Salzgitter AG

Salzgitter

Zwischenbericht 1. Halbjahr 2019

Salzgitter-Konzern in Zahlen

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H1 2019 H1 2018 +/-
Rohstahlerzeugung Tt 3.412,1 3.528,9 -116,8
Außenumsatz Mio. € 4.526,2 4.617,1 -90,9
Geschäftsbereich Flachstahl Mio. € 1.175,5 1.242,7 -67,2
Geschäftsbereich Grobblech /Profilstahl Mio. € 442,3 554,5 -112,2
Geschäftsbereich Mannesmann Mio. € 582,3 563,4 18,9
Geschäftsbereich Handel Mio. € 1.578,3 1.548,8 29,4
Geschäftsbereich Technologie Mio. € 656,9 610,0 46,9
Industrielle Beteiligungen/Konsolidierung Mio. € 91,0 97,6 -6,6
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) Mio. € 353,7 406,6 -53,0
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) Mio. € 177,3 237,2 -59,9
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) Mio. € 145,3 198,6 -53,3
Geschäftsbereich Flachstahl Mio. € 60,3 109,7 -49,5
Geschäftsbereich Grobblech /Profilstahl Mio. € 0,6 22,0 -21,4
Geschäftsbereich Mannesmann Mio. € 9,0 12,3 -3,3
Geschäftsbereich Handel Mio. € 4,1 25,0 -20,9
Geschäftsbereich Technologie Mio. € 16,1 20,5 -4,3
Industrielle Beteiligungen/Konsolidierung Mio. € 55,1 9,1 46,1
Jahresüberschuss/-fehlbetrag Mio. € 96,4 135,4 -38,9
Ergebnis je Aktie - unverwässert 1,73 2,45 -0,72
Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE)1) % 7,9 12,8 -4,9
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € -25,9 170,1 -196,0
Investitionen2) Mio. € 306,6 135,8 170,8
Abschreibungen2) Mio. € -176,4 -169,4 -7,0
Bilanzsumme Mio. € 9.269,2 8.481,7 787,5
Langfristige Vermögenswerte Mio. € 4.118,8 3.621,9 496,9
Kurzfristige Vermögenswerte Mio. € 5.150,3 4.859,8 290,6
Vorräte Mio. € 2.341,2 2.152,3 188,9
Finanzmittel Mio. € 663,2 528,6 134,6
Eigenkapital Mio. € 3.229,5 3.075,9 153,6
Fremdkapital Mio. € 6.039,7 5.405,8 634,0
Langfristige Schulden Mio. € 3.796,8 3.281,3 515,5
Kurzfristige Schulden Mio. € 2.242,9 2.124,5 118,5
davon Bankverbindlichkeiten3) Mio. € 997,6 460,7 537,0
Nettofinanzposition zum Stichtag4) Mio. € -164,4 239,5 -404,0
Beschäftigte



Personalaufwand Mio. € -890,7 -862,3 -28,4
Stammbelegschaft zum Stichtag5) Blm. 23.639 23.273 366
Gesamtbelegschaft zum Stichtag6) Blm. 25.209 24.919 290

1) annualisiert
2) ohne Finanzanlagen, ab Geschäftsjahr 2019 inkl. nichtzahlungswirksame Zugänge aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 für Leasingverhältnisse
3) kurz- und langfristige Bankverbindlichkeiten
4) inklusive Anlagen, z.B. in Wertpapieren und strukturierten Investments
5) ohne Ausbildungsverhältnisse und ohne passive Altersteilzeit
6) inkl. Ausbildungsverhältnisse und inkl. passiver Altersteilzeit


Ertragslage des Konzerns und seiner Geschäftsbereiche

Ertragslage des Konzerns

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Q2 2019 Q2 2018 H1 2019 H12018
Rohstahlerzeugung Tt 1.672,3 1.755,1 3.412,1 3.528,9
Außenumsatz Mio. € 2.232,4 2.309,6 4.526,2 4.617,1
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) Mio. € 125,4 213,6 353,7 406,6
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) Mio. € 36,4 128,7 177,3 237,2
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) Mio. € 19,4 102,7 145,3 198,6
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag Mio. € -0,3 70,1 96,4 135,4
Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE)1) % 2,8 13,9 7,9 12,8
Investitionen2) Mio. € 105,1 66,7 306,6 135,8
Abschreibungen2) Mio. € -89,0 -84,9 -176,4 -169,4
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € -79,5 69,5 -25,9 170,1
Nettofinanzposition3) Mio. €

-164,4 239,5
Eigenkapitalquote %

34,8 36,3

1) annualisiert
2) ohne Finanzanlagen, ab Geschäftsjahr 2019 inkl. nichtzahlungswirksame Zugange aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 für Leasingverhaltnisse
3) inklusive Anlagen, z.B. in Wertpapieren und strukturierten Investments


Der Salzgitter-Konzern erzielte auch im zweiten Quartal einen Gewinn vor Steuern und verzeichnete mit 145,3 Mio. € Vorsteuerresultat (1. Halbjahr 2018: 198,6 Mio. €) im ersten Halbjahr 2019 eine insgesamt zufriedenstellende Performance. Sämtliche Geschäftsbereiche wiesen positive Ergebnisbeiträge aus. Der Außenumsatz (4,5 Mrd. €; 1. Halbjahr 2018: 4,6 Mrd. €) rangierte geringfügig unter der Vergleichsperiode. Haupttreiber dieser Entwicklung waren mengen- und preisbedingte Rückgänge der Geschäftsbereiche Flachstahl sowie Grobblech/ Profilstahl und Handel. Der Gewinn vor Steuern beinhaltet 56,4 Mio. € Beitrag des nach der Equity-Methode bilanzierten Engagements an der Aurubis AG (1. Halbjahr 2018: 25,1 Mio. €). Dieser umfasst 27,8 Mio. € (1. Halbjahr 2018: 0 €) Ertrag aus einer erfolgswirksamen bilanziellen Anpassung im Zusammenhang mit den in den ersten sechs Monaten 2019 zu einem durchschnittlichen Kurs unterhalb des Marktwertes des anteiligen Eigenkapitals erworbenen Aktien der Aurubis AG. Das Nachsteuerergebnis betrug 96,4 Mio. € (1. Halbjahr 2018: 135,4 Mio. €). Hieraus errechnen sich 1,73 € Gewinn je Aktie (1. Halbjahr 2018: 2,45 €) sowie 7,9 % Verzinsung des eingesetzten Kapitals (1. Halbjahr 2018: 12,8 %).

Sondereffekte / EBT Geschäftsbereiche und Konzern

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EBT Restruk-turierung Impairment/ Zuschreibung
in Mio. € H1 2019 H1 2018 H1 2019 H1 2018 H1 2019 H1 2018
Flachstahl 60,3 109,7 - - - -
Grobblech/Profilstahl 0,6 22,0 - - - -
Mannesmann 9,0 12,3 - - - -
Handel 4,1 25,0 - - - -
Technologie 16,1 20,5 - - - -
Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung 55,1 9,1 - - - -
Konzern 145,3 198,6 - - - -


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Sonstiges EBTohne Sondereffekte
in Mio. € H1 2019 H1 2018 H1 2019 H1 2018
Flachstahl - - 60,3 109,7
Grobblech/Profilstahl - - 0,6 22,0
Mannesmann - - 9,0 12,3
Handel - - 4,1 25,0
Technologie - - 16,1 20,5
Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung - - 55,1 9,1
Konzern - - 145,3 198,6


Return on Capital employed (ROCE)

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in Mio. € H1 2019 H1 2018
EBT 145,3 198,6
+ Zinsaufwand 39,2 45,2
- Zinsaufwand für Pensionsrückstellungen 19,2 17,8
= EBIT I 165,3 226,1
Bilanzsumme 9.269,2 8.481,7
- Pensionsrückstellungen 2.519,3 2.418,0
- Übrige Rückstellungen ohne Ertragsteuerrückstellung 636,0 535,4
- Verbindlichkeiten ohne Anleihen, Bank- und Wechselverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, Forfaitierung, Derivate 1.474,8 1.635,4
- Aktive latente Steuern 447,5 354,7
= Capital employed 4.191,6 3.538,1
in %

ROCE 7,9 12,8


Der ROCE ist ein bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator und Bestandteil des unternehmensinternen Steuerungssystems. Quantitative, ergebnisbezogene Zielvorgabe für den Salzgitter-Konzern ist ein ROCE von mindestens 12 % über einen Konjunkturzyklus hinweg; dieser beträgt gemäß unserer Definition üblicherweise fünf Jahre. Im ersten Halbjahr 2019 erreichte der ROCE 7,9 %.

Weitere Erläuterungen zur Herleitung des ROCE werden im Kapitel "Finanzielles Steuerungssystem" des Geschäftsberichtes 2018 dargestellt.

Earnings before Interest and Taxes (EBIT) / Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization (EBITDA)

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in Mio. € H1 2019 H1 2018
EBT 145,3 198,6
+ Zinsaufwand 39,2 45,2
- Zinsertrag 7,3 6,7
= EBIT 177,3 237,2
+ Abschreibungen1) 176,4 169,4
= EBITDA 353,7 406,6

1) Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle und langfristige finanzielle Vermögenswerte


Die Ertragskennzahlen EBIT und EBITDA zeigen die operative Ertragskraft eines Unternehmens unabhängig von dessen Kapitalstruktur. Sie ermöglichen eine zusätzliche Analyse und Bewertung des Unternehmensergebnisses sowie eine operative Vergleichbarkeit mit dem Wettbewerb. Dabei können länderspezifische Unterschiede in der Besteuerung sowie Besonderheiten der Finanzierungs- und Sachanlagenstruktur einzelner Unternehmen ausgeblendet werden. Bei geringfügig erhöhten Abschreibungen spiegelt sich das gesunkene EBT des ersten Halbjahres 2019 in einem Rückgang des EBIT und EBITDA wider.

