Salzgitter Aktiengesellschaft

Salzgitter

Quartalsmitteilung 3 Monate 2022

KENNZAHLEN SALZGITTER-KONZERN

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Q1 2022 Q1 2021 +/​-
Rohstahlerzeugung Tt 1.712,6 1.644,5 68,1
Außenumsatz Mio. € 3.349,9 2.094,1 1.255,8
Geschäftsbereich Stahlerzeugung Mio. € 1.204,4 743,2 461,2
Geschäftsbereich Stahlverarbeitung Mio. € 466,7 334,2 132,5
Geschäftsbereich Handel Mio. € 1.302,7 673,3 629,4
Geschäftsbereich Technologie Mio. € 333,7 300,9 32,8
Industrielle Beteiligungen /​ Konsolidierung Mio. € 42,3 42,5 - 0,1
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) Mio. € 548,1 202,8 345,3
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) Mio. € 478,8 128,6 350,3
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 465,3 117,3 348,0
Geschäftsbereich Stahlerzeugung Mio. € 290,3 43,2 247,1
Geschäftsbereich Stahlverarbeitung Mio. € 4,4 - 28,4 32,8
Geschäftsbereich Handel Mio. € 98,1 44,7 53,4
Geschäftsbereich Technologie Mio. € 13,1 25,0 - 11,9
Industrielle Beteiligungen /​ Konsolidierung 1 Mio. € 59,4 32,8 26,6
Konzernergebnis Mio. € 368,8 76,6 292,3
Ergebnis je Aktie - unverwässert 6,80 1,38 5,41
Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) 2 % 35,2 13,2 22,0
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € - 15,2 108,8 - 124,0
Investitionen 3 Mio. € 67,2 79,1 - 11,9
Abschreibungen 3,4 Mio. € - 69,3 - 74,2 5,0
Bilanzsumme Mio. € 10.764,8 8.599,5 2.165,3
Langfristige Vermögenswerte Mio. € 4.187,9 4.205,8 - 18,0
Kurzfristige Vermögenswerte Mio. € 6.576,9 4.393,7 2.183,2
davon Vorräte Mio. € 3.093,1 1.892,5 1.200,6
davon Finanzmittel Mio. € 668,2 578,4 89,8
Eigenkapital Mio. € 4.011,1 2.834,6 1.176,5
Fremdkapital Mio. € 6.753,7 5.764,9 988,8
Langfristige Schulden Mio. € 2.972,1 3.342,1 - 370,1
Kurzfristige Schulden Mio. € 3.781,6 1.892,5 1.889,1
davon Bankverbindlichkeiten 5 Mio. € 857,0 578,4 278,6
Nettofinanzposition zum Stichtag 6 Mio. € - 619,7 - 447,1 - 172,6
Beschäftigte
Personalaufwand Mio. € - 447,2 - 424,3 - 22,9
Stammbelegschaft zum Stichtag 7 Mitarbeiter 22.492 22.475 17
Gesamtbelegschaft zum Stichtag 8 Mitarbeiter 24.272 24.136 136

Ausweis der Finanzdaten gemäß IFRS

1 rückwirkende Anpassung der Vorjahreszahl wegen neuer Konzernstruktur
2 annualisiert
3 ohne Finanzanlagen
4 planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen
5 kurz- und langfristige Bankverbindlichkeiten
6 inklusive Anlagen, z.B. in Wertpapieren und strukturierten Investments
7 ohne Ausbildungsverhältnisse und ohne passive Altersteilzeit
8 inkl. Ausbildungsverhältnisse und inkl. passiver Altersteilzeit

ERTRAGSLAGE DES KONZERNS UND SEINER GESCHÄFTSBEREICHE

ERTRAGSLAGE DES KONZERNS

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Q1 2022 Q1 2021
Rohstahlerzeugung Tt 1.712,6 1.644,5
Außenumsatz Mio. € 3.349,9 2.094,1
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) Mio. € 548,1 202,8
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) Mio. € 478,8 128,6
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 465,3 117,3
Konzernergebnis Mio. € 368,8 76,6
Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) 1 % 35,2 13,2
Investitionen Mio. € 67,2 79,1
Abschreibungen Mio. € - 69,3 - 74,2
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € - 15,2 108,8
Nettofinanzposition 2 Mio. € - 619,7 - 447,1
Eigenkapitalquote % 37,3 33,0

1 annualisiert
2 inklusive Anlagen, z.B. in Wertpapieren und strukturierten Investments

Der Salzgitter-Konzern verzeichnete in den ersten drei Monaten 2022 mit einem Vorsteuerergebnis von 465,3 Mio. € (1. Quartal 2021: 117,3 Mio. €) den höchsten operativen Quartalsgewinn der Unternehmensgeschichte. Die auf Rekordniveau gestiegenen Preise für Walzstahlprodukte resultierten in Gewinnsprüngen der Geschäftsbereiche Stahlerzeugung und Handel, die die Haupttreiber hinter der erfreulichen Ergebnisentwicklung im Berichtszeitraum waren. Aber auch die Geschäftsbereiche Stahlverarbeitung und Technologie trugen mit positiven Ergebnissen dazu bei. Zudem umfasst das Resultat 61,9 Mio. € Beitrag der nach der Equity-Methode ausgewiesenen Beteiligung an der Aurubis AG (1. Quartal 2021: 42,5 Mio. €). Der Außenumsatz des Salzgitter-Konzerns erhöhte sich vor allem preisbedingt um 60 % auf 3.349,9 Mio. € (1. Quartal 2021: 2.094,1 Mio. €). Aus 368,8 Mio. € Gewinn nach Steuern (1. Quartal 2021: 76,6 Mio. €) errechnen sich 6,80 € Ergebnis je Aktie (1. Quartal 2021: 1,38 €) sowie 35,2 % Verzinsung des eingesetzten Kapitals (1. Quartal 2021: 13,2%). Die Eigenkapitalquote wurde auf 37,3 % gesteigert und unterstreicht damit die weiterhin solide bilanzielle Basis des Salzgitter-Konzerns.

SONDEREFFEKTE

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EBT Restrukturierung Impairment/​ Zuschreibung
in Mio. € Q1 2022 Q1 2021 Q1 2022 Q1 2021 Q1 2022 Q1 2021
Stahlerzeugung 290,3 43,2 - - - -
Stahlverarbeitung 4,4 - 28,4 - - - -
Handel 98,1 44,7 - - - -
Technologie 13,1 25,0 - - - -
Industrielle Beteiligungen /​ Konsolidierung 59,4 32,8 - - - -
Konzern 465,3 117,3 - - - -
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Sonstiges EBT ohne Sondereffekte
in Mio. € Q1 2022 Q1 2021 Q1 2022 Q1 2021
Stahlerzeugung - - 290,3 43,2
Stahlverarbeitung - - 4,4 - 28,4
Handel - - 98,1 44,7
Technologie - - 13,1 25,0
Industrielle Beteiligungen /​ Konsolidierung - - 59,4 32,8
Konzern - - 465,3 117,3

GESCHÄFTSBEREICH STAHLERZEUGUNG

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Q1 2022 Q1 2021
Auftragseingang 1 Tt 1.586,7 1.471,7
Auftragsbestand zum Stichtag 1 Tt 1.377,7 1.250,5
Rohstahlerzeugung Tt 1.390,2 1.302,3
Salzgitter Flachstahl Tt 1.104,0 1.032,1
Peiner Träger Tt 286,1 270,2
Walzstahlproduktion Tt 1.224,8 1.238,5
Salzgitter Flachstahl Tt 956,8 960,5
Peiner Träger Tt 268,0 278,0
Versand 1 Tt 1.505,2 1.530,0
Segmentumsatz 2 Mio. € 1.603,7 994,3
Außenumsatz Mio. € 1.204,4 743,2
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) Mio. € 330,8 83,5
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) Mio. € 294,4 47,0
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 290,3 43,2

1 ohne DMU-Gruppe
2 inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen

Zum Geschäftsbereich Stahlerzeugung gehört neben den beiden stahlerzeugenden Gesellschaften Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) und Peiner Träger GmbH (PTG) auch die DEUMU Deutsche Erz- und Metall-Union GmbH (DMU) als wichtiger interner Transformationspartner für unser Programm SALCOS® - SAlzgitter Low CO2-Steelmaking. Um die CO2-Emissionen in der Stahlproduktion massiv zu senken, stellen wir die Produktion von Stahl im Rahmen von SALCOS® schrittweise auf eine wasserstoffbasierte Route um. Im Unterschied zu bisherigen Verfahren mit Hochöfen ersetzen dabei Wasserstoff und grüner Strom den bisher zur Stahlherstellung benötigten Kohlenstoff (→ https:/​/​salcos.salzgitter-ag.com/​). Die Salzgitter AG plant, die technische Transformation des Hüttenwerkes hin zu den neuen Verfahren bis zum Jahr 2033 abgeschlossen zu haben. Diese Technologie ermöglicht es, die CO2-Emissionen in der Stahlproduktion um 95 % zu reduzieren. Der Geschäftsbereich umfasst zudem die Gesellschaften Salzgitter Mannesmann Stahlservice GmbH (SMS), Salzgitter Bauelemente GmbH (SZBE) sowie die Salzgitter Europlatinen GmbH (SZEP).

