artnet AG

Berlin

Halbjahresfinanzbericht 2020

Finanzkennzahlen Artnet-Konzern

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30.06.2020 31.12.2019 30.06.2019
Umsatzerlöse (TUSD) 10.426 21.878 10.915
Betriebsergebnis (TUSD) 44 197 680
Ergebnis vor Ertragsteuern (TUSD) 1.254 5 612
Ergebnis je Aktie (USD) 0,22 0 0,11
Gewichtete Aktienanzahl (Tsd. Stück) 5.553 5.553 5.553
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (TUSD) 2.059 1.816 1.162
Mitarbeiter (Periodenende) 111 122 130
Liquide Mittel (TUSD) 1.704 539 896
Eigenkapital (TUSD) 4.826 3.586 4.172
Bilanzsumme (TUSD) 13.237 13.259 12.633

Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,

die Coronavirus-Pandemie hat die Kunstwelt weiter im Griff. Viele konventionelle Auktionen, Kunstmessen und Ausstellungen wurden wegen der Ausgangsbeschränkungen auf unbestimmte Zeit abgesagt. Wir unterstützen unterdessen unsere Kunden, indem wir ihre Online-Präsenz stärken und ihnen eine der seltenen Gelegenheiten bieten, bildende Kunst über Auktionen im Internet zu handeln. Die Coronakrise forciert die längst überfällige digitale Transformation des Kunstmarktes, und als Online-Marktführer ist Artnet relevanter denn je. Die durchschnittliche Besucherzahl auf unseren Seiten stieg im ersten Halbjahr auf überwältigende 4,8 Millionen pro Monat - 44% mehr als im vergangenen Jahr.

Während der Weltmarkt für Kunstauktionen in den ersten sechs Monaten um fast drei Fünftel einbrach, stiegen die Warenumsätze bei Artnet Auctions, unserer Transaktionsplattform für reine Online-Auktionen, im Jahresvergleich um 13% auf mehr als 12 Millionen USD. Nach der pandemiebedingten Verunsicherung im März schwoll das Verkaufsvolumen im zweiten Quartal dann im Vergleich zum Vorjahr um 46% auf 7,6 Millionen USD an. Entsprechend stiegen die Provisionsumsätze bei Artnet Auctions im ersten Halbjahr um 12% auf 2,4 Millionen USD und im zweiten Quartal um 46% auf 1,5 Millionen USD.

Artnet Auctions bietet Marktteilnehmern in den Zeiten der Pandemie eine der wenigen verbliebenen Möglichkeiten, Kunstwerke rasch und kostengünstig zu kaufen oder zu verkaufen. Angesichts der Krise werden Online-Transaktionen zunehmend zum Branchenstandard. Artnet Auctions erweist sich mit seiner beispiellos schnellen und effizienten Abwicklung als Auktionsmodell für das digitale Zeitalter.

Druckgrafiken und Fotografien waren bei Artnet Auctions im zweiten Quartal besonders gefragt. Zu den Spitzenlosen gehörten Keith Harings Siebdruck Retrospect (1989), der im April für 150.000 USD verkauft wurde. Der Käufer von Andy Warhols Sunset (1972) erhielt im Juni den Zuschlag für 78.000 USD. Im Mai verdoppelte Artnet Auctions den Warenumsatz des Vorjahres und stellte mit 4 Millionen USD einen neuen Monatsrekord auf. Tom Wesselmanns Gemälde Blue (1996) wurde für 288.000 USD versteigert und Eddie Martinez' Gemälde Clown Amoeba (2014) erzielte 156.000 USD.

Der Umsatz des Galerie-Netzwerks ging um nur 4% auf 2,4 Millionen USD zurück, obwohl Galerien besonders unter Schließungen und Betriebsunterbrechungen leiden. Wir gewinnen jedoch weiter neue Kunden. Seit dem Ausbruch des Coronavirus in den Vereinigten Staaten und in Europa im März ist die Zahl der Galeriemitglieder Monat um Monat gestiegen, da Galerien ihre Online-Präsenz im Internet stärken müssen. Besonders gefragt waren höherpreisige Mitgliedschaften, die eine bessere Sichtbarkeit in den sozialen Medien bieten.

Wir haben außerdem die neuen Artist Alerts eingeführt, ein kostenloses Tool, das den Galerien noch mehr Online-Besucher bringt. Kunden können sich für Artist Alerts registrieren und werden per E-Mail umgehend informiert, wenn Werke ihrer bevorzugten Künstler in Galerien, Auktionshäusern oder bei Online-Auktionen verfügbar sind. Galerien sind für Vertrieb und Marketing zur Zeit fast vollständig auf das Internet angewiesen. Über unser Galerie-Netzwerk können sie online ein Millionenpublikum erreichen. Sollte sich der Trend fortsetzen, wird das zu steigenden Einnahmen im Segment Galerien führen.

Der Umsatz der Price Database fiel im ersten Halbjahr um 5% auf 3,7 Millionen USD, eine robuste Entwicklung angesichts des drastischen Einbruchs des weltweiten Auktionsmarktes. Die äußerst zuverlässigen und transparenten Auktionsdaten unseres Online-Archivs sind auch in Krisenzeiten unerlässlich und weiterhin gefragt.

Die Einnahmen aus Werbung gingen nach einem starken Jahresauftakt aufgrund nachlassender Nachfrage und der Verschiebung von Werbekampagnen um 20% auf 1,9 Millionen USD zurück. Wie erwartet, kürzten sowohl Luxusmarken als auch Kunstunternehmen ihre Marketing-Budgets in Reaktion auf die Rezession und die faktische Schließung des stationären Kunstmarktes.

Gleichzeitig wächst der Bedarf des Marktes an verlässlichen Informationen. Unsere Nachrichtenplattform Artnet News ist zur wichtigsten Informationsquelle für die Kunstwelt geworden und generiert mehr Traffic als alle anderen Kunstpublikationen zusammen. Bis zum Ausbruch des Coronavirus waren wir 2020 bei den Werbeeinnahmen auf Rekordkurs. Angesichts der steigenden Besucherzahlen, insbesondere bei Artnet News, erwarten wir eine Rückkehr der Nachfrage, sobald die Pandemie abklingt und sich die Wirtschaft wieder erholt.

Die Gesamteinnahmen von Artnet gingen in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr leicht um 4% auf 10,4 Millionen USD zurück. Das Betriebsergebnis belief sich auf 44 TUSD.

Die Marktposition von Artnet bleibt trotz der Krise stark. Die Pandemie bringt zwar wirtschaftliche und gesundheitliche Herausforderungen mit sich. Die Krise beschleunigt aber auch die anhaltende digitale Revolution im Kunstmarkt, ein Trend, den wir seit unserer Gründung vor mehr als drei Jahrzehnten vorangetrieben haben. Internet und E-Commerce spielen während des Stillstands eine entscheidende Rolle. Die aktuellen Herausforderungen verlangen nach digitalen Lösungen. Als führender Online-Anbieter von Informationen, Analysen und Auktionen für bildende Kunst befinden wir uns in einer einzigartigen Position, unsere enorme Expertise auszuspielen und vom weiteren digitalen Wandel der Kunstbranche zu profitieren.

Berlin, den 14. August 2020

Jacob Pabst

Vorstand, Artnet AG

Kurzporträt des Konzerns

Artnet ist die führende Online-Informationsquelle für den internationalen Kunstmarkt. Seit 1989 liefert Artnet Kunstsammlern zuverlässige Informationen und Markttransparenz. Durch die umfassende Produktpalette, mit der Artnet Price Database, mit objektiven Preisinformationen und mit dem Artnet Galerie-Netzwerk bietet Artnet allen Nutzern einen globalen Marktüberblick.

Für Kunstsammler ist Artnet Auctions mit internationalen Versteigerungen rund um die Uhr ein wichtiger Anbieter. Die Online-Auktionsplattform bietet, durch die enge Zusammenarbeit zwischen Verkäufern, Auktionsspezialisten und Sammlern, ein besonderes Erlebnis für jeden Beteiligten. Artnet News ist eine Online-Nachrichtenplattform, die täglich über Trends, Veranstaltungen und Persönlichkeiten des internationalen Kunstmarktes berichtet.

Unternehmensentwicklung

Die Artnet AG wurde 1998 als Informationsdienstleister für den Kunstmarkt gegründet. Sie übernahm die 1989 in New York gegründete Artnet Worldwide Corporation, welche Mitte der 1990er Jahre die Artnet Price Database und das Artnet Galerie-Netzwerk in das Internet überführt hatte.

Artnet hat das Geschäft mit der Kunst wie kein anderes Unternehmen modernisiert. Die Artnet-Produkte liefern verlässliche Informationen und transparente Handelsbedingungen für Sammler, Galeristen, Museen und Investoren und sind damit zu einem unverzichtbaren Werkzeug für unabhängige Marktakteure geworden. Mit Artnet Auctions hat sich Artnet von einem reinen Informationsdienstleister zu einer Transaktionsplattform entwickelt und seine Vorrangstellung auf dem Kunstmarkt weiter ausgebaut.

Artnet hat seine Informationsdienstleistungen und die Transaktionsplattform Schritt für Schritt um das erste Produkt, die Artnet Price Database Fine Art and Design, herum entwickelt. Diese Datenbank war Ende der 1980er Jahre eine Antwort auf die Dezentralität des Kunstmarktes. Zu der Zeit stellte die mangelnde Transparenz des Kunstmarktes insbesondere für Käufer ein Hindernis dar. Das Kunstgeschäft war zwar schon immer international ausgerichtet, wurde aber von zehntausenden geografisch verteilten Kunsthändlern, Galerien, Auktionshäusern, Buchverlagen, Museen und Sammlern auf einem relativ ineffizienten Markt lokal geführt.

