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Schloss Wachenheim AGTrierQuartalsfinanzberichtZWISCHENABSCHLUSSKONZERN1. Quartal 2015/2016 1. Juli 2015 bis 30. September 2015 WESENTLICHE KENNZAHLEN
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Konzernjahresüberschuss zu Umsatzerlöse INHALTSVERZEICHNIS Zwischenlagebericht Konzernzwischenabschluss
ZWISCHENLAGEBERICHTGesamtwirtschaftliche Entwicklung Im Jahresverlauf 2015 haben sich die Aussichten für die Entwicklung der Weltwirtschaft eingetrübt. Trotz grundsätzlich positiver Indikatoren aus den USA und Großbritannien belasten besonders die Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren konjunkturellen Entwicklung in China, aber auch die wirtschaftlichen Probleme Russlands und Brasiliens das globale Wirtschaftswachstum. Dort lassen niedrige Rohstoffpreise und damit einhergehende rückläufige Exporterlöse kurzfristig keine nennenswerte Verbesserung der konjunkturellen Dynamik erwarten. Überdies resultieren Unsicherheiten aus aktuellen geopolitischen Entwicklungen, etwa den Spannungen im Nahen und Mittleren Osten. So hat der IWF jüngst seine Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum in 2015 auf 3,1 % abgesenkt; für 2016 wird ein Wachstum von 3,6 % erwartet. Für den Euroraum stabilisieren sich hingegen die Prognosen auf ein moderates Wachstum von jeweils rund 1,5 % bis 1,7 % für 2015 und 2016. Deutschland ist zwar nach wie vor bestimmend für die Erholung des Euroraums. Binnenkonjunktur und Export bewegen sich weiter auf einem hohen Niveau. Die Verbraucher zeigen sich aber durch die oben beschriebenen internationalen Krisenherde, die damit im Zusammenhang stehende Flüchtlingskrise, aber auch Vorkommnisse wie den VW-Skandal, zunehmend verunsichert. Noch tragen eine gute Arbeitsmarktsituation, steigende Realeinkommen und günstige Energiepreise zu einer nach wie vor hohen Konsumbereitschaft bei, aber die Werte der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zeigen im September zum vierten Mal in Folge eine Abnahme der Zuversicht der Verbraucher. Ebenso ist die Exportwirtschaft zunehmend beeinträchtigt durch die abnehmende Dynamik der chinesischen Wirtschaft und die rezessiven Tendenzen in Russland. Die Prognosen für 2015 wurden daher von führenden Institutionen gesenkt, wie dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) von ca. 1,7 % auf 1,3 %. Für 2016 liegen diese bei rund 1,6 %. Die konjunkturelle Erholung Frankreichs gewinnt an Dynamik. Trotz einer anhaltend schwierigen Lage auf dem Arbeitsmarkt steigen die Konsumausgaben der privaten Haushalte wieder. Weitere Impulse werden von einer Verbesserung des Investitionsklimas aufgrund Veränderungen politischer Rahmenbedingungen erwartet. Insgesamt liegen die Wachstumsprognosen bei mehr als einem Prozent für 2015 und bei rund 1,3 % für 2016. Dagegen gehört Polen nach wie vor zu den dynamischsten Volkswirtschaften in Europa. Die Binnennachfrage profitiert vom Beschäftigungswachstum und steigenden Reallöhnen bei niedriger Inflation. Auch die monetären Rahmenbedingungen sind günstig und wirken stimulierend auf das Investitionsklima. Entsprechend positiv sind auch die Wachstumsprognosen für 2015 und 2016, die jeweils bei rund 3,5 % liegen, wenngleich eine gewisse Verunsicherung der Wirtschaft aufgrund der jüngsten politischen Veränderungen spürbar ist. Geschäftsverlauf Der Schloss Wachenheim-Konzern gehört zu den bedeutendsten Herstellern von Schaum- und Perlwein in Europa und der Welt. Weitere Sortimentsbereiche der Unternehmensgruppe sind entalkoholisierte Schaumweine und Weine, Wermut, Cider, Spirituosen, andere weinhaltige Getränke und alkoholfreie Kindergetränke, aber auch hochwertige deutsche Qualitätsweine. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2015/16 konnte die Zahl der verkauften Flaschen - umgerechnet in durchschnittliche 1/1 Flaschen - gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum konzernweit um 5,8 % auf 52,9 Mio. Flaschen gesteigert werden. Erwartungsgemäß sind die Nettoumsätze unterproportional um 1,4 % bzw. EUR 1,0 Mio. auf EUR 70,2 Mio. angestiegen, was auf Änderungen im Absatzmix, aber auch auf Preiseffekte insbesondere im deutschen Teilkonzern zurückzuführen ist. Entsprechend ist auch die Rohmarge um rund 2,0 % bzw. EUR 0,6 Mio. auf EUR 29,0 Mio. angestiegen. Das EBIT liegt mit EUR 4,2 Mio. deutlich über dem Niveau des ersten Quartals 2014/15 (EUR 2,6 Mio.), wobei sich hier auch rückläufige Werbeaufwendungen ausgewirkt haben. Diese EBIT-Entwicklung, ein Finanzergebnis leicht über dem Niveau des Vorjahres sowie ein ergebnisbedingt höherer Ertragsteueraufwand führten insgesamt zu einem entsprechenden Anstieg des Konzernjahresüberschusses um EUR 0,9 Mio. auf EUR 2,3 Mio. Teilkonzern Deutschland Der Gesamtabsatz im Teilkonzern Deutschland lag mit 21,2 Mio. Flaschen um 4,1 % über dem Niveau des ersten Quartals des Vorjahres (20,3 Mio. Flaschen). Bedingt durch Veränderungen im Produktmix, aber auch durch die Auswirkungen einer strategischen Neuorientierung bei der Preisstellung wichtiger Marken, sind die Umsatzerlöse um EUR 1,5 Mio. bzw. 5,9 % auf EUR 24,0 Mio. zurückgegangen. Aufgrund rückläufiger Weinpreise für die im ersten Quartal 2015/16 veräußerten Produkte liegt die Rohmarge lediglich um 2,2 % unter dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Das Betriebsergebnis (EBIT) des ersten Quartals beläuft sich auf EUR -0,9 Mio. nach EUR -1,1 Mio. im Vorjahr. Hier haben sich überwiegend rückläufige Werbeaufwendungen ausgewirkt. Gegenläufig haben sich jedoch die Abschreibungen erhöht: Im Zusammenhang mit der Neuanschaffung einer Abfüllanlage am Standort Trier haben außerplanmäßige Abschreibungen auf Altanlagen das Ergebnis um rund EUR 0,2 Mio. belastet. Teilkonzern Frankreich Bei einer gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres um 6,3 % höheren Anzahl verkaufter Flaschen (18,2 Mio.) liegen die Umsatzerlöse in unserem französischen Teilkonzern mit EUR 26,5 Mio. um 9,1 % über dem Niveau des ersten Quartals 2014/15 (EUR 24,3 Mio.). Insbesondere aufgrund von Veränderungen im Produktmix, und hier speziell einem höheren Anteil eigener Markenprodukte, konnte die Rohmarge sogar um 10,7 % bzw. EUR 1,0 Mio. auf EUR 10,6 Mio. gesteigert werden. Im ersten Quartal 2015/16 wurde ein EBIT von rund EUR 4,1 Mio. erzielt. Auch dieses liegt deutlich über dem Niveau des ersten Vorjahresquartals (EUR 2,3 Mio.). Zusätzlich zur positiven Entwicklung der Rohmarge haben sich in erster Linie geringere Werbeaufwendungen (in Höhe von rund EUR 0,7 Mio.) ausgewirkt. Teilkonzern Ostmitteleuropa Auch im Teilkonzern Ostmitteleuropa konnte der Absatz aufgrund einer positiven Entwicklung in Polen um 4,9 % auf 14,5 Mio. Flaschen gesteigert werden. Die Umsatzerlöse lagen dagegen mit EUR 20,7 Mio. knapp unter dem Niveau des Vorjahres (EUR 20,8 Mio.), was auf Veränderungen im Produktmix, und hier speziell auf einen höheren Anteil des Apfelweingetränks Cydr Lubelski, zurückzuführen ist. Die Rohmarge liegt mit EUR 9,1 Mio. um rund EUR 0,3 Mio. unter dem Niveau des ersten Quartals 2014/15. Entsprechend ist auch das EBIT des ostmitteleuropäischen Teilkonzerns um EUR 0,5 Mio. auf EUR 1,0 Mio. zurückgegangen. Zusätzlich zur Entwicklung der Rohmarge haben auch höhere Werbeaufwendungen (um EUR 0,1 Mio.) das operative Ergebnis belastet. Übrige Aktivitäten Das operative Ergebnis des Segments „Übrige Aktivitäten", in dem die zurzeit nicht operativ genutzten Liegenschaften in Rumänien und Deutschland ausgewiesen werden, ist wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum nahezu ausgeglichen. Chancen- und Risikobericht Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2015/16 haben sich im Vergleich zu den im Geschäftsbericht 2014/15 ausführlich dargestellten Chancen und Risiken für den Konzern (Abschnitt „Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung", Seite 37 ff. im Konzern-Geschäftsbericht 2014/15) keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar. Nachtragsbericht Ereignisse, die nach dem Abschlussstichtag 30. September 2015 eintraten und für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Schloss Wachenheim-Konzerns von Bedeutung wären, sind uns nicht bekannt. Prognosebericht Im ersten Quartal 2015/16 konnten die Absatzmengen in allen drei operativen Teilkonzernen gesteigert werden. Dabei ist die positive Entwicklung in Frankreich besonders hervorzuheben, während in Deutschland die Geschäftsentwicklung hinter unseren Erwartungen zurück blieb, da sich die im vergangenen Geschäftsjahr eingeleiteten Maßnahmen - strategische Neuorientierung bei der Preisstellung wichtiger Marken sowie Anpassungen in den Sortiments- und Vertriebsstrukturen - noch nicht in vollem Umfang ausgewirkt haben. Das operative Ergebnis (EBIT) konnte gegenüber dem Vorjahr konzernweit deutlich gesteigert werden, was neben einer Steigerung im französischen Teilkonzern auch auf rückläufige Werbeaufwendungen zurückzuführen ist. Für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres, das aufgrund der starken Saisonalität unseres Geschäfts regelmäßig ein besonderes Gewicht für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des gesamten Geschäftsjahres hat, sind wir zuversichtlich. Das Konsumklima in für uns wichtigen Absatzländern ist weiterhin valide und sollte ein erneut starkes Jahresendgeschäft tragen. Mit national wie international stark positionierten Marken, die wir mit hohen Werbe- und Marketingaktivitäten stützen, und einem gut diversifizierten Produktportfolio sind wir überzeugt, insgesamt auch unsere Ziele für das zweite Quartal erreichen zu können. Insofern halten wir weiter an unserer im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014/15 abgegebenen Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2015/16 fest, wonach wir von einer moderaten Aufwärtsbewegung bei den Absätzen, einem hierzu leicht unterproportionalen Wachstum der Umsatzerlöse sowie einem stabilen Konzernjahresüberschuss auf dem hohen Niveau des Geschäftsjahres 2014/15 ausgehen. Allerdings können die eingangs beschriebenen äußeren Einflüsse das gesamtwirtschaftliche Umfeld und damit diese Prognose in die eine oder andere Richtung beeinflussen.
Trier, den 12. November 2015 Der Vorstand KONZERNZWISCHENABSCHLUSSKonzernbilanz zum 30. September 2015Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Quartal 2015/16
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 1. Quartal 2015/16
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung 1. Quartal 2015/16
Konzernkapitalflussrechnung I. Quartal 2015/16
KONZERNANHANGZUSAMMENFASSUNG DER RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE Grundlagen Der Konzernzwischenabschluss der Schloss Wachenheim AG („SWA") zum 30. September 2015 wurde entsprechend der Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 (Zwischenberichterstattung) in Übereinstimmung mit den von der Europäischen Union übernommenen und vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den zugehörigen Interpretationen (IFRIC) erstellt. Der Konzernzwischenabschluss der SWA wurde am 12. November 2015 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. Mit Ausnahme von Änderungen, die sich aus der Anwendung neuer bzw. geänderter Rechnungslegungsstandards ergeben haben, wurden die bei der Erstellung des Konzernjahresabschlusses zum 30. Juni 2015 