![]() Salzgitter AGSalzgitterZwischenbericht 9 MonateSalzgitter-Konzern in Zahlenscroll
Ausweis der Finanzdaten gemäß IFRS1)
EBIT = EBT + Zinsaufwand/-Zinsertrag, EBITDA = EBIT + Abschreibungen ZusammenfassungSalzgitter-Konzern mit positivem Ergebnis in den ersten neun Monaten 2015Der Salzgitter-Konzern steigerte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres seinen
Vorsteuergewinn gegenüber der Vergleichsperiode spürbar. In einem von stark gestiegenen
Importen und Erlösrückgängen gekennzeichneten europäischen Stahlmarkt waren die Ergebniseffekte
des konzernweiten Restrukturierungsprogramms "Salzgitter AG 2015" Haupttreiber der
Verbesserung. Das Resultat enthält in Summe 77,1 Mio. € Ergebnisbelastungen aus der
Ende August begonnenen, planmäßig verlaufenden Neuzustellung eines Hochofens im Hüttenwerk
Salzgitter sowie aus bilanziellen Vorsorgen für anstehende Strukturmaßnahmen. Die
finanzielle Basis bleibt mit 35 % Eigenkapitalquote sowie einem im Vergleich zum ersten
Halbjahr 2015 auf 267 Mio. € erhöhten Nettoguthaben weiterhin sehr solide. Konzern
Entwicklung der Geschäftsbereiche
PrognoseVor allem als Folge gesunkener Metallpreise und des daraus resultierenden Einflusses
auf den erwarteten Ergebnisbeitrag des Aurubis-Engagements kehrt der Salzgitter-Konzern
zu seiner ursprünglichen Ergebnisprognose vom Jahresbeginn zurück. Wir erwarten nunmehr
einen stabilen Umsatz, einen Vorsteuergewinn im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich
sowie eine über dem Vorjahreswert auskommende Rendite auf das eingesetzte Kapital
(ROCE). Investor RelationsKapitalmarkt und Kursentwicklung der Salzgitter-AktieAktienkurs Salzgitter AG versus Europäischer Stahlindex, MDAX und DAX![]() Quellen: XETRA-Schlusskurse Deutsche Börse AG, Datastream STEELEU Die Aktienmärkte bewegten sich im Berichtszeitraum uneinheitlich. In den ersten Jahresmonaten
bildete sich ein ausgeprägter Aufwärtstrend heraus, der von der Entscheidung der Europäischen
Zentralbank zum Ankauf von Staatsanleihen getragen wurde und am 10. April in einem
neuen Allzeithoch des DAX von 12.391 Punkten mündete. Getrieben von der Staatsfinanzkrise
Griechenlands konsolidierten die Indices in den Folgemonaten unter teilweise heftigen
Ausschlägen insgesamt geringfügig. Ab Anfang September führten Sorgen um die konjunkturelle
Dynamik Chinas sowie in Deutschland zusätzlich Kursabschläge von Aktien der Automobilindustrie
und mit ihr verbundener Branchen zu einer deutlichen Korrektur. In dieser büßte der
DAX die zuvor erzielten Gewinne vollständig ein. Die Gesamtperformance des deutschen
Leitindex betrug in der Berichtperiode -1 %; der MDAX verbesserte sich um 14 %. Die Salzgitter-Aktie entwickelte sich über die ersten neun Monate 2015 hinweg deutlich
besser als der europäische Stahlindex. Ausgehend von 23,41 € Jahresschlusskurs 2014
stieg sie im Frühjahr kräftig und erreichte am 14. Mai mit 36,42 € den bisherigen
Jahreshöchstkurs, was einem Kursgewinn von 56 % entspricht. Hierin spiegelte sich
auch die Anerkennung des Kapitalmarktes für die messbaren Erfolge des Maßnahmenprogramms
"Salzgitter AG 2015" wider. Analog zum Gesamtmarkt kam es danach bis Mitte August
zu einer Phase hoher Volatilität, in der der Kurs insgesamt leicht nachgab. Die Änderung
der Wechselkurspolitik Chinas sowie die begonnene Diskussion der zukünftigen Wachstumsstärke
des Landes wirkten sich naturgemäß besonders auf konjunktursensible Papiere wie Stahlaktien
aus. Dementsprechend deutlich korrigierten nahezu sämtliche Titel unserer Branche.
Insgesamt verzeichnete die Salzgitter-Aktie im Berichtszeitraum -5 % Gesamtperformance. Bei den aktuellen Analystenratings von 26 Bankhäusern wird die Salzgitter-Aktie mit
folgenden Voten bewertet (Stand 30. September 2015): 12 Kaufen/Outperform, 5 Halten/Marketperform,
9 Verkaufen/Underperform. Die durchschnittlichen Tagesumsätze betrugen während der Berichtsperiode pro Tag rund
456.000 Stück und lagen damit deutlich über dem Vorjahreswert (274.000 Stück/Tag).
Damit belegte die Salzgitter AG (SZAG) im MDAX-Ranking der Deutsche Börse AG per 30.
September 2015 den 17. Platz in der Kategorie Börsenumsatz sowie Rang 53 in der Free-Float-Marktkapitalisierung. Kapitalmarktkommunikation: In den ersten neun Monaten 2015 haben wir den Salzgitter-Konzern
auf Investoren-Konferenzen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA
sowie auf Roadshows in Frankfurt, London, Dublin, Genf und Zürich präsentiert. Darüber
hinaus besuchten Analysten und Investoren unsere Standorte Salzgitter, Peine, Dortmund
sowie Mülheim und informierten sich bei Gesprächen mit Konzernvertretern über das
Unternehmen. Die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2014 sowie des ersten Halbjahres 2015
wurden dem Kapitalmarkt auf gut besuchten Analystenkonferenzen in Frankfurt und London
vorgestellt und intensiv diskutiert. Die über den Freundeskreis der Aktionäre der
SZAG organisierten Informationsveranstaltungen und Werksbesichtigungen erfreuten sich
wieder eines regen Interesses seitens unserer Privatanleger. Eigene AktienDer Bestand an eigenen Aktien der SZAG veränderte sich gegenüber dem 31. Dezember
2014 nicht und belief sich per 30. September 2015 auf 6.009.700 Stück. Dies entspricht
10 % der emittierten Aktien. DividendeDie Höhe der Dividende wird sich weiterhin an der Gewinnentwicklung orientieren. Die
branchenüblichen zyklischen Schwankungen schlagen sich naturgemäß einerseits in den
Ergebnissen der Gruppe, anderseits im Aktienkurs nieder. Der Einzelabschluss der SZAG
ist maßgeblich für die Ausschüttungsfähigkeit. Der Salzgitter-Konzern verfolgt grundsätzlich
eine Politik kontinuierlicher, attraktiver Dividendenzahlungen, die unter der Prämisse
tatsächlicher operativer Gewinnerzielung außerhalb volatiler Stichtagseinflüsse geleistet
werden sollen. Dabei muss sich die Zyklizität der Ergebnisentwicklung nicht in vollem
Umfang niederschlagen. Vor diesem Hintergrund beschloss die Hauptversammlung am 28.
Mai 2015 die Ausschüttung einer Dividende von 0,20 € je Aktie für das Geschäftsjahr
2014. Informationen für Kapitalanlegerscroll
Wertpapierkennnummer: 620200, ISIN: DE0006202005 1)
berechnet auf Basis des jeweiligen Periodenschlusskurses multipliziert mit den zu
diesem Zeitpunkt ausstehenden Aktien Ertragslage des Konzerns und seiner GeschäftsbereicheKonjunkturelles UmfeldDie Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft schwächte sich in den ersten neun Monaten
des Jahres 2015 zunehmend ab. Industrienationen und Schwellenländer wiesen dabei eine
unterschiedliche Entwicklung auf. In den USA wurde nach einem auch witterungsbedingt
verhaltenen Start in das Jahr eine spürbare Belebung der Konjunktur bis in den Sommer
hinein verzeichnet, die sich zum Periodenende hin allerdings etwas verlangsamte. Großbritannien
befand sich ebenfalls weiterhin in einem Aufwärtstrend. Im Gegensatz wurde die Erholung
in Japan vor allem wegen der gesunkenen Exporte gebremst. Dies war hauptsächlich auf
eine niedrigere Nachfrage Chinas zurückzuführen. Hier litten insbesondere Außenhandel,
Industrie und Bausektor unter einem verlangsamten Wachstum. Die gesunkenen Rohstoffpreise
belasteten viele lateinamerikanische Volkswirtschaften sowie Russland, welches zusätzlich
von Wirtschaftssanktionen beeinträchtigt wurde. Insgesamt verringerte der Internationale
Währungsfonds (IWF) in seiner jüngsten Vorschau die Prognose des Weltwirtschaftswachstums
im Jahr 2015 auf 3,1 %. Die Eurozone setzte ihre moderate Erholung in der Berichtsperiode fort. Diese Entwicklung
wurde begünstigt von den gesunkenen Energiekosten, der Abwertung des Euro gegenüber
anderen Währungen wie dem US-Dollar sowie dem anhaltend niedrigen Zinsniveau. Haupttreiber
blieb die private Konsumnachfrage. Auch die staatlichen Konsumausgaben trugen zur
Expansion bei, während die Bruttoanlageinvestitionen nach einer Steigerung zu Jahresbeginn
in den letzten Monaten zurückgingen. Nahezu alle Euroländer wiesen positive Wachstumsraten
aus, allerdings bleibt der Aufwärtstrend fragil. Der IWF erwartet für 2015 unverändert
1,5 % Wachstum in der Eurozone. Die Wirtschaft Deutschlands befand sich im Berichtszeitraum in einem leichten Aufschwung.
Während sich der private Konsum einmal mehr als Hauptstütze erwies, blieb die Investitionstätigkeit
eher verhalten. Der Außenhandel profitierte vom Aufschwung der Eurozone sowie der
Abwertung des Euro und nahm ungeachtet der moderaten Entwicklung der Weltwirtschaft
kräftig zu. In seinem jüngsten Ausblick rechnet der IWF für das Gesamtjahr 2015 mit
einer Wachstumsrate der deutschen Volkswirtschaft von 1,5 %; die führenden deutschen
Wirtschaftsforschungsinstitute prognostizieren in ihrem Herbstgutachten etwas optimistischere
1,8 %. scroll
1)
EBIT = EBT + Zinsaufwand/-Zinsertrag; EBITDA = EBIT + Abschreibungen Ertragslage des KonzernsDer Salzgitter-Konzern steigerte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres seinen
Vorsteuergewinn gegenüber der Vergleichsperiode spürbar. In einem von stark gestiegenen
Importen und Erlösrückgängen gekennzeichneten europäischen Stahlmarkt waren die Ergebniseffekte
des konzernweiten Restrukturierungsprogramms "Salzgitter AG 2015" Haupttreiber der
Verbesserung. Das Resultat enthält in Summe 77,1 Mio. € Ergebnisbelastungen aus der
Ende August begonnenen, planmäßig verlaufenden Neuzustellung eines Hochofens im Hüttenwerk
Salzgitter sowie aus bilanziellen Vorsorgen für anstehende Strukturmaßnahmen. Die
finanzielle Basis bleibt mit 35 % Eigenkapitalquote sowie einem im Vergleich zum ersten
Halbjahr 2015 auf 267 Mio. € erhöhten Nettoguthaben weiterhin sehr solide. Außenumsatz![]() EBT![]() Mit 6.691,7 Mio. € lag der Außenumsatz des Salzgitter-Konzerns vor allem erlösbedingt
knapp unterhalb des Vorjahreswerts (9 Monate 2014: 6.811,5 Mio. €). Der Gewinn vor
Steuern stieg deutlich auf 24,0 Mio. € (9 Monate 2014: 5,5 Mio. €). Darin sind 12,8
Mio. € negativer Beitrag des Aurubis-Engagements (9 Monate 2014: 42,4 Mio. €), 33,1
Mio. € bilanzielle Vorsorgen für strukturverbessernde Maßnahmen sowie 44,0 Mio. €
Aufwand für die Hochofenneuzustellung verkraftet. Aus 12,1 Mio. € (9 Monate 2014:
-12,2 Mio. €) Ergebnis nach Steuern errechnen sich 0,16 € Ergebnis je Aktie (9 Monate
2014: -0,28 €). Die Verzinsung des eingesetzten Kapi-tals (ROCE) betrug 2,0 % (9 Monate
2014: 1,5 %). BeschaffungStabilisierung der Erzpreise im dritten Quartal auf niedrigem NiveauDer globale Eisenerzmarkt war im Jahr 2015 von einem weiteren Preisrückgang geprägt.
