Salzgitter Aktiengesellschaft

Salzgitter

Quartalsmitteilung 9 Monate 2021

Salzgitter-Konzern in Zahlen

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9M 2021 9M 2020 +/​-
Rohstahlerzeugung Tt 5.071,2 4.334,2 737,0
Außenumsatz Mio. € 7.001,7 5.264,3 1.737,4
Geschäftsbereich Flachstahl Mio. € 1.852,0 1.384,9 467,1
Geschäftsbereich Grobblech /​ Profilstahl Mio. € 689,1 530,3 158,7
Geschäftsbereich Mannesmann Mio. € 812,2 723,3 88,9
Geschäftsbereich Handel Mio. € 2.546,8 1.667,9 878,9
Geschäftsbereich Technologie Mio. € 979,5 853,6 125,9
Industrielle Beteiligungen /​Konsolidierung Mio. € 122,1 104,2 17,9
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) Mio. € 866,8 35,5 831,3
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) Mio. € 646,5 - 183,7 830,3
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 604,5 - 224,4 828,9
Geschäftsbereich Flachstahl Mio. € 237,6 - 94,9 332,5
Geschäftsbereich Grobblech /​ Profilstahl Mio. € - 8,0 - 64,7 56,7
Geschäftsbereich Mannesmann Mio. € - 20,1 - 48,3 28,1
Geschäftsbereich Handel Mio. € 282,4 - 22,9 305,3
Geschäftsbereich Technologie Mio. € 40,9 - 13,8 54,7
Industrielle Beteiligungen /​Konsolidierung Mio. € 71,6 20,2 51,4
Konzernergebnis Mio. € 467,7 - 243,0 710,6
Ergebnis je Aktie - unverwässert 8,56 - 4,54 13,09
Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) 1) % 20,0 - 8,1 28,1
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € 123,0 - 96,5 219,6
Investitionen 2) Mio. € 258,5 291,6 - 33,1
Abschreibungen 2) 3) Mio. € - 220,3 - 219,2 - 1,0
Bilanzsumme Mio. € 9.542,2 7.989,9 1.552,3
Langfristige Vermögenswerte Mio. € 4.280,0 4.188,8 91,2
Kurzfristige Vermögenswerte Mio. € 5.262,2 3.801,1 1.461,1
davon Vorräte Mio. € 2.696,8 1.871,3 825,5
davon Finanzmittel Mio. € 360,2 339,0 21,2
Eigenkapital Mio. € 3.293,8 2.631,6 662,2
Fremdkapital Mio. € 6.248,4 5.358,3 890,1
Langfristige Schulden Mio. € 3.258,8 3.653,8 - 394,9
Kurzfristige Schulden Mio. € 2.989,6 1.704,5 1.285,1
davon Bankverbindlichkeiten 4) Mio. € 850,5 913,2 - 62,7
Nettofinanzposition zum Stichtag 5) Mio. € - 614,6 - 498,0 - 116,6
Beschäftigte
Personalaufwand Mio. € - 1.311,3 - 1.248,5 - 62,8
Stammbelegschaft zum Stichtag 6) Mitarbeiter 22.411 22.785 - 374
Gesamtbelegschaft zum Stichtag 7) Mitarbeiter 24.338 24.546 - 208

Ausweis der Finanzdaten gemäß IFRS

1) annualisiert

2) ohne Finanzanlagen, ab Geschäftsjahr 2019 unter erstmaliger Anwendung des IFRS 16 für Leasingverhältnisse

3) planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen

4) kurz- und langfristige Bankverbindlichkeiten

5) inklusive Anlagen, z.B. in Wertpapieren und strukturierten Investments

6) ohne Ausbildungsverhältnisse und ohne passive Altersteilzeit

7) inkl. Ausbildungsverhältnisse und inkl. passiver Altersteilzeit

Ertragslage des Konzerns und seiner Geschäftsbereiche

Ertragslage des Konzerns

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Q3 2021 Q3 2020 9M 2021 9M 2020
Rohstahlerzeugung Tt 1.693,7 1.381,5 5.071,2 4.334,2
Außenumsatz Mio. € 2.566,2 1.633,4 7.001,7 5.264,3
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) Mio. € 388,2 - 14,2 866,8 35,5
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) Mio. € 317,9 - 84,7 646,5 - 183,7
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 298,8 - 96,6 604,5 - 224,4
Konzernergebnis Mio. € 237,0 - 98,3 467,7 - 243,0
Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) 1) % 29,7 - 10,9 20,0 - 8,1
Investitionen 2) Mio. € 98,1 81,7 258,5 291,6
Abschreibungen 2) Mio. € - 70,4 - 70,5 - 220,3 - 219,2
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € - 99,0 25,0 123,0 - 96,5
Nettofinanzposition 3) Mio. € - 614,6 - 498,0
Eigenkapitalquote % 34,5 32,9

1) annualisiert

2) ohne Finanzanlagen, ab Geschäftsjahr 2019 unter erstmaliger Anwendung des IFRS 16 für Leasingverhältnisse

3) inklusive Anlagen, z.B. in Wertpapieren und strukturierten Investments

Der Salzgitter-Konzern verzeichnete in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2021 604,5 Mio. € Gewinn vor Steuern (9 Monate 2020: - 224,4 Mio. €). Haupttreiber hierfür waren die bis in den August hinein dynamisch anziehenden Erlöse, die sich vor allem auf die Ergebnisse der Geschäftsbereiche Flachstahl und Handel auswirkten. Letzterer erzielte das höchste Quartals- und Neunmonatsergebnis seiner Geschichte. Die Beteiligung an der Aurubis AG lieferte abermals einen sehr erfreulichen Ergebnisbeitrag (133,5 Mio. €; 9 Monate 2020: 53,4 Mio. €). Der Außenumsatz des Salzgitter-Konzerns verbesserte sich vor allem infolge der positiven Entwicklung der Walzstahlpreise auf 7.001,7 Mio. € und lag damit merklich über dem Vergleichswert der Vorjahresperiode (9 Monate 2020: 5.264,3 Mio. €). Der Gewinn nach Steuern betrug 467,7 Mio. € (9 Monate 2020: - 243,0 Mio. €). Hieraus errechnen sich 8,56 € Ergebnis je Aktie (9 Monate 2020: - 4,54 €) sowie 20,0 % Verzinsung des eingesetzten Kapitals (9 Monate 2020: - 8,1 %). Die Eigenkapitalquote blieb mit 34,5 % sehr solide. Die Nettofinanzposition bewegte sich mit - 614,6 Mio. € aufgrund eines stichtagsbedingten Aufbaus des Working Capital deutlich unter dem Niveau des Bilanzstichtages zum Jahresende 2020 (- 431,7 Mio. €).

Sondereffekte /​ EBT Geschäftsbereiche und Konzern

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EBT Restrukturierung Impairment/​Zuschreibung
in Mio. € 9M 2021 9M 2020 9M 2021 9M 2020 9M 2021 9M 2020
Flachstahl 237,6 - 94,9 - - - -
Grobblech /​ Profilstahl - 8,0 - 64,7 - - - -
Mannesmann - 20,1 - 48,3 - - - -
Handel 282,4 - 22,9 - - - -
Technologie 40,9 - 13,8 - - - -
Industrielle Beteiligungen /​ Konsolidierung 71,6 20,2 - - - -
Konzern 604,5 - 224,4 - - - -
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Sonstiges EBT ohne Sondereffekte
in Mio. € 9M 2021 9M 2020 9M 2021 9M 2020
Flachstahl - - 237,6 - 94,9
Grobblech /​ Profilstahl - - - 8,0 - 64,7
Mannesmann - - - 20,1 - 48,3
Handel - - 282,4 - 22,9
Technologie - - 40,9 - 13,8
Industrielle Beteiligungen /​ Konsolidierung - - 71,6 20,2
Konzern - - 604,5 - 224,4

Geschäftsbereich Flachstahl

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Q3 2021 Q3 2020 9M 2021 9M 2020
Auftragseingang Tt 840,6 1.176,9 3.075,9 3.010,9
Auftragsbestand zum Stichtag Tt 953,2 889,6
Rohstahlerzeugung Tt 1.116,6 977,6 3.215,9 2.861,9
Walzstahlproduktion Tt 983,8 773,0 2.783,6 2.368,2
Versand Tt 967,0 1.080,8 3.208,4 3.071,0
Segmentumsatz 1) Mio. € 873,5 649,7 2.460,4 1.887,6
Außenumsatz Mio. € 653,9 482,1 1.852,0 1.384,9
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 133,1 - 25,7 237,6 - 94,9

1) inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen

Entwicklung europäischer Stahlmarkt

Nach dem pandemiebedingten Nachfrageeinbruch im Vorjahr profitierten die europäischen Stahlhersteller vor allem im ersten Halbjahr 2021 vom kräftigen Aufschwung der Wirtschaft. Die weltweite Rohstahlerzeugung wie auch die Produktion der europäischen Werke ist seit Anfang des Jahres stetig gestiegen, so dass die Kapazitäten wieder ausgelastet wurden. Nicht nur der Auftragseingang der Stahlwerke in Europa legte im Berichtszeitraum erheblich zu, auch die Preise sind signifikant angestiegen. Die sich immer weiter zuspitzenden Lieferkettenprobleme - abseits von Stahlprodukten - in der Industrie sowie die daraus resultierenden Produktionskürzungen beispielsweise in der Automobilbranche machen sich jedoch seit Mitte des Quartals auch im Auftragseingang der Stahlindustrie bemerkbar. So führte der Chipmangel dazu, dass die Automobilhersteller ihre Abrufe immer weiter zurücknahmen. Mittlerweile wird die Nachfrage nach Stahlprodukten stärker durch den weltweiten Halbleiterengpass als noch durch die Pandemie beeinflusst. Die zum Schutz des EU-Stahlmarktes erlassenen Schutzmaßnahmen in Form von Zollkontingenten (Safeguards) wurden im Juni 2021 in bestehender Form um weitere drei Jahre verlängert. Somit sind drastische Einfuhranstiege in der Breite zunächst abgewendet.

