Schumag Aktiengesellschaft

Aachen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2014 bis zum 30.09.2015

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Geschäftsmodell, Ziele und Strategien

Die Schumag Aktiengesellschaft (Schumag AG) mit Sitz in Aachen, Deutschland, ist das Mutterunternehmen des Schumag-Konzerns. Der Schumag AG zugehörig sind die Tochterunternehmen Schumag Romania S.R.L. mit Sitz in Timisoara, Chisoda, Rumänien, und die BR Energy GmbH (vormals Schumag BR Energy GmbH) mit Sitz in Aachen, Deutschland.

Das Unternehmen ist derzeit operativ nur noch im Segment der Präzisionsmechanik tätig. Dieses umfasst die Produktion hochpräziser Teile aus Stahl. Diese werden nach Kundenzeichnungen in großen Stückzahlen, auch bis in den Millionenbereich, gefertigt. Unser Leistungsspektrum geht dabei weit über die Fertigung von Präzisions- und Normteilen hinaus. Durch unser spezielles Know-how sind wir in der Lage, den Kunden spezifische Produktionsprozesse anzubieten. Hieraus erwachsen auch unsere langjährigen, exzellenten Erfahrungen im Betriebsmittelbau. Ein entscheidender Faktor für die nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft ist der enge Kontakt zu unseren Kunden und unsere umfassende Kenntnis der entsprechenden Zielmärkte (Europa und Amerika). Technische Entwicklungen zu erkennen und rechtzeitig Komplettlösungen anzubieten, ist nach unserer Philosophie eine Grundvoraussetzung zum erfolgreichen Handeln. In der mehr als 180-jährigen Firmengeschichte hat sich Schumag zu einem Unternehmen entwickelt, dessen Fertigungs-Know-how in vielen Anwendungsbereichen noch immer richtungweisend ist.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schumag zeichnen sich insbesondere durch ihre Identifikation mit dem Unternehmen und ihr Engagement für dessen Ziele aus. Die Belegschaftsstruktur ist durch eine hohe Qualifikation der Mitarbeiter geprägt. Hieraus erzielen wir die ausgezeichnete Qualität unserer Produkte, die zu unserer starken Marktstellung führt.

Um künftig den Markterfordernissen gerecht zu werden, ist die Entwicklung hin zum System bzw.Teilsystemlieferanten unabdingbar. Hierbei wird insbesondere der asiatische Markt aufgrund des Nachholbedarfes im Automotivebereich immer mehr die Nachfragestruktur mitbestimmen.

Steuerungssystem

Die Schumag AG verfügt über ein Steuerungssystem, um auf Veränderungen des Marktes, des Umfeldes sowie innerbetrieblicher Verhältnisse angemessen und rechtzeitig reagieren zu können.

Ein wesentlicher Teil des Steuerungssystems ist das Berichts- und Informationswesen. Der Vorstand wird mit dessen Hilfe permanent über relevante Kennzahlen informiert. Zielabweichungen können dadurch unmittelbar erkannt und zeitnah thematisiert werden.

Unsere bedeutsamsten Leistungsindikatoren sind die Gesamtleistung, das EBIT und der Liquiditätsgrad I.

Die Gesamtleistung ist ein Indikator für die betriebliche Leistung und wird mithilfe monatlicher Soll-Ist-Vergleiche analysiert.

Anhand des EBIT wird der betriebliche Gewinn einzelner Monate miteinander vergleichbar. Für unsere operative Steuerung legen wir das EBIT gemäß der handelsrechtlichen Rechnungslegung der Schumag AG zugrunde. Wesentliche Abweichungen zum in der Konzernrechnungslegung ausgewiesenen EBIT nach IFRS bestehen in der unterschiedlichen Bewertung des Anlagevermögens. Diese Unterschiede sehen wir für die laufende operative Steuerung als unwesentlich an.

Über den Liquiditätsgrad I (Verhältnis der flüssigen Mittel zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten) wird die Deckung der kurzfristigen Verbindlichkeiten überwacht, da unser Handeln nach wie vor stark liquiditätsorientiert ausgerichtet ist.

Wesentliche Steuerungsgrößen sind darüber hinaus der Umsatz sowie Auftragseingang und Auftragsbestand.

Forschung und Entwicklung

Forschungsaktivitäten sind in unserer Branche bisher von untergeordneter Bedeutung, werden aber künftig durch die Markterfordernisse an Bedeutung gewinnen.

Die Entwicklungsschwerpunkte bei der Schumag konzentrieren sich auf die Automation und Rationalisierung von Serienprozessen. Dabei versuchen wir, die Prozessstabilität stets zu verbessern. Aktuell arbeiten wir an der Weiterentwicklung unserer eigenen Produktionsmaschinen, die zukünftig teil- bzw. vollautomatisiert produzieren sollen. Im Berichtsjahr konnten weitere Produktionseinheiten vollautomatisiert werden.

Qualität

Zur zeitnahen Überwachung und Darstellung der Qualitäts- und Produktivitätslage werden die Analysetools stetig ausgebaut. Die täglichen Auswertungen sowie die damit gelebten Regelkreise haben bei den Mitarbeitern zu einem verbesserten Qualitätsbewusstsein sowie zu einer Steigerung der Produktivität geführt.

In unserem Messzentrum sind die Bereiche Messraum und Prüfmittelwesen zusammengefasst. Das gesamte Messzentrum ist voll klimatisiert. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, die vom Markt geforderten und ständig steigenden Genauigkeiten messtechnisch zu erfassen. Dies gilt nicht nur für fertigungsbegleitende Prüfungen (speziell Form und Lage), sondern auch im Bereich der Prüfmittelerstellung und Prüfmittelkalibrierung.

Ende 2014 wurde das Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001:2008 und ISO TS 16949:2009 sowie das integrierte Umweltmanagementsystem nach ISO 14001:2004 + Cor 1:2009 im Rahmen eines Überwachungsaudits überprüft und die bestehenden Zertifikate erfolgreich bestätigt. Des Weiteren wurde das Managementsystem um die Anforderungen eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001:2011 erweitert und dieses erfolgreich zertifiziert. Die rumänische Tochtergesellschaft Schumag Romania S.R.L. ist seit April 2013 ebenfalls erfolgreich nach ISO 9001:2008 rezertifiziert.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die globale Wirtschaft entwickelte sich im Jahr 2014 mit einer Wachstumsrate (BIP) von 3,3 % positiv. Im Anschluss an das verlangsamte Wachstum im Sommerhalbjahr 2014 gewann die Weltwirtschaft wieder an Fahrt. Mit einem Zuwachs von 1,0 % im vierten Quartal 2014 nahm die Weltindustrieproduktion doppelt so stark zu wie in den beiden Vorquartalen. Die positiven Impulse gingen von den Industriestaaten, insbesondere den USA und Japan, aus. Demgegenüber stand eine sich abschwächende Dynamik in den Schwellenländern.

Im ersten Quartal 2015 hielt sich die weltweite Industrieproduktion auf dem gleichen Niveau wie im Vorquartal. Das globale BIP wuchs mit einer Rate von 0,6 % weniger stark als prognostiziert. Der durch Sondereinflüsse hervorgerufene temporäre Wachstumseinbruch in den USA konnte durch die konjunkturelle Erholung in der Euro-Zone nicht gänzlich kompensiert werden. Während des zweiten Quartals 2015 beeinflussten die zunehmenden wirtschaftlichen Unsicherheiten in China das Wachstum der Weltwirtschaft. Erst gegen Ende des zweiten Quartals 2015 stieg die weltweite Industrieproduktion wieder leicht an. Insgesamt legte die globale Wirtschaft während des ersten Halbjahres 2015 mit einer Wachstumsrate von 2,9 % moderat und weniger stark als erwartet zu. Auch zu Beginn des dritten Quartals 2015 waren die Aussichten in einigen der wichtigsten Ländern und Regionen der Weltwirtschaft, insbesondere China, von geringer Dynamik geprägt. Der IWF korrigierte im Oktober seine Prognose für das Weltwirtschaftswachstum für 2015 auf 3,1 % und für 2016 auf 3,6 % nach unten.

Die deutsche Wirtschaft verzeichnete nach der konjunkturellen Stagnation während des Sommers einen Zuwachs des BIP um 0,7 % im Jahresschlussquartal 2014. Auch aus Gesamtjahressicht 2014 entwickelte sich die gesamtwirtschaftliche Leistung mit einem Wachstum von 1,6 % leicht positiv.

Im ersten Quartal 2015 wurde die Expansion der Wirtschaft durch die inländische Nachfrage getragen. Insbesondere die robuste Entwicklung am Arbeitsmarkt, die rückläufigen Rohölpreise und die positive reale Einkommensentwicklung wirkten sich positiv auf das um 0,3 % gestiegene BIP aus. Im weiteren Verlauf des Jahres 2015 setzte sich der gemäßigte, aber stetige Aufschwung der deutschen Wirtschaft mit einem BIP-Wachstum von 0,4 % fort. Besonders die industrielle Produktion weitete sich nach einem nur verhaltenen ersten Quartal im zweiten Quartal 2015 merklich aus. Angekurbelt wurde diese durch eine wechselkursbedingte Zunahme der Bestellungen aus dem Ausland. Auch während des Herbstquartals 2015 konnte die deutsche Konjunktur die moderat aufwärtsgerichtete Entwicklung fortsetzen. Trotz einer sich aus Jahressicht eher seitwärts bewegenden industriellen Produktion und der schwachen Entwicklung großer Schwellenländer prognostiziert die Bundesregierung ein Wachstum des BIP von 1,7 % für 2015 und 1,8 % für 2016.

Bedeutende Märkte für Schumag sind der Nutzfahrzeugmarkt, der PKW-Markt sowie die Medizintechnik.

Der weltweite Markt für PKW konnte 2014 im Vergleich zum Vorjahr wachsen. So stieg die weltweite PKW-Produktion in 2014 um 3,7 % auf 77,3 Mio Fahrzeuge. Wachstumstreiber war China mit einem Zuwachs von 13,2 % sowie Deutschland mit 6,1 %, aber auch in den USA konnte die Produktion um 5,1 % ausgeweitet werden. Der aufwärtsgerichtete Trend setzte sich während des Jahresverlaufs 2015 moderater fort. Mit Ablauf des dritten Quartals 2015 wurden in Deutschland 5,5 % mehr Fahrzeuge zugelassen als im Vorjahreszeitraum, allerdings konnte die Produktion nur leicht um 2,1 % gesteigert werden.

Analog dazu entwickelte sich der nationale Nutzfahrzeugmarkt. Nach dem positiven Wachstum bei Neuzulassungen und Produktion in 2014 expandierte der Markt weniger stark in den ersten drei Quartalen 2015. Im Vorjahresvergleich wurden in 2015 nach den ersten neun Monaten 2,2 % mehr Nutzfahrzeuge zugelassen und 2,5 % mehr Nutzfahrzeuge produziert als im gleichen Zeitraum 2014. Insgesamt hat der Markt im 3. Quartal 2015 an Fahrt verloren. Die Situation in der Euro-Zone stellt sich wie folgt dar: Nach einem Wachstum von 7,6 % der neuzugelassenen Fahrzeuge für 2014 expandierte der Markt im Vorjahresvergleich in 2015 nach neun Monaten um 12,2 %.

Die deutsche Medizintechnikindustrie verzeichnete in 2014 ein Zuwachs von 2,3 %, wobei jedoch in der zweiten Jahreshälfte ein Abschwung des Wachstums einsetzte. Vor diesem Hintergrund ist für 2015 tendenziell mit einem eher stagnierenden Markt zu rechnen.

Geschäftsverlauf

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Eckdaten 2014/15 2013/14 Veränderung
  EUR Mio EUR Mio EUR Mio %
Auftragseingang 48,4 51,8 -3,4 -7
Umsatz 49,7 49,4 0,3 1
Gesamtleistung 52,8 50,2 2,6 5
Auftragsbestand (zum 30.9.) 26,9 28,2 -1,3 -5

Da der Bereich Anlagentechnik in den Vorjahren keine Auftragseingänge bzw. Umsätze realisiert hat, wurden die operativen Aktivitäten dieses Geschäftsfelds auch aufgrund dafür nicht vorhandener Finanzmittel nicht weiterverfolgt. Die Eckdaten beinhalten somit nur Zahlen des Bereiches Präzisionsmechanik.

Präzisionsmechanik

Der Auftragseingang verringerte sich im Berichtszeitraum um 7 %. Während wir im ersten Geschäftshalbjahr weitere, verlustbehaftete Artikel aus unserem Produktprogramm eliminieren konnten, trugen in der zweiten Geschäftsjahreshälfte insbesondere die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Unsicherheiten hinsichtlich des asiatischen Markts und der starken US-Dollar-Entwicklung zur Reduzierung des Auftragseingangs bei. Der Umsatz blieb gegenüber dem Vorjahr mit einer leichten Steigerung um 1 % nahezu konstant. Im letzten Quartal des Berichtszeitraums wirkte sich der gesunkene Auftragseingang auch auf den Umsatz aus. Weiterhin haben wir im geringen Umfang neue Produkte in die Fertigung genommen. Die dauerhafte Etablierung von Neuprodukten sowie die daraus resultierenden Umsatzsteigerungen können häufig erst nach weiteren 12 bis 24 Monaten gemessen werden. Der Auftragsbestand reduzierte sich um 5 %.

Der Umsatz bzw. die höhere Gesamtleistung konnten im Vergleich zum Vorjahr mit gleichem Personaleinsatz realisiert werden. Im Rahmen der Restrukturierung wurden überwiegend im administrativen Bereich die Kapazitäten angepasst. Insgesamt blieb das durchschnittliche Eigenpersonal von Oktober 2014 bis September 2015 nahezu unverändert.

Im Geschäftsjahr 2014/15 galt weiterhin der im September 2013 abgeschlossene Standortsicherungstarifvertrag.

Anlagentechnik

Wie bereits ausgeführt hat der Geschäftsbereich Anlagentechnik im Berichtsjahr wie in den Vorjahren keine Auftragseingänge bzw. Umsätze realisiert.

Sicherstellung der Liquidität

Die Sicherstellung der für die Produktion erforderlichen Vorfinanzierung ist weiterhin eine unserer Hauptaufgaben. Im Berichtszeitraum konnten insbesondere durch die Verbesserung des operativen Ergebnisses weitere positive Liquiditätseffekte erzielt werden. Zudem wurde das bestehende Drittdarlehen im Juni 2015 um 2 Jahre verlängert. Die Sale-and-lease-back-Transaktion lief im Berichtsjahr vertragsgemäß aus, der Maschinenpark wurde zurückgekauft und befindet sich somit wieder in unserem Eigentum. Die als Sicherheit bestellte Grundschuld wurde freigegeben, so dass unsere Grundstücke aktuell unbelastet sind.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

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Kennzahlen 2014/15 % 2013/14
%
Veränderung %-Punkte
Umsatz-Rentabilität 3,3 2,6 0,7
Eigenkapital-Rentabilität 21,9 20,6 1,3
Working Capital (EUR Mio) 13,1 10,4 2,7

Die von der Gesellschaft erwartete Verbesserung der Ergebnissituation für das Geschäftsjahr 2014/15 ist bedingt eingetreten. Die operative Entwicklung im Berichtsjahr verlief insbesondere aufgrund der durch diverse Maßnahmen erzielten Produktivitätssteigerungen zufriedenstellend. Durch effizientes Kostenmanagement ist es zudem gelungen, die Gemeinkosten auf konstantem Niveau zu halten. Dagegen wirkten sich Sondereffekte im Rahmen personeller Anpassungsmaßnahmen ergebnisbelastend aus.

Die Ergebnisverbesserung führte zu einem weiteren Anstieg der Eigenkapital-Rentabilität, zudem erhöhte sich die Eigenkapitalquote von 16 % auf 18 %.

Die Erhöhung des Gesamtkapitals ist insbesondere geprägt durch den Aufbau der Vorräte sowie durch die Erhöhung des Eigenkapitals. Das finanzielle Gleichgewicht war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gegeben, die Liquidität konnte insgesamt um EUR 1,1 Mio verbessert werden.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die zum Teil schon in den Vorjahren eingeleiteten Maßnahmen im laufenden Geschäftsjahr 2014/15 weitere positive Auswirkungen im operativen Bereich zeigten. Sondereffekte im Zusammenhang mit personellen Anpassungsmaßnahmen belasteten das Ergebnis des Berichtsjahrs. Die wirtschaftliche Lage hat sich insgesamt leicht entspannt, wir müssen aber weiterhin konsequent an einer kontinuierlichen Verbesserung in allen Bereichen der Gesellschaft arbeiten. Das Hindernis einer veralteten IT-Struktur gilt es zu überwinden.

Ertragslage

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  2014/15 2013/14 Veränderung
  EUR Mio % EUR Mio % EUR Mio %
Umsatz 49,7 94 49,4 98 +0,3 +1
Gesamtleistung 52,8 100 50,2 100 +2,6 +5
Materialaufwand -14,0 -27 -14,0 -28 0,0 0
Personalaufwand -28,4 -54 -25,8 -51 -2,6 -10
Abschreibungen -1,8 -3 -2,2 -4 +0,4 +18
Sonstige Aufwendungen -5,3 -10 -4,9 -10 -0,4 -8
EBIT 3,3 6 3,3 7 0,0 0
Finanzergebnis -1,0 -2 -1,4 -3 +0,4 +29
Ergebnis vor Steuern 2,3 4 1,9 4 +0,4 +21

Gesamtleistung

Bei leicht gestiegenen Umsatzerlösen konnte die Gesamtleistung insbesondere durch deutliche Produktivitätssteigerungen um 5 % erhöht werden.

Material und Personal

Die Reduzierung des Materialaufwands bezogen auf die Gesamtleistung um 1 %-Punkt ist im Wesentlichen auf die verstärkte Inhouse-Fertigung sowie die Energieeinsparung infolge der Installation eines Blockheizkraftwerks (BHKW) zurückzuführen.

Obwohl der durchschnittliche Eigenpersonalbestand gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 625 Mitarbeiter auf 622 Mitarbeiter abgebaut wurde, stieg die Personalaufwandsquote um 3 %-Punkte. Neben der ab April 2015 wirksamen Tariferhöhung liegt dies insbesondere an Sondereffekten im Rahmen personeller Anpassungsmaßnahmen. Zudem wurde das Berichtsjahr nach dem Verzicht auf das Weihnachtsgeld für die Jahre 2013 und 2014 wieder mit Aufwendungen für Weihnachtsgeld belastet.

Die Summe der Material- und Personalaufwandsquote erhöhte sich insgesamt von 79 % auf 81 %. Bereinigt um die Sondereffekte liegt die Gesamtquote bei 79 %.

Ergebnis

Das EBIT blieb gegenüber dem Vorjahr trotz der Produktivitätssteigerung mit EUR +3,3 Mio konstant. Dies ist insbesondere auf Einmaleffekte im Rahmen personeller Umstrukturierungen (EUR -0,9 Mio) sowie auf die wieder anzusetzenden Aufwendungen für Weihnachtsgeld (EUR -0,7 Mio) zurückzuführen. Durch die Reduzierung der Zinsaufwendungen konnte das Ergebnis vor Steuern um EUR 0,4 Mio auf EUR +2,3 Mio verbessert werden.

Im Segment Präzisionsmechanik verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern um EUR 0,4 Mio auf EUR +2,5 Mio. Das Ergebnis wurde aber weiterhin insbesondere durch allgemeine Verwaltungsgemeinkosten im Zusammenhang mit der Finanzierung (Sale-and-Lease-back Maschinenpark) sowie die aus der Börsennotierung resultierenden Aufwendungen überproportional belastet.

Das Ergebnis des Segments Anlagentechnik betrug wie im Vorjahr EUR -0,2 Mio und beinhaltet ausschließlich den negativen Ergebnisbeitrag der BR Energy GmbH.

Das Ergebnis der sonstigen Segmente beläuft sich ebenfalls wie im Vorjahr auf EUR 0,0 Mio.

Finanzlage

Das Finanzmanagement des Schumag-Konzerns erfolgt zentral über die Schumag AG und umfasst alle Konzernunternehmen. Dabei werden alle zahlungsstromorientierten Aspekte der Geschäftstätigkeit berücksichtigt.

Ziel ist die Sicherstellung ausreichender Liquidität sowie die Begrenzung von finanzwirtschaftlichen Risiken aus den Veränderungen von Wechselkursen, Zinsen und Rohstoffpreisen.

Die finanzielle Situation konnte im Geschäftsjahr 2014/15 insbesondere durch die operative Ergebnisverbesserung sowie ein striktes Liquiditätsmanagement weiter stabilisiert werden. Wir konnten jederzeit unseren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Der Liquiditätsgrad I verbesserte sich von 38,7 % auf 56,2 %.

Zur Optimierung der Finanzierungsstruktur werden seit dem Geschäftsjahr 2004/05 außerbilanzielle Finanzierungsformen in Form von Leasinggeschäften genutzt. Die Leasinggeschäfte haben zum 30. September 2015 noch ein Gesamtvolumen von EUR 0,4 Mio (Vorjahr EUR 0,5 Mio).

Die Verbindlichkeiten sind zum überwiegenden Teil auf EUR-Basis und kurzfristig sowie unverzinslich.

