![]() Salzgitter AGSalzgitterHalbjahresbericht SZAGZwischenbericht 1. Halbjahr 2017Salzgitter-Konzern in Zahlenscroll
Ausweis der Finanzdaten gemäß IFRS 1)
Bilanzwerte und davon abhängige Kennzahlen restated aufgrund einer Korrektur des Vorratsvermögens
für die Zeiträume 2015 und früher Ertragslage des Konzerns und seiner GeschäftsbereicheErtragslage des Konzernsscroll
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Bilanzwerte und davon abhängige Kennzahlen restated aufgrund einer Korrektur des Vorratsvermögens
für die Zeiträume 2015 und früher Der Salzgitter-Konzern verzeichnete in einem von hohen politischen Unsicherheiten
sowie anhaltend volatilen Rohstoffmärkten geprägten wirtschaftlichen Umfeld das beste
Halbjahresergebnis seit 2011. Hierzu trugen die hervorragenden Resultate der Geschäftsbereiche
Flachstahl und Handel wie auch die weiterhin erfolgreiche Umsetzung der konzerninternen
Programme maßgeblich bei. Trotz erheblicher Belastungen aus negativen Bewertungseffekten
der Aurubis-Umtauschanleihe und Fremdwährungssicherung wurde somit abermals eine signifikante
Ergebnisverbesserung gegenüber Vorjahr erzielt. Der Außenumsatz des Salzgitter-Konzerns stieg vor allem aufgrund höherer Durchschnittserlöse
vieler Walzstahlprodukte um knapp ein Fünftel (4.616,2 Mio. €; 1. Halbjahr 2016: 3.967,5
Mio. €). Haupttreiber waren die Geschäftsbereiche Flachstahl, Grobblech / Profilstahl
und Handel. Das Vorsteuerresultat verbesserte sich auf 100,2 Mio. € (1. Halbjahr 2016:
16,1 Mio. €) und beinhaltet -24,7 Mio. € Ergebnisbeitrag des Aurubis-Engagements (1.
Halbjahr 2016: +26,1 Mio. €), das von -78,3 Mio. € Bewertungseffekten aus der Aurubis-Umtauschanleihe
gekennzeichnet war. Aus 64,7 Mio. € Gewinn nach Steuern (1. Halbjahr 2016: 9,3 Mio.
€) errechnen sich 1,14 € Ergebnis je Aktie (1. Halbjahr 2016: 0,13 €). Die Verzinsung
des eingesetzten Kapitals (ROCE) betrug 7,3 % (1. Halbjahr 2016: 2,1 %). Sondereffekte/EBT Geschäftsbereiche und Konzern (inklusive nicht fortgeführter Aktivitäten)scroll
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Return on Capital employed (ROCE)scroll
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Restatement aufgrund einer Korrektur des Vorratsvermögens Der ROCE ist ein bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator und Bestandteil des unternehmensinternen
Steuerungssystems. Quantitative, ergebnisbezogene Zielvorgabe für den Salzgitter-Konzern
ist ein ROCE von mindestens 12 % über einen Konjunkturzyklus hinweg; dieser beträgt
gemäß unserer Definition üblicherweise fünf Jahre. Mit 7,3 % übertraf der ROCE für
das erste Halbjahr den Vergleichswert deutlich. Weitere Erläuterungen zur Herleitung des ROCE werden im Kapitel "Finanzielles Steuerungssystem"
des Geschäftsberichts 2016 dargestellt. Earnings before Interest and Taxes (EBIT) / Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization (EBITDA)scroll
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Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle und langfristige finanzielle Vermögenswerte Die Ertragskennzahlen EBIT und EBITDA zeigen die operative Ertragskraft eines Unternehmens
unabhängig von dessen Kapitalstruktur. Sie ermöglichen dem Management, den Anteilseignern
und interessierten Dritten eine zusätzliche Analyse und Bewertung des Unternehmensergebnisses
sowie eine operative Vergleichbarkeit mit dem Wettbewerb. Länderspezifische Unterschiede
in der Besteuerung sowie Besonderheiten der Finanzierungs- und Sachanlagenstruktur
einzelner Unternehmen können dabei ausgeblendet werden. Das verbesserte EBT spiegelte
sich bei etwa auf Vorjahresniveau rangierenden Abschreibungen sowie einem ähnlich
hohen Zinsergebnis in einer Steigerung des EBIT und EBITDA wider. Geschäftsbereich Flachstahlscroll
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inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen MarktentwicklungIm Berichtszeitraum verbesserte sich die Nachfrage auf dem globalen Stahlmarkt, dem
stehen nach wie vor gravierende strukturelle Probleme in der Stahlindustrie gegenüber.
Die Kapazitätsauslastung weltweit befindet sich weiterhin auf einem sehr niedrigen
Level. Die Importsituation auf dem europäischen Markt bleibt weiterhin angespannt,
da rückläufige Stahleinfuhren aus China durch überproportional steigende Einlieferungen
aus anderen Ländern kompensiert werden. Infolge wachsender Protektionismus-Tendenzen
in der globalen Stahlindustrie drohen zudem weitere Handelsumlenkungseffekte auf den
relativ offenen EU-Stahlmarkt. Trotz der aktuellen weltweiten Unsicherheiten ist vor
allem der Stimmungsumschwung sowohl der deutschen Stahlerzeuger als auch der Stahlverarbeiter
auffällig. Die Unternehmen schätzen erstmals seit sechs Jahren ihre wirtschaftliche
Lage mehrheitlich als gut ein. Seit Jahresbeginn anziehende Preise für Stahlprodukte
haben zu der dringend erforderlichen Margenerhöhung bei den europäischen Stahlherstellern
geführt. Zudem zeichnen die Kernindikatoren für das erste Halbjahr 2017 ein positives
Bild: Rohstahlproduktion und Marktversorgung wuchsen leicht an. Die Auftragseingänge
der EU-Stahlverarbeiter legten moderat zu. BeschaffungEisenerzDer Eisenerzpreis zeigt sich auch in diesem Jahr sehr volatil. Während der Eisenerzindex
im Laufe des ersten Quartals 2017 auf ein neues 30-Monatshoch von 95 USD/dmt kletterte,
schwächte er sich in den Folgemonaten deutlich auf rund 55 USD/dmt ab, erreichte Mitte
Juli aber zwischenzeitlich schon wieder die 70 USD/dmt Marke. Um die aus der Beschaffung resultierenden Risiken abzufedern, werden insbesondere
Eisenerzmengen durch Hedging preislich gesichert. KokskohleIm Gegensatz zur indexgeprägten Preisbildung am Erzmarkt werden für Kokskohle weiterhin
Quartalspreise mit Benchmark-Charakter zwischen großen Produzenten und Abnehmern verhandelt.