Beschaffung

Eisenerz

Der Erzpreis des ersten Quartals 2021 lag angesichts der weltweit großen Stahlnachfrage verbunden mit einem anhaltend hohen Eisenerzbedarf mit 166,90 USD /​ dmt bereits 88 % über dem Vorjahresquartal. Der Preisanstieg setzte sich auch im zweiten Quartal fort, so dass die Leitpreisnotierung für den Spotmarkt, IODEX 62 % Fe CFR China, bis Mitte Mai auf 233,10 USD /​ dmt zulegte und damit den höchsten Wert seit der Einführung des Index im Jahre 2008 erreichte. Der Erzpreis des zweiten Quartals lag mit 200,01 USD /​ dmt um 115 % über dem Vorjahresquartal. Zu Beginn des dritten Quartals bewegte sich der IODEX 62 % Fe noch auf dem hohen Niveau der beiden Vormonate. Anschießend setzte eine deutliche Abwärtsbewegung ein, die die Notierung zum Ende des Berichtszeitraums auf 94 USD /​ dmt - den niedrigsten Stand seit Mitte Mai 2020 - sinken ließ. Meldungen zu Produktionskürzungen der chinesischen Stahlindustrie aufgrund einer stärkeren Kontrolle der CO 2-Emissionen, auch in Vorbereitung auf die zu Beginn des Jahres 2022 in Peking stattfindenden olympischen Winterspiele, ließen die Stahlproduzenten sowie Handelsunternehmen in ihrer Eisenerzbeschaffung sehr zurückhaltend agieren. In Verbindung mit der sehr guten Verfügbarkeit gerieten die Erzpreise zum Ende des Sommers massiv unter Druck. Der Durchschnittspreis des dritten Quartals bewegte sich folglich mit 162,94 USD /​ dmt nur noch 38 % über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Um die aus der Beschaffung resultierenden Risiken abzufedern, werden definierte Eisenerzmengen durch Hedging preislich gesichert.

Kokskohle

Für das erste Quartal 2021 ergab sich ein Durchschnittspreis von 127,14 USD /​ t FOB Australien, der 18 % unter dem Vorjahresquartal rangierte. Ab Mitte des zweiten Quartals legte die Notierung wieder auf bis zu 194 USD /​ t FOB Australien bis Ende Juni zu. Der erhebliche Preisanstieg resultierte vornehmlich aus dem seit Oktober 2020 bestehenden Importbann der chinesischen Regierung für australische Kohle, der dazu führt, dass die chinesischen Verbraucher ihre ungebrochen hohe Nachfrage in anderen Teilen der Welt eindecken müssen. Dies hat - verglichen mit der Leitpreisnotierung FOB Australien - sichtbar höhere Preise für Kohlen, die nicht aus Australien stammen, zur Folge. Somit waren die Verbraucher außerhalb Chinas gezwungen, ihre Spotbedarfe in Australien einzudecken. Für das zweite Quartal ergab sich ein Durchschnittspreis von 137,46 USD /​ t FOB Australien, der um 16 % über dem Vorjahresquartal lag. Der Preisanstieg setzte sich aus den vorgenannten Gründen auch im dritten Quartal fort. So wurde Anfang Juli die Marke von 200 USD /​ t FOB Australien überschritten. Zu Beginn des Monats September erreichte der Index bereits 300 USD /​ t, um dann innerhalb weniger Tage auf das neue Allzeithoch von 408,50 USD /​ t FOB Australien zu steigen. Die Preise CFR China zogen noch deutlicher auf knapp über 600 USD/​ t Ende September an. Für das abgelaufene Quartal liegt der Durchschnittspreis bei 263,66 USD /​ t FOB Australien, was einer Steigerung von 130 % gegenüber dem Vorquartal entspricht. Definierte Kokskohlemengen sichern wir durch Hedging preislich ab, um die aus der Beschaffung resultierenden Risiken abzufedern.

Geschäftsverlauf

Der Auftragseingang des Geschäftsbereiches Flachstahl bewegte sich zum Berichtsstichtag nur geringfügig über dem pandemiebelasteten Vorjahreszeitraum. Dies ist auf die nachlassende Ordertätigkeit im dritten Quartal 2021 wegen des Halbleitermangels zurückzuführen und spiegelt zugleich die aufgrund des Nachholeffekts wieder vermehrten Einbuchungen in der zweiten Vorjahreshälfte wider. Der Orderbestand legte aufgrund der starken Buchungen im ersten Halbjahr 2021 gegenüber dem Vergleichswert zu. Die Rohstahlproduktion und die Walzstahlerzeugung lagen merklich über Vorjahr. Wegen der ausreichenden Brammenverfügbarkeit im Konzernverbund blieb ein Hochofen außer Betrieb. Bei einem gesteigerten Versand und dank der positiven Preisdynamik übertrafen Segment- und Außenumsatz die Vergleichswerte. Der Geschäftsbereich Flachstahl erzielte einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 237,6 Mio. € (9 Monate 2020: - 94,9 Mio. €).

Investitionen

Den erhöhten Kundenanforderungen nach feuerverzinkten, höher- und höchstfesten Stahlgüten wird mit dem strategischen Investitionsprojekt "Neubau Feuerverzinkung 3" Rechnung getragen. Der Hallenbau und die Fundamentarbeiten sind abgeschlossen. Die Montage der Anlagentechnik schreitet planmäßig fort.

Des Weiteren schreitet der Bau einer flexibel wasserstoffunterstützten Direktreduktionsanlage im verkleinerten Maßstab voran. Die Fundament- und Hochbauarbeiten wurden im Berichtszeitraum fertiggestellt. Die Vorbereitungen der Anlagenmontage verlaufen planmäßig.

SALCOS® (SAlzgitter Low CO₂ Steelmaking)

Wir nehmen mit unserem SALCOS®-Konzept eine Vorreiterrolle in Sachen Dekarbonisierung der Stahlindustrie ein. Der technische Ansatz von SALCOS® besteht darin, CO 2-Emissionen im Herstellungsprozess selbst direkt zu vermeiden, indem der bisher in der Stahlerzeugung auf Basis von Eisenerz notwendige Kohlenstoff schrittweise in neu zu bauenden Direktreduktionsanlagen durch anfangs Erdgas und später Wasserstoff ersetzt wird.

Um die Umsetzung von SALCOS® zu forcieren und bereits ab Ende 2025, also zwei Jahre früher als ursprünglich geplant, 30 % der Primärstahlerzeugung der Salzgitter Flachstahl GmbH ohne Kokskohle herzustellen, haben wir zur Jahresmitte dem SALCOS®-Projekt eine neue Organisationsstruktur gegeben: Das "SALCOS®-Office", das direkt an den Vorstandsvorsitzenden berichtet, bündelt die gesamte technische und kaufmännische Expertise und bereitet derzeit die endgültige Investitionsentscheidung für die erste Stufe von SALCOS® vor, welche für die Jahresmitte 2022 geplant ist. Weitere Informationen finden Sie unter: ^ https:/​/​salcos.salzgitter-ag.com.

Erweiterung des Produktspektrums um grünen Flachstahl

Seit Ende 2020 werden CO 2-arme, grüne Stahlbrammen mit einem differenzierten Abmessungs- und Gütenspektrum in dem Elektrostahlwerk der Peiner Träger GmbH produziert und anschließend bei der SZFG zu Warm- und Kaltband weiterverarbeitet. Hierfür erhielt die Salzgitter AG als erster europäischer Stahlhersteller Konformitätsaussagen nach dem VERIsteel-Standard von TÜV SÜD. Diese Methode ermöglicht den Nachweis der produktspezifischen CO 2-Emissionen bei der Stahlproduktion und begleitet den Prozess der Dekarbonisierung. Demnach werden durch den Wechsel des Stahlerzeugungsverfahrens von der konventionellen Hochofenroute auf die Elektrostahlroute eine Reduktion von mehr als 75 % in der CO 2-Bilanz der Bramme und mehr als 66 % in der CO 2-Bilanz des feuerverzinkten Coils erreicht. Die CO 2-armen Stahlprodukte wurden bereits erfolgreich an namhafte Kunden wie BMW, Daimler, Bosch Siemens Hausgeräte und Miele ausgeliefert.

Geschäftsbereich Grobblech/​Profilstahl

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Q3 2021 Q3 2020 9M 2021 9M 2020
Auftragseingang 1) Tt 284,4 434,3 1.385,7 1.399,8
Auftragsbestand 1) zum Stichtag Tt 319,6 287,3
Rohstahlerzeugung Tt 228,7 220,8 796,7 753,2
Walzstahlproduktion Tt 451,4 452,8 1.501,0 1.463,6
Versand 1) Tt 457,8 432,3 1.499,2 1.449,4
Segmentumsatz 2) Mio. € 503,1 306,5 1.387,2 1.033,3
Außenumsatz Mio. € 243,5 167,1 689,1 530,3
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 19,0 - 37,8 - 8,0 - 64,7

1) ohne DMU-Gruppe

2) inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen

Marktentwicklung

Die Markterholung der ersten Jahreshälfte 2021 im Bereich Quartoblech schwächte sich in den Sommermonaten sukzessive ab. Bei einer in Erwartung fallender Preise nachlassenden Anfragetätigkeit nahm der Preisdruck angesichts der wieder aufgebauten, hohen Lagerbestände und zunehmender Importe bei gleichzeitig erhöhter Brammenverfügbarkeit zu. Dabei zeigte sich in Südeuropa aufgrund der schwächeren Buchungssituation ein erheblich stärkerer Preisdruck als in Nordeuropa, wo die Auslastung der Grobblechhersteller noch mit einem auskömmlichen Vorlauf verbunden war. Seit dem zweiten Quartal 2021 nimmt der Zulauf an Grobblechimporten aus Drittstaaten deutlich zu. In den ersten neun Monaten betrug der Importanteil der Ukraine und Russland rund 65 % an der Gesamtmenge. Indien hat seine Einfuhren ebenfalls deutlich gesteigert und beschleunigt und repräsentiert rund 10 % des Einfuhrmarktes. Lediglich die verlängerten Safeguardmaßnahmen wirken einem größeren Anstieg entgegen.

