Schumag Aktiengesellschaft

Aachen

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis zum 30. September 2013

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis zum 30. September 2013

WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Zu Beginn des Jahres 2012 deutete sich noch ein rascher konjunktureller Anstieg an. Der Aufschwung der Weltwirtschaft geriet in der zweiten Jahreshälfte 2012 spürbar ins Stocken. Zur Jahreswende 2012/13 schien der Tiefpunkt der globalen konjunkturellen Dynamik zwar durchschritten zu sein, doch belasteten Unsicherheiten insbesondere im Zusammenhang mit der Staatsschuldenkrise im Euroraum die Aussichten. Im Frühjahr 2013 zeigten sich erste Anzeichen der Entspannung, die weltwirtschaftliche Dynamik hat allerdings erst in den Sommermonaten wieder zugenommen Im zweiten Quartal 2013 nahm die globale Produktion rascher zu als zu Jahresbeginn. Für das Gesamtjahr 2013 wird dennoch mit einem Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsproduktes von 3,1 % gerechnet.

Die deutsche Konjunktur war im Betrachtungszeitraum geprägt von der europäischen Staatsschuldenkrise und der daraus resultierenden Unsicherheit im Markt. Erst in den Sommermonaten war ein Anstieg spürbar zu erkennen und äußerte sich in einer stärkeren Nachfrage. Das Bruttoinlandsprodukt stieg in 2013 lediglich um 0,4 %. Die Inflationsrate in Deutschland ist mit 1,5 % niedrig und liegt damit auf einem deutlich geringeren Niveau als in den Vorjahren.

Die relevanten Märkte für Schumag sind der Nutzfahrzeugmarkt sowie die Medizintechnik.

Die deutschen Nutzfahrzeughersteller verzeichneten in 2013 einen Produktionsrückgang von 4 % gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere in Westeuropa ging der Markt für schwere Nutzfahrzeuge um 6 % zurück. Zum Jahresende scheint der Markt sich wieder positiv zu entwickeln. Die Stabilisierung der Nachfrage in Ländern wie Frankreich und Spanien scheint erreicht. Das außereuropäische Ausland ist auf Wachstumskurs. Dennoch bleibt der Druck auf die Automobilindustrie unverändert hoch. Die Tendenz, Zulieferer im europäischen und auch außereuropäischen Raum aufzubauen, hält unvermindert an.

Der Inlandsumsatz der deutschen Medizintechnikindustrie konnte in 2013 nur knapp um rund 1 % wachsen, was überwiegend durch den Investitionsstau im Inland gekennzeichnet ist. Die Wachstumsrate im internationalen Geschäft beträgt für das Jahr 2013 rund 3 %.

GESCHÄFTSVERLAUF

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Eckdaten 30.9.2013 30.9.2012 Veränderung
EUR Mio % EURMio % EUR Mio %
Auftragseingang            
Präzisionsmechanik 45,1 100 53,4 100 -8,3 -16
Anlagentechnik - - - - - -
  45,1 100 53,4 100 -8,3 -16
Umsatz            
Präzisionsmechanik 48,5 100 57,0 100 -8,5 -15
Anlagentechnik - - - - - -
  48,5 100 57,0 100 -8,5 -15
Auftragsbestand            
Präzisionsmechanik 25,8 100 29,2 100 -3,4 -12
Anlagentechnik - - - - - -
  25,8 100 29,2 100 -3,4 -12

Präzisionsmechanik

Die Präzisionsmechanik stellt den Kernbereich der Gesellschaft dar. In der mehr als 180-jährigen Firmengeschichte hat sich Schumag zu einem Unternehmen entwickelt, dessen Fertigungs-Knowhow in vielen Anwendungsbereichen noch immer richtungweisend ist.

Der Umsatz reduzierte sich im Berichtszeitraum deutlich um 15 %. Im Geschäftsverlauf zeigte dieser sich schwankend und erst zum Ende des letzten Quartals des Geschäftsjahres war eine Stabilisierung spürbar. Durch den konjunkturellen Verlauf der Weltwirtschaft verringerte sich das Bestandsgeschäft bei den Großkunden relativ gleichmäßig. Daneben haben wir in geringen Umfang neue Produkte in die Fertigung genommen. Die dauerhafte Etablierung von Neuprodukten sowie die daraus resultierende Umsatzsteigerungen können jedoch häufig erst nach weiteren 12 bis 24 Monaten gemessen werden. Der Rückgang des Auftragseingangs um 16 % ist auf die im Berichtsjahr anhaltende Rezession im relevanten Markt zurückzuführen. Ab Ende des Geschäftsjahres 2012/13 ist der Auftragseingang wieder leicht steigend.

Die Umsatzreduzierung gegenüber dem Vorjahr um 15 % mündete in einer Anpassung der Kapazitäten. Die Gesamtbeschäftigtenzahl im präzisionsmechanischen Bereich wurde von Oktober 2012 bis zum September 2013 um 8 % reduziert. Dabei hat sich die Anzahl der in festen Arbeitsverhältnissen beschäftigten Mitarbeiter nicht verändert, während das Fremdpersonal (Leiharbeitnehmer) um 100 %, auf nunmehr Null, abgebaut wurde.

Im September 2013 wurde ein neuer Standortsicherungstarifvertrag mit einer Laufzeit vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2015 abgeschlossen. Neben der Fortführung der 37,5-StundenWoche ohne Lohnausgleich wurde hierin u.a. ein bedingter Forderungsverzicht auf Weihnachtsund Urlaubsgeld für 2 Jahren sowie auf die Tariferhöhung von 4,3 % aus Mai 2012 vereinbart.

Auch im Geschäftsjahr 2012/13 stellte die für die Produktion erforderliche Vorfinanzierung die Gesellschaft vor eine große Herausforderung. Im Berichtsjahr erfolgte die Tilgung von Bankverbindlichkeiten über insgesamt EUR 1,1 Mio, dabei wurde die im Vorjahr gewährte Kontokorrentlinie in Höhe von EUR 1,0 Mio fristgerecht zurückgeführt. Kompensiert wurde die Rückführung durch die Aufnahme eines Drittdarlehens in Höhe von EUR 1,0 Mio zu deutlich günstigeren Konditionen. Per 30. September 2013 wurden aus diesem Darlehen EUR 0,5 Mio in Anspruch genommen.

Anlagentechnik

Nachdem im Geschäftsjahr 2011/12 die Aktivitäten im Bereich regenerative Energien eingestellt wurden, besteht der Geschäftszweig Anlagentechnik nur noch aus dem Geschäftsfeld konventionelle Energien.

Die in dieses Geschäftsfeld gesetzten Erwartungen haben sich weiterhin nicht erfüllt.

Unsere Einschätzung bezüglich der langwierigen Entwicklung des Markteintritts auf den osteuropäischen Märkten hat sich bestätigt. Unserer Tochtergesellschaft Schumag BR Energy GmbH ist es zwar gelungen, zahlreiche Geschäftskontakte und Projektangebote zu platzieren. Konkrete nennenswerte Geschäftsabschlüsse lassen allerdings weiter auf sich warten. Im Geschäftsjahr 2012/13 konnte die Schumag BR Energy GmbH im konventionellen Bereich keine Umsätze erzielen.

Nachdem bereits in den Vorjahren aufgrund noch fehlender Geschäftsabschlüsse der Beteiligungsbuchwert sowie die Forderungen gegenüber der Schumag BR Energy GmbH abgeschrieben wurden, erfolgte auch im Berichtsjahr die 100%ige Wertberichtigung der im Geschäftsjahr 2012/13 aufgelaufenen Forderungen gegenüber unserer Tochtergesellschaft (EUR 0,3 Mio). Insgesamt belaufen sich die Verluste dieses Engagements im Zeitablauf auf derzeit EUR 6,8 Mio.

Aufgrund fehlender Finanzmittel zur Weiterverfolgung dieses Geschäftsfelds wurden die Aktivitäten nahezu eingestellt.

GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

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Kennzahlen 2012/13 2011/12 Veränderung
% % %
Umsatz-Rentabiliät -6,2 -5,6 -0,6
Eigenkapital-Rentabilität -80,0 -47,2 -32,8
ROI -10,0 -4,5 -5,5
ROCE -6,5 -6,2 -0,3
Working Capital (EUR Mio) 13,8 16,7 -2,9

Die von der Gesellschaft erwartete Verbesserung der Ergebnissituation der Schumag für das abgelaufene Wirtschaftsjahr ist nicht eingetreten. Das Ergebnis vor Steuern des Geschäftsjahres 2012/13 verbesserte sich zwar gegenüber dem Vorjahr leicht um EUR 0,2 Mio, blieb mit EUR -3,0 Mio aber weiterhin negativ. Durch die weiterhin negative Ertragslage verringert sich die Eigenkapitalquote auf 13 %. Dies ist insbesondere auf die fehlgeschlagene Investition in die alternativen Geschäftsbereiche zurückzuführen, was bei der Gesellschaft bisher zu mehr als EUR 10 Mio an Substanzverzehr führte.

Die Entwicklung in 2012/13 resultiert im Wesentlichen daraus, dass durch den abrupten Markteinbruch die vorhandenen Kapazitäten wegen noch laufender Sondertarifverträge nicht rechtzeitig auf die gesunkene Gesamtleistung angepasst werden konnten. Durch effizientes Kostenmanagement ist es uns zwar gelungen, die Gemeinkosten deutlich zu reduzieren, die aus den Überkapazitäten resultierenden Kosten konnten hierdurch jedoch nicht kompensiert werden. Erst zum Ende des Berichtsjahres war es möglich, weitere Kapazitätsanpassungen vorzunehmen und auch betriebsbedingte Kündigungen auszusprechen.

Die Entwicklung der Vermögenslage war insbesondere geprägt durch den Abbau des Working Capitals zur Optimierung der Finanzlage sowie durch die Reduzierung des Eigenkapitals. Das finanzielle Gleichgewicht war jederzeit gegeben.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Ertragslage weiterhin unbefriedigend ist. Die wirtschaftliche Lage ist aktuell weiterhin angespannt, wir arbeiten derzeit konsequent an einer kontinuierlichen Verbesserung in allen Bereichen der Gesellschaft. Sanierungsmaßnahmen sind hierfür unabdingbar. Ein Teil der Maßnahmen wurde bereits im Berichtsjahr eingeleitet und umgesetzt. Weitere Maßnahmen werden ihre Wirkung erst im laufenden Geschäftsjahr 2013/14 zeigen.

ERTRAGSLAGE

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  2012/13 2011/12 Veränderung
EUR Mio % EUR Mio % EUR Mio %
Umsatz 48,5 107 57,0 100 -8,5 -15
Gesamtleistung 45,3 100 57,2 100 -11,9 -21
Materialaufwand 16,2 36 22,7 40 -6,5 -29
Personalaufwand 26,0 57 26,3 46 -0,3 -1
Abschreibungen 1,6 4 1,8 3 -0,2 -11
Zinsergebnis -1,4 -3 -1,4 -2 0,0 0
Außerordentliches Ergebnis 1,3 3 -0,2 0 1,5 < -100
Übrige Aufwendungen/Erträge 4,4 10 8,0 14 -3,6 -45
Ergebnis vor Steuern -3,0 -7 -3,2 -6 0,2 -6

Material und Personal

Der Reduzierung des Materialaufwands bezogen auf die Gesamtleistung ist im Wesentlichen auf den Abbau des Fremdpersonals, deren Kosten im Materialaufwand ausgewiesen werden, zurückzuführen. Zudem wurden weitere Verlagerungen vom Zukauf in die Eigenherstellung verlegt, um somit die Fremdbearbeitung zu senken. Der durchschnittliche Eigenpersonalbestand ist dagegen mit 546 Mitarbeitern nach 533 Mitarbeitern im Vorjahr deutlich angestiegen. Absolut betrachtet ist der Personalaufwand zwar konstant geblieben. Der Personalkostenanteil an der Gesamtleistung stieg dagegen jedoch um 11 %-Punkte, was vor allem auf die nicht rechtzeitige Anpassung der Kapazitäten an die stark gesunkene Gesamtleistung zurückzuführen ist. Bei einer um 21 % geringeren Gesamtleistung erhöhte sich die Summe der Material- und Personalaufwands-quote insgesamt von 86 % auf 93 %.

Ergebnis

Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr leicht um EUR 0,2 Mio, blieb mit EUR -3,0 Mio aber weiterhin negativ. Das schlechte Ergebnis ist neben der nicht rechtzeitigen Anpassung der Kapazitäten an die stark gesunkene Gesamtleistung auch darauf zurückzuführen, dass der Kernbereich Präzisionsmechanik insbesondere durch Gemeinkosten im Zusammenhang mit der Finanzierung (Sale-and-Lease-back Maschinenpark, Factoring etc.) sowie die aus der Börsennotierung resultierenden Aufwendungen belastet wird. Zudem führte die erforderliche Wertberichtigung der im Geschäftsjahr 2012/13 gegenüber der Schumag BR Energy GmbH aufgelaufenen Forderungen zu einem negativen Ergebnisbeitrag von EUR -0,3 Mio. Die negativen Ergebniseffekte konnten nur zum Teil durch den außerordentlichen Ertrag aus der der Aktivierung einer Insolvenzforderung gegen die ehemalige Muttergesellschaft Babcock Borsig AG i.I. (EUR 1,5 Mio) kompensiert werden.

