Salzgitter Aktiengesellschaft

Salzgitter

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

A. Konzernlagebericht und Lagebericht Geschäftsjahr 2015

der Salzgitter AG

Grundlagen des Konzerns

I. Unternehmen und Organisation

1. Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit

Der Salzgitter-Konzern zählt mit mehr als 7 Mio. t Rohstahlkapazität, über 25.000 Mitarbeitern sowie rund 9 Mrd. € Außenumsatz im Jahr 2015 zu den führenden Stahltechnologie- und Anlagenbau-Konzernen Europas. Weltweit gehören über 160 Tochter- und Beteiligungsgesellschaften zum Salzgitter-Konzern.

Globale Präsenz

Unsere Kernkompetenzen liegen in der Produktion von Walzstahl- und Röhrenerzeugnissen sowie deren Weiterverarbeitung und dem Handel mit diesen Produkten. Zudem sind wir erfolgreich im Sondermaschinen- und Anlagenbau tätig.

Stahl und Technologie

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■ Bandstahl ■ Engineering ■ Pipelinerohre ■ Lagerhaltender Handel
■ Grobblech ■ Logistikleistungen ■ Präzisrohre ■ Internationales Trading
■ Profilstahl ■ Spritzmaschinen ■ Edelstahlrohre ■ Getränkeabfüllanlagen

Unter Führung der Salzgitter AG (SZAG) als Holding ist der Konzern in die fünf Geschäftsbereiche Flachstahl, Grobblech / Profilstahl, Energie, Handel und Technologie untergliedert.

Alle wesentlichen Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns sind unter der Zwischenholding Salzgitter Klöckner-Werke GmbH (SKWG) gebündelt. Auf diese Weise können wir ein zentrales und uneingeschränktes Finanzmanagement für den Konzern durchführen. Die SZAG steuert über die Zwischenholding Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG) die SKWG und sämtliche Beteiligungen als Management-Holding, wobei der Vorstand der SZAG mit dem Vorstand der SMG sowie der Geschäftsführung der SKWG personenidentisch ist. Die Leitung und Kontrolle des Konzerns wird somit von den verantwortlichen Organen der SZAG (Vorstand, Aufsichtsrat) wahrgenommen. Die Aktivitäten der Geschäftsbereiche werden von Geschäftsbereichsleitern koordiniert, die in Personalunion zugleich auch operative Geschäftsführer einer großen Gesellschaft ihres Bereiches sind. Vorstand und Geschäftsbereichsleiter bilden die Konzerngeschäftsleitung. So wird sichergestellt, dass die Aktivitäten der Gesellschaften bereichsübergreifend, aber zugleich nah am operativen Geschäft geführt und gesteuert werden.

Rechtliche Einflussfaktoren

Die industrielle Produktion wird von den vor Ort geltenden rechtlichen Vorschriften maßgeblich beeinflusst. Da der Konzern zum größten Teil in Deutschland und weiteren europäischen Ländern produziert, sind für das damit verbundene Geschäft insbesondere die deutschen Steuervorschriften sowie die Umweltschutzvorschriften Deutschlands und der Europäischen Union bedeutend.

Die Struktur des Salzgitter-Konzerns zeigt die nachfolgende Grafik. Eine detaillierte Auflistung der Beteiligungen finden Sie im "Anhang" Weitere Informationen zu den einzelnen Geschäftsbereichen enthält das Kapitel "Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Rahmenbedingungen der Geschäftsbereiche"

Geschäftsbereiche

2. Leitung und Kontrolle

Vorstand

Die Mitglieder des Vorstands der Salzgitter AG (SZAG) werden vom Aufsichtsrat bestellt; er kann die Bestellung widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft, leitet sie und führt ihre Geschäfte in eigener Verantwortung. Einschränkend ist festgelegt worden, dass bestimmte Arten von Geschäften nur mit Genehmigung des Aufsichtsrats vorgenommen werden dürfen. Die Hauptversammlung kann über Fragen der Geschäftsführung nur dann entscheiden, wenn der Vorstand es verlangt.

Dem Vorstand der SZAG gehörten im Geschäftsjahr 2015 nachfolgend aufgeführte Mitglieder an:

Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann

Vorsitzender

a)

Aurubis AG, Hamburg (Vorsitzender)

Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg (Vorsitzender seit 2. Juli 2015)

Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg (Vorsitzender)

KHS GmbH, Dortmund (Vorsitzender)

Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim/Ruhr (Vorsitzender)

Öffentliche Lebensversicherung Braunschweig, Braunschweig

Öffentliche Sachversicherung Braunschweig, Braunschweig

Peiner Träger GmbH, Peine (Vorsitzender)

Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter (Vorsitzender)

Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH, Mülheim/Ruhr (Vorsitzender)

Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf (Vorsitzender)

TÜV Nord AG, Hannover

b)

Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg, und Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH, Mülheim/Ruhr (gemeinsamer Beirat, Vorsitzender)

Burkhard Becker

Finanzen

a)

Aurubis AG, Hamburg

EUROPIPE GmbH, Mülheim/Ruhr

Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg

KHS GmbH, Dortmund, bis 15. Februar 2015

Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim/Ruhr

Nord/LB Asset Management AG, Hannover

Peiner Träger GmbH, Peine

Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter

Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH, Mülheim/Ruhr

Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf, bis 15. Februar 2015

Salzgitter Mannesmann Precision GmbH, Mülheim/Ruhr

b)

Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg, und Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH, Mülheim/Ruhr (gemeinsamer Beirat)

Michael Kieckbusch

Personal

a)

KHS GmbH, Dortmund

Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg

Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim/Ruhr, bis 31. März 2015 und seit 1. Juli 2015

Peiner Träger GmbH, Peine

Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter

Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf

Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter GmbH, Salzgitter (Vorsitzender)

b)

Allianz für die Region GmbH, Braunschweig (Aufsichtsrat)

Hansaport Hafenbetriebsgesellschaft mbH, Hamburg (Aufsichtsrat, Vorsitzender)

Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg, und Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH, Mülheim/Ruhr (gemeinsamer Beirat)

Industriepark Salzgitter-Watenstedt Entwicklungs-GmbH, Salzgitter (Aufsichtsrat, stellvertretender Vorsitzender)

Wohnungsbaugesellschaft mbH Salzgitter, Salzgitter (Aufsichtsrat)

a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten i. S. d. § 125 AktG
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen

Konzerngeschäftsleitung

Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann

Vorsitzender

Burkhard Becker

Finanzen

Wolfgang Eging

Geschäftsbereich Energie bis 30. September 2015

Ulrich Grethe

Geschäftsbereich Flachstahl

Michael Kieckbusch

Personal

Prof. Dr.-Ing. Matthias Niemeyer

Geschäftsbereich Technologie

Dr.-Ing. Roger Schlim

Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl

Prof. Dr. jur. Gerd Schöler

Geschäftsbereich Handel

Dr. Clemens Stewing

Geschäftsbereich Energie seit 1. Oktober 2015

Aufsichtsrat

Rainer Thieme

Vorsitzender

Vorsitzender der Geschäftsführung der Wilhelm Karmann GmbH i. R., Osnabrück

a)

Köster Holding AG, Osnabrück

Dr. Hans-Jürgen Urban

Stellvertretender Vorsitzender Geschäftsführendes

Vorstandsmitglied der Industriegewerkschaft Metall, Frankfurt am Main

a)

Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter (stellvertretender Vorsitzender)

Treuhandverwaltung IGEMET GmbH, Frankfurt am Main

Konrad Ackermann

Gesamtbetriebsratsvorsitzender der KHS GmbH, Dortmund

a)

KHS GmbH, Dortmund

Bernhard Breemann

Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH

Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH, Gladbeck

a)

Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf

Ulrike Brouzi

Mitglied des Vorstands Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover

a)

NORD/LB Asset Management AG, Hannover (stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende)

b)

NORD/LB Luxembourg S. A., Luxembourg (Aufsichtsrat)

NORD/LB Covered Finance Bank S. A., Luxembourg (Aufsichtsrat)

Annelie Buntenbach

Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bundesvorstands des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Berlin

keine Mitgliedschaft in anderen Gremien

Hasan Cakir

Vorsitzender des Konzernberiebsrats der Salzgitter AG, Salzgitter Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter

a)

Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter

Ulrich Dickert

Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes Deutschland GmbH, Remscheid

a)

Mannesmannröhren-Werke GmbH,Mülheim/Ruhr

Dr. Thea Dückert

Mitglied des Bundestages a. D.

Mitglied des Nationalen Normenkontrollrats der Bundesregierung, Berlin

b)

Norddeutscher Rundfunk, Hamburg (Verwaltungsrat)

Karl Ehlerding

Geschäftsführer der KG Erste "Hohe Brücke 1" Verwaltungs-GmbH &Co., Hamburg

a)

Elbstein AG, Hamburg

KHS GmbH, Dortmund

Lloyd Werft Bremerhaven AG, Bremerhaven, bis 23. November 2015

MATERNUS-Kliniken AG, Berlin

WCM Beteiligungs- und Grundbesitz-AG, Frankfurt am Main

b)

German Dry Docks GmbH &Co. KG, Bremerhaven (Verwaltungsrat)

Roland Flach

Vorsitzender des Vorstands der Klöckner-Werke AG i. R., Duisburg

Vorsitzender des Vorstands der KHS AG i. R., Dortmund

a)

KHS GmbH, Dortmund

Gabriele Handke

seit 1. März 2015

stellvertretende Betriebsratsvorsitzende der Peiner Träger GmbH, Peine

keine Mitgliedschaft in anderen Gremien

Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Jürgen Hesselbach

Präsident der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, Braunschweig

a)

Öffentliche Lebensversicherung Braunschweig, Braunschweig

Sachversicherung Braunschweig, Braunschweig

Ulrich Kimpel

Betriebsratsvorsitzender der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg

a)

Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim/Ruhr

Dr. Dieter Köster

Geschäftsführender Gesellschafter der HomeStead GmbH &Co. KG, Osnabrück

Vorsitzender des Vorstands der Köster Holding AG i. R., Osnabrück

a)

Köster Holding AG, Osnabrück (Vorsitzender)

Klinikum Osnabrück GmbH, Osnabrück, seit September 2015

Bernd Lauenroth

Gewerkschaftssekretär des Vorstands der Industriegewerkschaft Metall, Zweigbüro Düsseldorf

a)

Georgsmarienhütte Holding GmbH, Georgsmarienhütte

Aluminium Norf GmbH, Neuss, seit Mai 2015

Thomas Lehne

bis 28. Februar 2015

Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter

a)

Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter

Volker Mittelstädt

Betriebsratsvorsitzender der Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg

b)

Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg, und Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH, Mülheim/Ruhr (gemeinsamer Beirat)

Prof. Dr. Hannes Rehm

Präsident der IHK Industrie- und Handelskammer, Hannover, bis 31. Januar 2016

Geschäftsführer der Nord-Ostdeutschen Bankbeteiligungs GmbH, Hannover

Vorsitzender des Vorstands Norddeutsche Landesbank Girozentrale i. R., Hannover

keine Mitgliedschaft in anderen Gremien

Peter-Jürgen Schneider

Finanzminister des Landes Niedersachsen

a)

Bremer Landesbank, Bremen (stellvertretender Vorsitzender)

Deutsche Messe AG, Hannover

Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover (Vorsitzender)

b)

Kreditanstalt für Wiederaufbau, Frankfurt am Main (Verwaltungsrat)

Dr. Werner Tegtmeier

Staatssekretär a. D. im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung

a)

Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim/Ruhr

Salzgitter Mannesmann Precision GmbH, Mülheim/Ruhr

Dr. Johannes Teyssen

bis 15. September 2015

Vorsitzender des Vorstands der E.ON SE, Düsseldorf

a)

Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main

Heinz-Gerhard Wente

seit 16. September 2015

Vize-Präsident der IHK Industrie- und Handelskammer, Hannover

Mitglied des Vorstands der Continental AG i. R., Hannover

keine Mitgliedschaft in anderen Gremien

a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten i. S. d. § 125 AktG
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontroll-gremien von Wirtschaftsunternehmen

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Präsidium:

Rainer Thieme, Vorsitzender

Hasan Cakir

Peter-Jürgen Schneider

Dr. Hans-Jürgen Urban

Prüfungsausschuss:

Prof. Dr. Hannes Rehm, Vorsitzender

Konrad Ackermann

Bernd Lauenroth

Rainer Thieme

Strategieausschuss:

Rainer Thieme, Vorsitzender

Hasan Cakir

Ulrich Kimpel

Prof. Dr. Hannes Rehm

Peter-Jürgen Schneider

Dr. Hans-Jürgen Urban

Nominierungsausschuss:

Peter-Jürgen Schneider

Rainer Thieme

Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

Das Vergütungssystem des Vorstands

Die Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder bemisst sich nach ihrer Aufgabe und persönlichen Leistung sowie nach dem Erfolg des Unternehmens. Ihre Höhe orientiert sich insgesamt an der Üblichkeit der Vergütung im Vergleichsumfeld.

Nach dem derzeitigen Vergütungssystem besteht die Vergütung aus folgenden Komponenten: einer festen jährlichen Grundvergütung (auszuzahlen in gleichen monatlichen Teilbeträgen), Nebenleistungen (im Wesentlichen bestehend aus der Gewährung der privaten Nutzung eines Dienstwagens), einer variablen jährlichen Vergütung sowie einer Pensionszusage. Die variable Vergütung bemisst sich zu einem Teil nach der persönlichen Leistung des Vorstandsmitglieds im betreffenden Geschäftsjahr und zu einem Teil nach dem Unternehmenserfolg, gemessen an der erzielten Verzinsung des eingesetzten Kapitals des Konzerns (ROCE/Return on Capital employed) im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Mit der mehrjährigen Bemessungsgrundlage werden Anreize für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung gegeben. Der ergebnisabhängige Teil ist nach oben begrenzt (Cap).

Die zugesagte Pensionszahlung hängt von der Dauer der Konzernzugehörigkeit ab und beträgt maximal 60 % der festen Grundvergütung. Die variablen Vergütungskomponenten sind dafür ohne Bedeutung. Der Zahlungsanspruch besteht ab Vollendung des 65. Lebensjahres. Herr Prof. Dr.-Ing. Fuhrmann wird, falls er nach vollendetem 59. Lebensjahr auf Wunsch der Gesellschaft oder nach vollendetem 62. Lebensjahr auf eigenen Wunsch ausscheidet, so gestellt, als ob er das 65. Lebensjahr vollendet hätte. Diese Regelung ist mit Wirkung ab 1. Juli 2016 so geändert worden, dass diese Rechtsfolge gilt, wenn er nach vollendetem 61. Lebensjahr auf Wunsch der Gesellschaft oder auf eigenen Wunsch ausscheidet. Für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit aufgrund eines Kontrollwechsels haben die Vorstandsmitglieder Anspruch auf eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung für die noch nicht abgelaufene Laufzeit ihres Anstellungsvertrages, wobei dieser Anspruch auf den Wert von drei Jahresvergütungen begrenzt ist. Für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund haben die Vorstandsmitglieder Anspruch auf die vereinbarte Vergütung bis zum Ablauf des Vertrages; dieser Anspruch ist jedoch begrenzt auf den Wert von zwei Jahresvergütungen (feste Grundvergütung und variable Vergütung). Den einzelnen Vorstandsmitgliedern sind weder im Geschäftsjahr 2015 noch für das Vorjahr von Dritten im Hinblick auf ihre Tätigkeit als Vorstandsmitglieder Leistungen zugesagt oder gewährt worden.

Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder (gewährte Zuwendungen für das Jahr)

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Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann Burkhard Becker
Vorstandsvorsitzender Finanzvorstand
in T€ 2014 2015 2015 (Min.) 2015 (Max.) 2014 2015
Festvergütung 948 984 984 984 480 535
Nebenleistungen 20 21 21 21 24 24
Summe 968 1.005 1.005 1.005 504 559
Einjährige variable Vergütung 602 590 0 595 280 345
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0 850 0 0
Summe 1.570 1.595 1.005 2.450 784 904
Versorgungsaufwand1) 244 314 314 314 115 154
Gesamtvergütung 1.814 1.909 1.319 2.764 900 1.058
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Burkhard Becker Michael Kieckbusch
Finanzvorstand Personalvorstand
in T€ 2015 (Min.) 2015 (Max.) 2014 2015 2015 (Min.) 2015 (Max.)
Festvergütung 535 535 420 520 520 520
Nebenleistungen 24 24 40 44 44 44
Summe 559 559 460 564 564 564
Einjährige variable Vergütung 0 315 245 315 0 315
Mehrjährige variable Vergütung 0 450 0 0 0 450
Summe 559 1.324 705 879 564 1.329
Versorgungsaufwand1) 154 154 142 170 170 170
Gesamtvergütung 713 1.478 848 1.049 734 1.499
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Wolfgang Eging Heinz Groschke
Geschäftsbereich Energie bis 09/2014 Geschäftsbereich Handel bis 09/2014
in T€ 2014 2015 2015 (Min.) 2015 (Max.) 2014 2015
Festvergütung 378 0 0 0 378 0
Nebenleistungen 16 0 0 0 29 0
Summe 394 0 0 0 407 0
Einjährige variable Vergütung 221 0 0 0 221 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0 0 0 0
Summe 614 0 0 0 627 0
Versorgungsaufwand1) 0 0 0 0 197 0
Gesamtvergütung 614 0 0 0 824 0
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Heinz Groschke
Geschäftsbereich Handel bis 09/2014
in T€ 2015 (Min.) 2015 (Max.)
Festvergütung 0 0
Nebenleistungen 0 0
Summe 0 0
Einjährige variable Vergütung 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 0
Summe 0 0
Versorgungsaufwand1) 0 0
Gesamtvergütung 0 0

1) Dienstzeitaufwand nach IAS 19

Die einjährige variable Vergütung von Herrn Becker für 2015 enthält 30 T€ für die vorübergehend zusätzlich wahrgenommene Funktion als Geschäftsführer der Konzerngesellschaft KHS GmbH (KHSDE).

Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder (Zufluss für das Jahr)

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Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann Burkhard Becker Michael Kieckbusch
Vorstandsvorsitzender Finanzvorstand Personalvorstand
in T€ 2014 2015 2014 2015 2014 2015
Festvergütung 948 984 480 535 420 520
Nebenleistungen 20 21 24 24 40 44
Summe 968 1.005 504 559 460 564
Einjährige variable Vergütung 602 590 280 345 245 315
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0 0 0 0
Summe 1.570 1.595 784 904 705 879
Versorgungsaufwand1) 244 314 115 154 142 170
Gesamtvergütung 1.814 1.909 900 1.058 848 1.049
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Wolfgang Eging Heinz Groschke
Geschäftsbereich Energie bis 09/2014 Geschäftsbereich Handel bis 09/2014
in T€ 2014 2015 2014 2015
Festvergütung 378 0 378 0
Nebenleistungen 16 0 29 0
Summe 394 0 407 0
Einjährige variable Vergütung 221 0 221 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0 0
Summe 614 0 627 0
Versorgungsaufwand1) 0 0 197 0
Gesamtvergütung 614 0 824 0

1) Dienstzeitaufwand nach IAS 19

Die Gesamtvergütungen der im Geschäftsjahr 2015 aktiven Vorstandsmitglieder für ihre Tätigkeit im Berichtsjahr betrugen insgesamt 4.016 T€ (Vorjahr: 5.000 T€, einschließlich der Gesamtvergütungen der im Geschäftsjahr 2014 ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Eging und Groschke).

Pensionen

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Jahresbezug bei Eintritt des Zuführung zur Pensionsrückstellung Barwert der Pensionsansprüche
in € Pensionsfalls nach HGB nach IFRS nach HGB nach IFRS
Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann Vorsitzender 2015 612.0001) 1.747.609 693.012 8.050.447 10.855.418
  2014 568.8001) 751.467 2.630.248 6.302.838 10.162.406
Burkhard Becker 2015 324.0001) 972.821 520.687 3.664.511 5.165.275
  2014 288.0001) 348.878 1.328.032 2.691.690 4.644.588
Wolfgang Eging bis 30.09.2014 2015 0 0 0 0 0
  2014 326.5921)2) 358.134 1.236.1063) 5.389.475 7.308.3564)
Heinz Groschke bis 30.09.2014 2015 0 0 0 0 0
  2014 340.2001)5) 884.403 1.871.0736) 5.578.091 7.589.9567)
Michael Kieckbusch 2015 324.0001) 1.115.337 959.854 2.988.523 4.329.567
  2014 252.0001) 37.813 732.978 1.873.186 3.369.713

1) unter Einbeziehung einer gegen Vergütung übernommenen Versorgungszusage des Vorarbeitgebers
2) Pensionsanspruch zum Vertragsende bei MRW (30 09 2015, Endalter >65)
3) zeitanteilig bei SZAG und MRW
4) bilanziert zum 3112 2014 bei MRW
5) Pensionsanspruch zum Vertragsende bei SMHD (30 09 2015, Endalter >65)
6) zeitanteilig bei SZAG und SMHD
7) bilanziert zum 31 12 2014 bei SMHD

Das Vergütungssystem des Aufsichtsrats

Seit Beginn der Amtsperiode des derzeitigen Aufsichtsrats am 23. Mai 2013 erhält - entsprechend einem Beschluss der Hauptversammlung 2013 - jedes Mitglied des Aufsichtsrats pro Geschäftsjahr ein Fixum von 60.000 €. Die feste Vergütung beträgt für den stellvertretenden Vorsitzenden das Doppelte und für den Vorsitzenden das Dreifache. Zudem bekommt jedes Mitglied für Ausschusstätigkeiten 5.000 €, die jeweiligen Ausschussvorsitzenden und die Mitglieder des Prüfungsausschusses 10.000 € sowie der Vorsitzende des Prüfungsausschusses 30.000 €. Dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und dessen Stellvertreter wird eine Mitgliedschaft in Ausschüssen nicht vergütet. Pro Sitzungsteilnahme wird ein Sitzungsgeld von 500 € gezahlt; die Mitwirkung an einer fernmündlichen Konsultation und Beschlussfassung gilt nicht als Sitzungsteilnahme.

Vergütung der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder

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in € Jahresbezug
Feste Vergütung Ausschussvergütung Sitzungsgelder Insgesamt
Rainer Thieme, Vorsitzender 2015 180.000 0 7.000 187.000
  2014 180.000 0 8.000 188.000
Dr. Hans-Jürgen Urban, stellvertretender Vorsitzender 2015 120.000 0 4.500 124.500
  2014 120.000 0 5.000 125.000
Konrad Ackermann 2015 60.000 10.000 4.000 74.000
  2014 60.000 10.000 4.000 74.000
Bernhard Breemann 2015 60.000 0 2.000 62.000
  2014 60.000 0 1.000 61.000
Ulrike Brouzi 2015 60.000 0 1.500 61.500
  2014 60.000 0 2.000 62.000
Annelie Buntenbach 2015 60.000 0 2.000 62.000
  2014 60.000 0 2.000 62.000
Hasan Cakir 2015 60.000 10.000 4.500 74.500
  2014 60.000 10.000 5.000 75.000
Ulrich Dickert 2015 60.000 0 1.500 61.500
  2014 60.000 0 2.000 62.000
Dr. Thea Dückert 2015 60.000 0 2.000 62.000
  2014 60.000 0 2.000 62.000
Karl Ehlerding 2015 60.000 0 1.000 61.000
  2014 60.000 0 1.500 61.500
Roland Flach 2015 60.000 0 2.000 62.000
  2014 60.000 0 2.000 62.000
Gabriele Handke seit 01.03.2015 2015 50.000 0 2.000 52.000
  2014       0
Prof. Dr.-Ing., Dr. h.c. Jürgen Hesselbach 2015 60.000 0 2.000 62.000
  2014 60.000 0 2.000 62.000
Ulrich Kimpel 2015 60.000 5.000 2.500 67.500
  2014 60.000 5.000 2.500 67.500
Dr. Dieter Köster 2015 60.000 0 2.000 62.000
  2014 60.000 0 2.000 62.000
Bernd Lauenroth 2015 60.000 10.000 4.000 74.000
  2014 60.000 10.000 4.000 74.000
Thomas Lehne bis 28.02.2015 2015 10.000 0 0 10.000
  2014 60.000 0 2.000 62.000
Volker Mittelstädt 2015 60.000 0 2.000 62.000
  2014 60.000 0 2.000 62.000
Prof. Dr. Hannes Rehm 2015 60.000 35.000 4.500 99.500
  2014 60.000 35.000 2.000 97.000
Peter-Jürgen Schneider 2015 60.000 10.000 6.000 76.000
  2014 60.000 10.000 4.500 74.500
Dr. Werner Tegtmeier 2015 60.000 0 2.000 62.000
  2014 60.000 0 2.000 62.000
Dr. Johannes Teyssen bis 15.09.2015 2015 45.000 0 500 45.500
  2014 60.000 0 1.500 61.500
Heinz-Gerhard Wente seit 16.09.2015 2015 20.000 0 1.000 21.000
  2014       0
Summe 2015 1.445.000 80.000 60.500 1.585.500
  2014 1.440.000 80.000 59.000 1.579.000

Darüber hinaus erhielten folgende Aufsichtsratsmitglieder Vergütungen für Aufsichtsratsmandate bei Tochtergesellschaften:

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in € Jahresbezug
Feste Vergütung Ausschussvergütung Sitzungsgelder Insgesamt
Konrad Ackermann 2015 10.000 0 750 10.750
(KHS) 2014 10.000 0 750 10.750
Bernhard Breemann 2015 10.000 0 300 10.300
(SMHD) 2014 10.000 0 200 10.200
Hasan Cakir 2015 8.000 0 400 8.400
(SMHD) 2014 8.000 0 300 8.300
Ulrich Dickert 2015 10.000 0 300 10.300
(MRW) 2014 833 0 100 933
Karl Ehlerding 2015 10.000 0 250 10.250
(KHS) 2014 10.000 0 500 10.500
Roland Flach 2015 10.000 0 750 10.750
(KHS) 2014 10.000 0 750 10.750
Ulrich Kimpel 2015 10.000 0 300 10.300
´ 2014 10.000 0 300 10.300
Thomas Lehne 2015       0
(ehemals SZST) 2014 1.250 0 100 1.350
(SZFG) 2015 8.000 0 400 8.400
  2014 4.667 0 300 4.967
Volker Mittelstädt 2015 3.000 0 400 3.400
(gemeinsamer Beirat ILG/MGB) 2014 1.750 0 300 2.050
Dr. Werner Tegtmeier 2015 10.000 0 300 10.300
(MRW) 2014 10.000 0 300 10.300
(SMP) 2015 5.000 0 200 5.200
  2014 5.000 0 200 5.200
Dr. Hans-Jürgen Urban 2015 12.000 0 400 12.400
(SZFG) 2014 7.000 0 300 7.300
Summe 2015 106.000 0 4.750 110.750
  2014 88.500 0 4.400 92.900
Gesamtsumme 2015 1.551.000 80.000 65.250 1.696.250
  2014 1.528.500 80.000 63.400 1.671.900

Die gewerkschaftsangehörigen Arbeitnehmervertreter haben erklärt, ihre Vergütung nach den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbundes an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen

3. Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung entspricht dem Corporate Governance-Bericht und ist im Internet unter www.salzgitter-ag.de/de/Investor_Relations/Corporate_Governance/ jederzeit zugänglich.

4. Mitarbeiter

Unsere Mitarbeiter leisten einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Weiterentwicklung unseres Konzerns. Daher legt die Salzgitter AG (SZAG) besonderen Wert auf eine motivierende Arbeitsumgebung, die es erlaubt, dass jeder seine Talente bestmöglich einbringt. Wir investieren gezielt in ein gesundes Arbeitsumfeld, bieten hervorragende Ausbildungsmöglichkeiten an und fördern unsere Beschäftigten durch attraktive Entwicklungswege. So tragen wir dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit des Salzgitter-Konzerns angesichts der aktuellen unternehmerischen Herausforderungen und der veränderten demografischen Bedingungen zu erhalten.

Entwicklung der Belegschaft

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31.12.2015 31.12.2014 Veränderung
Stammbelegschaft Konzern1) 23.524 23.555 - 31
Geschäftsbereich Flachstahl 6.130 6.192 - 62
Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl 2.952 3.108 - 156
Geschäftsbereich Energie 4.895 4.959 - 64
Geschäftsbereich Handel 1.858 1.888 - 30
Geschäftsbereich Technologie 5.146 4.899 247
Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung 2.543 2.509 34
Ausbildungsverhältnisse 1.494 1.548 - 54
Passive Altersteilzeit 441 426 15
Gesamtbelegschaft 25.459 25.529 - 70

1) ohne Organmitglieder

Am 31. Dezember 2015 umfasste die Stammbelegschaft des Salzgitter-Konzerns 23.524 Mitarbeiter -das waren 31 Personen oder 0,1 % weniger als zum Ende des Geschäftsjahres 2014. Hier spiegelte sich die Umsetzung des Programms "Salzgitter AG 2015" wider. Die Stammbelegschaft der Gesellschaften, die in das Programm einbezogen sind, hat sich um 311 reduziert. Davon resultieren 265 Personalanpassungen aus "Salzgitter AG 2015". Gegenläufig wirkte die Neukonsolidierung beziehungsweise Verschmelzung diverser Konzerngesellschaften, wodurch insgesamt 194 Beschäftigte erstmals in der Personalstatistik erfasst wurden. Darüber hinaus haben wir die Zahl der Betriebsangehörigen überwiegend bei der Salzgitter Mannesmann Precisión S.A. de C.V (MPM) und in den KHS-Auslandsgesellschaften aufgrund der Erweiterung der Aktivitäten und entsprechend der strategischen Ausrichtung weiter aufgestockt.

Regionale Verteilung Stammbelegschaft

Der Vorstand der SZAG hat am 16. Juni 2015 beschlossen, den Geschäftsbetrieb der HSP Hoesch Spundwand und Profil GmbH (HSP) einzustellen. Entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen wurde hierzu am 14. Dezember 2015 mit der Arbeitnehmervertretung HSP ein Interessenausgleich und Sozialplan abgeschlossen. Von der Betriebsstilllegung sind zum 31. Dezember 2015 342 Mitarbeiter der HSP betroffen. Weitere Informationen hierzu enthält das Kapitel "Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie"

Unter Berücksichtigung der Ausbildungsverhältnisse und der Personen in passiver Altersteilzeit umfasste die Gesamtbelegschaft des Salzgitter-Konzerns 25.459 Personen.

Ende des Jahres beschäftigten wir 830 Leiharbeitnehmer, dies entsprach 3,4 % der Summe aus Stamm- und Leiharbeitskräften. Dadurch verringerte sich die Anzahl der externen Leiharbeitnehmer gegenüber dem Vorjahr um 115. Am 31. Dezember 2015 befanden sich keine Belegschaftsmitglieder in Kurzarbeit.

Der Personalaufwand belief sich 2015 auf 1.674,8 Mio. € und lag damit 4,6 % über dem des Vorjahres. Erhöhend wirkten unter anderem die Erweiterung des Konsolidierungskreises sowie Tarifsteigerungen, Effekte des Reorganisationsprogramms "Salzgitter AG 2015" hingegen kompensatorisch.

"Salzgitter AG 2015"

Die Umsetzung der auf Grundlage eines zwischen Vorstand und Arbeiternehmervertretung unter Begleitung der IG Metall abgeschlossenen Zukunftsvertrages und unternehmensspezifischer Vereinbarungen im Programm "Salzgitter AG 2015" identifizierten Personaleffekte verläuft insgesamt wie geplant. Bis zum 31. Dezember 2015 sind 90,7 % des auf mehr als 1.500 Stellen im Konzern bezifferten Abbaupotenzials realisiert worden. Die Personalanpassungen werden weitestgehend sozialverträglich vorgenommen. Seit dem Programmstart waren die bestimmenden Instrumente der Abschluss von Aufhebungsverträgen und die Nutzung natürlicher Fluktuation. Strukturelle Schwerpunkte der Umsetzung lagen bei der Peiner Träger GmbH (PTG), der Salzgitter Mannesmann Precision-Gruppe (SMP-Gruppe) und der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG).

Tarifabschlüsse im Inland

Die westdeutsche Stahlindustrie hat im Monat November einen Tarifabschluss geschlossen, der später im Tarifgebiet Ost übernommen worden ist.

Die Einigung gilt für rund 57 % der inländischen Konzernmitarbeiter. Sie beinhaltet eine Erhöhung der Löhne und Gehälter sowie der Ausbildungsvergütungen um 2,3 % ab 1. Januar 2016. Für die Monate November und Dezember 2015 erfolgte eine Einmalzahlung von 200 €, Auszubildende bekamen 80 €.

Der Vertrag kann frühestens zum 28. Februar 2017 gekündigt werden. Neben der Verlängerung der Tarifverträge zur Altersteilzeit, dem Einsatz von Werkverträgen und der Regelungen zur Übernahme von Auszubildenden, die bis 31. Januar 2019 gilt, wurde für Auszubildende die teilweise Übernahme der Kosten für notwendige Fahrten zwischen dem Ausbildungsbetrieb und der Berufsschule vereinbart. Für die Beschäftigten der PTG wird die Tariferhöhung mit sechsmonatiger Verzögerung umgesetzt.

Tarifzugehörigkeit Konzern (Inland)

In der Metall- und Elektroindustrie ist am 24. Februar 2015 ein Pilotabschluss im Tarifgebiet Baden-Württemberg erzielt worden, den grundsätzlich auch das übrige Bundesgebiet übernommen hat. Der Abschluss gilt für gut 27 % der inländischen Konzernmitarbeiter und enthält eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 3,4 % ab 1. April 2015. Im März 2015 erhielten die Beschäftigten zusätzlich 150 € als Einmalzahlung, Auszubildende eine Pauschale von 55 €. Darüber hinaus ist der Tarifvertrag zur Altersteilzeit mit qualitativen Anpassungen bis 31. Dezember 2021 verlängert worden. Die Einigung hat eine Laufzeit bis 31. März 2016.

Nachwuchssicherung

Für die SZAG ist die Berufsausbildung eine wichtige Zukunftsinvestition. Ende 2015 beschäftigten wir konzernweit 1.156 Auszubildende und Studierende im Praxisverbund. Der Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt im gewerblich-technischen Bereich mit insgesamt 28 Ausbildungsberufen. Hinzu kommen kaufmännische Berufe, IT und Logistik sowie duale Studiengänge. Außerdem bestanden 337 sonstige Ausbildungsverhältnisse mit Praktikanten, Werkstudenten und Trainees. Seit Jahren liegt die Ausbildungsquote des Salzgitter-Konzerns über dem eigenen Bedarf. So sichern wir nicht nur unseren Fachkräftenachwuchs, sondern leisten einen gesellschaftspolitischen Beitrag.

Den hohen Standard unserer Ausbildung belegen diverse Ehrungen durch die Industrie- und Handelskammern auf Kammer- sowie Landesebene. Diese zeichneten vergangenes Geschäftsjahr 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Berufsabschlussprüfungen aus dem Salzgitter-Konzern für herausragende Leistungen aus.

Neben den klassischen Ausbildungsgängen setzt die SZAG auf weitere langfristig angelegte Aktivitäten, um junge Talente für den Konzern zu gewinnen. Dazu gehören Hochschulkooperationen und Schulpartnerschaften, die teilweise länger als 20 Jahre bestehen. Zudem finden regelmäßig regionale Veranstaltungen statt, bei denen Schüler und Studenten die beruflichen Perspektiven in den Konzerngesellschaften kennenlernen können.

Ein besonderes Ereignis war 2015 die Ideen-Expo, die wir erneut als Premiumsponsor und Aussteller unterstützten. Dieses Event richtet sich vorrangig an Jugendliche und Schüler, die kurz vor der Berufsentscheidung stehen. Über 350.000 Gäste besuchten die interaktive Veranstaltung rund um Naturwissenschaft und Technik, die vom 4. bis zum 12. Juli in Hannover stattfand. Die SZAG präsentierte den Werkstoff Stahl, seine Anwendungsfelder sowie innovative Produkte des Geschäftsbereiches Technologie und stellte das Spektrum der naturwissenschaftlich-technischen Berufsfelder sowie Einstiegsmöglichkeiten in den Konzern vor. Als Ergebnis dieser Aktivitäten zählt die SZAG im Jahr 2015 wieder zu den Top-100-Arbeitgebern für die Studierenden in den Studiengängen Ingenieur- und Naturwissenschaften. Auch bei den Praktikanten zählt die SZAG zu den Top-Arbeitgebern.

Personalentwicklung

Personalentwicklung besitzt für uns traditionell einen hohen Stellenwert. Unsere Nachwuchs-, Fach- und Führungskräfte fördern wir durch ein konzernweites System umsetzungsorientierter und praxisrelevanter Programme. Diese bauen aufeinander auf und richten sich je nach Berufserfahrung und Dauer der Betriebszugehörigkeit an unterschiedliche Zielgruppen.

Als neuer Baustein unseres Personalentwicklungskonzepts startete 2015 der erste Turnus des Orientierungsprogramms "Karrierewege für Frauen", das die Teilnehmerinnen bei der Entscheidung unterstützt, eine Fach- oder Führungslaufbahn im Konzern einzuschlagen. Es ergänzt das bereits 2012 eingeführte Mentoring-Programm für Frauen.

Arbeitssicherheit und Betriebliches Gesundheitsmanagement

Die Gesundheit unserer Mitarbeiter stellt ein hohes Gut dar. Es ist Teil unserer unternehmerischen Verantwortung, das Wohl und die körperliche Unversehrtheit unserer eigenen Beschäftigten sowie der Mitarbeiter von Partnerfirmen zu schützen. Selbstverständlich tragen wir diese Verantwortung ebenso gegenüber unseren Kunden, Lieferanten und weiteren Besuchern der Werksgelände. Aus diesem Verständnis heraus werden Arbeitssicherheit wie Betriebliches Gesundheitsmanagement konsequent betrieben und durchgängig umgesetzt.

Unsere Schwerpunkte im Arbeitsschutz liegen, wie auch in den vergangenen Jahren, auf Maßnahmen zur Minimierung der Gefahren am Arbeitsplatz sowie zur Einstellungs- und Verhaltensänderung der Mitarbeiter. Darüber hinaus optimieren wir unsere Strukturen und Prozesse kontinuierlich, um einen führenden Standard im Arbeitsschutz zu gewährleisten.

Eine sehr hohe Akzeptanz bei unseren Beschäftigten fand - beispielhaft genannt - die im Berichtsjahr gestartete Kampagne "Aus Liebe zum Stahl", mit der es gelang, das Thema Arbeitssicherheit auf eine neue Weise in den Fokus zu rücken. Bewusst wurde eine positiv motivierende Darstellung gewählt, die zum Nachdenken und sicherheitsbewusstem Handeln anregte, aber auch die Einflussmöglichkeiten eines jeden Einzelnen verdeutlichte. Ursprünglich für den Campus Salzgitter vorgesehen, nutzen aufgrund des außerordentlich erfreulichen Echos nun weitere Gesellschaften des Konzerns die Kampagne.

In unserem Betrieblichen Gesundheitsmanagement setzen wir auf Maßnahmen zur Prävention und Früherkennung, die Förderung der gesundheitlichen Eigenverantwortung, die Schulung der Führungskräfte sowie unser mehrfach prämiertes betriebliches Rehabilitationskonzept. Dieses zeichnet sich durch eine Fokussierung auf Erkrankungsschwerpunkte und Problemlösungen mithilfe von Systemangeboten aus. 2015 haben wir bestehende Programme und Angebote optimiert und erweitert. Aufbauend auf unserem arbeitsplatzbezogenen betrieblichen Rehabilitationskonzept ist beispielsweise die Vernetzung mit internen und vor allem externen Gesundheitsexperten und -einrichtungen weiter perfektioniert worden. So können wir Mitarbeiter mit gesundheitlichen Einschränkungen und Erkrankungen noch schneller, zielgerichteter und erfolgreicher unterstützen.

Kommunikation

Die konzernweite Mitarbeiterbefragung "IMPULS" gibt Aufschluss über die Zufriedenheit im direkten Arbeitsumfeld sowie Stärken und Verbesserungspotenziale unseres Unternehmens aus Sicht der Mitarbeiter. Dieses Feedback trägt dazu bei, uns kontinuierlich zu verbessern und den Salzgitter-Konzern an veränderte Bedingungen anzupassen. Im November 2015 haben wir unsere Beschäftigten daher das dritte Mal nach 2007 und 2011 zu ihrer Arbeitssituation, ihrer Zufriedenheit und ihrer Einstellung gegenüber dem Unternehmen befragt. Die diesjährige Befragung wurde außerdem genutzt, um Rückmeldungen unserer Mitarbeiter zum Reorganisationsprogramm "Salzgitter AG 2015" und die Bedeutung der Werte unseres Leitbilds YOUNITED einzuholen. Mehr als 22.000 Beschäftigte in 73 Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns, 34 davon im Ausland, waren aufgerufen, an der Erhebung teilzunehmen. Detaillierte Ergebnisse werden 2016 vorliegen, aus denen konkrete Veränderungen auf allen Ebenen des Konzerns abgeleitet werden sollen.

Mit dem jährlichen Konzernforum informieren wir unsere Top-Führungskräfte über aktuelle Themen innerhalb des Unternehmens. Im Berichtsjahr stand die Veranstaltung unter dem Motto "Es geht... - Unser 360°-Konzept auf Erfolgskurs!" Dessen Kernelemente dienen dem Ziel, die Profitabilität der SZAG nachhaltig zu steigern und unsere unternehmerische Eigenständigkeit zu wahren. Weitere Informationen dazu enthält das Kapitel "Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie" Auf dem Konzernforum stellte der Vorstand den aktuellen Stand der Umsetzung des 360°-Konzepts vor. Diverse Vorträge aus den einzelnen Geschäftsbereichen gaben Einblicke in konkrete Projekte und Prozesse zu diesem Thema. Einen besonderen Akzent setzte der Gastvortrag von Prof. Dr.-Ing. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, zu "Industrie 4.0 - Revolution oder Evolution" Insgesamt nahmen 317 Vorstände, Geschäftsführer und leitende Angestellte aus In- und Auslandsgesellschaften am Konzernforum teil.

Leitbild YOUNITED

Klare Werte sind aus unserer Sicht eine Voraussetzung, um unser Unternehmen weiterzuentwickeln, und stellen den Leitfaden für das tägliche Handeln dar. Die zentralen Werte der SZAG und weitere Prinzipien unserer unternehmerischen Tätigkeit werden im Konzernleitbild YOUNITED formuliert. Damit dieses bestmöglich verankert wird und alle Mitarbeiter intensiv einbezogen werden, machen wir die sechs grundlegenden Werte nacheinander als "Wert des Jahres" durch Initiativen erlebbar. Die erste Initiative, der konzernweite Ideenwettbewerb zum Wert "Innovation", wurde 2015 abgeschlossen und traf mit 3.933 eingereichten Ideen auf überaus große Resonanz. Prämiert wurden innovative Ansätze in allen Bereichen der Produktions- und Verwaltungsprozesse, der Organisation sowie des Produkt- und Dienstleistungsspektrums. Der neue Wert des Jahres 2015/2016 "Nachhaltigkeit" zielt darauf ab, den "großen und kleinen Verschwendungen" im Salzgitter-Konzern auf die Spur zu kommen. Konzernweit rufen die Führungskräfte Teammaßnahmen ins Leben, die dazu dienen, gemeinsam Potenziale für nachhaltigeres Wirtschaften zu suchen und auszuschöpfen.

5. Die Salzgitter-Aktie

Kapitalmarkt und Kursentwicklung der Salzgitter-Aktie

Die Aktienmärkte zeigten 2015 eine zweigeteilte Entwicklung. In den ersten Monaten des Jahres verzeichneten die Börsen eine kräftige Hausse. Diese wurde vor allem von der Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) für weitreichende Anleiheankäufe getragen und führte zu einem neuen Allzeithoch des DAX. Ab April folgte eine Konsolidierungsphase, die nur kurzfristige Gegenbewegungen unterbrachen und bis Ende September anhielt. Haupttreiber waren im Frühsommer die Staatsfinanzkrise Griechenlands und im zweiten Halbjahr Unsicherheiten über die weitere wirtschaftliche Entwicklung Chinas. Mit dem Oktober begann ein zweimonatiger Aufwärtstrend, der die vorhergehende Baisse allerdings nur zum Teil kompensieren konnte. Die Gesamtperformance des DAX betrug 2015 10 %; der MDAX verbesserte sich um 23 %.

Aktienkurs Salzgitter AG versus Europäischer Stahlindex, MDAX und DAX

Quellen: XETRA-Schlusskurse Deutsche Börse AG, Datastream STEELEU

Die zunehmende Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft sowie die Strukturkrise der europäischen Stahlindustrie prägten 2015 den Kursverlauf der meisten Stahlaktien. Die in einem derartigen Umfeld zu erwartende starke Nervosität vieler Investoren drückte sich in einer erheblichen Volatilität aus, die auch die Salzgitter-Aktie betraf. Ausgehend von 23,41 € Jahresschlusskurs 2014 stieg sie im Frühjahr wesentlich kräftiger als der europäische Stahlindex und erreichte am 14. Mai mit 36,42 € den Jahreshöchstkurs; dies entsprach 56 % Kursgewinn. In diesem spiegelt sich auch die Anerkennung des Kapitalmarktes für die messbaren Erfolge des Maßnahmenprogramms "Salzgitter AG 2015" wider. Die Änderung der Wechselkurspolitik Chinas sowie die begonnene Diskussion der zukünftigen Wachstumsstärke des Landes bewirkten ab Mitte August eine heftige Kontraktion der meisten konjunktursensiblen Titel, die unsere Aktie ebenfalls erfasste. Analog zum Gesamtmarkt bildete sich im Oktober eine zweite Aufwärtsbewegung heraus, bevor unser Kurs abermals von der pessimistischeren Einschätzung der chinesischen Konjunktur beeinträchtigt wurde. Die Gesamtperformance der Salzgitter-Aktie lag 2015 bei moderaten -3 %, während der europäische Stahlindex 35 % verlor.

Die durchschnittlichen Tagesumsätze unserer Aktie an den deutschen Börsen beliefen sich auf 458.000 Stück im Berichtszeitraum und übertrafen so den Wert des Vorjahres um fast 50 %. Mit aufgelaufenen 3,1 Mrd. € Handelsvolumen belegte die Salzgitter AG (SZAG) in der MDAX-Rangliste der Deutschen Börse AG per 30. Dezember 2015 den 19. Platz. Die rund 841 Mio. € Free-Float-Marktkapitalisierung bedeuteten Rang 56 in diesem Kriterium.

Aktionärsstruktur

Unsere Aktionärsstruktur hat sich laut einer im November 2015 in Auftrag gegebenen Untersuchung gegenüber dem Jahresende 2014 geringfügig verändert. Neben 10% eigenen Aktien hielten in Deutschland registrierte Aktionäre inklusive des Großinvestors Land Niedersachsen mindestens 39,2% der Salzgitter-Aktien und somit rund 0,7 % weniger als im Vorjahr (2014: 39,9 %). Der von deutschen institutionellen Investoren gehaltene Anteil reduzierte sich marginal auf 12,7 % (2014: 13,4 %), derjenige im Besitz ausländischer Aktionäre stieg auf 25,5 % (2014: 20,7 %). 25,3 % unserer Investoren konnten nicht identifiziert werden. Hierbei dürfte es sich um in- und ausländische Privatanleger sowie nicht veröffentlichungspflichtige institutionelle Investoren wie beispielsweise Versicherungen und Stiftungen handeln. Der Streubesitz beziehungsweise Free Float der Salzgitter-Aktie beträgt unverändert 63,5 %.

Aktionärsstruktur

Stand: 12/2015

Eigene Aktien

Der Bestand an eigenen Aktien der SZAG belief sich zum 31. Dezember 2015 auf 6.009.700 Stück und veränderte sich gegenüber dem 31. Dezember 2014 nicht.

Informationen für Kapitalanleger

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2015 2014 2013 2012 2011
Grundkapital1) Mio. € 161,6 161,6 161,6 161,6 161,6
Anzahl Aktien1) Mio. Stück 60,1 60,1 60,1 60,1 60,1
Anzahl ausstehender Aktien1) Mio. Stück 54,1 54,1 54,1 54,1 54,1
Börsenkapitalisierung1)2) Mio. € 1.229,4 1.266,2 1.676,7 2.132,4 2.089,4
Jahresschlusskurs1)3) 22,73 23,41 31,00 39,43 38,63
Höchstkurs3) 36,42 33,81 41,56 48,95 65,64
Tiefstkurs3) 20,34 21,07 24,54 27,03 32,43
Ergebnis je Aktie/EPS4)5) - 0,89 - 0,64 - 9,11 - 1,89 4,31
Cashflow je Aktie/CPS4)5) 8,28 11,07 2,61 7,90 - 3,63
Dividende je Aktie/DPS 0,256) 0,20 0,20 0,25 0,45
Dividendensumme Mio. € 15,06) 12,0 10,8 13,5 24,3

Wertpapierkennnummer: 620200, ISIN: DE0006202005

1) alle Angaben zum 31.12.
2) berechnet auf Basis des jeweiligen Jahresschlusskurses multipliziert mit den ausstehenden Aktien per 3112
3) alle Daten beziehen sich auf Kurse des XETRA-Handels
4) berechnet unter Berücksichtigung der gewichteten Anzahl durchschnittlich ausstehender Aktien
5) 2013 restated
6) vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung

Dividende

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, 0,25 € Dividende je Aktie für das Geschäftsjahr 2015 zu beschließen. Bei einem nominalen Grundkapital von 161,6 Mio. € ergeben sich 15,0 Mio. € Gesamtausschüttung.

Investor Relations

Für unsere Kapitalmarktkommunikation nutzten wir auch 2015 verschiedene Kanäle und tauschten uns intensiv mit unseren privaten und institutionellen Investoren aus. So präsentierten wir die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2014 sowie die des ersten Halbjahres 2015 auf sehr gut besuchten Analystenkonferenzen in Frankfurt und London und diskutierten sie mit Vertretern des Kapitalmarktes. Zur Veröffentlichung des ersten Quartals- und des Neunmonatsberichts 2015 veranstalteten wir Telefonkonferenzen. Im November hielten wir unseren Capital Markets Day in Salzgitter ab. Zudem stellten wir unser Unternehmen auf zahlreichen Investorenkonferenzen und Roadshows in Deutschland, Europa und den USA vor. Viele Investoren und Analysten nutzten die Gelegenheit, unsere Produktionsstandorte zu besuchen und sich vor Ort über Prozesse, Anlagen sowie Produkte zu informieren. Die Geschäftslage und die Potenziale des Salzgitter-Konzerns wurden dabei ausführlich mit den Konzernvorständen und weiteren Führungskräften besprochen.

Der Freundeskreis der Aktionäre der Salzgitter AG richtete eine Reihe gut besuchter Veranstaltungen für unsere Privataktionäre aus, die sich so einen Einblick in aktuelle Entwicklungen des Konzerns und seines wirtschaftlichen Umfelds verschafften. Mitglieder des Konzernvorstands sowie der Konzerngeschäftsleitung traten bei diesen Veranstaltungen als Referenten auf und berichteten aus ihren Verantwortungsbereichen.

Im Geschäftsjahr 2015 veröffentlichten mindestens 25 Finanzinstitute Empfehlungen und Studien zur SZAG. Am Jahresende lauteten deren Ratings wie folgt:

9 Kaufen/Outperform

9 Halten/Neutral

7 Verkaufen/Underperform

Derzeit berichten folgende Finanzinstitute regelmäßig über den Salzgitter-Konzern:

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Alphavalue HSBC
Baader Bank Independent Research
Bank of America/Merrill Lynch Jefferies
Bankhaus Lampe Kepler Cheuvreux
Berenberg LBBW
BHF Bank M.M. Warburg
Citigroup Macquarie Capital
Commerzbank Metzler
Credit Suisse NORD/LB
Deutsche Bank RBC Capital Markets
DZ-Bank Société Générale
EXANE BNP Paribas Steubing
Goldman Sachs UBS

II. Ziele und Erfolgsfaktoren

1. Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie

Ausgerichtet auf eine aktive Zukunftsgestaltung entwickeln wir den Konzern mithilfe eines stimmigen und gesamthaften 360°-Konzepts. Mit der Unternehmenspolitik als Basis, umfasst es neben dem Programm "Salzgitter AG 2015" Kernelemente wie die kurz- bis mittelfristige Entwicklung unserer Geschäftsbereiche, die Eröffnung neuer, auch langfristig angelegter Chancen durch Innovationen sowie ein Leitbild als Medium der kulturellen Weiterentwicklung im Unternehmen.

Kernelemente des 360°-Konzepts

Unternehmenspolitik - Eigenständigkeit als zentrale Prämisse

Eigenständigkeit steht als oberstes Ziel des Salzgitter-Konzerns im Mittelpunkt der Unternehmenspolitik. Unsere Strategie und die damit verbundenen Entscheidungen sowie taktischen Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, den Wert des Konzerns und seiner Gesellschaften zu optimieren und die auf Selbstbestimmung basierende Unternehmenspolitik umzusetzen.

Für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg zum Nutzen aller Stakeholder sind finanzielle Stabilität und bilanzielle Solidität des Konzerns ebenso wesentliche Voraussetzungen wie dessen Fähigkeit zur Anpassung an die zunehmende Dynamik der Markt- und Umfeldbedingungen.

Das Maß an Liquidität legt den Grad der Selbstbestimmung und Flexibilität des Konzerns fest. Die mittel- und langfristige Ausrichtung der Liquiditätsziele folgt grundsätzlich den Prämissen der Finanzierung aus eigener Kraft sowie der Schaffung ausreichender finanzieller Spielräume für Investitionen in zukunftsträchtige Geschäfte an unseren Standorten und darüber hinaus. So nutzt die Salzgitter AG (SZAG) günstige Rahmenbedingungen des Finanzmarktes zur weiteren Diversifizierung ihrer Finanzierungsquellen.

Stabilisierung der Wettbewerbsfähigkeit

Das Marktumfeld des Salzgitter-Konzerns wird von einer anhaltenden Strukturkrise der europäischen Stahlindustrie bestimmt, die sich nunmehr auf andere Weltregionen ausgeweitet hat. So hat nicht nur die fortdauernde Unterauslastung zahlreicher südeuropäischer Hersteller einen erheblich verschärften Wettbewerb zur Folge, sondern auch die massiven Importe vor allem chinesischer Stahlerzeuger aufgrund fehlender Bedarfe in den heimischen Märkten. Damit sind die stahlproduzierenden Gesellschaften weiterhin einem besonders hohen wirtschaftlichen Druck ausgesetzt.

Die Finalisierung des Programms "Salzgitter AG 2015" ist vor diesem Hintergrund Voraussetzung für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Salzgitter-Konzerns. Verbunden mit dem Ziel, Strukturen und Abläufe der gesamten Unternehmensgruppe an die Verfassung der Absatzmärkte anzupassen, schafft es eine wesentliche Grundlage, die Zukunft des Konzerns aktiv zu gestalten und neue Herausforderungen ebenso systematisch anzugehen.

Die grundlegende Veränderung hin zu einer verschlankten Konzern- und Führungsstruktur im Jahr 2014 als Teil des Programms "Salzgitter AG 2015" bewährt sich hinsichtlich des Ziels einer verstärkten Kunden- und Marktorientierung und ermöglicht umfassende Schritte zur Optimierung der Prozessabläufe.

Die Umsetzung des Maßnahmenpakets mit einem Gesamtpotenzial von mehr als 200 Mio. € schreitet planmäßig voran. Bis Ende 2015 sind über 75 % der Ergebnisverbesserungspotenziale erreicht worden. Insbesondere die konsequent und zügig verwirklichten Restrukturierungsprogramme der Peiner Träger GmbH (PTG) und der Präzisrohr-Gruppe, aber auch das "Fit4Future"-Programm der KHS haben zu einer nachhaltigen Steigerung der Ergebnisperformance beigesteuert. Zudem haben die Dienstleistungsbereiche signifikante Fortschritte in der Verbesserung ihrer Prozessabläufe erzielt. Die innerhalb des Programms getätigte Investition in die neue Kohlemahltrocknungs- und -einblasanlage der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG), deren Einfahrbetrieb unter Produktionsbedingungen im April 2015 aufgenommen worden ist, trägt zu einer deutlichen Senkung der Kosten der Metallurgie am Standort Salzgitter bei. Die vollständige Umsetzung des Programms soll weitestgehend bis zum Jahresende 2016 abgeschlossen sein.

Der Aufbau des Shared Service Center (SSC) Rechnungswesen, den wir 2012 als ersten Schritt in Richtung Neuordnung unserer Kernprozesse initiiert hatten, wurde für Salzgitter bereits 2013 erfolgreich abgeschlossen. Im November 2014 nahm das SSC Rechnungswesen in Mülheim den operativen Betrieb auf; als weiterer Schritt folgte einen Monat darauf die Integration des Rechnungswesens der KHS-Gruppe mit Sitz in Dortmund. Im Mai 2015 wurden die beiden SSC-Standorte Dortmund und Mülheim zusammengeführt, sodass die Serviceleistungen für die nordrhein-westfälischen Konzerngesellschaften nunmehr grundsätzlich in Dortmund erbracht werden. Zudem wurde das Projekt SSC 2.0 gestartet. Unter dem Motto "Best Practice - voneinander lernen" sollen die Aktivitäten im SSC-Rechnungswesen an den Standorten Dortmund und Salzgitter weiterentwickelt werden. Ziel ist es, die Prozesse und Abläufe weitestgehend zu standardisieren und einheitlich zu gestalten.

Entwicklung Geschäftsbereiche - Potenziale ausbauen

Die Aktivitäten der Geschäftsbereiche orientieren sich zuvorderst an Kunden- und Marktanforderungen. Sie sind auf hochwertige, innovative Produkte sowie eine möglichst breite Aufstellung des Konzerns ausgerichtet. Fokussiert auf eine nachhaltige Profitabilität der Geschäftsbereiche, bauen wir gezielt Potenziale aus. Hierzu erforderliche Investitionen, aber auch Akquisitionen, werden dabei geprüft.

Strategische Ausrichtung nach Geschäftsbereichen:

Kernkompetenzen des Geschäftsbereiches Flachstahl sind die Stahlerzeugung im voll integrierten Hüttenwerk der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) und die anschließende Verarbeitung zu hochwertigen Flachstahlprodukten. Über das angegliederte Stahl-Service-Center der Salzgitter Mannesmann Stahlservice GmbH (SMS) bedienen wir die zunehmenden Anarbeitungsbedarfe unserer Kunden. Die weiterverarbeitenden Gesellschaften Salzgitter Europlatinen GmbH (SZEP) und Salzgitter Bauelemente GmbH (SZBE) verlängern die Wertschöpfungskette innerhalb des Geschäftsbereiches durch die Herstellung kundenspezifischer Produkte für die Automobil- und Baubranche. Den zunehmenden Anforderungen der Kunden an den Werkstoff Stahl folgend, konzentriert sich die SZFG auf Qualitäts- sowie Spezialstähle und strebt die Innovationsführerschaft in ihren Zielproduktsegmenten, vor allem dem Automobilbereich, an. Hierzu dienen Investitionen wie der Neubau einer Ruhrstahl-Heraeus-Anlage (RH-Anlage), die die Erzeugung von Güten mit höchsten Reinheitsgraden ermöglicht. Darüber hinaus stärkt auch der Ausbau der vorhandenen Produktionsanlagen die Position als Premiumhersteller von Flachstahlprodukten. Die SZFG und die automobilzuliefernden Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns stehen im aktiven Kundendialog und treiben so die Erarbeitung innovativer Bauteillösungen aus Stahl mit der und für die Automobilindustrie voran. Die Entwicklung der Bandgießtechnologie ist eine Investition in die energie- und ressourcenschonende Stahlproduktion der Zukunft. Diese innovative Technologie ist auf die Herstellung neuer hochmangan- und aluminiumhaltiger Leichtbaustähle wie den höchstfesten und gleichzeitig gut umformbaren HSD®-Stahl gerichtet.

Der Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl fasst die Gesellschaften des Konzerns zusammen, die überwiegend in projektorientierten Geschäften Bau- und Infrastrukturkunden bedienen. Die hier im Rahmen des Programms "Salzgitter AG 2015" zusammengeführten Grobblechaktivitäten der Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG) und Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) ermöglichen auch dank einer komplementären Ergänzung des Produktspektrums eine optimierte Marktbearbeitung. Die Integration der DEUMU Deutsche Erz- und Metall-Union GmbH (DMU) als Schrottversorger der PTG erlaubt die enge Koordination und flexible Steuerung der Logistikprozesse.

Durch die am Standort Ilsenburg getätigten Investitionen haben wir unsere führende Stellung als Vormateriallieferant des wachsenden Marktes der Windturmindustrie ausgebaut. Aktuelle Investitionen, wie der Neubau der RH-Anlage bei SZFG zur Versorgung mit vakuumbehandelten Vormaterial, dienen der Herstellung höherwertiger Grobblechgüten und tragen so zur Positionierung der ILG als Komplettanbieter von Grobblechanwendungen bei.

Das Grobblechwerk in Mülheim (MGB) ist etablierter Lieferant der Großrohrindustrie. Im Rahmen der gemeinsamen Werke-Kooperation richten wir die Grobblechproduktion flexibel an deren Anforderungen aus. Der Ausbau des Produktprogramms im Bereich höherwertiger Güten und steigender Blechdicken und -breiten bei MGB auf Basis der vorhandenen Anlagen dient der Ausweitung der Kundenbranchen.

Aufgrund des anhaltend harten Wettbewerbs - verstärkt durch die massive Zunahme der chinesischen Importe - bereiten die Grobblechgesellschaften in Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretungen ein umfangreiches Programm zur nachhaltigen Effizienzsteigerung und Kostensenkung vor.

Mithilfe kapazitativer Anpassungen bei der PTG sind wir 2013 der mittelfristig angespannten Lage im europäischen Profilstahlmarkt entgegengetreten. Die konsequente Umsetzung der Maßnahmen des 1-Mio.-t-Konzepts hat zu einer grundlegenden Verbesserung der Ergebnissituation geführt.

Angesichts der schwierigen strukturinduzierten Marktgegebenheiten des europäischen Spundwandgeschäfts beschloss der Vorstand der SZAG in seiner Sitzung am 16. Juni 2015 die Stilllegung des Geschäftsbetriebs der HSP Hoesch Spundwand und Profil GmbH (HSP). Eine seit Jahren rückläufige Nachfrage nach diesen Produkten führte trotz hoher Investitionen und Restrukturierungsanstrengungen immer wieder zu erheblichen Verlusten. Die HSP hat im Dezember 2015 ihre Geschäftsaktivitäten eingestellt. Von dieser Entscheidung sind 342 Mitarbeiter betroffen. Entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen wurde hierzu mit der Arbeitnehmervertretung der HSP ein Interessenausgleich und Sozialplan abgeschlossen.

Die Röhrenaktivitäten des Konzerns konzentrieren sich im Geschäftsbereich Energie. Ein wesentlicher Teil ist auf Infrastrukturprojekte der Energiewirtschaft ausgerichtet. Das Portfolio wird durch führende Anbieter für Präzisionsstahlrohre im Automobilbau und bei Industrieanwendungen sowie Edelstahl- und Nickelbasisrohre ergänzt.

Gerade die Tochtergesellschaften des Konzerns, die den Markt leitungsgebundener Medientransporte beliefern, sollten dank ihrer hervorragenden Wettbewerbsstellung weiterhin davon profitieren, dass der Zugang zu Energie und Wasser eine wesentliche Voraussetzung für den Wohlstand einer Gesellschaft ist. Zunehmende Energiebedarfe der BRIC-Staaten, der Ausbau der USA zum Selbstversorger bei Öl und Gas und eine gleichzeitig effizienzbedingt rückläufige Energienachfrage der Industrienationen führen dazu, dass die Wachstumsmöglichkeiten schwerpunktmäßig außerhalb Westeuropas liegen. Dabei hat sich in einigen Märkten die Wettbewerbsintensität erheblich verstärkt. Diesen Entwicklungen folgend, wird der Geschäftsbereich Energie seine global ausgelegten Strukturen und die Zusammenarbeit mit starken Partnern wie dem internationalen Handelsgeschäft des Konzerns ausweiten.

Die europäischen Aktivitäten im großen und mittleren Leitungsrohrsegment begegnen den Anforderungen des Projektgeschäfts, indem sie die Flexibilität der Produktion erhöhen und die Marktbearbeitung optimieren. Infolge langjähriger, erheblicher wirtschaftlicher Probleme führt die EUROPIPE France S.A. (EPF), eine 100 %-Tochtergesellschaft der EUROPIPE GmbH (EP), den 2014 eingeleiteten Restrukturierungsprozess fort. Der von der französischen Arbeitsverwaltung im Juni 2015 genehmigte Sozialplan befindet sich in der Umsetzung. Angesichts anhaltend niedriger Ölpreise ist von einer dauerhaften Nachfrageschwäche im Bereich der mittleren Leitungsrohre auszugehen. Vor diesem Hintergrund bereitet die Salzgitter Mannesmann Line Pipe GmbH (MLP) Kapazitätsanpassungen sowie weitere Kostensenkungsmaßnahmen an den Standorten Siegen und Hamm vor, die im Laufe des Jahres 2016 zur Umsetzung geführt werden sollen.

Die Salzgitter Mannesmann Precision-Gruppe (SMP-Gruppe) wird die Optimierung der europäischen Werke fortsetzen und den Ausbau der Aktivitäten in Wachstumsmärkten wie der NAFTA-Region vorantreiben.

Im Edelstahlrohrsegment kräftigt die Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes-Gruppe (MST-Gruppe) ihre starke Marktposition durch die Ausweitung des Produktprogramms.

Das weltweite Netzwerk des Geschäftsbereiches Handel verbindet unsere Produktionsgesellschaften mit den Absatz- und Beschaffungsmärkten. So umfasst der Handelsbereich neben einer gut ausgebauten europäischen Organisation lagerhaltender Stahlhandelsniederlassungen auch auf Grobblech spezialisierte Gesellschaften sowie einen weltumspannenden Tradingbereich. Er bietet Zugang zu Wachstumsmärkten wie den USA, den BRIC-Staaten und Osteuropa. Neben den Walzstahl- und Röhrenerzeugnissen des Salzgitter-Konzerns vertreibt er Produkte anderer in- und ausländischer Hersteller. Veränderte Kundenanforderungen haben zu einer Weiterentwicklung des Produkt- und Serviceangebots geführt, dem durch Investitionen in den europäischen lagerhaltenden Handel Rechnung getragen wird. Indem wir die Anarbeitungskapazitäten ausweiten, stärken wir hier unsere Marktposition zusätzlich und erhöhen die Wertschöpfung. Mit einer dichten Präsenz von insgesamt 14 Lagerstandorten, fokussiert auf Lang- und Flachstahlprodukte, begegnen wir einem trotz schwieriger Bedingungen wachsenden osteuropäischen Markt. Neue Möglichkeiten der digitalen Kundenvernetzung bei der Vermarktung stehen im Mittelpunkt des Projekts "Handel 4.0" Mit dem Ziel, den Kundennutzen zu erhöhen, bauen wir die "Business to Business (B2B)"-Intensität mit großen Händler- und Verbraucherkunden sowie das Direktgeschäft mit Endkunden aus.

