![]() artnet AGBerlinHalbjahresfinanzbericht 2020Finanzkennzahlen Artnet-Konzernscroll
Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre, die Coronavirus-Pandemie hat die Kunstwelt weiter im Griff. Viele konventionelle
Auktionen, Kunstmessen und Ausstellungen wurden wegen der Ausgangsbeschränkungen auf
unbestimmte Zeit abgesagt. Wir unterstützen unterdessen unsere Kunden, indem wir ihre
Online-Präsenz stärken und ihnen eine der seltenen Gelegenheiten bieten, bildende
Kunst über Auktionen im Internet zu handeln. Die Coronakrise forciert die längst überfällige
digitale Transformation des Kunstmarktes, und als Online-Marktführer ist Artnet relevanter
denn je. Die durchschnittliche Besucherzahl auf unseren Seiten stieg im ersten Halbjahr
auf überwältigende 4,8 Millionen pro Monat - 44% mehr als im vergangenen Jahr. Während der Weltmarkt für Kunstauktionen in den ersten sechs Monaten um fast drei
Fünftel einbrach, stiegen die Warenumsätze bei Artnet Auctions, unserer Transaktionsplattform
für reine Online-Auktionen, im Jahresvergleich um 13% auf mehr als 12 Millionen USD.
Nach der pandemiebedingten Verunsicherung im März schwoll das Verkaufsvolumen im zweiten
Quartal dann im Vergleich zum Vorjahr um 46% auf 7,6 Millionen USD an. Entsprechend
stiegen die Provisionsumsätze bei Artnet Auctions im ersten Halbjahr um 12% auf 2,4
Millionen USD und im zweiten Quartal um 46% auf 1,5 Millionen USD. Artnet Auctions bietet Marktteilnehmern in den Zeiten der Pandemie eine der wenigen
verbliebenen Möglichkeiten, Kunstwerke rasch und kostengünstig zu kaufen oder zu verkaufen.
Angesichts der Krise werden Online-Transaktionen zunehmend zum Branchenstandard. Artnet
Auctions erweist sich mit seiner beispiellos schnellen und effizienten Abwicklung
als Auktionsmodell für das digitale Zeitalter. Druckgrafiken und Fotografien waren bei Artnet Auctions im zweiten Quartal besonders
gefragt. Zu den Spitzenlosen gehörten Keith Harings Siebdruck Retrospect (1989), der
im April für 150.000 USD verkauft wurde. Der Käufer von Andy Warhols Sunset (1972)
erhielt im Juni den Zuschlag für 78.000 USD. Im Mai verdoppelte Artnet Auctions den
Warenumsatz des Vorjahres und stellte mit 4 Millionen USD einen neuen Monatsrekord
auf. Tom Wesselmanns Gemälde Blue (1996) wurde für 288.000 USD versteigert und Eddie
Martinez' Gemälde Clown Amoeba (2014) erzielte 156.000 USD. Der Umsatz des Galerie-Netzwerks ging um nur 4% auf 2,4 Millionen USD zurück, obwohl
Galerien besonders unter Schließungen und Betriebsunterbrechungen leiden. Wir gewinnen
jedoch weiter neue Kunden. Seit dem Ausbruch des Coronavirus in den Vereinigten Staaten
und in Europa im März ist die Zahl der Galeriemitglieder Monat um Monat gestiegen,
da Galerien ihre Online-Präsenz im Internet stärken müssen. Besonders gefragt waren
höherpreisige Mitgliedschaften, die eine bessere Sichtbarkeit in den sozialen Medien
bieten. Wir haben außerdem die neuen Artist Alerts eingeführt, ein kostenloses Tool, das
den Galerien noch mehr Online-Besucher bringt. Kunden können sich für Artist Alerts
registrieren und werden per E-Mail umgehend informiert, wenn Werke ihrer bevorzugten
Künstler in Galerien, Auktionshäusern oder bei Online-Auktionen verfügbar sind. Galerien
sind für Vertrieb und Marketing zur Zeit fast vollständig auf das Internet angewiesen.
Über unser Galerie-Netzwerk können sie online ein Millionenpublikum erreichen. Sollte
sich der Trend fortsetzen, wird das zu steigenden Einnahmen im Segment Galerien führen. Der Umsatz der Price Database fiel im ersten Halbjahr um 5% auf 3,7 Millionen USD,
eine robuste Entwicklung angesichts des drastischen Einbruchs des weltweiten Auktionsmarktes.
Die äußerst zuverlässigen und transparenten Auktionsdaten unseres Online-Archivs sind
auch in Krisenzeiten unerlässlich und weiterhin gefragt. Die Einnahmen aus Werbung gingen nach einem starken Jahresauftakt aufgrund nachlassender
Nachfrage und der Verschiebung von Werbekampagnen um 20% auf 1,9 Millionen USD zurück.
Wie erwartet, kürzten sowohl Luxusmarken als auch Kunstunternehmen ihre Marketing-Budgets
in Reaktion auf die Rezession und die faktische Schließung des stationären Kunstmarktes. Gleichzeitig wächst der Bedarf des Marktes an verlässlichen Informationen. Unsere
Nachrichtenplattform Artnet News ist zur wichtigsten Informationsquelle für die Kunstwelt
geworden und generiert mehr Traffic als alle anderen Kunstpublikationen zusammen.
Bis zum Ausbruch des Coronavirus waren wir 2020 bei den Werbeeinnahmen auf Rekordkurs.
Angesichts der steigenden Besucherzahlen, insbesondere bei Artnet News, erwarten wir
eine Rückkehr der Nachfrage, sobald die Pandemie abklingt und sich die Wirtschaft
wieder erholt. Die Gesamteinnahmen von Artnet gingen in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum
Vorjahr leicht um 4% auf 10,4 Millionen USD zurück. Das Betriebsergebnis belief sich
auf 44 TUSD. Die Marktposition von Artnet bleibt trotz der Krise stark. Die Pandemie bringt zwar
wirtschaftliche und gesundheitliche Herausforderungen mit sich. Die Krise beschleunigt
aber auch die anhaltende digitale Revolution im Kunstmarkt, ein Trend, den wir seit
unserer Gründung vor mehr als drei Jahrzehnten vorangetrieben haben. Internet und
E-Commerce spielen während des Stillstands eine entscheidende Rolle. Die aktuellen
Herausforderungen verlangen nach digitalen Lösungen. Als führender Online-Anbieter
von Informationen, Analysen und Auktionen für bildende Kunst befinden wir uns in einer
einzigartigen Position, unsere enorme Expertise auszuspielen und vom weiteren digitalen
Wandel der Kunstbranche zu profitieren. Berlin, den 14. August 2020 Jacob Pabst Vorstand, Artnet AG Kurzporträt des Konzerns Artnet ist die führende Online-Informationsquelle für den internationalen Kunstmarkt.
Seit 1989 liefert Artnet Kunstsammlern zuverlässige Informationen und Markttransparenz.
Durch die umfassende Produktpalette, mit der Artnet Price Database, mit objektiven
Preisinformationen und mit dem Artnet Galerie-Netzwerk bietet Artnet allen Nutzern
einen globalen Marktüberblick. Für Kunstsammler ist Artnet Auctions mit internationalen Versteigerungen rund um
die Uhr ein wichtiger Anbieter. Die Online-Auktionsplattform bietet, durch die enge
Zusammenarbeit zwischen Verkäufern, Auktionsspezialisten und Sammlern, ein besonderes
Erlebnis für jeden Beteiligten. Artnet News ist eine Online-Nachrichtenplattform,
die täglich über Trends, Veranstaltungen und Persönlichkeiten des internationalen
Kunstmarktes berichtet. Unternehmensentwicklung Die Artnet AG wurde 1998 als Informationsdienstleister für den Kunstmarkt gegründet.
Sie übernahm die 1989 in New York gegründete Artnet Worldwide Corporation, welche
Mitte der 1990er Jahre die Artnet Price Database und das Artnet Galerie-Netzwerk in
das Internet überführt hatte. Artnet hat das Geschäft mit der Kunst wie kein anderes Unternehmen modernisiert.
Die Artnet-Produkte liefern verlässliche Informationen und transparente Handelsbedingungen
für Sammler, Galeristen, Museen und Investoren und sind damit zu einem unverzichtbaren
Werkzeug für unabhängige Marktakteure geworden. Mit Artnet Auctions hat sich Artnet
von einem reinen Informationsdienstleister zu einer Transaktionsplattform entwickelt
und seine Vorrangstellung auf dem Kunstmarkt weiter ausgebaut. Artnet hat seine Informationsdienstleistungen und die Transaktionsplattform Schritt
für Schritt um das erste Produkt, die Artnet Price Database Fine Art and Design, herum
entwickelt. Diese Datenbank war Ende der 1980er Jahre eine Antwort auf die Dezentralität
des Kunstmarktes. Zu der Zeit stellte die mangelnde Transparenz des Kunstmarktes insbesondere
für Käufer ein Hindernis dar. Das Kunstgeschäft war zwar schon immer international
ausgerichtet, wurde aber von zehntausenden geografisch verteilten Kunsthändlern, Galerien,
Auktionshäusern, Buchverlagen, Museen und Sammlern auf einem relativ ineffizienten
Markt lokal geführt. Die Artnet Price Database schafft für diese lokalen Märkte einen globalen Vergleichsmaßstab.