Hatte der Leitpreis für den Spotmarkt, Platts IODEX 62 % Fe CFR China, 2014 noch bei
durchschnittlich 97 USD/dmt gelegen, notierten die ersten drei Quartale 2015 bei 62,
58 und zuletzt 54 USD/dmt. Im April wurde mit 45 USD/dmt ein historischer Tiefstwert
seit Einführung des Indexes im Juli 2008 verzeichnet. In den beiden Folgemonaten zeigten
sich zeitweise deutliche Erholungstendenzen, bereits im Juli wurde jedoch ein neuer
Niedrigststand (44,50 USD/dmt) markiert. Diese hohe Volatilität setzte sich im August
und September nicht fort, die Notierungen bewegten sich in einem schmalen Korridor
zwischen 52 und 59 USD/dmt. Es bleibt abzuwarten inwieweit sich trotz der deutlich
nachlassenden Dynamik der chinesischen Stahlindustrie sowie des Zuwachses auf der
Angebotsseite mit dem Kapazitätsausbau der großen Eisenerzproduzenten in Australien
und Brasilien hier ein anhaltend stabiles Preisniveau bildet. Generell haben auch
die kleineren Erzproduzenten ihre Produktionskosten deutlich verringern können. Neben
den signifikant niedrigeren Energiekosten und günstigen Konditionen am Kapitalmarkt
wirken sich vorteilhafte Wechselkursentwicklungen zum US-Dollar positiv aus. Basierend
auf dem Preisniveau des dritten Quartals ist insofern keine schnelle Marktbereinigung
zu erwarten, mithin sehen viele Analysten mittelfristig kaum Potenzial für Erzpreissteigerungen. Beständiger Abwärtstrend des KokskohlemarktesIm Gegensatz zur indexgeprägten Preisbildung am Erzmarkt werden für Kokskohle weiterhin
Quartalspreise mit Benchmark-Charakter zwischen großen Produzenten und Abnehmern verhandelt.
Die Marktlage war im bisherigen Jahresverlauf durch ein massives Überangebot an Kokskohle
geprägt, was vor allem ab dem zweiten Quartal 2015 zu stark fallenden Preisen führte.
So rangierten die Benchmark-Abschlüsse für das erste und zweite Quartal mit 117 und
110 USD/t FOB Australien noch über der 100-USD-Grenze. Danach sank der Leitpreis von
93 USD/t für das dritte Quartal auf 89 USD/t für das vierte weiter deutlich ab und
erreichte das niedrigste Preisniveau seit 2005. Selbst Produktionskürzungen und temporäre
Minenschließungen konnten diesen Abwärtstrend nicht aufhalten. Der Ausblick auf die
nähere Zukunft zeigt in den meisten Marktkommentaren eher Anzeichen eines weiteren
Nachfragerückgangs, was den deutlichen Angebotsüberschuss verfestigen und weiterhin
starken Druck auf die Preise ausüben sollte. Preisschwankungen bei Metallen und Ferro-LegierungenDie internationalen Märkte für Metalle und Legierungen gaben ein sehr unterschiedliches
Bild ab. Die Preise für Massenlegierungen auf Manganbasis bewegten sich in den ersten
neun Monaten des Jahres 2015 auf einem stabilen Niveau. Dagegen zeigten sich die börsennotierten
Stoffe wie Zink, Nickel, Kupfer und Aluminium bis Mitte Mai recht volatil und verloren
dann kräftig an Wert. Zuletzt drastischer StahlschrottpreisverfallDie Entwicklung des Stahlschrottmarktes war im Berichtszeitraum uneinheitlich. Zu
Jahresbeginn lag die Schrottnachfrage der deutschen Werke stellenweise über dem Angebot,
sodass sich die Preise je nach Sorte und Region um bis zu 8 €/t erhöhten. Der Februar
war von einem massiven Schrottpreissturz im US-Inlandsmarkt geprägt, der auch die
Preise für Schrottlieferungen aus dem Euroraum in Richtung Türkei stark beeinflusste.
Angesichts der nach wie vor relativ guten Auslastung der deutschen Stahlindustrie
und des zufriedenstellenden Schrottbedarfs der Elektrostahlwerke stellte sich die
Situation auf dem heimischen Markt wie folgt dar: nachdem zunächst im weiteren Quartalsverlauf
Preisreduzierungen in einer Größenordnung von 10 bis zu 22 €/t verzeichnet wurden,
legten die Schrottpreise im April angesichts einer schlechten Verfügbarkeit an Stahlaltschrott
sowie einer Belebung auf dem Tiefseemarkt um durchschnittlich 15 bis 20 €/t zu. In
den beiden Folgemonaten waren Angebot und Nachfrage ausgewogen, sodass die Stahlschrottpreise
weitestgehend unverändert blieben. Im dritten Quartal 2015 reduzierten sich die Schrottpreise
um bis zu 50 €/t. Ursächlich war zum einen der deutlich geringere Bedarf der Werke
aufgrund der ferienbedingten Werksstillstände. Zum anderen führte die schwache Exporttätigkeit
aus dem Euroraum zu einem deutlichen Angebotsüberhang und weiteren Preisabschlägen
in Deutschland. Darüber hinaus kauften gerade die türkischen Elektrostahlwerke zu
Lasten des Schrotteinsatzes aus Wettbewerbsgründen die immer günstiger gewordenen
Knüppel aus China als Vormaterial für ihre Walzwerke zu, was ebenfalls zu dem deutlichen
Preisrückgang beitrug. StahlmarktentwicklungDer globale Stahlmarkt entwickelte sich im Berichtszeitraum rückläufig. Damit dürften
weltweit Rohstahlproduktion und Stahlnachfrage 2015 zum ersten Mal seit 2009 sinken.
Dabei ging mit wenigen Ausnahmen, darunter die EU, die Produktion in wichtigen Erzeugerregionen
zurück, besonders stark in der Türkei und den USA. Auf dem chinesischen Stahlmarkt
spitzt sich die Lage weiter zu: Fehlende Fortschritte bei der Konsolidierung der Industrie
und eine stärker als erwartet rückläufige Nachfrage führen zu einem weiteren Anstieg
der Überkapazitäten. Auf dem EU-Stahlmarkt zeigte sich eine graduelle Erholung. Das Wachstum der Marktversorgung
lag auf der Linie des realen Stahlbedarfs. Wesentliche Treiber waren die Automobil-
und Bauindustrie. Die Rezession auf dem spanischen Baumarkt ist überwunden und in
Frankreich sowie Italien scheint die Bodenbildung erreicht. Der massive Importdruck
vor allem aus China belastete jedoch die Kapazitätsauslastung der EU-Hersteller, die
Rohstahlproduktion und auch die Lieferungen stagnierten. 2015 wird erstmals seit 2008
ein deutliches Defizit in der Stahlaußenhandelsbilanz der EU erwartet. Die Kernindikatoren des deutschen Stahlmarktes fielen unterschiedlich aus: Die Kapazitätsauslastung
verbesserte sich und kehrte mit nahezu 90% zur langfristigen Normalauslastung zurück.
Damit belegt Deutschland im internationalen Vergleich einen Spitzenplatz. Die Rohstahlproduktion
war ebenfalls auf Kurs und bewegte sich etwa auf Höhe des Vorjahres. Dagegen schwächte
sich der Auftragseingang ab. So wiesen die Walzstahlbestellungen seit Beginn des Jahres
tendenziell nach unten, in den Sommermonaten hat sich der Abwärtstrend verstärkt.
Diese Entwicklung fügt sich nicht ein in das dem Grunde nach solide Konjunkturbild
für die stahlverarbeitenden Branchen mit einem moderat wachsenden Stahlbedarf. Ursächlich
hierfür dürfte vor allem sein, dass Händler und Verarbeiter bei ihren Lagerdispositionen
äußerst vorsichtig agieren. Geschäftsbereich Flachstahlscroll
1)
inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen Kernkompetenzen des Geschäftsbereiches Flachstahl sind die Stahlerzeugung im voll
integrierten Hüttenwerk der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) sowie die anschließende
Verarbeitung zu hochwertigen Flachstahlprodukten. Über die angegliederten Stahl-Service-Center
der Salzgitter Mannesmann Stahlservice GmbH (SMS) werden die zunehmenden Anarbeitungsbedarfe
unserer Kunden bedient. Die weiterverarbeitenden Gesellschaften Salzgitter Europlatinen
GmbH (SZEP) und Salzgitter Bauelemente GmbH (SZBE) verlängern die Wertschöpfungskette
innerhalb des Geschäftsbereiches mit ihren kundenspezifischen Produkten (Tailored
Blanks sowie Dach- und Wandelemente). Wichtigster Kundensektor ist die europäische
Automobilindustrie. Die Marktversorgung mit Flachstahlerzeugnissen bewegte sich im Berichtszeitraum in
Deutschland annähernd auf Vorkrisenniveau. Im EU-Durchschnitt lag sie dagegen - trotz
eines Anstiegs gegenüber dem Vorjahreszeitraum - noch rund 15% darunter. Impulse gingen
vor allem von der Automobilindustrie aus, wohingegen sich der Bausektor und der Maschinenbau
eher verhalten entwickelten. Wenngleich der Absatz an den Distributionssektor höher
ausfiel als ein Jahr zuvor, agieren Händler und Verarbeiter bei ihren Lagerdispositionen
weiterhin äußerst vorsichtig. Der Importdruck insbesondere aus China verschärfte sich
massiv. Auftragseingang und -bestand wie auch der Versand des Geschäftsbereiches Flachstahl
erreichten in den ersten neun Monaten 2015 nahezu die 2014er Werte. Im Jahresverlauf
gestiegene Importe vor allem aus China und eine entsprechend hohe Wettbewerbsintensität
übten Druck auf die Erlöse der meisten Produkte aus. Somit blieben Segment- und Außenumsatz
unterhalb ihrer Vergleichsmarken. Trotz der 44,0 Mio. € Ergebnisbelastung aus der
Hochofenzustellung unterschritt das Vorsteuerresultat (-9,5 Mio. €) den Wert der Vorjahresperiode
(-3,9 Mio. €) nur moderat. Geringere Rohstoffkosten und erste Kostensenkungseffekte
der im April in Betrieb genommenen Kohleeinblasanlage an den Großhochöfen in Salzgitter
wirkten gegenläufig. Segmentumsatz![]() EBT![]() Auftragseingang und -bestand wie auch der Versand der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG)
lagen nur geringfügig unter den Vergleichswerten. Die Rohstahlerzeugung blieb vor
allem wegen der im August 2015 begonnenen Neuzustellung des Hochofens B deutlich hinter
den ersten neun Monaten 2014 zurück, während die Walzstahlproduktion die Vorjahresmenge
annähernd erreichte. Der Umsatzrückgang war im Wesentlichen auf gesunkene Verkaufserlöse,
die auf dem tiefsten Stand seit Frühjahr 2010 rangierten, zurückzuführen. Trotz des
aus Mengensicht insgesamt immer noch guten Konjunkturverlaufs ließen die unverändert
hohe Wettbewerbsintensität auf dem EU-Stahlmarkt und niedrige Erzpreisnotierungen
keinen Raum für Preisaufbesserungen. Die SZFG verbuchte ein negatives Vorsteuerresultat,
das von der Sonderbelastung aus der Hochofenzustellung im dritten Quartal geprägt
war. Gesunkene Beschaffungspreise für Rohstoffe sowie die positive Auswirkung der
Inbetriebnahme der Kohleneinblasanlage konnten diese nicht kompensieren. Der Absatz der Salzgitter Mannesmann Stahlservice GmbH (SMS) übertraf die Vorjahresperiode
auch dank der konsequenten Umsetzung der gemeinsamen Vertriebsstrategie mit der SZFG
spürbar. Der Umsatz legte daher trotz des anhaltenden Preisverfalls leicht zu. Gegenüber
dem Vorjahr stellt das nahezu ausgeglichene Vorsteuerresultat eine merkliche Verbesserung
dar. Wenngleich der Absatz der Salzgitter Bauelemente GmbH (SZBE) zuletzt leicht zulegte,
blieb er insgesamt unter dem Vorjahreswert. In Verbindung mit dem anhaltenden Preisdruck
rangierten auch Umsatz und Ergebnis vor Steuern unter den Vergleichskennzahlen. Der Umsatz und Vorsteuergewinn der Salzgitter Europlatinen GmbH (SZEP) lagen bei abnehmenden
Versandmengen und einem niedrigeren Preisniveau unter den Vergleichswerten. Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahlscroll
1)
ohne DMU-Gruppe Der Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl fasst die Gesellschaften des Konzerns
zusammen, die überwiegend die projektorientierten Bau- und Infrastrukturkunden bedienen.