Die Artnet Price Database schafft für diese lokalen Märkte einen globalen Vergleichsmaßstab. In der Artnet Price Database Fine Art and Design sind die Auktionsergebnisse von mehr als 370.000 Künstlern und Designern gelistet. Seit 2009 wird diese Datenbank durch die Artnet Price Database Decorative Art ergänzt, welche die Resultate internationaler Antiquitäten-Auktionen beinhaltet. Insgesamt verzeichnet die Artnet Price Database fast 14 Millionen Auktionsergebnisse, die in rund 1.900 internationalen Auktionshäusern erzielt wurden und bis in das Jahr 1985 zurückreichen.

Eine weitere Säule des Artnet-Geschäfts ist das 1995 eingeführte Galerie-Netzwerk mit rund 1.100 Galerien, mehr als 230.000 präsentierten Kunstwerken und mehr als 22.000 Künstlern. Das Galerie-Netzwerk dient Händlern und Kunstkäufern gleichermaßen: Es gibt ihnen einen Überblick über den globalen Markt, die Preise und Preistrends und bietet die Möglichkeit, in direkten Kontakt mit der Galerie zu treten.

Mit Artnet Auctions hat Artnet 2008 eine moderne und effiziente Plattform für den Kunsthandel geschaffen, die das Auktionsgeschäft durch eine schnellere Abwicklung und geringere Kosten modernisiert hat. Diese Plattform ist rund um die Uhr auf artnet.com/auctions verfügbar. Alle Aspekte des Verkaufs, einschließlich der Anmeldung eines Werkes und der Auktion, folgen zeitnah aufeinander, im Gegensatz zu herkömmlichen Auktionshäusern.

Im Februar 2014 führte Artnet den internationalen 24-Stunden-Kunst-Nachrichtendienst Artnet News ein. Artnet News ist eine Plattform für Trends, Entwicklungen, Veranstaltungen und Persönlichkeiten des internationalen Kunstmarktes, die aktuelle Analysen, Kommentare und Artikel auf hohem kulturjournalistischem Niveau zur Verfügung stellt.

Firmenhintergrund

Die Artnet.com AG wurde 1998 nach deutschem Recht gegründet. 1999 erfolgte der Börsengang am Neuen Markt der Frankfurter Börse. Im Jahr 2002 änderte die Artnet.com AG ihre Firmierung in Artnet AG. Am 4. Oktober 2002 verließ die Artnet AG den Neuen Markt und war danach im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse, einem Segment des Geregelten Marktes, notiert. Seit dem 1. Februar 2007 ist die Artnet AG im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet, dem Segment mit dem höchsten Transparenzstandard. Der wichtigste Vermögenswert der Artnet AG ist ihre hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation, die ihren Geschäftssitz in New York hat und 1989 gegründet wurde. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Coronavirus-Pandemie sorgte in den ersten sechs Monaten des Jahres für einen synchron verlaufenden und tiefen Abschwung der Weltwirtschaft. Maßnahmen zur räumlichen Distanzierung (Social Distancing) und die Schließung von Geschäften in Reaktion auf die Gesundheitskrise führten zu einem Rückgang der Verbrauchernachfrage und der Wirtschaftsleistung. Die sprunghaft ansteigende Arbeitslosigkeit erschütterte das Vertrauen der Verbraucher und Unternehmen reduzierten angesichts sinkender Nachfrage, unterbrochener Lieferketten und einer ungewissen Zukunft ihre Investitionen.

Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) fielen die Wirtschaftsdaten des ersten Quartals im Allgemeinen schlechter aus als erwartet. Vorläufige Schätzungen deuten auf einen noch stärkeren Rückgang im zweiten Quartal hin - trotz entschiedener Gegenmaßnahmen von Regierungen und Zentralbanken. Aufgrund dieser negativen Überraschungen und einer voraussichtlich langsameren Erholung senkte der IWF im Juni seine Prognose für das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2020 auf -4,9%. Für 2021 rechnet der IWF derzeit mit einer zögerlichen Trendwende und einem Wachstum von 5,4%. Der IWF betonte jedoch die Unsicherheit dieser Prognosen angesichts der unwägbaren Dauer der Pandemie und der erforderlichen Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen.

Unter den drei größten Märkten für Kunstauktionen scheint China eine positive Ausnahme zu bilden. Das Wirtschaftswachstum in China, das Anfang des Jahres als erstes Land stark vom Ausbruch des neuartigen Coronavirus betroffen war, stieg im zweiten Quartal leicht an. Der größte Teil des Landes war Anfang April schon wieder offen. Chinas Wirtschaft wuchs von April bis Juni im Jahresvergleich um 3,2% - eine robuste Erholung gegenüber dem Rückgang von 6,8% im ersten Quartal. Da China eine Rezession vermieden hat und sich für den Rest des Jahres ein Wachstumskurs abzeichnet, prognostiziert der IWF für das Land ein Wirtschaftswachstum von 1% im Jahr 2020.

In den Vereinigten Staaten, dem größten Auktionsmarkt, führte die Coronakrise zum schwersten Wirtschaftseinbruch seit mindestens den 1940er Jahren. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im zweiten Quartal um 9,5% gegenüber dem ersten Quartal. Der Rückgang entspricht nach Angaben des Handelsministeriums einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 32,9%. Der Abschwung spiegelte den Anstieg der Coronavirus-Fälle im Frühjahr wider, den massiven Abbau von Arbeitsplätzen, die Zurückhaltung der Verbraucher und die weit verbreiteten Betriebsschließungen im April, was sich bis Juni nur teilweise erholte. Der IWF rechnet für die Vereinigten Staaten für das Gesamtjahr 2020 mit einem Wirtschaftsabschwung von -8,0%.

Für Großbritannien, den drittgrößten Kunstmarkt der Welt, prognostiziert der IWF wie für den Euroraum ein negatives Wirtschaftswachstum von -10,2% in diesem Jahr. Zusätzliche Unsicherheiten ergeben sich aus dem Rückzug Großbritanniens aus der EU (Brexit). Großbritannien trat Ende Januar in eine elfmonatige Übergangsperiode ein, die Verhandlungen über ein neues Freihandelsabkommen beinhaltet.

Inmitten der pandemiebedingten Unwägbarkeiten brach auch der typischerweise unbeständige Markt für Kunstauktionen in der ersten Hälfte des Jahres 2020 ein. Die Verkaufserlöse gingen in allen wichtigen Regionen zurück. Nach Angaben der Artnet Price Database sackten die weltweiten Verkaufserlöse für bildende Kunst in der ersten Hälfte des Jahres 2020 gegenüber dem Vorjahr um 59% - also um knapp drei Fünftel - auf 2,9 Milliarden USD ab. In den Vereinigten Staaten ging der Gesamtverkaufswert im Jahresvergleich um 54% auf 1,3 Milliarden USD zurück. In China schrumpften die Umsätze um 84% auf 219 Millionen USD und in Großbritannien um 52% auf 686 Millionen USD.

Die Zahl der auf Auktionen angebotenen Lose ging wie auch die Zahl der verkauften Lose im Jahresvergleich um 29% zurück. Entsprechend blieb die Verkaufsrate in der ersten Hälfte des Jahres 2020 konstant bei 65%. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 172.126 Lose bei Auktionen angeboten, von denen 112.671 Käufer fanden. Der Durchschnittspreis pro Los ging im Jahresvergleich allerdings um 43% auf 25 TUSD zurück. Große Auktionshäuser schwenkten auf Online-Plattformen um und generierten einige bemerkenswerte virtuelle Transaktionen. Im Juni verkaufte Sotheby's Francis Bacons Triptych Inspired by the Oresteia of Aeschylus (1981) für 85 Millionen USD. Roy Lichtensteins White Brushstroke I (1965) erzielte 25 Millionen USD.

Unsichere wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Reisebeschränkungen und regionale Ausgangssperren in Zusammenhang mit der Pandemie könnten die Verkaufsaktivitäten in diesem Jahr anhaltend dämpfen. An Verkäufen interessierte Sammler könnten angesichts der konjunkturellen Schwankungen zögern, ihre Kunstwerke anzubieten. Potentielle Käufer könnten dagegen den Investitionszeitpunkt für ungeeignet halten.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Artnet AG ("Artnet" oder "die Gesellschaft") und die Artnet Worldwide Corporation ("Artnet Corp.", zusammen "der Artnet-Konzern" oder "der Konzern") sind unter dem Markennamen "Artnet" tätig. Die Artnet Worldwide Corporation hat eine hundertprozentige Tochtergesellschaft: die Artnet UK Ltd.

Artnet erzielt seine Umsatzerlöse überwiegend im US-Dollar-Währungsraum über seine Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation, die in New York, dem weltweiten Zentrum des Kunstmarktes, ihren Sitz hat und deren Aufwendungen auch überwiegend in US-Dollar anfallen. Die Geschäftszahlen auf US-Dollar-Basis sind für die wirtschaftliche Entwicklung des Artnet-Konzerns aussagefähiger als auf Euro-Basis.

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 war der durchschnittliche US-Dollar/Euro-Wechselkurs höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die geschäftliche Entwicklung in der Berichtswährung Euro war daher vergleichsweise stärker.

Umsatzentwicklung

Der Gesamtumsatz von Artnet fiel vor allem aufgrund niedrigerer Werbeeinnahmen im Segment Artnet News in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 gegenüber dem Vorjahr um 4% auf 10.426 TUSD. Im ersten Halbjahr 2019 hatte Artnet 10.915 TUSD erwirtschaftet.

