![]() Schaeffler AGHerzogenaurachQuartalsfinanzbericht Q3 2015Mobilität für morgen
9M | Zwischenbericht zum 30. September 2015QualitätTechnologieInnovation
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Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen. scroll
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Vorjahreswerte gemäß der 2015 ausgewiesenen Segmentstruktur. Schaeffler Gruppe auf einen BlickHighlights der ersten neun Monate 2015
UnternehmensprofilDie Schaeffler Gruppe ist ein weltweit führender integrierter Automobil- und Industriezulieferer.
Das Unternehmen steht für höchste Qualität, herausragende Technologie und ausgeprägte
Innovationskraft. Mit Präzisionskomponenten und Systemen in Motor, Getriebe und Fahrwerk
sowie Wälz- und Gleitlagerlösungen für eine Vielzahl von Industrieanwendungen leistet
die Schaeffler Gruppe einen entscheidenden Beitrag für die "Mobilität für morgen". Die Schaeffler Gruppe steuert ihr Geschäft über eine mehrdimensionale Matrix, die
zwei Sparten, diverse Funktionen und vier Regionen umfasst. 1
Umsetzung im Oktober 2015. Schaeffler am KapitalmarktDie europäischen Kapitalmärkte waren im dritten Quartal 2015 von Wachstumssorgen in
den Emerging Markets, insbesondere China, gekennzeichnet. Die in diesem Zusammenhang
erfolgte weitere Eintrübung der globalen Rohstoffmärkte sowie die Unsicherheiten bezüglich
des absehbaren Zinsanstiegs der US-amerikanischen Zentralbank hatten ebenfalls negative
Auswirkungen auf die Aktien- und Anleihemärkte in Europa. So hat der Deutsche Aktienindex
(DAX) im Vergleich zum 30. Juni 2015 um 12 % an Marktkapitalisierung verloren, der
europäische Branchenindex Stoxx 600 Automobiles & Parts sogar um 24 %. Am Ende des
dritten Quartals 2015 lag der iTraxx Crossover (Laufzeit 5 Jahre), ein Indikator für
das Kreditrisiko bzw. die Kreditkostenentwicklung im europäischen High-Yield-Bereich,
bei 373 Basispunkten gegenüber 329 Basispunkten am 30. Juni 2015 (Anstieg um 44 Basispunkte). Börsengang der Schaeffler AGSeit dem 09. Oktober 2015 ist die Schaeffler AG an der Börse vertreten. Der Börsengang
stellt einen wichtigen Baustein der Neuausrichtung der Kapital- und Unternehmensstruktur
dar. Damit wurde die Voraussetzung geschaffen, um den profitablen Wachstumskurs der
Schaeffler Gruppe fortzusetzen. Die Schaeffler AG bleibt auch zukünftig mehrheitlich
in Familienbesitz, mit einer strategisch ausgerichteten Holdinggesellschaft an der
Spitze. Es wurden insgesamt l66 Millionen Stück stimmrechtslose Vorzugsaktien zum Handel zugelassen.
Trotz des herausfordernden Umfelds konnten insgesamt 75 Millionen Stück stimmrechtslose
Vorzugsaktien bei institutionellen Investoren platziert werden, wobei das Orderbuch
mehrfach überzeichnet war. Hiervon stammen 66 Millionen Aktien aus einer Kapitalerhöhung
der Schaeffler AG und 9 Millionen Aktien aus dem Bestand der Schaeffler Verwaltungs
GmbH. Es wird angestrebt, die verbleibenden stimmrechtslosen Vorzugsaktien im Bestand
der Schaeffler Verwaltungs GmbH zukünftig ebenfalls bei institutionellen Investoren
zu platzieren. Der Platzierungspreis der Vorzüge wurde auf 12,50 Euro je Aktie festgelegt. Mit dem
Erlös aus der Transaktion wurde insbesondere die Verschuldung bei der Schaeffler AG
reduziert und die Kapitalkraft der Schaeffler Gruppe nachhaltig gestärkt. Das Grundkapital der Schaeffler AG besteht zusätzlich zu den l66 Millionen stimmrechtslosen
Vorzugsaktien aus weiteren 500 Millionen Stammaktien, die im Besitz der Schaeffler
Verwaltung Zwei GmbH sind und keine Börsenzulassung aufweisen. Gemessen am Gesamtkapital
beträgt der Free Float derzeit rund 11 %, wobei insgesamt rund 43 % (rund 72 Millionen
Stück) der börsenzugelassenen stimmrechtslosen Vorzugsaktien im Streubesitz sind. Die Schaeffler AG plant künftig eine Dividende in Höhe von 25 bis 35 % des Jahresüberschusses
an die Aktionäre auszuschütten. Dividendenberechtigt sind sowohl Stamm- als auch stimmrechtslose
Vorzugsaktien. Die stimmrechtslosen Vorzugsaktien sind jedoch mit einem Gewinnvorzug
in Höhe von EUR 0,01 Vorzugsdividende pro Aktie ausgestattet. Entwicklung der Schaeffler-AktieDie Schaeffler-Aktien werden seit dem 09. Oktober 2015 im regulierten Markt (Prime
Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse unter dem Tickersymbol SHA, der deutschen
Wertpapierkennnummer (WKN) SHA0l5 sowie der internationalen Wertpapiernummer (ISIN)
DE000SHA0l59 gehandelt. Der erste Kurs der Schaeffler-Aktie lag am 09. Oktober 2015 bei 13,50 Euro. In einem
von Gewinnwarnungen wichtiger Wettbewerber geprägten volatilen Marktumfeld ist die
Schaeffler-Aktie in den Folgewochen teilweise unter den Emissionspreis gefallen, hat
sich jedoch schnell wieder erholt und lag am 09. November 2015 auf Schlusskursbasis
bei 12,76 Euro. Für weitere Informationen zum Börsengang wird auf Seite 30 im Nachtragsbericht verwiesen. Entwicklung der Schaeffler-AnleihenDie Kurse der Schaeffler-Anleihen waren im Vergleich zum 30. Juni 2015 leicht rückläufig.
Die Prämien für die Absicherung von Kreditrisiken (Credit Default Swap, CDS) gegenüber
der Schaeffler AG sind im dritten Quartal 2015 -korrespondierend mit dem Markt - gestiegen.
Der Fünf-Jahres-CDS für die Schaeffler AG erhöhte sich gegenüber dem 30. Juni 2015
um rund 36 Basispunkte auf 2l4 Basispunkte. Zum 30. September 2015 setzten sich die Anleihen der Schaeffler Gruppe wie folgt zusammen: Anleihen der Schaeffler Gruppescroll
1)
Quelle: Bloomberg. Schaeffler-RatingDie Bonitätseinstufung der Schaeffler Gruppe durch die Ratingagentur Standard & Poor's
hat sich im Vergleich zum 30. Juni 2015 nicht verändert. Am 09. Oktober hat die Ratingagentur
Moody's das Unternehmensrating der Schaeffler AG in Folge des Börsengangs auf Ba2
hochgestuft. Die Anleiheratings wurden bestätigt, der Ausblick ist stabil. Die folgende
Tabelle zeigt die aktuellen Ratings der Schaeffler Gruppe durch die beiden Ratingagenturen: Rating der Schaeffler Gruppescroll
KonzernzwischenlageberichtVorjahreszahlenDer Konzernzwischenabschluss und Konzernzwischenlagebericht der Schaeffler AG (bis
23. Oktober 2014 INA Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung) zum 30. September
2015 knüpfen formal nicht an die letztjährige Berichterstattung der Schaeffler AG
(seit 23. Oktober 2014 Schaeffler Verwaltung Zwei GmbH) an und sind daher nur mit
bestimmten Einschränkungen mit deren Vorjahresberichterstattung vergleichbar. Dazu
wird auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2014 der Schaeffler Gruppe verwiesen. WährungsumrechnungseffekteWährungsbereinigte Umsatz- und Ergebniszahlen werden berechnet, indem Umsatz und Ergebnis
der aktuellen Berichtsperiode sowie der Vorjahres- bzw. Vergleichsperiode mit einem
einheitlichen Wechselkurs umgerechnet werden. 1. Wirtschaftsbericht1.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und GeschäftsverlaufDie Entwicklung der Weltwirtschaft verlief in den ersten neun Monaten 2015 mit einer geringeren Dynamik als erwartet. Das globale Bruttoinlandsprodukt3 ist im Berichtszeitraum um 3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum gewachsen (Oxford Economics, Oktober 2015). Hierbei zeigten sich deutliche regionale Unterschiede: Während in den meisten entwickelten Volkswirtschaften - u. a. den USA und der Eurozone - die Wirtschaft insgesamt mit moderatem Tempo expandierte, war in einer Reihe von Schwellenländern eine deutliche Eintrübung der Konjunktur zu beobachten. Ein wichtiger Grund für die wirtschaftliche Schwäche zahlreicher Schwellenländer, insbesondere im ostasiatischen Raum, ist die Verlangsamung des Wachstums in China im Zuge des dortigen Strukturwandels, die mit einer geringeren Importnachfrage einhergeht. Der starke Rückgang der Preise von Erdöl und Industrierohstoffen traf darüber hinaus Schwellenländer, die von deren Export abhängig sind, während umgekehrt die meisten entwickelten Volkswirtschaften als Nettoimporteure vom Preisverfall profitierten. An den Devisenmärkten konnten im Berichtszeitraum zum Teil wesentlich veränderte Wechselkursrelationen
beobachtet werden. So schwächte sich der Euro in den ersten neun Monaten 2015 gegenüber
dem US-Dollar deutlich ab; der Wechselkurs lag am Stichtag 30. September 2015 bei
1,12 USD (31. Dezember 2014: 1,21 USD; 30. September 2014: 1,27 USD). Darüber hinaus
wertete die chinesische Zentralbank im August den Renminbi gegenüber dem US-Dollar
deutlich ab. Die weltweite Automobilproduktion, gemessen an der Stückzahl produzierter Fahrzeuge
mit einem Gesamtgewicht von bis zu sechs Tonnen, konnte im Berichtszeitraum mit 1,2
% ein nur verhältnismäßig geringes Wachstum aufzeigen (IHS, Oktober 2015). Je nach
Region und Branche entwickelten sich die Industriemärkte sehr heterogen. Die weltweite
Industrieproduktion, gemessen an der Bruttowertschöpfung ausgewählter, für die Schaeffler
Gruppe relevanter Branchen, verzeichnete im Berichtszeitraum nur geringe Zuwachsraten
(Oxford Economics, September 2015). Der Umsatz der Schaeffler Gruppe stieg im Vergleich
