![]() SARTORIUS AGGöttingenSartorius Konzern | Zwischenbericht Januar bis September 2015Kennzahlen zu den 9-Monatszahlen 2015scroll
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Kennzahlen für das 3. Quartal 2015scroll
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Nach Sitz des Kunden Nachdem der Sartorius Konzern seine Sparte Industrial Technologies mit wirtschaftlicher
Wirkung zum 1.1.2015 veräußert hat, erfolgt die Darstellung der Geschäftsentwicklung
auf Basis der fortgeführten Aktivitäten, das heißt der Sparten Bioprocess Solutions
und Lab Products & Services. Zwischenlagebericht
Geschäftsentwicklung KonzernAuftragseingang und UmsatzDer Sartorius Konzern erzielte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres
deutlich zweistellige Zuwächse bei Auftragseingang, Umsatz und Ertrag. So stieg der
Auftragseingang wechselkursbereinigt (wb) um 19,9% von 658,1 Mio. € auf 856,6 Mio.
€ (nominal: +30,2%). Der Konzernumsatz erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 18,5%
(wb) von 645,5 Mio. € auf 830,3 Mio. € (nominal: +28,6%). Die Sparte Bioprocess Solutions verzeichnete erneut überdurchschnittliche Zuwachsraten,
die stärker ausfielen als erwartet. Hierzu trugen sowohl die höher als prognostizierte
Wachstumsdynamik des Biopharmamarktes als auch Marktanteilsgewinne bei. Alle Produktbereiche
verbuchten in der Berichtsperiode deutliche Zuwachsraten, insbesondere Einweglösungen.
So erhöhte sich das Auftragsvolumen deutlich um 26,5% (wb) auf 637,2 Mio. € (nominal:
+38,4%). Der Spartenumsatz legte um 24,2% (wb) auf 604,3 Mio. € (nominal: +35,9%)
zu. Die im Berichtsjahr akquirierten Unternehmen BioOutsource Ltd. und Cellca GmbH
entwickelten sich sehr positiv und trugen rund 1 Prozentpunkt (wb) zum Umsatzwachstum
der Sparte bei. Die Sparte Bioprocess Solutions verzeichnete in allen Regionen zweistellige Umsatzzuwächse. Die Region Amerika zeigte mit einem Plus von 29,6% die größte Wachstumsdynamik. In den Regionen EMEA1) und Asien | Pazifik stieg der Umsatz um 23,5% bzw. 16,2%. (Alle Veränderungsraten wechselkursbereinigt) 1)
EMEA = Europa | Naher Osten | Afrika Bioprocess Solutionsscroll
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Nach Sitz des Kunden Die Sparte Lab Products & Services erhöhte ihren Auftragseingang gegenüber der Vorjahresperiode
um 4,6% (wb) auf 219,5 Mio. € (nominal: +11,0%). Der Spartenumsatz stieg um 6,0% (wb)
auf 226,0 Mio. € (nominal: +12,5%). Die Umsatzentwicklung der Laborsparte wurde durch alle Regionen getragen. In der Region
Asien | Pazifik stieg der Umsatz unter anderem begünstigt durch die Einführung neuer
Produkte um 12,1%. Die EMEA-Region entwickelte sich mit einem Plus von 4,2% robust,
während der Umsatz in der Region Amerika gegenüber einer starken Vergleichsbasis um
3,1% über dem Vorjahreswert lag. (Alle Veränderungsraten wechselkursbereinigt) Lab Products & Servicesscroll
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Nach Sitz des Kunden ErgebnisentwicklungSartorius verwendet als zentrale Ertragskennziffer das um Sondereffekte bereinigte
Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation, das underlying EBITDA. Der Sartorius Konzern steigerte sein Ergebnis in den ersten neun Monaten des laufenden
Geschäftsjahres deutlich überproportional. So erhöhte sich das underlying EBITDA um
46,9% von 131,9 Mio. € auf 193,8 Mio. €. Die entsprechende EBITDA-Marge stieg insbesondere
aufgrund von Skaleneffekten von 20,4% auf 23,3%. Auch das in der Berichtsperiode günstige
Wechselkursumfeld wirkte sich positiv auf die Margenentwicklung aus. Die Sparte Bioprocess Solutions steigerte ihr underlying EBITDA signifikant um 54,1%
von 103,0 Mio. € auf 158,7 Mio. €. Hierzu trugen vor allem mit dem deutlichen Umsatzanstieg
einhergehende Skaleneffekte bei. Die EBITDA-Marge stieg entsprechend von 23,2% auf 26,3%. Die Sparte Lab Products &
Services konnte ihr Ergebnis ebenfalls deutlich steigern. So erhöhte sich ihr underlying
EBITDA umsatz- und wechselkursbedingt um 21,1% von 29,0 Mio. € auf 35,1 Mio. €. Die
Ergebnismarge verbesserte sich von 14,4% auf 15,5%. Die Sondereffekte beliefen sich in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres
auf -6,7 Mio. € nach -4,0 Mio. € in der Vorjahresperiode. Inklusive aller Sondereffekte
und Abschreibungen erhöhte sich das EBIT des Konzerns von 90,1 Mio. € auf 146,6 Mio.
