![]() Salzgitter AktiengesellschaftSalzgitterJahresabschluß der Salzgitter AGGeschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2017Konzernlagebericht und Lagebericht Geschäftsjahr 2017der Salzgitter AGI. Unternehmen und Organisation1. Konzernstruktur und GeschäftstätigkeitDer Salzgitter-Konzern zählt mit mehr als 7 Mio. t Rohstahlkapazität, über 25.000 Mitarbeitern sowie 9 Mrd. € Außenumsatz im Jahr 2017 zu den führenden Stahl- und Technologiekonzernen Europas. Weltweit gehören über 150 Tochter- und Beteiligungsgesellschaften zum Salzgitter-Konzern. Unsere Kernkompetenzen sind die Herstellung und Weiterverarbeitung von Walzstahl- und Röhrenerzeugnissen sowie der Handel mit diesen Produkten. Zudem sind wir erfolgreich im Sondermaschinen- und Anlagenbau tätig. Unter Führung der Salzgitter AG (SZAG) als Holding ist der Konzern in die fünf Geschäftsbereiche Flachstahl, Grobblech / Profilstahl, Mannesmann, Handel und Technologie aufgegliedert. Beteiligungen wie die am führenden europäischen Kupferproduzenten Aurubis AG (NAAG) und unsere überwiegend konzernintern tätigen Dienstleistungsgesellschaften werden unter "Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung" zusammengefasst. Weitere Informationen finden Sie im Kapitel "Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Rahmenbedingungen der Geschäftsbereiche". Alle wesentlichen Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns bündelt die Zwischenholding Salzgitter Klöckner-Werke GmbH (SKWG). Auf diese Weise können wir ein zentrales und uneingeschränktes Finanzmanagement für den Konzern durchführen. Die SZAG steuert über die Zwischenholding Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG) die SKWG und sämtliche Beteiligungen als Management-Holding, wobei der Vorstand der SZAG mit dem Vorstand der SMG sowie der Geschäftsführung der SKWG personenidentisch ist. Die Leitung und Kontrolle des Konzerns werden somit von den verantwortlichen Organen der SZAG (Vorstand, Aufsichtsrat) wahrgenommen. Die Aktivitäten der Geschäftsbereiche koordinieren Geschäftsbereichsleiter, die in Personalunion auch operative Geschäftsführer einer großen Gesellschaft ihres Bereiches sind. Vorstand und Geschäftsbereichsleiter bilden die Konzerngeschäftsleitung. So wird sichergestellt, dass die Tätigkeiten der Gesellschaften bereichsübergreifend, aber zugleich nah am operativen Geschäft geführt und gesteuert werden. 2. Leitung und KontrolleVorstandDie Mitglieder des Vorstandes der Salzgitter AG (SZAG) werden vom Aufsichtsrat bestellt; er kann die Bestellung widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft, leitet sie und führt ihre Geschäfte in eigener Verantwortung. Einschränkend ist festgelegt worden, dass bestimmte Arten von Geschäften nur mit Genehmigung des Aufsichtsrates vorgenommen werden dürfen. Die Hauptversammlung kann über Fragen der Geschäftsführung nur dann entscheiden, wenn der Vorstand es verlangt. Dem Vorstand der SZAG gehörten im Geschäftsjahr 2017 nachfolgend aufgeführte Mitglieder an mit folgenden Mitgliedschaften in (a) gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und (b) vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (Stand 26. Februar 2018): Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg FuhrmannVorsitzender Nicht börsennotierte konsolidierte Unternehmen: a) ■ Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg (Vorsitzender) ■ Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg (Vorsitzender) ■ KHS GmbH, Dortmund (Vorsitzender) ■ Mannesmann Precision Tubes GmbH, Mülheim an der Ruhr (ehemals Salzgitter Mannesmann Precision GmbH), (Vorsitzender) ■ Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim an der Ruhr (Vorsitzender), bis 21. Dezember 2017 ■ Peiner Träger GmbH, Peine (Vorsitzender) ■ Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter (Vorsitzender) ■ Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH, Mülheim an der Ruhr (Vorsitzender) ■ Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf (Vorsitzender) b) ■ Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg, und Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH, Mülheim an der Ruhr (gemeinsamer Beirat, Vorsitzender) Nicht börsennotierte sonstige Unternehmen: a) ■ Öffentliche Lebensversicherung Braunschweig, Braunschweig ■ Öffentliche Sachversicherung Braunschweig, Braunschweig ■ TÜV Nord AG, Hannover Börsennotierte Unternehmen: a) ■ Aurubis AG, Hamburg (Vorsitzender) Burkhard BeckerFinanzen Nicht börsennotierte konsolidierte Unternehmen: a) ■ EUROPIPE GmbH, Mülheim an der Ruhr ■ KHS GmbH, Dortmund, bis 31. Oktober 2017 ■ Mannesmann Precision Tubes GmbH, Mülheim an der Ruhr (ehemals Salzgitter Mannesmann Precision GmbH) ■ Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim an der Ruhr, bis 21. Dezember 2017 ■ Peiner Träger GmbH, Peine ■ Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter, seit 1. April 2017 ■ Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH, Mülheim an der Ruhr, bis 21. Juni 2017 ■ Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf b) ■ Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg, und Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH, Mülheim an der Ruhr (gemeinsamer Beirat) ■ KHS Indústria de Máquinas Ltda., São Paulo, Brasilien (Beirat) Nicht börsennotierte sonstige Unternehmen: a) ■ Nord/LB Asset Management AG, Hannover Börsennotierte Unternehmen: a) ■ Aurubis AG, Hamburg Michael KieckbuschPersonal Nicht börsennotierte konsolidierte Unternehmen: a) ■ KHS GmbH, Dortmund ■ Mannesmann Precision Tubes GmbH, Mülheim an der Ruhr, seit 6. Juni 2017 (ehemals Salzgitter Mannesmann Precision GmbH) ■ Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim an der Ruhr, bis 21. Dezember 2017 ■ Peiner Träger GmbH, Peine ■ Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter ■ Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf ■ Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter GmbH, Salzgitter (Vorsitzender) b) ■ Hansaport Hafenbetriebsgesellschaft mbH, Hamburg (Aufsichtsrat, Vorsitzender) ■ Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg, und Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH, Mülheim an der Ruhr (gemeinsamer Beirat) Nicht börsennotierte sonstige Unternehmen: b) ■ Allianz für die Region GmbH, Braunschweig (Aufsichtsrat) ■ Industriepark Salzgitter-Watenstedt Entwicklungs-GmbH, Salzgitter (Aufsichtsrat, stellvertretender Vorsitzender) ■ Wohnungsbaugesellschaft mbH Salzgitter, Salzgitter (Aufsichtsrat) KonzerngeschäftsleitungProf. Dr.-Ing. Heinz Jörg FuhrmannVorsitzender Burkhard BeckerFinanzen Ulrich GretheGeschäftsbereich Flachstahl Michael KieckbuschPersonal Prof. Dr.-Ing. Matthias NiemeyerGeschäftsbereich Technologie, bis 31. Oktober 2017 Dr.-Ing. Roger SchlimGeschäftsbereich Grobblech / Profilstahl Volker SchultGeschäftsbereich Handel Clemens StewingGeschäftsbereich Mannesmann AufsichtsratDem Aufsichtsrat der SZAG gehörten im Geschäftsjahr 2017 nachfolgend aufgeführte Mitglieder an mit folgenden Mitgliedschaften in (a) anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und (b) vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (Stand 26. Februar 2018): Heinz-Gerhard WenteVorsitzender Mitglied des Vorstandes der Continental AG i. R., Hannover ■ keine Mitgliedschaft in anderen Gremien Dr. Hans-Jürgen UrbanStellvertretender Vorsitzender Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Industriegewerkschaft Metall, Frankfurt am Main Nicht börsennotierte konsolidierte Unternehmen: a) ■ Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter (stellvertretender Vorsitzender) Konrad AckermannGesamtbetriebsratsvorsitzender der KHS GmbH, Dortmund Nicht börsennotierte konsolidierte Unternehmen: a) ■ KHS GmbH, Dortmund Ulrike BrouziMitglied des Vorstandes Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover Nicht börsennotierte sonstige Unternehmen: a) ■ NORD/LB Asset Management AG, Hannover (stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende) b) ■ NORD/LB Luxembourg S. A. Covered Bond Bank, Luxembourg (Aufsichtsrat) Annelie BuntenbachGeschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bundesvorstandes des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Berlin ■ keine Mitgliedschaft in anderen Gremien Hasan CakirVorsitzender des Konzernbetriebsrats der Salzgitter AG, Salzgitter Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter Nicht börsennotierte konsolidierte Unternehmen: a) ■ Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter Ulrich DickertBetriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes Deutschland GmbH, Remscheid Nicht börsennotierte konsolidierte Unternehmen: a) ■ Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim an der Ruhr, bis 21. Dezember 2017 Tina DreßenTeamleiterin Warehousing Business Credit Management, Abt. Finanzen, Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf Stellvertretende Betriebsratsvorsitzende der Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf, und Salzgitter Mannesmann International GmbH, Düsseldorf Nicht börsennotierte konsolidierte Unternehmen: a) ■ Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf, seit 1. März 2017 Dr. Thea DückertEhem. Mitglied des Bundestages Mitglied des Nationalen Normenkontrollrats der Bundesregierung, Berlin Nicht börsennotierte sonstige Unternehmen: b) ■ Norddeutscher Rundfunk, Hamburg (Verwaltungsrat) Karl EhlerdingGeschäftsführer der KG Erste "Hohe Brücke 1" Verwaltungs-GmbH & Co., Hamburg Börsennotierte Unternehmen a) ■ Elbstein AG, Hamburg ■ MATERNUS-Kliniken AG, Berlin ■ WCM Beteiligungs- und Grundbesitz-AG, Frankfurt am Main Nicht börsennotierte konsolidierte Unternehmen: a) ■ KHS GmbH, Dortmund Nicht börsennotierte sonstige Unternehmen: a) ■ Godewind AG, Hamburg, seit 23. November 2017 Roland FlachVorsitzender des Vorstandes der Klöckner-Werke AG i. R., Duisburg Vorsitzender des Vorstandes der KHS AG i. R., Dortmund Nicht börsennotierte konsolidierte Unternehmen: a) ■ KHS GmbH, Dortmund Gabriele HandkeStellvertretende Betriebsratsvorsitzende der Peiner Träger GmbH, Peine Nicht börsennotierte konsolidierte Unternehmen: a) ■ Peiner Träger GmbH, Peine Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Jürgen HesselbachPräsident der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig i. R., Braunschweig Nicht börsennotierte sonstige Unternehmen: a) ■ Öffentliche Lebensversicherung Braunschweig, Braunschweig ■ Öffentliche Sachversicherung Braunschweig, Braunschweig Reinhold Hilbersseit 18. Januar 2018 Finanzminister des Landes Niedersachsen (seit 22. November 2017) Nicht börsennotierte sonstige Unternehmen: a) ■ Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover (Vorsitzender) ■ Deutsche Messe AG, Hannover ■ Bentheimer Eisenbahn AG (Vorsitzender) b) ■ Kreissparkasse Grafschaft Bentheim (Verwaltungsrat) ■ KfW-Bankengruppe (Verwaltungsrat) Ulrich KimpelBetriebsratsvorsitzender der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg Nicht börsennotierte konsolidierte Unternehmen: a) ■ Mannesmann Precision Tubes GmbH, Mülheim an der Ruhr, seit 6. Juni 2017 (ehemals Salzgitter Mannesmann Precision GmbH) ■ Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim an der Ruhr, bis 21. Dezember 2017 Dr. Dieter KösterGeschäftsführender Gesellschafter der HomeStead GmbH & Co. KG, Osnabrück Vorsitzender des Vorstandes der Köster Holding AG i. R., Osnabrück Nicht börsennotierte sonstige Unternehmen: a) ■ Köster Holding AG, Osnabrück (Vorsitzender) ■ Klinikum Osnabrück GmbH, Osnabrück Bernd LauenrothGewerkschaftssekretär des Vorstandes der Industriegewerkschaft Metall, Zweigbüro Düsseldorf Nicht börsennotierte sonstige Unternehmen: a) ■ Georgsmarienhütte Holding GmbH, Georgsmarienhütte ■ Aluminium Norf GmbH, Neuss ■ Hydro Aluminium Rolled Products GmbH, Grevenbroich (stellvertretender Vorsitzender) ■ Hydro Aluminium Deutschland GmbH, Grevenbroich (stellvertretender Vorsitzender) Volker MittelstädtBetriebsratsvorsitzender der Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg Nicht börsennotierte konsolidierte Unternehmen: a) ■ Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg (stellvertretender Vorsitzender) b) ■ Ilsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg, und Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH, Mülheim an der Ruhr (gemeinsamer Beirat) Prof. Dr. Hannes Rehmbis 1. September 2017 Vorsitzender des Vorstandes Norddeutsche Landesbank Girozentrale i. R., Hannover Geschäftsführer der Nord-Ostdeutschen Bankbeteiligungs GmbH, Hannover ■ keine Mitgliedschaft in anderen Gremien Prof. Dr. Joachim Schindlerseit 24. November 2017 Freiberuflicher Wirtschaftsprüfer Nicht börsennotierte sonstige Unternehmen: a) ■ CORE SE, Berlin (Vorsitzender) ■ Medizinische Hochschule Brandenburg CAMPUS GmbH, Neuruppin (stellvertretender Vorsitzender) ■ Zoologischer Garten Berlin AG, Berlin Börsennotierte Unternehmen: a) ■ Rocket Internet SE, Berlin (Vorsitzender des Audit Committee) Peter-Jürgen Schneiderbis 31. Dezember 2017 Finanzminister des Landes Niedersachsen (bis 21. November 2017) Nicht börsennotierte sonstige Unternehmen: a) ■ Bremer Landesbank, Bremen (stellvertretender Vorsitzender), bis 31. August 2017 ■ Deutsche Messe AG, Hannover ■ Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover (Vorsitzender), bis 21. November 2017 b) ■ Kreditanstalt für Wiederaufbau, Frankfurt am Main (Verwaltungsrat) Univ.-Prof. Dr. Dr.-Ing. Birgit Spanner-UlmerDirektorin Produktion und Technik Bayerischer Rundfunk, München Nicht börsennotierte sonstige Unternehmen: b) ■ Bavaria Studios & Production und Services GmbH, Geiselgasteig (Aufsichtsrat) ■ Bayern Digital Radio GmbH, München (Aufsichtsrat) Dr. Werner TegtmeierStaatssekretär a. D. im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung ■ keine Mitgliedschaft in anderen Gremien Ausschüsse des AufsichtsratesPräsidium:Heinz-Gerhard Wente, Vorsitzender Hasan Cakir Reinhold Hilbers, seit 12. Februar 2018 Peter-Jürgen Schneider, bis 31. Dezember 2017 Dr. Hans-Jürgen Urban Prüfungsausschuss:Prof. Dr. Hannes Rehm, Vorsitzender, bis 1. September 2017 Roland Flach, seit 7. Dezember 2017, Vorsitzender Konrad Ackermann Bernd Lauenroth Heinz-Gerhard Wente Strategieausschuss:Heinz-Gerhard Wente, Vorsitzender Hasan Cakir Ulrich Kimpel Prof. Dr. Hannes Rehm, bis 1. September 2017 Peter-Jürgen Schneider, bis 31. Dezember 2017 Dr. Hans-Jürgen Urban Nominierungsausschuss:Reinhold Hilbers, seit 12. Februar 2018 Peter-Jürgen Schneider, bis 31. Dezember 2017 Heinz-Gerhard Wente Vergütung von Vorstand und AufsichtsratDas Vergütungssystem des VorstandesDie Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder bemisst sich nach ihrer Aufgabe und persönlichen Leistung sowie nach dem Erfolg des Unternehmens. Ihre Höhe orientiert sich insgesamt an der Üblichkeit der Vergütung im Vergleichsumfeld. Nach dem derzeitigen Vergütungssystem besteht die Vergütung aus folgenden Komponenten: einer festen jährlichen Grundvergütung (auszuzahlen in gleichen monatlichen Teilbeträgen), Nebenleistungen (im Wesentlichen bestehend aus der Gewährung der privaten Nutzung eines Dienstwagens), einer variablen jährlichen Vergütung sowie einer Pensionszusage. Die variable Vergütung bemisst sich zu einem Teil nach der persönlichen Leistung des Vorstandsmitglieds im betreffenden Geschäftsjahr und zu einem Teil nach dem Unternehmenserfolg, gemessen an der erzielten Verzinsung des eingesetzten Kapitals des Konzerns (ROCE/Return on Capital employed) im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Mit der mehrjährigen Bemessungsgrundlage werden Anreize für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung gegeben. Beide Teile der variablen Vergütung sind nach oben begrenzt (Cap). Die zugesagte Pensionszahlung hängt von der Dauer der Konzernzugehörigkeit ab und beträgt maximal 60 % der festen Grundvergütung. Die variablen Vergütungskomponenten sind dafür ohne Bedeutung. Der Zahlungsanspruch besteht ab Vollendung des 65. Lebensjahres. Herr Prof. Dr.-Ing. Fuhrmann wird, falls er auf Wunsch der Gesellschaft nach vollendetem 59. Lebensjahr oder nach vollendetem 61. Lebensjahr auf eigenen Wunsch ausscheidet, so gestellt, als ob er das 65. Lebensjahr vollendet hätte. Herr Becker wird, sofern die Gesellschaft ihm nach Ablauf seines Anstellungsvertrages keinen Vertrag für eine weitere Amtsperiode anbietet, nach vollendetem 61. Lebensjahr so gestellt, als ob er das 65. Lebensjahr vollendet hätte. Für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit aufgrund eines Kontrollwechsels haben die Vorstandsmitglieder Anspruch auf eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung für die noch nicht abgelaufene Laufzeit ihres Anstellungsvertrages, wobei dieser Anspruch auf den Wert von drei Jahresvergütungen begrenzt ist. Für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund haben die Vorstandsmitglieder Anspruch auf die vereinbarte Vergütung bis zum Ablauf des Vertrages; dieser Anspruch ist jedoch begrenzt auf den Wert von zwei Jahresvergütungen (feste Grundvergütung und variable Vergütung). Den einzelnen Vorstandsmitgliedern sind weder im Geschäftsjahr 2017 noch für das Vorjahr von Dritten im Hinblick auf ihre Tätigkeit als Vorstandsmitglieder Leistungen zugesagt oder gewährt worden. Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder (gewährte Zuwendungen für das Jahr)scroll
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Bei der einjährigen variablen Vergütung von
Herrn Prof. Dr.-Ing. Fuhrmann wurden gemäß anstellungsvertraglicher
Regelung 20 T€ seiner Vergütung als Aufsichtsratsvorsitzender der
Beteiligungsgesellschaft Aurubis AG angerechnet. Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder (Zufluss für das Jahr)scroll
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Bei der einjährigen variablen Vergütung von
Herrn Prof. Dr.-Ing. Fuhrmann wurden gemäß anstellungsvertraglicher
Regelung 20 T€ seiner Vergütung als Aufsichtsratsvorsitzender der
Beteiligungsgesellschaft Aurubis AG angerechnet. Die Gesamtvergütungen der im Geschäftsjahr 2017 aktiven Vorstandsmitglieder für ihre Tätigkeit im Berichtsjahr betrugen insgesamt 4.564 T€ (Vorjahr: 4.034 T€). Pensionenscroll
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unter Einbeziehung einer gegen Vergütung
übernommenen Versorgungszusage des Vorarbeitgebers Das Vergütungssystem des AufsichtsratesJedes Mitglied des Aufsichtsrates erhält pro Geschäftsjahr ein Fixum von 60.000 €. Diese Vergütung beträgt für den stellvertretenden Vorsitzenden das Doppelte und für den Vorsitzenden das Dreifache. Zudem bekommt jedes Mitglied für Ausschusstätigkeiten 5.000 €, die jeweiligen Ausschussvorsitzenden und die Mitglieder des Prüfungsausschusses 10.000 € sowie der Vorsitzende des Prüfungsausschusses 30.000 €. Dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates und dessen Stellvertreter wird eine Mitgliedschaft in Ausschüssen nicht vergütet. Pro Sitzungsteilnahme wird ein Sitzungsgeld von 500 € gezahlt; die Mitwirkung an einer fernmündlichen Konsultation und Beschlussfassung gilt nicht als Sitzungsteilnahme. Vergütung der einzelnen Aufsichtsratsmitgliederscroll
Darüber hinaus erhielten folgende Aufsichtsratsmitglieder Vergütungen für Aufsichtsratsmandate bei Tochtergesellschaften: scroll
Die gewerkschaftsangehörigen Arbeitnehmervertreter haben erklärt, ihre Vergütung nach den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbundes an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen. 3. Erklärung zur UnternehmensführungDie Erklärung zur Unternehmensführung entspricht dem Corporate Governance Bericht und ist im Internet unter www.salzgitter-ag.com/de/investor-relations/corporate-governance/ jederzeit zugänglich. 4. MitarbeiterAm 31. Dezember 2017 umfasste die Stammbelegschaft des Salzgitter-Konzerns 23.139 Mitarbeiter und somit 13 Personen weniger als zum Ende des Geschäftsjahres 2016. Im Berichtszeitraum wurden fünf Konzerngesellschaften mit insgesamt 69 Mitarbeitern erstmals in der Personalstatistik berücksichtigt. Unter Einbeziehung der Ausbildungsverhältnisse und der Personen in passiver Altersteilzeit belief sich die Gesamtbelegschaft des Salzgitter-Konzerns auf 25.074 Personen. Ende des Jahres beschäftigten wir 1.106 Leiharbeitnehmer; dies entsprach 4,6 % der Summe aus Stamm- und Leiharbeitskräften. Damit stieg die Anzahl der externen Leiharbeitnehmer gegenüber dem Vorjahr um 142 Personen. Am 31. Dezember 2017 befanden sich keine Belegschaftsmitglieder (Blm.) in Kurzarbeit. scroll
Regionale Verteilungscroll
Der Personalaufwand belief sich 2017 auf 1.724,5 Mio. € und lag damit 4,2 % über dem von 2016. Erhöhend wirkten unter anderem Tarifsteigerungen, Erfolgsbeteiligungen, Strukturmaßnahmen in den Geschäftsbereichen Mannesmann und Technologie sowie die Erweiterung des Konsolidierungskreises. Zusätzliche Erläuterungen zu Arbeitnehmerbelangen sowie weitere nachhaltigkeitsrelevante Informationen zu den Themenbereichen Umwelt und Gesellschaft finden Sie in unserem nichtfinanziellen Konzernbericht 2017, der unter www.salzgitter-ag.com/de/corporate-responsibility verfügbar ist. 5. Forschung und EntwicklungDie Forschung und Entwicklung (FuE) des Salzgitter-Konzerns wird für die stahlnahen Geschäftsbereiche in der Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH (SZMF) gebündelt. Die SZMF ist mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und industriellen Partnern im Rahmen zahlreicher nationaler und internationaler Forschungsprojekte eng vernetzt. Daraus resultierende Kooperationen werden gegenüber dem Zukauf externen Know-hows bevorzugt, sodass im Berichtszeitraum keine wesentlichen diesbezüglichen Aufwendungen entstanden sind. Die SZMF beteiligt sich aktiv an der Mitgestaltung relevanter Normen und Standards - auch im internationalen Umfeld. Für den Geschäftsbereich Technologie ist FuE dezentral organisiert. Innovationskraft ist unsere Stärke: Dies belegen die zum Jahresende 2017 für den Gesamtkonzern angemeldeten 6.394 Patent- und 1.644. Markenschutzrechte (2016: 5.924 respektive 1.480). Auf den Geschäftsbereich Technologie entfallen davon 5.595 aktive Patente und Patentanmeldungen (2016: 5.238) und 572 Markenschutzrechte (2016: 587). FuE-Aufwendungen2017 wandte der Salzgitter-Konzern 102,8 Mio. € für FuE und FuE-nahe Aktivitäten auf, davon 11,6 Mio. € für Drittkunden. Innerhalb der Geschäftsbereiche ergab sich die aus der nachfolgenden Tabelle ersichtliche Aufteilung: Forschungs- und Entwicklungsaufwand nach Geschäftsbereichenscroll
Am 31. Dezember 2017 waren 750 Personen in FuE und FuE-nahen Bereichen tätig, 270 als Mitarbeiter der SZMF und 480 als Beschäftigte der operativen Gesellschaften. Dieses Verhältnis unterstreicht die Produkt- und damit Kundenorientierung unserer FuE-Aktivitäten. Mehrperiodenübersicht zum Forschungs- und Entwicklungsbereichscroll
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ohne EUROPIPE-Gruppe FuE-Schwerpunkte 2017Schwerpunkte des Flachstahlsegments liegen auf neuen Anwendungsfeldern für hochfeste Stähle mit gesteigerter Umformbarkeit und Restdehnung. Im Bereich der konventionellen Güten steht die Entwicklung von höchstfesten Warmbandgüten sowie kaltgewalzten Mehrphasen- und Presshärterstählen mit verbesserten Produkteigenschaften für die Automobilindustrie im Mittelpunkt. Darüber hinaus wurde die sehr erfolgreiche Güte SZBS800 weiterentwickelt, die bei einzelnen OEM inzwischen der Standard für Fahrwerksanwendungen ist. Der Zink-Magnesium-Überzug StronSal(r) wurde für automobile Außenhautanwendungen erfolgreich qualifiziert. Die Entwicklungsaktivitäten im Leitungsrohrbereich konzentrierten sich auf die kundenorientierte Optimierung der Rohreigenschaften sowie auf die Verbesserung der Rohrleitungssicherheit. Auch neue Serviceleistungen rund um Prüfverfahren und Verlegetechniken steigern hier den Kundennutzen. Für Dieseleinspritzleitungen konnten erstmals 2.800 bar erreicht werden. Ein anderes Entwicklungsfeld bilden Ausbau und Etablierung von Rohranwendungen für die herkömmliche und regenerative Energieerzeugung. Die Entwicklung und Vermarktung modularer Konzepte zum Bau von Gründungsstrukturen für Windkraftanlagen aus Salzgitter-Produkten wird gemeinsam mit dem Kooperationspartner Bilfinger vorangetrieben; erste Projekte konnten bereits gebucht werden. Im Geschäftsbereich Technologie richten sich die Innovations- und Produktentwicklungsprozesse konsequent an den Kunden- und Marktbedürfnissen aus. In der KHS-Gruppe konzentrierten sich die FuE-Aktivitäten sowohl auf die Optimierung der Produkte des Kernportfolios als auch auf innovative Neuprodukte. So wurde mit dem "InnoPET TriBlock Aqua M" speziell für den stetig wachsenden Wassermarkt eine kompakte Blocklösung für Single-Serve-Formate entwickelt. Im Verpackungssegment reduziert der neu entwickelte "InnoDry Block" Platz- und Wartungsbedarf und erzielt zugleich eine höhere Flexibilität. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit komplettiert die KHS zudem das Angebot im After-Sales-Bereich. Mit dem neuen KHS-Serviceprodukt "Linienoptimierung" beispielsweise werden bestehende Maschinen und Anlagen auditiert und aufgerüstet. Zukünftige FuE-Schwerpunkte des KonzernsIm Rahmen der Trendanalyse auf den Gebieten Mobilität, Energie und Rohstoffe identifiziert die SZMF mögliche zukünftige Stahlanwendungen. Im Bereich Flachstahl zielen Neuentwicklungen für den Automobilsektor auf feuerverzinkte Mehrphasenstähle mir einer reduzierten Kantenrissempfindlichkeit und einer erhöhten Umformbarkeit. Für die Kaltwalzerindustrie werden hochfeste mikrolegierte Werkstoffkonzepte weiterentwickelt, und im Zielsegment Hausgeräte kommen optimierte Spezialbeschichtungen zur Anwendung. Der Rohrbereich konzentriert sich weiterhin auf die kundenorientierte und anwendungsfallbezogene Optimierung der Rohreigenschaften. Einige Beispiele sind Leitungsrohre für arktische Regionen und Tiefseeverlegung, Einspritzleitungen für noch höhere Betriebsdrücke und somit eine umweltschonendere Verbrennung in Motoren, aber auch variable Wandstärken an Konstruktionsrohren zugunsten eines belastungsgerechten, leichtbauoptimierten Einsatzes. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Entwicklungsarbeiten im Grobblechbereich ist die Erweiterung des Produktportfolios für Rohrbleche zum Transport korrosiver Medien. Außerdem wird an der Industrialisierung eines neuentwickelten Grobblechstahls gearbeitet, der sich durch eine außergewöhnliche Kombination von Festigkeit und Zähigkeit auszeichnet. Im Geschäftsbereich Technologie liegt der Fokus der Produktentwicklung in der Senkung der Lifetime-Kosten von Linien und Einzelmaschinen. Die KHS wird auch zukünftig ihren Kunden noch mehr und weiter verbesserte Produkte und Dienstleistungen mit einem klaren Mehrwert anbieten. Einen Schwerpunkt bildet hierbei die Digitalisierung von Systemlösungen. Mit intelligenten Wartungskonzepten steigert die KHS kontinuierlich die Verfügbarkeit und Produktivität ihrer Maschinen und Anlagen. II. Finanzielles SteuerungssystemUnsere Konzerngesellschaften bewegen sich in wettbewerbsintensiven Märkten und einem äußerst herausfordernden Branchenumfeld. Vor diesem Hintergrund sind sowohl die Weiterentwicklung des Konzerns in Eigenständigkeit wie auch die kontinuierliche Verbesserung der Kostenstrukturen und der Prozesseffizienz unabdingbar. Diese Ziele verfolgen wir mithilfe unseres umfassenden, im Geschäftsbericht 2015 erläuterten 360°-Konzepts und folgenden Führungs- und Steuerungsinstrumenten:
Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren des Salzgitter-Konzerns sind neben dem ROCE der Umsatz und das Ergebnis vor Steuern. Umsatz ist dabei als Außenumsatz definiert, als der Anteil am Gesamtumsatz, der aus Transaktionen mit Gesellschaften außerhalb des Konsolidierungskreises der Salzgitter AG (SZAG) entsteht. Weitere Steuerungsgrößen sind die Auftragseingänge, die Versandmengen sowie die Entwicklung der Cashflows. Unternehmensinternes Steuerungssystem - ROCEQuantitative, ergebnisbezogene Zielvorgabe des Konzerns ist eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE = Return on Capital employed) von mindestens 12 % über einen Konjunkturzyklus hinweg; dieser beträgt gemäß unserer Definition üblicherweise fünf Jahre. Der ROCE setzt das "EBIT I" in Relation zum "Capital employed" und misst die Verzinsung des eingesetzten Kapitals: ![]() Das "EBIT I" (Earnings before Interest and Taxes) zur Berechnung des ROCE entspricht dem Ergebnis vor Steuern und Zinsaufwand, bereinigt um den Zinsanteil der Zuführungen zu Pensionsrückstellungen. Zinserträge bleiben im "EBIT I", da sie als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit angesehen werden und somit das eingesetzte Kapital verzinsen. scroll
Das "Capital employed" umfasst das verzinsliche Eigen- und Fremdkapital. Wir ermitteln diese Kennzahl, indem wir von der Bilanzsumme die Pensionsrückstellungen und die nicht verzinsbaren Bilanzposten abziehen. scroll
Um den ROCE zu berechnen, werden die Pensionsrückstellungen und der darauf bezogene Zinsaufwand eliminiert, da Dispositionen des Managements diese Komponenten kurz- bis mittelfristig nicht beeinflussen können. Die Komponenten der Kennzahlen sind aus den Angaben des Konzernabschlusses (inklusive nicht fortgeführter Aktivitäten) hergeleitet. Für die Berechnung verwenden wir stichtagsbezogene Bilanzwerte. Da der ROCE-Zielwert (12 %) durchschnittlich innerhalb des Konjunkturzyklus im Konzern erreicht werden soll, hat er einen mittel- bis langfristigen Charakter. Daraus entwickeln wir je Geschäftsbereich und Gesellschaft spezifische strategische Ziele. Diese werden - gegebenenfalls aktualisiert - gemäß der Mittelfristplanung berücksichtigt. 2017 erwirtschafteten wir einen ROCE von 8,6 % (Vorjahr: 2,7 %). Ergebnisverbesserungsprogramm (EVP)Wir sehen unsere permanente Managementaufgabe darin, die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns über die kontinuierliche Optimierung unserer Wertschöpfungsprozesse nachhaltig zu verbessern. Das Augenmerk legen wir hier auf die konsequente Erschließung vorhandener Potenziale in sämtlichen Geschäftsbereichen. Bereits 1996 haben wir das Ergebnisverbesserungsprogramm (EVP) als einheitliches Managementinstrument im Salzgitter-Konzern eingeführt. Das EVP bündelt konkret definierte, ergebnisoptimierende Maßnahmen der Gesellschaften; Voraussetzung ist die Mess- und Bewertbarkeit der Effekte anhand von Finanzkennzahlen. Für alle Projekte ist eine streng systematische Vorgehensweise der Erfolgsmessung vorgegeben, wobei verbindliche und standardisierte Bewertungskriterien gelten. Damit wir unsere Ziele erreichen, haben wir im Rahmen der kontinuierlichen Ergebnisverbesserung in den vergangenen Jahren verschiedene Programme aufgesetzt. So legten das 2012 initiierte Konzernprogramm "Salzgitter AG 2015" sowie die ergänzenden beziehungsweise weiterführenden Maßnahmen, die seit Ende 2016 unter dem Titel "FitStructure SZAG" zusammengefasst werden, den Schwerpunkt auf Kostensenkung und Effizienzsteigerung. Die ebenfalls Ende 2016 verabschiedete Konzernstrategie "Salzgitter AG 2021" zielt vor allem auf organisches Wachstum in deckungsbeitragsstarken Produktbereichen und einen Ausbau des Umsatzanteils der stahlferneren Geschäfte von derzeit 40 % auf 50 %. Alle Aktionen dieser Programme folgen den zuvor genannten Bewertungskriterien. Individuelle Zielvereinbarungen mit leitenden und außertariflichen MitarbeiternZielvereinbarungen verbinden die Unternehmensziele und die persönlichen Bestrebungen eines jeden Mitarbeiters. Die SZAG untergliedert diese in individuelle Vorgaben für den einzelnen leitenden oder außertariflichen Mitarbeiter und eine kollektive quantitative Komponente. Die quantitative Komponente sieht unter anderem konzernweit die Erreichung des Konzernzieles einer mindestens 12 %igen Verzinsung des eingesetzten Kapitals (industrieller ROCE) vor. Pro Konzerngesellschaft werden zudem eigene Gesellschaftsziele und - je nach Leistungsverflechtungen und Rolle innerhalb der Geschäftsbereiche - Ziele für den Geschäftsbereich oder verbundene Gesellschaften abgeleitet. Der individuelle Teil der Vorgaben wird im Gespräch zwischen Mitarbeiter und Vorgesetztem vereinbart. Dabei ergeben sich die persönlichen Ziele aus denen der nächsthöheren Organisationseinheit. Es wird darauf geachtet, dass die Wechselwirkungen der verschiedenen Zielvorgaben aller Beschäftigten eine positive Wirkung auf das Gesamtergebnis des Konzerns haben. III. Überblick über den Geschäftsverlauf1. Globale wirtschaftliche RahmenbedingungenKonjunkturelles Umfeld1)Die konjunkturelle Dynamik der Weltwirtschaft verstärkte sich 2017 spürbar. Wesentlicher Treiber des Aufschwungs war die Industrieproduktion sowohl in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch in den Schwellenländern. Welthandel und Investitionstätigkeit stiegen ebenfalls. Während die Wachstumsraten in den USA, Japan sowie Südkorea stark stiegen, blieb die chinesische Expansion auf hohem Niveau stabil. Russland und Brasilien überwanden die Rezession und verzeichneten wieder positive Wachstumsraten. Hingegen schwächte sich in Indien sowie Großbritannien die konjunkturelle Dynamik gegenüber dem Vorjahr etwas ab. Insgesamt zeigte die jüngste Erhebung des Internationalen Währungsfonds (IWF) für 2017 3,7 % Wachstum der Weltwirtschaft und damit einen merklichen Anstieg verglichen zum Vorjahreswert (2016: 3,2 %). Die Wirtschaft im Euroraum befand sich 2017 auf einem stabilen Expansionskurs. Maßgebliche Impulsgeber waren der Konsum und private Investitionen. Alle Euroländer wiesen höhere Wachstumsraten auf, allerdings bestanden immer noch regionale Unterschiede. Unter den großen Volkswirtschaften hatten Spanien und Deutschland die stärkste Dynamik vorzuweisen, gefolgt von Frankreich und Italien. Die Entspannung auf dem Arbeitsmarkt setzte sich fort. Aktuell kalkuliert der IWF 2,4 % Wachstum in der Eurozone, deutlich mehr als ein Jahr zuvor (2016: 1,8 %). Auch in Deutschland beschleunigte sich der Aufschwung 2017. Die Industrie trug hierzu entscheidend bei; im Vergleich zu den anderen Wirtschaftsbereichen legte sie überdurchschnittlich zu. Dadurch verbreiterte sich die Basis der bislang überwiegend vom Konsum und der Bauwirtschaft getragenen Expansion. Neben der Binnenwirtschaft verstärkte sich die Auslandsnachfrage. Zudem wurde die höchste Erwerbstätigenzahl seit der deutschen Wiedervereinigung erreicht. Der IWF errechnete 2,5 % Wirtschaftswachstum für Deutschland (2016: 1,9 %). Das Statistische Bundesamt weist kalenderbereinigt ebenso 2,5 % aus. 2. Gesamtaussage des Vorstandes zur wirtschaftlichen LageVor dem Hintergrund eines im Flachstahlbereich deutlich verbesserten, aber insgesamt nach wie vor herausfordernden Marktumfelds schloss der Salzgitter-Konzern das Geschäftsjahr 2017 mit dem höchsten Vorsteuerergebnis seit der Finanzkrise ab. Haupttreiber hierfür waren hervorragende Resultate der Geschäftsbereiche Flachstahl und Handel sowie erhebliche Effekte aus den stringent umgesetzten internen Maßnahmenprogrammen. Mit 35,9 % Eigenkapitalquote sowie einer auf 380,5 Mio. € angestiegenen Nettofinanzposition bleibt die bilanzielle und finanzielle Basis unseres Unternehmens äußerst solide. Der Außenumsatz des Konzerns verbesserte sich im Geschäftsjahr 2017 hauptsächlich erlösbedingt auf 8.990,2 Mio. € (2016: 7.905,7 Mio. €). Mit 238,0 Mio. € hat sich der Gewinn vor Steuern (2016: 53,2 Mio. €) mehr als vervierfacht. In diesem Resultat sind 79,3 Mio. € Beitrag aus dem Aurubis-Engagement (2016: 19,1 Mio. €) sowie in Summe -82,9 Mio. € Aufwendungen für strukturverbessernde Maßnahmen des konzernweiten Optimierungsprogramms "FitStructure SZAG" sowie die bilanzielle Anpassung des Anlagevermögens der Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) enthalten (Sondereffekte 2016: -2,3 Mio. €). Aus 193,6 Mio. € Nachsteuergewinn (2016: 56,8 Mio. €) errechnen sich 3,52 € Ergebnis je Aktie (2016: 1,00 €) sowie 8,6 % Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE; 2016: 2,7 %). 3. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Rahmenbedingungen der GeschäftsbereicheGeschäftsbereich Flachstahlscroll
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inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen Kernkompetenzen des Geschäftsbereiches Flachstahl sind die Stahlerzeugung im voll integrierten Hüttenwerk der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) und die anschließende Verarbeitung zu hochwertigen Flachstahlprodukten. Über die angegliederten Stahl-Service-Center der Salzgitter Mannesmann Stahlservice GmbH (SMS) werden die Anarbeitungsbedarfe unserer Kunden bedient. Die weiterverarbeitenden Gesellschaften Salzgitter Europlatinen GmbH (SZEP) und Salzgitter Bauelemente GmbH (SZBE) verlängern die Wertschöpfungskette innerhalb des Geschäftsbereiches um ihre Produkte (Tailored Blanks sowie Dach- und Wandelemente). Wichtigster Kundensektor ist die europäische Automobilindustrie. MarktentwicklungWeltweit herrschten auf den Stahlmärkten nach wie vor massive Überkapazitäten und entsprechender Margendruck. Verstärkt wurde dies durch weiterhin hohe Importe. Dank der Anti-Dumping-Maßnahmen der Europäischen Union zeigten sich zwar die chinesischen Einfuhren rückläufig, deutliche Zuwächse kamen jedoch aus der Türkei, Indien und Südkorea. Dennoch lag das Erlösniveau ganzjährig merklich über dem des Vorjahres. Die Auftragslage der europäischen Stahlindustrie verbesserte sich 2017. Anders als in den vergangenen Jahren hing der Aufschwung nicht mehr alleine von den Sektoren Automobil und Bau ab, auch der Maschinenbau und die Stahlrohrindustrie erholten sich. Positive Konjunkturimpulse in inzwischen allen Ländern des Euroraumes brachten den EU-Walzstahlproduzenten Orderzuwächse. Auch die deutsche Stahlindustrie verzeichnete 2017 ein Plus, jedoch steht der unverändert starke Importdruck der verbesserten Auslastung der EU-Hersteller gegenüber. Die konsequente Anwendung der bestehenden Handelsschutzinstrumente durch die EU-Kommission bleibt deshalb ohne Alternative. BeschaffungEisenerzDer Eisenerzmarkt zeigte im Verlauf des Jahres 2017 eine ausgeprägte Volatilität. Die Leitpreisnotierung für den Spotmarkt, Platts IODEX 62 % Fe CFR China, bewegte sich zwischen 54 und 95 USD/dmt. Während der ersten drei Monate 2017 erreichte der Eisenerzindex mit 95 USD/dmt den höchsten Wert seit August 2014, schwächte sich aber bis Jahresmitte wieder auf 54 USD/dmt ab. Zu Beginn des dritten Quartals belebte die enorme Nachfrage aus China den Markt erneut. Trotz beträchtlicher Lagerbestände in den chinesischen Häfen führte die gute Auslastung der Stahlhersteller dazu, dass insbesondere hochwertige brasilianische Eisenerze nachgefragt wurden. Dies bewirkte, ungeachtet eines generell sehr liquiden Eisenerzmarktes, deutliche Preissteigerungen. So nahm der Tageswert seit Mitte Juni abermals fast 50 % zu und notierte Ende August bei knapp 80 USD/dmt CFR. Im vierten Quartal schwankte der Spotmarktpreis zwischen 60 und 75 USD/dmt. Der Jahresdurchschnitt 2017 betrug 71 USD/dmt CFR China und lag damit 22 % über dem Vorjahreswert. Um die aus der Beschaffung resultierenden Risiken abzufedern, werden definierte Eisenerzmengen durch Hedging preislich gesichert. KokskohleIm Gegensatz zur indexgeprägten Preisbildung am Erzmarkt wurden für Kokskohle bis zum ersten Quartal 2017 Quartalspreise mit Benchmarkcharakter zwischen großen Produzenten und Abnehmern verhandelt. Der Benchmarkabschluss von 285 USD/t FOB für das erste Quartal 2017 spiegelte die hohen Spotpreise im Dezember 2016 wider; diese gaben aber in den ersten drei Monaten beträchtlich bis auf 152 USD/t FOB nach. Die Entwicklung des Spotmarktes ließ für das zweite Quartal einen Benchmarkpreis zwischen 150 und 170 USD/t FOB erwarten. Kurz vor Abschluss der Verhandlungen Ende März, änderten jedoch die Auswirkungen des Wirbelsturms Debbie das Bild grundlegend. Die Hauptstrecken zu den Verladehäfen Dalrymple Bay und Hay Point fielen rund drei Wochen aus, was den Spotpreis binnen weniger Tage bis 300 USD/t FOB steigen ließ. Vor diesem Hintergrund setzten Abnehmer und Produzenten die Verhandlungen über das zweite Quartal aus. Als absehbar war, dass die Bahnlinien wieder zur Verfügung stehen würden, reagierten die Märkte umgehend. Der Spotmarktpreis reduzierte sich innerhalb von fünf Wochen um die Hälfte. Die ausgesetzten Benchmarkverhandlungen wurden im Mai fortgesetzt. Da die Vorstellungen der Abnehmer und Produzenten weiter deutlich auseinanderlagen, kam es zu keinem Abschluss. Beide Seiten vereinbarten daraufhin ein indexbasiertes Preissystem, das sich aus den durchschnittlichen Notierungen der ersten beiden Monate eines Quartals plus dem des letzten Monats des Vorquartals zusammensetzte. Im dritten Quartal hielt die Talfahrt der Notierungen nicht weiter an. Die einsetzende Winterbevorratung der chinesischen und indischen Verbraucher, verbunden mit langen Wartezeiten am wichtigsten australischen Kokskohleterminal, trieb die Spotmarktpreise im Schlussquartal wieder spürbar nach oben. So lagen die Kurse zum Jahresende knapp über 260 USD/t FOB Australien. Der Durchschnittspreis rangierte 2017 bei 188 USD/t FOB Australien und damit 31 % über dem Vorjahreswert. GeschäftsverlaufDie Auftragseingänge des Geschäftsbereiches Flachstahl erreichten annähernd das Allzeithoch des Vorjahres und auch der Orderbestand entsprach etwa dem 2016er-Niveau. Die Walzstahlerzeugung stellte den Vergleichswert ein, während der Versand etwas geringer ausfiel als ein Jahr zuvor. Die SZFG produzierte 4.492 Tt Rohstahl, die Aggregate der weiteren Prozesskette waren nahe an der Kapazitätsgrenze ausgelastet. Segment- und Außenumsatz legten preisbedingt signifikant zu. Mit 182,0 Mio. € Gewinn vor Steuern steigerte das Segment sein Resultat vor allem aufgrund der verbesserten Erlösqualität erheblich (2016: -2,3 Mio. €). Zudem zeigten sich positive Effekte der eingeleiteten Maßnahmenprogramme. Gegenläufig wirkten höhere Rohstoffkosten, insbesondere für Kokskohle. InvestitionenDer Geschäftsbereich Flachstahl konzentrierte die Investitionstätigkeit 2017 sowohl auf neue Aggregate als auch auf die Optimierung und Erweiterung vorhandener Anlagen. Dazu wurden vor allem folgende Projekte vorangebracht: Um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, nahm die SZFG die "RH-Vakuumanlage" in Betrieb, die niedrigentkohlte, tiefentschwefelte Stähle sowie Güten mit höchsten Reinheitsgraden erzeugt. So werden die stetig steigenden kundenspezifischen Analyseanforderungen erfüllt und der Kapazitätsengpass in der Sekundärmetallurgie aufgelöst. Während des Blasprozesses an den Konvertern entsteht heißes Stahlgas, das über eine Kesselanlage aufgefangen, gekühlt, gereinigt und der thermischen Wiederverwendung zugeführt wird. 2017 erfolgte eine technologische Umstellung der Kühlanlagen an den Konvertern A und C, nachdem der Umbau für Konverter B bereits 2016 ausgeführt worden war. Dies reduziert den Energiebedarf der Kesselanlagen um mehr als 10 %, der Zukauf von Erdgas und damit der CO2 -Ausstoß verringern sich entsprechend. Die Strategie der SZFG umfasst die Erweiterung des Portfolios in Richtung hoch- und höchstfester Güten. Hierzu wird zielgerichtet investiert und so den steigenden Anforderungen an die Anlagentechnik begegnet. Der Bau einer neuen Warmbandspaltanlage, die genau diesen Produktanforderungen entspricht, ist in der Engineering-Phase. Des Weiteren befindet sich eine neue Coil-Bindelinie im Bau. Sie wird zur Probenahme an Warmbandcoils sowie zum Anbringen der Transportsicherungen an versandfertigem Material verwendet werden. Zur Absatzsteigerung im Bereich ertragsstarker Sondergüten in den kommenden Jahren wird auch in ein neues Logistikkonzept investiert. Dieses beinhaltet den Ausbau der Brammenadjustage sowie zusätzliche Wärmeboxen, in denen die Brammen langsamer abkühlen, um mit mehr Restwärme der Warmbreitbandstraße zugeführt werden zu können. Die Wärmeboxen wurden bereits in Betrieb genommen. Um den steigenden Kundenanforderungen nach feuerverzinkten, höher- und höchstfesten Stahlgüten gerecht zu werden, wurde im September 2017 der Bau einer dritten Feuerverzinkung genehmigt. Das neue Aggregat mit einer Kapazität von rund 500 Tt pro Jahr befindet sich in der Angebotsphase und soll Mitte 2020 die Produktion aufnehmen. Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahlscroll
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Inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen Der Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl umfasst die Gesellschaften des Konzerns, die überwiegend projektorientierte Bau- und Infrastrukturkunden bedienen. Dies sind die Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG), die Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) und die Peiner Träger GmbH (PTG). ILG und MGB produzieren ein breites Spektrum hochwertiger Grobblechprodukte. Wichtige Abnehmer sind der schwere Maschinenbau, Rohrproduzenten sowie Hersteller von Windkraftanlagen. PTG beliefert Hoch- und Tiefbauprojekte in ganz Europa. Über die Integration der DEUMU Deutsche Erz- und Metall-Union GmbH (DMU) als Schrottversorger der PTG werden die Logistikprozesse eng koordiniert und flexibel gesteuert. MarktentwicklungFür die Gesellschaften des Geschäftsbereiches sind die Märkte für Quartobleche - inklusive Zulieferung in den Großrohrsektor - und für Stahlträger wesentlich. Die Erlöse im Grobblechmarkt spiegelten die Preissteigerungen für Eisenerz und Kokskohle nicht vollständig und nur zeitverzögert wider. Die Einfuhren aus Drittländern in die EU bewegten sich 2017 weiterhin auf einem hohen Niveau. Dabei reduzierten sich die chinesischen Lieferungen drastisch. Dem gegenüber standen deutlich gesteigerte Mengen aus anderen Ländern wie Südkorea und Indien, die Ukraine blieb 2017 der größte Grobblech-Importeur in die EU. Diese Importe dienten aufgrund der längeren Lieferzeiten hauptsächlich zur Versorgung der lagerhaltenden Händler und führten zu weiterhin hohen Lagerbeständen und -reichweiten. Die Mengen- und Erlösentwicklung höherwertiger Güten blieb stabil, jedoch war auch hier ein Preis- und Wettbewerbsdruck spürbar. Abermals prägte der volatile Schrottpreis den europäischen Trägermarkt. Dies führte 2017 abwechselnd zu Phasen mit - teilweise - erhöhten, kurzfristigen Bedarfen, gefolgt von Monaten mit erheblich geringerem Ordervolumen. Die Marktpreise für Schrott stiegen im Jahresverlauf aufgrund dieser Entwicklung merklich; die Erlöse für Träger konnten jedoch nur mit starkem Zeitversatz und vor allem unvollständig folgen. Vor dem Hintergrund geradezu explodierender Spotpreise für Graphitelektroden zogen die Trägerpreise gegen Jahresende spürbar an. Insgesamt ist davon auszugehen, dass sich aufgrund der europäischen Überkapazitäten die Marktsituation künftig nicht grundlegend ändern wird. Im Gegensatz zum Grobblechmarkt spielen Importe aus Drittländern in die EU kaum eine Rolle. BeschaffungBrammenversorgungDie Grobblechgesellschaften werden konzernintern über die Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) und die Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM) mit Vormaterial versorgt. Dabei beliefert die SZFG insbesondere die ILG und HKM die MGB. StahlschrottWichtigstes Vormaterial des Profilstahlbereiches ist Stahlschrott. Jährlich werden in den beiden Elektroöfen der PTG etwa 1,1 Mio. t des Materials zu Rohstahl eingeschmolzen. Auf dem deutschen Stahlschrottmarkt kam es zu Jahresbeginn wegen des erhöhten Bedarfs inländischer Verbraucher zu Preisanstiegen, je nach Sorte und Region zwischen 25 und 38 €/t. Im Februar reduzierten sich die Preise, um ab März erneut anzuziehen. Ausschlaggebend für den Schrottpreisrückgang innerhalb der europäischen Binnenmärkte und die unmittelbar folgende Preiserholung war das Einkaufsverhalten der türkischen Schrottimporteure. Im zweiten Quartal 2017 war die Nachfrage der inländischen Stahlwerke zwar bei überwiegend guter Auftragslage fest, dennoch kam es wegen einer Order- und Preisschwäche des internationalen Handels zu Preisminderungen. Das Sommerquartal brachte in Erwartung anziehender Preise sowie geringerer Schrottentfallmengen auf allen Märkten einen Nachfrageüberhang. Insbesondere eine im August abermals einsetzende Einkaufswelle der türkischen Verbraucher führte zu sukzessiv steigenden Notierungen, die sich bis Ende September schließlich normalisierten. Zu Beginn des vierten Quartals hatte eine sehr hohe Lieferbereitschaft der nordamerikanischen Schrotthändler in Richtung Türkei international rückläufige Preise zur Folge. Auch in Deutschland sanken zunächst die Stahlschrottpreise, bevor sie in den letzten beiden Monaten angesichts einer zunehmenden weltweiten Nachfrage wieder anzogen. Graphitelektroden und Feuerfest-MaterialBei den von der PTG für den Betrieb der Schmelzöfen benötigten Graphitelektroden handelt es sich um Elektroden mit einem Durchmesser von 700 und 800 mm. Die Herausforderung dieses Marktes liegt nicht so sehr in der Konzentration der Produzenten in einem bestimmten Land, sondern einer geringen Anzahl der Hersteller dieser Elektrodenformate. Graphitelektroden für Pfannenöfen werden hingegen von der europäischen Stahlindustrie in einem sehr hohen Umfang nahezu ausschließlich über Händler in China beschafft. Üblicherweise wurden im vierten Quartal eines Jahres die Preise und Mengen des Folgejahres vereinbart. Seit Anfang 2017 führen chinesische staatliche Maßnahmen zum Umweltschutz zu Kapazitätsreduzierungen bei Graphitelektroden für Pfannenöfen. Daraufhin kündigten die chinesischen Herstellerwerke ihre Lieferverträge mit den Händlern, die wiederum die vertraglichen Vereinbarungen mit ihren Kunden weltweit abmeldeten. Ab dem zweiten Quartal 2017 wurden Graphitelektroden für Pfannenöfen lediglich in Einzelpartien auf einem sehr hohen Preisniveau und mit besonders kurzen Bindungsfristen gehandelt. Ein im November 2017 festzustellender rückläufiger Preis zeigte nur eine kurze Verweildauer und stieg Ende des Jahres wieder deutlich an. Dieser Zeitpunkt konnte jedoch genutzt werden, um den Elektrodenbedarf für das Jahr 2018 weiter einzudecken. Die Marktpreise für Schmelzofenelektroden entwickelten sich weitgehend analog. Es ist davon auszugehen, dass die angespannte Preis- und Versorgungssituation über das Jahr 2018 anhalten wird. Die für 2018 benötigte Gesamttonnage von Schmelzofenelektroden wird durch langjährige strategische Partner sichergestellt. Die von der chinesischen Regierung eingesetzten Umweltinspektoren haben neben Graphitelektroden-Produktionsstätten weitere Industriezweige, vor allem des Roh- und Grundstoffbereiches, mit hohen Umweltschutzauflagen belegt und auch hier Produktionskürzungen sowie temporäre oder dauerhafte Stilllegungen einzelner Betriebe angeordnet. Der Abbau von Rohstoffen wird durch die streng überwachte und staatlich rationierte Sprengstoffausgabe erschwert. So wurde die Rohstoff- und Vormaterialverfügbarkeit zur Erzeugung von Feuerfest-Material stark eingeschränkt, was letztendlich zu spürbaren Preisanstiegen führte. GeschäftsverlaufAuftragseingang und -bestand des Geschäftsbereiches Grobblech / Profilstahl kamen leicht über dem Vorjahresniveau aus. Während sich die Walzstahlproduktion auf dem 2016er-Level bewegte, war die Rohstahlerzeugung etwas niedriger als ein Jahr zuvor. Der Versand rangierte vor allem dank gesteigerter Tonnagen der MGB aufgrund der Projekte Nord Stream 2 und EUGAL oberhalb des Vergleichswerts. Segment- und Außenumsatz übertrafen den Vergleichszeitraum erlös- und mengenbedingt spürbar. Die -57,7 Mio. € Vorsteuerresultat des Segments beinhalten neben der Auflösung auftragsbezogener Rückstellungen die bilanzielle Anpassung des Anlagevermögens (Impairment) der MGB in Höhe von -48,8 Mio. € und kamen somit unter Vorjahr (-32,1 Mio. €) aus. Dabei reduzierten die Grobblechgesellschaften in einem nach wie vor durch hohe Importe gekennzeichneten Marktumfeld ihre operativen Verluste spürbar. Die PTG konnte marktbedingt nicht an die erfolgreichen Vorjahre anknüpfen und verbuchte, dank einer positiven Ergebnisentwicklung im vierten Quartal, ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis. InvestitionenDer Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl startete 2017 im Rahmen des Wachstumsprogramms "Salzgitter AG 2021" die Investitionsmaßnahme "Grobblechstrategie - Adjustage 2" am Standort Ilsenburg. Die mehr als 150 Mio. € umfassende Investition dient der Erweiterung des Produktportfolios sowie der stärkeren Positionierung im höherwertigen Gütensegment. Der Auftrag für den Hauptbestandteil der Maßnahme - die neue Wärmebehandlungslinie - ist bereits vergeben, die Inbetriebnahme der Anlage für Anfang 2020 vorgesehen. Geschäftsbereich Mannesmannscroll
