Schloss Wachenheim AG

Trier

Konzern - Halbjahresfinanzbericht zum 31.12.2021

WESENTLICHE KENNZAHLEN

1. Halbjahr 2021/22 1. Halbjahr 2020/21 Veränderung
Absatz 0,75l-Flaschen in Tausend (sales quantity) 135.925 125.594 +8,2%
Nettoumsatzerlöse in TEUR (net sales) 219.363 199.987 +9,7%
Rohmarge in TEUR (gross margin) 94.696 85.071 +11,3%
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibungen in TEUR (EBITDA) 32.158 27.461 +17,1%
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit in TEUR (EBIT) 24.383 20.121 +21,2%
Ergebnis vor Steuern in TEUR (EBT) 23.620 19.320 +22,3%
Konzernjahresüberschuss in TEUR (net income before minorities) 18.315 14.383 +27,3%
Ergebnis je Aktie in EUR (profit per share) 1,47 1,14 +28,9%
Umsatzrendite1 (profit margin) 8,3% 7,2% +15,3%
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in TEUR (cashflow from operating activities) 11.786 15.620 -24,5%
Investitionen in Sachanlagen, immaterielle und andere langfristige Vermögenswerte sowie in Konzernunternehmen in TEUR (capital expenditure) 5.735 8.622 -33,4%
31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
Eigenkapitalquote2 (equity ratio) 53,5% 53,8% -0,6%
Kurzfristige Betriebsmittel in TEUR3 (trade working capital) 145.226 139.605 +4,0%
Anzahl Mitarbeiter (headcount) 1.591 1.573 +1,1%

Mit 135,9 Mio. verkauften Flaschen - umgerechnet auf 0,75 l-Flaschen - liegt die Absatzmenge im ersten Halbjahr 2021/22 um 8,2 % über dem Niveau des Vorjahres (125,6 Mio. Flaschen). Diese Entwicklung wurde hauptsächlich von der Entwicklung in Frankreich und Ostmitteleuropa getragen, während die Absatzmengen in Deutschland nur leicht über dem Niveau des ersten Halbjahres 2020/21 liegen. Entsprechend sind auch die Umsatzerlöse konzernweit um 9,7 % angestiegen.

Die Rohmarge ist um 11,3 % auf EUR 94,7 Mio. angestiegen.

Das operative Ergebnis (EBIT) liegt bei EUR 24,4 Mio. nach EUR 20,1 Mio. im ersten Halbjahr des Vorjahres, bedingt durch Steigerungen in Frankreich und Ostmitteleuropa.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist von EUR 15,6 Mio. auf rund EUR 11,8 Mio. zurückgegangen, was aus Änderungen des Nettoumlaufvermögens resultiert.

Die Eigenkapitalquote liegt mit 53,5 % nahezu auf dem Niveau des vergleichbaren Vorjahresstichtags (53,8 %).

1 Konzernjahresüberschuss zu Umsatzerlöse
2 Eigenkapital zu Bilanzsumme
3 Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

INHALTSVERZEICHNIS

Zwischenlagebericht

Konzernzwischenabschluss

Konzernbilanz

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung

Konzernkapitalflussrechnung

Konzernanhang

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

ZWISCHENLAGEBERICHT

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Erholung der Weltwirtschaft, die in 2021 nach dem Einbruch infolge der Corona-Pandemie einsetzte, hat im weiteren Verlauf dieses Jahres spürbar an Dynamik verloren. Nach wie vor beeinflusst die COVID-19-Pandemie die konjunkturelle Entwicklung in vielen Ländern, und speziell hinsichtlich der Omikron-Variante bestehen Unsicherheiten. Dabei waren und sind die wirtschaftlichen Auswirkungen in den einzelnen Ländern durchaus unterschiedlich: Während vielerorts auch deutlich gestiegene Inzidenzen nicht unbedingt unmittelbare schärfere Eindämmungsmaßnahmen zur Folge hatten, führte dies beispielsweise in mehreren Ländern Asiens in den Sommermonaten 2021 erneut zu erheblichen Einschränkungen.

Dämpfend wirken nach wie vor Engpässe bei der Verfügbarkeit bestimmter Rohstoffe und Vorleistungsgüter (insbesondere Halbleitern) sowie bei Logistikkapazitäten. Dies führt zu Produktionsausfällen, längeren Lieferzeiten sowie spürbar steigenden Frachtraten. In vielen Bereichen sind damit auch Preissteigerungen in zum Teil erheblichem Umfang verbunden. Zuletzt sind vor allem die Preise für Strom und Gas auf neue Höchststände gestiegen.

Aber auch andere belastende Faktoren für die Weltwirtschaft, etwa geopolitische Spannungen oder Handelskonflikte, sind nach wie vor existent. So können insbesondere aus weiteren Eskalationen der Ukraine-Krise zusätzliche Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung vieler Länder Europas und der Welt resultieren.

Insofern hat der IWF im Januar 2022 seine globale Konjunkturprognose um 0,5 Prozentpunkte gesenkt und geht nunmehr für 2022 von einem Wachstum von 4,4 % aus. Ausschlaggebend hierfür waren hauptsächlich schwächer erwartete Wachstumsraten in China und in den USA. Die Prognosen für das Weltwirtschaftswachstum in 2023 liegen bei 3,8 %. Für den Euroraum geht der IWF von einer weniger dynamischen Entwicklung aus (+3,9 % in 2022 und +2,5 % in 2023).

Auch für die wichtigen Heimatmärkte unserer Konzernunternehmen gehen die Erwartungen für 2022 von einer eher verhaltenen Entwicklung aus. So wird für Deutschland, Frankreich, Polen, Tschechien und Rumänien ein Wachstum von jeweils zwischen 3 % und 4 % erwartet. Für 2023 liegen die Konjunkturprognosen für diese Länder jeweils zwischen rund 2 % und rund 4 %.

Geschäftsverlauf

Der Schloss Wachenheim-Konzern gehört zu den bedeutendsten Herstellern von Schaumwein und Perlwein in Europa und der Welt. Weitere Sortimentsbereiche der Unternehmensgruppe sind Wein, entalkoholisierte Sparklings und Weine, Wermut, Cider, Spirituosen sowie andere weinhaltige Getränke. Darüber hinaus werden auch Kindergetränke hergestellt und vertrieben.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021/22 liegt die Zahl der verkauften Flaschen - umgerechnet in 0,75 l-Flaschen - mit 135,9 Mio. konzernweit um 8,2 % über dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums (125,6 Mio. Flaschen). Diese Entwicklung wurde hauptsächlich von der Entwicklung in Frankreich und Ostmitteleuropa getragen, während die Absatzmengen in Deutschland nur leicht über dem Niveau des ersten Halbjahres 2020/21 liegen.

Die Umsatzerlöse sind um EUR 19,4 Mio. bzw. 9,7 % auf EUR 219,4 Mio. angestiegen, was auf Steigerungen im französischen sowie im ostmitteleuropäischen Teilkonzern zurückzuführen ist. Gegenläufig waren die Umsatzerlöse in Deutschland - trotz gegenüber dem Vorjahr leicht höheren Absatzmengen - leicht rückläufig, was aus Veränderungen im Absatzmix resultiert. Die Rohmarge liegt mit EUR 94,7 Mio. konzernweit deutlich über dem Niveau des ersten Halbjahres 2020/21 (EUR 85,1 Mio.).

