlemahltrocknungs- und -einblasanlage. Diese ermöglicht die Substitution von Öl und Fremdkoks durch Kohlenstaub. 2014 wurde der Stahlbau des Anlagengebäudes erfolgreich fertiggestellt. Die Inbetriebnahme ist Mitte 2015 geplant. Die SZFG wendet 80 Mio. € für den Bau einer Ruhrstahl-Heraeus-Anlage zur Vakuumbehandlung von Rohstahl auf, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten: Die Erzeugung niedrigentkohlter, tiefentschwefelter Stähle sowie von Güten mit höchsten Reinheitsgraden soll die stetig steigenden kundenspezifischen Analyseanforderungen erfüllen und den Kapazitätsengpass in der Sekundärmetallurgie auflösen. Die Anlage wird voraussichtlich 2017 anfahren. Die Tandemstraße wurde Ende 2013 um eine Einlaufgruppe ergänzt, die einen Bandspeicher und eine Schweißmaschine umfasst. Sie erlaubt einen teilkontinuierlichen Walzbetrieb und perfektioniert auf diese Weise sowohl die Anlageneffizienz als auch die Qualität der erzeugten Produkte. Nach erfolgreichen Leistungstests innerhalb des zweiten Vierteljahres 2014 wurde das Projekt planmäßig abgeschlossen. Ein weiteres Projekt ist die "Neuzustellung Hochofen B". Während des Betriebs eines Hochofens unterliegt dessen Feuerfestauskleidung einem Verschleiß, sodass diese nach mehreren Jahren Laufzeit ersetzt werden muss. Hierbei handelt es sich um eine reine Ersatzinvestition. Die Durchführung der Maßnahme ist im dritten Quartal 2015 für einen Zeitraum von circa 90 Tagen vorgesehen. Die Investitionsmaßnahme "Ersatz Konverter C" beinhaltet die Vergrößerung des Konvertergefäßes um rund 50 m3 sowie die Verbesserung des Antriebskonzepts. Auch hier handelt es sich um eine Ersatzinvestition. Zusätzliches Ziel ist die Optimierung der Erzeugungsmenge bei verringerten Betriebskosten. Im Sommer 2014 ist das Engineering der Anlage angelaufen. In der zweiten Jahreshälfte 2015 wird sie parallel zur Neuzustellung des Hochofens B montiert werden. Im Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl schloss die Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG) das Maßnahmenpaket "ILG 2015" ab, sämtliche Nebenaggregate wurden modernisiert. Dank dieser Großinvestition verdoppelte sich die Einsatzmenge dicker Brammen (350 mm starkes Vormaterial) und das mögliche Blechgewicht erhöhte sich von 21 auf 28 t. Ein weiterer Schwerpunkt war die Optimierung der betrieblichen Prozessabläufe sowie der Produktqualität. Infolge der schwierigen wirtschaftlichen Situation beschränkte die Peiner Träger GmbH (PTG) ihre Investitionen 2014 auf das Notwendigste. Die Salzgitter Mannesmann Line Pipe GmbH (MLP) im Geschäftsbereich Energie setzte das Programm zur Ertüchtigung des Werkes Siegen für größere Wandstärken und höhere Güten fort und investierte in ein neues Einformgerüst. Am Standort Holzhausen der Salzgitter Mannesmann Precision GmbH (SMP) wurde in eine Schutzgasanlage investiert und im Werk Brackwede eine Trommelziehmaschine als vollautomatisierte Fertigungszelle installiert. Diese wird zur Erzeugung von Hochleistungsdieseleinspritzleitungen eingesetzt. Die Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes-Gruppe (MST-Gruppe) richtete ihre Investitionstätigkeit 2014 vor allem auf Ersatz- und Ergänzungsmaßnahmen. Die Erweiterung der Extrusionspresse im französischen Montbard hat den mittelfristigen Ausbau des Produktportfolios um nahtlose Edelstahlrohre in größeren Dimensionen zum Ziel. Der Geschäftsbereich Handel modernisierte im Geschäftsjahr 2014 bestehende Anlagen und erwarb neue hinzu. Die Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH (SMSD) initiierte dabei mehrere Projekte zur Ausweitung der Anarbeitungsmöglichkeiten des deutschen Lagerhandels. Hierzu zählten die Erweiterung des Brennbetriebs am Standort Plochingen, die Erhöhung der Lagerkapazität für das Rohrgeschäft in Mannheim sowie die Inbetriebnahme einer Pulverbeschichtungsanlage in Hannover. Zum Ende des Jahres nahmen eine neue Bohr- und eine neue Konservierungsanlage in Oosterhout den Betrieb auf. Der Geschäftsbereich Technologie konzentrierte sich 2014 auf Ersatz- und Rationalisierungsmaßnahmen, um die Wettbewerbsfähigkeit der KHS-Gruppe nachhaltig zu stärken. Zur Ablaufoptimierung werden derzeit in Deutschland und den Auslandsgesellschaften IT-Projekte durchgeführt. Fertigungsmaschinen wurden im In- und Ausland ersetzt und somit Produktivität, Produktqualität und Prozessstabilität weiter verbessert. Das 2012 begonnene, weitreichende Projekt "Produktkonfigurator" ermöglicht auf Basis hoch standardisierter Produkte und Prozesse eine effizientere Angebotserstellung sowie Auftragsabwicklung. Die Implementierung erfolgt im engen Zusammenwirken mit dem Customer-Relationship-Management-(CRM-) System. Die Umsetzung des CRM-Systems ist 2014 deutlich fortgeschritten, sodass 2015 die Test- und Einführungsphase eingeleitet werden kann. Angelehnt an die erfolgreiche Vorgehensweise hinsichtlich eines "Lean Manufacturing" in den Werken Kleve, Worms sowie in Teilbereichen in Bad Kreuznach, werden auch in Dortmund zwei Produktbereiche Fließfertigungen einführen, die Montagezeiten und Logistikkosten reduzieren. Diese Maßnahmen werden ergänzt durch den Neubau einer weiteren Produktionshalle im Werk Kleve aufgrund der kontinuierlich wachsenden Kundennachfrage. 3. Forschung und EntwicklungForschung und Entwicklung (FuE) des Salzgitter-Konzerns für die Geschäftsbereiche Flachstahl, Grobblech / Profilstahl und Energie koordiniert die Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH (SZMF) , eines der führenden europäischen Stahl-Forschungsinstitute. Die SZMF ist eng vernetzt mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und industriellen Partnern, auch im Rahmen zahlreicher nationaler und internationaler Forschungsprojekte. Daraus resultierende Kooperationen werden gegenüber dem Zukauf externen Know-hows bevorzugt. Aus diesem Grund sind innerhalb des Berichtszeitraumes keine wesentlichen entsprechenden Aufwendungen entstanden. Darüber hinaus beteiligt sich die SZMF aktiv an der Mitgestaltung relevanter Normen und Standards - auch im internationalen Umfeld. In Salzgitter konzentrieren sich die Aktivitäten zu den Produktsegmenten Warm- und Kaltband auf die Entwicklung sowie die Optimierung neuer Stähle und Beschichtungen. Dies geschieht entlang der gesamten Prozesskette der Stahlherstellung, -beschichtung und -verarbeitung. Um komplette Lösungen anbieten zu können, werden die komplexen Weiterverarbeitungsprozesse der Kunden einbezogen, bis hin zum fertigen Bauteil-Engineering. Am Standort Duisburg liegt der Schwerpunkt auf den Bereichen Rohr, Profil und Grobblech. Das Leistungsspektrum für Rohre reicht von geschweißten oder nahtlosen Präzis- und Leitungsrohren bis zu großformatigen Pipelines. Hier werden anhand numerischer Simulationen und experimenteller Versuche Stähle und Verarbeitungs-Know-how entwickelt. Weitere Kompetenzfelder sind ingenieurtechnische Analysen zur Werkstoff- und Bauteilmechanik, strukturmechanische und umformtechnische Untersuchungen, die Entwicklung und der Bau zerstörungsfreier Prüfanlagen sowie Dienstleistungen rund um gewerblichen Rechtsschutz und Normung. Im Geschäftsbereich Technologie gehen Tradition und Innovation Hand in Hand, da FuE wichtige Grundlagen für die Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Produkte bilden. Die Innovations- und Produktentwicklungsprozesse richten sich hier konsequent an den Kunden- und Marktbedürfnissen aus. Ziel ist die Technologie- und Serviceführerschaft mit qualitativ hochwertigen Produkten. Innovationskraft ist unsere Stärke: Dies belegt die im Geschäftsbereich Technologie auf 4.453 (2013: 4.190) gestiegene Gesamtanzahl der aktiven Patente und Patentanmeldungen ebenso wie die Zunahme der Markenrechte auf 575 (2013: 524) . Daraus ergeben sich zum Jahresende 2014 für den Gesamtkonzern 5.182 (2013: 4.907) angemeldete Patent- und 1.458 (2013: 1.399) Markenschutzrechte. FuE-Aufwendungen2014 tätigte der Salzgitter-Konzern Aufwendungen für FuE und FuE-nahe Aktivitäten in Höhe von 101,6 Mio. €; davon für Drittkunden 12,5 Mio. €. Innerhalb der Geschäftsbereiche ergab sich die aus der nebenstehenden Grafik ersichtliche Aufteilung: Die FuE-Aktivitäten der Salzgitter AG (SZAG) wurden über Kooperationsprojekte mit anderen Marktakteuren und Forschungseinrichtungen auf ein Gesamtprojektbudget von mehr als 150 Mio. € gehebelt. Im Konzern betrugen die wertschöpfungsbezogenen FuE-Aufwendungen 5,3% (2013: 7,4 %) . Die Änderung der Wertschöpfung resultiert insbesondere aus reduzierten Vorleistungen, wodurch sich die FuE-Intensität im Vergleich zum Vorjahr verringert hat. Am 31. Dezember 2014 waren 784 Personen in FuE und FuE-nahen Bereichen tätig, 294 als Mitarbeiter der SZMF und 490 als Beschäftigte der operativen Gesellschaften. Dieses Verhältnis unterstreicht die Prozess- und damit Kundenorientierung unserer FuE-Aktivitäten. Forschungs- und Entwicklungsaufwand![]() Qualifikationsstruktur in der SZMF![]() FuE-Schwerpunkte 2014Die FuE-Schwerpunkte richten sich nach den Anforderungen des Marktes und unserer Kunden. Gefragt sind nicht nur Produkte, sondern verstärkt auch komplette technologische Lösungen. Die 2014 fortgeführten "Salzgitter Techdays" bei ausgewählten Automobilkunden belegen unsere enge Ausrichtung am Markt. Innerhalb dieser Aktivitäten wurden aktuelle Entwicklungen aus dem Flachstahl- und Rohrbereich vorgestellt, wie beispielsweise die neuen xpand®-Güten. Einen zusätzlichen Schwerpunkt bildete die Bandgießtechnologie, die eine ressourceneffiziente Herstellung konventioneller und neuartiger Hochleistungsstähle wie der HSD®-Stähle ermöglichen soll. Der Geschäftsbereich Energie stellt den Kunden ebenfalls in den Mittelpunkt seiner Aktivitäten; so spielt im Leitungsrohrmarkt das Thema Sicherheit eine große Rolle. Die neue Rohrprüfmaschine "LiSA" erlaubt es, die extremen Anforderungen von Pipelines im Originalmaßstab mit einem Durchmesser von bis zu 1,4 m zu simulieren und damit entsprechende Verbesserungen abzuleiten. Ein weiteres Beispiel ist die Vermeidung langlaufender Risse bei massiven Pipelinebelastungen. Hierfür hat die SZMF ein entsprechendes Vorhersagemodell erarbeitet. Der Geschäftsbereich Technologie setzt bei seinen Entwicklungsaktivitäten auf Flexibilität und Nachhaltigkeit, um den Kunden einen langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern. Hier einige weiterführende Informationen zu den genannten Projekten: Automotive PerFORMance" - "Salzgitter Techdays" bei AutomobilkundenDie Anforderungen der Automobilindustrie in Bezug auf Leichtbau, Sicherheit, Ressourcenschonung und Wirtschaftlichkeit nehmen kontinuierlich zu. Dem begegnen die Konzerngesellschaften der SZAG mit innovativen und nachhaltigen Produkten. Auf von der SZMF koordinierten Hausmessen wurden ausgewählten OEM-Kunden unsere für den Automobilbau relevanten Innovationen präsentiert. Die Ausstellung "Automotive PerFORMance" zeigte individuelle Bauteillösungen für die Bereiche Karosserie, Fahrwerk und Antrieb. Die jeweils ausgewiesenen Performancewerte, zum Beispiel zur Gewichtsreduzierung oder Wirtschaftlichkeit, lieferten den beteiligten Fachleuten jede Menge Diskussionsstoff. Neben dem generellen Gedankenaustausch über Entwicklungstrends und -anforderungen wurde eine Reihe konkreter Projekte verabredet und auf den Weg gebracht, um die Potenziale unseres Produkt- und Leistungsangebotes weiter zu erschließen. Feuerverzinkter Dualphasen-Stahl (DP-Stahl) mit herausragenden EigenschaftenDie SZMF hat einen feuerverzinkten DP-Stahl entwickelt, der sich durch herausragende Umformeigenschaften auszeichnet. Dies wird anhand des Lochaufweitvermögens deutlich, eines Kennwerts, der vor allem in der Automobilindustrie eine immer größere Rolle spielt. Zu dessen Bestimmung wird während eines Versuchs ein Dorn in ein vorbereitetes Loch einer Materialprobe gedrückt und geprüft, wie weit sich dieses aufweiten lässt. Die SZFG ist der erste Stahlhersteller, der ein Lochaufweitvermögen bis 50% und damit eine besonders hohe Kantenrissunempfindlichkeit garantiert. Der feuerverzinkte DP-Stahl wird von der SZFG unter dem Namen xpand® in einer Dicke bis 3 mm und einer Breite bis 1.800 mm angeboten. Besonders ressourceneffizient: Bandgießtechnologie und HSD®-StahlMit der Bandgießtechnologie investiert der Salzgitter-Konzern, im Rahmen eines vom Bundesumweltministerium geförderten Projekts, in die energie- und ressourcenschonende Stahlherstellung der Zukunft. Die neue Pilotanlage der SZFG am Standort Peine hat die Warminbetriebnahme erfolgreich absolviert und befindet sich im Einfahrbetrieb, bei dem schon über 85 Abgüsse von Baustählen und 2014 auch verstärkt in hochmanganhaltigen Stählen erzeugt wurden. In nachgeschalteten Prozessstufen durchläuft das 1.000 mm breite und 15 mm dicke Bandgussmaterial eine Walzanlage, wo bereits Baustahl-Warmbandcoils mit Blechdicken von 2,5 bis 5 mm entstehen. Der Schwerpunkt der anstehenden Arbeiten liegt auf der Herstellung neuer hochmanganhaltiger Leichtbaustähle wie des höchstfesten und gleichzeitig gut umformbaren HSD®-Stahls. Auch 2014 wurden mehrere Kundenprojekte zur Potenzialbewertung dieses Werkstoffes intensiv vorangetrieben. Unter Einbeziehung der Umform-, Füge- und Simulationstechnik erfolgten Studien in verschiedenen Industriebereichen. Es wurden diverse Prototypen-Bauteile aus HSD®-Stahl erstellt und erfolgreich getestet. Aufgrund der Neuartigkeit und des Ressourceneinsparpotenzials zählte die Bandgießtechnologie zu den drei Projekten, die nach einem Auswahlverfahren für den Deutschen Zukunftspreis 2014 - Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation nominiert wurden. Neue Rohrbiegeprüfmaschine am Standort Duisburg der SZMFPipelines sind in manchen Regionen extremen Bedingungen wie etwa Erdbewegungen oder hohen Temperaturschwankungen ausgesetzt. Dabei können Leitungsrohre große plastische Verformungen erfahren. Die Rohre und Rohrverbindungen benötigen daher genügend Verformungsreserven, damit sie diesen Einflüssen standhalten. Zur realistischen Simulation des Tragverhaltens unter Extremeinwirkungen hat die SZMF am Standort Duisburg den Rohrbiegeprüfstand "LiSA" (Limit State Analyzer) aufgebaut. "LiSA" ermöglicht einen 4-Punkt-Biegeversuch, der bei einer maximalen Last von 1.000 t Großrohre bis 56" Außendurchmesser in höchstfesten Stahlsorten mit und ohne gleichzeitigen Innendruck biegen kann. Es können auch wechselnde Biegezyklen aufgebracht werden, um die Verlegung von Offshore-Pipelines im Reeling-Verfahren realitätsnah zu simulieren. Beim Reeling werden ganze Rohrstränge zum Transport auf große Trommeln gewickelt und für die Verlegung wieder abgerollt. Inzwischen sind bei der SZMF zahlreiche Großrohre aus unterschiedlichen Herstellprozessen untersucht worden. Die Ergebnisse liefern wichtige Erkenntnisse zur Rohrentwicklung und -herstellung sowie Eingangsdaten für Sicherheitskriterien bei der Pipelineauslegung und die Vorhersage hinsichtlich des Pipelineverhaltens während des Betriebs. Crack Arrest - Widerstand gegen langlaufende Risse in PipelinesDer Widerstand gegen langlaufende Risse ist eine der wichtigsten Eigenschaften gastransportierender Rohrleitungen. Um diesen bei hochfesten Stählen besser prognostizieren zu können, hat die SZMF nach intensiver Forschung einen ersten Ansatz gefunden, der eine noch genauere Vorhersage der Rissausbreitung erlaubt. Dieser wird seit Kurzem den Rohrkunden der SZAG in Form einer individuellen Berechnung angeboten. So kann im Falle anspruchsvoller Anwendungen gemeinsam eine optimale Lösung zur Vermeidung langlaufender Risse gefunden werden. Damit schafft die SZAG nicht nur einen wertvollen Beitrag zum Kundennutzen, sondern optimiert zusätzlich die Rohrleitungssicherheit. Hochflexible und nachhaltige VerpackungstechnikDie Anforderungen der Verpackungsindustrie bezüglich Ressourceneinsparung nehmen kontinuierlich zu. Mit dem TrayShrinkPacker KHS Innopack Kisters TSP A-H hat die KHS GmbH (KHSDE) mit der überarbeiteten Option TPFO eine flexibel einsetzbare Verpackungsmaschine entwickelt, die Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt und zugleich besonders kostensparend produziert. Sie verarbeitet individuell geformte Einzelverpackungen und vorgeformte Gebinde ebenso wie klassische Dosen-, Glas- und Kunststoffbehälter. Die Maschine lässt sich automatisch und in kürzester Zeit für diese unterschiedlichen Gebindeformen umrüsten. Ebenso können Fully-Enclosed-Verpackungen (Schrumpfverpackungen ohne seitliche Öffnung) realisiert werden, die Kartonunterlagen innerhalb des Gebindes überflüssig machen. Weitere Highlights sind ein geringerer Folienverbrauch, eine Druckluftreduzierung bis 90 % bei der Folienspreizung sowie eine erhebliche Senkung der Energiekosten durch die Anwendung der Gasbeheizung im Schrumpftunnel. Nachhaltige Dosenabfüllung mit AlleinstellungsmerkmalenDie Abfüllleistung des rechnergesteuerten Dosenfüllers Innofill Can DVD beträgt bis zu 132.000 Dosen mit einem Volumen zwischen 0,1 und 1 l pro Stunde für unterschiedliche stille wie CO2-haltige Getränke. Die Dosenmündung wird unter aseptischen Bedingungen abgedichtet. Der neu entwickelte Dosen-Niederdruckspülprozess ist äußerst vorteilhaft gestaltet: Er reduziert bei der 0,5-l-Dose den CO2-Verbrauch um maximal 20 % und den Restsauerstoffgehalt im abgefüllten Produkt um bis zu 50 %. Die Entwicklung des ersten vortischlosen Dosenfüllers hat wegen des Wegfalls mechanischer Antriebsverbindungen außerdem zu einer deutlichen Senkung der Wartungskosten geführt. Zukünftige FuE-Schwerpunkte des KonzernsDie Megatrends in den Bereichen Mobilität, Energie und Rohstoffe wirken sich unmittelbar auf die zukünftige Stahlverwendung aus. Damit unser Werkstoff hierzu weiterhin innovative und besonders nachhaltige Lösungen liefert, unternehmen wir umfangreiche Anstrengungen im Bereich FuE. Konkrete Beispiele sind zum einen Werkstoffentwicklungen für den Automobil-Leichtbau und neuartige Konzepte für den Bau von Windenergieanlagen. Zum anderen aber auch solarthermische Kraftwerke oder moderne fossile Hochtemperaturkraftwerke, die extrem hohe Wirkungsgrade haben, sowie effizientere Verbrennungsmotoren mit druckbeständigeren Einspritzleitungen. Im Geschäftsbereich Technologie kombinieren unsere Produktentwicklungen Kundennutzen und Nachhaltigkeit durch minimalen Ressourcenverbrauch und maximale Effizienz. So stärken wir unsere Wettbewerbsfähigkeit. Der modulare Aufbau von Anlagen und Maschinen bleibt ein Schwerpunkt, damit wir aus einem standardisierten Baukasten heraus größtmögliche Flexibilität erreichen. Mehrperiodenübersicht zum Forschungs- und Entwicklungsbereichscroll
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2013 restated 4. Schutz der UmweltEnergie- und klimapolitische Rahmenbedingungen in DeutschlandDie energie- und klimapolitischen Debatten des Jahres 2014 waren mit Blick auf die energieintensive Industrie vor allem von zwei Aspekten geprägt: zum einen durch das Ende 2013 seitens der EU-Kommission eingeleitete Beihilfeprüfverfahren hinsichtlich des deutschen Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) sowie die davon ausgehenden Überlegungen zur Gesetzesnovelle in der ersten Jahreshälfte, zum anderen durch die EU-Ratsbeschlüsse vom 23. Oktober 2014, aus denen sich wesentliche Eckpunkte zur Ausgestaltung des für die Stahlindustrie bedeutsamen europäischen Emissionsrechtehandels nach 2020 ergeben. Der Salzgitter-Konzern betont auf allen politischen Ebenen die große Bedeutung der Ausnahmen von den allgemeinen Umlageregelungen des EEG für die stromintensive Industrie in Deutschland und deren Arbeitsplätze. Die EU-Kommission hatte im Dezember 2013 ein das EEG betreffendes Beihilfeprüfverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland eingeleitet. Es bezog sich unter anderem auf die Frage, ob die Begrenzung der EEG-Umlage, insbesondere im Zusammenhang mit der Gesetzesnovelle 2012 für Unternehmen des produzierenden Gewerbes, mit den EU-Beihilfevorschriften im Einklang steht. Auch eine Reihe der Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns sind aufgrund ihrer energieintensiven Produktionsverfahren bisher über die besondere Ausgleichsregelung des EEG in der Umlagehöhe begrenzt worden. Nachdem die anfangs zu befürchtenden Mehrbelastungen als durchaus existenzbedrohend eingestuft werden mussten, erwarten wir angesichts der zwischenzeitlich von der EU-Kommission beschlossenen neuen Umwelt- und Energiebeihilfeleitlinien, der zum 1. August 2014 in Kraft getretenen EEG-Novelle sowie des Beschlusses der EU-Kommission zur Beendigung des Beihilfeprüfverfahrens vom 25.November 2014 eine merklich geringere Zunahme der Belastungen. Bedauerlicherweise ist allerdings seitens der EU-Kommission die Frage der Belastung des industriellen Stromeigenverbrauchs aufgegriffen worden, sodass die Umlagebefreiung für Bestandsanlagen wie unser Hüttenkraftwerk in Salzgitter unter einen Evaluierungsvorbehalt im Jahr 2017 gestellt worden ist. Am 23. Oktober 2014 hat der Rat der Europäischen Union in seinen Schlussfolgerungen den Rahmen für die Klima- und Energiepolitik bis 2030 abgesteckt. Die Salzgitter AG (SZAG) sieht vor allem die Beschlüsse zur Ausgestaltung des Emissionsrechtehandels nach 2020 kritisch: Einerseits würde ein Herunterbrechen der Regelungen, besonders des jährlichen Kürzungsfaktors, auch auf die Stahl- und andere energieintensive Branchen zu sehr erheblichen Zusatzkosten führen, die unsere außereuropäischen Wettbewerber nicht zu tragen haben. Anderseits sind die Zusagen zum Schutz der europäischen energieintensiven Industrie zur Verhinderung einer Produktionsabwanderung (Carbon Leakage) nicht hinreichend konkret. Selbst auf die effizientesten Anlagen in Europa könnten dadurch die Wettbewerbsfähigkeit schädigende Zusatzkosten im Emissionsrechtehandel zukommen. Die Beibehaltung respektive partielle Verschärfung der heutigen Regelungen zur kostenfreien Zuteilung der Emissionszertifikate bis 2030 wird von der SZAG als nicht zielführend eingestuft, um der drohenden Verlagerung von Produktionskapazitäten der Grundstoffindustrie in Länder außerhalb der EU wirksam und nachhaltig zu begegnen. Zusätzliche Abwärmeturbine bei der Ilsenburger Grobblech GmbHDie Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG) hat Mitte des Jahres eine Dampfturbine mit 1,2 MW Leistung in Betrieb genommen. Diese Turbine nutzt ausschließlich überschüssigen Abdampf der Kühlanlagen beider Walzwerksöfen. Voraussichtlich können so ohne zusätzliche CO2 -Emissionen rund 6,5 GWh Strom pro Jahr erzeugt werden. Der Strom wird über die Messeinrichtungen des Generators erfasst und vollständig von der ILG selbst verbraucht. Dadurch könnte die ILG 8 % ihres gesamten jährlichen Strombedarfs decken. Salzgitter Mannesmann Precision GmbH erhält Preis für EnergieeinsparungenDie Salzgitter Mannesmann Precision GmbH (SMP) stellt in ihrem Werk Holzhausen nahtlose Präzisstahlrohre her, die vor allem im Automobilbau verwendet werden. Die dortige Rohrzieherei besteht unter anderem aus energieintensiven Anlagen zur Wärmebehandlung und Rohroberflächenvorbereitung einschließlich einer Beize. Um die Strom- und Gasverbräuche des Beizbetriebs zu senken, initiierte die SMP ein ambitioniertes Projekt. Einzelne Projektbausteine wie Prozessverbesserungen und Investitionen in die Anlagen machten sich bereits nach einem Jahr bezahlt: So verringerte sich der Stromverbrauch um 25 % und der Erdgasverbrauch sogar um 50 %. Auch der Chemikalieneinsatz wurde reduziert, während zugleich die Qualität der Chemikalienbäder gesteigert werden konnte. Diese hervorragende Leistung erhielt den Energieeffizienzpreis "WIRE 2014" der Wirtschaftsjunioren Südwestfalen in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer Siegen, der Handwerkskammer Südwestfalen und der Energieeffizienzagentur Nordrhein-Westfalen. Richtungweisende Fortschritte mit Produkten der KHSEiner Tochtergesellschaft der KHS ist mit dem Nature Multi Pack™ eine revolutionäre Technologie für Gebindeverpackungen im Getränkebereich gelungen. Dabei werden Behälter durch einfaches Zusammenkleben auf Basis spezieller Klebstoffe verbunden. Das bedeutet für die Getränkeindustrie eine erhebliche Ressourceneinsparung: Gegenüber in Folie verpackten Gebinden benötigt Nature MultiPack™ bis zu 85 % weniger Verpackungsmaterial und spart bis zu zwei Drittel Energie bei der Produktion. Das KHS-Team hat mit international tätigen Technologiepartnern zusammengearbeitet, um spezielle Klebstoffe zu entwickeln, zunächst für PET, dann für Dosen und zukünftig auch für Glasflaschen. Die genannte Technologie fügt Behälter aneinander und verklebt sie in ein- oder zweibahniger Anordnung. Die erste installierte Applikation realisiert einen Sechserpack, der zweimal drei 1,5-l-PET-Wasserflaschen enthält, bei einer Leistung von 42.000 Flaschen/Stunde. Diese zukunftsweisende Innovation wurde, gemeinsam mit dem "Direct Print"-Verfahren zur digitalen Direktbedruckung von PET-Flaschen, für den Deutschen Verpackungspreis 2014 nominiert und unter 230 Einreichungen als Gewinner ausgezeichnet. Die Fachjury überzeugte das Gesamtkonzept einer besonders nachhaltigen, umweltschonenden Verpackungslösung. Umweltschutz in ZahlenIm Geschäftsbereich Flachstahl betrugen die laufenden Umweltschutzaufwendungen 2014 rund 142 Mio. € und im Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl wurden rund 26 Mio. € aufgewendet. Die Aufwendungen für den Umweltschutz der inländischen Gesellschaften des Geschäftsbereiches Energie (ohne HKM) beliefen sich auf etwa 6 Mio. €. Sie verteilen sich wie in den Grafiken dargestellt: Umweltschutzaufwendungen Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl![]() Umweltschutzaufwendungen Geschäftsbereiche Flachstahl![]() Umweltschutzaufwendungen inländischer Gesellschaften Geschäftsbereich Energie (ohne HKM)![]() WirtschaftsberichtIII. Überblick über den Geschäftsverlauf1. Globale wirtschaftliche RahmenbedingungenKonjunkturelles Umfeld1)Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Jahr 2014 insgesamt stabil; allerdings verschob sich die Dynamik zugunsten der entwickelten Volkswirtschaften. Der wesentliche Treiber hierfür war der unerwartet stark anziehende Aufschwung in den USA in der zweiten Jahreshälfte. Insbesondere die seit September rund um die Hälfte gefallenen Ölpreise dürften hierzu beigetragen haben. Während weitere Industrienationen ebenfalls gestiegene Wachstumsraten verzeichneten, verlangsamte sich die Expansion der japanischen Wirtschaft im Zuge der Konsumsteuererhöhung. Auch in den meisten Schwellenländern schwächte sich die Konjunktur aus unterschiedlichen Gründen ab. Während der Rückgang der Investitionen in China bremsend wirkte, belasteten die fallenden Rohstoffpreise viele südamerikanische Länder. In Russland wirkte sich der Ukrainekonflikt zudem negativ aus. Der Internationale Währungsfonds (IWF) errechnete jüngst 3,3 % Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2014 (2013: ebenfalls 3,3 %) . Die Eurozone vollzog im Berichtszeitraum den Turnaround und damit die Rückkehr zu einer positiven Wachstumsrate. Die konjunkturelle Grunddynamik blieb allerdings vor allem wegen der angespannten Lage vieler großer Euroländer und des Rückgangs der Bruttoanlageinvestitionen schwach. So stagnierte die französische Wirtschaft über weite Teile des Jahres; Italien fiel im Frühjahr sogar in die Rezession zurück. Auf der anderen Seite expandierte die spanische Volkswirtschaft wieder und auch die meisten kleineren Euroländer verzeichneten eine Erholungstendenz. Aktuell kalkuliert der IWF für die Eurozone im Gesamtjahr 2014 0,8 % Wirtschaftswachstum (2013: -0,5 %) . Die Volkswirtschaft in Deutschland setzte 2014 ihre allmähliche Erholung fort. Nach einem auch witterungsbedingt sehr erfreulichen Start in das Jahr schwächte sich das Wachstum ab dem Frühjahr deutlich ab. Im zweiten Quartal wurde sogar ein Produktionsrückgang verzeichnet, vor allem wegen zurückgegangener Investitionen. Haupttreiber dieser Entwicklung waren die verhaltene Konjunktur in den meisten europäischen Ländern sowie die Sanktionen gegen Russland im Zuge der Ukrainekrise. Demgegenüber weitete sich der private Konsum infolge der gestiegenen verfügbaren Einkommen merklich aus. Im vierten Quartal nahm die Konjunktur dann wieder Fahrt auf. Insgesamt wuchs die deutsche Wirtschaft im Berichtszeitraum nach Angaben des IWF um 1,5 % (2013: 0,2 %) . Gesamtwirtschaftliche Indikatoren Deutschland![]()
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Quelle: Deutsche Bundesbank BeschaffungMassiver Verfall der ErzpreiseDie Entwicklung der internationalen Rohstoffmärkte war 2014 von einem starken Einbruch der Erzpreise geprägt. Nachdem die durchschnittliche Spotmarkt-Notierung für Feinerz im vierten Quartal 2013 noch bei 135 USD/dmt CFR China gelegen hatte, ging sie in den folgenden Quartalen von durchschnittlich 120 USD/dmt über 103 USD/dmt und 90 USD/dmt auf 74 USD/dmt CFR China im Schlussquartal 2014 zurück. Ende November wurde die 70 USD/dmt-Marke unterschritten und so mit der tiefste Stand seit Juni 2009 erreicht. Dies beruhte auf mehreren Faktoren: Die Importe der chinesischen Hüttenwerke - insgesamt etwas mehr als 900 Mio. t (rund 70 % des seewärtig gehandelten Erzes) - bedeuteten zwar einen historischen Rekord, die Zuwachsraten blieben jedoch hinter den Erwartungen zurück. Verbunden mit einer ebenfalls hohen einheimischen Erzproduktion stiegen die Lagerbestände in den chinesischen Häfen im Jahresverlauf auf über 100 Mio. t an. Dieses Marktumfeld traf auf eine Angebotsseite, die sich aufgrund langjähriger Expansionsbestrebungen - insbesondere der großen australischen Produzenten - durch eine massiv gesteigerte Förderung auszeichnete, was erheblichen Druck auf die Erzpreise ausübte. Die zukünftige Preisentwicklung wird vor allem vom chinesischen Stahlmarkt und den Exportvolumina der großen Produzentenländer Australien und Brasilien abhängen. Rückgang des KokskohlenpreisesIm Gegensatz zur indexbestimmten Preisbildung am Erzmarkt werden Quartalspreise für Kokskohle als Richtwert weiterhin zwischen großen Produzenten und Abnehmern verhandelt. Die Marktlage hat sich seit dem Jahr 2013 nach den Lieferproblemen der Vergangenheit (Überschwemmungen und mehrmonatige Streiks in Australien) weitgehend entspannt. Für qualitativ hochwertige Kokskohle sanken die Preise merklich und bewegten sich im ersten Quartal 2014 auf einem Niveau von 143 USD/t FOB. Da 2014 witterungsbedingte Produktionsbeeinträchtigungen in Australien ausblieben und die Förderung vieler Grubenbetriebe bei eher verhaltener Nachfrage auf einem hohen Level lief, waren die Kokskohlepreise weiter rückläufig. Abschlüsse von 120 USD/t FOB für das zweite und dritte Vierteljahr sowie 119 USD/t FOB für das Schlussquartal 2014 brachten das niedrigste Preislevel seit 2007. Viele Studien beschreiben für 2015 einen Kokskohlemarkt, der von einem deutlichen Angebotsüberschuss gekennzeichnet sei und den Produzenten wenig Spielraum für Preiserhöhungen bieten dürfte. Seefrachten auf niedrigem StandDer Frachtenmarkt war 2014 unverändert von großen Überkapazitäten geprägt. Aufgrund der nach wie vor in den Markt drängenden Neubautonnage blieben die Frachtraten für die meisten Relationen niedrig. Nachdem im vierten Quartal 2013 die durchschnittliche Benchmarkrate Tubarão -Rotterdam noch bei 14,50 USD/t lag, fiel der Durchschnittswert 2014 auf 9,30 USD/t. Es ist zu erwarten, dass die Frachtraten weiterhin eine hohe Volatilität aufweisen werden und der Schifffahrtsmarkt sehr nervös auf positive und negative Nachrichten reagieren wird. Preisschwankungen bei Metallen und Ferro-LegierungenDie internationalen Märkte für Metalle und Legierungen stellten sich 2014 sehr uneinheitlich dar. Während sich die Preise für Massenlegierungen auf Manganbasis im Jahresverlauf stabilisierten, zeigten sich die für börsengehandelte Metalle wie Nickel, Zink, Kupfer und Aluminium recht volatil. Diese zogen während der ersten neun Monate heftig an, um ab September 2014 wieder sichtbar nachzugeben. Preise für flüssige Reduktionsmittel zuletzt erheblich schwächerDie Preise für flüssige Reduktionsmittel (schweres Heizöl und Ersatzreduktionsstoffe) waren bis Oktober 2014 relativ konstant. Danach erfolgten analog zur Entwicklung an den Rohölmärkten starke Korrekturen auf einen Stand, der letztmalig 2009 verzeichnet worden war. Im Jahresschnitt gab der Ölpreis für die Nordseesorte Brent allerdings nur um 8 % nach. Fremdstrompreis niedrigerDer Salzgitter-Konzern hat insgesamt einen jährlichen Strombedarf von rund 2,7 Terawattstunden (TWh) . Die bedeutendsten Stromverbraucher sind dabei naturgemäß die beiden großen Stahl produzierenden Werke Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) und Peiner Träger GmbH (PTG) mit in Summe rund 2,2 TWh. Die SZFG deckt nahezu ihren gesamten Strombedarf mit dem werkseigenen Kraftwerk. Dagegen bezieht die PTG Fremdstrom am Termin- und Spotmarkt. Verglichen mit 2013 verringerte sich der mittlere Fremdstrompreis (Energiepreis zuzüglich gesetzlicher Abgaben und Netznutzung) , den die PTG entrichtete, spürbar. Dabei entwickelten sich die einzelnen Bestandteile des Preises unterschiedlich: Während die Abgaben für Kraft-Wärme-Koppelung und Erneuerbare Energien konstant blieben, verteuerte sich die Netznutzung beachtlich. Dies wurde durch einen merklichen Rückgang des reinen Energiepreises überkompensiert. Erdgaspreis signifikant rückläufigAuch für Erdgas sind SZFG und PTG die größten Abnehmer. Der Erdgaspreis für den Werksverbund SZFG/PTG war bis 2013 mittels einer Preisgleitklausel an leichtes und schweres Heizöl gebunden. Dank einer Vertragsumstellung, nach der sich der Beschaffungspreis an den kurzfristigen Erdgasmarktpreis anlehnt, konnte 2014 gegenüber dem Vorjahr eine erhebliche Preissenkung erzielt werden. Preisentwicklung ausgewählter Rohstoffe und Energieträger![]() Ausgewogene Märkte bei Hilfs- und BetriebsstoffenFür Hilfs- und Betriebsstoffe brachte der Berichtszeitraum eine weitgehend ausgeglichene Angebots- und Nachfragesituation. Die Preise veränderten sich bei der überwiegenden Anzahl von Materialien im Vergleich zu 2013 kaum, lediglich für einige Spezialprodukte mit eingeschränktem Wettbewerb mussten leichte Erhöhungen hingenommen werden. Fallende Preise für Stahlschrott zum Jahresende gestopptWährend der ersten neun Monate 2014 reduzierten sich die Stahlschrottpreise - je nach Sorte - infolge geringer Beschäftigung des produzierenden Gewerbes sowie eines rückläufigen Exports in einer Größenordnung von 10 bis 15 €/t. Danach kam es in den Monaten Oktober und November auf dem deutschen Stahlschrottmarkt zu weiteren Preiskorrekturen um bis zu 25 €/t, da zum einen die europäischen Schrottexporte in das wichtigste Abnehmerland Türkei aufgrund der dortigen schwierigen wirtschaftlichen Lage stark sanken. Zum anderen setzten chinesische Stahlimporte die Preise der Endprodukte unter Druck. Gegen Ende des vierten Quartals stoppte dieser Trend, da die Nachfrage wegen niedriger Schrottbestände wieder anzog. Vormaterial - Halbzeug-Preisentwicklung volatilNach einer spürbaren Steigerung der Brammenpreise im zweiten Halbjahr 2013 stabilisierte sich der Markt in den ersten sechs Monaten 2014 auf hohem Niveau. Zur Jahresmitte gingen die Preise dann leicht zurück - in Vergleich zur Entwicklung des allgemeinen Stahlmarktes allerdings weniger ausgeprägt. Im Geschäftsbereich Energie werden zwei maßgebliche Routen zur weitgehenden Eigenversorgung mit Vormaterial genutzt, die um Zukäufe bei strategischen Partnern ergänzt werden können. Die der Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG) zustehende Liefermenge der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM) bedient schwerpunktmäßig die dem Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl zugeordnete Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) mit Brammen für die Grobblecherzeugung als Vormaterial längsnahtgeschweißter Großrohre. Zudem erhalten die Präzisrohrgesellschaften Röhrenrund zur Produktion nahtloser Präzisrohre. Der Bedarf der Energiegesellschaften an Warmband wird hauptsächlich über die Warmbreitbandstraße der SZFG abgedeckt. Dafür werden die Kapazitäten der HKM auch im Sinne einer Optimierungsstrategie zur Belieferung von Gesellschaften der Geschäftsbereiche Flachstahl sowie Grobblech / Profile eingesetzt. Das Einkaufsvolumen des Geschäftsbereiches Technologie entwickelte sich analog zum Umsatz leicht steigend. Die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Tochtergesellschaften wurde verstärkt, wobei ein Schwerpunkt auf der Ausweitung internationaler Rahmenverträge mit Schlüssellieferanten lag. Daraus resultierten unter anderem verbesserte Einkaufskonditionen sowie eine höhere Verfügbarkeit für die weltweiten Standorte. Außerdem unterstützte dies die Optimierung des Lieferantenportfolios, die das Ziel hatte, noch besser auf die vom Markt geforderten Lieferzeiten der Endprodukte reagieren zu können. Im Fokus waren auch der konsequente Ausbau des Warengruppenmanagements sowie die frühe Einbindung des Einkaufs in die Entwicklung und das Projektgeschäft, gepaart mit einer Einbettung der Konstruktion in den Beschaffungsprozess, um weitere Fortschritte bei der Standardisierung des Sondermaschinenbaus zu erreichen. AbsatzstrukturenDie Unternehmen des Salzgitter-Konzerns haben vielfältige Lieferbeziehungen zu in- und ausländischen Kunden der unterschiedlichsten Branchen, deren Konjunkturzyklen sich phasenverschoben, teilweise sogar gegenläufig, entwickeln können. Insofern fällt der Steuerung der Absatzstrukturen eine wichtige Rolle zu. Folgende Formen werden unterschieden: Monats- und QuartalsverträgeEin erheblicher Teil der Liefermengen der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) und der Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG) werden weiterhin auf der Grundlage von Quartalsverträgen an die Kunden abgegeben. Aufgrund der anhaltenden Volatilität der Beschaffungsmarktpreise werden sowohl Basispreise als auch Aufschläge für Güten und Abmessungen, die die Walzstahlhersteller gewöhnlich quartalsweise annoncieren, jedoch mit einer vermehrten Anzahl von Kunden für Einzelmonate verhandelt und abgeschlossen. Die Lieferverträge der PTG beruhen hauptsächlich auf kurzfristigen Monatsabschlüssen. Die Präzisrohrgesellschaften verkaufen ihre Produkte schwerpunktmäßig an die Automobilindustrie, aber ebenso an den Maschinenbau, den Handel und den Energiebereich. Die Produktion erfolgt kundenbezogen und ausschließlich auftragsgebunden. Während die Lieferungen in der Vergangenheit vor allem an längerfristige Preisvereinbarungen gekoppelt waren, werden nunmehr meist Verträge mit Laufzeiten von drei bis maximal sechs Monaten oder indexbasierten Preisanpassungen realisiert. Im Geschäft mit dem lagerhaltenden Handel sind die Preisabschlüsse kurzfristig. Längerfristige VerträgeDie SZFG vereinbart für einen Teil ihres Absatzes Verträge, bei denen die Preise in turnusmäßigen Verhandlungen für einen längeren Zeitraum als ein Quartal fixiert werden. Typische Kundengruppen dieser Art Lieferbeziehung sind die Automobilindustrie und deren Zulieferer, spezialisierte Kaltbandhersteller und Stahl-Service-Center (SSC) . Die Automobilhersteller binden zunehmend die SSC in Resale-Modelle ein und verhandeln damit Preis, Menge und Spezifikationen des vom SSC abzudeckenden Stahlbedarfs mit den Stahlerzeugern direkt. Der Trend zur Verkürzung der Vertragslaufzeiten und die dadurch potenziell größeren Schwankungen auf der Beschaffungsseite machen es bei längerfristigen Abschlüssen erforderlich, die Rohstoffpreisentwicklung über geeignete Vertragsklauseln zu berücksichtigen. Im Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl setzt die Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG) bis zu ein Viertel ihrer Produktion über Lieferabkommen ab, die eine Preisbindung über größere Zeiträume enthalten (beispielsweise Projektgeschäfte im Tank- und Stahlbau sowie Offshore-Windbereich) . Die Peiner Träger GmbH (PTG) vertreibt seit jeher nur kleine Tonnagen mittels längerfristiger Kontrakte. SpotmarktgeschäfteIm Spotmarkt werden einzelne Geschäfte, bestehend aus Lieferung, Abnahme und Bezahlung einer definierten Produktmenge, unmittelbar abgewickelt. Der Geschäftsbereich Handel organisiert seinen Absatz mehrheitlich über derartige kurzfristige Liefervereinbarungen, wobei die Beziehungen zu den wichtigsten Kunden im In- und Ausland normalerweise im Laufe vieler Jahre gewachsen sind. Typische Abnehmerbranchen sind mittlere und kleinere herstellerunabhängige Stahlhändler, Stahlbauunternehmen sowie Maschinen- und Anlagenbauer. ProjektlieferungenDer Energiebereich versorgt seine Kunden vorwiegend über Projektverträge. Neben internationalen Pipelinevorhaben werden auch die Lieferungen für Kraftwerksneubauten und Chemieanlagen auf diese Weise kontrahiert. Gleiches gilt für einige Produkte des Flachstahl- und Grobblechbereiches: zum Beispiel Spundwand- und Trapezprofile, die in Tief- und Hochbauvorhaben zum Einsatz kommen sowie Blechlieferungen für Energieleitungen. Der Geschäftsbereich Handel akquiriert und beliefert Auslandsprojekte als Lagerhalter, zudem als Mittler zwischen den Stahl- und Röhrenherstellern des Konzerns oder fremden Produzenten einerseits und den Endabnehmern andererseits. Gewöhnlich gelten die Konditionen für die Gesamtlaufzeit der jeweiligen Projekte; es existieren jedoch Aufträge, die Anpassungsvereinbarungen oder Preisgleitklauseln enthalten. Die Produkte des Geschäftsbereiches Technologie umfassen Komplettanlagen und Einzelmaschinen, die mit einem zunehmend größer werdenden Standardisierungsgrad auftragsbezogen gefertigt werden. Grundsätzlich veröffentlicht der Salzgitter-Konzern keine Einzelheiten der Vertragsgestaltung wie Preise, sonstige Konditionen und Laufzeiten. Die öffentlich verfügbaren Spotmarkt-Preisinformationen können für viele Stahl- und Röhrenprodukte zur Orientierung herangezogen werden, gelten aber nur für absolute Standardprodukte. Diese stellen lediglich einen kleinen Teil des Lieferprogramms dar. 2. Gesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen LageErgebnisprognose 2014 erreicht - Konzernresultat um nahezu 500 Mio. € verbessertIn einem herausfordernden europäischen Stahlmarktumfeld verbesserte der Salzgitter-Konzern sein Vorsteuerresultat im Geschäftsjahr 2014 um knapp 500 Mio. € und schloss - wie prognostiziert - mit einem nahezu ausgeglichenen Ergebnis ab. Das konzernweite Restrukturierungsprogramm "Salzgitter AG 2015" leistete hierzu einen erheblichen Beitrag. Besonders hervorzuheben sind der Turnaround der Peiner Träger GmbH (PTG) sowie der nachhaltig positive Ergebnistrend der Salzgitter Mannesmann Precision-Gruppe (SMP-Gruppe) . Auch in vielen weiteren Konzerngesellschaften zeigte das Programm zunehmende Wirkung. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wurde erfreulich gesteigert, sodass die Nettofinanzposition per 31. Dezember 2014 mit 403 Mio. € ein Drittel besser als zum Vorjahresstichtag war. Zusammen mit 34 % Eigenkapitalquote verfügt die Salzgitter AG (SZAG) über eine solide Bilanz- und Finanzstruktur. Der Außenumsatz des Salzgitter-Konzerns kam wegen schwächerer Durchschnittserlöse für die meisten Stahlprodukte mit 9.040,2 Mio. € knapp unterhalb des Vergleichswertes (2013: 9.309,8 Mio. €) aus. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich gegenüber dem Vorjahresresultat (2013: -482,8 Mio. €) auf -15,2 Mio. €. Darin sind 31,2 Mio. € Ergebnisbeitrag des Aurubis-Engagements sowie saldiert -43,0 Mio. € bilanzielle Einmaleffekte enthalten. Aus -31,9 Mio. € Nachsteuerresultat (2013: -490,0 Mio. €) errechnen sich -0,64 € Ergebnis je Aktie (2013: -9,11 €) . Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) war wieder positiv und erreichte 1,8 % (2013:-10,5 %) . 3. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Rahmenbedingungen der GeschäftsbereicheDie Salzgitter AG (SZAG) steuerte als Management-Holding die fünf Geschäftsbereiche Flachstahl, Grobblech / Profilstahl, Energie, Handel und Technologie. Nachfolgend wird die wirtschaftliche Entwicklung dieser Bereiche für das Geschäftsjahr 2014 auf der Basis der Jahresabschlüsse der Einzelgesellschaften gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS) beschrieben. Der Bereich Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung stellt kein Segment gemäß den IFRS dar. Die Überleitung der Summe der Segmentvermögen und -schulden zur Bilanzsumme des Konzerns sowie die Überleitung der Summe der Segmentumsätze und -ergebnisse zum Konzernumsatz beziehungsweise Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Konzerns sind im "Anhang" dargestellt. StahlmarktentwicklungStahlkonjunktur weiterhin eingetrübtDie globale Rohstahlproduktion wuchs 2014 mit rund 1% nur moderat. Dabei zeigte sich ein regional uneinheitliches Bild: In wichtigen Schwellenländern wie Brasilien, der Ukraine oder der Türkei war die Rohstahlerzeugung rückläufig. Russland steigerte dagegen die Produktion um 2,6 %, während sie in China stagnierte. Nordamerika wies einen Zuwachs aus (121 Mio. t, +2,0 %) . Als Folge des anhaltenden Ausbaus der Stahlkapazitäten blieb die globale Kapazitätsauslastung das dritte Jahr infolge unterhalb der 80 %-Marke. Der europäische Stahlmarkt war von einer leichten Erholung geprägt. So legte die Marktversorgung um 2,8 % zu. Allerdings wurde die Ausweitung der Produktion (169 Mio. t, +1,7 %) durch stark erhöhte Drittlandeinfuhren eingeschränkt. Auf dem deutschen Stahlmarkt nahm die Marktversorgung mit Walzstahlerzeugnissen zum ersten Mal seit drei Jahren wieder zu. (+2 %) . Ursache dafür war die insgesamt gute Beschäftigungssituation der deutschen Stahlverarbeiter, insbesondere die Automobil- und Bauindustrie verzeichneten kräftige Produktionszuwächse. Hingegen sank -ausgehend von einem bereits sehr niedrigen Niveau- die Stahlrohrerzeugung weiter. Die Rohstahlproduktion zog mit rund 43 Mio. t leicht an. Die Kapazitätsauslastung verbesserte sich zwar um 2 Prozentpunkte, blieb aber mit 86 % unterhalb des langfristigen Durchschnitts. Rohstahlproduktion Welt![]() Quelle: World Steel Association 21.01.2015 (Vorjahre entsprechend angepasst) Geschäftsbereich Flachstahlscroll
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2013 restated Kernkompetenzen des Geschäftsbereiches Flachstahl sind die Stahlerzeugung im voll integrierten Hüttenwerk der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) sowie die anschließende Verarbeitung zu hochwertigen Flachstahlprodukten. Über die angegliederten Stahl-Service-Center der Salzgitter Mannesmann Stahlservice GmbH (SMS) werden die zunehmenden Anarbeitungsbedarfe unserer Kunden bedient. Die weiterverarbeitenden Gesellschaften Salzgitter Europlatinen GmbH (SZEP) und Salzgitter Bauelemente GmbH (SZBE) verlängern die Wertschöpfungskette innerhalb des Geschäftsbereiches mit ihren kundenspezifischen Produkten (Tailored Blanks sowie Dach- und Wandelemente) . Wichtigster Kundensektor ist die europäische Automobilindustrie. Zur Stärkung der Stahl-Service-Center-Organisation wurden die Aktivitäten der Gesellschaft Hövelmann & Lueg GmbH (HLG) und der Stahl-Metall-Service Gesellschaft für Bandverarbeitung mbH (SMS) zum 1. Januar 2014 zusammengeführt. Dies erfolgte über einen Asset Deal, mit dem der Geschäftsbetrieb der HLG und die dazugehörenden Einzelwirtschaftsgüter auf die SMS übertragen wurden. Die SMS firmiert seit Anfang des Jahres 2014 als Salzgitter Mannesmann Stahlservice GmbH. Dahinaus wurde die Salzgitter Service und Technik GmbH (SZST) im April 2014 wirtschaftlich rückwirkend zum 1. Januar 2014 auf die SZFG verschmolzen und so der Grundstein für das neue flexible Instandhaltungskonzept der SZFG gelegt. Die Einzelgesellschaften des Geschäftsbereiches sind im "Anhang" aufgeführt. Während die Nachfrage nach Flachstahlerzeugnissen in den wichtigsten Märkten der Europäischen Union (EU) innerhalb der ersten Jahreshälfte noch kräftig anstieg, schwächte sich das Wachstum im zweiten Halbjahr ab. Ursache hierfür war die nachlassende wirtschaftliche Dynamik. Außerdem nahmen die Drittlandimporte von Flachstahlprodukten in die EU gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu, was weiteren Druck auf die Marktpreise erzeugte. GeschäftsverlaufDer Auftragseingang des Geschäftsbereiches Flachstahl rangierte 2014 über dem Vorjahreswert, der Auftragsbestand lag leicht darunter. Trotz des vermehrten Versands war der Segmentumsatz wegen der rohstoffpreisbedingt deutlich rückläufigen Erlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr niedriger. Der Außenumsatz nahm moderat zu. Segmentumsatz![]() 2013 restated Insbesondere dank eines gegenüber Vorjahr erfreulich gesteigerten Resultats der SZFG verbesserte sich das Vorsteuerergebnis des Geschäftsbereiches auf -8,8 Mio. € (2013: -85,0 Mio. €) . EBT![]() 2013 restated Der Ordereingang der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) übertraf das bereits gute Vorjahresniveau, der Auftragsbestand sank hingegen leicht. Während die Walzstahlproduktion nur geringfügig anzog, legte die Rohstahlproduktion sogar spürbar zu, da im Vorjahreszeitraum eine umfangreiche Hochofenreparatur durchgeführt worden war. Infolge des deutlichen Rückgangs der Rohstoffpreise - insbesondere des Eisenerzes - und der damit einhergehenden Erlöserosion fiel der Umsatz hinter den der Vergleichsperiode zurück. Aufgrund der weiterhin bestehenden Überkapazitäten im Stahlmarkt waren die Margen nach wie vor unauskömmlich. Zusammen mit einer Versandsteigerung und dem Wegfall der Sonderbelastungen aus 2013 (Hochofenreparatur und Restrukturierungsaufwendungen für "Salzgitter AG 2015") verbesserte die SZFG das Ergebnis vor Steuern zwar signifikant, es blieb aber negativ. Mithilfe der konsequenten Umsetzung einer gemeinsamen Vertriebsstrategie mit der SZFG überschritt die versendete Tonnage der Salzgitter Mannesmann Stahlservice GmbH (SMS) trotz der verschärften Wettbewerbssituation die Vorjahreswerte. Demzufolge legte auch der Umsatz zu. Die SMS wies einen Vorsteuerverlust aus, jedoch führten gestiegene Mengen und Kostenreduzierungen zu einer spürbaren Verbesserung der Ertragslage. Die Salzgitter Bauelemente GmbH (SZBE) erreichte annähernd die Versandtonnage und den Umsatz des Vorjahres. Bei rückläufigen Margen erwirtschaftete die SZBE ein ausgeglichenes Resultat vor Steuern. Absatz und Umsatz der Salzgitter Europlatinen GmbH (SZEP) blieben auf hohem Niveau. Auch aufgrund einer optimierten Kostenstruktur übertraf das Vorsteuerergebnis den Vorjahreswert. Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahlscroll
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2013 restated Der Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl umfasst die Gesellschaften des Konzerns, die überwiegend projektorientierte Bau- und Infrastrukturkunden bedienen. Dies sind zum einen die Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG) , die Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) und zum anderen die Peiner Träger GmbH (PTG) sowie die HSP Hoesch Spundwand und Profil GmbH (HSP) . ILG und MGB produzieren ein breites Spektrum hochwertiger Grobblechprodukte. Wichtige Abnehmer sind der schwere Maschinenbau, Rohrproduzenten und Hersteller von Windkraftanlagen. PTG und HSP beliefern Hoch- und Tiefbauprojekte in ganz Europa aber auch weltweit mit Profilstahlerzeugnissen. Über die Integration der DEUMU Deutsche Erz- und Metall-Union GmbH (DMU) - mit ihrer Tochtergesellschaft BSH - als Schrottversorger der PTG werden die Logistikprozesse eng koordiniert und flexibel gesteuert. Zum 30. September 2014 wurde die BSH Braunschweiger Schrotthandel GmbH (BSH) , Braunschweig, im Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl rückwirkend zum 1. Januar 2014 neu in den Konsolidierungskreis der Salzgitter AG (SZAG) aufgenommen. Beim Vergleich mit dem Vorjahr ist zu berücksichtigen, dass die Kennzahlen der BSH in 2013 nicht enthalten sind. Allerdings würde sich die Gesamtaussage zur Entwicklung des Geschäftsbereiches auch unter Einbeziehung der Gesellschaft in die Werte von 2013 nicht wesentlich verändern. Auftragseingang und -bestand des Geschäftsbereiches Grobblech / Profilstahl lagen merklich über dem Niveau des Vorjahres. Maßgeblich dafür waren die Vergabe des Großauftrags South Stream an die EUROPIPE GmbH (EP) und die entsprechende Blechproduktion der MGB. Die Walzstahlproduktion rangierte auf Höhe des Jahres 2013. Die Kapazitätsanpassungen der PTG wurden von größeren Mengen bei ILG und MGB nahezu kompensiert. Der Versand bewegte sich unter dem Vorjahresniveau. Der Segmentumsatz ging mengen- und erlösbedingt zurück, während der Außenumsatz leicht anstieg. Segmentumsatz![]() 2013 restated Mit 130,0 Mio. € verringerte sich der Vorsteuerverlust des Geschäftsbereiches gegenüber dem Vorjahresresultat spürbar (2013: -403,4 Mio. €) . Während das Ergebnis in 2013 von Restrukturierungsaufwendungen sowie 185 Mio. € Impairment der PTG belastet worden war, beinhaltet der Abschluss 2014 insgesamt 64,4 Mio. € Aufwand im Zusammenhang mit Restrukturierung und Impairment der HSP. Hingegen lieferte der Turnaround der PTG den maßgeblichen Anteil der operativen Ergebnisverbesserung des Segments. EBT![]() 2013 restated Nach dem zunächst schwierigen Jahresauftakt verbesserte sich zwischenzeitlich die Lage auf dem europäischen Grobblechmarkt. Ausgangspunkt dieser Entwicklung war die Auftragsvergabe für den ersten Teil des South-Stream-Pipeline-Projekts. Im Zusammenspiel mit einer leicht aufgehellten Konjunkturerwartung gingen Händler und einige Verbraucher davon aus, dass der Markt den Tiefpunkt erreicht hätte und zumindest temporär wieder etwas stabiler tendieren könnte. Daher warteten sie nicht weiter ab und disponierten die vorhandenen Bedarfe und Lagerergänzungen. Dies bot zu Beginn des zweiten Quartals Raum für Preiskorrekturen nach oben, denen später eine Seitwärtsbewegung folgte. Weitere Preisanhebungen konnten nicht durchgesetzt werden. Im Jahresverlauf drückten die zahlreichen politischen Krisen sowie die deutlich verschlechterten Konjunkturaussichten verstärkt auf Stimmung und Nachfrage im Quartoblechmarkt. Eine Sondersituation zeichnet sich für MGB als Zulieferer für Röhrenbleche ab, da die Produktion des South-Stream-Auftrags im Dezember 2014 sistiert worden ist und die Fertigstellung des Auftrages für die erste Leitung suspendiert ist. Auftragseingang und -bestand der unter einheitlicher Leitung geführten Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG) und Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) kamen über den Vorjahreswerten aus. Hier schlug sich besonders die Akquisition des Großauftrags South Stream nieder. Gedämpft durch eine unzureichende Auslastung bei MGB während des ersten Quartals übertraf die Walzstahlproduktion beider Werke die von 2013 nur leicht, der Versand der Grobblechproduzenten lag insgesamt etwas unter den Vergleichswerten. ILG musste wegen unbefriedigender Erlöse zurückgehende Umsätze verkraften. MGB verbesserte auftragsbedingt die Erlöse und steigerte somit den Umsatz. Sowohl ILG - trotz gesunkener Vormaterialpreise sowie reduzierter Verarbeitungskosten - als auch MGB wiesen ein deutlich negatives Vorsteuerresultat aus. Gleichwohl verminderte MGB den Verlust gegenüber 2013 dank Kosteneinsparungen signifikant. Die rückläufige Entwicklung im europäischen Trägermarkt setzte sich 2014 weiter fort. Bereits zu Jahresbeginn war die Auslastung der Produzenten nur gering. Zwar kam es unterjährig infolge der bestandsorientierten Disposition des lagerhaltenden Handels zu steigenden Auftragseingängen, diese hielten jedoch nicht lange an. Alles in allem war die Produktion vom schwachen und sehr kurzfristigen Auftragszulauf geprägt, Stahlbauprojekte wurden nur sehr verhalten vergeben. Vor diesem Hintergrund entwickelte sich ein intensiver Preiswettbewerb unter den Produzenten, der im Vergleich zum Vorjahr zu einer deutlich geringeren Marge führte. Der Versuch der meisten europäischen Hersteller angesichts der spärlichen Nachfrage in Kerneuropa auf Exportmärkte auszuweichen, führte dort ebenfalls zu einem erhöhten Preisdruck. Darüber hinaus belastete die Zunahme der Importe aus Drittländern den Markt und die Preisgestaltungsmöglichkeiten. Aufgrund der Anpassung der Produktionskapazität (1-Mio.-t-Konzept) und der Einstellung des konzerninternen Brammenabsatzes rangierten Auftragseingang sowie Rohstahl- und Walzstahlerzeugung der Peiner Träger GmbH (PTG) in der Berichtsperiode unter dem Niveau des Vorjahres. Der Auftragsbestand legte zu. Ein verringerter Versand und nach wie vor unbefriedigende Durchschnittserlöse ließen den Umsatz sinken. Gegenüber dem ohne Sonderbelastungen bei nahezu -90 Mio. € auskommenden Vorjahresverlust verbesserte sich das Vorsteuerresultat dank beträchtlicher Kostensenkungen und erfolgreicher Prozessoptimierungen signifikant und war sogar leicht positiv. Die DMU-Gruppe musste wegen eines geringeren Stahlschrottbedarfs verbunden mit rückläufigen Preisen eine Umsatzreduzierung im Vergleich zu 2013 verkraften. Dank höherer Schrottmargen und Kostenreduzierungen legte das Ergebnis vor Steuern dennoch zu und war wieder positiv. Die Nachfrage auf dem Spundwandmarkt stagnierte weiterhin auf einem unbefriedigenden Niveau. Obwohl die Versandmenge nahezu die Vorjahresebene erreichte, hatten die schwächeren Erlöse im Berichtszeitraum bei der HSP Hoesch Spundwand und Profil GmbH (HSP) einen Umsatzrückgang zur Folge. Angesichts der schwierigen strukturinduzierten Marktgegebenheiten des Spundwandgeschäfts ergaben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 25,7 Mio. € Restrukturierungsaufwendungen. Darüber hinaus wurde eine Sonderabschreibung auf das Anlagevermögen von 38,7 Mio. € vorgenommen. Auch ohne diese Einmaleffekte fiel der Verlust vor Steuern durch die geringere Produktionsmenge und die daraus resultierende Fixkostenprogression etwas höher aus als ein Jahr zuvor. Aufgrund des anhaltend negativen Ergebnisverlaufs werden derzeit sämtliche Optionen zur dauerhaften Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der HSP im Salzgitter-Konzern geprüft. Geschäftsbereich Energiescroll
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2013 restated Der Geschäftsbereich Energie umfasst die Gesellschaften des ehemaligen Unternehmensbereiches Röhren, mit Ausnahme der Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) . Da deren wesentliche Aktivität in der Bereitstellung von Blech-Vormaterial für die EUROPIPE-Gruppe (EP-Gruppe) sowie Röhrenblechen für Dritte liegt, ist sie dem neuen Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl zugeordnet. Der Geschäftsbereich Energie ist schwerpunktmäßig auf internationale Projektgeschäfte im Bereich Energieversorgung und Infrastruktur ausgerichtet und deckt ein breites Spektrum an Durchmessern bei Leitungsrohren ab. Ergänzt wird das Portfolio durch führende Anbieter von Präzisionsstahlrohren für die Automobilindustrie und Industrieanwendungen sowie Edelstahl- und Nickelbasisrohre. Die langfristige Entwicklung der Kundennachfrage folgt den Mega-Trends in den Bereichen "Wasser", "Energie" und "Mobilität" Die Sparte verfügt über eine eigene Rohstahlversorgung in Form einer 30%-Beteiligung an der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH ([HKM], technische Rohstahlkapazität 6 Mio. t) , ein dem Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl zugeordnetes modernes Grobblechwalzwerk und eine Halbzeugproduktion für die Nahtlosrohrherstellung. Auch das Segment Energie nutzt unsere Handelsorganisation intensiv zum Bezug von Halbzeug sowie für den Absatz seiner Produkte. Die Einzelgesellschaften des Geschäftsbereiches sind im "Anhang" aufgeführt. Stahlrohrmarkt 2014 von Überkapazitäten geprägtDie globale Stahlrohrproduktion erreichte mit 165 Mio. t im Jahr 2014 nach einem Anstieg um rund 6 % ein weiteres Allzeithoch. China verzeichnete bei einem Plus von fast 10 % auf 85 Mio. t abermals die größten Zuwächse. Stahlrohrproduktion Welt nach Herstellverfahren![]() Die weltweite Nahtlosrohrproduktion legte knapp 6 % auf 49 Mio. t zu, 32 Mio. t wurden allein in China erzeugt. Die Produktion geschweißter Stahlrohre bis 406 mm Außendurchmesser betrug 94 Mio. t, davon entfielen erstmals 50 % auf China. Die Großrohrproduktion stagnierte bei 22 Mio. t. Leichte Zuwächse gab es in der GUS, China sowie in Japan. Die Großrohrproduktion der westlichen Welt fiel geringer als im Vorjahr aus, wobei die USA besonders starke Abschläge gegenüber dem äußerst hohen Wert in 2013 erfuhren. Die Stahlrohrproduktion der EU erholte sich etwas von dem sehr schwachen Vorjahr und zog um knapp 9% auf 13 Mio. t an. Sie blieb aber weiterhin erheblich unter den Werten der Rekordjahre 2006 und 2007. Diverse Quellen: u. a. Steel Guru, Metal Bulletin Research, SBB GeschäftsverlaufDer Januar 2014 brachte im Geschäftsbereich Energie zwei Änderungen der Konsolidierungsmethoden: Die EP-Gruppe, bis zum 31. Dezember 2013 quotal zu 50 % konsolidiert, wird nunmehr at equity zu 50 % mit dem anteiligen Nachsteuerergebnis berücksichtigt. In den übrigen Kennzahlen des Segments ist sie nicht mehr enthalten, aber entsprechend ihrer Bedeutung im Folgenden nachrichtlich aufgeführt und kommentiert. Die Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM) , bis zum 31. Dezember 2013 at equity zu 30 % konsolidiert, wird seit Beginn des Jahres 2014 quotal zu 30 % einbezogen und ist dementsprechend im Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis des Geschäftsbereiches zu 30 % enthalten. Hingegen wird sie im Orderbestand sowie Versand nicht erfasst, da dort nur Rohre ausgewiesen werden, während die HKM Vormaterial produziert. Zwecks besserer Vergleichbarkeit wurden die 2013er Zahlen rückwirkend angepasst. Der Auftragseingang des Geschäftsbereiches Energie blieb 2014 leicht unterhalb des Vorjahreswerts. Außerhalb des Konsolidierungskreises konnte die 50 %-Beteiligung EUROPIPE den Orderzulauf mithilfe der Großprojekte South Stream und in den USA vor allem ETC Rover mehr als verdreifachen. Der Auftragsbestand bewegte sich nahezu auf dem 2013er Niveau. Die schlechte Beschäftigungssituation der Salzgitter Mannesmann Großrohr GmbH (MGR) führte dazu, dass der Absatz trotz Steigerungen bei Präzis- und Edelstahlrohren unter dem Vergleichswert lag. Auch bei Segment- und Außenumsatz wurden die Vorjahreswerte nicht ganz eingestellt. Segmentumsatz![]() 2013 restated Der Geschäftsbereich Energie wies mit -40,6 Mio. € einen gegenüber dem Vorjahr reduzierten Vorsteuerverlust aus. Beschäftigungsbedingt - mit Schwerpunkt im ersten Halbjahr 2014 - und von 13,1 Mio. € einmaligen Bewertungseffekten bei der MGR und EP-Gruppe belastete negative Resultate der Leitungsrohrgesellschaften prägten das Ergebnis maßgeblich. Die SMP-Gruppe verbuchte auch wegen 5,5 Mio. € Restrukturierungsrückstellungen einen Verlust, wogegen die MST-Gruppe erneut einen bemerkenswerten Gewinnbeitrag erwirtschaftete. EBT![]() 2013 restated Während der nordamerikanische Line-Pipe-Markt aufgrund verstärkter Öl- und Gas-Exploration und der stark wachsenden Shale Gas-Produktion spürbar anzog, zeigte sich der europäische Leitungsrohrmarkt vor dem Hintergrund der eingetrübten Konjunktur und der zunehmend unsicheren politischen Lage in Russland unverändert schwach. Ende Januar verbuchte die EP-Gruppe einen wesentlichen Anteil am ersten Strang der geplanten South-Stream-Offshore-Gasleitung. Dies sicherte dem deutschen Standort ab dem zweiten Quartal eine zufriedenstellende Grundauslastung bis zur Suspendierung seitens der South Stream Transport B.V. Mitte Dezember 2014. In Verbindung mit mehreren akquirierten größeren Projekten in den USA übertraf der Ordereingang deshalb seinen Vorjahreswert erheblich. Infolge der fehlenden Aufträge zu Jahresbeginn und der daraus resultierenden Kurzarbeit erreichten sowohl Versand als auch Umsatz die Vergleichsniveaus nicht. Darüber hinaus wurden angesichts der andauernden erheblichen wirtschaftlichen Probleme des Standortes Dünkirchen Maßnahmen eingeleitet, die den Ergebnisbeitrag der EP-Gruppe mit 9,1 Mio. € belasteten, sodass abermals ein beträchtlicher Verlust ausgewiesen wurde. Insbesondere dank der guten Nachfrage aus der NAFTA und des günstigen Wechselkursverhältnisses EUR/USD verbesserte sich der Auftragseingang der unter einheitlicher Leitung geführten Hersteller HFI- und spiralnahtgeschweißter Rohre Salzgitter Mannesmann Line Pipe GmbH (MLP) und Salzgitter Mannesmann Großrohr GmbH (MGR) in der zweiten Jahreshälfte. Der Orderbestand der MGR rangierte oberhalb der sehr niedrigen Vorjahresmarke, die MLP dagegen blieb spürbar darunter. Zwar verzeichnete die MLP einen deutlichen Anstieg der Versandmengen, der Umsatz legte wegen des sich weiter verschärfenden Wettbewerbs -vor allem mit unterausgelasteten Produzenten in Südeuropa und Asien - sowie zurückgehender Vormaterialpreise nicht in gleichem Maße zu. Aufgrund der Schwäche des EU-Kernmarkts und einem damit einhergehenden erheblichen Projektmangel produzierte die MGR nur die Hälfte des Jahres mit verminderter Fahrweise. Demzufolge waren Absatz und Umsatz extrem rückläufig und markierten Tiefststände. Beide Gesellschaften wiesen einen spürbaren Verlust vor Steuern aus und unterschritten die negativen Vergleichswerte signifikant. Das Ergebnis der MGR enthält ein Impairment von 4,0 Mio. €. Der positive Trend der ersten sechs Monate 2014 schwächte sich bei der Salzgitter Mannesmann Precision-Gruppe (SMP-Gruppe) im weiteren Jahresverlauf etwas ab. Insgesamt fiel der Auftragseingang hinter den Vorjahreswert zurück, während der Orderbestand ihn nahezu einstellte. Versand und Umsatz überstiegen die Vergleichskennziffern. Dank einer weiterhin stabilen Bestelltätigkeit der heimischen Premium-Automobilhersteller verzeichneten die deutschen Werke der SMP-Gruppe eine gute Auftragslage. Der Industriebereich zeigte leichte Erholungen, der Energiesektor wies jedoch keine Trendwende auf. Sowohl die im Rahmen von "Salzgitter AG 2015" stattfindende Optimierung der Ablauf- und Aufbauorganisation als auch das zusätzlich gestartete Programm zur Produktivitätsverbesserung der SMP-Gruppe zeigen nachhaltige Erfolge. Das Vorsteuerresultat war von 5,5 Mio. € Restrukturierungsrückstellungen geprägt und blieb negativ. Dennoch verbesserte es sich gegenüber dem Vorjahr signifikant. Die Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes-Gruppe (MST-Gruppe) blickt auf ein sehr gelungenes Jahr im Projektgeschäft und ein erneut hohes Auftragsniveau im margenstarken Exportgeschäft zurück. Die Nachfrage im Standardrohrsegment blieb hingegen zurückhaltend. Der niedrige Ölpreis und die damit verbundenen Projektverschiebungen führten in der zweiten Hälfte des Jahres zu einer Abschwächung. Dies spiegelte sich in einem leicht gesunkenen Ordereingang und -bestand wider. Der Umsatz verfehlte die Vorjahresmarke aufgrund geringerer Legierungspreise. Infolge eines gestiegenen Versands übertraf die MST-Gruppe den bereits vorzeigbaren Vorsteuergewinn des Vorjahres deutlich. Geschäftsbereich Handelscroll
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2013 restated Der Geschäftsbereich Handel umfasst neben einer gut ausgebauten europäischen Organisation lagerhaltender Stahlhandelsniederlassungen mit großer Anarbeitungstiefe auch auf Grobblech spezialisierte Gesellschaften sowie ein weltumspannendes Trading-Netzwerk. Neben den Walzstahl- und Röhrenerzeugnissen des Salzgitter-Konzerns vertreibt er ergänzend Produkte anderer in- und ausländischer Hersteller. Zusätzlich beschafft er auf den internationalen Märkten Halbzeuge für Konzerngesellschaften und externe Kunden. Am 1. Januar 2014 wurden die Stahl-Service-Center-Aktivitäten der Gesellschaft Hövelmann & Lueg GmbH (HLG) mittels eines Asset Deals auf die Stahl-Metall-Service Gesellschaft für Bandverarbeitung mbH (SMS) übertragen, die nun als Salzgitter Mannesmann Stahlservice GmbH (SMS) firmiert. Beide Gesellschaften wurden aus dem Geschäftsbereich Handel in den Geschäftsbereich Flachstahl umgegliedert, um auf diese Weise Synergien bei der Marktbearbeitung zu realisieren. Darüber hinaus vergrößerte sich der Konsolidierungskreis des Salzgitter-Konzerns im dritten Quartal rückwirkend zum 1. Januar 2014 aufgrund der Aufnahme der Gesellschaften Salzgitter Mannesmann (UK) Ltd. (SMUK) , Salzgitter Mannesmann (France) SARL (SMFR) und Salzgitter Mannesmann (Espana) SA (SMSP) . Diese Gesellschaften, einschließlich der SMUK, die ebenfalls einen eigenen Lagerhandel betreibt, fungieren als Agenturen der Konzerngesellschaften und sind so in ihren jeweiligen Ländern die verlängerten Vertriebsarme für unsere Konzernprodukte. Die Einzelgesellschaften des Geschäftsbereiches sind im "Anhang" aufgeführt. Das Geschäftsjahr 2014 kennzeichnete ein zweigeteiltes Marktumfeld: Die europäische Stahlnachfrage war, vor allem wegen der günstigen Witterungsbedingungen für den Bausektor über die ersten drei Monate, vergleichsweise stabil. Gleichzeitig herrschte im Trägerbereich, aber auch bei Quarto- und Bandblech, national wie international ein starker Preisdruck. Auf den internationalen Stahlmärkten registrierte der Geschäftsbereich Handel in nahezu allen Regionen und Produktbereichen während des gesamten Jahres eine überwiegend verhaltene Nachfrage. GeschäftsverlaufVor diesem Hintergrund verbuchte der Geschäftsbereich Handel 2014 gegenüber dem Vorjahr rückläufige Absatzmengen, die hauptsächlich auf einen niedrigeren Versand des internationalen Tradings zurückzuführen waren. Im Zusammenspiel mit den unverändert schwachen und weiterhin abwärtsgerichteten Preisniveaus gaben Segment- und Außenumsatz ebenfalls nach. Segmentumsatz![]() 2013 restated Dennoch erzielte der Geschäftsbereich Handel ein erfreuliches Vorsteuerergebnis. Unter Berücksichtigung von insgesamt 40 Mio. € mehrjähriger Ergebnisthesaurierungen und weiterer bilanzieller Einmaleffekte ergab sich mit 60,1 Mio. € ein erheblich über dem Vorjahreswert liegender Vorsteuergewinn. EBT![]() 2013 restated Die Handelsgesellschaften entwickelten sich wie folgt: Die Versandmenge der Salzgitter Mannesmann Handel-Gruppe (SMHD-Gruppe) lag im abgelaufenen Geschäftsjahr unterhalb des Vorjahresvolumens. Haupteinflussfaktor war das reduzierte Projektgeschäft des internationalen Tradings. Außerdem schlugen sich die geringeren Durchschnittserlöse in einem überproportionalen Umsatzrückgang nieder. Das Vorsteuerergebnis übertraf dank eingenommener mehrjähriger Ergebnisthesaurierungen sowie bilanzieller Einmaleffekte den Wert der Vergleichsperiode. Dabei verzeichneten die europäischen lagerhaltenden Gesellschaften in der Summe eine durchaus erfreuliche Entwicklung der Absatzmengen gegenüber dem Volumen 2013. Der Umsatz verharrte allerdings als Folge der deutlich schwächeren Erlöse nahezu auf dem Vorjahresniveau. Trotz positiver Ergebnisse osteuropäischer Tochtergesellschaften sowie des niederländischen Stahlhandels war der Vorsteuergewinn aufgrund der angespannten Lage im deutschen Lagergeschäft insgesamt merklich niedriger als im Geschäftsjahr 2013. Der Absatz des internationalen Handels blieb wegen des schwächeren Projektgeschäfts hinter der Vorjahrestonnage zurück. Geringere Preisniveaus in vielen Märkten sowie ein geänderter Produktmix ließen den Umsatz unterhalb des Vergleichswertes auskommen. Zusammen mit eingenommenen mehrjährigen Ergebnisthesaurierungen sowie bilanzieller Einmaleffekte lag das Ergebnis vor Steuern des internationalen Tradings über dem des Vorjahres. Die Universal Eisen und Stahl-Gruppe (UES-Gruppe) agierte in Deutschland während des gesamten Geschäftsjahres in einem stagnierenden Markt. Bei einer durchwachsenen Mengenentwicklung - geprägt von einem zufriedenstellenden Bedarf der Industriekunden und einem gleichzeitig schwachen Offshore- und Werftengeschäft - ließen sich wegen der überreichlichen Marktversorgung keine Erlösverbesserungen durchsetzen. In Nordamerika bestimmten die profitablen Geschäfte am Standort Houston das vergangene Jahr. Der sukzessive Turnaround der Niederlassung Chicago trug ebenfalls zur positiven Entwicklung bei. Absatz und Umsatz der Gruppe blieben daher nahezu stabil. Die UES-Gruppe erwirtschaftete ein spürbar über dem Vorjahr liegendes Resultat vor Steuern, das auch mehrjährige Ergebnisthesaurierungen enthält. Geschäftsbereich Technologiescroll
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2013 restated Der Geschäftsbereich Technologie umfasst international aktive Maschinenbauunternehmen. Umsatzschwergewicht ist die KHS|GmbH (KHSDE) , die in der Abfüll- und Verpackungstechnik zu den weltweit führenden Anlagenherstellern zählt. Die KHS-Gruppe ist Komplettanbieter von der Intralogistik über das Processing bis zur Abfüllung und Verpackung von Getränken. Weitere Betriebe des Segments sind im Sondermaschinenbau für die Schuhindustrie tätig oder stellen Gummi- und Silikon-Spritzgießmaschinen her. Im Zuge der Neuordnung des Konzerns wird die RSE Grundbesitz und Beteiligungs-GmbH (RSE) nicht mehr im Geschäftsbereich Technologie ausgewiesen, sondern im Bereich Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung erfasst. Folgende Gesellschaften des Geschäftsbereiches wurden per 30. September rückwirkend zum 1. Januar 2014 neu in den Konsolidierungskreis der Salzgitter AG (SZAG) aufgenommen:
Beim Vergleich mit dem Vorjahr ist zu berücksichtigen, dass die Kennzahlen der rückwirkend zum 1. Januar 2014 in den Konsolidierungskreis der SZAG aufgenommenen Gesellschaften im Geschäftsjahr 2013 noch nicht enthalten sind. Allerdings würde sich die Gesamtaussage zur Entwicklung des Geschäftsbereiches unter Einbeziehung der Unternehmen in die Vorjahreswerte nicht wesentlich verändern. Die Einzelgesellschaften des Geschäftsbereiches sind im "Anhang" aufgeführt. Auftragseingänge des deutschen Maschinenbaus leicht zunehmendLaut Statistik des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) zogen die Ordereingänge der Branche 2014 gegenüber dem Vorjahr leicht an. Dabei legten sowohl die Inlands- wie auch die Auslandsnachfrage zu. Hingegen stagnierte der Markt für Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen. GeschäftsverlaufDie Auftragseingänge des Geschäftsbereiches Technologie erreichten trotz marginal geringerer Orderzuläufe der KHS-Gruppe und der Klöckner DESMA Schuhmaschinen GmbH (KDS) nahezu die guten Werte des Jahres 2013. Die Ordereingänge der KDE-Gruppe rangierten hingegen deutlich über denen des Vorjahres. Bei der KHS-Gruppe werden vor allem die Abschlüsse des zweiten Halbjahres für eine hohe Auslastung bis weit in das Jahr 2015 hinein sorgen. Der Auftragsbestand der Sparte übertrifft das Vorjahresniveau merklich. Segment- und Außenumsatz wurden vor allem wegen des Zuwachses der KHS-Gruppe ausgeweitet. Aber auch die KDE-Gruppe - dank einer Belebung der Investitionstätigkeit des Automotive-Sektors - und die KDS verzeichneten ein spürbares Umsatzwachstum. Segmentumsatz![]() 2013 restated Der Geschäftsbereich erwirtschaftete im Berichtszeitraum 25,2 Mio. € Gewinn vor Steuern und konnte damit sein Ergebnis gegenüber dem Vergleichszeitraum nahezu verdoppeln. Dieser Erfolg war in erster Linie auf die konstant hohe Auslastung der Produktionsstätten aller Gesellschaften zurückzuführen. Innerhalb der KHS-Gruppe dominierte das sehr erfolgreiche Resultat der KHS Corpoplast GmbH (BEVCP) . Die KDS verbuchte 2014 den Rekordgewinn ihrer Unternehmensgeschichte und die KDE-Gruppe hat ihr Vorsteuerresultat im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht. EBT![]() 2013 restated Auch 2014 präsentierten sich die Gesellschaften des Geschäftsbereiches Technologie auf zahlreichen Messen wie etwa der BrauBeviale 2014. Hier demonstrierte die KHS-Gruppe mit ihrem eindrucksvollen Angebot innovativer Technologien den konsequenten Weg des Unternehmens entlang seiner Vision "First Choice in Technology and Service" Sie stellte ausgewählte (brauereispezifische) , Neuerungen vor, die nicht nur einen signifikanten Kundennutzen bieten, sondern sich auch durch Nachhaltigkeit und einen schonenden Umgang mit Ressourcen auszeichnen. Im Mittelpunkt stand unter anderem die Weltneuheit KHS Direct Print, bei der statt ein Etikett aufzukleben, PET-Flaschen mit nicht migrierenden UV-Tinten dekoriert werden. Neben fachlichen Diskussionen wurden konkrete Projekte endverhandelt. Zudem zeigte die KHS ihr umfassendes Serviceangebot. Die KDE überzeugte auf ihrer Hausmesse mit kundenorientierten Maschinenbaulösungen und unterstrich ihren Markt- und Technologieführungsanspruch im Nischenmarkt der Spritzgießmaschinen für Elastomere zur Herstellung technischer Formartikel aus Gummi und Silikon. Die KDS nutzte ihre Hausmesse im September, um das gesamte Spektrum der Schuhtechnologien für automatisierte traditionelle Fertigungsarten und modernste Lösungen der Prozess- und Produktionstechnik sowie Robotik vorzustellen. Die innovativen Automationskonzepte eröffnen neue Möglichkeiten der individuellen Schuhfertigung und übertreffen die geforderte Effizienz durch Steigerung von Produktivität, Wirtschaftlichkeit und Qualität. Mit dem Ziel eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität zu erreichen, setzte die KHS-Gruppe in den letzten drei Jahren das auf diesen Zeitraum ausgelegte Restrukturierungsprogramm "Fit4Future" mit großem Erfolg um. Dessen Maßnahmen führten zu einer Verschlankung der KHS-Gruppe, reduzierten Kosten und erhöhten die Flexibilität hinsichtlich des volatilen Auftragseingangs. Die Komplexität wurde mithilfe operativer Exzellenz im Produktionsnetzwerk sowie einer Standardisierung des weltweiten Produktprogramms verringert. Ein weiterer Baustein widmete sich der gezielten Personalentwicklung von KHS-Mitarbeitern sowie der internen Kommunikation. Um in den nächsten zwei Jahren die Ertragskraft und Performance weiter zu stärken, wird das abgeschlossene Restrukturierungsprogramm mit dem Unternehmensentwicklungsprogramm "Fit4Future 2.0" fortgesetzt. Industrielle Beteiligungen / Konsolidierungscroll
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2013 restated Im Bereich Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung sind Aktivitäten erfasst, die nicht direkt einem Geschäftsbereich zugeordnet sind. Als Management-Holding ist die Salzgitter AG (SZAG) nicht selbst operativ tätig, sondern steuert die Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG) und Salzgitter Klöckner-Werke GmbH (SKWG) , von der die wesentlichen Gesellschaften der Salzgitter-Gruppe gehalten werden. Darüber hinaus werden hier die Resultate der überwiegend konzernintern tätigen Gesellschaften ausgewiesen sowie derjenigen Konzernunternehmen, die mit ihren Produkten und Leistungen die Kernaktivitäten der Geschäftsbereiche unterstützen. Der Umsatz des Bereiches Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung, der hauptsächlich durch das Halbzeug- und Servicegeschäft mit Tochtergesellschaften und Konzernfremden generiert wird, verringerte sich im Geschäftsjahr 2014 wegen gesunkener Vormaterialpreise leicht auf 788,1 Mio. € (Vorjahresperiode: 825,0 Mio. €) . Der Außenumsatz ging ebenso zurück. (181,9 Mio. €, Vorjahr: 202,1 Mio. €) . Der Gewinn vor Steuern betrug 78,9 Mio. € und war damit deutlich höher als im Vorjahr (13,2 Mio. €) . Insbesondere das Aurubis-Engagement leistete dazu einen positiven Ergebnisbeitrag (31,2 Mio. €; 2013: -17,2 Mio. €) . Dieses setzt sich zusammen aus 25,5 Mio. € anteiligem Aurubis-Nachsteuerergebnis sowie 5,7 Mio. € Bewertungsergebnis einer Umtauschanleihe, die unter anderem von der Kursentwicklung der Aurubis-Aktie abhängig ist. Zudem trugen das Zinsergebnis aus dem Cashmanagement des Konzern-Finanzkreises, stichtagsbezogene Bewertungseffekte von Devisen- und Derivatepositionen sowie die Auflösung nicht mehr benötigter Risikovorsorgen wesentlich zu dem erfreulichen Resultat bei. Aber auch die nicht direkt einem Geschäftsbereich zugeordneten Konzernunternehmen stützten das Ergebnis besser als im Vorjahr. 4. Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten GeschäftsverlaufZum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Abschlusses des Geschäftsjahres 2013 waren Prognosen zur Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Situation im vorherrschenden europäischen Umfeld von einer hohen Unsicherheit geprägt. Darüber hinaus waren ergebnisbeeinflussende Effekte als Konsequenz der europäischen und deutschen Energie- und Klimapolitik schwer abschätzbar. Für das Geschäftsjahr 2014 unterstellten wir, dass es in Europa nicht erneut zu einer rezessiven Entwicklung kommen würde. Vielmehr wurde eine überschaubare konjunkturelle Erholung von Mengen und Erlösen in anhaltend umkämpften Märkten erwartet. Auf Basis der zum 1. Januar 2014 in Kraft getretenen neuen Konzernstruktur prognostizierten wir unter Berücksichtigung merklicher Maßnahmeneffekte und struktureller Verbesserungen aus dem Programm "Salzgitter AG 2015" für den Salzgitter-Konzern etwa 10 Milliarden Euro Umsatz, ein gegenüber dem Geschäftsjahr 2013 deutlich gesteigertes Vorsteuerergebnis nahe Break Even sowie eine wieder moderat positive Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) . Die Situation auf dem europäischen Stahlmarkt blieb zum Jahresauftakt 2014 angespannt. Das fortdauernde Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage bewirkte nach wie vor einen hohen Margendruck. Dennoch erzielte der Salzgitter-Konzern im ersten Quartal 2014 mit einem Vorsteuerresultat von - 8,7 Mio. € eine Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr, zu der das Restrukturierungsprogramm "Salzgitter AG 2015" maßgeblich beitrug. Die Ergebnisprognose wurde bestätigt, unsere Umsatzprognose konkretisierten wir auf fast 10 Milliarden € im Geschäftsjahr 2014. Der Salzgitter-Konzern schloss das erste Halbjahr 2014 mit einem annähernd ausgeglichenen Vorsteuerergebnis ab. Hierin spiegelten sich vor allem die plankonforme Wirkung des Programms "Salzgitter AG 2015" in allen Geschäftsbereichen sowie ein erfreulicher Ertrag aus dem Aurubis-Engagement wider. Die bisherige Prognose für den Salzgitter-Konzern behielten wir bei. In den ersten neun Monaten 2014 erwirtschaftete der Salzgitter-Konzern einen Vorsteuergewinn und erreichte damit das erste positive Neun-Monats-Ergebnis seit 2011. Dieser eindrucksvolle Turnaround war insbesondere von der zunehmenden Wirkung des konzernweiten Restrukturierungsprogramms sowie einem Ertrag aus dem Aurubis-Engagement gekennzeichnet. Unsere Umsatzvorschau passten wir aufgrund rohstoffpreisgetriebener Rückgänge der Walzstahlerlöse sowie wegen geringerer Absatzmengen nach unten an. Vor Einmaleinflüssen im Rahmen des Jahresabschlusses gingen wir nunmehr für das Geschäftsjahr 2014 von einem Umsatz um 9 Milliarden Euro aus. Die bisherige Ergebnisprognose wurde bekräftigt. In einem herausfordernden europäischen Stahlmarktumfeld verbesserte der Salzgitter-Konzern sein Vorsteuerresultat im Geschäftsjahr 2014 um knapp 500 Mio. € und schloss wie prognostiziert mit einem nahezu ausgeglichenen Ergebnis ab. Das konzernweite Restrukturierungsprogramm "Salzgitter AG 2015" leistete hierzu einen erheblichen Beitrag. Besonders hervorzuheben sind der Turnaround der Peiner Träger GmbH (PTG) sowie die nachhaltig positive Ergebnisverbesserung der Salzgitter Mannesmann Precision-Gruppe (SMP-Gruppe) . Auch in vielen weiteren Konzerngesellschaften zeigte das Programm zunehmende Wirkung. Der Außenumsatz des Salzgitter-Konzerns blieb wegen schwächerer Durchschnittserlöse für die meisten Stahlprodukte mit 9.040,2 Mio. € unterhalb des ursprünglich erwarteten Niveaus. Die moderat prognostizierte positive Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) wurde mit 1,8 % erreicht. Mit unseren Veröffentlichungen wiesen wir stets auf Chancen und Risiken hin, die das Ergebnis des Geschäftsjahres 2014 beeinflussen können. Wir haben erläutert, dass sich möglicherweise zusätzliche positive oder negative Effekte aus strukturellen und methodischen Veränderungen ergeben, die ein beträchtliches Ausmaß sowohl in negativer als auch positiver Richtung annehmen können. Hierzu zählen insbesondere Bewertungsansätze gemäß IFRS-Standards und deren Handhabung. So sind in den Abschluss des Geschäftsjahres unter anderem bilanzielle Wertanpassungen des Anlagevermögens (Impairments) , Restrukturierungsaufwendungen sowie bilanzielle Einmaleffekte eingeflossen. Angesichts nach wie vor unter Druck stehender Erlöse infolge noch immer unterausgelasteter Kapazitäten in der EU rechnete der Geschäftsbereich Flachstahl auch für 2014 mit einem schwierigen Geschäftsverlauf. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2013 wurden in etwa ähnlich hohe Umsätze sowie ein etwas verbessertes, aber dennoch negatives Vorsteuerergebnis unterstellt. Mit einem nahezu stabilen Umsatz sowie einem gegenüber Vorjahr gesteigerten Vorsteuerresulat in Höhe von -8,8 Mio. € wurde die Prognose eingestellt. Der Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl antizipierte gegenüber 2013 leicht anziehende Umsätze sowie einen deutlich reduzierten Vorsteuerverlust. Hauptgründe hierfür waren das bereits weitgehend umgesetzte 1 Mio. t Konzept und die - sich nicht wiederholende - in 2013 entstandene Einmalbelastung als Folge des Impairments bei der PTG. Wie erwartet legte der Umsatz im Berichtszeitraum leicht zu. Das Ergebnis vor Steuern war in Summe von 64,4 Mio. € Restrukturierungsaufwendungen und Abschreibungen auf das Anlagevermögen bei der HSP Hoesch Spundwand und Profil GmbH (HSP) geprägt, der Vorsteuerverlust (130,0 Mio. €) verringerte sich gegenüber dem Vorjahr dennoch spürbar. Der erfolgreich vollzogene Turnaround der PTG lieferte den maßgeblichen Anteil an der positiven Ergebnisentwicklung des Geschäftsbereiches. Für den Geschäftsbereich Energie wurde 2014 noch nicht mit einer durchgreifenden Markterholung gerechnet. Insgesamt antizipierten wir überschaubar anziehende Umsätze und ein gegenüber Vorjahr merklich gesteigertes Ergebnis vor Steuern. Der leicht rückläufige Umsatz verfehlte die Erwartungen. Der Geschäftsbereich Energie wies mit -40,6 Mio. € einen im Vergleich zu 2013 reduzierten Vorsteuerverlust aus. Negative Einflüsse unauskömmlicher Beschäftigung - mit Schwerpunkt im ersten Halbjahr 2014 - der Leitungsrohrgesellschaften, 13,1 Mio. € einmaliger Bewertungseffekte sowie Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 5,5 Mio. € der SMP-Gruppe prägten das Ergebnis maßgeblich. Die Salzgitter Mannesmann Stainless-Tubes-Gruppe (MST-Gruppe) erwirtschaftete einen bemerkenswerten Gewinnbeitrag. Der Geschäftsbereich Handel plante 2014 einen geringfügigen Umsatzzuwachs und ein Vorsteuerergebnis in etwa auf Vorjahresniveau. Leicht rückläufige Absatzmengen trafen auf ein gegenüber 2013 unverändert schwaches, abwärtsgerichtetes Preisniveau, sodass der Umsatz nachgab Dennoch wurde ein erfreuliches Vorsteuerergebnis erzielt: Aufgrund mehrjähriger Ergebnisthesaurierungen und weiterer bilanzieller Einmaleffekte ergab sich mit 60,1 Mio. € ein erheblich über dem Vorjahreswert auskommender Vorsteuergewinn (2013: 31,4 Mio. €) . Der Geschäftsbereich Technologie antizipierte entsprechend der Entwicklung der Auftragseingänge und vor dem Hintergrund des hohen Auftragsbestandes eine Umsatzausweitung und merkliche Ergebniserhöhung. Die KHS-Gruppe sollte sowohl ein Umsatzplus als auch eine verbesserte Preisqualität erzielen können. Mithilfe des bereits 2011 eingeleiteten und konsequent realisierten "Fit4Future"-Programms sollten additive Kostensenkungen und somit insgesamt ein höheres Vorsteuerresultat erreicht werden. Die Aussichten für die anderen Gesellschaften waren ebenfalls positiv. Die Auftragseingänge des Geschäftsbereiches erreichten nahezu die Vorjahreswerte, der Umsatz wurde ausgeweitet. Mit 25,2 Mio. € wurde fast eine Verdoppelung des Gewinns vor Steuern gegenüber dem Vergleichszeitraum verbucht, was in erster Linie auf die konstant hohe Auslastung der Produktionsstätten aller Gesellschaften zurückzuführen war. Innerhalb der KHS-Gruppe dominierte das sehr erfolgreiche Resultat der KHS Corpoplast GmbH (BEVCP) . Die Klöckner Desma Schuhmaschinen GmbH (KDS) verbuchte 2014 den Rekordgewinn ihrer Unternehmensgeschichte und die KDE-Gruppe hat ihr Vorsteuerresultat im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht. IV. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage1. Ertragslage des KonzernsIn einem herausfordernden europäischen Stahlmarktumfeld verbesserte der Salzgitter-Konzern sein Vorsteuerresultat im Geschäftsjahr 2014 um knapp 500 Mio. € und schloss -wie prognostiziert- mit einem nahezu ausgeglichenen Ergebnis ab. Das konzernweite Restrukturierungsprogramm "Salzgitter AG 2015" leistete hierzu einen erheblichen Beitrag. Besonders hervorzuheben sind der Turnaround der Peiner Träger GmbH (PTG) sowie der nachhaltig positive Ergebnistrend der Salzgitter Mannesmann Precision-Gruppe (SMP-Gruppe) . Auch in vielen weiteren Konzerngesellschaften zeigte das Programm zunehmende Wirkung. Der Außenumsatz sank geringfügig auf 9.040,2 Mio. € (-3 %) . Er verteilt sich wie folgend auf die Geschäftsbereiche: Konzernumsatz nach Geschäftsbereichenscroll
Die regionale Verteilung der Umsatzerlöse blieb nahezu konstant: So lag der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit des Salzgitter-Konzerns unverändert in der Europäischen Union (6,1 Mrd. €; 67 % Umsatzanteil) , wobei Deutschland mit 4,3 Mrd. € Erlösen beziehungsweise einem Anteil von 47 % weiterhin der mit Abstand größte Einzelmarkt war. In diesem Zusammenhang ist jedoch zu berücksichtigen, dass viele unserer Produkte als Zulieferungen für die exportorientierte deutsche Wirtschaft letztendlich doch den Weg in das Ausland finden. Konzernumsatz nach Regionenscroll
Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich gegenüber dem Vorjahresresultat (2013: -482,8 Mio. €) auf -15,2 Mio. €. Darin sind 31,2 Mio. € Ergebnisbeitrag des Aurubis-Engagements sowie saldiert -43,0 Mio. € bilanzielle Einmaleffekte enthalten. Die Segmente zeigten folgende Resultate: Der Geschäftsbereich Flachstahl verzeichnete insbesondere dank eines gegenüber Vorjahr spürbar gesteigerten Resultats der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) ein merklich verbessertes Vorsteuerergebnis (-8,8 Mio. €; 2013: -85,0 Mio. €) . Mit 130,0 Mio. € verringerte sich der Vorsteuerverlust des Geschäftsbereiches Grobblech / Profilstahl gegenüber dem Vorjahresresultat signifikant (2013: -403,4 Mio. €) . Während das Ergebnis in 2013 von Abschreibungen auf das Anlagevermögen und Restrukturierungsaufwendungen bei der PTG belastet war, beinhaltet der Abschluss 2014 insgesamt 64,4 Mio. € Aufwand im Zusammenhang mit Restrukturierung und Impairment der HSP Hoesch Spundwand und Profil GmbH (HSP) . Hingegen lieferte der erfolgreich vollzogene Turnaround der PTG den maßgeblichen Anteil an der positiven Ergebnisentwicklung des Geschäftsbereiches. Der Geschäftsbereich Energie wies mit -40,6 Mio. € (2013: -51,6 Mio. €) einen gegenüber dem Vorjahr reduzierten Vorsteuerverlust aus. Negative Einflüsse unauskömmlicher Beschäftigung -mit Schwerpunkt im ersten Halbjahr 2014- der Leitungsrohrgesellschaften, 13,1 Mio. € einmalige Bewertungseffekte bei der Salzgitter Mannesmann Großrohr GmbH und EUROPIPE-Gruppe sowie Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 5,5 Mio. € der SMP-Gruppe prägten das Ergebnis maßgeblich. Die Salzgitter Mannesmann Stainless-Tubes-Gruppe erwirtschaftete einen bemerkenswerten Gewinnbeitrag. Der Geschäftsbereich Handel erzielte ein erfreuliches Vorsteuerergebnis. Aufgrund der Vereinnahmung von 40 Mio. € mehrjähriger Ergebnisthesaurierungen und weiterer bilanzieller Einmaleffekte ergab sich mit 60,1 Mio. € ein erheblich über dem Vorjahreswert auskommender Vorsteuergewinn (2013: 31,4 Mio. €) . Der Geschäftsbereich Technologie erwirtschaftete im Berichtszeitraum 25,2 Mio. € Gewinn vor Steuern und konnte damit gegenüber dem Vergleichszeitraum sein Ergebnis nahezu verdoppeln. Dieser Erfolg war in erster Linie auf die konstant gute Auslastung der Produktionsstätten aller Gesellschaften zurückzuführen. Innerhalb der KHS-Gruppe dominierte das sehr erfolgreiche Resultat der KHS Corpoplast GmbH (BEVCP) . Die KDS verbuchte 2014 den Rekordgewinn ihrer Unternehmensgeschichte und die KDE-Gruppe hat ihr Vorsteuerresultat im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht. Im Bereich Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung betrug der Gewinn vor Steuern 78,9 Mio. € (Vorjahresresultat: 13,2 Mio. €) . Ausschlaggebend dafür war vor allem der signifikante Swing des Aurubis-Engagements mit einem Gewinnbeitrag von 31,2 Mio. € (2013: -17,2 Mio. €) . Ergebnis der Geschäftsbereiche und Konzernjahresüberschuss/-fehlbetragscroll
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2013 restated Entwicklung ausgewählter GuV-PostenDie Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns ist im Kapitel "Anhang" ausführlich dargestellt. Nachfolgend werden ausgewählte Posten erläutert. Infolge der gestiegenen Erzeugnisbestände des Energie- und Stahlbereiches zum Bilanzstichtag erhöhte sich der Posten "Bestandsveränderungen/andere aktivierte Eigenleistungen" Insbesondere Preisreduzierungen bei Rohstoffen, Halbfertigwaren und fremdbezogenen Stahlprodukten spiegelten sich in den gesunkenen Materialaufwendungen wider. Das Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen ist durch einen Verlustanteil gekennzeichnet. Dieser ergab sich insbesondere aus der 50 %-Beteiligung an der EUROPIPE-Gruppe (EP-Gruppe) , wohingegen die Aurubis AG (NAAG) einen positiven Ergebnisbeitrag leistete. Nach Berücksichtigung von 16,7 Mio. € Steueraufwand beträgt der Konzernjahresfehlbetrag 31,9 Mio. €. Der laufende Steueraufwand von 33,3 Mio. € entfällt zu 1/3 auf die Gewinne von inländischen Konzerngesellschaften. Daneben wirken sich 16,6 Mio. € latente Ertragsteuern positiv aus. Mehrperiodenübersicht zur Ertragslagescroll
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2013 restated Werte 2005 bis 2012 nicht restated Wertschöpfung des Salzgitter-KonzernsDie betriebliche Wertschöpfung des Konzerns erreichte 2014 einen Wert von 1.688 Mio. €. Durch die Steigerung von 41,3 % gegenüber dem Vorjahr konnten die Aufwendungen für die Mitarbeiter (1.668 Mio. €) hierdurch gedeckt werden. Die öffentliche Hand erhielt in Form von Steuern und Abgaben 1,0 % (Vorjahr: 0,6 %) . Der Darlehensgeber-Anteil verminderte sich gegenüber dem Vorjahreswert (2,8 %) auf 2,0 %. Als Dividende für die Aktionäre (einschließlich eigener Anteile) werden für das abgelaufene Geschäftsjahr 0,7 % der Wertschöpfung (Vorjahr: 1,0 %) verwendet. Seit 2003 sind 2,9 Mrd. € aus der Wertschöpfung im Konzern verblieben, 2014 wurden lediglich 43 Mio. € verzehrt. Wertschöpfungscroll
2. Finanz- und VermögenslageFinanzmanagementIm Salzgitter-Konzern führt die Salzgitter Klöckner-Werke GmbH (SKWG) , eine 100%ige Tochtergesellschaft der Salzgitter AG (SZAG) , seit dem 1. Januar 2012 das Cash- und Devisenmanagement für die Konzerngesellschaften überwiegend zentral durch. Joint-Venture-Gesellschaften sind hierin nicht einbezogen. Die interne Finanzierung der Konzerngesellschaften erfolgt grundsätzlich über Bereitstellung von Kreditlinien im Rahmen des Konzernfinanzverkehrs und in Einzelfällen über Garantiezusagen für externe Kredite. Um den Finanzbedarf ausländischer Konzernunternehmen zu decken - insbesondere außerhalb des Euroraumes, - nutzt die Salzgitter-Gruppe lokale Kreditmärkte. Gleichzeitig zieht sie auch Liquiditätsüberschüsse der Konzerngesellschaften zur Finanzierung heran. Lieferungen und Leistungen innerhalb der Salzgitter-Gruppe werden über konzerninterne Konten gebucht. Das zentrale Finanzmanagement ermöglicht uns eine kosteneffiziente Fremdkapitalbeschaffung und hat positive Auswirkungen auf das Zinsergebnis. Über eine Finanzplanung mit mehrjährigem Planungshorizont sowie eine monatlich rollierende Liquiditätsplanung mit sechsmonatigem Prognosezeitraum ermitteln wir den Liquiditätsbedarf des Konzerns. Vorhandene Geldanlagen, mittelfristige bilaterale Kreditlinien, ein Konsortialkreditrahmen sowie die Nutzung der Anleihemärkte stellen unseren Liquiditätsbedarf sicher. Unsere internationalen Geschäftsaktivitäten führen zu Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen. Um das dabei entstehende Wechselkursrisiko abzusichern, besteht für die Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns im Rahmen der Konzernrichtlinien die Verpflichtung, Fremdwährungspositionen zum Zeitpunkt ihrer Entstehung zu sichern. Die Revision überwacht das Einhalten dieser Vorgabe. Für Währungsgeschäfte in USD - ein maßgeblicher Anteil unserer Fremdwährungsgeschäfte - wird zunächst konzernintern die Aufrechnung von Verkaufs- und Einkaufspositionen (Netting) geprüft. Die sich darüber hinaus ergebenden Spitzenbeträge werden von uns mittels marktüblicher Sicherungsgeschäfte abgedeckt. Die Pensionsrückstellungen sind weiterhin wesentlicher Bestandteil der Unternehmensfinanzierung. Sie betrugen bei einem vom aktuellen Niveau der Kapitalmarktzinsen abgeleiteten verminderten Rechnungszinssatz (2,00 %) 2.442 Mio. € (Vorjahr: 2.120 Mio. € mit 3,25 %) . Nach den Vorschriften der internationalen Rechnungslegung wurde diese Auswirkung in der Gesamtergebnisrechnung erfolgsneutral im Eigenkapital bilanziert. KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung (ausführliche Darstellung im Kapitel "Anhang") zeigt die Herkunft und Verwendung der Geldströme. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelbestand entspricht der Bilanzposition "Finanzmittel" Finanzmittelscroll
Der Konzern erzielte 599 Mio. € Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Vorjahr: 141 Mio. €) . Die Steigerung im Vergleich zum Vorjahr resultierte primär aus dem deutlich verbesserten Konzernergebnis. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit (348 Mio. €) erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode (195 Mio. €) insbesondere aufgrund zurückgezahlter Geldanlagen. Im Geschäftsjahr 2014 ergab sich infolge der Auszahlungen an die Gläubiger der Wandelschuldverschreibung (239 Mio. €) ein negativer Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von 238 Mio. € (Vorjahr -52 Mio. €) . Zudem schütteten wir an die Aktionäre der SZAG für das Geschäftsjahr 2013 eine Dividende von rund 11 Mio. € oder 0,20 €/Aktie aus. Die Nettogeldanlage bei Kreditinstituten von 403 Mio. € hat gegenüber 2013 (303 Mio. €) deutlich zugenommen. Den erhöhten Geldanlagen einschließlich der Wertpapiere (1.097 Mio. €) standen zum Geschäftsjahresende Verbindlichkeiten von 694 Mio. € (Vorjahr: 741 Mio. €) bei Kreditinstituten gegenüber. Letztere enthalten 353 Mio. € Verpflichtungen aus Wandel-/Umtauschanleihen. Die Liquiditäts- und Verschuldungskennzahlen stellten sich im Geschäftsjahr 2014 wie folgt dar: Mehrperiodenübersicht zur Finanzlagescroll
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Werte 2005 bis 2012 nicht restated
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2013 restated VermögenslageDas Gesamtvermögen des Konzerns hat sich im Vergleich zum Stichtagswert des Geschäftsjahres 2013 (8.250 Mio. €) um 2,9 % auf 8.493 Mio. € erhöht. Der Rückgang der langfristigen Vermögenswerte (-47 Mio. €) resultierte letztlich aus gesunkenen Sachanlagen (-51 Mio. €) . Den erhöhten Ertragssteueransprüchen (296 Mio. €; Vorjahr 226 Mio. €) standen insbesondere geringere Ausleihungen (-22 Mio. €) sowie verminderte nach der Equity-Methode bilanzierte Anteile (-31 Mio. €) gegenüber. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen vor allem aufgrund eines ausgeweiteten Forderungsbestandes (+172 Mio. €) sowie sonstiger Vermögenswerte (+63 Mio. €) . Vermögens- und Kapitalstrukturscroll
Bei den langfristigen Vermögenswerten blieben die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (270 Mio. €) unterhalb der Abschreibungen (339 Mio. €) . Zusätzlich wirkten sich Impairmentabschreibungen (42,7 Mio. €) mindernd auf das Sachanlagevemögen aus. Das kurzfristig gebundene Nettovermögen (Working Capital) kam mit 2.487 Mio. € (-4,3 %) leicht unterhalb des Vorjahresniveaus aus. Die Eigenkapitalquote (33,9%) ist im Vergleich zum Vorjahr (38,6%) deutlich gesunken. Ausschlaggebend hierfür war die Erhöhung der Pensionsrückstellungen aufgrund der stichtagsbezogenen Verminderung des Zinssatzes auf 2,00 % (Vorjahr: 3,25 %) . Bedingt durch eine Erhöhung der Lieferverbindlichkeiten (+301 Mio. €) sind die kurzfristigen Schulden entsprechend gestiegen. Zudem ist der Rückzahlungsbetrag der Umtauschanleihe in die kurzfristigen Finanzschulden umgegliedert worden. Mehrperiodenübersicht zur Vermögenslagescroll
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Werte 2005 bis 2012 nicht restated
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2013 restated 3. Jahresabschluss der Salzgitter AGDer Jahresabschluss der Salzgitter AG (SZAG) für das Geschäftsjahr 2014 ist nach den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes aufgestellt und vom Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers, Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Er wird vollständig im Bundesanzeiger bekannt gegeben. Die SZAG führt die Konzern-Geschäftsbereiche, bei denen das operative Geschäft liegt, unverändert als Management-Holding. Die Ertragslage der Gesellschaft ist daher von der Entwicklung der Tochtergesellschaften und Beteiligungen und damit deren Werthaltigkeit abhängig. Die wesentlichen Beteiligungsgesellschaften werden über die 100%ige Tochtergesellschaft Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG) von deren 100%iger Tochtergesellschaft Salzgitter Klöckner-Werke GmbH (SKWG) gehalten. Weder zwischen der SZAG und der SMG noch zwischen der SMG und der SKWG bestehen Ergebnisabführungsverträge. Es besteht jedoch jeweils eine vertragliche Vereinbarung zur freiwilligen Übernahme der Verluste. Die SZAG ist als nicht operative Holdinggesellschaft in das Steuerungskonzept des Salzgitter-Konzerns eingebunden und unterliegt somit den gleichen Steuerungsgrößen und den gleichen Chancen und Risiken wie der Salzgitter-Konzern. Hierbei werden die rechtlichen Anforderungen an die Steuerung der SZAG berücksichtigt. Bilanz der Salzgitter AG (Kurzfassung)scroll
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einschl. immaterieller Vermögensgegenstände Die Forderungen aus der im Rahmen des konzernweiten Cashmanagements der Tochtergesellschaft SKWG zur Verfügung gestellten Liquidität (650 Mio. €) bilden unverändert die wesentlichen Aktivposten. Die gehaltenen eigenen Aktien werden nach den Vorschriften des HGB offen vom Eigenkapital abgesetzt. Auf der Passivseite sind neben dem Eigenkapital Pensionsverpflichtungen von 281 Mio. € sowie eine verbleibende Rückzahlungsverpflichtung (57 Mio. €) gegenüber der niederländischen Emittentin der Wandelschuldverschreibung ausgewiesen. Aufgrund von genutzten Kündigungsoptionen seitens der Gläubiger der Wandelschuldverschreibung sind im Oktober 2014 239 Mio. € zurückgezahlt worden. Infolgedessen hat sich die Eigenkapitalquote auf 49,4 % (Vorjahr: 36,9 %) erhöht. Gewinn- und Verlustrechnung der Salzgitter AG (Kurzfassung)scroll
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einschl. Abschreibungen auf Finanzanlagen
und Wertpapiere des Umlaufvermögens Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Erhebung einer Konzernumlage sowie aus Anlagenabgängen. Das Beteiligungsergebnis betrifft nahezu ausschließlich den von der SMG vereinnahmten Ergebnisbeitrag. In der Gesellschaft waren zum 31. Dezember 2014 155 Mitarbeiter beschäftigt. Angaben nach §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGBDas gezeichnete Kapital setzte sich am Bilanzstichtag aus 60.097.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zusammen mit einem rechnerischen Anteil jeder Aktie am Grundkapital von 2,69 €. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Diese ergeben sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bestanden am Bilanzstichtag nach Kenntnis des Vorstands nur insoweit, als der Gesellschaft aus den von ihr gehaltenen eigenen Aktien (6.009.700 Stück) keine Stimmrechte zustanden und als Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern aus von ihnen gehaltenen Aktien kein Stimmrecht bei der Beschlussfassung über ihre eigene Entlastung zustanden. Eine Beteiligung am Kapital von mehr als 10 % der Stimmrechte bestand am Bilanzstichtag nur seitens der Hannoversche Beteiligungsgesellschaft Niedersachsen mbH (HanBG) , Hannover, die gemäß ihrer Mitteilung vom 2. April 2002 mit 25,5 % der Stimmrechte an der Salzgitter AG (SZAG) beteiligt ist; dies entsprach infolge der seitdem gesunkenen Anzahl der insgesamt ausgegebenen Aktien am Bilanzstichtag einem Stimmrechtsanteil von 26,5 %. Alleiniger Gesellschafter der HanBG ist das Land Niedersachsen. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Am Kapital beteiligte Arbeitnehmer, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, sind dem Vorstand nicht bekannt. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und die Änderung der Satzung erfolgen allein nach den Vorschriften des Aktiengesetzes. Der Vorstand hat aufgrund von Beschlüssen der Hauptversammlung folgende vier Möglichkeiten, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:
Es bestehen folgende wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen mit folgenden Wirkungen:
Für den Fall eines Übernahmeangebotes haben die Mitglieder des Vorstands unter bestimmten Voraussetzungen ein Recht zur Kündigung ihres Anstellungsvertrages und einen Anspruch auf eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung für die Restlaufzeit ihres Vertrages, wobei dieser Anspruch auf einen Höchstbetrag begrenzt ist. Gewinnverwendung der Salzgitter AGDie SZAG weist für das Geschäftsjahr 2014 einen Jahresüberschuss von 10,8 Mio. € aus. Unter Einbeziehung des Gewinnvortrags (1,3 Mio. €) ergibt sich ein Bilanzgewinn von 12,1 Mio. €. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn (12,1 Mio. €) für die Ausschüttung einer Dividende von insgesamt 0,20 € je Aktie (bezogen auf das in 60.097.000 Aktien eingeteilte Grundkapital von 161,6 Mio. €) zu verwenden und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Sofern die Gesellschaft am Tag der Hauptversammlung eigene Anteile hält, wird der Gewinnverwendungsvorschlag in der Versammlung dementsprechend angepasst, da eigene Anteile nicht dividendenberechtigt sind. V. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht1. Chancen- und RisikomanagementsystemDie Erwartungen für die mittelfristige wirtschaftliche Entwicklung und deren mögliche Auswirkung auf unser Unternehmen - unter Ausnutzung sich bietender Chancen und Risiken - kommentieren wir im Kapitel "Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns". Abgrenzung von Risiko- und ChancenmanagementWir betrachten das Risiko- und das Chancenmanagement grundsätzlich getrennt. Ein separates Reportingsystem dokumentiert die Risiken und unterstützt deren Überwachung. Hingegen sind die Erfassung und Kommunikation von Chancen integrale Bestandteile des etablierten Steuerungs- und Controllingsystems zwischen den Tochter-/Beteiligungsgesellschaften und der Holding. Dem Management der Einzelgesellschaften obliegt unmittelbar das Identifizieren, Analysieren und Umsetzen operativer Chancen. Gemeinsam mit der Holding des Konzerns werden zielgerichtete Maßnahmen erarbeitet, um Stärken zu konturieren und strategische Wachstumspotenziale zu erschließen. Dafür haben wir eine Reihe von Instrumenten implementiert, die im Kapitel "Führungs- und Steuerungselemente" beschrieben werden. Chancen und ChancenmanagementFür das Erkennen, Aufgreifen und Umsetzen von Chancen sind die laufende Beobachtung und Analyse der relevanten Produkt-, Technologie-, Markt- und Wettbewerbsentwicklungen im Konzernumfeld zentrale Bestandteile des Chancenmanagements. Durch die Umsetzung des Programms "Salzgitter AG 2015" haben wir 2014 eine grundlegende Änderung der Konzern- und Führungsstruktur vollzogen. Mit der neuen Organisation gestalten wir Strukturen und Abläufe effizienter sowie effektiver. Das herausfordernde und dynamische Umfeld bietet Marktchancen, die wir so schneller und gezielter aufgreifen können. Verbunden mit einem umfassenden Maßnahmenpaket zur Steigerung der Prozesseffizienz dient das Programm "Salzgitter AG 2015" der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und bildet eine wichtige Grundlage für die konsequente Nutzung von Potenzialen. Die Entwicklung der Geschäftsbereiche orientiert sich klar an Kunden- und Marktanforderungen; sie ist auf hochwertige, innovative Produkte sowie eine möglichst breite Aufstellung des Konzerns ausgerichtet. Geschäftschancen sollen unter dem Aspekt nachhaltiger Profitabilität gezielt genutzt werden. Neben initiierten Maßnahmen des organischen Wachstums prüfen wir ebenso externe Möglichkeiten auf ihren möglichen Beitrag zum Unternehmenserfolg des Salzgitter-Konzerns. Weitere Informationen sind im Kapitel "Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie" nachzulesen. Die umfassenden Investitionen der vergangenen Geschäftsjahre haben zu der Erweiterung unseres Produktionsprogramms beigesteuert und so die Voraussetzungen geschaffen, dass wir künftig Marktchancen noch besser wahrnehmen können. Anlagenproduktivität und effizienter Ressourceneinsatz bilden genauso wie die fortlaufende Optimierung der Produktqualität weitere wesentliche Bausteine unseres Unternehmenserfolgs. Für ausführliche Informationen verweisen wir auf das Kapitel "Investitionen". Chancen ergeben sich insbesondere auch aus unseren vielfältigen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Über aktuelle Projekte informieren wir im Kapitel "Forschung und Entwicklung". Risiken und RisikomanagementIm vergangenen Jahr hat sich unser Risikomanagement auch angesichts der Auswirkungen der Finanz-, Schulden- und europäischen Stahlkrise bewährt und als wirksam erwiesen. Innerhalb der satzungsgemäßen Geschäftstätigkeit ist es oft unumgänglich, Risiken einzugehen. Dies ist häufig eine notwendige Voraussetzung, um Chancen nutzen zu können. Die Unternehmensführung muss daher möglichst sämtliche bestehenden relevanten Risiken überschauen und kontrollieren können. Aus diesem Grund ist eine vorausblickende und wirkungsvolle Risikolenkung für unseren Konzern ein wichtiger und wertschaffender Bestandteil des Managements zur Existenzsicherung des gesamten Unternehmens, des Kapitals unserer Aktionäre und der Arbeitsplätze. Qualifiziertes Top-down-RegelwerkEs ist Aufgabe der Management-Holding, die Richtlinien vorzugeben, die die Basis für eine einheitliche und angemessene Behandlung von Risiken und deren Kommunikation im Konzern bilden. Das entsprechende Konzept vermitteln wir unseren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften mithilfe eines Risikoleitfadens. Darin sind die Grundsätze zur
der Risiken formuliert, mit denen das konzernweite Risikoinventar harmonisiert wird, um auf diese Weise die Aussagefähigkeit für den Gesamtkonzern zu gewährleisten. Wir entwickeln unser Risikomanagementsystem entsprechend der Erfordernisse stetig weiter. IdentifikationIm Sinne des Risikomanagements des Salzgitter-Konzerns identifizieren wir Sachverhalte in den Geschäftsbereichen, die wir bei unserer Planung oder Vorausschau noch nicht berücksichtigt haben oder berücksichtigen konnten. Der Schaden respektive die Schadenshöhe ergeben sich aus der potenziellen Abweichung von unseren prognostizierten beziehungsweise voraussichtlichen Ergebnissen. Die Risikokoordinatoren der Gesellschaften sorgen hier für einen kontinuierlichen Prozess. Wir haben eine Checkliste entwickelt, die zur Identifikation von Risiken herangezogen werden kann. Zugleich werden diese Sachverhalte Risikoarten zugeordnet. Die im Salzgitter-Konzern angewandte Einteilung der Risikoarten besteht aus folgenden vier Hauptgruppen:
Um eine Grundsystematik zu gewährleisten, erfassen wir - unabhängig von der Schadenshöhe - für einige Risikoarten Pflichtrisiken in unserem Inventar. Diese sind beispielsweise die leistungswirtschaftlichen Risiken aus Absatz, Beschaffung, Bevorratung und Produktionsausfall. Bei externen Risiken sind neben Umweltschutzrisiken, und den Betrieb von Anlagen betreffend, seit jüngster Zeit auch umweltpolitische und energiepolitische Risiken für unseren Konzern besonders bedeutsam. Eine exemplarische Maßnahme im finanzwirtschaftlichen Part ist die rollierende kurzfristige Liquiditätsplanung, für die internen Risiken sind es Einschätzungen zur Informationstechnik. Erfahrungsgemäß decken wir hiermit die wesentlichen Risiken unseres Konzernrisikoportfolios ab. BewertungDamit wir die Risiken nachvollziehen und bewerten können, quantifizieren wir generell die potenzielle Schadenshöhe, wobei wir sämtliche beeinflussenden Umstände berücksichtigen. So wird die Schadenshöhe um Rückstellungen und Wertberichtigungen vermindert, worauf wir in der Risikodokumentation hinweisen. Risiken aus Feuerschäden, Betriebsunterbrechungen und anderen Schadens- und Haftpflichtfällen, für die wir einen Versicherungsschutz haben, erfassen wir nicht. Gravierende Schäden hieraus wälzen wir, mit Ausnahme des Selbstbehaltes, auf unsere Versicherungsgeber über. Um zu gewährleisten, dass unser Versicherungsschutz immer dem aktuellen Stand entspricht, prüfen wir den Umfang und Inhalt kontinuierlich und passen bei Bedarf an. Hinsichtlich der Höhe des Schadens unterscheiden wir zwischen Großrisiken ab einem Bruttoschaden von mindestens 25 Mio. € und sonstigen Risiken mit einem Bruttoschaden unter 25 Mio. €. Beim Überleiten von der Brutto- auf die Nettoschadenshöhe beziehen wir sämtliche Schadensbewältigungsmaßnahmen ein. Die Eintrittswahrscheinlichkeit haben wir wertmäßig in fünf Wahrscheinlichkeitsklassen eingeordnet: drei "unwahrscheinliche" und zwei "wahrscheinliche" Einstufungen. Das Eintreten von Risiken der Kategorien "unwahrscheinlich" ist nach sorgfältigem kaufmännischem, technischem und juristischem Ermessen eher nicht zu erwarten. Bei den Risikoeinstufungen "wahrscheinlich" ist ein Schaden für das Unternehmen durch ein unerwünschtes Ereignis nicht mehr auszuschließen BewältigungZu jedem Risiko halten wir die für die Bewertung und Bewältigung des Risikos getroffenen respektive noch zu treffenden Maßnahmen fest und berichten darüber auf die nachfolgend dargelegte Weise. Kommunikation und DokumentationPrinzipiell binden wir sämtliche konsolidierten Gesellschaften unserer Geschäftsbereiche in das Risikomanagement ein. Darüber hinaus gilt dies auch für einige nicht konsolidierte Unternehmen. Risiken integrieren wir in die unterjährigen Vorschauen, die Mittelfristplanung und die Strategiegespräche. Mit dem Ziel, potenzielle Risiken zu vermeiden, beziehungsweise entstandene Risiken zu kontrollieren, zu bewältigen und Vorsorge zu treffen, haben wir verschiedene Verfahren, Regelungen und Instrumente festgelegt. Ein bedeutsames Element zur Risikoverminderung ist unser Internes Kontrollsystem, das sich an den Prinzipien des COSO-Modells orientiert. Das COSO-Modell basiert auf dem vom Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission herausgegebenen "Internal Control - Integrated Framework" Die hohe Transparenz bezüglich risikobehafteter Entwicklungen ermöglicht es uns als Konzern, frühzeitig und zielgerichtet Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die Bedingungen, die zu erfüllen sind, damit die Maßnahmen wirken können, dokumentieren wir, überprüfen sie periodisch und aktualisieren sie gegebenenfalls. Durch unser konzernweites Berichtssystem stellen wir sicher, dass das Konzernmanagement die notwendigen sachgerechten Informationen erhält. Die Konzerngesellschaften übermitteln den Risikostatus gemäß den Meldegrenzen anhand monatlicher Controllingreports oder ad hoc, und zwar unmittelbar an den Vorstand. Die identifizierten und bewerteten Risiken analysieren wir auf Konzernebene, verfolgen sie detailliert und passen sie in unsere wirtschaftliche Gesamtlage ein. Risiken im Rahmen von Gemeinschaftsunternehmen, die nicht in unserem mehrheitlichen Besitz sind, grenzen wir mittels geeigneter Berichts- und Konsultationsstrukturen, der Mitwirkung in Aufsichtsgremien und vertraglicher Regelungen ein. So sind Mitglieder des Vorstands der SZAG im Aufsichtsrat des Joint Venture EUROPIPE GmbH (EP) und Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM) vertreten, um die Transparenz zu sichern. Zudem gehören zwei Vorstandsmitglieder unseres Unternehmens dem Aufsichtsrat der Beteiligung Aurubis AG (NAAG) an. Der Vorstand berichtet seinerseits dem Aufsichtsrat über die Risikosituation des Konzerns sowie - wenn angemessen - über Tatbestände einzelner Risiken. Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss etabliert, der in seinen regelmäßigen Sitzungen auch das Risikomanagement behandelt. 2. EinzelrisikenGeschäftsbereichszuordnungenIm Salzgitter-Konzern wirken die wesentlichen Preis- und Beschaffungsrisiken benötigter Rohstoffe beziehungsweise Energien vor allem in den Geschäftsbereichen Flachstahl, Grobblech / Profilstahl sowie Energie. Dies gilt ebenso für Produktionsausfallrisiken wegen der besonderen Relevanz der Kernaggregate wie zum Beispiel der Walzstraßen. Die finanzwirtschaftlichen Risiken für die Gesellschaften koordiniert und steuert die Management-Holding innerhalb des Konzernfinanz- und Organkreises geschäftsbereichsübergreifend. Branchenspezifische RisikenAusgehend von den gesamtwirtschaftlichen Veränderungen auf den internationalen Märkten ist die Entwicklung
besonders bedeutend für den Salzgitter-Konzern. Um die Auswirkungen der daraus resultierenden Geschäftsrisiken zu minimieren, beobachten wir die jeweiligen Trends und lassen sie in die Risikoprognosen einfließen. Dies gilt auch für eventuelle finanzielle oder politisch bedingte Restriktionen des Auslandsgeschäfts. In diesem Zusammenhang ist insbesondere der South Stream Auftrag zu sehen. Dieser ist sistiert und eine Fortführung der gesamten Pipeline ist zur Zeit in Diskussion. Es besteht eine gewisse Unsicherheit hinsichtlich der tatsächlichen Entwicklung. Nach wie vor stellt die europäische Stahlkrise für den Salzgitter-Konzern eine spürbare Belastung dar. Wegen der anhaltenden Rezession in einigen Staaten Europas und der damit verbundenen rückläufigen Stahlnachfrage bestehen vor allem in Südeuropa erhebliche nicht ausgelastete Produktionskapazitäten. Weitere Wettbewerbsverzerrungen drohen aus der Verstaatlichung von konkurrierenden Unternehmen. Infolge des daraus resultierenden harten Wettbewerbs decken die erzielbaren Absatzpreise für eine Vielzahl von Walzstahlerzeugnissen trotz Entlastungen aus nachgebenden Rohstoffpreisen kaum die Herstellkosten. Darunter litten nach wie vor besonders unsere Geschäftsbereiche Flachstahl und Grobblech / Profilstahl. Für das Jahr 2015 erwarten wir eine leichte Entspannung in diesen Bereichen, wobei die Wettbewerbsintensivität weiterhin hoch ist. Die Salzgitter AG (SZAG) erzeugt nicht nur Walzstahl und Stahlrohre, sondern ist zusätzlich in Handel und Technologie tätig. Mithilfe dieses breit gefächerten Beteiligungsportfolios verringern wir die Abhängigkeit von der stark zyklischen Stahlkonjunktur etwas. Risiken durch Veränderungen in den Stahl- und Röhrenmärkten begrenzen wir, indem wir schnelle Entscheidungsprozesse sicherstellen, um zeitnah auf neue Gegebenheiten zu reagieren. Aus heutiger Sicht sind für uns keine bestandsgefährdenden Risiken aufgrund der branchenspezifischen Entwicklung zu erwarten. Hinsichtlich der aktuellen Diskussionen zur Klima- und Energiepolitik verweisen wir auf das Kapitel "Schutz der Umwelt" Bereits heute bestehen Belastungen infolge der Klima- und Energiepolitik beispielsweise aufgrund des EEG, infolge des Emissionshandels und aus Energiesystemen. Aufgrund des Evaluierungsvorbehaltes im novellierten EEG bezüglich Eigenstrom sehen wir ab 2017 ein Risiko zusätzlicher Belastungen in Höhe von bis zu circa. 140 Mio. € jährlich. Des Weiteren wird sich für unseren Konzern voraussichtlich die Notwendigkeit des Zukaufs von CO2 -Zertifikaten für die vierte ETS-Handelsperiode ab 2021 ergeben. Mittelbar ist in diesem Zusammenhang auch die Verteuerung des Fremdstrombezugs risikobehaftet. Aus diesen beiden Aspekten schätzen wir ein Risiko in der Größenordnung von etwa. 150 Mio. € pro Jahr. Die Eintrittswahrscheinlichkeiten sehen wir für die Themenkomplexe EEG und CO2 dem Grunde nach als wahrscheinlich an. Die Schadenshöhe hängt entscheidend von der Entwicklung der politischen Rahmenbedingungen ab. Der ressourcenschonende Einsatz aller Energieträger ist für uns schon aus Kostengründen ein wichtiges Anliegen. Aus diesem Grund intensivieren wir unser konzernweites Energiemonitoring, um dem Einfluss tendenziell steigender Preise zu begegnen. Preisrisiken wesentlicher benötigter RohstoffeDie Einkaufspreise für Eisenerz und Kokskohle sind gegenüber dem Vorjahr gefallen. Bestandsgefährdende Risiken erwarten wir bei steigenden Preisen aus heutiger Sicht nicht, da wir grundsätzlich danach streben, die Preisschwankungen der Rohstoffe durch "natural hedging" auszugleichen: Mithilfe eines permanenten Absatz- und Beschaffungsmonitorings überwacht der Konzern das Gleichgewicht zwischen preislich fixierten Rohstoffeinkäufen und preislich fixierten Verkäufen unserer Produkte. So ist es möglich, Veränderungen frühzeitig zu erfassen, um eventuell entstehenden Risiken rechtzeitig zu begegnen. Darüber hinaus setzen wir in begrenztem Umfang Hedging für Erz ein. BeschaffungsrisikenDem generellen Risikoaspekt der nicht bedarfsgerechten Versorgung mit wichtigen Rohstoffen (Erz, Kohle) und Energien (Strom, Gas) wirken wir durch einen abgesicherten Bezug entgegen: zum einen über längerfristige Rahmenverträge und zum anderen über den Einkauf in verschiedenen Regionen und/oder bei mehreren Lieferanten. Außerdem betreiben wir eine entsprechende Lagerpolitik. Nach unserer Einschätzung der Beschaffungsquellen ist die mittelfristige Verfügbarkeit dieser Rohstoffe in den benötigten Mengen und Qualitäten gewährleistet. Strom beziehen wir größtenteils auf vertraglich abgesicherter Basis, soweit der Bedarf unsere eigene Stromerzeugung übersteigt. Außerdem haben wir ein konzernweites Projekt zur nachhaltigen Steigerung der Energieeffizienz aufgesetzt. Um auch für seltene Netzausfälle gerüstet zu sein, investieren wir in besonders sensiblen Bereichen, wie beispielsweise dem Rechenzentrum, in Notstromaggregate. Aus diesen Gründen halten wir Versorgungsengpässe für unwahrscheinlich und erwarten insofern keine belastenden Auswirkungen. Der termingetreue Bahntransport der Erz- und Kohlemengen vom Überseehafen in Hamburg bis zum Standort Salzgitter ist für uns besonders wichtig. Unser Vertragspartner, der diese logistische Aufgabe garantiert, ist die DB Schenker Rail Deutschland AG, die Frachttochter der Deutschen Bahn AG. Für etwaige Beeinträchtigungen, zum Beispiel wegen Streiks, haben wir einen detaillierten Notfallplan erarbeitet. Dieser enthält eine vorausschauende Lagerhaltung und intensive Abstimmungen zwischen der DB Schenker und uns, um den regulären Zugverkehr weitgehend unterbrechungsfrei aufrechtzuerhalten. Optional sind der intensivere Einsatz der konzerneigenen Eisenbahn sowie vermehrte Binnenschifftransporte für Teilmengen denkbar. Darüber hinaus begegnen wir möglichen Einschränkungen an Wochenenden und Feiertagen im Vormaterialzulauf über die Schiene durch eine engere Abstimmung mit der Bahn beziehungsweise der Option vermehrter Eigentransporte. AbsatzrisikenEin für uns typisches Geschäftsrisiko kann sich aus stärkeren Preis- und Mengenschwankungen auf den Absatzmärkten ergeben. Zur Beurteilung der ökonomischen Situation mit Blick auf das Geschäftsjahr 2015 verweisen wir auf das Kapitel "Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns". Dem generellen Risiko, deshalb in eine existenzbedrohende Lage zu geraten, begegnen wir mit einem diversifizierten Portfolio von Produkten, Abnehmerbranchen und regionalen Absatzmärkten, um eine gewisse Balance unseres Risikoportfolios zu erzielen. Konjunkturelle Effekte in den einzelnen Geschäftsbereichen gleichen sich aufgrund der genannten Stahlkrise und der Unsicherheit im Projektgeschäft auf dem Großrohrmarkt, auch bei verbesserter Beschäftigungssituation, nicht vollständig aus. ProduktionsausfallrisikenDem Risiko eines ungeplanten längerfristigen Stillstandes unserer Schlüsselaggregate setzen wir laufende Anlagenkontrollen, eine vorbeugende Instandhaltung, ständige Modernisierungen und Investitionen entgegen. Potenziellen Schäden und dem damit verbundenen Produktionsausfall sowie anderen denkbaren Schadens- und Haftpflichtfällen beugt der Konzern durch Versicherungsverträge vor, die sicherstellen, dass sich die finanziellen Folgen in Grenzen halten oder völlig ausgeschlossen sind. Umfang und Inhalt dieser Versicherungen überprüfen wir laufend und passen sie bei Bedarf an. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden, die nicht über Versicherungen abgedeckt sind, und das damit verbundene Schadenpotenzial halten wir für gering. Rechtliche RisikenUm mögliche Risiken etwaiger Verstöße gegen die vielfältigen umwelt- und wettbewerbsrechtlichen sowie sonstigen Regelungen und Gesetze auszuschließen, verpflichten wir unsere Mitarbeiter auf deren strikte Einhaltung. Wir lassen uns umfassend rechtlich beraten, sowohl von unseren eigenen Fachleuten als auch fallbezogen von ausgewiesenen externen Spezialisten. Zur Koordination der stahl- und verbandspolitischen Initiativen des Konzerns und als Garantie für ihre systematische Verfolgung, haben wir eine konzerninterne Anlaufstelle für internationale Angelegenheiten eingerichtet. Bedeutsame Rechtsrisiken hieraus sind für uns nicht erkennbar. Finanzwirtschaftliche RisikenDie Finanzstruktur legt unsere Management-Holding fest. Sie koordiniert die Finanzmittelströme und steuert die Zins- und Währungsrisiken im Konzernfinanzkreis. Als Risikohorizont hat sich ein rollierender Betrachtungszeitraum von bis zu drei Jahren bewährt, der sich an einem Planungsrahmen orientiert. Die erlassenen Richtlinien verpflichten sämtliche Gesellschaften des Konzernkonsolidierungskreises, Finanzrisiken zum Entstehungszeitpunkt abzufedern. So sind beispielsweise risikobehaftete offene Positionen oder Finanzierungen des internationalen Tradinggeschäfts seitens der betreffenden Tochtergesellschaften der Salzgitter Klöckner-Werke GmbH (SKWG) mitzuteilen. Diese entscheidet dann über Hedging-Maßnahmen, wobei sie das jeweilige Konzern-Exposure beachtet. Grundsätzlich lassen wir Finanz- und Währungsrisiken nur in Verbindung mit unseren produktions- und handelstypischen Prozessen zu. Siehe auch die Ausführungen zu "Währungsrisiken" und "Zinsrisiken". Im Verhältnis zu den operativen sind die finanzwirtschaftlichen Risiken von eher geringerer Bedeutung. WährungsrisikenZu unseren Beschaffungs- oder Absatzgeschäften in ausländischen Währungen gehören naturgemäß Wechselkursänderungsrisiken. So hat die Dollarkursentwicklung einen erheblichen Einfluss auf die Rohstoff- und Energiebeschaffungskosten sowie die Exporterlöse, zum Beispiel im Röhrenbereich oder Maschinenbau. Die Effekte sind zwar gegenläufig, aber aufgrund der sehr unterschiedlichen Geschäftsvolumina überwiegt der Dollarbedarf für die Beschaffungsseite. Grundsätzlich saldieren wir derartige Fremdwährungszahlungsströme EUR - USD im Konzernfinanzkreis (Netting) und minimieren so das Risikopotenzial. Die Volatilität der Finanzrisiken verringern wir, indem wir derivative Finanzinstrumente abschließen, deren Wertentwicklung entgegengesetzt zu den operativen Geschäften verläuft. Die Marktwerte aller derivativen Finanzinstrumente werden monatlich festgestellt. Zum Geschäftsjahresabschluss simulieren wir zudem die Sensitivität dieser Instrumente nach den Vorgaben des IFRS 7 (siehe Kapitel "Anhang") . Die Sicherungsbeziehungen werden bilanziell nicht als Hedge Accounting abgebildet. ForderungsausfallrisikenWir begegnen unseren Forderungsrisiken mit einem straffen internen Obligomanagement. Zu etwa zwei Dritteln begrenzen wir diese mithilfe der Warenkreditversicherungen und anderer Sicherheiten. Während es zu Beginn der Finanzkrise noch spürbare Limitkürzungen oder gar gänzliche Deckungsentzüge der Warenkreditversicherer gegeben hat, die aus unserer Perspektive vor allem die Automobilzuliefererbranche und Kunden im osteuropäischen Raum betroffen haben, hat sich die Vergabepraxis seit dem Geschäftsjahr 2010 wieder normalisiert. Dennoch beobachten und bewerten wir weiterhin den Fortgang der ungesicherten Positionen sehr sorgfältig und berücksichtigen diesen bei unseren Geschäften. Translationsrisiken durch die Überführung von Fremdwährungspositionen in die Berichtswährung sichern wir nicht ab, da sie im Verhältnis zur Konzernbilanz von untergeordneter Bedeutung sind. Nähere Informationen hierzu bietet der "Anhang" Infolge der vorbeugenden Maßnahmen halten wir bestandsgefährdende Risiken aus diesem Bereich für unwahrscheinlich. LiquiditätsrisikenDie Management-Holding beobachtet die Liquiditätslage des Konzerns bei allen im Konzernfinanzkreis eingebundenen Gesellschaften im Rahmen eines zentralen Cash- und Zinsmanagements. Dabei gelten für die Tochtergesellschaften interne Kreditlinien. Sofern ihnen eigene Kreditlinien zur Verfügung stehen, sind sie für die entsprechende Risikominimierung selbst verantwortlich und berichten über eventuelle Risiken innerhalb der Konzernführungs- und -controllingstrukturen. Darüber hinaus könnten Risiken aus notwendigen Kapital- und Liquiditätsmaßnahmen der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften entstehen, wenn deren Geschäftsentwicklung nachhaltig unbefriedigend verliefe. Aus diesem Risikofeld sind jedoch keine bestandsgefährdenden Belastungen zu erwarten. Wir begegnen diesem Risiko mit einer rollierenden Liquiditätsplanung. Aufgrund der verfügbaren Barmittel und Kreditlinien sehen wir derzeit keine Gefährdung für unseren Konzern. ZinsrisikenDie im Verhältnis zur Bilanzsumme bedeutsame Position der liquiden Mittel ist einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Unsere Geldanlagepolitik orientiert sich grundsätzlich an Anlageklassen angemessener Bonität bei gleichzeitig hoher Verfügbarkeit der Positionen. Um das Zinsänderungsrisiko zu beobachten, erstellen wir regelmäßige Zinsanalysen, deren Ergebnisse direkt in die Anlageentscheidung einfließen. Langfristige strukturelle Zinsrisiken könnten sich aus einer dauerhaften Kluft zwischen Geldanlagezins sowie zins- und einkommensbedingten Entwicklungen der Pensionsverpflichtungen ergeben. Ein derartiges Risiko ist momentan nicht erkennbar; sollte es - aus heutiger Sicht unerwartet - auftreten, bietet die robuste Bilanz des Konzerns eine gute Basis für korrigierende Maßnahmen. SteuerrisikenDie in die Organschaft einbezogenen Gesellschaften erfassen und dokumentieren ihre Steuerrisiken eng abgestimmt mit der Steuerabteilung der Holdinggesellschaft. Die SZAG, die Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG) und die SKWG tragen grundsätzlich die bilanzielle Vorsorge, zum Beispiel für die Risiken der Betriebsprüfungen ihrer steuerlichen Organkreise. Selbstständig steuerpflichtige Tochterunternehmen, vor allem Auslandsgesellschaften der Geschäftsbereiche Handel, Energie und Technologie, müssen eigene bilanzielle Vorkehrungen treffen. Sofern steuerliche Risiken erkennbar waren, ist für diese vorgesorgt worden. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt seit Frühjahr 2014 gegen verschiedene Konzernunternehmen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Die Ermittlungsverfahren zu angeblich steuerlich unzulässig gebildeten Rückstellungen sowie steuerlich nicht anzuerkennender Provisionszahlungen und Gutschriften dauern an. Die SZAG und deren Tochterunternehmen kooperieren uneingeschränkt mit den Ermittlungsbehörden und haben externe Rechtsanwälte mit der Durchführung einer umfassenden Untersuchung der Angelegenheit beauftragt. Wir sind der Auffassung, mit den betreffenden Steuererklärungen der Konzernunternehmen den gesetzlichen Vorschriften gefolgt zu sein. Aufgrund der derzeitigen Erkenntnislage und unter Würdigung der Gesamtumstände ist nicht ernsthaft oder mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mit einer quantifizierbaren Steuernachforderung seitens der Finanzbehörden zu rechnen. PersonalrisikenAm Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte nimmt die SZAG aktiv teil. Auf das Risiko der Fluktuation und den damit verbundenen Wissensverlust reagieren wir mit breit angelegten Personalentwicklungsmaßnahmen. Hierzu sind explizit Spezialistenlaufbahnen eingeführt worden, die für unsere Fachleute eine adäquate berufliche Perspektive schaffen. Der konzernweit verwendete Wissenstransfer stellt ein Instrument dar, das im Falle der Nachfolge die Übertragung aller wissensrelevanten Informationen, Kontakte und Verknüpfungen der beruflichen Tätigkeit gewährleistet. Außerdem bieten wir attraktive Modelle zur betrieblichen Altersversorgung an, die angesichts sinkender Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung immer wichtiger werden. Bereits im Jahr 2005 haben wir vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung das Projekt "GO -Die Generationen-Offensive 2025 der Salzgitter AG" gestartet, um rechtzeitig auf die betrieblichen Konsequenzen zu antworten und langfristig unsere Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Im Fokus steht die systematische Vorbereitung sämtlicher Belegschaftsmitglieder auf ein längeres Erwerbsleben. Durch die vielfältigen Maßnahmen sind wir in diesem Risikobereich gut vorbereitet. Siehe hierzu auch das Kapitel "Mitarbeiter". Produkt- und UmweltrisikenEine Vielzahl von Maßnahmen zur Qualitätssicherung schützt uns vor Produkt- und Umweltrisiken. Zu diesen gehören beispielsweise:
Der Leiter Umweltschutz- und Energiepolitik der SZAG bündelt und koordiniert die gesellschaftsübergreifenden Umwelt- und Energiepolitikthemen, vertritt den Konzern bei umwelt- und energiepolitischen Fragen nach außen und steuert konzernweite Einzelprojekte wie zum Beispiel das Programm zur nachhaltigen Steigerung der Energieeffizienz. Risiken infolge Grundstücksbesitzes könnten sich insbesondere aufgrund der Altlasten früherer Nutzungen ergeben. Dem begegnen wir, indem wir Sanierungspflichten erfüllen. Zur bilanziellen Vorsorge bilden wir angemessene Rückstellungen. Auch aus diesem Risikoaspekt ergeben sich unseres Wissens keine unbeherrschbaren Sachverhalte. Informationstechnische RisikenDie wachsende Vernetzung der Informationssysteme und die Forderung nach deren permanenter Verfügbarkeit stellen immer höhere Ansprüche an die eingesetzte Informationstechnologie (IT) und die IT-Infrastruktur. Mit dem Einsatz moderner Hard- und Software sowie der stetigen technologischen Erneuerung unserer IT-Infrastruktur begegnen wir möglichen Risiken und gewährleisten die Verfügbarkeit und Sicherheit unserer Informationssysteme. Im Rahmen eines mehrjährigen Programms verfolgt der Konzern die Harmonisierung historisch heterogen gewachsener IT-Strukturen, um diese durch eine weitgehend einheitliche EDV-Infrastruktur zu ersetzen. Neben der erforderlichen Wirtschaftlichkeit sind Kompatibilität und Sicherheit der IT-Systeme und des Datenbestandes gewährleistet. Die Risiken aus diesem Bereich sind beherrschbar, deren Eintrittswahrscheinlichkeit schätzen wir als gering ein. Unternehmensstrategische RisikenZur Sicherung der zukünftigen Ertragskraft investieren wir regelmäßig, in den vergangenen Jahren vor allem an unseren Konzernstandorten in Salzgitter und Peine. Vertiefende Informationen hierzu liefern die Kapitel "Investitionen" und "Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie" Gleichwohl sehen wir auch Restrukturierungsbedarfe, die wir gezielt angehen (siehe auch Reorganisation EUROPIPE-Gruppe (EP-Gruppe) Standort Dünkirchen im Konzernlagebericht) . Risiken hieraus sind aus unserer Sicht beherrschbar. 3. Gesamtaussage zur Risikosituation des KonzernsBeurteilung der Risikosituation durch die UnternehmensleitungNachdem wir die Gesamtrisikolage des Salzgitter-Konzerns überprüft haben, sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses 2014 keine den Fortbestand gefährdenden Risiken bestanden. Dies gilt sowohl für die Einzelgesellschaften als auch für den Gesamtkonzern. Hauptrisiken für die Entwicklung der Weltwirtschaft stellen die Entwicklung im Russland/Ukraine-Konflikt und die Unsicherheiten im nahen und mittleren Osten aufgrund der terroristischen Aktivitäten der extremistischen Gruppe "Islamischer Staat im Irak und Syrien" (Isis) dar. Unter der Prämisse, dass diese sowie die europäische Vertrauens-, Konjunktur- und Staatsschuldenkrise nach wie vor beherrschbar sind, blicken wir - trotz der Strukturkrise der europäischen Stahlbranche -mit vorsichtigem Optimismus auf das Geschäftsjahr 2015. Neben diesen politischen, konjunkturellen und strukturellen Aspekten können sich aus Entscheidungen deutscher und europäischer Energie- und Umweltpolitik eventuell weitere, unter Umständen sogar existenzielle Risiken ergeben. Obgleich die erreichbare Planungssicherheit noch längst nicht wieder auf das Vorkrisenniveau zurückgekehrt ist, sehen wir uns in der aktuellen Situation gut gerüstet, diese Phase deutlich erhöhter Anforderungen an das Chancen- und Risikomanagement zu meistern. Unsere risikobewusste und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Geschäftspolitik sowie die solide Aufstellung sind Basis für diese Einschätzung. Der Abschlussprüfer hat das bei der SZAG gemäß Aktiengesetz konzernumfassend installierte Risikofrüherkennungssystem geprüft. Die Prüfung ergab, dass es seine Aufgaben erfüllt und in vollem Umfang den aktienrechtlichen Anforderungen genügt. Die Revision der SZAG kontrolliert die verwendeten Systeme als unabhängige Instanz konzernweit auf Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Effizienz und gibt gegebenenfalls Anstöße zu deren Weiterentwicklung. Rating des UnternehmensFür die SZAG existiert kein externes Rating von im Kapitalmarkt akzeptierten internationalen Ratingagenturen. Wir sehen dazu gegenwärtig auch keinen Anlass, denn wir haben ein im Branchenvergleich überdurchschnittliches finanzielles Standing erreicht, das wir auch in der Finanz- und der Schuldenkrise bewahren konnten. Beschreibung der wesentlichen Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems in Hinsicht auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess (§289 Abs. 5 und §315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)In Ergänzung zu den im Risikobericht bereits getroffenen Ausführungen können die wesentlichen Merkmale des im Salzgitter-Konzern bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess wie folgt beschrieben werden: Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem erfolgt im Zusammenwirken der Bereiche Controlling, Recht, Revision, Rechnungswesen, Steuern sowie Treasury, deren Funktionen klar getrennt und einzelne Verantwortungsbereiche eindeutig zugeordnet sind. Ziel ist es, mittels implementierter Kontrollen hinreichend sicherzustellen, dass trotz möglicher Risiken ein regelungskonformer Konzernabschluss erstellt wird. Um die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie die Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften zu sichern, umfasst es alle erforderlichen Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen. Der Vorstand ist für die Umsetzung und Einhaltung der gesetzlichen Regelungen verantwortlich. Er berichtet dem Prüfungsausschuss (Aufsichtsrat) regelmäßig über die finanzielle Gesamtlage der Salzgitter AG (SZAG) . Dieser befasst sich auch mit der Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems. Mit dem Abschlussprüfer ist vereinbart, dass dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich berichtet wird, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Der Salzgitter-Konzern ist dezentral organisiert, und so liegt die Verantwortung für die Einhaltung der gesetzlichen Normen durch die Gesellschaften bei deren Organen. Der Vorstand wirkt unter anderem mithilfe der Holdingabteilungen auf die Einhaltung hin. Die Konzern-Revision der SZAG prüft unabhängig und im Auftrag des Vorstands der SZAG unter Berücksichtigung der aufsichtsrechtlichen Vorschriften risikoorientiert die rechnungslegungsbezogenen Betriebs- und Geschäftsabläufe der SZAG und deren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Bei der Prüfungsplanung und -durchführung seitens der Internen Revision werden Risiken im (Konzern-) Rechnungslegungsprozess berücksichtigt. Hierfür werden speziell im Rechnungswesen qualifizierte Mitarbeiter eingesetzt. Grundlage der Tätigkeit ist ein jährlicher Prüfungsplan, der auf Basis der gesetzlichen Vorschriften festgelegt wird. Über das Ergebnis der Prüfungen unterrichtet die Konzern-Revision den Vorstand der SZAG sowie den Konzernabschlussprüfer in Form von Prüfungsberichten. Die Umsetzung der in den Prüfungsberichten vereinbarten Maßnahmen und Empfehlungen wird durch die Konzern-Revision nachgehalten. Das Konzern-Rechnungswesen der SZAG erstellt die Konzernabschlüsse. Unabhängige Wirtschaftsprüfer prüfen und testieren die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften. Zur Sicherstellung der gesetzlichen Anforderungen werden jährlich Konzernrichtlinien formuliert und den Gesellschaften zur Verfügung gestellt. Diese bilden die Grundlage für einen einheitlichen, ordnungsgemäßen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess sowohl hinsichtlich der HGB-Rechnungslegung als auch gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) . Neben allgemeinen Bilanzierungsgrundsätzen und -methoden sind vor allem Regelungen zu Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Lagebericht, Kapitalflussrechnung und Segmentberichterstattung bei Einhaltung der in der Europäischen Union geltenden Rechtslage getroffen. Die Bilanzierungsvorschriften regeln auch konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss. Zusätzlich zur Festlegung des Konsolidierungskreises sind die Bestandteile der von den Konzerngesellschaften zu erstellenden Berichtspakete im Detail festgelegt. Hierzu kommt ein standardisierter und vollständiger Formularsatz zum Einsatz. Die Konzernrichtlinien enthalten auch konkrete Vorgaben zur Abbildung und Abwicklung des Konzern-Verrechnungsverkehrs mit entsprechendem Saldenabstimmungsprozess sowie die Ermittlung des beizulegenden Wertes von Beteiligungen. In regelmäßig stattfindenden Konzernveranstaltungen für Rechnungswesenleiter werden die Gesellschaften über gesetzliche Veränderungen informiert. Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden mithilfe eines einheitlichen und IT-gestützten Workflows konzernweit erfasst. Dieser beinhaltet ein Berechtigungskonzept, Prüfroutinen und Prüfziffern. Diese Kontroll- und Überprüfungsmechanismen sind sowohl prozessintegriert als auch prozessunabhängig konzipiert. So bilden beispielsweise neben manuellen Prozesskontrollen unter anderem unter Anwendung des "Vier-Augen-Prinzips" maschinelle IT-Prozesskontrollen einen wesentlichen Bestandteil. Im Übrigen sind im Konzern integrierte Buchhaltungs- und Konsolidierungssysteme im Einsatz. Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zum Sicherstellen der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Berichtspakete unter Einbezug der von den Abschlussprüfern vorgelegten Prüfungsberichte. Unter Anwendung bereits in der Konsolidierungssoftware festgelegter Kontrollmechanismen und Plausibilitätskontrollen werden - nach Information der betroffenen Konzerngesellschaft und unter Einbezug des jeweiligen Abschlussprüfers - fehlerbehaftete Berichtspakete bereits vor dem Konsolidierungsprozess korrigiert. Die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien bei Werthaltigkeitstests wird für die aus Konzernsicht spezifischen zahlungsmittelgenerierenden Geschäftseinheiten (Cash Generating Units) mittels zentraler Durchführung sichergestellt. Einer einheitlichen Regelung unterliegt unter anderem auch die Bewertung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen durch die zentrale Festlegung von konzernweit anzuwendenden Parametern. 4. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen im folgenden GeschäftsjahrDie Weltwirtschaft wird nach Auffassung des Internationalen Währungsfonds (IWF) 2015 eine marginal höhere Wachstumsrate als im Vorjahr ausweisen. Ein wichtiger Faktor sind dabei die niedrigen Erdölpreise, die in ölimportierenden Ländern konjunkturstützend wirken sollten. Die USA werden unter den entwickelten Wirtschaften der Konjukturmotor sein. In Japan dürften die negativen Effekte aus der Konsumsteuererhöhung des vergangenen Jahres graduell kompensiert werden und für die Schwellenländer wird von einem stabilen Wachstum ausgegangen. Deshalb wird auf die Abschwächung der Dynamik in China auch keine gravierende politische Reaktion erwartet. Die Konjunkturentwicklung der meisten rohstoffexportierenden Länder wird hingegen durch die Ölpreiserosion belastet; im Fall Russlands sind zudem negative Auswirkungen aus dem Ukrainekonflikt und der Rubel-Abwertung zu befürchten. Insgesamt rechnet der IWF im Jahr 2015 mit 3,5 % Weltwirtschaftswachstum. Infolge der niedrigeren Energiepreise, der expansiven Geldpolitik und der Euro-Abwertung dürfte sich die graduelle Erholung in der Eurozone auf einem allerdings moderaten Level fortsetzen. Der Konflikt zwischen der EU und Russland wird sich auch weiterhin negativ auswirken, insbesondere auf die Investitionsneigung. Vor allem in Frankreich und Italien befinden sich zudem die Konjunkturklimaindikatoren auf einem verhaltenen Niveau. Der IWF prognostiziert daher für 2015 einen überschaubaren Anstieg der Wachstumsrate in der Eurozone auf 1,2 %. Während der ersten Monate des Jahres 2015 dürfte die Ausweitung des privaten Konsums wegen des Ölpreisverfalls der Haupttreiber für die Entwicklung der Wirtschaft in Deutschland sein. Die Unternehmensinvestitionen werden hingegen voraussichtlich zunächst allenfalls einen geringen Wachstumsbeitrag leisten, nicht zuletzt auch wegen der aus dem Ukrainekonflikt herrührenden Unsicherheit. Der IWF erwartet derzeit für das Jahr 2015 mit 1,3 % eine gegenüber 2014 nahezu unveränderte Wachstumsrate für Deutschland. BIP Deutschland: Bandbreite der Prognosen 2015![]() Quellen: BDA Stand 11.02.2015 Statistisches Bundesamt Stand 15.02.2015 Leichte Erholung des Weltstahlmarktes setzt sich fortDie Wirtschaftsvereinigung Stahl (WV Stahl) erwartet einen moderaten Anstieg der globalen Stahlnachfrage um rund 2,2 %. Die Rohstahlproduktion soll in ähnlichem Rahmen auf 1,73 Mrd. t zunehmen. Die geringere Dynamik steht dabei vor allem im Zusammenhang mit dem Strukturwandel in China. Die prognostizierte Kapazitätsauslastung liegt in diesem Szenario weiterhin bei unter 80 %. Im europäischen Stahlmarkt geht die WV Stahl ebenfalls von einer allmählichen Erholung der Marktversorgung um +2,4 % innerhalb der EU 28 aus. Regional dürfte sich dies unterschiedlich manifestieren. Eine erhebliche Unsicherheit geht von den Importen aus - sie stiegen bereits 2014 stark an und eine Abschwächung ist trotz der Euroabwertung nicht sicher zu erwarten. Die Steigerung der Rohstahlproduktion wird dementsprechend mit +1,4 % niedriger als der Zuwachs bei der Marktversorgung antizipiert. Die Stahlnachfrage in Deutschland sollte im Jahr 2015 um 1,4 % zunehmen. Haupttreiber hierfür ist die erwartete Ausweitung der Produktion vieler Stahlverarbeiter. Nach dem Stopp des South Stream Projekts wird mit einer Abflachung des Wachstums in der Automobilbranche und der Bauwirtschaft sowie einer unklaren Lage der Leitungsrohrproduzenten gerechnet. Hingegen wird für den Maschinenbau eine graduelle Erholung unterstellt. Daher sieht die WV Stahl die Rohstahlproduktion nahezu unverändert (+0,3 %) . Kein Anstieg der Stahlrohrproduktion in 2015 erwartetFür das Jahr 2015 wird insgesamt eine stagnierende Stahlrohrproduktion mit teilweise starken regionalen und saisonalen Schwankungen erwartet. Geopolitische Risiken, sowie der aufgrund des Schiefergasbooms in den USA entstandene Ölpreisverfall auf den Weltmärkten, erschweren dabei eine Prognose. Während die Weltkonjunktur zunächst von niedrigeren Ölpreisen angeschoben werden dürfte, könnten die negativen Auswirkungen für die ölexportierende Schwellenländer diesen positiven Effekt wieder kompensieren. Eine weniger stark steigende Stahlrohrproduktion wird in China erwartet. Für Deutschland ist bestenfalls eine stagnierende Produktion nahtloser und kleiner geschweißter Stahlrohre unterstellt. Im Großrohrbereich muss erneut mit einem schwachen Jahr gerechnet werden, im Gegensatz dazu wird die Mengenentwicklung auf dem Präzisrohrmarkt stabil bis leicht positiv prognostiziert. Deutscher Maschinenbau erwartet 2015 wiederholtes WachstumDer Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) erwartet für das Gesamtjahr 2015 einen Umsatzanstieg von 2 %. Der Produktionswert könnte 2015 mit 205 Milliarden Euro erstmals die Schwelle von 200 Milliarden Euro überschreiten. Auch im Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinenmarkt stehen die Zeichen weiter auf Wachstum. Nach Einschätzung des Fachverbandes VDMA ist im kommenden Jahr mit einem Umsatzanstieg von 5 % zu rechnen. Die Nachfrage aus den meisten Absatzregionen und Ländern, insbesondere aus der EU 28, den USA, China und dem Inland werden weiterhin positiv bewertet, sodass auch für die kommenden Monate von einem anziehenden Auftragseingang auszugehen ist. Die im Geschäftsbereich vertretenen Maschinenbauunternehmen der kunststoffverarbeitenden Industrie erwarten ebenfalls ein Umsatzwachstum (+4 %) . Unternehmensspezifische operative FrühindikatorenWir beobachten und analysieren laufend unser Umfeld, um Risiken und Chancen für das operative Geschäft rechtzeitig zu erkennen. Hierzu nutzen wir das Wissen unserer direkt in den Märkten aktiven Mitarbeiter. Zudem leiten wir über diverse publizierte Analysen und Prognosen zur Entwicklung der makroökonomischen Rahmenbedingungen und unserer Absatzmärkte mögliche Auswirkungen auf unsere Geschäfte ab. Auf dieser Basis erstellen wir unsere rollierenden Unternehmensplanungen und Absatzprognosen in jeder Tochtergesellschaft. Diese werden anschließend zu Konzernplanung bzw. -prognose zusammengeführt. Für den Geschäftsbereich Flachstahl sowie die Präzisrohr-Gruppe mit Kundenbeziehungen in die Automobilbranche können wir zukünftige Absatz- und Umsatzzahlen anhand der Verkaufsprognosen für motorgetriebene Fahrzeuge und Fahrzeugteile, regional und länderspezifisch differenziert, ableiten. Um die Geschäftsentwicklung unserer Großrohrgesellschaften abzuschätzen, informieren wir uns kontinuierlich über den Status geplanter Pipeline-Großprojekte, die bereits Jahre vorher bekannt sind. Darüber hinaus bedienen wir uns wichtiger Einzelindikatoren wie zum Beispiel des Ölpreises und leiten Schlussfolgerungen aus energiepolitischen Entscheidungen ab. Die Bau- und Chemiebranche sowie der Maschinenbau beeinflussen den Geschäftsverlauf einzelner Konzerngesellschaften. Auch hat die Entwicklung des Maschinenbaus naturgemäß unmittelbaren Einfluss auf die zukünftige Beschäftigungssituation im Geschäftsbereich Technologie. Die stetige Analyse der Entwicklung dieser bedeutenden Kundenbranchen ist ebenso Teil unserer laufenden Geschäftsprozesse. Gerade in einem stark volatilen Umfeld wie dem der Stahlindustrie ist die Aussagekraft der Indikatoren, was ihre Fristigkeit betrifft, zu prüfen. Zudem können Situationen entstehen, in denen kurz- bis mittelfristige Ungleichgewichte bei Angebot und Nachfrage, zum Beispiel durch überhöhte Lagerbestände bei Händlern und Endverbrauchern oder ungünstige Importsituationen, langfristige Trends temporär überlagern. Dazu können spekulationsgetriebene Nachfragesteigerungen zeitweise über strukturelle Marktdefizite hinwegtäuschen respektive kann deren Umkehr Überangebote erzeugen. Sichere und detaillierte Langfristprognosen sind aufgrund der Vielzahl von Einflussfaktoren und deren komplexem Zusammenspiel weder für Einzelgesellschaften noch den Gesamtkonzern auf seriöse Weise machbar. 5. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns5.1 PlanungsprozessGrundsätzlich ist die Unternehmensplanung der Salzgitter AG (SZAG) an den strategischen Zielen ausgerichtet und umfasst unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gleichermaßen unternehmerische Gestaltungsmaßnahmen. Sie bildet somit die Basis einer realistischen Ergebniseinschätzung, berücksichtigt aber gleichzeitig langfristige Aspekte hinsichtlich Investitionen sowie der Sicherstellung bilanzieller und finanzieller Stabilität. Folglich fließen sowohl die zum Zeitpunkt der Planerstellung herrschenden Markterwartungen als auch die vorgesehenen unternehmerischen Maßnahmen in diese Planung ein, die von uns in einem konzernumfassenden Prozess erstellt wird: Die Einzelziele der Tochterunternehmen werden in einem kombinierten Top-down- und Bottom-up-Ansatz zwischen dem jeweiligen Management und dem Konzernvorstand diskutiert und festgelegt. Alle Einzelplanungen werden schließlich zu einer Konzernplanung konsolidiert. Der aufwändige Planungsprozess des Konzerns wird einmal vor Beginn eines jeden neuen Geschäftsjahres durchlaufen, startet in der Regel im August und endet mit einer Präsentation der Ergebnisse in der letzten Konzern-Aufsichtsratssitzung des jeweiligen Geschäftsjahres. 5.2. Erwartete ErtragslagePrognosen zur Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Situation sind schon grundsätzlich, besonders aber im gegenwärtigen politischen und wirtschaftlichen Umfeld von hoher Unsicherheit geprägt. Die folgenden zukunftsbezogenen Aussagen zu den einzelnen Geschäftsbereichen unterstellen, dass es in Europa nicht zu einer rezessiven Entwicklung kommen wird. Vielmehr erwarten wir für unsere anhaltend umkämpften Hauptmärkte im laufenden Geschäftsjahr eine moderate konjunkturelle Erholung. Vor diesem Hintergrund gehen die Geschäftsbereiche von nachstehendem Verlauf des Geschäftsjahres 2015 aus: Der Geschäftsbereich Flachstahl erwartet angesichts der weiter unter Druck stehenden Erlöse im EU-Stahlmarkt auch für 2015 einen herausfordernden Geschäftsverlauf. Die mit weitem Abstand größte Gesellschaft der Sparte, Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) , muss darüber hinaus die erheblichen Kosten der planmäßigen Neuzustellung eines ihrer Großhochöfen verkraften. Die ebenfalls daraus resultierenden niedrigeren Versandmengen führen zu einem entsprechend leicht geringeren Umsatz. Einsparungen auf der Kostenseite, unter anderem dank der neuen Kohleeinblasanlage, können die Sonderbelastungen aus der Hochofenzustellung nicht vollständig kompensieren. Ohne die belastenden Effekte wäre eine Rückkehr in die Gewinnzone durchaus erwartbar. Inklusive der direkten und indirekten Auswirkungen der Hochofenzustellung wird das Vorsteuerergebnis des Geschäftsbereiches merklich niedriger als 2014 ausfallen. Auch der Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl wird im laufenden Jahr in einem diffizilen Marktumfeld agieren müssen. Während die Grobblechwalzwerke dennoch eine Ergebnisverbesserung anstreben, ist es das vorrangige Ziel der Peiner Träger GmbH (PTG) , den erfolgten Turnaround zu stabilisieren. Unter Berücksichtigung der allgemeinen Marktlage in Verbindung mit den Sondersituationen der Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) - hier wirkt sich die Suspendierung des South Stream Projekts aus - und der HSP Hoesch Spundwand GmbH (HSP) ist die Entwicklung von Umsatz und Vorsteuerergebnis des Geschäftsbereiches von erheblichen Unwägbarkeiten geprägt. Dennoch wird für das Vorsteuerresultat eine erhebliche Verbesserung angestrebt. Der Umsatz sollte leicht zunehmen. Der Geschäftsbereich Energie wird 2015 zumindest temporär unter der Schwäche des europäischen Großrohrmarktes - unter anderem wegen der Suspendierung des Projektes South Stream - leiden. Dies führt zu Beschäftigungslücken in den europäischen Werken. Weitaus positiver stellt sich dagegen die Lage in Nordamerika dar: Der vorhandene Auftragsbestand sichert den dortigen Standorten eine Belegung bis in das Jahr 2016 hinein. Die Präzisrohrgesellschaften rechnen mit einer stabilen Nachfrage der Automobilhersteller, während die Märkte der Produktsegmente Energie und Industrie hart umkämpft bleiben dürften. Im Bereich der nahtlosen Edelstahlrohre wird nach dem überaus erfolgreichen Jahr 2014 mit Buchungen auf gutem Niveau gerechnet. Der Geschäftsbereich Energie erwartet 2015 unter der Annahme unterausgelasteter Großrohr-Produktionsstätten in Europa einen Umsatz auf Vorjahreshöhe. Wegen der konsequenten Umsetzung der "Salzgitter AG 2015"-Maßnahmen und des Wegfalls von Sonderbelastungen sollte das Vorsteuerergebnis deutlich steigen. Der Geschäftsbereich Handel geht 2015 von einem begrenzten Umsatzzuwachs und einem positiven, gegenüber dem Vorjahr wegen der nicht wiederholbaren positiven Einmaleffekte merklich geringeren Vorsteuerergebnis aus. Basis für die Umsatz- und Ergebnissteigerung im lagerhaltenden Handel bilden die zunehmende Konzentration auf höherwertige und angearbeitete Produkte, sowie die erwartete Stabilisierung der Preise und Nachfrageverhältnisse in Europa. Der niedrige Ölpreis sollte diese Tendenz unterstützen. Im internationalen Trading wird als Folge einer Belebung des außereuropäischen Projektgeschäfts mit einem zufriedenstellenden Resultat gerechnet. Aufsetzend auf einem hohen Auftragsbestand, antizipiert der Geschäftsbereich Technologie eine moderate Umsatzausweitung und ein erfreulich ansteigendes Vorsteuerergebnis. Das angestrebte Wachstum in profitablen Produktsegmenten sowie der weitere Ausbau des Servicegeschäfts sollten der KHS-Gruppe in Verbindung mit Effizienzsteigerungen aus dem "Fit4Future 2.0"-Programm sowohl ein Umsatzplus als auch eine Ergebnisverbesserung ermöglichen. Die Aussichten für die KDS und die KDE-Gruppe sind ebenfalls vielversprechend. Für den Bereich Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung, welcher hauptsächlich von den Kosten für die Management-Holding, stichtagsbezogenen Bewertungseffekten aus Devisen- und Derivatepositionen, den Ergebnissen hier erfasster Dienstleistungsunternehmen sowie der weiteren Beteiligungen inklusive der Aurubis AG (NAAG) geprägt ist, wird ein positives Vorsteuerresultat unterhalb des sehr guten Vorjahresniveaus unterstellt. Auf Grundlage der Planungen der einzelnen Geschäftsbereiche und unter Berücksichtigung weiterer positiver Effekte des Konzernprogramms "Salzgitter AG 2015" gehen wir für den Salzgitter-Konzern im Jahr 2015 von
Wie schon in den vergangenen Jahren weisen wir darauf hin, dass Chancen und Risiken aus aktuell nicht absehbaren Erlös-, Vormaterialpreis- und Beschäftigungsentwicklungen sowie Veränderungen von Währungsparitäten den Verlauf des Geschäftsjahres 2015 erheblich beeinflussen können. Die hieraus resultierende Schwankungsbreite des Konzernergebnisses vor Steuern kann - wie die aktuellen Ereignisse zeigen - ein beträchtliches Ausmaß sowohl in negativer als auch positiver Richtung annehmen. Die Dimension dessen wird deutlich, wenn man unterstellt, dass bei rund 12 Mio. t abgesetzten Stahlerzeugnissen der Geschäftsbereiche Flachstahl, Grobblech / Profilstahl, Energie und Handel im Schnitt 25 € Margenveränderung pro Tonne bereits ausreichen, um 300 Mio. € jährliche Ergebnisvarianz zu verursachen. Darüber hinaus begrenzen volatile Rohstoffkosten sowie kürzere Vertragslaufzeiten auf der Beschaffungs- genauso wie auf der Absatzseite die Planungssicherheit des Unternehmens. 5.3 Erwartete FinanzlageUnsere Finanzreserven werden zu einem Teil der Finanzierung der in Realisierung befindlichen Investitionen und dem Aufbau des Working Capitals dienen. Wir halten es nach wie vor für unverzichtbar, einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag an liquiden Mitteln vorzuhalten, um bei Verschärfung des Umfeldes nicht kurzfristig Geld am Kapitalmarkt aufnehmen zu müssen. Das Investitionsbudget unseres Konzerns für das Geschäftsjahr 2015 wurde auf 325 Mio. € festgelegt. Der zahlungswirksame Teil des Budgets 2015 dürfte zusammen mit dem Nachlauf bereits in Vorjahren genehmigter Investitionen etwa 395 Mio. € (Vorjahr 255 Mio. €) betragen. Die effektive Auslösung der Investitionen erfolgt - wie bisher - sukzessive und im Einklang mit der Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung. Infolge der absehbaren Mittelabflüsse für Investitionen wird sich der Finanzmittelbedarf für das Geschäftsjahr 2015 leicht oberhalb der Abschreibungen bewegen, sodass eine unternehmensinterne Finanzierung gegeben ist. Die Finanzlage unseres Konzerns sollte sich insbesondere unter Berücksichtigung der in den letzten Jahren umgesetzten Kapitalmarktmaßnahmen auch zum Ende des Geschäftsjahres 2015 vergleichsweise solide zeigen. Externe Finanzierungsmaßnahmen werden mit Blick auf die Nutzung attraktiver Platzierungsbedingungen kontinuierlich geprüft. Neben der Sicherung des Spielraumes für unternehmerische Entscheidungen spielt die Würdigung der Auswirkungen auf das Zinsergebnis eine entscheidende Rolle. Die Höhe der Dividende wird sich weiterhin an der Gewinnentwicklung orientieren. Die branchenüblichen zyklischen Schwankungen schlagen sich naturgemäß einerseits in den Ergebnissen der Gruppe, anderseits im Aktienkurs nieder. Der Einzelabschluss der SZAG ist für die Ausschüttungsfähigkeit maßgeblich. Der Salzgitter-Konzern verfolgt grundsätzlich eine Politik kontinuierlicher attraktiver Dividendenzahlungen, die unter der Prämisse tatsächlicher operativer Gewinnerzielung außerhalb von volatilen Stichtagseinflüssen geleistet werden sollen. Dabei muss sich die Zyklizität der Ergebnisentwicklung nicht in vollem Umfang niederschlagen. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass der Salzgitter-Konzern wegen seiner breiten Aufstellung und soliden finanziellen Fundierung für herausfordernde Phasen immer noch vergleichsweise gut gerüstet ist. Hierauf legen wir auch in Zukunft großen Wert. 6. NachtragsberichtBerichtspflichtige Ereignisse lagen nach dem Bilanzstichtag nicht vor. B Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014der Salzgitter AktiengesellschaftI. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
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II. Gesamtergebnisrechnungscroll
III. KonzernbilanzAktiva scroll
IV. Kapitalflussrechnung(44) Kapitalflussrechnungscroll
V. Veränderung des Eigenkapitals(28 bis 32) Veränderung des Eigenkapitalsscroll
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VI. Anhang(45) Segmentberichterstattungscroll
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Konzernanlagevermögen 2014scroll
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Konzernanlagevermögen 2013scroll
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Grundlagen der RechnungslegungDer Konzernabschluss der Salzgitter AG (SZAG) wurde nach den aufgrund der EU-Verordnung Nr. 1606/2002 am Bilanzstichtag verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften des International Accounting Standards Board (IASB) auf der Grundlage des Prinzips historischer Anschaffungskosten, mit Ausnahme bestimmter Finanzinstrumente, die zu Zeitwerten ausgewiesen werden, erstellt. Die Anforderungen der angewandten Standards und Interpretationen (SIC/IFRIC) wurden ausnahmslos erfüllt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Salzgitter-Konzerns. Auswirkungen erstmalig angewendeter neuer beziehungsweise geänderter Standards: scroll
Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 10 und 11: IFRS 10 definiert den Begriff der Beherrschung eines Tochterunternehmens durch das Mutterunternehmen. Danach müssen die drei Kriterien Verfügungsgewalt, variable Rückflüsse und die Möglichkeit zur Beeinflussung der variablen Rückflüsse durch Ausübung der Verfügungsgewalt kumulativ erfüllt sein. Die Anwendung des IFRS 10 führt zu keiner Änderung des Konsolidierungskreises im Konzernabschluss der Salzgitter AG. Unabhängig von der Anwendung dieses neuen Standards wurden 24 in- und ausländische -bisher aus Unwesentlichkeitsgründen - nicht konsolidierte Gesellschaften im Geschäftsjahr 2014 in den Konzernabschluss der Salzgitter AG einbezogen. IFRS 11 definiert und regelt die Behandlung gemeinsamer Vereinbarungen (Joint Arrangements) im Konzernabschluss. Hierbei ist zwischen Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) und gemeinschaftlichen Tätigkeiten (Joint Operations) zu unterscheiden. Erstere sind nach der Equity-Methode zu bilanzieren wohingegen bei den Letzteren die anteiligen Vermögenswerte und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge dem beteiligten Unternehmen direkt zuzurechnen sind. IFRS 11 ersetzt IAS 31, der ein Wahlrecht zwischen Quotenkonsolidierung und der Equity-Methode für Gemeinschaftsunternehmen zuließ. Aufgrund der Erstanwendung des IFRS 11 kommt es im Konzernabschluss der Salzgitter AG zu folgenden Änderungen der Konsolidierungsmethode: Die Gesellschaften der EUROPIPE-Gruppe, Mülheim, an der die Salzgitter Mannesmann GmbH zu 50 % beteiligt ist, wurden bisher quotal in den Konzernabschluss der Salzgitter AG einbezogen. Die Gesellschafterinnen, die gemeinschaftlich die Führung ausüben, sind vertraglich am Nettovermögen der Gesellschaften beteiligt, nicht an einzelnen Vermögenswerten und Schulden. Im Sinne des IFRS 11 handelt es sich damit um ein Joint Venture. Die EUROPIPE-Gruppe wird daher nach IFRS 11 ab 2014 mittels Equity-Methode in den Konzernabschluss der Salzgitter AG einbezogen. Die Vergleichszahlen wurden entsprechend angepasst. Die Gesellschaft Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM) , Duisburg, an der die Salzgitter Mannesmann GmbH zu 30 % beteiligt ist, wurde bisher mittels Equity-Methode in den Konzernabschluss der Salzgitter AG einbezogen. Die Geschäftstätigkeit der HKM besteht darin, die Gesellschafterinnen mit Vormaterial zu beliefern. Aus diesem Grund ist das HKM-Geschäftsergebnis insbesondere von den Aufträgen der Gesellschafterinnen abhängig, so dass diese auch die Rechte auf die Vermögenswerte und die Verpflichtungen für die Schulden übernehmen. Im Sinne von IFRS 11 handelt es sich damit um eine Joint Operation. HKM wird gemäß IFRS 11 ab dem Geschäftsjahr 2014 mit den anteiligen Vermögenswerten und Schulden sowie Aufwendungen und Erträgen in den Konzernabschluss der Salzgitter AG einbezogen. Die Vergleichszahlen wurden entsprechend angepasst. Die Anpassungen aufgrund des geänderten IFRS 11 auf das vorangegangene Geschäftsjahr sind in den Tabellen unter Textziffer 42 dargestellt. Voraussichtliche Auswirkung zukünftig anzuwendender neuer beziehungsweise geänderter Standards: scroll
1)
am 31.12.2014 Die Salzgitter AG ist als börsennotierte Konzernobergesellschaft gemäß § 315a HGB verpflichtet, einen Konzernjahresabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards und Vorschriften aufzustellen. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12. wird im Bundesanzeiger offengelegt. Die Gesellschaft der im Handelsregister des Amtsgerichts Braunschweig unter HRB 9207 eingetragenen Salzgitter AG hat ihren Sitz in Salzgitter. Die Anschrift des Vorstands der Salzgitter AG ist Eisenhüttenstraße 99, 38239 Salzgitter. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden am 26. Februar 2015 durch den Vorstand zur Weiterleitung an den Aufsichtsrat freigegeben. Das Geschäftsjahr der Salzgitter AG und ihrer im Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften entspricht grundsätzlich dem Kalenderjahr. Zwei Tochtergesellschaften mit abweichendem Abschlussstichtag stellen einen Zwischenabschluss zum Konzernabschlussstichtag auf. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden die Beträge in Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Es können sich Abweichungen zu den ungerundeten Beträgen ergeben. Am 16. Dezember 2014 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Webseite der Gesellschaft (www.salzgitter-ag.de) dauerhaft zugänglich gemacht. Die Entsprechenserklärung ist auch im Kapitel "Corporate Governance" des Geschäftsberichts abgedruckt. Konsolidierungsgrundsätze und -methodenDer Konzernabschluss basiert auf den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellten, von unabhängigen Abschlussprüfern geprüften Abschlüssen der Salzgitter AG sowie der einzubeziehenden Gesellschaften. TochterunternehmenAlle wesentlichen Tochterunternehmen werden vollständig in den Konzernabschluss einbezogen. Tochterunternehmen sind Gesellschaften, über die die Salzgitter AG gem. IFRS 10 mittelbar oder unmittelbar die Verfügungsgewalt besitzt und daraus positive wie negative variable Rückflüsse erhält, deren Höhe durch die Verfügungsgewalt beeinflusst werden kann (Beherrschung) . Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt vollständig in den Konzernabschluss einbezogen, in dem die Möglichkeit der Beherrschung beginnt. Änderungen der Beteiligungsquote der Salzgitter AG an einem Tochterunternehmen, die nicht zum Ende der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Endet die Möglichkeit des Konzerns ein Tochterunternehmen zu beherrschen, scheidet es aus dem Konsolidierungskreis aus. Dabei werden alle Vermögenswerte und Schulden sowie alle nicht beherrschenden Anteile und andere Bestandteile des Eigenkapitals ausgebucht. Ein entstehender Gewinn oder Verlust wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Jeder zurückbehaltene Anteil am ehemaligen Tochterunternehmen wird zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt des Verlustes der Beherrschung bewertet. Sofern den aus dem Konsolidierungskreis ausscheidenden Beteiligungsgesellschaften Geschäfts- und Firmenwerte zugeordnet waren, die vor dem 1. Oktober 1995 erworben wurden, wird die in der Vergangenheit vorgenommene erfolgsneutrale Verrechnung mit den Gewinnrücklagen nicht aufgehoben. Unternehmenszusammenschlüsse werden gemäß IFRS 3 entsprechend der Erwerbsmethode bilanziert, wenn der Konzern die Beherrschung erlangt. Die Gegenleistung für einen Erwerb ist zu bestimmen aus der Summe der zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte der entrichteten Vermögenswerte, der eingegangenen oder übernommenen Schulden und der vom Konzern emittierten Eigenkapitalinstrumente im Austausch gegen die Beherrschung des erworbenen Unternehmens. Es besteht ein Wahlrecht bei einem nicht 100 %igen Anteilserwerb, den Goodwill aus einem Erwerb nach der "Full Goodwill Method" voll aufzudecken, d. h. auch in Höhe des Anteils, der den Minderheiten zuzurechnen ist. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten sind bei Anfall in voller Höhe erfolgswirksam zu erfassen. Nachfolgende Änderungen der beizulegenden Zeitwerte sind gegen die Erwerbskosten zu berichtigen, sofern es sich um Berichtigungen innerhalb des Bewertungszeitraumes handelt. Alle sonstigen Änderungen des beizulegenden Zeitwertes einer als ein Vermögenswert oder als eine Schuld eingestuften bedingten Gegenleistung sind gemäß den entsprechenden IFRS-Regelungen zu bilanzieren. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes einer bedingten Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, werden nicht erfasst. Ansonsten werden spätere Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der bedingten Gegenleistung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Falle eines sukzessiven Unternehmenszusammenschlusses ist der zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltenen Eigenkapitalanteil zu dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert neu zu bestimmen und der daraus resultierende Gewinn oder Verlust gegebenenfalls in der Gewinn- oder Verlustrechnung oder im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten sind - sofern sie die Ansatzbedingungen gemäß IFRS 3 erfüllen - zu ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt zu erfassen. Der Bewertungszeitraum ist der Zeitraum vom Erwerbszeitpunkt bis zu dem Zeitpunkt, in dem der Konzern vollständige Informationen über Fakten und Umstände zum Erwerbszeitpunkt erlangt hat, jedoch maximal ein Jahr vom Erwerbszeitpunkt an. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs des Tochterunternehmens. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden konzerninterne Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge eliminiert, im Rahmen der Schuldenkonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften. Zwischenergebnisse aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr werden unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebniswirksam bereinigt. Die Anteile konzernfremder Dritter am Eigenkapital der konsolidierten Gesellschaften werden innerhalb des Eigenkapitals gesondert ausgewiesen. Bei Vermögenswerten und Verpflichtungen, die in fremder Währung valutieren, sind grundsätzlich die Anschaffungskosten mit dem Umrechnungskurs des Stichtags anzusetzen, an dem die Realisation des Anschaffungsvorgangs eingetreten ist. Gemeinsame VereinbarungenVereinbarungen, bei denen die Salzgitter AG mit einem oder mehr Partnerunternehmen vertraglich die gemeinschaftliche Führung ausübt, werden gem. IFRS 11 als gemeinsame Vereinbarungen (Joint Arrangements) klassifiziert. Bei der Bilanzierung der gemeinsamen Vereinbarungen wird zwischen Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) und gemeinschaftlichen Tätigkeiten (Joint Operations) unterschieden. Die Unterscheidung ist von den Rechten und Verpflichtungen der Parteien abhängig. Gemeinschaftliche Tätigkeiten zeichnen sich dadurch aus, dass die Parteien Rechte an den Vermögenswerten besitzen und Verpflichtungen für die Schulden der Vereinbarung haben, wohingegen die Parteien bei Gemeinschaftsunternehmen Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung besitzen. Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert, gemeinschaftliche Tätigkeiten werden anteilig in den Konzernabschluss einbezogen (anteilige Anwendung der Konsolidierungsvorschriften) . Assoziierte UnternehmenDarüber hinaus werden gem. IAS 28 diejenigen Beteiligungen an Gesellschaften als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert, bei denen die Salzgitter AG die Möglichkeit hat an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Beteiligungsunternehmens mitzuwirken, aber weder eine Beherrschung noch eine gemeinschaftliche Führung vorliegt (maßgeblicher Einfluss) . Die Bestimmung der Zeitpunkte für die Aufnahme und für das Ausscheiden aus dem Kreis der nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften erfolgt analog zu den für Tochterunternehmen geltenden Grundsätzen. Die assoziierten Unternehmen sind auf der Grundlage der Neubewertungsmethode auf den Zeitpunkt des Erwerbs mit ihrem anteiligen Eigenkapital angesetzt. Der Equity-Bewertung liegt jeweils der letzte geprüfte Jahresabschluss oder bei einem vom Konzernabschluss abweichenden Geschäftsjahr ein Zwischenabschluss auf den 31. Dezember zugrunde. BeteiligungenKann die Salzgitter AG keinen maßgeblichen Einfluss ausüben sowie auch keine finanz- und geschäftspolitischen Maßnahmen durchsetzen, werden die Anteile an den Gesellschaften gemäß IAS 39 als Beteiligungen bilanziert. KonsolidierungskreisDer Konzernabschluss umfasst neben dem Jahresabschluss der Muttergesellschaft die auf den gleichen Stichtag aufgestellten Jahresabschlüsse von 59 (Vorjahr 43) inländischen und 34 (Vorjahr 27) ausländischen verbundenen Unternehmen. Eine (Vorjahr eine) inländische Gesellschaft wird als gemeinschaftliche Tätigkeit anteilig in den Konzernabschluss einbezogen. Im Berichtsjahr werden drei (Vorjahr drei) inländische und vier (Vorjahr vier) ausländische Gesellschaften nach der Equity-Methode bilanziert. Zusammensetzung und Entwicklung des Konsolidierungskreises (ohne Salzgitter AG) und des Kreises der nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften: scroll
Die Zugänge betreffen 24 in- und ausländische - bisher aus Unwesentlichkeitsgründen - nicht konsolidierte Gesellschaften der Geschäftsbereiche Profile / Grobblech, Handel, Technologie sowie Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung, die im Geschäftsjahr 2014 erstmalig in den Konzernabschluss der Salzgitter AG einbezogen wurden. Der Abgang betrifft eine Gesellschaft des Geschäftsbereiches Flachstahl durch Verschmelzung. Nicht konsolidiert werden wegen ihrer auch insgesamt geringen Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 14 (Vorjahr 34) inländische und 35 (Vorjahr 43) ausländische Tochtergesellschaften. Bei den nichtkonsolidierten Gesellschaften handelt es sich im Wesentlichen um nicht operative Mantel- bzw. Holdinggesellschaften sowie sehr kleine Vertriebs- oder Immobiliengesellschaften. WährungsumrechnungIn den Einzelabschlüssen der Gesellschaften werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung bewertet. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Kursverluste aus der Bewertung von Forderungen bzw. Verbindlichkeiten werden berücksichtigt. Gewinne und Verluste aus Kursänderungen werden ergebniswirksam berücksichtigt. Die Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in € umgerechnet. Da die Gesellschaften aus Sicht der Salzgitter AG ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht überwiegend selbstständig betreiben, entspricht die jeweilige funktionale Währung der Währung des Sitzlandes dieser Unternehmen. Bei zwei Gesellschaften entspricht die funktionale Währung nicht der Währung des Sitzlandes. Eine Gesellschaft betreibt ihre Geschäfte in €, die andere in US-Dollar. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden erfolgt zum Stichtagskurs; die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und damit das in der Erfolgsrechnung ausgewiesene Jahresergebnis werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die sich daraus ergebenden Differenzen werden bis zur Veräußerung der Tochtergesellschaft erfolgsneutral erfasst. Bei der Umrechnung der Eigenkapitalfortschreibung von ausländischen Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, wird entsprechend vorgegangen. Differenzen gegenüber der Vorjahresumrechnung werden erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Geschäfts- oder Firmenwerte werden als Vermögenswert in der Berichtswährung bilanziert. Aufwands- und Ertragsposten werden mit Jahresdurchschnittskursen, Veränderungen der Rücklagen mit Stichtagskursen umgerechnet. Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten wesentlichen Wechselkurse haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Jahresabschlüsse der in den Salzgitter-Konzern einbezogenen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen unter Beachtung der Vorschriften des IASB aufgestellt. Vermögenswerte werden aktiviert, wenn alle wesentlichen mit der Nutzung verbundenen Chancen und Risiken dem Salzgitter-Konzern zustehen. Die Bewertung der Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu Zeitwerten. Schätzungen und AnnahmenBei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Alle Schätzungen und Annahmen werden so getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Bilanzierung von ErwerbenAls mögliche Folge von Akquisitionen werden Firmenwerte in der Bilanz des Konzerns ausgewiesen. Bei der Erstkonsolidierung eines Erwerbs werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten mit den jeweiligen beizulegenden Zeitwerten am Erwerbsstichtag angesetzt. Eine der wesentlichsten Schätzungen bezieht sich dabei auf die Bestimmung der zum Erwerbsstichtag jeweils beizulegenden Zeitwerte dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Grundstücke, Gebäude und Geschäftsausstattung werden in der Regel auf Basis unabhängiger Gutachten bewertet, während marktgängige Wertpapiere zum Börsenpreis angesetzt werden. Falls immaterielle Vermögenswerte identifiziert werden, wird in Abhängigkeit von der Art des immateriellen Vermögenswertes und der Komplexität der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes entweder auf das unabhängige Gutachten eines externen Bewertungsgutachters zurückgegriffen oder der beizulegende Zeitwert intern unter Verwendung einer international anerkannten Bewertungstechnik ermittelt. Deren Basis ist in der Regel die Prognose der insgesamt erwarteten künftigen Cashflows. Diese Bewertungen sind eng verbunden mit den Annahmen, die das Management bezüglich der künftigen Wertentwicklung der jeweiligen Vermögenswerte getroffen hat sowie der unterstellten Veränderungen des anzuwendenden Diskontierungszinssatzes. Aktiver FirmenwertDer Konzern überprüft jährlich und zusätzlich, sofern irgendein auslösendes Ereignis dafür vorliegt, ob eine Wertminderung der bilanzierten aktiven Firmenwerte eingetreten ist. Sodann wird der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit geschätzt. Dieser entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Die Bestimmung des Nutzungswertes beinhaltet die Vornahme von Anpassungen und Schätzungen bezüglich der Prognose und Diskontierung der künftigen Cashflows. In der Regel ist im Salzgitter-Konzern die zahlungsmittelgenerierende Einheit die einzelne juristische Einheit. Im Einzelfall werden juristische Einheiten zu einer Gruppe zusammengefasst. Das Management geht davon aus, dass die zur Berechnung des erzielbaren Betrags verwendeten Annahmen angemessen sind. Veränderungen dieser Annahmen könnten zu einem Wertminderungsaufwand führen, der die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachteilig beeinflussen würde. Werthaltigkeit der VermögenswerteZu jedem Bilanzstichtag hat der Konzern einzuschätzen, ob irgendein auslösendes Ereignis dafür vorliegt, dass der Buchwert einer Sachanlage, einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie oder eines immateriellen Vermögenswertes wertgemindert sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes geschätzt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Zur Ermittlung des Nutzungswertes sind die diskontierten künftigen Cashflows des betreffenden Vermögenswertes zu bestimmen. Die Schätzung der diskontierten künftigen Cashflows beinhaltet wesentliche Annahmen wie insbesondere solche bezüglich der künftigen Verkaufspreise und Verkaufsvolumina, der Kosten und der Diskontierungszinssätze. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die Schätzungen der relevanten erwarteten Nutzungsdauern, die Annahmen bezüglich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung der Industriezweige, in denen der Konzern tätig ist, und die Einschätzungen der diskontierten künftigen Cashflows angemessen sind, könnte durch eine Veränderung der Annahmen oder Umstände eine Veränderung der Analyse erforderlich werden. Hieraus könnten in der Zukunft zusätzliche Wertminderungen oder Wertaufholungen resultieren, falls sich die vom Management identifizierten Trends umkehren oder sich die Annahmen und Schätzungen als falsch erweisen sollten. Umsatzrealisierung bei kundenspezifischer AuftragsfertigungBestimmte Konzerngesellschaften des Geschäftsbereiches Technologie tätigen einen Teil ihrer Geschäfte als kundenspezifische Fertigungsaufträge, die nach der "Percentage-of-Completion-Methode" bilanziert werden. Bei Anwendung dieser Methode werden die Umsätze entsprechend dem tatsächlichen Grad der Fertigstellung (Cost-to-Cost-Methode) erfasst. Die Ermittlung des Fertigstellungsgrades erfordert eine exakte Schätzung der gesamten Auftragskosten, der bis zur Fertigstellung noch anfallenden Kosten, der gesamten Auftragserlöse und der Auftragsrisiken sowie andere Annahmen. Das Management der operativen Einheiten überprüft kontinuierlich alle Schätzungen und Annahmen, die im Rahmen der Fertigungsaufträge erforderlich sind, und passt diese gegebenenfalls an. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDa der Konzern in zahlreichen Ländern operativ tätig ist und Einkünfte erzielt, unterliegt er in einer Vielzahl von Steuerhoheiten den unterschiedlichsten Steuergesetzen. Um die weltweiten Steuerverbindlichkeiten des Konzerns zu bestimmen, sind daher wesentliche Beurteilungen erforderlich. Die Passivierung potenzieller Steuerrisiken im Konzern erfolgt auf Basis einer bestmöglichen Schätzung. Dabei geht das Management davon aus eine vernünftige Einschätzung steuerlicher Unwägbarkeiten getroffen zu haben. Im Falle bestimmter Ereignisse kann nicht zugesichert werden, dass sich der tatsächliche Ausgang solcher steuerlicher Unwägbarkeiten mit der ursprünglichen Einschätzung deckt. Etwaige Unterschiede könnten in der jeweiligen Periode, in der die Angelegenheit endgültig entschieden wird, Auswirkungen auf die Steuerverbindlichkeiten und die latenten Steuern haben. Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt der Konzern, auf Basis des 3-jährigen Planungszeitraums, ob die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile für den Ansatz aktiver latenter Steuern hinreichend wahrscheinlich ist. Dies erfordert vom Management unter anderem die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben, sowie die Berücksichtigung weiterer positiver und negativer Faktoren. Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern könnten sich verringern, falls die Schätzungen der geplanten steuerlichen Einkommen und der durch zur Verfügung stehende Steuerstrategien erzielbaren Steuervorteile gesenkt werden oder falls Änderungen der aktuellen Steuergesetzgebung den zeitlichen Rahmen oder den Umfang der Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile beschränken. Rückstellung für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie Bilanzierung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen erfolgt in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen. Um künftige Ereignisse zu antizipieren, beruhen die versicherungsmathematischen Bewertungen auf statistischen und anderen Faktoren. Diese beinhalten als Wesentliche Prämissen die erwarteten Gehalts- und Rentensteigerungen sowie Sterbewahrscheinlichkeiten. Aufgrund von Unterschieden zwischen den verwendeten Faktoren und der tatsächlichen Entwicklung können die versicherungsmathematisch ermittelten Werte von den tatsächlichen Zahlungsverpflichtungen abweichen. Welche Auswirkungen sich daraus auf den Verpflichtungsbarwert ergeben könnten, wird im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse bei den Erläuterungen zur Bilanz unter den Angaben zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen dargestellt. Dort wird ebenfalls dargestellt, welche Auswirkung eine Änderung des Rechnungszinses auf den Verpflichtungsbarwert hat. Der dargestellte Effekt hat jedoch auf die tatsächliche Zahlungsverpflichtung keinerlei Einfluss, sondern wirkt sich lediglich auf den bilanzierten Verpflichtungsbarwert aus. Immaterielle VermögenswerteUnterschiedsbeträge aus der KapitalkonsolidierungAus der Kapitalkonsolidierung resultierende aktive Unterschiedsbeträge für vor dem 1. Oktober 1995 erworbene Unternehmen bleiben unverändert mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Ab dem 1. Oktober 1995 erworbene Geschäfts- und Firmenwerte werden aktiviert, jährlich auf Wertminderungen überprüft und, soweit erforderlich, abgeschrieben. Ein sich ergebender negativer Unterschiedsbetrag wird nach Neubewertung des erworbenen Reinvermögens gemäß IFRS 3 unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Jeglicher Überschuss der Anschaffungskosten eines assoziierten Unternehmens über den Konzernanteil an den beizulegenden Nettozeitwerten der Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des assoziierten Unternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs ist als Geschäfts- oder Firmenwert zu erfassen. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist Bestandteil des Buchwertes der Beteiligung und wird nicht separat auf das Vorliegen einer Wertminderung geprüft. Stattdessen wird der gesamte Buchwert des Anteils auf Wertminderung geprüft. Sonstige immaterielle VermögenswerteEntgeltlich erworbene sonstige immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer, im Regelfall zwischen 3 und 5 Jahre, abgeschrieben. Selbst erstellte sonstige immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, sofern der Zufluss eines verlässlich schätzbaren Nutzens für den Konzern wahrscheinlich ist und die Anschaffungs-/Herstellungskosten zuverlässig bemessen werden können. Die Herstellungskosten selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte werden auf Basis direkt zurechenbarer Kosten ermittelt. Es werden Kosten einbezogen, die zur Schaffung, Herstellung und Vorbereitung der Vermögenswerte erforderlich sind, um diese für den vom Management des Konzerns beabsichtigten Gebrauch betriebsbereit zu machen. Diese immateriellen Vermögenswerte werden in der Regel über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Die im Rahmen von Kaufpreisallokationen identifizierten Vermögenswerte werden über Zeiträume zwischen 5 und 19 Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass den Entwicklungsausgaben mit hinreichender Wahrscheinlichkeit künftige Finanzmittelzuflüsse gegenüberstehen werden. Der Entwicklungsprozess ist von einer Forschungsphase zu unterscheiden. Entwicklung ist die Anwendung des Forschungsergebnisses und findet vor Beginn der kommerziellen Produktion oder Nutzung statt. Falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung nicht gegeben sind, werden die Aufwendungen im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam erfasst. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen dabei alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie ebenfalls direkt zurechenbare Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Die Abschreibung erfolgt linear ab dem Produktionsbeginn über die vorgesehene Nutzungsdauer der entwickelten Anlagenmodelle. SachanlagevermögenDas Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Erhaltene Investitionszuschüsse werden als Minderung der Anschaffungs- und Herstellungskosten gezeigt. Die Restbuchwerte und die wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und ggf. angepasst. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswertes seinen geschätzten erzielbaren Betrag, so wird auf diesen Betrag abgeschrieben. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen werden auf Basis direkt zurechenbarer Kosten sowie geschätzter Abbruch- und Wiederherstellungskosten ermittelt. Kosten für die regelmäßige Wartung und Reparatur von Gegenständen des Sachanlagevermögens werden als Aufwand verrechnet. Erneuerungs- und Erhaltungsaufwendungen werden nur dann als nachträgliche Herstellungskosten aktiviert, wenn sie zu einer wesentlichen Verlängerung der Nutzungsdauer, einer erheblichen Verbesserung oder einer bedeutenden Nutzungsänderung der Sachanlage führen. Wesentliche Bestandteile von Gegenständen des Sachanlagevermögens, die in regelmäßigen Zeitabständen eines Ersatzes bedürfen, werden als eigenständige Vermögenswerte aktiviert und über deren wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde: Wirtschaftliche Nutzungsdauerscroll