In der Artnet Price Database Fine Art and Design sind die Auktionsergebnisse von mehr
als 370.000 Künstlern und Designern gelistet. Seit 2009 wird diese Datenbank durch
die Artnet Price Database Decorative Art ergänzt, welche die Resultate internationaler
Antiquitäten-Auktionen beinhaltet. Insgesamt verzeichnet die Artnet Price Database
fast 14 Millionen Auktionsergebnisse, die in rund 1.900 internationalen Auktionshäusern
erzielt wurden und bis in das Jahr 1985 zurückreichen. Eine weitere Säule des Artnet-Geschäfts ist das 1995 eingeführte Galerie-Netzwerk
mit rund 1.100 Galerien, mehr als 230.000 präsentierten Kunstwerken und mehr als 22.000
Künstlern. Das Galerie-Netzwerk dient Händlern und Kunstkäufern gleichermaßen: Es
gibt ihnen einen Überblick über den globalen Markt, die Preise und Preistrends und
bietet die Möglichkeit, in direkten Kontakt mit der Galerie zu treten. Mit Artnet Auctions hat Artnet 2008 eine moderne und effiziente Plattform für den
Kunsthandel geschaffen, die das Auktionsgeschäft durch eine schnellere Abwicklung
und geringere Kosten modernisiert hat. Diese Plattform ist rund um die Uhr auf artnet.com/auctions
verfügbar. Alle Aspekte des Verkaufs, einschließlich der Anmeldung eines Werkes und
der Auktion, folgen zeitnah aufeinander, im Gegensatz zu herkömmlichen Auktionshäusern. Im Februar 2014 führte Artnet den internationalen 24-Stunden-Kunst-Nachrichtendienst
Artnet News ein. Artnet News ist eine Plattform für Trends, Entwicklungen, Veranstaltungen
und Persönlichkeiten des internationalen Kunstmarktes, die aktuelle Analysen, Kommentare
und Artikel auf hohem kulturjournalistischem Niveau zur Verfügung stellt. Firmenhintergrund Die Artnet.com AG wurde 1998 nach deutschem Recht gegründet. 1999 erfolgte der Börsengang
am Neuen Markt der Frankfurter Börse. Im Jahr 2002 änderte die Artnet.com AG ihre
Firmierung in Artnet AG. Am 4. Oktober 2002 verließ die Artnet AG den Neuen Markt
und war danach im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse, einem Segment
des Geregelten Marktes, notiert. Seit dem 1. Februar 2007 ist die Artnet AG im Prime
Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet, dem Segment mit dem höchsten Transparenzstandard.
Der wichtigste Vermögenswert der Artnet AG ist ihre hundertprozentige Tochtergesellschaft
Artnet Worldwide Corporation, die ihren Geschäftssitz in New York hat und 1989 gegründet
wurde. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der International Financial
Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Coronavirus-Pandemie sorgte in den ersten sechs Monaten des Jahres für einen
synchron verlaufenden und tiefen Abschwung der Weltwirtschaft. Maßnahmen zur räumlichen
Distanzierung (Social Distancing) und die Schließung von Geschäften in Reaktion auf
die Gesundheitskrise führten zu einem Rückgang der Verbrauchernachfrage und der Wirtschaftsleistung.
Die sprunghaft ansteigende Arbeitslosigkeit erschütterte das Vertrauen der Verbraucher
und Unternehmen reduzierten angesichts sinkender Nachfrage, unterbrochener Lieferketten
und einer ungewissen Zukunft ihre Investitionen. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) fielen die Wirtschaftsdaten
des ersten Quartals im Allgemeinen schlechter aus als erwartet. Vorläufige Schätzungen
deuten auf einen noch stärkeren Rückgang im zweiten Quartal hin - trotz entschiedener
Gegenmaßnahmen von Regierungen und Zentralbanken. Aufgrund dieser negativen Überraschungen
und einer voraussichtlich langsameren Erholung senkte der IWF im Juni seine Prognose
für das Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2020 auf -4,9%. Für 2021 rechnet der IWF derzeit
mit einer zögerlichen Trendwende und einem Wachstum von 5,4%. Der IWF betonte jedoch
die Unsicherheit dieser Prognosen angesichts der unwägbaren Dauer der Pandemie und
der erforderlichen Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen. Unter den drei größten Märkten für Kunstauktionen scheint China eine positive Ausnahme
zu bilden. Das Wirtschaftswachstum in China, das Anfang des Jahres als erstes Land
stark vom Ausbruch des neuartigen Coronavirus betroffen war, stieg im zweiten Quartal
leicht an. Der größte Teil des Landes war Anfang April schon wieder offen. Chinas
Wirtschaft wuchs von April bis Juni im Jahresvergleich um 3,2% - eine robuste Erholung
gegenüber dem Rückgang von 6,8% im ersten Quartal. Da China eine Rezession vermieden
hat und sich für den Rest des Jahres ein Wachstumskurs abzeichnet, prognostiziert
der IWF für das Land ein Wirtschaftswachstum von 1% im Jahr 2020. In den Vereinigten Staaten, dem größten Auktionsmarkt, führte die Coronakrise zum
schwersten Wirtschaftseinbruch seit mindestens den 1940er Jahren. Das Bruttoinlandsprodukt
schrumpfte im zweiten Quartal um 9,5% gegenüber dem ersten Quartal. Der Rückgang entspricht
nach Angaben des Handelsministeriums einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 32,9%.
Der Abschwung spiegelte den Anstieg der Coronavirus-Fälle im Frühjahr wider, den massiven
Abbau von Arbeitsplätzen, die Zurückhaltung der Verbraucher und die weit verbreiteten
Betriebsschließungen im April, was sich bis Juni nur teilweise erholte. Der IWF rechnet
für die Vereinigten Staaten für das Gesamtjahr 2020 mit einem Wirtschaftsabschwung
von -8,0%. Für Großbritannien, den drittgrößten Kunstmarkt der Welt, prognostiziert der IWF
wie für den Euroraum ein negatives Wirtschaftswachstum von -10,2% in diesem Jahr.
Zusätzliche Unsicherheiten ergeben sich aus dem Rückzug Großbritanniens aus der EU
(Brexit). Großbritannien trat Ende Januar in eine elfmonatige Übergangsperiode ein,
die Verhandlungen über ein neues Freihandelsabkommen beinhaltet. Inmitten der pandemiebedingten Unwägbarkeiten brach auch der typischerweise unbeständige
Markt für Kunstauktionen in der ersten Hälfte des Jahres 2020 ein. Die Verkaufserlöse
gingen in allen wichtigen Regionen zurück. Nach Angaben der Artnet Price Database
sackten die weltweiten Verkaufserlöse für bildende Kunst in der ersten Hälfte des
Jahres 2020 gegenüber dem Vorjahr um 59% - also um knapp drei Fünftel - auf 2,9 Milliarden
USD ab. In den Vereinigten Staaten ging der Gesamtverkaufswert im Jahresvergleich
um 54% auf 1,3 Milliarden USD zurück. In China schrumpften die Umsätze um 84% auf
219 Millionen USD und in Großbritannien um 52% auf 686 Millionen USD. Die Zahl der auf Auktionen angebotenen Lose ging wie auch die Zahl der verkauften
Lose im Jahresvergleich um 29% zurück. Entsprechend blieb die Verkaufsrate in der
ersten Hälfte des Jahres 2020 konstant bei 65%. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr
172.126 Lose bei Auktionen angeboten, von denen 112.671 Käufer fanden. Der Durchschnittspreis
pro Los ging im Jahresvergleich allerdings um 43% auf 25 TUSD zurück. Große Auktionshäuser
schwenkten auf Online-Plattformen um und generierten einige bemerkenswerte virtuelle
Transaktionen. Im Juni verkaufte Sotheby's Francis Bacons Triptych Inspired by the
Oresteia of Aeschylus (1981) für 85 Millionen USD. Roy Lichtensteins White Brushstroke
I (1965) erzielte 25 Millionen USD. Unsichere wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Reisebeschränkungen und regionale Ausgangssperren
in Zusammenhang mit der Pandemie könnten die Verkaufsaktivitäten in diesem Jahr anhaltend
dämpfen. An Verkäufen interessierte Sammler könnten angesichts der konjunkturellen
Schwankungen zögern, ihre Kunstwerke anzubieten. Potentielle Käufer könnten dagegen
den Investitionszeitpunkt für ungeeignet halten. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Artnet AG ("Artnet" oder "die Gesellschaft") und die Artnet Worldwide Corporation
("Artnet Corp.", zusammen "der Artnet-Konzern" oder "der Konzern") sind unter dem
Markennamen "Artnet" tätig. Die Artnet Worldwide Corporation hat eine hundertprozentige
Tochtergesellschaft: die Artnet UK Ltd. Artnet erzielt seine Umsatzerlöse überwiegend im US-Dollar-Währungsraum über seine
Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation, die in New York, dem weltweiten
Zentrum des Kunstmarktes, ihren Sitz hat und deren Aufwendungen auch überwiegend in
US-Dollar anfallen. Die Geschäftszahlen auf US-Dollar-Basis sind für die wirtschaftliche
Entwicklung des Artnet-Konzerns aussagefähiger als auf Euro-Basis. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 war der durchschnittliche US-Dollar/Euro-Wechselkurs
höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die geschäftliche Entwicklung in der
Berichtswährung Euro war daher vergleichsweise stärker. Umsatzentwicklung Der Gesamtumsatz von Artnet fiel vor allem aufgrund niedrigerer Werbeeinnahmen im
Segment Artnet News in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 gegenüber
dem Vorjahr um 4% auf 10.426 TUSD. Im ersten Halbjahr 2019 hatte Artnet 10.915 TUSD
erwirtschaftet. Price Database Der Umsatz der Price Database ging in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 gegenüber
dem Vorjahr um 185 TUSD oder 5% auf 3.670 TUSD zurück (2019: 3.856 TUSD). Das globale
Verkaufsvolumen von Auktionen brach in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 weltweit
um 59% auf 2,9 Mrd. USD ein, da die meisten Auktionen aufgrund von Ausgangsbeschränkungen
nach dem Ausbruch des Coronavirus abgesagt oder verschoben wurden. Angesichts dieses
drastischen Rückgangs ging die Nachfrage nach Daten und die Zahl der Abonnenten etwas
zurück. Verglichen mit dem deutlich negativen Trend der weltweiten Auktionsumsätze
waren die Einnahmen der Price Database dennoch robust, da zuverlässige Auktionsdaten
auch inmitten von Marktkorrekturen weiter wertvoll und begehrt sind. Die Zahl der
Auktionsergebnisse stieg auf fast 14 Millionen und stützt die analytischen Ressourcen
von Artnet. Die einzigartige Datenqualität der Price Database wurde im März 2020 erneut
mit der Veröffentlichung der vierten Ausgabe des Artnet Intelligence Reports hervorgehoben,
eine umfassende Studie aktueller Kunstmarkttrends, die in Zusammenarbeit mit Artnet
News erstellt wurde. Die Titelgeschichte "Will A.I. Remake the Art Business?" analysierte
die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf die Kunstbranche. Galerie-Netzwerk Der Umsatz des Galerie-Netzwerks fiel in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020
um 4% auf 2.410 TUSD (2019: 2.505 TUSD). Angesichts des beispiellosen wirtschaftlichen
Abschwungs, der Galerien besonders hart traf, ist der Umsatzrückgang gering. Kleinere
und mittelgroße Galerien, ein wichtiger Kundenstamm für Artnet, kämpfen seit geraumer
Zeit mit hohen Betriebskosten und einem schwierigen Marktumfeld, was sie selbst unter
stabilen wirtschaftlichen Bedingungen unter Druck setzt. Aufgrund der derzeitigen
Ausgangsbeschränkungen und der abgesagten Ausstellungen verlagern die Galerien ihren
Schwerpunkt auf das Internet und die Stärkung ihrer Online-Präsenz. Während die Zahl
der Galerien Ende Juni im Jahresvergleich um 2% zurückging, stieg sie im Vergleich
zum März, also dem Monat, in dem der Ausbruch des Coronavirus zu einer globalen Pandemie
wurde, um 2% an. Die Einführung der neuen, kostenlosen Artist Alerts Ende Mai führte
zu einem deutlichen Anstieg der Besucherzahlen und Kundenanfragen auf den Webseiten
der Galeriemitglieder. Abonnenten der Artist Alerts erhalten maßgeschneiderte Online-Benachrichtigungen,
wenn Kunstwerke ausgewählter Künstler auf den Markt kommen. Am Ende des zweiten Quartals
hatten sich bereits mehr als 2.500 Kunden für den neuen Service registriert. Die Besucherzahlen
auf den Webseiten der Galeriemitglieder stiegen im Vergleich zum Vorjahr um rund 50%. Advertising (Werbung) Die Werbeeinnahmen sanken in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 um 20% auf
1.923 TUSD (2019: 2.399 TUSD) -die Folge nachlassender Nachfrage von Luxusmarken nach
Werbeflächen bei Artnet News wegen der pandemiebedingten Ausgangsbeschränkungen. Obgleich
sich Artnet News in den vergangenen Jahren zu einer begehrten Werbeplattform sowohl
für Luxusmarken als auch für kunstbezogene Unternehmen entwickelt hat, führte der
wirtschaftliche Abschwung zu starken Kürzungen der Werbebudgets von Kunden. Der Web-Traffic
nahm während der Krise dennoch besonders stark zu, was den wachsenden Einfluss von
Artnet News unterstreicht und die Marke Artnet insgesamt stärkt. Getrieben von Artnet
News stieg die Zahl der Besucher (Unique User) auf Artnet in der ersten Jahreshälfte
um 44%. Mit einem klaren redaktionellen Schwerpunkt auf Qualitätsjournalismus und
selbstrecherchierten Reportagen ist Artnet News zur führenden Plattform für exklusive
Informationen und fundierte Kommentare zu Personen und Trends geworden, die die Kunstwelt
prägen. Dies zeigte sich in den vergangenen Monaten, als die Reporter von Artnet News
ein breites Spektrum wichtiger aktueller Themen abdeckten, von Geschichten über die
ersten hybriden Online-Auktionen großer Auktionshäuser in der Ära räumlicher Distanz
bis hin zu Interviews mit schwarzen Kuratoren über Rassismus in der Kunstwelt vor
dem Hintergrund der Black Lives Matter-Bewegung. Zu stark diskutierten Geschichten
gehörten ein Porträt der Fotografin Anne Geddes und eine Story über den umstrittenen
Rücktritt des Kurators Gary Garrels vom San Francisco Museum of Modern Art. Artnet
News setzte auch den erfolgreichen Art Angle-Podcast fort, der Interviews mit Künstlern
an der vordersten Front der jüngsten Proteste enthielt. Auctions Im Segment Artnet Auctions stieg der Provisionsumsatz im ersten Halbjahr 2020 deutlich
um 12% auf 2.423 TUSD (2019: 2.155 TUSD). Trotz der enormen Volatilität sowohl auf
dem Kunstmarkt als auch in der Wirtschaft wurde das zweite Quartal zum stärksten Jahresviertel
in der Geschichte von Artnet Auctions, da die Online-Plattform eine der wenigen verbleibenden
Optionen zum Kauf und Verkauf von Kunstwerken während des Lockdowns war. Die Profitabilität
des Segments stieg aufgrund des höheren Umsatzes deutlich. Auctions setzt den Schwerpunkt
weiter auf ein Angebot von Kunstwerken in hoher Qualität und zu attraktiven Preisen,
was hohe Durchschnittspreise und leicht steigende Verkaufsraten gewährleistet. Der
Durchschnittspreis der im ersten Halbjahr 2020 verkauften Lose ging leicht um 4% auf
14,5 TUSD (2019: 15,1 TUSD) zurück. Druckgrafiken und Fotografien waren besonders
gefragt. Zu den Spitzenlosen gehörten Keith Harings Siebdruck Retrospect (1989), der
im April für 150 TUSD verkauft wurde, und Andy Warhols Sunset (1972), der im Juni
78 TUSD erzielte. Im Mai stellte die Auktion für Post-War & Contemporary Art einen
neuen Umsatzrekord für eine Einzelauktion bei Artnet auf. Mehrere Lose zeitgenössischer
Künstler wurden im sechsstelligen Dollar-Bereich verkauft, darunter Tom Wesselmanns
Gemälde Blue (1996), das für 288 TUSD versteigert wurde. Mit einem Gesamtumsatz von
4 Millionen USD stellte Artnet Auctions im Mai auch einen neuen Monatsrekord auf. Kosten- und Ergebnisentwicklung Das Bruttoergebnis vom Umsatz fiel im ersten Halbjahr des Jahres 2020 im Vergleich
zum Vorjahr um 9% oder 620 TUSD auf 6.405 TUSD, eine Folge der gesunkenen Werbeeinahmen
sowie gestiegener Kosten im Segment Auctions und für Netzwerk-Administration. Die Vertriebs- und Marketingaufwendungen sanken in den ersten sechs Monaten des Jahres
2020 gegenüber dem Vorjahr um 5% oder 144 TUSD auf 3.001 TUSD. Ursächlich sind vor
allem die niedrigeren Personalkosten in Vertrieb und Marketing. Die allgemeinen Verwaltungskosten beliefen sich auf 2.203 TUSD - ein Rückgang um
7% gegenüber dem Vorjahr (2019: 2.373 TUSD). Der Rückgang resultiert vor allem aus
niedrigeren Reise- und Bewirtungskosten, eine Folge der pandemiebedingten Ausgangsbeschränkungen
und räumlicher Distanzierung. Die Aufwendungen für Produktentwicklung stiegen im ersten Halbjahr vor allem aufgrund
von Kosten, die nicht aktivierbar sind, um 40% auf 1.157 TUSD. Das Unternehmen rüstet
seine technologische Infrastruktur mit dem Projekt FALCON auf, das Artnet nach seiner
Fertigstellung wesentlich agiler, schneller und effizienter macht. Das Projekt ist
in der Geschichte des Unternehmens einzigartig. Durch Investitionen in eine hochmoderne
Infrastruktur kann sich Artnet schnell an den technologischen Wandel anpassen, Skaleneffekte
erzielen und neue Produkte effizienter auf den Markt bringen. In der ersten Hälfte
dieses Jahres verlagerte Artnet seinen Schwerpunkt jedoch teilweise auf Projekte abseits
von FALCON, um Kunden während der Corona-Pandemie zu unterstützen und zu betreuen,
wie beispielsweise die neuen Artist Alerts. Entwicklungskosten im Zusammenhang mit
FALCON wurden aktiviert. Kosten im Zusammenhang mit Projekten abseits von FALCON wurden
als Aufwand verbucht, was zu einem Anstieg der Kosten für die Produktentwicklung führte.
