![]() Salzgitter AGSalzgitterQuartalsbericht 9 Monate 2019Salzgitter-Konzern in Zahlen
Ausweis der Finanzdaten gemäß IFRS
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annualisiert Ertragslage des Konzerns und seiner GeschäftsbereicheErtragslage des Konzerns
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annualisiert Der Salzgitter-Konzern verbuchte 40,7 Mio. € Gewinn vor Steuern in den ersten neun
Monaten 2019 (9 Monate 2018: 284,6 Mio. €). Im Jahresverlauf sukzessiv nachgebende
Walzstahlerlöse bei zeitweise stark gestiegenen Eisenerzkosten sowie die rückläufige
Nachfrage nicht nur aus dem Automobilsektor belasteten vor allem die stahlerzeugenden
und -verarbeitenden Gesellschaften. Dagegen entwickelt sich die KHS-Gruppe als größtes
Unternehmen des Geschäftsbereiches Technologie weiterhin sehr erfreulich. Das Ergebnis
beinhaltet 141,0 Mio. € Risikovorsorge im Zusammenhang mit der angestrebten zeitnahen
Beendigung von Ermittlungsverfahren zu mutmaßlichen Kartellabsprachen bei Grobblech
und Flachstahlerzeugnissen wie auch 48,8 Mio. € Rückstellungsauflösung in den Geschäftsbereichen
Flachstahl und Grobblech/ Profilstahl. Zudem umfasst das Resultat 78,1 Mio. € Beitrag
des nach der Equity-Methode bilanzierten Engagements an der Aurubis AG (9 Monate 2018:
29,2 Mio. €). Der Außenumsatz bewegte sich mit 6,6 Mrd. € (9 Monate 2018: 6,9 Mrd.
€) vor allem preisbedingt unter der Vergleichsperiode. Das Nachsteuerresultat betrug
- 29,8 Mio. € (9 Monate 2018 2018: 194,0 Mio. €). Die hohe Steuerquote resultiert
insbesondere aus der im Rahmen der Beendigung von Kartellermittlungsverfahren gebildeten
Rückstellung, die steuerlich nicht abzugsfähig ist, sowie der Neueinschätzung der
aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge. Es errechnen sich - 0,63 € Ergebnis
je Aktie (9 Monate 2018 2018: 3,51 €) sowie 2,5 % Verzinsung des eingesetzten Kapitals
(9 Monate 2018 2018: 11,6%). Sondereffekte / EBT Geschäftsbereiche und Konzern
Geschäftsbereich Flachstahl
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inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen Entwicklung europäischer StahlmarktDie konjunkturelle Abkühlung in Deutschland setzte sich nach der Sommerpause fort,
sodass der üblicherweise stattfindende Aufschwung der Nachfrage im Herbst ausblieb.
Das unsichere globale wirtschaftliche Umfeld, Handelskonflikte, der "Brexit" und geopolitische
Krisen hemmten den Welthandel und wirkten sich auf die exportabhängige deutsche Wirtschaft
besonders stark aus. Die Nachfrageschwäche wichtiger Abnehmergruppen belastete die
europäischen Stahlproduzenten, die seit der Jahresmitte 2018 rückläufige Auftragseingänge
verzeichneten. Folglich hat sich der Wettbewerb zwischen den EU-Herstellern um Beschäftigung
im Berichtszeitraum intensiviert und negativ auf die Entwicklung der Spotmarktpreise
ausgewirkt, die trotz Rohstoffpreissteigerungen weiter nachgaben. Wenngleich der Anteil
von Importen im Vergleich zum rekordträchtigen Vorjahreszeitraum leicht zurückging,
bewegt er sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Die EU-Safeguard-Maßnahmen haben
bisher ihre Wirkung verfehlt und auch die zum 1. Oktober inkraftgetretenen Anpassungen
- unter anderem mit Blick auf die Quotenhöhe sowie auf die Verteilung - tragen dem
aktuellen Marktumfeld nur unzureichend Rechnung. Zusätzliche Modifikationen sind deshalb
notwendig, um weiteren Produktionskürzungen, Preisverfall und drohenden Arbeitsplatzverlusten
der europäischen Stahlindustrie entgegenzuwirken. BeschaffungEisenerzDie Leitpreisnotierung für den Spotmarkt, Platts IODEX 62 % Fe CFR China, lag im Jahresdurchschnitt
2018 bei 69 USD/dmt. Bis zum Dammbruch in einem Erzabbaukomplex der VALE in Brasilen
Ende Januar bewegte sich der Erzpreis aufgrund einer stabilen Nachfrage leicht über
diesem Niveau. Im Zuge des Unglücks sprang der Preis kurzzeitig auf 95 USD/dmt und
pendelte sich daraufhin in einem Band zwischen 83 und 89 USD/dmt ein. Produktionsanpassungen
bei VALE und Lieferprobleme in Australien gaben den Preisen ab dem zweiten Quartal
erneut Auftrieb, sodass die Notierung Anfang Juli mit 126 USD/dmt den höchsten Wert
seit Februar 2014 erreichte. Bereits Ende Juli gerieten die Preise jedoch aufgrund
der Marktstimmung und einer steigenden Verfügbarkeit an brasilianischem Erz erheblich
unter Druck. Die Leitpreisnotierung für den Spotmarkt fiel bis Ende August um etwa
ein Drittel. Anfang September stieg die Notierung wieder sukzessiv an und rangierte
im weiteren Verlauf in einer Bandbreite von 90 bis 95 USD/dmt. Der Durchschnittspreis
der ersten neun Monate 2019 lag bei 95 USD/dmt und damit 38 % über dem Vorjahreszeitraum.
Um die aus der Beschaffung resultierenden Risiken abzufedern, werden definierte Eisenerzmengen
durch Hedgingmaßnahmen preislich abgesichert. KokskohleIm Jahresdurchschnitt 2018 betrug die Notierung für hochwertige Qualitäten 207 USD/t
FOB Australien. Im Januar 2019 fiel der Preis als Folge der geringeren Nachfrage aus
China zum ersten Mal seit Oktober 2018 unter 200 USD/t, bevor im März und April diese
Marke wieder knapp überschritten wurde. Das gesteigerte Kaufinteresse hielt bis in
den Mai an und führte zu einer Verfestigung des Preisniveaus. Der im Zuge des amerikanischchinesischen
Handelsstreits deutlich gesunkene Wechselkurs des Yuans gegenüber dem US-Dollar verteuerte
die Kohleimporte der chinesischen Verbraucher merklich, was zu einer zunehmenden Nachfrage
nach inländischer Ware führte. So gab die Notierung australischer Kokskohle bis Ende
Juni auf 193 USD/t nach. Der Preisrückgang setzte sich im dritten Quartal in hohem
Tempo fort und erreichte im September 137 USD/t FOB Australien, den niedrigsten Wert
seit drei Jahren. Dies ist zum einen auf das opportunistische und abwartende Einkaufsverhalten
der chinesischen Verbraucher zurückzuführen. Zum anderen zeigte sich der Bedarf außerhalb
Chinas aufgrund der weltweit leicht verminderten Roheisenproduktion etwas schwächer.
