![]() Schumag AktiengesellschaftAachenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2014 bis zum 30.09.2015Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015GRUNDLAGEN DES KONZERNSGeschäftsmodell, Ziele und StrategienDie Schumag Aktiengesellschaft (Schumag AG) mit Sitz in Aachen, Deutschland, ist das Mutterunternehmen des Schumag-Konzerns. Der Schumag AG zugehörig sind die Tochterunternehmen Schumag Romania S.R.L. mit Sitz in Timisoara, Chisoda, Rumänien, und die BR Energy GmbH (vormals Schumag BR Energy GmbH) mit Sitz in Aachen, Deutschland. Das Unternehmen ist derzeit operativ nur noch im Segment der Präzisionsmechanik tätig. Dieses umfasst die Produktion hochpräziser Teile aus Stahl. Diese werden nach Kundenzeichnungen in großen Stückzahlen, auch bis in den Millionenbereich, gefertigt. Unser Leistungsspektrum geht dabei weit über die Fertigung von Präzisions- und Normteilen hinaus. Durch unser spezielles Know-how sind wir in der Lage, den Kunden spezifische Produktionsprozesse anzubieten. Hieraus erwachsen auch unsere langjährigen, exzellenten Erfahrungen im Betriebsmittelbau. Ein entscheidender Faktor für die nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft ist der enge Kontakt zu unseren Kunden und unsere umfassende Kenntnis der entsprechenden Zielmärkte (Europa und Amerika). Technische Entwicklungen zu erkennen und rechtzeitig Komplettlösungen anzubieten, ist nach unserer Philosophie eine Grundvoraussetzung zum erfolgreichen Handeln. In der mehr als 180-jährigen Firmengeschichte hat sich Schumag zu einem Unternehmen entwickelt, dessen Fertigungs-Know-how in vielen Anwendungsbereichen noch immer richtungweisend ist. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schumag zeichnen sich insbesondere durch ihre Identifikation mit dem Unternehmen und ihr Engagement für dessen Ziele aus. Die Belegschaftsstruktur ist durch eine hohe Qualifikation der Mitarbeiter geprägt. Hieraus erzielen wir die ausgezeichnete Qualität unserer Produkte, die zu unserer starken Marktstellung führt. Um künftig den Markterfordernissen gerecht zu werden, ist die Entwicklung hin zum Systembzw. Teilsystemlieferanten unabdingbar. Hierbei wird insbesondere der asiatische Markt aufgrund des Nachholbedarfes im Automotivebereich immer mehr die Nachfragestruktur mitbestimmen. SteuerungssystemDie Schumag AG verfügt über ein Steuerungssystem, um auf Veränderungen des Marktes, des Umfeldes sowie innerbetrieblicher Verhältnisse angemessen und rechtzeitig reagieren zu können. Ein wesentlicher Teil des Steuerungssystems ist das Berichts- und Informationswesen. Der Vorstand wird mit dessen Hilfe permanent über relevante Kennzahlen informiert. Zielabweichungen können dadurch unmittelbar erkannt und zeitnah thematisiert werden. Unsere bedeutsamsten Leistungsindikatoren sind die Gesamtleistung, das EBIT und der Liquiditätsgrad I. Die Gesamtleistung ist ein Indikator für die betriebliche Leistung und wird mithilfe monatlicher Soll-Ist-Vergleiche analysiert. Anhand des EBIT wird der betriebliche Gewinn einzelner Monate miteinander vergleichbar. Für unsere operative Steuerung legen wir das EBIT gemäß der handelsrechtlichen Rechnungslegung der Schumag AG zugrunde. Wesentliche Abweichungen zum in der Konzernrechnungslegung ausgewiesenen EBIT nach IFRS bestehen in der unterschiedlichen Bewertung des Anlagevermögens. Diese Unterschiede sehen wir für die laufende operative Steuerung als unwesentlich an. Über den Liquiditätsgrad I (Verhältnis der flüssigen Mittel zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten) wird die Deckung der kurzfristigen Verbindlichkeiten überwacht, da unser Handeln nach wie vor stark liquiditätsorientiert ausgerichtet ist. Wesentliche Steuerungsgrößen sind darüber hinaus der Umsatz sowie Auftragseingang und Auftragsbestand. Forschung und EntwicklungForschungsaktivitäten sind in unserer Branche bisher von untergeordneter Bedeutung, werden aber künftig durch die Markterfordernisse an Bedeutung gewinnen. Die Entwicklungsschwerpunkte bei der Schumag konzentrieren sich auf die Automation und Rationalisierung von Serienprozessen. Dabei versuchen wir, die Prozessstabilität stets zu verbessern. Aktuell arbeiten wir an der Weiterentwicklung unserer eigenen Produktionsmaschinen, die zukünftig teil- bzw. vollautomatisiert produzieren sollen. Im Berichtsjahr konnten weitere Produktionseinheiten vollautomatisiert werden. QualitätZur zeitnahen Überwachung und Darstellung der Qualitäts- und Produktivitätslage werden die Analysetools stetig ausgebaut. Die täglichen Auswertungen sowie die damit gelebten Regelkreise haben bei den Mitarbeitern zu einem verbesserten Qualitätsbewusstsein sowie zu einer Steigerung der Produktivität geführt. In unserem Messzentrum sind die Bereiche Messraum und Prüfmittelwesen zusammengefasst. Das gesamte Messzentrum ist voll klimatisiert. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, die vom Markt geforderten und ständig steigenden Genauigkeiten messtechnisch zu erfassen. Dies gilt nicht nur für fertigungsbegleitende Prüfungen (speziell Form und Lage), sondern auch im Bereich der Prüfmittelerstellung und Prüfmittelkalibrierung. Ende 2014 wurde das Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001:2008 und ISO TS 16949:2009 sowie das integrierte Umweltmanagementsystem nach ISO 14001:2004 + Cor 1:2009 im Rahmen eines Überwachungsaudits überprüft und die bestehenden Zertifikate erfolgreich bestätigt. Des Weiteren wurde das Managementsystem um die Anforderungen eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001:2011 erweitert und dieses erfolgreich zertifiziert. Die rumänische Tochtergesellschaft Schumag Romania S.R.L. ist seit April 2013 ebenfalls erfolgreich nach ISO 9001:2008 rezertifiziert. WIRTSCHAFTSBERICHTGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie globale Wirtschaft entwickelte sich im Jahr 2014 mit einer Wachstumsrate (BIP) von 3,3 % positiv. Im Anschluss an das verlangsamte Wachstum im Sommerhalbjahr 2014 gewann die Weltwirtschaft wieder an Fahrt. Mit einem Zuwachs von 1,0 % im vierten Quartal 2014 nahm die Weltindustrieproduktion doppelt so stark zu wie in den beiden Vorquartalen. Die positiven Impulse gingen von den Industriestaaten, insbesondere den USA und Japan, aus. Demgegenüber stand eine sich abschwächende Dynamik in den Schwellenländern. Im ersten Quartal 2015 hielt sich die weltweite Industrieproduktion auf dem gleichen Niveau wie im Vorquartal. Das globale BIP wuchs mit einer Rate von 0,6 % weniger stark als prognostiziert. Der durch Sondereinflüsse hervorgerufene temporäre Wachstumseinbruch in den USA konnte durch die konjunkturelle Erholung in der Euro-Zone nicht gänzlich kompensiert werden. Während des zweiten Quartals 2015 beeinflussten die zunehmenden wirtschaftlichen Unsicherheiten in China das Wachstum der Weltwirtschaft. Erst gegen Ende des zweiten Quartals 2015 stieg die weltweite Industrieproduktion wieder leicht an. Insgesamt legte die globale Wirtschaft während des ersten Halbjahres 2015 mit einer Wachstumsrate von 2,9 % moderat und weniger stark als erwartet zu. Auch zu Beginn des dritten Quartals 2015 waren die Aussichten in einigen der wichtigsten Ländern und Regionen der Weltwirtschaft, insbesondere China, von geringer Dynamik geprägt. Der IWF korrigierte im Oktober seine Prognose für das Weltwirtschaftswachstum für 2015 auf 3,1 % und für 2016 auf 3,6 % nach unten. Die deutsche Wirtschaft verzeichnete nach der konjunkturellen Stagnation während des Sommers einen Zuwachs des BIP um 0,7 % im Jahresschlussquartal 2014. Auch aus Gesamtjahressicht 2014 entwickelte sich die gesamtwirtschaftliche Leistung mit einem Wachstum von 1,6 % leicht positiv. Im ersten Quartal 2015 wurde die Expansion der Wirtschaft durch die inländische Nachfrage getragen. Insbesondere die robuste Entwicklung am Arbeitsmarkt, die rückläufigen Rohölpreise und die positive reale Einkommensentwicklung wirkten sich positiv auf das um 0,3 % gestiegene BIP aus. Im weiteren Verlauf des Jahres 2015 setzte sich der gemäßigte, aber stetige Aufschwung der deutschen Wirtschaft mit einem BIP-Wachstum von 0,4 % fort. Besonders die industrielle Produktion weitete sich nach einem nur verhaltenen ersten Quartal im zweiten Quartal 2015 merklich aus. Angekurbelt wurde diese durch eine wechselkursbedingte Zunahme der Bestellungen aus dem Ausland. Auch während des Herbstquartals 2015 konnte die deutsche Konjunktur die moderat aufwärtsgerichtete Entwicklung fortsetzen. Trotz einer sich aus Jahressicht eher seitwärts bewegenden industriellen Produktion und der schwachen Entwicklung großer Schwellenländer prognostiziert die Bundesregierung ein Wachstum des BIP von 1,7 % für 2015 und 1,8 % für 2016. Bedeutende Märkte für Schumag sind der Nutzfahrzeugmarkt, der PKW-Markt sowie die Medizintechnik. Der weltweite Markt für PKW konnte 2014 im Vergleich zum Vorjahr wachsen. So stieg die weltweite PKW-Produktion in 2014 um 3,7 % auf 77,3 Mio Fahrzeuge. Wachstumstreiber war China mit einem Zuwachs von 13,2 % sowie Deutschland mit 6,1 %, aber auch in den USA konnte die Produktion um 5,1 % ausgeweitet werden. Der aufwärtsgerichtete Trend setzte sich während des Jahresverlaufs 2015 moderater fort. Mit Ablauf des dritten Quartals 2015 wurden in Deutschland 5,5 % mehr Fahrzeuge zugelassen als im Vorjahreszeitraum, allerdings konnte die Produktion nur leicht um 2,1 % gesteigert werden. Analog dazu entwickelte sich der nationale Nutzfahrzeugmarkt. Nach dem positiven Wachstum bei Neuzulassungen und Produktion in 2014 expandierte der Markt weniger stark in den ersten drei Quartalen 2015. Im Vorjahresvergleich wurden in 2015 nach den ersten neun Monaten 2,2 % mehr Nutzfahrzeuge zugelassen und 2,5 % mehr Nutzfahrzeuge produziert als im gleichen Zeitraum 2014. Insgesamt hat der Markt im 3. Quartal 2015 an Fahrt verloren. Die Situation in der Euro-Zone stellt sich wie folgt dar: Nach einem Wachstum von 7,6 % der neuzugelassenen Fahrzeuge für 2014 expandierte der Markt im Vorjahresvergleich in 2015 nach neun Monaten um 12,2 %. Die deutsche Medizintechnikindustrie verzeichnete in 2014 ein Zuwachs von 2,3 %, wobei jedoch in der zweiten Jahreshälfte ein Abschwung des Wachstums einsetzte. Vor diesem Hintergrund ist für 2015 tendenziell mit einem eher stagnierenden Markt zu rechnen. Geschäftsverlaufscroll
Da der Bereich Anlagentechnik in den Vorjahren keine Auftragseingänge bzw. Umsätze realisiert hat, wurden die operativen Aktivitäten dieses Geschäftsfelds auch aufgrund dafür nicht vorhandener Finanzmittel nicht weiterverfolgt. Die Eckdaten beinhalten somit nur Zahlen des Bereiches Präzisionsmechanik. PräzisionsmechanikDer Auftragseingang verringerte sich im Berichtszeitraum um 6 %. Während wir im ersten Geschäftshalbjahr weitere, verlustbehaftete Artikel aus unserem Produktprogramm eliminieren konnten, trugen in der zweiten Geschäftsjahreshälfte insbesondere die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Unsicherheiten hinsichtlich des asiatischen Markts und der starken US-Dollar-Entwicklung zur Reduzierung des Auftragseingangs bei. Der Umsatz blieb gegenüber dem Vorjahr mit einer leichten Steigerung um 1 % nahezu konstant. Im letzten Quartal des Berichtszeitraums wirkte sich der gesunkene Auftragseingang auch auf den Umsatz aus. Weiterhin haben wir im geringen Umfang neue Produkte in die Fertigung genommen. Die dauerhafte Etablierung von Neuprodukten sowie die daraus resultierenden Umsatzsteigerungen können häufig erst nach weiteren 12 bis 24 Monaten gemessen werden. Der Auftragsbestand reduzierte sich um 5 %. Der Umsatz bzw. die höhere Gesamtleistung konnten im Vergleich zum Vorjahr mit gleichem Personaleinsatz realisiert werden. Im Rahmen der Restrukturierung wurden überwiegend im administrativen Bereich die Kapazitäten angepasst. Insgesamt blieb das durchschnittliche Eigenpersonal von Oktober 2014 bis September 2015 nahezu unverändert. Im Geschäftsjahr 2014/15 galt weiterhin der im September 2013 abgeschlossene Standortsicherungstarifvertrag. AnlagentechnikWie bereits ausgeführt hat der Geschäftsbereich Anlagentechnik im Berichtsjahr wie in den Vorjahren keine Auftragseingänge bzw. Umsätze realisiert. Nachdem bereits in den Vorjahren aufgrund noch fehlender Geschäftsabschlüsse der Beteiligungsbuchwert sowie die Forderungen gegen die BR Energy GmbH abgeschrieben wurden, erfolgte im Berichtsjahr eine Wertberichtigung der im Geschäftsjahr 2014/15 aufgelaufenen Forderungen gegen unsere Tochtergesellschaft (EUR 0,3 Mio) in Höhe von EUR 0,2 Mio. Sicherstellung der LiquiditätDie Sicherstellung der für die Produktion erforderlichen Vorfinanzierung ist weiterhin eine unserer Hauptaufgaben. Im Berichtszeitraum konnten insbesondere durch die Verbesserung des operativen Ergebnisses weitere positive Liquiditätseffekte erzielt werden. Zudem wurde das bestehende Drittdarlehen im Juni 2015 um 2 Jahre verlängert. Die Sale-and-lease-back-Transaktion lief im Berichtsjahr vertragsgemäß aus, der Maschinenpark wurde zurückgekauft und befindet sich somit wieder in unserem Eigentum. Die als Sicherheit bestellte Grundschuld wurde freigegeben, so dass unsere Grundstücke aktuell unbelastet sind. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lagescroll
