![]() Salzgitter AGSalzgitterQuartalsmitteilung 9 Monate 20189MSalzgitter-Konzern in Zahlenscroll
Ausweis der Finanzdaten gemäß IFRS 1)
annualisiert Ertragslage des Konzerns und seiner GeschäftsbereicheErtragslage des Konzernsscroll
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annualisiert Der Salzgitter-Konzern übertraf mit 284,6 Mio. € Gewinn vor Steuern das in den ersten
neun Monaten 2017 erzielte Resultat (174,5 Mio. €) erheblich. Maßgeblich hierfür ist
- neben der dynamischen Ergebnisperformance des Geschäftsbereiches Flachstahl - der
Turnaround des Segments Grobblech / Profilstahl insbesondere dank der erfreulichen
Ergebnisverbesserung der Peiner Träger GmbH. Die Geschäftsbereiche Mannesmann und
Technologie bauten ihre jeweiligen Vorsteuergewinne aus, während der Geschäftsbereich
Handel einen wiederum sehr vorzeigbaren, wenn auch unter dem herausragenden Vorjahresresultat
auskommenden Beitrag erwirtschaftete. Der Außenumsatz des Salzgitter-Konzerns blieb
in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2018 gegenüber dem Vergleichswert
nahezu stabil (6.931,2 Mio. €; 9 Monate 2017: 6.813,2 Mio. €). Das vor allem erlösbedingte
Umsatzwachstum des Geschäftsbereiches Flachstahl glich dabei den Rückgang des Handelssegments
mehr als aus. In den 284,6 Mio. € Gewinn vor Steuern (9 Monate 2017: 174,5 Mio. €)
sind 29,2 Mio. € Ergebnisbeitrag nach Steuern der at-equity einbezogenen Beteiligung
an der Aurubis AG enthalten (9 Monate 2017: Beitrag Aurubis-Engagement: -8,7 Mio.
€ inklusive -80,0 Mio. € Bewertungseffekten aus der damaligen Aurubis-Umtauschanleihe).
Das Nachsteuerergebnis betrug 194,0 Mio. € (9 Monate 2017: 112,6 Mio. €). Hieraus
errechnen sich 3,51 € Ergebnis je Aktie (9 Monate 2017: 2,01 €) sowie 11,6 % Verzinsung
des eingesetzten Kapitals. 36,4 % Eigenkapitalquote sowie 177,9 Mio. € Nettofinanzposition
bilden die solide finanzielle und bilanzielle Basis des Salzgitter-Konzerns. Sondereffekte / EBT Geschäftsbereiche und Konzernscroll
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Geschäftsbereich Flachstahlscroll
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inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen MarktentwicklungAuf dem weltweiten Stahlmarkt verbesserte sich insgesamt die Nachfrage und die globale
Rohstahlerzeugung stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an. Die europäischen Flachstahlhersteller
verzeichneten im bisherigen Jahresverlauf ein Plus der Auftragseingänge bei leicht
gestiegenen Preisen. Nichtsdestotrotz bleibt die Stabilität des europäischen Stahlmarktes
fragil, da der zunehmende Protektionismus Gefahren für das Marktgleichgewicht birgt.
Die von den USA im März 2018 eingeführten WTO-widrigen 25 %igen Importzölle auf Stahl,
von denen die EU, Kanada und Mexiko temporär ausgenommen waren, sind seit dem 1. Juni
2018 auch für Einfuhren aus diesen Regionen in Kraft. Um eine drohende Schädigung
der heimischen Industrie durch erneut massiv steigende Einfuhren als Folge möglicher
Umleitungseffekte abzufedern, hat die EU-Kommission am 19. Juli 2018 provisorische
Safeguard-Maßnahmen auf ein breites Stahl- und Rohrspektrum eingeführt. Diese nehmen
die Form von Zollkontingenten auf Basis der durchschnittlichen Importe der Jahre 2015
bis 2017 an. Erst wenn die produktspezifischen Kontingente überschritten werden, kommt
ein Zoll in Höhe von 25 % zur Anwendung. Die derartige Ausgestaltung der Safeguard-Maßnahmen
begrenzt Handelsumlenkungen infolge der US-Zölle effektiv und stellt gleichzeitig
sicher, dass traditionelle in Importströme nachgelagerte Branchen erhalten bleiben.
Spätestens Anfang Februar 2019 muss über die Einführung finaler Safeguards entschieden
werden, die dann vier Jahre gültig wären. BeschaffungEisenerzWährend der ersten neun Monate 2018 zeigte sich der Eisenerzindex volatil, wenn auch
weniger als im Vorjahreszeitraum. So zogen die Preise im Februar in Aussicht auf eine
hohe Nachfrage nach den Ferientagen im Zuge des chinesischen Neujahrsfestes auf bis
zu 80 USD/dmt an, notierten dann aber nach einem Preisverfall Mitte März bis Ende
Juni in einem engen Band zwischen 63 und 68 USD/dmt. Diese Entwicklung setzte sich
auch zu Beginn des Sommerquartals fort. So wies der Index kurzzeitig einen Wert von
