![]() Schloss Wachenheim AGTrierKonzern - Halbjahresfinanzbericht zum 31.12.2021WESENTLICHE KENNZAHLEN
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Konzernjahresüberschuss zu Umsatzerlöse INHALTSVERZEICHNIS Zwischenlagebericht Konzernzwischenabschluss Konzernbilanz Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzern-Gesamtergebnisrechnung Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung Konzernkapitalflussrechnung Konzernanhang Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht ZWISCHENLAGEBERICHTGesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Erholung der Weltwirtschaft, die in 2021 nach dem Einbruch infolge der Corona-Pandemie einsetzte, hat im weiteren Verlauf dieses Jahres spürbar an Dynamik verloren. Nach wie vor beeinflusst die COVID-19-Pandemie die konjunkturelle Entwicklung in vielen Ländern, und speziell hinsichtlich der Omikron-Variante bestehen Unsicherheiten. Dabei waren und sind die wirtschaftlichen Auswirkungen in den einzelnen Ländern durchaus unterschiedlich: Während vielerorts auch deutlich gestiegene Inzidenzen nicht unbedingt unmittelbare schärfere Eindämmungsmaßnahmen zur Folge hatten, führte dies beispielsweise in mehreren Ländern Asiens in den Sommermonaten 2021 erneut zu erheblichen Einschränkungen. Dämpfend wirken nach wie vor Engpässe bei der Verfügbarkeit bestimmter Rohstoffe und Vorleistungsgüter (insbesondere Halbleitern) sowie bei Logistikkapazitäten. Dies führt zu Produktionsausfällen, längeren Lieferzeiten sowie spürbar steigenden Frachtraten. In vielen Bereichen sind damit auch Preissteigerungen in zum Teil erheblichem Umfang verbunden. Zuletzt sind vor allem die Preise für Strom und Gas auf neue Höchststände gestiegen. Aber auch andere belastende Faktoren für die Weltwirtschaft, etwa geopolitische Spannungen oder Handelskonflikte, sind nach wie vor existent. So können insbesondere aus weiteren Eskalationen der Ukraine-Krise zusätzliche Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung vieler Länder Europas und der Welt resultieren. Insofern hat der IWF im Januar 2022 seine globale Konjunkturprognose um 0,5 Prozentpunkte gesenkt und geht nunmehr für 2022 von einem Wachstum von 4,4 % aus. Ausschlaggebend hierfür waren hauptsächlich schwächer erwartete Wachstumsraten in China und in den USA. Die Prognosen für das Weltwirtschaftswachstum in 2023 liegen bei 3,8 %. Für den Euroraum geht der IWF von einer weniger dynamischen Entwicklung aus (+3,9 % in 2022 und +2,5 % in 2023). Auch für die wichtigen Heimatmärkte unserer Konzernunternehmen gehen die Erwartungen für 2022 von einer eher verhaltenen Entwicklung aus. So wird für Deutschland, Frankreich, Polen, Tschechien und Rumänien ein Wachstum von jeweils zwischen 3 % und 4 % erwartet. Für 2023 liegen die Konjunkturprognosen für diese Länder jeweils zwischen rund 2 % und rund 4 %. Geschäftsverlauf Der Schloss Wachenheim-Konzern gehört zu den bedeutendsten Herstellern von Schaumwein und Perlwein in Europa und der Welt. Weitere Sortimentsbereiche der Unternehmensgruppe sind Wein, entalkoholisierte Sparklings und Weine, Wermut, Cider, Spirituosen sowie andere weinhaltige Getränke. Darüber hinaus werden auch Kindergetränke hergestellt und vertrieben. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2021/22 liegt die Zahl der verkauften Flaschen - umgerechnet in 0,75 l-Flaschen - mit 135,9 Mio. konzernweit um 8,2 % über dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums (125,6 Mio. Flaschen). Diese Entwicklung wurde hauptsächlich von der Entwicklung in Frankreich und Ostmitteleuropa getragen, während die Absatzmengen in Deutschland nur leicht über dem Niveau des ersten Halbjahres 2020/21 liegen. Die Umsatzerlöse sind um EUR 19,4 Mio. bzw. 9,7 % auf EUR 219,4 Mio. angestiegen, was auf Steigerungen im französischen sowie im ostmitteleuropäischen Teilkonzern zurückzuführen ist. Gegenläufig waren die Umsatzerlöse in Deutschland - trotz gegenüber dem Vorjahr