FINANZLAGE

Das Finanzmanagement des Schumag-Konzerns erfolgt zentral über die Schumag AG und umfasst alle Konzernunternehmen Dabei werden alle zahlungsstromorientierten Aspekte der Geschäftstätigkeit berücksichtigt.

Ziel ist die Sicherstellung ausreichender Liquidität sowie die Begrenzung von finanzwirtschaftlichen Risiken aus den Veränderungen von Wechselkursen, Zinsen und Rohstoffpreisen.

Die finanzielle Situation war auch im Geschäftsjahr 2012/13 weiterhin angespannt, konnte aber trotz Abbau der Bankverbindlichkeiten um EUR 1,1 Mio durch ein striktes Liquiditätsmanagement auf niedrigem Niveau stabilisiert werden. Benötigte Finanzmittel wurden durch Einräumung eines Drittdarlehens beschafft. Wir konnten jederzeit unseren Zahlungsverpflichtungen nachkommen

Kapitalflussrechnung

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  2012/13 2011/12 Veränderung
EUR Mio EUR Mio EUR Mio
Jahresfehlbetrag vor außerordentlichen Posten -4,2 -2,9 -1,3
Abschreibungen 1,6 1,8 -0,2
Veränderung Rückstellungen 0,7 -1,5 2,2
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 0,1 1,7 -1,6
Ergebnis aus Abgängen des Anlagevermögens 0,0 -0,7 0,7
Veränderung Vorräte (Brutto) 3,8 0,0 3,8
Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Brutto) 0,3 3,9 -3,6
Veränderung übrige Aktiva 2,0 0,6 1,4
Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1,8 -1,5 -0,3
Veränderung übrige Passiva -0,2 -0,5 0,3
Auszahlungen aus außerordentlichen Posten (Sozialplan) -0,3 -0,1 -0,2
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 2,0 0,8 1,2
Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens 0,1 0,2 -0,1
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -1,2 -1,5 0,3
Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition -0,3 -0,4 0,1
Cash-flow aus Investitionstätigkeit -1,4 -1,7 0,3
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 0,5 0,9 -0,4
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten -1,1 -0,5 -0,6
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit -0,6 0,4 -1,0
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 0,0 -0,5 0,5
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 0,6 1,1 -0,5
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 0,6 0,6 0,0

Der Finanzmittelfonds entspricht den bilanzierten flüssigen Mitteln.

Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,2 Mio auf EUR 2,0 Mio verbessert, was insbesondere auf den Cash-Effekt aus der weiteren Optimierung des Working Capitals (EUR +2,9 Mio) zurückzuführen ist. Die Optimierung erfolgte vor allem durch den gezielten Abbau der Vorräte (EUR +3,8 Mio), während sich der Cash-Effekt aus Factoring umsatzbedingt auf EUR -0,6 Mio belief.

Der Cash-flow aus Investitionstätigkeit war wie im Vorjahr geringer als das Abschreibungsvolumen. Die Auszahlungen für Investitionen in Höhe von EUR 1,2 Mio betreffen insbesondere technische Anlagen und Maschinen (EUR 0,9 Mio). Weiterhin erfolgten Auszahlungen zur Finanzierung der Tochtergesellschaft Schumag BR Energy GmbH in Höhe von EUR 0,3 Mio, die im Posten „Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition" ausgewiesen werden.

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit erfolgte ein Abruf aus einem gewährten Drittdarlehen von EUR 0,5 Mio. Die im Vorjahr in Höhe von EUR 0,9 Mio in Anspruch genommene Kontokorrentlinie wurde fristgerecht vollständig zurückgeführt, zudem erfolgte die plangemäße Teiltilgung (EUR 0,2 Mio) des im Geschäftsjahr 2010/11 aufgenommenen Betriebsmittelkredits. Dadurch wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 30. September 2013 auf EUR 0,6 Mio reduziert.

VERMÖGENSLAGE

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  30.9.2013 30.9.2012 Veränderung
EUR Mio % EUR Mio % EUR Mio %
Aktiva            
Anlagevermögen 10,6 37 11,2 33 -0,6 -5
Vorräte 9,1 32 12,9 38 -3,8 -29
Forderungen Lieferungen und Leistungen 2,3 8 2,6 8 -0,3 -12
Flüssige Mittel 0,6 2 0,6 2 0,0 0
Übrige Aktiva 6,1 21 6,6 19 -0,5 -8
  28,7 100 33,9 100 -5,2 -15
Passiva            
Eigenkapital 3,7 13 6,7 20 -3,0 -45
Rückstellungen 20,9 73 20,2 60 0,7 3
Verbindlichkeiten 4,0 14 6,4 19 -2,4 -38
Übrige Passiva 0,1 0 0,6 2 -0,5 -83
  28,7 100 33,9 100 -5,2 -15

Das Anlagevermögen reduzierte sich insgesamt um EUR 0,6 Mio. Die Zugänge zum Anlagevermögen betrugen EUR 1,0 Mio (Vorjahr EUR 1,2 Mio), im Wesentlichen erfolgten Investitionen in technische Anlagen und Maschinen für den präzisionsmechanischen Bereich (EUR 0,7 Mio). Die Abschreibungen beliefen sich auf EUR 1,6 Mio (Vorjahr EUR 1,8 Mio).

Darin enthalten waren außerplanmäßige Abschreibungen von EUR 0,1 Mio (Vorjahr EUR 0,3 Mio).

Zur Optimierung der Finanzierungsstruktur werden seit dem Geschäftsjahr 2004/05 außerbilanzielle Finanzierungsformen in Form von Leasinggeschäften genutzt. Die Leasinggeschäfte haben zum 30. September 2013 ein Gesamtvolumen von EUR 1,9 Mio (Vorjahr EUR 3,5 Mio) bei einer Laufzeit von in der Regel 48 bis 54 Monaten.

Liquiditätsgesteuert wurde das Vorratsvermögen um EUR 3,8 Mio abgebaut.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich trotz des deutlichen Umsatzrückgangs aufgrund der Nutzung von Factoring nur geringfügig um EUR 0,3 Mio.

Das Eigenkapital der Schumag AG verringerte sich ergebnisbedingt auf EUR 3,7 Mio. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich auf 13 %.

Die Erhöhung der Rückstellungen ist größtenteils auf den Aufbau der Rückstellungen für Personal (EUR +0,4 Mio) und Pensionen (EUR +0,2 Mio) sowie für Auftragsrückstellungen (EUR +0,2 Mio) zurückzuführen. Die Veränderung der Personalrückstellungen resultiert aus der gestundeten Auszahlung von Teilen des Urlaubsgelds (EUR +0,7 Mio) und der Überstunden (EUR +0,4 Mio), während sich der Abbau der Rückstellungen für Altersteilzeit (EUR -0,4 Mio) sowie für Weihnachtsgeld (EUR -0,3 Mio) gegenläufig auswirkte.

Innerhalb der Verbindlichkeiten verringerten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen insbesondere durch den Rückgang des Auftragsvolumens sowie durch den vollständigen Abbau des Fremdpersonals um EUR 2,0 Mio. Darüber hinaus wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um insgesamt EUR 1,1 Mio abgebaut. Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich dagegen vor allem durch die Inanspruchnahme des Drittdarlehens (EUR 0,5 Mio) um EUR 0,7 Mio.

Die übrigen Passiva beinhalten die vorausbezahlten abgegrenzten Mieterträge von der SMS Schumag.

Weitergehende Informationen zur Vermögenslage der Schumag AG sind im Anhang enthalten.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schumag zeichnen sich insbesondere durch ihre Identifikation mit dem Unternehmen und ihr Engagement für dessen Ziele aus. Die Belegschaftsstruktur ist durch eine hohe Qualifikation der Mitarbeiter geprägt. Hieraus erzielen wir die hohe Qualität unserer Produkte, die insbesondere im Bereich der Präzisionsmechanik zu unserer starken Marktstellung führt.

Unser Leistungsspektrum geht weit über die Fertigung von Präzisions- und Normteilen hinaus. Durch unser spezielles Know-how sind wir in der Lage, den Kunden spezifische Produktionsprozesse anzubieten. Hieraus erwachsen auch unsere langjährigen, exzellenten Erfahrungen im Betriebsmittelbau.

Ein entscheidender Faktor für die nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft ist der enge Kontakt zu unseren Kunden und unsere umfassende Kenntnis der entsprechenden Zielmärkte. Technische Entwicklungen zu erkennen und rechtzeitig Komplettlösungen anzubieten, ist nach unserer Philosophie eine Grundvoraussetzung zum erfolgreichen Handeln.

Umwelt- und Klimaschutz ist als wichtiges Unternehmensziel definiert. Die bereits im Jahr 2007 begonnene Einführung und Integration eines Umweltmanagementsystems nach ISO 14001:2004 + Cor 1:2009 wurde im November 2011 erfolgreich abgeschlossen. Neuinvestitionen werden auf ihre Umweltverträglichkeit überprüft. Zudem haben wir die Dächer unserer Produktionshallen in Aachen für die Errichtung einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1,4 Megawatt zur Verfügung gestellt, die emissionsfrei Strom erzeugt.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Nachdem Anfang 2013 die 3.168.136 beim Amtsgericht Krefeld hinterlegten Aktien (79,2 % der Stimmrechte) freigegeben wurden, sind diese Mitte 2013 so zwischen drei Gesellschaften bzw. Parteien aufgeteilt worden, dass keine davon mehr als 30 % der Stimmrechte hält. Aktuell liegen uns auch keine Informationen im Hinblick auf die Einbindung der Schumag AG in einen übergeordneten Konzernabschluss vor. Somit ist zumindest für das Geschäftsjahr 2012/13 weiterhin zu unterstellen, dass die Abhängigkeitsvermutung nach § 17 Abs. 2 AktG widerlegt ist.

Daher war für dieses Geschäftsjahr auch kein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gem. § 312 AktG zu erstellen, so dass auch nicht die Erklärung gem. § 312 Abs. 3 AktG wiedergegeben werden kann.

Unabhängig von der Pflicht zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gem. § 312 AktG weisen wir darauf hin, dass die Schumag AG im Geschäftsjahr 2012/13 mit eigenen Tochterunternehmen Rechtsgeschäfte vorgenommen hat. Maßnahmen zum Nachteil der Gesellschaft sind nicht bekannt.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Forschungsaktivitäten sind in unserer Branche bisher von untergeordneter Bedeutung, werden aber künftig durch die Markterfordernisse relevant.

Die Entwicklungsschwerpunkte bei der Schumag liegen im Kernbereich der Präzisionsmechanik und konzentrieren sich auf die Automation und Rationalisierung von Serienprozessen sowie auf die Schaffung neuer Produktionsverfahren.

Qualität

Im präzisionsmechanischen Bereich werden die Analysetools zur zeitnahen Überwachung und Darstellung der Qualitäts- und Produktivitätslage stetig ausgebaut. Die täglichen Auswertungen sowie die damit gelebten Regelkreise haben bei den Mitarbeitern zu einem verbesserten Qualitätsbewusstsein sowie zu einer Steigerung der Produktivität geführt.

In unserem modernen Messzentrum sind die Bereiche Messraum und Prüfmittelwesen zusammengefasst. Das gesamte Messzentrum ist voll klimatisiert. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, die vom Markt geforderten und ständig steigenden Genauigkeiten messtechnisch zu erfassen. Dies gilt nicht nur für fertigungsbegleitende Prüfungen (speziell Form und Lage), sondern auch im Bereich der Prüfmittelerstellung und Prüfmittelkalibrierung.

Im Oktober 2012 wurde die Rezertifizierung des bestehenden Qualitätssystems nach ISO 9001:2008 und ISO TS 16949:2009 und die jährliche Systemanalyse des integrierten Umweltmanagementsystems nach ISO 14001:2004 + Cor 1:2009 erfolgreich durchgeführt und abgeschlossen. Alle Zertifikate wurden Ende 2013 im Rahmen des letzten Überwachungsaudits erfolgreich bestätigt.

Die rumänische Tochtergesellschaft Schumag Romania S.R.L. ist seit April 2013 ebenfalls erfolgreich nach ISO 9001:2008 rezertifiziert

VERGÜTUNGSBERICHT

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die bei der Festlegung der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Schumag AG angewendet werden.

Zuständig für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats der Personalausschuss des Aufsichtsrats. Dieser orientiert sich dabei an der Unternehmensgröße und -struktur unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und finanziellen Lage der Schumag AG sowie den Vergütungen bei vergleichbaren Unternehmen. Für besondere Leistungen kann der Personalausschuss zudem Sondervergütungen als Bestandteil der variablen Vergütung gewähren.

