Azerion AG

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2024

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Als Tochterunternehmen der niederländischen Technologie- und Mediengruppe Azerion verantwortet die Azerion AG die Region DACH. Azerions skalierbare Plattform bietet Zugang zu globalen Zielgruppen und verbindet Publisher und Spieleentwickler mit Werbetreibenden. Darüber hinaus profitieren Advertiser sowie Publisher von einer exklusiven Auswahl an Produkten, Dienstleistungen und konzerneigener technologischer Lösungen entlang der digitalen Wertschöpfungskette.

Die Azerion AG versteht sich als Beraterin und Kommunikationsspezialistin, die für Advertiser und Publisher individuelle und kreative Kommunikations- und Vermarktungskonzepte entwickelt und einen echten Mehrwert bietet. Das Vermarktungsangebot deckt die komplette Bandbreite an digitalen Werbeformen ab: Desktop, Mobile, Video, CTV, Native, Social Media Audio, DOOH oder Crossmedia.

2. Steuerungssystem

Als wichtigste Steuerungsgröße verwendet die Gesellschaft den Umsatz sowie das operative Ergebnis. Mit operativem Ergebnis ist das Ergebnis gemeint, das dargestellt wird in der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Zinsen und Steuern (EBIT). Diese zentralen Kenngrößen werden regelmäßig und voll umfänglich monatlich erstellt und mit Planzahlen abgeglichen.

Durch klare Verantwortungsbereiche wird die Umsetzung der Unternehmensziele gewährleistet. Unsere Organisation und das interne Controlling wurden so aufgestellt, dass laufend über alle wesentlichen geschäftlichen Kennzahlen des Unternehmens informiert wird und einen zeitnahen Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft erhalten werden kann.

Die gesamte Erfassung und Verarbeitung der entscheidungsrelevanten Daten erfolgt über das Softwareprodukt „Salesforce“, welches alle zur Unternehmenssteuerung notwendigen Daten zusammen mit den Buchhaltungsdaten zusammenfügt und die ergebnisorientierte Auswertung ermöglicht. Alle relevanten Daten stehen den jeweiligen Abteilungen und der Konzernobergesellschaft zur Verfügung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamt- und branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen

1.1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die ersten vorläufigen Jahresergebnisse des Statistischen Bundesamtes zur Entwicklung der deutschen Wirtschaftsleistung 2024 zeigen unter anderem, dass die Bruttowertschöpfung der Unternehmen nominal um 2 Prozent gegenüber 2023 zugelegt haben dürfte. Preisbereinigt errechnet sich jedoch ein Rückgang um insgesamt 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die reale Veränderung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) wird vorläufig auf -0,2 Prozent beziffert.

Während das Verarbeitende Gewerbe im Trend weiterhin von Produktionsrückgängen gekennzeichnet ist, stellt sich die Lage in den konsumnahen Dienstleistungen etwas günstiger dar. Eine spürbare konjunkturelle Belebung in Deutschland dürfte erst mit verlässlicheren Aussichten für die weiteren wirtschafts-, finanz- und geopolitischen Rahmenbedingungen einsetzen.

1.2. Entwicklung der Branche

Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) geht in seiner Jahresendprognose (veröffentlich Anfang Dezember 2024) für das Jahr 2024 von einem Wachstum der Werbewirtschaft auf insgesamt 50,21 Mrd. Euro aus, was ein Plus von 2,90 Prozent darstellen würde. Die Investitionen in Werbung würden demnach auf rund 38,36 Mrd. Euro (plus 3,73 Prozent) steigen sowie die Netto-Werbeeinnahmen der Medien auf 27,03 Mrd. Euro (plus 4,48 Prozent). Die ZAW-Prognose setzt allerdings voraus, dass die Werbeinvestitionen im November und Dezember nicht einbrechen. Aufgrund der hohen Gewichtung dieser Monate für das Gesamtjahr können die Zuwächse auch deutlich geringer als erwartet ausfallen. Die endgültigen Daten will der ZAW zusammen mit der ersten Jahresprognose 2025 im kommenden Frühjahr veröffentlichen und liegen zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes noch nicht vor.

