Ad-hoc | 28 October 2008 11:51
Schumag AG / Strategische Unternehmensentscheidung
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Schumag AG: Strategische Unternehmensentscheidungen
Der Vorstand der Schumag AG (die 'Gesellschaft') hat heute Vormittag eine
Maßnahmenplanung für eine Neustrukturierung des Schumag-Konzerns mit den
Kernthemen 'Neuausrichtung des Geschäftsbereichs Maschinen- und
Anlagenbau', 'Stärkung des Geschäftsbereichs Präzisionsmechanik' sowie
'Erhöhung der Eigenkapitalquote' beschlossen. Diese Planung wird in den
nächsten Tagen dem Aufsichtsrat zur Zustimmung vorgelegt und umfasst im
Wesentlichen folgende Punkte:
(1) Zunächst ist geplant, dass die Gesellschaft bis Ende November 2008
wesentliche Teile ihres bisherigen Geschäftsbereichs Maschinenbau
veräußert. Dieses Segment erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2007/2008 einen
Umsatz von rund 70 Mio. € (Schumag-Konzern: rund 132 Mio. €).
Die Gesellschaft steht mit der SMS Meer GmbH, Mönchengladbach, als
Kaufinteressent in intensiv geführten Vorverhandlungen, die nunmehr auf
verbindliche Verträge fortentwickelt werden sollen. Das geplante Vorhaben
steht dabei unter Kartellrechtsvorbehalt und soll in Kürze beim
Bundeskartellamt angemeldet werden.
Vorgesehen ist, dass die Gesellschaft das zum Geschäftsbereich Maschinenbau
gehörende Anlagevermögen (ohne Grundbesitz) in ein gesondertes Unternehmen
(die 'NewCo') einbringt und sodann im Rahmen der Transaktion an den
Kaufinteressenten sämtliche NewCo-Anteile veräußert. Die Anteile an den
Tochterunternehmen MRB Schumag Ltd. (Großbritannien) sowie Schumag
Kieserling Machinery, Inc. und Nolanco, Inc. (beide USA) sollen direkt von
der Schumag AG an verschiedene ausländische Akquisitionsvehikel der SMS
Meer GmbH übertragen werden. Von den aktuell insgesamt etwa 1.000 in Aachen
beschäftigten Mitarbeitern im Schumag-Konzern werden die dem Maschinenbau
zugeordneten rund 300 Mitarbeiter einschließlich der entsprechenden
Personalrückstellungen von der NewCo übernommen. Das auf sie übergehende
Anlagevermögen soll im Wesentlichen Produktionsanlagen aus dem
Geschäftsbereich Maschinenbau sowie die Anteile an der kürzlich von der
Schumag AG in China neu errichteten Schumag Machinery Taicang Co., Ltd.
umfassen. Die NewCo soll die Produktion auf dem Betriebsgelände der
Gesellschaft in Aachen fortführen und dazu notwendige Produktionshallen von
der Gesellschaft auf zunächst 10 Jahre anmieten. Ebenfalls bei der
Gesellschaft verbleiben würde das den Maschinenbau betreffende
Umlaufvermögen (namentlich unfertige Erzeugnisse und Forderungen); zudem
ist vorgesehen, dass die Schumag AG ihren im Maschinenbau vorhandenen
Auftragsbestand und bestehende Serviceverträge behält und durch die NewCo
im Werklohnverfahren bearbeiten lassen würde.
Der nach der abschließend noch vorzunehmenden Kaufpreisbemessung für den
Maschinenbau erwartete Liquiditätszufluss würde bei der Gesellschaft neue
finanzielle Spielräume schaffen. Diese sollen zur Konsolidierung und
Stärkung des Geschäftsbereichs Präzisionsmechanik, für neue Aktivitäten im
Segment Maschinen- und Anlagenbau sowie zur Rückführung von Finanzierungen
durch Kreditinstitute verwendet werden.
(2) Neben dieser Transaktion im Bereich Maschinenbau ist außerdem
vorgesehen, dass die Gesellschaft von ihrem Hauptaktionär, der Schumag
Beteiligungsgesellschaft mbH in Berlin, Anteile an deren
Tochtergesellschaft Babcock Industrierohrleitungsbau GmbH (die 'BIR') mit
Sitz in Leverkusen erwirbt.
Die BIR befasst sich mit der Herstellung und Errichtung von Maschinen und
technischen Anlagen, der Verlegung von Rohrleitungen sowie Instandhaltungs-
und Wartungsarbeiten. Zu ihrem Kundenkreis gehören die chemische und
petrochemische Industrie, die Öl- und Gasindustrie, die Zucker- und
Papierindustrie sowie die Bereiche Bioethanolanlagen und erneuerbare
Energien. Zudem gehören der BIR alle Anteile an der im Kraftwerksbau
tätigen Chemar Rurociagi Sp. z o.o. in Kielce/Polen (die 'Chemar'). Im
Geschäftsjahr 2007/2008 erreichte die BIR (einschließlich Chemar) einen
Konzernumsatz von rund 134 Mio. € und erzielte dabei bessere Renditen als
dies bisher im Bereich Maschinenbau bei der Schumag AG der Fall war.
Der Vorstand erwartet, dass der Schumag-Konzern mit der BIR und nach der
Veräußerung des bisherigen Maschinenbau-Bereichs auf ein geschätztes
Umsatzvolumen von rund 200 Mio. € p.a. wachsen würde. Strategisch wird
dabei insoweit darauf abgezielt, neue Wachstumspotentiale zu erschließen
und durch Diversifizierung in den Geschäftsfeldern die sich aktuell
verstärkenden konjunkturellen Abhängigkeiten besser abzufedern.
(3) Zur Durchführung des Erwerbs von BIR-Anteilen ist vorgesehen, dass das
bei der Gesellschaft vorhandene genehmigte Kapital ausgenutzt und ihr
Grundkapital durch Ausgabe von 1.999.999 neuen Aktien bei einem
Bezugsverhältnis von 2 : 1 um nominal rund 5,11 Mio. € erhöht werden soll.
Damit würde die Eigenkapitalquote der Gesellschaft weiter erhöht und der
Erwerb der BIR-Anteile könnte unter Schonung von liquiden Mitteln
realisiert werden. Während der Hauptaktionär zur Einbringung von
BIR-Anteilen als Sacheinlage zugelassen würde, sollen andere Aktionäre
unter Wahrung ihres Bezugsrechts neue Aktien gegen Bareinlage übernehmen
können. Einzelheiten dieser Kapitalmaßnahme und ihrer Bedingungen bedürfen
dabei jedoch noch näherer Festlegung.
Aachen, 28. Oktober 2008
Schumag Aktiengesellschaft
Der Vorstand
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liegenden Annahmen als unrichtig, könnten die tatsächlichen Entwicklungen
wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck
gebrachten möglichen Entwicklungen abweichen. Die Gesellschaft beabsichtigt
nicht und übernimmt keine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen laufend
zu aktualisieren, da diese ausschließlich von den Umständen am Tag ihrer
Veröffentlichung ausgehen.
28.10.2008 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP
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