artnet AGBerlinartnet - Halbjahresfinanzbericht 2019Finanzkennzahlen artnet-Konzern
Brief an die Aktionäre
Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre, Leonardo da Vincis Salvator Mundi war das Gesprächsthema der Kunstwelt, als das Gemälde
vor fast zwei Jahren für den Rekordpreis von 450 Millionen USD versteigert wurde.
Gerüchte machten die Runde, dass der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman
möglicherweise hinter dem Kauf steckt. Eine für vergangenen September geplante Ausstellung
des Gemäldes im Louvre Abu Dhabi wurde dann ohne Begründung abgesagt. Wo war Salvator
Mundi? Der Verbleib blieb ein Rätsel - bis Kenny Schachter, Kolumnist von artnet News,
im Juni exklusiv berichtete, dass sich das Gemälde auf bin Salmans Luxusjacht Serene
befindet. Jetzt war artnet News Tagesgespräch. Bedeutende Publikationen wie die amerikanische
Washington Post, der britische Guardian, die Straits Times in Singapur und die Frankfurter
Allgemeine haben die Geschichte gebracht und auf unsere Nachrichtenplattform verwiesen.
Es ist ein weiterer Beleg für den wachsenden Einfluss von artnet News als führende
Quelle exklusiver Berichte und fundierter Kommentare für die Kunstwelt - eine Position,
die unsere Marke stärkt, Besucher auf unsere Website lockt und ein attraktives Umfeld
für die Werbung von Luxusmarken wie Cartier, Chanel oder Tiffany schafft. artnet News liefert nicht nur vielzitierte Exklusivgeschichten. In Zusammenarbeit
mit den Kunsthistorikern und Analysten der Price Database erstellen unsere Journalisten
auch den artnet Intelligence Report, eine umfassende Studie aktueller Kunstmarkttrends,
die sich die einzigartigen Informationen unseres Auktionsdaten-Archivs zunutze macht.
Nach zwei ersten, auf sehr positive Resonanz gestoßenen Ausgaben im Herbst 2018 und
im Frühjahr dieses Jahres, wollen wir den Intelligence Report nun einmal im Quartal
veröffentlichen. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für Werbeeinnahmen und hebt das
außergewöhnliche Angebot der Price Database hervor, das im zweiten Quartal auf fast
13 Millionen Auktionsergebnisse angewachsen ist. Getrieben von artnet News stiegen die Werbeeinnahmen in den ersten sechs Monaten des
Jahres 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 22% auf 2,4 Millionen USD. Fast drei Viertel
des gesamten Anzeigenumsatzes entfallen auf artnet News. Werbeeinnahmen tragen mittlerweile
fast ein Viertel zum Gesamtumsatz von artnet bei. Der Gesamtumsatz von artnet stieg in den ersten sechs Monaten um 2% auf 10,9 Millionen
USD. Das Konzernergebnis stieg vor allem aufgrund deutlich geringerer Personalkosten
um mehr als das Siebenfache auf 606 TUSD. Vor dem Hintergrund eines leicht rückläufigen
Wirtschaftswachstums und anhaltender konjunktureller Unwägbarkeiten in den größten
Kunstmärkten der Welt reflektieren Umsatzwachstum und die verbesserte Profitabilität
sowohl die Vielfalt als auch die Widerstandsfähigkeit unserer Geschäftsbereiche. Der Umsatz unseres Kernsegments Price Database lag nach den Rekordzahlen des Vorjahres
unverändert bei 3,9 Millionen USD. Die Datenbank hat ihre Ausnahmestellung in der
Branche erneut unter Beweis gestellt. Die Umsatzerlöse des Galerie-Netzwerks gingen um 8% auf 2,5 Millionen USD zurück,
da die Marktbedingungen für kleinere und mittelgroße Galerien weiterhin schwierig
sind. Im Segment Auctions stieg der Provisionsumsatz im ersten Halbjahr leicht um 1% auf
2,2 Millionen USD. Nach einem robusten ersten Quartal hat sich die Dynamik aufgrund
der normalen Saisonalität des Auktionsgeschäfts etwas verlangsamt. Gleichzeitig haben
wir die Kosten deutlich gesenkt und die Profitabilität des Segments erhöht. Wir setzen
den Schwerpunkt unserer Auktionen weiterhin auf die Auswahl ausschließlich hochwertiger
Werke und auf attraktive Preisgestaltung. Das resultierte erneut in gestiegenen durchschnittlichen
Lospreisen und Verkaufsraten, kann aber zeitweilig zu niedrigerem Transaktionsvolumen
und Umsatzrückgang führen. Auctions ist aufgrund dieser Maßnahmen viel effizienter
und profitabler geworden und für weiteres Wachstum gut positioniert. Unser Spitzenlos im zweiten Quartal war Rubik James Bond Girl (2008), ein Werk des
französischen Street-Art-Künstlers Invader. Das Werk wurde im Juni im Rahmen der Auktion
Urban Art für 216 TUSD verkauft. Druckgrafiken & Editionen bleiben gefragt. Ein nummerierter
Druck des britischen Künstlers Banksy, Girl with Balloon (2004), wurde im April im
Rahmen der Auktion Prints & Multiples: Premier Sale für einen neuen Rekordpreis von
96 TUSD verkauft. Der Siebdruck Ra (Inverted) der britischen Malerin Bridget Riley
stellte mit 33 TUSD ebenfalls einen Rekord auf. artnet behauptet sich als führender Online-Anbieter von Information, Datenanalyse
und Auktionen für bildende Kunst. Wir werden unsere einzigartigen Daten und Analysefähigkeiten
weiterhin nutzen, um uns in allen Segmenten auf Qualität zu konzentrieren - von schlagzeilenträchtigen
Exklusivgeschichten bei artnet News bis hin zu außergewöhnlichen Kunstwerken bei artnet
Auctions. Wir freuen uns auf anhaltende Marktführerschaft und Wachstum im weiteren Verlauf dieses
Jahres und darüber hinaus. Berlin, den 9. August 2019 Jacob Pabst Vorstand, artnet AG Kurzporträt des Konzernsartnet ist die führende Online-Informationsquelle für den internationalen Kunstmarkt.
Seit 1989 liefert artnet Kunstsammlern zuverlässige Informationen und Markttransparenz.
Durch die umfassende Produktpalette, mit der artnet Price Database, mit objektiven
Preisinformationen und mit dem artnet Galerie-Netzwerk bietet artnet allen Nutzern
einen globalen Marktüberblick. Für Kunstsammler ist artnet Auctions mit internationalen Versteigerungen rund um die
Uhr ein wichtiger Anbieter. Die Online-Auktionsplattform bietet, durch die enge Zusammenarbeit
zwischen Verkäufern, Auktionsspezialisten und Sammlern, ein besonderes Erlebnis für
jeden Beteiligten. artnet News ist eine Online-Nachrichtenplattform, die täglich über
Trends, Veranstaltungen und Persönlichkeiten des internationalen Kunstmarktes berichtet. UnternehmensentwicklungDie artnet AG wurde 1998 als Informationsdienstleister für den Kunstmarkt gegründet.
Sie übernahm die 1989 in New York gegründete Artnet Worldwide Corporation, welche
Mitte der 1990er Jahre die artnet Price Database und das artnet Galerie-Netzwerk in
das Internet überführt hatte. artnet hat das Geschäft mit der Kunst wie kein anderes Unternehmen modernisiert. Die
artnet-Produkte liefern verlässliche Informationen und transparente Handelsbedingungen
für Sammler, Galeristen, Museen und Investoren und sind damit zu einem unverzichtbaren
Werkzeug für unabhängige Marktakteure geworden. Mit artnet Auctions hat sich artnet
von einem reinen Informationsdienstleister zu einer Transaktionsplattform entwickelt
und seine Vorrangstellung auf dem Kunstmarkt weiter ausgebaut. artnet hat seine Informationsdienstleistungen und die Transaktionsplattform Schritt
für Schritt um das erste Produkt, die artnet Price Database Fine Art and Design, herum
entwickelt. Diese Datenbank war Ende der 1980er Jahre eine Antwort auf die Dezentralität
des Kunstmarktes. Zu der Zeit stellte die mangelnde Transparenz des Kunstmarktes insbesondere
für Käufer ein Hindernis dar. Das Kunstgeschäft war zwar schon immer international
ausgerichtet, wurde aber von zehntausenden geografisch verteilten Kunsthändlern, Galerien,
Auktionshäusern, Buchverlagen, Museen und Sammlern auf einem relativ ineffizienten
Markt lokal geführt. Die artnet Price Database schafft für diese lokalen Märkte einen globalen Vergleichsmaßstab.
In der artnet Price Database Fine Art and Design sind die Auktionsergebnisse von mehr
als 360.000 Künstlern und Designern gelistet. Seit 2009 wird diese Datenbank durch
die artnet Price Database Decorative Art ergänzt, welche die Resultate internationaler
Antiquitäten-Auktionen beinhaltet. Insgesamt verzeichnet die artnet Price Database
fast 13 Millionen Auktionsergebnisse, die in 1.800 internationalen Auktionshäusern
erzielt wurden und bis in das Jahr 1985 zurückreichen. Eine weitere Säule des artnet-Geschäfts ist das 1995 eingeführte Galerie-Netzwerk
mit rund 1.100 Galerien, rund 212.000 präsentierten Kunstwerken und fast 22.000 Künstlern.