Das operative Ergebnis (EBIT) liegt in den ersten sechs Monaten 2021/22 bei EUR 24,4 Mio. nach EUR 20,1 Mio. im ersten Halbjahr 2020/21. Dies resultiert in erster Linie aus der Entwicklung im ostmitteleuropäischen Teilkonzern, wo der Anstieg der Rohmarge jedoch teilweise durch Steigerungen bei Personal- und Sachkosten kompensiert wurde. Aber auch das operative Ergebnis in Frankreich konnte infolge der Absatz- und Umsatzentwicklung gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich gesteigert werden. Dagegen war das EBIT in Deutschland - trotz einer stabilen Rohmarge - rückläufig, was in erster Linie auf höhere Personalaufwendungen, aber auch einen im Vorjahresergebnis enthaltenen Gewinn aus der Veräußerung einer Liegenschaft in Böchingen/Deutschland zurückzuführen ist.

Diese EBIT-Entwicklung, ein weitgehend stabiles Finanzergebnis sowie ein ergebnisbedingt gestiegener Ertragsteueraufwand führten insgesamt zu einem Anstieg des Konzernjahresüberschusses um rund EUR 3,9 Mio. auf EUR 18,3 Mio. Das Ergebnis pro Aktie (unverwässert und verwässert) beläuft sich auf EUR 1,47 (Vorjahr EUR 1,14).

Teilkonzern Deutschland

Der Gesamtabsatz im Teilkonzern Deutschland im ersten Halbjahr 2021/22 liegt mit 48,4 Mio. Flaschen leicht über dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums (48,2 Mio. Flaschen). Dies ist auf ein organisches Mengenwachstum bei der Schloss Wachenheim AG und dort im Bereich der Handelseigenmarken zurückzuführen, teilweise kompensiert durch einen leichten Rückgang bei den Markenprodukten. Dagegen konnten die hohen Absatzvolumina des entsprechenden Vorjahreszeitraums bei den Weinhandelsaktivitäten - Rindchen's Weinkontor GmbH & Co. KG sowie Vino Weinhandels GmbH - in 2021/22 nicht wieder erreicht werden; die Absätze dort waren insgesamt um 10,0 % rückläufig. Infolge dieser Veränderungen im Absatzmix haben die Umsatzerlöse des deutschen Teilkonzerns - trotz einer leichten Mengensteigerung - mit EUR 74,4 Mio. das Vorjahresniveau (EUR 75,1 Mio.) knapp verfehlt. Die Rohmarge liegt dagegen mit EUR 31,8 Mio. auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2020/21.

Das Betriebsergebnis (EBIT) des ersten Halbjahres 2021/22 liegt bei EUR 3,6 Mio. nach EUR 4,6 Mio. im Vorjahr. Hier haben sich insbesondere gestiegene Personalaufwendungen (um EUR 0,5 Mio.) ausgewirkt, bedingt durch Lohn- und Gehaltssteigerungen, Veränderungen in der Mitarbeiterstruktur sowie dem In-Sourcing von Teilen der Lager-Logistik unseres Wein-Retailbereichs. Daneben war im Ergebnis des Vorjahres ein Buchgewinn aus der Veräußerung einer Liegenschaft in Böchingen/Deutschland von rund EUR 0,4 Mio. enthalten.

Teilkonzern Frankreich

Der Absatz im französischen Teilkonzern liegt in den ersten sechs Monaten 2021/22 mit 32,0 Mio. Flaschen um 13,9 % über dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums (28,1 Mio. Flaschen). Dies ist zum weit überwiegenden Teil auf die Entwicklung des Export-Geschäfts zurückzuführen. Besonders hervorzuheben sind hierbei die Absatzentwicklungen in Russland, in den USA sowie in verschiedenen Länder Afrikas, wo sich die Volumina gegenüber dem - durch die Corona-Pandemie belasteten - ersten Halbjahr des Vorjahres jeweils mehr als verdoppelt haben. Aber auch die Absätze auf dem französischen Inlandsmarkt liegen gegenüber dem Vorjahr leicht im Plus. Entsprechend sind auch die Umsatzerlöse um 13,6 % bzw. EUR 5,8 Mio. auf EUR 48,8 Mio. angestiegen; die Rohmarge hat sich um rund 15,9 % bzw. EUR 2,8 Mio. auf EUR 20,0 Mio. erhöht.

Das EBIT des französischen Teilkonzerns hat sich gegenüber den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020/21 um EUR 2,3 Mio. auf EUR 4,8 Mio. erhöht. Gegenläufig zum Anstieg der Rohmarge haben sich Steigerungen bei den Personal- und Sachaufwendungen ausgewirkt.

Teilkonzern Ostmitteleuropa

Im Teilkonzern Ostmitteleuropa liegt der Absatz im ersten Halbjahr 2021/22 mit 60,5 Mio. Flaschen um 14,0 % über dem Niveau des Vorjahres (53,1 Mio. Flaschen). Dieser Anstieg entfällt überwiegend auf den polnischen Heimatmarkt, wo die Absatzmengen um 11,9 % über dem Vorjahresniveau liegen. Differenziert nach Produktkategorien wurde das Volumenwachstum dort wesentlich von der Entwicklung bei Sparklings, Stillweinen und Kinderpartygetränken getragen. In Rumänien liegen die Absatzvolumina um 18,5 % über dem Niveau der ersten sechs Monate 2020/21; dort waren Sparklings, Stillweine und Sprituosen die größten Wachstumsträger. Die Zahl der verkauften Flaschen in Tschechien und in der Slowakei liegt um nahezu 20 % über dem Vorjahresniveau, insbesondere aufgrund einer erneut starken Entwicklung bei Sparklings.

Die Umsatzerlöse im ostmitteleuropäischen Teilkonzern sind um 17,3 % auf EUR 101,1 Mio. angestiegen. Diese im Vergleich zur Absatzentwicklung überproportionale Steigerung ist in erster Linie auf Absatzmixveränderungen zurückzuführen. Dies hat auch die Entwicklung der Rohmarge beeinflusst, die mit EUR 42,9 Mio. um rund EUR 6,9 Mio. bzw. 19,2 % über dem Niveau des ersten Halbjahres 2020/21 liegt.

Auch das EBIT des ostmitteleuropäischen Teilkonzerns liegt mit EUR 16,0 Mio. deutlich über dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraums (EUR 13,0 Mio.). Gegenläufig zur Entwicklung der Rohmarge haben sich hauptsächlich höhere Personalaufwendungen (um EUR 1,5 Mio.), gestiegene Ausgangsfrachten (um EUR 0,8 Mio.) sowie höhere Werbeaufwendungen (um EUR 0,5 Mio.) auf das operative Ergebnis ausgewirkt.

Übrige Aktivitäten

Das operative Ergebnis des Segments „Übrige Aktivitäten", in dem zurzeit eine nicht operativ genutzte Liegenschaft in Rumänien ausgewiesen wird, ist wie im Vorjahr nahezu ausgeglichen.

Investitionen und Finanzierung

Im ersten Halbjahr 2021/22 liegt der Cashflow vor Änderungen des Nettoumlaufvermögens mit EUR 26,5 Mio. um rund EUR 4,7 Mio. über dem Niveau des Vorjahres. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich dagegen von EUR 15,6 Mio. auf EUR 11,8 Mio. reduziert. Ursächlich hierfür war insbesondere ein gegenüber dem Vorjahr höherer Anstieg des Working Capital (Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen).

Der Netto-Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit liegt mit rund EUR 5,6 Mio. um rund EUR 0,9 Mio. unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums (EUR 6,5 Mio.). Auszahlungen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte belaufen sich auf EUR 5,7 Mio. (Vorjahr EUR 8,6 Mio.). Diese entfallen überwiegend auf Zugänge bei technischen Anlagen und Maschinen sowie anderer Betriebs- und Geschäftsausstattung in allen operativen Teilkonzernen. Im Vorjahr war hier insbesondere der Rückerwerb des im Dezember 2007 verkauften und seitdem zurückgemieteten Betriebsgrundstücks in Wachenheim/Deutschland zu nennen. Dem standen im Vorjahr Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten von EUR 2,1 Mio. gegenüber, die nahezu ausschließlich aus der Veräußerung einer Liegenschaft in Böchingen/Deutschland resultierten. In den ersten sechs Monaten 2021/22 sind derartige Einzahlungen nur in geringem Umfang realisiert worden.