Price Database

Der Umsatz der Price Database ging in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 gegenüber dem Vorjahr um 185 TUSD oder 5% auf 3.670 TUSD zurück (2019: 3.856 TUSD). Das globale Verkaufsvolumen von Auktionen brach in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 weltweit um 59% auf 2,9 Mrd. USD ein, da die meisten Auktionen aufgrund von Ausgangsbeschränkungen nach dem Ausbruch des Coronavirus abgesagt oder verschoben wurden. Angesichts dieses drastischen Rückgangs ging die Nachfrage nach Daten und die Zahl der Abonnenten etwas zurück. Verglichen mit dem deutlich negativen Trend der weltweiten Auktionsumsätze waren die Einnahmen der Price Database dennoch robust, da zuverlässige Auktionsdaten auch inmitten von Marktkorrekturen weiter wertvoll und begehrt sind. Die Zahl der Auktionsergebnisse stieg auf fast 14 Millionen und stützt die analytischen Ressourcen von Artnet. Die einzigartige Datenqualität der Price Database wurde im März 2020 erneut mit der Veröffentlichung der vierten Ausgabe des Artnet Intelligence Reports hervorgehoben, eine umfassende Studie aktueller Kunstmarkttrends, die in Zusammenarbeit mit Artnet News erstellt wurde. Die Titelgeschichte "Will A.I. Remake the Art Business?" analysierte die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf die Kunstbranche.

Galerie-Netzwerk

Der Umsatz des Galerie-Netzwerks fiel in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 um 4% auf 2.410 TUSD (2019: 2.505 TUSD). Angesichts des beispiellosen wirtschaftlichen Abschwungs, der Galerien besonders hart traf, ist der Umsatzrückgang gering. Kleinere und mittelgroße Galerien, ein wichtiger Kundenstamm für Artnet, kämpfen seit geraumer Zeit mit hohen Betriebskosten und einem schwierigen Marktumfeld, was sie selbst unter stabilen wirtschaftlichen Bedingungen unter Druck setzt. Aufgrund der derzeitigen Ausgangsbeschränkungen und der abgesagten Ausstellungen verlagern die Galerien ihren Schwerpunkt auf das Internet und die Stärkung ihrer Online-Präsenz. Während die Zahl der Galerien Ende Juni im Jahresvergleich um 2% zurückging, stieg sie im Vergleich zum März, also dem Monat, in dem der Ausbruch des Coronavirus zu einer globalen Pandemie wurde, um 2% an. Die Einführung der neuen, kostenlosen Artist Alerts Ende Mai führte zu einem deutlichen Anstieg der Besucherzahlen und Kundenanfragen auf den Webseiten der Galeriemitglieder. Abonnenten der Artist Alerts erhalten maßgeschneiderte Online-Benachrichtigungen, wenn Kunstwerke ausgewählter Künstler auf den Markt kommen. Am Ende des zweiten Quartals hatten sich bereits mehr als 2.500 Kunden für den neuen Service registriert. Die Besucherzahlen auf den Webseiten der Galeriemitglieder stiegen im Vergleich zum Vorjahr um rund 50%.

Advertising (Werbung)

Die Werbeeinnahmen sanken in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 um 20% auf 1.923 TUSD (2019: 2.399 TUSD) -die Folge nachlassender Nachfrage von Luxusmarken nach Werbeflächen bei Artnet News wegen der pandemiebedingten Ausgangsbeschränkungen. Obgleich sich Artnet News in den vergangenen Jahren zu einer begehrten Werbeplattform sowohl für Luxusmarken als auch für kunstbezogene Unternehmen entwickelt hat, führte der wirtschaftliche Abschwung zu starken Kürzungen der Werbebudgets von Kunden. Der Web-Traffic nahm während der Krise dennoch besonders stark zu, was den wachsenden Einfluss von Artnet News unterstreicht und die Marke Artnet insgesamt stärkt. Getrieben von Artnet News stieg die Zahl der Besucher (Unique User) auf Artnet in der ersten Jahreshälfte um 44%. Mit einem klaren redaktionellen Schwerpunkt auf Qualitätsjournalismus und selbstrecherchierten Reportagen ist Artnet News zur führenden Plattform für exklusive Informationen und fundierte Kommentare zu Personen und Trends geworden, die die Kunstwelt prägen. Dies zeigte sich in den vergangenen Monaten, als die Reporter von Artnet News ein breites Spektrum wichtiger aktueller Themen abdeckten, von Geschichten über die ersten hybriden Online-Auktionen großer Auktionshäuser in der Ära räumlicher Distanz bis hin zu Interviews mit schwarzen Kuratoren über Rassismus in der Kunstwelt vor dem Hintergrund der Black Lives Matter-Bewegung. Zu stark diskutierten Geschichten gehörten ein Porträt der Fotografin Anne Geddes und eine Story über den umstrittenen Rücktritt des Kurators Gary Garrels vom San Francisco Museum of Modern Art. Artnet News setzte auch den erfolgreichen Art Angle-Podcast fort, der Interviews mit Künstlern an der vordersten Front der jüngsten Proteste enthielt.

Auctions

Im Segment Artnet Auctions stieg der Provisionsumsatz im ersten Halbjahr 2020 deutlich um 12% auf 2.423 TUSD (2019: 2.155 TUSD). Trotz der enormen Volatilität sowohl auf dem Kunstmarkt als auch in der Wirtschaft wurde das zweite Quartal zum stärksten Jahresviertel in der Geschichte von Artnet Auctions, da die Online-Plattform eine der wenigen verbleibenden Optionen zum Kauf und Verkauf von Kunstwerken während des Lockdowns war. Die Profitabilität des Segments stieg aufgrund des höheren Umsatzes deutlich. Auctions setzt den Schwerpunkt weiter auf ein Angebot von Kunstwerken in hoher Qualität und zu attraktiven Preisen, was hohe Durchschnittspreise und leicht steigende Verkaufsraten gewährleistet. Der Durchschnittspreis der im ersten Halbjahr 2020 verkauften Lose ging leicht um 4% auf 14,5 TUSD (2019: 15,1 TUSD) zurück. Druckgrafiken und Fotografien waren besonders gefragt. Zu den Spitzenlosen gehörten Keith Harings Siebdruck Retrospect (1989), der im April für 150 TUSD verkauft wurde, und Andy Warhols Sunset (1972), der im Juni 78 TUSD erzielte. Im Mai stellte die Auktion für Post-War & Contemporary Art einen neuen Umsatzrekord für eine Einzelauktion bei Artnet auf. Mehrere Lose zeitgenössischer Künstler wurden im sechsstelligen Dollar-Bereich verkauft, darunter Tom Wesselmanns Gemälde Blue (1996), das für 288 TUSD versteigert wurde. Mit einem Gesamtumsatz von 4 Millionen USD stellte Artnet Auctions im Mai auch einen neuen Monatsrekord auf.

Kosten- und Ergebnisentwicklung

Das Bruttoergebnis vom Umsatz fiel im ersten Halbjahr des Jahres 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 9% oder 620 TUSD auf 6.405 TUSD, eine Folge der gesunkenen Werbeeinahmen sowie gestiegener Kosten im Segment Auctions und für Netzwerk-Administration.

Die Vertriebs- und Marketingaufwendungen sanken in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 gegenüber dem Vorjahr um 5% oder 144 TUSD auf 3.001 TUSD. Ursächlich sind vor allem die niedrigeren Personalkosten in Vertrieb und Marketing.

Die allgemeinen Verwaltungskosten beliefen sich auf 2.203 TUSD - ein Rückgang um 7% gegenüber dem Vorjahr (2019: 2.373 TUSD). Der Rückgang resultiert vor allem aus niedrigeren Reise- und Bewirtungskosten, eine Folge der pandemiebedingten Ausgangsbeschränkungen und räumlicher Distanzierung.

Die Aufwendungen für Produktentwicklung stiegen im ersten Halbjahr vor allem aufgrund von Kosten, die nicht aktivierbar sind, um 40% auf 1.157 TUSD. Das Unternehmen rüstet seine technologische Infrastruktur mit dem Projekt FALCON auf, das Artnet nach seiner Fertigstellung wesentlich agiler, schneller und effizienter macht. Das Projekt ist in der Geschichte des Unternehmens einzigartig. Durch Investitionen in eine hochmoderne Infrastruktur kann sich Artnet schnell an den technologischen Wandel anpassen, Skaleneffekte erzielen und neue Produkte effizienter auf den Markt bringen. In der ersten Hälfte dieses Jahres verlagerte Artnet seinen Schwerpunkt jedoch teilweise auf Projekte abseits von FALCON, um Kunden während der Corona-Pandemie zu unterstützen und zu betreuen, wie beispielsweise die neuen Artist Alerts. Entwicklungskosten im Zusammenhang mit FALCON wurden aktiviert. Kosten im Zusammenhang mit Projekten abseits von FALCON wurden als Aufwand verbucht, was zu einem Anstieg der Kosten für die Produktentwicklung führte. Die Entwicklungskosten für FALCON, die gleichzeitig als immaterieller Vermögenswert aktiviert wurden, beliefen sich in der ersten Hälfte des Jahres 2020 auf 514 TUSD.

Das Betriebsergebnis ging infolgedessen im Vergleich zum Vorjahr um 94% auf 44 TUSD zurück (2019: 680 TUSD).

Das Konzernergebnis nach Steuern im ersten Halbjahr 2019 betrug 1.254 TUSD (2019: 612 TUSD). Der Anstieg resultierte hauptsächlich aus einem - unter bestimmten Bedingungen -erlassbaren Darlehen in Höhe von 1.667 TUSD, das von der amerikanischen Regierung (U.S. Small Business Administration) zur Unterstützung von Unternehmen während der Rezession gewährt wurde, sowie aus dem juristischen Vergleich. Der genaue Betrag, der erlassen werden kann, ist noch unbekannt.