62 USD/dmt auf, bevor er im Laufe der nachfolgenden Wochen auf knapp 70 USD/dmt anstieg.
Im Anschluss verharrte er auf einem Niveau zwischen 65 und 68 USD/dmt. Der Durchschnittspreis
des dritten Quartals lag bei 67 USD/dmt. KokskohleSeit dem zweiten Quartal 2017 ist die Preisbildung am Kokskohlemarkt hauptsächlich
indexgeprägt. Der Spotmarkt zeigte sich 2017 mit Preisen zwischen 140 und 304 USD/t
FOB Australien sehr volatil. Die Kaufzurückhaltung vor dem chinesischen Neujahrsfest,
die nach den Feiertagen schwächer als erwartete chinesische Nachfrage und nur marginale
wetterbedingte Produktions- und Logistikeinschränkungen in Australien, ließen die
Notierungen im ersten Quartal 2018 von 260 auf 197 USD/t FOB Australien fallen. Der
Trend setzte sich noch bis Ende April fort und fand seine Bodenbildung bei 179 USD/t
FOB Australien. Dieses Preisniveau machte es für viele chinesische Verbraucher attraktiver,
Kohle seewärtig einzudecken als auf dem Inlandsmarkt. Ängste vor Versorgungsengpässen
aufgrund der Kapazitätsprobleme der australischen Bahngesellschaft im wichtigsten
Kohleabbaugebiet Queensland ließen die Preise bis Ende Juni wieder auf ein Niveau
von 200 USD/t FOB Australien ansteigen. Nach Rücknahme der beabsichtigten Reduzierung
der australischen Bahnkapazität fiel der Index auf ein neues Jahrestief (172 USD/t
FOB Australien), bevor er Ende September gestützt durch eine stärkere Nachfrage und
als Folge einer Havarie in einer australischen Mine wieder den Level von 202 USD/t
FOB Australien erreichte. Im Durchschnitt des dritten Quartals rangierte der Kokskohlepreis
bei 189 USD/t FOB Australien. GeschäftsverlaufDie nach wie vor gute Stahlnachfrage in Deutschland und der EU führte zu einem im
Vergleich zum Vorjahr höheren Auftragseingang und -bestand sowie Versand des Geschäftsbereiches
Flachstahl. Rohstahl- und Walzstahlerzeugung legten ebenfalls zu. Vor allem erlösbedingt
zogen Segment- und Außenumsatz kräftig an. Der Vorsteuergewinn des Segments verzeichnete
mit 171,2 Mio. € wegen der Erlösverbesserungen bei Flachstahlerzeugnissen gegenüber
dem Vergleichszeitraum (159,2 Mio. €) einen erfreulichen Zuwachs. Gegenläufig wirkten
gestiegene Beschaffungspreise für Rohstoffe. InvestitionenDer Geschäftsbereich Flachstahl konzentrierte die Investitionstätigkeit während der
ersten neun Monate 2018 sowohl auf neue Aggregate als auch auf die Optimierung und
Erweiterung vorhandener Anlagen. Mit zusätzlichen Investitionen verfolgt die SZFG
ihre Strategie, das Portfolio weiter in Richtung hoch- und höchstfester Güten zu entwickeln.
Daher wird derzeit eine neue Warmbandspaltanlage errichtet, die genau diesen Produktanforderungen
gerecht werden kann. Darüber hinaus wurde mit dem Bau einer neuen Coilbindelinie begonnen.
Die 2017 genehmigte Investition einer dritten Feuerverzinkungsanlage am Standort Salzgitter
befindet sich in der Angebotsphase. Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahlscroll
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ohne DMU-Gruppe MarktentwicklungDie Lage auf dem europäischen Grobblechmarkt hat sich nach einem verhaltenen Auftakt
ab dem zweiten Quartal 2018 aufgehellt. Die von einem stabilen wirtschaftlichen Umfeld
getragene robuste Marktsituation insbesondere in Westeuropa und Deutschland hat auch
im weiteren Jahresverlauf zu kontinuierlichen Auftragseingängen geführt. Dabei haben
Werksstillstände in den Sommermonaten die verfügbaren Walzkapazitäten reduziert, sodass
sich die Nachfrage bei Kunden und Verbrauchern auf einem hohen Niveau bewegte. Zum
Ende des Berichtszeitraumes konnten Preiserhöhungen verzeichnet werden. Importe aus
Drittländern nach Europa sind im Vorjahresvergleich nur leicht zurückgegangen und
erfolgten vorranging aus der Ukraine, Indien und Südkorea. Auf dem europäischen Trägermarkt wurden dank anziehender Buchungen zu Beginn des Jahres
steigende Preise erzielt. Die im zweiten Quartal befürchteten Belegungslücken schlossen
die meisten Produzenten mit Preiszugeständnissen und Buchungen von Exportmengen. Die
Sommerstillstände fast aller Werke führten im weiteren Verlauf zu einer Reduzierung
der Lagerbestände beim Handel. Der dadurch entstandene Nachholbedarf ermöglichte es
den Produzenten, die Preise zu erhöhen. BeschaffungStahlschrottUngeachtet einer festen Nachfrage und wachsendem Schrottbedarf der inländischen Stahlwerke
reduzierten sich die Preise nach einem Anstieg zu Beginn des Jahres, ausgelöst vom
Rückzug der türkischen Schrottimporteure aus dem Tiefseemarkt, bereits im Februar
wieder. Gegen Ende des Monats nahmen die türkischen Werke die Gespräche mit den potenziellen
Verkäufern erneut auf. Nachdem die ersten Abschlüsse zu leicht erhöhten Preisen erfolgten,
stiegen die Notierungen - verbunden mit der sehr guten Nachfrage im Inland - in kleinen,
aber stetigen Schritten weiter an. Während des zweiten Quartals gingen die Stahlschrottpreise
leicht zurück, bevor sich im dritten Quartal die Zollpolitik der US-Regierung gegen
türkischen Stahl ab Mitte August in deutlichen Preisanpassungen im Tiefseegeschäft
widerspiegelte. Diese wurden bis Mitte September nahezu korrigiert. GeschäftsverlaufWährend der Ordereingang des Geschäftsbereiches Grobblech / Profilstahl den Vorjahreslevel
annähernd erreichte, lag der Auftragsbestand darunter. Die Walzstahlproduktion legte
etwas zu. Bei einem stabilen Absatz und Außenumsatz, überschritt der Segmentumsatz
aufgrund der Steigerung aller Gesellschaften den Vergleichswert spürbar. Mit 14,5
Mio. € kam der Vorsteuergewinn dank der erfreulichen Ergebnisverbesserung der Peiner
Träger GmbH (PTG) erheblich über dem Vorjahr aus (-18,7 Mio. €). Die Grobblechgesellschaften
übertrafen ebenfalls die ersten neun Monate 2017 und steuerten wie auch die DEUMU
Deutsche Erz und Metall-UnionGruppe ein positives Resultat bei. InvestitionenIm September 2018 erfolgte in Ilsenburg der feierliche erste Spatenstich für die Investitionsmaßnahme
"Neue Wärmebehandlungslinie" aus dem Wachstumsprogramm "Salzgitter AG 2021". Das Projekt
dient der Erweiterung des Produktportfolios sowie der noch stärkeren Positionierung
der ILG im höherwertigen Gütensegment. Darüber hinaus werden einzelne Projekte zur
Qualitätsverbesserung sowie Prozessoptimierung im Rahmen der Realisierung der Effizienzmaßnahmen
durchgeführt. Geschäftsbereich Mannesmannscroll
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Rohre MarktentwicklungDie Stahlrohrindustrie profierte in den ersten drei Quartalen 2018 von einer robusten
Konjunktur in den Industrieländern. Zudem wirkten sich insbesondere die nach Normalisierung
des Rohölmarktes andauernden Nachholeffekte der Energieindustrie positiv aus. Ungeachtet
handelspolitischer Verwerfungen blieb dabei vor allem Nordamerika ein wichtiger Absatzmarkt.