Die Vergütung des Vorstands setzt sich grundsätzlich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Der fixe Vergütungsanspruch wird im Regelfall monatlich als Gehalt ausgezahlt. Der variable Vergütungsanspruch richtet sich nach dem operativen Konzernergebnis vor Steuern. Die Auszahlung erfolgt regelmäßig in dem Monat, in dem der Aufsichtsrat den Konzernabschluss billigt. Im Falle der Gewährung von Sondervergütungen erfolgt die Auszahlung gemäß Vereinbarung mit dem Aufsichtrat.

Bestandteil der Vorstandsvergütungen sind darüber hinaus grundsätzlich auch direkte Versorgungszusagen. Diese werden mit den Vorstandsmitgliedern individuell vereinbart.

Für den Fall der Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied sind keine weiteren Leistungen zugesagt worden. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell zu treffenden Aufhebungsvereinbarung ergeben, entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex sind etwaige Abfindungen auf zwei Jahresgehälter begrenzt.

Die Bezüge des Vorstands zeigt die folgende Übersicht:

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Dr. Ohlinger Gesamt
Bezüge 2012/13 EUR EUR
Feste Vergütungen 540.000,00   540.000,00
Variable Vergütungen 54.000,00   54.000,00
Bezüge Vorstand (gesamt) 594.000,00   594.000,00
  Dr.Ohlinger Walpert Gesamt
Bezüge 2011/12 EUR EUR EUR
Feste Vergütungen 45.000,00 440.000,00 485.000,00
Variable Vergütungen 120.000,00 0,00 120.000,00
Bezüge Vorstand (gesamt) 165.000,00 440.000,00 605.000,00

Ein Teil der Vorstandsvergütung für Dr. Ohlinger ist bis auf weiteres gestundet.

Die Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitgliedern des Vorstands zum 30. September 2013 betragen wie im Vorjahr EUR 0,00.

Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands oder ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf EUR 663.250,65 (Vorjahr EUR 696.578,84).

Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen belaufen sich auf EUR 8.396.363,00 (Vorjahr EUR 8.294.574,00). Davon sind EUR 6.998.915,00 (Vorjahr EUR 6.780.672,00) zurückgestellt, der in Anwendung von Art. 67 Abs. 1 EGHGB noch nicht zurückgestellte Betrag beträgt EUR 1.397.448,00 (Vorjahr EUR 1.513.902,00).

Nach § 14 der Satzung erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats für ein Geschäftsjahr eine nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung von EUR 7.158,09. Der Vorsitzende erhält den 2fachen Betrag, sein Stellvertreter den 1,5fachen Betrag. Die Vergütung wird anteilig zur Amtszeit des jeweiligen Aufsichtsratsmitglieds gewährt. Zudem haben die Mitglieder des Aufsichtsrats Anspruch auf Ersatz der ihnen bei der Ausübung ihres Amtes entstehenden Auslagen.

Die Bezüge des Aufsichtsrats zeigt die folgende Übersicht:

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  2012/13 2011/12
feste Vergütungen sonstige Auslagen Bezüge gesamt feste Vergütungen sonstige Auslagen Bezüge gesamt
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Ekkehard Brzoska 7.158,09 0,00 7.158,09 5.547,52 0,00 5.547,52
Frank Jokisch 0,00 0,00 0,00 6.422,40 0,00 6.422,40
Martin Kienböck 1.709,99 0,00 1.709,99 0,00 0,00 0,00
Hans-Georg F erdorf 8.758,72 0,00 8.758,72 6.561,58 290,08 6.851,66
Peter Koschel 1.709,99 43 0,9 2 2.140,91 3.221,14 26.044,43 29.265,57
Ralf Marbaise 12.337,76 27,71 12.365,47 10.73 7,14 584,97 11.322,11
Jürgen Milion 7.158,09 27,71 7.185,80 7.158,09 607,10 7.765,19
Dr. Johannes Ohlinger 0,00 0,00 0,00 9.683,31 6.787,84 16.471,15
Matthias Osinski 0,00 0,00 0,00 1.014,06 517,76 1.531,82
  38.832,64 486,34 39.318,98 50.345,24 34.832,18 85.177,42

Die Vergütungen für die Geschäftsjahre 2011/12 und 2012/13 der aktuell noch tätigen Organmitglieder sind bis auf weiteres gestundet.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind im Anhang unter Anmerkung 25 aufgeführt.

Änderungen in den Organen

Einzige Änderung in den Organen ab dem 1. Oktober 2012 war, dass auf der Hauptversammlung vom 4. Juli 2013 die Herren Peter Koschel und Martin Kienböck für die im August 2012 ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieder Frank Jokisch und Dr. Johannes Ohlinger neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden.

Angaben nach § 289 Abs. 4 Nr. 1 bis 9 HGB

Das gezeichnete Kapital der Schumag AG zum 30. September 2013 beträgt EUR 10.225.837,62 und ist eingeteilt in 4.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Die Aktien der Schumag AG sind unter der ISIN DE0007216707 (WKN 721670) zum Handel im regulierten Markt (General Standard) der Wertpapierbörse Frankfurt am Main notiert; außerdem werden sie im Freiverkehr an den Börsen in Düsseldorf, Berlin, Hamburg und Stuttgart sowie über das elektronische Handelssystem XETRA gehandelt. Es gibt bei der Gesellschaft nur eine Aktiengattung und alle Aktien vermitteln gleiche Rechte bzw. Pflichten. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme Die weiteren Rechte und Pflichten aus den Aktien der Gesellschaft bestimmen sich nach dem Aktiengesetz.

Bis Anfang 2013 waren 3.168.136 Aktien, entsprechend 79,2 % vom Grundkapital, beim Amtsgericht Krefeld hinterlegt, so dass die Stimmrechte bis dahin grundsätzlich nicht ausgeübt werden konnten. Nachdem die hinterlegten Aktien Anfang 2013 freigegeben wurden, können die entsprechenden Stimmrechte gem. den uns vorliegenden Informationen wieder uneingeschränkt ausgeübt werden können.

Die Angaben gem. § 289 Abs. 4 Nr. 3 HGB sind im Anhang unter Anmerkung 7 (Angaben zum Bestehen einer Beteiligung) enthalten.

Aufgrund eines Aktienkaufvertrages vom 16. Juli 2010 wurden die im Oktober 2009 im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms von der Gesellschaft erworbenen eigenen Aktien, insgesamt 333.526 Stück, entsprechend 8,34 % vom Grundkapital, von Herrn Norbert Thelen als Treuhänder für die Arbeitnehmer der Gesellschaft erworben. Herr Norbert Thelen nimmt die Kontroll- und Stimmrechte als Treuhänder für die Arbeitnehmer wahr.

Nach § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft besteht ihr Vorstand aus einem Mitglied oder auch aus mehreren Mitgliedern. Satzungsgemäß und nach § 84 AktG erfolgt die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands durch den Aufsichtsrat. Die Bestellung kann auf höchstens fünf Jahre erfolgen, wobei diese Höchstdauer auch jeweils im Fall der wiederholten Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit zu beachten ist. Die Abberufung von Vorstandsmitgliedern ist nur aus wichtigem Grund zulässig. Im Übrigen wird zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern auf die Vorschriften in den §§ 84, 85 AktG sowie § 6 der Satzung der Gesellschaft verwiesen. Die Satzung weicht von den vorgenannten gesetzlichen Vorschriften jedoch nicht ab.

Jede Satzungsänderung bedarf grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung, der nach § 133 Abs. 1 AktG mit einfacher Stimmenmehrheit und zusätzlich nach § 18 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft i.V.m. § 179 Abs. 1 und 2 AktG mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals gefasst wird, soweit nicht gesetzliche Vorschriften oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreiben. Das Gesetz verlangt zwingend einen Beschluss der Hauptversammlung mit einer Mehrheit von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals für solche Änderungen der Satzung, die den Gegenstand des Unternehmens (§ 179 Abs. 2 Satz 2 AktG), die Ausgabe von Vorzugsaktien ohne Stimmrecht (§ 182 Abs. 1 Satz 2 AktG), Kapitalerhöhungen unter Bezugsrechtsausschluss (§ 186 Abs. 3 AktG), die Schaffung eines bedingten Kapitals (§ 193 Abs. 1 AktG), die Schaffung eines genehmigten Kapitals (§ 202 Abs. 2 AktG) - ggf. mit Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss (§ 203 Abs. 2 Satz 2 i.V.m. § 186 Abs. 3 AktG) -, die ordentliche oder vereinfachte Kapitalherabsetzung (§ 222 Abs. 1 Satz 2 bzw. § 229 Abs. 3 AktG) oder einen Formwechsel (§§ 233 Abs. 2 bzw. § 240 Abs. 1 UmwG) betreffen. Der Aufsichtsrat ist nach § 12 der Satzung ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur deren Fassung betreffen.

Für den Fall eines Übernahmeangebotes, das sich auf von der Gesellschaft ausgegebene und zum Handel an einem organisierten Markt zugelassene Aktien richten würde, bestehen für den Vorstand im Übrigen die allgemeinen gesetzlichen Aufgaben und Befugnisse. So müssten z.B. Vorstand und Aufsichtsrat bei Vorliegen eines Übernahmeangebots nach § 27 WpÜG eine begründete Stellungnahme zu dem Angebot abgeben und veröffentlichen, damit die Aktionäre in Kenntnis der Sachlage über das Angebot entscheiden können. Außerdem dürfte der Vorstand gemäß § 33 WpÜG nach Bekanntgabe eines Übernahmeangebots keine Handlungen außerhalb des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs vornehmen, durch die der Erfolg des Angebotes verhindert werden könnte, wenn er dazu nicht von der Hauptversammlung ermächtigt ist oder der Aufsichtsrat dem zugestimmt hat oder es sich nicht um die Suche nach einem konkurrierenden Angebot handelt. Bei ihren Entscheidungen sind Vorstand und Aufsichtsrat an das Wohl des Unternehmens, seiner Mitarbeiter und seiner Aktionäre gebunden. Satzungsregelungen im Sinne von § 33a bis § 33c WpÜG (Europäisches Verhinderungsverbot, Europäische Durchbrechungsregel, Vorbehalt der Gegenseitigkeit) waren zum Bilanzstichtag nicht vorhanden.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auf unserer Internetseite (www.schumag.de) im Bereich Investor Relations / Corporate Governance veröffentlicht.

STEUERUNGSSYSTEM

Die Schumag AG verfügt über ein Steuerungssystem, um auf Veränderungen des Marktes, des Umfeldes sowie innerbetrieblicher Verhältnisse angemessen und rechtzeitig reagieren zu können.

Ein wesentlicher Teil des Steuerungssystems ist das Berichts- und Informationswesen. Der Vorstand wird mit dessen Hilfe permanent über relevante Kennzahlen informiert. Zielabweichungen können dadurch unmittelbar erkannt und zeitnah thematisiert werden.

Eine wichtige Steuerungsgröße ist die sog. "Wertschöpfungskennzahl" (Wertschöpfung je Anwesenheitsstunde). Diese Kennziffer ist ein Indikator für die Produktivität der Fertigung im Kernbereich Präzisionsmechanik. Mangelnde Kapazitätsauslastung oder technische Probleme werden durch diese Kennzahl angezeigt.

Eine weitere zentrale Steuerungsgröße ist das EBIT. Mithilfe dieser Kennzahl wird der betriebliche Gewinn einzelner Monate sowie Unternehmensbereiche miteinander vergleichbar.

RISIKOBERICHT

Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Das konzernübergreifende interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der Schumag ist ein integriertes System, welches die Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, zur Risikofrüherkennung, zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften unterstützt.

Das Risikomanagementsystem wurde im Geschäftsjahr 2012/13 überarbeitet und setzt sich weiterhin aus einer Vielzahl von Komponenten zusammen, die in die Aufbau- und Ablauforganisation der Gesellschaft eingebettet sind. Durch Aufstellung von restriktiven Richtlinien sowie durch laufende Überprüfung von Prozessen wird dessen Funktionsfähigkeit gewährleistet. Die Einbeziehung des Risikomanagementsystems in das Berichtswesen sowie eine regelmäßige Kommunikation zwischen den Entscheidungsträgern ermöglichen ein frühzeitiges Erkennen und Gegensteuern von Risiken.

Unser Risikomanagement-Handbuch beschreibt den Prozess der Risikovorsorge. Der systematische Ansatz zum Risikomanagement unterstützt dabei das Bewusstsein zum offenen Umgang mit risikorelevanten Daten und deren eindeutige Dokumentation, die Basis für unternehmerische Entscheidungen, die Qualität der Planung, die Effektivität der Berichterstattung des Controllings und den optimalen Einsatz von Unternehmensressourcen.

Unsere Abteilungs- und Bereichsleiter sind verantwortlich für die Identifikation von Risiken, deren Bewertung und Steuerung sowie deren Kommunikation. Die Koordination obliegt unserem Risikomanager.

