Salzgitter AktiengesellschaftSalzgitterZwischenbericht 1. Halbjahr 2021H1Salzgitter-Konzern in Zahlenscrollen
Ausweis der Finanzdaten gemäß IFRS
1) annualisiert
Ertragslage des Konzerns und seiner GeschäftsbereicheErtragslage des Konzernsscrollen
1) annualisiert
Der Salzgitter-Konzern erwirtschaftete im ersten
Halbjahr 2021 mit 305,7 Mio. € (1. Halbjahr 2020: -
127,8 Mio. €) den höchsten Vorsteuergewinn seit
den Ausnahmegeschäftsjahren 2007 und 2008. Wesentliche
Treiber dieses Resultates waren die über die gesamten
ersten sechs Monate dynamisch anziehenden
Walzstahlerlöse in Verbindung mit der anhaltenden
Marktbelebung, die sich insbesondere auf die
Ergebnisentwicklung der Geschäftsbereiche Flachstahl
und Handel positiv auswirkte. Der Beitrag der nach der
Equity-Methode ausgewiesenen Beteiligung an der Aurubis AG
(91,0 Mio. €; 1. Halbjahr 2020: 34,0 Mio. €) war
abermals sehr erfreulich. Der Außenumsatz stieg im
Berichtszeitraum auf 4.435,5 Mio. € und lag damit
signifikant über dem Vergleichswert der von der
Corona-Pandemie geprägten Vorjahresperiode (1.
Halbjahr 2020: 3.631,0 Mio. €). Aus 230,6 Mio. €
Nachsteuergewinn (1. Halbjahr 2020: - 144,7 Mio. €)
errechnen sich 4,20 € Ergebnis je Aktie (1. Halbjahr
2020: - 2,70 €) sowie 16,4 % Verzinsung des
eingesetzten Kapitals (1. Halbjahr 2020: - 6,3 %). Mit 33,3
% blieb die Eigenkapitalquote sehr solide. Die
Nettofinanzposition bewegte sich trotz des höheren
Geschäftsvolumens und gestiegener Preise für
Rohstoffe und Fertigprodukte mit - 422,5 Mio. € auf
dem Niveau des Bilanzstichtages zum Jahresende 2020 (-
431,7 Mio. €). Der Wert der erworbenen CO2-Zertifikate
für die am 1. Januar 2021 begonnene vierte Periode des
Europäischen Treibhausgas-Emissionshandelssystems
beläuft sich inzwischen auf nahezu 1 Mrd. €.
Sondereffekte / EBT Geschäftsbereiche und Konzernscrollen
scrollen
Return on Capital Employed (ROCE)scrollen
Der ROCE ist ein bedeutsamer finanzieller
Leistungsindikator und Bestandteil des unternehmensinternen
Steuerungssystems. Quantitative, ergebnisbezogene
Zielvorgabe für den Salzgitter-Konzern ist ein ROCE
von mindestens 12% über einen Konjunkturzyklus hinweg;
dieser beträgt gemäß unserer Definition
üblicherweise fünf Jahre. Im ersten Halbjahr 2021
erreichte der ROCE 16,4 % (1. Halbjahr 2020: - 6,3 %).
Weitere Erläuterungen zur Herleitung des ROCE
werden im Kapitel "Finanzielles Steuerungssystem" des
Geschäftsberichtes 2020 dargestellt.
Earnings before Interest and Taxes (EBIT) / Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization (EBITDA)scrollen
1) Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle
und langfristige finanzielle Vermögenswerte
Die Ertragskennzahlen EBIT und EBITDA zeigen die
operative Ertragskraft eines Unternehmens unabhängig
von dessen Kapitalstruktur. Sie ermöglichen eine
zusätzliche Analyse und Bewertung des
Unternehmensergebnisses sowie eine operative
Vergleichbarkeit mit dem Wettbewerb. Dabei können
länderspezifische Unterschiede in der Besteuerung
sowie Besonderheiten der Finanzierungs- und
Sachanlagenstruktur einzelner Unternehmen ausgeblendet
werden. Bei nahezu stabilen Abschreibungen spiegelt sich
die deutliche Steigerung des Vorsteuerergebnisses des
ersten Halbjahres 2021 in einem ebenfalls verbesserten EBIT
und EBITDA wider.
Geschäftsbereich Flachstahlscrollen
1) inklusive Umsatz mit anderen
Geschäftsbereichen
Entwicklung europäischer StahlmarktDie sich im Laufe des ersten Halbjahres 2021
zuspitzenden Lieferkettenprobleme in der Industrie sowie
die daraus resultierenden Produktionskürzungen
beispielsweise in der Automobilbranche haben sich bisher
nicht im Auftragseingang der europäischen
Stahlindustrie bemerkbar gemacht. Nachdem im vergangenen
Jahr wegen der Pandemie ein erheblicher Nachfrageeinbruch
verzeichnet wurde, profitierten die Stahlhersteller in
Europa im Berichtszeitraum von einem kräftigen
Aufschwung der Wirtschaft. So ist nicht nur der
Auftragseingang der Stahlwerke nachfragebedingt signifikant
gestiegen, auch die Preise erreichten ein Rekordniveau.
Ursächlich war eine vorübergehende Verknappung
auf dem europäischen Stahlmarkt, die aus der
deutlichen Kapazitätsreduktion der Stahlwerke in
Verbindung mit einem liquiditätsbedingten
Bestandsabbau entlang der Wertschöpfungskette
während der ersten Pandemiephase resultierte. Dieses
Phänomen hat es in zahlreichen Stahlmärkten
gegeben, wodurch es global zu einem gleichzeitigen Preis-
und Nachfrageaufschwung gekommen ist. Die weltweite
Rohstahlerzeugung wie auch die Produktion der
europäischen Werke ist seit Anfang des Jahres stetig
gestiegen, sodass die Kapazitäten nunmehr wieder voll
ausgelastet sind. Die zum Schutz des EU-Stahlmarktes
erlassenen Schutzmaßnahmen in Form von
Zollkontingenten (Safeguards) wurden im Juni 2021 in
bestehender Form um weitere drei Jahre verlängert.
Somit sind drastische Einfuhranstiege im Zuge der
konjunkturellen Erholung in der Breite zunächst
abgewendet.
BeschaffungEisenerzIm ersten Quartal 2021 bewegte sich die Erznotierung
zwischen 150 und 180 USD/dmt CFR China. Die nach dem
chinesischen Neujahrsfest anziehenden Margen der
chinesischen Stahlhersteller sowie die weltweit große
Stahlnachfrage sorgten für einen anhaltend hohen
Eisenerzbedarf. So führten die gesteigerten
Stahlmargen und eine gestiegene Auslastung zwecks
Limitierung der Emissionen zu einem vermehrten Einsatz von
höherwertigen Feinerzen und direkt
hochofengängigem Material wie Pellets und
Stückerz bei den chinesischen Verbrauchern. Der
Erzpreis des ersten Quartals 2021 lag mit 166,90 USD / dmt
bereits 88 % über dem Vorjahresquartal. Der
Preisanstieg setzte sich auch im zweiten Quartal fort. Bis
Mitte Mai legte die Leitpreisnotierung für den
Spotmarkt, IODEX 62% Fe CFR China, auf 233,10 USD/dmt zu
und erreichte damit den höchsten Wert seit der
Einführung des Index im Jahre 2008. Neben der
chinesischen blieb auch die weltweite Nachfrage nach
Eisenerz ungebrochen hoch. Die wiederkehrenden Meldungen
über mögliche Erhöhungen der Stahlproduktion
in China und Ausfälle oder Verzögerungen bei der
Eisenerzförderung hielten die Notierung auf dem sehr
hohen Niveau. Somit lag der Erzpreis des zweiten Quartals
2021 mit 200,01 USD / dmt um 115 % über dem
Vorjahresquartal. Um die aus der Beschaffung resultierenden
Risiken abzufedern, werden definierte Eisenerzmengen durch
Hedging preislich gesichert.