Die Entwicklungskosten für FALCON, die gleichzeitig als immaterieller Vermögenswert
aktiviert wurden, beliefen sich in der ersten Hälfte des Jahres 2020 auf 514 TUSD. Das Betriebsergebnis ging infolgedessen im Vergleich zum Vorjahr um 94% auf 44 TUSD
zurück (2019: 680 TUSD). Das Konzernergebnis nach Steuern im ersten Halbjahr 2019 betrug 1.254 TUSD (2019:
612 TUSD). Der Anstieg resultierte hauptsächlich aus einem - unter bestimmten Bedingungen
-erlassbaren Darlehen in Höhe von 1.667 TUSD, das von der amerikanischen Regierung
(U.S. Small Business Administration) zur Unterstützung von Unternehmen während der
Rezession gewährt wurde, sowie aus dem juristischen Vergleich. Der genaue Betrag,
der erlassen werden kann, ist noch unbekannt. Das Management geht jedoch mit hinreichender Sicherheit davon aus, dass mindestens
90% des Nominalbetrags dieses Darlehens nicht zurückgezahlt werden müssen. Daher wurde
der Teil des Darlehens, der bereits verwendet wurde und die Bedingungen für den Erlass
erfüllte, als sonstiger Ertrag ausgewiesen. Per Ende Juni 2020 wurden 1.194 TUSD des
Darlehens verwendet. Die verbleibenden 473 TUSD sollten im Juli verwendet werden.
Dementsprechend wurden 1.075 TUSD, oder 90%, als sonstiger Ertrag verbucht. Darüber
hinaus wurde die Rückstellung für eine Klage in Höhe von 215 TUSD aufgelöst, da mit
dem Kläger ein Vergleich erzielt wurde. Da die Artnet Corp. in den USA aufgrund von Verlustvorträgen nur der Mindestbesteuerung
unterliegt, ist das Betriebsergebnis von 1.246 TUSD nur geringfügig niedriger als
der Gewinn vor Ertragssteuern. Währungsumrechnung Für die Währungsumrechnung der Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird der Durchschnittskurs
für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2020 verwendet. Für den Zeitraum bis
zum 30. Juni 2020 lag der Durchschnittskurs bei 0,908 US-Dollar/Euro im Vergleich
zu 0,885 US-Dollar/ Euro im ersten Halbjahr 2019. Der für die Bilanzumrechnung verwendete
Fremdwährungskurs ist der Kurs am Periodenende. Der Stichtagskurs zum 30. Juni 2020
betrug 0,890 US-Dollar/Euro gegenüber 0.891 US-Dollar/Euro am 31. Dezember 2019. Artnet unterliegt Wechselkursschwankungen, da Rechnungen in Euro, US-Dollar und Pfund
Sterling fakturiert werden, die Geschäftstätigkeit aber größtenteils in den Vereinigten
Staaten ausgeübt wird. Der Konzern steuert dieses Wechselkursrisiko, indem er die
Zahlungen seiner europäischen Kunden in Euro und Pfund Sterling entgegennimmt und
mit diesen Zahlungseingängen seine in Europa ansässigen Lieferanten in derselben Währung
bezahlt. Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Bewertung von konzerninternen Darlehensforderungen,
die als Bestandteil eines Nettoinvestments qualifiziert werden, werden erfolgsneutral
im Fremdwährungsausgleichsposten ausgewiesen. Der im Fremdwährungsausgleichsposten
erfasste Betrag wird erfolgswirksam in die Konzern-Gesamtergebnisrechnung umgegliedert,
wenn und soweit das Nettoinvestment vollständig oder in Teilbeträgen zurückgeführt
wird. Finanzlage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit des Artnet-Konzerns betrug im ersten
Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 2.059 TUSD nach 1.162 TUSD im Vorjahr. Der Anstieg
resultierte hauptsächlich aus dem erlassbaren Darlehen in Höhe von 1.667 TUSD, das
im Mai 2020 von der amerikanischen Regierung (U.S. Small Business Administration)
gewährt wurde. Dem gegenüber standen ein niedrigeres Betriebsergebnis und der juristische
Vergleich im Juni. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeiten lag im ersten Halbjahr 2020 mit -524
TUSD unter dem Vorjahresniveau (2019: -758 TUSD). Ausschlaggebend für den geringeren
Mittelabfluss war die Verlagerung des Schwerpunkts vom Projekt FALCON auf Projekte
abseits von FALCON. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit im ersten Halbjahr 2020 summierte sich
auf 364 TUSD nach einem Abfluss von -463 TUSD im ersten Halbjahr 2019. Der leicht
geringere Mittelabfluss resultierte hauptsächlich aus den zum Jahreswechsel 2019/2020
aufgenommenen Darlehen in Höhe von insgesamt 450 TUSD, die infolge ungewöhnlich später
Zahlungen von Kunden aufgenommen wurden, um möglichen weiteren Verzögerungen vorzubeugen
und die finanzielle Stabilität zu gewährleisten. Die Darlehen wurden im Juli zu 466
TUSD zurückgezahlt, da sich im Zuge einer insgesamt besser als erwarteten Unternehmensentwicklung
auch der Cashflow verbesserte. Der Zahlungsmittelbestand belief sich zum 30. Juni 2020 auf 1.704 TUSD nach 896 TUSD
am 30. Juni 2019. Der Zahlungsmittelbestand stieg aufgrund verbesserter Eintreibungen
von Forderungen gegenüber Anzeigenkunden aus dem Luxusgüterbereich sowie Auktionskunden.
Außerdem stieg der Zahlungsmittelbestand aufgrund der von der U.S. Small Business
Administration erhaltenen Gelder sowie der Darlehen. Die Anlagepolitik des Konzerns ist konservativ und orientiert sich an der kurzfristigen
Finanzmittelanlage. Auf diese Weise bleiben sämtliche Barmittel liquide und jederzeit
verfügbar. Zum 30. Juni 2020 belief sich die Liquidität je Aktie auf Grundlage der
durchschnittlich 5.552.986 in Umlauf befindlichen Aktien auf 0,31 USD (0,27 EUR) gegenüber
0,16 USD (0,14 EUR) zum 30. Juni 2019. Vermögenslage Die Konzernbilanzsumme belief sich am 30. Juni 2020 auf 13.237 TUSD, ein leichter
Rückgang gegenüber dem Niveau von 13.259 TUSD am 31. Dezember 2019. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen fielen gegenüber dem 31. Dezember
2019 um 927 TUSD auf 1.579 TUSD. Der Rückgang war eine Konsequenz verbesserter Eintreibungen
von Forderungen gegenüber Anzeigenkunden aus dem Luxuxgüterbereich sowie Kunden von
Auctions. Die allgemein gesunkenen Werbeeinnahmen im Luxussegment trugen ebenfalls
dazu bei. Das Sachanlagevermögen verringerte sich gegenüber dem 31. Dezember 2019 um 577 TUSD
auf 3.310 TUSD, was hauptsächlich auf die planmäßige Abschreibung von Nutzungsrechten
nach der Einführung von IFRS 16 zurückzuführen ist. Das immaterielle Anlagevermögen stieg im Vergleich zum 31. Dezember 2019 um 349 TUSD
auf 3.863 TUSD. Dieser Anstieg resultierte vor allem aus der Aktivierung von Investitionen
in die technologische Infrastruktur (FALCON) in Höhe von 514 TUSD, was zum Teil durch
Abschreibungen von 165 TUSD ausgeglichen wurde. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind seit dem 31. Dezember 2019 um 1.110 TUSD
auf 5.827 TUSD zurückgegangen, was hauptsächlich auf eine im Juni nach einem juristischen
Vergleich teilweise aufgelöste und teilweise gezahlte Rückstellung zurückzuführen
ist. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die Rechnungsabgrenzungsposten
sanken ebenfalls, da Reise- und Bewirtungskosten aufgrund der Corona-Pandemie eliminiert
wurden. Das Eigenkapital des Artnet-Konzerns stieg zum 30. Juni 2020 um 35% auf 4.826 TUSD
nach 3.586 TUSD am 31. Dezember 2019. Dies ging auf den erlassbaren Anteil des von
der U.S. Small Business Administration gewährten Darlehens zurück, das unter sonstigen
Erträgen erfasst wird. Die Artnet Price Database ist ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert,
der durch die Erfassung von Auktionsdaten seit 1985 entwickelt wurde. Wenngleich er
aufgrund der Bilanzierungsregeln als Vermögenswert in der Bilanz nicht angesetzt werden
kann, stellt er für den Konzern doch eine wesentliche Geschäftsgrundlage dar. Wenn
eine Bilanzierung gesetzlich zulässig wäre, würden sich die Aktiva und das Eigenkapital
deutlich erhöhen. Risiken und Chancen Seit dem Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2019 (26.