Ein wesentlicher Treiber der im Kontext der Gesamtwirtschaftslage vergleichsweise positiven Entwicklung des Werbemarkts bleibt zudem das für die Gesellschaft wichtige überproportionale Wachstum der digitalen Werbung. Bei den anderen Oberkategorien (Print, TV/Bewegtbild, postalische Direktwerbung, Außenwerbung, Radio und Kino) fällt das Bild gemischt aus.

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2024 ist wie das Vorjahr durch die betriebliche Integration der madvertise media GmbH, die im IV. Quartal des letzten Geschäftsjahres vorgenommenen wurde, geprägt. Wesentlich zum Wachstum hat auch die Ausweitung des systemischen Umsatzes durch Einsatz der Azeriontechnologie beigetragen.

Die Azerion AG beschäftigt zum Jahresende 37 Mitarbeiter und einen Vorstand.

3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Azerion AG beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 18,5 Mio. € und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 25,61 % erhöht. Der Anstieg ist auf das organische Wachstum der Azerion AG zurückzuführen.

An der Bilanzsumme hat das Anlagevermögen in Höhe von 392 T€ (2,12 %) zum Bilanzstichtag eine untergeordnete Bedeutung.

Das Umlaufvermögen und die sonstigen Aktiva umfassen einen Bilanzsummenanteil von 97,74 % (Vorjahr: 96,11 %).

Auf der Passivseite ist das Eigenkapital aufgrund des positiven Jahresergebnisses von 481 T€ auf 982 T€ gestiegen und beläuft sich auf 5,31 % der Bilanzsumme.

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit beläuft sich im Geschäftsjahr 2024 auf 1.500 T€. Bei einem Jahresüberschuss i.H.v. 481 T€ und unbaren Aufwendungen und Erträgen, die insbesondere Abschreibungen auf das Anlagevermögen i.H.v. 145 T€ sowie die Zunahme der sonstigen Rückstellungen i.H.v. 3.343 T€ betreffen, wurden Mittel dazu verwendet, das Nettoumlaufvermögen um 606 T€ aufzubauen und Investitionen in das Anlagevermögen i.H.v. 7 T€ zu tätigen. Das EBiTDA beläuft sich auf 632 T€ (Vorjahr: - 1.018 T€).

Die Veränderung des Finanzmittelfonds betrug + 1.476 T€. Die liquiden Mittel belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 1.938 T€ (Vorjahr: 462 T€), während keine fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden.

3.2. Finanzlage

Die flüssigen Mittel haben sich von 462 T€ für das Vorjahr auf 1,9 Mio. € erhöht.

Das Eigenkapital ist aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung (Jahresüberschuss in Höhe von 481 T€ gegenüber einem Jahresfehlbetrag im Vorjahr von 1.196 T€) auf 982 T€ gestiegen.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Erkennbare Ausfall- und Bonitätsrisiken bei den finanziellen Vermögenswerten wurden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Durch das unternehmensinterne Debitorenmanagement und Mahnwesen wird das Ausfallrisiko minimiert.

3.3. Ertragslage

Im Geschäftsjahr sind die Umsätze der Azerion AG gegenüber dem Vorjahr um ca. 11,14 % gestiegen (2024: 32,2 Mio €; Vj.: 28,9 Mio €).

Der Umsatzanstieg ist ausschließlich auf ein originäres Wachstum zurückzuführen.

Das Rohergebnis ist von 9,8 Mio. € auf 10,7 Mio. € angestiegen und zeigt deutlich, dass die Nutzung der Lizenzen für die Nutzung der konzerninternen Technologie (Aufwendungen in Höhe von 1,8 Mio €) sowie der Bezug der konzerninternen Dienstleistungen (sog. „Group“-Support-Kosten in Höhe von 720 T€) insgesamt zu dem positiven Geschäftsergebnis beigetragen haben.

3.4. Gesamtaussage

Die Geschäftstätigkeit unserer Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2024 planmäßig verlaufen. Die Prognosen des Vorjahres über Umsatzentwicklung und Ergebnishöhe für das abgelaufene Geschäftsjahr konnten gehalten werden. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft kann als konstant angesehen werden.

4. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

4.1. Prognosebericht

Die ZAW-Trendanalyse für das Jahr 2025 zeigt, dass die Stimmung der hiesigen Werbewirtschaft schlecht ist und einen historischen Tiefpunkt erreicht hat.

