![]() artnet AGBerlinHalbjahresfinanzbericht 2016Konzern-Zwischenlagebericht für das 1. Halbjahr vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016Allgemeine Informationen und GeschäftstätigkeitDie artnet AG ist eine Holding-Gesellschaft, deren Aktien am Regulierten Markt (Prime
Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sind. Ihre wesentliche Beteiligung
ist die hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation, die 1989
in New York gegründet wurde. Die artnet AG ("artnet" oder "die Gesellschaft") und
Artnet Worldwide Corporation ("Artnet Corp.", zusammen "der artnet Konzern" oder "der
Konzern") sind unter dem Markennamen "artnet" tätig. Die Artnet Worldwide Corporation hat zwei hundertprozentige Tochtergesellschaften:
artnet UK Ltd. und artnet France sarl. artnet UK Ltd. erbringt Dienstleistungen im
Bereich Vertrieb und Kundenbetreuung in Großbritannien. Das Büro der artnet France
ist seit 2012 geschlossen. Die Unternehmenswebsites artnet.com, artnet.de, artnet.fr, artnet.com/auctions und
news.artnet.com bieten einen weltweit einmaligen Überblick des Kunstmarktes und zogen
in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2016 durchschnittlich über 2,2 Millionen
Besucher im Monat an. Dank der zeitnah bereitgestellten Informationen zum Wert von
Kunstwerken sowie zu Künstlern, Galerien, Preisentwicklungen, Ausstellungen, Nachrichten
und Rezensionen ist artnet für Sammler und Kunstexperten eine elementare Informationsquelle,
um sich allumfassend über den Kunstmarkt zu informieren. Zum 30. Juni 2016 umfasste das artnet Galerie-Netzwerk ca. 1.300 der weltweit renommiertesten
Kunstgalerien aus mehr als 60 Ländern. Die Mitgliedsgalerien sind in einem Verzeichnis
nach Fachgebieten und Standorten zusammengefasst und präsentieren die im Inventar
befindlichen insgesamt 185.500 Werke von 29.300 Künstlern. Über das Galerie-Netzwerk
werden neben sämtlichen Formen der zeitgenössischen, modernen und klassischen Kunst
auch Designobjekte sowie Kunsthandwerk und Antiquitäten aus allen Epochen, vom 1.
Jahrhundert v. Chr. bis heute, angeboten. Mit einer Auktionshaus-Partnerschaft besitzen Auktionshäuser die Flexibilität, Verkäufe
ganz oder teilweise auf der artnet Website zu veröffentlichen. Darüber hinaus besteht
die Option, jedes Los auf artnet mit dem gleichen Los im eigenen Onlinekatalog des
Auktionshauses zu verlinken. Alle Lose sind mit der artnet Events-Seite, die u. a.
eine Übersicht über die nächsten Auktionstermine bietet, verlinkt und haben ein gutes
Ranking bei den Suchergebnissen auf artnet und gängigen Suchmaschinen, wie Google.
Die artnet Auktionshaus-Partnerschaft ist das ideale Instrument für Auktionshäuser,
um ihre internationale Präsenz für ihre Auktionen auszubauen und eine große Anzahl
potentieller Käufer direkt auf die eigene Website zu leiten. Die artnet Price Database, welche die Price Database Fine Art and Design und die Price
Database Decorative Art umfasst, ist eine Onlinedatenbank mit mehr als 10 Millionen
illustrierten Auktionsergebnissen von über 1.700 der führenden internationalen Auktionshäuser.
Dieses Produkt sorgt für Preistransparenz in dem komplexen Kunst- und Antiquitätenmarkt.
Die Abonnenten der Price Database Fine Art and Design und der Price Database Decorative
Art erhalten Zugang zu Informationen über bis 1985 zurückreichende Auktionsergebnisse,
zu aktuellen Verkaufspreisen sowie bevorstehenden Auktionen und damit objektive Daten
für Kunstwerke, die sie kaufen oder verkaufen möchten. Die artnet Price Database wird
von Gutachtern, Händlern, Auktionshäusern, Finanziers und privaten wie staatlichen
Institutionen (einschließlich der US-Steuerbehörde IRS und der US-Bundespolizei FBI)
genutzt und geschätzt. Darüber hinaus dient sie privaten Sammlern als illustriertes
Nachschlagewerk, das sie verwenden, um den Wert ihrer Kunstwerke zu ermitteln und
deren Potenzial bei einer Auktion oder auf dem Händlermarkt abzuschätzen. Händler
und Auktionshäuser nutzen für die Bewertung und den Verkauf wichtiger Kunstwerke auch
die Comps (vergleichbare Auktionsergebnisse aus der artnet Price Database). Eine Ergänzung der artnet Price Database ist das Produkt artnet Market Alerts, bei
dem Abonnenten per E-Mail benachrichtigt werden, wenn Kunstwerke ihrer bevorzugten
Künstler bei einer Auktion oder im artnet Galerie-Netzwerk bzw. über artnet Auctions
zum Verkauf angeboten werden. Das Produkt artnet Analytics stellt Kunstmarktinformationen visuell dar. Es bietet
die Möglichkeit, die Marktentwicklung von Künstlern und Kunstrichtungen oder eine
individuelle Auswahl an Kunstwerken zu beobachten und mit artnet Künstlerindizes oder
mit Finanzmarktindizes, wie dem Dow Jones oder Gold zu vergleichen. Mit artnet Auctions hat sich artnet zu einer kundenbezogenen Transaktionsplattform
mit integriertem Informationsangebot für Kunst entwickelt. Über artnet Auctions werden
Kunstwerke erstklassiger moderner und zeitgenössischer Künstler regelmäßig im fünf-
bis sechsstelligen Bereich verkauft. Die wesentlichen Vorteile für Käufer und Verkäufer
bei artnet Auctions sind die attraktiven Preise und die kurzen Umschlagszeiten. Geschäfte
werden innerhalb weniger Wochen abgeschlossen und nicht wie bei konventionellen Auktionshäusern
in einem halben bis einem Jahr. Mit artnet News bietet artnet seit Februar 2014 einen eigenen 24-Stunden-Nachrichtenservice
für Kunst. Auf der Online-Plattform news.artnet.com wird über Events, Trends, Entwicklungen
und Persönlichkeiten des Kunstmarkts berichtet. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie internationale Konjunktur war im ersten Halbjahr 2016 weiterhin recht schwach.
