Salzgitter AG

Salzgitter

Quartalsmitteilung 3 Monate 2017

Salzgitter-Konzern in Zahlen

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Q1 2017 Q1 20161) +/-
Rohstahlerzeugung Tt 1.739,6 1.775,6 - 35,9
Außenumsatz Mio. € 2.353,9 1.868,8 485,1
Geschäftsbereich Flachstahl Mio. € 548,9 470,2 78,7
Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl Mio. € 265,5 184,8 80,6
Geschäftsbereich Mannesmann Mio. € 289,3 243,6 45,7
Geschäftsbereich Handel Mio. € 861,8 606,3 255,4
Geschäftsbereich Technologie Mio. € 335,1 316,1 19,0
Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung Mio. € 53,4 47,7 5,6
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) Mio. € 184,8 105,6 79,2
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) Mio. € 99,9 19,4 80,4
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) Mio. € 77,1 3,1 74,0
Geschäftsbereich Flachstahl Mio. € 53,7 - 20,0 73,8
Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl Mio. € 9,4 0,5 8,9
Geschäftsbereich Mannesmann Mio. € - 3,0 5,6 - 8,6
Geschäftsbereich Handel Mio. € 21,6 - 2,2 23,8
Geschäftsbereich Technologie Mio. € 13,1 6,9 6,2
Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung Mio. € - 17,8 12,3 - 30,1
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag Mio. € 48,7 1,0 47,7
Ergebnis je Aktie - unverwässert 0,87 - 0,00 0,87
Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE)2) % 10,3 1,4 9,0
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € - 29,6 - 98,7 69,1
Investitionen3) Mio. € 55,6 86,0 - 30,4
Abschreibungen3) Mio. € - 85,0 - 86,2 1,2
Bilanzsumme Mio. € 8.635,7 8.277,3 358,4
Langfristige Vermögenswerte Mio. € 3.764,3 3.693,6 70,7
Kurzfristige Vermögenswerte Mio. € 4.871,4 4.583,7 287,7
davon Vorräte Mio. € 1.872,6 1.707,9 164,7
davon Finanzmittel Mio. € 686,7 600,9 85,8
Eigenkapital Mio. € 2.890,8 2.720,7 170,1
Fremdkapital Mio. € 5.744,9 5.556,6 188,3
Langfristige Schulden Mio. € 3.278,4 3.584,1 - 305,7
Kurzfristige Schulden Mio. € 2.466,5 1.972,5 494,0
davon Bankverbindlichkeiten4) Mio. € 492,6 282,3 210,3
Nettofinanzposition zum Stichtag5) Mio. € 155,7 215,8 - 60,2
Beschäftigte



Personalaufwand Mio. € - 414,7 - 407,0 - 7,6
Stammbelegschaft zum Stichtag6) Blm. 23.287 23.454 - 167
Gesamtbelegschaft zum Stichtag7) Blm. 25.117 25.209 - 92


Ausweis der Finanzdaten gemäß IFRS

1) Bilanzwerte und davon abhängige Kennzahlen für Q1 2016 restated, aufgrund einer Korrektur des Vorratsvermögens für die Zeiträume 2015 und früher
2) annualisiert
3) ohne Finanzanlagen
4) kurz- und langfristige Bankverbindlichkeiten
5) inklusive Anlagen, z.B. in Wertpapieren und strukturierten Investments
6) ohne Ausbildungsverhältnisse und ohne passive Altersteilzeit
7) inkl. Ausbildungsverhältnisse und inkl. passiver Altersteilzeit


Ertragslage des Konzerns und seiner Geschäftsbereiche

Ertragslage des Konzerns

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Q1 2017 Q1 20161)
Rohstahlerzeugung Tt 1.739,6 1.775,6
Außenumsatz Mio. € 2.353,9 1.868,8
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) Mio. € 184,8 105,6
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) Mio. € 99,9 19,4
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) Mio. € 77,1 3,1
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag Mio. € 48,7 1,0
Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE)2) % 10,3 1,4
Investitionen3) Mio. € 55,6 86,0
Abschreibungen3) Mio. € - 85,0 - 86,2
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € - 29,6 - 98,7
Nettofinanzposition4) Mio. € 155,7 215,8
Eigenkapitalquote % 33,5 32,9


1) Bilanzwerte und davon abhängige Kennzahlen für Q1 2016 restated, aufgrund einer Korrektur des Vorratsvermögens für die Zeiträume 2015 und früher
2) annualisiert
3) ohne Finanzanlagen
4) inklusive Anlagen, z.B. in Wertpapieren und strukturierten Investments


Der Salzgitter-Konzern startete sehr erfreulich in das Geschäftsjahr 2017 und verzeichnete mit dem Resultat der ersten drei Monate das höchste Quartalsergebnis seit 2008. Dies ist vor allem auf vorzeigbare Resultate der Segmente Flachstahl, Handel und Technologie zurückzuführen. Flankiert von der Wirkung handelspolitischer Schutzmaßnahmen der Europäischen Union legten die konzerninternen Programme das Fundament für diese Entwicklung.

Der Außenumsatz des Salzgitter-Konzerns (2.353,9 Mio. €; 1. Quartal 2016: 1.868,8 Mio. €) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um ein Viertel. Hierzu trugen die Geschäftsbereiche Handel, Flachstahl sowie Grobblech / Profilstahl vor allem aufgrund verbesserter Durchschnittserlöse für Stahlerzeugnisse maßgeblich bei, aber auch die übrigen Segmente verzeichneten Zuwächse. Der Vorsteuergewinn stieg auf 77,1 Mio. € (1. Quartal 2016: 3,1 Mio. €) und beinhaltet -7,6 Mio. € aus dem Aurubis-Engagement (1. Quartal 2016: 11,6 Mio. €), das als Folge der Bewertung einer Umtauschanleihe negativ abschnitt. Der Gewinn nach Steuern rangierte bei 48,7 Mio. € (1. Quartal 2016: 1,0 Mio. €). Hieraus ergaben sich 0,87 € Ergebnis je Aktie (1. Quartal 2016: -0,00 €), die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) erreichte 10,3 % (1. Quartal 2016: 1,4 %). Mit 155,7 Mio. € Nettofinanzposition und 33 % Eigenkapitalquote verfügt das Unternehmen über eine komfortable finanzielle und bilanzielle Basis.

Geschäftsbereich Flachstahl

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Q1 2017 Q1 2016
Auftragseingang Tt 1.195,1 1.191,0
Auftragsbestand zum Stichtag Tt 903,0 901,8
Rohstahlerzeugung Tt 1.136,6 1.168,8
Walzstahlproduktion Tt 884,3 908,8
Versand Tt 1.168,0 1.178,6
Segmentumsatz1) Mio. € 731,8 608,2
Außenumsatz Mio. € 548,9 470,2
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) Mio. € 53,7 - 20,0


1) inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen


Marktentwicklung

Zu Beginn des Jahres verbesserte sich die Nachfrage auf dem globalen Stahlmarkt, dem stehen aber nach wie vor gravierende strukturelle Probleme in der Stahlindustrie gegenüber. Die Kapazitätsauslastung weltweit befindet sich weiterhin auf einem sehr niedrigen Level. Die Importkrise in der EU ist nicht überwunden, da rückläufige Stahleinfuhren aus China durch überproportional steigende Einlieferungen aus anderen Ländern kompensiert werden. Infolge wachsender Protektionismus-Tendenzen in der globalen Stahlindustrie drohen zudem weitere Handelsumlenkungseffekte auf dem offenen EU-Stahlmarkt. Trotz der aktuellen weltweiten Unsicherheiten scheint sich jedoch in Deutschland wie auch in Teilen der EU der graduelle Aufwärtstrend bei der Stahlnachfrage fortzusetzen. Seit Jahresbeginn weiter steigende Preise für Stahlprodukte haben zu der dringend erforderlichen Margenerhöhung bei den europäischen Stahlherstellern geführt. Zudem zeichnen die Kernindikatoren für das erste Quartal 2017 ein positives Bild: Rohstahlproduktion und Marktversorgung legten leicht zu. Die Auftragseingänge der EU-Stahlverarbeiter entwickelten sich solide.