Auf dem europäischen Trägermarkt haben die niedrigen Lagerbestände, die deutlich anziehenden Schrottkosten und die damit verbundene Spekulation auf weitere Preissteigerungen im ersten Halbjahr 2021 für eine zufriedenstellende Nachfrage gesorgt. Infolge der starken Nachfrage zu Beginn des Jahres, schwächte sich der Auftragseingang bis zum Monatsende September deutlich ab und es wurde spürbar schwieriger die Belegung sicherzustellen, obwohl sich die reale Nachfrage insgesamt nicht verändert hat. Hintergrund war das spekulative Kaufverhalten sowohl des lagerhaltenden Handels als auch der Endverbraucher: Es wurde davon ausgegangen, dass die verfügbaren Mengen immer knapper werden, somit geringe Versorgungssicherheit besteht und sich die Preise aufgrund der stabilen Nachfrage weiter deutlich erhöhen werden. Dieses Szenario ist jedoch nicht eingetreten. Die erwartete Bestandsreduzierung im August fand nicht statt und blieb auch im September aus. Der Lagerabsatz befand sich vielmehr weiterhin auf einem schwachen Niveau, zudem haben alle Produzenten nach den Sommerstillständen wieder produziert und große Mengen ausgeliefert. Dies hat zu einem weiteren Anwachsen der Bestände beim lagerhaltenden Handel geführt.

Beschaffung

Stahlschrott

Der deutsche Stahlschrottmarkt zeigte sich zu Beginn des Berichtszeitraums volatil. Seit Mitte des zweiten Quartals führten die robuste Nachfrage der deutschen Stahlhersteller und der zunehmende Schrottbedarf aus dem Tiefseemarkt bei einer anhaltend schlechten Verfügbarkeit an Stahlneuschrott zu spürbaren Preiserhöhungen. Im Sommerquartal war die Preisentwicklung von einer hohen Bandbreite geprägt, wobei die Differenz zwischen dem stark nachgefragten Neu- und dem exportabhängigen Altschrott erneut auseinander ging. So lagen die Preissteigerungen für Altschrott bei etwas über 6 € /​ t, während bei den Neuschrotten über 25 €/​ t verzeichnet wurden. Im August und September fiel die Schrottnachfrage wegen der Sommerstillstände merklich geringer aus. Auch den türkischen Schrottverbrauchern gelang es in diesen Monaten, ihren guten Bedarf aufgrund des vorhandenen Angebotsüberhangs - vor allem aus dem US-amerikanischen und baltischen Raum - zu günstigeren Konditionen einzudecken. Dadurch gerieten die Schrottpreise in Deutschland deutlich unter Druck und gaben je nach Sorte in der Spitze um bis zu 72 € /​ t nach.

Geschäftsverlauf

Der Auftragseingang des Geschäftsbereiches Grobblech/​ Profilstahl bewegte sich zum Berichtsstichtag aufgrund der deutlich nachgebenden Orderaktivität im dritten Quartal auf dem Vorjahresniveau. Der Auftragsbestand übertraf den niedrigen Vergleichswert. Die Rohstahlerzeugung und Walzstahlproduktion kamen über dem Level der ersten neun Monate 2020 aus. Auch Segment- und Außenumsatz waren bei einem leicht ausgeweiteten Absatz deutlich höher als ein Jahr zuvor. Die Peiner Träger GmbH (PTG) und die DEUMU Deutsche Erz und Metall-Union-Gruppe (DMU-Gruppe) verzeichneten eine preis- und mengenbedingte Steigerung ihrer Umsätze und erzielten sehr erfreuliche Vorsteuerresultate. Der Geschäftsbereich verbuchte - 8,0 Mio. € Ergebnis vor Steuern (9 Monate 2020: - 64,7 Mio. €). Dabei übertrafen alle Gesellschaften ihre Vergleichswerte.

Investitionen

Die Investition "Neue Wärmebehandlungslinie" bei der ILG dient dazu, das Produktportfolio zu erweitern und eine stärkere Positionierung im höherwertigen Gütensegment zu erreichen. Das Kundenfeedback bestätigt die hohe Produktqualität. Der aktuelle Fokus im Produktionsbetrieb liegt auf der Leistungsoptimierung des Durchsatzes, dem Automatikbetrieb an allen Gewerken sowie der zeitnahen Beprobung, Freigabe und Versand erzeugter Mengen.

Geschäftsbereich Mannesmann

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Q3 2021 Q3 2020 9M 2021 9M 2020
Auftragseingang Mio. € 447,9 265,1 1.328,8 762,9
Auftragsbestand zum Stichtag Mio. € 614,7 357,7
Rohstahlerzeugung Hüttenwerke Krupp Mannesmann (30 %) Tt 348,4 183,1 1.058,6 719,0
Versand Rohre 1) Tt 104,9 87,4 297,3 300,6
Segmentumsatz 2) Mio. € 451,9 299,0 1.251,3 991,3
Außenumsatz Mio. € 281,8 228,8 812,2 723,3
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € - 4,6 - 25,6 - 20,1 - 48,3

1) Ausweis von nach IFRS 15 bewerteten Mengen

2) inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen

Marktentwicklung

Die spürbare Belebung der Wirtschaft führte zu einem Nachfrageanstieg, spiegelte sich jedoch nicht eins zu eins in allen Teilen der Stahlrohrindustrie wider. Im Laufe des dritten Quartals hat sich die Dynamik angesichts der globalen Lieferkettenstörungen abgeschwächt. Die weltweiten Herausforderungen bei der Materialversorgung waren zuletzt in allen großen Fahrzeugmärkten spürbar und wirkten sich zunehmend auf die Produktions-und Absatzmengen der Automobil- und Zulieferindustrie und damit auf die Auftragseingänge bei den Präzisrohrherstellern aus. Im Bereich nahtlose Edelstahlrohre hat das dritte Quartal 2021 den seit Jahresbeginn positiven Trend der Geschäftsentwicklung bestätigt. Das Öl- und Gasgeschäft wies dabei im Berichtszeitraum eine Verschiebung der Nachfrage auf: So verzeichnete das OCTG-Geschäft eine temporäre Abkühlung, während eine Erholung des Prozess- und Offshore-Rohrleitungsgeschäfts einsetzte. Die Märkte für mittlere Leitungsrohre waren stark von den hohen Vormaterialpreisen gekennzeichnet. So sind Projekte in Nord- und Südamerika zwar weiterhin vorhanden, werden aufgrund dessen jedoch nicht kurzfristig vergeben. In Europa blieb die Projektlage insgesamt verhalten, in Deutschland zeigte sie sich rückläufig. In den Kernmärkten für Großrohre war weiterhin eine schwierige Projektsituation zu verzeichnen. So haben die veränderten energiepolitischen Schwerpunkte der USA in Verbindung mit dem hohen Stahlpreisniveau zu einer Investitionszurückhaltung geführt. Neue Ausschreibungen wurden in Erwartung fallender Stahlpreise verschoben.

Geschäftsverlauf

Der Auftragseingang des Geschäftsbereiches Mannesmann lag in den ersten neun Monaten 2021 deutlich über dem von der Pandemie geprägten Niveau des Vorjahres. Hierin spiegeln sich insbesondere die stärkeren Buchungen bei der Präzisrohrgruppe wider, wenngleich diese im Verlauf des dritten Quartals vor allem aufgrund des Chipmangels in der Automobilindustrie spürbar nachließen. Das Segment mittlere Leitungsrohre, die Edelstahlrohrgruppe und die Mannesmann Grossrohr GmbH verzeichneten im Berichtszeitraum ebenfalls eine Zunahme ihrer Ordereingänge. Auch der Auftragsbestand des Geschäftsbereiches legte gegenüber dem Vergleichszeitraum sichtbar zu. Bei einem nahezu stabilen Rohrversand stiegen der Segment- und Außenumsatz preisbedingt an. Dank der erheblichen Ergebnisverbesserung der Präzisrohrgruppe und bei einem positiven Vorsteuerresultat des Segments mittlere Leitungsrohre verbuchte der Geschäftsbereich Mannesmann - 20,1 Mio. € Ergebnis vor Steuern (9 Monate 2020: - 48,3 Mio. €).

Außerhalb des Konsolidierungskreises übertraf der Auftragseingang der EUROPIPE-Gruppe das Vorjahresniveau. Dies ist vor allem auf die Buchung des Projektes "Scarborough Woodside" bei der EUROPIPE GmbH im Berichtszeitraum zurückzuführen. Aufgrund der spürbar niedrigeren Versandmenge der US-Gesellschaften blieben Absatz und Umsatz unter den Vergleichswerten. Entsprechend war auch der at-equity-Beitrag der EP-Gruppe geringer als in den ersten neun Monaten 2020.