Der Durchschnittspreis der ersten neun Monate 2019 lag bei 190 USD/t und damit 6 %
unter dem Vergleichszeitraum. Um die aus der Beschaffung resultierenden Risiken abzufedern,
werden definierte Kokskohlemengen durch Hedgingmaßnahmen preislich abgesichert. GeschäftsverlaufDer Auftragseingang des Geschäftsbereiches Flachstahl entwickelte sich parallel zum
Trend in der europäischen Stahlindustrie und gab etwas nach. Die Rohstahlproduktion
rangierte geringfügig unter dem Vorjahr, während die Walzstahlerzeugung stabil blieb.
Orderbestand, Versand sowie Segment- und Außenumsatz erreichten annähernd die Vergleichswerte.
Der Geschäftsbereich erzielte 84,6 Mio. € Gewinn vor Steuern (9 Monate 2018: 171,2
Mio. €), der die Auflösung einer Rückstellung für betriebstypische Risiken in Höhe
von 41,3 Mio. € im dritten Quartal beinhaltet. Der Ergebnisrückgang gegenüber dem
hervorragenden Vorjahresresultat spiegelt vor allem die gestiegenen Erzpreise und
gesunkene Erlöse bei Flachprodukten wider. InvestitionenDer Geschäftsbereich Flachstahl konzentriert die Investitionstätigkeit 2019 sowohl
auf neue Aggregate als auch auf die Optimierung und Erweiterung vorhandener Anlagen.
Im Berichtszeitraum wurde das Projekt "Feuerverzinkung 3" gestartet und mit dem Bau
der Fundamente begonnen. Der Anlagenbau befindet sich in der Engineeringphase. Entsprechend
der Strategie der Salzgitter Flachstahl GmbH wird das Produktportfolio in Richtung
hoch- und höchstfester Güten weiterentwickelt. Hierzu dienen auch die Investition
in eine Warmbandspaltanlage - zurzeit in der Montagephase - sowie der Austausch des
Maschinenkopfes an der Stranggießanlage 1. Geschäftsbereich Grobblech/ Profilstahl
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ohne DMU-Gruppe MarktentwicklungDie Unsicherheiten aufgrund der schwelenden Handelskonflikte und aktuellen geopolitischen
Lage sowie die damit verbundene abflauende Nachfrage wirkten sich auch auf den europäischen
Grobblechmarkt aus. Der starke Wettbewerb unter den Walzwerken um Auslastung führte
zu einem massiven Preisdruck und Erlösreduzierungen. Entsprechend verlor der europäische
Markt an Attraktivität für Importe. Dies spiegelt sich in den rückläufigen Importmengen
aus Drittländern wider, die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15 % gesunken sind.
Bei hohen Handelsbeständen disponierten Händler wie Verbraucher weiterhin nur vorsichtig
und versuchten, Überbestände abzubauen. Die Nachfrage auf dem europäischen Trägermarkt entwickelte sich sehr verhalten und
führte bei den Produzenten zu einer ungleichmäßigen Belegung. Die Spekulation auf
fallende Preise führte dazu, dass nur das Notwendigste und extrem kurzfristig bestellt
wurde. Trotz der Sommerstillstände fast aller Produzenten konnten die Kapazitäten
im dritten Quartal nicht vollständig belegt werden. Aufgrund der schwachen Auslastung
einhergehend mit Schrottpreisrückgängen haben die Trägerproduzenten die Verkaufspreise
reduziert ohne jedoch dadurch Änderungen im Bestellverhalten auszulösen. Die negative
Preisentwicklung war in den Exportmärkten deutlicher zu spüren als in Kerneuropa.
Somit war ein Ausweichen auf diese Märkte nur in kleinem Umfang möglich. BeschaffungStahlschrottAls Folge der verminderten Nachfrage der deutschen Verbraucher, sinkender Erlöse für
Fertigprodukte der Stahlindustrie und des geringeren Schrottexports gaben die inländischen
Schrottpreise zu Beginn des Jahres nach. Im Februar kehrte sich dieser Trend aufgrund
der hohen Zukäufe der Türkei in Europa kurzzeitig wieder um, bevor es ab Mai zu teilweise
recht deutlichen Preisreduzierungen kam. Allein im September wurden Rückgänge von
über 30 €/t verzeichnet. Ausgangspunkt für diese hohen Korrekturen waren die starken,
im Monatsverlauf weiter zunehmenden Preissenkungen auf dem Tiefseemarkt in Verbindung
mit einer spürbar nachlassenden Schrottnachfrage. GeschäftsverlaufAuftragseingang und -bestand des Geschäftsbereiches Grobblech/ Profilstahl rangierten
deutlich unter den ersten neun Monaten 2018, da sowohl der Grobblech- als auch der
Trägerbereich die Vorjahrestonnagen nicht einstellten. Folglich waren Roh- und Walzstahlproduktion
ebenfalls geringer als ein Jahr zuvor. Segment- und Außenumsatz unterschritten die
Vergleichswerte sowohl erlösbedingt als auch aufgrund des niedrigeren Versands. Zwar
erwirtschafteten die Peiner Träger GmbH und die DEUMU Deutsche Erz und Metall-Union-Gruppe
positive Resultate, dies reichte jedoch nicht, um den Ergebnisrückgang der Grobblechgesellschaften
auszugleichen. Insgesamt verbuchte der Geschäftsbereich - 13,0 Mio. € Verlust vor
Steuern (9 Monate 2018: 14,5 Mio. €), der die Auflösung einer Rückstellung für betriebstypische
Risiken bei der Ilsenburger Grobblech GmbH in Höhe von 7,5 Mio. € im dritten Quartal
beinhaltet. InvestitionenDie als Teil des Wachstumsprogramms "Salzgitter AG 2021" gestartete, umfangreiche
Investition "Neue Wärmebehandlungslinie" beim Ilsenburger Grobblechproduzenten dient
dazu, das Produktportfolio zu erweitern und eine stärkere Positionierung im höherwertigen
Gütensegment zu erreichen. Die Inbetriebnahme der Anlage ist bis Anfang 2021 vorgesehen.