Juni 2020) haben sich im Vergleich zu den im Konzernlagebericht 2019 ausführlich dargestellten
Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Artnet-Konzerns keine wesentlichen
Änderungen ergeben. Nachtrags- und PrognoseberichtNachtragsbericht Zwischen dem Ende des zweiten Quartals 2020 und der Veröffentlichung dieses Berichts
haben sich keine wesentlichen Ereignisse ergeben, die sich nach den Erwartungen des
Managements maßgeblich auf die im Risiko- und Chancenbericht sowie im Nachtragsbericht
des Geschäftsberichts 2019 dargestellte Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens
auswirken können. Prognosebericht Der folgende Bericht gibt die Prognosen des Managements hinsichtlich der künftigen
Entwicklung der einzelnen Artnet-Segmente sowie des Geschäftsverlaufes insgesamt wieder.
Es wird dabei darauf hingewiesen, dass der tatsächliche Geschäftsverlauf aufgrund
des Eintretens von Chancen und Risiken, wie im Chancen- und Risikobericht beschrieben,
positiv wie negativ von diesen Prognosen abweichen kann. Angesichts der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus und der drastischen Maßnahmen
zur Eindämmung von Infektionen erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) für
das Jahr 2020 einen Rückgang des globalen Wirtschaftswachstums um 4,9%. Der erwartete
Abschwung in den Vereinigten Staaten, der Kernmarkt von Artnet, ist mit 8% sogar noch
deutlicher und spiegelt den massiven Abbau von Arbeitsplätzen und die Schließung von
Geschäften wider. Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen haben auch den globalen Kunstmarkt
erheblich beeinträchtigt, da große Kunstmessen und konventionelle Versteigerungen
abgesagt wurden. Im Jahr 2020 dürfte Artnet aufgrund des digitalen Geschäftsmodells seine führende
Position in einem hart umkämpften Markt behaupten. Das Management rechnet aufgrund
des schwierigen und höchst ungewissen wirtschaftlichen Umfelds jedoch mit einem Umsatzrückgang. Die Wettbewerbsvorteile bei Daten, Kunden und Internet-Traffic werden Artnet weiterhin
stützen. Das Datenangebot der Price Database ist auch in Krisenzeiten für die Bewertung
von Kunstwerken gefragt. Die Provisionsumsätze von Artnet Auctions könnten weiter
steigen, da Online-Auktionen eine überzeugende Alternative zu traditionellen, physischen
Auktionen geworden sind. Der wirtschaftliche Abschwung dürfte jedoch zu insgesamt
rückläufigen Werbeeinnahmen und fallenden Umsätzen im Galerie-Netzwerk führen. Die Provisionsumsätze von Artnet Auctions sind in der ersten Hälfte des Jahres 2020
deutlich gestiegen, da die Online-Plattform eine der wenigen verbleibenden Optionen
zum Kauf und Verkauf von Kunstwerken während des Lockdowns geworden ist. Die Coronakrise
beschleunigt die digitale Transformation des Kunstmarktes, und Artnet Auctions wird
von diesem Trend besonders profitieren. Während der Krise könnte die Akzeptanz von
reinen Online-Auktionen für bildende Kunst weiter zunehmen, da Versteigerungen über
das Internet eine wesentliche Lösung für den Markt darstellen. Spitzenlose bei Artnet
Auctions werden bereits regelmäßig für sechsstellige Dollarbeträge verkauft. Auctions
wird eine noch wichtigere Rolle in der Kunstwelt spielen, wenn sich die Versteigerung
von höherpreisigen Kunstwerken über das Internet noch stärker als bisher durchsetzt.
Vor diesem Hintergrund hat Artnet Auctions den strategischen Schwerpunkt auf qualitativ
hochwertige Kunstwerke zu attraktiven Preisen gelegt, um die durchschnittlichen Lospreise,
die Verkaufsrate und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Aufgrund der Wirtschaftskrise
geht das Management jedoch davon aus, dass der Umsatz von Auctions im Jahr 2020 im
Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig steigen wird. Artnet News hat sich als führende Online-Plattform für Nachrichten und Kommentare
über den Kunstmarkt etabliert. Der redaktionelle Fokus auf Qualität und eigenständige
Berichterstattung führte zu steigenden Besucherzahlen und - bis zum Ausbruch des Coronavirus
Anfang 2020 -auch zu wachsenden Werbeeinnahmen. Neue Produkte wie die halbjährlich
erscheinenden Intelligence Reports nutzen die Qualität der Daten und der analytischen
Ressourcen von Artnet. Der Erfolg und der hohe Wiedererkennungswert von Artnet News
wirkt sich positiv auf alle anderen Produkte von Artnet aus. Dies wird in der Krise
offensichtlich, in der Artnet News für Marktteilnehmer die wichtigste Informationsquelle
über aktuelle Entwicklungen ist. Das Management rechnet mit einem Anhalten dieses
positiven Trends, prognostiziert für Artnet News aber dennoch einen deutlichen Umsatzrückgang
im Jahr 2020, da die Budgets der Anzeigenkunden während der Rezession wahrscheinlich
schrumpfen werden. Sobald die Pandemie abklingt und sich die Wirtschaft wieder erholt,
erwartet das Management aufgrund des höheren Traffics eine schnelle Rückkehr der Nachfrage
nach Werbeflächen auf Artnet News. Für das Segment Price Database prognostiziert das Management im Jahr 2020 einen unveränderten
Umsatz. Auch wenn weltweit weniger Auktionen stattfinden, bleiben die Auktionsdaten
der Price Database für die Bewertung von Kunstwerken unerlässlich. Für das Segment Galerien erwartet das Management für 2020 im Vorjahresvergleich leicht
rückläufige Mitgliederzahlen aufgrund der anhaltenden geschäftlichen Schwierigkeiten
kleinerer und mittelgroßer Galerien, die durch den Ausbruch des Coronavirus noch verschärft
wurden. Andererseits bietet die Mitgliedschaft im Artnet Galerie-Netzwerk den Galerien
zusätzliche Möglichkeiten, ihre Künstler und Kunstwerke einem weltweiten Publikum
im Internet zu präsentieren. Höherwertige Mitgliedschaften, die sich durch eine verstärkte
Präsenz in sozialen Medien auszeichnen, waren im zweiten Quartal begehrt. Insgesamt
erwartet das Management jedoch einen moderaten Rückgang der Umsätze für das Galerie-Netzwerk
im Jahr 2020. Auf Grundlage der Erwartungen für die einzelnen Segmente prognostiziert der Vorstand
für das Geschäftsjahr 2020 unverändert einen Rückgang des Gesamtumsatzes auf eine
Bandbreite von 20,0 Mio. USD bis 21,0 Mio. USD (18,2 Mio. EUR bis 19,1 Mio. EUR bei
einem angenommenen Wechselkurs von 1,10 EUR/USD). Für das Betriebsergebnis rechnet
das Management mit einem Rückgang auf -0,5 Mio. USD bis -1,0 Mio. USD (-0,5 Mio. EUR
bis -0,9 Mio. EUR). Aufgrund der unsicheren Wirtschaftsaussichten und der Coronavirus-Pandemie hält das
Management diese konservative Prognose zum jetzigen Zeitpunkt für angemessen. Ein
deutlich positiveres Ergebnis ist möglich. Diese Möglichkeit wurde durch viel besser
als erwartete Ergebnisse im zweiten Quartal 2020 bestätigt. Artnet Auctions verzeichnete
den höchsten Quartalsumsatz seit Einführung der Plattform im Jahr 2008. Das Interesse
an Mitgliedschaften im Galerie-Netzwerk nahm zu, und Artnet verzeichnete aufgrund
der Beliebtheit von Artnet News einen starken Anstieg der Besucherzahlen. Aufgrund der im Jahr 2020 gewährten Darlehen dürften die liquiden Mittel gegenüber
dem Stand vom 31. Dezember 2019 trotz der Beilegung des Rechtsstreits deutlich ansteigen. Berlin, den 14. August 2020 Jacob Pabst Vorstand, Artnet AG Versicherung des gesetzlichen Vertreters Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und
Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Berlin, den 14. August 2020 Jacob Pabst Vorstand, Artnet AG Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2020artnet AG Konzern-Bilanz zum 30. Juni 2020Aktivascroll
Passivascroll
artnet AG Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
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artnet AG Konzern-Eigenkapitalentwicklung (USD)
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| Gezeichnetes Kapital | ||||||
| Ausgegebene Aktien | Betrag | Eigene Aktien | Kapitalrücklage | Verlustvortrag | Fremdwährungsumrechnung | |
| Stand 31.12.2018 | 5.631.067 | 5.941.512 | -269.241 | 52.423.972 | -55.337.341 | 612.108 |
| Gesamtergebnis der Periode | - | - | - | - | 605.681 | 2.413 |
| IFRS 16 | - | - | - | - | 192.772 | - |
| Stand 30.06.2019 | 5.631.067 | 5.941.512 | -269.241 | 52.423.972 | -54.538.888 | 614.521 |