Investitionen

Der Hochlauf der neuen Linie 2 der mexikanischen Präzisrohrgesellschaft am Standort El Salto wurde konsequent fortgesetzt. Weitere Musteraufträge befinden sich derzeit in der finalen Freigabe bei großen Automobilzulieferern. Bei der Edelstahlrohrgruppe stand im dritten Quartal die Endabnahme der bisher größten jemals gebauten Kaltpilgerstaße am Standort Remscheid im Fokus. Diese Investition erlaubt den systematischen Ausbau des Produktportfolios im oberen Abmessungsbereich, welcher insbesondere für anspruchsvolle Anwendungen in den Segmenten Öl & Gas sowie Petrochemie relevant ist.

Geschäftsbereich Handel

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Q3 2021 Q3 2020 9M 2021 9M 2020
Versand Tt 910,0 636,7 2.719,6 2.361,1
Segmentumsatz 1) Mio. € 1.024,3 443,2 2.580,5 1.683,4
Außenumsatz Mio. € 1.008,7 438,7 2.546,8 1.667,9
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 133,1 - 7,1 282,4 - 22,9

1) inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen

Marktentwicklung

Die ersten neun Monate waren vor allem gekennzeichnet durch einen merklichen Preisanstieg in allen Produktkategorien, der sich zum Ende des Berichtszeitraums abflachte und zu einem hohen, stabilen Preisniveau führte. Die Nachfragesituation im internationalen Trading verbesserte sich im dritten Quartal, so dass alle Bereiche eine spürbare Absatzsteigerung gegenüber Vorjahr erzielten. Die seit Ende des ersten Quartals deutlich anziehenden Seefrachtkosten, verbunden mit einer Verknappung von verfügbaren Frachtkapazitäten, stellten hingegen eine Ergebnisbelastung für das internationale Trading dar.

Geschäftsverlauf

Der Versand des Geschäftsbereiches Handel fiel in den ersten drei Quartalen 2021 merklich höher aus als im Vergleichszeitraum. Hierzu trugen sowohl der lagerhaltende Handel, das internationale Trading als auch die UES-Gruppe bei. Der Mengenzuwachs wirkte sich in Verbindung mit gestiegenen Preisen deutlich positiv auf den Segment- und Außenumsatz aus, der über 50 % oberhalb der ersten neun Monate 2020 lag. Der Gewinn vor Steuern übertraf mit 282,4 Mio. € die Vergleichsperiode erheblich (9 Monate 2020: - 22,9 Mio. €). Dies ist insbesondere auf Preissteigerungen in Kombination mit günstigen Einstandspreisen im lagerhaltenden Bereich und bei der UES-Gruppe zurückzuführen. Auch das internationale Trading erreichte ein über dem Vorjahreszeitraum liegendes, positives Ergebnis. Erträge aus dem Verkauf von zwei Immobilien in Höhe von 16,7 Mio. € stützten das Resultat des Geschäftsbereiches zusätzlich.

Investitionen

Investitionsschwerpunkte des Geschäftsbereiches Handel sind der Erhalt und die Modernisierung bestehender Anlagen. Darüber hinaus werden die im Rahmen der Strategie "Salzgitter AG 2021" und "FitStructure 2.0" angestoßenen Maßnahmen weiterverfolgt. Dabei stehen Projekte zur Digitalisierung sowie Erweiterungen der Anarbeitungskapazitäten im europäischen Lagerhandel und Vertrieb im Fokus.

Geschäftsbereich Technologie

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Q3 2021 Q3 2020 9M 2021 9M 2020
Auftragseingang Mio. € 410,6 283,4 1.159,3 841,9
Auftragsbestand zum Stichtag Mio. € 886,1 626,4
Segmentumsatz 1) Mio. € 340,5 279,1 980,0 853,9
Außenumsatz Mio. € 340,3 279,1 979,5 853,6
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 8,5 - 3,2 40,9 - 13,8

1) inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen

Marktentwicklung

Laut Statistik des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer e.V. (VDMA) zogen die Auftragseingänge in den ersten neun Monaten 2021 im Vergleich zum Vorjahr weiter an. Vor allem im Ausland, insbesondere in den Nicht-Euro-Ländern, zeigte sich ein deutlicher Zuwachs. Auch die Inlandsnachfrage nahm leicht zu. Im Markt für Verpackungsmaschinen schlug sich die beschriebene Dynamik ebenfalls in einer verbesserten Ordertätigkeit nieder.

Geschäftsverlauf

Der Auftragseingang des Geschäftsbereiches Technologie lag mit Abschluss des dritten Quartals 2021 mehr als ein Drittel über dem Vorjahreswert und folgte damit der Entwicklung des Marktes. Bei der KHS-Gruppe bewegten sich die Orderzuläufe in den ersten drei Quartalen dank der anhaltend guten Nachfrage im Projektgeschäft über dem Vergleichszeitraum. Ebenfalls erfreulich entwickelten sich die Auftragseingänge der Klöckner DESMA Elastomer-Gruppe (KDE-Gruppe) und der DESMA Schuhmaschinen GmbH (KDS). Der Auftragsbestand des Geschäftsbereiches wie auch der Segment- und Außenumsatz übertrafen das Vorjahresniveau. Gestützt durch den Buchgewinn aus der Veräußerung des Pouch-Geschäftes war das Vorsteuerergebnis der KHS-Gruppe erheblich höher als ein Jahr zuvor. Die KDE-Gruppe konnte ihr positives Resultat weiter ausbauen, während die KDS den aufwärtsgerichteten Trend des zweiten Quartals fortsetzte und zuletzt ebenfalls einen positiven Ergebnisbeitrag erzielte. Insgesamt verzeichnete der Geschäftsbereich Technologie einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 40,9 Mio. € (9 Monate 2020: - 13,8 Mio. €).

Die KHS-Gruppe verfolgt nach wie vor konsequent das umfassende Effizienz- und Wachstumsprogramm "KHS Future". Mit den Schwerpunkten Kostensenkungen und Ausweitung des Servicegeschäfts trug es wesentlich zur erzielten Ergebnissteigerung bei und soll auch künftig die Entwicklung des Unternehmens im wettbewerbsintensiven und herausfordernden Marktumfeld stützen.

Investitionen

Der Geschäftsbereich Technologie konzentrierte sich im Berichtszeitraum auf die Fortsetzung der Ersatz- und Rationalisierungsmaßnahmen. Um die organisatorischen Abläufe zu optimieren, wurden außerdem bei der KHS-Gruppe in Deutschland und in den Auslandsgesellschaften IT-Projekte durchgeführt. Für den chinesischen Markt befindet sich ein Investitionsprogramm zur strategischen Neuausrichtung in der Umsetzung.

Industrielle Beteiligungen/​ Konsolidierung

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Q3 2021 Q3 2020 9M 2021 9M 2020
Umsatz 1) Mio. € 252,3 154,6 729,7 508,9
Außenumsatz Mio. € 38,0 37,6 122,1 104,2
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 9,8 2,8 71,6 20,2

1) inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen

Der Umsatz des Bereiches Industrielle Beteiligungen /​ Konsolidierung, der hauptsächlich durch das Halbzeug- und Servicegeschäft mit Tochtergesellschaften und Konzernfremden generiert wird, legte infolge vermehrter wirtschaftlicher Aktivitäten im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2020 erheblich zu. Auch der Außenumsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich.

Der Gewinn vor Steuern (71,6 Mio. €; 9 Monate 2020: 20,2 Mio. €) beinhaltet 133,5 Mio. € Beitrag der nach der Equity-Methode (IFRS-Bilanzierung) ausgewiesenen Beteiligung an der Aurubis AG (9 Monate 2020: 53,4 Mio. €). Die Ergebnisse aus der Bewertung von Derivatepositionen sowie das Zinsergebnis des Cash-Managements des Konzernfinanzkreises lieferten im Saldo einen negativen Beitrag (-2,5 Mio. €; 9 Monate 2020: 1,7 Mio. €). Die überwiegend für den Konzern tätigen Gesellschaften erwirtschafteten zwar erneut ein positives Resultat, konnten jedoch das durch den einmaligen Ertrag aus einem Immobilienverkauf geprägte Ergebnis des Vergleichszeitraumes nicht ganz erreichen.

Finanz- und Vermögenslage

Erläuterungen zur Bilanz

Die Bilanzsumme des Salzgitter-Konzerns erhöhte sich in den ersten neun Monaten 2021 gegenüber dem 31. Dezember 2020 um 1.305 Mio. €

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen im Vergleich zum letzten Bilanzstichtag um 36 Mio. €. Dabei nahmen die Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen (+ 105 Mio. €) spürbar zu. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (+ 259 Mio. €) lagen im Berichtszeitraum über dem Niveau der planmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens (-220 Mio. €). Daneben waren Abgänge in Höhe von 19 Mio. € zu verzeichnen. Die latenten Ertragsteueransprüche (- 91 Mio. €) reduzierten sich unter anderem aufgrund der unterschiedlichen Bestandsbewertung nach IFRS und nach Steuerrecht. Die kurzfristigen Vermögenswerte haben zum Vergleichsstichtag um 1.269 Mio. € zugenommen. Dies ist insbesondere auf die merklich höheren Vorräte (+ 763 Mio. €) sowie beträchtlich gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen inklusive Vertragsvermögenswerten (+ 575 Mio. €) zurückzuführen. Daneben erhöhten sich die kurzfristigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte (+ 150 Mio. €) sowie Wertpapiere (+ 50 Mio. €). Dem gegenüber standen jedoch gesunkene Finanzmittel (- 261 Mio. €).