In den USA legte das Bruttoinlandsprodukt nur wenig zu und in China verlangsamte sich
die Wachstumsdynamik. Trotz allem sind die Prognosen für die Binnenkonjunktur in beiden
Ländern positiv. In der europäischen Union stand die Konjunktur in der ersten Jahreshälfte
auf robusten Füßen wovon auch die deutsche Wirtschaft profitierte. Insgesamt bleibt
abzuwarten, inwieweit die Entscheidung der Briten zum Brexit die wirtschaftlich Entwicklung
der EU, aber auch in der Welt beeinflussen wird. Im ersten Halbjahr 2016 ist der Kunstauktionsmarkt in den USA und in Großbritannien
im Vergleich zum Vorjahr geschrumpft, wobei der US-Markt mit einem Transaktionsvolumen
von nur 1,8 Milliarden US-Dollar (Vorjahr: 3,8 Milliarden US-Dollar) den größten Rückgang
zu verzeichnen hat. Lediglich der chinesische Markt registrierte ein leichtes Wachstum
von 6%. Im ersten Halbjahr 2016 wurden sechs der 25 höchsten je auf dem chinesischen
Markt gesehenen Auktionsergebnisse erzielt. Weltweit schafften es 2 Werke in die Top
50 der teuersten Auktionsergebnisse, ein Picasso bei Sotheby's, London, und ein Baskiat
bei Christie's, New York. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslageartnet erzielt seine Umsatzerlöse überwiegend im US-Dollar-Währungsraum über seine
Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation, die in New York als weltweites Zentrum
des Kunstmarktes ihren Sitz hat und deren Aufwendungen auch überwiegend in US-Dollar
anfallen. Die Geschäftszahlen auf US-Dollar-Basis sind für die wirtschaftliche Entwicklung
des artnet-Konzerns aussagefähiger als auf Euro-Basis. Im Folgenden werden nur die
US-Dollar-Geschäftszahlen dargestellt, da die Entwicklung in der Berichtswährung Euro
aufgrund des im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 unveränderten durchschnittlichen
Wechselkurses weitgehend identisch gewesen ist. UmsatzentwicklungIn den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres erzielte artnet einen Umsatz von TUSD
9.519 während die Umsätze in der Vorjahresperiode TUSD 9.410 betrugen. Dies entspricht
einer leichten Umsatzsteigerung von 1 Prozent. Die Umsätze des Produkts artnet Auctions lagen mit einem Anstieg von 1 % leicht über
dem Vorjahreszeitraum. Die im ersten Halbjahr mit Onlineauktionen erzielten Umsätze
betrugen TUSD 1.566 im Vergleich zu TUSD 1.546 im ersten Halbjahr 2015. Die Umsätze
des 2. Quartals lagen mit TUSD 739 geringfügig hinter denen des Vorjahresquartals
(TUSD 770). Die Käufer- und Verkäuferprämien betrugen wie im Vorjahreszeitraum 22
%. Der Durchschnittspreis der verkauften Lose sank von USD 4.374 im ersten Halbjahr
2015 auf USD 3.866 im ersten Halbjahr 2016, während die Anzahl der verkauften Lose
von 820 auf 921 gesteigert werden konnte. Die im ersten Halbjahr 2016 erzielten Umsatzerlöse des Produkts artnet Price Database
betrugen TUSD 3.641 im Vergleich zu TUSD 3.537 im Vorjahreszeitraum, was einem Anstieg
von 3% entspricht. Die Umsatzerlöse des zweiten Quartals 2016 sind im Vergleich zum
Vorjahresquartal um 4 % gestiegen. Im ersten Halbjahr 2016 erwirtschaftete das artnet GalerieNetzwerk Umsatzerlöse in
Höhe von TUSD 2.648 im Vergleich zu TUSD 2.699 im Vorjahreszeitraum. Dies entspricht
einem Rückgang von 2 %. Ursächlich für diesen Rückgang sind niedrigere Mitgliederzahlen. Die Werbeeinnahmen stiegen von TUSD 1.628 im ersten Halbjahr 2015 um 2% auf TUSD 1.665
im Halbjahreszeitraum 2016. Die im zweiten Quartal 2016 generierten Werbeeinahmen
fielen mit einem Rückgang um 22% hinter die des Vorjahreszeitraums zurück. Die dem
Segment artnet News zugeordneten Werbeeinnahmen erhöhten sich um TUSD 122, während
sich die dem Segment Price Database zugeordneten Werbeeinnahmen um TUSD 89 verringerten.