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Konzern-Kapitalflussrechnung (verkürzte Darstellung) 2014/15
EUR Mio
2013/14
EUR Mio
Veränderung
EUR Mio
Ergebnis nach Steuern 1,6 1,3 +0,3
Abschreibungen 1,8 2,2 -0,4
Veränderung Nettoumlaufvermögen -0,4 0,0 -0,4
Veränderung übrige Posten -0,7 -0,6 -0,1
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 2,3 2,9 -0,6
Ausgaben für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -0,9 -0,5 -0,4
Erlöse aus dem Abgang von Sachanlagen 0,6 0,1 0,5
Cash-flow aus Investitionstätigkeit -0,3 -0,4 +0,1
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 0,0 0,5 -0,5
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten -0,7 -1,3 +0,6
Auszahlungen für Finanzierungsleasing -0,2 -0,3 +0,1
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit -0,9 -1,1 +0,2
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel 1,1 1,4 -0,3
Zahlungsmittel am Anfang des Berichtszeitraums 2,0 0,6 +1,4
Zahlungsmittel am Ende des Berichtszeitraums 3,1 2,0 +1,1

Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,6 Mio auf EUR 2,3 Mio reduziert. Der Cash-Effekt aus Factoring belief sich dabei aufgrund von stichtagsbezogenen Abrechnungseffekten auf EUR -1,1 Mio.

Die Ausgaben für Investitionen in Höhe von EUR 0,9 Mio betreffen insbesondere gezielte Ausgaben in technische Anlagen und Maschinen (EUR 0,6 Mio). Die Erlöse aus dem Abgang von Sachanlagen beinhalten vor allem die Erstattung des Kaufpreises einer Maschine, dessen Kauf rückabgewickelt wurde.

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit wurden die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (Sale-and-Lease-back) vollständig um EUR 0,7 Mio abgebaut. Die Schumag hat die zugrunde liegenden Sachanlagen nach Abwicklung des Leasingvertrags im Juni 2015 zurückgekauft und ist nunmehr auch wieder deren rechtlicher Eigentümer. Die Finanzschulden reduzierten sich im Berichtsjahr insgesamt um EUR 0,9 Mio und belaufen sich zum 30. September 2015 auf EUR 1,4 Mio. Die darin enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 0,4 Mio betreffen die Kontokorrentlinie der Schumag Romania.

Vermögenslage

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  30.9.2015 30.9.2014 Veränderung
  EUR Mio % EUR Mio % EUR Mio %
Aktiva            
Langfristige Vermögenswerte            
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 15,8 39 17,2 44 -1,4 -8
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 4,1 10 4,1 11 0,0 0
Latente Steuern 0,2 0 0,1 0 +0,1 +100
Übrige Vermögenswerte 1,6 4 1,9 5 -0,3 -16
  21,7 54 23,3 60 -1,6 -7
Kurzfristige Vermögenswerte            
Vorräte 10,0 25 8,8 23 +1,2 +14
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3,5 9 2,0 5 +1,5 +75
Übrige Vermögenswerte 2,0 5 2,7 7 -0,7 -26
Zahlungsmittel 3,1 8 2,0 5 +1,1 +55
  18,6 46 15,5 40 +3,1 +20
  40,3 100 38,8 100 +1,5 +4
Passiva            
Eigenkapital 7,4 18 6,1 16 +1,3 +21
Langfristige Fremdkapital            
Pensionsrückstellungen 22,8 57 22,9 59 -0,1 -0
Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1,4 3 0,4 1 +1,0 >+100
  24,2 60 23,3 60 +0,9 +4
Kurzfristiges Fremdkapital            
Rückstellungen 1,8 4 1,7 4 +0,1 +6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1,8 4 1,7 4 +0,1 +6
Übrige Verbindlichkeiten 5,1 13 6,0 15 -0,9 -15
  8,7 22 9,4 24 -0,7 -7
  40,3 100 38,8 100 +1,5 +4

Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen haben sich bei einem Abschreibungsvolumen von EUR 1,8 Mio um EUR 1,4 Mio reduziert. Investitionen in Höhe von insgesamt EUR 0,9 Mio erfolgten im Wesentlichen in neue technische Anlagen und Maschinen für den Bereich Präzisionsmechanik (EUR 0,6 Mio).

Nachdem in den Vorjahren die Vorräte zur Verbesserung der Liquidität deutlich abgebaut wurde, erfolgte im Berichtsjahr zur Verbesserung der kundenspezifischen Lieferbereitschaft ein gezielter Aufbau um EUR 1,2 Mio.

Insbesondere aufgrund von stichtagsbezogenen Abrechnungseffekten beim Factoring erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 1,5 Mio.

Das Eigenkapital des Schumag-Konzerns erhöhte sich durch das positiven Ergebnis nach Steuern (EUR +1,6 Mio) bei einem gegenläufigen sonstigen Ergebnis (EUR -0,3 Mio) insgesamt um EUR 1,3 Mio auf EUR 7,4 Mio. Die Eigenkapitalquote stieg von 16 % auf 18 %.

Der Effekt aus der Änderung versicherungsmathematischer Annahmen auf die Pensionsrückstellungen, der erfolgsneutral direkt mit dem Eigenkapital verrechnet wird, beträgt EUR +0,5 Mio.

Die übrigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten reduzierten sich insgesamt leicht um EUR 0,2 Mio.

Leistungsindikatoren

Zur Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens berichten wir nachfolgend über die bedeutsamsten Leistungsindikatoren, die zur internen Steuerung des Unternehmens herangezogen werden.

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Kennzahlen Prognose für 2014/15 Ist 2014/15 Zielerreichung 2014/15
Gesamtleistung 50,0-51,0 EUR Mio 52,8 EUR Mio erreicht
EBIT > 3,3 EUR Mio 3,3 EUR Mio bedingt erreicht
Liquiditätsgrad I (30.09.) > 38,7% 56,2% erreicht

Die Gesamtleistung hat sich deutlich um EUR 2,6 Mio erhöht, die internen Planvorgaben konnten erreicht werden. Die Maschinenausfallzeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Wir arbeiten weiterhin daran, unsere Produktivität zu steigern sowie durch präventive Wartungs- und Instandhaltungspläne die Ausfallzeiten zu minimieren.

Das EBIT ist gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben, was insbesondere auf die nicht in der Planung enthaltenen Einmaleffekte im Rahmen personeller Umstrukturierungen (EUR -0,9 Mio) zurückzuführen ist. Insofern haben sich unsere Erwartungen nur bedingt erfüllt.

Der Liquiditätsgrad I erhöhte sich von 38,7 % auf 56,2 %. Sowohl bei den liquiden Mitteln als auch bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten waren gegenüber der internen Planung Verbesserungen zu verzeichnen. Dies liegt auch darin begründet, dass das Drittdarlehen um 2 Jahre verlängert wurde und im Berichtsjahr nicht mehr als kurzfristige Verbindlichkeit ausgewiesen wird. Bereinigt um diesen Effekt beträgt der Liquiditätsgrad I 47,6 %. Der nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelte Liquiditätsgrad I der Schumag AG erhöhte sich von 60,2 % auf 162,1 % bzw. bereinigt auf 106,4 %.

RECHTLICHE ANGABEN

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die bei der Festlegung der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Schumag AG angewendet werden.

Zuständig für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats der Personalausschuss des Aufsichtsrats. Dieser orientiert sich dabei an der Unternehmensgröße und -struktur unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und finanziellen Lage der Schumag AG sowie den Vergütungen bei vergleichbaren Unternehmen.

Die Vergütung des Vorstands setzt sich grundsätzlich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Für besondere Leistungen kann der Personalausschuss zudem Sondervergütungen als Bestandteil der variablen Vergütung gewähren. Der fixe Vergütungsanspruch wird im Regelfall monatlich als Gehalt ausgezahlt. Der variable Vergütungsanspruch richtet sich nach dem operativen Konzernergebnis vor Steuern. Die Auszahlung erfolgt regelmäßig in dem Monat, in dem der Aufsichtsrat den Konzernabschluss billigt. Im Falle der Gewährung von Sondervergütungen erfolgt die Auszahlung gemäß Vereinbarung mit dem Aufsichtrat.

Bestandteil der Vorstandsvergütungen sind darüber hinaus grundsätzlich auch direkte Versorgungszusagen. Diese werden mit den Vorstandsmitgliedern individuell vereinbart.

Für den Fall der Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied sind keine weiteren Leistungen zugesagt worden. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell zu treffenden Aufhebungsvereinbarung ergeben, entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex sind etwaige Abfindungen auf zwei Jahresgehälter begrenzt.

Die Bezüge des Vorstands zeigt die folgende Übersicht:

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Bezüge 2014/15 Dr. Ohlinger
EUR
Gesamt
EUR
Feste Vergütungen 540.000,00 540.000,00
Variable Vergütungen 94.000,00 94.000,00
Bezüge Vorstand (gesamt) 634.000,00 634.000,00
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Bezüge 2013/14 Dr. Ohlinger
EUR
Gesamt
EUR
Feste Vergütungen 540.000,00 540.000,00
Variable Vergütungen 54.000,00 54.000,00
Bezüge Vorstand (gesamt) 594.000,00 594.000,00

Die Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitgliedern des Vorstands zum 30. September 2015 betragen nach IFRS EUR 574.235,00 (Vorjahr EUR 265.904,00). Im Gegenzug zur Erhöhung der Pensionszusage hat Herr Dr. Ohlinger auf persönliche Ansprüche gegenüber der Schumag AG verzichtet.

Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands oder ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf EUR 706.862,40 (Vorjahr EUR 680.918,07).

Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen belaufen sich nach IFRS auf EUR 10.543.622,00 (Vorjahr EUR 10.500.517,00).

Nach § 14 der Satzung erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats für ein Geschäftsjahr eine nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung von EUR 7.158,09. Der Vorsitzende erhält den 2fachen Betrag, sein Stellvertreter den 1,5fachen Betrag. Die Vergütung wird anteilig zur Amtszeit es jeweiligen Aufsichtsratsmitglieds gewährt. Zudem haben die Mitglieder des Aufsichtsrats Anspruch auf Ersatz der ihnen bei der Ausübung ihres Amtes entstehenden Auslagen.

Die Bezüge des Aufsichtsrats zeigt die folgende Übersicht:

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  2014/15 2013/14
  feste Vergütungen
EUR
sonstige Auslagen
EUR
Bezüge gesamt
EUR
feste Vergütungen
EUR
sonstige Auslagen
EUR
Bezüge gesamt
EUR
Ekkehard Brzoska 7.158,09 0,00 7.158,09 7.158,09 0,00 7.158,09
Miaocheng Guo 4.632,87 0,00 4.632,87 0,00 0,00 0,00
Yun Guo 2.982,54 0,00 2.982,54 0,00 0,00 0,00
Martin Kienböck 1.272,55 0,00 1.272,55 7.158,09 345,60 7.503,69
Hans-Georg Kierdorf 3.549,22 0,00 3.549,22 10.737,14 0,00 10.737,14
Peter Koschel 7.158,09 538,35 7.696,44 7.158,09 2.646,79 9.804,88
Ralf Marbaise 14.316,18 2.951,33 17.267,51 14.316,18 2.135,44 16.451,62
Jürgen Milion 7.158,09 81,68 7.239,77 7.158,09 70,00 7.228,09
  48.227,63 3.571,36 51.798,99 53.685,68 5.197,83 58.883,51

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind im Anhang unter Anmerkung 30 aufgeführt.

Übernahmerelevante Angaben

Die Angaben nach § 315 Abs. 4 Nr. 1 bis 9 HGB sind nachfolgend aufgeführt:

Das gezeichnete Kapital der Schumag AG zum 30. September 2015 beträgt EUR 10.225.837,62 und ist eingeteilt in 4.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Die Aktien der Schumag AG sind unter der ISIN DE0007216707 (WKN 721670) zum Handel im regulierten Markt (General Standard) der Wertpapierbörse Frankfurt am Main notiert; außerdem werden sie im Freiverkehr an den Börsen in Düsseldorf, Berlin, Hamburg und Stuttgart sowie über das elektronische Handelssystem XETRA gehandelt. Es gibt bei der Gesellschaft nur eine Aktiengattung und alle Aktien vermitteln gleiche Rechte bzw. Pflichten. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die weiteren Rechte und Pflichten aus den Aktien der Gesellschaft bestimmen sich nach dem Aktiengesetz.

Aktien vermitteln gleiche Rechte bzw. Pflichten. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die weiteren Rechte und Pflichten aus den Aktien der Gesellschaft bestimmen sich nach dem Aktiengesetz.

Die Angaben gem. § 315 Abs. 4 Nr. 3 HGB sind im Anhang unter Anmerkung 32 enthalten.

Aufgrund eines Aktienkaufvertrages vom 16. Juli 2010 wurden die im Oktober 2009 im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms von der Gesellschaft erworbenen eigenen Aktien, insgesamt 333.526 Stück, entsprechend 8,34 % vom Grundkapital, von Herrn Norbert Thelen als Treuhänder für die Arbeitnehmer der Gesellschaft erworben. Herr Norbert Thelen nimmt die Kontroll- und Stimmrechte als Treuhänder für die Arbeitnehmer wahr.

Nach § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft besteht ihr Vorstand aus einem Mitglied oder auch aus mehreren Mitgliedern. Satzungsgemäß und nach § 84 AktG erfolgt die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands durch den Aufsichtsrat. Die Bestellung kann auf höchstens fünf Jahre erfolgen, wobei diese Höchstdauer auch jeweils im Fall der wiederholten Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit zu beachten ist. Die Abberufung von Vorstandsmitgliedern ist nur aus wichtigem Grund zulässig. Im Übrigen wird zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern auf die Vorschriften in den §§ 84, 85 AktG sowie § 6 der Satzung der Gesellschaft verwiesen. Die Satzung weicht von den vorgenannten gesetzlichen Vorschriften jedoch nicht ab.

Jede Satzungsänderung bedarf grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung, der nach § 133 Abs. 1 AktG mit einfacher Stimmenmehrheit und zusätzlich nach § 18 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft i.V.m. § 179 Abs. 1 und 2 AktG mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals gefasst wird, soweit nicht gesetzliche Vorschriften oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreiben. Das Gesetz verlangt zwingend einen Beschluss der Hauptversammlung mit einer Mehrheit von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals für solche Änderungen der Satzung, die den Gegenstand des Unternehmens (§ 179 Abs. 2 Satz 2 AktG), die Ausgabe von Vorzugsaktien ohne Stimmrecht (§ 182 Abs. 1 Satz 2 AktG), Kapitalerhöhungen unter Bezugsrechtsausschluss (§ 186 Abs. 3 AktG), die Schaffung eines bedingten Kapitals (§ 193 Abs. 1 AktG), die Schaffung eines genehmigten Kapitals (§ 202 Abs. 2 AktG) - ggf. mit Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss (§ 203 Abs. 2 Satz 2 i.V.m. § 186 Abs. 3 AktG) -, die ordentliche oder vereinfachte Kapitalherabsetzung (§ 222 Abs. 1 Satz 2 bzw. § 229 Abs. 3 AktG) oder einen Formwechsel (§§ 233 Abs. 2 bzw. § 240 Abs. 1 UmwG) betreffen. Der Aufsichtsrat ist nach § 12 der Satzung ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur deren Fassung betreffen.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit ab dem 1. März 2016 bis zum 29. April 2020 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder unter Verwendung von Forderungen gegen die Gesellschaft als Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 2.556.459,41 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Dabei kann der Vorstand das Bezugsrecht auf neue Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausschließen, und zwar für Spitzenbeträge und bei Kapitalerhöhungen bis zu einem Betrag von insgesamt EUR 511.291,89 unter Verwendung von Forderungen gegen die Gesellschaft als Sacheinlagen.

Für den Fall eines Übernahmeangebotes, das sich auf von der Gesellschaft ausgegebene und zum Handel an einem organisierten Markt zugelassene Aktien richten würde, bestehen für den Vorstand im Übrigen die allgemeinen gesetzlichen Aufgaben und Befugnisse. So müssten z.B. Vorstand und Aufsichtsrat bei Vorliegen eines Übernahmeangebots nach § 27 WpÜG eine begründete Stellungnahme zu dem Angebot abgeben und veröffentlichen, damit die Aktionäre in Kenntnis der Sachlage über das Angebot entscheiden können. Außerdem dürfte der Vorstand gemäß § 33 WpÜG nach Bekanntgabe eines Übernahmeangebots keine Handlungen außerhalb des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs vornehmen, durch die der Erfolg des Angebotes verhindert werden könnte, wenn er dazu nicht von der Hauptversammlung ermächtigt ist oder der Aufsichtsrat dem zugestimmt hat oder es sich nicht um die Suche nach einem konkurrierenden Angebot handelt. Bei ihren Entscheidungen sind Vorstand und Aufsichtsrat an das Wohl des Unternehmens, seiner Mitarbeiter und seiner Aktionäre gebunden. Satzungsregelungen im Sinne von § 33a bis § 33c WpÜG (Europäisches Verhinderungsverbot, Europäische Durchbrechungsregel, Vorbehalt der Gegenseitigkeit) waren zum Bilanzstichtag nicht vorhanden.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist auf unserer Internetseite (www.schumag.de) im Bereich Investor Relations / Corporate Governance veröffentlicht.

Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG)

Über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde gemäß § 312 AktG gesondert berichtet. Darin wird unter anderem festgehalten, dass keine berichtspflichtigen Maßnahmen vorlagen, die die Schumag AG auf Veranlassung oder im Interesse der Meibah International GmbH, München, sowie Herrn Miaocheng Guo, China, oder der mit diesen verbundenen Unternehmen getroffen oder unterlassen hat.

Der Bericht schließt mit folgender Erklärung:

„Der Vorstand der Schumag Aktiengesellschaft, Aachen, erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die vorstehend aufgeführten Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt.“

NACHTRAGSBERICHT

Im Oktober 2015 wurde ein neuer Standortsicherungstarifvertrag mit einer Laufzeit rückwirkend zum 1. Oktober 2015 bis 30. September 2019 abgeschlossen. Neben der Fortführung der 37,5-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich wurde hierin u.a. die Fortführung des Verzicht auf die Tariferhöhung von 4,3 % aus Mai 2012 vereinbart. Es wurde festgelegt, dass die Aufholung der Tariferhöhung in 3 Schritten, beginnend ab 1. Oktober 2017, erfolgt. Wie beim Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld für 2 Jahre handelt es sich hierbei um einen auflösend bedingten Verzicht.

Ansonsten lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vor.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Das konzernübergreifende interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der Schumag ist ein integriertes System, welches die Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, zur Risikofrüherkennung, zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften unterstützt.

Das Risikomanagementsystem wurde im Geschäftsjahr 2012/13 überarbeitet und setzt sich weiterhin aus einer Vielzahl von Komponenten zusammen, die in die Aufbau- und Ablauforganisation der Gesellschaft eingebettet sind. Durch Aufstellung von restriktiven Richtlinien sowie durch laufende Überprüfung von Prozessen wird dessen Funktionsfähigkeit gewährleistet. Die Einbeziehung des Risikomanagementsystems in das Berichtswesen sowie eine regelmäßige Kommunikation zwischen den Entscheidungsträgern ermöglichen ein frühzeitiges Erkennen und Gegensteuern von Risiken.

Unser Risikomanagement-Handbuch beschreibt den Prozess der Risikovorsorge. Der systematische Ansatz zum Risikomanagement unterstützt dabei das Bewusstsein zum offenen Umgang mit risikorelevanten Daten und deren eindeutige Dokumentation, die Basis für unternehmerische Entscheidungen, die Qualität der Planung, die Effektivität der Berichterstattung des Controllings und den optimalen Einsatz von Unternehmensressourcen.

Unsere Abteilungs- und Bereichsleiter sind verantwortlich für die Identifikation von Risiken, deren Bewertung und Steuerung sowie deren Kommunikation. Die Koordination obliegt unserem Risikomanager. Die Bewertung unserer Risiken erfolgt über den Risikoerwartungswert. Dieser ergibt sich aus der Qualifizierung der möglichen Auswirkungen des Risikos in Verbindung mit deren Eintrittswahrscheinlichkeit. Folgende Klassifizierung des Risikoerwartungswertes wird vorgenommen:

Niedrig: bis einschließlich EUR 0,1 Mio

Mittel: ab EUR 0,1 Mio bis einschließlich EUR 0,2 Mio

Hoch: ab EUR 0,2 Mio

Ziel ist, die verantwortlichen Personen auf möglichst vielen Hierarchieebenen im Unternehmen frühzeitig auf Risiken unterschiedlichster Ausprägung hinzuweisen und die im Rahmen des Risikomanagements entwickelten Instrumente zur Risikoabwehr und -bewältigung rechtzeitig zu nutzen.

Die Geschäftsprozesse unterliegen Kontrollen, die Risiken beherrschbar machen sollen. Die Maßnahmen und Regeln betreffen z.B. Anweisungen zur Funktionentrennung, Unterschriftenregelungen, auf wenige Personen eingeschränkte Zeichnungsberechtigung für Zahlungen (Vieraugenprinzip), Maßnahmen zur IT-Sicherheit.