Die Nachfrage nach nahtlosen und kleinen geschweißten Stahlrohren legte dort deutlich
zu und trug auch zur Stabilisierung der Kapazitätsauslastung der Hersteller außerhalb
Nordamerikas bei. Im Großrohrsektor rangierte die Beschäftigungslage auf hohem Level.
Die Produzenten von Präzisionsstahlrohren berichteten über eine zufriedenstellende
Ordertätigkeit aus der Automobilindustrie. Auch der Bedarf aus dem Maschinenbau und
anderen Sektoren lag insgesamt auf einem auskömmlichen Niveau. Die Edelstahlrohr-Hersteller
verzeichneten eine gute Nachfrage der chemischen Industrie. GeschäftsverlaufDer Auftragseingang des Geschäftsbereiches Mannesmann blieb während der ersten neun
Monate 2018 hinter dem der Vergleichsperiode zurück. Hierin spiegelt sich neben der
reduzierten Ordertätigkeit bei der Mannesmann Großrohr GmbH (MGR) und der Mannesmann
Stainless Tubes-Gruppe (MST-Gruppe) auch die Absenkung des Produktionsvolumens der
quotal zu 30 % einbezogenen Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM) wider. Dagegen
war der Auftragsbestand auch wegen des niedrigeren Versands höher als ein Jahr zuvor.
Außerhalb des Konsolidierungskreises entwickelte sich der Auftragseingang der at-equity
einbezogenen 50 %-Beteiligung EUROPIPE-Gruppe (EP-Gruppe) gegenüber dem von der Buchung
des Großprojekts EUGAL geprägten Vorjahr stark rückläufig. Der Orderbestand blieb
ebenfalls merklich unter dem Vergleichswert. Der Segmentumsatz des Geschäftsbereiches
Mannesmann stellte das Vorjahresniveau ein, während der Außenumsatz leicht zunahm.
Der Umsatz der EP-Gruppe legte bei einem etwas geringeren Absatz erlösbedingt zu.
Der Geschäftsbereich erwirtschaftete mit 20,7 Mio. € Gewinn vor Steuern (9 Monate
2017: 1,4 Mio. €) ein deutlich über Vorjahr auskommendes Resultat. Hierbei zeigten
die EP-Gruppe, die Mannesmann Precision Tubes-Gruppe (MPT-Gruppe) sowie die Mannesmann
Line Pipe GmbH (MLP) spürbare Ergebnisverbesserungen. InvestitionenDer Schwerpunkt der Investitionstätigkeit des Geschäftsbereiches Mannesmann liegt
2018 auf Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen. Im Zuge des Ausbaus der mexikanischen
Präzisrohrgesellschaft der MPT-Gruppe am Standort El Salto wurden der Ofen und die
Richtmaschine installiert, die Ziehbank befindet sich im Aufbau. Die Investition der
MST-Gruppe in eine große Kaltpilgermaschine am Standort Remscheid läuft nach wie vor
planmäßig. Die Maßnahme dient der Erweiterung der Kapazität und des Produktangebotes
im kaltgefertigten nahtlosen Edelstahlbereich, um größere Rohrdurchmesser herzustellen.
Die Inbetriebnahme ist im ersten Quartal 2019 vorgesehen. Die MLP modernisiert im
Werk Siegen die Nahtglühanlage zur Qualitätsverbesserung und Prozessoptimierung, umsteigende
qualitative Anforderungen abbilden zu können und das Abmessungsprogramm zu erweitern. Geschäftsbereich Handelscroll
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inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen MarktentwicklungDie Nachfrage auf den internationalen Stahlmärkten zeigte sich in den ersten neun
Monaten des Jahres 2018 stabil. Das auf den weltweiten Märkten weiterhin vorherrschende
starke Preisniveau setzte sich überwiegend fort. Auch auf dem europäischen Markt wurden
anhaltend hohe Verkaufspreise in nahezu allen Produktgruppen verzeichnet. Der Absatz des Geschäftsbereiches Handel erreichte den Level der Vergleichsperiode
nicht ganz, was insbesondere auf das geringere Projektgeschäft sowie das Ausbleiben
großvolumiger Aufträge im internationalen Trading zurückzuführen ist. Zusätzlich erschwerten
protektionistische Maßnahmen, beispielsweise in den USA, den grenzüberschreitenden
Handel. Auch der europäische Lagerhandel zeigte rückläufige Mengen, wohingegen der
Versand der Universal Eisen und Stahl-Gruppe (UES-Gruppe) die Vorjahreswerte übertraf.
Segment- und Außenumsatz lagen bei einer verbesserten Erlössituation mengenbedingt
etwas unterhalb des Vergleichszeitraumes. Die positive Margenentwicklung der UES-Gesellschaften
glich die unter dem hohen Vorjahresniveau auskommenden Resultate des Lagerhandels
und des internationalen Tradings nicht aus. Dennoch erwirtschaftete der Geschäftsbereich
in den ersten neun Monaten 2018 mit 35,2 Mio. € einen wiederum sehr vorzeigbaren Gewinn
vor Steuern (9 Monate 2017: 44,8 Mio. €). InvestitionenDer Erhalt und die Modernisierung bestehender Anlagen sowie die im Zuge der "Strategie
Salzgitter AG 2021" angestoßenen Maßnahmen bilden 2018 den Investitionsschwerpunkt
des Geschäftsbereiches Handel. Die vor diesem Hintergrund überwiegend im europäischen
Lagerhandel initiierten Projekte zur Digitalisierung der Vertriebsprozesse schreiten
weiter voran. Inzwischen beträgt das Geschäftsvolumen über digitale Schnittstellen
fast 13 % des Absatzes des deutschen lagerhaltenden Handels. Geschäftsbereich Technologiescroll
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inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen Die nachstehenden Gesellschaften wurden zum 30. September 2018 rückwirkend per 1.
