![]() Schumag AktiengesellschaftAachenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2015 bis zum 30.09.2016Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. September 2016GRUNDLAGEN DES KONZERNSGeschäftsmodell, Ziele und StrategienDie SCHUMAG Aktiengesellschaft („SCHUMAG“) mit Sitz in Aachen, Deutschland, ist das Mutterunternehmen des SCHUMAG-Konzerns. Der SCHUMAG zugehörig sind die Tochterunternehmen Schumag Romania S.R.L. mit Sitz in Timisoara, Chisoda, Rumänien, und die BR Energy GmbH mit Sitz in Aachen, Deutschland. Das Unternehmen ist derzeit operativ nur noch im Segment der Präzisionsmechanik tätig. Dieses umfasst die Produktion hochpräziser Teile aus Stahl. Diese werden nach Kundenzeichnungen in großen Stückzahlen, auch bis in den Millionenbereich, gefertigt. Unser Leistungsspektrum geht dabei weit über die Fertigung von Präzisions- und Normteilen hinaus. Durch unser spezielles Know-how sind wir in der Lage, den Kunden spezifische Produktionsprozesse anzubieten. Hieraus erwachsen auch unsere langjährigen, exzellenten Erfahrungen im Betriebsmittelbau. Ein entscheidender Faktor für die nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft ist der enge Kontakt zu unseren Kunden und unsere umfassende Kenntnis der entsprechenden Zielmärkte (Europa und Amerika). Technische Entwicklungen zu erkennen und rechtzeitig Komplettlösungen anzubieten, ist nach unserer Philosophie eine Grundvoraussetzung zum erfolgreichen Handeln. In der mehr als 185-jährigen Firmengeschichte hat sich SCHUMAG zu einem Unternehmen entwickelt, dessen Fertigungs-Know-how in vielen Anwendungsbereichen noch immer richtungweisend ist. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SCHUMAG zeichnen sich insbesondere durch ihre hohe Identifikation mit dem Unternehmen und ihr Engagement für dessen Ziele aus. Die Belegschaftsstruktur ist durch eine hohe Qualifikation der Mitarbeiter geprägt. Hieraus erzielen wir die ausgezeichnete Qualität unserer Produkte, die zu unserer starken Marktstellung führt. Um künftig den Markterfordernissen gerecht zu werden, ist die Entwicklung hin zum System- bzw. Teilsystemlieferanten unabdingbar. Hierbei wird insbesondere der asiatische Markt aufgrund des Nachholbedarfes im Automotivebereich immer mehr die Nachfragestruktur mitbestimmen. SteuerungssystemDie SCHUMAG verfügt über ein Steuerungssystem, um auf Veränderungen des Marktes, des Umfeldes sowie innerbetrieblicher Verhältnisse angemessen und rechtzeitig reagieren zu können. Ein wesentlicher Teil des Steuerungssystems ist das Berichts- und Informationswesen. Der Vorstand wird mit dessen Hilfe permanent über relevante Kennzahlen informiert. Zielabweichungen können dadurch unmittelbar erkannt und zeitnah thematisiert werden. Unsere bedeutsamsten Leistungsindikatoren sind die Gesamtleistung, das EBIT und der Liquiditätsgrad I. Die Gesamtleistung ist ein Indikator für die betriebliche Leistung und wird mit Hilfe monatlicher Soll-Ist-Vergleiche analysiert. Anhand des EBIT wird der betriebliche Gewinn einzelner Monate miteinander vergleichbar. Für unsere operative Steuerung legen wir das EBIT gemäß der handelsrechtlichen Rechnungslegung der SCHUMAG zugrunde. Wesentliche Abweichungen zum in der Konzernrechnungslegung ausgewiesenen EBIT nach IFRS bestehen in der unterschiedlichen Bewertung des Anlagevermögens. Diese Unterschiede sehen wir für die laufende operative Steuerung als unwesentlich an. Über den Liquiditätsgrad I (Verhältnis der flüssigen Mittel zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten) wird die Deckung der kurzfristigen Verbindlichkeiten überwacht, da unser Handeln nach wie vor stark liquiditätsorientiert ausgerichtet ist. Wesentliche Steuerungsgrößen sind darüber hinaus der Umsatz sowie Auftragseingang und Auftragsbestand. Forschung und EntwicklungForschungsaktivitäten sind in unserer Branche bisher von untergeordneter Bedeutung, werden aber künftig durch die Markterfordernisse an Bedeutung gewinnen. Die Entwicklungsschwerpunkte bei der SCHUMAG konzentrieren sich auf die Automation und Rationalisierung von Serienprozessen. Dabei versuchen wir zudem, die Prozessstabilität stets zu verbessern. Aktuell arbeiten wir an der Weiterentwicklung unserer eigenen Produktionsmaschinen, die zukünftig teil- bzw. vollautomatisiert produzieren sollen. Im Berichtsjahr konnten weitere Produktionseinheiten vollautomatisiert werden. Mit der Etablierung eines Innovationszentrums wurde im Berichtsjahr begonnen. Ziel ist es, sowohl die bestehenden Mitarbeiter als auch die Auszubildenden künftig praxisorientierter in der Betriebsmittelherstellung, in der Kleinserienfertigung und im CAD-konstruierenden Bereich einzusetzen. QualitätZur zeitnahen Überwachung und Darstellung der Qualitäts- und Produktivitätslage werden die Analysetools stetig ausgebaut. Die täglichen Auswertungen sowie die damit gelebten Regelkreise haben bei den Mitarbeitern zu einem verbesserten Qualitätsbewusstsein sowie zu einer Steigerung der Produktivität geführt. In unserem Messzentrum sind die Bereiche Messraum und Prüfmittelwesen zusammengefasst. Das gesamte Messzentrum ist voll klimatisiert. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, die vom Markt geforderten und ständig steigenden Genauigkeiten messtechnisch zu erfassen. Dies gilt nicht nur für fertigungsbegleitende Prüfungen (speziell Form und Lage), sondern auch im Bereich der Prüfmittelerstellung und Prüfmittelkalibrierung. Ende 2015 wurde das Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001:2008 und ISO TS 16949:2009 im Rahmen eines Transferaudits überprüft und erfolgreich bestätigt. Das Überwachungsaudit für das integrierte Umweltmanagementsystem nach ISO 14001:2004 + Cor1:2009 und das Energiemanagementsystem nach ISO 50001:2011 konnte gleichermaßen erfolgreich abgeschlossen und die bestehenden Zertifikate validiert werden. Die rumänische Tochtergesellschaft Schumag Romania S.R.L. ist im April 2013 ebenfalls erfolgreich nach ISO 9001:2008 rezertifiziert worden. WIRTSCHAFTSBERICHTGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie globale Wirtschaft expandierte im Jahr 2015 mit einem sehr moderaten Wachstum (BIP) von 3,1 % langsamer als zuvor. Insbesondere während des vierten Quartals 2015 stagnierte die Dynamik der Weltwirtschaft mit einem Wachstum von 0,6 % nahezu. Wesentlich dafür war die weniger dynamische Nachfrage aus den Schwellenländern. Die Wirtschaft der rohstoffexportierenden Schwellenländer wurde vor allem durch das niedrige Öl- und Rohstoffpreisniveau belastet. Zu Beginn des Jahres 2016 hatten sich die konjunkturellen Perspektiven - getrieben durch den weiteren Rückgang der Öl- und Rohstoffpreise sowie ungünstige Wirtschaftsdaten aus China - weiter verschlechtert. Das globale BIP stagnierte auf dem Niveau des Vorquartals. Während des zweiten Quartals 2016 nahm das konjunkturelle Tempo der Weltwirtschaft, ausgehend von dem niedrigen Niveau des Winterhalbjahres 2015/2016, nur geringfügig zu. Den positiven Impulsen durch den sich leicht erholenden Ölpreis und den robusteren asiatischen Märkten standen mögliche negative Auswirkungen der Entscheidung der Briten zum Austritt aus der EU, Sorgen um die Stabilität der Banken in der EU sowie zunehmende Anzeichen für eine Abkehr von einer liberalen Handelspolitik gegenüber. Auch zu Beginn des dritten Quartals 2016 waren die Aussichten in einigen der wichtigsten Ländern und Regionen der Weltwirtschaft von geringer Dynamik geprägt. Der IWF korrigierte im Oktober seine Prognose für das Weltwirtschaftswachstum für 2016 auf 3,1 % und für 2017 auf 3,4 % nach unten. Die deutsche Wirtschaft befand sich Ende 2015 auf einem moderaten Wachstumskurs. Die wirtschaftliche Leistung wurde im Schlussquartal um 0,3 % ausgeweitet, so dass das BIP im Gesamtjahr 2015 um 1,7 % anstieg. Das Produzierende Gewerbe war im letzten Quartal hingegen rückläufig und konnte seine Schwächephase noch nicht überwinden. Bedingt wurde dies durch rückläufige Produktionszahlen in der Industrie (-0,9 %) und bei der Energieerzeugung (-2,9 %). Zu Jahresbeginn 2016 konnte die deutsche Wirtschaft etwas mehr an Fahrt aufnehmen, getragen durch stärkere binnenwirtschaftliche Auftriebskräfte. Auch das Produzierende Gewerbe konnte im ersten Quartal 2016 ein positives Zeichen setzen. Die in den Vormonaten rückläufige industrielle Produktion konnte um 1,9 % ausgeweitet werden. Nach einem Wachstum von 0,7 % im ersten Quartal 2016 verlangsamte sich hingegen die Dynamik im zweiten Vierteljahr mit einem Wachstum von 0,4 % leicht. Ebenso dürfte das Wachstumstempo im zweiten Halbjahr etwas langsamer ausfallen als das Wachstum des in Summe positiven ersten Halbjahrs. Das außenwirtschaftliche Umfeld blieb auch während des dritten Quartals schwierig und von Unwägbarkeiten geprägt. Trotz einer sich aus Jahressicht seitwärts bewegenden industriellen Produktion und den außenwirtschaftlichen Risiken prognostiziert die Bundesregierung ein Wachstum des BIP von 1,8 % für 2016 und 1,4 % für 2017. Bedeutende Märkte für Schumag sind der Nutzfahrzeugmarkt in Verbindung mit schweren Dieselaggregaten, der PKW-Markt sowie die Medizintechnik. Der europäische Nutzfahrzeugmarkt entwickelte sich mit 12,4 % mehr Neuzulassungen und einer gesteigerten Produktion von 9,2 % in 2015 positiv. Während sich die Produktion im nordamerikanischen Markt weniger dynamisch zeigte (+4,3 %), war die Produktion in China deutlich rückläufig (-10,8 %). Im Jahresverlauf 2016 entwickelten sich die Märkte in Europa und Nordamerika analog zum Vorjahr, wenn auch leicht abgeschwächt. Lediglich China konnte wieder leicht positive Wachstumszahlen bei der Produktion erreichen, so dass für den chinesischen Markt im Gesamtjahr 2016 eine Steigerung von 1,7 % prognostiziert wird. Für den nordamerikanischen und europäischen Markt wurde von einem Wachstum von jeweils 3,5 % ausgegangen, was sich bisher leider nicht bestätigt hat. Der weltweite PKW-Markt konnte 2015 im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig wachsen. So stiegen die weltweiten PKW-Neuzulassungen um 2 %, die globale Produktion blieb mit einem plus von 0,8 % nahezu konstant. Der Trend setzte sich auch im Laufe des Jahres 2016 fort. Mit Ablauf des ersten Halbjahres wurden 2,7 % mehr Fahrzeuge weltweit produziert. Während in Europa und China hohe einstellige Wachstumszahlen erzielt werden konnten, stagnierte die Produktion in Nordamerika auf Vorjahresniveau. Stark rückläufig war hingegen die Produktion in Südamerika (-21 %). Als Fazit kann hier festgehalten werden, dass die Dieselproblematik in vielen außereuropäischen Märkten noch immer Bremsklotz für das weitere Wachstum der PKW-Märkte ist. Die deutsche Medizintechnikindustrie verzeichnete in 2015 einen unerwartet starken Zuwachs von 11,6 %. Besonders der Inlandsmarkt war treibende Kraft, teilweise bedingt durch Nachholeffekte. Jedoch zeigte sich angesichts der Vielfältigkeit der Branche abhängig vom jeweiligen Produktbereich ein differenziertes Bild, so dass sich Mengenwachstum und Ertrag zum Teil auseinanderentwickelten. Die Entwicklung in 2016 blieb nach dem wachstumsstarken Vorjahr etwas unter den Erwartungen, das ausländische Geschäft zeigte sich im Jahresverlauf dynamischer als das Inland. Für das Gesamtjahr wird ein Wachstum von 2,5 % prognostiziert. GeschäftsverlaufPräzisionsmechanikscroll
Der Auftragseingang verringerte sich im Berichtszeitraum um 12 %. Insbesondere die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Unsicherheiten hinsichtlich des asiatischen Markts und der starken US-Dollar-Entwicklung trugen zur Reduzierung des Auftragseingangs bei. Der anhaltend niedrige Rohölpreis führte zu Investitionshemmungen unserer Kunden. Dies betrifft im Wesentlichen unsere Kunden in den USA, die direkt die Rohölförderer mit Nutzfahrzeugen und schweren Ausrüstungsgeräten beliefern. Weiterhin führte die Dieselproblematik zu deutlichen Nachfragerückgängen auf den amerikanischen Märkten. Der gesunkene Auftragseingang wirkte sich auch auf den Umsatz aus, der sich gegenüber dem Vorjahr um 10 % reduzierte. Weiterhin haben wir im geringen Umfang neue Produkte in die Fertigung genommen. Die dauerhafte Etablierung von Neuprodukten sowie die daraus resultierenden Umsatzsteigerungen können häufig erst nach weiteren 12 bis 24 Monaten gemessen werden. Im Berichtsjahr ist es uns gelungen, mit einem weiteren Kunden in die Baugruppenproduktion und -montage einzusteigen. Diese Teile haben einen höheren Wertschöpfungsanteil und trugen zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation bei. Der Auftragsbestand zum Geschäftsjahresende sank um 8 %. Die Gesamtleistung verringerte sich im Berichtsjahr um 12 %. Der Personaleinsatz konnte nicht in gleichem Umfang an den Rückgang der Gesamtleistung angepasst werden. Im Rahmen der weiteren Restrukturierung wurden weitere Kapazitäten im administrativen sowie indirekten Bereich der Produktion angepasst. Das Eigenpersonal reduzierte sich von Oktober 2015 bis September 2016 um 47 Mitarbeiter. Im Oktober 2015 wurde ein neuer Standortsicherungstarifvertrag mit einer Laufzeit rückwirkend zum 1. Oktober 2015 bis 30. September 2019 abgeschlossen. Neben der Fortführung der 37,5-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich wurde hierin u.a. die Fortführung des Verzichts auf die Tariferhöhung von 4,3 % aus Mai 2012 vereinbart. Es wurde festgelegt, dass die Aufholung der Tariferhöhung in 3 Schritten, beginnend ab 1. Oktober 2019, erfolgen soll. Wie beim Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld für 2 Jahre handelt es sich hierbei um einen auflösend bedingten Verzicht. AnlagentechnikDer Geschäftsbereich Anlagentechnik hat im Berichtsjahr wie in den Vorjahren keine Auftragseingänge bzw. Umsätze realisiert. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lagescroll
Vor allem aufgrund des geringeren Ergebnisses nach Steuern reduzierte sich die Umsatz-Rentabilität um 2,1 %-Punkte und die Eigenkapital-Rentabilität sogar um 12,8 %-Punkte. Das Working Capital konnte um EUR 0,6 Mio abgebaut werden. Das EBIT verschlechterte sich im Geschäftsjahr 2015/16, was im Wesentlichen auf die Effekte aus der deutlich gesunkenen Gesamtleistung zurückzuführen ist. Das Finanzergebnis wurde zwar leicht verbessert, dadurch konnte jedoch nicht die Reduzierung des EBIT kompensiert werden, so dass auch beim Vorsteuerergebnis gegenüber dem Vorjahr keine Verbesserung erzielt wurde. Für das Berichtsjahr waren insbesondere aufgrund der Effekte aus der Anpassung der Handelsbilanz auf die steuerlich maßgeblichen Wertansätze keine Steuerschulden zu bilanzieren. Da die durch die im Juni 2014 erfolgten Anteilsübertragungen von mehr als 50 % weggefallenen Verlustvorträge entgegen den ursprünglichen Erwartungen anteilig doch noch für das Geschäftsjahr 2013/14 nutzbar waren, konnte zudem ein Teil der Steuerschulden für das Geschäftsjahr 2013/14 aufgelöst werden. Obwohl das Ergebnis nach Steuern nicht wie im Vorjahr durch Steuern belastet wurde, reduzierte es sich insgesamt um EUR 1,1 Mio auf EUR 0,5 Mio. Trotz des positiven Ergebnisses nach Steuern verringerte sich die Eigenkapitalquote von 18 % auf 14 %, was auf die erfolgsneutrale Verrechnung der Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen zurückzuführen ist. Bei einem insgesamt konstanten Gesamtkapital war neben der Reduzierung des Eigenkapitals insbesondere der Abbau der Vorräte sowie die Erhöhung der Pensionsrückstellungen und - damit zusammenhängend - der aktiven latenten Steuern prägend. Das finanzielle Gleichgewicht war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gegeben, die Liquidität konnte insgesamt um EUR 0,5 Mio verbessert werden. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die zum Teil schon in den Vorjahren eingeleiteten Maßnahmen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/16 weitere positive Auswirkungen im operativen Bereich zeigten. Aufgrund der rückläufigen konjunkturellen Entwicklungen und der allgemeinen Marktunsicherheiten hat sich der Umsatz um 10 % bzw. die Gesamtleistung um 12 % verringert. Wir konnten nicht in gleichem Tempo hinsichtlich der Kapazitäten reagieren, haben allerdings mit einigen Neuprojekten bei unseren Kunden den Grundstein für eine Verbesserung in den Folgejahren gelegt. Wir müssen weiterhin konsequent an einer Verbesserung in allen Bereichen der Gesellschaft arbeiten. Unser Fokus liegt eindeutig im Bereich der Automatisierung der Produktion und der damit verbundenen Produktivitäts- und Qualitätssteigerung. Ertragslagescroll