Geschäftsbereich Flachstahl

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Q2 2019 Q2 2018 H1 2019 H1 2018
Auftragseingang Tt 1.143,6 1.144,7 2.282,4 2.383,0
Auftragsbestand zum Stichtag Tt

932,4 906,4
Rohstahlerzeugung Tt 1.067,6 1.118,7 2.220,1 2.278,4
Walzstahlproduktion Tt 854,0 914,1 1.765,0 1.821,4
Versand Tt 1.145,4 1.207,1 2.317,6 2.404,6
Segmentumsatz1) Mio. € 763,2 826,2 1.568,5 1.630,6
Außenumsatz Mio. € 576,7 633,3 1.175,5 1.242,7
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) Mio. € 14,0 47,2 60,3 109,7

1) inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen


Marktentwicklung

Im gesamten Euroraum verlor die Wachstumsdynamik an Fahrt, die Geschäftserwartungen der Industrie gingen zurück. Politische Risiken wie die Brexit-Thematik und Handelskonflikte, aber auch die nachlassende Weltkonjunktur sowie die strauchelnde Automobilindustrie drückten die Stimmung. Seit Beginn des zweiten Halbjahres 2018 entwickeln sich die Auftragseingänge der europäischen Stahlindustrie rückläufig, diese Tendenz hat sich im Berichtszeitraum nochmals verstärkt. Um das Risiko von Umlenkungseffekten aufgrund der US-Sonderzölle in Höhe von 25 % (Section 232) auf Einfuhren von Stahlprodukten aus Drittländern einzudämmen, hat die EU-Kommission am 2. Februar 2019 finale Schutzklauselmaßnahmen in Form einer Tariff-Rate-Quota erlassen. Alle Flachstahlprodukte sind von den bis zum Sommer 2021 laufenden Maßnahmen abgedeckt. Während sich der Anteil der europäischen Flachstahlhersteller an der Marktversorgung der EU weiter reduzierte, erreichten die Drittland-Importe zum Jahresauftakt einen Rekordwert. Dies ermöglichte die Absprunghöhe der Einfuhrquoten, die sich am hohen Importniveau der Jahre 2015 bis 2017 orientieren. Aufgrund der in den vergangenen Monaten verzeichneten Nachfragerückgänge ist daraus ein Marktungleichgewicht entstanden. In der Folge hat sich der Wettbewerb zwischen den EU-Herstellern um Beschäftigung im ersten Halbjahr 2019 intensiviert - mit negativen Auswirkungen auf die Entwicklung der Spotmarktpreise, die trotz Rohstoffpreissteigerungen weiter nachgaben. Zum Ende des Berichtszeitraumes setzte eine Bodenbildung der Stahlpreise ein.

Beschaffung

Eisenerz

Zum Jahresende 2018 zog die Nachfrage nach höherwertigem Eisenerz deutlich an, sodass der Index auf über 75 USD/dmt anwuchs. Dieses Niveau hielt sich bis zum Dammbruch in einem Erzabbaukomplex der VALE in Brasilen am 25. Januar 2019. Im Zuge dessen sprang der Preis kurzzeitig auf 95 USD/dmt und bewegte sich anschließend in einem Band zwischen 83 und 89 USD/dmt. Die unklare Situation über mögliche Kapazitätsanpassungen in brasilianischen Minen sowie temporäre Verzögerungen bei Eisenerzlieferungen aus Australien ließen verbunden mit einer erhöhten Nachfrage aus China die Preise ab Mitte Mai spürbar weiter ansteigen. Der Durchschnittspreis des ersten Halbjahres 2019 lag mit 92 USD/dmt nahezu ein Drittel über dem des Vorjahreszeitraumes. Um die aus der Beschaffung resultierenden Risiken abzufedern, werden definierte Eisenerzmengen durch Hedgingmaßnahmen preislich abgesichert.

Kokskohle

2018 war die Preisbildung für Kokskohle erstmals vollständig indexgeprägt. Im Januar 2019 fiel der Preis aufgrund der geringeren Nachfrage aus China zum ersten Mal seit Oktober 2018 wieder unter die Marke von 200 USD/t. Eine anziehende Markttätigkeit nach dem chinesischen Neujahrsfest und wetterbedingte Produktionsprobleme in Australien ließen die Notierungen im März wieder ansteigen. Diese Entwicklung setzte sich bis in den Mai fort. Aufgrund des ungünstigen Wechselkursverhältnisses ging die Nachfrage chinesischer Verbraucher nach in US-Dollar gehandelter Kokskohle zurück, sodass die Notierungen bis zum Ende des zweiten Quartals auf 193 USD/t nachgaben. Für das erste Halbjahr ergibt sich somit ein Durchschnittswert von 205 USD/t, der 1,5 % unter dem Level des Vorjahreszeitraumes liegt. Für definierte Kokskohlemengen findet ebenfalls eine preisliche Absicherung durch Hedgingmaßnahmen statt.

Geschäftsverlauf

Der Auftragseingang des Geschäftsbereiches Flachstahl konnte sich dem seit Sommer 2018 abschwächenden Trend in der europäischen Stahlindustrie nicht gänzlich entziehen und ging etwas zurück. Rohstahl- und Walzstahlerzeugung waren ebenfalls niedriger als ein Jahr zuvor. Der Orderbestand übertraf den Vergleichswert leicht, während der Versand geringfügig abnahm. Entsprechend gaben auch Segment- und Außenumsatz nach. Der Geschäftsbereich erzielte 60,3 Mio. € Gewinn vor Steuern (1. Halbjahr 2018: 109,7 Mio. €). Der Ergebnisrückgang gegenüber dem hervorragenden Vorjahresresultat ist im Wesentlichen auf gestiegene Rohstoffpreise und gesunkene Erlöse bei Flachprodukten zurückzuführen.

Investitionen

Der Geschäftsbereich Flachstahl konzentriert die Investitionstätigkeit 2019 sowohl auf neue Aggregate als auch auf die Optimierung und Erweiterung vorhandener Anlagen. Bei einem Investitionsvolumen in einer Größenordnung von rund 200 Mio. € wurde mit dem Projekt "Feuerverzinkung 3" im Berichtszeitraum eine der größten Einzelinvestitionen der vergangenen zehn Jahre gestartet. Die Anlage wird den erhöhten Kundenanforderungen nach feuerverzinkten, höher- und höchstfesten Stahlgüten gerecht und bildet einen wesentlichen Baustein der Strategie des Salzgitter-Konzerns, die für den Geschäftsbereich Flachstahl auf qualitatives Wachstum setzt.

Geschäftsbereich Grobblech/ Profilstahl

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Q2 2019 Q2 2018 H1 2019 H1 2018
Auftragseingang1) Tt 510,8 535,7 1.035,2 1.165,0
Auftragsbestand1) zum Stichtag Tt

314,6 370,5
Rohstahlerzeugung Tt 276,8 299,8 532,0 589,9
Walzstahlproduktion Tt 549,3 598,9 1.075,3 1.210,1
Versand1) Tt 539,7 561,1 1.100,4 1.209,8
Segmentumsatz2) Mio. € 432,3 456,6 887,4 954,4
Außenumsatz Mio. € 212,6 267,9 442,3 554,5
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) Mio. € -1,2 12,7 0,6 22,0

1) ohne DMU-Gruppe
2) inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen


Marktentwicklung

Die seit Jahresbeginn anhaltend schwache Nachfrage für Grobblech hat trotz höherer Brammenkosten zu einem weiter abnehmenden Erlösniveau geführt. Die im Jahresverlauf angestiegenen Reichweiten des lagerhaltenden Handels mit entsprechenden hohen Lagerbeständen sowie reduzierten -ergänzungskäufen belegen die niedrige Inlandsnachfrage. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Importe aus Drittländern nach Westeuropa um knapp 15 % gesunken und spiegeln die geringe Attraktivität des hiesigen, wettbewerbsintensiven Marktes wider. Angesichts fehlender Großrohrprojekte verstärkten die hierauf spezialisierten Grobblechwerke ihre Verkaufsaktivitäten im Einfach-Gütensegment, was zu weiter sinkenden Erlösen führte. Davon betroffen ist zunehmend auch das Segment der höherwertigen Güten, wenn auch in einem geringeren Umfang aufgrund der begrenzten Anbieterzahl.

Wenngleich die zentraleuropäischen Stahlbauer eine gute Auslastung verzeichneten, blieb die Nachfrage auf dem europäischen Trägermarkt im Berichtszeitraum sehr verhalten und spekulativ. Dies führte bei den Produzenten zu einer ungleichmäßigen Belegung. Zwar gerieten die Erlöse infolge der angespannten Mengensituation immer wieder unter Druck, konnten aber insgesamt weitestgehend stabilisiert werden. Wegen des von Unsicherheiten geprägten wirtschaftlichen Umfelds in Europa haben viele Investoren Projekte verschoben oder ganz gestoppt. Ein Ausweichen auf Exportmärkte war aufgrund des Erlöslevels in Drittländern kaum möglich. Zudem haben die von den USA verhängten Importzölle dazu beigetragen, dass weniger Mengen aus Europa exportiert wurden.

Beschaffung

Stahlschrott

Als Folge des Nachfragerückgangs der deutschen Verbraucher, sinkender Erlöse für Fertigprodukte der Stahlindustrie und des rückläufigen Schrottexports, gaben die inländischen Schrottpreise zu Beginn des Jahres je nach Sorte in einer Größenordnung von 16 bis 20 €/t nach. Wegen der hohen Zukäufe der Türkei in Europa vor allem im Februar kehrte sich dieser Trend wieder um und führte zu Steigerungen zwischen 12 und 20 €/t. Anfang des zweiten Quartals zeigten sich die Preise überwiegend unverändert. Im Mai und Juni kam es in Deutschland dann zu stellenweise recht deutlichen Preisreduzierungen von bis zu 16 €/t. Ursächlich dafür war der schwache Tiefseemarkt, der durch eine geringe Nachfrage und nachgebende Preise gekennzeichnet war.