Beschaffung

Eisenerz

Im Laufe der ersten drei Monate 2017 stieg der Eisenerzindex auf ein 30-Monats-Hoch von 95 USD/dmt, um sich in den Folgewochen wieder auf das Jahresanfangsniveau abzuschwächen. Rekordhohe Lagerbestände von über 130 Mio. t in den chinesischen Häfen und die Kapazitätssteigerungen der Eisenerzproduzenten führen zu sehr liquiden Märkten, sodass der Eisenerzpreis erneut unter erheblichen Druck geraten sollte, was sich in einer Entwicklung der Preise unter 70 USD/dmt bis Mitte April auch zeigte.

Kokskohle

Im Gegensatz zur indexgeprägten Preisbildung am Erzmarkt werden für Kokskohle weiterhin Quartalspreise mit Benchmark-Charakter zwischen großen Produzenten und Abnehmern verhandelt. Der Benchmarkabschluss von 285 USD/t FOB für das erste Quartal 2017 wurde noch unter dem Einfluss der ereignisgetriebenen, extrem hohen Spotpreise im Dezember geschlossen; diese gaben während des ersten Vierteljahres 2017 sichtbar nach und lagen zwischenzeitlich bei 151,50 USD/t FOB.

Geschäftsverlauf

Auftragseingang und -bestand des Geschäftsbereiches Flachstahl kamen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres aus, der Versand war gegenüber dem außerordentlichen Vorjahresniveau leicht rückläufig. Rohstahl- und Walzstahlerzeugung blieben nahezu stabil, Segment- und Außenumsatz zogen aufgrund spürbar höherer Durchschnittserlöse kräftig an.

Mit 53,7 Mio. € erwirtschaftete das Segment ein gegenüber dem importbedingt negativen Vergleichszeitraum (-20,0 Mio. €) auskömmliches Vorsteuerresultat. Dies ist auf Erlössteigerungen bei Flachstahlerzeugnissen infolge der Anti-Dumping-Maßnahmen der EU zurückzuführen. Gegenläufig wirkten gestiegene Beschaffungspreise für Rohstoffe, insbesondere für Kokskohle.

Investitionen

Der Geschäftsbereich Flachstahl konzentriert im Jahr 2017 die Investitionstätigkeit sowohl auf neue Aggregate als auch auf die Optimierung und Erweiterung vorhandener Anlagen. Dazu wurden vor allem folgende Projekte vorangebracht:

Zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit investiert die Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) insgesamt 80 Mio. € in den Bau einer RH-Vakuumanlage zur Vakuumbehandlung des Rohstahls. Die Erzeugung niedrigentkohlter, tiefentschwefelter Stähle sowie von Güten mit höchsten Reinheitsgraden soll die stetig steigenden kundenspezifischen Analyseanforderungen erfüllen und den Kapazitätsengpass in der Sekundärmetallurgie auflösen. In diesem Jahr wird die Anlagentechnik weiter komplettiert und die Anlage in Betrieb genommen.

Während des Blasprozesses an den Konvertern entsteht heißes Stahlgas, das über eine Kesselanlage aufgefangen, gekühlt, gereinigt und der thermischen Wiederverwendung zugeführt wird. Es wird eine technologische Umstellung der Kühlanlagen aller drei Konverterkessel erfolgen. Dies ermöglicht eine Reduzierung des Energiebedarfs der Kesselanlagen um mehr als 10 % und damit eine Senkung des Zukaufs von Erdgas sowie Verringerung des CO2 -Ausstoßes. Nachdem 2016 der Umbau des Konverterkessels B abgeschlossen wurde, folgen 2017 die Konverter A und C.

Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl

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Q1 2017 Q1 2016
Auftragseingang Tt 586,1 637,0
Auftragsbestand zum Stichtag Tt 373,3 439,8
Rohstahlerzeugung Tt 254,1 296,7
Walzstahlproduktion Tt 598,8 548,7
Versand1) Tt 625,3 535,2
Segmentumsatz2) Mio. € 451,0 332,7
Außenumsatz Mio. € 265,5 184,8
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) Mio. € 9,4 0,5


1) ohne DMU-Gruppe
2) inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen


Marktentwicklung

Der europäische Grobblechmarkt ist nach wie vor von einer erheblich über dem Bedarf liegenden Produktions- und Versorgungskapazität charakterisiert. Zwar sind die chinesischen Importe in die EU massiv gesunken, jedoch wurden diese von Lieferungen aus Drittstaaten wie der Ukraine, Südkorea, Indien und Indonesien nahezu vollständig kompensiert. Die Wettbewerbssituation ist als sehr uneinheitlich zu bezeichnen. Westeuropäische Grobblechhersteller, die an aktuellen Pipeline-Projekten partizipieren, sind gut ausgelastet. Ebenso zufriedenstellend ist die Nachfragesituation im Segment On-/Offshore Wind. Demgegenüber haben Hersteller mit einer im Wesentlichen auf Handelsgüten ausgerichteten Produktstruktur Auslastungsprobleme, die teilweise zu einer nicht der momentanen Rohstoffkostenentwicklung entsprechenden Angebotsfindung führen. Dies verursacht bei Kunden und Verbrauchern Unsicherheiten mit widersprüchlicher Erwartungshaltung hinsichtlich der weiteren Bedarfs- und Erlösentwicklung.

Auf dem europäischen Trägermarkt haben die Schrottpreiserhöhungen und die damit verbundenen Erlössteigerungen seitens der Produzenten dazu beigetragen, die zunächst verhaltene Nachfrage zu verbessern. Allerdings hat sich bereits im Januar gezeigt, dass die Verkäufe des lagerhaltenden Handels schwächer ausfallen als erwartet. Demzufolge erfolgte dort ein erheblicher Bestandsaufbau, der zu temporär sinkenden Auftragseingängen bei den Werken führte.

Beschaffung

Stahlschrott

In Deutschland kam es zu Jahresbeginn auf dem Stahlschrottmarkt aufgrund eines erhöhten Bedarfs inländischer Verbraucher zu Preisanstiegen je nach Sorte und Region zwischen 25 und 38 €/t. Im Folgemonat reduzierten sich die Preise in einer Größenordnung zwischen 15 und 20 €/t, um dann im März wieder anzuziehen. Ausschlaggebend für den Schrottpreisrückgang in den europäischen Binnenmärkten und die gleich darauffolgende Preiserholung war - wie schon so oft - das Einkaufsverhalten der türkischen Schrottimporteure.

Geschäftsverlauf

Der Auftragseingang des Geschäftsbereiches Grobblech / Profilstahl rangierte in den ersten drei Monaten 2017 unterhalb der Vorjahreswerte. Dabei konnte die Steigerung bei der Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB), die gegenüber dem starken Vergleichsquartal rückläufigen Buchungen der Peiner Träger GmbH (PTG) nicht ausgleichen. Da darüber hinaus Walzstahlproduktion und Absatz aufgrund gestiegener Tonnagen im Grobblechsektor höher ausfielen als im ersten Quartal 2016, lag der Auftragsbestand unterhalb des Vorjahreswertes. Segment- und Außenumsatz zogen erlös- sowie absatzbedingt kräftig an.

Das Segment verbesserte mit 9,4 Mio. € das Vorsteuerergebnis gegenüber dem Vorjahresquartal (0,5 Mio. €). Während die Grobblechproduzenten gestützt durch Auflösungen aus auftragsbezogenen Rückstellungen einen erfreulichen Gewinnbeitrag auswiesen, fiel das Ergebnis der PTG leicht negativ aus.