Das Galerie-Netzwerk dient Händlern und Kunstkäufern gleichermaßen: Es gibt ihnen
einen Überblick über den globalen Markt, die Preise und Preistrends und bietet die
Möglichkeit, in direkten Kontakt mit der Galerie zu treten. Mit artnet Auctions hat artnet 2008 eine moderne und effiziente Plattform für den
Kunsthandel geschaffen, die das Auktionsgeschäft durch eine schnellere Abwicklung
und geringere Kosten modernisiert hat. Diese Plattform ist rund um die Uhr auf artnet.com/auctions
verfügbar. Alle Aspekte des Verkaufs, einschließlich der Anmeldung eines Werkes und
der Auktion, folgen zeitnah aufeinander, im Gegensatz zu herkömmlichen Auktionshäusern. Im Februar 2014 führte artnet den internationalen 24-Stunden-Kunst-Nachrichtendienst
artnet News ein. artnet News ist eine Plattform für Trends, Entwicklungen, Veranstaltungen
und Persönlichkeiten des internationalen Kunstmarktes, die aktuelle Analysen, Kommentare
und Artikel auf hohem kulturjournalistischem Niveau zur Verfügung stellt. FirmenhintergrundDie artnet.com AG wurde 1998 nach deutschem Recht gegründet. 1999 erfolgte der Börsengang
am Neuen Markt der Frankfurter Börse. Im Jahr 2002 änderte die artnet.com AG ihre
Firmierung in artnet AG. Am 4. Oktober 2002 verließ die artnet AG den Neuen Markt
und war danach im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse, einem Segment
des Geregelten Marktes, notiert. Seit dem 1. Februar 2007 ist die artnet AG im Prime
Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet, dem Segment mit dem höchsten Transparenzstandard.
Der wichtigste Vermögenswert der artnet AG ist ihre hundertprozentige Tochtergesellschaft
Artnet Worldwide Corporation, die ihren Geschäftssitz in New York hat und 1989 gegründet
wurde. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der International Financial
Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDas Weltwirtschaftswachstum bleibt verhalten, und die Risiken für eine weitere Abkühlung
haben sich verstärkt. Der eskalierende Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten
und China, beständige geopolitische Spannungen sowie die anhaltenden Unwägbarkeiten
bezüglich des geplanten Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union (Brexit)
haben die Stimmung in der Wirtschaft und an den Finanzmärkten wiederholt getrübt.
Entsprechend hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Wachstumsprognosen stetig
gesenkt. Für 2019 kalkuliert der IWF aktuell mit einem Weltwirtschaftswachstum von
3,2%, gefolgt von 3,5% im Jahr 2020. Die Wirtschaftsdynamik der Vereinigten Staaten, der größte Markt für Kunstauktionen
und der wichtigste Markt von artnet, verlangsamte sich im zweiten Quartal auf eine
geschätzte jährliche Wachstumsrate von 2,1%. Strafzölle und die unsichere internationale
Handelssituation belasteten die Konjunktur nach einer gesunden und über Erwarten starken
Wachstumsrate von 3,1% in den ersten drei Monaten. Starke Konsumausgaben glichen einen
Rückgang der Unternehmensinvestitionen im zweiten Quartal allerdings aus. Die Notenbank
Federal Reserve geht davon aus, dass sich die Dynamik im Rest des Jahres weiter verlangsamen
wird und hat Ende Juli zum ersten Mal seit der Finanzkrise die Leitzinsen wieder gesenkt.
Aufgrund des robusten Wachstums im ersten Quartal erhöhte der IWF jedoch die für das
Gesamtjahr 2019 erwartete Expansionsrate auf 2,6%. Im Jahr 2020 dürfte sich das Wirtschaftswachstum
in den Vereinigten Staaten dann auf 1,9% abschwächen, da die stützende Wirkung der
Steuerreform aus dem Jahr 2017 weiter nachlassen wird. In China, dem zweitgrößten Kunstauktionsmarkt der Welt, fiel die wirtschaftliche Wachstumsrate
aufgrund des anhaltenden Handelskonflikts mit den Vereinigten Staaten und einer schwächeren
Auslandsnachfrage auf den niedrigsten Stand seit fast drei Jahrzehnten. Chinas Bruttoinlandsprodukt
stieg im zweiten Quartal 2019 gegenüber dem Vorjahr um 6,2% - nach 6,4% in den ersten
drei Monaten des Jahres. Angesichts der erwarteten Stützung durch ein Konjunkturprogramm
prognostiziert der IWF für China ein Wirtschaftswachstum von 6,2% im Jahr 2019 und
von 6,0% im Jahr 2020. Für Großbritannien, den drittgrößten Kunstmarkt der Welt, erwartet der IWF ein Wirtschaftswachstum
von 1,3% im Jahr 2019 und von 1,4% im Jahr 2020. Das schleppende Wachstumstempo spiegelt
die anhaltenden Unwägbarkeiten in Zusammenhang mit dem bevorstehenden Brexit wider.
Die Prognose geht außerdem von einem geregelten EU-Austritt Großbritanniens und einem
allmählichen Übergang hin zu einer neuen Zusammenarbeit mit dem europäischen Staatenverbund
aus. Bis Anfang August war die konkrete Form des Brexits allerdings ungewiss. Das Wirtschaftswachstum im Euroraum dürfte sich im weiteren Jahresverlauf und bis
2020 beschleunigen, da sich die externe Nachfrage erholt und die negativen Auswirkungen
etwa der "Gelbwesten"-Demonstrationen in Frankreich abnehmen. Der IWF prognostiziert
für den Euroraum ein Wachstum von 1,3% im Jahr 2019 und von 1,6% im Jahr 2020. Der generell sehr schwankungsanfällige Markt für Kunstauktionen schwächte sich im
ersten Halbjahr 2019 ab. Die weltweiten Verkaufserlöse für bildende Kunst gingen in
allen wichtigen Regionen zurück und fielen im Vergleich zum robusten Ergebnis des
Vorjahres um 16% auf 6,9 Milliarden USD. Das geht aus Daten der artnet Price Database
hervor. Insgesamt wurden 227.679 Lose bei Versteigerungen angeboten, 148.636 wurden
verkauft. Das entspricht einer Verkaufsrate von 65% - drei Prozentpunkte weniger als
in der ersten Jahreshälfte 2018. Der durchschnittliche Preis pro Los ermäßigte sich
gegenüber dem Vorjahr um 26% auf 46 TUSD. Dennoch gab es im oberen Marktsegment wiederholt schlagzeilenträchtige Transaktionen.
Jeff Koons' Rabbit (1986) erzielte im Mai bei Christie's 91 Millionen USD. Der Preis
für die Skulptur übertraf den oberen Schätzwert um 30%. Claude Monets Meules (1890)
wurde in der gleichen Woche bei Sotheby's für mehr als 110 Millionen USD verkauft. Obwohl die Gesamtzahl der angebotenen Lose weltweit um 16% stieg, gingen die Verkaufserlöse
in Nordamerika, Asien und Europa gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Verkaufserlöse
in den Vereinigten Staaten gaben um 18% auf 2,9 Milliarden USD nach. In Großbritannien
gingen die Erlöse um 24% auf 1,4 Mrd. USD zurück und in China fielen sie um 11% auf
1,4 Mrd. USD - womit sich dort die seit 2017 rückläufige Tendenz fortsetzte. Das verhaltende Wirtschaftswachstum könnte die Stimmung am Auktionsmarkt weiter dämpfen.