leicht höheren Absatzmengen - leicht rückläufig, was aus Veränderungen im Absatzmix resultiert. Die Rohmarge liegt mit EUR 94,7 Mio. konzernweit deutlich über dem Niveau des ersten Halbjahres 2020/21 (EUR 85,1 Mio.). Das operative Ergebnis (EBIT) liegt in den ersten sechs Monaten 2021/22 bei EUR 24,4 Mio. nach EUR 20,1 Mio. im ersten Halbjahr 2020/21. Dies resultiert in erster Linie aus der Entwicklung im ostmitteleuropäischen Teilkonzern, wo der Anstieg der Rohmarge jedoch teilweise durch Steigerungen bei Personal- und Sachkosten kompensiert wurde. Aber auch das operative Ergebnis in Frankreich konnte infolge der Absatz- und Umsatzentwicklung gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich gesteigert werden. Dagegen war das EBIT in Deutschland - trotz einer stabilen Rohmarge - rückläufig, was in erster Linie auf höhere Personalaufwendungen, aber auch einen im Vorjahresergebnis enthaltenen Gewinn aus der Veräußerung einer Liegenschaft in Böchingen/Deutschland zurückzuführen ist. Diese EBIT-Entwicklung, ein weitgehend stabiles Finanzergebnis sowie ein ergebnisbedingt gestiegener Ertragsteueraufwand führten insgesamt zu einem Anstieg des Konzernjahresüberschusses um rund EUR 3,9 Mio. auf EUR 18,3 Mio. Das Ergebnis pro Aktie (unverwässert und verwässert) beläuft sich auf EUR 1,47 (Vorjahr EUR 1,14). Teilkonzern Deutschland Der Gesamtabsatz im Teilkonzern Deutschland im ersten Halbjahr 2021/22 liegt mit 48,4 Mio. Flaschen leicht über dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums (48,2 Mio. Flaschen). Dies ist auf ein organisches Mengenwachstum bei der Schloss Wachenheim AG und dort im Bereich der Handelseigenmarken zurückzuführen, teilweise kompensiert durch einen leichten Rückgang bei den Markenprodukten. Dagegen konnten die hohen Absatzvolumina des entsprechenden Vorjahreszeitraums bei den Weinhandelsaktivitäten - Rindchen's Weinkontor GmbH & Co. KG sowie Vino Weinhandels GmbH - in 2021/22 nicht wieder erreicht werden; die Absätze dort waren insgesamt um 10,0 % rückläufig. Infolge dieser Veränderungen im Absatzmix haben die Umsatzerlöse des deutschen Teilkonzerns - trotz einer leichten Mengensteigerung - mit EUR 74,4 Mio. das Vorjahresniveau (EUR 75,1 Mio.) knapp verfehlt. Die Rohmarge liegt dagegen mit EUR 31,8 Mio. auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2020/21. Das Betriebsergebnis (EBIT) des ersten Halbjahres 2021/22 liegt bei EUR 3,6 Mio. nach EUR 4,6 Mio. im Vorjahr. Hier haben sich insbesondere gestiegene Personalaufwendungen (um EUR 0,5 Mio.) ausgewirkt, bedingt durch Lohn- und Gehaltssteigerungen, Veränderungen in der Mitarbeiterstruktur sowie dem In-Sourcing von Teilen der Lager-Logistik unseres Wein-Retailbereichs. Daneben war im Ergebnis des Vorjahres ein Buchgewinn aus der Veräußerung einer Liegenschaft in Böchingen/Deutschland von rund EUR 0,4 Mio. enthalten. Teilkonzern Frankreich Der Absatz im französischen Teilkonzern liegt in den ersten sechs Monaten 2021/22 mit 32,0 Mio. Flaschen um 13,9 % über dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums (28,1 Mio. Flaschen). Dies ist zum weit überwiegenden Teil auf die Entwicklung des Export-Geschäfts zurückzuführen. Besonders hervorzuheben sind hierbei die Absatzentwicklungen in Russland, in den USA sowie in verschiedenen Länder Afrikas, wo sich die Volumina gegenüber dem - durch die Corona-Pandemie belasteten - ersten Halbjahr des Vorjahres jeweils mehr als verdoppelt haben. Aber auch die Absätze auf dem französischen Inlandsmarkt liegen gegenüber dem Vorjahr leicht im Plus. Entsprechend sind auch die Umsatzerlöse um 13,6 % bzw. EUR 5,8 Mio. auf EUR 48,8 Mio. angestiegen; die Rohmarge hat sich um rund 15,9 % bzw. EUR 2,8 Mio. auf EUR 20,0 Mio. erhöht. Das EBIT des französischen Teilkonzerns hat sich gegenüber den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020/21 um EUR 2,3 Mio. auf EUR 4,8 Mio. erhöht. Gegenläufig zum Anstieg der Rohmarge haben sich