![]() SARTORIUS AGGöttingenHalbjahresfinanzbericht 2020Sartorius KonzernHalbjahresfinanzbericht Januar bis Juni 2020Kennzahlen für das 1. Halbjahr 2020scroll
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Wechselkursbereinigt Kennzahlen für das 2. Quartal 2020scroll
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Keiner prüferischen Durchsicht unterzogen KonzernzwischenlageberichtWirtschafts- und Branchenbericht Die Branchen, in denen der Sartorius Konzern tätig ist, sind in unterschiedlichem
Maß von der Konjunktur abhängig. Die Sparte Bioprocess Solutions agiert in einem Umfeld,
das weitgehend unabhängig von wirtschaftlichen Schwankungen ist. Dagegen ist die Sparte
Lab Products&Services auch in Branchen aktiv, deren Entwicklung stärker von konjunkturellen
Einflüssen geprägt ist. Coronavirus-Pandemie seit dem ersten Quartal mit starken Auswirkungen auf die Weltwirtschaft Bedingt durch die globalen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie hat sich die Weltwirtschaft
nach jüngsten Informationen der OECD im ersten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
deutlich abgeschwächt. Hintergrund sind die staatlich verfügten Lockdowns zur Eindämmung
der Pandemie, die im Januar in China und zum Ende des ersten Quartals in zahlreichen
weiteren Ländern implementiert wurden und die wirtschaftlichen Aktivitäten entweder
direkt oder indirekt stark eingeschränkt haben. In den europäischen Kernmärkten von Sartorius kam es in der Folge zu einem signifikanten
Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Während die Wirtschaftsleistung in Deutschland
um schätzungsweise 2,2% sank (Vorjahr: +0,5%), lag das Minus in Frankreich und Italien
bei 5,3% (Vorjahr: +0,5% bzw. +0,2%). In Großbritannien gingen die volkswirtschaftlichen
Aktivitäten um 2,2% (Vorjahr: +0,7%) zurück. Insgesamt verringerte sich das BIP der
gesamten Europäischen Union im Vergleich zum Vorjahr um 3,2% (Vorjahr: +0,6%). In
der weltgrößten Volkswirtschaft USA sank die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal,
aufgrund der zeitverzögerten Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie, um 1,3% (Vorjahr:
+0,8%). Im asiatisch-pazifischen Wirtschaftsraum konnte nur Indien ein moderates Wachstum
von 0,7% ausweisen (Vorjahr: +1,4%). In China, dem Land, das zuerst in größerem Ausmaß
von Einschränkungen aufgrund des Coronavirus betroffen war, betrug der Rückgang im
Vergleich zum Vorjahresquartal 9,8% (Vorjahr: +1,4%). Größere Umsatzanteile erzielt
Sartorius zudem in Südkorea und Japan. Während das südkoreanische BIP um 1,3% rückläufig
war (Vorjahr: -0,3%), betrug der Rückgang in Japan 0,6% (Vorjahr: +0,6%). Quellen: OECD: Quarterly National Accounts, Juni 2020. Biopharmamarkt wächst deutlich Zu den wichtigsten Kundengruppen von Sartorius zählen die biopharmazeutische und
pharmazeutische Industrie sowie öffentliche Forschungseinrichtungen. Auch Labore zur
Qualitätssicherung aus der Chemie- und Nahrungsmittelbranche gehören zu den Kunden
des Unternehmens. Von den Entwicklungen in diesen Branchen gehen entsprechende Impulse
für die Geschäftsentwicklung des Sartorius Konzerns aus. Im Jahr 2019, der Zeitraum auf den sich die jüngsten verfügbaren Daten beziehen,
entwickelte sich der weltweite Pharmamarkt laut Analysen verschiedener Marktbeobachter
mit einem Zuwachs von etwa 4% bis 5% erneut positiv. Innerhalb des Pharmamarktes wächst
das Segment für biotechnologisch hergestellte Arzneimittel und Impfstoffe seit Jahren
überproportional. Das Marktvolumen belief sich auf circa 235 Mrd. €, rund 8% bis 9%
mehr als im Vorjahr. Die steigende Bedeutung und Akzeptanz biopharmazeutischer Wirkstoffe
spiegelt sich in einem wachsenden Umsatzanteil am Weltpharmamarkt sowie den Entwicklungsaktivitäten
der Pharmaindustrie wider. So liegt der Anteil biopharmazeutischer Präparate in der
F&E-Pipeline bei mehr als 40%. Das Wachstum des Biopharmamarktes hängt grundsätzlich stärker von mittel- und langfristigen
Trends als von kurzfristigen wirtschaftlichen Entwicklungen ab. Wesentliche Impulse
gehen von der weltweit steigenden Nachfrage nach Medikamenten sowie der Zulassung
und Markteinführung innovativer Biopharmazeutika aus. Auch die Erweiterung der Indikationsgebiete
für bereits zugelassene Präparate oder deren weitere Marktdurchdringung sind Wachstumsfaktoren.