€; die EBIT-Marge stieg von 14,0% auf 17,7%. Das Finanzergebnis belief sich in der Berichtsperiode insbesondere angesichts geringerer
Zinsaufwendungen auf -13,5 Mio. € nach -16,3 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Das Periodenergebnis stieg von 52,1 Mio. € auf 132,1 Mio. €. Auf die als nicht fortgeführte
Aktivität auszuweisende Sparte Industrial Technologies entfielen 39,0 Mio. € (Vorjahr:
3,4 Mio. €). Hierin enthalten ist der aus dem Verkauf resultierende Veräußerungsgewinn
aus dem ersten Quartal 2015. Der Jahresüberschuss nach Anteilen Dritter erhöhte sich von 37,8 Mio. € auf 106,5
Mio. €. Auf Minderheitenanteile entfielen 25,6 Mio. € (Vorjahr: 14,3 Mio. €). Maßgeblicher JahresüberschussDas maßgebliche, den Aktionären der Sartorius AG zuzurechnende bereinigte Periodenergebnis
aus fortgeführten Aktivitäten, legte von 46,6 Mio. € auf 78,9 Mio. € zu. Es ergibt
sich durch die Bereinigung von Sondereffekten, der Herausrechnung nicht-zahlungswirksamer
Amortisation sowie auf Basis eines normalisierten Finanzergebnisses, jeweils einschließlich
entsprechender Steueranteile. Das bereinigte Ergebnis je Stammaktie lag bei 4,62€
(Vorjahr: 2,73€) bzw. je Vorzugsaktie bei 4,64€ (Vorjahr: 2,75€). scroll
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Finanzergebnis bereinigt um Bewertungseffekte aus Sicherungsgeschäften sowie Währungseffekten
aus Finanzierungstätigkeit Vermögens- und FinanzlageCashflowEinhergehend mit der positiven Gewinnentwicklung konnte der Sartorius Konzern seinen
Netto-Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit deutlich verbessern. Er belief sich
in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres auf 88,9 Mio. € nach 58,8
Mio. € im Vorjahr. Dabei wirkte sich auch der überwiegend umsatzbedingte Anstieg der
Mittelbindung im Net Working Capital aus. Auf die nicht-fortgeführte Aktivität entfielen
1,1 Mio. € (Vorjahr: -4,0 Mio. €). Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit lag mit -64,6 Mio. € planmäßig über dem
Vorjahreswert von -49,3 Mio. €. Somit konnte der Konzern seine Investitionen vollständig
aus dem operativen Cashflow finanzieren. Die Veräußerung der Sparte Industrial Technologies führte in der Berichtsperiode zu
einem Brutto-Mittelzufluss von rund 90 Mio. €. Die Mittelabflüsse aus Akquisitionen
spiegeln den Erwerb der BioOutsource Ltd. im April und der Cellca GmbH im Juli wider.