Darüber hinaus wird unser Kontroll- und Risikomanagementsystem im Rahmen der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung beurteilt, soweit dieses für die Vermittlung eines möglichst genauen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Schumag von Bedeutung ist.

Dieser Chancen- und Risikobericht analysiert und erläutert die bis Ende des Aufstellungszeitraums erkennbaren wesentlichen zu überwachenden Chancen und Risiken der Schumag AG und deren Tochtergesellschaften.

Leistungswirtschaftliche Chancen und Risiken

Absatzmarkt

Schumag bewegt sich im Wesentlichen auf den Märkten für Nutzfahrzeuge sowie Medizintechnik. Absatzmarktrisiken treten hierbei in unterschiedlicher Ausprägung auf. Während der Medizintechnikmarkt in seinem Nachfrageverhalten eine relative Konstanz aufweist, ist der Nutzfahrzeug-Sektor entscheidend von der weltwirtschaftlichen Gesamtlage beeinflusst.

Der wesentliche Teil unserer Produktion in der Präzisionsmechanik wird nach wie vor im Bereich der Teilefertigung für Dieselmotoren gesehen. Diese Schlüsseltechnologie wird nach unserer Einschätzung trotz der aktuellen Diskussionen hinsichtlich der Einhaltung von Grenzwerten im Rahmen des Diesel-Abgasskandals vorerst maßgebend bleiben. Wann eine Ablösung durch neue bzw. andere Antriebstechnologien erfolgen wird, kann derzeit noch nicht konkret eingeschätzt werden.

Ständig steigende Einsparungsnotwendigkeiten sowie die Kopplung an alternative Antriebstechnologien führen zu einer kontinuierlich steigenden Komplexität der Kundenanforderungen. Dieser Herausforderung können wir uns stellen, da wir bei vielen von uns gefertigten Produkten einen Wettbewerbs- und Technologievorsprung sehen. Diese Vorteile versuchen wir auch in eine Ausweitung unserer Angebotspalette umzusetzen. Hierüber sind wir mit unseren Kunden ständig im Gespräch.

Die Struktur unseres Angebotes wird konsequent weiterentwickelt. Unsere Kunden werden zunehmend produktionstechnisch beraten, hierdurch werden zusammen mit uns die gefertigten Komponenten technologisch verbessert.

Hinsichtlich der Abhängigkeit von der Automobilindustrie sehen wir eine Risikokonzentration.

Wie in den Vorjahren wurde die Vergabe internationaler, dollarbasierter Projekte durch die EUR/USD-Wechselkursrelation beeinflusst.

Absatzmarktrisiken haben naturgemäß einen entscheidenden Einfluss auf die Vermögens-, Finanz -und Ertragslage des Unternehmens. Den immer noch vorhandenen Risiken aus der ungewissen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung begegnen wir durch den Ausbau der internationalen Marktpräsenz für die LKW-Zulieferindustrie. Daneben entwickeln wir neue Vertriebsstrategien, um im Non-Automotive-Bereich zu wachsen. Durch fortschreitende Diversifikation versprechen wir uns, Absatzmarktrisiken nicht nur einzudämmen sondern auch neue Absatzchancen zu erschließen.

Aufgrund der Ungewissheiten im Hinblick auf die zukünftigen Auswirkungen der Finanz-, Wirtschafts- und Staatsschuldenkrise stehen keine einheitlichen Prognosen für die Entwicklung insbesondere der Auslandsnachfrage in den für uns relevanten Märkten zur Verfügung. Das Risiko weiterer Umsatzreduzierungen ist weiterhin latent vorhanden. Darüber hinaus ist auch das Risiko absatzmarktbedingter Ausfälle durch exogene Faktoren wie einer sich wieder verschärfende Wirtschafts- und Finanzkrise oder auch der Neuausrichtung im Einkaufsverhalten unserer Kunden gegeben.

Unser Bestreben ist, unsere produktionstechnische Basis permanent zu erweitern, um den ständig wachsenden Kundenanforderungen zu genügen. Mehr als 180 Jahre Erfahrung in der Präzisionstechnik sind Beweis für unsere Flexibilität. In Zukunft werden wir uns weiter auf unsere Kernkompetenzen fokussieren.

Unsere langjährige Erfahrung erlaubt es uns zudem, den Kunden Betriebsmittelkonstruktionen (im Sinne von Ideallösungen) anzubieten. Wir werden auch zukünftig Möglichkeiten bereitstellen, anspruchsvolle Hightech-Komponenten zu fertigen.

Im Rahmen unserer Unternehmensphilosophie beschäftigen wir uns mit diversen Prozessentwicklungen, auch außerhalb des Automotivsektors. Darüber hinaus besteht die Absicht, durch Ausweitung und Intensivierung der innerbetrieblichen Weiterbildung weitere Prozessentwicklungen zu forcieren und sich in vorhandenen Marktnischen zu etablieren.

Das Risiko einer höheren Schwankungsbreite unserer Auftragseingangs- und Umsatzprognose ist aufgrund des instabilen Nachfrageverhaltens bei Konsumenten in Folge der derzeitigen Abgasproblematik im Dieselsegment gegeben.

Es zeigt sich, dass der Eignerwechsel bei unseren Kunden positiv angenommen wurde. Mit dem neuen Mehrheitsaktionär besteht nunmehr die Chance, bestehende Absatzmärkte zu sichern und neue zu erschließen. Auch sind unsere Kunden daran interessiert, Geschäftsbeziehungen in China mit Hilfe des Mehrheitsaktionärs weiter auszubauen.

Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Hoch“ eingestuft.

Beschaffungsmarkt

Beschaffungsmarktrisiken strukturieren sich im Wesentlichen in Termin-, Mengen- und Preisrisiken. Im Bereich der stahlverarbeitenden Industrie ergibt sich seit Jahren insbesondere die Situation, dass die Schwellenländer durch ihr Nachfrageverhalten in großem Maße Einfluss auf die oben genannten Risiken ausüben. Eine Besonderheit im Risikoprofil der Gesellschaft ergibt sich daraus, dass eine Vielzahl von Rohstoffen (insbesondere Speziallegierungen) ausschließlich bei einem oder wenigen Herstellern zu beschaffen sind.

Eine Quantifizierung der Beschaffungsmarktrisiken ist kaum möglich, da diese letztlich dadurch gemessen werden, ob eine zugesagte Produktion hinsichtlich Menge, Qualität, Preis sowie Liefertermin anforderungsgerecht erfolgen kann. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren keine nennenswerten beschaffungslogistischen Probleme bezüglich der Abarbeitung der Produktionsaufträge zu verzeichnen. Aufgrund des sich kurzfristig ändernden Nachfrageverhaltens unserer Kunden aus dem Automobilbereich ist es kaum möglich, langfristige Bedarfspläne für die Beschaffung abzuleiten.

Die Risikostruktur sowie die Risikoausprägung haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert. Der Trend, vermehrt Rahmenverträge mit Lieferanten abzuschließen, die es ermöglichen sollen, die benötigten Materialien „just in time“ zu beziehen, setzt sich fort. Hieraus ergeben sich sowohl Chancen (verminderte Kapitalbindung) als auch Risiken (stärkere Lieferantenabhängigkeit).

Unverändert versuchen wir, durch längerfristige Einkaufsverträge und ein aktives Vorratsmanagement sowohl dem Preisanstieg als auch den Lieferterminrisiken entgegen zu wirken. Aufgrund der Vorgaben der Kunden beziehen wir unsere Rohstoffe im nennenswerten Umfang von bestimmten Lieferanten. Bestandsgefährdende Abhängigkeiten hieraus bestehen nicht.

Die Tendenz, dass unsere Kunden direkt Preisverhandlungen mit unseren Rohstofflieferanten führen, hält weiter an. Hieraus resultiert eine Risikoreduktion hinsichtlich unkontrollierter Preisanstiege.

Darüber hinaus ist der Trend erkennbar, dass sich unsere Bestellungen bei immer weniger Lieferanten konzentrieren. Der hieraus resultierende Bündelungseffekt führt im Einzelfall zu deutlich gestiegenen Bestellvolumina, die immer schwieriger von Warenkreditversicherern gedeckt werden, was wiederum zu verkürzten Zahlungszielen bei unseren Lieferanten führt.

Den Risikoerwartungswert haben wir als „Mittel“ eingestuft.

Chancen und Risiken aus Management und Organisation

Compliance

Die Gesellschaft ist dem generellen Risiko ausgesetzt, dass im Rahmen der Geschäftstätigkeit geltende gesetzliche Rechtsvorschriften und Richtlinien nicht eingehalten werden. Durch Compliance-Richtlinien für unsere Mitarbeiter begegnen wir diesem Risiko. Für eine restriktivere Handhabung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems erfolgte zudem im Geschäftsjahr 2012/13 eine Anpassung organisatorischer Regelungen.

Bei internen Prüfungen im Geschäftsjahr 2012/13 ergaben sich Anhaltspunkte, dass in der Vergangenheit Regelungen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystem durch Organmitglieder nicht eingehalten wurden. Im Rahmen laufender Ermittlungsverfahren kam es gleichzeitig zu Befragungen staatlicher Ermittlungsbehörden. Der Vorstand hat daraufhin Untersuchungen hinsichtlich möglicher fahrlässiger Pflichtverletzungen durch Organmitglieder im Hinblick auf § 93 AktG eingeleitet. Da wir ein starkes Interesse daran haben, die Vorkommnisse der Vergangenheit aufzuklären, kooperieren wir bei der Klärung der zugrunde liegenden Sachverhalte sehr eng mit den Ermittlungsbehörden, wobei sich die Ermittlungen nicht gegen die Gesellschaft selbst richten.

Mit der internen Untersuchung und Aufklärung wurden externe Anwaltskanzleien beauftragt. Da die Untersuchungen zum jetzigen Stand aber nicht abgeschlossen sind, verfügt der Vorstand noch nicht über genügend Informationen, um eine abschließende Stellungnahme abgeben zu können. Derzeit liegen noch keine rechtskräftigen Urteile seitens der Gerichte vor.

Sich aus den betreffenden Sachverhalten ergebende potentielle Chancen und Risiken wie Schadensersatzansprüche oder Steuerrisiken haben sich für eine Bilanzierung noch nicht hinreichend konkretisiert.

Den Risikoerwartungswert haben wir als „Hoch“ eingestuft.

Infrastruktur

IT-Risiken nehmen aufgrund der immer weiter fortschreitenden Automatisierung in Verwaltung aber auch in der Produktion zunehmend eine strategische Bedeutung ein. Planung, Steuerung aber auch Kommunikation sind ohne funktionierende IT-Systeme kaum noch vorstellbar. Ein Totalausfall der IT-Systeme kann im schlimmsten Fall zu Betriebsstillständen führen und wäre somit von existenzieller Bedeutung.

Im Hinblick auf die Einführung der bereichsübergreifenden ERP-Software SAP zur Ablösung der Altsysteme, die im Frühjahr 2010 unterbrochen wurde, besteht durch die langfristige Unterbrechung das Risiko, dass die Kosten der Implementierung höher als bisher geplant ausfallen werden.

Für den Fall eines IT-Ausfalls wurde bereits in der Vergangenheit ein Notfall- und Katastrophenvorsorgeprogramm erarbeitet. Zur Verhinderung unberechtigter Datenzugriffe werden Firewall-Systeme und Virenscanner eingesetzt.

Die Risikostruktur ist gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert. Durch die sukzessive Abschaffung der Altsysteme versprechen wir uns eine deutliche Reduzierung der Risikoausprägung.

Auch im Geschäftsjahr 2014/15 haben wir teilweise die betrieblichen Kapazitätsgrenzen erreicht. Zudem führten Maschinenausfälle, dem Alter des Maschinenparks geschuldet, zu unplanmäßigen Unterbrechungen. Dies führt zu hohen Instandhaltungsaufwendungen sowie Ausfallszeiten. Trotz einer verbesserten Liquiditätssituation können Neuinvestitionen in moderne Maschinen weiterhin nicht im erforderlichen Umfang vorgenommen und strukturelle Anpassungsmaßnahmen nur in begrenztem Umfang eingeleitet werden. Weiterhin arbeiten wir verstärkt daran, präventive Instandhaltungspläne zu erarbeiten.

Die aktuelle und zukünftige Herausforderung besteht darin, zusätzliche Stabilisierungsmaßnahmen einzuleiten, Rationalisierungspotentiale informationstechnisch zu ermöglichen und gleichzeitig die notwendigen Anpassungen sicherheitstechnisch sowie finanziell zu meistern.

Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Hoch“ eingestuft.

Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Finanzen

Die Gesellschaft sieht sich vielfältigen finanziellen Risiken sowie Chancen gegenüber. Diese können sowohl im operativen Geschäftsbetrieb als auch in Finanzierungssachverhalten identifiziert werden.

Ein finanzielles Ungleichgewicht kann im ungünstigsten Fall zur Zahlungsunfähigkeit führen. Ursache hierfür kann eine nicht ausreichende Innenfinanzierung und/oder das Ausbleiben notwendiger Fremdfinanzierungen sein.

Finanzrisiken im operativen Bereich entstehen im Wesentlichen durch Schwankungen der Zinsen, Währungen sowie der Einkaufspreise für Rohstoffe und Materialien. Aufgrund kurzfristiger Geldanlagen im Rahmen der unterjährigen Liquiditätsreserven bestehen keine wesentlichen Risiken aus Zinsänderungen. Zur Vermeidung von Währungskursrisiken werden auf Fremdwährung abgeschlossene Geschäfte mit höheren Volumina zeitgleich kursgesichert.

Kurzfristige Liquiditätsrisiken aus Schwankungen der Zahlungsströme werden über ein rollierendes Liquiditätsplanungssystem frühzeitig erkannt. Zur Eindämmung von Ausfallrisiken betreibt Schumag ein konsequentes Forderungsmanagement. Durch die Nutzung von echtem Factoring wird zurzeit ein Großteil des Ausfallrisikos - welches durch die Bonität unserer Kunden gemildert wird - auf die Factoring-Gesellschaft übertragen.

Die Entwicklung der Finanzlage betrachten wir anhand kurz-, mittel- und langfristiger Prognoserechnungen. Hierüber wird fortlaufend im Rahmen der Berichterstattung unseres Risikomanagers informiert. Aufgrund des geringen Umfangs der verfügbaren Liquidität können wesentliche Erlösrückgänge und/oder Kostensteigerungen dazu führen, dass das finanzielle Gleichgewicht gestört wird.

Durch die deutliche Verbesserung der Ertragslage, die Optimierung des Working Capitals sowie durch die Aufnahme eines Drittdarlehens konnte das finanzielle Gleichgewicht aufrecht erhalten werden. Unsere Liquiditätssituation hat sich weiter entspannt. Bei einer Verschlechterung der Auftrags- und damit auch Finanzlage besteht aber weiterhin das Risiko, dass erforderliche zusätzliche Fremdfinanzierungen nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen. Neue Finanzierungsmöglichkeiten werden weiterhin geprüft.

Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Hoch“ eingestuft.

Externe Chancen und Risiken

Wasserschutzzonen

Ein seit Jahren andauerndes Verfahren zur Neuklassifizierung der örtlichen Wasserschutzzonen, nach der die bestehenden Maschinen der Schumag Bestandsschutz besitzen, hinsichtlich Neuinvestitionen sowie der Nutzung vorhandener Gewerbeflächen aber umfangreiche Auflagen drohen, wurde im Berichtszeitraum nicht abgeschlossen. Das Unternehmen trägt mit einem umfassenden Abwasser- und Niederschlagswasserkonzept künftigen wasserwirtschaftlichen Veränderungen Rechnung.

Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Mittel“ eingestuft.

Insolvenzforderung

Hinsichtlich der Forderungen der Schumag AG gegen ihre ehemalige Muttergesellschaft Babcock Borsig AG i.I. wurde in Vorjahren wegen voraussichtlicher Uneinbringlichkeit eine vollständige Wertberichtigung vorgenommen. Aufgrund der Berichterstattung des Insolvenzverwalters erfolgte im Geschäftsjahr 2012/13 eine Wertaufholung in Höhe von EUR 1,5 Mio. Gemäß aktuellem Zwischenbericht des Insolvenzverwalters, bestehen Risiken weiterhin hinsichtlich des Zeitpunktes des Zahlungszugangs sowie hinsichtlich möglicher Reduzierungen der Insolvenzquote. Diesen Risiken wurde durch die Berücksichtigung von Risikoabschlägen bei der Bewertung Rechnung getragen. Demgegenüber stehen Chancen aus weiteren Verbesserungspotenzialen der Insolvenzquote. Gegenüber dem Vorjahr sehen wir keine wesentliche Veränderung im Risikoprofil.

Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Niedrig“ eingestuft.

Gerichtsprozesse

Risiken aus Gerichtsprozessen umfassen solche Risiken, die aufgrund geführter oder erwarteter Gerichtsverfahren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft haben können.

Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Niedrig“ eingestuft.

PROGNOSEBERICHT

Dieser Lagebericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Schumag beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die in den Prognosen zu Grunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.

Nach der Einstellung der operativen Aktivitäten unserer Tochtergesellschaft BR Energy GmbH aufgrund ausbleibender Geschäftserfolge befindet sich der Bereich Anlagentechnik derzeit in der Abwicklungsphase. Die nachfolgenden Angaben beziehen sich daher nur noch auf den Geschäftsbereich Präzisionsmechanik.

Die Gesellschaft befindet sich trotz einer Vielzahl realisierter Restrukturierungsmaßnahmen sowie einer starken Marktstellung im Bereich niedriger Fertigungstoleranzen und einer beachtlichen Reputation im Markt weiterhin in einer nicht einfachen Situation. Wichtige Teilziele zur Stabilisierung des Unternehmens wurden erreicht. In Zukunft müssen wir uns wie bereits erwähnt auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren und das Geschäft in den Marktnischen weiter ausbauen.

Risiken bestehen bzgl. der finanziellen Ausstattung der Gesellschaft sowie eines erneuerungsbedürftigen Maschinenparks. Eine deutliche Risikoreduktion könnte hier erreicht werden, wenn die Schumag mit Hilfe des neuen, strategischen Investors in eine geregelte Finanzierung eintreten kann.

Der Einfluss der weiteren Entwicklung der Pensionsrückstellungen aufgrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik auf das Ergebnis vor Steuern und das Eigenkapital lässt sich nur sehr schwer abschätzen.

Trotz der derzeitigen Marktunsicherheit im asiatischen Raum, der starken US-Dollar-Entwicklung sowie der aufgetretenen Abgasproblematik bei Dieselfahrzeugen gehen wir dennoch von annähernd gleichbleibenden Umsatzerlösen aus. Die korrigierten Wirtschaftszahlen der Bundesregierung sowie die anhaltenden Unsicherheiten mit Beginn des 3. Quartals 2015 stützen unsere Annahme. Nach derzeitigem Stand rechnen wir für das Geschäftsjahr 2015/16 mit Umsatzerlösen zwischen EUR 50 Mio und EUR 51 Mio. In gleicher Größenordnung wird die Gesamtleistung für das Geschäftsjahr 2015/16 erwartet.

Durch die Umsetzung diverser Maßnahmen hat sich die Liquiditätssituation im Berichtsjahr entspannt, zur nachhaltigen Stabilisierung ist aber weiterhin ein striktes Liquiditätsmanagement erforderlich. Auf Basis der zugrunde gelegten Prämissen, die u.a. notwendige Investitionen in einem deutlich höheren Umfang als in den Vorjahren beinhalten, planen wir mit einer Liquiditätsausstattung auf relativ konstantem Niveau. Zum 30. September 2016 rechnen wir mit einem Liquiditätsgrad I auf dem bereinigten Niveau des Vorjahres.

Weitere Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung sind eingeleitet und befinden sich in der Umsetzung. Zudem gilt es, die Gemeinkosten auf dem niedrigen Niveau des Geschäftsjahres 2014/15 nachhaltig zu stabilisieren. Unter Zugrundelegung des Szenarios mit der für uns höchsten Wahrscheinlichkeit rechnen wir durch die Verbesserung der Kostenstrukturen bei nahezu gleichbleibender Gesamtleistung für das Geschäftsjahr 2015/16 mit einer nennenswerten Verbesserung des EBIT. Die Einschätzung bezieht sich sowohl auf die nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelte Steuerungsgröße EBIT als auch auf das EBIT, das in unserem nach den Grundsätzen der IFRS aufgestellten Konzernabschluss ausgewiesen wird.