Investitionen

Im Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl wird 2017 im Rahmen des Wachstumsprogramms "Salzgitter 2021" die Investitionsmaßnahme "Grobblechstrategie - Adjustage 2" begonnen. Die Maßnahme dient der Erweiterung des Produktportfolios sowie der noch stärkeren Positionierung im höherwertigen Gütensegment.

Geschäftsbereich Mannesmann

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Q1 2017 Q1 2016
Auftragseingang Mio. € 411,9 325,3
Auftragsbestand zum Stichtag1) Mio. € 457,7 458,3
Rohstahlerzeugung Hüttenwerke Krupp Mannesmann (30 %) Tt 348,9 310,0
Segmentumsatz2) Mio. € 416,3 327,6
Außenumsatz Mio. € 289,3 243,6
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) Mio. € - 3,0 5,6


1) Rohre
2) inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen


Marktentwicklung

Die Stahlrohrproduktion zog im ersten Quartal 2017 insgesamt an. Besonders deutlich war der Zuwachs aufgrund der sich wieder normalisierenden Nachfrage aus der Energieindustrie in Nordamerika, wo zuvor die stärksten Einbußen zu verkraften waren. Hier waren vor allem nahtlose Ölfeldrohre und - gestützt von der Erwartung auf steigende Flachstahlpreise - geschweißte Leitungsrohre gefragt. Weiterhin stabil entwickelte sich die Nachfrage nach nahtlosen und geschweißten Präzisionsstahlrohren.

Geschäftsverlauf

Der Auftragseingang des Geschäftsbereiches Mannesmann legte gegenüber dem Vorjahresquartal um ein Viertel zu, was insbesondere auf die Salzgitter Mannesmann Precision Tubes-Gruppe (SMP-Gruppe) und die Salzgitter Mannesmann Line Pipe GmbH (MLP) zurückzuführen war. Der Orderbestand bewegte sich auf dem Niveau des Vorjahres. Außerhalb des Konsolidierungskreises erhöhte sich der Auftragseingang der at-equity einbezogenen 50 %-Beteiligung EUROPIPE-Gruppe (EP-Gruppe) erheblich. Dies beruht vor allem auf der Buchung des Projekts Europäische Gasanbindungsleitung (EUGAL). Aus diesem Grund und wegen des Auftrags Nord Stream 2 kam der Auftragsbestand merklich über dem der Vorjahresperiode aus.

Versand wie auch Segment- und Außenumsatz rangierte über den Vergleichsziffern, weil alle Produktbereiche Zuwächse verzeichneten. Die Kennzahlen der EP-Gruppe überstiegen das erste Quartal 2016 dank der hohen Auslieferungsmengen der deutschen Gesellschaft, sodass die gegenläufige Entwicklung in den USA überkompensiert wurde.

Der Geschäftsbereich verbuchte 3,0 Mio. € Verlust vor Steuern (1. Quartal 2016: +5,6 Mio. €). Das Segment mittlere Leitungsrohre wie auch die Präzis- und Edelstahlrohrgruppe reduzierten ihre Vorsteuerverluste, jedoch rangierten das nahezu ausgeglichene Resultat der at-equity einbezogenen EP Gruppe wie auch das positive Ergebnis der HKM unter den Gewinnbeiträgen des Vorjahres.

Investitionen

Der Geschäftsbereich Mannesmann konzentriert sich 2017 vornehmlich auf Ersatzinvestitionen. Hierzu zählt beispielsweise die Erneuerung des Automatisierungssystems der Trennanlage im Walzwerk Zeithain. Zudem werden bei der SMP-Gruppe am Standort Hamm neben organisatorischen und logistischen Optimierungen die Investitionsmaßnahmen zur Leistungssteigerung der Anlagen weiter fortgesetzt.

Geschäftsbereich Handel

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Q1 2017 Q1 2016
Versand Tt 1.258,8 1.218,0
Segmentumsatz1) Mio. € 884,6 615,8
Außenumsatz Mio. € 861,8 606,3
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) Mio. € 21,6 - 2,2


1) inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen


Marktentwicklung

Auf den internationalen Stahlmärkten war die Preisentwicklung auch wegen Anti-Dumping-Maßnahmen in verschiedenen Regionen auf einem vergleichsweise hohen Niveau nahezu stabil. Auf dem europäischen Markt ergab sich ein ähnliches Bild. Während sich die Warmband- und Grobblechpreise tendenziell aufwärts bewegten, gerieten die Verkaufspreise im Profilbereich in Verbindung mit billigen Importen im Verlauf des ersten Vierteljahres unter Druck.

Geschäftsverlauf

Der Geschäftsbereich Handel verzeichnete während des Berichtszeitraumes dank der gestiegenen Nachfrage im europäischen Lagerhandel einen über der Vorjahresperiode liegenden Absatz. Erlös- und mengenbedingt kam der Umsatz signifikant oberhalb seines Vergleichswertes aus. Dabei zeigte der Lagerhandel eine starke Ertragslage. Zusammen mit den positiven Ergebnissen des internationalen Tradings und der Universal Eisen und Stahl-Gruppe (UES-Gruppe) wies der Geschäftsbereich Handel 21,6 Mio. € Gewinn vor Steuern aus und übertraf damit das Ergebnis des ersten Vierteljahres 2016 (-2,2 Mio. €) erheblich.

Investitionen

Der Erhalt und die Modernisierung bestehender Anlagen bildete auch zu Anfang 2017 den Investitionsschwerpunkt des Geschäftsbereiches Handel. Die von der Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH (SMSD) initiierten Projekte zur Digitalisierung der Vertriebsprozesse schreiten weiter voran.

Geschäftsbereich Technologie

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Q1 2017 Q1 2016
Auftragseingang Mio. € 290,0 313,7
Auftragsbestand zum Stichtag Mio. € 627,6 704,0
Segmentumsatz1) Mio. € 335,2 316,2
Außenumsatz Mio. € 335,1 316,1
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) Mio. € 13,1 6,9


1) inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen


Marktentwicklung

Laut Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) lagen die Auftragseingänge insgesamt spürbar über dem Vorjahreslevel, wobei die Nachfrage aus dem Inland kräftig und die Auslandsnachfrage leicht anzog. Auch die Umsätze der Branche verbuchten einen Anstieg. Im Unterschied dazu blieben sowohl die inländischen Auftragseingänge als auch die ausländischen Bestellungen für Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen deutlich unter den Vorjahreswerten. Dank erheblicher Zuwächse im Ausland legte der Umsatz dagegen zu.

Geschäftsverlauf

Der Auftragseingang des Geschäftsbereiches Technologie kam im ersten Quartal 2017 unterhalb der Vorjahresperiode aus, was im Wesentlichen auf die rückläufigen Oderzuläufe der ausländischen Gesellschaften der KHS-Gruppe zurückzuführen ist. Die Auftragseingänge der Klöckner Desma Elastomer-Gruppe (KDE-Gruppe) stellten den Vergleichswert ein, während die DESMA Schuhmaschinen GmbH (KDS) ein kleines Plus verzeichnete. Der Orderbestand des Segments konnte nicht ganz an das Niveau des Vorjahres anknüpfen.

Segment- und Außenumsatz bewegten sich dank Zuwächsen in allen drei Geschäftsfeldern über dem Level des Startquartals 2016.

Der Geschäftsbereich Technologie erwirtschaftete in den ersten drei Monaten 2017 mit 13,1 Mio. € einen gegenüber dem Vorjahr (6,9 Mio. €) nahezu verdoppelten Gewinn vor Steuern. Dabei legte das Ergebnis der KHS-Gruppe auch dank der Erfolge der eingeleiteten Verbesserungsprogramme deutlich zu. Ebenso übertrafen die KDE-Gruppe und die KDS das Resultat der Vergleichsperiode.