Der zahlungswirksame Anstieg der Finanzverbindlichkeiten beträgt im ersten Halbjahr 2021/22 rund EUR 3,9 Mio. (Vorjahr Rückgang um EUR 0,5 Mio.). Dividendenzahlungen an Aktionäre der Schloss Wachenheim AG und an Minderheitsgesellschafter von Tochterunternehmen belaufen sich auf EUR 8,0 Mio. (Vorjahr EUR 6,2 Mio.). Die Eigenkapitalquote liegt mit 53,5 % um 3,4 Prozentpunkte unter dem Stand zum 30. Juni 2021 (56,9 %). Zum vergleichbaren Vorjahresstichtag (31. Dezember 2020) hat die Eigenkapitalquote 53,8 % betragen.

Chancen- und Risikobericht

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 haben sich im Vergleich zu den im Geschäftsbericht 2020/21 ausführlich dargestellten Chancen und Risiken für den Konzern (Abschnitt Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung", Seite 35 ff. im Konzern-Geschäftsbericht 2020/21) keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar.

Nachtragsbericht

Ereignisse, die nach dem Abschlussstichtag 31. Dezember 2021 eintraten und für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Schloss Wachenheim-Konzerns von Bedeutung wären, sind uns nicht bekannt.

Prognosebericht

Das erste Halbjahr 2021/22 war überwiegend von einer erneut starken Geschäftsentwicklung im ostmitteleuropäischen Teilkonzern geprägt, auch bedingt durch ein gegenüber dem Vorjahr besseres Jahresendgeschäft. In Frankreich liegen Absatzmengen und Umsatzerlöse ebenfalls deutlich über dem Niveau des Vorjahres, was hauptsächlich auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends im Exportgeschäfts zurückzuführen ist. Dagegen verzeichnete der deutsche Teilkonzern - trotz leicht höherer Absatzmengen - ein leicht rückläufiges Umsatzvolumen; hier konnte der Wein-Retailbereich das hohe Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums nicht wieder erreichen. Aufgrund der starken Saisonalität unseres Geschäfts hat das zweite Quartal regelmäßig ein besonderes Gewicht für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des gesamten Geschäftsjahres.

Das zweite Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 wird dagegen spürbar von Preissteigerungen in großer Breite bestimmt sein. Dies betrifft zum einen die Weinpreise der Ernte 2021, die insgesamt deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegen, und die sich partiell bereits im laufenden Geschäftsjahr auswirken werden. Zum anderen sind wir aber auch bei nahezu allen weiteren für uns relevanten Rohstoffen mit steigenden Preisen sowie auch immer häufiger mit längeren Lieferzeiten und Verfügbarkeitsengpässen konfrontiert. Gleiches gilt auch bei den Energiepreisen, die in den letzten Wochen erneut Höchststände erreicht haben.

Aufgrund dieser Entwicklungen müssen auch wir in allen operativen Teilkonzernen Preiserhöhungen umsetzen. Insofern wird die weitere Geschäftsentwicklung wesentlich davon bestimmt sein, wie unsere Kunden und Konsumenten auf diese Anpassungen reagieren werden. Besondere Herausforderungen ergeben sich dabei aus dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld, das in immer höheren Maße von Inflation und steigenden Preisen geprägt wird. Dies reduziert die verfügbaren Einkommen der Verbraucher und stellt damit einen nicht unerheblichen Risikofaktor für die weitere Entwicklung der Verbraucherstimmung dar. Gleiches gilt für die weitere Entwicklung des Infektionsgeschehens in den nächsten Monaten und die damit verbundene Notwendigkeit neuerlicher Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in den für uns relevanten Absatzmärkten. Auch die Entwicklung der Ukraine-Krise ist weiterhin aufmerksam zu beobachten.

Trotz dieser dämpfenden Faktoren gehen wir aufgrund der starken Entwicklung des ersten Halbjahres auch für das gesamte Geschäftsjahr 2021/22 weiterhin von konzernweit leichten Steigerungen bei Absatzmengen und Umsatzerlösen aus. Daneben erwarten wir ein operatives Ergebnis (EBIT) in einer Bandbreite zwischen EUR 26,0 Mio. und EUR 28,0 Mio. (bisherige Prognose EUR 24,0 Mio. bis EUR 26,0 Mio.) nach EUR 24,4 Mio. im Vorjahr. Die Erwartungen für den Konzernjahresüberschuss liegen - nach EUR 17,7 Mio. in 2020/21 - zwischen EUR 18,5 Mio. und EUR 20,5 Mio. (bisherige Prognose EUR 17,0 Mio. bis EUR 19,0 Mio.). Wir weisen allerdings darauf hin, dass äußere Einflüsse, insbesondere aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, den weiteren Auswirkungen der Corona-Pandemie, möglichen weiteren Eskalationen der Ukraine-Krise sowie aus der Entwicklung der Währungen in Ostmitteleuropa, diese Prognose in die eine oder andere Richtung beeinflussen können.

 

Trier, den 22. Februar 2022

Der Vorstand

KONZERNZWISCHENABSCHLUSS

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

Anhang 31.12.2021 30.06.2021
TEUR TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen (1) 98.928 97.513
Immaterielle Vermögenswerte (2) 95.554 96.082
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 2.786 2.814
Nach der Equity-Methode bilanzierte Anteile an Gemeinschaftsunternehmen 485 395
Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte 619 500
Latente Steuern 1.921 1.580
200.293 198.884
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (3) 103.760 108.621
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (4/7) 98.615 53.442
Forderungen aus Ertragsteuererstattungen 242 311
Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte (7) 6.857 9.093
Liquide Mittel 9.794 7.680
219.268 179.147
419.561 378.031

Passiva

Anhang 31.12.2021 30.06.2021
TEUR TEUR
Eigenkapital (5)
Gezeichnetes Kapital 50.054 50.054
Kapitalrücklage 4.570 4.570
Gewinnrücklagen und Konzernjahresüberschuss 130.233 122.515
Kumuliertes sonstiges Ergebnis -3.051 -2.592
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 42.750 40.447
224.556 214.994
Langfristiges Fremdkapital
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie andere langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 2.714 2.405
Sonstige Rückstellungen 749 475
Finanzverbindlichkeiten (6/7) 25.712 34.121
Sonstige Verbindlichkeiten (6/7) 662 620
Latente Steuern 11.122 10.382
40.959 48.003
Kurzfristiges Fremdkapital
Sonstige Rückstellungen 4.607 7.422
Finanzverbindlichkeiten (6/7) 43.219 28.849
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (6/7) 57.149 44.734
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern (6) 3.366 1.738
Sonstige Verbindlichkeiten (6/7) 45.705 32.291
154.046 115.034
419.561 378.031