MARKTENTWICKLUNG

Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie sind noch nicht final abzusehen. Die drastisch steigenden Energiepreise haben die Inflation auf den höchsten Wert seit über 40 Jahren gehoben. Zudem entfallen für die deutsche Exportwirtschaft Teile des osteuropäischen Marktes. Entsprechend gingen die Auftragseingänge der deutschen Industrie im Februar mit 2 % überraschend stark zurück. Auf dem Stahlmarkt führte der Krieg in der Ukraine zur Verknappung des weltweiten Stahlangebots und damit zu einem steigenden Bedarf an inländischem Bandblech und Grobblech. Auch der Markt für Röhren zeigte sich durch kurzfristige Projekte aus dem Energiesektor deutlich belebt. Beide Effekte kompensierten die stagnierende Nachfrage aus dem Automobilsektor weitestgehend und sorgten für stabile Preise und Auslastung der Anlagen. Der Trägerbereich war ebenfalls durch die Energiekostenentwicklung gekennzeichnet. In Erwartung weiterer Preiserhöhungen stockte der lagerhaltende Handel seine unterdurchschnittlichen Bestände zu Jahresbeginn spürbar auf. Zwar führte die Kaufzurückhaltung der Endverbraucher im Februar zeitweise zu einer rückläufigen Nachfrage, bereits im März normalisierte sich diese jedoch angesichts der deutlich steigenden Schrott- und Energiekosten wieder.

BESCHAFFUNG

EISENERZ

Im ersten Quartal 2022 setzte sich der zum Jahresende 2021 verzeichnete Eisenerzpreisanstieg fort. Nachdem anfangs die Regenfälle in Brasilien den Erzpreis nach oben trieben, waren es im weiteren Verlauf die Erwartungen, dass die Eisenerznachfrage in China nach Lockerung der Produktionseinschränkungen deutlich ansteigen würde. Der Ukraine-Krieg hatte bisher keine gravierenden Auswirkungen auf die Eisenerznotierung, da nur geringe Mengen Feinerze aus Russland und der Ukraine in den Export gehen. Für den Markt der Eisenerzpellets hingegen führte er zu einer enormen Verknappung an hochwertigen Hochofenpellets, was Versorgungsproblemen bei einigen europäischen Stahlunternehmen verursachte. Im Zuge dessen stiegen die Prämien deutlich an; ähnliche Preisanstiege verzeichneten hochwertige Stückerze als Substitut für Pellets sowie Feinerz-Qualitäten, die eine Steigerung der Sinterproduktion ermöglichen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum reduzierte sich die Notierung im ersten Quartal um 15% auf 142 USD/​dmt.

KOKSKOHLE

Bei einer geringen Verfügbarkeit freier Spotmengen stiegen die Notierungen FOB Australien zu Beginn des Jahres wieder deutlich auf über 400 USD/​mt an und erreichten fast täglich neue historische Höchststände. In Erwartung einer deutlichen Preiskorrektur, versuchten viele Verbraucher notwendige Zukäufe so weit wie möglich nach hinten zu schieben. Diese Strategie zeigte aber keine Auswirkung auf die weitere Preisgestaltung; vielmehr stabilisierte sich diese aufgrund der geringen Abschlüsse auf dem Spotmarkt auf einem hohen Niveau. Im Zuge des russischen Einmarsches in der Ukraine änderte sich die Marktsituation schlagartig: Die Abnehmer russischer Kohlen tätigten aufgrund der unsicheren Versorgungslage bei einem bereits angespannten Marktumfeld nun Deckungskäufe. Der Preis FOB Australien stieg infolgedessen auf ein neues Allzeithoch von 670,50 USD/​mt. Nachdem sich die Verbraucher Ende März mit Mengen eingedeckt hatten, setzte eine Kurskorrektur ein, welche die Notierungen auf knapp 400 USD/​mt FOB Australien fallen ließ. Durchschnittlich lag der Preis im ersten Quartal 2022 bei 488 USD/​mt, was einer Steigerung von 284 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht.

Die Salzgitter AG bezieht weder Eisenerz noch Pellets oder Kokskohle aus Russland und der Ukraine. Die geringen Mengen an Einblaskohle, die bislang aus Russland geliefert wurden, werden im Sommerquartal durch alternative Bezugsquellen substituiert. Definierte Eisenerz- und Kokskohlemengen sichern wir durch Hedging preislich ab, um die aus der Beschaffung resultierenden Risiken abzufedern.

STAHLSCHROTT

Im Januar waren Angebot und Nachfrage auf dem Schrottmarkt in Deutschland ausgeglichen, somit blieben die Preise überwiegend unverändert. Im weiteren Quartalsverlauf kam es auf dem deutschen Schrottmarkt zu erheblichen Preissteigerungen. Der wesentliche Faktor bei der Preisfindung war der Krieg in der Ukraine. Vor allem die türkischen Stahlhersteller konnten vom Ausfall russischer, ukrainischer und belarussischer Marktteilnehmer profitieren, so dass deren Schrottbedarf hoch ausfiel. Unterbrochene Lieferketten, drastisch steigende Preise für Energie und Rohstoffe sowie der Nachfrageüberhang nach Vormaterialien und Endprodukten sind auch im Schrottmarkt stark zu spüren. Viele Automobilproduzenten und deren Zulieferer mussten ihre Produktion drosseln und aufgrund unterbrochener Lieferketten von Kabelbäumen aus der Ukraine und dem noch nicht beseitigten Chipmangel in Kurzarbeit gehen. Der Neuschrottentfall war daher rückläufig und die Verfügbarkeit weiterhin knapp. Im Altschrottbereich war das Aufkommen ebenfalls schwächer.

GESCHÄFTSVERLAUF

Der Auftragseingang des Geschäftsbereiches Stahlerzeugung übertraf den Vorjahreszeitraum, da der Flachstahl- und insbesondere der Trägerbereich eine höhere Ordertätigkeit verzeichneten. Die Rohstahlerzeugung zog entsprechend an, während die Walzstahlproduktion das Niveau des Vorjahres erreichte. Auch der Auftragsbestand legte spürbar zu, der Versand stellte den Vergleichswert annähernd ein. Das erhebliche Erlösplus bei Flachstahlprodukten und Trägern führte zu einem signifikant gesteigerten Segment- und Außenumsatz, der zudem die Umsatzausweitung der DMU widerspiegelt. Bei einem Rekordergebnis der SZFG und hervorragenden Resultat der PTG wurde ein Gewinn vor Steuern in Höhe von 290,3 Mio. € verzeichnet (1. Quartal 2021: 43,2 Mio. €). Auch die DMU und die übrigen Gesellschaften des Geschäftsbereiches erzielten positive, verbesserte Ergebnisbeiträge. Belastend wirkten die stark gestiegenen Preise für Rohstoffe - im Wesentlichen Kokskohle, Legierungsmittel und Schrott - sowie für Energien.

INVESTITIONEN

Zur Sicherstellung der Roheisenversorgung wurde die Neuzustellung des Hochofen A der SZFG genehmigt. Der Hauptauftrag des Investitionsprojektes wurde vergeben und die vorbereitenden Arbeiten haben begonnen.

Den erhöhten Kundenanforderungen nach feuerverzinkten, höher- und höchstfesten Stahlgüten wird mit dem Bau der Feuerverzinkungsanlage 3 in Salzgitter Rechnung getragen. Der Bau ist weitestgehend abgeschlossen. Die Anlage befindet sich in der Phase der Funktionsprüfung.

Als Pilotanlage für SALCOS® (SAlzgitter Low CO2-Steelmaking) entsteht am Standort Salzgitter eine Direktreduktionsanlage mit flexibler Erdgas-/​Wasserstoff-Nutzung im deutlich verkleinerten Maßstab. Die Fundamentarbeiten und Hochbauarbeiten sind abgeschlossen, aktuell erfolgt die Anlagenmontage.