Geschäftsverlauf

Ordereingang und -bestand des Geschäftsbereiches Grobblech / Profilstahl bewegten sich insbesondere wegen geringerer Mengen der beiden Grobblechgesellschaften, aber auch der Peiner Träger GmbH (PTG) deutlich unter dem Niveau des ersten Halbjahres 2018. Roh- und Walzstahlproduktion lagen ebenfalls unter den Vergleichswerten. Bei einem merklich niedrigeren Versand blieben der Segment- und Außenumsatz hinter dem Vorjahreszeitraum zurück. Verbunden mit dem Ergebnisbeitrag der DEUMU Deutsche Erz und Metall-Union-Gruppe konnte der gesteigerte Vorsteuergewinn der PTG das negative Resultat der Grobblechproduzenten kompensieren. Insgesamt verbuchte der Geschäftsbereich somit 0,6 Mio. € Gewinn vor Steuern (1. Halbjahr 2018: 22,0 Mio. €).

Investitionen

Im Rahmen der Investition "Neue Wärmebehandlungslinie" beim Ilsenburger Grobblechproduzenten sind die Anlagenfundamente nahezu fertiggestellt. Mit den Stahlbaumaßnahmen wurde begonnen. Die als Teil des Wachstumsprogramms "Salzgitter AG 2021" gestartete und mehr als 150 Mio. € umfassende Investition dient dazu, das Produktportfolio zu erweitern und eine stärkere Positionierung im höherwertigen Gütensegment zu erreichen. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für 2020 vorgesehen. Die weiteren Investitionen des Geschäftsbereiches konzentrieren sich vor allem darauf, die Produktionsfähigkeit aufrechtzuerhalten.

Geschäftsbereich Mannesmann

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Q2 2019 Q2 2018 H1 2019 H1 2018
Auftragseingang Mio. € 343,9 383,7 686,0 766,6
Auftragsbestand zum Stichtag Mio. €

461,1 555,4
Rohstahlerzeugung Hüttenwerke Krupp Mannesmann (30 %) Tt 327,9 336,6 660,0 660,6
Versand Rohre1) Tt 135,3 150,0 281,8 284,2
Segmentumsatz2) Mio. € 440,2 437,9 887,5 838,3
Außenumsatz Mio. € 292,0 292,4 582,3 563,4
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) Mio. € 0,7 10,7 9,0 12,3

1) Ausweis von nach IFRS 15 bewerteten Mengen
2) inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen


Marktentwicklung

Während des ersten Halbjahres 2019 zeichnete sich in Europa eine merkliche Abkühlung der Rohrkonjunktur ab. Die Produktion nahtloser Stahlrohre ging aufgrund geringerer Drittlandexporte und einer allgemein nachlassenden Nachfrage in Europa zurück. Die Großrohrproduktion lag projektbedingt besonders deutlich unter den sehr starken Vorjahreswerten. Vor allem wegen der Nachfrageschwäche der Automobilindustrie rangierte der Absatz von Präzisionsstahlrohren unter dem Wert des Vergleichszeitraumes. Ebenfalls rückläufig, aber noch zufriedenstellend, entwickelte sich die Produktion mittlerer geschweißter Stahlrohre.

Geschäftsverlauf

Der Auftragseingang des Geschäftsbereiches Mannesmann bewegte sich in den ersten sechs Monaten 2019 spürbar unter dem Vorjahreswert. Dies war zum einen den gesunkenen Ordermengen in den Kundensektoren Automotive und Industrie der Präzisrohrgruppe geschuldet, zum anderen verzeichnete das Segment mittlere Leitungsrohre insbesondere während des ersten Quartals auf dem amerikanischen Markt eine verhaltene Nachfrage. Der Auftragsbestand war erkennbar niedriger als der Vergleichswert. Bei einem nahezu stabilen Versand zogen Segment- und Außenumsatz erlösbedingt an. Der Geschäftsbereich Mannesmann erwirtschaftete 9,0 Mio. € Gewinn vor Steuern (1. Halbjahr 2018: 12,3 Mio. €). Zwar zeigten das Segment mittlere Leitungsrohre sowie die Edelstahlrohrgruppe Zuwächse, der at-equity Beitrag der EUROPIPE-Gruppe (EP-Gruppe) fiel jedoch erheblich geringer aus als ein Jahr zuvor.

Außerhalb des Konsolidierungskreises legte der Ordereingang der EP-Gruppe als Folge der Buchung eines Großprojektes in den USA signifikant zu. Aufgrund bislang ausbleibender größerer Anschlussprojekte nach EUGAL bei der EUROPIPE GmbH kam der Auftragsbestand der EP-Gruppe dennoch deutlich unter dem Vergleichswert aus. Sowohl der Umsatz als auch der Gewinn vor Steuern der EP-Gruppe blieben bei einem schwächeren Absatz spürbar hinter dem Vorjahr zurück.

Investitionen

Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit des Geschäftsbereiches Mannesmann liegt 2019 weiterhin auf Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen. Im Zuge des Ausbaus der mexikanischen Präzisrohrgesellschaft am Standort El Salto wurden die Kernaggregate wie Schweißanlage, Ofen, Beschichtung, Zieh- und Richtanlage in Betrieb genommen. Serienfertigungen von Rohren haben bereits begonnen und erste Freigaben von Kunden sind erfolgt. Die Inbetriebnahme der großen Kaltpilgermaschine am Standort Remscheid der Edelstahlgruppe ist im dritten Quartal vorgesehen. Die Maßnahme dient der Erweiterung der Kapazität und des Produktangebotes im kaltgefertigten nahtlosen Edelstahlrohrbereich, um größere Durchmesser herzustellen.

Geschäftsbereich Handel

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Q2 2019 Q2 2018 H1 2019 H1 2018
Versand Tt 1.047,4 1.123,9 2.090,7 2.246,7
Segmentumsatz1) Mio. € 795,4 811,5 1.609,4 1.586,6
Außenumsatz Mio. € 780,4 789,0 1.578,3 1.548,8
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) Mio. € 1,2 11,3 4,1 25,0

1) inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen


Marktentwicklung

Die Nachfrage auf den internationalen Stahlmärkten fiel verhalten aus. Während das Tradinggeschäft im Berichtszeitraum mit wirtschaftspolitischen Unsicherheiten und Einschränkungen als Folge protektionistischer Handelsmaßnahmen konfrontiert war, verzeichnete der europäische Lagerhandel insbesondere in Deutschland eine schwache Nachfrage in Kombination mit einer stagnierenden Verkaufspreisentwicklung.

Geschäftsverlauf

In diesem von einem starken Wettbewerb geprägten Umfeld blieb der Versand des Geschäftsbereiches bei einem stabilen Absatz des lagerhaltenden Handels wegen der rückläufigen Mengen des internationalen Tradings unter dem Wert der Vergleichsperiode. Die Universal Eisen und Stahl-Gruppe weitete die Tonnage aus. Segment- und Außenumsatz bewegten sich etwa auf dem Vorjahresniveau. Der Geschäftsbereich Handel erwirtschaftete 4,1 Mio. € Gewinn vor Steuern, der mengenbedingt sowie aufgrund der Margensituation im lagerhaltenden Handel erkennbar geringer ausfiel als ein Jahr zuvor (1. Halbjahr 2018: 25,0 Mio. €).

Investitionen

Der Erhalt und die Modernisierung bestehender Anlagen bilden 2019 den Investitionsschwerpunkt des Geschäftsbereiches Handel. Darüber hinaus werden die im Zuge der "Strategie Salzgitter AG 2021" angestoßenen Maßnahmen weiterverfolgt. Vor diesem Hintergrund werden - hauptsächlich im europäischen Lagerhandel - zahlreiche Projekte zur Digitalisierung der Vertriebsprozesse von der Lagerhaltung bis zum Warenversand initiiert sowie inhaltlich weiterentwickelt.

Geschäftsbereich Technologie

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Q2 2019 Q2 2018 H1 2019 H1 2018
Auftragseingang Mio. € 352,0 307,9 682,0 613,8
Auftragsbestand zum Stichtag Mio. €

724,0 706,3
Segmentumsatz1) Mio. € 323,2 282,5 657,2 610,2
Außenumsatz Mio. € 323,1 282,3 656,9 610,0
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) Mio. € 4,3 9,3 16,1 20,5

1) inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen


Die nachstehenden Gesellschaften wurden im Berichtszeitraum neu gegründet:

KHS Eurasia LLC, Almaty

KHS d.o.o. Beograd, Novi Beograd

Marktentwicklung

Laut Statistik des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer e.V. (VDMA) blieben die Auftragseingänge aufgrund der rückläufigen Nachfrageentwicklung sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Im Markt für Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen nahmen die Buchungen ebenfalls signifikant ab. Zwar zeigte sich die inländische Ordertätigkeit gegenüber dem Vorjahreswert merklich verbessert, dies reichte jedoch nicht, um die erhebliche Abschwächung der ausländischen Bestellungen zu kompensieren.

Geschäftsverlauf

Der Auftragseingang des Geschäftsbereiches Technologie bewegte sich im ersten Halbjahr 2019 beachtlich über der Vergleichsperiode. Mit dieser Entwicklung stellte sich die Division erfolgreich gegen den Markttrend. Hierbei konnte die KHS-Gruppe ihren Orderzulauf gegenüber dem Niveau der ersten sechs Monate 2018 in einem erfreulichen Umfang ausweiten. Die Klöckner DESMA Elastomer-Gruppe (KDE-Gruppe) wie auch die DESMA Schuhmaschinen GmbH (KDS) hingegen knüpften nicht an die hohen Vorjahreswerte an. Dem Auftragseingang folgend legte auch der Auftragsbestand des Geschäftsbereiches leicht zu. Segment- und Außenumsatz lagen ebenfalls über der Vergleichsperiode. Dabei verzeichnete die KHS-Gruppe einen deutlichen Anstieg, während der Umsatz wie auch das Ergebnis der KDE-Gruppe und der KDS unter den ausgezeichneten 2018er Werten rangierten. Das verglichen mit dem Vorjahr nahezu verdoppelte Resultat der KHS-Gruppe spiegelt den Beitrag aus den Kostensenkungsmaßnahmen sowie den positiven Impulsen aus der Vermarktung innovativer Neuprodukte wider. Dank der positiven Ergebnisentwicklung der KHS-Gruppe erwirtschaftete der Geschäftsbereich Technologie insgesamt einen vorzeigbaren Gewinn vor Steuern in Höhe von 16,1 Mio. € (1. Halbjahr 2018: 20,5 Mio. €).