KokskohleAb Mitte Januar 2021 führte ein erhöhter
Bedarf in Verbindung mit einer geringen freien Spotmenge -
bedingt durch die Produktionsanpassungen der australischen
Produzenten - zunächst zu deutlichen Preissteigerungen
auf über 160 USD/t FOB Australien. Im Februar kam es
aber bereits wieder zu erheblichen Korrekturen, da entgegen
der Aussagen der Produzenten doch ausreichend hochwertige
Kokskohle FOB Australien zur Verfügung stand. So fiel
der Preis kontinuierlich auf knapp über 110 USD/t und
verharrte bis zum Ende des ersten Quartals auf diesem
niedrigen Niveau. Für das erste Quartal 2021 ergibt
sich ein Durchschnitt von 127,14 USD / t FOB Australien.
Dieser liegt 18% unter dem Vorjahresquartal. Ab Anfang Mai
stieg die Notierung wieder an und lag Ende Juni bei 194
USD/t FOB Australien. Bedingt wurde der deutliche
Preisanstieg vornehmlich durch den seit Oktober 2020
bestehenden Importbann der chinesischen Regierung für
australische Kohle. Die chinesischen Verbraucher
müssen folglich ihre ungebrochen hohe Nachfrage in
anderen Teilen der Welt eindecken. Verglichen mit der
Leitpreisnotierung FOB Australien, führte dies zu
sichtbar höheren Preisen für Kohlen, die nicht
aus Australien stammen. Somit waren die Verbraucher
außerhalb Chinas gezwungen, ihre Spotbedarfe in
Australien einzudecken. Im Gegensatz zu dem Preisanstieg zu
Beginn des Jahres - der maßgeblich spekulativ
beeinflusst war - lag dieses Mal eine erhöhte
physische Nachfrage vor. Für das zweite Quartal ergab
sich ein Durchschnittspreis von 137,46 USD / t FOB
Australien, der um 16 % über dem Vorjahresquartal
rangiert. Definierte Kokskohlemengen sichern wir durch
Hedging preislich ab, um die aus der Beschaffung
resultierenden Risiken abzufedern.
GeschäftsverlaufDer Auftragseingang des Geschäftsbereiches
Flachstahl übertraf im ersten Halbjahr 2021 das von
der Pandemie belastete Vorjahresniveau signifikant und auch
der Orderbestand legte infolge der starken Buchungen
spürbar zu. Auch die Rohstahlproduktion und
Walzstahlerzeugung bewegten sich merklich über
Vorjahr. Wegen der ausreichenden Brammenverfügbarkeit
im Konzernverbund blieb ein Hochofen außer Betrieb.
Bei einem ebenfalls gesteigerten Versand und dank der
positiven Preisdynamik rangierten der Segment- und
Außenumsatz über dem Vergleichswert. Der
Geschäftsbereich Flachstahl erwirtschaftete somit
absatz- und erlösbedingt einen Gewinn vor Steuern in
Höhe von 104,5 Mio. € (1. Halbjahr 2020: - 69,2
Mio. €).
InvestitionenDen erhöhten Kundenanforderungen nach
feuerverzinkten, höher- und höchstfesten
Stahlgüten wird mit dem strategischen
Investitionsprojekt "Neubau Feuerverzinkung 3" Rechnung
getragen. Im Berichtszeitraum wurde der Hallenbau
fertiggestellt und der Bau der Anlagenfundamente
fortgesetzt. Zudem startete der Anlagenbau.
Des Weiteren wurde der Bau einer flexibel
wasserstoffunterstützten Direktreduktionsanlage
genehmigt und mit den Massivbaumaßnahmen begonnen.
Der Anlagenbau befand sich noch in der Engineering-Phase.
SALCOS® (SAlzgitter Low CO2 Steelmaking)Wir nehmen mit unserem SALCOS
®-Konzept eine Vorreiterrolle in Sachen
Dekarbonisierung der Stahlindustrie ein. Der technische
Ansatz von SALCOS
® besteht darin, CO2-Emissionen im
Herstellungsprozess selbst direkt zu vermeiden, indem der
bisher in der Stahlerzeugung auf Basis von Eisenerz
notwendige Kohlenstoff schrittweise in neu zu bauenden
Direktreduktionsanlagen durch anfangs Erdgas und
später Wasserstoff ersetzt wird. SALCOS
® ermöglicht es, unter weitgehender
Nutzung der bestehenden, der Rohstahlherstellung
nachgelagerten Produktionsanlagen, die CO2-Emissionen des
Hüttenwerkes in Salzgitter bereits vor 2030 um 30% zu
senken. In der vollständigen Umsetzung bis
spätestens 2050 kann sogar eine Reduzierung von
über 95% erzielt werden.
Mit dem Projekt "Windwasserstoff (WindH2) Salzgitter"
sammelt die SZFG Betriebserfahrung in dem für SALCOS
® wesentlichen Themenbereich "Wasserstoff
aus erneuerbaren Energien". Im Zuge des Projektes haben wir
im März 2021 auf dem Werksgelände der SZFG eine
2,5-Megawatt-PEM-Elektrolyseanlage (PEM = Protonen Exchange
Membran) in Betrieb genommen, die den gegenwärtigen
Wasserstoffbedarf am Standort Salzgitter für
Glühprozesse komplett decken kann. Dies stellt einen
wichtigen Baustein hin zu einer wasserstoffbasierten
Stahlerzeugung dar.
Zusätzlich arbeitet die Salzgitter AG gemeinsam mit
der Sunfire GmbH und anderen Partnern bereits seit 2016 im
EU-Forschungsprojekt "GrInHy" (= Green Industrial
Hydrogen). Dabei werden neue Wege zur effizienten
Wasserstoffherstellung erprobt, die künftig einen
Beitrag zur CO2-reduzierten Stahlherstellung mit SALCOS
® leisten könnten. Ende 2020 wurde im
Rahmen des Nachfolgeprojektes "GrInHy2.0" der weltweit
leistungsstärkste Hochtemperatur-Elektrolyseur zur
energieeffizienten Wasserstofferzeugung bei der SZFG in
Betrieb genommen. Im Rahmen des Projektes wird erstmals
eine Hochtemperatur-Elektrolyse mit einer elektrischen
Nennleistung von 720 Kilowatt im industriellen Umfeld
eingesetzt. Bis Ende 2022 soll der Elektrolyseur mindestens
13.000 Stunden in Betrieb sein und über 100 Tonnen
grünen Wasserstoff produzieren.
Anfang Dezember 2020 überreichte
Bundesumweltministerin Svenja Schulze der Salzgitter AG den
Förderbescheid für den Bau der ersten flexibel
mit Wasserstoff und Erdgas zu betreibenden
Eisenerz-Direktreduktionsanlage (DRI-Anlage) im kleinen
Maßstab. Die neue Anlage, deren Produktionsbeginn im
ersten Halbjahr 2022 vorgesehen ist, stellt einen weiteren
Schritt auf dem Weg zur Realisierung von SALCOS
® dar. Aus dem Betrieb werden weitere
Kenntnisse gewonnen, um in wenigen Jahren im großen
Maßstab flexibel, effizient und CO2-arm direkt
reduziertes Eisen (DRI (Direct Reduced Iron)) produzieren
zu können. Zunächst wird das DRI der Kleinanlage
im Hochofenprozess zur Einsparung von Einblaskohle und im
Elektrolichtbogenofen des Werkes Peine eingesetzt. Das
Projekt befindet sich zurzeit in der Engineering-Phase.
