Ad-hoc | 21 April 1999 08:00
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SAP AG
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SAP steigert Umsatz im 1. Quartal 1999 um 22% auf 1,08 Mrd. EUR –
Positiver Einfluß durch Wechsel von HGB nach US-GAAP
Walldorf, 21. April 1999. Die SAP AG, weltweit führender Anbieter
betriebswirtschaftlicher Standardsoftware, hat im 1. Quartal 1999
ihren Umsatz gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum gemäß
US Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) um 22% auf
1.076 (882) Mio. EUR gesteigert. Der Gewinn nach Steuern betrug
unverändert 98 Mio. EUR, der Gewinn vor Ertragsteuern gab im
gleichen Zeitraum um 1% auf 172 (173) Mio. EUR nach.
“Unser Ergebnis ist besser als erwartet ausgefallen, zum Teil
begünstigt durch die Effekte aus der Anpassung an US-GAAP sowie
durch einige Vertragssabschlüsse in Europa in der letzten Woche
des Quartals”, sagt Henning Kagermann, Vorstandssprecher der SAP
AG. “Darüber hinaus zeigen die straffere Kostenkontrolle sowie die
reibungslose Integration der zuletzt neu eingestellten
Mitarbeiter in den Geschäftsbetrieb größere Wirkung als zunächst
angenommen”, sagt Kagermann weiter.
Umsatzprognose für 1999 bestätigt
“Wir gehen weiterhin davon aus, unseren Umsatz 1999 um rund 20
bis 25% zu steigern und unsere Rentabilität vor Steuern von
zuletzt 21,6% nach US-GAAP um bis zu 1 Prozentpunkt zu erhöhen”,
hebt Kagermann hervor.
Ergebniserhöhende Effekte aus der Umstellung auf US-GAAP
Im Zuge der Umstellung der Rechnungslegung hat die SAP auch ihre
Geschäftspraxis so weit wie möglich an US-GAAP angeglichen.
Daraus resultieren im 1. Quartal 1999 geringere
Umsatzabgrenzungen als im 1. Quartal 1998, wodurch der Umsatz
nach US-GAAP um rund 40 Mio. EUR höher ist als der nach HGB
dargestellte Umsatz. Außerdem wurde unter Anwendung einer neuen
US-GAAP-Vorschrift das negative Ergebnis aus
Kurssicherungsgeschäften direkt mit dem Eigenkapital verrechnet,
so daß die nach US-GAAP gezeigten Kosten um rund 18 Mio. EUR
niedriger als die nach HGB gezeigten Kosten sind. Beide Effekte
erklären weitgehend die Differenz zwischen den Ergebnissen vor
Steuern nach US-GAAP und HGB. So wäre der Umsatz nach HGB um 20%
gestiegen und der Gewinn vor Steuern um 19% zurückgegangen. “Die
auf das Quartal bezogenen positiven Effekte aus der Umstellung
werden sich im weiteren Jahresverlauf weitgehend nivellieren, so
daß die Unterschiede zwischen der US-GAAP- und HGB-Darstellung
auf das Jahr gesehen für die SAP gering bleiben”, sagt Kagermann.
Außerdem ist das Ergebnis vor Steuern einmalig durch die
Auflösung von Rückstellungen für das Mitarbeiterbonusprogramm
“STAR 1998” (Stock Appreciation Right Program) in Höhe von 15,5
Mio. EUR positiv beeinflußt worden.
Kräftiges Wachstum in Europa
Den größten Wachstumsschub verzeichnete die Region Europa, Naher
Osten und Afrika (EMEA) mit einem Plus von 36% auf 529 (390) Mio.
EUR. In der Region Amerika stiegen die Erlöse um 14% auf 448
(394) Mio. EUR; zu gleichen Wechselkursen vom 1. Quartal 1998
wären sie um 25% gestiegen. Im asiatischpazifischen Raum (APA)
verharrte der Umsatz auf Vorjahresniveau (99 Mio. EUR); zu
konstanten Wechselkursen hätte er sich um 3% erhöht. Insgesamt
wäre das Wachstum von 22% zu konstanten Wechselkursen um 6
Prozentpunkte höher ausgefallen. Beratungsumsatz steigt deutlich
Der Hauptanteil der Umsatzerlöse fiel im ersten Quartal 1999
erneut auf den Produktumsatz, der um 7% auf 615 (575) Mio. EUR
anzog. Am deutlichsten legte der Beratungsumsatz zu, und zwar um
65% auf 343 (209) Mio. EUR. Die Schulungserlöse stiegen um 19%
auf 110 (92) Mio. EUR. Der Anteil des Produktumsatzes an den
Gesamterlösen ging auf 57% nach 65% im 1. Quartal 1998 zurück.
“Ergebnis belegt großes Potential der SAP”
“Unser gutes Ergebnis belegt das nach wie vor große Potential der
SAP im Markt für betriebswirtschaftliche Standardsoftware”,
betont Hasso Plattner, Vorstandssprecher der SAP AG. “Es zeigt
zugleich, daß wir mit unserer strategischen Ausrichtung auf die
Bedürfnisse der Anwender und auf das Geschäft im Internet bestens
für die Zukunft gerüstet sind”, sagt Plattner weiter.
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