Das Management geht jedoch mit hinreichender Sicherheit davon aus, dass mindestens 90% des Nominalbetrags dieses Darlehens nicht zurückgezahlt werden müssen. Daher wurde der Teil des Darlehens, der bereits verwendet wurde und die Bedingungen für den Erlass erfüllte, als sonstiger Ertrag ausgewiesen. Per Ende Juni 2020 wurden 1.194 TUSD des Darlehens verwendet. Die verbleibenden 473 TUSD sollten im Juli verwendet werden. Dementsprechend wurden 1.075 TUSD, oder 90%, als sonstiger Ertrag verbucht. Darüber hinaus wurde die Rückstellung für eine Klage in Höhe von 215 TUSD aufgelöst, da mit dem Kläger ein Vergleich erzielt wurde.

Da die Artnet Corp. in den USA aufgrund von Verlustvorträgen nur der Mindestbesteuerung unterliegt, ist das Betriebsergebnis von 1.246 TUSD nur geringfügig niedriger als der Gewinn vor Ertragssteuern.

Währungsumrechnung

Für die Währungsumrechnung der Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird der Durchschnittskurs für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2020 verwendet. Für den Zeitraum bis zum 30. Juni 2020 lag der Durchschnittskurs bei 0,908 US-Dollar/Euro im Vergleich zu 0,885 US-Dollar/ Euro im ersten Halbjahr 2019. Der für die Bilanzumrechnung verwendete Fremdwährungskurs ist der Kurs am Periodenende. Der Stichtagskurs zum 30. Juni 2020 betrug 0,890 US-Dollar/Euro gegenüber 0.891 US-Dollar/Euro am 31. Dezember 2019.

Artnet unterliegt Wechselkursschwankungen, da Rechnungen in Euro, US-Dollar und Pfund Sterling fakturiert werden, die Geschäftstätigkeit aber größtenteils in den Vereinigten Staaten ausgeübt wird. Der Konzern steuert dieses Wechselkursrisiko, indem er die Zahlungen seiner europäischen Kunden in Euro und Pfund Sterling entgegennimmt und mit diesen Zahlungseingängen seine in Europa ansässigen Lieferanten in derselben Währung bezahlt.

Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Bewertung von konzerninternen Darlehensforderungen, die als Bestandteil eines Nettoinvestments qualifiziert werden, werden erfolgsneutral im Fremdwährungsausgleichsposten ausgewiesen. Der im Fremdwährungsausgleichsposten erfasste Betrag wird erfolgswirksam in die Konzern-Gesamtergebnisrechnung umgegliedert, wenn und soweit das Nettoinvestment vollständig oder in Teilbeträgen zurückgeführt wird.

Finanzlage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit des Artnet-Konzerns betrug im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 2.059 TUSD nach 1.162 TUSD im Vorjahr. Der Anstieg resultierte hauptsächlich aus dem erlassbaren Darlehen in Höhe von 1.667 TUSD, das im Mai 2020 von der amerikanischen Regierung (U.S. Small Business Administration) gewährt wurde. Dem gegenüber standen ein niedrigeres Betriebsergebnis und der juristische Vergleich im Juni.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeiten lag im ersten Halbjahr 2020 mit -524 TUSD unter dem Vorjahresniveau (2019: -758 TUSD). Ausschlaggebend für den geringeren Mittelabfluss war die Verlagerung des Schwerpunkts vom Projekt FALCON auf Projekte abseits von FALCON.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit im ersten Halbjahr 2020 summierte sich auf 364 TUSD nach einem Abfluss von -463 TUSD im ersten Halbjahr 2019. Der leicht geringere Mittelabfluss resultierte hauptsächlich aus den zum Jahreswechsel 2019/2020 aufgenommenen Darlehen in Höhe von insgesamt 450 TUSD, die infolge ungewöhnlich später Zahlungen von Kunden aufgenommen wurden, um möglichen weiteren Verzögerungen vorzubeugen und die finanzielle Stabilität zu gewährleisten. Die Darlehen wurden im Juli zu 466 TUSD zurückgezahlt, da sich im Zuge einer insgesamt besser als erwarteten Unternehmensentwicklung auch der Cashflow verbesserte.

Der Zahlungsmittelbestand belief sich zum 30. Juni 2020 auf 1.704 TUSD nach 896 TUSD am 30. Juni 2019. Der Zahlungsmittelbestand stieg aufgrund verbesserter Eintreibungen von Forderungen gegenüber Anzeigenkunden aus dem Luxusgüterbereich sowie Auktionskunden. Außerdem stieg der Zahlungsmittelbestand aufgrund der von der U.S. Small Business Administration erhaltenen Gelder sowie der Darlehen.

Die Anlagepolitik des Konzerns ist konservativ und orientiert sich an der kurzfristigen Finanzmittelanlage. Auf diese Weise bleiben sämtliche Barmittel liquide und jederzeit verfügbar. Zum 30. Juni 2020 belief sich die Liquidität je Aktie auf Grundlage der durchschnittlich 5.552.986 in Umlauf befindlichen Aktien auf 0,31 USD (0,27 EUR) gegenüber 0,16 USD (0,14 EUR) zum 30. Juni 2019.

Vermögenslage

Die Konzernbilanzsumme belief sich am 30. Juni 2020 auf 13.237 TUSD, ein leichter Rückgang gegenüber dem Niveau von 13.259 TUSD am 31. Dezember 2019.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen fielen gegenüber dem 31. Dezember 2019 um 927 TUSD auf 1.579 TUSD. Der Rückgang war eine Konsequenz verbesserter Eintreibungen von Forderungen gegenüber Anzeigenkunden aus dem Luxuxgüterbereich sowie Kunden von Auctions. Die allgemein gesunkenen Werbeeinnahmen im Luxussegment trugen ebenfalls dazu bei.

Das Sachanlagevermögen verringerte sich gegenüber dem 31. Dezember 2019 um 577 TUSD auf 3.310 TUSD, was hauptsächlich auf die planmäßige Abschreibung von Nutzungsrechten nach der Einführung von IFRS 16 zurückzuführen ist.

Das immaterielle Anlagevermögen stieg im Vergleich zum 31. Dezember 2019 um 349 TUSD auf 3.863 TUSD. Dieser Anstieg resultierte vor allem aus der Aktivierung von Investitionen in die technologische Infrastruktur (FALCON) in Höhe von 514 TUSD, was zum Teil durch Abschreibungen von 165 TUSD ausgeglichen wurde.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind seit dem 31. Dezember 2019 um 1.110 TUSD auf 5.827 TUSD zurückgegangen, was hauptsächlich auf eine im Juni nach einem juristischen Vergleich teilweise aufgelöste und teilweise gezahlte Rückstellung zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die Rechnungsabgrenzungsposten sanken ebenfalls, da Reise- und Bewirtungskosten aufgrund der Corona-Pandemie eliminiert wurden.

Das Eigenkapital des Artnet-Konzerns stieg zum 30. Juni 2020 um 35% auf 4.826 TUSD nach 3.586 TUSD am 31. Dezember 2019. Dies ging auf den erlassbaren Anteil des von der U.S. Small Business Administration gewährten Darlehens zurück, das unter sonstigen Erträgen erfasst wird.

Die Artnet Price Database ist ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert, der durch die Erfassung von Auktionsdaten seit 1985 entwickelt wurde. Wenngleich er aufgrund der Bilanzierungsregeln als Vermögenswert in der Bilanz nicht angesetzt werden kann, stellt er für den Konzern doch eine wesentliche Geschäftsgrundlage dar. Wenn eine Bilanzierung gesetzlich zulässig wäre, würden sich die Aktiva und das Eigenkapital deutlich erhöhen.

Risiken und Chancen

Seit dem Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2019 (26. Juni 2020) haben sich im Vergleich zu den im Konzernlagebericht 2019 ausführlich dargestellten Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Artnet-Konzerns keine wesentlichen Änderungen ergeben.

Nachtrags- und Prognosebericht

Nachtragsbericht

Zwischen dem Ende des zweiten Quartals 2020 und der Veröffentlichung dieses Berichts haben sich keine wesentlichen Ereignisse ergeben, die sich nach den Erwartungen des Managements maßgeblich auf die im Risiko- und Chancenbericht sowie im Nachtragsbericht des Geschäftsberichts 2019 dargestellte Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens auswirken können.

Prognosebericht

Der folgende Bericht gibt die Prognosen des Managements hinsichtlich der künftigen Entwicklung der einzelnen Artnet-Segmente sowie des Geschäftsverlaufes insgesamt wieder. Es wird dabei darauf hingewiesen, dass der tatsächliche Geschäftsverlauf aufgrund des Eintretens von Chancen und Risiken, wie im Chancen- und Risikobericht beschrieben, positiv wie negativ von diesen Prognosen abweichen kann.

Angesichts der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus und der drastischen Maßnahmen zur Eindämmung von Infektionen erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) für das Jahr 2020 einen Rückgang des globalen Wirtschaftswachstums um 4,9%. Der erwartete Abschwung in den Vereinigten Staaten, der Kernmarkt von Artnet, ist mit 8% sogar noch deutlicher und spiegelt den massiven Abbau von Arbeitsplätzen und die Schließung von Geschäften wider. Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen haben auch den globalen Kunstmarkt erheblich beeinträchtigt, da große Kunstmessen und konventionelle Versteigerungen abgesagt wurden.

Im Jahr 2020 dürfte Artnet aufgrund des digitalen Geschäftsmodells seine führende Position in einem hart umkämpften Markt behaupten. Das Management rechnet aufgrund des schwierigen und höchst ungewissen wirtschaftlichen Umfelds jedoch mit einem Umsatzrückgang.