Erweiterung des Produktspektrums um grünen FlachstahlSeit Ende 2020 werden CO2-arme, grüne Stahlbrammen
mit einem differenzierten Abmessungs- und
Gütenspektrum in dem Elektrostahlwerk der Peiner
Träger GmbH produziert und anschließend bei der
SZFG zu Warm- und Kaltband weiterverarbeitet. Hierfür
erhielt die Salzgitter AG als erster europäischer
Stahlhersteller Konformitätsaussagen nach dem
VERIsteel-Standard von TÜV SÜD. Diese Methode
ermöglicht den Nachweis der produktspezifischen
CO2-Emissionen bei der Stahlproduktion und begleitet den
Prozess der Dekarbonisierung. Demnach werden durch den
Wechsel des Stahlerzeugungsverfahrens von der
konventionellen Hochofenroute auf die Elektrostahlroute
eine Reduktion von mehr als 75% in der CO2-Bilanz der
Bramme und mehr als 66% in der CO2-Bilanz des
feuerverzinkten Coils erreicht. Die CO2-armen
Stahlgüten stoßen auf großes Interesse von
Kunden aus verschiedenen Branchen. Bereits seit dem Sommer
2021 wird die Mercedes-Benz AG mit Kaltfeinblech und
feuerverzinktem Feinblech aus CO2-reduziertem Stahl
für die Serienproduktion beliefert. Daraus entstehen
unter anderem Struktur- und Karosserieteile für
verschiedene PKW-Modelle.
Geschäftsbereich Grobblech / Profilstahlscrollen
1) ohne DMU-Gruppe
MarktentwicklungBereits zum Jahresauftakt zeigte sich der
Quartoblechmarkt freundlich und gewann zu Beginn des
zweiten Quartals 2021 erheblich an Fahrt. Die
nordeuropäischen Werke verzeichneten im Laufe des
Frühjahrs eine gute Auslastung mit Lieferzeiten bis in
den Herbst. Ursächlich waren sowohl die anhaltend hohe
Nachfrage im Warmbreitbandbereich und die damit verbundene
Brammenknappheit als auch die sehr niedrigen Bestände
des lagerhaltenden Handels. Einhergehend mit der rasanten
Entwicklung der Vormaterialkosten für Eisenerz,
Schrott sowie Schwarzmeerbrammen hatte dies erhebliche
Preissprünge vor allem im Einfachsortiment zur Folge.
Für das zuletzt schwache internationale
Röhrengeschäft zeichnete sich im Berichtszeitraum
aufgrund diverser Projekte im Markt erste Bewegung ab. Die
Bereiche Stahlbau und Windindustrie erwiesen sich weiterhin
als solide. Während in den ersten Monaten 2021 noch im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum geringere Grobblech-Importe
aus Drittstaaten zu verzeichnen waren, nahm deren Bedeutung
für den europäischen Markt im zweiten Quartal
wieder zu.
Auf dem europäischen Trägermarkt haben die
niedrigen Lagerbestände, die deutlich anziehenden
Schrottkosten und die damit verbundene Spekulation auf
weitere Preissteigerungen für eine zufriedenstellende
Nachfrage gesorgt. Dabei hat sich das Buchungsverhalten
sowohl des Stahlhandels als auch der Endverbraucher
verändert: Aus Sorge vor einem Mangel an
Verfügbarkeit und weiter steigenden Preisen wurden
große Mengen sehr kurzfristig disponiert. Ab Mitte
Mai hat sich dieser Trend noch verstärkt, da im
Hinblick auf die Betriebsferien aller Produzenten im Sommer
die Lagerbestände auf ein überdurchschnittliches
Niveau aufgestockt wurden, um auch in den Stillstandzeiten
der Werke lieferfähig zu sein.
BeschaffungStahlschrottDer deutsche Stahlschrottmarkt entwickelte sich im
ersten Quartal 2021 volatil. Nach starken Anstiegen von 70
bis nahezu 100 €/t gaben die Preise im Februar
angesichts der Zurückhaltung der türkischen
Verbraucher bis zu 36 €/ t nach. Im März legten
die Notierungen nachfragebedingt zwischenzeitlich erneut
zu, gingen mit dem überraschenden Rückzug der
türkischen Stahlwerke jedoch schon kurz darauf wieder
zurück. Zu Beginn des zweiten Quartals blieben die
Schrottpreise relativ konstant, bevor sie im Mai um bis zu
34 €/t anzogen. Sowohl die robuste Nachfrage der
deutschen Stahlhersteller als auch der zunehmende
Schrottbedarf aus dem Tiefseemarkt sorgten bei einer
anhaltend schlechten Verfügbarkeit an Stahlneuschrott
dafür, dass sich die Preise auch im Folgemonat
spürbar erhöhten.
GeschäftsverlaufIm ersten Halbjahr 2021 übertraf der
Auftragseingang des Geschäftsbereiches Grobblech /
Profilstahl die Vergleichsziffer spürbar. Der
Auftragsbestand lag 75% über dem niedrigen
Vorjahresniveau. Aufgrund des Mengenzuwachses bei der
Peiner Träger GmbH (PTG) bewegten sich die
Rohstahlerzeugung und Walzstahlproduktion über dem
Level der ersten sechs Monate 2020. Auch Segment- und
Außenumsatz waren bei einer leicht gesteigerten
Versandtonnage deutlich höher als ein Jahr zuvor. Dies
ist auf die mengen- und preisbedingte Umsatzausweitung der
PTG und DEUMU Deutsche Erz und Metall-Union-Gruppe
(DMU-Gruppe) zurückzuführen. Der
Geschäftsbereich verbuchte - 26,9 Mio. € Ergebnis
vor Steuern (1. Halbjahr 2020: - 27,0 Mio. €). Mit
Ausnahme der Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG), die das
Vorjahresresultat insbesondere aufgrund der geringeren
Walzstahlerzeugung verfehlte, übertrafen alle
Gesellschaften ihre Vergleichswerte.
InvestitionenDie im Rahmen des Wachstumsprogramms "Salzgitter AG
2021" gestartete Investitionsmaßnahme "Neue
Wärmebehandlungslinie'' bei der ILG dient dazu, das
Produktportfolio zu erweitern und eine stärkere
Positionierung im höherwertigen Gütensegment zu
erreichen. Die Anlage befindet sich im Hochlauf. Es werden
sowohl die letzten noch ausstehenden Leistungstests
gefahren als auch Kundenbleche erzeugt. Das Kundenfeedback
bestätigt die gute Produktqualität.