GesamtleistungInsbesondere durch die deutlich gesunkenen Umsatzerlöse aufgrund der zuvor beschriebenen Marktsituation verringerte sich die Gesamtleistung um 12 %. Material und PersonalDie Reduzierung des Materialaufwands bezogen auf die Gesamtleistung um 3 %-Punkte ist im Wesentlichen auf die verstärkte Inhouse-Fertigung sowie die weitere Verbesserung der variablen Materialaufwendungen zurückzuführen. Ein striktes Kostenmanagement und -monitoring im Zusammenhang mit einem Verbrauchsmanagement dieser Aufwendungen ermöglicht uns ein flexibleres Eingreifen und Anpassen dieser Positionen. Obwohl der durchschnittliche Eigenpersonalbestand gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 622 Mitarbeiter auf 599 Mitarbeiter weiter abgebaut wurde, stieg die Personalaufwandsquote um 6 %-Punkte. Neben der ab April 2016 wirksamen Tariferhöhung liegt dies insbesondere an der stark gesunkenen Gesamtleistung in Verbindung mit der langsameren Anpassungsgeschwindigkeit. Zudem wurde das Berichtsjahr nach dem Verzicht auf das Urlaubsgeld für die Jahre 2014 und 2015 wieder mit Aufwendungen für Urlaubsgeld belastet. Die Summe der Material- und Personalaufwandsquote erhöhte sich von 81 % auf 84 %. ErgebnisDas EBIT reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund der Effekte aus der deutlich gesunkenen Gesamtleistung (EUR -6,5 Mio) von EUR +3,3 Mio auf EUR +1,3 Mio. Weitere negative Effekte ergaben sich aus den wieder anzusetzenden Aufwendungen für Urlaubsgeld (EUR -0,8 Mio). Das Finanzergebnis verbesserte sich um EUR 0,2 Mio, so dass sich das Ergebnis vor Steuern insgesamt um EUR 1,8 Mio auf EUR +0,5 Mio reduzierte. Im Segment Präzisionsmechanik verschlechterte sich das Ergebnis vor Steuern um EUR 1,9 Mio auf EUR +0,6 Mio. Das Ergebnis des Segments Anlagentechnik betrug EUR -0,1 Mio (Vorjahr EUR -0,2 Mio) und beinhaltet ausschließlich den negativen Ergebnisbeitrag der BR Energy GmbH. Das Ergebnis der sonstigen Segmente beläuft sich wie im Vorjahr auf EUR 0,0 Mio. FinanzlageDas Finanzmanagement des SCHUMAG-Konzerns erfolgt zentral über die SCHUMAG und umfasst alle Konzernunternehmen. Dabei werden alle zahlungsstromorientierten Aspekte der Geschäftstätigkeit berücksichtigt. Ziel ist die Sicherstellung ausreichender Liquidität sowie die Begrenzung von finanzwirtschaftlichen Risiken aus den Veränderungen von Wechselkursen, Zinsen und Rohstoffpreisen. Die finanzielle Situation konnte im Geschäftsjahr 2015/16 insbesondere durch das positive operative Ergebnis sowie ein striktes Liquiditätsmanagement weiter stabilisiert werden. Wir konnten jederzeit unseren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Der Liquiditätsgrad I verbesserte sich von 61,9 % auf 69,2 %. Zur Optimierung der Finanzierungsstruktur werden außerbilanzielle Finanzierungsformen in Form von Leasinggeschäften genutzt. Die Leasinggeschäfte haben zum 30. September 2016 ein Gesamtvolumen von EUR 0,3 Mio (Vorjahr EUR 0,4 Mio). Die Verbindlichkeiten sind zum überwiegenden Teil auf EUR-Basis und kurzfristig sowie unverzinslich. scroll
*Der Vorjahresausweis wurde entsprechend der neuen Gliederung gem. DRS21 angepasst. Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR -0,8 Mio auf EUR 1,5 Mio reduziert. Der Cash-Effekt aus Factoring belief sich dabei auf EUR -0,1 Mio. Die Ausgaben für Investitionen in Höhe von EUR 0,5 Mio betreffen insbesondere gezielte Ausgaben in technische Anlagen und Maschinen (EUR 0,2 Mio). Darüber hinaus wurden Neuinvestitionen in Höhe von EUR 0,5 Mio über Mietkauf finanziert, so dass sich entsprechende Auszahlungen in Folgejahre verschieben. Eingeleitete Investitionen in Infrastrukturmaßnahmen werden überwiegend im Jahr 2017 liquiditätswirksam. Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit erfolgte im Geschäftsjahr 2015/16 eine Teiltilgung des gewährten Drittdarlehens in Höhe von EUR 0,5 Mio. Die Finanzschulden reduzierten sich im Berichtsjahr insgesamt um EUR 0,1 Mio und belaufen sich zum 30. September 2016 auf EUR 1,3 Mio. Die darin enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 0,4 Mio betreffen die Kontokorrentlinie der Schumag Romania. Vermögenslagescroll
*aufgrund des erstmaligen Ausweises der Verbindlichkeiten aus Jubiläumsverpflichtungen unter den langfristigen anstatt den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten wurde der Vorjahresausweis entsprechend angepasst (vgl. Anmerkung 2.1 im Anhang) Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen haben sich bei einem Abschreibungsvolumen von EUR 1,5 Mio um EUR 0,5 Mio reduziert. Investitionen in Höhe von insgesamt EUR 1,0 Mio erfolgten im Wesentlichen in neue technische Anlagen und Maschinen für den Bereich Präzisionsmechanik (EUR 0,6 Mio). Im Zusammenhang mit der gesunkenen Gesamtleistung wurden die Vorräte um EUR 0,9 Mio abgebaut. Dies trägt im Wesentlichen zur Verbesserung der Liquidität des Unternehmens bei. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die übrigen Vermögenswerte blieben insgesamt nahezu konstant. Das Eigenkapital des SCHUMAG-Konzerns reduzierte sich durch das positiven Ergebnis nach Steuern (EUR +0,5 Mio) bei einem gegenläufigen sonstigen Ergebnis (EUR -2,1 Mio) insgesamt um EUR 1,6 Mio auf EUR 5,8 Mio. Die Eigenkapitalquote sank von 18 % auf 14 %. Der Effekt aus der Änderung versicherungsmathematischer Annahmen auf die Pensionsrückstellungen, der erfolgsneutral direkt mit dem Eigenkapital verrechnet wird, beträgt EUR +3,2 Mio. Der Abbau der kurzfristigen Rückstellungen um EUR 0,8 Mio hängt vor allem mit der Reduzierung der Auftragsrückstellungen (EUR -0,5 Mio) zusammen. LeistungsindikatorenZur Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens berichten wir nachfolgend über die bedeutsamsten Leistungsindikatoren, die zur internen Steuerung des Unternehmens herangezogen werden. scroll
Aufgrund der für uns schwierigen Marktsituation im Zusammenhang mit den anhaltend niedrigen Rohölpreisen und der markt- und konjunkturbedingten Zurückhaltung unserer Kunden reduzierte sich die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2015/16 um EUR -6,5 Mio. Die internen Planvorgaben konnten somit nicht erreicht werden. Die Maschinenausfallzeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr weiter reduziert. Wir arbeiten weiterhin daran, unsere Produktivität zu steigern sowie durch präventive Wartungs- und Instandhaltungspläne die Ausfallzeiten zu minimieren. Aufgrund der gesunkenen Gesamtleistung sowie unter Verbesserung der Kostenstrukturen hat sich das EBIT gegenüber dem Vorjahr um EUR -2,0 Mio verschlechtert, womit sich auch bei dieser Kennzahl unsere Erwartungen nicht erfüllt haben. Durch die Umgliederung der Verbindlichkeiten aus Jubiläumsverpflichtungen von den kurzfristigen in die langfristigen Verbindlichkeiten und der entsprechenden Anpassung des Vorjahres (vgl. Anmerkung 2.1 im Anhang) erfolgte eine Anpassung des Liquiditätsgrades I per 30. September 2015 von ursprünglich 56,2 % auf 61,9 %. Der bereinigte Liquiditätsgrad veränderte sich von 47,6 % auf 51,6 %. Unter Berücksichtigung dieser Anpassung erhöhte sich der Liquiditätsgrad I von 61,9 % auf 69,2 %. Somit wurden die Ziele für diese Kennzahl erreicht. Ohne Berücksichtigung der Umgliederung hätte sich der Liquiditätsgrad I von 56,2 % auf 62,6 % erhöht und somit ebenfalls den Prognosewert (> 47,6 %) übertroffen. RECHTLICHE ANGABENVergütungsberichtDer Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die bei der Festlegung der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats der SCHUMAG angewendet werden. Zuständig für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats der Personalausschuss des Aufsichtsrats. Dieser orientiert sich dabei an der Unternehmensgröße und -struktur unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und finanziellen Lage der SCHUMAG sowie den Vergütungen bei vergleichbaren Unternehmen. Die Vergütung des Vorstands setzt sich grundsätzlich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Für besondere Leistungen kann der Personalausschuss zudem Sondervergütungen als Bestandteil der variablen Vergütung gewähren. Der fixe Vergütungsanspruch wird im Regelfall monatlich als Gehalt ausgezahlt. Der variable Vergütungsanspruch richtet sich nach dem operativen Konzernergebnis vor Steuern. Die Auszahlung erfolgt regelmäßig in dem Monat, in dem der Aufsichtsrat den Konzernabschluss billigt. Im Falle der Gewährung von Sondervergütungen erfolgt die Auszahlung gemäß Vereinbarung mit dem Aufsichtrat. Bestandteil der Vorstandsvergütungen sind darüber hinaus grundsätzlich auch direkte Versorgungszusagen. Diese werden mit den Vorstandsmitgliedern individuell vereinbart. Für den Fall der Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied sind keine weiteren Leistungen zugesagt worden. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell zu treffenden Aufhebungsvereinbarung ergeben, entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex sind etwaige Abfindungen auf zwei Jahresgehälter begrenzt. Die Bezüge des Vorstands zeigt die folgende Übersicht: scroll
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Ein Teil der Vergütung für Herrn Dr. Ohlinger ist bis auf Weiteres zinslos gestundet. Die Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitgliedern des Vorstands zum 30. September 2016 betragen nach IFRS EUR 1.004.402,00 (Vorjahr EUR 574.235,00). Im Gegenzug zur Erhöhung der Pensionszusage hat Herr Dr. Ohlinger zusätzlich auf persönliche Ansprüche gegenüber der SCHUMAG verzichtet. Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands oder ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf EUR 719.195,18 (Vorjahr EUR 706.862,40). Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen belaufen sich nach IFRS auf EUR 11.378.405,00 (Vorjahr EUR 10.543.622,00). Nach § 14 der Satzung erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats für ein Geschäftsjahr eine nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung von EUR 7.158,09. Der Vorsitzende erhält den 2fachen Betrag, sein Stellvertreter den 1,5fachen Betrag. Die Vergütung wird anteilig zur Amtszeit des jeweiligen Aufsichtsratsmitglieds gewährt. Zudem haben die Mitglieder des Aufsichtsrats Anspruch auf Ersatz der ihnen bei der Ausübung ihres Amtes entstehenden Auslagen. Die Bezüge des Aufsichtsrats zeigt die folgende Übersicht: scroll
Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind im Anhang unter Anmerkung 30 aufgeführt. Übernahmerelevante AngabenDie Angaben nach § 315 Abs. 4 Nr. 1 bis 9 HGB sind nachfolgend aufgeführt: Das gezeichnete Kapital der SCHUMAG zum 30. September 2016 beträgt EUR 10.225.837,62 und ist eingeteilt in 4.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Die Aktien der SCHUMAG sind unter der ISIN DE0007216707 (WKN 721670) zum Handel im regulierten Markt (General Standard) der Wertpapierbörse Frankfurt am Main notiert; außerdem werden sie im Freiverkehr an den Börsen in Düsseldorf, Berlin, Hamburg und Stuttgart sowie über das elektronische Handelssystem XETRA gehandelt. Es gibt bei der Gesellschaft nur eine Aktiengattung und alle Aktien vermitteln gleiche Rechte bzw. Pflichten. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die weiteren Rechte und Pflichten aus den Aktien der Gesellschaft bestimmen sich nach dem Aktiengesetz. Die Angaben gem. § 315 Abs. 4 Nr. 3 HGB sind im Anhang unter Anmerkung 32 enthalten. Aufgrund eines Aktienkaufvertrages vom 16. Juli 2010 wurden die im Oktober 2009 im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms von der Gesellschaft erworbenen eigenen Aktien, insgesamt 333.526 Stück, entsprechend 8,34 % vom Grundkapital, von Herrn Norbert Thelen als Treuhänder für die Arbeitnehmer der Gesellschaft erworben. Herr Norbert Thelen nimmt die Kontroll- und Stimmrechte als Treuhänder für die Arbeitnehmer wahr. Nach § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft besteht ihr Vorstand aus einem Mitglied oder auch aus mehreren Mitgliedern. Satzungsgemäß und nach § 84 AktG erfolgt die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands durch den Aufsichtsrat. Die Bestellung kann auf höchstens fünf Jahre erfolgen, wobei diese Höchstdauer auch jeweils im Fall der wiederholten Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit zu beachten ist. Die Abberufung von Vorstandsmitgliedern ist nur aus wichtigem Grund zulässig. Im Übrigen wird zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern auf die Vorschriften in den §§ 84, 85 AktG sowie § 6 der Satzung der Gesellschaft verwiesen. Die Satzung weicht von den vorgenannten gesetzlichen Vorschriften jedoch nicht ab. Jede Satzungsänderung bedarf grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung, der nach § 133 Abs. 1 AktG mit einfacher Stimmenmehrheit und zusätzlich nach § 18 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft i.V.m. § 179 Abs. 1 und 2 AktG mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals gefasst wird, soweit nicht gesetzliche Vorschriften oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreiben. Das Gesetz verlangt zwingend einen Beschluss der Hauptversammlung mit einer Mehrheit von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals für solche Änderungen der Satzung, die den Gegenstand des Unternehmens (§ 179 Abs. 2 Satz 2 AktG), die Ausgabe von Vorzugsaktien ohne Stimmrecht (§ 182 Abs. 1 Satz 2 AktG), Kapitalerhöhungen unter Bezugsrechtsausschluss (§ 186 Abs. 3 AktG), die Schaffung eines bedingten Kapitals (§ 193 Abs. 1 AktG), die Schaffung eines genehmigten Kapitals (§ 202 Abs. 2 AktG) - ggf. mit Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss (§ 203 Abs. 2 Satz 2 i.V.m. § 186 Abs. 3 AktG) -, die ordentliche oder vereinfachte Kapitalherabsetzung (§ 222 Abs. 1 Satz 2 bzw. § 229 Abs. 3 AktG) oder einen Formwechsel (§ 233 Abs. 2 bzw. § 240 Abs. 1 UmwG) betreffen. Der Aufsichtsrat ist nach § 12 der Satzung ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur deren Fassung betreffen. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit ab dem 1. März 2016 bis zum 29. April 2020 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder unter Verwendung von Forderungen gegen die Gesellschaft als Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 2.556.459,41 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Dabei kann der Vorstand das Bezugsrecht auf neue Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausschließen, und zwar für Spitzenbeträge und bei Kapitalerhöhungen bis zu einem Betrag von insgesamt EUR 511.291,89 unter Verwendung von Forderungen gegen die Gesellschaft als Sacheinlagen. Für den Fall eines Übernahmeangebotes, das sich auf von der Gesellschaft ausgegebene und zum Handel an einem organisierten Markt zugelassene Aktien richten würde, bestehen für den Vorstand im Übrigen die allgemeinen gesetzlichen Aufgaben und Befugnisse. So müssten z.B. Vorstand und Aufsichtsrat bei Vorliegen eines Übernahmeangebots nach § 27 WpÜG eine begründete Stellungnahme zu dem Angebot abgeben und veröffentlichen, damit die Aktionäre in Kenntnis der Sachlage über das Angebot entscheiden können. Außerdem dürfte der Vorstand gemäß § 33 WpÜG nach Bekanntgabe eines Übernahmeangebots keine Handlungen außerhalb des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs vornehmen, durch die der Erfolg des Angebotes verhindert werden könnte, wenn er dazu nicht von der Hauptversammlung ermächtigt ist oder der Aufsichtsrat dem zugestimmt hat oder es sich nicht um die Suche nach einem konkurrierenden Angebot handelt. Bei ihren Entscheidungen sind Vorstand und Aufsichtsrat an das Wohl des Unternehmens, seiner Mitarbeiter und seiner Aktionäre gebunden. Satzungsregelungen im Sinne von § 33a bis § 33c WpÜG (Europäisches Verhinderungsverbot, Europäische Durchbrechungsregel, Vorbehalt der Gegenseitigkeit) waren zum Bilanzstichtag nicht vorhanden. Erklärung zur UnternehmensführungDie Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist auf unserer Internetseite (www.schumag.de) im Bereich Investor Relations / Corporate Governance veröffentlicht. Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG)Über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde gemäß § 312 AktG gesondert berichtet. Darin wird unter anderem festgehalten, dass keine berichtspflichtigen Maßnahmen vorlagen, die die SCHUMAG auf Veranlassung oder im Interesse der Meibah International GmbH, München, sowie Herrn Miaocheng Guo, China, oder der mit diesen verbundenen Unternehmen getroffen oder unterlassen hat. Der Bericht schließt mit folgender Erklärung: „Der Vorstand der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen, erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die vorstehend aufgeführten Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt." NACHTRAGSBERICHTEs lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vor. CHANCEN- UND RISIKOBERICHTMerkmale des internen Kontroll- und RisikomanagementsystemsDas konzernübergreifende interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der SCHUMAG ist ein integriertes System, welches die Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, zur Risikofrüherkennung, zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften unterstützt. Das Risikomanagementsystem wurde im Geschäftsjahr 2012/13 und 2015/16 überarbeitet und setzt sich weiterhin aus einer Vielzahl von Komponenten zusammen, die in die Aufbau- und Ablauforganisation der Gesellschaft eingebettet sind. Im Rahmen der Überarbeitung des Risikomanagementsystems wurde die Klassifizierung des Risikoerwartungswertes an die aktuelle Risikostruktur des Unternehmens angepasst. Durch Aufstellung von restriktiven Richtlinien sowie durch laufende Überprüfung von Prozessen wird dessen Funktionsfähigkeit gewährleistet. Die Einbeziehung des Risikomanagementsystems in das Berichtswesen sowie eine regelmäßige Kommunikation zwischen den Entscheidungsträgern ermöglichen ein frühzeitiges Erkennen und Gegensteuern von Risiken. Unser Risikomanagement-Handbuch beschreibt den Prozess der Risikovorsorge. Der systematische Ansatz zum Risikomanagement unterstützt dabei das Bewusstsein zum offenen Umgang mit risikorelevanten Daten und deren eindeutige Dokumentation, die Basis für unternehmerische Entscheidungen, die Qualität der Planung, die Effektivität der Berichterstattung des Controllings und den optimalen Einsatz von Unternehmensressourcen. Unsere Abteilungs- und Bereichsleiter sind verantwortlich für die Identifikation von Risiken, deren Bewertung und Steuerung sowie deren Kommunikation. Die Koordination obliegt unserem Risikomanager. Die Bewertung unserer Risiken erfolgt über den Risikoerwartungswert. Dieser ergibt sich aus der Qualifizierung der möglichen Auswirkungen des Risikos in Verbindung mit deren Eintrittswahrscheinlichkeit. Folgende Klassifizierung des Risikoerwartungswertes wird vorgenommen: scroll