Signifikante Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf das Marktwachstum im ersten
Halbjahr sind vor diesem Hintergrund nicht zu erwarten. Allerdings gehen Marktbeobachter
davon aus, dass Pharmaunternehmen ihre klinischen Testreihen, die Voraussetzung für
die Neuzulassung von Medikamenten sind, im laufenden Jahr aufgrund der Pandemie zum
Teil nur verzögert durchführen können. Dies könnte zu einer verzögerten Marktzulassung
für einige Arzneien führen. Labormarkt wächst moderat, Indikatoren deuten auf Abkühlung hin Der weltweite Labormarkt belief sich im vergangenen Jahr auf ein Volumen von rund
54 Mrd. € und wächst nach Schätzungen verschiedener Marktbeobachter jährlich um etwa
3% bis 4,5%. Das Marktwachstum ist unter anderem an die Forschungs- und Entwicklungsausgaben
der jeweiligen Endmärkte gebunden. Teilgebiete des Labormarkts sind von konjunkturellen
Einflüssen geprägt. Makroökonomische Indikatoren für das erste Halbjahr 2020 legen
nahe, dass sich das Wachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im Zusammenhang mit
den globalen wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie insgesamt abgekühlt
haben dürfte. Quellen: IQVIA Institute: Global Medicine Spending and Usage Trends. Outlook to 2024,
März 2020; Evaluate Vantage 2020 Preview, Dezember 2019; BioPlan: 17th Annual Report
and Survey of Biopharmaceutical Manufacturing Capacity and Production, April 2020; Daedal Research: Global Biologics Market: Size, Trends & Forecasts, Dezember
2019; BioPlan: Covid 19: Impact on Bioprocessing and Outsourcing, Mai 2020 Geschäftsentwicklung Konzern
Starkes erstes Halbjahr 2020 für Sartorius; hohe Nachfrage nach Produkten der BPS-Sparte Sartorius hat das erste Halbjahr 2020 mit deutlich zweistelligem Wachstum bei Umsatz
und Auftragseingang abgeschlossen. Auf Basis konstanter Wechselkurse legte der Konzernumsatz
um 17,9% auf 1.056,8 Mio.€ zu; nominal um 18,1%. Der Auftragseingang stieg wechselkursbereinigt
um 27,5% auf 1.244,8 Mio.€ (nominal + 27,8%). Das Wachstum wurde überwiegend von der
sehr dynamischen Geschäftsentwicklung der Sparte Bioprocess Solutions getragen. Die
Laborsparte entwickelte sich in einem schwächeren konjunkturellen Umfeld aufgrund
der Coronavirus-Pandemie moderat. Die jüngsten Akquisitionen, nämlich ausgewählte
Life-Science-Geschäfte von Danaher, die seit Mai 2020 konsolidiert werden, sowie der
im Dezember 2019 mehrheitlich übernommene Zellkulturmedienspezialist Biological Industries,
trugen wie erwartet knapp 4 Prozentpunkte zum Umsatzwachstum im ersten Halbjahr bei. Umsatz und Auftragseingangscroll
Alle Geschäftsregionen des Konzerns steigerten ihre Umsätze zweistellig. In der mit
einem Anteil von rund 40% umsatzstärksten Region EMEA lagen die Erlöse bei 419,5 Mio.€,
ein Plus von wechselkursbereinigt 16,0% (nominal +15,9%). Die höchste Dynamik zeigte
die Region Amerika, auf die etwa 35% des Konzernumsatzes entfielen. Hier wuchs das
Geschäft wechselkursbereinigt um 19,7% auf 373,1 Mio.€ (nominal +21,1%). Die Region
Asien | Pazifik machte rund 25% des Konzernumsatzes aus. Die Erlöse erhöhten sich
wechselkursbereinigt um 18,4% auf 264,2 Mio.€ (nominal +17,7%). Überproportionale Steigerung des operativen Ertrags Der Sartorius Konzern verwendet als zentrale Ertragskennziffer das um Sondereffekte
bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (underlying
EBITDA). Im ersten Halbjahr erhöhte sich das underlying EBITDA um 23,5% auf 293,5 Mio.€ und
damit deutlich überproportional zum Umsatz. Die entsprechende Marge stieg von 26,6%
auf 27,8%. Während die jüngsten Akquisitionen erwartungsgemäß keinen wesentlichen
Effekt auf das Ergebnis hatten, hatten Wechselkurseffekte einen leicht negativen Einfluss
von knapp 0,5 Prozentpunkten. Underlying EBITDA und EBITDA-Marge Konzernscroll
Inklusive Sondereffekten in Höhe von - 26,1 Mio.€ (Vorjahr: -10,6 Mio.€) und Abschreibungen
und Amortisation lag das EBIT des Konzerns bei 188,3 Mio.€ gegenüber 166,6 Mio.€ im
Vorjahr. Die Sondereffekte ergaben sich überwiegend im Zusammenhang mit der Integration
der jüngsten Akquisitionen sowie aus Aufwendungen für verschiedene spartenübergreifende
Projekte, Restrukturierungen und der Neuausrichtung des Markenauftritts. Die EBIT-Marge
lag bei 17,8% (Vorjahr: 18,6%). Das Finanzergebnis belief sich im ersten Halbjahr 2020 auf - 20,3 Mio.€ nach - 9,9
Mio.€ im Vorjahreszeitraum. Diese Veränderung ist im Wesentlichen auf die Finanzierung
der jüngsten Akquisitionen zurückzuführen. Das Periodenergebnis der ersten 6 Monate 2020 stieg um 2,8% auf 117,6 Mio.€ (Vorjahr:
114,4 Mio.€). Der Jahresüberschuss nach Anteilen Dritter belief sich auf 81,1 Mio.€
nach 82,3 Mio.€ im Vergleichszeitraum. Auf Minderheitenanteile entfielen 36,5 Mio.€
(Vorjahr: 32,1 Mio.€). Die erwartete Steuerquote des Sartorius Konzerns für das Geschäftsjahr
2020 wird bei rund 30% liegen (Vorjahr: 27%). Die Erhöhung um rund 3 Prozentpunkte
ist im Wesentlichen auf die bilanzielle Berücksichtigung von Steuerrisiken zurückzuführen.
Bereits zum Halbjahr wurde die erhöhte Steuerquote angewendet. Maßgebliches Periodenergebnis deutlich über Vorjahr Das maßgebliche, den Aktionären der Sartorius AG zuzurechnende, bereinigte Periodenergebnis
erhöhte sich um 22,4% von 101,5 Mio.€ auf 124,3 Mio.€. Es ergibt sich durch die Bereinigung
von Sondereffekten, der Herausrechnung nicht-zahlungswirksamer Amortisation sowie
auf Basis eines normalisierten Finanzergebnisses, jeweils einschließlich entsprechender
Steueranteile. Das bereinigte Ergebnis je Stammaktie lag bei 1,81€ (Vorjahr: 1,48€)
bzw. je Vorzugsaktie bei 1,82€ (Vorjahr: 1,49€). scroll
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Finanzergebnis bereinigt um Bewertungseffekte aus Sicherungsgeschäften und periodenfremde
Aufwendungen und Erträge Operativer Cashflow signifikant erhöht Sartorius hat seinen Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit in den ersten sechs
Monaten des laufenden Geschäftsjahres signifikant gesteigert. Er belief sich auf 215,4
Mio.€ gegenüber 165,1 Mio.€ im Vorjahr, was einem Plus von 30,4% entspricht. Die Entwicklung
ist im Wesentlichen auf den Ergebnisanstieg zurückzuführen; einen positiven Effekt
hatte zudem der Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines
Factoringprogramms in Höhe von etwa 88,7 Mio.€. Die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit reduzierten sich in der Berichtsperiode
um 19,5% auf - 93,3 Mio.€. Die Investitionsquote bezogen auf den Umsatz lag im ersten
Halbjahr bei 8,5% gegenüber 12,8% im Vorjahr. Zentrale Bilanz- und Finanzkennziffern weiterhin robust; durch Akquisitionen beeinflusst Die Bilanzsumme des Konzerns belief sich zum 30. Juni 2020 auf 3.850,4 Mio.€ und
lag damit 981,8 Mio.€ über dem Wert vom 31. Dezember 2019 (2.868,5 Mio.€). Der Anstieg
ist größtenteils auf die Akquisition der seit Mai 2020 konsolidierten Life-Science
Geschäfte von Danaher zurückzuführen. Das Eigenkapital des Sartorius Konzerns erhöhte sich in der Berichtsperiode von 1.093,2
Mio.€ zum 31. Dezember 2019 auf 1.157,4 Mio.€. Mit 30,1 % lag die Eigenkapitalquote
auch nach Abschluss der Akquisitionen auf einem weiterhin soliden Niveau (31. Dezember
2019: 38,1 %). Im Berichtszeitraum erhöhte sich die Bruttoverschuldung akquisitionsbedingt von 1.068,5
Mio.€ zum 31. Dezember 2019 auf 1.860,3 Mio.€. Die Nettoverschuldung lag zum Ende
des Berichtszeitraums bei 1.669,6 Mio.€ (31. Dezember 2019: 1.014,0 Mio.€). Der dynamische
Verschuldungsgrad, das heißt der Quotient aus Nettoverschuldung zu underlying EBITDA,
stieg zum 30. Juni 2020 erwartungsgemäß auf 2,8 nach 2,0 zum Jahresende 2019. Anzahl der Beschäftigten erhöht Der Sartorius Konzern beschäftigte zum 30. Juni 2020 weltweit insgesamt 9.729 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter. Im Vergleich zum 31. Dezember 2019 hat sich die Zahl damit um 693
bzw. rund 7,7% erhöht. Die Mitarbeiterzahl in EMEA stieg in der Berichtsperiode um
rund 5,5% auf 6.497. In Amerika beschäftigte Sartorius zum Ende der Berichtsperiode