Die Wettbewerbsvorteile bei Daten, Kunden und Internet-Traffic werden Artnet weiterhin stützen. Das Datenangebot der Price Database ist auch in Krisenzeiten für die Bewertung von Kunstwerken gefragt. Die Provisionsumsätze von Artnet Auctions könnten weiter steigen, da Online-Auktionen eine überzeugende Alternative zu traditionellen, physischen Auktionen geworden sind. Der wirtschaftliche Abschwung dürfte jedoch zu insgesamt rückläufigen Werbeeinnahmen und fallenden Umsätzen im Galerie-Netzwerk führen.

Die Provisionsumsätze von Artnet Auctions sind in der ersten Hälfte des Jahres 2020 deutlich gestiegen, da die Online-Plattform eine der wenigen verbleibenden Optionen zum Kauf und Verkauf von Kunstwerken während des Lockdowns geworden ist. Die Coronakrise beschleunigt die digitale Transformation des Kunstmarktes, und Artnet Auctions wird von diesem Trend besonders profitieren. Während der Krise könnte die Akzeptanz von reinen Online-Auktionen für bildende Kunst weiter zunehmen, da Versteigerungen über das Internet eine wesentliche Lösung für den Markt darstellen. Spitzenlose bei Artnet Auctions werden bereits regelmäßig für sechsstellige Dollarbeträge verkauft. Auctions wird eine noch wichtigere Rolle in der Kunstwelt spielen, wenn sich die Versteigerung von höherpreisigen Kunstwerken über das Internet noch stärker als bisher durchsetzt. Vor diesem Hintergrund hat Artnet Auctions den strategischen Schwerpunkt auf qualitativ hochwertige Kunstwerke zu attraktiven Preisen gelegt, um die durchschnittlichen Lospreise, die Verkaufsrate und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Aufgrund der Wirtschaftskrise geht das Management jedoch davon aus, dass der Umsatz von Auctions im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig steigen wird.

Artnet News hat sich als führende Online-Plattform für Nachrichten und Kommentare über den Kunstmarkt etabliert. Der redaktionelle Fokus auf Qualität und eigenständige Berichterstattung führte zu steigenden Besucherzahlen und - bis zum Ausbruch des Coronavirus Anfang 2020 -auch zu wachsenden Werbeeinnahmen. Neue Produkte wie die halbjährlich erscheinenden Intelligence Reports nutzen die Qualität der Daten und der analytischen Ressourcen von Artnet. Der Erfolg und der hohe Wiedererkennungswert von Artnet News wirkt sich positiv auf alle anderen Produkte von Artnet aus. Dies wird in der Krise offensichtlich, in der Artnet News für Marktteilnehmer die wichtigste Informationsquelle über aktuelle Entwicklungen ist. Das Management rechnet mit einem Anhalten dieses positiven Trends, prognostiziert für Artnet News aber dennoch einen deutlichen Umsatzrückgang im Jahr 2020, da die Budgets der Anzeigenkunden während der Rezession wahrscheinlich schrumpfen werden. Sobald die Pandemie abklingt und sich die Wirtschaft wieder erholt, erwartet das Management aufgrund des höheren Traffics eine schnelle Rückkehr der Nachfrage nach Werbeflächen auf Artnet News.

Für das Segment Price Database prognostiziert das Management im Jahr 2020 einen unveränderten Umsatz. Auch wenn weltweit weniger Auktionen stattfinden, bleiben die Auktionsdaten der Price Database für die Bewertung von Kunstwerken unerlässlich.

Für das Segment Galerien erwartet das Management für 2020 im Vorjahresvergleich leicht rückläufige Mitgliederzahlen aufgrund der anhaltenden geschäftlichen Schwierigkeiten kleinerer und mittelgroßer Galerien, die durch den Ausbruch des Coronavirus noch verschärft wurden. Andererseits bietet die Mitgliedschaft im Artnet Galerie-Netzwerk den Galerien zusätzliche Möglichkeiten, ihre Künstler und Kunstwerke einem weltweiten Publikum im Internet zu präsentieren. Höherwertige Mitgliedschaften, die sich durch eine verstärkte Präsenz in sozialen Medien auszeichnen, waren im zweiten Quartal begehrt. Insgesamt erwartet das Management jedoch einen moderaten Rückgang der Umsätze für das Galerie-Netzwerk im Jahr 2020.

Auf Grundlage der Erwartungen für die einzelnen Segmente prognostiziert der Vorstand für das Geschäftsjahr 2020 unverändert einen Rückgang des Gesamtumsatzes auf eine Bandbreite von 20,0 Mio. USD bis 21,0 Mio. USD (18,2 Mio. EUR bis 19,1 Mio. EUR bei einem angenommenen Wechselkurs von 1,10 EUR/USD). Für das Betriebsergebnis rechnet das Management mit einem Rückgang auf -0,5 Mio. USD bis -1,0 Mio. USD (-0,5 Mio. EUR bis -0,9 Mio. EUR).

Aufgrund der unsicheren Wirtschaftsaussichten und der Coronavirus-Pandemie hält das Management diese konservative Prognose zum jetzigen Zeitpunkt für angemessen. Ein deutlich positiveres Ergebnis ist möglich. Diese Möglichkeit wurde durch viel besser als erwartete Ergebnisse im zweiten Quartal 2020 bestätigt. Artnet Auctions verzeichnete den höchsten Quartalsumsatz seit Einführung der Plattform im Jahr 2008. Das Interesse an Mitgliedschaften im Galerie-Netzwerk nahm zu, und Artnet verzeichnete aufgrund der Beliebtheit von Artnet News einen starken Anstieg der Besucherzahlen.

Aufgrund der im Jahr 2020 gewährten Darlehen dürften die liquiden Mittel gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2019 trotz der Beilegung des Rechtsstreits deutlich ansteigen.

Berlin, den 14. August 2020

Jacob Pabst

Vorstand, Artnet AG

Versicherung des gesetzlichen Vertreters

Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Berlin, den 14. August 2020

Jacob Pabst

Vorstand, Artnet AG

Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2020

artnet AG Konzern-Bilanz zum 30. Juni 2020

Aktiva

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30.06.2020 31.12.2019 30.06.2020 31.12.2019
USD USD EUR EUR
Aktiva
Kurzfristige Vermögenswerte
Liquide Mittel 1.703.648 539.319 1.516.417 480.371
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.579.246 2.506.307 1.405.687 2.232.368
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 944.783 970.604 840.951 864.517
Kurzfristige Vermögenswerte gesamt 4.227.677 4.016.230 3.763.055 3.577.256
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 3.310.461 3.887.758 2.946.641 3.462.826
Immaterielle Vermögenswerte 3.863.447 3.514.797 3.438.854 3.130.630
Sonstige langfristige Vermögenswerte 418.097 423.116 372.148 376.869
Aktive latente Steuern 1.417.544 1.417.544 1.261.756 1.262.606
Langfristige Vermögenswerte gesamt 9.009.549 9.243.215 8.019.399 8.232.931
Vermögenswerte gesamt 13.237.226 13.259.445 11.782.454 11.810.187

Passiva

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30.06.2020 30.06.2019 30.06.2020 31.12.2019
USD USD EUR EUR
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 799.304 1.034.505 711.460 921.435
Abgegrenzte Schulden und sonstige Verbindlichkeiten 1.215.129 1.454.317 1.081.586 1.295.360
Rückstellungen - 1.117.054 - 994.960
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 1.176.468 1.180.467 1.047.174 1.051.442
Vertragsverbindlichkeiten 2.185.810 2.150.531 1.945.589 1.915.478
Verbindlichkeiten aus Gesellschafterdarlehen 450.000 - 400.545 -
Kurzfristige Verbindlichkeiten gesamt 5.826.711 6.936.874 5.186.354 6.178.675
Langfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 1.992.716 2.536.257 1.773.717 2.259.044
Darlehen 592.154 200.000 527.076 178.140
Langfristige Verbindlichkeiten gesamt 2.584.870 2.736.257 2.300.793 2.437.184
Verbindlichkeiten gesamt 8.411.581 9.673.131 7.487.147 8.615.859
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 5.941.512 5.941.512 5.631.067 5.631.067
Eigene Aktien -269.241 -269.241 -264.425 -264.425
Kapitalrücklage 52.423.972 52.423.972 51.015.723 51.015.723
Verlustvortrag -55.145.288 -55.144.569 -53.736.962 -53.736.321
Konzernjahresergebnis 1.245.666 -719 1.130.714 -641
Unterschiede aus Fremdwährungsumrechnung 629.024 635.359 519.190 548.926
Eigenkapital gesamt 4.825.645 3.586.314 4.295.307 3.194.329
Verbindlichkeiten und Eigenkapital gesamt 13.237.226 13.259.445 11.782.454 11.810.187