Ziel ist, die verantwortlichen Personen auf möglichst vielen Hierarchieebenen im Unternehmen frühzeitig auf Risiken unterschiedlichster Ausprägung hinzuweisen und die im Rahmen des Risikomanagements entwickelten Instrumente zur Risikoabwehr und -bewältigung rechtzeitig zu nutzen. Die Geschäftsprozesse unterliegen Kontrollen, die Risiken beherrschbar machen sollen. Die Maßnahmen und Regeln betreffen z.B. Anweisungen zur Funktionentrennung, Unterschriftenregelungen, auf wenige Personen eingeschränkte Zeichnungsberechtigung für Zahlungen (Vieraugenprinzip), Maßnahmen zur IT-Sicherheit. Darüber hinaus wird unser Kontroll- und Risikomanagementsystem, soweit es das rechnungslegungsbezogene Kontrollsystem betrifft, im Rahmen der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung beurteilt. Dieser Chancen- und Risikobericht analysiert und erläutert die bis Ende des Aufstellungszeitraums erkennbaren wesentlichen zu überwachenden Chancen und Risiken der SCHUMAG und deren Tochtergesellschaften. Leistungswirtschaftliche Chancen und RisikenAbsatzmarktSCHUMAG bewegt sich im Wesentlichen auf den Märkten für PKWs, Nutzfahrzeuge sowie Medizintechnik. Absatzmarktrisiken treten hierbei in unterschiedlicher Ausprägung auf. Während der Medizintechnikmarkt in seinem Nachfrageverhalten eine relative Konstanz aufweist, ist der Nutzfahrzeug-Sektor entscheidend von der weltwirtschaftlichen Gesamtlage beeinflusst. Der wesentliche Teil unserer Produktion in der Präzisionsmechanik wird nach wie vor im Bereich der Teilefertigung für Dieselmotoren gesehen. Diese Schlüsseltechnologie, insbesondere im Bereich der Nutzfahrzeuge, wird nach unserer Einschätzung trotz der aktuellen Diskussionen hinsichtlich der Einhaltung von Grenzwerten im Rahmen des Diesel-Abgasskandals (für PKWs) vorerst maßgebend bleiben. Wann eine Ablösung durch neue bzw. andere Antriebstechnologien erfolgen wird, kann derzeit noch nicht konkret eingeschätzt werden. Ständig steigende Einsparungsnotwendigkeiten sowie die Kopplung an alternative Antriebstechnologien führen zu einer kontinuierlich steigenden Komplexität der Kundenanforderungen. Dieser Herausforderung können wir uns stellen, da wir bei vielen von uns gefertigten Produkten einen Wettbewerbs- und Technologievorsprung sehen. Diese Vorteile versuchen wir auch in eine Ausweitung unserer Angebotspalette umzusetzen. Hierüber sind wir mit unseren Kunden ständig im Gespräch. Die Struktur unseres Angebotes wird konsequent weiterentwickelt. Unsere Kunden werden zunehmend produktionstechnisch beraten, hierdurch werden zusammen mit uns die gefertigten Komponenten technologisch verbessert. Hinsichtlich der Abhängigkeit von der Automobilindustrie sowie einzelner Großkunden sehen wir eine Risikokonzentration. Wie in den Vorjahren wurde die Vergabe internationaler, dollarbasierter Projekte durch die EUR/USD-Wechselkursrelation beeinflusst. Absatzmarktrisiken haben naturgemäß einen entscheidenden Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. Den immer noch vorhandenen Risiken aus der ungewissen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung begegnen wir durch den Ausbau der internationalen Marktpräsenz für die PKW- und LKW-Zulieferindustrie. Daneben entwickeln wir neue Vertriebsstrategien, um im Non-Automotive-Bereich zu wachsen. Durch fortschreitende Diversifikation versprechen wir uns, Absatzmarktrisiken nicht nur einzudämmen sondern auch neue Absatzchancen zu erschließen. Aufgrund der Ungewissheiten im Hinblick auf die uns betreffenden Problemfelder Dieselproblematik, Rohölpreis und Währungskurse stehen keine einheitlichen Prognosen für die Entwicklung insbesondere der Auslandsnachfrage in den für uns relevanten Märkten zur Verfügung. Das Risiko weiterer Umsatzreduzierungen ist weiterhin latent vorhanden. Darüber hinaus ist auch das Risiko absatzmarktbedingter Ausfälle durch exogene Faktoren wie einer sich wieder verschärfende Wirtschafts- und Finanzkrise oder auch der Neuausrichtung im Einkaufsverhalten unserer Kunden gegeben. Unser Bestreben ist, unsere produktionstechnische Basis permanent zu erweitern, um den ständig wachsenden Kundenanforderungen zu genügen. Mehr als 180 Jahre Erfahrung in der Präzisionstechnik sind Beweis für unsere Flexibilität. In Zukunft werden wir uns weiter auf unsere Kernkompetenzen fokussieren. Unsere langjährige Erfahrung erlaubt es uns zudem, den Kunden Betriebsmittelkonstruktionen (im Sinne von Ideallösungen) anzubieten. Wir werden auch zukünftig Möglichkeiten bereitstellen, anspruchsvolle Hightech-Komponenten zu fertigen. Im Rahmen unserer Unternehmensphilosophie beschäftigen wir uns mit diversen Prozessentwicklungen, auch außerhalb des Automotivsektors. Darüber hinaus besteht die Absicht, durch Ausweitung und Intensivierung der innerbetrieblichen Weiterbildung weitere Prozessentwicklungen zu forcieren und sich in vorhandenen Marktnischen zu etablieren. Das Risiko einer höheren Schwankungsbreite unserer Auftragseingangs- und Umsatzprognose ist aufgrund des instabilen Nachfrageverhaltens bei Konsumenten in Folge der derzeitigen Abgasproblematik im Dieselsegment gegeben. Derzeit beschäftigen wir uns bei einem Kunden mit einer Mängelrüge in Verbindung mit Produkthaftungsfragen. Nach Konsultation unserer Anwälte und der Versicherung wären wir im Falle einer Haftungsfrage in ausreichender Höhe versichert, jedoch sind Grund und Höhe der Rüge noch nicht ausreichend begründet. Das wirtschaftliche Risiko wäre jedoch begrenzt auf die Höhe des mit der Versicherung vereinbarten Selbstbehalts. Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Hoch“ eingestuft. BeschaffungsmarktBeschaffungsmarktrisiken strukturieren sich im Wesentlichen in Termin-, Mengen- und Preisrisiken. Im Bereich der stahlverarbeitenden Industrie ergibt sich seit Jahren insbesondere die Situation, dass die Schwellenländer durch ihr Nachfrageverhalten in großem Maße Einfluss auf die oben genannten Risiken ausüben. Eine Besonderheit im Risikoprofil der Gesellschaft ergibt sich daraus, dass eine Vielzahl von Rohstoffen (insbesondere Speziallegierungen) ausschließlich bei einem oder wenigen Herstellern zu beschaffen sind. Eine Quantifizierung der Beschaffungsmarktrisiken ist kaum möglich, da diese letztlich dadurch gemessen werden, ob eine zugesagte Produktion hinsichtlich Menge, Qualität, Preis sowie Liefertermin anforderungsgerecht erfolgen kann. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren keine nennenswerten beschaffungslogistischen Probleme bezüglich der Abarbeitung der Produktionsaufträge zu verzeichnen. Aufgrund des sich kurzfristig ändernden Nachfrageverhaltens unserer Kunden aus dem Automobilbereich ist es kaum möglich, langfristige Bedarfspläne für die Beschaffung abzuleiten. Die Risikostruktur sowie die Risikoausprägung haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert. Der Trend, vermehrt Rahmenverträge mit Lieferanten abzuschließen, die es ermöglichen sollen, die benötigten Materialien „just in time“ zu beziehen, setzt sich fort. Hieraus ergeben sich sowohl Chancen (verminderte Kapitalbindung) als auch Risiken (stärkere Lieferantenabhängigkeit). Unverändert versuchen wir, durch längerfristige Einkaufsverträge und ein aktives Vorratsmanagement sowohl dem Preisanstieg als auch den Lieferterminrisiken entgegen zu wirken. Aufgrund der Vorgaben der Kunden beziehen wir unsere Rohstoffe im nennenswerten Umfang von bestimmten Lieferanten. Bestandsgefährdende Abhängigkeiten hieraus bestehen nicht. Die Tendenz, dass unsere Kunden direkt Preisverhandlungen mit unseren Rohstofflieferanten führen, hält weiter an. Hieraus resultiert eine Risikoreduktion hinsichtlich unkontrollierter Preisanstiege. Darüber hinaus ist der Trend erkennbar, dass sich unsere Bestellungen bei immer weniger Lieferanten konzentrieren. Der hieraus resultierende Bündelungseffekt führt im Einzelfall zu deutlich gestiegenen Bestellvolumina, die immer schwieriger von Warenkreditversicherern gedeckt werden, was wiederum zu verkürzten Zahlungszielen bei unseren Lieferanten führt. Den Risikoerwartungswert haben wir als „Mittel“ eingestuft. Chancen und Risiken aus Management und OrganisationComplianceDie Gesellschaft ist dem generellen Risiko ausgesetzt, dass im Rahmen der Geschäftstätigkeit geltende gesetzliche Rechtsvorschriften und Richtlinien nicht eingehalten werden. Durch Compliance-Richtlinien für unsere Mitarbeiter begegnen wir diesem Risiko. Für eine restriktivere Handhabung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems erfolgte zudem im Geschäftsjahr 2012/13 eine Anpassung organisatorischer Regelungen. Weiterhin wurden neue Compliance-Regelungen erarbeitet und die Führungskräfte dementsprechend sensibilisiert. Bei internen Prüfungen im Geschäftsjahr 2012/13 ergaben sich Anhaltspunkte, dass in der Vergangenheit Regelungen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystem durch Organmitglieder nicht eingehalten wurden. Im Rahmen laufender Ermittlungsverfahren kam es gleichzeitig zu Befragungen staatlicher Ermittlungsbehörden. Der Vorstand hat daraufhin Untersuchungen hinsichtlich möglicher fahrlässiger Pflichtverletzungen durch Organmitglieder im Hinblick auf § 93 AktG eingeleitet. Da wir ein starkes Interesse daran haben, die Vorkommnisse der Vergangenheit aufzuklären, kooperieren wir bei der Klärung der zugrunde liegenden Sachverhalte sehr eng mit den Ermittlungsbehörden, wobei sich die Ermittlungen nicht gegen die Gesellschaften selbst richten. Mit der internen Untersuchung und Aufklärung wurden externe Anwaltskanzleien beauftragt. Da die Untersuchungen zum jetzigen Stand aber nicht abgeschlossen sind, verfügt der Vorstand noch nicht über genügend Informationen, um eine abschließende Stellungnahme abgeben zu können. Gerichtliche Verfahren gegen einzelne Organmitglieder wurden eingeleitet. Derzeit liegen noch keine rechtskräftigen Urteile seitens der Gerichte vor. Sich aus den betreffenden Sachverhalten ergebende potentielle Chancen und Risiken wie Schadensersatzansprüche oder Steuerrisiken haben sich für eine Bilanzierung noch nicht hinreichend konkretisiert. Den Risikoerwartungswert haben wir als „Mittel“ eingestuft. InfrastrukturIT-Risiken nehmen aufgrund der immer weiter fortschreitenden Automatisierung in Verwaltung aber auch in der Produktion zunehmend eine strategische Bedeutung ein. Planung, Steuerung aber auch Kommunikation sind ohne funktionierende IT-Systeme kaum noch vorstellbar. Ein Totalausfall der IT-Systeme kann im schlimmsten Fall zu Betriebsstillständen führen und wäre somit von existenzieller Bedeutung. Im Hinblick auf die Einführung der bereichsübergreifenden ERP-Software SAP zur Ablösung der Altsysteme, die im Frühjahr 2010 unterbrochen wurde, besteht durch die langfristige Unterbrechung das Risiko, dass die Kosten der Implementierung höher als bisher geplant ausfallen werden. Für den Fall eines IT-Ausfalls wurde bereits in der Vergangenheit ein Notfall- und Katastrophenvorsorgeprogramm erarbeitet. Zur Verhinderung unberechtigter Datenzugriffe werden Firewall-Systeme und Virenscanner eingesetzt. Die Risikostruktur ist gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert. Durch eine sukzessive Abschaffung der Altsysteme versprechen wir uns eine deutliche Reduzierung der Risikoausprägung. Auch im Geschäftsjahr 2015/16 haben wir teilweise die betrieblichen Kapazitätsgrenzen (maschinenbedingt) erreicht. Zudem führten Maschinenausfälle, dem Alter des Maschinenparks geschuldet, zu unplanmäßigen Unterbrechungen. Dies führt zu hohen Instandhaltungsaufwendungen sowie Ausfallszeiten. Trotz einer verbesserten Liquiditätssituation können Neuinvestitionen in moderne Maschinen weiterhin nicht im erforderlichen Umfang vorgenommen und strukturelle Anpassungsmaßnahmen nur in begrenztem Umfang eingeleitet werden. Weiterhin arbeiten wir verstärkt daran, präventive Instandhaltungspläne zu erarbeiten. Die aktuelle und zukünftige Herausforderung besteht darin, zusätzliche Stabilisierungsmaßnahmen einzuleiten, Rationalisierungspotentiale informationstechnisch zu ermöglichen und gleichzeitig die notwendigen Anpassungen sicherheitstechnisch sowie finanziell zu meistern. Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Hoch“ eingestuft. Finanzwirtschaftliche Chancen und RisikenFinanzenDie Gesellschaft sieht sich vielfältigen finanziellen Risiken sowie Chancen gegenüber. Diese können sowohl im operativen Geschäftsbetrieb als auch in Finanzierungssachverhalten identifiziert werden. Ein finanzielles Ungleichgewicht kann im ungünstigsten Fall zur Zahlungsunfähigkeit führen. Ursache hierfür kann eine nicht ausreichende Innenfinanzierung und/oder das Ausbleiben notwendiger Fremdfinanzierungen sein. Finanzrisiken im operativen Bereich entstehen im Wesentlichen durch Schwankungen der Zinsen, Währungen sowie der Einkaufspreise für Rohstoffe und Materialien. Aufgrund kurzfristiger Geldanlagen im Rahmen der unterjährigen Liquiditätsreserven bestehen keine wesentlichen Risiken aus Zinsänderungen. Zur Vermeidung von Währungskursrisiken werden auf Fremdwährung abgeschlossene Geschäfte mit höheren Volumina zeitgleich kursgesichert. Kurzfristige Liquiditätsrisiken aus Schwankungen der Zahlungsströme werden über ein rollierendes Liquiditätsplanungssystem frühzeitig erkannt. Zur Eindämmung von Ausfallrisiken betreibt SCHUMAG ein konsequentes Forderungsmanagement. Durch die Nutzung von echtem Factoring wird zurzeit ein Großteil des Ausfallrisikos - welches durch die Bonität unserer Kunden gemildert wird - auf die Factoring-Gesellschaft übertragen. Die Entwicklung der Finanzlage betrachten wir anhand kurz-, mittel- und langfristiger Prognoserechnungen. Hierüber wird fortlaufend im Rahmen der Berichterstattung unseres Risikomanagers informiert. Aufgrund des geringen Umfangs der verfügbaren Liquidität können wesentliche Erlösrückgänge und/oder Kostensteigerungen dazu führen, dass das finanzielle Gleichgewicht gestört wird. Unsere Liquiditätssituation konnte stabil gehalten werden. Bei einer Verschlechterung der Auftrags- und damit auch Finanzlage besteht aber weiterhin das Risiko, dass erforderliche zusätzliche Fremdfinanzierungen nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen. Neue Finanzierungsmöglichkeiten werden weiterhin geprüft. Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Hoch“ eingestuft. VermietungSCHUMAG generiert Erträge aus der Vermietung von Gewerbeimmobilien, insbesondere durch die an die SMS group vermieteten Räumlichkeiten. Grundsätzlich ist ein Vermietungsrisiko für die gehaltenen Immobilien gegeben. Im Einzelnen bestehen wesentliche Risiken in der Prolongation oder Anschlussvermietung bei auslaufenden oder gekündigten Mietverhältnissen sowie in der mangelnden Zahlungsfähigkeit von Mietern und den sich daraus ergebenden Mietausfällen. Weitere potentielle Risiken bestehen in der Nachvermietung zu einem geringeren Mietzins und in erhöhten Aufwendungen bei der Neuvermietung. Aktuell sind alle Mieterträge bis mindestens Ende 2018 vertraglich abgesichert. Darüber hinaus ist nach jetziger Markteinschätzung die Vermietungsfähigkeit der Immobilien gegeben, welche zudem durch nachhaltige Instandhaltungsmaßnahmen auch zukünftig gesichert wird. Bei Neuvermietungen wird die Bonität potenzieller Mieter eingehend geprüft und weiterhin das Ziel verfolgt, Mietverträge mit möglichst langer Laufzeit abzuschließen. Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Niedrig“ eingestuft. Externe Chancen und RisikenWasserschutzzonenEin seit Jahren andauerndes Verfahren zur Neuklassifizierung der örtlichen Wasserschutzzonen, nach der die bestehenden Maschinen der SCHUMAG Bestandsschutz besitzen, hinsichtlich Neuinvestitionen sowie der Nutzung vorhandener Gewerbeflächen aber umfangreiche Auflagen drohen, wurde im Berichtszeitraum nicht abgeschlossen. Das Unternehmen trägt mit einem umfassenden Abwasser- und Niederschlagswasserkonzept künftigen wasserwirtschaftlichen Veränderungen Rechnung. Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Niedrig“ eingestuft. InsolvenzforderungHinsichtlich der Forderungen der SCHUMAG gegen ihre ehemalige Muttergesellschaft Babcock Borsig AG i.I. wurde in Vorjahren wegen voraussichtlicher Uneinbringlichkeit eine vollständige Wertberichtigung vorgenommen. Aufgrund der Berichterstattung des Insolvenzverwalters erfolgte im Geschäftsjahr 2012/13 eine Wertaufholung in Höhe von EUR 1,5 Mio. Gemäß aktuellem Zwischenbericht des Insolvenzverwalters bestehen Risiken weiterhin hinsichtlich des Zeitpunktes des Zahlungszugangs sowie hinsichtlich möglicher Reduzierungen der Insolvenzquote. Diesen Risiken wurde durch die Berücksichtigung von Risikoabschlägen bei der Bewertung Rechnung getragen. Demgegenüber stehen Chancen aus weiteren Verbesserungspotenzialen der Insolvenzquote. Gegenüber dem Vorjahr sehen wir keine wesentliche Veränderung im Risikoprofil. Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Niedrig“ eingestuft. GerichtsprozesseRisiken aus Gerichtsprozessen umfassen solche Risiken, die aufgrund geführter oder erwarteter Gerichtsverfahren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft haben können. Die Entwicklung unserer Tochtergesellschaft BR Energy GmbH erfolgte nicht erwartungsgemäß, so dass die operativen Aktivitäten vollständig eingestellt wurden. Das Risiko eines Ausfalls der investierten Mittel ist eingetreten. Derzeit beschäftigen wir uns mit den verbliebenen Rechtsstreitigkeiten und deren kosteneffizienter Erledigung. Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Niedrig“ eingestuft. PROGNOSEBERICHTDieser Konzernlagebericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der SCHUMAG beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die in den Prognosen zu Grunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Nach der Einstellung der operativen Aktivitäten unserer Tochtergesellschaft BR Energy GmbH aufgrund ausbleibender Geschäftserfolge ruht der Geschäftsbereich derzeit und wird nicht weiter verfolgt. Die nachfolgenden Angaben beziehen sich daher nur noch auf den Geschäftsbereich Präzisionsmechanik. Die Gesellschaft befindet sich trotz einer Vielzahl realisierter Restrukturierungsmaßnahmen sowie einer starken Marktstellung im Bereich niedriger Fertigungstoleranzen und einer beachtlichen Reputation im Markt weiterhin in einer nicht einfachen Situation. Wichtige Teilziele zur Stabilisierung des Unternehmens wurden erreicht. So konnte ein zusätzliches Projekt mit einem Bestandskunden zur Baugruppenfertigung und -Montage realisiert werden. Der daraus resultierende Effekt einer erhöhten Wertschöpfung konnte den umsatzbedingten Ertragsrückgang im Berichtsjahr jedoch nicht kompensieren, legt allerdings das Fundament für die künftige Ertragskraft der SCHUMAG. In Zukunft müssen wir uns wie bereits erwähnt auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren und das Geschäft in den Marktnischen weiter ausbauen. Ferner soll die Baugruppenfertigung weiter intensiviert und ausgebaut werden. Für ein dahingehend erfolgreiches Vorhaben ist ein Reinraum marktseitig unabdingbar, so dass mit entsprechenden Investitionen im Geschäftsjahr 2016/17 begonnen wird. Risiken bestehen bzgl. der finanziellen Ausstattung der Gesellschaft sowie eines erneuerungsbedürftigen Maschinenparks. Im Berichtszeitraum wurden Investitionen in den Maschinenpark getätigt, welche durch Leasing und aus eigenen Mitteln realisiert werden konnten. Eine deutliche Risikoreduktion könnte hier erreicht werden, wenn die SCHUMAG in eine geregelte Finanzierung eintreten kann. Der Einfluss der weiteren Entwicklung der Pensionsrückstellungen aufgrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik auf das Ergebnis vor Steuern und das Eigenkapital lässt sich nur sehr schwer abschätzen. Trotz der derzeitigen allgemeinen Marktunsicherheiten, der starken US-Dollar-Entwicklung sowie der aufgetretenen Abgasproblematik bei Dieselfahrzeugen gehen wir dennoch von einer Erholung der Nachfrage unserer Kunden und somit steigenden Umsatzerlösen aus. Ziel ist es, das Produktportfolio bei Bestandskunden hinsichtlich Einzelteilen und Baugruppen zu erweitern. Mit der Herstellung und dem Vertrieb von Baugruppen einher geht die Verbesserung der Preisqualität unseres Produktportfolios. Nach derzeitigem Stand rechnen wir für das Geschäftsjahr 2016/17 mit einer Gesamtleistung zwischen EUR 48 Mio und EUR 49 Mio. In gleicher Größenordnung werden die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2016/17 erwartet. Zur nachhaltigen Stabilisierung der Liquiditätssituation ist weiterhin ein striktes Liquiditätsmanagement erforderlich. Auf Basis der zugrunde gelegten Prämissen hinsichtlich der Umsatzausweitung und der dafür geplanten, in deutlich höherem Umfang notwendigen Investitionen planen wir mit einer Liquiditätsausstattung auf konstantem Niveau. Zum 30. September 2017 rechnen wir mit einem Liquiditätsgrad I, der deutlich über dem Niveau des Berichtsjahres liegt. Weitere Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung sind eingeleitet und befinden sich in der Umsetzung. Zudem gilt es, die Gemeinkosten auf dem niedrigen Niveau des Geschäftsjahres 2015/16 nachhaltig zu stabilisieren. Unter Zugrundelegung des Szenarios mit der für uns höchsten Wahrscheinlichkeit rechnen wir durch die Verbesserung der Kostenstrukturen bei erhöhter Gesamtleistung für das Geschäftsjahr 2016/17 mit einer nennenswerten Verbesserung des EBIT. Die Einschätzung bezieht sich sowohl auf die nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelte Steuerungsgröße EBIT als auch auf das EBIT, das in unserem nach den Grundsätzen der IFRS aufgestellten Konzernabschluss ausgewiesen wird.
Aachen, 30. Dezember 2016 SCHUMAG Aktiengesellschaft Der Vorstand Dr. Johannes Ohlinger Konzernbilanz zum 30. September 2016SCHUMAG Aktiengesellschaft, AachenAKTIVA scroll
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. September 2016SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachenscroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. September 2016SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachenscroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. September 2016SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachenscroll
Ergänzende Erläuterungen zur Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung befinden sich im Konzernanhang unter Anmerkung 19. *sämtlich den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. September 2016SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachenscroll
Ergänzende Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung befinden sich im Konzernanhang unter Anmerkung 35. 1) ohne Auszahlungen für Sozialplan *Der Vorjahresausweis wurde entsprechend der neuen Gliederung gem. DRS 21 angepasst. Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. September 2016SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen1. Informationen zum UnternehmenDie SCHUMAG Aktiengesellschaft („SCHUMAG“) ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, die beim Amtsgericht Aachen unter der Registernummer HRB 3189 eingetragen ist. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Oktober eines Jahres bis zum 30. September des Folgejahres. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. September 2016 wurde am 30. Dezember 2016 durch Beschluss des Vorstands zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der SCHUMAG-Konzern ist mit seinen Gesellschaften SCHUMAG Aktiengesellschaft und Schumag Romania S.R.L., Timisoara, Chisoda/Rumänien, im Bereich Präzisionsmechanik tätig. Da der Bereich Anlagentechnik, in dem die Gesellschaft BR Energy GmbH, Aachen, tätig war, in den Vorjahren keine Auftragseingänge bzw. Umsätze realisiert hat, wurden die operativen Aktivitäten dieses Geschäftsfelds auch aufgrund dafür nicht vorhandener Finanzmittel nicht weiterverfolgt. 2. Rechnungslegungsgrundsätze2.1 GrundlagenDie Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern). Der Konzernabschluss der SCHUMAG wurde nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und ergänzend nach den gemäß § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Dabei wurden alle verpflichtend anzuwendenden IFRS berücksichtigt, die durch die Europäische Union übernommen wurden. Die Aufstellung erfolgt grundsätzlich auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten, soweit zum Zeitpunkt der Umstellung auf IFRS nicht gem. IFRS 1 Zeitwerte angesetzt wurden. Die Bilanz wird in Anwendung von IAS 1 nach lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden gegliedert. Als kurzfristig werden solche Vermögenswerte und Schulden angesehen, die innerhalb eines Jahres fällig sind. Entsprechend IAS 1.56 werden latente Steuern als langfristige Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Der Abschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders dargestellt, werden sämtliche Beträge entsprechend kaufmännischer Rundung in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Es können sich Abweichungen zu den ungerundeten Beträgen ergeben. Zur Verbesserung der Klarheit werden einzelne Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz zusammengefasst und im Anhang gesondert erläutert. In der Berichtsperiode wurden die Verbindlichkeiten aus Jubiläumsverpflichtungen erstmals unter den langfristigen anstatt den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit wurden die entsprechenden Vorjahresbeträge angepasst. scroll
2.2 KonsolidierungIn den Konzernabschluss werden neben der SCHUMAG Aktiengesellschaft alle Tochterunternehmen einbezogen. Die Konsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt ab dem Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung bis zur Beendigung der Beherrschung. Bei erstmaliger Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit den Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte und Schulden einschließlich der Eventualverbindlichkeiten verrechnet. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäftswert bilanziert. Ein verbleibender passiver Unterschiedsbetrag wird nach nochmaliger Überprüfung ertragswirksam vereinnahmt. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Gesellschaften werden einheitlich nach den nachfolgend beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Alle konzerninternen Beziehungen sowie Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen unter den einbezogenen Gesellschaften werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind im Einzelnen unter Anmerkung 33 aufgeführt. Der Abschluss der BR Energy GmbH ist zum Abschlussstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Für die Schumag Romania S.R.L. lag ein Zwischenabschluss zum Abschlussstichtag vor. 2.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden2.3.1 Fremdwährungsumrechnung:Die funktionale Währung der SCHUMAG Aktiengesellschaft sowie der inländischen Konzerngesellschaft ist der Euro. Die Erfassung von Transaktionen in fremder Währung erfolgt zu dem Kurs, der zum Zeitpunkt der Buchung der Transaktion gültig ist. Vermögenswerte und Schulden in fremder Währung werden zu Kursen am Abschlussstichtag bewertet. Dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst. Die ausländische Konzerngesellschaft erstellt ihren Abschluss in der Währung, in der sie - gemessen an ihrem Geschäftsbetrieb, ihren Geschäftsvorfällen sowie ihren Zahlungsströmen - überwiegend wirtschaftlich tätig ist. Die Umrechnung in die Konzernwährung Euro erfolgt gemäß modifizierter Stichtagskursmethode: Bilanzposten mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zu historischen Kursen umgerechnet wird, werden zu Stichtagskursen am Abschlussstichtag, Aufwendungen und Erträge zu Monatsdurchschnittskursen umgerechnet. Die sich hieraus ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral als sonstiges Ergebnis in einem gesonderten Posten im Eigenkapital ausgewiesen. Die Wechselkurse der Fremdwährung im Konzern haben sich wie folgt entwickelt: scroll
2.3.2 Ertragsrealisierung:Erträge werden grundsätzlich erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und dieser in der Höhe verlässlich bestimmt werden kann. Umsatzerlöse aus Warenverkäufen werden bei Auslieferung der Erzeugnisse und Waren realisiert, sobald der Gefahrenübergang auf den Erwerber vorliegt. Dabei werden mögliche Rabatte oder sonstige Preisnachlässe abgezogen. Mögliche Risiken aus der Reklamation von Erzeugnissen und Waren sowie aufgrund von Gewährleistungen werden zurückgestellt. Erträge aus Dienstleistungen werden erfasst, soweit die Leistung erbracht wurde. Zinserträge werden unter Berücksichtigung der zum Abschlussstichtag bestehenden Forderungen und der nach der Effektivzinsmethode anzuwendenden Zinssätze zeitanteilig vereinnahmt. Mieterträge aus Operating-Leasingverhältnissen insbesondere im Zusammenhang mit der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie werden zeitanteilig über die Laufzeit der entsprechenden Leasingverhältnisse erfasst. 2.3.3 Fremdkapitalkosten:Fremdkapitalkosten, die unmittelbar dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswertes aktiviert. Qualifizierte Vermögenswerte (qualifying assets) sind dabei solche, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in den beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfertigen Zustand zu versetzen. Bisher sind solche Fremdkapitalkosten nicht angefallen. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode ihres Anfalls erfolgswirksam erfasst. 2.3.4 Ergebnis je Aktie:Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Ergebnis nach Steuern und der gewichteten Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien. In den dargestellten Berichtsperioden ergaben sich keine Verwässerungseffekte. 2.3.5 Zuwendungen der öffentlichen Hand:Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur dann erfasst, wenn hinreichend sicher ist, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Investitionszuschüsse für den Erwerb oder den Bau von Sachanlagen verringern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte. In den Folgeperioden erfolgt dadurch eine entsprechende Reduzierung der planmäßigen Abschreibungen. Sonstige gewährte Zuschüsse oder Beihilfen werden abgegrenzt und über den zugrunde liegenden Zeitraum oder die voraussichtliche Nutzungsdauer eines Vermögenswerts aufgelöst. 2.3.6 Immaterielle Vermögenswerte:Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer liegen nicht vor. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (Amortisationsmethode) bewertet. Die jeweilige Nutzungsdauer bemisst sich anhand der Laufzeit des zugrunde liegenden Rechts und dem voraussichtlichen Verbrauch des Nutzenpotenzials des immateriellen Vermögenswertes. Entwicklungskosten werden nicht aktiviert, sondern erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie angefallen sind, da die Aufteilung des Erstellungsprozesses in eine Forschungs- und Entwicklungsphase im SCHUMAG-Konzern nicht möglich ist. Hauptgrund ist, dass die Aktivitäten zur Verbesserung der Produktion und der Produkte strukturell ausschließlich iterativen Charakter haben. Dies bedeutet, dass die Aktivitäten keine klar definierbaren neuen Produkte oder Produktionsverfahren zum Gegenstand haben, sondern dass es sich um schrittweise und laufende Verbesserungen grundsätzlich immer derselben Produkte und Produktionsverfahren handelt. Die hergestellten Produkte und die Produktionsverfahren bleiben im Kern jedoch unverändert. Daher ist es kostenrechnerisch nicht möglich, die Entwicklungskosten abgegrenzt zu ermitteln. Geschäfts- oder Firmenwerte sind ebenfalls nicht angesetzt. scroll
2.3.7 Sachanlagen:Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der allgemeinen Verwaltungskosten der mit der Anlagenerrichtung befassten Bereiche. Fremdkapitalkosten wurden nicht aktiviert, da keine langfristige Fertigung vorliegt. Bei Generalüberholungen werden diesbezügliche Kosten zur Sachanlage aktiviert, wenn die Ansatzkriterien erfüllt sind. Laufende Instandhaltungs- und Wartungskosten werden sofort erfolgswirksam als Aufwand erfasst. Sachanlagen werden grundsätzlich erst bei ihrem Abgang aus dem Konzern ausgebucht, es sei denn, dass aus der weiteren Nutzung oder der Veräußerung des Vermögenswertes kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Abnutzbare Sachanlagen werden planmäßig linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Dabei werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: scroll
2.3.8 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien:Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und nicht für die eigene Produktion genutzt werden. Bei der SCHUMAG werden Teile der am Firmensitz in Aachen gelegenen Grundstücke und Gebäude vermietet und als Finanzinvestition gehalten. Die Zugangsbewertung bei Übertragung erfolgte entsprechend IAS 40 i.V.m. IAS 16.5. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien enthalten Grundstücke und Gebäude, die zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer angesetzt werden. scroll
2.3.9 Wertminderungen:Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen sowie der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Sofern Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, wird ein Impairment-Test durchgeführt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag (fair value less cost to sale / value in use) unter dem Buchwert liegt. Sollten die Gründe für eine Wertminderung entfallen, werden Zuschreibungen bis maximal auf die fortgeführten Anschaffungs-/ Herstellungskosten vorgenommen (vgl. Anmerkung 2.4.5). 2.3.10 Leasing:Leasingverhältnisse werden entweder als Finanzierungsleasing oder als Operatingleasing klassifiziert. Leasingvereinbarungen, bei denen der SCHUMAG-Konzern als Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum eines Vermögenswertes verbunden sind, trägt, werden als Finanzierungsleasing behandelt. Im Rahmen von Finanzierungsleasing genutzte Vermögenswerte werden mit dem niedrigeren Betrag aus beizulegendem Zeitwert und Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert und in der Folge über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Alle übrigen Leasingvereinbarungen, in denen der SCHUMAG-Konzern Leasingnehmer ist, werden als Operatingleasing eingestuft. In diesem Fall werden die zu leistenden Leasingzahlungen linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst. Leasingvereinbarungen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist und nicht alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum eines Vermögenswertes verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt, werden als Operatingleasing eingeordnet. Der verleaste Vermögenswert verbleibt in der Konzernbilanz und wird planmäßig abgeschrieben. Die Ertragsrealisierung der erhaltenen Leasingzahlungen erfolgt linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses. 2.3.11 Ertragsteuern:Tatsächliche Ertragsteueransprüche und Ertragsteuerschulden für die laufende Periode und frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Die Berechnung der tatsächlichen Ertragsteuern erfolgt auf Basis der Steuersätze und Steuergesetze, die zum Abschlussstichtag in den Ländern gelten, in denen der SCHUMAG-Konzern zu versteuerndes Einkommen erzielt. Für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der IFRS- und Steuerbilanz der einbezogenen Gesellschaften sowie auf Konsolidierungsvorgänge und steuerliche Verlustvorträge werden latente Steuern abgegrenzt. Die Abgrenzungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbe- bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre gebildet. Die zugrunde gelegten Steuersätze sind in Anmerkung 9 aufgeführt. Steuerguthaben aus Abgrenzungen werden nur dann berücksichtigt, wenn die Realisierung der zukünftigen Steuerminderung hinreichend wahrscheinlich erscheint. Eine Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen wird vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde aufrechenbar sind und beabsichtigt wird, den Ausgleich der tatsächlichen Steuerschulden und Erstattungsansprüche auf Nettobasis herbeizuführen, oder Steueransprüche und Steuerschulden gleichzeitig zu realisieren. 2.3.12 Vorräte:Die Bewertung von Vorräten erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Wenn die Marktpreise bzw. beizulegenden Zeitwerte auf der Basis von Nettoveräußerungswerten niedriger sind, werden diese angesetzt. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden direkt zurechenbaren Aufwendungen. Die Ermittlung der Anschaffungs- und Herstellungskosten erfolgt auf Basis des first-in-first-out-Verfahrens (Fifo). Als Herstellungskosten werden direkt zurechenbare Kosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten bei normaler Auslastung der betreffenden Produktionsanlagen erfasst, soweit sie im Zusammenhang mit dem Herstellungsvorgang anfallen. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden ebenfalls berücksichtigt, soweit sie auf den Herstellungsbereich entfallen. 2.3.13 Pensionsrückstellungen:Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung von erwarteten zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen errechnet. Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen sowie Gewinne und Verluste aus Asset Ceiling werden ergebnisneutral als sonstiges Ergebnis mit den Gewinnrücklagen verrechnet und in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung dargestellt. 2.3.14 Übrige Rückstellungen:Übrige Rückstellungen werden gebildet, wenn aufgrund eines vergangenen Ereignisses eine gegenwärtige Verpflichtung besteht, ein Abfluss wirtschaftlicher Ressourcen wahrscheinlich ist und seine Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Die Höhe einer Rückstellung ist der wahrscheinliche Erfüllungsbetrag. Der wahrscheinliche Erfüllungsbetrag von langfristigen Rückstellungen wird abgezinst, wenn der Abzinsungseffekt wesentlich ist. Der Ansatz erfolgt in diesem Fall zum Barwert. Zinseffekte werden im Finanzergebnis erfasst. 2.3.15 Finanzinstrumente:Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt bei üblichem Kauf oder Verkauf zum Erfüllungstag, d. h. zu dem Tag, an dem der Vermögenswert geliefert wird. Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich bei der SCHUMAG aus gewährten Krediten und Forderungen sowie Zahlungsmitteln zusammen. Der erstmalige Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Transaktionskosten, die beim Erwerb von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten anfallen, werden unmittelbar erfolgwirksam erfasst. Die Folgebewertung erfolgt gemäß der Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte zu den folgenden Kategorien nach IAS 39, für die unterschiedliche Bewertungsregeln gelten:
* im SCHUMAG-Konzern zurzeit nicht relevant Unter „Kredite und Forderungen“ werden im SCHUMAG-Konzern Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel erfasst. Sie werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Liegen bei diesen finanziellen Vermögenswerten objektive Anzeichen für eine substanzielle Wertminderung vor, erfolgt eine Prüfung, ob der Buchwert den Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse übersteigt. Sollte dies der Fall sein, wird eine Wertberichtigung in Höhe der Differenz unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos vorgenommen und der Wertminderungsverlust erfolgswirksam erfasst. Der Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse wird mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes abgezinst. Bei Wegfall der Gründe für zuvor vorgenommene Wertberichtigungen werden entsprechende Zuschreibungen durch Anpassung des Wertberichtigungskontos getätigt, nicht jedoch über die fortgeführten Anschaffungskosten hinaus. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten nicht mehr bestehen, die Forderungen als uneinbringlich eingestuft und sämtliche Sicherheiten in Anspruch genommen wurden oder finanzielle Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden. Wird eine ausgebuchte Forderung aufgrund eines Ereignisses, das nach der Ausbuchung eintrat, später wieder als einbringlich eingestuft, wird der entsprechende Betrag unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Als objektive Anzeichen für Wertminderungen gelten Zahlungsstockungen, die auch nach Aufforderung des Schuldners nicht beseitigt sind oder aufgrund von Rechtsstreitigkeiten bestehen. Die finanziellen Verbindlichkeiten betreffen bei der SCHUMAG Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Finanzielle Verbindlichkeiten werden in nachstehende Kategorien eingeordnet:
* im SCHUMAG-Konzern zurzeit nicht relevant Der erstmalige Ansatz einer finanziellen Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich ggf. angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten für die Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten“, ansonsten zum beizulegenden Zeitwert. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Als fortgeführte Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Verbindlichkeit wird der Betrag bezeichnet, mit dem ein finanzieller Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit bei der erstmaligen Erfassung bewertet wurde, abzüglich eventueller Tilgungen und etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen für Wertminderungen oder Uneinbringlichkeit sowie zu- oder abzüglich der kumulierten Verteilung einer etwaigen Differenz zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei der Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag (Agio), die mittels der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts oder der finanziellen Verbindlichkeit verteilt wird. Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag beziehungsweise dem Rückzahlungsbetrag. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Wenn beizulegende Zeitwerte nicht unmittelbar verfügbar sind, werden diese unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Die Fair Value-Option wird im SCHUMAG-Konzern nicht angewendet. Die derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitwert angesetzt. Die Steuerung finanzieller Risiken (insbesondere Währungsrisiken) durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente ist in Anmerkung 27 beschrieben. 2.3.16 Aktivwerte Rückdeckungsversicherungen:Der Ansatz der Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten erfolgt zu nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten beizulegenden Zeitwerten. 2.3.17 Segmentberichterstattung:Die Segmentberichterstattung ist gem. dem sogenannten Management Approach an der internen Organisations- und Berichtsstruktur der SCHUMAG ausgerichtet. Die der Ermittlung der internen Steuerungsgrößen zugrunde liegenden Daten werden aus dem nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss abgeleitet. 2.4 Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und AnnahmenBei der Erstellung des Konzernabschlusses werden vom Vorstand Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der im Konzernabschluss ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden sowie die Angabe von Eventualverbindlichkeiten auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit können jedoch Ergebnisse entstehen, die in zukünftigen Perioden zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen. Bei folgenden Sachverhalten sind die zum Abschlussstichtag getroffenen Annahmen von besonderer Bedeutung: 2.4.1 Operatingleasing-Verhältnisse - Konzern als Leasinggeber:Die SCHUMAG hat im Wesentlichen zwei Leasingverträge zur gewerblichen Vermietung von Immobilien abgeschlossen. Dabei wurde anhand von Analysen der Vertragsbedingungen festgestellt, dass alle mit dem Eigentum an diesen vermieteten Immobilien verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken im Konzern verbleiben. Die Verträge werden dementsprechend als Operatingleasing-Verhältnis bilanziert, wobei der Ausweis der ab 2008 vermieteten Immobilie nach IAS 40 unter den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgt, während die ab 2016 vermietete Immobilie weiterhin nach IAS 16 unter den Sachanlagen ausgewiesen wird, da der Anteil der Eigennutzung der Immobilie wesentlich ist. 2.4.2 Ertragsteuern:Unsicherheiten bestehen hinsichtlich der Höhe und des Entstehungszeitpunkts künftig zu versteuernder Ergebnisse. Es ist möglich, dass Abweichungen zwischen den tatsächlichen Ergebnissen und den getroffenen Annahmen bzw. künftigen Änderungen solcher Annahmen in Zukunft Anpassungen des bereits erfassten Steuerertrags und Steueraufwands erfordern. Die SCHUMAG bildet, basierend auf zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Informationen, Rückstellungen für mögliche Auswirkungen steuerlicher Außenprüfungen. Die Höhe solcher Rückstellungen basiert auf verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise der Erfahrung aus früheren steuerlichen Außenprüfungen und unterschiedlichen Auslegungen der steuerrechtlichen Vorschriften durch das steuerpflichtige Unternehmen und die zuständige Steuerbehörde. Latente Steueransprüche werden auch für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Ihre Realisierbarkeit hängt von künftigen steuerpflichtigen Ergebnissen der jeweiligen Gesellschaft sowie steuerrechtlichen Vorschriften ab. Wenn Zweifel an der Realisierung der Verlustvorträge bestehen, werden im Einzelfall entsprechende Wertberichtigungen der aktivierten latenten Steuern vorgenommen. Die nach dem Wegfall der seinerzeit bestehenden Verlustvorträge im Juni 2014 neu entstandenen Verlustvorträge der deutschen Tochtergesellschaft werden vor dem Hintergrund der Stilllegung des Geschäftsbereichs Anlagentechnik voraussichtlich nicht mehr nutzbar sein. Dementsprechend wurden die ermittelten latenten Steueransprüche vollständig wertberichtigt. 2.4.3 Pensionsrückstellungen:Der Barwert der Pensionsverpflichtungen wird anhand versicherungsmathematischer Berechnungen ermittelt, wobei die versicherungsmathematische Bewertung auf Grundlage diverser Annahmen erfolgt. Hierzu zählen die Bestimmung der Abzinsungssätze sowie Schätzungen über die künftige Entwicklung der Renten und Sterbewahrscheinlichkeiten. Aufgrund der Komplexität der Bewertung, der zugrunde liegenden Annahmen und ihrer Langfristigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung höchst sensibel auf Änderungen dieser Annahmen. Die von der SCHUMAG getroffenen Annahmen, die zu jedem Abschlussstichtag überprüft werden, sind in Anmerkung 20 aufgeführt. 2.4.4 Übrige Rückstellungen:Übrige Rückstellungen decken auch Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und -verfahren ab. Zur Beurteilung der Rückstellungshöhe werden neben der Sachverhaltsbeurteilung und den geltend gemachten Ansprüchen im Einzelfall auch die Ergebnisse vergleichbarer Verfahren und Rechtsgutachten herangezogen sowie Annahmen über Eintrittswahrscheinlichkeiten und Bandbreiten möglicher Inanspruchnahmen getroffen. Die tatsächlichen Belastungen können von diesen Einschätzungen abweichen. 2.4.5 Außerplanmäßige Abschreibungen (Impairments):Zu jedem Abschlussstichtag ist zu prüfen, ob Anhaltspunkte für mögliche Wertminderungen immaterieller Vermögenswerte sowie von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien vorliegen. Darüber hinaus ermittelt der Konzern an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Solche Anhaltspunkte wurden weder im laufenden Jahr noch im Vorjahr identifiziert. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Berücksichtigung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung der Annahmen ergeben hat, die zur Bestimmung des erzielbaren Betrages herangezogen wurden. Die Wertaufholung ist dahingehend begrenzt, dass der Buchwert eines Vermögenswerts weder seinen erzielbaren Betrag noch den Buchwert übersteigen darf, der sich nach Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben hätte, wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre. 2.5 Auswirkungen neuer sowie geänderter Rechnungslegungsstandards2.5.1 Erstmalige Anwendung von IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sindIm Geschäftsjahr 2015/16 kamen erstmalig die nachfolgend aufgeführten neuen bzw. geänderten Standards sowie Interpretationen zur Anwendung. Deren erstmalige Anwendung hat - soweit nicht anders vermerkt - keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Amendments to IAS 19 „Defined Benefit Plans: Employee Contributions“ wurden am 21. November 2013 veröffentlicht, am 17. Dezember 2014 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen. Durch die Änderungen ist es nunmehr gestattet, Beiträge von Arbeitnehmern oder Dritten zu leistungsorientierten Pensionsplänen in der Periode als Reduktion des laufenden Dienstzeitaufwands zu erfassen, in der die zugehörige Arbeitsleistung erbracht wurde, sofern die Beiträge unabhängig von der Anzahl der Dienstjahre sind. Annual Improvements to IFRSs 2010-2012 Cycle wurden am 12. Dezember 2013 veröffentlicht, am 17. Dezember 2014 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen. Durch den Sammel-Änderungsstandard erfolgen Klarstellungen bzw. kleinere Änderungen an IFRS 2 "Share-based Payment", IFRS 3 "Business Combinations", IFRS 8 "Operating Segments", IFRS 13 "Fair Value Measurement", IAS 16 "Property, Plant and Equipment", IAS 24 "Related Party Disclosures" sowie IAS 38 "Intangible Assets". Annual Improvements to IFRSs 2011-2013 Cycle wurden am 12. Dezember 2013 veröffentlicht, am 18. Dezember 2014 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Durch den Sammel-Änderungsstandard erfolgen Klarstellungen bzw. kleinere Änderungen an IFRS 1 "First-time Adoption of IFRS", IFRS 3 "Business Combinations", IFRS 13 "Fair Value Measurement" sowie IAS 40 "Investment Property". 2.5.2 Noch nicht berücksichtigte IFRSDie Auswirkungen der im Geschäftsjahr 2015/16 noch nicht angewandten bzw. von der Europäischen Union nicht übernommenen IFRS auf den Konzernabschluss der SCHUMAG wurden geprüft. Die SCHUMAG plant grundsätzlich keine vorzeitige Anwendung und geht davon aus, dass die Anwendung der nachfolgend aufgeführten neuen bzw. geänderten und bereits von der EU übernommenen Standards sowie Interpretationen - soweit nicht anders vermerkt - keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird: Amendments to IAS 16 and IAS 41 „Bearer Plants“ wurden am 30. Juni 2014 veröffentlicht, am 23. November 2015 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Durch die Änderungen wird festgelegt, dass fruchttragende Pflanzen künftig wie Sachanlagen nach IAS 16 zu bilanzieren sind, da ihre Nutzung vergleichbar ist. Amendments to IFRS 11 „Accounting for Acquisitions of Interests in Joint Operations“ wurden am 6. Mai 2014 veröffentlicht, am 24. November 2015 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Durch die Änderungen wird klargestellt, dass der Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit (Joint Operation), welche einen Geschäftsbetrieb darstellt, unter Anwendung der Regelungen zur Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen in IFRS 3 zu bilanzieren ist. Darüber hinaus sind die relevanten Angabepflichten des IFRS 3 zu erfüllen. Amendments to IAS 16 and IAS 38 „Clarification of Acceptable Methods of Depreciation and Amortisation“ wurden am 12. Mai 2014 veröffentlicht, am 2. Dezember 2015 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen betreffen weitere Leitlinien zur Festlegung einer akzeptablen Abschreibungsmethode. Umsatzbasierte Abschreibungsmethoden sind demnach für Sachanlagen nicht und für immaterielle Vermögenswerte lediglich in Ausnahmefällen zulässig. Annual Improvements to IFRSs 2012-2014 Cycle wurden am 25. September 2014 veröffentlicht, am 15. Dezember 2015 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Durch den Sammel-Änderungsstandard erfolgen Anpassungen an IFRS 5 "Non-current Assets Held for Sale and Discontinued Operations", IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures", IAS 19 "Employee Benefits" sowie IAS 34 "Interim Financial Reporting". Amendments to IAS 27 „Equity Method in Separate Financial Statements“ wurden am 12. August 2014 veröffentlicht, am 18. Dezember 2015 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Mit der Änderung wird die Equity Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen in separaten Abschlüssen eines Investors wieder zugelassen. Die bestehenden Optionen zur Bewertung zu Anschaffungskosten oder nach IAS 39 / IFRS 9 bleiben erhalten. Seit 2005 war die Anwendung der Equity Methode für Anteile im separaten Abschluss (des Mutterunternehmens) nach IAS 27 nicht mehr zulässig. Amendments to IAS 1 „Disclosure Initiative“ wurden am 18. Dezember 2014 veröffentlicht, am 18. Dezember 2015 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen umfassen insbesondere Klarstellungen hinsichtlich der Beurteilung der Wesentlichkeit von Anhangangaben, der Darstellung von zusätzlichen Posten in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung, der Struktur von Anhangangaben sowie der Darstellung der maßgeblichen Rechnungslegungsmethoden. Amendments to IFRS 10, IFRS 12 and IAS 28 „Investment Entities - Applying the Consolidation Exception“ wurden am 18. Dezember 2014 veröffentlicht, am 22. September 2016 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen dienen zur Klärung von verschiedenen Fragestellungen in Bezug auf die Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht nach IFRS 10, wenn das Mutterunternehmen die Definition einer “Investmentgesellschaft“ erfüllt. IFRS 15 „Revenue from Contracts with Costumers“ wurde am 28. Mai 2014 veröffentlicht, zusammen mit den am 11. September 2015 veröffentlichten Amendments to IFRS 15 „Effective Date of IFRS 15“ am 22. September 2016 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. IFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse zu erfassen sind. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 "Revenue", IAS 11 "Construction Contracts" und IFRIC 13 "Customer Loyalty Programmes". Mögliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss der SCHUMAG werden derzeit noch untersucht. IFRS 9 „Financial Instruments“ wurde am 24. Juli 2014 veröffentlicht, am 22. November 2016 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. IFRS 9 löst den bestehenden Standard IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" ab. IFRS 9 umfasst geänderte Vorgaben zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten sowie ein neues Risikovorsorgemodell, das nunmehr erwartete Verluste für die Berechnung der Risikovorsorge berücksichtigt. Zudem enthält er neue, allgemeine Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. 3. Akquisitionen / DesinvestitionenIm Geschäftsjahr 2015/16 wurden keine Unternehmenserwerbe durchgeführt. Derzeit sind keine Akquisitionen oder Desinvestitionen vorgesehen. 4. SegmentberichterstattungZum Zweck der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach Produkten in Geschäftseinheiten organisiert. Dienstleistungen sind von untergeordneter Bedeutung. Die Zuordnung von Vermögenswerten und Abschreibungen zu den Segmenten erfolgt entsprechend der wirtschaftlichen Verfügungsgewalt. Von den Segmenten gemeinsam genutzte Vermögenswerte werden nach der anteiligen Nutzung zugeordnet. Aufgrund der internen Organisations- und Berichtsstruktur ergeben sich nach IFRS 8 folgende Segmente: Das Segment Präzisionsmechanik produziert hochgenaue Automobilzulieferteile, Komponenten für feinmechanische Mess- und Anzeigegeräte, präzise Achsen für eine breite Palette von Haushaltsgeräten, Komponenten für medizinische und optische Geräte, Präzisionsnormteile für den Kunststoffspritz- und Druckguss sowie zeichnungsgebundene Präzisionsteile in kleineren Losgrößen. Das nicht mehr weiter verfolgte Segment Anlagentechnik umfasste die Produktion von Komponenten des Energiesektors, insbesondere für Öl- und Gasversorgungssysteme sowie Kraftwerke und Kernkraftwerke. Geschäftsaktivitäten, die keinem anderen Segment zugeordnet werden können, weisen wir unter Sonstige Segmente aus. Hierzu zählen zurzeit die Aktivitäten im Zusammenhang mit den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (vgl. Anmerkung 13). Segmentescroll