Steigerungen bei den Personal- und Sachaufwendungen ausgewirkt. Teilkonzern Ostmitteleuropa Im Teilkonzern Ostmitteleuropa liegt der Absatz im ersten Halbjahr 2021/22 mit 60,5 Mio. Flaschen um 14,0 % über dem Niveau des Vorjahres (53,1 Mio. Flaschen). Dieser Anstieg entfällt überwiegend auf den polnischen Heimatmarkt, wo die Absatzmengen um 11,9 % über dem Vorjahresniveau liegen. Differenziert nach Produktkategorien wurde das Volumenwachstum dort wesentlich von der Entwicklung bei Sparklings, Stillweinen und Kinderpartygetränken getragen. In Rumänien liegen die Absatzvolumina um 18,5 % über dem Niveau der ersten sechs Monate 2020/21; dort waren Sparklings, Stillweine und Sprituosen die größten Wachstumsträger. Die Zahl der verkauften Flaschen in Tschechien und in der Slowakei liegt um nahezu 20 % über dem Vorjahresniveau, insbesondere aufgrund einer erneut starken Entwicklung bei Sparklings. Die Umsatzerlöse im ostmitteleuropäischen Teilkonzern sind um 17,3 % auf EUR 101,1 Mio. angestiegen. Diese im Vergleich zur Absatzentwicklung überproportionale Steigerung ist in erster Linie auf Absatzmixveränderungen zurückzuführen. Dies hat auch die Entwicklung der Rohmarge beeinflusst, die mit EUR 42,9 Mio. um rund EUR 6,9 Mio. bzw. 19,2 % über dem Niveau des ersten Halbjahres 2020/21 liegt. Auch das EBIT des ostmitteleuropäischen Teilkonzerns liegt mit EUR 16,0 Mio. deutlich über dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraums (EUR 13,0 Mio.). Gegenläufig zur Entwicklung der Rohmarge haben sich hauptsächlich höhere Personalaufwendungen (um EUR 1,5 Mio.), gestiegene Ausgangsfrachten (um EUR 0,8 Mio.) sowie höhere Werbeaufwendungen (um EUR 0,5 Mio.) auf das operative Ergebnis ausgewirkt. Übrige Aktivitäten Das operative Ergebnis des Segments „Übrige Aktivitäten", in dem zurzeit eine nicht operativ genutzte Liegenschaft in Rumänien ausgewiesen wird, ist wie im Vorjahr nahezu ausgeglichen. Investitionen und Finanzierung Im ersten Halbjahr 2021/22 liegt der Cashflow vor Änderungen des Nettoumlaufvermögens mit EUR 26,5 Mio. um rund EUR 4,7 Mio. über dem Niveau des Vorjahres. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich dagegen von EUR 15,6 Mio. auf EUR 11,8 Mio. reduziert. Ursächlich hierfür war insbesondere ein gegenüber dem Vorjahr höherer Anstieg des Working Capital (Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen). Der Netto-Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit liegt mit rund EUR 5,6 Mio. um rund EUR 0,9 Mio. unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums (EUR 6,5 Mio.). Auszahlungen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte belaufen sich auf EUR 5,7 Mio. (Vorjahr EUR 8,6 Mio.). Diese entfallen überwiegend auf Zugänge bei technischen Anlagen und Maschinen sowie anderer Betriebs- und Geschäftsausstattung in allen operativen Teilkonzernen. Im Vorjahr war hier insbesondere der Rückerwerb des im Dezember 2007 verkauften und seitdem zurückgemieteten Betriebsgrundstücks in Wachenheim/Deutschland zu nennen. Dem standen im Vorjahr Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten von EUR 2,1 Mio. gegenüber, die nahezu ausschließlich aus der Veräußerung einer Liegenschaft in Böchingen/Deutschland resultierten. In den ersten sechs Monaten 2021/22 sind derartige Einzahlungen nur in geringem Umfang realisiert worden. Der zahlungswirksame Anstieg der Finanzverbindlichkeiten beträgt im ersten Halbjahr 2021/22 rund EUR 3,9 Mio. (Vorjahr Rückgang um EUR 0,5 Mio.). Dividendenzahlungen an Aktionäre der Schloss Wachenheim AG und an Minderheitsgesellschafter von Tochterunternehmen belaufen sich auf EUR 8,0 Mio. (Vorjahr EUR 6,2 Mio.). Die Eigenkapitalquote liegt mit 53,5 % um 3,4 Prozentpunkte unter dem Stand zum 30. Juni 2021 (56,9 %). Zum vergleichbaren Vorjahresstichtag (31. Dezember 2020) hat die Eigenkapitalquote 53,8 % betragen. Chancen- und Risikobericht Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 haben