zur Vorjahresperiode um 10,6 % (währungsbereinigt: 4,2 %). In der Region Europa4 war die konjunkturelle Entwicklung im Berichtszeitraum von starken regionalen Unterschieden geprägt. Im Euroraum erholte sich die Wirtschaft und legte moderat zu. Russland befindet sich vor allem infolge des Rückgangs der Ölpreise sowie der Sanktionen und der Unsicherheit im Zuge des Ukraine-Konflikts in einer ökonomischen Krise. Indien, ebenfalls Teil der Region Europa, konnte sein Wachstum fortsetzen. Die Automobilproduktion in der Region Europa legte nach vorläufigen Zahlen im Berichtszeitraum deutlich um 5,7 % zu, getragen von hohen Wachstumsraten in Italien, Spanien und der Türkei. Die Industrieproduktion entwickelte sich in den Ländern der Region Europa unterschiedlich und insgesamt enttäuschend. Positiven Entwicklungen wie etwa in Indien standen eine Stagnation in Deutschland und Frankreich sowie ein Rückgang u. a. im Vereinigten Königreich, in Spanien und insbesondere in Russland gegenüber. Der Umsatz der Schaeffler Gruppe in der Region Europa stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 3,4 % (währungsbereinigt: 2,2 %). In der Region Americas5 verlief die Entwicklung der Konjunktur uneinheitlich. Während sich die USA nach schwachem Jahresbeginn erholten und im Berichtszeitraum insgesamt moderat wuchsen, schrumpfte die Wirtschaft in Lateinamerika im Zuge fallender Rohstoffpreise und negativer Ausstrahlungseffekte der tiefen Rezession Brasiliens. Die Automobilproduktion in der Region Americas verzeichnete im Berichtszeitraum einen Rückgang in Höhe von 0,5 %, bedingt durch eine rückläufige Entwicklung sowohl in Brasilien als auch in Kanada. Die Industrieproduktion in der Region Americas wuchs nur gering. Der Umsatz der Schaeffler Gruppe in der Region Americas stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 21,2 % (währungsbereinigt: 9,8 %). In der Region Greater China6 setzte sich die bereits zu Beginn des Jahres 2015 abzeichnende Abschwächung der konjunkturellen Dynamik weiter fort. China erreichte nicht mehr die Wachstumsraten der jüngeren Vergangenheit. Noch stärker als die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat die chinesische Automobilproduktion an Schwung verloren. Das Wachstum in der Region Greater China lag bei insgesamt 1,0 % und damit signifikant unter den zuletzt beobachteten Zuwachsraten. Auch die Industrieproduktion ist im Berichtszeitraum schwächer gewachsen als in den Jahren zuvor. In der Region Greater China verzeichnete die Schaeffler Gruppe einen Anstieg der Umsatzerlöse um 26,3 % (währungsbereinigt: 5,8 %). In der Region Asien/Pazifik7 entwickelte sich die Konjunktur im Berichtszeitraum uneinheitlich. In Japan zeigten sich insgesamt Anzeichen einer vorsichtigen Erholung. In Südkorea wuchs die Wirtschaft moderat, in Indonesien trotz einer Abschwächung der Dynamik noch deutlich. Die Automobilproduktion in der Region Asien/Pazifik sank im Berichtszeitraum um 3,1 %, wobei - mit Ausnahme von Thailand und Malaysia - durchgängig ein Rückgang zu beobachten war. Insbesondere in Japan und Indonesien war der Rückgang der Produktion deutlich. Die Industrieproduktion verzeichnete nur ein geringes Wachstum. Der Umsatz der Schaeffler Gruppe in der Region Asien/Pazifik stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 12,1 % (währungsbereinigt: 2,4 %). 4
Region der Schaeffler Gruppe. 1.2 ErtragslageSchaeffler GruppeDie Schaeffler Gruppe steigerte die Umsatzerlöse in den ersten neun Monaten 2015 auf
9.982 Mio. EUR (Vj.: 9.024 Mio. EUR). Dies entspricht einem Wachstum von 10,6 % gegenüber
dem Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Währungsumrechnungseffekte beläuft sich der Umsatzanstieg
auf 4,2 %. Während die Sparte Automotive aufgrund der hohen Nachfrage in den USA sowie
dem starken Wachstum in China im ersten Halbjahr den Umsatz auch auf währungsbereinigter
Basis deutlich steigerte, verzeichnete die Sparte Industrie währungsbereinigt einen
Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ertragslage der Schaeffler Gruppescroll
1)
Forschung und Entwicklung, Vertrieb sowie Verwaltung. Alle vier Regionen der Schaeffler Gruppe erzielten Umsatzanstiege, wobei Währungsumrechnungseffekte
deutlich positiv auf den Umsatz wirkten. In Europa erzielte die Schaeffler Gruppe
ein Umsatz-Plus von 3,4 % (währungsbereinigt: 2,2 %). Besonders legten die Umsatzerlöse
in den Regionen Americas mit 21,2 % (währungsbereinigt: 9,8 %) und Greater China mit
26,3 % (währungsbereinigt: 5,8 %) zu. Die Region Asien/Pazifik verzeichnete ein Wachstum
von 12,1 % (währungsbereinigt: 2,4 %). Die Umsatzkosten stiegen in den ersten neun Monaten 2015 um 10,7 % auf 7.153 Mio.
EUR (Vj.: 6.460 Mio. EUR). Das Bruttoergebnis erhöhte sich um 10,3 % auf 2.829 Mio.
EUR (Vj.: 2.564 Mio. EUR). Die Bruttomarge erreichte 28,3 % und lag damit nahezu auf
dem Niveau des Vorjahres (Vj.: 28,4 %). Die Sparte Automotive konnte die Bruttomarge
leicht auf 27,6 % steigern; die Marge im Industriebereich sank hingegen um 1,0 %-Punkte
auf 30,5 %. Die Kosten der Funktionsbereiche erhöhten sich um 12,3 % auf 1.531 Mio. EUR (Vj.:
1.363 Mio. EUR). In Relation zum Umsatz entspricht dies einem Anstieg auf 15,3 % (Vj.:
15,1 %). Die Kosten für Forschung und Entwicklung sind in den ersten neun Monaten
2015 um 12,9 % auf 534 Mio. EUR (Vj.: 473 Mio. EUR) gestiegen. Hierzu haben die deutlich
intensivierten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten beigetragen. Die Kosten des
Vertriebs stiegen um 15,3 % auf 687 Mio. EUR (Vj.: 596 Mio. EUR), insbesondere durch
eine gezielte Stärkung der Vertriebsfunktionen in der Sparte Automotive sowie durch
höhere Frachtkosten. Die Kosten der allgemeinen Verwaltung betrugen in den ersten
neun Monaten 2015 3l0 Mio. EUR (Vj.: 294 Mio. EUR; +5,4 %). Das EBIT wuchs in den ersten neun Monaten 2015 um 21 Mio. EUR bzw. 1,7 % auf 1.251
Mio. EUR (Vj.: 1.230 Mio. EUR). Ergebniserhöhend wirkte sich vor allem die Ausweitung
des Geschäftsvolumens in der Sparte Automotive aus. Die EBIT-Marge der Schaeffler
Gruppe lag mit 12,5 % unter dem Vorjahreswert von 13,6 %. Der Margenrückgang um 1,1
%-Punkte ist neben der rückläufigen Brutto-Marge im Industriegeschäft auch auf die
höheren Kosten der Funktionsbereiche sowie Sondereffekte im Zusammenhang mit Kartellfällen,
die im ersten Halbjahr 2015 erfasst wurden, zurückzuführen. Das Finanzergebnis der Schaeffler Gruppe verbesserte sich in den ersten neun Monaten
2015 um 135 Mio. EUR auf -462 Mio. EUR (Vj.: -597 Mio. EUR). Finanzergebnis der Schaeffler Gruppescroll
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Die Zinsaufwendungen für Finanzschulden betrugen in den ersten neun Monaten 2015 442
Mio. EUR (Vj.: 389 Mio. EUR). Darin enthalten sind insbesondere Zinszahlungen und
Zinsabgrenzungen im Zusammenhang mit der externen Konzernfinanzierung in Höhe von
231 Mio. EUR (Vj.: 241 Mio. EUR) sowie Vorfälligkeitsentschädigungen für die vorzeitige
Ablösung von Anleihen von 173 Mio. EUR (Vj.: 114 Mio. EUR). Darüber hinaus sind hierin
Aufwendungen aus der Amortisation von Transaktionskosten im Zusammenhang mit den durchgeführten
Refinanzierungstransaktionen in Höhe von 36 Mio. EUR (Vj.: 31 Mio. EUR) erfasst, von
denen 10 Mio. EUR die vorzeitige Rückzahlung der institutionellen Darlehen im Oktober
2015 betreffen. Zinserträge aus Gesellschafterdarlehen, die aus Darlehensvergaben an die Schaeffler
Verwaltung Zwei GmbH resultierten, betrugen 52 Mio. EUR (Vj.: 0 Mio. EUR). Aus der Fremdwährungsumrechnung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden ergaben
sich Aufwendungen in Höhe von 170 Mio. EUR (Vj.: 177 Mio. EUR). Die Aufwendungen resultierten
im Wesentlichen aus der Umrechnung der in USD denominierten Finanzierungsinstrumente
in Euro. Durch die Absicherung dieser Instrumente mit Zinswährungsderivaten entstehen
gegenläufige Effekte in Höhe von 182 Mio. EUR (Vj.: 152 Mio. EUR), die unter "Bewertungsänderungen
und Ausgleichszahlungen von Derivaten" ausgewiesen werden. Aus der Bewertung von eingebetteten Derivaten, insbesondere Kündigungsoptionen für
Instrumente der Fremdfinanzierung, ergaben sich Aufwendungen in Höhe von netto 53
Mio. EUR (Vj.: 131 Mio. EUR). Aus Pensionen und Altersteilzeitverpflichtungen ergaben sich Nettozinsaufwendungen
in Höhe von 32 Mio. EUR (Vj.: 38 Mio. EUR). Sonstige Effekte führten im Saldo zu Erträgen
in Höhe von 1 Mio. EUR (Vj.: Aufwendungen in Höhe von 14 Mio. EUR). Die Ertragsteuern beliefen sich in den ersten neun Monaten 2015 auf 256 Mio. EUR (Vj.:
189 Mio. EUR). Diese setzten sich aus einem Aufwand aus laufenden Steuern in Höhe
von 309 Mio. EUR (Vj.: 328 Mio. EUR) und einem Ertrag aus latenten Steuern in Höhe
von 53 Mio. EUR (Vj.: 139 Mio. EUR) zusammen. Von dem Aufwand aus laufenden Steuern
entfielen 316 Mio. EUR auf das aktuelle Wirtschaftsjahr sowie -7 Mio. EUR (Steuerertrag)
auf Vorjahre. In den ersten neun Monaten 2015 waren Zinsaufwendungen in Höhe von 113
Mio. EUR (Vj.: 0 Mio. EUR) aufgrund der Zinsschranke steuerlich nicht abzugsfähig.