Geschäftsbereich Mannesmannscrollen
1) Ausweis von nach IFRS 15 bewerteten Mengen
MarktentwicklungWeite Teile der Stahlrohrindustrie profitierten im
ersten Halbjahr 2021 von der spürbaren Belebung der
Wirtschaft und dem damit verbundenen Nachfrageanstieg. Im
Markt für nahtlose Edelstahlrohre hat sich der zu
Jahresbeginn einsetzende Aufschwung im zweiten Quartal
fortgesetzt: Durch die steigende Nachfrage nach Öl und
Gas wurden ruhende Projekte im Bereich OCTG wieder
aufgenommen. In Europa belebte sich das
Distributionsgeschäft, die US-Aktivitäten zeigten
eine solide Erholung. Asien und insbesondere China
konsolidieren ihren Wachstumspfad in der Energieerzeugung
und bei petrochemischen Anwendungen. Der Markt für
Umbilicals wies den gleichen Trend auf und auch die
positiven Signale aus der Luft- und Raumfahrtindustrie
nahmen zu. Die Märkte für mittlere Leitungsrohre
waren im Berichtszeitraum stark von den drastischen
Vormaterialpreiserhöhungen gekennzeichnet. Dies
führte neben Verzögerungen in Einzelfällen
dazu, dass Großprojekte zurückgestellt oder
aufgegeben wurden. Positiv entwickelte sich hingegen das
Projekt- und Lagergeschäft in Deutschland und
Mitteleuropa und auch bei Standard- und Handelsrohren
zeigte sich eine leicht überdurchschnittliche
Geschäftstätigkeit. Während das
USA-Geschäft im ersten Halbjahr noch
zurückhaltend lief, war aus den anderen
internationalen Märkten - angesichts des mittlerweile
wieder deutlich erhöhten Ölpreises und -bedarfs -
eine rege Anfragetätigkeit zu verzeichnen. Auch auf
dem Präzisrohrmarkt führten die steigenden
Energiepreise zusammen mit einer allgemein gesteigerten
Stahlrohrnachfrage im Maschinen- und Anlagebau sowie wieder
anziehenden Produktions- und Absatzmengen der Automobil-
und Zulieferindustrie zu verstärkten Buchungen. Eine
Trendwende der Projektsituation für Großrohre
ist noch nicht erkennbar; Ausschreibungen blieben weiterhin
verschoben. In den USA hielt die Zurückhaltung der
Investoren bezüglich des Ausbaus der
Energieinfrastruktur im Bereich Öl und Gas an.
GeschäftsverlaufDer Auftragseingang des Geschäftsbereiches
Mannesmann übertraf das von der Pandemie geprägte
Niveau des Vergleichszeitraums erheblich. Dies ist vor
allem auf die wieder zufriedenstellende Ordertätigkeit
bei der Präzisrohrgruppe zurückzuführen und
auch das Segment mittlere Leitungsrohre und die
Edelstahlrohrgruppe verzeichneten eine Zunahme der
Buchungen. Der Auftragsbestand des Geschäftsbereiches
legte demzufolge gegenüber dem ersten Halbjahr 2020
ebenfalls merklich zu. Trotz des schwächeren
Rohrversands erhöhten sich Segment- und
Außenumsatz. Der Geschäftsbereich Mannesmann
verbesserte sein Vorsteuerergebnis im Vergleich zum Vorjahr
vor allem aufgrund des gesteigerten Resultats der
Präzisrohrgruppe deutlich und verbuchte 15,5 Mio.
€ Verlust vor Steuern (1. Halbjahr 2020: - 22,7 Mio.
€).
Außerhalb des Konsolidierungskreises erreichten
Ordereingang und -bestand der EUROPIPE-Gruppe (EP-Gruppe)
bei ausbleibenden größeren Projektbuchungen der
US-Gesellschaften die vom Auftrag "Baltic Pipe"
gekennzeichneten Vorjahreswerte nicht. Der Umsatz blieb
aufgrund der spürbar geringeren Versandmenge der
US-Gesellschaften unter dem des ersten Halbjahres 2020.
Folglich unterschritt der at-equity-Beitrag der EP-Gruppe
das Vorjahr ebenso.
InvestitionenDer Hochlauf der neuen Linie 2 der mexikanischen
Präzisrohrgesellschaft am Standort El Salto schritt
wie geplant voran. Weitere Kunden haben Freigaben zur
Serienfertigung erteilt. Nachdem bei der
Edelstahlrohrgruppe im ersten Quartal der Auftakt zur
Abmessungserweiterung am Standort Montbard mit einer
Realisierungsphase bis Ende 2022 im Fokus stand, wurden im
zweiten Quartal insbesondere Modernisierungsmaßnahmen
an den Standorten Issoudoun, Frankreich sowie Costa-Volpino
in Italien vorangetrieben.
Geschäftsbereich Handelscrollen
1) inklusive Umsatz mit anderen
Geschäftsbereichen
MarktentwicklungDer merkliche Preisanstieg in allen Produktkategorien
zum Jahresende 2020 hat sich im Berichtszeitraum
beschleunigt fortgesetzt. Die Nachfragesituation im
lagerhaltenden Handel verbesserte sich im zweiten Quartal
weiter, sodass im ersten Halbjahr gegenüber Vorjahr
eine spürbare Absatzsteigerung verzeichnet wurde. Im
internationalen Trading führten protektionistische
Handelsmaßnahmen weiterhin zu einer verminderten
Ordertätigkeit. Seit Ende des ersten Quartals war ein
deutlicher Anstieg der Seefrachtkosten verbunden mit einer
Verknappung von verfügbaren Frachtkapazitäten
festzustellen.
GeschäftsverlaufDer Versand des Geschäftsbereiches Handel fiel im
ersten Halbjahr 2021 höher aus als im
Vergleichszeitraum, da die gesteigerten Mengen des
lagerhaltenden Bereiches und der UES-Gruppe den
rückläufigen Absatz des internationalen Tradings
überkompensierten. Die höhere Menge wirkte sich
in Verbindung mit gestiegenen Preisen positiv auf den
Segment- und Außenumsatz aus, der spürbar
über den Werten des ersten Halbjahres 2020 lag. Der
Gewinn vor Steuern übertraf mit 149,3 Mio. € die
Vergleichsperiode (1. Halbjahr 2020: - 15,8 €)
erheblich. Dies ist insbesondere auf Preissteigerungen, in
Kombination mit günstigen Einstandspreisen im
lagerhaltenden Bereich und bei der UES-Gruppe,
zurückzuführen. Auch das internationale Trading
erreichte ein im Vergleich zum Vorjahr verbessertes,
positives Ergebnis.
InvestitionenDer Investitionsschwerpunkt des Geschäftsbereiches
Handel besteht in dem Erhalt und der Modernisierung
bestehender Anlagen. Darüber hinaus werden die im
Rahmen der Strategie "Salzgitter AG 2021" und "FitStructure
2.0" angestoßenen Maßnahmen weiterverfolgt. Im
Fokus stehen dabei Projekte zur Digitalisierung -
insbesondere Softwarelösungen und der Ausbau der
IT-Hardware - im europäischen Lagerhandel und
Vertrieb.
Geschäftsbereich Technologiescrollen
1) inklusive Umsatz mit anderen
Geschäftsbereichen
MarktentwicklungLaut Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V.
(VDMA) zogen die Auftragseingänge im ersten Halbjahr
2021 dank des Nachfrageaufschwungs im Vergleich zum Vorjahr
erfreulich an. Vor allem im Ausland, insbesondere in den
Nicht-Euro-Ländern, zeigte sich ein deutlicher
Zuwachs. Auch die Inlandsnachfrage nahm leicht zu. Im Markt
für Verpackungsmaschinen schlug sich die beschriebene
Dynamik ebenfalls in einer verbesserten Ordertätigkeit
nieder.