Sammler halten sich mit Transaktionen eher zurück, wenn sich die wirtschaftliche Lage
ändert oder unsicher ist. Das gilt insbesondere angesichts des Handelskonflikts zwischen
den beiden Ländern mit den größten Kunstmärkten. Sinkende Zinsen könnten sich indes
positiv auf Vermögenspreise auswirken - einschließlich der Preise für Kunst. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageDie artnet AG ("artnet" oder "die Gesellschaft") und die Artnet Worldwide Corporation
("Artnet Corp.", zusammen "der artnet-Konzern" oder "der Konzern") sind unter dem
Markennamen "artnet" tätig. Die Artnet Worldwide Corporation hat zwei hundertprozentige
Tochtergesellschaften: die artnet UK Ltd. und die Jay Art GmbH ("Jay Art"). artnet
hat den Online-Marktplatz Jay Art GmbH und seine Plattform Artusiast am 6. Juni 2017
übernommen. Jay Art befindet sich seit 30. Januar 2018 in Liquidation. artnet erzielt seine Umsatzerlöse überwiegend im US-Dollar-Währungsraum über seine
Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation, die in New York, dem weltweiten
Zentrum des Kunstmarktes, ihren Sitz hat und deren Aufwendungen auch überwiegend in
US-Dollar anfallen. Die Geschäftszahlen auf US-Dollar-Basis sind für die wirtschaftliche
Entwicklung des artnet-Konzerns aussagefähiger als auf Euro-Basis. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 war der durchschnittliche US-Dollar/Euro-Wechselkurs
höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die geschäftliche Entwicklung in der
Berichtswährung Euro war daher vergleichsweise stärker. UmsatzentwicklungDer Gesamtumsatz von artnet stieg vor allem aufgrund des deutlichen Wachstums der
Werbeeinnahmen im Segment artnet News in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2019 gegenüber dem Vorjahr um 2% auf 10.915 TUSD. Im ersten Halbjahr 2018 hatte artnet
10.696 TUSD erwirtschaftet. Price DatabaseDer Umsatz der Price Database belief sich in den ersten sechs Monaten des Jahres 2019
gegenüber dem Vorjahr unverändert auf 3.856 TUSD (2018: 3.860 TUSD). Das Segment profitiert
weiterhin von der jüngsten Neugestaltung und verbesserten Positionierung der Produktseite
auf der Homepage, was im Jahr 2018 zu einem Rekordumsatz geführt hatte. Die Zahl der
Auktionsergebnisse stieg auf fast 13 Millionen und stützt die analytischen Ressourcen
von artnet. Die einzigartige Datenqualität der Price Database wurde im Frühjahr erneut
mit der Veröffentlichung der zweiten Ausgabe des artnet Intelligence Reports hervorgehoben,
eine umfassende Studie aktueller Kunstmarkttrends, die in Zusammenarbeit mit artnet
News erstellt wurde. Galerie-NetzwerkDer Umsatz des Galerie-Netzwerks fiel in den ersten sechs Monaten des Jahres 2019
um 8% auf 2.505 TUSD (2018: 2.732 TUSD). Die Zahl der Galeriemitglieder ging angesichts
schwieriger Marktbedingungen zurück. Kleine und mittelgroße Galerien, ein wichtiger
Kundenstamm von artnet, kämpfen weiter mit hohen Betriebskosten. Angesichts des Wettbewerbs
mit Kunstmessen und anderen Online-Plattformen schrumpfte die Zahl neu abgeschlossener
Mitgliedschaften. Die Zahl der Stornierungen blieb angesichts gezielter Kundenansprache
und verstärkter Bemühungen um Kundenbindung allerdings gering. Bedeutende Produkteinführungen
wie das Galerie-Portal und die Neugestaltung der Galerieseiten hatten im Jahr 2018
zu einer geschäftlichen Trendwende geführt. Kontinuierliche Produktverbesserungen
werden dazu beitragen, mehr Web-Traffic für Galeriemitglieder zu generieren, was in
Verbindung mit neuen Marketinginitiativen zu einer Erholung des Segments führen dürfte. AdvertisingDie Werbeeinnahmen stiegen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 um deutliche
22% auf 2.399 TUSD (2018: 1.960 TUSD) - getrieben von der zunehmenden Nachfrage von
Luxusmarken nach Werbeflächen bei artnet News. artnet News steuerte 74% zu den gesamten
Werbeeinnahmen bei. Mit einem klaren redaktionellen Schwerpunkt auf Qualitätsjournalismus
und selbstrecherchierten Geschichten ist artnet News zur führenden Plattform für exklusive
Informationen und fundierte Kommentare zu Personen und Trends geworden, die die Kunstwelt
prägen. Diese Strategie resultiert in steigenden Besucherzahlen und macht artnet News
zu einer gefragten Werbeplattform nicht nur für Luxusmarken, sondern auch für kunstbezogene
Unternehmen. Zu den journalistischen Höhepunkten gehörte eine Exklusivgeschichte über
den bis dahin mysteriösen Verbleib von Leonardo da Vincis Gemälde Salvator Mundi,
das im Jahr 2017 für den Rekordpreis von 450 Millionen Dollar versteigert worden war.
artnet News-Kolumnist Kenny Schachter enthüllte im Juni, dass sich das Gemälde, dessen
Käufer ebenfalls ein Rätsel geblieben war, auf der Luxusjacht des saudi-arabischen
Kronprinzen Mohammed bin Salman befindet. Diese Meldung wurde weltweit von wichtigen
Zeitungen und Nachrichtenagenturen aufgegriffen. AuctionsIm Segment artnet Auctions stieg der Provisionsumsatz im ersten Halbjahr 2019 leicht
um 1% auf 2.155 TUSD (2018: 2.144 TUSD). Nach einem starken Auftakt in den ersten
drei Monaten schwächte sich die Dynamik im zweiten Quartal etwas ab - eine Folge normaler
saisonaler Schwankungen im Auktionsgeschäft. Gleichzeitig ist die Profitabilität des
Segments aufgrund der deutlich gefallenen Personalkosten klar gestiegen. Auctions
setzt den Schwerpunkt weiter auf ein Angebot von Kunstwerken in hoher Qualität und
zu attraktiven Preisen, was einen höheren Durchschnittspreis und eine steigende Verkaufsrate
gewährleistete. Der Durchschnittspreis der im ersten Halbjahr 2019 verkauften Lose
stieg um 3% auf 15,1 TUSD (2018: 15 TUSD). Druckgrafiken waren besonders gefragt,
wie der Rekordpreis von 96 TUSD für Girl with Balloon (2004) zeigt, ein nummerierter
Druck des britischen Street-Art-Künstlers Banksy. Der Siebdruck Ra (Inverted), 1981-2009,
ein Werk der britischen Malerin Bridget Riley, stellte mit 33 TUSD ebenfalls einen
Weltauktionsrekord auf. Kosten- und ErgebnisentwicklungDas Bruttoergebnis vom Umsatz stieg im ersten Halbjahr des Jahres 2019 im Vergleich
zum Vorjahr um 9% oder 555 TUSD auf 7.025 TUSD, eine Folge der gestiegenen Erlöse
sowie des Personalrückgangs im Segment Auctions und in der Netzwerk-Administration. Die Vertriebs- und Marketingaufwendungen stiegen in den ersten sechs Monaten des Jahres
2019 gegenüber dem Vorjahr um 14% oder 381 TUSD auf 3.145 TUSD. Ursächlich sind insbesondere
die gestiegenen Marketingaktivitäten. Die allgemeinen Verwaltungskosten beliefen sich auf 2.373 TUSD - ein Anstieg um 5%
gegenüber dem Vorjahr (2018: 2.257 TUSD). Der Zuwachs resultiert vor allem aus Investitionen
in Telekommunikation wie der Einrichtung und dem Betrieb von neuen Computer- und Kommunikationssystemen. Die Aufwendungen für Produktentwicklung gingen angesichts von Veränderungen im Entwicklungsteam
im ersten Halbjahr wie erwartet um 34% auf 827 TUSD zurück. Zusätzliche Investitionen
wurden teilweise aktiviert. Das Unternehmen rüstet seine technologische Infrastruktur
mit dem Projekt FALCON auf, das artnet nach seiner Fertigstellung wesentlich agiler,
schneller und effizienter macht. Das Projekt ist in der Geschichte des Unternehmens
einzigartig. Durch Investitionen in eine hochmoderne Infrastruktur kann sich artnet
schnell an den technologischen Wandel anpassen, Skaleneffekte erzielen und neue Produkte
effizienter auf den Markt bringen. Das Projekt genießt höchste Priorität. Aufgrund
der neuen europäischen Bankenvorschriften, anderer regulatorischer Änderungen und
neuer Geschäftschancen verzögerte sich der Zeitplan von FALCON jedoch um einige Monate.