Investitionen

Der Geschäftsbereich Technologie konzentrierte sich zu Beginn des Jahres 2017 auf Ersatz- und Rationalisierungsmaßnahmen, um seine Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Zur Ablaufoptimierung werden außerdem bei der KHS-Gruppe in Deutschland und den Auslandsgesellschaften IT-Projekte durchgeführt. Die 2015 begonnene umfassende, mehrjährige Modernisierung des Standorts Bad Kreuznach hinsichtlich "Lean Manufacturing" wird konsequent umgesetzt.

Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung

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Q1 2017 Q1 2016
Umsatz1) Mio. € 225,2 176,4
Außenumsatz Mio. € 53,4 47,7
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) Mio. € - 17,8 12,3


1) inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen


Der Umsatz des Bereiches Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung, der hauptsächlich durch das Halbzeug- und Servicegeschäft mit Tochtergesellschaften und Konzernfremden generiert wird, erhöhte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode auf 225,2 Mio. € (Vorjahresperiode: 176,4 Mio. €). Der Außenumsatz nahm geringfügig zu (53,4 Mio. €; 1.Quartal 2016: 47,7 Mio. €).

Das Ergebnis vor Steuern betrug -17,8 Mio. € und war damit niedriger als im Vorjahr (12,3 Mio. €). Darin enthalten ist der Beitrag des Aurubis-Engagements in Höhe von -7,6 Mio. € (1. Quartal 2016: 11,6 Mio. €). Dieser setzt sich zusammen aus dem auf die Salzgitter AG entfallenden Anteil am Nachsteuergewinn des Unternehmens sowie dem Bewertungsergebnis einer Umtauschanleihe, welches aufgrund des stark gestiegenen Aktienkurses der Aurubis AG im ersten Quartal 2017 deutlich negativ ausfiel. Stichtagsbezogene Bewertungseffekte von Devisen- und Derivatepositionen belasteten das Ergebnis zusätzlich. Das Zinsergebnis aus dem Cash-Management des Konzernfinanzkreises wirkte dem entgegen. Der Vorsteuergewinn der nicht direkt einem Geschäftsbereich zugeordneten Konzernunternehmen kam deutlich über dem der ersten drei Monate 2016 aus.

Finanz- und Vermögenslage

Erläuterungen zur Bilanz

Die Bilanzsumme des Salzgitter-Konzerns hat sich im aktuellen Berichtszeitraum gegenüber dem 31. Dezember 2016 um 186 Mio. € erhöht.

Die langfristigen Vermögenswerte (+65 Mio. €) legten insbesondere aufgrund der gestiegenen Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen (+64 Mio. €) zu. Dies ist insbesondere auf die guten Ergebnisse dieser Gesellschaften zurückzuführen. Die Summe der planmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens (-85 Mio. €) rangierte im Berichtszeitraum über den Investitionen (+56 Mio. €) und verminderte das Anlagevermögen. Die langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr (+50 Mio. €) während die Ertragssteueransprüche abnahmen (-13 Mio. €). Der Zuwachs der kurzfristigen Vermögenswerte (+121 Mio. €) ergab sich im Wesentlichen aufgrund gestiegener Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+243 Mio. €). Dem standen geringere Finanzmittel (-131 Mio. €) und geringere sonstige Forderungen und Vermögenswerte (-18 Mio. €) gegenüber.

Auf der Passivseite nahm das Eigenkapital aufgrund des guten Ergebnisses zu (+39 Mio. €), die Eigenkapitalquote bleibt dennoch auf dem Niveau des letzten Geschäftsjahres und beträgt solide 33,5 %. Die langfristigen Schulden rangierten 20 Mio. € über dem Vergleichsstichtag. Während die langfristigen sonstigen Rückstellungen zunahmen (+20 Mio. €), verringerten sich die Pensionsrückstellungen (-11 Mio. €). Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich um 127 Mio. €. Dies ist überwiegend auf gestiegene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+69 Mio. €) sowie höhere sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (+78 Mio. €) zurückzuführen. Geringere Rückstellungen (-36 Mio. €) wirkten im Bereich der kurzfristigen Schulden gegenläufig.

Die Nettofinanzposition ging vor allem als Folge des Aufbaus des Working Capitals auf 156 Mio. € (31.12.2016: 302 Mio. €) zurück. Den Geldanlagen einschließlich Wertpapieren 1,08 Mrd. € (31.12.2016: 1,22 Mrd. €) standen Verbindlichkeiten von 926 Mio. € (31.12.2016: 916 Mio. €) gegenüber; davon 493 Mio. € bei Kreditinstituten (31.12.2016: 483 Mio. €).

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Bei einem positiven Vorsteuerergebnis von 77 Mio. € ergab sich dennoch ein negativer Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 30 Mio. € (Vorjahreszeitraum: -99 Mio. €). Dies ist insbesondere auf die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurück zu führen.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von 95 Mio. € (Vorjahreszeitraum: -87 Mio. €) spiegelt überwiegend die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wider (-66 Mio. €).

Die Zinsauszahlungen sowie Rückzahlungen für erhaltene Kredite hatten einen Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit von 8 Mio. € (Vorjahreszeitraum: -47 Mio. €) zur Folge.

Infolge des negativen Gesamt-Cashflows verringerte sich der Finanzmittelbestand (687 Mio. €) gegenüber dem 31. Dezember 2016 entsprechend.

Mitarbeiter

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31.03.2017 31.12.2016 Veränderung
Stammbelegschaft1) 23.287 23.152 135
Geschäftsbereich Flachstahl 6.133 6.062 71
Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl 2.585 2.585 0
Geschäftsbereich Mannesmann 4.711 4.731 - 20
Geschäftsbereich Handel 1.935 1.914 21
Geschäftsbereich Technologie 5.337 5.301 36
Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung 2.586 2.559 27
Ausbildungsverhältnisse 1.279 1.452 - 173
Passive Altersteilzeit 551 564 - 13
Gesamtbelegschaft 25.117 25.168 - 51


Unter Berücksichtigung der quotalen Beteiligungsverhältnisse sind Rundungsabweichungen möglich

1) ohne Organmitglieder


Am 31. März 2017 zählte die Stammbelegschaft des Salzgitter-Konzerns 23.287 Mitarbeiter und erhöhte sich damit gegenüber dem 31. Dezember 2016 um 135 Personen. Dieser Anstieg ist vor allem auf die Übernahme von 138 Ausgebildeten zurückzuführen, von denen 105 einen befristeten Arbeitsvertrag erhielten.

Die Gesamtbelegschaft umfasste 25.117 Personen.

Die Zahl der Leiharbeitnehmer lag zum 31. März bei 1.295 und stieg damit gegenüber dem Vorjahresstichtag um 307 Personen.

Für die nordwestdeutsche Stahlindustrie wurde am 17. März 2017 ein Tarifabschluss erzielt, der nachfolgend auch im Tarifgebiet Ost übernommen wurde. Der Abschluss sieht für die dem Tarifvertrag Stahl unterliegenden Gesellschaften (rund 56 % der inländischen Gesamtbelegschaft) nach einem Nullmonat im März 2017 eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 2,3 % zum 1. April 2017 und eine weitere Steigerung um 1,7 % zum 1. Mai 2018 vor. Die Ausbildungsvergütungen werden um die jeweiligen Erhöhungsbeträge des vierten Ausbildungsjahres angehoben. Der Tarifvertrag hat eine Mindestlaufzeit von 22 Monaten bis zum 31. Dezember 2018. Die Tarifverträge zur Altersteilzeit und zum Einsatz von Werkverträgen wurden unverändert ebenfalls bis 31. Dezember 2018 verlängert.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die Geschäftsbereiche gehen verglichen mit dem Vorjahr von nachstehendem Verlauf des Jahres 2017 aus:

Der Geschäftsbereich Flachstahl erwartet dank angezogener Erlöse im EU-Stahlmarkt einen erfreulicheren Geschäftsverlauf. Unter der Annahme einer nach wie vor robusten Nachfrage ist mit einem spürbar höheren Umsatz zu rechnen. Gestützt auf Maßnahmen und Effekte diverser Programme und Projekte, so unter anderem die Inbetriebnahme der RH-Vakuumanlage im Stahlwerk wird trotz des angespannten Marktumfelds einschließlich der Preisvolatilität der Rohstoffe ein erheblich verbessertes, positives Vorsteuerergebnis avisiert.