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert beibehalten, so dass für diese die Erläuterungen im Anhang des Konzernjahresabschlusses 2014/15 entsprechend gelten. Der Geschäftsbericht der SWA steht im Internet unter ,www.schloss-wachenheim.com' zur Einsicht und zum Download zur Verfügung. Der Konzernzwischenabschluss ist in Euro aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Alle Beträge sind, soweit nicht anders vermerkt, in Tausend Euro angegeben. Das Geschäft des Konzerns ist saisonal geprägt. Um die hohen Absätze zu Weihnachten und Silvester zu sichern, wird bereits im Sommer mit dem Aufbau der Vorratsbestände begonnen. Aufgrund dieses saisonalen Charakters werden im zweiten Quartal regelmäßig rund ein Drittel der jährlichen Umsatzerlöse und rund drei Viertel des Jahresergebnisses erwirtschaftet. Erstmals angewendete neue bzw. geänderte Rechnungslegungsstandards Die SWA wendet sämtliche neuen bzw. geänderten IAS/IFRS und Interpretationen grundsätzlich ab dem jeweils verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt an, sofern diese neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen bereits im Rahmen des IFRS-Endorsementverfahrens durch die EU angenommen wurden. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2015/16 waren die folgenden neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen erstmals verpflichtend anzuwenden, die jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Schloss Wachenheim-Konzerns hatten:
Veröffentlichte, aber noch nicht angewendete neue bzw. geänderte Rechnungslegungsstandards Darüber hinaus wurden vom IASB bzw. vom IFRIC folgende neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen herausgegeben, die im Geschäftsjahr 2015/16 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und deren Übernahme durch die Europäische Union zum Stichtag des Zwischenabschlusses noch ausstand:
Die Auswirkungen dieser neuen bzw. geänderten Vorschriften auf die im Konzernabschluss dargestellte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden, soweit für den SWA-Konzern relevant, derzeit untersucht. KONSOLIDIERUNGSKREIS In den Konzernzwischenabschluss werden neben der SWA alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen. SWA verfügt bei diesen Unternehmen direkt oder indirekt über die Mehrheit der Stimmrechte. Ein Tochterunternehmen, dessen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unwesentlich ist, wird nicht konsolidiert. Weiterhin werden zwei Gemeinschaftsunternehmen („Joint Ventures") nach der Equity-Methode konsolidiert. Hier besitzen die SWA sowie die an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Partnerunternehmen Rechte am Nettovermögen der jeweiligen Gesellschaft. Ein assoziiertes Unternehmen, an dem die AMBRA S.A. mit 47,00 % beteiligt ist, wird nicht konsolidiert, da sich die Gesellschaft in Liquidation befindet und daher ein maßgeblicher Einfluss im Sinne von IAS 28 nicht gegeben ist. Weiterhin wird ein strukturiertes Unternehmen im Sinne von IFRS 12 nicht konsolidiert, da die SWA dieses Unternehmen nicht beherrscht. Gegenüber dem 30. Juni 2015 haben sich keine Veränderungen im Kreis der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ergeben. Insofern wird hinsichtlich der Beteiligungsverhältnisse auf die Anlage zum Anhang des Konzernjahresabschlusses 2014/15 verwiesen. Der Geschäftsbericht der Schloss Wachenheim AG steht im Internet unter ,www.schloss-wachenheim.com' zur Einsicht und zum Download zur Verfügung. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG Die folgenden Tabellen geben einen Gesamtüberblick über die operativen Segmente des SWA-Konzerns für die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2015/16 sowie für die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2014/15.