GeschäftsverlaufDer Auftragseingang des Geschäftsbereiches
Technologie lag in den ersten sechs Monaten 2021 etwa ein
Drittel über dem Vorjahreswert und folgte damit der
Entwicklung des Marktes. Bei der KHS-Gruppe bewegten sich
die Orderzuläufe im ersten Halbjahr dank der anhaltend
guten Nachfrage im Projektgeschäft spürbar
über dem Vergleichszeitraum. Die Auftragseingänge
der Klöckner DESMA Elastomer-Gruppe (KDE-Gruppe) und
der DESMA Schuhmaschinen GmbH (KDS) entwickelten sich
ebenfalls erfreulich. Der Auftragsbestand des
Geschäftsbereiches wie auch der Segment- und
Außenumsatz übertrafen das Vorjahresniveau
merklich. Gestützt durch den Buchgewinn aus der
Veräußerung des Pouch-Geschäftes war das
Vorsteuerergebnis der KHS-Gruppe erheblich höher als
ein Jahr zuvor. Die KDE-Gruppe erzielte ebenso einen
Gewinnbeitrag, während die KDS - trotz des wieder
positiven zweiten Quartals - im Berichtszeitraum ein leicht
negatives Vorsteuerresultat auswies. Insgesamt verzeichnete
der Geschäftsbereich Technologie einen Gewinn vor
Steuern in Höhe von 32,5 Mio. € (1. Halbjahr
2020: - 10,6 Mio. €).
Die KHS-Gruppe verfolgt nach wie vor konsequent das
umfassende Effizienz- und Wachstumsprogramm "KHS Future".
Mit den Schwerpunkten Kostensenkungen und Ausweitung des
Servicegeschäfts trug es wesentlich zur erzielten
Ergebnissteigerung bei und soll auch künftig die
Entwicklung des Unternehmens im wettbewerbsintensiven und
herausfordernden Marktumfeld stützen.
InvestitionenDer Geschäftsbereich Technologie konzentrierte sich
im Berichtszeitraum auf die Fortsetzung der Ersatz- und
Rationalisierungsmaßnahmen. Um die organisatorischen
Abläufe zu optimieren, wurden außerdem bei der
KHS-Gruppe in Deutschland und in den Auslandsgesellschaften
IT-Projekte durchgeführt. Für den chinesischen
Markt befindet sich ein Investitionsprogramm zur
strategischen Neuausrichtung in der Umsetzung.
Industrielle Beteiligungen / Konsolidierungscrollen
1) inklusive Umsatz mit anderen
Geschäftsbereichen
Der Umsatz des Bereiches Industrielle
Beteiligungen/Konsolidierung, der hauptsächlich durch
das Halbzeug- und Servicegeschäft mit
Tochtergesellschaften und Konzernfremden generiert wird,
nahm infolge vermehrter wirtschaftlicher Aktivitäten
im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 deutlich zu. Auch der
Außenumsatz erhöhte sich gegenüber dem
Vorjahreszeitraum merklich.
Der Gewinn vor Steuern (61,8 Mio. €; 1. Halbjahr
2020: 17,4 Mio. €) beinhaltet 91,0 Mio. € Beitrag
der nach der Equity-Methode (IFRS-Bilanzierung)
ausgewiesenen Beteiligung an der Aurubis AG (1. Halbjahr
2020: 34,0 Mio. €). Die Ergebnisse aus der Bewertung
von Derivatepositionen sowie das Zinsergebnis des
Cash-Managements des Konzernfinanzkreises lieferten
insgesamt einen positiven Beitrag (2,5 Mio. €; 1.
Halbjahr 2020: 5,7 Mio. €). Die überwiegend
für den Konzern tätigen
Dienstleistungsgesellschaften erwirtschafteten erneut ein
positives Resultat, konnten jedoch das durch den einmaligen
Ertrag aus einem Immobilienverkauf geprägte Ergebnis
des Vergleichszeitraumes nicht erreichen.
Finanz- und VermögenslageErläuterungen zur BilanzDie Bilanzsumme des Salzgitter-Konzerns erhöhte
sich im ersten Halbjahr 2021 gegenüber dem 31.
Dezember 2020 um 763 Mio. €
Die langfristigen Vermögenswerte verringerten sich
im Vergleich zum letzten Bilanzstichtag um 16 Mio. €.
Dabei nahmen die Anteile an nach der Equity-Methode
bilanzierten Unternehmen (+ 67 Mio. €) spürbar
zu. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen (+ 160 Mio. €) rangierten im
Berichtszeitraum annähernd auf dem Niveau der
planmäßigen Abschreibungen des
Anlagevermögens (- 150 Mio. €). Daneben waren
Abgänge in Höhe von 10 Mio. € zu
verzeichnen. Die latenten Ertragsteueransprüche
reduzierten sich insbesondere aufgrund verringerter
Pensionsrückstellungen (- 77 Mio. €) bedingt
durch einen höheren Bewertungszinssatz. Die
kurzfristigen Vermögenswerte haben zum
Vergleichsstichtag um 779 Mio. € zugenommen. Dies ist
insbesondere auf die gestiegenen Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen inklusive
Vertragsvermögenswerten (+ 505 Mio. €) sowie die
deutlich höheren Vorräte (+ 247 Mio. €)
zurückzuführen. Daneben nahmen auch die
kurzfristigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte
(+ 56 Mio. €) sowie Wertpapiere (+ 50 Mio. €) zu.
Dem gegenüber standen jedoch gesunkene Finanzmittel
(-77 Mio. €).
Auf der Passivseite verringerten sich bei einem
gegenüber dem Jahresende höheren Pensionszinssatz
von 1,4% (31.12.2020: 1,1%) die Pensionsrückstellungen
um -129 Mio. €. Das Eigenkapital legte auch wegen des
positiven Ergebnisses erkennbar zu (+ 320 Mio. €). Die
Eigenkapitalquote betrug bei gestiegenem Eigenkapital und
erhöhter Bilanzsumme weiterhin solide 33,3%. Die
langfristigen Schulden bewegten sich insgesamt -136 Mio.
€ unter dem Vergleichsstichtag, hier spiegeln sich
neben den geringeren Pensionsrückstellungen auch
gesunkene langfristige Finanzschulden (-12 Mio. €)
wider. Die kurzfristigen Schulden nahmen um 580 Mio. €
zu. Gegenüber dem Jahresende wurden erheblich
höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen inklusive Vertragsverbindlichkeiten (+ 537 Mio.
€) sowie gestiegene sonstige Verbindlichkeiten (+ 55
Mio. €) und Rückstellungen (+ 17 Mio. €)
verzeichnet. Dem entgegen standen geringere kurzfristige
Finanzschulden (-34 Mio. €).
Die Nettofinanzposition bewegte sich mit -422 Mio.
€ auf dem Niveau des Bilanzstichtages zum Jahresende
2020 (- 432 Mio. €). Den Geldanlagen
einschließlich Wertpapieren (628 Mio. €;
31.12.2020: 659 Mio. €) standen Verbindlichkeiten von
1.050 Mio. € (31.12.2020: 1.091 Mio. €)
gegenüber, davon 845 Mio. € bei Kreditinstituten
(31.12.2020: 885 Mio. €). Wie bisher werden
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus
Leasingverhältnissen nicht in der Nettofinanzposition
berücksichtigt. Das gesteigerte Geschäftsvolumen
zeigt sich zum Bilanzstichtag in den deutlich gestiegenen
Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen, die die Nettofinanzposition
erst zum Zahlungszeitpunkt beeinflussen werden.