GESCHÄFTSBEREICH STAHLVERARBEITUNG

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Q1 2022 Q1 2021
Auftragseingang Mio. € 788,5 476,1
Auftragsbestand Mio. € 1.045,1 612,0
Rohstahlerzeugung Tt 322,4 342,1
Walzstahlproduktion Tt 291,4 243,6
Versand Tt 419,4 344,9
Segmentumsatz 1 Mio. € 783,3 503,9
Außenumsatz Mio. € 466,7 334,2
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) Mio. € 19,4 - 9,8
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) Mio. € 6,6 - 27,7
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 4,4 - 28,4

1 inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen

Im Geschäftsbereich Stahlverarbeitung sind mit den stahlrohrproduzierenden Gesellschaften und den Grobblechaktivitäten des Salzgitter-Konzerns verschiedene stahlverarbeitende Gesellschaften mittlerer Größe mit ähnlichen Kernprozessen und operativen Werttreibern zusammengefasst. Das Rohrportfolio deckt mit der EUROPIPE-Gruppe (EP-Gruppe; 50 %), der Mannesmann Line Pipe GmbH (MLP) sowie der Mannesmann Grossrohr GmbH (MGR) ein breites Durchmesserspektrum von Leitungsrohren ab. Hinzu kommen Präzisionsstahlrohre der Mannesmann Precision Tubes Gruppe (MPT-Gruppe) sowie nahtlose Edelstahl- und Nickelbasisrohre der Mannesmann Stainless Tubes Gruppe (MST-Gruppe). Des Weiteren gehören die beiden Grobblechwalzwerke Ilsenburger Grobblech GmbH (ILG) und Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH (MGB) dem Geschäftsbereich an. In Ilsenburg werden neben Standardgüten verschleißfeste und sauergasbeständige Bleche hergestellt. Die Kompetenz der MGB liegt vor allem in der Produktion von Rohrblechen für On- und Offshore Pipelines in mittleren bis großen Losen. Mit der Beteiligung an der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM) verfügt der Geschäftsbereich über eine eigene Vormaterialversorgung.

HKM wird quotal zu 30% einbezogen und ist dementsprechend im Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis des Geschäftsbereiches enthalten, jedoch nicht im Auftragsbestand und Versand. Die Beteiligungen an der EP-Gruppe sowie dem türkischen Rohrhersteller Borusan Mannesmann Boru Yatirim Holding A.S. (BMBYH; 23%) werden mit dem anteiligen Nachsteuerergebnis berücksichtigt (at-equity-konsolidiert).

MARKTENTWICKLUNG

QUARTOBLECH

Auf dem Quartoblechmarkt führten ab Mitte Januar geplante Infrastrukturprojekte zu einem steigenden Stahlbedarf in der Windenergieindustrie und im Stahlbau. Der Angriff Russlands auf die Ukraine und die damit einhergehende Verknappung des Grobblechangebots in Europa hatten erhebliche Auswirkungen auf die Marktentwicklung. So stiegen die Quartoblechpreise im März 2022 wegen der sehr kurzfristig kriegs- und sanktionsbedingt wegbrechenden Blech- und Brammenimporte aus Russland und der Ukraine sprunghaft an. Dies veranlasste Händler und Verbraucher zu einer verstärkten Nachfrage. Gleichzeitig waren die Stahlproduzenten mit enormen Kostensteigerungen für Energie und Rohstoffe konfrontiert. Ende November 2021 haben die EU-Grobblechhersteller die Verlängerung der seit 2017 bestehenden Antidumpingmaßnahmen gegen China beantragt. Das Verfahren wurde Anfang März 2022 eröffnet und wird rund ein Jahr dauern. Im Falle einer Verlängerung sind die Zölle weitere fünf Jahre in Kraft.

STAHLROHRE

Auf dem Großrohmarkt erhöhte sich, beschleunigt durch den Krieg in der Ukraine, die Anzahl der zu vergebenden Projekte im ersten Quartal des Geschäftsjahres deutlich. Die Investitionsbereitschaft der international agierenden Öl- und Gaskonzerne zog aufgrund der deutlich gestiegenen Öl- und Gaspreise und der erforderlichen Investitionen in die Gasnetze, um unabhängiger von Russland zu werden, an. Bei mittleren Leitungsrohren hatte der Ukraine-Krieg eine große Nachfrage in Deutschland und Europa mit überdurchschnittlich hohen Auftragseingängen im März zur Folge. Die Nachfrage seitens des Handels normalisierte sich. Die Herausforderungen bei der Beschaffung von Komponenten für PKWs wie Microchips oder Kabelbäume, waren in allen großen Fahrzeugmärkten spürbar und wirkten sich auf den Absatz im Produktsegment Präzisrohre aus. Die robuste Entwicklung im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Energiewirtschaft federten diese Rückgänge nur teilweise ab. Der Markt für nahtlose Edelstahlrohre zeigte sich zu Jahresbeginn trotz massiver Preiserhöhungen zunächst stabil, bevor im März die weitere Energiepreisexplosion und erhebliche Verwerfungen bei Nickelpreisen durch Rohstoff-Spekulationen erhebliche Auswirkungen auf die Produktion hatten. Massive Erhöhungen der Preise führten zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Auftragsplatzierungen - insbesondere große Projekte wurden in Erwartung einer Preisberuhigung ausgesetzt.

GESCHÄFTSVERLAUF

Auftragseingang und -bestand des Geschäftsbereiches Stahlverarbeitung legten im Vergleich zum Vorjahr mengen- und erlösbedingt erheblich zu, da sowohl der Grobblech- als auch der Stahlrohrbereich spürbare Zuwächse verzeichneten. Beim Mülheimer Grobblechwalzwerk spiegelten sich dabei im Wesentlichen zwei Rohrleitungsprojekte mit der EP-Gruppe wider, während ILG von einer vorteilhafteren Marktlage - unter anderem bedingt durch entfallende Exporte aus Osteuropa - profitierte. Im Großrohrbereich wurden, neben der Wilhelmshaven-Anschlussleitung zur Anbindung des noch zu errichtenden LNG-Terminals bis Jahresende, weitere Projekte vergeben. Zwar wirkte sich im Produktsegment Präzisrohre die weiterhin angespannte Lieferkettensituation negativ auf die Buchungen im Automobilbereich aus, angesichts der angehobenen Erlöse wurden die Vergleichswerte der ersten drei Monate 2021 dennoch übertroffen. Der Absatz des Geschäftsbereiches war dank der insgesamt verbesserten Auftragslage deutlich höher als ein Jahr zuvor. Segment- und Außenumsatz stiegen gegenüber dem Niveau des Vorjahres wegen der preis- und mengenbedingten Steigerungen bei allen Gesellschaften. Der Geschäftsbereich erzielte 4,4 Mio. € Gewinn vor Steuern (1. Quartal 2021: -28,4 Mio. €). Der Turnaround ist maßgeblich auf die signifikant verbesserten Resultate der beiden Grobblechgesellschaften zurückzuführen. Gegenläufig wirkten die extrem hohen Vormaterial- und Energiekosten, die vor allem die Ergebnisse der Präzisrohr- und Edelstahlrohrgruppe belasteten.

GESCHÄFTSBEREICH HANDEL

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Q1 2022 Q1 2021
Versand Tt 1.062,0 888,0
Segmentumsatz 1 Mio. € 1.326,1 681,7
Außenumsatz Mio. € 1.302,7 673,3
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) Mio. € 101,8 48,1
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) Mio. € 97,8 44,0
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 98,1 44,7

1 inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen

Der Geschäftsbereich Handel umfasst eine gut ausgebaute europäische Organisation lagerhaltender Stahlhandelsniederlassungen mit großer Anarbeitungstiefe, diverse auf Grobblech spezialisierte Gesellschaften sowie ein weltumspannendes Tradingnetzwerk. Neben dem Vertrieb von Walzstahl- und Röhrenerzeugnissen des Salzgitter-Konzerns sowie komplementärer Produkte anderer Hersteller wird zudem an den internationalen Märkten Vormaterial für Konzerngesellschaften und externe Kunden beschafft.

MARKTENTWICKLUNG

Im ersten Quartal 2022 war die Stahlnachfrage auf den wesentlichen Absatzmärkten des Geschäftsbereiches Handel, insbesondere jedoch des europäischen lagerhaltenden Handels, deutlich vom Krieg in der Ukraine geprägt. Nach einem bereits starken Jahresauftakt zogen sowohl das Absatzvolumen als auch die Marktpreise zum Quartalsende nochmals deutlich an. Im internationalen Trading bewirkte der Krieg vor allem eine herausfordernde Situation in der Logistik, bei der steigende Preise und sinkende Kapazitäten zu verzeichnen waren.