FremdkapitalkostenIn unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten (das sind Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen) stehende Fremdkapitalkosten werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereitstehen, zu den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Erwirtschaftete Erträge aus der zwischenzeitlichen Anlage speziell aufgenommenen Fremdkapitals bis zu dessen Ausgabe für qualifizierende Vermögenswerte werden von den aktivierbaren Fremdkapitalkosten abgezogen. Alle anderen Fremdkapitalkosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen. LeasingDer Konzern tritt sowohl als Leasingnehmer als auch als Leasinggeber auf. Bei der Nutzung von gemieteten Sachanlagen sind die Voraussetzungen des Finanzierungsleasings nach IAS 17 erfüllt, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum in Verbindung stehen, auf die betreffende Konzerngesellschaft übertragen wurden. Bei Vorliegen eines Mehrkomponentenvertrages wird entsprechend IFRIC 4 von einem Leasingverhältnis ausgegangen, wenn die Erfüllung des Vertrages von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes abhängt und der Vertrag die Übertragung dieses Nutzungsrechts regelt. In diesen Fällen werden die jeweiligen Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert und linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit des Leasingvertrages abgeschrieben. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind abgezinst als Verbindlichkeit passiviert. Werden Vermögenswerte in einem Finanzierungsleasing genutzt, wird der Barwert der Leasingzahlungen als Leasingforderung angesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen Bruttoforderung und Barwert der Forderung wird als unrealisierter Finanzertrag erfasst. Leasingerträge werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses nach der Annuitätenmethode erfasst, aus der sich eine konstante Verzinsung der Leasingforderung ergibt. Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Teil des Nutzens und der Risiken aus dem Eigentum am Leasingobjekt beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating Leasing qualifiziert. Die unter diesen Leasingverhältnissen zu leistenden Leasingraten werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienDie als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umfassen Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder langfristigen Wertsteigerungen gehalten und nicht in der Produktion oder für Verwaltungszwecke eingesetzt werden. Sie werden nach IAS 40 mit den fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert ("Cost Model") . Die als Finanzinvestition gehaltenen abnutzbaren Immobilien werden über eine Laufzeit von 10 bis zu 50 Jahren linear abgeschrieben. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung von außerplanmäßigen Abschreibungen. Transaktionskosten werden in die erstmalige Bewertung einbezogen. Im Konzernanhang erfolgt die Angabe des beizulegenden Zeitwertes dieser Immobilien, der nach international anerkannten Bewertungsmethoden wie zum Beispiel der DCF-Methode ermittelt wird oder, soweit aktuelle Marktpreise vergleichbarer Immobilien verfügbar sind, aus diesen abgeleitet wird. Für den wesentlichen Teil der Immobilienbestände werden in regelmäßigen Abständen Bewertungen von unabhängigen Gutachtern vorgenommen (max. alle 5 Jahre) . Diese Wertermittlung basiert ab dem Geschäftsjahr 2013 auf einer alternativen Potentialnutzung, der sog. Highest-and-Best-Use-Methode gemäß IFRS 13. Finanzielle Vermögenswerte - KategorisierungZu Handelszwecken gehaltene finanzielle VermögenswerteIm Salzgitter-Konzern werden ausschließlich finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, die von Beginn an als "Zu Handelszwecken gehalten" eingeordnet wurden. Derivate gelten als zu Handelszwecken gehalten, sofern sie nicht in einer dokumentierten Sicherungsbeziehung zu Grundgeschäften stehen. Die Option, Finanzinstrumente bei erstmaligem Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte zu designieren (Fair Value Option) , wird im Salzgitter-Konzern nicht ausgeübt. Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und ForderungenDarlehen und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie entstehen, wenn der Konzern Geld, Güter oder Dienstleistungen direkt einem Schuldner bereitstellt. Auch erworbene Forderungen sind hier einzuordnen. Darlehen und Forderungen sind in der Bilanz in den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten enthalten. Bis zur Endfälligkeit zu haltende FinanzinvestitionenBis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen und festen Laufzeiten, bei denen das Konzernmanagement die Absicht und Fähigkeit besitzt, diese bis zur Endfälligkeit zu halten. Von dieser Kategorie wurde im aktuellen Geschäftsjahr im Salzgitter-Konzern kein Gebrauch gemacht. Derivate mit dokumentierter SicherungsbeziehungDiese Finanzinstrumente lassen sich nicht als "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" einstufen, da Derivate aus dieser Kategorie explizit ausgeschlossen werden. Sie bilden somit systematisch eine weitere Kategorie. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle VermögenswerteZur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die keiner der anderen dargestellten Kategorien zuzurechnen sind. Finanzielle Vermögenswerte - Ansatz und BewertungReguläre Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag angesetzt, dem Tag, an dem sich der Konzern zum Kauf bzw. Verkauf eines Vermögenswertes verpflichtet. Die Finanzinstrumente werden den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern. Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden im Salzgitter-Konzern zum Erfüllungstag bilanziert. Dies ist der Tag, an dem der Vermögenswert an den bzw. vom Konzern geliefert wird. Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrer ersten Erfassung zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Finanzinstrumente, die nicht der Kategorie "Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte" angehören, werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt. Finanzinstrumente der Kategorien "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte", "Derivate mit dokumentierter Sicherungsbeziehung" und der Kategorie "Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte" werden in der Folgebewertung mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die Folgebewertung der Kategorie "Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen" und der Kategorie "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen" erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode. Die beizulegenden Zeitwerte notierter Anteile bemessen sich nach den Schlusskursen im elektronischen Handel. Die Bewertung unwesentlicher nicht börsennotierter Anteile erfolgt zu Anschaffungskosten, weil kein Preis eines aktiven Marktes verfügbar ist und der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgt durch eigene Berechnungen. Basierend auf den EZB-Referenzkursen der jeweiligen Währungspaare und den Zinsdifferenzen der jeweiligen Laufzeiten der Devisenterminkontrakte wurden die für den Abschlussstichtag geltenden Terminkurse (Outrightkurse) ermittelt. Dabei wurden ausgehend von standardisierten Laufzeiten die Zinsdifferenzen der tatsächlichen Laufzeiten durch Interpolation ermittelt. Die Informationen zu den standardisierten Laufzeiten wurden einem handelsüblichen Marktinformationssystem entnommen. Die ermittelte Differenz des vertraglich vereinbarten Fremdwährungsbetrages zum Kontraktterminkurs und zum Stichtagsterminkurs wird auf den Bilanzstichtag mit dem Euro-Zinssatz entsprechend der Restlaufzeit abgezinst. Die Bewertung der sonstigen Derivate erfolgt grundsätzlich anhand von Berechnungen der emittierenden Kreditinstitute mit anerkannten Methoden (zum Beispiel Black-Scholes, Heath-Jarrow-Morton) . Eingebettetete Derivate werden mithilfe der Black-Scholes-Methode bewertet, wobei die Berechnungsparameter auf Daten aus beobachtbaren Märkten basieren. Bei wesentlichen Marktwerten wird das Adressenausfallrisiko in Form eines Kreditrisikoabschlags berücksichtigt. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Änderung des beizulegenden Zeitwertes von Finanzinstrumenten der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" werden im Eigenkapital erfasst. Wenn Vermögenswerte dieser Kategorie veräußert werden, werden die im Eigenkapital kumulierten Anpassungen des beizulegenden Zeitwertes erfolgswirksam als Gewinne bzw. Verluste aus finanziellen Vermögenswerten in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Finanzielle Vermögenswerte - Wertanpassung und AusbuchungWertänderungen des beizulegenden Zeitwertes von derivativen Finanzinstrumenten, die sich nicht für das Hedge Accounting qualifizieren, werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zu jedem Bilanzstichtag wird für finanzielle Vermögenswerte, die nicht der Kategorie "Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte" angehören, überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung des finanziellen Vermögenswertes bzw. der Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Wertminderungen von Finanzinstrumenten der Kategorien "Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen" sowie "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen" werden erfolgswirksam erfasst; Zuschreibungen erfolgen ebenfalls erfolgswirksam. Im Falle von Finanzinstrumenten, die als "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" klassifiziert sind, wird ein wesentlicher oder andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwertes als Wertminderung erfolgswirksam berücksichtigt. Einmal in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Wertminderungen von Eigenkapitalinstrumenten werden erfolgsneutral rückgängig gemacht; Wertminderungen von Schuldinstrumenten werden erfolgswirksam rückgängig gemacht. Eine Wertminderung finanzieller Vermögenswerte der Kategorie "Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen" wird vorgenommen, sobald objektive Hinweise auf eine Wertminderung wie beispielsweise erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder Vertragsbruch vorliegen. Finanzinstrumente werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat. Saldierung von FinanzinstrumentenFinanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nur dann saldiert und als Nettobetrag in der Bilanz ausgewiesen, wenn es einen Rechtsanspruch darauf gibt und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. Finanzielle Vermögenswerte - Hedge AccountingDie Methode zur Erfassung von Gewinnen oder Verlusten von Derivaten hängt davon ab, ob das Derivat als Sicherungsinstrument designiert wurde, und, wenn dies der Fall ist, von der Art der Sicherungsbeziehung. Der Konzern designiert Derivate entweder als Sicherung des beizulegenden Zeitwertes eines bilanzierten Vermögenswertes bzw. einer Verbindlichkeit (Fair Value Hedge) , als Sicherung von Zahlungsströmen aus einer höchstwahrscheinlich künftig eintretenden Transaktion oder als Sicherung des Währungsrisikos einer festen Verpflichtung (beides Cashflow Hedge) . Fair Value HedgeDie Marktwertänderungen von Derivaten, die als Fair Value Hedge zu qualifizieren sind, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gemeinsam mit den - dem gesicherten Risiko zurechenbaren - Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der gesicherten Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten erfasst. Cashflow HedgeDer effektive Teil der Marktwertänderungen von Derivaten, die für eine Absicherung von Zahlungsströmen oder zur Währungssicherung fester Verpflichtungen bestimmt sind und qualifizierte Hedges darstellen, wird im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil der Wertänderungen wird dagegen direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam berücksichtigt. Im Eigenkapital ausgewiesene Beträge werden in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht und als Ertrag oder Aufwand erfasst, in der das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Resultiert eine abgesicherte zukünftige Transaktion jedoch im Ansatz eines nicht-finanziellen Vermögenswertes (zum Beispiel Vorratsvermögen) oder einer Verbindlichkeit, werden die zuvor im Eigenkapital erfassten Gewinne oder Verluste in die Erstbewertung der Anschaffungskosten des Vermögenswertes oder der Verbindlichkeit mit einbezogen (basis adjustment) . Wenn ein Sicherungsinstrument ausläuft, veräußert wird oder das Sicherungsgeschäft nicht mehr die Kriterien für Hedge Accounting erfüllt, so verbleibt der kumulierte Gewinn oder Verlust im Eigenkapital und wird erst dann in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die zugrunde liegende Transaktion eintritt. Wird der Eintritt der zukünftigen Transaktion nicht länger erwartet, sind die kumulierten Gewinne oder Verluste, die direkt im Eigenkapital erfasst wurden, sofort in die Gewinn- und Verlustrechnung umzubuchen. Bewegungen in der Rücklage für Cashflow Hedges im Eigenkapital werden im Eigenkapitalspiegel sowie in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt. VorräteDie Vorräte werden zu Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Durchschnittskosten oder einzeln zugeordneten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Die Herstellungskosten werden auf der Grundlage der Normalbeschäftigung ermittelt. Im Einzelnen enthalten die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die produktionsbezogenen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich fertigungsbedingter Abschreibungen. Bei Vorliegen eines qualifizierten Vermögenswertes werden Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Ergeben sich am Abschlussstichtag niedrigere Werte aufgrund gesunkener Nettoveräußerungswerte, so werden diese angesetzt. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert gestiegen ist, wird die daraus resultierende Wertaufholung als Minderung des Materialaufwands bzw. Bestandsveränderung erfasst. Durch ausreichend bemessene Wertkorrekturen wird allen erkennbaren Lagerungs- und Bestandsrisiken mit Auswirkung auf den erwarteten Nettoveräußerungswert Rechnung getragen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie selbst erzeugte Rohstoffe werden mit Konzernherstellungskosten bewertet, die neben den Einzelkosten auch die auf systematischer Basis ermittelten oder zugerechneten variablen und fixen Gemeinkosten enthalten. Rechte zur Emission von CO2-Gasen werden unter den Vorräten (Hilfs- und Betriebsstoffe) bilanziert, soweit die Emissionsrechte für die Produktion verwendet werden. Erstausstattungen an Emissionsrechten, die unentgeltlich erworben worden sind, werden mit Anschaffungskosten von null € erfasst. Entgeltlich erworbene Emissionsrechte werden zu Anschaffungskosten erfasst. Werterhöhungen der aktivierten Emissionsrechte werden nur im Rahmen einer Veräußerung realisiert. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenForderungen aus Lieferungen und Leistungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von Wertminderungen bewertet. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dann vorgenommen, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Objektive Hinweise sind dabei zum Beispiel erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner. Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus dieser Forderung, diskontiert mit dem Effektivzinssatz. Die Wertminderung wird erfolgswirksam erfasst. Kundenspezifische AuftragsfertigungNach IAS 11 werden die Auftragsumsätze und -ergebnisse jedes Auftrags entsprechend dem tatsächlichen Grad der Fertigstellung ermittelt (Percentage-of-Completion-Methode) . Der Fertigstellungsgrad wird aus dem Verhältnis zwischen den bislang angefallenen Auftragskosten und den geschätzten Gesamtkosten zum jeweiligen Stichtag errechnet. Die entsprechenden Auftragskosten werden sofort bei entsprechendem Anfall erfolgswirksam. Ist das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht zuverlässig ermittelbar, werden Erlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten angesetzt. Erhaltene Anzahlungen werden aktivisch von den unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen Forderungen aus Fertigungsaufträgen abgesetzt. Soweit die erhaltenen Anzahlungen einzelner Fertigungsaufträge die Forderungen aus Fertigungsaufträgen übersteigen, wird der überschüssige Betrag unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Wenn voraussichtlich die gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse überschreiten, wird der erwartete Verlust sofort als Aufwand erfasst und, soweit er die bereits angefallenen Auftragskosten übersteigt, als Verbindlichkeit aus Auftragsfertigung ausgewiesen. Zur Veräußerung gehaltene langfristige VermögenswerteLangfristige Vermögenswerte (oder Gruppen von Vermögenswerten und Schulden) werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten bewertet, wenn ihr Buchwert im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst werden wird statt durch fortgesetzte betriebliche Nutzung. Rückstellung für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden aufgrund von Versorgungszusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistung gebildet. Die Bildung von Rückstellungen erfolgt dabei ausschließlich für leistungsorientierte Versorgungszusagen, bei denen das Unternehmen den Arbeitnehmern einen bestimmten Versorgungsumfang garantiert. In diesen Rückstellungen sind auch Verpflichtungen zur Zahlung von Überbrückungsgeldern in Sterbefällen enthalten. Grundlage für die Bewertung der Versorgungsverpflichtungen sind versicherungsmathematische Annahmen und Berechnungen. Die leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen werden nach dem von den IFRS vorgeschriebenen üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen, die Nettozinsen im Zinsergebnis. Die Neubewertungen werden im Jahr ihres Entstehens vollständig ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Wesentliche angewandte versicherungsmathematische Prämissen im Salzgitter-Konzern: scroll
Die Basis zur Ermittlung des Rechnungszinses bilden die Renditen hochwertiger Unternehmensanleihen. Es werden dabei alle Unternehmensanleihen mit einer Mindestlaufzeit von zehn Jahren berücksichtigt, die von wenigstens einer der führenden Ratingagenturen mindestens ein AA-Rating erhalten haben. Um einen zur Duration der Verpflichtung adäquaten Zinssatz zu erhalten, erfolgt eine Extrapolation entlang der Zinsstrukturkurve von Staatsanleihen, die von wenigstens einer der führenden Ratingagenturen mindestens ein AAA-Rating erhalten haben. Bei der Bewertung der Sterbewahrscheinlichkeiten der Berechtigten wurden die Heubeck-Richttafeln 2005 G verwendet. Wie bereits in den Vorjahren werden bei den beim Essener Verband geführten Empfängern die zur Anwendung kommenden Richttafeln von Prof. Heubeck (RT 2005 G) für die Rückstellungsbewertung in Bezug auf die Lebenserwartung angepasst, da dadurch für diesen Personenkreis eine realitätsnähere Bewertung der Verpflichtungen erfolgt. Im Geschäftsjahr 2014 wurden die Lebenserwartungen der Essener Verbands-Empfänger erneut überprüft und aktualisiert und die Fortführung der Modifikation im Wesentlichen bestätigt. ErtragsteuernDie Ermittlung der latenten Steuern erfolgt gemäß IAS 12 nach der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode. Danach werden für temporäre Differenzen zwischen den im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden zukünftig wahrscheinlich eintretende Steuerent- und -belastungen bilanziert. Zum 31. Dezember 2014 werden die latenten Steuern inländischer Kapitalgesellschaften mit einem Gesamtsteuersatz von 30,6 % (Vorjahr 30,6 %) bewertet. Dieser Steuersatz setzt sich zusammen aus dem im Konzern geltenden 14,8 %igen Gewerbesteuersatz (Vorjahr: 14,8 %) und dem 15,8 %igen Körperschaftsteuersatz (inklusive Solidaritätszuschlag) (Vorjahr: 15,8 %) . Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Die aus der Nutzung von als zukünftig realisierbar eingeschätzten Verlustvorträgen erwarteten Steuerersparnisse werden aktiviert. Bei der Bewertung eines aktivierten Vermögenswertes für zukünftige Steuerentlastungen wird die Wahrscheinlichkeit der Realisierung des erwarteten Steuervorteils berücksichtigt. Die Vermögenswerte aus zukünftigen Steuerentlastungen umfassen aktive latente Steuern aus temporären Differenzen zwischen den in der Konzernbilanz angesetzten Buchwerten und steuerlichen Wertansätzen sowie die Steuerersparnisse aus als zukünftig realisierbar eingeschätzten Verlustvorträgen. Latente Steueransprüche in einem Steuerhoheitsgebiet werden mit latenten Steuerschulden desselben Gebietes verrechnet, wenn das Unternehmen einen Anspruch auf Verrechnung tatsächlicher Steuerschulden und Steueransprüche hat und die Steuern von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden; die Verrechnung erfolgt, soweit sich die Fristigkeiten entsprechen. Ertragsteuerschulden werden - vorausgesetzt, sie bestehen in demselben Steuerhoheitsgebiet und sind hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig - mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert. Die Veränderung der latenten Ertragsteuerschulden wird unter Ziffer (20) erläutert. Sonstige RückstellungenRückstellungen werden für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, deren Eintritt wahrscheinlich zu einer Vermögensbelastung führen wird. Sie werden unter Berücksichtigung aller daraus erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Rückstellungen werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt. Finanzielle VerbindlichkeitenFür finanzielle Verbindlichkeiten bestehen zwei Bewertungskategorien. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle VerbindlichkeitenDa der Salzgitter-Konzern Finanzinstrumente beim erstmaligen Ansatz nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten designiert (Nichtanwendung der Fair-Value-Option) , fallen unter diese Kategorie ausschließlich die Derivate, die nicht im Hedge Accounting abgebildet werden. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete VerbindlichkeitenFinanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag und dem Rückzahlungsbetrag wird dann über die Laufzeit der Ausleihung unter Anwendung der Effektivzinsmethode verteilt. Finanzielle Verbindlichkeiten - AusbuchungFinanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Finanzielle Verbindlichkeiten werden als kurzfristige Verbindlichkeiten klassifiziert, sofern die Begleichung der Verbindlichkeit innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag erfolgen wird. Ertrags- und AufwandsrealisierungDie Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen aus Warenverkäufen erfolgt dann, wenn die Leistung erbracht ist bzw. die Vermögenswerte geliefert worden sind sowie der Gefahrenübergang stattgefunden hat, also wesentliche Chancen und Risiken des Eigentums auf den Käufer übergegangen sind und die Höhe der realisierbaren Umsätze verlässlich ermittelt werden kann. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde. Keine Umsätze werden ausgewiesen, wenn wesentliche Risiken bezüglich des Erhalts der Gegenleistung oder einer möglichen Warenrückgabe bestehen. Im Übrigen werden Umsätze unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatte ausgewiesen. Bei kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden die Umsätze nach dem Leistungsfortschritt realisiert (Percentage-of-Completion-Methode) . Dividenden werden vereinnahmt, wenn der Anspruch rechtlich entstanden ist. Zinsaufwendungen und -erträge werden zeitanteilig erfasst. Im Rahmen von Konsolidierungskreisänderungen werden erworbene Dividendenansprüche im Rahmen der Kapitalkonsolidierung erfolgsneutral erfasst. Nach IAS 20 dürfen Zuwendungen der öffentlichen Hand erst bilanziert werden, wenn die notwendigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind und zu erwarten ist, dass die Zuwendungen tatsächlich gewährt werden. Vermögenswertbezogene Zuwendungen werden grundsätzlich als Abzug von den Anschaffungs-/Herstellungskosten bilanziert. Erfolgsbezogene Zuwendungen werden als sonstige betriebliche Erträge erfasst. Sofern sich eine erfolgsbezogene Zuwendung auf zukünftige Geschäftsjahre bezieht, wird sie periodengerecht abgegrenzt und der Anteil für zukünftige Perioden in einen Abgrenzungsposten eingestellt. Wertminderungen von Vermögenswerten (Impairment Test)Spätestens zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte seiner immateriellen Vermögenswerte und seines Sachanlagevermögens, um festzustellen, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag ermittelt und mit dem Buchwert des betreffenden Vermögenswertes verglichen. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht ermittelt werden, erfolgt ein Impairment Test auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu der der Vermögenswert gehört. Übersteigt der Buchwert eines Vermögensgegenstandes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit den jeweils erzielbaren Betrag, ist der Vermögensgegenstand wertgemindert und wird auf seinen erzielbaren Betrag außerplanmäßig abgeschrieben. Wenn der Grund für eine früher vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung nachhaltig entfallen ist, wird eine Zuschreibung vorgenommen. FinanzrisikomanagementDurch seine Geschäftstätigkeit ist der Konzern verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt: Dem Marktrisiko (Fremdwährungs-, Zins- und Marktpreisrisiko) , dem Kredit- sowie einem Liquiditätsrisiko. Das übergreifende Risikomanagement des Konzerns zielt darauf ab, potenziell negative Auswirkungen von Entwicklungen der Finanzmärkte auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Das Risikomanagement erfolgt eigenständig durch die Tochter- und Beteiligungsgesellschaften der Salzgitter AG, entsprechend den vom Vorstand verabschiedeten Leitlinien. Das Management gibt sowohl die Prinzipien für das bereichsübergreifende Risikomanagement vor als auch Richtlinien für bestimmte Bereiche, wie zum Beispiel die Absicherung von Fremdwährungsrisiken, Zins- und Kreditrisiken, den Einsatz von Finanzinstrumenten sowie die Anlage von Liquiditätsüberschüssen. FremdwährungsrisikoDer Konzern ist international tätig und infolgedessen Fremdwährungsrisiken ausgesetzt, die auf Wechselkursänderungen diverser Währungspaare basieren. Fremdwährungsrisiken entstehen aus erwarteten zukünftigen Transaktionen und bilanzierten Vermögenswerten und Schulden. Diese entstehen, wenn Transaktionen auf eine Währung lauten, die nicht der funktionalen Währung des Unternehmens entspricht. Auf Ebene der Konzernunternehmen werden grundsätzlich Devisentermingeschäfte mit der Inhouse-Bank des Konzerns zur Absicherung der Kalkulationsbasis abgeschlossen. Die Inhouse-Bank des Konzerns entscheidet im Rahmen der jeweils gültigen Absicherungsstrategie über den Einsatz geeigneter Finanzinstrumente. Im Konzern werden bei Vorliegen einer effektiven Sicherungsbeziehung bei Abschluss der Transaktion die Sicherungsbeziehung zwischen Sicherungsinstrument und Grundgeschäft sowie das Ziel seines Risikomanagements und die zugrunde liegende Strategie dokumentiert. Im Konzern wird dann bei Beginn der Sicherungsbeziehung und danach fortlaufend die Einschätzung, ob die Derivate, die in der Sicherungsbeziehung verwendet werden, hocheffektiv die Änderungen des Zeitwertes oder der Cashflows des Grundgeschäfts kompensieren, überprüft. KreditrisikoBezüglich möglicher Kreditrisiken existieren im Konzern Handlungsvorschriften sowie ein effizientes Forderungsmanagement, die sicherstellen, dass Verkäufe nur getätigt werden, wenn der Kunde in der Vergangenheit ein angemessenes Zahlungsverhalten aufgewiesen hat. Verträge über derivative Finanzinstrumente und Finanztransaktionen werden nur mit Finanzinstituten guter Bonität abgeschlossen. Der Konzern hat eine Geschäftspolitik, die das Kreditrisiko im Hinblick auf die einzelnen Finanzinstitute auf einen bestimmten Betrag beschränkt. Hinsichtlich der Finanzinstitute bestanden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine wesentlichen Risikokonzentrationen. LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsmanagement des Konzerns schließt eine ausreichende Reserve an flüssigen Mitteln, handelbaren Wertpapieren und die Möglichkeit zur Finanzierung durch bilaterale Kreditlinien, einen mittelfristigen Konsortialkreditrahmen sowie Kapitalmarktinstrumente ein. Cashflow- und Fair-Value-ZinsrisikoDas Zinsrisiko des Konzerns entsteht durch verzinsliche Forderungen und Verbindlichkeiten. Eine variable Verzinsung setzt den Konzern einem Cashflow-Zinsrisiko aus, welches den Zinsaufwand bzw. die Zinserträge beeinflusst. Aus den festverzinslichen Verbindlichkeiten entsteht ein Fair-Value-Zinsrisiko, das sich jedoch nur bei einer Bilanzierung der Finanzinstrumente zu Zeitwerten bilanziell auswirkt. Weitere Ausführungen zum Risikomanagement der Salzgitter AG erfolgen im Rahmen des Risikoberichts. RohstoffrisikoRohstoffrisiken für den Salzgitter Konzern resultieren im Wesentlichen aus Preisschwankungen sowie Verfügbarkeit von vor allem Eisenerz und Kokskohle. KapitalrisikomanagementZur Verringerung der Kapitalkosten verfolgt der Konzern das Ziel, die Erträge der Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Dabei wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können. Um die Kapitalstruktur beizubehalten oder zu optimieren, obliegt es dem Konzern, die Höhe der Dividendenzahlungen anzupassen, Kapitalrückzahlungen an die Anteilseigner zu tätigen, neue Aktien auszugeben oder Vermögenswerte zum Zwecke der Schuldenreduktion zu veräußern. Weitere Ausführungen sind im Konzernlagebericht im Abschnitt IV.2. "Finanz- und Vermögenslage" enthalten. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(1) Umsatzerlösescroll
Die Aufteilung der Umsatzerlöse enthält eine zusätzliche Darstellung nach Produktgruppen, die nicht der Segmentberichterstattung entspricht. Die Umsatzerlöse enthalten Erlöse nach der "Percentage-of-Completion-Methode" in Höhe von 665,9 Mio. € (Vorjahr 610,9 Mio. €) . (2) Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungenscroll
Die Bestandsveränderungen resultieren im Wesentlichen aus einer mengenmäßigen Erhöhung der unfertigen Erzeugnisse. (3) Sonstige betriebliche Erträgescroll
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten konsolidierter Unternehmen. (4) Materialaufwandscroll
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beinhalten vorwiegend Aufwendungen für Einsatzstoffe, Hilfs- und Betriebsstoffe, Reserveteile, Energien und Werksgeräte. Bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen handelt es sich im Wesentlichen um umsatzbezogene Lohnarbeiten und auftragsbezogene Transportleistungen. Einhergehend mit der Umsatzreduzierung verminderte sich der Materialaufwand. (5) Personalaufwandscroll
Im Geschäftsjahr 2014 betrug die Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen im Salzgitter-Konzern 105,7 Mio. € (Vorjahr 96,0 Mio. €) . Der Dienstzeitaufwand für leistungsorientierte Pensionszusagen betrug im Geschäftsjahr 26,9 Mio. € (Vorjahr 27,1 Mio. €) . scroll
Von den Konzernmitarbeitern entfallen 904 (Vorjahr 881) auf gemeinschaftliche Tätigkeiten. (6) Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und SachanlagenDie planmäßigen Abschreibungen beinhalten sowohl Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen und sind im Anlagespiegel dargestellt. Darüber hinaus wurden folgende Wertminderungsaufwendungen berücksichtigt: scroll
Die Wertminderungsaufwendungen werden nach den Vorschriften des IAS 36 ermittelt. Die Abschreibung erfolgte dabei auf den höheren Betrag von Nutzungswert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Ein Werthaltigkeitstest wird bei Geschäfts- und Firmenwerten sowie bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer mindestens jährlich, bei sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer, bei Sachanlagen sowie bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien auch bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte durchgeführt. Zur Ermittlung der Werthaltigkeit von Goodwills und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird im Salzgitter-Konzern grundsätzlich der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten herangezogen. Basis für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ist die vom Management erstellte aktuelle Planung für die drei Folgejahre (Level 3 der Bewertungshierarchie) . Die Planungsprämissen werden jeweils an den aktuellen Erkenntnisstand angepasst; dem liegen allgemeine Wirtschafts- und Konjunkturdaten zugrunde, die durch eigene Einschätzungen ergänzt wurden. Hierbei werden insbesondere Grundannahmen im Bereich der Wechselkurse, der Absatz- und Beschaffungspreise sowie Produktions- und Absatzmengen herangezogen. Die Ermittlung des Nettoveräußerungspreises erfolgte nach der Discounted-Cashflow-Methode unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 5,02 % (Vorjahr 6,00 %) für den Geschäftsbereich Technologie bzw. von 5,90 % p. a. (Vorjahr 6,66 % p. a.) für die übrigen Geschäftsbereiche. Für die zahlungsmittelgenerierende Einheiten Salzgitter Mannesmann Großrohr GmbH (Geschäftsbereich Energie) sowie HSP Hoesch Spundwand und Profil Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl) ergab sich ein Wertminderungsbetrag vor dem Hintergrund der rückläufigen wirtschaftlichen Nachfrage, die insbesondere zu einem Rückgang der Umsatzerlöse geführt hat. Im vorliegenden Geschäftsjahr wurden Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 42,7 Mio. € ermittelt. Diese entfallen mit 4,0 Mio. € auf die Salzgitter Mannesmann Großrohr GmbH sowie mit 38,7 Mio. € auf die HSP Hoesch Spundwand und Profil Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Der Wertminderungsaufwand hat bei der HSP Hoesch Spundwand und Profil Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu einer vollständigen Abwertung der entsprechenden Vermögenswerte geführt. Der hierbei ermittelte erzielbare Betrag ist zum Stichtag negativ. (7) Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