Januar 2018 neu in den Konsolidierungskreis der Salzgitter AG aufgenommen.
MarktentwicklungLaut Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) lagen die Auftragseingänge
der Branche spürbar über dem Vorjahreslevel. Die Umsätze verzeichneten ebenfalls einen
merklichen Anstieg. Auf dem Markt für Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen zeigte
sich eine insgesamt leicht verbesserte Ordertätigkeit. Dabei standen Zuwächsen aus
dem Ausland Rückgänge des Inlandes entgegen. Der Umsatz bewegte sich etwas unter dem
Vorjahresniveau. GeschäftsverlaufDer Auftragseingang des Geschäftsbereiches Technologie konnte in den ersten drei Quartalen
des Berichtszeitraumes vor allem aufgrund der geringeren Ordertätigkeit bei der KHS-Gruppe
nicht ganz an den 2017er Level anknüpfen. Während die Auftragseingänge der Klöckner
Desma Elastomer-Gruppe (KDE-Gruppe) etwas anzogen, unterschritten die der DESMA Schuhmaschinen
GmbH (KDS) den außergewöhnlich hohen Vorjahreswert. Wegen der hohen Ordereingänge
zum Jahresende 2017 rangierte der Auftragsbestand des Segments deutlich über dem Niveau
des Vergleichszeitraumes. Segment- und Außenumsatz stellten die Vergleichswerte ein.
Dabei verzeichneten die KDE-Gruppe und die KDS erhebliche Zuwächse, die KHS-Gruppe
jedoch einen geringfügig schwächeren Umsatz. Der Geschäftsbereich Technologie übertraf
mit 30,5 Mio. € Gewinn vor Steuern das Vorjahresresultat (17,8 Mio. €) signifikant.
Während die KDE-Gruppe ihr Ergebnis mehr als verdoppelte, gelang der DESMA Schuhmaschinen
GmbH eine Verdreifachung. Auch das Ergebnis der KHS-Gruppe entwickelte sich erfreulich. Das aktualisierte, umfassende Effizienz- und Wachstumsprogramm "KHS Future" wurde
Anfang 2018 unter Fortführung der bisherigen Maßnahmen gestartet. Das Programm mit
dem Schwerpunkt auf Kostensenkungen und der Ausweitung des Servicegeschäfts trägt
zur Ergebnissteigerung bei. InvestitionenDer Geschäftsbereich Technologie konzentrierte sich im Berichtszeitraum auf die Fortsetzung
der Ersatz- und Rationalisierungsmaßnahmen, um seine Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig
zu stärken. Zur Ablaufoptimierung werden bei der KHS-Gruppe in Deutschland und den
Auslandsgesellschaften IT-Projekte durchgeführt. Die umfassende Modernisierung des
Standorts Bad Kreuznach hinsichtlich "Lean Manufacturing" wurde in einzelnen Teilprojekten
weiter umgesetzt. Am Standort Dortmund starteten umfangreiche Investitionen zur Modernisierung
der Fertigung und zur Erweiterung der Montage. Bei der KDS steht die im Dezember 2017
genehmigte Investition "Fabrik der Zukunft" im Fokus, die den Neubau von Büro- und
Produktionsgebäuden auf dem Bestandsgelände in Achim vorsieht. Mit der Investition
werden das Wachstum und die Wirtschaftlichkeit der KDS nachhaltig sichergestellt und
die Erreichung der langfristigen Ziele des Unternehmens als Technologie-, Markt- und
Innovationsführer unterstützt. Damit einhergehend soll mithilfe der Optimierung des
Informations- und Materialflusses sowie der Montageprozesse eine Steigerung der Produktivität
erfolgen. Industrielle Beteiligungen / Konsolidierungscroll
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inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen Der Umsatz des Bereiches Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung, der hauptsächlich
durch das Halbzeug- und Servicegeschäft mit Tochtergesellschaften und Konzernfremden
generiert wird, erhöhte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode geringfügig auf 688,0
Mio. € (9 Monate 2017: 669,8 Mio. €). Der Außenumsatz blieb mit 141,2 Mio. € (9 Monate
2017: 149,5 Mio. €) annähernd konstant. Das Ergebnis vor Steuern betrug 12,6 Mio. € und lag damit erheblich über dem Vorjahresresultat
(-30,0 Mio. €). Darin enthalten ist der Beitrag der nach der Equity-Methode bilanzierten
Beteiligung an der Aurubis AG von 29,2 Mio. € (9 Monate 2017: 71,3 Mio. € at-Equity-Beitrag;
Aurubis-Engagement: -8,7 Mio. €). Das Vorjahr war insbesondere geprägt von den negativen
Einflüssen des Bewertungseffektes der damaligen Umtauschanleihe auf Aurubis-Aktien
(-80,0 Mio. €), die im vierten Quartal 2017 durch Aktienrückgabe abgelöst worden ist.
Stichtagsbezogene Bewertungseffekte von Derivatepositionen sowie das Zinsergebnis
aus dem Cash-Management des Konzernfinanzkreises stützen das aufgelaufene Ergebnis
2018. Der Vorsteuergewinn der nicht direkt einem Geschäftsbereich zugeordneten Konzernunternehmen
kam spürbar unter dem der ersten neun Monate 2017 aus. Dies ist im Wesentlichen auf
das geringere Resultat der RSE-Gruppe, das 2017 einen Ertrag aus der Veräußerung einer
nicht betriebsnotwendigen Immobilie beinhaltet, zurückzuführen. Finanz- und VermögenslageErläuterungen zur BilanzDie Bilanzsumme des Salzgitter-Konzerns hat sich im aktuellen Berichtszeitraum gegenüber
dem 31. Dezember 2017 um 244 Mio. € erhöht. Die langfristigen Vermögenswerte (+93 Mio. €) legten insbesondere wegen der gestiegenen
Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen (+201 Mio. €) zu. Die
Summe der planmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens (-253 Mio. €) rangierte im
Berichtszeitraum über den Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
(+220 Mio. €) und verminderte das Anlagevermögen. Latente Ertragsteueransprüche nahmen
im Vergleich zum Vorjahr (-51 Mio. €) ab. Der Zuwachs der kurzfristigen Vermögenswerte
(+151 Mio. €) resultiert im Wesentlichen aus erlösbedingt ausgeweiteten Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen inklusive der Vertragsvermögenswerte (+148 Mio. €).