Der Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl bleibt im laufenden Jahr einem diffizilen Marktumfeld ausgesetzt. Gleichwohl wird eine zufriedenstellende Auslastung für die beiden Grobblech-produzenten erwartet. So trägt die Vormaterialproduktion für den Nord Stream II- sowie den EUGAL-Auftrag im Mülheimer Werk zu einer nennenswerten Grundauslastung bei. Zudem werden beide Gesellschaften von den 2016 initiierten, umfassenden Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen profitieren. Hingegen stellt die vollständige und zeitnahe Weitergabe der erhöhten Rohstoffkosten eine besondere Herausforderung dar. Die Auslastung im Profilstahlbereich dürfte geringfügig unter dem zufriedenstellenden Vorjahresniveau auskommen. Allerdings fördert der volatile Schrottpreis ein spekulatives Kaufverhalten der Kunden, mit entsprechenden Auswirkungen auf Auftragseingang und Ergebnis. Drastisch gestiegene Netznutzungsentgelte für den Strombezug wirken zusätzlich belastend. Insgesamt geht der Geschäftsbereich von einer mengen- und erlösbedingten merklichen Umsatzsteigerung sowie einem in etwa ausgeglichenen Ergebnis vor Steuern aus.

Die Entwicklung der Gesellschaften des Geschäftsbereiches Mannesmann verläuft auch 2017 sehr heterogen. Während die deutschen Großrohrwerke wegen der im letzten Jahr sowie im ersten Quartal 2017 erfolgten Buchungen von Großaufträgen eine sehr gute Auslastung aufweisen, hat sich die Auftragslage auf dem nordamerikanischen Markt weiter eingetrübt. Die Segmente der mittleren Leitungsrohre, Präzis- und Edelstahlrohre erwarten im weiteren Jahresverlauf eine - zumindest zögerliche - Erholung bei einer allerdings weiterhin angespannten Margensituation. Im Geschäftsbereich dürften steigende Versandmengen bei höheren Durchschnittserlösen zu einer moderaten Umsatzausweitung führen. Verbunden mit den eingeleiteten und geplanten Maßnahmenprogrammen wird ein spürbar verbessertes, wenngleich noch negatives Vorsteuerresultat prognostiziert.

Für das Geschäftsjahr 2017 rechnet der Geschäftsbereich Handel mit einem deutlichen Umsatzwachstum. Dies ist auf eine Belebung des internationalen Projektgeschäfts sowie den zunehmenden Vertrieb angearbeiteter Produkte zurückzuführen. Unterstützend sollte auch die Erweiterung des Kundenstamms im Rahmen der intensiveren Digitalisierung des Vertriebs wirken. Da nicht davon ausgegangen werden kann, dass sich die 2016 infolge der Stahlpreisentwicklung temporär eingetretene Margenausweitung in diesem Umfang im Geschäftsjahr 2017 wiederholt, wird ein zwar sehr zufriedenstellender, aber merklich unter Vorjahr auskommender Gewinn vor Steuern erwartet.

Aufsetzend auf einem hohen Auftragsbestand antizipiert der Geschäftsbereich Technologie eine stabile Umsatzentwicklung. Angesichts des preislich stark umkämpften Projektgeschäfts setzt die KHS-Gruppe auf Wachstum in profitablen Produktsegmenten sowie den weiteren Ausbau des Servicegeschäfts. Daneben sollten vor allem die eingeleiteten Effizienzsteigerungsmaßnahmen aus dem neuen Programm "Fit4Future 3.0" ihre positive Wirkung entfalten. In Verbindung mit den vielversprechenden Aussichten für die anderen Spezialmaschinenbauer wird von einem sichtbaren Anstieg des Vorsteuergewinns ausgegangen.

Vor diesem Hintergrund und nach dem guten Auftaktquartal erhöhte die Salzgitter AG (SZAG) am 2. Mai 2017 ihre Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2017, die wir wie folgt bestätigen. Wir rechnen mit:

einem auf etwa 9 Mrd. € gesteigerten Umsatz,

einem Vorsteuergewinn zwischen 125 Mio. € und 175 Mio. € und

einer spürbar über dem Vorjahreswert auskommenden Rendite auf das eingesetzte Kapital.

Die zukunftsbezogenen Aussagen zu den einzelnen Geschäftsbereichen unterstellen, dass es in Europa nicht zu einer rezessiven Entwicklung kommen wird. Vielmehr erwarten wir für unsere anhaltend umkämpften Hauptmärkte im laufenden Geschäftsjahr eine Fortsetzung der konjunkturellen Festigung. Wie schon in den vergangenen Jahren weisen wir darauf hin, dass Chancen und Risiken aus aktuell nicht absehbaren Erlös-, Vormaterialpreis- und Beschäftigungsentwicklungen sowie Veränderungen von Währungskursen den Verlauf des Geschäftsjahres 2017 erheblich beeinflussen können. Die hieraus resultierende Schwankungsbreite des Konzernergebnisses vor Steuern kann ein beträchtliches Ausmaß sowohl in negativer als auch positiver Richtung annehmen. Die Dimension dessen wird deutlich, wenn man unterstellt, dass bei rund 12 Mio. t p.a. abgesetzten Stahlerzeugnissen der Geschäftsbereiche Flachstahl, Grobblech / Profilstahl, Mannesmann und Handel im Schnitt 25 € Margenveränderung pro Tonne bereits ausreichen, um 300 Mio. € jährliche Ergebnisvarianz zu verursachen. Darüber hinaus begrenzen volatile Rohstoffkosten sowie kürzere Vertragslaufzeiten auf der Beschaffungs- genauso wie auf der Absatzseite die Planungssicherheit des Unternehmens.

Risikomanagement

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung bestanden keine Risiken, die den Fortbestand des Salzgitter-Konzerns gefährden könnten. Hinsichtlich einzelner Chancen und Risiken verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2016.

Für Risiken aus dem angespannten Marktumfeld einschließlich der Preisvolatilität der Rohstoffe sind die Ergebniseffekte im laufenden Jahr in den Gesellschaften - soweit abschätzbar - einbezogen worden. Belastend wirken sich zudem mittlerweile zahlreiche, oftmals rein protektionistische Handelsschutzmaßnahmen in Drittstaaten aus, die sich nun nicht mehr allein gegen China, sondern gleichermaßen gegen EU Produzenten richten. Unmittelbar betroffen ist die Salzgitter AG (SZAG) durch ein Anti-Dumping-Verfahren in den USA gegen Grob- und Bandblech-Importe aus zwölf Ländern, unter anderem auch aus Deutschland.

Der Konzern kann den Ende März 2017 verhängten Strafzoll auf Grobbleche der Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) und Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG) in Höhe von 22,9 % nicht nachvollziehen, da die Konzerngesellschaften nachweislich auf Basis behördlich verifizierter Daten kein Preisdumping betrieben haben, und auch die im November 2016 verkündeten vorläufigen Strafzölle nur bei 5 % für die SZAG lagen. 90 % der untersuchten MGB- und ILG-Exporte wurden zudem an ein verbundenes US-Unternehmen - Berg Steel Pipe Corporation (BSPC), eine Tochter der EUROPIPE GmbH (EP) - geliefert. Hierbei handelt es sich um spezielle Bleche zur Produktion von Rohren für die Öl- und Gasindustrie, die zudem von der US-Stahlindustrie gar nicht oder nur sehr eingeschränkt produziert werden können.