1.727 Personen (31. Dezember 2019: 1.554), was einem Zuwachs von 11,1 % entspricht.
Regional betrachtet verzeichnete die Region Asien | Pazifik die größte Steigerung
mit einem Zuwachs von 13,8% auf 1.505 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Geschäftsentwicklung SpartenSparte Bioprocess Solutions setzt sehr dynamisches Wachstum fort Basierend auf einer hohen Nachfrage über alle Produktkategorien hinweg wuchs die
Sparte Bioprocess Solutions im ersten Halbjahr 2020 deutlich zweistellig um wechselkursbereinigt
21,3% auf 809,3 Mio.€ (nominal +21,6%). Gut 2 Prozentpunkte des Wachstums entfielen
auf die Erstkonsolidierung der Danaher-Geschäfte und von Biological Industries. Der Auftragseingang stieg im ersten Halbjahr 2020 noch stärker um wechselkursbereinigt
33,5% auf 984,9 Mio.€ (nominal +33,9%). Das Wachstum wurde positiv durch die Coronavirus-Pandemie
beeinflusst, die zu einer zusätzlichen Nachfrage nach Sartorius-Produkten für die
Herstellung von Impfstoffen und antiviralen Medikamenten führte. Ein starkes Projektgeschäft,
vor allem in der Region Asien | Pazifik, trug ebenfalls zur guten Auftragslage bei. In der regionalen Betrachtung stiegen die Umsätze in EMEA um 17,9%. Die Region Amerika
legte gegenüber einer guten Vorjahresbasis mit einem Erlösanstieg von 22,2% erneut
deutlich zu. Am höchsten war die Dynamik in der Region Asien | Pazifik, hier stiegen
die Umsätze um 25,5%. (Alle Veränderungsraten zur regionalen Entwicklung wechselkursbereinigt). Bioprocess Solutionsscroll
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Wechselkursbereinigt Der operative Ertrag der Sparte erhöhte sich im Verhältnis zum Umsatzwachstum überproportional
um 29,1 % auf 247,2 Mio. Euro. Die entsprechende Marge stieg, trotz einer leichten
Verwässerung durch Währungseffekte und die jüngsten Übernahmen, aufgrund von Skaleneffekten
auf 30,5%. Underlying EBITDA und EBITDA-Marge Bioprocess Solutionsscroll
Mit Blick auf die entsprechenden Kundengruppen und zur Optimierung der Vertriebsstruktur
wurden im ersten Quartal 2020 zwei Geschäftsteile zwischen den beiden Sparten neu
zugeordnet, weshalb die Vorjahreswerte auf Sparten-Ebene geringfügig angepasst wurden.
Auf Konzern-Ebene gibt es keine Anpassungen. Lab Products&Services mit moderatem Wachstum Die Sparte Lab Products&Services steigerte ihren Umsatz im ersten Halbjahr 2020 gegenüber
einer starken Vorjahresbasis um 8,1% auf 247,5 Mio.€ (nominal +8,1%). Während sich
das schwächere konjunkturelle Umfeld infolge der Pandemie dämpfend auf die Nachfrage
vor allem nach Laborinstrumenten auswirkte, trugen die jüngsten Akquisitionen knapp
9 Prozentpunkte zum Umsatzwachstum bei. Positiv entwickelte sich auch der Auftragseingang, der mit einem Plus von wechselkursbereinigt
8,9% auf 259,9 Mio.€ (nominal + 8,9%) stieg. Lab Products&Servicesscroll
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Wechselkursbereinigt In den Regionen EMEA und Amerika lag das Wachstum bei 11,0% bzw. 9,7%. Die Region
Asien | Pazifik war durch den zeitlichen Verlauf der Coronavirus-Pandemie wirtschaftlich
besonders stark betroffen und steigerte ihre Umsätze um 2,5%. (Alle Veränderungsraten
zur regionalen Entwicklung wechselkursbereinigt). Der operative Ertrag der Sparte Lab Products&Services lag nach sechs Monaten aufgrund
schwächerer Kapazitätsauslastungen zu Jahresbeginn und negativer Währungseffekte von
gut 0,5 Prozentpunkten mit 46,4 Mio.€ auf Vorjahresniveau (+0,4%). Die Erstkonsolidierung
der Danaher-Geschäfte hatte in der Berichtsperiode einen in Summe leicht positiven
Effekt. Die underlying EBITDA-Marge betrug 18,7%. Underlying EBITDA und EBITDA-Marge Lab Products&Servicesscroll
Mit Blick auf die entsprechenden Kundengruppen und zur Optimierung der Vertriebsstruktur
wurden im ersten Quartal zwei Geschäftsteile zwischen den beiden Sparten neu zugeordnet,
weshalb die Vorjahreswerte auf Sparten-Ebene geringfügig angepasst wurden. Auf Konzern-Ebene
gibt es keine Anpassungen. Chancen- und Risikobericht Die Chancen- und Risikosituation des Sartorius Konzerns hat sich seit der Veröffentlichung
des Geschäftsberichts 2019 nicht wesentlich verändert. Daher wird an dieser Stelle
auf die ausführliche Beschreibung der Chancen und Risiken sowie des Risikomanagementsystems
des Sartorius Konzerns auf den Seiten 57 ff. und 65 ff. des Geschäftsberichts 2019
verwiesen. PrognoseberichtWeltwirtschaft stark durch Coronavirus-Pandemie beeinflusst Mit der globalen Ausbreitung des Coronavirus hat sich die wirtschaftliche Entwicklung
weltweit deutlich abgeschwächt, ein Trend, der sich nach Angaben des Internationalen
Währungsfonds (IWF) im Verlauf des Jahres fortsetzen dürfte. In seiner jüngsten Prognose
vom Juni 2020 geht das Forschungsinstitut von einem Rückgang der Weltwirtschaftsleistung
um 4,9% aus (Vorjahr: +2,9%), wobei das zweite Quartal am stärksten beeinflusst werden
soll. Die Weltwirtschaft dürfte sich nach Expertenmeinung bis zum Ende des Jahres
2021 graduell erholen, wobei weitere Ausbrüche des Virus zu Verzögerungen der wirtschaftlichen
Erholung führen könnten. Insgesamt hat sich laut IWF die Vorhersagegenauigkeit der
Prognosen aufgrund wirtschaftlicher und pandemischer Unsicherheiten verschlechtert.