Ziel ist, die verantwortlichen Personen auf möglichst vielen Hierarchieebenen im Unternehmen frühzeitig auf Risiken unterschiedlichster Ausprägung hinzuweisen und die im Rahmen des Risikomanagements entwickelten Instrumente zur Risikoabwehr und -bewältigung rechtzeitig zu nutzen.

Die Geschäftsprozesse unterliegen Kontrollen, die Risiken beherrschbar machen sollen. Die Maßnahmen und Regeln betreffen z.B. Anweisungen zur Funktionentrennung, Unterschriftenregelungen, auf wenige Personen eingeschränkte Zeichnungsberechtigung für Zahlungen (Vieraugenprinzip), Maßnahmen zur IT-Sicherheit.

Darüber hinaus wird unser Kontroll- und Risikomanagementsystem im Rahmen der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung beurteilt, soweit dieses für die Vermittlung eines möglichst genauen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Schumag von Bedeutung ist.

Dieser Risikobericht analysiert und erläutert die bis Ende des Aufstellungszeitraums erkennbaren wesentlichen zu überwachenden Risiken der Schumag AG und deren Tochtergesellschaften.

Mögliche Pflichtverletzungen durch ehemalige Organmitglieder

Bei internen Prüfungen wurde festgestellt, dass ehemalige Organmitglieder Regelungen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystem nicht eingehalten haben. Aktuell untersucht die Gesellschaft mögliche fahrlässige Pflichtverletzungen durch die ehemaligen Organmitglieder im Hinblick auf § 93 AktG. In diesem Zusammenhang kam es im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts auf Untreue bereits zu Befragungen seitens der Staatsanwaltschaft Münster. Da wir ein starkes Interesse daran haben, die Vorkommnisse der Vergangenheit aufzuklären, kooperieren wir bei der Klärung der zugrunde liegenden Sachverhalte sehr eng mit der Staatsanwaltschaft, wobei sich die Ermittlungen nicht gegen die Gesellschaft selbst richten.

Mit der internen Untersuchung und Aufklärung wurde zunächst eine unabhängige Anwaltskanzlei beauftragt. Da die Untersuchungen zum jetzigen Stand aber nicht vollumfänglich abgeschlossen sind, verfügt der Vorstand noch nicht über genügend Informationen, um eine abschließende Stellungnahme abgeben zu können.

Sich aus dem Verfahren ergebende potentielle Risiken schätzen wir nach aktuellem Kenntnisstand insgesamt als eher gering ein.

Um in Zukunft diesen Fällen vorzubeugen, wurde das Risikomanagementsystem überarbeitet. Zur Umsetzung einer restriktiveren Handhabung erfolgte zudem eine Anpassung organisatorischer Regelungen.

Absatzmarktrisiken

Schumag bewegt sich im Wesentlichen auf den Märkten für Nutzfahrzeuge sowie Medizintechnik. Absatzmarktrisiken treten hierbei in unterschiedlicher Ausprägung auf. Während der Medizintechnikmarkt in seinem Nachfrageverhalten eine relative Konstanz aufweist, ist der Nutzfahrzeug-Sektor entscheidend von der weltwirtschaftlichen Gesamtlage beeinflusst.

Hinsichtlich der Abhängigkeit von der Automobilindustrie sehen wir eine Risikokonzentration.

Da im Anlagen- und Komponentenbau, in dem unsere Tochtergesellschaft Schumag BR Energy GmbH seit ca. vier Jahren schwerpunktmäßig tätig ist, von einem Markteintrittserfolg erst nach mehreren Jahren auszugehen ist, und sich die Marktzugangsbedingungen geändert haben, kann der Erfolg aus den bislang investierten Mitteln nicht mehr garantiert werden.

Wie in den Vorjahren wurde die Vergabe internationaler, dollarbasierter Projekte durch die EUR/USD-Wechselkursrelation beeinflusst.

Absatzmarktrisiken haben naturgemäß einen entscheidenden Einfluss auf die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage des Unternehmens. Den immer noch vorhandenen Risiken aus der ungewissen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung begegnen wir durch den Ausbau der internationalen Marktpräsenz für die LKW-Zulieferindustrie. Daneben entwickeln wir neue Vertriebsstrategien, um im Non-Automotive-B ereich zu wachsen. Durch fortschreitende Diversifikation versprechen wir uns, Absatzmarktrisiken einzudämmen.

Aufgrund der Ungewissheiten im Hinblick auf die zukünftigen Auswirkungen der Finanz-, Wirtschafts- und Staatsschuldenkrise stehen keine einheitlichen Prognosen für die Entwicklung der Inlands- und Auslandsnachfrage zur Verfügung. Unsere Umsatzplanung für den Kernbereich Präzisionsmechanik erfolgt daher vorsichtig. Für die Geschäftsjahre 2013/14 und 2014/15 rechnen wir wieder mit einem moderaten Umsatzwachstum von ca. 3 % bzw. 7 %. Das Risiko weiterer Umsatzreduzierungen ist weiterhin latent vorhanden. Darüber hinaus ist auch das Risiko absatzmarktbedingter Ausfälle durch exogene Faktoren wie Wirtschafts- und Finanzkrise oder auch Neuausrichtung im Einkaufsverhalten unserer Kunden gegeben.

Zudem zeigt sich aufgrund der Gespräche mit unseren Großkunden, dass die künftige Eignerfrage wesentlichen Einfluss auf unsere Absatzsituation haben wird. Nach Abschluss des Rechtsstreits sollte es nun Aufgabe sein, mittelfristig eine zukunftsorientierte Anteilseignerstruktur aufzustellen.

Finanzrisiken

Die Gesellschaft sieht sich vielfältigen finanziellen Risiken sowie Chancen gegenüber. Diese können sowohl im operativen Geschäftsbetrieb als auch in Finanzierungssachverhalten identifiziert werden.

Ein finanzielles Ungleichgewicht kann im ungünstigsten Fall zur Zahlungsunfähigkeit führen. Ursache hierfür kann eine nicht ausreichende Innenfinanzierung und/oder das Ausbleiben notwendiger Fremdfinanzierungen sein.

Finanzrisiken im operativen Bereich entstehen im Wesentlichen durch Schwankungen der Zinsen, Währungen sowie der Einkaufspreise für Rohstoffe und Materialien. Aufgrund kurzfristiger Geldanlagen im Rahmen der unterjährigen Liquiditätsreserven bestehen keine wesentlichen Risiken aus Zinsänderungen. Zur Vermeidung von Währungskursrisiken werden auf Fremdwährung abgeschlossene Geschäfte mit höheren Volumina zeitgleich kursgesichert.

Kurzfristige Liquiditätsrisiken aus Schwankungen der Zahlungsströme werden über ein rollierendes Liquiditätsplanungssystem frühzeitig erkannt. Zur Eindämmung von Ausfallrisiken betreibt Schumag ein konsequentes Forderungsmanagement. Durch die Nutzung von echtem Factoring wird zurzeit ein Großteil des Ausfallrisikos - welches durch die Bonität unserer Kunden gemildert wird - auf die Factoring-Gesellschaft übertragen.

Die Entwicklung der Finanzlage betrachten wir anhand kurz-, mittel- und langfristiger Prognoserechnungen. Hierüber wird fortlaufend im Rahmen der Berichterstattung unseres Risikomanagers informiert. Aufgrund des geringen Umfangs der verfügbaren Liquidität können wesentliche Erlösrückgänge und/oder Kostensteigerungen dazu führen, dass das finanzielle Gleichgewicht gestört wird.

Durch die Optimierung des Working Capitals, der deutlichen Einsparung im Bereich der Gemeinkosten sowie durch die Aufnahme eines Drittdarlehens konnte das finanzielle Gleichgewicht aufrecht erhalten werden. Unsere Liquiditätssituation ist aktuell jedoch weiterhin angespannt. Bei einer Verschlechterung der Auftrags- und damit auch Finanzlage besteht insbesondere aufgrund unserer bestehenden Eignerstruktur das Risiko, dass erforderliche zusätzliche Fremdfinanzierungen nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen. Alternative Finanzierungsmöglichkeiten werden weiterhin geprüft.

Darüber hinaus ist die Schumag dem generellen Risiko ausgesetzt, dass gewährte Kredite oder bestehende Kreditlinien von den Kreditgebern außerordentlich gekündigt werden können. Aufgrund der engen und regelmäßigen Abstimmung mit den Kreditgebern wird dieses Risiko derzeit eher als gering eingeschätzt.

Sonstige Risiken

Beschaffungsmarktrisiken

Beschaffungsmarktrisiken strukturieren sich im Wesentlichen in Termin-, Mengen- und Preisrisiken. Im Bereich der stahlverarbeitenden Industrie ergibt sich seit Jahren insbesondere die Situation, dass die Schwellenländer durch ihr Nachfrageverhalten in großem Maße Einfluss auf die oben genannten Risiken ausüben. Eine Besonderheit im Risikoprofil der Gesellschaft ergibt sich daraus, dass eine Vielzahl von Rohstoffen (insbesondere Speziallegierungen) ausschließlich bei einem oder wenigen Herstellern zu beschaffen sind.

Die in der Vergangenheit aufgetretenen Schwierigkeiten bei der Rohstoffversorgung konnten im Geschäftsjahr 2010/11 weitestgehend abgestellt werden und bestehen nicht fort. Die Rohstofflieferanten haben die Produktionskapazitäten weiter erhöht. Insgesamt kam es dabei zu moderaten Preissteigerungen. Diese resultieren aus der erhöhten Nachfrage der Schwellenländer sowie aus weltweit gestiegenen Rohstoffpreisen.

Eine Quantifizierung der Beschaffungsmarktrisiken ist kaum möglich, da diese letztlich dadurch gemessen werden, ob eine zugesagte Produktion hinsichtlich Menge, Qualität, Preis sowie Liefertermin anforderungsgerecht erfolgen kann. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten die Produktionsaufträge weitestgehend planmäßig abgearbeitet worden. Aufgrund unserer Kundenstruktur ist es kaum möglich, langfristige Bedarfspläne für die Beschaffung abzuleiten.

Die Risikostruktur sowie die Risikoausprägung haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert. Der Trend, vermehrt Rahmenverträge mit Lieferanten abzuschließen, die es ermöglichen sollen, die benötigten Materialien ,just in time" zu beziehen, setzt sich fort. Hieraus ergeben sich sowohl Chancen (verminderte Kapitalbindung) als auch Risiken (stärkere Lieferantenabhängigkeit).

Unverändert versuchen wir, durch längerfristige Einkaufsverträge und ein aktives Vorratsmanagement sowohl dem Preisanstieg als auch den Lieferterminrisiken entgegen zu wirken. Aufgrund der Vorgaben der Kunden beziehen wir unsere Rohstoffe im nennenswerten Umfang von bestimmten Lieferanten. Bestandsgefährdende Abhängigkeiten hieraus bestehen nicht.

Die Tendenz, dass unsere Kunden direkt Preisverhandlungen mit unseren Rohstofflieferanten durchführen, hält weiter an. Hieraus resultiert eine Risikoreduktion hinsichtlich unkontrollierter Preisanstiege.

Darüber hinaus ist der Trend erkennbar, dass sich unsere Bestellungen bei immer weniger Lieferanten konzentrieren. Der hieraus resultierende Bündelungseffekt führt im Einzelfall zu deutlich gestiegenen Bestellvolumina, die immer schwieriger von Warenkreditversicherern gedeckt werden, was wiederum zu verkürzten Zahlungszielen bei unseren Lieferanten führt.

Unter anderen Prämissen werden Preisrisiken an Bedeutung gewinnen. Dies zu managen, beispielsweise durch adäquate Absicherungsgeschäfte oder durch eine verbesserte Kommunikation zwischen Einkauf und Verkauf, ist Aufgabe des Risikomanagements im Beschaffungsbereich.

Infrastrukturrisiken

IT-Risiken nehmen aufgrund der immer weiter fortschreitenden Automatisierung in Verwaltung aber auch in der Produktion zunehmend eine strategische Bedeutung ein. Planung, Steuerung aber auch Kommunikation sind ohne funktionierende IT-Systeme kaum noch vorstellbar. Ein Totalausfall der IT-Systeme kann im schlimmsten Fall zu Betriebsstillständen führen und wäre somit von existenzieller Bedeutung.

Die Einführung der bereichsübergreifenden ERP-Software SAP zur Ablösung der Altsysteme, die im Frühjahr 2010 unterbrochen wurde, wurde im Geschäftsjahr 2012/13 in Teilbereichen fortgesetzt. Insgesamt besteht durch die langfristige Unterbrechung das Risiko, dass die Kosten der Implementierung höher als bisher geplant ausfallen werden.

Für den Fall eines IT-Ausfalls wurde bereits in der Vergangenheit ein Notfall- und Katastrophenvorsorgeprogramm erarbeitet. Zur Verhinderung unberechtigter Datenzugriffe werden Firewall-Systeme und Virenscanner eingesetzt.

Die Risikostruktur ist gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert. Durch die sukzessive Abschaffung der Altsysteme versprechen wir uns eine deutliche Reduzierung der Risikoausprägung.