Die Erwartungen für die kommenden Monate sind von sehr großen Unsicherheiten geprägt. Mit Blick auf das erste Halbjahr 2025 rechnen rund 60 Prozent der Befragten Mitglieder mit einer gleichbleibenden wirtschaftlichen Entwicklung. Etwas mehr als 20 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung im ersten Halbjahr und weniger als 20 Prozent mit einer Verbesserung. Verglichen mit dem vorausgegangenen Trendbefragungen hat das Lager der Optimisten wieder abgenommen.

4.2. Chancen- und Risikobericht

Trotz des ambitionierten Geschäftsumfeldes rechnen wir mit einer erneuten Umsatzausweitung im Geschäftsjahr 2025 sowie mit einem höheren positiven Jahresergebnis.

Das Wachstum wird durch die dynamische Entwicklung der gesamten Azeriongruppe positiv beeinflusst.

Die Gesellschaft verfügt über ein angemessenes Risikomanagementsystem, das auf Größe und Organisation unseres Unternehmens ausgelegt ist.

Durch klare Verantwortungsbereiche gewährleisten wir die Umsetzung unserer Unternehmensziele. Unsere Organisation und das interne Controlling haben wir so aufgestellt, dass wir laufend über alle wesentlichen geschäftlichen Kennzahlen des Unternehmens informiert sind und einen zeitnahen Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft erhalten.

Allgemeine Risiken für unsere Gesellschaft ergeben sich aus strategischen und geschäftsbezogenen Marktrisiken. Spezielle Risiken für die künftige Entwicklung unseres Unternehmens sehen wir derzeit nicht. Unsere Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert bleiben.

Die Konzernmutter Azerion Group N.V., Niederlande, ist über die Azerion Tech Holding B.V. an der Azerion AG zum Bilanzstichtag mit 100 % am Grundkapital beteiligt. Demzufolge hat die Gesellschaft einen sog. Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Bericht ist auch den Abschlussprüfern der Gesellschaft zur Prüfung im Sinne des § 313 AktG vorgelegt und durch diese geprüft worden. Die Prüfung durch den Abschlussprüfer sowie auch die sich anschließende Prüfung durch den Aufsichtsrat gemäß § 314 AktG ergaben keine Beanstandungen.

 

Düsseldorf, den 13. März 2025

Azerion AG

Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 391.727,00 529.569,10
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 370.931,00 491.255,00
II. Sachanlagen 20.796,00 38.314,10
B. Umlaufvermögen 18.078.763,83 14.152.478,19
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 16.139.718,21 13.690.177,31
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.939.045,62 462.300,88
C. Rechnungsabgrenzungsposten 25.970,64 42.902,01
Summe Aktiva 18.496.461,47 14.724.949,30

Passiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Eigenkapital 981.742,70 500.683,72
I. Gezeichnetes Kapital 1.125.000,00 1.125.000,00
II. Kapitalrücklage 6.562.239,25 6.562.239,25
III. Gewinnrücklagen 28.209,07 28.209,07
IV. Bilanzverlust 6.733.705,62 7.214.764,60
B. Rückstellungen 9.699.396,66 6.398.062,74
C. Verbindlichkeiten 7.815.322,11 7.826.202,84
Summe Passiva 18.496.461,47 14.724.949,30

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2024 - 31.12.2024
EUR
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1. Rohergebnis 10.693.705,80 9.788.420,97
2. Personalaufwand 3.117.816,38 3.598.767,01
a) Löhne und Gehälter 2.653.870,89 3.029.548,54
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 463.945,49 569.218,47
davon für Altersversorgung 17.385,50 16.611,09
3. Abschreibungen 145.444,88 144.379,29
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 145.444,88 144.379,29
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.943.944,30 7.207.426,76
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 7.554,14
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 110,47
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.531,06 11.941,50
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,20 20.649,82
8. Ergebnis nach Steuern 482.968,98 -1.194.632,94
9. sonstige Steuern 1.910,00 1.139,00
10. Jahresüberschuss 481.058,98 -1.195.771,94
11. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 7.214.764,60 6.018.992,66
12. Bilanzverlust 6.733.705,62 7.214.764,60

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Azerion AG wurde auf der Grundlage der geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktien-Gesetzes zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 (2) HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß §§ 286 + 288 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. Für die Offenlegung wurden größenabhängige Erleichterungen gem. § 327 HGB in Anspruch genommen.