Da eine Nutzung der Zinsvorträge als hinreichend wahrscheinlich erachtet wird, wurden
hierfür aktive latente Steuern in Höhe von 28 Mio. EUR gebildet. Das den Anteilseignern des Mutterunternehmens zurechenbare Konzernergebnis erhöhte
sich in den ersten neun Monaten 2015 um 82 Mio. EUR bzw. 18,7 % auf 521 Mio. EUR (Vj.:
439 Mio. EUR). Das Ergebnis je Stammaktie (unverwässert/verwässert) belief sich in den ersten neun
Monaten auf 0,87 EUR (Vj.: 0,88 EUR). Die durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen
Stammaktien betrug zum 30. September 2015 600 Millionen Stück (Vj.: 500 Millionen
Stück). Sparte AutomotiveIn den ersten neun Monaten 2015 stieg der Umsatz in der Sparte Automotive im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,6 % auf 7.511 Mio. EUR (Vj.: 6.670 Mio. EUR). Bereinigt um Währungsumrechnungseffekte betrug das Umsatzwachstum 6,5 %. Hiermit wuchs das Geschäft der Sparte Automotive erneut deutlich stärker als die Produktionsstückzahlen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge8 , die in den ersten neun Monaten 2015 um lediglich 1,2 % zulegten. Einen wesentlichen Beitrag dazu leisteten vor allem Produkthochläufe, neue Kundenprojekte sowie Kapazitätserweiterungen an Produktionsstandorten in den jeweiligen Wachstumsregionen. Ertragslage Sparte Automotivescroll
Vorjahreswerte gemäß der 2015 ausgewiesenen Segmentstruktur. In den Marktregionen der Sparte Automotive verlief die Umsatzentwicklung im Berichtszeitraum
sehr unterschiedlich. Die Region Europa erhöhte den Umsatz um 4,6 % (währungsbereinigt:
3,6 %) und lag damit unter dem durchschnittlichen Wachstum der regionalen Produktionsstückzahlen
(+5,7 %). Die Region Americas setzte den Wachstumskurs fort und steigerte den Umsatz
in den ersten neun Monaten 2015 um 25,7 % (währungsbereinigt: 14,9 %), obwohl die
Automobilproduktion um 0,5 % zurückging. Die Region Greater China lag mit einer Zuwachsrate
von 25,0 % (währungsbereinigt: 5,2 %) deutlich über dem Anstieg der regionalen Fahrzeugproduktion
von 1,0 %. Die Region Asien/Pazifik verzeichnete bei einer um 3,1 % gesunkenen Fahrzeugproduktion
ein Umsatz-Plus von 16,5 % (währungsbereinigt: 6,7 %). Die Sparte Automotive organisiert ihr Geschäft nach den Unternehmensbereichen (UB)
Motorsysteme, Getriebesysteme und Fahrwerksysteme sowie Automotive Aftermarket, die
jeweils ihre Umsatzerlöse in den ersten neun Monaten 2015 steigern konnten. Umsatzerlöse Sparte Automotive nach Unternehmensbereichenscroll
Vorjahreswerte gemäß der 2015 ausgewiesenen Segmentstruktur. Der UB Motorsysteme erzielte in den ersten neun Monaten 2015 eine Umsatzsteigerung von 15,7 % (währungsbereinigt: 6,8 %). Hierzu trugen vor allem die Produktgruppen Ventiltriebskomponenten und Aggregatetrieb bei. Ein deutliches Umsatz-Plus konnte durch Neuanläufe, z. B. beim innovativen Thermomanagement-Modul, erreicht werden, das zu einer Verringerung von Kraftstoffverbrauch und CO2 -Emissionen beiträgt. Die Umsätze im UB Getriebesysteme stiegen um 12,4 % (währungsbereinigt: 5,8 %). Das
Wachstum wurde dabei primär durch die große Nachfrage nach Komponenten für automatisierte
Getriebe, wie z. B. Drehmomentwandler, getrieben. Darüber hinaus konnte die Sparte
Automotive den Absatz mit Kupplungen und Schaltungskomponenten, die bei manuellen
Schaltgetrieben Anwendung finden, steigern. Die Volumina in der Produktgruppe Zweimassenschwungräder
wuchsen ebenfalls signifikant. Das Umsatzwachstum im UB Fahrwerksysteme belief sich auf 8,3 % (währungsbereinigt:
3,0 %). Hierzu trug insbesondere die gute Entwicklung bei der neuesten Generation
von Radlagern bei, die als eine hochintegrierte Einheit mit Befestigungslaschen für
Bremsscheibe, Felge und Radträger höchste Laufgenauigkeit garantiert. Darüber hinaus
wuchsen die Umsatzerlöse bei Kugelgewindetrieben, wie sie bei elektromechanischen
Servolenkungen und Fahrwerkslösungen (z. B. bei automatischen Parkbremsen) zur Anwendung
kommen. Der UB Automotive Aftermarket steigerte den Umsatz in den ersten neun Monaten 2015
um 12,3 % (währungsbereinigt: 10,8 %). Der Anstieg resultierte u. a. aus einem erhöhten
Absatz an Service Kits und Reparaturlösungen vor allem in der Region Europa. Die Umsatzkosten erhöhten sich in den ersten neun Monaten 2015 um 12,2 % auf 5.436
Mio. EUR (Vj.: 4.847 Mio. EUR) und entwickelten sich leicht unterproportional zum
Umsatzanstieg. Insgesamt steigerte die Sparte Automotive das Bruttoergebnis um 252
Mio. EUR bzw. 13,8 % auf 2.075 Mio. EUR (Vj.: 1.823 Mio. EUR). Die Bruttomarge lag
mit 27,6 % leicht über dem Vorjahresniveau (Vj.: 27,3 %). Kostenerhöhungen, insbesondere
aufgrund tariflicher Lohn- und Gehaltssteigerungen, konnten durch leicht niedrigere
Preise für Rohmaterialien sowie eine zunehmende Lokalisierung der Wertschöpfung in
den Wachstumsmärkten überkompensiert werden. Die Kosten der Funktionsbereiche erhöhten sich um 14,7 % auf 1.035 Mio. EUR (Vj.:
902 Mio. EUR). Im Verhältnis zum Umsatz entspricht dies einem leichten Anstieg auf
13,8 % (Vj.: 13,5 %). Hierzu trug beispielsweise eine Steigerung der Kosten für Forschung
und Entwicklung um 13,6 % auf 434 Mio. EUR (Vj.: 382 Mio. EUR) bei. Dies spiegelt
die verstärkten Aktivitäten wider, Lösungen für zukünftige Mobilitätskonzepte für
Kraftfahrzeuge zu bieten; diese schließen Fahrwerksinnovationen und Optimierungen
des klassischen Antriebsstrangs mit Verbrennungsmotor und des Getriebes bis zu Hybridlösungen
und Anwendungen aus der Elektromobilität ein. Weiterhin stiegen die Vertriebskosten
um 18,3 % auf 381 Mio. EUR (Vj.: 322 Mio. EUR), vor allem durch eine gezielte Stärkung
der Vertriebsfunktionen sowie höhere Frachtkosten. Die Verwaltungskosten wuchsen um
11,1 % auf 220 Mio. EUR (Vj.: 198 Mio. EUR). Die Sparte Automotive konnte das EBIT in den ersten neun Monaten 2015 um 5,6 % auf
999 Mio. EUR (Vj.: 946 Mio. EUR) steigern. Die EBIT-Marge sank hingegen um 0,9 %-Punkte
auf 13,3 % (Vj.: 14,2 %). Zu diesem Margenrückgang trugen höhere Kosten der Funktionsbereiche
mit 0,3 %-Punkten sowie Sondereffekte im Zusammenhang mit Kartellfällen bei, die im
ersten Halbjahr 2015 erfasst wurden. Sparte IndustrieDer Umsatz der Sparte Industrie stieg in den ersten neun Monaten 2015 gegenüber dem
Vorjahreszeitraum um 5,0 % auf 2.471 Mio. EUR (Vj.: 2.354 Mio. EUR). Bereinigt um
Währungsumrechnungseffekte sank der Umsatz der Sparte Industrie um 2,2 %. Ertragslage Sparte Industriescroll
Vorjahreswerte gemäß der 2015 angepassten Kundenstruktur ausgewiesen. In den Marktregionen der Sparte Industrie verlief die Umsatzentwicklung im Berichtszeitraum
2015 sehr unterschiedlich. Die Umsätze in der Region Europa stiegen leicht um 0,1
% (währungsbereinigt: -1,8 %). Die Region Americas verzeichnete ein Umsatz-Plus von
7,2 %, (währungsbereinigt: -5,7 %). Die Region Greater China erzielte in den ersten
neun Monaten 2015 mit 30,1 % (währungsbereinigt: 7,7 %) ein starkes Wachstum. Die
Region Asien/Pazifik erreichte einen Umsatz auf Vorjahreshöhe (währungsbereinigt:
-9,6 %). Die Sparte Industrie teilt ihr Geschäft in zwei Unternehmensbereiche (UB): den UB
Industrieanwendungen, der das Erstausrüstungsgeschäft im Industriebereich umfasst,
und den UB Industrial Aftermarket, der das Ersatzteil- und Servicegeschäft beinhaltet. Umsatzerlöse Sparte Industrie nach Unternehmensbereichenscroll
Vorjahreswerte gemäß der 2015 angepassten Kundenstruktur ausgewiesen. Der UB Industrieanwendungen erzielte in den ersten neun Monaten einen Umsatz von 1.571
Mio. EUR (Vj.: 1.489 Mio. EUR). Dies entspricht einem Umsatz-Plus von 5,5 % (währungsbereinigt:
-1,7 %). Die Umsatzentwicklung in den Bereichen Mobilität, Produktionsmaschinen, Energie
und Rohstoffe sowie Luft- und Raumfahrt verlief unterschiedlich. Der Bereich Mobilität verzeichnete nur währungsbedingt höhere Umsätze. Zu diesem Umsatzanstieg
trugen insbesondere die Branchen Motorräder und Schienenfahrzeuge bei, die auch währungsbereinigt
den Umsatz steigerten. Dagegen waren die Umsätze vor allem in den Branchen Landtechnik
und Haushaltsgeräte trotz positiver Währungsumrechnungseffekte rückläufig. Der Bereich Produktionsmaschinen wies lediglich infolge positiver Währungsumrechnungseffekte
einen leichten Umsatzanstieg gegenüber der Vorjahresperiode 2014 aus. Hierzu trugen
vor allem die Branchen Werkzeug- und Holzbearbeitungsmaschinen mit einem Umsatz-Plus
bei. Während die Branche Holzbearbeitungsmaschinen auch währungsbereinigt ein Umsatzwachstum
verzeichnete, resultierte der Anstieg in der Branche Werkzeugmaschinen lediglich aus
positiven Währungsumrechnungseffekten. In den Branchen Medizin und Textilmaschinen
war trotz positiver Währungseffekte ein Umsatzrückgang zu verzeichnen. Die Umsätze des Bereichs Energie und Rohstoffe lagen vor allem infolge positiver Währungsumrechnungseffekte
deutlich über dem Vorjahr. Hierzu trug ein anziehendes Geschäft in der Branche Windkraft
in den Regionen Greater China und Europa bei. In der Bergbaubranche hingegen lagen
die Umsätze trotz positiver Währungsumrechnungseffekte deutlich unter Vorjahr. Der Bereich Luft- und Raumfahrt verzeichnete lediglich aufgrund positiver Währungsumrechnungseffekte
ein Umsatz-Plus. Umstellungen in Fertigungsprogrammen bei wichtigen Kunden belasteten
die Umsatzentwicklung in Europa, die von Umsatzzuwächsen in der Region Americas kompensiert
wurden. Der Umsatz im UB Industrial Aftermarket stieg im Berichtszeitraum 2015 um 4,0 % (währungsbereinigt:
-2,9 %) auf 900 Mio. EUR (Vj.: 865 Mio. EUR). In der Region Greater China konnte der
Umsatz auch infolge positiver Währungsumrechnungseffekte deutlich gesteigert werden.