 

Aachen, 30. Dezember 2015

Schumag Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Johannes Ohlinger

Konzernbilanz zum 30. September 2015

Schumag Aktiengesellschaft, Aachen

AKTIVA

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  Konzernanhang 30.9.2015
TEUR
30.9.2014
TEUR
Langfristige Vermögenswerte      
Immaterielle Vermögenswerte (11) 70 174
Sachanlagen (12) 15.725 17.012
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (13) 4.112 4.112
Aktive latente Steuern (9) 247 130
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (16) 1.575 1.822
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte (17) 5 12
    21.734 23.262
Kurzfristige Vermögenswerte      
Vorräte (14) 10.044 8.847
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (15) 3.499 2.038
Ertragsteueransprüche   25 59
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (16) 1.719 2.448
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte (17) 238 166
Zahlungsmittel (18) 3.099 1.993
    18.624 15.551
Bilanzsumme   40.358 38.813

Passiva

     
Eigenkapital (19)    
Gezeichnetes Kapital   10.226 10.226
Erwirtschaftetes Eigenkapital   -2.791 -4.083
Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens   7.435 6.143
Langfristiges Fremdkapital      
Pensionsrückstellungen (20) 22.833 22.833
Übrige langfristige Rückstellungen (21) 9 15
Passive latente Steuern (9) 0 17
Finanzschulden (22) 1.000 35
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (24) 408 286
    24.250 23.236
Kurzfristiges Fremdkapital      
Kurzfristige Rückstellungen (21) 1.831 1.749
Ertragsteuerschulden (9) 888 239
Finanzschulden (22) 439 2.289
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (23) 1.812 1.665
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (24) 3.276 3.094
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (25) 427 398
    8.673 9.434
Bilanzsumme   40.358 38.813

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015

Schumag Aktiengesellschaft, Aachen

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  Konzernanhang 2014/15
TEUR
2013/14
TEUR
Umsatzerlöse (4) 49.741 49.398
Bestandsveränderung   1.114 -994
Andere aktivierte Eigenleistungen   3 25
Sonstige betriebliche Erträge (5) 1.993 1.822
Gesamtleistung   52.851 50.251
Materialaufwand   -13.990 -14.041
Personalaufwand (6) -28.413 -25.785
Abschreibungen (11-13) -1.842 -2.183
Sonstige betriebliche Aufwendungen (7) -5.289 -4.924
Ergebnis der Betriebstätigkeit   3.317 3.318
Finanzerträge   10 0
Finanzierungsaufwendungen   -1.025 -1.390
Finanzergebnis (8) -1.015 -1.390
Ergebnis vor Steuern   2.302 1.928
Ertragsteuern (9) -675 -662
Ergebnis nach Steuern, den Eigentümern des Mutterunternehmen zurechenbar   1.627 1.266
Ergebnis je Aktie (in EUR) (10) 0,41 0,32
unverwässert gleich verwässert      

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015

Schumag Aktiengesellschaft, Aachen

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  Konzernanhang 2014/15
TEUR
2013/14
TEUR
Ergebnis nach Steuern   1.627 1.266
Gewinne aus Asset Ceiling aus leistungsorientierten Plänen (20) 2 134
Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen (20) -500 -2.972
Latente Steuern (9) 162 966
Posten, die nie in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden   -336 -1.872
Währungsumrechnungsdifferenzen ausländischer Geschäftsbetriebe (19) 1 12
Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurden oder werden können   1 12
Sonstiges Ergebnis nach Steuern   -335 -1.860
Gesamtergebnis nach Steuern, den Eigentümern des Mutterunternehmen zurechenbar   1.292 -594

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015

Schumag Aktiengesellschaft, Aachen

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      Erwirtschaftetes Eigenkapital  
  Gezeichnetes Kapital
TEUR
Währungsumrechnung
TEUR
Gewinnrücklagen
TEUR
Konzernbilanzverlust
TEUR
Eigenkapital
TEUR
Stand 1.10.2013 10.226 -1 6.095 -9.583 6.737
Ergebnis nach Steuern 0 0 0 1.266 1.266
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 0 12 -1.872 0 -1.860
Gesamtergebnis nach Steuern 0 12 -1.872 1.266 -594
Stand 30.9.2014 10.226 11 4.223 -8.317 6.143
Stand 1.10.2014 10.226 11 4.223 -8.317 6.143
Ergebnis nach Steuern 0 0 0 1.627 1.627
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 0 1 -336 0 -335
Gesamtergebnis nach Steuern 0 1 -336 1.627 1.292
Stand 30.9.2015 10.226 12 3.887 -6.690 7.435

Ergänzende Erläuterungen zur Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung befinden sich im Konzernanhang unter Anmerkung 19.

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015

Schumag Aktiengesellschaft, Aachen

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  2014/15
TEUR
2013/14
TEUR
Ergebnis nach Steuern 1.627 1.266
Abschreibungen 1.842 2.183
Veränderung der Pensionsrückstellungen -1.128 -1.421
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 535 538
Ergebnis aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten -109 -14
Veränderung der latenten Steuern 28 425
Veränderung der Vorräte -1.197 895
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -1.502 345
Veränderung der übrigen Vermögenswerte 999 4
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 147 -520
Veränderung der übrigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen1) 1.132 -698
Auszahlungen für Sozialplan -42 -131
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.332 2.872
Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte -12 -21
Auszahlungen für Sachanlagen -890 -468
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen 557 43
Cash-flow aus Investitionstätigkeit -345 -446
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden 0 516
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden -711 -1.336
Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (Übrige) -174 -247
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit -885 -1.067
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel 1.102 1.359
Wechselkursbedingte Veränderung der Zahlungsmittel 4 -4
Zahlungsmittel am Anfang des Berichtszeitraums 1.993 638
Zahlungsmittel am Ende des Berichtszeitraums 3.099 1.993
Auszahlungen für Zinsen 434 587
Einzahlungen für Zinsen 10 0
Auszahlungen für Ertragsteuern 11 53
Einzahlungen für Ertragsteuern 46 23

Ergänzende Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung befinden sich im Konzernanhang unter Anmerkung 35. 1) ohne Auszahlungen für Sozialplan

Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015

Schumag Aktiengesellschaft, Aachen

1. Informationen zum Unternehmen

Die Schumag Aktiengesellschaft (Schumag AG) ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, die beim Amtsgericht Aachen unter der Registernummer HRB 3189 eingetragen ist. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Oktober eines Jahres bis zum 30. September des Folgejahres. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015 wurde am 30. Dezember 2015 durch Beschluss des Vorstands zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.

Der Schumag-Konzern ist mit seinen Gesellschaften Schumag AG und Schumag Romania S.R.L., Timisoara, Chisoda/Rumänien, im Bereich Präzisionsmechanik tätig. Da der Bereich Anlagentechnik, in dem die Gesellschaft BR Energy GmbH (vormals Schumag BR Energy GmbH), Aachen, tätig war, in den Vorjahren keine Auftragseingänge bzw. Umsätze realisiert hat, wurden die operativen Aktivitäten dieses Geschäftsfelds auch aufgrund dafür nicht vorhandener Finanzmittel nicht weiterverfolgt.

2. Rechnungslegungsgrundsätze

2.1 Grundlagen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern). Der Konzernabschluss der Schumag AG wurde nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und ergänzend nach den gemäß § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Dabei wurden alle verpflichtend anzuwendenden IFRS berücksichtigt, die durch die Europäische Union übernommen wurden. Die Aufstellung erfolgt grundsätzlich auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten, soweit zum Zeitpunkt der Umstellung auf IFRS nicht gem. IFRS 1 Zeitwerte angesetzt wurden. Die Bilanz wird in Anwendung von IAS 1 nach lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden gegliedert. Als kurzfristig werden solche Vermögenswerte und Schulden angesehen, die innerhalb eines Jahres fällig sind. Entsprechend IAS 1.56 werden latente Steuern als langfristige Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Der Abschluss wird in Euro aufgestellt, sofern nicht anders dargestellt, werden sämtliche Beträge entsprechend kaufmännischer Rundung in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Es können sich Abweichungen zu den ungerundeten Beträgen ergeben. Zur Verbesserung der Klarheit werden einzelne Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz zusammengefasst und im Anhang gesondert erläutert.

2.2 Konsolidierung

In den Konzernabschluss werden neben der Schumag AG alle Tochterunternehmen einbezogen. Die Konsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt ab dem Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung bis zur Beendigung der Beherrschung. Bei erstmaliger Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit den Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte und Schulden einschließlich der Eventualverbindlichkeiten verrechnet. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäftswert bilanziert. Ein verbleibender passiver Unterschiedsbetrag wird nach nochmaliger Überprüfung ertragswirksam vereinnahmt. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Gesellschaften werden einheitlich nach den nachfolgend beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Alle konzerninternen Beziehungen sowie Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen unter den einbezogenen Gesellschaften werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind im Einzelnen unter Anmerkung 33 aufgeführt. Der Abschluss der BR Energy GmbH ist zum Abschlussstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Für die Schumag Romania S.R.L. lag ein Zwischenabschluss zum Abschlussstichtag vor.

2.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.3.1 Fremdwährungsumrechnung: Die funktionale Währung der Schumag AG sowie der inländischen Konzerngesellschaft ist der Euro. Die Erfassung von Transaktionen in fremder Währung erfolgt zu dem Kurs, der zum Zeitpunkt der Buchung der Transaktion gültig ist. Vermögenswerte und Schulden in fremder Währung werden zu Kursen am Abschlussstichtag bewertet. Dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst.

Die ausländische Konzerngesellschaft erstellt ihren Abschluss in der Währung, in der sie - gemessen an ihrem Geschäftsbetrieb, ihren Geschäftsvorfällen sowie ihren Zahlungsströmen - überwiegend wirtschaftlich tätig ist. Die Umrechnung in die Konzernwährung Euro erfolgt gemäß modifizierter Stichtagskursmethode: Bilanzposten mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zu historischen Kursen umgerechnet wird, werden zu Stichtagskursen am Abschlussstichtag, Aufwendungen und Erträge zu Monatsdurchschnittskursen umgerechnet. Die sich hieraus ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral als sonstiges Ergebnis in einem gesonderten Posten im Eigenkapital ausgewiesen.

Die Wechselkurse der Fremdwährung im Konzern haben sich wie folgt entwickelt:

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  Stichtagskurs Durchschnittskurs
  1 EUR = 30.9.2015 30.9.2014 2014/15 2013/14
Rumänien RON 4,42 4,41 4,44 4,47

2.3.2 Ertragsrealisierung: Erträge werden grundsätzlich erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und dieser in der Höhe verlässlich bestimmt werden kann. Umsatzerlöse aus Warenverkäufen werden bei Auslieferung der Erzeugnisse und Waren realisiert, sobald der Gefahrenübergang auf den Erwerber vorliegt. Dabei werden mögliche Rabatte oder sonstige Preisnachlässe abgezogen. Mögliche Risiken aus der Reklamation von Erzeugnissen und Waren sowie aufgrund von Gewährleistungen werden zurückgestellt. Erträge aus Dienstleistungen werden erfasst, soweit die Leistung erbracht wurde. Zinserträge werden unter Berücksichtigung der zum Abschlussstichtag bestehenden Forderungen und der nach der Effektivzinsmethode anzuwendenden Zinssätze zeitanteilig vereinnahmt. Mieterträge aus Operating-Leasingverhältnissen insbesondere im Zusammenhang mit der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie werden zeitanteilig über die Laufzeit der entsprechenden Leasingverhältnisse erfasst.

2.3.3 Fremdkapitalkosten: Fremdkapitalkosten, die unmittelbar dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswertes aktiviert. Qualifizierte Vermögenswerte (qualifying assets) sind dabei solche, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in den beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfertigen Zustand zu versetzen. Bisher sind solche Fremdkapitalkosten nicht angefallen. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode ihres Anfalls erfolgswirksam erfasst.

2.3.4 Ergebnis je Aktie: Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Ergebnis nach Steuern und der gewichteten Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien. In den dargestellten Berichtsperioden ergaben sich keine Verwässerungseffekte.

2.3.5 Zuwendungen der öffentlichen Hand: Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur dann erfasst, wenn hinreichend sicher ist, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Investitionszuschüsse für den Erwerb oder den Bau von Sachanlagen verringern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte. In den Folgeperioden erfolgt dadurch eine entsprechende Reduzierung der planmäßigen Abschreibungen. Sonstige gewährte Zuschüsse oder Beihilfen werden abgegrenzt und über den zugrunde liegenden Zeitraum oder die voraussichtliche Nutzungsdauer eines Vermögenswerts aufgelöst.

2.3.6 Immaterielle Vermögenswerte: Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer liegen nicht vor. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (Amortisationsmethode) bewertet. Die jeweilige Nutzungsdauer bemisst sich anhand der Laufzeit des zugrunde liegenden Rechts und dem voraussichtlichen Verbrauch des Nutzenpotenzials des immateriellen Vermögenswertes. Entwicklungskosten werden nicht aktiviert, sondern erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie angefallen sind, da die Aufteilung des Erstellungsprozesses in eine Forschungs- und Entwicklungsphase im Schumag-Konzern nicht möglich ist. Hauptgrund ist, dass die Aktivitäten zur Verbesserung der Produktion und der Produkte strukturell ausschließlich iterativen Charakter haben. Dies bedeutet, dass die Aktivitäten keine klar definierbare neuen Produkte oder Produktionsverfahren zum Gegenstand haben, sondern dass es sich um schrittweise und laufende Verbesserungen grundsätzlich immer derselben Produkte und Produktionsverfahren handelt. Die hergestellten Produkte und die Produktionsverfahren bleiben im Kern jedoch unverändert. Daher ist es kostenrechnerisch nicht möglich, die Entwicklungskosten abgegrenzt zu ermitteln. Geschäfts- oder Firmenwerte sind ebenfalls nicht angesetzt.

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Nutzungsdauer immaterieller Vermögenswerte 2014/15 Jahre 2013/14 Jahre
Software 5 5

2.3.7 Sachanlagen: Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der allgemeinen Verwaltungskosten der mit der Anlagenerrichtung befassten Bereiche. Fremdkapitalkosten wurden nicht aktiviert, da keine langfristige Fertigung vorliegt. Bei Generalüberholungen werden diesbezügliche Kosten zur Sachanlage aktiviert, wenn die Ansatzkriterien erfüllt sind. Laufende Instandhaltungs- und Wartungskosten werden sofort erfolgswirksam als Aufwand erfasst. Sachanlagen werden grundsätzlich erst bei ihrem Abgang aus dem Konzern ausgebucht, es sei denn, dass aus der weiteren Nutzung oder der Veräußerung des Vermögenswertes kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird.

Abnutzbare Sachanlagen werden planmäßig linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Dabei werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

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Nutzungsdauer Sachanlagen 2014/15 Jahre 2013/14 Jahre
Gebäude 7 - 50 7 - 50
Technische Anlagen und Maschinen 4 - 20 4 - 20
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 23 3 - 23

2.3.8 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien: Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und nicht für die eigene Produktion genutzt werden. Bei der Schumag AG werden Teile der am Firmensitz in Aachen gelegenen Grundstücke und Gebäude vermietet und als Finanzinvestition gehalten. Die Zugangsbewertung bei Übertragung erfolgte entsprechend IAS 40 i.V.m. IAS 16.5. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien enthalten Grundstücke und Gebäude, die zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer angesetzt werden.

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Nutzungsdauer als Finanzinvestition gehaltener Immobilien 2014/15 Jahre 2013/14 Jahre
Gebäude 10 - 40 10 - 40

2.3.9 Wertminderungen: Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen sowie der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Sofern Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, wird ein Impairment-Test durchgeführt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegt. Sollten die Gründe für eine Wertminderung entfallen, werden Zuschreibungen bis maximal auf die fortgeführten Anschaffungs-/Herstellungskosten vorgenommen (vgl. Anmerkung 2.4.5).

2.3.10 Leasing: Leasingverhältnisse werden entweder als Finanzierungsleasing oder als Operatingleasing klassifiziert. Leasingvereinbarungen, bei denen der Schumag-Konzern als Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum eines Vermögenswertes verbunden sind, trägt, werden als Finanzierungsleasing behandelt. Im Rahmen von Finanzierungsleasing genutzte Vermögenswerte werden mit dem niedrigeren Betrag aus beizulegendem Zeitwert und Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert und in der Folge über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Alle übrigen Leasingvereinbarungen, in denen der Schumag-Konzern Leasingnehmer ist, werden als Operatingleasing eingestuft. In diesem Fall werden die zu leistenden Leasingzahlungen linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst. Leasingvereinbarungen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist und nicht alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum eines Vermögenswertes verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt, werden als Operatingleasing eingeordnet. Der verleaste Vermögenswert verbleibt in der Konzernbilanz und wird planmäßig abgeschrieben. Die Ertragsrealisierung der erhaltenen Leasingzahlungen erfolgt linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses.

2.3.11 Ertragsteuern: Tatsächliche Ertragsteueransprüche und Ertragsteuerschulden für die laufende Periode und frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Die Berechnung der tatsächlichen Ertragsteuern erfolgt auf Basis der Steuersätze und Steuergesetze, die zum Abschlussstichtag in den Ländern gelten, in denen der Schumag-Konzern zu versteuerndes Einkommen erzielt. Für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der IFRS- und Steuerbilanz der einbezogenen Gesellschaften sowie auf Konsolidierungsvorgänge und steuerliche Verlustvorträge werden latente Steuern abgegrenzt. Die Abgrenzungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbe- bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre gebildet. Die zugrunde gelegten Steuersätze sind in Anmerkung 9 aufgeführt. Steuerguthaben aus Abgrenzungen werden nur dann berücksichtigt, wenn die Realisierung der zukünftigen Steuerminderung hinreichend wahrscheinlich erscheint. Eine Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen wird vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde aufrechenbar sind und beabsichtigt wird, den Ausgleich der tatsächlichen Steuerschulden und Erstattungsansprüche auf Nettobasis herbeizuführen, oder Steueransprüche und Steuerschulden gleichzeitig zu realisieren.

2.3.12 Vorräte: Die Bewertung von Vorräten erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Wenn die Marktpreise bzw. beizulegenden Zeitwerte auf der Basis von Nettoveräußerungswerten niedriger sind, werden diese angesetzt. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch direkt zurechenbaren Aufwendungen. Die Ermittlung der Anschaffungs- und Herstellungskosten erfolgt auf Basis des first-in-first-out-Verfahrens (Fifo). Als Herstellungskosten werden direkt zurechenbare Kosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten bei normaler Auslastung der betreffenden Produktionsanlagen erfasst, soweit sie im Zusammenhang mit dem Herstellungsvorgang anfallen. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden ebenfalls berücksichtigt, soweit sie auf den Herstellungsbereich entfallen.

2.3.13 Pensionsrückstellungen: Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung von erwarteten zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen errechnet. Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen sowie Gewinne und Verluste aus Asset Ceiling werden ergebnisneutral als sonstiges Ergebnis mit den Gewinnrücklagen verrechnet und in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung dargestellt.

2.3.14 Übrige Rückstellungen: Übrige Rückstellungen werden gebildet, wenn aufgrund eines vergangenen Ereignisses eine gegenwärtige Verpflichtung besteht, ein Abfluss wirtschaftlicher Ressourcen wahrscheinlich ist und seine Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Die Höhe einer Rückstellung ist der wahrscheinliche Erfüllungsbetrag. Der wahrscheinliche Erfüllungsbetrag von langfristigen Rückstellungen wird abgezinst, wenn der Abzinsungseffekt wesentlich ist. Der Ansatz erfolgt in diesem Fall zum Barwert. Zinseffekte werden im Finanzergebnis erfasst.

2.3.15 Finanzinstrumente: Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt beiüblichem Kauf oder Verkauf zum Erfüllungstag, d. h. zu dem Tag, an dem der Vermögenswert geliefert wird.

Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich bei der Schumag aus gewährten Krediten und Forderungen sowie Zahlungsmitteln zusammen. Der erstmalige Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Transaktionskosten, die beim Erwerb von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten anfallen, werden unmittelbar erfolgwirksam erfasst. Die Folgebewertung erfolgt gemäß der Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte zu den folgenden Kategorien nach IAS 39, für die unterschiedliche Bewertungsregeln gelten:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte*

Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte*

Kredite und Forderungen

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte*

Effektive Derivate als Sicherungsinstrumente*

* im Schumag-Konzern zurzeit nicht relevant

Unter „Kredite und Forderungen“ werden im Schumag-Konzern Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel erfasst. Sie werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Liegen bei diesen finanziellen Vermögenswerten objektive substanzielle Anzeichen für eine Wertminderung vor, erfolgt eine Prüfung, ob der Buchwert den Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse übersteigt. Sollte dies der Fall sein, wird eine Wertberichtigung in Höhe der Differenz unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos vorgenommen und der Wertminderungsverlust erfolgswirksam erfasst. Der Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse wird mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes abgezinst. Bei Wegfall der Gründe für zuvor vorgenommene Wertberichtigungen werden entsprechende Zuschreibungen durch Anpassung des Wertberichtigungskontos getätigt, nicht jedoch über die fortgeführten Anschaffungskosten hinaus.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten nicht mehr bestehen, die Forderungen als uneinbringlich eingestuft und sämtliche Sicherheiten in Anspruch genommen wurden oder finanzielle Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden. Wird eine ausgebuchte Forderung aufgrund eines Ereignisses, das nach der Ausbuchung eintrat, später wieder als einbringlich eingestuft, wird der entsprechende Betrag unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Als objektive Anzeichen für Wertminderungen gelten Zahlungsstockungen, die auch nach Aufforderung des Schuldners nicht beseitigt sind oder aufgrund von Rechtsstreitigkeiten bestehen.