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inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen Der Geschäftsbereich Mannesmann ist schwerpunktmäßig auf internationale Projektgeschäfte in den Sektoren Energieversorgung und Infrastruktur ausgerichtet und deckt ein breites Durchmesserspektrum bei den Leitungsrohren ab. Ein in Europa dominierender Anbieter für Präzisionsstahlrohre im Automobilbau sowie ein weltweit führender Hersteller nahtloser Edelstahl- und Nickelbasisrohre ergänzen das Portfolio. Die Kundennachfrage wird von den Megatrends "Wasser", "Energie" und "Mobilität" getrieben. Mit der 30 %-Beteiligung an der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM) - einem integrierten Hüttenwerk, dessen Jahreskapazität mehr als 5 Mio. t Rohstahl beträgt - verfügt der Geschäftsbereich über eine eigene Vormaterialversorgung zur Nahtlosrohrherstellung. Zudem nutzt der Geschäftsbereich unsere Handelsorganisation intensiv, um seine Produkte abzusetzen. Die EUROPIPE-Gruppe (EP-Gruppe) wird zu 50 % mit dem anteiligen Nachsteuerergebnis berücksichtigt (at-equity-konsolidiert). HKM wird quotal zu 30 % einbezogen und ist dementsprechend im Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis des Geschäftsbereiches enthalten. Beim Orderbestand sowie Versand wird diese Gesellschaft nicht erfasst, da dort nur Rohre ausgewiesen werden. MarktentwicklungDie globale Stahlrohrproduktion stieg 2017 auf 167 Mio. t und rangierte so nahezu auf dem Rekordniveau des Jahres 2015 (169 Mio. t). Während alle übrigen Teile der Welt gegenüber 2016 gestiegene Produktionszahlen meldeten, reduzierte sich die chinesische Erzeugung kleiner geschweißter Stahlrohre bis 16 Zoll. Dennoch blieb China mit 92 Mio. t Gesamtproduktion und 55 % Weltmarktanteil marktbestimmend. Der europäische Anteil betrug 14 Mio. t und damit 8 %. Weltweit erholte sich erwartungsgemäß vor allem die US-amerikanische Nahtlosrohrproduktion deutlich, aber auch die der EU und weiterer Regionen. Die Stahlrohrproduktion der deutschen Hersteller lag 2017, unterstützt von einer starken Großrohrproduktion, insgesamt bei 3 Mio. t. GeschäftsverlaufDer Auftragseingang des Geschäftsbereiches Mannesmann kam spürbar über dem Wert des Vorjahres aus, da alle Produktbereiche Zuwächse verzeichneten. Insbesondere die Mannesmann Grossrohr GmbH (MGR) und die Mannesmann Precision Tubes-Gruppe (MPT-Gruppe) notierten eine rege Ordertätigkeit. Die Mannesmann Line Pipe GmbH (MLP) profitierte merklich von der positiven Entwicklung des amerikanischen Marktes für geschweißte Leitungsrohre. Der Auftragsbestand des Geschäftsbereiches übertraf die Vorjahreswerte um nahezu ein Viertel. Außerhalb des Konsolidierungskreises sank der Orderzulauf der EP-Gruppe gegenüber dem Vorjahr, das vor allem von der Buchung des Großprojekts Nord Stream 2 gekennzeichnet war. Zwar fiel der Orderbestand hinter den sehr starken Vergleichszeitraum zurück, behielt aber dennoch ein hohes Niveau. Der Rohrversand rangierte erheblich oberhalb der 2016er-Werte. Ursache war vor allem der Zuwachs bei der MLP. Segment- und Außenumsatz lagen ebenfalls über dem Vorjahresniveau. Die at-equity-einbezogene EP-Gruppe verzeichnete insgesamt einen ausgeweiteten Versand und einen geringeren Umsatz als ein Jahr zuvor. Dabei erhöhten sich bei der EUROPIPE GmbH (EP) wegen der aktuellen Großprojekte beide Werte signifikant, während sie bei den amerikanischen Gesellschaften aufgrund der Marktsituation und der politischen Unsicherheiten nachgaben. Der Geschäftsbereich Mannesmann verbesserte sein Vorsteuerresultat maßgeblich dank der gesteigerten Ergebnisperformance der MLP auf -5,6 Mio. € (2016: -22,4 Mio. €). Hierin enthalten sind -21,0 Mio. € Aufwand für strukturverbessernde Maßnahmen der Präzisrohrgruppe in Europa. InvestitionenDer Geschäftsbereich Mannesmann konzentrierte sich vornehmlich auf Ersatz- und Ergänzungsinvestitionen. Am Standort Hamm der MPT-Gruppe wurden Investitionsmaßnahmen abgeschlossen, die der Leistungssteigerung der Anlagen dienen. Der Ausbau der mexikanischen Präzisrohrgesellschaft startete mit vorbereitenden Arbeiten für die Errichtung einer Fertigungshalle. Geschäftsbereich Handelscroll
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inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen Der Geschäftsbereich Handel umfasst neben einer gut ausgebauten europäischen Organisation lagerhaltender Stahlhandelsniederlassungen mit großer Anarbeitungstiefe auch auf Grobblech spezialisierte Gesellschaften sowie ein weltumspannendes Tradingnetzwerk. Er vertreibt außer den Walzstahl- und Röhrenerzeugnissen des Salzgitter-Konzerns komplementär Produkte anderer in- und ausländischer Hersteller. Zusätzlich beschafft er an den internationalen Märkten Vormaterial für Konzerngesellschaften und externe Kunden. MarktentwicklungDie während weiter Teile des Geschäftsjahres 2017 anziehende Preisdynamik für Stahlprodukte prägte die Stimmung auf den internationalen Stahlmärkten. Vor dem Hintergrund von Anti-Dumping-Maßnahmen in verschiedenen Regionen sowie gestiegener Eisenerzpreise im Auftaktquartal konnten höhere Erlöse erzielt werden. Nach einer kurzen Korrektur im zweiten Quartal setzte sich der aufwärtsgerichtete Preistrend auch angesichts einer starken innerasiatischen Nachfrage bei gleichzeitiger Ankündigung von Kapazitätsreduzierungen seitens chinesischer Hersteller fort. Der europäische Markt zeigte ein differenzierteres Bild: Einerseits legten die Warmband- und Grobblechpreise analog der Entwicklung der internationalen Märkte zu, andererseits gerieten die Profilverkaufspreise bereits zu Jahresbeginn unter Druck und erholten sich erst ab Mitte des Berichtszeitraumes wieder. GeschäftsverlaufDer Absatz des Geschäftsbereiches Handel blieb vor allem wegen des nur teilweise zufriedenstellenden internationalen Projektgeschäfts unter dem Vorjahresniveau. Der lagerhaltende Handel sowie die Universal Eisen und Stahl-Gruppe (UES-Gruppe) erreichten in einem stark umkämpften Umfeld stabile Versandmengen. Die Preissteigerungen in allen Bereichen führten dennoch zu einem spürbar höheren Segment- und Außenumsatz. Der Kundenstamm der digitalen Handelsaktivitäten wurde im Berichtszeitraum kontinuierlich ausgeweitet. Fast 10 % des Absatzes und Umsatzes des deutschen lagerhaltenden Handels wurden im Jahr 2017 über digitale Schnittstellen realisiert. Im November wurde die Umsatzschwelle von 100 Mio. € seit Projektstart Ende 2015 erreicht. Der Lagerhandel wie auch die UES-Gruppe zeigten eine sehr erfreuliche Ertragslage. Zusammen mit den positiven Ergebnissen des internationalen Tradings, welches das Mengendefizit durch Lieferungen mit stärkeren Margen kompensierte, erwirtschaftete der Geschäftsbereich Handel 70,5 Mio. € Gewinn vor Steuern und übertraf so das bereits sehr vorzeigbare Resultat der Vergleichsperiode (45,2 Mio. €) signifikant. InvestitionenDer Erhalt und die Modernisierung bestehender Anlagen bildeten auch 2017 einen Investitionsschwerpunkt des Geschäftsbereiches Handel. Außerdem schritten die Projekte zur Digitalisierung der Prozesskette von der Lagerhaltung bis zum Warenversand, die die Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH (SMSD) initiiert hatte, weiter voran. Die Vernetzung der Systeme nutzt der Handel inzwischen auch zum Einkauf von Materialien mit Werken, sowohl aus dem Konzernnetzwerk als auch mit Fremdherstellern. Mit dem neuen Baustein "Vendor Management" übernimmt die SMSD das Lagermanagement für den Kunden. Darüber hinaus ist der Webshop ("e-SHOP") nun auch in Österreich und Ungarn online. Weitere Rollouts im europäischen Ausland folgen in Kürze. Geschäftsbereich Technologiescroll
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inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen Der Geschäftsbereich Technologie umfasst drei traditionsreiche Spezialmaschinenhersteller. Umsatzschwergewicht ist die KHS GmbH (KHSDE), die in der Abfüll- und Verpackungstechnik zu den weltweit führenden Anlagenproduzenten zählt. Die KHS-Gruppe ist Komplettanbieter von der Intralogistik über das Processing bis zur Getränkeabfüllung und -verpackung. Weitere Gesellschaften des Segments sind im Sondermaschinenbau für die Schuhindustrie tätig oder stellen Gummi- und Silikon-Spritzgießmaschinen her. Folgende Gesellschaften des Geschäftsbereiches sind neu in den Konsolidierungskreis der Salzgitter AG (SZAG) aufgenommen worden:
Beim Vorjahresvergleich ist zu berücksichtigen, dass die Kennzahlen dieser neu aufgenommenen Gesellschaften 2016 noch nicht enthalten sind. MarktentwicklungLaut Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) lagen die Auftragseingänge insgesamt deutlich über dem Vorjahreslevel, da besonders die Nachfrage aus dem Ausland aber auch die Inlandsnachfrage anzogen. Die Umsätze der Branche verzeichneten ebenfalls einen Anstieg. Im Markt für Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen entwickelten sich die Buchungen im Ganzen erfreulich. Die inländische Ordertätigkeit bewegte sich zwar unter dem Vorjahreswert, die ausländischen Bestellungen hingegen nahmen zu. GeschäftsverlaufDer Auftragseingang des Geschäftsbereiches Technologie erhöhte sich 2017 zur Vorjahresperiode dank gesteigerter Werte sowohl der Klöckner DESMA Elastomer-Gruppe (KDE-Gruppe) als auch der DESMA Schuhmaschinen GmbH (KDS). Der Orderbestand des Segments kam ebenfalls etwas oberhalb des Vorjahresniveaus aus. Segment- und Außenumsatz rangierten infolge der Zuwächse bei der KDE-Gruppe und der KDS auf dem Level des Vergleichszeitraumes. Der Geschäftsbereich Technologie erwirtschaftete 6,6 Mio. € Gewinn vor Steuern und knüpfte somit nicht an das Vorjahresniveau (2016: 28,4 Mio. €) an. Darin enthalten sind -13,1 Mio. € Aufwendungen für strukturverbessernde Maßnahmen der KHS-Gruppe, die auch aufgrund des wettbewerbsbedingten Preisdrucks ein merklich geringeres Resultat auswies als ein Jahr zuvor. Sowohl die KDS wie auch die KDE-Gruppe steigerten die Vorsteuergewinne hingegen kräftig. Die KHS-Gruppe verfolgt nach wie vor konsequent ihre Maßnahmen der Unternehmensweiterentwicklung. Das zu diesem Zweck 2015 gestartete Programm wurde im Berichtszeitraum ausgebaut und zum Projekt "KHS Future" ergänzt. Es soll bis 2019 die Entwicklung des Unternehmens im wettbewerbsintensiven Marktumfeld durch Kostensenkung und Effizienzsteigerung weiter verbessern. InvestitionenDer Geschäftsbereich Technologie konzentrierte sich 2017 auf Ersatz- und Rationalisierungsmaßnahmen, um seine Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Zur Ablaufoptimierung werden außerdem in der deutschen KHS-Gruppe und den Auslandsgesellschaften IT-Projekte durchgeführt. Die umfassende Modernisierung des Standorts Bad Kreuznach hinsichtlich "Lean Manufacturing" wird in einzelnen Teilprojekten umgesetzt. Industrielle Beteiligungen / Konsolidierungscroll
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Beitrag zum Außenumsatz des Konzerns Folgende Gesellschaft ist neu in den Konsolidierungskreis der Salzgitter AG (SZAG) aufgenommen worden:
Im Bereich Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung sind Aktivitäten erfasst, die nicht direkt einem Geschäftsbereich zugeordnet sind. Als Management-Holding ist die Salzgitter AG nicht selbst operativ tätig, sondern steuert die Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG) und Salzgitter Klöckner-Werke GmbH (SKWG), von der die wesentlichen Gesellschaften der Salzgitter-Gruppe gehalten werden. Darüber hinaus werden hier die Resultate der überwiegend konzernintern tätigen Gesellschaften ausgewiesen sowie derjenigen Konzernunternehmen, die mit ihren Produkten und Leistungen die Kernaktivitäten der Geschäftsbereiche unterstützen. Der Umsatz des Bereiches Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung, der hauptsächlich durch das Halbzeug- und Servicegeschäft mit Tochtergesellschaften und Konzernfremden generiert wird, erhöhte sich im Geschäftsjahr 2017 maßgeblich auf 890,6 Mio. € (2016: 738,7 Mio. €). Der Außenumsatz bewegte sich mit 198,0 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (194,6 Mio. €). Der Gewinn vor Steuern stieg auf 42,2 Mio. € (2016: 36,3 Mio. €). Er beinhaltet den Beitrag des Aurubis-Engagements in Höhe von 79,3 Mio. € (2016: 19,1 Mio. €). Dieser umfasst vor allem das anteilige Aurubis-Nachsteuerergebnis (91,7 Mio. €; 2016: 51,8 Mio. €). Außerdem ist ein positiver Effekt aus der Auflösung eines Derivates (56,9 Mio. €) zur Aurubis-Umtauschanleihe enthalten, nachdem die Ablösung mittels Aktien erfolgte. Aus dem Abgang der Aurubis-Aktien ergab sich ein Verlust von 63,9 Mio. €. Nach Tilgung der Anleihe hält die SZAG zum Jahresende eine Beteiligung von 16,76 % an der Aurubis AG. Stichtagsbezogene Bewertungseffekte von Devisen- und Derivatepositionen belasteten das Resultat des Bereiches, während der Vorsteuergewinn der nicht direkt einem Geschäftsbereich zugeordneten Konzernunternehmen sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelte. Dies ist im Wesentlichen auf das gestiegene Ergebnis der RSE-Gruppe, das von einem Ertrag aus der Veräußerung einer nicht betriebsnotwendigen Immobilie geprägt ist, zurückzuführen. 4. Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten GeschäftsverlaufAngesichts der primär im Flachstahlbereich - infolge der europäischen Anti-Dumping-Maßnahmen - angezogenen Erlöse sowie antizipierter weiterer positiver Effekte der Maßnahmen- und Wachstumsprogramme gingen wir für den Salzgitter-Konzern im Geschäftsjahr 2017 von
Mit dem besten Quartalsergebnis seit 2008 sind wir gut in das Geschäftsjahr gestartet und erhöhten im Mai unsere Ergebnisprognose auf:
Aufgrund der Festigung der erfreulichen Ergebnissituation der Segmente Flachstahl und Handel sowie angesichts des soliden Halbjahresresultats passten wir Ende Juli erneut den Ergebnisausblick an und erwarteten nunmehr:
Im Oktober beschloss der Vorstand die Barzahlungsoption des noch zur Rückzahlung ausstehenden Teils der per November 2017 fälligen Umtauschanleihe in Aktien der Aurubis AG nicht auszuüben. Dies ermöglichte verbunden mit dem unverändert positiven Geschäftsverlauf eine weitere Anhebung der Ergebnisprognose auf:
Der Salzgitter-Konzern schloss das Geschäftsjahr 2017 mit dem höchsten Vorsteuerresultat (238,0 Mio. €) seit der Finanzkrise ab und übertraf damit seine zuletzt am 14. November 2017 bestätigte Prognose. Umsatz und ROCE entwickelten sich im Rahmen der Vorschau. Der Geschäftsverlauf der einzelnen Segmente stellte sich gegenüber der prognostizierten Entwicklung wie folgt dar: Der Geschäftsbereich Flachstahl erwartete dank des Erlösanstiegs im EU-Stahlmarkt einen erfreulicheren Geschäftsverlauf. Unter der Annahme einer anhaltend robusten Nachfrage wurde trotz zum Teil kräftig gestiegener Rohstoffpreise gestützt von kontinuierlichen Maßnahmen zur Kostensenkung mit:
Die Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) produzierte im Berichtszeitraum an der Kapazitätsgrenze. Dank des spürbar höheren Preisniveaus legte der Umsatz (2,2 Mrd. €) merklich zu. Das Segment Flachstahl steigerte sein Resultat vor allem aufgrund der verbesserten Erlösqualität erheblich und verbuchte einen beachtlichen Vorsteuergewinn (182,0 Mio. €). In einem anhaltend diffizilen Marktumfeld ging der Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl für die beiden Grobblechproduzenten von einer zufriedenstellenden Auslastung sowie positiven Effekten aus den umfassenden Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen aus. Die Auslastung im Profilstahlbereich sollte auf dem Vorjahresniveau rangieren. Neben einem weiterhin volatilen Schrottpreis und dem damit einhergehenden spekulativen Kaufverhalten der Kunden wurden Belastungen aus drastisch gestiegenen Netznutzungsentgelten für den Strombezug erwartet. Insgesamt prognostizierte der Geschäftsbereich:
Der Umsatz (1,0 Mrd. €) übertraf den Vergleichswert spürbar. Das Segment wies mit -57,7 Mio. € einen höheren Vorsteuerverlust aus als 2016. Dieser beinhaltete neben der Auflösung auftragsbezogener Rückstellungen das Impairment bei der Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) in Höhe von -48,8 Mio. €, ohne das die Ergebnisvorschau erfüllt worden wäre. Dabei reduzierten die Grobblechgesellschaften in einem nach wie vor von hohen Importen gekennzeichneten Marktumfeld ihre operativen Verluste erheblich. Die Peiner Träger GmbH (PTG) konnte marktbedingt nicht an die erfolgreichen Vorjahre anknüpfen. Der Geschäftsbereich Mannesmann unterstellte für die deutschen Großrohrwerke auch wegen der bereits im Jahr 2016 erfolgten Buchungen eine gute Auslastung. Dagegen wurde erwartet, dass sich die Auftragslage auf dem nordamerikanischen Markt eintrübt. Die Segmente der mittleren Leitungsrohre, Präzis- und Edelstahlrohre rechneten mit einer zumindest zögerlichen Erholung. Insgesamt stellte der Geschäftsbereich:
Der Umsatz des Segments erhöhte sich erwartungsgemäß (1,1 Mrd. €). Ebenso verbesserte sich das Resultat vor Steuern (-5,6 Mio. €) dank der angezogenen Ergebnisperformance der Mannesmann Line Pipe GmbH (MLP). Hierin enthalten sind -21,0 Mio. € Aufwand für strukturverbessernde Maßnahmen der Präzisrohrgruppe in Europa. Für 2017 rechnete der Geschäftsbereich Handel mit einer Belebung des internationalen Projektgeschäfts, dem zunehmenden Vertrieb angearbeiteter Produkte und einer Erweiterung des Kundenstamms im Rahmen der intensiveren Digitalisierung. Da aus damaliger Sicht nicht davon ausgegangen werden konnte, dass sich die 2016 als Folge der Stahlpreisentwicklung temporär eingetretene Margenausweitung wiederholen würde, erwarteten wir:
Dank der Preissteigerungen in allen Bereichen wurde ein spürbar höherer Umsatz (3,2 Mrd. €) verzeichnet und der Kundenstamm der digitalen Handelsaktivitäten kontinuierlich ausgeweitet. Der Geschäftsbereich erwirtschaftete 70,5 Mio. € Gewinn vor Steuern und übertraf so das bereits sehr vorzeigbare Resultat der Vergleichsperiode. Angesichts des preislich stark umkämpften Projektgeschäfts setzte der Geschäftsbereich Technologie auf Wachstum in profitablen Produktsegmenten sowie den weiteren Ausbau des Servicegeschäfts. Daneben sollten vor allem die eingeleiteten Effizienzsteigerungsmaßnahmen aus dem Programm "Fit4Future 3.0" ihre positive Wirkung entfalten. Basierend auf einem hohen Auftragsbestand wurden:
Die Umsatzprognose wurde erreicht (1,3 Mrd. €). Die kleineren Spezialmaschinenbauer steigerten ihre Vorsteuergewinne zwar kräftig, dennoch fiel der des Segments mit 6,6 Mio. €, auch wegen -13,1 Mio. € Aufwendungen für strukturverbessernde Maßnahmen der KHS-Gruppe, niedriger aus als erwartet. IV. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage1. Ertragslage des KonzernsDer Salzgitter-Konzern schloss das Geschäftsjahr 2017 mit dem höchsten Vorsteuergewinn seit 2008 ab. Hierzu trugen die hervorragenden Resultate der Geschäftsbereiche Flachstahl und Handel wie auch die weiterhin erfolgreiche Umsetzung der konzerninternen Programme maßgeblich bei. Es ergaben sich 8,6 % Verzinsung des eingesetzten Kapitals (2016: 2,7 %). Mit 381 Mio. € Nettofinanzposition (2016: 302 Mio. €) und einer auf 36 % gestiegenen Eigenkapitalquote verfügt das Unternehmen über eine komfortable finanzielle und bilanzielle Basis. Der Außenumsatz des Konzerns legte vor allem aufgrund gestiegener Durchschnittserlöse für Stahlerzeugnisse auf 8.990 Mio. € (2016: 7.906 Mio. €) deutlich zu und verteilt sich wie folgt auf die Geschäftsbereiche: Konzernumsatz nach Geschäftsbereichenscroll
Die regionale Aufteilung der Umsatzerlöse blieb nahezu konstant: So lag der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit des Salzgitter-Konzerns unverändert in der EU (6.345 Mio. €; 71 % Umsatzanteil), wobei Deutschland mit 4.288 Mio. € Erlösen und einem Anteil von 48 % weiterhin der mit Abstand größte Einzelmarkt war. In diesem Zusammenhang ist jedoch zu berücksichtigen, dass viele unserer Produkte als Zulieferungen für die exportorientierte deutsche Wirtschaft letztendlich doch den Weg in das Ausland finden. Konzernumsatz nach Regionenscroll
Der Salzgitter-Konzern erwirtschaftete einen Gewinn vor Steuern von 238,0 Mio. € (2016: 53,2 Mio. €). Darin sind -82,9 Mio. € Ergebnisbelastungen aus Sondereffekten (2016: -2,3 Mio. €) sowie 79,3 Mio. € Ergebnisbeitrag des Aurubis-Engagements (2016: 19,1 Mio. €) enthalten. Die im Geschäftsjahr 2010 in Höhe des Nominalwertes von 295,5 Mio. € begebene Umtauschanleihe auf Aktien der Aurubis AG (NAAG) wurde im vierten Quartal 2017 fällig. Im Oktober 2017 hat der Vorstand der Salzgitter AG (SZAG) beschlossen, die Barzahlungsoption des noch zur Rückzahlung ausstehenden Teils der Umtauschanleihe in Höhe 265,4 Mio. € nicht auszuüben. Die Umtauschanleihe wurde somit durch Hingabe von Aurubis-Aktien vollständig abgelöst. Die im Zusammenhang mit der Barzahlungsoption bilanzierte Derivateverbindlichkeit in Höhe von insgesamt 138,5 Mio. € war daraufhin ertragswirksam aufzulösen. Gegenläufig wirkten -63,9 Mio. € aus der Hingabe der im Equity-Ansatz bilanzierten Aurubis-Aktien zwecks Bedienung der ausstehenden Anleiheverbindlichkeit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergab sich aus diesem Vorgang ein Verlust von 6,9 Mio. €; hierbei ist der unterjährig negative Ergebniseinfluss aus der Derivatebewertung (-81,6 Mio. €) herausgerechnet worden. Nach Tilgung der Anleihe hält die SZAG zum Jahresende eine Beteiligung von 16,76 % an der NAAG. Die SZAG bleibt damit Kernaktionär der NAAG und bezieht die Gesellschaft weiterhin als ein nach der Equity-Methode bilanziertes Unternehmen in den Konzernabschluss der SZAG ein. Die Geschäftsbereiche zeigten folgende Resultate: Mit 182,0 Mio. € Gewinn vor Steuern steigerte der Geschäftsbereich Flachstahl sein Resultat vor allem aufgrund der verbesserten Erlösqualität erheblich (2016: -2,3 Mio. €). Zudem spiegelten sich positive Effekte der eingeleiteten Maßnahmenprogramme wider. Gegenläufig wirkten höhere Rohstoffkosten, insbesondere für Kokskohle. Der Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl schloss mit -57,7 Mio. € Ergebnis vor Steuern (2016: - 32,1 Mio. €) ab. Neben der Auflösung auftragsbezogener Rückstellungen ist das Resultat von dem Impairment der Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) in Höhe von -48,8 Mio. € geprägt. Während die Grobblechgesellschaften ihre operativen Verluste spürbar reduzierten, konnte die Peiner Träger GmbH (PTG) marktbedingt nicht an die erfolgreichen Vorjahre anknüpfen. Das Vorsteuerresultat des Geschäftsbereiches Mannesmann verbesserte sich hauptsächlich als Folge des gesteigerten Beitrags der Mannesmann Line Pipe GmbH (MLP) (-5,6 Mio. €; 2016: -22,4 Mio. €). Belastend wirkten -21,0 Mio. € Aufwand für strukturverbessernde Maßnahmen der Präzisrohrgruppe in Europa. Der Lagerhandel wie auch die Universal Eisen und Stahl-Gruppe (UES-Gruppe) zeigten eine sehr erfreuliche Ertragslage. Das internationale Trading verzeichnete ebenfalls positive Ergebnisse, da das Mengendefizit durch Lieferungen mit stärkeren Margen kompensiert wurde. Der Geschäftsbereich Handel erwirtschaftete so 70,5 Mio. € Gewinn vor Steuern und steigerte das bereits sehr vorzeigbare Resultat der Vergleichsperiode (2016: 45,2 Mio. €) signifikant. Der Geschäftsbereich Technologie erwirtschaftete 6,6 Mio. € Ergebnis vor Steuern (2016: 28,4 Mio. €). Das Resultat beinhaltet -13,1 Mio. € Aufwendungen für strukturverbessernde Maßnahmen der KHS-Gruppe, die auch aufgrund des wettbewerbsbedingten Preisdrucks einen merklichen Rückgang verbuchte. Die KDS und die KDE-Gruppe steigerten dagegen die Vorsteuergewinne kräftig. Im Bereich Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung stieg der Gewinn vor Steuern auf 42,2 Mio. € (2016: 36,3 Mio. €). Darin enthalten ist der Beitrag des Aurubis-Engagements in Höhe von 79,3 Mio. € (2016: 19,1 Mio. €). Stichtagsbezogene Bewertungseffekte von Devisen- und Derivatepositionen stehen dem jedoch entgegen. Der Vorsteuergewinn der nicht direkt einem Geschäftsbereich zugeordneten Konzernunternehmen verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr vor allem wegen des gestiegenen Ergebnisses der RSE-Gruppe, das von einem Ertrag aus der Veräußerung einer nicht betriebsnotwendigen Immobilie geprägt ist. Ergebnis der Geschäftsbereiche und Konzernjahresüberschuss/-fehlbetragscroll