Die weiteren Investitionen des Geschäftsbereiches konzentrieren sich vor allem darauf,
die Produktionsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Geschäftsbereich Mannesmann
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Ausweis von nach IFRS 15 bewerteten Mengen MarktentwicklungDie weltweite Stahlrohrkonjunktur zeigte sich während der ersten neun Monate 2019
stabil, der europäische Markt hingegen war von einer rückläufigen Tendenz gekennzeichnet.
Die Herstellung nahtloser Stahl- sowie Präzisrohre sank infolge einer geringeren Nachfrage
aus den Schlüsselbranchen Energie, Automobil und Maschinenbau. Die Großrohrproduktion
war nach dem starken Vorjahr mangels Großprojekten besonders niedrig, während die
Produktionsrückgänge bei den mittleren geschweißten Stahlrohren nicht ganz so deutlich
ausfielen. Der Bereich der Edelstahlrohre legte zu. GeschäftsverlaufDer Auftragseingang des Geschäftsbereiches Mannesmann rangierte in den ersten neun
Monaten 2019 moderat unter dem Vorjahreswert. Dies war insbesondere auf die gesunkenen
Ordermengen in den Kundensektoren Automotive und Industrie der Präzisrohrgruppe zurückzuführen.
Das Segment mittlere Leitungsrohre ver-zeichnete zwar eine zufriedenstellende Anfragetätigkeit,
der Auftragseingang bewegte sich dennoch unter dem sehr hohen Vorjahreswert. Dagegen
zogen die Bestellungen der Mannesmann Stainless Tubes-Gruppe kräftig an. Der Auftragsbestand
war erkennbar niedriger als der Vergleichswert. Trotz des geringeren Versands blieben
Segment- und Außenumsatz preisbedingt stabil. Der Geschäftsbereich Mannesmann wies
- 2,9 Mio. € Ergebnis vor Steuern aus (9 Monate 2018: 20,7 Mio. €). Zwar zeigte die
Edelstahlrohrgruppe Zuwächse, alle anderen Produktbereiche erreichten die Vorjahreswerte
jedoch nicht. Außerhalb des Konsolidierungskreises legten Ordereingang und -bestand der EUROPIPE-Gruppe
(EP-Gruppe) dank der Buchungen in den USA signifikant zu. Umsatz und Gewinn vor Steuern
der EP-Gruppe kamen bei einem merklich schwächeren Absatz spürbar unter dem Vorjahr
aus. InvestitionenDer Schwerpunkt der Investitionstätigkeit des Geschäftsbereiches Mannesmann liegt
2019 weiterhin auf Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen. Im Zuge des Ausbaus der
mexikanischen Präzisrohrgesellschaft am Standort El Salto schreitet der Produktionshochlauf
mit entsprechenden Serienfertigungen voran. Die Inbetriebnahme der großen Kaltpilgermaschine
am Standort Remscheid der Edelstahlrohrgruppe ist Anfang nächsten Jahres vorgesehen.
Die Maßnahme dient dem Ausbau der Kapazität und des Produktangebotes im kaltgefertigten
nahtlosen Edelstahlrohrbereich, um größere Durchmesser herzustellen. Geschäftsbereich Handel
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inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen MarktentwicklungDie Nachfrage auf den internationalen Stahlmärkten fiel im Berichtszeitraum verhalten
aus. Das Tradinggeschäft war als Folge protektionistischer Handelsmaßnahmen durch
wirtschaftspolitische Unsicherheiten und Einschränkungen geprägt. Im europäischen
Lagerhandel zeigte sich insbesondere in Deutschland eine schwächere Nachfrage in Kombination
mit einer rückläufigen Verkaufspreisentwicklung. GeschäftsverlaufVor diesem Hintergrund lag der Absatz des Geschäftsbereiches wegen niedrigerer Mengen
des internationalen Tradings unter dem Wert der Vergleichsperiode. Die auf den Handel
und die Anarbeitung von Grobblech spezialisierte Universal-Eisen- und Stahl Gruppe
weitete den Versand geringfügig aus. Segment- und Außenumsatz des Segments gingen
zurück. Der Geschäftsbereich Handel erwirtschaftete 3,3 Mio. € Gewinn vor Steuern,
der mengenbedingt sowie aufgrund der Margensituation im lagerhaltenden Handel erkennbar
niedriger ausfiel als ein Jahr zuvor (9 Monate 2018: 35,2 Mio. €). InvestitionenDer Erhalt und die Modernisierung bestehender Anlagen bilden 2019 den Investitionsschwerpunkt
des Geschäftsbereiches Handel. Darüber hinaus werden die im Zuge der "Strategie Salzgitter
AG 2021" angestoßenen Maßnahmen fortgesetzt. Vor diesem Hintergrund werden - hauptsächlich
im europäischen Lagerhandel -zahlreiche Projekte zur Digitalisierung der Vertriebsprozesse
von der Lagerhaltung bis zum Warenversand initiiert sowie inhaltlich weiterentwickelt. Geschäftsbereich Technologie
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inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen Die nachstehenden Gesellschaften wurden im Berichtszeitraum neu gegründet:
Folgende Gesellschaften wurden zum 30. September 2019 rückwirkend per 1. Januar 2019
neu in den Konsolidierungskreis der Salzgitter AG aufgenommen:
Die NMP Systems GmbH, Kleve wurde zum 30. September 2019 rückwirkend per 1. Januar
2019 auf die KHS GmbH verschmolzen. MarktentwicklungLaut Statistik des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer e.V. (VDMA) blieben
die Auftragseingänge aufgrund der rückläufigen Nachfrageentwicklung sowohl aus dem
Inland als auch aus dem Ausland deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Im Markt für Nahrungsmittel-
und Verpackungsmaschinen nahmen die Buchungen ebenfalls merklich ab. Zwar verbesserte
sich die inländische Ordertätigkeit gegenüber dem Vorjahreswert kräftig, dies reichte
jedoch nicht, um die Abschwächung der ausländischen Bestellungen auszugleichen. GeschäftsverlaufDer Auftragseingang des Geschäftsbereiches Technologie rangierte in den ersten drei
Quartalen 2019 spürbar über der Vergleichsperiode. Mit dieser Entwicklung stellte
sich die Division erfolgreich gegen den Markttrend. Die KHS-Gruppe weitete ihren Orderzulauf
gegenüber dem Level der ersten neun Monate 2018 in erfreulichem Maße aus, während
die Klöckner DESMA Elastomer-Gruppe (KDE-Gruppe) wie auch die DESMA Schuhmaschinen
GmbH (KDS) die hohen Vorjahreswerte nicht erreichten. Dem Auftragseingang folgend
legte der Auftragsbestand des Geschäftsbereiches leicht zu. Segment- und Außenumsatz
kamen ebenfalls über der Vergleichsperiode aus, da die KHS-Gruppe einen beachtlichen
Anstieg verzeichnete. Das Umsatzniveau der KDE-Gruppe und der KDS bewegte sich dagegen
unter den ausgezeichneten 2018er Werten. Das verglichen mit dem Vorjahr erheblich
gesteigerte Resultat der KHS-Gruppe ist auf den Beitrag aus den Kostensenkungsmaßnahmen
sowie die positiven Impulse aus der Vermarktung innovativer Neuprodukte zurückzuführen
und konnte die rückläufigen Vorsteuerergebnisse der KDE-Gruppe und KDS teilweise kompensieren.