Der Benchmarkabschluss von 285 USD/t FOB für das erste Quartal 2017 wurde noch unter
dem Einfluss der ereignisgetriebenen, extrem hohen Spotpreise im Dezember geschlossen;
diese gaben während des ersten Vierteljahres 2017 sichtbar nach. Kurz vor Abschluss
der Verhandlungen zwischen den japanischen Hüttenwerken und den großen Kokskohle-Produzenten
für das zweite Quartal traf der Wirbelsturm Debbie Anfang April auf die australische
Ostküste und änderte das Bild grundlegend. Die Minen selber trugen zwar nur kleinere
Schäden davon, aber die wichtigsten Bahnlinien zu den Verladehäfen wurden stark in
Mitleidenschaft gezogen, was den Spotpreis innerhalb weniger Tage auf 300 USD/t FOB
steigen ließ. Vor diesem Hintergrund setzten Abnehmer und Produzenten die Verhandlungen
aus, um die weitere Entwicklung abzuwarten. Als absehbar war, dass die Bahnlinien
erheblich schneller wieder zur Verfügung stehen, reagierten die Märkte postwendend.
Der Spotmarktpreis reduzierte sich innerhalb von fünf Wochen um die Hälfte und notierte
Ende Mai bereits auf einem Niveau unter 150 USD/t FOB Australien. Die ausgesetzten
Benchmark-Verhandlungen wurden im Mai fortgesetzt, da aber die Vorstellungen der Abnehmer-
und Produzentenseite spürbar voneinander abwichen, kam es zu keinem klassischen Benchmark-Abschluss.
Beide Seiten vereinbarten hingegen ein indexbasiertes Preissystem, welches sich aus
den durchschnittlichen Notierungen der ersten beiden Monate eines Quartals plus dem
letzten Monat des Vorquartals zusammensetzt. Wird diese Systematik auch in den Folgequartalen
angewandt, würde damit das klassische Benchmark-System abgelöst. Zu Beginn des dritten
Quartals 2017 notierte der Kokskohlepreis bei 163 USD/t FOB Australien. GeschäftsverlaufAuftragseingang, Versand sowie Roh- und Walzstahlerzeugung des Geschäftsbereiches
Flachstahl rangierten geringfügig unterhalb der Vorjahreswerte. Dagegen blieb der
Auftragsbestand stabil, Segment- und Außenumsatz legten aufgrund spürbar höherer Durchschnittserlöse
kräftig zu. Das Segment erwirtschaftete mit 94,2 Mio. € gegenüber dem importbedingt negativen
Vergleichszeitraum (-37,3 Mio. €) ein vorzeigbares Vorsteuerresultat. Dies ist auf
Erlöszuwächse bei Flachstahlerzeugnissen infolge der Anti-Dumping-Maßnahmen der EU
zurückzuführen. Gegenläufig wirkten gestiegene Beschaffungspreise für Rohstoffe, insbesondere
für Kokskohle. Zudem wirkten die Effekte aus den eingeleiteten Maßnahmenprogrammen
positiv. InvestitionenDie Investitionstätigkeit des Geschäftsbereiches Flachstahl konzentriert sich 2017
sowohl auf neue Aggregate als auch auf die Optimierung und Erweiterung vorhandener
Anlagen. Dazu werden vor allem folgende Projekte vorangebracht: Zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit investiert die Salzgitter Flachstahl GmbH
(SZFG) insgesamt 80 Mio. € in den Bau einer RH-Vakuumanlage zur Vakuumbehandlung des
Rohstahls. Die Erzeugung niedrigentkohlter, tiefentschwefelter Stähle sowie von Güten
mit höchsten Reinheitsgraden soll die stetig steigenden kundenspezifischen Analyseanforderungen
erfüllen und den Kapazitätsengpass in der Sekundärmetallurgie auflösen. Die Anlage
wurde erfolgreich in Betrieb genommen und befindet sich nun in der Optimierungsphase. Während des Blasprozesses an den Konvertern entsteht heißes Stahlgas, dass über eine Kesselanlage aufgefangen, gekühlt, gereinigt und der thermischen Wiederverwendung zugeführt wird. Es wird eine technologische Umstellung der Kühlanlagen aller drei Konverterkessel erfolgen. Dies ermöglicht eine Reduzierung des Energiebedarfs der Kesselanlagen um mehr als 10 % und damit eine Senkung des Zukaufs von Erdgas sowie Verringerung des CO2 -Ausstoßes. Nachdem 2016 der Konverterkessel B umgebaut worden war, folgten während des ersten Halbjahres 2017 die Konverter A und C. Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahlscroll
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ohne DMU-Gruppe MarktentwicklungNach einem verhaltenen Jahresanfang, geprägt von weiterhin hohen Beständen mit entsprechenden
Reichweiten des lagerhaltenden Handels, hat sich die allgemeine Nachfragesituation
auf dem Grobblechmarkt im zweiten Quartal 2017 deutlich positiv entwickelt. Zwar werden
viele Bedarfsfälle nur mit minimalen Vorlauf vergeben, dies wurde jedoch zunehmend
von einer stabilen Nachfrage aus der On- und Offshore Windindustrie überlagert. Demzufolge
wurden stetige Erlösverbesserungen verzeichnet, die aber die volatilen Rohstoffkosten
kurzfristig nicht vollumfänglich kompensieren konnten. Nach der Einführung der Strafzölle
gegen chinesische Grobblechimporte von bis zu 74 % am 9. Februar 2017 mit einer Gültigkeit
von fünf Jahren sind die Lieferungen nach Europa nahezu zum Erliegen gekommen. Die
entfallenen Mengen werden zwischenzeitlich aber fast vollständig von Importen aus
der Ukraine, Südkorea und auch Indien ersetzt, sodass sich die Importsituation mengenmäßig
nicht entspannt hat. Einzig die Erlössituation zeigte eine nachhaltige Stabilität,
da die ruinösen Angebotspreise chinesischer Hersteller nicht fortgesetzt wurden. Dennoch
ist aufgrund einer seit Ende Mai wieder gesunkenen Nachfrage und einem intensiven
Wettbewerb sowie den weiterhin vorhandenen Überkapazitäten in Europa ein Erlösrückgang
zu verzeichnen, der im Wesentlichen den Bereich der einfachen Handelsgüten betrifft.