| Stand 31.12.2019 | 5.631.067 | 5.941.512 | -269.241 | 52.423.972 | -55.145.288 | 635.359 |
| Gesamtergebnis der Periode | - | - | - | - | 1.245.666 | -6.335 |
| Stand 30.06.2020 | 5.631.067 | 5.941.512 | -269.241 | 52.423.972 | -53.899.622 | 629.024 |
| Summe | |
| Stand 31.12.2018 | 3.371.010 |
| Gesamtergebnis der Periode | 608.094 |
| IFRS 16 | 192.772 |
| Stand 30.06.2019 | 4.171.876 |
| Stand 31.12.2019 | 3.586.314 |
| Gesamtergebnis der Periode | 1.239.331 |
| Stand 30.06.2020 | 4.825.645 |
| Gezeichnetes Kapital | ||||||
| Ausgegebene Aktien | Betrag | Eigene Aktien | Kapitalrücklage | Verlustvortrag | Fremdwährungsumrechnung | |
| Stand 31.12.2018 | 5.631.067 | -264.425 | 51.015.723 | -53.904.592 | 464.782 | |
| Gesamtergebnis der Periode | - | - | - | - | 537.443 | 20.897 |
| IFRS 16 | - | - | - | - | 168.271 | - |
| Stand 30.06.2019 | 5.631.067 | -264.425 | 51.015.723 | -53.198.878 | 485.679 | |
| Stand 31.12.2019 | 5.631.067 | -264.425 | 51.015.723 | -53.736.962 | 548.926 | |
| Gesamtergebnis der Periode | - | - | - | - | 1.130.714 | -29.736 |
| Stand 30.06.2020 | 5.631.067 | -264.425 | 51.015.723 | -52.606.248 | 519.190 | |
| Summe | |
| Stand 31.12.2018 | 2.942.555 |
| 558.340 | |
| IFRS 16 | 168.271 |
| Stand 30.06.2019 | 3.669.166 |
| Stand 31.12.2019 | 3.194.329 |
| 1.100.978 | |
| Stand 30.06.2020 | 4.295.307 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 30.06.2020 USD |
31.12.2019 USD |
30.06.2020 EUR |
31.12.2019 EUR |
| Konzernergebnis | 1.245.666 | 605.681 | 1.130.714 | 536.171 |
| Überleitung des Konzernergebnisses zum Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit: | ||||
| Abschreibungen | 752.600 | 761.536 | 669.889 | 674.138 |
| Wertberichtigung auf/Ausbuchungen von Forderungen | 248.070 | 245.795 | 220.807 | 217.586 |
| Latente Steueraufwendungen/-erträge | - | - | 850 | - |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Transaktionen | -547.304 | -2.856 | -494.960 | -2.528 |
| Veränderungen bei betrieblichen Aktiva und Passiva | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 678.991 | 120.308 | 605.875 | 106.501 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 25.821 | -108.860 | 23.566 | -96.367 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 5.019 | 420 | 4.721 | 372 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -235.201 | -126.600 | -209.975 | -112.071 |
| Rückstellungen | -569.751 | - | -500.000 | - |
| Abgegrenzte Schulden und sonstige Verbindlichkeiten | -239.188 | -422.733 | -213.774 | -374.218 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 35.279 | 89.431 | 30.111 | 79.167 |
| Zinsaufwand | 66.582 | - | 60.438 | - |
| U.S. Gehaltsscheck-Schutzprogramm | 592.154 | - | 527.076 | - |
| Anpassungen gesamt | 813.074 | 556.442 | 724.625 | 492.581 |
| Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 2.058.740 | 1.162.123 | 1.855.339 | 1.028.752 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | ||||
| Investitionen in Sachanlagen | -9.875 | -30.804 | -493.612 | -27.092 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -514.078 | -727.335 | -455.471 | -639.691 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -523.953 | -758.139 | -949.083 | -666.783 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | ||||
| Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | -547.540 | -463.063 | -2.440 | -409.919 |
| Einzahlung aus Darlehen | 250.000 | - | 222.405 | - |
| Zinszahlungen | -66.582 | - | -60.438 | - |
| Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit | -364.122 | -463.063 | 159.526 | -409.919 |
| Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel | -6.335 | -2.068 | -29.736 | 486 |
| Veränderung der liquiden Mittel | 1.164.329 | -61.147 | 1.036.046 | -47.464 |
| Liquide Mittel - zu Beginn der Periode | 539.319 | 956.669 | 480.371 | 835.076 |
| Liquide Mittel - am Ende der Periode | 1.703.648 | 895.522 | 1.516.417 | 787.612 |
| Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erhaltene Zahlungen | ||||
| Ertragsteuereinzahlungen/-auszahlungen | - | - | - | - |
| Zinsauszahlungen | -66.582 | -62.570 | -60.438 | -55.389 |
| Zinseinzahlungen | - | - | - | - |
Die Artnet AG ("Artnet AG" oder "die Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft
mit Hauptsitz in Berlin, Deutschland. Der eingetragene Sitz der Artnet AG ist Oranienstraße
164, 10969 Berlin, Deutschland. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 980060 B
im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg eingetragen.
Die Artnet AG hält 100% der Geschäftsanteile an der Artnet Worldwide Corp. ("Artnet
Corp."), die ihren Geschäftssitz in New York, USA, hat und ihrerseits 100% der Geschäftsanteile
an der Artnet UK Ltd. hält. Die Artnet AG, die Artnet Corp. sowie alle hundertprozentigen
Tochtergesellschaften der Artnet Corp. werden gemeinsam als "Konzern" oder "Artnet-Konzern"
bezeichnet.
Im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit stellt der Konzern Kunstsammlern, Galerien, Verlagen,
Auktionshäusern und Kunstliebhabern eine Website zur Verfügung, auf der die Nutzer
Informationen zu Künstlern und Kunstpreisen recherchieren, sowie Kunstwerke finden
können, die von Galerien auf der ganzen Welt aktuell angeboten werden und Kunstwerke
über Artnet Auctions, einer speziellen Plattform für Auktionen, kaufen und verkaufen
können.
Der Konzern-Zwischenabschluss der Artnet AG wurde am 14. August 2020 vom Vorstand
zur Veröffentlichung freigegeben.
Der vorliegende ungeprüfte Konzern-Zwischenabschluss wurde in Einklang mit den Richtlinien
der International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen
des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, die in der EU auf
Zwischenabschlüsse verpflichtend anzuwenden sind. Der Zwischenabschluss entspricht
insbesondere den Richtlinien über die Zwischenberichterstattung in IAS 34 und erfüllt
darüber hinaus den Deutschen Rechnungslegungsstandard DRS 16 - Halbjahresfinanzberichterstattung
sowie die §§ 115, 117 WpHG. Dieser Zwischenabschluss enthält nicht alle Informationen
und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres
erforderlich sind.
Die in diesem Zwischenbericht angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
entsprechen weitgehend denen des letzten Konzernjahresabschlusses. Eine detaillierte
Beschreibung der Rechnungslegungsgrundsätze ist im Anhang zum Konzernjahresabschluss
des Geschäftsberichts 2019 veröffentlicht.
Der Konzern-Zwischenabschluss enthält nach Überzeugung des Vorstands alle Anpassungen,
die für eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage in der Zwischenberichtsperiode erforderlich sind. Die Ergebnisse
der zum 30. Juni 2020 endenden Berichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse
auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.
Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2020 und der Konzern-Zwischenlagebericht
sind weder gemäß § 317 HGB geprüft, noch einer prüferischen Durchsicht durch einen
Abschlussprüfer unterzogen worden.
Die Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses erfolgte auf Basis historischer Anschaffungs-
und Herstellungskosten. Bilanzstichtag ist der 30. Juni 2020.
Der Konzern-Zwischenabschluss wurde für die Berichtsperiode vom 1. Januar 2020 bis
30. Juni 2020 erstellt. Das Geschäftsjahr aller Konzerngesellschaften entspricht dem
Kalenderjahr.
Die im Konzern-Zwischenabschluss und im Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss enthaltenen
Beträge werden, falls nicht anderweitig ausgewiesen, in Euro (EUR) angegeben. Die
Berichtswährung ist Euro.
Die Hauptgeschäftstätigkeit des Artnet Konzerns erfolgt im US-Dollar-Währungsraum.
Der US-Dollar ist die funktionale Währung der wesentlichen operativen Konzerngesellschaft
Artnet Corp. Geschäftsvorfälle, die in anderen Währungen als dem US-Dollar erfolgen,
werden mit dem am Tag der Transaktion gültigen Wechselkurs umgerechnet. An jedem Bilanzstichtag
werden die monetären Posten in Fremdwährungen zum gültigen Stichtagskurs umgerechnet.
Gewinne und Verluste aus dieser Umrechnung werden erfolgswirksam als sonstige Erträge
bzw. sonstige Aufwendungen ausgewiesen.