NettofinanzpositionNettofinanzposition = Geldanlagen - Finanzschulden der Nettofinanzpositionscrollen
Erläuterungen zur KapitalflussrechnungBei einem Vorsteuerergebnis von 306 Mio. € ergibt
sich ein positiver Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit von 222 Mio. €
(Vorjahreszeitraum: - 122 Mio. €). Während das
verbesserte Ergebnis den operativen Cashflow positiv
beeinflusst, steht diesem der deutliche Anstieg des Working
Capitals entgegen.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von
- 198 Mio. € (Vorjahreszeitraum: - 161 Mio. €)
spiegelt den restriktiveren Umgang mit neuen Investitionen
bei gleichzeitigem Fortschritt der beiden großen
strategischen Projekte wider und beinhaltet
überwiegend die Auszahlungen für Investitionen in
immaterielle Vermögenswerte und das
Sachanlagevermögen (- 156 Mio. €;
Vorjahreszeitraum: - 198 Mio. €). Daneben wurde in
langfristige Geldanlagen investiert (-50 Mio. €).
Rückzahlungen von Krediten und Zinsauszahlungen
führten zu einem negativen Mittelabfluss aus der
Finanzierungstätigkeit (- 106 Mio. €;
Vorjahreszeitraum: - 13 Mio. €).
Wegen des negativen Gesamt-Cashflows verminderte sich
der Finanzmittelbestand (545 Mio. €) gegenüber
dem 31. Dezember 2020 (621 Mio. €) entsprechend.
Mitarbeiterscrollen
Unter Berücksichtigung der quotalen
Beteiligungsverhältnisse sind Rundungsabweichungen
möglich.
Am 30. Juni 2021 umfasste die Stammbelegschaft des
Salzgitter-Konzerns 22.414 Mitarbeiter und somit 190
Personen weniger als zum Ende des Geschäftsjahres
2020.
Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 169 Ausgebildete
übernommen, von denen 124 befristete Verträge
erhielten. Gegenläufig wirkten vor allem das Erreichen
der Altersgrenze sowie der Eintritt von Beschäftigten
in die passive Phase der Altersteilzeit.
Die Gesamtbelegschaft belief sich auf 24.026 Personen.
Die Zahl der Leiharbeitnehmer lag zum 30. Juni 2021 bei
1.003 und damit um 215 Personen über dem Wert des
Vorjahresstichtags.
Zum Umgang mit der Corona-Pandemie haben wir neben
zahlreichen Maßnahmen zum Gesundheits- und
Infektionsschutz bereits 2020 ein flächendeckendes
Monitoring-System implementiert und so Transparenz
bezüglich des Infektionsgeschehens im gesamten Konzern
geschaffen. Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der
Corona-Pandemie abzufedern und für die
Liquiditätssicherung wird in Teilen des Konzerns
weiterhin auf Kurzarbeit zurückgegriffen, wenn auch
mit deutlich abnehmender Intensität gegenüber den
noch im Sommer 2020 erreichten Höchstständen. Zum
Ende des Berichtszeitraums befanden sich in den
inländischen Konzerngesellschaften 358 Mitarbeiter in
Kurzarbeit, vor allem in den Gesellschaften Salzgitter
Mannesmann Stahlservice GmbH, Salzgitter Europlatinen GmbH
sowie DESMA Schuhmaschinen GmbH.
Prognose-, Chancen- und RisikoberichtDie Geschäftsbereiche gehen, verglichen mit dem
Vorjahr, vom nachstehend beschriebenen Verlauf des
Geschäftsjahres 2021 aus:
Basierend auf einem hohen Auftragsbestand rechnet das
Flachstahlsegment im Jahresverlauf 2021 trotz der
andauernden Pandemiesituation mit einer die Kapazität
auslastenden Nachfrage sowie einem gegenüber dem
Vorjahr signifikant verbesserten, im Mehrjahresvergleich
sehr hohen Preisniveau. Auf der Rohstoffseite werden
für Eisenerz und Kokskohle erheblich höhere
Einsatzkosten prognostiziert. Wegen der ausreichenden
Brammenverfügbarkeit im Konzernverbund bleibt ein
Hochofen noch bis November außer Betrieb.
Unterstützt von weiteren, zusätzlichen Effekten
aus dem Maßnahmenprogramm "FitStructure 2.0" gehen
wir für den Geschäftsbereich von einem deutlich
gestiegenen Umsatz sowie einem sehr erfreulichen
Vorsteuergewinn von über 300 Mio. € aus.
Nachdem sich die Aktivitäten auf dem
Quartoblechmarkt im zweiten Quartal weiter erhöht
haben, rechnen wir im Geschäftsbereich
Grobblech/Profilstahl für das verbleibende Jahr mit
einer stabil guten Nachfrage bei steigenden
Grobblechimporten. Im zuletzt schwachen internationalen
Röhrengeschäft zeichnen sich aufgrund diverser
Projekte erste Belebungen ab. Ob diese Entwicklungen eine
generelle Trendwende darstellen, ist noch nicht absehbar.
Für das Profilstahlgeschäft prognostizieren wir
weiterhin ein grundsätzlich auf Kurzfristigkeit
ausgerichtetes, volatiles Marktumfeld, auch wenn aktuell
eine etwas längerfristige Belegung der Anlagen
sichergestellt werden kann. Für den
Geschäftsbereich gehen wir - dank der verbesserten
Marktlage sowie weiteren Effizienzgewinnen aus der
Umsetzung von "FitStructure 2.0" - von einer sich im
weiteren Jahresverlauf sukzessiv verbessernden Situation
aus. Insofern erwarten wir einen gegenüber Vorjahr
merklich gesteigerten Umsatz sowie eine Rückkehr in
die Gewinnzone.
Der Geschäftsbereich Mannesmann verzeichnet 2021 im
Vergleich zu dem von den Corona-Auswirkungen beeinflussten
Vorjahr eine verbesserte Marktlage, insbesondere im
Präzisrohrbereich. Jedoch herrscht - trotz der
Grundlast sichernden Produktion des Auftrages "Qatargas" im
deutschen Werk der EUROPIPE-Gruppe - im
Großrohrgeschäft nach wie vor eine unzureichende
Nachfrage. Die Buchungslage bei der Mannesmann Grossrohr
GmbH dürfte sich gleichwohl in der zweiten
Jahreshälfte verbessern. Im Segment der mittleren
Leitungsrohre erwarten wir ebenfalls eine wieder anziehende
Mengenentwicklung. Die Präzisrohrgesellschaften
starteten mit einem sehr guten Auftragsbestand infolge der
wiederbelebten Nachfrage, insbesondere aus der
Automobilindustrie, in das Jahr und verzeichnen eine
Fortsetzung der erfreulichen Markterholung. Im
Edelstahlrohrbereich antizipieren wir ebenfalls einen
Nachfragezuwachs. Insgesamt prognostizieren wir für
den Geschäftsbereich deutlich steigende Absatzmengen
und - in Verbindung mit gestiegenen Vormaterialpreisen -
ein erhöhtes Umsatzniveau. Unterstützt durch
weitere maßnahmenbedingte Einsparungen ergibt sich
ein sichtbar verbessertes, jedoch weiterhin negatives
Vorsteuerresultat.
Der Geschäftsbereich Handel antizipiert eine
anhaltend positive Geschäftsentwicklung für seine
Gesellschaften, auch wenn die außerordentlich gute
Ergebnislage des ersten Halbjahres in diesem Umfang nicht
für das gesamte Jahr zu erwarten ist. Wir gehen davon
aus, dass die Wachstumsraten der Verkaufspreise
zurückgehen und letztere auf hohem Niveau verbleiben.