Beispielsweise seien sowohl der weitere Verlauf der Pandemie als auch der Wirkungsgrad
fiskalischer Stimulus-Pakete unklar. Für den europäischen Wirtschaftsraum werden insgesamt die stärksten Rückgänge prognostiziert.
So erwartet der IWF für die Europäische Währungsunion 2020 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung
von 10,2% (Vorjahr: +1,3%). In der größten europäischen Volkswirtschaft Deutschland
sollte die Reduktion 7,8% betragen (Vorjahr: +0,6%), und im von der Pandemie stärker
getroffenen Frankreich wird die Wirtschaftsleistung schätzungsweise 12,5% niedriger
erwartet (Vorjahr: +1,5%). Für Großbritannien wird ein Minus von 10,2% prognostiziert
(Vorjahr: +1,4%). In der weltweit größten Volkswirtschaft, den USA, soll das BIP im Vorjahresvergleich
um 8,0% (Vorjahr: +2,3%) sinken. Der asiatisch-pazifische Wirtschaftsraum dürfte in diesem Jahr um rund 0,8% nachgeben.
Mit +1,0% (Vorjahr: +6,1%) wird China laut Prognose des IWF die einzige große Volkswirtschaft
mit einem positiven Wachstum sein. Für Indien wird hingegen mit einem konjunkturellen
Rückgang um 4,5% gerechnet (Vorjahr: +4,2%), in Südkorea mit -3,6% (Vorjahr: +0,4%),
und in Japan dürfte das BIP nach den Schätzungen um 5,8% sinken (Vorjahr: +0,7%). Quellen: International Monetary Fund, World Economic Outlook Update, Juni 2020. Weiteres Wachstum des Biopharmamarkts erwartet Die im Geschäftsbericht 2019 auf den Seiten 67 bis 68 dargestellten Trends, die die
Entwicklung des Sartorius Konzerns beeinflussen, haben insgesamt Bestand, wobei die
Coronavirus-Pandemie und deren wirtschaftliche Auswirkungen zu insgesamt erhöhter
Prognoseunsicherheit führt. Für den weltweiten Pharmamarkt wird bis zum Jahr 2024 nach jüngsten Schätzungen mit
einem durchschnittlichen Wachstum von 3% bis 6% pro Jahr gerechnet. Für das Segment
Biopharma erwarten Marktbeobachter vor dem Hintergrund einer weltweit steigenden Nachfrage
weiter überproportionale Zuwächse von durchschnittlich etwa 8% bis 9% pro Jahr. Wachstumsimpulse
gehen auch von der höheren Marktdurchdringung bereits zugelassener Biopharmazeutika,
der Erweiterung ihrer Indikationsgebiete sowie starker Forschungs- und Entwicklungspipelines
aus. Der weltweite Biopharma-Markt ist insgesamt weitgehend unabhängig von wirtschaftlichen
Schwankungen, was sich auch auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie
beziehen sollte. Dennoch rechnen Experten damit, dass sich vor dem Hintergrund der
Pandemie die Marktzulassung einiger Arzneien um einige Quartale verzögern könnte,
da klinische Testreihen während der Hochphase verschoben werden mussten. Positive
Impulse könnten hingegen aus den Bereichen Covid19-Impfstoffe und -Therapeutika kommen. Das Wachstum des Labormarkts wird aufgrund wirtschaftlicher Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie
zumindest kurzfristig wahrscheinlich unterhalb des von Marktbeobachtern erwarteten
Wachstumskorridors von etwa 3% bis 4,5% jährlich liegen. Insgesamt sollte die größte
Nachfrage weiter von der Pharma- und Biopharmaindustrie ausgehen, wohingegen Branchen,
deren Entwicklung stärker von konjunkturellen Einflüssen geprägt ist, eine schwächere
Nachfragedynamik zeigen sollten. Quellen: IQVIA Institute: Global Medicine Spending and Usage Trends. Outlook to 2024,
März 2020; Evaluate Vantage 2020 Preview, Dezember 2019; BioPlan: 17th Annual Report
and Survey of Biopharmaceutical Manufacturing Capacity and Production, April 2020;
Daedal Research: Global Biologics Market: Size, Trends & Forecasts, Dezember 2019;
BioPlan: Covid 19: Impact on Bioprocessing and Outsourcing, Mai 2020 Prognose für das Geschäftsjahr 2020 angehoben Auf Basis einer starken Entwicklung in der Sparte Bioprocess Solutions im ersten
Halbjahr sowie einer auch für den weiteren Jahresverlauf erwarteten dynamischen Nachfrage
erhöht Sartorius seine Wachstums- und Ertragsprognose für diese Sparte und damit auch
den Gesamtkonzern für das Geschäftsjahr 2020. Konzern Die Unternehmensleitung geht nunmehr von einer Erhöhung des Konzernumsatzes von 22%
bis 26% (bisher 15% bis 19%) sowie einer underlying EBITDA-Marge von etwa 28,5% (bisher
etwa 27,5%) aus. Ein signifikanter Teil des gegenüber der bisherigen Prognose zusätzlich
erwarteten Geschäfts ist auf die derzeitige Coronavirus-Pandemie zurückzuführen: Sartorius-Produkte
werden sowohl bei der Entwicklung und Herstellung von Impfstoffen als auch von antiviralen
Medikamenten eingesetzt. Zum Umsatzanstieg soll die Erstkonsolidierung von Biological
Industries unverändert knapp 1,5 Prozentpunkte beitragen und der Einbezug des von
Danaher erworbenen Portfolios gut 5 Prozentpunkte. Die auf den Umsatz bezogene Investitionsquote wird weiter bei rund 10% erwartet (Vorjahr:
12,3%). Der dynamische Verschuldungsgrad, berechnet als Quotient aus Nettoverschuldung
und underlying EBITDA, dürfte zum Jahresende 2020 etwas unter 2,75 liegen (bisher
etwa 2,75; Vorjahr: 2,0). Sparten Für die Sparte Bioprocess Solutions wird mit einer Umsatzsteigerung von 26% bis 30%
(bisher 17% bis 21 %) gerechnet. Hierzu sollen die Konsolidierung von Biological Industries
nach wie vor rund 1 Prozentpunkt und die des Danaher-Portfolios rund 3,5 Prozentpunkte
beitragen. Die underlying EBITDA-Marge soll bei etwa 31 % (bisher etwa 30%) liegen,
worin leicht verwässernde Effekte durch die Einbeziehung der Akquisitionen enthalten
sind. Der Ausblick für die Sparte Lab Products&Services bleibt mit einem Umsatzwachstum
von 10% bis 14% bei einer underlying EBITDA-Marge von etwa 20% unverändert. Die Konsolidierung
von Biological Industries soll weiterhin 2,5 Prozentpunkte und das Danaher-Portfolio
rund 10 Prozentpunkte zum Wachstum beitragen. Während der Einbezug des Danaher-Portfolios
die Marge um 1,5 Prozentpunkte verbessern dürfte, sollte die Konsolidierung von Biological
Industries zu einer leichten Verwässerung führen. Aufgrund der Pandemie steht die Prognose weiter unter größerer Unsicherheit als üblich.