GESCHÄFTSVERLAUF

Der Absatz des Geschäftsbereiches Handel wurde gegenüber dem Vorjahr erheblich gesteigert. Sowohl die Bereiche lagerhaltender Handel und internationales Trading als auch die UES-Gruppe trugen hierzu bei. Gleichzeitige deutliche Preissteigerungen führten zu einem, verglichen mit den ersten drei Monaten 2021, nahezu verdoppelten Segment- und Außenumsatz. Insbesondere das nochmals gestiegene Preisniveau in Kombination mit niedrigeren Bestandspreisen im lagerhaltenden Bereich und bei der UES-Gruppe sowie die erfreuliche Mengen- und Margenentwicklung im internationalen Trading führten zu einem herausragenden Gewinn vor Steuern von 98,1 Mio. € (1. Quartal 2021: 44,7 Mio. €).

GESCHÄFTSBEREICH TECHNOLOGIE

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Q1 2022 Q1 2021
Auftragseingang Mio. € 518,6 358,0
Auftragsbestand zum Stichtag Mio. € 1.074,8 734,3
Segmentumsatz 1 Mio. € 334,0 301,0
Außenumsatz Mio. € 333,7 300,9
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) Mio. € 19,0 31,8
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) Mio. € 12,0 25,3
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 13,1 25,0

1 inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen

Im Geschäftsbereich Technologie sind drei traditionsreiche Hersteller von Spezialmaschinen zusammengefasst. Rund 90 % des Umsatzes werden von der KHS-Gruppe generiert, die in der Abfüll- und Verpackungstechnik zu den weltweit führenden Anlagenproduzenten zählt. KHS ist ein Komplettanbieter, dessen Leistungspalette von der Intralogistik über das Processing bis hin zur Getränkeabfüllung und -verpackung reicht. Die Klöckner DESMA ElastomerGruppe (KDE-Gruppe) stellt Spritzgieß-Maschinen für Gummi- und Silikonprodukte her, während die DESMA Schuhmaschinen GmbH (KDS) im Sondermaschinenbau für die industrielle Schuhfertigung tätig ist.

MARKTENTWICKLUNG

Laut Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) lagen die Auftragseingänge der ersten drei Monate 2022 trotz des Rückgangs im März insgesamt 7% über dem Vorjahresniveau. Die Nachfrage hat sich im In- und Ausland erheblich belebt. Auch im Markt für Verpackungsmaschinen übertrafen die Buchungen den Wert des Vergleichszeitraumes deutlich.

GESCHÄFTSVERLAUF

Der Auftragseingang des Geschäftsbereiches Technologie erreichte im ersten Quartal 2022 Zuwächse, die erheblich über den Branchenentwicklungen lagen. Die KHS-Gruppe konnte das bereits hohe Vorjahresniveau deutlich übertreffen. Dabei zeichnete sich insbesondere das Projektgeschäft durch eine anhaltend hohe Nachfrage aus. Der KDEGruppe gelang es, der konjunkturellen Entwicklung folgend, sich gegenüber den Vergleichswerten zu verbessern und auch die KDS weitete ihren Auftragseingang spürbar aus. Der Auftragsbestand des Geschäftsbereiches wie auch der Segment- und Außenumsatz rangierten erheblich über dem Level des Vorjahres. Alle Gesellschaften des Geschäftsbereiches steuerten einen positiven Beitrag zum Segmentergebnis bei. Insgesamt erwirtschaftete der Geschäftsbereich Technologie einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 13,1 Mio. € (1. Quartal 2021: 25,0 Mio. €). Das Vorjahresergebnis war durch die Veräußerung des Pouch-Geschäftes der KHS-Gruppe positiv beeinflusst.

Die KHS-Gruppe verfolgt nach wie vor konsequent das umfassende Effizienz- und Wachstumsprogramm "KHS Future". Mit den Schwerpunkten Kostensenkungen und Ausweitung des Servicegeschäfts trug es bereits wesentlich zur insgesamt erzielten Ergebnissteigerung bei und soll auch künftig die Entwicklung des Unternehmens im wettbewerbsintensiven und herausfordernden Marktumfeld stützen.

INDUSTRIELLE BETEILIGUNGEN /​ KONSOLIDIERUNG

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Q1 2022 Q1 2021
Umsatz 1 Mio. € 298,2 220,8
Außenumsatz Mio. € 42,3 42,5
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) Mio. € 77,1 49,1
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) Mio. € 68,0 40,1
Ergebnis vor Steuern (EBT) 2 Mio. € 59,4 32,8

1 inklusive Umsatz mit anderen Geschäftsbereichen
2 rückwirkende Anpassung der Vorjahreszahl wegen Zuordnung der HSP Spundwand und Profil GmbH

Im Bereich Industrielle Beteiligungen /​ Konsolidierung sind Aktivitäten erfasst, die nicht direkt einem Geschäftsbereich zugeordnet sind. Als Management-Holding ist die Salzgitter AG nicht selbst operativ tätig, sondern steuert die Salzgitter Mannesmann GmbH und die Salzgitter Klöckner-Werke GmbH, von der die wesentlichen Gesellschaften der Salzgitter-Gruppe gehalten werden. Darüber hinaus werden hier die Resultate der überwiegend konzernintern tätigen Gesellschaften ausgewiesen sowie derjenigen Konzernunternehmen, die mit ihren Produkten und Leistungen die Kernaktivitäten der Geschäftsbereiche unterstützen.

Der Umsatz des Bereiches Industrielle Beteiligungen/​Konsolidierung, der hauptsächlich durch das Halbzeug- und Servicegeschäft mit Tochtergesellschaften und Konzernfremden generiert wird, legte infolge vermehrter wirtschaftlicher Aktivitäten im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2021 merklich zu. Der Außenumsatz blieb auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Der Gewinn vor Steuern (59,4 Mio. €; 1. Quartal 2021: 32,8 Mio. €) beinhaltet 61,9 Mio. € Beitrag der nach der Equity-Methode (IFRS-Bilanzierung) ausgewiesenen Beteiligung an der Aurubis AG (1. Quartal 2021: 42,5 Mio. €). Die Ergebnisse aus der Bewertung von Derivatepositionen sowie das Zinsergebnis des Cash-Managements des Konzernfinanzkreises lieferten im Saldo einen leicht negativen Beitrag (- 0,2 Mio. €; 1. Quartal 2021: 11,1 Mio. €). Die überwiegend für den Konzern tätigen Gesellschaften konnten ihren Gewinn vor Steuern auch aufgrund eines Grundstücksverkaufes im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppeln.

FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Die Bilanzsumme des Salzgitter-Konzerns erhöhte sich in den ersten drei Monaten 2022 gegenüber dem 31. Dezember 2021 um 510 Mio. €.

Die langfristigen Vermögenswerte verringerten sich im Vergleich zum letzten Bilanzstichtag um 62 Mio. €. Dabei nahmen die Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen (+46 Mio. €) leicht zu. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (+67 Mio. €) lagen im Berichtszeitraum auf dem Niveau der planmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens (-69 Mio. €). Die latenten Ertragsteueransprüche (-110 Mio. €) reduzierten sich aufgrund geringerer Pensionsrückstellungen sowie des Verbrauchs der aktiven latenten Steuern auf die steuerlichen Verlustvorträge beim inländischen Organträger. Die kurzfristigen Vermögenswerte haben zum Vergleichsstichtag um 572 Mio. € zugenommen. Dies ist insbesondere auf erheblich gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen inklusive Vertragsvermögenswerten (+587 Mio. €) zurückzuführen. Die Vorräte verringerten sich im Vergleich zum letzten Bilanzstichtag um 30 Mio. €. Den gesunkenen Finanzmitteln (-74 Mio. €) stehen höhere sonstige Forderungen und Vermögenswerte (+78 Mio. €) entgegen.

Auf der Passivseite verringerten sich bei einem verglichen mit dem Jahresende höheren Pensionszinssatz von 2,1 % (31.12.2021: 1,3 %) die Pensionsrückstellungen um -277 Mio. €. Das Eigenkapital legte auch wegen des positiven Ergebnisses maßgeblich zu (+654 Mio. €). Die Eigenkapitalquote betrug bei gestiegenem Eigenkapital und erhöhter Bilanzsumme solide 37,3 %. Die langfristigen Schulden bewegten sich insgesamt -275 Mio. € unter dem Vergleichsstichtag, hier spiegeln sich insbesondere die geringeren Pensionsrückstellungen wider. Die kurzfristigen Schulden nahmen um 131 Mio. € zu. Während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen inklusive Vertragsverbindlichkeiten (-58 Mio. €) unwesentlich geringer als im Vergleich zum letzten Bilanzstichtag waren, sind die sonstigen Verbindlichkeiten (+ 159 Mio. €) sowie die Ertragsteuerschulden (+33 Mio. €) gestiegen.