Zentraler Anspruch des Geschäftsbereiches Technologie ist die Technologie- und Serviceführerschaft mittels qualitativ hochwertiger und wirtschaftlicher Produkte. Die KHS-Gruppe als ein führender Anbieter von Abfüll- und Verpackungsanlagen für die Getränkeindustrie verfügt über Produktionsstätten in allen Hauptmärkten sowie ein globales Service- und Vertriebsnetzwerk. Auf diese Weise stellt sie die Nähe zum Kunden sicher. Die Verbesserung der Ressourceneffizienz bildet einen Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten. Mit dem Ziel, die Ergebnissituation und die Performance zu verbessern, wird das Unternehmensentwicklungsprogramm "Fit4Future 2.0" fortgesetzt. Schlüsselfertige, ressourcenschonende Systemlösungen zur Produktion von Gummi- und Silikonformartikeln mithilfe der Spritzgießmaschinen der Klöckner DESMA Elastomertechnik GmbH (KDE) erfüllen die hohen Anforderungen der elastomerverarbeitenden Industrie. Diese besondere Marktposition soll durch nachhaltiges qualitatives und quantitatives Wachstum sowie eine aktive Vermarktung innovativer Produkte erweitert werden. Die Klöckner DESMA Schuhmaschinen GmbH (KDS) ist der führende Maschinen- und Formenlieferant für Direktansohlungs- und Sohlenherstellungsprozesse. Das Traditionsunternehmen konzentriert sich auf neuartige Automationskonzepte, die direktere Wege der individuellen Schuhfertigung eröffnen und die ein exzellenter Service begleitet.

Innovationen - neue Chancen eröffnen mit gezielter Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung (FuE) des Salzgitter-Konzerns gehen über die klassische Weiterentwicklung bestehender Produkte und Verfahren hinaus. Innovationen sind hier Ergebnis systematisch gesteuerter Prozesse. Diese reichen von der Trendanalyse klar definierter Produkt- und Technologiefelder über die Ideenfindung und deren Bewertung anhand ihrer strategischen und wirtschaftlichen Bedeutung, die Patentanalyse, die eigentliche FuE bis hin zur Umsetzung der Resultate in der Produktion. Zentrum aller Aktivitäten ist der Kundennutzen. Weitere Informationen dazu finden Sie im Kapitel "Forschung und Entwicklung"

Leitbild - Motivation und Qualifikation

Die langfristige Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit des Salzgitter-Konzerns hängt besonders von motivierten und qualifizierten Mitarbeitern ab. Deshalb haben die zukunftsorientierte Ausbildung, die systematische Förderung der Belegschaft und die Gewinnung hoch qualifizierter Nachwuchskräfte für uns einen bedeutenden strategischen Stellenwert. Unser Leitbild "YOUNITED - Gemeinsam mehr erreichen" spiegelt die konzernweite Identität wider und stärkt so die langfristige Ausrichtung des Konzerns. Ergänzende Informationen bietet das Kapitel "Mitarbeiter"

Führungs- und Steuerungsinstrumente

Wir verfolgen eine nachhaltige und kontinuierliche Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Salzgitter-Konzerns. Dazu setzen wir neben einer regelmäßigen übergeordneten Abstimmung der Ziele auf Vorstandsebene und entsprechender Berichterstattung an die Aufsichts- sowie die Kontrollgremien folgende Führungsinstrumente ein:

Return on Capital employed (ROCE),

das Ergebnisverbesserungsprogramm (EVP) und

individuelle Zielvereinbarungen für leitende und außertarifliche Mitarbeiter.

Abgesehen vom ROCE stellen für den Salzgitter-Konzern der Umsatz und das Ergebnis vor Steuern bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren dar. Umsatz ist dabei als Außenumsatz, also der Anteil des Gesamtumsatzes, der aus Transaktionen mit Gesellschaften außerhalb des Konsolidierungskreises der Salzgitter AG (SZAG) entsteht, definiert. Weitere Steuerungsgrößen sind unter anderem die Auftragseingänge, die Versandmengen sowie die Entwicklung der Cashflows.

Unternehmensinternes Steuerungssystem - ROCE

Quantitative, ergebnisbezogene Zielvorgabe für den Konzern ist eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE = Return on Capital employed) von mindestens 12 % über einen Konjunkturzyklus hinweg; dieser beträgt gemäß unserer Definition üblicherweise fünf Jahre. Der ROCE setzt das EBIT I in Relation zum "Capital employed" und misst die Verzinsung des eingesetzten Kapitals:

Das "EBIT I" (Earnings before Interest and Tax) zur Berechnung des ROCE entspricht dem Ergebnis vor Steuern und Zinsaufwand, bereinigt um den Zinsanteil für Zuführungen zu Pensionsrückstellungen. Zinserträge bleiben im EBIT I, da sie als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit angesehen werden und somit zur Verzinsung des eingesetzten Kapitals beitragen.

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in Mio. € 2015 2014
EBT 12,6 - 15,2
+ Zinsaufwand 113,2 146,3
- Zinsaufwand für Pensionsrückstellungen - 47,7 - 67,1
= EBIT I 78,0 63,9

Das "Capital employed" umfasst das verzinsliche Eigen- und Fremdkapital.

Zur Ermittlung dieser Kennzahl ziehen wir von der Bilanzsumme die Pensionsrückstellungen und die nicht verzinsbaren Bilanzposten ab.

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in Mio. € 2015 2014
Bilanzsumme 8.284 8.493
- Pensionsrückstellungen - 2.327 - 2.442
- Übrige Rückstellungen ohne Ertragssteuerrückstellung - 620 - 635
- Verbindlichkeiten ohne Anleihen, Bank- und Wechselverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, Forfaitierung, Derivate - 1.361 - 1.594
- Aktive latente Steuern - 300 - 296
= Capital employed 3.676 3.526

Um den ROCE zu berechnen, werden die Pensionsrückstellungen und der darauf bezogene Zinsaufwand eliminiert, da das Management diese Komponenten kurz- bis mittelfristig nicht durch Dispositionen beeinflussen kann.

Die Komponenten der Kennzahlen sind aus den Angaben des Konzernabschlusses (inklusive nicht fortgeführter Aktivitäten) hergeleitet. Für die Berechnung verwenden wir stichtagsbezogene Bilanzwerte.

Da der ROCE-Zielwert (12 %) durchschnittlich innerhalb des Konjunkturzyklus im Konzern erreicht werden soll, hat er einen mittel- bis langfristigen Charakter. Daraus entwickeln wir für jeden Geschäftsbereich und jede Gesellschaft spezifische strategische Ziele. Diese werden - gegebenenfalls aktualisiert -bei der Mittelfristplanung berücksichtigt.

Für den Zeitraum 2006 bis einschließlich 2015 haben wir aufgrund der gegenwärtig niedrigen Ergebnisperformance mit durchschnittlich 9,3 % das Profitabilitätsziel nicht erreicht. Im Jahr 2015 erwirtschafteten wir einen ROCE von 2,1 % (Vorjahr: 1,8 %). Nach Herausrechnen der Nettogeldanlagen bei Kreditinstituten betrug der ROCE aus dem industriellen Geschäft 1,6 % (Vorjahr: 1,3 %).

Ergebnisverbesserungsprogramm (EVP)

Die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns über die kontinuierliche Optimierung unsere Wertschöpfungsprozesse nachhaltig zu verbessern sehen wir als unsere permanente Managementaufgabe an. Das Augenmerk legen wir dabei auf die systematische und konsequente Erschließung vorhandener Potenziale in sämtlichen Geschäftsbereichen. Bereits 1996 haben wir das Konzept des Ergebnisverbesserungsprogramms (EVP) als einheitliches Managementinstrument im Salzgitter-Konzern eingeführt.

Das EVP bündelt konkret definierte, ergebnisoptimierende Maßnahmen der Gesellschaften; Voraussetzung ist die Mess- und Bewertbarkeit der Effekte anhand von Finanzkennzahlen. Für alle Projekte ist eine streng systematische Vorgehensweise zur Erfolgsmessung vorgegeben, wobei verbindliche und standardisierte Bewertungskriterien gelten. In das EVP integriert sind die Maßnahmen aus dem Programm "Salzgitter AG 2015" die ebenfalls diesen Bewertungskriterien folgen. Sie weisen ein nachhaltiges Ergebnisverbesserungspotenzial von mehr als 200 Mio. € auf. Diese Maßnahmen - weitere Informationen siehe auch im Kapitel "Strategie" - zielen vor allem auf Kostensenkungen und Produktivitätsverbesserungen aus veränderten, schlankeren Prozessen sowie Kompetenzbündelungen im Instandhaltungs- und Logistikbereich ab. Gesellschaftbezogen sind die Projekte "Fit4Future 2.0" (KHS-Gruppe), das "1-Mio.-t-Konzept" (PTG), die Großinvestition "Kohlemahltrocknungs- und -einblasanlage" (Pulverized Coal Injection, PCI) sowie die Lean-Management-Programme unter anderem bei der Salzgitter Mannesmann Precision-Gruppe (SMP-Gruppe) und der Salzgitter Mannesmann Line Pipe GmbH (MLP) zu nennen. Übergreifend stehen Kostensenkungen in den IT- und den übrigen Verwaltungsbereichen im Fokus. Die Zielerreichung des Programms "Salzgitter AG 2015" wird monatlich gemessen. Zur Verfolgung der personalbezogenen Maßnahmen wurde zusätzlich ein Personalcontrolling eingerichtet.

Mitarbeiter nehmen aktiv am EVP teil

Das Engagement aller Beteiligten sichert - entgegengesetzt zu reinen Top-down-Ansätzen - im EVP-Konzept eine erfolgreiche Umsetzung der vereinbarten Schritte: So fließen auch Verbesserungsvorschläge unserer Mitarbeiter ein. Die Akzeptanz dieses hauptsächlich auf Eigeninitiative beruhenden Programms und die Bereitschaft, dessen Strukturen und Institutionen zu nutzen, um durch eigene Projekte zur kontinuierlichen Ergebnissteigerung beizutragen, sind daher über alle Managementebenen hinweg sehr hoch. Das EVP steht als Synonym für eigenverantwortliches, effizientes sowie nachhaltiges Wirtschaften und hat mit der Zeit in der Unternehmenskultur des Konzerns einen zentralen Stellenwert erhalten.

Projekterfolge

Im EVP spiegelt sich die gelungene Realisation der aus "Salzgitter AG 2015" resultierenden und darüber hinaus bestehenden Maßnahmen wider. Deren Fokus liegt aktuell verstärkt auf der internen Performancesteigerung. Zudem befindet sich eine Vielzahl neuer Maßnahmen in der konzeptionellen Ausarbeitung; diese werden anschließend in das EVP überführt.

Das EVP generiert sein erfreuliches Resultat aus den Beiträgen verschiedener Teilbereiche: Hierzu zählen neben verbesserten Prozessabläufen in Produktion und Verwaltung sowie einem optimierten Material- und Fremdleistungseinsatz auch die Aktivitäten auf den Absatzmärkten mit Produkten höherer Wertschöpfung. Zudem ergibt sich aus den erweiterten Vertriebskanälen ein erhebliches Potenzial. Um die innerhalb des Konzerns gesteckten Ziele zu erreichen, sind teilweise aufwandserhöhende Schritte - wie etwa Investitionen - erforderlich; diese berücksichtigen wir in unserer Erfolgsrechnung.

Individuelle Zielvereinbarungen für leitende und außertarifliche Mitarbeiter

Zielvereinbarungen verbinden die Unternehmensziele und die persönlichen Bestrebungen eines jeden Mitarbeiters. Die SZAG untergliedert diese in individuelle Vorgaben für den einzelnen leitenden oder außertariflichen Mitarbeiter und in eine kollektive quantitative Komponente, die die Konzernstruktur widerspiegelt. So beinhaltet diese quantitative Komponente konzernweit einen Anteil für die Erreichung des Konzernzieles mit einer mindestens 12%igen Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE). Je Konzerngesellschaft werden zudem eigene Gesellschaftsziele und - je nach Leistungsverflechtungen und Rolle innerhalb der Geschäftsbereiche - Ziele für den Geschäftsbereich oder verbundene Gesellschaften abgeleitet. Der individuelle Teil der Vorgaben wird im Gespräch zwischen Mitarbeiter und Vorgesetztem vereinbart. Dabei ergeben sich die individuellen Ziele aus denen der nächsthöheren Organisationseinheit. Es wird darauf geachtet, dass die Wechselwirkungen der verschiedenen Zielvorgaben aller Beschäftigten eine positive Wirkung auf das Gesamtergebnis des Konzerns haben.

2. Investitionen

Auch im Geschäftsjahr 2015 lag der Schwerpunkt der Investitionsmaßnahmen des Salzgitter-Konzerns auf dem Geschäftsbereich Flachstahl. Die wichtigsten Projekte erläutern wir in den nachfolgenden Ausführungen zu den einzelnen Segmenten.

Die Zugänge zum Anlagevermögen aus Investitionen betrugen 419 Mio. € (Vorjahr: 278 Mio. €). Davon aktivierte Investitionen in Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte (411 Mio. €) wurden überwiegend durch die planmäßigen Abschreibungen (340 Mio. €) gedeckt. Die Finanzanlagen erhöhten sich um 8 Mio. €, weitestgehend aufgrund eines erhöhten Wertpapierbestand für die Entgeltumwandlung.

Neben dem Geschäftsbereich Flachstahl (239 Mio. €) wurden wesentliche Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in diesem Geschäftsjahr in den Segmenten Energie (74 Mio. €) und Grobblech / Profilstahl (39 Mio. €) getätigt.

Investitionen/Abschreibungen1)

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Investitionen2) Abschreibungen2)3)
in Mio. € Konzern davon GB Flachstahl und GB Grobblech / Profilstahl4) Konzern davon GB Flachstahl und GB Grobblech / Profilstahl4)
2015 411 278 340 221
2014 270 155 382 261
2013 359 193 530 423
2012 325 187 358 248
2011 361 233 359 249
Summe 1.726 1.046 1.969 1.401

1) Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ohne Finanzanlagen
2) 2013 restated
3) planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen
4) 2011-2012 Unternehmensbereich Stahl

In den Abschreibungen sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen (Vorjahr 43 Mio. €) enthalten.

Investitionen/Abschreibungen nach Geschäftsbereichen1)

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Investitionen Abschreibungen2)
in Mio. € 2015 2014 2015 2014
Flachstahl 239,2 117,4 171,5 168,1
Grobblech / Profilstahl 38,8 37,4 49,0 92,6
Energie 73,9 48,4 59,4 60,0
Handel 14,6 9,4 9,9 9,2
Technologie 17,2 20,5 22,9 24,6
Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung 27,8 37,0 27,6 27,5
Konzern 411,4 270,2 340,3 381,9

1) Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ohne Finanzanlagen
2) planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen

Der Geschäftsbereich Flachstahl investierte 2015 sowohl in neue Aggregate als auch in die Optimierung und Erweiterung vorhandener Anlagen. Dazu wurden vor allem folgende Projekte realisiert oder begonnen:

Um die Metallurgiekosten zu verringern, begann die Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) 2013 mit dem Bau einer Kohlemahltrocknungs- und -einblasanlage. Diese ermöglicht die Substitution von Öl und Fremdkoks durch Kohlenstaub. Nach termingerechter, gelungener Inbetriebnahme produziert die Anlage nun. Bedingt durch den hohen Fremdkoksverdrängungseffekt bewirkt der Betrieb der Kohleeinblasanlage auch bei stark gesunkenem Ölpreis einen positiven Cashflow.

Um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, wendet die SZFG insgesamt 80 Mio. € für den Bau einer Ruhrstahl-Heraeus-Anlage zur Vakuumbehandlung des Rohstahls auf: Die Erzeugung niedrigentkohlter, tiefentschwefelter Stähle sowie von Güten mit höchsten Reinheitsgraden soll die stetig steigenden kundenspezifischen Analyseanforderungen erfüllen und den Kapazitätsengpass in der Sekundärmetallurgie auflösen. Das Projekt befindet sich in der Engineering-Phase. Die Inbetriebnahme ist 2017 geplant.

Ein weiteres Projekt ist die "Neuzustellung Hochofen B". Während des Betriebs eines Hochofens verschleißt dessen Feuerfestauskleidung, sodass diese nach mehreren Jahren Laufzeit ersetzt werden muss. Hierbei handelt es sich um eine reine Ersatzinvestition. Die Zustellung verlief planmäßig. Am 12. November wurde der Hochofen B früher als geplant wieder angefahren.

Die Investitionsmaßnahme "Ersatz Konverter C" beinhaltet die Vergrößerung des Konvertergefäßes um rund 50 m3 sowie die Verbesserung des Antriebskonzepts. Dies ist ebenfalls eine Ersatzinvestition. Zusätzlich soll die Erzeugungsmenge bei verringerten Betriebskosten optimiert werden. Dieses Projekt ist ebenfalls termingerecht abgeschlossen worden, und die Anlage hat erfolgreich den Betrieb aufgenommen.

Während des Blasprozesses an den Konvertern entsteht heißes Stahlgas, das über eine Kesselanlage aufgefangen, gekühlt, gereinigt und der thermischen Wiederverwendung zugeführt wird. Durch eine technologische Umstellung der Kühlanlage kann der Energiebedarf der Kesselanlage um circa 12 % reduziert und infolgedessen der Zukauf von Erdgas sowie der CO2 -Ausstoß gesenkt werden. Bis Anfang 2017 sollen alle drei Konverterkessel auf diese neue Technologie umgestellt werden.

Im Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl schloss die Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG) das Maßnahmenpaket "ILG 2015" ab, sämtliche Nebenaggregate wurden modernisiert. Dank dieser Großinvestition verdoppelte sich die Einsatzmenge dicker Brammen (350 mm), und das Blechgewicht konnte von 21 auf 28 t erhöht werden. Ein weiterer Schwerpunkt waren die Optimierung der betrieblichen Prozessabläufe sowie die Stabilisierung der Produktqualität.

Die Peiner Träger GmbH (PTG) beschränkte ihre Investitionen 2015 weiterhin auf das Notwendigste.

Die Salzgitter Mannesmann Line Pipe GmbH (MLP) im Geschäftsbereich Energie setzte das Programm zur Ertüchtigung des Werkes Siegen mittels der Investitionen in einen neuen Schweißtisch und in ein neues Kalibriergerüst für die Produktion von Rohren mit größerer Wandstärke und höheren Güten fort.

Am Standort Saint Florentin der Salzgitter Mannesmann Precision-Gruppe (SMP-Gruppe) begann die Installation der neuen Vergütungsanlage. Sie soll im Frühjahr 2016 den Betrieb aufnehmen. Hier werden im Wesentlichen Rohre für die nächste Generation Hybridairbags vergütet.

Die Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes-Gruppe (MST-Gruppe) setzte im Sommer 2015 erfolgreich die Großinstandsetzung und den Ausbau der Extrusionspresse im französischen Werk Montbard um. Damit wurde der Grundstein für die Erweiterung des Produktportfolios um nahtlose Edelstahlrohre in größeren Dimensionen gelegt.

Der Geschäftsbereich Handel legte den Investitionsschwerpunkt 2015 auf den Erhalt und die Modernisierung bestehender Anlagen. Die von der Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH (SMSD) initiierten Projekte zur Ausweitung der Anarbeitungsmöglichkeiten des deutschen Lagerhandels, wie zum Beispiel die Erweiterung des Brennbetriebs am Standort Plochingen und die Erhöhung der Lagerkapazität für das Rohrgeschäft in Mannheim, wurden überwiegend abgeschlossen. Darüber hinaus investierte der Geschäftsbereich mit dem Projekt "e-WORLD" in die Digitalisierung der Vertriebsprozesse bei SMSD, wodurch die Effizienz des Vertriebs sowie das bisher noch nicht ausgeschöpfte Potenzial der Kleinkunden gesteigert werden soll. "e-CONNECT" koppelt die Systeme des Kunden an die Systeme der SMSD auf der Basis definierter Standards und schafft so einen schnelleren, günstigeren und effizienteren Austausch von Informationen und Daten. Zudem hat sich die SMSD vorgenommen, digital neue Kundengruppen zu erschließen, die früher nicht von der SMSD bedient worden sind oder den Salzgitter-Konzern bisher nicht als Lieferanten wahrgenommen haben.

Der Geschäftsbereich Technologie konzentrierte sich 2015 auf Ersatz- und Rationalisierungsmaßnahmen, um die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. So wurden in Brasilien und Mexiko mehrere Fertigungsmaschinen ersetzt und dadurch die Produktivität der Werke und die Qualität weiter gesteigert. Zur Ablaufoptimierung werden außerdem bei der KHS-Gruppe in Deutschland und den Auslandsgesellschaften IT-Projekte durchgeführt. Das 2012 begonnene weitreichende Projekt "Produktkonfigurator" ermöglicht auf der Grundlage hoch standardisierter Produkte und Prozesse eine effektivere Angebotserstellung sowie Auftragsabwicklung. Die systemtechnische Umsetzung wurde 2015 abgeschlossen. Die Implementierung erfolgte im engen Zusammenwirken mit dem Customer-Relationship-Management-(CRM-)System, dessen Pilotbetrieb im dritten Quartal gestartet wurde. Ebenfalls 2015 wurden die Templates für die SAP-Module Finanzen/Controlling gruppenweit vereinheitlicht und vereinfacht. Der Go-Live erfolgte bei den deutschen Gesellschaften planmäßig im Herbst. 2016 beginnt der internationale Rollout. Angelehnt an das gelungene Vorgehen hinsichtlich eines "Lean Manufacturing" in den Werken Kleve, Worms sowie teilweise Bad Kreuznach und Dortmund, wurde eine umfassende, mehrjährige Modernisierung des Standorts Bad Kreuznach begonnen. Aufgrund des anhaltenden Wachstums des PET-Geschäfts werden die Standorte Hamburg und Kleve jeweils durch eine weitere Montagehalle gestärkt. Beide Maßnahmen werden gerade umgesetzt.

3. Forschung und Entwicklung

Die Forschung und Entwicklung (FuE) des Salzgitter-Konzerns für die Geschäftsbereiche Flachstahl, Grobblech / Profilstahl und Energie koordiniert die Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH (SZMF), eines der führenden europäischen Stahl-Forschungsinstitute. Die SZMF ist eng vernetzt mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und industriellen Partnern im Rahmen zahlreicher nationaler und internationaler Forschungsprojekte. Daraus resultierende Kooperationen werden gegenüber dem Zukauf externen Know-hows bevorzugt. Aus diesem Grund sind innerhalb des Berichtszeitraumes keine wesentlichen diesbezüglichen Aufwendungen entstanden. Die SZMF beteiligt sich aktiv an der Mitgestaltung relevanter Normen und Standards - auch im internationalen Umfeld.

In Salzgitter konzentrieren sich die Aktivitäten zu den Produktsegmenten Warm- und Kaltband auf die Entwicklung sowie die Optimierung neuer Stähle und Beschichtungen. Dies geschieht entlang der gesamten Prozesskette der Stahlherstellung, -beschichtung und -verarbeitung. Um komplette Lösungen anbieten zu können, werden die komplexen Weiterverarbeitungsprozesse der Kunden einbezogen, bis hin zum fertigen Bauteil-Engineering.

Am Standort Duisburg liegt der Schwerpunkt auf den Bereichen Rohr, Profil und Grobblech. Das Leistungsspektrum für Rohre reicht von geschweißten oder nahtlosen Präzis- und Leitungsrohren bis zu großformatigen Pipelines. Hier werden anhand numerischer Simulationen und experimenteller Versuche Stähle und Verarbeitungs-Know-how entwickelt. Weitere Kompetenzfelder sind ingenieurtechnische Analysen zur Werkstoff- und Bauteilmechanik, strukturmechanische und umformtechnische Untersuchungen, die Entwicklung und der Bau zerstörungsfreier Prüfanlagen sowie Dienstleistungen rund um gewerblichen Rechtsschutz und Normung.

Im Geschäftsbereich Technologie gehen Tradition und Innovation Hand in Hand, da FuE wichtige Grundlagen für die Zukunftsfähigkeit der Produkte bilden. Die Innovations- und Produktentwicklungsprozesse richten sich hier konsequent an den Kunden- und Marktbedürfnissen aus. Ziel ist die Technologie- und Serviceführerschaft mit qualitativ hochwertigen Produkten.

Innovationskraft ist unsere Stärke: Dies belegen die zum Jahresende 2015 für den Gesamtkonzern angemeldeten 5.587 Patent- und 1.537 Markenschutzrechte (2014: 5.182 respektive 1.458). Auf den Geschäftsbereich Technologie entfallen davon 4.854 aktive Patente und Patentanmeldungen (2014: 4.453) und 635 Markenschutzrechte (2014: 575).

FuE-Aufwendungen

2015 wandte der Salzgitter-Konzern 100,6 Mio. € für FuE und FuE-nahe Aktivitäten auf, davon 15,3 Mio. € für Drittkunden. Innerhalb der Geschäftsbereiche ergab sich die aus der nebenstehenden Grafik ersichtliche Aufteilung:

Die FuE-Maßnahmen der Salzgitter AG (SZAG) wurden über Kooperationsprojekte mit anderen Marktakteuren und Forschungseinrichtungen auf ein Gesamtprojektbudget von mehr als 150 Mio. € gehebelt. Im Konzern betrugen die wertschöpfungs-bezogenen FuE-Aufwendungen 4,8 % (2014: 5,2 %).

Am 31. Dezember 2015 waren 767 Personen in FuE und FuE-nahen Sparten tätig, 285 als Mitarbeiter der SZMF und 482 als Beschäftigte der operativen Gesellschaften. Dieses Verhältnis unterstreicht die Prozess- und damit Kundenorientierung unserer FuE-Aktivitäten.

Forschungs- und Entwicklungsaufwand

Qualifikationsstruktur in der SZMF

Mehrperiodenübersicht zum Forschungs- und Entwicklungsbereich

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20151) 20141) 20132) 2012 2011
FuE-Aufwand4) Mio. € 85 87 88 82 79
FuE-Mitarbeiter Blm. 767 784 828 879 910
FuE-Quote5) % 1,0 1,0 0,9 0,8 0,8
FuE-Intensität6) % 4,8 5,2 7,4 5,1 4,4
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2010 2009 2008 20073) 20063)
FuE-Aufwand4) Mio. € 78 81 80 60 58
FuE-Mitarbeiter Blm. 972 916 983 725 688
FuE-Quote5) % 0,9 1,2 0,6 0,6 0,7
FuE-Intensität6) % 4,9 9,0 3,0 2,2 2,0

1) ohne EUROPIPE-Gruppe
2) 2013 restated
3) KHS GmbH nicht konsolidiert
4) FuE-Aufwand im Rahmen der Leistungserstellung für Konzernunternehmen
5) FuE-Aufwand bezogen auf den Konzernumsatz
6) FuE-Aufwand bezogen auf die Konzernwertschöpfung

FuE-Schwerpunkte 2015

Die FuE-Schwerpunkte orientieren sich an den Anforderungen des Marktes und unserer Kunden. Gefragt sind nicht nur Produkte, sondern verstärkt komplette technologische Lösungen. In der Initiative Automotive bündelt der Salzgitter-Konzern seine Automobilaktivitäten und präsentiert diese auf einer eigenen Homepage (www.initiative-automotive.de) und auf den gemeinsamen "Salzgitter Techdays" bei ausgewählten Automobilkunden. Hier wurden auch 2015 wieder aktuelle Entwicklungen aus dem Bereich Flachstahl und Rohre vorgestellt. Beispiele sind die neuen xpand® Dualphasen-Stähle mit höchster Festigkeit und besonders gutem Lochaufweitvermögen sowie der ressourceneffiziente Zink-MagnesiumÜberzug StronSal® für automobile Anwendungen. Im Geschäftsbereich Energie wurde die Belastung bei plastischer Verformung von Rohren für den Transport von schwefelwasserstoffhaltiger Medien wie Erdöl und -gas genauer untersucht, um dem Kunden eine optimale Auslegung entsprechend seinen Anforderungen zu ermöglichen. Darüber hinaus hat die SZMF eine Ultraschallprüftechnik für massive Stahlprodukte erfolgreich entwickelt und bei externen Kunden implementiert. Der Geschäftsbereich Technologie unterstützt mit seinen Produkten, Lösungen und Dienstleistungen die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden und versetzt sie in die Lage, ihre Produktivität zu erhöhen, Ressourcen zu schonen sowie CO2 -Emissionen zu senken und somit deutliche Kostenvorteile zu erzielen.

Weiterführende Informationen zu den genannten Projekten:

Entwicklung eines Dualphasen-Stahls mit höchster Festigkeit

Die Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) und die SZMF haben gemeinsam einen höchstfesten kaltgewalzten und feuerverzinkten Dualphasen-Stahl entwickelt. Zielkunden aus den Bereichen Stahl-Service-Center und Automobilzulieferer können mit Dicken von 1,00 mm bis 2,00 mm und Bandbreiten zwischen 900 mm und 1.350 mm beliefert werden. Der neue Stahl erfüllt nicht nur die in der Euronorm fixierten Grundeigenschaften, sondern auch die strengeren Anforderungen der Automobilhersteller. Die SZFG besitzt mit jedem innovativen Produkt hinsichtlich der Verarbeitungseigenschaften ein Alleinstellungsmerkmal im europäischen Stahlmarkt. Das resultiert aus einem besonders guten Lochaufweitvermögen, das vielen Kunden zunehmend wichtig ist. Die Lochaufweitung beschreibt die Rissneigung eines Werkstoffes an den Kanten während der Umformung; diese Stähle tragen den Namenszusatz "xpand®".

Ressourceneffizienter StronSal®-Überzug für die Automobilindustrie

Der 2010 von der SZFG erfolgreich eingeführte Zink-Magnesium-Überzug StronSal® leistet speziell als bandbeschichtetes Material im Bausektor einen bedeutenden Beitrag zur Ressourcenschonung. Aufgrund der deutlich verbesserten Korrosionsschutzeignung wurde die Zinkschichtdicke bei gleichem Korrosionsschutz um die Hälfte reduziert. Seit 2014 befindet sich StronSal® im Serieneinsatz in der Automobilindustrie - zunächst für Teile der Fahrzeugstruktur. Hier trägt StronSal® durch reduzierte Schichtdicken zum automobilen Leichtbau und zu einer höheren Ressourceneffizienz bei. Außerdem profitieren die Kunden gegenüber herkömmlichen Zinküberzügen von einem deutlich verringerten Zinkabrieb bei mehrfachen Umformungen. Hierdurch wird die Oberflächenqualität verbessert und damit der Reinigungsaufwand an den Umformwerkzeugen verringert. StronSal® ist jetzt auch in Außenhautqualität verfügbar und befindet sich zurzeit im Freigabeprozess der Automobilindustrie.

Großrohre für Sauergasanwendungen bleiben nach plastischer Verformung intakt

Für den Transport schwefelwasserstoffhaltiger Medien wie Öl und Gas müssen Großrohre spezielle Sauergasanforderungen erfüllen. Beim Verlegen von Rohrleitungen oder durch externe Einflüsse während der Betriebsphase ergeben sich plastische Verformungen. Deren Einfluss auf die Sauergasbeständigkeit war bisher weitgehend ungeklärt. Die SZMF hat eine neuartige Vierpunktbiegeprüfung entwickelt, mit der die Proben zusätzlich zur üblicherweise aufgebrachten Spannung im elastischen Bereich um bis zu 2 % plastisch verformt werden. Eine besondere Herausforderung war hier die Anpassung der notwendigen Prüftechnik. Erkenntnisse aus einschlägigen Untersuchungen an Großrohren der EUROPIPE GmbH (EP) erlauben es, die Versagensgrenzen für den Transport schwefelwasserstoffhaltiger Medien bei zusätzlicher plastischer Verformung noch genauer abzuschätzen und so für die Kunden optimal auszulegen.

Neu entwickelte Ultraschall-(US-1Prüftechnik für massive Stahlprodukte

Nach eineinhalbjähriger Bau- und Entwicklungszeit hat die SZMF eine US-Anlage zur automatisierten Prüfung von CASTOR-Behälterkörpern termingerecht fertiggestellt und die Abnahme erhalten. Um die Anlage zu realisieren, wurden mehrfach neue Wege beschritten. Unter anderem mussten die auf mehrere Prüfköpfe verteilten etwa 900 Prüfkanäle angesteuert und ausgewertet werden. Die dabei eingesetzte Softwarearchitektur der Prüfanlage wurde komplett neu entwickelt. Für die Bewegung der fast 120 t schweren Prüflinge wurde eine entsprechend robuste Prüfmechanik konstruiert. Die Prüfzeit pro Behälterkörper konnte signifikant von zwei Wochen auf circa sechs Stunden reduziert werden. So sind durch dieses anspruchsvolle Projekt wertvolle technologische Erfahrungen gewonnen worden, die in der SZAG auch für die Prüfung von Brammen und Knüppeln genutzt werden können.

Neue Packlösung vermeidet Verpackungsmüll

Die europäischen Verbraucher fordern immer mehr, dass Produkte im Handel nicht nur in Multipacks, sondern ebenso als Einzelprodukte angeboten werden. Für diesen Trend bietet die KHS-Gruppe der Getränke-, Food- und Non-Food-Industrie mit der neuen Maschinenbaureihe Innopack Kisters DP (Displaypacker) eine nachhaltige Verpackungslösung an. Auf Kundenwunsch kann die Neuentwicklung zu einer geblockten, platzsparenden Gesamtanlage ausgebaut werden. Während des Packprozesses von Dosen, Glas- und PET-Flaschen ist es möglich, auf sekundäres Verpackungsmaterial zu verzichten. Sowohl Einzelprodukte wie auch vorverpackte Klein- und Großgebinde werden auf Kartonverpackungen platziert und danach auf Paletten versandfertig gestapelt. Damit entspricht die KHS-Gruppe dem zunehmenden Anliegen des Handels, vor allem Getränke- und Food-Produkte einfach und kostengünstig direkt ab Palette zu verkaufen. Für Verbraucher ist die einfache und mühelose Entnahme einzelner Produkte ebenso ein Pluspunkt wie der Wegfall von Verpackungsmaterial.

Einzigartige Markteinführung dank revolutionärer Direktbedruckung

Die belgische Brauerei Martens Brouwerij garniert die Einführung ihres neuen Dagschotel-Biers mit einer ordentlichen Portion Spaß. Dazu verwendet sie hochwertige, digital bedruckte PET-Flaschen, die mithilfe einer speziell entwickelten Anwendung für Smartphones zum Leben erwachen. Werden zwei Flaschen zusammengebracht, so startet die innovative und kreative App einen Dialog zwischen den beiden Charakteren, die Flaschen sprechen gewissermaßen miteinander. Wichtige Innovationspartner für Martens waren die Firmen KHS GmbH (KHS) und deren Tochtergesellschaft NMP Systems GmbH (NMP). So sorgt die Plasmax-FreshSafe-PET®-Barrierebeschichtung für eine verbesserte Lagerfähigkeit. Vor allem jedoch kommt mit Direct Print Powered by KHS™ die erste industrielle Umsetzung eines digitalen Druckverfahrens zur Anwendung.

Migrationsarme UV-härtende Tinten garantieren eine lebensmittelsichere Lösung für PET-Flaschen. Die klassische Verwendung von Etikettenmaterial aus Kunststoff oder Papier entfällt vollständig.

Zukünftige FuE-Schwerpunkte des Konzerns

Damit unsere Werkstoffe innovative und besonders nachhaltige Lösungen bieten, analysiert die SZMF relevante Megatrends in den Bereichen Mobilität, Energie und Rohstoffe, die sich unmittelbar auf die Stahlverwendung auswirken.

Schwerpunkte im Flachstahlbereich sind zum Beispiel neue Anwendungen für HSD®-Stahl sowie neue Werkstoffe, die mit der Bandgießtechnologie hergestellt werden können. Bei den konventionellen Güten steht die Entwicklung höchstfester Warmbandgüten und kaltgewalzter Mehrphasen- und Presshärter-stähle mit verbesserten Produkteigenschaften für die Automobilindustrie im Mittelpunkt. Der Zink-Magnesium-Überzug StronSal® wird derzeit als automobile Außenhautanwendung qualifiziert.

Der Leitungsrohrbereich konzentriert seine Entwicklungsaktivitäten auf die kundengerichtete Optimierung der Rohreigenschaften sowie die Erhöhung der Rohrleitungssicherheit. So beinhaltet das Projekt "Intelligent Pipe" die permanente Überwachung des Betriebszustands des einzelnen Rohres mithilfe intelligenter Sensorik. Zusätzlich stehen neue Serviceleistungen wie Prüfverfahren und Verlegetechniken im Fokus, um den Kundennutzen zu erhöhen. Ein weiteres Entwicklungsfeld betrifft den Ausbau und die Etablierung von Anwendungen für herkömmliche sowie regenerative Kraftwerke. So wird die Entwicklung und Vermarktung modularer Konzepte zum Bau der Gründungsstrukturen für Windkraftanlagen aus Salzgitter-Produkten gemeinsam mit dem Kooperationspartner Bilfinger Mars Offshore vorangetrieben.

Ein neues Entwicklungsprojekt der SZAG in Kooperation mit der TU Braunschweig im Bereich der regenerativen Energieanwendungen stellt die Wasserradtechnologie dar. Eine erste Forschungswasserkraftanlage wird zurzeit in Bannetze-Hornbostel an der Aller realisiert.

Mit Vorentwicklungsprojekten forciert die SZMF innovative FuE-Vorhaben, die einen längerfristigen Zeithorizont umfassen. Unser umfangreiches FuE-Netzwerk nutzen wir zum Know-how-Aufbau und für zielgerichtete Forschung innerhalb gemeinsamer, teilweise geförderter Projekte mit anwendungsnahen und innovativen Inhalten.

Im Geschäftsbereich Technologie kombinieren unsere Produktentwicklungen Kundennutzen und Nachhaltigkeit durch minimalen Ressourcenverbrauch sowie maximale Effizienz. So stärken wir unsere Wettbewerbsfähigkeit. Der modulare Anlagen- und Maschinenaufbau bleibt ein Schwerpunkt, um aus einem standardisierten Baukasten heraus größtmögliche Flexibilität zu erreichen.

4. Schutz der Umwelt

Die Rolle der Stahlindustrie im europäischen Emissionsrechtehandel

Unter klimapolitischen Gesichtspunkten war das Jahr 2015 - basierend auf den EU-Ratsbeschlüssen des 23. Oktober 2014 - von den Diskussionen rund um den Vorschlag der EU-Kommission zur weiteren Ausgestaltung des europäischen Emissionsrechtehandels ab 2021 gekennzeichnet. Der stahlerzeugenden und -verarbeitenden Industrie würde dieser Vorschlag drastische Kürzungen der zum Erhalt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit notwendigen kostenfreien Zuteilung der Emissionszertifikate bringen. Ohne eine merkliche Nachjustierung im weiteren Rechtsetzungsverfahren durch EU-Rat und -Parlament kann dies für die europäische Stahlproduktion existenzbedrohenden Charakter annehmen.

Daher weist der Salzgitter-Konzern - gemeinsam mit anderen Stahlunternehmen und energieintensiven Branchen - auf allen politischen Ebenen mit konstruktiven Vorschlägen auf notwendige Nachbesserungen bei der anstehenden Novellierung der Emissionshandelsrichtlinie hin. In dem Zusammenhang heben wir stets hervor, dass unsere Stahlerzeugungsverfahren die physikalisch-chemischen Prozessgrenzen bereits erreicht haben und neue - derzeit weder bekannte noch gar erprobte - Technologien, die im industriellen Maßstab zu signifikanten Emissionsminderungen führen könnten, jedenfalls nicht vor 2030 zur Verfügung stehen werden. Deshalb fordert die Stahlindustrie in Europa insbesondere eine benchmarkbasierte kostenfreie Zuteilung, die sich vollumfänglich und zu jedem Zeitpunkt an dem im industriellen Maßstab technisch Machbaren orientieren muss. Die Regelungen sind so festzulegen, dass den besten Anlagen der energieintensiven europäischen Industrien keinerlei Zusatzkosten entstehen.

Wir kritisieren vor allem die von der EU-Kommission vorgesehene weitere pauschale Abschmelzung der Benchmarks und fordern den Verzicht auf einen nochmals zuteilungsmindernden Korrekturfaktor. Zudem muss endlich die ökologisch sinnvolle Nutzung der während der Stahlerzeugungsprozesse entstehenden Kuppelgase sachgemäß und rechtskonform bei der Festsetzung der Benchmarks berücksichtigt werden. Denn wenn das Emissionshandelssystem Minderungsverpflichtungen für Industrien wie Stahl vorsieht, denen keine entsprechenden technischen Minderungsoptionen gegenüberstehen, würde dies letztlich zu nichts anderem als einer zusätzlichen Produktionsbesteuerung führen. Nur falls es in Europa möglich ist, die Grundlage des Wohlstands bildende industrielle Wertschöpfung ohne Abstriche zu erhalten, kann es aus unserer Sicht gelingen, dem europäischen Klimaschutzbeitrag ebenfalls zum Erfolg zu verhelfen. Ansonsten drohen Verlagerungen von Produktionskapazitäten in der Grundstoffindustrie, was weder wirtschaftlich noch ökologisch sinnstiftend wäre.

Systematisches Energiemanagement der Salzgitter AG

Seit April 2015 ist in Deutschland das geänderte Gesetz über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G) in Kraft. Das bedeutete für eine Vielzahl von Unternehmen, dass sie bis Ende 2015 ein Energie-Audit durchführen mussten, mit dem bestehende Energieverbräuche erfasst und mögliche Verbesserungspotenziale skizziert wurden. Ausnahmen davon waren möglich, wenn ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001 bereits vorlag oder sich in Einführung befand. Die Salzgitter AG (SZAG) hat den dafür notwendigen Prozess systematisch und zielorientiert aufgelegt und gemanagt. Dabei hat sich erneut gezeigt: Bereits heute sind mehr als 95 % aller Energieverbräuche des Konzerns in Deutschland von einem hochwertigen ISO-50001-System erfasst. Es ist die Basis unseres konzernübergreifenden Forums für Energiemanagement, das die Energiebeauftragten der Konzerngesellschaften zu einem regelmäßigen Austausch über energetische Optimierungen und Maßnahmen nutzen. Auf einer daraus abgeleiteten Wissensplattform stellen die Konzerngesellschaften einander Informationen zu mehr als 750 Energieeffizienzmaßnahmen bereit, um gegenseitig von den Erfahrungen zu lernen.

Salzgitter Flachstahl GmbH im Umweltschutz gut aufgestellt

Die Umsetzung der novellierten EU-Industrieemissionsrichtlinie zur integrierten Vermeidung und Verminderung von Umweltverschmutzung hat dazu geführt, dass im deutschen Recht "Umweltinspektionen" eingerichtet worden sind. Bei der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) fallen alle größeren Anlagen (wie zum Beispiel Kokerei, Sinteranlage, integriertes Hüttenwerk und Warmbreitbandwalzwerk) unter diese Regelung. Die jeweils eintägigen Inspektionen finden jährlich statt und werden vom Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig und dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz durchgeführt. Alle bisher 2014 und 2015 nach dieser strengen Norm abgewickelten Umweltinspektionen wurden bestanden. Dies ist ein weiterer Beleg für die hohen Umweltstandards, die unsere Stahlproduktion in Salzgitter erfüllt.

Weiteres Best Practice Label Energieeffizienz

Die SZFG hat 2015 das Best Practice Label "Energieeffizienz für die energieeffiziente Rohstahlgewinnung" erhalten. Nach dem Gewinn des Energy Efficiency Awards 2013 und dem Best Practice Label Energieeffizienz für die energieeffiziente Roheisengewinnung in 2014 ist dies nun die dritte Auszeichnung von der Deutschen Energieagentur (dena), mit der das Energiemanagement der SZFG belohnt wurde. Die aktuelle Auszeichnung würdigt die Optimierung zur Konvertergasgewinnung im Stahlwerk, die durch die Gefäßerneuerung des Konverters A, ein optimiertes Regelungskonzept sowie ein intensiveres internes Monitoring erreicht wurden. Aufgrund der Maßnahmen können jährlich rund 15 GWh Energie zusätzlich zurückgewonnen werden. Dies entspricht dem Wärmebedarf von 7.500 Haushalten.

Steigerung der Energieeffizienz: ein fortwährender Prozess

Energieeffizienz erfordert die konsequente Erfassung und Umsetzung wirtschaftlicher Maßnahmen und fängt mit der Generierung von Ideen im Kopf an. Beispielhaft genannt seien hier technische Verbesserungen bei der Salzgitter Mannesmann Line Pipe GmbH (MLP) im Jahr 2015: Eine bereits bestehende Rückgewinnung von Kompressorenabwärme wird jetzt zum Beheizen eines Gebäudetrakts mit Betriebsbüros in Siegen genutzt. Weitere Effizienzsteigerungen wurden durch den Austausch gasbetriebener Deckenstrahler gegen wirkungsvollere Strahlungsheizungen sowie die Nachrüstung der Heizungssteuerungen erzielt. Durch Anlagenoptimierungen an der Wasserdruckprüfpresse im Werk Siegen auf Basis frequenzgeregelter Antriebe wurde zudem eine Reduzierung des bisherigen Stromverbrauchs für den Speicherfüllprozess um 50 % erreicht. Einen weiterhin sehr positiven Effekt auf die Gebäudeenergieverbräuche hatte auch der Austausch der Hallenbeleuchtungen in Teilen der Produktion an den Standorten Siegen und Hamm: Mittels Neueinbaus hocheffizienter Leuchtstoffröhren respektive einer LED-Beleuchtung sowie der Nachrüstung von Dämmerungsschaltern in Außenbereichen konnte der Stromverbrauch bei signifikant verbesserter Arbeitsplatzausleuchtung nachhaltig gesenkt werden.

Produkte und Beratungsleistungen der KHS: mehr Energieeffizienz für unsere Kunden

Die KHS hat ihr Leistungsspektrum konsequent mit dem Ziel ausgebaut, die Energieeffizienz bei der Nutzung ihrer Produkte durch den Kunden weiter zu steigern. So kann jetzt aufgrund der Umstellung der Maschinensteuerung an den Pack- und Palettiermaschinen auf "SIMOTION mit Active Line Module" eine 35%ige Energieeinsparung realisiert werden. Der Umbau der Streckblasmaschinen der Blomax-Serie III bewirkt zudem eine Reduktion des Druckluftverbrauchs von ebenfalls etwa 35 %, da die Druckluft nicht wie üblich in die Umgebung abgegeben, sondern über eine spezielle Airback-Ringleitung in den Prozesskreislauf zurückgeführt und wiederverwendet wird. Derart wichtige Produktinnovationen sparen Energie, schonen die Umwelt und stärken die Wirtschaftlichkeit während der Nutzungsphase. Für die weitere Verbesserung dieser systematischen Herangehensweise bietet die KHS-Gruppe daher Anlagen- und Maschinen-Audits sowie Optimierungen an, um zusätzliche Ressourceneinsparungen beim Kunden zu ermöglichen. Weitere Informationen enthält der erstmalig im August 2015 veröffentlichte Nachhaltigkeitsbericht der KHS GmbH.

Umweltschutz in Zahlen

Im Geschäftsbereich Flachstahl betrugen die laufenden Umweltschutzaufwendungen 2015 rund 141 Mio. €; im Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl wurden rund 26 Mio. € aufgewendet. Die Aufwendungen für den Umweltschutz der inländischen Gesellschaften des Geschäftsbereiches Energie (ohne Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH [HKM]) beliefen sich auf etwa 7 Mio. €. Sie verteilen sich wie in den Grafiken dargestellt:

Umweltschutzaufwendungen Geschäftsbereich Flachstahl

Umweltschutzaufwendungen Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl

Umweltschutzaufwendungen inländischer Gesellschaften Geschäftsbereich Energie (ohne HKM)

Wirtschaftsbericht

III. Überblick über den Geschäftsverlauf

1. Globale wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Konjunkturelles Umfeld1)

Die Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft schwächte sich 2015 ab. Haupttreiber hierfür war die sich im fünften Jahr hintereinander verlangsamende Konjunktur der Schwellen- und Entwicklungsländer. Die sehr moderate Expansion in den Industrienationen konnte dies nicht vollständig kompensieren. Die US-amerikanische Wirtschaft belebte sich nach einem witterungsbedingt gedämpften Start spürbar, bevor sich der Aufwärtstrend während der zweiten Jahreshälfte auch als Folge der Leitzinserhöhung etwas abschwächte. Die japanische Konjunktur blieb hingegen verhalten. Die chinesische Wachstumsrate reduzierte sich über den Jahresverlauf. Die zunehmend schwächeren Rohstoffpreise belasteten viele südamerikanische Länder sowie Russland, das zusätzlich unter den Sanktionen aufgrund der Ukraine-Krise litt. Insgesamt errechnete der Internationale Währungsfonds (IWF) für 2015 3,1 % Wachstum der Weltwirtschaft (2014: 3,4 %).

Die Eurozone erholte sich im Berichtszeitraum weiter moderat. Die Expansionsrate verringerte sich allerdings während des Jahres leicht. Hierin spiegelte sich die zunehmende Unsicherheit über die Wachstumsaussichten des wichtigen Handelspartners China wider. Zudem belasteten anhaltende Strukturprobleme die Wirtschaft einiger größerer Euroländer, insbesondere Italiens und Frankreichs. Andererseits wirkten die Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar sowie der fallende Ölpreis konjunkturstützend. In seiner jüngsten Erhebung kalkulierte der IWF für die Eurozone 1,5 % Wirtschaftswachstum 2015 (2014: 0,9 %).

Die Volkswirtschaft Deutschlands verzeichnete 2015 einen moderaten Aufschwung. Die Binnenkonjunktur und vor allem der private Konsum waren dabei die wesentlichen Faktoren. Neben den gestiegenen Realeinkommen aufgrund des Energiepreisverfalls kamen zusätzliche Impulse von diversen staatlichen Ausgaben. Die Investitionstätigkeit zeigte sich jedoch zurückhaltend. Angesichts niedrigerer Auftragseingänge hauptsächlich aus dem außereuropäischen Ausland entwickelten sich die Ausrüstungsinvestitionen nach einem guten Jahresauftakt ab dem Sommer rückläufig. Auch der Export schwächte sich im Laufe des Jahres 2015 wieder ab, da speziell der Handel mit Schwellenländern oft von der dort rohstoffpreisbedingten Konjunktureintrübung beeinträchtigt wurde. Alles in allem wuchs laut IWF die deutsche Wirtschaft 2015 um 1,5 % (2014: 1,6 %).

1) Die Informationen stammen im Wesentlichen aus den folgenden Quellen: Internationaler Währungsfonds (1/2016) World Economic Outlook Update, Wirtschaftsvereinigung Stahl: Stahlprognose 2016, ifo Konjunkturprognose 2015-2017, Statistisches Bundesamt, Januar 2016

Gesamtwirtschaftliche Indikatoren Deutschland

1) Quelle: Deutsche Bundesbank
2) Quelle: Statistisches Bundesamt

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Beschaffung

Erzpreise im Sinkflug

Ein in diesem Ausmaß wohl von keinem Marktteilnehmer erwarteter weiterer Rückgang der Erznotierungen prägte den globalen Eisenerzmarkt 2015. Hatte die durchschnittliche Notierung für Feinerz 2014 noch bei 97 USD/dmt gelegen, ging sie 2015 auf 56 USD/dmt (-42,6 %) zurück. Der Dezember brachte schließlich einen Preisverfall mit knapp 39 USD/dmt. Dies markierte einen historischen Tiefststand seit Einführung des Index im Juli 2008. Inwieweit sich trotz der deutlich nachlassenden Dynamik der chinesischen Stahlindustrie, die rund 70 % des seewärtig gehandelten Eisenerzes bezieht, und des Zuwachses auf der Angebotsseite durch den Kapazitätsausbau der großen Eisenerzproduzenten in Australien und Brasilien ein stabiles Preisniveau bilden wird, bleibt abzuwarten. Generell haben die kleineren Erzproduzenten ihre Produktionskosten ebenfalls deutlich verringern können; neben den signifikant niedrigeren Energiekosten und günstigen Konditionen am Kapitalmarkt wirken sich vorteilhafte Wechselkursentwicklungen gegenüber dem US-Dollar positiv aus. Insofern ist auch auf dem niedrigen Preisniveau des vierten Quartals, das fast 47 USD/dmt beträgt, keine schnelle Marktbereinigung zu erwarten.

Starker Rückgang des Kokskohlemarktes

Entgegengesetzt zur indexgeprägten Preisbildung am Erzmarkt werden für Kokskohle weiterhin Quartalspreise mit Benchmarkcharakter zwischen großen Produzenten und Abnehmern verhandelt. Die Marktlage war 2015 durch ein massives Überangebot der Kokskohle geprägt. Dies führte speziell in der zweiten Jahreshälfte zu stark fallenden Preisen. Lagen die Benchmarkabschlüsse des ersten und zweiten Quartals noch mit 117 USD/t und 110 USD/t FOB Australien über der 100-USD-Grenze, sackte der Leitpreis von 93 USD/t für das dritte Quartal auf 89 USD/t im vierten Quartal weiter deutlich ab. Damit wurde das niedrigste Preisniveau seit 2005 erreicht. Selbst Produktionskürzungen und temporäre Minenschließungen konnten diesen Abwärtstrend nicht aufhalten.

Seefrachten auf niedrigem Stand

Den Frachtenmarkt bestimmten im Jahresverlauf 2015 große Überkapazitäten, geringere Ladungsvolumen und ein sehr volatiles Marktgeschehen. Der Schifffahrtsmarkt reagierte äußerst nervös sowohl auf positive als auch negative Nachrichten, was sich durch starke Sprünge der Ratenentwicklung zeigte. Die Verschiffungsmengen von Massengütern wie Eisenerz und Kraftwerkskohle blieben deutlich hinter den Erwartungen der Reedereien zurück. Dementsprechend erzeugte die unvermindert in den Markt drängende Neubautonnage ein erhebliches Frachtraumüberangebot und drückte die Raten für die meisten Relationen auf ein extrem niedriges Niveau. Selbst die gestiegenen Schiffsverschrottungen konnten dem allgemeinen Trend nicht entgegenwirken. Nachdem die Benchmarkrate Tubarão-Rotterdam 2014 noch bei 9,30 USD/t gelegen hatte, fiel der Durchschnittswert 2015 auf nur 5,70 USD/t (-41 %).

Preisstürze bei Metallen und Ferro-Legierungen

Die internationalen Märkte für Metalle und Legierungen gaben ein sehr unterschiedliches Bild ab. Die Preise der Massenlegierungen auf Manganbasis blieben die ersten neun Monate des Jahres 2015 stabil, um dann im vierten Quartal deutlich nachzugeben. Börslich gehandelte Stoffe wie Zink, Nickel, Kupfer und Aluminium zeigten sich die ersten fünf Monate recht volatil und verloren ab Mitte Mai kräftig an Wert. Auch die durchschnittlichen Notierungen des vierten Quartals 2015 lagen unter den Durchschnittskursen der ersten drei Quartale.

Preise für flüssige Reduktionsmittel erheblich schwächer

Der weltweite Ölmarkt zeigte eine signifikante Abwärtsbewegung. Hatte der Durchschnittswert der Leitsorte Brent 2014 noch bei 100 USD/Barrel gelegen, fiel er 2015 auf 54 USD/Barrel (-46 %). Die Preise der flüssigen Reduktionsmittel waren analog dazu deutlich rückläufig. Der Referenzpreis für schweres Heizöl fiel auf 257 USD/t FOB Rotterdam, was im Vergleich zum Vorjahr (558 USD/t) einem Rückgang von 54 % entsprach.

Fremdstrompreis niedriger

Der Salzgitter-Konzern benötigt jährlich rund 2,6 Terawattstunden (TWh) Strom. Die bedeutendsten Stromverbraucher sind naturgemäß die beiden großen stahlproduzierenden Werke Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) und Peiner Träger GmbH (PTG) mit zusammen circa 2,3 TWh. Die SZFG deckt nahezu ihren gesamten Strombedarf mithilfe des werkseigenen Kraftwerks. Dagegen bezieht die PTG Fremdstrom am Termin- und Spotmarkt. Zu 2014 verringerte sich für sie der durchschnittliche Fremdstrompreis (Energiepreis zuzüglich gesetzlicher Abgaben und Netznutzung) spürbar. Dabei entwickelten sich die einzelnen Bestandteile des Preises unterschiedlich: Während die Kosten der Netznutzung, die Abgabe für Erneuerbare Energien und die Stromsteuer leicht stiegen, sank der reine Energiepreis deutlich.

Erdgaspreis leicht rückläufig

Der Konzern braucht jährlich ungefähr 3,4 TWh Erdgas. Auch hier sind SZFG und PTG die größten Abnehmer mit insgesamt etwa 2,2 TWh. Der Beschaffungspreis ist, angelehnt an den kurzfristigen Erdgasmarktpreis und gegenüber 2014, leicht gesunken.

Preisentwicklung ausgewählter Rohstoffe und Energieträger

2014 angepasst

Ausgewogene Märkte bei Hilfs- und Betriebsstoffen

2015 zeigten sich die Märkte für Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Reserveteile weitgehend ausgeglichen; weder auf der Nachfrage- noch der Angebotsseite gab es größere Überhänge. Die Preise hielten, von einigen Nischenprodukten mit Alleinstellungsmerkmal abgesehen, das niedrige Niveau der Vorperiode.

Fallende Preise für Stahlschrott zum Jahresende gestoppt

In den ersten neun Monaten war die Marktentwicklung im Stahlschrott recht unterschiedlich. Zu Jahresbeginn lag die Schrottnachfrage der deutschen Werke stellenweise über dem Angebot, sodass sich die Preise je nach Sorte und Region leicht erhöhten, bevor sie im Februar und März wieder sanken. Nach einer kurzen Aufwärtsbewegung blieben die Preise dann bis Juni relativ konstant. Ab dem Sommer konnte die bis dahin noch zufriedenstellende Nachfrage der europäischen Verbraucher die Schrottpreise nicht mehr stützen, und es kam im dritten Quartal zu einem deutlichen Preisrückgang von fast 50 €/t. Ausgelöst hatten diese Entwicklung die weiterhin sinkenden Rohstoffpreise, die Überflutung der Märkte mit chinesischen Stählen - und der damit einhergehende Preisverfall bei den Produkten der Stahlindustrie - sowie ein starker Dollar. Auch im Herbst reduzierten sich die Preise bis zu 40 €/t. Die letzten beiden Monate des Jahres brachten eine leichte Erholung. Dies galt vor allem für Altschrott, der als Vormaterial durch Aufbereitungsaggregate verarbeitet wird. Teilweise überstieg hier die Nachfrage sogar das Angebot, und so sahen sich die Verbraucher gezwungen, die Preise nach oben hin anzupassen.

Vormaterial - Halbzeug-Preisentwicklung volatil

Der sich bereits in der zweiten Jahreshälfte 2014 abzeichnende Verfall der Brammenpreise dauerte 2015 an. Im Verlauf des ersten Quartals fiel der Preis erstmals wieder unter das Niveau von 2009. Auch im zweiten Halbjahr 2015 sorgte die anhaltend niedrige Nachfrage nach Brammen für ein weiteres Absinken.

So folgte der Preis dem allgemeinen Trend am Stahlmarkt. Der Ausblick auf das Jahr 2016 lässt ebenfalls keine spürbare Erholung des Marktes erkennen.

Im Geschäftsbereich Energie werden zwei maßgebliche Routen zur weitgehenden Eigenversorgung mit Vormaterial genutzt, die um Zukäufe bei strategischen Partnern ergänzt werden können. Die der Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG) zustehende Liefermenge der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM) bedient schwerpunktmäßig die Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) im Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl mit Brammen für die Grobblecherzeugung als Vormaterial der vorwiegend längsnahtgeschweißten Großrohre. Zudem erhalten die Präzisrohrgesellschaften Röhrenrund zur Produktion nahtloser Präzisrohre. Der Bedarf der Energiegesellschaften an Warmband wird hauptsächlich über die Warmbreitbandstraße der SZFG abgedeckt. Dafür werden die Kapazitäten der HKM auch im Sinne einer Optimierungsstrategie zur Belieferung von Gesellschaften der Geschäftsbereiche Flachstahl sowie Grobblech / Profilstahl eingesetzt.

Das Einkaufsvolumen des Geschäftsbereiches Technologie hielt sich 2015 nahezu auf Vorjahresniveau. Ein Schwerpunkt war die weitere Verbesserung der Materialverfügbarkeit, basierend auf einer nachhaltigen Optimierung der Beschaffungsprozesse und der Materialstammdaten. Die gute internationale Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Tochtergesellschaften wurde fortgeführt, was zu einer deutlichen Optimierung des Managements globaler Schlüssellieferanten führte. Wie 2014 standen der konsequente Ausbau des Warengruppenmanagements sowie die verstärkte Früheinbindung des Einkaufs in die Entwicklung und das Projektgeschäft im Fokus.

Absatzstrukturen

Die Unternehmen des Salzgitter-Konzerns haben vielfältige Lieferbeziehungen zu in- und ausländischen Kunden der unterschiedlichsten Branchen, deren Konjunkturzyklen sich phasenverschoben, teilweise sogar gegenläufig entwickeln können. Insofern fällt der Steuerung der Absatzstrukturen eine wichtige Rolle zu. Folgende Formen werden unterschieden:

Monats- und Quartalsverträge

Ein erheblicher Teil der Liefermengen der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) wird weiterhin auf der Grundlage von Quartalsverträgen an die Kunden abgegeben. Aufgrund der anhaltenden Volatilität der Beschaffungsmarktpreise werden sowohl Basispreise als auch Aufschläge für Güten und Abmessungen, die die Walzstahlhersteller gewöhnlich quartalsweise annoncieren, jedoch mit einer vermehrten Anzahl von Kunden für Einzelmonate verhandelt und abgeschlossen. Die Verträge der Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG) basieren auf Monats- und Quartalsvereinbarungen. Die Lieferverträge der Peiner Träger GmbH (PTG) beruhen hauptsächlich auf kurzfristigen Monatsabschlüssen. Die Präzisrohrgesellschaften verkaufen ihre Produkte schwerpunktmäßig an die Automobilindustrie, aber ebenso an den Maschinenbau, den Handel und den Energiebereich. Die Produktion erfolgt kundenbezogen und ausschließlich auftragsgebunden. Während die Lieferungen in der Vergangenheit vor allem an längerfristige Preisvereinbarungen gekoppelt waren, werden nunmehr meist Verträge mit Laufzeiten von drei bis maximal sechs Monaten realisiert. Im Geschäft mit dem lagerhaltenden Handel sind die Preisabschlüsse kurzfristig.

Längerfristige Verträge

Die SZFG vereinbart für einen Teil ihres Absatzes Verträge, bei denen die Preise in turnusmäßigen Verhandlungen für einen längeren Zeitraum als ein Quartal fixiert werden. Typische Kundengruppen dieser Art Lieferbeziehung sind die Automobilindustrie und deren Zulieferer, spezialisierte Kaltbandhersteller und Stahl-Service-Center (SSC). Die Automobilhersteller binden zunehmend die SSC in Resale-Modelle ein und verhandeln damit Preis, Menge und Spezifikationen des vom SSC abzudeckenden Stahlbedarfs mit den Stahlerzeugern direkt. Der Trend zur Verkürzung der Vertragslaufzeiten und die dadurch potenziell größeren Schwankungen auf der Beschaffungsseite machen es bei längerfristigen Abschlüssen erforderlich, die Rohstoffpreisentwicklung über geeignete Vertragsklauseln zu berücksichtigen. Längerfristige Verträge, zum Beispiel im Präzisrohrbereich, beinhalten zunehmend indexbasierte Preisanpassungen. Im Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl setzt die ILG bis zu ein Viertel ihrer Produktion über Lieferabkommen ab, die eine Preisbindung über größere Zeiträume enthalten (beispielsweise Projektgeschäfte im Tank- und Stahlbau sowie Offshore-Windbereich). Die PTG vertreibt seit jeher nur kleine Tonnagen mittels längerfristiger Kontrakte.

Spotmarktgeschäfte

Im Spotmarkt werden einzelne Geschäfte, bestehend aus Lieferung, Abnahme und Bezahlung einer definierten Produktmenge, unmittelbar abgewickelt. Der Geschäftsbereich Handel organisiert seinen Absatz mehrheitlich über derartige kurzfristige Liefervereinbarungen, wobei die Beziehungen zu den wichtigsten Kunden im In- und Ausland normalerweise im Laufe vieler Jahre gewachsen sind. Typische Abnehmerbranchen sind mittlere und kleinere herstellerunabhängige Stahlhändler, Stahlbauunternehmen sowie Maschinen- und Anlagenbauer.

Projektlieferungen

Der Energiebereich versorgt seine Kunden vorwiegend über Projektverträge. Neben internationalen Pipelinevorhaben werden auch die Lieferungen für Kraftwerksneubauten und Chemieanlagen auf diese Weise kontrahiert. Gleiches gilt für einige Produkte des Flachstahl- und Grobblechbereiches: zum Beispiel Spundwand- und Trapezprofile, die in Tief- und Hochbauvorhaben zum Einsatz kommen, sowie Blechlieferungen für Energieleitungen. Der Geschäftsbereich Handel akquiriert und beliefert Auslandsprojekte als Lagerhalter, zudem als Mittler zwischen den Stahl- und Röhrenherstellern des Konzerns oder fremden Produzenten einerseits und den Endabnehmern andererseits. Gewöhnlich gelten die Konditionen für die Gesamtlaufzeit der jeweiligen Projekte; es existieren jedoch Aufträge, die Anpassungsvereinbarungen oder Preisgleitklauseln enthalten. Die Produkte des Geschäftsbereiches Technologie umfassen Komplettanlagen und Einzelmaschinen, die mit einem zunehmend größer werdenden Standardisierungsgrad auftragsbezogen gefertigt werden.

Grundsätzlich veröffentlicht der Salzgitter-Konzern keine Einzelheiten der Vertragsgestaltung wie Preise, sonstige Konditionen und Laufzeiten. Die öffentlich verfügbaren Spotmarkt-Preisinformationen können für viele Stahl- und Röhrenprodukte zur Orientierung herangezogen werden, gelten aber nur für absolute Standardprodukte. Diese stellen lediglich einen kleinen Teil des Lieferprogramms dar.

3. Gesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen Lage

Salzgitter-Konzern erstmals seit 2011 mit positivem Jahresergebnis

In einem nach wie vor herausfordernden europäischen Stahlmarktumfeld, das sich im Jahresverlauf aufgrund massiv gestiegener chinesischer Importe zu Dumpingpreisen zunehmend eintrübte, erzielte der Salzgitter-Konzern erstmals seit 2011 ein positives Vorsteuerergebnis. Damit steigerte das Unternehmen trotz saldiert -73,8 Mio. € Ergebnisbelastungen aus Einmaleffekten sein Resultat gegenüber Vorjahr um fast 30 Mio. € und schloss - wie prognostiziert - mit einem Gewinn vor Steuern im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich ab. Hierzu trug vor allem das Ende 2015 zu mehr als drei Vierteln umgesetzte konzernweite Restrukturierungsprogramm "Salzgitter AG 2015" bei. Die ohnehin schon solide Bilanz- und Finanzstruktur konnte mit der auf 35 % gewachsenen Eigenkapitalquote und einer auf 415 Mio. € erhöhten Nettofinanzposition nochmals gefestigt werden.