Die dem Segment Galerie Netzwerk zugeordneten Werbeerlöse entwickelten sich hingegen
konstant zum Vorjahreszeitraum. Kosten und ErgebnisentwicklungDas Bruttoergebnis vom Umsatz betrug im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 TUSD
6.199 im Vergleich zu TUSD 6.119. Diese Ergebnisverbesserung konnte im Wesentlichen
bei leicht gestiegenen Umsatzerlösen durch niedrigere Personalkosten für das Content-Team
sowie das Price Database-Team erzielt werden. In den genannten Bereichen führten Personalabbau
sowie die Nichtbesetzung vakanter Stellen zu den realisierten Einsparungen. Zusätzlich
wurde diese Entwicklung durch geringere Abschreibungen unterstützt. Die Personalkosten
im Bereich Online-Auctions haben sich aufgrund der Vergrößerung des Teams wie geplant
erhöht. Die Vertriebs- und Marketingaufwendungen sind im Berichtszeitraum im Vergleich zum
Vorjahr um 6 % auf TUSD 2.206 gesunken. Während sich die Vertriebsaufwendungen aufgrund
von Neueinstellungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18% erhöhten, verringerten
sich die Marketingaufwendungen und die Aufwendungen für artnet News aufgrund von Kosteneinsparungen
und Reorganisation um 22 % bzw. 18 %. Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen aufgrund gestiegener Personalkosten sowie
höherer Reise- und Bewirtungskosten im ersten Halbjahr 2016 mit TUSD 1.985 7 % über
denen des Vorjahres (TUSD 1.862). Die angefallenen Aufwendungen für Produktentwicklung verringerten sich von TUSD 1.741
im ersten Halbjahr 2015 auf TUSD 1.654 im ersten Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres
im Wesentlichen aufgrund vakanter Positionen und geringerer externer Entwicklungskosten. Das Konzernergebnis lag im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 mit TUSD 429 über
dem des Vorjahreszeitraums (TUSD 83) und hat sich damit deutlich verbessert, was auch
aus der Auflösung einer Rückstellung in Höhe von TEUR 150 für einen in Deutschland
anhängigen Rechtstreit mit einem Fotografen resultierte, wie im Risiken und Chancen-Bericht
erläutert. WährungsumrechnungFür die Währungsumrechnung der Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird der Durchschnittskurs
für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016 bzw. 2015 verwendet. Für den
Zeitraum bis zum 30. Juni 2016 lag der Durchschnittskurs unverändert zum ersten Halbjahr
des Vorjahres bei 0,896 US-Dollar/Euro. Der für die Bilanzumrechnung verwendete Fremdwährungskurs
ist der Kurs am Periodenende. Der Stichtagskurs zum 30. Juni 2016 betrug 0,903 US-Dollar/Euro
gegenüber 0,917 US-Dollar/Euro am 31. Dezember 2015. artnet unterliegt Wechselkursschwankungen, da es Rechnungen in Euro, US-Dollar und
Pfund Sterling fakturiert, seine Geschäftstätigkeit aber größtenteils in den USA ausübt.
Der Konzern steuert dieses Wechselkursrisiko, indem er die Zahlungen seiner europäischen
Kunden in Euro und Pfund Sterling entgegennimmt und mit diesen Zahlungseingängen seine
in Europa ansässigen Lieferanten in derselben Währung bezahlt. Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Bewertung von konzerninternen Darlehensforderungen,
die als Bestandteil eines Nettoinvestments qualifiziert werden, werden erfolgsneutral
im Fremdwährungsausgleichsposten ausgewiesen. Der im Fremdwährungsausgleichsposten
erfasste Betrag wird erfolgswirksam in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert,
wenn und soweit das Nettoinvestment vollständig oder in Teilbeträgen zurückgeführt
wird. FinanzlageDer Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des artnet Konzerns in den ersten sechs
Monaten des Geschäftsjahres 2016 war mit TUSD 525 positiv, während im Vorjahreszeitraum
noch ein negativer Cashflow in Höhe von TUSD -44 erwirtschaftet wurde. Ausschlaggebend
für den positiven Cashflow waren im Wesentlichen das positive Betriebsergebnis sowie
der Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit lag im ersten Halbjahr 2016 mit TUSD -37
leicht über dem Vorjahresniveau von TUSD -17 und ist durch notwendige Investitionen
in Betriebs- und Geschäftsausstattung geprägt. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit summierte sich im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2016 auf TUSD -238 (Vorjahr: TUSD -293) und betraf Zahlungen zur Tilgung
von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen und des Gesellschafterdarlehens. Der Zahlungsmittelbestand erreichte zum 30. Juni 2016 einen Wert von TUSD 1.336 gegenüber
TUSD 1.084 zum 31. Dezember 2015. Die Anlagepolitik des Konzerns ist konservativ und orientiert sich an der kurzfristigen