Zugrunde gelegt werden insbesondere die Annahmen, dass Logistikketten stabil sind
und Produktionslinien in Betrieb bleiben. Alle Zahlen zur Prognose sind, wie in den
vergangenen Jahren auch, auf Basis konstanter Währungsrelationen angegeben. Mittelfristprognose unverändert Trotz der aktuell erhöhten Nachfrage sieht Sartorius hinsichtlich seiner Mittelfristprognose
bis 2025 zum jetzigen Zeitpunkt keinen Anpassungsbedarf. Das Unternehmen erwartet
für das Jahr 2025 weiterhin einen Umsatz von rund 4 Milliarden Euro bei einer underlying
EBITDA-Marge von etwa 28 Prozent. Grundlage ist, dass sich die mittelfristigen Fundamentaldaten
der Biopharma-Branche unverändert darstellen. So ist derzeit nicht absehbar, dass
sich die aktuelle Zusatznachfrage aus den Bereichen Impfstoffe und antivirale Medikamente
zu einer nachhaltigen Erhöhung der Nachfrage in diesen Bereichen entwickeln wird.
Zudem zeichnet sich ab, dass sich die Marktzulassung einiger Biopharmaka aufgrund
von pandemiebedingt verschobenen klinischen Testreihen verspäten könnte. Eine Quantifizierung
der Auswirkungen dieser verschiedenen Effekte ist derzeit weder der Höhe noch dem
Zeitpunkt nach zuverlässig möglich. Nachtragsbericht Nach dem 30. Juni 2020 sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten. Verkürzter KonzernzwischenabschlussGewinn- und Verlustrechnungscroll
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Die Zahlen des 2. Quartals waren nicht Bestandteil der prüferischen Durchsicht. Gesamtergebnisrechnungscroll
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Die Zahlen des 2. Quartals waren nicht Bestandteil der prüferischen Durchsicht. BilanzAKTIVAscroll
PASSIVAscroll
Kapitalflussrechnungscroll
Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
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Segmentberichterstattung Die Segmentabgrenzung ergibt sich gem. IFRS 8 aus dem sog. Management-Approach, d.
h. die Festlegung der Segmente erfolgt in Analogie zur internen Steuerungs- und Berichtsstruktur
des Unternehmens. Dementsprechend sind die Sparten Bioprocess Solutions sowie Lab
Products&Services als operative Segmente anzusehen. Die für die Beurteilung der Segmenterfolge relevante Erfolgsgröße ist für den Sartorius
Konzern das sog. underlying EBITDA. Das EBITDA entspricht dem Überschuss vor Finanzergebnis,
Steuern und Abschreibungen. Beim "underlying" EBITDA handelt es sich um ein um Sondereffekte
bereinigtes, operatives Ergebnis. Als Sondereffekte gelten in diesem Zusammenhang
Aufwendungen und Erträge, die einen außerordentlichen oder Einmalcharakter haben,
dementsprechend die nachhaltige Ertragskraft des Segments verzerren und auch aus Konzernsicht
einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der berichtspflichtigen Segmente entsprechen
im Übrigen den allgemeinen Konzernbilanzierungsrichtlinien. scroll
Aufgliederung der UmsatzerlöseGeografische Informationen nach Segmenten Die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden gem. IFRS 15 sind nach den beiden Kategorien
"Art der Produkte" sowie "geographische Regionen" aufgegliedert und in nachfolgender
Tabelle dargestellt. Die Kategorisierung nach der "Art der Produkte" entspricht den
berichtspflichtigen Segmenten, da die Abgrenzung der berichteten Segmente insbesondere
auf den unterschiedlichen vertriebenen Produkten basiert. Die regionale Zuordnung
der Umsatzerlöse erfolgt nach dem Sitz des Kunden. scroll
Angaben zum verkürzten Zwischenabschluss1. Allgemeine Informationen Die Sartorius AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts und
oberstes Mutterunternehmen des Sartorius Konzerns. Die Gesellschaft ist im Handelsregister
des Amtsgerichts Göttingen (HRB 1970) eingetragen und hat ihren Sitz in Göttingen,
Bundesrepublik Deutschland, Otto-Brenner-Str. 20. Der Sartorius-Konzern ist ein Partner der biopharmazeutischen Forschung und Industrie.