Die von der Gesellschaft erwartete Verbesserung der Ergebnissituation für das Geschäftsjahr 2014/15 ist im Wesentlichen eingetreten. Die operative Entwicklung im Berichtsjahr resultiert im Wesentlichen aus den durch diverse Maßnahmen erzielten Produktivitätssteigerungen. Durch effizientes Kostenmanagement ist es zudem gelungen, die Gemeinkosten weiter zu reduzieren. Dagegen wirkten sich die Erhöhung der Pensionsrückstellung aufgrund von Zinssatzänderungen sowie Sondereffekte im Rahmen personeller Anpassungsmaßnahmen ergebnisbelastend aus. Obwohl sich das Vorsteuerergebnis gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,3 Mio erhöhte, verringerte sich das Jahresergebnis nach Steuern um EUR 0,1 Mio auf EUR +0,1 Mio. Vor allem dadurch, dass der Aufwand aus der Erhöhung der Pensionsrückstellungen steuerrechtlich nicht im handelsrechtlichen Umfang anzusetzen war, wurde das Vorsteuerergebnis durch die zurückzustellenden Steuern nahezu verbraucht. Dies führte zu einer Verschlechterung der Eigenkapital-Rentabilität, die Eigenkapitalquote verringerte sich aufgrund der Erhöhung des Gesamtkapitals auf 13 %. Die Erhöhung des Gesamtkapitals ist insbesondere geprägt durch den Aufbau der Vorräte sowie durch die Erhöhung der Pensions-, Steuer- und Personalrückstellungen. Das finanzielle Gleichgewicht war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gegeben, die Liquidität konnte insgesamt um EUR 1,1 Mio verbessert werden. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die zum Teil schon in den Vorjahren eingeleiteten Maßnahmen im laufenden Geschäftsjahr 2014/15 weitere positive Auswirkungen im operativen Bereich zeigten. Sondereffekte im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen sowie personellen Anpassungsmaßnahmen belasteten das Ergebnis des Berichtsjahrs. Die wirtschaftliche Lage hat sich insgesamt leicht entspannt, wir müssen aber weiterhin konsequent an einer kontinuierlichen Verbesserung in allen Bereichen der Gesellschaft arbeiten. Das Hindernis einer veralteten IT-Struktur gilt es zu überwinden. Ertragslagescroll
Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden erstmalig die Zinseffekte aus der Zinssatzänderung bei den Pensionsrückstellungen im Zinsergebnis anstatt im Personalaufwand ausgewiesen. Zur Vergleichbarkeit wurde der Vorjahresausweis entsprechend angepasst. Durch die Anpassungen erhöhte sich das EBIT für das Geschäftsjahr 2013/14 um EUR 0,6 Mio auf EUR 2,2 Mio. GesamtleistungBei leicht gestiegenen Umsatzerlösen konnte die Gesamtleistung insbesondere durch deutliche Produktivitätssteigerungen um 6 % erhöht werden. Material und PersonalDie Reduzierung des Materialaufwands bezogen auf die Gesamtleistung um 1 %-Punkt ist im Wesentlichen auf die verstärkte Inhouse-Fertigung sowie die Energieeinsparung infolge der Installation eines Blockheizkraftwerks (BHKW) zurückzuführen. Obwohl der durchschnittliche Eigenpersonalbestand gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 523 Mitarbeiter auf 518 Mitarbeiter abgebaut wurde, stieg die Personalaufwandsquote um 1 %-Punkt. Neben der ab April 2015 wirksamen Tariferhöhung liegt dies insbesondere an Sondereffekten im Rahmen personeller Anpassungsmaßnahmen. Zudem wurde das Berichtsjahr nach dem Verzicht auf das Weihnachtsgeld für die Jahre 2013 und 2014 wieder mit Aufwendungen für Weihnachtsgeld belastet. Die Summe der Material- und Personalaufwandsquote blieb mit 84 % insgesamt konstant. Bereinigt um die Sondereffekte liegt die Gesamtquote bei 83 %. ErgebnisDas EBIT erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund der Produktivitätssteigerung sowie des weiteren Abbaus der sonstigen Aufwendungen von EUR +2,2 Mio auf EUR +3,0 Mio. Gegenläufig wirkten sich Einmaleffekte im Rahmen personeller Umstrukturierungen (EUR -0,9 Mio) sowie die wieder anzusetzenden Aufwendungen für Weihnachtsgeld (EUR -0,7 Mio) aus. Trotz der Erhöhung der Zinsaufwendungen vor allem im Zusammenhang mit der Zinssatzänderung bei den Pensionsrückstellungen konnte das Ergebnis vor Steuern insgesamt um EUR 0,3 Mio auf EUR +0,7 Mio verbessert werden. Das Ergebnis wurde aber weiterhin insbesondere durch allgemeine Verwaltungsgemeinkosten im Zusammenhang mit der Finanzierung (Sale-and-Lease-back Maschinenpark) sowie die aus der Börsennotierung resultierenden Aufwendungen überproportional belastet. Darüber hinaus führte die erforderliche Wertberichtigung der im Geschäftsjahr 2014/15 gegenüber der BR Energy GmbH aufgelaufenen Forderungen zu einem negativen Ergebnisbeitrag von EUR -0,2 Mio. FinanzlageDas Finanzmanagement des Schumag-Konzerns erfolgt zentral über die Schumag AG und umfasst alle Konzernunternehmen. Dabei werden alle zahlungsstromorientierten Aspekte der Geschäftstätigkeit berücksichtigt. Ziel ist die Sicherstellung ausreichender Liquidität sowie die Begrenzung von finanzwirtschaftlichen Risiken aus den Veränderungen von Wechselkursen, Zinsen und Rohstoffpreisen. Die finanzielle Situation konnte im Geschäftsjahr 2014/15 insbesondere durch die operative Ergebnisverbesserung sowie ein striktes Liquiditätsmanagement weiter stabilisiert werden. Wir konnten jederzeit unseren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Der Liquiditätsgrad I verbesserte sich von 60,2 % auf 162,1 %. Zur Optimierung der Finanzierungsstruktur werden seit dem Geschäftsjahr 2004/05 außerbilanzielle Finanzierungsformen in Form von Leasinggeschäften genutzt. Die Leasinggeschäfte haben zum 30. September 2015 ein Gesamtvolumen von EUR 0,4 Mio (Vorjahr EUR 1,3 Mio). Die Verbindlichkeiten beinhalteten zum 30. September 2015 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden nicht. Die Verbindlichkeiten sind zum überwiegenden Teil auf EUR-Basis und bis auf das gewährte Drittdarlehen in Höhe von EUR 1,0 Mio, das mit 2 % über dem Basiszinssatz, mindestens aber mit 5,0 % verzinst wird, kurzfristig sowie unverzinslich. scroll
Der Finanzmittelfonds entspricht den bilanzierten flüssigen Mitteln. Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,3 Mio auf EUR 2,5 Mio erhöht. Der Cash-Effekt aus Factoring belief sich dabei aufgrund von stichtagsbezogenen Abrechnungseffekten auf EUR -1,1 Mio. Der Cash-flow aus Investitionstätigkeit ist mit EUR -1,4 Mio weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Die Auszahlungen für Investitionen in Höhe von EUR 1,6 Mio betreffen insbesondere gezielte Ausgaben in technische Anlagen und Maschinen (EUR 1,4 Mio), davon EUR 0,7 Mio im Zusammenhang mit dem Rückkauf der Anlagen aus der Sale-and-Lease-back-Transaktion. Hierbei wurden im Rahmen diverser Maßnahmen bei einzelnen Maschinen in technisch höherwertige Komponenten zur Lebenszeitverlängerung der Maschinen investiert. Weiterhin erfolgten Ausgaben zur Finanzierung der Tochtergesellschaft BR Energy GmbH in Höhe von EUR 0,3 Mio, die im Posten „Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition“ ausgewiesen werden. Die Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens beinhalten vor allem die Erstattung des Kaufpreises einer Maschine, dessen Kauf rückabgewickelt wurde. Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit waren im Geschäftsjahr 2014/15 keine Cash-Effekte zu verzeichnen. Vermögenslagescroll
Das Anlagevermögen reduzierte sich insgesamt um EUR 0,3 Mio. Die Zugänge zum Anlagevermögen betrugen EUR 1,4 Mio (Vorjahr EUR 0,8 Mio). Im Wesentlichen erfolgten Investitionen in technische Anlagen und Maschinen (EUR 1,2 Mio), davon EUR 0,7 Mio im Zusammenhang mit dem Rückkauf der Anlagen aus der Sale-and-Lease-back-Transaktion und des hierbei vorgenommenen Austauschs von Komponenten. Die Abschreibungen beliefen sich auf EUR 1,3 Mio (Vorjahr EUR 1,5 Mio). Darin enthalten waren außerplanmäßige Abschreibungen von EUR 0,1 Mio (Vorjahr EUR 0,1 Mio). Nachdem in den Vorjahren das Vorratsvermögen zur Verbesserung der Liquidität deutlich abgebaut wurde, erfolgte im Berichtsjahr zur Verbesserung der kundenspezifischen Lieferbereitschaft ein gezielter Aufbau um EUR 1,2 Mio. Insbesondere aufgrund von stichtagsbezogenen Abrechnungseffekten beim Factoring erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 1,5 Mio. Die übrigen Aktiva reduzierten sich dagegen um insgesamt EUR 1,5 Mio, wovon EUR 1,0 Mio auf die stichtagsbezogenen Abrechnungseffekte beim Factoring zurückzuführen sind. Das Eigenkapital der Schumag AG beläuft sich trotz des Vorsteuerergebnisses von EUR 0,7 Mio wie im Vorjahr auf EUR 3,9 Mio. Dies hängt insbesondere mit dem Aufwand aus der Erhöhung der Pensionsrückstellungen zusammen, der steuerrechtlich nicht im handelsrechtlichen Umfang anzusetzen war. Das Vorsteuerergebnis wurde durch die zurückzustellenden Steuern nahezu verbraucht. Aufgrund des gestiegenen Gesamtkapitals sank die Eigenkapitalquote auf 13 %. Das Eigenkapital beträgt weiterhin weniger als die Hälfte des Stammkapitals, was u.a. auf die in der Vergangenheit fehlgeschlagenen Investitionen in die alternativen Geschäftsbereiche zurückzuführen ist. Der Aufbau der Rückstellungen hängt vor allem mit der Erhöhung der Pensionsrückstellungen (EUR +1,0 Mio), der Steuerrückstellungen (EUR +0,6 Mio) sowie der Personalrückstellungen (EUR +0,7 Mio) zusammen, wobei die Erhöhung der Pensionsrückstellungen im Wesentlichen auf die Änderung des anzusetzenden Zinssatzes zurückzuführen ist. Die Veränderung der Personalrückstellungen resultiert insbesondere aus dem Aufbau der Rückstellungen für Weihnachtsgeld (EUR +0,7 Mio), für Abfindungen (EUR +0,4 Mio) sowie für Alterteilzeit (EUR +0,2 Mio), gegenläufig wirkte sich die Auszahlung des restlichen, gestundeten Urlaubsgelds für 2013 (EUR -0,8 Mio) aus. Innerhalb der Verbindlichkeiten erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen leicht um EUR 0,1 Mio, während sich die sonstigen Verbindlichkeiten vor allem durch die Reduzierung der Leasingverbindlichkeiten (EUR -0,2 Mio) sowie durch die Zahlung der gestundeten Grundbesitzabgaben für das Geschäftsjahr 2012/13 (EUR -0,2 Mio) insgesamt um EUR 0,5 Mio verringerten. Weitergehende Informationen zur Vermögenslage der Schumag AG sind im Anhang enthalten. LeistungsindikatorenZur Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens berichten wir nachfolgend über die bedeutsamsten Leistungsindikatoren, die zur internen Steuerung des Unternehmens herangezogen werden. scroll
*
unter Berücksichtigung der angepassten Vorjahreszahlen Die Gesamtleistung hat sich deutlich um EUR 2,9 Mio erhöht, die internen Planvorgaben konnten erreicht werden. Die Maschinenausfallzeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Wir arbeiten weiterhin daran, unsere Produktivität zu steigern sowie durch präventive Wartungs- und Instandhaltungspläne die Ausfallzeiten zu minimieren. Das EBIT hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,8 Mio verbessert, womit sich unsere Erwartungen größtenteils erfüllt haben. Der Liquiditätsgrad I erhöhte sich von 60,2 % auf 162,1 %. Sowohl bei den liquiden Mitteln als auch bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten waren gegenüber der internen Planung Verbesserungen zu verzeichnen. Dies liegt auch darin begründet, dass das Drittdarlehen um 2 Jahre verlängert wurde und im Berichtsjahr nicht mehr als kurzfristige Verbindlichkeit ausgewiesen wird. Bereinigt um diesen Effekt beträgt der Liquiditätsgrad I 106,4 %. RECHTLICHE ANGABENVergütungsberichtDer Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die bei der Festlegung der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Schumag AG angewendet werden. Zuständig für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats der Personalausschuss des Aufsichtsrats. Dieser orientiert sich dabei an der Unternehmensgröße und -struktur unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und finanziellen Lage der Schumag AG sowie den Vergütungen bei vergleichbaren Unternehmen. Die Vergütung des Vorstands setzt sich grundsätzlich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Für besondere Leistungen kann der Personalausschuss zudem Sondervergütungen als Bestandteil der variablen Vergütung gewähren. Der fixe Vergütungsanspruch wird im Regelfall monatlich als Gehalt ausgezahlt. Der variable Vergütungsanspruch richtet sich nach dem operativen Konzernergebnis vor Steuern. Die Auszahlung erfolgt regelmäßig in dem Monat, in dem der Aufsichtsrat den Konzernabschluss billigt. Im Falle der Gewährung von Sondervergütungen erfolgt die Auszahlung gemäß Vereinbarung mit dem Aufsichtrat. Bestandteil der Vorstandsvergütungen sind darüber hinaus grundsätzlich auch direkte Versorgungszusagen. Diese werden mit den Vorstandsmitgliedern individuell vereinbart. Für den Fall der Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied sind keine weiteren Leistungen zugesagt worden. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell zu treffenden Aufhebungsvereinbarung ergeben, entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex sind etwaige Abfindungen auf zwei Jahresgehälter begrenzt. Die Bezüge des Vorstands zeigt die folgende Übersicht: scroll
scroll