Der Außenumsatz des Salzgitter-Konzerns (8.618,4 Mio. €; 2014: 9.040,2 Mio. €) reduzierte sich aufgrund rückläufiger Durchschnittserlöse für Stahlerzeugnisse. Das Ergebnis vor Steuern stieg auf 12,6 Mio. € (2014: -15,2 Mio. €). Darin sind 21,8 Mio. € Ergebnisbeitrag des Aurubis-Engagements (2014: 31,2 Mio. €) sowie per Saldo -73,8 Mio. € Ergebnisbelastungen aus der Zustellung eines Hochofens im Hüttenwerk Salzgitter und bilanziellen Einmaleffekten enthalten. Das Nachsteuerresultat betrug -45,5 Mio. € (2014: -31,9 Mio. €); es enthält 26,5 Mio. € Steueraufwand wegen eventueller Belastungen aus einem im Januar 2016 ergangenen BFH-Urteil zur "Aktienleihe" Es ergaben sich somit -0,89 € Ergebnis je Aktie (2014: -0,64 €) sowie 2,1 % Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE, 2014: 1,8 %).

4. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Rahmenbedingungen der Geschäftsbereiche

Die Salzgitter AG (SZAG) steuerte als Management-Holding die fünf Geschäftsbereiche Flachstahl, Grobblech / Profilstahl, Energie, Handel und Technologie. Für eine zusammenfassende Darstellung der für den Salzgitter-Konzern bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und Ergebnis vor Steuern auf Ebene der fünf Geschäftsbereiche verweisen wir auf den Abschnitt zur "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage" Nachfolgend wird zudem die wirtschaftliche Entwicklung dieser Bereiche für das Geschäftsjahr 2015 auf der Basis der Jahresabschlüsse der Einzelgesellschaften gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS) beschrieben.

Der Bereich Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung stellt kein Segment gemäß den IFRS dar. Die Überleitung der Summe der Segmentumsätze und -ergebnisse zum Konzernumsatz beziehungsweise Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Konzerns sind im "Anhang" dargestellt. Angaben zu Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden dort ebenfalls ausgewiesen.

Stahlmarktentwicklung

Anhaltende Krise auf dem internationalen Stahlmarkt

Die globale Rohstahlproduktion (-2,8 %) sank im Jahr 2015 erstmals seit 2009. Dabei betrafen die Rückgänge alle großen stahlerzeugenden Regionen mit Ausnahme Indiens. Die Kapazitätsauslastung nahm während des Jahres stetig ab und fiel zuletzt auf rund 70 %. Vor allem aber verschlechterte sich die Lage der Stahlindustrie infolge des massiven Preisverfalls auf den internationalen Märkten weitflächig. Mittelpunkt war die Krise des chinesischen Stahlmarkts: Hier gab die Nachfrage mehr als 5 % und die Rohstahlproduktion um 2,3 % nach. Die von der Zentralregierung angekündigte Konsolidierung der Stahlindustrie lief auch 2015 nicht an, vielmehr nahmen die Kapazitätsüberhänge weiter zu, und große Mengen an Stahlerzeugnissen wurden zu Dumpingpreisen ins Ausland exportiert. In den Vereinigten Staaten belasteten der Einbruch des Ölpreises sowie hohe Lagerbestände die Stahlnachfrage erheblich. Russland und Brasilien litten aufgrund der schweren gesamtwirtschaftlichen Rezession in beiden Ländern besonders stark unter der sinkenden Nachfrage.

Demgegenüber legte die Marktversorgung in der Europäischen Union 2015 um 2,3 % zu. Allerdings konnten die europäischen Hersteller kaum an diesem Wachstum partizipieren: Die Rohstahlerzeugung rangierte hier 1,8 % unter der von 2014, während die Importe das dritte Jahr hintereinander zweistellig stiegen und ihr Marktanteil mit 23 % ähnlich hoch war wie im Boomjahr 2007. Stärker als das hohe Importvolumen an sich schlägt jedoch auf die wirtschaftliche Situation der Stahlindustrie durch, dass in erheblichem Umfang Material zu offensichtlichen Dumpingpreisen in den EU-Markt geliefert wurde.

Auf dem deutschen Stahlmarkt blieb die Nachfrage vergleichsweise hoch und stabil; die Rohstahlproduktion erreichte mit knapp 43 Mio. t den Vorjahreslevel. Grundlage dessen war die im Branchendurchschnitt solide Verfassung der Stahlverarbeiter, die sich jedoch sektoral sehr unterschiedlich zeigte: So war die Automobilindustrie abermals ein Wachstumstreiber, auch die Bauindustrie erreichte wieder ein Plus. Ausgehend von einer bereits niedrigen Basis verbuchte der Rohrsektor dagegen ein spürbares Produktionsminus. Dem massiven Gegenwind aus den internationalen Stahlmärkten und dem damit verbundenen Preisdruck konnten sich die deutschen Stahlhersteller jedoch nicht entziehen.

Rohstahlproduktion Welt

Quelle: World Steel Association 22.01.2016 (Vorjahre entsprechend angepasst)

Geschäftsbereich Flachstahl

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Eckdaten 2015 2014
Auftragseingang Tt 4.578 4.627
Auftragsbestand per 31.12. Tt 878 768
Rohstahlerzeugung Salzgitter Flachstahl Tt 4.221 4.681
Walzstahlproduktion Salzgitter Flachstahl Tt 3.373 3.474
Versand Tt 4.465 4.644
Salzgitter Flachstahl Tt 4.241 4.451
Salzgitter Mannesmann Stahlservice Tt 610 568
Salzgitter Bauelemente Tt 43 43
Salzgitter Europlatinen Tt 66 71
Konsolidierung Tt - 495 - 489
Segmentumsatz1) Mio. € 2.518,3 2.781,9
Salzgitter Flachstahl Mio. € 2.324,4 2.596,6
Salzgitter Mannesmann Stahlservice Mio. € 357,9 351,6
Salzgitter Bauelemente Mio. € 43,8 48,2
Salzgitter Europlatinen Mio. € 64,3 71,1
Konsolidierung Mio. € - 272,1 - 285,6
Umsatz mit anderen Segmenten/Konzerngesellschaften Mio. € - 595,8 - 721,8
Außenumsatz2) Mio. € 1.922,5 2.060,1
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) Mio. € - 26,0 - 8,8
Salzgitter Flachstahl Mio. € - 27,8 - 11,8
Salzgitter Mannesmann Stahlservice Mio. € - 1,6 - 2,6
Salzgitter Bauelemente Mio. € - 1,2 0,0
Salzgitter Europlatinen Mio. € 2,2 3,4
Konsolidierung Mio. € 2,3 2,2
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA)3) Mio. € 200,9 238,1
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)3) Mio. € 29,3 70,0

1) inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen
2) Beitrag zum Außenumsatz des Konzerns
3) EBIT = EBT + Zinsaufwand / - Zinsertrag, EBITDA = EBIT + Abschreibungen

Kernkompetenzen des Geschäftsbereiches Flachstahl sind die Stahlerzeugung im voll integrierten Hüttenwerk der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) sowie die anschließende Verarbeitung zu hochwertigen Flachstahlprodukten. Über die angegliederten Stahl-Service-Center der Salzgitter Mannesmann Stahlservice GmbH (SMS) werden die zunehmenden Anarbeitungsbedarfe unserer Kunden bedient. Die weiterverarbeitenden Gesellschaften Salzgitter Europlatinen GmbH (SZEP) und Salzgitter Bauelemente GmbH (SZBE) verlängern die Wertschöpfungskette innerhalb des Geschäftsbereiches mit ihren kundenspezifischen Produkten (Tailored Blanks sowie Dach- und Wandelemente). Wichtigster Kundensektor ist die europäische Automobilindustrie.

Der verschärfte internationale Wettbewerb verbunden mit erheblich angestiegenen Importen zu Niedrigstpreisen hauptsächlich aus China hinterließ Spuren bei den deutschen und europäischen Stahlherstellern. Die Auftragsbestände der deutschen Stahlhersteller fielen zu Beginn des letzten Vierteljahres auf den tiefsten Stand seit 2009. Die Spotmarktpreise für Flachstahlerzeugnisse stagnierten bis Mitte 2015 zunächst auf niedrigem Niveau und brachen in der zweiten Jahreshälfte regelrecht ein. Trotz stark fallender Rohstoffpreise wurde damit die erforderliche Margenverbesserung zu weiten Teilen konterkariert. Zudem zehrte die fortschreitende Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar den Vorteil auf der Einstandsseite zunehmend auf.

Geschäftsverlauf

Der Auftragseingang des Geschäftsbereiches Flachstahl bewegte sich auf dem Niveau des Vorjahres, der Orderbestand zum Jahresende war hingegen deutlich höher. Die im Jahresverlauf erheblich angestiegenen Einfuhren aus China führten bei gleichzeitig laufend nachgebenden Rohstoffpreisen zu einem massiven Erlös- und Margendruck. In Verbindung mit einem etwas geringeren Versand rangierten sowohl der Segment- als auch Außenumsatz unterhalb der Vergleichsziffern.

Segmentumsatz

Das Vorsteuerergebnis des Geschäftsbereiches (-26,0 Mio. €; 2014: -8,8 Mio. €) war aufgrund der einmaligen Ergebnisbelastung aus der Hochofenzustellung bei der SZFG (-41,9 Mio. €) niedriger als ein Jahr zuvor. Ohne diesen Effekt hätte das Segment einen Vorsteuergewinn ausgewiesen.

EBT

Der Auftragseingang der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) blieb trotz eines negativen EU-Markttrends nahezu unverändert. Allerdings rangierte die Rohstahlproduktion insbesondere aufgrund der von Ende August bis Mitte November 2015 durchgeführten Neuzustellung des Hochofens B unterhalb des Vergleichswertes, auch die Walzstahlerzeugung war geringer. Der Auftragsbestand legte deutlich zu, da der Versand unterhalb des 2014er-Levels auskam. Das Marktumfeld war während des gesamten Berichtszeitraumes von einer hohen Wettbewerbsintensität und nachgebenden Erlösen gekennzeichnet. Dies spiegelte sich in einem merklich niedrigeren Umsatz der SZFG wider. Die Sonderbelastung aus der Hochofenzustellung prägte das unter dem Vorjahr auskommende negative Ergebnis vor Steuern maßgeblich. Die günstigeren Rohstoffpreise sowie die Einsparungen aus der Inbetriebnahme der Kohleneinblasanlage konnten dies nicht ausgleichen.

Dank der konsequenten Umsetzung einer gemeinsamen Vertriebsstrategie mit der SZFG überschritt der Absatz der Salzgitter Mannesmann Stahlservice GmbH (SMS) 2015 den Vergleichswert ungeachtet der verschärften Wettbewerbssituation. Aufgrund fallender Marktpreise erhöhte sich der Umsatz der SMS nur geringfügig gegenüber dem Vorjahr, aber der Vorsteuerverlust konnte merklich reduziert werden.

Der Absatz der Salzgitter Bauelemente GmbH (SZBE) belebte sich im zweiten Halbjahr zwar leicht, aber erreichte das Vorjahresniveau nicht ganz. Der unverminderte Preisdruck sowie die fortwährenden Überkapazitäten mündeten außerdem in einem geringeren Umsatz und führten zugleich dazu, dass das Ergebnis vor Steuern an das ausgeglichene Resultat des Vorjahres nicht herankam.

Die Versandtonnage der Salzgitter Europlatinen GmbH (SZEP) verfehlte den Wert von 2014. In Verbindung mit sinkenden Margen reduzierten sich Umsatz und Vorsteuergewinn.

Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl

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Eckdaten 2015 2014
Auftragseingang Tt 2.199 2.505
Auftragsbestand per 31.12. Tt 334 517
Rohstahlerzeugung Peiner Träger Tt 1.039 1.063
Walzstahlproduktion Tt 2.428 2.411
Ilsenburger Grobblech / Salzgitter Mannesmann Grobblech Tt 1.299 1.222
Peiner Träger Tt 992 1.001
HSP Hoesch Spundwand Tt 137 188
Versand Tt 2.410 2.375
Ilsenburger Grobblech / Salzgitter Mannesmann Grobblech Tt 1.293 1.192
Peiner Träger Tt 977 995
HSP Hoesch Spundwand Tt 140 189
Segmentumsatz1) Mio. € 1.733,8 1.879,5
Ilsenburger Grobblech / Salzgitter Mannesmann Grobblech Mio. € 875,6 883,0
Peiner Träger Mio. € 516,8 545,6
HSP Hoesch Spundwand Mio. € 106,0 151,3
DMU-Gruppe Mio. € 542,7 679,9
Konsolidierung Mio. € - 307,1 - 380,2
Umsatz mit anderen Segmenten/Konzerngesellschaften Mio. € - 825,0 - 760,8
Außenumsatz2) Mio. € 908,8 1.118,8
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) Mio. € - 68,0 - 130,0
Ilsenburger Grobblech / Salzgitter Mannesmann Grobblech Mio. € - 41,3 - 42,1
Peiner Träger Mio. € 21,3 0,8
HSP Hoesch Spundwand Mio. € - 56,9 - 97,4
DMU-Gruppe Mio. € - 3,2 0,9
Konsolidierung Mio. € 12,1 7,8
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA)3) Mio. € - 2,1 - 16,2
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)3) Mio. € - 51,1 - 108,8

1) inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen
2) Beitrag zum Außenumsatz des Konzerns
3) EBIT = EBT + Zinsaufwand / - Zinsertrag, EBITDA = EBIT + Abschreibungen

Der Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl umfasst die Gesellschaften des Konzerns, die überwiegend projektorientierte Bau- und Infrastrukturkunden bedienen. Dies sind die Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG), die Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) und die Peiner Träger GmbH (PTG). ILG und MGB produzieren ein breites Spektrum hochwertiger Grobblechprodukte. Wichtige Abnehmer sind der schwere Maschinenbau, Rohrproduzenten sowie Hersteller von Windkraftanlagen. PTG beliefert Hoch- und Tiefbauprojekte in ganz Europa. Über die Integration der DEUMU Deutsche Erz- und Metall-Union GmbH (DMU) - mit ihrer Tochtergesellschaft Braunschweiger Schrotthandel GmbH (BSH) - als Schrottversorger der PTG werden die Logistikprozesse eng koordiniert und flexibel gesteuert. Die HSP Hoesch Spundwand und Profil GmbH (HSP) stellte im Dezember 2015 ihre Geschäftsaktivitäten ein.

Geschäftsverlauf

Auftragseingang und -bestand des Geschäftsbereiches Grobblech / Profilstahl rangierten 2015 merklich unterhalb des Vorjahres, insbesondere die Grobblechproduzenten blieben hinter ihren Vergleichswerten zurück. Sowohl die Walzstahlproduktion als auch der Absatz stellten die 2014er-Werte ein. Segment- und Außenumsatz waren vor allem erlösbedingt rückläufig.

Segmentumsatz

Der Geschäftsbereich verbesserte zwar das Ergebnis zu 2014 erheblich, wies jedoch erneut ein negatives Vorsteuerergebnis (-68,0 Mio. €; 2014: -130,0 Mio. €) aus. Hierin spiegelte sich schwerpunktmäßig der Verlust der HSP von -56,9 Mio. € wider, der -29,4 Mio. € Sonderbelastungen der im Dezember 2015 erfolgten Stilllegung beinhaltete. Darüber hinaus enthält das Resultat -7 Mio. € der ILG zuzurechnenden Aufwand aus der Hochofenzustellung. Dank der Erfolge aus der zügig umgesetzten Restrukturierung und operativen Optimierung erzielte die PTG einen sehr erfreulichen Vorsteuergewinn. Die Grobblechproduzenten verbuchten dagegen erneut ein merklich negatives Resultat auf Höhe des Vorjahres.

EBT

Nach einem bereits schwachen Auftakt verzeichnete der internationale Grobblechmarkt ab Mitte des Jahres wiederum eine stark abnehmende Nachfrage. Dies ging mit drastischen Preisabschlägen bei sämtlichen Güten und Anwendungsbereichen einher. Die Aufhebung der Suspendierung für den ersten Strang des South-Stream-Auftrags und die Ankündigung der Vergabe der Nord-Stream-Pipeline führte nicht zu einer Entspannung der Nachfrage- und Beschäftigungssituation der europäischen Grobblechwerke. Zudem fehlten angesichts der beträchtlich gesunkenen Öl- und Gaspreise im Berichtsjahr größere Investitionsprojekte der Energiebranche. Besonders negativ wirkte sich der massive Anstieg chinesischer Stahllieferungen gerade in den europäischen Wirtschaftsraum aus. Aufgrund des starken Preisdrucks und der sich weiter verschärften Wettbewerbssituation vermieden Händler wie Verbraucher längerfristige Abschlüsse und strebten monatliche Vereinbarungen an, um an etwaigen Preisreduzierungen so kurzfristig wie möglich zu partizipieren. Infolge dieser Entwicklungen bereiten die Grobblechgesellschaften in Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretungen ein umfangreiches Programm zur nachhaltigen Effizienzsteigerung und Kostensenkung vor.

Ordereingang und -bestand der unter einheitlicher Leitung geführten Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG) und Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) blieben spürbar unter den Vergleichswerten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Vorjahreszeitraum von mehreren Buchungen für Großprojekte geprägt war. Die Walzstahlproduktion rangierte über der Vergleichsziffer, während sich der Umsatz nahezu auf Höhe des Vorjahres bewegte. Dabei verzeichnete die Mülheimer Gesellschaft einen mengenbedingten Zuwachs, die ILG hingegen als Folge unbefriedigender Erlöse und Absatzmengen einen Umsatzrückgang. Obwohl die MGB ihr Resultat gegenüber 2014 verbesserte, wurde insgesamt ein Vorsteuerverlust ähnlich dem des Vorjahres verbucht. Dieser ist auf die Mengen- und Erlöserosion der ILG sowie dem Unternehmen zuzurechnenden -7 Mio. € Aufwand aus der Hochofenzustellung zurückzuführen.

Die Schwäche des europäischen Trägermarktes setzte sich 2015 fort. Gleichwohl entwickelten sich die Mengen in den ersten sechs Monaten auf verhaltenem Niveau zufriedenstellend. Die Produzenten profitierten zu Beginn des Jahres zunächst von guten Exportmöglichkeiten dank des Wechselkursverhältnisses EUR/USD. Im zweiten Quartal wurden die Bedarfe hauptsächlich in Kerneuropa generiert. Die Exportmöglichkeiten schränkten sich im weiteren Verlauf des Jahres stark ein, da die nordamerikanischen Werke ihre Preise senkten und der Energiesektor aufgrund der niedrigen Gas- und Ölpreise zurückhaltend investierte. Das zweite Halbjahr prägten die Sommerstillstände der Werke und ein daraus resultierender Nachholbedarf des lagerhaltenden Handels, wobei bereits ab September wieder ein deutliches Nachlassen der Nachfrage zu verzeichnen war. Die schwachen Bestellungen führten im Oktober zu Stillständen wegen mangelnder Auslastung aller Produzenten. Diese Situation setzte sich bis Mitte November fort, bevor sich die Lagerbestände dem Bedarf anpassten und die Bestellungen sich wieder normalisierten. Trotz des starken Schrottpreisrückgangs konnten die Preise im Jahresverlauf stabilisiert werden.

Auftragseingang und -bestand der Peiner Träger GmbH (PTG) bewegten sich im Geschäftsjahr 2015 unter den Werten des Vergleichszeitraumes. Sowohl Rohstahlproduktion als auch Walzstahlerzeugung erreichten dagegen nahezu die Vorjahreswerte. Nach wie vor unbefriedigende Durchschnittserlöse sowie ein etwas geringerer Versand bewirkten einen Umsatzrückgang. Dank einer erfreulichen Margenentwicklung und der konsequenten Einhaltung der technischen Zielmarken des 1-Mio.-t-Konzeptes verbesserte sich der Gewinn vor Steuern dennoch deutlich.

Aufgrund des schwachen Marktumfelds verzeichnete die DMU-Gruppe einen geringeren Stahlschrottbedarf. Verbunden mit niedrigeren Preisen gab der Umsatz gegenüber 2014 nach, und es wurde ein merklich reduziertes und damit negatives Ergebnis vor Steuern erwirtschaftet.

Eine seit Jahren rückläufige Nachfrage auf dem Spundwandmarkt führte ungeachtet hoher Investitionen und Restrukturierungsanstrengungen bei der HSP Hoesch Spundwand und Profil GmbH (HSP) immer wieder zu erheblichen Verlusten. In seiner Sitzung am 16. Juni 2015 beschloss der Vorstand der Salzgitter AG (SZAG) daher, den Geschäftsbetrieb der 100%igen Tochtergesellschaft stillzulegen. Der vorhandene Vormaterialbestand wurde bis zum Ende des Geschäftsjahres abgearbeitet. Folglich unterschritten Absatz und Umsatzerlöse das Vorjahr. Der enorme Vorsteuerverlust beinhaltete -29,4 Mio. € Sondereffekte. 342 Mitarbeiter sind von der Aufgabe des Produktbereiches Spundwandprofile betroffen. Ein Sozialplan wurde 2015 abgeschlossen.

Geschäftsbereich Energie

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Eckdaten 2015 2014
Auftragseingang Mio. € 1.301 1.523
Auftragsbestand per 31.12. Mio. € 430 476
Rohstahlerzeugung Hüttenwerke Krupp Mannesmann (30 %) Tt 1.392 1.543
Versand Rohre Tt 526 569
Salzgitter Mannesmann Großrohr / Salzgitter Mannesmann Line Pipe Tt 234 254
Salzgitter Mannesmann Precision-Gruppe Tt 264 282
Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes-Gruppe Tt 28 33
Segmentumsatz1) Mio. € 1.496,4 1.693,9
Salzgitter Mannesmann Großrohr / Salzgitter Mannesmann Line Pipe Mio. € 223,8 245,1
Salzgitter Mannesmann Precision-Gruppe Mio. € 455,2 484,4
Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes-Gruppe Mio. € 307,0 349,3
Hüttenwerke Krupp Mannesmann (30 %) Mio. € 601,5 724,2
Konsolidierung Mio. € - 91,1 - 109,0
Umsatz mit anderen Segmenten/Konzerngesellschaften Mio. € - 433,9 - 467,4
Außenumsatz2) Mio. € 1.062,6 1.226,5
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) Mio. € 2,2 - 40,6
EUROPIPE-Gruppe (at equity) Mio. € 0,6 - 30,2
Salzgitter Mannesmann Großrohr / Salzgitter Mannesmann Line Pipe Mio. € - 23,1 - 27,3
Salzgitter Mannesmann Precision-Gruppe Mio. € - 6,6 - 7,2
Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes-Gruppe Mio. € 12,1 28,7
Hüttenwerke Krupp Mannesmann (30 %) Mio. € 15,1 - 0,3
Sonstiges Mio. € 0,4 0,6
Konsolidierung Mio. € 3,7 - 5,0
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA)3) Mio. € 77,1 36,0
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)3) Mio. € 17,3 - 24,0

1) inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen
2) Beitrag zum Außenumsatz des Konzerns
3) EBIT = EBT + Zinsaufwand / - Zinsertrag; EBITDA = EBIT + Abschreibungen

Der Geschäftsbereich Energie ist schwerpunktmäßig auf internationale Projektgeschäfte in den Sektoren Energieversorgung und Infrastruktur ausgerichtet und deckt ein breites Spektrum an Durchmessern bei den Leitungsrohren ab. Ein in Europa dominierender Anbieter für Präzisionsstahlrohre im Automobilbau sowie ein weltweit führender Hersteller nahtloser Edelstahl- und Nickelbasisrohre ergänzen das Portfolio. Die Kundennachfrage wird von den Megatrends "Wasser", "Energie" und "Mobilität" getrieben.

Die Sparte verfügt über eine eigene Rohstahlversorgung in Form der 30 %-Beteiligung an der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH ([HKM], technische Rohstahlkapazität 6 Mio. t) und eine Halbzeugproduktion zur Nahtlosrohrherstellung. Auch dieses Segment nutzt unsere Handelsorganisation intensiv zum Halbzeugbezug sowie für den Absatz seiner Produkte.

Die EUROPIPE-Gruppe (EP-Gruppe) wird at equity zu 50 % mit dem anteiligen Nachsteuerergebnis berücksichtigt. In den übrigen Kennzahlen des Segments ist sie nicht enthalten, aber entsprechend ihrer Bedeutung im Folgenden nachrichtlich aufgeführt und kommentiert. Die HKM wird quotal zu 30 % einbezogen und ist dementsprechend im Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis des Geschäftsbereiches zu 30 % enthalten. Hingegen wird sie im Orderbestand sowie Versand nicht erfasst, da dort nur Rohre ausgewiesen werden, während die HKM Vormaterial produziert.

Stahlrohrmarkt 2015: Überkapazitäten und Ölpreisverfall begrenzen weiteres Wachstum

Mit 168 Mio. t lag die weltweite Stahlrohrproduktion 2015 knapp unterhalb des im Vorjahr markierten Allzeithochs. Außer in China, wo die Stahlrohrerzeugung nochmals 11 % zulegte, wurden in allen wesentlichen Regionen der Welt weniger Stahlrohre hergestellt als 2014. Der Anteil Chinas stieg so auf 58 %.

Stahlrohrproduktion Welt nach Herstellverfahren

Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahlrohre

1) Hochrechnung

Die Herstellung nahtloser Stahlrohre sank global um 14 %, sie betrug nur noch 42 Mio. t. In einigen Regionen, vor allem in Nordamerika, brach sie sogar erheblich stärker ein. Auf 103 Mio. t (rund 7 % Zuwachs) gesteigert werden konnte die Fertigung geschweißter Stahlrohre bis 406 mm Außendurchmesser. Neben einer deutlichen Zunahme in China weiteten hier auch die EU-Hersteller ihre Produktion aus. Die Großrohrerzeugung legte weltweit rund 4 % auf knapp 24 Mio. t zu. Einer geringeren Produktion der westlichen Welt standen Erhöhungen der GUS, Chinas und der USA gegenüber. In der EU konnten der Einbruch in der Nahtlosproduktion um 19 % und das weiter schwache Großrohrgeschäft nicht durch die 3%ige Zunahme der Produktion kleiner geschweißter Stahlrohre bis 16" Durchmesser kompensiert werden. Insgesamt lag die EU-Produktion knapp 7 % unter dem Vorjahreswert.

Diverse Quellen: u. a. Steel Guru, Metal Bulletin Research, SBB

Geschäftsverlauf

Auftragseingang und -bestand des Geschäftsbereiches Energie waren 2015 niedriger als ein Jahr zuvor. Dabei zeigten fast alle Produktzweige geringere Werte. Lediglich der Orderbestand der Leitungsrohrgesellschaften war stabil. Außerhalb des Konsolidierungskreises sank der Auftragszulauf der 50 %-Beteiligung EUROPIPE deutlich gegenüber dem Vorjahreswert, der die Buchung des Pipelineprojekts im Schwarzen Meer enthielt.

Der Absatz unterschritt den Wert der Vergleichsperiode. Mit Ausnahme der Salzgitter Mannesmann Großrohr GmbH (MGR) wiesen alle Gesellschaften Rückgänge aus. Demzufolge stellten auch der Segment- und Außenumsatz die Werte von 2014 nicht ein.

Segmentumsatz

Nachdem der Geschäftsbereich Energie 2014 mit -40,6 Mio. € noch einen deutlichen Verlust ausgewiesen hatte, erwirtschaftete er 2015 ein positives Vorsteuerergebnis (2,2 Mio. €). Die EUROPIPE-Gruppe (EP-Gruppe) erzielte trotz 10,0 Mio. € Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen bei der EUROPIPE France S.A. (EPF) dank einer guten Geschäftslage der US-Gesellschaften einen Gewinn.

EBT

Der Auftragseingang der EUROPIPE-Gruppe (EP-Gruppe) war 2015 bedeutend geringer als 2014, da im Vergleichszeitraum die Buchung mehrerer Großaufträge enthalten war. Der Auftragsbestand rangierte infolge der Orderzuläufe des letzten Quartals 2015 sowohl bei der EUROPIPE GmbH (EP) als auch den US-amerikanischen Werken über dem Vorjahresniveau. Die Suspendierung des South-Stream-Auftrags für den ersten Strang wurde aufgehoben, sodass die Produktion der Restmengen der ersten Leitung abgeschlossen werden konnte. Die Fakturierung der rund 170 Tt dieses Auftrags erfolgt wegen der entstandenen Verzögerungen erst 2016. Absatz und Umsatz der EP-Gruppe waren trotzdem infolge der deutlich gestiegenen Versandtonnagen und verbesserter Erlöse der US-amerikanischen Werke im Geschäftsjahr 2015 erheblich höher als 2014. Zwar fiel das Vorsteuerresultat der EP, aufgrund der unbefriedigenden Beschäftigung und Erlössituation sowie der Bildung von Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen im französischen Werk in Dünkirchen ähnlich unbefriedigend wie 2014 aus, insgesamt erzielte die EP-Gruppe aber wegen der merklich verbesserten Situation der US-Gesellschaften ein positives Ergebnis vor Steuern.

Der dauerhaft niedrige Ölpreis brachte einen massiven Rückgang des internationalen Öl- und Gasprojektgeschäfts der Salzgitter Mannesmann Line Pipe GmbH (MLP). Darüber hinaus führten die weltweiten Überkapazitäten, insbesondere in China und Korea, zu einem ruinösen Preiswettbewerb um die wenigen im Markt befindlichen Projekte. Hieraus resultierte - trotz eines stabilen Geschäfts in Zentraleuropa -ein stark rückläufiger Auftragseingang und -bestand. Versand und Umsatz entwickelten sich analog. Demzufolge erhöhte sich auch der Vorsteuerverlust.

Als Konsequenz des Russland-Ukraine-Konflikts wurden zahlreiche jahrelang verschobene Leitungsrohrprojekte in Zentral-Europa wiederbelebt. Dadurch verbesserte sich die Auftragslage im Kernmarkt der Salzgitter Mannesmann Großrohr GmbH (MGR) 2015 deutlich. Ungeachtet des intensiven Wettbewerbs akquirierte die MGR Projekte in Frankreich, Deutschland und Polen, sodass Ordereingang und -bestand die Vorjahreswerte erheblich überschritten. Sie sichern eine durchgängige Beschäftigung bis Anfang 2017. Versand und Umsatz erhöhten sich spürbar, erreichten aber noch nicht das Normalniveau. Parallel dazu konnte die MGR den Verlust im Verhältnis zum Vorjahr mehr als halbieren.

Die wirtschaftliche Lage der Salzgitter Mannesmann Precision-Gruppe (SMP-Gruppe) zeigte 2015 ein gemischtes Bild. Das gute Ordervolumen der exportstarken deutschen Premium-Automobilhersteller prägte den Automobilbereich. Die Situation im Industriebereich war jedoch weiterhin sehr angespannt, und der Energiesektor verzeichnete aufgrund der niedrigen Öl- und Gaspreise einen erheblichen Nachfragerückgang. Demzufolge rangierten Auftragseingang und -bestand sowie Absatz und Umsatz der SMP-Gruppe deutlich unter denen des Vorjahres. Dies führte zu einem negativen Vorsteuerresultat. Die Maßnahmen des Programms "Salzgitter AG 2015" und die darüber hinausgehenden Programme zur Effizienzsteigerung der Präzisrohr-Gruppe leisteten dennoch positive Ergebnisbeiträge.

Für die Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes-Gruppe (MST-Gruppe) gestaltete sich das abgelaufene Jahr 2015 eher schwierig. Neben dem bis heute schwachen Geschäft mit dem europäischen lagerhaltenden Handel beeinflussten der extrem geringe Ölpreis und der daraus folgende Investitionsstopp der Öl- und Gasindustrie die Auftragssituation negativ. Dies konnte nicht durch das florierende Projektgeschäft für den chinesischen Kraftwerkssektor ausgeglichen werden, sodass Ordereingang und -bestand sowie der Versand die Vorjahreswerte nicht erreichten. Die erneut drastisch gesunkenen Legierungspreise verbunden mit der Nachfrageschwäche resultierten in einem niedrigeren Umsatz. Die MST-Gruppe erwirtschaftete zwar einen vorzeigbaren Vorsteuergewinn, der jedoch nicht an den 2014er Wert anknüpfen konnte.

Geschäftsbereich Handel

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Eckdaten 2015 2014
Versand Tt 5.473 5.075
Salzgitter Mannesmann Handel-Gruppe Tt 5.276 4.858
Universal Eisen und Stahl-Gruppe Tt 202 220
Konsolidierung Tt - 4 - 4
Segmentumsatz2) Mio. € 3.313,1 3.347,1
Salzgitter Mannesmann Handel-Gruppe Mio. € 3.128,8 3.133,3
Universal Eisen und Stahl-Gruppe Mio. € 189,4 219,7
Konsolidierung Mio. € - 5,1 - 5,9
Umsatz mit anderen Segmenten/Konzerngesellschaften Mio. € - 102,4 - 92,3
Außenumsatz2) Mio. € 3.210,7 3.254,8
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) Mio. € 32,2 60,1
Salzgitter Mannesmann Handel-Gruppe Mio. € 28,8 48,1
Universal Eisen und Stahl-Gruppe Mio. € 3,4 11,9
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA)3) Mio. € 48,6 78,8
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)3) Mio. € 38,7 68,8
Vorräte Mio. € 275 343

1) inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen
2) Beitrag zum Außenumsatz des Konzerns
3) EBIT = EBT + Zinsaufwand / - Zinsertrag, EBITDA = EBIT + Abschreibungen

Der Geschäftsbereich Handel umfasst neben einer gut ausgebauten europäischen Organisation lagerhaltender Stahlhandelsniederlassungen mit großer Anarbeitungstiefe auch auf Grobblech spezialisierte Gesellschaften sowie ein weltumspannendes Tradingnetzwerk. Er vertreibt außer den Walzstahl- und Röhrenerzeugnissen des Salzgitter-Konzerns komplementär Produkte anderer in- und ausländischer Hersteller. Zusätzlich beschafft er auf den internationalen Märkten Vormaterial für Konzerngesellschaften sowie externe Kunden.

Im dritten Quartal sind rückwirkend zum 1. Januar 2015 die Gesellschaften

Salzgitter Mannesmann International Asia Pte. Ltd., Singapur (SMSG),

Salzgitter Mannesmann Italia S.r.l., Milano (SMIT),

Salzgitter Mannesmann (Scandinavia), Lulea A.B. (SMSC) und

Universal Steel Holland B.V., SK Papendrecht (USN)

in den Konsolidierungskreis des Salzgitter-Konzerns aufgenommen worden. Neben der SMSG, die ein eigenes Tradinggeschäft betreibt, und der USN als Lagerhändler fungieren die übrigen beiden Gesellschaften als Agenturen der Salzgitter-Werke und sind damit der verlängerte Vertriebsarm für Konzernprodukte.

Die Nachfrage auf den internationalen Stahlmärkten blieb während des Jahres in nahezu allen Regionen und Produktbereichen verhalten. Projektgeschäfte waren kaum vorhanden, und ein von Überangeboten bestimmter Preisdruck beherrschte die Märkte. Fallende Rohstoffpreise verschärften die Lage zusätzlich. Der europäische Markt bot ein analoges Bild. Dagegen war die Nachfrage in Deutschland in Summe anfangs vergleichsweise stabil, schwächte sich allerdings in der zweiten Jahreshälfte zunehmend ab. So entwickelte sich die Nachfrage im ersten Quartal zunächst positiv, die Monate April und Mai zeigten dagegen einen wieder rückläufigen Bedarf. Erst zum Ende der Sommerzeit konnten leichte Erholungssignale bei einem weiterhin intensiven Wettbewerb verzeichnet werden, die jedoch nicht nachhaltig waren. Stetig fallende Preise begleiteten diese Entwicklung.

Geschäftsverlauf

Dennoch legte der Absatz des Geschäftsbereiches Handel 2015 gegenüber dem Vorjahr zu. Wesentliche Ursache hierfür war die robuste Entwicklung des internationalen Tradings. Preisbedingt fielen Segment- und Außenumsatz trotz der Aufnahme neuer Gesellschaften im Konsolidierungskreis gegenüber 2014 zurück.

Segmentumsatz

Die Sparte erzielte mit 32,2 Mio. € (2014: 60,1 Mio. €) einen durchaus erfreulichen Gewinn vor Steuern, der vom guten Vorsteuerergebnis des internationalen Tradings sowie in Summe 27,0 Mio. € Dividendenerträgen von nicht konsolidierten Tochtergesellschaften und bilanziellen Einmaleffekten getragen wurde. Positiv beeinflusst wurden die Zahlen zusätzlich durch die neu in den Konsolidierungskreis aufgenommenen Gesellschaften.

EBT

Die Handelsgesellschaften entwickelten sich wie folgt:

Die Versandmenge der Salzgitter Mannesmann Handel-Gruppe (SMHD-Gruppe) stieg vor allem wegen des Zuwachses im internationalen Trading, aber auch die Lieferungen des lagerhaltenden Handels legten zu. Der Umsatz verringerte sich infolge des Preisverfalls marginal, während der Vorsteuergewinn, obwohl gestärkt durch Dividendenerträge, vor dem Hintergrund der höheren positiven Einmaleffekte 2014 unter dem des Vergleichszeitraumes blieb.

Zwar legte der Absatz der europäischen lagerhaltenden Gesellschaften zu, aber der anhaltende Druck auf die Marktpreise ließ den Umsatz lediglich stagnieren. Verbunden mit eingeleiteten Optimierungsmaßnahmen verbesserte der lagerhaltende Handel das Resultat gegenüber dem Vorjahr jedoch spürbar.

Eine stabile Auftragslage auf einzelnen Teilmärkten sowie die Aufnahme der SMSG in den Konsolidierungskreis brachte dem internationalen Trading insgesamt ein kräftiges Absatzplus. Ungeachtet schwächerer Preise wuchs auch der Umsatz an. Ein vorteilhafter Produktmix und Dividendenerträge führten zu einem erfreulichen Gewinn vor Steuern, allerdings unter Vorjahresniveau.

Die Universal Eisen und Stahl-Gruppe (UES-Gruppe) agierte in Deutschland auf einem schwierigen Markt mit durchwachsener Nachfrage, einem hohen Angebot und kurzen Lieferzeiten. Dementsprechend gab es keine Erholungstendenzen, und die Preise stagnierten beziehungsweise waren abwärts gerichtet. Die UES begegnete den vorherrschenden Marktbedingungen, indem sie sich weiter margenstarken Bereichen widmete und dazu Kosten reduzierte. Im Zuge einer gesunkenen Absatztonnage verringerte sich auch der Gruppenumsatz. In Nordamerika prägten während der ersten Monate des Jahres vergleichsweise günstige Nachfrageverhältnisse das Geschäftsvolumen. Diese schwächten sich allerdings später aufgrund der Entwicklung des US-amerikanischen Öl- und Gassektors ab und schufen einen spürbaren Preiswettbewerb sowie folglich schwindende Erträge. Insgesamt rangierte der Vorsteuergewinn der UES-Gruppe, inklusive des Ergebnisbeitrages der USN und einschließlich Dividendenerträgen von nicht konsolidierten Tochtergesellschaften, unterhalb dem der Vergleichsperiode.

Geschäftsbereich Technologie

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Eckdaten 2015 2014
Auftragseingang Mio. € 1.282 1.227
Auftragsbestand per 31.12. Mio. € 718 706
Segmentumsatz2) Mio. € 1.310,0 1.198,8
KHS-Gruppe (konsolidiert) Mio. € 1.172,3 1.076,8
KDE-Gruppe (konsolidiert) Mio. € 97,4 78,5
Klöckner DESMA Schuhmaschinen Mio. € 36,6 43,3
Sonstiges Mio. € 9,9 11,8
Konsolidierung Mio. € - 6,3 - 11,6
Umsatz mit anderen Segmenten/Konzerngesellschaften Mio. € - 0,6 - 0,6
Außenumsatz2) Mio. € 1.309,4 1.198,2
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) Mio. € 24,6 25,2
KHS-Gruppe (konsolidiert) Mio. € 15,2 15,8
KDE-Gruppe (konsolidiert) Mio. € 8,4 5,6
Klöckner DESMA Schuhmaschinen Mio. € 1,7 5,1
Sonstiges Mio. € - 0,7 - 1,1
Konsolidierung Mio. € 0,0 - 0,2
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA)3) Mio. € 47,9 54,7
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)3) Mio. € 25,0 27,1

1) inklusive Umsatz mit anderen Geschäfts-bereichen
2) Beitrag zum Außenumsatz des Konzerns
3) EBIT = EBT + Zinsaufwand / - Zinsertrag, EBITDA = EBIT + Abschreibungen

Der Geschäftsbereich Technologie umfasst international aktive Maschinenbauunternehmen. Umsatzschwergewicht ist die KHS GmbH (KHSDE), die in der Abfüll- und Verpackungstechnik zu den weltweit führenden Anlagenherstellern zählt. Die KHS-Gruppe ist Komplettanbieter von der Intralogistik über das Processing bis zur Getränkeabfüllung und -verpackung. Weitere Gesellschaften des Segments sind im Sondermaschinenbau für die Schuhindustrie tätig oder stellen Gummi- und Silikon-Spritzgießmaschinen her.

Folgende Gesellschaften des Geschäftsbereiches sind per 30. September rückwirkend zum 1. Januar 2015 neu in den Konsolidierungskreis der Salzgitter AG (SZAG) aufgenommen worden:

KHS Benelux B.V., Breda (KHSNL)

KHS Czech s.r.o., Ceské Budejovice (KHSCZ)

KHS Austria GmbH, Wiener Neudorf (KHSÖS)

KHS Korea Co. Ltd., Seoul (KHSSK)

KHS Filling and Packaging Equipment Co., Ltd., Shanghai (BEVCN)

Holstein und Kappert GmbH, Dortmund (HUK)

SEITZ ENZINGER Noll GmbH, Bad Kreuznach (SEN)

Beim Vergleich mit dem Vorjahr ist zu berücksichtigen, dass die Kennzahlen der rückwirkend zum 1. Januar 2015 in den Konsolidierungskreis der SZAG aufgenommenen Gesellschaften 2014 noch nicht enthalten sind. Allerdings würde sich die Gesamtaussage zur Entwicklung des Geschäftsbereiches unter Einbeziehung der Unternehmen in die Vorjahreswerte nicht wesentlich verändern.

Auftragseingänge des deutschen Maschinenbaus leicht zunehmend

Laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) rangierten die Auftragseingänge geringfügig über denen des Jahres 2014. Dabei legten sowohl die Inlands- als auch die Auslandsnachfrage etwas zu. Die Umsätze der Branche stiegen merklich an. Im Markt für Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen zeigte sich die Ordertätigkeit insgesamt schwach rückläufig. Hier nahm die Inlandsnachfrage erheblich ab, die Auslandsnachfrage blieb dagegen weitestgehend konstant. Die Umsätze waren, insbesondere durch die kräftig gestiegenen Inlandsumsätze, spürbar höher.

Geschäftsverlauf

Die Auftragseingänge des Geschäftsbereiches Technologie lagen oberhalb des Vorjahresniveaus. Hierbei steigerten die KHS-Gruppe und die Klöckner DESMA Schuhmaschinen GmbH (KDS) die Ordereingänge spürbar, doch die KDE-Gruppe blieb hinter den 2014er Werten etwas zurück. Der Auftragsbestand der Sparte überschritt den Vergleichswert leicht.

Primär wegen der Entwicklung der KHS-Gruppe wuchsen Segment- und Außenumsatz gegenüber dem Vorjahr deutlich. Angesichts einer Belebung der Investitionstätigkeit des Automotive-Sektors verbuchte auch die KDE-Gruppe ein erhebliches Plus. Die KDS konnte die Rekordmarke des letzten Jahres nicht einstellen.

Segmentumsatz

In einem nach wie vor wettbewerbsintensiven Umfeld erwirtschaftete der Geschäftsbereich Technologie mit 24,6 Mio. € in 2015 ein vorzeigbares Resultat vor Steuern, auf dem Niveau des Jahres 2014 (25,2 Mio. €). Die KHS-Gruppe bewegte sich minimal unterhalb des Vorjahreswertes, während die KDE-Gruppe diesen deutlich übertraf. Hingegen konnte die KDS nicht an ihren Rekordgewinn des Vorjahres anknüpfen.

EBT

Auch 2015 präsentierten sich die Gesellschaften des Geschäftsbereiches Technologie auf zahlreichen Messen wie etwa der BrauBeviale 2015. Die KHS-Gruppe begeisterte in Nürnberg zahlreiche Besucher aus dem In- und Ausland für ihre Technologie, insbesondere die Neuentwicklungen, und demonstrierte damit den konsequenten Weg des Unternehmens entlang seiner Vision "First Choice in Technology and Service" Sie stellte ausgewählte brauereispezifische Neuerungen vor, die nicht nur einen signifikanten Kundennutzen bieten, sondern sich ebenso durch Nachhaltigkeit und einen schonenden Ressourcenumgang auszeichnen. Mittelpunkt war unter anderem die glasbeschichtete, direkt bedruckte PET-Bierflasche. Die hierfür eingesetzte Durchbruchsinnovation Direct Print, bei der statt ein Etikett aufzukleben PET-Flaschen mit nicht migrierenden UV-Tinten dekoriert werden, wurde 2015 in den Markt eingeführt. Neben fachlichen Diskussionen wurden konkrete Projekte endverhandelt. Zudem zeigte die KHS ihr umfassendes Serviceangebot. Ende des Jahres wurde die erste Maschine des Verpackungssystems Nature MultiPack™ bei einem Kunden installiert und in Betrieb genommen, sodass Anfang 2016 Produkte in den Handel kommen. Die KDE überzeugte auf ihrer Hausmesse mit kundenorientierten Maschinenbaulösungen und unterstrich ihren Markt- und Technologieführungsanspruch im Nischenmarkt der Elastomere-Spritzgießmaschinen zur Herstellung technischer Formartikel aus Gummi und Silikon. Die KDS nutzte ihre Hausmesse im September, um das gesamte Spektrum der Schuhtechnologien für automatisierte traditionelle Fertigungsarten und modernste Lösungen der Prozess- und Produktionstechnik sowie Robotik vorzustellen. Die neuartigen Automationskonzepte eröffnen Möglichkeiten der individuellen Schuhfertigung und steigern die Produktivität, Wirtschaftlichkeit und Qualität.

Die KHS-Gruppe verfolgt weiterhin konsequent ihre Maßnahmen der Unternehmensweiterentwicklung. Das zu diesem Zweck 2015 gestartete "Fit4Future 2.0"-Programm umfasst 14 Elemente. 2015 wurden die Schwerpunkte auf die Themen Angebotsklärung, 100 % On-Time In-Full (OTIF) und Vorzugsportfolio gelegt.

Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung

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Eckdaten 2015 2014
Umsatz Mio. € 821,0 788,1
Industrielle Beteiligungen Mio. € 389,0 341,2
Sonstiges Mio. € 432,0 447,0
Umsatz mit anderen Segmenten/Konzerngesellschaften Mio. € - 616,5 - 606,2
Außenumsatz11 Mio. € 204,5 181,9
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) Mio. € 47,5 78,9
Industrielle Beteiligungen Mio. € 19,3 11,4
Aurubis (at equity) inkl. Optionsanleihe Mio. € 21,8 31,2
Sonstiges/Konsolidierung Mio. € 6,5 36,3
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA)2) Mio. € 58,7 92,3
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)2) Mio. € 31,2 64,9

1) Beitrag zum Außenumsatz des Konzerns
2) EBIT = EBT + Zinsaufwand / - Zinsertrag, EBITDA = EBIT + Abschreibungen

Im Bereich Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung sind Aktivitäten erfasst, die nicht direkt einem Geschäftsbereich zugeordnet sind. Als Management-Holding ist die Salzgitter AG (SZAG) nicht selbst operativ tätig, sondern steuert die Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG) und Salzgitter Klöckner-Werke GmbH (SKWG), von der die wesentlichen Gesellschaften der Salzgitter-Gruppe gehalten werden. Darüber hinaus werden hier die Resultate der überwiegend konzernintern tätigen Gesellschaften ausgewiesen sowie derjenigen Konzernunternehmen, die mit ihren Produkten und Leistungen die Kernaktivitäten der Geschäftsbereiche unterstützen.

Der Umsatz des Bereiches Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung, der hauptsächlich durch das Halbzeug- und Servicegeschäft mit Tochtergesellschaften und Konzernfremden generiert wird, erhöhte sich im Geschäftsjahr 2015 auf 821,0 Mio. € (Vorjahresperiode: 788,1 Mio. €). Der Außenumsatz legte ebenso zu (204,5 Mio. €, Vorjahr: 181,9 Mio. €).

Der Gewinn vor Steuern betrug 47,5 Mio. € und war damit niedriger als im Vorjahr (78,9 Mio. €). Darin enthalten ist der Beitrag des Aurubis-Engagements in Höhe von 21,8 Mio. € (2014: 31,2 Mio. €). Dieser setzt sich zusammen aus 16,1 Mio. € anteiligem Aurubis-Nachsteuerergebnis sowie 5,7 Mio. € Bewertungsergebnis einer Umtauschanleihe, die unter anderem von der Kursentwicklung der Aurubis-Aktie abhängig ist. Erfreuliche stichtagsbezogene Bewertungseffekte von Devisen- und Derivatepositionen wie auch die nicht direkt einem Geschäftsbereich zugeordneten Konzernunternehmen stützten das Resultat. Ein geringeres Zinsergebnis aus dem Cash-Management des Konzern-Finanzkreises sowie das in Höhe von 12,5 Mio. € zurückgestellte Zinsrisiko aus der möglichen steuerlichen Nichtanerkennung der in früheren Jahren getätigten Wertpapierleihegeschäfte wirkten gegenläufig.

5. Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Abschlusses des Geschäftsjahres 2014 waren Prognosen zur Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Situation im vorherrschenden politischen und wirtschaftlichen Umfeld von hoher Unsicherheit geprägt. Für das Geschäftsjahr 2015 unterstellten wir, dass es in Europa nicht zu einer rezessiven Entwicklung kommen würde. Vielmehr erwarten wir für unsere anhaltend umkämpften Hauptmärkte im laufenden Geschäftsjahr eine moderate konjunkturelle Erholung. Auf Grundlage der Planungen der einzelnen Geschäftsbereiche und unter Berücksichtigung weiterer positiver Effekte des Konzernprogramms "Salzgitter AG 2015" gingen wir für den Salzgitter-Konzern von einer Umsatzerhöhung auf 9,5 Milliarden Euro, einem Vorsteuergewinn im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich sowie einer über dem Vorjahreswert auskommenden Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) aus.

Der Salzgitter-Konzern erzielte mit 51,8 Mio. € im ersten Vierteljahr des Geschäftsjahres 2015 den höchsten Vorsteuergewinn seit dem zweiten Quartal 2011. Trotz der anstehenden turnusmäßigen Großreparatur eines Hochofens, aus der rund 80 Mio. € Ergebnisbelastung für das zweite Halbjahr erwartet wurden, ist damit die Grundlage für eine nachhaltige Rückkehr des Konzerns in die Gewinnzone geschaffen worden. Im Kontext nur geringfügig verbesserter konjunktureller Rahmenbedingungen in Europa sowie der anhaltenden Strukturkrise des europäischen Stahlmarktes spiegelte der erfreuliche Trend vor allem die durchgreifende Wirkung des konzernweiten Restrukturierungsprogramms "Salzgitter AG 2015" wider. Wir prognostizierten daher nunmehr einen stabilen Umsatz und einen Vorsteuergewinn im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Der Salzgitter-Konzern schloss das erste Halbjahr 2015 mit einem gegenüber dem Vorjahr erheblich höheren Ergebnis vor Steuern (80,2 Mio. €) ab. Zu dieser erfreulichen Entwicklung trugen alle Geschäftsbereiche in Form von im Jahresvergleich verbesserten Resultaten bei. In Summe wurden 33,1 Mio. € Aufwand für strukturverbessernde Maßnahmen verkraftet. Die Umsatz- und Ergebnisprognose behielten wir bei.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres steigerte der Salzgitter-Konzern seinen Vorsteuergewinn (24,0 Mio. €) gegenüber der Vergleichsperiode spürbar. Das Resultat enthielt in Summe 77,1 Mio. € Ergebnisbelastungen aus der Ende August begonnenen Neuzustellung eines Hochofens im Hüttenwerk Salzgitter sowie aus bilanziellen Vorsorgen für anstehende Strukturmaßnahmen. Vor allem als Folge gesunkener Metallpreise und des daraus resultierenden Einflusses auf den erwarteten Ergebnisbeitrag des Aurubis-Engagements kehrte der Salzgitter-Konzern zu seiner ursprünglichen Ergebnisprognose vom Jahresbeginn zurück und erwartete nunmehr einen Vorsteuergewinn im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Die Umsatzprognose blieb unverändert.

In einem nach wie vor herausfordernden europäischen Stahlmarktumfeld, das sich im Jahresverlauf aufgrund massiv gestiegener chinesischer Importe zu Dumpingpreisen zunehmend eintrübte, erzielte der Salzgitter-Konzern erstmals seit 2011 ein positives Vorsteuerergebnis. Damit steigerte das Unternehmen trotz saldiert -73,8 Mio. € Ergebnisbelastungen aus Einmaleffekten sein Resultat gegenüber Vorjahr um fast 30 Mio. € und schloss - wie prognostiziert - mit einem Gewinn vor Steuern im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich ab. Hierzu trug vor allem das Ende 2015 zu mehr als drei Vierteln umgesetzte konzernweite Restrukturierungsprogramm "Salzgitter AG 2015" bei. Der erwartete Umsatz wurde mit 8.618 Mio. € nicht erreicht.

Mit unseren Veröffentlichungen wiesen wir stets auf Chancen und Risiken hin, die das Ergebnis des Geschäftsjahres 2015 beeinflussen können. Wir haben erläutert, dass sich möglicherweise zusätzliche positive oder negative Effekte aus strukturellen und methodischen Veränderungen ergeben, die ein beträchtliches Ausmaß sowohl in negativer als auch positiver Richtung annehmen können. Hierzu zählen insbesondere Bewertungsansätze gemäß IFRS-Standards und deren Handhabung. In den Abschluss des Geschäftsjahres sind unter anderem Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen sowie bilanzielle Einmaleffekte eingeflossen.

Der Geschäftsbereich Flachstahl rechnete angesichts der weiter unter Druck stehenden Erlöse im EU-Stahlmarkt auch für 2015 mit einem herausfordernden Geschäftsverlauf. Einschließlich der direkten und indirekten Auswirkungen der planmäßigen Hochofenzustellung bei der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) wurden ein merklich niedrigeres Vorsteuerresultat und ein geringerer Umsatz als 2014 erwartet. Wie antizipiert wurde aufgrund der einmaligen Ergebnisbelastung aus der Hochofenzustellung (-41,9 Mio. €) ein gegenüber dem Vorjahr gesunkenes Vorsteuerergebnis (-26,0 Mio. €) verzeichnet. Ohne diesen Effekt hätte das Segment einen Vorsteuergewinn ausgewiesen. Die Umsatzprognose wurde mit 1.922 Mio. € eingestellt.

Unter Berücksichtigung der allgemeinen Marktlage in Verbindung mit den Sondersituationen der Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) und der HSP Hoesch Spundwand GmbH (HSP) war die Entwicklung von Umsatz und Vorsteuerergebnis des Geschäftsbereiches Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl von erheblichen Unwägbarkeiten geprägt. Dennoch strebte der Geschäftsbereich gegenüber 2014 leicht anziehende Umsätze sowie ein merklich verbessertes Vorsteuerresultat an. Der Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl verbesserte sein Resultat gegenüber dem Vorjahr erheblich, wies jedoch erneut ein negatives Vorsteuerergebnis aus (-68,0 Mio. €; 2014: -130 Mio. €). Hierin spiegelte sich schwerpunktmäßig der Verlust der HSP von -56,9 Mio. € wider, der -29,4 Mio. € Sonderbelastungen aus der im Dezember erfolgten Stilllegung beinhaltete. Darüber hinaus enthält das Resultat des Segments -7 Mio. € der Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG) zuzurechnenden Aufwand aus der Hochofenzustellung. Die Umsatzerwartung wurde mit 909 Mio. € erlösbedingt nicht erfüllt.

Der Geschäftsbereich Energie erwartete 2015 unter der Annahme temporär unterausgelasteter Großrohr-Produktionsstätten in Europa einen Umsatz auf Vorjahreshöhe. Wegen der konsequenten Umsetzung der "Salzgitter AG 2015"-Maßnahmen und des Wegfalls von Sonderbelastungen sollte das Vorsteuerergebnis deutlich steigen. Der Geschäftsbereich Energie wies mit 2,2 Mio. € (2014: -40,6 Mio. €) ein positives Vorsteuerergebnis aus. Hierin enthalten sind 10,0 Mio. € Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen bei der EUROPIPE France S.A. (EPF). Die Umsatzprognose wurde mit 1.063 Mio. € mengenbedingt leicht unterschritten.

Der Geschäftsbereich Handel ging von einem begrenzten Umsatzzuwachs und einem positiven, gegenüber dem Vorjahr wegen der nicht wiederholbaren positiven Einmaleffekte in Höhe von 40 Mio. € merklich geringeren Vorsteuerergebnis aus. Die Sparte erzielte mit 32,2 Mio. € einen äußerst erfreulichen Gewinn vor Steuern, der hauptsächlich vom guten Vorsteuerergebnis des internationalen Tradings sowie in Summe 27,0 Mio. € Dividendenerträgen von nicht konsolidierten Tochtergesellschaften und bilanziellen Einmaleffekten getragen wurde. Positiv beeinflusst wurden die Zahlen zusätzlich durch die neu in den Konsolidierungskreis aufgenommenen Gesellschaften. Der Umsatz 2015 erfüllte mit 3.211 Mio. € fast die Erwartungen vom Jahresbeginn.

Aufsetzend auf einem hohen Auftragsbestand, antizipierte der Geschäftsbereich Technologie 2015 eine moderate Umsatzausweitung und ein ansteigendes Vorsteuerergebnis. Mit 1.309 Mio. € zog der Umsatz wie erwartet an. In einem nach wie vor wettbewerbsintensiven Umfeld erwirtschaftete das Segment mit 24,6 Mio. € Vorsteuergewinn in 2015 ein vorzeigbares Resultat auf dem Niveau des Vorjahres (2014: 25,2 Mio. €).

IV. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Ertragslage des Konzerns

In einem nach wie vor herausfordernden europäischen Stahlmarktumfeld, das sich im Jahresverlauf aufgrund massiv gestiegener chinesischer Importe zunehmend weiter eintrübte, erzielte der Salzgitter-Konzern erstmals seit 2011 ein positives Vorsteuerergebnis (12,6 Mio. €). Damit steigerte unser Unternehmen trotz saldiert -73,8 Mio. € Ergebnisbelastungen aus Einmaleffekten sein Resultat gegenüber dem Vorjahr um fast 30 Mio. € und schloss - wie prognostiziert - mit einem Gewinn vor Steuern im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich ab. Zur Ergebnisverbesserung trug vor allem das zum Jahresende 2015 zu mehr als drei Vierteln umgesetzte konzernweite Restrukturierungsprogramm "Salzgitter AG 2015" bei. Die ohnehin schon solide Bilanz- und Finanzstruktur konnte mit der auf 35 % gewachsenen Eigenkapitalquote und einer auf 415 Mio. € erhöhten Nettofinanzposition nochmals gefestigt werden. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) belief sich auf 2,1 %.

Der Außenumsatz des Konzerns reduzierte sich aufgrund rückläufiger Durchschnittserlöse für Stahlerzeugnisse auf 8.618,4 Mio. € (-5 %). Er verteilt sich wie folgend auf die Geschäftsbereiche:

Konzernumsatz nach Geschäftsbereichen

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2015 2014
in Mio. € % in Mio. € % Veränderung
Flachstahl 1.922 22 2.060 23 - 7 %
Grobblech / Profilstahl 909 11 1.119 12 - 19 %
Energie 1.063 12 1.227 14 - 13 %
Handel 3.211 37 3.255 36 - 1 %
Technologie 1.309 15 1.198 13 9 %
Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung 204 2 182 2 12 %
Konzern 8.618 100 9.040 100 - 5 %
Nicht fortgeführte Aktivitäten 117   155   - 24 %
Fortgeführte Konzern-Aktivitäten 8.501   8.885   - 4 %

Während alle übrigen Geschäftsbereiche einen Rückgang verzeichneten, steigerte unsere Technologiesparte erfreulicherweise ihren Umsatz um 9 %.

Die regionale Verteilung der Umsatzerlöse blieb nahezu konstant: So lag der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit des Salzgitter-Konzerns unverändert in der Europäischen Union (5,7 Mrd. €; 66 % Umsatzanteil), wobei Deutschland mit 3,9 Mrd. € Erlösen und einem Anteil von 45 % weiterhin der mit Abstand größte Einzelmarkt war. In diesem Zusammenhang ist jedoch zu berücksichtigen, dass viele unserer Produkte als Zulieferungen für die exportorientierte deutsche Wirtschaft letztendlich doch den Weg in das Ausland finden.

Konzernumsatz nach Regionen

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2015 2014
in Mio. € % in Mio. € %
Deutschland 3.851 45 4.252 47
Weitere EU-Länder 1.799 21 1.847 20
Übriges Europa 281 3 314 3
Amerika 1.196 14 1.042 12
Asien 789 9 781 9
Andere Regionen 701 8 803 9
Konzern 8.618 100 9.040 100
Nicht fortgeführte Aktivitäten 117   155  
Fortgeführte Konzern-Aktivitäten 8.501   8.885  

Der Salzgitter-Konzern erwirtschaftete einen Gewinn vor Steuern von 12,6 Mio. €. (2014: -15,2 Mio. €). Darin sind 21,8 Mio. € Ergebnisbeitrag des Aurubis-Engagements (2014: 31,2 Mio. €) sowie per Saldo -73,8 Mio. € Ergebnisbelastungen aus der Zustellung eines Hochofens im Hüttenwerk Salzgitter und aus bilanziellen Einmaleffekten enthalten.

Die Bereiche zeigten folgende Resultate:

Der Geschäftsbereich Flachstahl verzeichnete aufgrund der einmaligen Ergebnisbelastung aus der Hochofenzustellung (-41,9 Mio. €) ein dem Vorjahr gegenüber gesunkenes Vorsteuerergebnis(-26,0 Mio. €; 2014: -8,8 Mio. €). Ohne diesen Effekt hätte das Segment einen Vorsteuergewinn ausgewiesen.

Der Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl verbesserte sein Resultat gegenüber dem Vorjahr erheblich, wies jedoch erneut ein negatives Vorsteuerergebnis aus (-68,0 Mio. €; 2014: -130 Mio. €). Hierin spiegelte sich schwerpunktmäßig der Verlust der HSP Hoesch Spundwand und Profil GmbH (HSP) von -56,9 Mio. € wider, der -29,4 Mio. € Sonderbelastungen aus der im Dezember erfolgten Stilllegung beinhaltete. Darüber hinaus enthält das Resultat des Segments -7 Mio. € der Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG) zuzurechnenden Aufwand aus der Hochofenzustellung.

Der Geschäftsbereich Energie wies mit 2,2 Mio. € (2014: -40,6 Mio. €) ein positives Vorsteuerergebnis aus. Hierin enthalten sind 10,0 Mio. € Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen bei der EUROPIPE France S.A. (EPF).

Der Geschäftsbereich Handel erzielte mit 32,2 Mio. € (2014: 60,1 Mio. €) einen durchaus erfreulichen Gewinn vor Steuern, der vom guten Vorsteuerergebnis des internationalen Tradings sowie in Summe 27,0 Mio. € Dividendenerträgen nicht konsolidierter Tochtergesellschaften sowie bilanziellen Einmaleffekten getragen wurde.

In einem nach wie vor wettbewerbsintensiven Umfeld erwirtschaftete der Geschäftsbereich Technologie mit 24,6 Mio. € in 2015 ein vorzeigbares Resultat vor Steuern auf Niveau des Jahres 2014 (25,2 Mio. €).

Im Bereich Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung betrug der Gewinn vor Steuern 47,5 Mio. € und war damit niedriger als im Vorjahr (2014: 78,9 Mio. €). Darin enthalten ist der Beitrag des Aurubis-Engagements in Höhe von 21,8 Mio. € (2014: 31,2 Mio. €). Ein geringeres Zinsergebnis aus dem Cash-Management des Konzern-Finanzkreises sowie 12,5 Mio. € zurückgestelltes Zinsrisiko aus der möglichen steuerlichen Nichtanerkennung der in früheren Jahren getätigten Wertpapierleihegeschäfte wirkten gegenläufig.

Ergebnis der Geschäftsbereiche und Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag

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in Mio. € 2015 2014
Flachstahl - 26,0 - 8,8
Grobblech / Profilstahl - 68,0 - 130,0
Energie 2,2 - 40,6
Handel 32,2 60,1
Technologie 24,6 25,2
Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung 47,5 78,9
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 12,6 - 15,2
Nicht fortgeführte Aktivitäten - 52,1 - 60,6
EBT fortgeführte Konzern-Aktivitäten 64,7 73,2
Steuern 58,0 16,7
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag1) - 45,5 - 31,9

1) einschl. Anteile fremder Gesellschafter

Entwicklung ausgewählter GuV-Posten

Die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns ist im Kapitel "Anhang" ausführlich dargestellt. Nachfolgend werden ausgewählte Posten erläutert.

Infolge der gesunkenen Erzeugnisbestände des Profil- und Stahlbereiches zum Bilanzstichtag verringerte sich der Posten "Bestandsveränderungen/andere aktivierte Eigenleistungen" Insbesondere Preisreduzierungen bei Rohstoffen, Halbfertigwaren und fremdbezogenen Stahlprodukten spiegelten sich in den gesunkenen Materialaufwendungen wider. Bedingt durch die Ausweitung des Konsolidierungskreises sowie Einmalaufwendungen für Betriebsstilllegung sind die Personalaufwendungen überdurchschnittlich gestiegen. Das Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen liefert nach einem Verlust im Vorjahr nun wieder einen positiven Ergebnisbeitrag. Dieser ergab sich insbesondere aus der 25 %-Beteiligung an der Aurubis AG (NAAG).

Nach Berücksichtigung von 58,0 Mio. € Steueraufwand beträgt der Konzernjahresfehlbetrag 45,5 Mio. €. Der laufende Steueraufwand von 51,3 Mio. € ist in Höhe von 35,5 Mio. € dem Inland zuzuordnen. Davon entfallen 27,9 Mio. € auf Steueraufwendungen für Vorjahre. Diese betreffen im Wesentlichen Vorsorgen für noch nicht abgeschlossene Betriebsprüfungssachverhalte. Daneben wirken sich 6,7 Mio. € latente Ertragsteuern negativ aus.