Gemäß den Anforderungen des IFRS 8 wurden die Geschäftssegmente entsprechend der Berichterstattung festgelegt, die dem Gesamtvorstand der Schloss Wachenheim AG (Hauptentscheidungsträger) regelmäßig vorgelegt werden und anhand derer er seine strategischen Entscheidungen fällt. Die Berichterstattung an den Vorstand der SWA erfolgt grundsätzlich nach den Regionen Deutschland, Frankreich und Ostmitteleuropa. Die regionale Segmentierung basiert dabei auf dem Standort der Vermögenswerte. Daneben wird das zurzeit nicht operativ genutzte Immobilienvermögen in Rumänien und Deutschland im Segment „Übrige Aktivitäten" regionenübergreifend zusammengefasst und separat berichtet. Erläuterungen zur Bilanz (1) Vorräte
Zum 30. Juni 2015 waren die Vorräte insbesondere aufgrund einer planmäßig höheren Produktion im Vorfeld einer in den Herbstmonaten durchgeführten Modernisierungsmaßnahme an einer Produktionslinie am Standort Trier deutlich erhöht. Aufgrund der Abverkäufe im ersten Quartal 2015/16 haben sich diese zum 30. September 2015 wieder reduziert. Gegenläufig wirkten jedoch geplante, saisonal bedingte Lagerproduktionen im Vorfeld des Jahresendgeschäfts. Zum Abschlussstichtag des vergleichbaren Vorjahreszeitraums haben die Vorräte insgesamt TEUR 93.500 betragen. Hier hatten sich jedoch auch die leicht höheren Weinpreise für die Ernte 2013 ausgewirkt. Aufgrund einer rückläufigen Entwicklung für die Ernte 2014 haben sich die Vorratsbestände zum 30. September 2015 auch preisbedingt wieder entsprechend reduziert. (2) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Zum Abschlussstichtag des vergleichbaren Vorjahreszeitraums haben die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen insgesamt TEUR 50.496 betragen. Ein Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird im Wege des revolvierenden Factorings verkauft. Der Factor trägt für die von ihm angekauften Forderungen das Risiko des Zahlungsausfalls des Debitors. Die SWA haftet lediglich für den rechtlichen Bestand der verkauften Forderungen. Da im Wesentlichen alle mit den Forderungen verbundenen Risiken auf den Factor übertragen werden, werden die veräußerten Forderungen ausgebucht. (3) Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals und der Anteile anderer Gesellschafter wird in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Das kumulierte sonstige Ergebnis enthält neben den erfolgsneutral erfassten kumulierten Erträgen und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen auch Währungseffekte aus Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb sowie die unmittelbar im Eigenkapital zu erfassenden Veränderungen der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und hat sich wie folgt entwickelt:
(4) Verbindlichkeiten
Im Teilkonzern Ostmitteleuropa wurden für aufgenommene Darlehen umfangreiche Sicherheiten gegeben. Diese setzen sich im Wesentlichen aus Verpfändungen der Marke Cin&Cin, ausgewählten technischen Anlagen und Maschinen, Forderungen, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Fertigerzeugnissen sowie Grundschuldbestellungen auf Immobilienvermögen und Wechselverbindlichkeiten zusammen. (5) Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten Die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte nach Kategorien stellen sich wie folgt dar:
Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind in folgende Bewertungskategorien nach IAS 39 eingeteilt:
Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten und Vermögenswerte wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte nicht zuverlässig bestimmbar waren und die daher zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertet worden sind. Die beizulegenden Zeitwerte der langfristigen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Finanzverbindlichkeiten werden als Barwerte der zukünftig erwarteten Cashflows ermittelt. Zur Diskontierung werden marktübliche Zinssätze, bezogen auf die entsprechenden Fristigkeiten, verwendet. Die Bewertung der Derivate erfolgt auf Basis aktueller Marktdaten und unter Verwendung marktüblicher Bewertungsmethoden (Barwertmethode, Black-Scholes-Verfahren) erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Differenziert nach Bewertungshierarchien im Sinne von IFRS 13.72 stellen sich die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wie folgt dar:
Sämtliche erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sind als „zu Handelszwecken gehalten" eingestuft. Aggregiert stellen sich die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 wie folgt dar:
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (6) Umsatzerlöse
Die Gliederung der Umsatzerlöse nach geografischen Segmenten ist aus der Segmentberichterstattung ersichtlich. Während die Umsatzerlöse in den ersten drei Monaten 2015/16 im Teilkonzern Frankreich gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um TEUR 2.211 angestiegen sind, waren in Deutschland und Ostmitteleuropa Rückgänge um TEUR 1.511 bzw. TEUR 78 zu verzeichnen. (7) Bestandsveränderungen und Materialaufwand