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das 1. Halbjahr 2021/22

Anhang 2. Quartal 1. Halbjahr
2021/22 2020/21 2021/22 2020/21
TEUR TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse (8) 132.710 117.936 219.363 199.987
Bestandsveränderung (9) -7.950 -8.741 -8.734 -7.346
Materialaufwand (9) -67.754 -58.555 -115.933 -107.570
Rohmarge 57.006 50.640 94.696 85.071
Sonstige betriebliche Erträge (10) 626 1.146 1.593 2.210
Personalaufwand (11) -17.752 -16.128 -31.700 -29.669
Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -3.898 -3.718 -7.775 -7.340
Sonstige betriebliche Aufwendungen (12) -18.371 -16.318 -32.431 -30.151
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 17.611 15.622 24.383 20.121
Ergebnis aus der Equity-Methode 34 12 92 27
Finanzerträge 307 249 475 496
Finanzaufwendungen -656 -762 -1.330 -1.324
Ergebnis vor Steuern (EBT) 17.296 15.121 23.620 19.320
Ertragsteuern -3.668 -3.782 -5.305 -4.937
Konzernjahresüberschuss 13.628 11.339 18.315 14.383
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der Schloss Wachenheim AG 8.646 7.086 11.678 9.042
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Gesellschafter 4.982 4.253 6.637 5.341
Ergebnis je Aktie - unverwässert (in EUR) 1,09 0,89 1,47 1,14
Ergebnis je Aktie - verwässert (in EUR) 1,09 0,89 1,47 1,14
Ausgegebene Stamm-Stückaktien (in Tausend) 7.920 7.920 7.920 7.920

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das 1. Halbjahr 2021/22

2. Quartal 1. Halbjahr
2021/22 2020/21 2021/22 2020/21
TEUR TEUR TEUR TEUR
Konzernjahresüberschuss 13.628 11.339 18.315 14.383
Währungsdifferenzen 684 -146 -750 -1.626
Reklassifizierungsfähige Aufwendungen und Erträge 684 -146 -750 -1.626
Summe der unmittelbar im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge (sonstiges Ergebnis) 684 -146 -750 -1.626
Konzerngesamtergebnis 14.312 11.193 17.565 12.757
davon Anteile der Aktionäre der Schloss Wachenheim AG 8.984 6.906 11.219 7.973
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 5.328 4.287 6.346 4.784

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung 1. Halbjahr 2021/22

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen und Konzernjahresüberschuss Kumuliertes sonstiges Ergebnis Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 01.07.2020 50.054 4.570 115.257 -2.108 36.446 204.219
Konzernjahresüberschuss - - 9.042 - 5.341 14.383
Sonstiges Ergebnis - - - -1.069 -557 -1.626
Konzerngesamtergebnis - - 9.042 -1.069 4.784 12.757
Gezahlte Dividenden - - -3.168 - -3.045 -6.213
Übrige Veränderungen - - - - - -
Stand 31.12.2020 50.054 4.570 121.131 -3.177 38.185 210.763
Stand 01.07.2021 50.054 4.570 122.515 -2.592 40.447 214.994
Konzernjahresüberschuss - - 11.678 - 6.637 18.315
Sonstiges Ergebnis - - - -459 -291 -750
Konzerngesamtergebnis - - 11.678 -459 6.346 17.565
Gezahlte Dividenden - - -3.960 - -4.043 -8.003
Übrige Veränderungen - - - - - -
Stand 31.12.2021 50.054 4.570 130.233 -3.051 42.750 224.556

Konzernkapitalflussrechnung 1. Halbjahr 2021/22

Anhang (14) 1. Halbjahr 2021/22 1. Halbjahr 2020/21
TEUR TEUR
Konzernjahresüberschuss 18.315 14.383
Zuzüglich/abzüglich:
Abschreibungen / Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte. Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Finanzanlagen 7.775 7.340
Veränderung der Pensionsrückstellungen 309 33
Veränderung latente Steueransprüche -341 141
Veränderung latente Steuerschulden 740 1.017
Nicht ausgeschüttetes Ergebnis aus at equity erfassten Unternehmen -92 -27
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte -45 -473
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge -211 -597
Cashflow vor Änderungen des Nettoumlaufvermögens 26.450 21.817
Veränderung übrige Aktiva, soweit nicht Gegenstand der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit -38.156 -17.987
Veränderung übrige Passiva, soweit nicht Gegenstand der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit 23.492 11.790
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 11.786 15.620
Auszahlungen für die Beschaffung von Sachanlagen, immateriellen und anderen langfristigen Vermögenswerten -5.735 -8.622
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen, immateriellen und anderen langfristigen Vermögenswerten 146 2.083
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -5.589 -6.539
Veränderung Finanzverbindlichkeiten 3.868 -545
Dividendenzahlungen an Aktionäre der Schloss Wachenheim AG -3.960 -3.168
Dividendenzahlungen der Tochterunternehmen an nicht beherrschende Gesellschafter -4.043 -3.045
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -4.135 -6.758
Veränderung der liquiden Mittel 2.062 2.323
Veränderung der liquiden Mittel aufgrund von Wechselkursänderungen 52 71
Bilanzielle Veränderung der liquiden Mittel 2.114 2.394
Liquide Mittel am Anfang der Periode 7.680 6.015
Liquide Mittel am Ende der Periode 9.794 8.409

KONZERNANHANG

ZUSAMMENFASSUNG DER RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE

Grundlagen

Der Konzernzwischenabschluss der Schloss Wachenheim AG ("SWA") zum 31. Dezember 2021 wurde entsprechend der Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 (Zwischenberichterstattung) in Übereinstimmung mit den von der Europäischen Union übernommenen und vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Der Konzernzwischenabschluss der SWA wurde am 22. Februar 2022 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

Mit Ausnahme der Anpassungen, die sich aus der Anwendung neuer bzw. geänderter Rechnungslegungsstandards ergeben haben, wurden die bei der Erstellung des Konzernjahresabschlusses zum 30. Juni 2021 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert beibehalten, so dass für diese die Erläuterungen im Anhang des Konzernjahresabschlusses 2020/21 entsprechend gelten. Der Geschäftsbericht der SWA steht im Internet unter ,www.schloss-wachenheim.com' zur Einsicht und zum Download zur Verfügung.

Der Konzernzwischenabschluss ist in Euro aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Alle Beträge sind, soweit nicht anders vermerkt, in Tausend Euro angegeben.

Das Geschäft des Konzerns ist saisonal geprägt. Um die hohen Absätze zu Weihnachten und Silvester zu sichern, wird bereits im Sommer mit dem Aufbau der Vorratsbestände begonnen. Aufgrund dieses saisonalen Charakters werden im zweiten Quartal regelmäßig rund ein Drittel der jährlichen Umsatzerlöse und der überwiegende Teil des Jahresergebnisses erwirtschaftet.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die SWA berücksichtigt alle von der EU übernommenen neuen bzw. geänderten IFRS grundsätzlich vom Zeitpunkt ihrer verpflichtenden Erstanwendung an, sofern diese bereits im Rahmen des IFRS-Endorsementverfahrens durch die EU angenommen wurden.

Im Geschäftsjahr 2021/22 waren die folgenden, im Anhang zum Konzernabschluss zum 30. Juni 2021 beschriebenen überarbeiteten Standards erstmals verpflichtend anzuwenden, die jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernzwischenabschlusses zum 31. Dezember 2021 hatten:

Ergänzung von IFRS 4 vom 25. Juni 2020

Änderungen zu IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 vom 27. August 2020 („Interest Rate Benchmark Reform - Phase 2")

Änderungen an IFRS 16 vom 31. März 2021

Darüber hinaus wurden vom IASB weitere neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen herausgegeben, die im Geschäftsjahr 2021/22 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und deren Übernahme durch die Europäische Union zum Bilanzstichtag teilweise noch aussteht. Neben den bereits im Anhang zum Konzernabschluss zum 30. Juni 2021 beschriebenen neuen Standards bzw. Änderungen von Standards und Interpretationen betrifft dies die Änderungen an IFRS 17 vom 9. Dezember 2021 zur Darstellung von Vergleichsinformationen bei erstmaliger Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9. Die Auswirkungen dieser neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen auf den Konzernabschluss der SWA werden derzeit untersucht.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernzwischenabschluss werden neben der SWA alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen. SWA verfügt bei diesen Unternehmen direkt oder indirekt über die Mehrheit der Stimmrechte. Weiterhin werden zwei Gemeinschaftsunternehmen („Joint Ventures") nach der Equity-Methode konsolidiert. Hier besitzen die SWA sowie die an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Partnerunternehmen Rechte am Nettovermögen der jeweiligen Gesellschaft. Ein strukturiertes Unternehmen im Sinne von IFRS 12 wird nicht konsolidiert, da die SWA dieses Unternehmen nicht beherrscht.