Mehrperiodenübersicht zur Ertragslage

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in Mio. € 2015 2014 20131) 2012 2011 2010
EBT 12,6 - 15,2 - 482,8 - 29,4 201,6 48,9
EBIT I2) 78,0 63,9 - 422,7 59,8 264,7 102,9
EBIT3) 90,4 97,9 - 393,2 98,0 304,5 159,8
EBITDA4) 431,1 483,6 138,1 462,7 666,8 539,7
EBT-Marge 0,2 - 0,2 - 5,2 - 0,3 2,1 0,6
EBIT-Marge3) 1,1 1,1 - 4,2 0,9 3,1 1,9
EBITDA-Marge4) 5,0 5,4 1,5 4,5 6,8 6,5
ROCE % 2,1 1,8 - 10,5 1,3 5,6 2,2
ROCE % aus industriellem Geschäft5) 1,6 1,3 - 14,0 0,7 6,2 2,7
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in Mio. € 2009 2008 2007 2006
EBT - 496,5 1.003,4 1.313,9 1.854,8
EBIT I2) - 468,1 1.072,1 1.350,7 1.900,5
EBIT3) - 411,3 1.026,9 1.312,4 1.891,6
EBITDA4) 156,9 1.317,2 1.543,1 2.092,9
EBT-Marge - 6,4 8,0 12,9 22,0
EBIT-Marge3) - 5,3 8,2 12,9 22,4
EBITDA-Marge4) 2,0 10,5 15,1 24,8
ROCE % - 10,5 21,9 28,0 47,8
ROCE % aus industriellem Geschäft5) - 17,3 26,9 46,9 55,1

1) 2013 restated
2) ohne Zinsaufwand Pensionsrückstellungen
3) EBT + Zinsaufwand / - Zinsertrag
4) EBT + Zinsaufwand / - Zinsertrag + Abschreibungen
5) bereinigt um Nettogeldanlagen und die hieraus resultierenden Zinserträge

Werte 2006 bis 2012 nicht restated und jeweils inklusive nicht fortgeführter Aktivitäten

Wertschöpfung des Salzgitter-Konzerns

Die betriebliche Wertschöpfung des Konzerns erreichte 2015 einen Wert von 1.762 Mio. €. Damit konnten die Aufwendungen für die Mitarbeiter (1.723 Mio. €) vollständig gedeckt werden. Die öffentliche Hand erhielt in Form von Steuern und Abgaben 3,3 % (Vorjahr: 1,0 %). Der Darlehensgeber-Anteil verminderte sich gegenüber dem Vorjahreswert (2,0 %) auf 1,5 %. Als Dividende für die Aktionäre (einschließlich eigener Anteile) werden für das abgelaufene Geschäftsjahr 0,9 % der Wertschöpfung (Vorjahr: 0,7 %) verwendet. Seit 2003 sind 2,9 Mrd. € aus der Wertschöpfung im Konzern verblieben, 2015 wurden 61 Mio. € verzehrt.

Wertschöpfung

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31.12.2015 31.12.2014
in Mio. € % in Mio. € %
Entstehung        
Konzernleistung 8.898 100,0 9.488 100,0
Vorleistungen 7.136 80,2 7.800 82,2
Wertschöpfung 1.762 19,8 1.688 17,8
Verwendung        
Mitarbeiter 1.723 97,8 1.668 98,8
Öffentliche Hand 58 3,3 17 1,0
Aktionäre (Dividende) 15 0,9 12 0,7
Darlehensgeber 27 1,5 34 2,0
Konzern verbleibend - 61 - 3,5 - 43 - 2,5
Wertschöpfung 1.762 100,0 1.688 100,0

2. Finanz- und Vermögenslage

Finanzmanagement

Im Salzgitter-Konzern führt die Salzgitter Klöckner-Werke GmbH (SKWG), eine 100%ige Tochtergesellschaft der Salzgitter AG (SZAG), seit dem 1. Januar 2012 das Cash- und Devisenmanagement für die Konzerngesellschaften überwiegend zentral durch. Joint-Venture-Gesellschaften sind hierin nicht einbezogen.

Die interne Finanzierung der Konzerngesellschaften erfolgt grundsätzlich über Bereitstellung von Kreditlinien im Rahmen des Konzernfinanzverkehrs und in Einzelfällen über Garantiezusagen für externe Kredite. Um den Finanzbedarf ausländischer Konzernunternehmen zu decken - insbesondere außerhalb des Euroraumes-, nutzt die Salzgitter-Gruppe lokale Kreditmärkte. Gleichzeitig zieht sie auch Liquiditätsüberschüsse der Konzerngesellschaften zur Finanzierung heran. Lieferungen und Leistungen innerhalb der Salzgitter-Gruppe werden über konzerninterne Konten gebucht. Das zentrale Finanzmanagement ermöglicht uns eine kosteneffiziente Fremdkapitalbeschaffung und hat positive Auswirkungen auf das Zinsergebnis. Über eine Finanzplanung mit mehrjährigem Planungshorizont sowie eine monatlich rollierende Liquiditätsplanung mit sechsmonatigem Prognosezeitraum ermitteln wir den Liquiditätsbedarf des Konzerns. Vorhandene Geldanlagen, mittelfristige bilaterale Kreditlinien, ein Konsortialkreditrahmen sowie die Nutzung der Anleihemärkte stellen unseren Liquiditätsbedarf sicher.

Unsere internationalen Geschäftsaktivitäten führen zu Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen. Um das dabei entstehende Wechselkursrisiko abzusichern, besteht für die Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns im Rahmen der Konzernrichtlinien die Verpflichtung, Fremdwährungspositionen zum Zeitpunkt ihrer Entstehung zu sichern. Die Revision überwacht das Einhalten dieser Vorgabe. Für Währungsgeschäfte in USD - ein maßgeblicher Anteil unserer Fremdwährungsgeschäfte - wird zunächst konzernintern die Aufrechnung von Verkaufs- und Einkaufspositionen (Netting) geprüft. Die sich darüber hinaus ergebenden Spitzenbeträge werden von uns mittels marktüblicher Sicherungsgeschäfte abgedeckt.

Die Pensionsrückstellungen sind weiterhin wesentlicher Bestandteil der Unternehmensfinanzierung. Sie betrugen bei einem vom aktuellen Niveau der Kapitalmarktzinsen abgeleiteten verminderten Rechnungszinssatz (2,25 %) 2.327 Mio. € (Vorjahr: 2.442 Mio. € mit 2,00 %). Nach den Vorschriften der internationalen Rechnungslegung wurde diese Auswirkung erfolgsneutral im Eigenkapital bilanziert.

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung (ausführliche Darstellung im Kapitel "Konzernabschluss") zeigt die Herkunft und Verwendung der Geldströme. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelbestand entspricht der Bilanzposition "Finanzmittel"

Finanzmittel

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in Mio. € 2015 2014
Zufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 447,7 598,5
Abfluss aus Investitionstätigkeit - 507,8 - 347,5
Zufluss/Abfluss aus Finanzierungstätigkeit 114,9 - 237,8
Veränderung der Finanzmittel 54,8 13,2
Konsolidierungskreisänderung/Wechselkursänderungen 7,4 5,9
Finanzmittel am Bilanzstichtag 836,2 774,0

Der Konzern erzielte 448 Mio. € Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Vorjahr: 599 Mio. €). Die Verringerung im Vergleich zum Vorjahr resultierte primär aus der deutlichen Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit (508 Mio. €) erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode (348 Mio. €) insbesondere aufgrund höherer Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle und das Sachanlagevermögen, unter anderem durch die Hochofenzustellung bei der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG).

Im Geschäftsjahr 2015 ergab sich insgesamt ein positiver Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von 115 Mio. € (Vorjahr: -238 Mio. €). Dieser resultiert überwiegend aus der Ausgabe einer neuen Wandelanleihe im Juni 2015 in Höhe von 167,9 Mio. €. An die Aktionäre der SZAG schütteten wir für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende von rund 11 Mio. € oder 0,20 €/Aktie aus.

Die Nettofinanzposition von 415 Mio. € hat gegenüber 2014 (403 Mio. €) leicht zugenommen. Den erhöhten Geldanlagen einschließlich der Wertpapiere (1.218 Mio. €) standen zum Geschäftsjahresende Verbindlichkeiten von 803 Mio. € (Vorjahr: 694 Mio. €) bei Kreditinstituten gegenüber. Letztere enthalten 521 Mio. € Verpflichtungen aus Nominal-Wandel-/Umtauschanleihen. Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing werden nicht in der Nettofinanzposition berücksichtigt.

Die Liquiditäts- und Verschuldungskennzahlen stellten sich im Geschäftsjahr 2015 wie folgt dar:

Mehrperiodenübersicht zur Finanzlage

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2015 2014 20131) 2012 2011 2010
Zahlungsbereitschaft I (%)2) 132 116 130 156 169 192
Zahlungsbereitschaft II (%)3) 216 196 227 262 287 287
Dynamische Verschuldung (%)4) 19,8 26,0 6,8 22,0 - 12,1 30,1
Gearing (%)5) 186,4 195,4 158,9 145,1 120 125,9
Cashflow (Mio. €) aus laufender Geschäftstätigkeit 448 599 141 427 - 197 209
Nettofinanzposition6) - 415 - 403 - 303 - 497 - 508 - 1.272
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2009 2008 2007 2006
Zahlungsbereitschaft I (%)2) 211 157 211 252
Zahlungsbereitschaft II (%)3) 302 281 317 365
Dynamische Verschuldung (%)4) 406,8 64,9 - 304,5 - 95,5
Gearing (%)5) 106,2 100,3 98,0 101,9
Cashflow (Mio. €) aus laufender Geschäftstätigkeit 1.190 547 781 488
Nettofinanzposition6) - 1.561 - 991 - 2.115 - 2.283

Werte 2006 bis 2012 nicht restated und jeweils inklusive nicht fortgeführter Aktivitäten

1) 2013 restated
2) (kurzfristige Vermögenswerte -Vorräte) x 100 / kurzfristige Schulden + Dividendenvorschlag
3) kurzfristige Vermögenswerte x 100 / kurzfristige Schulden + Dividendenvorschlag
4) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit x 100 / lang- und kurzfristige Finanzschulden (inkl Pensionen) - Geldanlagen
5) lang- und kurzfristige Schulden (inkl Pensionen) x 100 / Eigenkapital
6) - ≙ Guthaben, + ≙ Verschuldung

Vermögenslage

Das Gesamtvermögen des Konzerns hat sich im Vergleich zum Stichtagswert des Geschäftsjahres 2014 (8.493 Mio. €) um 2,5 % auf 8.284 Mio. € verringert. Der Anstieg der langfristigen Vermögenswerte (+75 Mio. €) resultierte infolge des erhöhten Investitionsvolumens aus gestiegenen Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (+68 Mio. €). Daneben erhöhten sich die nach der Equity-Methode bilanzierte Anteile (+10 Mio. €). Dem entgegen stehen geringere Ausleihungen (-6 Mio. €). Die kurzfristigen Vermögenswerte sanken vor allem aufgrund geringerer Vorräte sowie niedrigerer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Vermögens- und Kapitalstruktur

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in Mio. € 31.12.2015 % 31.12.2014 %
Langfristige Vermögenswerte 3.650 44,1 3.575 42,1
Kurzfristige Vermögenswerte 4.634 55,9 4.918 57,9
Aktiva 8.284 100,0 8.493 100,0
Eigenkapital 2.893 34,9 2.875 33,9
Langfristige Schulden 3.266 39,4 3.115 36,7
Kurzfristige Schulden 2.126 25,7 2.502 29,5
Passiva 8.284 100,0 8.493 100,0

Bei den langfristigen Vermögenswerten lagen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (411 Mio. €) oberhalb der Abschreibungen (340 Mio. €). Das kurzfristig gebundene Nettovermögen (Working Capital) kam mit 2.331 Mio. € (-6,3 %) leicht unterhalb des Vorjahresniveaus aus.

Die Eigenkapitalquote (34,9 %) ist im Vergleich zum Vorjahr (33,9 %) leicht gestiegen. Ausschlaggebend hierfür war die Verringerung der Pensionsrückstellungen aufgrund der stichtagsbezogenen Erhöhung des Zinssatzes auf 2,25 % (Vorjahr: 2,00 %). Die langfristigen Finanzschulden nahmen durch die Ausgabe einer neuen Wandelanleihe zu. Zusätzlich wurde der Rückzahlungsbetrag der Umtauschanleihe in die langfristigen Finanzschulden umgegliedert. Des Weiteren hatten die geringeren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen einen positiven Einfluss.

Mehrperiodenübersicht zur Vermögenslage

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2015 2014 20131) 2012 2011 2010
Anlagenintensität (%)2) 44,1 42,1 43,9 42,5 41,8 39,7
Vorrätsintensität (%)3) 21,9 23,4 23,9 23,2 23,9 19,9
Abschreibungsquote (%)4) 13,3 15,3 20,7 13,6 13,5 14,2
Debitorenläufzeit (Tage)5) 63,4 66,5 57,8 54,2 53,7 51,7
Capital employed (Mio. €) 3.676 3.526 4.034 4.481 4.733 4.596
Working Capital (Mio. €) 2.331 2.487 2.598 2.694 2.753 2.193
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2009 2008 2007 2006
Anlagenintensität (%)2) 39,5 33,5 25,8 23,4
Vorrätsintensität (%)3) 18,2 29,3 24,8 23,7
Abschreibungsquote (%)4) 21,3 11,7 11,7 13,9
Debitorenläufzeit (Tage)5) 49,3 48,4 54,5 47,9
Capital employed (Mio. €) 4.457 4.886 4.829 3.974
Working Capital (Mio. €) 1.981 3.338 2.845 2.159

Werte 2006 bis 2012 nicht restated und jeweils inklusive nicht fortgeführter Aktivitäten

1) 2013 restated
2) langfristige Vermögenswerte x 100 / Gesamtvermögen
3) Vorräte x 100 / Gesamtvermögen
4) Abschreibungen auf Sachanlageverm/immat Vermögenswerte x 100 / Sachanlageverm/immat Vermögenswerte
5) Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen x 365 / Umsatzerlöse

3. Jahresabschluss der Salzgitter AG

Der Jahresabschluss der Salzgitter AG (SZAG) für das Geschäftsjahr 201S ist nach den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes aufgestellt und vom Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Er wird vollständig im Bundesanzeiger bekannt gegeben.

Die SZAG führt die Konzern-Geschäftsbereiche, bei denen das operative Geschäft liegt, unverändert als Management-Holding. Die Ertragslage der Gesellschaft ist daher von der Entwicklung der Tochtergesellschaften und Beteiligungen und damit deren Werthaltigkeit abhängig.

Die wesentlichen Beteiligungsgesellschaften werden über die l00%ige Tochtergesellschaft Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG) von deren l00%iger Tochtergesellschaft Salzgitter Klöckner-Werke GmbH (SKWG) gehalten. Weder zwischen der SZAG und der SMG noch zwischen der SMG und der SKWG bestehen Ergebnisabführungsverträge. Es besteht jedoch jeweils eine vertragliche Vereinbarung zur freiwilligen Übernahme der Verluste.

Die SZAG ist als nicht operative Holdinggesellschaft in das Steuerungskonzept des Salzgitter-Konzerns eingebunden und unterliegt somit den gleichen Steuerungsgrößen und den gleichen Chancen und Risiken wie der Salzgitter-Konzern. Hierbei werden die rechtlichen Anforderungen an die Steuerung der SZAG berücksichtigt.

Bilanz der Salzgitter AG (Kurzfassung)

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in Mio. € 31.12.2015 % 31.12.2014 %
Anlagevermögen 50,9 5,4 49,2 6,4
Sachanlagen9 19,0 2,0 19,7 2,5
Finanzanlagen 31,9 3,4 29,5 3,8
Umlaufvermögen 896,2 94,6 723,6 93,6
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände2) 896,2 94,6 723,6 93,6
Finanzmittel 0,0 0,0 0,0 0,0
Aktiva 947,1 100,0 772,8 100,0
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in Mio. € 31.12.2015 % 31.12.2014 %
Eigenkapital 385,0 40,6 381,4 49,4
Rückstellungen 314,7 33,2 308,0 39,9
Verbindlichkeiten 247,5 26,1 83,3 10,8
davon Bankverbindlichkeiten [0,0]   [0,0]  
Passiva 947,1 100,0 772,8 100,0

1) einschl. immaterieller Vermögensgegenstände
2) einschl. Rechnungsabgrenzungsposten

Die Forderungen aus der im Rahmen des konzernweiten Cashmanagements der Tochtergesellschaft SKWG zur Verfügung gestellten Liquidität (650 Mio. €) bilden unverändert die wesentlichen Aktivposten. Die gehaltenen eigenen Aktien werden nach den Vorschriften des HGB offen vom Eigenkapital abgesetzt.

Auf der Passivseite sind neben dem Eigenkapital insbesondere 289 Mio. € Pensionsverpflichtungen sowie eine verbleibende Rückzahlungsverpflichtung (225 Mio. €) gegenüber der niederländischen Emittentin der Wandelschuldverschreibung enthalten. Die gestiegenen Verbindlichkeiten ergeben sich infolge einer im Juni 2015 neu ausgegebenen Wandelanleihe (168 Mio. €). Dadurch hat sich die Eigenkapitalquote auf 40,6 % (Vorjahr: 49,4 %) reduziert.

Gewinn- und Verlustrechnung der Salzgitter AG (Kurzfassung)

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in Mio. € 2015 2014
Sonstige betriebliche Erträge 26,5 26,1
Personalaufwand 48,6 19,1
Abschreibungen1) 1,3 1,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen 29,0 31,9
Beteiligungsergebnis 80,9 58,8
Zinsergebnis - 12,8 - 25,1
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) 15,6 7,1
Steuern - 1,7 3,8
Außerordentliches Ergebnis 0,0 0,0
Jahresüberschuss 13,8 10,8

1) einschl. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Erhebung einer Konzernumlage. Der Personalaufwand ist einmalig durch Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen von 29,6 Mio. € geprägt. Das Beteiligungsergebnis betrifft nahezu ausschließlich den von der SMG vereinnahmten Ergebnisbeitrag. In der Gesellschaft waren zum 31. Dezember 2015 156 Mitarbeiter beschäftigt.

Angaben nach §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB

Das gezeichnete Kapital setzte sich am Bilanzstichtag aus 60.097.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zusammen mit einem rechnerischen Anteil jeder Aktie am Grundkapital von 2,69 €. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Diese ergeben sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bestanden am Bilanzstichtag nach Kenntnis des Vorstands nur insoweit, als der Gesellschaft aus den von ihr gehaltenen eigenen Aktien (6.009.700 Stück) keine Stimmrechte zustanden und als Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern aus von ihnen gehaltenen Aktien kein Stimmrecht bei der Beschlussfassung über ihre eigene Entlastung zustanden.

Eine Beteiligung am Kapital von mehr als 10 % der Stimmrechte bestand am Bilanzstichtag nur seitens der Hannoversche Beteiligungsgesellschaft Niedersachsen mbH (HanBG), Hannover, die gemäß ihrer Mitteilung vom 2. April 2002 mit 25,5 % der Stimmrechte an der Salzgitter AG (SZAG) beteiligt ist; dies entsprach infolge der seitdem gesunkenen Anzahl der insgesamt ausgegebenen Aktien am Bilanzstichtag einem Stimmrechtsanteil von 26,5 %. Alleiniger Gesellschafter der HanBG ist das Land Niedersachsen.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Am Kapital beteiligte Arbeitnehmer, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und die Änderung der Satzung erfolgen allein nach den Vorschriften des Aktiengesetzes.

Der Vorstand hat aufgrund von Beschlüssen der Hauptversammlung folgende drei Möglichkeiten, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:

Er kann in der Zeit bis zum 23. Mai 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats 30.048.500 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgeben (Genehmigtes Kapital 2012), wobei unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nur bis zu 12.019.400 Stück (20 % aller am 24. Mai 2012 ausgegebenen Aktien) ausgegeben werden dürfen. Die 20 %-Grenze verringert sich um den anteiligen Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- oder Wandlungsrechte beziehungsweise Options- oder Wandlungspflichten aus Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen beziehungsweise Kombinationen dieser Instrumente beziehen, die seit dem 24. Mai 2012 unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben worden sind.

Der Vorstand kann des Weiteren mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 22. Mai 2018 Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 1 Mrd. € begeben und den Inhabern der jeweiligen Teilschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf Aktien der Gesellschaft in einer Gesamtzahl von bis zu 26.498.043 Stück (Bedingtes Kapital 2013) gewähren. Dabei kann das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden bis zu einem Gesamtnennbetrag von Schuldverschreibungen, mit denen Wandlungsrechte auf Aktien verbunden sind, deren anteiliger Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht überschreitet. Eine Ausgabe von Schuldverschreibungen mit Wandlungsrecht unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre darf dabei nur erfolgen, soweit seit dem 23. Mai 2013 noch nicht Aktien mit einem Anteil von 20 % des Grundkapitals aus genehmigtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben worden sind. Aktien aus genehmigtem Kapital sind seit dem 23. Mai 2013 bis zum Bilanzstichtag nicht ausgegeben worden. Der Vorstand hat am 5. Juni 2015 von dieser Ermächtigung zur Ausgabe einer Schuldverschreibung Gebrauch gemacht und eine Wandelschuldverschreibung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre begeben mit Wandlungsrechten auf bis zu 3.548.407 neue Aktien aus bedingtem Kapital (Bedingtes Kapital 2013), ausübbar bis zum 26. Mai 2022. Bis zum Bilanzstichtag hat noch kein Inhaber der Teilschuldverschreibungen sein Wandlungsrecht ausgeübt. Der Vorstand hatte am 6. Oktober 2009 von einer früheren Ermächtigung zur Ausgabe einer Schuldverschreibung Gebrauch gemacht und eine Wandelschuldverschreibung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre begeben mit Wandlungsrechten auf bis zu 3.550.457 neue Aktien aus bedingtem Kapital (Bedingtes Kapital 2009), ausübbar bis zum 27. September 2016. Nachdem ein Teil der Inhaber der Teilschuldverschreibungen das Recht auf vorzeitige Kündigung ausgeübt hat, bestehen aufgrund dieser Wandelschuldverschreibung zum Bilanzstichtag insgesamt Wandlungsrechte auf 685.659 neue Aktien. Bis zum Bilanzstichtag hat noch kein Inhaber der Teilschuldverschreibungen sein Wandlungsrecht ausgeübt.

Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum Ablauf des 27. Mai 2020 eigene Aktien der Gesellschaft mit einem Anteil am Grundkapital von bis zu 10 % zu erwerben und zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden.

Es bestehen folgende wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen mit folgenden Wirkungen:

Bei der Wandelschuldverschreibung von 2009, die zum Bilanzstichtag noch mit rund 57 Mio. € valutierte, der Wandelschuldverschreibung von 2015 über 168 Mio. € und der Umtauschschuldverschreibung von 2010 über 295 Mio. € ist jeweils im Falle eines Kontrollwechsels jeder Anleihegläubiger innerhalb einer bestimmten Frist berechtigt, die Rückzahlung seiner Schuldverschreibungen zu verlangen; außerdem wird, falls Anleihegläubiger ihr Wandlungs- beziehungsweise Umtauschrecht innerhalb einer bestimmten Frist ausüben, das Wandlungs- beziehungsweise Umtauschverhältnis nach einer bestimmten Formel angepasst.

Nach dem 2012 mit einem Bankenkonsortium geschlossenen Vertrag über eine Kreditlinie von 500 Mio. € hat im Falle eines Kontrollwechsels jede Konsortialbank das Recht, ihre Beteiligung an der Kreditlinie zu kündigen und ggf. Rückzahlung zu verlangen.

Nach einer Vereinbarung der Gesellschafter der EUROPIPE GmbH (EP), Mülheim an der Ruhr, von deren Geschäftsanteilen der Konzern 50 % hält, kann die Gesellschaft im Falle eines Kontrollwechsels Geschäftsanteile ohne Zustimmung des betroffenen Gesellschafters einziehen, sofern die Geschäftstätigkeit des dann beherrschenden Dritten in Konkurrenz zu der Tätigkeit der Gesellschaft steht. Statt der Einziehung können die übrigen Gesellschafter verlangen, dass der Geschäftsanteil an einen benannten Erwerber abzutreten ist.

Für den Fall eines Übernahmeangebotes haben die Mitglieder des Vorstands unter bestimmten Voraussetzungen ein Recht zur Kündigung ihres Anstellungsvertrages und einen Anspruch auf eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung für die Restlaufzeit ihres Vertrages, wobei dieser Anspruch auf einen Höchstbetrag begrenzt ist.

Gewinnverwendung der Salzgitter AG

Die SZAG weist für das Geschäftsjahr 2015 einen Jahresüberschuss von 13,8 Mio. € aus. Unter Einbeziehung des Gewinnvortrags (1,3 Mio. €) ergibt sich ein Bilanzgewinn von 15,1 Mio. €.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn (15,1 Mio. €) für die Ausschüttung einer Dividende von insgesamt 0,25 € je Aktie (bezogen auf das in 60.097.000 Aktien eingeteilte Grundkapital von 161,6 Mio. €) zu verwenden und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Sofern die Gesellschaft am Tag der Hauptversammlung eigene Anteile hält, wird der Gewinnverwendungsvorschlag in der Versammlung dementsprechend angepasst, da eigene Anteile nicht dividendenberechtigt sind.

V. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

1. Chancen- und Risikomanagementsystem

Die Erwartungen für die mittelfristige wirtschaftliche Entwicklung und deren mögliche Auswirkung auf unser Unternehmen - unter Ausnutzung sich bietender Chancen und Risiken - kommentieren wir im Kapitel "Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns"

Abgrenzung von Risiko- und Chancenmanagement

Wir betrachten das Risiko- und das Chancenmanagement grundsätzlich getrennt. Ein separates Reportingsystem dokumentiert die Risiken und unterstützt deren Überwachung. Hingegen sind die Erfassung und Kommunikation von Chancen integrale Bestandteile des etablierten Steuerungs- und Controllingsystems zwischen den Tochter-/Beteiligungsgesellschaften und der Holding. Dem Management der Einzelgesellschaften obliegt unmittelbar das Identifizieren, Analysieren und Umsetzen operativer Chancen. Gemeinsam mit der Holding des Konzerns werden zielgerichtete Maßnahmen erarbeitet, um Stärken zu konturieren und strategische Wachstumspotenziale zu erschließen. Dafür haben wir eine Reihe von Instrumenten implementiert, die im Kapitel "Führungs- und Steuerungselemente" beschrieben werden.

Chancen und Chancenmanagement

Für das Erkennen, Aufgreifen und Umsetzen von Chancen sind die laufende Beobachtung und Analyse der relevanten Produkt-, Technologie-, Markt- und Wettbewerbsentwicklungen im Konzernumfeld zentrale Bestandteile des Chancenmanagements.

Mit der Umsetzung des Programms "Salzgitter AG 2015" haben wir seit 2014 eine grundlegende Änderung der Konzern- und Führungsstruktur; somit gestalten wir Strukturen und Abläufe effizienter sowie effektiver. Das herausfordernde und dynamische Umfeld bietet Marktchancen, die wir so schneller und gezielter aufgreifen können. Verbunden mit einem umfassenden Maßnahmenpaket zur Steigerung der Prozesseffizienz dient das Programm "Salzgitter AG 2015" der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und bildet eine wichtige Grundlage für die konsequente Nutzung von Potenzialen.

Die Entwicklung der Geschäftsbereiche orientiert sich klar an Kunden- und Marktanforderungen; sie ist auf hochwertige, innovative Produkte sowie eine möglichst breite Aufstellung des Konzerns ausgerichtet. Geschäftschancen sollen unter dem Aspekt nachhaltiger Profitabilität gezielt genutzt werden. Neben initiierten Maßnahmen des organischen Wachstums prüfen wir ebenso externe Möglichkeiten auf ihren möglichen Beitrag zum Unternehmenserfolg des Salzgitter-Konzerns. Weitere Informationen sind im Kapitel "Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie" nachzulesen.

Anlagenproduktivität und effizienter Ressourceneinsatz bilden genauso wie die fortlaufende Optimierung der Produktqualität weitere wesentliche Bausteine unseres Unternehmenserfolgs. Für ausführliche Informationen verweisen wir auf das Kapitel "Investitionen".

Chancen ergeben sich insbesondere auch aus unseren vielfältigen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Über aktuelle Projekte informieren wir im Kapitel "Forschung und Entwicklung".

Risiken und Risikomanagement

Im vergangenen Jahr hat sich unser Risikomanagement auch angesichts der Auswirkungen der Finanz-, Schulden- und europäischen Stahlkrise bewährt und als wirksam erwiesen.

Innerhalb der satzungsgemäßen Geschäftstätigkeit ist es oft unumgänglich, Risiken einzugehen. Dies ist häufig eine notwendige Voraussetzung, um Chancen nutzen zu können. Die Unternehmensführung muss daher möglichst sämtliche bestehende relevanten Risiken überschauen und kontrollieren können. Aus diesem Grund ist eine vorausblickende und wirkungsvolle Risikolenkung für unseren Konzern ein wichtiger und wertschaffender Bestandteil des Managements zur Existenzsicherung des gesamten Unternehmens, des Kapitals unserer Aktionäre und der Arbeitsplätze.

Qualifiziertes Top-down-Regelwerk

Es ist Aufgabe der Management-Holding, die Richtlinien vorzugeben, die die Basis für eine einheitliche und angemessene Behandlung von Risiken und deren Kommunikation im Konzern bilden. Das entsprechende Konzept vermitteln wir unseren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften mithilfe eines Risikoleitfadens. Darin sind die Grundsätze zur

Identifikation,

Bewertung,

Bewältigung,

Kommunikation und

Dokumentation

der Risiken formuliert, mit denen das konzernweite Risikoinventar harmonisiert wird, um auf diese Weise die Aussagefähigkeit für den Gesamtkonzern zu gewährleisten. Wir entwickeln unser Risikomanagementsystem entsprechend den Erfordernissen stetig weiter.

Identifikation

Im Sinne des Risikomanagements des Salzgitter-Konzerns identifizieren wir Sachverhalte in den Geschäftsbereichen, die wir bei unserer Planung oder Vorausschau noch nicht berücksichtigt haben oder berücksichtigen konnten. Der Schaden respektive die Schadenshöhe ergeben sich aus der potenziellen Abweichung von den prognostizierten beziehungsweise voraussichtlichen Ergebnissen. Die Risikokoordinatoren der Gesellschaften sorgen für einen kontinuierlichen Prozess. Wir haben eine Checkliste entwickelt, die zur Identifikation von Risiken herangezogen werden kann. Zugleich werden diese Sachverhalte Risikoarten zugeordnet. Die im Salzgitter-Konzern angewandte Einteilung der Risikoarten besteht aus folgenden vier Hauptgruppen:

allgemeine externe Risiken,

leistungswirtschaftliche Risiken,

finanzwirtschaftliche Risiken und

allgemeine interne Risiken.

Um eine Grundsystematik zu gewährleisten, erfassen wir - unabhängig von der Schadenshöhe - für einige Risikoarten Pflichtrisiken in unserem Inventar. Diese sind beispielsweise die leistungswirtschaftlichen Risiken aus Absatz, Beschaffung, Bevorratung und Produktionsausfall. Bei externen Risiken sind neben Umweltschutzrisiken, und den Betrieb von Anlagen betreffend, seit jüngster Zeit auch umweltpolitische und energiepolitische Risiken für unseren Konzern besonders bedeutsam. Eine exemplarische Maßnahme im finanzwirtschaftlichen Part ist die rollierende kurzfristige Liquiditätsplanung, für die internen Risiken sind es Einschätzungen zur Informationstechnik. Erfahrungsgemäß decken wir hiermit die wesentlichen Risiken unseres Konzernrisikoportfolios ab.

Bewertung

Damit wir die Risiken nachvollziehen können, bewerten wir generell die Bedrohungslage, wobei wir sämtliche beeinflussenden Umstände berücksichtigen. Rückstellungen und Wertberichtigungen vermindern gegebenenfalls die Schadenshöhen, worauf wir in den Risikodokumentationen hinweisen.

Risiken aus Feuerschäden, Betriebsunterbrechungen und anderen Schadens- und Haftpflichtfällen, für die wir einen Versicherungsschutz haben, erfassen wir nicht. Gravierende Schäden hieraus wälzen wir, mit Ausnahme des Selbstbehaltes, auf unsere Versicherungsgeber über. Um zu gewährleisten, dass unser Versicherungsschutz immer dem aktuellen Stand entspricht, prüfen wir den Umfang und Inhalt kontinuierlich und passen bei Bedarf an.

Hinsichtlich der Höhe des Schadens unterscheiden wir zwischen Großrisiken ab einem Bruttoschaden von mindestens 25 Mio. € und sonstigen Risiken mit einem Bruttoschaden unter 25 Mio. €.

Beim Überleiten von der Brutto- auf die Nettoschadenshöhe beziehen wir sämtliche Schadensbewältigungsmaßnahmen ein.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit haben wir wertmäßig in fünf Wahrscheinlichkeitsklassen eingeordnet: drei "unwahrscheinliche" und zwei "wahrscheinliche" Einstufungen. Das Eintreten von Risiken der Kategorien "unwahrscheinlich" ist nach sorgfältigem kaufmännischem, technischem und juristischem Ermessen eher nicht zu erwarten. Bei den Risikoeinstufungen "wahrscheinlich" ist ein Schaden für das Unternehmen durch ein unerwünschtes Ereignis nicht mehr auszuschließen.

Bewältigung

Zu jedem Risiko halten wir die für die Bewertung und Bewältigung des Risikos getroffenen respektive noch zu treffenden Maßnahmen fest und berichten darüber auf die nachfolgend dargelegte Weise.

Kommunikation und Dokumentation

Prinzipiell binden wir sämtliche konsolidierten Gesellschaften unserer Geschäftsbereiche in das Risikomanagement ein. Darüber hinaus gilt dies auch für einige nicht konsolidierte Unternehmen.

Risiken integrieren wir in die unterjährigen Vorschauen und die Mittelfristplanung. Mit dem Ziel, potenzielle Risiken zu vermeiden beziehungsweise entstandene Risiken zu kontrollieren, zu bewältigen und Vorsorge zu treffen, haben wir verschiedene Verfahren, Regelungen und Instrumente festgelegt. Ein bedeutsames Element zur Risikoverminderung ist unser Internes Kontrollsystem, das sich an den Prinzipien des COSO-Modells orientiert. Das COSO-Modell basiert auf dem vom Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission herausgegebenen "Internal Control - Integrated Framework" Die hohe Transparenz bezüglich risikobehafteter Entwicklungen ermöglicht es uns als Konzern, frühzeitig und zielgerichtet Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die Bedingungen, die zu erfüllen sind, damit die Maßnahmen wirken können, dokumentieren wir, überprüfen sie periodisch und aktualisieren sie gegebenenfalls.

Durch unser konzernweites Berichtssystem stellen wir sicher, dass das Konzernmanagement die notwendigen sachgerechten Informationen erhält. Die Konzerngesellschaften übermitteln den Risikostatus gemäß den Meldegrenzen anhand monatlicher Controllingreports oder ad hoc, und zwar unmittelbar an den Vorstand. Die identifizierten und bewerteten Risiken analysieren wir auf Konzernebene, verfolgen sie detailliert und passen sie in unsere wirtschaftliche Gesamtlage ein.

Risiken im Rahmen von Gemeinschaftsunternehmen, die nicht in unserem mehrheitlichen Besitz sind, grenzen wir mittels geeigneter Berichts- und Konsultationsstrukturen, der Mitwirkung in Aufsichtsgremien und vertraglicher Regelungen ein. So sind Mitglieder des Vorstands der Salzgitter AG (SZAG) im Aufsichtsrat des Joint Venture EUROPIPE GmbH (EP) und Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM) vertreten, um die Transparenz zu sichern. Zudem gehören zwei Vorstandsmitglieder unseres Unternehmens dem Aufsichtsrat der Beteiligung Aurubis AG (NAAG) an.

Der Vorstand berichtet seinerseits dem Aufsichtsrat über die Risikosituation des Konzerns sowie - wenn angemessen - über Tatbestände einzelner Risiken. Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss etabliert, der in seinen regelmäßigen Sitzungen auch das Risikomanagement behandelt.

2. Einzelrisiken

Geschäftsbereichszuordnungen

Im Salzgitter-Konzern wirken die wesentlichen Preis- und Beschaffungsrisiken benötigter Rohstoffe beziehungsweise Energien vor allem in den Geschäftsbereichen Flachstahl, Grobblech / Profilstahl sowie Energie. Dies gilt ebenso für Produktionsausfallrisiken wegen der besonderen Relevanz der Kernaggregate wie zum Beispiel der Walzstraßen. Die finanzwirtschaftlichen Risiken für die Gesellschaften koordiniert und steuert die Management-Holding innerhalb des Konzernfinanz- und Organkreises geschäftsbereichsübergreifend.

Branchenspezifische Risiken

Ausgehend von den gesamtwirtschaftlichen Veränderungen auf den internationalen Märkten ist die Entwicklung

der Preise auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten,

der Währungskurse (vor allem USD-EUR) und

der Energiepreise

besonders bedeutend für den Salzgitter-Konzern.

Um die Auswirkungen der daraus resultierenden Geschäftsrisiken zu minimieren, beobachten wir die jeweiligen Trends und lassen sie in die Risikoprognosen einfließen. Dies gilt auch für eventuelle finanzielle oder politisch bedingte Restriktionen des Auslandsgeschäfts. Es besteht eine gewisse Unsicherheit hinsichtlich der tatsächlichen Entwicklung.

Nach wie vor stellt die europäische Industrie- und Stahlkrise für den Salzgitter-Konzern eine spürbare Belastung dar. Wegen der anhaltenden Rezession in einigen Staaten Europas und der damit verbundenen rückläufigen Stahlnachfrage bestehen vor allem in Südeuropa weiterhin erhebliche nicht ausgelastete Produktionskapazitäten. Zusätzliche Wettbewerbsverzerrungen drohen aus der direkten und indirekten Verstaatlichung von konkurrierenden Unternehmen. Zudem nahm der Importdruck vor allem aus China massiv zu. Infolge des daraus resultierenden harten Wettbewerbs decken die erzielbaren Absatzpreise für eine Vielzahl von Walzstahlerzeugnissen trotz Entlastungen aus nachgebenden Rohstoffpreisen kaum die Herstellkosten. Darunter litten besonders unsere Geschäftsbereiche Grobblech / Profilstahl und Flachstahl. Für das Jahr 2016 erwarten wir eine hohe Wettbewerbsintensivität.

Die Salzgitter AG (SZAG) erzeugt nicht nur Walzstahl und Stahlrohre, sondern ist zusätzlich in Handel und Technologie tätig. Mithilfe dieses breit gefächerten Beteiligungsportfolios verringern wir die Abhängigkeit von der stark zyklischen Stahlkonjunktur etwas. Risiken aus Veränderungen in den Stahl- und Röhrenmärkten begrenzen wir, indem wir schnelle Entscheidungsprozesse sicherstellen, um zeitnah auf neue Gegebenheiten zu reagieren. Ein Thema, das die Stahlindustrie in der Europäischen Union (EU) stark belastet, sind die steigenden Exporte der chinesischen Stahlindustrie. Die daraus resultierende hohe Wettbewerbsintensität übte Druck auf die Erlöse der meisten Produkte aus. Die EU ist weltweit die einzige Region mit nennenswertem Stahlverbrauch, die keinen wirksamen Außenschutz gegen Importe besitzt. Bei unveränderter Entwicklung sind bestandsgefährdende Risiken nicht mehr auszuschließen.

Hinsichtlich der aktuellen Diskussionen zur Klima- und Energiepolitik verweisen wir auch auf das Kapitel "Schutz der Umwelt" Bereits heute bestehen Belastungen infolge der Klima- und Energiepolitik beispielsweise aufgrund des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und des Emissionshandels. Aufgrund des Evaluierungsvorbehaltes im novellierten EEG bezüglich Eigenstrom sehen wir ab 2017 ein Risiko zusätzlicher jährlicher Belastungen in Höhe von bis zu 139 Mio. €.

Des Weiteren wird sich für unseren Konzern für die vierte ETS-Handelsperiode ab 2021 voraussichtlich die Notwendigkeit des Zukaufs von CO2 -Zertifikaten ergeben. Mittelbar ist in diesem Zusammenhang auch die Verteuerung des Fremdstrombezugs risikobehaftet. Aus diesen beiden Aspekten schätzen wir ein Risiko in der Größenordnung von maximal 155 Mio. € pro Jahr.

Die Eintrittswahrscheinlichkeiten sehen wir für die Themenkomplexe EEG und CO2 dem Grunde nach als wahrscheinlich an. Die Schadenshöhe hängt entscheidend von der Entwicklung der politischen Rahmenbedingungen ab. Der seitens der EU-Kommission Mitte 2015 herausgebrachte Vorschlag zur Anpassung der Emissionshandelsrichtlinie ab 2021 hat das Eintrittsrisiko diesbezüglicher Belastungen tendenziell erhöht.

Der ressourcenschonende Einsatz aller Energieträger ist für uns schon aus Kostengründen ein wichtiges Anliegen. Aus diesem Grund intensivieren wir unser konzernweites Energiemonitoring.

Preisrisiken wesentlicher benötigter Rohstoffe

Die Einkaufspreise für Eisenerz und Kokskohle sind gegenüber dem Vorjahr erneut gefallen. Für den - kurzfristig eher unwahrscheinlichen - Fall steigender Preise erwarten wir keine bestandsgefährdenden Risiken. Wir streben grundsätzlich danach, Preisschwankungen der Rohstoffe im möglichen Umfang durch "natural hedging" auszugleichen: Mithilfe eines permanenten Absatz- und Beschaffungsmonitorings überwacht der Konzern das Gleichgewicht zwischen preislich fixierten Rohstoffeinkäufen und preislich fixierten Verkäufen unserer Produkte. So ist es möglich, Veränderungen frühzeitig zu erfassen, um eventuell entstehenden Risiken rechtzeitig zu begegnen. Darüber hinaus setzen wir in begrenztem Maße Hedging für Erz ein.

Beschaffungsrisiken

Dem generellen Risikoaspekt der nicht bedarfsgerechten Versorgung mit wichtigen Rohstoffen (Erz, Kohle) und Energien (Strom, Gas) wirken wir durch einen abgesicherten Bezug entgegen: zum einen über längerfristige Rahmenverträge und zum anderen über den Einkauf in verschiedenen Regionen und/oder bei mehreren Lieferanten. Außerdem betreiben wir eine entsprechende Lagerpolitik. Nach unserer Einschätzung der Beschaffungsquellen ist die mittelfristige Verfügbarkeit dieser Rohstoffe in den benötigten Mengen und Qualitäten gewährleistet. Strom beziehen wir zu einem erheblichen Teil auf vertraglich abgesicherter Basis, soweit der Bedarf unsere eigene Stromerzeugung übersteigt. Außerdem haben wir ein konzernweites Projekt zur nachhaltigen Steigerung der Energieeffizienz etabliert. Um auch für seltene Netzausfälle gerüstet zu sein, gibt es für besonders sensible Bereiche, wie beispielsweise das Rechenzentrum, Notstromaggregate. Aus diesen Gründen halten wir Versorgungsengpässe für unwahrscheinlich und erwarten insofern keine belastenden Auswirkungen. Die weitere Zunahme an regenerativen Energieträgern verfolgen wir, um mögliche mittelfristige Risiken auf unsere Versorgungsstabilität rechtzeitig erkennen zu können.

Der termingetreue Bahntransport der Erz- und Kohlemengen vom Überseehafen in Hamburg bis zum Standort Salzgitter ist für uns besonders wichtig. Unser Vertragspartner, der diese logistische Aufgabe garantiert, ist die DB Schenker Rail Deutschland AG, die Frachttochter der Deutschen Bahn AG. Für etwaige Beeinträchtigungen, zum Beispiel wegen Streiks, haben wir einen detaillierten Notfallplan erarbeitet. Dieser enthält eine vorausschauende Lagerhaltung und intensive Abstimmungen zwischen der DB Schenker und uns, um den regulären Zugverkehr weitgehend unterbrechungsfrei aufrechtzuerhalten. Optional sind der intensivere Einsatz der konzerneigenen Eisenbahn sowie vermehrte Binnenschifftransporte für Teilmengen denkbar. Darüber hinaus begegnen wir möglichen Einschränkungen an Wochenenden und Feiertagen im Vormaterialzulauf über die Schiene durch eine engere Abstimmung mit der Bahn beziehungsweise die Option vermehrter Eigentransporte.

Absatzrisiken

Ein für uns typisches Geschäftsrisiko kann sich aus stärkeren Preis- und Mengenschwankungen auf den Absatzmärkten ergeben. Zur Beurteilung der ökonomischen Situation mit Blick auf das Geschäftsjahr 2016 verweisen wir auf das Kapitel "Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns".

Dem generellen Risiko, deshalb in eine existenzbedrohende Lage zu geraten, begegnen wir mit einem diversifizierten Portfolio von Produkten, Abnehmerbranchen und regionalen Absatzmärkten, um eine gewisse Balance unseres Risikoportfolios zu erzielen. Konjunkturelle Effekte in den einzelnen Geschäftsbereichen gleichen sich aufgrund der genannten Stahlkrise und der Unsicherheit im Projektgeschäft auf dem Großrohrmarkt, auch bei verbesserter Beschäftigungssituation, nicht vollständig aus.

Produktionsausfallrisiken

Dem Risiko eines ungeplanten längerfristigen Stillstandes unserer Schlüsselaggregate setzen wir laufende Anlagenkontrollen, eine vorbeugende Instandhaltung, ständige Modernisierungen und Investitionen entgegen. Potenziellen Schäden und dem damit verbundenen Produktionsausfall sowie anderen etwaigen Schadens- und Haftpflichtfällen beugt der Konzern durch Versicherungsverträge vor, die sicherstellen, dass sich die finanziellen Folgen in Grenzen halten oder völlig ausgeschlossen sind. Umfang und Inhalt dieser Versicherungen überprüfen wir laufend und passen sie bei Bedarf an. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden, die nicht über Versicherungen abgedeckt sind, und das damit verbundene Schadenpotenzial halten wir für beherrschbar.

Rechtliche Risiken

Um mögliche Risiken etwaiger Verstöße gegen die vielfältigen umwelt-, wettbewerbs- und korruptionsstrafrechtlichen sowie sonstigen Regelungen und Gesetze auszuschließen, verpflichten wir unsere Mitarbeiter auf deren strikte Einhaltung. Der Vorstand hat seine grundlegende Wertvorstellung in einem an alle Mitarbeiter des Konzerns verteilten Verhaltenskodex (Code of Conduct) kundgegeben. Wir lassen uns umfassend rechtlich beraten, sowohl von unseren eigenen Fachleuten als auch fallbezogen von ausgewiesenen externen Spezialisten. Umfangreiche Schulungen unterstützen die diesbezügliche Sensibilisierung der Mitarbeiter.

Zur Koordination der stahl- und verbandspolitischen Initiativen des Konzerns und als Garantie für ihre systematische Verfolgung haben wir eine konzerninterne Anlaufstelle für internationale Angelegenheiten.

Bedeutsame Rechtsrisiken hieraus sind für uns nicht erkennbar.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Finanzstruktur legt unsere Management-Holding fest. Sie koordiniert die Finanzmittelströme und steuert die Zins- und Währungsrisiken im Konzernfinanzkreis. Als Risikohorizont hat sich ein rollierender Betrachtungszeitraum von bis zu drei Jahren bewährt, der sich an einem Planungsrahmen orientiert. Die erlassenen Richtlinien verpflichten sämtliche Gesellschaften des Konzernkonsolidierungskreises, Finanzrisiken zum Entstehungszeitpunkt abzufedern. So sind beispielsweise risikobehaftete offene Positionen oder Finanzierungen des internationalen Tradinggeschäfts seitens der betreffenden Tochtergesellschaften der Salzgitter Klöckner-Werke GmbH (SKWG) mitzuteilen. Diese entscheidet dann über Hedging-Maßnahmen, wobei sie das jeweilige Konzern-Exposure beachtet. Grundsätzlich lassen wir Finanz- und Währungsrisiken nur in Verbindung mit unseren produktions- und handelstypischen Prozessen zu. Siehe auch die Ausführungen zu "Währungsrisiken" und "Zinsrisiken".

Im Verhältnis zu den operativen sind die finanzwirtschaftlichen Risiken von eher nachgeordneter Bedeutung.

Währungsrisiken

Zu unseren Beschaffungs- oder Absatzgeschäften in ausländischen Währungen gehören naturgemäß Wechselkursänderungsrisiken. So hat die Dollarkursentwicklung einen erheblichen Einfluss auf die Rohstoff- und Energiebeschaffungskosten sowie die Exporterlöse, zum Beispiel im Röhrenbereich oder Maschinenbau. Die Effekte sind zwar gegenläufig, aber aufgrund der sehr unterschiedlichen Geschäftsvolumina überwiegt der Dollarbedarf für die Beschaffungsseite. Grundsätzlich saldieren wir derartige Fremdwährungszahlungsströme EUR-USD im Konzernfinanzkreis (Netting) und minimieren so das Risikopotenzial.

Die Volatilität der Finanzrisiken verringern wir, indem wir derivative Finanzinstrumente abschließen, deren Wertentwicklung entgegengesetzt zu den operativen Geschäften verläuft. Die Marktwerte aller derivativen Finanzinstrumente werden monatlich festgestellt. Zum Geschäftsjahresabschluss simulieren wir zudem die Sensitivität dieser Instrumente nach den Vorgaben des IFRS 7 (siehe Kapitel "Anhang"). Die Sicherungsbeziehungen werden bilanziell grundsätzlich nicht als Hedge Accounting abgebildet.

Forderungsausfallrisiken

Wir begegnen unseren Forderungsrisiken mit einem straffen internen Obligomanagement. Zu etwa zwei Dritteln begrenzen wir diese mithilfe der Warenkreditversicherungen und anderer Sicherheiten. Die ungesicherten Positionen beobachten wir sehr sorgfältig, bewerten diese und berücksichtigen sie bei unseren Geschäften.

Translationsrisiken durch die Überführung von Fremdwährungspositionen in die Berichtswährung sichern wir nicht ab, da sie im Verhältnis zur Konzernbilanz von untergeordneter Bedeutung sind. Nähere Informationen hierzu bietet der "Anhang" Infolge der vorbeugenden Maßnahmen halten wir bestandsgefährdende Risiken aus diesem Bereich für unwahrscheinlich.

Liquiditätsrisiken

Die Management-Holding beobachtet die Liquiditätslage des Konzerns bei allen im Konzernfinanzkreis eingebundenen Gesellschaften im Rahmen eines zentralen Cash- und Zinsmanagements. Dabei gelten für die Tochtergesellschaften interne Kreditlinien. Sofern ihnen eigene Kreditlinien zur Verfügung stehen, sind sie für die entsprechende Risikominimierung selbst verantwortlich und berichten über eventuelle Risiken innerhalb der Konzernführungs- und -controllingstrukturen. Darüber hinaus könnten Risiken aus notwendigen Kapital- und Liquiditätsmaßnahmen der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften entstehen, wenn deren Geschäftsentwicklung nachhaltig unbefriedigend verliefe. Aus diesem Risikofeld sind jedoch keine bestandsgefährdenden Belastungen zu erwarten. Wir begegnen diesem Risiko mit einer rollierenden Liquiditätsplanung. Aufgrund der verfügbaren Barmittel und Kreditlinien sehen wir derzeit keine Gefährdung für unseren Konzern.

Zinsrisiken

Die im Verhältnis zur Bilanzsumme bedeutsame Position der liquiden Mittel ist einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Unsere Geldanlagepolitik orientiert sich grundsätzlich an Anlageklassen angemessener Bonität bei gleichzeitig hoher Verfügbarkeit der Positionen. Um das Zinsänderungsrisiko zu beobachten, erstellen wir regelmäßige Zinsanalysen, deren Ergebnisse direkt in die Anlageentscheidung einfließen. Langfristige strukturelle Zinsrisiken könnten sich aus einer dauerhaften Kluft zwischen Geldanlagezins sowie zins- und einkommensbedingten Entwicklungen der Pensionsverpflichtungen ergeben. Ein derartiges Risiko ist momentan nicht erkennbar; sollte es - aus heutiger Sicht unerwartet -auftreten, bietet die robuste Bilanz des Konzerns eine gute Basis für korrigierende Maßnahmen.

Steuerrisiken

Die in die Organschaft einbezogenen Gesellschaften erfassen und dokumentieren ihre Steuerrisiken eng abgestimmt mit der Steuerabteilung der Holdinggesellschaft. Die SZAG, die Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG) und die SKWG tragen grundsätzlich die bilanzielle Vorsorge, zum Beispiel für die Risiken der Betriebsprüfungen ihrer steuerlichen Organkreise. Selbstständig steuerpflichtige Tochterunternehmen, vor allem Auslandsgesellschaften der Geschäftsbereiche Handel, Energie und Technologie, müssen eigene bilanzielle Vorkehrungen treffen. Sofern steuerliche Risiken erkennbar waren, ist für diese vorgesorgt worden.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt seit Frühjahr 2014 gegen verschiedene Konzernunternehmen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Die Ermittlungsverfahren zu angeblich steuerlich unzulässig gebildeten Rückstellungen, steuerlich unterlassenen Aktivierung von Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten sowie steuerlich nicht anzuerkennenden Provisionszahlungen und Gutschriften dauern an. Die SZAG und deren Tochterunternehmen kooperieren uneingeschränkt mit den Ermittlungsbehörden und haben externe Rechtsanwälte mit der Durchführung einer umfassenden Untersuchung der Angelegenheit beauftragt. Wir sind der Auffassung, mit den betreffenden Steuererklärungen der Konzernunternehmen den gesetzlichen Vorschriften gefolgt zu sein. Aufgrund der derzeitigen Erkenntnislage und unter Würdigung der Gesamtumstände ist nicht ernsthaft oder mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mit einer Inanspruchnahme der Konzernunternehmen aus den Ermittlungsverfahren über die bisher zurückgestellten Beträge hinaus zu rechnen.

Personalrisiken

Am Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte nimmt die SZAG aktiv teil. Auf das Risiko der Fluktuation und den damit verbundenen Wissensverlust reagieren wir mit breit angelegten Personalentwicklungsmaßnahmen. Hierzu sind explizit Spezialistenlaufbahnen eingeführt worden, die für unsere Fachleute eine adäquate berufliche Perspektive schaffen. Der konzernweit verwendete Wissenstransfer stellt ein Instrument dar, das im Falle der Nachfolge die Übertragung aller wissensrelevanten Informationen, Kontakte und Verknüpfungen der beruflichen Tätigkeit gewährleistet. Außerdem bieten wir attraktive Modelle zur betrieblichen Altersversorgung an, die angesichts sinkender Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung immer wichtiger werden.

Bereits im Jahr 2005 haben wir vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung das Projekt "GO -Die Generationen-Offensive 2025 der Salzgitter AG" gestartet, um rechtzeitig auf die betrieblichen Konsequenzen zu antworten und langfristig unsere Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Im Fokus steht die systematische Vorbereitung sämtlicher Belegschaftsmitglieder auf ein längeres Erwerbsleben. Durch die vielfältigen Maßnahmen sind wir in diesem Risikobereich gut vorbereitet. Siehe hierzu auch das Kapitel "Mitarbeiter".

Die SZAG sowie ihre inländischen Konzerngesellschaften haben zum 1. Januar 2014 die nach § 16 BetrAVG vorgeschriebene Prüfung auf Anpassung der Betriebsrentenzahlungen durchgeführt. Bei der Anpassungsentscheidung ist die jeweilige wirtschaftliche Lage der Einzelgesellschaft maßgeblich. Vor dem Hintergrund der unzureichenden wirtschaftlichen Lage wurden die Betriebsrenten bei mehreren Konzerngesellschaften zum 1. Januar 2014 nicht angepasst. Mit der IG Metall wurde zum Zwecke der Minderung von Verfahrenskosten eine Musterverfahrensvereinbarung abgeschlossen. Danach sollen die Entscheidungsgrundsätze der rechtskräftigen Musterverfahren auf die anderen Betriebsrentner der betreffenden Gesellschaften übertragen werden. Entsprechende Klagen werden derzeit durch die IG Metall vorbereitet beziehungsweise sind zum Teil schon rechtsanhängig. Für jene Gesellschaften, bei denen das Risiko einer Verpflichtung zur Nachholung der Betriebsrentenanpassung als unwahrscheinlich eingestuft wird, würde sich am Stichtag 31. Dezember 2015 bei vollständiger Nachholung der Betriebsrentenanpassungen eine Erhöhung der Netto-Pensionsverpflichtung um circa 30,4 Mio. € ergeben. Davon wären 4,9 Mio. € als nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand erfolgswirksam und 25,5 Mio. € im Rahmen der Neubewertungen erfolgsneutral zu erfassen.

Produkt- und Umweltrisiken

Eine Vielzahl von Maßnahmen zur Qualitätssicherung schützt uns vor Produkt- und Umweltrisiken. Zu diesen gehören beispielsweise:

das Zertifizieren nach internationalen Normen,

das ständige Modernisieren der Anlagen,

die Weiterentwicklung unserer Produkte und

ein umfassendes Umweltmanagement.

Der Leiter Umweltschutz- und Energiepolitik der SZAG bündelt und koordiniert die gesellschaftsübergreifenden Umwelt- und Energiepolitikthemen, vertritt den Konzern bei umwelt- und energiepolitischen Fragen nach außen und steuert konzernweite Einzelprojekte wie zum Beispiel das Programm zur nachhaltigen Steigerung der Energieeffizienz.

Risiken infolge Grundstücksbesitzes könnten sich insbesondere aufgrund der Altlasten früherer Nutzungen ergeben. Dem begegnen wir, indem wir Sanierungspflichten erfüllen. Zur bilanziellen Vorsorge bilden wir angemessene Rückstellungen. Auch aus diesem Risikoaspekt ergeben sich unseres Wissens keine unbeherrschbaren Sachverhalte.

Informationstechnische Risiken

Die wachsende Vernetzung der Informationssysteme auch im Kontext von "Industrie 4.0" und die Forderung nach deren permanenter Verfügbarkeit stellen immer höhere Ansprüche an die eingesetzte Informationstechnologie (IT) und die IT-Infrastruktur.

Mit dem Einsatz moderner Hard- und Software sowie der stetigen technologischen Erneuerung unserer IT-Infrastruktur begegnen wir möglichen Risiken und gewährleisten die Verfügbarkeit und Sicherheit unserer Informationssysteme.

Im Rahmen eines mehrjährigen Programms verfolgt der Konzern die Harmonisierung historisch heterogen gewachsener IT-Strukturen, um diese durch eine weitgehend einheitliche EDV-Infrastruktur zu ersetzen. Neben der erforderlichen Wirtschaftlichkeit sind Kompatibilität und Sicherheit der IT-Systeme und des Datenbestandes gewährleistet. Die Risiken aus diesem Bereich sind beherrschbar, deren Eintrittswahrscheinlichkeit schätzen wir als gering ein.

Unternehmensstrategische Risiken

Zur Sicherung der zukünftigen Ertragskraft investieren wir regelmäßig. Vertiefende Informationen hierzu liefern die Kapitel "Investitionen" und "Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie" Gleichwohl sehen wir markt- und wettbewerbsbedingte Restrukturierungsbedarfe, die wir gezielt angehen (siehe auch Aufgabe des Produktbereiches Spundwandprofile [HSP Hoesch Spundwand und Profil GmbH], Reorganisation Produktbereich Großrohr [EUROPIPE-Gruppe, Standort Dünkirchen] sowie Reorganisation Produktbereich Grobblech [Ilsenburger Grobblech GmbH und Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH] im Konzernlagebericht). Risiken hieraus sind aus unserer Sicht beherrschbar.

3. Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns

Beurteilung der Risikosituation durch die Unternehmensleitung

Nachdem wir die Gesamtrisikolage des Salzgitter-Konzerns überprüft haben, sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses 2015 keine den Fortbestand gefährdenden Risiken bestanden. Dies gilt sowohl für die Einzelgesellschaften als auch für den Gesamtkonzern.

Gleichwohl belasten uns weiter die anhaltende Strukturkrise des Stahlmarkts, massive Wettbewerbsverzerrungen aus direkten und indirekten Verstaatlichungen, die Entwicklung im Russland-Ukraine-Konflikt und die Unsicherheiten im Nahen und Mittleren Osten aufgrund der terroristischen Aktivitäten der extremistischen Gruppe "Islamischer Staat im Irak und Syrien" (ISIS). Besonders gravierend für die weitere Entwicklung sehen wir den unverändert hohen Importdruck vor allem aus China und/oder die deutsche respektive europäische Energie- und Umweltpolitik an. Unter Umständen können sich hieraus existenzielle Risiken ergeben.

Trotz der eingeschränkten Planungssicherheit sehen wir uns in der aktuellen Situation gut gerüstet, diese Phase deutlich erhöhter Anforderungen an das Chancen- und Risikomanagement zu meistern. Unsere risikobewusste und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Geschäftspolitik sowie die solide Aufstellung sind Basis für diese Einschätzung.

Der Abschlussprüfer hat das bei der Salzgitter AG (SZAG) gemäß Aktiengesetz konzernumfassend installierte Risikofrüherkennungssystem geprüft. Die Prüfung ergab, dass es seine Aufgaben erfüllt und in vollem Umfang den aktienrechtlichen Anforderungen genügt.

Die Revision der SZAG kontrolliert die verwendeten Systeme als unabhängige Instanz konzernweit auf Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Effizienz und gibt gegebenenfalls Anstöße zu deren Weiterentwicklung.

Rating des Unternehmens

Für die SZAG existiert kein externes Rating von im Kapitalmarkt akzeptierten internationalen Ratingagenturen. Wir sehen dazu nach wie vor auch keinen Anlass, da auch nicht extern gerateten Unternehmen mittlerweile grundsätzlich alle Instrumente der Kapitalmarktfinanzierung zur Verfügung stehen.

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems in Hinsicht auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess (§289 Abs. 5 und §315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)

In Ergänzung zu den im Risikobericht bereits getroffenen Ausführungen können die wesentlichen Merkmale des im Salzgitter-Konzern bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess wie folgt beschrieben werden:

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem erfolgt im Zusammenwirken der Bereiche Controlling, Recht, Revision, Rechnungswesen, Steuern sowie Treasury, deren Funktionen klar getrennt und einzelne Verantwortungsbereiche eindeutig zugeordnet sind.

Ziel ist es, mittels implementierter Kontrollen hinreichend sicherzustellen, dass trotz möglicher Risiken ein regelungskonformer Konzernabschluss erstellt wird.

Um die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie die Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften zu sichern, umfasst es alle erforderlichen Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen.

Der Vorstand ist für die Umsetzung und Einhaltung der gesetzlichen Regelungen verantwortlich. Er berichtet dem Prüfungsausschuss (Aufsichtsrat) regelmäßig über die finanzielle Gesamtlage der Salzgitter AG (SZAG). Dieser befasst sich auch mit der Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems. Mit dem Abschlussprüfer ist vereinbart, dass dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich berichtet wird, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben.

Der Salzgitter-Konzern ist dezentral organisiert, und so liegt die Verantwortung für die Einhaltung der gesetzlichen Normen durch die Gesellschaften bei deren Organen. Der Vorstand wirkt unter anderem mithilfe der Holdingabteilungen auf die Einhaltung hin.

Die Konzern-Revision der SZAG prüft unabhängig und im Auftrag des Vorstands der SZAG risikoorientiert die rechnungslegungsbezogenen Betriebs- und Geschäftsabläufe der SZAG und deren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Bei der Prüfungsplanung und -durchführung seitens der Internen Revision werden Risiken im (Konzern-)Rechnungslegungsprozess berücksichtigt. Hierfür werden speziell im Rechnungswesen qualifizierte Mitarbeiter eingesetzt. Grundlage der Tätigkeit ist ein jährlicher Prüfungsplan, der auf Basis der gesetzlichen Vorschriften festgelegt wird. Über das Ergebnis der Prüfungen unterrichtet die Konzern-Revision den Vorstand der SZAG sowie den Konzernabschlussprüfer in Form von Prüfungsberichten. Die Umsetzung der in den Prüfungsberichten vereinbarten Maßnahmen und Empfehlungen wird durch die Konzern-Revision nachgehalten.

Das Konzern-Rechnungswesen der SZAG erstellt die Konzernabschlüsse. Unabhängige Wirtschaftsprüfer prüfen und testieren die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften. Zur Sicherstellung der gesetzlichen Anforderungen werden jährlich Konzernrichtlinien formuliert und den Gesellschaften zur Verfügung gestellt. Diese bilden die Grundlage für einen einheitlichen, ordnungsgemäßen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess sowohl hinsichtlich der HGB-Rechnungslegung als auch gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS). Neben allgemeinen Bilanzierungsgrundsätzen und -methoden sind vor allem Regelungen zu Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Segmentberichterstattung bei Einhaltung der in der Europäischen Union geltenden Rechtslage getroffen. Die Bilanzierungsvorschriften regeln auch konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss. Zusätzlich zur Festlegung des Konsolidierungskreises sind die Bestandteile der von den Konzerngesellschaften zu erstellenden Berichtspakete im Detail festgelegt. Hierzu kommt ein standardisierter und vollständiger Formularsatz zum Einsatz. Die Konzernrichtlinien enthalten auch konkrete Vorgaben zur Abbildung und Abwicklung des Konzern-Verrechnungsverkehrs mit entsprechendem Saldenabstimmungsprozess sowie die Ermittlung des beizulegenden Wertes von Beteiligungen. In regelmäßig stattfindenden Konzernveranstaltungen für Rechnungswesenleiter werden die Gesellschaften über gesetzliche Veränderungen informiert.

Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden mithilfe eines einheitlichen und IT-gestützten Workflows konzernweit erfasst. Dieser beinhaltet ein Berechtigungskonzept, Prüfroutinen und Prüfziffern. Diese Kontroll- und Überprüfungsmechanismen sind sowohl prozessintegriert als auch prozessunabhängig konzipiert. So bilden beispielsweise neben manuellen Prozesskontrollen unter anderem unter Anwendung des "Vier-Augen-Prinzips" maschinelle IT-Prozesskontrollen einen wesentlichen Bestandteil. Im Übrigen sind im Konzern integrierte Buchhaltungs- und Konsolidierungssysteme im Einsatz. Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zum Sicherstellen der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Berichtspakete unter Einbezug der von den Abschlussprüfern vorgelegten Prüfungsberichte. Unter Anwendung bereits in der Konsolidierungssoftware festgelegter Kontrollmechanismen und Plausibilitätskontrollen werden - nach Information der betroffenen Konzerngesellschaft und unter Einbezug des jeweiligen Abschlussprüfers - fehlerbehaftete Berichtspakete bereits vor dem Konsolidierungsprozess korrigiert.

Die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien bei Werthaltigkeitstests wird für die aus Konzernsicht spezifischen zahlungsmittelgenerierenden Geschäftseinheiten (Cash Generating Units) mittels zentraler Durchführung sichergestellt.