Die KHS-Gruppe verfolgt nach wie vor konsequent die Maßnahmen aus dem umfassenden Effizienz- und Wachstumsprogramm "KHS Future". Mit dem Fokus auf Kostensenkung und der Ausweitung des Servicegeschäfts trug es wesentlich zur bereits erzielten Ergebnissteigerung bei und wird auch künftig die Entwicklung des Unternehmens im wettbewerbsintensiven Marktumfeld weiter verbessern.

Investitionen

Der Geschäftsbereich Technologie konzentrierte sich im Berichtszeitraum auf die Fortsetzung der Ersatz- und Rationalisierungsmaßnahmen. Zur stetigen Optimierung der organisatorischen Abläufe werden außerdem bei der KHS-Gruppe in Deutschland und in den Auslandsgesellschaften IT-Projekte durchgeführt. Die umfassende Modernisierung des Standorts Bad Kreuznach hinsichtlich "Lean Manufacturing" wurde in einzelnen Teilprojekten weiter umgesetzt. Am Standort Dortmund finden umfangreiche Investitionen zur Modernisierung der Fertigung und zur Erweiterung der Montagebereiche statt. Für den chinesischen Markt startete ein Investitionsprogramm zur strategischen Neuausrichtung. Bei der KDS wurde das Bauvorhaben "Fabrik der Zukunft" fortgeführt, welches den Neubau von Büro- und Produktionsgebäuden auf dem Bestandsgelände in Achim vorsieht. Die Investition dient dazu, das Wachstum und die Wirtschaftlichkeit der KDS nachhaltig sicherzustellen. Damit einhergehend soll mithilfe der Optimierung des Informations- und Materialflusses sowie der Montageprozesse eine Steigerung der Produktivität erfolgen.

Industrielle Beteiligungen/ Konsolidierung

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Q2 2019 Q2 2018 H1 2019 H12018
Umsatz1) Mio. € 239,0 214,5 470,1 465,3
Außenumsatz Mio. € 47,7 44,6 91,0 97,6
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) Mio. € 0,4 11,5 55,1 9,1

1) inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen


Der Umsatz des Bereiches Industrielle Beteiligungen / Konsolidierung, der hauptsächlich durch das Halbzeug- und Servicegeschäft mit Tochtergesellschaften und Konzernfremden generiert wird, bewegte sich auf dem Niveau der Vorjahresperiode, während der Außenumsatz moderat abnahm.

Das Ergebnis vor Steuern betrug 55,1 Mio. € und übertraf damit das Vorjahresresultat (9,1 Mio. €) signifikant. Darin enthalten sind 56,4 Mio. € Beitrag des nach der Equity-Methode bilanzierten Engagements an der Aurubis AG (1. Halbjahr 2018: 25,1 Mio. €). Dieser umfasst 27,8 Mio. € (1. Halbjahr 2018: 0 €) Ertrag aus einer erfolgswirksamen bilanziellen Anpassung im Zusammenhang mit den in den ersten sechs Monaten 2019 zu einem durchschnittlichen Kurs unterhalb des Marktwertes des anteiligen Eigenkapitals erworbenen Aktien der Aurubis AG. Das Zinsergebnis des Cash-Management des Konzernfinanzkreises sowie Ergebnisse aus der Bewertung von Derivatepositionen stützen das Resultat zusätzlich. Der Vorsteuergewinn der überwiegend für den Konzern tätigen Dienstleistungsgesellschaften kam dagegen merklich unter dem der ersten sechs Monate 2018 aus.

Finanz- und Vermögenslage

Erläuterungen zur Bilanz

Die Bilanzsumme des Salzgitter-Konzerns erhöhte sich im aktuellen Berichtszeitraum gegenüber dem 31. Dezember 2018 um 512 Mio. €.

Die langfristigen Vermögenswerte (+283 Mio. €) legten insbesondere wegen der gestiegenen Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen (+124 Mio. €) zu. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (+307 Mio. €) rangierten im Berichtszeitraum über der Summe der planmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens (-176 Mio. €). Die Investitionen enthalten 129 Mio. € nichtzahlungswirksame Zugänge aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 für Leasingverhältnisse. Nähere Erläuterungen hierzu befinden sich im Kapitel "Grundsätze der Rechnungslegung und Konsolidierung, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" unter Ziffer 4. Die latenten Ertragsteueransprüche nahmen insbesondere aufgrund einer Höherbewertung der Pensionsrückstellungen im Vergleich zum letzten Bilanzstichtag (+48 Mio. €) zu. Der Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte (+229 Mio. €) resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Finanzmittel (+108 Mio. €) beispielsweise im Zusammenhang mit der Begebung eines neuen Schuldscheindarlehens. Darüber hinaus zogen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen inklusive der Vertragsvermögenswerte (+62 Mio. €), die Vorräte (+14 Mio. €) sowie die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte (+38 Mio. €) unter anderem infolge gestiegener Rohstoffpreise ebenfalls an.

Auf der Passivseite nahmen bei einem gegenüber dem Jahresende verringerten Pensionszinssatz von 1,00 % (31.12.2018: 1,75 %) die Pensionsrückstellungen um 244 Mio. € zu. Entsprechend hat sich das Eigenkapital trotz des guten Ergebnisses leicht verringert (-103 Mio. €). Die Eigenkapitalquote beträgt nach wie vor solide 34,8 %. Die langfristigen Schulden rangierten insgesamt mit 761 Mio. € über dem Vergleichsstichtag. Das im zweiten Quartal neu begebene Schulscheindarlehe n (363,7 Mio. €) hatte eine temporäre Bilanzverlängerung zur Folge, bei der sowohl die langfristigen Finanzschulden, die sich zudem auch aufgrund der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 erhöhten, gegenüber dem Vergleichsstichtag anstiegen (+515 Mio. €) als auch die Finanzmittel. Die kurzfristigen Schulden verringerten sich um 146 Mio. €. Während gegenüber dem Jahresende niedrigere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen inklusive Vertragsverbindlichkeiten - vor allem im internationalen Trading bei geringerem Geschäftsumfang - verzeichnet wurden (-199 Mio. €), stiegen die kurzfristigen Finanzschulden (+65 Mio. €).

Die Nettofinanzposition (-164 Mio. €; 31.12.2018: 192 Mio. €) ging vor allem als Folge des Working Capital-Aufbaus, der überwiegend auf geringere Verbindlichkeiten zurückzuführen ist, der Aufstockung der Beteiligung an der Aurubis AG sowie der Fortführung der strategischen Investitionsprojekte zurück. Den Geldanlagen einschließlich Wertpapieren (984 Mio. €; 31.12.2018: 878 Mio. €) standen Verbindlichkeiten von 1.149 Mio. € (31.12.2018: 687 Mio. €) gegenüber; davon 998 Mio. € bei Kreditinstituten (31.12.2018: 519 Mio. €). Wie bisher werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen nicht in der Nettofinanzposition berücksichtigt.

Nettofinanzposition

Nettofinanzposition = Geldanlagen - Finanzschulden der Nettofinanzposition

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in Mio. € 30.06.2019 31.12.2018
Finanzmittel gemäß Bilanz 663,2 555,6
+ zu Handelszwecken gehaltene Zertifikate 200,0 200,0
+ sonstige Geldanlagen1) 121,1 122,7
= Geldanlagen 984,3 878,3
Finanzschulden gemäß Bilanz 1.298,3 718,0
- Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen, aus Finanzierungen/Finanzverkehr und Sonstiges 149,6 31,3
= Finanzschulden der Nettofinanzposition 1.148,7 686,7
Nettofinanzposition -164,4 191,6

1) Wertpapiere, Ausleihungen ohne Wertberichtigungen (2,4 Mio. €; Vorjahr: 2,6 Mio. €) und inkl. sonstige Geldanlagen, die unter den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten ausgewiesen werden (2,5 Mio. €; Vorjahr: 2,5 Mio. €).


Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Dem Vorsteuergewinn von 145 Mio. € steht vor allem die Zunahme des Working Capital entgegen, sodass sich ein negativer Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 26 Mio. € (Vorjahreszeitraum: +170 Mio. €) ergab.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von -277 Mio. € (Vorjahreszeitraum: -276 Mio. €) spiegelt überwiegend die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen (-185 Mio. €; Vorjahreszeitraum: -143 Mio. €) sowie in sonstige langfristige Vermögenswerte (-96 Mio. €; Vorjahreszeitraum: -133 Mio. €) wider. In der letztgenannten Auszahlung sind im Wesentlichen die Zukäufe der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung an der Aurubis AG enthalten.

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit ist geprägt von Auszahlungen an unsere Aktionäre, Rückzahlungen für erhaltene Kredite sowie Zinsauszahlungen. Dem stehen Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten unter anderem aus dem im Mai 2019 ausgegebenen Schuldscheindarlehen (363,7 Mio. €) gegenüber, sodass sich insgesamt ein positiver Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit von 409 Mio. € (Vorjahreszeitraum: -46 Mio. €) ergibt.

Wegen des positiven Gesamt-Cashflows erhöht sich der Finanzmittelbestand (663 Mio. €) gegenüber dem 31. Dezember 2018 (556 Mio. €) entsprechend.