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Von den langfristigen Vermögenswerten entfallen TEUR 20.623 (Vorjahr TEUR 19.970) auf Deutschland und TEUR 1.729 (Vorjahr TEUR 1. 764) auf Rumänien. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende zahlungsunwirksame Wertminderungsaufwendungen enthalten, die vollständig dem Segment Präzisionsmechanik zuzuordnen sind: scroll
Im Geschäftsjahr 2015/16 wurde wie im Vorjahr mit zwei Kunden des Segments Präzisionsmechanik jeweils mindestens 10 % des Konzernumsatzes realisiert. Die Kundenumsätze beliefen sich auf TEUR 6.732 (Vorjahr TEUR 7.995) und TEUR 5.975 (Vorjahr TEUR 6.321). Wesentliche Kennzahl für die Steuerung der Segmente durch den Vorstand als Hauptentscheidungsträger ist das Ergebnis der Betriebstätigkeit. Eine Aggregation von Segmenten erfolgte nicht. Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionenscroll
5. Sonstige betriebliche Erträgescroll
Die Mieterträge beinhalten insbesondere die Erträge aus der Vermietung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie an die SMS group. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen vor allem die Auftragsrückstellungen. Der Ertrag aus KWK-Umlage umfasst den vom Stromnetzbetreiber vergüteten KWK-Zuschlag im Zusammenhang mit der Nutzung des Blockheizkraftwerks (BHKW). Die Erträge aus Rückkaufswerten resultieren aus Rückdeckungsversicherungen, die keine qualifizierten Versicherungspolicen im Sinne des IAS 19 darstellen. In den übrigen Erträgen sind sonstige Zuschüsse, Erträge aus Kostenverrechnungen sowie eine Vielzahl anderer Posten enthalten. 6. Personalaufwandscroll
An Rentenversicherungsträger wurden Beiträge in Höhe von TEUR 1.841 (Vorjahr TEUR 1.835) abgeführt. Durchschnittlicher Personalbestandscroll
7. Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Die übrigen Aufwendungen enthalten weitere nicht auftragsbezogene Verwaltungs- und Vertriebskosten. 8. Finanzergebnisscroll
In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Finanzierungskosten für Pensionszusagen in Höhe von TEUR -570 (Vorjahr TEUR -598) enthalten (vgl. Anmerkung 20). Der Gesamtzinsertrag sowie der Gesamtzinsaufwand für finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, teilen sich wie folgt auf: scroll
9. ErtragsteuernIn Deutschland wird ab dem 1. Januar 2008 auf ausgeschüttete und auf einbehaltene Gewinne einheitlich eine Körperschaftsteuer von 15 % und darauf ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % erhoben. Neben der Körperschaftsteuer ist für die in Deutschland erzielten Gewinne Gewerbeertragsteuer zu zahlen. Diese variiert in Abhängigkeit von der Gemeinde, in der das Unternehmen ansässig ist. Bei der SCHUMAG Aktiengesellschaft sowie der BR Energy GmbH ergibt sich ein Satz von 16,625 % (Vorjahr 16,625 %), so dass für beide Gesellschaften Steuern mit 32,5 % (Vorjahr 32,5 %) angesetzt werden. Der von den ausländischen Gesellschaften erzielte Gewinn wird mit den im jeweiligen Sitzland geltenden Sätzen versteuert. Bei ausländischen Gesellschaften werden die Steuern mit den folgenden, im jeweiligen Sitzland maßgeblichen Steuersätzen ermittelt: scroll
Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Ertragsteuern teilen sich wie folgt auf: scroll
Aus der Verrechnung versicherungsmathematischer Gewinne oder Verluste unmittelbar mit den Gewinnrücklagen resultieren im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern in Höhe von TEUR 1.053 (Vorjahr TEUR 162). Latente Steuern ergeben sich aus folgenden temporären Differenzen zwischen steuerbilanziellen Wertansätzen sowie den gemäß IFRS bilanzierten Vermögenswerten und Schulden: scroll
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Maßgebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit einer Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge. Dies hängt ab von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Die Nutzbarkeit steuerlicher Verlustvorträge kann bei wesentlichen Anteilseignerwechseln entfallen. Aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit und der erwarteten steuerlichen Gewinnentwicklung wird davon ausgegangen, dass die Vorteile aus den aktivierten latenten Steuern grundsätzlich realisiert werden können. Steuerliche Verluste können in Deutschland auf unbestimmte Zeit vorgetragen werden, sind mit erzielten Gewinnen aber nur begrenzt verrechenbar. Im Rahmen von Gesellschafterwechseln können steuerliche Verlustvorträge ganz oder teilweise entfallen. Ausländische steuerliche Verlustvorträge bestehen nicht. Zum 30. September 2016 wurden auf inländische steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 527 (Vorjahr TEUR 394) Wertberichtigungen gebildet. Steuerliche ÜberleitungsrechnungDie sich bei Anwendung des Steuersatzes der SCHUMAG AG von 32,5 % (Vorjahr 32,5 %) ergebenden Ertragsteuern lassen sich zu den ausgewiesenen Ertragsteuern wie folgt überleiten: scroll
10. Ergebnis je Aktiescroll
Verwässerungseffekte ergaben sich nicht. 11. Immaterielle Vermögenswertescroll
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Geschäfts- oder Firmenwerte sowie selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte liegen nicht vor. Die außerplanmäßigen Abschreibungen sind im Vorjahr in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Posten Abschreibungen enthalten. Im Bereich Präzisionsmechanik erfolgten sie auf den zu erwartenden Nutzungswert. 12. Sachanlagenscroll
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Die Sachanlagen enthalten 10 (Vorjahr 2) geleaste Produktionsmaschinen für den präzisionsmechanischen Bereich, bei denen dem Konzern als Leasingnehmer das wirtschaftliche Eigentum zuzurechnen ist. Die Anschaffungskosten und der Nettobuchwert der geleasten Sachanlagen sind nachfolgend aufgeführt: scroll
Die entsprechenden Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sind in Anmerkung 22 erläutert. Die außerplanmäßigen Abschreibungen des Vorjahres sind in der Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung im Posten Abschreibungen enthalten. 13. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilienscroll
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Die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie ist im Geschäftsjahr 2008/09 aus einer betrieblichen Immobilie durch Nutzungsänderung hervorgegangen. Auf Basis eines Gutachtens vom 28. September 2016 ergibt sich unter Berücksichtigung der anteiligen Grundstücksnutzung im Verhältnis zur bebauten Grundfläche insgesamt ein über den angesetzten Anschaffungs- und Herstellungskosten liegender Zeitwert in Höhe von TEUR 4.501. Die Werte des zugrunde liegenden Gutachtens wurden von einem unabhängigen zertifizierten Immobiliengutachter (HypZert) im Ertragswertverfahren unter Annahme eines Zinssatzes von 7,80 % ermittelt. Aus der Vermietung der Immobilie resultieren Mieterträge von TEUR 1.030 (Vorjahr TEUR 1.240) sowie direkt zurechenbare betriebliche Aufwendungen von TEUR 486 (Vorjahr TEUR 606) (vgl. Anmerkung 28). 14. Vorrätescroll
Von den bilanzierten Vorräten sind TEUR 955 (Vorjahr TEUR 1.269) zu ihrem unter den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten liegenden Nettoveräußerungswert bilanziert. Vorräte in Höhe von TEUR 8.713 (Vorjahr TEUR 10.693) sind als Aufwand der Berichtsperiode erfasst worden. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betrugen im Geschäftsjahr 2015/16 TEUR 2.399 (Vorjahr TEUR 3.297). Wertminderungen von Vorräten erhöhten den Materialaufwand des Bereichs Präzisionsmechanik um TEUR 256 (Vorjahr TEUR 251). 15. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich wie folgt dar: scroll
Die Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt: Es besteht ein Factoringvertrag über die Abtretung von Forderungen. Auf Basis des Vertrags erhält die SCHUMAG als Gegenleistung für den Verkauf den Kaufpreis der Forderungen abzüglich eines Betrags für Factor-Gebühren, Zinsen und Kostenerstattungen. Der Wert der zum Bilanzstichtag verkauften Forderungen beläuft sich auf TEUR 3.941 (Vorjahr TEUR 4.074). Da das Eigentum dieser Forderungen auf die Factoring-Gesellschaft übergegangen ist, erfolgt kein Ansatz in der Bilanz der SCHUMAG. 16. Sonstige finanzielle Vermögenswertescroll
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind weder wertgemindert noch überfällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegen die Hangzhou Meibah Precision Machinery Co., LTD., Tonglu County, Hangzhou/China. Die übrigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Forderungen gegen ehemalige Muttergesellschaft beinhaltet die im Geschäftsjahr 2012/13 zum Erwartungswert angesetzte Insolvenzforderung gegen die ehemalige Muttergesellschaft Babcock Borsig AG i.I., deren Erfüllung nach mehr als einem Jahr erwartet wird. Die Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen stellen keine qualifizierten Versicherungspolicen im Sinne des IAS 19 dar. Die Forderungen gegen Factoring-Gesellschaft beinhalten Forderungen aus dem Factoring-Vertrag. Die Kautionen/Hinterlegungen betreffen Verpflichtungen aus Leasingverträgen sowie Sicherheitsleistungen im Zusammenhang mit anhängigen Rechtsstreitigkeiten. Die verpfändeten Bankguthaben dienen zur Absicherung von einzelnen Avalen. Die Wertberichtigungen auf sonstige finanzielle Vermögenswerte betragen unverändert zum Vorjahr TEUR 82. 17. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswertescroll
Die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte sind weder wertgemindert noch überfällig. Die Steuererstattungsansprüche enthalten vor allem Erstattungsansprüche aus Umsatzsteuer. 18. Zahlungsmittelscroll
19. EigenkapitalDas Eigenkapital besteht ausschließlich aus Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens. Gezeichnetes KapitalDas voll eingezahlte Grundkapital der SCHUMAG beträgt EUR 10.225.837,62 und ist in 4.000.000 Stückaktien eingeteilt. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit ab dem 1. März 2016 bis zum 29. April 2020 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder unter Verwendung von Forderungen gegen die Gesellschaft als Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 2.556.459,41 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Das Bezugsrecht auf neue Aktien kann ausgeschlossen werden, und zwar für Spitzenbeträge und bei Kapitalerhöhungen bis zu einem Betrag von insgesamt EUR 511.291,89 unter Verwendung von Forderungen gegen die Gesellschaft als Sacheinlagen. Erwirtschaftetes EigenkapitalDie Differenz zwischen dem zu historischen Kursen bei Einzahlung oder Einbehalt und dem zu Stichtagskursen am Abschlussstichtag umgerechneten Eigenkapital der Gesellschaften wird als Währungsumrechnung gesondert im Eigenkapital ausgewiesen und erst beim Abgang einer Gesellschaft erfolgswirksam berücksichtigt. Die Gewinnrücklagen beinhalten neben den Auswirkungen der Umstellungen des Konzernabschlusses von HGB auf IFRS zum 1. Oktober 2004 die Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen sowie sonstige gemäß den IFRS erfolgsneutral vorzunehmende Veränderungen. Die Verrechnung der Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen und der darauf entfallenden erfolgsneutralen latenten Steuern mit den Gewinnrücklagen hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Der Konzernbilanzverlust enthält die aufgelaufenen Konzernergebnisse sowie die im Geschäftsjahr 2012/13 erfolgte Entnahme aus der Kapitalrücklage (TEUR 15.893) sowie der gesetzlichen Gewinnrücklage (TEUR 511). Maßgeblich für eine durch die Gesellschafterversammlung zu beschließende Ausschüttung ist der handelsrechtliche Bilanzgewinn der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen. Sonstiges Ergebnis nach Steuernscroll
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KapitalmanagementZu den wichtigsten Zielen des Kapitalmanagements der SCHUMAG zählen die Sicherstellung der Unternehmensfortführung, das Erreichen einer angemessenen Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals, ein hohes Bonitätsranking sowie die Schaffung ausreichender Liquiditätsreserven. Unter Berücksichtigung aller beteiligten Interessengruppen (Shareholder, Mitarbeiter und übrige Stakeholder) sollen die Ziele insbesondere durch Reduzierung der Kapitalkosten, die Optimierung der Kapitalstruktur und den Einsatz eines effektiven Risikomanagements erreicht werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie im Aufstellungszeitraum konzentrierte sich das Kapitalmanagement weiterhin im Wesentlichen auf die Erhaltung der notwendigen Liquidität. Hierzu dienten vor allem die Stabilisierung der Ertragslage sowie die weitere Nutzung des Factorings. Darüber hinaus bemühen wir uns um weitere Finanzierungsmöglichkeiten wie Leasing oder Mietkauf. Derzeit entspricht das wirtschaftliche Eigenkapital dem bilanziellen Eigenkapital. Zum 30. September 2016 reduzierte sich die Eigenkapitalquote trotz eines positiven Ergebnisses nach Steuern insbesondere aufgrund der ergebnisneutralen Verrechnung der Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen mit den Gewinnrücklagen von 18 % auf 14 %. 20. PensionsrückstellungenDen Mitarbeitern der SCHUMAG, die vor dem 1. Januar 1994 in die Gesellschaft eingetreten sind, stehen neben den Anwartschaften auf Leistungen aus gesetzlichen Altersversorgungseinrichtungen Ansprüche aus der Ruhegeldordnung vom 1. Januar 1994 zu. Die Leistungen bemessen sich nach der Beschäftigungsdauer. Darüber hinaus bestehen Sonderzusagen für ehemalige und aktive Mitglieder des Vorstands. Die Zusagen von Betriebsrenten werden durch Pensionsrückstellungen finanziert. Der Bewertung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19 lagen folgende Annahmen zugrunde: Annahmen zur Bewertung des Anwartschaftsbarwerts (gewichteter Durchschnitt)scroll
Die Pensionsverpflichtungen in Deutschland werden unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Der Lohn- und Gehaltstrend bleibt aufgrund der Ruhegeldordnung außer Ansatz. Krankheitskosten der Mitarbeiter werden nicht übernommen. Den Anwartschaften stehen zum Teil Aktivwerte aus Versicherungspolicen gegenüber, die - soweit sie als qualifizierte Versicherungspolice im Sinne des IAS 19 gelten - als Pensionsvermögen (Planvermögen) ausgewiesen werden. Finanzierungen durch Planvermögen bestehen ausschließlich für Sonderzusagen. Entwicklung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänenscroll
Die Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen entspricht den bilanzierten Pensionsrückstellungen. Zusammensetzung der Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänenscroll
Seit Einführung der Verrechnung der Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen unmittelbar mit den Gewinnrücklagen nach IAS 19.93A wurden ohne Berücksichtigung latenter Steuern insgesamt versicherungsmathematische Verluste in Höhe von TEUR 9.831 (Vorjahr TEUR 6.591) im sonstigen Ergebnis erfasst. Zusammensetzung der Nettopensionsaufwendungenscroll
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird der Nettozinsaufwand im Finanzergebnis ausgewiesen, die Erfassung des laufenden sowie des nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands erfolgt im Personalaufwand. Die Pensionsverpflichtungen werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten ermittelt. Risiken im Hinblick auf die Höhe der Pensionsverpflichtungen bestehen insbesondere durch Veränderungen bei den angesetzten Bewertungsannahmen wie dem Rechnungszins, dem Rententrend und den Sterbetafeln. Die nachfolgende Sensitivitätsbetrachtung zeigt, wie die bei angemessener Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglichen Veränderungen der Bewertungsannahmen die Anwartschaftsbarwerte bei ansonsten konstant gehaltenen Prämissen beeinflusst hätten. Sensitivitätsbetrachtungscroll