Insgesamt betrug der Netto-Cashflow aus Investitionstätigkeit und Akquisitionen |
Devestitionen -46,1 Mio. € nach -53,6 Mio. € im Vorjahr. KonzernbilanzDie Bilanzsumme des Sartorius Konzerns erhöhte sich zum 30. September 2015 auf 1.392,7
Mio. € nach 1.273,0 Mio. € zum 31. Dezember 2014. Dem vornehmlich umsatzbedingten
Aufbau des Working Capitals sowie Investitionen in das Anlagevermögen stand der Abgang
der Vermögenswerte der veräußerten Industrial Technologies-Sparte in Höhe von 75,9
Mio. € gegenüber. Das Eigenkapital stieg ergebnisbedingt von 497,7 Mio. € zum 31. Dezember 2014 auf
625,7 Mio. € zum Bilanzstichtag. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich entsprechend von
39,1% auf 44,9%. Die Bruttoverschuldung reduzierte sich von 392,1 Mio. € zum Jahresende 2014 auf 368,0
Mio. € zum 30. September 2015. Die Nettoverschuldung belief sich auf 324,1 Mio. €
gegenüber 335,6 Mio. € zum 31. Dezember 2014. Der dynamische Verschuldungsgrad, das heißt der Quotient aus Nettoverschuldung zum
underlying EBITDA der letzten 12 Monate, verbesserte sich von 1,7 zum 31. Dezember
2014 auf 1,3. Chancen- und RisikoberichtDie Chancen- und Risikosituation des Sartorius Konzerns hat sich seit der Veröffentlichung
des Geschäftsberichts 2014 nicht wesentlich verändert. Daher wird an dieser Stelle
auf die ausführliche Beschreibung der Chancen und Risiken sowie des Risikomanagementsystems
des Sartorius Konzerns auf den Seiten 56 ff. und 68 ff. des Geschäftberichts 2014
verwiesen. PrognoseAusblick 2015Vor dem Hintergrund der sehr guten Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten
des laufenden Geschäftsjahres erhöht die Unternehmensleitung die Prognose für das
Gesamtjahr 2015 wie folgt: Für die Sparte Bioprocess Solutions wird angesichts der herausragenden Entwicklung
in den ersten neuen Monaten nun mit einem Umsatzanstieg von wechselkursbereinigt etwa
20% (bisher etwa 15%) gerechnet. Hierin enthalten ist ein erwarteter Wachstumsbeitrag
von rund 1,5 Prozentpunkten, der aus den Akquisitionen von BioOutsource und Cellca
resultiert. Für die underlying EBITDA-Marge wird in konstanten Wechselkursen eine
Steigerung auf rund 26% (bisher rund 25,5%) erwartet. Für die Sparte Lab Products & Services wird die Prognose bestätigt. So erwarten wir
unter der Annahme eines insgesamt stabilen konjunkturellen Umfelds eine wechselkursbereinigte
Umsatzsteigerung von etwa 5% sowie eine Steigerung der underlying EBITDA-Marge auf
Basis konstanter Wechselkurse auf rund 15,5%. Auf Basis dieser Spartenprognosen rechnet die Unternehmensleitung für den Sartorius
Konzern nunmehr für das Jahr 2015 mit einem wechselkursbereinigten Umsatzanstieg von
etwa 15% (bisher etwa 12%). Eingerechnet ist ein Umsatzbeitrag von etwa einem Prozentpunkt
aus den jüngsten Akquisitionen. Die underlying EBITDA-Marge soll auf Basis konstanter
Wechselkurse auf rund 23% (bisher rund 22,5%) steigen. Sartorius plant unverändert für das Jahr 2015 mit Investitionen in Höhe von rund 10%
des Umsatzes. Diese entfallen unter anderem auf die Zusammenführung und Erweiterung
der Konzernzentrale in Göttingen, die auf mehrere Jahre ausgelegt ist, sowie den Ausbau
von Produktionskapazitäten und den weiteren internationalen Roll-out unseres neuen
ERP-Systems. Hinsichtlich der Finanzlage gehen wir bei Erreichen der vorgenannten Ziele zum Jahresende
2015 weiterhin von einem dynamischen Verschuldungsgrad etwas unter dem Niveau des
Vorjahres aus. Mögliche weitere Akquisitionen sind dabei nicht berücksichtigt. NachtragsberichtNach dem 30. September 2015 sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten. Verkürzter KonzernzwischenabschlussGewinn- und Verlustrechnung | Gesamtergebnisrechnungscroll
Gesamtergebnisrechnungscroll
BilanzAKTIVAscroll
PASSIVAscroll
Kapitalflussrechnungscroll
Die dargestellten Cashflows enthalten grundsätzlich auch die des nicht fortgeführten
Bereichs. Eine Aufteilung erfolgt dann jeweils als davon-Vermerk bei den Netto-Cashflows
aus operativer Tätigkeit bzw. Investition und Finanzierung. Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
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SegmentberichterstattungDie Segmentabgrenzung ergibt sich gem. IFRS 8 aus dem sog. Management-Approach, d.