Erläuterungen zu den 2018 aufgrund der Anwendung des IFRS 15 erstmals separat auszuweisenden
Vertragsvermögenswerten befinden sich im Kapitel "Grundsätze der Rechnungslegung und
Konsolidierung, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" unter Ziffer 5. Die Vorräte
zogen ebenfalls an (+141 Mio. €). Dem Aufbau des Working Capital stehen geringere
Finanzmittel (-168 Mio. €) gegenüber. Die sonstigen Vermögenswerte erhöhten sich um
43 Mio. €. Auf der Passivseite zeigt sich das Eigenkapital dank des guten Ergebnisses leicht
erhöht (+130 Mio. €), die gesteigerte Eigenkapitalquote beträgt solide 36,4 %. Die
langfristigen Schulden sind 46 Mio. € niedriger als zum Vergleichsstichtag. Bei einem
gegenüber dem Bilanzstichtag unveränderten Zinssatz in Höhe von 1,50 % blieben die
Pensionsrückstellungen nahezu stabil (-33 Mio. €). Die Ertragsteuerschulden verringerten
sich um 12 Mio. €. Die kurzfristigen Schulden legten um 161 Mio. € zu. Dies ist überwiegend
auf gestiegene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen inklusive Vertragsverbindlichkeiten
(+82 Mio. €) sowie den Zuwachs der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten (+55
Mio. €) zurückzuführen. Die kurzfristigen Finanzschulden erhöhten sich um 22 Mio.
€. Die Nettofinanzposition ging vor allem als Folge der Investitionen in die langfristigen
Vermögenswerte auf 178 Mio. € (31.12.2017: 381 Mio. €) zurück. Den Geldanlagen einschließlich
Wertpapieren (838 Mio. €; 31.12.2017: 1.020 Mio. €) standen Verbindlichkeiten von
660 Mio. € (31.12.2017: 639 Mio. €) gegenüber; davon 492 Mio. € bei Kreditinstituten
(31.12.2017: 471 Mio. €). Erläuterungen zur KapitalflussrechnungBei einem Vorsteuergewinn von 285 Mio. € ergab sich ein positiver Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit von 280 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 118 Mio. €). Dies ist neben
dem verbesserten Ergebnis vor allem auf die im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringere
Zunahme des Working Capital zurückzuführen. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von 409 Mio. € (Vorjahreszeitraum:
-251 Mio. €) spiegelt überwiegend die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen (-227 Mio. €) sowie in sonstige langfristige
Vermögenswerte (-195 Mio. €) wider. In der letztgenannten Auszahlung sind im Wesentlichen
die Zukäufe der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung an der Aurubis AG
enthalten. Auszahlungen an unsere Aktionäre, Zinsauszahlungen sowie Rückzahlungen für erhaltene
Kredite hatten einen Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit von 43 Mio. € (Vorjahreszeitraum:
-41 Mio. €) zur Folge. Wegen des negativen Gesamt-Cashflows verringerte sich der Finanzmittelbestand (512
Mio. €) gegenüber dem 31. Dezember 2017 (679 Mio. €) entsprechend. Mitarbeiterscroll
Unter Berücksichtigung der quotalen Beteiligungsverhältnisse sind Rundungsabweichungen
möglich Am 30. September 2018 umfasste die Stammbelegschaft des Salzgitter-Konzerns 23.338
Mitarbeiter und erhöhte sich damit gegenüber dem 31. Dezember 2017 um 199 Belegschaftsmitglieder.
Ohne die erstmalige Konsolidierung von drei Konzerngesellschaften wären seit Jahresbeginn
lediglich 117 Personen hinzugekommen. Die Neukonsolidierungen erfolgten zum 30. September
2018 und traten rückwirkend zum 1. Januar 2018 in Kraft. Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 245 Ausgebildete übernommen, von denen 186 zeitlich
befristete Verträge erhielten. Gegenläufig wirkten neben den Maßnahmenprogrammen vor
allem der Eintritt in die passive Phase der Altersteilzeit sowie das Erreichen der
Altersgrenze. Die Gesamtbelegschaft umfasste 25.245 Personen. Die Zahl der Leiharbeitnehmer lag zum 30. September 2018 bei 1.248 und betrug damit
171 Personen weniger als ein Jahr zuvor. Zum Ende des Berichtszeitraumes waren keine Mitarbeiter von Kurzarbeit betroffen. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtDie Geschäftsbereiche gehen - verglichen mit dem Vorjahr - von nachstehendem Verlauf
des Geschäftsjahres 2018 aus: Im europäischen Flachstahlmarkt hat der Importdruck im Berichtszeitraum insgesamt
zugenommen. Der Grund dafür sind deutliche Zuläufe aus Ländern wie der Türkei, Indien
und Südkorea - auch wegen Umlenkungseffekten als Folge der US-Strafzölle. Daher bleibt
das Marktumfeld weiterhin sensibel. Aktuell ist die wirtschaftliche Lage des Geschäftsbereiches
Flachstahl jedoch sehr erfreulich. Unter der Annahme einer weiterhin guten Auslastung
und flankiert von EU-Safeguard-Maßnahmen, erwarten wir einen im Vergleich zum Vorjahr
merklich höheren Umsatz sowie einen Gewinn vor Steuern mindestens auf dem Level des
hervorragenden Vorjahresresultats. Der Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl bleibt einem diffizilen Umfeld ausgesetzt.