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Neben einer Erhöhung der Pensionsverpflichtungen können Änderungen bei den Bewertungsannahmen auch zu gegenüber den bisherigen Erwartungen höheren Nettopensionsaufwendungen und Rentenzahlungen führen. Aufteilung Anwartschaftsbarwerte nach Gruppen von Versorgungsberechtigtenscroll
Sämtliche Pensionszusagen sind unverfallbar. Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtungen beträgt 14 Jahre (Vorjahr 13 Jahre). Die für das Geschäftsjahr 2016/17 erwarteten Zahlungen aus den zum 30. September 2016 erteilten Pensionszusagen betragen TEUR 1.473. Die Zahlungen werden derzeit vollständig aus dem operativen Cash-flow finanziert. Das Planvermögen ist im Wesentlichen ausfinanziert. Im nächsten Geschäftsjahr werden sich die Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen aus bestehenden Verträgen voraussichtlich auf TEUR 65 belaufen. Sollten die tatsächlichen Planerträge aus den Versicherungspolicen niedriger als bisher angenommen sein, würde sich die Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen erhöhen. Zudem müssten dann zukünftige Rentenzahlungen für Sonderzusagen zum Teil aus dem operativen Cashflow finanziert werden. 21. Übrige Rückstellungenscroll
Die Auftragsrückstellungen umfassen Drohverluste und Garantieleistungen. Die Bewertung erfolgt anhand von Erfahrungswerten. Die Rückstellungen für Prozessverpflichtungen enthalten vor allem die erwarteten Kosten im Zusammenhang mit einer Rechtsstreitigkeit, in der die SCHUMAG auf Zahlung von Honoraren aus einem gekündigten Beratungsvertrag verklagt wurde. In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Jahresabschlusskosten enthalten. 22. FinanzschuldenDie Finanzschulden setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten die Inanspruchnahme einer unbefristeten Kontokorrentlinie der Schumag Romania über maximal TEUR 500 mit einem Zinssatz von 1-Monats-Euribor zzgl. 2,7 %. Als Sicherheit dient eine Grundschuld über TEUR 650. Die Sicherheitennehmer sind berechtigt, bei Vorliegen eines wichtigen Grunds, insbesondere wenn die SCHUMAG fälligen Verpflichtungen aus den Kreditvereinbarungen nicht nachkommt, die bestehenden Sicherheiten nach angemessener Fristsetzung zu verwerten. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingscroll
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Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing resultieren aus 10 Anlagen (Vorjahr 2) innerhalb der Sachanlagen, die im Rahmen von Finanzierungsleasing wirtschaftliches Eigentum begründen (vgl. Anmerkung 12). Es existiert ein gewährtes Drittdarlehen über insgesamt TEUR 1.000, das eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2017 hat. Das Darlehen wird mit 2 % über dem Basiszinssatz, mindestens aber mit 5,0 % p.a. verzinst. Als Sicherheit dient die Sicherungsübereignung der sich im rechtlichen Eigentum der SCHUMAG befindlichen Maschinen. Der Buchwert dieser Maschinen beläuft sich zum 30. September 2016 auf TEUR 2.127 (Vorjahr TEUR 2.480). In den sonstigen Darlehen ist die Inanspruchnahme des gewährten Drittdarlehens in Höhe von TEUR 500 (Vorjahr TEUR 1.000) ausgewiesen. Restlaufzeiten Finanzschuldenscroll
Die Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements werden unter Anmerkung 27 dargestellt. 23. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenSämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. 24. Sonstige finanzielle Verbindlichkeitenscroll
Die Verbindlichkeiten Personal beinhalten vor allem Weihnachtsgeld, Personalkosten für Altersteilzeitverpflichtungen, Jubiläumsgeld sowie Urlaubsentgelt. Die Verbindlichkeiten aus Altersteilzeitverpflichtungen sind in Höhe der gesetzlichen Verpflichtung zur Insolvenzsicherung durch ein Aval besichert. Zum 30. September 2016 standen der SCHUMAG verbindlich zugesagte Avalkreditlinien in Höhe von TEUR 750 (Vorjahr TEUR 750) zur Verfügung. Die Inanspruchnahme betrug wie im Vorjahr TEUR 500. Zur Besicherung der gewährten Avalkreditlinien dienen verpfändete Bankguthaben in Höhe von TEUR 75 (Vorjahr TEUR 75). Restlaufzeiten der sonstigen finanziellen Verbindlichkeitenscroll
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25. Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeitenscroll
Steuerverbindlichkeiten betreffen vor allem Lohn- und Umsatzsteuer für den Monat September. 26. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle VerpflichtungenDurch Abgabe einer Patronatserklärung zugunsten der im Zuge der Veräußerung des Maschinenbaus zur SMS group übergegangenen Mitarbeiter für die übergegangenen Altersversorgungsansprüche ergeben sich für die SCHUMAG Eventualverbindlichkeiten. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität des Erwerbers des Maschinenbaus als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. Im Rahmen des im Oktober 2015 abgeschlossenen Standortsicherungstarifvertrags wurde ein auflösend bedingter Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld für 2 Jahre sowie auf die Tariferhöhung von 4,3 % aus Mai 2012 vereinbart, dessen Volumen sich insgesamt auf ca. TEUR 7.000 beläuft. Eintritt und Zeitpunkt der auflösenden Bedingung und der hieraus gegebenenfalls resultierenden Zahlungen, die in Abhängigkeit vom Erreichen einer festgelegten Bilanzkennzahl erfolgen und die auch in Teilbeträgen möglich sind, können derzeit nicht mit Sicherheit bestimmt werden. Derzeit beschäftigen wir uns bei einem Kunden mit einer Mängelrüge in Verbindung mit Produkthaftungsfragen. Nach Konsultation unserer Anwälte und der Versicherung wären wir im Falle einer Haftungsfrage in ausreichender Höhe versichert, jedoch sind Grund und Höhe der Rüge noch nicht ausreichend begründet. Das wirtschaftliche Risiko wäre jedoch begrenzt auf die Höhe des mit der Versicherung vereinbarten Selbstbehalts. Sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden mit dem Wert der vereinbarten zukünftigen Zahlungen angesetzt. Die Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen haben folgende Restlaufzeiten: scroll
Weitere Angaben zu Operatingleasing-Verträgen sind in Anmerkung 28 enthalten. 27. FinanzinstrumenteBuchwerte nach Bewertungskategorienscroll
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Der beizulegende Zeitwert der Finanzinstrumente entspricht näherungsweise dem Buchwert. Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumentenscroll
Das Nettoergebnis aus der Kategorie „Kredite und Forderungen“ beinhaltet im Wesentlichen Kursgewinne aus Fremdwährungsforderungen. Das Nettoergebnis der Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten“ umfasst insbesondere Kursverluste und -gewinne aus Fremdwährungsverbindlichkeiten, Erträge aus der Auflösung von Verbindlichkeiten sowie Aufwand aus der Aufzinsung von Verbindlichkeiten. Derivative FinanzinstrumenteBei den im Konzern eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Sicherungsgeschäfte, die im Einzelfall zur Steuerung der Risiken aus Währungsschwankungen einzelner Forderungen eingesetzt werden. Zum aktuellen und zum Vorjahresstichtag waren keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt. FinanzrisikomanagementDie wesentlichen durch den Konzern verwendeten finanziellen Verbindlichkeiten - mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente - umfassen Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren. Der Konzern ist Währungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Die Steuerung dieser Risiken obliegt dem Management des Konzerns. Dieses wird permanent im Rahmen der Unternehmensplanung über mögliche und eingetretene finanzielle Risiken unterrichtet. Währungsrisiken: Änderungen des Wechselkurses können zu Wertminderungen von Finanzinstrumenten führen. Währungsrisiken bestehen insbesondere bei Forderungen und Verbindlichkeiten, die in einer anderen als der lokalen Währung der SCHUMAG-Gesellschaften abgeschlossen wurden, oder bei zukünftigen Fremdwährungstransaktionen. Zur Sicherung des Wechselkursrisikos werden im Einzelfall Devisentermingeschäfte eingesetzt. Warentermingeschäfte und Finanzderivate werden nicht eingesetzt. Ausfallrisiken: Ausfallrisiken bestehen, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Der Buchwert aller finanziellen Vermögenswerte stellt das maximale Ausfallrisiko der SCHUMAG dar. Aufgrund der globalen Tätigkeit und der Kundenstruktur der SCHUMAG sowie durch die Nutzung von echtem Factoring liegen keine erheblichen Ausfallrisikokonzentrationen vor. Liquiditätsrisiken: Die Zahlungsfähigkeit sowie die Liquiditätsversorgung des SCHUMAG-Konzerns werden durch eine zeitnah fortgeschriebene Liquiditätsplanung beobachtet. 28. LeasingverhältnisseFinanzierungsleasing - SCHUMAG als LeasingnehmerHierzu verweisen wir auf Anmerkung 22. Finanzierungsleasing - SCHUMAG als LeasinggeberSCHUMAG tritt nicht als Leasinggeber im Rahmen von Finanzierungsleasing auf. Operatingleasing - SCHUMAG als LeasingnehmerDie Operatingleasing-Verträge, bei denen SCHUMAG Leasingnehmer ist, beinhalten nur noch Kfz-Leasing und haben in der Regel eine fixe Laufzeit von 36 Monaten. Zudem wird ab August 2014 ein Blockheizkraftwerk (BHKW) geleast, der Pachtvertrag enthält eine Kaufoption für das BHKW nach Ablauf der Vertragslaufzeit von 48 Monaten. Die sich aus unkündbaren Operatingleasing-Verträgen ergebenden Verpflichtungen haben folgende Fälligkeiten: scroll
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Im Ergebnis der Betriebstätigkeit des Geschäftsjahres 2015/16 wurden Mindestleasingzahlungen in Höhe von TEUR 176 (Vorjahr TEUR 169) als Aufwand erfasst. Operatingleasing - SCHUMAG als LeasinggeberDie SCHUMAG vermietet im Rahmen von Operatingleasing-Verträgen im Wesentlichen die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie sowie eine Teilfläche der in 2010 errichteten Produktionshalle. Für die ersten fünf Jahre des Mietverhältnisses bzgl. der als Finanzinvestition gehaltene Immobilie hat die SCHUMAG von der SMS group eine Mietvorauszahlung in Höhe von TEUR 2.500 erhalten, die linear über eine Dauer von 5 Jahren ab dem 1. Dezember 2008 abgegrenzt wurde. Insgesamt beträgt die feste Mietdauer 10 Jahre. Das Mietverhältnis für die ab dem 1. August 2016 vermietete Teilfläche der Produktionshalle hat eine unkündbare Mietdauer von 6 Jahren. Die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operatingleasing-Verhältnissen haben folgende Fälligkeiten: scroll
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29. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)Die nahe stehenden Unternehmen und Personen der SCHUMAG (ohne Organmitglieder der aufgeführten Gesellschaften sowie weiterer mit diesen verbundenen Unternehmen) für die Betrachtungszeiträume sind nachfolgend aufgeführt:
Hinsichtlich der Gesellschafter verweisen wir auf die Stimmrechtsmitteilungen, die unter Anmerkung 32 wiedergegeben sind. Die Organmitglieder sind unter Anmerkung 30 aufgeführt. Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personenscroll
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Die Bezüge der Organmitglieder werden im Vergütungsbericht innerhalb des Konzernlageberichts erläutert. 30. Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsratsscroll
Ein Teil der Vergütung für Herrn Dr. Ohlinger ist bis auf Weiteres zinslos gestundet. Die Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitgliedern des Vorstands zum 30. September 2016 betragen TEUR 1.004 (Vorjahr TEUR 574). Im Gegenzug zur Erhöhung der Pensionszusage hat Herr Dr. Ohlinger zusätzlich auf persönliche Ansprüche gegenüber der SCHUMAG verzichtet. Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands oder ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf TEUR 719 (Vorjahr TEUR 707). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen sind TEUR 11.378 (Vorjahr TEUR 10.544) zurückgestellt. Im Übrigen wird auf den Vergütungsbericht innerhalb des Konzernlageberichts der SCHUMAG verwiesen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands der SCHUMAG sowie deren Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien sind nachfolgend aufgeführt: AufsichtsratRalf Marbaise, Aachen Vorsitzender Vorsitzender des Betriebsrats der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen ohne weitere Mitgliedschaft Ekkehard Brzoska, Mülheim/Ruhr (bis 3. März 2016) Selbständiger Kaufmann ohne weitere Mitgliedschaft Miaocheng Guo, Tonglu, Provinz Zhejiang, Volksrepublik China Geschäftsführer der Hangzhou Meibah Precision Machinery Co., Ltd., und der Hangzhou Maximum Real Estate Co., Ltd., beide mit Sitz in Tonglu, Provinz Zhejiang, Volksrepublik China ohne weitere Mitgliedschaft Yun Guo, Tonglu, Provinz Zhejiang, Volksrepublik China Vertriebsleiterin der Hangzhou Meibah Precision Machinery Co., Ltd., Tonglu, Provinz Zhejiang, Volksrepublik China, und Geschäftsführerin der Meibah International GmbH, München ohne weitere Mitgliedschaft Peter Koschel, Berlin General Manager Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd., Birmingham/Großbritannien ohne weitere Mitgliedschaft Jürgen Milion, Alsdorf Gruppenleiter Qualitätsmanagement der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen ohne weitere Mitgliedschaft Vassilios Sevdalis, Nea Erythrea im Regionalbezirk Athen, Griechenland (ab 28. April 2016) Diplom-Kaufmann, Pensionär ohne weitere Mitgliedschaft VorstandDr. Johannes Ohlinger, Zweibrücken/Pfalz Dipl.-Ökonom Mitgliedschaften Herz Jesu Missionare, Homburg/Saar (Mitglied des Stiftungsrats) 31. Dienstleistungen des AbschlussprüfersFür von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, erbrachte bzw. noch zu erbringende Dienstleistungen sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung folgende Honorare als Aufwand erfasst worden: scroll
32. Angaben zum Bestehen einer BeteiligungDie Euro-IB Ltd., London, Vereinigtes Königreich, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 1. Oktober 2011 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 % und 15 % unterschritten hat und zu diesem Tag 1,95 % (78.003 Stimmrechte) beträgt. Herr Alexander von Ungern-Sternberg, Vereinigtes Königreich, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 1. Oktober 2011 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 % und 15 % unterschritten hat und zu diesem Tag 1,95 % (78.003 Stimmrechte) beträgt und dass ihm hiervon 1,95 % (78.003 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind. Herr Norbert Thelen, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 1. Oktober 2011 die Schwellen von 10 % und 15 % unterschritten hat und zu diesem Tag 8,34 % (333.526 Stimmrechte) beträgt. Die Meibah International GmbH (vormals Blitz 14-69 GmbH), München, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 23. Juni 2014 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 % und 50 % überschritten hat und zu diesem Tag 52,15 % (2.085.807 Stimmrechte) beträgt. Herr Miaocheng Guo, China, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 23. Juni 2014 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 % und 50 % überschritten hat und zu diesem Tag 52,15 % (2.085.807 Stimmrechte) beträgt, dass ihm hiervon 52,15 % (2.085.807 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind und dass ihm dabei von folgendem kontrollierten Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden: Meibah International GmbH, München, Deutschland. Die Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd., Birmingham, Vereinigtes Königreich, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 11. November 2015 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 24,45 % (978.000 Stimmrechte) beträgt. Herr Peter Koschel, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 11. November 2015 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 24,49 % (979.600 Stimmrechte) beträgt, dass ihm hiervon 24,45 % (978.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind und dass ihm dabei von folgendem kontrollierten Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden: Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd., Birmingham, Vereinigtes Königreich. Gem. den aktuell vorliegenden Stimmrechtsmitteilungen halten folgende Parteien derzeit die Anteile an der SCHUMAG: scroll
Darüber hinaus hat die Meibah International GmbH gem. Bekanntmachung im Bundesanzeiger vom 9. September 2014 im Rahmen des öffentlichen freiwilligen Übernahmeangebots weitere rund 2,43 % der Stimmrechte der SCHUMAG übernommen, so dass sich der Stimmrechtsanteil nunmehr auf rund 54,58 % beläuft. Der Streubesitzanteil reduziert sich entsprechend auf 10,68 %. 33. Anteilsbesitzlistescroll
1) nach jeweiligem Landesrecht 2) nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag: TEUR 3.908 3) Bilanzstichtag 31.12.2015 34. Erklärung nach § 161 AktGIm Januar 2016 haben Vorstand und Aufsichtsrat der SCHUMAG die aktuelle Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und im Internet unter www.schumag.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. 35. Zusätzliche Informationen zur Konzern-KapitalflussrechnungIm Geschäftsjahr 2015/16 erfolgten im Rahmen des Zugangs von Sachanlagen aus Finanzierungsleasing nicht-zahlungswirksame Investitionstätigkeiten in Höhe von TEUR 468. Die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (TEUR 100) betrafen insgesamt 12 geleaste Anlagen. Die Auszahlungen für Ertragsteuern im Berichtsjahr (TEUR 363) betrafen zum einen die für das Geschäftsjahr 2013/14 festgesetzte Körperschaft- und Gewerbesteuer. Zudem waren bzgl. Körperschaft- und Gewerbesteuer Vorauszahlungen für die Geschäftsjahre 2014/15 sowie 2015/16 zu leisten. Die Ein-/Auszahlungen für Zinsen sowie für Ertragsteuern sind dem Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit zuzuordnen. Ergänzende Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung befinden sich auch im Konzernlagebericht unter den Ausführungen zur Finanzlage. 36. Ereignisse nach dem BilanzstichtagEs lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vor.