Die US International Trade Commission (ITC) hat Anfang Mai 2017 den gegen die SZAG
verhängten Strafzoll bei Grob- und Bandblech von 22,9 % final bestätigt. Weitere Informationen
befinden sich im Abschnitt Risikomanagement. Auf dem europäischen Trägermarkt haben die zu Jahresbeginn zu verzeichnenden Schrottpreissteigerungen
bei den Produzenten die Buchungssituation zunächst kurzfristig verbessert. Allerdings
fielen die Verkäufe des lagerhaltenden Handels schwächer aus als erwartet, wodurch
deren Bestände im weiteren Quartalsverlauf deutlich anstiegen. Infolgedessen sanken
die Auftragseingänge bei den Werken. Die Nachfrage- und Bestandssituation beim lagerhaltenden
Handel normalisierte sich zum Ende des ersten Quartals und viele europäische Produzenten
konnten ihre Kapazitäten im zweiten Quartal belegen. Aufgrund der Preissituation konnte
das Überangebot an Trägern in Europa nicht mittels Exportmengen abgemindert werden.
Dies zwang die Produzenten zu Preiszugeständnissen trotz der zum Teil guten Anlagenauslastung. BeschaffungStahlschrottIn Deutschland kam es zu Jahresbeginn auf dem Stahlschrottmarkt aufgrund eines erhöhten
Bedarfs inländischer Verbraucher zu Preisanstiegen je nach Sorte und Region zwischen
25 und 38 €/t. Im Folgemonat reduzierten sich die Preise in einer Größenordnung zwischen
15 und 20 €/t, um dann im März wieder anzuziehen. Ausschlaggebend für den Schrottpreisrückgang
in den europäischen Binnenmärkten und die gleich darauffolgende Preiserholung war
- wie schon so oft - das Einkaufsverhalten der türkischen Schrottimporteure. Im zweiten
Quartal 2017 war die Nachfrage der inländischen Stahlwerke zwar bei überwiegend guter
Auftragslage fest, die Verbraucher nutzten jedoch eine gewisse Nachfrage- und Preisschwäche
im internationalen Handel, was zu Preisreduzierungen je nach Sorte und Region von
10 bis zu 21 €/t führte. GeschäftsverlaufDer Geschäftsbereiches Grobblech / Profilstahl verzeichnete im ersten Halbjahr 2017
einen unterhalb des Vorjahreswertes auskommenden Auftragseingang. Dies führte, in
Verbindung mit einem höheren Absatz, zu einem niedrigeren Auftragsbestand als ein
Jahr zuvor. Walz- und Rohstahlerzeugung blieben stabil, während Segment- und Außenumsatz
erlös- sowie absatzbedingt kräftig anzogen. Das Segment verbesserte mit 5,7 Mio. € das Vorsteuerergebnis gegenüber der Vorjahresperiode
(-17,0 Mio. €). Dazu steuerte die Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) gestützt
von Auflösungen aus auftragsbezogenen Rückstellungen, zum anderen die PTG sowie die
DMU-Gruppe leicht positive Beiträge bei. InvestitionenIm Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl wurde 2017 im Rahmen des Wachstumsprogramms
"Salzgitter AG 2021" die Investitionsmaßnahme "Grobblechstrategie - Adjustage 2" begonnen.
Die Maßnahme dient der Erweiterung des Produktportfolios sowie der stärkeren Positionierung
im höherwertigen Gütensegment. Geschäftsbereich Mannesmannscroll
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Rohre MarktentwicklungDie Stahlrohrproduktion legte im ersten Halbjahr 2017 zu. Vor allem die Erzeugung
geschweißter Großrohre mit Durchmessern über 16" konnte aufgrund der Buchung von Projektgeschäften
gesteigert werden. Die sich weiter stabilisierende Nachfrage aus der Energieindustrie
in Nordamerika führte zu einer verbesserten Auslastung insbesondere der Nahtlosrohrhersteller.
Auch die Produzenten geschweißter Leitungsrohre unter 406,4 mm Durchmesser profitierten
von einer starken nordamerikanischen Nachfrage, während die Entwicklung für geschweißte
Präzisionsstahlrohre stabil war. GeschäftsverlaufDer Auftragseingang des Geschäftsbereiches Mannesmann übertraf das erste Halbjahr
2016 um ein Viertel, und auch der Orderbestand erhöhte sich merklich, was insbesondere
auf die Salzgitter Mannesmann Precision Tubes-Gruppe (SMP-Gruppe) und die Salzgitter
Mannesmann Line Pipe GmbH (MLP) zurückzuführen war. Außerhalb des Konsolidierungskreises
unterschritten der Auftragseingang und -bestand der at-equity einbezogenen 50 %-Beteiligung
EUROPIPE-Gruppe (EP-Gruppe) die vom Großprojekt Nord Stream 2 geprägte Vorjahresperiode.
Dank der Buchung des Anschlussauftrags Europäische Gasanbindungsleitung (EUGAL) ist
der Orderbestand dennoch auf einem hohen Niveau. Der Versand überstieg den Vergleichszeitraum. Segment- und Außenumsatz des Geschäftsbereiches
Mannesmann waren ebenfalls höher als ein Jahr zuvor, da alle Produktbereiche Zuwächse
verzeichneten. Zwar lag der Absatz der EP-Gruppe über dem Vorjahresniveau, der Umsatz
blieb jedoch darunter. Dabei übertraf die deutsche Gesellschaft wegen der hohen Auslieferungsmengen
das erste Halbjahr 2016 deutlich, die Kennziffern in den USA entwickelten sich angesichts
einer Verschlechterung der Marktsituation gegenläufig. Der Geschäftsbereich verbuchte 2,7 Mio. € Verlust vor Steuern (1. Halbjahr 2016: +9,4
Mio. €). Das Segment mittlere Leitungsrohre wie auch die Präzis- und Edelstahlrohrgruppe
reduzierten ihre Vorsteuerverluste, jedoch rangierten das leicht negative Resultat
der at-equity einbezogenen EP-Gruppe und das positive Ergebnis der Hüttenwerke Krupp
Mannesmann GmbH (HKM) unter den Gewinnbeiträgen des Vorjahres. InvestitionenDer Geschäftsbereich Mannesmann konzentriert sich 2017 vornehmlich auf Ersatzinvestitionen.