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inklusive Anteile fremder Gesellschafter Sondereffekte/EBT Geschäftsbereiche und Konzern (inklusive nicht fortgeführter Aktivitäten)scroll
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Entwicklung ausgewählter GuV-PostenDie Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns ist im Kapitel "Anhang" ausführlich dargestellt. Nachfolgend werden ausgewählte Posten erläutert. Dem gegenüber Vorjahr gestiegenen Umsatz stehen insbesondere wegen angezogener Rohstoffpreise erhöhte Materialaufwendungen entgegen. In den Abschreibungen ist ein Impairment im Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl in Höhe von -48,8 Mio. € enthalten. Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen legte deutlich zu. Insbesondere die Beteiligung an der NAAG lieferte einen erfreulichen Beitrag. Nach Berücksichtigung von 44,5 Mio. € Steueraufwand beträgt der Konzernjahresüberschuss 193,6 Mio. € (2016: 56,8 Mio. €). Mehrperiodenübersicht zur Ertragslagescroll
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Werte 2008 bis 2012 nicht restated und jeweils inklusive nicht fortgeführter Aktivitäten
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Restatement aufgrund einer Korrektur des
Vorratsvermögens Überleitung EBIT/EBITDAscroll
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Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle
und langfristige finanzielle Vermögenswerte Die Ergebniskennzahlen EBIT und EBITDA beschreiben die rein operative Ertragskraft eines Unternehmens unabhängig von dessen Kapitalstruktur. Sie ermöglichen eine zusätzliche Analyse und Bewertung des Unternehmensergebnisses sowie eine überschlägige operative Vergleichbarkeit mit dem Wettbewerb. Länderspezifische Unterschiede in der Besteuerung sowie Besonderheiten der Finanzierungs- und Sachanlagenstruktur einzelner Unternehmen können dabei ausgeblendet werden. Aufgrund der im Vorjahresvergleich deutlich verbesserten Ergebnisperformance sind auch die Kennzahlen EBIT und EBITDA signifikant gestiegen. Wertschöpfung des Salzgitter-KonzernsDie betriebliche Wertschöpfung des Konzerns erreichte 2017 einen Wert von 2.032 Mio. €. Damit konnten die Aufwendungen für die Mitarbeiter (1.767 Mio. €) mehr als gedeckt werden. Die öffentliche Hand erhielt in Form von Steuern und Abgaben 2,2 % (2016: -0,2 %). Der Darlehensgeberanteil verblieb gegenüber dem Vorjahreswert mit 1,4 % auf dem gleichen Niveau. Für die Aktionäre (einschließlich eigener Anteile) stehen für das abgelaufene Geschäftsjahr 1,3 % der Wertschöpfung (2016: 1,2 %) zur Verfügung. In den letzten 15 Jahren sind 3,0 Mrd. € aus der Wertschöpfung im Konzern verblieben, 2017 wurden 166 Mio. € in den Konzern eingebracht. Wertschöpfungscroll
Überleitung Wertschöpfungscroll
2. Finanz- und VermögenslageFinanzmanagementIm Salzgitter-Konzern führt die Salzgitter Klöckner-Werke GmbH (SKWG), eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Salzgitter AG (SZAG), seit dem 1. Januar 2012 das Cash- und Devisenmanagement für die Konzerngesellschaften überwiegend zentral durch. Joint-Venture-Gesellschaften sind hierin nicht einbezogen. Die interne Finanzierung der Konzerngesellschaften erfolgt grundsätzlich über Bereitstellung von Kreditlinien im Rahmen des Konzernfinanzverkehrs und in Einzelfällen über Garantiezusagen für externe Kredite. Um den Finanzbedarf ausländischer Konzernunternehmen zu decken - insbesondere außerhalb des Euroraumes -, nutzt die Salzgitter-Gruppe lokale Kreditmärkte. Gleichzeitig zieht sie auch Liquiditätsüberschüsse der Konzerngesellschaften zur Finanzierung heran. Lieferungen und Leistungen innerhalb der Salzgitter-Gruppe werden über konzerninterne Konten gebucht. Das zentrale Finanzmanagement ermöglicht uns eine kosteneffiziente Fremdkapitalbeschaffung und hat positive Auswirkungen auf das Zinsergebnis. Über eine Finanzplanung mit mehrjährigem Planungshorizont sowie eine monatlich rollierende Liquiditätsplanung mit sechsmonatigem Prognosezeitraum ermitteln wir den Liquiditätsbedarf des Konzerns. Vorhandene Geldanlagen, mittelfristige bilaterale Kreditlinien, ein in 2017 erneuerter 560 Mio. € Konsortialkreditrahmen mit fünfjähriger Laufzeit nebst Verlängerungsoption als nicht gezogene Backup-Linie sowie die Nutzung der Anleihemärkte stellen unseren Liquiditätsbedarf sicher. Darüber hinaus wurde in 2016 erstmalig ein Schuldscheindarlehen begeben. Unsere internationalen Geschäftsaktivitäten führen zu Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen. Um das dabei entstehende Wechselkursrisiko abzusichern, besteht für die Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns im Rahmen der Konzernrichtlinien die Verpflichtung, Fremdwährungspositionen zum Zeitpunkt ihrer Entstehung zu sichern. Die Revision überwacht das Einhalten dieser Vorgabe im Rahmen ihrer turnusmäßigen Aufgaben. Für Währungsgeschäfte in US-Dollar - ein maßgeblicher Anteil unserer Fremdwährungsgeschäfte - wird zunächst konzernintern die Aufrechnung von Verkaufs- und Einkaufspositionen (Netting) geprüft. Die sich darüber hinaus ergebenden Spitzenbeträge werden von uns mittels marktüblicher Sicherungsgeschäfte abgedeckt. Die Pensionsrückstellungen sind weiterhin wesentlicher Bestandteil der Unternehmensfinanzierung. Sie betrugen bei einem vom aktuellen Niveau der Kapitalmarktzinsen abgeleiteten verminderten Rechnungszinssatz (1,50 %) 2.440 Mio. € (2016: 2.449 Mio. € mit 1,75 %). Nach den Vorschriften der internationalen Rechnungslegung wurde die Auswirkung der Rechnungszinssatzanpassung erfolgsneutral im Eigenkapital bilanziert. KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung (ausführliche Darstellung im Kapitel "Konzernabschluss") zeigt die Herkunft und Verwendung der Geldströme. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelbestand entspricht der Bilanzposition "Finanzmittel". Finanzmittelscroll
Der Konzern erzielte 274 Mio. € Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (2016: 290 Mio. €'. Bei einem signifikant verbesserten Ergebnis belasteten insbesondere die Zunahme der Forderungen und der Vorräte den Cashflow. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit (340 Mio. €' zeichnete sich gegenüber der Vergleichsperiode (364 Mio. €' vor allem durch Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte sowie in sonstige langfristige Vermögenswerte, insbesondere in Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen, aus. Gegenläufig wirkte ein positiver Saldo aus den Zahlungen für Geldanlagen (+55 Mio. €'. Im Geschäftsjahr 2017 ergab sich aufgrund der Auszahlungen für Dividenden sowie Kreditrück- und Zinsauszahlungen ein negativer Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von 64 Mio. € (Vorjahr: +53 Mio. €'. Der positive Mittelzufluss des Vorjahres resultiert im Wesentlichen aus der Begebung eines Schuldscheindarlehens. NettofinanzpositionNettofinanzposition = Geldanlagen - Finanzschulden der Nettofinanzpositionscroll
Die Nettofinanzposition von 381 Mio. € hat gegenüber 2016 (302 Mio. €) zugenommen. Den reduzierten Geldanlagen einschließlich der Wertpapiere (1.020 Mio. €) standen zum Geschäftsjahresende deutlich gesunkene Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten von 639 Mio. € (Vorjahr: 916 Mio. €) gegenüber. Letztere enthalten 168 Mio. € Nominalverpflichtungen aus Anleihen, die sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Ablösung der Umtauschanleihe bedeutsam verringert haben. Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing werden nicht in der Nettofinanzposition berücksichtigt. InvestitionenDie Zugänge zum Anlagevermögen aus Investitionen betrugen 292 Mio. € (2016: 359 Mio. €). Davon aktivierte Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (287 Mio. €) wurden durch die planmäßigen Abschreibungen (342 Mio. €) mehr als gedeckt. Die finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich um 5,7 Mio. €, überwiegend aufgrund von Investitionen in die aus Wesentlichkeitsgründen nicht konsolidierten Tochtergesellschaften. Neben dem Geschäftsbereich Flachstahl (126 Mio. €) wurde 2017 ein Großteil der Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte im Geschäftsbereich Mannesmann (73 Mio. €) getätigt. In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 49 Mio. € (2016: 15 Mio. €) enthalten. Investitionen/Abschreibungen1)scroll
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Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte,
ohne Finanzanlagen Investitionen/Abschreibungen nach Geschäftsbereichen1)scroll
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Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte,
ohne Finanzanlagen Die Liquiditäts- und Verschuldungskennzahlen stellten sich im Geschäftsjahr 2017 wie folgt dar: Mehrperiodenübersicht zur Finanzlage scroll
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Werte 2008 bis 2012 nicht restated und jeweils inklusive nicht fortgeführter Aktivitäten
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Restatement aufgrund einer Korrektur des
Vorratsvermögens VermögenslageDas Gesamtvermögen des Konzerns nahm im Vergleich zum Stichtagswert des Geschäftsjahres 2016 (8.450 Mio. €) um 1,6 % auf 8.318 Mio. € ab. Der Rückgang der langfristigen Vermögenswerte (-134 Mio. €) resultierte aus geringeren Anteilen an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen (-83 Mio. €). Das Anlagevermögen reduzierte sich, da die Abschreibungen (390 Mio. €) die Investitionen (292 Mio. €) übertrafen. Dem entgegen stehen erhöhte Ertragsteueransprüche (+43 Mio. €). Die kurzfristigen Vermögenswerte entsprechen dem Vorjahreslevel. Während die Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen (+242 Mio. € beziehungsweise +16 Mio. €), verringerten sich die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte (-110 Mio. €) sowie die Finanzmittel (-139 Mio. €). Vermögens- und Kapitalstrukturscroll
Das kurzfristig gebundene Nettovermögen (Working Capital) kam mit 2.433 Mio. € (+12,4 %) oberhalb des Vorjahresniveaus aus. Die Eigenkapitalquote (35,9 %) ist im Vergleich zum Vorjahr (33,8 %) erkennbar gestiegen. Ausschlaggebend hierfür ist das gute Jahresergebnis. Gleichzeitig verringerten sich die kurzfristigen Finanzschulden aufgrund der Ablösung der Umtauschanleihe. Des Weiteren sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen etwas höher als ein Jahr zuvor. Mehrperiodenübersicht zur Vermögenslagescroll
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Werte 2008 bis 2012 nicht restated und jeweils inklusive nicht fortgeführter Aktivitäten
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Restatement aufgrund einer Korrektur des
Vorratsvermögens Die SZAG weist im Konzernabschluss 2017 Eventualverbindlichkeiten aus, deren Eintrittsrisiko als unwahrscheinlich bewertet wird. Aus einer Anpassungsprüfung von Betriebsrentenzahlungen würde sich bei vollständiger Nachholung der Betriebsrentenanpassung eine Erhöhung der Netto-Pensionsverpflichtung von 28,0 Mio. € (Vorjahr 31,8 Mio. €) ergeben. Aus der Bewertung der sogenannten Wertpapier-Leihe ergibt sich ein Gesamtrisiko von 104,3 Mio. € (Vorjahr 0,0 Mio. €), deren Inanspruchnahme mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht eintreten wird. Hinsichtlich der seit dem Frühjahr 2014 laufenden steuerrechtlichen Ermittlungsverfahren ist die SZAG wie im Vorjahr der Ansicht, dass nicht ernsthaft mit einer Inanspruchnahme der betroffenen Konzern-Gesellschaften zu rechnen ist. Zu weiteren Details verweisen wir auf den Abschnitt "Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten" im Anhang des Konzernabschlusses. 3. Jahresabschluss der Salzgitter AGDer Jahresabschluss der Salzgitter AG (SZAG) für das Geschäftsjahr 2017 ist nach den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes aufgestellt und vom Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Er wird vollständig im Bundesanzeiger bekannt gegeben. Die SZAG führt die Konzerngeschäftsbereiche, bei denen das operative Geschäft liegt, unverändert als Management-Holding. Die wesentlichen Beteiligungsgesellschaften werden über die 100 %ige Tochtergesellschaft Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG) von deren 100 %iger Tochtergesellschaft Salzgitter Klöckner-Werke GmbH (SKWG) gehalten. Weder zwischen der SZAG und der SMG noch zwischen der SMG und der SKWG bestehen Ergebnisabführungsverträge. Es besteht jedoch jeweils eine vertragliche Vereinbarung zur freiwilligen Übernahme der Verluste. Die SZAG ist als nicht operative Holdinggesellschaft in das Steuerungskonzept des Salzgitter-Konzerns eingebunden und unterliegt somit den gleichen Chancen und Risiken wie der Salzgitter-Konzern. Die Ertragslage der Gesellschaft ist daher von der Entwicklung der Tochtergesellschaften und Beteiligungen und damit deren Werthaltigkeit abhängig. Hierbei werden die rechtlichen Anforderungen an die Steuerung der SZAG berücksichtigt. Bilanzder Salzgitter AG (Kurzfassung)scroll
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inklusive immaterieller Vermögensgegenstände Die Forderungen aus der im Rahmen des konzernweiten Cash-Managements der Tochtergesellschaft SKWG zur Verfügung gestellten Liquidität (723 Mio. €) bilden unverändert die wesentlichen Aktivposten. Die gehaltenen eigenen Aktien werden nach den Vorschriften des HGB offen vom Eigenkapital abgesetzt. Auf der Passivseite sind neben dem Eigenkapital insbesondere 245 Mio. € Pensionsverpflichtungen sowie eine verbleibende Rückzahlungsverpflichtung (168 Mio. €) gegenüber der niederländischen Emittentin der Wandelschuldverschreibung enthalten. Die Eigenkapitalquote hat sich auf 46,1 % (Vorjahr: 45,1 %) erhöht. Gewinn- und Verlustrechnungder Salzgitter AG (Kurzfassung)scroll
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inklusive Abschreibungen auf Finanzanlagen
und Wertpapiere des Umlaufvermögens In den Umsatzerlösen sind im Wesentlichen die Erträge aus der Erhebung einer Konzernumlage enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten 2017 unter anderem Auflösungen von Rückstellungen sowie realisierte Kursdifferenzen von Devisen- und Derivatepositionen. Das Beteiligungsergebnis betrifft nahezu ausschließlich den von der SMG vereinnahmten Ergebnisbeitrag. In der Gesellschaft waren zum 31. Dezember 2017 158 Mitarbeiter beschäftigt. Angaben nach §§ 289a und 315a HGBDas gezeichnete Kapital setzte sich am Bilanzstichtag aus 60.097.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zusammen mit einem rechnerischen Anteil jeder Aktie am Grundkapital von 2,69 €. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Diese ergeben sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bestanden am Bilanzstichtag nach Kenntnis des Vorstandes nur insoweit, als der Gesellschaft aus den von ihr gehaltenen eigenen Aktien (6.009.700 Stück) keine Stimmrechte zustanden und als Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern aus von ihnen gehaltenen Aktien kein Stimmrecht bei der Beschlussfassung über ihre eigene Entlastung zustanden. Eine Beteiligung am Kapital von mehr als 10 % der Stimmrechte bestand am Bilanzstichtag nur seitens der Hannoversche Beteiligungsgesellschaft Niedersachsen mbH (HanBG), Hannover, die gemäß ihrer Mitteilung vom 2. April 2002 mit 25,5 % der Stimmrechte an der Salzgitter AG (SZAG) beteiligt ist; dies entsprach infolge der seitdem gesunkenen Anzahl der insgesamt ausgegebenen Aktien am Bilanzstichtag einem Stimmrechtsanteil von 26,5 %. Alleiniger Gesellschafter der HanBG ist das Land Niedersachsen. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Am Kapital beteiligte Arbeitnehmer, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, sind dem Vorstand nicht bekannt. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes und die Änderung der Satzung erfolgen allein nach den Vorschriften des Aktiengesetzes. Der Vorstand hat aufgrund von Beschlüssen der Hauptversammlung folgende drei Möglichkeiten, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:
Darüber hinaus hat der Vorstand am 5. Juni 2015 von einer bis zum 1. Juni 2017 bestehenden Ermächtigung zur Ausgabe einer Schuldverschreibung Gebrauch gemacht und eine Wandelschuldverschreibung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre begeben mit Wandlungsrechten auf derzeit bis zu 3.553.627 neue Aktien aus bedingtem Kapital (Bedingtes Kapital 2013), ausübbar bis zum 26. Mai 2022. Bis zum Bilanzstichtag hat noch kein Inhaber der Teilschuldverschreibungen sein Wandlungsrecht ausgeübt. Es bestehen folgende wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen, mit folgenden Wirkungen:
Für den Fall eines Übernahmeangebotes haben die Mitglieder des Vorstandes unter bestimmten Voraussetzungen ein Recht zur Kündigung ihres Anstellungsvertrages und einen Anspruch auf eine Abfindung in Höhe der Gesamtvergütung für die Restlaufzeit ihres Vertrages, wobei dieser Anspruch auf einen Höchstbetrag begrenzt ist. Gewinnverwendung der Salzgitter AGDie SZAG weist für das Geschäftsjahr 2017 einen Jahresüberschuss von 22,2 Mio. € aus. Unter Einbeziehung des Gewinnvortrags (4,9 Mio. €) ergibt sich ein Bilanzgewinn von 27,1 Mio. €. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn (27,1 Mio. €) für die Ausschüttung einer Dividende von insgesamt 0,45 € je Aktie (bezogen auf das in 60.097.000 Aktien eingeteilte Grundkapital von 161,6 Mio. €) zu verwenden und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Sofern die Gesellschaft am Tag der Hauptversammlung eigene Anteile hält, wird der Gewinnverwendungsvorschlag in der Versammlung dementsprechend angepasst, da eigene Anteile nicht dividendenberechtigt sind. Die Höhe der Dividende wird sich weiterhin an der Gewinnentwicklung orientieren. Die branchenüblichen zyklischen Schwankungen schlagen sich naturgemäß einerseits in den Ergebnissen der Gruppe, andererseits im Aktienkurs nieder. Der Bilanzgewinn im handelsrechtlichen Jahresabschluss der SZAG ist für die Ausschüttungsfähigkeit maßgeblich und insoweit für die Steuerung relevant. Der Salzgitter-Konzern verfolgt grundsätzlich eine Politik kontinuierlicher attraktiver Dividendenzahlungen, die unter der Prämisse tatsächlicher operativer Gewinnerzielung außerhalb von volatilen Stichtagseinflüssen geleistet werden sollen. Dabei muss sich die Zyklizität der Ergebnisentwicklung nicht in vollem Umfang im Dividendenvorschlag niederschlagen. Vor dem Hintergrund des gegenwärtig zu erwartenden Branchenumfelds und der Ergebnisabhängigkeit der SZAG von ihren Tochtergesellschaften wird für das Geschäftsjahr 2018 ein Bilanzgewinn in etwa auf Vorjahresniveau erwartet. Die Prognose für 2017 - die sich ebenfalls am Vorjahr orientierte - wurde überschritten. V. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht1. Chancen- und RisikomanagementsystemDie Erwartungen für die mittelfristige wirtschaftliche Entwicklung und deren mögliche Auswirkung auf unser Unternehmen - unter Ausnutzung sich bietender Chancen und Risiken - kommentieren wir im Kapitel "Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns". Abgrenzung von Risiko- und ChancenmanagementWir betrachten das Risiko- und das Chancenmanagement grundsätzlich getrennt. Ein separates Reportingsystem dokumentiert die Risiken und unterstützt deren Überwachung. Hingegen sind die Erfassung und Kommunikation von Chancen integrale Bestandteile des etablierten Steuerungs- und Controllingsystems zwischen den Tochter-/ Beteiligungsgesellschaften und der Holding. Dem Management der Einzelgesellschaften obliegt unmittelbar das Identifizieren, Analysieren und Umsetzen operativer Chancen. Gemeinsam mit der Holding des Konzerns werden zielgerichtete Maßnahmen erarbeitet, um Stärken zu konturieren und strategische Wachstumspotenziale zu erschließen. Chancen und ChancenmanagementFür das Erkennen, Aufgreifen und Umsetzen von Chancen sind die laufende Beobachtung und Analyse der relevanten Produkt-, Technologie-, Markt- und Wettbewerbsentwicklungen im Umfeld der Konzerngesellschaften zentrale Bestandteile des Chancenmanagements. Unsere Konzern- und Führungsstruktur bildet eine wichtige Basis für die konsequente Nutzung von Potenzialen. Sie ist auf effiziente und effektive Strukturen und Abläufe ausgerichtet. Auf diese Weise können wir in einem herausfordernden und dynamischen Umfeld Marktchancen schnell und gezielt aufgreifen und unsere Wettbewerbsfähigkeit stärken. Geschäftschancen sollen unter dem Aspekt nachhaltiger Profitabilität gezielt genutzt werden. Neben initiierten Maßnahmen des organischen Wachstums prüfen wir ebenso neue Geschäftsmodelle sowie externe Möglichkeiten auf ihren möglichen Beitrag zum Unternehmenserfolg des Salzgitter-Konzerns. Anlagenproduktivität und effizienter Ressourceneinsatz bilden genauso wie die klare Ausrichtung unserer Produkte und Leistungen an Kunden- und Marktanforderungen weitere wesentliche Bausteine unseres Unternehmenserfolgs. Chancen ergeben sich vor allem aus unseren vielfältigen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Über aktuelle Projekte informieren wir im Kapitel "Forschung und Entwicklung". Risiken und RisikomanagementIm vergangenen Jahr hat sich unser Risikomanagement auch angesichts der Auswirkungen der Finanz- und Schuldensituation in Europa, der noch vorhandenen Imbalance einiger Teilmärkte für Stahlprodukte sowie der politischen Unwägbarkeiten bewährt und als wirksam erwiesen. Innerhalb der satzungsgemäßen Geschäftstätigkeit ist es oft unumgänglich, Risiken einzugehen. Dies ist häufig eine notwendige Voraussetzung, um Chancen nutzen zu können. Die Unternehmensführung muss daher möglichst sämtliche bestehenden relevanten Risiken überschauen und kontrollieren können. Aus diesem Grund ist eine vorausblickende und wirkungsvolle Risikolenkung für unseren Konzern ein wichtiger und wertschaffender Bestandteil des Managements zur Existenzsicherung des gesamten Unternehmens, des Kapitals unserer Aktionäre und der Arbeitsplätze. Qualifiziertes Top-down-RegelwerkEs ist Aufgabe der Management-Holding, die Richtlinien vorzugeben, die die Basis für eine einheitliche und angemessene Behandlung von Risiken und deren Kommunikation im Konzern bilden. Das entsprechende Konzept vermitteln wir unseren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften mithilfe eines Risikoleitfadens. Darin sind die Grundsätze zur
der Risiken formuliert, mit denen das konzernweite Risikoinventar harmonisiert wird, um auf diese Weise die Aussagefähigkeit für den Gesamtkonzern zu gewährleisten. Wir entwickeln unser Risikomanagementsystem entsprechend den Erfordernissen stetig weiter. IdentifikationIm Sinne des Risikomanagements des Salzgitter-Konzerns identifizieren wir Sachverhalte in den Geschäftsbereichen, die wir bei unserer Planung oder Vorausschau noch nicht berücksichtigt haben oder berücksichtigen konnten. Der Schaden respektive die Schadenshöhe ergibt sich aus der potenziellen Abweichung von den prognostizierten beziehungsweise voraussichtlichen Ergebnissen. Die Risikokoordinatoren der Gesellschaften sorgen für einen kontinuierlichen Prozess. Wir haben eine Checkliste entwickelt, die zur Identifikation von Risiken herangezogen werden kann. Zugleich werden diese Sachverhalte Risikoarten zugeordnet. Die im Salzgitter-Konzern angewandte Einteilung der Risikoarten besteht aus den folgenden vier Hauptgruppen:
Um eine Grundsystematik zu gewährleisten, erfassen wir - unabhängig von der Schadenshöhe - für einige Risikoarten Pflichtrisiken in unserem Inventar. Dies sind beispielsweise die leistungswirtschaftlichen Risiken aus Absatz, Beschaffung, Bevorratung und Produktionsausfall. Bei externen Risiken sind neben Umweltschutzrisiken, und den Betrieb von Anlagen betreffend, seit jüngster Zeit auch umweltpolitische und energiepolitische Risiken für unseren Konzern besonders bedeutsam. Eine exemplarische Maßnahme im finanzwirtschaftlichen Part ist die rollierende kurzfristige Liquiditätsplanung, für die internen Risiken sind es Einschätzungen zur Informationstechnik. Erfahrungsgemäß decken wir hiermit die wesentlichen Risiken unseres Konzernrisikoportfolios ab. BewertungDamit wir die Risiken nachvollziehen können, bewerten wir generell die Bedrohungslage, wobei wir sämtliche beeinflussenden Umstände berücksichtigen. Rückstellungen und Wertberichtigungen vermindern gegebenenfalls die Schadenshöhen, worauf wir in den Risikodokumentationen hinweisen. Risiken aus Feuerschäden, Betriebsunterbrechungen und anderen Schadens- und Haftpflichtfällen, für die wir einen Versicherungsschutz haben, erfassen wir nicht. Gravierende Schäden hieraus wälzen wir, mit Ausnahme des Selbstbehaltes, auf unsere Versicherungsgeber über. Um zu gewährleisten, dass unser Versicherungsschutz immer dem aktuellen Stand entspricht, prüfen wir Umfang und Inhalt kontinuierlich und passen diese bei Bedarf an. Hinsichtlich der Höhe des Schadens unterscheiden wir zwischen Großrisiken ab einem Bruttoschaden von mindestens 25 Mio. €, die nachfolgend auch mit Eintrittswahrscheinlichkeiten belegt sind, und sonstigen Risiken mit einem Bruttoschaden unter 25 Mio. €. Beim Überleiten von der Brutto- auf die Nettoschadenshöhe beziehen wir sämtliche Schadensbewältigungsmaßnahmen ein. Die Eintrittswahrscheinlichkeit haben wir wertmäßig in fünf Wahrscheinlichkeitsklassen eingeordnet: drei "unwahrscheinliche" und zwei "wahrscheinliche" Einstufungen. Das Eintreten von Risiken der Kategorien "unwahrscheinlich" ist nach sorgfältigem kaufmännischem, technischem und juristischem Ermessen eher nicht zu erwarten. Bei den Risikoeinstufungen "wahrscheinlich" ist ein Schaden für das Unternehmen durch ein unerwünschtes Ereignis nicht mehr auszuschließen. BewältigungZu jedem Risiko halten wir die für die Bewertung und Bewältigung des Risikos getroffenen respektive noch zu treffenden Maßnahmen fest und berichten darüber auf die nachfolgend dargelegte Weise. Kommunikation und DokumentationWir binden sämtliche konsolidierten Gesellschaften unserer Geschäftsbereiche in das Risikomanagement ein. Risiken integrieren wir in die unterjährigen Vorschauen und die Mittelfristplanung. Mit dem Ziel, potenzielle Risiken zu vermeiden beziehungsweise entstandene Risiken zu kontrollieren, zu bewältigen und Vorsorge zu treffen, haben wir verschiedene Verfahren, Regelungen und Instrumente festgelegt. Ein bedeutsames Element zur Risikoverminderung ist unser Internes Kontrollsystem, das sich an den Prinzipien des COSO-Modells orientiert. Das COSO-Modell basiert auf dem vom Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission herausgegebenen "Internal Control - Integrated Framework". Die hohe Transparenz bezüglich risikobehafteter Entwicklungen ermöglicht es uns als Konzern, frühzeitig und zielgerichtet Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die Bedingungen, die zu erfüllen sind, damit die Maßnahmen wirken können, dokumentieren wir, überprüfen sie periodisch und aktualisieren sie gegebenenfalls. Durch unser konzernweites Berichtssystem stellen wir sicher, dass das Konzernmanagement die notwendigen sachgerechten Informationen erhält. Die Konzerngesellschaften übermitteln den Risikostatus gemäß den Meldegrenzen anhand monatlicher Controllingreports oder ad hoc, und zwar unmittelbar an den Vorstand. Die identifizierten und bewerteten Risiken analysieren wir auf Konzernebene, verfolgen sie detailliert und passen insbesondere Risiken mit akuter Handlungsnotwendigkeit in unsere wirtschaftliche Gesamtlage ein. Risiken im Rahmen von Gemeinschaftsunternehmen, die nicht in unserem mehrheitlichen Besitz sind, grenzen wir mittels geeigneter Berichts- und Konsultationsstrukturen, der Mitwirkung in Aufsichtsgremien und vertraglicher Regelungen ein. So sind Mitglieder des Vorstandes der Salzgitter AG (SZAG) im Aufsichtsrat des Joint Venture EUROPIPE GmbH (EP) und der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM) vertreten, um die Transparenz zu sichern. Zudem gehörten zum Berichtsstichtag zwei Vorstandsmitglieder unseres Unternehmens dem Aufsichtsrat der Beteiligung Aurubis AG (NAAG) an. Der Vorstand berichtet seinerseits dem Aufsichtsrat über die Risikosituation des Konzerns sowie - wenn angemessen - über Tatbestände einzelner Risiken. Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungsausschuss etabliert, der in seinen regelmäßigen Sitzungen auch das Risikomanagement behandelt. 2. EinzelrisikenGeschäftsbereichszuordnungenIm Salzgitter-Konzern wirken die wesentlichen Preis- und Beschaffungsrisiken benötigter Rohstoffe beziehungsweise Energien vor allem in den Geschäftsbereichen Flachstahl, Grobblech / Profilstahl sowie Mannesmann. Dies gilt ebenso für Produktionsausfallrisiken aufgrund der besonderen Relevanz der Kernaggregate wie zum Beispiel der Walzstraßen. Die finanzwirtschaftlichen Risiken für die Gesellschaften koordiniert und steuert die Management-Holding innerhalb des Konzernfinanz- und Organkreises geschäftsbereichsübergreifend. Branchenspezifische RisikenAusgehend von den gesamtwirtschaftlichen Veränderungen auf den internationalen Märkten ist die Entwicklung
besonders bedeutend für den Salzgitter-Konzern. Um die Auswirkungen der daraus resultierenden Geschäftsrisiken zu minimieren, beobachten wir die jeweiligen Trends und lassen sie in die Risikoprognosen einfließen. Dies gilt auch für eventuelle finanzielle oder politisch bedingte Restriktionen des Auslandsgeschäfts. Es besteht eine gewisse Unsicherheit hinsichtlich der tatsächlichen Entwicklung. Die andauernde Strukturkrise des globalen Stahlmarktes mit massiven Wettbewerbsverzerrungen in Drittstaaten und anhaltendem Importdruck sowie außenpolitische Entwicklungen belasten unser Geschäft. Trotz zahlreicher seitens der EU-Kommission erlassener Handelsschutzmaßnahmen bleiben die Einfuhren in die EU sehr hoch. Andere Regionen wie Indien, Südkorea oder die Türkei haben die aufgrund von Anti-Dumping-Zöllen zurückgegangenen chinesischen Importe ersetzt. Ob auch bei diesen Importen Dumping und Marktschädigung vorliegen, wird über den europäischen Stahldachverband Eurofer regelmäßig überprüft. Besonders hervorzuheben sind Risiken, die infolge politischer Entwicklungen in den USA entstehen. Seit April 2017 untersucht das US-Handelsministerium auf Geheiß von Präsident Trump, ob Stahlimporte die nationale Sicherheit gefährden (Section 232). Bis Mitte Januar 2018 musste dem Präsidenten ein Bericht mit potenziellen Maßnahmen vorgelegt werden. Die Reichweite der Vorschläge sowie die Ausgestaltung der Maßnahmen sind zurzeit nicht absehbar. Als Risiken verbleiben somit wegbrechende Exportmöglichkeiten und erhebliche Umleitungseffekte aus Drittstaaten in die EU. Betroffen ist die Salzgitter AG (SZAG) auch durch zwei US-Anti-Dumping-Verfahren, die sich unter anderem gegen deutsche Importe von Grob- und Bandblech sowie kaltgezogenen Präzisrohren richten: Gegen die im Mai 2017 erfolgte, aus unserer Sicht ungerechtfertigte Festsetzung von 22,9 % Strafzoll auf Grob- und Bandblechimporte der SZAG hat der Konzern Klage vor dem US-Gericht International Court of Trade eingereicht. Mit ersten Ergebnissen ist Mitte 2018 zu rechnen. In einer vorläufigen Entscheidung im Anti-Dumping-Verfahren gegen Präzisrohre wurde die SZAG (nach Nichtbeteiligung am Klageverfahren) vorläufig mit einem Strafzoll von 209 % belegt. Eine endgültige Entscheidung der US-Handelsbehörden über die Strafzollhöhe sowie die Frage, ob der US-Markt durch deutsche Importe geschädigt wurde, steht im ersten Halbjahr 2018 an. Unabhängig von dieser Entscheidung sind Präzisrohrlieferungen in die USA weiterhin über die Landesgesellschaften in Frankreich, die Niederlande und Mexiko möglich. Weitere Handelsschutzmaßnahmen in den USA hätten in erster Linie im Bereich der mittleren Leitungsrohre Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit. Die Eintrittswahrscheinlichkeit ist zurzeit nicht absehbar. Darüber hinaus besteht Ungewissheit durch ein neues US-Sanktionsgesetz ("Countering America's Adversaries Through Sanctions Act"). Nach Zustimmung des US-Kongresses und Unterzeichnung durch Präsident Trump ist das Gesetz am 2. August 2017 in Kraft getreten. Es sieht vor, dass Firmen, die von der US-Administration mit russischen Energie-Export-Pipelines geschäftlich in Verbindung gebracht werden, vom US-Präsidenten mit Strafmaßnahmen in den USA belegt werden können. In den Bereich (außenhandels-)politischer Unsicherheiten fallen darüber hinaus der anstehende EU-Austritt des Vereinigten Königreichs sowie geopolitische Risiken vor allem in der Türkei. Die SZAG erzeugt nicht nur Walzstahl und Stahlrohre, sondern ist zusätzlich im Handel sowie Maschinen- und Anlagenbau tätig. Mithilfe dieses breit gefächerten Geschäftsportfolios verringern wir die Abhängigkeit von der stark zyklischen Stahlkonjunktur etwas. Risiken aus Veränderungen in den Stahl- und Röhrenmärkten begrenzen wir, indem wir schnelle Entscheidungsprozesse sicherstellen, um zeitnah auf neue Gegebenheiten zu reagieren. Aus verschiedenen Bestrebungen zur Energie- und Klimapolitik drohen auch weiterhin signifikante Belastungen, die die Wettbewerbsfähigkeit der Stahlproduktion der SZAG im europäischen und internationalen Umfeld erheblich beeinträchtigen. Ein wesentlicher bisheriger Punkt unserer Risikobetrachtungen war mit der Neufassung der Eigenstromregelung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zum 1. Januar 2017 bereits zurückgenommen worden: Die EEG-Umlagebefreiung auf eigenerzeugten und -verbrauchten Strom aus Bestandsanlagen wird danach grundsätzlich beibehalten, sodass wir diesbezüglich aktuell kein signifikantes Risiko mehr sehen, wie schon im Geschäftsbericht 2016 dargelegt. Im Zuge der geplanten Reform des EU-Emissionshandels ab 2021 sind für die SZAG nach wie vor erhebliche, langfristig wirkende CO2 -Zertifikateunterdeckungen aus der Zuteilung absehbar. Aus den Ergebnissen der Trilog-Verhandlungen am 9. November 2017 zwischen den EU-Institutionen Parlament, Rat und Kommission deutet sich eine Verbesserung der zu erwartenden Situation für den Zeitraum 2021/30 im Vergleich zum ursprünglichen Vorschlag der Europäischen Kommission von Juli 2015 an. Eine genauere Präzisierung kann erst vorgenommen werden, wenn detaillierte Regelungen vorliegen. Ein weiteres, indirektes Zusatzkostenrisiko aus dem Emissionshandel ergibt sich für den Fremdstrombezug. Aus diesen beiden Aspekten zusammen schätzen wir nach wie vor ein Risiko in der Größenordnung von maximal 155 Mio. € pro Jahr. Die Eintrittswahrscheinlichkeit sehen wir für das Thema "CO2 -Emissionshandel" dem Grunde nach als wahrscheinlich an. Die Schadenshöhe hängt entscheidend von der weiteren Entwicklung der politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen ab. Bei dem Erwerb von CO2 -Zertifikaten haben wir die drohende Verschärfung der gesetzlichen Lage und Preise im Blick. Der ressourcenschonende Einsatz aller Energieträger ist für uns schon aus Kostengründen ein wichtiges Anliegen. Preisrisiken wesentlicher benötigter RohstoffeAuch 2017 ist die Rohstoffpreisentwicklung an den internationalen Beschaffungsmärkten volatil, die bestimmenden Rohstoffe wie Eisenerz, Kokskohle und Schrott verzeichnen teilweise hohe Ausschläge. Wir gehen davon aus, dass Belastungen so weit an die Kunden weitergegeben werden können, dass wir hieraus keine bestandsgefährdenden Risiken erwarten. Wir streben grundsätzlich danach, Preisschwankungen der Rohstoffe auszugleichen. Hierzu setzen wir in begrenztem Maße Hedging vor allem für Erz, im geringeren Umfang auch für Kokskohle, ein. Mithilfe eines permanenten Absatz- und Beschaffungsmonitorings überwacht der Konzern das Gleichgewicht zwischen preislich fixierten Rohstoffeinkäufen und preislich fixierten Verkäufen unserer Produkte. So ist es möglich, Veränderungen frühzeitig zu erfassen, um eventuell entstehenden Risiken rechtzeitig zu begegnen. BeschaffungsrisikenDem generellen Risikoaspekt der nicht bedarfsgerechten Versorgung mit wichtigen Rohstoffen (Erz, Kohle) und Energien (Strom, Gas) wirken wir durch einen abgesicherten Bezug entgegen: zum einen über längerfristige Rahmenverträge und zum anderen über den Einkauf in verschiedenen Regionen und/oder bei mehreren Lieferanten. Außerdem betreiben wir eine entsprechende Lagerpolitik. Nach unserer Einschätzung der Beschaffungsquellen ist die mittelfristige Verfügbarkeit dieser Rohstoffe in den benötigten Mengen und Qualitäten gewährleistet. Strom beziehen wir zu einem erheblichen Teil auf vertraglich abgesicherter Basis, soweit der Bedarf unsere eigene Stromerzeugung übersteigt. Außerdem haben wir ein konzernweites Projekt zur nachhaltigen Steigerung der Energieeffizienz etabliert. Um auch für seltene Netzausfälle gerüstet zu sein, gibt es in besonders sensiblen Bereichen, wie beispielsweise dem Rechenzentrum, Notstromaggregate. Aus diesen Gründen halten wir Versorgungsengpässe für unwahrscheinlich und erwarten insofern keine belastenden Auswirkungen. Die weitere Zunahme an regenerativen Energieträgern verfolgen wir, um mögliche mittelfristige Risiken für unsere Versorgungsstabilität rechtzeitig erkennen zu können. Der termingetreue Bahntransport der Erz- und Kohlemengen vom Überseehafen in Hamburg bis zum Standort Salzgitter ist für uns besonders wichtig. Für etwaige Beeinträchtigungen, zum Beispiel wegen Streiks, haben wir einen detaillierten Notfallplan erarbeitet. Dieser enthält eine vorausschauende Lagerhaltung und intensive Abstimmungen zwischen der DB Cargo und uns, um den regulären Zugverkehr aufrechtzuerhalten. Optional sind der intensivere Einsatz der konzerneigenen Eisenbahn sowie vermehrte Binnenschifftransporte für Teilmengen denkbar. Darüber hinaus begegnen wir möglichen Einschränkungen an Wochenenden und Feiertagen im Vormaterialzulauf über die Schiene durch eine engere Abstimmung mit der Bahn beziehungsweise die Option vermehrter Eigentransporte. AbsatzrisikenEin für uns typisches Geschäftsrisiko kann sich aus stärkeren Preis- und Mengenschwankungen auf den Absatzmärkten ergeben. Zur Beurteilung der ökonomischen Situation mit Blick auf das Geschäftsjahr 2018 verweisen wir auf das Kapitel "Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns". Dem generellen Risiko, deshalb in eine existenzbedrohende Lage zu geraten, begegnen wir mit einem diversifizierten Portfolio von Produkten, Abnehmerbranchen und regionalen Absatzmärkten. Da sich konjunkturelle Effekte in den einzelnen Geschäftsbereichen unterschiedlich auswirken, erzielen wir eine gewisse Balance unseres Risikoportfolios. Die verlässliche Belieferung unserer Kunden hat für uns hohe Priorität. Deshalb werden wir vom Standort Salzgitter aus ab Jahresanfang 2018 mehr Logistikzüge mit unserer konzerneigenen Bahngesellschaft Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter GmbH (VPS) zu wichtigen Kunden einsetzen. Damit stellen wir sicher, für einen größeren Teil unserer Flacherzeugnisse den Logistikprozess von der Produktion bis hin zur Übergabe an die Kunden in eigener Hand zu haben. Dies erlaubt uns zudem eine optimierte Lagerhaltung und erleichtert auch die Berücksichtigung kurzfristiger kundenseitiger Anforderungen. Finanzwirtschaftliche RisikenDie Finanzstruktur legt unsere Management-Holding fest. Sie koordiniert die Finanzmittelströme und steuert die Zins- und Währungsrisiken im Konzernfinanzkreis. Als Risikohorizont hat sich ein rollierender Betrachtungszeitraum von bis zu drei Jahren bewährt, der sich an einem Planungsrahmen orientiert. Die erlassenen Richtlinien verpflichten sämtliche Gesellschaften des Konzernkonsolidierungskreises, Finanzrisiken zum Entstehungszeitpunkt abzufedern. So sind beispielsweise risikobehaftete offene Positionen oder Finanzierungen des internationalen Tradinggeschäfts seitens der betreffenden Tochtergesellschaften der Salzgitter Klöckner-Werke GmbH (SKWG) mitzuteilen. Diese entscheidet dann über Hedging-Maßnahmen, wobei sie das jeweilige Konzern-Exposure beachtet. Grundsätzlich lassen wir Finanz- und Währungsrisiken nur in Verbindung mit unseren produktions- und handelstypischen Prozessen zu. Siehe auch die Ausführungen zu "Währungsrisiken" und "Zinsrisiken". Im Verhältnis zu den operativen Risiken relativieren sich die finanzwirtschaftlichen Risiken deutlich. WährungsrisikenZu unseren Beschaffungs- oder Absatzgeschäften in ausländischen Währungen gehören naturgemäß Wechselkursänderungsrisiken. So hat die Dollarkursentwicklung einen erheblichen Einfluss auf die Rohstoff- und Energiebeschaffungskosten sowie die Exporterlöse, zum Beispiel im Röhrengeschäft oder Maschinenbau. Die Effekte sind zwar gegenläufig, aber aufgrund der sehr unterschiedlichen Geschäftsvolumina überwiegt der Dollarbedarf für die Beschaffungsseite. Grundsätzlich saldieren wir derartige Fremdwährungszahlungsströme EUR - USD im Konzernfinanzkreis (Netting) und minimieren so das Fremdwährungs-Exposure. Die Volatilität der Finanzrisiken verringern wir, indem wir derivative Finanzinstrumente abschließen, deren Wertentwicklung entgegengesetzt zu den operativen Geschäften verläuft. Die Marktwerte aller derivativen Finanzinstrumente werden regelmäßig festgestellt. Zum Geschäftsjahresabschluss simulieren wir zudem die Sensitivität dieser Instrumente nach den Vorgaben des IFRS 7 (siehe Kapitel "Anhang"). Die Sicherungsbeziehungen werden bilanziell im Wesentlichen nicht als Hedge Accounting abgebildet. Für die Absicherung von Preisänderungsrisiken für Rohstoffe findet Hedge Accounting Anwendung. Translationsrisiken durch die Überführung von Fremdwährungspositionen in die Berichtswährung sichern wir nicht ab, da sie im Verhältnis zur Konzernbilanz von untergeordneter Bedeutung sind. Nähere Informationen hierzu bietet der "Anhang". Infolge der vorbeugenden Maßnahmen halten wir bestandsgefährdende Risiken aus diesem Bereich für unwahrscheinlich. ForderungsausfallrisikenWir begegnen unseren Forderungsrisiken mit einem straffen internen Obligomanagement. Zu etwa zwei Dritteln begrenzen wir diese mithilfe der Warenkreditversicherungen und anderer Sicherheiten. Die ungesicherten Positionen beobachten wir sehr sorgfältig, bewerten diese und berücksichtigen sie bei unseren Geschäften. LiquiditätsrisikenDie Management-Holding beobachtet die Liquiditätslage des Konzerns bei allen im Konzernfinanzkreis eingebundenen Gesellschaften im Rahmen eines zentralen Cash- und Zinsmanagements. Dabei gelten für die Tochtergesellschaften interne Kreditlinien. Sofern ihnen eigene Kreditlinien zur Verfügung stehen, sind sie für die entsprechende Risikominimierung selbst verantwortlich und berichten über eventuelle Risiken innerhalb der Konzernführungs- und -controllingstrukturen. Darüber hinaus könnten Risiken aus notwendigen Kapital- und Liquiditätsmaßnahmen der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften entstehen, wenn deren Geschäftsentwicklung nachhaltig unbefriedigend verliefe. Aus diesem Risikofeld sind jedoch keine bestandsgefährdenden Belastungen zu erwarten. Wir begegnen diesem Risiko mit einer rollierenden Liquiditätsplanung. Aufgrund der verfügbaren Barmittel und Kreditlinien sehen wir derzeit keine Gefährdung für unseren Konzern. ZinsrisikenDie für uns bedeutsame Position der liquiden Mittel ist einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Unsere Geldanlagepolitik orientiert sich grundsätzlich an Anlageklassen angemessener Bonität bei gleichzeitig hoher Verfügbarkeit der Positionen. Um das Zinsänderungsrisiko zu beobachten, erstellen wir regelmäßige Zinsanalysen, deren Ergebnisse direkt in die Anlageentscheidung einfließen. Auf der Verpflichtungsseite der Bilanz kann ein weiterer Rückgang der Renditen auf hochwertige Unternehmensanleihen insbesondere zu einer weiteren Erhöhung der zu bildenden Pensionsrückstellungen führen. Sollte dieses Risiko eintreten, wovon in Anbetracht des bereits historisch niedrigen Zinsniveaus nur noch in begrenztem Maße auszugehen ist, bietet die robuste Bilanz des Konzerns eine gute Basis für kompensierende Maßnahmen. SteuerrisikenDie in die Organschaft einbezogenen Gesellschaften erfassen und dokumentieren ihre Steuerrisiken eng abgestimmt mit der Steuerabteilung der Holdinggesellschaft. Die SZAG, die Salzgitter Mannesmann GmbH (SMG) und die SKWG tragen grundsätzlich die bilanzielle Vorsorge, zum Beispiel für die Risiken der Betriebsprüfungen ihrer steuerlichen Organkreise. Selbstständig steuerpflichtige Tochterunternehmen, vor allem Auslandsgesellschaften der Geschäftsbereiche Handel, Mannesmann und Technologie, müssen eigene bilanzielle Vorkehrungen treffen. Sofern steuerliche Risiken erkennbar gewesen sind, ist für diese vorgesorgt worden. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt seit Frühjahr 2014 gegen Verantwortliche verschiedener Konzernunternehmen wegen des Verdachts steuerlich unzulässig gebildeter Rückstellungen, steuerlich unterlassener Aktivierung von Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten sowie steuerlich nicht anzuerkennender Provisionszahlungen und Gutschriften. Die Ermittlungsverfahren dauern teilweise an. Die SZAG und deren Tochterunternehmen kooperieren uneingeschränkt mit den Ermittlungsbehörden und haben externe Rechtsanwälte mit der Durchführung einer umfassenden Untersuchung der Angelegenheit beauftragt. Wir sind der Auffassung, mit den betreffenden Steuererklärungen der Konzernunternehmen den gesetzlichen Vorschriften gefolgt zu sein. Aufgrund der derzeitigen Erkenntnislage und unter Würdigung der Gesamtumstände ist nicht ernsthaft oder mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mit einer Inanspruchnahme der Konzernunternehmen aus den Ermittlungsverfahren zu rechnen. ProduktionsausfallrisikenDem Risiko eines ungeplanten längerfristigen Stillstandes unserer Schlüsselaggregate setzen wir laufende Anlagenkontrollen, eine vorbeugende Instandhaltung, ständige Modernisierungen und Investitionen entgegen. Potenziellen Schäden und dem damit verbundenen Produktionsausfall sowie anderen etwaigen Schadens- und Haftpflichtfällen beugt der Konzern durch Versicherungsverträge vor, die sicherstellen, dass sich die finanziellen Folgen in Grenzen halten. Umfang und Inhalt dieser Versicherungen überprüfen wir laufend und passen sie bei Bedarf an. Das nicht über Versicherungen abgedeckte Schadenpotenzial halten wir für beherrschbar und betrachten es als unwahrscheinlich. Rechtliche RisikenUm mögliche Risiken etwaiger Verstöße gegen die vielfältigen umwelt-, wettbewerbs- und korruptionsstrafrechtlichen sowie sonstigen Regelungen und Gesetze auszuschließen, verpflichten wir unsere Mitarbeiter auf deren strikte Einhaltung. Der Vorstand hat seine grundlegende Wertvorstellung in einem an alle Mitarbeiter des Konzerns verteilten Verhaltenskodex (Code of Conduct) kundgegeben. Wir lassen uns umfassend rechtlich beraten, sowohl von unseren eigenen Fachleuten als auch fallbezogen von ausgewiesenen externen Spezialisten. Umfangreiche Schulungen unterstützen die diesbezügliche Sensibilisierung der Mitarbeiter. Zur präventiven Behandlung von Risiken aus Rechtsverstößen haben wir ein Compliance-Management-System eingerichtet. Den Eintritt rechtlicher Risiken klassifizieren wir als unwahrscheinlich. Für weitere Informationen zum Compliance-Management-System verweisen wir auf unseren Corporate-Governance-Bericht. Das Bundeskartellamt führt gegenwärtig Ermittlungen gegen Hersteller von Flachstahlprodukten und von Grobblechen durch, insbesondere wegen des Verdachts der Absprache von Güteaufpreisen vor mehr als zehn Jahren und des Austauschs von wettbewerblich sensiblen Informationen im Rahmen von Verbandsaktivitäten. Davon sind auch Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns betroffen. Wir haben unverzüglich eine interne Untersuchung durch externe Experten eingeleitet und die Teilnahme an Verbandsaktivitäten vorsorglich ausgesetzt. Nach derzeitiger Erkenntnislage bestehen keine konkreten Anhaltspunkte für Rechtsverstöße; Verstöße können aber auch nicht ausgeschlossen werden. PersonalrisikenAm Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte nimmt die SZAG aktiv teil. Auf das Risiko der Fluktuation und des damit verbundenen Wissensverlusts reagieren wir mit breit angelegten Personalentwicklungsmaßnahmen. Neben den bereits etablierten Spezialistenlaufbahnen wurde 2017 das Nachfolge- und Talentmanagement eingeführt, das die Identifikation und Vorbereitung von Talenten und Nachfolgern für weiterführende Aufgaben zum Ziel hat. Strukturierte Methoden des Wissenstransfers finden Verwendung, um im Falle der Nachfolge die Übertragung aller wissensrelevanten Informationen, Kontakte und Verknüpfungen der beruflichen Tätigkeit zu gewährleisten. Außerdem bieten wir attraktive Modelle zur betrieblichen Altersversorgung an, die angesichts sinkender Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung immer wichtiger werden. Bereits im Jahr 2005 haben wir vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung das Projekt "GO - Die Generationen-Offensive 2025 der Salzgitter AG" gestartet, um rechtzeitig auf die betrieblichen Konsequenzen zu antworten und langfristig unsere Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Im Fokus steht die systematische Vorbereitung sämtlicher Belegschaftsmitglieder auf ein längeres Erwerbsleben. Durch die vielfältigen Maßnahmen sind wir in diesem Risikobereich gut vorbereitet. Die SZAG sowie ihre inländischen Konzerngesellschaften haben zum 1. Januar 2014 die nach § 16 BetrAVG vorgeschriebene Prüfung auf Anpassung der Betriebsrentenzahlungen durchgeführt. Bei der Anpassungsentscheidung ist die jeweilige wirtschaftliche Lage der Einzelgesellschaft maßgeblich. Vor dem Hintergrund der unzureichenden wirtschaftlichen Lage wurden die Betriebsrenten bei mehreren Konzerngesellschaften zum 1. Januar 2014 nicht angepasst. Mit der IG Metall wurde zum Zwecke der Minderung von Verfahrenskosten eine Musterverfahrensvereinbarung abgeschlossen. Danach sollen die Entscheidungsgrundsätze der rechtskräftigen Musterverfahren auf die anderen Betriebsrentner der betreffenden Gesellschaften übertragen werden. Zum 31. Dezember 2017 liegen in fünf Musterverfahren rechtskräftige Urteile vor. Bei vollständiger Nachholung der 2014 unterbliebenen Betriebsrentenanpassung - rechtskräftig entschiedene Verfahren ausgenommen - würde sich eine Erhöhung der bilanzierten Nettopensionsverpflichtung um circa 28,0 Mio. € ergeben. Davon wären 8,8 Mio. € als nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand erfolgswirksam und 19,2 Mio. € im Rahmen der Neubewertungen erfolgsneutral zu erfassen. Nicht berücksichtigt sind dabei die Zuführungen in Gesellschaften, für die bereits in den Geschäftsjahren 2015 bis 2017 entsprechende Risikorückstellungen gebildet wurden. Zu den Ergebnissen der zum 1. Januar 2017 turnusmäßig erneut durchgeführten Anpassungsprüfungen nach § 16 BetrAVG sind derzeit keine Gerichtsverfahren anhängig. Die Eintrittswahrscheinlichkeit stufen wir als unwahrscheinlich ein. Produkt- und UmweltrisikenZum Schutz vor Produkt- und Umweltrisiken haben wir unter anderem folgende Maßnahmen etabliert:
Der Leiter Umweltschutz- und Energiepolitik der SZAG bündelt und koordiniert gesellschaftsübergreifende Umwelt- und Energiepolitikthemen, vertritt den Konzern bei diesbezüglichen Fragen nach außen und steuert konzernweite Einzelprojekte. Risiken infolge Grundstücksbesitzes könnten sich insbesondere aufgrund der Altlasten früherer Nutzungen ergeben. Dem begegnen wir, indem wir Sanierungspflichten erfüllen. Zur bilanziellen Vorsorge bilden wir angemessene Rückstellungen. Auch aus diesem Risikoaspekt ergeben sich unseres Wissens keine unbeherrschbaren Sachverhalte. Informationstechnische RisikenIm Rahmen der zunehmenden Digitalisierung der Wertschöpfungsprozesse und der konsequenten Durchdringung der Produktionstechnik mit Informationstechnologie wachsen die Ansprüche an die eingesetzten Informationssysteme. Mit dem Einsatz moderner Hard- und Software sowie der stetigen technologischen Erneuerung unserer IT-Infrastruktur begegnen wir möglichen Risiken und gewährleisten die Verfügbarkeit und Sicherheit unserer Informationssysteme. Dazu verfolgt der Konzern neben Harmonisierungsprojekten zu historisch heterogen gewachsenen IT-Strukturen auch die Einführung neuer Technologien, um die sich stetig ändernden Anforderungen zu erfüllen. Neben der erforderlichen Wirtschaftlichkeit sind Kompatibilität und Sicherheit der IT-Systeme und des Datenbestandes hierbei gewährleistet. Die Risiken aus diesem Bereich sind beherrschbar, ihre Eintrittswahrscheinlichkeit schätzen wir als unwahrscheinlich ein. Unternehmensstrategische RisikenZur Sicherung der zukünftigen Ertragskraft investieren wir regelmäßig. Vertiefende Informationen hierzu liefert das Kapitel "Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Rahmenbedingungen der Geschäftsbereiche". Gleichwohl sehen wir markt- und wettbewerbsbedingte Restrukturierungsbedarfe, die wir gezielt angehen (Reorganisation Produktbereich Grobblech [Ilsenburger Grobblech GmbH und Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH], Produktbereich Mannesmann [bei EUROPIPE-Gruppe, Mannesmann Line Pipe GmbH, Mannesmann Precision Tubes-Gruppe und Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH in Umsetzung] sowie Produktbereich Technologie [KHS GmbH]). Risiken hieraus sind aus unserer Sicht beherrschbar. 3. Gesamtaussage zur Risikosituation des KonzernsBeurteilung der Risikosituation durch die UnternehmensleitungNachdem wir die Gesamtrisikolage des Salzgitter-Konzerns überprüft haben, sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses 2017 keine den Fortbestand gefährdenden Risiken bestanden. Dies gilt sowohl für die Einzelgesellschaften als auch für den Gesamtkonzern. Gleichwohl belasten uns die weiter anhaltende Strukturkrise des globalen Stahlmarktes, massive Wettbewerbsverzerrungen in Drittstaaten und außenpolitische Entwicklungen. Zu erwähnen sind hier insbesondere Auswirkungen aus getroffenen wie auch drohenden Maßnahmen der US-Regierung, aber auch politische Unsicherheiten wegen des angekündigten EU-Austritts des Vereinigten Königreiches sowie in der Türkei und im Nahen und Mittleren Osten. Als gravierend für die weitere Entwicklung stufen wir die deutsche respektive europäische Energie- und Umweltpolitik und/oder den trotz der von der EU-Kommission erlassenen Handelsschutzmaßnahmen unverändert hohen Importdruck ein. Unter Umständen können sich hieraus existenzielle Risiken ergeben. Auch zeigte das abgelaufene Jahr eine hohe Volatilität der Preise für wichtige Rohstoffe wie Erz beziehungsweise Kokskohle. Die sich hieraus ergebende Risikosituation hängt von der Weitergabe der möglichen Belastung an die Abnehmer ab. Trotz der eingeschränkten Planungssicherheit sehen wir uns in der aktuellen Situation gut gerüstet, diese Phase deutlich erhöhter Anforderungen an das Chancen- und Risikomanagement zu meistern. Unsere risikobewusste und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Geschäftspolitik sowie die solide Aufstellung sind Basis für diese Einschätzung. Der Abschlussprüfer hat das bei der SZAG gemäß Aktiengesetz konzernumfassend installierte Risikofrüherkennungssystem geprüft. Die Prüfung ergab, dass es seine Aufgaben erfüllt und in vollem Umfang den aktienrechtlichen Anforderungen genügt. Die Revision der SZAG kontrolliert die verwendeten Systeme als unabhängige Instanz konzernweit auf Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Effizienz und gibt gegebenenfalls Anstöße zu deren Weiterentwicklung. Rating des UnternehmensFür die SZAG existiert kein externes Rating von im Kapitalmarkt akzeptierten internationalen Ratingagenturen. Wir sehen dazu nach wie vor keinen Anlass, da auch nicht extern gerateten Unternehmen mittlerweile grundsätzlich alle Instrumente der Kapitalmarktfinanzierung zur Verfügung stehen. Beschreibung der wesentlichen Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems in Hinsicht auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess (§ 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB)In Ergänzung zu den im Risikobericht bereits getroffenen Ausführungen können die wesentlichen Merkmale des im Salzgitter-Konzern bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess wie folgt beschrieben werden: Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem erfolgt im Zusammenwirken der Bereiche Controlling, Recht, Revision, Rechnungswesen, Steuern sowie Treasury, deren Funktionen klar getrennt und einzelne Verantwortungsbereiche eindeutig zugeordnet sind. Ziel ist es, mittels implementierter Kontrollen hinreichend sicherzustellen, dass trotz möglicher Risiken ein regelungskonformer Konzernabschluss erstellt wird. Um die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie die Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften zu sichern, umfasst es alle erforderlichen Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen. Der Vorstand ist für die Umsetzung und Einhaltung der gesetzlichen Regelungen verantwortlich. Er berichtet dem Prüfungsausschuss (Aufsichtsrat) regelmäßig über die finanzielle Gesamtlage des Salzgitter-Konzern. Dieser befasst sich auch mit der Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems. Mit dem Abschlussprüfer ist vereinbart, dass dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrates wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich berichtet wird, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Der Salzgitter-Konzern ist dezentral organisiert, und so liegt die Verantwortung für die Einhaltung der gesetzlichen Normen durch die Gesellschaften bei deren Organen. Der Vorstand wirkt unter anderem mithilfe der Holdingabteilungen auf die Einhaltung hin. Die Revision der SZAG berücksichtigt bei internen Prüfungen unabhängig und im Auftrag des Vorstandes der SZAG risikoorientiert auch die rechnungslegungsbezogenen Betriebs- und Geschäftsabläufe der SZAG und deren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Bei der Prüfungsplanung und -durchführung seitens der internen Revision werden Risiken im (Konzern-)Rechnungslegungsprozess berücksichtigt. Hierfür werden speziell im Rechnungswesen qualifizierte Mitarbeiter eingesetzt. Grundlage der Tätigkeit ist ein jährlicher Prüfungsplan, der auf Basis der gesetzlichen Vorschriften festgelegt wird. Über das Ergebnis der Prüfungen unterrichtet die Revision den Vorstand der SZAG sowie den Konzernabschlussprüfer in Form von Prüfungsberichten. Die Umsetzung der in den Prüfungsberichten vereinbarten Maßnahmen und Empfehlungen wird durch die Revision nachgehalten. Das Konzern-Rechnungswesen der SZAG erstellt die Konzernabschlüsse. Unabhängige Wirtschaftsprüfer prüfen und testieren die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sowie den Konzernabschluss. Zur Sicherstellung der gesetzlichen Anforderungen in Bezug auf die Rechnungslegung werden jährlich Konzernrichtlinien aktualisiert und den Gesellschaften zur Verfügung gestellt. Sie bilden die Grundlage für einen einheitlichen, ordnungsgemäßen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess sowohl hinsichtlich der HGB-Rechnungslegung als auch gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS). Neben allgemeinen Bilanzierungsgrundsätzen und -methoden sind vor allem Regelungen zu Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Segmentberichterstattung bei Einhaltung der in der EU geltenden Rechtslage getroffen. Die Bilanzierungsvorschriften regeln auch konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss. Zusätzlich zur Festlegung des Konsolidierungskreises sind die Bestandteile der von den Konzerngesellschaften zu erstellenden Berichtspakete im Detail festgelegt. Hierzu kommt ein standardisierter und vollständiger Formularsatz zum Einsatz. Diese Konzernrichtlinien enthalten auch konkrete Vorgaben zur Abbildung und Abwicklung des Konzern-Verrechnungsverkehrs mit entsprechendem Saldenabstimmungsprozess sowie die Ermittlung des beizulegenden Wertes von Beteiligungen. In regelmäßig stattfindenden Informationsveranstaltungen werden die Gesellschaften über gesetzliche Veränderungen und deren Konsequenzen für die Erstellung des Konzernabschlusses informiert. Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden mithilfe eines einheitlichen und IT-gestützten Workflows konzernweit erfasst. Dieser beinhaltet ein Berechtigungskonzept, Prüfroutinen und Prüfziffern. Diese Kontroll- und Überprüfungsmechanismen sind sowohl prozessintegriert als auch prozessunabhängig konzipiert. So bilden beispielsweise neben manuellen Prozesskontrollen unter anderem unter Anwendung des "Vier-Augen-Prinzips" maschinelle IT-Prozesskontrollen einen wesentlichen Bestandteil. Im Übrigen sind im Konzern integrierte Buchhaltungs- und Konsolidierungssysteme im Einsatz. Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zum Sicherstellen der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Berichtspakete unter Einbezug der von den Abschlussprüfern vorgelegten Prüfungsberichte. Unter Anwendung bereits in der Konsolidierungssoftware festgelegter Kontrollmechanismen und Plausibilitätskontrollen werden - nach Information der betroffenen Konzerngesellschaft und unter Einbezug des jeweiligen Abschlussprüfers - fehlerbehaftete Berichtspakete bereits vor dem Konsolidierungsprozess korrigiert. Die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien bei Werthaltigkeitstests wird für die aus Konzernsicht spezifischen zahlungsmittelgenerierenden Geschäftseinheiten (Cash Generating Units) mittels zentraler Durchführung im Konzern-Rechnungswesen sichergestellt. Einer einheitlichen Regelung unterliegt unter anderem auch die Bewertung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen durch die zentrale Festlegung von konzernweit anzuwendenden Parametern. Zudem erfolgt die Erstellung des Lageberichts zentral, sodass dadurch die Beachtung der gesetzlichen Vorschriften gewährleistet ist. 4. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen im folgenden GeschäftsjahrDie Weltwirtschaft wird nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) 2018 nochmals stärker wachsen als im Vorjahr. Getragen werden sollte der Aufschwung von den Industrienationen. Ein positives Konjunkturklima sowie die als günstig eingeschätzte Finanzmarktlage dürften die Nachfrage insbesondere nach Investitionsgütern stützen. Positive Impulse ergeben sich aus der US-amerikanischen Steuerreform für Nordamerika. Auch die Schwellenländer sollten ihr Wachstum verstärken, obgleich von einer weiteren Normalisierung der chinesischen Konjunktur ausgegangen wird. Insgesamt erwartet der IWF für 2018 3,9 % globales Wirtschaftswachstum (2017: 3,7 %). In der Eurozone sollte sich der Aufschwung fortsetzen. Sowohl der private Konsum als auch Ausrüstungsinvestitionen und der Außenhandel dürften zu dieser Entwicklung beitragen. Allerdings liegen die Konjunkturerwartungen des IWF für alle großen Eurowirtschaften mit Ausnahme Frankreichs unter den für das Jahr 2017 hochgerechneten Werten, sodass insgesamt eine marginale Abschwächung des Wirtschaftswachstums des Euroraumes auf 2,2 % (2017: 2,4 %) in 2018 prognostiziert wird. Für Deutschland wird eine weiterhin robuste Expansion erwartet. Die Binnennachfrage - getragen von einem Wachstum der Effektivlöhne sowie steigender Beschäftigung - und der Export werden als Haupttreiber hierfür angesehen. Die Unternehmensinvestitionen dürften auch kräftig anwachsen. Gegenläufig sollte sich der öffentliche Konsum entwickeln. Insgesamt rechnet der IWF mit einer leichten Reduzierung des Wachstums in Deutschland auf 2,3 % im Jahr 2018 (2017: 2,5 %). Der Ausblick der für die Geschäftsbereiche Flachstahl, Grobblech / Profilstahl, Mannesmann sowie Handel relevanten Märkte für Stahl und Röhren gestaltet sich wie folgt: Marktausblick StahlDie vor allem von den Schwellenländern getragene Erholung des Stahlmarktes gewinnt nach Einschätzung der World Steel Association 2018 global weiter an Breite: Für alle Länder und Regionen mit Ausnahme Chinas wird ein Anstieg der Stahlnachfrage erwartet. Nach Überwinden der tiefen Rezession in Brasilien dürfte es 2018 in der größten Volkswirtschaft Südamerikas zu einem kräftigen Wachstum der Marktversorgung kommen. Auch der russische Stahlmarkt hat sich stabilisiert. In den Bereichen Bau und Energie ist eine stärkere Erholung zu registrieren, die Automobilnachfrage hat zuletzt merklich Fahrt aufgenommen. Insgesamt wird für das Jahr 2018 mit 3 % Wachstum der Stahlnachfrage der Welt (ex. China) gerechnet. Auf dem EU-Stahlmarkt sind die Rahmenbedingungen für eine fortschreitende Nachfrageerholung günstig. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum ist sektoral und regional breit angelegt. Die Stimmung in der Industrie ist quer durch alle Bereiche gut, die Perspektiven für die stahlverarbeitenden Branchen sind angesichts der gefestigten Weltkonjunktur solide. Den Einschätzungen der Verbände zufolge wird die Produktion der Stahlverarbeiter 2018 deshalb nicht nur auf hohem Niveau bleiben, sondern geringfügig zulegen. Damit zeigt sich der reale Stahlbedarf in Deutschland und der EU weiterhin robust und legt die Basis für das erwartete Wachstum der Stahlnachfrage (+2 %). Für die Rohstahlerzeugung der EU wird ein Plus von 3 % gegenüber 2017 prognostiziert. In Deutschland dürfte sie auf dem starken Level des Vorjahres gehalten werden. Marktausblick StahlrohreNach den teilweise deutlichen Erholungstendenzen des Vorjahres kann 2018 mit einer moderaten Entwicklung gerechnet werden. Die robuste Konjunktur dürfte die Stahlrohrnachfrage insgesamt weiter unterstützen. Dagegen könnten weltweit zunehmende protektionistische Tendenzen wie zum Beispiel in den USA zu Verwerfungen auf den Märkten führen. Der Bedarf an Stahlrohren aus der Energieindustrie sollte auf dem wieder erreichten Niveau stabil bleiben. Die Automobilindustrie und der Maschinenbau sind nach wie vor ebenfalls wichtige Bedarfsträger der Stahlrohrindustrie, insbesondere auch der Präzisrohrhersteller. Die Entwicklung des für den Geschäftsbereich Technologie relevanten Maschinenbaumarktes wird wie folgt erwartet: Marktausblick MaschinenbauDer Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer e. V. (VDMA) hält 2018 insgesamt eine Steigerung des Umsatzes von 3 % für wahrscheinlich. Für den Markt der Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen wird für das Jahr 2018 ebenfalls ein Umsatzwachstum (+4 %) prognostiziert. Gestützt wird der positive Ausblick unter anderem von einer wachsenden Weltbevölkerung und deren Bedarf an abgepackten Getränken und Lebensmitteln. Bei den Investitionen stehen insbesondere in den entwickelten Märkten Westeuropas und Nordamerikas Lösungen zur Erhöhung der Gesamtanlageneffizienz, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit im Mittelpunkt. Auch für die von den kleineren Gesellschaften des Geschäftsbereiches Technologie belieferten Unternehmen der kunststoffverarbeitenden Industrie wird 2018 mit einer aufwärtsgerichteten Entwicklung gerechnet (+3 %). Noch nicht abschätzbar und somit ein Unsicherheitsfaktor bleibt die politische Lage in einigen Regionen. Zu nennen sind hier die aktuellen Brexit-Verhandlungen, die Steuerreform in den USA sowie die weitere Entwicklung in den Krisenregionen im Mittleren Osten sowie Asien. 5. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns5.1 PlanungsprozessGrundsätzlich ist die Unternehmensplanung der Salzgitter AG (SZAG) an den strategischen Zielen ausgerichtet und umfasst unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gleichermaßen unternehmerische Gestaltungsmaßnahmen. Sie bildet die Basis einer realistischen Ergebniseinschätzung, berücksichtigt aber gleichzeitig langfristige Aspekte hinsichtlich Investitionen sowie der Sicherstellung bilanzieller Solidität und finanzieller Stabilität. Die zum Zeitpunkt der Planerstellung herrschenden Markterwartungen wie auch die vorgesehenen unternehmerischen Maßnahmen fließen in diese Planung ein, die in einem konzernumfassenden Prozess erstellt wird: Die Einzelziele der Tochterunternehmen werden in einem kombinierten Top-down- und Bottom-up-Ansatz zwischen dem jeweiligen Management, dem Konzernvorstand und den Geschäftsbereichsleitern diskutiert und festgelegt. Alle Einzelplanungen werden schließlich zu einer Konzernplanung konsolidiert. Der aufwändige Planungsprozess des Konzerns wird einmal vor Beginn eines jeden neuen Geschäftsjahres durchlaufen, startet in der Regel im August und endet mit einer Präsentation der Ergebnisse in der letzten Konzernaufsichtsratssitzung des jeweiligen Geschäftsjahres. 5.2 Erwartete ErtragslageDie Geschäftsbereiche gehen verglichen mit dem Vorjahr von nachstehendem Verlauf des Geschäftsjahres 2018 aus: Das Flachstahlsegment rechnet mit einem abermals erfreulichen Geschäftsverlauf. Dabei werden Rohstoffkosten für Eisenerz und Kokskohle auf dem Niveau von Ende 2017 sowie in etwa konstante Erlöse im EU-Stahlmarkt unterstellt. Zwar haben die massiven chinesischen Billigimporte als Folge der europäischen Anti-Dumping-Maßnahmen bereits spürbar abgenommen, dennoch sind weiterhin signifikante Einfuhren aus anderen Ländern wie beispielsweise der Türkei oder Indien zu verzeichnen. Dank des höheren Versands erwarten wir bei einer nach wie vor robusten Nachfrage einen moderaten Umsatzzuwachs und den Vorsteuergewinn erneut über 100 Mio. €. Dieser dürfte im Wesentlichen wegen des Bewertungsmechanismus der Herstellungskosten gemäß IFRS sichtbar unter Vorjahr auskommen. Der Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl bleibt einem diffizilen Marktumfeld ausgesetzt. Während der Grobblechmarkt nach wie vor von hohen Importvolumina aus Drittländern in die EU sowie überdurchschnittlichen Lagerbeständen und -reichweiten gekennzeichnet ist, wirken im Profilstahlbereich gestiegene Kosten für Graphitelektroden belastend. Darüber hinaus dürfte der volatile Schrottpreis ein anhaltend spekulatives Kaufverhalten der Kunden begünstigen. Dennoch prognostizieren alle drei Standorte eine weitgehend solide Beschäftigung. Die Grobblechgesellschaften werden weiterhin von den umfassenden Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen profitieren. Ergänzend sollte im Ilsenburger Werk der Ausbau des Geschäfts mit höherwertigen Güten - als Folge des verstärkten Einsatzes von vakuumbehandeltem Vormaterial nach Inbetriebnahme der neuen RH-Anlage der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) - erste positive Effekte zeigen. Insgesamt rechnet der Geschäftsbereich mit einem stabilen Umsatz sowie einer signifikanten Verringerung des Vorsteuerverlustes. Für die Gesellschaften des Geschäftsbereiches Mannesmann gehen wir auch 2018 von einem heterogenen Geschäftsverlauf aus: Die deutsche Großrohrgesellschaft der EUROPIPE-Gruppe (EP-Gruppe) bleibt - im Gegensatz zu den amerikanischen Gesellschaften - mit den Projekten Nord Stream 2 und EUGAL sehr gut ausgelastet. Im Bereich der mittleren Leitungsrohre sollte sich die außergewöhnlich hohe Nachfrage aus Nordamerika normalisieren, die Mannesmann Grossrohr GmbH (MGR) steht einer weiterhin verhaltenen Projektvergabe gegenüber. Die Bereiche Präzis- und Edelstahlrohre antizipieren eine positive Entwicklung. Insgesamt erwarten wir einen mäßigen Umsatzrückgang sowie ein erheblich verbessertes, wieder positives Vorsteuerergebnis des Geschäftsbereiches. Erfolge der eingeleiteten Programme zur Ergebnisverbesserung sollen hierzu beitragen. Die Handelssparte rechnet für 2018 mit einem moderaten Umsatzzuwachs. Dieser resultiert aus einem deutlichen Absatzanstieg bei sortimentsbedingt geringfügig niedrigeren Preisen im internationalen Trading sowie stabilen Versandmengen und einer positiv wirkenden Portfolioverschiebung im lagerhaltenden Handel. Gegenüber dem außerordentlich erfolgreichen, von temporären Margengewinnen geprägten Vorjahr ist eine Normalisierung des Ertragsniveaus zu erwarten. Der Geschäftsbereich Handel prognostiziert einen zwar erfreulichen, aber merklich unter dem herausragenden Vorjahr auskommenden Gewinn vor Steuern. Basierend auf einem hohen Auftragsbestand und guten Auftragseingängen avisiert der Geschäftsbereich Technologie ein mäßiges Umsatzwachstum. Angesichts des preislich stark umkämpften Projektgeschäfts setzt die KHS-Gruppe auf Wachstum in profitablen Produktsegmenten sowie den weiteren Ausbau des Servicegeschäfts. Daneben sollten sich die eingeleiteten Effizienzsteigerungsmaßnahmen positiv auswirken. Zusammen mit den vielversprechenden Aussichten für die beiden Spezialmaschinenbauer der DESMA-Gruppe wird mit einem sichtbaren Anstieg des Vorsteuergewinns gerechnet. Vor dem Hintergrund des guten Starts in das neue Geschäftsjahr, der in einigen Geschäftsfeldern aufgehellten, insgesamt immer noch herausfordernden Marktbedingungen sowie weiterer positiver Effekte der Maßnahmen- und Wachstumsprogramme gehen wir für den Salzgitter-Konzern im Jahr 2018 von
Die zukunftsbezogenen Aussagen unterstellen, dass es in Europa nicht erneut zu einer rezessiven Entwicklung kommen wird. Vielmehr erwarten wir für unsere anhaltend umkämpften Hauptmärkte eine mindestens stabile Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr. Wie schon in den vergangenen Jahren weisen wir darauf hin, dass Chancen und Risiken aus aktuell nicht absehbaren Erlös-, Vormaterialpreis- und Beschäftigungsentwicklungen sowie Veränderungen von Währungskursen den Verlauf des Geschäftsjahres 2018 erheblich beeinflussen können. Die hieraus resultierende Schwankungsbreite des Konzernergebnisses vor Steuern kann ein beträchtliches Ausmaß sowohl in negativer als auch positiver Richtung annehmen. Die Dimension dessen wird deutlich, wenn man unterstellt, dass bei rund 12 Mio. t abgesetzten Stahlerzeugnissen der Geschäftsbereiche Flachstahl, Grobblech / Profilstahl, Mannesmann und Handel im Schnitt 25 € Margenveränderung pro Tonne bereits ausreichen, um 300 Mio. € jährliche Ergebnisvarianz zu verursachen. Darüber hinaus begrenzen volatile Rohstoffkosten sowie kürzere Vertragslaufzeiten auf der Beschaffungs- genauso wie auf der Absatzseite die Planungssicherheit des Unternehmens. 5.3 Erwartete FinanzlageUnsere liquiden Mittel werden zu einem Teil zur Finanzierung der vor allem im Stahl- und Technologiebereich in Realisierung befindlichen Investitionen genutzt. Wir halten es nach wie vor für unverzichtbar, einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag an liquiden Mitteln vorzuhalten, um bei Verschärfung des Umfelds nicht kurzfristig Geld am Kapitalmarkt aufnehmen zu müssen. Das Investitionsbudget unseres Konzerns für das Geschäftsjahr 2018 wurde auf 290 Mio. € festgelegt. Der zahlungswirksame Teil des Budgets 2018 dürfte zusammen mit dem Nachlauf von rund 270 Mio. € bereits in Vorjahren genehmigter Investitionen gut 500 Mio. € (Vorjahr: 287 Mio. €) betragen. Die effektive Auslösung der Investitionen erfolgt - wie bisher - sukzessive und im Einklang mit der Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung. Der Finanzmittelbedarf des Geschäftsjahres 2018 für absehbare investive Maßnahmen wird sich somit oberhalb der Abschreibungen bewegen. Die Finanzlage unseres Konzerns sollte sich insbesondere unter Berücksichtigung der in den letzten Jahren umgesetzten Kapitalmarktmaßnahmen auch zum Ende des Geschäftsjahres 2018 als vergleichsweise solide erweisen. Externe Finanzierungsmaßnahmen werden mit Blick auf die Nutzung attraktiver Platzierungsbedingungen kontinuierlich geprüft. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass der Salzgitter-Konzern mit seiner breiten Aufstellung und soliden finanziellen Fundierung für herausfordernde Phasen vergleichsweise gut gerüstet ist. Hierauf werden wir auch künftig großen Wert legen. - Wertpapier-Kenn-Nummer 620 200 -- ISIN: DE0006202005 -Dividendenbekanntmachung und GewinnverwendungsbeschlussDie ordentliche Hauptversammlung vom 24. Mai 2018 hat beschlossen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2017 in Höhe von 27.100.000,00 EUR wie folgt zu verwenden: scroll
Die Dividende wird vom 29. Mai 2018 an gegen Einreichung des Erneuerungsscheins, linker Teil, unter Abzug von 25 % Kapitalertragsteuer sowie 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Kapitalertragsteuer (insgesamt 26,375%) und ggf. Kirchensteuer auf die Kapitalertragsteuer ausgezahlt. Zahlstelle ist die Commerzbank AG. Vom Abzug von Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer wird abgesehen, wenn eine inländische natürliche Person dem depotführenden Kreditinstitut eine Nicht-Veranlagungsbescheinigung des Wohnsitzfinanzamts bzw. einen Freistellungsauftrag im Rahmen des Sparerfreibetrages eingereicht hat, soweit das in diesem Auftrag angeführte Freistellungsvermögen nicht durch andere Erträge aus Kapitalvermögen bereits aufgebraucht ist. Bei im Ausland ansässigen Aktionären kann sich die einbehaltene Kapitalertragsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag auf Antrag nach Maßgabe bestehender Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem betreffenden Staat ermäßigen. Anträge auf Erstattung des Ermäßigungsbetrages können beim Bundeszentralamt für Steuern gestellt werden.