artnet wird bei Bedarf auf ein externes Technologieunternehmen zurückgreifen, um den
Zeitplan von FALCON einzuhalten. Das Betriebsergebnis stieg infolgedessen im Vergleich zum Vorjahr um 250% auf 680
TUSD (2018: 194 TUSD). Zusätzlich wurde das Betriebsergebnis durch die erstmalige,
nicht retrospektive Anwendung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" entlastet, da nunmehr
61 TUSD der gesamten Leasingzahlungen für das Büro in New York als Zinsaufwand ausgewiesen
werden. Das Konzernergebnis nach Steuern im ersten Halbjahr 2019 betrug 606 TUSD (2018: 83
TUSD). Der Anstieg resultierte aus dem Umsatzwachstum, gesunkenen Personalkosten und
geringeren sonstigen Aufwendungen. WährungsumrechnungFür die Währungsumrechnung der Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird der Durchschnittskurs
für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2019 verwendet. Für den Zeitraum bis
zum 30. Juni 2019 lag der Durchschnittskurs bei 0,885 US-Dollar/ Euro im Vergleich
zu 0,827 US-Dollar/Euro im ersten Halbjahr 2018. Der für die Bilanzumrechnung verwendete
Fremdwährungskurs ist der Kurs am Periodenende. Der Stichtagskurs zum 30. Juni 2019
betrug 0,880 US-Dollar/Euro gegenüber 0.873 US-Dollar/Euro am 31. Dezember 2018. artnet unterliegt Wechselkursschwankungen, da Rechnungen in Euro, US-Dollar und Pfund
Sterling fakturiert werden, die Geschäftstätigkeit aber größtenteils in den Vereinigten
Staaten ausgeübt wird. Der Konzern steuert dieses Wechselkursrisiko, indem er die
Zahlungen seiner europäischen Kunden in Euro und Pfund Sterling entgegennimmt und
mit diesen Zahlungseingängen seine in Europa ansässigen Lieferanten in derselben Währung
bezahlt. Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Bewertung von konzerninternen Darlehensforderungen,
die als Bestandteil eines Nettoinvestments qualifiziert werden, werden erfolgsneutral
im Fremdwährungsausgleichsposten ausgewiesen. Der im Fremdwährungsausgleichsposten
erfasste Betrag wird erfolgswirksam in die Konzern-Gesamtergebnisrechnung umgegliedert,
wenn und soweit das Nettoinvestment vollständig oder in Teilbeträgen zurückgeführt
wird. FinanzlageDer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit des artnet-Konzerns betrug im ersten
Halbjahr des Geschäftsjahres 2019 1.162 TUSD nach 364 TUSD im Vorjahr. Die Veränderung
resultiert zum einen aus dem Anstieg des Konzernergebnisses. Zum anderen wurde infolge
der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 die Zahlung für das New Yorker Büro in Höhe
von 463 TUSD als Rückzahlung der Leasingverbindlichkeiten dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
zugeordnet. Die Zahlungen von Zinsen werden weiterhin im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
ausgewiesen. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeiten lag im ersten Halbjahr 2019 mit -758
TUSD über dem Vorjahresniveau (2018: -670 TUSD). Ausschlaggebend für den Zuwachs des
Mittelabflusses war die weitere Fokussierung auf die Erneuerung der technologischen
Infrastruktur. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit im ersten Halbjahr 2019 summierte sich
auf -463 TUSD (2018: -12 TUSD). Der Zuwachs resultiert aus der Veränderung der Bilanzierung
von Leasingverhältnissen nach IFRS 16. Der Zahlungsmittelbestand belief sich zum 30. Juni 2019 auf 896 TUSD nach 960 TUSD
am 31. Dezember 2018. Der Zahlungsmittelbestand ging zurück, da der Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit infolge der neuen Marketingaktivitäten und der Investitionen in
neue Computer- und Kommunikationssysteme nicht vollständig die Investitions- und Finanzierungsaktivitäten
finanzieren konnte. Die Anlagepolitik des Konzerns ist konservativ und orientiert sich an der kurzfristigen
Finanzmittelanlage. Auf diese Weise bleiben sämtliche Barmittel liquide und jederzeit
verfügbar. Zum 30. Juni 2019 belief sich die Liquidität je Aktie auf Grundlage der
durchschnittlich 5.552.986 in Umlauf befindlichen Aktien auf 0,16 USD (0,14 EUR) gegenüber
0,18 USD (0,15 EUR) zum 30.Juni 2018. VermögenslageDie Konzernbilanzsumme belief sich am 30. Juni 2019 auf 12.633 TUSD, ein Zuwachs um
45% gegenüber dem Niveau von 8.700 TUSD am 31. Dezember 2018. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen fielen gegenüber dem 31. Dezember 2018
um 366 TUSD auf 1.817 TUSD. Der Rückgang war eine Konsequenz früher eingegangener
Zahlungen für Anzeigen von Luxusmarken und bei Online-Auktionen. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich gegenüber dem 31.Dezember 2018 um 3.718 TUSD,
was hauptsächlich aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 resultiert. Nach IFRS
16 sind die Nutzungsrechte in Höhe der korrespondierenden Leasingverbindlichkeit zu
bewerten und wurden daher mit 4.254 TUSD angesetzt. Das immaterielle Anlagevermögen wuchs im Vergleich zum 31. Dezember 2018 um 534 TUSD
auf 3.086 TUSD. Der Zuwachs resultiert vor allem aus der Aktivierung von Investitionen
in die technologische Infrastruktur (FALCON) in Höhe von 707 TUSD, denen Abschreibungen
von 182 TUSD gegenüberstehen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind seit dem 31. Dezember 2018 um 536 TUSD auf
5.593 TUSD gestiegen. Der Zuwachs resultierte im Wesentlichen aus der erstmaligen
Anwendung von IFRS 16, die zum erstmaligen Ansatz von Leasingverbindlichkeiten aus
der Anmietung des Büros in New York führte. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und die Rechnungsabgrenzungsposten gingen zurück, da unter anderem
die zum Jahresende 2018 aufgelaufenen Bonusverpflichtungen beglichen wurden. Das Eigenkapital des artnet-Konzerns stieg aufgrund des positiven Konzernergebnisses
zum 30. Juni 2019 um 24% auf 4.172 TUSD nach 3.371 TUSD am 31. Dezember 2018. Die artnet Price Database ist ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert, der
durch die Erfassung von Auktionsdaten seit 1985 entwickelt wurde. Wenngleich er aufgrund
der Bilanzierungsregeln als Vermögenswert in der Bilanz nicht angesetzt werden kann,
stellt er für den Konzern doch eine wesentliche Geschäftsgrundlage dar. Wenn eine
Bilanzierung gesetzlich zulässig wäre, würden sich die Aktiva deutlich erhöhen. Risiken und ChancenSeit dem Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2018 (18.
März 2019) haben sich im Vergleich zu den im Konzernlagebericht 2018 ausführlich dargestellten
Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des artnet-Konzerns keine wesentlichen
Änderungen ergeben. Nachtrags- und PrognoseberichtNachtragsberichtZwischen dem Ende des zweiten Quartals 2019 und der Veröffentlichung dieses Berichts
haben sich keine wesentlichen Ereignisse ergeben, die sich nach den Erwartungen des
Managements maßgeblich auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens
auswirken können. PrognoseberichtDer folgende Bericht gibt die Prognosen des Managements hinsichtlich der künftigen
Entwicklung der einzelnen artnet-Segmente sowie des Geschäftsverlaufes insgesamt wieder.
Es wird dabei darauf hingewiesen, dass der tatsächliche Geschäftsverlauf aufgrund
des Eintretens von Chancen und Risiken, wie im Chancen- und Risikobericht beschrieben,
positiv wie negativ von diesen Prognosen abweichen kann. Der Vorstand erwartet für artnet Auctions, entgegen der ursprünglichen Prognose eines
deutlichen Umsatzanstiegs, ein moderates Umsatzwachstum im verbleibenden Geschäftsjahr
2019. Das geschärfte Qualitätsprofil und die attraktive Preisfestsetzung dürften wie
schon 2018 und im Frühjahr 2019 die durchschnittlichen Lospreise und die Verkaufsraten
der angebotenen Kunstwerke erhöhen sowie die Kundenzufriedenheit steigern. Dies wird
zu Umsatzwachstum führen, da der Kunstmarkt reine Online-Auktionen als effiziente
und kostengünstige Methode zum Kauf und Verkauf bildender Kunst angenommen hat. Sobald
sich die Versteigerung höherpreisiger Kunstwerke über das Internet stärker durchsetzt,
wird artnet Auctions eine noch wichtigere Rolle spielen. Deutlich geworden ist das
im ersten Halbjahr 2019 bereits an den erzielten Auktionsrekorden für mehrere Kunstwerke. Für das Segment Price Database rechnet der Vorstand im Jahr 2019 weiter mit moderatem
Umsatzwachstum. Das Management rechnet mit einer anhaltenden Erweiterung der Kundenbasis
aufgrund von neuen Marketingkampagnen und einem neuen segmentübergreifenden Empfehlungsprogramm. Für das Galerie-Netzwerk erwartet das Management im zweiten Halbjahr 2019 eine geschäftliche
Erholung und weiterhin ein insgesamt leichtes Umsatzwachstum auf Sicht des Gesamtjahres.