Finanzmittelanlage. Auf diese Weise bleiben sämtliche Barmittel liquide und jederzeit
verfügbar. Zum 30. Juni 2016 belief sich die Liquidität je Aktie auf Grundlage der
durchschnittlich 5.552.986 in Umlauf befindlichen Aktien auf USD 0,24 (EUR 0,22) gegenüber
USD 0,18 (EUR 0,17) zum 30. Juni 2015. VermögenslageDie Konzernbilanzsumme betrug am 30. Juni 2016 TUSD 5.303 und lag damit 2 % unter
dem Niveau des letzten Bilanzstichtags 31. Dezember 2015 in Höhe von TUSD 5.436. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum 31. Dezember
2015 um TUSD 232 auf TUSD 1.155 verringert. Das Anlagevermögen verringerte sich um TUSD 166 auf TUSD 1.100. Den laufenden Abschreibungen
von TUSD 203 stehen Anschaffungskosten für Computerausstattung und Software in Höhe
von TUSD 37 gegenüber. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind seit dem 31. Dezember 2015 um TUSD 539 auf
TUSD 3.740 gesunken. Zu diesem Rückgang haben im Wesentlichen der Abbau der abgegrenzten
Schulden, die Tilgung des Gesellschafterdarlehens sowie die Auflösung einer Rückstellung
in Höhe von TEUR 150 für einen in Deutschland anhängigen Rechtstreit mit einem Fotografen
(siehe Risiken und Chancen-Bericht), beigetragen. Die Umsatzabgrenzung erhöhte sich
saisonal bedingt. Die langfristigen Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2015
um 2 % auf TUSD 420 reduziert. Das Eigenkapital des artnet Konzerns hat sich durch das positive Konzernergebnis um
57% von TUSD 727 am 31. Dezember 2015 auf TUSD 1.142 am 30. Juni 2016 erhöht. Die im Fremdwährungsausgleichsposten im Konzerneigenkapital erfolgsneutral erfassten
Effekte aus Währungskursänderungen enthalten ab dem ersten Quartal 2015 auch die Umrechnungsdifferenzen
auf konzerninterne Darlehensforderungen der Artnet Worldwide Corporation gegen die
artnet AG. Die artnet Price Database ist ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert, der
durch die Erfassung von Auktionsdaten seit 1985 entwickelt wurde. Wenngleich er aufgrund
der Bilanzierungsregeln als Vermögenswert in der Bilanz nicht angesetzt werden kann,
stellt er für den Konzern doch eine wesentliche Geschäftsgrundlage dar. Wenn eine
Bilanzierung gesetzlich zulässig wäre, würden sich die Aktiva deutlich erhöhen. Risiken und ChancenSeit dem Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015 (7.
April 2016) haben sich im Vergleich zu den im Konzernlagebericht 2015 ausführlich
dargestellten Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des artnet Konzerns
keine wesentlichen Änderungen ergeben. Wie im Konzernlagebericht 2015 ausführlich dargestellt, könnte die erfolgte Verurteilung
zu Schadenersatzzahlungen in Höhe von EUR 0,8 Mio. durch ein Berufungsgericht in Frankreich
im Zusammenhang mit einer eventuellen Verletzung von Urheberrechten eines französischen
Fotografen zu möglicherweise bestandsgefährdenden Liquiditätsrisiken für artnet führen,
wenn dieser Betrag kurzfristig zu leisten wäre. Der Kassationsgerichtshof in Frankreich
hat im März 2016 in einer Vorabentscheidung aufgrund eines prozessualen Aspektes zugunsten
des Fotografen entscheiden und die von artnet eingelegten Rechtsmittel gegen das Urteil
der Vorinstanz abgewiesen. Neben der Ausnutzung sämtlicher zur Verfügung stehender
Rechtsmittel zur Vermeidung der Vollstreckung des französischen Urteils versucht artnet
eine außergerichtliche Einigung mit dem französischen Fotografen zu erzielen. Unter
Berücksichtigung aller Handlungsoptionen geht artnet nicht von einem vollständigen
Zahlungsabfluss für das über Rückstellungen vollständig im Abschluss abgebildete Prozessrisiko
im Geschäftsjahr 2016 aus. Die in gleicher Sache anhängige Klage des Fotografen vor einem deutschen Gericht wurde
im Mai 2016 abgewiesen. Da keine Berufung gegen dieses zu Gunsten von artnet ergangene
Urteil eingelegt wurde, konnte die für das Prozessrisiko in Deutschland in Vorjahren
gebildete Rückstellung in Höhe von TEUR 150 im Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2016
ertragswirksam aufgelöst werden. Nachtrags- und PrognoseberichtNachtragsberichtZwischen dem Ende des zweiten Quartals 2016 und der Veröffentlichung dieses Berichts
haben sich keine wesentlichen Ereignisse ergeben, die sich nach den Erwartungen des
Managements maßgeblich auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens
auswirken können. PrognoseberichtDer folgende Bericht gibt die Prognosen des Managements hinsichtlich der künftigen
Entwicklung der einzelnen artnet Segmente sowie des Geschäftsverlaufes insgesamt wieder.