Die International Trade Commission (ITC) hat ihre Analyse zur Schädigung des US-Marktes durch Grob- und Bandblech-Importe am 5. Mai 2017 abgeschlossen. Wie zu befürchten war, hat die ITC festgestellt, dass der US-Markt in diesem Marktsegment geschädigt wurde. Damit bleiben die verkündeten Strafzölle bis zu einer möglichen Überprüfung (frühestens Sommer 2018) in Kraft.

Zurzeit analysiert die SZAG mit ihren Anwälten die Ermittlung der finalen Dumpingmargen des US-Department of Commerce (DOC). Der Konzern behält sich vor, rechtliche Schritte gegen die Dumping-Entscheidung einzuleiten. Aus Brüssel und Berlin ist zu vernehmen, dass man in der Europäischen Kommission wie auch seitens der Bundesregierung bereit sein könnte, die Strafzoll-Entscheidung gegen die SZAG und die Dillinger Hütte als Anlass für eine Klage vor der WTO gegen die USA zu nehmen. Mit einem Urteil der WTO wäre nicht vor zwei bis drei Jahren zu rechnen.

Zwischenabschluss

I. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung1)

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in Mio. € Q1 2017 Q1 2016
Umsatzerlöse 2.353,9 1.855,5
Bestandsveränderungen/andere aktivierte Eigenleistungen 16,0 4,3

2.369,9 1.859,8
Sonstige betriebliche Erträge 74,5 43,2
Materialaufwand 1.576,2 1.177,6
Personalaufwand 414,3 406,3
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 85,0 86,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen 302,7 238,8
Beteiligungsergebnis 0,7 0,3
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 33,1 21,2
Finanzierungserträge 5,4 5,2
Finanzierungsaufwendungen 28,4 21,5
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) 77,0 - 0,6
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 28,4 2,1
Konzernergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen 48,7 - 2,7
Konzernergebnis aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen 0,1 3,8
Konzernergebnis 48,7 1,0
Anteil der Aktionäre der Salzgitter AG 47,0 - 0,1
Minderheitenanteil 1,7 1,1
Gewinnverwendung

Konzernergebnis 48,7 1,0
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 21,1 15,1
Anteil fremder Gesellschafter am Konzernergebnis 1,7 1,1
Entnahme aus (+)/Einstellung in (-) andere Gewinnrücklagen - 47,0 0,1
Bilanzgewinn der Salzgitter AG 21,1 15,1
Ergebnis je Aktie (in €) - unverwässert 0,87 - 0,00
Ergebnis je Aktie (in €) - verwässert 0,83 - 0,00


1) Alle Posten der Gewinn- und Verlustrechnung bis einschließlich der Steuern von Einkommen und Ertrag beziehen sich gemäß IFRS 5 nur auf die fortgeführten Geschäftsbereiche. Eine Überleitung inklusive des nicht fortgeführten Geschäftsbereiches findet sich im Anhang.


II. Gesamtergebnisrechnung

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Q1 2017 Q1 2016
in Mio. € Gesamt Anteil der Aktionäre der Salzgitter AG Minderheitenanteil Gesamt Anteil der Aktionäre der Salzgitter AG Minderheitenanteil
Konzernergebnis 48,7 47,0 1,7 1,0 - 0,1 1,1
Reklassifizierbare Gewinne und Verluste





Wertänderungen aus der Währungsumrechnung 0,7 0,7 - 0,0 - 7,0 - 7,0 0,0
Wertänderungen aus Cashflow Hedges - 9,0 - 9,0 - 19,8 19,8 -
Zeitwertänderungen 24,3 24,3 - 12,4 12,4 -
Basis Adjustments - 31,3 - 31,3 - 7,1 7,1 -
Erfolgswirksame Realisierung - 1,7 - 1,7 - - 0,5 - 0,5 -
Latente Steuern - 0,2 - 0,2 - 0,8 0,8 -
Wertänderungen aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten - 0,5 - 0,5 - 0,6 0,6 -
Zeitwertänderungen - 0,5 - 0,5 - 0,6 0,6 -
Erfolgswirksame Realisierung - - - - - -
Latente Steuern - - - - - -
Wertänderungen aus Anteilen an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen - 1,5 - 1,5 - 2,4 2,4 -
Zeitwertänderungen - - - 6,6 6,6 -
Erfolgswirksame Realisierung - - - - - -
Währungsumrechnung - 1,5 - 1,5 - - 4,1 - 4,1 -
Latente Steuern - - - - 0,1 - 0,1 -
Latente Steuern auf sonstige erfolgsneutrale Veränderungen 0,0 0,0 - - 0,1 - 0,1 -
Zwischensumme - 10,3 - 10,3 - 0,0 15,7 15,7 0,0
Nicht reklassifizierbare Gewinne und Verluste





Neubewertungen - 0,0 - 0,0 - - 133,5 - 133,5 -
Neubewertung Pensionen - 0,0 - 0,0 - - 170,1 - 170,1 -
Latente Steuern - - - 36,6 36,6 -
Wertänderungen aus Anteilen an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 0,0 0,0 - - - -
Zwischensumme 0,0 0,0 - - 133,5 - 133,5 -
Sonstiges Ergebnis - 10,3 - 10,3 - 0,0 - 117,8 - 117,8 0,0




- - -
Gesamtergebnis 38,4 36,7 1,7 - 116,8 - 118,0 1,2
Fortgeführte Geschäftsbereiche
36,6

- 121,8
Nicht fortgeführter Geschäftsbereich
0,1

3,8


III. Konzernbilanz

Aktiva in Mio. €

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31.03.2017 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte 218,9 223,3
Sachanlagen 2.314,4 2.343,4
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 21,7 21,8
Finanzielle Vermögenswerte 93,2 95,6
Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 724,2 660,4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18,4 0,0
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 31,7 0,0
Latente Ertragsteueransprüche 341,8 355,1

3.764,3 3.699,5
Kurzfristige Vermögenswerte

Vorräte 1.872,6 1.842,8
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.719,0 1.476,2
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 486,6 504,3
Ertragsteuererstattungsansprüche 27,0 26,5
Wertpapiere 79,3 82,3
Finanzmittel 686,7 818,1

4.871,4 4.750,3

8.635,7 8.449,8


Passiva in Mio. €

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31.03.2017 31.12.2016
Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital 161,6 161,6
Kapitalrücklage 257,0 257,0
Gewinnrücklagen 2.750,8 2.703,4
Andere Rücklagen 61,1 71,4
Bilanzgewinn 21,1 21,1

3.251,6 3.214,5
Eigene Anteile - 369,7 - 369,7

2.881,9 2.844,8
Anteil fremder Gesellschafter am Eigenkapital 8,8 7,1

2.890,7 2.852,0
Langfristige Schulden

Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 2.438,0 2.449,0
Latente Ertragsteuerschulden 39,3 39,3
Ertragsteuerschulden 76,2 67,7
Sonstige Rückstellungen 265,5 245,3
Finanzschulden 452,0 452,4
Sonstige Verbindlichkeiten 7,4 4,5

3.278,4 3.258,1
Kurzfristige Schulden

Sonstige Rückstellungen 256,3 292,5
Finanzschulden 504,0 493,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.223,6 1.154,5
Ertragsteuerschulden 39,1 34,1
Sonstige Verbindlichkeiten 443,5 365,1