Der Anstieg der Summe aus Bestandsveränderungen und Materialaufwand im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2015/16 zum entsprechenden Vergleichszeitraum des Vorjahres ist im Wesentlichen begründet durch einen Anstieg des Geschäftsvolumens sowie Veränderungen im Absatzmix. (8) Sonstige betriebliche Erträge
(9) Personalaufwand
Die Anzahl der Mitarbeiter jeweils zum Stichtag 30. September beinhaltet auch die in der Freistellungsphase der Altersteilzeit befindlichen Mitarbeiter. (10) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Direkt im Konzerneigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen Das in der Gesamtergebnisrechnung nach Steuern ausgewiesene sonstige Ergebnis des ersten Quartals 2015/16 enthält wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum ausschließlich Effekte aus Währungsdifferenzen und damit ausschließlich Beträge, die zukünftig im Gewinn oder Verlust zu erfassen sind. Dieses setzt sich wie folgt zusammen:
Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des SWA-Konzerns im Laufe des ersten Quartals 2015/16 verändert haben. Die Zahlungsströme sind dabei nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres beläuft sich der Cashflow vor Änderungen des Nettoumlaufvermögens auf TEUR 4.125 (Vorjahr TEUR 3.044). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR -1.629 nach TEUR 6.595 im ersten Quartal 2014/15. Gegenläufig zu den gestiegenen Umsatzerlösen haben sich insbesondere ein höheres Working Capital sowie höhere Verrechnungen aus dem Factoring im deutschen Teilkonzern ausgewirkt. Entsprechend veränderte sich auch der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit: Während im ersten Quartal des Vorjahres insbesondere ein rückläufiges Working Capital zu einer Abnahme der Finanzverbindlichkeiten um TEUR 3.646 führten, wurden diese im ersten Quartal 2015/16 aus den oben genannten Gründen um TEUR 3.922 erhöht. Diese Veränderung der Finanzverbindlichkeiten beinhaltet Neuaufnahmen langfristiger Darlehen von TEUR 2.500 (Vorjahr TEUR 0) sowie Tilgungen langfristiger Darlehen von TEUR 2.860 (Vorjahr TEUR 5.702). Daneben sind Auszahlungen zur Tilgung von Finanzierungsleasingverträgen von TEUR 274 (Vorjahr TEUR 281) enthalten. Die übrigen Veränderungen resultieren aus der laufenden Finanzmitteldisposition. Unter Berücksichtigung von Dividendenzahlungen an Minderheitsgesellschafter von Tochterunternehmen von TEUR 655 (Vorjahr TEUR 688) ergibt sich ein Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR 3.267 (Vorjahr Mittelabfluss von TEUR 4.334). Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit liegt mit TEUR 2.933 leicht über dem Niveau des ersten Quartals des Vorjahres (TEUR 2.879). Die im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2015/16 gezahlten Ertragsteuern betragen TEUR 1.448 (Vorjahr TEUR 1.074). Die gezahlten Zinsen belaufen sich auf TEUR 354 (Vorjahr TEUR 449). An Zinsen erhalten hat der SWA-Konzern wie im Vorjahr TEUR 0. Beziehung zu nahestehenden Unternehmen und Personen Zu der Günther Reh AG (einschließlich MEK Material Einkaufskontor GmbH) bestanden im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs Liefer- und Leistungsbeziehungen, insbesondere aus der Weiterbelastung von Personalkosten und sonstigen Dienstleistungen sowie aus der Weitergabe von Boni und Provisionen. Darüber hinaus resultierte aus Darlehensvergaben zwischen der Günther Reh AG und der SWA ein im Finanzergebnis erfasster Zinsaufwand. Die Transaktionen mit der Reh Kendermann GmbH Weinkellerei resultieren aus Liefer- und Leistungsbeziehungen (Lieferung von Schaumwein und Wein im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs) sowie aus Weiterbelastungen. Transaktionen zwischen der SWA und der Vintalia Weinhandels GmbH & Co. KG resultieren aus der Tätigkeit der SWA als Kommissionär für den Vertrieb von Waren des Gemeinschaftsunternehmens für dessen Rechnung gegen Provision. Liefer- und Leistungsbeziehungen mit der Wine 4 You Sp. z o.o. bestehen im Teilkonzern Ostmitteleuropa. Alle Transaktionen wurden zu marktüblichen Konditionen abgerechnet. Im Einzelnen stellen sich die Transaktionen mit nahestehenden Personen wie folgt dar:
Angaben zu den Organen der Schloss Wachenheim AG Mitglieder des Vorstands
Die aktuellen Verantwortungsbereiche der Vorstände sind im Internet unter ,www.schloss-wachenheim.com' dauerhaft zugänglich gemacht. Mitglieder des Aufsichtsrats Aktionärsvertreter
Arbeitnehmervertreter
Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Trier, den 12. November 2015
Der Vorstand: Dr. Wilhelm Seiler (Sprecher des Vorstands) Andreas Meier Oliver Gloden |
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