artnet AG Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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01.01.2020
30.06.2020
01.01.2019
30.06.2019
01.01.2020
30.06.2020
01.01.2019
30.06.2019
01.04.2020
30.06.2020
01.04.2019
30.06.2019
USD USD EUR EUR USD USD
Umsatzerlöse
Galerie-Netzwerk 2.409.628 2.505.156 2.187.268 2.217.653 1.174.759 1.289.986
Price Database 3.670.468 3.855.966 3.331.758 3.413.437 1.784.238 1.943.301
Advertising 1.922.575 2.399.119 1.745.160 2.123.785 826.647 1.391.973
Auctions 2.423.493 2.155.133 2.199.854 1.907.800 1.501.207 1.026.685
Umsatzerlöse gesamt 10.426.164 10.915.374 9.464.040 9.662.675 5.286.851 5.651.945
Umsatzkosten 4.021.334 3.890.739 3.650.247 3.444.220 1.994.893 1.875.213
Bruttoergebnis 6.404.830 7.024.635 5.813.793 6.218.455 3.291.958 3.776.732
Betriebliche Aufwendungen
Vertrieb und Marketing 3.000.754 3.144.887 2.723.845 2.783.965 1.418.233 1.587.625
Allgemeine Verwaltungskosten 2.202.622 2.373.281 1.999.365 2.100.912 963.431 1.118.893
Produktentwicklung 1.157.247 826.817 1.050.457 731.928 584.759 391.644
Betriebliche Aufwendungen gesamt 6.360.623 6.344.985 5.773.667 5.616.805 2.966.423 3.098.162
Betriebsergebnis 44.207 679.650 40.126 601.650 325.535 678.570
Zinsaufwand 66.582 62.570 60.438 55.389 34.042 30.450
Sonstige Erträge/Aufwendungen 1.276.312 -4.867 1.158.534 -4.308 1.293.072 5.633
Ergebnis vor Steuern 1.253.937 612.213 1.138.222 541.953 1.584.565 653.753
Laufende Ertragsteuern -8.271 -6.532 -7.508 -5.782 -13.308 -5.045
Konzernergebnis 1.245.666 605.681 1.130.714 536.171 1.571.257 648.708
Übriges Ergebnis
Reklassifizierbare Gewinne/Verluste: Unterschiede aus Fremdwährungsumrechnung -6.335 2.413 -29.736 20.897 195.868 -24.069
Gesamtergebnis der Periode 1.239.331 608.094 1.100.978 557.068 1.767.125 624.639
Ergebnis je Aktie
Unverwässert 0,22 0,11 0,20 0,10 0,28 0,12
Verwässert 0,22 0,11 0,20 0,10 0,28 0,12
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01.04.2020
30.06.2020
01.04.2019
30.06.2019
EUR EUR
Umsatzerlöse
Galerie-Netzwerk 1.067.087 1.147.439
Price Database 1.620.711 1.728.932
Advertising 751.016 1.236.780
Auctions 1.363.225 913.963
Umsatzerlöse gesamt 4.802.039 5.027.114
Umsatzkosten 1.812.011 1.669.124
Bruttoergebnis 2.990.028 3.357.990
Betriebliche Aufwendungen
Vertrieb und Marketing 1.288.300 1.412.467
Allgemeine Verwaltungskosten 875.264 996.159
Produktentwicklung 531.139 348.666
Betriebliche Aufwendungen gesamt 2.694.703 2.757.292
Betriebsergebnis 295.325 600.698
Zinsaufwand 30.920 27.101
Sonstige Erträge/Aufwendungen 1.173.737 4.939
Ergebnis vor Steuern 1.438.142 578.536
Laufende Ertragsteuern -12.077 -4.472
Konzernergebnis 1.426.065 574.064
Übriges Ergebnis
Reklassifizierbare Gewinne/Verluste: Unterschiede aus Fremdwährungsumrechnung 94.858 -63.941
Gesamtergebnis der Periode 1.520.923 510.123
Ergebnis je Aktie
Unverwässert 0,26 0,10
Verwässert 0,26 0,10

artnet AG Konzern-Eigenkapitalentwicklung (USD)
für das 1. Halbjahr vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2020

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Gezeichnetes Kapital
Ausgegebene Aktien Betrag Eigene Aktien Kapitalrücklage Verlustvortrag Fremdwährungsumrechnung
Stand 31.12.2018 5.631.067 5.941.512 -269.241 52.423.972 -55.337.341 612.108
Gesamtergebnis der Periode - - - - 605.681 2.413
IFRS 16 - - - - 192.772 -
Stand 30.06.2019 5.631.067 5.941.512 -269.241 52.423.972 -54.538.888 614.521
Stand 31.12.2019 5.631.067 5.941.512 -269.241 52.423.972 -55.145.288 635.359
Gesamtergebnis der Periode - - - - 1.245.666 -6.335
Stand 30.06.2020 5.631.067 5.941.512 -269.241 52.423.972 -53.899.622 629.024
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Summe
Stand 31.12.2018 3.371.010
Gesamtergebnis der Periode 608.094
IFRS 16 192.772
Stand 30.06.2019 4.171.876
Stand 31.12.2019 3.586.314
Gesamtergebnis der Periode 1.239.331
Stand 30.06.2020 4.825.645

artnet AG Konzern-Eigenkapitalentwicklung (EUR)
für das 1. Halbjahr vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2020

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Gezeichnetes Kapital
Ausgegebene Aktien Betrag Eigene Aktien Kapitalrücklage Verlustvortrag Fremdwährungsumrechnung
Stand 31.12.2018 5.631.067 -264.425 51.015.723 -53.904.592 464.782
Gesamtergebnis der Periode - - - - 537.443 20.897
IFRS 16 - - - - 168.271 -
Stand 30.06.2019 5.631.067 -264.425 51.015.723 -53.198.878 485.679
Stand 31.12.2019 5.631.067 -264.425 51.015.723 -53.736.962 548.926
Gesamtergebnis der Periode - - - - 1.130.714 -29.736
Stand 30.06.2020 5.631.067 -264.425 51.015.723 -52.606.248 519.190
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Summe
Stand 31.12.2018 2.942.555
558.340
IFRS 16 168.271
Stand 30.06.2019 3.669.166
Stand 31.12.2019 3.194.329
1.100.978
Stand 30.06.2020 4.295.307

artnet AG Konzern-Kapitalflussrechnung

für das 1. Halbjahr vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2020

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Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 30.06.2020
USD
31.12.2019
USD
30.06.2020
EUR
31.12.2019
EUR
Konzernergebnis 1.245.666 605.681 1.130.714 536.171
Überleitung des Konzernergebnisses zum Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen 752.600 761.536 669.889 674.138
Wertberichtigung auf/Ausbuchungen von Forderungen 248.070 245.795 220.807 217.586
Latente Steueraufwendungen/-erträge - - 850 -
Sonstige nicht zahlungswirksame Transaktionen -547.304 -2.856 -494.960 -2.528
Veränderungen bei betrieblichen Aktiva und Passiva
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 678.991 120.308 605.875 106.501
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 25.821 -108.860 23.566 -96.367
Sonstige langfristige Vermögenswerte 5.019 420 4.721 372
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -235.201 -126.600 -209.975 -112.071
Rückstellungen -569.751 - -500.000 -
Abgegrenzte Schulden und sonstige Verbindlichkeiten -239.188 -422.733 -213.774 -374.218
Vertragsverbindlichkeiten 35.279 89.431 30.111 79.167
Zinsaufwand 66.582 - 60.438 -
U.S. Gehaltsscheck-Schutzprogramm 592.154 - 527.076 -
Anpassungen gesamt 813.074 556.442 724.625 492.581
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 2.058.740 1.162.123 1.855.339 1.028.752
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Investitionen in Sachanlagen -9.875 -30.804 -493.612 -27.092
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -514.078 -727.335 -455.471 -639.691
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -523.953 -758.139 -949.083 -666.783
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -547.540 -463.063 -2.440 -409.919
Einzahlung aus Darlehen 250.000 - 222.405 -
Zinszahlungen -66.582 - -60.438 -
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -364.122 -463.063 159.526 -409.919
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel -6.335 -2.068 -29.736 486
Veränderung der liquiden Mittel 1.164.329 -61.147 1.036.046 -47.464
Liquide Mittel - zu Beginn der Periode 539.319 956.669 480.371 835.076
Liquide Mittel - am Ende der Periode 1.703.648 895.522 1.516.417 787.612
Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erhaltene Zahlungen
Ertragsteuereinzahlungen/-auszahlungen - - - -
Zinsauszahlungen -66.582 -62.570 -60.438 -55.389
Zinseinzahlungen - - - -

Verkürzter Konzernanhang

Unternehmensinformationen

Die Artnet AG ("Artnet AG" oder "die Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Hauptsitz in Berlin, Deutschland. Der eingetragene Sitz der Artnet AG ist Oranienstraße 164, 10969 Berlin, Deutschland. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 980060 B im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg eingetragen.

Die Artnet AG hält 100% der Geschäftsanteile an der Artnet Worldwide Corp. ("Artnet Corp."), die ihren Geschäftssitz in New York, USA, hat und ihrerseits 100% der Geschäftsanteile an der Artnet UK Ltd. hält. Die Artnet AG, die Artnet Corp. sowie alle hundertprozentigen Tochtergesellschaften der Artnet Corp. werden gemeinsam als "Konzern" oder "Artnet-Konzern" bezeichnet.

Im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit stellt der Konzern Kunstsammlern, Galerien, Verlagen, Auktionshäusern und Kunstliebhabern eine Website zur Verfügung, auf der die Nutzer Informationen zu Künstlern und Kunstpreisen recherchieren, sowie Kunstwerke finden können, die von Galerien auf der ganzen Welt aktuell angeboten werden und Kunstwerke über Artnet Auctions, einer speziellen Plattform für Auktionen, kaufen und verkaufen können.

Der Konzern-Zwischenabschluss der Artnet AG wurde am 14. August 2020 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Der vorliegende ungeprüfte Konzern-Zwischenabschluss wurde in Einklang mit den Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, die in der EU auf Zwischenabschlüsse verpflichtend anzuwenden sind. Der Zwischenabschluss entspricht insbesondere den Richtlinien über die Zwischenberichterstattung in IAS 34 und erfüllt darüber hinaus den Deutschen Rechnungslegungsstandard DRS 16 - Halbjahresfinanzberichterstattung sowie die §§ 115, 117 WpHG. Dieser Zwischenabschluss enthält nicht alle Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Die in diesem Zwischenbericht angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen weitgehend denen des letzten Konzernjahresabschlusses. Eine detaillierte Beschreibung der Rechnungslegungsgrundsätze ist im Anhang zum Konzernjahresabschluss des Geschäftsberichts 2019 veröffentlicht.