Die finanziellen Verbindlichkeiten betreffen bei der Schumag Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Finanzielle Verbindlichkeiten werden in nachstehende Kategorien eingeordnet:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten*

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

* im Schumag-Konzern zurzeit nicht relevant

Der erstmalige Ansatz der finanziellen Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich ggf. angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten für die Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten“, ansonsten zum beizulegenden Zeitwert. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Als fortgeführte Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Verbindlichkeit wird der Betrag bezeichnet, mit dem ein finanzieller Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit bei der erstmaligen Erfassung bewertet wurde, abzüglich eventueller Tilgungen und etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen für Wertminderungen oder Uneinbringlichkeit sowie zu- oder abzüglich der kumulierten Verteilung einer etwaigen Differenz zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei der Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag (Agio), die mittels der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts oder der finanziellen Verbindlichkeit verteilt wird.

Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag beziehungsweise dem Rückzahlungsbetrag. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Wenn beizulegende Zeitwerte nicht unmittelbar verfügbar sind, werden diese unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Die Fair Value-Option wird im Schumag-Konzern nicht angewendet.

Die derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitwert angesetzt. Die Steuerung finanzieller Risiken (insbesondere Währungsrisiken) durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente ist in Anmerkung 27 beschrieben.

2.3.16 Aktivwerte Rückdeckungsversicherungen: Der Ansatz der Aktivwerte Rückdeckungsversicherungen unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten erfolgt zu nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten beizulegenden Zeitwerten.

2.3.17 Segmentberichterstattung: Die Segmentberichterstattung ist gem. dem sogenannten Management Approach an der internen Organisations- und Berichtsstruktur der Schumag ausgerichtet. Die der Ermittlung der internen Steuerungsgrößen zugrunde liegenden Daten werden aus dem nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss abgeleitet.

2.4 Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden vom Vorstand Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der im Konzernabschluss ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden sowie die Angabe von Eventualverbindlichkeiten auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit können jedoch Ergebnisse entstehen, die in zukünftigen Perioden zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen. Bei folgenden Sachverhalten sind die zum Abschlussstichtag getroffenen Annahmen von besonderer Bedeutung:

2.4.1 Operatingleasing-Verhältnisse - Konzern als Leasinggeber: Die Schumag hat einen Leasingvertrag zur gewerblichen Vermietung von Immobilien abgeschlossen. Dabei wurde anhand einer Analyse der Vertragsbedingungen festgestellt, dass alle mit dem Eigentum an diesen vermieteten Immobilien verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken im Konzern verbleiben. Der Vertrag wird dementsprechend als Operatingleasing-Verhältnis bilanziert, so dass der Ausweis der vermieteten Immobilie nach IAS 40 unter den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgt.

2.4.2 Ertragsteuern: Unsicherheiten bestehen hinsichtlich der Höhe und des Entstehungszeitpunkts künftig zu versteuernder Ergebnisse. Es ist möglich, dass Abweichungen zwischen den tatsächlichen Ergebnissen und den getroffenen Annahmen bzw. künftigen Änderungen solcher Annahmen in Zukunft Anpassungen des bereits erfassten Steuerertrags und Steueraufwands erfordern. Die Schumag bildet, basierend auf zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Informationen, Rückstellungen für mögliche Auswirkungen steuerlicher Außenprüfungen. Die Höhe solcher Rückstellungen basiert auf verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise der Erfahrung aus früheren steuerlichen Außenprüfungen und unterschiedlichen Auslegungen der steuerrechtlichen Vorschriften durch das steuerpflichtige Unternehmen und die zuständige Steuerbehörde.

Latente Steueransprüche werden auch für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Ihre Realisierbarkeit hängt von künftigen steuerpflichtigen Ergebnissen der jeweiligen Gesellschaft sowie steuerrechtlichen Vorschriften ab. Wenn Zweifel an der Realisierung der Verlustvorträge bestehen, werden im Einzelfall entsprechende Wertberichtigungen der aktivierten latenten Steuern vorgenommen. Durch die im Juni 2014 erfolgten Anteilsübertragungen von mehr als 50 % sind die bis dahin entstandenen Verlustvorträge vollständig weggefallen. Danach entstandene Verlustvorträge der deutschen Tochtergesellschaft werden vor dem Hintergrund der Stilllegung des Geschäftsbereichs Anlagentechnik voraussichtlich nicht mehr nutzbar sein. Dementsprechend wurden die ermittelten latenten Steueransprüche vollständig wertberichtigt.

2.4.3 Pensionsrückstellungen: Der Barwert der Pensionsverpflichtungen wird anhand versicherungsmathematischer Berechnungen ermittelt, wobei die versicherungsmathematische Bewertung auf Grundlage diverser Annahmen erfolgt. Hierzu zählen die Bestimmung der Abzinsungssätze sowie Schätzungen über die künftige Entwicklung der Renten und Sterbewahrscheinlichkeiten. Aufgrund der Komplexität der Bewertung, der zugrunde liegenden Annahmen und ihrer Langfristigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung höchst sensibel auf Änderungen dieser Annahmen. Die von der Schumag getroffenen Annahmen, die zu jedem Abschlussstichtag überprüft werden, sind in Anmerkung 20 aufgeführt.

2.4.4 Übrige Rückstellungen: Übrige Rückstellungen decken auch Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und -verfahren ab. Zur Beurteilung der Rückstellungshöhe werden neben der Sachverhaltsbeurteilung und den geltend gemachten Ansprüchen im Einzelfall auch die Ergebnisse vergleichbarer Verfahren und Rechtsgutachten herangezogen sowie Annahmen über Eintrittswahrscheinlichkeiten und Bandbreiten möglicher Inanspruchnahmen getroffen. Die tatsächlichen Belastungen können von diesen Einschätzungen abweichen.

2.4.5 Außerplanmäßige Abschreibungen (Impairments): Zu jedem Abschlussstichtag ist zu prüfen, ob Anhaltspunkte für mögliche Wertminderungen immaterieller Vermögenswerte sowie von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien vorliegen. Darüber hinaus ermittelt der Konzern an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Solche Anhaltspunkte wurden weder im laufenden Jahr noch im Vorjahr identifiziert.

Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Berücksichtigung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung der Annahmen ergeben hat, die zur Bestimmung des erzielbaren Betrages herangezogen wurden. Die Wertaufholung ist dahingehend begrenzt, dass der Buchwert eines Vermögenswerts weder seinen erzielbaren Betrag noch den Buchwert übersteigen darf, der sich nach Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben hätte, wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre.

2.5 Auswirkungen neuer sowie geänderter Rechnungslegungsstandards

2.5.1 Erstmalige Anwendung von IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind

Im Geschäftsjahr 2013/14 kamen erstmalig die nachfolgend aufgeführten neuen bzw. geänderten Standards sowie Interpretationen zur Anwendung. Deren erstmalige Anwendung hat - soweit nicht anders vermerkt - keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRS 10 „Consolidated Financial Statements“ wurde am 12. Mai 2011 veröffentlicht, am 11. Dezember 2012 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Mit IFRS 10 wird ein einheitliches Konsolidierungsmodell eingeführt, bei dem als Grundlage für die Konsolidierung von Gesellschaften aller Art das Kriterium der Beherrschung herangezogen wird. IFRS 10 ersetzt IAS 27 "Consolidated and separate financial statements" teilweise und SIC 12 "Consolidation - special purpose entities" vollständig.

IFRS 11 „Joint Arrangements“ wurde am 12. Mai 2011 veröffentlicht, am 11. Dezember 2012 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. IFRS 11 legt Grundsätze für die Rechnungslegung von Unternehmen fest, die an gemeinsamen Vereinbarungen beteiligt sind, und ersetzt IAS 31 "Interests in joint ventures" und SIC 13 "Jointly Controlled Entities - Non-Monetary Contributions by Venturers".

IFRS 12 „Disclosures of Interests in Other Entities“ wurde am 12. Mai 2011 veröffentlicht, am 11. Dezember 2012 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Durch IFRS 12 werden die Angabepflichten zu Tochtergesellschaften, gemeinsamen Vereinbarungen, assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen zusammengeführt, erweitert und ersetzt. Aufgrund dieses neuen IFRS mussten auch IAS 27 und IAS 28 geändert werden.

IAS 27 „Separate Financial Statements“ wurde am 12. Mai 2011 veröffentlicht, am 11. Dezember 2012 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Der angepasste IAS 27 enthält nur noch Regelungen zur Bilanzierung und zu Anhangangaben von Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen, die für einen nach IFRS erstellten Einzelabschluss relevant sind.

IAS 28 „Investments in Associates and Joint Ventures“ wurde am 12. Mai 2011 veröffentlicht, am 11. Dezember 2012 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Der angepasste IAS 28 regelt die Rechnungslegung für Anteile an assoziierten Unternehmen sowie die Anforderungen für die Anwendung der Equity-Methode bei der Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen.

Amendments to IAS 32 „Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities“ wurden am 16. Dezember 2011 veröffentlicht, am 13. Dezember 2012 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Durch die Ergänzungen werden die Voraussetzungen für die Saldierung von finanziellen Vermögenswerten mit finanziellen Verbindlichkeiten klargestellt. Die Klarstellung dient der Beseitigung von Inkonsistenzen bei der praktischen Handhabung.

Amendments to IFRS 10, IFRS 11 and IFRS 12 „ Consolidated Financial Statements, Joint Arrangements and Disclosures of Interests in Other Entities - Transition Guidance” wurden am 28. Juni 2012 veröffentlicht, am 4. April 2013 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderungen beinhalten Klarstellungen und Erleichterungen im Zusammenhang mit der erstmaligen Anwendung der vorgenannten Standards.

Amendments to IFRS 10, IFRS 12 and IAS 27 „Investment Entities” wurden am 31. Oktober 2012 veröffentlicht, am 20. November 2013 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Durch die Änderungen werden Investmentgesellschaften als eine eigenständige Form von Unternehmen definiert, die von den Konsolidierungsvorschriften in IFRS 10 Konzernabschlüsse ausgenommen sind. Durch die stattdessen vorzunehmende Bilanzierung zum Fair Value soll der Informationsnutzen der Finanzberichterstattung erhöht werden.

IFRIC 21 „Levies“ wurde am 20. Mai 2013 veröffentlicht, am 13. Juni 2014 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 17. Juni 2014 beginnen. Die Interpretation zu IAS 37 „Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets“ stellt für öffentliche Abgaben, die nicht in den Anwendungsbereich des IAS 12 fallen, klar, wie und insbesondere wann solche Verpflichtungen zu passivieren sind.

Amendments to IAS 36 „Recoverable Amount Disclosures for Non-Financial Assets“ wurden am 29. Mai 2013 veröffentlicht, am 19. Dezember 2013 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderungen betreffen die Angabe von Informationen hinsichtlich der Bemessung des erzielbaren Betrags von wertgeminderten Vermögenswerten, sofern dieser Betrag auf dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten basiert.

Amendments to IAS 39 „Novation of Derivatives and Continuation of Hedge Accounting“ wurden am 27. Juni 2013 veröffentlicht, am 19. Dezember 2013 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Durch die Änderung wird erreicht, dass ein Wechsel der Vertragspartei eines Sicherungsinstruments zu einer zentralen Gegenpartei infolge von rechtlichen oder regulatorischen Anforderungen unter bestimmten Voraussetzungen keine Beendigung einer Sicherheitsbeziehung auslöst.

2.5.2 Noch nicht berücksichtigte IFRS

Die Auswirkungen der im Geschäftsjahr 2014/15 noch nicht angewandten bzw. von der Europäischen nion nicht übernommenen IFRS auf den Konzernabschluss der Schumag wurden geprüft. Die Schumag plant grundsätzlich keine vorzeitige Anwendung und geht davon aus, dass die Anwendung der nachfolgend aufgeführten neuen bzw. geänderten und bereits von der EU übernommenen Standards sowie Interpretationen - soweit nicht anders vermerkt - keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird:

Amendments to IAS 19 „Defined Benefit Plans: Employee Contributions“ wurden am 21. November 2013 veröffentlicht, am 17. Dezember 2014 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen. Durch die Änderungen ist es nunmehr gestattet, Beiträge von Arbeitnehmern oder Dritten zu leistungsorientierten Pensionsplänen in der Periode als Reduktion des laufenden Dienstzeitaufwands zu erfassen, in der die zugehörige Arbeitsleistung erbracht wurde, sofern die Beiträge unabhängig von der Anzahl der Dienstjahre sind.

Annual Improvements to IFRSs 2010-2012 Cycle wurden am 12. Dezember 2013 veröffentlicht, am 17. Dezember 2014 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen. Durch den Sammel-Änderungsstandard erfolgen Klarstellungen bzw. kleinere Änderungen an IFRS 2 "Share-based Payment", IFRS 3 "Business Combinations", IFRS 8 "Operating Segments", IFRS 13 "Fair Value Measurement", IAS 16 " Property, Plant and Equipment", IAS 24 "Related Party Disclosures" sowie IAS 38 " Intangible Assets".

Annual Improvements to IFRSs 2011-2013 Cycle wurden am 12. Dezember 2013 veröffentlicht, am 18. Dezember 2014 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Durch den Sammel-Änderungsstandard erfolgen Klarstellungen bzw. kleinere Änderungen an IFRS 1 "First-time Adoption of IFRS", IFRS 3 "Business Combinations", IFRS 13 "Fair Value Measurement" sowie IAS 40 "Investment Property".

Amendments to IAS 16 und IAS 41 „Bearer Plants“ wurden am 30. Juni 2014 veröffentlicht, am 23. November 2015 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Durch die Änderungen wird festgelegt, dass fruchttragende Pflanzen künftig wie Sachanlagen nach IAS 16 zu bilanzieren sind, da ihre Nutzung vergleichbar ist.

Amendments to IFRS 11 „Accounting for Acquisitions of Interests in Joint Operations“ wurden am 6. Mai 2014 veröffentlicht, am 24. November 2015 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Durch die Änderungen wird klargestellt, dass der Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit (Joint Operation), welche einen Geschäftsbetrieb darstellt, unter Anwendung der Regelungen zur Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen in IFRS 3 zu bilanzieren ist. Darüber hinaus sind die relevanten Angabepflichten des IFRS 3 zu erfüllen.

Amendments to IAS 16 und IAS 38 „Clarification of Acceptable Methods of Depreciation and Amortisation“ wurden am 12. Mai 2014 veröffentlicht, am 2. Dezember 2015 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen betreffen weitere Leitlinien zur Festlegung einer akzeptablen Abschreibungsmethode. Umsatzbasierte Abschreibungsmethoden sind demnach für Sachanlagen nicht und für immaterielle Vermögenswerte lediglich in Ausnahmefällen zulässig.

Annual Improvements to IFRSs 2012-2014 Cycle wurden am 25. September 2014 veröffentlicht, am 15. Dezember 2015 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Durch den Sammel Änderungsstandard erfolgen Anpassungen an IFRS 5 "Non-current Assets Held for Sale and Discontinued Operations", IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures", IAS 19 "Employee Benefits" sowie IAS 34 "Interim Financial Reporting".

Amendments to IAS 1 „Disclosure Initiative“ wurden am 18. Dezember 2014 veröffentlicht, am 18. Dezember 2015 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen umfassen insbesondere Klarstellungen hinsichtlich der Beurteilung der Wesentlichkeit von Anhangangaben, der Darstellung von zusätzlichen Posten in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung, der Struktur von Anhangangaben sowie der Darstellung der maßgeblichen Rechnungslegungsmethoden.

Amendments to IAS 27 „Equity Method in Separate Financial Statements“ wurden am 12. August 2014 veröffentlicht, am 18. Dezember 2015 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Mit der Änderung wird die Equity Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen in separaten Abschlüssen eines Investors wieder zugelassen. Die bestehenden Optionen zur Bewertung zu Anschaffungskosten oder nach IAS 39 / IFRS 9 bleiben erhalten. Seit 2005 war die Anwendung der Equity Methode für Anteile im separaten Abschluss (des Mutterunternehmens) nach IAS 27 nicht mehr zulässig.

3. Akquisitionen / Desinvestitionen

Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden keine Unternehmenserwerbe durchgeführt.

Derzeit sind keine Akquisitionen oder Desinvestitionen vorgesehen. Die Einstellung des Geschäftsfeldes Anlagentechnik wird nicht als Discontinued Operations eingestuft, da die Stilllegung im Geschäftsjahr 2014/15 noch nicht abschließend vollzogen wurde.

4. Segmentberichterstattung

Zum Zweck der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach Produkten in Geschäftseinheiten organisiert. Dienstleistungen sind von untergeordneter Bedeutung. Die Zuordnung von Vermögenswerten und Abschreibungen zu den Segmenten erfolgt entsprechend der wirtschaftlichen Verfügungsgewalt. Von den Segmenten gemeinsam genutzte Vermögenswerte werden nach deranteiligen Nutzung zugeordnet. Aufgrund der internen Organisations- und Berichtsstruktur ergeben sich nach IFRS 8 folgende Segmente:

Das Segment Präzisionsmechanik produziert hochgenaue Automobilzulieferteile, Komponenten für feinmechanische Mess- und Anzeigegeräte, präzise Achsen für eine breite Palette von Haushaltsgeräten, Komponenten für medizinische und optische Geräte, Präzisionsnormteile für den Kunststoffspritz- und Druckguss sowie zeichnungsgebundene Präzisionsteile in kleineren Losgrößen.

Das nicht mehr weiter verfolgte Segment Anlagentechnik umfasste die Produktion von Komponenten des Energiesektors, insbesondere für Öl- und Gasversorgungssysteme sowie Kraftwerke und Kernkraftwerke.

Geschäftsaktivitäten, die keinem anderen Segment zugeordnet werden können, weisen wir unter Sonstige Segmente aus. Hierzu zählen zurzeit die Aktivitäten im Zusammenhang mit den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (vgl. Anmerkung 13).

Segmente

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  2014/15 (TEUR) 2013/14 (TEUR)
  Präzisions- mechanik Anlagen- technik Sonstige Segmente Konzern Präzisions- mechanik Anlagen- technik Sonstige Segmente Konzern
Umsatz 49.741 0 0 49.741 49.398 0 0 49.398
Gesamtleistung 51.522 0 1.329 52.851 49.008 0 1.243 50.251
Ergebnis der Betriebstätigkeit 2.708 -106 715 3.317 2.735 -87 670 3.318
Ergebnis vor Steuern 2.491 -207 18 2.302 2.157 -188 -41 1.928
Finanzerträge 10 0 0 10 0 0 0 0
Finanzierungsaufwendungen -227 -101 -697 -1.025 -578 -101 -711 -1.390
Abschreibungen -1.842 0 0 -1.842 -2.182 -1 0 -2.183
Investitionen 902 0 0 902 767 0 0 767
Langfristige Vermögenswerte 17.621 1 4.112 21.734 19.149 1 4.112 23.262
Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 622 0 0 622 625 0 0 625

Von den langfristigen Vermögenswerten entfallen TEUR 19.970 (Vorjahr TEUR 21.423) auf Deutschland und TEUR 1.764 (Vorjahr TEUR 1.839) auf Rumänien.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende zahlungsunwirksamen Wertminderungsaufwendungen enthalten, die vollständig dem Segment Präzisionsmechanik zuzuordnen sind:

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Wertminderungsaufwendungen 2014/15
TEUR
2013/14
TEUR
auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -100 -130
auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte -40 -0
  -140 -130

Im Geschäftsjahr 2014/15 wurde wie im Vorjahr mit zwei Kunden des Segments Präzisionsmechanik jeweils mindestens 10 % des Konzernumsatzes realisiert. Die Kundenumsätze beliefen sich auf TEUR 7.995 (Vorjahr TEUR 8.989) und TEUR 6.321 (Vorjahr TEUR 4.493).

Wesentliche Kennzahl für die Steuerung der Segmente durch den Vorstand als Hauptentscheidungsträger ist das Ergebnis der Betriebstätigkeit.

Eine Aggregation von Segmenten erfolgte nicht.

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen

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Sitz des Kunden 2014/15 2013/14
  TEUR % TEUR %
Deutschland 18.991 38,2 19.015 38,5
Sonstige EU-Länder 9.028 18,2 8.617 17,4
Übriges Europa 2.303 4,6 876 1,8
Nordamerika 14.375 28,9 16.263 32,9
Lateinamerika 3 0,0 0 0,0
Asien 5.041 10,1 4.627 9,4
  49.741 100,0 49.398 100,0

5. Sonstige betriebliche Erträge

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  2014/15
TEUR
2013/14
TEUR
Mieterträge 1.246 1.197
Ertrag aus dem Abgang von Sachanlagen 116 33
Ertrag aus KWK-Umlage 113 0
Währungsgewinne 106 102
Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten 57 10
Erträge aus Rückkaufswerten 50 48
Übrige 305 432
  1.993 1.822

Die Mieterträge beinhalten insbesondere die Erträge aus der Vermietung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie an die SMS group.

Der Ertrag aus dem Abgang von Sachanlagen resultiert im Wesentlichen aus der Rückabwicklung eines Maschinenkaufs aus dem Geschäftsjahr 2012/13.

Der Ertrag aus KWK-Umlage umfasst den vom Stromnetzbetreiber vergüteten KWK-Zuschlag im Zusammenhang mit der Nutzung des BHKWs.

Die Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten betreffen vor allem Verpflichtungen aus Altersteilzeit.