h. die Festlegung der Segmente erfolgt in Analogie zur internen Steuerungs- und Berichtsstruktur
des Unternehmens. Infolge der Klassifizierung der Intec-Sparte als nicht fortgeführte
Aktivität und des schließlich erfolgten Verkaufs sind die Sparten Bioprocess Solutions
sowie Lab Products & Services als operative Segmente anzusehen. Die für die Beurteilung der Segmenterfolge relevante Erfolgsgröße ist für den Sartorius
Konzern das sog. underlying EBITDA. Das EBITDA entspricht dem Überschuss vor Finanzergebnis,
Steuern und Abschreibungen. Beim "underlying" EBITDA handelt es sich um ein um Sondereffekte
bereinigtes, operatives Ergebnis. Als Sondereffekte gelten in diesem Zusammenhang
Aufwendungen und Erträge, die einen außerordentlichen oder Einmalcharakter haben,
dementsprechend die nachhaltige Ertragskraft des Segments verzerren und auch aus Konzernsicht
einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der berichtspflichtigen Segmente entsprechen
im Übrigen den allgemeinen Konzernbilanzierungsrichtlinien. scroll
Geografische InformationenIm Geschäftsjahr 2015 wurde die Darstellung der Regionen leicht angepasst. Die bisher
den "Übrigen Märkten" zugeordneten Ländern wurden auf die Regionen EMEA (Europa, Mittlerer
Osten, Afrika), Amerika sowie Asien | Pazifik zugeordnet. scroll
Angaben zum verkürzten Zwischenabschluss1. Allgemeine InformationenDie Sartorius AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts und oberstes
Mutterunternehmen des Sartorius Konzerns. Die Gesellschaft ist im Handelsregister
des Amtsgerichts Göttingen (HRB 1970) eingetragen und hat ihren Sitz in Göttingen,
Bundesrepublik Deutschland, Weender Landstraße 94 - 108. Der Sartorius Konzern hat sein Geschäft in zwei Sparten organisiert: Bioprocess Solutions
und Lab Products & Services. Mit der Sparte Bioprocess Solutions ist Sartorius ein
weltweit führender Anbieter von Produkten und Technologien für die Herstellung von
Medikamenten und Impfstoffen auf biologischer Basis, sogenannten Biopharmazeutika.
Im Rahmen der Lösungsanbieter-Strategie wird der biopharmazeutischen Industrie ein
Produktportfolio angeboten, das nahezu alle Prozessschritte ihrer Produktion abdeckt.
Dies umfasst Zellkultur-Medien für die Anzucht der Zellen, Bioreaktoren verschiedener
Größen für ihre Vermehrung sowie unterschiedliche Technologien wie Filter und Bags
für ihre Ernte, Reinigung und Konzentration bis hin zur Abfüllung. Die Sparte Lab Products & Services konzentriert sich auf Forschungs- und Qualitätssicherungslabore
in Pharma- und Biopharmaunternehmen sowie auf akademische Forschungseinrichtungen.
Weitere Kunden kommen aus der Chemie- und Nahrungsmittelindustrie. Das Portfolio umfasst
Instrumente und Verbrauchsmaterialien, die Labore zum Beispiel in der Probenvorbereitung
oder bei anderen Standardapplikationen einsetzen. Der Bereich Industrial Technologies
(vormals Industrial Weighing) wurde im ersten Quartal 2015 veräußert. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Konzernabschluss der Sartorius AG zum 31. Dezember 2014 wurde in Übereinstimmung
mit den Rechnungslegungsstandards des IASB - den International Financial Reporting
Standards (IFRS) - wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Im vorliegenden
Zwischenabschluss, der nach den Anforderungen des IAS 34, Zwischenberichterstattung,
aufgestellt ist, wurden - mit Ausnahme der im Geschäftsjahr erstmalig anzuwendenden
geänderten Vorschriften - grundsätzlich die selben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
angewandt, die auch dem vorangegangenen Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2014
zu Grunde lagen. Ferner wurden sämtliche zum 30. September 2015 anzuwendenden Interpretationen des
International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC) beachtet.