Einer einheitlichen Regelung unterliegt unter anderem auch die Bewertung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen durch die zentrale Festlegung von konzernweit anzuwendenden Parametern.

Zudem erfolgt die Erstellung des Lageberichts zentral, sodass dadurch die Beachtung der gesetzlichen Vorschriften gewährleistet ist.

4. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen im folgenden Geschäftsjahr

Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet Im Jahr 2016 für die Weltwirtschaft ein moderates Wachstum. Dies wird aber je nach Wirtschaftsregion weiterhin sehr uneinheitlich erfolgen. Für die Binnenkonjunktur der Industrienationen kann generell mit einem positiven Effekt der gesunkenen Energiepreise gerechnet werden. Die Erholung in den USA dürfte sich als widerstandsfähig erweisen und die schwächeren Währungen Japans sowie Europas deren Exporte begünstigen. Für China wird eine weitere Abschwächung der Wachstumsrate erwartet, da sich die Investitionsausgaben im Zuge der Transformation der Wirtschaft reduzieren werden. Die Entwicklung der rohstoffexportierenden Länder wird von den niedrigen Weltmarktpreisen der meisten Ressourcen belastet; in Brasilien und Russland dürfte es sogar zu Rezessionen kommen. Insgesamt prognostiziert der IWF für 2016 3,4 % Wachstum der Weltwirtschaft (2015: 3,1 %).

In der Eurozone wird infolge niedrigerer Energiekosten und der für die Exportwirtschaft günstigen Wechselkurse eine leichte Belebung der Binnenkonjunktur erwartet. Darüber hinaus sollten auch die weiterhin expansive Geldpolitik sowie eine vorhergesagte Abnahme der Belastungen aus den zahlreichen Strukturkrisen positiv wirken. Sowohl für den privaten Konsum als auch für staatliche und private Bruttoinvestitionen wird angesichts dieser Rahmenbedingungen ein Steigerungspotenzial unterstellt. Der IWF kalkuliert entsprechend mit einer Verbesserung der Wachstumsrate im Euroraum auf 1,7 % (2015: 1,5 %).

Für Deutschland wird im Jahr 2016 ebenfalls ein geringfügig höheres Wachstum der Wirtschaft erwartet. Haupttreiber dürfte dabei der private Verbrauch bleiben. Im Gegensatz dazu wird für Ausrüstungsinvestitionen angesichts der ausreichenden Produktionskapazitäten und der verhalten positiven Aussichten für den Außenhandel nur eine geringfügige Steigerung antizipiert. Der IWF geht daher für Deutschland im Gesamtjahr 2016 von 1,7 % Wachstum aus (2015: 1,5 %).

BIP Deutschland: Bandbreite der Prognosen 2016

Quellen:

BDA

Stand 27.01.2016

Statistisches Bundesamt

Stand 10.02.2016

Schwieriges Jahr für die Stahlindustrie erwartet

Die Wirtschaftsvereinigung Stahl (WV Stahl) erwartet für 2016 eine nahezu unveränderte globale Stahlnachfrage. Auch die Rohstahlproduktion sollte dementsprechend mit 1,63 Mrd. t auf dem Vorjahresniveau verharren. Haupttreiber der prognostizierten Stagnation ist die Ausweitung des Kapazitätsüberhangs in China. In den übrigen Regionen dürfte sich die Stahlkonjunktur moderat beleben. Die Kapazitätsauslastung sollte in diesem Szenario weiter zurückgehen.

Die Marktversorgung innerhalb der EU 28 dürfte 2016 nach Ansicht der WV Stahl seitwärts tendieren. Der reale Stahlverbrauch nimmt in der Prognose zwar geringfügig zu, jedoch könnten - bislang allerdings nicht feststellbare - Lagerergänzungen im Zuge der Stahlimportkrise die Nachfrage bremsen. Auf der Produktionsseite wird mit einer Verschlechterung der Stahlaußenhandelsbilanz kalkuliert. Für die Rohstahlproduktion wird daher eine Reduktion um 3,6 % und für die Kapazitätsauslastung ein Verbleib unterhalb der 80 %-Marke antizipiert.

In Deutschland rechnet die WV Stahl ebenfalls mit einer stabilen Stahlnachfrage im Jahr 2016. Die Produktion der meisten stahlverarbeitenden Branchen sollte sich solide entwickeln. Zuwächse werden sowohl für die Automobil- als auch für die Bauindustrie prognostiziert. Im Stahlrohrgeschäft werden die gesunkenen Energiepreise weiterhin bremsend wirken, jedoch dürften einige Pipelineprojekte positive Impulse setzen. Dennoch wird infolge der hohen Importe eine Reduzierung der Rohstahlproduktion um 3 % auf 41,5 Mio. t erwartet.

Weitere Konsolidierung der Märkte in 2016 absehbar

Weltweit vorhandene Überkapazitäten dämpfen vor dem Hintergrund einer nochmals weniger stark als in den letzten Jahren zunehmenden Stahlrohrnachfrage die Erwartungen an das laufende Jahr. Insbesondere in China muss mit weiter zunehmenden Überkapazitäten gerechnet werden. Die EU-Stahlrohrindustrie profitiert von der insgesamt robusten Konjunktur in den Industrieländern, angetrieben von niedrigen Energiepreisen, einer expansiven Fiskalpolitik und einer günstigen Euro-Dollar-Relation. Zudem könnte eine mögliche Wiederaufnahme der Geschäftsbeziehungen zum Iran für zusätzliche Impulse sorgen. Aus Sicht der deutschen Hersteller dürfte sich der Bedarf aus dem Sektor OffshoreWind stabil entwickeln. Während trotz schwächerer Entwicklungen der Absatzmärkte in Russland und China ein insgesamt zufriedenstellender Bedarf für Automotive-Anwendungen erwartet wird, wird im Energiesektor infolge des massiven Einbruchs der Rohölpreise, weiterhin mit einer Investitionszurückhaltung gerechnet. Auch vom konventionellen Kraftwerksbau werden keine positiven Impulse erwartet und demzufolge eine schwache Nahtlosrohrproduktion. Der Großrohrsektor könnte von neuen Projekten im Leitungsrohrbereich profitieren.

Deutscher Maschinenbau prognostiziert 2016 ein Nullwachstum

Für das Gesamtjahr 2016 erwartet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer e. V. (VDMA) eine Stagnation des Umsatzes. Bei der nominalen Betrachtung könnte der Produktionswert jedoch 2016 erstmals die Marke von 200 Milliarden Euro leicht überschreiten. Demgegenüber wird im Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinenmarkt von einem Umsatzwachstum zwischen 3 und 5 % ausgegangen. Auch in der Vergangenheit zeigte sich die Branche weniger stark betroffen von politischen oder wirtschaftlichen Krisen als andere Maschinenbaufachzweige. In den USA, dem größten Einzelabsatzmarkt, sind die Investitionen anhaltend auf hohem Niveau. Auch das Chinageschäft weist Wachstum auf. Starke Impulse kommen zudem aus Lateinamerika und den ASEAN-Staaten.

Die im Geschäftsbereich vertretenen Maschinenbauunternehmen der kunststoffverarbeitenden Industrie rechnen dahingegen für das Jahr 2016 mit einer Umsatzstagnation.

Unternehmensspezifische operative Frühindikatoren

Wir beobachten und analysieren laufend unser Umfeld, um Risiken und Chancen für das operative Geschäft rechtzeitig zu erkennen. Hierzu nutzen wir das Wissen unserer direkt in den Märkten aktiven Mitarbeiter. Zudem leiten wir über diverse publizierte Analysen und Prognosen zur Entwicklung der makroökonomischen Rahmenbedingungen und unserer Absatzmärkte mögliche Auswirkungen auf unsere Geschäfte ab. Auf dieser Basis erstellen wir unsere rollierenden Unternehmensplanungen und Absatzprognosen in jeder Tochtergesellschaft. Diese werden anschließend zu einer Konzernplanung bzw. -prognose zusammengeführt.

Für den Geschäftsbereich Flachstahl sowie die Präzisrohr-Gruppe mit Kundenbeziehungen in die Automobilbranche können wir zukünftige Absatz- und Umsatzzahlen anhand der Verkaufsprognosen für motorgetriebene Fahrzeuge und Fahrzeugteile, regional und länderspezifisch differenziert, ableiten.

Um die Geschäftsentwicklung unserer Großrohrgesellschaften abzuschätzen, informieren wir uns kontinuierlich über den Status geplanter Pipeline-Großprojekte, die bereits Jahre vorher bekannt sind. Darüber hinaus bedienen wir uns wichtiger Einzelindikatoren wie zum Beispiel des Ölpreises und leiten Schlussfolgerungen aus energiepolitischen Entscheidungen ab.

Die Bau- und Chemiebranche sowie der Maschinenbau beeinflussen den Geschäftsverlauf einzelner Konzerngesellschaften. Auch hat die Entwicklung des Maschinenbaus naturgemäß unmittelbaren Einfluss auf die zukünftige Beschäftigungssituation im Geschäftsbereich Technologie. Die stetige Analyse der Entwicklung dieser bedeutenden Kundenbranchen ist ebenso Teil unserer laufenden Geschäftsprozesse.

Gerade in einem stark volatilen Umfeld wie dem der Stahlindustrie ist die Aussagekraft der Indikatoren, was ihre Fristigkeit betrifft, zu prüfen. Zudem können Situationen entstehen, in denen kurz- bis mittelfristige Ungleichgewichte bei Angebot und Nachfrage, zum Beispiel durch überhöhte Lagerbestände bei Händlern und Endverbrauchern oder ungünstige Importsituationen, langfristige Trends temporär überlagern. Dazu können spekulationsgetriebene Nachfragesteigerungen zeitweise über strukturelle Marktdefizite hinwegtäuschen respektive kann deren Umkehr Überangebote erzeugen.

Sichere und detaillierte Langfristprognosen sind aufgrund der Vielzahl von Einflussfaktoren und deren komplexem Zusammenspiel weder für Einzelgesellschaften noch den Gesamtkonzern auf seriöse Weise machbar.

5. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns

5.1 Planungsprozess

Grundsätzlich ist die Unternehmensplanung der Salzgitter AG (SZAG) an den strategischen Zielen ausgerichtet und umfasst unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gleichermaßen unternehmerische Gestaltungsmaßnahmen. Sie bildet die Basis einer realistischen Ergebniseinschätzung, berücksichtigt aber gleichzeitig langfristige Aspekte hinsichtlich Investitionen sowie der Sicherstellung bilanzieller Solidität und finanzieller Stabilität. Die zum Zeitpunkt der Planerstellung herrschenden Markterwartungen als auch die vorgesehenen unternehmerischen Maßnahmen fließen in diese Planung ein, die in einem konzernumfassenden Prozess erstellt wird: Die Einzelziele der Tochterunternehmen werden in einem kombinierten Top-down- und Bottom-up-Ansatz zwischen dem jeweiligen Management, dem Konzernvorstand und den Geschäftsbereichsleitern diskutiert und festgelegt. Alle Einzelplanungen werden schließlich zu einer Konzernplanung konsolidiert. Der aufwändige Planungsprozess des Konzerns wird einmal vor Beginn eines jeden neuen Geschäftsjahres durchlaufen, startet in der Regel im August und endet mit einer Präsentation der Ergebnisse in der letzten Konzern-Aufsichtsratssitzung des jeweiligen Geschäftsjahres. Angesichts der substanziellen Eintrübung der konjunkturellen Aussichten auf den europäischen Stahlmärkten zum Ende des Herbstes 2015 wurde für das Geschäftsjahr 2016 zudem eine zusätzliche Top-down-Ergebnisanpassung eingearbeitet.

5.2. Erwartete Ertragslage

Prognosen zur Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Situation sind schon grundsätzlich, besonders aber im gegenwärtigen politischen und wirtschaftlichen Umfeld von hoher Unsicherheit geprägt. Die folgenden zukunftsbezogenen Aussagen zu den einzelnen Geschäftsbereichen unterstellen, dass es in Europa nicht zu einer rezessiven Entwicklung kommen wird. Vielmehr erwarten wir für unsere anhaltend umkämpften Hauptmärkte im laufenden Geschäftsjahr eine moderate konjunkturelle Erholung.

Vor diesem Hintergrund gehen die Geschäftsbereiche von nachstehendem Verlauf des Geschäftsjahres 2016 aus:

Die Aktivitäten der Gesellschaften des Geschäftsbereiches Flachstahl sind im laufenden Geschäftsjahr äußerst herausfordernden Rahmenbedingungen unterworfen. Die kundenseitigen Forderungen nach Weitergabe der günstigen Rohstoff-Beschaffungspreise einerseits und das seit dem zweiten Halbjahr 2015 stark gestiegene Volumen an Billig-Importen aus China in den europäischen Stahlmarkt andererseits führen zu einem erheblichen Preisdruck. Die mit weitem Abstand größte Gesellschaft der Sparte, die Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG), rechnet ab dem zweiten Halbjahr 2016 - abhängig vom Inkrafttreten von Anti-Dumping-Maßnahmen der Europäischen Union (EU) - mit einer Erlösstabilisierung. Inzwischen sind seitens der EU Anti-Dumping-Maßnahmen für Kaltfeinblech beschlossen worden; ein Entscheid über entsprechende Maßnahmen gegen gedumpte Importe von Warmbreitband und Grobblech wird zur zweiten Jahreshälfte erwartet. Unter der Annahme einer nach wie vor zufriedenstellenden Nachfrage sowie gestützt durch weitere Einsparungen auf der Kostenseite gehen wir von einem im Vergleich zum Vorjahr in etwa stabilen Umsatz und einem geringfügig verschlechterten Vorsteuerergebnis aus. Zu berücksichtigen ist, dass Vorjahresumsatz und -ergebnis von der Neuzustellung eines der Großhochöfen in Salzgitter belastet waren.

Der Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl ist im laufenden Jahr ebenfalls einem diffizilen Marktumfeld ausgesetzt. Vor allem die Grobblechwalzwerke sind mit einem teilweise ruinösen Preisverfall als Folge der Importflut konfrontiert. Beantragte Anti-Dumping-Maßnahmen für dieses Produktsegment könnten frühestens im zweiten Halbjahr für eine gewisse Entspannung sorgen. Zudem ist die Auslastung der Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) in hohem Maße von der Realisierung weiterer Großrohrprojekte abhängig. Für beide Werke sind umfassende Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen erforderlich. Einhergehend mit einer Normalisierung der Schrottpreisentwicklung erwartet die Peiner Träger GmbH (PTG) ein etwas geringeres, jedoch abermals positives Vorsteuerergebnis. Zusammen mit dem Entfall der Verluste aus dem zum Jahresende 2015 eingestellten Geschäftsbetrieb der HSP Hoesch Spundwand GmbH (HSP) wird dies jedoch kaum ausreichen, um das Defizit der Grobblechwalzwerke zu kompensieren. Wir gehen dennoch für den Geschäftsbereich von einer signifikanten Reduzierung des Vorsteuerverlustes aus. Vor allem erlösbedingt, aber auch aufgrund des Entfalls des Spundwandgeschäfts, wird mit einem spürbar geringeren Umsatz gerechnet.

Die Gesellschaften im Geschäftsbereich Energie agieren 2016 in unterschiedlich ergiebigen Märkten. Die Vergabe von Großprojekten im europäischen Großrohrmarkt hängt auch von geopolitischen Überlegungen ab, weltweit hemmt zudem der niedrige Öl- und Gaspreis die Investitionsbereitschaft der Kunden. Dennoch konnten 2016 bereits erste beschäftigungssichernde Aufträge akquiriert werden. Im Bereich der mittleren Leitungsrohre wird aufgrund der geringen Energiepreise eine weiterhin zurückhaltende Nachfrage erwartet; Kapazitätsanpassungen und Kostensenkungen werden derzeit vorbereitet und sollen im Laufe des Jahres umgesetzt werden. Die Präzisrohrgesellschaften kalkulieren mit einer stabilen Nachfrage der Automobilhersteller, während die Märkte der Produktsegmente Energie und Industrie einem harten Wettbewerb ausgesetzt bleiben dürften. Im Bereich der nahtlosen Edelstahlrohre gehen wir von einer Wiederbelebung aller Produktbereiche im zweiten Halbjahr aus. Schwächere Erlöse werden in Summe zu einem leicht geringeren Umsatz führen, das Vorsteuerergebnis sollte auf Vorjahresniveau auskommen.

Für 2016 prognostiziert der Geschäftsbereich Handel eine Stabilisierung des Preisniveaus sowie eine Nachfrageerholung. Das internationale Trading erwartet aufgrund der Belebung von Projektvergaben eine Absatzsteigerung. Im lagerhaltenden Handel sollen die Erhöhung der Anarbeitungskapazitäten und die Ausweitung des Kundenstamms im Rahmen der intensiveren Digitalisierung des Vertriebs Wachstumsimpulse liefern. Die ergebnisstützenden Sondereinflüsse aus 2015 werden sich im Geschäftsjahr 2016 nicht wiederholen, was sich in einem deutlich niedrigeren Vorsteuerergebnis widerspiegeln sollte. Um diese Effekte bereinigt, geht der Geschäftsbereich von einem in Summe leicht gesteigerten Umsatz sowie einer merklichen Verbesserung des unterliegenden Ergebnisses aus. Dies wird auch von absehbaren Restrukturierungserfolgen bei der Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH (SMSD) und der strategischen Neuausrichtung der Universal Eisen und Stahl GmbH (UES) auf margenstarke Individualgeschäfte gestützt werden.

Aufsetzend auf einem hohen Auftragsbestand, antizipiert der Geschäftsbereich Technologie eine stabile Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Vor dem Hintergrund des andauernd preislich umkämpften Projektgeschäfts soll Wachstum in profitablen Produktsegmenten sowie mithilfe des zusätzlichen Ausbaus des Servicegeschäfts generiert werden, sodass die KHS-Gruppe ein Ergebnis mindestens auf Vorjahresniveau erwartet. Daneben sollen vor allem weitere Effizienzsteigerungen aus dem Programm "Fit4Future 2.0" positive Wirkung entfalten. Die Aussichten für die Klöckner Desma Schuhmaschinen GmbH (KDS) und die KDE-Gruppe sind ebenfalls vielversprechend.

Für den Bereich Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung, der hauptsächlich von den Kosten für die Management-Holding, stichtagsbezogenen Bewertungseffekten aus Devisen- und Derivatepositionen, den Ergebnissen hier erfasster Dienstleistungsunternehmen sowie der weiteren Beteiligungen inklusive der Aurubis AG (NAAG) geprägt ist, wird ein etwa ein Drittel unterhalb des vergleichsweise hohen Vorjahresniveaus auskommendes Vorsteuerresultat unterstellt.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Verhältnisse besonders im Walzstahl- und Röhrenmarkt, unter Berücksichtigung weiterer positiver Effekte des Konzernprogramms "Salzgitter AG 2015" sowie aus zusätzlichen unternehmensindividuellen Maßnahmen gehen wir für den Salzgitter-Konzern im Jahr 2016 von einem annähernd stabilen Umsatz von rund 8,6 Milliarden Euro,

einem operativ in etwa ausgeglichenen Vorsteuerergebnis - abhängig von der zeitlichen Wirkung von Anti-Dumping-Maßnahmen und vor Einmalaufwand für punktuelle, strukturverbessernde Maßnahmen im Konzern - sowie

einer knapp positiven Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) aus.

Wie schon in den vergangenen Jahren weisen wir darauf hin, dass Chancen und Risiken aus aktuell nicht absehbaren Erlös-, Vormaterialpreis- und Beschäftigungsentwicklungen sowie Veränderungen von Währungsparitäten den Verlauf des Geschäftsjahres 2016 erheblich beeinflussen können. Die hieraus resultierende Schwankungsbreite des Konzernergebnisses vor Steuern kann - wie die aktuellen Ereignisse zeigen - ein beträchtliches Ausmaß sowohl in negativer als auch positiver Richtung annehmen. Die Dimension dessen wird deutlich, wenn man unterstellt, dass bei rund 12 Mio. t abgesetzten Stahlerzeugnissen der Geschäftsbereiche Flachstahl, Grobblech / Profilstahl, Energie und Handel im Schnitt 10 € Margenveränderung pro Tonne bereits ausreichen, um 120 Mio. € jährliche Ergebnisvarianz zu verursachen. Darüber hinaus begrenzen volatile Rohstoffkosten sowie kürzere Vertragslaufzeiten auf der Beschaffungs- genauso wie auf der Absatzseite die Planungssicherheit des Unternehmens.

5.3 Erwartete Finanzlage

Unsere liquiden Mittel werden zu einem Teil zur Finanzierung der vor allem im Stahl- und Technologie-Bereich in Realisierung befindlichen Investitionen genutzt. Daneben erwarten wir Abflüsse aus der Inanspruchnahme in Vorjahren gebildeten Rückstellungen für strukturverbessernde Maßnahmen und Steuern. Wir halten es nach wie vor für unverzichtbar, einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag an liquiden Mitteln vorzuhalten, um bei Verschärfung des Umfeldes nicht kurzfristig Geld am Kapitalmarkt aufnehmen zu müssen.

Das Investitionsbudget unseres Konzerns für das Geschäftsjahr 2016 wurde auf 306 Mio. € festgelegt. Der zahlungswirksame Teil des Budgets 2016 dürfte zusammen mit dem Nachlauf bereits in Vorjahren genehmigter Investitionen etwa 346 Mio. € (Vorjahr 411 Mio. €) betragen. Die effektive Auslösung der Investitionen erfolgt - wie bisher - sukzessive und im Einklang mit der Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung.

Der Finanzmittelbedarf des Geschäftsjahres 2016 für absehbare investive Maßnahmen wird sich leicht unterhalb der Abschreibungen bewegen, sodass eine unternehmensinterne Finanzierung gegeben ist.

Die Finanzlage unseres Konzerns sollte sich insbesondere unter Berücksichtigung der in den letzten Jahren umgesetzten Kapitalmarktmaßnahmen auch zum Ende des Geschäftsjahres 2016 als vergleichsweise solide erweisen. Externe Finanzierungsmaßnahmen werden mit Blick auf die Nutzung attraktiver Platzierungsbedingungen kontinuierlich geprüft.

Die Höhe der Dividende wird sich weiterhin an der Gewinnentwicklung orientieren. Die branchenüblichen zyklischen Schwankungen schlagen sich naturgemäß einerseits in den Ergebnissen der Gruppe, andererseits im Aktienkurs nieder. Der Einzelabschluss der Salzgitter AG (SZAG) ist für die Ausschüttungsfähigkeit maßgeblich. Der Salzgitter-Konzern verfolgt grundsätzlich eine Politik kontinuierlicher attraktiver Dividendenzahlungen, die unter der Prämisse tatsächlicher operativer Gewinnerzielung außerhalb von volatilen Stichtagseinflüssen geleistet werden sollen. Dabei muss sich die Zyklizität der Ergebnisentwicklung nicht in vollem Umfang niederschlagen. Vor dem Hintergrund des gegenwärtig zu erwartenden Branchenumfelds und der Ergebnisabhängigkeit der SZAG von ihren Tochtergesellschaften wird für das Geschäftsjahr 2016 ein Bilanzgewinn in etwa auf Vorjahresniveau erwartet.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass der Salzgitter-Konzern mit seiner breiten Aufstellung und soliden finanziellen Fundierung für herausfordernde Phasen vergleichsweise gut gerüstet ist. Hierauf werden wir auch künftig großen Wert legen.

6. Nachtragsbericht

Berichtspflichtige Ereignisse lagen nach dem Bilanzstichtag nicht vor.

B/Konzernabschluss

I. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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in Mio. € Anhang 2015 2014
Umsatzerlöse [1] 8.501,5 8.885,2
Bestandsveränderungen/andere aktivierte Eigenleistungen [2] - 50,9 49,1
    8.450,6 8.934,3
Sonstige betriebliche Erträge [3] 308,6 395,8
Materialaufwand [4] 5.649,4 6.228,0
Personalaufwand [5] 1.621,0 1.573,2
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen [6] 338,0 337,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen [7] 1.037,8 1.025,5
Beteiligungsergebnis [8] 13,8 31,8
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen [9] 15,8 - 10,7
Finanzierungserträge [10] 35,3 33,1
Finanzierungsaufwendungen [11] 113,2 147,3
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   64,7 73,2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag [12] 58,0 14,1
Konzernergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen   6,7 59,1
Konzernergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich [13] - 52,1 - 91,0
Konzernergebnis   - 45,5 - 31,9
Anteil der Aktionäre der Salzgitter AG   - 48,1 - 34,7
Minderheitenanteil [14] 2,6 2,8
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Gewinnverwendung
in Mio. €
Anhang 2015 2014
Konzernergebnis   - 45,5 - 31,9
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr   12,1 12,1
Anteil fremder Gesellschafter am Konzernergebnis   2,6 2,8
Dividendenzahlung   - 10,8 - 10,8
Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen   61,9 45,5
Bilanzgewinn der Salzgitter AG   15,1 12,1
Ergebnis je Aktie (in €) - unverwässert [15] - 0,89 - 0,64
Ergebnis je Aktie (in €) aus fortgeführten Geschäftsbereichen -unverwässert [15] 0,08 1,04
Ergebnis je Aktie (in €) - verwässert [15] - 0,89 - 0,64
Ergebnis je Aktie (in €) aus fortgeführten Geschäftsbereichen -verwässert [15] 0,08 1,04

II. Gesamtergebnisrechnung

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2015
in Mio. €
Gesamt Anteil der Aktionäre der Salzgitter AG Minderheitenanteil
Konzernergebnis - 45,5 - 48,1 2,6
Reklassifizierbare Gewinne und Verluste      
Wertänderungen aus der Währungsumrechnung 12,1 12,2 - 0,0
Wertänderungen aus Cashflow Hedges - 14,1 - 14,1 -
Zeltwertänderungen - 60,9 - 60,9 -
Basis Adjustments 42,8 42,8 -
Erfolgswirksame Realisierung - 2,9 - 2,9 -
Latente Steuern 7,0 7,0 -
Wertänderungen aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten - 0,1 - 0,1 - 0,0
Zeitwertänderungen 0,3 0,3 - 0,0
Erfolgswirksame Realisierung - - -
Latente Steuern - 0,3 - 0,3 -
Wertänderungen aus Anteilen an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 14,8 14,8 -
Zeitwertänderungen - 3,4 - 3,4 -
Erfolgswirksame Realisierung 8,7 8,7 -
Währungsumrechnung 9,1 9,1 -
Latente Steuern 0,4 0,4 -
Latente Steuern auf sonstige erfolgsneutrale Wertänderungen 0,1 - 0,0 0,2
  12,9 12,8 0,1
Nicht reklassifizierbare Gewinne und Verluste      
Neubewertungen 53,8 54,1 - 0,3
Neubewertung Pensionen 68,0 68,1 - 0,1
Latente Steuern - 14,3 - 14,0 - 0,3
Wertänderungen aus Anteilen an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen - 9,1 - 9,1 -
  44,6 44,9 - 0,3
Sonstiges Ergebnis 57,6 57,8 - 0,2
Gesamtergebnis 12,1 9,7 2,4
Fortgeführte Geschäftsbereiche   61,0  
Nicht fortgeführter Geschäftsbereich   - 51,3  
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2014 restated
in Mio. €
Gesamt Anteil der Aktionäre der Salzgitter AG Minderheitenanteil
Konzernergebnis - 31,9 - 34,7 2,8
Reklassifizierbare Gewinne und Verluste      
Wertänderungen aus der Währungsumrechnung 15,6 15,6 - 0,1
Wertänderungen aus Cashflow Hedges - 17,5 - 17,5 -
Zeitwertänderungen - 39,8 - 39,8 -
Basis Adjustments 14,5 14,5 -
Erfolgswirksame Realisierung - 0,1 - 0,1 -
Latente Steuern 7,9 7,9 -
Wertänderungen aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 3,7 3,7 - 0,0
Zeitwertänderungen 5,2 5,2 - 0,0
Erfolgswirksame Realisierung - - -
Latente Steuern - 1,5 - 1,5 -
Wertänderungen aus Anteilen an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen - 3,6 - 3,6 -
Zeitwertänderungen - 14,9 - 14,9 -
Erfolgswirksame Realisierung 1,5 1,5 -
Währungsumrechnung 8,8 8,8 -
Latente Steuern 1,0 1,0 -
Latente Steuern auf sonstige erfolgsneutrale Wertänderungen - 0,1 0,1 - 0,2
  - 1,9 - 1,6 - 0,3
Nicht reklassifizierbare Gewinne und Verluste      
Neubewertungen - 261,4 - 261,9 0,5
Neubewertung Pensionen - 343,6 - 343,8 0,3
Latente Steuern 82,2 81,9 0,2
Wertänderungen aus Anteilen an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen - 3,9 - 3,9 -
  - 265,3 - 265,8 0,5
Sonstiges Ergebnis - 267,3 - 267,4 0,2
Gesamtergebnis - 299,1 - 302,1 3,0
Fortgeführte Geschäftsbereiche - - 206,5 -
Nicht fortgeführter Geschäftsbereich - - 95,6 -

III. Konzernbilanz

Aktiva

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in Mio. € Anhang 31.12.2015 31.12.2014
Langfristige Vermögenswerte      
Immaterielle Vermögenswerte [16] 156,6 106,3
Sachanlagen [17] 2.405,0 2.387,3
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien [18] 21,4 21,6
Finanzielle Vermögenswerte [19] 154,6 160,6
Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen [20] 612,4 602,1
Latente Ertragsteueransprüche [21] 299,7 295,8
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte [22] 0,7 1,4
    3.650,4 3.575,1
Kurzfristige Vermögenswerte      
Vorräte [23] 1.810,8 1.991,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen [24] 1.495,8 1.646,6
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte [25] 416,8 374,4
Ertragsteuererstattungsansprüche [26] 18,3 17,7
Wertpapiere [27] 55,8 113,6
Finanzmittel [28] 836,2 774,0
    4.633,7 4.917,8
    8.284,1 8.492,9

Passiva

     
in Mio. € Anhang 31.12.2015 31.12.2014
Eigenkapital      
Gezeichnetes Kapital [29] 161,6 161,6
Kapitalrücklage [30] 257,0 238,6
Gewinnrücklagen [31] 2.839,8 2.847,8
Andere Rücklagen [32] - 19,1 - 22,7
Bilanzgewinn [33] 15,1 12,1
    3.254,4 3.237,4
Eigene Anteile [34] - 369,7 - 369,7
    2.884,7 2.867,7
Minderheitenanteil [35] 8,1 7,8
    2.892,8 2.875,5
Langfristige Schulden      
Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen [36] 2.327,3 2.442,2
Latente Ertragsteuerschulden [21] 27,6 9,4
Ertragsteuerschulden [26] 37,2 132,9
Sonstige Rückstellungen [37] 307,2 327,9
Finanzschulden [38] 543,0 180,0
Sonstige Verbindlichkeiten [39] 23,5 23,0
    3.265,8 3.115,4
Kurzfristige Schulden      
Sonstige Rückstellungen [37] 299,6 310,9
Finanzschulden [40] 284,9 568,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen [41] 975,7 1.150,7
Ertragsteuerschulden [26] 190,6 55,4
Sonstige Verbindlichkeiten [42] 374,7 416,5
    2.125,5 2.502,0
    8.284,1 8.492,9

IV. Kapitalflussrechnung

(47) Kapitalflussrechnung

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in Mio. € 2015 2014
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT)1) 12,6 - 15,2
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 340,7 385,6
Gezahlte (-)/erhaltene (+) Ertragsteuern - 32,6 - 44,4
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) 164,3 20,3
Zinsaufwendungen 113,2 146,3
Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 8,6 8,3
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte 193,6 2,6
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 137,2 116,9
Zahlungswirksamer Verbrauch der Rückstellungen ohne Verbrauch der Ertragsteuerrückstellungen - 247,8 - 233,1
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 242,0 211,3
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 447,7 598,5
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 2,4 8,4
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle und Sachanlagevermögen - 421,0 - 294,6
Einzahlungen (+)/Auszahlungen (-) für Geldanlagen - 96,0 - 78,5
Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen finanziellen Vermögenswerten 13,5 24,9
Auszahlungen für Investitionen in langfristige finanzielle Vermögenswerte - 6,7 - 7,7
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit - 507,8 - 347,5
Auszahlungen an Unternehmenseigner - 10,8 - 10,8
Einzahlungen (+)/Rückzahlungen (-) aus der Aufnahme von Krediten und anderen Finanzschulden 142,0 - 215,7
Zinsauszahlungen - 16,3 - 11,3
Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierung 114,9 - 237,8
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 774,0 754,9
Finanzmittelbestand Konsolidierungskreisveränderung 8,1 2,5
Wechselkursänderungen des Finanzmittelbestandes - 0,7 3,4
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes 54,8 13,2
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 836,2 774,0

1) Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) bezieht sich auf den fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftsbereich in Summe Eine Überleitung der Werte des nicht fortgeführten Geschäftsbereiches findet sich im Abschnitt (13) Ergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich

V. Veränderung des Eigenkapitals

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in Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigene Anteile Gewinnrücklagen Andere Rücklagen aus Währungsumrechnung Cashflow Hedges
Stand 01.01.2014 restated 161,6 238,6 - 369,7 3.153,3 - 17,9 - 1,7
Konzernergebnis - - - - - -
Sonstiges Ergebnis - - - - 261,8 15,6 - 17,5
Gesamtergebnis - - - - 261,8 15,6 - 17,5
Dividende - - - - - -
Einstellungen/Entnahmen in/aus Kapitalrücklagen - - - - - -
Einstellungen/Entnahmen in/aus Gewinnrücklagen im Konzern - - - - 45,5 - -
Erstkonsolidierung von aus Wesentlichkeit bisher nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen - - - 2,2 - -
Sonstiges - - - - 0,4 - -
Stand 31.12.2014 restated 161,6 238,6 - 369,7 2.847,8 - 2,2 - 19,2
Konzernergebnis - - - - - -
Sonstiges Ergebnis - - - 54,1 12,2 - 14,1
Gesamtergebnis - - - 54,1 12,2 - 14,1
Dividende - - - - - -
Einstellungen/Entnahmen in/ aus Kapitalrücklagen - 18,3 - - - -
Einstellungen/Entnahmen in/aus Gewinnrücklagen im Konzern - - - - 61,9 - -
Erstkonsolidierung von aus Wesentlichkeit bisher nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen - - - 4,3 - -
Sonstiges - - - - 4,5 - -
Stand 31.12.2015 161,6 257,0 - 369,7 2.839,8 9,9 - 33,3
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in Mio. € zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten Anteilen an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen Bilanzgewinn Anteil der Aktionäre der Salzgitter AG Minderheiten-
anteil
Eigenkapital
Stand 01.01.2014 restated - 13,1 15,5 12,1 3.178,8 8,1 3.186,9
Konzernergebnis - - - 34,7 - 34,7 2,8 - 31,9
Sonstiges Ergebnis 3,7 - 7,5 - - 267,4 0,2 - 267,3
Gesamtergebnis 3,7 - 7,5 - 34,7 - 302,1 3,0 - 299,1
Dividende - - - 10,8 - 10,8 - 3,2 - 14,0
Einstellungen/Entnahmen in/aus Kapitalrücklagen - - - - - -
Einstellungen/Entnahmen in/aus Gewinnrücklagen im Konzern - - 45,5 0,0 - 0,0
Erstkonsolidierung von aus Wesentlichkeit bisher nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen - - - 2,2 - 0,0 2,2
Sonstiges - - - - 0,4 - 0,2 - 0,5
Stand 31.12.2014 restated - 9,4 8,1 12,1 2.867,7 7,8 2.875,4
Konzernergebnis - - - 48,1 - 48,1 2,6 - 45,5
Sonstiges Ergebnis - 0,1 5,7 - 57,8 - 0,2 57,6
Gesamtergebnis - 0,1 5,7 - 48,1 9,7 2,4 12,1
Dividende - - - 10,8 - 10,8 - 2,6 - 13,5
Einstellungen/Entnahmen in/aus Kapitalrücklagen - - - 18,3 - 18,3
Einstellungen/Entnahmen in/aus Gewinnrücklagen im Konzern - - 61,9 - - -
Erstkonsolidierung von aus Wesentlichkeit bisher nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen - - - 4,3 - 4,3
Sonstiges - - - - 4,5 0,6 - 3,9
Stand 31.12.2015 - 9,4 13,7 15,1 2.884,7 8,1 2.892,8

VI. Anhang

(48) Segmentberichterstattung

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in Mio. € Flachstahl Grobblech / Profilstahl Energie
2015 2014 2015 2014 2015 2014
Außenumsatz 1.922,5 2.060,1 908,8 1.118,7 1.062,6 1.226,5
Umsatz mit anderen Segmenten 593,9 720,4 824,0 759,9 105,3 159,8
Umsatz mit Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 1,9 1,4 1,0 0,9 328,6 307,6
Segmentumsatz 2.518,3 2.781,9 1.733,8 1.879,5 1.496,4 1.693,9
Zinsertrag (konsolidiert) 0,6 0,4 0,6 1,7 0,4 0,8
Zinsertrag von anderen Segmenten - - 0,0 0,3 - -
Zinsertrag von Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 0,2 0,1 0,1 - 0,9 1,1
Segmentzinsertrag 0,8 0,5 0,8 2,0 1,3 1,9
Zinsaufwand (konsolidiert) 21,9 44,3 3,4 5,4 9,0 10,6
Zinsaufwand an andere Segmente - - - - - -
Zinsaufwand an Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 34,2 35,0 14,3 17,8 7,3 7,8
Segmentzinsaufwand 56,1 79,3 17,7 23,2 16,3 18,4
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Wertminderungsaufwand gemäß IAS 36) 171,5 168,1 49,0 53,9 59,4 55,9
Wertminderungsaufwand (gemäß IAS 36) bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten - - - 38,7 - 4,0
Wertminderungsaufwand bei finanziellen Vermögenswerten - - - - 0,4 -
Periodenergebnis des Segments - 26,0 - 8,8 - 68,0 - 130,0 2,2 - 40,6
davon Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen - - - - 0,6 - 30,2
Wesentliche zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 6,7 16,3 41,0 29,8 18,4 22,5
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 239,2 117,4 38,8 37,4 73,9 48,4
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in Mio. € Handel Technologie Summe der Segmente
2015 2014 2015 2014 2015 2014
Außenumsatz 3.210,7 3.254,8 1.309,4 1.198,2 8.413,9 8.858,3
Umsatz mit anderen Segmenten 102,4 92,2 0,6 0,6 1.626,2 1.732,9
Umsatz mit Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 0,1 - - - 331,5 309,9
Segmentumsatz 3.313,1 3.347,0 1.310,0 1.198,8 10.371,7 10.901,1
Zinsertrag (konsolidiert) 4,1 5,3 3,5 3,4 9,2 11,6
Zinsertrag von anderen Segmenten 0,0 - - - 0,0 0,3
Zinsertrag von Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 1,2 1,0 0,0 - 2,5 2,2
Segmentzinsertrag 5,3 6,3 3,5 3,4 11,6 14,1
Zinsaufwand (konsolidiert) 10,2 8,2 3,2 4,6 47,7 73,1
Zinsaufwand an andere Segmente 0,0 - - - 0,0 -
Zinsaufwand an Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 1,6 6,9 0,7 0,8 58,1 68,3
Segmentzinsaufwand 11,8 15,1 3,9 5,4 105,8 141,4
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Wertminderungsaufwand gemäß IAS 36) 9,9 9,2 22,9 24,6 312,7 311,7
Wertminderungsaufwand (gemäß IAS 36) bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten - - - - - 42,7
Wertminderungsaufwand bei finanziellen Vermögenswerten - 0,8 - 3,0 0,4 3,8
Periodenergebnis des Segments 32,2 60,1 24,6 25,2 - 35,0 - 94,1
davon Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen - - - - 0,6 - 30,2
Wesentliche zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge - 5,9 - 2,9 38,0 38,9 98,2 104,6
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 14,6 9,4 17,2 20,5 383,6 233,1
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in Mio. € Industrielle Beteiligungen / Konsolidierungen Konzern
2015 2014 2015 2014
Außenumsatz 204,5 181,9 8.618,4 9.040,2
Umsatz mit anderen Segmenten 616,5 606,2 2.242,7 2.339,1
Umsatz mit Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind - - 331,5 309,9
Segmentumsatz 821,0 788,1 11.192,6 11.689,2
Zinsertrag (konsolidiert) 26,2 21,5 35,4 33,1
Zinsertrag von anderen Segmenten 58,1 62,0 58,1 62,3
Zinsertrag von Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind - - 2,5 2,2
Segmentzinsertrag 84,3 83,5 95,9 97,6
Zinsaufwand (konsolidiert) 65,4 73,3 113,2 146,4
Zinsaufwand an andere Segmente 2,5 37,9 2,5 37,9
Zinsaufwand an Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind - - 58,1 68,3
Segmentzinsaufwand 67,9 111,2 173,7 252,6
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Wertminderungsaufwand gemäß IAS 36) 27,6 27,5 340,3 339,2
Wertminderungsaufwand (gemäß IAS 36) bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten - - - 42,7
Wertminderungsaufwand bei finanziellen Vermögenswerten - - 0,4 3,8
Periodenergebnis des Segments 47,5 78,9 12,6 - 15,2
davon Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 15,2 19,5 15,8 - 10,7
Wesentliche zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 13,4 - 3,1 111,7 101,5
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 27,8 37,0 411,4 270,1

Konzernanlagevermögen 2015

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in Mio. € Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2015 Währungs-
differenzen
Konsolidierungs-
kreisver-
änderungen
Zugänge Abgänge Umbu-
chungen
Immaterielle Vermögenswerte            
Konzessionen, Markennamen, gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen und Emissionsrechte 311,9 - 0,1 0,2 62,8 6,3 2,9
Geleistete Anzahlungen - - - 2,1 - - 1,8
  311,9 - 0,1 0,2 64,9 6,3 1,1
Sachanlagen            
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.634,9 3,7 1,1 13,4 4,2 9,2
Technische Anlagen und Maschinen 6.480,3 5,5 0,6 222,7 125,0 82,9
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 396,5 0,7 3,2 25,0 18,9 5,1
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 109,1 0,1 0,2 85,4 0,2 - 98,3
  8.620,8 10,0 5,1 346,5 148,3 - 1,1
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 28,7 - - - - -
Finanzielle Vermögenswerte            
Anteile an verbundenen Unternehmen 16,8 - - 2,9 1,7 4,1 17,0
Beteiligungen 10,0 - - - - -
Wertpapiere des Anlagevermögens 36,2 - - 4,3 2,1 - 0,7
Sonstige Ausleihungen 90,3 0,2 3,3 1,9 11,3 -
  153,3 0,2 0,4 7,9 17,5 16,3
  9.114,8 10,1 5,7 419,3 172,1 16,3
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in Mio. € Anschaffungs- und Herstellungskosten Wertberichtigungen
31.12.2015 01.01.2015 Währungs-
differenzen
Konsoli-
dierungs-
kreisver-
änderungen
Zuschrei-
bungen des Geschäfts-
jahres
Abschrei-
bungen des Geschäfts-
jahres
Immaterielle Vermögenswerte            
Konzessionen, Markennamen, gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen und Emissionsrechte 371,4 205,6 - 0,1 - - 15,5
Geleistete Anzahlungen 0,3 - - - - -
  371,7 205,6 - 0,1 - - 15,5
Sachanlagen            
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.658,2 959,7 0,8 0,8 - 31,3
Technische Anlagen und Maschinen 6.667,1 4.953,9 3,0 0,4 - 264,0
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 411,5 313,8 0,6 1,8 - 29,1
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 96,4 6,1 - - - 0,2
  8.833,2 6.233,5 4,4 3,0 - 324,6
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 28,7 7,1 - - - 0,2
Finanzielle Vermögenswerte            
Anteile an verbundenen Unternehmen 28,6 0,2 - - 0,5 - 0,4
Beteiligungen 10,0 - - - - -
Wertpapiere des Anlagevermögens 37,8 - 7,9 - - - -
Sonstige Ausleihungen 84,3 0,4 - - - -
  160,7 - 7,3 - - 0,5 - 0,4
  9.394,3 6.438,9 4,3 2,5 - 340,7
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in Mio. € Wertberichtigungen Buchwerte
Abgänge Sonstige ergebnisneutrale Veränderungen Umbuchungen 31.12.2015 31.12.2015 31.12.2014
Immaterielle Vermögenswerte            
Konzessionen, Markennamen, gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen und Emissionsrechte 6,0 - - 215,1 156,3 106,3
Geleistete Anzahlungen - - - - 0,3 -
  6,0 - - 215,1 156,6 106,3
Sachanlagen            
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3,2 - - 989,5 668,7 675,2
Technische Anlagen und Maschinen 115,8 - 2,3 5.107,8 1.559,3 1.526,4
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18,5 - - 326,8 84,7 82,7
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - 2,3 4,0 92,4 103,0
  137,5 - - 6.428,2 2.405,0 2.387,3
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - - - 7,3 21,4 21,6
Finanzielle Vermögenswerte            
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,5 - 17,0 15,7 12,8 16,6
Beteiligungen - - - - 10,0 10,0
Wertpapiere des Anlagevermögens - 0,1 - 1,5 - 0,7 - 10,0 47,8 44,1
Sonstige Ausleihungen - - - 0,4 83,9 89,9
  1,4 - 1,5 16,3 6,1 154,6 160,6
  144,9 - 1,5 16,3 6.656,7 2.737,5 2.675,8

Konzernanlagevermögen 2014

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in Mio. € Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2014 Währungs-
differenzen
Konsoli-
dierungskreis-
veränderungen
Zugänge Abgänge Umbu-
chungen
31.12.2014
Immaterielle Vermögenswerte              
Konzessionen, Markennamen, gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen 308,5 0,1 - 8,3 6,7 1,7 311,9
Geleistete Anzahlungen 3,6 - - 0,8 - - 4,4 -
  312,1 0,1 - 9,1 6,7 - 2,7 311,9
Sachanlagen              
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.536,6 3,9 67,5 16,7 2,1 12,3 1.634,9
Technische Anlagen und Maschinen 6.330,2 6,3 0,4 140,9 149,3 151,8 6.480,3
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 376,5 1,0 2,9 30,4 17,4 3,1 396,5
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 196,5 0,2 4,2 72,9 0,2 - 164,5 109,1
  8.439,7 11,4 75,0 260,9 169,0 2,7 8.620,8
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 28,3 - 0,5 - 0,1 - 28,7
Finanzielle Vermögenswerte              
Anteile an verbundenen Unternehmen 31,6 - - 16,1 2,9 1,6 - 16,8
Beteiligungen 10,0 - - 0,5 0,7 0,2 10,0
Wertpapiere des Anlagevermögens 36,0 - 0,4 4,4 2,0 - 2,6 36,2
Sonstige Ausleihungen 112,2 0,5 - 0,1 22,5 - 90,3
  189,7 0,5 - 15,7 7,9 26,8 - 2,4 153,3
  8.969,8 12,0 59,8 277,9 202,6 - 2,4 9.114,8
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in Mio. € Wertberichtigungen
01.01.2014 Währungs-
differenzen
Konsoli-
dierungs-
kreis-
verän-
derungen
Zuschrei-
bungen des Geschäfts-
jahres
Abschrei-
bungen des Geschäfts-
jahres1)
Abgänge Sonstige ergebnis-
neutrale Verände-
rungen
Umbu-
chungen
31.12.2014
Immaterielle Vermögenswerte                  
Konzessionen, Markennamen, gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen 195,4 0,1 - - 16,8 6,7 - - 205,6
Geleistete Anzahlungen - - - - - - - - -
  195,4 0,1 - - 16,8 6,7 - - 205,6
Sachanlagen                  
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 917,8 0,9 12,6   30,2 1,8 - - 959,7
Technische Anlagen und Maschinen 4.785,3 3,2 0,3 - 299,3 133,9 - - 0,3 4.953,9
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 298,4 0,7 1,9 - 29,6 17,1 - 0,3 313,8
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,3 0,2 - - 5,8 0,2 - - 6,1
  6.001,7 5,0 14,8 - 364,9 153,0 - - 6.233,5
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 7,0 - - - 0,2 0,1 - - 7,1
Finanzielle Vermögenswerte                  
Anteile an verbundenen Unternehmen 9,5 - - 12,2 - 3,8 0,9 - - 0,2
Beteiligungen - 0,1 - - - - 0,1 - 0,2 -
Wertpapiere des Anlagevermögens - 1,2 - - - - - - 4,1 - 2,6 - 7,9
Sonstige Ausleihungen 0,5 - - 0,1 - - - - 0,4
  8,7 - - 12,2 0,1 3,8 1,0 - 4,1 - 2,4 - 7,3
  6.212,8 5,1 2,6 0,1 385,7 160,8 - 4,1 - 2,4 6.438,9
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in Mio. € Buchwerte
31.12.2014 31.12.2013 restated
Immaterielle Vermögenswerte    
Konzessionen, Markennamen, gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen 106,3 113,1
Geleistete Anzahlungen - 3,6
  106,3 116,7
Sachanlagen    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 675,2 618,8
Technische Anlagen und Maschinen 1.526,4 1.544,9
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 82,7 78,1
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 103,0 196,2
  2.387,3 2.438,0
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 21,6 21,3
Finanzielle Vermögenswerte    
Anteile an verbundenen Unternehmen 16,6 22,0
Beteiligungen 10,0 10,0
Wertpapiere des Anlagevermögens 44,1 37,2
Sonstige Ausleihungen 89,9 111,7
  160,6 181,0
  2.675,8 2.757,0

1) Die Zusammensetzung der hierin enthaltenen Wertminderungen (außerplanmäßige Abschreibungen) ist im Anhang, Ziffer 6, dargestellt.

Aufstellung des Anteilsbesitzes der Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, am 31.12.2015 gem. § 285 Nr. 11 und § 313 Abs. 2 Nr. 1-4 HGB

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Kürzel Währung unmittelbar
in %
mittelbar
in %
Eigenkapital
in 1.000 WE
Jahresergebnis
in 1.000 WE
1. In den Konzern einbezogene Tochterunternehmen            
a) Inland            
Hövelmann & Lueg Vermögensverwaltung GmbH, Schwerte HLG EUR 5,10 94,90 2.999 0
Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter SZFG EUR 5,05 94,95 259.902 0
Salzgitter Bauelemente Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Salzgitter SZBE EUR   100,00 2.013 0
Salzgitter Europlatinen Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Salzgitter SZEP EUR   100,00 4.886 0
Salzgitter Mannesmann Stahlservice GmbH, Karlsruhe SMS EUR   100,00 10.877 0
Peiner Träger GmbH, Peine PTG EUR 5,18 94,82 74.735 0
Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg ILG EUR 5,37 94,63 31.039 0
DEUMU Deutsche Erz- und Metall-Union Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Peine DMU EUR 5,10 94,90 24.963 0
BSH Braunschweiger Schrotthandel GmbH, Braunschweig BSH EUR   100,00 -830 -333
HSP Hoesch Spundwand und Profil Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Dortmund HSP EUR   100,00 -46.575 -61.299
Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH, Mülheim an der Ruhr MGB EUR   100,00 21.965 0
Salzgitter Mannesmann Großrohr GmbH, Salzgitter MGR EUR 5,10 94,90 7.029 0
Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim an der Ruhr MRW EUR   100,00 1.018 0
Salzgitter Mannesmann Rohr Sachsen GmbH, Zeithain MRS EUR   100,00 14.665 0
Salzgitter Mannesmann Precision GmbH, Mülheim an der Ruhr SMP EUR   100,00 51.680 0
Salzgitter Mannesmann Line Pipe GmbH, Siegen MLP EUR   100,00 19.838 0
Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes GmbH, Mülheim an der Ruhr MST EUR   100,00 15.118 0
Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes Deutschland GmbH, Remscheid MSTD EUR   100,00 33.805 0
Salzgitter Mannesmann Handel Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf SMHD EUR 5,10 94,90 84.944 0
Salzgitter Mannesmann International Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf SMID EUR   100,00 10.312 0
Salzgitter Mannesmann Stahlhandel Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf SMSD EUR   100,00 22.892 0
Stahl-Center Baunatal Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Baunatal SCB EUR   100,00 5.583 0
Universal Eisen und Stahl GmbH, Neuss UES EUR 5,10 94,90 22.835 0
KHS GmbH, Dortmund KHSDE EUR   100,00 206.018 0
SEITZ ENZINGER Noll GmbH, Bad Kreuznach SEN EUR   100,00 25 -1
Holstein und Kappert GmbH, Dortmund KD EUR   100,00 21 -2
Klöckner Desma Elastomertechnik GmbH, Fridingen KDE EUR   100,00 5.167 0
Klöckner Desma Schuhmaschinen GmbH, Achim KDS EUR   100,00 8.758 0
Klöckner PET-Technologie GmbH, Salzgitter SMPET EUR   100,00 97.946 0
KHS Corpoplast GmbH, Hamburg BEVCP EUR   100,00 47.800 0
KHS Plasmax GmbH, Hamburg BEVPX EUR   100,00 1.534 0
VPS Infrastruktur GmbH, Salzgitter VPSI EUR   100,00 25 0
Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Salzgitter VPS EUR 5,10 94,90 19.784 0
Hansaport Hafenbetriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Hamburg HAN EUR   51,00 5.156 0
Salzgitter Automotive Engineering Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Osnabrück SZAB EUR 100,00   13.003 0
Salzgitter Hydroforming GmbH &Co. KG, Crimmitschau SZHF EUR 100,00   9.151 -4.390
Salzgitter Forschungswasserkraftanlage Bannetze-Hornbostel GmbH, Salzgitter SFWB EUR   100,00 1.063 66
Salzgitter Automotive Engineering GmbH &Co. KG, Osnabrück SZAE EUR   100,00 417 496
Salzgitter Automotive Engineering Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Osnabrück SZAW EUR   100,00 54 3
Salzgitter Automotive Engineering Immobilien GmbH &Co. KG, Osnabrück SZAI EUR   100,00 400 145
Salzgitter Automotive Engineering Immobilien Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Osnabrück SZEV EUR   100,00 52 3
GESIS Gesellschaft für Informationssysteme mit beschränkter Haftung, Salzgitter GES EUR   100,00 2.626 0
TELCAT KOMMUNIKATIONSTECHNIK GmbH, Salzgitter TCG EUR   100,00 526 0
Glückauf Immobilien GmbH, Peine GIG EUR 5,19 94,81 30 0
Salzgitter Mannesmann GmbH, Salzgitter SMG EUR 100,00   2.208.670 0
Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH, Salzgitter SZMF EUR   100,00 804 0
Salzgitter Business Service GmbH, Salzgitter SZBS EUR   100,00 1.049 0
RSE Projektentwicklungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr RSEPE EUR   100,00 25 0
Salzgitter Klöckner-Werke GmbH, Salzgitter SKWG EUR   100,00 545.184 0
RSE Grundbesitz und Beteiligungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr RSE EUR   100,00 41.531 2.229
Phoenix Immobilienverwaltungsgesellschaft mbH &Co. KG, Mülheim an der Ruhr PHOI EUR   100,00 -4.246 -460
RSE Phoenix Holding GmbH, Mülheim an der Ruhr PHOH EUR   100,00 32 -0
Phoenix Office Garden GmbH, Mülheim an der Ruhr PHOG EUR   100,00 38 2
Gewerbepark am Borsigturm GmbH, Mülheim an der Ruhr GAB EUR   100,00 -168 89
RSE Falkenhagen GmbH, Mülheim an der Ruhr RSEFH EUR   100,00 495 8
RSE Projektmanagement Holding-Verwaltungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr RSEGG EUR   94,00 29 1
RSE Projektmanagement Holding GmbH &Co. KG, Mülheim an der Ruhr RSEPM EUR   100,00 1.628 831
RSE Projektmanagement GmbH, Mülheim an der Ruhr RSEPA EUR   100,00 -924 -830
TELCAT MULTICOM GmbH, Salzgitter TMG EUR   100,00 2.996 0
bettercall GmbH, Salzgitter BCG EUR   100,00 519 42
NorthStar Telecom GmbH, Salzgitter NST EUR   100,00 415 26
b) Ausland            
Salzgitter Mannesmann Précision Etirage SAS, Chéu - Saint Florentin MPE EUR   100,00 13.155 1.586
Salzgitter Mannesmann Precisie B.V., Helmond MPN EUR   100,00 10.563 -586
Salzgitter Mannesmann Precisión S.A. de C.V., El Salto MPM USD   100,00 10.891 997
Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes France SAS, Montbard MSTF EUR   100,00 68.786 5.764
Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes Italia S.r.l., Costa Volpino MSTI EUR   100,00 13.723 -1.436
Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes USA, Inc., Houston MSTU USD   100,00 18.372 -1.916
Salzgitter Mannesmann (Scandinavia) AB, Lulea SMSC SEK   100,00 6.762 5.681
Salzgitter Mannesmann Staalhandel B.V., Oosterhout SMNL EUR   100,00 88.276 3.114
Salzgitter Mannesmann International (Canada) Inc., Vancouver SMIV CAD   100,00 25.159 -761
UNIVERSAL STEEL HOLLAND B.V., SK Papendrecht USN EUR   100,00 2.971 360
UNIVERSAL STEEL AMERICA, Inc., Henderson UESUS USD   100,00 27.993 473
Salzgitter Mannesmann (Italia) S.r.l., Milano SMIT EUR   100,00 1.366 67
Salzgitter Mannesmann (France) S.A.R.L., Saint Mandé SMFR EUR   100,00 229 -414
Salzgitter Mannesmann (UK) Ltd., Harrogate SMUK GBP   100,00 379 -1.081
Salzgitter Mannesmann (Espana) S.A., Madrid SMSP EUR   100,00 644 331
Salzgitter Mannesmann International (Asia) Pte. Ltd., Singapur SMSG USD   100,00 2.793 782
Salzgitter Mannesmann Acélkereskedelmi Kft., Budapest SMHU HUF   100,00 3.721.924 195.520
Salzgitter Mannesmann Stahlhandel s.r.o., Prag SMCZ CZK   100,00 14.137 -9.730
Salzgitter Mannesmann Stahlhandel Sp. z o.o., Slupca SMPL PLN   100,00 21.821 1.002
Salzgitter Mannesmann International (USA) Inc., Houston SMIH USD   100,00 18.204 1.810
KHS USA, Inc., Waukesha KHSUS USD   100,00 86.157 6.725
KHS Industria de Máquinas Ltda., Säo Paulo KHSBR BRL   100,00 -2.861 29.725
KHS Mexico S.A. de C.V., Zinacantepec KHSME MXN   100,00 212.234 84.186
KHS Machinery Pvt. Ltd., Ahmedabad KHSIN INR   94,50 602.467 463.743
KHS Pacific Pty. Ltd., Tullamarine KHSAU AUD   100,00 9.697 9.497
KHS Manufacturing (South Africa) (Pty.) Ltd., Kramerville KHSSA ZAR   100,00 72.207 14.462
KHS RUS OOO, Moskau KHSRU RUB   99,00 225.520 92.448
KHS Asia Pte. Ltd., Singapur KHSSI EUR   100,00 3.281 2.410
KHS UK Ltd., Solihull KHSGB GBP   100,00 808 233
KHS Japan Corporation, Osaka KHSJA JPY   100,00 310.273 31.797
Klöckner Holstein Seitz S.A., Sant Cugat del Valles KHSSP EUR   100,00 755 148
KHS Skandinavien ApS, Albertslund KHSDK DKK   100,00 2.634 1.736
KHS Benelux B.V., Breda KHSNL EUR   100,00 62 4
KHS Czech s.r.o., Ceské Budejovice KHSTS CZK   100,00 13.426 7.414
KHS Austria GmbH, Wiener Neudorf KHSÖS EUR   100,00 414 130
KHS Ukraine OOO, Kiew KHSUK UAH   100,00 21.977 14.903
Klöckner DESMA Machinery Pvt. Ltd., Ahmedabad KDEIN INR   100,00 641.739 103.698
DESMA USA, Inc., Hebron KDEUS USD   100,00 6.202 1.194
Desma Slovakia s.r.o., Povazska Bystrica KDESL EUR   90,00 2.944 699
DESMA Rubber Injection Machinery (Wuxi) Co. Ltd., Wuxi DRIM CNY   100,00 30.479 6.039
KHS Korea Co. Ltd., Seoul KHSSK KRW   100,00 750.124 295.422
KHS Filling and Packaging Equipment (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai BEVCN CNY   100,00 -7.197 -5.258
Salzgitter Finance B.V., Oosterhout SZFBV EUR 100,00   3.913 290
2. Nicht in den Konzern einbezogene Tochterunternehmen            
a) Inland            
Mannesmannröhren-Werke Qualifizierungsgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr MQG EUR   100,00 26 0
Klöckner PET International GmbH, Salzgitter PETIG EUR   100,00 18 -3
NMP Systems GmbH, Düsseldorf NMP EUR   100,00 -744 -774
Salzgitter Hydroforming Verwaltungs GmbH, Crimmitschau SZHV EUR 100,00   65 4
Salzgitter Mannesmann Dritte Verwaltungsgesellschaft mbH, Salzgitter SMDV EUR   100,00 26 0
GVG Grundbesitz- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Salzgitter GVGG EUR   100,00 118 5
KHS Corpoplast Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg CVG EUR   100,00 26 -0
SMS Immobilie Rheinhafen Verwaltungs-GmbH, Karlsruhe SMSIV EUR   100,00 25 -0
b) Ausland            
Salzgitter Mannesmann International (México) S.A. de C.V., Mexico D.F. SMIM MXN   100,00 14.560 -2.620
UNIVERSAL Aciers Sarl, Couzon au Mont d'Or UAC EUR   100,00 1.348 -280
UNIVERSAL OCEL spol. s r.o., Prag UOC CZK   100,00 37.266 15.448
UNIVERSAL-Stal Sp. z o.o., Gliwice USP PLN   100,00 36.936 2.903
Salzgitter Mannesmann Trade (Beijing) Co., Ltd., Beijing SMCN CNY   100,00 -6 66
Salzgitter Mannesmann International (HK) Ltd., Hongkong SMHK EUR   100,00 4.036 966
Salzgitter Mannesmann International Tehran (Private Joint Stock Company), Teheran SMIR IRR   100,00 4.778.200 4.397.000
Salzgitter Mannesmann Distributie S.R.L., Bukarest SMRO RON   100,00 15.880 1.299
Salzgitter Mannesmann Pentasteel International (India) Pvt. Ltd., Mumbai SMPI INR   51,00 124.032 23.532
Salzgitter Mannesmann International do Brasil Ltda., São Paulo SMBR BRL   85,00 886 -93
Salzgitter Mannesmann Stahlhandel Austria GmbH, Gratkorn SMSA EUR   100,00 2.854 -941
KHS Machine &Equipment (Qinhuangdao) Co., Ltd., Qinhuangdao KHSC CNY   100,00 7.000 4.724
KHS Machines Nigeria Limited, Lagos KHSNI NGN   100,00 426.003 186.924
KHS FRANCE S.A.R.L., Bussy Saint Martin KHSFR EUR   100,00 685 -71
KHS Schweiz GmbH, Wolfwil KHSCH CHF   100,00 819 219
KHS MAKINE SANAYI VE TICARET LIMITED SIRKETI, Istanbul KHSTK TRY   100,00 165 -19
KHS Polska Sp. z o.o., Warschau KHSPL PLN   100,00 1.308 1.303
KHS Andes S. A. S., Bogotá KHSCO COP   100,00 1.268.223 518.069
KHS Panamericana SpA, Santiago KHSRCH CLP   100,00 1.146 0
KHS East Africa Ltd., Nairobi KHSEA KES   100,00 41.739 15.489
KHS Myanmar Company Limited, Yangon KHSMYA     100,00    
DESMA Machinery &Engineering Co. Ltd., Guangzhou KDSM CNY   100,00 2.633 1.390
KHS Argentina S.A., Buenos Aires KHSAR ARS   100,00 4.930 2.809
Corpoplast Beverage Equipment (Suzhou) Co., Ltd., Suzhou CBE CNY   100,00 -18.376 -13.723
Salzgitter Hydroforming s.r.o., Chomutov HFCZ EUR   100,00 9 7
3. Gemeinschaftsunternehmen (entspr. Gemeinsame Vereinbarungen nach IFRS 11)            
a) Inland            
EUROPIPE GmbH, Mülheim an der Ruhr EP EUR   50,00 57.133 -46.821
MÜLHEIM PIPECOATINGS GmbH, Mülheim an der Ruhr MPC EUR   100,00 14.925 700
Hüttenwerke Krupp Mannesmann Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Duisburg HKM EUR   30,00 517.000 33.163
b) Ausland            
EUROPIPE France S.A., Grande Synthe EPF EUR   100,00 7.700 12
Berg Steel Pipe Corporation, Wilmington BSPC USD   100,00 143.664 26.465
Berg Spiral Pipe Corporation, Wilmington BSPM USD   100,00 46.930 18.463
BERG EUROPIPE Holding Corp., New York BEHC USD   100,00 229.225 47.662
4. Assoziierte Unternehmen            
a) Inland            
Aurubis AG, Hamburg NAAG EUR   25,00 1.290.131 145.084
5. Beteiligungen an anderen Unternehmen            
a) Inland            
ERZKONTOR RUHR GMBH, Essen ERE EUR   33,33 107 0
DEUTRANS Rohstoff- und Recycling-Logistik GmbH, Braunschweig DRRL EUR   50,00 134 95
EUROPIPE 1. Verwaltungsgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr EPV EUR   100,00 31 -1
HKM Rohstoffhandel GmbH, Duisburg HKMRO EUR   100,00 182 82
Mannesmannröhren Logistic GmbH, Ratingen MRL EUR   12,40 3.607 340
EUROPIPE Projekt GmbH, Mülheim an der Ruhr EPP EUR   100,00 40 -1
Industriepark Salzgitter-Watenstedt Entwicklungs-GmbH, Salzgitter SZWE EUR 49,00   1.720 -3
Wohnungsbaugesellschaft mit beschränkter Haftung Salzgitter, Salzgitter WBG EUR   25,05 53.170 1.988
WBV Wohnbau Betreuungs &Verwaltungs GmbH, Salzgitter WBV EUR   100,00 26 0
b) Ausland            
Mannesmann Coating Kazakhstan, Kulsary MCK KZT   25,00 1.850 -2.044
Ertsoverslagbedrijf Europoort C.V., Europoort Rotterdam EECV EUR   24,75 10.827 8.000
B.V. Stuwadoors-Maatschappij Kruwal, Europoort Rotterdam SMKBV EUR   25,00 67 4
Borusan Mannesmann Boru Yatirim Holding A.S., Istanbul BMB TRY   23,00 88.572 13.980
Berg Europipe Corp., Wilmington BEC USD   100,00 4.183 3.271
TAPIOMETALL Müszaki Kereskedelm Kft., Tápiószele TMK HUF   29,40 216.377 11.346
Salzgitter (West Africa) Ltd., Lagos SWA NGN   40,00 49 0
KHS-Zagora AD, Stara Zagora KHSBU BGN   50,00 1.450 713
Impuls AD, Gabrovo I98 BGN   15,15 6.996 1.314
KHS AG (Thailand) Ltd., Bangkok BEVTH THB   49,00 52.356 2.644
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Bemerkungen
1. In den Konzern einbezogene Tochterunternehmen  
a) Inland  
Hövelmann & Lueg Vermögensverwaltung GmbH, Schwerte EAV
Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter EAV
Salzgitter Bauelemente Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Salzgitter EAV
Salzgitter Europlatinen Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Salzgitter EAV
Salzgitter Mannesmann Stahlservice GmbH, Karlsruhe EAV
Peiner Träger GmbH, Peine EAV
Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg EAV
DEUMU Deutsche Erz- und Metall-Union Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Peine EAV
BSH Braunschweiger Schrotthandel GmbH, Braunschweig  
HSP Hoesch Spundwand und Profil Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Dortmund  
Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH, Mülheim an der Ruhr EAV
Salzgitter Mannesmann Großrohr GmbH, Salzgitter EAV
Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim an der Ruhr EAV
Salzgitter Mannesmann Rohr Sachsen GmbH, Zeithain EAV
Salzgitter Mannesmann Precision GmbH, Mülheim an der Ruhr EAV
Salzgitter Mannesmann Line Pipe GmbH, Siegen EAV
Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes GmbH, Mülheim an der Ruhr EAV
Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes Deutschland GmbH, Remscheid EAV
Salzgitter Mannesmann Handel Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf EAV
Salzgitter Mannesmann International Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf EAV
Salzgitter Mannesmann Stahlhandel Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Düsseldorf EAV
Stahl-Center Baunatal Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Baunatal EAV
Universal Eisen und Stahl GmbH, Neuss EAV
KHS GmbH, Dortmund EAV
SEITZ ENZINGER Noll GmbH, Bad Kreuznach Jahresabschluss nach IFRS
Holstein und Kappert GmbH, Dortmund Jahresabschluss nach IFRS
Klöckner Desma Elastomertechnik GmbH, Fridingen EAV
Klöckner Desma Schuhmaschinen GmbH, Achim EAV
Klöckner PET-Technologie GmbH, Salzgitter EAV
KHS Corpoplast GmbH, Hamburg EAV
KHS Plasmax GmbH, Hamburg EAV
VPS Infrastruktur GmbH, Salzgitter EAV, Jahresabschluss nach IFRS
Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Salzgitter EAV
Hansaport Hafenbetriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Hamburg EAV
Salzgitter Automotive Engineering Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Osnabrück Verlustübernahmeerklärung nach § 264 Abs. 3 Nr. 2 2. Alt. HGB
Salzgitter Hydroforming GmbH &Co. KG, Crimmitschau  
Salzgitter Forschungswasserkraftanlage Bannetze-Hornbostel GmbH, Salzgitter Jahresabschluss nach IFRS, Umfirmierung im Geschäftsjahr
Salzgitter Automotive Engineering GmbH &Co. KG, Osnabrück  
Salzgitter Automotive Engineering Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Osnabrück Jahresabschluss nach IFRS
Salzgitter Automotive Engineering Immobilien GmbH &Co. KG, Osnabrück  
Salzgitter Automotive Engineering Immobilien Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Osnabrück Jahresabschluss nach IFRS
GESIS Gesellschaft für Informationssysteme mit beschränkter Haftung, Salzgitter EAV
TELCAT KOMMUNIKATIONSTECHNIK GmbH, Salzgitter EAV
Glückauf Immobilien GmbH, Peine EAV
Salzgitter Mannesmann GmbH, Salzgitter Verlustübernahmeerklärung nach § 264 Abs. 3 Nr. 2 2. Alt. HGB
Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH, Salzgitter EAV
Salzgitter Business Service GmbH, Salzgitter EAV, Umfirmierung im Geschäftsjahr
RSE Projektentwicklungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr EAV, Jahresabschluss nach IFRS
Salzgitter Klöckner-Werke GmbH, Salzgitter Verlustübernahmeerklärung nach § 264 Abs. 3 Nr. 2 2. Alt. HGB
RSE Grundbesitz und Beteiligungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr  
Phoenix Immobilienverwaltungsgesellschaft mbH &Co. KG, Mülheim an der Ruhr Jahresabschluss nach IFRS
RSE Phoenix Holding GmbH, Mülheim an der Ruhr Jahresabschluss nach IFRS
Phoenix Office Garden GmbH, Mülheim an der Ruhr Jahresabschluss nach IFRS
Gewerbepark am Borsigturm GmbH, Mülheim an der Ruhr Jahresabschluss nach IFRS
RSE Falkenhagen GmbH, Mülheim an der Ruhr Jahresabschluss nach IFRS
RSE Projektmanagement Holding-Verwaltungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr Jahresabschluss nach IFRS
RSE Projektmanagement Holding GmbH &Co. KG, Mülheim an der Ruhr Jahresabschluss nach IFRS
RSE Projektmanagement GmbH, Mülheim an der Ruhr Jahresabschluss nach IFRS
TELCAT MULTICOM GmbH, Salzgitter EAV
bettercall GmbH, Salzgitter  
NorthStar Telecom GmbH, Salzgitter  
b) Ausland  
Salzgitter Mannesmann Précision Etirage SAS, Chéu - Saint Florentin  
Salzgitter Mannesmann Precisie B.V., Helmond  
Salzgitter Mannesmann Precisión S.A. de C.V., El Salto  
Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes France SAS, Montbard  
Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes Italia S.r.l., Costa Volpino  
Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes USA, Inc., Houston  
Salzgitter Mannesmann (Scandinavia) AB, Lulea Jahresabschluss nach IFRS
Salzgitter Mannesmann Staalhandel B.V., Oosterhout  
Salzgitter Mannesmann International (Canada) Inc., Vancouver  
UNIVERSAL STEEL HOLLAND B.V., SK Papendrecht Jahresabschluss nach IFRS
UNIVERSAL STEEL AMERICA, Inc., Henderson  
Salzgitter Mannesmann (Italia) S.r.l., Milano Jahresabschluss nach IFRS
Salzgitter Mannesmann (France) S.A.R.L., Saint Mandé Jahresabschluss nach IFRS
Salzgitter Mannesmann (UK) Ltd., Harrogate Jahresabschluss nach IFRS
Salzgitter Mannesmann (Espana) S.A., Madrid Jahresabschluss nach IFRS
Salzgitter Mannesmann International (Asia) Pte. Ltd., Singapur Jahresabschluss nach IFRS
Salzgitter Mannesmann Acélkereskedelmi Kft., Budapest  
Salzgitter Mannesmann Stahlhandel s.r.o., Prag  
Salzgitter Mannesmann Stahlhandel Sp. z o.o., Slupca  
Salzgitter Mannesmann International (USA) Inc., Houston  
KHS USA, Inc., Waukesha Jahresabschluss nach IFRS
KHS Industria de Máquinas Ltda., Säo Paulo Jahresabschluss nach IFRS
KHS Mexico S.A. de C.V., Zinacantepec Jahresabschluss nach IFRS
KHS Machinery Pvt. Ltd., Ahmedabad Jahresabschluss nach IFRS
KHS Pacific Pty. Ltd., Tullamarine Jahresabschluss nach IFRS
KHS Manufacturing (South Africa) (Pty.) Ltd., Kramerville Jahresabschluss nach IFRS
KHS RUS OOO, Moskau Jahresabschluss nach IFRS
KHS Asia Pte. Ltd., Singapur Jahresabschluss nach IFRS
KHS UK Ltd., Solihull Jahresabschluss nach IFRS
KHS Japan Corporation, Osaka Jahresabschluss nach IFRS
Klöckner Holstein Seitz S.A., Sant Cugat del Valles Jahresabschluss nach IFRS
KHS Skandinavien ApS, Albertslund Jahresabschluss nach IFRS
KHS Benelux B.V., Breda Jahresabschluss nach IFRS
KHS Czech s.r.o., Ceské Budejovice Jahresabschluss nach IFRS
KHS Austria GmbH, Wiener Neudorf Jahresabschluss nach IFRS
KHS Ukraine OOO, Kiew Jahresabschluss nach IFRS
Klöckner DESMA Machinery Pvt. Ltd., Ahmedabad Jahresabschluss nach IFRS
DESMA USA, Inc., Hebron Jahresabschluss nach IFRS
Desma Slovakia s.r.o., Povazska Bystrica  
DESMA Rubber Injection Machinery (Wuxi) Co. Ltd., Wuxi  
KHS Korea Co. Ltd., Seoul Jahresabschluss nach IFRS
KHS Filling and Packaging Equipment (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai Jahresabschluss nach IFRS
Salzgitter Finance B.V., Oosterhout  
2. Nicht in den Konzern einbezogene Tochterunternehmen  
a) Inland  
Mannesmannröhren-Werke Qualifizierungsgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr EAV, Geschäftsjahr bis 31.12.2014
Klöckner PET International GmbH, Salzgitter Geschäftsjahr bis 31.12.2014
NMP Systems GmbH, Düsseldorf Geschäftsjahr bis 31.12.2014
Salzgitter Hydroforming Verwaltungs GmbH, Crimmitschau Geschäftsjahr bis 31.12.2014
Salzgitter Mannesmann Dritte Verwaltungsgesellschaft mbH, Salzgitter EAV, Geschäftsjahr bis 31.12.2014
GVG Grundbesitz- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Salzgitter Geschäftsjahr bis 31.12.2014
KHS Corpoplast Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg Geschäftsjahr bis 31.12.2014
SMS Immobilie Rheinhafen Verwaltungs-GmbH, Karlsruhe Geschäftsjahr bis 31.12.2014
b) Ausland  
Salzgitter Mannesmann International (México) S.A. de C.V., Mexico D.F. Geschäftsjahr bis 31.12.2014
UNIVERSAL Aciers Sarl, Couzon au Mont d'Or Geschäftsjahr bis 31.12.2014
UNIVERSAL OCEL spol. s r.o., Prag Geschäftsjahr bis 31.12.2014
UNIVERSAL-Stal Sp. z o.o., Gliwice Geschäftsjahr bis 31.12.2014
Salzgitter Mannesmann Trade (Beijing) Co., Ltd., Beijing Geschäftsjahr bis 31.12.2014
Salzgitter Mannesmann International (HK) Ltd., Hongkong Geschäftsjahr bis 31.12.2014
Salzgitter Mannesmann International Tehran (Private Joint Stock Company), Teheran Geschäftsjahr bis 31.12.2014
Salzgitter Mannesmann Distributie S.R.L., Bukarest Geschäftsjahr bis 31.12.2014
Salzgitter Mannesmann Pentasteel International (India) Pvt. Ltd., Mumbai Geschäftsjahr bis 31.03.2015
Salzgitter Mannesmann International do Brasil Ltda., São Paulo Geschäftsjahr bis 31.12.2014
Salzgitter Mannesmann Stahlhandel Austria GmbH, Gratkorn Geschäftsjahr bis 31.12.2014
KHS Machine &Equipment (Qinhuangdao) Co., Ltd., Qinhuangdao Geschäftsjahr bis 31.12.2014
KHS Machines Nigeria Limited, Lagos Jahresabschluss nach IFRS, Geschäftsjahr bis 31.12.2014
KHS FRANCE S.A.R.L., Bussy Saint Martin Geschäftsjahr bis 31.12.2014, Abschluss ist nicht testiert
KHS Schweiz GmbH, Wolfwil Jahresabschluss nach IFRS, Geschäftsjahr bis 31.12.2014, Abschluss ist nicht testiert
KHS MAKINE SANAYI VE TICARET LIMITED SIRKETI, Istanbul Geschäftsjahr bis 31.12.2014, Abschluss ist nicht testiert
KHS Polska Sp. z o.o., Warschau Jahresabschluss nach IFRS, Geschäftsjahr bis 31.12.2014, Abschluss ist nicht testiert
KHS Andes S. A. S., Bogotá Jahresabschluss nach IFRS, Geschäftsjahr bis 31.12.2014, Abschluss ist nicht testiert
KHS Panamericana SpA, Santiago Jahresabschluss nach IFRS, Geschäftsjahr bis 31.12.2014, Abschluss ist nicht testiert
KHS East Africa Ltd., Nairobi Geschäftsjahr bis 31.12.2014
KHS Myanmar Company Limited, Yangon Gründung oder Neuerwerb im Geschäftsjahr
DESMA Machinery &Engineering Co. Ltd., Guangzhou Geschäftsjahr bis 31.12.2014
KHS Argentina S.A., Buenos Aires Geschäftsjahr bis 31.12.2014
Corpoplast Beverage Equipment (Suzhou) Co., Ltd., Suzhou Geschäftsjahr bis 31.12.2014
Salzgitter Hydroforming s.r.o., Chomutov Geschäftsjahr bis 31.12.2014
3. Gemeinschaftsunternehmen (entspr. Gemeinsame Vereinbarungen nach IFRS 11)  
a) Inland  
EUROPIPE GmbH, Mülheim an der Ruhr  
MÜLHEIM PIPECOATINGS GmbH, Mülheim an der Ruhr  
Hüttenwerke Krupp Mannesmann Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Duisburg Jahresabschluss nach IFRS
b) Ausland  
EUROPIPE France S.A., Grande Synthe  
Berg Steel Pipe Corporation, Wilmington  
Berg Spiral Pipe Corporation, Wilmington  
BERG EUROPIPE Holding Corp., New York  
4. Assoziierte Unternehmen  
a) Inland  
Aurubis AG, Hamburg Geschäftsjahr bis 30.09.2015
5. Beteiligungen an anderen Unternehmen  
a) Inland  
ERZKONTOR RUHR GMBH, Essen Geschäftsjahr bis 30.09.2015
DEUTRANS Rohstoff- und Recycling-Logistik GmbH, Braunschweig Geschäftsjahr bis 31.12.2014
EUROPIPE 1. Verwaltungsgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr Geschäftsjahr bis 31.12.2014, Abschluss ist nicht testiert
HKM Rohstoffhandel GmbH, Duisburg Geschäftsjahr bis 31.12.2014
Mannesmannröhren Logistic GmbH, Ratingen Geschäftsjahr bis 31.12.2014
EUROPIPE Projekt GmbH, Mülheim an der Ruhr Geschäftsjahr bis 31.12.2014, Abschluss ist nicht testiert
Industriepark Salzgitter-Watenstedt Entwicklungs-GmbH, Salzgitter Geschäftsjahr bis 31.12.2014
Wohnungsbaugesellschaft mit beschränkter Haftung Salzgitter, Salzgitter Geschäftsjahr bis 31.12.2014
WBV Wohnbau Betreuungs &Verwaltungs GmbH, Salzgitter EAV, Geschäftsjahr bis 31.12.2014
b) Ausland  
Mannesmann Coating Kazakhstan, Kulsary Geschäftsjahr bis 31.12.2014, Abschluss ist nicht testiert
Ertsoverslagbedrijf Europoort C.V., Europoort Rotterdam Geschäftsjahr bis 30.09.2015
B.V. Stuwadoors-Maatschappij Kruwal, Europoort Rotterdam Geschäftsjahr bis 30.09.2015
Borusan Mannesmann Boru Yatirim Holding A.S., Istanbul Geschäftsjahr bis 31.03.2015
Berg Europipe Corp., Wilmington  
TAPIOMETALL Müszaki Kereskedelm Kft., Tápiószele Geschäftsjahr bis 31.12.2014, Abschluss ist nicht testiert
Salzgitter (West Africa) Ltd., Lagos ruhende Geschäftstätigkeit, Geschäftsjahr bis 30.09.1993, Abschluss ist nicht testiert
KHS-Zagora AD, Stara Zagora Geschäftsjahr bis 31.12.2014, Abschluss ist nicht testiert
Impuls AD, Gabrovo Geschäftsjahr bis 31.12.2014
KHS AG (Thailand) Ltd., Bangkok Geschäftsjahr bis 31.12.2014