Dies sind zum einen die Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG), die Salzgitter Mannesmann
Grobblech GmbH (MGB) sowie zum anderen die Peiner Träger GmbH (PTG) und die HSP Hoesch
Spundwand und Profil GmbH (HSP). ILG und MGB produzieren ein breites Spektrum an hochwertigen
Grobblechprodukten. Wichtige Abnehmer sind der schwere Maschinenbau, Rohrproduzenten
sowie Hersteller von Windkraftanlagen, während PTG Hoch- und Tiefbauprojekte in ganz
Europa beliefert. Über die Integration der DEUMU Deutsche Erz- und Metall-Union GmbH
(DMU) - mit ihrer Tochtergesellschaft BSH Braunschweiger Schrotthandel GmbH (BSH)
- als Schrottversorger der PTG werden die Logistikprozesse eng koordiniert und flexibel
gesteuert. Auftragseingang und -bestand des Geschäftsbereiches Grobblech / Profilstahl waren
im Vergleich zum Vorjahr spürbar rückläufig, die Walzstahlproduktion dagegen legte
zu. Segment- und Außenumsatz erreichten trotz ausgeweiteter Absatzmengen die Werte
der ersten neun Monate 2014 erlösbedingt nicht. Dank der Erfolge aus der zügig umgesetzten
Restrukturierung und operativen Optimierung erzielte die PTG einen erfreulichen Vorsteuergewinn,
die Grobblechproduzenten reduzierten ihren Vorsteuerverlust gegenüber Vorjahr signifikant.
Der Geschäftsbereich verbuchte insgesamt ein deutlich negatives Resultat vor Steuern
(-32,8 Mio. €; neun Monate 2014: -60,1 Mio. €). Hierin spiegelt sich der erhebliche
Verlust der HSP in Höhe von 41,4 Mio. € wider, die 23,1 Mio. € bilanzielle Vorsorgen
im Zusammenhang mit der beschlossenen Stilllegung des Produktbereiches Spundwandprofile
beinhalten. Segmentumsatz![]() EBT![]() Die anhaltend fragile wirtschaftliche Situation weltweit und zahlreiche politische
Krisen spiegelten sich in der Entwicklung des europäischen Grobblechmarktes wider.
Die aktuelle Schwächephase des Weltkonjunkturmotors China war begleitet von einem
Rückgang der Rohstoffpreise. Die Drittlandimporte wuchsen im ersten Halbjahr auf etwa
ein Viertel des EU-Marktvolumens an. In den Folgemonaten zeigte sich bedingt durch
die Abwertung des Renminbi und die Versuche, die eigenen Produktionsstätten auszulasten,
ein weiterer Mengenanstieg. Die aufgrund des schwachen Euros währungsbegünstigten
Exportlieferungen der EUROFER-Werke in Drittländer gingen im Jahresverlauf zurück.
Die stark vom Export in Schwellenländer abhängigen Verbrauchergruppen, wie Bau- und
Landmaschinenhersteller verzeichneten nur eine schwache Nachfrage. Der hohe Importdruck
sowie die weiterhin angespannte wirtschaftliche Situation in Spanien und Italien führten
hier im Jahresverlauf bei Einfachgüten zu Preiskorrekturen. Auch in der übrigen EU
zeigten sich die Preise seit Jahresbeginn rückläufig. Kostenvorteile durch stark gesunkene
Rohstoffpreise werden direkt an den Markt weitergegeben. Die niedrigen Öl- und Gaspreise
führen aktuell noch zu Verzögerungen bei Investitionen in die Exploration und den
Transport fossiler Energien. Die Ende Mai aufgehobene Sistierung des Auftrags für
den ersten Strang des Pipelineprojekts im Schwarzen Meer (ehemals South Stream) sowie
die Ankündigung der Erweiterung der Nord Stream Pipeline haben im Standardsortiment
bislang noch nicht zu positiven Impulsen geführt. Der Bereich Offshore-Wind ist weiterhin
durch eine stabile Nachfrage gekennzeichnet. Die Absatzerwartungen für die nächsten
Quartale gehen daher von einem kontinuierlichen Bedarf aus. Ordereingang und -bestand der unter einheitlicher Leitung geführten Ilsenburger Grobblech
GmbH (ILG) und Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) lagen unter den Vergleichswerten.
Walzstahlproduktion und Versand erhöhten sich bei einer stabilen Entwicklung der ILG
aufgrund der Mehrmengen der Mülheimer Gesellschaft. Trotz gesunkener Erlöse legte
der Umsatz dank des Anstiegs bei der MGB etwas zu. Wenngleich die MGB ein leicht positives
Ergebnis erwirtschaftete und auch die ILG als Folge von Kosteneinsparungen und gesunkenen
Vormaterialpreisen ihr Resultat sichtbar verbesserte, wurde insgesamt ein deutlicher
Vorsteuerverlust verbucht. Die Situation auf dem europäischen Trägermarkt stellte sich für den Handel und die
Werke uneinheitlich dar: So konnten dank des Wechselkursverhältnisses EUR-USD zu Jahresbeginn
Exportmengen gebucht werden, während sich die Importe auf einem niedrigen Level bewegten.
In diesem Umfeld verzeichneten die Werke gute Kapazitätsauslastungen und erhöhten
die Preise um 10 €/t. Trotz fallender Schrotteinkaufspreise stabilisierten sich die
Erlöse ab Februar. Beim lagerhaltenden Handel waren die Verkäufe aufgrund der zögerlichen
realen Nachfrage rückläufig, was zu Preisnachlässen und einer weiteren Erhöhung des
Margendrucks führte. Im zweiten Quartal gingen die Exportmöglichkeiten insbesondere
nach Nordamerika zurück. Gründe hierfür waren Preissenkungen der dortigen Produzenten
und die mangelnde Investitionsbereitschaft im Energiesektor aufgrund niedriger Öl-
und Gaspreise. Der Beginn des dritten Quartals war geprägt von den Sommerstillständen.
Aufgrund des knappen Angebotes hatten die Produzenten keine Belegungsprobleme, die
Preise blieben stabil. Der lagerhaltende Handel konnte jedoch ungeachtet guter Absatzmengen
keine Preisanhebungen durchsetzen. Dieser Trend hielt bei schwächeren Liefermengen
ab August an. Zuletzt wirkte sich die unbefriedigende Marktsituation ebenfalls auf
der Produzentenseite spürbar aus. Neben dem insgesamt nach wie vor schwachen realen
Verbrauch resultierte dies auch aus der Spekulation des Handels auf fallende Preise,
insbesondere aufgrund der aktuellen Schrottpreisentwicklung im zweiten Halbjahr. Die
Werkspreise konnten bisher trotz hohen Drucks weiterhin auf einem relativ stabilen
Niveau gehalten werden. Die preisliche Entwicklung in den Exportmärkten führte jedoch
dazu, dass es für die zentraleuropäischen Hersteller nicht mehr möglich ist, fehlende
Mengen aus Kerneuropa durch Exporte zu kompensieren. Der Auftragseingang der Peiner Träger GmbH (PTG) rangierte im Berichtszeitraum nur
geringfügig unter dem Vergleichswert, während der Orderbestand deutlich darunter lag.
Sowohl Rohstahlproduktion als auch Walzstahlerzeugung übertrafen das Niveau des Vorjahres
leicht. Der Umsatz blieb bei einem etwas ausgeweiteten Versand stabil. Die PTG festigte
ihren Turnaround mit einem erfreulichen Gewinn vor Steuern. Das dank beträchtlicher
Kostensenkungen und erfolgreicher Prozessoptimierungen signifikant gesteigerte Resultat
stellt eine erhebliche Verbesserung zum negativen Vorjahreswert dar. Die DMU-Gruppe
verzeichnete einen Rückgang der Absatzmengen. Zudem gab der Umsatz preisbedingt nach.
Demzufolge fiel der Vorsteuergewinn niedriger aus als ein Jahr zuvor. Eine seit Jahren rückläufige Nachfrage auf dem Spundwandmarkt führte ungeachtet hoher
Investitionen und Restrukturierungsanstrengungen immer wieder zu erheblichen Verlusten
der HSP Hoesch Spundwand und Profil GmbH (HSP). In seiner Sitzung am 16. Juni 2015
hat der Vorstand der Salzgitter AG (SZAG) daher beschlossen, den Geschäftsbetrieb
der 100 %igen Tochtergesellschaft stillzulegen. Mit einer angepassten Belegschaft
wird der vorhandene Vormaterialbestand bis zum Ende des Geschäftsjahres abgearbeitet.
Absatz und Umsatzerlöse entwickelten sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rückläufig.
Der erhebliche Vorsteuerverlust beinhaltet 23,1 Mio. € bilanzielle Vorsorgemaßnahmen
für einen noch zu verhandelnden Sozialplan, die bereits im zweiten Quartal 2015 zurückgestellt
wurden. 343 Mitarbeiter sind von der Aufgabe des Produktbereiches Spundwandprofile
betroffen. Der Konzern setzt sich für eine sozialverträgliche Regelung ein. Geschäftsbereich Energiescroll
1)
Rohre Der Geschäftsbereich Energie ist schwerpunktmäßig auf internationale Projektgeschäfte
im Bereich Energieversorgung und Infrastruktur ausgerichtet und deckt ein breites
Spektrum an Durchmessern bei Leitungsrohren ab. Ergänzt wird das Portfolio durch führende
Anbieter von Präzisionsstahlrohren für die Automobilindustrie und Industrieanwendungen
sowie Edelstahl- und Nickelbasisrohre. Die langfristige Entwicklung der Kundennachfrage
folgt den Mega-Trends in den Bereichen "Wasser", "Energie" und "Mobilität" Die Sparte verfügt über eine eigene Rohstahlversorgung in Form einer 30%-Beteiligung
an der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH ([HKM], technische Rohstahlkapazität 6 Mio.
t) und eine Halbzeugproduktion für die Nahtlosrohrherstellung. Auch das Segment Energie
nutzt die konzerneigene Handelsorganisation intensiv zum Bezug von Halbzeug sowie
für den Absatz seiner Produkte. Die EUROPIPE-Gruppe (EP-Gruppe) wird at equity zu 50 % mit dem anteiligen Nachsteuerergebnis
berücksichtigt. In den übrigen Kennzahlen des Segments ist sie nicht enthalten, aber
entsprechend ihrer Bedeutung im Folgenden nachrichtlich aufgeführt und kommentiert.