Die AMBRA S.A. hat im Juli 2021 als alleinige Gesellschafterin die Comfort Zone Sp. z o.o., Warschau/Polen, gegründet. Diese Neugründung steht im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung des Wein-Retailgeschäfts. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben sich hierdurch nicht ergeben.

Ansonsten wird hinsichtlich der Beteiligungsverhältnisse auf die Anlage zum Anhang des Konzernjahresabschlusses 2020/21 verwiesen. Der Geschäftsbericht der Schloss Wachenheim AG steht im Internet unter ,www.schloss-wachenheim.com' zur Verfügung.

Aufgrund einer über den Erwartungen liegenden Geschäftsentwicklung waren die Verbindlichkeiten für die variablen Kaufpreisbestandteile aus den im April 2020 erworbenen Anteilen an der Gurmetum s.r.o. sowie der Euro Center Trade s.r.o (beide Prag/Tschechien) anzupassen. Die Bemessung der Verbindlichkeiten erfolgte in Höhe der tatsächlich erreichten Ergebnisziele für 2021. Hieraus resultierte ein Aufwand von TEUR 134, der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Teilkonzern Ostmitteleuropa enthalten ist.

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die folgenden Tabellen geben einen Gesamtüberblick über die operativen Segmente des SWA-Konzerns für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2021/22 sowie für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2020/21.

1. Halbjahr 2021/22 Deutschland Frankreich Ostmitteleuropa Übrige Aktivitäten Eliminierungen Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Außenumsatzerlöse 71.177 47.114 101.072 - - 219.363
Innenumsatzerlöse 3.184 1.678 - - -4.862 -
Gesamtumsatzerlöse 74.361 48.792 101.072 - -4.862 219.363
Bestandsveränderungen -5.473 -2.660 -601 - - -8.734
Materialaufwand -37.042 -26.131 -57.604 - 4.844 -115.933
Sonstige betriebliche Erträge 1.432 48 331 10 -228 1.593
Personalaufwand -12.977 -6.548 -12.172 -3 - -31.700
Abschreibungen -3.304 -1.779 -2.674 -18 - -7.775
Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.382 -6.904 -12.335 -21 211 -32.431
Operatives Segmentergebnis (EBIT) 3.615 4.818 16.017 -32 -35 24.383
Ergebnis aus der Equity-Methode 92 - - - - 92
Finanzerträge 3.189 4 474 - -3.192 475
Finanzaufwendungen -472 -61 -755 -42 - -1.330
Segmentergebnis vor Steuern (EBT) 6.424 4.761 15.736 -74 -3.227 23.620
Ertragsteuern -1.054 -1.238 -3.034 11 10 -5.305
Segmentergebnis nach Steuern 5.370 3.523 12.702 -63 -3.217 18.315
1. Halbjahr 2020/21 Deutschland Frankreich Ostmitteleuropa Übrige Aktivitäten Eliminierungen Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Außenumsatzerlöse 73.065 40.721 86.201 - - 199.987
Innenumsatzerlöse 2.021 2.238 - - -4.259 -
Gesamtumsatzerlöse 75.086 42.959 86.201 - -4.259 199.987
Bestandsveränderungen -5.658 70 -1.758 - - -7.346
Materialaufwand -37.611 -25.779 -48.468 - 4.288 -107.570
Sonstige betriebliche Erträge 1.916 105 374 3 -188 2.210
Personalaufwand -12.504 -6.471 -10.691 -3 - -29.669
Abschreibungen -3.035 -1.741 -2.549 -15 - -7.340
Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.549 -6.633 -10.137 -20 188 -30.151
Operatives Segmentergebnis (EBIT) 4.645 2.510 12.972 -35 29 20.121
Ergebnis aus der Equity-Methode 27 - - - - 27
Finanzerträge 2.415 - 435 - -2.354 496
Finanzaufwendungen -495 -71 -700 -58 - -1.324
Segmentergebnis vor Steuern (EBT) 6.592 2.439 12.707 -93 -2.325 19.320
Ertragsteuern -1.678 -656 -2.616 20 -7 -4.937
Segmentergebnis nach Steuern 4.914 1.783 10.091 -73 -2.332 14.383

Gemäß den Anforderungen des IFRS 8 wurden die Geschäftssegmente entsprechend der Berichterstattung festgelegt, die dem Gesamtvorstand der Schloss Wachenheim AG (Hauptentscheidungsträger) regelmäßig vorgelegt werden und anhand derer er seine strategischen Entscheidungen fällt. Die Berichterstattung an den Vorstand der SWA erfolgt grundsätzlich nach den Regionen Deutschland, Frankreich und Ostmitteleuropa. Die regionale Segmentierung basiert dabei auf dem Standort der Vermögenswerte. Daneben wird das nicht operativ genutzte Immobilienvermögen der Unternehmensgruppe im Segment „Übrige Aktivitäten" regionenübergreifend zusammengefasst und separat berichtet.

Die Umsatzerlöse im Segment Deutschland wurden in Höhe von TEUR 56.991 (Vorjahr TEUR 60.874) in Deutschland erzielt. Im Segment Frankreich wurden TEUR 33.231 (Vorjahr TEUR 31.514) im eigenen Land erlöst. Die Erlöse des Segments Ostmitteleuropa wurden wie im Vorjahr fast ausschließlich in den jeweiligen Heimatländern der dort ansässigen Konzernunternehmen erzielt.

Die Gliederung der Gesamtumsatzerlöse nach Produktgruppen und den operativen Segmenten (vor Eliminierung der Umsätze zwischen den operativen Segmenten) ist aus der folgenden Übersicht ersichtlich:

Deutschland Frankreich Ostmitteleuropa
1. Halbjahr 2021/22 1. Halbjahr 2020/21 1. Halbjahr 2021/22 1. Halbjahr 2020/21 1. Halbjahr 2021/22 1. Halbjahr 2020/21
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Sekt, Schaumwein und Perlwein 26.328 26.449 47.161 40.726 25.750 20.034
Stillwein 17.737 20.765 92 - 41.697 37.183
Sonstige 30.296 27.872 1.539 2.233 33.625 28.984
74.361 75.086 48.792 42.959 101.072 86.201

ÜBERLEITUNG DER SUMME DER SEGMENTERGEBNISSE ZUM KONZERNGESAMTERGEBNIS

1. Halbjahr 2021/22 1. Halbjahr 2020/21
TEUR TEUR
Summe der Segmentergebnisse 21.532 16.715
Eliminierungen -3.217 -2.332
Konzernjahresüberschuss 18.315 14.383
Unterschied aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen -777 -1.691
Kurseffekte aus Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (nach Steuern) 27 65
Konzerngesamtergebnis 17.565 12.757