Nach der Einführung der neugestalteten Galerieseiten und weiterer Produktinnovationen
konzentriert sich das Galerien-Team auf Marketing- und Vertriebsinitiativen, um die
Zahl der Mitglieder auf der Plattform zu steigern. Für die Werbeeinnahmen erwartet die Geschäftsführung im laufenden Jahr weiterhin ein
starkes Wachstum aufgrund der Anzeigenverkäufe bei artnet News. Die klare redaktionelle
Ausrichtung auf selbstrecherchierte, exklusive Nachrichten und journalistische Qualität
führt zu steigenden Besucherzahlen. Das stärkt die Marke und macht artnet News auf
einzigartige Weise für die Werbekampagnen von Luxusmarken attraktiv. Auf Grundlage der Erwartungen für die einzelnen Segmente prognostiziert der Vorstand
für das Geschäftsjahr 2019 weiterhin ein Umsatzwachstum auf eine Bandbreite von 23,0
bis 24,0 Millionen USD. Für das Betriebsergebnis rechnet der Vorstand nach wie vor
mit einem Anstieg auf eine Bandbreite von 1,0 bis 1,5 Millionen USD aufgrund von Investitionen
in Personal, Vertrieb und Marketing sowie in Produktentwicklung und die Instandhaltung
von Computer- und Telekommunikationssystemen. Berlin, den 9. August 2019 Jacob Pabst Vorstand, artnet AG Versicherung des gesetzlichen VertretersNach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und
Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Berlin, den 9. August 2019 Jacob Pabst Vorstand, artnet AG Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2019Konzern-Bilanz
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| 30.06.2019 | 31.12.2018 | 30.06.2019 | 31.12.2018 | |
| USD | USD | EUR | EUR | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Liquide Mittel | 895.521 | 956.669 | 787.611 | 835.076 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.816.741 | 2.182.844 | 1.597.824 | 1.905.405 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 743.111 | 634.251 | 653.566 | 553.638 |
| Kurzfristige Vermögenswerte gesamt | 3.455.373 | 3.773.764 | 3.039.001 | 3.294.119 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Sachanlagen | 4.145.053 | 427.300 | 3.645.574 | 372.990 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.086.228 | 2.552.196 | 2.714.338 | 2.227.812 |
| Kautionsforderungen | 528.861 | 529.281 | 465.133 | 462.010 |
| Aktive latente Steuern | 1.417.544 | 1.417.544 | 1.246.730 | 1.237.374 |
| Langfristige Vermögenswerte gesamt | 9.177.686 | 4.926.321 | 8.071.775 | 4.300.186 |
| Vermögenswerte gesamt | 12.633.059 | 8.700.085 | 11.110.776 | 7.594.305 |
| 30.06.2019 | 31.12.2018 | 30.06.2019 | 31.12.2018 | |
| USD | USD | EUR | EUR |
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| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 355.054 | 481.654 | 312.270 | 420.436 |
| Abgegrenzte Schulden und sonstige Verbindlichkeiten | 1.002.601 | 1.425.334 | 881.788 | 1.244.174 |
| Rückstellungen | 1.074.548 | 1.082.673 | 945.065 | 945.065 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 1.050.320 | 46.352 | 923.756 | 40.461 |
| Umsatzabgrenzung | 2.110.606 | 2.021.175 | 1.856.278 | 1.764.284 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gesamt | 5.593.129 | 5.057.188 | 4.919.157 | 4.414.420 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||||
| Abgrenzung Mietincentive | - | 192.772 | - | 168.271 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 2.868.054 | 79.115 | 2.522.453 | 69.059 |
| Langfristige Verbindlichkeiten gesamt | 2.868.054 | 271.887 | 2.522.453 | 237.330 |
| Verbindlichkeiten gesamt | 8.461.183 | 5.329.075 | 7.441.610 | 4.651.750 |
| Eigenkapital | ||||
| Gezeichnetes Kapital | 5.941.512 | 5.941.512 | 5.631.067 | 5.631.067 |
| Eigene Aktien | -269.241 | -269.241 | -264.425 | -264.425 |
| Kapitalrücklage | 52.423.972 | 52.423.972 | 51.015.723 | 51.015.723 |
| Verlustvortrag | -55.144.569 | -56.569.321 | -53.735.049 | -54.948.860 |
| Konzernjahresergebnis | 605.681 | 1.231.980 | 536.171 | 1.044.268 |
| Unterschiede aus Fremdwährungsumrechnung | 614.521 | 612.108 | 485.679 | 464.782 |
| Eigenkapital gesamt | 4.171.876 | 3.371.010 | 3.669.166 | 2.942.555 |
| Verbindlichkeiten und Eigenkapital gesamt | 12.633.059 | 8.700.085 | 11.110.776 | 7.594.305 |
| 1.1-30.6.2019 | 1.1-30.6.2018 | 1.1-30.6.2019 | 1.1-30.6.2018 | 1.4-30.6.2019 | 1.4-30.6.2018 | |
| USD | USD | EUR | EUR | USD | USD | |
| Umsatzerlöse | ||||||
| Galerie-Netzwerk | 2.505.156 | 2.732.310 | 2.217.653 | 2.258.500 | 1.289.986 | 1.421.193 |
| Price Database | 3.855.966 | 3.859.676 | 3.413.437 | 3.190.370 | 1.943.301 | 1.944.264 |
| Advertising | 2.399.119 | 1.959.870 | 2.123.785 | 1.620.009 | 1.391.973 | 1.058.732 |
| Auctions | 2.155.133 | 2.144.022 | 1.907.800 | 1.772.227 | 1.026.685 | 1.137.342 |
| Umsatzerlöse gesamt | 10.915.374 | 10.695.878 | 9.662.675 | 8.841.106 | 5.651.945 | 5.561.531 |
| Umsatzkosten | 3.890.739 | 4.226.319 | 3.444.220 | 3.493.433 | 1.875.213 | 2.035.913 |
| Bruttoergebnis | 7.024.635 | 6.469.559 | 6.218.455 | 5.347.673 | 3.776.732 | 3.525.618 |
| Betriebliche Aufwendungen | ||||||
| Vertrieb und Marketing | 3.144.887 | 2.763.411 | 2.783.965 | 2.284.208 | 1.587.625 | 1.390.098 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 2.373.281 | 2.257.337 | 2.100.912 | 1.865.892 | 1.118.893 | 1.034.677 |
| Produktentwicklung | 826.817 | 1.254.532 | 731.928 | 1.036.984 | 391.644 | 494.054 |
| Betriebliche Aufwendungen gesamt | 6.344.985 | 6.275.280 | 5.616.805 | 5.187.084 | 3.098.162 | 2.918.829 |
| Betriebsergebnis | 679.650 | 194.279 | 601.650 | 160.589 | 678.570 | 606.789 |
| Zinsaufwand | 62.570 | 551 | 55.389 | 455 | 30.450 | 263 |
| Zinsertrag | - | - | - | - | - | - |
| Sonstige Erträge/Aufwendungen | -4.867 | -107.039 | -4.308 | -88.477 | 5.633 | -158.186 |
| Ergebnis vor Steuern | 612.213 | 86.689 | 541.953 | 71.657 | 653.753 | 448.340 |
| Laufende Ertragsteuern | -6.532 | -3.661 | -5.782 | -3.026 | -5.045 | 4.539 |
| Konzernergebnis | 605.681 | 83.028 | 536.171 | 68.631 | 648.708 | 452.879 |
| Übriges Ergebnis | ||||||
| Reklassifizierbare Gewinne/Verluste: | ||||||
| Unterschiede aus Fremdwährungsumrechnung | 2.413 | 67.018 | 20.897 | 104.482 | -24.069 | 115.665 |
| Gesamtergebnis der Periode | 608.094 | 150.046 | 557.068 | 173.113 | 624.639 | 568.544 |
| Ergebnis je Aktie | ||||||
| Unverwässert und verwässert | 0,11 | 0,01 | 0,10 | 0,01 | 0,12 | 0,08 |
| 1.4-30.6.2019 | 1.4-30.6.2018 | |
| EUR | EUR | |
| Umsatzerlöse | ||
| Galerie-Netzwerk | 1.147.439 | 1.191.567 |
| Price Database | 1.728.932 | 1.631.686 |
| Advertising | 1.236.780 | 886.700 |
| Auctions | 913.963 | 953.032 |
| Umsatzerlöse gesamt | 5.027.114 | 4.662.985 |
| Umsatzkosten | 1.669.124 | 1.710.971 |
| Bruttoergebnis | 3.357.990 | 2.952.014 |
| Betriebliche Aufwendungen | ||
| Vertrieb und Marketing | 1.412.467 | 1.166.662 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 996.159 | 870.942 |
| Produktentwicklung | 348.666 | 418.138 |
| Betriebliche Aufwendungen gesamt | 2.757.292 | 2.455.742 |
| Betriebsergebnis | 600.698 | 496.272 |
| Zinsaufwand | 27.101 | 221 |
| Zinsertrag | - | - |
| Sonstige Erträge/Aufwendungen | 4.939 | -130.098 |
| Ergebnis vor Steuern | 578.536 | 365.953 |
| Laufende Ertragsteuern | -4.472 | 3.647 |
| Konzernergebnis | 574.064 | 369.600 |
| Übriges Ergebnis | ||
| Reklassifizierbare Gewinne/Verluste: | ||
| Unterschiede aus Fremdwährungsumrechnung | -63.941 | 187.841 |
| Gesamtergebnis der Periode | 510.123 | 557.441 |
| Ergebnis je Aktie | ||
| Unverwässert und verwässert | 0,10 | 0,07 |
| Gezeichnetes Kapital | ||||||
| Ausgegebene Aktien | Betrag | Eigene Aktien | Kapitalrücklage | Verlustvortrag | Fremdwährungsumrechnung | |
| Stand 31.12.2017 | 5.631.067 | 5.941.512 | -269.241 | 52.423.972 | -56.569.321 | 507.681 |
| Gesamtergebnis der Periode | - | - | - | - | 83.028 | 67.018 |
| Stand 30.6.2018 | 5.631.067 | 5.941.512 | -269.241 | 52.423.972 | -56.486.293 | 574.699 |
| Stand 31.12.2018 | 5.631.067 | 5.941.512 | -269.241 | 52.423.972 | -55.337.341 | 612.108 |
| Gesamtergebnis der Periode | - | - | - | - | 605.681 | 2.413 |
| Nutzungsrecht | - | - | - | - | 192.772 | - |
| Stand 30.6.2019 | 5.631.067 | 5.941.512 | -269.241 | 52.423.972 | -54.538.888 | 614.521 |
| Summe | |
| Stand 31.12.2017 | 2.034.603 |
| Gesamtergebnis der Periode | 150.046 |
| Stand 30.6.2018 | 2.184.649 |
| Stand 31.12.2018 | 3.371.010 |
| Gesamtergebnis der Periode | 608.094 |
| Nutzungsrecht | 192.772 |
| Stand 30.6.2019 | 4.171.876 |
| Gezeichnetes Kapital | ||||||
| Ausgegebene Aktien | Betrag | Eigene Aktien | Kapitalrücklage | Verlustvortrag | Fremdwährungsumrechnung | |
| Stand 31.12.2017 | 5.631.067 | 5.631.067 | -264.425 | 51.015.723 | -54.948.860 | 262.132 |