Der Konzern-Zwischenabschluss enthält nach Überzeugung des Vorstands alle Anpassungen, die für eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in der Zwischenberichtsperiode erforderlich sind. Die Ergebnisse der zum 30. Juni 2020 endenden Berichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2020 und der Konzern-Zwischenlagebericht sind weder gemäß § 317 HGB geprüft, noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen worden.

Die Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses erfolgte auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten. Bilanzstichtag ist der 30. Juni 2020.

Berichtsperiode

Der Konzern-Zwischenabschluss wurde für die Berichtsperiode vom 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2020 erstellt. Das Geschäftsjahr aller Konzerngesellschaften entspricht dem Kalenderjahr.

Fremdwährungsumrechnung und Geschäftsvorfälle in Fremdwährung

Die im Konzern-Zwischenabschluss und im Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss enthaltenen Beträge werden, falls nicht anderweitig ausgewiesen, in Euro (EUR) angegeben. Die Berichtswährung ist Euro.

Die Hauptgeschäftstätigkeit des Artnet Konzerns erfolgt im US-Dollar-Währungsraum. Der US-Dollar ist die funktionale Währung der wesentlichen operativen Konzerngesellschaft Artnet Corp. Geschäftsvorfälle, die in anderen Währungen als dem US-Dollar erfolgen, werden mit dem am Tag der Transaktion gültigen Wechselkurs umgerechnet. An jedem Bilanzstichtag werden die monetären Posten in Fremdwährungen zum gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Gewinne und Verluste aus dieser Umrechnung werden erfolgswirksam als sonstige Erträge bzw. sonstige Aufwendungen ausgewiesen.

Im Rahmen der Konsolidierung werden die Vermögenswerte und Schulden des Konzerns zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen erfolgt zum Durchschnittskurs der Rechnungsperiode. Die sich daraus ergebenden kumulierten Umrechnungsdifferenzen werden innerhalb des Konzern-Eigenkapitals als separater Posten erfasst.

Im Jahr 2020 beläuft sich das konzerninterne Darlehen unverändert auf 1,5 Millionen EUR. Eine vorzeitige Tilgung dieser Darlehensforderung ist in absehbarer Zukunft weder geplant noch wahrscheinlich. Die konzerninterne Darlehensforderung wird daher entsprechend IAS 21.15 als Teil eines Nettoinvestments (Net Investment) qualifiziert. Entsprechend wird die aus den Wechselkursänderungen resultierende Umrechnungsdifferenz aus dem auf Euro lautenden Darlehensbetrag zum jeweiligen Abschlussstichtag (inklusive der Zwischenabschlüsse) erfolgsneutral im Fremdwährungsausgleichsposten im Eigenkapital ausgewiesen. Im ersten Halbjahr 2020 wurde ein Betrag in Höhe von 1 TEUR aus dem Nettoinvestment eigenkapitalmindernd in den Fremdwährungsausgleichsposten eingestellt.

Für die Währungsumrechnung des Artnet-Konzerns sind die Wechselkursrelationen des US-Dollar (USD) zum Euro (EUR) und zum Pfund Sterling (GBP) wesentlich. Der Umrechnung lagen in den angegebenen Perioden jeweils die folgenden Wechselkurse zugrunde:

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USD in EUR 30.06.2020 31.12.2019 30.06.2019
Stichtagskurs 0,890 0,891 0,880
Periodendurchschnittskurs 0,908 0,893 0,885
USD in GBP 30.06.2020 31.12.2019 30.06.2019
Stichtagskurs 0,809 0,754 0,787
Periodendurchschnittskurs 0,794 0,784 0,773

Konsolidierungskreis und konsolidierte Unternehmen

In den Konzernabschluss sind die rechtliche Muttergesellschaft Artnet AG und ihre hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Corp. sowie deren Tochtergesellschaft einbezogen.

Gemäß IFRS 10 liegt eine zur Einbeziehung in den Konzernabschluss führende Beherrschung des Beteiligungsunternehmens vor, wenn eine Konzerngesellschaft schwankenden Renditen aus ihrem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels ihrer Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen.

Die am 23. Februar 1999 erfolgte Einbringung der Anteile an der Artnet Corp. behandelte die Artnet AG im Konzernabschluss als umgekehrten Unternehmenserwerb durch die Artnet Corp. (Reverse Acquisition). Die Erstkonsolidierung wurde daher so durchgeführt, dass die Artnet AG als rechtlicher Erwerber auf die Tochtergesellschaft Artnet Corp. konsolidiert wurde, da diese als wirtschaftlicher Erwerber anzusehen war.

Am 1. November 2007 gründete die Artnet Corp. die hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet UK Ltd., die als ihre Vertriebsgesellschaft in Großbritannien fungiert. Die Artnet AG und ihre Tochtergesellschaften beschäftigten zum 30. Juni 2020 insgesamt 117 Mitarbeiter.

Die frühere Tochtergesellschaft Jay Art GmbH, Berlin, wurde liquidiert und am 14. Mai 2020 aus dem Handelsregister gelöscht.

Eigene Aktien

Am 30. Juni 2020 hielt die Artnet AG unverändert zum Vorjahr 78.081 eigene Aktien, was 1,4% des Grundkapitals entsprach.

Ertragssteuern

Der laufende Ertragsteueraufwand wird für die Zwischenberichtsperiode auf Basis des für das gesamte Geschäftsjahr geschätzten durchschnittlichen Ertragsteuersatzes angegeben. Aufgrund ihrer steuerlichen Verlustvorträge muss die Artnet Corp. nur die US-Mindestkörperschaftsteuer zahlen.

Der Konzern prüft die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern einmal jährlich und wird diese zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 auf der Basis der aktuellen Unternehmensplanung für die Geschäftsjahre 2020 bis 2022 erneut überprüfen. Aktuell werden keine wesentlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Werthaltigkeit der latenten Steuern erwartet.

Segmentberichterstattung

Der Konzern berichtet über die Geschäftssegmente in gleicher Form, wie er diese Informationen entsprechend dem internen Berichtswesen an die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat weiterleitet.

Die Berichterstattung des Konzerns bezieht sich auf die folgenden vier Segmente:

Das Segment Artnet Galerien präsentiert die zum Verkauf stehenden Kunstwerke der Mitgliedsgalerien und Partner-Auktionshäuser im Internet.

Das Segment Artnet Price Database umfasst alle datenbankbezogenen Produkte. Hierzu gehören die Artnet Price Database Fine Art and Design und die Artnet Price Database Decorative Art sowie die darauf aufbauenden Produkte Artnet Market Alerts und Artnet Analytics.

Das Segment Artnet Auctions stellt eine Internet-Plattform zum Kauf und Verkauf von Kunstwerken zur Verfügung.

Das Segment Artnet News umfasst einen 24-Stunden-Nachrichtendienst für Kunst. Auf der Online-Plattform news.artnet.com wird über Events, Trends, Entwicklungen und Persönlichkeiten des Kunstmarkts berichtet.

Die Steuerung der einzelnen Segmente durch das Management erfolgt auf Basis des Deckungsbeitrages II (Umsatzerlöse abzüglich direkter und indirekter variabler Kosten), der daher im Folgenden als Segmentergebnis dargestellt wird. Nicht direkt zurechenbare Aufwendungen werden den berichtspflichtigen Segmenten im Wesentlichen auf der Grundlage von Mitarbeiterzahl und Umsatzerlösen je berichtspflichtiges Segment zugerechnet. Die Darstellung der Segmentberichterstattung erfolgt entsprechend der internen Kommunikation ausschließlich auf US-Dollar-Basis.

Eine Bewertung der Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten je berichtspflichtiges Segment wird dem Management nicht zur Verfügung gestellt. Daher werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nicht für jedes berichtspflichtige Segment dargestellt.

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Periode vom 1.1.2020 bis 30.6.2020 TUSD TUSD
Artnet Galerien 2.743 1.410
Artnet Price Database 3.774 2.037
Artnet Auctions 2.429 458
Artnet News 1.480 -582
Summe 10.426 3.323
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Periode vom 1.1.2019 bis 30.6.2019 Umsatzerlöse Deckungsbeitrag II
TUSD TUSD
Artnet Galerien 2.988 1.669
Artnet Price Database 3.995 2.420
Artnet Auctions 2.162 371
Artnet News 1.770 -280
Summe 10.915 4.180

Die nachfolgende Tabelle stellt die Überleitung des Deckungsbeitrag II zum Betriebsergebnis in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung dar:

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Überleitung vom Deckungsbeitrag II der Segmente zum operativen Ergebnis 30.6.2020 30.6.2019
TUSD TUSD
Deckungsbeitrag II der Segmente 3.323 4.180
Fixkosten aus Umsatzkosten, davon aus Abschreibungen -238 TUSD (2019: 293 TUSD) 1.196 1.604
Fixkosten aus den Allgemeinen
Verwaltungskosten, inkl. Abschreibung in Höhe von 514 TUSD (2019: 469 TUSD)
1.823 1.659
Fixkosten aus Produktentwicklung 260 237
Betriebsergebnis 44 680

Die Werbeeinnahmen der Produktkategorie Advertising werden in der Segmentberichtergebnisrechnung verursachungsgerecht den Segmenten zugeordnet, auf deren Seite die Werbebanner geschaltet wurden. Die nachfolgende Tabelle stellt die Überleitung der Umsatzerlöse lt. Gesamtergebnisrechnung zu den in der ausgewiesenen Segmentergebnisrechnung ausgewiesenen Umsatzerlösen dar:

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Periode vom 1.1.2020 bis 30.6.2020 Umsatzerlöse lt. Gesamtergebnisrechnung Verteilung Advertising auf die Segmente Umsatzerlöse Segmente
TUSD TUSD TUSD
Segmente
Artnet Galerien 2.410 333 2.743
Artnet Price Database 3.670 104 3.774
Artnet Auctions 2.423 6 2.429
Artnet News - 1.480 1.480
Verteile Produktkategorie Advertising 1.923 -1.923 -
Summe 10.426 - 10.426
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Periode vom 1.1.2019 bis 30.6.2019 Umsatzerlöse lt. Gesamtergebnisrechnung Verteilung Advertising auf die Segmente Umsatzerlöse Segmente
TUSD TUSD TUSD
Segmente
Artnet Galerien 2.505 483 2.988
Artnet Price Database 3.856 139 3.995
Artnet Auctions 2.155 7 2.162
Artnet News - 1.770 1.770
Verteile Produktkategorie Advertising 2.399 -2.399 -
Summe 10.915 - 10.915

Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich mittels Division des Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Berichtsjahr in Umlauf befindlichen Stammaktien.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich in derselben Weise wie das unverwässerte Ergebnis je Aktie, mit dem Unterschied, dass sich die durchschnittliche Anzahl der in Umlauf befindlichen Stammaktien um die Anzahl der Aktien aus potenziellen Optionsausübungen erhöht.

Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie beruht auf den folgenden Daten:

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1.1.-30.6.2020 1.1.-30.6.2019
EUR EUR
Zähler (Ergebnis): Konzernergebnis der ersten sechs Monate 1.130.714 536.171
Nenner (Anzahl der Aktien): Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie (ausgegeben und voll eingezahlt) 5.552.986 5.552.986
Auswirkungen der potenziell verwässernden Aktien aus Aktienoptionen 23.705 20.902
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie 5.576.691 5.573.888

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 überstieg der gewichtete durchschnittliche Ausübungspreis der gewährten Aktienoptionen (4,22 EUR) den durchschnittlichen Aktienkurs in der Berichtsperiode (3.86 EUR) mit Ausnahme der im Jahr 2014 gewährten Aktienoptionen mit einem durchschnittlichen Ausübungspreis von 2,64 EUR. Für die 2014 ausgegebenen Aktienoptionen wurde daher ein Verwässerungseffekt von 23.705 Aktien nach der "treasury-stock"-Methode berechnet. Das Ergebnis je Aktie auf unverwässerter und verwässerter Basis lag aufgrund des erlassbaren Darlehens der U.S. Small Business Administration mit jeweils 0,22 USD (0,20 EUR) über dem Ergebnis des Vorjahres von 0,11 USD (0,10 EUR).

Mitarbeiter

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 beschäftigte der Konzern durchschnittlich 111 Vollzeitmitarbeiter gegenüber 128 Mitarbeitern im Vergleichszeitraum 2019. Darüber hinaus waren im Durchschnitt wie im Vorjahr zwei teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter für den Artnet-Konzern tätig. Im Vertrieb und in sonstigen Bereichen hat der Konzern vier freie Mitarbeiter beschäftigt, während es im Vorjahr drei freie Mitarbeiter waren.

Sonstige Transaktionen nahe stehender Personen

Im Jahr 2018 wurde ein Beratervertrag mit der Galerie Neuendorf AG bis zum 31. August 2019 verlängert. Im August 2019 wurde dieser Vertrag um zwei Jahre bis zum 31. August 2021 verlängert. Herr Hans Neuendorf ist Vorstand der Galerie Neuendorf AG und erbringt auf Grundlage dieser Vereinbarung fortlaufend strategische Beratungsleistungen für die weitere Entwicklung und das Wachstum des Konzerns.

Schätzungen und Annahmen im Rahmen der Rechnungslegung

Zur Erstellung des Konzernabschlusses gemäß IFRS müssen Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die die Höhe der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen und darüber hinaus die Angaben im Anhang zum Zwischenabschluss beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen.

Die von der Geschäftsführung vorgenommenen Schätzungen, die einen wesentlichen Einfluss auf den Konzern-Zwischenabschluss haben, betreffen den Ansatz und die Bewertung der aktiven latenten Steuern und der Entwicklungskosten, die Bewertung der Rückstellungen, die Nutzungsdauer der Gegenstände des Anlagevermögens sowie die Beurteilung der Wertberichtigungen für überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Für das Geschäftsjahr 2020 ferner notwendig waren Schätzungen hinsichtlich des Grenzfremdkapitalzinssatzes für Zwecke der Leasingbilanzierung sowie hinsichtlich des erlassbaren Betrags des vom der U.S. Small Business Adminstration gewährten Darlehens.

Mitteilung über Transaktionen von Personen mit Führungsaufgaben nach Art. 19 MMVO

Der Gesellschaft wurden keine Transaktionen von Personen mit Führungsaufgaben nach Art. 19 MMVO mitgeteilt.

Stimmrechtsmitteilungen

Nach § 21 WpHG sind Aktionäre verpflichtet, bei Über- oder Unterschreiten bestimmter Meldeschwellen die Höhe ihrer Stimmrechtsanteile zu melden. Die Meldeschwellen sind 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% und 75%.

Die Artnet AG hat folgende Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 26 WpHG erhalten und diese Mitteilungen, auf ihrer Investor-Relations-Webseite unter artnet.de/investor-relations/ stimmrechtsmitteilungen veröffentlicht.

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Mitteilung vom: Mitteilungspflichtiger
(Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen):
+ =
Überschreitung
- = Unterschreitung
Meldeschwelle(n) % Datum der Schwellenberührung Stimmrechte % Anmerkung
06.10.2015 Brewster Fine + 3 01.10.2015 3,24
12.10.2016 Andreas Langenscheidt + 3 06.10.2016 3,3
30.01.2019 Andrea Sybill Schaeffer + 3, 5 11.04.2018 5,41 Der am 11.04.2018 verstorbene Herr Klaus Jochen Schaeffer meldete zusammen mit der damaligen Aktionärin Schaeffer Immobilien GmbH einen Stimmrechtsanteil in Höhe von 8,52% zum 27.05.2010.
Die SSP Immobilien GmbH & Co. KG ist die hundertprozentige Mutter der Schaeffer Immobilien GmbH, welche wiederum Komplementärin der SSP Immobilien GmbH & Co. KG ist (sog. Einheits-KG). Zu diesem Zeitpunkt waren Herr Klaus Jochen Schaeffer mit 60% und Frau Andrea Sybill Schaeffer mit 40% an der SSP Immobilien GmbH & Co. KG beteiligt.
Zum 06.10.2017 wurden die von der Schaeffer Immobilien GmbH am Emittenten direkt gehaltenen Aktien auf ihr Mutterunternehmen SSP Immobilien GmbH & Co. KG übertragen.
Seit dem Tod des Gesellschafters Klaus Jochen Schaeffer am 11.04.2018 ist Andrea Schaeffer alleinige Kommanditistin der Aktionärin SSP Immobilien GmbH & Co. KG.
SSP Immobilien GmbH & Co. KG + 3, 5 5,41
20.12.2019 Rüdiger K. Weng + 3, 5, 10 20.12.2019 10,21
Rüdiger K. Weng A+A GmbH
Weng Fine Art AG 10,03
30.12.2019 Dr. Kyra Heiss - 10 23.12.2019 5,24
14.07.2020 Oliver Flaskämper + 3 13.7.2020 3,01
Priority Aktiengesellschaft + 3 3,01
28.07.2020 Rüdiger K. Weng + 3,5,10,15,20 22.07.2020 16,17 (Gesamt 24,08)
Rüdiger K. Weng A+A GmbH 3,91
Weng Fine Art AG 12,16 + 9,68 in Instrumente

Berlin, den 14. August 2020

Jacob Pabst

Vorstand, Artnet AG

Gremien

Artnet AG

Aufsichtsrat

Hans Neuendorf, Vorsitzender

Dr. Pascal Decker, Stellvertretender Vorsitzender

Bettina Böhm

Vorstand

Jacob Pabst, Vorstand

Artnet Worldwide Corporation

Jacob Pabst, CEO

Artnet UK Ltd.

Jacob Pabst, CEO

Geschäftsstellen

Artnet AG

Oranienstraße 164

10969 Berlin info@artnet.de

T: +49 (0)30 209 178-0

F: +49 (0)30 209 178-29

Artnet Worldwide Corporation

233 Broadway, 26th Floor

New York, NY 10279

USA

info@artnet.com

T: +1-212-497-9700

F: +1-212-497-9707

Artnet UK Ltd.

Morrell House

98 Curtain Road

London EC2A 3AF

Großbritannien info@artnet.co.uk

T: +44 (0)20 7729 0824

F: +44 (0)20 7033 9077

Investor Relations

Informationen für Investoren und den Jahresabschluss finden Sie unter artnet.de/investor-relations.

Weitere Anfragen können per E-Mail an ir@artnet.com oder per Post an eine unserer Geschäftsstellen gerichtet werden.

Informationen zur Aktie

Die Stammaktien der Artnet AG werden am Geregelten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse unter dem Börsenkürzel «ART» gehandelt. Meldungen zu relevanten Unternehmensentwicklungen finden Sie unter artnet.de/investor-relations.

Wertpapierkennnummer

WKN A1K037

ISIN DE000A1K0375

LEI 391200SHGPEDTRIC0X31

Konzept und Realisation:

Artnet Worldwide Corporation