In Europa stieg der Umsatz währungsbedingt leicht. Die Region Americas verzeichnete
währungsbedingt höhere Umsätze. Dagegen lagen die Umsätze in der Region Asien/Pazifik
trotz positiver Währungsumrechnungseffekte leicht unter Vorjahresniveau. Die Umsatzkosten der Sparte Industrie stiegen in den ersten neun Monaten 2015 um 6,4
% auf 1.717 Mio. EUR (Vj.: 1.613 Mio. EUR). Das Bruttoergebnis erhöhte sich um 1,8
% auf 754 Mio. EUR (Vj.: 741 Mio. EUR). Die Bruttomarge sank hingegen um 1,0 %-Punkte
auf 30,5 % (Vj.: 31,5 %), was auch auf Verschiebungen im Umsatzmix zurückzuführen
ist. Die Preise für Rohmaterialien lagen im Berichtszeitraum 2015 leicht unter Vorjahr. Die Kosten der Funktionsbereiche erhöhten sich um 7,6 % auf 496 Mio. EUR (Vj.: 461
Mio. EUR). Hierzu haben höhere Kosten für Forschung und Entwicklung und Vertrieb beigetragen.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung stiegen in den ersten neun Monaten
2015 um 9,9 % auf 100 Mio. EUR (Vj.: 91 Mio. EUR). Die Vertriebskosten wuchsen um
11,7 % auf 306 Mio. EUR (Vj.: 274 Mio. EUR). Hingegen sanken die Verwaltungskosten
um 6,3 % auf 90 Mio. EUR (Vj.: 96 Mio. EUR). Im Verhältnis zum Umsatz liegen die Kosten
der Funktionsbereiche mit 20,1 % (Vj.: 19,6 %) leicht über dem Niveau des Vorjahres. Das EBIT der Sparte Industrie lag in den ersten neun Monaten 2015 mit 252 Mio. EUR
unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums (Vj.: 284 Mio. EUR). Die EBIT-Marge sank um
1,9 %-Punkte auf 10,2 % (Vj.: 12,1 %). Im August 2015 wurde das Programm CORE zur organisatorischen Neuausrichtung der Sparte
Industrie aufgesetzt, um die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit im Industriegeschäft
nachhaltig zu verbessern. Kernelemente des Programms sind verstärktes Umsatzwachstum,
bessere Marktversorgung und Servicequalität, stärkere Kundenorientierung sowie Kostensenkungen
und Effizienzsteigerungen. Als Teil des Programms sollen insbesondere in Deutschland
und Europa aus heutiger Sicht bis zu 500 Arbeitsplätze im Industriebereich sozialverträglich
abgebaut werden. 1.3 Finanz- und VermögenslageCash FlowDie Schaeffler Gruppe erwirtschaftete in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres
2015 einen Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von 912 Mio. EUR (Vj.: 410 Mio.
EUR). Der Vorjahreswert war durch die Auszahlung der EU-Kartellstrafe in Höhe von
371 Mio. EUR belastet. Darüber hinaus haben insbesondere ein erhöhtes EBIT sowie ein
niedrigerer Aufbau von Working Capital zum Anstieg des Cash Flows aus operativer Tätigkeit
beigetragen. Gegenläufig wirkten höhere Auszahlungen für Zinsen und Ertragsteuern. Cash Flow und Liquiditätscroll
scroll
Aufgrund höherer Auszahlungen für Sachanlagen stieg der Mittelabfluss beim Cash Flow
aus Investitionstätigkeit in den ersten neuen Monaten des Geschäftsjahres 2015 (vgl.
"Investitionen") auf 720 Mio. EUR und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von
497 Mio. EUR. Die Investitionsauszahlungsquote (Capex-Quote) für immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagevermögen lag in den ersten neun Monaten 2015 bei 7,4 % (Vj.: 5,5 %)
vom Umsatz. Die Investitionstätigkeit verlief in den ersten neun Monaten 2015 planmäßig. In den ersten neun Monaten 2015 belief sich der Free Cash Flow auf 192 Mio. EUR (Vj.:
negativer Free Cash Flow 87 Mio. EUR). Aus Finanzierungstätigkeit sind Mittel in Höhe von insgesamt l0l Mio. EUR abgeflossen
(Vj.: Mittelzufluss 448 Mio. EUR). Im Rahmen der Refinanzierung im April 2015 sind
Mittel in Höhe von 204 Mio. EUR zugeflossen, die zur Finanzierung der Transaktionskosten
und Vorfälligkeitsentschädigung für die abgelösten Anleihen verwendet wurden. Die
gezahlten Vorfälligkeitsentschädigungen wurden im Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit
berücksichtigt. Die Auszahlungen für Dividenden betreffen mit 250 Mio. EUR die Dividende
an die Schaeffler Verwaltung Zwei GmbH. Für eine Teiltilgung der institutionellen
Kredittranchen flossen Mittel in Höhe von rund 210 Mio. EUR ab. In den sonstigen Einzahlungen
aus der Finanzierungstätigkeit ist eine Teiltilgungszahlung von 85 Mio. EUR durch
die Schaeffler Verwaltung Zwei GmbH auf eine Darlehensforderung der Schaeffler AG
sowie der Mittelzufluss aus der geleisteten Einlage zur Durchführung der beschlossenen
Kapitalerhöhung in Höhe von 66 Mio. EUR enthalten, die im Oktober 2015 durchgeführt
wurde. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erhöhten sich zum 30. September 2015
im Vergleich zum Jahresende um 88 Mio. EUR auf 724 Mio. EUR. KapitalstrukturDas Eigenkapital der Schaeffler Gruppe (inkl. der nicht beherrschenden Anteile) erhöhte
sich zum 30. September 2015 um 373 Mio. EUR auf 631 Mio. EUR (31. Dezember 2014: 258
Mio. EUR). Die Veränderung des Eigenkapitals resultierte im Wesentlichen aus dem positiven
Konzernergebnis von 533 Mio. EUR sowie den ergebnisneutralen Veränderungen im Eigenkapital
von 91 Mio. EUR. Dem gegenüber stand insbesondere die Auszahlung einer Dividende in
Höhe von 250 Mio. EUR an die Gesellschafterin Schaeffler Verwaltung Zwei GmbH. Die
Eigenkapitalquote betrug zum 30. September 2015 5,1 % (31. Dezember 2014: 2,2 %). Kapitalstrukturscroll
Die ergebnisneutralen Veränderungen im Eigenkapital betrugen zum 30. September 2015
insgesamt 91 Mio. EUR (Vj.: -143 Mio. EUR). Hierin enthalten sind im Wesentlichen
Effekte aus der Anpassung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (37 Mio. EUR)
und aus der Absicherung von Zahlungsströmen (53 Mio. EUR). Der Rückgang der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 25 Mio.
EUR auf 1.959 Mio. EUR (3l. Dezember 2014: 1.984 Mio. EUR) resultierte u. a. aus einem
leichten Anstieg des Rechnungszinssatzes für Pensionsverpflichtungen im Vergleich
zum 31. Dezember 2014. Der durchschnittliche Rechnungszinssatz der Schaeffler Gruppe
betrug zum 30. September 2015 2,6 % (31. Dezember 2014: 2,5 %). Der Anstieg der langfristigen Finanzschulden gegenüber dem 31. Dezember 2014 um 257
Mio. EUR auf 6.670 Mio. EUR (31. Dezember 2014: 6.413 Mio. EUR) war maßgeblich auf
Währungsumrechnungseffekte der in US-Dollar denominierten Finanzschulden in Euro zurückzuführen.
Im ersten Halbjahr 2015 wurde zudem eine weitere Refinanzierungstransaktion durchgeführt.
Dabei wurden insgesamt drei neue Anleihen emittiert. Die Mittel aus den neuen Anleihen
wurden im Wesentlichen für die vorzeitige Rückzahlung von zwei bestehenden Anleihen
sowie zur Finanzierung der Transaktionskosten und Vorfälligkeitsentschädigung der
abgelösten Anleihen verwendet. Am 30. Juni 2015 hatte die Schaeffler AG eine freiwillige
Teiltilgung ihrer institutionellen Kredittranchen getätigt (vgl. Finanzierungsmaßnahmen,
Seite 28). Der Anstieg der kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten um 68 Mio.
EUR auf 626 Mio. EUR (31. Dezember 2014: 558 Mio. EUR) resultierte insbesondere aus
der geleisteten Einlage zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung in Höhe
von 66 Mio. EUR. Grundlage für die Zunahme der kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten um 62 Mio.