| Gesamtergebnis der Periode | - | - | - | - | 68.631 | 104.482 |
| Stand 30.6.2018 | 5.631.067 | 5.631.067 | -264.425 | 51.015.723 | -54.880.229 | 366.614 |
| Stand 31.12.2018 | 5.631.067 | 5.631.067 | -264.425 | 51.015.723 | -53.904.592 | 464.782 |
| Gesamtergebnis der Periode | - | - | - | - | 537.443 | 20.897 |
| Nutzungsrecht | - | - | - | - | 168.271 | - |
| Stand 30.6.2019 | 5.631.067 | 5.631.067 | -264.425 | 51.015.723 | -53.198.878 | 485.679 |
| Summe | |
| Stand 31.12.2017 | 1.695.637 |
| Gesamtergebnis der Periode | 173.113 |
| Stand 30.6.2018 | 1.868.750 |
| Stand 31.12.2018 | 2.942.555 |
| Gesamtergebnis der Periode | 558.340 |
| Nutzungsrecht | 168.271 |
| Stand 30.6.2019 | 3.669.166 |
| 1.1-30.6.2019 | 1.1-30.6.2018 | 1.1-30.6.2019 | 1.1-30.6.2018 | |
| USD | USD | EUR | EUR | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | ||||
| Konzernergebnis | 605.681 | 83.028 | 536.171 | 68.631 |
| Überleitung des Konzernergebnisses zum Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit: | ||||
| Abschreibungen | 761.536 | 273.770 | 674.138 | 226.296 |
| Wertberichtigung auf/Ausbuchungen von Forderungen | 245.795 | 219.041 | 217.586 | 181.056 |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Transaktionen | -2.856 | 115.191 | -2.528 | 138.000 |
| Veränderungen bei betrieblichen Aktiva und Passiva | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 120.308 | -319.489 | 106.501 | -264.086 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | -108.860 | -109.729 | -96.367 | -90.701 |
| Kautionsforderungen | 420 | 49.058 | 372 | 40.551 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -126.600 | 239.692 | -112.071 | 198.127 |
| Abgegrenzte Schulden und sonstige Verbindlichkeiten | -422.733 | -318.198 | -374.218 | -263.020 |
| Umsatzabgrenzung | 89.431 | 132.029 | 79.167 | 109.134 |
| Anpassungen gesamt | 556.441 | 281.365 | 492.580 | 275.357 |
| Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 1.162.122 | 364.393 | 1.028.751 | 343.988 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | ||||
| Investitionen in Sachanlagen | -30.804 | -61.466 | -27.092 | -52.578 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -727.335 | -609.824 | -639.691 | -521.643 |
| Zahlung für den Erwerb von konsolidierten Gesellschaften | - | 2.124 | - | 1.817 |
| Mittelzufluss/-abfluss aus Investitionstätigkeit | -758.140 | -669.167 | -666.783 | -572.405 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | ||||
| Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | -463.063 | -11.834 | -409.919 | -9.782 |
| Mittelzufluss/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit | -463.063 | -11.834 | -409.919 | -9.782 |
| Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel | -2.068 | -6.865 | 486 | -9.294 |
| Veränderung der liquiden Mittel | -61.148 | -323.472 | -47.465 | -247.492 |
| Liquide Mittel - zu Beginn der Periode | 956.669 | 1.327.514 | 835.076 | 1.106.350 |
| Liquide Mittel - am Ende der Periode | 895.521 | 1.004.042 | 787.611 | 858.858 |
| Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erhaltene Zahlungen | ||||
| Zinsauszahlungen | -62.570 | -551 | -55.389 | -455 |
Die artnet AG ("artnet AG" oder "die Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft
mit Hauptsitz in Berlin, Deutschland. Der eingetragene Sitz der artnet AG, die 1998
nach deutschem Recht gegründet wurde, ist Oranienstraße 164, 10969 Berlin, Deutschland.
Die artnet AG hält 100% der Geschäftsanteile an der Artnet Worldwide Corp. ("Artnet
Corp."), die ihren Geschäftssitz in New York, USA, hat und ihrerseits 100% der Geschäftsanteile
an der artnet UK Ltd. und der Jay Art GmbH hält. Die Jay Art GmbH befindet sich seit
30. Januar 2018 in Liquidation. Die artnet AG, die Artnet Corp. sowie alle hundertprozentigen
Tochtergesellschaften der Artnet Corp. werden gemeinsam als "Konzern" oder "artnet-Konzern"
bezeichnet.
Im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit stellt der Konzern Kunstsammlern, Galerien, Verlagen,
Auktionshäusern und Kunstliebhabern eine Website zur Verfügung, auf der die Nutzer
Informationen zu Künstlern und Kunstpreisen recherchieren, sowie Kunstwerke finden
können, die von Galerien auf der ganzen Welt aktuell angeboten werden und Kunstwerke
über artnet Auctions, einer speziellen Plattform für Auktionen, kaufen und verkaufen
können.
Der Konzern-Zwischenabschluss der artnet AG wurde am 9. August 2019 vom Vorstand zur
Veröffentlichung freigegeben.
Der vorliegende ungeprüfte Konzern-Zwischenabschluss wurde in Einklang mit den Richtlinien
der International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen
des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, die in der EU auf
Zwischenabschlüsse verpflichtend anzuwenden sind. Der Zwischenabschluss entspricht
insbesondere den Richtlinien über die Zwischenberichterstattung in IAS 34 und erfüllt
darüber hinaus den Deutschen Rechnungslegungsstandard DRS 16 - Halbjahresfinanzberichterstattung
sowie die §§ 115, 117 WpHG. Dieser Zwischenabschluss enthält nicht alle Informationen
und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres
erforderlich sind.
Die in diesem Zwischenbericht angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen
weitgehend denen des letzten Konzernjahresabschlusses. Eine detaillierte Beschreibung
der Rechnungslegungsgrundsätze ist im Anhang zum Konzernjahresabschluss des Geschäftsberichts
2018 veröffentlicht. Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 "Leasingverhältnisse" hatte
bedeutende Relevanz für die Bilanzierung und Berichterstattung im artnet-Konzern.
Mit der Umstellung auf IFRS 16 wurde zum 1. Januar 2019 ein Nutzungsrecht in Höhe
von 4.254 TUSD aktiviert und eine Leasingverbindlichkeit in Höhe von 4.254 TUSD erfasst.
Darüber hinaus wurde die Amortisation der Büromiete in Höhe von 193 TUSD erfolgsneutral
im Eigenkapital erfasst.
Der Konzern wendet IFRS 16 nach der modifizierten retrospektiven Methode an. Die Vorjahreszahlen
wurden nicht angepasst. Der Konzern machte zudem von den Erleichterungen für kurzfristige
Leasingverhältnisse (Laufzeit von weniger als 12 Monaten) Gebrauch. In diesen Fällen
werden die Leasingverhältnisse als kurzfristige Leasingverhältnisse bilanziert und
die damit verbundenen Leasingzahlungen als Aufwand aus kurzfristigen Leasingverhältnissen
erfasst. Die folgende Abstimmung des Anfangsbestands der Leasingverbindlichkeiten
zum 1. Januar 2019 basiert auf den Verpflichtungen aus operativen Leasingverhältnissen
zum 31. Dezember 2018:
| Überleitung | in TUSD | in TEUR |
| Operative Leasingverpflichtungen zum 31. Dezember 2018 | 4.592 | 4.008 |
| Mindestleasingzahlungen (Nominalwert) der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zum 31. Dezember 2018 | 129 | 113 |
| Anwendungserleichterung für kurzfristige Leasingverhältnisse | -45 | -39 |
| Brutto-Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019 | 4.677 | 4.082 |
| Abzinsung | -298 | -260 |
| Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019 | 4.379 | 3.822 |
| Barwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zum 31. Dezember 2018 | -125 | -109 |
| Zusätzliche Leasingverbindlichkeiten durch Erstanwendung von IFRS 16 zum 1. Januar 2019 | 4.254 | 3.713 |
Die Leasingverbindlichkeiten wurden mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz von 3% zum 1.
Januar 2019 abgezinst.
Der Konzern-Zwischenabschluss enthält nach Überzeugung des Vorstands alle Anpassungen,
die für eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage in der Zwischenberichtsperiode erforderlich sind. Die Ergebnisse
der zum 30. Juni 2019 endenden Berichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse
auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.
Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2019 und der Konzern-Zwischenlagebericht
sind weder gemäß § 317 HGB geprüft, noch einer prüferischen Durchsicht durch einen
Abschlussprüfer unterzogen worden.
Die Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses erfolgte auf Basis historischer Anschaffungs-
und Herstellungskosten. Bilanzstichtag ist der 30. Juni 2019.
Der Konzern-Zwischenabschluss wurde für die Berichtsperiode vom 1. Januar 2019 bis
30. Juni 2019 erstellt. Das Geschäftsjahr aller Konzerngesellschaften entspricht dem
Kalenderjahr.
Die im Konzern-Zwischenabschluss und im Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss enthaltenen
Beträge werden, falls nicht anderweitig ausgewiesen, in Euro (EUR) angegeben. Die
Berichtswährung ist Euro.
Die Hauptgeschäftstätigkeit des artnet Konzerns erfolgt im US-Dollar-Währungsraum.