Die HKM wird quotal zu 30 % einbezogen und ist dementsprechend im Auftragseingang,
Umsatz und Ergebnis des Geschäftsbereiches zu 30 % enthalten. Hingegen wird sie im
Orderbestand sowie Versand nicht erfasst, da dort nur Rohre ausgewiesen werden, während
die HKM Vormaterial produziert. Globaler Stahlrohrmarkt: Nach einem schwachen Jahresverlauf entwickelte sich das dritte
Quartal 2015 ebenfalls insgesamt verhalten. Zwar erholten sich die Rohölpreise zwischenzeitlich
etwas, gaben aber letztendlich wieder nach. Demzufolge blieb die Explorationstätigkeit
schwach. So mussten Hersteller nahtloser Stahlrohre mittlerweile Produktionseinbrüche
insbesondere in Nordamerika von bis zu 40 % verkraften. Aber auch in der Europäischen
Union (EU) und in Deutschland waren die Rückgänge deutlich. Dagegen legte die Erzeugung
geschweißter Stahlrohre bis 16" Außendurchmesser leicht zu. Die Hersteller von Großrohren
verzeichneten ebenfalls vor allem in Nordamerika, Russland und China Zuwächse. In
der EU lagen diese nur geringfügig über dem besonders niedrigen Vorjahresniveau. Auf
dem deutschen Markt wirkte die Aufhebung der Suspendierung des ersten Stranges des
Pipelineprojekts im Schwarzen Meer (ehemals South Stream) positiv. Weiterhin gestützt
von der Automobilindustrie zeigte sich die Nachfrage nach Präzisionsstahlrohren sowohl
in der EU als auch in Deutschland zufriedenstellend. Auftragseingang und -bestand des Geschäftsbereiches Energie waren in den ersten neun
Monaten 2015 niedriger als ein Jahr zuvor. Dabei zeigten alle Produktbereiche Rückgänge.
Außerhalb des Konsolidierungskreises sank der Auftragszulauf der 50 %-Beteiligung
EUROPIPE deutlich gegenüber dem Vorjahreswert, der noch die Buchung des Pipelineprojekts
im Schwarzen Meer enthielt. Der Absatz unterschritt den Wert der Vergleichsperiode. Demzufolge stellten auch Segment-
und Außenumsatz die Vorjahreslevels nicht ein. Der Geschäftsbereich Energie erwirtschaftete mit 8,8 Mio. € (9 Monate 2014: -20,5
Mio. €) einen erfreulichen Gewinnbeitrag. Dabei reduzierte die EP-Gruppe trotz der
Bildung von 10,0 Mio. € Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen bei der EUROPIPE
France S.A. (EPF) den Vorsteuerverlust dank einer guten Geschäftslage der US-Gesellschaften
spürbar. Segmentumsatz![]() EBT![]() Geschäftsverlauf der Produktbereiche:Der Auftragseingang der EUROPIPE-Gruppe (EP-Gruppe) sank in den ersten neun Monaten
2015 gegenüber der Vorjahresperiode spürbar, da im Vergleichszeitraum noch die Buchung
des Großauftrags South Stream enthalten war. Dagegen rangierte der Auftragsbestand
dank der hohen Orderzuläufe im vierten Quartal 2014 bei den amerikanischen Gesellschaften
nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Die Suspendierung des Pipelineprojekts
im Schwarzen Meer (ehemals South Stream) für den ersten Strang ist mittlerweile aufgehoben,
sodass die Fertigung der noch ausstehenden rund 110.000 Tt bis Oktober beendet werden
konnte. Versand und Umsatz waren wegen der Auslieferung bereits produzierter Mengen
für das genannte Großprojekt sowie amerikanischer Aufträge spürbar höher als ein Jahr
zuvor. Die EUROPIPE GmbH (EP) erwirtschaftete wegen der insgesamt unbefriedigenden
Beschäftigungs- und Erlössituation sowie der Bildung von Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen
bei der EUROPIPE France S.A. (EPF) einen Vorsteuerverlust. Insgesamt aber wies die
EP-Gruppe aufgrund der verbesserten Situation der US-Gesellschaften ein nahezu ausgeglichenes
Resultat aus. Wegen des anhaltenden niedrigen Ölpreises werden Projekte zur Gas- und Ölexploration
weltweit verschoben oder aufgegeben, sodass die insbesondere in Asien neu aufgebauten
Produktionskapazitäten nur auf eine sehr geringe Nachfrage treffen und zu einem massiven
Erlösverfall führen. Hiervon ist im Bereich der HFI- und spiralnahtgeschweißten Rohre
die Salzgitter Mannesmann Line Pipe GmbH (MLP) betroffen, die in den ersten neun Monaten
2015 einen im Vergleich zum Vorjahr spürbar niedrigeren Auftragseingang und -bestand
verzeichnete. Dies hatte einen gesunkenen Versand und Umsatz zur Folge; stabilisierend
wirkte der gute Absatz im zentraleuropäischen Standardgeschäft. Dagegen gelang es
der Salzgitter Mannesmann Großrohr GmbH (MGR) größere Projektmengen zu buchen als
ein Jahr zuvor, was zu einem deutlichen Anstieg des Ordereingangs- und -bestands führte.
Infolge der Auslieferung verschiedener kleinerer Projekte verbesserten sich Versand
und Umsatz der MGR gegenüber dem völlig unbefriedigenden Vorjahreszeitraum erheblich.
Aufgrund der eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen waren die Vorsteuerverluste beider
Gesellschaften wesentlich geringer als in der Vergleichsperiode. Der Präzisrohrmarkt war in den ersten neun Monaten 2015 vom guten Auftragsvolumen
der exportstarken deutschen Premium-Automobilhersteller geprägt. Dagegen zeigte sich
die Lage im Industriebereich angespannt, der Energiesektor ließ ebenfalls keine Trendwende
erkennen. Daher lagen Auftragseingang und -bestand sowie Absatz und Umsatz der Salzgitter
Mannesmann Precision-Gruppe (SMP-Gruppe) deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die SMP-Gruppe
wies ein negatives Vorsteuerresultat aus. Die Maßnahmen aus dem Programm "Salzgitter
AG 2015" und auch die darüber hinaus gehenden Programme zur Effizienzsteigerung der
Präzisrohr-Gruppe leisteten dennoch weiter erfreulich positive Ergebnisbeiträge. Die anhaltende und mittlerweile noch forcierte Zurückhaltung des europäischen lagerhaltenden
Handels wird weiter von einem Investitionsstopp der Öl- und Gasindustrie begleitet.
Demzufolge blieben Auftragseingang und -bestand der Salzgitter Mannesmann Stainless
Tubes-Gruppe (MST-Gruppe) im Berichtszeitraum merklich hinter den Werten des Vorjahres
zurück. Im bisher florierenden Projektgeschäft für den chinesischen Kraftwerkssektor
wirkten sich zuletzt vorhandene Überkapazitäten am Markt in Form von Preiskämpfen
aus. Dennoch war der Umsatz aufgrund konstanter Margen nur leicht rückläufig, aber
ein gesunkener Versand führte zu einem geringeren Vorsteuerergebnis als ein Jahr zuvor. Geschäftsbereich Handelscroll
1)
inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen Der Geschäftsbereich Handel umfasst neben einer gut ausgebauten europäischen Organisation
von lagerhaltenden Stahlhandelsniederlassungen mit großer Anarbeitungstiefe auch auf
Grobblech spezialisierte Gesellschaften sowie ein weltumspannendes Trading-Netzwerk.
Er vertreibt außer den Walzstahl- und Röhrenerzeugnissen des Salzgitter-Konzerns komplementär
ebenso Produkte anderer in- und ausländischer Hersteller. Zusätzlich beschafft er
auf den internationalen Märkten Vormaterial für Konzerngesellschaften sowie externe
Kunden. Im dritten Quartal wurden rückwirkend zum 1. Januar 2015 die Gesellschaften Salzgitter
Mannesmann International (Asia) Pte. Ltd., Singapur (SMSG), Salzgitter Mannesmann
(Italia) S.r.l., Milano (SMIT), Salzgitter Mannesmann (Scandinavia) A.B., Lulea (SMSC)
und Universal Steel Holland B.V., SK Papendrecht (USN) in den Konsolidierungskreis
des Salzgitter-Konzerns aufgenommen. Neben der SMSG, die eigenes Tradinggeschäft betreibt,
und der USN als Lagerhändler fungieren die übrigen Gesellschaften als Agenturen für
die Salzgitter-Werke und sind damit der verlängerte Vertriebsarm für Konzernprodukte. Die Nachfrage auf den internationalen Stahlmärkten war während der ersten neun Monate
2015 in nahezu allen Regionen und Produktbereichen verhalten. Kaum vorhandenes Projektgeschäft
sowie von Überangeboten bestimmter Preisdruck beherrschten die Märkte. Gefallene Rohstoffpreise
verschärften die Lage zusätzlich. Auf dem europäischen Markt ergab sich ein analoges
Bild. Dagegen war zwar die Nachfrage in Deutschland insgesamt vergleichsweise stabil,
dennoch fielen die Preise. Nach der positiven Nachfrageentwicklung im ersten Quartal
zeigten die Monate April und Mai einen wieder rückläufigen Bedarf. Erst zum Ende des
Sommers wurden marginale Erholungssignale, bei einem weiterhin intensiven Wettbewerb,
verzeichnet. Ungeachtet dessen legte der Absatz des Geschäftsbereiches Handel im Berichtszeitraum
zu. Entsprechend stiegen mengenbedingt Segment- und Außenumsatz an. Die Sparte übertraf
mit 21,0 Mio. € (9 Monate 2014: 16,1 Mio. €) - im Wesentlichen getragen vom erfreulichen
Ergebnis des internationalen Tradings - den Gewinn vor Steuern der Vergleichsperiode.
Dieses Resultat enthält in Summe knapp 10 Mio. € Vorsteuergewinn aus vereinnahmten
Ergebnisthesaurierungen bislang nicht konsolidierter Gesellschaften sowie neu in den
Konsolidierungskreis aufgenommener Gesellschaften. Segmentumsatz![]() EBT![]() Die gegenüber der Vorjahressperiode höhere Versandmenge der Salzgitter Mannesmann
Handel-Gruppe (SMHD-Gruppe) führte zu einem Umsatzanstieg. Hauptursache hierfür war
das gute Handelsgeschäft des internationalen Tradings. Der Vorsteuergewinn kam mengenbedingt
über dem des Vergleichszeitraumes aus. Der Absatz der europäischen lagerhaltenden Gesellschaften rangierte im Jahresverlauf
etwa auf dem 2014er Niveau. Der Umsatz blieb konstant. Der lagerhaltende Handel erwirtschaftete
auch dank Optimierungsmaßnahmen auf der Kostenseite ein stabiles, leicht positives
Vorsteuerergebnis. Das internationale Trading verzeichnete verbunden mit einer robusten Auftragslage
auf einzelnen Teilmärkten in Summe ein kräftiges Absatzplus. Dies hatte ungeachtet
schwächerer Preise ein merkliches Umsatzwachstum zur Folge. Unterstützt von einem
vorteilhaften Produktmix übertraf der Gewinn vor Steuern den der Vergleichsperiode.