Es wird dabei darauf hingewiesen, dass der tatsächliche Geschäftsverlauf aufgrund
des Eintretens von Chancen und Risiken, wie im Chancen- und Risikobericht beschrieben,
positiv, wie negativ von diesen Prognosen abweichen kann. Seit ihrer Gründung im Februar 2014 hat artnet News bewirkt, dass insgesamt deutlich
mehr Seitenbesuche generiert werden. Seit Ende Juni 2016 erscheint die Seite in einem
neuen Layout, wodurch Seitenbesucher Artikel einfacher suchen können und sie gleichzeitig
mehr Vorschläge zu weiteren Artikeln erhalten. In der zweiten Jahreshälfte sollen
zudem mehr Artikel zu aktuellen Trends und Themengebieten veröffentlicht werden. Diese
Maßnahme bewirkt, dass die Seite von mehr kunstinteressierten Lesern gefunden wird,
was wiederum den Verkauf von Anzeigenflächen vereinfacht. Für das Segment artnet News
wird für das Geschäftsjahr 2016 weiterhin ein starkes Umsatzwachstum prognostiziert,
was insbesondere durch einen stärkeren Anzeigenverkauf in der Vorweihnachtszeit erreicht
werden soll. Eine im ersten Halbjahr 2016 begonnene, regelmäßige E-Mail-Kampagne, die auf Basis
von Auktionsdaten Marktentwicklungen beschreibt, zeigt potentiellen Abonnenten die
Vorteile eines Price Database Abonnements. Zusätzlich wurde die Produktseite Mitte
Juli runderneuert, wodurch die unterschiedlichen Abonnements einfacher verständlich
werden. Gleichzeitig wurden die Preise für die meisten Abonnements turnusgemäß angehoben.
Ein sehr erfahrener Finanzmarktanalyst, der auf alternative Investments mit Schwerpunkt
Kunst spezialisiert ist, wurde jüngst eingestellt. Er wird im zweiten Halbjahr 2016
das Produkt artnet Analytics umgestalten sowie Kunstmarktanalysen erstellen und verkaufen.
Das Management erwartet für das Segment artnet Price Database weiterhin ein leichtes
Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2016. Die Zahl der Galerie-Mitgliedschaften entwickelte sich im ersten Halbjahr 2016 gegenüber
Ende Dezember 2015 leicht positiv, während im gleichen Zeitraum des Vorjahres die
Anzahl der Galeriemitgliedschaften noch deutlich gefallen war. Um diese Trendwende
auszubauen, wird im zweiten Halbjahr 2016 eine neue Benutzerplattform vorgestellt.
In einem unverändert kompetitiven Marktumfeld rechnet das Management daher weiterhin
mit einer Stabilisierung der Mitgliederzahl im laufenden Geschäftsjahr. Bei den Auktionshauspartnerschaften
werden im zweiten Halbjahr 2016 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres mehr
Vertragsabschlüsse erwartet. Die dem Segment artnet Galerie-Netzwerk zugeordneten
Werbeeinnahmen werden in der zweiten Jahreshälfte im Vorjahresvergleich ebenfalls
leicht höher erwartet, weshalb für das Geschäftsjahr 2016 insgesamt weiterhin mit
einem leichten Anstieg der Umsatzerlöse für dieses Segment gerechnet wird. Im Segment Auctions werden in der zweiten Jahreshälfte Auktionen aus den erfolgreichsten
Auktionsreihen stattfinden, darunter Contemporary Editions und Pop Art. Daneben werden
jedoch auch Auktionen zu Themen durchgeführt, die neu und vielversprechend sind. In
der zweiten Jahreshälfte wird zudem eine neue Strategie verfolgt, um noch hochwertigere
Kunstwerke auf der Auktionsplattform anzubieten. Das Personal im Segment Auctions
wird im zweiten Halbjahr aufgestockt, um das antizipierte starke Umsatzwachstum im
laufenden Geschäftsjahr noch zu erreichen. Für das Geschäftsjahr 2016 wird insgesamt eine Umsatzsteigerung auf USD 20 bis 21
Mio. (EUR 18 bis 19 Mio.) und ein Ergebnis nach Steuern von USD 1,0 bis 1,3 Mio. (EUR
0,9 bis 1,2 Mio.) erwartet. Vorbehaltlich des derzeit nicht abschließend zu beurteilenden
Risikos eines möglichen Liquiditätsabflusses aus dem im Risikobericht dargestellten
Urheberrechtsprozess in Frankreich wird für den Cash-Bestand trotz der prognostizierten
Umsatzsteigerung gegenüber dem Stand zum 31. Dezember 2015 kein Anstieg erwartet. Berlin, den 11. August 2016 Jacob Pabst Versicherung des gesetzlichen VertretersNach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Berlin, den 11. August 2016 Jacob Pabst Konzern-Bilanzzum 30. Juni 2016Aktivascroll
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Konzern-Gesamtergebnisrechnungfür das 1. Halbjahr vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016scroll
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Konzern-Eigenkapitalentwicklung (USD)für das 1. Halbjahr vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016scroll