Die Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitgliedern des Vorstands zum 30. September 2015 betragen EUR 453.080,00 (Vorjahr EUR 195.793,00). Im Gegenzug zur Erhöhung der Pensionszusage hat Herr Dr. Ohlinger auf persönliche Ansprüche gegenüber der Schumag AG verzichtet. Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands oder ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf EUR 706.862,40 (Vorjahr EUR 680.918,07). Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen belaufen sich auf EUR 8.884.284,00 (Vorjahr EUR 8.483.618,00). Davon sind EUR 7.719.744,00 (Vorjahr EUR 7.202.624,00) zurückgestellt, der in Anwendung von Art. 67 Abs. 1 EGHGB noch nicht zurückgestellte Betrag beträgt EUR 1.164.540,00 (Vorjahr EUR 1.280.994,00). Nach § 14 der Satzung erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats für ein Geschäftsjahr eine nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung von EUR 7.158,09. Der Vorsitzende erhält den 2fachen Betrag, sein Stellvertreter den 1,5fachen Betrag. Die Vergütung wird anteilig zur Amtszeit es jeweiligen Aufsichtsratsmitglieds gewährt. Zudem haben die Mitglieder des Aufsichtsrats Anspruch auf Ersatz der ihnen bei der Ausübung ihres Amtes entstehenden Auslagen. Die Bezüge des Aufsichtsrats zeigt die folgende Übersicht: scroll
Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind im Anhang unter Anmerkung 24 aufgeführt. Übernahmerelevante AngabenDie Angaben nach § 289 Abs. 4 Nr. 1 bis 9 HGB sind nachfolgend aufgeführt: Das gezeichnete Kapital der Schumag AG zum 30. September 2015 beträgt EUR 10.225.837,62 und ist eingeteilt in 4.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Die Aktien der Schumag AG sind unter der ISIN DE0007216707 (WKN 721670) zum Handel im regulierten Markt (General Standard) der Wertpapierbörse Frankfurt am Main notiert; außerdem werden sie im Freiverkehr an den Börsen in Düsseldorf, Berlin, Hamburg und Stuttgart sowie über das elektronische Handelssystem XETRA gehandelt. Es gibt bei der Gesellschaft nur eine Aktiengattung und alle Aktien vermitteln gleiche Rechte bzw. Pflichten. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die weiteren Rechte und Pflichten aus den Aktien der Gesellschaft bestimmen sich nach dem Aktiengesetz. Die Angaben gem.§ 289 Abs. 4 Nr. 3 HGB sind im Anhang unter Anmerkung 7 (Angaben zum Bestehen einer Beteiligung) enthalten. Aufgrund eines Aktienkaufvertrages vom 16. Juli 2010 wurden die im Oktober 2009 im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms von der Gesellschaft erworbenen eigenen Aktien, insgesamt 333.526 Stück, entsprechend 8,34 % vom Grundkapital, von Herrn Norbert Thelen als Treuhänder für die Arbeitnehmer der Gesellschaft erworben. Herr Norbert Thelen nimmt die Kontroll- und Stimmrechte als Treuhänder für die Arbeitnehmer wahr. Nach § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft besteht ihr Vorstand aus einem Mitglied oder auch aus mehreren Mitgliedern. Satzungsgemäß und nach § 84 AktG erfolgt die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands durch den Aufsichtsrat. Die Bestellung kann auf höchstens fünf Jahre erfolgen, wobei diese Höchstdauer auch jeweils im Fall der wiederholten Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit zu beachten ist. Die Abberufung von Vorstandsmitgliedern ist nur aus wichtigem Grund zulässig. Im Übrigen wird zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern auf die Vorschriften in den §§ 84, 85 AktG sowie § 6 der Satzung der Gesellschaft verwiesen. Die Satzung weicht von den vorgenannten gesetzlichen Vorschriften jedoch nicht ab. Jede Satzungsänderung bedarf grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung, der nach § 133 Abs. 1 AktG mit einfacher Stimmenmehrheit und zusätzlich nach § 18 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft i.V.m. § 179 Abs. 1 und 2 AktG mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals gefasst wird, soweit nicht gesetzliche Vorschriften oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreiben. Das Gesetz verlangt zwingend einen Beschluss der Hauptversammlung mit einer Mehrheit von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals für solche Änderungen der Satzung, die den Gegenstand des Unternehmens (§ 179 Abs. 2 Satz 2 AktG), die Ausgabe von Vorzugsaktien ohne Stimmrecht (§ 182 Abs. 1 Satz 2 AktG), Kapitalerhöhungen unter Bezugsrechtsausschluss (§ 186 Abs. 3 AktG), die Schaffung eines bedingten Kapitals (§ 193 Abs. 1 AktG), die Schaffung eines genehmigten Kapitals (§ 202 Abs. 2 AktG) - ggf. mit Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss (§ 203 Abs. 2 Satz 2 i.V.m. § 186 Abs. 3 AktG) -, die ordentliche oder vereinfachte Kapitalherabsetzung (§ 222 Abs. 1 Satz 2 bzw. § 229 Abs. 3 AktG) oder einen Formwechsel (§§ 233 Abs. 2 bzw. § 240 Abs. 1 UmwG) betreffen. Der Aufsichtsrat ist nach § 12 der Satzung ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur deren Fassung betreffen. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit ab dem 1. März 2016 bis zum 29. April 2020 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder unter Verwendung von Forderungen gegen die Gesellschaft als Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 2.556.459,41 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Dabei kann der Vorstand das Bezugsrecht auf neue Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausschließen, und zwar für Spitzenbeträge und bei Kapitalerhöhungen bis zu einem Betrag von insgesamt EUR 511.291,89 unter Verwendung von Forderungen gegen die Gesellschaft als Sacheinlagen. Für den Fall eines Übernahmeangebotes, das sich auf von der Gesellschaft ausgegebene und zum Handel an einem organisierten Markt zugelassene Aktien richten würde, bestehen für den Vorstand im Übrigen die allgemeinen gesetzlichen Aufgaben und Befugnisse. So müssten z.B. Vorstand und Aufsichtsrat bei Vorliegen eines Übernahmeangebots nach § 27 WpÜG eine begründete Stellungnahme zu dem Angebot abgeben und veröffentlichen, damit die Aktionäre in Kenntnis der Sachlage über das Angebot entscheiden können. Außerdem dürfte der Vorstand gemäß § 33 WpÜG nach Bekanntgabe eines Übernahmeangebots keine Handlungen außerhalb des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs vornehmen, durch die der Erfolg des Angebotes verhindert werden könnte, wenn er dazu nicht von der Hauptversammlung ermächtigt ist oder der Aufsichtsrat dem zugestimmt hat oder es sich nicht um die Suche nach einem konkurrierenden Angebot handelt. Bei ihren Entscheidungen sind Vorstand und Aufsichtsrat an das Wohl des Unternehmens, seiner Mitarbeiter und seiner Aktionäre gebunden. Satzungsregelungen im Sinne von § 33a bis § 33c WpÜG (Europäisches Verhinderungsverbot, Europäische Durchbrechungsregel, Vorbehalt der Gegenseitigkeit) waren zum Bilanzstichtag nicht vorhanden. Erklärung zur UnternehmensführungDie Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist auf unserer Internetseite (www.schumag.de) im Bereich Investor Relations / Corporate Governance veröffentlicht. Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG)Über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde gemäß § 312 AktG gesondert berichtet. Darin wird unter anderem festgehalten, dass keine berichtspflichtigen Maßnahmen vorlagen, die die Schumag AG auf Veranlassung oder im Interesse der Meibah International GmbH, München, sowie Herrn Miaocheng Guo, China, oder der mit diesen verbundenen Unternehmen getroffen oder unterlassen hat. Der Bericht schließt mit folgender Erklärung: „Der Vorstand der Schumag Aktiengesellschaft, Aachen, erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die vorstehend aufgeführten Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt.“ NACHTRAGSBERICHTIm Oktober 2015 wurde ein neuer Standortsicherungstarifvertrag mit einer Laufzeit rückwirkend zum 1. Oktober 2015 bis 30. September 2019 abgeschlossen. Neben der Fortführung der 37,5-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich wurde hierin u.a. die Fortführung des Verzicht auf die Tariferhöhung von 4,3 % aus Mai 2012 vereinbart. Es wurde festgelegt, dass die Aufholung der Tariferhöhung in 3 Schritten, beginnend ab 1. Oktober 2017, erfolgt. Wie beim Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld für 2 Jahre handelt es sich hierbei um einen auflösend bedingten Verzicht. Ansonsten lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vor. CHANCEN- UND RISIKOBERICHTMerkmale des internen Kontroll- und RisikomanagementsystemsDas konzernübergreifende interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der Schumag ist ein integriertes System, welches die Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, zur Risikofrüherkennung, zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften unterstützt. Das Risikomanagementsystem wurde im Geschäftsjahr 2012/13 überarbeitet und setzt sich weiterhin aus einer Vielzahl von Komponenten zusammen, die in die Aufbau- und Ablauforganisation der Gesellschaft eingebettet sind. Durch Aufstellung von restriktiven Richtlinien sowie durch laufende Überprüfung von Prozessen wird dessen Funktionsfähigkeit gewährleistet. Die Einbeziehung des Risikomanagementsystems in das Berichtswesen sowie eine regelmäßige Kommunikation zwischen den Entscheidungsträgern ermöglichen ein frühzeitiges Erkennen und Gegensteuern von Risiken. Unser Risikomanagement-Handbuch beschreibt den Prozess der Risikovorsorge. Der systematische Ansatz zum Risikomanagement unterstützt dabei das Bewusstsein zum offenen Umgang mit risikorelevanten Daten und deren eindeutige Dokumentation, die Basis für unternehmerische Entscheidungen, die Qualität der Planung, die Effektivität der Berichterstattung des Controllings und den optimalen Einsatz von Unternehmensressourcen. Unsere Abteilungs- und Bereichsleiter sind verantwortlich für die Identifikation von Risiken, deren Bewertung und Steuerung sowie deren Kommunikation. Die Koordination obliegt unserem Risikomanager. Die Bewertung unserer Risiken erfolgt über den Risikoerwartungswert. Dieser ergibt sich aus der Qualifizierung der möglichen Auswirkungen des Risikos in Verbindung mit deren Eintrittswahrscheinlichkeit. Folgende Klassifizierung des Risikoerwartungswertes wird vorgenommen: scroll
Ziel ist, die verantwortlichen Personen auf möglichst vielen Hierarchieebenen im Unternehmen frühzeitig auf Risiken unterschiedlichster Ausprägung hinzuweisen und die im Rahmen des Risikomanagements entwickelten Instrumente zur Risikoabwehr und -bewältigung rechtzeitig zu nutzen. Die Geschäftsprozesse unterliegen Kontrollen, die Risiken beherrschbar machen sollen. Die Maßnahmen und Regeln betreffen z.B. Anweisungen zur Funktionentrennung, Unterschriftenregelungen, auf wenige Personen eingeschränkte Zeichnungsberechtigung für Zahlungen (Vieraugenprinzip), Maßnahmen zur IT-Sicherheit. Darüber hinaus wird unser Kontroll- und Risikomanagementsystem im Rahmen der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung beurteilt, soweit dieses für die Vermittlung eines möglichst genauen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Schumag von Bedeutung ist. Dieser Chancen- und Risikobericht analysiert und erläutert die bis Ende des Aufstellungszeitraums erkennbaren wesentlichen zu überwachenden Chancen und Risiken der Schumag AG und deren Tochtergesellschaften. Leistungswirtschaftliche Chancen und RisikenAbsatzmarktSchumag bewegt sich im Wesentlichen auf den Märkten für Nutzfahrzeuge sowie Medizintechnik. Absatzmarktrisiken treten hierbei in unterschiedlicher Ausprägung auf. Während der Medizintechnikmarkt in seinem Nachfrageverhalten eine relative Konstanz aufweist, ist der Nutzfahrzeug-Sektor entscheidend von der weltwirtschaftlichen Gesamtlage beeinflusst. Der wesentliche Teil unserer Produktion in der Präzisionsmechanik wird nach wie vor im Bereich der Teilefertigung für Dieselmotoren gesehen. Diese Schlüsseltechnologie wird nach unserer Einschätzung trotz der aktuellen Diskussionen hinsichtlich der Einhaltung von Grenzwerten im Rahmen des Diesel-Abgasskandals vorerst maßgebend bleiben. Wann eine Ablösung durch neue bzw. andere Antriebstechnologien erfolgen wird, kann derzeit noch nicht konkret eingeschätzt werden. Ständig steigende Einsparungsnotwendigkeiten sowie die Kopplung an alternative Antriebstechnologien führen zu einer kontinuierlich steigenden Komplexität der Kundenanforderungen. Dieser Herausforderung können wir uns stellen, da wir bei vielen von uns gefertigten Produkten einen Wettbewerbs- und Technologievorsprung sehen. Diese Vorteile versuchen wir auch in eine Ausweitung unserer Angebotspalette umzusetzen. Hierüber sind wir mit unseren Kunden ständig im Gespräch. Die Struktur unseres Angebotes wird konsequent weiterentwickelt. Unsere Kunden werden zunehmend produktionstechnisch beraten, hierdurch werden zusammen mit uns die gefertigten Komponenten technologisch verbessert. Hinsichtlich der Abhängigkeit von der Automobilindustrie sowie einzelner Großkunden sehen wir eine Risikokonzentration. Wie in den Vorjahren wurde die Vergabe internationaler, dollarbasierter Projekte durch die EUR/USD-Wechselkursrelation beeinflusst. Absatzmarktrisiken haben naturgemäß einen entscheidenden Einfluss auf die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage des Unternehmens. Den immer noch vorhandenen