Der Sitz der im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter der HRB 65211 eingetragenen Gesellschaft ist in Düsseldorf.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Abzug erhaltener Preisnachlässe und planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden linear entsprechend der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 a EStG werden über 5 Jahre linear abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Wirtschaftsjahr voll abgeschrieben.

Der im Zuge der Verschmelzung der madvertise media GmbH, Berlin, zum 1. Januar 2023 übernommene Geschäftswert wird über die Restnutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu Nennbeträgen angesetzt. Auf die nicht einzelwertberichtigten Netto-Kundenforderungen wird zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos und der durch verspätete Zahlungseingänge von Kunden entstehenden Zinsverluste eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 20 T€ gebildet.

Die Bewertung der übrigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nominalwert.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen berücksichtigen die nach dem derzeitigen Erkenntnisstand voraussichtlich zu leistenden Zahlungen.

Die sonstigen Rückstellungen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen Rechnung tragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre abgezinst. Eine Abzinsung bei Archivierungskosten ist aus Geringfügigkeitsgründen unterblieben.

Verbindlichkeiten

Der Ansatz erfolgt jeweils mit dem Erfüllungsbetrag. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel.

Fremdwährungen

Beträge in Fremdwährungen sind zu den Kursen zum Entstehungszeitpunkt eingebucht und, da die Laufzeit aller umzurechnenden Kosten nicht mehr als 1 Jahr beträgt, laufzeitbedingt ohne Beachtung des Imparitätsprinzips mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet worden.

C. Erläuterung zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen - § 284 Abs. 3 HGB

Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024 einschließlich der kumulierten Anschaffungs- und Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den beigefügten Anlagenspiegel verwiesen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände - § 268 Abs. 4 HGB

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von 32 T€ (Vorjahr: 32 T€).

In den Forderungen und sonstigen Vermögegensgegenständen werden zum Bilanzstichtag Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen in Höhe von 8.683 T€ (Vorjahr: 4.158 T€) ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von 107 T€ (Vorjahr: 63 T€) Steuererstattungsansprüche.

3. Eigenkapitalentwicklung - § 152 AktG

Art des Eigenkapitals Vortrag am 1.1.2024
T€
Zunahme Abnahme lfd. Jahr
T€
Stand am 31.12.2024
T€
I. Grundkapital 1.125 0 1.125
II. Kapitalrücklage 6.563 0 6.563
III. Gewinnrücklage 28 0 28
IV. Bilanzgewinn -7.215 + 492 -6.723
501 492 993

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 1.125.000,00 €. Es besteht aus 1.125.000 nennwertlosen, auf die Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je 1,00 €. Sämtliche Aktien werden von der Azerion Tech Holding B.V., Niederlande, gehalten.

4. Rückstellungen - § 285 Nr. 12 HGB

Bei der Bemessung der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen ist allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen worden.

5. Angaben zu Verbindlichkeiten - § 285 Nr. 1+2, § 251, § 268 Abs. 5 + 7 HGB

Von den Verbindlichkeiten in Höhe von € 7.815.322,11 haben € 7.731.523,39 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr, € 83.798,72 eine Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren und € 0,00 eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB angesetzt.

Abweichungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB, die Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, liegen nicht vor.

In den Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.340 T€ (Vorjahr: 3.597 T€) ausgewiesen.

Angabe gem. § 327 Nr.1 S. 2 HGB:

C2 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (31.12.2024: € 97.206,56; 31.12.2023: € 110.614,40)

D. Sonstige Pflichtangaben - § 285 HGB -

1. Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer - § 285 Nr. 7 HGB -

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug 36 (Vorjahr: 38).