EUR auf 375 Mio. EUR )31. Dezember 2014: 313 Mio. EUR) waren im Wesentlichen höhere
Verbindlichkeiten aus Urlaubs- und Gleitzeitansprüchen. Finanzschuldenscroll
Die Netto-Finanzschulden erhöhten sich zum 30. September 2015 um 172 Mio. EUR auf
5.950 Mio. EUR (31. Dezember 2014: 5.778 Mio. EUR). Dieser Anstieg war im Wesentlichen
auf Währungsumrechnungseffekte bei den Finanzschulden zurückzuführen. Der Verschuldungsgrad, definiert als Verhältnis von Netto-Finanzschulden zu Ergebnis
vor Finanz-, Beteiligungsergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA), lag
zum 30. September 2015 bei 2,7 (31. Dezember 2014: 2,7). VermögensstrukturDie Bilanzsumme stieg zum 30. September 2015 um 833 Mio. EUR bzw. 7,2 % auf 12.450
Mio. EUR (31. Dezember 2014: 11.617 Mio. EUR). Vermögensstrukturscroll
Die Sachanlagen erhöhten sich um 213 Mio. EUR auf 3.961 Mio. EUR (31. Dezember 2014:
3.748 Mio. EUR). Dieser Anstieg beruht im Wesentlichen auf Investitionen, die über
den Abschreibungen lagen, sowie auf Währungsumrechnungseffekten, die sich erhöhend
auf den Sachanlagenbestand auswirkten. Die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte beliefen sich zum 30. September
2015 auf 2.293 Mio. EUR (31. Dezember 2014: 1.960 Mio. EUR). Diese beinhalten Darlehensforderungen
gegenüber der Schaeffler Verwaltung Zwei GmbH in Höhe von insgesamt 1.885 Mio. EUR.
Hierin enthalten ist eine aus der Übernahme der Cash Pool Funktion stammende Darlehensforderung
an die Schaeffler Verwaltung Zwei GmbH in Höhe von 270 Mio. EUR, die von einer kurzfristigen
Finanzforderung in eine langfristige Darlehensforderung umgewandelt wurde. Der Anstieg
der langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte um 333 Mio. EUR ist maßgeblich
auf diese Umgliederung zurückzuführen, wobei positive Marktwertänderungen der Derivate
zur Zinswährungsabsicherung ebenfalls erhöhend wirkten. Dem gegenüber stand eine freiwillige
Teiltilgung in Höhe von 85 Mio. EUR seitens der Gesellschafterin Schaeffler Verwaltung
Zwei GmbH, die im ersten Halbjahr 2015 geleistet wurde. Die aktiven latenten Steuern erhöhten sich um 53 Mio. EUR auf 508 Mio. EUR (31. Dezember
2014: 455 Mio. EUR). Hierin enthalten sind insbesondere höhere Steuerlatenzen im Zusammenhang
mit künftig nutzbaren Zinsvorträgen. Die Vorräte erhöhten sich im Wesentlichen geschäftsbedingt um 100 Mio. EUR auf 1.813
Mio. EUR (31. Dezember 2014: 1.713 Mio. EUR). Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 219 Mio. EUR auf 2.119
Mio. EUR (31. Dezember 2014: 1.900 Mio. EUR) beruhte vor allem auf dem Geschäftswachstum
in den ersten neun Monaten 2015 sowie auf Währungsumrechnungseffekten. Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte reduzierten sich zum 30. September
2015 um 213 Mio. EUR auf 130 Mio. EUR (31. Dezember 2014: 343 Mio. EUR), insbesondere
aufgrund der zuvor genannten Effekte. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erhöhten sich zum 30. September 2015
auf 724 Mio. EUR (31. Dezember 2014: 636 Mio. EUR) (vgl. Cash Flow, Seite 22). InvestitionenInvestitionen sind ein wesentlicher Bestandteil der Wachstumsstrategie der Schaeffler Gruppe. Sie betrugen in den ersten neun Monaten 2015 706 Mio. EUR (Vj.: 512 Mio. EUR) und verliefen planmäßig. Diese Werte beinhalten die bilanziellen Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten und dem Sachanlagevermögen. Diese weichen gegenüber dem Capex (Investitionsauszahlungen) in Höhe von 743 Mio. EUR um 37 Mio. EUR (Vj.: -12 Mio. EUR) infolge von nicht periodengleich zahlungswirksamen Investitionen ab. Die Abschreibungsquote9 belief sich in den ersten neun Monaten 2015 auf 5,1 % (Vj.: 5,2 %). Zum 30. September 2015 hatte die Schaeffler Gruppe offene Verpflichtungen aus abgeschlossenen Verträgen für den Kauf von Sachanlagen in Höhe von 423 Mio. EUR (31. Dezember 2014: 262 Mio. EUR). Die Investitionen konzentrierten sich im Wesentlichen auf die Sparte Automotive. Sie
betrugen 586 Mio. EUR; ein Plus in Höhe von 43,3 % gegenüber dem Vorjahreswert von
409 Mio. EUR. In der Sparte Industrie stiegen die Investitionen um 16,5 % auf 120
Mio. EUR (Vj.: 103 Mio. EUR). Vom gesamten Investitionsvolumen in Höhe von 706 Mio.
EUR entfielen auf die Region Europa 393 Mio. EUR. In den Regionen Americas, Greater
China und Asien/Pazifik wurden 132 Mio. EUR, 151 Mio. EUR bzw. 30 Mio. EUR investiert. Die Investitionen der ersten neun Monate 2015 betreffen mit rund 38 % den Aufbau bzw.
die Erweiterung der Kapazitäten sowie mit rund 34 % Produktanläufe. Rund 23 % wurden
für Ersatzanlagen und Funktionserweiterungen sowie rund 5 % für sonstige Zwecke getätigt. 9
Abschreibungen im Verhältnis zum Umsatz. FinanzierungsmaßnahmenAm 26. März 2015 hatte die Schaeffler Gruppe eine weitere Refinanzierungstransaktion
über insgesamt rund 1,5 Mrd. EUR bekannt gegeben, die am 27. April 2015 abgeschlossen
wurde. Insgesamt wurden drei neue Anleihen emittiert. Platziert wurden zwei besicherte EUR-
und eine besicherte USD-Anleihe. Die erste EUR-Anleihe mit einem Volumen von 400 Mio.
EUR und einer Laufzeit von 5 Jahren wird mit 2,50 % verzinst. Die zweite EUR-Anleihe
mit einem Volumen von 600 Mio. EUR und einer Laufzeit von 10 Jahren wird mit 3,25
% verzinst. Die USD-Anleihe mit einem Volumen von 600 Mio. USD weist eine Laufzeit
von 8 Jahren und einen Kupon von 4,75 % auf. Die neuen Anleihen wurden von der Schaeffler Finance B.V. emittiert, notieren im Euro
MTF Marktsegment der Börse in Luxemburg und wurden zum Zeitpunkt der Begebung von
der Schaeffler Verwaltung Zwei GmbH und einzelnen Tochterunternehmen garantiert. Die
beiden Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's bewerteten die Anleihen mit BB-
und Ba2. Die Mittel aus den neuen Anleihen wurden im Wesentlichen für die vorzeitige Rückzahlung
von zwei bestehenden Anleihen verwendet. Zurückgezahlt wurden die EUR-Anleihe mit
einem Volumen von 800 Mio. EUR und die USD-Anleihe mit einem Volumen von 600 Mio.
USD, die beide einen Kupon von 7,75 % sowie eine Laufzeit bis Februar 2017 aufwiesen.
Darüber hinaus wurden die Mittel aus der Transaktion zur Finanzierung der Transaktionskosten,
insbesondere für die Vorfälligkeitsentschädigung für die abgelösten Anleihen, verwendet. Am 30. Juni 2015 hat die Schaeffler AG eine freiwillige Teiltilgung ihrer institutionellen
Kredittranchen in Höhe von insgesamt rund 210 Mio. Euro getätigt. Auf den Senior Term
Loan B EUR entfielen 75 Mio. EUR und auf den Senior Term Loan B USD 150 Mio. USD. Die einzelnen Kredittranchen des Facilities Agreement setzten sich zum 30. September
2015 wie folgt zusammen: Kredittranchen Facilities Agreementscroll
scroll
1)
Euribor Floor in Höhe von 0,75 %. Die über die Schaeffler Finance B.V., Barneveld, Niederlande, begebenen Anleihen setzten
sich zum 30. September 2015 wie folgt zusammen: Anleihen der Schaeffler Gruppescroll
scroll
1)
Anleihe ist unbesichert. Zu Einzelheiten des Börsengangs wird auf den Nachtragsbericht auf Seite 30 verwiesen. LiquiditätZum 30. September 2015 belief sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten
auf 724 Mio. EUR (31. Dezember 2014: 636 Mio. EUR) und umfasste im Wesentlichen Bankguthaben.