Das Resultat stützten zusätzlich Ergebnisthesaurierungen bislang nicht konsolidierter
Gesellschaften. Die Universal Eisen und Stahl-Gruppe (UES-Gruppe) agierte in Deutschland nach wie
vor in einem schwierigen Markt mit durchwachsener Nachfrage, hohem Angebot, kurzen
Lieferzeiten und stagnierenden Preisen. Im Zusammenspiel mit der gesunkenen Absatztonnage
reduzierte sich der Gruppenumsatz. Das Geschäftsvolumen in Nordamerika war während
der ersten Monate des Jahres von vergleichsweise günstigen Nachfrageverhältnissen
geprägt. Diese schwächten sich allerdings später verbunden mit der Entwicklung des
Öl- und Gassektors in den USA ab und führten zu einem spürbaren Preiswettbewerb und
folglich schwindenden Erträgen. Insgesamt rangierte der Vorsteuergewinn der UES-Gruppe
inklusive des Ergebnisbeitrags der neukonsolidierten Gesellschaft und der Ergebnisthesaurierungen
bislang nicht konsolidierter Gesellschaften oberhalb der Vergleichsperiode. Geschäftsbereich Technologiescroll
1)
inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen Der Geschäftsbereich Technologie umfasst international aktive Maschinenbauunternehmen.
Umsatzschwergewicht ist die KHS GmbH (KHSDE), die in der Abfüll- und Verpackungstechnik
zu den weltweit führenden Anlagenherstellern zählt. Die KHS-Gruppe ist Komplettanbieter
von der Intralogistik über das Processing bis zur Abfüllung und Verpackung von Getränken.
Weitere Gesellschaften des Segments sind im Sondermaschinenbau für die Schuhindustrie
tätig oder stellen Gummi- und Silikon-Spritzgießmaschinen her. Laut Statistik des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) rangierten
die Auftragseingänge auf dem Vorjahresniveau. Dabei legte die Inlandsnachfrage etwas
zu, während die Auslandsnachfrage sich leicht abschwächte. Die Umsätze der Branche
stiegen merklich an, wobei der Markt für Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen
überproportional profitierte. Hingegen reduzierte sich hier sowohl die inländische
als auch die ausländische Ordertätigkeit. Segmentumsatz![]() EBT![]() Rückwirkend zum 1. Januar 2015 wurden im dritten Quartal die Gesellschaften SEITZ
ENZINGER Noll GmbH, Bad Kreuznach (SEN), Holstein und Kappert GmbH, Dortmund (KD),
KHS Benelux B.V., Breda (KHSNL) KHS Czech s.r.o., Ceské Budejovice (KHSTS), KHS Austria
GmbH, Wiener Neudorf (KHSÖS), KHS Korea Co. Ltd, Seoul (KHSSK), KHS Filling and Packaging
Equipment (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai (BEVCN) in den Konsolidierungskreis des Salzgitter-Konzerns
aufgenommen. Beim Vorjahresvergleich werden die Kennzahlen positiv durch die neu in
den Konsolidierungskreis aufgenommenen Gesellschaften beeinflusst. Die Auftragseingänge des Geschäftsbereiches Technologie lagen im Berichtszeitraum
knapp über dem Vorjahresniveau. Dabei verzeichnete die KHS-Gruppe einen gleichbleibenden
Orderzulauf, die KDE-Gruppe und auch die Klöckner DESMA Schuhmaschinen GmbH (KDS)
übertrafen leicht die Vergleichswerte. Der Auftragsbestand der Sparte rangierte unter
dem der ersten neun Monate 2014. Segment- und Außenumsatz legten gegenüber der Vorjahresperiode spürbar zu. Angesichts
einer Belebung der Investitionstätigkeit des Automotive-Sektors verbuchte die KDE-Gruppe
ein kräftiges Umsatzwachstum. Bei der KHS-Gruppe zog der Umsatz ebenfalls an, wohingegen
die KDS leichte Rückgänge hinnehmen musste. Der Geschäftsbereich Technologie erwirtschaftete in den ersten neun Monaten 2015 mit
16,1 Mio. € ein vorzeigbares Resultat vor Steuern, das gegenüber dem Vergleichszeitraum
(13,2 Mio. €) gesteigert wurde. Aufgrund eines verbesserten Umsatzmix weitete die
KHS-Gruppe ihren Gewinn aus. Die KDE-Gruppe hat das Ergebnis mehr als verdoppelt,
hingegen lag der Vorsteuergewinn der KDS unter dem Vergleichswert. Die KHS-Gruppe verfolgt weiterhin konsequent ihre Maßnahmen zur Unternehmensweiterentwicklung.
Das zu diesem Zweck 2015 gestartete "Fit4Future 2.0"-Programm umfasst 14 Elemente. Industrielle Beteiligungen / Konsolidierungscroll
1)
inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen Unter Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung sind Aktivitäten erfasst, die nicht
direkt einem Geschäftsbereich zugeordnet sind. Als Management-Holding ist die Salzgitter
AG (SZAG) nicht selbst operativ tätig, sondern steuert die Salzgitter Mannesmann GmbH
(SMG) und Salzgitter Klöckner-Werke GmbH (SKWG) die ihrerseits die wesentlichen Gesellschaften
der Salzgitter-Gruppe sowie die Aurubis-Beteiligung halten. Darüber hinaus werden
hier die Resultate der überwiegend konzernintern tätigen Gesellschaften ausgewiesen
sowie derjenigen Konzernunternehmen, die mit ihren Produkten und Leistungen die Kernaktivitäten
der Geschäftsbereiche unterstützen. Der großenteils vom Halbzeug- und Servicegeschäft mit Tochtergesellschaften generierte
Umsatz des Bereiches Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung ist im Berichtszeitraum
mit 628,2 Mio. € (9 Monate 2014: 612,8 Mio. €) leicht gestiegen. Der Außenumsatz (147,1
Mio. €) nahm gegenüber der Vorjahresperiode (137,2 Mio. €) ebenso zu. Das Ergebnis vor Steuern von 20,5 Mio. € war deutlich geringer als im Vergleichszeitraum
(9 Monate 2014: 60,8 Mio. €). Hierin sind 12,8 Mio. € Aufwand aus dem Aurubis-Engagement
enthalten (Vorjahr: 42,4 Mio. €). Dieser setzt sich zusammen aus dem anteiligen Aurubis-Nachsteuerergebnis
sowie dem Bewertungsergebnis der Umtauschanleihe, die vor allem von der Kursentwicklung
der Aurubis-Aktie abhängig ist. Die nicht direkt einem Geschäftsbereich zugeordneten
Konzernunternehmen leisteten einen in Summe positiven Ergebnisbeitrag, der über dem
Vorjahr auskam. Positive Effekte aus Devisengeschäften stützten das Ergebnis zusätzlich. Finanz- und VermögenslageErläuterungen zur BilanzDie Bilanzsumme des Salzgitter-Konzerns hat sich im aktuellen Berichtszeitraum gegenüber
dem 31. Dezember 2014 um 19 Mio. € verringert. Die langfristigen Vermögenswerte (+4 Mio. €) erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund
von gestiegenen aktiven latenten Steuern. Die planmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens
(-250 Mio. €) waren etwas höher als die Investitionen des Berichtszeitraumes (+246
Mio. €). Der Rückgang der kurzfristigen Vermögenswerte (-23 Mio. €) ergab sich im
Wesentlichen aufgrund geringerer Vorräte (-91 Mio. €) und Wertpapiere (-60 Mio. €).
Dem entgegen stehen gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+107 Mio.
€). Auf der Passivseite waren die Pensionsrückstellungen wegen eines vom aktuellen Niveau
der Kapitalmarktzinsen abgeleiteten, nunmehr auf 2,25 % zu erhöhenden Rechnungszinssatzes
(2014: 2,0 %; 1. Quartal 2015: 1,5 %; 2. Quartal 2015: 2,25 %) um 85 Mio. € niedriger
zu bewerten. Infolgedessen ist das Eigenkapital entsprechend (+86 Mio. €) gestiegen
und die Eigenkapitalquote zeigt mit 34,9% ein verbessertes Niveau. Die langfristigen
Schulden legten um 289 Mio. € zu. Die Verbindlichkeiten aus der Umtauschanleihe wurden
zum Bilanzstichtag von den Kurzfristigen in die Langfristigen umgegliedert. Daraus
resultiert auch im Wesentlichen der Rückgang der kurzfristigen Verbindlichkeiten um
394 Mio. €. Der Zuwachs der kurzfristigen Personalrückstellungen (+23 Mio. €) ist
insbesondere auf bilanzielle Vorsorgemaßnahmen für die beabsichtigte Stilllegung des
Spundwandherstellers HSP Hoesch Spundwand und Profil GmbH (HSP) zurückzuführen. Im
Übrigen erhöhten sich die sonstigen Verbindlichkeiten (+77 Mio. €) insbesondere bedingt
durch vermehrt erhaltende Anzahlungen auf Bestellungen. Dahingegen sind die Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen (-232 Mio. €) auch infolge sinkender Rohstoffpreise
deutlich gesunken. Die Nettogeldanlage bei Kreditinstituten verminderte sich zum Ende des Berichtszeitraumes
auf 267 Mio. € (31. Dezember 2014: 403 Mio. €) insbesondere als Folge eines Working
Capital-Aufbaus. Den Geldanlagen einschließlich Wertpapieren (1,11 Mrd. €) standen
Verbindlichkeiten von 841 Mio. € (31. Dezember 2014: 694 Mio. €) gegenüber; davon
320 Mio. € bei Kreditinstituten (31. Dezember 2014: 342 Mio. €). Infolge der erfolgreichen
Ausgabe einer neuen Wandelanleihe über 168 Mio. € erhöhten sich die Verpflichtungen
aus Wandel-/ Umtauschanleihen auf nunmehr 521 Mio. €. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungBei leicht geringeren Umsatzerlösen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (9 Monate 2015:
6.692 Mio. €; 9 Monate 2014: 6.812 Mio. €) verringerte sich der Materialaufwand spürbar.
Dies ist auf Preisreduzierungen bei den Rohstoffen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr (+131 Mio. €) insbesondere durch höhere
Fremdleistungen für die Hochofenzustellung der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) sowie
durch vermehrte Aufwendungen aus der Bewertung von Finanzderivaten und Fremdwährungspositionen.
Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen zog gegenüber dem
Vergleichszeitraum deutlich an (+21 Mio. €). Die Aurubis AG (NAAG) lieferte dabei
einen positiven Ergebnisbeitrag, wohingegen die EUROPIPE-Gruppe (EP-Gruppe) einen
Verlust realisierte. Erläuterungen zur SteuerquoteDer zum 30. September 2015 ausgewiesene Ertragssteueraufwand betrug 11,9 Mio. € (9
Monate 2014: 17,7 Mio. €). Aufgrund der eingeschränkten Möglichkeit, im Berichtszeitraum
erzielte Verluste (zum Beispiel HSP) und Gewinne konzernweit zu verrechnen, lag die
Konzernsteuerquote mit 49,7 % deutlich über der im Durchschnitt zu erwartenden Steuerquote
von 31 %. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungBei einem positiven Ergebnis von 24 Mio. € ergab sich aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 173 Mio. €. Verglichen
mit dem Wert des Vorjahreszeitraumes (+339 Mio. €) führte insbesondere eine Reduzierung
der Verbindlichkeiten zu dieser Entwicklung. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit (-294 Mio. €) spiegelte vor allem
die Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle und Sachanlagevermögen (-255
Mio. €) wider. Darüber hinaus sind die Auszahlungen für Geldanlagen (-45 Mio. €) im
Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Aufgrund der Begebung einer neuen Wandelanleihe im Umfang von 168 Mio. € ergab sich
ein Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit (+115 Mio. €). Der Finanzmittelbestand (775 Mio. €) blieb gegenüber dem 31. Dezember 2014 konstant. InvestitionenWährend der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2015 lagen die Investitionen in
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit 245,8 Mio. € (Vorjahreszeitraum 185,2
Mio. €) auf dem Niveau der Abschreibungen (-250,3 Mio. €; 9-Monate 2014: -253,1 Mio.