In der Position "Verwaltungskosten einschl. Versicherungskosten, Gebühren, Honorare sowie Beratungskosten" sind Versicherungsaufwendungen in Höhe von 30,8 Mio. € (Vorjahr 31,0 Mio. €) , Aufwendungen für Gebühren, Honorare und Gutachten in Höhe von 9,5 Mio. € (Vorjahr 14,7 Mio. €) sowie Beratungskosten in Höhe von 15,4 Mio. € (Vorjahr 10,1 Mio. €) enthalten. Darüber hinaus ist in diesem Posten, ebenso wie in der Position "Übrige Aufwendungen", eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten der konsolidierten Unternehmen enthalten. (8) Beteiligungsergebnisscroll
(9) Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmenscroll
Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen stammt von der Aurubis AG, Hamburg, sowie der EUROPIPE-Gruppe. (10) Finanzierungserträgescroll
Der Rückgang der sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge resultiert im Wesentlichen aus dem Wegfall von Sondereffekten des Vorjahres sowie aus dem allgemeinen Rückgang des Zinsniveaus. (11) Finanzierungsaufwendungenscroll
Der Anstieg der sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ergibt sich insbesondere aus der in Folge der deutlich gesunkenen Abzinsungszinssätze gestiegenen Verpflichtungsbarwerte der langfristigen Schulden. (12) Steuern vom Einkommen und vom Ertragscroll
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 16,7 Mio. € betreffen das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die periodenfremden Ertragsteuern betreffen latente und tatsächliche Steuererträge für Vorjahre. Die Veränderung der laufenden Ertragsteuern auf 33,3 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus dem gestiegenen zu versteuernden Einkommen im In- und Ausland. Danach entfallen auf das Inland 10,9 Mio. € (Vorjahr - 1,4 Mio. €) Ertragsteuern. Der Anstieg des latenten Steuerertrags auf 16,6 Mio. € ist im Wesentlichen begründet durch die Neueinschätzung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern. Durch die Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verlustvorträge wurde der tatsächliche Steueraufwand um 3,4 Mio. € (Vorjahr 0,9 Mio. €) gemindert. Zukünftige Dividendenzahlungen führen zu keinen ertragsteuerlichen Konsequenzen. Für Körperschaftsteuerminderungsguthaben deutscher Gesellschaften sind Ansprüche in Höhe von 0,8 Mio. € (Vorjahr 0,9 Mio. €) bilanziert. Für Geschäftsvorfälle, die direkt das Eigenkapital beeinflusst haben, wurden latente Steuern in Höhe von 217,0 Mio. € (Vorjahr 128,5 Mio. €) erfasst. Die Veränderung der erfolgsneutralen latenten Steuern betrifft in Höhe von 82,2 Mio. € (Vorjahr - 16,9 Mio. €) die Neubewertungen der Pensionsverpflichtungen. Auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzposten entfallen die folgenden bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern: scroll
Zusammensetzung der aktivierten Steuerersparnisse aus zukünftig realisierbaren Verlustvorträgen: scroll
Entwicklung der aktivierten Steuerersparnisse aus zukünftig realisierbaren Verlustvorträgen: scroll
Durch die ab 2004 in Deutschland eingeführte "Mindestbesteuerung" werden die steuerlichen Verlustvorträge bis zu einem Betrag von 1 Mio. € unbeschränkt, darüber hinaus nur noch zu 60 % mit dem laufenden steuerlichen Ergebnis verrechnet. Für einige Inlandsgesellschaften wurden für gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1.528,8 Mio. € (Vorjahr 1.451,8 Mio. €) sowie körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 2.033,7 Mio. € (Vorjahr 1.971,6 Mio.€) keine latenten Steuern aktiviert, da aus heutiger Sicht die Möglichkeit der Nutzung als unwahrscheinlich einzuschätzen ist. Die steuerlichen Verlustvorträge sind zeitlich unbegrenzt nutzbar. Für ausländische nicht werthaltige Verlustvorträge in Höhe von 91,8 Mio. € (Vorjahr 103,2 Mio. €) wurden ebenfalls keine aktiven latenten Steuern aktiviert. Davon sind 80,0 Mio. € (Vorjahr 90,9 Mio. €) unbegrenzt, 7,6 Mio. € (Vorjahr 10,9 Mio. €) begrenzt innerhalb der nächsten 5 Jahre und 4,2 Mio. € (Vorjahr 1,4 Mio. €) begrenzt innerhalb der nächsten 20 Jahre nutzbar. Zusätzlich wurden für in- und ausländische Gesellschaften auf abzugsfähige temporäre Differenzen keine aktiven latenten Steuern in Höhe von 183,8 Mio. € (Vorjahr 140,1 Mio. €) gebildet. Bei Konzerngesellschaften, die im laufenden oder vorherigen Geschäftsjahr steuerliche Verluste erzielt haben, sind zum 31. Dezember 2014 aufgrund zukünftig zu erwartender steuerpflichtiger Erträge latente Steueransprüche in Höhe von 272,8 Mio. € (Vorjahr 168,5 Mio. €) ausgewiesen. Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand (+) bzw. -ertrag (-) : scroll
Der tatsächliche Ertragsteueraufwand von 16,7 Mio. € weicht gegenüber dem erwarteten Ertragsteuerertrag von 4,7 Mio. € um insgesamt 21,4 Mio. € ab. Dies resultiert im Wesentlichen aus Effekten aus der steuerlichen Nichtabzugsfähigkeit von Aufwendungen, der Nichtaktivierung latenter Steuern auf laufende Verluste sowie der Neueinschätzung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern. Dem stehen gegenüber periodenfremde Steuererträge und Effekte aus steuerfreien Erträgen. (13) Anteil fremder Gesellschafter am Konzernjahresergebnisscroll
Der Anteil fremder Gesellschafter am Jahresergebnis entfällt im Geschäftsjahr auf folgende Gesellschaften:
Der Anteil fremder Gesellschafter am Konzernjahresergebnis entfällt überwiegend auf die Hansaport Hafenbetriebsgesellschaft mbH, Hamburg, mit einem nicht beherrschenden Anteil von 49 %. Die Finanzinformationen für dieses Tochterunternehmen stellen sich wie folgt dar: scroll
(14) Ergebnis je AktieDas unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem auf die Aktionäre der Salzgitter AG entfallenden Konzernjahresüberschuss beziehungsweise Konzernjahresfehlbetrag und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Inhaberstückaktien ermittelt. Es errechnet sich gemäß IAS 33 mit -0,64 € (Vorjahr -9,11 €) je Aktie. Eine Verwässerung würde dann eintreten, wenn das Ergebnis je Aktie durch die Ausgabe potenzieller Aktien aus Options- und Wandelrechten vermindert bzw. der Periodenverlust je Aktie erhöht wird. Derartige Rechte waren am Bilanzstichtag aus einer Wandelanleihe vorhanden. Jedoch ergibt sich bei deren Berücksichtigung eine Verringerung des Periodenverlustes je Aktie aus dem fortzuführenden Geschäft, wodurch diese Options- und Wandelrechte zu keiner Verwässerung führen. Daher beträgt das verwässerte Ergebnis -0,64 € (Vorjahr -9,11 €) je Aktie. scroll
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Erläuterungen zur BilanzLangfristige Vermögenswerte(15) Immaterielle VermögenswerteDie Entwicklung der einzelnen Posten der immateriellen Vermögenswerte ist im Anlagespiegel dargestellt. Die Immateriellen Vermögenswerte entfallen im Wesentlichen auf aktivierte Markennamen sowie auf Vermögensgegenstände aus dem Bereich der Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen. Vom gesamten Bestand der aktivierten Entwicklungskosten wurden im Berichtsjahr 0,1 Mio. € planmäßig (Vorjahr 0,1 Mio. €) abgeschrieben. Die gesamten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtszeitraum 101,6 Mio. € (Vorjahr 103,2 Mio. €) einschließlich 12,5 Mio. € (Vorjahr 15,3 Mio. €) für Externe. Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen liegen nicht vor. (16) SachanlagenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Sachanlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. Die Zugänge bei den technischen Anlagen und Maschinen resultieren überwiegend aus den Geschäftsbereichen Flachstahl, Grobblech / Profilstahl und Energie. Die Buchwerte der gemäß IAS 17 als Finanzierungsleasing aktivierten Vermögenswerte können nachfolgender Tabelle entnommen werden: scroll
Der Betrag der erfassten Wertminderungsaufwendungen ist unter Textziffer (6) dargestellt. Die Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen haben sich aufgrund von Fremdfinanzierungsbedingungen im Ausland auf 6,5 Mio. € erhöht (Vorjahr 7,0 Mio. €) . Öffentliche Zuwendungen in Höhe von 1,5 Mio. € (Vorjahr 2,4 Mio. €) wurden von den Anschaffungskosten der Sachanlagen abgesetzt. Die im Zusammenhang mit den öffentlichen Beihilfen stehenden Bedingungen werden zum Stichtag erfüllt. Im Bereich Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau sind Vorauszahlungen in Höhe von 4,7 Mio. € (Vorjahr: 4,5 Mio. €) enthalten (17) Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienBei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien handelt es sich um unbebaute und bebaute Grundstücke, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder langfristigen Wertsteigerungen gehalten und nicht zu Produktions- oder Verwaltungszwecken gehalten werden. Die Immobilien setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Im Berichtszeitraum sind Mieterträge von 4,8 Mio. € (Vorjahr 5,9 Mio. €) angefallen. Die direkten betrieblichen Aufwendungen betrugen 4,4 Mio. € (Vorjahr 4,0 Mio. €) und sind im Wesentlichen für Objekte angefallen, für die im Berichtsjahr Mieteinnahmen erzielt wurden. Es bestehen zum Bilanzstichtag keine wesentlichen Verpflichtungen zur Durchführung von Reparaturen, Instandhaltung, Verbesserung etc. Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien des Konzerns wird unter Anwendung des Ertragswertverfahrens, der Discounted-Cashflow-Methode bzw. mittels Vergleich mit aktuellen Marktwerten vergleichbarer Immobilien ermittelt. Als Inputfaktoren sind unter anderem die erwarteten Mieterträge, mögliche Leerstandskosten sowie Instandhaltungskosten in die Bewertung der beizulegenden Zeitwerte eingeflossen. Die beizulegenden Zeitwerte der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden turnusgemäß von externen Gutachtern bewertet. Die Wertermittlung basiert auf einer alternativen Potentialnutzung, der sog. Highest-and-Best-Use-Methode gemäß IFRS 13 und ist der Fair-Value-Hierachie in Level 3 einzuordnen. Zum 31. Dezember 2014 beträgt der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 32,1 Mio. € (Vorjahr 31,9 Mio. €) . (18) Finanzielle VermögenswerteDie Entwicklung der einzelnen Posten der finanziellen Vermögenswerte ist im Anlagespiegel dargestellt. Aufteilung der finanziellen Vermögenswerte: scroll
Der Rückgang der Anteile an verbundenen Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus den in 2014 erfolgten Erstkonsolidierungen, den Verschmelzungen von zwei bisher nicht konsolidierten Einheiten sowie weiteren Kapitalrückführungen von zwei Gesellschaften. Die sonstigen Ausleihungen entfallen im Wesentlichen auf ein anteilig konsolidiertes Unternehmen. (19) Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmenscroll
Der beizulegende Zeitwert an der Aurubis AG zum 31. Dezember 2014 beträgt 523,2 Mio. € (Vorjahr 497,9 Mio. €) . Die nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar: scroll
Überleitungsrechnung zum Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen: scroll
In den vorgenommenen Änderungen sind im Wesentlichen zum Erwerbszeitpunkt durchgeführte Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert sowie Ergebnisse aus der Zwischengewinneliminierung enthalten. Weitere zusammenfassenden Finanzinformationen für Gemeinschaftsunternehmen: scroll
(20) Latente Ertragsteueransprüche und latente ErtragsteuerschuldenSofern die Realisierung von Steuervorteilen als wahrscheinlich gilt, besteht eine Aktivierungspflicht. Eine Verrechnung ist nur möglich, wenn die aktiven und passiven latenten Steuern fristenkongruent gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen. Nach Saldierung ergeben sich für das Geschäftsjahr 2014 folgende latente Steueransprüche und Steuerschulden: scroll
(21) Sonstige Forderungen und VermögenswerteDie langfristigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Finanzierungsleasing, die sich wie folgt zusammensetzen: scroll
In dieser Position werden die Geschäfte aus dem Finanzierungsleasing von Telekommunikationsanlagen und Lokomotiven bei Tochtergesellschaften aus dem Geschäftsbereich Industrielle Beteiligungen ausgewiesen. Alle Geschäfte haben eine Restlaufzeit von weniger als fünf Jahren. Kurzfristige Vermögenswerte(22) Vorrätescroll
Bei allen Vorräten sind individuelle Bewertungsabschläge vorgenommen worden, sofern die aus ihrem Verkauf oder ihrer Verwendung voraussichtlich zu realisierenden Erlöse niedriger sind als die Buchwerte der Vorräte. Als Nettoveräußerungserlöse werden die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten angesetzt. Wenn die Gründe, die zu einer Abwertung der Vorräte geführt haben, nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Dies führte im Berichtszeitraum zu einer Zuschreibung von 4,0 Mio. € (Vorjahr 4,8 Mio. €) . Vorräte werden entsprechend dem IAS 2 einzeln bewertet oder es wird die Durchschnittsmethode angewandt. Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzten Vorräte beträgt im Berichtsjahr 485,1 Mio. € (Vorjahr 503,3 Mio. €) . Die in der Vorperiode zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Vorratsbestände wurden im Berichtsjahr überwiegend verbraucht. Wertminderungen von Vorräten wurden in Höhe von 70,4 Mio. € (Vorjahr 79,5 Mio. €) als Aufwand erfasst. Für die ausgewiesenen Vorräte bestehen in Höhe von 9,6 Mio. € (Vorjahr 8,1 Mio. €) Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. (23) Forderungen aus Lieferungen und LeistungenAuf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.646,6 Mio. € (Vorjahr 1.474,7 Mio. €) wurden Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 12,2 Mio. € (Vorjahr 24,3 Mio. €) für alle erkennbaren Einzelrisiken, das durch Erfahrungswerte gestützte Kreditrisiko sowie für besondere Länderrisiken vorgenommen. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von 148,4 Mio. € (Vorjahr 14,0 Mio. €) Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Diese entfallen im Wesentlichen auf die Forfaitierung von Forderungen. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf Ziffer (35) "Langfristige Finanzschulden" und Ziffer (37) "Kurzfristige Finanzschulden". In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund der "Percentage-of-Completion-Methode" folgende Forderungen aus Auftragsfertigung enthalten: scroll
Bei den Forderungen aus Auftragsfertigung werden diejenigen kundenspezifischen Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo ausgewiesen, bei denen die angefallenen Herstellungskosten unter Berücksichtigung der Gewinnanteile und verlustfreier Bewertung die erhaltenen Anzahlungen übersteigen. (24) Sonstige Forderungen und Vermögenswertescroll
Unter dem Posten Zertifikate werden Vermögenswerte zur kurzfristigen Geldanlage ausgewiesen. In den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten ist ein Betrag von 1,3 Mio. € (Vorjahr 5,2 Mio. €) enthalten, der erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entsteht. Für sonstige Forderungen bestehen in Höhe von 2,5 Mio. € (Vorjahr 0,0 Mio. €) Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Die kurzfristigen Forderungen aus Finanzierungsleasing setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Mieterträge werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Der Konzern vermietet als Leasinggeber unter Operating Lease im Wesentlichen gewerblich genutzte Immobilien. Die künftigen Mindestmieterträge aus diesen Verträgen betragen: scroll
In den Erträgen des laufenden Jahres sind 0,7 Mio. € (Vorjahr 0,9 Mio. €) als bedingte Mieterträge erfasst worden. (25) Ertragssteuererstattungsansprüche und ErtragssteuerschuldenDie zum 31. Dezember 2014 bestehenden Ertragssteuererstattungsansprüche in Höhe von 17,7 Mio. € (Vorjahr 15,5 Mio. €) betreffen im Wesentlichen Kapitalertragssteuerforderungen inländischer Konzerngesellschaften. Dem stehen langfristige Ertragssteuerschulden in Höhe von 132,9 Mio. € (Vorjahr 149,1 Mio.€) sowie kurzfristige Ertragssteuerschulden in Höhe von 55,4 Mio. € (Vorjahr 55,8 Mio. €) gegenüber. Erstattungsansprüche werden mit Steuerschulden saldiert, wenn ein einklagbares Recht, die bilanzierten Beträge gegeneinander aufzurechnen, besteht und ein Ausgleich auf Netto-Basis herbeigeführt werden soll. Voraussetzung hierfür ist, dass Steuererstattungsanspruch und Steuerschuld gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen und die Steuerbehörde eine Verrechnung gestattet. (26) WertpapiereUnter den Wertpapieren werden Aktien zur kurzfristigen Geldanlage sowie kurzfristige Termingelder und Fonds im Gesamtbetrag von 113,6 Mio. € (Vorjahr 98,4 Mio.€) ausgewiesen. Die hier ausgewiesenen Geldanlagen haben eine Laufzeit von mehr als drei und weniger als zwölf Monaten. (27) FinanzmittelDie Finanzmittel setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die hier ausgewiesenen Termingelder haben eine Laufzeit von weniger als drei Monaten. Eigenkapital(28) Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt unverändert 161.615.273,31 €. Für die voll eingezahlten 60.097.000 Stückaktien ergibt sich ein rechnerischer Nennwert von 2,69 € je Aktie. Sämtliche Aktien sind gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz auf der Grundlage einer Ermächtigung der Hauptversammlung erworben worden (2.487.355 Stück Ermächtigung vom 26. Mai 2004, 462.970 Stück Ermächtigung vom 8. Juni 2006, 2.809.312 Stück Ermächtigung vom 21. Mai 2008, 35.600 Stück Ermächtigung vom 27. Mai 2009 und 214.463 Stück Ermächtigung vom 8. Juni 2010) , um sie insbesondere für künftige Akquisitionen, die Erfüllung von Options- oder Wandlungsrechten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen oder zur Abgabe an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens verwenden zu können. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 23. Mai 2017 um bis zu 80.807.636,65 € durch Ausgabe von bis zu 30.048.500 neuen auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012) . Dabei darf das Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zusammengerechnet jedoch nur um bis zu 32.323.054,66 € (20 % des Grundkapitals) durch Ausgabe von bis zu 12.019.400 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien erhöht werden. Die 20 %-Grenze verringert sich um den anteiligen Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- oder Wandlungsrechte bzw. Options- oder Wandlungspflichten aus Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen bzw. Kombinationen diese Instrumente beziehen, die seit dem 24. Mai 2012 unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben worden sind. Der Vorstand ist des Weiteren ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 22. Mai 2018 Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 1 Mrd. € zu begeben und den Inhabern der jeweiligen Teilschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf Aktien der Gesellschaft in einer Gesamtzahl von bis zu 26.498.043 Stück (Bedingtes Kapital 2013) zu gewähren. Dabei kann das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden bis zu einem Gesamtnennbetrag von Schuldverschreibungen, mit denen Wandlungsrechte auf Aktien verbunden sind, deren anteiliger Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht überschreitet. Eine Ausgabe von Schuldverschreibungen mit Wandlungsrecht unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre darf dabei nur erfolgen, soweit seit dem 23. Mai 2013 noch nicht Aktien mit einem Anteil von 20 % des Grundkapitals aus genehmigtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben worden sind. Aktien aus genehmigtem Kapital sind seit dem 23. Mai 2013 bis zum Bilanzstichtag nicht ausgegeben worden. Am 6. Oktober 2009 ist eine Wandelschuldverschreibung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegeben worden mit Wandlungsrechten auf bis zu 3.550.457 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien (5,9 % des Grundkapitals) . Der Nennwert der von der Gesellschaft begebenen Wandelschuldverschreibungen betrug am Bilanzstichtag insgesamt 57.250.000 €. Sie verbriefen einen Zinsanspruch von 1,125 % p. a. sowie ein Recht auf Wandlung in Aktien der Gesellschaft zum Preis von 83,4963 €/Aktie, ausübbar bis zum 27. September 2016. Für die Bedienung des Wandlungsrechtes aus den Wandelschuldverschreibungen ist das Grundkapital der Gesellschaft um 9.458.031,99 €, eingeteilt in 3.550.457 auf Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2009) . Diese bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandelschuldverschreibungen, welche die Gesellschaft am 6. Oktober 2009 begeben hat, von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen. Der Vorstand ist weiterhin aufgrund eines Beschlusses der Hauptversammlung vom 8. Juni 2010 ermächtigt, bis zum Ablauf des 7. Juni 2015 eigene Aktien der Gesellschaft mit einem auf sie entfallenden Anteil von bis zu 10 % am Grundkapital zu erwerben. Von dieser Ermächtigung ist im Geschäftsjahr 2010 teilweise Gebrauch gemacht worden. (29) KapitalrücklageVon der Kapitalrücklage in Höhe von unverändert 238,6 Mio. € entfallen 115,2 Mio. € auf ein anlässlich einer Kapitalerhöhung am 1. Oktober 1970 eingebrachtes Agio. Weitere 54,4 Mio. € stehen im Zusammenhang mit einer in 2009 begebenen Wandelschuldverschreibung. Im Rahmen der Entflechtungsvereinbarung wurden der Salzgitter AG von der Preussag AG Vermögenswerte von jeweils 0,51 € verkauft. Diese Vermögenswerte wurden zum Zeitpunkt des Erwerbs mit ihren beizulegenden Werten (49,1 Mio. €) bilanziert und die Differenzbeträge in die Kapitalrücklage eingestellt. (30) GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen enthalten Einstellungen aus den Ergebnissen des Geschäftsjahres oder früherer Jahre und Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen, denen insbesondere Verrechnungen aktiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung von bis zum 30. September 1995 erworbenen Tochterunternehmen gegenüberstehen. Daneben enthalten die Gewinnrücklagen weitere Bestandteile, die direkt im Eigenkapital gemäß den Vorschriften des IASB erfasst wurden. Bei der Salzgitter AG bestehen keine satzungsmäßigen Bestimmungen zur Bildung von Rücklagen. In den Gewinnrücklagen sind Unterschiede aus der Währungsumrechnung in Höhe von - 2,3 Mio. € (Vorjahr - 17,9 Mio. €) enthalten. Die Wertänderungsrücklage aus den finanziellen Vermögenswerten/Finanzinstrumenten beträgt - 33,7 Mio. € (Vorjahr - 13,4 Mio.€) . Die Veränderung beruht vor allem auf den erfolgsneutralen Wertänderungen derivativer Finanzinstrumente in den Geschäftsbereichen Flachstahl, Handel und Energie. Die Salzgitter AG hielt am Bilanzstichtag unverändert 6.009.700 eigene Aktien. Auf sie entfallen unverändert 16.161.527,33 € (= 10,0 %) des Grundkapitals. Die eigenen Aktien werden zum Bilanzstichtag unverändert in Höhe von 369,7 Mio. € direkt vom Eigenkapital abgezogen. (31) BilanzgewinnFür Ausschüttungen an die Aktionäre der Salzgitter AG ist gemäß deutschem Handelsrecht das Ergebnis des deutschen handelsrechtlichen Jahresabschlusses der Salzgitter AG maßgeblich. Im Salzgitter-Konzernjahresabschluss wird der Bilanzgewinn in gleicher Höhe wie im Abschluss der Salzgitter AG ausgewiesen. Die Überleitung vom Konzernjahresergebnis zum Bilanzgewinn der Salzgitter AG ist in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Der Hauptversammlung der Salzgitter AG wird vorgeschlagen, für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende von 0,20 € je Aktie (= 12,1 Mio. € bezogen auf das nominale Grundkapital von rund 161,6 Mio. €) aus dem Bilanzgewinn der Salzgitter AG auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Bezogen auf den XETRA-Schlusskurs der Salzgitter-Aktie am 31. Dezember 2014 von 23,41 € errechnet sich eine Dividendenrendite von 0,9 % (Vorjahr 0,6 %) . Sofern die Gesellschaft am Tag der Hauptversammlung eigene Anteile hält, werden die Gewinnverwendungsvorschläge in der Versammlung dementsprechend angepasst, da eigene Anteile nicht gewinnberechtigt sind. (32) Anteil fremder Gesellschafter am EigenkapitalDer Posten enthält die Anteile fremder Gesellschafter am gezeichneten Kapital, an den offenen Rücklagen sowie an den Gewinnen und Verlusten der einbezogenen Konzernunternehmen. Die Anteile fremder Gesellschafter am Eigenkapital entfallen auf:
In der Gewinn- und Verlustrechnung ist anteilsmäßig das Ergebnis unter der Position "Anteile fremder Gesellschafter am Konzernjahresergebnis" ausgewiesen. Langfristige Schulden(33) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenIn Deutschland besteht eine beitragsorientierte gesetzliche Grundversorgung der Arbeitnehmer, die die Rentenzahlungen in Abhängigkeit vom Einkommen und von den geleisteten Beiträgen übernimmt. Mit Zahlung der Beiträge an die staatlichen Rentenversicherungsträger und privatrechtlichen Pensionskassen bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen werden als Aufwand der Periode erfasst. Daneben bestehen im Salzgitter-Konzern leistungsorientierte Versorgungszusagen, von denen ein geringer Teil durch Planvermögen (im Wesentlichen Lebensversicherungen und Rückdeckungsversicherungen) gedeckt ist. Im Inland existieren Kollektiv- und Einzelzusagen in Form von unmittelbaren Direktzusagen des Arbeitgebers. Der weit überwiegende Teil der Mitarbeiter in den inländischen Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns erhält eine Altersversorgung auf Basis einer im Dezember 2006 abgeschlossenen Konzernbetriebsvereinbarung ("Salzgitter-Rente") . Im Rahmen dieser kollektiven Versorgungszusage bringt der Arbeitgeber jährlich einen festen Prozentsatz des versorgungsfähigen Jahreseinkommens als Versorgungsbeitrag in das individuelle Versorgungskonto des Mitarbeiters ein. Die Höhe des sich daraus ergebenden Versorgungsbausteins richtet sich nach dem Alter des Mitarbeiters im jeweiligen Beitragsjahr. Im Leistungsfall steht dem Mitarbeiter bzw. seinen Hinterbliebenen eine monatliche Rente zu, ein Kapitalwahlrecht besteht nicht. Die vor dem Inkrafttreten der Konzernbetriebsvereinbarung gewährten Versorgungszusagen sahen in der Regel eine Rentenleistung in Abhängigkeit von den Einkommensverhältnissen bei Ausscheiden bzw. bei Eintritt des Leistungsfalls vor (sog. endgehaltsbezogene Zusagen) . Diese Ansprüche wurden im Geltungsbereich der Konzernbetriebsvereinbarung abgelöst und durch Überleitungsregelungen in die Salzgitter-Rente überführt. Die Gesellschaften des Geschäftsbereichs Technologie sowie einige wenige Gesellschaften der Geschäftsbereiche Handel und Dienstleistungen wurden bislang nicht in den Geltungsbereich der Konzernbetriebsvereinbarung aufgenommen. Die in diesen Gesellschaften ggf. bestehenden sonstigen Versorgungszusagen sind für Neueintritte weitestgehend geschlossen. Für leitende Mitarbeiter der Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns bestehen Einzelzusagen im Wesentlichen aufgrund der Leistungsordnungen des Essener Verbandes. Entsprechend dieser Versorgungsordnungen werden die Anwärter in Abhängigkeit von ihrer Position im Unternehmen einer bestimmten Leistungsgruppe zugewiesen. Der maximale Anspruch der jeweiligen Leistungsgruppe ist in der Regel nach 25 Jahren erreicht und wird ratierlich erdient. Im Leistungsfall wird dem Mitarbeiter bzw. seinen Hinterbliebenen eine Rentenleistung ohne Kapitaloption gewährt. Aufgrund des vorherrschenden Durchführungswegs der Direktzusage trägt der Salzgitter-Konzern sämtliche aus der Versorgungszusage sich ergebenden Risiken. Bilanzielle Vorsorge wird durch die Bildung von Rückstellungen betrieben. Dem Langlebigkeitsrisiko trägt der Konzern dadurch Rechnung, dass er bei der Bewertung der Versorgungsverpflichtungen für die Bezieher von Leistungen aus Essener Verbands-Zusagen von einer längeren Lebenserwartung ausgeht, als nach den Sterbetafeln 2005 G von Heubeck zu erwarten wäre. Die Rentenleistungen an die Empfänger aufgrund von Kollektivzusagen werden entsprechend § 16 BetrAVG alle drei Jahre überprüft und im Falle einer Anpassungspflicht an die Entwicklung der Verbraucherpreise angepasst. Eine Mindestanpassung oder eine über die Preisentwicklung hinausgehende Rentenanpassung ist vertraglich nicht zugesagt. Im Bereich der Einzelzusagen wird die Leistungsanpassung jährlich durch den Essener Verband festgelegt und von der Gesellschaft unverändert übernommen. Aufgrund des lediglich unbedeutenden Planvermögens wird auf ein Asset-Liability-Matching verzichtet. Die voraussichtlichen Liquiditätsabflüsse werden im Rahmen der rollierenden Unternehmensplanung bewertet und bei der Cashflow-Planung des Konzerns berücksichtigt. In den ausländischen Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns existieren nur in unwesentlicher Höhe Versorgungszusagen, die zu geringen Teilen durch Planvermögen gedeckt sind (i. W. Versicherungen) . Darüber hinaus hat eine Gesellschaft des Salzgitter-Konzerns im Zusammenhang mit ihren Pensionsverpflichtungen einen Erstattungsanspruch gegenüber der öffentlichen Hand. Der Barwert dieses Anspruchs für bereits angefallene Aufwendungen (5,9 Mio. €) wurde bei Abschluss der zugrundeliegenden Vereinbarung im Geschäftsjahr als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst und wird unter den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten ausgewiesen. Im Jahresabschluss erfasste Werte im Zusammenhang mit Pensionen und ähnlichen VerpflichtungenBilanzscroll
Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Sonstiges Ergebnisscroll
Die Netto-Pensionsverpflichtung zum 31.12.2014 ermittelt sich wie folgt: scroll
Die Netto-Pensionsverpflichtung zum 31.12.2013 ermittelte sich wie folgt: scroll
Der Verpflichtungsbarwert kann wie folgt aufgeteilt werden: scroll
Die Sensitivität des Verpflichtungsbarwertes stellt sich wie folgt dar: scroll
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Analog zur Ermittlung des bilanzierten Verpflichtungsbarwertes erfolgt die Ermittlung der Sensitivität dieses Wertes. Dabei wird jeweils eine Annahme verändert, während die übrigen Annahmen unverändert bleiben. Mögliche Abhängigkeiten zwischen den Annahmen werden nicht berücksichtigt. Aufgrund einer geänderten Einschätzung bezüglich der zum Stichtag angemessenerweise für möglich gehaltenen Schwankung des Rechnungszinses wurde das Sensitivitätsmaß zum 31.12.2014 auf 0,25 %-Punkte gesenkt (Vorjahr 0,5 %-Punkte) . In den nächsten 20 Jahren sind voraussichtlich folgende Rentenzahlungen zu leisten: scroll
Die Duration des Verpflichtungsbarwertes nach Macaulay beläuft sich zum 31.12.2014 auf 14,89 Jahre. (34) Sonstige RückstellungenIn der folgenden Tabelle wird die Entwicklung der sonstigen kurzfristigen und der sonstigen langfristigen Rückstellungen dargestellt: scroll
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Für das Vorjahr ergeben sich folgende Vergleichszahlen: scroll
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Die Restrukturierungsaufwendungen des Jahres belaufen sich insgesamt auf 26,9 Mio. €, wovon 25,5 Mio. € durch die Rückstellungszuführung begründet sind, 1,4 Mio. € wurden als laufende Aufwendungen für Restrukturierung berücksichtigt. Die Zuschüsse für im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen ausscheidende Mitarbeiter werden als Vermögenswert in Höhe von 1,3 Mio. € (Vorjahr 5,2 Mio.€) aktiviert und nicht mit den Rückstellungen verrechnet. Rückstellungen für betriebstypische Risiken werden insbesondere für Entsorgungs- und Rekultivierungsverpflichtungen gebildet. Die Rückstellungen für übrige Risiken enthalten hauptsächlich Vorsorgen für Preisnachlässe/Reklamationen, Prozessrisiken, Gewährleistungen und Risiken aus schwebenden Geschäften. Fristigkeiten der sonstigen Rückstellungen: scroll
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(35) Langfristige Finanzschuldenscroll
Die unter den langfristigen Finanzschulden ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing ergeben sich aus folgenden Tabellen: scroll
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Die langfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die Anmietung von technischen Anlagen und Maschinen. (36) Langfristige sonstige VerbindlichkeitenInnerhalb dieses Postens werden im Wesentlichen derivative Finanzinstrumente ausgewiesen, die erst nach 12 Monaten zur Auszahlung anstehen. Kurzfristige Schulden(37) Kurzfristige Finanzschuldenscroll
Die Gesellschaften Salzgitter Mannesmann International GmbH, Düsseldorf, Salzgitter Mannesmann Stahlhandel, Düsseldorf, Klöckner DESMA Elastomertechnik GmbH, Fridingen, und Universal Eisen und Stahl GmbH, Neuss, haben konzernfremde Außenfinanzierungen vorgenommen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von insgesamt 143,4 Mio. € verkauft. Das Ausfallrisiko und das Spätzahlungsrisiko hinsichtlich der verkauften Forderungen liegen weiter bei den Gesellschaften. Die Forderungen werden weiterhin vollständig bei den Gesellschaften bilanziert. Die erhaltenen Mittel werden als Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Buchwert der Forderungen und Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten dem beizulegenden Zeitwert. Die Forderungen werden an die Bank abgetreten. Für verkaufte Forderungen in Höhe von 93,7 Mio. € steht dem Forderungskäufer das Recht zu, die übertragenen Forderungen an Dritte zu übertragen, wobei die gegenseitigen Rechte und Pflichten nicht beeinträchtigt werden dürfen. Die unter den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing ergeben sich aus folgender Tabelle: scroll
Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die Anmietung von technischen Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. (38) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenIn den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.150,7 Mio. € (Vorjahr 849,3 Mio. €) sind aufgrund der "Percentage-of-Completion-Methode" folgende Verbindlichkeiten aus Auftragsfertigung enthalten: scroll
Unter den Verbindlichkeiten aus Auftragsfertigung werden die Fertigungsaufträge mit passivischen Salden ausgewiesen, bei denen die erhaltenen Anzahlungen die Herstellungskosten einschließlich Gewinn- und Verlustanteilen übersteigen. (39) Sonstige Verbindlichkeitenscroll
Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten sind 199,5 Mio. € (Vorjahr 24,0 Mio. €) durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert. (39) Haftungsverhältnisse und EventualverbindlichkeitenHaftungsverhältnisse sind nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten, die in Höhe der Valutierung am Bilanzstichtag ausgewiesen werden. Die gesamte Höhe beträgt 191,0 Mio. € (Vorjahr 147,9 Mio.€) . Innerhalb der Haftungsverhältnisse bestehen Bürgschaften und Garantien mit insgesamt 176,7 Mio. € (Vorjahr 115,2 Mio. €) . Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit als gering einzuschätzen. Die Salzgitter AG sowie ihre inländischen Konzerngesellschaften haben zum 1. Januar 2014 die nach § 16 BetrAVG vorgeschriebene Prüfung auf Anpassung der Betriebsrentenzahlungen durchgeführt. In Umsetzung der jeweiligen Prüfungsergebnisse wurde auf die Anpassung der Betriebsrentenzahlungen bei der Salzgitter AG sowie einigen weiteren Konzerngesellschaften verzichtet. Gegen diese Entscheidungen sind Einzelklagen betroffener Betriebsrentner anhängig. Das Risiko einer Verpflichtung zur Nachholung der Betriebsrentenanpassung wird als unwahrscheinlich eingestuft. Am Stichtag 31. Dezember 2014 würde sich daraus eine Erhöhung der Netto-Pensionsverpflichtung um ca. 44 Mio. € ergeben. Davon wären 3,3 Mio. € als nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand erfolgswirksam und 40,7 Mio. € im Rahmen der Neubewertungen erfolgsneutral zu erfassen. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt seit Frühjahr 2014 gegen verschiedene Konzernunternehmen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Die Ermittlungsverfahren zu angeblich steuerlich unzulässig gebildeten Rückstellungen sowie steuerlich nicht anzuerkennender Provisionszahlungen und Gutschriften dauern an. Die SZAG und deren Tochterunternehmen kooperieren uneingeschränkt mit den Ermittlungsbehörden und haben externe Rechtsanwälte mit der Durchführung einer umfassenden Untersuchung der Angelegenheit beauftragt. Wir sind der Auffassung, mit den betreffenden Steuererklärungen der Konzernunternehmen den gesetzlichen Vorschriften gefolgt zu sein. Aufgrund der derzeitigen Erkenntnislage und unter Würdigung der Gesamtumstände ist nicht ernsthaft oder mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mit einer quantifizierbaren Steuernachforderung seitens der Finanzbehörden zu rechnen. Zudem sehen wir derzeit eine finanzielle Belastung hieraus als unwahrscheinlich an. Im Übrigen ist die Salzgitter AG oder eine ihrer Konzerngesellschaften nicht an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage haben könnten. Für mögliche finanzielle Belastungen aus Gerichts- oder Schiedsverfahren sind von der jeweiligen Konzerngesellschaft in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden. (40) Sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