Die Sparte Lab Products&Services (LPS) konzentriert sich mit innovativen Laborinstrumenten
und Verbrauchsmaterialien auf Forschungs- und Qualitätssicherungslabore in Pharma-
und Biopharmaunternehmen und akademischen Forschungseinrichtungen. Die Sparte Bioprocess
Solutions (BPS) trägt mit einem breiten Produktportfolio mit Fokus auf Einweg-Lösungen
dazu bei, dass Biotech-Medikamente und Impfstoffe sicher und effizient hergestellt
werden. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Konzernabschluss der Sartorius AG zum 31. Dezember 2019 wurde in Übereinstimmung
mit den Rechnungslegungsstandards des IASB - den International Financial Reporting
Standards (IFRS) - wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Im vorliegenden
Zwischenabschluss, der nach den Anforderungen des IAS 34, Zwischenberichterstattung,
aufgestellt ist, wurden - mit Ausnahme der im Geschäftsjahr erstmalig anzuwendenden
geänderten Vorschriften - grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
angewandt, die auch dem vorangegangenen Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2019
zu Grunde lagen. Ferner wurden sämtliche zum 30. Juni 2020 anzuwendenden Interpretationen des International
Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC) beachtet. Die angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Einzelnen im Anhang des Konzernabschlusses
zum 31. Dezember 2019 erläutert. Die erstmalig angewendeten Standards bzw. die geänderten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden in Abschnitt 4 erläutert. Eine Liste der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften befindet sich
im Geschäftsbericht 2019. Im laufenden Geschäftsjahr wurden folgende Gesellschaften
erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen:
Die Gesellschaften BI Shanghai Co. Ltd., Biological Industries Hong Kong Ltd. sowie
Biological Industries USA Inc. sind im Zuge des Erwerbs der Mehrheitsbeteiligung an
Biological Industries Israel Beit Haemek Ltd. im Dezember 2019 hinzugekommen und wurden
im Zuge der Aktualisierung der Kaufpreisallokation ab dem 15. Dezember 2019 im Wege
der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Sartorius BioAnalytical
Instruments, Inc., Sartorius Stedim Chromatography Systems Ltd. sowie Sartorius Stedim
Chromatography Resins S.A.S. wurden für die Aufnahme verschiedener Life Science Geschäfte
von Danaher neu gegründet und verfügen seit dem 30. April 2020 über die erworbenen
Vermögenswerte. Die Gesellschaft Sartorius ForteBio Shanghai (China) Co. Ltd. wurde
im Zuge des vorstehend genannten Erwerbs im Wege eines Anteilserwerbs übernommen.
Zum Erwerb von Biological Industries Israel Beit Haemek Ltd. sowie zur Akquisition
verschiedener Life Science Geschäfte von Danaher siehe Abschnitt 5. Im Hinblick auf die Berechnung des Steueraufwands wird auf den Zwischenabschluss
die Regelung des IAS 34.30c) angewendet, d. h. die für das Gesamtjahr erwartete Steuerquote
von 30% findet grundsätzlich Anwendung. In dieser Quote sind Effekte aus der Berücksichtigung
von Steuerrisiken enthalten. 3. Ermessensentscheidungen und Schätzungen Bei der Erstellung des Zwischenabschlusses wendet die Konzernleitung Schätzungen
und Annahmen an, die auf den Verhältnissen und Einschätzungen am Bilanzstichtag beruhen.
Die tatsächlichen Ergebnisse können jedoch von diesen Schätzwerten abweichen. Die
wesentlichen Schätzungen und Annahmen sind im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31.
Dezember 2019 unverändert geblieben. Allerdings ist die allgemeine Unsicherheit, die
den rechnungslegungsrelevanten Schätzungen und Annahmen inhärent ist, aufgrund der
aktuellen COVID-19 Pandemie angestiegen. Im Hinblick auf eine Darstellung der Auswirkungen
auf die Weltwirtschaft sowie die beiden Sparten des Konzerns wird auf den Konzernzwischenlagebericht
verwiesen. Im ersten Halbjahr erreichte der Konzern ein zweistelliges Wachstum des Umsatzes
und Auftragseingangs. Die für den Konzern besonders wichtige Biopharma-Sparte ist
weitestgehend unabhängig von wirtschaftlichen Schwankungen, eine Entwicklung, die
auch für den Berichtszeitraum erwartet wird. Dies gilt in besonderem Maße für die
Sparte BPS, welche als Lösungsanbieter für die biopharmazeutische Industrie kurzfristig
sogar von einem Nachfrageanstieg aufgrund der erwarteten Impfstoffherstellung profitieren
könnte. Für die Sparte LPS, die neben Biopharma-Kunden auch andere Segmente bedient,
zeigt sich mit Blick auf die verschiedenen Produkte ein differenzierteres Bild. Der
Konzern hat daher qualitative Beurteilungen hinsichtlich etwaiger Wertminderungsrisiken
der Sparte LPS vorgenommen. Auf dieser Basis konnten zum 30. Juni 2020 keine Anzeichen
für Wertminderung identifiziert werden. 4. Im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendete RechnungslegungsvorschriftenErstmalig in 2020 anzuwendende Standards Der Konzern wendet die folgenden neuen Rechnungslegungsvorschriften erstmals in der
Berichtsperiode an:
Die Anwendung der neuen Regelungen hatte keine Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss. 5. UnternehmenserwerbeAkquisition Biological Industries in 2019 Am 15. Dezember 2019 hat der Konzern etwas mehr als 50% der Anteile am israelischen
Zellkulturmedien Entwickler und -Hersteller Biological Industries erworben. Im Zuge
der Transaktion hat der Konzern aufgrund vertraglicher Vereinbarungen die Beherrschung
über das Unternehmen erworben. Biological Industries konzentriert sich auf Zellkulturmedien, insbesondere für die
Zell- und Gentherapie, für die regenerative Medizin und andere neuartige Therapien.
Das 1981 gegründete Unternehmen beschäftigt derzeit rund 130 Mitarbeiter, hauptsächlich
an seinem Haupt-, Forschungs- und Entwicklungs- sowie Produktionsstandort in der Nähe
von Haifa, Israel, sowie an Vertriebsstandorten in den USA, Europa und China. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden
wurde in 2020 abgeschlossen. Die nicht-beherrschenden Anteile wurden mit ihrem Anteil
am Nettovermögen angesetzt. Die vorläufigen und endgültigen Wertansätze stellen sich
wie folgt dar: scroll
Der Kaufpreis für die erworbenen Anteile beträgt etwa 42,4 Mio.€ und wurde mit Ausnahme
einer eingegangenen Verbindlichkeit in Höhe von rund 2,2 Mio.€ in Barmitteln entrichtet.
Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Aufwendungen in Höhe von 0,3 Mio.€ wurden in 2019
in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Eine steuerliche Abziehbarkeit
des Geschäfts- oder Firmenwerts ist nicht gegeben. Die anzusetzenden immateriellen
Vermögenswerte beziehen sich im Wesentlichen auf Technologien und Kundenbeziehungen. Der Geschäfts- oder Firmenwert entfällt auf Synergien, etwa aus der Integration des
erworbenen Unternehmens in das globale Vertriebsnetzwerk des Konzerns, sowie die Erweiterung
des Produktportfolios der beiden Sparten und weitere nicht separierbare immaterielle
Werte, wie z. B. das Know-how des Mitarbeiterstamms. Die Zuordnung erfolgte auf Basis
des erwarteten Synergiepotenzials zu etwa 60% auf die Sparte Bioprocess Solutions
und zu etwa 40% auf die Sparte Lab Products&Services. Im Rahmen der Akquisition wurde dem Inhaber der nicht-beherrschenden Anteile das
Recht gewährt, die verbleibenden Anteile an Biological Industries in mehreren Tranchen
bis 2027 ebenfalls an den Konzern zu veräußern. Für die hieraus resultierende Verpflichtung
Anteile zu erwerben hat der Konzern im Erwerbszeitpunkt finanzielle Verbindlichkeiten
in Höhe von insgesamt 61,0 Mio.€ erfasst. Der Konzern hat seinerseits das Recht, einen
zusätzlichen Anteil von 20% an dem Unternehmen innerhalb von drei Jahren nach dem
Erwerbsstichtag zu erwerben. Im Zuge der Transaktion wurden zudem die bisherigen nicht-beherrschenden Anteile
an der bereits vollkonsolidierten Gesellschaft Sartorius Israel erworben, da diese
von Biological Industries gehalten werden. Für den Erwerb dieser nicht-beherrschenden
Anteile wurde im Rahmen der Kaufpreisermittlung für den Unternehmenszusammenschluss
ein Betrag in Höhe von 6,9 Mio.€ berücksichtigt. Der entsprechende Zahlungsmittelabfluss
wurde in 2019 im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Die aufgrund der
Put Option der nicht-beherrschenden Gesellschafter über diese Anteile zuvor bilanzierte
finanzielle Verbindlichkeit wurde im Erwerbszeitpunkt in die Gewinnrücklagen umgegliedert. Erwerb ausgewählter Life-Science Geschäfte von Danaher Am 30. April 2020 hat der Konzern die Übernahme ausgewählter Life-Science-Geschäfte
der Danaher Corporation nach Erhalt der erforderlichen Kartellfreigaben vollzogen.
Erworben wurden die zu den übernommenen Geschäften gehörenden Vermögenswerte sowie
Verbindlichkeiten im Wesentlichen im Wege von Asset Deals. Im Zuge der Transaktion
sind rund 300 Mitarbeiter auf den Konzern übergegangen. Die vom Konzern erworbenen Geschäfte, die 2019 einen Umsatz von ca. 170 Mio. US$
erzielten, umfassen verschiedene Labor- und Bioprozess-Technologien, die die Aufstellung
beider Sparten des Konzerns komplementär ergänzen. Das verbreiterte Angebot unterstützt
die Kunden noch umfassender bei der Entwicklung von Biotech-Medikamenten und Impfstoffen
sowie bei der sicheren und effizienten Produktion solcher Arzneien. Sartorius baut
damit seine Marktpositionen im Gebiet Bioanalytik sowie in wichtigen Bereichen der
Herstellung von Biotech-Medikamenten aus. Das ForteBio-Geschäft zur markierungsfreien Analyse von Biomolekülen beinhaltet innovative
Geräte zur Proteinanalyse, Biosensoren und Reagenzien, die in der Wirkstoffforschung
eingesetzt werden und in das Bioanalytik-Portfolio der Sparte Lab Products&Services
integriert werden. Die Produkte basieren auf der patentierten Biolayer-Interferometrie-Technologie
und führen Echtzeitanalysen verschiedener biomolekularer Interaktionen durch. Weltweit
sind rund 200 Mitarbeiter in den Produktionsstätten in Fremont, Kalifornien, USA,
und Shanghai, China, sowie an diversen Vertriebsstandorten weltweit tätig. Mit den ebenfalls erworbenen Chromatographie-Systemen und -Gelen erweitert Sartorius
das Portfolio seiner Bioprocess-Solutions-Sparte im Downstream Processing-Bereich.
Das Geschäft adressiert einen zentralen Schritt in der Aufarbeitung von Biopharmazeutika
und umfasst sowohl Mehrweg- als auch Einwegtechnologien, Säulen und Gele. Die Aufstellung
im Downstream Processing wird zusätzlich gestärkt durch weitere ausgewählte Produktgruppen
aus den Bereichen Edelstahl-Hohlfaser- und Einweg-Crossflowfilter-Systeme und -Flowkits.
Die verschiedenen Einheiten beschäftigen an ihren Standorten in Portsmouth, Großbritannien,
Cergy, Frankreich, Ann Arbor, Michigan, USA, und Hopkinton, Massachusetts, USA, zusammen
rund 100 Mitarbeiter. Der Kaufpreis für die erworbenen Geschäfte in Höhe von etwa 777,4 Mio.€ wurde in
Barmitteln entrichtet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Aufwendungen in Höhe von
4,8 Mio.€ wurden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Aufgrund der Größe und Komplexität des Erwerbs ist die Ermittlung der beizulegenden
Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden sowie des Kaufpreises, welcher
üblichen Kaufpreisanpassungsklauseln unterliegt, derzeit noch nicht abgeschlossen.
Die Kaufpreisallokation wurde daher vorläufig - auf Basis der verfügbaren Erkenntnisse
des Managements - vorgenommen. Es wurden dabei folgende Wertansätze berücksichtigt: scroll
Der Geschäfts- oder Firmenwert spiegelt erwartungsgemäß insbesondere die Erweiterung
des Produktportfolios für Kunden der biopharmazeutischen Industrie, Synergien sowie
weitere nicht separierbare immaterielle Werte, wie etwa das Know-how des Mitarbeiterstamms
wider. Aufgrund der Transaktionsstruktur geht der Konzern davon aus, dass der erworbene
Geschäfts- oder Firmenwert steuerlich weitgehend abzugsfähig sein wird. Die anzusetzenden
sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden sich nach heutiger Erkenntnis insbesondere
auf Technologien, Kundenbeziehungen und Marken beziehen. Zur Finanzierung der Akquisition der Life Science Geschäfte wurde im Oktober 2019
eine Brückenfinanzierung mit BNP Paribas Fortis SA/NV abgeschlossen. Diese Finanzierung
stellte dem Sartorius Konzern zum Zeitpunkt des Abschlusses der Akquisition den für
die Transaktion benötigten Finanzierungsspielraum zur Verfügung. Diese Finanzierung
besteht zum 30. Juni fort und steht dem Konzern langfristig bis November 2021 zur
Verfügung. Das Wechselkursrisiko der Akquisitionsfinanzierung wurde über den Kauf
von Devisenoptionen mit einem Nominalbetrag von 750 Mio. US-Dollar abgesichert. Die
Wertänderungen der Optionen in Höhe von +4,7 Mio.€ seit dem 31. Dezember 2019 wurden
im ersten Halbjahr 2020 ergebniswirksam erfasst. Die erworbenen Geschäfte sind mit Wirkung vom 1. Mai 2020 in den Halbjahresabschluss
mit einbezogen worden. Sie haben hierzu einen Umsatz von rund 22,9 Mio. EUR beigetragen,
die hierauf entfallende operative Ergebnismarge lag in etwa auf dem Niveau des Gesamtkonzerns.