Ferner verfügte die Schaeffler Gruppe über eine revolvierende Betriebsmittellinie
in Höhe von 1,0 Mrd. EUR. Zum 30. September 2015 waren davon 24 Mio. EUR im Wesentlichen
durch Avalkredite in Anspruch genommen. 2. NachtragsberichtSeit dem 09. Oktober 2015 ist die Schaeffler AG an der Börse vertreten. Mit dem Börsengang
wurde die Voraussetzung geschaffen, den profitablen Wachstumskurs der Schaeffler Gruppe
weiter fortzusetzen. Der Börsengang ist zugleich ein wichtiger Baustein der Neuausrichtung
der Kapital- und Unternehmensstruktur mit dem Ziel, die Verschuldung weiter zu reduzieren
und die Kapitalstruktur nachhaltig zu verbessern. Dies wird sich u. a. in einer deutlichen
Verbesserung der Eigenkapitalquote sowie einer Reduzierung des Verschuldungsgrads
zeigen. Die Details der Transaktion werden im Folgenden näher erläutert: Die außerordentliche Hauptversammlung der Schaeffler AG vom 08. September 2015 hat
die folgenden Satzungsänderungen beschlossen:
Die Beschlussfassungen der außerordentlichen Hauptversammlung vom 08. September 2015
wurden mit Eintragung in das Handelsregister am 05. Oktober 2015 rechtlich wirksam. Am 21. September 2015 haben die Schaeffler AG und die Schaeffler Verwaltungs GmbH
bekannt gegeben, bis zu 166 Millionen Stück neue und bereits bestehende stimmrechtslose
Vorzugsaktien (100 Millionen Aktien aus dem Bestand der Schaeffler Verwaltungs GmbH
und 66 Millionen Aktien aus der Kapitalerhöhung der Schaeffler AG) bei institutionellen
Investoren im In- und Ausland zu platzieren und die Aktien der Schaeffler AG am Regulierten
Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse und an der Börse in Luxemburg
notieren zu lassen. Am 05. Oktober 2015 begannen die Schaeffler AG und die Schaeffler Verwaltungs GmbH
mit der Platzierung der Aktien. Angeboten wurden zunächst 66 Millionen Aktien aus
der Kapitalerhöhung der Schaeffler AG sowie 9 Millionen Aktien aus dem Bestand der
Schaeffler Verwaltungs GmbH, insgesamt damit rund 11 % des Gesamtkapitals. Der Platzierungspreis
der im Rahmen des Börsengangs angebotenen Aktien wurde am 08. Oktober 2015 auf 12,50
Euro je Aktie festgelegt. Am 09. Oktober 2015 erfolgte der erste Handel mit den stimmrechtslosen
Schaeffler Vorzugsaktien. Die Bruttoerlöse der Schaeffler AG aus der Platzierung lagen
bei 825 Mio. EUR. Mit der Kapitalerhöhung und dem Börsengang wurde die Eigenkapitalbasis der Schaeffler
AG gestärkt. Die Garantien der Schaeffler Verwaltung Zwei GmbH und der Schaeffler
Beteiligungsholding GmbH & Co. KG zugunsten der Gläubiger-Banken der Schaeffler Gruppe
wurden am 09. Oktober 2015 freigegeben. Die Bruttoerlöse aus der Platzierung der neuen Aktien wurden von der Schaeffler AG
am 16. Oktober 2015 für eine vorzeitige, teilweise Rückzahlung der bestehenden Senior
Term Loan B EUR Tranche in Höhe von 330 Mio. EUR und der bestehenden Senior Term Loan
B USD Tranche in Höhe von 560 Mio. USD verwendet. Im Anschluss an den Börsengang erwarb eine der beauftragten Emissionsbanken bis zum
Ende der festgelegten Stabilisierungsperiode am 07. November 2015 insgesamt rund 3,4
Millionen Aktien der Schaeffler AG zum Zwecke der Kursstabilisierung. Unter Inanspruchnahme
einer von der Schaeffler Verwaltungs GmbH gewährten Option diente die Emissionsbank
diese Aktien der genannten Gesellschaft am 09. November 2015 zum Erwerb an. Der Free
Float bezogen auf das Grundkapital der Schaeffler AG beträgt nach Ausübung der Option
10,8 %. Im Zusammenhang mit der Rückführung der Finanzschulden mit Mitteln aus dem Börsengang
hat die Ratingagentur Moody's am 09. Oktober 2015 das Unternehmensrating für die Schaeffler
AG von Ba3 auf Ba2 angehoben. Gleichzeitig bestätigte Moody's die Emissionsratings
der Schaeffler AG und der Schaeffler Finance B.V. von Ba2 für die besicherten Verbindlichkeiten
und von B1 für die unbesicherten Anleihen. Der Ausblick aller Ratings ist stabil. Im Zuge der Börsennotierung hat der Aufsichtsrat der Schaeffler AG zudem eine Weiterentwicklung
des Vorstandsvergütungssystems beschlossen. Die Vergütung eines jeden Vorstandsmitgliedes
setzt sich aus einer Grundvergütung sowie aus kurz- und langfristigen variablen Vergütungsbestandteilen
zusammen. Die langfristige variable Vergütung ist als aktienbasiertes Vergütungsinstrument
ausgestaltet, um die Interessen des Vorstands und der Aktionäre zusammenzuführen und
die Ausrichtung der Schaeffler AG auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung zu
bestärken. Darüber hinaus sind nach dem 30. September 2015 keine weiteren Vorgänge von besonderer
Bedeutung eingetreten, von denen wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage der Schaeffler Gruppe erwartet werden. 3. Chancen- und RisikoberichtFür eine Darstellung des Risikomanagement-Systems sowie möglicher Chancen und Risiken
wird an dieser Stelle auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2014 der Schaeffler
Gruppe auf den Seiten 115 ff. verwiesen. Die Aussagen zu den im Geschäftsbericht 2014
beschriebenen Chancen und Risiken blieben im Wesentlichen unverändert. Wie im Wirtschaftsbericht dargestellt, entwickeln sich die für die Schaeffler Gruppe
maßgebenden Wechselkurse weiterhin volatil. Insbesondere hat sich der Euro in den
ersten neun Monaten 2015 gegenüber dem US-Dollar deutlich abgeschwächt. Bei Fortsetzung
dieser Entwicklung erhöht sich der Euro-Wert der in US-Dollar denominierten Finanzverschuldung
weiter. Andererseits führt die Abschwächung des Euro zu positiven Effekten im EBIT
aus Transaktion und Translation. Laufende und künftige Untersuchungen hinsichtlich Kartell- und anderen Compliance-Verstößen
könnten wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und auf
die Reputation der Schaeffler Gruppe haben. Es könnte zu Mittelabflüssen aufgrund
möglicher Leistungspflichten einschließlich potenzieller Steuernachzahlungen im Zusammenhang
mit diesen Untersuchungen und Verfahren kommen. Nach wie vor läuft gegen ein Unternehmen
der Schaeffler Gruppe eine Kartelluntersuchung in Brasilien. Die Schaeffler Gruppe
kooperiert mit den zuständigen Behörden. Weitere Bußgelder sind nicht ausgeschlossen.
Daneben läuft auch in Korea ein Verfahren gegen ein lokales Tochterunternehmen. Die
Schaeffler Gruppe hat eine angemessene bilanzielle Vorsorge getroffen. Außerdem wurden Schadenersatzforderungen aufgrund von Kartellverfahren gegen Unternehmen
der Schaeffler Gruppe geltend gemacht. Die Schaeffler Gruppe hat in diesem Zusammenhang
bilanzielle Vorsorge getroffen, soweit Verpflichtungen dem Grunde nach bestehen und
zuverlässig schätzbar waren. Der größte Automobilkunde der Schaeffler Gruppe ist in Ermittlungsverfahren verwickelt.
Die daraus resultierenden Folgen sind zum heutigen Tage noch nicht vollständig absehbar.
Die Unternehmen der Schaeffler Gruppe stehen nicht im Zusammenhang dieser Ermittlungen.
Im Falle von Marktanteilsverlusten dieses Automobilkunden könnte die Schaeffler Gruppe
Umsätze mit diesem Kunden verlieren. Einen solchen Umsatzverlust könnte die Schaeffler
Gruppe voraussichtlich teilweise durch erhöhte Umsätze mit anderen Kunden kompensieren.
Insgesamt wird derzeit nicht mit materiellen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage der Schaeffler Gruppe gerechnet. Die Risiken der Schaeffler Gruppe sind sowohl einzeln als auch in Wechselwirkung mit
anderen Risiken begrenzt und gefährden nach heutiger Einschätzung nicht den Fortbestand
des Unternehmens. 4. PrognoseberichtErwartete gesamtwirtschaftliche EntwicklungDer Internationale Währungsfond (IWF) war in seiner Frühjahrsprognose (April 2015)
für das laufende Jahr noch von einem Wachstum der Weltwirtschaft in Höhe von 3,5 %
ausgegangen, hat diese Vorhersage aber inzwischen (Oktober 2015) auf 3,1 % nach unten
korrigiert. Die Schaeffler Gruppe geht vor diesem Hintergrund weiterhin davon aus,
dass die Weltwirtschaft 2015 um rund 3 % wachsen wird. Negative Auswirkungen auf die
erwartete gesamtwirtschaftliche Entwicklung könnten aus Turbulenzen im Zuge einer
zu erwartenden Erhöhung der Leitzinsen in den USA sowie aus einem unerwarteten Einbruch
der Konjunktur in China resultieren. Der aktuelle Ausblick für die Automobilproduktion beinhaltet ebenfalls eine deutliche
Korrektur nach unten, nach derzeitigem Stand ist für 2015 mit einem Wachstum von nur
noch 0,8 % zu rechnen (Frühjahrsprognose: 3,6 %). Nach jüngsten Erkenntnissen von
Oxford Economics dürfte das Wachstum der Industrieproduktion im Jahr 2015 signifikant
geringer ausfallen als zuvor erwartet. Ausblick Schaeffler GruppeAm 21. September 2015 hat die Schaeffler Gruppe die Umsatzprognose für das Gesamtjahr
2015 an die aktuelle Marktsituation angepasst. Ausgehend von einer in den Sommermonaten
schwächer als erwarteten Marktentwicklung, vor allem im Automotive-Geschäft in China
sowie im Industrie-Geschäft weltweit, rechnet das Unternehmen für das Gesamtjahr 2015
mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von 4 bis 5 % (bisher 5 bis 7 %). Die
Schaeffler Gruppe rechnet weiter damit, im Gesamtjahr 2015 eine operative Ergebnis-Marge
(EBIT-Marge) von 12 bis 13 % zu erzielen. Dabei sind Sondereffekte, wie bilanzielle
Vorsorgen für Schadenersatzforderungen aufgrund von Kartellfällen sowie Restrukturierungen,
nicht berücksichtigt. Die Schaeffler Gruppe prognostiziert unverändert eine Capex-Quote
in Höhe von 6 bis 8 % des Umsatzes. Für das Jahr 2015 rechnet das Unternehmen weiterhin
mit einem positiven und im Vergleich zum Vorjahr 2014 verbesserten Free Cash Flow.
Der Vorstand Konzernzwischenabschluss1. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
2. Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
scroll
3. Konzern-BilanzAKTIVAscroll
PASSIVAscroll
1)
Vergleich 30. September 2015 zu 31. Dezember 2014. 4. Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
5. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
scroll
6. Konzern-Segmentberichterstattung(Bestandteil des verkürzten Konzernanhangs)scroll
scroll
Vorjahreswerte gemäß der 2015 ausgewiesenen Segmentstruktur. 1)
Werte jeweils zum Stichtag 30. September. 7. Verkürzter KonzernanhangBerichterstattendes UnternehmenDie Schaeffler AG, Herzogenaurach, ist eine in Deutschland ansässige Kapitalgesellschaft
mit Sitz in der Industriestraße 1-3, 91074 Herzogenaurach. Die Gesellschaft wurde
zum 19. April 1982 gegründet. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Fürth eingetragen
(HRB Nr. 14738). Der verkürzte Konzernabschluss der Schaeffler AG zum 30. September
2015 umfasst die Schaeffler AG und ihre Tochterunternehmen, Anteile an assoziierten
Unternehmen sowie Gemeinschaftsunternehmen (gemeinsam als "Schaeffler" oder "Schaeffler
Gruppe" bezeichnet). Die Schaeffler Gruppe ist ein weltweit führender integrierter
Automobil- und Industriezulieferer. Grundlagen der Erstellung des KonzernzwischenabschlussesDieser Konzernzwischenabschluss wurde gemäß den Vorschriften der am Abschlussstichtag
gültigen und in der Europäischen Union anzuwendenden International Financial Reporting
Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC)
aufgestellt. Der Konzernzwischenabschluss der Schaeffler AG, Herzogenaurach, für die zum 30. September
2015 endende Berichtsperiode ist in Übereinstimmung mit International Accounting Standard
(IAS) 34 "Zwischenberichterstattung" in verkürzter Form erstellt worden. Er umfasst
nicht sämtliche Informationen, die für einen vollständigen Konzernabschluss erforderlich
sind. Im vorliegenden Konzernzwischenabschluss basieren die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
grundsätzlich auf denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie sie bei der
Erstellung des Konzernabschlusses 2014 angewendet wurden, wo sie auch detailliert
erläutert sind. Mit Ausnahme der beiden nachfolgend beschriebenen Sachverhalte, wurden
diese Methoden im vorliegenden Konzernzwischenabschluss grundsätzlich stetig angewendet. Bislang erfolgte der Ausweis der Kosten aus der Funktion Einkauf und der Qualitätssicherung
in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den Kosten der Forschung und Entwicklung,
den Kosten des Vertriebs und den Kosten der allgemeinen Verwaltung. Seit Beginn des
Geschäftsjahres 2015 werden diese Kosten vollständig den Umsatzkosten zugeordnet.