Grundlagen des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss basiert auf den von unabhängigen Abschlussprüfern geprüften Abschlüssen des Mutterunternehmens Salzgitter AG (SZAG) sowie der einzubeziehenden Gesellschaften. Die SZAG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Braunschweig, Deutschland, unter HRB 9207 eingetragen und hat ihren Sitz in Salzgitter. Die Anschrift des Vorstands der SZAG ist Eisenhüttenstraße 99, 38239 Salzgitter.

Maßgeblich für die Erstellung des Konzernabschlusses der SZAG sind die am Bilanzstichtag in der Europäischen Union verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften des International Accounting Standards Board (IASB) sowie die ergänzend anzuwendenden Vorschriften des § 315a Abs. 1 HGB. Diese Standards sowie die darauf beruhenden Interpretationen bilden die Grundlage der konzerneinheitlich anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze. Sämtliche sich daraus ergebende Anforderungen wurden ausnahmslos erfüllt, sodass der Konzernabschluss im Einklang mit den anzuwendenden Bilanzierungsvorschriften (IFRS) erstellt wurde. Die Aufstellung des Konzernabschlusses der SZAG erfolgt in Euro. Soweit nicht anders vermerkt, werden die Beträge in Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Dadurch können sich Abweichungen zu den ungerundeten Beträgen ergeben.

Am 8. Dezember 2015 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft (www.salzgitter-ag.de) dauerhaft zugänglich gemacht. Die Entsprechenserklärung ist ebenfalls im Kapitel "Corporate Governance" des Geschäftsberichts abgedruckt.

Konzernabschluss und -lagebericht wurden am 25. Februar 2016 durch den Vorstand zur Weiterleitung an den Aufsichtsrat freigegeben. Sie werden abschließend im Bundesanzeiger offengelegt.

Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Auswirkungen aufgrund freiwillig geänderter Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

In den IFRS findet sich keine detaillierte Vorgabe zur Darstellung der Eigenkapitalveränderungsrechnung. Zwar muss die Eigenkapitalveränderungsrechnung für jede Eigenkapitalkomponente eine Überleitungsrechnung der Buchwerte vom Beginn zum Ende der Berichtsperiode enthalten, der Begriff Eigenkapitalkomponente und die Gliederung der Eigenkapitalveränderungsrechnung sind jedoch nicht genau festgelegt. Bisher wurden die Neubewertungseffekte aus Pensionszusagen sowie die Steuereffekte aus der Gesamtergebnisrechnung in der Spalte "Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Ab diesem Geschäftsjahr werden die Neubewertungseffekte aus Pensionszusagen in den Gewinnrücklagen und die Effekte aus Anteilen an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen in den "Anderen Rücklagen" erfasst, die Steuereffekte werden den Eigenkapitalkomponenten, in denen der grundlegende Sachverhalt erfasst wird, zugeordnet.

Sowohl die bisherige als auch die gegenwärtig angewendete Vorgehensweise sind grundsätzlich mit den IFRS vereinbar. Allerdings werden durch den Ausweis der Neubewertungseffekte aus Pensionszusagen in den "Sonstigen Gewinnrücklagen" und die Zuordnung der Steuereffekte zu den Eigenkapitalkomponenten zusätzlich Informationen bereitgestellt, die zuverlässig und gleichzeitig für den Abschlussadressaten relevanter sind. Diese Einschätzung ergibt sich insbesondere aus der verbesserten Vergleichbarkeit der dadurch veröffentlichten Informationen. Aufgrund dieser freiwilligen Darstellungsänderung wurden die Vorjahreswerte der Eigenkapitalveränderungsrechnung angepasst.

Die beschriebenen Anpassungen bei der Darstellung der Eigenkapitalveränderungsrechnung haben auch Auswirkungen auf die Darstellung innerhalb der Gesamtergebnisrechnung, die deswegen ebenfalls retrospektiv angepasst wurde. Hier werden die Steuereffekte zukünftig den Positionen zugeordnet, in denen die ihnen zugrunde liegenden Sachverhalte erfasst sind.

Auch die Darstellung in der Bilanz wurde aufgrund der geänderten Darstellung in der Eigenkapitalveränderungsrechnung angepasst. Hier erfolgt nun korrespondierend ein gesonderter Ausweis der "Anderen Rücklagen"

Eine Überleitung der Vorjahreswerte von Gesamtergebnis- und Eigenkapitalveränderungsrechnung findet sich unter "(46) Anpassungen aufgrund geänderter Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" Die vorgenommene Änderung hat keinen Einfluss auf das unverwässerte bzw. verwässerte Ergebnis je Aktie.

Ebenfalls geändert wurde die Bilanzierung von Rechten zur Emission von CO2 -Gasen. In der Vergangenheit wurden diese, soweit vorgesehen ist, die Emissionsrechte für die Produktion zu verwenden, unter den Vorräten bilanziert. Zukünftig erfolgt der Ausweis unter den immateriellen Vermögenswerten. Beide Vorgehensweisen sind grundsätzlich mit den IFRS vereinbar. Durch den Ausweis unter den immateriellen Vermögenswerten werden allerdings, aufgrund der verbesserten Vergleichbarkeit, Informationen bereitgestellt, die zuverlässig und gleichzeitig für den Abschlussadressaten relevanter sind. Eine grundsätzlich notwendige Anpassung der Vorjahreswerte erfolgt in diesem Zusammenhang nicht, da zu den Vorjahresstichtagen Emissionsrechte nur in geringfügigem Umfang bilanziert wurden. Somit ergeben sich auch keine sonstigen Angabepflichten aus der freiwilligen Änderung einer Bilanzierungsmethode.

Auswirkungen erstmalig angewendeter neuer beziehungsweise geänderter Standards

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Standard/Interpretation Anwendungspflicht im Geschäftsjahr Übernahme durch EU-Kommission1) Auswirkungen
  Annual Improvements der IFRS (Zyklus 2011-2013)2) 2015 ja keine
IFRIC 21 Abgaben 2015 ja keine

1) am 3112 2015
2) Geringfügige Änderungen zu einer Vielzahl an Standards (IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13, IAS 40)

Voraussichtliche Auswirkung zukünftig anzuwendender neuer beziehungsweise geänderter Standards

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Standard/Interpretation Anwendungspflicht im Geschäftsjahr Übernahme durch EU-Kommission1) Voraussichtliche Auswirkungen
  Annual Improvements der IFRS (Zyklus 2010-2012)2) 2016 ja Anhangangaben
  Annual Improvements der IFRS (Zyklus 2012-2014)3) 2016 ja keine
IAS 1 Änderungen - Disclosure Initiative 2016 ja keine
IAS 16 IAS 38 Änderungen - Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden 2016 ja keine
IAS 16 IAS 41 Änderungen - Fruchttragende Pflanzen 2016 ja keine
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer - Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge 2016 ja keine
IFRS 10 IFRS 12 IAS 28 Änderung - Investmentgesellschaften - Anwendung der Konsolidierungsausnahme 2016 nein keine
IFRS 11 Änderungen - Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten 2016 ja keine
IAS 12 Änderungen - Ansatz aktiver latenter Steuern auf unrealisierte Verluste 2017 nein nicht absehbar
IFRS 9 Finanzinstrumente 2018 nein keine wesentlichen (auf Basis erster, deduktiver Überlegungen)
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen inkl. Änderung des Erstanwendungszeitpunkts 2018 nein keine wesentlichen (auf Basis einer Analyse)
IFRS 16 Leasing 2019 nein nicht absehbar
IFRS 10 IAS 28 Änderung - Veräußerung von Vermögenswerten eines Investors an bzw. Einbringung in sein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen auf unbestimmte Zeit verschoben nein nicht absehbar

1) am 31 12 2015
2) Geringfügige Änderungen zu einer Vielzahl an Standards (IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24, IAS 38)
3) Geringfügige Änderungen zu einer Vielzahl an Standards (IFRS 5, IFRS 7, IAS 19, IAS 34)

Konsolidierungsgrundsätze und -methoden

Tochterunternehmen

Alle wesentlichen Tochterunternehmen werden vollständig in den Konzernabschluss einbezogen. Tochterunternehmen sind Gesellschaften, über die die SZAG gem. IFRS 10 mittelbar oder unmittelbar die Verfügungsgewalt besitzt und daraus positive wie negative variable Rückflüsse erhält, deren Höhe durch die Verfügungsgewalt beeinflusst werden kann (Beherrschung).

Diese Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt vollständig in den Konzernabschluss einbezogen, in dem die Möglichkeit der Beherrschung beginnt. Änderungen der Beteiligungsquote der SZAG an einem Tochterunternehmen, die nicht zum Ende der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktion bilanziert.

Endet die Möglichkeit des Konzerns, ein Tochterunternehmen zu beherrschen, scheidet es aus dem Konsolidierungskreis aus. Dabei werden alle Vermögenswerte und Schulden sowie alle nicht beherrschenden Anteile und andere Bestandteile des Eigenkapitals ausgebucht. Ein entstehender Gewinn oder Verlust wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Jeder zurückbehaltene Anteil am ehemaligen Tochterunternehmen wird zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt des Verlustes der Beherrschung bewertet. Sofern den aus dem Konsolidierungskreis ausscheidenden Beteiligungsgesellschaften Geschäfts- und Firmenwerte zugeordnet waren, die vor dem 1. Oktober 1995 erworben wurden, wird die in der Vergangenheit vorgenommene erfolgsneutrale Verrechnung mit den Gewinnrücklagen nicht aufgehoben.

Unternehmenszusammenschlüsse werden gemäß IFRS 3 entsprechend der Erwerbsmethode bilanziert, wenn der Konzern die Beherrschung erlangt. Die Gegenleistung für einen Erwerb ist zu bestimmen aus der Summe der zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte der entrichteten Vermögenswerte, der eingegangenen oder übernommenen Schulden und der vom Konzern emittierten Eigenkapitalinstrumente im Austausch gegen die Beherrschung des erworbenen Unternehmens. Es besteht ein Wahlrecht bei einem nicht 100 %igen Anteilserwerb, den Goodwill aus einem Erwerb nach der "Full Goodwill Method" voll aufzudecken, d. h. auch in Höhe des Anteils, der den Minderheiten zuzurechnen ist. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten sind bei Anfall in voller Höhe erfolgswirksam zu erfassen. Nachfolgende Änderungen der beizulegenden Zeitwerte sind gegen die Erwerbskosten zu berichtigen, sofern es sich um Berichtigungen innerhalb des Bewertungszeitraumes handelt. Alle sonstigen Änderungen des beizulegenden Zeitwertes einer als ein Vermögenswert oder als eine Schuld eingestuften bedingten Gegenleistung sind gemäß den entsprechenden IFRS-Regelungen zu bilanzieren. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes einer bedingten Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, werden nicht erfasst. Ansonsten werden spätere Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der bedingten Gegenleistung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten sind - sofern sie die Ansatzbedingungen gemäß IFRS 3 erfüllen - zu ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt zu erfassen. Der Bewertungszeitraum ist der Zeitraum vom Erwerbszeitpunkt bis zu dem Zeitpunkt, in dem der Konzern vollständige Informationen über Fakten und Umstände zum Erwerbszeitpunkt erlangt hat, jedoch maximal ein Jahr vom Erwerbszeitpunkt an.

Im Falle eines sukzessiven Unternehmenszusammenschlusses ist der zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zu dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert neu zu bestimmen und der daraus resultierende Gewinn oder Verlust gegebenenfalls in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im sonstigen Ergebnis zu erfassen.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs des Tochterunternehmens. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden konzerninterne Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge eliminiert, im Rahmen der Schuldenkonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften. Zwischenergebnisse aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr werden unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebniswirksam bereinigt. Die Anteile konzernfremder Dritter am Eigenkapital der konsolidierten Gesellschaften werden innerhalb des Eigenkapitals gesondert ausgewiesen. Bei Vermögenswerten und Verpflichtungen, die in fremder Währung valutieren, sind grundsätzlich die Anschaffungskosten mit dem Umrechnungskurs des Stichtags anzusetzen, an dem die Realisation des Anschaffungsvorgangs eingetreten ist.

Gemeinsame Vereinbarungen

Vereinbarungen, bei denen die SZAG mit einem oder mehr Partnerunternehmen vertraglich die gemeinschaftliche Führung ausübt, werden gem. IFRS 11 als gemeinsame Vereinbarungen (Joint Arrangements) klassifiziert. Bei der Bilanzierung der gemeinsamen Vereinbarungen wird zwischen Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) und gemeinschaftlichen Tätigkeiten (Joint Operations) unterschieden.

Die Unterscheidung ist von den Rechten und Verpflichtungen der Parteien abhängig. Gemeinschaftliche Tätigkeiten zeichnen sich dadurch aus, dass die Parteien Rechte an den Vermögenswerten besitzen und Verpflichtungen für die Schulden der Vereinbarung haben, wohingegen die Parteien bei Gemeinschaftsunternehmen Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung besitzen. Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert, gemeinschaftliche Tätigkeiten werden anteilig in den Konzernabschluss einbezogen (anteilige Anwendung der Konsolidierungsvorschriften).

Assoziierte Unternehmen

Darüber hinaus werden gem. IAS 28 diejenigen Beteiligungen an Gesellschaften als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert, bei denen die SZAG die Möglichkeit hat, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Beteiligungsunternehmens mitzuwirken, aber weder eine Beherrschung noch eine gemeinschaftliche Führung vorliegt (maßgeblicher Einfluss).

Die Bestimmung der Zeitpunkte für die Aufnahme und für das Ausscheiden aus dem Kreis der nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften erfolgt analog zu den für Tochterunternehmen geltenden Grundsätzen. Die assoziierten Unternehmen sind auf der Grundlage der Neubewertungsmethode auf den Zeitpunkt des Erwerbs mit ihrem anteiligen Eigenkapital angesetzt. Der Equity-Bewertung liegt jeweils der letzte geprüfte Jahresabschluss oder bei einem vom Konzernabschluss abweichenden Geschäftsjahr ein Zwischenabschluss auf den 31. Dezember zugrunde.

Beteiligungen

Kann die SZAG keinen maßgeblichen Einfluss ausüben sowie auch keine finanz- und geschäftspolitischen Maßnahmen durchsetzen, werden die Anteile an den Gesellschaften gemäß IAS 39 als Beteiligungen bilanziert.

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst neben dem Jahresabschluss der Muttergesellschaft die Jahresabschlüsse von 61 (Vorjahr 59) inländischen und 43 (Vorjahr 34) ausländischen verbundenen Unternehmen. Das Geschäftsjahr der SZAG und ihrer im Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften entspricht grundsätzlich dem Kalenderjahr.

Unverändert zum Vorjahr wird eine inländische Gesellschaft als gemeinschaftliche Tätigkeit anteilig in den Konzernabschluss einbezogen. Bei dieser Gesellschaft handelt es sich um die Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM), Duisburg, an der die Salzgitter Mannesmann GmbH zu 30 % beteiligt ist. Die Geschäftstätigkeit der HKM besteht darin, die Gesellschafterinnen mit Vormaterial zu beliefern. Aus diesem Grund ist das HKM-Geschäftsergebnis insbesondere von den Aufträgen der Gesellschafterinnen abhängig, sodass diese auch die Rechte auf die Vermögenswerte und die Verpflichtungen für die Schulden übernehmen.

Im Berichtsjahr werden unverändert zum Vorjahr drei inländische und vier ausländische Gesellschaften nach der Equity-Methode bilanziert. Als assoziiertes Unternehmen wird die Aurubis AG, Hamburg, an der die Salzgitter Mannesmann GmbH zu 25 % beteiligt ist, nach der Equity-Methode bilanziert. An den Gesellschaften der EUROPIPE-Gruppe, Mülheim, ist die Salzgitter Mannesmann GmbH zu 50 % beteiligt. Die Gesellschafterinnen, die gemeinschaftlich die Führung ausüben, sind vertraglich am Nettovermögen der Gesellschaften der EUROPIPE-Gruppe beteiligt, nicht an einzelnen Vermögenswerten und Schulden. Bei den Gesellschaften der EUROPIPE-Gruppe handelt es sich um Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden.

Zusammensetzung und Entwicklung des Konsolidierungskreises (ohne SZAG) und des Kreises der nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften:

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Stand 31.12.2014 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2015
Vollkonsolidierte Tochterunternehmen 93 11 - 104
davon Inland 59 2 - 61
davon Ausland 34 9 - 43
Anteilig konsolidierte Unternehmen 1 - - 1
davon Inland 1 - - 1
davon Ausland - - - -
Nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen 7 - - 7
davon Inland 3 - - 3
davon Ausland 4 - - 4

Die Zugänge betreffen 11 in- und ausländische - bisher aus Unwesentlichkeitsgründen - nicht konsolidierte Gesellschaften der Geschäftsbereiche Handel und Technologie, die im Geschäftsjahr 2015 erstmalig in den Konzernabschluss der SZAG einbezogen wurden. Daneben wurden im Geschäftsjahr 2015 drei bisher nicht konsolidierte Tochterunternehmen durch Verschmelzung, eines durch Anwachsung mit bereits konsolidierten Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen.

Wegen ihrer auch insgesamt geringen Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden weiterhin 8 (Vorjahr 14) inländische und 25 (Vorjahr 35) ausländische Tochtergesellschaften nicht konsolidiert. Bei den Gesellschaften handelt es sich vor allem um nicht operative Mantel- bzw. Holdinggesellschaften sowie sehr kleine Vertriebs- oder Immobiliengesellschaften.

Als Teil des Jahresabschlusses der SZAG ist die Aufstellung des gesamten Anteilsbesitzes nach § 285 Nr. 11 HGB beim elektronischen Unternehmensregister www.unternehmensregister.de sowie unter dem Punkt "Finanzberichte" auf www.salzgitter-ag.com/de/investor-relations abrufbar.

Währungsumrechnung

In den Einzelabschlüssen der Gesellschaften werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung bewertet. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Kursverluste aus der Bewertung von Forderungen bzw. Verbindlichkeiten werden berücksichtigt. Gewinne und Verluste aus Kursänderungen werden ergebniswirksam berücksichtigt.

Die Jahresabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Da die Gesellschaften aus Sicht der SZAG ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht überwiegend selbstständig betreiben, entspricht die jeweilige funktionale Währung der Währung des Sitzlandes dieser Unternehmen. Bei zwei Gesellschaften entspricht die funktionale Währung nicht der Währung des Sitzlandes. Eine Gesellschaft betreibt ihre Geschäfte in Euro, die andere in US-Dollar. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden erfolgt zum Stichtagskurs; die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und damit das in der Erfolgsrechnung ausgewiesene Jahresergebnis werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die sich daraus ergebenden Differenzen werden bis zur Veräußerung der Tochtergesellschaft erfolgsneutral erfasst.

Bei der Umrechnung der Eigenkapitalfortschreibung von ausländischen Unternehmen, die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden, wird entsprechend vorgegangen. Differenzen gegenüber der Vorjahresumrechnung werden erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden mit Jahresdurchschnittskursen, Veränderungen der Rücklagen mit Stichtagskursen umgerechnet.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten wesentlichen Wechselkurse haben sich wie folgt entwickelt:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
Fremdwährung pro 1
31.12.2015 31.12.2014 2015 2014
Australischer Dollar 1,4897 1,4829 1,4777 1,4719
Brasilianischer Real 4,3117 3,2207 3,7004 3,1211
Chinesischer Renminbi 7,0608 7,5358 6,9733 8,1857
Dänische Krone 7,4626 7,4453 7,4587 7,4548
Britisches Pfund 0,7340 0,7789 0,7258 0,8061
Indische Rupie 72,0215 76,7190 71,1956 81,0406
Japanischer Yen 131,0700 145,2300 134,3140 140,3061
Kanadischer Dollar 1,5116 1,4063 1,4186 1,4661
Koreanischer Won 1.280,7800 1.324,8000 1.256,5444 1.398,1424
Mexikanischer Peso 18,9145 17,8679 17,6157 17,6550
Polnischer Sloty 4,2639 4,2732 4,1841 4,1843
Russischer Rubel 80,6736 72,3370 68,0720 50,9518
Schwedische Krone 9,1895 9,3930 9,3534 9,0985
Südafrikanischer Rand 16,9530 14,0353 14,1723 14,4037
Tschechische Krone 27,0230 27,7350 27,2792 27,5359
Ukrainische Hrywnja 26,0119 19,0752 24,1290 15,7828
Ungarischer Forint 315,9800 315,5400 309,9956 308,7061
US-Dollar 1,0887 1,2141 1,1095 1,3285

Schätzungen und Annahmen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Alle Schätzungen und Annahmen werden so getroffen, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt wird. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis berücksichtigt.

Werthaltigkeit der Vermögenswerte

Zu jedem Bilanzstichtag hat der Konzern einzuschätzen, ob irgendein auslösendes Ereignis dafür vorliegt, dass der Buchwert einer Sachanlage, einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie oder eines immateriellen Vermögenswertes wertgemindert sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes geschätzt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Zur Ermittlung des Nutzungswertes sind die diskontierten künftigen Cashflows des betreffenden Vermögenswertes zu bestimmen. Die Schätzung der diskontierten künftigen Cashflows beinhaltet wesentliche Annahmen wie insbesondere solche bezüglich der künftigen Verkaufspreise und Verkaufsvolumina, der Kosten und der Diskontierungszinssätze. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die Schätzungen der relevanten erwarteten Nutzungsdauern, die Annahmen bezüglich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung der Industriezweige, in denen der Konzern tätig ist, und die Einschätzungen der diskontierten künftigen Cashflows angemessen sind, könnte durch eine Veränderung der Annahmen oder Umstände eine Veränderung der Analyse erforderlich werden. Hieraus könnten in der Zukunft zusätzliche Wertminderungen oder Wertaufholungen resultieren, falls sich die vom Management identifizierten Trends umkehren oder sich die Annahmen und Schätzungen als falsch erweisen sollten.

Umsatzrealisierung bei kundenspezifischer Auftragsfertigung

Bestimmte Konzerngesellschaften, insbesondere des Geschäftsbereichs Technologie, tätigen einen Teil ihrer Geschäfte als kundenspezifische Fertigungsaufträge, die nach der "Percentage-of-Completion-Methode'' bilanziert werden. Bei Anwendung dieser Methode werden die Umsätze entsprechend dem tatsächlichen Grad der Fertigstellung (Cost-to-Cost-Methode) erfasst. Die Ermittlung des Fertigstellungsgrades erfordert eine exakte Schätzung der gesamten Auftragskosten, der bis zur Fertigstellung noch anfallenden Kosten, der gesamten Auftragserlöse und der Auftragsrisiken sowie andere Annahmen. Das Management der operativen Einheiten überprüft kontinuierlich alle Schätzungen und Annahmen, die im Rahmen der Fertigungsaufträge erforderlich sind, und passt diese gegebenenfalls an.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Da der Konzern in zahlreichen Ländern operativ tätig ist und dort Einkünfte erzielt, unterliegt er in einer Vielzahl von Steuerhoheiten den unterschiedlichsten Steuergesetzen. Um die weltweiten Steuerverbindlichkeiten des Konzerns zu bestimmen, sind daher wesentliche Beurteilungen erforderlich. Die Passivierung potenzieller Steuerrisiken im Konzern erfolgt auf Basis einer bestmöglichen Schätzung. Dabei geht das Management davon aus, eine vernünftige Einschätzung steuerlicher Unwägbarkeiten getroffen zu haben. Im Falle bestimmter Ereignisse kann nicht zugesichert werden, dass sich der tatsächliche Ausgang solcher steuerlicher Unwägbarkeiten mit der ursprünglichen Einschätzung deckt. Etwaige Unterschiede könnten in der jeweiligen Periode, in der die Angelegenheit endgültig entschieden wird, Auswirkungen auf die Steuerverbindlichkeiten und die latenten Steuern haben.

Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt der Konzern, auf Basis des 3-jährigen Planungszeitraums, ob die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile für den Ansatz aktiver latenter Steuern hinreichend wahrscheinlich ist. Dies erfordert vom Management unter anderem die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben, sowie die Berücksichtigung weiterer positiver und negativer Faktoren. Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern könnten sich verringern, falls die Schätzungen der geplanten steuerlichen Einkommen und der durch zur Verfügung stehende Steuerstrategien erzielbaren Steuervorteile gesenkt werden oder falls Änderungen der aktuellen Steuergesetzgebung den zeitlichen Rahmen oder den Umfang der Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile beschränken.

Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Bilanzierung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen erfolgt in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen. Um künftige Ereignisse zu antizipieren, beruhen die versicherungsmathematischen Bewertungen auf statistischen und anderen Faktoren. Diese beinhalten als wesentliche Prämissen die erwarteten Gehalts- und Rentensteigerungen sowie Sterbewahrscheinlichkeiten. Aufgrund von Unterschieden zwischen den verwendeten Faktoren und der tatsächlichen Entwicklung können die versicherungsmathematisch ermittelten Werte von den tatsächlichen Zahlungsverpflichtungen abweichen. Welche Auswirkungen sich daraus auf den Verpflichtungsbarwert ergeben könnten, wird im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse bei den Erläuterungen zur Bilanz unter den Angaben zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen dargestellt. Dort wird ebenfalls dargestellt, welche Auswirkung eine Änderung des Rechnungszinses auf den Verpflichtungsbarwert hat. Der dargestellte Effekt hat jedoch auf die tatsächliche Zahlungsverpflichtung keinerlei Einfluss, sondern wirkt sich lediglich auf den bilanzierten Verpflichtungsbarwert aus.

Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer, im Regelfall zwischen 3 und 5 Jahre, abgeschrieben.

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, sofern der Zufluss eines verlässlich schätzbaren Nutzen für den Konzern wahrscheinlich ist und die Herstellungskosten zuverlässig bemessen werden können. Die Herstellungskosten selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte werden auf Basis direkt zurechenbarer Kosten ermittelt. Es werden Kosten einbezogen, die zur Schaffung, Herstellung und Vorbereitung der Vermögenswerte erforderlich sind, um diese für den vom Management des Konzerns beabsichtigten Gebrauch betriebsbereit zu machen. Diese immateriellen Vermögenswerte werden in der Regel über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Die im Rahmen von Kaufpreisallokationen identifizierten Vermögenswerte werden über Zeiträume zwischen 5 und 19 Jahren planmäßig linear abgeschrieben.

Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass den Entwicklungsausgaben mit hinreichender Wahrscheinlichkeit künftige Finanzmittelzuflüsse gegenüberstehen werden. Der Entwicklungsprozess ist von einer Forschungsphase zu unterscheiden. Entwicklung ist die Anwendung des Forschungsergebnisses und findet vor Beginn der kommerziellen Produktion oder Nutzung statt. Falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung nicht gegeben sind, werden die Aufwendungen im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam erfasst.

Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen dabei alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie ebenfalls direkt zurechenbare Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Die Abschreibung erfolgt linear ab dem Produktionsbeginn über die vorgesehene Nutzungsdauer der entwickelten Anlagenmodelle.

Rechte zur Emission von CO2 -Gasen werden, soweit vorgesehen ist, die Emissionsrechte für die Produktion zu verwenden, unter den immateriellen Vermögenswerten bilanziert. Erstausstattungen an Emissionsrechten, die unentgeltlich erworben worden sind, werden mit Anschaffungskosten von null Euro erfasst. Entgeltlich erworbene Emissionsrechte werden zu Anschaffungskosten erfasst. Werterhöhungen der aktivierten Emissionsrechte werden nur im Rahmen einer Veräußerung realisiert.

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Erhaltene Investitionszuschüsse werden als Minderung der Anschaffungs- und Herstellungskosten gezeigt. Die Restbuchwerte und die wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und ggf. angepasst.

Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen werden auf Basis direkt zurechenbarer Kosten ermittelt.

Kosten für die regelmäßige Wartung und Reparatur von Gegenständen des Sachanlagevermögens werden als Aufwand verrechnet. Erneuerungs- und Erhaltungsaufwendungen werden nur dann als nachträgliche Herstellungskosten aktiviert, wenn sie zu einer wesentlichen Verlängerung der Nutzungsdauer, einer erheblichen Verbesserung oder einer bedeutenden Nutzungsänderung der Sachanlage führen.

Wesentliche Bestandteile von Gegenständen des Sachanlagevermögens, die in regelmäßigen Zeitabständen eines Ersatzes bedürfen, werden als eigenständige Vermögenswerte aktiviert und über deren wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:

Wirtschaftliche Nutzungsdauern

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Gebäude inklusive als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 10 bis 50 Jahre
Grundstückseinrichtungen 5 bis 40 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 33 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20 Jahre

Leasing

Der Konzern tritt sowohl als Leasingnehmer als auch als Leasinggeber auf. Bei der Nutzung von gemieteten Sachanlagen sind die Voraussetzungen des Finanzierungsleasings nach IAS 17 erfüllt, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum in Verbindung stehen, auf die betreffende Konzerngesellschaft übertragen wurden.

Bei Vorliegen eines Mehrkomponentenvertrages wird entsprechend IFRIC 4 von einem Leasingverhältnis ausgegangen, wenn die Erfüllung des Vertrages von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes abhängt und der Vertrag die Übertragung dieses Nutzungsrechts regelt. In diesen Fällen werden die jeweiligen Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert und linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit des Leasingvertrages abgeschrieben. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind abgezinst als Verbindlichkeit passiviert.

Werden Vermögenswerte in einem Finanzierungsleasing genutzt, wird der Barwert der Leasingzahlungen als Leasingforderung angesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen Bruttoforderung und Barwert der Forderung wird als unrealisierter Finanzertrag erfasst. Leasingerträge werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses nach der Annuitätenmethode erfasst, aus der sich eine konstante Verzinsung der Leasingforderung ergibt.

Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Teil des Nutzens und der Risiken aus dem Eigentum am Leasingobjekt beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating Leasing qualifiziert. Die unter diesen Leasingverhältnissen zu leistenden Leasingraten werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umfassen Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder langfristigen Wertsteigerungen gehalten und nicht in der Produktion oder für Verwaltungszwecke eingesetzt werden. Sie werden nach IAS 40 mit den fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert ("Cost Model").

Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung von außerplanmäßigen Abschreibungen. Transaktionskosten werden in die erstmalige Bewertung einbezogen. Im Konzernanhang erfolgt die Angabe des beizulegenden Zeitwertes dieser Immobilien, der nach international anerkannten Bewertungsmethoden wie zum Beispiel der DCF-Methode ermittelt wird oder, soweit aktuelle Marktpreise vergleichbarer Immobilien verfügbar sind, aus diesen abgeleitet wird. Für den wesentlichen Teil der Immobilienbestände werden in regelmäßigen Abständen Bewertungen von unabhängigen Gutachtern vorgenommen (max. alle 5 Jahre). Diese Wertermittlung basiert ab dem Geschäftsjahr 2013 auf einer alternativen Potenzialnutzung, der sog. Highest-and-Best-Use-Methode gemäß IFRS 13.

Finanzielle Vermögenswerte - Kategorisierung

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte

Derivate gelten als zu Handelszwecken gehalten, sofern sie nicht in einer dokumentierten Sicherungsbeziehung zu Grundgeschäften stehen. Die Option, Finanzinstrumente bei erstmaligem Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte zu designieren (Fair Value Option), wird im Salzgitter-Konzern nicht ausgeübt.

Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen

Darlehen und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie entstehen, wenn der Konzern Geld, Güter oder Dienstleistungen direkt einem Schuldner bereitstellt. Auch erworbene Forderungen sind hier einzuordnen. Darlehen und Forderungen sind in der Bilanz in den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten enthalten.

Derivate mit dokumentierter Sicherungsbeziehung

Diese Finanzinstrumente lassen sich nicht als "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" einstufen, da Derivate aus dieser Kategorie explizit ausgeschlossen werden. Sie bilden somit systematisch eine weitere Kategorie.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die keiner der anderen dargestellten Kategorien zuzurechnen sind.

Finanzielle Vermögenswerte - Ansatz und Bewertung

Erst- und Folgebewertung

Reguläre Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag angesetzt, dem Tag, an dem sich der Konzern zum Kauf bzw. Verkauf eines Vermögenswertes verpflichtet.

Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrer ersten Erfassung zum beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Finanzinstrumente werden den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern.

Finanzinstrumente, die nicht der Kategorie "Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte" angehören, werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt.

Finanzinstrumente der Kategorien "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte", "Derivate mit dokumentierter Sicherungsbeziehung" und der Kategorie "Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte" werden in der Folgebewertung mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die Folgebewertung der Kategorie "Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen" erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode.

Die beizulegenden Zeitwerte notierter Anteile bemessen sich nach den Schlusskursen im elektronischen Handel. Die Bewertung unwesentlicher nicht börsennotierter Anteile erfolgt zu Anschaffungskosten, weil kein Preis eines aktiven Marktes verfügbar ist und der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann.

Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgt durch eigene Berechnungen. Basierend auf den EZB-Referenzkursen der jeweiligen Währungspaare und den Zinsdifferenzen der jeweiligen Laufzeiten der Devisenterminkontrakte wurden die für den Abschlussstichtag geltenden Terminkurse (Outrightkurse) ermittelt. Dabei wurden ausgehend von standardisierten Laufzeiten die Zinsdifferenzen der tatsächlichen Laufzeiten durch Interpolation ermittelt. Die Informationen zu den standardisierten Laufzeiten wurden einem handelsüblichen Marktinformationssystem entnommen. Die ermittelte Differenz des vertraglich vereinbarten Fremdwährungsbetrages zum Kontraktterminkurs und zum Stichtagsterminkurs wird auf den Bilanzstichtag vorwiegend mit dem Euribor-Zinssatz entsprechend der Restlaufzeit abgezinst.

Die Bewertung der sonstigen Derivate erfolgt grundsätzlich anhand von Berechnungen der Bankpartner mit anerkannten Methoden (zum Beispiel Black-Scholes, Heath-Jarrow-Morton). Eingebettetete Derivate werden mithilfe der Black-Scholes-Methode bewertet, wobei die Berechnungsparameter auf Daten aus beobachtbaren Märkten basieren. Bei wesentlichen Marktwerten wird das Adressenausfallrisiko in Form eines Kreditrisikoabschlags berücksichtigt.

Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Änderung des beizulegenden Zeitwertes von Finanzinstrumenten der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" werden im Eigenkapital erfasst. Wenn Vermögenswerte dieser Kategorie veräußert werden, werden die im Eigenkapital kumulierten Anpassungen des beizulegenden Zeitwertes erfolgswirksam als Gewinne bzw. Verluste aus finanziellen Vermögenswerten in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Wertanpassung und Ausbuchung

Wertänderungen des beizulegenden Zeitwertes von derivativen Finanzinstrumenten, die sich nicht für das Hedge Accounting qualifizieren, werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Zu jedem Bilanzstichtag wird für finanzielle Vermögenswerte, die nicht der Kategorie "Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte" angehören, überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung des finanziellen Vermögenswertes bzw. der Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen.

Wertminderungen von Finanzinstrumenten der Kategorien "Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen" werden erfolgswirksam erfasst; Zuschreibungen erfolgen ebenfalls erfolgswirksam.

Im Falle von Finanzinstrumenten, die als "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" klassifiziert sind, wird ein wesentlicher oder andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwertes als Wertminderung erfolgswirksam berücksichtigt. Einmal in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Wertminderungen von Eigenkapitalinstrumenten werden erfolgsneutral rückgängig gemacht; Wertminderungen von Schuldinstrumenten werden erfolgswirksam rückgängig gemacht.

Eine Wertminderung finanzieller Vermögenswerte der Kategorie "Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen" wird vorgenommen, sobald objektive Hinweise auf eine Wertminderung wie beispielsweise erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder Vertragsbruch vorliegen.

Finanzinstrumente werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat.

Saldierung von Finanzinstrumenten

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nur dann saldiert und als Nettobetrag in der Bilanz ausgewiesen, wenn es einen Rechtsanspruch darauf gibt und beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. Der Rechtsanspruch auf Saldierung darf nicht von einem künftigen Ereignis abhängen und muss sowohl im normalen Geschäftsverlauf als auch im Falle eines Ausfalls, einer Insolvenz oder eines Konkurses durchsetzbar sein.

Hedge Accounting

Die Methode zur Erfassung von Gewinnen oder Verlusten von Derivaten hängt davon ab, ob das Derivat als Sicherungsinstrument designiert wurde, und, wenn dies der Fall ist, von der Art der Sicherungsbeziehung. Der Konzern designiert Derivate entweder als Sicherung des beizulegenden Zeitwertes eines bilanzierten Vermögenswertes bzw. einer Verbindlichkeit (Fair Value Hedge), als Sicherung von Zahlungsströmen aus einer höchstwahrscheinlich künftig eintretenden Transaktion oder als Sicherung des Währungsrisikos einer festen Verpflichtung (beides Cashflow Hedge).

Fair Value Hedge

Die Marktwertänderungen von Derivaten, die als Fair Value Hedge zu qualifizieren sind, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gemeinsam mit den - dem gesicherten Risiko zurechenbaren - Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der gesicherten Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten erfasst.

Cashflow Hedge

Der effektive Teil der Marktwertänderungen von Derivaten, die für eine Absicherung von Zahlungsströmen oder zur Währungssicherung fester Verpflichtungen bestimmt sind und qualifizierte Hedges darstellen, wird im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil der Wertänderungen wird dagegen direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam berücksichtigt. Im Eigenkapital ausgewiesene Beträge werden in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht und als Ertrag oder Aufwand erfasst, in der das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Resultiert eine abgesicherte zukünftige Transaktion jedoch im Ansatz eines nicht-finanziellen Vermögenswertes (zum Beispiel Vorratsvermögen) oder einer Verbindlichkeit, werden die zuvor im Eigenkapital erfassten Gewinne oder Verluste in die Erstbewertung der Anschaffungskosten des Vermögenswertes oder der Verbindlichkeit mit einbezogen (Basis Adjustment). Wenn ein Sicherungsinstrument ausläuft, veräußert wird oder das Sicherungsgeschäft nicht mehr die Kriterien für Hedge Accounting erfüllt, so verbleibt der kumulierte Gewinn oder Verlust im Eigenkapital und wird erst dann in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die zugrunde liegende Transaktion eintritt.

Wird der Eintritt der zukünftigen Transaktion nicht länger erwartet, sind die kumulierten Gewinne oder Verluste, die direkt im Eigenkapital erfasst wurden, sofort in die Gewinn- und Verlustrechnung umzubuchen. Bewegungen in der Rücklage für Cashflow Hedges im Eigenkapital werden im Eigenkapitalspiegel sowie in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Durchschnittskosten oder einzeln zugeordneten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Die Herstellungskosten werden auf der Grundlage der Normalbeschäftigung ermittelt. Im Einzelnen enthalten die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die produktionsbezogenen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich fertigungsbedingter Abschreibungen. Bei Vorliegen eines qualifizierten Vermögenswertes werden Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Ergeben sich am Abschlussstichtag niedrigere Werte aufgrund gesunkener Nettoveräußerungswerte, so werden diese angesetzt. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert gestiegen ist, wird die daraus resultierende Wertaufholung als Minderung des Materialaufwands bzw. Bestandsveränderung erfasst.

Durch ausreichend bemessene Wertkorrekturen wird allen erkennbaren Lagerungs- und Bestandsrisiken mit Auswirkung auf den erwarteten Nettoveräußerungswert Rechnung getragen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie selbst erzeugte Rohstoffe werden mit Konzernherstellungskosten bewertet, die neben den Einzelkosten auch die auf systematischer Basis ermittelten oder zugerechneten variablen und fixen Gemeinkosten enthalten.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von Wertminderungen bewertet. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dann vorgenommen, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Objektive Hinweise sind dabei zum Beispiel erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner. Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus dieser Forderung, diskontiert mit dem Effektivzinssatz. Die Wertminderung wird erfolgswirksam erfasst.

Kundenspezifische Auftragsfertigung

Nach IAS 11 werden die Auftragsumsätze und -ergebnisse jedes Auftrags entsprechend dem tatsächlichen Grad der Fertigstellung ermittelt (Percentage-of-Completion-Methode). Der Fertigstellungsgrad wird aus dem Verhältnis zwischen den bislang angefallenen Auftragskosten und den geschätzten Gesamtkosten zum jeweiligen Stichtag errechnet. Die entsprechenden Auftragskosten werden sofort bei entsprechendem Anfall erfolgswirksam. Ist das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht zuverlässig ermittelbar, werden Erlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen werden von den unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen Forderungen aus Fertigungsaufträgen abgesetzt. Soweit die erhaltenen Anzahlungen einzelner Fertigungsaufträge die Forderungen aus Fertigungsaufträgen übersteigen, wird der überschüssige Betrag unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Wenn voraussichtlich die gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse überschreiten, wird der erwartete Verlust sofort als Aufwand erfasst und, soweit er die bereits angefallenen Auftragskosten übersteigt, als Verbindlichkeit aus Auftragsfertigung ausgewiesen.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Langfristige Vermögenswerte (oder Gruppen von Vermögenswerten und Schulden) werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten bewertet, wenn ihr Buchwert im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst werden wird statt durch fortgesetzte betriebliche Nutzung.

Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden aufgrund von Versorgungszusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistung gebildet. Die Bildung von Rückstellungen erfolgt dabei ausschließlich für leistungsorientierte Versorgungszusagen, bei denen das Unternehmen den Arbeitnehmern einen bestimmten Versorgungsumfang garantiert. In diesen Rückstellungen sind auch Verpflichtungen zur Zahlung von Überbrückungsgeldern in Sterbefällen enthalten.

Grundlage für die Bewertung der Versorgungsverpflichtungen sind versicherungsmathematische Annahmen und Berechnungen. Die leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen werden nach dem von den IFRS vorgeschriebenen üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen, die Nettozinsen im Zinsergebnis. Die Neubewertungen werden im Jahr ihres Entstehens vollständig ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.

Wesentliche angewandte versicherungsmathematische Prämissen im Salzgitter-Konzern:

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31.12.2015 31.12.2014
Rechnungszins 2,25 % 2,00 %
Gehaltstrend 2,75 % 2,75 %
Rententrend 1,75 % 1,75 %

Die Basis zur Ermittlung des Rechnungszinses bilden die Renditen hochwertiger Unternehmensanleihen. Es werden dabei alle Unternehmensanleihen mit einer Mindestlaufzeit von zehn Jahren berücksichtigt, die von wenigstens einer der führenden Ratingagenturen mindestens ein AA-Rating erhalten haben. Um einen zur Duration der Verpflichtung adäquaten Zinssatz zu erhalten, erfolgt eine Extrapolation entlang der Zinsstrukturkurve von Staatsanleihen, die von wenigstens einer der führenden Ratingagenturen mindestens ein AAA-Rating erhalten haben.

Bei der Bewertung der Sterbewahrscheinlichkeiten der Berechtigten wurden unverändert die Heubeck-Richttafeln 2005 G verwendet. Wie bereits in den Vorjahren werden bei den beim Essener Verband geführten Empfängern die zur Anwendung kommenden Richttafeln von Prof. Heubeck (RT 2005 G) für die Rückstellungsbewertung in Bezug auf die Lebenserwartung angepasst, da dadurch für diesen Personenkreis eine realitätsnähere Bewertung der Verpflichtungen erfolgt. Im Geschäftsjahr 2015 wurden die Lebenserwartungen der Essener Verbands-Empfänger erneut überprüft und aktualisiert, und die Fortführung der Modifikation wurde im Wesentlichen bestätigt.

Ertragsteuern

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt gemäß IAS 12 nach der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode. Danach werden für temporäre Differenzen zwischen den im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden zukünftig wahrscheinlich eintretende Steuerent- und -belastungen bilanziert.

Zum 31. Dezember 2015 werden die latenten Steuern inländischer Kapitalgesellschaften mit einem Gesamtsteuersatz von 30,8 % (Vorjahr 30,6 %) bewertet. Dieser Steuersatz setzt sich zusammen aus dem im Konzern geltenden 15,0 %igen Gewerbesteuersatz (Vorjahr: 14,8 %) und dem 15,8 %igen Körperschaftsteuersatz (inklusive Solidaritätszuschlag; Vorjahr: 15,8 %).

Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen.

Die aus der Nutzung von als zukünftig realisierbar eingeschätzten Verlustvorträgen erwarteten Steuerersparnisse werden aktiviert. Bei der Bewertung eines aktivierten Vermögenswertes für zukünftige Steuerentlastungen wird die Wahrscheinlichkeit der Realisierung des erwarteten Steuervorteils berücksichtigt.

Die Vermögenswerte aus zukünftigen Steuerentlastungen umfassen aktive latente Steuern aus temporären Differenzen zwischen den in der Konzernbilanz angesetzten Buchwerten und steuerlichen Wertansätzen sowie die Steuerersparnisse aus als zukünftig realisierbar eingeschätzten Verlustvorträgen.

Latente Steueransprüche in einem Steuerhoheitsgebiet werden mit latenten Steuerschulden desselben Gebietes verrechnet, wenn das Unternehmen einen Anspruch auf Verrechnung tatsächlicher Steuerschulden und Steueransprüche hat und die Steuern von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden; die Verrechnung erfolgt, soweit sich die Fristigkeiten entsprechen.

Ertragsteuerschulden werden - vorausgesetzt, sie bestehen in demselben Steuerhoheitsgebiet und sind hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig - mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert. Die Veränderung der latenten Ertragsteuerschulden wird unter Ziffer (21) erläutert.

Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen werden für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, deren Eintritt wahrscheinlich zu einer Vermögensbelastung führen wird. Sie werden unter Berücksichtigung aller daraus erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit Erstattungsansprüchen verrechnet. Rückstellungen werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten

Da der Salzgitter-Konzern Finanzinstrumente beim erstmaligen Ansatz nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten designiert (Nichtanwendung der Fair-Value-Option), fallen unter diese Kategorie ausschließlich die Derivate, die nicht im Hedge Accounting abgebildet werden.

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag und dem Rückzahlungsbetrag wird dann über die Laufzeit der Ausleihung unter Anwendung der Effektivzinsmethode verteilt.

Ausbuchung

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden als kurzfristige Verbindlichkeiten klassifiziert, sofern die Begleichung der Verbindlichkeit innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag erfolgen wird.

Aufgegebener Geschäftsbereich

Ist die Stilllegung eines Unternehmensbestandteils als aufgegebener Geschäftsbereich zu klassifizieren, sind die daraus resultierenden finanziellen Auswirkungen gesondert darzustellen. Dabei wird das Nachsteuerergebnis eines aufgegebenen Geschäftsbereiches in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Gesamtergebnisrechnung in einer gesonderten Zeile angegeben und im Rahmen gesonderter Erläuterungen ausführlich dargestellt. Dies betrifft ebenfalls die Vorjahreswerte. Auch die Netto-Cashflows aus laufender Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit für den stillgelegten Geschäftsbereich werden gesondert in den zusätzlichen Erläuterungen dargestellt. Das Ergebnis je Aktie für den aufgegebenen Geschäftsbereich wird im Anhang angegeben.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Die Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen aus Warenverkäufen erfolgt dann, wenn die Vermögenswerte geliefert worden sind sowie der Gefahrenübergang stattgefunden hat, also wesentliche Chancen und Risiken des Eigentums auf den Käufer übergegangen sind und die Höhe der realisierbaren Umsätze verlässlich ermittelt werden kann. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde. Keine Umsätze werden ausgewiesen, wenn wesentliche Risiken bezüglich des Erhalts der Gegenleistung oder einer möglichen Warenrückgabe bestehen. Im Übrigen werden Umsätze unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatte ausgewiesen.

Bei kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden die Umsätze nach dem Leistungsfortschritt realisiert (Percentage-of-Completion-Methode).

Dividenden werden vereinnahmt, wenn der Anspruch rechtlich entstanden ist. Zinsaufwendungen und -erträge werden zeitanteilig erfasst. Im Rahmen von Konsolidierungskreisänderungen werden erworbene Dividendenansprüche im Rahmen der Kapitalkonsolidierung erfolgsneutral erfasst.

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erst bilanziert, wenn die notwendigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind und zu erwarten ist, dass die Zuwendungen tatsächlich gewährt werden. Vermögenswertbezogene Zuwendungen werden grundsätzlich als Abzug von den Anschaffungs-/Herstellungskosten bilanziert. Erfolgsbezogene Zuwendungen werden als sonstige betriebliche Erträge erfasst. Sofern sich eine erfolgsbezogene Zuwendung auf zukünftige Geschäftsjahre bezieht, wird sie periodengerecht abgegrenzt und der Anteil für zukünftige Perioden in einen Abgrenzungsposten eingestellt.

Wertminderungen von Vermögenswerten (Impairment Test)

Spätestens zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte seiner immateriellen Vermögenswerte und seines Sachanlagevermögens, um festzustellen, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag ermittelt und mit dem Buchwert des betreffenden Vermögenswertes verglichen. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht ermittelt werden, erfolgt ein Impairment-Test auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu der der Vermögenswert gehört. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit den jeweils erzielbaren Betrag, ist der Vermögenswert wertgemindert und wird auf seinen erzielbaren Betrag außerplanmäßig abgeschrieben. Wenn der Grund für eine früher vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung nachhaltig entfallen ist, wird eine Zuschreibung vorgenommen.

Finanzrisikomanagement

Durch seine Geschäftstätigkeit ist der Konzern verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt: Dem Marktrisiko (Fremdwährungs-, Zins- und Marktpreisrisiko), dem Kredit- sowie einem Liquiditätsrisiko. Das übergreifende Risikomanagement des Konzerns zielt darauf ab, potenziell negative Auswirkungen von Entwicklungen der Finanzmärkte auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren.

Das Risikomanagement erfolgt eigenständig durch die Tochter- und Beteiligungsgesellschaften der SZAG, entsprechend den vom Vorstand verabschiedeten Leitlinien. Das Management gibt sowohl die Prinzipien für das bereichsübergreifende Risikomanagement vor als auch Richtlinien für bestimmte Bereiche, wie zum Beispiel die Absicherung von Fremdwährungsrisiken, Zins- und Kreditrisiken, den Einsatz von Finanzinstrumenten sowie die Anlage von Liquiditätsüberschüssen.

Fremdwährungsrisiko

Der Konzern ist international tätig und infolgedessen Fremdwährungsrisiken ausgesetzt, die auf Wechselkursänderungen diverser Währungspaare basieren. Fremdwährungsrisiken entstehen aus erwarteten zukünftigen Transaktionen und bilanzierten Vermögenswerten und Schulden. Diese entstehen, wenn Transaktionen auf eine Währung lauten, die nicht der funktionalen Währung des Unternehmens entspricht. Auf Ebene der Konzernunternehmen werden grundsätzlich Devisentermingeschäfte mit der Inhouse-Bank des Konzerns zur Absicherung der Kalkulationsbasis abgeschlossen. Die Inhouse-Bank des Konzerns entscheidet im Rahmen der jeweils gültigen Absicherungsstrategie über den Einsatz geeigneter Finanzinstrumente.

Im Konzern werden bei Vorliegen einer effektiven Sicherungsbeziehung bei Abschluss der Transaktion die Sicherungsbeziehung zwischen Sicherungsinstrument und Grundgeschäft sowie das Ziel seines Risikomanagements und die zugrunde liegende Strategie dokumentiert. Im Konzern wird bei Beginn der Sicherungsbeziehung und danach fortlaufend die Einschätzung, ob die Derivate, die in der Sicherungsbeziehung verwendet werden, hocheffektiv die Änderungen des Zeitwertes oder der Cashflows des Grundgeschäfts kompensieren, überprüft.