Mitarbeiter

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30.06.2019 31.12.2018 Veränderung
Stammbelegschaft1) 23.639 23.523 116
Geschäftsbereich Flachstahl 6.192 6.182 10
Geschäftsbereich Grobblech /Profilstahl 2.425 2.451 -26
Geschäftsbereich Mannesmann 4.696 4.675 21
Geschäftsbereich Handel 2.121 2.109 12
Geschäftsbereich Technologie 5.556 5.490 66
Industrielle Beteiligungen/Konsolidierung 2.649 2.616 33
Ausbildungsverhältnisse 1.117 1.375 -258
Passive Altersteilzeit 453 465 -12
Gesamtbelegschaft 25.209 25.363 -154

Unter Berücksichtigung der quotalen Beteiligungsverhältnisse sind Rundungsabweichungen möglich.

1) ohne Organmitglieder


Am 30. Juni 2019 umfasste die Stammbelegschaft des Salzgitter-Konzerns 23.639 Mitarbeiter und erhöhte sich damit gegenüber dem 31. Dezember 2018 um 116 Belegschaftsmitglieder.

Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 217 Ausgebildete übernommen, von denen 148 zeitlich befristete Verträge erhielten. Gegenläufig wirkte vor allem der Eintritt in die passive Phase der Altersteilzeit sowie das Erreichen der Altersgrenze.

Die Gesamtbelegschaft umfasste 25.209 Personen.

Die Zahl der Leiharbeitnehmer ging zum 30. Juni 2019 mit 1.219 gegenüber dem Vorjahresstichtag um 165 Personen zurück.

Im Durchschnitt des ersten Halbjahres 2019 waren 317 Mitarbeiter von Kurzarbeit betroffen, zum Ende des Berichtszeitraumes lediglich noch sieben.

Nach Abschluss der fünf konzernweiten Initiativen zum jeweiligen "Wert des Jahres" wird die Arbeit am Leitbild YOUNITED mittels einer neuen Initiative fortgeführt, um den bereits erfolgten Kulturwandel nachhaltig zu sichern und weiter zu gestalten. Im Rahmen von "YOUNITED 2.0" stehen erfolgskritische Schwerpunktthemen im Mittelpunkt, zu denen dezentrale WERTE-Teams in Einzelprojekten neue Lösungsansätze erarbeiten.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die Geschäftsbereiche gehen verglichen mit dem Vorjahr von nachstehendem Verlauf des Geschäftsjahres 2019 aus:

Das Flachstahlsegment rechnet mit einem gegenüber dem überdurchschnittlich guten Vorjahr gedämpften Geschäftsverlauf und erwartet einen stabilen Umsatz sowie einen margenbedingt sichtbar reduzierten Vorsteuergewinn. Dies ist zum einen auf die Überversorgung des europäischen Stahlmarktes zurückzuführen. Zum anderen dürften die Rohstoffkosten - insbesondere für Eisenerz - trotz absehbaren Rückgangs in Summe oberhalb 2018 rangieren.

Der Grobblechmarkt ist von einer anhaltenden allgemeinen Marktschwäche gekennzeichnet. Zudem beeinträchtigen fehlende Anschlussaufträge zur Lieferung von Vormaterial für Rohrleitungen die Situation der Mülheimer Gesellschaft. Im Profilstahlbereich werden nach einem sehr erfreulichen Vorjahr reduzierte, aber auskömmliche Margen bei einem leicht geringen Mengenniveau unterstellt. Insgesamt erwarten wir, bei einem etwas unter Vorjahr auskommenden Umsatz, ein Ergebnis spürbar unter dem Vorjahreswert und gehen für den Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl von einem Vorsteuerverlust aus.

Im Geschäftsbereiches Mannesmann ist die deutsche Gesellschaft der EUROPIPE-Gruppe von einer unbefriedigenden Auslastung gekennzeichnet. Hingegen profitieren die amerikanischen Europipe-Gesellschaften von Auftragszuläufen aus 2018 sowie dem laufenden Jahr und sind zum Teil weit bis in das Jahr 2020 belegt. Die Mannesmann Grossrohr GmbH geht von einer Grundauslastung des Werkes aus. Das Segment der mittleren Leitungsrohre erwartet nach zwei sehr guten Jahren eine Normalisierung der nachgefragten Mengen. Die Präzisrohrgesellschaften antizipieren eine insgesamt stabile, der Edelstahlbereich eine leicht verbesserte Marktsituation. Bei einem nachgebenden Absatz mit moderatem Umsatzrückgang prognostizieren wir für den Geschäftsbereich ein positives Vorsteuerresultat.

Der Geschäftsbereich Handel rechnet mit einem geringfügig niedrigeren Versand und Umsatz. Die Margener-wirtschaftung im internationalen Trading bleibt aufgrund der anhaltenden Einflüsse allerorten restriktiver Handelspolitik und eingetrübter Marktverhältnisse unter Druck. Der lagerhaltende Handel verzeichnet einen Margenrückgang aufgrund einer besonders zu Jahresbeginn stagnierenden bis fallenden Verkaufspreisentwicklung in Verbindung mit nachlaufenden, steigenden Bestandswerten. Wir erwarten für den Geschäftsbereich ein positives, sichtbar unter dem Vorjahr rangierendes Ergebnis vor Steuern.

Basierend auf einem hohen Auftragsbestand und guten Auftragseingängen avisiert der Geschäftsbereich Technologie ein leichtes Umsatzwachstum. Dabei setzt die KHS-Gruppe auf eine selektive Auftragsannahme, den weiteren Ausbau des Servicegeschäfts sowie zusätzliche positive Effekte aus den eingeleiteten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung. Ausgehend von dem sehr hohen Niveau des Vorjahres antizipieren die beiden Spezialmaschinenbauer der DESMA-Gruppe eine rückläufige Ertragslage, sodass insgesamt ein Vorsteuergewinn unterstellt wird, der über dem Durchschnitt der Vorjahre auskommt, aber merklich niedriger ausfällt als 2018.

Die Salzgitter AG bestätigt ihre Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2019 und rechnet mit:

einem geringfügig niedrigeren Umsatz oberhalb 9,0 Mrd. €,

einem Vorsteuergewinn (EBT) zwischen 125 Mio. € und 175 Mio. € sowie

einer sichtbar unter dem Vorjahreswert liegenden Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE).

Wir machen darauf aufmerksam, dass Imponderabilien unter anderem aus Rohstoffkosten-, Edelmetallpreis- und Wechselkursveränderungen sowie globalen handelspolitischen Entwicklungen den Verlauf des Geschäftsjahres 2019 noch erheblich beeinflussen können. Die Dimension dessen wird deutlich, wenn man unterstellt, dass bei noch rund 6 Mio. t bis Jahresende abzusetzender Stahlerzeugnisse der Geschäftsbereiche Flachstahl, Grobblech/ Profilstahl, Mannesmann und Handel im Schnitt 10 € Margenveränderung pro Tonne bereits ausreichen, um 60 Mio. € Ergebnisvarianz zu verursachen.

Risikomanagement

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung bestanden keine Risiken, die den Fortbestand des Salzgitter-Konzerns gefährden könnten. Hinsichtlich einzelner Chancen und Risiken verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2018.

Für den Salzgitter-Konzern ist die Entwicklung der Preise auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten, der Energiepreise und der Währungskurse (vor allem USD/EUR) besonders bedeutend. Ergebniseffekte für Risiken hieraus sind im laufenden Jahr in den Gesellschaften - soweit abschätzbar - einbezogen worden.

Um darüber hinausgehende Auswirkungen der daraus resultierenden Geschäftsrisiken zu minimieren, beobachten wir die jeweiligen Trends und lassen sie in die Risikoprognosen einfließen. Dies gilt auch für eventuelle finanzielle oder politisch bedingte Restriktionen des Auslandsgeschäfts. Es zeigt sich eine gewisse Unsicherheit hinsichtlich der tatsächlichen Entwicklung. Risiken bestehen als Folge der durch die USA ausgelösten globalen Handelsstreitigkeiten sowie des Austritts des Vereinigten Königreiches aus der EU. Konkret zu nennen sind hier:

Die fortdauernde US-Drohung, gegebenenfalls Sondereinfuhrzölle auf Autos und Autoteile zu erheben und damit wichtige globale Wertschöpfungsketten zu stören,

eine weitere Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China und daraus resultierende unkalkulierbare Auswirkungen auf die globale Konjunktur,

die Unsicherheiten hinsichtlich des zukünftigen Status des Vereinigten Königreiches, die die Konjunktur in Europa belasten. Schwerere Auswirkungen durch den Brexit auf das Geschäft der Salzgitter AG (SZAG) sind aufgrund der niedrigen direkten Exporte gleichwohl nicht zu erwarten.

Branchenspezifische Risiken

Aus Wettbewerbsverzerrungen auf dem internationalen Stahlmarkt, massiven Überkapazitäten, den US-Sonderzöllen auf Stahlprodukte sowie dem damit verbundenen Importdruck in der EU ergeben sich branchenspezifische Risiken.

Die Ende März 2018 in den USA eingeführten Zölle auf Stahlimporte von 25 % (Section 232) sind weiterhin in Kraft. Als Folge der weltweit bestehenden Überkapazitäten haben die von US-Schutzzöllen betroffenen Staaten ihre wegbrechenden Exportmengen in den EU-Markt umgelenkt. Infolgedessen sind die Walzstahleinfuhren 2018 im Vergleich zu 2017 um weitere 12,2 % gestiegen. Als Reaktion auf die Umlenkungseffekte und die drohende Schädigung der heimischen Stahlindustrie hat die EU-Kommission am 2. Februar 2019 finale Schutzklausel-Maßnahmen (Safeguards) bis Juli 2021 in Kraft gesetzt.