2.466,5 2.339,7

8.635,6 8.449,8


IV. Kapitalflussrechnung

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in Mio. € Q1 2017 Q1 2016
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT)1) 77,1 3,1
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 85,0 86,2
Gezahlte (-)/erhaltene (+) Ertragsteuern - 6,2 - 133,9
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) 68,0 34,6
Zinsaufwendungen 27,9 21,5
Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens - 10,1 1,4
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte - 36,8 44,5
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva,
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
- 293,4 - 107,4
Zahlungswirksamer Verbrauch der Rückstellungen ohne Verbrauch der Ertragsteuerrückstellungen - 76,9 - 72,2
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva,
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
135,8 23,5
Mittelabfluss/-zufluss aus laufender Geschäftstätigkeit - 29,6 - 98,7
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 12,5 3,1
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle und Sachanlagevermögen - 65,8 - 89,5
Einzahlungen (+)/Auszahlungen(-) aus/für Geldanlagen 2,3 - 3,4
Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen finanziellen Vermögenswerten 2,5 4,0
Auszahlungen für Investitionen in langfristige finanzielle Vermögenswerte - 46,9 - 1,6
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit - 95,4 - 87,4
Auszahlungen an Unternehmenseigner - -
Einzahlungen (+)/Rückzahlungen (-) aus der Begebung von Anleihen,
der Aufnahme von Krediten und anderen Finanzschulden
- 3,9 - 38,5
Zinsauszahlungen - 3,8 - 8,9
Mittelabfluss/-zufluss aus der Finanzierungstätigkeit - 7,7 - 47,4
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 818,1 836,2
Finanzmittelbestand Konsolidierungskreisveränderung - 0,2
Wechselkursänderungen des Finanzmittelbestandes 1,4 - 2,0
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes - 132,8 - 233,4
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 686,7 600,9



Anhang

Segmentberichterstattung

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in Mio. € Flachstahl Grobblech / Profilstahl Mannesmann

Q1 2017 Q1 2016 Q1 2017 Q1 2016 Q1 2017 Q1 2016
Außenumsatz 548,9 470,2 265,5 184,8 289,3 243,6
Umsatz mit anderen Segmenten 181,8 137,4 185,4 147,6 31,6 13,0
Umsatz mit Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 1,0 0,5 0,2 0,3 95,4 71,0
Segmentumsatz 731,8 608,2 451,0 332,7 416,3 327,6
Zinsertrag (konsolidiert) 0,3 0,1 0,2 0,3 0,1 0,2
Zinsertrag von anderen Segmenten - - 0,0 - - -
Zinsertrag von Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 0,0 0,0 0,0 - 0,3 0,3
Segmentzinsertrag 0,3 0,1 0,2 0,3 0,5 0,4
Zinsaufwand (konsolidiert) 3,6 4,2 0,7 0,8 1,9 2,1
Zinsaufwand an andere Segmente - - - - - -
Zinsaufwand an Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 6,4 7,9 1,3 3,8 1,5 1,5
Segmentzinsaufwand 10,0 12,1 2,1 4,7 3,5 3,6
davon Zinsanteil der Zuführungen zu Pensionsrückstellungen 3,0 3,5 0,7 0,8 1,2 1,3
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 43,7 45,3 11,5 11,7 15,0 14,3
davon planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 43,7 45,3 11,5 11,7 15,0 14,3
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) 107,2 37,2 22,7 16,6 14,9 23,1
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 63,5 - 8,1 11,3 4,9 - 0,0 8,8
Periodenergebnis des Segments 53,7 - 20,0 9,4 0,5 - 3,0 5,6
davon Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen - - - - - 0,7 6,0
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 26,1 55,1 5,9 5,8 15,2 12,2


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in Mio. € Handel Technologie Summe der Segmente

Q1 2017 Q1 2016 Q1 2017 Q1 2016 Q1 2017 Q1 2016
Außenumsatz 861,8 606,3 335,1 316,1 2.300,5 1.821,1
Umsatz mit anderen Segmenten 22,8 9,4 0,1 0,1 421,7 307,5
Umsatz mit Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 0,0 0,0 - - 96,7 71,8
Segmentumsatz 884,6 615,8 335,2 316,2 2.819,0 2.200,4
Zinsertrag (konsolidiert) 0,5 0,9 1,0 1,1 2,1 2,5
Zinsertrag von anderen Segmenten - - - - 0,0 -
Zinsertrag von Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 2,2 0,8 0,2 0,0 2,7 1,1
Segmentzinsertrag 2,7 1,7 1,1 1,1 4,8 3,6
Zinsaufwand (konsolidiert) 2,8 2,3 0,3 0,7 9,4 10,2
Zinsaufwand an andere Segmente 0,0 - - - 0,0 -
Zinsaufwand an Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 0,1 0,1 0,6 0,1 10,0 13,5
Segmentzinsaufwand 2,8 2,4 0,9 0,8 19,3 23,6
davon Zinsanteil der Zuführungen zu Pensionsrückstellungen 0,5 0,6 0,5 0,6 5,9 6,8
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 2,6 2,5 5,5 5,5 78,2 79,3
davon planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 2,6 2,5 5,5 5,5 78,2 79,3
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) 24,4 1,1 18,4 12,1 187,6 90,1
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 21,8 - 1,5 12,9 6,6 109,4 10,8
Periodenergebnis des Segments 21,6 - 2,2 13,1 6,9 94,9 - 9,2
davon Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen - - - - - 0,7 6,0
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 1,7 2,1 3,0 6,0 51,8 81,2


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in Mio. € Industrielle Beteiligungen /
Konsolidierung
Konzern

Q1 2017 Q1 2016 Q1 2017 Q1 2016
Außenumsatz 53,4 47,8 2.353,9 1.868,9
Umsatz mit anderen Segmenten 171,8 128,6 593,5 436,2
Umsatz mit Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind - - 96,7 71,8
Segmentumsatz 225,2 176,4 3.044,1 2.376,8
Zinsertrag (konsolidiert) 3,0 2,7 5,1 5,2
Zinsertrag von anderen Segmenten 10,0 13,5 10,0 13,5
Zinsertrag von Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind - - 2,7 1,1
Segmentzinsertrag 13,0 16,1 17,7 19,7
Zinsaufwand (konsolidiert) 18,5 11,3 27,9 21,5
Zinsaufwand an andere Segmente 2,7 1,1 2,7 1,1
Zinsaufwand an Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind - - 10,0 13,5
Segmentzinsaufwand 21,2 12,4 40,5 36,0
davon Zinsanteil der Zuführungen zu Pensionsrückstellungen 4,5 5,9 10,5 12,6
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 6,7 6,8 85,0 86,2
davon planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 6,7 6,8 85,0 86,2
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) - 2,8 15,5 184,8 105,6
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) - 9,5 8,7 99,9 19,4
Periodenergebnis des Segments - 17,8 12,3 77,1 3,1
davon Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 33,8 15,2 33,1 21,2
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 3,8 4,8 55,6 86,0


Grundsätze der Rechnungslegung und Konsolidierung, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Der Konzernabschluss für die Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. März 2017 der Salzgitter AG, Salzgitter (SZAG), wurde als verkürzter Abschluss mit ausgewählten erläuternden Anhangangaben aufgestellt. Die Aufstellung erfolgte unverändert nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung des IAS 34 für verkürzte Zwischenabschlüsse.

2. Gegenüber dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurden im Quartalsabschluss zum 31. März 2017 unter Beachtung der nachstehenden Ausnahme grundsätzlich keine Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungs-, Berechnungs- und Konsolidierungsmethoden vorgenommen.

3. Bei der Ermittlung des Barwertes der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen zum 31. März 2017 wurde ein im Vergleich zum 31. Dezember 2016 unveränderter Rechnungszinssatz in Höhe von 1,75 % zugrunde gelegt.

4. Die HSP Hoesch Spundwand und Profil Gesellschaft mit beschränkter Haftung (HSP) hat auf Grund jahrelanger Verluste im Dezember 2015 die Produktion von schweren Profilstahlerzeugnissen, insbesondere Spundwand- und Grubenausbauprofile, beendet. Die Auslieferung der Produkte erfolgte zum Teil jedoch erst 2016. Im Jahr 2017 erfolgt der Rückbau der Produktionsstätte. Die Gesellschaft HSP und alle dazugehörigen Spundwand-Aktivitäten werden nach den Vorschriften des IFRS 5 als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Ergebnis aus diesem aufgegebenen Geschäftsbereich in einer separaten Zeile gesondert ausgewiesen, getrennt von den Erträgen und Aufwendungen des fortgeführten Bereiches. Die nachfolgenden Tabellen enthalten eine Überleitung der Gewinn- und Verlustrechnung aus fortgeführten Geschäftsbereichen auf eine Gewinn- und Verlustrechnung, die sowohl den fortgeführten als auch den nicht fortgeführten Geschäftsbereich beinhaltet.

Ergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich

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Q1 2017 Q1 2016

Nicht fortgeführter Geschäftsbereich Fortgeführte Geschäftsbereiche Summe Nicht fortgeführter Geschäftsbereich Fortgeführte Geschäftsbereiche Summe
in Mio. €





Umsatzerlöse - 2.353,9 2.353,9 13,3 1.855,5 1.868,8
Bestandsveränderungen/andere aktivierte Eigenleistungen - 16,0 16,0 - 6,8 4,3 - 2,6

- 2.369,9 2.369,9 6,4 1.859,8 1.866,3
Sonstige betriebliche Erträge 1,6 74,5 76,1 0,8 43,2 44,1
Materialaufwand - 1.576,2 1.576,2 1,2 1.177,6 1.178,8
Personalaufwand 0,3 414,3 414,7 0,8 406,3 407,0
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen - 85,0 85,0 - 86,2 86,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1,2 302,7 303,9 1,5 238,8 240,2
Beteiligungsergebnis - 0,7 0,7 - 0,3 0,3
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen - 33,1 33,1 - 21,2 21,2
Finanzierungserträge - 5,4 5,4 0,0 5,2 5,2
Finanzierungsaufwendungen 0,1 28,4 28,5 0,1 21,5 21,6
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 0,1 77,0 77,1 3,8 - 0,6 3,1
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 28,4 28,4 - 2,1 2,1
Konzernergebnis 0,1 48,7 48,7 3,8 - 2,7 1,0


In der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsflüsse des gesamten Konzerns inklusive des nicht fortgeführten Geschäftsbereiches gezeigt. Die Zahlungsflüsse nur für den nicht fortgeführten Geschäftsbereich zeigt die folgende Tabelle:

Verkürzte Kapitalflussrechnung für den nicht fortgeführten Geschäftsbereich

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in Mio. € Q1 2017 Q1 2016
Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit - 1,0 - 2,4
Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit - 0,1
Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierung - - 0,0
Veränderung des Finanzmittelbestandes des nicht fortgeführten Geschäftsbereiches - 1,0 - 2,3


Ausgewählte Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Die Umsätze nach Geschäftsfeldern werden in der Segmentberichterstattung dargestellt.

2. Das Ergebnis je Aktie berechnet sich entsprechend IAS 33. Das auf die gewichtete Anzahl von Aktien der SZAG ermittelte unverwässerte Ergebnis je Aktie belief sich in der Berichtsperiode auf 0,87 €. Eine Verwässerung würde dann eintreten, wenn das Ergebnis je Aktie durch die Ausgabe potenzieller Aktien aus Options- und Wandelrechten vermindert wird. Derartige Rechte waren am Bilanzstichtag aus einer Wandelanleihe vorhanden. Bei deren Berücksichtigung ergibt sich eine Verminderung des Gewinns je Aktie aus dem fortzuführenden Geschäft, sodass diese Options- und Wandelrechte zu einer Verwässerung führen. Das verwässerte Ergebnis beträgt 0,83 € je Aktie.

Berichtigung der Vorjahresbilanzierungen

Wegen einer retrospektiven Berichtigung des Wertes des Vorratsvermögens einer Tochtergesellschaft im Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl wurde der Bilanzansatz für den Zeitraum 2014 und früher - entsprechend den einschlägigen IFRS-Vorschriften - ergebnisneutral um 50,9 Mio. € angepasst. Für das Geschäftsjahr 2015 erfolgte zusätzlich eine ergebniswirksame Verminderung um 8,5 Mio. €. In diesem Zusammenhang sind im Saldo Ertragsteuerschulden in Höhe von 1,4 Mio. € berücksichtigt. Damit wird der zu hohe Eigenkapitalausweis der Vorjahre im Saldo neutral wieder richtiggestellt.

Die Anpassungen in der Bilanz ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

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Mio. € Veröffentlichter Konzernabschluss Anpassung Angepasster Konzernabschluss

31.03.2016
31.03.2016
Ertragsteuererstattungsansprüche 22,1 3,2 25,4
Vorräte 1.767,3 - 59,4 1.707,9
Eigenkapital 2.776,3 - 55,7 2.720,7
Latente Ertragsteuerschulden 27,2 - 0,6 26,7


Angaben zum Fair Value

Die Angaben zum Fair Value erfolgen entsprechend der Regelungen des IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts". Eine Abweichung vom Buchwert zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) resultiert aus der Bilanzierung von einer Wandelanleihe und einer Umtauschanleihe zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Die Ermittlung der Fair-Value-Angaben für nicht zum Fair Value bilanzierte langfristige finanzielle Vermögenswerte und Schulden erfolgt grundsätzlich durch die Diskontierung zukünftiger Zahlungsströme. Hierbei findet ein laufzeitabhängiger Zinssatz Anwendung, welcher den risikolosen Zinssatz und das über eine Peer-Group abgeleitete Adressenausfallrisiko des Salzgitter-Konzerns widerspiegelt.

Buchwert und Fair Value der Anleihen:

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in Mio. € Wandel- und Umtauschanleihen

31.03.2017 31.12.2016
Buchwert 416,5 414,0
Fair Value 420,8 419,1


Angaben zu Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Neben den Geschäftsbeziehungen zu in den Konzernabschluss einbezogenen voll- und anteilig konsolidierten Gesellschaften existieren Beziehungen zu nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen sowie zu nicht konsolidierten Tochtergesellschaften, die als nahestehende Unternehmen nach IAS 24 zu qualifizieren sind. In der Kategorie der anderen nahestehenden Unternehmen befinden sich die Mehrheitsbeteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen des Landes Niedersachsen.

Die erbrachten Lieferungen und Leistungen umfassen im Wesentlichen Lieferungen von Vormaterial zur Großrohrproduktion. Ihr Volumen ergibt sich aus nachfolgender Tabelle:

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in Mio. € Verkauf von Waren und Dienstleistungen Kauf von Waren und Dienstleistungen Forderungen Verbindlichkeiten

01.01.-31.03.2017 01.01.-31.03.2017 31.03.2017 31.03.2017
Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften 11,2 2,1 38,7 3,3
Gemeinschaftsunternehmen 75,5 84,4 35,8 3,2
Gemeinschaftliche Tätigkeiten 2,2 0,2 64,2 35,6


Angabe gemäß § 37w Abs. 5 WpHG

Der vorliegende Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht wurden keiner prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Haftungsausschluss

Einige der in diesem Text gemachten Aussagen haben den Charakter von Prognosen beziehungsweise können als solche interpretiert werden. Sie sind nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und gelten naturgemäß unter der Voraussetzung, dass keine unvorhersehbare Verschlechterung der Konjunktur und der spezifischen Marktlage für die Gesellschaften in den Geschäftsbereichen eintritt, sondern sich die Grundlagen der Planungen und Vorschauen in dem Umfang und dem zeitlichen Rahmen wie erwartet als zutreffend erweisen. Die Gesellschaft übernimmt - unbeschadet bestehender gesetzlicher, insbesondere kapitalmarktrechtlicher Anforderungen - keine Verpflichtung, vorausblickende Aussagen zu aktualisieren.

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe ± einer Einheit (€, % usw.) auftreten.

Sofern nicht anders gekennzeichnet umfassen sämtliche Kennzahlen und die dazugehörigen Ausführungen sowie die Prognose die zum Jahresende 2015 eingestellten Spundwandaktivitäten.

Die Quartalsmitteilung der Salzgitter AG (SZAG) steht auch in englischer Sprache zur Verfügung. Bei Abweichungen ist die deutsche Fassung maßgeblich.

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Diese Quartalsmitteilung wurde mit Unterstützung des Redaktionssystems firesys erstellt.