Durch steigende Bestandsbewertungen dürfte sich somit
das sehr gute Ergebnisniveau des ersten Halbjahres,
insbesondere im lagerhaltenden Handel, zum Ende des
Geschäftsjahres hin normalisieren. Im internationalen
Trading wird trotz der weiterhin schwierigen
Handelsbedingungen mit einer Zunahme der Versandmenge
gerechnet. Insgesamt erwarten wir für das Segment
spürbar gesteigerte Absatz- und Umsatzwerte, die in
einem erheblich über dem Vorjahr auskommenden Ergebnis
vor Steuern resultieren.
Infolge hoher Auftragszuläufe zum Jahresende 2020
und einem über dem Vergleichszeitraum liegenden
Auftragseingang in den ersten sechs Monaten 2021
prognostizieren die Gesellschaften des
Geschäftsbereiches Technologie auch für das
zweite Halbjahr eine anhaltend gute Auftragslage. Mit der
konsequenten Weiterführung des Effizienz- und
Wachstumsprogramms "KHS Future" sowie der Vermarktung
innovativer Neuprodukte erwarten wir für die
KHS-Gruppe eine weiter verbesserte Profitabilität bei
gleichzeitig beachtlichem Auftragseingangs- und
Umsatzzuwachs. Insbesondere die Erschließung von
Marktanteilen im Standardgeschäft soll den positiven
Pfad unterstützen. Die beiden
DESMA-Spezialmaschinenbauer antizipieren eine spürbare
Markterholung und eine - auch dank der eingeleiteten
Kostensenkungsprogramme - erkennbar verbesserte
Ertragslage. Für den gesamten Geschäftsbereich
wird folglich mit einem über dem Vorjahr liegenden
Umsatz sowie einem erheblich gesteigerten Vorsteuergewinn
gerechnet, der von Einmaleffekten positiv beeinflusst wird.
Unter dem Vorbehalt einer trotz latenter Corona-Krise
stabilen Marktentwicklung in der zweiten Jahreshälfte
bestätigen wir die im Juni angehobene Ergebnisprognose
für das Geschäftsjahr 2021 und rechnen für
den Salzgitter-Konzern mit:
scrollen
Wir weisen darauf hin, dass darüber hinaus Chancen
und Risiken aus aktuell nicht absehbaren Erlös-,
Vormaterialpreis- und Beschäftigungsentwicklungen
sowie Veränderungen von Währungskursen den
Verlauf des Geschäftsjahres 2021 noch erheblich
beeinflussen können. Die hieraus resultierende
Schwankungsbreite des Konzernergebnisses vor Steuern kann
ein beträchtliches Ausmaß sowohl in negativer
als auch in positiver Richtung annehmen.
RisikomanagementZum Zeitpunkt der Berichterstattung bestanden keine
Risiken, die den Fortbestand des Salzgitter-Konzerns
gefährden könnten. Hinsichtlich einzelner Chancen
und Risiken verweisen wir auf den Geschäftsbericht
2020.
Obwohl die Wirtschaftsinstitute Wachstumsraten von drei
bis vier Prozent in den nächsten zwei Jahren erwarten,
weisen sie dennoch auf konjunkturelle Risiken hin. Die
Kombination aus Materialknappheit in verschiedenen Branchen
- insbesondere Baustoffe und Halbleiterindustrie - und die
Sorge um neuerliche Corona-Beschränkungen könnte
ein abruptes Abbremsen der wirtschaftlichen Erholung und
somit Auswirkungen auch auf die Stahlindustrie haben.
Bereits 2020 haben wir in Folge der Corona-Pandemie ein
umfangreiches Maßnahmenprogramm zur Ergebnis- und
Liquiditätssicherung initiiert, das in
Abhängigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung
kurzfristig und zielgerichtet angewendet werden kann. Trotz
der guten ökonomischen Lage agieren wir in einer Phase
mit eingeschränkter Planungssicherheit. Wir sehen uns
in der aktuellen Situation dennoch gut gerüstet, diese
Situation deutlich erhöhter Anforderungen an das
Chancen- und Risikomanagement zu meistern. Unsere
risikobewusste und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete
Geschäftspolitik sowie die solide Aufstellung des
Salzgitter-Konzerns sind Basis für diese
Einschätzung.
Für den Salzgitter-Konzern ist die Entwicklung der
Preise auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten, der
Energiepreise und der Währungskurse (vor allem
USD/EUR) besonders bedeutend. Ergebniseffekte für
Risiken hieraus sind im laufenden Jahr in den
Gesellschaften - soweit abschätzbar - einbezogen
worden. Um darüberhinausgehende Geschäftsrisiken
zu minimieren, beobachten wir die jeweiligen Trends und
lassen sie in die Risikoprognosen einfließen. Dies
gilt auch für eventuelle finanzielle oder politisch
bedingte Restriktionen des Auslandsgeschäfts.
Branchenspezifische RisikenZum Schutz des EU-Stahlmarktes vor Umlenkungen von
Stahleinfuhren im Zuge der US-Sonderzölle auf Stahl
hat die EU-Kommission im Juli 2018 Schutzmaßnahmen
(Safeguards) in Form von Zollkontingenten erlassen. Im Juni
2021 haben die EU-Mitgliedstaaten beschlossen, die
Safeguards in bestehender Form um weitere drei Jahre zu
verlängern. Somit sind drastische Einfuhranstiege im
Zuge der konjunkturellen Erholung in der Breite
zunächst abgewendet. Allerdings hat die EU-Kommission
mehrere konditionale Reviews vorgesehen, die sowohl die
Form der Maßnahmen als auch ihr Bestehen
überprüfen werden. Insofern könnten die
Safeguards bereits im Sommer 2022 auslaufen.
Neben der EU haben auch zahlreiche Drittstaaten mit
eigenen Schutzmaßnahmen auf die 2018
eingeführten US-Einfuhrzölle für
Stahlprodukte reagiert. Dadurch werden Exporte erschwert
und zusätzliche Umlenkungen in den EU-Markt drohen.
Von neuen Handelsschutzmaßnahmen, wie
Antidumpingzöllen, sind einige Konzernunternehmen -
wie beispielsweise aus dem Geschäftsbereich
Grobblech/Profilstahl in Kanada - auch direkt betroffen.
Mit Beginn der zweiten Jahreshälfte 2021 werden
sich weitere handelspolitische Risiken einstellen. In den
Jahren 2016 und 2017 wurden zahlreiche
Handelsschutzmaßnahmen - insbesondere gegen China -
erlassen. Diese laufen entweder nach fünf Jahren aus
oder können nach Antrag der EU-Produzenten und
Prüfung der EU-Kommission um weitere fünf Jahre
verlängert werden. Es besteht ein Risiko, dass die
EU-Kommission bestehende Handelsschutzmaßnahmen nicht
verlängert und Exporte aus den betroffenen
Ländern wieder ungehindert auf den EU-Markt kommen
können.
Weitere Risiken ergeben sich aus Versuchen von
Importeuren, bestehende Handelsschutzmaßnahmen zu
umgehen und sie somit unwirksam zu machen. Um derartigen
Praktiken entgegenzuwirken, werden die Warenströme
kontinuierlich überwacht und potentielle
Verstöße über den Europäischen
Stahlverband Eurofer an die EU-Kommission und die
EU-Korruptionsbekämpfungsbehörde OLAF
weitergeleitet.