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Sachanlagen

Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Biologische Vermögenswerte Gesamt
in TEUR
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.07.2021 87.089 110.504 29.035 4.237 951 231.816
Währungsänderungen -431 -396 -115 -21 - -963
Zugänge 2.719 1.440 883 3.851 - 8.893
Abgänge -12 -295 -520 -3 - -830
Umbuchungen 11 626 46 -683 - -
Stand am 31.12.2021 89.376 111.879 29.329 7.381 951 238.916
Abschreibungen
Stand am 01.07.2021 34.263 76.160 23.304 64 512 134.303
Währungsänderungen -209 -233 -90 -1 - -533
Zugänge 3.207 2.521 1.209 - 14 6.951
Abgänge -11 -237 -482 -3 - -733
Stand am 31.12.2021 37.250 78.211 23.941 60 526 139.988
Restbuchwert zum 30.06.2021 52.826 34.344 5.731 4.173 439 97.513
Restbuchwert zum 31.12.2021 52.126 33.668 5.388 7.321 425 98.928
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.07.2020 77.307 106.900 28.181 3.100 959 216.447
Währungsänderungen -758 -667 -212 -61 - -1.698
Zugänge 3.846 1.094 579 2.613 - 8.132
Abgänge -132 -859 -297 -23 - -1.311
Umbuchungen 776 1.843 181 -2.800 - -
Stand am 31.12.2020 81.039 108.311 28.432 2.829 959 221.570
Abschreibungen
Stand am 01.07.2020 28.491 73.125 21.628 65 479 123.788
Währungsänderungen -344 -402 -160 -2 - -908
Zugänge 3.140 2.358 1.266 - 17 6.781
Abgänge -132 -845 -281 - - -1.258
Stand am 31.12.2020 31.155 74.236 22.453 63 496 128.403
Restbuchwert zum 30.06.2020 48.816 33.775 6.553 3.035 480 92.659
Restbuchwert zum 31.12.2020 49.884 34.075 5.979 2.766 463 93.167

(2) Immaterielle Vermögenswerte

Markenrechte Geschäfts- oder Firmenwerte Sonstige immaterielle Vermögenswerte Geleistete Anzahlungen Gesamt
inTEUR
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.07.2021 87.913 13.284 15.100 165 116.462
Währungsänderungen -241 -29 -75 -3 -348
Zugänge - - 177 224 401
Abgänge - - - - -
Umbuchungen - - - - -
Stand am 31.12.2021 87.672 13.255 15.202 386 116.515
Abschreibungen
Stand am 01.07.2021 9.283 - 11.097 - 20.380
Währungsänderungen -161 - -66 - -227
Zugänge 274 - 534 808
Abgänge - - - - -
Stand am 31.12.2021 9.396 - 11.565 - 20.961
Restbuchwert zum 30.06.2021 78.630 13.284 4.003 165 96.082
Restbuchwert zum 31.12.2021 78.276 13.255 3.637 386 95.554
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.07.2020 84.490 13.328 14.436 228 112.482
Währungsänderungen -459 -71 -130 -8 -668
Zugänge - - 185 150 335
Abgänge - - - - -
Umbuchungen - - 53 -53 -
Stand am 31.12.2020 84.031 13.257 14.544 317 112.149
Abschreibungen
Stand am 01.07.2020 8.843 - 10.170 - 19.013
Währungsänderungen -318 - -115 - -433
Zugänge 53 - 490 - 543
Abgänge - - - - -
Stand am 31.12.2020 8.578 - 10.545 - 19.123
Restbuchwert zum 30.06.2020 75.647 13.328 4.266 228 93.469
Restbuchwert zum 31.12.2020 75.453 13.257 3.999 317 93.026

(3) Vorräte

31.12.2021 30.06.2021
TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 15.075 15.498
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 32.547 36.688
Fertige Erzeugnisse, fertige Leistungen und Waren 55.815 55.113
Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 323 1.322
103.760 108.621

Bei den Vorräten haben sich die saisonal bedingt höheren Abverkäufe zum Kalenderjahresende ausgewirkt. Zum Abschlussstichtag des vergleichbaren Vorjahreszeitraums (31. Dezember 2020) haben die Vorräte insgesamt TEUR 99.554 betragen.

(4) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Kalenderjahresende auf TEUR 98.615 (30. Juni 2021: TEUR 53.442) resultiert aus den saisonal bedingt höheren Umsätzen im zweiten Quartal unseres Geschäftsjahres. Zum Abschlussstichtag des vergleichbaren Vorjahreszeitraums (31. Dezember 2020) haben die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen insgesamt TEUR 83.373 betragen.

Ein Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird im Wege des revolvierenden Factorings verkauft. Der Factor trägt für die von ihm angekauften Forderungen das Risiko des Zahlungsausfalls des Debitors. Die SWA haftet lediglich für den rechtlichen Bestand der verkauften Forderungen. Da im Wesentlichen alle mit den Forderungen verbundenen Risiken auf den Factor übertragen werden, werden die veräußerten Forderungen ausgebucht.

(5) Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals wird in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Das voll eingezahlte Grundkapital der Schloss Wachenheim AG von TEUR 50.054 ist in 7.920.000 nennwertlose Stamm-Stückaktien eingeteilt. Auf jede einzelne Aktie entfällt ein rechnerischer Betrag von EUR 6,32. Die Stammaktien lauten auf den Inhaber und sind unter der Wertpapierkennnummer 722900 zum Börsenhandel zugelassen.

Die ordentliche Hauptversammlung vom 25. November 2021 hat nach Auslaufen der bis zum 16. November 2021 geltenden satzungsmäßigen Ermächtigung beschlossen, den Vorstand durch Neufassung des § 4 Absatz 6 der Satzung bis zum 24. November 2026 zu ermächtigen, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Aktien der Gesellschaft gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu EUR 25.027.200,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats in bestimmten Fällen auszuschließen.

Wegen der weiteren Einzelheiten wird auf den mit der Einberufung der Hauptversammlung am 8. Oktober 2021 im Bundesanzeiger veröffentlichten Beschlussvorschlag zu Tagesordnungspunkt 6 („Aufhebung des bestehenden genehmigten Kapitals, Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals (mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts) und Satzungsänderung") verwiesen. Die Hauptversammlung vom 25. November 2021 hat diesen Beschlussvorschlag ohne Änderungen beschlossen.

Die ordentliche Hauptversammlung vom 25. November 2021 hat nach Auslaufen der bis zum 16. November 2021 geltenden Ermächtigung darüber hinaus beschlossen, den Vorstand bis zum 24. November 2026 zu ermächtigen, mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals untereinander gleichberechtigte, auf den Inhaber lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 100.000.000,00 mit einer Laufzeit von längstens 10 Jahren ab Ausgabe zu begeben und den Inhabern von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen Wandlungs- und/oder Optionsrechte bzw. Wandlungspflichten auf Aktien der Gesellschaft bis zu einem Gesamtnennbetrag von EUR 25.027.200,00 einzuräumen oder aufzuerlegen. Dabei ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen im Hinblick auf Spitzenbeträge, zugunsten bereits begebener Options- oder Wandelschuldverschreibungen und nach §§ 221 Abs. 4 Satz 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG auszuschließen.

Die ordentliche Hauptversammlung vom 25. November 2021 hat schließlich unter Aufhebung der bisherigen Satzungsregelung zum bedingten Kapital durch Neufassung des § 4 Absatz 7 der Satzung beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 25.027.200,00, eingeteilt in bis zu 3.960.000 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien, bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2021). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als die Inhaber der bis zum 24. November 2026 ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen bzw. ihren Wandlungspflichten nachkommen. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zudem nach Maßgabe des Hauptversammlungsbeschlusses jeweils zu bestimmende Wandlungs- oder Optionspreise. Die neuen Aktien sind ab dem Beginn des Geschäftsjahres, in dem die Ausgabe erfolgt, gewinnberechtigt. Soweit rechtlich zulässig, kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Gewinnbeteiligung neuer Aktien hiervon und von § 60 Abs. 2 AktG abweichend, auch für ein bereits abgelaufenes Geschäftsjahr, festlegen.