Hierzu zählen beispielsweise die Erneuerung des Automatisierungssystems der Trennanlage
im Walzwerk Zeithain. Zudem werden bei der SMP-Gruppe am Standort Hamm neben organisatorischen
und logistischen Optimierungen die Investitionsmaßnahmen zur Leistungssteigerung der
Anlagen weiter fortgesetzt. Geschäftsbereich Handelscroll
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inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen MarktentwicklungAuf den internationalen Stahlmärkten bewegten sich die Preise vor dem Hintergrund
von Anti-Dumping-Maßnahmen in verschiedenen Regionen sowie stark gestiegener Eisenerzpreise
im ersten Quartal auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Die Ankündigung von Kapazitätsreduzierung
seitens chinesischer Hersteller bei gleichzeitig guter lokaler Nachfrage stützte diesen
Trend im Berichtszeitraum. Auf dem europäischen Markt ergab sich ein differenzierteres
Bild: Während sich die Warmband- und Grobblechpreise mit im zweiten Quartal nachlassender
Tendenz aufwärtsbewegten, gerieten die Verkaufspreise im Profilbereich bereits während
des ersten Vierteljahres unter Druck. GeschäftsverlaufDer Geschäftsbereich Handel verzeichnete während des Berichtszeitraumes ein unter
dem Vorjahreswert liegendes Absatzvolumen. Dabei blieb die Nachfrage im europäischen
Lagerhandel nahezu unverändert, der Versand des internationalen Tradings war jedoch
von geringem Projektgeschäft sowie dem Ausbleiben großvolumiger Aufträge geprägt.
Aufgrund der vorherrschenden Preissituation kamen sowohl Segment- als auch Außenumsatz
dennoch signifikant oberhalb der Vergleichswerte aus. Der Lagerhandel zeigte eine
gute Ertragslage. Zusammen mit den positiven Ergebnissen des internationalen Tradings,
welches das Mengendefizit durch Lieferungen mit verbesserten Margen kompensierte,
sowie der Universal Eisen und Stahl-Gruppe (UES-Gruppe) wies der Geschäftsbereich
Handel im ersten Halbjahr 34,6 Mio. € Gewinn vor Steuern aus und übertraf damit das
Resultat des ersten Halbjahres 2016 (16,5 Mio. €) erheblich. InvestitionenDer Erhalt und die Modernisierung bestehender Anlagen bildete auch zu Anfang 2017
den Investitionsschwerpunkt des Geschäftsbereiches Handel. Die von der Salzgitter
Mannesmann Stahlhandel GmbH (SMSD) initiierten Projekte zur Digitalisierung der Vertriebsprozesse
schreiten weiter voran. Geschäftsbereich Technologiescroll
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inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen MarktentwicklungLaut Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) lagen die Auftragseingänge
insgesamt spürbar über dem Vorjahreslevel, wobei die Nachfrage aus dem Ausland kräftig
und die Inlandsnachfrage leicht anzog. Auch die Umsätze der Branche verbuchten einen
Anstieg. Der Markt für Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen stagnierte hingegen
auf dem Vorjahresniveau. GeschäftsverlaufDer Auftragseingang des Geschäftsbereiches Technologie kam im ersten Halbjahr 2017
merklich oberhalb der Vorjahresperiode aus. Die Auftragseingänge der Klöckner Desma
Elastomer-Gruppe (KDE-Gruppe) und der KHS-Gruppe legten gegenüber dem Vergleichswert
zu, während sich die Bestellungen der DESMA Schuhmaschinen GmbH (KDS) verdoppelten.
Der Orderbestand des Segments bewegte sich auf dem Niveau des Vorjahres. Segment- und Außenumsatz erreichten annähernd die Vergleichsziffern. Die KDE-Gruppe
und die KDS verzeichneten Zuwächse, die KHS-Gruppe hingegen einen geringfügigen Umsatzrückgang. Der Geschäftsbereich Technologie erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2017 13,6 Mio.
€ Gewinn vor Steuern (H1 2016: 12,6 Mio. €). Dabei übertrafen die KDE-Gruppe und die
KDS die Resultate der Vergleichsperiode, wohingegen das Ergebnis der KHS-Gruppe aufgrund
des wettbewerbsbedingten Preisdrucks darunterblieb. Mit dem 2016 gestarteten, konsequent fortgeführten Programm "Fit4Future 3.0" werden
die Schwerpunktthemen Marktbearbeitung, Einkauf und Service sowie Maßnahmen zur Produktivitätsmaximierung
in der Auftragsabwicklung, Montage und Inbetriebnahme verfolgt. Effizienzsteigerungen
aus dem Programm zeigen Effekte. InvestitionenDer Geschäftsbereich Technologie konzentrierte sich in den ersten sechs Monaten des
Jahres 2017 auf Ersatz- und Rationalisierungsmaßnahmen, um seine Wettbewerbsfähigkeit
nachhaltig zu stärken. Zur Ablaufoptimierung werden außerdem bei der KHS-Gruppe in
Deutschland und den Auslandsgesellschaften IT-Projekte durchgeführt. Die umfassende
Modernisierung des Standorts Bad Kreuznach hinsichtlich "Lean Manufacturing" wird
in einzelnen Teilprojekten umgesetzt. Industrielle Beteiligungen / Konsolidierungscroll
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inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen Der Umsatz des Bereiches Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung, der hauptsächlich
durch das Halbzeug- und Servicegeschäft mit Tochtergesellschaften und Konzernfremden
generiert wird, erhöhte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode auf 435,7 Mio. € (Vorjahresperiode:
375,3 Mio. €). Auch der Außenumsatz stieg an (101,2 Mio. €; 1.Halbjahr 2016: 94,1
Mio. €). Das Ergebnis vor Steuern betrug -45,1 Mio. € und war damit signifikant niedriger als
ein Jahr zuvor (+31,8 Mio. €). Darin enthalten ist der Beitrag des Aurubis-Engagements
in Höhe von -24,7 Mio. € (1. Halbjahr 2016: 26,1 Mio. €). Dieser setzt sich zusammen
aus dem auf die Salzgitter AG (SZAG) entfallenden Anteil am Nachsteuergewinn des Unternehmens
(53,7 Mio. €; 1. Halbjahr 2016: 21,9 Mio. €) sowie -78,3 Mio. € Bewertungseffekte
aus der Aurubis-Umtauschanleihe (1. Halbjahr 2016: +4,2 Mio. €), welche aufgrund des
stark gestiegenen Aktienkurses der Aurubis AG (NAAG) im ersten Halbjahr 2017 deutlich
negativ ausfielen. Stichtagsbezogene Bewertungseffekte von Devisen- und Derivatepositionen
belasteten das Ergebnis zusätzlich. Das Zinsergebnis aus dem Cash-Management des Konzernfinanzkreises
wirkte dem entgegen. Der Vorsteuergewinn der nicht direkt einem Geschäftsbereich zugeordneten
Konzernunternehmen kam signifikant über dem der ersten sechs Monate 2016 aus. Finanz- und VermögenslageErläuterungen zur BilanzDie Bilanzsumme des Salzgitter-Konzerns hat sich im aktuellen Berichtszeitraum gegenüber
dem 31. Dezember 2016 um 162 Mio. € erhöht. Die langfristigen Vermögenswerte (+84 Mio. €) legten insbesondere aufgrund der gestiegenen
Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen (+114 Mio. €) zu. Die
Summe der planmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens (-170 Mio. €) rangierte im
Berichtszeitraum über den Investitionen (+108 Mio. €) und verminderte das Anlagevermögen.