€). Der Geschäftsbereich Flachstahl konzentriert die Investitionstätigkeit im Jahr 2015
sowohl auf die Beschaffung neuer Aggregate als auch die Optimierung und Erweiterung
vorhandener Anlagen. Dazu wurden in den ersten neun Monaten vor allem folgende Projekte
vorangebracht: Um die Metallurgiekosten zu verringern, begann die Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG)
2013 mit dem Bau einer Kohlemahltrocknungs- und -einblasanlage. Diese ermöglicht die
Substitution von Öl und Fremdkoks durch Kohlenstaub. Nach erfolgreicher Inbetriebnahme
im Frühjahr dieses Jahres befindet sich die Anlage in der Optimierungsphase. Die SZFG investiert 80 Mio. € in den Bau einer Ruhrstahl-Heraeus-Anlage zur Erzeugung
niedrigentkohlter, tiefentschwefelter Stähle sowie von Güten mit höchsten Reinheitsgradanforderungen.
Mit dieser Maßnahme wird der Kapazitätsengpass in der Sekundärmetallurgie der SZFG
aufgelöst. Das Engineering für das Projekt läuft. Die Anlage wird voraussichtlich
2017 in Betrieb genommen. Ein weiteres Projekt ist die "Neuzustellung Hochofen B". Während des Betriebs eines
Hochofens unterliegt dessen Feuerfestauskleidung einem Verschleiß, sodass diese nach
mehreren Jahren Laufzeit ersetzt werden muss. Hierbei handelt es sich um eine reine
Ersatzinvestition. Die Maßnahme wurde im August begonnen und verläuft wie vorgesehen.
Mitte November soll der Hochofen wieder angefahren werden. Die Investitionsmaßnahme "Ersatz Konverter C" beinhaltet die Vergrößerung des Konvertergefäßes um rund 50 m3 sowie die Verbesserung des Antriebskonzepts. Auch hier handelt es sich um eine Ersatzinvestition. Zusätzliches Ziel ist die Optimierung der Erzeugungsmenge bei verringerten Betriebskosten. Während der Berichtsperiode wurde der neue Konverter C planmäßig montiert. Im Blasprozess an den Konvertern entsteht heißes Stahlgas, das über eine Kesselanlage aufgefangen, gekühlt, gereinigt und der thermischen Wiederverwendung zugeführt wird. Durch eine technologische Umstellung der Kesselanlage können der Energiebedarf um etwa 12 % reduziert und infolgedessen der Zukauf von Erdgas sowie der CO2 -Ausstoß gesenkt werden. Bis Anfang 2017 sollen alle drei Konverterkessel auf diese neue Technologie umgestellt werden. Im Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl erfolgten während des Berichtszeitraumes
bei der Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG) kleinere punktuelle Investitionen, um Qualität
und Prozesse weiter zu optimieren. Der Geschäftsbereich Energie fokussiert sich auch 2015 in erster Linie auf Ersatz-
und Ergänzungsinvestitionen. So hat im Sommer die Salzgitter Mannesmann Stainless
Tubes-Gruppe (MST-Gruppe) im Werk Montbard/Frankreich den Ausbau der Extrusionspresse
begonnen. Nach Fertigstellung im kommenden Quartal wird damit der Grundstein für die
mittelfristige Ergänzung des Produktportfolios um größer dimensionierte nahtlose Edelstahlrohre
gelegt. Bei der Salzgitter Mannesmann Precision-Gruppe (SMP-Gruppe) am Standort Saint
Florentin wurde mit der Installation der neuen Vergütungsanlage begonnen. Sie soll
den Versuchsbetrieb Anfang 2016 aufnehmen. Auf dieser Anlage werden vor allem Rohre
für die nächste Generation von Hybridairbags vergütet. Der Geschäftsbereich Handel legt den Investitionsschwerpunkt des aktuellen Geschäftsjahres
weiter auf den Erhalt und die Modernisierung bestehender Anlagen. Die von der Salzgitter
Mannesmann Stahlhandel GmbH (SMSD) initiierten Projekte zur Ausweitung der Anarbeitungsmöglichkeiten
des deutschen Lagerhandels, wie zum Beispiel die Erweiterung des Brennbetriebs am
Standort Plochingen und die Erhöhung der Lagerkapazität für das Rohrgeschäft in Mannheim,
schreiten zielstrebig voran. Der Geschäftsbereich Technologie konzentriert sich 2015 auf Ersatz- und Rationalisierungsmaßnahmen,
um die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. So wurden in Brasilien und Mexiko
mehrere Fertigungsmaschinen ersetzt, um die Produktivität der Werke und Qualität weiter
zu steigern. Zur Ablaufoptimierung werden bei der KHS-Gruppe in Deutschland und den
Auslandsgesellschaften IT-Projekte durchgeführt. Das 2012 begonnene weitreichende
Projekt "Produktkonfigurator" ermöglicht auf Basis hochstandardisierter Produkte und
Prozesse eine effizientere Angebotserstellung sowie Auftragsabwicklung. Die Umsetzung
ist deutlich fortgeschritten, sodass der Abschluss der Systemerstellung zum Jahresende
erwartet wird. Die Implementierung erfolgt im engen Zusammenwirken mit dem Customer-Relationship-Management-(CRM-)System,
dessen Pilotbetrieb im dritten Quartal gestartet wurde. Angelehnt an die erfolgreiche
Vorgehensweise hinsichtlich eines "Lean Manufacturing" in den Werken Kleve, Worms
sowie Teilbereichen in Bad Kreuznach und Dortmund, wurde eine umfassende, mehrjährige
Modernisierung des Standorts Bad Kreuznach begonnen. Aufgrund des anhaltenden Wachstums
des PET-Geschäfts werden der Standort Hamburg und Kleve jeweils durch eine weitere
Montagehalle gestärkt. Beide Maßnahmen befinden sich in der Umsetzung. Forschung und EntwicklungDie Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH (SZMF) ist die zentrale Forschungseinheit
der Geschäftsbereiche Flachstahl, Grobblech / Profilstahl und Energie. Die FuE-Aktivitäten
konzentrieren sich auf die Werkstoffentwicklung und -verarbeitung sowie Anwendungs-,
Oberflächen- und Prüftechnik. Zu den Kunden zählen neben den Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns
auch externe Unternehmen, zum Beispiel aus der stahlverarbeitenden Industrie, der
Automobilindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau, der Energietechnik und der Bauindustrie. Die FuE-Aufwendungen der SZMF werden 2015 voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres
liegen. Neuentwickelte Ultraschall(US)-Prüftechnik für massive StahlprodukteNach eineinhalbjähriger Bau- und Entwicklungszeit hat die SZMF eine US-Anlage zur
automatisierten Prüfung von CASTOR-Behälterkörpern termingerecht fertiggestellt und
die Abnahme erhalten. Bei der Realisierung wurden in mehrfacher Hinsicht neue Wege
beschritten. Unter anderem mussten die insgesamt etwa 900 Prüfkanäle verteilt auf
mehrere Prüfköpfe angesteuert und ausgewertet werden. Die dabei eingesetzte Softwarearchitektur
der Prüfanlage wurde komplett neu entwickelt. Für die Bewegung der fast 120 t schweren
Prüflinge wurde eine entsprechend robuste Prüfmechanik konstruiert. Die Prüfzeit pro
Behälterkörper konnte signifikant von zwei Wochen auf circa sechs Stunden reduziert
werden. Bei der Realisierung dieses anspruchsvollen Projekts wurden wertvolle technologische
Erfahrungen gewonnen, die in der Salzgitter AG (SZAG) beispielsweise auch für die
Prüfung von Brammen und Knüppeln genutzt werden können. Ressourceneffizienter StronSal®-Überzug für die AutomobilindustrieDer während des Jahres 2010 von der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) erfolgreich
im Markt eingeführte Zink-Magnesium Überzug StronSal® hat speziell als bandbeschichtetes
Material im Bausektor einen bedeutenden Beitrag zur Ressourcenschonung geliefert.
Aufgrund der deutlich verbesserten Korrosionsschutzeignung wurde die Zinkschichtdicke
bei gleichem Korrosionsschutz um die Hälfte reduziert. Seit 2014 befindet sich StronSal®
im Serieneinsatz in der Automobilindustrie - zunächst für Teile der Fahrzeugstruktur.
Hier liefert StronSal® durch reduzierte Schichtdicken einen Beitrag zum automobilen
Leichtbau und einer höheren Ressourceneffizienz. Darüber hinaus profitieren die Kunden
von deutlich reduziertem Zinkabrieb bei mehrfachen Umformungen im Vergleich zu herkömmlichen
Zinküberzügen, wodurch die Oberflächenqualität verbessert respektive der Reinigungsaufwand
an den Umformwerkzeugen verringert wird. StronSal® ist jetzt grundsätzlich auch in
Außenhautqualität verfügbar und befindet sich hierfür zurzeit im Freigabeprozess der
Automobilindustrie. Einzigartige Markteinführung dank revolutionärer DirektbedruckungDie belgische Brauerei MARTENS Brouwerij garniert die Einführung ihres neuen Dagschotel-Biers
mit einer ordentlichen Portion Spaß durch die Verwendung von hochwertigen, digital
bedruckten PET-Flaschen, die mithilfe einer speziell entwickelten Anwendung für Smartphones
zum Leben erwachen. Werden zwei Flaschen zusammengebracht, so startet die innovative
und kreative App einen Dialog zwischen den beiden Charakteren, die Flaschen sprechen
gewissermaßen miteinander. Die Firmen KHS GmbH (KHS) und NMP Systems GmbH (NMP) waren
wichtige Innovationspartner für MARTENS. So sorgt die Plasmax FreshSafe-PET® Barrierebeschichtung
für eine verbesserte Lagerfähigkeit, der Schwerpunkt liegt hier auf dem Segment Premiumbier.
Insbesondere kommt aber mit Direct Print Powered by KHS™ die erste industrielle Umsetzung
eines digitalen Druckverfahrens zur Anwendung. Migrationsarme UV-härtende Tinten garantieren
eine lebensmittelsichere Lösung für PET-Flaschen. Die klassische Verwendung von Etikettenmaterial
aus Kunststoff oder Papier entfällt vollständig. Die Vertriebsgesellschaft NMP ist
eine 100-prozentige Tochter der KHS. Mitarbeiterscroll
Unter Berücksichtigung der quotalen Beteiligungsverhältnisse sind Rundungsabweichungen
möglich Am 30. September 2015 betrug die Stammbelegschaft des Salzgitter-Konzerns 23.688 Mitarbeiter
und erhöhte sich damit gegenüber dem 31. Dezember 2014 um 133 Personen. Diese Zunahme
ist vorrangig auf die zum 30. September vorgenommene Neukonsolidierung von diversen
Konzerngesellschaften zurückzuführen, wodurch in Summe 159 Mitarbeiter erstmals in
der Personalstatistik erfasst wurden. Die Umsetzung der im Rahmen unseres Strukturprogramms
"Salzgitter AG 2015" identifizierten Personaleffekte verläuft insgesamt wie geplant.