sich im Vergleich zu den im Geschäftsbericht 2020/21 ausführlich dargestellten Chancen und Risiken für den Konzern (Abschnitt Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung", Seite 35 ff. im Konzern-Geschäftsbericht 2020/21) keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar. Nachtragsbericht Ereignisse, die nach dem Abschlussstichtag 31. Dezember 2021 eintraten und für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Schloss Wachenheim-Konzerns von Bedeutung wären, sind uns nicht bekannt. Prognosebericht Das erste Halbjahr 2021/22 war überwiegend von einer erneut starken Geschäftsentwicklung im ostmitteleuropäischen Teilkonzern geprägt, auch bedingt durch ein gegenüber dem Vorjahr besseres Jahresendgeschäft. In Frankreich liegen Absatzmengen und Umsatzerlöse ebenfalls deutlich über dem Niveau des Vorjahres, was hauptsächlich auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends im Exportgeschäfts zurückzuführen ist. Dagegen verzeichnete der deutsche Teilkonzern - trotz leicht höherer Absatzmengen - ein leicht rückläufiges Umsatzvolumen; hier konnte der Wein-Retailbereich das hohe Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums nicht wieder erreichen. Aufgrund der starken Saisonalität unseres Geschäfts hat das zweite Quartal regelmäßig ein besonderes Gewicht für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des gesamten Geschäftsjahres. Das zweite Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 wird dagegen spürbar von Preissteigerungen in großer Breite bestimmt sein. Dies betrifft zum einen die Weinpreise der Ernte 2021, die insgesamt deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegen, und die sich partiell bereits im laufenden Geschäftsjahr auswirken werden. Zum anderen sind wir aber auch bei nahezu allen weiteren für uns relevanten Rohstoffen mit steigenden Preisen sowie auch immer häufiger mit längeren Lieferzeiten und Verfügbarkeitsengpässen konfrontiert. Gleiches gilt auch bei den Energiepreisen, die in den letzten Wochen erneut Höchststände erreicht haben. Aufgrund dieser Entwicklungen müssen auch wir in allen operativen Teilkonzernen Preiserhöhungen umsetzen. Insofern wird die weitere Geschäftsentwicklung wesentlich davon bestimmt sein, wie unsere Kunden und Konsumenten auf diese Anpassungen reagieren werden. Besondere Herausforderungen ergeben sich dabei aus dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld, das in immer höheren Maße von Inflation und steigenden Preisen geprägt wird. Dies reduziert die verfügbaren Einkommen der Verbraucher und stellt damit einen nicht unerheblichen Risikofaktor für die weitere Entwicklung der Verbraucherstimmung dar. Gleiches gilt für die weitere Entwicklung des Infektionsgeschehens in den nächsten Monaten und die damit verbundene Notwendigkeit neuerlicher Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in den für uns relevanten Absatzmärkten. Auch die Entwicklung der Ukraine-Krise ist weiterhin aufmerksam zu beobachten. Trotz dieser dämpfenden Faktoren gehen wir aufgrund der starken Entwicklung des ersten Halbjahres auch für das gesamte Geschäftsjahr 2021/22 weiterhin von konzernweit leichten Steigerungen bei Absatzmengen und Umsatzerlösen aus. Daneben erwarten wir ein operatives Ergebnis (EBIT) in einer Bandbreite zwischen EUR 26,0 Mio. und EUR 28,0 Mio. (bisherige Prognose EUR 24,0 Mio. bis EUR 26,0 Mio.) nach EUR 24,4 Mio. im Vorjahr. Die Erwartungen für den Konzernjahresüberschuss liegen - nach EUR 17,7 Mio. in 2020/21 - zwischen EUR 18,5 Mio. und EUR 20,5 Mio. (bisherige Prognose EUR 17,0 Mio. bis EUR 19,0 Mio.). Wir weisen allerdings darauf hin, dass äußere Einflüsse, insbesondere aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, den weiteren Auswirkungen der Corona-Pandemie, möglichen weiteren Eskalationen der Ukraine-Krise sowie aus der Entwicklung der Währungen in Ostmitteleuropa, diese Prognose in die eine oder andere Richtung beeinflussen können.