Die aktuelle und zukünftige Herausforderung besteht darin, zusätzliche Rationalisierungspotentiale informationstechnisch zu ermöglichen und gleichzeitig die notwendigen Anpassungen sicherheitstechnisch sowie finanziell zu meistern.

Risiken aus Gerichtsprozessen

Risiken aus Gerichtsprozessen umfassen solche Risiken, die aufgrund geführter oder erwarteter Gerichtsverfahren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft haben können. Aus geführten Prozessen resultierende Risiken werden umfassend im Rahmen der Rückstellung für Prozessrisiken berücksichtigt. Die Bemessung dieser Risiken erfolgt in angemessener Weise auf Grundlage der Einschätzungen unserer rechtlichen Berater.

Risiken aus Gerichtsprozessen schätzen wir derzeit als eher gering ein.

Risiken aus Finanzanlagen

Die Entwicklung unserer Tochtergesellschaft Schumag BR Energy GmbH erfolgt nicht erwartungsgemäß. Direkte oder auch indirekte Effekte aus dem Geschäftserfolg der Gesellschaft sind bislang ausgeblieben. Aktuell werden der Gesellschaft daher finanzielle Mittel auch nur im sehr geringen Umfang durch die Schumag AG zur Verfügung gestellt. Das Risiko eines Ausfalls der investierten Mittel in Höhe von derzeit EUR 6,8 Mio ist zurzeit nicht völlig auszuschließen. In den Geschäftsjahren 2010/11 bis 2012/13 erfolgten daher dem Vorsichtsprinzip entsprechend bereits Abschreibungen und Wertberichtigungen in Höhe der investierten Mittel.

Übrige Risiken

Auch im Geschäftsjahr 2012/13 haben wir teilweise die betrieblichen Kapazitätsgrenzen erreicht. Neuinvestitionen in moderne Maschinen müssen derzeit wegen der angespannten Liquiditäts situation weiterhin teilweise aufgeschoben werden.

Ein seit Jahren andauerndes Verfahren zur Neuklassifizierung der örtlichen Wasserschutzzonen, nach der Schumag bei Neuinvestitionen sowie hinsichtlich der Nutzung vorhandener Gewerbeflächen umfangreiche Auflagen drohen, wurde im Berichtszeitraum nicht abgeschlossen.

NACHTRAGSBERICHT

Im Oktober 2013 erfolgte die Inanspruchnahme der aus dem gewähren Drittdarlehen noch zur Verfügung stehenden EUR 0,5 Mio.

Auf der Hauptversammlung am 10. Januar 2014 erfolgte unter Tagesordnungspunkt 2 die erforderliche Anzeige des Vorstands über den Verlust der Hälfte des Grundkapitals gemäß § 92 Abs. 1 AktG.

Ansonsten lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vor.

CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHT

Anmerkung

Dieser Lagebericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Schumag beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die in den Prognosen zu Grunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.

Präzisionsmechanik

Nachdem in 2012/13 der Markt erheblich eingebrochen ist, rechnen wir nach derzeitigem Stand für die Geschäftsjahre 2013/14 und 2014/15 wieder mit einem moderaten Wachstum auf EUR 50 Mio bzw. EUR 53 Mio. Die aktuelle Auftragseingangs situation hat sich stabilisiert. Erste Anzeichen zur Steigerung der Kundennachfragen deuten sich an. Unsere Wachstumspotentiale sehen wir im Wesentlichen im Bestandskundengeschäft sowie im Ausbau neuer Produktlinien sowie der Erschließung neuer Absatzmärkte.

Der wesentliche Teil unserer Produktion in der Präzisionsmechanik wird nach wie vor im Bereich der Teilefertigung für Dieselmotoren gesehen. Diese Schlüsseltechnologie wird nach unserer Einschätzung noch mindestens eine Generation maßgebend bleiben. Ständig steigende Einsparungsnotwendigkeiten sowie die Kopplung an alternative Antriebstechnologien führen zu einer kontinuierlich steigenden Komplexität der Kundenanforderungen. Dieser Herausforderung können wir uns stellen, da wir bei vielen von uns gefertigten Produkten einen Wettbewerbs- und Technologievorsprung sehen. Diese Vorteile werden wir auch in eine Ausweitung unserer Angebotspalette umsetzen. Hierüber sind wir mit unseren Kunden ständig im Gespräch.

Die Struktur unseres Angebotes wird konsequent weiterentwickelt. Unsere Kunden werden zunehmend produktionstechnisch beraten, hierdurch werden zusammen mit uns die gefertigten Komponenten technologisch verbessert.

Unser Bestreben ist, unsere produktionstechnische Basis permanent zu erweitern, um den ständig wachsenden Kundenanforderungen zu genügen. Mehr als 180 Jahre Erfahrung in der Präzisionstechnik sind Beweis für unsere Flexibilität. In Zukunft werden wir uns wieder auf unsere Kernkompetenzen fokussieren.

Unsere langjährige Erfahrung erlaubt es uns zudem, den Kunden Betriebsmittelkonstruktionen (im Sinne von Ideallösungen) anzubieten. Wir werden auch zukünftig Möglichkeiten bereitstellen, anspruchsvolle Hightech-Komponenten zu fertigen.

Im Rahmen unserer Unternehmensphilosophie beschäftigen wir uns mit diversen Prozessentwicklungen, auch außerhalb des Automotivsektors. Darüber hinaus besteht die Absicht, durch Ausweitung und Intensivierung der innerbetrieblichen Weiterbildung weitere Prozessentwicklung zu forcieren und sich in vorhandenen Marktnischen zu etablieren.

Aufgrund der technologischen Alleinstellungsmerkmale unseres Bereiches Präzisionsmechanik gehen wir, auch getragen von einer derzeit stabilen Nachfrage, von einer nur geringen Schwankungsbreite unserer Auftragseingangs- und Umsatzprognose aus.

Anlagentechnik

Unserer Tochtergesellschaft Schumag BR Energy GmbH ist es bislang nicht gelungen, aus den vielfältigen Geschäftsanbahnungen auch Umsätze zu generieren.

Aufgrund der angespannten finanziellen Lage der Muttergesellschaft können keine weiteren Finanzmittel mehr für die Tochtergesellschaft zur Verfügung gestellt werden. Sollte die Realisierung zweier noch laufender Projekte fehlschlagen, ist es nicht auszuschließen, dass der Misserfolg unseres Engagements eintritt.

Gesamtprognose

Die Gesellschaft befindet sich trotz eingeleiteter und teils wirkender Maßnahmen im Kernbereich weiterhin in einer schwierigen Situation. Trotz einer starken Marktstellung aufgrund technologischer Alleinstellungsmerkmale im Bereich niedriger Fertigungstoleranzen und einer beachtlichen Reputation im Markt ist es uns bisher nicht gelungen, unsere Ergebnisziele zu erreichen.

In Zukunft müssen wir uns wie bereits erwähnt auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren und diese weiter ausbauen.

Der wirtschaftliche und finanzielle Erfolg der konventionellen Anlagentechnik bleibt ungewiss.

Risiken bestehen bzgl. der finanziellen Ausstattung der Gesellschaft. Eine deutliche Risikoreduktion könnte hier erreicht werden, wenn ein strategische Investor oder ein Finanzinvestor die Aktienmehrheit erwerben würde.

Die Klärung dieser Frage scheint auch immer mehr Voraussetzung dafür zu werden, Großkunden zu halten und das Geschäft mit Ihnen weiter auszubauen.

Für das Geschäftsjahr 2013/14 gehen wir von erheblichen Verbesserungen in der Produktivität aus. Nachdem bereits im Berichtsjahr die Gemeinkosten deutlich gesenkt werden konnten, gilt es nun, weitere Maßnahmen im produktiven Bereich umzusetzen. Für die Geschäftsjahre 2013/14 und 2014/15 rechnen wir mit einer Verbesserung der Situation. Hierfür erforderliche Restrukturierungsmaßnahmen wurden erarbeitet und befinden sich in der Umsetzung. Unter Zugrundelegung des Szenarios mit der für uns höchsten Wahrscheinlichkeit rechnen wir mit Eintritt in die Gewinnzone im Geschäftsjahr 2013/14. Im Geschäftsjahr 2014/15 wollen wir das Ergebnis deutlich steigern.

Aktuell ist die Liquiditätssituation weiterhin angespannt, kann aber durch ein striktes Liquiditätsmanagement auf niedrigem Niveau stabil gehalten werden. Vorausgesetzt dass die Restrukturierungsmaßnahmen fristgerecht greifen, wird mit einer leichten Entspannung der Liquiditäts situation im ersten Geschäftshalbjahr 2013/14 gerechnet, es sei denn, der Markt bricht noch weiter ein. Nach vollständiger Abwicklung der Sale-and-Lease-back-Transaktion wird ab Mitte 2015 unter Zugrundelegung der aktuellen Planungsprämissen eine Verbesserung der Finanz-und Ertragslage erwartet.

 

Aachen, 30. Januar 2014

Schumag Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Johannes Ohlinger

Bilanz

AKTIVA

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  Anhang 30.9.2013 30.9.2012
EUR TEUR
Anlagevermögen (1)    
Immaterielle Vermögensgegenstände   374.444,00 522
Sachanlagen   7.833.800,07 8.349
Finanzanlagen   2.341.156,00 2.341
    10.549.400,07 11.212
Umlaufvermögen      
Vorräte (2) 9.126.193,65 12.886
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) 7.505.423,53 8.006
Flüssige Mittel (4) 630.228,80 632
    17.261.845,98 21.524
Rechnungsabgrenzungsposten (5) 466.022,21 731
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (6) 438.082,26 478
    28.715.350,52 33.945

PASSIVA

     
Eigenkapital (7)    
Gezeichnetes Kapital   10.225.837,62 10.226
Kapitalrücklage   15.893.433,60 15.893
Gewinnrücklagen   511.291,88 511
Bilanzverlust   -22.904.715,32 -19.922
    3.725.847,78 6.708
Rückstellungen (8) 20.901.808,29 20.213
Verbindlichkeiten (9) 4.004.361,31 6.441
Rechnungsabgrenzungsposten (10) 83.333,14 583
    28.715.350,52 33.945

Gewinn- und Verlustrechnung

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  Anhang 2012/13 2011/12
EUR TEUR
Umsatzerlöse (11) 48.498.706,44 56.989
Bestandsveränderung   -3.249.189,89 -14
Andere aktivierte Eigenleistungen   69.228,00 223
Gesamtleistung   45.318.744,55 57.198
Sonstige betriebliche Erträge (12) 1.933.352,89 2.823
Materialaufwand (13) 16.227.848,67 22.664
Personalaufwand (14) 25.988.687,64 26.290
Abschreibungen (15) 1.553.313,99 1.761
Sonstige betriebliche Aufwendungen (16) 6.225.626,51 10.731
Zinsergebnis (17) -1.384.166,26 -1.400
Abschreibungen auf Finanzanlagen (18) 0,00 0 *
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -4.127.545,63 -2.825
Außerordentliches Ergebnis (19) 1.258.255,00 -242
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (20) -1.899,70 -12
Sonstige Steuern   114.936,51 113
Jahresfehlbetrag   -2.982.327,44 -3.168
Verlustvortrag aus dem Vorjahr   -19.922.387,88 -16.754
Bilanzverlust   -22.904.715,32 -19.922

Anhang

Grundlagen der Rechnungslegung

Der Jahresabschluss der Schumag AG ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des am 29. Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzierungsmodernisierungsgesetzes (Bi1MoG) sowie des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

In der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung werden gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit und der Darstellung zusammengefasst und im Anhang gesondert erläutert. Im Anhang werden, sofern nicht anders dargestellt, sämtliche Beträge entsprechend kaufmännischer Rundung in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Es können sich Abweichungen zu den ungerundeten Beträgen ergeben.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern).

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren planmäßig linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung bewertet. In den Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten einschließlich des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen.

Geringwertige Anlagegüter - das sind Gegenstände mit Anschaffungskosten bis einschließlich EUR 150,00 - werden sofort abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Für Anlagenzugänge mit Anschaffungskosten von jeweils über EUR 150,00 bis einschließlich EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben wird.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Zeitwerten.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten einschließlich des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sowie Finanzierungskosten werden nicht aktiviert. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Reichweite, Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in ausreichendem Umfang vorgenommen. Sofern die Börsen- oder Marktwerte der Vorräte am Bilanzstichtag niedriger sind, werden diese angesetzt. Maximaler Ansatz der fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind die Verkaufserlöse abzüglich noch anfallender Aufwendungen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Ausnahme sind langfristige Forderungen, die zum Barwert angesetzt werden. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Höhe der Wertberichtigung richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Vermögensgegenstände, die zur Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden zum beizulegenden Zeitwert mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Übersteigt der beizulegende Zeitwert die Verpflichtungen erfolgt der Ausweis als „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz.

Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Methoden auf der Basis der Bewertungsvorgaben des § 253 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 HGB ermittelt. Der Zuführungsbetrag aus der erstmaligen Anwendung von BilMoG wurde entsprechend Art. 67 Abs. 1 EGHGB auf 15 Jahre verteilt. Als Bewertungsmethode wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) mit einem Rechnungszins von 4,91 % (Vorjahr 5,07 %) angewendet. Beim Zinssatz handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Die biometrischen Annahmen basieren auf den Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Zudem wurden ein Rententrend von 1,75 % (Vorjahr 1,5 %) und eine Fluktuationsrate von 1,25 % (Vorjahr 1,25 %) zugrunde gelegt. Ein Lohn- und Gehaltstrend bleibt aufgrund der Ruhegeldordnung außer Ansatz.

Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der Zinssatz für die Abzinsung von Altersteilzeitrückstellungen beträgt 3,44 % (Vorjahr 3,75 %).

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Der Ansatz erfolgt in Höhe der voraussichtlichen Steuerbe- bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt anhand eines kombinierten Ertragsteuersatzes der Schumag AG in Höhe von 31,4 % (Vorjahr 31,4 %), der Körperschaftsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer umfasst. Ein Überhang aktiver latenter Steuern über passive latente Steuern wird unter Verzicht auf die Ausübung des Ansatzwahlrechts für aktive latente Steuern gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht bilanziert. Soweit sich aktive und passive latente Steuern der Höhe nach entsprechen, wird auf eine Ausübung des Wahlrechts zum unverrechneten Ausweis gemäß § 274 Abs. 1 S. 3 HGB verzichtet.

Die Umsatzrealisierung erfolgt bei Auslieferung bzw. bei Gefahrenübergang.

Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden gem. § 256a HGB umgerechnet.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2012/13 ist als Anlage 1 zum Anhang dargestellt.

2. Vorräte

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  30.9.2013
TEUR
30.9.2012
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.127 1.638
Unfertige Erzeugnisse 4.405 6.465
Fertige Erzeugnisse und Waren 3.594 4.783
  9.126 12.886

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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  30.9.2013
TEUR
30.9.2012
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.271 2.648
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.034 1.906
Sonstige Vermögensgegenstände 4.201 3.452
  7.506 8.006

Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt:

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  30.9.2013 30.9.2012
Restlaufzeit bis zu einem Jahr über ein Jahr bis zu einem Jahr über ein Jahr
TEUR TEUR TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.271 0 2.648 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 99 935 346 1560
Sonstige Vermögensgegenstände 4.040 161 2.853 599
  6.410 1.096 5.847 2.159

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten zum 30. September 2013 ausschließlich mit Verbindlichkeiten saldierte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der rumänischen Tochtergesellschaft Schumag Romania S.R.L. Zum Abschlussstichtag gegenüber der Schumag BR Energy GmbH bestehende Forderungen in Höhe von TEUR 3.161 wurden zu 100 % wertberichtigt. In den Forderungen gegenüber der Schumag BR Energy GmbH ist ein Darlehen über TEUR 2.238 mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2013 enthalten. Das Darlehen wurde bis zum 31. März 2014 prolongiert.

Der Posten sonstige Vermögensgegenstände beinhaltet überwiegend eine Forderung gegenüber der ehemaligen Muttergesellschaft Babcock Borsig AG i.I., Forderungen gegen eine Factoringgesellschaft, Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen sowie zur Absicherung von Leasingverpflichtungen geleistete Kautionen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Erstattungsansprüche an die Bundesagentur für Arbeit wegen Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 40 enthalten, die rechtlich erst nach dem 30. September 2013 entstehen.

4. Flüssige Mittel

Unter den Flüssigen Mitteln sind Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände ausgewiesen.

5. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten beinhaltet insbesondere abgegrenzte Leasing- und Versicherungsaufwendungen für die folgenden Geschäftsjahre.

6. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Pensionsverpflichtungen sind zum Teil durch Vermögensgegenstände gesichert, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Dabei handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen, die den jeweiligen Anspruchsberechtigten verpfändet wurden. Diese werden mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen entspricht dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen zum Abschlussstichtag, der uns von den Versicherungsunternehmen mitgeteilt wurde.

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  30.9.2013
TEUR
30.9.2012
TEUR
Erfüllungsbetrag aus Pensionsverpflichtungen 778 653
Beizulegender Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen 1.216 1.131
Überschuss des Vermögens über die Pensionsverpflichtungen (Aktiver Unterschiedbetrag) 438 478
Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherungen 1.155 1.089

7. Eigenkapital

Das Grundkapital der Schumag Aktiengesellschaft beträgt EUR 10.225.837,62 und ist in 4.000.000 Stückaktien eingeteilt. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Die Gewinnrücklagen beinhalten zum 30. September 2013 eine gesetzliche Rücklage in Höhe von unverändert EUR 511.291,88.

Der Bilanzverlust setzt sich wie folgt zusammen:

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  30.9.2013
TEUR
30.9.2012
TEUR
Jahresfehlbetrag -2.982 -3.168
Verlustvortrag aus dem Vorjahr -19.922 -16.754
Bilanzverlust -22.905 -19.922

Angaben zum Bestehen einer Beteiligung

Die Angaben zum Bestehen einer Beteiligung sind in Anlage 2 zum Anhang aufgeführt.

8. Rückstellungen

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  30.9.2013
TEUR
30.9.2012
TEUR
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 15.143 14.918
Steuerrückstellungen 0 1
Sonstige Rückstellungen 5.759 5.294
  20.902 20.213

Aufgrund der Anwendung von Art. 67 Abs. 1 EGHGB besteht zum 30. September 2013 ein noch nicht ausgewiesener Rückstellungsbetrag in Höhe von TEUR 2.901 (Vorjahr TEUR 3.143).

Die Pensionsverpflichtungen sind zum Teil durch Vermögensgegenstände gesichert, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Dabei handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen, die den jeweiligen Anspruchsberechtigten verpfändet wurden. Diese werden mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen entspricht dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen zum Abschlussstichtag, der uns von den Versicherungsunternehmen mitgeteilt wurde.

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  30.9.2013
TEUR
30.9.2012
TEUR
Erfüllungsbetrag aus Pensionsverpflichtungen 15.921 15.571
Beizulegender Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen 778 653
Nettowert der Pensionsverpflichtungen (Rückstellung) 15.143 14.918
Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherungen 781 667

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten folgende Posten:

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  30.9.2013
TEUR
30.9.2012
TEUR
Auftragsrückstellungen 1.667 1.471
Urlaubsgeld 1.142 433
Altersteilzeit 621 1.034
Abfindungen 566 485
Jubiläumsgeld 434 420
Freizeitkonto 380 0
Jahresabschlusskosten 245 295
Tantiemen / Jahresabschlussvergütungen 164 158
Weihnachtsgeld 0 345
Übrige 540 653
  5.759 5.294

Für Verpflichtungen aus Altersteilzeit sind Sicherheiten bestellt.

9. Verbindlichkeiten

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  30.9.2013
TEUR
30.9.2012
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 550 1.650
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.657 3.640
Sonstige Verbindlichkeiten 1.797 1.151
  4.004 6.441

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

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  30.9.2013 30.9.2012
Restlaufzeit bis 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre bis 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 200 350 1.100 550
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.641 16 3.440 200
Sonstige Verbindlichkeiten 1.237 560 1.127 24
  3.078 926 5.667 774

Als Sicherheiten für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden Grundschulden sowie Sicherungsübereignungen von Warenbeständen bestellt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 43 (Vorjahr TEUR 292) sowie Steuerverbindlichkeiten von TEUR 394 (Vorjahr TEUR 402). Die Steuerverbindlichkeiten betreffen insbesondere die Lohn- und Kirchensteuer, den Solidaritätszuschlag sowie die Umsatzsteuer für den Monat September 2013. Darüber hinaus beinhaltet der Posten die für die Geschäftsjahre 2006/07 und 2007/08 nachzuzahlende Gewerbesteuer.

In den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Drittdarlehen in Höhe von TEUR 500 enthalten, für das als Sicherheit die Eigentumsübertragung von Maschinen dient.

10. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält ausschließlich zukünftige Mieterträge.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

11. Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen:

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  2012/13 2011/12
TEUR % TEUR %
Präzisionsmechanik 48.499 100,0 56.989 100,0
Anlagentechnik - - - -
  48.499 100,0 56.989 100,0

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten:

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  2012/13 2011/12
TEUR % TEUR %
Deutschland 18.526 38,2 21.476 37,7
Sonstige EU-Länder 10.801 22,3 12.159 21,3
Übriges Europa 1.667 3,4 802 1,4
Nordamerika 14.201 29,3 17.615 31,0
Lateinamerika 3 0,0 12 0,0
Asien 3.301 6,8 4.925 8,6
  48.499 100,0 56.989 100,0

12. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Mieterträge, Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten, Zuschüsse der Bundesagentur für Arbeit für Kurzarbeitergeld, Erträge aus Kostenverrechnungen sowie andere nicht gesondert auszuweisende Erträge. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 239 (Vorjahr TEUR 232) enthalten, die im Wesentlichen Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten betreffen.

13. Materialaufwand

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  2012/13
TEUR
2011/12
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren 13.421 16.925
Aufwendungen fair bezogene Leistungen 2.807 5.739
  16.228 22.664

14. Personalaufwand

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  2012/13
TEUR
2011/12
TEUR
Löhne und Gehälter 21.171 21.789
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 4.817 4.501
  25.988 26.290

Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen TEUR 672 (Vorjahr TEUR 300).

Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter:

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  2012/13 2011/12
Arbeiter 422 413
Angestellte 92 95
Auszubildende 32 25
  546 533

15. Abschreibungen

In den Abschreibungen sind folgende außerplanmäßige Abschreibungen enthalten:

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  2012/13
TEUR
2011/12
TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 116 264
  116 264

16. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten nicht gesondert auszuweisende Verwaltungs- und Vertriebskosten wie Aufwendungen für Leasing, Instandhaltungen, Beratungskosten, Versicherungen, Wertberichtigungen, EDV-Kosten, Factoring-Gebühren und sonstige nicht auftragsbezogene Kosten.

Für von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, erbrachte bzw. noch zu erbringende Dienstleistungen ist als Honorar für die Abschlussprüfung TEUR 100 (Vorjahr TEUR 100) im Aufwand erfasst worden.

17. Zinsergebnis

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  2012/13
TEUR
2011/12
TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 153 342
Zinn und ähnliche Aufwendungen -1.537 -1.742
  -1384 -1.400

Die Zinserträge von verbundenen Unternehmen betragen TEUR 112 (Vorjahr TEUR 103).

Im Vorjahr enthielt der Zinsertrag darüber hinaus Zinserträge aus der Abzinsung von sonstigen langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 90.

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen beinhalten den Nettoaufwand nach Verrechnung mit Erträgen aus Rückdeckungsversicherungen, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Nach den BilMoG-Bestimmungen wurden die Aufwendungen aus der Aufzinsung mit den Vermögenserträgen wie folgt verrechnet:

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  2012/13 2011/12
TEUR TEUR
Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen (brutto) 911 935
Erträge aus Rückdeckungsversicherungen 19 19
Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen (netto) -892 -916

Der Zinsaufwand enthält in Höhe von TEUR 86 (Vorjahr TEUR 52) Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von sonstigen langfristigen Rückstellungen.

18. Abschreibungen auf Finanzanlagen

Unter den Abschreibungen auf Finanzanlagen war im Vorjahr die Abschreibung des Erinnerungswertes (EUR 1,00) der Aixmotec GmbH i.L., deren Liquidation im Geschäftsjahr 2011/12 beendet und die gelöscht wurde, ausgewiesen.

19. Außerordentliches Ergebnis

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  2012/13
TEUR
2011/12
TEUR
Außerordentliche Erträge 1.500 0
Außerordentliche Aufwendungen -242 -242
  1.258 -242

Die außerordentlichen Erträge resultieren aus der Aktivierung einer Insolvenzforderung gegen die ehemalige Muttergesellschaft Babcock Borsig AG i.I., die aufgrund unserer Einschätzung und des derzeitigen Verfahrensstands als werthaltig angesehen wird. Die Aktivierung erfolgte in Höhe der aktuell vom Insolvenzverwalter veröffentlichten Quote abzüglich eines Risikoabschlags.

Die außerordentlichen Aufwendungen ergeben sich daraus, dass der sich im Rahmen der Erstanwendung von BilMoG bei der Bewertunng der Pensionsrückstellungen ermittelte Zuführungsbetrag von insgesamt TEUR 3.626 entsprechend Art. 67 Abs. 1 EGHGB auf 15 Jahre verteilt wird.

20. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten die Erstattung von Körperschaftsteuer-guthaben gem. § 37 Abs. 5 KStG und betreffen das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit aus Vorjahren. Latente Steuern auf verbliebene Verlustvorträge bleiben zum Bilanzstichtag, nachdem bereits im Juni 2013 mehr als 50 % der Anteile übertragen wurden, aufgrund weiterer erwarteter wesentlicher Anteilseignerwechsel, durch die eine Nutzbarkeit steuerlicher Verlustvorträge entfällt, ohne Wertansatz. Es besteht ein Überhang aktiver latenter Steuern über passive latente Steuern, der nicht bilanziert wird. Die aktiven temporären Differenzen stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Sachanlagevermögen sowie Rückstellungen für drohende Verluste, Pensions-, Jubiläums- und Altersteilzeitverpflichtungen. Eine passive temporäre Differenz resultiert aus Erstattungsansprüchen an die Bundesagentur für Arbeit wegen Altersteilzeitverpflichtungen.