Bis zum 30. September 2015 wurden rund 86 % aller Personalanpassungen vorgenommen;
die Schwerpunkte lagen bei der Peiner Träger GmbH (PTG) und der Salzgitter Mannesmann
Precision-Gruppe (SMP-Gruppe). Über die Anpassungen hinaus, die wir im Rahmen von
"Salzgitter AG 2015" realisierten, beeinflussten weitere Entwicklungen die Höhe unserer
Belegschaft. Neben den erwähnten Effekten der Konsolidierungskreisveränderungen wuchs
die Zahl der Betriebsangehörigen in den KHS-Auslandsgesellschaften aufgrund der Erweiterung
des Geschäftsfelds und entsprechend der strategischen Ausrichtung. Seit dem 1. Januar dieses Jahres wurden 317 Ausgebildete übernommen, von denen 233
einen befristeten Arbeitsvertrag erhielten. Gegenläufig wirkten vor allem der Eintritt
in die passive Phase der Altersteilzeit und das Erreichen der Altersgrenze. Die Gesamtbelegschaft umfasste 25.671 Personen. Die Zahl der Leiharbeitnehmer lag zum 30. September bei 1.197 und erhöhte sich damit
um 28 Personen gegenüber dem entsprechenden Vorjahresstichtag. Der Vorstand der Salzgitter AG (SZAG) hat am 16. Juni 2015 beschlossen, den Geschäftsbetrieb
der HSP Hoesch Spundwand und Profil GmbH (HSP) einzustellen. Auf dieser Grundlage
wurden im August 2015 Verhandlungen mit dem HSP-Betriebsrat über den Abschluss eines
Interessenausgleichs und Sozialplanes aufgenommen, die bis Ende 2015 abgeschlossen
sein sollen. Von der Betriebsstilllegung sind insgesamt 343 Mitarbeiter der HSP betroffen.
Zur Schaffung von Rechtssicherheit für Mitarbeiter der HSP, die vor Abschluss des
Interessenausgleichs/Sozialplanes eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses anstreben
beziehungsweise alternative Beschäftigungsmöglichkeiten wahrnehmen möchten, wurde
am 8. Oktober 2015 ein Teilinteressenausgleich abgeschlossen. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtPrognosen zur Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Situation sind schon grundsätzlich,
besonders aber im gegenwärtigen politischen und wirtschaftlichen Umfeld von hoher
Unsicherheit geprägt. Die folgenden zukunftsbezogenen Aussagen zu den einzelnen Geschäftsbereichen
unterstellen, dass es in Europa nicht zu einer rezessiven Entwicklung kommen wird. Der Geschäftsbereich Flachstahl erwartet für das vierte Quartal und damit für das
Geschäftsjahr 2015 ein deutlich negatives Resultat. Grund hierfür ist die in der letzten
August-Woche begonnene Hochofenzustellung der Salzgitter Flachstahl GmbH, die im zweiten
Halbjahr zu insgesamt rund 80 Mio. € finanzieller Sonderbelastung führen wird. Einsparungen
auf der Kostenseite, unter anderem aus der Aufnahme des Regelbetriebs der Kohleeinblasanlage,
können dies erwartungsgemäß nicht kompensieren. Insgesamt werden für das Geschäftsjahr
gegenüber 2014 sinkende Umsätze unterstellt. Ohne die belastenden direkten und indirekten
Kosteneffekte der Hochofenzustellung wäre die Rückkehr in die Gewinnzone voraussichtlich
gelungen. Der Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl operiert in einem extrem herausfordernden
Marktumfeld. Die Grobblechwalzwerke prognostizieren trotz des harten Preiswettbewerbes
eine Ergebnissteigerung. Vorrangiges Ziel der Peiner Träger GmbH ist es, den erfolgten
Turnaround auch unter schwierigen Marktbedingungen zu stabilisieren. Das Vorsteuerresultat
des Geschäftsbereiches sollte sich auch inklusive der Einmalbelastungen für HSP gegenüber
Vorjahr spürbar verbessern. Der Umsatz wird jedoch etwas geringer ausfallen. Der Geschäftsbereich Energie litt über weite Strecken des Jahres 2015 unter der anhaltenden
Schwäche des europäischen Großrohrmarktes. Die Beschäftigungssituation der EUROPIPE
in Mülheim hat sich seit Sommer wegen der wieder aufgenommenen Produktion für das
Pipelineprojekt im Schwarzen Meer und der kürzlich erfolgten Buchung für die Trans
Adriatic Pipeline (TAP) aufgehellt. Die Lage in Nordamerika stellt sich weiterhin
positiv dar. Der vorhandene Auftragsbestand sichert die Belegung bis weit in das Jahr
2016. Die Präzisrohr-Gesellschaften rechnen mit einer anhaltend stabilen Nachfrage
der Automobilhersteller. Im Bereich der nahtlosen Edelstahlrohre werden als Folge
des niedrigen Ölpreises Resultate unterhalb des Niveaus des überaus erfolgreichen
Geschäftsjahres 2014 prognostiziert. Der Geschäftsbereich Energie antizipiert 2015
einen unter dem Vorjahresniveau liegenden Umsatz. Ungeachtet der teilweise unterausgelasteten
europäischen Leitungsrohr-Produktionsstätten sollte das Vorsteuerergebnis - wegen
der konsequenten Umsetzung der "Salzgitter AG 2015"-Maßnahmen und des Wegfalls von
Sonderbelastungen - gegenüber 2014 verbessert werden. Im Geschäftsbereich Handel bleiben die lagerhaltenden Gesellschaften von den aktuell
schwierigen Marktverhältnissen beeinflusst. Dennoch wird in der Summe mit positiven
Beiträgen aus diesem Bereich gerechnet. Das internationale Trading antizipiert im
weiteren Jahresverlauf ein zufriedenstellendes, wenn auch gegenüber den Vorquartalen
reduziertes operatives Ergebnis. Insgesamt rechnen wir für den Geschäftsbereich Handel
mit einem niedrigeren Umsatz sowie einem aufgrund nicht wiederholbarer positiver Einmaleffekte
in 2014 gegenüber dem Vorjahr merklich geringeren Vorsteuergewinn. Im Geschäftsbereich Technologie erwartet die KHS eine Fortsetzung der erfreulichen
Entwicklung ihres Servicegeschäfts. Auch die Aussichten für die KDS und die KDE-Gruppe
sind vielversprechend. Dabei wird die KDS jedoch nicht an das Rekordergebnis des Vorjahres
anknüpfen können. In Verbindung mit einer verlangsamten Dynamik im Projektgeschäft
der KHS ist es für den Technologiebereich herausfordernd, das Umsatz- und Ergebnisniveau
des Vorjahres einzustellen. Vor allem als Folge gesunkener Metallpreise und des daraus resultierenden Einflusses
auf den erwarteten Ergebnisbeitrag des Aurubis-Engagements kehrt der Salzgitter-Konzern
zu seiner ursprünglichen Ergebnisprognose vom Jahresbeginn zurück. Wir erwarten nunmehr
Prognosen zur Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Situation sind schon grundsätzlich,
besonders aber im gegenwärtigen europäischen Umfeld von hoher Unsicherheit geprägt.
Wie schon in den vergangenen Jahren weisen wir darauf hin, dass Chancen und Risiken
aus aktuell nicht absehbaren Erlös-, Vormaterialpreis- und Beschäftigungsentwicklungen
sowie Veränderungen von Währungsparitäten und Metallpreisen den Abschluss des Geschäftsjahres
2015 noch beeinflussen können. Zusätzliche positive oder negative Effekte können sich
aus strukturellen und methodischen Veränderungen ergeben; hierzu zählen insbesondere
Bewertungsansätze gemäß IFRS-Standards. Die hieraus resultierende Schwankungsbreite
des Konzernergebnisses vor Steuern kann ein beträchtliches Ausmaß sowohl in negativer
als auch positiver Richtung annehmen. RisikomanagementHinsichtlich einzelner Chancen und Risiken verweisen wir auf den Geschäftsbericht
2014. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung bestanden keine Risiken, die den Fortbestand
des Salzgitter-Konzerns gefährden könnten. Für Risiken aus dem angespannten Marktumfeld einschließlich der Preisvolatilität der
Rohstoffe sind die Ergebniseffekte in den Gesellschaften - soweit abschätzbar - einbezogen
worden. Infolge der rückläufigen Erz- und Kohlepreise erwarten wir aus heutiger Sicht
keine Risiken in der Rohstoffbeschaffung. Die Risikosituation des Themenfelds Klima- und Energiepolitik hat sich gegenüber dem im Geschäftsbericht 2014 berichteten Stand prinzipiell nicht verändert. Wir sehen weiterhin aufgrund des Evaluierungsvorbehaltes im novellierten EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) bezüglich Eigenstrom ab 2017 ein Risiko zusätzlicher Belastungen von jährlich bis zu 135 Mio. €. Des Weiteren wird sich für unseren Konzern voraussichtlich die Notwendigkeit des Zukaufs von CO2 -Zertifikaten für die vierte ETS-Handelsperiode ab 2021 ergeben. Mittelbar ist in diesem Zusammenhang auch die Verteuerung des Fremdstrombezugs risikobehaftet. Aus diesen beiden Aspekten schätzen wir nach wie vor ein Risiko in der Größenordnung von circa 150 Mio. € pro Jahr. Die Eintrittswahrscheinlichkeit sehen wir für die Themenkomplexe "EEG" und "CO2 /Emissionshandel" dem Grunde nach als wahrscheinlich an. Die Schadenshöhen hängen entscheidend von der Entwicklung der politischen Rahmenbedingungen ab. Der seitens der EU-Kommission herausgebrachte Vorschlag zur Anpassung der Emissionshandelsrichtlinie ab 2021 hat das Eintrittsrisiko diesbezüglicher Belastungen tendenziell erhöht. Besondere VorgängeSalzgitter-Konzern liefert rund 170.000 t Großrohre und Rohrbögen für Trans-Adria-PipelineDer Salzgitter-Konzern wird 270 km Großrohre und 1.559 Rohrbögen für den Bau der Trans-Adria-Pipeline
(TAP) liefern, die künftig Erdgas aus dem kaspischen Raum nach Europa transportieren
soll. Die Gesamttonnage beträgt rund 170.000 t. Der Auftrag wurde von der Salzgitter
Mannesmann International GmbH (SMID) gebucht. Die Großrohre - hauptsächlich in den
Abmessungen 48" - werden von der EUROPIPE GmbH (EP) gefertigt. Sie sichern dort die
Beschäftigung für mehrere Monate. Das Vormaterial stellen die Gesellschafter der EP
bereit. Professor Dr.-Ing. Fuhrmann erneut zum Vorsitzenden des Vorstands bestelltDer Aufsichtsrat der Salzgitter AG (SZAG) hat in seiner ordentlichen Sitzung im September
beschlossen, Professor Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann für eine zweite fünfjährige Amtsperiode
zum Vorsitzenden des Vorstands zu bestellen. Diese beginnt am 1. Juli 2016. "Salzgitter AG 2015" - konsequente MaßnahmenumsetzungIn einem von der Strukturkrise der europäischen Stahlindustrie anhaltend bestimmten
Marktumfeld dient das "Programm Salzgitter AG 2015" der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit
des Salzgitter-Konzerns. Die Umsetzung des Maßnahmenpakets mit einem jährlichem Gesamtpotenzial
von über 200 Mio. € verläuft nach wie vor im ursprünglich vorgesehenen Zeitrahmen.