Risiken aus der ungewissen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung begegnen wir durch den Ausbau der internationalen Marktpräsenz für die LKW-Zulieferindustrie. Daneben entwickeln wir neue Vertriebsstrategien, um im Non-Automotive-Bereich zu wachsen. Durch fortschreitende Diversifikation versprechen wir uns, Absatzmarktrisiken nicht nur einzudämmen sondern auch neue Absatzchancen zu erschließen. Aufgrund der Ungewissheiten im Hinblick auf die zukünftigen Auswirkungen der Finanz-, Wirtschafts- und Staatsschuldenkrise stehen keine einheitlichen Prognosen für die Entwicklung insbesondere der Auslandsnachfrage in den für uns relevanten Märkten zur Verfügung. Das Risiko weiterer Umsatzreduzierungen ist weiterhin latent vorhanden. Darüber hinaus ist auch das Risiko absatzmarktbedingter Ausfälle durch exogene Faktoren wie einer sich wieder verschärfende Wirtschafts- und Finanzkrise oder auch der Neuausrichtung im Einkaufsverhalten unserer Kunden gegeben. Unser Bestreben ist, unsere produktionstechnische Basis permanent zu erweitern, um den ständig wachsenden Kundenanforderungen zu genügen. Mehr als 180 Jahre Erfahrung in der Präzisionstechnik sind Beweis für unsere Flexibilität. In Zukunft werden wir uns weiter auf unsere Kernkompetenzen fokussieren. Unsere langjährige Erfahrung erlaubt es uns zudem, den Kunden Betriebsmittelkonstruktionen (im Sinne von Ideallösungen) anzubieten. Wir werden auch zukünftig Möglichkeiten bereitstellen, anspruchsvolle Hightech-Komponenten zu fertigen. Im Rahmen unserer Unternehmensphilosophie beschäftigen wir uns mit diversen Prozessentwicklungen, auch außerhalb des Automotivsektors. Darüber hinaus besteht die Absicht, durch Ausweitung und Intensivierung der innerbetrieblichen Weiterbildung weitere Prozessentwicklungen zu forcieren und sich in vorhandenen Marktnischen zu etablieren. Das Risiko einer höheren Schwankungsbreite unserer Auftragseingangs- und Umsatzprognose ist aufgrund des instabilen Nachfrageverhaltens bei Konsumenten in Folge der derzeitigen Abgasproblematik im Dieselsegment gegeben. Es zeigt sich, dass der Eignerwechsel bei unseren Kunden positiv angenommen wurde. Mit dem neuen Mehrheitsaktionär besteht nunmehr die Chance, bestehende Absatzmärkte zu sichern und neue zu erschließen. Auch sind unsere Kunden daran interessiert, Geschäftsbeziehungen in China mit Hilfe des Mehrheitsaktionärs weiter auszubauen. Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Hoch“ eingestuft. BeschaffungsmarktBeschaffungsmarktrisiken strukturieren sich im Wesentlichen in Termin-, Mengen- und Preisrisiken. Im Bereich der stahlverarbeitenden Industrie ergibt sich seit Jahren insbesondere die Situation, dass die Schwellenländer durch ihr Nachfrageverhalten in großem Maße Einfluss auf die oben genannten Risiken ausüben. Eine Besonderheit im Risikoprofil der Gesellschaft ergibt sich daraus, dass eine Vielzahl von Rohstoffen (insbesondere Speziallegierungen) ausschließlich bei einem oder wenigen Herstellern zu beschaffen sind. Eine Quantifizierung der Beschaffungsmarktrisiken ist kaum möglich, da diese letztlich dadurch gemessen werden, ob eine zugesagte Produktion hinsichtlich Menge, Qualität, Preis sowie Liefertermin anforderungsgerecht erfolgen kann. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren keine nennenswerten beschaffungslogistischen Probleme bezüglich der Abarbeitung der Produktionsaufträge zu verzeichnen. Aufgrund des sich kurzfristig ändernden Nachfrageverhaltens unserer Kunden aus dem Automobilbereich ist es kaum möglich, langfristige Bedarfspläne für die Beschaffung abzuleiten. Die Risikostruktur sowie die Risikoausprägung haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert. Der Trend, vermehrt Rahmenverträge mit Lieferanten abzuschließen, die es ermöglichen sollen, die benötigten Materialien „just in time“ zu beziehen, setzt sich fort. Hieraus ergeben sich sowohl Chancen (verminderte Kapitalbindung) als auch Risiken (stärkere Lieferantenabhängigkeit). Unverändert versuchen wir, durch längerfristige Einkaufsverträge und ein aktives Vorratsmanagement sowohl dem Preisanstieg als auch den Lieferterminrisiken entgegen zu wirken. Aufgrund der Vorgaben der Kunden beziehen wir unsere Rohstoffe im nennenswerten Umfang von bestimmten Lieferanten. Bestandsgefährdende Abhängigkeiten hieraus bestehen nicht. Die Tendenz, dass unsere Kunden direkt Preisverhandlungen mit unseren Rohstofflieferanten führen, hält weiter an. Hieraus resultiert eine Risikoreduktion hinsichtlich unkontrollierter Preisanstiege. Darüber hinaus ist der Trend erkennbar, dass sich unsere Bestellungen bei immer weniger Lieferanten konzentrieren. Der hieraus resultierende Bündelungseffekt führt im Einzelfall zu deutlich gestiegenen Bestellvolumina, die immer schwieriger von Warenkreditversicherern gedeckt werden, was wiederum zu verkürzten Zahlungszielen bei unseren Lieferanten führt. Den Risikoerwartungswert haben wir als „Mittel“ eingestuft. Chancen und Risiken aus Management und OrganisationComplianceDie Gesellschaft ist dem generellen Risiko ausgesetzt, dass im Rahmen der Geschäftstätigkeit geltende gesetzliche Rechtsvorschriften und Richtlinien nicht eingehalten werden. Durch Compliance-Richtlinien für unsere Mitarbeiter begegnen wir diesem Risiko. Für eine restriktivere Handhabung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems erfolgte zudem im Geschäftsjahr 2012/13 eine Anpassung organisatorischer Regelungen. Bei internen Prüfungen im Geschäftsjahr 2012/13 ergaben sich Anhaltspunkte, dass in der Vergangenheit Regelungen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystem durch Organmitglieder nicht eingehalten wurden. Im Rahmen laufender Ermittlungsverfahren kam es gleichzeitig zu Befragungen staatlicher Ermittlungsbehörden. Der Vorstand hat daraufhin Untersuchungen hinsichtlich möglicher fahrlässiger Pflichtverletzungen durch Organmitglieder im Hinblick auf § 93 AktG eingeleitet. Da wir ein starkes Interesse daran haben, die Vorkommnisse der Vergangenheit aufzuklären, kooperieren wir bei der Klärung der zugrunde liegenden Sachverhalte sehr eng mit den Ermittlungsbehörden, wobei sich die Ermittlungen nicht gegen die Gesellschaft selbst richten. Mit der internen Untersuchung und Aufklärung wurden externe Anwaltskanzleien beauftragt. Da die Untersuchungen zum jetzigen Stand aber nicht abgeschlossen sind, verfügt der Vorstand noch nicht über genügend Informationen, um eine abschließende Stellungnahme abgeben zu können. Derzeit liegen noch keine rechtskräftigen Urteile seitens der Gerichte vor. Sich aus den betreffenden Sachverhalten ergebende potentielle Chancen und Risiken wie Schadensersatzansprüche oder Steuerrisiken haben sich für eine Bilanzierung noch nicht hinreichend konkretisiert. Den Risikoerwartungswert haben wir als „Hoch“ eingestuft. InfrastrukturIT-Risiken nehmen aufgrund der immer weiter fortschreitenden Automatisierung in Verwaltung aber auch in der Produktion zunehmend eine strategische Bedeutung ein. Planung, Steuerung aber auch Kommunikation sind ohne funktionierende IT-Systeme kaum noch vorstellbar. Ein Totalausfall der IT-Systeme kann im schlimmsten Fall zu Betriebsstillständen führen und wäre somit von existenzieller Bedeutung. Im Hinblick auf die Einführung der bereichsübergreifenden ERP-Software SAP zur Ablösung der Altsysteme, die im Frühjahr 2010 unterbrochen wurde, besteht durch die langfristige Unterbrechung das Risiko, dass die Kosten der Implementierung höher als bisher geplant ausfallen werden. Für den Fall eines IT-Ausfalls wurde bereits in der Vergangenheit ein Notfall- und Katastrophenvorsorgeprogramm erarbeitet. Zur Verhinderung unberechtigter Datenzugriffe werden Firewall-Systeme und Virenscanner eingesetzt. Die Risikostruktur ist gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert. Durch die sukzessive Abschaffung der Altsysteme versprechen wir uns eine deutliche Reduzierung der Risikoausprägung. Auch im Geschäftsjahr 2014/15 haben wir teilweise die betrieblichen Kapazitätsgrenzen erreicht. Zudem führten Maschinenausfälle, dem Alter des Maschinenparks geschuldet, zu unplanmäßigen Unterbrechungen. Dies führt zu hohen Instandhaltungsaufwendungen sowie Ausfallszeiten. Trotz einer verbesserten Liquiditätssituation können Neuinvestitionen in moderne Maschinen weiterhin nicht im erforderlichen Umfang vorgenommen und strukturelle Anpassungsmaßnahmen nur in begrenztem Umfang eingeleitet werden. Weiterhin arbeiten wir verstärkt daran, präventive Instandhaltungspläne zu erarbeiten. Die aktuelle und zukünftige Herausforderung besteht darin, zusätzliche Stabilisierungsmaßnahmen einzuleiten, Rationalisierungspotentiale informationstechnisch zu ermöglichen und gleichzeitig die notwendigen Anpassungen sicherheitstechnisch sowie finanziell zu meistern. Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Hoch“ eingestuft. Finanzwirtschaftliche Chancen und RisikenFinanzenDie Gesellschaft sieht sich vielfältigen finanziellen Risiken sowie Chancen gegenüber. Diese können sowohl im operativen Geschäftsbetrieb als auch in Finanzierungssachverhalten identifiziert werden. Ein finanzielles Ungleichgewicht kann im ungünstigsten Fall zur Zahlungsunfähigkeit führen. Ursache hierfür kann eine nicht ausreichende Innenfinanzierung und/oder das Ausbleiben notwendiger Fremdfinanzierungen sein. Finanzrisiken im operativen Bereich entstehen im Wesentlichen durch Schwankungen der Zinsen, Währungen sowie der Einkaufspreise für Rohstoffe und Materialien. Aufgrund kurzfristiger Geldanlagen im Rahmen der unterjährigen Liquiditätsreserven bestehen keine wesentlichen Risiken aus Zinsänderungen. Zur Vermeidung von Währungskursrisiken werden auf Fremdwährung abgeschlossene Geschäfte mit höheren Volumina zeitgleich kursgesichert. Kurzfristige Liquiditätsrisiken aus Schwankungen der Zahlungsströme werden über ein rollierendes Liquiditätsplanungssystem frühzeitig erkannt. Zur Eindämmung von Ausfallrisiken betreibt Schumag ein konsequentes Forderungsmanagement. Durch die Nutzung von echtem Factoring wird zurzeit ein Großteil des Ausfallrisikos - welches durch die Bonität unserer Kunden gemildert wird - auf die Factoring-Gesellschaft übertragen. Die Entwicklung der Finanzlage betrachten wir anhand kurz-, mittel- und langfristiger Prognoserechnungen. Hierüber wird fortlaufend im Rahmen der Berichterstattung unseres Risikomanagers informiert. Aufgrund des geringen Umfangs der verfügbaren Liquidität können wesentliche Erlösrückgänge und/oder Kostensteigerungen dazu führen, dass das finanzielle Gleichgewicht gestört wird. Durch die deutliche Verbesserung der Ertragslage, die Optimierung des Working Capitals sowie durch die Aufnahme eines Drittdarlehens konnte das finanzielle Gleichgewicht aufrecht erhalten werden. Unsere Liquiditätssituation hat sich aktuell leicht entspannt. Bei einer Verschlechterung der Auftrags- und damit auch Finanzlage besteht aber weiterhin das Risiko, dass erforderliche zusätzliche Fremdfinanzierungen nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen. Neue Finanzierungsmöglichkeiten werden weiterhin geprüft. Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Hoch“ eingestuft. FinanzanlagenDie Entwicklung unserer Tochtergesellschaft BR Energy GmbH erfolgte nicht erwartungsgemäß, so dass die operativen Aktivitäten vollständig eingestellt wurden. Das Risiko eines Ausfalls der investierten Mittel ist eingetreten. In den Geschäftsjahren 2010/11 bis 2014/15 erfolgten daher dem Vorsichtsprinzip entsprechend bereits Abschreibungen und Wertberichtigungen in Höhe der investierten Mittel. Den verbleibenden Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Niedrig“ eingestuft. Externe Chancen und RisikenWasserschutzzonenEin seit Jahren andauerndes Verfahren zur Neuklassifizierung der örtlichen Wasserschutzzonen, nach der die bestehenden Maschinen der Schumag Bestandsschutz besitzen, hinsichtlich Neuinvestitionen sowie der Nutzung vorhandener Gewerbeflächen aber umfangreiche Auflagen drohen, wurde im Berichtszeitraum nicht abgeschlossen. Das Unternehmen trägt mit einem umfassenden Abwasser- und Niederschlagswasserkonzept künftigen wasserwirtschaftlichen Veränderungen Rechnung. Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Mittel“ eingestuft. InsolvenzforderungHinsichtlich der Forderungen der Schumag AG gegen ihre ehemalige Muttergesellschaft Babcock Borsig AG i.I. wurde in Vorjahren wegen voraussichtlicher Uneinbringlichkeit eine vollständige Wertberichtigung vorgenommen. Aufgrund der Berichterstattung des Insolvenzverwalters erfolgte im Geschäftsjahr 2012/13 eine Wertaufholung in Höhe von EUR 1,5 Mio. Gemäß aktuellem Zwischenbericht des Insolvenzverwalters, bestehen Risiken weiterhin hinsichtlich des Zeitpunktes des Zahlungszugangs sowie hinsichtlich möglicher Reduzierungen der Insolvenzquote. Diesen Risiken wurde durch die Berücksichtigung von Risikoabschlägen bei der Bewertung Rechnung getragen. Demgegenüber stehen Chancen aus weiteren Verbesserungspotenzialen der Insolvenzquote. Gegenüber dem Vorjahr sehen wir keine wesentliche Veränderung im Risikoprofil. Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Niedrig“ eingestuft. GerichtsprozesseRisiken aus Gerichtsprozessen umfassen solche Risiken, die aufgrund geführter oder erwarteter Gerichtsverfahren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft haben können. Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Niedrig“ eingestuft. PROGNOSEBERICHTDieser Lagebericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Schumag beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die in den Prognosen zu Grunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Nach der Einstellung der operativen Aktivitäten unserer Tochtergesellschaft BR Energy GmbH aufgrund ausbleibender Geschäftserfolge befindet sich der Bereich Anlagentechnik derzeit in der Abwicklungsphase. Die nachfolgenden Angaben beziehen sich daher nur noch auf den Geschäftsbereich Präzisionsmechanik. Die Gesellschaft befindet sich trotz einer Vielzahl realisierter Restrukturierungsmaßnahmen sowie einer starken Marktstellung im Bereich niedriger Fertigungstoleranzen und einer beachtlichen Reputation im Markt weiterhin in einer nicht einfachen Situation. Wichtige Teilziele zur Stabilisierung des Unternehmens wurden erreicht. In Zukunft müssen wir uns wie bereits erwähnt auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren und das Geschäft in den Marktnischen weiter ausbauen. Risiken bestehen bzgl. der finanziellen Ausstattung der Gesellschaft sowie eines erneuerungsbedürftigen Maschinenparks. Eine deutliche Risikoreduktion könnte hier erreicht werden, wenn die Schumag mit Hilfe des neuen, strategischen Investors in eine geregelte Finanzierung eintreten kann. Der Einfluss der weiteren Entwicklung der Pensionsrückstellungen aufgrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik auf das Ergebnis vor Steuern und das Eigenkapital lässt sich nur sehr schwer abschätzen. Trotz der derzeitigen Marktunsicherheit im asiatischen Raum, der starken US-Dollar-Entwicklung sowie der aufgetretenen Abgasproblematik bei Dieselfahrzeugen gehen wir dennoch von annähernd gleichbleibenden Umsatzerlösen aus. Die korrigierten Wirtschaftszahlen der Bundesregierung sowie die anhaltenden Unsicherheiten mit Beginn des 3. Quartals 2015 stützen unsere Annahme. Nach derzeitigem Stand rechnen wir für das Geschäftsjahr 2015/16 mit Umsatzerlösen zwischen EUR 50 Mio und EUR 51 Mio. In gleicher Größenordnung wird die Gesamtleistung für das Geschäftsjahr 2015/16 erwartet. Durch die Umsetzung diverser Maßnahmen hat sich die Liquiditätssituation im Berichtsjahr entspannt, zur nachhaltigen Stabilisierung ist aber weiterhin ein striktes Liquiditätsmanagement erforderlich. Auf Basis der zugrunde gelegten Prämissen, die u.a. notwendige Investitionen in einem deutlich höheren Umfang als in den Vorjahren beinhalten, planen wir mit einer Liquiditätsausstattung auf relativ konstantem Niveau. Zum 30. September 2016 rechnen wir mit einem Liquiditätsgrad I auf dem bereinigten Niveau des Vorjahres. Weitere Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung sind eingeleitet und befinden sich in der Umsetzung. Zudem gilt es, die Gemeinkosten auf dem niedrigen Niveau des Geschäftsjahres 2014/15 nachhaltig zu stabilisieren. Unter Zugrundelegung des Szenarios mit der für uns höchsten Wahrscheinlichkeit rechnen wir durch die Verbesserung der Kostenstrukturen bei nahezu gleichbleibender Gesamtleistung für das Geschäftsjahr 2015/16 mit einer nennenswerten Verbesserung des EBIT. Die Einschätzung bezieht sich sowohl auf die nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelte Steuerungsgröße EBIT als auch auf das EBIT, das in unserem nach den Grundsätzen der IFRS aufgestellten Konzernabschluss ausgewiesen wird.
Aachen, 30. Dezember 2015 Schumag Aktiengesellschaft Der Vorstand Dr. Johannes Ohlinger Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015 BilanzSchumag Aktiengesellschaft, AachenAKTIVA scroll
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015 Gewinn- und VerlustrechnungSchumag Aktiengesellschaft, Aachenscroll
Schumag Aktiengesellschaft, Aachen Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015AnhangGrundlagen der RechnungslegungDer Jahresabschluss der Schumag AG ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des am 29. Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzierungsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) sowie des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. In der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung werden gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit und der Darstellung zusammengefasst und im Anhang gesondert erläutert. Im Anhang werden, sofern nicht anders dargestellt, sämtliche Beträge entsprechend kaufmännischer Rundung in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Es können sich Abweichungen zu den ungerundeten Beträgen ergeben. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden erstmalig die Zinseffekte aus der Zinssatzänderung bei den Pensionsrückstellungen im Zinsergebnis anstatt im Personalaufwand ausgewiesen. Die Änderung erfolgte, um einen besseren Einblick in die Ertragslage zu geben. Zur Vergleichbarkeit wurde der Vorjahresausweis entsprechend angepasst. Die Anpassungen hatten die nachfolgenden, erfolgsneutralen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung 2013/14: scroll
Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern). Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung bewertet. In den Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten einschließlich des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Geringwertige Anlagegüter - das sind Gegenstände mit Anschaffungskosten bis einschließlich EUR 150,00 - werden sofort abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Für Anlagenzugänge mit Anschaffungskosten von jeweils über EUR 150,00 bis einschließlich EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben wird. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Zeitwerten. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten einschließlich des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sowie Finanzierungskosten werden nicht aktiviert. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Reichweite, Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in ausreichendem Umfang vorgenommen. Sofern die Börsen- oder Marktwerte der Vorräte am Bilanzstichtag niedriger sind, werden diese angesetzt. Maximaler Ansatz der fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind die Verkaufserlöse abzüglich noch anfallender Aufwendungen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Ausnahme sind langfristige Forderungen, die zum Barwert angesetzt werden. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Höhe der Wertberichtigung richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Vermögensgegenstände, die zur Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden zum beizulegenden Zeitwert mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Übersteigt der beizulegende Zeitwert die Verpflichtungen erfolgt der Ausweis als „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ auf der Aktivseite der Bilanz. Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Methoden auf der Basis der Bewertungsvorgaben des § 253 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 HGB ermittelt. Der Zuführungsbetrag aus der erstmaligen Anwendung von BilMoG wurde entsprechend Art. 67 Abs. 1 EGHGB auf 15 Jahre verteilt. Als Bewertungsmethode wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) mit einem Rechnungszins von 4,10 % (Vorjahr 4,66 %) angewendet. Beim Zinssatz handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Die Abweichung vom angesetzten Zinssatz (4,10 %) zum von der Deutschen Bundesbank für den 30. September 2015 veröffentlichten Zinssatz (4,07 %) hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Höhe der Pensionsrückstellung. Die biometrischen Annahmen basieren auf den Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Zudem wurden ein Rententrend von 1,75 % (Vorjahr 1,75 %) und eine Fluktuationsrate von 1,25 % (Vorjahr 1,25 %) zugrunde gelegt. Ein Lohn- und Gehaltstrend bleibt aufgrund der Ruhegeldordnung außer Ansatz. Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der Zinssatz für die Abzinsung von Altersteilzeitrückstellungen beträgt 2,28 % (Vorjahr 3,06 %). Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden gebildet. Der Ansatz erfolgt in Höhe dervoraussichtlichen Steuerbe- bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt anhand eines kombinierten Ertragsteuersatzes der Schumag AG in Höhe von 32,5 % (Vorjahr 32,5 %), der Körperschaftsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer umfasst. Ein Überhang aktiver latenter Steuern über passive latente Steuern wird unter Verzicht auf die Ausübung des Ansatzwahlrechts für aktive latente Steuern gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht bilanziert. Soweit sich aktive und passive latente Steuern der Höhe nach entsprechen, wird auf eine Ausübung des Wahlrechts zum unverrechneten Ausweis gemäß § 274 Abs. 1 S. 3 HGB verzichtet. Die Umsatzrealisierung erfolgt bei Auslieferung bzw. bei Gefahrenübergang. WährungsumrechnungFremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden gem. § 256a HGB umgerechnet. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ1. AnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014/15 ist als Anlage zum Anhang dargestellt. 2. Vorrätescroll
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenständescroll
Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt: scroll
scroll
Die Forderungen gegen die Tochtergesellschaft Schumag Romania S.R.L. beinhalten mit Verbindlichkeiten saldierte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen die Tochtergesellschaft BR Energy GmbH sowie gegen die Hangzhou Meibah Precision Machinery Co., LTD. ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Von den zum Abschlussstichtag gegen die BR Energy GmbH bestehenden Forderungen in Höhe von insgesamt TEUR 3.708 wurden TEUR 3.562 wertberichtigt, davon bereits in Vorjahren TEUR 3.349. In den Forderungen gegen die BR Energy GmbH ist ein Darlehen über TEUR 2.238 mit einer Laufzeit bis zum 31. März 2016 enthalten. Der Posten sonstige Vermögensgegenstände beinhaltet überwiegend eine Forderung gegen die ehemalige Muttergesellschaft Babcock Borsig AG i.I., Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen, Forderungen gegen eine Factoringgesellschaft sowie zur Absicherung von einzelnen Avalen verpfändete Bankguthaben. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Erstattungsansprüche an die Bundesagentur für Arbeit wegen Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 3 enthalten, die rechtlich erst nach dem 30. September 2015 entstehen. 4. Flüssige MittelUnter den Flüssigen Mitteln sind Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände ausgewiesen. 5. RechnungsabgrenzungspostenDer Posten beinhaltet insbesondere abgegrenzte Versicherungsaufwendungen für das folgende Geschäftsjahr. 6. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der VermögensverrechnungPensionsverpflichtungen sind zum Teil durch Vermögensgegenstände gesichert, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Dabei handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen, die den jeweiligen Anspruchsberechtigten verpfändet wurden. Diese werden mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen entspricht dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen zum Abschlussstichtag, der uns von den Versicherungsunternehmen mitgeteilt wurde. scroll
7. EigenkapitalDas Grundkapital der Schumag Aktiengesellschaft beträgt EUR 10.225.837,62 und ist in 4.000.000 Stückaktien eingeteilt. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit ab dem 1. März 2016 bis zum 29. April 2020 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder unter Verwendung von Forderungen gegen die Gesellschaft als Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 2.556.459,41 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Das Bezugsrecht auf neue Aktien kann ausgeschlossen werden, und zwar für Spitzenbeträge und bei Kapitalerhöhungen bis zu einem Betrag von insgesamt EUR 511.291,89 unter Verwendung von Forderungen gegen die Gesellschaft als Sacheinlagen. Der Bilanzverlust setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Angaben zum Bestehen einer BeteiligungDie Euro-IB Ltd., London, Vereinigtes Königreich, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 1. Oktober 2011 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 % und 15 % unterschritten hat und zu diesem Tag 1,95 % (78.003 Stimmrechte) beträgt. Herr Alexander von Ungern-Sternberg, Vereinigtes Königreich, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 1. Oktober 2011 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 % und 15 % unterschritten hat und zu diesem Tag 1,95 % (78.003 Stimmrechte) beträgt und dass ihm hiervon 1,95 % (78.003 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind. Herr Norbert Thelen, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 1. Oktober 2011 die Schwellen von 10 % und 15 % unterschritten hat und zu diesem Tag 8,34 % (333.526 Stimmrechte) beträgt. Die Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd., Birmingham, Vereinigtes Königreich, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 21. Juni 2013 die Schwellen von 30 % und 50 % der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 27,3 % (1.091.905 Stimmrechte) beträgt. Herr Peter Koschel, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 21. Juni 2013 die Schwellen von 30 % und 50 % der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 27,3 % (1.091.905 Stimmrechte) beträgt, dass ihm hiervon 27,3 % (1.091.905 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind und dass ihm dabei von folgendem kontrollierten Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden: Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd., Birmingham, Vereinigtes Königreich. Die Meibah International GmbH (vormals Blitz 14-69 GmbH), München, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 23. Juni 2014 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 % und 50 % überschritten hat und zu diesem Tag 52,15 % (2.085.807 Stimmrechte) beträgt. Herr Miaocheng Guo, China, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 23. Juni 2014 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 % und 50 % überschritten hat und zu diesem Tag 52,15 % (2.085.807 Stimmrechte) beträgt, dass ihm hiervon 52,15 % (2.085.807 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind und dass ihm dabei von folgendem kontrollierten Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden: Meibah International GmbH, München, Deutschland. Gem. den aktuell vorliegenden Stimmrechtsmitteilungen halten folgende Parteien derzeit die Anteile an der Schumag AG: scroll