Der Grobblechmarkt ist nach wie vor von hohen Importvolumina aus Drittländern wie
der Ukraine in die EU gekennzeichnet, gleichwohl zeichnete sich im Jahresverlauf eine
Aufhellung ab. Trotz eines von anhaltend spekulativem Kaufverhalten der Kunden geprägten
Profilstahlmarktes erwarten wir, dass sich die Peiner Träger GmbH weiterhin gut behaupten
wird. Alle drei Standorte prognostizieren eine weitgehend solide Beschäftigung. Insgesamt
rechnet der Geschäftsbereich mit einem moderaten Anstieg des Umsatzes sowie einer
Rückkehr in die Gewinnzone. Die Entwicklung der Gesellschaften des Geschäftsbereiches Mannesmann verläuft 2018
in Summe positiv. Das deutsche Großrohrwerk der EUROPIPE-Gruppe bleibt nach Beendigung
des Nord Stream 2 Projekts mit der Anschluss-Pipeline EUGAL noch bis zum Jahresende
gut ausgelastet. Die Auftragssituation der amerikanischen Werke hat sich als Folge
eines wieder anziehenden US-Marktes verbessert. Die Mannesmann Grossrohr GmbH steht
einer weiterhin verhaltenen Projektvergabe gegenüber. Im Bereich der mittleren Leitungsrohre
fällt die Nachfrage wegen des unter dem außergewöhnlich guten Vorjahr liegenden Exportgeschäfts
geringer aus, was jedoch durch deutlich gestiegene Erlöse überkompensiert wird. Der
Präzisrohr-Bereich sollte vom Erlös- und Margenanstieg profitieren, während das Segment
Edelstahl gegenüber Vorjahr nur eine leichte Verbesserung antizipiert. Insgesamt erwarten
wir für den Geschäftsbereich einen Umsatz auf Vorjahresniveau und ein erheblich verbessertes,
wieder positives Vorsteuerergebnis. Erfolge der eingeleiteten Programme zur Ergebnisverbesserung
tragen hierzu bei. Wenngleich die gedämpften Aktivitäten im internationalen Trading durch die übrigen
Bereiche nicht vollständig ausgeglichen werden können, rechnet die Handelssparte aufgrund
einer Neukonsolidierung im vierten Quartal für das Geschäftsjahr 2018 mit einem leichten
Umsatzanstieg. Gegenüber dem außerordentlich erfolgreichen und von temporären Margengewinnen
geprägten Vorjahr ist eine zunehmende Normalisierung des Ertragsniveaus zu verzeichnen.
Der Geschäftsbereich Handel prognostiziert somit einen zwar erfreulichen, aber merklich
unter dem herausragenden Vorjahr auskommenden Gewinn vor Steuern. Basierend auf einem hohen Auftragsbestand avisiert der Geschäftsbereich Technologie
ein leichtes Umsatzwachstum. Angesichts des preislich stark umkämpften Projektgeschäfts
setzt die KHS-Gruppe auf Wachstum in profitablen Produktsegmenten sowie den weiteren
Ausbau des Servicegeschäfts. Daneben werden sich die eingeleiteten Effizienzsteigerungsmaßnahmen
positiv auswirken. Zusammen mit den auf Rekordniveau performenden beiden DESMA-Gesellschaften
wird ein sichtbarer Anstieg des Vorsteuergewinns erwartet. Wir bekräftigen unsere im September erhöhte Prognose und rechnen im Geschäftsjahr
2018 für den Salzgitter-Konzern weiterhin mit:
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass Imponderabilien unter anderem aus Rohstoffkosten-,
Edelmetallpreis- und Wechselkursveränderungen sowie die globalen handelspolitischen
Entwicklungen und deren denkbare Auswirkungen den Verlauf des Geschäftsjahres 2018
noch erheblich beeinflussen können. Die hieraus resultierende Schwankungsbreite des
Konzernergebnisses vor Steuern kann ein beträchtliches Ausmaß sowohl in negativer
als auch positiver Richtung annehmen. Die Dimension dessen wird deutlich, wenn man
unterstellt, dass bei rund 12 Mio. t abgesetzten Stahlerzeugnissen der Geschäftsbereiche
Flachstahl, Grobblech / Profilstahl, Mannesmann und Handel im Schnitt 25 € Margenveränderung
pro Tonne bereits ausreichen, um 300 Mio. € jährliche Ergebnisvarianz zu verursachen.
Darüber hinaus begrenzen volatile Rohstoffkosten sowie kürzere Vertragslaufzeiten
auf der Beschaffungs- genauso wie auf der Absatzseite die Planungssicherheit des Unternehmens. RisikomanagementZum Zeitpunkt der Berichterstattung bestanden keine Risiken, die den Fortbestand des
Salzgitter-Konzerns gefährden könnten. Hinsichtlich einzelner Chancen und Risiken
verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2017. Für Risiken aus dem angespannten Marktumfeld einschließlich der Preisvolatilität der
Rohstoffe sind die Ergebniseffekte im laufenden Jahr in den Gesellschaften - soweit
abschätzbar - einbezogen worden. Branchenspezifische RisikenDie andauernde Strukturkrise des globalen Stahlmarktes mit massiven Wettbewerbsverzerrungen
in Drittstaaten und anhaltendem Importdruck sowie außenpolitische Entwicklungen belasten
unser Geschäft. Trotz der seitens der EU-Kommission erlassenen Handelsschutzmaßnahmen
blieben die Einfuhren in die EU sehr hoch und rangierten im Berichtszeitraum erneut
auf Rekordniveau. Andere Länder wie Indien, Südkorea und insbesondere die Türkei haben
die aufgrund von EU-Antidumping-Zöllen zurückgegangenen chinesischen Importe ersetzt. Besonders hervorzuheben sind Risiken, die wegen politischer Entwicklungen in den USA
entstehen. Ende März haben die USA Schutzzölle im Ergebnis ihrer Untersuchung, ob
Stahlimporte die nationale Sicherheit gefährden (Section 232), verhängt. Seit dem
1. Juni 2018 sind die Einfuhrzölle von 25 % - nach zweimonatiger Ausnahme - ebenfalls
für Stahlimporte aus der EU gültig. Als erste Reaktion hat die EU am 1. Juni 2018
bei der Welthandelsorganisation (WTO) eine Klage gegen das Vorgehen der USA eingereicht.