Salzgitter, im Mai 2018 Salzgitter Aktiengesellschaft Der Vorstand Salzgitter Aktiengesellschaft, SalzgitterGeschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2017Handelsregister HR B 9207, Amtsgericht BraunschweigBilanzAktiva (in Tausend EUR) scroll
Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Anhang(Handelsregister HR B-Nr 9207, Amtsgericht Braunschweig)I. Allgemeine AngabenBei der Aufstellung des Jahresabschlusses werden die Vorschriften des Handelsrechts für große Kapitalgesellschaften sowie des Aktiengesetzes zugrunde gelegt. Der Lagebericht der Salzgitter AG wird in Anwendung von § 315 Abs. 5 HGB mit dem Lagebericht des Salzgitter Konzerns zusammengefasst. Der Jahresabschluss und der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 werden mit dem Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers im Bundesanzeiger bekannt gegeben. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Im Sinne einer größeren Klarheit werden in der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Bilanz nach § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB einzelne Posten zusammengefasst. Hierzu wird nachfolgend eine Aufgliederung nach Einzelpositionen mit ergänzenden Erläuterungen und Vermerken gegeben. Die Wertangaben in den tabellarischen Darstellungen erfolgen grundsätzlich in je 1.000 € (T€). Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von einer Einheit (€, % usw.) auftreten. Die nach § 265 Abs. 2 HGB angegebenen Vorjahresbeträge beziehen sich auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016. Am 7. Dezember 2017 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft (www.salzgitter-ag.de/de/Investor_Relations/Corporate_Governance/Entsprechenserklaerung) dauerhaft zugänglich gemacht. Die Entsprechenserklärung ist auch im Kapitel "Corporate Governance Bericht" des Geschäftsberichts abgedruckt. II. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür das am 31. Dezember 2017 vorhandene Anlagevermögen wurde von dem gemäß Art. 67 Abs. 4 EGHGB bestehenden Beibehaltungs- und Fortführungswahlrecht bereits in 2010 Gebrauch gemacht. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer, im Regelfall zwischen 3 und 5 Jahre, abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger bzw., bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen berücksichtigen den technischen und wirtschaftlichen Wertverzehr. Im Zuge der Erstanwendung des BilMoG wurden die bisher verwendeten Nutzungsdauern beibehalten. Anlagenzugänge ab dem 1. Januar 2010 werden grundsätzlich linear pro rata temporis abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten 150€ nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Für nach dem 31. Dezember 2007 angeschaffte oder hergestellte, abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten 150 €, aber nicht 1.000€ übersteigen, werden Sammelposten gebildet. Diese als unwesentlich klassifizierten Sammelposten werden, unabhängig vom tatsächlichen Vorhandensein/Gebrauch, einheitlich über fünf Jahre abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen sind Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Börsenkursen oder zu dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Verzinsliche Ausleihungen sind zum Nominalwert bilanziert; zinslose Darlehen werden auf den Barwert abgezinst. Im Falle wertpapiergebundener Pensionszusagen werden die zur Rückdeckung gehaltenen Wertpapiere mit dem höheren beizulegenden Wert bilanziert, sofern dieser die garantierte Mindestzusage übersteigt. Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen), werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den betreffenden Altersversorgungsverpflichtungen saldiert. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Wertpapiere die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. Das Fondsvermögen aus Entgeltumwandlung im Modell SZAG ist als Deckungsvermögen zu qualifizieren und wird mit dem Verpflichtungsbarwert saldiert. Der Saldo wird unter den Altersversorgungsverpflichtungen ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennbetrag (Anschaffungskosten) bilanziert. Alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr werden auf den Barwert abgezinst. Soweit bei Vermögensgegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens in Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen wurden, werden diese, solange die Gründe hierfür weiter bestehen, beibehalten. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag bewertet. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen berücksichtigen neben den Leistungen aufgrund von Einzel- und Kollektivzusagen auch Todesfall-Überbrückungsgelder. Die Ermittlung erfolgt aufgrund versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Heubeck nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Inventurstichtag der Pensionsverpflichtungen ist der 30. September 2017. Der Berechnung werden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,75% p.a., Rentenerhöhungen von 1,75% p.a. sowie eine jährliche Fluktuation von 1,0% zugrunde gelegt. Eine Überprüfung der bei dem Essener Verband geführten Empfänger hat gezeigt, dass die zur Anwendung kommenden Richttafeln von Prof. Dr. Heubeck (RT 2005 G) für die Rückstellungsbewertung in Bezug auf die höhere Lebenserwartung für diesen Personenkreis nicht zutreffend sind. Sie sind daher entsprechend angepasst. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird der auf Basis der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre (3,68%) zugrunde gelegt. Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird ein Zinssatz in Höhe von 3,68% (Vorjahr: 4,01%) zugrunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellung mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz und dem 7-Jahres-Durchschnittszinssatz (2,8%; Vorjahr: 3,24%) zum Geschäftsjahresende beläuft sich auf T€ 23.444 (Vorjahr: T€ 21.232), welcher gemäß § 253 Abs. 6 S. 3 HGB mit einer Ausschüttungssperre belegt ist. Bei der Bemessung der übrigen Rückstellungen wird allen erkennbaren bilanzierungspflichtigen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Für Ausgaben bzw. Einnahmen, die Aufwendungen und Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Die Wertansätze der Eventualverbindlichkeiten entsprechen dem zum Bilanzstichtag ermittelten Haftungsumfang. Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Bilanzwerten der angesetzten Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen gebildet. Latente Steuern werden unter Anwendung der unternehmensindividuellen Steuersätze (und Steuervorschriften) bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Der Gesamtsteuersatz der Salzgitter Aktiengesellschaft setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Steuerliche Verlustvorträge und Zinsvorträge werden bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlust-/Zinsverrechnung berücksichtigt. Ergibt sich aus dem Vergleich der Gesamtdifferenz der bilanzpostenbezogenen aktiven und passiven latenten Steuern sowie der aktiven latenten Steuern für Verlustvorträge und gegebenenfalls Zinsvorträge ein Aktivüberhang, wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB dahingehend Gebrauch gemacht, einen Aktivüberhang an latenten Steuern nicht zu bilanzieren. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen, vom Ausweiswahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 3 HGB wird ebenfalls kein Gebrauch gemacht. III. Erläuterungen zur Bilanz(1) AnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagengitter (Anlage I zum Anhang) dargestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Software sowie Lizenzen und Schutzrechte. Die Zugänge zum Sachanlagevermögen (T€ 1.404) beinhalten im Wesentlichen Ersatzinvestitionen und sonstige Investitionen in Immobilien. Die Finanzanlagen verzeichneten einen Zugang in Höhe von T€ 1.295. Dies ist auf andere Zuzahlungen im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in die Kapitalrücklage einer Tochtergesellschaft zurückzuführen. Bei einer Tochtergesellschaft erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von T€ 1.100 auf den niedrigeren beizulegenden Wert. (2) VorräteEs handelt sich um unfertige Bauleistungen im Zusammenhang mit der Errichtung einer energetischen Anlage. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenständescroll
Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden überwiegend kurzfristige Ansprüche aus dem Cashpooling ausgewiesen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Versicherungserstattungen, im Voraus gezahlten Renten sowie Steuererstattungen. (4) Eigenkapitalscroll
Grundkapital, eigene Anteile, genehmigtes und bedingtes KapitalDas Gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt unverändert nach Verrechnung mit dem rechnerischen Wert eigener Anteile 145.453.745,98 €, was insgesamt 54.087.300 Stückaktien entspricht. Der auf die einzelne auf den Inhaber lautende Stückaktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt 2,69 € je Aktie. Die Salzgitter Aktiengesellschaft hielt am Bilanzstichtag unverändert 6.009.700 eigene Aktien. Auf sie entfallen unverändert 16.161.527,33 € (= 10,00 %) des Grundkapitals. Sämtliche dieser Aktien sind gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz auf der Grundlage einer Ermächtigung der Hauptversammlung erworben worden (2.487.355 Stück Ermächtigung vom 26. Mai 2004, 462.970 Stück Ermächtigung vom 8. Juni 2006, 2.809.312 Stück Ermächtigung vom 21. Mai 2008, 35.600 Stück Ermächtigung vom 27. Mai 2009 und 214.463 Stück Ermächtigung vom 8. Juni 2010), um sie insbesondere für künftige Akquisitionen, die Erfüllung von Options- oder Wandlungsrechten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen oder zur Abgabe an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens verwenden zu können. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2022 um bis zu 80.807.636,65€ durch Ausgabe von bis zu 30.048.500 neuen auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2017). Dabei darf das Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zusammengerechnet jedoch nur um bis zu 32.323.054,66€ (20% des Grundkapitals) durch Ausgabe von bis zu 12.019.400 neue auf den Inhaber lautenden Stückaktien erhöht werden. Die 20 %-Grenze verringert sich um den anteiligen Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- oder Wandlungsrechte bzw. Options- oder Wandlungspflichten aus Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen bzw. Kombinationen diese Instrumente beziehen, die seit dem 1. Juni 2017 unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben worden sind. Der Vorstand kann des Weiteren mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 31. Mai 2022 Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zum 1 Mrd. € begeben und den Inhabern der jeweiligen Teilschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf Aktien der Gesellschaft in einer Gesamtzahl von bis zu 26.000.093 Stück (Bedingtes Kapital 2017) gewähren. Dabei kann das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden bis zu einem Gesamtnennbetrag von Schuldverschreibungen, mit denen Wandlungsrechte auf Aktien verbunden sind, deren anteiliger Betrag des Grundkapitals 10% des Grundkapitals nicht überschreitet. Eine Ausgabe von Schuldverschreibungen mit Wandlungsrecht unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre darf dabei nur erfolgen, soweit seit dem 1. Juni 2017 noch nicht Aktien mit einem Anteil von 20% des Grundkapitals aus genehmigtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben worden sind. Aktien aus dem genehmigtem Kapital sind seit dem 1. Juni 2017 bis zum Bilanzstichtag nicht ausgegeben worden. Am 5. Juni 2015 ist eine Wandelschuldverschreibung im Gesamtnennbetrag von 167.900.000 € unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegeben worden mit Wandlungsrechten auf derzeit bis zu 3.553.627 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Der Gesamtnennwert der von der Gesellschaft begebenen Teilschuldverschreibungen dieser Wandelschuldverschreibung war am Bilanzstichtag unverändert. Die Teilschuldverschreibungen verbriefen neben dem Rückzahlungsanspruch ein Recht auf Wandlung in Aktien der Gesellschaft zum derzeit maßgeblichen Wandlungspreis von 47,2475 €/Aktie, ausübbar bis zum 26. Mai 2022. Der bis zum frühestmöglichen Wandlungszeitpunkt (25. Juli 2015) entstandene sichere, unentziehbare Vorteil von T€ 537 aus der Unverzinslichkeit der im Geschäftsjahr 2015 emittierten Wandelanleihe wurde nach § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB in die Kapitalrücklage eingestellt. Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum Ablauf des 27. Mai 2020 eigene Aktien der Gesellschaft mit einem Anteil am Grundkapital von bis zu 10% zu erwerben und zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. GewinnrücklagenIn erstmaliger Anwendung der BilMoG-Bestimmungen bzw. der entsprechenden Übergangsregelungen wurde in 2010 ein Betrag von 26 Mio.€ ergebnisneutral in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt (Umbuchungen für eigene Aktien 16 Mio. € und Sonderposten mit Rücklageanteil 10 Mio.€). Die Gewinnrücklagen sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert. BilanzgewinnDie ordentliche Hauptversammlung der Salzgitter AG hat am 01. Juni 2017 beschlossen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2016 in Höhe von T€ 21.100 zur Ausschüttung einer Dividende in Höhe von T€ 16.226 zu verwenden und den restlichen Bilanzgewinn in Höhe von T€ 4.874 auf neue Rechnung vorzutragen. Weitere Angaben zum EigenkapitalAngaben zum Bestehen einer Beteiligung / Stimmrechtsmitteilungen nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktGZum Bilanzstichtag 2017 bestehen Beteiligungen an der Salzgitter AG, die nach § 21 Abs. 1 WpHG a.F. (§ 33 Abs. 1 WpHG n.F.) mitgeteilt und nach § 26 Abs. 1 WpHG a.F. (§ 40 Abs. 1 WpHG n.F.) veröffentlicht worden sind: Die Hannoversche Beteiligungsgesellschaft mbH, Hannover, Deutschland hat uns am 2. April 2002 mitgeteilt, dass ihr am 1. April 2002 25,5% der Stimmrechte an der Salzgitter AG zustehen. Zusätzlich dazu hat uns das Land Niedersachsen, vertreten durch das Niedersächsische Finanzministerium, Hannover, mitgeteilt, dass ihm diese 25,5 % der Stimmrechte an der Salzgitter AG zustehen. Diese gesamten Stimmrechte seien dem Land Niedersachsen nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG a.F. zuzurechnen. Hierzu wird angemerkt, dass aufgrund zwischenzeitlich erfolgter Änderungen des Grundkapitals der Salzgitter AG die vorgenannte Anzahl der Stimmrechte gegenwärtig einem Stimmrechtsanteil von 26,48 % entspricht. Die Salzgitter AG, Salzgitter, Deutschland, hat am 8. Juli 2010 in Bezug auf eigene Aktien gem. § 26 Abs. 1 S. 2 WpHG a.F. in Verbindung mit § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG a.F. bekannt gegeben, dass ihr Besitz an eigenen Aktien am 6. Juli 2010 die Schwelle von 10 % erreicht hat. Die Höhe ihres Stimmrechtsanteils in Bezug auf eigene Aktien beträgt 10,000%. Die Salzgitter AG besitzt derzeit 6.009.700 eigene Aktien. Dies entspricht einem Stimmrechtsanteil von 10,000 %. Die Dimensional Fund Advisors LP, Austin, Texas, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG a.F. am 1. Oktober 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Salzgitter AG, Salzgitter, Deutschland, am 30. September 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,004 % (das entspricht 1.805.610 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind 2,90 % der Stimmrechte (das entspricht 1.744.090 Stimmrechten) der Dimensional Fund Advisors LP gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG a.F. zuzurechnen und 0,12% der Stimmrechte (das entspricht 71.499 Stimmrechten) der Dimensional Fund Advisors LP gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1, Nr. 6 WpHG a.F. in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG a.F. zuzurechnen. Die Dimensional Holdings Inc., Austin, Texas, USA hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG a.F. am 1. Oktober 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Salzgitter AG, Salzgitter, Deutschland, am 30. September 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,004 % (das entspricht 1.805.610 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind 3,004 % der Stimmrechte (das entspricht 1.805.610 Stimmrechten) der Dimensional Holdings Inc. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG a.F. in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG a.F. zuzurechnen. Die Wellington Management Group LLP, Boston, USA, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG a.F. am 1. Juni 2017, korrigiert am 6. Juni 2017, mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Salzgitter AG, Salzgitter, Deutschland, am 24. Mai 2017 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,002% (das entspricht 1.804.121 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind 3,002% der Stimmrechte (das entspricht 1.804.121 Stimmrechten) der Wellington Management Group LLP gemäß § 22 WpHG a.F. zuzurechnen. Die Deutsche Asset Management Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG a.F. am 17. August 2017 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Salzgitter AG, Salzgitter, Deutschland, am 14. August 2017 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,14 % (das entspricht 3.087.322 Stimmrechten) betragen hat. Davon sind 5,14 % der Stimmrechte (das entspricht 3.087.322 Stimmrechten) der Deutsche Asset Management Investment GmbH gemäß § 22 WpHG a.F. zuzurechnen. (5) Rückstellungenscroll
Der Posten Zuführung/Aufzinsung beinhaltet Zuführungen in Höhe von T€ 11.048 (davon Pensionen T€ 2.872, Steuern T€ 1.976 und Sonstige Rückstellungen T€ 6.200) sowie Aufzinsungen in Höhe von T€ 13.472 (davon Pensionen T€ 13.451 und Sonstige Rückstellungen T€ 21). Es bestehen verpfändete Rückdeckungsversicherungen mit einem Zeitwert in Höhe von T€ 41.863 (Vorjahr: T€ 44.884). Die Anschaffungskosten betragen T€ 43.555 (Vorjahr: T€ 40.913). Diese Vermögenswerte stehen ausschließlich zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen zur Verfügung. Sie sind daher nicht in den sonstigen Vermögensgegenständen erfasst, sondern werden gemäß § 246 Abs. 2 HGB in Höhe des beizulegenden Zeitwertes mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet (Erfüllungsbetrag in Höhe von T€ 287.246). In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden aufgrund von Zeitwertänderungen diesbezüglich Zinsen in Höhe von T€ -1.692 (Vorjahr: Erträge i. H. v. T€ 3.972) erfasst und mit dem Zinsanteil der Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen verrechnet. Im Falle der wertpapiergebundenen Pensionszusagen (Entgeltumwandlungsprogramm Modell "SZAG") werden die zur Rückdeckung gehaltenen Wertpapiere, als korrespondierendes Aktivum der Verpflichtung, entsprechend dem Grundsatz der Bilanzierung von Sachleistungsverpflichtungen, ebenfalls mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Das bei ebase gehaltene Fondsvermögen im "Modell SZAG" (Anschaffungskosten T€ 2.044 am 31.12.2017; beizulegender Zeitwert T€ 2.787 am 31.12.2017) stellt Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 HGB dar. Daher erfolgt eine Verrechnung mit dem Verpflichtungsbarwert (Erfüllungsbetrag T€ 2.787). Entsprechend wird mit den Aufwendungen (T€ 109; Vorjahr: T€ 200) und Erträgen (T€ 49; Vorjahr: T€ 64) verfahren. Für die Rückstellungen für Altersteilzeit (T€ 440; Vorjahr: T€ 310) sowie für Demographiefonds (T€ 59; Vorjahr: T€ 58) besteht in Form eines Tagesgeldkontos Deckungsvermögen. Dieses beläuft sich auf T€ 211 (Vorjahr: T€ 211) für die Altersteilzeitrückstellung und auf T€ 36 (Vorjahr: T€ 36) für die Demographiefondsrückstellung. Das besagte Deckungsvermögen wird gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den jeweiligen Verpflichtungen verrechnet und nicht in den Finanzanlagen erfasst. Die Überdeckung des Deckungsvermögens für Altersteilzeit (T€ 19; Vorjahr: T€ 19) wurde unter den Finanzanlagen ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert dieses Deckungsvermögens entspricht den Anschaffungskosten. Laufende Erträge aus dem Deckungsvermögen sind im Zinsergebnis erfasst worden. Die Steuerrückstellungen entfallen auf Ertragsteuern (Körperschaft- und Gewerbesteuer) sowie Umsatzsteuer. Die Vorsorgen für Personalaufwendungen resultieren aus Jahresabschlussvergütungen, Tantiemen, Jubiläumsgeldern, Altersteilzeitvereinbarungen und Urlaubsansprüchen der Mitarbeiter. (6) Verbindlichkeitenscroll
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Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus einer Darlehensgewährung sowie Umsatzsteuern im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(7) Umsatzerlösescroll
Es handelt sich ausschließlich inländische Umsätze. Von den Umsatzerlösen entfielen T€ 21.129 (Vorjahr: T€ 21.622) auf verbundene Unternehmen. (8) Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissenscroll
(9) Sonstige betriebliche Erträgescroll
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 9.488 (Vorjahr: T€ 7.307), diese betreffen im Wesentlichen die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. (10) Materialaufwandscroll
(11) Personalaufwand und Mitarbeiterscroll
Der Aufwand für Altersversorgung enthält nicht die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen (T€ 13.451; Vorjahr: T€ 9.129); diese ist im Zinsergebnis erfasst. Die Salzgitter Aktiengesellschaft beschäftigte im laufenden Geschäftsjahr durchschnittlich 159 Angestellte (Vorjahr: 157 Angestellte). (12) Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 543 (Vorjahr: T€ 11). (13) Beteiligungsergebnisscroll
(14) Zinsergebnisscroll
Im Zinsergebnis sind auch Zinsaufwendungen aus der Rückdeckungsversicherung in Höhe von T€ -1.692 (Vorjahr: Erträge i. H. v. T€ 3.972) enthalten und mit dem Zinsanteil der Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen (T€ 11.759; Vorjahr: T€ 13.101) verrechnet. (15) Abschreibungen auf FinanzanlagenDie Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen wertgeminderte Anteile an einem verbundenen Unternehmen. (16) Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und Ertrag (T€ 756; Vorjahr: T€ 304) enthalten ausschließlich Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Körperschaftsteuer (T€ 756; Vorjahr: Aufwand i. H. v. T€ 196), welche demzufolge periodenfremd sind. Die Abweichung zwischen dem erwarteten und dem ausgewiesenen Steueraufwand beruht im Wesentlichen auf steuerfreien Erträgen sowie der Nichtaktivierung von latenten Steuern. (17) Sonstige SteuernDie sonstigen Steuern (T€ 640; Vorjahr: T€ - 8.820) entfallen auf Umsatzsteuer und Grundsteuer. V. Sonstige AngabenPassive latente SteuernEin Ausweis passiver latenter Steuern ist unterblieben, da den passiven latenten Steuern, die im Wesentlichen auf temporären Differenzen aufgrund der nur in der Steuerbilanz gebildeten Sonderposten mit Rücklageanteil beruhen, höhere aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen sowie aus temporären Differenzen gegenüberstehen. Letztere ergeben sich insbesondere aus Bewertungsunterschieden bei den Pensionsrückstellungen. Haftungsverhältnissescroll
Die Bürgschaften und Garantien betreffen im Wesentlichen Bankgarantien für Kredite an verbundene Unternehmen. Die Verpflichtungen können nach unseren Erkenntnissen in allen Fällen erfüllt werden. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit als gering einzuschätzen. Am 4. Oktober 2016 wurde für das folgende Geschäftsjahr eine vertragliche Vereinbarung zur freiwilligen Übernahme der Verluste der SMG durch die SZAG abgeschlossen. Die SZAG hat diese Verlustübernahmeerklärung nach § 325 HGB offengelegt und ist damit weiterhin als das den Konzernabschluss aufstellende Mutterunternehmen unmittelbar zur Übernahme der Verluste der SMG verpflichtet. Weiterhin wurde am 4. Oktober 2016 für das folgende Geschäftsjahr eine vertragliche Vereinbarung zur freiwilligen Übernahme der Verluste der SZAB durch die SZAG abgeschlossen. Die SZAG hat diese Verlustübernahmeerklärung nach § 325 HGB offengelegt und ist damit weiterhin als das den Konzernabschluss aufstellende Mutterunternehmen unmittelbar zur Übernahme der Verluste der SZAB verpflichtet. Sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
Geschäfte mit nahestehenden Personen und UnternehmenIm Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Salzgitter Aktiengesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen. Dazu gehören auch verbundene und assoziierte Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. scroll
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Die Angaben zu den erbrachten Dienstleistungen enthalten Kostenweiterbelastungen in Höhe von T€ 3.533 (Vorjahr: T€ 2.883). Ferner ist im Geschäftsjahr an ein assoziiertes Unternehmen eine Dividende in Höhe von T€ 219 (Vorjahr: T€ 183 ) gezahlt worden. Derivative FinanzinstrumenteZum Bilanzstichtag bestanden bei der Gesellschaft folgende derivative Finanzinstrumente: scroll
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Die Swaps betreffen die Absicherung von Rohstoffpreisrisiken für umfangreiche Projekte einer Tochtergesellschaft sowie eines Gemeinschaftsunternehmens aus dem Bezug von Eisenerz, Nickel und Kokskohle und werden, soweit ihr Marktwert negativ ist, als Rückstellung für drohende Verluste erfasst. Zum Bilanzstichtag war dies nicht der Fall. Um dem Marktpreisänderungsrisiko bei der Erzbeschaffung zu begegnen, wurden Swaps mittels einer Treuhandvereinbarung zwischen der Salzgitter Flachstahl GmbH und der Salzgitter AG mit mehreren Kreditinstituten abgeschlossen. Für Lieferungen oben genannter Rohstoffe bis Ende 2018 werden anteilig Mengen für diese Projekte gesichert. Die Marktwerte der Rohstoffswaps werden mit den marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten ermittelt. Sie stellen den Preis dar, den die Salzgitter AG zahlen bzw. erhalten würde, wenn es die Derivate am Bilanzstichtag auflösen würde. Die Ergebnisse aus abgerechneten Geschäften belaufen sich auf T€ 10.122 (Vorjahr: T€ 1.383) und sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen erfasst. Bei der Vorjahresangabe handelt es sich um bereits im Vorjahr abgeschlossene Geschäfte, die im selben Jahr auch abgerechnet wurden. Honorar des AbschlussprüfersDas vom Abschlussprüfer der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2017 berechnete Gesamthonorar wird nach Abschlussprüfungsleistungen, anderen Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen und sonstigen Leistungen aufgeschlüsselt und in der entsprechenden Angabe des Konzernabschlusses der Salzgitter AG angegeben. Die Abschlussprüfungsleistungen beinhalten vor allem die Honorare für die Konzernabschlussprüfung sowie die gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen der Salzgitter AG. Zudem wurden Steuerberatungsleistungen erbracht, die insbesondere den Bereich der Verrechnungspreisdokumentationen betreffen. NachtragsberichtBerichtspflichtige Ereignisse lagen nach dem Bilanzstichtag nicht vor. Vorschlag zur GewinnverwendungDie rechtliche Basis für eine Ausschüttung bildet der nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften ermittelte Bilanzgewinn der Salzgitter AG. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2017 wie folgt zu verwenden: scroll