Die langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Forderungen
und Vermögenswerte erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr (+45 Mio. €) während die
Ertragssteueransprüche abnahmen (-7 Mio. €). Der Zuwachs der kurzfristigen Vermögenswerte
(+78 Mio. €) ergab sich im Wesentlichen aufgrund erlösbedingt gestiegener Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen (+223 Mio. €). Dem standen infolge des Working Capital
Aufbaus geringere Finanzmittel (-287 Mio. €) und geringere sonstige Forderungen und
Vermögenswerte (-52 Mio. €) gegenüber. Auf der Passivseite zeigt sich das Eigenkapital aufgrund des guten Ergebnisses annähernd
gleich (-9 Mio. €), die Eigenkapitalquote bleibt damit auf dem Niveau des letzten
Geschäftsjahres und beträgt solide 33,0 %. Die langfristigen Schulden sind 2 Mio.
€ niedriger als zum Vergleichsstichtag. Während die langfristigen sonstigen Rückstellungen
zunahmen (+19 Mio. €), verringerten sich die Pensionsrückstellungen (-22 Mio. €).
Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich um 173 Mio. €. Dies ist überwiegend auf gestiegene
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+77 Mio. €) sowie höhere sonstige
kurzfristige Verbindlichkeiten (+91 Mio. €) zurückzuführen. Die Nettofinanzposition ging vor allem als Folge des Aufbaus des Working Capitals
sowie des Anstiegs der langfristigen Vermögenswerte auf 24 Mio. € (31.12.2016: 302
Mio. €) zurück. Den Geldanlagen einschließlich Wertpapieren 933 Mio. € (31.12.2016:
1.218 Mio. €) standen Verbindlichkeiten von 908 Mio. € (31.12.2016: 916 Mio. €) gegenüber;
davon 475 Mio. € bei Kreditinstituten (31.12.2016: 483 Mio. €). NettofinanzpositionNettofinanzposition = Geldanlagen - Finanzschulden der Nettofinanzpositionscroll
Die im Branchenvergleich gute Nettofinanzposition der Salzgitter AG (SZAG) ist neben
anderen Kennzahlen ein Ausweis der finanziellen Stabilität und bilanziellen Solidität
unseres Unternehmens. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungBei einem positiven Vorsteuerergebnis von 100 Mio. € ergab sich dennoch ein negativer
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 72 Mio. € (Vorjahreszeitraum: -6 Mio.
€). Dies ist insbesondere auf die Zunahme der Vorräte sowie der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen (-512 Mio. €, Vorjahr: -68 Mio. €) zurückzuführen. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von 175 Mio. € (Vorjahreszeitraum:
-218 Mio. €) spiegelt überwiegend die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle
Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wider (-120 Mio. €). Die Zinsauszahlungen, Auszahlungen an Unternehmenseigner sowie Rückzahlungen für erhaltene
Kredite hatten einen Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit von 34 Mio. € (Vorjahreszeitraum:
Mittelzufluss 132 Mio. €) zur Folge. Wegen des negativen Gesamt-Cashflows verringerte sich der Finanzmittelbestand (531
Mio. €) gegenüber dem 31. Dezember 2016 entsprechend. Mitarbeiterscroll
Unter Berücksichtigung der quotalen Beteiligungsverhältnisse sind Rundungsabweichungen
möglich Am 30. Juni 2017 betrug die Stammbelegschaft des Salzgitter-Konzerns 23.296 Mitarbeiter
und erhöhte sich damit gegenüber dem 31. Dezember 2016 um 144 Personen. Im Berichtszeitraum
wurden insgesamt 210 Ausgebildete übernommen, von denen 167 zeitlich befristete Verträge
erhielten. Gegenläufig wirkte vor allem der Eintritt von Mitarbeitern in die passive
Phase der Altersteilzeit sowie das Erreichen der Altersgrenze. Die Gesamtbelegschaft umfasste 25.032 Personen. Die Zahl der Leiharbeitnehmer lag zum 30. Juni 2017 bei 1.250, was einem Anstieg um
207 Personen gegenüber dem Vorjahresstichtag entspricht. Zum Ende des Berichtszeitraumes waren keine Mitarbeiter von Kurzarbeit betroffen. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtDie Geschäftsbereiche gehen verglichen mit dem Vorjahr von nachstehendem Verlauf des
Jahres 2017 aus: Der Geschäftsbereich Flachstahl erwartet dank angezogener Erlöse im EU-Stahlmarkt
einen äußerst erfreulichen Geschäftsverlauf. Unter der Annahme einer nach wie vor
robusten Nachfrage ist mit einem spürbar höheren Umsatz zu rechnen. Gestützt auf Maßnahmen
und Effekte diverser Programme sowie Projekte wird basierend auf dem starken Halbjahresergebnis
trotz des sensiblen Marktumfelds einschließlich preisvolatiler Rohstoffe ein vorzeigbarer
Vorsteuergewinn avisiert. Der Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl bleibt im laufenden Jahr einem sehr diffizilen
Marktumfeld ausgesetzt. Gleichwohl wird eine zufriedenstellende Auslastung für die
beiden Grobblechproduzenten erwartet. So trägt die Vormaterialproduktion für den Nord
Stream II- sowie den EUGAL-Auftrag im Mülheimer Werk zu einer nennenswerten Grundauslastung
bei. Zudem werden beide Gesellschaften von den 2016 initiierten, umfassenden Kostensenkungs-
und Effizienzsteigerungsmaßnahmen profitieren. Hingegen stellt die vollständige und
zeitnahe Weitergabe der erhöhten Rohstoffkosten eine besondere Herausforderung dar.