Aufgrund der vorangegangenen, nicht erfolgreichen Streitschlichtung vor der WTO hat
die EU-Kommission zudem als Ausgleichsmaßnahme Einfuhrzölle auf US-Produkte mit einem
Warenwert von 2,8 Mrd. € in Kraft gesetzt. Die EU-Kommission zeigt sich weiterhin
bereit, mit den USA zu verhandeln, besteht aber zugleich auf vollständige Ausnahme
von den US-Einfuhrzöllen (ohne Quotenregelung), da die EU-Staaten als langjährige
Verbündete und NATO-Partner keinerlei Gefahr für die nationale Sicherheit der USA
darstellen. Der direkte Einfluss der Schutzzölle auf die US-Geschäfte des Salzgitter-Konzerns
ist moderat. Neben Risiken für den Export bieten sich auch Chancen für die vor Ort
produzierenden Gesellschaften. Als indirekte Folge für die europäische Stahlindustrie
ergeben sich Risiken aus zusätzlichen Importsteigerungen: Aufgrund der weltweit bestehenden
Überkapazitäten könnten von den US-Schutzzöllen betroffene Staaten ihre wegbrechenden
Exportmengen in den EU-Markt umlenken. In diesem Zusammenhang hat die EU-Kommission
am 26. März 2018 ein Schutzklauselverfahren (Safeguard) eröffnet, um eine drohende
Schädigung der heimischen Industrie durch erneut massiv steigende Einfuhren von bis
zu 13 Mio. t pro Jahr zu prüfen. Am 19. Juli 2018 hat die EU-Generaldirektion Handel
provisorische Safeguard-Maßnahmen auf ein breites Stahl- und Rohrspektrum eingeführt.
Bis auf nahtlose Rohre sind alle Salzgitter-Produkte von den Maßnahmen abgedeckt.
Spätestens Anfang Februar 2019 muss über die Einführung finaler Safeguards entschieden
werden, die dann vier Jahre gültig wären. Zudem haben zahlreiche Drittstaaten mit eigenen Schutzmaßnahmen auf die US-Einfuhrzölle
auf Stahlprodukte (Section 232) reagiert. So haben die Eurasische Wirtschaftsunion
(Russland, Kasachstan, Armenien, Kirgisistan und Weißrussland), die Türkei und Kanada
Schutzklauselmaßnahmen eingeführt. Dadurch dürften Exporte weiter erschwert werden
und zusätzliche Umlenkungen in den EU-Markt drohen. Von den Maßnahmen sind einige
Konzernunternehmen auch direkt, jedoch in geringem Umfang betroffen. Von Handelsschutzmaßnahmen in den USA betroffen ist die Salzgitter AG (SZAG) zudem
durch ein Antidumping-Verfahren gegen Grob- und Bandblechimporte. Gegen die im Mai
2017 erfolgte - aus unserer Sicht ungerechtfertigte - Festsetzung eines Strafzolls
in Höhe von 22,9 % hat der Konzern Klage vor dem US-Gericht "International Court of
Trade" eingereicht, dessen Urteil im Frühjahr 2019 erwartet wird. In Sachen US-Antidumping-Verfahren gegen Einfuhren von kaltgezogenen Präzisrohren
unter anderem aus Deutschland hat die US International Trade Commission (ITC) am 17.
Mai 2018 entschieden, dass die beklagten Importe den US-Markt geschädigt haben. In
Folge hat die ITC die Strafzölle final in Kraft gesetzt. Mannesmann Precision Tubes
Deutschland wurde mit einem Zollsatz von 3,1 % belegt, Präzisrohrlieferungen in die
USA sind zollfrei weiterhin über die Landesgesellschaften in Frankreich, den Niederlanden
und Mexiko möglich. PersonalrisikenDie SZAG sowie ihre inländischen Konzerngesellschaften haben zum 1. Januar 2014 die
nach § 16 BetrAVG vorgeschriebene Prüfung auf Anpassung der Betriebsrentenzahlungen
durchgeführt. Vor dem Hintergrund der unzureichenden wirtschaftlichen Lage wurden
die Betriebsrenten bei mehreren Konzerngesellschaften zum 1. Januar 2014 nicht angepasst.
Die gegen diese Entscheidung seitens der IG Metall angestrengten Musterverfahren sind
mittlerweile rechtskräftig entschieden, sodass zum Berichtstag kein Schadensrisiko
mehr besteht. ZwischenabschlussI. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
II. Gesamtergebnisrechnungscroll
III. Konzernbilanzscroll
IV. Kapitalflussrechnungscroll
AnhangSegmentberichterstattungscroll
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Grundsätze der Rechnungslegung und Konsolidierung, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. Der Konzernabschluss für die Berichtsperiode vom 1. Januar bis 30. September 2018
der Salzgitter AG, Salzgitter (SZAG), wurde als verkürzter Abschluss mit ausgewählten
erläuternden Anhangangaben aufgestellt. Die Aufstellung erfolgte unverändert nach
den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting
Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung des IAS 34 für verkürzte Zwischenabschlüsse. 2. Gegenüber dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 wurden im Quartalsabschluss
zum 30. September 2018 unter Beachtung der nachstehenden Ausnahmen grundsätzlich keine
Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungs-, Berechnungs- und Konsolidierungsmethoden
vorgenommen. 3. Bei der Ermittlung des Barwertes der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen
wurde zum 30. September 2018 ein im Vergleich zum letzten Bilanzstichtag unveränderter
Rechnungszinssatz in Höhe von 1,50 % zugrunde gelegt. 4. Seit dem 1. Januar 2018 wird der IFRS 9 "Finanzinstrumente" im Salzgitter-Konzern
angewendet. Dieser beinhaltet neue Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung von
finanziellen Vermögenswerten. Die mit der Einführung dieses neuen Standards verbundenen
erfolgsneutralen Anpassungen wurden zum 1. Januar 2018 umgesetzt; sie resultierten
aus zu erwartenden Wertberichtigungen auf Basis eines Expected-losses-Modells. Wesentliche
Auswirkungen für den Konzernabschluss der Salzgitter AG ergaben sich aus diesen Anpassungen
nicht. 5. Seit dem 1. Januar 2018 wird der IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" im Salzgitter-Konzern
angewendet. Dieser Standard verfolgt das Ziel, die Vielzahl der Regelungen und Interpretationen
zur Umsatzrealisierung in einem Standard zusammenzuführen. Ebenso legt der neue Standard