Zudem wurden im Berichtszeitraum die Parameter zur Ermittlung der zu konsolidierenden
Zwischenergebnisse verfeinert. Beide Sachverhalte hatten keine wesentlichen Auswirkungen
auf den Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2015. Aufgrund des Börsenzulassungsantrags an der Frankfurter Wertpapierbörse vom 22. September
2015 gilt die Schaeffler AG bereits zum 30. September 2015 als kapitalmarktorientiertes
Unternehmen und hat das Ergebnis je Aktie anzugeben. Das Ergebnis je Aktie wird in
Übereinstimmung mit IAS 33 (Earnings per Share) mittels Division des den Aktionären
der Schaeffler AG zurechenbaren Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche
Anzahl der Stammaktien innerhalb der abgelaufenen Berichtsperiode errechnet. Zum Quartalsstichtag
30. September 2015 bestehen wie im Vorjahr keine verwässernd wirkenden Sachverhalte.
Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie. Die ab dem Geschäftsjahr 2015 verpflichtend anzuwendenden Änderungen bzw. Neuregelungen
der IFRS haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den vorliegenden Konzernzwischenabschluss. Bei der Erstellung von Abschlüssen in Einklang mit IFRS muss das Management im Rahmen
seines Ermessens Schätzungen durchführen und Annahmen aufstellen. Diese Schätzungen
und Ermessensausübungen sind grundsätzlich unverändert zu den im Konzernabschluss
der Schaeffler AG zum 31. Dezember 2014 beschriebenen Sachverhalten. Lediglich die
Annahmen zum Rechnungszinssatz, welcher in die Bewertung der Pensionsverpflichtungen
einfließt, wurden aufgrund der aktuellen Marktentwicklungen angepasst. Dies führte
zu einer Reduzierung der Pensionsverpflichtungen und gegenläufig zu einer Erhöhung
des Eigenkapitals. Für detaillierte Informationen wird auf das Kapitel "Rückstellungen
für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" verwiesen. Die in den Konzerngesellschaften implementierten Prozesse und Systeme stellen eine
sach- und periodengerechte Abgrenzung der Aufwendungen und Erträge sicher. Die Vergleichbarkeit
der Konzernzwischenabschlüsse ist aufgrund des Geschäfts der Schaeffler Gruppe von
saisonalen Effekten im Wesentlichen unbeeinträchtigt. Ertragsteuern wurden im Wege einer bestmöglichen Schätzung ermittelt. Durch die kaufmännische Rundung von Beträgen (in Mio. EUR) und Prozentangaben können
Differenzen auftreten. KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis der Schaeffler Gruppe umfasste zum 30. September 2015 neben
der Schaeffler AG 155 Tochterunternehmen (31. Dezember 2014: 155). Davon haben 52
Unternehmen ihren Sitz in Deutschland (31. Dezember 2014: 53) und 103 (31. Dezember
2014: 102) im Ausland. Gegenüber dem 31. Dezember 2014 ergaben sich keine wesentlichen Änderungen. Zum 30. September 2015 waren unverändert fünf Beteiligungen (davon zwei Gemeinschaftsunternehmen,
31. Dezember 2014: zwei) gemäß der Equity-Methode in den Zwischenabschluss einbezogen. Ergebnis je AktieErgebnis je Aktie der Schaeffler Gruppescroll
Das Grundkapital der Schaeffler AG betrug zum 30. September 2015 600 Mio. EUR und
war eingeteilt in 60 Millionen Stück Stammaktien. Mit Beschluss der außerordentlichen
Hauptversammlung vom 08. September 2015 wurde ein Aktiensplit im Verhältnis 1:10 beschlossen.
An die Stelle einer Stückaktie mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 10,00
EUR traten 10 Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von jeweils
1,00 EUR. Die Eintragung des Aktiensplits im Handelsregister erfolgte am 05. Oktober
2015. Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurde aufgrund des vollzogenen Aktiensplits
in Übereinstimmung mit IAS 33 rückwirkend für alle dargestellten Perioden angepasst.
Für die Ermittlung des Ergebnis je Stammaktie wurde daher eine Aktienanzahl von 600
Millionen (Vj.: 500 Millionen) herangezogen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDas Zinsniveau ist zum 30. September 2015 im Vergleich zum 31. Dezember 2014 leicht
angestiegen. Auf dieser Basis wurde der Rechnungszinssatz für die Bewertung wesentlicher
Pensionspläne der Schaeffler Gruppe zum Berichtszeitpunkt angepasst. Der durchschnittliche
Rechnungszinssatz der Schaeffler Gruppe betrug zum 30. September 2015 2,6 % (31. Dezember
2014: 2,5 %). Aus der Neubewertung der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen
ergaben sich zum Berichtszeitpunkt versicherungsmathematische Gewinne in Höhe von
53 Mio. EUR, die in der Gesamtergebnisrechnung erfasst und unter Berücksichtigung
latenter Steuern im kumulierten übrigen Eigenkapital ausgewiesen wurden. Kurz- und langfristige Finanzschulden und sonstige finanzielle VerbindlichkeitenFinanzschulden (Lang-/Kurzfristig)scroll
Die Finanzschulden sind gegenüber dem 31. Dezember 2014 um 260 Mio. EUR gestiegen.
Dies war im Wesentlichen auf Währungsumrechnungseffekte zurückzuführen. Des Weiteren sind die Finanzschulden aufgrund der im April 2015 im Rahmen einer weiteren
Refinanzierungstransaktion emittierten Anleihen gestiegen. Insgesamt wurden drei neue
Anleihen emittiert, davon zwei besicherte EUR- und eine besicherte USD-Anleihe. Die
beiden EUR-Anleihen mit einem Volumen von insgesamt 1,0 Mrd. EUR haben eine Laufzeit
von 5 bzw. l0 Jahren. Die USD-Anleihe hat ein Volumen von 600 Mio. USD und eine Laufzeit
von 8 Jahren. Die Mittel aus den neuen Anleihen wurden im Wesentlichen für die vorzeitige
Rückzahlung von zwei bestehenden Anleihen sowie zur Finanzierung der Transaktionskosten
und der Vorfälligkeitsentschädigung (173 Mio. EUR) verwendet. Zurückgezahlt wurden
die EUR-Anleihe mit einem Volumen von 800 Mio. EUR und die USD-Anleihe mit einem Volumen
von 600 Mio. USD, die beide eine Laufzeit bis Februar 2017 aufwiesen. Im Juni 2015 hat die Schaeffler AG eine freiwillige Teiltilgung ihrer institutionellen
Kredittranchen in Höhe von rund 210 Mio. Euro getätigt. Auf den Senior Term Loan B
EUR entfielen 75 Mio. EUR und auf den Senior Term Loan B USD 150 Mio. USD. FinanzinstrumenteDie folgende Tabelle enthält die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente,
aufgegliedert nach Klassen der Konzern-Bilanz und je Kategorie gemäß IFRS 7.8. Reklassifizierungen
von Finanzinstrumenten zwischen den Kategorien fanden nicht statt. Finanzinstrumente nach Klassen und je Kategorie gemäß IFRS 7.8scroll
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Zu Anschaffungskosten bewertete Beteiligungen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den übrigen finanziellen Vermögenswerten,
den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, den Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen sowie den übrigen finanziellen Verbindlichkeiten wird aufgrund der
kurzfristigen Laufzeit angenommen, dass der beizulegende Zeitwert dem Buchwert entspricht.