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Konzern-Eigenkapitalentwicklung (EUR)für das 1. Halbjahr vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016scroll
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Konzern-Kapitalflussrechnungfür das 1. Halbjahr vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016scroll
Verkürzter KonzernanhangUnternehmensinformationenDie artnet AG ("artnet AG" oder "die Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft
mit Hauptsitz in Berlin, Deutschland. Der eingetragene Sitz der artnet AG, die 1998
nach deutschem Recht gegründet wurde, ist Oranienstraße 164, 10969 Berlin, Deutschland. Die artnet AG hält 100 % der Geschäftsanteile an der Artnet Worldwide Corp. ("Artnet
Corp."), die ihren Geschäftssitz in New York, USA, hat und ihrerseits 100 % der Geschäftsanteile
an der artnet UK Ltd. und der artnet France sarl. hält. Die artnet AG, die Artnet
Corp. sowie alle hundertprozentigen Tochtergesellschaften der Artnet Corp. werden
gemeinsam als "Konzern" oder "artnet Konzern" bezeichnet. Im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit stellt der Konzern Kunstsammlern, Galerien, Verlagen,
Auktionshäusern und Kunstliebhabern eine Website zur Verfügung, auf der die Nutzer
Informationen zu Künstlern und Kunstpreisen recherchieren, sowie Kunstwerke finden
können, die von Galerien auf der ganzen Welt aktuell angeboten werden und Kunstwerke
über artnet Auctions, einer speziellen Plattform für Auktionen, kaufen und verkaufen
können. Der Konzern-Zwischenabschluss der artnet AG wurde am 11. August 2016 vom Vorstand
zur Veröffentlichung freigegeben. Grundlagen der BerichterstattungDer vorliegende ungeprüfte Konzern-Zwischenabschluss wurde in Einklang mit den Richtlinien
der International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen
des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, die in der EU auf
Zwischenabschlüsse verpflichtend anzuwenden sind. Der Zwischenabschluss entspricht
insbesondere den Richtlinien über die Zwischenberichterstattung in IAS 34 und erfüllt
darüber hinaus den Deutschen Rechnungslegungsstandard DRS 16 - Halbjahresfinanzberichterstattung
sowie die §§ 37x, 37w WpHG. Dieser Zwischenabschluss enthält nicht alle Informationen
und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres
erforderlich sind. Die in diesem Zwischenbericht angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen
denen des letzten Konzernjahresabschlusses. Eine detaillierte Beschreibung der Rechnungslegungsgrundsätze
ist im Anhang zum Konzernjahresabschluss unseres Geschäftsberichts 2015 veröffentlicht. Der Konzern-Zwischenabschluss enthält nach Überzeugung des Vorstands alle Anpassungen,
die für eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage in der Zwischenberichtsperiode erforderlich sind. Die Ergebnisse
der zum 30. Juni 2016 endenden Berichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse
auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu. Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2016 und der Konzern-Zwischenlagebericht
sind weder gemäß § 317 HGB geprüft, noch einer prüferischen Durchsicht durch einen
Abschlussprüfer unterzogen worden. Die Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses erfolgte auf Basis historischer Anschaffungs-
und Herstellungskosten. Bilanzstichtag ist der 30. Juni 2016. BerichtsperiodeDer Konzern-Zwischenabschluss wurde für die Berichtsperiode vom 1. Januar 2016 bis
30. Juni 2016 erstellt. Das Geschäftsjahr aller Konzerngesellschaften entspricht dem
Kalenderjahr. Fremdwährungsumrechnung und Geschäftsvorfälle in FremdwährungDie im Konzern-Zwischenabschluss und im Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss enthaltenen
Beträge werden, falls nicht anderweitig ausgewiesen, in Euro (EUR) angegeben. Die
Berichtswährung ist Euro. Die Hauptgeschäftstätigkeit des artnet Konzerns erfolgt im US-Dollar-Währungsraum.
Der US-Dollar ist die funktionale Währung der wesentlichen operativen Konzerngesellschaft
Artnet Corp. Geschäftsvorfälle, die in anderen Währungen als dem US-Dollar erfolgen,
werden mit dem am Tag der Transaktion gültigen Wechselkurs umgerechnet. An jedem Bilanzstichtag
werden die monetären Posten in Fremdwährungen mit dem gültigen Stichtagskurs umgerechnet.