Darüber hinaus hat die Meibah International GmbH gem. Bekanntmachung im Bundesanzeiger vom 9. September 2014 im Rahmen des öffentlichen freiwilligen Übernahmeangebots weitere rund 2,43 % der Stimmrechte der Schumag Aktiengesellschaft übernommen, so dass sich der Stimmrechtsanteil nunmehr auf rund 54,58 % beläuft. Der Streubesitzanteil reduziert sich entsprechend auf 7,83 %. 8. Rückstellungenscroll
Aufgrund der Anwendung von Art. 67 Abs. 1 EGHGB besteht zum 30. September 2015 ein noch nicht ausgewiesener Rückstellungsbetrag in Höhe von TEUR 2.417 (Vorjahr TEUR 2.659). Die Pensionsverpflichtungen sind zum Teil durch Vermögensgegenstände gesichert, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Dabei handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen, die den jeweiligen Anspruchsberechtigten verpfändet wurden. Diese werden mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen entspricht dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen zum Abschlussstichtag, der uns von den Versicherungsunternehmen mitgeteilt wurde. scroll
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten folgende Posten: scroll
Für Verpflichtungen aus Altersteilzeit sind Sicherheiten bestellt. 9. Verbindlichkeitenscroll
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt: scroll
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr TEUR 25) sowie Steuerverbindlichkeiten von TEUR 413 (Vorjahr TEUR 385). Die Steuerverbindlichkeiten betreffen die Lohn- und Kirchensteuer, den Solidaritätszuschlag sowie die Umsatzsteuer für den Monat September 2015. In den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Drittdarlehen in Höhe von TEUR 1.000 (Vorjahr TEUR 1.000) enthalten, für das als Sicherheit die Eigentumsübertragung von Maschinen dient. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG10. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2014/15 wurden wie im Vorjahr ausschließlich im Geschäftsbereich Präzisionsmechanik erzielt. Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten:scroll
11. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Mieterträge, Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen, die erstattete KWK-Umlage, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie andere nicht gesondert auszuweisende Erträge. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 69 (Vorjahr TEUR 34) enthalten, die im Wesentlichen die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen. Erträge aus der Währungsumrechung betragen TEUR 14 (Vorjahr TEUR 10). 12. Materialaufwandscroll
13. Personalaufwandscroll
Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen TEUR -246 (Vorjahr TEUR -281). Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter:scroll
14. AbschreibungenIn den Abschreibungen sind folgende außerplanmäßige Abschreibungen enthalten: scroll
15. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten nicht gesondert auszuweisende Aufwendungen z.B. für Instandhaltungen, Leasingkosten, Beratungskosten, Versicherungen, IT-Kosten, Wertberichtigungen, Factoring-Gebühren und sonstige nicht auftragsbezogene Kosten. Aufwendungen aus der Währungsumrechung belaufen sich auf TEUR -17 (Vorjahr TEUR -14). 16. Zinsergebnisscroll
Die Zinserträge von verbundenen Unternehmen betragen TEUR 101 (Vorjahr TEUR 101). Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen beinhalten den Nettoaufwand nach Verrechnung mit Erträgen aus Rückdeckungsversicherungen, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Nach den BilMoG-Bestimmungen wurden die Aufwendungen aus der Aufzinsung mit den Vermögenserträgen wie folgt verrechnet: scroll
Der Zinsaufwand enthält in Höhe von TEUR -40 (Vorjahr TEUR -24) Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von sonstigen langfristigen Rückstellungen. 17. Außerordentliches ErgebnisDas außerordentliche Ergebnis enthält wie im Vorjahr ausschließlich außerordentliche Aufwendungen. Diese ergeben sich daraus, dass der sich im Rahmen der Erstanwendung von BilMoG bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen ermittelte Zuführungsbetrag von insgesamt TEUR 3.626 entsprechend Art. 67 Abs. 1 EGHGB auf 15 Jahre verteilt wird. 18. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten im Wesentlichen die Körperschaftsteuer (inkl. Solidaritätszuschlag) sowie die Gewerbesteuer für das Geschäftsjahr 2014/15 und betreffen das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Es besteht ein Überhang aktiver latenter Steuern über passive latente Steuern, der nicht bilanziert wird. Die aktiven temporären Differenzen stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Sachanlagevermögen sowie Rückstellungen für drohende Verluste, Pensions-, Jubiläums- und Altersteilzeitverpflichtungen. Eine passive temporäre Differenz resultiert aus Erstattungsansprüchen an die Bundesagentur für Arbeit wegen Altersteilzeitverpflichtungen. SONSTIGE ANGABEN19. HaftungsverhältnisseIm Zusammenhang mit der Veräußerung des Maschinenbaus hat die Schumag AG für die übergehenden Altersversorgungsansprüche eine Patronatserklärung abgegeben. Der Teilwert der Rentenverpflichtungen gemäß § 6a EStG zum Zeitpunkt des Betriebsübergangs belief sich auf TEUR 862. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität des Erwerbers des Maschinenbaus als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. 20. Sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
Darüber hinaus wurde im Rahmen des im September 2013 abgeschlossenen Standortsicherungstarifvertrags ein auflösend bedingter Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld für 2 Jahre sowie auf die Tariferhöhung von 4,3 % aus Mai 2012 vereinbart, dessen Volumen sich insgesamt auf ca. TEUR 7.000 beläuft. Eintritt und Zeitpunkt der auflösenden Bedingung und der hieraus gegebenenfalls resultierenden Zahlungen, die in Abhängigkeit vom Erreichen einer festgelegten Bilanzkennzahl erfolgen und die auch in Teilbeträgen möglich sind, können derzeit nicht mit Sicherheit bestimmt werden. 21. Außerbilanzielle Geschäftescroll
Zur Optimierung der Finanzierungsstruktur erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2004/05 die Nutzung von Leasing, wodurch sofortige Zahlungsmittelabflüsse für benötigte Investitionen vermieden werden. Die aktuellen Leasingverträge betreffen nur noch KfZ-Leasing und haben in der Regel eine fixe Laufzeit von 36 Monaten. Darüber hinaus wird ab August 2014 ein Blockheizkraftwerk (BHKW) geleast, durch dessen Nutzung deutliche Einsparungen bei den Energiekosten erzielt werden. Der Pachtvertrag enthält eine Kaufoption für das BHKW nach Ablauf der Vertragslaufzeit von 48 Monaten. Der Leasingvertrag für die im Dezember 2010 zur Beschaffung zusätzlicher liquider Mittel abgewickelte Sale-and-Lease-back-Transaktion bezüglich unseres Maschinenparks ist Ende Juni 2015 ausgelaufen. Der Maschinenpark wurde wieder zurückgekauft. Seit August 2010 wird zur Verbesserung der Finanzlage zudem echtes Factoring betrieben. Neben der Übertragung des Ausfallrisikos der verkauften Forderungen auf die Factoring-Gesellschaft konnte dadurch seitdem bis zum Bilanzstichtag zusätzliche Liquidität in Höhe von insgesamt TEUR 3.540 generiert werden. Durch die dargestellten außerbilanziellen Geschäfte wird die Schumag AG mit Finanzierungskosten belastet. Bei Wegfall dieser Finanzierungsinstrumente würde sich ein erhöhter Finanzierungsbedarf ergeben. 22. Anteilsbesitzlistescroll
1) nach jeweiligem Landesrecht 2) nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag: TEUR 3.777 3) Bilanzstichtag 31.12.2014 scroll
1) nach jeweiligem Landesrecht 2) nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag: TEUR 3.777 3) Bilanzstichtag 31.12.2014 23. Honorare des AbschlussprüfersDas für das Berichtsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB nicht angegeben, da es in die Angaben im Konzernabschluss der Schumag AG einbezogen wird. 24. Organe der GesellschaftDie Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands der Schumag AG sowie deren Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien gemäß § 285 Ziffer 10 HGB sind nachfolgend aufgeführt: Aufsichtsrat Ralf Marbaise, Aachen Vorsitzender Maschinenschlosser Vorsitzender des Betriebsrats der Schumag Aktiengesellschaft, Aachen ohne weitere Mitgliedschaft Hans-Georg Kierdorf, Edinburgh/Großbritannien (bis 29. Januar 2015) Stellvertretender Vorsitzender (bis 29. Januar 2015) Unternehmensberater Weitere Mitgliedschaften Kierdorf Immobilien- und Vermögensverwaltungs-GmbH, Köln (Mitglied des Beirats) Ekkehard Brzoska, Mülheim/Ruhr Selbständiger Kaufmann ohne weitere Mitgliedschaften Miaocheng Guo, Tonglu, Provinz Zhejiang, Volksrepublik China (ab 7. Februar 2015) Geschäftsführer der Hangzhou Meibah Precision Machinery Co., Ltd., und der Hangzhou Maximum Real Estate Co., Ltd., beide mit Sitz in Tonglu, Provinz Zhejiang, Volksrepublik China ohne weitere Mitgliedschaften Yun Guo, Tonglu, Provinz Zhejiang, Volksrepublik China (ab 30. April 2015) Vertriebsleiterin der Hangzhou Meibah Precision Machinery Co., Ltd., Tonglu, Provinz Zhejiang, Volksrepublik China und Geschäftsführerin der Meibah International GmbH, München ohne weitere Mitgliedschaften Martin Kienböck, Ratingen (bis 4. Dezember 2014) Pensionär (ehemaliger Geschäftsführer der Balcke-Dürr GmbH, Ratingen) ohne weitere Mitgliedschaft Peter Koschel, Berlin General Manager Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd., Birmingham/Großbritannien ohne weitere Mitgliedschaft Jürgen Milion, Alsdorf Produktionsleiter der Schumag Aktiengesellschaft, Aachen ohne weitere Mitgliedschaft Vorstand Dr. Johannes Ohlinger, Zweibrücken/Pfalz Dipl.-Ökonom Mitgliedschaften Herz Jesu Missionare, Homburg/Saar (Mitglied des Stiftungsrats) 25. Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstandsscroll
Die Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitgliedern des Vorstands zum 30. September 2015 betragen TEUR 453 (Vorjahr TEUR 196). Im Gegenzug zur Erhöhung der Pensionszusage hat Herr Dr. Ohlinger auf persönliche Ansprüche gegenüber der Schumag AG verzichtet. Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands oder ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf TEUR 707 (Vorjahr TEUR 681). Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen belaufen sich auf TEUR 8.884 (Vorjahr TEUR 8.484). Davon sind TEUR 7.720 (Vorjahr TEUR 7.203) zurückgestellt, der in Anwendung von Art. 67 Abs. 1 EGHGB noch nicht zurückgestellte Betrag beträgt TEUR 1.165 (Vorjahr TEUR 1.281). Im Übrigen wird auf den Vergütungsbericht innerhalb des Lageberichts der Schumag AG verwiesen. 26. Erklärung nach § 161 AktGIm Januar 2015 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Schumag AG die aktuelle Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und im Internet unter www.schumag.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. 27. MutterunternehmenNach den uns vorliegenden Informationen ist der Jahresabschluss der Schumag Aktiengesellschaft zum 30. September 2015 in den Konzernabschluss der Meibah International GmbH, München, als Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einzubeziehen. Der Konzernabschluss soll im elektronischen Bundesanzeiger und im Unternehmensregister sowie im Internet veröffentlicht werden. Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Schumag Aktiengesellschaft, Aachen. Der Konzernabschluss der Schumag Aktiengesellschaft zum 30. September 2015 wird im elektronischen Bundesanzeiger und im Unternehmensregister sowie im Internet unter www.schumag.de veröffentlicht.