Trier, den 22. Februar 2022 Der Vorstand KONZERNZWISCHENABSCHLUSS Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das 1. Halbjahr 2021/22
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das 1. Halbjahr 2021/22
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung 1. Halbjahr 2021/22
Konzernkapitalflussrechnung 1. Halbjahr 2021/22
KONZERNANHANGZUSAMMENFASSUNG DER RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE Grundlagen Der Konzernzwischenabschluss der Schloss Wachenheim AG ("SWA") zum 31. Dezember 2021 wurde entsprechend der Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 (Zwischenberichterstattung) in Übereinstimmung mit den von der Europäischen Union übernommenen und vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Der Konzernzwischenabschluss der SWA wurde am 22. Februar 2022 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. Mit Ausnahme der Anpassungen, die sich aus der Anwendung neuer bzw. geänderter Rechnungslegungsstandards ergeben haben, wurden die bei der Erstellung des Konzernjahresabschlusses zum 30. Juni 2021 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert beibehalten, so dass für diese die Erläuterungen im Anhang des Konzernjahresabschlusses 2020/21 entsprechend gelten. Der Geschäftsbericht der SWA steht im Internet unter ,www.schloss-wachenheim.com' zur Einsicht und zum Download zur Verfügung. Der Konzernzwischenabschluss ist in Euro aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Alle Beträge sind, soweit nicht anders vermerkt, in Tausend Euro angegeben. Das Geschäft des Konzerns ist saisonal geprägt. Um die hohen Absätze zu Weihnachten und Silvester zu sichern, wird bereits im Sommer mit dem Aufbau der Vorratsbestände begonnen. Aufgrund dieses saisonalen Charakters werden im zweiten Quartal regelmäßig rund ein Drittel der jährlichen Umsatzerlöse und der überwiegende Teil des Jahresergebnisses erwirtschaftet. Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die SWA berücksichtigt alle von der EU übernommenen neuen bzw. geänderten IFRS grundsätzlich vom Zeitpunkt ihrer verpflichtenden Erstanwendung an, sofern diese bereits im Rahmen des IFRS-Endorsementverfahrens durch die EU angenommen wurden. Im Geschäftsjahr 2021/22 waren die folgenden, im Anhang zum Konzernabschluss zum 30. Juni 2021 beschriebenen überarbeiteten Standards erstmals verpflichtend anzuwenden, die jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernzwischenabschlusses zum 31. Dezember 2021 hatten:
Darüber hinaus wurden vom IASB weitere neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen herausgegeben, die im Geschäftsjahr 2021/22 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und deren Übernahme durch die Europäische Union zum Bilanzstichtag teilweise noch aussteht. Neben den bereits im Anhang zum Konzernabschluss zum 30. Juni 2021 beschriebenen neuen Standards bzw. Änderungen von Standards und Interpretationen betrifft dies die Änderungen an IFRS 17 vom 9. Dezember 2021 zur Darstellung von Vergleichsinformationen bei erstmaliger Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9. Die Auswirkungen dieser neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen auf den Konzernabschluss der SWA werden derzeit untersucht. KONSOLIDIERUNGSKREIS In den Konzernzwischenabschluss werden neben der SWA alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen. SWA verfügt bei diesen Unternehmen direkt oder indirekt über die Mehrheit der Stimmrechte. Weiterhin werden zwei Gemeinschaftsunternehmen („Joint Ventures") nach der Equity-Methode konsolidiert. Hier besitzen die SWA sowie die an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Partnerunternehmen Rechte am Nettovermögen der jeweiligen Gesellschaft. Ein strukturiertes Unternehmen im Sinne von IFRS 12 wird nicht konsolidiert, da die SWA dieses Unternehmen nicht beherrscht. Die AMBRA S.A. hat im Juli 2021 als alleinige Gesellschafterin die Comfort Zone Sp. z o.o., Warschau/Polen, gegründet. Diese Neugründung steht im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung des Wein-Retailgeschäfts. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben sich hierdurch nicht ergeben. Ansonsten wird hinsichtlich der Beteiligungsverhältnisse auf die Anlage zum Anhang des Konzernjahresabschlusses 2020/21 verwiesen. Der Geschäftsbericht der Schloss Wachenheim AG steht im Internet unter ,www.schloss-wachenheim.com' zur Verfügung. Aufgrund einer über den Erwartungen liegenden Geschäftsentwicklung waren die Verbindlichkeiten für die variablen Kaufpreisbestandteile aus den im April 2020 erworbenen Anteilen an der Gurmetum s.r.o. sowie der Euro Center Trade s.r.o (beide Prag/Tschechien) anzupassen. Die Bemessung der Verbindlichkeiten erfolgte in Höhe der tatsächlich erreichten Ergebnisziele für 2021. Hieraus resultierte ein Aufwand von TEUR 134, der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Teilkonzern Ostmitteleuropa enthalten ist. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG Die folgenden Tabellen geben einen Gesamtüberblick über die operativen Segmente des SWA-Konzerns für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2021/22 sowie für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2020/21.