Insgesamt erwirtschaftete der Geschäftsbereich Technologie einen Gewinn vor Steuern
in Höhe von 22,5 Mio. € (9 Monate 2018: 30,5 Mio. €). Die KHS-Gruppe verfolgt nach wie vor konsequent die Maßnahmen aus dem umfassenden
Effizienz- und Wachstumsprogramm "KHS Future". Mit dem Fokus auf Kostensenkung und
der Ausweitung des Servicegeschäfts trug es bereits wesentlich zur erzielten Ergebnissteigerung
bei und wird auch künftig die Entwicklung des Unternehmens im wettbewerbsintensiven
Marktumfeld weiter verbessern. InvestitionenDer Geschäftsbereich Technologie konzentrierte sich im Berichtszeitraum auf die Fortsetzung
der Ersatz- und Rationalisierungsmaßnahmen. Zur stetigen Optimierung der organisatorischen
Abläufe werden außerdem bei der KHS-Gruppe in Deutschland und in den Auslandsgesellschaften
IT-Projekte durchgeführt. Die umfassende Modernisierung des Standorts Bad Kreuznach
hinsichtlich "Lean Manufacturing" wurde weiter umgesetzt. Am Standort Dortmund finden
umfangreiche Investitionen zur Modernisierung der Fertigung und zur Erweiterung der
Montagebereiche statt. Für den chinesischen Markt startete ein Investitionsprogramm
zur strategischen Neuausrichtung. Bei der KDS wurde das Bauvorhaben "Fabrik der Zukunft"
fortgeführt, welches den Neubau von Büro- und Produktionsgebäuden auf dem Bestandsgelände
in Achim vorsieht. Die Investition dient dazu, das Wachstum und die Wirtschaftlichkeit
der KDS nachhaltig sicherzustellen. Damit einhergehend soll mithilfe der Optimierung
des Informations- und Materialflusses sowie der Montageprozesse eine Steigerung der
Produktivität erfolgen. Industrielle Beteiligungen/ Konsolidierung
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inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen Der Umsatz des Bereiches Industrielle Beteiligungen/ Konsolidierung, der hauptsächlich
durch das Halbzeug- und Servicegeschäft mit Tochtergesellschaften und Konzernfremden
generiert wird, nahm im Vergleich zum Vorjahr leicht zu, während der Außenumsatz sich
auf dem Niveau der ersten neun Monate 2018 bewegte. Das Ergebnis vor Steuern betrug -53,9 Mio. € und konnte somit das Vorjahresresultat
(12,6 Mio. €) nicht erreichen. Darin enthalten sind 78,1 Mio. € Beitrag des nach der
Equity-Methode bilanzierten Engagements an der Aurubis AG (9 Monate 2018: 29,2 Mio.
€). Dieser umfasst 27,8 Mio. € (9 Monate 2018: 0 €) Ertrag aus einer erfolgswirksamen
bilanziellen Anpassung im Zusammenhang mit den zu einem durchschnittlichen Kurs unterhalb
des Marktwertes des anteiligen Eigenkapitals erworbenen Aktien der Aurubis AG. Das
Zinsergebnis des Cash-Management des Konzernfinanzkreises sowie Ergebnisse aus der
Bewertung von Derivatepositionen stützen das Resultat zusätzlich. Die zum 30. September
2019 um 141,0 Mio. € aufgestockte Risikovorsorge im Zusammenhang mit der angestrebten
einvernehmlichen Beendigung von Ermittlungsverfahren zu mutmaßlichen Kartellabsprachen
bei Grobblech und Flachstahlerzeugnissen hingegen belastet das Ergebnis erheblich.