Bis Ende 2015 werden in etwa 75 % des geplanten Ergebnisverbesserungspotenzials erreicht
werden. Die vollständige Umsetzung des Programms ist weiterhin planmäßig bis zum Jahr
2016 vorgesehen. Im Rahmen von "Salzgitter AG 2015" investieren wir auch in unsere Anlagen, um uns
effizienter aufzustellen. So wird die neue Kohlemahltrocknungs- und -einblasanlage
der SZFG, deren Einfahrbetrieb unter Produktionsbedingungen im April aufgenommen wurde,
die Kosten der Roheisenproduktion deutlich senken. Salzgitter AG begibt WandelanleiheZu weiteren Diversifizierung ihrer Finanzierungsquellen hat die SZAG im Juni 2015
erfolgreich eine nicht nachrangige und nicht besicherte Wandelanleihe zu 100% mit
einem 0 % Kupon mit einem Volumen von rund. 168 Mio. € platzieren können. Die Laufzeit
der Anleihe beträgt sieben Jahre. Die SZAG beabsichtigt, die Erlöse für allgemeine
Unternehmenszwecke zu verwenden. Langfristige Marktentwicklungen bedingen zusätzliche strukturelle MaßnahmenAufgabe des Produktbereiches SpundwandprofileIn seiner Sitzung am 16.Juni 2015 hat der Vorstand der SZAG beschlossen, den Geschäftsbetrieb
der HSP Hoesch Spundwand und Profil GmbH (HSP), einer 100 %igen Tochtergesellschaft
der SZAG, stillzulegen. Das Unternehmen produziert Stahlprofile, die vornehmlich im
Wasserbau, Verkehrswegebau, Tiefbau und Umweltschutz eingesetzt werden. Eine seit
Jahren rückläufige Nachfrage nach diesen Produkten führte trotz hoher Investitionen
und Restrukturierungsanstrengungen immer wieder zu erheblichen Verlusten. Nachdem
auch die Bemühungen um einen Verkauf an einen Erwerber mit einer kostengünstigeren
Vormaterialversorgung nicht erfolgreich waren, war die Schließung zur Vermeidung weiterer
negativer Folgen für den Konzern unausweichlich. Von der Maßnahme sind 343 Mitarbeiter
betroffen. Der Konzern setzt sich für eine sozialverträgliche Regelung ein. Im Geschäftsjahr
2015 rechnen wir mit Auslaufkosten im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Restrukturierungsprozess EUROPIPE France S.A.Vor dem Hintergrund langjähriger und erheblicher wirtschaftlicher Probleme führt EUROPIPE
France S.A. (EPF), eine 100 %-Tochtergesellschaft der EUROPIPE GmbH (EP), den im Vorjahr
eingeleiteten Prozess der Restrukturierung fort. Der bezüglich der Restrukturierung
EPF erstellte Sozialplan wurde von der französischen Arbeitsverwaltung im Juni 2015
genehmigt. HandelspolitikHandelspolitische Schutzinstrumente, wie Antidumping- und Antisubventions-Klagen spielen
eine zentrale Rolle für eine Reihe von EU-Industriebereichen. Sie stellen die einzige
Möglichkeit dar, faire Wettbewerbsbedingungen gegenüber dumpenden oder ihre Industrie
subventionierenden Drittstaaten herzustellen. Im Stahlsektor gilt dies umso mehr,
da die EU für Stahl bereits seit über einem Jahrzehnt keine Zölle an den Außengrenzen
mehr erhebt. Mit dem Ziel, zukünftig bei Handelsmaßnahmen weniger angreifbar zu sein, drängt China
die EU seit Jahren zur Anerkennung des Marktwirtschaftsstatus. China beruft sich dabei
auf einen juristisch nicht eindeutigen Abschnitt im WTO-Beitrittsprotokoll, der aus
Sicht Chinas eine Art Automatismus suggeriert. Dies ist in der EU und auch anderen
Weltregionen höchst umstritten, da China gegenwärtig die EU relevanten Kriterien zur
Erreichung des Marktwirtschaftsstatus nicht erfüllt. Allein im Stahlsektor finden
sich unzählige Beispiele für staatliche Einflussnahme und Lenkung der Wirtschaft. Sollte China den Marktwirtschaftsstatus dennoch erhalten, würden die handelspolitischen
Schutzinstrumente gegen China nutzlos werden. Die EU-Stahlindustrie stünde den chinesischen
Importen nahezu machtlos gegenüber. 2015 hat sich der Trend steigender Stahlimporte in die EU weiter beschleunigt. Insbesondere
nimmt der Druck aus China zu. Chinesische Hersteller haben ihren Marktanteil bei Warmbreitbandprodukten
in der EU von unter 2 % Ende 2014 auf rund 7 % im zweiten Quartal 2015 gesteigert. Im Mai 2015 hat die EU-Kommission nach Klage des europäischen Stahlverbandes EUROFER
ein Antidumping-Verfahren betreffs Kaltfeinblech gegen China und Russland eingeleitet.
Eine Entscheidung zu provisorischen Zöllen erwartet die EU-Kommission bis zum 14.
Februar 2016. Die Einleitung weiterer Antidumping-Verfahren für stark von unfairen
Importen betroffene Stahlprodukte wie Warmbreitband und Grobblech befindet sich seitens
EUROFER in ständiger Prüfung. ZwischenabschlussI. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
II. Gesamtergebnisrechnungscroll
III. KonzernbilanzAktivascroll
Passivascroll
IV. Kapitalflussrechnungscroll
V. Veränderung des Eigenkapitalsscroll
scroll
AnhangSegmentberichterstattungscroll
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Grundsätze der Rechnungslegung und Konsolidierung, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. Der Konzernabschluss für die Berichtsperiode vom 1. Januar bis 30. September 2015
der Salzgitter AG, Salzgitter (SZAG), wurde als verkürzter Abschluss mit ausgewählten
erläuternden Anhangangaben aufgestellt. Die Aufstellung erfolgte unverändert nach
den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting
Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung des IAS 34 für verkürzte Zwischenabschlüsse. 2. Gegenüber dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 wurden im Quartalsabschluss
zum 30. September 2015 unter Beachtung der nachstehenden Ausnahme grundsätzlich keine
Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungs-, Berechnungs- und Konsolidierungsmethoden
vorgenommen. 3. Bei der Ermittlung des Barwertes der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen
zum 30. September 2015 wurde ein Rechnungszinssatz in Höhe von 2,25 % zugrunde gelegt
(31. Dezember 2014: 2,00%). Die daraus resultierende Minderung der Rückstellungen
für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird im sonstigen Ergebnis erfasst (Neubewertung
Pensionen) und führt zu einer korrespondierenden Eigenkapitalerhöhung. 4. Erstmals werden folgende Gesellschaften rückwirkend zum 1. Januar 2015 vollkonsolidiert:
Die Auswirkungen aus diesen Erstkonsolidierungen werden insgesamt als unwesentlich
erachtet. Ausgewählte Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Die Umsätze nach Geschäftsfeldern werden in der Segmentberichterstattung dargestellt. 2. Das Ergebnis je Aktie berechnet sich entsprechend IAS 33. Das auf die gewichtete
Anzahl von Aktien der SZAG ermittelte unverwässerte Ergebnis je Aktie belief sich
in der Berichtsperiode auf 0,16 €. Eine Verwässerung würde dann eintreten, wenn das
Ergebnis je Aktie durch die Ausgabe potenzieller Aktien aus Options- und Wandelrechten
vermindert wird. Derartige Rechte waren am Bilanzstichtag aus zwei Wandelanleihen
vorhanden. Bei deren Berücksichtigung ergibt sich keine Verminderung des Gewinns je
Aktie aus dem fortzuführenden Geschäft, sodass diese Options- und Wandelrechte zu
keiner Verwässerung führen. Das verwässerte Ergebnis beträgt ebenfalls 0,16 € je Aktie. Angaben zum Fair ValueDie Angaben zum Fair Value erfolgen entsprechend der Regelungen des IFRS 13 "Bemessung
des beizulegenden Zeitwerts". Eine wesentliche Abweichung vom Buchwert zum beizulegenden
Zeitwert (Fair Value) resultiert aus der Bilanzierung von zwei Wandelanleihen und
einer Umtauschanleihe zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Ermittlung der Fair-Value-Angaben für nicht zum Fair Value bilanzierte finanzielle
Vermögenswerte und Schulden erfolgt grundsätzlich durch die Diskontierung zukünftiger
Zahlungsströme. Hierbei findet ein laufzeitabhängiger Zinssatz Anwendung, welcher
den risikolosen Zinssatz und das über eine Peer-Group abgeleitete Adressenausfallrisiko
des Salzgitter-Konzerns widerspiegelt. Abweichend davon wird der Fair-Value (291,6
Mio. €) für eine begebene Anleihe ermittelt. Dieser leitet sich aus dem Marktwert
der Anleihe unter Eliminierung eines eingebetteten Derivats ab. Das eingebettete Derivat
wird anhand einer allgemein anerkannten Methode (Black-Scholes) bewertet. Dessen Wert
ist vor allem vom Aktienkurs eines börsennotierten Unternehmens abhängig. Die Berechnungsparameter
basieren auf Daten aus direkt und indirekt beobachtbaren Inputfaktoren. Die Fair-Value-Angaben
sind somit insgesamt Level 2 zuzuordnen. Buchwert und Fair Value der Anleihen:scroll
Angaben zu Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen und PersonenNeben den Geschäftsbeziehungen zu in den Konzernabschluss einbezogenen voll- und anteilig
konsolidierten Gesellschaften existieren Beziehungen zu nach der Equity-Methode bilanzierten
Unternehmen sowie zu nicht konsolidierten Tochtergesellschaften, die als nahestehende
Unternehmen nach IAS 24 zu qualifizieren sind. Alle Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen sind zu Bedingungen ausgeführt worden,
wie sie auch unter fremden Dritten üblich sind. Die erbrachten Lieferungen und Leistungen
umfassen im Wesentlichen Lieferungen von Vormaterial zur Großrohrproduktion. Ihr Volumen
ergibt sich aus nachfolgender Tabelle: scroll
Angabe gemäß § 37w Abs. 5 WpHGDer vorliegende Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht wurden keiner prüferischen
Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen. Finanzkalender 2015scroll
HaftungsausschlussEinige der in diesem Text gemachten Aussagen haben den Charakter von Prognosen beziehungsweise
können als solche interpretiert werden. Sie sind nach bestem Wissen und Gewissen erstellt
und gelten naturgemäß unter der Voraussetzung, dass keine unvorhersehbare Verschlechterung
der Konjunktur und der spezifischen Marktlage für die Gesellschaften in den Unternehmensbereichen
eintritt, sondern sich die Grundlagen der Planungen und Vorschauen in dem Umfang und
dem zeitlichen Rahmen wie erwartet als zutreffend erweisen. Die Gesellschaft übernimmt
- unbeschadet bestehender gesetzlicher, insbesondere kapitalmarktrechtlicher Anforderungen
- keine Verpflichtung, vorausblickende Aussagen zu aktualisieren. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe ±
einer Einheit (€, % usw.) auftreten. Der Zwischenbericht der Salzgitter AG (SZAG) steht auch in englischer Sprache zur
Verfügung. Bei Abweichungen ist die deutsche Fassung maßgeblich. Kontakt:Salzgitter AG Postanschrift:38223 Salzgitter Öffentlichkeitsarbeit:Telefon: +49 5341 21-2701 Investor Relations:Telefon: +49 5341 21-1852 Online-Zwischenbericht:www.salzgitter-ag.com/zb-2015/9m Herausgeber:Salzgitter AG Redaktion/Text:Salzgitter AG, Investor Relations Produktion:Inhouse mit FIRE.sys |
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