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Einzelnen im Anhang
des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014 erläutert. Eine Liste der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften befindet sich im
Geschäftsbericht 2014, im laufenden Geschäftsjahr wurden die erworbenen Gesellschaften
BioOutsource Ltd. (100%) sowie Cellca GmbH (100%) erstmalig einbezogen. Im Hinblick auf die Berechnung des Steueraufwands wird auf den Zwischenabschluss die
Regelung des IAS 34.30c) angewendet, d.h. die für das Gesamtjahr erwartete Steuerquote
von 30% findet grundsätzlich Anwendung. 3. Ermessensentscheidungen und SchätzungenBei der Erstellung des Zwischenabschlusses wendet die Konzernleitung Schätzungen und
Annahmen an, die nach bestem Wissen der gegenwärtigen und künftigen Situation der
Periode getroffen werden. Die tatsächlichen Ergebnisse können jedoch von diesen Schätzwerten
abweichen. Die wesentlichen Schätzungen und Annahmen sowie die wichtigsten Quellen von Unsicherheiten
sind im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 unverändert geblieben. 4. Im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendete RechnungslegungsvorschriftenDie folgenden neuen Rechnungslegungsvorschriften waren auf den Zwischenabschluss erstmalig
anzuwenden und hatten keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage oder auf das Ergebnis je Aktie:
Es wurden keine Standards oder Interpretationen vorzeitig berücksichtigt, deren Anwendung
zum 30. September 2015 nicht verpflichtend war. Nach gegenwärtigem Prüfungsstand erwartet
das Unternehmen insgesamt keine wesentlichen Auswirkungen aus der Anwendung neuer
bzw. geänderter Standards auf den Konzernabschluss. Derzeit ist die erstmalige Anwendung
jeweils für die Periode geplant, in der die Standards, Interpretationen oder Ergänzungen
in Kraft treten. 5. Akquisition AllPure Technologies LLC.Am 25. April 2014 hat Sartorius über seinen Teilkonzern Sartorius Stedim Biotech 50,01%
an dem US-amerikanischen Start-up AllPure Technologies LLC zu einem Preis von 6 Mio.
US-Dollar erworben. Der Kaufpreis wurde in Barmitteln entrichtet. AllPure ist auf
Einweglösungen für biopharmazeutische Anwendungen spezialisiert und ergänzt damit
das Portfolio des Konzerns im Bereich Bioprocess Solutions. Die bei den bisherigen Eigentümern verbliebenen Anteile werden bis spätestens 2022
ebenfalls an Sartorius übergehen. Der genaue Zeitpunkt des Erwerbs sowie der Kaufpreis
sind dabei abhängig von der künftigen Geschäftsentwicklung des erworbenen Bereichs.
Die entsprechende Verbindlichkeit wurde als Barwert der künftig erwarteten Zahlungen
in Höhe von 7,1 Mio. € in den finanziellen Verbindlichkeit en ausgewiesen. Die erstmalige
Erfassung erfolgte entsprechend IAS 32.23 gegen die Gewinnrücklagen, die Folgebewertung
wird erfolgswirksam im Finanzergebnis vorgenommen. Im zweiten Quartal 2015 wurde die Kaufpreisallokation wie folgt abgeschlossen: scroll
Die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile erfolgte zum anteiligen beizulegenden
Zeitwert des erworbenen Nettovermögens (partial goodwill method). Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert repräsentiert die Vermögenswerte, die
nicht separat identifizier- und ansetzbar waren, die aber dennoch einen ökonomischen
Nutzen stiften. Hier sind u.a. die Ausweitung des Konzernportfolios und die Stärkung
der Positionierung im Biopharmamarkt zu nennen. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist
in voller Höhe steuerlich abschreibbar. Im Mai 2015 hat der Konzern plangemäß seine Beteiligung auf 60% aufgestockt. Dieser
Erwerb wurde als Transaktion zwischen Eigentümern im Eigenkapital abgebildet. 6. Akquisition BioOutsource Ltd.Am 17. April 2015 hat Sartorius 100% der Stimmrechte am schottischen Unternehmen BioOutsource