Gewinne und Verluste aus dieser Umrechnung werden erfolgswirksam als sonstige Erträge
bzw. sonstige Aufwendungen ausgewiesen. Im Rahmen der Konsolidierung werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns
zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen erfolgt
mit dem Durchschnittskurs der Rechnungsperiode. Die sich daraus ergebenden kumulierten
Umrechnungsdifferenzen werden innerhalb des Konzern-Eigenkapitals als separater Posten
erfasst. Im Geschäftsjahr 2015 wandelte die Artnet Worldwide Corporation bestehende konzerninterne
Forderungen gegen die artnet AG in Höhe von EUR 1,5 Mio. in ein konzerninternes Darlehen
um. Eine vorzeitige Tilgung dieser Darlehensforderung ist in absehbarer Zukunft weder
geplant noch wahrscheinlich. Die konzerninterne Darlehensforderung wird daher entsprechend
IAS 21.15 als Teil eines Nettoinvestments (Net Investments) qualifiziert. Entsprechend
wird die aus den Wechselkursänderungen resultierende Umrechnungsdifferenz aus dem
auf Euro lautenden Darlehensbetrag zum jeweiligen Abschlussstichtag (inklusive der
Zwischenabschlüsse) erfolgsneutral im Fremdwährungsausgleichsposten im Eigenkapital
ausgewiesen. Im ersten Halbjahr wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 25 aus dem Nettoinvestment
eigenkapitalerhöhend in den Fremdwährungsausgleichsposten eingestellt. Für die Währungsumrechnung des artnet Konzerns sind die Wechselkursrelationen des
US-Dollars (USD) zum Euro (EUR) und zum Pfund Sterling (GBP) wesentlich. Der Umrechnung
lagen in den angegebenen Perioden jeweils die folgenden Wechselkurse zugrunde: scroll
Konsolidierungskreis und konsolidierte UnternehmenIn den Konzernabschluss sind die rechtliche Muttergesellschaft artnet AG und ihre
hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Corp. sowie deren Tochtergesellschaften
einbezogen. Gemäß IFRS 10 liegt eine zur Einbeziehung in den Konzernabschluss führende
Beherrschung des Beteiligungsunternehmens vor, wenn eine Konzerngesellschaft schwankenden
Renditen aus ihrem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte
auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels ihrer Verfügungsgewalt
über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Die am 23. Februar 1999 erfolgte Einbringung der Anteile an der Artnet Corp. behandelte
die artnet AG im Konzernabschluss in Übereinstimmung mit IFRS 3, B1 ff. als umgekehrten
Unternehmenserwerb durch die Artnet Corp. (Reverse Acquisition). Die Erstkonsolidierung
wurde daher so durchgeführt, dass die artnet AG als rechtlicher Erwerber auf die Tochtergesellschaft
Artnet Corp. konsolidiert wurde, da diese als wirtschaftlicher Erwerber anzusehen
war. Am 1. November 2007 gründete die Artnet Corp. die hundertprozentige Tochtergesellschaft
artnet UK Ltd., die als ihre Vertriebsgesellschaft in Großbritannien fungiert. Die artnet France sarl. ist seit der Schließung des Büros in Paris im Juni 2012 inaktiv.
Der französische Markt wird seitdem von unserem Hauptsitz in New York und von Berlin
aus betreut. Im Rahmen der Konsolidierung wurden alle wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfälle,
Bestände, Erträge und Aufwendungen eliminiert. Eigene AktienAm 30. Juni 2016 hielt die artnet AG unverändert zum Vorjahr 78.081 eigene Aktien,
was 1,4 % des Grundkapitals entsprach. Beziehungen zu nahe stehenden Personen und UnternehmenZum 30. Juni 2016 umfassen die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns neben den
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten ein
vom Hauptaktionär gewährtes Darlehen (inklusive Zinsen). Die Darlehensgewährung diente
zur Deckung eines möglichen vorübergehenden Liquiditätsengpasses, welcher sich aus
saisonal bedingten Schwankungen der Zahlungseingänge ergeben könnte. Das ursprüngliche
Darlehen wurde per 20. Mai 2015 im beiderseitigen Einvernehmen gekündigt und durch
ein kurzfristiges Darlehen ersetzt. Die verbleibende Verbindlichkeit aus dem Darlehen
betrug zum 30. Juni 2016 EUR 123.297. ErtragsteuernDer laufende Ertragsteueraufwand wird für die Zwischenberichtsperiode auf Basis des
für das gesamte Geschäftsjahr geschätzten durchschnittlichen Ertragsteuersatzes angegeben.
Aufgrund ihrer steuerlichen Verlustvorträge muss die Artnet Corp. nur die US-Mindestkörperschaftsteuer
zahlen. Der Konzern prüft die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern einmal jährlich
und wird diese zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 auf der Basis der dann aktuellen
Unternehmensplanung für die Geschäftsjahre 2017 bis 2019 erneut überprüfen. SegmentberichterstattungDer Konzern berichtet über die Geschäftssegmente in gleicher Form, wie er diese Informationen
entsprechend dem internen Berichtswesen an die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat
weiterleitet. Die Berichterstattung des Konzerns bezieht sich auf die folgenden vier Segmente:
Die Steuerung der einzelnen Segmente durch das Management erfolgt auf Basis des Deckungsbeitrages
II (Umsatzerlöse abzüglich direkter und indirekter variabler Kosten), der daher im
Folgenden als Segmentergebnis dargestellt wird. Nicht direkt zurechenbare Aufwendungen
werden den berichtspflichtigen Segmenten im Wesentlichen auf der Grundlage von Mitarbeiterzahl
und Umsatzerlösen je berichtspflichtiges Segment zugerechnet. Die Darstellung der
Segmentberichterstattung erfolgt entsprechend der internen Kommunikation ausschließlich
auf US-Dollar-Basis. Eine Bewertung der Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten je berichtspflichtiges Segment