Im Rahmen der Konsolidierung werden die Vermögenswerte und Schulden des Konzerns
zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen erfolgt
zum Durchschnittskurs der Rechnungsperiode. Die sich daraus ergebenden kumulierten
Umrechnungsdifferenzen werden innerhalb des Konzern-Eigenkapitals als separater Posten
erfasst.
Im Jahr 2020 beläuft sich das konzerninterne Darlehen unverändert auf 1,5 Millionen
EUR. Eine vorzeitige Tilgung dieser Darlehensforderung ist in absehbarer Zukunft weder
geplant noch wahrscheinlich. Die konzerninterne Darlehensforderung wird daher entsprechend
IAS 21.15 als Teil eines Nettoinvestments (Net Investment) qualifiziert. Entsprechend
wird die aus den Wechselkursänderungen resultierende Umrechnungsdifferenz aus dem
auf Euro lautenden Darlehensbetrag zum jeweiligen Abschlussstichtag (inklusive der
Zwischenabschlüsse) erfolgsneutral im Fremdwährungsausgleichsposten im Eigenkapital
ausgewiesen. Im ersten Halbjahr 2020 wurde ein Betrag in Höhe von 1 TEUR aus dem Nettoinvestment
eigenkapitalmindernd in den Fremdwährungsausgleichsposten eingestellt.
Für die Währungsumrechnung des Artnet-Konzerns sind die Wechselkursrelationen des
US-Dollar (USD) zum Euro (EUR) und zum Pfund Sterling (GBP) wesentlich. Der Umrechnung
lagen in den angegebenen Perioden jeweils die folgenden Wechselkurse zugrunde:
| USD in EUR | 30.06.2020 | 31.12.2019 | 30.06.2019 |
| Stichtagskurs | 0,890 | 0,891 | 0,880 |
| Periodendurchschnittskurs | 0,908 | 0,893 | 0,885 |
| USD in GBP | 30.06.2020 | 31.12.2019 | 30.06.2019 |
| Stichtagskurs | 0,809 | 0,754 | 0,787 |
| Periodendurchschnittskurs | 0,794 | 0,784 | 0,773 |
In den Konzernabschluss sind die rechtliche Muttergesellschaft Artnet AG und ihre
hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Corp. sowie deren Tochtergesellschaft
einbezogen.
Gemäß IFRS 10 liegt eine zur Einbeziehung in den Konzernabschluss führende Beherrschung
des Beteiligungsunternehmens vor, wenn eine Konzerngesellschaft schwankenden Renditen
aus ihrem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf
diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels ihrer Verfügungsgewalt
über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen.
Die am 23. Februar 1999 erfolgte Einbringung der Anteile an der Artnet Corp. behandelte
die Artnet AG im Konzernabschluss als umgekehrten Unternehmenserwerb durch die Artnet
Corp. (Reverse Acquisition). Die Erstkonsolidierung wurde daher so durchgeführt, dass
die Artnet AG als rechtlicher Erwerber auf die Tochtergesellschaft Artnet Corp. konsolidiert
wurde, da diese als wirtschaftlicher Erwerber anzusehen war.
Am 1. November 2007 gründete die Artnet Corp. die hundertprozentige Tochtergesellschaft
Artnet UK Ltd., die als ihre Vertriebsgesellschaft in Großbritannien fungiert. Die
Artnet AG und ihre Tochtergesellschaften beschäftigten zum 30. Juni 2020 insgesamt
117 Mitarbeiter.
Die frühere Tochtergesellschaft Jay Art GmbH, Berlin, wurde liquidiert und am 14.
Mai 2020 aus dem Handelsregister gelöscht.
Am 30. Juni 2020 hielt die Artnet AG unverändert zum Vorjahr 78.081 eigene Aktien,
was 1,4% des Grundkapitals entsprach.
Der laufende Ertragsteueraufwand wird für die Zwischenberichtsperiode auf Basis des
für das gesamte Geschäftsjahr geschätzten durchschnittlichen Ertragsteuersatzes angegeben.
Aufgrund ihrer steuerlichen Verlustvorträge muss die Artnet Corp. nur die US-Mindestkörperschaftsteuer
zahlen.
Der Konzern prüft die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern einmal jährlich
und wird diese zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 auf der Basis der aktuellen Unternehmensplanung
für die Geschäftsjahre 2020 bis 2022 erneut überprüfen. Aktuell werden keine wesentlichen
Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Werthaltigkeit der latenten Steuern erwartet.
Der Konzern berichtet über die Geschäftssegmente in gleicher Form, wie er diese Informationen
entsprechend dem internen Berichtswesen an die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat
weiterleitet.
Die Berichterstattung des Konzerns bezieht sich auf die folgenden vier Segmente:
| ― |
Das Segment Artnet Galerien präsentiert die zum Verkauf stehenden Kunstwerke der Mitgliedsgalerien und Partner-Auktionshäuser im Internet. |
| ― |
Das Segment Artnet Price Database umfasst alle datenbankbezogenen Produkte. Hierzu gehören die Artnet Price Database Fine Art and Design und die Artnet Price Database Decorative Art sowie die darauf aufbauenden Produkte Artnet Market Alerts und Artnet Analytics. |
| ― |
Das Segment Artnet Auctions stellt eine Internet-Plattform zum Kauf und Verkauf von Kunstwerken zur Verfügung. |
| ― |
Das Segment Artnet News umfasst einen 24-Stunden-Nachrichtendienst für Kunst. Auf der Online-Plattform news.artnet.com wird über Events, Trends, Entwicklungen und Persönlichkeiten des Kunstmarkts berichtet. |
Die Steuerung der einzelnen Segmente durch das Management erfolgt auf Basis des Deckungsbeitrages
II (Umsatzerlöse abzüglich direkter und indirekter variabler Kosten), der daher im
Folgenden als Segmentergebnis dargestellt wird. Nicht direkt zurechenbare Aufwendungen
werden den berichtspflichtigen Segmenten im Wesentlichen auf der Grundlage von Mitarbeiterzahl
und Umsatzerlösen je berichtspflichtiges Segment zugerechnet. Die Darstellung der
Segmentberichterstattung erfolgt entsprechend der internen Kommunikation ausschließlich
auf US-Dollar-Basis.
Eine Bewertung der Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten je berichtspflichtiges Segment
wird dem Management nicht zur Verfügung gestellt. Daher werden Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten nicht für jedes berichtspflichtige Segment dargestellt.
| Periode vom 1.1.2020 bis 30.6.2020 | TUSD | TUSD |
| Artnet Galerien | 2.743 | 1.410 |
| Artnet Price Database | 3.774 | 2.037 |
| Artnet Auctions | 2.429 | 458 |
| Artnet News | 1.480 | -582 |
| Summe | 10.426 | 3.323 |
| Periode vom 1.1.2019 bis 30.6.2019 | Umsatzerlöse | Deckungsbeitrag II |
| TUSD | TUSD | |
| Artnet Galerien | 2.988 | 1.669 |
| Artnet Price Database | 3.995 | 2.420 |
| Artnet Auctions | 2.162 | 371 |
| Artnet News | 1.770 | -280 |
| Summe | 10.915 | 4.180 |
Die nachfolgende Tabelle stellt die Überleitung des Deckungsbeitrag II zum Betriebsergebnis
in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung dar:
| Überleitung vom Deckungsbeitrag II der Segmente zum operativen Ergebnis | 30.6.2020 | 30.6.2019 |
| TUSD | TUSD | |
| Deckungsbeitrag II der Segmente | 3.323 | 4.180 |
| Fixkosten aus Umsatzkosten, davon aus Abschreibungen -238 TUSD (2019: 293 TUSD) | 1.196 | 1.604 |
| Fixkosten aus den Allgemeinen Verwaltungskosten, inkl. Abschreibung in Höhe von 514 TUSD (2019: 469 TUSD) |
1.823 | 1.659 |
| Fixkosten aus Produktentwicklung | 260 | 237 |
| Betriebsergebnis | 44 | 680 |
Die Werbeeinnahmen der Produktkategorie Advertising werden in der Segmentberichtergebnisrechnung
verursachungsgerecht den Segmenten zugeordnet, auf deren Seite die Werbebanner geschaltet
wurden. Die nachfolgende Tabelle stellt die Überleitung der Umsatzerlöse lt. Gesamtergebnisrechnung
zu den in der ausgewiesenen Segmentergebnisrechnung ausgewiesenen Umsatzerlösen dar:
| Periode vom 1.1.2020 bis 30.6.2020 | Umsatzerlöse lt. Gesamtergebnisrechnung | Verteilung Advertising auf die Segmente | Umsatzerlöse Segmente |
| TUSD | TUSD | TUSD | |
| Segmente | |||
| Artnet Galerien | 2.410 | 333 | 2.743 |
| Artnet Price Database | 3.670 | 104 | 3.774 |
| Artnet Auctions | 2.423 | 6 | 2.429 |
| Artnet News | - | 1.480 | 1.480 |
| Verteile Produktkategorie Advertising | 1.923 | -1.923 | - |
| Summe | 10.426 | - | 10.426 |
| Periode vom 1.1.2019 bis 30.6.2019 | Umsatzerlöse lt. Gesamtergebnisrechnung | Verteilung Advertising auf die Segmente | Umsatzerlöse Segmente |
| TUSD | TUSD | TUSD | |
| Segmente | |||
| Artnet Galerien | 2.505 | 483 | 2.988 |
| Artnet Price Database | 3.856 | 139 | 3.995 |
| Artnet Auctions | 2.155 | 7 | 2.162 |
| Artnet News | - | 1.770 | 1.770 |
| Verteile Produktkategorie Advertising | 2.399 | -2.399 | - |
| Summe | 10.915 | - | 10.915 |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich mittels Division des Konzernergebnisses
durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Berichtsjahr in Umlauf befindlichen
Stammaktien.