Die Nettofinanzposition bewegte sich mit -620 Mio. € aufgrund eines stichtagsbedingten Aufbaus des Working Capital erkennbar unter dem Niveau des Bilanzstichtages zum Jahresende 2021 (-544 Mio. €). Den Geldanlagen einschließlich Wertpapieren (744 Mio. €; 31.12.2021: 820 Mio. €) standen Verbindlichkeiten von 1.364 Mio. € (31.12.2021: 1.365 Mio. €) gegenüber, davon 705 Mio. € bei Kreditinstituten (31.12.2021: 688 Mio. €). Wie bisher werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen nicht in der Nettofinanzposition berücksichtigt. Das gesteigerte Geschäftsvolumen zeigt sich zum Bilanzstichtag in den erheblich gestiegenen Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die die Nettofinanzposition erst zum Zahlungszeitpunkt beeinflussen werden.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Bei einem Vorsteuerergebnis von 465 Mio. € ergibt sich ein negativer Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von -15 Mio. € (Vorjahreszeitraum: + 109 Mio. €). Während das verbesserte Ergebnis den operativen Cashflow positiv beeinflusst, steht diesem der deutliche Anstieg des Working Capital entgegen.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von -49 Mio. € (Vorjahreszeitraum: -123 Mio. € inkl. Auszahlung für Geldanlagen von -50 Mio. €) spiegelt den Fortschritt der großen strategischen Projekte neben dem regelmäßigen Investitionsbedarf wider und beinhaltet überwiegend die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen (-61 Mio. €; Vorjahreszeitraum: -78 Mio. €). Einzahlungen aus Verkäufen von Sachanlagevermögen wirkten gegenläufig.

Rückzahlungen von Krediten und Zinsauszahlungen führten zu einem negativen Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit (-15 Mio. €; Vorjahreszeitraum: - 35 Mio. €).

Wegen des negativen Gesamt-Cashflows verminderte sich der Finanzmittelbestand (668 Mio. €) gegenüber dem 31. Dezember 2021 (742 Mio. €) entsprechend.

MITARBEITER

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31.03.2022 31.12.2021 Veränderung
Stammbelegschaft 1 22.492 22.356 136
Geschäftsbereich Stahlerzeugung 7.271 7.158 113
Geschäftsbereich Stahlverarbeitung 5.340 5.341 - 1
Geschäftsbereich Handel 1.935 1.934 1
Geschäftsbereich Technologie 5.323 5.298 25
Industrielle Beteiligungen /​ Konsolidierung 2.623 2.625 - 2
Ausbildungsverhältnisse 1.148 1.310 - 162
Passive Altersteilzeit 632 590 42
Gesamtbelegschaft 24.272 24.255 17

Unter Berücksichtigung der quotalen Beteiligungsverhältnisse sind Rundungsabweichungen möglich.

1 ohne Organmitglieder

Am 31. März 2022 umfasste die Stammbelegschaft des Salzgitter-Konzerns 22.492 Mitarbeiter und somit 136 Personen mehr als zum Jahresende 2021. Der Großteil des Belegschaftsanstiegs entfiel mit +123 Personen auf die Salzgitter Flachstahl GmbH und ist auf die vorzeitige Umsetzung der ohnehin geplanten Übernahme von Leiharbeitnehmern sowie auf die Übernahme von Auszubildenden im Januar 2022 zurückzuführen. Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 136 Auszubildende übernommen, von denen 99 befristete Verträge erhielten. Gegenläufig wirkten vor allem der Eintritt in die passive Phase der Altersteilzeit sowie das Erreichen der Altersgrenze. Die Gesamtbelegschaft belief sich auf 24.272 Personen. Die Zahl der Leiharbeitnehmer lag zum 31. März 2022 bei 1.068 Personen und damit um 91 Personen über dem Wert des Vorjahresstichtags. Zum Ende des Berichtszeitraums befanden sich in den inländischen Konzerngesellschaften 80 Mitarbeiter in Kurzarbeit, davon 60 bei der Salzgitter Europlatinen GmbH.

PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

AUSBLICK

Die Geschäftsbereiche gehen, verglichen mit dem Vorjahr, vom nachstehend beschriebenen Verlauf des Geschäftsjahres 2022 aus:

Im Geschäftsbereich Stahlerzeugung rechnet der Flachstahlbereich weiterhin mit einem äußerst positiven Geschäftsverlauf. Zwar führten unterbrochene Lieferketten im ersten Quartal zu Produktionsunterbrechungen in der Automobilindustrie, dies sollte aber im weiteren Jahresverlauf zumindest teilweise wieder aufgeholt werden. Darüber hinaus gelingt es alternative Abnehmer zu finden. Insofern gehen wir von einer die Kapazität überwiegend auslastenden Nachfrage aus. Unser Auftragseingang und -bestand zeigen ein anhaltend gutes Erlösniveau. Auf der Rohstoffseite prognostizieren wir für Eisenerz deutlich geringere, für Kokskohle erheblich erhöhte Einsatzkosten. Auch im Trägerbereich erwarten wir eine weiterhin gute Entwicklung. Insgesamt antizipieren wir für den Geschäftsbereich Stahlerzeugung infolge höherer Durchschnittserlöse einen gesteigerten Umsatz sowie einen deutlich über dem Vorjahr liegenden Vorsteuergewinn.

Die Gesellschaften des Geschäftsbereiches Stahlverarbeitung gehen insgesamt von einer merklich verbesserten Geschäftslage aus. Positive Effekte aus der Inbetriebnahme der neuen Wärmebehandlungslinie in Ilsenburg sowie die Produktion von Vormaterial für den "Scarborough Auftrag" der EUROPIPE im Mülheimer Werk führen in den Grobblech produzierenden Gesellschaften zu einer guten Belegung. Während das deutsche Werk der EUROPIPE-Gruppe, ebenso wie die Mannesmann Grossrohr GmbH, eine verbesserte Auslastung aufweist und weitere Buchungschancen prognostiziert, sind die EUROPIPE-Gesellschaften in den USA von einer unbefriedigenden Belegung gekennzeichnet. Im Segment der mittleren Leitungsrohre wird eine anziehende Mengenentwicklung erwartet. Die Präzisrohrgesellschaften unterstellen in allen Produktbereichen Mengenverbesserungen, sehen sich aber, wie die Edelstahlrohrgruppe, mit einer anhaltenden Zurückhaltung der Marktteilnehmer konfrontiert. Insgesamt prognostizieren wir für den Geschäftsbereich ein deutlich erhöhtes Umsatzniveau sowie ein - trotz stark belastender Energiepreise in allen Gesellschaften - gegenüber dem von Impairments beeinflussten Vorjahr deutlich verbessertes, positives Vorsteuerresultat.

Der Geschäftsbereich Handel ist hinsichtlich der weiteren Geschäftsentwicklung seiner Gesellschaften weiterhin optimistisch und geht davon aus, dass die außerordentlich gute Ergebnislage des ersten Quartals im zweiten Quartal nochmals übertroffen werden kann, bevor es im zweiten Halbjahr zu einer Normalisierung der Margen kommt. Im internationalen Trading wird trotz schwieriger Handelsbedingungen mit einem stabilen Absatz gerechnet. Insgesamt erwarten wir für das Segment gesteigerte Absatz- und Umsatzwerte und ein merklich unter dem historisch herausragenden Vorjahr auskommendes, aber dennoch äußerst erfreuliches Ergebnis vor Steuern.

Die Gesellschaften des Geschäftsbereiches Technologie starteten mit einem gegenüber dem Vorjahr verbesserten Auftragsbestand in das neue Jahr, der im ersten Quartal 2022 weiter aufgebaut werden konnte. Mit der konsequenten Fortführung des Effizienz- und Wachstumsprogramms "KHS Future" sowie der Vermarktung innovativer Neuprodukte erwarten wir für die KHS-Gruppe eine weiter verbesserte Profitabilität bei gleichzeitigem Umsatzzuwachs. Die beiden DESMA-Spezialmaschinenbauer antizipieren eine anhaltende Markterholung und ein über dem Vorjahr liegendes Vorsteuerergebnis. Für den Geschäftsbereich erwarten wir folglich einen erhöhten Umsatz sowie einen, nach Bereinigung um den Ergebniseffekt aus der Veräußerung des Pouch-Geschäftes im Geschäftsjahr 2021, über dem Vorjahr liegenden Vorsteuergewinn.

Dank des starken ersten Quartals rechnen wir im Geschäftsjahr 2022 für den Salzgitter-Konzern nunmehr mit

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einem auf knapp 11 Mrd. € gesteigerten Umsatz,

einem Vorsteuergewinn (EBT) zwischen 750 Mio. € und 900 Mio. € sowie

einer etwa auf dem Vorjahresniveau liegenden Rendite auf das eingesetzte Kapital.