Der Gewinnverwendungsvorschlag geht davon aus, dass die 6.009.700 zum Zeitpunkt des Vorschlags von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien, die gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigt sind, auch noch am Tag der Hauptversammlung nicht dividendenberechtigt sind. Soweit diese Aktien am Tag der Hauptversammlung infolge Veräußerung dividendenberechtigt sein sollten, wird der Gewinnverwendungsvorschlag in der Hauptversammlung bei unveränderter Ausschüttung von € 0,45 je dividendenberechtigter Aktie zulasten des Gewinnvortrags entsprechend angepasst. AnteilsbesitzDie Aufstellung des Anteilsbesitzes ist in der Anlage II zum Anhang dargestellt. Vergütung von Vorstand und AufsichtsratDer Vorstand erhielt im Geschäftsjahr für seine Tätigkeit eine Vergütung bestehend aus Festvergütung, Nebenleistungen und variabler Vergütung von T€ 3.784 (Vorjahr: T€ 3.336). Frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene bezogen für das Geschäftsjahr insgesamt T€ 2.100 (Vorjahr: T€ 2.090). Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes und ihren Hinterbliebenen sind mit insgesamt T€ 32.279 (Vorjahr: T€ 32.055) zurückgestellt. Der Aufsichtsrat erhielt im Geschäftsjahr für seine Tätigkeit insgesamt T€ 1.576 (Vorjahr: T€ 1.580). Es wurden keine Kredite oder Vorschüsse an Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstandes gewährt oder Haftungsverhältnisse eingegangen. Zu weiteren Angaben nach § 289 Abs. 2 Nr. 4 HGB i.V.m. § 285 Nr. 9 HGB verweisen wir auf den Konzernlagebericht und Lagebericht der Salzgitter Aktiengesellschaft im Abschnitt I.2. "Leitung und Kontrolle". Die Angaben zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats und des Vorstandes gemäß § 285 Nr. 10 HGB sind nachfolgend unter Organe der Gesellschaft ausgewiesen. VI. Organe der GesellschaftVorstandDem Vorstand der SZAG gehörten im Geschäftsjahr 2017 nachfolgend aufgeführte Mitglieder an mit folgenden Mitgliedschaften in (a) gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und (b) vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (Stand 26. Februar 2018): Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg FuhrmannVorsitzender nicht börsennotierte konsolidierte Unternehmen: a)
b)
nicht börsennotierte sonstige Unternehmen: a)
börsennotierte Unternehmen: a)
Burkhard BeckerFinanzen nicht börsennotierte konsolidierte Unternehmen: a)
b)
nicht börsennotierte sonstige Unternehmen: a)
börsennotierte Unternehmen: a)
Michael KieckbuschPersonal nicht börsennotierte konsolidierte Unternehmen: a)
b)
nicht börsennotierte sonstige Unternehmen: b)
AufsichtsratDem Aufsichtsrat der SZAG gehörten im Geschäftsjahr 2017 nachfolgend aufgeführte Mitglieder an mit folgenden Mitgliedschaften in (a) anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und (b) vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (Stand 26. Februar 2018): Heinz-Gerhard WenteVorsitzender Mitglied des Vorstandes der Continental AG i. R., Hannover
Dr. Hans-Jürgen UrbanStellvertretender Vorsitzender Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Industriegewerkschaft Metall, Frankfurt am Main nicht börsennotierte konsolidierte Unternehmen: a)
Konrad AckermannGesamtbetriebsratsvorsitzender der KHS GmbH, Dortmund nicht börsennotierte konsolidierte Unternehmen: a)
Ulrike BrouziMitglied des Vorstandes Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover nicht börsennotierte sonstige Unternehmen: a)
b)
Annelie BuntenbachGeschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bundesvorstandes des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Berlin
Hasan CakirVorsitzender des Konzernbetriebsrats der Salzgitter AG, Salzgitter Betriebsratsvorsitzender der Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter nicht börsennotierte konsolidierte Unternehmen: a)
Ulrich DickertBetriebsratsvorsitzender der Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes Deutschland GmbH, Remscheid nicht börsennotierte konsolidierte Unternehmen: a)
Tina DreßenTeamleiterin Warehousing Business Credit Management, Abt. Finanzen, Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf Stellvertretende Betriebsratsvorsitzende der Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf, und Salzgitter Mannesmann International GmbH, Düsseldorf nicht börsennotierte konsolidierte Unternehmen: a)
Dr. Thea Dückertehem. Mitglied des Bundestages Mitglied des Nationalen Normenkontrollrats der Bundesregierung, Berlin nicht börsennotierte sonstige Unternehmen: b)
Karl EhlerdingGeschäftsführer der KG Erste "Hohe Brücke 1" Verwaltungs-GmbH &Co., Hamburg nicht börsennotierte konsolidierte Unternehmen: a)
nicht börsennotierte sonstige Unternehmen: a)
Roland FlachVorsitzender des Vorstandes der Klöckner-Werke AG i. R., Duisburg Vorsitzender des Vorstandes der KHS AG i. R., Dortmund nicht börsennotierte konsolidierte Unternehmen: a)
Gabriele HandkeStellvertretende Betriebsratsvorsitzende der Peiner Träger GmbH, Peine nicht börsennotierte konsolidierte Unternehmen: a)
Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Jürgen HesselbachPräsident der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig i. R., Braunschweig nicht börsennotierte sonstige Unternehmen: a)
Reinold Hilbersseit 18. Januar 2018 Finanzminister des Landes Niedersachsen (seit 22. November 2017) nicht börsennotierte sonstige Unternehmen: a)
b)
Ulrich KimpelBetriebsratsvorsitzender der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg nicht börsennotierte konsolidierte Unternehmen: a)
Dr. Dieter KösterGeschäftsführender Gesellschafter der HomeStead GmbH &Co. KG, Osnabrück Vorsitzender des Vorstandes der Köster Holding AG i. R., Osnabrück nicht börsennotierte sonstige Unternehmen: a)
Bernd LauenrothGewerkschaftssekretär des Vorstandes der Industriegewerkschaft Metall, Zweigbüro Düsseldorf nicht börsennotierte sonstige Unternehmen: a)
Volker MittelstädtBetriebsratsvorsitzender der IIsenburger Grobblech GmbH, Ilsenburg nicht börsennotierte konsolidierte Unternehmen: a)
b)
Prof. Dr. Hannes Rehmbis 1. September 2017 Vorsitzender des Vorstandes Norddeutsche Landesbank Girozentrale i. R., Hannover Geschäftsführer der Nord-Ostdeutschen Bankbeteiligungs GmbH, Hannover
Prof. Dr. Joachim Schindlerseit 24. November 2017 Freiberuflicher Wirtschaftsprüfer nicht börsennotierte sonstige Unternehmen: a)
börsennotierte Unternehmen: a)
Peter-Jürgen Schneiderbis 31. Dezember 2017 Finanzminister des Landes Niedersachsen (bis 21. November 2017) nicht börsennotierte sonstige Unternehmen: a)
b)
Univ.-Prof. Dr. Dr.-Ing. Birgit Spanner-UlmerDirektorin Produktion und Technik Bayerischer Rundfunk, München nicht börsennotierte sonstige Unternehmen: b)
Dr. Werner TegtmeierStaatssekretär a. D. im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung
Versicherung der gesetzlichen Vertreter:Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Salzgitter, den 15. März 2018 Der Vorstand Fuhrmann Becker Kieckbusch Anlagen zum AnhangI. Anlagevermögenscroll
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II. Aufstellung des AnteilsbesitzesAufstellung des Anteilsbesitzes der Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, am 31.12.2017 gem. § 285 Nr. 11 und § 313 Abs. 2 Nr. 1-4 HGBscroll
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Bestätigungsvermerk DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Salzgitter Aktiengesellschaft, SalzgitterVERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTSPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter,- bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Salzgitter Aktiengesellschaft, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des JahresabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung: 1 Werthaltigkeit von Forderungen aus Cashpool-Vereinbarungen 2 Pensionsrückstellungen Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt jeweils strukturiert: 1 Sachverhalt und Problemstellung 2 Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse 3 Verweis auf weitergehende Informationen Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: 1 Werthaltigkeit von Forderungen aus Cashpool-Vereinbarungen1 In dem Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" Forderungen in Höhe von € 796,0 Mio (92,4 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Diese betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Cashpool-Vereinbarungen gegen die Cashpool-führende Gesellschaft (Salzgitter Klöckner-Werke GmbH, Salzgitter). Ein bedeutsames Risiko kann sich aus der Werthaltigkeit der Forderungen ergeben. Zur Sicherstellung der Werthaltigkeit der Forderungen aus Cashpool-Vereinbarungen führt die Gesellschaft eine Überprüfung des beizulegenden Zeitwerts der Forderungen gegen die Cashpool-führende Gesellschaft durch. Dies erfolgt insbesondere auf der Grundlage der Barwerte der erwarteten künftigen Zahlungsströme aus den wesentlichen Beteiligungen der Cashpool-führenden Gesellschaft generell mittels eines Discounted-Cashflow-Modells. Aus unserer Sicht war dieser Sachverhalt aufgrund der betragsmäßigen Höhe und dem damit verbundenen Risiko einer signifikanten Auswirkung auf die Ertrags- und Vermögenslage der Gesellschaft bei einer Wertminderung von besonderer Bedeutung im Rahmen unserer Prüfung. 2 Zur Beurteilung der Werthaltigkeit der Forderungen aus Cashpool-Vereinbarungen haben wir uns im Rahmen unserer Prüfung unter anderem ein Verständnis der internen Prozesse zur Abwicklung des Cashmanagements der Gesellschaft verschafft und die diesbezüglich eingerichteten Kontrollen der Gesellschaft auf ihre Wirksamkeit gewürdigt. Dabei haben wir uns auch mit den gesellschaftsrechtlichen Grundlagen und vertraglichen Regelungen auseinandergesetzt. Zudem haben wir anhand von Einzelfallprüfungshandlungen die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaften beurteilt, gegen die wesentliche Forderungen aus Cashpool-Vereinbarungen bestehen. Dabei haben wir unter anderem die von der Gesellschaft durchgeführten Werthaltigkeitsbeurteilungen nachvollzogen und anhand von Unternehmensplanungen der Gesellschaften sowie weiteren Unterlagen gewürdigt. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die Forderungen aus Cashpool-Vereinbarungen sind aus unserer Sicht insgesamt sachgerecht. 3 Die Angaben der Gesellschaft zu den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind in der Textziffer 3 des Anhangs enthalten. 2 Pensionsrückstellung1 In dem Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" Pensionsrückstellungen in Höhe von insgesamt € 245,4 Mio ausgewiesen, von denen ein Teil durch Deckungsvermögen (im Wesentlichen Ansprüche aus Versicherungsverträgen und Anteile an Investmentfonds) gedeckt ist. Die Pensionsrückstellungen ergeben sich hauptsächlich als Saldo aus dem handelsrechtlichen Erfüllungsbetrag der unmittelbaren Verpflichtungen aus den Pensionsplänen der Gesellschaft in Höhe von € 287,2 Mio und dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von € 41,9 Mio. Daneben bestehen wertpapiergebundene Versorgungszusagen. Es existieren Kollektiv- und Einzelzusagen in Form von unmittelbaren Direktzusagen der Gesellschaft. Die Bewertung der Verpflichtungen der unmittelbaren Versorgungszusagen aus den Pensionsplänen erfolgt nach der Anwartschaftsbarwertmethode. Dabei sind insbesondere Annahmen über die langfristigen Gehalts- und Rententrends, die durchschnittliche Lebenserwartung und die Fluktuation zu treffen. Die Bewertung des Deckungsvermögens der Gesellschaft erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der wiederum mit Schätzunsicherheiten verbunden ist. Aus unserer Sicht waren diese Sachverhalte im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung, da der Ansatz und die Bewertung dieses betragsmäßig bedeutsamen Postens in einem wesentlichen Maß auf den Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft basieren. 2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter Einbezug unserer Pensions-Spezialisten unter anderem die eingeholten versicherungsmathematischen Gutachten und die fachliche Qualifikation der externen Gutachter gewürdigt. Ferner haben wir Nachberechnungen unter anderem der spezifischen Besonderheiten der versicherungsmathematischen Berechnungen durchgeführt und das Mengengerüst, die versicherungsmathematischen Parameter sowie das den Bewertungen zugrundeliegende Bewertungsverfahren auf Angemessenheit überprüft. Darauf aufbauend haben wir unter anderem die Rückstellungsberechnung sowie die Darstellung in Bilanz und Anhang nachvollzogen. Für die Prüfung des beizulegenden Zeitwerts des Deckungsvermögens haben wir Versicherungs-, Bank- und Fondsbestätigungen eingeholt. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen begründet und hinreichend dokumentiert sind. 3 Die Angaben der Gesellschaft zu den Pensionsrückstellungen sind in der Textziffer 5 des Anhangs enthalten. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGENÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU- APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 1. Juni 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 20. Juni 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1938 als Abschlussprüfer der Salzgitter Aktiengesellschaft, Salzgitter, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFERDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Martin Schröder.
Hannover, den 15. März 2018 PricewaterhouseCoopers GmbH Martin Schröder, Wirtschaftsprüfer ppa. Stephan Hachmeyer, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesDas Geschäftsjahr 2017 verlief für den Konzern insgesamt erfreulich, in den einzelnen Geschäftsbereichen allerdings sehr unterschiedlich. Während die Bereiche Flachstahl und Handel von einer günstigen Marktentwicklung profitieren konnten, führten bei Grobblech / Profilstahl nicht auskömmliche Erlöse auf hart umkämpften Märkten sowie eine bilanzielle Anpassung des Anlagevermögens zu einem deutlich negativen Ergebnis. Der Bereich Mannesmann konnte sich im Vergleich zum Vorjahr trotz des Aufwands für Strukturmaßnahmen spürbar verbessern, verbuchte jedoch noch ein leicht negatives Resultat. Der Geschäftsbereich Technologie blieb hinter den Erwartungen zurück, auch infolge von Belastungen durch die Einleitung weiterer effizienzsteigernder Maßnahmen. Konzernweit leisteten das Effizienzprogramm "FitStructure" und erste Effekte des Wachstumsprogramms im Rahmen der Strategie "Salzgitter AG 2021" beträchtliche Beiträge zur Ergebnisverbesserung. Ihre konsequente Umsetzung wird 2018 weiterhin im Vordergrund stehen, um auch langfristig befriedigende Ergebnisse erzielen zu können. Die Überwachung und Beratung des Vorstandes bei der Führung der GeschäfteDer Aufsichtsrat ließ sich im Geschäftsjahr 2017 kontinuierlich über die Lage des Konzerns und den Geschäftsverlauf berichten. In quartalsweisen schriftlichen Berichten informierte der Vorstand den Aufsichtsrat ausführlich über die Ertragslage und die aktuelle Finanz- und Vermögenslage des Konzerns sowie über die Entwicklung auf den relevanten Märkten, den Geschäftsverlauf und die Investitionen in den einzelnen Geschäftsbereichen in den bisherigen Monaten des Geschäftsjahres. Die Berichte enthielten ebenso Angaben über die Entwicklungen und Aktivitäten im Bereich Human Resources und detaillierte Einschätzungen zu den Chancen und Risiken im weiteren Jahresverlauf. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat in vier Sitzungen mündlich eingehend über die jeweils aktuelle Lage des Konzerns und der bedeutenden Konzerngesellschaften sowie über gewichtige Geschäftsvorfälle und relevante Veränderungen unterrichten lassen. Der Geschäftsverlauf im Vergleich zur Unternehmensplanung wurde uns dargestellt. Abweichungen des Verlaufs von der Planung sind uns im Einzelnen erläutert, von uns hinterfragt und diskutiert worden. Gegenstand der Sitzungen waren zudem der Stand der Umsetzung des konzernweiten Effizienzprogramms "FitStructure SZAG" und die Fortschritte bei der Realisierung des Wachstumsprogramms "SZAG 2021". Besondere Aufmerksamkeit widmete der Aufsichtsrat auch in diesem Geschäftsjahr der Unternehmensstrategie und der Unternehmensplanung. Geschäftsvorgängen, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, stimmte der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung zu. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates ließ sich darüber hinaus auch außerhalb der Sitzungen regelmäßig vom Vorsitzenden des Vorstandes über aktuelle Themen informieren. Im Berichtsjahr trat der Aufsichtsrat im März, im Juni, im September und im Dezember jeweils zu einer Sitzung zusammen. Darüber hinaus wurden mehrere Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst. Die Teilnahmequote bei den Sitzungen betrug insgesamt 97,6 %. Zwei Aufsichtsratsmitglieder nahmen jeweils an einer Sitzung nicht teil. Der Aufsichtsrat tagte ganz überwiegend in Anwesenheit des Vorstandes, beriet sich zu Themen wie der Vorstandsvergütung und anderen Vorstandsangelegenheiten aber ohne Anwesenheit von Vorstandsmitgliedern. Regelmäßige Vorbesprechungen - zeitweise mit und zeitweise ohne Anwesenheit des Vorstands -dienten der Vorberatung der aktuellen Lage und anstehender Entscheidungen. Weder Aufsichtsrats- noch Vorstandsmitglieder zeigten dem Aufsichtsrat im Berichtsjahr Interessenkonflikte an. Die Beratungsschwerpunkte im AufsichtsratIn seiner Sitzung am 23. März 2017 beschäftigte sich der Aufsichtsrat in erster Linie mit dem vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 sowie dem gemeinsamen Lagebericht für die Aktiengesellschaft und den Konzern über das Geschäftsjahr 2016. Die Vertreter des von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfers, der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, erläuterten die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung und stellten sich den Fragen der Aufsichtsratsmitglieder. Nach eingehender Prüfung der Abschlussunterlagen mit Hilfe des Berichts des Abschlussprüfers billigte der Aufsichtsrat den Jahres- und den Konzernabschluss. Des Weiteren stimmte er der vorgeschlagenen Verwendung des Bilanzgewinns zu und verabschiedete seinen Bericht an die Hauptversammlung sowie Beschlussvorschläge zu den einzelnen Gegenständen der Tagesordnung, über welche die Hauptversammlung 2017 beschließen sollte. Darüber hinaus setzte der Aufsichtsrat den variablen Bestandteil der Vergütung der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2016 fest und beschloss die Wiederbestellung von Herrn Michael Kieckbusch zum Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor der Gesellschaft. In seiner Sitzung am 1. Juni 2017 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem bisherigen Geschäftsverlauf in den ersten Monaten des Jahres 2017 in den einzelnen Geschäftsbereichen, der aktuellen Lage und den Fortschritten des Effizienz- und des Wachstumsprogramms. Zu den weiteren Beratungsgegenständen gehörten neue, den Aufsichtsrat betreffende Anforderungen des Handelsgesetzbuchs und ihn ebenfalls betreffende neue Empfehlungen im Deutschen Corporate Governance Kodex. Außerdem legte der Aufsichtsrat die Prüfungsschwerpunkte für die Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses 2017 fest. Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrates in seiner Sitzung am 28. September 2017 bildeten neben der Erörterung der jüngsten Geschäftsentwicklung die Unternehmensstrategie und ein großes Investitionsvorhaben im Geschäftsbereich Flachstahl. Der Aufsichtsrat diskutierte nach Vorberatung im Strategieausschuss die strategischen Aspekte, die sich aus dem Thema der zunehmenden Digitalisierung von Arbeits- und Geschäftswelt für das Unternehmen ergeben. Hinsichtlich des Investitionsvorhabens stimmte er nach gründlicher Prüfung dem von der Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) geplanten Bau einer Anlage zur Feuerverzinkung von gewalzten Stahlbändern zu - einer bedeutenden Investition zur strategischen Weiterentwicklung des Konzerns. Darüber hinaus ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ausführlich über das Compliance-Management-System des Konzerns informieren. Am 7. Dezember 2017 erläuterte der Vorstand uns die Unternehmensplanung für die Geschäftsjahre 2018 bis 2020. Dabei ging der Vorstand auch auf die vorgesehene Weiterentwicklung der Geschäftsbereiche ein. Ein weiterer Schwerpunkt der Beratungen in dieser Sitzung war ein vom Präsidium mit Hilfe externer Expertise vorbereiteter Vorschlag zur Neustrukturierung der Vorstandsvergütung. Angeregt durch eine Empfehlung im Deutschen Corporate Governance Kodex beschloss der Aufsichtsrat für künftige Anstellungsverträge eine Vergütungsstruktur, die für die variablen Vergütungsbestandteile eine mehrjährige Bemessungsgrundlage vorsieht, die im Wesentlichen zukunftsbezogen ist. Des Weiteren legte der Aufsichtsrat Ziele für seine Zusammensetzung fest, definierte ein Kompetenzprofil für den Aufsichtsrat und verabschiedete ein Diversitätskonzept für die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat. Er befasste sich schließlich nach differenzierter Vorbereitung intensiv und mit fachkundiger externer Unterstützung mit der Effizienz seiner Arbeit auch im Vergleich mit der Arbeitspraxis in ähnlichen Unternehmen. Die Mitglieder des Aufsichtsrates beurteilten die Arbeit im Plenum und in den Ausschüssen insgesamt als effizient, beschlossen aber, Möglichkeiten für weitere Verbesserungen näher zu prüfen. Die Arbeit der AusschüsseZur Vorbereitung seiner Beratungen und Entscheidungen hat der Aufsichtsrat ein Präsidium, einen Prüfungs-, einen Strategie- und einen Nominierungsausschuss gebildet. Das Präsidium trat 2017 viermal zusammen. Zu den Themen dieser Sitzungen gehörten wichtige Fragen des Geschäftsverlaufs, Überlegungen zur Weiterentwicklung des Geschäftsbereiches Flachstahl einschließlich Investitionen und gebotene Anpassungen im Geschäftsbereich Technologie. Das Präsidium erarbeitete einen Vorschlag für eine Neustrukturierung der Vorstandsvergütung und bereitete die Umsetzung der weiteren den Aufsichtsrat betreffenden neuen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex vor. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses kamen im Berichtszeitraum zu vier Sitzungen zusammen. Im März berieten sie die Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses 2016 durch das Aufsichtsratsplenum in Anwesenheit von Vertretern des Abschlussprüfers eingehend vor und empfahlen dem Plenum, die Abschlüsse zu billigen und dem Dividendenvorschlag zuzustimmen. In dieser und auch in den Folgesitzungen befasste sich der Ausschuss sehr intensiv mit der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, insbesondere mit der Erbringung von Nichtprüfungsleistungen durch ihn, und in der März-Sitzung mit der Auswahl des Prüfers der Abschlüsse zum 31. Dezember 2017. Die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte durch das Aufsichtsratsplenum bereitete er vor. Er ließ sich vom Vorstand das interne Kontrollsystem, das Revisionssystem und das Risikomanagement darlegen und überzeugte sich von deren Wirksamkeit. Die quartalsweise Finanzberichterstattung des Konzerns wurde vor ihrer Veröffentlichung mit dem Vorstand ausführlich erörtert. Hinsichtlich der Pflicht des Aufsichtsrates, den erstmals für das Geschäftsjahr 2017 zu erstattenden nichtfinanziellen Bericht zu prüfen, empfahl er dem Plenum, sich dabei von einem externen Prüfer unterstützen zu lassen. Des Weiteren befasste sich das Gremium besonders mit den Maßnahmen des Unternehmens im Bereich IT-Struktur und IT-Sicherheit und mit dem Compliance-Management-System. Der Strategieausschuss tagte 2017 einmal. Er diskutierte mit dem Vorstand ausführlich das Thema "Digitalisierung/ Industrie 4.0", diesbezügliche Gestaltungsmöglichkeiten und bereits implementierte Maßnahmen. Der Nominierungsausschuss trat im Berichtszeitraum zweimal zusammen und beriet die Nominierung von erforderlich gewordenen Nachfolgen im Aufsichtsrat. Nach dem Abschlussstichtag beschäftigte er sich intensiv mit der Auswahl geeigneter Kandidaten für die in der Hauptversammlung 2018 anstehende Neuwahl der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat. Leitlinien waren dabei die vom Aufsichtsrat festgelegten Ziele für seine Zusammensetzung und das von ihm definierte Kompetenzprofil sowie Diversitätskonzept. Die Jahresabschluss- und KonzernabschlussprüfungIn seiner Sitzung am 15. März 2018 beschäftigte sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Jahresabschluss der Salzgitter AG (SZAG) und dem Konzernabschluss jeweils zum 31. Dezember 2017 sowie dem gemeinsamen Lagebericht der Aktiengesellschaft und des Konzerns über das Geschäftsjahr 2017. Zuvor hatte der von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, beide Abschlüsse geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Er testierte die Übereinstimmung der Bilanzierung, Bewertung und Konsolidierung im Konzernabschluss mit den International Financial Reporting Standards (IFRS). Außerdem bestätigte der Abschlussprüfer im Rahmen seiner Beurteilung des Risikofrüherkennungssystems, dass der Vorstand die nach dem Aktiengesetz geforderten Maßnahmen getroffen hat, um Risiken frühzeitig zu erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Der Jahresabschluss der SZAG, der Konzernabschluss, der gemeinsame Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns, der Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegen. An der Beratung des Jahres- und des Konzernabschlusses nahmen Vertreter des Abschlussprüfers teil und erläuterten die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung. Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses sowie des gemeinsamen Lageberichts erhob der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Er stimmte dem Ergebnis der Prüfung seitens des Abschlussprüfers zu und billigte den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes bezüglich der Verwendung des Bilanzgewinns schlossen wir uns an. Der nichtfinanzielle KonzernberichtGegenstand der Aufsichtsratssitzung am 15. März 2018 war außerdem der nichtfinanzielle Konzernbericht, der für 2017 erstmals abzugeben ist. Zuvor hatte die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft diesen im Auftrag des Aufsichtsrates geprüft und folgendes Prüfungsurteil abgegeben: "Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass der Bericht von Salzgitter für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315b, 315c i. V. m. §§ 289c bis 289e HGB aufgestellt worden ist." Nach eigener Prüfung schloss sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch KPMG an. Die Veränderungen im AufsichtsratAm 1. September 2017 verstarb Herr Prof. Dr. Hannes Rehm, Vertreter der Anteilseigner. Als seinen Nachfolger bestellte das Amtsgericht Braunschweig mit Wirkung zum 24. November 2017 bis zur Beendigung der nächsten Hauptversammlung Herrn Prof. Dr. Joachim Schindler. Herr Peter-Jürgen Schneider, ebenfalls Vertreter der Anteilseigner, legte sein Mandat mit Wirkung zum 31. Dezember 2017 nieder. Zu seinem Nachfolger bestellte das Amtsgericht Braunschweig mit Wirkung zum 18. Januar 2018 bis zur Beendigung der nächsten Hauptversammlung Herrn Reinhold Hilbers. Die neu bestellten Aufsichtsratsmitglieder wurden jeweils mittels einer Einführungsveranstaltung mit der Geschäftstätigkeit des Konzerns vertraut gemacht (Onboarding). Der Aufsichtsrat dankt Herrn Peter-Jürgen Schneider für sein mehr als vierjähriges Engagement im Aufsichtsrat, nachdem er lange Jahre als Mitglied des Vorstandes für den Konzern gewirkt hat. Besonderen Dank schuldet das Unternehmen Herrn Prof. Rehm. Er war seit dem Jahr 2000 Mitglied des Aufsichtsrates der SZAG und langjähriger Vorsitzender des Prüfungsausschusses, zudem Mitglied im Strategieausschuss und zeitweise des Präsidiums. Der Aufsichtsrat würdigt das große, mit hohem Sachverstand geleistete Engagement des Verstorbenen und die damit verbundenen Verdienste um das Unternehmen. Er hat durch seinen Einsatz die Arbeit des Aufsichtsrates maßgeblich geprägt. Wir danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeitern des Konzerns für die geleistete Arbeit und ihren Einsatz im Geschäftsjahr 2017.
Salzgitter, 15. März 2018 Der Aufsichtsrat Heinz-Gerhard Wente, Vorsitzender ENTSPRECHENSERKLÄRUNG 2017des Vorstands und des Aufsichtsrats der Salzgitter AG gemäß § 161 Aktiengesetz zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex"Vorstand und Aufsichtsrat der Salzgitter AG erklären gemäß § 161 Aktiengesetz: Bei der Salzgitter AG wurde 2017 und wird derzeit sämtlichen, vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekanntgemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen mit Ausnahme der 2017 neuen Empfehlung, dass die mehrjährige Bemessungsgrundlage der variablen Vergütungsbestandteile der Vorstandsvergütung im Wesentlichen zukunftsbezogen sein soll (Ziff. 4.2.3 Abs. 2 Satz 3 DCGK). Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 7. Dezember 2017 beschlossen, die mehrjährige Bemessungsgrundlage, die sich bisher jeweils auf den Erfolg in den letzten fünf Geschäftsjahren bezog, bei neuen Anstellungsverträgen oder Vertragsverlängerungen auf einen Erfolgsplan umzustellen, der auf die jeweils nächsten vier Jahre bezogen ist.
Salzgitter, 7. Dezember 2017 Der Aufsichtsrat Der Vorstand |
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