Wegen der weiteren Einzelheiten wird auf den mit der Einberufung der Hauptversammlung am 8. Oktober 2021 im Bundesanzeiger veröffentlichten Beschlussvorschlag zu Tagesordnungspunkt 7 ( „Aufhebung der bestehenden und Erteilung einer neuen Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und Optionsanleihen sowie zum Ausschluss des Bezugsrechts nebst gleichzeitiger Aufhebung des bestehenden bedingten Kapitals und Schaffung eines neuen bedingten Kapitals und Satzungsänderung") verwiesen. Die Hauptversammlung vom 25. November 2021 hat diesen Beschlussvorschlag ohne Änderungen beschlossen.

Am 26. November 2020 hat die Hauptversammlung den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. November 2025 einmal oder mehrfach über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots eigene Stückaktien (Stammaktien) zu bestimmten Konditionen zu erwerben. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien ist insgesamt auf einen Anteil von 10 % des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschränkt. Weitere Einzelheiten enthält der Ermächtigungsbeschluss vom 26. November 2020. Von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde bislang kein Gebrauch gemacht.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung der Schloss Wachenheim AG vom 25. November 2021 wurde im Geschäftsjahr 2021/22 aus dem Bilanzgewinn zum 30. Juni 2021 eine Dividende von TEUR 3.960 bzw. EUR 0,50 pro Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet.

Das kumulierte sonstige Ergebnis enthält neben den erfolgsneutral erfassten kumulierten Erträgen und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen auch die unmittelbar im Eigenkapital zu erfassenden Veränderungen der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und hat sich wie folgt entwickelt:

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen Unterschied aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen Kurseffekte aus Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb Kumuliertes sonstiges Ergebnis
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand am 01.07.2020 -665 -1.354 -89 -2.108
Veränderung vor Steuern - -1.091 26 -1.065
Steuereffekt - - -4 -4
Stand am 31.12.2020 -665 -2.445 -67 -3.177
Stand am 01.07.2021 -716 -1.804 -72 -2.592
Veränderung vor Steuern -468 11 -457
Steuereffekt - -2 -2
Stand am 31.12.2021 -716 -2.272 -63 -3.051

(6) Verbindlichkeiten

31.12.2021 Gesamt Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
TEUR TEUR TEUR
Finanzverbindlichkeiten 68.931 43.219 25.712
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 57.149 57.149 -
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 3.366 3.366 -
Sonstige Verbindlichkeiten 46.367 45.705 662
175.813 149.439 26.374
30.06.2021 Gesamt Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
TEUR TEUR TEUR
Finanzverbindlichkeiten 62.970 28.849 34.121
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 44.734 44.734 -
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 1.738 1.738 -
Sonstige Verbindlichkeiten 32.911 32.291 620
142.353 107.612 34.741

Im Teilkonzern Ostmitteleuropa wurden für aufgenommene Darlehen umfangreiche Sicherheiten gegeben. Diese setzen sich im Wesentlichen aus Verpfändungen ausgewählter technischer Anlagen und Maschinen, Forderungen, Vorräten sowie Grundschuldbestellungen auf Immobilienvermögen und Wechselverbindlichkeiten zusammen.

(7) Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 stellen sich wie folgt dar:

Bewertungskategorie Buchwert Beizulegender Zeitwert
31.12.2021 30.06.2021 31.12.2021 30.06.2021
AKTIVA TEUR TEUR TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen FAAC 98.615 53.442 98.615 53.442
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte
Ausgereichte Darlehen und Forderungen FAAC 597 489 597 489
Derivate ohne Sicherungsbeziehung FVTPL - - - -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte FAAC 22 11 22 11
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Ausgereichte Darlehen und Forderungen FAAC 6.857 9.093 6.857 9.093
Derivate ohne Sicherungsbeziehung FVTPL - - - -
PASSIVA
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 57.149 44.734 57.149 44.734
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 8.000 17.000 8.000 17.000
Verbindlichkeiten aus sonstigen Darlehen FLAC 5.025 4.873 5.025 4.873
Langfristige sonstige Verbindlichkeiten
Derivate ohne Sicherungsbeziehung FVTPL - - - -
Sonstige verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 236 235 236 235
Sonstige unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 426 385 426 385
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 31.307 17.120 31.307 17.120
Verbindlichkeiten aus sonstigen Darlehen FLAC 7.668 5.532 7.668 5.532
Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten
Derivate ohne Sicherungsbeziehung FVTPL - - - -
Sonstige verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 244 142 244 142
Vertragliche Verbindlichkeiten FLAC 280 385 280 385
Sonstige unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 45.181 31.764 45.181 31.764

Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind in folgende Bewertungskategorien eingeteilt:

Kategorie Wertansatz
FAAC Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Financial Assets Measured at Amortized Cost) Fortgeführte Anschaffungskosten
FVTPL Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Fair Value through Profit and Loss) Beizulegender Zeitwert (erfolgswirksam)
FVOCI Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit Erfassung der Wertänderungen im sonstigen Ergebnis (Fair Value through Other Comprehensive Income) Beizulegender Zeitwert (erfolgsneutral)
FLAC Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Financial Liabilities Measured at Amortized Cost) Fortgeführte Anschaffungskosten

Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten und Vermögenswerte wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.

Die beizulegenden Zeitwerte der langfristigen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Finanzverbindlichkeiten werden als Barwerte der zukünftig erwarteten Cashflows ermittelt. Zur Diskontierung werden marktübliche Zinssätze, bezogen auf die entsprechenden Fristigkeiten, verwendet. Die Bewertung der Derivate erfolgt auf Basis aktueller Marktdaten und unter Verwendung marktüblicher Bewertungsmethoden (Barwertmethode, Black-Scholes-Verfahren).

Erhaltene Anzahlungen aus Verträgen mit Kunden werden entsprechend IFRS 15 als vertragliche Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Aggregiert stellen sich die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien wie folgt dar:

Buchwert Beizulegender Zeitwert
31.12.2021 30.06.2021 31.12.2021 30.06.2021
TEUR TEUR TEUR TEUR
Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 106.091 63.035 106.091 63.035
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte - - - -
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 155.516 122.170 155.516 122.170

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(8) Umsatzerlöse

1. Halbjahr 2021/22 1. Halbjahr 2020/21
TEUR TEUR
Bruttoumsatzerlöse 291.711 266.683
Kundenboni -34.389 -31.338
Schaumweinsteuer -37.959 -35.358
219.363 199.987

Die Gliederung der Umsatzerlöse nach geografischen Segmenten ist aus der Segmentberichterstattung ersichtlich.

(9) Bestandsveränderungen und Materialaufwand

1. Halbjahr 2021/22 1. Halbjahr 2020/21
TEUR TEUR
Bestandsveränderungen 8.734 7.346
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 74.911 69.293
Aufwendungen für bezogene Handelswaren 41.022 38.277
124.667 114.916

(10) Sonstige betriebliche Erträge

1. Halbjahr 2021/22 1. Halbjahr 2020/21
TEUR TEUR
Gewinne aus dem Verkauf von langfristigen bzw. von zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten 102 475
Erträge aus Dienstleistungen 419 457
Erträge aus Weiterbelastungen 513 498
Erträge aus dem Eingang ausgebuchter Kundenforderungen 92 182
Erträge aus Auflösung von Rückstellungen bzw. Ausbuchung von Verbindlichkeiten 42 1
Übrige 425 597
1.593 2.210

(11) Personalaufwand

1. Halbjahr 2021/22 1. Halbjahr 2020/21
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 26.471 24.450
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 5.229 5.219
31.700 29.669
Mitarbeiter jeweils zum Stichtag 31.12.
Lohnempfänger 445 432
Gehaltsempfänger 1.146 1.141
1.591 1.573