Die überwiegend für den Konzern tätigen Dienstleistungsgesellschaften konnten den
Vorsteuergewinn des Vergleichszeitraumes nahezu einstellen. Finanz- und VermögenslageErläuterungen zur BilanzDie Bilanzsumme des Salzgitter-Konzerns erhöhte sich im aktuellen Berichtszeitraum
gegenüber dem 31. Dezember 2018 um 332 Mio. €. Die langfristigen Vermögenswerte (+324 Mio. €) legten neben den Investitionen vor
allem wegen der gestiegenen Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen
(+142 Mio. €) zu. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
(+436 Mio. €) rangierten im Berichtszeitraum über der Summe der planmäßigen Abschreibungen
des Anlagevermögens (-262 Mio. €). Die Investitionen enthalten 134 Mio. € nichtzahlungswirksame
Zugänge aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 für Leasingverhältnisse. Nähere
Erläuterungen hierzu befinden sich im Kapitel "Grundsätze der Rechnungslegung und
Konsolidierung, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" unter Ziffer 4. Die latenten
Ertragsteueransprüche nahmen insbesondere aufgrund einer Höherbewertung der Pensionsrückstellungen
im Vergleich zum letzten Bilanzstichtag (+37 Mio. €) zu. Die kurzfristigen Vermögenswerte
blieben auf dem Niveau des Vorjahres (+9 Mio. €). Während sich Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen inklusive der Vertragsvermögenswerte (+68 Mio. €), die Vorräte (+20
Mio. €) sowie die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte (+38 Mio. €) unter anderem
infolge gestiegener Rohstoffpreise erhöhten, verringerten sich insbesondere die Finanzmittel
(-100 Mio. €). Auf der Passivseite nahmen bei einem gegenüber dem Jahresende verringerten Pensionszinssatz
von 0,75 % (31.12.2018: 1,75 %) die Pensionsrückstellungen um 323 Mio. € zu. Entsprechend
hat sich das Eigenkapital trotz des positiven Ergebnisses erkennbar verringert (-351
Mio. €). Die Eigenkapitalquote beträgt dennoch solide 32,8 %. Die langfristigen Schulden
rangierten insgesamt mit 788 Mio. € über dem Vergleichsstichtag. Die langfristigen
Finanzschulden sind aufgrund des im zweiten Quartal neu begebenen Schulscheindarlehens
(363,7 Mio. €) und der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 gegenüber dem Vergleichsstichtag
um insgesamt 510 Mio. € angestiegen. Die langfristigen sonstigen Rückstellungen verringerten
sich im Wesentlichen aufgrund einer Rückstellungsauflösung für betriebstypische Risiken
in den Geschäftsbereichen Flachstahl und Grobblech/ Profilstahl (48,8 Mio. €). Die
kurzfristigen Schulden verminderten sich um 105 Mio. €. Gegenüber dem Jahresende konnten
niedrigere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen inklusive Vertragsverbindlichkeiten
(-157 Mio. €) - vor allem im internationalen Trading bei geringerem Geschäftsumfang
- und Finanzschulden (-107 Mio. €) verzeichnet werden. Dagegen stiegen die kurzfristigen
sonstigen Rückstellungen aufgrund einer zum 30. September 2019 um 141,0 Mio. € aufgestockten
Risikovorsorge im Zusammenhang mit der angestrebten einvernehmlichen Beendigung von
Ermittlungsverfahren zu mutmaßlichen Kartellabsprachen bei Grobblech und Flachstahlerzeugnissen
um insgesamt 133 Mio. € an. Die Nettofinanzposition (-217 Mio. €; 31.12.2018: 192 Mio. €) ging vor allem als Folge
des Working Capital-Aufbaus, der überwiegend auf geringere Verbindlichkeiten zurückzuführen
ist, der Aufstockung der Beteiligung an der Aurubis AG sowie der Fortführung der strategischen
Investitionsprojekte zurück. Den Geldanlagen einschließlich Wertpapieren (754 Mio.
€; 31.12.2018: 878 Mio. €) standen Verbindlichkeiten von 971 Mio. € (31.12.2018: 687
Mio. €) gegenüber; davon 820 Mio. € bei Kreditinstituten (31.12.2018: 519 Mio. €).
Wie bisher werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen nicht
in der Nettofinanzposition berücksichtigt. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungBei einem Vorsteuergewinn von 41 Mio. € ergibt sich trotz Zunahme des Working Capital
ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 78 Mio. € (Vorjahreszeitraum:
+280 Mio. €). Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von -378 Mio. € (Vorjahreszeitraum:
-409 Mio. €) spiegelt überwiegend die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen (-309 Mio. €; Vorjahreszeitraum: -227 Mio.
€) sowie in sonstige langfristige Vermögenswerte (-97 Mio. €; Vorjahreszeitraum: -195
Mio. €) wider. In der letztgenannten Auszahlung sind im Wesentlichen die Zukäufe der
nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung an der Aurubis AG enthalten. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit ist geprägt von Auszahlungen an unsere
Aktionäre, Rückzahlungen für erhaltene Kredite sowie Zinsauszahlungen. Dem stehen
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten unter anderem aus dem im Mai 2019 ausgegebenen
Schuldscheindarlehen (363,7 Mio. €) gegenüber, sodass sich insgesamt ein positiver
Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit von 193 Mio. € (Vorjahreszeitraum: -27
Mio. €) ergibt. Wegen des negativen Gesamt-Cashflows verminderte sich der Finanzmittelbestand (455
Mio. €) gegenüber dem 31. Dezember 2018 (556 Mio. €) entsprechend. Mitarbeiter
Unter Berücksichtigung der quotalen Beteiligungsverhältnisse sind Rundungsabweichungen
möglich. Am 30. September 2019 umfasste die Stammbelegschaft des Salzgitter-Konzerns 23.562
Mitarbeiter und erhöhte sich damit gegenüber dem 31. Dezember 2018 um 39 Belegschaftsmitglieder. Zum Stichtag wurden zwei Gesellschaften mit insgesamt 26 Mitarbeitern erstmals in
der Personalstatistik berücksichtigt, die Neukonsolidierungen erfolgten rückwirkend
zum 1. Januar 2019. Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 259 Ausgebildete übernommen, von denen 168 zeitlich
befristete Verträge erhielten. Gegenläufig wirkten vor allem der Eintritt in die passive
Phase der Altersteilzeit sowie das Erreichen der Altersgrenze. Die Gesamtbelegschaft umfasste 25.498 Personen. Die Zahl der Leiharbeitnehmer lag per 30. September 2019 bei 1.277. Dies entspricht
einer Abnahme gegenüber dem Vorjahresstichtag um 12 Personen. Zum Ende des Berichtszeitraumes waren 754 Mitarbeiter von Kurzarbeit betroffen, überwiegend
in den Gesellschaften Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH und Peiner Träger GmbH. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtDie Geschäftsbereiche gehen verglichen mit dem Vorjahr von nachstehendem Verlauf des
Geschäftsjahres 2019 aus: Das Flachstahlsegment verzeichnet nach dem überdurchschnittlich guten Vorjahr einen
herausfordernden Geschäftsverlauf und erwartet einen rückläufigen Umsatz sowie einen
margenbedingt sichtbar reduzierten Vorsteuergewinn. Dies ist zum einen auf die Überversorgung
des europäischen Stahlmarktes, zum anderen auf höhere Rohstoffkosten - insbesondere
für Eisenerz - zurückzuführen. Der Grobblechmarkt ist von einer anhaltenden Marktschwäche gekennzeichnet. Zudem beeinträchtigen
fehlende Anschlussaufträge zur Lieferung von Vormaterial für Rohrleitungen die Situation
der Mülheimer Gesellschaft. Im Profilstahlbereich werden nach dem sehr erfreulichen
Vorjahr reduzierte, aber auskömmliche Margen sowie ein geringeres Mengenniveau unterstellt.
Insgesamt erwarten wir, bei einem merklich unter Vorjahr auskommenden Umsatz, ein
Ergebnis spürbar unter dem des Jahres 2018 und gehen aufgrund der Entwicklung der
Grobblechgesellschaften für den Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahl von einem
deutlichen Vorsteuerverlust aus. Im Geschäftsbereich Mannesmann ist die Auslastung der deutschen Gesellschaft der EUROPIPE-Gruppe
unbefriedigend. Hingegen sind die amerikanischen Europipe-Unternehmen zum Teil weit
bis in das nächste Jahr belegt. Die Mannesmann Grossrohr GmbH rechnet mit einer zweischichtigen
Auslastung des Werkes bis in das erste Quartal 2020. Das Segment der mittleren Leitungsrohre
erfährt nach zwei sehr guten Jahren eine Normalisierung der nachgefragten Mengen.