Der US-Dollar ist die funktionale Währung der wesentlichen operativen Konzerngesellschaft
Artnet Corp. Geschäftsvorfälle, die in anderen Währungen als dem US-Dollar erfolgen,
werden mit dem am Tag der Transaktion gültigen Wechselkurs umgerechnet. An jedem Bilanzstichtag
werden die monetären Posten in Fremdwährungen zum gültigen Stichtagskurs umgerechnet.
Gewinne und Verluste aus dieser Umrechnung werden erfolgswirksam als sonstige Erträge
bzw. sonstige Aufwendungen ausgewiesen.
Im Rahmen der Konsolidierung werden die Vermögenswerte und Schulden des Konzerns zum
Stichtagskurs umgerechnet. Die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen erfolgt zum
Durchschnittskurs der Rechnungsperiode. Die sich daraus ergebenden kumulierten Umrechnungsdifferenzen
werden innerhalb des Konzern-Eigenkapitals als separater Posten erfasst.
Im Jahr 2019 weist das konzerninterne Darlehen unverändert eine Höhe von 1,5 Millionen
EUR auf. Eine vorzeitige Tilgung dieser Darlehensforderung ist in absehbarer Zukunft
weder geplant noch wahrscheinlich. Die konzerninterne Darlehensforderung wird daher
entsprechend IAS 21.15 als Teil eines Nettoinvestments (Net Investment) qualifiziert.
Entsprechend wird die aus den Wechselkursänderungen resultierende Umrechnungsdifferenz
aus dem auf Euro lautenden Darlehensbetrag zum jeweiligen Abschlussstichtag (inklusive
der Zwischenabschlüsse) erfolgsneutral im Fremdwährungsausgleichsposten im Eigenkapital
ausgewiesen. Im ersten Halbjahr 2019 wurde ein Betrag in Höhe von 11 TEUR aus dem
Nettoinvestment eigenkapitalmindernd in den Fremdwährungsausgleichsposten eingestellt.
Für die Währungsumrechnung des artnet-Konzerns sind die Wechselkursrelationen des
US-Dollar (USD) zum Euro (EUR) und zum Pfund Sterling (GBP) wesentlich. Der Umrechnung
lagen in den angegebenen Perioden jeweils die folgenden Wechselkurse zugrunde:
| USD in EUR | 30.6.2019 | 31.12.2018 | 30.6.2018 |
| Stichtagskurs | 0,880 | 0,873 | 0,855 |
| Periodendurchschnittskurs | 0,885 | 0,848 | 0,826 |
| USD in GBP | 30.6.2019 | 31.12.2018 | 30.6.2018 |
| Stichtagskurs | 0,787 | 0,784 | 0,757 |
| Periodendurchschnittskurs | 0,773 | 0,750 | 0,727 |
In den Konzernabschluss sind die rechtliche Muttergesellschaft artnet AG und ihre
hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Corp. sowie deren Tochtergesellschaften
einbezogen. Gemäß IFRS 10 liegt eine zur Einbeziehung in den Konzernabschluss führende
Beherrschung des Beteiligungsunternehmens vor, wenn eine Konzerngesellschaft schwankenden
Renditen aus ihrem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte
auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels ihrer Verfügungsgewalt
über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen.
Die am 23. Februar 1999 erfolgte Einbringung der Anteile an der Artnet Corp. behandelte
die artnet AG im Konzernabschluss in Übereinstimmung mit IFRS 3, B1 ff. als umgekehrten
Unternehmenserwerb durch die Artnet Corp. (Reverse Acquisition). Die Erstkonsolidierung
wurde daher so durchgeführt, dass die artnet AG als rechtlicher Erwerber auf die Tochtergesellschaft
Artnet Corp. konsolidiert wurde, da diese als wirtschaftlicher Erwerber anzusehen
war.
Am 1. November 2007 gründete die Artnet Corp. die hundertprozentige Tochtergesellschaft
artnet UK Ltd., die als ihre Vertriebsgesellschaft in Großbritannien fungiert. Die
artnet AG und ihre Tochtergesellschaft beschäftigen insgesamt 130 Mitarbeiter.
artnet hat am 6. Juni 2017 den Online-Marktplatz Jay Art GmbH und seine Plattform
Artusiast übernommen. Die Jay Art GmbH befindet sich seit 30. Januar 2018 in Liquidation.
Durch Beschluss der Hauptversammlung der artnet AG vom 16. Juli 2014 wurde der Vorstand
mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, bis zum 15. Juli 2019 das gezeichnete
Kapital durch Ausgabe von 2.800.000 neuen Inhaber-Stückaktien gegen Bar- und/oder
Sacheinlagen um bis zu 2.800 TEUR zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2014).
Aus dem genehmigten Kapital 2014 wurden keine Aktien ausgegeben.
Am 30. Juni 2019 hielt die artnet AG unverändert zum Vorjahr 78.081 eigene Aktien,
was 1,4% des Grundkapitals entsprach.
Der laufende Ertragsteueraufwand wird für die Zwischenberichtsperiode auf Basis des
für das gesamte Geschäftsjahr geschätzten durchschnittlichen Ertragsteuersatzes angegeben.
Aufgrund ihrer steuerlichen Verlustvorträge muss die Artnet Corp. nur die US-Mindestkörperschaftsteuer
zahlen.
Der Konzern prüft die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern einmal jährlich
und wird diese zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 auf der Basis der dann aktuellen
Unternehmensplanung für die Geschäftsjahre 2020 bis 2022 erneut überprüfen.
Der Konzern berichtet über die Geschäftssegmente in gleicher Form, wie er diese Informationen
entsprechend dem internen Berichtswesen an die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat
weiterleitet.
Die Berichterstattung des Konzerns bezieht sich auf die folgenden vier Segmente:
| ― |
Das Segment artnet Galerien präsentiert die zum Verkauf stehenden Kunstwerke der Mitgliedsgalerien und Partner-Auktionshäuser im Internet. |
| ― |
Das Segment artnet Price Database umfasst alle datenbankbezogenen Produkte. Hierzu gehören die artnet Price Database Fine Art and Design und die artnet Price Database Decorative Art sowie die darauf aufbauenden Produkte artnet Market Alerts und artnet Analytics. |
| ― |
Das Segment artnet Auctions stellt eine Internet-Plattform zum Kauf und Verkauf von Kunstwerken zur Verfügung. |
| ― |
Das Segment artnet News umfasst einen 24-Stunden-Nachrichtendienst für Kunst. Auf der Online-Plattform news.artnet.com wird über Events, Trends, Entwicklungen und Persönlichkeiten des Kunstmarkts berichtet. |
Die Steuerung der einzelnen Segmente durch das Management erfolgt auf Basis des Deckungsbeitrages
II (Umsatzerlöse abzüglich direkter und indirekter variabler Kosten), der daher im
Folgenden als Segmentergebnis dargestellt wird. Nicht direkt zurechenbare Aufwendungen
werden den berichtspflichtigen Segmenten im Wesentlichen auf der Grundlage von Mitarbeiterzahl
und Umsatzerlösen je berichtspflichtiges Segment zugerechnet. Die Darstellung der
Segmentberichterstattung erfolgt entsprechend der internen Kommunikation ausschließlich
auf US-Dollar-Basis.
Eine Bewertung der Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten je berichtspflichtiges Segment
wird dem Management nicht zur Verfügung gestellt. Daher werden Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten nicht für jedes berichtspflichtige Segment dargestellt.
| Periode vom 1.1.2019 bis 30.6.2019 | Umsatzerlöse | Deckungsbeitrag II |
| TUSD | TUSD | |
| artnet Galerien | 2.988 | 1.669 |
| artnet Price Database | 3.995 | 2.420 |
| artnet Auctions | 2.162 | 371 |
| artnet News | 1.770 | -280 |
| Total | 10.915 | 4.180 |
| Periode vom 1.1.2018 bis 30.6.2018 | Umsatzerlöse | Deckungsbeitrag II |
| TUSD | TUSD | |
| artnet Galerien | 3.230 | 1.685 |
| artnet Price Database | 4.037 | 2.467 |
| artnet Auctions | 2.148 | 15 |
| artnet News | 1.281 | -486 |
| Total | 10.696 | 3.681 |
Die nachfolgende Tabelle stellt die Überleitung des Deckungsbeitrag II zum Betriebsergebnis
in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung dar:
| Überleitung vom Deckungsbeitrag II der Segmente zum operativen Ergebnis | 30.6.2019 | 30.6.2018 |
| TUSD | TUSD | |
| Deckungsbeitrag II der Segmente | 4.180 | 3.681 |
| Fixkosten aus Umsatzkosten |
1.604 | 1.304 |
| Davon aus Abschreibungen -293 TUSD |
||
| Fixkosten aus den Allgemeinen Verwaltungskosten | 1.659 | 1.910 |
| Fixkosten aus Produktentwicklung | 237 | 273 |
| Betriebsergebnis | 680 | 194 |
Die Werbeeinnahmen der Produktkategorie Advertising werden in der Segmentberichtergebnisrechnung
verursachungsgerecht den Segmenten zugeordnet, auf deren Seite die Werbebanner geschaltet
wurden. Die nachfolgende Tabelle stellt die Überleitung der Umsatzerlöse lt. Gesamtergebnisrechnung
zu den in der ausgewiesenen Segmentergebnisrechnung ausgewiesenen Umsatzerlösen dar:
| Periode vom 1.1.2019 bis 30.6.2019 | Umsatzerlöse lt. Gesamtergebnisrechnung |
Verteilung Advertising auf die Segmente |
Umsatzerlöse Segmente |
| TUSD |
TUSD |
TUSD |
|
| Segmente | |||
| artnet Galerien | 2.505 | 483 | 2.988 |
| artnet Price Database | 3.856 | 139 | 3.995 |
| artnet Auctions | 2.155 | 7 | 2.162 |
| artnet News | - | 1.770 | 1.770 |
| Verteilte Produktkategorie Advertising | 2.399 | -2.399 | - |
| Summe | 10.915 | - | 10.915 |
| Periode vom 1.1.2018 bis 30.6.2018 | Umsatzerlöse lt. Gesamtergebnisrechnung |
Verteilung Advertising auf die Segmente |
Umsatzerlöse Segmente |
| TUSD | TUSD | TUSD |
|
| Segmente | |||
| artnet Galerien | 2.732 | 498 | 3.230 |
| artnet Price Database | 3.860 | 177 | 4.037 |
| artnet Auctions | 2.144 | 4 | 2.148 |
| artnet News | - | 1.281 | 1.281 |
| Verteilte Produktkategorie Advertising | 1.960 | -1.960 | - |
| Summe | 10.696 | - | 10.696 |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich mittels Division des Konzernergebnisses
durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Berichtsjahr in Umlauf befindlichen
Stammaktien.