Kreditrisiko

Bezüglich möglicher Kreditrisiken existieren im Konzern Handlungsvorschriften sowie ein effizientes Forderungsmanagement, die sicherstellen, dass Verkäufe nur getätigt werden, wenn der Kunde in der Vergangenheit ein angemessenes Zahlungsverhalten aufgewiesen hat. Verträge über derivative Finanzinstrumente und Finanztransaktionen werden nur mit Finanzinstituten guter Bonität abgeschlossen. Der Konzern hat eine Geschäftspolitik, die das Kreditrisiko im Hinblick auf die einzelnen Finanzinstitute auf einen bestimmten Betrag beschränkt. Hinsichtlich der Finanzinstitute bestanden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine wesentlichen Risikokonzentrationen.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsmanagement des Konzerns schließt eine ausreichende Reserve an flüssigen Mitteln, handelbaren Wertpapieren und die Möglichkeit zur Finanzierung durch bilaterale Kreditlinien, einen mittelfristigen Konsortialkreditrahmen sowie Kapitalmarktinstrumente ein.

Cashflow- und Fair-Value-Zinsrisiko

Das Zinsrisiko des Konzerns entsteht durch verzinsliche Forderungen und Verbindlichkeiten. Eine variable Verzinsung setzt den Konzern einem Cashflow-Zinsrisiko aus, welches den Zinsaufwand bzw. die Zinserträge beeinflusst. Aus den festverzinslichen Verbindlichkeiten entsteht ein Fair-Value-Zinsrisiko, das sich bei einer Bilanzierung der Finanzinstrumente zu Zeitwerten bilanziell auswirkt.

Marktpreisrisiko

Dem Risiko aus schwankenden Marktpreisen, insbesondere bei der Beschaffung von Rohstoffen und Energie, begegnet der Salzgitter-Konzern durch mittelfristige Preis- und Lieferkontrakte.

Kapitalrisikomanagement

Zur Verringerung der Kapitalkosten verfolgt der Konzern das Ziel, die Erträge der Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Dabei wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können.

Um die Kapitalstruktur beizubehalten oder zu optimieren, obliegt es dem Konzern, die Höhe der Dividendenzahlungen anzupassen, Kapitalrückzahlungen an die Anteilseigner zu tätigen, neue Aktien auszugeben oder Vermögenswerte zum Zwecke der Schuldenreduktion zu veräußern.

Weitere Ausführungen sind im Konzernlagebericht im Abschnitt IV.2. "Finanz- und Vermögenslage" und dem "Risikobericht" enthalten.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

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in Mio. € 2015 2014
Aufgliederung nach Produktgruppen    
Flachstahl 3.856,7 4.147,8
Profilstahl 681,0 720,8
Rohre 1.299,1 1.338,5
Abfüll- und Verpackungsanlagen 1.298,8 1.166,5
Sonstige 1.365,9 1.511,7
  8.501,5 8.885,2
Aufgliederung nach Regionen    
Inland 3.822,8 4.196,2
Übrige EU 1.754,2 1.790,4
Übriges Europa 281,4 313,6
Amerika 1.196,4 1.042,1
Asien 789,3 781,3
Afrika 624,4 731,7
Australien/Ozeanien 32,9 29,9
  8.501,5 8.885,2

Die Aufteilung der Umsatzerlöse enthält eine zusätzliche Darstellung nach Produktgruppen, die nicht der Segmentberichterstattung entspricht.

Die Umsatzerlöse enthalten Erlöse nach der "Percentage-of-Completion-Methode" in Höhe von 750,1 Mio. € (Vorjahr 665,9 Mio. €).

(2) Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen

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in Mio. € 2015 2014
Veränderungen des Bestandes an unfertigen und fertigen Erzeugnissen - 61,0 39,7
Andere aktivierte Eigenleistungen 10,1 9,4
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen - 50,9 49,1

(3) Sonstige betriebliche Erträge

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in Mio. € 2015 2014
Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen 133,7 161,3
Erträge aus Wechselkursveränderungen 62,6 36,5
Erträge aus der Bewertung von Finanzderivaten und Fremdwährungspositionen 27,2 97,8
Betriebliche Nebenerträge 17,5 15,1
Kostenweiterbelastungen 8,3 9,4
Miet-, Pacht- und Lizenzerträge 6,8 7,2
Rückerstattungen früherer Jahre 5,7 2,0
Versicherungserstattungen 4,8 5,1
Erträge aus dem Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögens 4,3 9,0
Zuschüsse 3,6 9,0
Erträge aus Anlagenverkäufen 2,7 3,5
Erträge aus abgeschriebenen Forderungen 1,3 1,7
Erstattungen Bundesanstalt für Arbeit 0,6 4,0
Übrige Erträge 29,5 34,2
Sonstige betriebliche Erträge 308,6 395,8

Die "Übrigen Erträge" enthalten eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten konsolidierter Unternehmen.

(4) Materialaufwand

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in Mio. € 2015 2014
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 5.226,7 5.827,1
Aufwendungen für bezogene Leistungen 422,7 400,9
Materialaufwand 5.649,4 6.228,0

(5) Personalaufwand

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in Mio. € 2015 2014
Löhne und Gehälter 1.335,7 1.298,6
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 285,3 274,6
davon Altersversorgung [130,9] [130,2]
Personalaufwand 1.621,0 1.573,2

Im Geschäftsjahr 2015 betrug die Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen im Salzgitter-Konzern 98,8 Mio. € (Vorjahr 103,5 Mio. €). Der Dienstzeitaufwand für leistungsorientierte Pensionszusagen betrug im Geschäftsjahr 32,1 Mio. € (Vorjahr 26,7 Mio. €).

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Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (ohne Mitarbeiter in passiver Altersteilzeit) 2015 2014
Gewerbliche Arbeitnehmer 13.904 14.130
Angestellte 9.773 9.514
Konzernmitarbeiter 23.677 23.644

Von den Konzernmitarbeitern entfallen 913 (Vorjahr 904) auf gemeinschaftliche Tätigkeiten.

(6) Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die planmäßigen Abschreibungen beinhalten Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sowie Sachanlagen und sind im Anlagespiegel dargestellt. Ergänzend dazu werden in diesem Abschnitt die außerplanmäßigen Abschreibungen erläutert. Im vorliegenden Geschäftsjahr wurden keine derartigen Wertminderungsaufwendungen berücksichtigt.

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in Mio. € 2015 2014
Technische Anlagen und Maschinen - 3,8
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung - 0,2
Wertminderungsaufwendungen - 4,0

Die Wertminderungsaufwendungen werden nach den Vorschriften des IAS 36 ermittelt. Eine Abschreibung erfolgt dabei auf den höheren Betrag von Nutzungswert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten.

Ein Werthaltigkeitstest wird bei immateriellen Vermögenswerten, bei Sachanlagen sowie bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte durchgeführt.

Basis für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ist die vom Management erstellte aktuelle Planung für die drei Folgejahre (Level 3 der Bewertungshierarchie). Die Planungsprämissen werden jeweils an den aktuellen Erkenntnisstand angepasst; dem liegen allgemeine Wirtschafts- und Konjunkturdaten zugrunde, die durch eigene Einschätzungen ergänzt wurden. Hierbei werden insbesondere Grundannahmen im Bereich der Wechselkurse, der Absatz- und Beschaffungspreise sowie Produktions- und Absatzmengen herangezogen.

Die Ermittlung des Nettoveräußerungspreises erfolgte nach der Discounted-Cashflow-Methode unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 5,43 % (Vorjahr 5,02 %) für den Geschäftsbereich Technologie bzw. von 5,97 % (Vorjahr 5,90 %) für die übrigen Geschäftsbereiche.

(7) Sonstige betriebliche Aufwendungen

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in Mio. € 2015 2014
Fremdleistungen und Rückstellungsbildung 320,5 284,9
Vertriebsaufwendungen 302,9 300,6
Verwaltungskosten einschl. Versicherungskosten, Gebühren, Honorare sowie Beratungskosten 87,3 86,5
Werbung/Information und Reisekosten 65,4 59,3
Verluste aus Wechselkursveränderungen 57,8 35,3
Mieten und Pachten 34,9 33,5
Wertberichtigungen auf Forderungen 25,8 12,1
Aufwendungen aus der Bewertung von Finanzderivaten und Fremdwährungspositionen 24,4 80,5
EDV-Kosten 19,8 19,7
Sonstige Steuern 18,3 18,2
Soziale Sach- u. Personalkosten 17,5 16,3
Verlust aus Anlagenabgängen 11,4 11,4
Aufwendungen für den Finanz- und Geldverkehr 8,1 6,7
Abschreibungen auf langfristige finanzielle Vermögenswerte 0,4 3,8
Übrige Aufwendungen 43,3 56,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.037,8 1.025,5

Innerhalb der "Fremdleistungen" werden die Aufwendungen für empfangene Dienstleistungen für Schadenbeseitigung, Instandhaltung und Reinigung der technischen Anlagen, Betriebs- sowie Bürogebäude ausgewiesen. In der Position "Verwaltungskosten einschl. Versicherungskosten, Gebühren, Honorare sowie Beratungskosten" sind Versicherungsaufwendungen in Höhe von 31,2 Mio. € (Vorjahr 30,4 Mio. €), Aufwendungen für Gebühren, Honorare und Gutachten in Höhe von 7,6 Mio. € (Vorjahr 9,5 Mio. €) sowie Beratungskosten in Höhe von 18,4 Mio. € (Vorjahr 15,4 Mio. €) enthalten. Daneben ist in diesem Posten, ebenso wie in der Position "Übrige Aufwendungen", eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten der konsolidierten Unternehmen enthalten.

(8) Beteiligungsergebnis

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in Mio. € 2015 2014
Beteiligungsergebnis 13,8 31,8

(9) Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen

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in Mio. € 2015 2014
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 15,8 - 10,7

(10) Finanzierungserträge

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in Mio. € 2015 2014
Erträge aus Ausleihungen 1,0 1,2
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 34,3 31,9
Finanzierungserträge 35,3 33,1

(11) Finanzierungsaufwendungen

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in Mio. € 2015 2014
Netto-Zinsaufwand (Pensionsverpflichtungen) 47,4 66,8
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 65,8 80,5
Finanzierungsaufwendungen 113,2 147,3

(12) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

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in Mio. € 2015 2014
Ertragsteuern    
laufender Steueraufwand/Steuerertrag (+/-) 51,3 39,1
latenter Steueraufwand/Steuerertrag (+/-) 6,7 - 25,0
  58,0 14,1
davon periodenfremd [17,7] [- 7,8]
Gesamt 58,0 14,1

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 58,0 Mio. € betreffen das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die periodenfremden Ertragsteuern betreffen latente und tatsächliche Steuererträge für Vorjahre.

Die Erhöhung der laufenden Ertragsteuern auf 51,3 Mio. € resultiert insbesondere aus dem Anstieg zu erwartender Steuernachzahlungen für Vorjahre einer inländischen Konzerngesellschaft. Insgesamt entfallen auf das Inland laufende Ertragsteuern von 35,5 Mio. € (Vorjahr 16,7 Mio. €). Der Anstieg der latenten Steueraufwendungen auf 6,7 Mio. € ist im Wesentlichen begründet durch die Realisierung der temporären Differenzen bei inländischen Konzerngesellschaften.

Durch die Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verlustvorträge wurde der tatsächliche Steueraufwand um 2,5 Mio. € (Vorjahr 3,4 Mio. €) gemindert.

Zukünftige Dividendenzahlungen führen zu keinen ertragsteuerlichen Konsequenzen. Für Körperschaftsteuerminderungsguthaben deutscher Gesellschaften sind Ansprüche in Höhe von 0,5 Mio. € (Vorjahr 0,8 Mio. €) bilanziert.

Auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzposten entfallen die folgenden bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern:

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in Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Aktivisch Passivisch Aktivisch Passivisch
Immaterielle Vermögenswerte 6,9 10,6 8,1 10,7
Sachanlagen 63,1 160,3 69,7 157,7
Finanzielle Vermögenswerte 0,7 2,1 0,5 1,4
Kurzfristige Vermögenswerte 22,0 54,4 19,8 87,1
Pensionsrückstellungen 227,3 - 221,8 -
Sonstige Rückstellungen 75,8 6,0 85,9 6,6
Sonderposten mit Rücklageanteil - 3,2 - 3,6
Verbindlichkeiten 37,6 5,0 37,0 3,3
Sonstige Posten 6,9 - 47,8 3,2
Gesamt 440,3 241,6 490,6 273,6

Zusammensetzung der aktivierten Steuerersparnisse aus zukünftig realisierbaren Verlustvorträgen:

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in Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Körperschaftsteuer 39,6 37,8
Gewerbesteuer 33,9 31,7
Aktivierte Steuerersparnisse 73,5 69,5

Entwicklung der aktivierten Steuerersparnisse aus zukünftig realisierbaren Verlustvorträgen:

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in Mio. € 2015 2014
Aktivierte Steuerersparnisse 1.1. 69,5 62,1
Veränderung des Konsolidierungskreises 0,2 0,1
Aktivierung von Steuerersparnissen aus Verlustvorträgen 10,9 24,1
Wertberichtigung von Verlustvorträgen - 0,6 0,0
Nutzung von Verlustvorträgen - 6,5 - 16,8
Aktivierte Steuerersparnisse 31.12. 73,5 69,5

Durch die ab 2004 in Deutschland eingeführte "Mindestbesteuerung" werden die steuerlichen Verlustvorträge bis zu einem Betrag von 1 Mio. € unbeschränkt, darüber hinaus nur noch zu 60 % mit dem laufenden steuerlichen Ergebnis verrechnet.

Für einige Inlandsgesellschaften wurden für gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1.575,6 Mio. € (Vorjahr 1.528,8 Mio. €) sowie körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1.926,4 Mio. € (Vorjahr 2.033,7 Mio. €) keine latenten Steuern aktiviert, da aus heutiger Sicht die Möglichkeit der Nutzung als unwahrscheinlich einzuschätzen ist. Die steuerlichen Verlustvorträge sind zeitlich unbegrenzt nutzbar.

Für ausländische nicht werthaltige Verlustvorträge in Höhe von 77,8 Mio. € (Vorjahr 91,8 Mio. €) wurden ebenfalls keine aktiven latenten Steuern aktiviert. Davon sind 68,8 Mio. € (Vorjahr 80,0 Mio. €) unbegrenzt, 6,5 Mio. € (Vorjahr 7,6 Mio. €) begrenzt innerhalb der nächsten 5 Jahre und 2,5 Mio. € (Vorjahr 4,2 Mio. €) begrenzt innerhalb der nächsten 20 Jahre nutzbar. Zusätzlich wurden für in- und ausländische Gesellschaften auf abzugsfähige temporäre Differenzen keine aktiven latenten Steuern in Höhe von 99,8 Mio. € (Vorjahr 183,8 Mio. €) gebildet.

Bei Konzerngesellschaften, die im laufenden oder vorherigen Geschäftsjahr steuerliche Verluste erzielt haben, sind zum 31. Dezember 2015 aufgrund zukünftig zu erwartender steuerpflichtiger Erträge latente Steueransprüche in Höhe von 5,8 Mio. € (Vorjahr 272,8 Mio. €) ausgewiesen.

Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand (+) bzw. -ertrag (-):

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in Mio. € 2015 2014
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 64,7 73,2
Erwarteter Ertragsteuerertrag (30,8 %; Vorjahr 30,6 %) 19,9 22,4
Steueranteil für:    
Unterschiede aus Steuersätzen 0,5 - 0,5
Auswirkungen von gesetzlichen Steuersatzänderungen - 0,4 0,0
Steuergutschriften - 4,2 - 0,4
steuerfreie Erträge - 8,6 - 10,7
steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen und sonstige permanente Differenzen 23,6 17,2
Effekte aus temporären Differenzen und Verlusten    
ohne Bildung latenter Steuern 19,1 11,8
Neueinschätzung aktivierter Vorteile - 7,2 - 14,5
Nutzung von zuvor nicht aktivierten Vorteilen - 2,5 - 3,4
periodenfremde Steueraufwendungen und -erträge 17,7 - 7,8
sonstige Abweichungen 0,1 0,0
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand/-ertrag 58,0 14,1

Der tatsächliche Ertragsteueraufwand von 58,0 Mio. € weicht gegenüber dem erwarteten Ertragsteueraufwand von 19,9 Mio. € um insgesamt 38,1 Mio. € ab. Dies resultiert im Wesentlichen aus Effekten aus der steuerlichen Nichtabzugsfähigkeit von Aufwendungen, der Nichtaktivierung latenter Steuern auf laufende Verluste sowie periodenfremden Steueraufwendungen. Dem stehen insbesondere Effekte aus steuerfreien Erträgen und aus der Neueinschätzung aktivierter Vorteile gegenüber.

Der Steueraufwand des aufgegebenen Geschäftsbereichs beträgt 0,0 Mio. € (Vorjahr 2,6 Mio. €).

(13) Ergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich

Die HSP Hoesch Spundwand und Profil Gesellschaft mit beschränkter Haftung (HSP) erstellt und vertreibt schwere Profilstahlerzeugnisse, insbesondere Spundwand- und Grubenausbauprofile. Trotz hoher Investitionen erwirtschaftet die Gesellschaft seit Jahren Verluste. Dies ist insbesondere auf die rückläufige Nachfrage im Spundwandmarkt zurückzuführen. Der Vorstand hat daher in seiner Sitzung vom 16. Juni 2015 beschlossen, den Geschäftsbetrieb vollständig einzustellen, um weitere negative Folgen für den Salzgitter-Konzern zu vermeiden. Im Dezember 2015 wurde daraufhin die Produktion und somit das operative Geschäft beendet. Die Gesellschaft HSP und alle dazugehörigen Spundwand-Aktivitäten werden nach den Vorschriften des IFRS 5 als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen.

In der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Ergebnis aus diesem aufgegebenen Geschäftsbereich in einer separaten Zeile gesondert ausgewiesen, getrennt von den Erträgen und Aufwendungen des fortgeführten Bereichs. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres wurde entsprechend angepasst.

Die nachfolgenden Tabellen enthalten eine Überleitung der Gewinn- und Verlustrechnung aus fortgeführten Geschäftsbereichen auf eine Gewinn- und Verlustrechnung, die sowohl den fortgeführten als auch den nicht fortgeführten Geschäftsbereich beinhaltet.

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2015
in Mio. €
Nicht fortgeführter Geschäftsbereich Fortgeführte Geschäftsbereiche Summe
Umsatzerlöse 116,9 8.501,5 8.618,4
Bestandsveränderungen/andere aktivierte Eigenleistungen - 8,3 - 50,9 - 59,2
  108,6 8.450,6 8.559,1
Sonstige betriebliche Erträge 4,3 308,6 312,9
Materialaufwand 96,7 5.649,4 5.746,1
Personalaufwand 53,7 1.621,0 1.674,7
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 2,3 338,0 340,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen 12,0 1.037,8 1.049,8
Beteiligungsergebnis 0,0 13,8 13,8
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 0,0 15,8 15,8
Finanzierungserträge 0,0 35,3 35,4
Finanzierungsaufwendungen 0,3 113,2 113,5
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - 52,1 64,7 12,6
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,0 58,0 58,0
Konzernergebnis - 52,1 6,7 - 45,5
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2014
in Mio. €
Nicht fortgeführter Geschäftsbereich Fortgeführte Geschäftsbereiche Summe
Umsatzerlöse 155,0 8.885,2 9.040,2
Bestandsveränderungen/andere aktivierte Eigenleistungen - 6,7 49,1 42,4
  148,3 8.934,3 9.082,6
Sonstige betriebliche Erträge 1,8 395,8 397,6
Materialaufwand 132,9 6.228,0 6.360,9
Personalaufwand 28,1 1.573,2 1.601,3
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 44,8 337,1 381,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen 32,0 1.025,5 1.057,5
Beteiligungsergebnis 0,0 31,8 31,8
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 0,0 - 10,7 - 10,7
Finanzierungserträge 0,0 33,1 33,1
Finanzierungsaufwendungen 0,7 147,3 148,0
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - 88,4 73,2 - 15,2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2,6 14,1 16,7
Konzernergebnis - 91,0 59,1 - 31,9

In der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsflüsse des gesamten Konzerns inklusive des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs gezeigt. Die Zahlungsflüsse nur für den nicht fortgeführten Geschäftsbereich zeigt die folgende Tabelle.

Verkürzte Kapitalflussrechnung für den nicht fortgeführten Geschäftsbereich

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in Mio. € 2015 2014
Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit - 9,4 - 16,9
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit - 2,2 - 7,6
Mittelabfluss aus der Finanzierung 0,0 0,0
Veränderung des Finanzmittelbestandes des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs - 11,7 - 24,5

(14) Minderheitenanteil

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in Mio. € 2015 2014
Minderheitenanteil am Konzernergebnis 2,6 2,8

Der Minderheitenanteil am Konzernergebnis entfällt im Geschäftsjahr auf folgende Gesellschaften:

Hansaport Hafenbetriebsgesellschaft mbH, Hamburg,

KHS Machinery Pvt. Ltd., Ahmedabad,

KHS RUS OOO, Moskau,

DESMA Slovakia s.r.o., Povazska Bystrica, und

RSE Projektmanagement Holding-Verwaltungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr.

Der Minderheitenanteil am Konzernjahresergebnis entfällt überwiegend auf die Hansaport Hafenbetriebsgesellschaft mbH, Hamburg, mit einem nicht beherrschenden Anteil von 49 %.

(15) Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem auf die Aktionäre der SZAG entfallenden Konzernergebnis und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Inhaberstückaktien ermittelt. Es errechnet sich gemäß IAS 33 mit -0,89 € (Vorjahr -0,64 €) je Aktie.

Eine Verwässerung würde dann eintreten, wenn das Ergebnis je Aktie durch die Ausgabe potenzieller Aktien aus Wandelrechten vermindert wird. Derartige Rechte waren am Bilanzstichtag aus zwei Wandelanleihen vorhanden. Jedoch ergibt sich bei deren Berücksichtigung keine Verringerung des Periodenergebnisses je Aktie aus dem fortzuführenden Geschäft, wodurch diese Wandelrechte zu keiner Verwässerung führen. Mangels Verwässerungseffekts entspricht das verwässerte Ergebnis -0,89 € (Vorjahr -0,64 €) je Aktie dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

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Ausgegebene Aktien Eigene Aktien Aktien im Umlauf Verwässernde potenzielle Aktien
Geschäftsjahresanfang 60.097.000 6.009.700 54.087.300 685.659
Erwerb von eigenen Aktien - - - -
Abgabe von eigenen Aktien - - - -
Veränderung - - - 3.548.407
Geschäftsjahresende 60.097.000 6.009.700 54.087.300 4.234.066
Gewichtete Aktienanzahl 60.097.000 6.009.700 54.087.300 2.755.563
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Ergebnis je Aktie 2015 2014
Konzernergebnis in Mio. € - 45,5 - 31,9
Minderheitenanteil in Mio. € 2,6 2,8
Anteil der Aktionäre der Salzgitter AG in Mio. € - 48,1 - 34,7
aus fortgeführten Geschäftsbereichen in Mio. € 4,1 56,3
aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich in Mio. € - 52,1 - 91,0
Ergebnis je Aktie - unverwässert (in €) - 0,89 - 0,64
aus fortgeführten Geschäftsbereichen (in €) 0,08 1,04
aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich (in €) - 0,97 - 1,68
Verwässertes Ergebnis in Mio. € - 44,4 - 25,6
aus fortgeführten Geschäftsbereichen in Mio. € 7,7 65,4
aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich in Mio. € - 52,1 - 91,0
Ergebnis je Aktie - verwässert (in €) - 0,89 - 0,64

Erläuterungen zur Bilanz

Sämtliche in den Erläuterungen zur Bilanz angegebenen Werte, die sich auf die Gewinn- und Verlustrechnung beziehen, beinhalten sowohl den fortgeführten als auch den nicht fortgeführten Geschäftsbereich. Eine Abstimmung zu den Werten in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie den dazugehörigen Erläuterungen ist insoweit nicht möglich. Diese Besonderheit ergibt sich aus den speziellen Anforderungen an die Bilanzierung eines aufgegebenen Geschäftsbereiches. Eine Überleitung der veröffentlichten Gewinn- und Verlustrechnung des fortgeführten Geschäftsbereiches auf eine Gewinn- und Verlustrechnung inklusive des nicht fortgeführten Geschäftsbereiches ist unter "(13) Ergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich" veröffentlicht.

Langfristige Vermögenswerte

(16) Immaterielle Vermögenswerte

Die Entwicklung der einzelnen Posten der immateriellen Vermögenswerte ist im Anlagespiegel dargestellt.

Die immateriellen Vermögenswerte entfallen auf Vermögenswerte aus dem Bereich der Konzessionen, aktivierten Markennamen und gewerblichen Schutzrechten und Lizenzen sowie erstmals auf die zu Produktionszwecken gehaltenen Rechte zur Emission von CÜ2-Gase deren Ausweis seit dem Geschäftsjahr 2015 unter den sonstigen immateriellen Vermögenswerten erfolgt.

Vom gesamten Bestand der aktivierten Entwicklungskosten wurden im Berichtsjahr 0,1 Mio. € planmäßig (Vorjahr 0,1 Mio. €) abgeschrieben. Die gesamten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtszeitraum 100,6 Mio. € (Vorjahr 101,6 Mio. €) einschließlich 15,3 Mio. € (Vorjahr 12,5 Mio. €) für Externe.

Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen liegen nicht vor.

(17) Sachanlagen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Sachanlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

Die Zugänge bei den technischen Anlagen und Maschinen resultieren überwiegend aus den Geschäftsbereichen Flachstahl und Grobblech / Profilstahl.

Die Buchwerte der gemäß IAS 17 als Finanzierungsleasing aktivierten Vermögenswerte können nachfolgender Tabelle entnommen werden:

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in Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Technische Anlagen und Maschinen 41,5 47,1
Als Finanzierungsleasing aktivierte Vermögenswerte 41,5 47,1

Der Betrag der außerplanmäßigen Abschreibungen ist unter Textziffer (6) dargestellt.

Die Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen haben sich aufgrund von Fremdfinanzierungsbedingungen im Ausland auf 5,2 Mio. € vermindert (Vorjahr 6,5 Mio. €).

Öffentliche Zuwendungen in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr 1,5 Mio. €) wurden von den Anschaffungskosten der Sachanlagen abgesetzt. Die im Zusammenhang mit den öffentlichen Beihilfen stehenden Bedingungen werden zum Stichtag erfüllt.

Im Bereich Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau sind Vorauszahlungen in Höhe von 6,0 Mio. € (Vorjahr: 4,7 Mio. €) enthalten.

(18) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Bei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien handelt es sich um unbebaute und bebaute Grundstücke, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder langfristigen Wertsteigerungen gehalten und nicht zu Produktions- oder Verwaltungszwecken gehalten werden.

Die Immobilien setzen sich wie folgt zusammen:

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in Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Salzgitter Klöckner-Werke GmbH 19,5 19,5
Klöckner DESMA Schuhmaschinen GmbH 1,0 1,1
RSE Grundbesitz und Beteiligungs-GmbH 0,4 0,5
RSE Falkenhagen GmbH 0,5 0,5
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 21,4 21,6

Im Berichtszeitraum sind Mieterträge von 7,5 Mio. € (Vorjahr 4,8 Mio. €) angefallen. Die direkten betrieblichen Aufwendungen betrugen 3,6 Mio. € (Vorjahr 4,4 Mio. €) und sind im Wesentlichen für Objekte angefallen, für die im Berichtsjahr Mieteinnahmen erzielt wurden.

Es bestehen zum Bilanzstichtag keine wesentlichen Verpflichtungen zur Durchführung von Reparaturen, Instandhaltung, Verbesserung etc.

Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien des Konzerns wird unter Anwendung des Ertragswertverfahrens, der Discounted-Cashflow-Methode bzw. mittels Vergleich mit aktuellen Marktwerten vergleichbarer Immobilien ermittelt. Als Inputfaktoren sind unter anderem die erwarteten Mieterträge, mögliche Leerstandskosten sowie Instandhaltungskosten in die Bewertung der beizulegenden Zeitwerte eingeflossen. Die beizulegenden Zeitwerte der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden turnusgemäß von externen Gutachtern bewertet. Die Wertermittlung basiert auf einer alternativen Potenzialnutzung, der sog. Highest-and-Best-Use-Methode gemäß IFRS 13, und ist der Fair-Value-Hierachie in Level 3 einzuordnen.

Zum 31. Dezember 2015 beträgt der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 32,1 Mio. € (Vorjahr 32,1 Mio. €); wesentliche Wertminderungseinflüsse sind nicht bekannt.

(19) Finanzielle Vermögenswerte

Die Entwicklung der einzelnen Posten der finanziellen Vermögenswerte ist im Anlagespiegel dargestellt.

Aufteilung der finanziellen Vermögenswerte:

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in Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Anteile an verbundenen Unternehmen 12,8 16,6
Beteiligungen 10,0 10,0
Wertpapiere des Anlagevermögens 47,8 44,1
Sonstige Ausleihungen 84,0 89,9
Finanzielle Vermögenswerte 154,6 160,6

Der Rückgang der Anteile an verbundenen Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus den in 2015 erfolgten Erstkonsolidierungen sowie den Verschmelzungen von vier bisher nicht konsolidierten Einheiten.

Die sonstigen Ausleihungen entfallen im Wesentlichen auf ein anteilig konsolidiertes Unternehmen.

(20) Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen

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in Mio. € 2015 2014
Anfangsbestand 1.1. 602,1 632,7
Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres 15,8 - 10,7
Dividenden - 11,2 - 12,4
Sonstige Eigenkapitalveränderungen 5,7 - 7,5
Buchwert 31.12. 612,4 602,1

Der beizulegende Zeitwert an der Aurubis AG zum 31. Dezember 2015 beträgt 528,1 Mio. € (Vorjahr 523,2 Mio. €).

Die nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

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Aurubis AG, Hamburg EUROPIPE-Gruppe Summe
in Mio. € 2015 2014 2015 2014 2015 2014
Langfristige Vermögenswerte 1.480,9 1.459,9 178,7 177,8 1.659,6 1.637,7
Kurzfristige Vermögenswerte 2.419,7 2.518,3 594,2 493,4 3.013,9 3.011,7
Langfristige Schulden 964,8 851,4 120,8 125,5 1.085,6 976,9
Kurzfristige Schulden 989,5 1.260,6 423,5 353,3 1.413,0 1.613,9
Umsatzerlöse 10.758,4 11.165,1 888,0 474,7 11.646,5 11.639,8
Gewinn/Verlust 84,1 120,9 1,1 - 60,3 85,3 60,6
Sonstiges Ergebnis 41,4 - 103,0 36,0 - 8,3 77,4 - 111,2
Gesamtergebnis 125,6 18,0 37,1 - 68,6 162,7 - 50,6
Erhaltene Dividende 11,2 12,4 - - 11,2 12,4
Anteil (%) 25,0 25,0 50,0 50,0 - -

Vom gesamten Buchwert in Höhe von 612,4 Mio. € (Vorjahr 602,1 Mio. €) entfallen 107,3 Mio. € (Vorjahr 89,7 Mio. €) auf die Gesellschaften der EUROPIPE-Gruppe.

Überleitungsrechnung zum Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen:

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Aurubis AG, Hamburg EUROPIPE-Gruppe Summe
in Mio. € 2015 2014 2015 2014 2015 2014
Gewinn/Verlust 84,1 120,9 1,1 - 60,3 85,3 60,6
Anteiliger Gewinn/Verlust 21,0 30,2 0,6 - 30,2 21,6 0,1
Im Rahmen der Equity-Methode vorgenommene Anpassungen - 17,2 - 8,1 17,1 - 10,1 - 0,1 - 18,2
Dividenden - 11,2 - 12,4 - - - 11,2 - 12,4
Summe - 7,3 9,7 17,7 - 40,2 10,3 - 30,5

In den vorgenommenen Anpassungen sind im Wesentlichen zum Erwerbszeitpunkt durchgeführte Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert sowie die anteiligen erfolgsneutralen Bestandteile am Eigenkapital der Gesellschaften enthalten.

Weitere zusammenfassende Finanzinformationen für Gemeinschaftsunternehmen:

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EUROPIPE-Gruppe
in Mio. € 2015 2014
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 104,9 7,8
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 19,5 32,6
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 11,7 12,0
Planmäßige Abschreibungen 18,9 22,1
Zinserträge 0,1 0,4
Zinsaufwendungen 4,1 4,4
Ertragsteueraufwendungen 24,1 2,0

(21) Latente Ertragsteueransprüche und latente Ertragsteuerschulden

Sofern die Realisierung von Steuervorteilen als wahrscheinlich gilt, besteht eine Aktivierungspflicht. Eine Verrechnung ist nur möglich, wenn die aktiven und passiven latenten Steuern fristenkongruent gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen. Nach Saldierung ergeben sich für das Geschäftsjahr 2015 folgende latente Steueransprüche und Steuerschulden:

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in Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Latente Ertragsteueransprüche 299,7 295,8
Realisierung innerhalb von 12 Monaten 11,0 10,2
Realisierung nach mehr als 12 Monaten 288,7 285,6
Latente Ertragsteuerschulden 27,6 9,4
Realisierung innerhalb von 12 Monaten 27,1 8,1
Realisierung nach mehr als 12 Monaten 0,5 1,3
Saldo aus latenten Ertragsteueransprüchen und -schulden 272,2 286,4

(22) Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

Die langfristigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Finanzierungsleasing, die sich wie folgt zusammensetzen:

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in Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Bruttogesamtinvestition 0,7 1,4
Nicht realisierte Finanzerträge 0,0 0,1
Buchwert 0,7 1,3

In dieser Position werden die Geschäfte aus dem Finanzierungsleasing von Lokomotiven bei einer Tochtergesellschaft der Kategorie Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung ausgewiesen. Alle Geschäfte haben eine Restlaufzeit von weniger als fünf Jahren.

Kurzfristige Vermögenswerte

(23) Vorräte

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in Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 592,3 645,7
Unfertige Erzeugnisse 536,0 573,7
Unfertige Leistungen 9,6 10,3
Fertige Erzeugnisse 353,4 382,9
Waren 291,4 337,3
Geleistete Anzahlungen 28,1 41,6
Vorräte 1.810,8 1.991,5

Im Berichtszeitraum erfolgten Zuschreibungen in Höhe von 3,1 Mio. € (Vorjahr 4,0 Mio. €). Wertminderungen von Vorräten wurden in Höhe von 61,3 Mio. € (Vorjahr 70,4 Mio. €) als Aufwand erfasst. Der Buchwert der zum Nettoveräußerungswert bilanzierten Vorräte beträgt 477,6 Mio. € (Vorjahr 485,1 Mio. €). Für die ausgewiesenen Vorräte bestehen in Höhe von 9,2 Mio. € (Vorjahr 9,6 Mio. €) Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen.

(24) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.495,8 Mio. € (Vorjahr 1.646,6 Mio. €) wurden Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 25,8 Mio. € (Vorjahr 12,2 Mio. €) für alle erkennbaren Einzelrisiken, das durch Erfahrungswerte gestützte Kreditrisiko sowie für besondere Länderrisiken vorgenommen.

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von 131,5 Mio. € (Vorjahr 148,4 Mio. €) Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Diese entfallen im Wesentlichen auf die Forfaitierung und das Factoring von Forderungen. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf Ziffer (40) "Kurzfristige Finanzschulden".

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund der "Percentage-of-Completion-Methode" folgende Forderungen aus Auftragsfertigung enthalten:

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in Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Herstellungskosten einschließlich Ergebnis der Fertigungsaufträge 487,3 471,0
Erhaltene Anzahlungen - 257,5 - 290,4
Forderungen aus Auftragsfertigung 229,8 180,6

Bei den Forderungen aus Auftragsfertigung werden diejenigen kundenspezifischen Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo ausgewiesen, bei denen die angefallenen Herstellungskosten unter Berücksichtigung der Gewinnanteile und verlustfreier Bewertung die erhaltenen Anzahlungen übersteigen.

(25) Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

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in Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Zertifikate 249,1 180,5
Ausgleichsansprüche 44,6 43,8
Sonstige Steuererstattungsansprüche 32,4 23,0
Derivate 14,1 43,0
Rechnungsabgrenzungsposten 10,5 13,0
Kreditforderungen 9,0 14,8
Erstattungsansprüche 5,2 5,9
Vorschüssig gezahlte Werksrenten 3,7 3,5
Zuschüsse Altersteilzeit    
Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte    
Schuldscheindarlehen 0,0 0,0
Übrige Vermögenswerte 48,2 46,9
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 416,8 374,4

Unter dem Posten Zertifikate werden Vermögenswerte zur kurzfristigen Geldanlage ausgewiesen. In den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten ist ein Betrag von 0,1 Mio. € (Vorjahr 1,3 Mio. €) enthalten, der erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entsteht.

In den "Übrigen Vermögenswerten" ist eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten der konsolidierten Unternehmen enthalten.

Für sonstige Forderungen bestehen in Höhe von 2,5 Mio. € (Vorjahr 2,5 Mio. €) Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen.

Die kurzfristigen Forderungen aus Finanzierungsleasing setzen sich wie folgt zusammen:

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in Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Bruttogesamtinvestition 0,5 0,6
Nicht realisierte Finanzerträge 0,0 0,0
Buchwert 0,5 0,6

Die Mieterträge werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Der Konzern vermietet als Leasinggeber unter Operating Lease im Wesentlichen gewerblich genutzte Immobilien. Die künftigen Mindestmieterträge aus diesen Verträgen betragen:

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Künftige Mindestmieterträge
in Mio. €
31.12.2015 31.12.2014
bis 1 Jahr 3,3 3,3
1 bis 5 Jahre 2,1 2,5
über 5 Jahre 0,8 1,1
Gesamt 6,2 6,9

In den Erträgen des laufenden Jahres sind 0,6 Mio. € (Vorjahr 0,7 Mio. €) als bedingte Mieterträge erfasst worden.

(26) Ertragsteuererstattungsansprüche und Ertragsteuerschulden

Die zum 31. Dezember 2015 bestehenden Ertragsteuererstattungsansprüche in Höhe von 18,3 Mio. € (Vorjahr 17,7 Mio. €) betreffen im Wesentlichen Kapitalertragsteuerforderungen inländischer Konzerngesellschaften. Dem stehen langfristige Ertragsteuerschulden in Höhe von 37,2 Mio. € (Vorjahr 132,9 Mio. €) sowie kurzfristige Ertragsteuerschulden in Höhe von 190,6 Mio. € (Vorjahr 55,4 Mio. €) gegenüber.

Erstattungsansprüche werden mit Steuerschulden saldiert, wenn ein einklagbares Recht, die bilanzierten Beträge gegeneinander aufzurechnen, besteht und ein Ausgleich auf Netto-Basis herbeigeführt werden soll. Voraussetzung hierfür ist, dass Steuererstattungsanspruch und Steuerschuld gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen und die Steuerbehörde eine Verrechnung gestattet.

(27) Wertpapiere

Unter den Wertpapieren werden Aktien zur kurzfristigen Geldanlage sowie kurzfristige Termingelder und Fonds im Gesamtbetrag von 55,8 Mio. € (Vorjahr 113,6 Mio. €) ausgewiesen. Die hier ausgewiesenen Geldanlagen haben eine Laufzeit von mehr als drei und weniger als zwölf Monaten.

(28) Finanzmittel

Die Finanzmittel setzen sich wie folgt zusammen:

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in Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Guthaben bei Kreditinstituten 347,0 382,4
Termingelder 480,0 390,0
Schecks, Kassenbestand 9,1 1,6
Finanzmittel 836,2 774,0

Die hier ausgewiesenen Termingelder haben eine Laufzeit von weniger als drei Monaten.

Eigenkapital

(29) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt unverändert 161.615.273,31 €. Für die voll eingezahlten 60.097.000 Stückaktien ergibt sich ein rechnerischer Nennwert von 2,69 € je Aktie.

Von diesem Aktiengesamtbestand werden 10 % durch die SZAG selbst gehalten. Diese Aktien sind alle gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz auf der Grundlage einer Ermächtigung der Hauptversammlung erworben worden (2.487.355 Stück Ermächtigung vom 26. Mai 2004, 462.970 Stück Ermächtigung vom 8. Juni 2006, 2.809.312 Stück Ermächtigung vom 21. Mai 2008, 35.600 Stück Ermächtigung vom 27. Mai 2009 und 214.463 Stück Ermächtigung vom 8. Juni 2010), um sie insbesondere für künftige Akquisitionen, die Erfüllung von Options- oder Wandlungsrechten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen oder zur Abgabe an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens verwenden zu können.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 23. Mai 2017 um bis zu 80.807.636,65 € durch Ausgabe von bis zu 30.048.500 neuen auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012). Dabei darf das Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zusammengerechnet jedoch nur um bis zu 32.323.054,66 € (20 % des Grundkapitals) durch Ausgabe von bis zu 12.019.400 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien erhöht werden. Die 20 %-Grenze verringert sich um den anteiligen Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- oder Wandlungsrechte bzw. Options- oder Wandlungspflichten aus Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen bzw. Kombinationen dieser Instrumente beziehen, die seit dem 24. Mai 2012 unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben worden sind.

Der Vorstand ist des Weiteren ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 22. Mai 2018 Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 1 Mrd. € zu begeben und den Inhabern der jeweiligen Teilschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf Aktien der Gesellschaft in einer Gesamtzahl von bis zu 26.498.043 Stück (Bedingtes Kapital 2013) zu gewähren. Dabei kann das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden bis zu einem Gesamtnennbetrag von Schuldverschreibungen, mit denen Wandlungsrechte auf Aktien verbunden sind, deren anteiliger Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht überschreitet. Eine Ausgabe von Schuldverschreibungen mit Wandlungsrecht unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre darf dabei nur erfolgen, soweit seit dem 23. Mai 2013 noch nicht Aktien mit einem Anteil von 20 % des Grundkapitals aus genehmigtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben worden sind. Aktien aus genehmigtem Kapital sind seit dem 23. Mai 2013 bis zum Bilanzstichtag nicht ausgegeben worden.

Am 6. Oktober 2009 ist eine Wandelschuldverschreibung im Gesamtnennbetrag von 296.450.000 € unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegeben worden mit Wandlungsrechten auf bis zu 3.550.457 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

Der Gesamtnennwert der von der Gesellschaft derzeit noch begebenen Teilschuldverschreibungen dieser Wandelschuldverschreibung betrug am Bilanzstichtag insgesamt 57.250.000 €, sodass derzeit noch Wandlungsrechte auf bis zu 685.659 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien bestehen. Die Teilschuldverschreibungen verbriefen neben dem Rückzahlungsanspruch einen Zinsanspruch von 1,125 % p. a. sowie ein Recht auf Wandlung in Aktien der Gesellschaft zum Wandlungspreis von 83,4963 €/Aktie, ausübbar bis zum 27. September 2016.

Am 5. Juni 2015 ist eine Wandelschuldverschreibung im Gesamtnennbetrag von 167.900.000 € unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegeben worden mit Wandlungsrechten auf bis zu 3.548.407 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Der Gesamtnennwert der von der Gesellschaft begebenen Teilschuldverschreibungen dieser Wandelschuldverschreibung war am Bilanzstichtag unverändert. Die Teilschuldverschreibungen verbriefen neben dem Rückzahlungsanspruch ein Recht auf Wandlung in Aktien der Gesellschaft zum Wandlungspreis von 47,3170 €/Aktie, ausübbar bis zum 26. Mai 2022. Es besteht ein einmaliges Kündigungsrecht der Investoren zum 5. Juni 2020.

Der Vorstand ist weiterhin aufgrund eines Beschlusses der Hauptversammlung vom 28. Mai 2015 ermächtigt, bis zum Ablauf des 27. Mai 2020 eigene Aktien der Gesellschaft mit einem auf sie entfallenden Anteil von bis zu 10 % am Grundkapital zu erwerben. Von dieser Ermächtigung ist im Geschäftsjahr 2015 kein Gebrauch gemacht worden.

(30) Kapitalrücklage

Von der Kapitalrücklage in Höhe von 257,0 Mio. € (Vorjahr 238,6 Mio. €) entfallen 115,2 Mio. € auf ein anlässlich einer Kapitalerhöhung am 1. Oktober 1970 eingebrachtes Agio. Weitere 72,7 Mio. € stehen im Zusammenhang mit in 2009 sowie 2015 begebenen Wandelschuldverschreibungen.

Im Rahmen der Entflechtungsvereinbarung wurden der Salzgitter AG von der Preussag AG Vermögenswerte von jeweils 0,51 € verkauft. Diese Vermögenswerte wurden zum Zeitpunkt des Erwerbs mit ihren beizulegenden Werten (49,1 Mio. €) bilanziert und die Differenzbeträge in die Kapitalrücklage eingestellt.

Der Wert der Eigenkapitalkomponente der am 6. Oktober 2009 begebenen Wandelschuldverschreibung im Gesamtnennbetrag von 296.450.000 € beläuft sich auf 54,4 Mio. €.

Der Wert der Eigenkapitalkomponente der am 5. Juni 2015 begebenen Wandelschuldverschreibung im Gesamtnennbetrag von 167.900.000 € beläuft sich auf 18,3 Mio. €. Der Betrag der Transaktionskosten, der als Abzug vom Eigenkapital bilanziert wurde, beträgt dabei 0,2 Mio. €.

(31) Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen enthalten Einstellungen aus den Ergebnissen des Geschäftsjahres oder früherer Jahre und Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen, denen insbesondere Verrechnungen aktiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung von bis zum 30. September 1995 erworbenen Tochterunternehmen gegenüberstehen. Daneben enthalten die Gewinnrücklagen weitere Bestandteile, die direkt im Eigenkapital gemäß den Vorschriften des IASB erfasst wurden. Bei der Salzgitter AG bestehen keine satzungsmäßigen Bestimmungen zur Bildung von Rücklagen. Ebenfalls in den Gewinnrücklagen enthalten sind die Neubewertungen aus Pensionsrückstellungen und damit verbundenen Erstattungsansprüchen.

(32) Andere Rücklagen

In den anderen Rücklagen sind Unterschiede aus der Währungsumrechnung in Höhe von 9,9 Mio. € (Vorjahr - 2,2 Mio. €) enthalten. Die Rücklage aus Cashflow Hedges beträgt - 33,3 Mio. € (Vorjahr - 19,2 Mio. €). Die Veränderungen beruhen vor allem auf den erfolgsneutralen Wertänderungen derivativer Finanzinstrumente in den Geschäftsbereichen Flachstahl, Handel und Energie. Die Rücklage aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten beträgt - 9,4 Mio. € (Vorjahr - 9,4 Mio. €). Aus den nach der Equity-Methode bilanzierten Anteilen resultiert eine Rücklage in Höhe von 13,7 Mio. € (Vorjahr 8,1 Mio. €).

(33) Bilanzgewinn

Für Ausschüttungen an die Aktionäre der Salzgitter AG ist gemäß deutschem Handelsrecht das Ergebnis des deutschen handelsrechtlichen Jahresabschlusses der Salzgitter AG maßgeblich. Im Salzgitter-Konzernjahresabschluss wird der Bilanzgewinn in gleicher Höhe wie im Abschluss der Salzgitter AG ausgewiesen. Die Überleitung vom Konzernjahresergebnis zum Bilanzgewinn der Salzgitter AG ist in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.

Der Hauptversammlung der Salzgitter AG wird vorgeschlagen, für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende von 0,25 € je Aktie (= 15,1 Mio. € bezogen auf das nominale Grundkapital von rund 161,6 Mio. €) aus dem Bilanzgewinn der Salzgitter AG auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Bezogen auf den XETRA-Schlusskurs der Salzgitter-Aktie am 31. Dezember 2015 von 22,73 € errechnet sich eine Dividendenrendite von 1,1 % (Vorjahr 0,9 %).

Sofern die Gesellschaft am Tag der Hauptversammlung eigene Anteile hält, werden die Gewinnverwendungsvorschläge in der Versammlung dementsprechend angepasst, da eigene Anteile nicht gewinnberechtigt sind.

(34) Eigene Anteile

Die Salzgitter AG hielt am Bilanzstichtag unverändert 6.009.700 eigene Aktien. Auf sie entfallen unverändert 16.161.527,33 € (= 10,0 %) des Grundkapitals. Die eigenen Aktien werden zum Bilanzstichtag unverändert in Höhe von 369,7 Mio. € direkt vom Eigenkapital abgezogen.

(35) Minderheitenanteile

Der Posten enthält die Minderheitenanteile am gezeichneten Kapital, an den offenen Rücklagen sowie an den Gewinnen und Verlusten der einbezogenen Konzernunternehmen. Die Minderheitenanteile entfallen auf:

Hansaport Hafenbetriebsgesellschaft mbH, Hamburg,

KHS Machinery Pvt. Ltd., Ahmedabad,

KHS RUS OOO, Moskau,

DESMA Slovakia s.r.o., Povazska Bystrica, und

RSE Projektmanagement Holding-Verwaltungs-GmbH, Mülheim an der Ruhr.

In der Gewinn- und Verlustrechnung ist anteilsmäßig das Ergebnis unter der Position "(14) Minderheitenanteile" ausgewiesen.

Langfristige Schulden

(36) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

In Deutschland besteht eine beitragsorientierte gesetzliche Grundversorgung der Arbeitnehmer, die die Rentenzahlungen in Abhängigkeit vom Einkommen und von den geleisteten Beiträgen übernimmt. Mit Zahlung der Beiträge an die staatlichen Rentenversicherungsträger und privatrechtlichen Pensionskassen bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen werden als Aufwand der Periode erfasst.

Daneben bestehen im Salzgitter-Konzern leistungsorientierte Versorgungszusagen, von denen ein geringer Teil durch Planvermögen (im Wesentlichen Lebensversicherungen und Rückdeckungsversicherungen) gedeckt ist.

Im Inland existieren Kollektiv- und Einzelzusagen in Form von unmittelbaren Direktzusagen des Arbeitgebers. Der weit überwiegende Teil der Mitarbeiter in den inländischen Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns erhält eine Altersversorgung auf Basis einer im Dezember 2006 abgeschlossenen Konzernbetriebsvereinbarung ("Salzgitter-Rente"). Im Rahmen dieser kollektiven Versorgungszusage bringt der Arbeitgeber jährlich einen festen Prozentsatz des versorgungsfähigen Jahreseinkommens als Versorgungsbeitrag in das individuelle Versorgungskonto des Mitarbeiters ein. Die Höhe des sich daraus ergebenden Versorgungsbausteins richtet sich nach dem Alter des Mitarbeiters im jeweiligen Beitragsjahr. Im Leistungsfall steht dem Mitarbeiter bzw. seinen Hinterbliebenen eine monatliche Rente zu, ein Kapitalwahlrecht besteht nicht. Die vor dem Inkrafttreten der Konzernbetriebsvereinbarung gewährten Versorgungszusagen sahen in der Regel eine Rentenleistung in Abhängigkeit von den Einkommensverhältnissen bei Ausscheiden bzw. bei Eintritt des Leistungsfalls vor (sog. endgehaltsbezogene Zusagen). Diese Ansprüche wurden im Geltungsbereich der Konzernbetriebsvereinbarung abgelöst und durch Überleitungsregelungen in die Salzgitter-Rente überführt.

Die Gesellschaften des Geschäftsbereichs Technologie sowie einige wenige Gesellschaften der Geschäftsbereiche Handel und Dienstleistungen wurden bislang nicht in den Geltungsbereich der Konzernbetriebsvereinbarung aufgenommen. Die in diesen Gesellschaften ggf. bestehenden sonstigen Versorgungszusagen sind für Neueintritte weitestgehend geschlossen.

Für leitende Mitarbeiter der Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns bestehen Einzelzusagen im Wesentlichen aufgrund der Leistungsordnungen des Essener Verbandes. Entsprechend dieser Versorgungsordnungen werden die Anwärter in Abhängigkeit von ihrer Position im Unternehmen einer bestimmten Leistungsgruppe zugewiesen. Der maximale Anspruch der jeweiligen Leistungsgruppe ist in der Regel nach 25 Jahren erreicht und wird ratierlich erdient. Im Leistungsfall wird dem Mitarbeiter bzw. seinen Hinterbliebenen eine Rentenleistung ohne Kapitaloption gewährt.

Aufgrund des vorherrschenden Durchführungswegs der Direktzusage trägt der Salzgitter-Konzern sämtliche aus der Versorgungszusage sich ergebenden Risiken. Bilanzielle Vorsorge wird durch die Bildung von Rückstellungen betrieben. Dem Langlebigkeitsrisiko trägt der Konzern dadurch Rechnung, dass er bei der Bewertung der Versorgungsverpflichtungen für die Bezieher von Leistungen aus Essener Verbands-Zusagen von einer längeren Lebenserwartung ausgeht, als nach den Sterbetafeln 2005 G von Heubeck zu erwarten wäre.

Die Rentenleistungen an die Empfänger aufgrund von Kollektivzusagen werden entsprechend § 16 BetrAVG alle drei Jahre überprüft und im Falle einer Anpassungspflicht an die Entwicklung der Verbraucherpreise angepasst. Eine Mindestanpassung oder eine über die Preisentwicklung hinausgehende Rentenanpassung ist vertraglich nicht zugesagt. Im Bereich der Einzelzusagen wird die Leistungsanpassung jährlich durch den Essener Verband festgelegt und von der Gesellschaft unverändert übernommen. Aufgrund des lediglich unbedeutenden Planvermögens wird auf eine Asset-Liability-Matchingstrategie verzichtet. Die voraussichtlichen Liquiditätsabflüsse werden im Rahmen der rollierenden Unternehmensplanung bewertet und bei der Cashflow-Planung des Konzerns berücksichtigt.

In den ausländischen Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns existieren nur in unwesentlicher Höhe Versorgungszusagen, die zu geringen Teilen durch Planvermögen gedeckt sind (i. W. Versicherungen).

Darüber hinaus hat eine Gesellschaft des Salzgitter-Konzerns im Zusammenhang mit ihren Pensionsverpflichtungen einen Erstattungsanspruch gegenüber der öffentlichen Hand. Der Barwert dieses Anspruchs wird unter den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten ausgewiesen.

Im Jahresabschluss erfasste Werte im Zusammenhang mit Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen:

Bilanz

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in Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen    
Netto-Pensionsverpflichtung 2.327,3 2.442,2
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte    
Erstattungsanspruch 5,2 5,9

Gewinn- und Verlustrechnung (inklusive des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs)

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in Mio. € 2015 2014
Personalaufwand    
Dienstzeitaufwand 31,3 26,9
Finanzierungsaufwendungen    
Netto-Zinsaufwand 47,7 67,1

Sonstiges Ergebnis

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in Mio. € 2015 2014
Neubewertung Pensionen    
Neubewertungen aus Pensionsrückstellungen - 68,1 343,6
Neubewertungen aus Erstattungsansprüchen 0,1 -
  - 68,0 343,6

Die Netto-Pensionsverpflichtung zum 31.12.2015 ermittelt sich wie folgt:

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in Mio. € Verpflichtungsbarwert Planvermögen Netto-Pensionsverpflichtung
Stand 01.01.2015 2.456,8 14,6 2.442,2
Dienstzeitaufwand      
Laufender Dienstzeitaufwand 31,1 - 31,1
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 1,8 - 1,8
Gewinn (-)/Verlust (+) aus der Abgeltung eines Plans - 1,6 - - 1,6
  31,3 - 31,3
(Netto-)Zinsaufwand/-ertrag 48,1 0,4 47,7
Neubewertungen      
Erfahrungsbedingter Gewinn (-)/Verlust (+) 25,5 - 25,5
Gewinn (-)/Verlust (+) aus Veränderung der demographischen Annahmen 1,9 - 1,9
Gewinn (-)/Verlust (+) aus Veränderung der finanziellen Annahmen - 96,3 - - 96,3
Erträge aus Planvermögen, die nicht bereits im Zinsertrag enthalten sind - - 0,8 0,8
  - 68,9 - 0,8 - 68,1
Gezahlte Versorgungsleistungen (Verbrauch) - 127,0 - 0,3 - 126,7
Fondsdotierungen      
Arbeitgeber - 1,3 - 1,3
Arbeitnehmer 0,1 0,1 -
  0,1 1,4 - 1,3
Währungsdifferenzen - 0,9 - - 0,9
Übertragungen/Umbuchungen/Konsolidierungskreisänderungen 3,1 - 3,1
Stand 31.12.2015 2.342,6 15,3 2.327,3

Die Netto-Pensionsverpflichtung zum 31.12.2014 ermittelte sich wie folgt:

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in Mio. € Verpflichtungsbarwert Planvermögen Netto-Pensionsverpflichtung
Stand 01.01.2014 2.130,7 10,5 2.120,2
Dienstzeitaufwand      
Laufender Dienstzeitaufwand 22,7 - 22,7
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 4,2 - 4,2
  26,9 - 26,9
(Netto-)Zinsaufwand/-ertrag 67,5 0,4 67,1
Neubewertungen      
Erfahrungsbedingter Gewinn (-)/Verlust (+) - 38,4 - - 38,4
Gewinn (-)/Verlust (+) aus Veränderung der demographischen Annahmen 1,8 - 1,8
Gewinn (-)/Verlust (+) aus Veränderung der finanziellen Annahmen 383,0 - 383,0
Erträge aus Planvermögen, die nicht bereits im Zinsertrag enthalten sind - 2,8 - 2,8
  346,4 2,8 343,6
Gezahlte Versorgungsleistungen (Verbrauch) - 122,0 - 0,2 - 121,8
Fondsdotierungen      
Arbeitgeber - 1,0 - 1,0
Arbeitnehmer 0,1 0,1 -
  0,1 1,1 - 1,0
Währungsdifferenzen 0,1 - 0,1
Übertragungen/Umbuchungen/Konsolidierungskreisänderungen 7,1 - 7,1
Stand 31.12.2014 2.456,8 14,6 2.442,2

Der Verpflichtungsbarwert kann wie folgt aufgeteilt werden:

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in Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Barwert der Verpflichtungen im Inland 2.312,2 2.425,1
davon Anwärter 810,3 873,9
davon Empfänger 1.501,9 1.551,2
Barwert der Verpflichtungen im Ausland 30,4 31,7
  2.342,6 2.456,8

Die Sensitivität des Verpflichtungsbarwertes stellt sich wie folgt dar:

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in Mio. € 31.12.2015
Referenz Sensitivitätsmaß + Einheit - Einheit
Rechnungszins 2,25 % 0,25 %-Punkte - 79,2 +84,3
Gehaltstrend 2,75 % 0,5 %-Punkte +5,2 - 4,9
Rententrend 1,75 % 0,25 %-Punkte +63,4 - 60,9
Lebenserwartung Heubeck2005G/ Mod. Salzgitter 1 Jahr +118,5 - 115,9
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in Mio. € 31.12.2014
Referenz Sensitivitätsmaß + Einheit - Einheit
Rechnungszins 2,00 % 0,25 %-Punkte - 85,6 +91,2
Gehaltstrend 2,75 % 0,5 %-Punkte +5,8 - 5,5
Rententrend 1,75 % 0,25 %-Punkte +65,9 - 63,3
Lebenserwartung Heubeck2005G/ Mod. Salzgitter 1 Jahr +126,0 - 123,1

Analog zur Ermittlung des bilanzierten Verpflichtungsbarwertes erfolgt die Ermittlung der Sensitivität dieses Wertes. Dabei wird jeweils eine Annahme verändert, während die übrigen Annahmen unverändert bleiben. Mögliche Abhängigkeiten zwischen den Annahmen werden nicht berücksichtigt.

In den nächsten 20 Jahren sind voraussichtlich folgende Rentenzahlungen zu leisten:

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in Mio. €
2016 120,5
2017 122,1
2018 119,2
2019 116,5
2020 117,5
2021-2025 552,7
2026-2035 957,3

Die Duration des Verpflichtungsbarwertes nach Macaulay beläuft sich zum 31.12.2015 auf 14,48 Jahre.

(37) Sonstige Rückstellungen

In der folgenden Tabelle wird die Entwicklung der sonstigen kurzfristigen und der sonstigen langfristigen Rückstellungen dargestellt:

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in Mio. € 1.1.2015 Währungsdifferenzen Zugang/Abgang aus Kons.-Kreis-Veränderung Übertragung Umbuchung Verbrauch
Sonstige Steuern 13,0 0,3 0,7 - - - 1,4
Personal 204,4 - 0,3 0,5 - 0,3 - - 58,9
davon Jubiläumsrückstellungen [56,0] [-] [-] [-] [-] [- 4,7]
davon Sozialplan/Altersteilzeit/ Demographiefonds [51,6] [-] [0,2] [0,3] [7,7] [- 27,7]
Betriebstypische Risiken 186,9 - - - - - 3,6
Übrige Risiken 234,5 - 3,3 0,6 - - - 57,1
davon Preisnachlässe/Reklamationen [107,4] [- 0,7] [-] [-] [1,2] [- 33,5]
davon Risiken aus schwebenden Geschäften [22,0] [-] [-] [-] [-] [- 0,7]
Gesamt 638,8 - 3,3 1,8 - 0,3 0,0 - 121,0
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in Mio. € Auflösung Zuführung Aufzinsung 31.12.2015
Sonstige Steuern - 2,9 2,4 2,5 14,6
Personal - 7,8 69,4 2,2 209,2
davon Jubiläumsrückstellungen [- 1,4] [4,0] [1,3] [55,2]
davon Sozialplan/Altersteilzeit/ Demographiefonds [- 1,1] [43,9] [0,1] [75,0]
Betriebstypische Risiken - 21,9 5,0 5,9 172,3
Übrige Risiken - 67,0 103,1 - 210,8
davon Preisnachlässe/Reklamationen [- 34,0] [68,1] [-] [108,5]
davon Risiken aus schwebenden Geschäften [- 10,9] [8,2] [0,1] [18,7]
Gesamt - 99,6 179,9 10,6 606,9

Für das Vorjahr ergeben sich folgende Vergleichszahlen:

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in Mio. € 1.1.2014 Währungsdifferenzen Zugang/Abgang aus Kons.-Kreis-Veränderung Übertragung Umbuchung Verbrauch
Sonstige Steuern 11,7 0,4 0,5 - - - 1,1
Personal 187,2 - 0,1 1,8 0,4 3,5 - 55,1
davon Jubiläumsrückstellungen [54,5] [-] [0,3] [0,2] [-] [- 6,0]
davon Sozialplan/Altersteilzeit/ Demographiefonds [55,6] [-] [0,2] [0,4] [4,3] [- 31,1]
Betriebstypische Risiken 184,1 - 0,1 - - - - 2,5
Übrige Risiken 260,6 0,7 0,1 - - 3,5 - 53,8
davon Preisnachlässe/Reklamationen [116,9] [0,6] [-] [-] [- 0,9] [- 33,0]
davon Risiken aus schwebenden Geschäften [31,1] [-] [-] [-] [-] [- 1,4]
Gesamt 643,6 0,9 2,4 0,4 0,0 - 112,5
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in Mio. € Auflösung Zuführung Aufzinsung 31.12.2014
Sonstige Steuern - 0,7 0,6 1,6 13,0
Personal - 6,3 68,8 4,2 204,4
davon Jubiläumsrückstellungen [- 0,5] [6,0] [1,5] [56,0]
davon Sozialplan/Altersteilzeit/ Demographiefonds [- 2,3] [23,1] [1,4] [51,6]
Betriebstypische Risiken - 27,7 9,1 24,0 186,9
Übrige Risiken - 89,9 120,7 - 0,4 234,5
davon Preisnachlässe/Reklamationen [- 37,1] [60,9] [-] [107,4]
davon Risiken aus schwebenden Geschäften [- 15,4] [7,5] [0,2] [22,0]
Gesamt - 124,6 199,2 29,4 638,8

Die Restrukturierungsaufwendungen des Jahres belaufen sich insgesamt auf 36,2 Mio. € (Vorjahr 26,9 Mio. €), wovon 28,9 Mio. € (Vorjahr 25,5 Mio. €) durch die Rückstellungszuführung begründet sind, 7,3 Mio. € (Vorjahr 1,4 Mio. €) wurden als laufende Aufwendungen für Restrukturierung berücksichtigt. Im Wesentlichen stehen diese Aufwendungen mit der Stilllegung der Spundwandaktivitäten im Zusammenhang.

Die Zuschüsse für im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen ausscheidende Mitarbeiter werden als Vermögenswert in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr 1,3 Mio. €) aktiviert und nicht mit den Rückstellungen verrechnet.

Rückstellungen für betriebstypische Risiken werden insbesondere für Entsorgungs- und Rekultivierungsverpflichtungen gebildet. Die Rückstellungen für übrige Risiken enthalten hauptsächlich Vorsorgen für Preisnachlässe/Reklamationen, Prozessrisiken, Gewährleistungen und Risiken aus schwebenden Geschäften.

Fristigkeiten der sonstigen Rückstellungen:

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in Mio. € Gesamt 31.12.2015 kurzfristig langfristig
Sonstige Steuern 14,6 14,6 -
Personal 209,2 68,7 140,5
davon Jubiläumsrückstellungen [55,2] [-] [55,2]
davon Sozialplan/Altersteilzeit/Demographiefonds [75,0] [47,1] [27,9]
Betriebstypische Risiken 172,3 5,6 166,7
Übrige Risiken 210,8 210,8 -
davon Preisnachlässe/Reklamationen [108,5] [108,5] [-]
davon Risiken aus schwebenden Geschäften [18,7] [18,7] [-]
Gesamt 606,9 299,7 307,2
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in Mio. € Gesamt 31.12.2014 kurzfristig langfristig
Sonstige Steuern 13,0 13,0 -
Personal 204,4 55,8 148,6
davon Jubiläumsrückstellungen [56,0] [-] [56,0]
davon Sozialplan/Altersteilzeit/Demographiefonds [51,6] [21,9] [29,7]
Betriebstypische Risiken 186,9 7,6 179,3
Übrige Risiken 234,5 234,5 -
davon Preisnachlässe/Reklamationen [107,4] [107,4] [-]
davon Risiken aus schwebenden Geschäften [22,0] [22,0] [-]
Gesamt 638,8 310,9 327,9

(38) Langfristige Finanzschulden

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in Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Anleihen 431,9 52,9
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 63,1 72,7
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen 41,6 48,0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungen 6,4 6,4
Finanzschulden 543,0 180,0

Die Erhöhung der Anleihen resultiert aus einer Umgliederung zwischen lang- und kurzfristigen Finanzschulden. Diese Umgliederung ergab sich aus der Nichtausübung einer Rückzahlungsoption seitens der Gläubiger.

Für die am 5. Juni 2015 begebenen Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von 167.900.000 € betrug die Fremdkapitalkomponente 148,0 Mio. €. Die Werte der Eigenkapital- und Fremdkapitalkomponente wurden zum Ausgabedatum der Wandelschuldverschreibungen bestimmt.

Die unter den langfristigen Finanzschulden ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing ergeben sich aus folgenden Tabellen:

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in Mio. € Restlaufzeit 1-5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre 31.12.2015
Mindestleasingzahlungen 31,2 18,2 49,4
Finanzierungskosten 5,9 1,9 7,8
Barwert der Mindestleasingzahlungen 25,3 16,3 41,6
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in Mio. € Restlaufzeit 1-5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre 31.12.2014
Mindestleasingzahlungen 34,7 23,4 58,1
Finanzierungskosten 7,2 2,9 10,1
Barwert der Mindestleasingzahlungen 27,5 20,5 48,0

Die langfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die Anmietung von technischen Anlagen und Maschinen.