Die schwächere Entwicklung der Präzisrohrgesellschaften reflektiert vor allem die
aktuelle Lage der Automobilindustrie, während der Edelstahlbereich eine leicht verbesserte
Marktsituation antizipiert. Bei einem nachgebenden Absatz mit moderatem Umsatzrückgang
prognostizieren wir für das Segment ein positives Vorsteuerresultat. Der Geschäftsbereich Handel rechnet mit einem gegenüber dem Vorjahr niedrigeren Versand
und Umsatz. Die Margenerwirtschaftung im internationalen Trading bleibt aufgrund der
anhaltenden Einflüsse allerorten restriktiver Handelspolitik und eingetrübter Marktverhältnisse
unter Druck. Der lagerhaltende Handel verzeichnet einen Margenrückgang aufgrund einer
fallenden Verkaufspreisentwicklung. Wir erwarten für den Geschäftsbereich ein leicht
positives, deutlich unter dem Vorjahr rangierendes Ergebnis vor Steuern. Basierend auf einem hohen Auftragsbestand und guten Auftragseingängen avisiert der
Geschäftsbereich Technologie ein leichtes Umsatzwachstum. Dabei setzt die KHS-Gruppe
auf eine selektive Auftragsannahme, den weiteren Ausbau des Servicegeschäftes sowie
zusätzliche positive Effekte aus den eingeleiteten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung.
Ausgehend von dem sehr hohen Niveau des Vorjahres antizipieren die beiden Spezialmaschinenbauer
der DESMA-Gruppe eine rückläufige Ertragslage, sodass insgesamt ein Vorsteuergewinn
unterstellt wird, der über dem Durchschnitt der Vorjahre auskommt, aber merklich niedriger
ausfällt als 2018. Wir bestätigen unseren am 26. September angepassten Ergebnisausblick für das Geschäftsjahr
2019 und antizipieren vor dem Hintergrund noch zu bestimmender Restrukturierungsaufwendungen
zur Implementierung des Ergebnisverbesserungsprogramms "FitStructure 2.0" für den
Salzgitter-Konzern
Wir machen darauf aufmerksam, dass Kriterien des Jahresabschlusses sowie Imponderabilien
unter anderem aus Rohstoffkosten-, Edelmetallpreis- und Wechselkursveränderungen die
Beendigung des Geschäftsjahres 2019 noch erheblich beeinflussen können. RisikomanagementZum Zeitpunkt der Berichterstattung bestanden keine Risiken, die den Fortbestand des
Salzgitter-Konzerns gefährden könnten. Hinsichtlich einzelner Chancen und Risiken
verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2018. Für den Salzgitter-Konzern ist die Entwicklung der Preise auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten,
der Energiepreise und der Währungskurse (vor allem USD/EUR) besonders bedeutend. Ergebniseffekte
für Risiken hieraus sind im laufenden Jahr in den Gesellschaften - soweit abschätzbar
- einbezogen worden. Um darüber hinausgehende Auswirkungen der daraus resultierenden Geschäftsrisiken zu
minimieren, beobachten wir die jeweiligen Trends und lassen sie in die Risikoprognosen
einfließen. Dies gilt auch für eventuelle finanzielle oder politisch bedingte Restriktionen
des Auslandsgeschäfts. Risiken bestehen als Folge der von den USA ausgelösten globalen
Handelsstreitigkeiten sowie des Austritts des Vereinigten Königreiches aus der EU.
Konkret zu nennen sind hier:
Branchenspezifische RisikenAus Wettbewerbsverzerrungen auf dem internationalen Stahlmarkt, massiven und weiter
steigenden Überkapazitäten, den US-Sonderzöllen auf Stahlprodukte sowie dem damit
verbundenen Importdruck in der EU ergeben sich branchenspezifische Risiken. Die Ende März 2018 in den USA eingeführten Zölle auf Stahlimporte von 25 % (Section
232) sind weiterhin in Kraft. Als Reaktion auf die daraus entstehenden Umlenkungseffekte
und die drohende Schädigung der heimischen Stahlindustrie, hat die EU-Kommission am
2. Februar 2019 finale Schutzklausel-Maßnahmen (Safeguards) bis Juli 2021 in Kraft
gesetzt. Es gelten Einfuhrkontingente auf Basis der durchschnittlichen Importe in
den Jahren 2015 bis 2017; oberhalb der Quoten wird ein Zoll von 25 % fällig. Aufgrund
der ohnehin zu wenig restriktiven Ausgestaltung und sukzessiver Erhöhungen der Quoten
im Februar und Juli 2019 waren die Safeguards bislang nahezu wirkungslos und sorgten
für starken Mengen- und Preisdruck. Zum 1. Oktober hat die EU-Kommission mittels eines Revisionsverfahrens einige positive
administrative Veränderungen am Safeguard-System eingeführt. Die großzügigen Quoten
wurden jedoch nur unzureichend angepasst. Lediglich die vorgesehenen Steigerungsraten
wurden leicht abgemildert. Es drohen weitere Importsteigerungen. Darüber hinaus haben auch zahlreiche Drittstaaten mit eigenen Schutzmaßnahmen auf
die US-Einfuhrzölle für Stahlprodukte reagiert. Dadurch dürften Exporte weiter erschwert
werden und zusätzliche Umlenkungen in den EU-Markt drohen. Von den Maßnahmen sind
einige Konzernunternehmen auch direkt, jedoch in geringem Umfang betroffen. Weitere Risiken ergeben sich durch Versuche von Importeuren, bestehende Handelsschutzmaßnahmen
zu umgehen und sie somit unwirksam zu machen. Um derartigen Praktiken entgegenzuwirken,
werden die Warenströme kontinuierlich überwacht und potenzielle Verstöße über den
Europäischen Stahlverband Eurofer an die EU-Kommission und EU-Korruptionsbekämpfungsbehörde
weitergeleitet. Zudem besteht nach wie vor Ungewissheit bezüglich direkter und indirekter Geschäftsbeziehungen
zu Russland, unter anderem wegen des im August 2017 in Kraft getretenen US-Sanktionsgesetzes