(12) Sonstige betriebliche Aufwendungen

1. Halbjahr 2021/22 1. Halbjahr 2020/21
TEUR TEUR
Vertriebseinzel- und -gemeinkosten 16.469 15.321
Fremde Ausgangsfrachten 9.851 9.028
Werbung, Provisionen, Lizenzen, vertriebsbezogene Dienstleistungen u.a. 6.618 6.293
Sachaufwendungen Betrieb, Verwaltung und Vertrieb 11.438 11.148
Reparatur und Instandhaltung 2.207 2.388
Energie, Wasser und Heizöl 1.527 1.576
Abwasser und Gebäudeunterhaltungskosten 1.421 1.046
Beiträge, Gebühren und Abgaben 702 1.046
Mieten und Pachten 1.219 1.152
Versicherungen 809 776
Rechtsberatung 685 730
EDV-Kosten 1.004 817
Post und Telekommunikation 321 324
Marktanalysen und Literatur 312 304
Reisekosten 207 155
Fuhrparkkosten 1.024 834
Andere Aufwendungen 4.524 3.682
Verluste aus Anlagenabgängen 57 -
Wertberichtigung und Ausbuchung von Forderungen 124 248
Übrige Aufwendungen 4.343 3.434
32.431 30.151

Sonstige Erläuterungen

(13) Direkt im Konzerneigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen

Das in der Konzerngesamtergebnisrechnung nach Steuern ausgewiesene sonstige Ergebnis des zweiten Quartals bzw. des ersten Halbjahres 2021/22 setzt sich wie folgt zusammen:

Vor Steuern 2. Quartal Steuereffekt 2. Quartal Nach Steuern 2. Quartal
2021/22 2020/21 2021/22 2020/21 2021/22 2020/21
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Unterschied aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen 699 -193 - - 699 -193
Kurseffekte aus Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb -18 56 3 -9 -15 47
Reklassifizierungsfähige Aufwendungen und Erträge 681 -137 3 -9 684 -146
Summe der unmittelbar im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge (sonstiges Ergebnis) 681 -137 3 -9 684 -146
Vor Steuern 1. Halbjahr Steuereffekt 1. Halbjahr Nach Steuern 1. Halbjahr
2021/22 2020/21 2021/22 2020/21 2021/22 2020/21
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Unterschied aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen -777 -1.691 - - -777 -1.691
Kurseffekte aus Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb 32 77 -5 -12 27 65
Reklassifizierungsfähige Aufwendungen und Erträge -745 -1.614 -5 -12 -750 -1.626
Summe der unmittelbar im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge (sonstiges Ergebnis) -745 -1.614 -5 -12 -750 -1.626

(14) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Schloss Wachenheim-Konzerns (diese entsprechen den in der Bilanz ausgewiesen liquiden Mitteln) im Laufe des ersten Halbjahres 2021/22 verändert haben. Die Zahlungsströme sind dabei nach operativer Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert.

Die im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 gezahlten Ertragsteuern betragen TEUR 3.302 (Vorjahr TEUR 1.576). Die gezahlten Zinsen belaufen sich auf TEUR 433 (Vorjahr TEUR 477), die erhaltenen Zinsen auf TEUR 1 (Vorjahr TEUR 6).

Die Veränderung der Finanzverbindlichkeiten enthält Neuaufnahmen langfristiger Darlehen von TEUR 3.000 (Vorjahr TEUR 3.500), Tilgungen langfristiger Darlehen von TEUR 3.500 (Vorjahr TEUR 1.000) sowie Auszahlungen zur Tilgung von Leasingverbindlichkeiten von TEUR 3.044 (Vorjahr TEUR 2.575). Die übrigen zahlungswirksamen Veränderungen resultieren aus der laufenden Finanzmitteldisposition.

(15) Beziehung zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Zu der Günther Reh AG (einschließlich MEK Material Einkaufskontor GmbH) bestanden im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs Liefer- und Leistungsbeziehungen, insbesondere aus der Weiterbelastung von Personalkosten und sonstigen Dienstleistungen sowie aus der Weitergabe von Boni und Provisionen. Darüber hinaus resultierte aus Darlehensvergaben zwischen der Günther Reh AG und der SWA ein im Finanzergebnis erfasster Zinsaufwand.

Die Transaktionen mit der Reh Kendermann GmbH Weinkellerei resultieren aus Liefer- und Leistungsbeziehungen und Weiterbelastungen.

Transaktionen zwischen der SWA und der Vintalia Weinhandels GmbH & Co. KG resultieren aus der Tätigkeit der SWA als Kommissionär für den Vertrieb von Waren des Gemeinschaftsunternehmens für dessen Rechnung gegen Provision.

Liefer- und Leistungsbeziehungen mit der Wine 4 You Sp. z o.o. bestehen im Teilkonzern Ostmitteleuropa.

Alle Transaktionen wurden zu marktüblichen Konditionen abgerechnet. Im Einzelnen stellen sich die Transaktionen mit nahestehenden Personen wie folgt dar:

Forderungen Verbindlichkeiten
31.12.2021 30.06.2021 31.12.2021 30.06.2021
TEUR TEUR TEUR TEUR
Günther Reh AG (einschließlich MEK Material Einkaufskontor GmbH) (Mutterunternehmen) 402 71 6.505 4.500
Reh Kendermann GmbH Weinkellerei (sonstiges nahestehendes Unternehmen) - 31 - -
Vintalia Weinhandels GmbH & Co. KG (Gemeinschaftsunternehmen) - - 259 493
Wine 4 You Sp. z o.o. (Gemeinschaftsunternehmen) 81 384 - -
483 486 4.764 4.993
Erträge Aufwendungen
1.Halbjahr 2021/22 1. Halbjahr 2020/21 1.Halbjahr 2021/22 1. Halbjahr 2020/21
TEUR TEUR TEUR TEUR
Günther Reh AG (einschließlich MEK Material Einkaufskontor GmbH) (Mutterunternehmen) 930 988 12 16
Reh Kendermann GmbH Weinkellerei (sonstiges nahestehendes Unternehmen) 27 173 29 -
Vintalia Weinhandels GmbH & Co. KG (Gemeinschaftsunternehmen) 238 168 1.821 1.832
Wine 4 You Sp. z o.o. (Gemeinschaftsunternehmen) 773 617 3 -
1.968 1.946 1.865 1.848

(16) Angaben zu den Organen der Schloss Wachenheim AG

Mitglieder des Vorstands

Oliver Gloden - Sprecher des Vorstands

Horst Hillesheim (bis 31. Juli 2021)

Boris Schlimbach

Die aktuellen Verantwortungsbereiche der Vorstände sind im Internet unter .www.schloss-wachenheim.com' dauerhaft zugänglich gemacht.

Mitglieder des Aufsichtsrats

Aktionärsvertreter

Nick Reh, lic. oec. HSG - Vorsitzender

Dr. Wilhelm Seiler - stellvertretender Vorsitzender

Eduard Thometzek

Monika Schulze

Arbeitnehmervertreter

Melanie Meigel

Stephan Scholten

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

 

Trier, den 22. Februar 2022

Der Vorstand

Oliver Gloden, Sprecher des Vorstands

Boris Schlimbach

BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHT

An die Schloss Wachenheim AG, Trier

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus verkürzter Bilanz, verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung, verkürzter Gesamtergebnisrechnung, verkürzter Kapitalflussrechnung, verkürzter Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der Schloss Wachenheim AG, Trier, für den Zeitraum vom 1. Juli bis 31. Dezember 2021, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen sowie unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements 2410 „Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

 

Frankfurt am Main, den 22. Februar 2022

RSM GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

F. Weber, Wirtschaftsprüfer

A. Fröde, Wirtschaftsprüferin