Gemäß den Anforderungen des IFRS 8 wurden die Geschäftssegmente entsprechend der Berichterstattung festgelegt, die dem Gesamtvorstand der Schloss Wachenheim AG (Hauptentscheidungsträger) regelmäßig vorgelegt werden und anhand derer er seine strategischen Entscheidungen fällt. Die Berichterstattung an den Vorstand der SWA erfolgt grundsätzlich nach den Regionen Deutschland, Frankreich und Ostmitteleuropa. Die regionale Segmentierung basiert dabei auf dem Standort der Vermögenswerte. Daneben wird das nicht operativ genutzte Immobilienvermögen der Unternehmensgruppe im Segment „Übrige Aktivitäten" regionenübergreifend zusammengefasst und separat berichtet. Die Umsatzerlöse im Segment Deutschland wurden in Höhe von TEUR 56.991 (Vorjahr TEUR 60.874) in Deutschland erzielt. Im Segment Frankreich wurden TEUR 33.231 (Vorjahr TEUR 31.514) im eigenen Land erlöst. Die Erlöse des Segments Ostmitteleuropa wurden wie im Vorjahr fast ausschließlich in den jeweiligen Heimatländern der dort ansässigen Konzernunternehmen erzielt. Die Gliederung der Gesamtumsatzerlöse nach Produktgruppen und den operativen Segmenten (vor Eliminierung der Umsätze zwischen den operativen Segmenten) ist aus der folgenden Übersicht ersichtlich:
ÜBERLEITUNG DER SUMME DER SEGMENTERGEBNISSE ZUM KONZERNGESAMTERGEBNIS
Erläuterungen zur Bilanz (1) Sachanlagen
(2) Immaterielle Vermögenswerte
(3) Vorräte
Bei den Vorräten haben sich die saisonal bedingt höheren Abverkäufe zum Kalenderjahresende ausgewirkt. Zum Abschlussstichtag des vergleichbaren Vorjahreszeitraums (31. Dezember 2020) haben die Vorräte insgesamt TEUR 99.554 betragen. (4) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Kalenderjahresende auf TEUR 98.615 (30. Juni 2021: TEUR 53.442) resultiert aus den saisonal bedingt höheren Umsätzen im zweiten Quartal unseres Geschäftsjahres. Zum Abschlussstichtag des vergleichbaren Vorjahreszeitraums (31. Dezember 2020) haben die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen insgesamt TEUR 83.373 betragen. Ein Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird im Wege des revolvierenden Factorings verkauft. Der Factor trägt für die von ihm angekauften Forderungen das Risiko des Zahlungsausfalls des Debitors. Die SWA haftet lediglich für den rechtlichen Bestand der verkauften Forderungen. Da im Wesentlichen alle mit den Forderungen verbundenen Risiken auf den Factor übertragen werden, werden die veräußerten Forderungen ausgebucht. (5) Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals wird in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Das voll eingezahlte Grundkapital der Schloss Wachenheim AG von TEUR 50.054 ist in 7.920.000 nennwertlose Stamm-Stückaktien eingeteilt. Auf jede einzelne Aktie entfällt ein rechnerischer Betrag von EUR 6,32. Die Stammaktien lauten auf den Inhaber und sind unter der Wertpapierkennnummer 722900 zum Börsenhandel zugelassen. Die ordentliche Hauptversammlung vom 25. November 2021 hat nach Auslaufen der bis zum 16. November 2021 geltenden satzungsmäßigen Ermächtigung beschlossen, den Vorstand durch Neufassung des § 4 Absatz 6 der Satzung bis zum 24. November 2026 zu ermächtigen, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Aktien der Gesellschaft gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu EUR 25.027.200,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats in bestimmten Fällen auszuschließen. Wegen der weiteren Einzelheiten wird auf den mit der Einberufung der Hauptversammlung am 8. Oktober 2021 im Bundesanzeiger veröffentlichten Beschlussvorschlag zu Tagesordnungspunkt 6 („Aufhebung des bestehenden genehmigten Kapitals, Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals (mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts) und Satzungsänderung") verwiesen. Die Hauptversammlung vom 25. November 2021 hat diesen Beschlussvorschlag ohne Änderungen beschlossen. Die ordentliche Hauptversammlung vom 25. November 2021 hat nach Auslaufen der bis zum 16. November 2021 geltenden Ermächtigung darüber hinaus beschlossen, den Vorstand bis zum 24. November 2026 zu ermächtigen, mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals untereinander gleichberechtigte, auf den Inhaber lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 100.000.000,00 mit einer Laufzeit von längstens 10 Jahren ab Ausgabe zu begeben und den