Aachen, 30. Dezember 2016 SCHUMAG Aktiengesellschaft Der Vorstand Dr. Johannes Ohlinger Versicherung des gesetzlichen Vertreters für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. September 2016Schumag Aktiengesellschaft, AachenIch versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Aachen, 30. Dezember 2016 Schumag Aktiengesellschaft Der Vorstand Dr. Johannes Ohlinger Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Schumag Aktiengesellschaft, Aachen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2015 bis 30. September 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IRFS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 16. Januar 2017 KPMG AG Kamping, Wirtschaftsprüfer Schwarz, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,aufgrund von Unsicherheiten in der Weltwirtschaft sowie der weiterhin verhaltenen konjunkturellen Entwicklung der relevanten Märkte blicken wir auf ein herausforderndes Geschäftsjahr 2015/16 zurück. Insbesondere die Dieselproblematik als auch die anhaltend niedrigen Rohölpreise führten zu Investitionshemmungen bei unseren Kunden. Dennoch konnten weitere Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet und umgesetzt werden. Die Liquiditätssituation hat sich dadurch weiter stabilisiert, stellt aber dennoch eines unserer größten Handlungsfelder dar. Vom Vorstand eingeleitete Maßnahmen zur weiteren Kostensenkung sowie zur Kapazitätsanpassung zeigen spürbar ihre Wirkung und waren maßgeblich für das leicht positive Ergebnis vor Steuern im Berichtsjahr. Dennoch konnten die geplanten Maßnahmen nicht vollumfänglich umgesetzt werden. Eine große Herausforderung stellt nach wie vor unser alter Maschinenpark dar. Aufgrund fehlender finanzieller Mittel konnten nur bedingt Ersatzinvestitionen ausgelöst werden. Im Berichtsjahr gab es Veränderungen in der Zusammensetzung der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat; die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsführung des Vorstands war vollständig gewährleistet. Überblick über die Tätigkeit des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2015/16 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. Maßstab für die Überwachung waren insbesondere die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung des Vorstands sowie die Leistungsfähigkeit des Risikomanagements. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand hat uns im Berichtszeitraum regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich zeitnah und umfassend informiert. Schwerpunkte dabei waren die Liquiditäts-, Ertrags- und Finanzlage, die Unternehmensplanung (namentlich Investitions-, Personal- und Finanzplanung), der Geschäftsverlauf, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage der Gesellschaft und des Konzerns, die Risikolage und das Risikomanagement sowie der Halbjahresbericht. Auf Grundlage der Berichte haben wir uns mit der Lage und der Entwicklung von Gesellschaft und Konzern sowie den Geschäftsvorfällen im Geschäftsjahr 2015/16 intensiv befasst. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden uns im Einzelnen erläutert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens stimmte der Vorstand mit uns ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge haben wir auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert. Die vorgelegten Berichte haben wir auf ihre Plausibilität überprüft und mit dem Vorstand, soweit notwendig, diskutiert. Darüber hinaus haben wir uns vom Vorstand ergänzende Informationen geben lassen. Die Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung der Gesellschaft, die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des internen Revisionssystems, die Leistungsfähigkeit der Unternehmensorganisation und deren Wirtschaftlichkeit hat der Aufsichtsrat als gegeben erachtet. Über Beschlussvorschläge des Vorstands hat der Aufsichtsrat jeweils nach gründlicher Prüfung entschieden. SitzungenInsgesamt fanden im Geschäftsjahr 2015/16 vier Sitzungen des Aufsichtsrats statt (am 18. Dezember 2015, 27. Januar 2016, 28. April 2016 und am 30. September 2016). Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hatte über die Aufsichtsratssitzungen hinaus regelmäßigen Kontakt mit dem Vorstand. Er informierte sich über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die wesentlichen Geschäftsvorfälle sowie die strategische Geschäftsausrichtung. Nach Ziffer 5.4.7 Satz 1 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll der Aufsichtsrat berichten, falls ein Aufsichtsratsmitglied nur an der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse, denen er angehört, oder weniger teilgenommen hat. Dies trifft für Herrn Miaocheng Guo zu, der krankheitsbedingt im Geschäftsjahr 2015/16 an keiner Sitzung des Aufsichtsrats teilnahm. Im Bedarfsfall hätte er aber telefonisch zugeschaltet werden können. Beratungsschwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2015/16Die Tätigkeiten des Aufsichtsrats im Berichtsjahr 2015/16 umfassten neben der laufenden Begleitung der Geschäftsentwicklung und -planung insbesondere Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften sowie solche zur Stabilisierung und Verbesserung der Finanzierung von Gesellschaft und Konzern. In der Sitzung am 18. Dezember 2015 befassten wir uns im Wesentlichen mit den wirtschaftlichen Eckdaten der Gesellschaft, der Liquiditätssituation sowie der Vorbereitung der Jahresabschlussarbeiten für das Geschäftsjahr 2014/15. Der Jahres- und Konzernabschluss sowie der Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2014/15, der Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2014/15 sowie die Tagesordnung für die Hauptversammlung am 28. April 2016 waren in der Sitzung vom 27. Januar 2016 die Beratungsschwerpunkte. Auf Empfehlung des Prüfungsausschusses billigte der Aufsichtsrat den durch den Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014/15. Vor der Beschlussfassung über den Vorschlag an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat dessen Unabhängigkeit überprüft und die Auftragskonditionen erörtert. Weiterhin befassten wir uns im Wesentlichen mit den wirtschaftlichen Eckdaten und der Liquiditätssituation der Gesellschaft. In der Sitzung am 28. April 2016 befassten wir uns im Wesentlichen mit der strategischen Unternehmensplanung. Dabei wurde der Vorstand von uns gebeten, einen Strategieansatz zur weiteren Entwicklung des Unternehmens für die nächste Sitzung zu erarbeiten. In der Sitzung am 30. September 2016 befassten wir uns mit den wirtschaftlichen Eckdaten der Gesellschaft, der Liquiditätssituation und der Unternehmensplanung. Die vom Vorstand erstellte strategische Planung sowie die darauf aufbauende 3-Jahres-Planung wurden intensiv erörtert. Entwicklungsmöglichkeiten des Unternehmens wurden anhand des vom Vorstand vorgelegten Strategieansatzes diskutiert. Das vom Vorstand außerdem vorgelegte Investitionsbudget hat der Aufsichtsrat gebilligt. Im Rahmen der Liquiditätssituation beschäftigten wir uns mit der künftigen Finanzierungsstruktur. Weiterhin haben wir uns über den aktuellen Stand zu von der Gesellschaft wegen Organpflichtverletzungen geltend gemachten Schadenersatz- und Versicherungsansprüchen sowie zu bestehenden Rechtsstreitigkeiten unterrichtet. AusschüsseZur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat aus seiner Mitte einen Personalausschuss und einen Prüfungsausschuss errichtet. Der Personalausschuss bestand im Berichtszeitraum aus den Mitgliedern Herrn Ralf Marbaise (Vorsitzender), Herrn Ekkehard Brzoska (bis zum 3. März 2016) bzw. Herrn Peter Koschel (ab 4. März 2016) und Herrn Jürgen Milion. Herr Koschel rückte für den ausgeschiedenen Herrn Brzoska als Ersatzmitglied nach. Der Ausschuss befasste sich im Rahmen einer von ihm durchgeführten Sitzung mit Vorstandsangelegenheiten. Der Prüfungssauschuss bestand im Berichtszeitraum aus den Mitgliedern Herrn Ekkehard Brzoska (bis zum 3. März 2016) bzw. Herrn Peter Koschel (ab 4. März 2016), Herrn Jürgen Milion und Herrn Ralf Marbaise. Herr Koschel rückte für den ausgeschiedenen Herrn Brzoska als Ersatzmitglied nach. Der Ausschuss befasste sich im Rahmen einer von ihm durchgeführten Sitzung am 27. Januar 2016 im Vorfeld der Bilanzsitzung insbesondere mit Vorbereitungen zur Hauptversammlung und mit den Jahresabschlussunterlagen (einschließlich Abhängigkeitsbericht) für das Geschäftsjahr 2014/15. Diese wurden geprüft und dem Aufsichtsrat die Billigung der Abschlüsse empfohlen. Corporate Governance und EntsprechenserklärungDer Aufsichtsrat hat sich auch im Geschäftsjahr 2015/16 regelmäßig mit der Corporate Governance des Unternehmens beschäftigt. Hierbei hat er auch die Effizienz seiner Arbeit überprüft, namentlich die Frequenz seiner Sitzungen, deren Vorbereitung und Durchführung sowie die Informationsversorgung. Die aktuelle Entsprechenserklärung von Januar 2017 wurde vom Aufsichtsrat genehmigt und die Zugänglichmachung dieser Entsprechenserklärung gemäß § 161 Satz 2 AktG durch den Vorstand freigegeben. Die Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Die SCHUMAG Aktiengesellschaft entspricht weitgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015. Der Bericht zur Corporate Governance und die Erklärung zur Unternehmensführung für das Geschäftsjahr 2015/16, auf die im Übrigen verwiesen wird, wurden in der Sitzung vom 27. Januar 2017 erörtert und vom Aufsichtsrat beschlossen. Jahres- und KonzernabschlussDer vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 30. September 2016, die Lageberichte für die Aktiengesellschaft und den Konzern für das Geschäftsjahr 2015/16 (die jeweils den erläuternden Bericht zu den Angaben nach § 289 Abs. 4 bzw. § 315 Abs. 4 HGB umfassen) sowie die Buchführung und das Risikomanagementsystem wurden durch die von der Hauptversammlung am 28. April 2016 zum Abschlussprüfer bzw. Konzernabschlussprüfer gewählte KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat. Er hat insbesondere ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet, das nach seiner Konzeption und tatsächlichen Handhabung geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Der vom Vorstand aufgestellte Jahres- und der Konzernabschluss, der Lage- und der Konzernlagebericht wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern in je endgültiger Fassung am 20. Januar 2017 zugeleitet. Die entsprechenden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sind allen Mitgliedern des Aufsichtsrats ebenfalls am 20. Januar 2017 vorgelegt worden. Prüfungsschwerpunkte waren insbesondere die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung, der Funktionsfähigkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sowie die in den jeweiligen Berichten enthaltenen prognostischen Angaben. In der Prüfungsausschusssitzung am 27. Januar 2017 erläuterten die Vertreter des Abschlussprüfers ausführlich den Inhalt des jeweiligen Prüfungsberichts zum Jahresabschluss und zum Konzernabschluss der SCHUMAG Aktiengesellschaft und stellten außerdem die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie der Lageberichte vor. Dabei hat der Ausschuss die vorliegenden Unterlagen mit den Vertretern des Abschlussprüfers sowie dem Vorstand besprochen und erörtert. Gegenstand der Erörterungen mit Abschlussprüfer und Vorstand waren insbesondere Einzelfragen zu Bilanzansätzen und zur Bewertung namentlich unter dem Going-Concern-Ansatz sowie zu Prüfungsschwerpunkten und das interne Kontrollsystem. In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 27. Januar 2017 wurden die Ergebnisse der eigenen Prüfung präsentiert. Die unterzeichneten Prüfungsberichte mit den Bestätigungsvermerken des Abschlussprüfers lagen vor. Die Vertreter des Abschlussprüfers waren auch zu dieser Sitzung anwesend und erörterten die Berichte mit Vorstand und Aufsichtsrat, ehe die Beschlüsse über die Billigung der Abschlüsse und über seinen vorliegenden Bericht vom Aufsichtsrat gefasst wurden. Die Berichte des Abschlussprüfers wurden vom Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Das abschließende Ergebnis der eigenen Prüfung des Aufsichtsrats, die von dessen Prüfungsausschuss vorbereitet worden war, entspricht vollständig dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer. Der Aufsichtsrat sieht keinen Anlass, Einwendungen gegen die vorgelegten Abschlüsse sowie Berichte zu erheben. Der Aufsichtsrat hat am 27. Januar 2017 den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015/16 der SCHUMAG Aktiengesellschaft gebilligt. Der Jahresabschluss der SCHUMAG Aktiengesellschaft ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt. AbhängigkeitsberichtDer nach § 312 AktG vom Vorstand aufgestellte Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) wurde ebenfalls vom Abschlussprüfer geprüft und mit folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen: „Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“ Der Abhängigkeitsbericht sowie der entsprechende Prüfungsbericht wurden dem Aufsichtsrat ebenfalls am 20. Januar 2017 zugeleitet. Die Unterlagen wurden vom Prüfungsausschuss in der Prüfungsausschusssitzung am 27. Januar 2017 mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand erörtert. Die Ergebnisse der eigenen Prüfung wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 27. Januar 2017 präsentiert. Die Berichte wurden vom Aufsichtsrat zusammen mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand besprochen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die im Abhängigkeitsbericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstands über die Angemessenheit der Gegenleistungen, die die Gesellschaft bei mit verbundenen Unternehmen getätigten Rechtsgeschäften im Berichtszeitraum erhalten hat, sowie über das Fehlen sonstiger berichtspflichtiger Maßnahmen. Das Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Besetzung von Aufsichtsrat und VorstandIm Geschäftsjahr 2015/16 hat es in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats folgende Veränderungen gegeben: Durch Amtsniederlegung ist mit Wirkung zum 3. März 2016 Herr Ekkehard Brzoska aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Wir bedanken uns bei ihm für die konstruktive Zusammenarbeit. Durch die Hauptversammlung vom 28. April 2016 wurde Herr Vassilios Sevdalis (für den ausgeschiedenen Herrn Ekkehard Brzoska) in den Aufsichtsrat nachgewählt. Die Herren Ralf Marbaise und Jürgen Milion waren zuvor mit den am 14. April 2016 durchgeführten Wahlen von den Arbeitnehmern wieder als deren Vertreter in den Aufsichtsrat gewählt worden. In der Zusammensetzung des Vorstands hat es keine Änderungen gegeben. Der Aufsichtsrat dankt ganz besonders allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretern für ihren erneut engagierten und sehr qualifizierten Einsatz sowie für ihre Zusammenarbeit im Sinne der SCHUMAG Aktiengesellschaft.
Aachen, 27. Januar 2017 Der Aufsichtsrat Ralf Marbaise, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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