einheitliche Grundprinzipien für alle Branchen und alle Kategorien fest. Die Erstanwendung
erfolgte nach der modifizierten retrospektiven Methode. Etwaige Umstellungseffekte
sind zu Beginn der Periode am 1. Januar 2018 als Anpassung in der Eröffnungsbilanz
kumuliert direkt in den Gewinnrücklagen erfasst worden. Im Spezialmaschinenbaugeschäft
des Geschäftsbereiches Technologie erfolgte nur bei wenigen, insgesamt nicht signifikanten
Fertigungsaufträgen, die bis Ende 2017 nach der Percentage-of-Completion-Methode gemäß
IAS 11 bilanziert wurden, nunmehr die zeitlich nachgelagerte Umsatzerfassung, da die
Voraussetzungen für eine zeitraumbezogene Umsatzerfassung nach IFRS 15 nicht mehr
erfüllt waren. Sachverhalte, die bis Ende 2017 nach der Percentage-of-Completion-Methode
gemäß IAS 11 bilanziert wurden, wurden in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
ausgewiesen. Ab 2018 werden Forderungen und Verbindlichkeiten aus der zeitraumbezogenen
Umsatzerfassung nach IFRS 15 in den Bilanzposten Vertragsvermögenswerte bzw. Vertragsverbindlichkeiten
gezeigt. Eine Anpassung der Vorjahreszahlen ist bei der angewendeten modifizierten
retrospektiven Methode nicht erforderlich. 6. Die zum 31. Dezember 2017 ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten in Bezug auf
die Anpassung von Betriebsrentenzahlungen haben sich im Wesentlichen als nicht konkretisiert
gezeigt. 7. Die HSP Hoesch Spundwand und Profil Gesellschaft mit beschränkter Haftung (HSP)
hat aufgrund jahrelanger Verluste im Dezember 2015 die Produktion von schweren Profilstahlerzeugnissen
beendet. Die Gesellschaft HSP und alle dazugehörigen Spundwand-Aktivitäten wurden
bis zum 31. Dezember 2017 nach den Vorschriften des IFRS 5 als aufgegebener Geschäftsbereich
ausgewiesen. Aufgrund der geringen Bedeutung für den Konzernabschluss wird ab 2018
auf einen gesonderten Ausweis verzichtet. Ausgewählte Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Die Umsätze nach Geschäftsfeldern werden in der Segmentberichterstattung dargestellt. 2. Das Ergebnis je Aktie berechnet sich entsprechend IAS 33. Das auf die gewichtete
Anzahl von Aktien der SZAG ermittelte unverwässerte Ergebnis je Aktie belief sich
in der Berichtsperiode auf 3,51 €. Eine Verwässerung würde dann eintreten, wenn das
Ergebnis je Aktie durch die Ausgabe potenzieller Aktien aus Options- und Wandelrechten
vermindert wird. Derartige Rechte waren am Bilanzstichtag aus einer Wandelanleihe
vorhanden. Bei deren Berücksichtigung ergibt sich eine Verminderung des Gewinns je
Aktie, sodass diese Options- und Wandelrechte zu einer Verwässerung führen. Das verwässerte
Ergebnis beträgt 3,32 € je Aktie. Angaben zum Fair ValueDie Angaben zum Fair Value erfolgen entsprechend den Regelungen des IFRS 13 "Bemessung
des beizulegenden Zeitwerts". Eine Abweichung vom Buchwert zum beizulegenden Zeitwert
(Fair Value) resultiert aus der Bilanzierung einer Wandelanleihe zu fortgeführten
Anschaffungskosten. Die Ermittlung der Fair-Value-Angaben für nicht zum Fair Value bilanzierte langfristige
finanzielle Vermögenswerte und Schulden erfolgt grundsätzlich durch die Diskontierung
zukünftiger Zahlungsströme. Hierbei findet ein laufzeitabhängiger Zinssatz Anwendung,
welcher den risikolosen Zinssatz und das über eine Peer-Group abgeleitete Adressenausfallrisiko
des Salzgitter-Konzerns widerspiegelt. Buchwert und Fair Value der Anleihen:scroll
Angaben zu Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen und PersonenNeben den Geschäftsbeziehungen zu in den Konzernabschluss einbezogenen voll- und anteilig
konsolidierten Gesellschaften existieren Beziehungen zu nach der Equity-Methode bilanzierten
Unternehmen sowie zu nicht konsolidierten Tochtergesellschaften, die als nahestehende
Unternehmen nach IAS 24 zu qualifizieren sind. In der Kategorie der anderen nahestehenden
Unternehmen befinden sich die Mehrheitsbeteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen
des Landes Niedersachsen. Die erbrachten Lieferungen und Leistungen umfassen im Wesentlichen Lieferungen von
Vormaterial zur Großrohrproduktion. Ihr Volumen ergibt sich aus nachfolgender Tabelle: scroll
Angabe gemäß § 37w Abs. 5 WpHGDer vorliegende Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht wurden keiner prüferischen
Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen. HaftungsausschlussEinige der in diesem Text gemachten Aussagen haben den Charakter von Prognosen beziehungsweise
können als solche interpretiert werden. Sie sind nach bestem Wissen und Gewissen erstellt
und gelten naturgemäß unter der Voraussetzung, dass keine unvorhersehbare Verschlechterung
der Konjunktur und der spezifischen Marktlage für die Gesellschaften in den Unternehmensbereichen
eintritt, sondern sich die Grundlagen der Planungen und Vorschauen in dem Umfang und
dem zeitlichen Rahmen wie erwartet als zutreffend erweisen. Die Gesellschaft übernimmt
- unbeschadet bestehender gesetzlicher, insbesondere kapitalmarktrechtlicher Anforderungen
- keine Verpflichtung, vorausblickende Aussagen zu aktualisieren. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe ±
einer Einheit (€, % usw.) auftreten. Der Zwischenbericht der Salzgitter AG steht auch in englischer Sprache zur Verfügung.
Bei Abweichungen ist die deutsche Fassung maßgeblich. Impressum und KontakteKontaktSALZGITTER AG Postanschrift38223 Salzgitter ÖffentlichkeitsarbeitTelefon: 0 53 41/21-27 01 Investor RelationsTelefon: 0 53 41/21-18 52 HerausgeberSALZGITTER AG Konzept und GestaltungwirDesign Berlin Braunschweig Redaktion/TextSALZGITTER AG, Investor Relations Diese Quartalsmitteilung wurde mit Unterstützung des Redaktionssystems firesys erstellt. |
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