Ltd. erworben. BioOutsource ist ein Anbieter von bioanalytischen Tests für die biopharmazeutische
Industrie mit Firmensitz in Glasgow, Großbritannien. Die Dienstleistungen von BioOutsource
sind Teil der Kernprozesse der Kunden des Konzerns und erweitern daher das bisherige
Serviceangebot. Das Unternehmen erzielte in den letzten zwölf Monaten mit 85 Mitarbeitern
einen Umsatz von rund 9 Millionen Euro. Da noch nicht alle für eine vollständige Bilanzierung
des Unternehmenszusammenschlusses notwendigen Informationen vorliegen, wurde eine
vorläufige Kaufpreisallokation vorgenommen: scroll
Der Kaufpreis von umgerechnet 30,6 Mio. € wurde in Barmitteln entrichtet. Die Transaktionskosten
in Höhe von 0,2 Mio. € werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Aufgrund der Transaktionsstruktur wird davon ausgegangen, dass der Goodwill steuerlich
nicht absetzbar sein wird. 7. Akquisition Cellca GmbHAm 1. Juli 2015 hat Sartorius 100% der Anteile an der Cellca GmbH mit Sitz in Laupheim
erworben. Das im Jahr 2005 gegründete Unternehmen erzielte im vergangen Jahr mit rund
30 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 6 Millionen €. Zielkunden von Cellca sind sowohl
Biopharmaunternehmen als auch Biosimilar-Firmen, die ihre Prozessentwicklung nicht
oder nur teilweise im eigenen Hause durchführen. Die vorläufige Kaufpreisallokation stellt sich wie folgt dar: scroll
Der Kaufpreis von 26,5 Mio. € wurde in Barmitteln entrichtet. Die Transaktionskosten
in Höhe von 0,1 Mio. € werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Aufgrund der Transaktionsstruktur wird davon ausgegangen, dass der Goodwill steuerlich
nicht absetzbar sein wird. Die Akquisitionen von BioOutsource und Cellca haben seit Einbeziehung in den Konzernabschluss
etwa 8 Mio. € zum Umsatz und etwa 1 Mio. € Gewinn zum Konzernergebnis beigetragen.
Wären die Erwerbe zum 1. Januar erfolgt, hätte der Konzernumsatz ca. B37 Mio. € und
das Konzernergebnis ca. 133 Mio. € betragen. 8. Verkauf der Sparte industrial TechnologiesDie Sartorius AG hat am 19. Dezember 2014 mit dem japanischen Minebea-Konzern und
dessen Partner, der Development Bank of Japan, einen Vertrag über den Verkauf der
Industrial Technologies-Sparte (Intec) unterzeichnet. Für den Konzern ist der Verkauf ein wichtiger Meilenstein im Rahmen der mittelfristigen
Strategie einer Konzentration auf die beiden Kernsparten Bioprocess Solutions und
Lab Products & Services. Diese bieten höhere Wachstums- und Ertragspotenziale, für
deren Realisierung aber gleichzeitig auch ein hohes Maß an Fokussierung und weitere
Investitionen notwendig sind. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Intec-Sparte stärken
die Finanzierungspotentiale für diesen weiteren Ausbau der Kerngeschäfte. Der Verkauf der Sparte führt zu einer Anwendung von IFRS 5. Zur Veräußerung gehaltene
langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche, und damit zu einem
Ausweis der Intec-Sparte als nicht fortgeführte Aktivität. Damit werden die Aufwendungen
und Erträge dieser Aktivität inklusive des erzielten Veräußerungsgewinns im "Ergebnis
nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten" ausgewiesen. Die Angaben in diesem
Bericht beziehen sich demzufolge, sofern nicht anders angegeben, auf die fortgeführten
Aktivitäten. Der Ausweis des Vorjahres in der Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend
angepasst. Nach dem rechtlichen Vollzug des Verkaufs wurde die Sparte Industrial Technologies
zum 1. Februar 2015 entkonsolidiert. Der Veräußerungsgewinn stellt sich dabei wie
folgt dar: scroll
Das Ergebnis des nicht fortgeführten Bereichs lässt sich wie folgt detaillieren: scroll
9. FinanzinstrumenteBuchwerte und beizulegende Zeitwertescroll
Für die zu Anschaffungskosten bilanzierten Eigenkapitalinstrumente (Finanzanlagen)
sind beizulegende Zeitwerte aufgrund des Fehlens aktiver Märkte nicht ermittelbar.