Die Erträge aus Rückkaufswerten resultieren aus Rückdeckungsversicherungen, die keine qualifizierten Versicherungspolicen im Sinne des IAS 19 darstellen.

In den übrigen Erträgen sind sonstige Zuschüsse, Erträge aus Kostenverrechnungen sowie eine Vielzahl anderer Posten enthalten.

6. Personalaufwand

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  2014/15
TEUR
2013/14*TEUR
Löhne und Gehälter -23.687 -21.504
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -4.726 -4.281
davon für Altersversorgung -422 -105
  -28.413 -25.785

An Rentenversicherungsträger wurden Beiträge in Höhe von TEUR 1.835 (Vorjahr TEUR 1.805) abgeführt.

Durchschnittlicher Personalbestand

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  2014/15 2013/14
Arbeiter 510 506
Angestellte 80 88
Auszubildende 32 31
  622 625

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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  2014/15
TEUR
2013/14
TEUR
Instandhaltung -1.735 -1.184
Beratungskosten -347 -432
Versicherungskosten -323 -384
IT-Kosten -261 -272
Sonstige Fremd- und Serviceleistungen -234 -212
Leasing- und Mietkosten -214 -240
Factoring -181 -262
Währungsverluste -126 -106
Übrige -1.868 -1.832
  -5.289 -4.924

Die übrigen Aufwendungen enthalten weitere nicht auftragsbezogene Verwaltungs- und Vertriebskosten.

8. Finanzergebnis

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  2014/15
TEUR
2013/14
TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10 0
Finanzerträge 10 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.025 -1.390
Finanzierungsaufwendungen -1.025 -1.390
Finanzergebnis -1.015 -1.390

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Finanzierungskosten für Pensionszusagen in Höhe von TEUR -598 (Vorjahr TEUR -748) enthalten (vgl. Anmerkung 20).

Der Gesamtzinsertrag sowie der Gesamtzinsaufwand für finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, teilen sich wie folgt auf:

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  2014/15
TEUR
2013/14
TEUR
Gesamtzinsertrag 9 0
Gesamtzinsaufwand -424 -644

9. Ertragsteuern

In Deutschland wird ab dem 1. Januar 2008 auf ausgeschüttete und auf einbehaltene Gewinne einheitlich eine Körperschaftsteuer von 15 % und darauf ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % erhoben. Neben der Körperschaftsteuer ist für die in Deutschland erzielten Gewinne Gewerbeertragsteuer zu zahlen. Diese variiert in Abhängigkeit von der Gemeinde, in der das Unternehmen ansässig ist. Bei der Schumag AG sowie der BR Energy GmbH ergibt sich ein Satz von 16,625 % (Vorjahr 16,625 %), so dass für beide Gesellschaften Steuern mit 32,5 % (Vorjahr 32,5 %) angesetzt werden.

Der von den ausländischen Gesellschaften erzielte Gewinn wird mit den im jeweiligen Sitzland geltenden Sätzen versteuert. Bei ausländischen Gesellschaften werden die latenten Steuern mit den folgenden, im jeweiligen Sitzland maßgeblichen Steuersätzen ermittelt:

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  2014/15
%
2013/14
%
Rumänien 16 16

Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Ertragsteuern teilen sich wie folgt auf:

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  2014/15
TEUR
2013/14*TEUR
Tatsächliche Steuern    
Schumag AG -647 -237
  -647 -237
davon für Vorjahre 2 2
Latente Steuern    
Steueraufwand -442 -625
Steuerertrag 414 200
  -28 -425
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Ertragsteuern -675 -662

Aus der Verrechnung versicherungsmathematischer Gewinne oder Verluste unmittelbar mit den Gewinnrücklagen resultieren im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern in Höhe von TEUR 162 (Vorjahr TEUR 966).

Latente Steuern ergeben sich aus folgenden temporären Differenzen zwischen steuerbilanziellen Wertansätzen sowie den gemäß IFRS bilanzierten Vermögenswerten und Schulden:

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  Latenter Steueraufwand Latenter Steuerertrag
  2014/15
TEUR
2013/14
TEUR
2014/15
TEUR
2013/14
TEUR
Sachanlagen -12 -31 334 160
Vorräte und Forderungen -45 -107 26 3
Pensionsrückstellungen -112 -173 0 0
Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten -273 -314 50 31
Sonstiges 0 0 4 6
  -442 -625 414 200
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  Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
  30.9.2015
TEUR
30.09.2014
TEUR
30.9.2015
TEUR
30.09.2014
TEUR
Sachanlagen 49 37 3.611 3.920
Vorräte und Forderungen 116 139 0 4
Pensionsrückstellungen 3.132 3.081 0 0
Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 563 799 0 13
Verlustvorträge 128 61 0 0
Sonstiges 0 0 2 6
Wertberichtigungen auf latente Steuern -128 -61 0 0
davon auf Verlustvorträge -128 -61 0 0
Bruttowert 3.860 4.056 3.613 3.943
Saldierung -3.613 -3.926 -3.613 -3.926
Bilanzansatz 247 130 0 17

Maßgebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit einer Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge. Dies hängt ab von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Die Nutzbarkeit steuerlicher Verlustvorträge kann bei wesentlichen Anteilseignerwechseln entfallen. Aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit und der erwarteten steuerlichen Gewinnentwicklung wird davon ausgegangen, dass die Vorteile aus den aktivierten latenten Steuern realisiert werden können.

Steuerliche Verluste können in Deutschland auf unbestimmte Zeit vorgetragen werden, sind mit erzielten Gewinnen aber nur begrenzt verrechenbar. Im Rahmen von Gesellschafterwechseln können steuerliche Verlustvorträge ganz oder teilweise entfallen. Wesentliche ausländische steuerliche Verlustvorträge bestehen nicht. Zum 30. September 2015 wurden auf inländische steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 394 (Vorjahr TEUR 186) Wertberichtigungen gebildet.

Steuerliche Überleitungsrechnung

Die sich bei Anwendung des Steuersatzes der Schumag AG von 32,5 % (Vorjahr 32,5 %) ergebenden Ertragsteuern lassen sich zu den ausgewiesenen Ertragsteuern wie folgt überleiten:

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  2014/15
TEUR
2013/14
TEUR
Ergebnis vor Steuern 2.302 1.928
Erwartete Ertragsteuern (Steuersatz der Schumag AG) -748 -627
Steuern aus nicht abzugsfähigen Aufwendungen -15 -6
Steuern aus abweichenden ausländischen Steuersätzen 60 6
Latente Steuern infolge von bisher nicht berücksichtigten steuerlichen Verlustvorträgen 64 1
Nichtansatz bzw. Wertberichtigung von latenten Steuern -67 -54
Sonstige Steuereffekte 31 18
Ausgewiesene Ertragsteuern -675 -662
Steuerquote 29,3% 34,3%

10. Ergebnis je Aktie

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  2014/15 2013/14
Ergebnis nach Steuern (in TEUR) 1.627 1.266
Gewichtete Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien 4.000.000 4.000.000
Ergebnis je Aktie nach IFRS (in EUR) 0,41 0,32

Verwässerungseffekte ergaben sich nicht.

11. Immaterielle Vermögenswerte

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  Entwicklung 2014/15 Entwicklung 2013/14
  Software
TEUR
Software
TEUR
Anschaffungskosten    
Stand am 1.10.2014 890 1.092
Zugänge 12 21
Abgänge 71 223
Stand am 30.9.2015 831 890
Abschreibungen    
Stand am 1.10.2014 716 717
Zugänge planmäßig 49 96
Zugänge außerplanmäßig 67 126
Abgänge 71 223
Stand am 30.9.2015 761 716
Nettobuchwert am 30.9.2015 70 174

Geschäfts- oder Firmenwerte sowie selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte liegen nicht vor.

Die außerplanmäßigen Abschreibungen sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Posten Abschreibungen enthalten. Im Bereich Präzisionsmechanik erfolgten sie auf den zu erwartenden Nutzungswert.

12. Sachanlagen

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  Entwicklung 2014/15
  Grundstücke und Gebäude
TEUR
Technische Anlagen und Maschinen
TEUR
Betriebs- und Geschäftsausstattung
TEUR
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
TEUR
Gesamt
TEUR
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.10.2014 15.796 23.962 6.908 183 46.849
Umrechnungsbedingte Wertänderungen -2 0 -1 0 -3
Zugänge 4 579 292 15 890
Abgänge 0 549 269 0 818
Umbuchungen 0 27 0 -27 0
Stand am 30.9.2015 15.798 24.019 6.930 171 46.918
Abschreibungen
Stand am 1.10.2014 3.591 20.454 5.636 156 29.837
Umrechnungsbedingte Wertänderungen 0 1 0 0 1
Zugänge planmäßig 413 891 389 0 1.693
Zugänge außerplanmäßig 0 33 0 0 33
Abgänge 0 108 263 0 371
Stand am 30.9.2015 4.004 21.271 5.762 156 31.193
Nettobuchwert am 30.9.2015 11.794 2.748 1.168 15 15.725
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  Entwicklung 2013/14
  Grundstücke und Gebäude
TEUR
Technische Anlagen und Maschinen
TEUR
Betriebs- und Geschäftsausstattung
TEUR
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
TEUR
Gesamt
TEUR
Anschaffungs-/Herstellungskosten  
Stand am 1.10.2014 15.758 23.979 6.920 235 46.892
Umrechnungsbedingte Wertänderungen 15 1 7 0 23
Zugänge 21 489 209 27 746
Abgänge 0 584 228 0 812
Umbuchungen 2 77 0 -79 0
Stand am 30.9.2015 15.796 23.962 6.908 183 46.849
Abschreibungen  
Stand am 1.10.2014 3.140 20.007 5.349 156 28.652
Umrechnungsbedingte Wertänderungen 4 -2 4 0 6
Zugänge planmäßig 447 1.020 490 0 1.957
Zugänge außerplanmäßig 0 4 0 0 4
Abgänge 0 575 207 0 782
Stand am 30.9.2015 3.591 20.454 5.636 156 29.837
Nettobuchwert am 30.9.2015 12.205 3.508 1.272 27 17.012

Die Sachanlagen enthalten 2 (Vorjahr 5) geleaste Produktionsmaschinen für den präzisionsmechanischen Bereich, bei denen dem Konzern als Leasingnehmer das wirtschaftliche Eigentum zuzurechnen ist.

Die Anschaffungskosten und der Nettobuchwert der geleasten Sachanlagen sind nachfolgend aufgeführt:

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  30.9.2015 30.9.2014
  Anschaffungskosten
TEUR
Netto- buchwert
TEUR
Anschaffungskosten
TEUR
Netto- buchwert
TEUR
Technische Anlagen und Maschinen 658 70 988 353
  658 70 988 353

Die im Dezember 2010 im Rahmen einer Sale-and-Lease-back-Transaktion veräußerten Sachanlagen des präzisionsmechanischen Bereichs, insbesondere Produktionsmaschinen, wurden im Juni 2015 nach Abwicklung des Leasingvertrags wieder zurückgekauft. Diese wurden bereits während der Vertragslaufzeit weiterhin unter den Sachanlagen ausgewiesen, da auch hier das wirtschaftliche Eigentum dem Konzern als Leasingnehmer zuzurechnen war.

Die entsprechenden Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sind in Anmerkung 22 erläutert.

Die außerplanmäßigen Abschreibungen sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Posten Abschreibungen enthalten.

13. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

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  Entwicklung 2014/15
TEUR
Entwicklung 2013/14
TEUR
Anschaffungs-/Herstellungskosten    
Stand am 1.10.2014 4.804 4.804
Stand am 30.9.2015 4.804 4.804
Abschreibungen    
Stand am 1.10.2014 692 692
Stand am 30.9.2015 692 692
Nettobuchwert am 30.9.2015 4.112 4.112

Die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie ist im Geschäftsjahr 2008/09 aus einer betrieblichen Immobilie durch Nutzungsänderung hervorgegangen. Auf Basis eines Gutachtens vom 30. Oktober 2014 ergibt sich unter Berücksichtigung der anteiligen Grundstücksnutzung im Verhältnis zur bebauten Grundfläche insgesamt ein über den angesetzten Anschaffungs- und Herstellungskosten liegender Zeitwert in Höhe von TEUR 4.454. Die Werte des zugrunde liegenden Gutachtens wurden von einem unabhängigen zertifizierten Immobiliengutachter (HypZert) im Ertragswertverfahren unter Annahme eines Zinssatzes von 7,80 % ermittelt.

Aus der Vermietung der Immobilie resultieren Mieterträge von TEUR 1.240 (Vorjahr TEUR 1.194) sowie direkt zurechenbare betriebliche Aufwendungen von TEUR 606 (Vorjahr TEUR 566) (vgl. Anmerkung 28).

14. Vorräte

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  30.9.2015
TEUR
30.9.2014
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.706 1.623
Unfertige Erzeugnisse 5.199 4.501
Fertige Erzeugnisse 3.139 2.723
  10.044 8.847

Von den bilanzierten Vorräten sind TEUR 1.269 (Vorjahr TEUR 1.229)) zu ihrem Nettoveräußerungswert bilanziert.

Vorräte in Höhe von TEUR 13.990 (Vorjahr TEUR 14.041) sind als Aufwand der Berichtsperiode erfasst worden.

Wertminderungen von Vorräten erhöhten den Materialaufwand des Bereichs Präzisionsmechanik um TEUR 251 (Vorjahr TEUR 238).

15. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich wie folgt dar:

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  Buchwert
  TEUR weder wertgemindert noch überfällig
TEUR
30.9.2015 3.499 3.293
30.9.2014 2.038 1.956
scroll
  nicht wertgemindert, aber überfällig
  überfällig bis 30 Tage
TEUR
überfällig 31 bis 60 Tage
TEUR
überfällig 61 bis 90 Tage
TEUR
überfällig 91 bis 180 Tage
TEUR
überfällig 181 bis 360 Tage
TEUR
überfällig mehr als 360 Tage
TEUR
30.9.2015 113 68 8 10 7 0
30.9.2014 18 8 8 48 0 0

Die Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:

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  2014/15
TEUR
2013/14
TEUR
Stand 1.10. 109 108
Erfolgswirksame Zuführung 40 0
Erfolgswirksame Auflösung 0 -10
Nicht erfolgswirksame Zuführung 0 11
Stand 30.9. 149 109

16. Sonstige finanzielle Vermögenswerte

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  30.9.2015 30.9.2014
  TEUR davon kurzfristig
TEUR
TEUR davon kurzfristig
TEUR
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 64 64 2 2
Übrige Vermögenswerte 3.230 1.655 4.268 2.446
  3.294 1.719 4.270 2.448

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind weder wertgemindert noch überfällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegenüber der Hangzhou Meibah Precision Machinery Co., LTD., Tonglu County, Hangzhou/China.

Die übrigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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  30.9.2015
TEUR
30.9.2014
TEUR
Forderungen gegen ehemalige Muttergesellschaft 1.500 1.500
Aktivwerte Rückdeckungsversicherung 563 592
Forderungen gegen Factoring-Gesellschaft 487 1.517
Kautionen/Hinterlegungen 332 321
Verpfändete Bankguthaben 225 225
Übrige 123 113
  3.230 4.268

Die Forderungen gegen ehemalige Muttergesellschaft beinhaltet die im Geschäftsjahr 2012/13 zum Erwartungswert angesetzte Insolvenzforderung gegen die ehemalige Muttergesellschaft Babcock Borsig AG i.I., deren Erfüllung nach mehr als einem Jahr erwartet wird.

Die Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen stellen keine qualifizierten Versicherungspolicen im Sinne des IAS 19 dar.

Den Forderungen gegen Factoring-Gesellschaft liegen zum Bilanzstichtag verkaufte Forderungen von TEUR 4.074 (Vorjahr TEUR 6.251) zugrunde.

Die Kautionen/Hinterlegungen betreffen insbesondere Verpflichtungen aus Leasingverträgen sowie Sicherheitsleistungen im Zusammenhang mit anhängigen Rechtsstreitigkeiten.

Die verpfändeten Bankguthaben dienen zur Absicherung von einzelnen Avalen.

Die Wertberichtigungen auf sonstige finanzielle Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:

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  2014/15
TEUR
2013/14
TEUR
Stand 1.10. 82 213
Nicht erfolgswirksame Zuführung 0 13
Nicht erfolgswirksame Inanspruchnahme 0 -144
Stand 30.9. 82 82

17. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte

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  30.9.2015 30.9.2014
  TEUR davon kurzfristig
TEUR
TEUR davon kurzfristig
TEUR
Geleistete Anzahlungen 2 2 1 1
Rechnungsabgrenzungen 187 182 138 126
Steuererstattungsansprüche 54 54 39 39
  243 238 178 166

Die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte sind weder wertgemindert noch überfällig.

Die Steuererstattungsansprüche enthalten vor allem Erstattungsansprüche aus Umsatzsteuer.

18. Zahlungsmittel

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  30.9.2015
TEUR
30.9.2014
TEUR
Guthaben bei Kreditinstituten 3.088 1.981
Kassenbestände 11 12
  3.099 1.993

19. Eigenkapital

Das Eigenkapital besteht ausschließlich aus Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens.

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der Schumag AG beträgt EUR 10.225.837,62 und ist in 4.000.000 Stückaktien eingeteilt. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit ab dem 1. März 2016 bis zum 29. April 2020 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder unter Verwendung von Forderungen gegen die Gesellschaft als Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 2.556.459,41 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Das Bezugsrecht auf neue Aktien kann ausgeschlossen werden, und zwar für Spitzenbeträge und bei Kapitalerhöhungen bis zu einem Betrag von insgesamt EUR 511.291,89 unter Verwendung von Forderungen gegen die Gesellschaft als Sacheinlagen.

Erwirtschaftetes Eigenkapital

Die Differenz zwischen dem zu historischen Kursen bei Einzahlung oder Einbehalt und dem zu Stichtagskursen am Abschlussstichtag umgerechneten Eigenkapital der Gesellschaften wird als Währungsumrechnung gesondert im Eigenkapital ausgewiesen und erst beim Abgang einer Gesellschaft erfolgswirksam berücksichtigt.

Die Gewinnrücklagen beinhalten neben den Auswirkungen der Umstellungen des Konzernabschlusses von HGB auf IFRS zum 1. Oktober 2004 die Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen sowie sonstige gemäß den IFRS erfolgsneutral vorzunehmende Veränderungen.

Die Verrechnung der Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen und der darauf entfallenden erfolgsneutralen latenten Steuern mit den Gewinnrücklagen hat sich wie folgt entwickelt:

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  2014/15
TEUR
2013/14
TEUR
Stand 1.10. -4.111 -2.105
Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen -500 -2.972
Latente Steuern 162 966
Veränderung -338 -2.006
Stand 30.9. -4.449 -4.111

Der Konzernbilanzverlust enthält die aufgelaufenen Konzernergebnisse sowie die im Geschäftsjahr 2012/13 erfolgte Entnahme aus der Kapitalrücklage (TEUR 15.893) sowie der gesetzlichen Gewinnrücklage (TEUR 511).

Maßgeblich für eine durch die Gesellschafterversammlung zu beschließende Ausschüttung ist der handelsrechtliche Bilanzgewinn der Schumag Aktiengesellschaft, Aachen.

Sonstiges Ergebnis nach Steuern

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  2014/15 den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar 2013/14 den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar
  Währungs-
umrechnung
TEUR
Gewinnrücklagen
TEUR
Gesamt
TEUR
Währungs-
umrechnung
TEUR
Gewinnrücklagen
TEUR
Gesamt
TEUR
Währungsumrechnungsdifferenzen ausländische Geschäftsbetriebe 1 0 1 12 0 12
Gewinne aus Asset Ceiling aus leistungsorientierten Plänen 0 2 2 0 134 134
Neubewertung der Nettoschuld aus lestungsorientierten Plänen nach Steuern 0 -338 -338 0 -2.006 -2.006
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 1 -336 -335 12 -1.872 -1.860

Kapitalmanagement

Zu den wichtigsten Zielen des Kapitalmanagements der Schumag AG zählen die Sicherstellung der Unternehmensfortführung, das Erreichen einer angemessenen Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals, ein hohes Bonitätsranking sowie die Schaffung ausreichender Liquiditätsreserven. Unter Berücksichtigung aller beteiligten Interessengruppen (Shareholder, Mitarbeiter und übrige Stakeholder) sollen die Ziele insbesondere durch Reduzierung der Kapitalkosten, die Optimierung der Kapitalstruktur und den Einsatz eines effektiven Risikomanagements erreicht werden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie im Aufstellungszeitraum konzentrierte sich das Kapitalmanagement weiterhin im Wesentlichen auf die Erhaltung der notwendigen Liquidität. Hierzu dienten vor allem die Stabilisierung der Ertragslage sowie die weitere Nutzung des Factorings.

Darüber hinaus bemühen wir uns um weitere Finanzierungsmöglichkeiten und erörtern eine Vielzahl unterschiedlicher Finanzierungsformen, die den nachhaltigen Bedarf an Kapital sicherstellen sollen.

Derzeit entspricht das wirtschaftliche Eigenkapital dem bilanziellen Eigenkapital. Zum 30. September 2015 erhöhte sich die Eigenkapitalquote insbesondere durch das positive Ergebnis nach Steuern von 16 % auf 18 %.