Hinsichtlich einer Rücknahme der
US-232-Maßnahmen auf Stahleinfuhren wird es im Laufe
der zweiten Jahreshälfte zu Verhandlungen zwischen den
USA und der EU kommen. Bislang sind keine Hinweise auf ein
Abschaffen der Sonderzölle in den USA bekannt.
Die Sanktionspolitik der USA sorgt weiterhin für
Risiken hinsichtlich zukünftiger
Geschäftstätigkeit - unter anderem mit Russland
und dem Iran. Im März haben die USA neue Sanktionen
aufgrund des Falls Nawalny gegen Russland verhängt.
Potentielle Geschäfte werden vorab extern
geprüft.
Mögliche Belastungen aus diesen Themenfeldern
werden in regelmäßigen Forecasts in der
Konzernergebnisvorschau berücksichtigt.
ZwischenabschlussI. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscrollen
II. Gesamtergebnisrechnungscrollen
III. KonzernbilanzAktiva in Mio. €scrollen
Passiva in Mio. €scrollen
IV. Kapitalflussrechnungscrollen
V. Veränderung des Eigenkapitalsscrollen
scrollen
AnhangSegmentberichterstattungscrollen
scrollen
scrollen
Grundsätze der Rechnungslegung und Konsolidierung, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. Der Konzernabschluss für die Berichtsperiode vom
1. Januar bis 30. Juni 2021 der Salzgitter AG, Salzgitter
(SZAG), wurde als verkürzter Abschluss mit
ausgewählten erläuternden Anhangangaben
aufgestellt. Die Aufstellung erfolgte unverändert nach
den International Financial Reporting Standards (IFRS) des
International Accounting Standards Board (IASB) unter
Berücksichtigung des IAS 34 für verkürzte
Zwischenabschlüsse.
2. Gegenüber dem Jahresabschluss zum 31. Dezember
2020 wurden im Quartalsabschluss zum 30. Juni 2021 unter
Beachtung der nachstehenden Ausnahmen grundsätzlich
keine Änderungen in den Bilanzierungs- und
Bewertungs-, Berechnungs- und Konsolidierungsmethoden
vorgenommen.
3. Bei der Ermittlung des Barwertes der
leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen zum 30. Juni
2021 wurde ein Rechnungszinssatz von 1,4 % zugrunde gelegt
(31. Dezember 2020: 1,1 %). Die daraus resultierende
Verminderung der Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen wird im sonstigen Ergebnis
erfasst (Neubewertung Pensionen) und führt zu einer
korrespondierenden Eigenkapitalerhöhung.
4. Der Ansatz der den Finanzierungsverbindlichkeiten
zugeordneten Leasingverbindlichkeiten bestimmt sich als
Barwert der zu leistenden Leasingzahlungen. In der
Folgebewertung wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit
aufgezinst und erfolgsneutral um die geleisteten
Leasingzahlungen vermindert. Die in den Sachanlagen
ausgewiesenen Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten
abzüglich kumulierter Abschreibungen sowie
gegebenenfalls erforderlicher Wertminderungen angesetzt.
In Übereinstimmung mit den Bilanzierungsregelungen
für Leasingverhhältnisse (IFRS 16) sind in der
nachfolgenden Darstellung die historischen
Anschaffungskosten der Nutzungsrechte sowie
Leasingverbindlichkeiten ausgewiesen:
scrollen
Auf die langfristigen Leasingverbindlichkeiten entfallen
108,6 Mio. €. In den ersten sechs Monaten 2021 ergaben
sich zudem 13,0 Mio. € Abschreibungen, 1,5 Mio. €
Zinsaufwendungen sowie Zahlungsmittelabflüsse von
insgesamt 14,4 Mio. €.
5. Der Vorstand und Aufsichtsrat der Salzgitter AG haben
beschlossen, ein weiteres Betriebsgrundstück sowie das
dazugehörige Verwaltungsgebäude des
Geschäftsbereiches Handel am Standort Hamburg zu
verkaufen. Die Abwicklung der Veräußerung wird
im Q3 2021 abgeschlossen werden.
Ausgewählte Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Die Umsätze nach Geschäftsbereichen werden
in der Segmentberichterstattung dargestellt.
2. Das Ergebnis je Aktie berechnet sich entsprechend IAS
33. Das auf die gewichtete Anzahl von Aktien der SZAG
ermittelte unverwässerte Ergebnis je Aktie belief sich
in der Berichtsperiode auf 4,20 €. Eine
Verwässerung würde dann eintreten, wenn das
Ergebnis je Aktie durch die Ausgabe potenzieller Aktien aus
Options- und Wandelrechten vermindert wird. Derartige
Rechte waren am Bilanzstichtag nicht vorhanden.
Angaben zu Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen und PersonenNeben den Geschäftsbeziehungen zu
vollkonsolidierten Tochtergesellschaften existieren
Beziehungen zu Gesellschaften, die als nahestehende
Unternehmen nach IAS 24 zu qualifizieren sind. Die
Kategorie der gemeinschaftlichen Tätigkeiten
beinhaltet ausschließlich die Hüttenwerke Krupp
Mannesmann GmbH, Duisburg. In der Kategorie der anderen
nahestehenden Unternehmen befinden sich die
Mehrheitsbeteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen des
Landes Niedersachsen.
Der Verkauf von Waren und Dienstleistungen umfasst im
Wesentlichen Lieferungen von Vormaterial zur
Großrohrproduktion. Ihr Volumen ergibt sich aus
nachfolgender Tabelle:
scrollen
Angabe gemäß § 37w Abs. 5 WpHGDer vorliegende Zwischenabschluss und der
Zwischenlagebericht wurden keiner prüferischen
Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter"Nach bestem Wissen versichern wir, dass
gemäß den anzuwendenden
Rechnungslegungsgrundsätzen für die
Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein
den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der
Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so
dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird,
sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind."
Der Vorstand der Salzgitter AG
scrollen
HaftungsausschlussEinige der in diesem Text gemachten Aussagen haben den
Charakter von Prognosen beziehungsweise können als
solche interpretiert werden. Sie sind nach bestem Wissen
und Gewissen erstellt und gelten naturgemäß
unter der Voraussetzung, dass keine unvorhersehbare
Verschlechterung der Konjunktur und der spezifischen
Marktlage für die Gesellschaften in den
Unternehmensbereichen eintritt, sondern sich die Grundlagen
der Planungen und Vorschauen in dem Umfang und dem
zeitlichen Rahmen wie erwartet als zutreffend erweisen. Die
Gesellschaft übernimmt - unbeschadet bestehender
gesetzlicher, insbesondere kapitalmarktrechtlicher
Anforderungen - keine Verpflichtung, vorausblickende
Aussagen zu aktualisieren.
Aus rechentechnischen Gründen können in den
Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe ± einer
Einheit (€, % usw.) auftreten.
Der Zwischenbericht der Salzgitter AG steht auch in
englischer Sprache zur Verfügung. Bei Abweichungen ist
die deutsche Fassung maßgeblich.
Impressum und Kontakte
Kontakt
SALZGITTER AG
Postanschrift
38223 Salzgitter
Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0 53 41/21-27 01
Investor Relations
Telefon: 0 53 41/21-18 52
Herausgeber
SALZGITTER AG
Konzept und Gestaltung
wirDesign Berlin Braunschweig
Redaktion/Text
SALZGITTER AG, Investor Relations
Dieser Zwischenbericht wurde mit Unterstützung des
Redaktionssystems firesys erstellt.
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