wird dem Management nicht zur Verfügung gestellt. Daher werden Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten nicht für jedes berichtspflichtige Segment dargestellt. scroll
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Die nachfolgende Tabelle stellt die Überleitung des Deckungsbeitrags II zum Betriebsergebnis
in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung dar: scroll
Die Werbeeinnahmen werden der Produktkategorie Advertising werden in der Segmentberichtergebnisrechnung
verursachungsgerecht den Segmenten zugeordnet, auf deren Seite die Werbebanner geschaltet
wurden. Die nachfolgende Tabelle stellt die Überleitung der Umsatzerlöse lt. Gesamtergebnisrechnung
zu den in der ausgewiesenen Segmentergebnisrechnung ausgewiesenen Umsatzerlösen dar: scroll
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Ergebnis je AktieDas unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich mittels Division des Konzernergebnisses
durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Berichtsjahr in Umlauf befindlichen
Stammaktien. Das verwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich in derselben Weise wie das unverwässerte
Ergebnis je Aktie, mit dem Unterschied, dass sich die durchschnittliche Anzahl der
in Umlauf befindlichen Stammaktien um die Anzahl der Aktien aus potenziellen Optionsausübungen
erhöht. Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie beruht auf den folgenden Daten: scroll
Der gewichtete durchschnittliche Ausübungspreis der gewährten Aktienoptionen übersteigt
den durchschnittlichen Aktienkurs im Jahr 2016. Folglich gibt es keine verwässernden
Aktien. MitarbeiterIn den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 beschäftigte der Konzern durchschnittlich
112 Vollzeitmitarbeiter gegenüber 116 Mitarbeitern im Vergleichszeitraum 2015. Darüber
hinaus waren im Durchschnitt zwei teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter für den artnet
Konzern tätig im Vergleich zu zwei Teilzeitbeschäftigten im Vorjahreszeitraum. Im
Vertrieb und in sonstigen Bereichen hat der Konzern zehn freie Mitarbeiter beschäftigt,
während es im Vorjahr zwölf freie Mitarbeiter waren. Schätzungen und Annahmen im Rahmen der RechnungslegungZur Erstellung des Konzernabschlusses gemäß IFRS müssen Schätzungen vorgenommen und
Annahmen getroffen werden, die die Höhe der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie
der Erträge und Aufwendungen und darüber hinaus die Angaben im Anhang zum Zwischenabschluss
beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können von diesen Schätzungen
und Annahmen abweichen. Die von der Geschäftsführung vorgenommenen Schätzungen, die einen wesentlichen Einfluss
auf den Konzern-Zwischenabschluss haben, betreffen den Ansatz und die Bewertung der
aktiven latenten Steuern und der Entwicklungskosten, die Bewertung der Rückstellungen,
die Nutzungsdauer der Gegenstände des Anlagevermögens sowie die Beurteilung der Wertberichtigungen
für überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Mitteilung über Transaktionen von Personen mit Führungsaufgaben nach § 15a WpHGDer Gesellschaft wurden keine Transaktionen von Personen mit Führungsaufgaben gem.
§ 15a WpHG mitgeteilt. StimmrechtsmitteilungenNach § 21 WpHG sind Aktionäre verpflichtet, bei Über- oder Unterschreiten bestimmter
Meldeschwellen die Höhe ihrer Stimmrechtsanteile zu melden. Die Meldeschwellen sind
3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % und 75 %. Die artnet AG hat folgende Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 26 WpHG erhalten: 21. Juni 2016Die Artnews S.A. mit Sitz in Warschau, Polen, hat uns am 21. Juni 2016 mitgeteilt,
dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 6. Juni 2016 die Schwelle von 3 % und
5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0 %, entsprechend 0 von insgesamt
5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. 17. Juni 2016Die Matczuk Wieczorek i Wspólnicy Kancelaria Adwokatów i Radców Prawnych Spółka Jawna
(General Partnership) mit Sitz in Warschau, Polen, hat uns am 17. Juni 2016 mitgeteilt,
dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 6. Juni 2016 die Schwelle von 3 % und
5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 8,29 %, entsprechend 466.604
von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. 25. Februar 2016/3. März 2016Herr Hans-Herbert Döbert, Deutschland, hat uns am 25. Februar 2016 mitgeteilt, dass
sein Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 13. August 2015 die Schwelle von 5 % der
Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 6,66 %, entsprechend 375.193 von insgesamt
5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Die Gesellschaft hat diese Mitteilungen auf ihrer Investor-Relations-Website veröffentlicht. Berlin, den 11. August 2016 Jacob Pabst Gremienartnet AGAufsichtsrat Artnet Worldwide CorporationJacob Pabst, CEO artnet France sarlJacob Pabst, CEO artnet UK Ltd.Jacob Pabst, CEO Geschäftsstellenartnet AGOranienstraße 164 Artnet Worldwide CorporationNew York, NY 10279 artnet UK Ltd.Morrell House Investor RelationsInformationen für Investoren und den Jahresabschluss finden Sie unter artnet.de/investor-relations. Weitere Anfragen können per E-Mail an ir@artnet.com oder per Post an eine unserer
Geschäftsstellen gerichtet werden. Informationen zur AktieDie Stammaktien der artnet AG werden am Geregelten Markt (Prime Standard) der Frankfurter
Wertpapierbörse unter dem Börsenkürzel «ART» gehandelt. Meldungen zu relevanten Unternehmensentwicklungen
finden Sie unter artnet.de/investor-relations. Wertpapier-Kenn-Nummerscroll
Konzept und Realisation: ©2016 artnet AG, Berlin |
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