(39) Langfristige sonstige Verbindlichkeiten

Innerhalb dieses Postens werden insbesondere derivative Finanzinstrumente ausgewiesen, die erst nach 12 Monaten zur Auszahlung anstehen.

Kurzfristige Schulden

(40) Kurzfristige Finanzschulden

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in Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Verbindlichkeiten aus Forfaitierung und Factoring 129,1 143,4
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 90,2 125,4
Anleihen 55,4 289,5
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen 6,0 5,8
Sonstige Finanzschulden 4,2 4,4
Kurzfristige Finanzschulden 284,9 568,5

Die Gesellschaften Salzgitter Mannesmann International GmbH, Düsseldorf, Salzgitter Mannesmann Stahlhandel, Düsseldorf, und Universal Eisen und Stahl GmbH, Neuss, haben konzernfremde Außenfinanzierungen vorgenommen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von insgesamt 129,1 Mio. € verkauft. Das Ausfallrisiko und das Spätzahlungsrisiko hinsichtlich der verkauften Forderungen liegen weiter bei den Gesellschaften. Die Forderungen werden weiterhin vollständig bei den Gesellschaften bilanziert. Die erhaltenen Mittel werden als Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Buchwert der Forderungen und Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten dem beizulegenden Zeitwert. Die Forderungen werden an die Bank abgetreten. Für verkaufte Forderungen in Höhe von 84,3 Mio. € steht dem Forderungskäufer das Recht zu, die übertragenen Forderungen an Dritte zu übertragen, wobei die gegenseitigen Rechte und Pflichten nicht beeinträchtigt werden dürfen.

Der Wert der in den Anleiheverbindlichkeiten ausgewiesenen Fremdkapitalkomponente betrug für die am 6. Oktober 2009 begebenen Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von 296.450.000 € beim erstmaligen Ansatz 237,9 Mio. €. Der Buchwert der am 31.12.2015 davon noch vorhandenen Schuldverschreibungen beträgt 55,4 Mio. € und ist laufzeitbedingt in den kurzfristigen Finanzschulden auszuweisen.

Die unter den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing ergeben sich aus folgender Tabelle:

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in Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Mindestleasingzahlungen 8,2 8,4
Finanzierungskosten 2,2 2,6
Barwert der Mindestleasingzahlungen 6,0 5,8

Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die Anmietung von technischen Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung.

(41) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 975,7 Mio. € (Vorjahr 1.150,7 Mio. €) sind aufgrund der "Percentage-of-Completion-Methode" folgende Verbindlichkeiten aus Auftragsfertigung enthalten:

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in Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Erhaltene Anzahlungen 311,0 254,9
Abzüglich Herstellungskosten einschließlich Ergebnis der Fertigungsaufträge - 182,5 - 165,2
Verbindlichkeiten aus Auftragsfertigung 128,5 89,7

Unter den Verbindlichkeiten aus Auftragsfertigung werden die Fertigungsaufträge mit passivischen Salden ausgewiesen, bei denen die erhaltenen Anzahlungen die Herstellungskosten einschließlich Gewinn- und Verlustanteilen übersteigen.

(42) Sonstige Verbindlichkeiten

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in Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 85,6 87,8
Verbindlichkeiten aus Derivaten 78,3 134,3
Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen 76,9 68,7
Verbindlichkeiten aus Steuern 40,7 44,8
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 13,7 12,8
Verbindlichkeiten aus Kundenguthaben 7,8 6,7
Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzungen 1,3 1,0
Übrige Verbindlichkeiten 70,4 60,4
Sonstige Verbindlichkeiten (kurzfristig) 374,7 416,5

Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten sind 179,6 Mio. € (Vorjahr 199,5 Mio. €) durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert.

In den "Übrigen Verbindlichkeiten" ist eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten der konsolidierten Unternehmen enthalten.

(43) Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten

Haftungsverhältnisse sind nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten, die in Höhe der Valutierung am Bilanzstichtag ausgewiesen werden. Die gesamte Höhe beträgt 140,3 Mio. € (Vorjahr 191,0 Mio. €).

Innerhalb der Haftungsverhältnisse bestehen Bürgschaften und Garantien mit insgesamt 130,7 Mio. € (Vorjahr 176,7 Mio. €). Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit als gering einzuschätzen.

Die Salzgitter AG sowie ihre inländischen Konzerngesellschaften haben zum 1. Januar 2014 die nach § 16 BetrAVG vorgeschriebene Prüfung auf Anpassung der Betriebsrentenzahlungen durchgeführt. Bei der Anpassungsentscheidung ist die jeweilige wirtschaftliche Lage der Einzelgesellschaft maßgeblich. Vor dem Hintergrund der unzureichenden wirtschaftlichen Lage wurden die Betriebsrenten bei mehreren Konzerngesellschaften zum 01.01.2014 nicht angepasst. Mit der IG Metall wurde zum Zwecke der Minderung von Verfahrenskosten eine Musterverfahrensvereinbarung abgeschlossen. Danach sollen die Entscheidungsgrundsätze der rechtskräftigen Musterverfahren auf die anderen Betriebsrentner der betreffenden Gesellschaften übertragen werden. Entsprechende Klagen werden derzeit durch die IG Metall vorbereitet bzw. sind zum Teil schon rechtsanhängig. Für jene Gesellschaften, bei denen das Risiko einer Verpflichtung zur Nachholung der Betriebsrentenanpassung als unwahrscheinlich eingestuft wird, würde sich am Stichtag 31. Dezember 2015 bei vollständiger Nachholung der Betriebsrentenanpassungen eine Erhöhung der Netto-Pensionsverpflichtung um ca. 30,4 Mio. € ergeben. Davon wären 4,9 Mio. € als nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand erfolgswirksam und 25,5 Mio. € im Rahmen der Neubewertungen erfolgsneutral zu erfassen.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt seit Frühjahr 2014 gegen verschiedene Konzernunternehmen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Die Ermittlungsverfahren zu angeblich steuerlich unzulässig gebildeten Rückstellungen, steuerlich unterlassenen Aktivierungen von Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten sowie steuerlich nicht anzuerkennenden Provisionszahlungen und Gutschriften dauern an. Die SZAG und ihre Tochterunternehmen kooperieren uneingeschränkt mit den Ermittlungsbehörden und haben externe Rechtsanwälte mit der Durchführung einer umfassenden Untersuchung der Angelegenheit beauftragt. Wir sind der Auffassung, mit den betreffenden Steuererklärungen der Konzernunternehmen den gesetzlichen Vorschriften gefolgt zu sein. Aufgrund der derzeitigen Erkenntnislage und unter Würdigung der Gesamtumstände ist nicht ernsthaft oder mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mit einer Inanspruchnahme der Konzernunternehmen aus den Ermittlungsverfahren über die bisher zurückgestellten Beträge hinaus zu rechnen.

Im Übrigen ist die Salzgitter AG oder eine ihrer Konzerngesellschaften nicht an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage haben könnten.

(44) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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in Mio. € 31.12.2015
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Bestellobligo für Investitionen 77,7 58,2 -
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 34,5 71,7 112,8
Übrige finanzielle Verpflichtungen 423,0 373,0 159,0
davon Geschäftsbereich Flachstahl 349,0 227,9 102,9
davon Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl 32,7 17,3 0,0
davon Geschäftsbereich Energie 31,3 121,3 50,7
davon Geschäftsbereich Technologie 5,8 6,5 5,4
Gesamt 535,2 502,9 271,8
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in Mio. € 31.12.2014
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Bestellobligo für Investitionen 132,3 41,3 -
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 31,5 69,4 107,3
Übrige finanzielle Verpflichtungen 406,4 296,5 150,4
davon Geschäftsbereich Flachstahl 345,1 258,2 145,0
davon Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl 36,6 20,3 0,0
davon Geschäftsbereich Energie 16,9 6,5 0,0
davon Geschäftsbereich Technologie 5,6 11,6 5,4
Gesamt 570,2 407,2 257,7

Die übrigen finanziellen Verpflichtungen betreffen vor allem langfristige Abnahmeverpflichtungen der Gesellschaften des Geschäftsbereiches Flachstahl für die Sicherstellung des Vormaterialbezugs für Rohstoffe und Seefrachten.

(45) Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 ergibt sich folgende Überleitung der Bilanzpositionen auf die verschiedenen Kategorien von Finanzinstrumenten:

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2015
in Mio. €
Buchwert Ansatz nach IAS 39
31.12.2015 vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögens-
werte
zu Handels-
zwecken gehaltene Finanz-
instrumente
Derivate mit dokumen-
tierter Sicherungs-
beziehung
zu fortgeführten Anschaffungs-
kosten bewertete finanzielle Verbind-
lichkeiten
Ansatz nach IAS 17 Fair Value
Aktiva                
Finanzielle Vermögenswerte 154,6 84,0 70,7 - - - - 161,8
Sonstige langfristige Forderungen und Vermögenswerte (lt. Bilanz 0,7 Mio. €); davon Finanzinstrumente 0,7 - - - - - 0,7 0,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.495,8 1.495,8 - - - - - 1.495,8
Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte (lt. Bilanz 416,8 Mio. €); davon Finanzinstrumente 369,3 105,6 - 261,7 1,5 - 0,5 369,3
Wertpapiere 55,8 - 55,8 - - - - 55,8
Finanzmittel 836,2 - 836,2 - - - - 836,2
Aktiva Finanzinstrumente   1.685,4 962,6 261,7 1,5 - 1,2 -
Passiva                
Langfristige Finanzschulden 543,0 - - - - 501,4 41,7 523,2
Kurzfristige Finanzschulden 284,9 - - - - 278,9 6,0 287,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 975,7 - - - - 975,7 - 975,7
Sonstige Verbindlichkeiten (lt. Bilanz 398,2 Mio. €); davon Finanzinstrumente 160,2 - - 38,4 58,4 63,4 - 160,2
Passiva Finanzinstrumente   - - 38,4 58,4 1.819,4 47,6  

Die Ermittlung der Fair-Value-Angaben für nicht zum Fair Value bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Schulden erfolgt grundsätzlich durch die Diskontierung zukünftiger Zahlungsströme. Hierbei findet ein laufzeitabhängiger Zinssatz Anwendung, welcher den risikolosen Zinssatz und das über eine PeerGroup abgeleitete Adressenausfallrisiko des Salzgitter-Konzerns widerspiegelt. Die Fair-Value-Angabe für langfristige Finanzschulden in Höhe von 523,2 Mio. € (Vorjahr 186,0 Mio. €) enthält den Fair Value für eine begebene Anleihe in Höhe von 286,8 Mio. € (Vorjahr 305,0 Mio. € innerhalb der kurzfristigen Finanzschulden), die hiervon abweichend ermittelt wird. Hier leitet sich der Fair Value aus dem Marktwert der Anleihe unter Eliminierung eines anhand einer anerkannten Methode (Black-Scholes) bewerteten eingebetteten Derivats ab, dessen Wert wiederum vor allem vom Aktienkurs eines börsennotierten Unternehmens abhängt. Die Berechnungsparameter basieren auf Daten aus direkt und indirekt beobachtbaren Inputfaktoren. Die Fair-Value-Angaben sind somit insgesamt Level 2 zuzuordnen.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 ergab sich folgende Überleitung der Bilanzpositionen auf die verschiedenen Kategorien von Finanzinstrumenten:

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2014
in Mio. €
Buchwert Ansatz nach IAS 39
31.12.2014 vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen zur Veräuße-
rung verfügbare finanzielle Vermögens-
werte
zu Handels-
zwecken gehaltene Finanz-
instrumente
Derivate mit dokumen-
tierter Sicherungs-
beziehung
zu fortgeführten Anschaffungs-
kosten bewertete finanzielle Verbindlich-
keiten
Ansatz nach IAS 17 Fair Value
Aktiva                
Finanzielle Vermögenswerte 160,6 89,9 70,7 - - - - 171,1
Sonstige langfristige Forderungen und Vermögenswerte (lt. Bilanz 6,4 Mio. €); davon Finanzinstrumente 1,3 - - - - - 1,3 1,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.646,6 1.646,6 - - - - - 1.646,6
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (lt. Bilanz 374,4 Mio. €); davon Finanzinstrumente 333,8 109,7 - 214,4 9,1 - 0,6 333,8
Wertpapiere 113,6 50,0 37,1 26,5 - - - 113,6
Finanzmittel 774,0 - 774,0 - - - - 774,0
Aktiva Finanzinstrumente   1.896,2 881,8 240,9 9,1 - 1,9  
Passiva                
Langfristige Finanzschulden 180,0 - - - - 132,0 48,0 186,0
Kurzfristige Finanzschulden 568,5 - - - - 562,6 5,8 587,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.150,7 - - - - 1.150,7 - 1.150,7
Sonstige Verbindlichkeiten (lt. Bilanz 439,5 Mio. €); davon Finanzinstrumente 209,8 - - 107,1 43,0 59,7 - 209,8
Passiva Finanzinstrumente   - - 107,1 43,0 1.905,0 53,9  

Innerhalb des Postens "Wertpapiere" werden Geldmarktfonds in der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" und Commercial Paper mit einer Laufzeit von über drei Monaten in der Kategorie "Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen" ausgewiesen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzmittel verfügen größtenteils über kurze Restlaufzeiten, weshalb deren Buchwerte zum Abschlussstichtag dem Fair Value entsprechen. Zur Ermittlung des Fair Values von Derivaten verweisen wir auf den Abschnitt "Finanzielle Vermögenswerte - Ansatz und Bewertung" im Kapitel "Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" Der Buchwert der derivativen Finanzinstrumente entspricht dem Marktwert. Die Wertpapiere sind börsennotiert und werden auf Grundlage des Börsenkurses zum Bilanzstichtag bewertet. Ebenso wird bei börsennotierten Unternehmensanteilen der finanziellen Vermögenswerte vorgegangen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten, somit stellen die bilanzierten Werte die Fair Values dar.

Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der Konzern soweit möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte unterschiedlichen Leveln der Fair-Value-Hierachie zugeordnet.

Level 1: Notierte Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden

Level 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt oder indirekt (aus der Ableitung von Preisen) beobachten lassen

Level 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte oder Schulden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen

Falls die für die Bestimmung des Fair Values verwendeten Inputfaktoren nicht nur einem Level zugeordnet werden können, erfolgt die Zuordnung in ihrer Gesamtheit insgesamt in dem Level, der dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.

In der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" befinden sich insgesamt finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 70,7 Mio. € (Vorjahr 70,7 Mio. €). Davon sind für finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 22,8 Mio. € (Vorjahr 26,6 Mio. €) keine verlässlichen Fair Values zu ermitteln, da sie nicht am Markt notiert sind. Es handelt sich dabei um Anteile an Personen- und Kapitalgesellschaften, für die in naher Zukunft keine Veräußerungsabsicht besteht. Diese Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Darüber hinaus befinden sich in der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" Wertpapiere in Höhe von 55,8 Mio. € (Vorjahr 37,1 Mio. €) sowie Finanzmittel in Höhe von 836,2 Mio. € (Vorjahr 774,0 Mio. €).

Fair-Value-Ermittlung Aktiva:

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in Mio. € 31.12.2015
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente Derivate mit dokumentierter Sicherungsbeziehung Gesamt
Level 1 103,6 249,1 - 352,7
Level 2 - 12,6 1,5 14,1
Level 3 - - - -
Gesamt 103,6 261,7 1,5 366,8
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in Mio. € 31.12.2014
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente Derivate mit dokumentierter Sicherungsbeziehung Gesamt
Level 1 81,2 207,0 - 288,2
Level 2 - 33,9 9,1 43,0
Level 3 - - - -
Gesamt 81,2 240,9 9,1 331,2

Fair-Value-Ermittlung Passiva:

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in Mio. € 31.12.2015
zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente Derivate mit dokumentierter Sicherungsbeziehung Gesamt
Level 1 - - -
Level 2 38,4 58,4 96,8
Level 3 - - -
Gesamt 38,4 58,4 96,8
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in Mio. € 31.12.2014
zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente Derivate mit dokumentierter Sicherungsbeziehung Gesamt
Level 1 - - -
Level 2 107,1 43,0 150,1
Level 3 - - -
Gesamt 107,1 43,0 150,1

Zur Abdeckung wesentlicher Teile des Risikos von Forderungsausfällen und zur Nutzung eines besonderen Auskunftsdienstes bestehen Kreditversicherungen bei den einzelnen Konzerngesellschaften.

Das Ausfallrisiko der Finanzinstrumente entsteht aus der Kategorie "Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen" Am Bilanzstichtag stellt sich das Ausfallrisiko im Vergleich zum Vorjahr folgendermaßen dar:

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in Mio. € 31.12.2015 31.12.2014
Maximales Ausfallrisiko Abgesichertes Ausfallrisiko Maximales Ausfallrisiko Abgesichertes Ausfallrisiko
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.495,8 784,7 1.646,6 926,3
Sonstige Forderungen 105,6 1,9 109,7 4,2
Finanzielle Vermögenswerte 84,0 - 89,9 -
Gesamt 1.685,4 786,6 1.896,2 930,5

Zusätzlich bestehen Ausfallrisiken für die Kategorie "Zu Handelszwecken gehaltene finanziellen Vermögenswerte" in Höhe der positiven Marktwerte der Derivate sowie bei Leasingforderungen in Höhe der bilanzierten Werte, für die das Ausfallrisiko nicht abgesichert ist.

Die Analyse des Alters der Finanzinstrumente, die zum Abschlussstichtag in Höhe von 225,8 Mio. € (Vorjahr 212,7 Mio. €) überfällig, aber nicht wertgemindert sind, ergab Folgendes:

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31.12.2015
in Mio. €
überfällig seit
< 30 Tagen 31 - 60 Tagen 61 - 90 Tagen 91 - 180 Tagen > 180 Tagen
Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen 147,2 33,8 12,8 13,3 18,7
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31.12.2014
in Mio. €
überfällig seit
< 30 Tagen 31 - 60 Tagen 61 - 90 Tagen 91 - 180 Tagen > 180 Tagen
Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen 140,4 32,2 12,3 12,6 15,2

Ein Betrag von 81,4 Mio. € (Vorjahr 112,5 Mio. €) der überfälligen nicht wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte der Kategorie "Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen" ist durch Kreditversicherungen gesichert.

Nicht wertberichtigte Beträge, die seit mehr als 90 Tagen überfällig sind, betreffen in der Regel Stammkunden, bei denen der Zahlungseingang wie in den Vorjahren nicht infrage steht.

Im Berichtsjahr wurden im Salzgitter-Konzern für die Vermögenswerte der Kategorie "Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen" Wertminderungen in Höhe von 25,8 Mio. € (Vorjahr 12,2 Mio. €) sowie Wertaufholungen und Auflösungen von Wertberichtigungen in Höhe von 16,2 Mio. € (Vorjahr 15,7 Mio. €) erfasst.

Eine Wertminderung finanzieller Vermögenswerte der Kategorie "Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen" wird vorgenommen, sobald objektive Hinweise auf eine Wertminderung wie beispielsweise erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder Vertragsbruch vorliegen. Die Wertminderungen werden erfolgswirksam im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen. Wertaufholungen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Für die Vermögenswerte, die weder überfällig noch wertgemindert sind, wird von einer jederzeitigen Einbringlichkeit ausgegangen.

Die Nettoergebnisse der Kategorien stellen sich wie folgt dar:

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in Mio. € 2015 2014
Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte/Verbindlichkeiten - 9,1 14,8
Vom Unternehmen ausgereichte Darlehen und Forderungen 26,2 30,0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 13,1 32,3
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten - 20,8 - 19,3
Summe 9,5 57,9

Das Nettoergebnis der Kategorie "Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte/Verbindlichkeiten" enthält im Wesentlichen die Ergebniseffekte aus der Stichtagsbewertung von eingebetteten Derivaten, kurzfristigen Wertpapieren und Devisentermingeschäften. In den Kategorien "Vom Unternehmen ausgereichte Darlehen und Forderungen" und "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" sind Zinserträge in Höhe von 20,2 Mio. € (Vorjahr 23,8 Mio. €) enthalten. Zinsaufwendungen in Höhe von 24,0 Mio. € (Vorjahr 31,5 Mio. €) sind der Kategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" zugeordnet. Daneben sind in diesen Kategorien Effekte aus Währungsumrechnung und Wertminderung enthalten.

Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine Gewinne aus dem Abgang von zu Anschaffungskosten bewerteten nicht konsolidierten Gesellschaften erzielt. Verluste aus dem Abgang entstanden im Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr 0,4 Mio. €). Für die zum Bilanzstichtag erfassten Vermögenswerte der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" wurden im Berichtsjahr erfolgswirksame Wertberichtigungen von 0,4 Mio. € (Vorjahr 3,8 Mio. €) erfasst.

Für nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente entstanden Aufwendungen für den Finanz- und Geldverkehr in Höhe von 8,1 Mio. € (Vorjahr 6,7 Mio. €), die sofort erfolgswirksam erfasst wurden.

Die Entwicklung der Wertänderungsrücklage von Finanzinstrumenten der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar" stellt sich wie folgt dar:

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in Mio. € 2015 2014
Stand 01.01. - 6,1 - 11,3
Erfolgsneutrale Werterhöhung 1,5 5,7
Abgang 0,1 0,2
Erfolgsneutrale Wertminderung 1,2 0,3
Stand 31.12. - 5,9 - 6,1

Die erfolgsneutrale Werterhöhung in Höhe von 1,5 Mio. € (Vorjahr 5,7 Mio. €) betrifft im Wesentlichen Wertpapiere, die im Zusammenhang mit der Entgeltumwandlung gehalten werden.

Der Salzgitter-Konzern wendete Hedge Accounting nach IAS 39 im Geschäftsjahr 2015 für Devisen- und Warentermingeschäfte sowie im geringen Umfang für Zinstermingeschäfte an. Dabei wurden die Währungs-, Preisänderungs- und Zinsrisiken im Rahmen von Cashflow Hedges gesichert. Die entsprechenden Marktwerte gestalteten sich wie folgt:

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Positive Marktwert
in Mio. €
31.12.2015 31.12.2014
Devisentermingeschäfte - Cashflow Hedges 1,5 9,1
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Negative Marktwerte
in Mio. €
31.12.2015 31.12.2014
Devisentermingeschäfte - Cashflow Hedges 0,5 0,6
Warentermingeschäfte - Cashflow Hedges 57,9 42,4

Die im Rahmen von Cashflow Hedges gesicherten Grundgeschäfte zur Währungssicherung werden generell innerhalb der nächsten 12 Monate nach dem Bilanzstichtag erfolgswirksam. Die gesicherten Grundgeschäfte zur Preissicherung werden in den Geschäftsjahren 2016, 2017 und 2018 erfolgswirksam.

Die Entwicklung der Cashflow-Hedge-Rücklage, die erfolgsneutral im Eigenkapital verbucht wurde, zeigt die folgende Aufstellung:

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in Mio. € 2015 2014
Stand 01.01. - 27,6 - 2,1
Erfolgsneutrale Werterhöhung 0,6 10,6
Erfolgsneutrale Wertminderung - 61,5 - 50,5
Basis Adjustment 42,8 14,5
Realisierung - 2,9 - 0,1
Stand 31.12. - 48,6 - 27,6

Die Effektivität aller Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Berichtsstichtag überprüft. Dabei werden die kumulierten Wertänderungen des Grundgeschäfts mit den kumulierten Wertänderungen des Sicherungsgeschäfts verglichen. Im Geschäftsjahr entstanden Ineffektivitäten aus Cashflow Hedges in Höhe von 1,1 Mio. € (Vorjahr 6,4 Mio. €). Die Ineffektivitäten wurden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Im Geschäftsjahr wurde ein Betrag in Höhe von 42,8 Mio. € (Vorjahr 14,5 Mio. €) aus ausgelaufenen Termingeschäften den Anschaffungskosten nicht-finanzieller Vermögenswerte hinzugerechnet (Basis Adjustment).

Für Fremdwährungsforderungen bestehen Kurssicherungen über verschiedene Banken durch den Abschluss von Devisentermingeschäften. Die betreffenden Ansprüche sind zum jeweils vereinbarten Kurs angesetzt. Es wurden sowohl Sicherungsbeziehungen für feste Verpflichtungen als auch für erwartete zukünftige Transaktionen begründet.

Das Nominalvolumen der derivativen Finanzinstrumente ist die unsaldierte Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge, bewertet zum jeweiligen Erfüllungskurs. Die Marktwerte wurden grundsätzlich auf Basis der Verhältnisse am Bilanzstichtag ermittelt, und zwar zu den Werten, zu denen die betreffenden derivativen Finanzgeschäfte gehandelt bzw. notiert wurden, ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Der zu bilanzierende Zeitwert der Derivate ergibt sich aus der Bewertung des gesicherten Fremdwährungsbetrages mit der Kursdifferenz zwischen dem Kurs bei Abschluss des Termingeschäfts und dem Terminkurs am Bilanzstichtag; dieser Betrag wird entsprechend der Restlaufzeit auf den Bilanzstichtag abgezinst.

Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Währungsderivate sind zum Ende des Berichtsjahres und des Vorjahres die folgenden wesentlichen Zinssätze eingeflossen:

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Laufzeit EUR Zinssatz
(%)
GBP Zinssatz
(%)
USD Zinssatz
(%)
31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014
1 Monat - 0,2050 0,0180 0,5032 0,5038 0,4295 0,1713
3 Monate - 0,1310 0,0780 0,5904 0,5640 0,6127 0,2556
6 Monate - 0,0400 0,1710 0,7519 0,6853 0,8462 0,3628
1 Jahr 0,0600 0,3250 1,0703 0,9756 1,1780 0,6288
2 Jahre - 0,0280 0,1860 1,0930 0,9280 1,1870 0,8930
4 Jahre 0,1980 0,2960 1,4570 1,3040 1,6220 1,5820
10 Jahre 1,0130 0,8290 1,9940 1,8360 2,2360 2,3060

Die Liquiditätsstruktur sämtlicher finanzieller Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:

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31.12.2015
in Mio. €
bis 1 Jahr 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 975,7 - -
Finanzschulden 290,1 539,9 1,2
Leasingverbindlichkeiten 8,2 31,2 18,2
Sonstige Verbindlichkeiten 63,4 - -
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31.12.2014
in Mio. €
bis 1 Jahr 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.150,7 - -
Finanzschulden 570,7 140,9 2,0
Leasingverbindlichkeiten 8,4 34,7 23,4
Sonstige Verbindlichkeiten 59,7 - -

Zum 31. Dezember 2015 führen derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr zu Auszahlungen in Höhe von 208,8 Mio. € (Vorjahr 382,8 Mio. €) und mit einer Laufzeit zwischen ein und fünf Jahren zu Auszahlungen in Höhe von 18,5 Mio. € (Vorjahr 15,8 Mio. €). Den Auszahlungen aus derivativen finanziellen Verbindlichkeiten, für die Zahlungen auf Bruttobasis vereinbart wurden, stehen Einzahlungen gegenüber. Unter Berücksichtigung dieser Einzahlungen fallen die Auszahlungen wesentlich geringer aus.

Saldierung

Die Salzgitter AG schließt Finanztermingeschäfte nur mit Kernbanken und ausschließlich auf Grundlage eines standardisierten Vertrags für Finanztermingeschäfte ab. Dieser Vertrag enthält eine bedingte Aufrechnungsvereinbarung, nach der im Insolvenzfall die Partei, die den höheren Betrag schuldet, die Differenz zahlt.

Derivate mit positiven bzw. negativen Marktwerten werden in der Bilanz nicht miteinander saldiert. Die Spalte "nicht saldierte Beträge" enthält die Beträge der bilanzierten Derivate, die die Saldierungskriterien des IAS 32.42 nicht erfüllen.

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31.12.2015
in Mio. €
Bruttobuchwert Saldierungsbetrag Nettobuchwert nicht saldierte Beträge Gesamtnettobetrag
Positive Marktwerte Derivate 14,1 - 14,1 2,5 11,6
Negative Marktwerte Derivate 64,9 - 64,9 2,5 62,4
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31.12.2014
in Mio. €
Bruttobuchwert Saldierungsbetrag Nettobuchwert nicht saldierte Beträge Gesamtnettobetrag
Positive Marktwerte Derivate 43,0 - 43,0 20,4 22,5
Negative Marktwerte Derivate 125,1 - 125,1 20,4 104,7

Sensitivitätsanalyse

Nach IFRS 7 ist für die systematische Darstellung der Marktpreisrisiken, denen das Unternehmen am Bilanzstichtag ausgesetzt ist, eine Sensitivitätsanalyse zu erstellen.

Ziel dieser Sensitivitätsanalyse ist die Ermittlung der Auswirkungen von hypothetischen Änderungen relevanter Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital der Gesellschaft. Zur Bestimmung der Auswirkungen dieser Risikovariablen auf die Finanzinstrumente sind zum Bilanzstichtag die Effekte hypothetischer Änderungen der Risikovariablen auf den Marktwert und die Zahlungsströme der Finanzinstrumente zu ermitteln.

Der Salzgitter-Konzern ist verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Im Sinne der Sensitivitätsanalyse des IFRS 7 sind dies Zinsrisiken, Wechselkursrisiken und sonstige Preisrisiken. Für die Zinsrisiken wird im Rahmen der Sensitivitätsanalyse eine Veränderung des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte unterstellt. Bei den Währungsrisiken wird eine Schwankung der jeweiligen funktionalen Währung der Konzerngesellschaften um 10 % gegenüber den Fremdwährungen angenommen. Die sonstigen Preisrisiken ergeben sich für den Salzgitter-Konzern aus Veränderungen von Rohstoffpreisen oder Börsenindices.

Hier werden die Auswirkungen einer Änderung der jeweiligen Preisnotierungen um 10 % berechnet. Die Ermittlung der Sensitivitäten erfolgte durch Banken oder interne Berechnungen anhand anerkannter Methoden (zum Beispiel Black-Scholes, Heath-Jarrow-Morton). Der Bestand der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag ist repräsentativ für das Geschäftsjahr.

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31.12.2015 ergebniswirksam eigenkapitalwirksam Summe ergebniswirksam eigenkapitalwirksam Summe
Sensitivitätsmaß +10 % +10 % +10 % - 10 % - 10 % - 10 %
USD - 26,7 1,0 - 25,7 28,9 - 0,8 28,1
GBP 0,7 1,5 2,2 - 0,9 - 1,7 - 2,6
Übrige Währungen 5,2 - 1,5 3,7 - 6,2 1,4 - 4,8
Währungssensitivitäten - 20,8 1,0 - 19,8 21,8 - 1,1 20,7
Sensitivitätsmaß +100 bp +100 bp +100 bp - 100 bp - 100 bp - 100 bp
Zinssensitivitäten - 4,1 - - 4,1 4,3 - 4,3
Sensitivitätsmaß +10 % +10 % +10 % - 10 % - 10 % - 10 %
Sonstige Preissensitivitäten - 14,8 10,2 - 4,6 11,8 - 10,2 1,6
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31.12.2014 ergebniswirksam eigenkapitalwirksam Summe ergebniswirksam eigenkapitalwirksam Summe
Sensitivitätsmaß +10 % +10 % +10 % - 10 % - 10 % - 10 %
USD - 20,8 - 11,0 - 31,8 29,7 13,5 43,2
GBP 2,4 - 2,4 - 2,9 - - 2,9
Übrige Währungen 4,2 - 1,2 3,0 - 5,1 1,0 - 4,1
Währungssensitivitäten - 14,2 - 12,2 - 26,4 21,7 14,5 36,2
Sensitivitätsmaß +100 bp +100 bp +100 bp - 100 bp - 100 bp - 100 bp
Zinssensitivitäten - 1,6 - - 1,6 0,9 - 0,9
Sensitivitätsmaß +10 % +10 % +10 % - 10 % - 10 % - 10 %
Sonstige Preissensitivitäten - 14,7 9,5 - 5,2 9,6 - 9,7 - 0,1

(46) Anpassungen aufgrund geänderter Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die nachfolgend dargestellte Eigenkapitalveränderungs- sowie die Gesamtergebnisrechnung des Vorjahres verdeutlichen die Effekte aus der freiwillig geänderten Darstellung (vgl. "Auswirkungen aufgrund freiwillig geänderter Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze").

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in Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Verkauf/Rückkauf eigener Aktien Sonstige Gewinn-
rücklagen
Gewinn-
rücklagen
Währungs-
umrechnung
Stand 31.12.2013 vor Restatement 161,6 238,6 - 369,7 3.694,5 - - 17,9
Anpassung - - - - 3.694,5 3.153,3 -
Stand 01.01.2014 nach Restatement 161,6 238,6 - 369,7 - 3.153,3 - 17,9
Erstkonsolidierung von aus Wesentlichkeit bisher nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen - - - 2,0 - -
Gesamtergebnis - - - - 0,2 - 15,6
Dividende - - - - - -
Entnahme Gewinnrücklage im Konzern - - - - 45,5 - -
Sonstiges - - - - 1,0 - -
Stand 31.12.2014 vor Restatement 161,6 238,6 - 369,7 - 44,7 3.153,3 - 2,3
Anpassung - - - 44,7 - 305,5 0,1
Stand 31.12.2014 nach Restatement 161,6 238,6 - 369,7 - 2.847,8 - 2,2
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in Mio. € Wertänderungs-
rücklage aus Sicherungs-
geschäften
Wertänderungs-
rücklage aus Available for Sale
Sonstige erfolgsneutrale Eigenkapital- Veränderungen Cashflow Hedges zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen
Stand 31.12.2013 vor Restatement - 2,1 - 11,3 - 527,0 - - -
Anpassung 2,1 11,3 527,0 - 1,7 - 13,1 15,5
Stand 01.01.2014 nach Restatement - - - - 1,7 - 13,1 15,5
Erstkonsolidierung von aus Wesentlichkeit bisher nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen - - 0,2 - - -
Gesamtergebnis - 25,4 5,2 - 262,6 - - -
Dividende - - - - - -
Entnahme Gewinnrücklage im Konzern - - - - - -
Sonstiges - - 0,7 - - -
Stand 31.12.2014 vor Restatement - 25,4 5,2 - 261,7 - 1,7 - 13,1 15,5
Anpassung 25,4 - 5,2 261,7 - 17,5 3,7 - 7,5
Stand 31.12.2014 nach Restatement - - - - 19,2 - 9,4 8,1
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in Mio. € Bilanzgewinn Anteile der Aktionäre der Salzgitter AG Minderheitenanteil Eigenkapital
Stand 31.12.2013 vor Restatement 12,1 3.178,8 8,1 3.186,9
Anpassung - - - -
Stand 01.01.2014 nach Restatement 12,1 3.178,8 8,1 3.186,9
Erstkonsolidierung von aus Wesentlichkeit bisher nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen - 2,2 - 2,2
Gesamtergebnis - 34,7 - 302,1 3,0 - 299,1
Dividende - 10,8 - 10,8 - 3,2 - 14,0
Entnahme Gewinnrücklage im Konzern 45,5 - - -
Sonstiges - 0,0 - 0,4 - 0,2 - 0,6
Stand 31.12.2014 vor Restatement 12,1 2.867,7 7,8 2.875,4
Anpassung - - - -
Stand 31.12.2014 nach Restatement 12,1 2.867,7 7,8 2.875,4
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in Mio. € 2014 vor Restatement Anpassung 2014 restated
Konzernergebnis - 31,9 - - 31,9
Reklassifizierbare Gewinne und Verluste      
Wertänderungen aus der Währungsumrechnung 15,6 - 15,6
Wertänderungen aus Cashflow Hedges     - 17,5
Zeitwertänderungen - 39,8 - - 39,8
Basis Adjustments 14,5 - 14,5
Erfolgswirksame Realisierung - 0,1 - - 0,1
Latente Steuern   7,9 7,9
Wertänderungen aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten   3,7 3,7
Zeitwertänderungen 5,2 - 5,2
Erfolgswirksame Realisierung - - -
Latente Steuern   - 1,5 - 1,5
Wertänderungen aus Anteilen an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen     - 3,6
Zeitwertänderungen - 14,9 - - 14,9
Erfolgswirksame Realisierung 1,5 - 1,5
Währungsumrechnung 8,8 - 8,8
Latente Steuern 1,0 - 1,0
Latente Steuern auf sonstige erfolgsneutrale Wertänderungen - - 0,1 - 0,1
Latente Steuern auf laufende erfolgsneutrale Wertänderungen 6,3 - 6,3 -
  - 1,9 0,0 - 1,9
Nicht reklassifizierbare Gewinne und Verluste      
Neubewertungen     - 261,4
Neubewertung Pensionen - 343,6 - - 343,6
Latente Steuern auf Neubewertung Pensionen   82,2 82,2
Wertänderungen aus Anteilen an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen - 3,9 - - 3,9
Latente Steuern auf laufende erfolgsneutrale Wertänderungen 82,2 - 82,2 -
  - 265,3 - - 265,3
Sonstiges Ergebnis - 267,2 - - 267,2
Gesamtergebnis - 299,1 - - 299,1
Anteil der Aktionäre der Salzgitter AG - 302,1 - - 302,1
Minderheitenanteil 3,0 - 3,0

(47) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung weist für die Geschäftsjahre 2015 und 2014 entsprechend IAS 7 die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Die Kapitalflussrechnung ist nach der indirekten Methode aus dem Konzernabschluss der Salzgitter AG abgeleitet.

Der verwendete Finanzmittelfonds setzt sich aus Kassenbeständen, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten und Termingeldern (Laufzeit unter drei Monate) zusammen.

Im Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit sind die Erträge und Aufwendungen aus Anlagenabgängen eliminiert. Die Zinseinzahlungen betragen 13,1 Mio. € (Vorjahr 15,1 Mio. €). Die Einzahlungen aus Beteiligungsergebnissen im Geschäftsjahr 2015 belaufen sich auf 23,9 Mio. € (Vorjahr 41,3 Mio. €).

Die im Mittelabfluss für die Investitionstätigkeit ausgewiesenen Investitionen enthalten die zahlungswirksamen Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie zu den Finanzanlagen.

Die Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen betreffen im Wesentlichen Auszahlungen für langfristige Wertpapiere sowie für Kapitalerhöhungen nicht konsolidierter Gesellschaften.

Die Ein- und Auszahlungen aus/für Geldanlagen umfassen Anleihefonds, Terminkontrakte und Termingelder (Laufzeit über drei Monate). Die Einzahlungen im Geschäftsjahr 2015 beliefen sich auf 175,8 Mio. € (Vorjahr 99,9 Mio. €), die Auszahlungen betrugen 271,8 Mio. € (Vorjahr 178,4 Mio. €).

Die Zinsauszahlungen sind ausschließlich der Finanzierungstätigkeit zugeordnet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind langfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 42,7 Mio. € getilgt und 18,5 Mio. € aufgenommen worden (Vorjahr Tilgung 13,3 Mio. €; Aufnahme 36,9 Mio. €). Außerdem sind im Mittelzufluss aus der Finanzierung Einzahlung aus der Begebung einer Anleihe enthalten (166,3 Mio. €). Im Vorjahr wurde ein Teil einer Anleihe in Höhe von 239,2 Mio. € zurückgezahlt.

(48) Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Die Segmentierung des Salzgitter-Konzerns in fünf Geschäftsbereiche folgt der internen Steuerung und Berichterstattung des Konzerns. Hauptentscheidungsträger ist der Vorstand.

In der Segmentberichterstattung sind die Geschäftsaktivitäten des Salzgitter-Konzerns entsprechend der nach unterschiedlichen Produkten bzw. Dienstleistungen gegliederten Konzernstruktur den Geschäftsbereichen Flachstahl, Grobblech / Profilstahl, Energie, Handel und Technologie zugeordnet. Die Salzgitter AG als Management-Holding, die Zwischenholdings Salzgitter Mannesmann GmbH und Salzgitter-Klöckner-Werke GmbH, die Salzgitter Finance B.V. sowie die Aurubis AG sind keinem Geschäftsbereich zugeordnet.

Der Geschäftsbereich Flachstahl stellt hochwertige Marken- und Spezialstähle her. Hauptprodukte sind Warmbreitband und Feinblech, Bauelemente und Tailored Blanks.

Die Gesellschaften aus dem Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl produzieren ein breites Spektrum an hochwertigen Grobblechen. Hauptprodukte sind darüber hinaus die Herstellung von Profilstählen sowie der Schrotthandel. Die Produktion von Spundwänden ist zum Ende des Geschäftsjahres 2015 eingestellt worden.

Im Geschäftsbereich Energie werden vor allem Pipelinerohre, HFI-geschweißte Rohre, Präzisrohre und Edelstahlrohre gefertigt.

Der Geschäftsbereich Handel sorgt über ein dichtes europäisches Vertriebsnetz sowie weltweit angesiedelte Handelsgesellschaften und Vertriebsbüros für die Vermarktung der Produkte und Leistungen des Salzgitter-Konzerns.

Der Geschäftsbereich Technologie betätigt sich vor allem im Geschäftsfeld Abfüll- und Verpackungstechnik, aber auch im Spezialmaschinenbau für die Schuhfertigung und Elastomerproduktion.

Die Gesellschaften der Kategorie Industrielle Beteiligungen / Konsolidierungen umfassen überwiegend für den Konzern tätige Dienstleistungsgesellschaften sowie Management- und Zwischenholdings. Als Industrielle Beteiligungen werden dabei die Aurubis AG sowie die Dienstleistungseinheiten erfasst. Von den Dienstleistungseinheiten bieten einige Gesellschaften ihre Dienste auch Drittkunden an. Auf dieser Basis konzipieren und realisieren die Unternehmen attraktive Serviceangebote in einem breiten Spektrum. Dies reicht von Rohstoffversorgung, IT-Dienstleistungen, Facilitymanagement, Logistik, Automotive Engineering bis zu Forschung und Entwicklung. Unter den Konsolidierungen werden die Salzgitter AG als Management-Holding, die Zwischenholdings Salzgitter Mannesmann GmbH und Salzgitter-Klöckner-Werke GmbH sowie die Salzgitter Finance B.V. zusammengefasst.

Die Umsätze zwischen den Segmenten werden grundsätzlich zu marktüblichen Bedingungen - wie sie auch bei Geschäften mit fremden Dritten zugrunde liegen - getätigt. Es gibt keinen externen Kunden, dessen einzelner Anteil an den Umsatzerlösen 10 % oder mehr beträgt. Für eine Übersicht der Umsätze nach Regionen verweisen wir auf unsere Darstellung im Kapital "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung" auf Ziffer (1) "Umsatzerlöse".

Die Überleitung der Summe der Segmentumsätze und Segmentergebnisse zum Konzernumsatz bzw. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Konzerns ergeben sich aus folgenden Übersichten. Für die Überleitung zu dem nach den Vorschriften des IFRS 5 berücksichtigten aufgegebenen Geschäftsbereich verweisen wir auf den Abschnitt "(13) Ergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich".

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in Mio. € 2015 2014
Gesamtumsatz der Segmente 10.371,7 10.901,1
Industrielle Beteiligungen 821,0 788,1
Konsolidierung - 2.574,3 - 2.649,0
Umsatzerlöse aus fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftsbereichen 8.618,4 9.040,2
Nicht fortgeführter Geschäftsbereich 116,9 155,0
Umsatzerlöse 8.501,5 8.885,2
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in Mio. € 2015 2014
Gesamtbetrag der Periodenergebnisse der Segmente - 35,0 - 94,1
Industrielle Beteiligungen 41,1 42,5
Konsolidierung 6,5 36,4
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit aus fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftsbereichen 12,6 - 15,2
Nicht fortgeführter Geschäftsbereich - 52,1 - 88,4
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 64,7 73,2

(49) Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Neben den Geschäftsbeziehungen zu vollkonsolidierten Tochtergesellschaften existieren Beziehungen zu Gesellschaften, die als nahe stehende Unternehmen nach IAS 24 zu qualifizieren sind. Die Kategorie der anteilig konsolidierten Unternehmen beinhaltet ausschließlich die Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg.

Zwischen Gesellschaften des Konsolidierungskreises und nahe stehenden Unternehmen des Salzgitter-Konzerns bestehen folgende Lieferungs- und Leistungsbeziehungen:

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in Mio. € Verkauf von Waren und Dienstleistungen Kauf von Waren und Dienstleistungen
2015 2014 2015 2014
Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften 46,2 66,9 21,8 18,2
Gemeinschaftsunternehmen 259,1 220,7 26,9 4,7
Gemeinschaftliche Tätigkeiten 11,6 19,3 1,1 7,2

Offene Posten aus Lieferungen und Leistungen aus dem Kauf bzw. Verkauf von Waren und Dienstleistungen zwischen Gesellschaften des Konsolidierungskreises und nahe stehenden Unternehmen des Salzgitter-Konzerns:

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in Mio. € Forderungen Verbindlichkeiten
31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014
Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften 23,8 46,1 7,0 16,8
Gemeinschaftsunternehmen 71,7 42,1 0,6 0,2
Gemeinschaftliche Tätigkeiten 0,8 1,0 19,9 30,1

Zusätzlich verbleibt aus einer langfristigen Kreditforderung in Höhe von 105,0 Mio. € (Vorjahr 117,0 Mio. €) gegenüber der zu 30 % konsolidierten Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg, nach Konsolidierung eine Forderung in Höhe von 73,5 Mio. € (Vorjahr 81,9 Mio. €).

Der Verkauf von Waren und Dienstleistungen umfasst im Wesentlichen die Lieferungen von Vormaterial zur Herstellung von Großrohren.

Es bestehen Haftungsverhältnisse gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Gesellschaften in Höhe von 11,5 Mio. € (Vorjahr 35,9 Mio. €).

Angaben zu nahestehenden Personen (Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen) werden im Abschnitt "(53) Angaben zur Vergütung des Vorstands, Aufsichtsrats und anderen Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen" dargestellt.

(50) Angaben zu den für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honoraren gemäß § 314 Nr. 9 HGB

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in Mio. € 2015 2014
Abschlussprüfungsleistungen 2,6 2,5
Andere Bestätigungsleistungen 0,2 0,4
Steuerberatungsleistungen 0,0 0,1
Sonstige Leistungen 0,2 -

Bei weiteren Abschlussprüfern sind Aufwendungen von 0,1 Mio. € (Vorjahr unter 0,1 Mio. €) für die Prüfung der Jahresabschlüsse konsolidierter Inlandsgesellschaften entstanden.

(51) Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, werden im Lagebericht erläutert.

(52) Verzicht auf Offenlegung und Erstellung eines Lageberichts nach § 264 Abs. 3 oder § 264 b HGB

Nachfolgende vollkonsolidierte inländische Tochterunternehmen haben die gemäß § 264 Abs. 3 oder § 264 b HGB erforderlichen Bedingungen erfüllt und sind deshalb von der Offenlegung ihres Jahresabschlusses und der Erstellung eines Lageberichts befreit.

Salzgitter Mannesmann GmbH, Salzgitter1, 2)

Salzgitter Klöckner-Werke GmbH, Salzgitter1, 2)

Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter

Salzgitter Europlatinen GmbH, Salzgitter1)

Salzgitter Bauelemente GmbH, Salzgitter

Hövelmann &Lueg Vermögensverwaltung GmbH, Schwerte1)

Salzgitter Mannesmann Stahlservice GmbH, Karlsruhe1)

Peiner Träger GmbH, Peine

Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg

DEUMU Deutsche Erz- und Metall-Union GmbH, Peine1, 2)

Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH, Mülheim

Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim1)

Salzgitter Mannesmann Großrohr GmbH, Salzgitter1)

Salzgitter Mannesmann Line Pipe GmbH, Siegen

Salzgitter Mannesmann Rohr Sachsen GmbH, Zeithain1)

Salzgitter Mannesmann Precision GmbH, Mülheim1, 2)

Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes GmbH, Mülheim1, 2)

Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes Deutschland GmbH, Remscheid1)

Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf1, 2)

Universal Eisen und Stahl GmbH, Neuss1, 2)

Salzgitter Mannesmann International GmbH, Düsseldorf1, 2)

Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH, Düsseldorf1, 2)

Stahl-Center Baunatal GmbH, Baunatal1)

KHS GmbH, Dortmund2)

Klöckner PET-Technologie GmbH, Salzgitter1, 2)

Klöckner DESMA Elastomertechnik GmbH, Fridingen Klöckner DESMA Schuhmaschinen GmbH, Achim KHS Corpoplast GmbH, Hamburg1)

KHS Plasmax GmbH, Hamburg1)

Hansaport Hafenbetriebsgesellschaft mbH, Hamburg

GESIS Gesellschaft für Informationssysteme mbH, Salzgitter1)

TELCAT MULTICOM GmbH, Salzgitter1, 2)

TELCAT KOMMUNIKATIONSTECHNIK GmbH, Salzgitter1)

Glückauf Immobilien GmbH, Peine

Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH, Salzgitter1)

Salzgitter Business Service GmbH, Salzgitter1)

Salzgitter Hydroforming GmbH &Co. KG, Crimmitschau1)

Salzgitter Automotive Engineering Beteiligungsgesellschaft mbH, Osnabrück1, 2)

Salzgitter Automotive Engineering GmbH &Co. KG, Osnabrück1)

Salzgitter Automotive Engineering Immobilien GmbH &Co. KG, Osnabrück1)

RSE Projektentwicklungs-GmbH, Mülheim1)

1) von der Möglichkeit, gemäß §264 Abs 3 auf die Erstellung eines Anhanges zu verzichten, wurde Gebrauch gemacht
2) von der Möglichkeit, gemäß §291 auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts zu verzichten, wurde Gebrauch gemacht

Darüber hinaus hat die Gesellschaft Verkehrsbetriebe Peine Salzgitter GmbH, Salzgitter, gemäß §291 HGB von der Möglichkeit, auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts zu verzichten, Gebrauch gemacht.

(53) Angaben zur Vergütung des Vorstands, Aufsichtsrats und anderen Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen

Das Management in Schlüsselpositionen gem. IAS 24 umfasst die Mitglieder der Konzerngeschäftsleitung sowie die Mitglieder des Aufsichtsrates. In der Konzerngeschäftsleitung sind neben den aktiven Mitgliedern des Vorstands die Leiter der fünf Geschäftsbereiche des Salzgitter-Konzerns vertreten. Sie werden in den nachfolgenden Tabellen unter "Andere Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen" ausgewiesen.

Vergütungen durch den Salzgitter-Konzern:

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in Mio. € Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer (Gehalt und sonstige Leistungen) Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Pensionsverpflichtungen)
2015 2014 2015 2014
Aktive Vorstandsmitglieder 3,4 4,3 0,6 0,7
Aufsichtsratsmitglieder 1,7 1,7 - -
Andere Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen 3,7 2,2 0,3 0,2

Neben den dargestellten Beträgen erhielten die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats, die Arbeitnehmer im Salzgitter-Konzern sind, Bezüge im Rahmen ihres Anstellungsverhältnisses. Deren Höhe entsprach dabei einer ihrer Funktionen und Aufgaben im Konzern angemessenen Vergütung.

Verpflichtungen des Salzgitter-Konzerns:

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in Mio. € Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer (Gehalt und sonstige Leistungen) Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Pensionsverpflichtungen)
31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014
Frühere Vorstandsmitglieder - - 54,9 39,2
Aktive Vorstandsmitglieder 1,2 1,6 20,4 33,1
Aufsichtsratsmitglieder - - - -
Andere Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen 1,2 0,7 6,7 5,7

Die Verpflichtungen aus kurzfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer beinhalten die variable Jährliche Vergütung, die im Folgejahr ausgezahlt wird.

Frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene bezogen im Geschäftsjahr Pensionen in Höhe von insgesamt 2,4 Mio. € (Vorjahr 2,0 Mio. €).

Detaillierte Angaben zur Vergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind im "Konzernlagebericht und Lagebericht der Salzgitter AG" im Abschnitt I.2. "Leitung und Kontrolle" offengelegt.

(54) Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Salzgitter, den 25. Februar 2016

Der Vorstand

Fuhrmann

Becker

Kieckbusch

Organe der Gesellschaft

Vorstand

Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann

Vorsitzender

a)

Aurubis AG, Hamburg (Vorsitzender)

Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg (Vorsitzender seit 2. Juli 2015)

Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg (Vorsitzender)

KHS GmbH, Dortmund (Vorsitzender)

Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim/Ruhr (Vorsitzender)

Öffentliche Lebensversicherung Braunschweig, Braunschweig

Öffentliche Sachversicherung Braunschweig, Braunschweig

Peiner Träger GmbH, Peine (Vorsitzender)

Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter (Vorsitzender)

Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH, Mülheim/Ruhr (Vorsitzender)

Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf (Vorsitzender)

TÜV Nord AG, Hannover

b)

Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg, und Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH,

Mülheim/Ruhr, (gemeinsamer Beirat, Vorsitzender)

Burkhard Becker

Finanzen

a)

Aurubis AG, Hamburg

EUROPIPE GmbH, Mülheim/Ruhr

Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg

KHS GmbH, Dortmund, bis 15. Februar 2015

Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim/Ruhr

Nord/LB Asset Management AG, Hannover

Peiner Träger GmbH, Peine

Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter

Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH, Mülheim/Ruhr

Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf, bis 15. Februar 2015

Salzgitter Mannesmann Precision GmbH, Mülheim/Ruhr

b)

Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg, und Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH, Mülheim/Ruhr, (gemeinsamer Beirat)

Michael Kieckbusch

Personal

a)

KHS GmbH, Dortmund

Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg

Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim/Ruhr, bis 31. März 2015 und seit 1. Juli 2015

Peiner Träger GmbH, Peine

Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter

Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf

Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter GmbH, Salzgitter (Vorsitzender)

b)

Allianz für die Region GmbH, Braunschweig (Aufsichtsrat)

Hansaport Hafenbetriebsgesellschaft mbH, Hamburg (Aufsichtsrat, Vorsitzender)

Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg, und Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH, Mülheim/Ruhr, (gemeinsamer Beirat)

Industriepark Salzgitter-Watenstedt Entwicklungs-GmbH, Salzgitter (Aufsichtsrat, stellvertretender Vorsitzender)

Wohnungsbaugesellschaft mbH, Salzgitter, Salzgitter (Aufsichtsrat)

a) = Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten i.S.d. § 125 AktG
b) = Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen

Aufsichtsrat

Rainer Thieme

Vorsitzender

Vorsitzender der Geschäftsführung der Wilhelm Karmann GmbH i.R., Osnabrück

a)

Köster Holding AG, Osnabrück

Dr. Hans-Jürgen Urban

Stellvertretender Vorsitzender Geschäftsführendes

Vorstandsmitglied der Industriegewerkschaft Metall, Frankfurt am Main

a)

Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter (stellvertretender Vorsitzender)

Treuhandverwaltung IGEMET GmbH, Frankfurt am Main

Konrad Ackermann

Gesamtbetriebsratsvorsitzender der KHS GmbH, Dortmund

a)

KHS GmbH, Dortmund

Bernhard Breemann

Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH, Düsseldorf

Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH, Gladbeck

a)

Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf

Ulrike Brouzi

Mitglied des Vorstands Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover

a)

NORD/LB Asset Management AG, Hannover (stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende)

b)

NORD/LB Luxembourg S. A., Luxembourg (Aufsichtsrat)

NORD/LB Covered Finance Bank S. A., Luxembourg (Aufsichtsrat)

Annelie Buntenbach

Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bundesvorstands des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Berlin

keine Mitgliedschaft in anderen Gremien

Hasan Cakir

Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Salzgitter AG, Salzgitter

Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter

a)

Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter

Ulrich Dickert

Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes Deutschland GmbH, Remscheid

a)

Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim/Ruhr,

Dr. Thea Dückert

Mitglied des Bundestages a. D.

Mitglied des Nationalen Normenkontrollrats der Bundesregierung, Berlin

b)

Norddeutscher Rundfunk, Hamburg (Verwaltungsrat)

Karl Ehlerding

Geschäftsführer der KG Erste "Hohe Brücke 1" Verwaltungs-GmbH &Co., Hamburg

a)

Elbstein AG, Hamburg

KHS GmbH, Dortmund

Lloyd Werft Bremerhaven AG, Bremerhaven, bis 23. November 2015

MATERNUS-Kliniken AG, Berlin

WCM Beteiligungs- und Grundbesitz-AG, Frankfurt am Main

b)

German Dry Docks GmbH &Co. KG, Bremerhaven (Verwaltungsrat)

Roland Flach

Vorsitzender des Vorstands der Klöckner-Werke AG i. R., Duisburg

Vorsitzender des Vorstands der KHS AG i. R., Dortmund

a)

KHS GmbH, Dortmund

Gabriele Handke

Seit 1. März 2015

Stellvertretende Betriebsratvorsitzende der Peiner Träger GmbH, Peine

keine Mitgliedschaft in anderen Gremien

Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Jürgen Hesselbach

Präsident der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, Braunschweig

a)

Öffentliche Lebensversicherung Braunschweig, Braunschweig

Öffentliche Sachversicherung Braunschweig, Braunschweig

Ulrich Kimpel

Betriebsratsvorsitzender der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg

a)

Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim/Ruhr

Dr. Dieter Köster

Geschäftsführender Gesellschafter der HomeStead GmbH &Co. KG, Osnabrück

Vorsitzender des Vorstands der Köster Holding AG i.R., Osnabrück

a)

Köster Holding AG, Osnabrück (Vorsitzender)

Klinikum Osnabrück GmbH, Osnabrück, seit September 2015

Bernd Lauenroth

Gewerkschaftssekretär des Vorstands der Industriegewerkschaft Metall, Zweigbüro Düsseldorf

a)

Georgsmarienhütte Holding GmbH, Georgsmarienhütte

Aluminium Norf GmbH, Neuss, seit Mai 2015

Thomas Lehne

Bis 28. Februar 2015

Stellvertretende Betriebsratvorsitzender der Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter

a)

Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter

Volker Mittelstädt

Betriebsratsvorsitzender der Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg

b)

Ilsenburger Grobblech GmbH , Ilsenburg, und Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH, Mülheim/Ruhr, (gemeinsamer Beirat)

Prof. Dr. Hannes Rehm

Präsident der IHK Industrie- und Handelskammer, Hannover, bis 31. Januar 2016

Geschäftsführer der Nord-Ostdeutschen Bankbeteiligungs GmbH, Hannover

Vorsitzender des Vorstands Norddeutsche Landesbank Girozentrale i. R., Hannover

keine Mitgliedschaft in anderen Gremien

Peter-Jürgen Schneider

Finanzminister des Landes Niedersachsen

a)

Bremer Landesbank, Bremen (stellvertretender Vorsitzender)

Deutsche Messe AG, Hannover

Norddeutsche Landesbank-Girozentrale, Hannover (Vorsitzender)

b)

Kreditanstalt für Wiederaufbau, Frankfurt am Main, (Verwaltungsrat)

Dr. Werner Tegtmeier

Staatssekretär a.D. im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung

a)

Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim/Ruhr

Salzgitter Mannesmann Precision GmbH, Mülheim/Ruhr

Dr. Johannes Teyssen

Bis 15. September 2015

Vorsitzender des Vorstands der E.ON SE, Düsseldorf

a)

Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main

Heinz-Gerhard Wente

seit 16. September 2015

Vize-Präsident der IHK Industrie- und Handelskammer, Hannover

Mitglied des Vorstands der Continental AG i. R., Hannover

keine Mitgliedschaft in anderen Gremien

a) = Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten i. S. d. § 125 AktG
b) = Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen

Bericht des Aufsichtsrats

Nach drei höchst unbefriedigenden Jahren erzielte der Salzgitter-Konzern 2015 wieder ein positives Ergebnis vor Steuern. Das Restrukturierungsprogramm "Salzgitter AG 2015" trug deutlich dazu bei. Dennoch sind weitere, punktuelle strukturverbessernde Maßnahmen erforderlich. Die massive Zunahme von Walzstahl-Billigimporten aus China im zweiten Halbjahr aufgrund dortiger Überkapazitäten verhinderte bei Flachstahl und Grobblech bessere Resultate. Die zunehmende Belastung der Konzernaktivitäten durch klima- und energiepolitische Maßnahmen sowie die damit verbundenen Wettbewerbsnachteile stellen eine große Herausforderung dar. Die Bewältigung all dessen wird unter anderem eine gesteigerte interne Veränderungsbereitschaft erfordern, um die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens zu erhalten.

Überwachung und Beratung des Vorstands bei der Führung der Geschäfte

Der Aufsichtsrat ließ sich kontinuierlich über die Lage des Konzerns und den Geschäftsverlauf berichten. In vier Sitzungen beriet er mit dem Vorstand die Perspektiven und Risiken. Geschäftsvorgänge, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, sowie Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Unternehmensplanung wurden eingehend hinterfragt und diskutiert. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ließ sich darüber hinaus auch außerhalb der Sitzungen regelmäßig vom Vorsitzenden des Vorstands über aktuelle Themen informieren.

Die Teilnahmequote bei den Sitzungen des Aufsichtsrats überschritt 90 %. Weder Aufsichtsratsmitglieder noch Vorstandsmitglieder haben dem Aufsichtsrat Interessenkonflikte angezeigt.

Beratungsschwerpunkte im Aufsichtsrat

Das Hauptaugenmerk des Aufsichtsrats lag 2015 auf einer nachhaltigen Verbesserung der Ergebnisperformance in allen Geschäftsbereichen. Dazu ließ er sich insbesondere regelmäßig über die Fortschritte bei der Umsetzung der Maßnahmen des Restrukturierungsprogramms "Salzgitter AG 2015" berichten. Ebenso beschäftigten wir uns mit den Auswirkungen der Suspendierung des South-Stream-Pipelineprojekts auf den Konzern und berieten über die Aufgabe des Produktbereiches Spundwand, die nach vergeblichen Restrukturierungsversuchen aufgrund der anhaltend unauskömmlichen Marktnachfrage unausweichlich war. Ein weiteres zentrales Thema unserer Beratungen bildeten die möglicherweise mittelfristig auf den Konzern zukommenden weiteren massiven Belastungen und damit verbundenen signifikanten Nachteile gegenüber außereuropäischen Wettbewerbern durch klima- und energiepolitische Maßnahmen. Diese finden sich unter anderem konkretisiert in dem Entwurf der Europäischen Kommission für eine neue, ab 2021 gültige europäische Emissionshandelsrichtlinie. Sollte dieser Entwurf unverändert in Kraft treten, könnte die Salzgitter AG (SZAG) - wie auch die anderen europäischen Stahlunternehmen - in ihrer Existenz bedroht sein. In seiner Dezember-Sitzung beschäftigte sich der Aufsichtsrat hauptsächlich mit der Unternehmensplanung für die Geschäftsjahre 2016 bis 2018.

Arbeit der Ausschüsse

Zur Vorbereitung seiner Beratungen und Entscheidungen hat der Aufsichtsrat ein Präsidium, einen Prüfungs-, einen Strategie- und einen Nominierungsausschuss gebildet.

Das Präsidium trat im Geschäftsjahr viermal zusammen. Zu den Themen dieser Sitzungen gehörten wichtige Fragen des Geschäftsverlaufs, der Umsetzungsstand des Restrukturierungsprogramms "Salzgitter AG 2015", die Vergütung von Vorstandsmitgliedern und Geschäftsbereichsleitern sowie die Nachfolgeregelung in der Leitung des Geschäftsbereiches Energie.

Der Prüfungsausschuss hielt im Berichtszeitraum vier Sitzungen ab. Neben dem Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2015 erörterte er mit dem Vorstand die im Jahresverlauf veröffentlichten quartalsweisen Zwischenberichte des Unternehmens, bereitete die Prüfung und Feststellung des Jahres- und des Konzernabschlusses 2015 durch den Aufsichtsrat vor sowie dessen Dividendenvorschlag. Des Weiteren befasste sich das Gremium insbesondere mit dem Rechnungslegungsprozess, mit der Wirksamkeit der Systeme der internen Kontrolle, der internen Revision und des Risikomanagements sowie mit der Compliance. Der Prüfungsausschuss berichtete jeweils dem Gesamtaufsichtsrat über das Ergebnis seiner Beratungen.

Der Strategieausschuss tagte im Berichtszeitraum einmal. Er diskutierte mit dem Vorstand die Strategie des Unternehmens mit Blick auf die möglicherweise gravierenden Auswirkungen der aktuellen Umwelt- und Energiepolitik auf den Konzern, ließ sich über die kommerziellen wie technischen Optionen informieren und beriet die Handlungsmöglichkeiten.

Der Nominierungsausschuss trat dreimal zusammen und beriet Fragen der künftigen Zusammensetzung des Aufsichtsrats.

Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfung

In der Sitzung am 17. März 2016 beschäftigten wir uns intensiv mit dem Jahresabschluss der SZAG und dem Konzernabschluss jeweils zum 31. Dezember 2015 sowie dem gemeinsamen Lagebericht der Aktiengesellschaft und des Konzerns über das Geschäftsjahr 2015. Zuvor hatte der von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, beide Abschlüsse geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Er testierte die Übereinstimmung der Bilanzierung, Bewertung und Konsolidierung im Konzernabschluss mit den International Financial Reporting Standards (IFRS). Darüber hinaus bestätigte der Abschlussprüfer im Rahmen seiner Beurteilung des Risikofrüherkennungssystems, dass der Vorstand die nach dem Aktiengesetz geforderten Maßnahmen getroffen hat, um Risiken frühzeitig zu erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Der Jahresabschluss der SZAG, der Konzernabschluss, der gemeinsame Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns, der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben uns zur Prüfung vorgelegen. An der Beratung des Jahres- und des Konzernabschlusses nahmen Vertreter des Abschlussprüfers teil und erläuterten ihre wesentlichen Ergebnisse.

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses sowie des gemeinsamen Lageberichts ergab keine Einwände. Wir stimmten daher dem Ergebnis der Prüfung seitens des Abschlussprüfers zu und billigten den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands bezüglich der Verwendung des Bilanzgewinns schlossen wir uns an.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Herr Thomas Lehne, Vertreter der Arbeitnehmer, hat sein Mandat zum 28. Februar 2015 niedergelegt. In gleicher Weise schied Herr Dr. Johannes Teyssen, Vertreter der Anteilseigner, zum 15. September 2015 aus dem Aufsichtsrat aus. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Lehne und Herrn Dr. Teyssen für ihre Tätigkeit zum Wohle des Unternehmens. Als Nachfolgerin von Herrn Lehne bestellte das Amtsgericht Braunschweig mit Wirkung vom 1. März 2015 Frau Gabriele Handke zum Aufsichtsratsmitglied, als Nachfolger von Herrn Dr. Teyssen mit Wirkung zum 16. September 2015 Herrn Heinz-Gerhard Wente.

Veränderungen im Vorstand

Veränderungen im Vorstand traten nicht ein. Herr Prof. Dr.-Ing. Heinz-Jörg Fuhrmann wurde vom Aufsichtsrat für den Zeitraum vom 1. Juli 2016 bis zum 30. Juni 2021 erneut zum Vorsitzenden des Vorstands bestellt. Ebenso ist Herr Burkhard Becker für den Zeitraum vom 1. Februar 2016 bis zum 31. Januar 2021 erneut zum Finanzvorstand bestellt worden.

Wir danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für die von ihnen geleistete Arbeit und ihren Einsatz im Geschäftsjahr 2015.

 

Salzgitter, 17. März 2016

Der Aufsichtsrat

Rainer Thieme, Vorsitzender

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Konzernlageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hannover, den 25. Februar 2016

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Martin Schröder, Wirtschaftsprüfer

ppa. Stephan Hachmeyer, Wirtschaftsprüfer