("Countering America's Adversaries Through Sanctions Act"). Es sieht vor, dass Firmen,
die von der US-Administration mit russischen Energie-Export-Pipelines geschäftlich
in Verbindung gebracht werden, vom US-Präsidenten mit Strafmaßnahmen in den USA belegt
werden können. Im US-Senat konkurrieren aktuell mehrere Gesetzgebungsvorschläge zur
Ausweitung der Sanktionen. Ähnliche Ungewissheit, wenn auch mit geringer Betroffenheit der Salzgitter AG (SZAG),
ergibt sich aus dem am 8. Mai 2018 verkündeten Rückzug der Vereinigten Staaten aus
dem Atomabkommen mit dem Iran ("Joint Comprehensive Plan of Action", JCPOA). Die USA
haben mit Aufkündigung des JCPOA auch die Sanktionen reaktiviert und planen, diese
wie zuletzt im September 2019, noch auszuweiten. Die EU-Kommission will jedoch an
dem Abkommen festhalten und arbeitet an Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Handels
mit dem Iran. Am 1. Januar 2021 beginnt die vierte Periode des Europäischen Treibhausgas-Emissionshandelssystems,
die bis einschließlich 2030 dauert. Dank des vorsorglichen Erwerbs von CO2-Zertifkaten
dürfte die geschätzte mittelfristige Unterdeckung nach Zuteilung für die dem Emissionshandel
unterfallenden Tochtergesellschaften der SZAG überwiegend kompensiert werden. Nachdem
im Berichtszeitraum die Daten für unsere bis Ende Juni einzureichenden Anträge abschließend
ermittelt und extern verifiziert worden sind, haben wir dies im Rahmen einer Insiderinformation
am 14. Juni 2019 bekanntgegeben. Folglich schätzen wir das Risiko aus CO2-Zertfikateunterdeckung
bei unseren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie das indirekte Zusatzkostenrisiko
aus dem Emissionshandel für den Fremdstrombezug neu in der Größenordnung von bis zu
75 Mio. € pro Jahr (zuvor: 155 Mio. € pro Jahr) für die vierte Emissionshandelsperiode
ab. Die Eintrittswahrscheinlichkeit sehen wir für das Thema "CO2-Emissionshandel"
dem Grunde nach als wahrscheinlich an. Die Schadenshöhe hängt entscheidend auch weiterhin
insbesondere von der Entwicklung politischer und regulatorischer Rahmenbedingungen
ab. Beim Erwerb von CO2-Zertifikaten haben wir nach wie vor die mögliche Verschärfung
der Lage und Preise im Blick. Rechtliche RisikenDie Salzgitter AG ist neben anderen Unternehmen Gegenstand von Ermittlungsverfahren
zu mutmaßlichen Kartellabsprachen bei Grobblech und Flachstahlerzeugnissen. Aufgrund
weit fortgeschrittener Gespräche mit dem Bundeskartellamt gehen wir davon aus, die
Verfahren zeitnah einvernehmlich beenden zu können. Die im Jahresabschluss 2018 gebildete
Risikovorsorge wurde daher zum 30. September 2019 um 141 Mio. € aufgestockt. ZwischenabschlussI. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
II. Gesamtergebnisrechnung
III. KonzernbilanzAktiva in Mio. €
Passiva in Mio. €
IV. Kapitalflussrechnung
AnhangSegmentberichterstattung
Grundsätze der Rechnungslegung und Konsolidierung, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. Der Konzernabschluss für die Berichtsperiode vom 1. Januar bis 30. September 2019
der Salzgitter AG, Salzgitter (SZAG), wurde als verkürzter Abschluss mit ausgewählten
erläuternden Anhangangaben aufgestellt. Die Aufstellung erfolgte unverändert nach
den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting
Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung des IAS 34 für verkürzte Zwischenabschlüsse. 2. Gegenüber dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 wurden im Quartalsabschluss
zum 30. September 2019 unter Beachtung der nachstehenden Ausnahmen grundsätzlich keine
Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungs-, Berechnungs- und Konsolidierungsmethoden
vorgenommen. 3. Bei der Ermittlung des Barwertes der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen
zum 30. September 2019 wurde ein Rechnungszinssatz in Höhe von 0,75 % zugrunde gelegt
(31. Dezember 2018: 1,75 %). Die daraus resultierende Erhöhung der Rückstellungen
für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird im sonstigen Ergebnis erfasst (Neubewertung
Pensionen) und führt zu einer korrespondierenden Eigenkapitalminderung. 4. IFRS 16 "Leasing" regelt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen und wird IAS
17 sowie die dazugehörigen Interpretationen ersetzen. Die Umstellung auf IFRS 16 wird
nach dem modifizierten retrospektiven Ansatz vorgenommen. Eine Anpassung der Vorjahresperioden
erfolgt somit nicht. Die Gesellschaften im Konzern der SZAG verwenden überwiegend
Operating-Leasingverhältnisse, weshalb sich durch die Anwendung des IFRS 16 Auswirkungen
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben werden. Die Nutzungsrechte werden
zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen sowie gegebenenfalls erforderlicher
Wertminderungen angesetzt. Die Anschaffungskosten des Nutzungsrechts ermitteln sich
als Barwert sämtlicher zukünftiger Leasingzahlungen zuzüglich der Leasingzahlungen,
die zu oder vor Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses getätigt werden, sowie
der Vertragsabschlusskosten und der geschätzten Kosten für die Demontage oder Wiederherstellung
des Leasinggegenstandes. Hiervon werden sämtliche erhaltene Leasinganreize abgezogen.