Die Auswirkungen auf den Halbjahresabschluss unter der Annahme einer Einbeziehung
bereits zum 1. Januar 2020 können -insbesondere aufgrund der Transaktionsstruktur
als Assets Deals sowie der Auswirkungen der Corona-Pandemie - nicht zu-verlässig ermittelt
werden. 6. Finanzinstrumente Die folgende Tabelle stellt die Buch- und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente
des Konzerns zum 30. Juni 2020 und zum 31. Dezember 2019 nach IFRS 9 dar. scroll
1
Die Zahlen der Vergleichsperiode wurden aufgrund der Finalisierung der Kaufpreisallokation
von Biological Industries angepasst. Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden grundsätzlich basierend
auf den am Bilanzstichtag verfügbaren Marktinformationen ermittelt und sind einer
der drei Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten gemäß IFRS 13 zuzuordnen. Finanzinstrumente der Stufe 1 werden auf Basis quotierter Preise auf aktiven Märkten
für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten bewertet. Innerhalb der Stufe
2 wird die Bewertung der Finanzinstrumente auf Basis von Faktoren, die aus beobachtbaren
Marktdaten ableitbar sind, oder anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente durchgeführt.
Finanzinstrumente der Stufe 3 werden auf Basis von Inputfaktoren, die nicht aus beobachtbaren
Marktdaten ableitbar sind, bewertet. Die zum Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert angesetzten Derivate in Form von
Devisentermingeschäften wurden jeweils auf Basis notierter Devisenkurse und am Markt
erhältlicher Zinsstrukturkurven bewertet (Stufe 2). Die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzanlagen werden auf Basis der jüngsten
am Bilanzstichtag verfügbaren verlässlichen Wertindikation, beispielsweise auf Basis
der jüngsten durchgeführten Finanzierungsrunde oder unveränderter Anschaffungskosten,
bewertet. Die Ermittlung der anzugebenden beizulegenden Zeitwerte für die zu fortgeführten
Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten (insbesondere Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten und aus Schuldscheindarlehen) erfolgte auf der Basis der
Marktzinskurve unter Berücksichtigung aktueller (indikativer) Credit Spreads (Stufe
2). Die anzugebenden beizulegenden Zeitwerte der übrigen finanziellen Vermögenswerte
und Schulden entsprechen aufgrund ihrer überwiegend kurzen Restlaufzeit oder unveränderten
Anschaffungskosten annähernd ihrem Buchwert. Das maximale Ausfallrisiko wird durch
die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Umgliederungen zwischen den Hierarchiestufen werden zum Ende der Berichtsperiode
erfasst, in denen die Änderung eingetreten ist. In der Berichtsperiode gab es keine
Übertragungen zwischen den Stufen. 7. Nahestehende Personen und Unternehmen Die in den Konzernabschluss einbezogenen Konzerngesellschaften stehen in Beziehungen
mit nahestehenden Unternehmen im Sinne von IAS 24. Dies betrifft insbesondere Geschäfte
mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen. Diese Transaktionen werden grundsätzlich
zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. In der Berichtsperiode wurden Umsatzerlöse in Höhe von 0,9 Mio.€ (Vorjahr: 0,3 Mio.€)
mit diesen Unternehmen erzielt, es bestanden Forderungen aus Darlehen sowie Lieferungen
und Leistungen in Höhe von 11,7 Mio.€ (4,7 Mio.€). Mit einem verbundenen Unternehmen
besteht ein langfristiger Dienstleistungsvertrag, in der Berichtsperiode sind dafür
im Konzernabschluss Aufwendungen in Höhe von 5,4 Mio.€ (3,7 Mio.€) angefallen. Zu weiteren Ausführungen auch im Hinblick auf nahestehende Personen wird auf den
Geschäftsbericht 2019 (S. 162) verwiesen. 8. Sonstige Angaben In der Zwischenberichtsperiode waren keine Wertminderungen von Vermögenswerten zu
erfassen. Wertminderungstests sind insbesondere jährlich beim Goodwill und bei Vermögenswerten
mit unbestimmter Nutzungsdauer durchzuführen. In der Berichtsperiode hat die Gesellschafterversammlung der Sartorius AG eine Dividende
in Höhe von 24,3 Mio.€ beschlossen, von denen 12,0 Mio.€ auf Stammaktien und 12,3
Mio.€ auf Vorzugsaktien entfällt. Die Dividende wurde nach dem 30. Juni 2020 gezahlt. Der Vorstand hat den verkürzten Konzernzwischenabschluss am 20. Juli 2020 zur Veröffentlichung
freigegeben. Eine prüferische Durchsicht des 6-Monatsberichts seitens des Konzernabschlussprüfers
ist erfolgt. Die Zahlen des Einzelquartals Q2 in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie
der Gesamtergebnisrechnung waren nicht Bestandteil dieses Reviews. 9. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Bis zur Beendigung der Aufstellung des Zwischenabschlusses haben sich keine wesentlichen
Ereignisse ergeben. Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtAn die Sartorius Aktiengesellschaft, Göttingen Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung
und Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung
sowie Angaben zum verkürzten Konzernzwischenabschluss - und den Konzernzwischenlagebericht
der Sartorius Aktiengesellschaft, Göttingen, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30.
Juni 2020, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer
prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses
nach dem International Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie
er in der EU anzuwenden ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte
anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss
und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und der Konzernzwischenlagebericht
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte
anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht
beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft
und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung
erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben,
können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung",
wie er in der EU anzuwenden ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Hannover, den 21. Juli 2020 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Tonne Wirtschaftsprüfer Thiele Wirtschaftsprüfer Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung zum 30. Juni 2020 ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt
und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses
und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Göttingen, den 21. Juli 2020 Sartorius Aktiengesellschaft Der Vorstand Dr. Joachim Kreuzburg Rainer Lehmann Dr. René Fáber John Gerard MacKay Finanzkalenderscroll
Kontakt Sartorius AG Otto-Brenner-Straße 20 37073 Göttingen Telefon: 0551.308.0 www.sartorius.com Petra Kirchhoff Head of Corporate Communications & IR Telefon: 0551.308.1686 petra.kirchhoff@sartorius.com Ben Orzelek Head of Investor Relations Telefon: 0551.308.1668 ben.orzelek@sartorius.com Zukunftsgerichtete Aussagen enthalten Risiken Dieser Sartorius Konzern Halbjahresbericht für den Zeitraum Januar bis Juni 2020
enthält verschiedene Aussagen, die die zukünftige Entwicklung des Sartorius Konzerns
betreffen. Diese Aussagen beruhen sowohl auf Annahmen als auch auf Schätzungen. Obwohl
wir davon überzeugt sind, dass diese vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können
wir hierfür nicht garantieren. Denn unsere Annahmen bergen Risiken und Unsicherheiten,
die dazu führen könnten, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den erwarteten
abweichen. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen ist nicht geplant. Im gesamten Bericht können durch mathematische Rundungen in der Addition scheinbare
Differenzen auftreten. |
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