2. Bezüge von Mitgliedern der Geschäftsleitung (Vorstand/Aufsichtsrat) - § 285 Nr. 9a HGB -

Von dem Wahlrecht des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

3. Alle Mitglieder des Vorstands/Aufsichtsrats- § 285 Nr. 10 HGB -

Die Geschäfte des Unternehmens wurden durch folgende Personen geführt:

Vorstand: Herr Andreas Stietzel, Düsseldorf (Vorsitzender)

Aufsichtsrat: Herr Attilla Aytekin, Amsterdam, Niederlande (Vorsitzender)

Herr Joost Merks, Zaltbommel, Niederlande

Herr Clemens Bohnen, Niederkrüchten

4. Forderung/Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorstand/Aufsichtsrat- § 285 Nr. 9c HGB -

Gegenüber dem Vorstand/Aufsichtsrat bestanden am 31.12.2024 weder Forderungen noch Verbindlichkeiten.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen- § 285 Nr. 3a HGB -

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betrugen zum Bilanzstichtag insgesamt 225 T€ (Vorjahr: 419 T€) und entfallen ausschließlich auf Mietverpflichtungen.

6. Konzernabschluss- § 285 Nr. 14 HGB -

Die Azerion-Group N.V., Amsterdam, Niederlande, stellt für das Geschäftsjahr einen Konzernabschluss auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird.

7. Ergebnisverwendung- § 285 Nr. 34 HGB -

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der Gewinnverwendung aufgestellt.

Das Jahresüberschuss in Höhe von 481.058,98 € wird unter Berücksichtigung des Verlustvortrages in Höhe von 7.214.764,60 € auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Düsseldorf, den 6. Februar 2025

Azerion AG

- Vorstand -

Anlagenspiegel zum 31.12.2024

Azerion AG

ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2024
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
31.12.2024
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 724.506,00 0,00 0,00 724.506,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 54.308,28 0,00 0,00 54.308,28
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 778.814,28 0,00 0,00 778.814,28
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 282.707,22 7.602,78 0,00 290.310,00
Summe Sachanlagen 282.707,22 7.602,78 0,00 290.310,00
Gesamtes Anlagevermögen 1.061.521,50 7.602,78 0,00 1.069.124,28
ABSCHREIBUNGEN
01.01.2024
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
31.12.2024
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 233.344,00 120.242,00 0,00 353.586,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 54.215,28 82,00 0,00 54.297,28
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 287.559,28 120.324,00 0,00 407.883,28
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 244.393,12 25.120,88 0,00 269.514,00
Summe Sachanlagen 244.393,12 25.120,88 0,00 269.514,00
Gesamtes Anlagevermögen 531.952,40 145.444,88 0,00 677.397,28
RESTBUCHWERTE
Stand 31.12.2024
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 370.920,00 491.162,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 11,00 93,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 370.931,00 491.255,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.796,00 38.314,10
Summe Sachanlagen 20.796,00 38.314,10
Gesamtes Anlagevermögen 391.727,00 529.569,10

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse.

Während und außerhalb der Aufsichtsratssitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand laufend schriftlich und mündlich über die Geschäftsentwicklung, die Lage des Unternehmens und die wesentlichen Investitionsvorhaben unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat die wesentlichen Geschäftsvorfälle mit dem Vorstand erörtert. Die Geschäftsführung des Vorstandes wurde laufend überprüft.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 wurde von der Wisbert & Partner Partnergesellschaft, Neuss, geprüft. Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht gaben keinen Anlass zu Beanstandungen und wurden von den Wirtschaftsprüfern mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Nach Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 hat der Aufsichtsrat folgenden Beschluss gefasst:

„Der Aufsichtsrat erklärt, dass keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss zu erheben sind und dass der Aufsichtsrat den Jahresabschluss billigt.“

Damit wurde der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 angenommen.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern seinen Dank für die hervorragende Arbeit aus.

 

Amsterdam, 16. Juni 2025

Gez. Joost Merks, Aufsichtsratsvorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.06.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss in Abgrenzung zur teilweisen Offenlegung unter Inanspruchnahme von Offenlegungs- und rechtmäßig nachgeholten Aufstellungserleichterungen (Angaben gem. § 328 Abs. 1a Satz 2 HGB).

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

„An die Azerion AG, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Azerion AG, Düsseldorf - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Azerion AG für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen, d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.“

 

Neuss, den 21. März 2025

WISBERT-TREUHAND
GmbH
- Wirtschaftsprüfungsgesellschaft -

Andreas Hahn, Wirtschafstprüfer