Die Auslastung im Profilstahlbereich dürfte geringfügig unter dem zufriedenstellenden
Vorjahresniveau auskommen. Allerdings fördert der volatile Schrottpreis ein spekulatives
Kaufverhalten der Kunden, mit entsprechenden Auswirkungen auf Auftragseingang und
Ergebnis. Drastisch gestiegene Netznutzungsentgelte für den Strombezug wirken zusätzlich
belastend. Insgesamt geht der Geschäftsbereich von einer erlös- und mengenbedingten
merklichen Umsatzsteigerung sowie einem in etwa ausgeglichenen Ergebnis vor Steuern
aus. Die Entwicklung der Gesellschaften des Geschäftsbereiches Mannesmann verläuft in 2017
sehr heterogen. Während die deutschen Großrohrwerke wegen der im letzten Jahr sowie
im ersten Quartal 2017 erfolgten Buchungen von Großaufträgen eine sehr gute Auslastung
aufweisen, ist die Auftragslage auf dem nordamerikanischen Markt - insbesondere bei
spiralnahtgeschweißten Rohren - unbefriedigend. Die Segmente der mittleren Leitungsrohre,
Präzis- und Edelstahlrohre erwarten im weiteren Jahresverlauf eine leichte Erholung
der Margen bei einer insgesamt weiterhin angespannten Situation. Im Geschäftsbereich
sollten steigende Versandmengen bei höheren Durchschnittserlösen zu einer signifikanten
Umsatzausweitung führen. Verbunden mit den umgesetzten, eingeleiteten und geplanten
Maßnahmenprogrammen wird ein spürbar verbessertes, wenngleich noch negatives Vorsteuerresultat
prognostiziert. Für das Geschäftsjahr 2017 rechnet der Geschäftsbereich Handel mit einem gegenüber
dem Vorjahr deutlichen Umsatzwachstum. Dies ist vor allem auf die aktuelle Preissituation
sowie den zunehmenden Vertrieb angearbeiteter Produkte zurückzuführen. Unterstützend
soll auch die Erweiterung des Kundenstamms im Rahmen der intensiveren Digitalisierung
des Vertriebs wirken. Vor dem Hintergrund der bereits erwirtschafteten Erträge wird
ein sehr zufriedenstellender Gewinn vor Steuern ähnlich dem des Vorjahres erwartet. Der Geschäftsbereich Technologie antizipiert eine vom hohen Auftragsbestand getragene
stabile Umsatzentwicklung. Angesichts des fortdauernd preislich stark umkämpften globalen
Projektgeschäfts beabsichtigt die KHS-Gruppe eine stärkere Konzentration auf profitable
Produktsegmente, innovative Neuprodukte und den zusätzlichen Ausbau des Servicegeschäfts.
Effizienzsteigerungen aus dem Programm "Fit4Future 3.0" werden Effekte zeigen. Die
Aussichten für die kleineren Spezialmaschinenbauer sind ebenfalls vielversprechend,
sodass insgesamt ein Vorsteuerergebnis etwa auf Vorjahresniveau erwartet wird. Vor diesem Hintergrund bestätigt der Salzgitter-Konzern seine am 27. Juli 2017 erhöhte
Ergebnisprognose. Wir rechnen mit:
Wir weisen darauf hin, dass sich noch eine erhebliche Schwankungsbreite des Konzernergebnisses
aus der Fälligkeit der Umtauschanleihe im November 2017 ergeben kann: Die Salzgitter AG (SZAG) hat, wie bekannt, hinsichtlich der Bedienung der 2010 begebenen
Umtauschanleihe in Aurubis-Aktien ein Wahlrecht zwischen Aktienlieferung und Barausgleich.
Im Falle der Tilgung der Anleiheverbindlichkeit durch Umtausch in Aktien wird die
aufgrund der Fair Value Bewertung bilanzierte Verbindlichkeit unter Berücksichtigung
der Ausbuchung des anteiligen Buchwertes der abgegebenen Aktien erfolgswirksam aufgelöst.
Dies hätte aller Voraussicht nach im Saldo einen spürbar positiven Effekt auf das
Konzernergebnis. Erfolgt hingegen die Tilgung der Anleiheverbindlichkeit mittels Barzahlung, so entsteht
keine zusätzliche Ergebniswirkung, da sich bilanzierte Verbindlichkeit und erwarteter
Auszahlungsbetrag entsprechen. Ebenso können Chancen und Risiken aus aktuell nicht absehbaren Erlös-, Vormaterialpreis-
und Beschäftigungsentwicklungen sowie Veränderungen von Währungskursen den Verlauf
des Geschäftsjahres 2017 erheblich beeinflussen. Die Dimension dessen wird deutlich,
wenn man unterstellt, dass bei rund 12 Mio. t abgesetzten Stahlerzeugnissen der Geschäftsbereiche
Flachstahl, Grobblech / Profilstahl, Energie und Handel im Schnitt 10 € Margenveränderung
pro Tonne bereits ausreichen, um 120 Mio. € jährliche Ergebnisvarianz zu verursachen.