20. Pensionsrückstellungen

Den Mitarbeitern der Schumag AG, die vor dem 1. Januar 1994 in die Gesellschaft eingetreten sind, stehen neben den Anwartschaften auf Leistungen aus gesetzlichen Altersversorgungseinrichtungen Ansprüche aus der Ruhegeldordnung vom 1. Januar 1994 zu. Die Leistungen bemessen sich nach der Beschäftigungsdauer. Darüber hinaus bestehen Sonderzusagen für ehemalige und aktive Mitglieder des Vorstands. Die Zusagen von Betriebsrenten werden durch Pensionsrückstellungen finanziert. Der Bewertung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19 lagen folgende Annahmen zugrunde:

Annahmen zur Bewertung des Anwartschaftsbarwerts (gewichteter Durchschnitt)

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  30.9.2015
%
30.9.2014
%
Rechnungszins 2,40 2,55
Rententrend 1,75 1,75
Fluktuation 1,25 1,25

Die Pensionsverpflichtungen in Deutschland werden unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Der Lohn- und Gehaltstrend bleibt aufgrund der Ruhegeldordnung außer Ansatz. Krankheitskosten der Mitarbeiter werden nicht übernommen.

Den Anwartschaften stehen zum Teil Aktivwerte aus Versicherungspolicen gegenüber, die - soweit sie als qualifizierte Versicherungspolice im Sinne des IAS 19 gelten - als Pensionsvermögen (Planvermögen) ausgewiesen werden. Finanzierungen durch Planvermögen bestehen ausschließlich für Sonderzusagen.

Entwicklung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen

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  2014/15
TEUR
2013/14
TEUR
Anwartschaftsbarwert am 1.10. 24.155 21.790
Laufender Dienstzeitaufwand 203 68
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 175 0
Zinsaufwand 598 748
Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen 500 2.972
Rentenzahlungen -1.441 -1.423
Anwartschaftsbarwert am 30.9. 24.190 24.155
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 1.10. -1.272 -1.054
Erwartete Erträge aus Planvermögen -18 -19
Arbeitgeberbeiträge -65 -65
Effekte aus Asset Ceiling -2 -134
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 30.9. -1.357 -1.272
Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen 22.883 22.833

Die Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen entspricht den bilanzierten Pensionsrückstellungen.

Zusammensetzung der Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen

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  2014/15
TEUR
2013/14
TEUR
Verluste (+) aus der Änderung finanzieller Annahmen 432 2.650
Verluste (+) aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen 68 322
  500 2.972

Seit Einführung der Verrechnung der Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen unmittelbar mit den Gewinnrücklagen nach IAS 19.93A wurden ohne Berücksichtigung latenter Steuern insgesamt versicherungsmathematische Verluste in Höhe von TEUR 6.591 (Vorjahr TEUR 6.091) im sonstigen Ergebnis erfasst.

Zusammensetzung der Nettopensionsaufwendungen

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  2014/15
TEUR
2013/14
TEUR
Laufender Dienstzeitaufwand -203 -68
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -175 0
Nettozinsaufwand -580 -729
Nettopensionsaufwendungen -958 -797

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird der Nettozinsaufwand im Finanzergebnis ausgewiesen, die Erfassung des laufenden Dienstzeitaufwands erfolgt im Personalaufwand.

Die Pensionsverpflichtungen werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten ermittelt. Risiken im Hinblick auf die Höhe der Pensionsverpflichtungen bestehen insbesondere durch Veränderungen bei den angesetzten Bewertungsannahmen wie dem Rechnungszins, dem Rententrend und den Sterbetafeln. Die nachfolgende Sensitivitätsbetrachtung zeigt, wie die bei angemessener Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglichen Veränderungen der Bewertungsannahmen die Anwartschaftsbarwerte bei ansonsten konstant gehaltenen Prämissen beeinflusst hätten.

Sensitivitätsbetrachtung

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30.9.2015   Anwartschafts- barwert Veränderung
    TEUR TEUR %
Ansatz Konzernbilanz   24.190 - -
Rechnungszins + 0,50% 22.800 -1.390 -5,7
Rechnungszins -0,50% 25.734 1.544 6,4
Rententrend + 0,25% 24.668 478 2,0
Rententrend -0,25% 23.732 -458 -1,9
Lebenserwartung + 1 Jahr 25.219 1.029 4,3
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30.9.2014   Anwartschafts- barwert Veränderung
    TEUR TEUR %
Ansatz Konzernbilanz   24.155 - -
Rechnungszins + 0,50% 22.760 -1.395 -5,8
Rechnungszins -0,50% 25.703 1.548 6,4
Rententrend + 0,25% 24.753 598 2,5
Rententrend -0,25% 23.580 -575 -2,4
Lebenserwartung + 1 Jahr 25.159 1.004 4,2

Neben einer Erhöhung der Pensionsverpflichtungen können Änderungen bei den Bewertungsannahmen auch zu gegenüber den bisherigen Erwartungen höheren Nettopensionsaufwendungen und Rentenzahlungen führen.

Aufteilung Anwartschaftsbarwerte nach Gruppen von Versorgungsberechtigten

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Anwartschaftsbarwert 30.9.2015 30.9.2014
  TEUR % TEUR %
Aktive Anwärter 3.370 13,9 3.003 12,4
Unverfallbar ausgeschiedene Anwärter 3.208 13,3 3.048 12,6
Rentner 17.612 72,8 18.104 75,0
  24.190 100,0 24.155 100,0

Sämtliche Pensionszusagen sind unverfallbar. Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtungen beträgt 13 Jahre.

Die für das Geschäftsjahr 2015/16 erwarteten Zahlungen aus den zum 30. September 2015 erteilten Pensionszusagen betragen TEUR 1.433. Die Zahlungen werden derzeit vollständig aus dem operativen Cash-flow finanziert.

Das Planvermögen ist im Wesentlichen ausfinanziert. Im nächsten Geschäftsjahr werden sich die Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen aus bestehenden Verträgen voraussichtlich auf TEUR 65 belaufen. Sollten die tatsächlichen Planerträge aus den Versicherungspolicen niedriger als bisher angenommen sein, würde sich die Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen erhöhen. Zudem müssten dann zukünftige Rentenzahlungen für Sonderzusagen zum Teil aus dem operativen Cashflow finanziert werden.

Durch Abgabe einer Patronatserklärung zugunsten der im Zuge der Veräußerung des Maschinenbaus zur SMS group übergegangenen Mitarbeiter für die übergegangenen Altersversorgungsansprüche ergeben sich für die Schumag AG Eventualverbindlichkeiten. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität des Erwerbers des Maschinenbaus als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

21. Übrige Rückstellungen

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  Auftragsrückstellungen
TEUR
Prozessver- pflichtungen
TEUR
Sonstige
TEUR
Gesamt
TEUR
Stand am 30.9.2014 1.557 13 194 1.764
Zuführung 1.528 117 136 1.781
Inanspruchnahme -1.557 -2 -146 -1.705
Auflösung 0 0 0 0
Stand am 30.9.2015 1.528 128 184 1.840
davon kurzfristig 1.528 128 175 1.831
davon langfristig 0 0 9 9

Die Auftragsrückstellungen umfassen Drohverluste und Garantieleistungen. Die Bewertung erfolgt anhand von Erfahrungswerten.

Die Rückstellungen für Prozessverpflichtungen enthalten vor allem die erwarteten Kosten im Zusammenhang mit einer Rechtsstreitigkeit, in der die Schumag auf Zahlung von Honoraren aus einem gekündigten Beratungsvertrag verklagt wurde.

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Jahresabschlusskosten enthalten.

22. Finanzschulden

Die Finanzschulden setzen sich wie folgt zusammen:

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  30.9.2015 30.9.2014
  TEUR davon kurzfristig
TEUR
TEUR davon kurzfristig
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 404 404 427 427
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (Sale-and-Lease-back) 0 0 688 688
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (Übrige) 35 35 209 174
Sonstige Darlehen 1.000 0 1.000 1.000
  1.439 439 2.324 2.289

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten eine unbefristete Kontokorrentlinie der Schumag Romania über TEUR 500 mit einem Zinssatz von 1-Monats-Euribor zzgl. 2,7 %. Als Sicherheit dient eine Grundschuld über TEUR 650. Die Sicherheitennehmer sind berechtigt, bei Vorliegen eines wichtigen Grunds, insbesondere wenn die Schumag fälligen Verpflichtungen aus den Kreditvereinbarungen nicht nachkommt, die bestehenden Sicherheiten nach angemessener Fristsetzung zu verwerten.

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (Sale-and-Lease-back) ergaben sich aus der im Dezember 2010 durchgeführten Sale-and-Lease-back-Transaktion hinsichtlich veräußerter Sachanlagen des präzisionsmechanischen Bereichs (vgl. Anmerkung 12). Die Schumag hat die Sachanlagen nach Abwicklung des Leasingvertrags im Juni 2015 zurückgekauft und ist nunmehr auch wieder deren rechtlicher Eigentümer. Die als Sicherheit für die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (Sale-and-Lease-back) bestellte Grundschuld von TEUR 1.000 wurde freigegeben. Die Mindestleasingrate bezüglich der zum 30. September 2014 bestehenden kurzfristige Leasingverbindlichkeit von TEUR 688 betrug TEUR 727, der Zinsanteil dementsprechend TEUR 39.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (Übrige)

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  30.9.2015 30.9.2014
  bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Mindestleasingrate 36 0 36 184 36 220
Zinsanteil 1 0 1 10 1 11
Leasingverbindlichkeit 35 0 35 174 35 209

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (Übrige) resultieren aus 2 Anlagen (Vorjahr 5) innerhalb der Sachanlagen, die im Rahmen von Finanzierungsleasing wirtschaftliches Eigentum begründen (vgl. Anmerkung 12).

In den sonstigen Darlehen ist ein gewährtes Drittdarlehen über insgesamt TEUR 1.000 ausgewiesen, das ursprünglich eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2015 hatte. Dieses wurde bis zum 30. Juni 2017 prolongiert. Das Darlehen wird mit 2 % über dem Basiszinssatz, mindestens aber mit 5,0 % p.a. verzinst. Als Sicherheit dient die Sicherungsübereignung der sich im rechtlichen Eigentum der Schumag AG befindlichen Maschinen. Der Buchwert dieser Maschinen beläuft sich zum 30. September 2015 auf TEUR 2.480 (Vorjahr TEUR 1.630).

Restlaufzeiten Finanzschulden

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  30.9.2015
TEUR
30.9.2014
TEUR
bis 1 Jahr 439 2.289
1 bis 5 Jahre 1.000 35
  1.439 2.324

Die Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements werden unter Anmerkung 27 dargestellt.

23. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

24. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

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  30.9.2015 30.09.2014
  TEUR davon kurzfristig
TEUR
TEUR davon kurzfristig
TEUR
Verbindlichkeiten Personal 3.417 3.009 2.865 2.579
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 44 44 61 61
Übrige Verbindlichkeiten 223 223 454 454
  3.684 3.276 3.380 3.094

Die Verbindlichkeiten Personal beinhalten vor allem Weihnachtsgeld, Personalkosten für Altersteilzeitverpflichtungen, Jubiläumsgeld, Abfindungen sowie Urlaubsentgelt.

Die Verbindlichkeiten aus Altersteilzeitverpflichtungen sind in Höhe der gesetzlichen Verpflichtung zur Insolvenzsicherung durch ein Aval besichert.

Zum 30. September 2015 standen der Schumag AG verbindlich zugesagte Avalkreditlinien in Höhe von TEUR 750 (Vorjahr TEUR 1.500) zur Verfügung. Die Inanspruchnahme betrug wie im Vorjahr TEUR 500. Zur Besicherung der gewährten Avalkreditlinien dienen verpfändete Bankguthaben in Höhe von TEUR 75 (Vorjahr TEUR 225).

Restlaufzeiten der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten

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  30.9.2015 30.9.2014
  bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Verbindlichkeiten Personal 3.009 408 3.417 2.579 286 2.865
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 44 0 44 61 0 61
Übrige Verbindlichkeiten 223 0 223 454 0 454
  3.276 408 3.684 3.094 286 3.380

25. Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten

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  30.9.2015 30.9.2014
  TEUR davon kurzfristig
TEUR
TEUR davon kurzfristig
TEUR
Steuerverbindlichkeiten 427 427 398 398
  427 427 398 398

Steuerverbindlichkeiten betreffen vor allem Lohn- und Umsatzsteuer für den Monat September.

26. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Rahmen des im September 2013 abgeschlossenen Standortsicherungstarifvertrags wurde ein auflösend bedingter Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld für 2 Jahre sowie auf die Tariferhöhung von 4,3 % aus Mai 2012 vereinbart, dessen Volumen sich insgesamt auf ca. TEUR 7.000 beläuft. Eintritt und Zeitpunkt der auflösenden Bedingung und der hieraus gegebenenfalls resultierenden Zahlungen, die in Abhängigkeit vom Erreichen einer festgelegten Bilanzkennzahl erfolgen und die auch in Teilbeträgen möglich sind, können derzeit nicht mit Sicherheit bestimmt werden.

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Sonstige finanzielle Verpflichtungen 30.9.2015
TEUR
30.9.2014
TEUR
Abnahmeverpflichtungen für Stromlieferungen (own use) 520 160
Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen 491 609
Abnahmeverpflichtungen für Gaslieferungen (own use) 414 30
Abnahmeverpflichtungen für Wartung und Dienstleistungen 307 184
Bestellobligo Investitionen 31 205
  1.763 1.188

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden mit dem Wert der vereinbarten zukünftigen Zahlungen angesetzt.

Die Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen haben folgende Restlaufzeiten:

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  30.9.2015
TEUR
30.9.2014
TEUR
bis 1 Jahr 204 211
1 bis 5 Jahre 287 398
  491 609

Weitere Angaben zu Operatingleasing-Verträgen sind in Anmerkung 28 enthalten.

27. Finanzinstrumente

Buchwerte nach Bewertungskategorien

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  Buchwert 30.9.2015
TEUR
Kredite und Forderungen
TEUR
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
TEUR
Buchwert 30.9.2014
TEUR
Kredite und Forderungen
TEUR
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.499 3.499 - 2.038 2.038 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3.294 3.294 - 4.270 4.270 -
Zahlungsmittel 3.099 3.099 - 1.993 1.993 -
Finanzielle Vermögenswerte 9.892 9.892 - 8.301 8.301 -
Finanzschulden (ohne Finanzierungsleasing) 1.404 - 1.404 1.427 - 1.427
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 35 - 35 897 - 897
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.812 - 1.812 1.665 - 1.665
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.684 - 3.684 3.380 - 3.380
Finanzielle Verbindlichkeiten 6.935 - 6.935 7.369 - 7.369

Der beizulegende Zeitwert der Finanzinstrumente entspricht näherungsweise dem Buchwert.

Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten

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  2014/15
TEUR
2013/14
TEUR
Kredite und Forderungen 56 103
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -67 -106
  -11 -3

Das Nettoergebnis aus der Kategorie „Kredite und Forderungen“ beinhaltet im Wesentlichen Kursgewinne aus Fremdwährungsforderungen sowie Verluste aus der Wertberichtigung von Forderungen.

Das Nettoergebnis der Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten“ umfasst insbesondere Kursverluste und -gewinne aus Fremdwährungsverbindlichkeiten, Aufwand aus der Aufzinsung von Verbindlichkeiten sowie Erträge aus der Auflösung von Verbindlichkeiten.

Derivative Finanzinstrumente

Bei den im Konzern eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Sicherungsgeschäfte, die im Einzelfall zur Steuerung der Risiken aus Währungsschwankungen einzelner Forderungen eingesetzt werden.

Zum aktuellen und zum Vorjahresstichtag waren keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

Finanzrisikomanagement

Die wesentlichen durch den Konzern verwendeten finanziellen Verbindlichkeiten - mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente - umfassen Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.

Der Konzern ist Währungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Die Steuerung dieser Risiken obliegt dem Management des Konzerns. Dieses wird permanent im Rahmen der Unternehmensplanung über mögliche und eingetretene finanzielle Risiken unterrichtet.

Währungsrisiken: Änderungen des Wechselkurses können zu Wertminderungen von Finanzinstrumenten führen. Währungsrisiken bestehen insbesondere bei Forderungen und Verbindlichkeiten, die in einer anderen als der lokalen Währung der Schumag-Gesellschaften abgeschlossen wurden, oder bei zukünftigen Fremdwährungstransaktionen. Zur Sicherung des Wechselkursrisikos werden im Einzelfall Devisentermingeschäfte eingesetzt. Warentermingeschäfte und Finanzderivate werden nicht eingesetzt.

Ausfallrisiken:Ausfallrisiken bestehen, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Der Buchwert aller finanziellen Vermögenswerte stellt das maximale Ausfallrisiko der Schumag dar. Aufgrund der globalen Tätigkeit und der Kundenstruktur der Schumag sowie durch die Nutzung von echtem Factoring liegen keine erheblichen Ausfallrisikokonzentrationen vor.

Liquiditätsrisiken: Die Zahlungsfähigkeit sowie die Liquiditätsversorgung des Schumag-Konzerns werden durch eine zeitnah fortgeschriebene Liquiditätsplanung beobachtet.

28. Leasingverhältnisse

Finanzierungsleasing - Schumag als Leasingnehmer

Hierzu verweisen wir auf Anmerkung 22.

Finanzierungsleasing - Schumag als Leasinggeber

Schumag tritt nicht als Leasinggeber im Rahmen von Finanzierungsleasing auf.

Operatingleasing - Schumag als Leasingnehmer

Die Operatingleasing-Verträge, bei denen Schumag Leasingnehmer ist, beinhalten nur noch KfZ-Leasing und haben in der Regel eine fixe Laufzeit von 36 bis 48 Monaten. Zudem wird ab August 2014 ein Blockheizkraftwerk (BHKW) geleast, der Pachtvertrag enthält eine Kaufoption für das BHKW nach Ablauf der Vertragslaufzeit von 48 Monaten.

Die sich aus unkündbaren Operatingleasing-Verträgen ergebenden Verpflichtungen haben folgende Fälligkeiten:

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  30.9.2015 30.9.2014
bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Nominalwert der Mindestleasingzahlungen 160 274 434 161 379 540

Im Ergebnis der Betriebstätigkeit des Geschäftsjahres 2014/15 wurden Mindestleasingzahlungen in Höhe von TEUR 169 (Vorjahr TEUR 182) als Aufwand erfasst.

Operatingleasing - Schumag als Leasinggeber

Die Schumag vermietet im Rahmen von Operatingleasing-Verträgen im Wesentlichen die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie. Die Schumag AG hat für die ersten fünf Jahre des Mietverhältnisses von der SMS group eine Mietvorauszahlung in Höhe von TEUR 2.500 erhalten, die linear über eine Dauer von 5 Jahren ab dem 1. Dezember 2008 abgegrenzt wurde. Insgesamt beträgt die feste Mietdauer 10 Jahre.

Die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operatingleasing-Verträgen haben folgende Fälligkeiten:

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  30.9.2015 30.9.2014
bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Nominalwert der Mindestleasingzahlungen 628 1.361 0 1.989 628 1.989 0 2.617

29. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)

Die nahe stehenden Unternehmen und Personen der Schumag AG (ohne Organmitglieder der aufgeführten Gesellschaften sowie weiterer mit diesen verbundenen Unternehmen) für die Betrachtungszeiträume sind nachfolgend aufgeführt:

Gesellschafter

Meibah International GmbH (ab 23.6.2014)

Miaocheng Guo (ab 23.6.2014)

Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd. (Birmingham/GB)

Peter Koschel

Norbert Thelen

Organmitglieder (= Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen)

Aufsichtsrat Schumag AG

Vorstand Schumag AG)

Andere

Hangzhou Meibah Precision Machinery Co., Ltd. (ab 23.6.2014)

Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd. (Düsseldorf)

Hinsichtlich der Gesellschafter verweisen wir auf die Stimmrechtsmitteilungen, die unter Anmerkung 32 wiedergegeben sind.

Die Organmitglieder sind unter Anmerkung 30 aufgeführt.

Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen

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Geschäftsbeziehung 2014/15 2013/14
Gesellschafter
TEUR
Organ- mitglieder
TEUR
Andere
TEUR
Gesellschafter
TEUR
Organ- mitglieder
TEUR
Andere
TEUR
Bezüge der Organmitglieder 0 686 0 0 653 0
Ausstehende Forderungen 40 0 0 19 0 0
Offenstehende Verbindlichkeiten 2 3 0 2 106 0

Die Bezüge der Organmitglieder werden im Vergütungsbericht innerhalb des Konzernlageberichts erläutert.

30. Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

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  2014/15
TEUR
2013/15
TEUR
Bezüge des Vorstands 634 594
davon feste Vergütungen 540 540
davon variable Vergütungen 94 54
Bezüge des Aufsichtsrats 52 59
davon feste Vergütungen 48 54
davon sonstige Auslagen 4 5

Die Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitgliedern des Vorstands zum 30. September 2015 betragen TEUR 574 (Vorjahr TEUR 266). Im Gegenzug zur Erhöhung der Pensionszusage hat Herr Dr. Ohlinger auf persönliche Ansprüche gegenüber der Schumag AG verzichtet.

Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands oder ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf TEUR 707 (Vorjahr TEUR 681).

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen sind TEUR 10.544 (Vorjahr TEUR 10.501) zurückgestellt.

Im Übrigen wird auf den Vergütungsbericht innerhalb des Konzernlageberichts der Schumag AG verwiesen.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands der Schumag AG sowie deren Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien sind nachfolgend aufgeführt:

Aufsichtsrat

Ralf Marbaise, Aachen

Vorsitzender

Vorsitzender des Betriebsrats der Schumag Aktiengesellschaft, Aachen

ohne weitere Mitgliedschaft

Hans-Georg Kierdorf, Edinburgh/Großbritannien (bis 29. Januar 2015)

Stellvertretender Vorsitzender (bis 29. Januar 2015)

Unternehmensberater

Weitere Mitgliedschaften

Kierdorf Immobilien- und Vermögensverwaltungs-GmbH, Köln (Mitglied des Beirats)

Ekkehard Brzoska, Mülheim/Ruhr

Selbständiger Kaufmann

ohne weitere Mitgliedschaften

Miaocheng Guo, Tonglu, Provinz Zhejiang, Volksrepublik China (ab 7. Februar 2015)

Geschäftsführer der Hangzhou Meibah Precision Machinery Co., Ltd., und der Hangzhou Maximum Real Estate Co., Ltd., beide mit Sitz in Tonglu, Provinz Zhejiang, Volksrepublik China

ohne weitere Mitgliedschaft

Yun Guo, Tonglu, Provinz Zhejiang, Volksrepublik China (ab 30. April 2015))

Vertriebsleiterin der Hangzhou Meibah Precision Machinery Co., Ltd., Tonglu, Provinz Zhejiang, Volksrepublik China und Geschäftsführerin der Meibah International GmbH, München

ohne weitere Mitgliedschaft

Martin Kienböck, Ratingen (bis 4. Dezember 2014)

Pensionär (ehemaliger Geschäftsführer der Balcke-Dürr GmbH, Ratingen)

ohne weitere Mitgliedschaft

Peter Koschel, Berlin

General Manager Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd., Birmingham/Großbritannien

ohne weitere Mitgliedschaft

Jürgen Milion, Alsdorf

Produktionsleiter der Schumag Aktiengesellschaft, Aachen

ohne weitere Mitgliedschaft

Vorstand

Dr. Johannes Ohlinger, Zweibrücken/Pfalz

Dipl.-Ökonom

Mitgliedschaften

Herz Jesu Missionare, Homburg/Saar (Mitglied des Stiftungsrats)

31. Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Für von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, erbrachte bzw. noch zu erbringende Dienstleistungen sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:

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  2014/15
TEUR
2013/14
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 110 110
Sonstige Leistungen 38 51
  148 163

32. Angaben zum Bestehen einer Beteiligung

Die Euro-IB Ltd., London, Vereinigtes Königreich, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 1. Oktober 2011 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 % und 15 % unterschritten hat und zu diesem Tag 1,95 % (78.003 Stimmrechte) beträgt.

Herr Alexander von Ungern-Sternberg, Vereinigtes Königreich, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 1. Oktober 2011 die Schwellen von 3 %,5 %, 10 % und 15 % unterschritten hat und zu diesem Tag 1,95 % (78.003 Stimmrechte) beträgt und dass ihm hiervon 1,95 % (78.003 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind.

Herr Norbert Thelen, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 1. Oktober 2011 die Schwellen von 10 % und 15 % unterschritten hat und zu diesem Tag 8,34 % (333.526 Stimmrechte) beträgt.

Die Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd., Birmingham, Vereinigtes Königreich, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 21. Juni 2013 die Schwellen von 30 % und 50 % der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 27,3 % (1.091.905 Stimmrechte) beträgt.

Herr Peter Koschel, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 21. Juni 2013 die Schwellen von 30 % und 50 % der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 27,3 % (1.091.905 Stimmrechte) beträgt, dass ihm hiervon 27,3 % (1.091.905 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind und dass ihm dabei von folgendem kontrollierten Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd., Birmingham, Vereinigtes Königreich.

Die Meibah International GmbH (vormals Blitz 14-69 GmbH), München, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 23. Juni 2014 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 % und 50 % überschritten hat und zu diesem Tag 52,15 % (2.085.807 Stimmrechte) beträgt.

Herr Miaocheng Guo, China, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 23. Juni 2014 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 % und 50 % überschritten hat und zu diesem Tag 52,15 % (2.085.807 Stimmrechte) beträgt, dass ihm hiervon 52,15 % (2.085.807 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind und dass ihm dabei von folgendem kontrollierten Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden: Meibah International GmbH, München, Deutschland.

Gem. den aktuell vorliegenden Stimmrechtsmitteilungen halten folgende Parteien derzeit die Anteile an der Schumag AG:

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Meibah International GmbH: 52,15 %
Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd.: 27,30 %
Norbert Thelen (Treuhänder Belegschaft): 8,34 %
Euro IB: 1,95 %
Streubesitz: 10,26 %

Darüber hinaus hat die Meibah International GmbH gem. Bekanntmachung im Bundesanzeiger vom 9. September 2014 im Rahmen des öffentlichen freiwilligen Übernahmeangebots weitere rund 2,43 % der Stimmrechte der Schumag Aktiengesellschaft übernommen, so dass sich der Stimmrechtsanteil nunmehr auf rund 54,58 % beläuft. Der Streubesitzanteil reduziert sich entsprechend auf 7,83 %.

33. Anteilsbesitzliste

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Gesellschaft und Sitz Anteil Schumag AG Nominalkapital Eigenkapital1) Ergebnis des Geschäftsjahres1)
BR Energy GmbH, Aachen 100% TEUR 100 TEUR 02) TEUR -207
Schumag Romania S.R.L., Timisoara, Chisoda/Rumänien 100% TRON 9.560 TEUR 1.4643) TEUR 1403)

1)nach jeweiligem Landesrecht 2)nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag: TEUR 3.777 3)Bilanzstichtag 31.12.2014

34. Erklärung nach § 161 AktG

Im Januar 2015 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Schumag AG die aktuelle Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und im Internet unter www.schumag.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

35. Zusätzliche Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Im Geschäftsjahr 2013/14 erfolgten im Rahmen des Zugangs von Sachanlagen aus Finanzierungsleasing nicht-zahlungswirksame Investitionstätigkeiten in Höhe von TEUR 278.

Die Ein-/Auszahlungen für Zinsen sowie für Ertragsteuern sind dem Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit zuzuordnen.

Ergänzende Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung befinden sich auch im Konzernlagebericht unter den Ausführungen zur Finanzlage.

36. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Oktober 2015 wurde ein neuer Standortsicherungstarifvertrag mit einer Laufzeit rückwirkend zum 1. Oktober 2015 bis 30. September 2019 abgeschlossen. Neben der Fortführung der 37,5-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich wurde hierin u.a. die Fortführung des Verzicht auf die Tariferhöhung von 4,3 % aus Mai 2012 vereinbart. Wie beim Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld für 2 Jahre handelt es sich hierbei um einen auflösend bedingten Verzicht.

Ansonsten lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vor.

 

Aachen, 30. Dezember 2015

Schumag Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Johannes Ohlinger

Schumag Aktiengesellschaft, Aachen Versicherung des gesetzlichen Vertreters für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015

Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Aachen, 30. Dezember 2015

Schumag Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Johannes Ohlinger

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Schumag Aktiengesellschaft, Aachen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern- Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IRFS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, den 12. Januar 2016

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kamping, Wirtschaftsprüfer

Schwarz, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

aufgrund von weiteren Restrukturierungserfolgen konnte sich die Unternehmenslage im Geschäftsjahr 2014/2015 deutlich verbessern. Die Liquiditätssituation wurde weiter stabilisiert, stellt aber weiterhin eines unserer größten Handlungsfelder dar.

Vom Vorstand eingeleitete Maßnahmen zur weiteren Kostensenkung sowie zur Steigerung der Produktivität zeigen spürbar ihre Wirkung und waren maßgeblich für den Geschäftserfolg im Geschäftsjahr 2014/2015. Die erwartete Verbesserung der Gesamtsituation ist eingetreten. Dabei ist das Ergebnis mit Einmaleffekten belastet. Weitere Maßnahmen, insbesondere zur Produktivitätssteigerung, sind eingeleitet und befinden sich in der Umsetzung, die es gilt, konsequent zu verfolgen.

Im Berichtsjahr gab es keine Veränderungen in der Zusammensetzung der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat; die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsführung des Vorstands war vollständig gewährleistet.

Überblick über die Tätigkeit des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2014/2015 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. Maßstab für die Überwachung waren insbesondere die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung des Vorstands sowie die Leistungsfähigkeit des Risikomanagements. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand hat uns im Berichtszeitraum regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich zeitnah und umfassend informiert. Schwerpunkte dabei waren die Liquiditäts-, Ertrags- und Finanzlage, die Unternehmensplanung (namentlich Investitions-, Personal- und Finanzplanung), der Geschäftsverlauf, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage der Gesellschaft und des Konzerns, die Risikolage und das Risikomanagement sowie die unterjährigen Finanzberichte (d.h. Halbjahresbericht und Zwischenmitteilungen). Auf Grundlage der Berichte haben wir uns mit der Lage und der Entwicklung von Gesellschaft und Konzern sowie den Geschäftsvorfällen im Geschäftsjahr 2014/2015 intensiv befasst.

Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden uns im Einzelnen erläutert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens stimmte der Vorstand mit uns ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge haben wir auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert. Die vorgelegten Berichte haben wir auf ihre Plausibilität überprüft und mit dem Vorstand, soweit notwendig, diskutiert. Darüber hinaus haben wir uns vom Vorstand ergänzende Informationen geben lassen. Die Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung der Gesellschaft, die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des internen Revisionssystems, die Leistungsfähigkeit der Unternehmensorganisation und deren Wirtschaftlichkeit hat der Aufsichtsrat als gegeben erachtet.

Über Beschlussvorschläge des Vorstands hat der Aufsichtsrat jeweils nach gründlicher Prüfung entschieden.

Sitzungen

Insgesamt fanden im Geschäftsjahr 2014/2015 vier Sitzungen des Aufsichtsrats statt (am 2. Oktober 2014 sowie am 29. Januar, 29. April und 11. September 2015).

Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat außerdem auch Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hatte über die Aufsichtsratssitzungen hinaus regelmäßigen Kontakt mit dem Vorstand. Er informierte sich über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die wesentlichen Geschäftsvorfälle sowie die strategische Geschäftsausrichtung.

Beratungsschwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2014/2015

Die Tätigkeiten des Aufsichtsrats im Berichtsjahr 2014/2015 umfassten neben der laufenden Begleitung der Geschäftsentwicklung und -planung insbesondere Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften sowie solche zur Stabilisierung und Verbesserung der Finanzierung von Gesellschaft und Konzern.

In der Sitzung am 2. Oktober 2014 befassten wir uns im Wesentlichen mit den wirtschaftlichen Eckdaten der Gesellschaft, der Liquiditätssituation sowie der Vorbereitung der Jahresabschlussarbeiten für das Geschäftsjahr 2013/2014. Im Rahmen der Liquiditätssituation beschäftigten wir uns mit der künftigen Finanzierungsstruktur. Weiterhin stellte der Vorstand die strategische Planung sowie darauf aufbauend die 3-Jahres-Planung vor. Zudem wurde der aktuelle Stand zu von der Gesellschaft wegen Organpflichtverletzungen geltend gemachten Schadenersatz- und Versicherungsansprüchen sowie zu bestehenden Rechtsstreitigkeiten generell besprochen. Darüber hinaus wurde der Vorstandsdienstvertrag von Herrn Dr. Ohlinger um 2 Jahre, bis zum 31. Dezember 2017, verlängert und vom Aufsichtsrat dabei beschlossen, dem entsprechend Herrn Dr. Ohlinger – unter Aufhebung seiner zuvor bis 31. Dezember 2015 befristeten Bestellung – zum Mitglied des Vorstands nunmehr bis zum Ablauf des 31. Dezember 2017 wieder zu bestellen. Diese Maßnahme war durch den besonderen Umstand gerechtfertigt, dass im Hinblick auf noch andauernde Restrukturierungsmaßnahmen und auch mit Rücksicht darauf, dass Herr Dr. Ohlinger das einzige Vorstandsmitglied ist, rechtzeitig für personelle Kontinuität in der Führungsspitze des Unternehmens gesorgt werden sollte.

Der Jahres- und Konzernabschluss sowie der Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2013/2014, der Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2013/2014 sowie die Tagesordnung für die Hauptversammlung am 30. April 2015 waren in der Sitzung vom 29. Januar 2015 die Beratungsschwerpunkte. Auf Empfehlung des Prüfungsausschusses billigte der Aufsichtsrat den durch den Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013/2014. Vor der Beschlussfassung über den Vorschlag an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat dessen Unabhängigkeit überprüft und die Auftragskonditionen erörtert. Weiterhin befassten wir uns im Wesentlichen mit den wirtschaftlichen Eckdaten und der Liquiditätssituation der Gesellschaft.

In der Sitzung am 29. April 2015 befassten wir uns im Wesentlichen erneut mit den wirtschaftlichen Eckdaten der Gesellschaft und diskutierten außerdem die weitere Vorgehensweise betreffend die von der Gesellschaft wegen Organpflichtverletzungen geltend gemachten Schadenersatz- und Versicherungsansprüche.

In der Sitzung am 11. September 2015 befassten wir uns mit den wirtschaftlichen Eckdaten der Gesellschaft, der Liquiditätssituation und der Unternehmensplanung. Die vom Vorstand erstellte strategische Planung sowie die darauf aufbauende 3-Jahres-Planung wurden intensiv erörtert. Weiterhin beschäftigte sich der Aufsichtsrat gemäß neu in Kraft getretenen gesetzlichen Vorschriften mit dem Frauenanteil in Führungspositionen; er legte dabei die Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand fest.

Ausschüsse

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat einen Personalausschuss sowie einen Prüfungsausschuss errichtet.

Der Personalausschuss bestand im Berichtszeitraum aus den Mitgliedern Herrn Ralf Marbaise, Herrn Ekkehard Brzoska und Herrn Jürgen Milion. Der Ausschuss befasste sich im Rahmen der von ihm durchgeführten Sitzung mit Vorstandsangelegenheiten.

Der Prüfungssauschuss bestand im Berichtszeitraum aus den Mitgliedern Herrn Ekkehard Brzoska, Herrn Jürgen Milion und Herrn Hans-Georg Kierdorf (bis 29. Januar 2015) bzw. Herrn Ralf Marbaise (ab 11. September 2015) zusammen. Der Ausschuss befasste sich im Rahmen der von ihm durchgeführten Sitzung im Vorfeld der Bilanzsitzung mit den Jahresabschlussunterlagen (einschließlich Abhängigkeitsbericht) für das Geschäftsjahr 2013/2014. Diese wurden geprüft und die Billigung der Abschlüsse empfohlen.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Der Aufsichtsrat hat sich auch im Geschäftsjahr 2014/2015 regelmäßig mit der Corporate Governance des Unternehmens beschäftigt. Hierbei hat er auch die Effizienz seiner Arbeit überprüft, namentlich die Frequenz seiner Sitzungen, deren Vorbereitung und Durchführung sowie die Informationsversorgung. Die aktuelle Entsprechenserklärung von Januar 2016 wurde vom Aufsichtsrat genehmigt und die Zugänglichmachung dieser Entsprechenserklärung gemäß § 161 Satz 2 AktG durch den Vorstand freigegeben. Die Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Die SCHUMAG Aktiengesellschaft entspricht weitgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015. Der Bericht zur Corporate Governance und die Erklärung zur Unternehmensführung für das Geschäftsjahr 2014/2015, auf die im Übrigen verwiesen wird, wurden in der Sitzung vom 27. Januar 2016 erörtert und vom Aufsichtsrat beschlossen.

Jahres- und Konzernabschluss

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 30. September 2015, die Lageberichte für die Aktiengesellschaft und den Konzern für das Geschäftsjahr 2014/2015 (die jeweils den erläuternden Bericht zu den Angaben nach § 289 Abs. 4 bzw. § 315 Abs. 4 HGB umfassen) sowie die Buchführung und das Risikomanagementsystem wurden durch die von der Hauptversammlung am 30. April 2015 zum Abschlussprüfer bzw. Konzernabschlussprüfer gewählte KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat. Er hat insbesondere ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet, das nach seiner Konzeption und tatsächlichen Handhabung geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahres- und der Konzernabschluss, der Lage- und der Konzernlagebericht wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern in je endgültiger Fassung am 12. Januar 2016 zugeleitet. Die entsprechenden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sind allen Mitgliedern des Aufsichtsrats ebenfalls am 12. Januar 2016 vorgelegt worden. Prüfungsschwerpunkte waren insbesondere die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung, der Funktionsfähigkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sowie die in den jeweiligen Berichten enthaltenen prognostischen Angaben. In der Prüfungsausschusssitzung am 27. Januar 2016 erläuterten die Vertreter des Abschlussprüfers ausführlich den Inhalt des jeweiligen Prüfungsberichts zum Jahresabschluss und zum Konzernabschluss der SCHUMAG Aktiengesellschaft und stellten außerdem die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie der Lageberichte vor. Dabei hat der Ausschuss die vorliegenden Unterlagen mit den Vertretern des Abschlussprüfers sowie dem Vorstand besprochen und erörtert. Gegenstand der Erörterungen mit Abschlussprüfer und Vorstand waren insbesondere Einzelfragen zu Bilanzansätzen und zur Bewertung namentlich unter dem Going-Concern-Ansatz sowie zu Prüfungsschwerpunkten und das interne Kontrollsystem. In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 27. Januar 2016 wurden die Ergebnisse der eigenen Prüfung präsentiert. Die unterzeichneten Prüfungsberichte mit den Bestätigungsvermerken des Abschlussprüfers lagen vor. Die Vertreter des Abschlussprüfers waren auch zu dieser Sitzung anwesend und erörterten die Berichte mit Vorstand und Aufsichtsrat, ehe die Beschlüsse über die Billigung der Abschlüsse und über seinen vorliegenden Bericht vom Aufsichtsrat gefasst wurden.

Die Berichte des Abschlussprüfers wurden vom Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Das abschließende Ergebnis der eigenen Prüfung des Aufsichtsrats, die von dessen Prüfungsausschuss vorbereitet worden war, entspricht vollständig dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer. Der Aufsichtsrat sieht keinen Anlass, Einwendungen gegen die vorgelegten Abschlüsse sowie Berichte zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat am 27. Januar 2016 den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014/2015 der SCHUMAG Aktiengesellschaft gebilligt. Der Jahresabschluss der SCHUMAG Aktiengesellschaft ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt.

Abhängigkeitsbericht

Der nach § 312 AktG vom Vorstand aufgestellte Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) wurde ebenfalls vom Abschlussprüfer geprüft und mit folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:

„ Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1.

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2.

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“

Der Abhängigkeitsbericht sowie der entsprechende Prüfungsbericht wurden dem Aufsichtsrat ebenfalls am 12. Januar 2016 zugeleitet. Die Unterlagen wurden vom Prüfungsausschuss in der Prüfungsausschusssitzung am 27. Januar 2016 mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand erörtert. Die Ergebnisse der eigenen Prüfung wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 27. Januar 2016 präsentiert. Die Berichte wurden vom Aufsichtsrat zusammen mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand besprochen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigener Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die im Abhängigkeitsbericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstands über die Angemessenheit der Gegenleistungen, die die Gesellschaft bei mit verbundenen Unternehmen getätigten Rechtsgeschäften im Berichtszeitraum erhalten hat sowie über das Fehlen sonstiger berichtspflichtiger Maßnahmen. Das Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen.

Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Im Geschäftsjahr 2014/2015 hat es in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats folgende Veränderungen gegeben:

Durch Amtsniederlegungen sind mit Wirkung zum 4. Dezember 2014 Herr Martin Kienböck und mit Wirkung zum 29. Januar 2015 Herr Hans-Georg Kierdorf aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Wir bedanken uns bei beiden für die konstruktive Zusammenarbeit.

Mit Wirkung zum 7. Februar 2015 wurde Herr Miaocheng Guo durch Beschluss des Amtsgerichts Aachen vom 3. Februar 2015 für den ausgeschiedenen Herrn Martin Kienböck zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Die gerichtliche Bestellung galt bis zur Hauptversammlung am 30. April 2015.

Durch die Hauptversammlung vom 30. April 2015 wurden Herr Miaocheng Guo (für den ausgeschiedenen Herrn Martin Kienböck) und Frau Yun Guo (für den ausgeschiedenen Herrn Hans-Georg Kierdorf) in den Aufsichtsrat nachgewählt.

In der Zusammensetzung des Vorstands hat es keine Änderungen gegeben.

Der Aufsichtsrat dankt ganz besonders allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretern für ihren erneut engagierten und sehr qualifizierten Einsatz sowie für ihre Zusammenarbeit im Sinne der SCHUMAG Aktiengesellschaft.

 

Aachen, 27. Januar 2016

Der Aufsichtsrat

Ralf Marbaise, Vorsitzender des Aufsichtsrats