Das Schutzklauselverfahren deckt alle Stahlprodukte des Salzgitter-Portfolios ab und nimmt die Form einer "Tariff-Rate-Quota" an. Es gelten Einfuhrkontingente auf Basis der durchschnittlichen Importe in den Jahren 2015 bis 2017; oberhalb der Quoten wird ein Zoll von 25 % fällig. Die EU-Kommission sieht vor, diese Kontingente während der Laufzeit der Maßnahmen sukzessive zu erhöhen. Eine erste Steigerung um 5 % ist im Februar 2019 bereits erfolgt und eine weitere, abermals in Höhe von 5 %, wurde am 1. Juli 2019 durchgeführt.

Aufgrund der großzügig ausgestalteten Quoten waren die Safeguards im ersten Halbjahr 2019 nahezu wirkungslos und sorgten für einen hohen Mengen- und Preisdruck. Darüber hinaus führten spezifische Regelungen in der Ausgestaltung der Quoten zu irrationalem Verhalten einiger Importeure, insbesondere der Türkei und China. Aktuell untersucht die EU-Kommission mögliche Veränderungen am Safeguard-System, die allerdings erst ab 1. Oktober 2019 greifen dürften. Sollten die von der Stahlindustrie eingeforderten Änderungen -Absenken und bessere Verteilung der Quoten - nicht umgesetzt werden, drohen weitere Importsteigerungen.

Darüber hinaus haben auch zahlreiche Drittstaaten mit eigenen Schutzmaßnahmen auf die US-Einfuhrzölle für Stahlprodukte reagiert. So haben die Eurasische Wirtschaftsunion (Russland, Kasachstan, Armenien, Kirgisistan und Weißrussland) und Kanada Safeguard-Maßnahmen eingeführt. Auch in Indien drohen weitere Schutzmaßnahmen für den ohnehin bereits stark geschützten Markt. Dadurch dürften Exporte weiter erschwert werden und zusätzliche Umlenkungen in den EU-Markt drohen. Von den Maßnahmen sind einige Konzernunternehmen auch direkt, jedoch in geringem Umfang betroffen.

Weitere Risiken ergeben sich durch Versuche von Importeuren, bestehende Handelsschutzmaßnahmen zu umgehen und sie somit unwirksam zu machen. Um derartigen Praktiken entgegenzuwirken, werden die Warenströme kontinuierlich überwacht und potenzielle Verstöße über den Europäischen Stahlverband Eurofer an die EU-Kommission und EU-Korruptionsbekämpfungsbehörde weitergeleitet.

Zudem besteht nach wie vor Ungewissheit bezüglich direkter und indirekter Geschäftsbeziehungen zu Russland, unter anderem wegen des im August 2017 in Kraft getretenen US-Sanktionsgesetzes ("Countering America's Adversaries Through Sanctions Act"). Es sieht vor, dass Firmen, die von der US-Administration mit russischen Energie-Export-Pipelines geschäftlich in Verbindung gebracht werden, vom US-Präsidenten mit Strafmaßnahmen in den USA belegt werden können. Im US-Senat konkurrieren aktuell mehrere Gesetzgebungsvorschläge zur Ausweitung der Sanktionen.

Ähnliche Ungewissheit, wenn auch mit geringer Betroffenheit der SZAG, ergibt sich aus dem am 8. Mai 2018 verkündeten Rückzug der Vereinigten Staaten aus dem Atomabkommen mit dem Iran ("Joint Comprehensive Plan of Action", JCPOA). Die USA haben mit Aufkündigung des JCPOA auch die Sanktionen reaktiviert und planen, diese wie Ende Juni 2019 bereits begonnen, noch auszuweiten. Die EU-Kommission will jedoch an dem Abkommen festhalten und arbeitet an Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Handels mit dem Iran.

Am 1. Januar 2021 beginnt die vierte Periode des Europäischen Treibhausgas-Emissionshandelssystems, die bis einschließlich 2030 dauert. Dank des vorsorglichen Erwerbs von CO2 -Zertifkaten dürfte die geschätzte mittelfristige Unterdeckung nach Zuteilung für die dem Emissionshandel unterfallenden Tochtergesellschaften der SZAG überwiegend kompensiert werden. Nachdem im Berichtszeitraum die Daten für unsere bis Ende Juni einzureichenden Anträge abschließend ermittelt und extern verifiziert worden sind, haben wir dies im Rahmen einer Insiderinformation am 14. Juni 2019 bekanntgegeben. Folglich schätzen wir das Risiko aus CO2 -Zertfikate-unterdeckung bei unseren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie das indirekte Zusatzkostenrisiko aus dem Emissionshandel für den Fremdstrombezug neu in der Größenordnung von bis zu 75 Mio. € pro Jahr (zuvor: 155 Mio. € pro Jahr) für die vierte Emissionshandelsperiode ab. Die Eintrittswahrscheinlichkeit sehen wir für das Thema "CO2 -Emissionshandel" dem Grunde nach als wahrscheinlich an. Die Schadenshöhe hängt entscheidend auch weiterhin insbesondere von der Entwicklung politischer und regulatorischer Rahmenbedingungen ab. Beim Erwerb von CO2 -Zertifikaten haben wir nach wie vor die mögliche Verschärfung der Lage und Preise im Blick.

Rechtliche Risiken

Das vom Bundeskartellamt gegen Hersteller von Flachstahlprodukten und von Grobblechen geführte Verfahren insbesondere wegen des Verdachts der Absprache von Güteaufpreisen dauert an. Rechtsverstöße können nach wie vor nicht ausgeschlossen werden, dieses Risiko wurde im Konzernabschluss 2018 berücksichtigt.

Zwischenabschluss

I. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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in Mio. € Q2 2019 Q2 2018 H1 2019 H1 2018
Umsatzerlöse 2.232,4 2.309,6 4.526,2 4.617,1
Bestandsveränderungen/andere aktivierte Eigenleistungen -25,2 10,8 1,7 29,7

2.207,2 2.320,4 4.527,9 4.646,8
Sonstige betriebliche Erträge 43,2 91,4 97,0 147,2
Materialaufwand 1.443,0 1.508,9 2.938,1 3.013,9
Personalaufwand 448,1 439,8 890,7 862,3
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 89,0 84,9 176,4 169,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen 238,9 274,0 501,6 544,7
Beteiligungsergebnis 1,3 4,6 1,4 4,8
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 2,1 21,3 55,1 30,8
Finanzierungserträge 4,4 3,0 10,0 6,7
Finanzierungsaufwendungen 19,8 30,4 39,2 47,4
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) 19,4 102,7 145,3 198,6
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 19,7 32,6 48,9 63,3
Konzernergebnis -0,3 70,1 96,4 135,4
Anteil der Aktionäre der Salzgitter AG -1,8 68,4 93,4 132,5
Minderheitenanteil 1,5 1,7 3,1 2,9
Gewinnverwendung



Konzernergebnis -0,3 70,1 96,4 135,4
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr - - 33,1 27,1
Anteil fremder Gesellschafter am Konzernergebnis 1,5 1,7 3,1 2,9
Dividendenzahlung -29,7 -24,3 -29,7 -24,3
Entnahme aus (+)/Einstellung in (-) andere Gewinnrücklagen 1,7 -68,4 -93,4 -132,4
Bilanzgewinn der Salzgitter AG -29,8 -24,3 3,3 2,8
Ergebnis je Aktie (in €) - unverwässert -0,03 1,27 1,73 2,45
Ergebnis je Aktie (in €) - verwässert -0,02 1,20 1,64 2,32


II. Gesamtergebnisrechnung

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in Mio. € Q2 2019 H1 2019 Q2 2018 H1 2018
Konzernergebnis -0,3 96,4 70,1 135,4





Reklassifizierbare Gewinne und Verluste



Wertänderungen aus der Währungsumrechnung -2,2 3,9 5,1 -0,8
Wertänderungen aus Cashflow Hedges 21,9 51,0 10,1 -9,7
Zeitwertänderungen 21,8 52,0 21,7 13,5
Basis Adjustments - - -10,5 -22,4
Erfolgswirksame Realisierung -0,4 -1,3 - 0,3
Latente Steuern 0,4 0,3 -1,1 -1,1
Wertänderungen aus Anteilen an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen -1,3 0,5 3,7 1,3
Zeitwertänderungen -0,2 -0,2 -0,9 -0,9
Erfolgswirksame Realisierung - - - -
Währungsumrechnung -1,3 0,6 4,6 2,3
Latente Steuern 0,2 0,2 -0,0 -0,0
Latente Steuern auf sonstige erfolgsneutrale Veränderungen - 0,0 -0,0 -0,0
Zwischensumme 18,3 55,5 18,9 -9,1
Nicht reklassifizierbare Gewinne und Verluste



Wertänderungen aus erfolgsneutral zum Fair Value bewerteten Eigenkapitalinstrumenten 0,0 0,0 -0,1 -0,5
Zeitwertänderungen 0,0 0,0 -0,1 -0,5
Latente Steuern - - - -
Neubewertungen -60,3 -181,0 -90,6 -0,0
Neubewertung Pensionen -87,9 -263,8 -90,6 -0,0
Latente Steuern 27,6 82,8 - -
Wertänderungen aus Anteilen an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen -8,0 -8,0 1,2 1,2
Zwischensumme -68,3 -189,0 -89,6 0,6





Sonstiges Ergebnis -50,0 -133,5 -70,7 -8,5





Gesamtergebnis -50,2 -37,1 -0,6 126,9





Auf die Aktionäre der Salzgitter AG entfallendes Gesamtergebnis -51,8 -40,1 -2,3 124,1
Auf Anteile Fremder entfallendes Gesamtergebnis 1,5 3,1 1,7 2,8

-50,2 -37,1 -0,6 126,9


III. Konzernbilanz

Aktiva

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in Mio. € 30.06.2019 31.12.2018
Langfristige Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte 211,9 219,4
Sachanlagen 2.245,3 2.120,5
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 82,7 83,5
Finanzielle Vermögenswerte 71,6 75,6
Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 1.011,8 888,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21,3 25,5
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 25,4 24,0
Ertragssteuererstattungsansprüche 1,3 0,1
Latente Ertragsteueransprüche 447,5 399,1