Auf der Passivseite verringerten sich bei einem verglichen mit dem Jahresende höheren Pensionszinssatz von 1,4 % (31.12.2020: 1,1%) die Pensionsrückstellungen um - 140 Mio. €. Das Eigenkapital legte zudem wegen des positiven Ergebnisses erkennbar zu (+ 615 Mio. €). Die Eigenkapitalquote betrug bei gestiegenem Eigenkapital und erhöhter Bilanzsumme weiterhin solide 34,5 %. Die langfristigen Schulden bewegten sich insgesamt - 218 Mio. € unter dem Vergleichsstichtag, hier spiegeln sich neben den geringeren Pensionsrückstellungen auch gesunkene langfristige sonstige Verbindlichkeiten (- 51 Mio. €) und Finanzschulden (- 22 Mio. €) wider. Die kurzfristigen Schulden nahmen um 907 Mio. € zu. Gegenüber dem Jahresende wurden signifikant höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen inklusive Vertragsverbindlichkeiten (+ 698 Mio. €) sowie gestiegene sonstige Verbindlichkeiten (+ 161 Mio. €) und Rückstellungen (+ 47 Mio. €) verzeichnet.

Die Nettofinanzposition bewegte sich mit - 615 Mio. € aufgrund eines stichtagsbedingten Aufbaus des Working Capital deutlich unter dem Niveau des Bilanzstichtages zum Jahresende 2020 (- 432 Mio. €). Den Geldanlagen einschließlich Wertpapieren (441 Mio. €; 31.12.2020: 659 Mio. €) standen Verbindlichkeiten von 1.056 Mio. € (31.12.2020: 1.091 Mio. €) gegenüber, davon 851 Mio. € bei Kreditinstituten (31.12.2020: 885 Mio. €). Wie bisher werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen nicht in der Nettofinanzposition berücksichtigt. Das gesteigerte Geschäftsvolumen zeigt sich zum Bilanzstichtag in den deutlich gestiegenen Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die die Nettofinanzposition erst zum Zahlungszeitpunkt beeinflussen werden.

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Bei einem Vorsteuerergebnis von 605 Mio. € ergibt sich ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 123 Mio. € (Vorjahreszeitraum: - 97 Mio. €). Während das verbesserte Ergebnis den operativen Cashflow positiv beeinflusst, steht diesem der deutliche Anstieg des Working Capital entgegen.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von - 270 Mio. € (Vorjahreszeitraum: - 229 Mio. €) spiegelt den Fortschritt der beiden großen strategischen Projekte neben dem regelmäßigen Investitionsbedarf wider und beinhaltet überwiegend die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen (- 247 Mio. €; Vorjahreszeitraum: - 269 Mio. €). Daneben wurde in Geldanlagen investiert (- 50 Mio. €).

Rückzahlungen von Krediten und Zinsauszahlungen führten zu einem negativen Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit (- 122 Mio. €; Vorjahreszeitraum: - 28 Mio. €).

Wegen des negativen Gesamt-Cashflows verminderte sich der Finanzmittelbestand (360 Mio. €) gegenüber dem 31. Dezember 2020 (621 Mio. €) entsprechend.

Mitarbeiter

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30.09.2021 31.12.2020 Veränderung
Stammbelegschaft 1) 22.411 22.604 - 193
Geschäftsbereich Flachstahl 5.982 5.999 - 17
Geschäftsbereich Grobblech /​ Profilstahl 2.241 2.272 - 31
Geschäftsbereich Mannesmann 4.346 4.366 - 20
Geschäftsbereich Handel 1.949 1.946 3
Geschäftsbereich Technologie 5.283 5.433 - 150
Industrielle Beteiligungen/​Konsolidierung 2.610 2.588 22
Ausbildungsverhältnisse 1.369 1.264 105
Passive Altersteilzeit 558 548 10
Gesamtbelegschaft 24.338 24.416 - 78

Unter Berücksichtigung der quotalen Beteiligungsverhältnisse sind Rundungsabweichungen möglich.

1) ohne Organmitglieder

Am 30. September 2021 umfasste die Stammbelegschaft des Salzgitter-Konzerns 22.411 Mitarbeiter und somit 193 Personen weniger als zum Ende des Geschäftsjahres 2020.

Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 217 Ausgebildete übernommen, von denen 163 befristete Verträge erhielten. Gegenläufig wirkten vor allem das Erreichen der Altersgrenze sowie der Eintritt von Beschäftigten in die passive Phase der Altersteilzeit.

Die Gesamtbelegschaft belief sich auf 24.338 Personen.

Die Zahl der Leiharbeitnehmer lag zum 30. September 2021 bei 996 und damit um 125 Personen über dem Wert des Vorjahresstichtags.

Zum Ende des Berichtszeitraums befanden sich in den inländischen Konzerngesellschaften 230 Mitarbeiter in Kurzarbeit, vor allem in den Gesellschaften Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH, Salzgitter Europlatinen GmbH, Salzgitter Automotive Engineering GmbH & Co. KG sowie den Gesellschaften der Salzgitter Hydroforming-Gruppe.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die Geschäftsbereiche gehen, verglichen mit dem Vorjahr, vom nachstehend beschriebenen Verlauf des Geschäftsjahres 2021 aus:

Bis zum Jahresende 2021 und auch darüber hinaus sehen wir uns konfrontiert mit den Auswirkungen aus den Störungen der globalen Liefer- und Logistikketten. Die grundsätzlich vorhandene Nachfrage spiegelt sich in unserem hohen Auftragsbestand für das Flachstahlsegment wider. Abgerufen wird dieser insbesondere im Automotivebereich wegen des Chipmangels jedoch nur anteilig. Gleichwohl und ungeachtet der Saisonalität zum Jahresende, wird die Kapazität noch gut ausgelastet sein. Gegenüber dem Vorjahr sehen wir weiterhin ein signifikant verbessertes, im Mehrjahresvergleich sehr hohes Preisniveau. Auf der extrem volatilen Rohstoff- und Energieseite werden für Eisenerz und Kokskohle beziehungsweise Strom und Erdgas erheblich höhere Einsatzkosten prognostiziert. Unterstützt von weiteren, zusätzlichen Effekten aus dem Maßnahmenprogramm "FitStructure 2.0" gehen wir für den Geschäftsbereich Flachstahl von einem deutlich gestiegenen Umsatz sowie einem sehr erfreulichen Vorsteuergewinn von über 300 Mio. € aus.

Nachdem sich die Aktivitäten auf dem Quartoblechmarkt im zweiten Quartal weiter erhöht haben, schwächten sich diese in den Sommermonaten sukzessive ab. Wir rechnen im Geschäftsbereich Grobblech /​ Profilstahl für das verbleibende Jahr mit einer stabilen Nachfrage auf dem zuletzt verzeichneten Niveau bei steigenden Grobblechimporten. Im schwachen internationalen Röhrengeschäft zeichnen sich aufgrund diverser Projekte erste Belebungen ab. Ob diese Entwicklungen eine generelle Trendwende darstellen, ist noch nicht absehbar. Für das Profilstahlgeschäft prognostizieren wir weiterhin ein grundsätzlich auf Kurzfristigkeit ausgerichtetes, volatiles Marktumfeld. Für den Geschäftsbereich gehen wir - dank der verbesserten Marktlage, ersten positiven Effekten aus der Inbetriebnahme der neuen Wärmebehandlungslinie sowie weiteren Effizienzgewinnen aus der Umsetzung von "FitStructure 2.0" - von einer sich zunehmend verbessernden Situation aus. Insofern erwarten wir einen gegenüber Vorjahr merklich gesteigerten Umsatz sowie eine Rückkehr in die Gewinnzone.

Der Geschäftsbereich Mannesmann verzeichnet 2021 im Vergleich zu dem von den Corona-Auswirkungen beeinflussten Vorjahr eine verbesserte Marktlage, insbesondere im Präzisrohrbereich. Der Chipmangel in der Automobilindustrie sowie die Erwartung fallender Stahlpreise machen sich jedoch seit dem Spätsommer in den Buchungen bemerkbar. Im Großrohrbereich herrscht - trotz der Grundlast sichernden Produktion des Auftrages "Qatargas" im deutschen Werk der EUROPIPE-Gruppe (EP) - nach wie vor eine unzureichende Nachfrage. Für das nächste Jahr hat EP hat einen Großauftrag vom australischen Unternehmen Woodside gebucht. Sie wird knapp 300.000 Tonnen Großrohre für die geplante "Scarborough Gas Pipeline" liefern. Im Segment der mittleren Leitungsrohre zeigte sich in der ersten Jahreshälfte eine verbesserte Marktlage, die sich ab dem dritten Quartal deutlich abschwächt. Insgesamt wird dennoch eine erhöhte Mengenentwicklung erwartet. Die Einigung der USA mit der EU im Streit um die US-Section-232 Sonderzölle auf die Einführung von zollfreien Einfuhrquoten dürfte frühstens ab dem ersten Quartal 2022 einen positiven Beitrag insbesondere im Segment der mittleren Leitungsrohre bringen. Die Präzisrohrgesellschaften starteten mit einem sehr guten Auftragsbestand in das Jahr. Die wiederbelebte Nachfrage, insbesondere aus der Automobilindustrie, setzte sich bis in den Sommer fort, ließ danach aber merklich nach. Im Edelstahlrohrbereich hingegen antizipieren wir einen anhaltenden Nachfragezuwachs. Insgesamt prognostizieren wir für den Geschäftsbereich deutlich steigende Absatzmengen und - in Verbindung mit gestiegenen Vormaterialpreisen - ein erhöhtes Umsatzniveau. Unterstützt durch weitere maßnahmenbedingte Einsparungen ergibt sich ein sichtbar verbessertes, jedoch weiterhin negatives Vorsteuerresultat.