Dies betrifft hauptsächlich die Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen.
Bei diesen handelt es sich im Wesentlichen um Vertriebstochtergesellschaften, eine
Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes würde insoweit nicht zu einem zusätzlichen
Nutzen im Hinblick auf wirtschaftliche Entscheidungen der Abschlussadressaten führen. Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden grundsätzlich basierend auf
den am Bilanzstichtag verfügbaren Marktinformationen ermittelt und sind einer der
drei Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten gemäß IFRS 13 zuzuordnen. Finanzinstrumente der Stufe 1 werden auf Basis quotierter Preise auf aktiven Märkten
für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten bewertet. Innerhalb der Stufe
2 wird die Bewertung der Finanzinstrumente auf Basis von Faktoren, die aus beobachtbaren
Marktdaten ableitbar sind, oder anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente durchgeführt.
Finanzinstrumente der Stufe 3 werden auf Basis von Inputfaktoren, die nicht aus beobachtbaren
Marktdaten ableitbar sind, bewertet. Bei den zum Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert angesetzten Finanzinstrumenten
handelt es sich ausschließlich um Derivate in Form von Devisentermingeschäften und
Zinsswaps. Die Bewertung erfolgte dabei jeweils auf Basis notierter Devisenkurse und
am Markt erhältlicher Zinsstrukturkurven sowie unter Berücksichtigung der Kontrahentenrisiken
(Stufe 2). Die Ermittlung der anzugebenden beizulegenden Zeitwerte für die zu fortgeführten Anschaffungskosten
bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten (insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten und aus Schuldscheindarlehen) sowie für Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
erfolgte auf der Basis der Marktzinskurve nach der Zero Coupon Methode unter Berücksichtigung
aktueller (indikativer) Credit Spreads (Stufe 2). Die Kaufpreisverbindlichkeit AllPure ist in Höhe des Barwerts der erwarteten künftigen
Kaufpreiszahlungen für die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter auszuweisen.
Dieser ist abzuleiten aus den erwarteten Umsätzen von AllPure im Ausübungszeitpunkt
und dem oben dargestellten risikoadjustierten Diskontierungssatz (Stufe 3). Die anzugebenden beizulegenden Zeitwerte der übrigen finanziellen Vermögenswerte und
Schulden entsprechen aufgrund ihrer überwiegend kurzen Restlaufzeit annähernd ihrem
Buchwert. Bewertung zum beizulegenden ZeitwertUmgliederungen zwischen den Hierarchiestufen werden zum Ende der Berichtsperiode erfasst,
in denen die Änderung eingetreten ist. In der Berichtsperiode gab es keine Übertragungen
zwischen den Stufen. Die Bewertung der Level 3 Verbindlichkeit wurde auf Basis eines DCF-Verfahrens vorgenommen,
das die künftig erwarteten Zahlungen mit einem risikoadjustierten Zinssatz auf den
Bewertungsstichtag abdiskontiert. Die künftigen Zahlungen berücksichtigen dabei verschiedene
mögliche Entwicklungen sowie die Zahlungsbeträge in den jeweiligen Szenarien. Der
wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktor in diesem Zusammenhang ist der künftige
Umsatz, der mit einer jährlichen Steigerung von ca. 5 Mio. € angenommen wurde. Der Buchwert der Verbindlichkeit hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Eine Zunahme (Abnahme) der Umsatzerwartungen um 10% in jedem der folgenden Jahre würde
zu einer Erhöhung (Reduzierung) der Verbindlichkeit von 0,5 Mio. € (0,5 Mio. €) führen 10. Sonstige AngabenIn der Zwischenberichtsperiode waren keine Wertminderungen von Vermögenswerten zu
erfassen. Wertminderungstests sind insbesondere beim Goodwill und bei Vermögenswerten
mit unbestimmter Nutzungsdauer durchzuführen. In der Berichtsperiode hat die Sartorius AG eine Dividende in Höhe von Mio. 18,2 Mio.
€ gezahlt, von denen 9,0 Mio. € auf Stammaktien und 9,2 Mio. € auf Vorzugsaktien entfielen. Eine prüferische Durchsicht des 9-Monatsberichts seitens des Konzernabschlussprüfers
ist nicht erfolgt. |
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