Darüber hinaus begrenzen volatile Rohstoffkosten sowie kürzere Vertragslaufzeiten
auf der Beschaffungs- genauso wie auf der Absatzseite die Planungssicherheit des Unternehmens. RisikomanagementZum Zeitpunkt der Berichterstattung bestanden keine Risiken, die den Fortbestand des
Salzgitter-Konzerns gefährden könnten. Hinsichtlich einzelner Chancen und Risiken
verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2016. Für Risiken aus dem angespannten Marktumfeld einschließlich der Preisvolatilität der
Rohstoffe sind die Ergebniseffekte im laufenden Jahr in den Gesellschaften - soweit
abschätzbar - einbezogen worden. Belastend wirken sich zudem zahlreiche, oftmals rein
protektionistische Handelsschutzmaßnahmen in Drittstaaten aus, die sich nun nicht
mehr allein gegen China, sondern gleichermaßen gegen EU-Produzenten richten. Unmittelbar
betroffen ist die Salzgitter AG (SZAG) durch ein inzwischen beendetes Anti-Dumping-Verfahren
in den USA gegen Grob- und Bandblech-Importe aus zwölf Ländern, auch aus Deutschland,
sowie ein gerade eröffnetes US-Antidumping-Verfahren gegen Präzisrohr-Importe unter
anderem ebenfalls aus Deutschland. Anfang Mai 2017 wurde der gegen die SZAG verhängte Strafzoll bei Grob- und Bandblech
von 22,9 % durch die US International Trade Commission (ITC) final bestätigt und ist
Mitte Mai in Kraft getreten. Aufgrund der aus Sicht des Konzerns ungerechtfertigten
Entscheidung hat der Vorstand entschieden, eine Klage gegen die Strafzollverhängung
vor dem US Gericht International Court of Trade anzustrengen. Diese wurde am 23. Juni
2017 offiziell eingereicht. Mit ersten Ergebnissen ist Anfang 2018 zu rechnen. Zudem
steht der Konzern weiter im engen Dialog mit der EU-Kommission und der Bundesregierung,
um parallel eine Klage vor der Welthandelsorganisation WTO gegen die Strafzollverhängung
zu erwirken. Wir sind nach wie vor optimistisch, dass die EU-Kommission ein WTO-Verfahren
in dieser Sache anstrengen wird. Neben den laufenden Handelsschutzverfahren untersucht die US-Regierung aktuell, ob
Stahlimporte die nationale Sicherheit gefährden (sogenannte Section 232 Untersuchung).
Von gezielten Importschranken für einige wenige Produkte bis hin zu allgemeinen Importzöllen
auf eine ganze Palette an Stahlprodukten ist aktuell vieles in der Diskussion. Neben
wegbrechenden eigenen Exportmöglichkeiten in die USA bestünde bei einem 232-Verfahren
die Gefahr vor allem in erheblichen Umlenkungseffekten aus Drittstaaten in die EU.
Diese könnten mit einer breiten Schädigung des bereits unter Dumping-Importen leidenden
EU-Stahlmarktes einhergehen. Die europäische Stahlindustrie steht vor diesem Hintergrund
in engem Kontakt mit der EU-Kommission und den nationalen Regierungen zur zeitnahen
Ergreifung adäquater Gegenmaßnahmen. Des Weiteren könnten Risiken durch ein neues US-Sanktionsgesetz ("Countering America's
Adversaries Through Sanctions Act") entstehen, dem entsprechenden Entwurf haben Ende
Juli 2017 bereits das Repräsentantenhaus und der Senat zugestimmt. Auch der US-Präsident
hat grundsätzliche Zustimmung signalisiert, aber noch nicht unterzeichnet. Der Gesetzentwurf
sieht vor, dass Firmen, die von der US-Administration mit russischen Energie-Export-Pipelines
geschäftlich in Verbindung gebracht werden, vom US-Präsidenten mit Strafmaßnahmen
wie zum Beispiel Lizenzverbot in den USA belegt werden können. Trotz der prinzipiellen
Fragwürdigkeit der extraterritorialen Wirkung von Maßnahmen der US-Regierung prüfen
wir rechtliche Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeiten der EUROPIPE-Gruppe (EP-Gruppe)
und der Salzgitter-Gesellschaften. Abschließend verweisen wir auf geopolitische Risiken in der Türkei. Ende Juli 2017
wurde eine "schwarze Liste" von mehr als 650 Unternehmen - zu denen neben renommierten
deutschen DAX-Unternehmen unter andrem auch KHS Corpoplast GmbH (KHSCP) und Salzgitter
Mannesmann Stahlhandel (SMSD) gehörten - veröffentlicht, die laut türkischen Behörden
in Geschäftsbeziehungen zu in der Türkei ansässigen Unternehmen stehen, gegen die
wegen Terrorismusfinanzierung ermittelt werde. Diese Liste wurde zwar inzwischen auf
politischen Druck als "Missverständnis" zurückgenommen, gleichwohl ist im Hinblick
auf die geschäftlichen Beziehungen der Konzerngesellschaften zur Türkei eine zunehmende
Rechtsunsicherheit nicht von der Hand zu weisen. ZwischenabschlussI. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung¹)scroll
II. Gesamtergebnisrechnungscroll
scroll
III. Konzernbilanz
Aktivascroll
Passivascroll
IV. Kapitalflussrechnungscroll
V. Veränderung des Eigenkapitalsscroll
scroll
1)
Restatement aufgrund einer Korrektur des Vorratsvermögens AnhangSegmentberichterstattungscroll
scroll
scroll
Grundsätze der Rechnungslegung und Konsolidierung, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. Der Konzernabschluss für die Berichtsperiode vom 1. Januar bis 30. Juni 2017 der
Salzgitter AG, Salzgitter (SZAG), wurde als verkürzter Abschluss mit ausgewählten
erläuternden Anhangangaben aufgestellt. Die Aufstellung erfolgte unverändert nach
den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting
Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung des IAS 34 für verkürzte Zwischenabschlüsse. 2. Gegenüber dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurden im Quartalsabschluss
zum 30. Juni 2017 unter Beachtung der nachstehenden Ausnahme grundsätzlich keine Änderungen
in den Bilanzierungs- und Bewertungs-, Berechnungs- und Konsolidierungsmethoden vorgenommen. 3. Bei der Ermittlung des Barwertes der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen
zum 30. Juni 2017 wurde ein im Vergleich zum 31. Dezember 2016 unveränderter Rechnungszinssatz
in Höhe von 1,75 % zugrunde gelegt. 4. Die HSP Hoesch Spundwand und Profil Gesellschaft mit beschränkter Haftung (HSP)
hat auf Grund jahrelanger Verluste im Dezember 2015 die Produktion von schweren Profilstahlerzeugnissen,
insbesondere Spundwand- und Grubenausbauprofile, beendet. Die Auslieferung der Produkte
erfolgte zum Teil jedoch erst Anfang 2016, seither läuft der Rückbau der Produktionsanlagen,