Aachen, 30. Dezember 2015 Schumag Aktiengesellschaft Der Vorstand Dr. Johannes Ohlinger Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015 Anlage zum AnhangSchumag Aktiengesellschaft, AachenEntwicklung des Anlagevermögensscroll
scroll
scroll
Versicherung des gesetzlichen Vertreters für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015Schumag Aktiengesellschaft, AachenNach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Aachen, 30. Dezember 2015 Schumag Aktiengesellschaft Der Vorstand Dr. Johannes Ohlinger Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Schumag Aktiengesellschaft, Aachen, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Schumag Aktiengesellschaft, Aachen. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 12. Januar 2016 KPMG AG Kamping, Wirtschaftsprüfer Schwarz, Wirtschaftsprüfer Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance KodexVorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten deutschen Aktiengesellschaft sind gemäß § 161 AktG verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, ob dem Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen des Kodex nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht. Wir erklären gemäß § 161 AktG, dass bei der SCHUMAG Aktiengesellschaft („SCHUMAG“) seit der letzten Entsprechenserklärung vom Januar 2015 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") in der Fassung vom 24. Juni 2014 („Kodex 2014“) bis zur Bekanntmachung der Neufassung des Kodex im Bundesanzeiger am 12. Juni 2015 sowie den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 („Kodex 2015“) ab dessen Bekanntmachung im Bundesanzeiger am 12. Juni 2015 entsprochen wurde und künftig den Empfehlungen des Kodex 2015 entsprochen wird, mit folgenden Ausnahmen. Nach Ziffer 3.8 Abs. 2 des Kodex ist bei einem Abschluss einer D&O-Versicherung für den Vorstand ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1 ½-fachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds zu vereinbaren. Nach Ziffer 3.8 Abs. 3 soll in einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden. Bei der SCHUMAG wurde ein Selbstbehalt für den Aufsichtsrat, wie in der deutschen Wirtschaft überwiegend praktiziert, bisher nicht vereinbart und wird auch künftig nicht vereinbart werden, da die Vereinbarung eines solchen Selbstbehalts nach unserer Ansicht weder eine verhaltenssteuernde Wirkung auf die Organmitglieder hätte noch als Motivationshilfe geeignet ist. Nach Ziffer 4.2.1 Satz 1 des Kodex soll der Vorstand aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Der Vorstand bestand bisher und besteht auch künftig im Hinblick auf die mittelständische Organisationsstruktur der SCHUMAG nur aus einer Person. Auch aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft erscheint dies schon aus Kostengründen angezeigt. Nach Ziffer 4.2.3 Abs. 6 des Kodex soll der Vorsitzende des Aufsichtsrats die Hauptversammlung über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderungen informieren. Dies erfolgte und erfolgt auch in Zukunft nicht, da die Grundzüge des Vergütungssystems bereits im Vergütungsbericht innerhalb des Lageberichts ausführlich beschrieben werden. Der Kodex empfiehlt nach Ziffer 4.2.5 Abs. 3 Sätze 1 und 2, dass im Vergütungsbericht für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2013 beginnen, für jedes Vorstandsmitglied bestimmte Detailangaben zu Vergütungen dargestellt und für diese Informationen zudem die dem Kodex beigefügten Mustertabellen verwandt werden. Dem wurde und wird für unsere Gesellschaft, auf die diese Empfehlung erstmals für das am 1. Oktober 2014 beginnende Geschäftsjahr anwendbar war, nicht gefolgt, weil die Darstellungen in den Anhängen des Jahres- und Konzernabschlusses ausreichend und unter dem Gesichtspunkt des Informationsnutzens angemessen erscheinen, auch unter Berücksichtigung des Umstands, dass der Vorstand unserer Gesellschaft derzeit nur aus einer Person besteht. Nach Ziffer 5.3.3 des Kodex soll der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern geeignete Kandidaten benennt. Dies erfolgte bisher nicht und wird auch in Zukunft nicht erwogen, weil Beschlüsse des Aufsichtsrats über Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern durch die Hauptversammlung ohnehin nach § 124 Abs. 3 Satz 5 1. Halbsatz AktG nur der Mehrheit der Stimmen der vier Aktionärsvertreter im Aufsichtsrat bedürfen. Nach Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 des Kodex soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele nennen, die (unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation) die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, die Anzahl unabhängiger Aufsichtsratsmitglieder, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und nach dem Kodex 2015 nunmehr auch eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) (nach Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 2 des Kodex 2014 dabei vormals auch insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen) berücksichtigen. Nach Ziffer 5.4.1 Abs. 3 Satz 1 des Kodex sollen Vorschläge des Aufsichtsrats an zuständige Wahlgremien diese Ziele berücksichtigen und nach Ziffer 5.4.1 Abs. 3 Satz 2 des Kodex sollen die Zielsetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden. Diesen Empfehlungen wurde bisher und wird auch künftig nicht gefolgt. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass eine Festlegung auf Ziele seiner Zusammensetzung im Sinne des Kodex sowie deren Veröffentlichung mit Beschränkungen einhergeht, die gegenüber anderen Kriterien für Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern nicht ohne Weiteres sachgerecht sind und möchte über Vorschläge zu seiner Zusammensetzung in der jeweiligen konkreten Situation individuell entscheiden. Unberührt vom Vorstehenden bleibt die Erfüllung der vom Gesetzgeber neu vorgesehenen Verpflichtungen im Hinblick auf die Festlegung einer Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat (§ 111 Abs. 5 AktG in Verbindung mit § 25 Abs. 1 Satz 1 EGAktG sowie § 289a Abs. 2 Nr. 4 HGB in Verbindung mit Art. 73 EGHGB in der Fassung durch das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom 24. April 2015, BGBl. I S. 642 ff.). Nach Ziffer 5.4.1 Abs. 5 bis 7 des Kodex 2015 (zuvor Ziffer 5.4.1 Abs. 4 bis 6 des Kodex 2014) soll der Aufsichtsrat bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung (zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Aktionäre) die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen eines jeden Kandidaten zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich (d.h. mit direkt oder indirekt mehr als 10 % der stimmberechtigten Aktien) an der Gesellschaft beteiligten Aktionär offen legen, und zwar beschränkt auf solche Umstände, die nach Einschätzung des Aufsichtsrats ein objektiv urteilender Aktionär für seine Wahlentscheidung als maßgebend ansehen würde. Von dieser Empfehlung wurde und wird abgewichen, denn Inhalt und Umfang der Anforderungen des Kodex sind nach Einschätzung des Vorstands und des Aufsichtsrats insoweit nicht hinreichend bestimmt. Aus Gründen der erstrebten Rechtssicherheit der Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern hält sich die Gesellschaft bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung ausschließlich an die gesetzlichen Angabepflichten bei Wahlvorschlägen eines Aufsichtsratskandidaten an die Hauptversammlung. Außerdem legt sie die Beziehungen zu nahestehenden Personen nach den gesetzlichen Vorgaben im Geschäftsbericht offen. Nach Ziffer 5.4.3 Satz 3 des Kodex sollen den Aktionären Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz bekannt gegeben werden. Die Bekanntgabe von Kandidatenvorschlägen für den Aufsichtsratsvorsitz erfolgt - auch künftig - nicht, weil der Aufsichtsrat eine Stimmabgabe in der Hauptversammlung für oder gegen einen Kandidaten im Hinblick auf ein mögliches Amt als Vorsitzender bei Wahlen zum Aufsichtsrat für nicht praktikabel hält. Nach Ziffer 5.4.6 Abs. 1 Satz 2 des Kodex soll die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder den Vorsitz und den stellvertretenden Vorsitz im Aufsichtsrat sowie den Vorsitz und die Mitgliedschaft in Ausschüssen berücksichtigen. Die Satzung der SCHUMAG sieht bisher nur feste Vergütungsbestandteile für Aufsichtsratsmitglieder vor, wobei die Vergütungen für den Vorsitz und den stellvertretenden Vorsitz im Aufsichtsrat zwar gestaffelt erhöht sind, hingegen eine Berücksichtigung des Vorsitzes bzw. der Mitgliedschaft in Ausschüssen nicht erfolgt; daran soll zunächst im Hinblick auf die Organisationsstruktur der Gesellschaft festgehalten werden. Nach Ziffer 5.5.3 Satz 1 des Kodex soll der Aufsichtsrat in seinem Bericht an die Hauptversammlung über aufgetretene Interessenkonflikte und deren Behandlung informieren. Die SCHUMAG schließt sich dieser Empfehlung - wie bisher - auch künftig nicht an und wird in der Regel dem Grundsatz der Vertraulichkeit von Beratungen im Aufsichtsrat (vgl. § 116 Satz 2 AktG und Ziffer 3.5 Abs. 1 Satz 2 des Kodex) den Vorrang einräumen. Nach Ziffer 7.1.2 Satz 4 des Kodex soll der Konzernabschluss binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und sollen Zwischenberichte binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein. Dieser Empfehlung wurde und wird aus organisatorischen Gründen nicht gefolgt, eine zeitnahe Veröffentlichung wird aber weiterhin angestrebt.