Sofern die zu berücksichtigenden Leasingzahlungen auch den Eigentumsübergang sowie
die Wahrnehmung einer Kaufoption an dem zugrunde liegenden Vermögenswert zum Ende
der Laufzeit des Leasingverhältnisses umfassen, erfolgt die Abschreibung über die
wirtschaftliche Nutzungsdauer. Andernfalls wird das Nutzungsrecht über die Laufzeit
des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Der erstmalige Ansatz der den Finanzierungsverbindlichkeiten zugeordneten Leasingverbindlichkeiten
bestimmt sich als Barwert der zu leistenden Leasingzahlungen abzüglich geleisteter
Vorauszahlungen. In der Folgebewertung wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit
aufgezinst und erfolgsneutral um die geleisteten Leasingzahlungen vermindert. Für
die Abzinsung wird der jeweilige Grenzfremdkapitalzinssatz zum Zeitpunkt der erstmaligen
Anwendung verwendet. Bei Leasingverhältnissen, die bisher nach IAS 17 als Operating-Leasingverhältnisse
eingestuft waren, wird die Leasingverbindlichkeit mit dem Barwert der restlichen Leasingzahlungen
angesetzt. Die Bilanzierungsvorschriften für Leasinggeber bleiben dagegen weitgehend unverändert,
insbesondere im Hinblick auf die weiterhin erforderliche Klassifizierung von Leasingverhältnissen
nach IAS 17. Die SZAG verwendet die nach IFRS 16 bestehenden Wahlrechte, wonach für Leasingverträge
mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten (kurzfristige Leasingverhältnisse) sowie
für Leasingverträge über geringwertige Vermögenswerte auf eine Erfassung des Nutzungsrechts
und der Leasingverbindlichkeit verzichtet werden kann. Für Leasingverhältnisse, die
bis zum 31. Dezember 2019 auslaufen und nicht verlängert werden, erfolgt aus Vereinfachungsgründen
keine Darstellung als kurzfristige Leasingverhältnisse. Die Laufzeit des Leasingverhältnisses wird zum Zeitpunkt seines Beginns auf der Basis
der unkündbaren Vertragslaufzeit sowie unter Einbeziehung bestehender Verlängerungsoptionen
sowie Kündigungsoptionen bestimmt. Die aktuellen Erkenntnisse werden hierbei berücksichtigt,
sofern eine Beurteilung als hinreichend sicher erscheint. Eine Identifizierung von
Nichtleasingkomponenten erfolgt zu Beginn nur für Leasingverträge aus den Bereichen
Immobilien und Fuhrpark und sind somit nicht Bestandteil der zugrunde gelegten Leasingzahlungen.
Bei der Ermittlung des Grenzfremdkapitalzinssatzes wird die Zinskurve in Abhängigkeit
von der Laufzeit für Industrieunternehmen in Europa, die der Ratingeinstufung des
Konzerns der SZAG entspricht, herangezogen. Für die ausländischen Konzerngesellschaften
erfolgt eine Berücksichtigung der länderspezifischen Gegebenheiten. Die nachfolgende Tabelle stellt die Überleitung der Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen
zum 1. Januar 2019 dar:
In der nachfolgenden Darstellung zu den Nutzungsrechten sowie Leasingverbindlichkeiten
sind die Vermögenswerte enthalten, die bis zum 31. Dezember 2018 nach IAS 17 im Rahmen
des Finanzierungsleasings bilanziert wurden. Bis zum dritten Quartal 2019 ergaben
sich folgende Auswirkungen in der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung:
Ausgewählte Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Die Umsätze nach Geschäftsfeldern werden in der Segmentberichterstattung dargestellt. 2. Das Ergebnis je Aktie berechnet sich entsprechend IAS 33. Das auf die gewichtete
Anzahl von Aktien der SZAG ermittelte unverwässerte Ergebnis je Aktie belief sich
in der Berichtsperiode auf -0,63 €. Eine Verwässerung würde dann eintreten, wenn das
Ergebnis je Aktie durch die Ausgabe potenzieller Aktien aus Options- und Wandelrechten
vermindert wird. Derartige Rechte waren am Bilanzstichtag aus einer Wandelanleihe
vorhanden. Bei deren Berücksichtigung ergibt sich eine Verminderung des Gewinns je
Aktie, sodass diese Options- und Wandelrechte zu einer Verwässerung führen. Das verwässerte
Ergebnis beträgt -0,63 € je Aktie. Angaben zum Fair ValueDie Angaben zum Fair Value erfolgen entsprechend den Regelungen des IFRS 13 "Bemessung
des beizulegenden Zeitwerts". Eine Abweichung vom Buchwert zum beizulegenden Zeitwert
(Fair Value) resultiert aus der Bilanzierung einer Wandelanleihe zu fortgeführten
Anschaffungskosten. Die Ermittlung der Fair-Value-Angaben für nicht zum Fair Value bilanzierte langfristige
finanzielle Vermögenswerte und Schulden erfolgt grundsätzlich durch die Diskontierung
zukünftiger Zahlungsströme. Hierbei findet ein laufzeitabhängiger Zinssatz Anwendung,
welcher den risikolosen Zinssatz und das über eine Peer-Group abgeleitete Adressenausfallrisiko
des Salzgitter-Konzerns widerspiegelt. Buchwert und Fair Value der Anleihen:
Angaben zu Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen und PersonenNeben den Geschäftsbeziehungen zu in den Konzernabschluss einbezogenen voll- und anteilig
konsolidierten Gesellschaften existieren Beziehungen zu nach der Equity-Methode bilanzierten
Unternehmen sowie zu nicht konsolidierten Tochtergesellschaften, die als nahestehende
Unternehmen nach IAS 24 zu qualifizieren sind. In der Kategorie der anderen nahestehenden
Unternehmen befinden sich die Mehrheitsbeteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen
des Landes Niedersachsen. Die erbrachten Lieferungen und Leistungen umfassen im Wesentlichen Lieferungen von
Vormaterial zur Großrohrproduktion. Ihr Volumen ergibt sich aus nachfolgender Tabelle:
Angabe gemäß § 37w Abs. 5 WpHGDer vorliegende Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht wurden keiner prüferischen
Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen. HaftungsausschlussEinige der in diesem Text gemachten Aussagen haben den Charakter von Prognosen beziehungsweise
können als solche interpretiert werden. Sie sind nach bestem Wissen und Gewissen erstellt
und gelten naturgemäß unter der Voraussetzung, dass keine unvorhersehbare Verschlechterung
der Konjunktur und der spezifischen Marktlage für die Gesellschaften in den Unternehmensbereichen
eintritt, sondern sich die Grundlagen der Planungen und Vorschauen in dem Umfang und
dem zeitlichen Rahmen wie erwartet als zutreffend erweisen. Die Gesellschaft übernimmt
- unbeschadet bestehender gesetzlicher, insbesondere kapitalmarktrechtlicher Anforderungen
- keine Verpflichtung, vorausblickende Aussagen zu aktualisieren. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe ±
einer Einheit (€, % usw.) auftreten. Der Zwischenbericht der Salzgitter AG steht auch in englischer Sprache zur Verfügung.
Bei Abweichungen ist die deutsche Fassung maßgeblich. Impressum und KontakteKontaktSALZGITTER AG Postanschrift38223 Salzgitter ÖffentlichkeitsarbeitTelefon: 0 53 41/21-27 01 Investor RelationsTelefon: 0 53 41/21-18 52 HerausgeberSALZGITTER AG Konzept und GestaltungwirDesign Berlin Braunschweig Redaktion/TextSALZGITTER AG, Investor Relations Diese Quartalsmitteilung wurde mit Unterstützung des Redaktionssystems firesys erstellt. |
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