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Die übrigen finanziellen Verpflichtungen betreffen vor allem langfristige Abnahmeverpflichtungen der Gesellschaften des Geschäftsbereiches Flachstahl für die Sicherstellung des Vormaterialbezugs für Rohstoffe und Seefrachten. Aufgrund der derzeitigen Marktsituation ist diese Angabe für die Beurteilung der Finanzlage relevant. Insbesondere der Rückgang des Preisniveaus für Rohstoffe führt gegenüber dem Vorjahr zu verminderten finanziellen Verpflichtungen. (41) FinanzinstrumenteZum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 ergibt sich folgende Überleitung der Bilanzpositionen auf die verschiedenen Kategorien von Finanzinstrumenten: scroll
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Die Ermittlung der Fair-Value-Angaben für nicht zum Fair Value bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Schulden erfolgt grundsätzlich durch die Diskontierung zukünftiger Zahlungsströme. Hierbei findet ein laufzeitabhängiger Zinssatz Anwendung, welcher den risikolosen Zinssatz und das über eine Peer-Group abgeleitete Adressenausfallrisiko des Salzgitter-Konzerns widerspiegelt. Die Fair-Value-Angabe für kurzfristige Finanzschulden in Höhe von 587,3 Mio. € (Vorjahr 434,2 Mio. €) enthält den Fair Value für eine begebene Anleihe in Höhe von 305,0 Mio. € (Vorjahr 303,7 Mio. € innerhalb der langfristigen Finanzschulden) , die hiervon abweichend ermittelt wird. Hier leitet sich der Fair Value aus dem Marktwert der Anleihe unter Eliminierung eines anhand einer anerkannten Methode (Black-Scholes) bewerteten eingebetteten Derivats ab, dessen Wert wiederum vor allem vom Aktienkurs eines börsennotierten Unternehmens abhängt. Die Berechnungsparameter basieren auf Daten aus direkt und indirekt beobachtbaren Inputfaktoren. Die Fair-Value-Angaben sind somit insgesamt Level 2 zuzuordnen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 ergab sich folgende Überleitung der Bilanzpositionen auf die verschiedenen Kategorien von Finanzinstrumenten: scroll
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Innerhalb des Postens "Wertpapiere" werden Geldmarktfonds in der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" und Commercial Paper mit einer Laufzeit von über drei Monaten in der Kategorie "Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen" ausgewiesen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzmittel verfügen größtenteils über kurze Restlaufzeiten, weshalb deren Buchwerte zum Abschlussstichtag dem Fair Value entsprechen. Zur Ermittlung des Fair Values von Derivaten verweisen wir auf den Abschnitt "Finanzielle Vermögenswerte - Ansatz und Bewertung" im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" Der Buchwert der derivativen Finanzinstrumente entspricht dem Marktwert. Die Wertpapiere sind börsennotiert und werden auf Grundlage des Börsenkurses zum Bilanzstichtag bewertet. Ebenso wird bei börsennotierten Unternehmensanteilen der finanziellen Vermögenswerte vorgegangen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten, somit stellen die bilanzierten Werte die Fair Values dar. Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der Konzern soweit möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte unterschiedlichen Leveln der Fair-Value-Hierachie-zugeordnet. Level 1: Notierte Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden Level 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt oder indirekt (aus der Ableitung von Preisen) beobachten lassen Level 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte oder Schulden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen Falls die für die Bestimmung des Fair Values verwendeten Inputfaktoren nicht nur einem Level zugeordnet werden können, erfolgt die Zuordnung in ihrer Gesamtheit insgesamt in dem Level, der dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist. In der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" befinden sich insgesamt finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 70,7 Mio. € (Vorjahr 69,3 Mio. €) . Davon sind für finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 26,6 Mio. € (Vorjahr 32,0 Mio. €) keine verlässlichen Fair Values zu ermitteln, da sie nicht am Markt notiert sind. Es handelt sich dabei um Anteile an Personen- und Kapitalgesellschaften für die in naher Zukunft keine Veräußerungsabsicht besteht. Diese Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Darüber hinaus befinden sich in der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" Wertpapiere in Höhe von 37,1 Mio. € (Vorjahr 34,6 Mio. €) sowie Finanzmittel in Höhe von 774,0 Mio. € (Vorjahr 754,9 Mio. €) . Fair-Value-Ermittlung Aktiva: scroll
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Fair-Value-Ermittlung Passiva: scroll
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Zur Abdeckung wesentlicher Teile des Risikos von Forderungsausfällen und zur Nutzung eines besonderen Auskunftsdiensts bestehen Kreditversicherungen bei den einzelnen Konzerngesellschaften. Die Kreditversicherung erstreckt sich bei den Gesellschaften des Geschäftsbereiches Stahl nicht auf die Umsatztätigkeit mit Direkthändlern und Unternehmen der Eisen- und Stahlindustrie, für die Globalsicherheiten über die Delkrederestelle Stahl bestellt sind. Das Ausfallrisiko der Finanzinstrumente entsteht aus der Kategorie "Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen" Am Bilanzstichtag stellt sich das Ausfallrisiko im Vergleich zum Vorjahr folgendermaßen dar: scroll
Zusätzlich bestehen Ausfallrisiken für die Kategorie "zu Handelszwecken gehaltene finanziellen Vermögenswerte" in Höhe der positiven Marktwerte der Derivate sowie bei Leasingforderungen in Höhe der bilanzierten Werte, für die das Ausfallrisiko nicht abgesichert ist. Die Analyse des Alters der Finanzinstrumente, die zum Abschlussstichtag in Höhe von 212,7 Mio. € (Vorjahr 243,6 Mio. €) überfällig, aber nicht wertgemindert sind, ergab Folgendes: scroll
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Ein Betrag von 112,5 Mio. € (Vorjahr 93,1 Mio. €) der überfälligen nicht wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte der Kategorie "Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen" ist durch Kreditversicherungen gesichert. Nicht wertberichtigte Beträge, die seit mehr als 90 Tagen überfällig sind, betreffen in der Regel Stammkunden, bei denen der Zahlungseingang wie in den Vorjahren nicht in Frage steht. Im Berichtsjahr wurden im Salzgitter-Konzern für die Vermögenswerte der Kategorie "Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen" Wertminderungen in Höhe von 12,2 Mio. € (Vorjahr 24,3 Mio. €) sowie Wertaufholungen und Auflösungen von Wertberichtigungen in Höhe von 15,7 Mio. € (Vorjahr 15,4 Mio. €) erfasst. Eine Wertminderung finanzieller Vermögenswerte der Kategorie "Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen" wird vorgenommen, sobald objektive Hinweise auf eine Wertminderung wie beispielsweise erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder Vertragsbruch vorliegen. Die Wertminderungen werden erfolgswirksam im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen. Wertaufholungen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Für die Vermögenswerte, die weder überfällig noch wertgemindert sind, wird von einer jederzeitigen Einbringlichkeit ausgegangen. Die Nettoergebnisse der Kategorien stellen sich wie folgt dar: scroll
Das Nettoergebnis der Kategorie "Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte/Verbindlichkeiten" enthält im Wesentlichen die Ergebniseffekte aus der Stichtagsbewertung von eingebetteten Derivaten, kurzfristigen Wertpapieren und Devisentermingeschäften. In den Kategorien "Vom Unternehmen ausgereichte Darlehen und Forderungen" und "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" sind Zinserträge in Höhe von 23,8 Mio. € (Vorjahr 27,1 Mio. €) enthalten. Zinsaufwendungen in Höhe von 31,5 Mio. € (Vorjahr 29,7 Mio. €) sind der Kategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" zugeordnet. Daneben sind in diesen Kategorien Effekte aus Währungsumrechnung und Wertminderung enthalten. Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine Gewinne aus dem Abgang von zu Anschaffungskosten bewerteten nicht konsolidierten Gesellschaften erzielt. Verluste aus dem Abgang entstanden im Geschäftsjahr 2014 in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr keine) . Für die zum Bilanzstichtag erfassten Vermögenswerte der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" wurden im Berichtsjahr erfolgswirksame Wertberichtigungen von 3,8 Mio. € (Vorjahr 1,4 Mio. €) erfasst. Für nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente entstanden Aufwendungen für den Finanz- und Geldverkehr in Höhe von 6,7 Mio. € (Vorjahr 5,4 Mio. €) , die sofort erfolgswirksam erfasst wurden. Die Entwicklung der Wertänderungsrücklage von Finanzinstrumenten der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar" stellt sich wie folgt dar: scroll
Die erfolgsneutrale Werterhöhung in Höhe von 5,7 Mio. € im Geschäftsjahr 2014 betrifft im Wesentlichen Wertpapiere, die im Zusammenhang mit der Entgeltumwandlung gehalten werden. Der Salzgitter-Konzern wendete Hedge Accounting nach IAS 39 im Geschäftsjahr 2014 für Devisentermin- und Warentermingeschäfte sowie im geringen Umfang für Zinstermingeschäfte an. Dabei wurden die Währungs- Preisänderungs- und Zinsrisiken im Rahmen von Cashflow Hedges gesichert. Die entsprechenden Marktwerte gestalteten sich wie folgt: scroll
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Die im Rahmen von Cashflow Hedges gesicherten Grundgeschäfte zur Währungssicherung werden generell innerhalb der nächsten 12 Monate nach dem Bilanzstichtag erfolgswirksam. Die gesicherten Grundgeschäfte zur Preissicherung werden in den Geschäftsjahren 2015, 2016 und 2017 erfolgswirksam. Die Entwicklung der Cashflow-Hedge-Rücklage, die erfolgsneutral im Eigenkapital verbucht wurde, zeigt die folgende Aufstellung: scroll
Die Effektivität aller Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Berichtsstichtag überprüft. Dabei werden die kumulierten Wertänderungen des Grundgeschäfts mit den kumulierten Wertänderungen des Sicherungsgeschäfts verglichen. Im Geschäftsjahr entstanden Ineffektivitäten aus Cashflow Hedges in Höhe von 6,4 Mio. € (Vorjahr in geringfügiger Höhe) . Die Ineffektivitäten wurden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Im Geschäftsjahr wurde ein Betrag in Höhe von 14,5 Mio. € (Vorjahr keine) aus ausgelaufenen Termingeschäften den Anschaffungskosten nicht-finanzieller Vermögenswerte hinzugerechnet (basis adjustment) . Für Fremdwährungsforderungen bestehen Kurssicherungen über verschiedene Banken durch den Abschluss von Devisentermingeschäften. Die betreffenden Ansprüche sind zum jeweils vereinbarten Kurs angesetzt. Es wurden sowohl Sicherungsbeziehungen für feste Verpflichtungen als auch für erwartete zukünftige Transaktionen begründet. Das Nominalvolumen der derivativen Finanzinstrumente ist die unsaldierte Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge, bewertet zum jeweiligen Erfüllungskurs. Die Marktwerte wurden grundsätzlich auf Basis der Verhältnisse am Bilanzstichtag ermittelt, und zwar zu den Werten, zu denen die betreffenden derivativen Finanzgeschäfte gehandelt bzw. notiert wurden, ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Der zu bilanzierende Zeitwert der Derivate ergibt sich aus der Bewertung des gesicherten Fremdwährungsbetrages mit der Kursdifferenz zwischen dem Kurs bei Abschluss des Termingeschäfts und dem Terminkurs am Bilanzstichtag; dieser Betrag wird entsprechend der Restlaufzeit auf den Bilanzstichtag abgezinst. Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Währungsderivate sind zum Ende des Berichtsjahres und des Vorjahres die folgenden wesentlichen Zinssätze eingeflossen: scroll
Die Liquiditätsstruktur sämtlicher finanzieller Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar: scroll
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Zum 31. Dezember 2014 stehen den Auszahlungen aus Derivaten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr in Höhe von 864,1 Mio. € (Vorjahr 826,6 Mio. €) Einzahlungen in Höhe von 794,5 Mio. € (Vorjahr 818,3 Mio. €) gegenüber. Derivate mit einer Laufzeit zwischen ein und fünf Jahren führen zu Auszahlungen in Höhe von 15,8 Mio. € (Vorjahr 0,0 Mio. €) . SaldierungDie Salzgitter AG schließt Finanztermingeschäfte nur mit Kernbanken und ausschließlich auf Grundlage eines standardisierten Vertrags für Finanztermingeschäfte ab. Dieser Vertrag enthält eine bedingte Aufrechnungsvereinbarung, nach der im Insolvenzfall die Partei, die den höheren Betrag schuldet, die Differenz zahlt. Derivate mit positiven bzw. negativen Marktwerten werden in der Bilanz nicht miteinander saldiert. Die Spalte "nicht saldierte Beträge" enthält die Beträge der bilanzierten Derivate, die die Saldierungskriterien des IAS 32.42 nicht erfüllen. scroll
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SensitivitätsanalyseNach IFRS 7 ist für die systematische Darstellung der Marktpreisrisiken, denen das Unternehmen am Bilanzstichtag ausgesetzt ist, eine Sensitivitätsanalyse zu erstellen. Ziel dieser Sensitivitätsanalyse ist die Ermittlung der Auswirkungen von hypothetischen Änderungen relevanter Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital der Gesellschaft. Zur Bestimmung der Auswirkungen dieser Risikovariablen auf die Finanzinstrumente sind zum Bilanzstichtag die Effekte hypothetischer Änderungen der Risikovariablen auf den Marktwert und die Zahlungsströme der Finanzinstrumente zu ermitteln. Der Salzgitter-Konzern ist verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Im Sinne der Sensitivitätsanalyse des IFRS 7 sind dies Zinsrisiken, Wechselkursrisiken und sonstige Preisrisiken. Für die Zinsrisiken wird im Rahmen der Sensitivitätsanalyse eine Veränderung des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte unterstellt. Bei den Währungsrisiken wird eine Schwankung der jeweiligen funktionalen Währung der Konzerngesellschaften um 10 % gegenüber den Fremdwährungen angenommen. Die sonstigen Preisrisiken ergeben sich für den Salzgitter-Konzern aus Veränderungen von Rohstoffpreisen oder Börsenindices. Hier werden die Auswirkungen einer Änderung der jeweiligen Preisnotierungen um 10% berechnet. Die Ermittlung der Sensitivitäten erfolgte durch Banken oder interne Berechnungen anhand anerkannter Methoden (zum Beispiel Black-Scholes, Heath-Jarrow-Morton) . Der Bestand der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag ist repräsentativ für das Geschäftsjahr. scroll
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(42) Anpassungen aufgrund des geänderten IFRS 11 auf das vorangegangene Geschäftsjahrscroll
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(43) Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung weist für die Geschäftsjahre 2014 und 2013 entsprechend IAS 7 die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Die Kapitalflussrechnung ist nach der indirekten Methode aus dem Konzernabschluss der Salzgitter AG abgeleitet. Der verwendete Finanzmittelfonds setzt sich aus Kassenbeständen, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten und Termingeldern (Laufzeit unter drei Monate) zusammen. Im Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit sind die Erträge und Aufwendungen aus Anlagenabgängen eliminiert. Die Zinseinzahlungen betragen 15,1 Mio. € (Vorjahr 27,7 Mio. €) . Die Einzahlungen aus Beteiligungsergebnissen im Geschäftsjahr 2014 belaufen sich auf 41,3 Mio. € (Vorjahr 30,8 Mio. €) . Die im Mittelabfluss für die Investitionstätigkeit ausgewiesenen Investitionen enthalten die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie zu den Finanzanlagen. Die Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen betreffen im Wesentlichen eine Kapitalerhöhung an einer nichtkonsolidierten Gesellschaft. Die Ein- und Auszahlungen aus/für Geldanlagen umfassen Anleihefonds, Terminkontrakte und Termingelder (Laufzeit über drei Monate) . Die Einzahlungen im Geschäftsjahr 2014 beliefen sich auf 99,9 Mio. € (Vorjahr 150,7 Mio. €) , die Auszahlungen betrugen 178,4 Mio. € (Vorjahr 11,6 Mio.€) . Die Zinsauszahlungen sind ausschließlich der Finanzierungstätigkeit zugeordnet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind langfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 13,3 Mio. € getilgt und 36,9 Mio. € aufgenommen worden. (Vorjahr Tilgung 23,0 Mio. €; Aufnahme keine) . (44) Erläuterungen zur SegmentberichterstattungDie Segmentierung des Salzgitter-Konzerns in fünf Geschäftsbereiche folgt der internen Steuerung und Berichterstattung des Konzerns. In der Segmentberichterstattung sind die Geschäftsaktivitäten des Salzgitter-Konzerns entsprechend der nach unterschiedlichen Produkten bzw. Dienstleistungen gegliederten Konzernstruktur den Geschäftsbereichen Flachstahl, Grobblech / Profilstahl, Energie, Handel und Technologie zugeordnet. Die Salzgitter AG als Management-Holding, die Zwischenholdings Salzgitter Mannesmann GmbH und Salzgitter-Klöckner-Werke GmbH, die Salzgitter Finance B.V. sowie die Aurubis AG sind keinem Geschäftsbereich zugeordnet. Der Geschäftsbereich Flachstahl stellt hochwertige Marken- und Spezialstähle her. Hauptprodukte sind Warmbreitband und Feinblech, Bauelemente und Tailored Blanks. Die Gesellschaften aus dem Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl produzieren ein breites Spektrum an hochwertigen Grobblechen. Hauptprodukte sind darüber hinaus die Herstellung von Profilstähle und Spundwände sowie der Schrotthandel. Im Geschäftsbereich Energie werden vor allem Pipelinerohre, HFI-geschweißte Rohre, Präzisrohre und Edelstahlrohre gefertigt. Der Geschäftsbereich Handel sorgt über ein dichtes europäisches Vertriebsnetz sowie weltweit angesiedelte Handelsgesellschaften und Vertriebsbüros für die Vermarktung der Produkte und Leistungen des Salzgitter-Konzerns. Der Geschäftsbereich Technologie betätigt sich vor allem im Geschäftsfeld Abfüll- und Verpackungstechnik. Die Gesellschaften der Kategorie Industrielle Beteiligungen / Konsolidierungen umfassen überwiegend für den Konzern tätige Dienstleistungsgesellschaften sowie Management- und Zwischenholdings. Als Industrielle Beteiligungen werden dabei die Aurubis AG sowie die Dienstleistungseinheiten erfasst. Von den Dienstleistungseinheiten bieten einige Gesellschaften ihre Dienste auch Drittkunden an. Auf dieser Basis konzipieren und realisieren die Unternehmen attraktive Serviceangebote in einem breiten Spektrum. Dies reicht von Rohstoffversorgung, IT-Dienstleistungen, Facilitymanagement, Logistik, Automotive Engineering bis zu Forschung und Entwicklung. Unter den Konsolidierungen werden die Salzgitter AG als Management-Holding, die Zwischenholdings Salzgitter Mannesmann GmbH und Salzgitter-Klöckner-Werke GmbH sowie die Salzgitter Finance B.V. zusammengefasst. Die Umsätze zwischen den Segmenten werden grundsätzlich zu marktüblichen Bedingungen - wie sie auch bei Geschäften mit fremden Dritten zugrunde liegen - getätigt. Das betriebliche Segmentvermögen und die betrieblichen Segmentschulden setzen sich aus den betriebsnotwendigen Vermögenswerten bzw. dem Fremdkapital - ohne verzinsliche Ansprüche sowie ohne Ertragsteuerforderungen und -verbindlichkeiten - zusammen. Die geografische Zuweisung der Umsätze folgt dem Sitz des Rechnungsempfängers. Von den langfristigen Vermögenswerten entfallen mit 2.610,4 Mio. € (Vorjahr 2.709,2 Mio. €) im Wesentlichen auf das Inland. Weitere 1.003,0 Mio. € (Vorjahr 910,5 Mio. €) betreffen nicht einem Segment zugeordnete konsolidierte Einheiten. Im Geschäftsjahr 2014 und im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse des Salzgitter-Konzerns getätigt. Die Überleitung der Summe des Segmentvermögens und der Segmentschulden zur Bilanzsumme des Konzerns sowie die Überleitung der Summe der Segmentumsätze und Segmentergebnisse zum Konzernumsatz bzw. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Konzerns ergeben sich aus folgenden Übersichten: scroll
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Die Überleitungsrechnung zum Vermögen beinhaltet im Wesentlichen Finanzmittel sowie die at-equity bewerteten Anteile an der Aurubis AG. In der Überleitungsrechnung zu den Schulden werden vor allem die Pensionsrückstellungen der Holdinggesellschaften ausgewiesen. (45) Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und PersonenNeben den Geschäftsbeziehungen zu vollkonsolidierten Tochtergesellschaften existieren Beziehungen zu Gesellschaften, die als nahe stehende Unternehmen nach IAS 24 zu qualifizieren sind. Die Kategorie der anteilig konsolidierten Unternehmen beinhaltet ausschließlich die Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg. Zwischen Gesellschaften des Konsolidierungskreises und nahe stehenden Unternehmen des Salzgitter-Konzerns bestehen folgende Lieferungs- und Leistungsbeziehungen: scroll
Offene Posten aus Lieferungen und Leistungen aus dem Kauf bzw. Verkauf von Waren und Dienstleistungen zwischen Gesellschaften des Konsolidierungskreises und nahe stehenden Unternehmen des Salzgitter-Konzerns: scroll
Zusätzlich verbleibt aus einer langfristigen Kreditforderung in Höhe von 117,0 Mio. € (Vorjahr 129,0 Mio. €) gegenüber der zu 30 % konsolidierten Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg, nach Konsolidierung eine Forderung in Höhe von 81,9 Mio. € (Vorjahr 90,3 Mio. €) . Der Verkauf von Waren und Dienstleistungen umfasst im Wesentlichen die Lieferungen von Vormaterial zur Herstellung von Großrohren. Es bestehen Haftungsverhältnisse gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Gesellschaften in Höhe von 35,9 Mio. € (Vorjahr 31,6 Mio. €) . Angaben zu nahestehenden Personen (Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen) werden im Abschnitt 49 "Angaben zur Vergütung des Vorstands, Aufsichtsrats und anderen Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen" dargestellt. (46) Angaben zu den für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honoraren gemäß § 314 Nr. 9 HGBscroll
Bei weiteren Abschlussprüfern sind Aufwendungen von unter 0,1 Mio. € (Vorjahr 0,1 Mio.€) für die Prüfung der Jahresabschlüsse konsolidierter Inlandsgesellschaften entstanden. Keine Aufwendungen (Vorjahr unter 0,1 Mio. €) sind für Steuerberatungsleistungen anderer Abschlussprüfer an inländischen Konzerngesellschaften entstanden. (47) Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sindVorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, werden im Lagebericht erläutert. (48) Verzicht auf Offenlegung und Erstellung eines Lageberichts nach § 264 Abs. 3 oder § 264 b HGBNachfolgende vollkonsolidierte inländische Tochterunternehmen haben die gemäß § 264 Abs. 3 oder § 264 b HGB erforderlichen Bedingungen erfüllt und sind deshalb von der Offenlegung ihres Jahresabschlusses und der Erstellung eines Lageberichts befreit.
1)
von der Möglichkeit gemäß § 264 Abs. 3 auf
die Erstellung eines Anhanges zu verzichten, wurde Gebrauch gemacht Darüber hinaus hat die Gesellschaft Verkehrsbetriebe Peine Salzgitter GmbH, Salzgitter gemäß §291 HGB von der Möglichkeit auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts zu verzichten, Gebrauch gemacht. (49) Angaben zur Vergütung des Vorstands, Aufsichtsrats und anderen Mitgliedern des Managements in SchlüsselpositionenDas Management in Schlüsselpositionen gem. IAS 24 umfasst die Mitglieder der mit Wirksamkeit zum 1. Januar 2014 etablierten Konzerngeschäftsleitung sowie die Mitglieder des Aufsichtsrates. In der Konzerngeschäftsleitung sind neben den aktiven Mitgliedern des Vorstands die Leiter der fünf Geschäftsbereiche des Salzgitter-Konzerns vertreten. Sie werden in den nachfolgenden Tabellen unter "andere Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen" ausgewiesen. Nach der bisherigen Konzernorganisation hat sich der Kreis anderer Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen anders zusammengesetzt. Vergütungen durch den Salzgitter-Konzern: scroll
Neben den dargestellten Beträgen erhielten die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats, die Arbeitnehmer im Salzgitter-Konzern sind, Bezüge im Rahmen ihres Anstellungsverhältnisses. Deren Höhe entsprach dabei einer ihrer Funktionen und Aufgaben im Konzern angemessenen Vergütung. Verpflichtungen des Salzgitter-Konzerns: scroll
Die Verpflichtungen aus kurzfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer beinhalten die variable Jährliche Vergütung, die im Folgejahr ausgezahlt wird. Frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene bezogen im Geschäftsjahr Pensionen in Höhe von insgesamt 2,0 Mio. € (Vorjahr 2,0 Mio. €) . Detaillierte Angaben zur Vergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind im "Konzernlagebericht und Lagebericht der Salzgitter AG" im Abschnitt I.2. "Leitung und Kontrolle" offengelegt. (50) Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Salzgitter, den 26. Februar 2015 Der Vorstand Fuhrmann Becker Kieckbusch Organe der GesellschaftVorstandProf. Dr.-Ing. Heinz Jörg FuhrmannVorsitzender scroll
Burkhard BeckerFinanzen scroll
Wolfgang EgingGeschäftsbereich Energie bis 30. September 2014 Vorsitzender des Vorstands der Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim/Ruhr scroll
Heinz GroschkeGeschäftsbereich Handel bis 30. September 2014 Vorsitzender des Vorstands der Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf scroll
Michael KieckbuschPersonal scroll
a)
= Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu
bildenden Aufsichtsräten i. S. d. § 125 AktG AufsichtsratRainer ThiemeVorsitzender Vorsitzender der Geschäftsführung der Wilhelm Karmann GmbH i. R., Osnabrück scroll
Dr. Hans-Jürgen UrbanStellvertretender Vorsitzender Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Industriegewerkschaft Metall, Frankfurt am Main scroll
Konrad AckermannGesamtbetriebsratsvorsitzender der KHS GmbH, Dortmund scroll
Bernhard BreemannGesamtbetriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH, Düsseldorf Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH, Gladbeck scroll
Ulrike BrouziMitglied des Vorstands Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover scroll
Annelie BuntenbachGeschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bundesvorstands des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) , Berlin ■ keine Mitgliedschaft in anderen Gremien Hasan CakirVorsitzender des Konzernbetriebsrats der Salzgitter AG, Salzgitter Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter scroll
Ulrich DickertBetriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes Deutschland GmbH, Remscheid scroll
Dr. Thea DückertMitglied des Bundestages a. D. Gastdozentin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Department für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften, Oldenburg scroll
Karl EhlerdingGeschäftsführer der KG Erste "Hohe Brücke 1" Verwaltungs-GmbH & Co., Hamburg scroll
Roland FlachVorsitzender des Vorstands der Klöckner-Werke AG i. R., Duisburg Vorsitzender des Vorstands der KHS AG i. R., Dortmund scroll
Gabriele HandkeAb 1. März 2015 Stellvertretende Betriebsratvorsitzende der Peiner Träger GmbH, Peine ■ keine Mitgliedschaft in anderen Gremien Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Jürgen HesselbachPräsident der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig scroll
Ulrich KimpelBetriebsratsvorsitzender der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg scroll
Dr. Dieter KösterGeschäftsführender Gesellschafter der HomeStead GmbH & Co. KG, Osnabrück Vorsitzender des Vorstands der Köster Holding AG i.R., Osnabrück scroll
Bernd LauenrothGewerkschaftssekretär des Vorstands der Industriegewerkschaft Metall, Zweigbüro Düsseldorf scroll
Thomas LehneBis 28.Februar 2015 Betriebsratsvorsitzender der SZST Salzgitter Service und Technik GmbH, Salzgitter bis 31. März 2014 Stellvertretende Betriebsratvorsitzender der Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter, seit 1. Juni 2014 scroll
Volker MittelstädtStellvertretender Betriebsratsvorsitzender der Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg, seit 14. März 2014 scroll
Prof. Dr. Hannes RehmPräsident der IHK Industrie- und Handelskammer Hannover Vorsitzender des Vorstands der Norddeutsche Landesbank - Girozentrale i. R., Hannover ■ keine Mitgliedschaft in anderen Gremien Peter-Jürgen SchneiderFinanzminister des Landes Niedersachsen scroll
Dr. Werner TegtmeierStaatssekretär a.D. im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung scroll
Dr. Johannes TeyssenVorsitzender des Vorstands der E.ON SE, Düsseldorf scroll
a)
= Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu
bildenden Aufsichtsräten i. S. d. § 125 AktG Bericht des AufsichtsratsWesentliche Kennzeichen des Geschäftsjahres 2014 waren eine leichte Erholung des jedoch nach wie vor insgesamt sehr nachfrageschwachen europäischen Stahlmarktes, ein Anstieg unserer Erzeugungsmengen, ein preisbedingt dennoch weiterer Umsatzrückgang, sinkende Rohstoffkosten und ein zwar spürbar verbessertes, aber immer noch negatives Ergebnis. Zur Ergebnisverbesserung trugen neben den deutlich geringeren Sonderabschreibungen vor allem das vom Aufsichtsrat unterstützte konzernweite Restrukturierungsprogramm "Salzgitter AG 2015" und ein erfreulicher Ertrag aus der Beteiligung an der Aurubis AG (NAAG) bei. Trotz dieser Erfolge gilt es, weiter mit Nachdruck an einer Optimierung der Resultate zu arbeiten. Überwachung und Beratung des Vorstands bei der Führung der GeschäfteDer Aufsichtsrat ließ sich kontinuierlich über die Lage des Konzerns und den Geschäftsverlauf berichten. In vier Sitzungen beriet er mit dem Vorstand die Perspektiven und Risiken. Geschäftsvorgänge, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften sowie Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Unternehmensplanung wurden eingehend hinterfragt und diskutiert. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ließ sich darüber hinaus auch außerhalb der Sitzungen regelmäßig vom Vorsitzenden des Vorstands über aktuelle Themen informieren. Die Teilnahmequote bei den Sitzungen des Aufsichtsrats überschritt 90 %. Weder Aufsichtsratsmitglieder noch Vorstandsmitglieder haben dem Aufsichtsrat Interessenkonflikte angezeigt. Beratungsschwerpunkte im AufsichtsratDas Hauptaugenmerk des Aufsichtsrats lag 2014 angesichts der anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit in den Geschäftsbereichen Flachstahl, Grobblech / Profilstahl und Energie auf einer nachhaltigen Verbesserung der Ergebnisperformance. Dazu ließ er sich insbesondere regelmäßig über die Fortschritte bei der Umsetzung der Maßnahmen des Restrukturierungsprogramms "Salzgitter AG 2015" berichten. Die Realisierung der damit angestrebten Organisationsverbesserungen, Personalanpassungen und Anlagenoptimierungen liegt bisher im Plan, ist aber noch nicht abgeschlossen. Gleichzeitig stimmte der Aufsichtsrat trotz der wirtschaftlich schwierigen Lage beträchtlichen Investitionen in die Zukunft des Unternehmens zu. Hierzu zählt insbesondere der Bau einer zur Erfüllung gestiegener Kundenanforderungen an unsere Flachstahlprodukte notwendigen neuen Anlage zur Vakuumbehandlung von Rohstahl. Wir sehen weiteren Handlungsbedarf hinsichtlich der Beseitigung von Schwachstellen, um das Unternehmen zukunftsfähig zu machen. Große Sorge bereiten uns die zunehmende Belastung der Energieversorgung mit Abgaben und die angestrebte Verschärfung der Umweltauflagen, namentlich die jüngsten CO2 -Klimaziele des Europäischen Rates, da sie insbesondere unsere außereuropäischen Wettbewerber nicht gleichermaßen treffen. Im Dezember beschäftigte sich der Aufsichtsrat hauptsächlich mit der Unternehmensplanung für die Geschäftsjahre 2015 bis 2017. Arbeit der AusschüsseZur Vorbereitung seiner Beratungen und Entscheidungen hat der Aufsichtsrat ein Präsidium, einen Prüfungs-, einen Strategie- und einen Nominierungsausschuss gebildet. Das Präsidium trat im Geschäftsjahr fünfmal zusammen. Zu den Themen dieser Sitzungen gehörten wichtige Fragen des Geschäftsverlaufs, der Umsetzungsstand des Restrukturierungsprogramms "Salzgitter AG 2015" sowie Nachfolgeregelungen in dem neu eingerichteten Gremium Konzerngeschäftsleitung, das den Vorstand bei seiner Leitungsaufgabe unterstützt. Der Prüfungsausschuss hielt im Berichtszeitraum vier Sitzungen ab. Er erörterte mit dem Vorstand die im Jahresverlauf veröffentlichten quartalsweisen Zwischenberichte des Unternehmens, bereitete die Prüfung und Feststellung des Jahres- und des Konzernabschlusses 2014 durch den Aufsichtsrat vor sowie dessen Entscheidung, der Hauptversammlung trotz des negativen Resultates die Ausschüttung einer Dividende vorzuschlagen. Des Weiteren befasste sich das Gremium insbesondere mit dem Rechnungslegungsprozess, mit der Wirksamkeit der Systeme der internen Kontrolle, der internen Revision und des Risikomanagements, mit der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers sowie mit der Compliance. Der Prüfungsausschuss berichtete jeweils dem Gesamtaufsichtsrat über das Ergebnis seiner Beratungen. Der Strategieausschuss tagte im Berichtszeitraum einmal. Er diskutierte mit dem Vorstand Strategie und Weichenstellungen zur Sicherung der nachhaltigen Zukunftsfähigkeit des Salzgitter-Konzerns. Der Nominierungsausschuss trat zweimal zusammen und beriet Fragen der künftigen Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Jahresabschluss- und KonzernabschlussprüfungIn der Sitzung am 26. März 2015 beschäftigten wir uns intensiv mit dem Jahresabschluss der Salzgitter AG (SZAG) und dem Konzernabschluss jeweils zum 31. Dezember 2014 sowie dem gemeinsamen Lagebericht der Aktiengesellschaft und des Konzerns über das Geschäftsjahr 2014. Zuvor hatte der von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, beide Abschlüsse geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Er testierte die Übereinstimmung der Bilanzierung, Bewertung und Konsolidierung im Konzernabschluss mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) . Darüber hinaus bestätigte der Abschlussprüfer im Rahmen seiner Beurteilung des Risikofrüherkennungssystems, dass der Vorstand die nach dem Aktiengesetz geforderten Maßnahmen getroffen hat, um Risiken frühzeitig zu erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Der Jahresabschluss der SZAG, der Konzernabschluss, der gemeinsame Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns, der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben uns zur Prüfung vorgelegen. An der Beratung des Jahres- und des Konzernabschlusses nahmen Vertreter des Abschlussprüfers teil und erläuterten ihre wesentlichen Ergebnisse. Unsere Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses sowie des gemeinsamen Lageberichts ergab keine Einwände. Wir stimmten daher dem Ergebnis der Prüfung seitens des Abschlussprüfers zu und billigten den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands bezüglich der Verwendung des Bilanzgewinns schlossen wir uns an. Veränderungen im AufsichtsratHerr Thomas Lehne, Vertreter der Arbeitnehmer, hat sein Mandat zum 28. Februar 2015 niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Lehne für seine Tätigkeit zum Wohle des Unternehmens. Als seine Nachfolgerin bestellte das Amtsgericht Braunschweig mit Wirkung vom 1. März 2015 Frau Gabriele Handke zum Aufsichtsratsmitglied. Veränderungen im VorstandMit Wirkung zum 30. September 2014 schieden altersbedingt die Herren Wolfgang Eging und Heinz Groschke aus dem Vorstand aus. Der Aufsichtsrat dankt beiden Herren für ihr langjähriges großes Engagement für das Unternehmen. Herr Groschke hat insbesondere das internationale Trading zu einem bedeutenden Geschäftsfeld des Geschäftsbereichs Handel ausgebaut. Herr Eging entwickelte die verschiedenen Engagements des Konzerns im Geschäftsbereich Energie mit Umsicht weiter. Wegen der 2013 beschlossenen Verkleinerung des Vorstandes im Rahmen der neuen Konzernorganisation waren Nachbesetzungen nicht erforderlich. Wir danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für die von ihnen geleistete Arbeit und ihren Einsatz im Geschäftsjahr 2014.
Salzgitter, 26. März 2015 Der Aufsichtsrat Rainer Thieme, Vorsitzender Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Konzernlageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, den 26. Februar 2015 PricewaterhouseCoopers Thomas Stieve, Wirtschaftsprüfer ppa. Frank Thomas Buchwald, Wirtschaftsprüfer |
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