Der Geschäftsbereich Handel antizipiert eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung für seine Gesellschaften, auch wenn die außerordentlich gute Ergebnislage der ersten neun Monate für das letzte Quartal in diesem Umfang nicht zu erwarten ist. Wir gehen davon aus, dass sich die Verkaufspreise auf hohem Niveau stabilisieren. Durch steigende Bestandsbewertungen dürfte sich somit das, in den ersten drei Quartalen hervorragende, Ergebnisniveau im Schlussquartal normalisieren. Im internationalen Trading wird, trotz der weiterhin schwierigen Handelsbedingungen, mit einer erneuten Zunahme der Versandmenge gerechnet. Insgesamt erwarten wir für das Segment spürbar gesteigerte Absatz- und Umsatzwerte, die in einem erheblich über dem Vorjahr auskommenden Ergebnis vor Steuern resultieren.

Basierend auf den über dem Vergleichszeitraum liegenden Auftragseingängen in den ersten neun Monaten 2021 prognostizieren die Gesellschaften des Geschäftsbereiches Technologie auch für die verbleibenden drei Monate eine anhaltend gute Auftragslage. Mit der konsequenten Weiterführung des Effizienz- und Wachstumsprogramms "KHS Future" sowie der Vermarktung innovativer Neuprodukte erwarten wir für die KHS-Gruppe eine weiter verbesserte Profitabilität bei gleichzeitig beachtlichem Auftragseingangs- und Umsatzzuwachs. Insbesondere die Erschließung von Marktanteilen im Standardgeschäft soll den positiven Pfad unterstützen. Die beiden DESMA-Spezialmaschinenbauer antizipieren eine spürbare Markterholung und eine - auch dank der eingeleiteten Kostensenkungsprogramme - erkennbar verbesserte Ertragslage. Für den gesamten Geschäftsbereich wird folglich mit einem über dem Vorjahr liegenden Umsatz sowie einem erheblich gesteigerten Vorsteuergewinn gerechnet, der von Einmaleffekten positiv beeinflusst wird. Zum Ende des dritten Quartals stellten sich auch für die Gesellschaften des Geschäftsbereiches Technologie vermehrt Herausforderungen in der Materialversorgung dar. Bisher sind noch keine Auswirkungen auf das Ergebnis des Geschäftsbereichs zu erwarten, allerdings wird von einer sich zuspitzenden Situation im vierten Quartal ausgegangen.

Lieferkettenstörungen und deren Auswirkungen treffen seit Ende des Sommerquartals auch einige unserer Konzerngesellschaften. Gleichwohl bestätigen wir unsere Prognose und erwarten für den Salzgitter-Konzern im Geschäftsjahr 2021 weiterhin:

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einen auf mehr als 9 Mrd. € gesteigerten Umsatz,

einen Vorsteuergewinn zwischen 600 Mio. € und 700 Mio. € sowie

eine sichtbar über dem Vorjahreswert liegende Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE).

Wir machen darauf aufmerksam, dass Kriterien des Jahresabschlusses sowie Imponderabilien unter anderem aus Rohstoffkosten-, Edelmetallpreis- und Wechselkursveränderungen die Beendigung des Geschäftsjahres 2021 noch erheblich beeinflussen können.

Risikomanagement

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung bestanden keine Risiken, die den Fortbestand des Salzgitter-Konzerns gefährden könnten. Hinsichtlich einzelner Chancen und Risiken verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2020.

Obwohl die Wirtschaftsinstitute erfreuliche Wachstumsraten in den nächsten zwei Jahren erwarten, weisen sie dennoch auf konjunkturelle Risiken hin. Die Kombination aus Materialknappheit in verschiedenen Branchen wie der Halbleiterindustrie und die Sorge um neuerliche Corona-Beschränkungen könnte ein abruptes Abbremsen der wirtschaftlichen Erholung und somit Auswirkungen auch auf die Stahlindustrie haben.

Bereits 2020 haben wir infolge der Corona-Pandemie ein umfangreiches Maßnahmenprogramm zur Ergebnis- und Liquiditätssicherung initiiert, das in Abhängigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung kurzfristig und zielgerichtet angewendet wird. Trotz der guten ökonomischen Lage agieren wir in einer Phase mit eingeschränkter Planungssicherheit. Wir sehen uns in der aktuellen Situation dennoch gut gerüstet, diese Situation deutlich erhöhter Anforderungen an das Chancen- und Risikomanagement zu meistern. Unsere risikobewusste und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Geschäftspolitik sowie die solide Aufstellung des Salzgitter-Konzerns sind Basis für diese Einschätzung.

Für den Salzgitter-Konzern ist die Entwicklung der Preise auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten, der Frachtpreise, der Energiepreise und der Währungskurse (vor allem USD /​ EUR) besonders bedeutend. Derzeit und soweit sichtbar sind wir mit den Auswirkungen aus den Störungen der globalen Liefer- und Logistikketten sowie der extremen Volatilität auf den Rohstoff- und Energiemärkten, einhergehend mit höheren Inflationsraten konfrontiert. Zumindest auch in der ersten Hälfte des neuen Jahres erwarten wir Belastungen aus diesen Zusammenhängen. Ergebniseffekte für Risiken hieraus sind im laufenden als auch in der Vorschau auf das nächste Jahr in den Gesellschaften - soweit heute abschätzbar - einbezogen worden. Um darüberhinausgehende Geschäftsrisiken zu minimieren, beobachten wir die jeweiligen Trends und lassen sie in die Risikoprognosen einfließen. Dies gilt auch für eventuelle finanzielle oder politisch bedingte Restriktionen des Auslandsgeschäfts.

Branchenspezifische Risiken

Zum Schutz des EU-Stahlmarktes vor Umlenkungen von Stahleinfuhren im Zuge der US-Sonderzölle auf Stahl hat die EU-Kommission im Juli 2018 Schutzmaßnahmen (Safeguards) in Form von Zollkontingenten erlassen. Im Juni 2021 haben die EU-Mitgliedstaaten beschlossen, die Safeguards in bestehender Form um weitere drei Jahre zu verlängern. Somit sind drastische Einfuhranstiege im Zuge der konjunkturellen Erholung zunächst abgewendet. Allerdings hat die EU-Kommission mehrere konditionale Reviews vorgesehen, die sowohl die Form der Maßnahmen als auch ihr Bestehen überprüfen werden. Insofern könnten die Safeguards bereits im Sommer 2022 auslaufen.

Anfang November haben die EU und die USA im Rahmen des G7-Gipfels in Rom eine Übereinkunft in Sachen Section-232 veröffentlicht Im Zuge dessen wird die EU wieder verbesserten Zugang zum US-Stahlmarkt erhalten. Dabei werden die USA zum 1. Januar 2022 ein Zollkontingentsystem ähnlich dem EU-Safeguard einführen, wobei jedes EU-Mitgliedsland eigene zollfreie Einfuhrquoten auf Basis der Exporte 2015 bis 2017 erhalten wird. Zahlreiche Details - wie beispielsweise die exakten Quotenhöhen und andere administrative Regelungen -sind zum Zeitpunkt der Berichtserstellung noch nicht bekannt. Aus der Einigung ergeben sich Exportchancen für den Salzgitter-Konzern, insbesondere im Bereich der mittleren Leitungsrohre. Gleichzeitig ergeben sich auch Risiken aus der Einigung. So ist die EU-Kommission angehalten im Zuge signifikanter Änderungen bei den US-Section-232 Zöllen eine Überprüfung der EU-Safeguards durchzuführen und deren Auslaufen zu prüfen.

Seit Sommer 2021 haben sich weitere handelspolitische Risiken eingestellt. In den Jahren 2016 und 2017 wurden mehrere Handelsschutzmaßnahmen - insbesondere gegen China - erlassen. Diese laufen entweder nach fünf Jahren aus oder können nach Antrag der EU-Produzenten und Prüfung der EU-Kommission um weitere fünf Jahre verlängert werden. Es besteht ein erhebliches Risiko, dass die EU-Kommission bestehende Handelsschutzmaßnahmen im kommenden Jahr nicht verlängert und Exporte aus den betroffenen Ländern wieder ungehindert auf den EU-Markt kommen können.

Darüber hinaus hat die EU-Kommission bei einigen Nicht-Stahl-Produkten - Sperrholz aus Russland und flachgewalzten Aluminiumerzeugnissen aus China - Antidumpingzölle temporär außer Kraft gesetzt. Mit Blick auf die Lage auf dem Stahlmarkt haben einige Stahlverbraucher ein ähnliches Vorgehen bei Stahlprodukten gefordert. Eine kurzfristige Aufhebung von Handelsschutzmaßnahmen könnte erhebliche negative Auswirkungen auf die andauernde Erholung im europäischen Stahlmarkt haben und würde abseits einiger, stark vom Import abhängiger Akteure, der gesamten Wertschöpfungskette Stahl schaden.

Weitere Risiken ergeben sich aus Versuchen von Importeuren, bestehende Handelsschutzmaßnahmen zu umgehen und sie somit unwirksam zu machen. Um derartigen Praktiken entgegenzuwirken, werden die Warenströme kontinuierlich überwacht und potenzielle Verstöße über den Europäischen Stahlverband Eurofer an die EU-Kommission und die EU-Korruptionsbekämpfungsbehörde OLAF weitergeleitet.

Die Sanktionspolitik der USA sorgt weiterhin für Risiken hinsichtlich zukünftiger Geschäftstätigkeit - unter anderem mit Russland und dem Iran. Potenzielle Geschäfte werden vorab extern geprüft.

Mögliche Belastungen aus diesen Themenfeldern werden in regelmäßigen Forecasts in der Konzernergebnisvorschau berücksichtigt.