4.118,8 3.835,9
Kurzfristige Vermögenswerte

Vorräte 2.341,2 2.327,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.421,5 1.367,2
Vertragsvermögenswerte 182,9 175,2
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 441,5 403,7
Ertragsteuererstattungsansprüche 22,9 24,5
Wertpapiere 70,2 67,4
Finanzmittel 663,2 555,6
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 6,9 0,0

5.150,3 4.921,0

9.269,2 8.756,9


Passiva

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in Mio. € 30.06.2019 31.12.2018
Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital 161,6 161,6
Kapitalrücklage 257,0 257,0
Gewinnrücklagen 3.096,3 3.181,0
Andere Rücklagen 72,2 60,0
Bilanzgewinn 3,3 33,1

3.590,3 3.692,6
Eigene Anteile -369,7 -369,7

3.220,7 3.322,9
Anteil fremder Gesellschafter am Eigenkapital 8,8 9,1

3.229,5 3.332,1
Langfristige Schulden

Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 2.519,3 2.275,5
Latente Ertragsteuerschulden 67,6 67,6
Ertragsteuerschulden 37,1 36,9
Sonstige Rückstellungen 361,3 358,4
Finanzschulden 806,1 291,1
Sonstige Verbindlichkeiten 5,5 6,1

3.796,8 3.035,7
Kurzfristige Schulden

Sonstige Rückstellungen 274,7 281,4
Finanzschulden 492,2 426,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.002,2 1.130,2
Vertragsverbindlichkeiten 179,2 250,2
Ertragsteuerschulden 6,6 37,0
Sonstige Verbindlichkeiten 288,0 263,4

2.243,0 2.389,2

9.269,2 8.756,9



IV. Kapitalflussrechnung

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in Mio. € H1 2019 H1 2018
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) 145,3 198,6
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Vermögenswerte des Anlagevermögens 176,2 169,2
Gezahlte (-)/erhaltene (+) Ertragsteuern -42,4 -19,1
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) 29,6 43,8
Zinsaufwendungen 39,2 45,3
Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens 4,2 2,6
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte -11,1 -38,6
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -80,0 -205,1
Zahlungswirksamer Verbrauch der Rückstellungen ohne Verbrauch der Ertragsteuerrückstellungen -105,4 -123,6
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -181,6 96,9
Mittelabfluss/-zufluss aus laufender Geschäftstätigkeit -25,9 170,1
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien -0,0 1,4
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien -185,1 -142,6
Einzahlungen aus Geldanlagen - 4,0
Auszahlungen für Geldanlagen -0,0 -10,4
Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten 4,7 4,4
Auszahlungen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte -96,2 -133,3
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -276,6 -276,4
Auszahlungen an Unternehmenseigner -29,7 -24,3
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten und anderen Finanzverbindlichkeiten 637,5 2,0
Rückzahlungen von Krediten und anderen Finanzverbindlichkeiten -166,2 -6,0
Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen -16,8 -
Zinsauszahlungen -16,0 -17,2
Mittelabfluss/-zufluss aus der Finanzierungstätigkeit 408,7 -45,7
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 555,6 679,4
Wechselkursänderungen des Finanzmittelbestandes 1,4 1,1
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes 106,2 -152,0
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 663,2 528,6


V. Veränderung des Eigenkapitals

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in Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigene Anteile Gewinnrücklagen






Währungsumrechnung Cashflow Hedges
Stand 31.12.2017 161,6 257,0 -369,7 2.854,6 -9,4 39,3
Gesamtergebnis - - - 0,0 -0,8 -9,7
Dividende - - - - - -
Einstellung(+)/Entnahme(-) Gewinnrücklage im Konzern - - - 132,4 - -
Sonstiges - - - -13,4 - -
Stand 30.06.2018 161,6 257,0 -369,7 2.973,6 -10,2 29,6
Stand 31.12.2018 161,6 257,0 -369,7 3.181,0 -6,8 25,1
Gesamtergebnis - - - -181,0 3,9 51,0
Umgliederung Basis Adjustment - - - - - -35,2
Dividende - - - - - -
Einstellung(+)/Entnahme(-) Gewinnrücklage im Konzern - - - 93,4 - -
Sonstiges - - - 2,9 - -
Stand 30.06.2019 161,6 257,0 -369,7 3.096,3 -2,8 40,9


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in Mio. € Andere Rücklagen aus Bilanzgewinn Anteil der Aktionäre der Salzgitter AG Minderheitenanteil Eigenkapital

zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten Anteilen an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen



Stand 31.12.2017 1,5 19,7 27,1 2.981,6 8,1 2.989,7
Gesamtergebnis -0,5 2,5 132,5 124,1 2,8 126,9
Dividende - - -24,3 -24,3 -3,0 -27,3
Einstellung(+)/Entnahme(-) Gewinnrücklage im Konzern - - -132,4 - - -
Sonstiges - - - -13,4
-13,4
Stand 30.06.2018 1,0 22,2 2,8 3.068,0 7,9 3.075,9
Stand 31.12.2018 20,0 21,6 33,1 3.322,9 9,1 3.332,1
Gesamtergebnis 0,0 -7,5 93,4 -40,1 3,1 -37,1
Umgliederung Basis Adjustment - - - -35,2 - -35,2
Dividende - - -29,7 -29,7 -3,4 -33,2
Einstellung(+)/Entnahme(-) Gewinnrücklage im Konzern - - -93,4 - - -
Sonstiges - - - 2,9 - 2,9
Stand 30.06.2019 20,1 14,1 3,3 3.220,7 8,8 3.229,5



Anhang

Segmentberichterstattung

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in Mio. € Flachstahl Grobblech / Profilstahl Mannesmann

H1 2019 H1 2018 H1 2019 H1 2018 H1 2019 H1 2018
Außenumsatz 1.175,5 1.242,7 442,3 554,5 582,3 563,4
Umsatz mit anderen Segmenten 391,2 386,0 444,7 399,6 93,3 81,4
Umsatz mit Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 1,8 1,8 0,4 0,3 211,8 193,5
Segmentumsatz 1.568,5 1.630,6 887,4 954,4 887,5 838,3
Zinsertrag (konsolidiert) 1,1 0,3 0,0 0,0 0,5 0,4
Zinsertrag von anderen Segmenten - - 0,0 - - -
Zinsertrag von Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 0,0 0,0 0,1 0,4 0,6 1,1
Segmentzinsertrag 1,1 0,3 0,1 0,4 1,0 1,5
Zinsaufwand (konsolidiert) 7,5 13,5 1,5 1,4 3,5 3,3
Zinsaufwand an andere Segmente - - - - - -
Zinsaufwand an Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 10,9 11,9 2,9 2,4 4,5 3,9
Segmentzinsaufwand 18,4 25,4 4,5 3,8 8,0 7,2
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 90,6 92,0 19,8 19,4 28,1 29,6







EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) 168,2 226,8 24,7 44,8 44,1 47,6
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 77,6 134,8 5,0 25,4 16,0 18,1
Periodenergebnis des Segments 60,3 109,7 0,6 22,0 9,0 12,3
davon Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen - - - - -0,3 9,1
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 65,7 59,3 53,4 24,4 39,6 32,1


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Handel Technologie Summe der Segmente Industrielle Beteiligungen/ Konsolidierung
H12019 H1 2018 H1 2019 H1 2018 H1 2019 H1 2018 H1 2019
1.578,3 1.548,8 656,9 610,0 4.435,2 4.519,5 91,0
31,1 37,7 0,2 0,2 960,7 905,0 379,1
0,0 0,0 - - 214,1 195,7 -
1.609,4 1.586,6 657,2 610,2 5.610,0 5.620,2 470,1
1,7 1,2 0,9 1,7 4,2 0,0 3,7 3,1 19,4
2,3 3,7 0,5 0,4 3,5 5,7 -
4,0 5,0 1,4 2,1 7,6 9,3 22,5
10,7 8,8 1,2 1,1 24,4 28,1 14,8
0,0 - - - 0,0 - 3,5
0,3 0,1 0,7 0,6 19,4 18,9 -
10,9 8,9 1,9 1,7 43,8 46,9 18,3
7,3 5,1 11,8 10,7 157,6 156,7 18,8
18,4 34,0 28,4 30,6 283,9 383,9 69,7
11,1 28,9 16,7 20,0 126,4 227,2 50,9
4,1 25,0 16,1 20,5 90,2 189,6 55,1
- - - - -0,3 9,1 55,3
26,0 4,9 28,0 9,0 212,6 129,7 93,9


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Handel Industrielle Beteiligungen/ Konsolidierung Konzern
H12019 H1 2018 H1 2019 H1 2018
1.578,3 97,6 4.526,2 4.617,1
31,1 367,7 1.339,8 1.272,7
0,0 - 214,1 195,7
1.609,4 465,3 6.080,1 6.085,4
1,7 3,0 18,9 7,3 19,4 6,7 18,9
2,3 - 3,5 5,7
4,0 21,9 30,1 31,2
10,7 17,2 39,2 45,2
0,0 5,7 3,5 5,7
0,3 - 19,4 18,9
10,9 22,9 62,1 69,8
7,3 12,7 176,4 169,4
18,4 22,8 353,7 406,6
11,1 10,0 177,3 237,2
4,1 9,1 145,3 198,6
- 21,8 55,1 30,8
26,0 6,2 306,6 135,8


Grundsätze der Rechnungslegung und Konsolidierung, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Der Konzernabschluss für die Berichtsperiode vom 1. Januar bis 30. Juni 2019 der Salzgitter AG, Salzgitter (SZAG), wurde als verkürzter Abschluss mit ausgewählten erläuternden Anhangangaben aufgestellt. Die Aufstellung erfolgte unverändert nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung des IAS 34 für verkürzte Zwischenabschlüsse.

2. Gegenüber dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 wurden im Quartalsabschluss zum 30. Juni 2019 unter Beachtung der nachstehenden Ausnahmen grundsätzlich keine Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungs-, Berechnungs- und Konsolidierungsmethoden vorgenommen.