SONSTIGE ANGABEN

21. Haftungsverhältnisse

Im Zusammenhang mit der Veräußerung des Maschinenbaus hat die Schumag AG für die übergehenden Altersversorgungsansprüche eine Patronatserklärung abgegeben. Der Teilwert der Rentenverpflichtungen gemäß § 6a EStG zum Zeitpunkt des Betriebsübergangs belief sich auf TEUR 862. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität des Erwerbers des Maschinenbaus als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

22. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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  30.9.2013
TEUR
30.9.2012
TEUR
Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen 2.014 3.515
Verpflichtungen für Stromlieferungen 642 1.215
Bestellobligo Investitionen 260 498
Verpflichtungen für Wartung und Dienstleistungen 297 488
Verpflichtungen für Gaslieferungen 119 329
  3.332 6.045

23. Außerbilanzielle Geschäfte

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  30.9.2013
TEUR
30.9.2012
TEUR
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 1.911 3.489
Im Rahmen von Factoring verkaufte Forderungen 6.545 7.246
  8.456 10.735

Zur Optimierung der Finanzierungsstruktur erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2004/05 die Nutzung von Leasing, wodurch sofortige Zahlungsmittelabflüsse für benötigte Investitionen vermieden werden. Die Leasingverträge haben in der Regel eine fixe Laufzeit von 48 bis 54 Monaten und beinhalten überwiegend die Miete von Produktionsmaschinen für den präzisionsmechanischen Bereich. Für die meisten Leasingvereinbarungen bestehen Mietverlängerungsoptionen, bedingte Mietzahlungen sind nicht vorgesehen. Zudem wurde im Dezember 2010 zur Beschaffung zusätzlicher liquider Mittel eine Sale-and-Lease-back-Transaktion bezüglich unseres Maschinenparks abgewickelt. Für die Verpflichtungen sind Kautionen in Höhe von TEUR 512 (Vorjahr TEUR 944) hinterlegt.

Seit August 2010 wird zur Verbesserung der Finanzlage zudem echtes Factoring betrieben. Neben der Übertragung des Ausfallrisikos der verkauften Forderungen auf die Factoring-Gesellschaft konnte dadurch seitdem bis zum Bilanzstichtag zusätzliche Liquidität in Höhe von insgesamt TEUR 5.490 generiert werden. Im Rahmen eines Sicherheitenpoolvertrags wurden für die Factoringgesellschaft als Sicherheiten Grundschulden sowie Sicherungsübereignungen von Warenbeständen bestellt.

Durch die dargestellten außerbilanziellen Geschäfte wird die Schumag AG mit Finanzierungskosten belastet. Bei Wegfall dieser Finanzierungsinstrumente würde sich ein erhöhter Finanzierungsbedarf ergeben.

24. Anteilsbesitzliste

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Gesellschaft und Sitz Anteil Schumag AG Nominalkapital Eigenkapital 1) Ergebnis des Geschäftsjahres 1)
Schumag BR Energy GmbH, Aachen 100% TEUR 100 TEUR 0 2) TEUR -284
Schumag Romania S.R.L, Timisoara, Chisoda/Rumänien 100% TRON 9.560 TEUR 1.220 3) TEUR 157 3)

1) nach jeweiligem Landesrecht

2) nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag: TEUR 3.406

3) Bilanzstichtag 31.12.2012

25. Organe der Gesellschaft

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands der Schumag AG sowie deren Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien gemäß § 285 Ziffer 10 HGB sind nachfolgend aufgeführt:

Aufsichtsrat

 

Ralf Marbaise, Aachen

Vorsitzender (ab 19. April 2013)

Stellvertretender Vorsitzender (bis 18. April 2013)

Maschinenschlosser

Vorsitzender des Betriebsrats der Schumag Aktiengesellschaft, Aachen

ohne weitere Mitgliedschaft

 

Hans-Georg Kierdorf, Adliswil/Schweiz

Stellvertretender Vorsitzender (ab 19. April 2013)

Unternehmensberater

Weitere Mitgliedschaften

Kierdorf Immobilien- und Vermögensverwaltungs-GmbH, Köln (Mitglied des Beirats)

 

Ekkehard Brzoska, Mülheim/Ruhr

Diplom-Ingenieur

ohne weitere Mitgliedschaften

 

Martin Kienböck, Ratingen (ab 4. Juli 2013)

Pensionär (ehemaliger Geschäftsführer der Balcke-Dürr GmbH, Ratingen)

ohne weitere Mitgliedschaft

 

Peter Koschel, Berlin (ab 4. Juli 2013)

Diplom-Ingenieur

ohne weitere Mitgliedschaft

 

Jürgen Milion, Alsdorf

Industriemeister

ohne weitere Mitgliedschaft

Vorstand

 

Dr. Johannes Ohlinger, Zweibrücken/Pfalz

Dipl.-Ökonom

Mitgliedschaften

Herz Jesu Missionare, Homburg/Saar (Mitglied des Stiftungsrats)

26. Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

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  2012/13
EUR
2011/12
EUR
Bezüge des Vorstands 594.000,00 605.000,00
davon feste Vergütungen 540.000,00 485.000,00
davon variable Vergütungen 54.000,00 120.000,00
Bezüge des Aufsichtsrats 39.318,98 85.177,42
davon feste Vergütungen 38.832,64 50.345,24
davon sonstige Auslagen 486,34 34.832,18

Die Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitgliedern des Vorstands zum 30. September 2013 betragen wie im Vorjahr EUR 0,00.

Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands oder ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf EUR 663.250,65 (Vorjahr EUR 696.578,84).

Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen belaufen sich auf EUR 8.396.363,00 (Vorjahr EUR 8.294.574,00). Davon sind EUR 6.998.915,00 (Vorjahr EUR 6.780.672,00) zurückgestellt, der in Anwendung von Art. 67 Abs. 1 EGHGB noch nicht zurückgestellte Betrag beträgt EUR 1.397.448,00 (Vorjahr EUR 1.513.902,00).

Dem ehemaligen Vorstandsmitglied Steffen Walpert wurde im September 2010 unter Beachtung des § 89 AktG ein Darlehen in Höhe von TEUR 160 gewährt. Das Darlehen hatte eine Laufzeit bis zum 1. Juli 2012 und wurde dann in einer Summe zur Rückzahlung fällig. Sondertilgungen waren möglich. Die Verzinsung betrug 6 % p.a., die Zinsen sind monatlich jeweils zum Monatsletzten zu zahlen. Zur Absicherung dienten sämtliche Ansprüche aus dem Dienstvertrag von Herrn Walpert. Im Geschäftsjahr 2010/11 erfolgte eine Sondertilgung in Höhe von TEUR 17, zum 30. September 2013 betrug das Darlehen wie im Vorjahr noch TEUR 143. Das Darlehen wurde bereits zum 30. September 2011 zu 100 % wertberichtigt. Aufgrund des Todes von Herrn Walpert erweist sich die Vollstreckung des von der Schumag AG diesbezüglich erwirkten Titels derzeit als äußerst schwierig.

Im Übrigen wird auf den Vergütungsbericht innerhalb des Lageberichts der Schumag AG verwiesen.

27. Erklärung nach § 161 AktG

Im April 2013 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Schumag AG die aktuelle Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und im Internet unter www.schumag.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

28. Mutterunternehmen

Die Gesellschaft kann derzeit nicht angeben, ob es ein Mutterunternehmen gibt und ggf. wer Mutterunternehmen ist, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Gem. den aktuell vorliegenden Stimmrechtsmitteilungen gibt es drei Gesellschaften bzw. Parteien, die zwischen 25 % und 30 % der Anteile an der Schumag AG halten. Weitere Informationen im Hinblick auf die Einbindung der Schumag AG in einen übergeordneten Konzernabschluss liegen der Gesellschaft aktuell nicht vor. Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Schumag Aktiengesellschaft, Aachen. Der Konzernabschluss der Schumag Aktiengesellschaft zum 30. September 2013 wird im elektronischen Bundesanzeiger und im Unternehmensregister sowie im Internet unter www.schumag.de veröffentlicht.

 

Aachen, 30. Januar 2014

Schumag Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Johannes Ohlinger

Entwicklung des Anlagevermögens

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  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 1.10.2012 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 30.9.2013
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände          
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.608.349,70 74.457,55 0,00 0,00 1.682.807,25
  1.608.349,70 74.457,55 0,00 0,00 1.682.807,25
Sachanlagen          
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.801.889,00 77.442,45 0,00 0,00 18.879.331,45
Technische Anlagen und Maschinen 10.162.220,02 667.374,29 213.767,11 1.087.046,29 9.956.315,13
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.681.831,48 86.787,73 0,00 914.249,55 10.854.369,66
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 420.492,11 77.291,95 -213.767,11 51.000,00 233.016,95
  41.066.432,61 908.896,42 0,00 2.052.295,84 39.923.033,19
Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.941.156,00 0,00 0,00 0,00 5.941.156,00
  5.941.156,00 0,00 0,00 0,00 5.941.156,00
  48.615.938,31 983.353,97 0,00 2.052.295,84 47.546.996,44
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  Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.10.2012 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 30.9.2013
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände          
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.086.044,70 222.318,55 0,00 0,00 1.308.363,25
  1.086.044,70 222.318,55 0,00 0,00 1.308.363,25
Sachanlagen          
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.977.822,00 326.864,45 0,00 0,00 14.304.686,45
Technische Anlagen und Maschinen 8.541.829,03 489.682,27 0,00 1.078.893,29 7.952.618,01
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.042.103,49 514.448,72 0,00 880.347,55 9.676.204,66
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 155.724,00 0,00 0,00 0,00 155.724,00
  32.717.478,52 1.330.995,44 0,00 1.959.240,84 32.089.233,12
Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.600.000,00 0,00 0,00 0,00 3.600.000,00
  3.600.000,00 0,00 0,00 0,00 3.600.000,00
  37.403.523,22 1.553.313,99 0,00 1.959.240,84 36.997.596,37
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  Buchwert
Stand 30.9.2013 Stand 30.9.2012
EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 374.444,00 522.305,00
  374.444,00 522.305,00
Sachanlagen    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.574.645,00 4.824.067,00
Technische Anlagen und Maschinen 2.003.697,12 1.620.390,99
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.178.165,00 1.639.727,99
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 77.292,95 264.768,11
  7.833.800,07 8.348.954,09
Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.341.156,00 2.341.156,00
  2.341.156,00 2.341.156,00
  10.549.400,07 11.212.415,09

Angaben zum Bestehen einer Beteiligung am Bilanzstichtag

Die Schumag Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin, Deutschland, hat unserer Gesellschaft am 11. April 2008 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag AG, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, am B. April 2008 die Schwelle von 75 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 81,15 % der Stimmrechte der Schumag AG beträgt (3.246.139 Stimmrechte).

Die Babcock Capital A.E. in Gründung, Athen, Griechenland, hat unserer Gesellschaft am 11. April 2008 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag AG, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, am B. April 2008 die Schwelle von 75 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 81,15 % der Stimmrechte der Schumag AG beträgt (3.246.139 Stimmrechte), dass die vorgenannten Stimmrechte der Babcock Capital A.E. in Gründung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden und dass die Babcock Capital A.E. in Gründung die nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte über die Schumag Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin, Deutschland, ein von ihr kontrolliertes Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag AG mehr als 3 % beträgt, hält.

Die Senta Ltd., Nikosia, Zypern, hat unserer Gesellschaft am 11. April 2008 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag AG, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, am B. April 2008 die Schwelle von 75 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 81,15 % der Stimmrechte der Schumag AG beträgt (3.246.139 Stimmrechte), dass die vorgenannten Stimmrechte der Senta Ltd. nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden und dass die Senta Ltd. die nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteile an der Schumag AG jeweils mehr als 3 % betragen, hält:

 

Babcock Capital A.E. in Gründung, Athen, Griechenland,

 

Schumag Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin, Deutschland.

Herr Andreas Kazinakis, Deutschland, hat unserer Gesellschaft am 11. April 2008 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Schumag AG, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, am B. April 2008 die Schwelle von 75 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 81,15 % der Stimmrechte beträgt (3.246.139 Stimmrechte), dass die vorgenannten Stimmrechte Herrn Andreas Kazinakis nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden und dass Herr Andreas Kazinakis die nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteile an der Schumag AG jeweils mehr als 3 % betragen, hält:

 

Senta Ltd., Nikosia, Zypern,

 

Babcock Capital A.E. in Gründung, Athen, Griechenland,

 

Schumag Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin, Deutschland.