Das verwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich in derselben Weise wie das unverwässerte
Ergebnis je Aktie, mit dem Unterschied, dass sich die durchschnittliche Anzahl der
in Umlauf befindlichen Stammaktien um die Anzahl der Aktien aus potenziellen Optionsausübungen
erhöht.
Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie beruht auf den folgenden Daten:
| 1.1.-30.6.2020 | 1.1.-30.6.2019 | |
| EUR | EUR | |
| Zähler (Ergebnis): Konzernergebnis der ersten sechs Monate | 1.130.714 | 536.171 |
| Nenner (Anzahl der Aktien): Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie (ausgegeben und voll eingezahlt) | 5.552.986 | 5.552.986 |
| Auswirkungen der potenziell verwässernden Aktien aus Aktienoptionen | 23.705 | 20.902 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie | 5.576.691 | 5.573.888 |
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 überstieg der gewichtete durchschnittliche
Ausübungspreis der gewährten Aktienoptionen (4,22 EUR) den durchschnittlichen Aktienkurs
in der Berichtsperiode (3.86 EUR) mit Ausnahme der im Jahr 2014 gewährten Aktienoptionen
mit einem durchschnittlichen Ausübungspreis von 2,64 EUR. Für die 2014 ausgegebenen
Aktienoptionen wurde daher ein Verwässerungseffekt von 23.705 Aktien nach der "treasury-stock"-Methode
berechnet. Das Ergebnis je Aktie auf unverwässerter und verwässerter Basis lag aufgrund
des erlassbaren Darlehens der U.S. Small Business Administration mit jeweils 0,22
USD (0,20 EUR) über dem Ergebnis des Vorjahres von 0,11 USD (0,10 EUR).
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 beschäftigte der Konzern durchschnittlich
111 Vollzeitmitarbeiter gegenüber 128 Mitarbeitern im Vergleichszeitraum 2019. Darüber
hinaus waren im Durchschnitt wie im Vorjahr zwei teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter
für den Artnet-Konzern tätig. Im Vertrieb und in sonstigen Bereichen hat der Konzern
vier freie Mitarbeiter beschäftigt, während es im Vorjahr drei freie Mitarbeiter waren.
Im Jahr 2018 wurde ein Beratervertrag mit der Galerie Neuendorf AG bis zum 31. August
2019 verlängert. Im August 2019 wurde dieser Vertrag um zwei Jahre bis zum 31. August
2021 verlängert. Herr Hans Neuendorf ist Vorstand der Galerie Neuendorf AG und erbringt
auf Grundlage dieser Vereinbarung fortlaufend strategische Beratungsleistungen für
die weitere Entwicklung und das Wachstum des Konzerns.
Zur Erstellung des Konzernabschlusses gemäß IFRS müssen Schätzungen vorgenommen und
Annahmen getroffen werden, die die Höhe der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie
der Erträge und Aufwendungen und darüber hinaus die Angaben im Anhang zum Zwischenabschluss
beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können von diesen Schätzungen
und Annahmen abweichen.
Die von der Geschäftsführung vorgenommenen Schätzungen, die einen wesentlichen Einfluss
auf den Konzern-Zwischenabschluss haben, betreffen den Ansatz und die Bewertung der
aktiven latenten Steuern und der Entwicklungskosten, die Bewertung der Rückstellungen,
die Nutzungsdauer der Gegenstände des Anlagevermögens sowie die Beurteilung der Wertberichtigungen
für überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Für das Geschäftsjahr
2020 ferner notwendig waren Schätzungen hinsichtlich des Grenzfremdkapitalzinssatzes
für Zwecke der Leasingbilanzierung sowie hinsichtlich des erlassbaren Betrags des
vom der U.S. Small Business Adminstration gewährten Darlehens.
Der Gesellschaft wurden keine Transaktionen von Personen mit Führungsaufgaben nach
Art. 19 MMVO mitgeteilt.
Nach § 21 WpHG sind Aktionäre verpflichtet, bei Über- oder Unterschreiten bestimmter
Meldeschwellen die Höhe ihrer Stimmrechtsanteile zu melden. Die Meldeschwellen sind
3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% und 75%.
Die Artnet AG hat folgende Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 26 WpHG erhalten und diese
Mitteilungen, auf ihrer Investor-Relations-Webseite unter artnet.de/investor-relations/
stimmrechtsmitteilungen veröffentlicht.
| Mitteilung vom: | Mitteilungspflichtiger (Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen): |
+ = Überschreitung - = Unterschreitung |
Meldeschwelle(n) % | Datum der Schwellenberührung | Stimmrechte % | Anmerkung |
| 06.10.2015 | Brewster Fine | + | 3 | 01.10.2015 | 3,24 | |
| 12.10.2016 | Andreas Langenscheidt | + | 3 | 06.10.2016 | 3,3 | |
| 30.01.2019 | Andrea Sybill Schaeffer | + | 3, 5 | 11.04.2018 | 5,41 | Der am 11.04.2018 verstorbene Herr Klaus Jochen Schaeffer meldete zusammen mit der
damaligen Aktionärin Schaeffer Immobilien GmbH einen Stimmrechtsanteil in Höhe von
8,52% zum 27.05.2010. Die SSP Immobilien GmbH & Co. KG ist die hundertprozentige Mutter der Schaeffer Immobilien GmbH, welche wiederum Komplementärin der SSP Immobilien GmbH & Co. KG ist (sog. Einheits-KG). Zu diesem Zeitpunkt waren Herr Klaus Jochen Schaeffer mit 60% und Frau Andrea Sybill Schaeffer mit 40% an der SSP Immobilien GmbH & Co. KG beteiligt. Zum 06.10.2017 wurden die von der Schaeffer Immobilien GmbH am Emittenten direkt gehaltenen Aktien auf ihr Mutterunternehmen SSP Immobilien GmbH & Co. KG übertragen. Seit dem Tod des Gesellschafters Klaus Jochen Schaeffer am 11.04.2018 ist Andrea Schaeffer alleinige Kommanditistin der Aktionärin SSP Immobilien GmbH & Co. KG. |
| SSP Immobilien GmbH & Co. KG | + | 3, 5 | 5,41 | |||
| 20.12.2019 | Rüdiger K. Weng | + | 3, 5, 10 | 20.12.2019 | 10,21 | |
| Rüdiger K. Weng A+A GmbH | ||||||
| Weng Fine Art AG | 10,03 | |||||
| 30.12.2019 | Dr. Kyra Heiss | - | 10 | 23.12.2019 | 5,24 | |
| 14.07.2020 | Oliver Flaskämper | + | 3 | 13.7.2020 | 3,01 | |
| Priority Aktiengesellschaft | + | 3 | 3,01 | |||
| 28.07.2020 | Rüdiger K. Weng | + | 3,5,10,15,20 | 22.07.2020 | 16,17 (Gesamt 24,08) | |
| Rüdiger K. Weng A+A GmbH | 3,91 | |||||
| Weng Fine Art AG | 12,16 + 9,68 in Instrumente |
Berlin, den 14. August 2020
Jacob Pabst
Vorstand, Artnet AG
Artnet AG
Hans Neuendorf, Vorsitzender
Dr. Pascal Decker, Stellvertretender Vorsitzender
Bettina Böhm
Jacob Pabst, Vorstand
Artnet Worldwide Corporation
Jacob Pabst, CEO
Artnet UK Ltd.
Jacob Pabst, CEO
Artnet AG
Oranienstraße 164
10969 Berlin info@artnet.de
T: +49 (0)30 209 178-0
F: +49 (0)30 209 178-29
Artnet Worldwide Corporation
233 Broadway, 26th Floor
New York, NY 10279
USA
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T: +1-212-497-9700
F: +1-212-497-9707
Artnet UK Ltd.
Morrell House
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F: +44 (0)20 7033 9077
Informationen für Investoren und den Jahresabschluss finden Sie unter artnet.de/investor-relations.
Weitere Anfragen können per E-Mail an ir@artnet.com oder per Post an eine unserer
Geschäftsstellen gerichtet werden.
Die Stammaktien der Artnet AG werden am Geregelten Markt (Prime Standard) der Frankfurter
Wertpapierbörse unter dem Börsenkürzel «ART» gehandelt. Meldungen zu relevanten Unternehmensentwicklungen
finden Sie unter artnet.de/investor-relations.
Wertpapierkennnummer
WKN A1K037
ISIN DE000A1K0375
LEI 391200SHGPEDTRIC0X31
Konzept und Realisation:
Artnet Worldwide Corporation