Dabei unterstellen wir Rohstoff- und Energiekosten sowie Stahlpreise auf dem bisherigen Niveau und gehen von einer weiterhin uneingeschränkten Verfügbarkeit von Erdgas als Voraussetzung für die Aufrechterhaltung der Produktion aus. Anhaltende Liefer- und Kapazitätsengpässe auf den Beschaffungsmärkten sowie geopolitische Spannungen stellen eine Unsicherheit für die erwartete Entwicklung dar. Explizit weisen wir auf kaum quantifizierbare Prognoserisiken im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg hin.

RISIKOMANAGEMENT

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung sehen wir uns mit den Auswirkungen aus dem Russland-Ukraine-Krieg, den Störungen der globalen Liefer- und Logistikketten sowie der extremen Volatilität auf den Rohstoff- und Energiemärkten, einhergehend mit einer Welle von höheren Inflationsraten konfrontiert. Derzeit und soweit sichtbar haben wir Ergebniseffekte hieraus in der Vorschau des laufenden Jahres in den Gesellschaften - sofern abschätzbar - einbezogen.

Trotz der eingeschränkten Sichtbarkeit bestanden zum Stichtag keine Risiken, die den Fortbestand des Salzgitter-Konzerns gefährden könnten. Hinsichtlich einzelner Chancen und Risiken verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2021.

GEOPOLITISCHE RISIKEN

Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine militärisch angegriffen. Bezogen auf den Salzgitter-Konzern betreffen die wirtschaftlichen Unsicherheiten insbesondere die Preisentwicklungen und Versorgungssicherheit auf den Beschaffungsmärkten für Energie und Rohstoffe wie auch die zukünftigen Absatzaussichten. Die direkte Betroffenheit unserer Kunden und Lieferanten ändert sich zum Zeitpunkt der Berichterstattung teilweise täglich. Eine verlässliche Quantifizierung der Auswirkungen ist aufgrund der sich kurzfristig verändernden Rahmenbedingungen nicht möglich. Hinsichtlich der Versorgungssicherheit stehen wir mit alternativen Lieferanten im Austausch und erwarten weiterhin eine bedarfsgerechte Belieferung. Der Absatzrückgang in die betroffenen Kriegsregionen Russland und Ukraine hat für uns eine untergeordnete Bedeutung.

Die Liefermengen an russischem Erdgas in die EU waren bis zum Berichtszeit punkt auf einem zu erwartenden Niveau. Zudem werden mit voller Unterstützung der deutschen Politik Gegenmaßnahmen wie beispielsweise der Bau von LNG-Terminals an der Küste und vermehrte Importe aus Norwegen und den Niederlanden eingeleitet, um die mittelfristige Abhängigkeit von russischem Erdgas erheblich zu vermindern beziehungsweise eine Unabhängigkeit davon zu erreichen.

Eine stabile Erdgas-Versorgung ist auch für unseren Konzern grundsätzlich wichtig. Gleichwohl ist festzuhalten, dass wesentliche Betriebsbereiche weniger stark betroffen sind. Die Metallurgie für die Stahlerzeugung am Standort Salzgitter kann unabhängig davon betrieben werden, während in der Weiterverarbeitung der Brammen zu Coils Erdgasbedarfe bestehen. Aufgrund der Fernwärmeversorgung nahegelegener Wohngebiete erwarten wir im Fall des Falles mit einer Notversorgungsmenge gemäß §53a Energiewirtschaftsgesetz vom Netzbetreiber beliefert zu werden -schwerwiegende Produktionseinschränkungen sind damit nicht zu erwarten. Unser Standort in Ilsenburg, an dem Grobbleche gewalzt werden, wird mit Erdgas aus den Niederlanden versorgt. Die Trägerproduktion am Standort Peine wäre auch bei eingeschränkten Erdgaslieferungen leistungsreduziert produktionsfähig. Zudem unterstreichen wir, dass die Gesellschaften unserer Geschäftsbereiche Technologie und Handel nicht unmittelbar betroffen wären.

Der aktuelle Anstieg der Covid-19-Infektionszahlen in China, verbunden mit massiven Lockdowns, dürfte sich in den kommenden Monaten negativ auf die Versorgung diverser Lieferketten auswirken. Damit ist auch ein weiterer Anstieg der Frachtpreise aufgrund geringer Verfügbarkeit von Schiffen zu erwarten.

Die in Folge der genannten Entwicklungen stark steigenden Preise für Einsatzrohstoffe, Energie und Vorprodukte haben zu den höchsten Inflationsraten in Deutschland seit den 1970er Jahren geführt. Der Sachverständigenrat der Bundesregierung hat inzwischen seine Konjunkturprognose für das Jahr 2022 von 4,6 Prozent auf 1,8 Prozent gesenkt.

Aus der Erkenntnis, das globale Lieferketten äußerst vulnerabel sind, leiten sich auch neue Entwicklungen für vornehmlich in Europa produzierende und verkaufende Unternehmen wie die Salzgitter AG ab. Re-Lokalisierung von Produktionsketten, Investitionen in neue Infrastrukturen sowie strategische Priorisierung heimischer Lieferanten gegenüber Importen könnten mittelfristig den Bedarf an heimischen Produkten steigen lassen.

BRANCHENSPEZIFISCHE RISIKEN

Die Ausführungen im Geschäftsbericht 2021 sind grundsätzlich weiterhin gültig. Darüber hinaus sind folgende Aspekte zu berücksichtigen.

Aufgrund der Verhängung von Sanktionen gegen Einfuhren von Stahlfertigprodukten aus Russland und Belarus sowie des Ausbleibens von Lieferungen aus der Ukraine wird von einigen Stahlverbraucherverbänden die Aufhebung jeglicher Handelsschutzmaßnahmen gefordert. Um der Sorge vor Knappheit zu begegnen, hat die EU-Kommission alle russischen und belarussischen Einfuhrquoten innerhalb des EU-Safeguardsystems auf andere Länder umverteilt. Sollte es dennoch zu einer Reduzierung der bestehenden Handelsschutzmaßnahmen kommen, ist mit erheblichen Preisrisiken bei allen wesentlichen Flachstahlprodukten zu rechnen. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass sanktionierte Stahlprodukte über Weiterverarbeitungsschritte in Drittstaaten auf den EU-Markt kommen.

Die EU-Kommission hat am 27. April vorgeschlagen, alle Einfuhrzölle auf ukrainische Produkte für zunächst ein Jahr auszusetzen. Dazu zählen neben den regulären Zöllen auch alle Antidumping- und Safeguardmaßnahmen. Der Vorschlag der EU-Kommission muss noch durch Rat und Parlament bestätigt werden.

Fraglich bleibt, ob bestehende Antidumping- und Antisubventionszölle im Rahmen der alle fünf Jahre erforderlichen Auslaufüberprüfungen verlängert oder ob in laufenden Verfahren neue Zölle verhängt werden.

Unterdessen gehen die Verhandlungen um die Einführung eines EU-Grenzausgleichs (CBAM - Carbon Border Adjustment Mechanism) als Carbon Leakage Schutz Mechanismus zur langfristigen Ablösung der kostenfreien CO2-Zertifikate-Zuteilung weiter. Kritisch für die Schaffung eines wirksamen Mechanismus ist eine lange Übergangsfrist mit Testphase, Exportrabatten sowie strikten Regeln gegen Umgehungen der Maßnahme. Insbesondere in Sachen Übergangsfrist und Exportrabatten wurden keine ausreichenden Fortschritte erzielt. Ein unwirksamer CBAM bei gleichzeitig auslaufender freier Zuteilung hätte negative Folgen auf die Wirtschaftlichkeit der EU-Stahlindustrie gegenüber außereuropäischen Wettbewerbern. Die Verhandlungen zwischen Ministerrat, EU-Parlament und EU-Kommission dauern aktuell an.