Das verwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich in derselben Weise wie das unverwässerte
Ergebnis je Aktie, mit dem Unterschied, dass sich die durchschnittliche Anzahl der
in Umlauf befindlichen Stammaktien um die Anzahl der Aktien aus potenziellen Optionsausübungen
erhöht.
Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie beruht auf den folgenden Daten:
| 1.1.-30.6.2019 | 1.1.-30.6.2018 | |
| EUR | EUR | |
| Zähler (Ergebnis): | ||
| Konzernergebnis der ersten sechs Monate | 605.681 | 83.028 |
| Nenner (Anzahl der Aktien): | ||
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie (ausgegeben und voll eingezahlt) | 5.552.986 | 5.552.986 |
| Auswirkungen der potenziell verwässernden Aktien aus Aktienoptionen | 20.902 | 19.382 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie | 5.573.888 | 5.572.368 |
Der gewichtete durchschnittliche Ausübungspreis der gewährten Aktienoptionen (4,43
EUR) übersteigt den durchschnittlichen Aktienkurs in der Berichtsperiode (3.66 EUR)
mit Ausnahme der im Jahr 2014 gewährten Aktienoptionen mit einem durchschnittlichen
Ausübungspreis von 2,64 EUR. Für die 2014 ausgegebenen Aktienoptionen wurde daher
ein Verwässerungseffekt von 20.902 Aktien nach der "treasury-stock"-Methode berechnet.
Das Ergebnis je Aktie auf unverwässerter und verwässerter Basis beträgt jeweils 0,11
USD (0,10 EUR) und stieg somit im Vorjahres-jahresvergleich deutlich von 0,01 USD
(0,01 EUR).
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019 beschäftigte der Konzern durchschnittlich
128 Vollzeitmitarbeiter gegenüber 134 Mitarbeitern im Vergleichszeitraum 2018. Darüber
hinaus waren im Durchschnitt zwei teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter für den artnet-Konzern
tätig im Vergleich zu fünf Teilzeitbeschäftigten im Vorjahreszeitraum. Im Vertrieb
und in sonstigen Bereichen hat der Konzern drei freie Mitarbeiter beschäftigt, während
es im Vorjahr vier freie Mitarbeiter waren.
Zur Erstellung des Konzernabschlusses gemäß IFRS müssen Schätzungen vorgenommen und
Annahmen getroffen werden, die die Höhe der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie
der Erträge und Aufwendungen und darüber hinaus die Angaben im Anhang zum Zwischenabschluss
beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können von diesen Schätzungen
und Annahmen abweichen.
Die von der Geschäftsführung vorgenommenen Schätzungen, die einen wesentlichen Einfluss
auf den Konzern-Zwischenabschluss haben, betreffen den Ansatz und die Bewertung der
aktiven latenten Steuern und der Entwicklungskosten, die Bewertung der Rückstellungen,
die Nutzungsdauer der Gegenstände des Anlagevermögens sowie die Beurteilung der Wertberichtigungen
für überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Ferner waren seit dem
Geschäftsjahr 2019 erstmalig Schätzungen hinsichtlich des Grenzfremdkapitalzinssatzes
für Zwecke der Leasingbilanzierung notwendig.
Der Gesellschaft wurden keine Transaktionen von Personen mit Führungsaufgaben nach
Art. 19 MMVO mitgeteilt.
Nach § 21 WpHG sind Aktionäre verpflichtet, bei Über- oder Unterschreiten bestimmter
Meldeschwellen die Höhe ihrer Stimmrechtsanteile zu melden. Die Meldeschwellen sind
3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% und 75%.
Die artnet AG hat folgende Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 26 WpHG erhalten:
| Mitteilung vom: | Mitteilungspflichtiger (Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen): |
+=Überschreitung -=Unterschreitung |
Meldeschwelle(n) | Datum der Schwellenberührung | Stimmrechte % |
Stimmrechte direkt (§21 WpHG) |
| 6.10.2015 | Brewster Fine | + | 3 | 1.10.2015 | 3,24 | 182.198 |
| 12.10.2016 | Andreas Langenscheidt | + | 10 | 6.10.2016 | 3,3 | 185.850 |
| 3.05.2017 | Rüdiger K. Weng | + | 3 | 2.05.2017 | 3,02 | |
| Rüdiger K. Weng A+A GmbH | ||||||
| Weng Fine Art AG | 3,02 | 170.100 | ||||
| 20.12.2018 | Dr. Kyra Heiss | + | 10 | 31.8.2018 | 12,25 | 689.889 |
| 30.1.2019 | Andrea Sybill Schaeffer | + | 3, 5 | 11.4.2018 | 5,41 | |
| SSP Immobilien GmbH & Co. KG | + | 3, 5 | 5,41 | 304.922 |
| Mitteilung vom: | Stimmrechte zugerechnet (§22 WpHG) | Anmerkung |
| 6.10.2015 | ||
| 12.10.2016 | ||
| 3.05.2017 | 170.100 | |
| 20.12.2018 | ||
| 30.1.2019 | 304.922 | |
| Der am 11.04.2018 verstorbene Herr Klaus Jochen Schaeffer meldete zusammen mit der
damaligen Aktionärin Schaeffer Immobilien GmbH einen Stimmrechtsanteil in Höhe von
8,52% zum 27.05.2010. Die SSP Immobilien GmbH & Co. KG ist die hundertprozentige Mutter der Schaeffer Immobilien GmbH, welche wiederum Komplementärin der SSP Immobilien GmbH & Co. KG ist (sog. Einheits-KG). Zu diesem Zeitpunkt waren Herr Klaus Jochen Schaeffer mit 60% und Frau Andrea Sybill Schaeffer mit 40% an der SSP Immobilien GmbH & Co. KG beteiligt. Zum 06.10.2017 wurden die von der Schaeffer Immobilien GmbH am Emittenten direkt gehaltenen Aktien auf ihr Mutterunternehmen SSP Immobilien GmbH & Co. KG übertragen. Seit dem Tod des Gesellschafters Klaus Jochen Schaeffer am 11.04.2018 ist Andrea Schaeffer alleinige Kommanditistin der Aktionärin SSP Immobilien GmbH & Co. KG. |
Die Gesellschaft hat diese Mitteilungen auf ihrer Investor-Relations-Website veröffentlicht.
Berlin, den 9. August 2019
Jacob Pabst
Vorstand, artnet AG
Hans Neuendorf, Vorsitzender
Dr. Pascal Decker, Stellvertretender Vorsitzender
Bettina Böhm
Jacob Pabst, Vorstand
Jacob Pabst, CEO
Jacob Pabst, CEO
Oranienstraße 164
10969 Berlin info@artnet.de
T: +49 (0)30 209 178-0
F: +49 (0)30 209 178-29
233 Broadway, 26th Floor
New York, NY 10279
USA
info@artnet.com
T: +1-212-497-9700
F: +1-212-497-9707
Morrell House
98 Curtain Road
London EC2A 3AF
Großbritannien
info@artnet.co.uk
T: +44 (0)20 7729 0824
F: +44 (0)20 7033 9077
Informationen für Investoren und den Jahresabschluss finden Sie unter artnet.de/investor-relations.
Weitere Anfragen können per E-Mail an ir@artnet.com oder per Post an eine unserer
Geschäftsstellen gerichtet werden.
Die Stammaktien der artnet AG werden am Geregelten Markt (Prime Standard) der Frankfurter
Wertpapierbörse unter dem Börsenkürzel «ART» gehandelt. Meldungen zu relevanten Unternehmensentwicklungen
finden Sie unter artnet.de/investor-relations.
| WKN | A1K037 |
| ISIN | DE000A1K0375 |
| LEI | 391200SHGPEDTRIC0X31 |
Konzept und Realisation: Artnet Worldwide Corporation
©2019 artnet AG, Berlin