Aachen, im Januar 2016 SCHUMAG Aktiengesellschaft Der Aufsichtsrat Der Vorstand Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,aufgrund von weiteren Restrukturierungserfolgen konnte sich die Unternehmenslage im Geschäftsjahr 2014/2015 deutlich verbessern. Die Liquiditätssituation wurde weiter stabilisiert, stellt aber weiterhin eines unserer größten Handlungsfelder dar. Vom Vorstand eingeleitete Maßnahmen zur weiteren Kostensenkung sowie zur Steigerung der Produktivität zeigen spürbar ihre Wirkung und waren maßgeblich für den Geschäftserfolg im Geschäftsjahr 2014/2015. Die erwartete Verbesserung der Gesamtsituation ist eingetreten. Dabei ist das Ergebnis mit Einmaleffekten belastet. Weitere Maßnahmen, insbesondere zur Produktivitätssteigerung, sind eingeleitet und befinden sich in der Umsetzung, die es gilt, konsequent zu verfolgen. Im Berichtsjahr gab es keine Veränderungen in der Zusammensetzung der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat; die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsführung des Vorstands war vollständig gewährleistet. Überblick über die Tätigkeit des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2014/2015 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. Maßstab für die Überwachung waren insbesondere die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung des Vorstands sowie die Leistungsfähigkeit des Risikomanagements. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand hat uns im Berichtszeitraum regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich zeitnah und umfassend informiert. Schwerpunkte dabei waren die Liquiditäts-, Ertrags- und Finanzlage, die Unternehmensplanung (namentlich Investitions-, Personal- und Finanzplanung), der Geschäftsverlauf, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage der Gesellschaft und des Konzerns, die Risikolage und das Risikomanagement sowie die unterjährigen Finanzberichte (d.h. Halbjahresbericht und Zwischenmitteilungen). Auf Grundlage der Berichte haben wir uns mit der Lage und der Entwicklung von Gesellschaft und Konzern sowie den Geschäftsvorfällen im Geschäftsjahr 2014/2015 intensiv befasst. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden uns im Einzelnen erläutert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens stimmte der Vorstand mit uns ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge haben wir auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert. Die vorgelegten Berichte haben wir auf ihre Plausibilität überprüft und mit dem Vorstand, soweit notwendig, diskutiert. Darüber hinaus haben wir uns vom Vorstand ergänzende Informationen geben lassen. Die Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung der Gesellschaft, die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des internen Revisionssystems, die Leistungsfähigkeit der Unternehmensorganisation und deren Wirtschaftlichkeit hat der Aufsichtsrat als gegeben erachtet. Über Beschlussvorschläge des Vorstands hat der Aufsichtsrat jeweils nach gründlicher Prüfung entschieden. SitzungenInsgesamt fanden im Geschäftsjahr 2014/2015 vier Sitzungen des Aufsichtsrats statt (am 2. Oktober 2014 sowie am 29. Januar, 29. April und 11. September 2015). Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat außerdem auch Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hatte über die Aufsichtsratssitzungen hinaus regelmäßigen Kontakt mit dem Vorstand. Er informierte sich über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die wesentlichen Geschäftsvorfälle sowie die strategische Geschäftsausrichtung. Beratungsschwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2014/2015Die Tätigkeiten des Aufsichtsrats im Berichtsjahr 2014/2015 umfassten neben der laufenden Begleitung der Geschäftsentwicklung und -planung insbesondere Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften sowie solche zur Stabilisierung und Verbesserung der Finanzierung von Gesellschaft und Konzern. In der Sitzung am 2. Oktober 2014 befassten wir uns im Wesentlichen mit den wirtschaftlichen Eckdaten der Gesellschaft, der Liquiditätssituation sowie der Vorbereitung der Jahresabschlussarbeiten für das Geschäftsjahr 2013/2014. Im Rahmen der Liquiditätssituation beschäftigten wir uns mit der künftigen Finanzierungsstruktur. Weiterhin stellte der Vorstand die strategische Planung sowie darauf aufbauend die 3-Jahres-Planung vor. Zudem wurde der aktuelle Stand zu von der Gesellschaft wegen Organpflichtverletzungen geltend gemachten Schadenersatz- und Versicherungsansprüchen sowie zu bestehenden Rechtsstreitigkeiten generell besprochen. Darüber hinaus wurde der Vorstandsdienstvertrag von Herrn Dr. Ohlinger um 2 Jahre, bis zum 31. Dezember 2017, verlängert und vom Aufsichtsrat dabei beschlossen, dem entsprechend Herrn Dr. Ohlinger – unter Aufhebung seiner zuvor bis 31. Dezember 2015 befristeten Bestellung – zum Mitglied des Vorstands nunmehr bis zum Ablauf des 31. Dezember 2017 wieder zu bestellen. Diese Maßnahme war durch den besonderen Umstand gerechtfertigt, dass im Hinblick auf noch andauernde Restrukturierungsmaßnahmen und auch mit Rücksicht darauf, dass Herr Dr. Ohlinger das einzige Vorstandsmitglied ist, rechtzeitig für personelle Kontinuität in der Führungsspitze des Unternehmens gesorgt werden sollte. Der Jahres- und Konzernabschluss sowie der Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2013/2014, der Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2013/2014 sowie die Tagesordnung für die Hauptversammlung am 30. April 2015 waren in der Sitzung vom 29. Januar 2015 die Beratungsschwerpunkte. Auf Empfehlung des Prüfungsausschusses billigte der Aufsichtsrat den durch den Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013/2014. Vor der Beschlussfassung über den Vorschlag an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat dessen Unabhängigkeit überprüft und die Auftragskonditionen erörtert. Weiterhin befassten wir uns im Wesentlichen mit den wirtschaftlichen Eckdaten und der Liquiditätssituation der Gesellschaft. In der Sitzung am 29. April 2015 befassten wir uns im Wesentlichen erneut mit den wirtschaftlichen Eckdaten der Gesellschaft und diskutierten außerdem die weitere Vorgehensweise betreffend die von der Gesellschaft wegen Organpflichtverletzungen geltend gemachten Schadenersatz- und Versicherungsansprüche. In der Sitzung am 11. September 2015 befassten wir uns mit den wirtschaftlichen Eckdaten der Gesellschaft, der Liquiditätssituation und der Unternehmensplanung. Die vom Vorstand erstellte strategische Planung sowie die darauf aufbauende 3-Jahres-Planung wurden intensiv erörtert. Weiterhin beschäftigte sich der Aufsichtsrat gemäß neu in Kraft getretenen gesetzlichen Vorschriften mit dem Frauenanteil in Führungspositionen; er legte dabei die Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand fest. AusschüsseZur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat einen Personalausschuss sowie einen Prüfungsausschuss errichtet. Der Personalausschuss bestand im Berichtszeitraum aus den Mitgliedern Herrn Ralf Marbaise, Herrn Ekkehard Brzoska und Herrn Jürgen Milion. Der Ausschuss befasste sich im Rahmen der von ihm durchgeführten Sitzung mit Vorstandsangelegenheiten. Der Prüfungssauschuss bestand im Berichtszeitraum aus den Mitgliedern Herrn Ekkehard Brzoska, Herrn Jürgen Milion und Herrn Hans-Georg Kierdorf (bis 29. Januar 2015) bzw. Herrn Ralf Marbaise (ab 11. September 2015) zusammen. Der Ausschuss befasste sich im Rahmen der von ihm durchgeführten Sitzung im Vorfeld der Bilanzsitzung mit den Jahresabschlussunterlagen (einschließlich Abhängigkeitsbericht) für das Geschäftsjahr 2013/2014. Diese wurden geprüft und die Billigung der Abschlüsse empfohlen. Corporate Governance und EntsprechenserklärungDer Aufsichtsrat hat sich auch im Geschäftsjahr 2014/2015 regelmäßig mit der Corporate Governance des Unternehmens beschäftigt. Hierbei hat er auch die Effizienz seiner Arbeit überprüft, namentlich die Frequenz seiner Sitzungen, deren Vorbereitung und Durchführung sowie die Informationsversorgung. Die aktuelle Entsprechenserklärung von Januar 2016 wurde vom Aufsichtsrat genehmigt und die Zugänglichmachung dieser Entsprechenserklärung gemäß § 161 Satz 2 AktG durch den Vorstand freigegeben. Die Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Die SCHUMAG Aktiengesellschaft entspricht weitgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015. Der Bericht zur Corporate Governance und die Erklärung zur Unternehmensführung für das Geschäftsjahr 2014/2015, auf die im Übrigen verwiesen wird, wurden in der Sitzung vom 27. Januar 2016 erörtert und vom Aufsichtsrat beschlossen. Jahres- und KonzernabschlussDer vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 30. September 2015, die Lageberichte für die Aktiengesellschaft und den Konzern für das Geschäftsjahr 2014/2015 (die jeweils den erläuternden Bericht zu den Angaben nach § 289 Abs. 4 bzw. § 315 Abs. 4 HGB umfassen) sowie die Buchführung und das Risikomanagementsystem wurden durch die von der Hauptversammlung am 30. April 2015 zum Abschlussprüfer bzw. Konzernabschlussprüfer gewählte KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat. Er hat insbesondere ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet, das nach seiner Konzeption und tatsächlichen Handhabung geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Der vom Vorstand aufgestellte Jahres- und der Konzernabschluss, der Lage- und der Konzernlagebericht wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern in je endgültiger Fassung am 12. Januar 2016 zugeleitet. Die entsprechenden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sind allen Mitgliedern des Aufsichtsrats ebenfalls am 12. Januar 2016 vorgelegt worden. Prüfungsschwerpunkte waren insbesondere die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung, der Funktionsfähigkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sowie die in den jeweiligen Berichten enthaltenen prognostischen Angaben. In der Prüfungsausschusssitzung am 27. Januar 2016 erläuterten die Vertreter des Abschlussprüfers ausführlich den Inhalt des jeweiligen Prüfungsberichts zum Jahresabschluss und zum Konzernabschluss der SCHUMAG Aktiengesellschaft und stellten außerdem die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie der Lageberichte vor. Dabei hat der Ausschuss die vorliegenden Unterlagen mit den Vertretern des Abschlussprüfers sowie dem Vorstand besprochen und erörtert. Gegenstand der Erörterungen mit Abschlussprüfer und Vorstand waren insbesondere Einzelfragen zu Bilanzansätzen und zur Bewertung namentlich unter dem Going-Concern-Ansatz sowie zu Prüfungsschwerpunkten und das interne Kontrollsystem. In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 27. Januar 2016 wurden die Ergebnisse der eigenen Prüfung präsentiert. Die unterzeichneten Prüfungsberichte mit den Bestätigungsvermerken des Abschlussprüfers lagen vor. Die Vertreter des Abschlussprüfers waren auch zu dieser Sitzung anwesend und erörterten die Berichte mit Vorstand und Aufsichtsrat, ehe die Beschlüsse über die Billigung der Abschlüsse und über seinen vorliegenden Bericht vom Aufsichtsrat gefasst wurden. Die Berichte des Abschlussprüfers wurden vom Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Das abschließende Ergebnis der eigenen Prüfung des Aufsichtsrats, die von dessen Prüfungsausschuss vorbereitet worden war, entspricht vollständig dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer. Der Aufsichtsrat sieht keinen Anlass, Einwendungen gegen die vorgelegten Abschlüsse sowie Berichte zu erheben. Der Aufsichtsrat hat am 27. Januar 2016 den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014/2015 der SCHUMAG Aktiengesellschaft gebilligt. Der Jahresabschluss der SCHUMAG Aktiengesellschaft ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt. AbhängigkeitsberichtDer nach § 312 AktG vom Vorstand aufgestellte Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) wurde ebenfalls vom Abschlussprüfer geprüft und mit folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen: „ Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
Der Abhängigkeitsbericht sowie der entsprechende Prüfungsbericht wurden dem Aufsichtsrat ebenfalls am 12. Januar 2016 zugeleitet. Die Unterlagen wurden vom Prüfungsausschuss in der Prüfungsausschusssitzung am 27. Januar 2016 mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand erörtert. Die Ergebnisse der eigenen Prüfung wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 27. Januar 2016 präsentiert. Die Berichte wurden vom Aufsichtsrat zusammen mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand besprochen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigener Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die im Abhängigkeitsbericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstands über die Angemessenheit der Gegenleistungen, die die Gesellschaft bei mit verbundenen Unternehmen getätigten Rechtsgeschäften im Berichtszeitraum erhalten hat sowie über das Fehlen sonstiger berichtspflichtiger Maßnahmen. Das Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Besetzung von Aufsichtsrat und VorstandIm Geschäftsjahr 2014/2015 hat es in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats folgende Veränderungen gegeben: Durch Amtsniederlegungen sind mit Wirkung zum 4. Dezember 2014 Herr Martin Kienböck und mit Wirkung zum 29. Januar 2015 Herr Hans-Georg Kierdorf aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Wir bedanken uns bei beiden für die konstruktive Zusammenarbeit. Mit Wirkung zum 7. Februar 2015 wurde Herr Miaocheng Guo durch Beschluss des Amtsgerichts Aachen vom 3. Februar 2015 für den ausgeschiedenen Herrn Martin Kienböck zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Die gerichtliche Bestellung galt bis zur Hauptversammlung am 30. April 2015. Durch die Hauptversammlung vom 30. April 2015 wurden Herr Miaocheng Guo (für den ausgeschiedenen Herrn Martin Kienböck) und Frau Yun Guo (für den ausgeschiedenen Herrn Hans-Georg Kierdorf) in den Aufsichtsrat nachgewählt. In der Zusammensetzung des Vorstands hat es keine Änderungen gegeben. Der Aufsichtsrat dankt ganz besonders allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretern für ihren erneut engagierten und sehr qualifizierten Einsatz sowie für ihre Zusammenarbeit im Sinne der SCHUMAG Aktiengesellschaft.
Aachen, 27. Januar 2016 Der Aufsichtsrat Ralf Marbaise, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||