ZWISCHENABSCHLUSS

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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in Mio. € Q1 2022 Q1 2021
Umsatzerlöse 3.349,9 2.094,1
Bestandsveränderungen/​andere aktivierte Eigenleistungen - 10,5 - 18,2
Gesamtleistung 3.339,3 2.075,9
Sonstige betriebliche Erträge 162,2 114,8
Materialaufwand 2.193,8 1.333,1
Personalaufwand 447,2 424,3
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 69,3 74,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen 366,8 265,2
Ergebnis aus Wertminderung und Wertaufholung von finanziellen Vermögenswerten - 0,1 - 1,4
Beteiligungsergebnis - -
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 54,7 36,1
Finanzierungserträge 1,9 1,9
Finanzierungsaufwendungen 15,5 13,2
Ergebnis vor Steuern (EBT) 465,3 117,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 96,5 40,7
Konzernergebnis 368,8 76,6
Anteil der Aktionäre der Salzgitter AG 367,6 74,9
Minderheitenanteil 1,2 1,7
Gewinnverwendung
Konzernergebnis 368,8 76,6
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 45,1 -
Anteil fremder Gesellschafter am Konzernergebnis 1,2 1,7
Dividendenzahlung - -
Entnahme aus (+)/​Einstellung in (-) andere Gewinnrücklagen - 367,6 - 74,9
Bilanzgewinn der Salzgitter AG 45,1 -
Ergebnis je Aktie (in €) - unverwässert 6,80 1,38
Ergebnis je Aktie (in €) - verwässert - -

GESAMTERGEBNISRECHNUNG

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in Mio.€ Q1 2022 Q1 2021
Konzernergebnis 368,8 76,6
Reklassifizierbare Gewinne und Verluste
Wertänderungen aus der Währungsumrechnung 9,1 9,2
Wertänderungen aus Cashflow-Hedges 106,2 - 10,0
Zeitwertänderungen 97,7 - 13,6
Erfolgswirksame Realisierung 8,4 3,5
Latente Steuern - -
Wertänderungen aus Anteilen an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 12,6 4,3
Zeitwertänderungen 10,9 -
Erfolgswirksame Realisierung - -
Währungsumrechnung 1,7 4,3
Latente Steuern - -
Latente Steuern auf sonstige erfolgsneutrale Veränderungen 0,0 - 1,0
Zwischensumme 127,9 2,5
Nicht reklassifizierbare Gewinne und Verluste
Wertänderungen aus erfolgsneutral zum Fair Value bewerteten Eigenkapitalinstrumenten - -
Zeitwertänderungen - -
Latente Steuern - -
Neubewertungen 203,8 82,1
Neubewertung Pensionen 265,1 107,1
Latente Steuern - 61,3 - 25,0
Wertänderungen aus Anteilen an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen - -
Zwischensumme 203,8 82,1
Sonstiges Ergebnis 331,7 84,6
Gesamtergebnis 700,6 161,2
Auf die Aktionäre der Salzgitter AG entfallendes Gesamtergebnis 699,4 159,5
Auf Anteile Fremder entfallendes Gesamtergebnis 1,2 1,7
700,6 161,2

KONZERNBILANZ

Aktiva

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in Mio. € 31.03.2022 31.12.2021
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 213,6 216,5
Sachanlagen 2.049,7 2.051,4
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 79,2 79,5
Finanzielle Vermögenswerte 50,1 51,4
Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 1.373,4 1.327,8
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7,2 8,3
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 32,9 21,6
Ertragssteuererstattungsansprüche 0,0 1,9
Latente Ertragsteueransprüche 381,8 491,8
4.187,9 4.250,2
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 3.093,1 3.123,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.964,4 1.452,8
Vertragsvermögenswerte 398,1 323,0
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 375,0 296,7
Ertragsteuererstattungsansprüche 28,5 17,0
Wertpapiere 49,6 49,7
Finanzmittel 668,2 741,8
6.576,9 6.004,3
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte - 0,5
6.576,9 6.004,7
10.764,8 10.254,9

Passiva

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in Mio. € 31.03.2022 31.12.2021
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 161,6 161,6
Kapitalrücklage 257,0 257,0
Gewinnrücklagen 3.742,2 3.170,3
Andere Rücklagen 163,0 82,0
Bilanzgewinn 45,1 45,1
4.368,9 3.716,0
Eigene Anteile - 369,7 - 369,7
3.999,2 3.346,3
Anteil fremder Gesellschafter am Eigenkapital 11,9 10,7
4.011,1 3.357,0
Langfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 1.901,5 2.178,6
Latente Ertragsteuerschulden 146,8 147,1
Ertragsteuerschulden 24,4 25,7
Sonstige Rückstellungen 268,1 267,5
Finanzschulden 623,1 621,5
Sonstige Verbindlichkeiten 8,1 6,6
2.972,1 3.247,0
Kurzfristige Schulden
Sonstige Rückstellungen 265,2 263,1
Finanzschulden 888,7 893,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.642,5 1.728,9
Vertragsverbindlichkeiten 382,1 353,8
Ertragsteuerschulden 68,8 36,1
Sonstige Verbindlichkeiten 534,3 375,6
3.781,6 3.650,7
10.764,8 10.254,9

KAPITALFLUSSRECHNUNG

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in Mio. € Q1 2022 Q1 2021
Ergebnis vor Steuern (EBT) 465,3 117,3
Abschreibungen (+) /​ Zuschreibungen (-) auf langfristige Vermögenswerte 69,1 74,1
Gezahlte (-) /​ erhaltene (+) Ertragsteuern - 16,6 - 12,6
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen (+)/​Erträge (-) 3,4 11,2
Zinsaufwendungen 15,5 13,2
Gewinn (-) /​ Verlust (+) aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten - 7,8 1,7
Zunahme (-) /​ Abnahme (+) der Vorräte 35,7 46,0
Zunahme (-) /​ Abnahme (+) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie
anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
- 591,3 - 426,2
Zahlungswirksamer Verbrauch der Rückstellungen ohne Verbrauch der Ertragsteuerrückstellungen - 54,5 - 50,0
Zunahme (+) /​ Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie
anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
66,0 334,1
Mittelabfluss/​-zufluss aus laufender Geschäftstätigkeit - 15,2 108,8
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten,
Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
10,6 3,1
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte,
Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
- 60,5 - 78,2
Einzahlungen aus Geldanlagen - -
Auszahlungen für Geldanlagen 0,0 - 50,0
Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten 2,3 2,5
Auszahlungen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte - 0,8 - 0,0
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit - 48,5 - 122,7
Auszahlungen an Unternehmenseigner
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten und anderen Finanzverbindlichkeiten 4,2 -
Rückzahlungen von Krediten und anderen Finanzverbindlichkeiten - 11,2 - 10,4
Zinsauszahlungen - 7,8 - 24,5
Mittelabfluss/​-zufluss aus der Finanzierungstätigkeit - 14,8 - 34,9
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 741,8 621,4
Wechselkursänderungen des Finanzmittelbestandes 4,9 5,8
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes - 78,5 - 48,7
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 668,2 578,4