Inhabern von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen Wandlungs- und/oder Optionsrechte bzw. Wandlungspflichten auf Aktien der Gesellschaft bis zu einem Gesamtnennbetrag von EUR 25.027.200,00 einzuräumen oder aufzuerlegen. Dabei ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen im Hinblick auf Spitzenbeträge, zugunsten bereits begebener Options- oder Wandelschuldverschreibungen und nach §§ 221 Abs. 4 Satz 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG auszuschließen. Die ordentliche Hauptversammlung vom 25. November 2021 hat schließlich unter Aufhebung der bisherigen Satzungsregelung zum bedingten Kapital durch Neufassung des § 4 Absatz 7 der Satzung beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 25.027.200,00, eingeteilt in bis zu 3.960.000 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien, bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2021). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als die Inhaber der bis zum 24. November 2026 ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen bzw. ihren Wandlungspflichten nachkommen. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zudem nach Maßgabe des Hauptversammlungsbeschlusses jeweils zu bestimmende Wandlungs- oder Optionspreise. Die neuen Aktien sind ab dem Beginn des Geschäftsjahres, in dem die Ausgabe erfolgt, gewinnberechtigt. Soweit rechtlich zulässig, kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Gewinnbeteiligung neuer Aktien hiervon und von § 60 Abs. 2 AktG abweichend, auch für ein bereits abgelaufenes Geschäftsjahr, festlegen. Wegen der weiteren Einzelheiten wird auf den mit der Einberufung der Hauptversammlung am 8. Oktober 2021 im Bundesanzeiger veröffentlichten Beschlussvorschlag zu Tagesordnungspunkt 7 ( „Aufhebung der bestehenden und Erteilung einer neuen Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und Optionsanleihen sowie zum Ausschluss des Bezugsrechts nebst gleichzeitiger Aufhebung des bestehenden bedingten Kapitals und Schaffung eines neuen bedingten Kapitals und Satzungsänderung") verwiesen. Die Hauptversammlung vom 25. November 2021 hat diesen Beschlussvorschlag ohne Änderungen beschlossen. Am 26. November 2020 hat die Hauptversammlung den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. November 2025 einmal oder mehrfach über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots eigene Stückaktien (Stammaktien) zu bestimmten Konditionen zu erwerben. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien ist insgesamt auf einen Anteil von 10 % des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschränkt. Weitere Einzelheiten enthält der Ermächtigungsbeschluss vom 26. November 2020. Von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde bislang kein Gebrauch gemacht. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung der Schloss Wachenheim AG vom 25. November 2021 wurde im Geschäftsjahr 2021/22 aus dem Bilanzgewinn zum 30. Juni 2021 eine Dividende von TEUR 3.960 bzw. EUR 0,50 pro Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet. Das kumulierte sonstige Ergebnis enthält neben den erfolgsneutral erfassten kumulierten Erträgen und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen auch die unmittelbar im Eigenkapital zu erfassenden Veränderungen der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und hat sich wie folgt entwickelt:
(6) Verbindlichkeiten
Im Teilkonzern Ostmitteleuropa wurden für aufgenommene Darlehen umfangreiche Sicherheiten gegeben. Diese setzen sich im Wesentlichen aus Verpfändungen ausgewählter technischer Anlagen und Maschinen, Forderungen, Vorräten sowie Grundschuldbestellungen auf Immobilienvermögen und Wechselverbindlichkeiten zusammen. (7) Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten Die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 stellen sich wie folgt dar:
Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind in folgende Bewertungskategorien eingeteilt:
Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten und Vermögenswerte wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Die beizulegenden Zeitwerte der langfristigen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Finanzverbindlichkeiten werden als Barwerte der zukünftig erwarteten Cashflows ermittelt. Zur Diskontierung werden marktübliche Zinssätze, bezogen auf die entsprechenden Fristigkeiten, verwendet. Die Bewertung der Derivate erfolgt auf Basis aktueller Marktdaten und unter Verwendung marktüblicher Bewertungsmethoden (Barwertmethode, Black-Scholes-Verfahren). Erhaltene Anzahlungen aus Verträgen mit Kunden werden entsprechend IFRS 15 als vertragliche Verbindlichkeiten ausgewiesen. Aggregiert stellen sich die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien wie folgt dar:
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (8) Umsatzerlöse
Die Gliederung der Umsatzerlöse nach geografischen Segmenten ist aus der Segmentberichterstattung ersichtlich. (9) Bestandsveränderungen und Materialaufwand
(10) Sonstige betriebliche Erträge
(11) Personalaufwand
(12) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Sonstige Erläuterungen (13) Direkt im Konzerneigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen Das in der Konzerngesamtergebnisrechnung nach Steuern ausgewiesene sonstige Ergebnis des zweiten Quartals bzw. des ersten Halbjahres 2021/22 setzt sich wie folgt zusammen:
(14) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Schloss Wachenheim-Konzerns (diese entsprechen den in der Bilanz ausgewiesen liquiden Mitteln) im Laufe des ersten Halbjahres 2021/22 verändert haben. Die Zahlungsströme sind dabei nach operativer Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Die im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 gezahlten Ertragsteuern betragen TEUR 3.302 (Vorjahr TEUR 1.576). Die gezahlten Zinsen belaufen sich auf TEUR 433 (Vorjahr TEUR 477), die erhaltenen Zinsen auf TEUR 1 (Vorjahr TEUR 6). Die Veränderung der Finanzverbindlichkeiten enthält Neuaufnahmen langfristiger Darlehen von TEUR 3.000 (Vorjahr TEUR 3.500), Tilgungen langfristiger Darlehen von TEUR 3.500 (Vorjahr TEUR 1.000) sowie Auszahlungen zur Tilgung von Leasingverbindlichkeiten von TEUR 3.044 (Vorjahr TEUR 2.575). Die übrigen zahlungswirksamen Veränderungen resultieren aus der laufenden Finanzmitteldisposition. (15) Beziehung zu nahestehenden Unternehmen und Personen Zu der Günther Reh AG (einschließlich MEK Material Einkaufskontor GmbH) bestanden im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs Liefer- und Leistungsbeziehungen, insbesondere aus der Weiterbelastung von Personalkosten und sonstigen Dienstleistungen sowie aus der Weitergabe von Boni und Provisionen. Darüber hinaus resultierte aus Darlehensvergaben zwischen der Günther Reh AG und der SWA ein im Finanzergebnis erfasster Zinsaufwand. Die Transaktionen mit der Reh Kendermann GmbH Weinkellerei resultieren aus Liefer- und Leistungsbeziehungen und Weiterbelastungen. Transaktionen zwischen der SWA und der Vintalia Weinhandels GmbH & Co. KG resultieren aus der Tätigkeit der SWA als Kommissionär für den Vertrieb von Waren des Gemeinschaftsunternehmens für dessen Rechnung gegen Provision. Liefer- und Leistungsbeziehungen mit der Wine 4 You Sp. z o.o. bestehen im Teilkonzern Ostmitteleuropa. Alle Transaktionen wurden zu marktüblichen Konditionen abgerechnet. Im Einzelnen stellen sich die Transaktionen mit nahestehenden Personen wie folgt dar:
(16) Angaben zu den Organen der Schloss Wachenheim AG Mitglieder des Vorstands
Die aktuellen Verantwortungsbereiche der Vorstände sind im Internet unter .www.schloss-wachenheim.com' dauerhaft zugänglich gemacht. Mitglieder des Aufsichtsrats Aktionärsvertreter
Arbeitnehmervertreter
Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Trier, den 22. Februar 2022 Der Vorstand Oliver Gloden, Sprecher des Vorstands Boris Schlimbach BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHT An die Schloss Wachenheim AG, Trier Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus verkürzter Bilanz, verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung, verkürzter Gesamtergebnisrechnung, verkürzter Kapitalflussrechnung, verkürzter Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der Schloss Wachenheim AG, Trier, für den Zeitraum vom 1. Juli bis 31. Dezember 2021, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen sowie unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements 2410 „Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Frankfurt am Main, den 22. Februar 2022 RSM GmbH F. Weber, Wirtschaftsprüfer A. Fröde, Wirtschaftsprüferin |
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