Zwischenabschluss

I. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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in Mio. € Q3 2021 Q3 2020 9M 2021 9M 2020
Umsatzerlöse 2.566,2 1.633,4 7.001,7 5.264,3
Bestandsveränderungen /​ andere aktivierte Eigenleistungen 199,3 - 97,6 287,5 - 154,8
Gesamtleistung 2.765,5 1.535,8 7.289,2 5.109,6
Sonstige betriebliche Erträge 87,8 53,8 262,7 186,7
Materialaufwand 1.807,1 985,2 4.732,9 3.358,5
Personalaufwand 440,0 402,5 1.311,3 1.248,5
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 70,4 70,5 220,3 219,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen 255,1 232,5 764,4 694,5
Ergebnis aus Wertminderung und Wertaufholung von finanziellen Vermögenswerten 0,2 - 2,1 3,6 - 11,1
Beteiligungsergebnis 0,0 0,0 0,6 2,1
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 37,0 17,4 119,5 50,7
Finanzierungserträge 1,9 1,8 5,4 5,7
Finanzierungsaufwendungen 21,0 12,7 47,6 47,5
Ergebnis vor Steuern (EBT) 298,8 - 96,6 604,5 - 224,4
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 61,8 1,7 136,9 18,6
Konzernergebnis 237,0 - 98,3 467,7 - 243,0
Anteil der Aktionäre der Salzgitter AG 235,5 - 99,3 462,8 - 245,5
Minderheitenanteil 1,6 1,0 4,9 2,5
Gewinnverwendung
Konzernergebnis 237,0 - 98,3 467,7 - 243,0
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr - - - 12,1
Anteil fremder Gesellschafter am Konzernergebnis 1,6 1,0 4,9 2,5
Dividendenzahlung - - - -
Entnahme aus (+)/​Einstellung in (-) andere Gewinnrücklagen - 235,5 99,3 - 462,8 245,5
Bilanzgewinn der Salzgitter AG - 0,0 0,0 - 0,0 12,1
Ergebnis je Aktie (in €) - unverwässert 4,36 - 1,84 8,56 - 4,54
Ergebnis je Aktie (in €) - verwässert - - - -

II. Gesamtergebnisrechnung

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in Mio. € Q3 2021 9M 2021 Q3 2020 9M 2020
Konzernergebnis 237,0 467,7 - 98,3 - 243,0
Reklassifizierbare Gewinne und Verluste
Wertänderungen aus der Währungsumrechnung 2,8 12,3 - 11,5 - 28,2
Wertänderungen aus Cashflow-Hedges 66,9 72,6 30,5 20,2
Zeitwertänderungen 65,1 67,6 30,0 18,4
Erfolgswirksame Realisierung 1,7 5,0 0,5 1,8
Latente Steuern - - - -
Wertänderungen aus Anteilen an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 1,2 1,7 -0,8 - 4,0
Zeitwertänderungen - 1,2 - 5,7 4,9 - 0,0
Erfolgswirksame Realisierung - - - -
Währungsumrechnung 2,3 5,6 -4,8 - 3,4
Latente Steuern 0,1 1,8 -0,9 - 0,6
Latente Steuern auf sonstige erfolgsneutrale Veränderungen 2,7 2,0 -0,1 - 0,4
Zwischensumme 73,5 88,7 18,1 - 12,4
Nicht reklassifizierbare Gewinne und Verluste
Wertänderungen aus erfolgsneutral zum Fair Value bewerteten Eigenkapitalinstrumenten - - - -
Zeitwertänderungen - - - -
Latente Steuern - - - -
Neubewertungen -1,0 80,7 - 81,2 - 53,3
Neubewertung Pensionen 0,1 107,0 - 111,0 - 74,7
Latente Steuern -1,1 - 26,3 29,8 21,4
Wertänderungen aus Anteilen an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen -0,1 1,8 - 10,9
Zwischensumme - 1,2 82,5 - 81,2 - 42,4
Sonstiges Ergebnis 72,3 171,1 - 63,1 - 54,8
Gesamtergebnis 309,4 638,8 - 161,4 - 297,8
Auf die Aktionäre der Salzgitter AG entfallendes Gesamtergebnis 307,8 633,9 - 162,4 - 300,2
Auf Anteile Fremder entfallendes Gesamtergebnis 1,6 4,9 1,0 2,4
309,4 638,8 - 161,4 - 297,8

III. Konzernbilanz

Aktiva in Mio. €

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30.09.2021 31.12.2020
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 213,9 223,1
Sachanlagen 2.237,0 2.200,5
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 80,4 81,5
Finanzielle Vermögenswerte 51,2 54,6
Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 1.274,6 1.169,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6,4 11,0
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 23,2 22,3
Ertragssteuererstattungsansprüche 2,1 0,5
Latente Ertragsteueransprüche 391,2 481,9
4.280,0 4.244,5
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 2.696,8 1.933,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.486,9 923,9
Vertragsvermögenswerte 311,7 300,2
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 337,9 188,3
Ertragsteuererstattungsansprüche 18,8 23,7
Wertpapiere 49,8 -
Finanzmittel 360,2 621,4
5.262,2 3.991,2
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte - 1,7
5.262,2 3.992,9
9.542,2 8.237,4

Passiva in Mio. €

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30.09.2021 31.12.2020
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 161,6 161,6
Kapitalrücklage 257,0 257,0
Gewinnrücklagen 3.140,7 2.594,5
Andere Rücklagen 93,7 26,4
Bilanzgewinn - -
3.653,0 3.039,5
Eigene Anteile - 369,7 - 369,7
3.283,3 2.669,8
Anteil fremder Gesellschafter am Eigenkapital 10,6 9,1
3.293,8 2.678,9
Langfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 2.159,1 2.298,6
Latente Ertragsteuerschulden 73,8 73,9
Ertragsteuerschulden 32,2 30,4
Sonstige Rückstellungen 260,3 267,1
Finanzschulden 727,3 749,4
Sonstige Verbindlichkeiten 6,2 57,1
3.258,8 3.476,4
Kurzfristige Schulden
Sonstige Rückstellungen 257,2 210,4
Finanzschulden 471,6 488,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.440,3 802,4
Vertragsverbindlichkeiten 332,6 272,8
Ertragsteuerschulden 23,6 5,5
Sonstige Verbindlichkeiten 464,3 302,8
2.989,6 2.082,1
9.542,2 8.237,4

IV. Kapitalflussrechnung

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in Mio. € 9M 2021 9M 2020
Ergebnis vor Steuern (EBT) 604,5 - 224,4
Abschreibungen (+) /​Zuschreibungen (-) auf langfristige Vermögenswerte 219,6 220,2
Gezahlte (-) /​ erhaltene (+) Ertragsteuern - 21,3 - 4,3
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen (+)/​ Erträge (-) 16,1 60,2
Zinsaufwendungen 47,5 46,4
Gewinn (-) /​ Verlust (+) aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten - 13,3 - 10,8
Zunahme (-) /​ Abnahme (+) der Vorräte - 752,1 358,8
Zunahme (-) /​Abnahme (+) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 640,9 - 69,1
Zahlungswirksamer Verbrauch der Rückstellungen ohne Verbrauch der Ertragsteuerrückstellungen - 135,7 - 152,8
Zunahme (+) /​ Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 798,6 - 320,7
Mittelabfluss /​-zufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 123,0 - 96,5
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 21,2 24,3
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - 247,3 - 268,8
Einzahlungen aus Geldanlagen - 20,1
Auszahlungen für Geldanlagen - 50,2 - 10,4
Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten 6,6 7,8
Auszahlungen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte - 0,0 - 1,8
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit - 269,8 - 228,8
Auszahlungen an Unternehmenseigner - -
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten und anderen Finanzverbindlichkeiten 4,3 165,5
Rückzahlungen von Krediten und anderen Finanzverbindlichkeiten - 86,7 - 23,9
Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen - - 150,9
Zinsauszahlungen - 39,8 - 18,4
Mittelabfluss/​-zufluss aus der Finanzierungstätigkeit - 122,2 - 27,7
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 621,4 700,5
Wechselkursänderungen des Finanzmittelbestandes 7,8 - 8,6
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes - 268,9 - 352,9
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 360,2 339,0