ANHANG

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

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in Mio.€ Stahlerzeugung Stahlverarbeitung Handel
Q1 2022 Q1 2021 Q1 2022 Q1 2021 Q1 2022 Q1 2021
Außenumsatz 1.204,4 743,2 466,7 334,2 1.302,7 673,3
Umsatz mit anderen Segmenten 397,9 250,1 250,9 104,1 23,4 8,4
Umsatz mit Konzerngesellschaften, die nicht
einem anderen Segment zugeordnet sind
1,4 1,0 65,8 65,6 0,0 0,0
Segmentumsatz 1.603,7 994,3 783,3 503,9 1.326,1 681,7
Zinsertrag (konsolidiert) 0,0 0,0 0,3 0,2 0,5 0,7
Zinsertrag von anderen Segmenten - - - - - -
Zinsertrag von Konzerngesellschaften, die nicht
einem anderen Segment zugeordnet sind
1,1 0,2 1,0 1,9 3,6 2,2
Segmentzinsertrag 1,2 0,2 1,3 2,1 4,0 2,9
Zinsaufwand (konsolidiert) 3,8 2,9 1,8 1,7 3,6 2,1
Zinsaufwand an andere Segmente - - - - - -
Zinsaufwand an Konzerngesellschaften, die nicht
einem anderen Segment zugeordnet sind
1,5 1,0 1,7 1,1 0,1 0,1
Segmentzinsaufwand 5,3 4,0 3,5 2,8 3,8 2,2
davon Zinsanteil der Zuführungen zu Pensionsrückstellungen 2,7 2,3 1,1 1,0 0,3 0,3
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 36,5 36,5 12,8 17,9 4,0 4,1
davon planmäßige Abschreibungen auf
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
36,5 36,5 12,8 17,9 4,0 4,1
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) 330,8 83,5 19,4 - 9,8 101,8 48,1
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 294,4 47,0 6,6 - 27,7 97,8 44,0
Periodenergebnis des Segments 290,3 43,2 4,4 - 28,4 98,1 44,7
davon Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen - - - 7,2 - 6,4 - -
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 30,4 33,1 13,8 33,0 2,8 3,1
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in Mio.€ Technologie Summe der Segmente Industrielle Beteiligungen /​ Konsolidierung
Q1 2022 Q1 2021 Q1 2022 Q1 2021 Q1 2022 Q1 2021
Außenumsatz 333,7 300,9 3.307,5 2.051,6 42,4 42,5
Umsatz mit anderen Segmenten 0,3 0,1 672,4 362,7 255,8 178,3
Umsatz mit Konzerngesellschaften, die nicht
einem anderen Segment zugeordnet sind
- - 67,3 66,6 - -
Segmentumsatz 334,0 301,0 4.047,2 2.480,9 298,2 220,8
Zinsertrag (konsolidiert) 0,8 0,3 1,5 1,3 0,4 0,6
Zinsertrag von anderen Segmenten - - - - 3,5 2,5
Zinsertrag von Konzerngesellschaften, die nicht
einem anderen Segment zugeordnet sind
1,1 0,3 6,8 4,5 - -
Segmentzinsertrag 1,9 0,6 8,3 5,8 3,9 3,1
Zinsaufwand (konsolidiert) 0,5 0,6 9,7 7,3 5,8 5,9
Zinsaufwand an andere Segmente - - - - 6,8 4,5
Zinsaufwand an Konzerngesellschaften, die nicht
einem anderen Segment zugeordnet sind
0,2 0,3 3,5 2,5 - -
Segmentzinsaufwand 0,7 0,8 13,2 9,8 12,6 10,4
davon Zinsanteil der Zuführungen zu Pensionsrückstellungen 0,4 0,4 4,5 4,0 2,4 2,2
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 7,0 6,6 60,2 65,2 9,1 9,1
davon planmäßige Abschreibungen auf
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
7,0 6,6 60,2 65,2 9,1 9,1
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) 19,0 31,9 471,0 153,7 77,1 49,1
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 12,0 25,3 410,8 88,5 68,0 40,1
Periodenergebnis des Segments 13,1 25,0 405,9 84,5 59,4 32,8
davon Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen - - - 7,2 - 6,4 61,9 42,5
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 5,0 4,6 52,0 73,8 15,2 5,3
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in Mio.€ Konzern
Q1 2022 Q1 2021
Außenumsatz 3.349,9 2.094,1
Umsatz mit anderen Segmenten 928,2 541,0
Umsatz mit Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 67,3 66,6
Segmentumsatz 4.345,3 2.701,6
Zinsertrag (konsolidiert) 1,9 1,9
Zinsertrag von anderen Segmenten 3,5 2,5
Zinsertrag von Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 6,8 4,5
Segmentzinsertrag 12,3 8,9
Zinsaufwand (konsolidiert) 15,5 13,2
Zinsaufwand an andere Segmente 6,8 4,5
Zinsaufwand an Konzerngesellschaften, die nicht einem anderen Segment zugeordnet sind 3,5 2,5
Segmentzinsaufwand 25,8 20,2
davon Zinsanteil der Zuführungen zu Pensionsrückstellungen 6,9 6,2
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 69,3 74,2
davon planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 69,3 74,2
EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) 548,1 202,8
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 478,8 128,6
Periodenergebnis des Segments 465,3 117,3
davon Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 54,7 36,1
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 67,2 79,1

GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG UND KONSOLIDIERUNG, BILANZIERUNGSUND BEWERTUNGSMETHODEN

1. Der Konzernabschluss für die Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. März 2022 der Salzgitter AG, Salzgitter (SZAG), wurde als verkürzter Abschluss mit ausgewählten erläuternden Anhangangaben aufgestellt. Die Aufstellung erfolgte unverändert nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung des IAS 34 für verkürzte Zwischenabschlüsse.

2. Gegenüber dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurden im Quartalsabschluss zum 31. März 2022 unter Beachtung der nachstehenden Ausnahmen grundsätzlich keine Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungs-, Berechnungs- und Konsolidierungsmethoden vorgenommen.

3. Bei der Ermittlung des Barwertes der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen zum 31. März 2022 wurde ein Rechnungszinssatz von 2,1 % zugrunde gelegt (31. Dezember 2021: 1,3 %). Die daraus resultierende Verminderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird im sonstigen Ergebnis erfasst (Neubewertung Pensionen) und führt zu einer korrespondierenden Eigenkapitalerhöhung.

4. Der Ansatz der den Finanzierungsverbindlichkeiten zugeordneten Leasingverbindlichkeiten bestimmt sich als Barwert der zu leistenden Leasingzahlungen. In der Folgebewertung wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit aufgezinst und erfolgsneutral um die geleisteten Leasingzahlungen vermindert. Die in den Sachanlagen ausgewiesenen Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen sowie gegebenenfalls erforderlicher Wertminderungen angesetzt.

In Übereinstimmung mit den Bilanzierungsregelungen für Leasingverhältnisse (IFRS 16) sind in der nachfolgenden Darstellung die historischen Anschaffungskosten der Nutzungsrechte sowie Leasingverbindlichkeiten ausgewiesen:

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in Mio.€ 31.03.2022 31.12.2021
Nutzungsrechte an Grundstücken, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
125,7 125,7
Nutzungsrechte an technischen Anlagen und Maschinen 57,1 48,4
Nutzungsrechte an anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27,3 25,2
Langfristige Vermögenswerte 210,1 199,2
Nutzungsrechte an Grundstücken, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
31,6 29,1
Nutzungsrechte an technischen Anlagen und Maschinen 25,5 23,2
Nutzungsrechte an anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16,6 15,4
Abschreibungen 73,6 67,7
Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen 141,3 136,3

Auf die langfristigen Leasingverbindlichkeiten entfallen 118,5 Mio. €. In den ersten drei Monaten 2022 ergaben sich zudem 6,5 Mio. € Abschreibungen, 0,8 Mio. € Zinsaufwendungen sowie Zahlungsmittelabflüsse von insgesamt 7,2 Mio. €.

5. Ein bereits zum Jahresende 2021 als zur Veräußerung ausgewiesenes Grundstück aus dem Bereich Industrielle Beteiligungen wurde im ersten Quartal 2022 verkauft.

AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Die Umsätze nach Geschäftsbereichen werden in der Segmentberichterstattung dargestellt.

2. Das Ergebnis je Aktie berechnet sich entsprechend IAS 33. Das auf die gewichtete Anzahl von Aktien der SZAG ermittelte unverwässerte Ergebnis je Aktie belief sich in der Berichtsperiode auf 6,80 €. Eine Verwässerung würde dann eintreten, wenn das Ergebnis je Aktie durch die Ausgabe potenzieller Aktien aus Options- und Wandelrechten vermindert wird. Derartige Rechte waren am Bilanzstichtag nicht vorhanden.

ANGABEN ZU BEZIEHUNGEN MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Neben den Geschäftsbeziehungen zu vollkonsolidierten Tochtergesellschaften existieren Beziehungen zu Gesellschaften, die als nahestehende Unternehmen nach IAS 24 zu qualifizieren sind. Die Kategorie der gemeinschaftlichen Tätigkeiten beinhaltet ausschließlich die Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Duisburg. In der Kategorie der anderen nahestehenden Unternehmen befinden sich die Mehrheitsbeteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen des Landes Niedersachsen.

Der Verkauf von Waren und Dienstleistungen umfasst im Wesentlichen Lieferungen von Vormaterial zur Großrohrproduktion. Ihr Volumen ergibt sich aus nachfolgender Tabelle:

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in Mio. € Verkauf von Waren
und Dienstleistungen
Kauf von Waren
und Dienstleistungen
Forderungen Verbindlichkeiten
01.01.-31.03.2022 01.01.-31.03.2022 31.03.2022 31.03.2022
Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften 8,5 8,3 14,6 17,7
Gemeinschaftsunternehmen 25,5 62,6 11,9 35,0
Gemeinschaftliche Tätigkeiten 1,3 0,3 21,6 55,2
Assoziierte Unternehmen - 0,3 - -
Andere nahestehende Unternehmen 0,3 1,6 5,4 97,1

ANGABE GEMÄß § 37W ABS. 5 WPHG

Der vorliegende Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht wurden keiner prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

HAFTUNGSAUSSCHLUSS

Einige der in diesem Text gemachten Aussagen haben den Charakter von Prognosen beziehungsweise können als solche interpretiert werden. Sie sind nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und gelten naturgemäß unter der Voraussetzung, dass keine unvorhersehbare Verschlechterung der Konjunktur und der spezifischen Marktlage für die Gesellschaften in den Unternehmensbereichen eintritt, sondern sich die Grundlagen der Planungen und Vorschauen in dem Umfang und dem zeitlichen Rahmen wie erwartet als zutreffend erweisen. Die Gesellschaft übernimmt - unbeschadet bestehender gesetzlicher, insbesondere kapitalmarktrechtlicher Anforderungen - keine Verpflichtung, vorausblickende Aussagen zu aktualisieren.

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe ± einer Einheit (€, % usw.) auftreten.

Der Zwischenbericht der Salzgitter AG steht auch in englischer Sprache zur Verfügung. Bei Abweichungen ist die deutsche Fassung maßgeblich.