3. Bei der Ermittlung des Barwertes der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen zum 30. Juni 2019 wurde ein Rechnungszinssatz in Höhe von 1,00 % zugrunde gelegt (31. Dezember 2018: 1,75 %). Die daraus resultierende Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird im sonstigen Ergebnis erfasst (Neubewertung Pensionen) und führt zu einer korrespondierenden Eigenkapitalminderung.

4. IFRS 16 "Leasing" regelt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen und wird IAS 17 sowie die dazugehörigen Interpretationen ersetzen. Die Umstellung auf IFRS 16 wird nach dem modifizierten retrospektiven Ansatz vorgenommen. Eine Anpassung der Vorjahresperioden erfolgt somit nicht. Die Konzerngesellschaften im Konzern der SZAG verwenden überwiegend Operating-Leasingverhältnisse, weshalb sich durch die Anwendung des IFRS 16 Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben werden. Die Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen sowie gegebenenfalls erforderlicher Wertminderungen angesetzt. Die Anschaffungskosten des Nutzungsrechts ermitteln sich als Barwert sämtlicher zukünftiger Leasingzahlungen zuzüglich der Leasingzahlungen, die zu oder vor Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses getätigt werden, sowie der Vertragsabschlusskosten und der geschätzten Kosten für die Demontage oder Wiederherstellung des Leasinggegenstandes. Hiervon werden sämtliche erhaltene Leasinganreize abgezogen. Sofern die zu berücksichtigenden Leasingzahlungen auch den Eigentumsübergang sowie die Wahrnehmung einer Kaufoption an dem zugrunde liegenden Vermögenswert zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses umfassen, erfolgt die Abschreibung über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Andernfalls wird das Nutzungsrecht über die Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben.

Der erstmalige Ansatz der den Finanzierungsverbindlichkeiten zugeordneten Leasingverbindlichkeiten bestimmt sich als Barwert der zu leistenden Leasingzahlungen abzüglich geleisteter Vorauszahlungen. In der Folgebewertung wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit aufgezinst und erfolgsneutral um die geleisteten Leasingzahlungen vermindert. Für die Abzinsung wird der Grenzfremdkapitalzinssatz der SZAG zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung verwendet. Bei Leasingverhältnissen, die bisher nach IAS 17 als Operating-Leasingverhältnisse eingestuft waren, wird die Leasingverbindlichkeit mit dem Barwert der restlichen Leasingzahlungen angesetzt. Die Bilanzierungsvorschriften für Leasinggeber bleiben dagegen weitgehend unverändert, insbesondere im Hinblick auf die weiterhin erforderliche Klassifizierung von Leasingverhältnissen nach IAS 17.

Die SZAG verwendet die nach IFRS 16 bestehenden Wahlrechte, wonach für Leasingverträge mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten (kurzfristige Leasingverhältnisse) sowie für Leasingverträge über geringwertige Vermögenswerte auf eine Erfassung des Nutzungsrechts und der Leasingverbindlichkeit verzichtet werden kann. Für Leasingverhältnisse, die bis zum 31. Dezember 2019 auslaufen und nicht verlängert werden, erfolgt aus Vereinfachungsgründen keine Darstellung als kurzfristige Leasingverhältnisse. Die Laufzeit des Leasingverhältnisses wird zum Zeitpunkt seines Beginns auf der Basis der unkündbaren Vertragslaufzeit sowie unter Einbeziehung bestehender Verlängerungsoptionen sowie Kündigungsoptionen bestimmt. Die aktuellen Erkenntnisse werden hierbei berücksichtigt, sofern eine Beurteilung als hinreichend sicher erscheint. Eine Identifizierung von Nichtleasingkomponenten erfolgt zu Beginn nur für Leasingverträge aus den Bereichen Immobilien und Fuhrpark und sind somit nicht Bestandteil der zugrunde gelegten Leasingzahlungen. Bei der Ermittlung des Grenzfremdkapitalzinssatzes wird die Zinskurve in Abhängigkeit von der Laufzeit für Industrieunternehmen in Europa, die der Ratingeinstufung des Konzerns der SZAG entspricht, herangezogen. Für die ausländischen Konzerngesellschaften erfolgt eine Berücksichtigung der länderspezifischen Gegebenheiten.

Die nachfolgende Tabelle stellt die Überleitung der Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen zum 1. Januar 2019 dar:

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in Mio. € 30.06.2019
Nutzungsrechte an Grundstücken, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 82,1
Nutzungsrechte an technische Anlagen und Maschinen 47,0
Nutzungsrechte an andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11,5
Langfristige Vermögenswerte 140,6
Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen 144,8


In der nachfolgenden Darstellung zu den Nutzungsrechten sowie Leasingverbindlichkeiten sind die Vermögenswerte enthalten, die bis zum 31. Dezember 2018 nach lAS 17 im Rahmen des Finanzierungsleasings bilanziert wurden. Für das erste Halbjahr 2019 ergaben sich folgende Auswirkungen in der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung:

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in Mio. € 30.06.2019
Nutzungsrechte an Grundstücken, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -4,0
Nutzungsrechte an technische Anlagen und Maschinen -11,8
Nutzungsrechte an andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -3,2
Abschreibungen -19,0
Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten -2,0
in Mio. €
Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverträgen zum 31. Dezember 2018 187,9
Anwendungserleichterungen, Effekte aus der Diskontierung mit dem jeweiligen Grenzfremdkapitalzinssatz zum 1. Januar 2019 sowie Neueinschätzung von Verträgen -64,5
Aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 zum 1. Januar 2019 zusätzlich angesetzte Verbindlichkeiten 123,5
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zum 31. Dezember 2018 29,1
Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen zum 1. Januar 2019 152,5


Ausgewählte Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Die Umsätze nach Geschäftsfeldern werden in der Segmentberichterstattung dargestellt.

2. Das Ergebnis je Aktie berechnet sich entsprechend lAS 33. Das auf die gewichtete Anzahl von Aktien der SZAG ermittelte unverwässerte Ergebnis je Aktie belief sich in der Berichtsperiode auf 1,73 €. Eine Verwässerung würde dann eintreten, wenn das Ergebnis je Aktie durch die Ausgabe potenzieller Aktien aus Options- und Wandelrechten vermindert wird. Derartige Rechte waren am Bilanzstichtag aus einer Wandelanleihe vorhanden. Bei deren Berücksichtigung ergibt sich eine Verminderung des Gewinns je Aktie, sodass diese Options- und Wandelrechte zu einer Verwässerung führen. Das verwässerte Ergebnis beträgt 1,64 € je Aktie.

Angaben zum Fair Value

Die Angaben zum Fair Value erfolgen entsprechend den Regelungen des IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts". Eine Abweichung vom Buchwert zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) resultiert aus der Bilanzierung einer Wandelanleihe zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Die Ermittlung der Fair-Value-Angaben für nicht zum Fair Value bilanzierte langfristige finanzielle Vermögenswerte und Schulden erfolgt grundsätzlich durch die Diskontierung zukünftiger Zahlungsströme. Hierbei findet ein laufzeitabhängiger Zinssatz Anwendung, welcher den risikolosen Zinssatz und das über eine Peer-Group abgeleitete Adressenausfallrisiko des Salzgitter-Konzerns widerspiegelt.

Buchwert und Fair Value der Anleihen:

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in Mio. €
Wandelanleihe

30.06.2019 31.12.2018
Buchwert 147,4 162,0
Fair Value 150,5 166,7


Angaben zu Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Neben den Geschäftsbeziehungen zu in den Konzernabschluss einbezogenen voll- und anteilig konsolidierten Gesellschaften existieren Beziehungen zu nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen sowie zu nicht konsolidierten Tochtergesellschaften, die als nahestehende Unternehmen nach lAS 24 zu qualifizieren sind. In der Kategorie der anderen nahestehenden Unternehmen befinden sich die Mehrheitsbeteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen des Landes Niedersachsen.

Die erbrachten Lieferungen und Leistungen umfassen im Wesentlichen Lieferungen von Vormaterial zur Großrohrproduktion. Ihr Volumen ergibt sich aus nachfolgender Tabelle:

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in Mio. € Verkauf von Waren und Dienstleistungen Kauf von Waren und Dienstleistungen Forderungen Verbindlichkeiten

01.01.-30.06.2019 01.01.-30.06.2019 30.06.2019 30.06.2019
Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften 20,5 10,1 22,1 3,3
Gemeinschaftsunternehmen 27,6 5,1 18,8 0,1
Gemeinschaftliche Tätigkeiten 1,1 0,5 44,4 35,0
Andere nahestehende Unternehmen 0,6 13,0 3,3 98,9


Angabe gemäß § 37w Abs. 5 WpHG

Der vorliegende Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht wurden keiner prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind."


Salzgitter, im August 2019

Der Vorstand der Salzgitter AG

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Fuhrmann Becker Kieckbusch


Haftungsausschluss

Einige der in diesem Text gemachten Aussagen haben den Charakter von Prognosen beziehungsweise können als solche interpretiert werden. Sie sind nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und gelten naturgemäß unter der Voraussetzung, dass keine unvorhersehbare Verschlechterung der Konjunktur und der spezifischen Marktlage für die Gesellschaften in den Unternehmensbereichen eintritt, sondern sich die Grundlagen der Planungen und Vorschauen in dem Umfang und dem zeitlichen Rahmen wie erwartet als zutreffend erweisen. Die Gesellschaft übernimmt - unbeschadet bestehender gesetzlicher, insbesondere kapitalmarktrechtlicher Anforderungen - keine Verpflichtung, vorausblickende Aussagen zu aktualisieren.

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe ± einer Einheit (€, % usw.) auftreten.

Der Zwischenbericht der Salzgitter AG steht auch in englischer Sprache zur Verfügung. Bei Abweichungen ist die deutsche Fassung maßgeblich.

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Dieser Zwischenbericht wurde mit Unterstützung des Redaktionssystems firesys erstellt.