Anhang

Segmentberichterstattung

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in Mio. € Flachstahl Grobblech /​Profilstahl Mannesmann
9M 2021 9M 2020 9M 2021 9M 2020 9M 2021 9M 2020
Außenumsatz 1.852,0 1.384,9 689,1 530,3 812,2 723,3
Umsatz mit anderen Segmenten 605,7 500,4 697,5 502,3 79,8 70,7
Umsatz mit Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 2,7 2,3 0,6 0,6 359,3 197,4
Segmentumsatz 2.460,4 1.887,6 1.387,2 1.033,3 1.251,3 991,3
Zinsertrag (konsolidiert) 0,1 0,1 0,1 0,0 0,7 0,6
Zinsertrag von anderen Segmenten - - - 0,0 - -
Zinsertrag von Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 0,3 0,0 2,6 4,0 2,0 2,2
Segmentzinsertrag 0,4 0,1 2,7 4,1 2,8 2,8
Zinsaufwand (konsolidiert) 8,1 8,5 1,6 1,2 3,5 4,5
Zinsaufwand an andere Segmente - - - - - -
Zinsaufwand an Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 3,0 10,8 0,9 2,1 3,9 5,2
Segmentzinsaufwand 11,2 19,2 2,5 3,2 7,5 9,7
davon Zinsanteil der Zuführungen zu Pensionsrückstellungen 6,4 8,0 1,5 1,8 1,5 2,3
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 93,9 98,7 24,7 22,8 42,2 39,5
davon planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 93,9 98,7 24,7 22,8 42,2 39,5
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) 342,3 23,0 16,5 - 42,8 26,8 - 2,0
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 248,4 - 75,8 - 8,2 - 65,6 - 15,4 - 41,4
Periodenergebnis des Segments 237,6 - 94,9 - 8,0 - 64,7 - 20,1 - 48,3
davon Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen - - - - - 14,0 - 2,7
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 123,7 106,8 43,0 71,5 42,8 46,5
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in Mio. € Handel Technologie Summe der Segmente
9M 2021 9M 2020 9M 2021 9M 2020 9M 2021 9M 2020
Außenumsatz 2.546,8 1.667,9 979,5 853,6 6.879,6 5.160,1
Umsatz mit anderen Segmenten 33,6 15,5 0,5 0,2 1.417,2 1.089,1
Umsatz mit Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 0,1 0,0 - - 362,7 200,4
Segmentumsatz 2.580,5 1.683,4 980,0 853,9 8.659,5 6.449,5
Zinsertrag (konsolidiert) 1,6 1,5 1,4 0,7 3,9 3,0
Zinsertrag von anderen Segmenten - - - - - 0,0
Zinsertrag von Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 10,3 5,0 1,6 0,0 16,9 11,3
Segmentzinsertrag 12,0 6,5 3,0 0,8 20,8 14,3
Zinsaufwand (konsolidiert) 7,9 8,9 1,7 1,8 22,8 24,8
Zinsaufwand an andere Segmente - 0,0 - - - 0,0
Zinsaufwand an Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 0,1 0,3 0,7 2,0 8,7 20,4
Segmentzinsaufwand 8,0 9,3 2,4 3,8 31,5 45,2
davon Zinsanteil der Zuführungen zu Pensionsrückstellungen 1,0 1,2 1,1 1,5 11,4 14,9
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 12,2 11,8 19,6 19,2 192,6 192,0
davon planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 12,2 11,8 19,6 19,2 192,6 192,0
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) 290,7 - 8,4 59,9 8,4 736,2 - 21,7
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 278,5 - 20,1 40,3 - 10,8 543,6 - 213,7
Periodenergebnis des Segments 282,4 - 22,9 40,9 - 13,8 532,9 - 244,6
davon Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen - - - - - 14,0 - 2,7
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 7,6 27,2 19,0 27,0 236,1 279,0
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in Mio. € Industrielle Beteiligungen /​Konsolidierung Konzern
9M 2021 9M 2020 9M 2021 9M 2020
Außenumsatz 122,1 104,2 7.001,7 5.264,3
Umsatz mit anderen Segmenten 607,5 404,7 2.024,7 1.493,7
Umsatz mit Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind - - 362,7 200,4
Segmentumsatz 729,7 508,9 9.389,1 6.958,4
Zinsertrag (konsolidiert) 1,5 2,8 5,4 5,7
Zinsertrag von anderen Segmenten 8,7 20,4 8,7 20,4
Zinsertrag von Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind - - 16,9 11,3
Segmentzinsertrag 10,2 23,2 31,0 37,4
Zinsaufwand (konsolidiert) 24,7 21,6 47,5 46,4
Zinsaufwand an andere Segmente 16,9 11,3 16,9 11,3
Zinsaufwand an Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind - - 8,7 20,4
Segmentzinsaufwand 41,6 32,9 73,0 78,1
davon Zinsanteil der Zuführungen zu Pensionsrückstellungen 6,5 8,9 17,9 23,8
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 27,7 27,2 220,3 219,2
davon planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 27,7 27,2 220,3 219,2
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) 130,6 57,2 866,8 35,5
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 103,0 30,0 646,5 - 183,7
Periodenergebnis des Segments 71,6 20,2 604,5 - 224,4
davon Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 133,5 53,4 119,5 50,7
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 22,4 12,6 258,5 291,6

Grundsätze der Rechnungslegung und Konsolidierung, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Der Konzernabschluss für die Berichtsperiode vom 1. Januar bis 30. September 2021 der Salzgitter AG, Salzgitter (SZAG), wurde als verkürzter Abschluss mit ausgewählten erläuternden Anhangangaben aufgestellt. Die Aufstellung erfolgte unverändert nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung des IAS 34 für verkürzte Zwischenabschlüsse.

2. Gegenüber dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurden im Quartalsabschluss zum 30. September 2021 unter Beachtung der nachstehenden Ausnahmen grundsätzlich keine Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungs-, Berechnungs- und Konsolidierungsmethoden vorgenommen.

3. Bei der Ermittlung des Barwertes der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen zum 30. September 2021 wurde ein Rechnungszinssatz von 1,4 % zugrunde gelegt (31. Dezember 2020: 1,1 %). Die daraus resultierende Verminderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird im sonstigen Ergebnis erfasst (Neubewertung Pensionen) und führt zu einer korrespondierenden Eigenkapitalerhöhung.

4. Der Ansatz der den Finanzierungsverbindlichkeiten zugeordneten Leasingverbindlichkeiten bestimmt sich als Barwert der zu leistenden Leasingzahlungen. In der Folgebewertung wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit aufgezinst und erfolgsneutral um die geleisteten Leasingzahlungen vermindert. Die in den Sachanlagen ausgewiesenen Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen sowie gegebenenfalls erforderlicher Wertminderungen angesetzt.

In Übereinstimmung mit den Bilanzierungsregelungen für Leasingverhältnisse (IFRS 16) sind in der nachfolgenden Darstellung die historischen Anschaffungskosten der Nutzungsrechte sowie Leasingverbindlichkeiten ausgewiesen:

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in Mio. € 30.09.2021 31.12.2020
Nutzungsrechte an Grundstücken, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 124,5 119,4
Nutzungsrechte an technischen Anlagen und Maschinen 44,9 39,9
Nutzungsrechte an anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27,7 25,1
Langfristige Vermögenswerte 197,1 184,4
Nutzungsrechte an Grundstücken, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26,8 19,9
Nutzungsrechte an technischen Anlagen und Maschinen 22,3 16,4
Nutzungsrechte an anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17,7 14,6
Abschreibungen 66,8 50,8
Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen 136,1 139,5

Auf die langfristigen Leasingverbindlichkeiten entfallen 111,7 Mio. €. In den ersten neun Monaten 2021 ergaben sich zudem 19,5 Mio. € Abschreibungen, 2,3 Mio. € Zinsaufwendungen sowie Zahlungsmittelabflüsse von insgesamt 21,3 Mio. €.

5. Ein Betriebsgrundstück sowie das darauf stehende Verwaltungsgebäude des Geschäftsbereiches Handel am Standort Hamburg wurden im dritten Quartal 2021 verkauft.

Ausgewählte Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Die Umsätze nach Geschäftsbereichen werden in der Segmentberichterstattung dargestellt.

2. Das Ergebnis je Aktie berechnet sich entsprechend IAS 33. Das auf die gewichtete Anzahl von Aktien der SZAG ermittelte unverwässerte Ergebnis je Aktie belief sich in der Berichtsperiode auf 8,56 €. Eine Verwässerung würde dann eintreten, wenn das Ergebnis je Aktie durch die Ausgabe potenzieller Aktien aus Options- und Wandelrechten vermindert wird. Derartige Rechte waren am Bilanzstichtag nicht vorhanden.

Angaben zu Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Neben den Geschäftsbeziehungen zu vollkonsolidierten Tochtergesellschaften existieren Beziehungen zu Gesellschaften, die als nahestehende Unternehmen nach IAS 24 zu qualifizieren sind. Die Kategorie der gemeinschaftlichen Tätigkeiten beinhaltet ausschließlich die Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg. In der Kategorie der anderen nahestehenden Unternehmen befinden sich die Mehrheitsbeteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen des Landes Niedersachsen.

Der Verkauf von Waren und Dienstleistungen umfasst im Wesentlichen Lieferungen von Vormaterial zur Großrohrproduktion. Ihr Volumen ergibt sich aus nachfolgender Tabelle:

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in Mio. € Verkauf von Waren und Dienstleistungen Kauf von Waren und Dienstleistungen Forderungen Verbindlichkeiten
01.01.-30.09.2021 01.01.-30.09.2021 30.09.2021 30.09.2021
Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften 11,1 10,6 4,2 2,8
Gemeinschaftsunternehmen 27,8 37,8 14,2 23,0
Gemeinschaftliche Tätigkeiten 4,6 0,7 25,9 40,5
Assoziierte Unternehmen 0,1 1,2 0,1 0,0
Andere nahestehende Unternehmen 0,2 1,7 5,2 107,0

Angabe gemäß § 37w Abs. 5 WpHG

Der vorliegende Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht wurden keiner prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Haftungsausschluss

Einige der in diesem Text gemachten Aussagen haben den Charakter von Prognosen beziehungsweise können als solche interpretiert werden. Sie sind nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und gelten naturgemäß unter der Voraussetzung, dass keine unvorhersehbare Verschlechterung der Konjunktur und der spezifischen Marktlage für die Gesellschaften in den Unternehmensbereichen eintritt, sondern sich die Grundlagen der Planungen und Vorschauen in dem Umfang und dem zeitlichen Rahmen wie erwartet als zutreffend erweisen. Die Gesellschaft übernimmt - unbeschadet bestehender gesetzlicher, insbesondere kapitalmarktrechtlicher Anforderungen - keine Verpflichtung, vorausblickende Aussagen zu aktualisieren.

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe ± einer Einheit (€, % usw.) auftreten.

Der Zwischenbericht der Salzgitter AG steht auch in englischer Sprache zur Verfügung. Bei Abweichungen ist die deutsche Fassung maßgeblich.

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SALZGITTER AG, Investor Relations

Diese Quartalsmitteilung wurde mit Unterstützung des Redaktionssystems firesys erstellt.