Ausgenommen davon sind die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen
Darlehensforderungen in Höhe von 1.885 Mio. EUR. Diese haben eine Laufzeit von 10
bzw. 9 Jahren. Die sonstigen Finanzanlagen beinhalten Beteiligungen (Anteile an Kapitalgesellschaften
sowie Genossenschaftsanteile), für die keine auf einem aktiven Markt notierten Preise
vorliegen, sodass eine verlässliche Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts dieser
Instrumente nicht möglich ist. Daher werden die Beteiligungen zu Anschaffungskosten
bilanziert. Anteilige Veräußerungen dieser Beteiligungen erfolgten in den ersten neun
Monaten 2015 nicht; ebenso ist ein (teilweiser) Verkauf in absehbarer Zukunft nicht
geplant. Für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die entweder zum
beizulegenden Zeitwert bewertet werden oder für die eine Angabe des beizulegenden
Zeitwertes im Konzernzwischenabschluss erfolgt, wurden folgende Bewertungsverfahren
und Inputfaktoren zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes verwendet: Level 1: Für die handelbaren Wertpapiere bestimmt sich der beizulegende Zeitwert anhand
des Börsenkurses zum Stichtag. Level 2: Die Bewertung der Zinswährungsswaps und Devisentermingeschäfte erfolgt auf
Basis von Discounted Cash Flow-Bewertungsmodellen und der am Stichtag gültigen Währungskurse
sowie risiko- und laufzeitadäquater Zinssätze. Hierbei wird das Kreditrisiko der Vertragspartner
durch die Ermittlung von Credit Value Adjustments berücksichtig. Bei den eingebetteten
Derivaten erfolgt die Bewertung anhand eines Hull-White-Modells. Wesentliche Inputfaktoren
sind hierbei Zinssätze, Volatilitäten sowie Credit Default Swap-Sätze. Der beizulegende Zeitwert der übrigen finanziellen Vermögenswerte und der Finanzschulden
ergibt sich als Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzu- bzw. -abflüsse. Die Abzinsung
erfolgt dabei unter Verwendung von zum Stichtag gültigen risiko- und laufzeitadäquaten
Zinssätzen. Aufgrund der herausgelösten und separat bilanzierten eingebetteten Derivate
wird der Börsenkurs der Anleihen nicht als beizulegender Zeitwert angesetzt. Level 3: In der Schaeffler Gruppe existieren keine derartigen Finanzinstrumente. Jeweils zum Ende einer Berichtsperiode wird im Rahmen der Ermittlung der beizulegenden
Zeitwerte überprüft, ob Umgruppierungen zwischen den Bewertungshierarchien vorzunehmen
sind. In der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den verschiedenen Ebenen
der Fair-Value-Hierarchie (Level 1-3) vorgenommen. Eventualverbindlichkeiten und sonstige VerpflichtungenDie Aussagen zu den im Geschäftsbericht 2014 beschriebenen Untersuchungen wegen möglicher
kartellrechtswidriger Absprachen im Rahmen der Eventualverbindlichkeiten blieben im
Wesentlichen unverändert. SegmentberichterstattungDie Zuordnung von Kunden und Produkten zu den Segmenten wird regelmäßig überprüft
und gegebenenfalls angepasst. Um die Segmente Automotive und Industrie in vergleichbarer
Form darzustellen, wird auch das Vorjahr gemäß der aktuellen Kunden- und Produktstruktur
ausgewiesen. Überleitungsrechnung auf das Ergebnis vor Ertragsteuernscroll
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Vorjahreswerte gemäß der 2015 ausgewiesenen Segmentstruktur. Beziehungen zu nahestehenden Personen und UnternehmenDer Umfang der Beziehungen mit nahestehenden Personen und Unternehmen hat sich im
Vergleich zum Konzernabschluss 2014 bis auf die folgenden Sachverhalte nicht wesentlich
verändert. Am 14. April 2015 wurde auf der ordentlichen Hauptversammlung der Schaeffler AG für
das Geschäftsjahr 2014 eine Ausschüttung in Höhe von 250 Mio. EUR an die Schaeffler
Verwaltung Zwei GmbH beschlossen. Aufgrund einer Teilrückführung in Höhe von 85 Mio. EUR am 29. Juni 2015 reduzierte
sich eine Darlehensforderung gegenüber der Schaeffler Verwaltung Zwei GmbH auf nominell
986 Mio. EUR (31. Dezember 2014: 1.071 Mio. EUR). Die zum 31. Dezember 2014 bestehende kurzfristige Forderung an die Schaeffler Verwaltung
Zwei GmbH aus der Übernahme der Cash Pool Funktion in Höhe von 236 Mio. EUR wurde
zum 31. August 2015 in ein langfristiges Darlehen umgewandelt und wird nun in Höhe
von 270 Mio. EUR unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Im Rahmen einer befreienden Schuldübernahme wurde eine Darlehenforderung an die Schaeffler
Beteiligungsholding GmbH & Co. KG in Höhe von nominell 629 Mio. EUR von der Schaeffler
Verwaltung Zwei GmbH mit Wirkung zum 01. September 2015 übernommen. Die Besicherung
erfolgt weiterhin durch die von der Schaeffler Beteiligungsholding GmbH & Co. KG gehaltenen
Aktien an der Continental AG. Insgesamt bestanden zum 30. September 2015 gegenüber der Schaeffler Verwaltung Zwei
GmbH Darlehensforderungen in Höhe von 1.885 Mio. EUR. Geschäftsvorfälle mit assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen waren
in den ersten neuen Monaten 2015 unwesentlich. Ereignisse nach dem BilanzstichtagSeit dem 09. Oktober 2015 ist die Schaeffler AG an der Börse vertreten. Mit dem Börsengang
wurde die Voraussetzung geschaffen, den profitablen Wachstumskurs der Schaeffler Gruppe
weiter fortzusetzen. Der Börsengang ist zugleich ein wichtiger Baustein der Neuausrichtung
der Kapital- und Unternehmensstruktur mit dem Ziel, die Verschuldung weiter zu reduzieren
und die Kapitalstruktur nachhaltig zu verbessern. Dies wird sich u. a. in einer deutlichen
Verbesserung der Eigenkapitalquote sowie einer Reduzierung des Verschuldungsgrads
zeigen. Die Details der Transaktion werden im Folgenden näher erläutert: Die außerordentliche Hauptversammlung der Schaeffler AG vom 08. September 2015 hat
die folgenden Satzungsänderungen beschlossen:
Die Beschlussfassungen der außerordentlichen Hauptversammlung vom 08. September 2015
wurden mit Eintragung in das Handelsregister am 05. Oktober 2015 rechtlich wirksam. Am 21. September 2015 haben die Schaeffler AG und die Schaeffler Verwaltungs GmbH
bekannt gegeben, bis zu 166 Millionen Stück neue und bereits bestehende stimmrechtslose
Vorzugsaktien (100 Millionen Aktien aus dem Bestand der Schaeffler Verwaltungs GmbH
und 66 Millionen Aktien aus der Kapitalerhöhung der Schaeffler AG) bei institutionellen
Investoren im In- und Ausland zu platzieren und die Aktien der Schaeffler AG am Regulierten
Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse und an der Börse in Luxemburg
notieren zu lassen. Am 05. Oktober 2015 begannen die Schaeffler AG und die Schaeffler Verwaltungs GmbH
mit der Platzierung der Aktien. Angeboten wurden zunächst 66 Millionen Aktien aus
der Kapitalerhöhung der Schaeffler AG sowie 9 Millionen Aktien aus dem Bestand der
Schaeffler Verwaltungs GmbH, insgesamt damit rund 11 % des Gesamtkapitals. Der Platzierungspreis
der im Rahmen des Börsengangs angebotenen Aktien wurde am 08. Oktober 2015 auf 12,50
Euro je Aktie festgelegt. Am 09. Oktober 2015 erfolgte der erste Handel mit den stimmrechtslosen
Schaeffler Vorzugsaktien. Die Bruttoerlöse der Schaeffler AG aus der Platzierung lagen
bei 825 Mio. EUR. Mit der Kapitalerhöhung und dem Börsengang wurde die Eigenkapitalbasis der Schaeffler
AG gestärkt. Die Garantien der Schaeffler Verwaltung Zwei GmbH und der Schaeffler
Beteiligungsholding GmbH & Co. KG zugunsten der Gläubiger-Banken der Schaeffler Gruppe
wurden am 09. Oktober 2015 freigegeben. Die Bruttoerlöse aus der Platzierung der neuen Aktien wurden von der Schaeffler AG
am 16. Oktober 2015 für eine vorzeitige, teilweise Rückzahlung der bestehenden Senior
Term Loan B EUR Tranche in Höhe von 330 Mio. EUR und der bestehenden Senior Term Loan
B USD Tranche in Höhe von 560 Mio. USD verwendet. Im Anschluss an den Börsengang erwarb eine der beauftragten Emissionsbanken bis zum
Ende der festgelegten Stabilisierungsperiode am 07. November 2015 insgesamt rund 3,4
Millionen Aktien der Schaeffler AG zum Zwecke der Kursstabilisierung. Unter Inanspruchnahme
einer von der Schaeffler Verwaltungs GmbH gewährten Option diente die Emissionsbank
diese Aktien der genannten Gesellschaft am 09. November 2015 zum Erwerb an. Der Free
Float bezogen auf das Grundkapital der Schaeffler AG beträgt nach Ausübung der Option
10,8 %. Im Zusammenhang mit der Rückführung der Finanzschulden mit Mitteln aus dem Börsengang
hat die Ratingagentur Moody's am o9. Oktober 2ol5 das Unternehmensrating für die Schaeffler
AG von Ba3 auf Ba2 angehoben. Gleichzeitig bestätigte Moody's die Emissionsratings
der Schaeffler AG und der Schaeffler Finance B.V. von Ba2 für die besicherten Verbindlichkeiten
und von Bl für die unbesicherten Anleihen. Der Ausblick aller Ratings ist stabil. Im Zuge der Börsennotierung hat der Aufsichtsrat der Schaeffler AG zudem eine Weiterentwicklung
des Vorstandsvergütungssystems beschlossen. Die Vergütung eines jeden Vorstandsmitgliedes
setzt sich aus einer Grundvergütung sowie aus kurz- und langfristigen variablen Vergütungsbestandteilen
zusammen. Die langfristige variable Vergütung ist als aktienbasiertes Vergütungsinstrument
ausgestaltet, um die Interessen des Vorstands und der Aktionäre zusammenzuführen und
die Ausrichtung der Schaeffler AG auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung zu
bestärken. Darüber hinaus sind nach dem 30. September 2015 keine weiteren Vorgänge von besonderer
Bedeutung eingetreten, von denen wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage der Schaeffler Gruppe erwartet werden.
Der Vorstand Weitere AngabenImpressumHerausgeber: Schaeffler AG Industriestr. 1-3 91074 Herzogenaurach Verantwortlich: Corporate Accounting, Schaeffler AG, Herzogenaurach Konzept und Gestaltung: Publicis Pixelpark, Erlangen Druck: Wünsch Druck GmbH, Neumarkt Gedruckt auf FSC-zertifiziertem Papier. Durch die Verwendung des FSC-Papiers unterstützen
wir aktiv den Erhalt unserer Wälder, den Schutz von Tieren und Pflanzen und setzen
uns gegen die Ausbeutung von Menschen im Zuge der Waldwirtschaft ein. Stand: 11/2015 Zukunftsbezogene AussagenDieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen
des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken
und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten der Schaeffler AG bezüglich einer
Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen, wie bspw. das zukünftige Marktumfeld
und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer,
die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und die Realisierung der erwarteten Synergieeffekte
sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollte einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren
und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die Annahmen, auf denen diese Aussagen
basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich
von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen
abweichen. Es ist von der Schaeffler AG weder beabsichtigt, noch übernimmt die Schaeffler
AG eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie
an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen. Rundungsdifferenzen sind möglich. Der Zwischenbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen
gilt die deutsche Fassung des Zwischenberichts als verbindlich. Der Zwischenbericht steht in beiden Sprachen im Internet unter www.schaeffler.com/ir
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Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen. Finanzkalender19. November 2015Neunmonatsbericht zum 30. September 15. März 2016Veröffentlichung Jahresergebnisse 2015 22. April 2016Hauptversammlung 2016 Alle Informationen vorbehaltlich Korrekturen und kurzfristiger Änderungen. KontaktdatenSchaeffler AG Industriestr. 1-3 91074 Herzogenaurach Investor RelationsTel.: +49 (0)9132 82-4440 Fax: +49 (0)9132 82-4444 E-Mail: ir@schaeffler.com Schaeffler im Internetwww.schaeffler.com Auf unserer Website www.schaeffler.com/ir informieren wir Sie aktuell über wichtige
Nachrichten der Schaeffler Gruppe. Darüber hinaus stehen Ihnen dort alle Dokumente
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