Frau Denise Ribaroff, Bermuda, hat unserer Gesellschaft am 15. Oktober 2009 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, D-52076 Aachen, Deutschland, am 8. Oktober 2009 die Schwellen von 10 % und 5 % unterschritten hat und zu diesem Tag 3,52 % (140.810 Stimmrechte) beträgt und dass ihr hiervon 3,52 % (140.810 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen sind.

Die Concordia MAC 29 Ltd., George Town, Grand Cayman, Cayman Islands, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 1. Oktober 2011 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 % und 15 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0,30 % (11.872 Stimmrechte) beträgt.

Die Concordia Partners, LP, Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 1. Oktober 2011 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 % und 15 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0,34 % (13.442 Stimmrechte) beträgt.

Die Concordia Institutional Multi-Strategy Ltd., Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 1. Oktober 2011 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 % und 15 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0,42 % (16.876 Stimmrechte) beträgt.

Die Euro-1B Ltd., London, Vereinigtes Königreich, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 1. Oktober 2011 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 % und 15 % unterschritten hat und zu diesem Tag 1,95 % (78.003 Stimmrechte) beträgt.

Herr Alexander von Ungern-Sternberg, Vereinigtes Königreich, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 1. Oktober 2011 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 % und 15 % unterschritten hat und zu diesem Tag 1,95 % (78.003 Stimmrechte) beträgt und dass ihm hiervon 1,95 % (78.003 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind.

Herr Norbert Thelen, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 1. Oktober 2011 die Schwellen von 10 % und 15 % unterschritten hat und zu diesem Tag 8,34 % (333.526 Stimmrechte) beträgt.

Die Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd., Birmingham, Vereinigtes Königreich, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 21. Juni 2013 die Schwellen von 30 % und 50 % der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 27,3 % (1.091.905 Stimmrechte) beträgt.

Herr Peter Koschel, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 21. Juni 2013 die Schwellen von 30 % und 50 % der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 27,3 % (1.091.905 Stimmrechte) beträgt, dass ihm hiervon 27,3 % (1.091.905 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind und dass ihm dabei von folgendem kontrollierten Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

 

Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd., Birmingham, Vereinigtes Königreich.

Die Balanced Strategies Fund Limited, Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 20. Juni 2013 die Schwellen von 5 %, 10 % und 15 % überschritten hat und zu diesem Tag 19,5434 % (781.734 Stimmrechte) beträgt.

Die Master Multi-Product Holdings II Limited, Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 20. Juni 2013 die Schwellen von 5 %, 10 %, 15 % und 20 % überschritten hat und zu diesem Tag 21,171 % (846.843 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 21,171 % (846.843 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem kontrollierten Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

 

Balanced Strategies Fund Limited, Hamilton, Bermuda.

Die Codan Trust Company Limited, Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 20. Juni 2013 die Schwellen von 5 %, 10 %, 15 % und 20 % überschritten hat und zu diesem Tag 21,171 % (846.843 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 21,171 % (846.843 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgenden kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

 

Balanced Strategies Fund Limited, Hamilton, Bermuda,

 

Master Multi-Product Holdings II Limited, Hamilton, Bermuda.

Die Conyers Dill & Pearman Limited, Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 20. Juni 2013 die Schwellen von 5 %, 10 %, 15 % und 20 % überschritten hat und zu diesem Tag 21,171 % (846.843 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 21,171 % (846.843 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgenden kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

 

Balanced Strategies Fund Limited, Hamilton, Bermuda,

 

Master Multi-Product Holdings II Limited, Hamilton, Bermuda,

 

Codan Trust Company Limited, Hamilton, Bermuda.

Die Concordia Offshore Management Ltd., Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 20. Juni 2013 die Schwellen von 5 %, 10 %, 15 % und 20 % überschritten hat und zu diesem Tag 23,0139 % (920.559 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 1,8429 % (73.716 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und 21,1711 % (846.843 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

 

Balanced Strategies Fund Limited, Hamilton, Bermuda.

Die Concordia Global Equity Relative Value Fund, LP, Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 20. Juni 2013 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 4,6723 % (186.890 Stimmrechte) beträgt.

Die Mariner Investment Group, LLC, New York, Vereinigte Staaten von Amerika, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 20. Juni 2013 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 6,986 % (279.440 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 6,986 % (279.440 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

 

Concordia Global Equity Relative Value Fund, LP, Hamilton, Bermuda.

Die MIG Holdings LLC, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 20. Juni 2013 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 6,986 % (279.440 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 6,986 % (279.440 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

 

Concordia Global Equity Relative Value Fund, LP, Hamilton, Bermuda.

Die Cognis I Master Fund, LP, George Town, Cayman Islands, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 21. Juni 2013 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 % und 25 % der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 25,00003 % (1.000.001 Stimmrechte) beträgt.

Die Cognis General Partner, George Town, Cayman Islands, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 21. Juni 2013 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 % und 25 % der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 25,00003 % (1.000.001 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 25,00003 % (1.000.001 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem kontrollierten Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

 

Cognis I Master Fund, LP, George Town, Cayman Islands.

Die ORIX Corporation, Tokyo, Japan, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 20. Juni 2013 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 6,986 % (279.440 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 6,986 % (279.440 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden: Concordia Global Equity Relative Value Fund, LP, Hamilton, Bermuda.

Die ORIX USA Corporation, Dallas, Texas, Vereinigte Staaten von Amerika, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 20. Juni 2013 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 6,986 % (279.440 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 6,986 % (279.440 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

 

Concordia Global Equity Relative Value Fund, LP, Hamilton, Bermuda.

Die ORIX Asset Management, LLC, Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 20. Juni 2013 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 6,986 % (279.440 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 6,986 % (279.440 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

 

Concordia Global Equity Relative Value Fund, LP, Hamilton, Bermuda.

Die ORIX AM Holdings LLC, Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 20. Juni 2013 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 6,986 % (279.440 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 6,986 % (279.440 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

 

Concordia Global Equity Relative Value Fund, LP, Hamilton, Bermuda.

Zusammenfassung

Gem. den aktuell vorliegenden Stimmrechtsmitteilungen halten folgende Parteien derzeit die Anteile an der Schumag AG:

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Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd.: 27,30 %
Concordia Fonds: 25,28 %
Cognis Fonds: 25,00 %
Norbert Thelen (Treuhänder Belegschaft): 8,34 %
Euro IB: 1,95 %
Streubesitz: 12,13 %

Versicherung des gesetzlichen Vertreters für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis zum 30. September 2013

Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

Aachen, 30. Januar 2014

Schumag Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Johannes Ohlinger

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten deutschen Aktiengesellschaft sind gem. § 161 AktG verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, ob dem Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen des Kodex nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht.

Wir erklären gemäß § 161 AktG, dass bei der Schumag Aktiengesellschaft seit der letzten Entsprechenserklärung vom März 2013 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") in der Fassung vom 15. Mai 2012 entsprochen wurde und auch künftig wird, mit folgenden Ausnahmen.

Nach Ziffer 2.3.3 des Kodex soll die Gesellschaft den Aktionären die persönliche Wahrnehmung ihrer Rechte erleichtern und die Aktionäre insbesondere auch bei der Briefwahl unterstützen. Dies ist bei der Schumag deshalb nicht der Fall, weil die Satzung dieses Abstimmungsverfahren nicht vorsieht.

Nach Ziffer 3.8 Abs. 2 des Kodex ist bei einem Abschluss einer D & O-Versicherung für den Vorstand ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1 1/2-fachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds zu vereinbaren. Nach Ziffer 3.8 Abs. 3 soll in einer D & O-Versicherung für den Aufsichtsrat ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden. Bei der Schumag wurde ein Selbstbehalt für den Aufsichtsrat, wie in der deutschen Wirtschaft überwiegend praktiziert, bisher nicht vereinbart und wird auch künftig nicht vereinbart werden, da die Vereinbarung eines solchen Selbstbehalts nach Ansicht der Gesellschaft weder eine verhaltenssteuernde Wirkung auf die Organmitglieder hätte noch als Motivationshilfe geeignet ist.

Nach Ziffer 4.2.1 Satz 1 des Kodex soll der Vorstand aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Der Vorstand besteht im Hinblick auf die mittelständische Organisationsstruktur der Schumag aus einer Person. Auch aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft ist dies schon aus Kostengründen angezeigt.

Nach Ziffer 4.2.3 Abs. 6 des Kodex soll der Vorsitzende des Aufsichtsrats die Hauptversammlung über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderungen informieren. Dies erfolgte und erfolgt auch in Zukunft nicht, da die Grundzüge des Vergütungssystems bereits im Vergütungsbericht innerhalb des Lageberichts ausführlich beschrieben werden.

Nach Ziffer 5.3.3 des Kodex soll der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Dies erfolgte bisher nicht und wird auch in Zukunft nicht erwogen, weil Beschlüsse des Aufsichtsrats über Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern durch die Hauptversammlung ohnehin nach § 124 Abs. 3 Satz 4 AktG nur der Mehrheit der Stimmen der vier Aktionärsvertreter im Aufsichtsrat bedürfen.

Nach Ziffer 5.4.1 Abs. 2 soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele nennen, die u.a. Vielfalt (Diversity) berücksichtigen; nach Ziffer 5.4.1 Abs. 3 Satz 2 soll die Zielsetzung und der Stand der Umsetzung im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft beabsichtigt, dieses Thema im Rahmen seiner nächsten Sitzungen vertieft zu behandeln und entsprechend umzusetzen; zuvor kann deshalb die Erklärung nicht abgegeben werden Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Ziffer 5.4.1 Absatz 2 des Kodex wird aber auch zukünftig nicht festgelegt. Der Aufsichtsrat orientiert seine Wahlvorschläge für die von der Hauptversammlung zu wählenden Aufsichtsratsmitglieder stets im Einzelfall auch künftig an der persönlichen Eignung und Leistungsfähigkeit der vorzuschlagenden Person.

Nach Ziffer 5.4.1 Abs. 4 bis 6 des Kodex soll der Aufsichtsrat bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung (zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Aktionäre) die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen eines jeden Kandidaten zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich (d.h. mit direkt oder indirekt mehr als 10 % der stimmberechtigten Aktien) an der Gesellschaft beteiligten Aktionär offen legen, und zwar beschränkt auf solche Umstände, die nach Einschätzung des Aufsichtsrats ein objektiv urteilender Aktionär für seine Wahlentscheidung als maßgebend ansehen würde. Von dieser Empfehlung wird abgewichen, denn Inhalt und Umfang der Anforderungen des Kodex sind nach Einschätzung des Vorstands und des Aufsichtsrats insoweit nicht hinreichend bestimmt Aus Gründen der erstrebten Rechtssicherheit der Wahl von Aufsichtsratsratsmitgliedern hält sich die Gesellschaft bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung ausschließlich an die gesetzlichen Angabepflichten bei Wahlvorschlägen eines Aufsichtsratskandidaten an die Hauptversammlung. Außerdem legt sie die Beziehungen zu nahestehenden Personen nach den gesetzlichen Vorgaben im Geschäftsbericht offen.

Nach Ziffer 5.4.3 Satz 3 sollen den Aktionären Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz bekannt gegeben werden. Die Bekanntgabe von Kandidatenvorschlägen für den Aufsichtsratsvorsitz erfolgt - auch künftig - nicht, weil der Aufsichtsrat eine Stimmabgabe in der Hauptversammlung für oder gegen einen Kandidaten im Hinblick auf ein mögliches Amt als Vorsitzender bei Wahlen zum Aufsichtsrat für nicht praktikabel hält.

Nach Ziffer 5.4.6 Abs. 1 Satz 3 und Abs. 2 Satz 1 des Kodex soll die Vergütung des Aufsichtsrats den Vorsitz sowie die Mitgliedschaft in Ausschüssen berücksichtigen und außerdem neben einer festen auch eine erfolgsorientierte Vergütung enthalten. Die Satzung der Schumag sieht nur feste Vergütungsbestandteile ohne Berücksichtigung des Vorsitzes bzw. der Mitgliedschaft in Ausschüssen vor; daran soll zunächst im Hinblick auf die Organisationsstruktur der Gesellschaft festgehalten werden.

Nach Ziffer 5.5.3 Satz 1 des Kodex soll der Aufsichtsrat in seinem Bericht an die Hauptversammlung über aufgetretene Interessenkonflikte und deren Behandlung informieren. Die Schumag schließt sich dieser Empfehlung - wie bisher - auch künftig nicht an und wird in der Regel dem Grundsatz der Vertraulichkeit von Beratungen im Aufsichtsrat (vgl. § 116 Satz 2 AktG und Ziffer 3.5 des Kodex) den Vorrang einräumen.

Nach Ziffer 7.1.2 Satz 4 des Kodex soll der Konzernabschluss binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und sollen Zwischenberichte binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein. Dieser Empfehlung wurde und wird aus organisatorischen Gründen nicht gefolgt, eine zeitnahe Veröffentlichung wird aber weiterhin angestrebt.

 

Aachen, im April 2013

Schumag Aktiengesellschaft

Der Aufsichtsrat

Der Vorstand