der im Oktober 2017 abgeschlossen sein wird. Die Gesellschaft HSP und alle dazugehörigen
Spundwand-Aktivitäten werden nach den Vorschriften des IFRS 5 als aufgegebener Geschäftsbereich
ausgewiesen. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Ergebnis aus diesem aufgegebenen
Geschäftsbereich in einer separaten Zeile gesondert ausgewiesen, getrennt von den
Erträgen und Aufwendungen des fortgeführten Bereiches. Die nachfolgenden Tabellen
enthalten eine Überleitung der Gewinn- und Verlustrechnung aus fortgeführten Geschäftsbereichen
auf eine Gewinn- und Verlustrechnung, die sowohl den fortgeführten als auch den nicht
fortgeführten Geschäftsbereich beinhaltet. Ergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereichscroll
In der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsflüsse des gesamten Konzerns inklusive
des nicht fortgeführten Geschäftsbereiches gezeigt. Die Zahlungsflüsse nur für den
nicht fortgeführten Geschäftsbereich zeigt die folgende Tabelle: Verkürzte Kapitalflussrechnung für den nicht fortgeführten Geschäftsbereichscroll
Ausgewählte Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Die Umsätze nach Geschäftsfeldern werden in der Segmentberichterstattung dargestellt. 2. Das Ergebnis je Aktie berechnet sich entsprechend IAS 33. Das auf die gewichtete
Anzahl von Aktien der SZAG ermittelte unverwässerte Ergebnis je Aktie belief sich
in der Berichtsperiode auf 1,14 €. Eine Verwässerung würde dann eintreten, wenn das
Ergebnis je Aktie durch die Ausgabe potenzieller Aktien aus Options- und Wandelrechten
vermindert wird. Derartige Rechte waren am Bilanzstichtag aus einer Wandelanleihe
vorhanden. Bei deren Berücksichtigung ergibt sich eine Verminderung des Gewinns je
Aktie aus dem fortzuführenden Geschäft, sodass diese Options- und Wandelrechte zu
einer Verwässerung führen. Das verwässerte Ergebnis beträgt 1,09 € je Aktie. Berichtigung der VorjahresbilanzierungenWegen einer retrospektiven Berichtigung des Wertes des Vorratsvermögens einer Tochtergesellschaft
im Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl wurde der Bilanzansatz für den Zeitraum
2014 und früher - entsprechend den einschlägigen IFRS-Vorschriften - ergebnisneutral
um 50,9 Mio. € angepasst. Für das Geschäftsjahr 2015 erfolgte zusätzlich eine ergebniswirksame
Verminderung um 8,5 Mio. €. In diesem Zusammenhang sind im Saldo Ertragssteuerschulden
in Höhe von 1,4 Mio. € berücksichtigt. Damit wird der zu hohe Eigenkapitalausweis
der Vorjahre im Saldo neutral wieder richtiggestellt. Die Anpassungen in der Bilanz ergeben sich aus der folgenden Tabelle: scroll
Angaben zum Fair ValueDie Angaben zum Fair Value erfolgen entsprechend der Regelungen des IFRS 13 "Bemessung
des beizulegenden Zeitwerts". Eine Abweichung vom Buchwert zum beizulegenden Zeitwert
(Fair Value) resultiert aus der Bilanzierung von einer Wandelanleihe und einer Umtauschanleihe
zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Ermittlung der Fair-Value-Angaben für nicht zum Fair Value bilanzierte langfristige
finanzielle Vermögenswerte und Schulden erfolgt grundsätzlich durch die Diskontierung
zukünftiger Zahlungsströme. Hierbei findet ein laufzeitabhängiger Zinssatz Anwendung,
welcher den risikolosen Zinssatz und das über eine Peer-Group abgeleitete Adressenausfallrisiko
des Salzgitter-Konzerns widerspiegelt. Buchwert und Fair Value der Anleihen:scroll
Angaben zu Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen und PersonenNeben den Geschäftsbeziehungen zu in den Konzernabschluss einbezogenen voll- und anteilig
konsolidierten Gesellschaften existieren Beziehungen zu nach der Equity-Methode bilanzierten
Unternehmen sowie zu nicht konsolidierten Tochtergesellschaften, die als nahestehende
Unternehmen nach IAS 24 zu qualifizieren sind. In der Kategorie der anderen nahestehenden
Unternehmen befinden sich die Mehrheitsbeteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen
des Landes Niedersachsen. Die erbrachten Lieferungen und Leistungen umfassen im Wesentlichen Lieferungen von
Vormaterial zur Großrohrproduktion. Ihr Volumen ergibt sich aus nachfolgender Tabelle: scroll
Angabe gemäß § 37w Abs. 5 WpHGDer vorliegende Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht wurden keiner prüferischen
Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen. Versicherung der gesetzlichen Vertreter"Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind." Salzgitter, im August 2017 Der Vorstand der Salzgitter AG scroll
HaftungsausschlussEinige der in diesem Text gemachten Aussagen haben den Charakter von Prognosen beziehungsweise
können als solche interpretiert werden. Sie sind nach bestem Wissen und Gewissen erstellt
und gelten naturgemäß unter der Voraussetzung, dass keine unvorhersehbare Verschlechterung
der Konjunktur und der spezifischen Marktlage für die Gesellschaften in den Unternehmensbereichen
eintritt, sondern sich die Grundlagen der Planungen und Vorschauen in dem Umfang und
dem zeitlichen Rahmen wie erwartet als zutreffend erweisen. Die Gesellschaft übernimmt
- unbeschadet bestehender gesetzlicher, insbesondere kapitalmarktrechtlicher Anforderungen
- keine Verpflichtung, vorausblickende Aussagen zu aktualisieren. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe ±
einer Einheit (€, % usw.) auftreten. Sofern nicht anders gekennzeichnet umfassen sämtliche Kennzahlen und die dazugehörigen
Ausführungen sowie die Prognose die zum Jahresende 2015 eingestellten Spundwandaktivitäten. Der Zwischenbericht der Salzgitter AG (SZAG) steht auch in englischer Sprache zur
Verfügung. Bei Abweichungen ist die deutsche Fassung maßgeblich. Impressum und KontakteKontaktSALZGITTER AG Postanschrift38223 Salzgitter ÖffentlichkeitsarbeitTelefon: 0 53 41/21-27 01 Investor RelationsTelefon: 0 53 41/21-18 52 Online-Zwischenberichtwww.salzgitter-ag.com/de/zb-2017/h1 HerausgeberSALZGITTER AG Redaktion/TextSALZGITTER AG, Investor Relations Dieser Zwischenbericht wurde mit Unterstützung des Redaktionssystems firesys erstellt. |
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